Eckdaten:
Für die 21. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 982 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Werner Neubauer
Petition betreffend „Sicheres Wohnen am Froschberg“ (Ordnungsnummer 25) (überreicht vom Abgeordneten Werner Neubauer)
überreicht vom Abgeordneten Mag. Johann Maier
Petition betreffend „Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsstudie zur möglichen Wiedererrichtung der Salzkammergut-Lokalbahn“ (Ordnungsnummer 26) (überreicht vom Abgeordneten Mag. Johann Maier)
Abg. Dr. Cap liest ein Schriftstück.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne): Frau Präsidentin! Einen schönen guten Morgen, geschätzte Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Dr. Cap liest ein Schriftstück.) – Ich muss den Kollegen Cap gleich aus seiner Lesefreude reißen!
Rufe bei den Grünen: Cap!
Zu den Stiftungsprivilegien ein Zitat: „So wie diese jetzt steuerlich behandelt werden, ist es nicht gerecht. Wenn man dort einen bescheidenen Beitrag für das soziale Netz einhebt, sehe ich noch lange keine Gefahr einer Kapitalflucht.“ – Wer hat das wohl gesagt? (Rufe bei den Grünen: Cap!) – Nein, leider falsch. Das war der Kollege Neugebauer im Übrigen. (Heiterkeit bei den Grünen.)
Heiterkeit bei den Grünen.
Zu den Stiftungsprivilegien ein Zitat: „So wie diese jetzt steuerlich behandelt werden, ist es nicht gerecht. Wenn man dort einen bescheidenen Beitrag für das soziale Netz einhebt, sehe ich noch lange keine Gefahr einer Kapitalflucht.“ – Wer hat das wohl gesagt? (Rufe bei den Grünen: Cap!) – Nein, leider falsch. Das war der Kollege Neugebauer im Übrigen. (Heiterkeit bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
In solchen Zeiten ist es durchaus berechtigt, über neue Steuern nachzudenken und diese auch einzufordern – und das nicht nur auf Wahlkampfbühnen und am 1. Mai, wo man das auf Fahnen schreibt: SPÖ schwört am Rathausplatz alle für eine Reichensteuer ein!, sondern auch tatsächlich hier im Parlament und tatsächlich auch mit konkreten Beschlüssen. – Das wollen wir heute! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Eine Verweigerung dieser Diskussion ist deswegen nicht nur budgetpolitisch oder konjunkturpolitisch fahrlässig, sondern es ist insbesondere extrem unfair gegenüber genau den Menschen, die mit ihrem Einkomme nicht mehr auskommen. (Beifall bei den Grünen.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Für Arbeitsplätze!
Die Argumente sind teilweise haarsträubend. Wir haben einiges gehört, etwa: Das steht nicht im Regierungsübereinkommen! – Gut, was alles steht sonst nicht im Regierungsübereinkommen? Die 10 Milliarden € für die Industrie, die Sie bereitgestellt haben, um wieder Liquidität ... (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Für Arbeitsplätze!) – Für Arbeitsplätze! Das steht auch nicht im Regierungsübereinkommen.
Abg. Mag. Molterer: Da müssen Sie den Voves und den Haider fragen?
Das dritte Argument ist: Arbeitsplätze werden dadurch vernichtet! – Und damit kommen wir schon ein bisschen näher an das Wesen der Stiftungen heran. Wie viel wissen wir überhaupt über die mittlerweile mehr als 3 000 Stiftungen in Österreich, in denen 60 bis 70 Milliarden € geparkt sind? (Abg. Mag. Molterer: Da müssen Sie den Voves und den Haider fragen?)
Beifall bei den Grünen.
Was wir jedenfalls wissen, ist, dass die Hälfte des Stiftungsvermögens Unternehmensbeteiligungen sind, 20 Prozent Immobilien, 16 Aktien, 8 Prozent Bargeld. Glauben Sie wirklich, dass bei Firmenanteilen von einem Gemisch aus Unternehmen tatsächlich bei einem gemäßigten Steuersatz die Firmen de facto in ganz Österreich abgesiedelt werden, an denen diese Anteile besessen werden? Das ist eine sehr absurde Argumentation. (Beifall bei den Grünen.) Also, die Arbeitsplatzargumentation können Sie einpacken!
Beifall bei den Grünen.
Es gibt also nur zwei Antworten auf die Frage, warum Sie sich so wehren – gerade auch die SPÖ, die das nur auf die Plakate schreibt, aber nicht in die Verhandlungen einbringt, die eine Arbeitsgruppe gründet, wo sie sich untereinander darüber unterhält, ob es vernünftig ist, einen Einstieg in die Reichensteuer zu machen, anstatt das in der Koalition einmal zu diskutieren und aufs Tapet zu bringen! (Beifall bei den Grünen.) Gerade die SPÖ sollte aufhören mit: Wenn ich nicht mehr weiter weiß, gründe ich
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Beifall bei den Grünen.
Ich denke, es sollte nicht so sein, dass Sie genau diese Stiftungsprivilegien aufrecht erhalten, um möglicherweise Ihre eigenen Stiftungsprivilegien in Oberösterreich oder in der Steiermark aufrecht zu erhalten. In der Steiermark ist das alles noch undurchsichtiger im Übrigen. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie haben die Möglichkeit – Steiermark und Oberösterreich! – heute mit dem grünen Antrag mitzustimmen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Unser Ziel und mein Ziel ist es, dass wir diese Krise vor allem gemeinsam bewältigen, schnell überwinden und gestärkt aus ihr herausgehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
wältigung sein, sondern wir haben die Wirtschaftsleistung aller zu organisieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Nein! Die niedrigsten Löhne aller Zeiten!
Bleiben wir bei den Fakten! Wenn man die Stiftungen heute hier anspricht, kann man viel Emotion erzeugen. Ich weiß das schon. Bleiben wir aber bei den Fakten! Nach der Steuerreform, die wir jüngst umgesetzt haben, die bei den Bürgerinnen und den Bürgern gut ankommt, werden Sie viele Kontakte haben und auf das angesprochen werden, was auch im Geldbörsel in diesen Tagen und Wochen erstmals deutlich spürbar wird. (Abg. Ing. Westenthaler: Nein! Die niedrigsten Löhne aller Zeiten!) Es kommt dann auch noch mehr zur Entlastung der Kinder.
Abg. Mag. Lunacek: Mehrwertsteuer!
Nach dieser Steuerreform gibt es in Österreich 2,7 Millionen Menschen, die Steuer zahlen, und 2,7 Millionen Menschen, die erstmals keine Steuer zahlen. (Abg. Mag. Lunacek: Mehrwertsteuer!) Wir haben eine Balance hergestellt, die auch ein Auftrag für die Zukunft ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Nach dieser Steuerreform gibt es in Österreich 2,7 Millionen Menschen, die Steuer zahlen, und 2,7 Millionen Menschen, die erstmals keine Steuer zahlen. (Abg. Mag. Lunacek: Mehrwertsteuer!) Wir haben eine Balance hergestellt, die auch ein Auftrag für die Zukunft ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Krainer: Ja, gibt es!
Tun wir auch nicht so, meine sehr geehrten Damen und Herren, als ob es in Österreich eine Verteilungsungerechtigkeit gäbe! (Abg. Krainer: Ja, gibt es!) Wir sind das Land mit der geringsten Ungleichheit bei der Einkommensverteilung und ein Land mit der höchsten Sozialquote. Wir investieren 31 Milliarden € im Jahr 2009 – in einem der schwierigsten Jahre für die Republik – in Arbeit und Soziales. Das macht mehr als 30 Prozent unseres Budgets aus. (Beifall bei der ÖVP.) Tun wir nicht so, als ob wir nicht in die Einkommensgerechtigkeit, in die Verteilung und in die Sozialquote massiv investieren!
Beifall bei der ÖVP.
Tun wir auch nicht so, meine sehr geehrten Damen und Herren, als ob es in Österreich eine Verteilungsungerechtigkeit gäbe! (Abg. Krainer: Ja, gibt es!) Wir sind das Land mit der geringsten Ungleichheit bei der Einkommensverteilung und ein Land mit der höchsten Sozialquote. Wir investieren 31 Milliarden € im Jahr 2009 – in einem der schwierigsten Jahre für die Republik – in Arbeit und Soziales. Das macht mehr als 30 Prozent unseres Budgets aus. (Beifall bei der ÖVP.) Tun wir nicht so, als ob wir nicht in die Einkommensgerechtigkeit, in die Verteilung und in die Sozialquote massiv investieren!
Ruf bei der FPÖ: Mitterlehner!
Steuererhöhungen sind der falsche Weg aus dieser Krise! Sie belasten die Menschen und die Wirtschaft. Der Beweis liegt ja auf dem Tisch, wir haben es hier beschlossen: die Steuerreform! Wir haben in der Frage des Vorziehens einer Steuerreform, über die Höhe der Steuerreform nur ein Argument gehabt: Wir brauchen sie, um den Konsum zu stabilisieren, um für Familien und für Lohn- und Einkommensteuerpflichtige eine Steuerentlastung zu erreichen, um Krisenbewältigung zu betreiben. (Ruf bei der FPÖ: Mitterlehner!)
neuerlicher Ruf bei der FPÖ: Mitterlehner!
Im gleichen Augenblick beginnen wir eine Findungskommission beziehungsweise eine Suchaktion nach neuen Steuern und Steuernerhöhungen – völlig absurd (neuerlicher Ruf bei der FPÖ: Mitterlehner!), meine sehr geehrten Damen und Herren, und glatt der falsche Zeitpunkt und auch finanz- und wirtschaftspolitisch der falsche Ansatzpunkt! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Welche Interessen vertreten Sie?! Nicht die der Österreicher, sondern die der Superreichen, Herr Finanzminister! – Weiterer Ruf bei den Grünen: Bei den einen abkassieren, !)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Welche Interessen vertreten Sie?! Nicht die der Österreicher, sondern die der Superreichen, Herr Finanzminister! – Weiterer Ruf bei den Grünen: Bei den einen abkassieren, !
Im gleichen Augenblick beginnen wir eine Findungskommission beziehungsweise eine Suchaktion nach neuen Steuern und Steuernerhöhungen – völlig absurd (neuerlicher Ruf bei der FPÖ: Mitterlehner!), meine sehr geehrten Damen und Herren, und glatt der falsche Zeitpunkt und auch finanz- und wirtschaftspolitisch der falsche Ansatzpunkt! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Welche Interessen vertreten Sie?! Nicht die der Österreicher, sondern die der Superreichen, Herr Finanzminister! – Weiterer Ruf bei den Grünen: Bei den einen abkassieren, !)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Zu den Stiftungen, meine sehr geehrten Damen und Herren, weil Stiftungen und Reiche heute in die Auslage gestellt werden. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Privatstiftungen sind seit einiger Zeit ein fester und auch nicht mehr wegzudenkender Bestandteil unseres Rechts- und Wirtschaftslebens. Sie leisten auch einen unschätzbaren Beitrag zum Gemeinwohl und zum Wohle der Menschen in unserem Land. Sie ermöglichen die Unterstützung des Innovationsstandortes Österreich mit ihrem Input. Wo wäre der Kunst- und Kulturstandort Österreich ohne Stiftungen? (Ruf bei den Grünen: Ich will aber auch Forschung betreiben!) Wenn Sie A sagen, dann sagen Sie bitte auch B, nämlich die Leistungen für die Sicherung der Arbeitsplätze, für Innovation, Kunst und Kultur in Österreich dazu, die vor allem aus den Stiftungen heraus massiv unterstützt werden. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Darum bitte ich: Sagen Sie die ganze Wahrheit und nicht nur die halbe, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei den Grünen: Ich will aber auch Forschung betreiben!
Zu den Stiftungen, meine sehr geehrten Damen und Herren, weil Stiftungen und Reiche heute in die Auslage gestellt werden. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Privatstiftungen sind seit einiger Zeit ein fester und auch nicht mehr wegzudenkender Bestandteil unseres Rechts- und Wirtschaftslebens. Sie leisten auch einen unschätzbaren Beitrag zum Gemeinwohl und zum Wohle der Menschen in unserem Land. Sie ermöglichen die Unterstützung des Innovationsstandortes Österreich mit ihrem Input. Wo wäre der Kunst- und Kulturstandort Österreich ohne Stiftungen? (Ruf bei den Grünen: Ich will aber auch Forschung betreiben!) Wenn Sie A sagen, dann sagen Sie bitte auch B, nämlich die Leistungen für die Sicherung der Arbeitsplätze, für Innovation, Kunst und Kultur in Österreich dazu, die vor allem aus den Stiftungen heraus massiv unterstützt werden. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Darum bitte ich: Sagen Sie die ganze Wahrheit und nicht nur die halbe, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Zu den Stiftungen, meine sehr geehrten Damen und Herren, weil Stiftungen und Reiche heute in die Auslage gestellt werden. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Privatstiftungen sind seit einiger Zeit ein fester und auch nicht mehr wegzudenkender Bestandteil unseres Rechts- und Wirtschaftslebens. Sie leisten auch einen unschätzbaren Beitrag zum Gemeinwohl und zum Wohle der Menschen in unserem Land. Sie ermöglichen die Unterstützung des Innovationsstandortes Österreich mit ihrem Input. Wo wäre der Kunst- und Kulturstandort Österreich ohne Stiftungen? (Ruf bei den Grünen: Ich will aber auch Forschung betreiben!) Wenn Sie A sagen, dann sagen Sie bitte auch B, nämlich die Leistungen für die Sicherung der Arbeitsplätze, für Innovation, Kunst und Kultur in Österreich dazu, die vor allem aus den Stiftungen heraus massiv unterstützt werden. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Darum bitte ich: Sagen Sie die ganze Wahrheit und nicht nur die halbe, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zu den Stiftungen, meine sehr geehrten Damen und Herren, weil Stiftungen und Reiche heute in die Auslage gestellt werden. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Privatstiftungen sind seit einiger Zeit ein fester und auch nicht mehr wegzudenkender Bestandteil unseres Rechts- und Wirtschaftslebens. Sie leisten auch einen unschätzbaren Beitrag zum Gemeinwohl und zum Wohle der Menschen in unserem Land. Sie ermöglichen die Unterstützung des Innovationsstandortes Österreich mit ihrem Input. Wo wäre der Kunst- und Kulturstandort Österreich ohne Stiftungen? (Ruf bei den Grünen: Ich will aber auch Forschung betreiben!) Wenn Sie A sagen, dann sagen Sie bitte auch B, nämlich die Leistungen für die Sicherung der Arbeitsplätze, für Innovation, Kunst und Kultur in Österreich dazu, die vor allem aus den Stiftungen heraus massiv unterstützt werden. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Darum bitte ich: Sagen Sie die ganze Wahrheit und nicht nur die halbe, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei den Grünen: Der Ausschuss hat die Auskunft verweigert! – Abg. Dr. Pirklhuber: Legen Sie die Zahlen offen, bitte schön!
Wir haben uns natürlich auch angeschaut – und das ist gerade in einer Zeit, in der es auf jeden Arbeitsplatz, um den wir kämpfen, ankommt, wichtig –, was die Stiftungen an Input für die Arbeitssituation in Österreich geliefert haben. (Ruf bei den Grünen: Der Ausschuss hat die Auskunft verweigert! – Abg. Dr. Pirklhuber: Legen Sie die Zahlen offen, bitte schön!) Unternehmen, an denen Privatstiftungen beteiligt sind, haben – geschätzt – über 150 000 zusätzliche Jobs geschaffen und werden das auch in Zukunft tun. Insgesamt bieten Stiftungen rund 400 000 Arbeitnehmern in Österreich eine Beschäftigung. Das sind die wichtigen Eckpunkte, die man auch anführen muss!
Beifall bei der ÖVP.
Herr Pirklhuber, dass Sie mit der Wahrheit ein Problem haben, ist Ihr Problem, aber nicht meines. (Beifall bei der ÖVP.) Das jedenfalls sind die Daten und die Zahlen: 150 000 zusätzliche Jobs, 400 000 Arbeitnehmer, die Beschäftigung finden. Die Sicherung der Arbeitsplätze hat auch für uns absolute Priorität. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Grünen.)
Anhaltende Zwischenrufe bei den Grünen.
Herr Pirklhuber, dass Sie mit der Wahrheit ein Problem haben, ist Ihr Problem, aber nicht meines. (Beifall bei der ÖVP.) Das jedenfalls sind die Daten und die Zahlen: 150 000 zusätzliche Jobs, 400 000 Arbeitnehmer, die Beschäftigung finden. Die Sicherung der Arbeitsplätze hat auch für uns absolute Priorität. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Ja selbstverständlich sind sie das!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, worauf ich also hinaus will, ist auch die Tatsache: Stiftungen sind kein Privileg (Abg. Dr. Pirklhuber: Ja selbstverständlich sind sie das!) für Superreiche oder Mittel zum Selbstzweck, sondern sie liefern einen wichtigen Beitrag für Kunst, Kultur und Wissenschaft und auch für den sozialen Frieden durch Sicherung von Arbeit in Österreich.
Abg. Ing. Westenthaler: Meinen Sie auch die SPÖ-Stiftungen?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ja, ich habe Interesse als Finanzminister, dass das Kapital, das Vermögen, das von Stiftungen verwaltet wird – die übrigens transparent sind, wie wenige andere Einrichtungen international (Abg. Ing. Westenthaler: Meinen Sie auch die SPÖ-Stiftungen?) –, und zwar im Ausmaß von zirka 60 Milliarden €, in Österreich gehalten wird!
Zwischenrufe bei BZÖ und Grünen.
Sagen Sie es: Wollen Sie den Kapitalabfluss, wollen Sie den Abfluss der Unterstützung für Kunst und Kultur und Innovation aus Österreich hinaus in andere Länder? Andere warten schon darauf, wenn man die Debatten von Kollegen in anderen Ländern richtig interpretiert, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Zwischenrufe bei BZÖ und Grünen.) Ich will mit der Stiftungsregelung, wie wir sie haben, mit der Besteuerung, die gerecht und fair für Stiftungen ist (Abg. Öllinger: Sie wollen Steueroasen!), erreichen, dass dieser Input für Österreich auch in Österreich bleibt, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Sie wollen Steueroasen!
Sagen Sie es: Wollen Sie den Kapitalabfluss, wollen Sie den Abfluss der Unterstützung für Kunst und Kultur und Innovation aus Österreich hinaus in andere Länder? Andere warten schon darauf, wenn man die Debatten von Kollegen in anderen Ländern richtig interpretiert, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Zwischenrufe bei BZÖ und Grünen.) Ich will mit der Stiftungsregelung, wie wir sie haben, mit der Besteuerung, die gerecht und fair für Stiftungen ist (Abg. Öllinger: Sie wollen Steueroasen!), erreichen, dass dieser Input für Österreich auch in Österreich bleibt, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sagen Sie es: Wollen Sie den Kapitalabfluss, wollen Sie den Abfluss der Unterstützung für Kunst und Kultur und Innovation aus Österreich hinaus in andere Länder? Andere warten schon darauf, wenn man die Debatten von Kollegen in anderen Ländern richtig interpretiert, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Zwischenrufe bei BZÖ und Grünen.) Ich will mit der Stiftungsregelung, wie wir sie haben, mit der Besteuerung, die gerecht und fair für Stiftungen ist (Abg. Öllinger: Sie wollen Steueroasen!), erreichen, dass dieser Input für Österreich auch in Österreich bleibt, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber
(Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber), dass dieses von einem SPÖ-Finanz- und einem SPÖ-Justizminister und einstimmig, also auch mit den Stimmen der Grünen und der FPÖ, als Rechtsgrundlage angenommen wurde. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.) Das ist die Grundlage, auf der heute Stiftungen in Österreich wirtschaften und die richtigen Argumente für Österreich setzen – nicht mehr und nicht weniger!
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.
(Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber), dass dieses von einem SPÖ-Finanz- und einem SPÖ-Justizminister und einstimmig, also auch mit den Stimmen der Grünen und der FPÖ, als Rechtsgrundlage angenommen wurde. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.) Das ist die Grundlage, auf der heute Stiftungen in Österreich wirtschaften und die richtigen Argumente für Österreich setzen – nicht mehr und nicht weniger!
Abg. Scheibner: Sie sind selbst für die Reichensteuer!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich möchte vor der Öffentlichkeit auch mit einer Neiddebatte aufräumen, die da heißt, es gäbe keine Steuergerechtigkeit für Stiftungen. (Abg. Scheibner: Sie sind selbst für die Reichensteuer!) Sie wissen ganz genau, dass die Gewinne der Stiftung einer Körperschaftsteuer von 25 Prozent unterliegen. Lediglich die Erträge aus Kapitalvermögen werden begünstigt mit 12,5 Prozent besteuert. Werden Erträge ausgeschüttet – und auch das müssen Sie dazusagen –, werden nochmals 25 Prozent Kapitalertragsteuer entsprechend fällig. (Abg. Krainer: Nicht nochmals! – Abg. Strache: Nochmals stimmt nicht! Die 12,5 werden abgezogen! Wollen wir doch bei der Wahrheit bleiben!)
Abg. Krainer: Nicht nochmals! – Abg. Strache: Nochmals stimmt nicht! Die 12,5 werden abgezogen! Wollen wir doch bei der Wahrheit bleiben!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich möchte vor der Öffentlichkeit auch mit einer Neiddebatte aufräumen, die da heißt, es gäbe keine Steuergerechtigkeit für Stiftungen. (Abg. Scheibner: Sie sind selbst für die Reichensteuer!) Sie wissen ganz genau, dass die Gewinne der Stiftung einer Körperschaftsteuer von 25 Prozent unterliegen. Lediglich die Erträge aus Kapitalvermögen werden begünstigt mit 12,5 Prozent besteuert. Werden Erträge ausgeschüttet – und auch das müssen Sie dazusagen –, werden nochmals 25 Prozent Kapitalertragsteuer entsprechend fällig. (Abg. Krainer: Nicht nochmals! – Abg. Strache: Nochmals stimmt nicht! Die 12,5 werden abgezogen! Wollen wir doch bei der Wahrheit bleiben!)
Zwischenrufe bei den Grünen
Das sind die steuerrechtlichen Eckpunkte der Steuerleistung, die die Stiftungen der Republik Österreich auch entsprechend bereitstellen. Deswegen macht es absolut Sinn, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass wir die Dinge auf den Tisch legen und nicht eine Neiddebatte führen, nicht – wie die Grünen das offensichtlich wollen (Zwischenrufe bei den Grünen) – neue Steuern einführen, nicht Steuern erhöhen, sondern auch bei den Stiftungen und insgesamt dafür Sorge tragen, dass die Leistungen, die von unserer Volkswirtschaft erbracht werden – auch von den Stiftungen –, für die Sicherung der Arbeitsplätze, für Wohlstand, für Unterstützung der Innovation und Wissenschaft, für Kunst und Kultur – ich spreche das hier noch einmal ganz bewusst an (Ruf bei den Grünen: Ändern Sie das Gesetz!) –, aufgezeigt werden. Ich als Finanzminister habe großes Interesse daran, 60 Milliarden € und deren Finanzleistung nicht zu verlieren und das Geld nicht jemandem anderen zukommen zu lassen. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei den Grünen: Ändern Sie das Gesetz!
Das sind die steuerrechtlichen Eckpunkte der Steuerleistung, die die Stiftungen der Republik Österreich auch entsprechend bereitstellen. Deswegen macht es absolut Sinn, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass wir die Dinge auf den Tisch legen und nicht eine Neiddebatte führen, nicht – wie die Grünen das offensichtlich wollen (Zwischenrufe bei den Grünen) – neue Steuern einführen, nicht Steuern erhöhen, sondern auch bei den Stiftungen und insgesamt dafür Sorge tragen, dass die Leistungen, die von unserer Volkswirtschaft erbracht werden – auch von den Stiftungen –, für die Sicherung der Arbeitsplätze, für Wohlstand, für Unterstützung der Innovation und Wissenschaft, für Kunst und Kultur – ich spreche das hier noch einmal ganz bewusst an (Ruf bei den Grünen: Ändern Sie das Gesetz!) –, aufgezeigt werden. Ich als Finanzminister habe großes Interesse daran, 60 Milliarden € und deren Finanzleistung nicht zu verlieren und das Geld nicht jemandem anderen zukommen zu lassen. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP.)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP.
Das sind die steuerrechtlichen Eckpunkte der Steuerleistung, die die Stiftungen der Republik Österreich auch entsprechend bereitstellen. Deswegen macht es absolut Sinn, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass wir die Dinge auf den Tisch legen und nicht eine Neiddebatte führen, nicht – wie die Grünen das offensichtlich wollen (Zwischenrufe bei den Grünen) – neue Steuern einführen, nicht Steuern erhöhen, sondern auch bei den Stiftungen und insgesamt dafür Sorge tragen, dass die Leistungen, die von unserer Volkswirtschaft erbracht werden – auch von den Stiftungen –, für die Sicherung der Arbeitsplätze, für Wohlstand, für Unterstützung der Innovation und Wissenschaft, für Kunst und Kultur – ich spreche das hier noch einmal ganz bewusst an (Ruf bei den Grünen: Ändern Sie das Gesetz!) –, aufgezeigt werden. Ich als Finanzminister habe großes Interesse daran, 60 Milliarden € und deren Finanzleistung nicht zu verlieren und das Geld nicht jemandem anderen zukommen zu lassen. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Wen vertreten Sie eigentlich, Herr Finanzminister?! Das ist ja schon ärger als ! – Abg. Strache: Die Voves-Haider-Stiftung erklärt uns jetzt Herr Matznetter!
Als Erster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Dr. Matznetter. 5 Minuten Redezeit. (Abg. Mag. Kogler: Wen vertreten Sie eigentlich, Herr Finanzminister?! Das ist ja schon ärger als ! – Abg. Strache: Die Voves-Haider-Stiftung erklärt uns jetzt Herr Matznetter!)
Zwischenrufe bei BZÖ und Grünen.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Guten Morgen, Frau Klubobfrau Dr. Glawischnig! Das „Guten Morgen“ habe ich bewusst gewählt, weil ein paar Dinge, die wir in diesem Land steuerrechtlich in den letzten 18 Monaten getan haben, offenbar an Ihnen ungehört vorbeigezogen sind. Ich fange genau bei jenen Menschen an, für deren Zukunft Sie sich jetzt gerade einsetzen wollen. Wir haben bereits gehandelt. (Zwischenrufe bei BZÖ und Grünen.)
Abg. Öllinger: Das stimmt so nicht! Zwischen 0 und 3 Prozent !
Dieses Haus hat vor rund einem Jahr für über 1 Million Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die nicht mehr als 1 350 € verdienen – also für genau jene Menschen, die der Schwierigkeit gegenüberstehen, ein ganz geringes Einkommen zu haben –, 3 Prozent Erlass der Arbeitslosenversicherungsbeiträge ermöglicht (Abg. Öllinger: Das stimmt so nicht! Zwischen 0 und 3 Prozent !) und damit zum Beispiel für jemanden, der 1 000 € brutto verdient, seit 1. Juli 2008 bereits über 400 € Entlastung in die Wege
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
geleitet. – So weit der erste Teil. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Deswegen gab es Neuwahlen?!
Der zweite Teil: Erinnern Sie sich zurück, was vor einem Jahr unsere Diskussion war? Wir haben Neuwahlen gehabt, damit wir eine Entlastung der Breite der Bevölkerung mit 1. Jänner 2009 in diesem Land erreichen. – Jetzt haben wir sie (Abg. Öllinger: Deswegen gab es Neuwahlen?!), von 450 bis 1 350 € für Millionen Steuerpflichtige. Herr Abgeordneter Öllinger, bei aller Liebe (Zwischenruf bei den Grünen – Abg. Strache: „Bei aller Liebe!“), die Zahlung, die jetzt auf dem Bankkonto eingegangen ist, bedeutet für die Menschen dreimal so viel Hilfestellung als jede Diskussion hier, die wir zuerst und in aller Gründlichkeit führen müssen, wenn die Krise zu finanzieren ist.
Zwischenruf bei den Grünen – Abg. Strache: „Bei aller Liebe!“
Der zweite Teil: Erinnern Sie sich zurück, was vor einem Jahr unsere Diskussion war? Wir haben Neuwahlen gehabt, damit wir eine Entlastung der Breite der Bevölkerung mit 1. Jänner 2009 in diesem Land erreichen. – Jetzt haben wir sie (Abg. Öllinger: Deswegen gab es Neuwahlen?!), von 450 bis 1 350 € für Millionen Steuerpflichtige. Herr Abgeordneter Öllinger, bei aller Liebe (Zwischenruf bei den Grünen – Abg. Strache: „Bei aller Liebe!“), die Zahlung, die jetzt auf dem Bankkonto eingegangen ist, bedeutet für die Menschen dreimal so viel Hilfestellung als jede Diskussion hier, die wir zuerst und in aller Gründlichkeit führen müssen, wenn die Krise zu finanzieren ist.
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei den Grünen: Genau!
Jetzt komme ich zu dem Grundsatz, der für uns gilt: Jene Menschen, die diese Krise nicht verschuldet haben, jene Menschen, die sich nicht in der Blase der letzten 30 Jahre eine goldene Nase verdient haben, jene, die nicht an den Derivate-Börsen, an den Aktienbörsen tätig werden, werden nicht jene sein, die zu zahlen haben. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei den Grünen: Genau!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Seien Sie nicht zynisch! Die Reichen schützen !
Dort, meine Damen und Herren, beginnt dann eine Diskussion darüber, wie viel wir konsolidieren und durch mehr Effizienz in öffentlichen Haushalten zur Budgetkonsolidierung erarbeiten können (Abg. Dr. Pirklhuber: Seien Sie nicht zynisch! Die Reichen schützen !) – und wenn es notwendig ist, werden wir dann darüber reden müssen – dann! –, in welcher Form wir finanzieren.
Abg. Öllinger: Und was ist mit den Arbeitslosen? – Nichts!
Zu Ihren Bemerkungen zum Arbeitskreis, Frau Dr. Glawischnig – ganz ehrlich –: Wir bereiten uns auf diese Dinge sorgfältig vor! Das ist auch ein Grund dafür, dass wir den Schwerpunkt darauf gelegt haben, dafür zu sorgen, dass Pensionistin/Pensionist, Arbeitnehmerin/Arbeitnehmer, kleine Selbständige/kleiner Selbständiger jetzt entlastet werden. (Abg. Öllinger: Und was ist mit den Arbeitslosen? – Nichts!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Die müssen Sie erst suchen!
Wir werden uns auch im Bereich des Besteuerungssystems sehr sorgfältig vorbereiten, denn wir haben mit dem Koalitionspartner im Regierungsprogramm eines vereinbart: dass eine Kommission der Regierung sich die Steuerstrukturen sehr sorgfältig anschauen wird. Wir haben da durchaus unterschiedliche Standpunkte. Dort, wo es Lücken der Besteuerung gibt, wo es innerösterreichische Steueroasen gibt (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Die müssen Sie erst suchen!) – und die werden wir im Bereich der Stiftungen sehr wohl auch finden; wir können gerne darüber reden, welche das sind –, werden wir das in einer Gesamtüberarbeitung beheben. (Abg. Mag. Lunacek: Wann denn? Warum machen Sie das nicht gleich?)
Abg. Mag. Lunacek: Wann denn? Warum machen Sie das nicht gleich?
Wir werden uns auch im Bereich des Besteuerungssystems sehr sorgfältig vorbereiten, denn wir haben mit dem Koalitionspartner im Regierungsprogramm eines vereinbart: dass eine Kommission der Regierung sich die Steuerstrukturen sehr sorgfältig anschauen wird. Wir haben da durchaus unterschiedliche Standpunkte. Dort, wo es Lücken der Besteuerung gibt, wo es innerösterreichische Steueroasen gibt (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Die müssen Sie erst suchen!) – und die werden wir im Bereich der Stiftungen sehr wohl auch finden; wir können gerne darüber reden, welche das sind –, werden wir das in einer Gesamtüberarbeitung beheben. (Abg. Mag. Lunacek: Wann denn? Warum machen Sie das nicht gleich?)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Brosz: Arrogant bis zum Gehtnichtmehr, Herr Matznetter!
Eines ist aber auch klar – und ich glaube, wir fangen an dieser Stelle gleich mit der Polemik an –: Sie haben so gute, steuerrechtlich versierte Abgeordnete, Frau Dr. Glawischnig, zum Beispiel Professor Van der Bellen, Werner Kogler, sie hatten einmal Mag. Bruno Rossmann, warum fragen Sie die nicht, bevor Sie eine Rede halten? (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Brosz: Arrogant bis zum Gehtnichtmehr, Herr Matznetter!) Warten Sie, ist ja nichts Bösartiges!
Abg. Grosz: 450 Millionen € ...!
Eine Partei ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts – Frau Dr. Glawischnig, das gilt auch für die grüne Partei! – und ist als solche nicht körperschaftsteuerpflichtig. Eine Stiftung bedeutet überhaupt kein Steuerprivileg für eine Partei, weil sie keine Steuerersparnis darstellt. In diesem Sinne können Sie sich in Zukunft die Frage in Bezug auf Steuerprivilegien der steirischen und der oberösterreichischen SPÖ ersparen. (Abg. Grosz: 450 Millionen € ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
gabe unserer Politik ist, diese Ungleichheit zu vermindern, und diese Arbeit müssen wir alle gemeinsam machen! (Beifall bei der SPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir werden uns nicht ausruhen können in dieser Frage. Das Steuerrecht ist ein wesentliches Instrument, und ich bin überzeugt davon, dass wir zusammen in einer Regierungskommission in diesem Haus eine vernünftige Lösung finden würden, so wie für die Steuerreform 2009. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Haben Sie sich heute schon in den Spiegel geschaut?
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn wir das Thema der Aktuellen Stunde heute nicht nur auf Basis von Neidkomplexen und Neidgefühlen diskutieren wollen (Abg. Dr. Pirklhuber: Haben Sie sich heute schon in den Spiegel geschaut?), sondern aufgrund von Daten und Fakten, Herr Kollege Pirklhuber, kommen wir um folgende Fakten nicht herum:
Abg. Strache: Die höchste Steuerbelastung der Zweiten Republik!
Erstes Faktum: Österreich ist ein Hochsteuerland! Wir haben in der EU die fünfthöchste Steuer- und Abgabenquote nach Schweden, Dänemark, Belgien und Frankreich. (Abg. Strache: Die höchste Steuerbelastung der Zweiten Republik!)
Abg. Strache: Das ist ja der Unsinn!
Zweitens: Bei uns kann Eigentum in aller Regel – in aller Regel! – nur aus hoch versteuertem Einkommen geschaffen werden. Wir haben einen Spitzensteuersatz von 50 Prozent, der schon bei einem Jahreseinkommen von 60 000 € einsetzt. Das sind ungefähr 4 500 € brutto monatlich. – Das sind bei Ihnen die Reichen? (Abg. Strache: Das ist ja der Unsinn!) Wer mehr als 4 500 € monatlich brutto verdient, ist reich? Darunter fallen 200 000 Personen, das sind 3 Prozent der Steuerpflichtigen, Kollege Pirklhuber.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Eines muss ich Ihnen schon sagen, Kollege Pirklhuber, weil Sie immer so laut dazwischenrufen: Ich habe noch nie ein Problem gehabt, wenn jemand mehr hat als ich! – Sie haben ein Problem! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Ich bin kein Tiefenpsychologe, und ich sage auch nicht, Sie sollen zum Arzt gehen, aber Sie haben ein Problem, Herr Kollege Pirklhuber, denn immer bei solchen Debatten regen Sie sich derart auf!
Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Dr. Pirklhuber.
Aber kehren wir zu den Daten und Fakten zurück: Spitzensteuersatz bei uns 50 Prozent, wenn man Eigentum erwirbt, Mehrwertsteuer 20 Prozent, wenn man etwas auf das Sparbuch legt, Kapitalertragsteuer 25 Prozent. Angesichts dessen muss ich ehrlich sagen: Wenn wir da mehr machen sollen, dann gehen Sie davon aus, dass Eigentum eigentlich Diebstahl ist. Eine urmarxistische Idee: Eigentum ist Diebstahl! Davon gehen Sie aus, Herr Kollege. (Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Pirklhuber.
Zweites Faktum: Richtig ist, wir haben in Österreich einen relativ geringen Anteil von Vermögensbesteuerung am Gesamtsteueraufkommen, auch am Bruttoinlandsprodukt. (Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Pirklhuber.) – Hören Sie einmal auf mit Ihren Zwischenrufen! (Abg. Mag. Kogler: Dann sagen Sie einmal etwas G’scheites!) Das ist ja unglaublich, überhaupt keine Disziplin mehr. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Achten Sie ein bisschen die Würde des Hohen Hauses, Herr Kollege Pirklhuber, und erörtern Sie Ihre Probleme woanders!
Abg. Mag. Kogler: Dann sagen Sie einmal etwas G’scheites!
Zweites Faktum: Richtig ist, wir haben in Österreich einen relativ geringen Anteil von Vermögensbesteuerung am Gesamtsteueraufkommen, auch am Bruttoinlandsprodukt. (Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Pirklhuber.) – Hören Sie einmal auf mit Ihren Zwischenrufen! (Abg. Mag. Kogler: Dann sagen Sie einmal etwas G’scheites!) Das ist ja unglaublich, überhaupt keine Disziplin mehr. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Achten Sie ein bisschen die Würde des Hohen Hauses, Herr Kollege Pirklhuber, und erörtern Sie Ihre Probleme woanders!
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Zweites Faktum: Richtig ist, wir haben in Österreich einen relativ geringen Anteil von Vermögensbesteuerung am Gesamtsteueraufkommen, auch am Bruttoinlandsprodukt. (Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Pirklhuber.) – Hören Sie einmal auf mit Ihren Zwischenrufen! (Abg. Mag. Kogler: Dann sagen Sie einmal etwas G’scheites!) Das ist ja unglaublich, überhaupt keine Disziplin mehr. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Achten Sie ein bisschen die Würde des Hohen Hauses, Herr Kollege Pirklhuber, und erörtern Sie Ihre Probleme woanders!
Die Abgeordneten Bucher und Ing. Westenthaler zeigen mit der Hand in Richtung SPÖ.
Jetzt frage ich alle, die hier sitzen: Ist die Grundsteuer eine Reichensteuer oder zahlt die jeder Österreicher, egal ob als Mieter, als Eigenheimbesitzer, als Eigentumswohnungsbesitzer? Und ich frage noch einmal: Wer von den hier Sitzenden – sie sollen die Hand erheben – will die Grundsteuer in Österreich erhöhen? (Die Abgeordneten Bucher und Ing. Westenthaler zeigen mit der Hand in Richtung SPÖ.) Zeigen Sie auf! – Offensichtlich niemand. Also hören Sie auf mit dieser Neiddebatte: Wir brauchen mehr Vermögensbesteuerung! Vermögen heißt Eigentum, Herr Kollege Pirklhuber! Sie wollen Eigentum besteuern. – Das ist mittelstandsfeindlich, das ist eigentumsfeindlich und letztlich auch familienfeindlich, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Jetzt frage ich alle, die hier sitzen: Ist die Grundsteuer eine Reichensteuer oder zahlt die jeder Österreicher, egal ob als Mieter, als Eigenheimbesitzer, als Eigentumswohnungsbesitzer? Und ich frage noch einmal: Wer von den hier Sitzenden – sie sollen die Hand erheben – will die Grundsteuer in Österreich erhöhen? (Die Abgeordneten Bucher und Ing. Westenthaler zeigen mit der Hand in Richtung SPÖ.) Zeigen Sie auf! – Offensichtlich niemand. Also hören Sie auf mit dieser Neiddebatte: Wir brauchen mehr Vermögensbesteuerung! Vermögen heißt Eigentum, Herr Kollege Pirklhuber! Sie wollen Eigentum besteuern. – Das ist mittelstandsfeindlich, das ist eigentumsfeindlich und letztlich auch familienfeindlich, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Krainer: Vor 16 Jahren!
Und Sie wollen die Stiftungen vertreiben? – Das Stiftungsvermögen – auch das sind Daten und Fakten – besteht überwiegend aus Unternehmensanteilen, und Unternehmensanteile bedeutet wieder Arbeitsplätze in Österreich. Minister Lacina hat vor 15 Jahren ganz bewusst mit den Stimmen aller Parteien hier im Hohen Haus dieses Stiftungsrecht geschaffen (Abg. Krainer: Vor 16 Jahren!), weil damals wichtige Unternehmen gedroht haben, mit ihrem Unternehmensvermögen, mit ihren Arbeitsplätzen ins Ausland abzuwandern. Das war der Grund dafür, dass wir dieses moderne Stiftungsrecht haben!
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Eine Anmerkung noch zur Verteilungsgerechtigkeit: 25 Prozent der Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen erbringen 80 Prozent des Lohn- und Einkommensteueraufkommens. – Das ist an sich eine gewaltige Leistung, aber – Herr Kollege Pirklhuber, lesen Sie einmal den Joanneum-Bericht! – ich mache mir schön langsam Sorgen, dass die Leistungsträger in unserer Gesellschaft die Freude verlieren, Leistungen zu erbringen. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Lesen Sie sich diesen Bericht einmal durch, Herr Kollege Pirklhuber, ich werde ihn Ihnen gerne geben! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Eine Anmerkung noch zur Verteilungsgerechtigkeit: 25 Prozent der Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen erbringen 80 Prozent des Lohn- und Einkommensteueraufkommens. – Das ist an sich eine gewaltige Leistung, aber – Herr Kollege Pirklhuber, lesen Sie einmal den Joanneum-Bericht! – ich mache mir schön langsam Sorgen, dass die Leistungsträger in unserer Gesellschaft die Freude verlieren, Leistungen zu erbringen. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Lesen Sie sich diesen Bericht einmal durch, Herr Kollege Pirklhuber, ich werde ihn Ihnen gerne geben! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe des Abg. Dr. Pirklhuber.
Wir müssten einmal überlegen: Was braucht dieses Österreich, um seinen sozialen Aufträgen, seinen Sicherheitsaufträgen, seinen verschiedenen Aufträgen als Staat nachzukommen. Das müssten wir zuerst einmal festlegen. Das ist eine Summe in der und der Größenordnung. Und dann müssen wir festlegen, wie wir diese Summe aufbringen. Aber unsere Steuergesetzgebung auf Neid aufzubauen, jene, die mehr haben, müssen mehr zahlen, auf Rachegefühlen – obwohl ich die auch hie und da habe, etwa als ich miterleben musste in den letzten Monaten ... (Zwischenrufe des Abg. Dr. Pirklhuber.) – Geh, bitte, lassen Sie mich reden, schreien Sie jene an, die für die Misere verantwortlich sind, aber nicht mich! Ich lege hier etwas dar. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir müssten einmal überlegen: Was braucht dieses Österreich, um seinen sozialen Aufträgen, seinen Sicherheitsaufträgen, seinen verschiedenen Aufträgen als Staat nachzukommen. Das müssten wir zuerst einmal festlegen. Das ist eine Summe in der und der Größenordnung. Und dann müssen wir festlegen, wie wir diese Summe aufbringen. Aber unsere Steuergesetzgebung auf Neid aufzubauen, jene, die mehr haben, müssen mehr zahlen, auf Rachegefühlen – obwohl ich die auch hie und da habe, etwa als ich miterleben musste in den letzten Monaten ... (Zwischenrufe des Abg. Dr. Pirklhuber.) – Geh, bitte, lassen Sie mich reden, schreien Sie jene an, die für die Misere verantwortlich sind, aber nicht mich! Ich lege hier etwas dar. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Aber nicht die Millionäre! Die geben weniger ab!
Ich bekomme auch öfters einen Grimm, wenn ich mir überlege, dass irgendwelche Leute, irgendwelche großartigen und, wie Sie sagen, hervorragend arbeitenden und wirkenden Direktoren ihre Bonifikationen bekommen, obwohl sie ihre Betriebe an die Wand gefahren haben. Das ist eine Ungeheuerlichkeit, und das muss man abschaffen – aber doch nicht, indem man dann alle über einen Kamm schert und die Steuern erhöht! – Das kann es nicht sein. Da gebe ich Herrn Abgeordnetem Stummvoll schon recht, dass unsere Abgabenquote mit fast 43 Prozent gigantisch hoch liegt. Fast die Hälfte dessen, was bei uns der normale Durchschnittsbürger verdient, hat er beim Staat abzugeben. (Abg. Öllinger: Aber nicht die Millionäre! Die geben weniger ab!) Und der Staat erfüllt seine Pflichten nicht einmal ordnungsgemäß. Das ist unsere Problematik.
Abg. Strache: Das ist der Punkt! Da hat aber auch die SPÖ zugestimmt! – Zwischenruf des Abg. Krainer.
Warum hat man das gemacht? – Erstens einmal, um gewisse Dinge im kulturellen Bereich zu schützen; zweitens – wir haben es ja gerade gehört, das hat mir sehr gefallen –, um die Wirtschaft im Lande zu halten, um große Betriebe und Konzerne, um Familienvermögen zusammenzuhalten. Das wird ja auch besteuert. Da kann man natürlich schon darüber nachdenken, ob die Halbierung der Eingangssteuer wirklich so richtig war. Darüber kann man sehr intensiv nachdenken, und das darf auch kein Problem sein. Damit ruinieren wir ja die Stiftungen nicht. (Abg. Strache: Das ist der Punkt! Da hat aber auch die SPÖ zugestimmt! – Zwischenruf des Abg. Krainer.) – Was war das jetzt wieder?
Abg. Strache: Richten tun sie sich’s! Richten tut sich’s die SPÖ!
Es kommen immer neue Theorien daher, aber die Stiftungen, sagt der Herr Finanzminister, bringen Beiträge für Kunst, Kultur und Innovationen. Und da muss schon die Frage erlaubt sein, meine Damen und Herren von der SPÖ: Welchen Beitrag für Kunst, Kultur und Innovationen bringt die SPÖ, dass sie bei uns in Oberösterreich eine Stiftung braucht, die pro Jahr etwa 56 000 € – und das zu einem äußerst begünstigten Steuersatz – abwirft? (Abg. Strache: Richten tun sie sich’s! Richten tut sich’s die SPÖ!)
Beifall bei der FPÖ.
Ihre kulturelle Tätigkeit ist nicht zu erkennen, es sei denn, Sie behaupten, dass Ihre politische Tätigkeit in Oberösterreich, im Zuge derer Sie auf der einen Seite gegen die Stiftungen wettern wie nur was und auf der anderen Seite eine eigene Stiftung haben, als kulturelle Leistung anzusehen ist. Sie sind total unglaubwürdig geworden, muss ich Ihnen sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
He-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Hornek: Das ist ein Ordnungsruf!
Bis vor wenigen Tagen habe ich geglaubt, dass Unredlichkeit und Unehrlichkeit eine Erbpacht der Österreichischen Volkspartei sind. (He-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Hornek: Das ist ein Ordnungsruf!) Mittlerweile wurde ich eines Besseren belehrt. Es ist, wenn ich mir Matznetter anhöre, auch eine Olympia-Disziplin der Sozialdemokraten. Beide Parteien unterscheiden sich auch da in keinster Weise.
Beifall beim BZÖ
Ich erzähle Ihnen die Geschichte von „Franz dem Stifter“, besser bekannt unter Landeshauptmann Voves aus der Steiermark, der in bester Manier eines Nadelstreif tragenden Sozialisten (Beifall beim BZÖ) vor wenigen Wochen im vornehmen Cafe Landtmann unter der Maske des Kernöl-Karl-Marx eine sogenannte Reichensteuer gefordert hat. (Abg. Grillitsch: Das ist eine Beleidigung fürs Kernöl! – Abg. Dr. Graf: Was kann das Kernöl dafür? Lassen Sie das Kernöl aus dem Spiel!)
Abg. Grillitsch: Das ist eine Beleidigung fürs Kernöl! – Abg. Dr. Graf: Was kann das Kernöl dafür? Lassen Sie das Kernöl aus dem Spiel!
Ich erzähle Ihnen die Geschichte von „Franz dem Stifter“, besser bekannt unter Landeshauptmann Voves aus der Steiermark, der in bester Manier eines Nadelstreif tragenden Sozialisten (Beifall beim BZÖ) vor wenigen Wochen im vornehmen Cafe Landtmann unter der Maske des Kernöl-Karl-Marx eine sogenannte Reichensteuer gefordert hat. (Abg. Grillitsch: Das ist eine Beleidigung fürs Kernöl! – Abg. Dr. Graf: Was kann das Kernöl dafür? Lassen Sie das Kernöl aus dem Spiel!)
Beifall beim BZÖ.
Es ist jener Herr Voves, der – Frau Präsidentin, ich zitiere Franz Voves – mit Worten wie „zu mir sogt kaner, hoit die Pappn“ oder „nimm dei Cola und schleich di“ eine sogenannte Reichensteuer fordert und – ich zitiere jetzt Franz Müntefering – selbst nicht besser als eine „kapitalistische Heuschrecke“ ist. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist jener Herr Voves, der eine Reichensteuer meint und fordert, aber tatsächlich die Enteignung von Klein- und Mittelbetrieben und jenen Menschen in diesem Land meint, die sich nach über 40 Jahren Arbeitsleben eine Eigentumswohnung oder ein kleines Grundstück geleistet haben. Das ist Ihre Vorleistung für Hartz IV, damit Sie sich Ihre Mindestsicherung leisten können. Einen herzlichen Dank an Rot-Grün in Deutschland. – Sie haben dieses Modell übernommen. (Beifall beim BZÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Haider!
Das fordert nicht nur Franz Voves, sondern auch Erich Haiderer (Rufe bei der ÖVP: Haider!) – oder wie auch immer der heißt, das muss man sich auch nicht merken – fordert als oberösterreichisches Abziehbild des Kernöl-Marxisten Voves das Gleiche.
Abg. Mag. Lapp: Das stimmt ja nicht! Keine Ahnung!
Aber es liegt ja auf der Hand, warum die SPÖ diese Stiftung gegründet hat: erstens, um sich der Kontrolle des Rechnungshofes zu entziehen – jede Partei muss über Parteispenden einen Bericht an den Rechnungshof legen, die SPÖ jedoch nicht, denn sie lässt ihre illegalen Parteispenden über eines der 21 Unternehmen dieser Stiftung hereinführen (Abg. Mag. Lapp: Das stimmt ja nicht! Keine Ahnung!); zweitens, um Steuer zu schonen, damit man mehr für den Wahlkampf und die Unwahrheit des sozialistischen Wahlkampfes hat; und drittens, um eine Basis zu schaffen, damit man erst wieder Spenden von diesen Superreichen bekommt, die der Herr Voves so gerne unter einem Deckmäntelchen kritisiert.
Anhaltender Beifall beim BZÖ.
Wir fordern eine Offenlegung der Parteikassen, eine Transparenz der Parteikassen und der Vermögen. Auch Sie in der ÖVP, in den Bünden werden uns erklären müssen, wo Sie Ihre Stiftungen haben, wie Sie zu Ihrem Geld gekommen sind, welche Finanztransaktionen Sie durchführen, so wie auch Sie von der SPÖ. Wir fordern ein Aus für diesen Gemeinnützigkeitsschwindel bei Parteien, der sich als falsch, als die Unwahrheit herausgestellt hat. Wir fordern in Zukunft einen ehrlichen Umgang mit Geld. Wir wollen keine Reichensteuer, sondern eine Spekulantensteuer, damit auch jene bestraft werden, die unser Wirtschaftssystem hier in Österreich an den Rand des Ruins geführt haben. Das wäre eine Maßnahme: nicht den kleinen Häuslbauer mit einer Reichensteuer bestrafen, sondern jene Spekulanten, die sich die Finger an unserem Geld, dem Geld der Österreicherinnen und Österreicher, schmutzig gemacht haben. – Ich ersuche um Ihre Zustimmung. (Anhaltender Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Aber zuerst einmal zu den Fakten: Herr Finanzminister, wenn Sie hier erklären, 2,7 Millionen Österreicherinnen und Österreicher zahlen keine Steuern, zeigt das: Sie haben jeden Kontakt zur Lebenswelt verloren. Auch die Bezieher der unteren Einkommen zahlen Mehrwertsteuern, zahlen Abgaben, zahlen Gebühren und leiden mit ihren Belastungen schwer unter der Krise. Nehmen Sie das einmal zur Kenntnis! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Privilegierte Gemeindebaubewohner!
Aber da gibt es auch die ganz oben. Während der schwer belastete Mittelstand in Österreich und alle, die sparen, 25 Prozent KESt auf ihre Erträge bezahlen, zahlen Stifter – 3 100 Stifter, die obersten 3 100 dieser Republik –, wenn sie 10 Millionen in der Stiftung haben, von ihren Erträgen im Schnitt 4,5 Prozent, wenn sie 100 Millionen haben, im Schnitt 1,5 Prozent, und wenn sie eine Stiftung in der Höhe von 1 Milliarde haben, 0,3 Prozent. (Abg. Strache: Privilegierte Gemeindebaubewohner!)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Das ist so ein Wahnsinn!
Freude verliert. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Das ist so ein Wahnsinn!) Wir sagen Ihnen eines: Wenn Julius Meinl die Freude darüber verliert, dass er für sein Stiftungsvermögen von 2 Milliarden € einen fairen Steuersatz bezahlt, dann nehmen wir in Kauf, dass er etwas weniger Freude hat. Die Mehrheit der Bevölkerung wird dafür deutlich mehr Freude haben! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Freude verliert. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Das ist so ein Wahnsinn!) Wir sagen Ihnen eines: Wenn Julius Meinl die Freude darüber verliert, dass er für sein Stiftungsvermögen von 2 Milliarden € einen fairen Steuersatz bezahlt, dann nehmen wir in Kauf, dass er etwas weniger Freude hat. Die Mehrheit der Bevölkerung wird dafür deutlich mehr Freude haben! (Beifall bei den Grünen.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Sie haben das Gesetz beschlossen! Das ist Ihr Gesetz!
Herr Finanzminister! Die Stiftungsprivilegien, alleine im Bereich der Ertragsbesteuerung, betragen zwischen 750 Millionen und 1 Milliarde €. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Sie haben das Gesetz beschlossen! Das ist Ihr Gesetz!) Wir bringen heute einen Antrag zur Abstimmung – und wir lassen ihn namentlich abstimmen –, in dem wir den Finanzminister auffordern, sich die Hälfte dieses Geldes – also 400 Millionen – von diesen fast nicht besteuerten Superreichen zu holen.
Beifall bei den Grünen.
Der erste Schritt sind die Stifter und Stifterinnen. Das ist 1 Milliarde €, die zu holen ist! Mit dem Antrag, 400 Millionen € für die Republik Österreich zur Entlastung des Mittelstandes und der Mehrzahl der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zu bekommen, wollen wir heute in diesem Hause bei dieser namentlichen Abstimmung eine Mehrheit haben, und zwar für soziale Gerechtigkeit! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wie ist das jetzt mit den Roten Falken? – Ruf beim BZÖ: Das Bollwerk der Sozialdemokratie!
Abgeordnete Mag. Laura Rudas (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär! (Abg. Ing. Westenthaler: Wie ist das jetzt mit den Roten Falken? – Ruf beim BZÖ: Das Bollwerk der Sozialdemokratie!) Herr Kollege Pilz hat den Retro-Stil mancher Diskussionsteilnehmer mit seiner Rede ein bisschen unterstrichen. Es gibt nämlich zwei Varianten: die einen, die sagen, es darf sich ja nichts ändern – die darf ich daran erinnern, die Welt verändert sich, also wird sich auch etwas im System verändern müssen –, und die anderen, die in alten Dogmen leben
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist Unsinn, 50 Prozent verfügen über ...!
Sehr geehrte Kolleginnen! Sehr geehrte Kollegen! Natürlich haben wir ein ungerechtes System in Österreich. Wenn sich die reichsten 0,1 Prozent der Bevölkerung 10 Prozent des Vermögens teilen und sich die 40 Prozent der Ärmsten ebenfalls 10 Prozent des Vermögens teilen (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist Unsinn, 50 Prozent verfügen über ...!), dann kann man ja nicht sagen, dass alles in Ordnung ist. Da muss man sagen: Ja, wir haben eine ungerechte Verteilung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Kolleginnen! Sehr geehrte Kollegen! Natürlich haben wir ein ungerechtes System in Österreich. Wenn sich die reichsten 0,1 Prozent der Bevölkerung 10 Prozent des Vermögens teilen und sich die 40 Prozent der Ärmsten ebenfalls 10 Prozent des Vermögens teilen (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist Unsinn, 50 Prozent verfügen über ...!), dann kann man ja nicht sagen, dass alles in Ordnung ist. Da muss man sagen: Ja, wir haben eine ungerechte Verteilung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Ihr regiert’s doch! Ihr habt den Bundeskanzler! Ist das eine Oppositionsrede?
Wenn ein Banker in 5 Minuten 100 Millionen € bei der Hand hat, dann muss uns ja auffallen, dass etwas falsch läuft. Wenn wir in einem der reichsten Länder Europas, nämlich in Österreich, auch nur einen einzigen Menschen haben, der arm ist, dann kann man nicht sagen: Es ist alles in Ordnung, wir haben ohnehin eine gerechte Verteilung. Nein, wir haben keine gerechte Verteilung, aber wir brauchen eine gerechte Verteilung! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Ihr regiert’s doch! Ihr habt den Bundeskanzler! Ist das eine Oppositionsrede?)
Ironische Heiterkeit bei den Grünen.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, deshalb haben wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten auch eine Strategiegruppe eingesetzt. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.) Wir brauchen keine Fleckerlteppiche, und wir brauchen keine Schnellschüsse. Ich glaube, wir müssen ein bisschen die Emotionen aus der Diskussion herausnehmen (Ruf beim BZÖ: Super Strategie! Ist das Ihre Jungfernrede?) und die gerechte Verteilung pragmatisch und rational besprechen, denn zwei Dinge sind (Rufe beim BZÖ: Wo ist der Kollege Kräuter? Kräuter zum Rednerpult!) – alles in Ordnung, haben die Herren sich beruhigt, oder? –, denn zwei Dinge sind bei der Diskussion wesentlich: Das Erste ist, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht betroffen sein dürfen. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Der Mittelstand darf nicht schon wieder zur Kasse gebeten werden.
Ruf beim BZÖ: Super Strategie! Ist das Ihre Jungfernrede?
Liebe Kolleginnen und Kollegen, deshalb haben wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten auch eine Strategiegruppe eingesetzt. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.) Wir brauchen keine Fleckerlteppiche, und wir brauchen keine Schnellschüsse. Ich glaube, wir müssen ein bisschen die Emotionen aus der Diskussion herausnehmen (Ruf beim BZÖ: Super Strategie! Ist das Ihre Jungfernrede?) und die gerechte Verteilung pragmatisch und rational besprechen, denn zwei Dinge sind (Rufe beim BZÖ: Wo ist der Kollege Kräuter? Kräuter zum Rednerpult!) – alles in Ordnung, haben die Herren sich beruhigt, oder? –, denn zwei Dinge sind bei der Diskussion wesentlich: Das Erste ist, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht betroffen sein dürfen. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Der Mittelstand darf nicht schon wieder zur Kasse gebeten werden.
Rufe beim BZÖ: Wo ist der Kollege Kräuter? Kräuter zum Rednerpult!
Liebe Kolleginnen und Kollegen, deshalb haben wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten auch eine Strategiegruppe eingesetzt. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.) Wir brauchen keine Fleckerlteppiche, und wir brauchen keine Schnellschüsse. Ich glaube, wir müssen ein bisschen die Emotionen aus der Diskussion herausnehmen (Ruf beim BZÖ: Super Strategie! Ist das Ihre Jungfernrede?) und die gerechte Verteilung pragmatisch und rational besprechen, denn zwei Dinge sind (Rufe beim BZÖ: Wo ist der Kollege Kräuter? Kräuter zum Rednerpult!) – alles in Ordnung, haben die Herren sich beruhigt, oder? –, denn zwei Dinge sind bei der Diskussion wesentlich: Das Erste ist, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht betroffen sein dürfen. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Der Mittelstand darf nicht schon wieder zur Kasse gebeten werden.
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, deshalb haben wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten auch eine Strategiegruppe eingesetzt. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.) Wir brauchen keine Fleckerlteppiche, und wir brauchen keine Schnellschüsse. Ich glaube, wir müssen ein bisschen die Emotionen aus der Diskussion herausnehmen (Ruf beim BZÖ: Super Strategie! Ist das Ihre Jungfernrede?) und die gerechte Verteilung pragmatisch und rational besprechen, denn zwei Dinge sind (Rufe beim BZÖ: Wo ist der Kollege Kräuter? Kräuter zum Rednerpult!) – alles in Ordnung, haben die Herren sich beruhigt, oder? –, denn zwei Dinge sind bei der Diskussion wesentlich: Das Erste ist, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht betroffen sein dürfen. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Der Mittelstand darf nicht schon wieder zur Kasse gebeten werden.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Strutz: Arbeiterkammerwahl: minus 10 Prozent!
Der zweite Grundsatz: Keine Strukturänderung und keine Diskussion darf auch nur einen einzigen österreichischen Arbeitsplatz gefährden, und dafür sind wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten der einzige Garant! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Strutz: Arbeiterkammerwahl: minus 10 Prozent!)
Rufe beim BZÖ: Super! Bravo! Sehr gut!
Deshalb, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, haben wir eine Strategiegruppe eingesetzt (Rufe beim BZÖ: Super! Bravo! Sehr gut!), die sich mit Expertinnen und Experten der Diskussion pragmatisch nähert, und zwar weil wir ein Resultat haben wollen. Wir wollen nicht irgendwelche Schnellschüsse oder populistische Diskussionen, sondern wir wollen die Welt tatsächlich gerechter machen! (Abg. Dr. Strutz: Spitzenstrategie! – Ruf beim BZÖ: Lasst den Kräuter wieder reden!) Und zu Ihnen: Wir sind auch für Ihre Vorschläge offen! Es sind heute gute Vorschläge gekommen. Bringen Sie sie ein, und verändern wir das System als Ganzes und nicht mit Fleckerlteppichen!
Abg. Dr. Strutz: Spitzenstrategie! – Ruf beim BZÖ: Lasst den Kräuter wieder reden!
Deshalb, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, haben wir eine Strategiegruppe eingesetzt (Rufe beim BZÖ: Super! Bravo! Sehr gut!), die sich mit Expertinnen und Experten der Diskussion pragmatisch nähert, und zwar weil wir ein Resultat haben wollen. Wir wollen nicht irgendwelche Schnellschüsse oder populistische Diskussionen, sondern wir wollen die Welt tatsächlich gerechter machen! (Abg. Dr. Strutz: Spitzenstrategie! – Ruf beim BZÖ: Lasst den Kräuter wieder reden!) Und zu Ihnen: Wir sind auch für Ihre Vorschläge offen! Es sind heute gute Vorschläge gekommen. Bringen Sie sie ein, und verändern wir das System als Ganzes und nicht mit Fleckerlteppichen!
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Wer heute – und ich bin jetzt die Erste, die das anschneidet – ein Steuersystem national diskutiert und nicht europäisch, hat ein bisschen die Zeit verpasst. Heute müssen wir eine gerechte Verteilung europäisch besprechen, diskutieren, überlegen und auch umsetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
ironische Heiterkeit und Zwischenrufe beim BZÖ
Das heißt, die Debatte hier und heute ist nicht das Entscheidende, sondern der 7. Juni ist entscheidend. Da sind Hannes Swoboda und sein Team Garanten dafür (ironische Heiterkeit und Zwischenrufe beim BZÖ), dass in Europa, im Europäischen Parlament für eine gerechte Verteilung und unter anderem auch für eine von uns allen geforderte Finanztransaktionssteuer gekämpft wird und diese Vorhaben auch wirklich umgesetzt werden! (Abg. Grosz: Kräuter hat schon recht! – Abg. Ing. Westenthaler: Wir wollen Kräuter! – Abg. Strache: ... SPÖ-Regierung! ... Kanzler!)
Abg. Grosz: Kräuter hat schon recht! – Abg. Ing. Westenthaler: Wir wollen Kräuter! – Abg. Strache: ... SPÖ-Regierung! ... Kanzler!
Das heißt, die Debatte hier und heute ist nicht das Entscheidende, sondern der 7. Juni ist entscheidend. Da sind Hannes Swoboda und sein Team Garanten dafür (ironische Heiterkeit und Zwischenrufe beim BZÖ), dass in Europa, im Europäischen Parlament für eine gerechte Verteilung und unter anderem auch für eine von uns allen geforderte Finanztransaktionssteuer gekämpft wird und diese Vorhaben auch wirklich umgesetzt werden! (Abg. Grosz: Kräuter hat schon recht! – Abg. Ing. Westenthaler: Wir wollen Kräuter! – Abg. Strache: ... SPÖ-Regierung! ... Kanzler!)
Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.
Von Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren, habe ich nur hier flotte Sprüche gehört, in der EU noch nie! Im Europäischen Parlament habe ich zur Finanztransaktionssteuer außer von Hannes Swoboda und seinem Team noch von keiner Partei etwas gehört! (Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist die gerechte Löwelstraße? – Abg. Dr. Graf: SPÖ endlich in die Regierung! Das neue Motto der SPÖ!
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ein gerechtes Österreich braucht ein gerechtes Europa. (Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist die gerechte Löwelstraße? – Abg. Dr. Graf: SPÖ endlich in die Regierung! Das neue Motto der SPÖ!) Wir sollten mit vereinter Kraft für eine hohe Wahlbeteiligung am 7. Juni kämpfen, und niemand darf in der Diskussion vergessen, dass es um österreichische Arbeitsplätze geht. – Danke vielmals. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ein gerechtes Österreich braucht ein gerechtes Europa. (Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist die gerechte Löwelstraße? – Abg. Dr. Graf: SPÖ endlich in die Regierung! Das neue Motto der SPÖ!) Wir sollten mit vereinter Kraft für eine hohe Wahlbeteiligung am 7. Juni kämpfen, und niemand darf in der Diskussion vergessen, dass es um österreichische Arbeitsplätze geht. – Danke vielmals. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Frau Kollegin Rudas! Herr Kollege Swoboda und Ihre Fraktion im Europäischen Parlament sind Garanten dafür, dass Sie nicht wissen, wie Sie abstimmen sollen, und bei manchen Abstimmungen ein völliges Chaos hervorrufen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Graf: Wissen das auch der Strasser und der Karas?
Wir gehen geschlossen in eine Abstimmung hinein. (Abg. Dr. Graf: Wissen das auch der Strasser und der Karas?)
Abg. Krainer: Oder auch nicht!
Ich glaube, wir sollten über eine Hebung der Steuermoral sprechen. Wir sollten darüber sprechen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer monatlich die Lohnsteuer abgezogen bekommen, und diese wird an den Finanzminister, an die Finanz überwiesen. (Abg. Krainer: Oder auch nicht!) Der Arbeitnehmer hat es jedenfalls bezahlt, und ich denke, über das Weitere, über die Hebung der Steuermoral sollten wir einmal nachdenken.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Graf: Ihr habt ja den Finanzminister! Das ist eine harsche Kritik am Finanzminister!
Wir sollten darüber nachdenken, wenn beispielsweise jemand innerhalb eines Jahres Aktien und Wertpapiere mit Gewinn verkauft, der das gar nicht angibt bei der Finanz. Wir sollten uns darüber Gedanken machen: Wie bekommen wir die Steuern, die es jetzt schon gibt, auch wirklich herein? Aber wir sollten uns nicht Gedanken machen, wie wir wieder irgendwelche Steuern kreieren, aber dann nicht wirklich den Finger darauf haben, dass diese Steuern auch abgeführt werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Graf: Ihr habt ja den Finanzminister! Das ist eine harsche Kritik am Finanzminister!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Es gibt nur noch ...!
Aber wenn wir uns jetzt schon so darauf einschießen: Warum wollen eigentlich dann so viele Stifter aus der Stiftung wieder heraus? Warum erkennen so viele Stifter, dass die Stiftung gar nicht mehr so attraktiv ist, wie sie es noch 1994 war, als es noch eine Erbschaftssteuer und eine Schenkungssteuer gab? (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Es gibt nur noch ...!) Und wenn uns die Arbeitsplätze so wichtig sind: Warum führen wir dann diese Diskussion, wo wir doch wissen, dass von den Stiftungen 400 000 Arbeitsplätze gehalten werden, dass die Gesellschaften, die von Stiftungen gehalten werden, also in Stiftungshand sind, 25 Prozent Körperschaftsteuer für ihre Gewinne zahlen? Und die müssen genauso schauen, dass sie jeden einzelnen Arbeitsplatz erhalten.
Beifall bei der ÖVP.
Zwei Punkte möchte ich noch ansprechen. – Der erste Punkt ist, dass Sie, Frau Kollegin Glawischnig, das letzte Mal in der Nationalratssitzung gemeint haben, 10 Prozent der Menschen sollen Vermögensteuer zahlen, 90 Prozent würden unbehelligt bleiben. Wenn ich davon ausgehe, dass die 10 Prozent zirka 800 000 Menschen sind, aber wir nur 200 000 Menschen haben, die über 60 000 € Jahreseinkommen haben, muss ich sagen, Sie sind ein Mittelstandsschröpfer! Sie wollen nur bei Inhabern von Eigentum, bei den Häuselbauern und bei den Inhabern von Eigentumswohnungen zugreifen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sagen Sie es doch ehrlich und nicht immer verschleiert und glauben Sie nicht, die Leute sind dumm! Frau Kollegin Lunacek hat in der „Pressestunde“ gemeint, wenn jemand ein Haus hat, das 300 000 € wert ist, dann hat er halt 200 000 € Freibetrag, und für 100 000 € zahlt er 500 €. Ich kann Ihnen sagen: In zehn Jahren sind das auch 5 000 €. Es gibt auch Leute, die ein Grundstück, ein Haus geerbt haben, und die können sich das fast nicht leisten. Und diese würden genau hier darunterfallen. Da gehen wir nicht mit, weil wir wollen, dass die Leute Eigentum erwerben und sich schaffen können, auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy
Sie, meine Damen und Herren von den Sozialdemokraten, wissen natürlich, wovon ich spreche: von den Stiftungen der SPÖ, Landesgruppe Steiermark, die auf breites Unverständnis in der Bevölkerung gestoßen sind (Zwischenruf der Abg. Silhavy) und auch in Ihren eigenen Reihen, Frau Kollegin Silhavy, für Unruhe sorgen. Wir wissen, dass die SPÖ in der Steiermark zur Beruhigung der Situation auch Briefe an ihre Mitglieder aussendet, um ihren eigenen Parteifreunden die Situation zu erklären und auch eine Sprachregelung für die einfachen Parteimitglieder zu treffen.
Beifall bei der FPÖ.
Damen und Herren, wir haben in der Steiermark eine Rekordarbeitslosigkeit, aber die Bundesregierung tut viel zu wenig, aber auch die Landesregierung tut viel zu wenig, um den betroffenen Menschen zu helfen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es darf Sie, meine Damen und Herren, wirklich nicht wundern, dass sich immer mehr Menschen von der SPÖ abwenden. Zuletzt haben wir das ja gestern am Abend bei den Arbeiterkammerwahlen gemerkt, wo die SPÖ einen ordentlichen Denkzettel verpasst bekommen hat. (Beifall bei der FPÖ.) Es zeichnet sich eine Entwicklung ab, wonach sich immer mehr Menschen, vor allem Kleinverdiener, der Freiheitlichen Partei als der sozialen Heimatpartei zuwenden. Das machte sich auch schon bei den Landtagswahlen in Salzburg bemerkbar.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Krainer: Der blanke Neid!
Die SPÖ, meine Damen und Herren, steht natürlich für die „Konsum“-Pleite, für die Bank-Austria-Affäre, für die BAWAG-Affäre. Und eines ist dabei signifikant: Immer wieder waren es die kleinen Leute, die kleinen Angestellten, die dabei auf der Strecke geblieben sind. Daran ändern auch die pompöse Inszenierung der 1.-Mai-Feier der Sozialdemokraten vor dem Wiener Rathaus und die Angriffe gegen die Freiheitliche Partei nichts, die ja eigentlich nur von Ihrem eigenen Regierungsversagen ablenken sollten. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Krainer: Der blanke Neid!)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Meine Damen und Herren, wie sieht nun die soziale Verantwortung der Sozialdemokraten in der Steiermark aus? – Das Finanzimperium der SPÖ in der Steiermark ist eine Privatstiftung und umfasst eine Firmengruppe im Werte von mehreren Millionen Euro. Der gesamte Konzern besteht aus einem kompliziert verschachtelten Geflecht von 36 Einzelfirmen, darunter Lokalradiobeteiligungsgesellschaften, Vermögensverwaltungen, die Leykam Medien AG zu 77 Prozent, Druckereien, Buchhandlungsgesellschaften und so weiter, mit insgesamt 321 Mitarbeitern. Wenn man sich aber genauer ansieht, wie diese soziale Verantwortung der Sozialdemokraten für ihre eigenen Mitarbeiter aussieht, dann findet man Erstaunliches. Es ist bereits von einem Vorredner darauf hingewiesen worden: Die Druckerei ist von Graz nach Marburg verlegt worden. Ich frage mich – und das fragt sich auch die steirische Bevölkerung –: Ist das die neue Solidarität der Sozialdemokraten als ehemaliger Arbeiterpartei gegenüber ihren eigenen Mitarbeitern? (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, ich appelliere zum Schluss an Sie: Kümmern Sie sich weniger um Ihre Stiftungen, sondern kümmern Sie sich um die Nöte und die Sorgen der österreichischen Bevölkerung! Und vor allem: Schaffen Sie mehr Arbeitsplätze! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Aber das ist ein anderes Thema. Es ist aber schon die Frage, ob eine politische Partei, die noch dazu einen Kreuzzug gegen Stiftungen hier entfacht hat, die eine politische Diskussion, eine Neiddiskussion in der größten wirtschaftlichen Krise nach Ende des Zweiten Weltkrieges entfacht hat, wo es darum gegangen ist, wieder über Vermögensbesteuerung nachzudenken, über eine Reichensteuer nachzudenken, moralisch in der Lage ist oder sein darf, selber das zu tun, was sie heftig kritisiert, nämlich Millionen und Abermillionen am Steuerzahler vorbei in Stiftungen zu parken. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es war interessant, die zwei Redner der SPÖ hier zu hören. Herr Matznetter sagt hier – für wie dumm hält man eigentlich die Menschen an den Fernsehgeräten? –, das sei überhaupt kein Vorteil. Man soll sich nicht aufregen, denn eine Partei ist ja nicht körperschaftsteuerpflichtig, meint er, deshalb habe sie keinen Vorteil aus der Stiftungskonstruktion. – Warum machen Sie es denn dann? Die Partei vielleicht nicht, aber die 36 Firmen, die in diesen Stiftungen geparkt sind, profitieren von den zweieinhalb Prozent Steuersatz. Das ist ja das Ungeheuerliche! (Beifall beim BZÖ.)
Ah- und Oh-Rufe beim BZÖ.
Das Interessante dabei ist ja, dass Sie jetzt nicht sagen: Okay, eine normale Stiftung mit den normalen Steuersätzen. – Nein, es muss sogar noch eine gemeinnützige Stiftung sein! Und was ist der Stiftungszweck, Damen und Herren? – Der Stiftungszweck ist Verfolgung und Verwirklichung sozialdemokratischer Ideale. (Ah- und Oh-Rufe beim BZÖ.) Das ist also die Gemeinnützigkeit. Und Sie wissen ganz genau, dass es eine Richtlinie gibt, dass politische Ziele kein Gemeinnutz sind, es sei denn, meine Damen und Herren, man glaubt, dass Parteinutz Gemeinnutz ist.
Abg. Grosz: Die verteidigt das noch!
Meine Damen und Herren, und Sie stellen sich hier her ... – Frau Rudas darf ich nicht vergessen! (Abg. Grosz: Die verteidigt das noch!) Das war ja auch besonders interessant, als sie gesagt hat: Was wollen wir jetzt machen, in der Krise? Wir wollen die Welt gerechter machen, und dafür haben wir eine Strategiegruppe eingesetzt, die über die Vermögensteuer zwei Jahre lang nachdenken wird.
Beifall beim BZÖ.
dass wir die Krise überstehen, dass den Betrieben geholfen wird, jetzt durch diese Probleme durchzutauchen! (Beifall beim BZÖ.)
Widerspruch bei der SPÖ.
Das sind die Dinge, über die wir uns gerne mit Ihnen unterhalten würden. – Aber kein Wort darüber! Oder dass man auf EU-Ebene über die Lockerung der Basel-II-Kriterien nachdenkt oder über eine Unterstützung der Leistungsträger von der SPÖ. Verdecken Sie doch nicht Ihre Machenschaften mit den Stiftungen mit einer Neiddiskussion über die Leistungsträger! Sie wollen mit der Reichensteuer in Wahrheit die Häuselbauer treffen, diejenigen, die eine Eigentumswohnung haben, die sich ein kleines Haus gekauft haben. (Widerspruch bei der SPÖ.) Das sind Ihre Zielgruppen – na selbstverständlich, denn sonst bringt diese Steuer ja nichts. Geben Sie es doch endlich einmal zu! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das sind die Dinge, über die wir uns gerne mit Ihnen unterhalten würden. – Aber kein Wort darüber! Oder dass man auf EU-Ebene über die Lockerung der Basel-II-Kriterien nachdenkt oder über eine Unterstützung der Leistungsträger von der SPÖ. Verdecken Sie doch nicht Ihre Machenschaften mit den Stiftungen mit einer Neiddiskussion über die Leistungsträger! Sie wollen mit der Reichensteuer in Wahrheit die Häuselbauer treffen, diejenigen, die eine Eigentumswohnung haben, die sich ein kleines Haus gekauft haben. (Widerspruch bei der SPÖ.) Das sind Ihre Zielgruppen – na selbstverständlich, denn sonst bringt diese Steuer ja nichts. Geben Sie es doch endlich einmal zu! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir wollen und brauchen eine Politik, die die Wirtschaft fördert, die die Bevölkerung entlastet – und nicht eine Politik, die einen Klassenkampf auf dem Rücken genau dieser Leistungsträger hier in Österreich austrägt! Das müssen Sie verantworten, und das haben Ihre Stiftungskonstruktionen jetzt eindeutig wieder zutage gebracht. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: „CERN-Minister“!
Abgeordnete Mag. Ulrike Lunacek (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Finanzminister! Herr Wissenschaftsminister! (Abg. Ing. Westenthaler: „CERN-Minister“!) Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Es ist schon sehr interessant, wie stark heute von Seiten des Herrn Finanzministers, von Seiten des früheren Finanzstaatssekretärs Stummvoll betont wurde, dass wir hier Neid schüren wollen. Schröpfen wollen wir die Bevölkerung, hat es geheißen.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Was ist „gerecht“?
Wissen Sie, worum es bei dieser Debatte geht? – Es geht um Gerechtigkeit in diesem Land, um gerechte Verteilung, und nicht darum, Neid zu schüren. Das lassen Sie sich gesagt sein! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Was ist „gerecht“?) Denn die ganze Wahrheit, Herr Minister, Herr Vizekanzler Pröll, ist, dass die 2,7 Millionen Menschen in diesem Land, von denen Sie behaupten, dass sie keine Steuern zahlen, nur deswegen, weil sie keine Lohnsteuern zahlen, sehr wohl Steuern zahlen: Mehrwertsteuer, Gebühren und Tarife, Gebühren, die Sie heute auch erhöhen wollen, im Justizbereich zum Beispiel, oder die Tarife für die öffentlichen Verkehrsmittel, für die Bahn – all das soll erhöht werden. Und das trifft vor allem die ärmsten Leute, vor allem die mit den niedrigsten Löhnen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wissen Sie, worum es bei dieser Debatte geht? – Es geht um Gerechtigkeit in diesem Land, um gerechte Verteilung, und nicht darum, Neid zu schüren. Das lassen Sie sich gesagt sein! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Was ist „gerecht“?) Denn die ganze Wahrheit, Herr Minister, Herr Vizekanzler Pröll, ist, dass die 2,7 Millionen Menschen in diesem Land, von denen Sie behaupten, dass sie keine Steuern zahlen, nur deswegen, weil sie keine Lohnsteuern zahlen, sehr wohl Steuern zahlen: Mehrwertsteuer, Gebühren und Tarife, Gebühren, die Sie heute auch erhöhen wollen, im Justizbereich zum Beispiel, oder die Tarife für die öffentlichen Verkehrsmittel, für die Bahn – all das soll erhöht werden. Und das trifft vor allem die ärmsten Leute, vor allem die mit den niedrigsten Löhnen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, das ist die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit und nach gerechter Verteilung – und nichts anderes! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen
Wenn es einen Weg aus dieser Krise gibt, dann müssen auch die Reichsten dazu beitragen und nicht nur der Mittelstand und die Ärmsten, sondern alle, auch die Reichsten. Darum geht es, und darum wird es auch in dem Antrag gehen, den wir heute einbringen. Die meisten Stiftungen sind eher so etwas wie Familienvermögensbewahrungsstätten für Millionäre, Milliardäre, Billiardäre, damit ja keine Steuer gezahlt wird. Das ist ungerecht, meine Damen und Herren, gerade von der ÖVP, und das verstößt auch gegen das Gerechtigkeitsgefühl in der Bevölkerung. Also geben Sie sich einen Ruck und gehen Sie weg von dieser Neiddebatte, die Sie hier beklagen, sondern verlangen endlich auch Sie eine faire Besteuerung (Beifall bei den Grünen), denn die Privatstiftungen tragen jetzt nichts zur Bewältigung dieser Krise bei.
Abg. Mag. Stadler: Sie will nur eine Strategie!
Ich verstehe auch nicht die SPÖ, wenn die Kollegin Rudas hier erklärt, man wolle die Welt gerechter machen. Ja, das würde ich auch gerne. (Abg. Mag. Stadler: Sie will nur eine Strategie!) Aber ein Arbeitskreis der SPÖ für die nächsten zwei Jahre?! – Jetzt muss etwas getan werden! Aber da haben Sie die eigenen Stiftungen – vom Landeshauptmann Voves in der Steiermark, vom oberösterreichischen Landeschef Haider. Und da wollen Sie erst einmal lange darüber diskutieren, wie die Welt gerechter wird? Sie verteidigen das! Sie sagen: Wir wollen keinen Schnellschuss. Sie sind in der Regierung, Sie stellen den Bundeskanzler! Ist Ihnen das noch nicht aufgefallen? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich verstehe auch nicht die SPÖ, wenn die Kollegin Rudas hier erklärt, man wolle die Welt gerechter machen. Ja, das würde ich auch gerne. (Abg. Mag. Stadler: Sie will nur eine Strategie!) Aber ein Arbeitskreis der SPÖ für die nächsten zwei Jahre?! – Jetzt muss etwas getan werden! Aber da haben Sie die eigenen Stiftungen – vom Landeshauptmann Voves in der Steiermark, vom oberösterreichischen Landeschef Haider. Und da wollen Sie erst einmal lange darüber diskutieren, wie die Welt gerechter wird? Sie verteidigen das! Sie sagen: Wir wollen keinen Schnellschuss. Sie sind in der Regierung, Sie stellen den Bundeskanzler! Ist Ihnen das noch nicht aufgefallen? (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Stummvoll: Nicht „mittlerweile“, schon lange!
Noch etwas, Frau Kollegin Rudas: Sie haben die europäische Ebene erwähnt. Die Finanztransaktionssteuer, die da kommen soll, für die ja auch Ihr Kollege Swoboda so ist: Warum haben denn die Sozialdemokraten im europäischen Raum das nicht vorangetrieben? Viele Kommissare und Kommissarinnen sind Sozialdemokraten. Auch viele von der ÖVP, der Konservativen, auch Sie, Herr Stummvoll, sind ja mittlerweile für die Finanztransaktionssteuer auf europäischer Ebene (Abg. Dr. Stummvoll: Nicht „mittlerweile“, schon lange!), auch der Herr Strasser. Was haben die getan? – Nichts auf der europäischen Ebene! Die Sozialdemokratie verzichtet sogar darauf, einen eigenen Kommissar für die nächste Kommission zu benennen. So wird das soziale Europa nicht zustande kommen, das sage ich Ihnen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Noch etwas, Frau Kollegin Rudas: Sie haben die europäische Ebene erwähnt. Die Finanztransaktionssteuer, die da kommen soll, für die ja auch Ihr Kollege Swoboda so ist: Warum haben denn die Sozialdemokraten im europäischen Raum das nicht vorangetrieben? Viele Kommissare und Kommissarinnen sind Sozialdemokraten. Auch viele von der ÖVP, der Konservativen, auch Sie, Herr Stummvoll, sind ja mittlerweile für die Finanztransaktionssteuer auf europäischer Ebene (Abg. Dr. Stummvoll: Nicht „mittlerweile“, schon lange!), auch der Herr Strasser. Was haben die getan? – Nichts auf der europäischen Ebene! Die Sozialdemokratie verzichtet sogar darauf, einen eigenen Kommissar für die nächste Kommission zu benennen. So wird das soziale Europa nicht zustande kommen, das sage ich Ihnen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Zur Geschäftsordnung!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Hinsichtlich der eingelangten Verhandlungsgegenstände und deren Zuweisungen verweise ich gemäß § 23 Abs. 4 der Geschäftsordnung auf die im Sitzungssaal verteilte Mitteilung. (Abg. Dr. Rosenkranz: Zur Geschäftsordnung!)
Oh-Rufe bei SPÖ, ÖVP und Grünen. – Abg. Krainer: Zur Sache!
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Diese Parlamentssitzung steht im Zeichen einer medialen Hatz gegen die Freiheitliche Partei Österreichs. (Oh-Rufe bei SPÖ, ÖVP und Grünen. – Abg. Krainer: Zur Sache!) – Zur Geschäftsordnung, ja!
Zwischenrufe bei der SPÖ
Frau Präsidentin, meine Anfrage an Sie richtet sich darauf, ob Sie sich imstande sehen, diese Sitzung ordnungsgemäß, fair und äquidistant zu allen Parteien zu führen (Zwischenrufe bei der SPÖ), insbesondere deswegen, weil dem freiheitlichen Klub ein E-Mail zugespielt wurde, das von Ihrem Pressesprecher Gerhard Marschall an Sie verfasst wurde. Ich darf daraus zitieren:
Abg. Ing. Westenthaler: Ah, „weiterdrehen“!
Robert Wiesner/Report plant für nächsten Dienstag einen Beitrag“ – mit „nächster Dienstag“ ist der heutige Tag gemeint – „zu Ebensee, SORA-Studie, Rechtsruck et cetera und hätte Dich gerne dabei. Er möchte die Debatte klarerweise weiterdrehen“ (Abg. Ing. Westenthaler: Ah, „weiterdrehen“!), „sprich: Du solltest etwas sagen, was über das Bisherige hinausgeht, etwas ,Überraschendes‘. Dass Du Kritik übst, Besorgnis äußerst, mehr politische Bildung forderst, sei ok und mache Dich in dieser Frage kompetent.
Abg. Ing. Westenthaler: Nicht schlecht!
(Abg. Ing. Westenthaler: Nicht schlecht!)
Zwischenrufe bei der SPÖ, darunter Mag. Lapp: Wo steht da „FPÖ“?
Ich habe vereinbart, dass ich mich am Montag Vormittag melde. Vielleicht können sich alle am Wochenende Gedanken machen. Gruß, Gerhard.“ (Zwischenrufe bei der SPÖ, darunter Mag. Lapp: Wo steht da „FPÖ“?)
Beifall bei der FPÖ.
Daher meine Frage: Sehen Sie sich angesichts dieser Vorgangsweise, die eigentlich auch seitens des öffentlich-rechtlichen Mediums skandalös ist, imstande, äquidistant diese Sitzung leiten zu können? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
vorgebracht haben, hat nichts mit der Geschäftsordnung zu tun. Ich halte es aber mit der Meinungsfreiheit hier in diesem Hause so, wie ich es immer gehalten habe. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen. Ich führe Vorsitz so wie gehabt, und ich gehe davon aus, dass meine zwei Kollegen es genauso halten werden. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber das ist leider Gottes für die Bundesregierung kein Problem. Es fehlt dieser Bundesregierung an Mut. Obwohl es dringend notwendig wäre, den österreichischen Steuerzahler nachhaltig und wirklich wesentlich zu entlasten, auch die kleine und mittelständische Wirtschaft nachhaltig zu entlasten, sind Herr Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Pröll dazu nicht bereit. Im Gegenzug ist man aber bereit, den diversen österreichischen Banken Milliarden Euro ungeprüft nachzuwerfen. Das verstehen viele Bürger in Österreich nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
700 Millionen € pro Jahr geben wir in Österreich für die Entwicklungshilfe aus; genauso, wie wir 800 Millionen € im Jahr netto nach Brüssel zahlen – alles Summen, die durchaus beträchtlich sind und wo wir sagen: Es müsste doch gerade in Zeiten einer Krise, in der wir uns befinden, daran gedacht werden, auch diese Zahlungen auszusetzen. Gerade in einer Zeit, wo wir eine Krise haben, wo Experten davor warnen, dass wir auch in Richtung einer dramatischen Arbeitslosenentwicklung geraten könnten, wäre es doch notwendig, ernsthaft darüber nachzudenken, dass jeder Cent, der heute nach Brüssel fließt, im Land bleiben sollte. (Beifall bei der FPÖ.) Da sollten wir doch hier jeden Cent zur Bewältigung der Krise ausgeben – und nicht so, wie das heute getan wird, nämlich nach dem Prinzip: Darf’s ein bissel mehr sein?, alles zur freien Verwendung.
Abg. Dr. Jarolim: Das einzig richtige Wort!
Aber das alles ist für diese Bundesregierung völlig in Ordnung; darüber regt sie sich nicht auf – und dagegen unternimmt sie auch nicht etwas wirklich Effizientes, aber wenn wir Freiheitlichen die Dinge beim Namen nennen, dann geht der Kochtopf hoch in dieser Republik. Dann springt der Herr Bundeskanzler höchstpersönlich auf und hüpft herum wie ein Rumpelstilzchen – und dann beschimpft er mich in der Öffentlichkeit als „Hassprediger“ und redet von „Schande“. – Im Übrigen ist das eine Diktion, die seit Monaten auch der Wiener Bürgermeister Häupl immer wieder pflegt. (Abg. Dr. Jarolim: Das einzig richtige Wort!)
Abg. Dr. Jarolim: Sie sind eine Schande!
Wissen Sie, was in Wirklichkeit eine Schande ist? (Abg. Dr. Jarolim: Sie sind eine Schande!) – Es ist in Wirklichkeit eine Schande, dass Herr Bundeskanzler Faymann und die Genossen die österreichische Bevölkerung bei all diesen Problemen im Stich lassen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wissen Sie, was in Wirklichkeit eine Schande ist? (Abg. Dr. Jarolim: Sie sind eine Schande!) – Es ist in Wirklichkeit eine Schande, dass Herr Bundeskanzler Faymann und die Genossen die österreichische Bevölkerung bei all diesen Problemen im Stich lassen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn wir Freiheitlichen das sachlich aufzeigen und kritisieren, dann gibt es genau diese hysterische Reaktion, die wir ja auch jetzt erleben mussten. Sie schweigen dazu, decken diese Entwicklungen und reden sie schön, aber wenn dann jemand diese Fehlentwicklungen aufzeigt, für die Sie die Verantwortung tragen, dann versuchen Sie, den Spieß umzudrehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen: Das ist nicht korrekt! Da wird ein Boden aufbereitet, Herr Bundeskanzler, für den sehr wohl auch Sie Verantwortung tragen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Petzner: Wo war denn da der Herr Mölzer, Herr Strache?
Wir Freiheitlichen haben hier im Hohen Haus einen Antrag eingebracht, der im EU-Unterausschuss behandelt wurde – und wo die Österreichische Volkspartei und die SPÖ in der Frage dieses Asylrechtswahnsinns gegen unseren Antrag gestimmt haben. Das ist wirklich sehr, sehr traurig. (Abg. Petzner: Wo war denn da der Herr Mölzer, Herr Strache?)
Abg. Krainer: Ob der Herr Mölzer den Sitzungssaal finden wird?
Aber es gibt ja zum Glück eine zweite Lesung im Europäischen Parlament, und es wird diese entscheidende Abstimmung erst erfolgen, und da wird man als Gradmesser sehen, wie sich die Parteien da wirklich positionieren (Abg. Krainer: Ob der Herr Mölzer den Sitzungssaal finden wird?), denn Ihr Herr Swoboda, genauso Hans-Peter Martin und die Grünen haben diesem Asylrechtswahnsinn im Europäischen Parlament zugestimmt. (Abg. Petzner: Wo war denn Mölzer?)
Abg. Petzner: Wo war denn Mölzer?
Aber es gibt ja zum Glück eine zweite Lesung im Europäischen Parlament, und es wird diese entscheidende Abstimmung erst erfolgen, und da wird man als Gradmesser sehen, wie sich die Parteien da wirklich positionieren (Abg. Krainer: Ob der Herr Mölzer den Sitzungssaal finden wird?), denn Ihr Herr Swoboda, genauso Hans-Peter Martin und die Grünen haben diesem Asylrechtswahnsinn im Europäischen Parlament zugestimmt. (Abg. Petzner: Wo war denn Mölzer?)
Beifall bei der FPÖ.
und für jene Menschen, die immer stärker von der Arbeitslosigkeit betroffen sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Deshalb sage ich: Zumindest eine Halbierung der Nettobeiträge an die Europäische Union wäre das Gebot der Zeit. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber bei all diesen Punkten handeln Sie nicht und lassen die österreichische Bevölkerung im Stich! Stattdessen jedoch gehen Sie ganz bewusst her und bereiten eine Kampagne gegen die Freiheitliche Partei vor, wo Sie uns sogar – wirklich skandalöserweise – Antisemitismus unterstellen. Das ist eine ungeheuerliche Frechheit, die wir auch so nicht im Raum stehen lassen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das sind Realitäten, das sind Fakten, das ist sehr wohl eine aktuelle Debatte, die Sie jedoch in Abrede stellen. – Wir Freiheitlichen sagen ganz grundsätzlich: Es soll keine Erweiterungsprozesse der Europäischen Union außerhalb der geographischen Grenzen Europas geben! (Beifall bei der FPÖ.) Wir wollen nicht, dass Österreich in den Nahost-Konflikt hineingezogen wird. Das sind sachliche Positionen. (Abg. Mag. Lunacek: Sagen Sie zum Budget auch noch etwas?)
Abg. Mag. Lunacek: Sagen Sie zum Budget auch noch etwas?
Das sind Realitäten, das sind Fakten, das ist sehr wohl eine aktuelle Debatte, die Sie jedoch in Abrede stellen. – Wir Freiheitlichen sagen ganz grundsätzlich: Es soll keine Erweiterungsprozesse der Europäischen Union außerhalb der geographischen Grenzen Europas geben! (Beifall bei der FPÖ.) Wir wollen nicht, dass Österreich in den Nahost-Konflikt hineingezogen wird. Das sind sachliche Positionen. (Abg. Mag. Lunacek: Sagen Sie zum Budget auch noch etwas?)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Aber Ihre Logik ist es dann, herzugehen und das ganz bewusst wider besseres Wissen anders darzustellen. Das ist nicht korrekt. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zum Abschluss, auch was die jungen Menschen in Ebensee betrifft, wo einer führender Funktionär der Roten Falken war: Sie sollten hier nicht so agieren, wie Sie das in den letzten Wochen getan haben. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ich glaube, die entscheidende Frage ist schlicht und einfach die: Wollen wir die dreißiger Jahre wiederholen – ja oder nein? Und wir sagen nein dazu. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
sie das größte Friedensprojekt ist, weil es die Eurozone gibt, weil sie widerstandsfähig macht gegen solche Krisen, wie wir sie jetzt haben, und weil sie ein konzertiertes Verhalten und konzertierte Strategien entwickeln hilft, damit es nicht zur Massenarbeitslosigkeit kommt. Deswegen ein vorbehaltloses Ja zur Europäischen Union und zur Mitgliedschaft in der Europäischen Union! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Bucher: Klar: Ein Budget haben wir bis jetzt immer gehabt!
Daher wird dieser Kampf schon über die Budgetpolitik geführt: indem wir mit dieser Ausgabenpolitik des Staates dafür sorgen, damit, dass die Menschen Geld in der Tasche haben, dass die Pensionisten Geld in der Tasche haben, dass mit Kurzarbeit um jeden Arbeitsplatz gekämpft wird – kurz, indem wir dagegen kämpfen, dass es wieder wie in den dreißiger Jahren diese Arbeitslosigkeit gibt. Und daher sage ich: Es ist wichtig, dass es dieses Budget gibt (Abg. Bucher: Klar: Ein Budget haben wir bis jetzt immer gehabt!), und es ist wichtig, dass wir dafür kämpfen, dass es auch umgesetzt wird! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Tamandl.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Tamandl.
Daher wird dieser Kampf schon über die Budgetpolitik geführt: indem wir mit dieser Ausgabenpolitik des Staates dafür sorgen, damit, dass die Menschen Geld in der Tasche haben, dass die Pensionisten Geld in der Tasche haben, dass mit Kurzarbeit um jeden Arbeitsplatz gekämpft wird – kurz, indem wir dagegen kämpfen, dass es wieder wie in den dreißiger Jahren diese Arbeitslosigkeit gibt. Und daher sage ich: Es ist wichtig, dass es dieses Budget gibt (Abg. Bucher: Klar: Ein Budget haben wir bis jetzt immer gehabt!), und es ist wichtig, dass wir dafür kämpfen, dass es auch umgesetzt wird! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Tamandl.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das kann natürlich nicht alles sein. Es ist heute das Stichwort „Ebensee“ gefallen. Und ich sage, das ist beispiellos, was da passiert ist, dass dort ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers attackiert wurden. Das war eine politische Manifestation. Und das ist politisch unentschuldbar, was da passiert ist – da kann es kein Relativieren oder sonstiges Heruminterpretieren geben –, und es ist politisch zu verurteilen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Strache: Sozialistische Familien und Rote Falken!
Aber es stellt sich auch die Frage, wie das möglich ist. Und wenn das Jugendliche mit 14, 15, 16, 17 Jahren sind, dann muss sich diese Frage das gesamte Umfeld gefallen lassen, diese Frage muss sich auch die Politik gefallen lassen (Abg. Strache: Sozialistische Familien und Rote Falken!) – ja, alle, ausnahmslos alle! –, es müssen sich diese Frage die Lehrer in den Schulen gefallen lassen. Und es zeigt, dass es hier eine neue Offensive geben muss: eine neue Offensive der Gesellschaft hier in Österreich, deren Grundkonsens ist, dass es nie wieder das geben darf, was es vor 1945 in diesem Land gegeben hat, nämlich den Nationalsozialismus, nämlich diesen Rassismus, nämlich den Antisemitismus, nämlich all das, was dazu geführt hat, dass letztendlich auch der Boden vorbereitet wurde für einen rassistischen Angriffskrieg, für Holocaust, für Millionen Tote, wo Juden, Sozialdemokraten, Kommunisten, Roma und Sinti, Homosexuelle, alle umgebracht worden sind. Das, glaube ich, ist ganz wichtig, dass das immer wieder ins Bewusstsein gerückt wird: in den Schulen, in den Familien, überall dort, wo wir als Österreicher Einfluss ausüben können, damit sich das nicht wiederholt. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber es stellt sich auch die Frage, wie das möglich ist. Und wenn das Jugendliche mit 14, 15, 16, 17 Jahren sind, dann muss sich diese Frage das gesamte Umfeld gefallen lassen, diese Frage muss sich auch die Politik gefallen lassen (Abg. Strache: Sozialistische Familien und Rote Falken!) – ja, alle, ausnahmslos alle! –, es müssen sich diese Frage die Lehrer in den Schulen gefallen lassen. Und es zeigt, dass es hier eine neue Offensive geben muss: eine neue Offensive der Gesellschaft hier in Österreich, deren Grundkonsens ist, dass es nie wieder das geben darf, was es vor 1945 in diesem Land gegeben hat, nämlich den Nationalsozialismus, nämlich diesen Rassismus, nämlich den Antisemitismus, nämlich all das, was dazu geführt hat, dass letztendlich auch der Boden vorbereitet wurde für einen rassistischen Angriffskrieg, für Holocaust, für Millionen Tote, wo Juden, Sozialdemokraten, Kommunisten, Roma und Sinti, Homosexuelle, alle umgebracht worden sind. Das, glaube ich, ist ganz wichtig, dass das immer wieder ins Bewusstsein gerückt wird: in den Schulen, in den Familien, überall dort, wo wir als Österreicher Einfluss ausüben können, damit sich das nicht wiederholt. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Aber antworten auch!
terreich verteilt? (Abg. Mag. Kogler: Aber antworten auch!) – Und es ist auch berechtigt, und zwar egal, von welchem Zugang, auch vom Zugang der christlichen Soziallehre, dass man dann die Frage stellt, ob es hier bei der Steuerreform oder bei sonstigen Maßnahmen Konsequenzen geben soll. Ich finde, es ist die Aufgabe der gesamten Gesellschaft, hier sensibel zu sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
terreich verteilt? (Abg. Mag. Kogler: Aber antworten auch!) – Und es ist auch berechtigt, und zwar egal, von welchem Zugang, auch vom Zugang der christlichen Soziallehre, dass man dann die Frage stellt, ob es hier bei der Steuerreform oder bei sonstigen Maßnahmen Konsequenzen geben soll. Ich finde, es ist die Aufgabe der gesamten Gesellschaft, hier sensibel zu sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: ... eine Kulturdebatte, Herr Cap!
Ich muss ehrlich sagen, es hat auch die FPÖ gekämpft für die Trennung von Kirche und Staat, und viele der ehemaligen FPÖ-ler, die hier in diesem Saal gesessen sind, drehen sich im politischen Grab um, denn das, was auf diesem Plakat propagiert wird, ist genau das Gegenteil! Und da muss ich sagen, das widerspricht meinem Verständnis einer offenen Gesellschaft (Abg. Strache: ... eine Kulturdebatte, Herr Cap!), meinem Verständnis einer Gesellschaft der Vielfalt. Ehrlich gesagt, ich möchte nicht zurück ins Mittelalter – ich sage das ganz offen (Abg. Dr. Graf: Wir auch nicht!) –, angesichts all der Errungenschaften, die dann nicht mehr existieren würden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Haben Sie zum Budget auch etwas zu sagen? – Ruf beim BZÖ: Das ist eine Themaverfehlung!)
Abg. Dr. Graf: Wir auch nicht!
Ich muss ehrlich sagen, es hat auch die FPÖ gekämpft für die Trennung von Kirche und Staat, und viele der ehemaligen FPÖ-ler, die hier in diesem Saal gesessen sind, drehen sich im politischen Grab um, denn das, was auf diesem Plakat propagiert wird, ist genau das Gegenteil! Und da muss ich sagen, das widerspricht meinem Verständnis einer offenen Gesellschaft (Abg. Strache: ... eine Kulturdebatte, Herr Cap!), meinem Verständnis einer Gesellschaft der Vielfalt. Ehrlich gesagt, ich möchte nicht zurück ins Mittelalter – ich sage das ganz offen (Abg. Dr. Graf: Wir auch nicht!) –, angesichts all der Errungenschaften, die dann nicht mehr existieren würden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Haben Sie zum Budget auch etwas zu sagen? – Ruf beim BZÖ: Das ist eine Themaverfehlung!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Haben Sie zum Budget auch etwas zu sagen? – Ruf beim BZÖ: Das ist eine Themaverfehlung!
Ich muss ehrlich sagen, es hat auch die FPÖ gekämpft für die Trennung von Kirche und Staat, und viele der ehemaligen FPÖ-ler, die hier in diesem Saal gesessen sind, drehen sich im politischen Grab um, denn das, was auf diesem Plakat propagiert wird, ist genau das Gegenteil! Und da muss ich sagen, das widerspricht meinem Verständnis einer offenen Gesellschaft (Abg. Strache: ... eine Kulturdebatte, Herr Cap!), meinem Verständnis einer Gesellschaft der Vielfalt. Ehrlich gesagt, ich möchte nicht zurück ins Mittelalter – ich sage das ganz offen (Abg. Dr. Graf: Wir auch nicht!) –, angesichts all der Errungenschaften, die dann nicht mehr existieren würden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Haben Sie zum Budget auch etwas zu sagen? – Ruf beim BZÖ: Das ist eine Themaverfehlung!)
Abg. Strache: Weil das das politische Ziel ist! Weil der Herr Außenminister das als politisches Ziel definiert, Herr Cap! Das können Sie ja nicht leugnen!
Nein, wir müssen das hier auch einmal diskutieren. Und wissen Sie, es wäre ganz gut, wenn Sie das auch ein bisschen selbstkritisch aufarbeiten würden, auch dieses eine Inserat in der „Kronen Zeitung“. Denn: Wenn man gegen den Beitritt von Ländern auftritt, die formal ein Beitrittsgesuch gestellt haben, dann kann man das tun, selbstverständlich. Auch ich stehe, was Beitrittsansuchen so mancher Länder betrifft, diesen sehr skeptisch bis ablehnend gegenüber. Wenn aber ein Land, wie Israel, keinen formalen Beitrittsantrag stellt, dann muss man sich die Frage stellen: Warum kommt das im Inserat vor? Was ist die Meta-Botschaft dabei, wenn das in dieses Inserat hineingeschrieben wird? – Das finde ich nicht in Ordnung. (Abg. Strache: Weil das das politische Ziel ist! Weil der Herr Außenminister das als politisches Ziel definiert, Herr Cap! Das können Sie ja nicht leugnen!) Nein, das ist nicht in Ordnung. Und das kann man doch einmal feststellen, bitte, ohne dass es deswegen heißt, da gibt es eine Hetze gegen eine bestimmte Partei.
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man so ein Inserat schaltet, wenn man diese Nebenbotschaft aussendet, dann gibt es Kritik, und dann gibt es auch Widerstand. Und ich glaube, dass das berechtigt ist – unabhängig davon, ob man dann, wenn einmal ein Beitrittsantrag gestellt ist, dafür ist oder dagegen ist. Ich zum Beispiel bin dafür, dass es spezielle Assoziierungsverhältnisse im ganzen Mittelmeerraum gibt, weil das wahrscheinlich in Zukunft sowieso wirtschaftlich, sozial und kulturell ein Gebot der Stunde sein wird. – Aber das ist nicht in Ordnung. Und daher, glaube ich, ist es berechtigt, wenn man darauf hinweist und diese offene Diskussion auch hier führt, und zwar vor allem auch in Bezug auf die Jugend. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Es werden immer mehr junge Leute, die zuschauen – weil wir immer mehr Arbeitslose haben!
Genau das werden wir heute, morgen und immer wieder tun. Und dabei gibt es keinen wie immer gearteten Spielraum – auch in Verantwortung gegenüber den jungen Menschen, die das, sollten sie zusehen, vor den Fernsehschirmen registrieren (Abg. Dr. Graf: Es werden immer mehr junge Leute, die zuschauen – weil wir immer mehr Arbeitslose haben!) oder auch dann, wenn sie Kontakte bei Veranstaltungen, Diskussionen oder sonstwo haben sollten. Da kann es keine wirkliche Unklarheit geben, und es ist unsere Aufgabe, darauf auch in aller Deutlichkeit hinzuweisen.
Abg. Strache: Das ist ja absurd, Herr Klubobmann! Das ist ja absurd, was Sie da zum Besten geben! Ein Wahnsinn! Das ist ja nicht einmal lustig, das ist ja nur absurd!
Also, ich weiß nicht, wie modern das ist, wenn man sagt, 2 000 Jahre später brauchen wir wieder einen Cherusker-Fürsten, der halt nicht nach Rom, sondern nach Brüssel geht, um uns mittels der jetzigen Schrumpfgermanen da befreien zu wollen. Das ist ja einfach lächerlich! Aber wenn dann am Höhepunkt dieses Referats steht: Stürzt die Dämonen, die drei Dämonen von den Altären, nämlich „Profit, Wellness und Sex“!, dann hört sich doch für jeden 16-, 17-Jährigen der Spaß auf, wenn die Botschaft aus diesem Haus Sexverbot und Wellnessverbot ist! – Das ist modern? Das, wollen Sie mir erzählen, ist modern im Sinne der alten Germanen, was sich hier herinnen abgespielt hat? (Abg. Strache: Das ist ja absurd, Herr Klubobmann! Das ist ja absurd, was Sie da zum Besten geben! Ein Wahnsinn! Das ist ja nicht einmal lustig, das ist ja nur absurd!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist doch euer Lieblings-Koalitionspartner, Herr Cap!
Dazu kann ich Ihnen nur sagen: Das passt aber in dieses Bild hinein! Und daher sage ich: Es ist nicht modern! Es ist rückwärtsgewandt! Und wer sagt: „Abendland in Christenhand!“, der will die Rechtlosigkeit des Mittelalters wieder. Und, ehrlich gesagt, für diesen Weg ins Mittelalter kann Österreich doch wohl nicht bereit sein und willens sein. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist doch euer Lieblings-Koalitionspartner, Herr Cap!)
Beifall beim BZÖ.
ausforderungen auf der Höhe der Zeit zu bewältigen, vor denen sehr, sehr viele Menschen in unserem Land stehen, die in die Arbeitslosigkeit gedrängt werden, die sich in Kurzarbeit befinden. Es geht darum, der Wirtschaft auf die Beine zu helfen, weil sie derzeit enorm von dieser Wirtschaftskrise betroffen ist. Das wäre eigentlich das Thema der heutigen Budget- und Budgetbegleitgesetzdebatte gewesen – und nicht die Vergangenheitsbewältigung. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Aber nicht über die Vergangenheit!
Das erwarten sich die Menschen zu Hause an den Fernsehgeräten: dass wir uns hier in einem sehr konstruktiven Dialog und in einer Professionalität austauschen, Argumente vorbringen, wie wir dieser Krise begegnen wollen (Abg. Ing. Westenthaler: Aber nicht über die Vergangenheit!) – und nicht, ob es verwerfliche Inserate gibt, ob es irgendwelche Aktionen gibt. Darüber sollten Sie sich irgendwo austauschen, aber nicht hier im Hohen Haus, wo es darum geht, eine seriöse und ernsthafte Debatte abzuführen, meine Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das erwarten sich die Menschen zu Hause an den Fernsehgeräten: dass wir uns hier in einem sehr konstruktiven Dialog und in einer Professionalität austauschen, Argumente vorbringen, wie wir dieser Krise begegnen wollen (Abg. Ing. Westenthaler: Aber nicht über die Vergangenheit!) – und nicht, ob es verwerfliche Inserate gibt, ob es irgendwelche Aktionen gibt. Darüber sollten Sie sich irgendwo austauschen, aber nicht hier im Hohen Haus, wo es darum geht, eine seriöse und ernsthafte Debatte abzuführen, meine Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Bei aller Seriosität, Herr Finanzminister: Wenn Sie diese „Kampfansage an die Krise“ so tituliert haben, dann war das eher eine „Krampfansage“, weil wir ein halbes Jahr warten mussten, zuwarten mussten, bis Sie endlich in der Lage waren, ein Budget vorzulegen. Das darf man nicht vergessen. Wenn Sie schon richtig erkannt haben, dass es eine Krise gibt, dass eine große wirtschaftliche Depression auf uns zukommt, dann wäre es doch in unserem Verantwortungsbereich gelegen, zu sagen, wir machen so schnell wie möglich ein Krisenbudget, damit wir der Wirtschaft auf die Beine helfen, damit wir verhindern, dass es zu einer Anzahl von Arbeitslosen in einer Größenordnung von 500 000 kommt. Das wäre der richtige Ansatz gewesen, meine sehr geehrten Damen und Herren – und nicht, sich hier über langwierige Verhandlungen Zeit zu verschaffen und die Probleme auf die lange Bank zu schieben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das wäre der verantwortungsvolle Weg gewesen – und nicht, sich in einen Blindflug zu begeben, ohne zu wissen, was im nächsten Jahr auf uns zukommt. Das Budget, das Sie heute und in den nächsten Tagen, in der nächsten Woche hier beschließen werden, ist ein Budget, das auf einem falschen Fundament beruht, falsche Zahlen beinhaltet, eine Fortführung von Zahlenreihen ist, die nicht nachvollziehbar ist. Daher werden wir diesem Budget – das sage ich auch schon vorweg – keine Zustimmung geben. (Beifall beim BZÖ.)
Die Abgeordneten Ing. Westenthaler und Ursula Haubner: Hat eh nichts genützt! – Abg. Ing. Westenthaler: Minus 10 Prozent!
Es wäre jetzt angebracht, der Krise wirklich offensiv zu begegnen – und nicht, mit einem Klassenkampf dieses Spiel zu betreiben, das da von der roten Reichshälfte schon wieder betrieben wird, indem man die Gewerkschaft auf die Straße bringt, vorschützend, irgendwelche Lohnverhandlungen zu führen. Schauen Sie, es ist doch durchsichtig gewesen, dass Sie ausgerechnet ein paar Tage vor Beendigung des Arbeiterkammer-Wahlkampfes Ihre Funktionäre auf die Straße holen. (Die Abgeordneten Ing. Westenthaler und Ursula Haubner: Hat eh nichts genützt! – Abg. Ing. Westenthaler: Minus 10 Prozent!)
Beifall beim BZÖ.
Ich meine, das ist doch für alle transparent gewesen: Fünf Jahre hört man nichts von Herrn Tumpel – und dann, wenige Tage vor der Arbeiterkammerwahl, sieht man ihn auf der Straße plötzlich eine Rede halten. Meine Damen und Herren, das ist nicht der verantwortungsvolle Weg, den man sich von einer Regierungspartei erwartet, sondern hier versuchen Sie, die Menschen bewusst hinters Licht zu führen. Und das brauchen wir derzeit am wenigsten! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grillitsch: „Deiner nicht würdig“!
Wir brauchen für die Wirtschaft ein positives Signal. Wir brauchen endlich einmal Reformmaßnahmen. Das wäre der geeignete Weg: bevor man über Steuererhöhungen oder neue Steuern nachdenkt, einmal die Reformen in Gang zu setzen! Sie wissen, wie lange es braucht, bis Reformen im Budget wirksam werden, Herr Finanzminister. Aber Sie wissen es leider Gottes eben auch nicht, weil Sie keinen Fuß jemals in der Wirtschaft gehabt haben; genauso wenig wie der Herr Bundeskanzler. (Abg. Grillitsch: „Deiner nicht würdig“!) Das Entscheidende wäre doch gewesen, jetzt die Bildungsreform in Angriff zu nehmen, die Staats- und Verwaltungsreform, auch bei den Krankenkassen im Bereich der Gesundheitsreform endlich einmal die Zeichen der Zeit zu erkennen, dass wir rückständig sind und dass dieses Land modernisiert werden muss und auf die Zukunft vorbereitet werden muss.
Abg. Grillitsch: ... eine Beleidigung für das Kernöl!
Wenn Sie schon den festen Ansatz haben, dass Sie aus dieser Krise gestärkt hervorgehen wollen: Ja wie wollen Sie denn das machen, wenn Sie beispielsweise die Steuern wieder erhöhen wollen, wo wir doch wissen, dass Österreich mit 42 Prozent die höchste Abgaben- und Steuerquote im Vergleich zu unseren wichtigsten Handelspartnern hat? – Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist der völlig falsche Weg, jetzt die Wirtschaft mit einer Steuerdebatte zu verunsichern. Ich ziehe da nur etwa den Herrn „Kernölbaron“ aus der Steiermark als Beispiel heran (Abg. Grillitsch: ... eine Beleidigung für das Kernöl!), der selbst die Stiftungen jetzt anprangert, weil er sagt, das, was hier geschieht, ist unmoralisch, das ist eine falsche Verteilung des Reichtums und des Vermögens – der aber mit der „Zukunft Steiermark“ selbst eine Stiftung mit, was weiß ich, über 30 Firmen und einem Umsatz von 50 Millionen € hält.
Abg. Mag. Kogler: Das ist sowieso wurscht in diesem Land!
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ, wo bleibt denn da Ihre Ehrlichkeit? Wo bleibt Ihre Sachlichkeit? Sie sind ja eine Regierungspartei, Sie sind ja nicht irgendeine Partei in Österreich! (Abg. Mag. Kogler: Das ist sowieso wurscht in diesem Land!) Wer wird denn Sie in Zukunft noch ernst nehmen, wenn Sie so ein Verhalten an den Tag legen, das gleiche wie in Oberösterreich? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ, wo bleibt denn da Ihre Ehrlichkeit? Wo bleibt Ihre Sachlichkeit? Sie sind ja eine Regierungspartei, Sie sind ja nicht irgendeine Partei in Österreich! (Abg. Mag. Kogler: Das ist sowieso wurscht in diesem Land!) Wer wird denn Sie in Zukunft noch ernst nehmen, wenn Sie so ein Verhalten an den Tag legen, das gleiche wie in Oberösterreich? (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Oder: Herr Bundeskanzler Faymann sagt, es ist ungebührlich, dass viele Unternehmen dieses Landes Prämien ausschütten. Das ist aus seiner Sicht ungebührlich. Da frage ich mich, Herr Bundeskanzler: Wo waren Sie denn in den staatsnahen Unternehmen, wo Sie Verantwortung haben, wo in den Aufsichtsräten nur rote und schwarze Parteigänger oder Günstlinge sitzen, die das dort zu beobachten haben? (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.) Wo waren Sie bei den ÖBB? Wo waren Sie bei der ASFINAG? Wo waren Sie bei der AUA? Wo sind Sie beim Verbund? Da sind überall Prämien ausgeschüttet worden! Da hätten Sie es in der Hand gehabt, endlich einmal Maßnahmen zu ergreifen. – Eine Unerträglichkeit und eine Penetranz, wie Sie die Bürger hinters Licht führen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Oder: Herr Bundeskanzler Faymann sagt, es ist ungebührlich, dass viele Unternehmen dieses Landes Prämien ausschütten. Das ist aus seiner Sicht ungebührlich. Da frage ich mich, Herr Bundeskanzler: Wo waren Sie denn in den staatsnahen Unternehmen, wo Sie Verantwortung haben, wo in den Aufsichtsräten nur rote und schwarze Parteigänger oder Günstlinge sitzen, die das dort zu beobachten haben? (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.) Wo waren Sie bei den ÖBB? Wo waren Sie bei der ASFINAG? Wo waren Sie bei der AUA? Wo sind Sie beim Verbund? Da sind überall Prämien ausgeschüttet worden! Da hätten Sie es in der Hand gehabt, endlich einmal Maßnahmen zu ergreifen. – Eine Unerträglichkeit und eine Penetranz, wie Sie die Bürger hinters Licht führen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Aber nun zum Budgetbegleitgesetz. Hier gehen Sie wieder den verkehrten Weg, weil Sie wieder die Stiftungen begünstigen. Schauen Sie in das Budgetbegleitgesetz hinein: wieder ein Akt, um die privaten und die gemeinnützigen Stiftungen zu begünstigen, das heißt, sich selber wieder einen Vorteil zu verschaffen, meine sehr geehrten Damen und Herren – und gleichzeitig die behinderten Menschen in Österreich zu schröpfen, jene, die einen Sachwalter brauchen: die müssen in Zukunft über 100 € zahlen, wenn sie beim Gericht vorstellig werden. Das ist der völlig verkehrte Weg, die soziale Kapitulation der SPÖ! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Weil niemand sagt, wo das Geld herkommen soll!
Das Gleiche gilt auch – und da frage ich mich bei der ÖVP: wo bleibt denn jetzt die Ansage der Bürgermeisterpartei? –, wenn Sie gleichzeitig hergehen und mit diesem Budget die Gemeinden schröpfen (Abg. Mag. Kogler: Weil niemand sagt, wo das Geld herkommen soll!), den Gemeinden im nächsten Jahr 245 Millionen € wegnehmen und 2010 noch einmal 500 Millionen € wegnehmen. Das ist doch die Schlagader der Wirtschaft! Wie oft haben wir das von der ÖVP gehört! Wie oft haben wir das gehört, dass gerade die Gemeinden die Auftraggeber der klein- und mittelständischen Wirtschaft sind! Gerade die Gemeinden brauchen wir, weil sie die Aufträge verteilen, unkompliziert über die geringen Schwellen hinweg, und dafür sorgen, dass es genügend Aufträge und Beschäftigung im ländlichen Raum gibt. – Davon hört man jetzt plötzlich nichts mehr. Jetzt wollen Sie bei den Gemeinden das Budget kürzen und dafür sorgen, dass vor allem die klein- und mittelständische Wirtschaft wieder jene Gruppe ist, die darunter leidet, unter diesen völlig verkehrten budgetpolitischen Maßnahmen, die Sie setzen.
Beifall beim BZÖ.
Gehen Sie endlich daran, auch einmal diese Kreditklemme ernst zu nehmen, Herr Wirtschaftsminister und Herr Finanzminister! Gehen Sie endlich einmal daran, diese Bremsklötze aufzulösen, damit die Betriebe auch zu den Krediten dazukommen! Und sagen Sie nicht immer, das Kreditvolumen ist gestiegen! Natürlich ist das Kreditvolumen gestiegen, weil die großen Industriebetriebe keine Aktien mehr verkaufen und sich bei den Banken neues, frisches Geld besorgen müssen. Das ist der Grund, warum das Kreditvolumen steigt. Aber die kleine und mittelständische Wirtschaft, die fällt durch den Rost. Und das sind nämlich jene Betriebe, die, wie Sie es immer ausdrücken, das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft bilden und dafür sorgen, dass die Beschäftigung in Österreich aufrechterhalten bleibt. Da erwarte ich mir von Ihnen aber auch, dass Sie sich das endlich einmal ernsthaft überlegen und diese Krise zu einer Chance machen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir erwarten uns, dass Sie nicht einen Leidensdruck auf die Österreicherinnen und Österreicher ausüben, sondern endlich diese krisenhafte Situation ernst nehmen und entsprechende Maßnahmen ableiten. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Vielleicht kann man dem Herrn Klubobmann Cap noch ein Packerl Schnitten bringen! Weil das schmeckt ihm nämlich! – Abg. Dr. Cap: Aber nur Manner! Nur Manner! – Abg. Krainer: Nicht einmal das eine Packerl hat er gegessen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Klubobmann Kopf. 10 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Vielleicht kann man dem Herrn Klubobmann Cap noch ein Packerl Schnitten bringen! Weil das schmeckt ihm nämlich! – Abg. Dr. Cap: Aber nur Manner! Nur Manner! – Abg. Krainer: Nicht einmal das eine Packerl hat er gegessen!)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Bucher hat zu Recht noch einmal das Motto der Budgetrede des Herrn Finanzministers wiederholt, nämlich Kampf gegen die Krise. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
sächlich vor allem zwei Zielsetzungen, nämlich einerseits, die Menschen steuerlich zu entlasten, und andererseits, sie auch dabei zu unterstützen, dass sie ihren Arbeitsplatz nicht verlieren. Diese Gesetze, die wir heute diskutieren, sind damit für uns ein wichtiges Signal zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes und zur Sicherung der Arbeitsplätze in Österreich. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.
Gleichzeitig tragen diese Gesetze aber auch einer weiteren Anforderung Rechnung, nämlich dass wir nicht ohne Rücksicht auf die Zukunft Geld ausgeben können. (Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.) – Kollege Cap, nicht kaputt sparen, aber wir müssen trotz aller Notwendigkeit, Geld auszugeben, auch sparen.
Beifall bei der ÖVP.
Es ist nicht egal, wie viel Schulden wir haben. Es ist nicht egal, mit welchen Schulden wir die nächste Generation „ausstatten“. Das heißt, wir in der ÖVP – und das gilt auch für unseren Koalitionspartner – wollen unseren Kindern keinen Schuldenrucksack mitgeben, den sie dann mühsam mit sich herumschleppen müssten und kaum in der Lage wären, ihn abzutragen (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Herr Sozialminister hatte recht, als er kürzlich gesagt hat, dass Lohnerhöhungen in der nächsten Zeit moderater ausfallen müssen. Ich will mich nicht in die sozialpartnerschaftlichen Geschäfte einmischen, das will er sicher auch nicht, aber es würde nicht schaden, wenn so mancher Nachfolger/so manche Nachfolgerin des heutigen Sozialministers in den Gewerkschaften den sinnvollen Rat eines erfahrenen Gewerkschafters beherzigen würde. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
sündigen Sie sich nicht!) – Geht es um Gerechtigkeit, Kollege Kogler? Österreich ist bei jenen Ländern an der Spitze, die die geringste Spreizung zwischen den niedrigsten Einkommen und den höchsten haben. Das kann nicht der Grund sein! (Beifall bei der ÖVP.) Ist es nicht eher der Versuch, Neid zu schüren, Klassenkampfdiskussionen zu führen, um damit politisches Kleingeld zu machen? – Nicht mit uns, meine Damen und Herren, nicht mit uns! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
sündigen Sie sich nicht!) – Geht es um Gerechtigkeit, Kollege Kogler? Österreich ist bei jenen Ländern an der Spitze, die die geringste Spreizung zwischen den niedrigsten Einkommen und den höchsten haben. Das kann nicht der Grund sein! (Beifall bei der ÖVP.) Ist es nicht eher der Versuch, Neid zu schüren, Klassenkampfdiskussionen zu führen, um damit politisches Kleingeld zu machen? – Nicht mit uns, meine Damen und Herren, nicht mit uns! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Globalisierungswahnsinn!
Zum Dritten: Es gibt einen dritten wichtigen Bereich, den wir ansprechen müssen, wenn es um Krisenbewältigung geht, das ist Europa. Die Mitgliedschaft in der Europäischen Union und die Existenz des Euro haben uns davor bewahrt, noch tiefer in diese Krise hineinzuschlittern. Kollege Strache, Europa und die Mitgliedschaft in der Europäischen Union nützt Österreich, und wer Europa schlechtredet, der schadet nicht Europa, sondern der schadet Österreich, glauben Sie mir das! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Globalisierungswahnsinn!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Ein „Teuro“ ist er!
Aber, Kollege Strache, ich gratuliere: Die FPÖ hat immerhin einen Fehler, eine Fehleinschätzung eingestanden, zumindest ihr Spitzenkandidat im Europawahlkampf. Strache hat nach dem Anti-Europa-Volksbegehren und nach dem Anti-Euro-Volksbegehren zehn Jahre nach der Einführung des Euro jetzt immerhin zugegeben, dass Sie sich geirrt haben, dass der Euro ein Schutz für Österreich ist und notwendig war. Ich gratuliere zu dieser Erkenntnis! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Ein „Teuro“ ist er!)
Beifall bei der ÖVP.
Aber, meine Damen und Herren, damit wir solche Fehleinschätzungen künftig vermeiden, wird es wohl den Wählerinnen und Wählern zu empfehlen sein, am 7. Juni ihr Kreuz nicht bei antieuropäischen Parteien, wie Ihrer, zu machen, sondern bei der Volkspartei, bei jener Partei, die glasklar für einen europäischen Kurs steht, die glasklar zum Euro steht und damit zu diesem Schutzschild für die Bevölkerung, für die Menschen in diesem Land! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Kopf des Globalisierungswahnsinns in der EU!
Auch bei einem Weiteren wird uns die Europäische Union nützen und helfen. Wir brauchen, zugegeben, auch angesichts der krisenhaften Situation und der Entwicklung, die wir zu verzeichnen hatten, verbesserte Regelungen auf den Finanzmärkten. Das kann Österreich alleine nicht bewerkstelligen, das brauchen wir im Prinzip weltweit; das heißt, wir brauchen die EU, um diese Dinge durchsetzen zu können. Und da muss man auch dazusagen: Woher ist denn die Krise gekommen? Sie kam aus Amerika, aus einem Wirtschaftssystem, das wir auch nicht wollen. Ich denke, wir haben jetzt die Chance, das Wirtschaftssystem auf der gesamten Welt europäischer zu machen. Das muss unser Ziel sein! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Kopf des Globalisierungswahnsinns in der EU!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Sie übertreffen sich selber! – Abg. Mag. Stadler: Fürs Protokoll: Bemühter Applaus von der ÖVP!
Meine Damen und Herren, mit „europäisch“ meine ich mehr europäische Wirtschaftsethik im Stile der sozialen Marktwirtschaft und weniger angloamerikanischen Kapitalismus, der uns diese Krise eingebrockt hat. Dafür braucht es Kräfte, die von Wirtschaft auch tatsächlich etwas verstehen. Wer sind diese Kräfte? Ich denke, wenn man sich ansieht, was wir, diese Bundesregierung und vor allem der Finanzminister und ÖVP-Bundesparteiobmann, alles zur Krisenbewältigung in kurzer Zeit imstande waren, auf die Beine zu stellen, dann erkennt man klar: Es ist die Österreichische Volkspartei, die diese Wirtschaftsvernunft und dieses Wirtschaftsverständnis in die Politik einbringt! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Sie übertreffen sich selber! – Abg. Mag. Stadler: Fürs Protokoll: Bemühter Applaus von der ÖVP!)
Beifall bei der ÖVP.
Das heißt, wir beschließen in der nächsten Woche ein Budget – und heute Budgetbegleitgesetze, die dazu geeignet sind, diese Krise rasch zu meistern, die Wirtschaft zu stärken und den Menschen in diesem Land zu helfen. Also stimmen Sie bitte diesem Budget zu! Gehen Sie den Weg dieser Bundesregierung mit! Es ist zum Wohle der Menschen in diesem Land! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen – Widerspruch bei der FPÖ
Sie wissen, worauf ich anspiele: auf die völlige Perspektivenlosigkeit von Millionen Menschen in Europa, aber auch anderswo, in den dreißiger Jahren, was den ohnehin schon vorhandenen Nährboden noch ausreichend aufgefüttert hat für – damals – faschistische, nationalsozialistische Umtriebe. Und ich komme, weil in der Debatte heute in diesem Zusammenhang, aus welchen Motiven immer, der Klubobmann der sogenannten Freiheitlichen Partei das hier wieder mit der ihm wirklich auf den Leib geschneiderten Perfidie gemacht hat (Beifall bei den Grünen – Widerspruch bei der FPÖ), zur schlichten Feststellung, dass sich das ins Bild fügt: Wer neonazistische Umtriebe wie in Ebensee – und nichts anderes war das – als „Lausbubenstreiche“ bezeichnet (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler), der macht sich in Wirklichkeit zum Ziehvater eben dieser Geisteshaltung. Genau das ist es! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: „Jugendsünden“ laut Gusenbauer!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler
Sie wissen, worauf ich anspiele: auf die völlige Perspektivenlosigkeit von Millionen Menschen in Europa, aber auch anderswo, in den dreißiger Jahren, was den ohnehin schon vorhandenen Nährboden noch ausreichend aufgefüttert hat für – damals – faschistische, nationalsozialistische Umtriebe. Und ich komme, weil in der Debatte heute in diesem Zusammenhang, aus welchen Motiven immer, der Klubobmann der sogenannten Freiheitlichen Partei das hier wieder mit der ihm wirklich auf den Leib geschneiderten Perfidie gemacht hat (Beifall bei den Grünen – Widerspruch bei der FPÖ), zur schlichten Feststellung, dass sich das ins Bild fügt: Wer neonazistische Umtriebe wie in Ebensee – und nichts anderes war das – als „Lausbubenstreiche“ bezeichnet (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler), der macht sich in Wirklichkeit zum Ziehvater eben dieser Geisteshaltung. Genau das ist es! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: „Jugendsünden“ laut Gusenbauer!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: „Jugendsünden“ laut Gusenbauer!
Sie wissen, worauf ich anspiele: auf die völlige Perspektivenlosigkeit von Millionen Menschen in Europa, aber auch anderswo, in den dreißiger Jahren, was den ohnehin schon vorhandenen Nährboden noch ausreichend aufgefüttert hat für – damals – faschistische, nationalsozialistische Umtriebe. Und ich komme, weil in der Debatte heute in diesem Zusammenhang, aus welchen Motiven immer, der Klubobmann der sogenannten Freiheitlichen Partei das hier wieder mit der ihm wirklich auf den Leib geschneiderten Perfidie gemacht hat (Beifall bei den Grünen – Widerspruch bei der FPÖ), zur schlichten Feststellung, dass sich das ins Bild fügt: Wer neonazistische Umtriebe wie in Ebensee – und nichts anderes war das – als „Lausbubenstreiche“ bezeichnet (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler), der macht sich in Wirklichkeit zum Ziehvater eben dieser Geisteshaltung. Genau das ist es! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: „Jugendsünden“ laut Gusenbauer!)
Heiterkeit bei den Grünen.
Es ist schlimm genug, dass man als Parlamentarier andere Volksvertreter – oder: sogenannte Volksvertreter – hier herinnen auf das aufmerksam machen muss. Wir Grüne werden diese Rolle aber weiter einnehmen und wachsam bleiben. Es kann in diesem Land nicht so weitergehen, wie Sie sich hier gerieren. Ich frage Sie von SPÖ und ÖVP noch einmal: Was hat Sie, oder viele von Ihnen, so mir nichts, dir nichts geritten, den Herrn damals noch Abgeordneten Graf zum Präsidenten – Apropos „Präsident“ (auf das rot blinkende Lämpchen weisend): Das Licht, das hier leuchtet, kann nicht stimmen. (Heiterkeit bei den Grünen.) – Was hat Sie also geritten, ihn zum Präsidenten dieses Hauses zu wählen? – Sie haben hier ein gehörig Maß an Verantwortung zumindest für das, was dort und in seinem Büro vorgeht.
Beifall bei den Grünen.
Allein die zusätzlichen Zinszahlungen dafür werden auch zusätzliche Milliardenbeträge ausmachen. So. Und in der Situation geht es worum? – Sie sagen, diejenigen, die jetzt die richtigen Fragen stellen, sind jene, die den Wirtschaftsstandort gefährden. Ich sage Ihnen etwas ganz anderes: Sie gefährden die politische Glaubwürdigkeit, weil Sie so tun, als ob das Problem nicht existieren würde. Das ist doch infam für einen Finanzminister! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es wurde vorhin gesagt, in Österreich sei das ohnehin ziemlich ausgeglichen. – Das stimmt im Bereich der großen Vermögen eben überhaupt nicht! Österreich ist – damit kommen wir zum Thema des Tages zurück – eine Steueroase für Millionäre! Das wissen Sie ganz genau, und deshalb legen wir den Finger in diese Wunde. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es geht überhaupt nicht um eine Neiddebatte, das ist doch ein völliger Unsinn! Es geht darum, dass jene, die es sich leisten können, noch am ehesten diesen Beitrag abliefern sollen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Gaßner: Der Bundeskanzler ist nicht in die Knie gegangen!
Dann kann man natürlich auch der SPÖ ein bisschen auf die Sprünge helfen und ihr ein Stück aus ihrer Arbeitskreis-Falle heraushelfen. Sie haben sich mit Ihrem Arbeitskreis selbst umzingelt. Sie von der SPÖ haben eine ganze Reihe von Landeshauptleuten, die durch die Gegend rennen, sich das Robin Hood-Kostüm übergestülpt haben und deshalb so eine wunderbare Presse haben, weil der Herr Bundeskanzler vor dem Regierungspartner in die Knie geht. (Abg. Mag. Gaßner: Der Bundeskanzler ist nicht in die Knie gegangen!) Das ist immer ein schönes Match – nicht? –: Landeshauptmann gegen Bundeskanzler, gleiche Partei.
in Richtung des Abg. Katzian
Sie müssen aufpassen, dass Sie (in Richtung des Abg. Katzian) in dieser Sache nicht zum „Versenkungssekretär“ werden. Das ist unglaubwürdig, weil es nämlich ein Leichtes ist, die ärgsten Privilegien im Stiftungsbereich einmal vorweg zu beseitigen. Wir sagen ja nicht: alle, wir sagen, wenn nachweisbar ein Ausfall von 1 Milliarde € jährlich durch dieses Superreichen-Privileg generiert wird, dann treffen wir uns eben irgendwo in der Mitte.
Abg. Mag. Gaßner: Drohen Sie uns?
Dann begründen Sie einmal, warum Sie das ablehnen! Ich mache Sie noch einmal darauf aufmerksam, dass wir dazu eine namentliche Abstimmung verlangen werden, damit Sie sich rechtzeitig darauf einstellen, was Sie in Ihrem Wahlkreis dann erzählen werden. Überlegen Sie sich das also gut! (Abg. Mag. Gaßner: Drohen Sie uns?) Möglicherweise können Sie noch rechtzeitig das Gewissen aus der Garderobe heraufholen. Entscheiden Sie nach Ihrem Gewissen!
Beifall bei den Grünen.
(Beifall bei den Grünen.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Denken Sie darüber nach! Jeder kann klüger werden. Wir meinen diesen Teil durchaus ernst (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), denn wenn wir nicht rechtzeitig draufkommen, Herr Finanzminister – eben rechtzeitig! –, dass hier etwas getan werden muss, ist in wenigen Jahren der soziale Friede gefährdet. Und das wollen wir nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Denken Sie darüber nach! Jeder kann klüger werden. Wir meinen diesen Teil durchaus ernst (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), denn wenn wir nicht rechtzeitig draufkommen, Herr Finanzminister – eben rechtzeitig! –, dass hier etwas getan werden muss, ist in wenigen Jahren der soziale Friede gefährdet. Und das wollen wir nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Kogler: Das ist auch ein Beitrag!
Wenn Sie selbst von einer Erwartungshaltung von 1 Milliarde € sprechen, dann darf ich Sie erinnern, das sind ungefähr 0,4 Prozent Defizit. (Abg. Mag. Kogler: Das ist auch ein Beitrag!)
Abg. Mag. Kogler: Das behauptet ja niemand! – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Lunacek und Bucher.
Also, dass man 3, 4 oder 5 Prozent Defizit mit 0,4 Prozent Defizit ausgleicht, das sollten wir der Bevölkerung erst gar nicht versprechen. (Abg. Mag. Kogler: Das behauptet ja niemand! – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Lunacek und Bucher.)
Abg. Grosz: Steiermarksteuer!
Daher glaube ich, dass die Formulierung – wir werden eine gerechte Steuer (Abg. Grosz: Steiermarksteuer!) dafür brauchen, wenn wir das dann alles zurückbezahlen – schon vom Umfang der Einnahmen her in keinem Verhältnis steht.
Beifall bei der SPÖ.
Daher ist ja auch in diesem Budget die aktive Arbeitsmarktpolitik mit 1,3 Milliarden €, 500 Millionen davon für Arbeitsmarktpolitik für Jugendliche und überbetriebliche Lehrausbildung – also Ausbildungsgarantien, um junge Menschen, die keine Lehrstelle finden, nicht auf der Straße stehen zu lassen –, ein so wichtiger Bestandteil. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bucher: Das hätten Sie dem Cap sagen sollen!
Dass man darauf sagen kann, es ist alles noch zu wenig, es kann immer alles mehr sein, die Mindestsicherung soll noch schneller kommen, die Arbeitslosengelder sollen noch mehr werden und auch andere soziale Netze noch dichter und besser geknüpft sein, steht außer Frage. Es gehört wesentlich zu einer politischen Diskussion, sich die Frage zu stellen, wie stark die Budgets sind. Aber wenn man einen europäischen Vergleich heranzieht, sieht man, es gibt wenige Länder, die solche geordneten Finanzverhältnisse haben und wirtschaftliche Stärke aufweisen. Und in Zeiten von Rezession – auch von Wirtschaftswissenschaftern werden ständig neue, eher negativere Prognosen als noch im Vormonat abgegeben –, also in einer Zeit, in der die Rezession in Europa das Hauptthema ist (Abg. Bucher: Das hätten Sie dem Cap sagen sollen!), überhaupt die Sicherung von sozialen Netzen, die Stärkung von Sozialausgaben und die Stärkung von sowohl passiven als auch aktiven Arbeitsmarktmitteln zum Thema zu haben, die Stärkung der Kaufkraft, die Absicherung der Pensionisten und die ihnen zustehende Abgeltung der Inflation, ist eine große Aufgabe.
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin stolz darauf, in einem Land tätig zu sein, wo auf der einen Seite über Generationen sowohl der Faktor der sozialen Absicherung, der sozialen Netze und auch der staatlichen Netze, aber auf der anderen Seite auch eine solide Finanzpolitik doch dazu geführt haben, dass wir jetzt in der Lage sind, im Unterschied zu anderen europäischen Ländern, diesen so wichtigen sozialen Schwerpunkt zu setzen. Dieser kann auch das Gewicht in unserem Engagement in Europa bilden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Die stehen ja vor der Tür in den nächsten fünf Jahren!
Ich möchte aber doch die Aussagen eines Vorredners nicht unwidersprochen lassen, nämlich jene des Kollegen Heinz-Christian Strache, der sich hier herausstellt und das Wort „sachlich“ verwendet. Ich glaube nicht, dass Sie uns oder die Bevölkerung für so dumm einschätzen, dass Sie deshalb „Israel“ auf das Wahlplakat geschrieben haben, weil Sie jemanden kennen, der irgendwann einmal gesagt hat oder von dem Sie glauben, dass er gesagt hat, Israel sollte der Europäischen Union beitreten. (Abg. Strache: Die stehen ja vor der Tür in den nächsten fünf Jahren!)
Abg. Mag. Stadler: Das ist ja das Problem: Er meint es ernst!
Hoffentlich lernen Sie niemanden kennen, der will, dass China beitritt, sonst müssten Sie uns vor den Chinesen schützen. Herr Strache, Sie wissen sehr gut, das können Sie nicht ernst meinen (Abg. Mag. Stadler: Das ist ja das Problem: Er meint es ernst!), und
Abg. Mag. Stadler: Ihr Vorgänger hat gesagt, das sind Lausbubenstreiche! – Zwischenrufe bei der FPÖ
daher ist der Teil, der für mich ernsthafter ist, jener (Abg. Mag. Stadler: Ihr Vorgänger hat gesagt, das sind Lausbubenstreiche! – Zwischenrufe bei der FPÖ), dass Sie davon ausgehen, dass wir hier gemeinsam nicht genug Zivilcourage aufbringen (Abg. Strache: Wo ist Ihre Zivilcourage?), in der Befürchtung, es könnte Ihr Plan nicht aufgehen, Vorurteile anzusprechen, auch antisemitische Vorurteile anzusprechen, auch Vorurteile gegen andere Religionen anzusprechen, die Sie natürlich bewusst im Wahlkampf einsetzen, und wo Sie mit dem Kreuz in der Hand nicht die Versöhnung, sondern den Hass in den Vordergrund stellen.
Abg. Strache: Wo ist Ihre Zivilcourage?
daher ist der Teil, der für mich ernsthafter ist, jener (Abg. Mag. Stadler: Ihr Vorgänger hat gesagt, das sind Lausbubenstreiche! – Zwischenrufe bei der FPÖ), dass Sie davon ausgehen, dass wir hier gemeinsam nicht genug Zivilcourage aufbringen (Abg. Strache: Wo ist Ihre Zivilcourage?), in der Befürchtung, es könnte Ihr Plan nicht aufgehen, Vorurteile anzusprechen, auch antisemitische Vorurteile anzusprechen, auch Vorurteile gegen andere Religionen anzusprechen, die Sie natürlich bewusst im Wahlkampf einsetzen, und wo Sie mit dem Kreuz in der Hand nicht die Versöhnung, sondern den Hass in den Vordergrund stellen.
Abg. Neubauer: Nein! Kennen Sie den Herrn Androsch?
Da Sie damit rechen, dass wir nicht genau wissen, wie wir darauf reagieren sollen, schreiben Sie das auf dieses Plakat und erklären uns dann irgendetwas von Rechtfertigungen, die aber an den Haaren herbeigezogen sind. (Abg. Neubauer: Nein! Kennen Sie den Herrn Androsch?)
Abg. Neubauer: Das ist eine Unterstellung!
Es hat uns auch Frau Winter im Wahlkampf in Graz etwas von einem Buch erzählt, das sie gelesen hat, als sie den Islam beurteilt hat. Wir wissen sehr genau, dass Sie das nicht zufällig machen, dass es Ihnen da nicht um Aufklärung und Klarstellung geht, und dass es Ihnen da nicht darum geht, aus irgendeinem Buch zu zitieren. (Abg. Neubauer: Das ist eine Unterstellung!)
Zwischenruf des Abg. Weinzinger.
Sie wollen gezielt Vorurteile ansprechen, um damit Politik zu machen. (Zwischenruf des Abg. Weinzinger.) Und da freut es mich, dass sich dieses Mal alle anderen Parlamentsparteien zu Wort gemeldet haben. Mit unserer Courage müssen Sie in Zukunft rechnen, Herr Strache! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Sie wollen gezielt Vorurteile ansprechen, um damit Politik zu machen. (Zwischenruf des Abg. Weinzinger.) Und da freut es mich, dass sich dieses Mal alle anderen Parlamentsparteien zu Wort gemeldet haben. Mit unserer Courage müssen Sie in Zukunft rechnen, Herr Strache! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Bundeskanzler, der Sie in immer kürzeren Abständen unter Beweis stellen, dass Sie sich wahrscheinlich mehr als Bundeskanzler der SPÖ denn als Bundeskanzler aller Österreicher verstehen – das haben Sie auch jetzt wieder getan (Beifall bei der FPÖ) –, wissen Sie, in den letzten Wochen und Monaten setzt sich in diesem Land aufgrund des Versagens, auch des budgetpolitischen Versagens von Rot und Schwarz, ein Trend ungebrochen fort, nämlich der Trend, dass die Masse der Bevölkerung in diesem Land trotz Ihres angeblich so segensreichen Wirkens immer ärmer wird.
Beifall bei der FPÖ.
politisch-moralischer Doppelbödigkeit sind. Diesen Vorwurf müssen Sie sich gefallen lassen. Da gibt es genügend Beispiele dafür. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und weil es so grotesk ist, muss man die beiden Stifter noch einmal erwähnen. Da werden mit lautem Getöse links der Hammer, rechts die Sichel herausgerissen, und dann werden unter dem hochtrabenden Begriff der Verteilungsgerechtigkeit Debatten angezogen, die ja in der Sache durchaus berechtigt sein können, aber was macht das für ein Bild, wenn die Debatte ausgerechnet von jenen angezogen wird, die selbst bis zum Hals in diesem ganzen Stiftungssumpf drinnen stecken? Das ist doch die Unehrlichkeit zum Quadrat! Und dazu habe ich von Ihnen noch überhaupt nichts gehört. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt könnte man meinen, dass der Herr Bundeskanzler und Parteivorsitzende ordentlich in sich geht, einen Nachdenkprozess einleitet und möglicherweise das eine oder andere an seinem Kurs korrigiert. Ja, korrigiert er vielleicht irgendetwas im Bereich der Krankenkasse? Sind Sie bereit, in diesen Wohlstandsspeck, in diesen rot-schwarzen Funktionärswohlstandsspeck endlich einmal ordentlich hineinzuschneiden und die Strukturreform durchzuführen im Bereich der Krankenkassen, wo Milliarden begraben liegen? – Nein, Sie sind es nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie greifen ganz tief in die Kiste hinein, wenn es dann darum geht, sich aus diesem Schlamassel Ihrer eigenen Unglaubwürdigkeit irgendwie herauszuwursteln. Da ziehen Sie den Klassiker aus dem Hut, und dieses Mal habe ich für Sie gereimt: Wenn die SPÖ in der Krise steckt, dann wird das Nazi-Gespenst geweckt. – Das ist die Methode der SPÖ, und diesen Vorwurf müssen Sie sich gefallen lassen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da ist es Ihnen reichlich egal, ob es da irgendwo einen Schaden über die Grenzen hinaus gibt, denn der einzige Punkt, um den es Ihnen geht, ist, dass Sie Ihre eigenen Mitglieder und Funktionäre beruhigen, weil Sie mit Ihrer Unverbindlichkeit, mit Ihrer Halbherzigkeit und mit Ihrer Politik, die im Wesentlichen viel zu oft gegen die Interessen Österreich gerichtet ist, eine Mobilisierung für die anderen Parteien, aber nicht mehr für sich selber zustande bringen. Deshalb muss ein anderes Instrument her, und das ist das, was wir in den letzten Tagen und Wochen erleben. Das ist ein Teil Ihrer Mobilisierungsstrategie und überhaupt nichts anderes. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Bitte, den Jörg Haider nicht missbrauchen!
Aber das alles ist nicht neu, das kennen die Österreicher. Waldheim, Haider – das haben wir alles schon gehabt. (Abg. Grosz: Bitte, den Jörg Haider nicht missbrauchen!) Irgendwann einmal hat das dann in EU-Sanktionen gemündet. Auch das haben wir gehabt.
Beifall bei der FPÖ.
Nun sagen wir, wir sind anderer Meinung. Sie können das ja weiter vertreten, aber der Wettbewerb der verschiedenen Ideen ist, glaube ich, das, wovon die Demokratie lebt, und nicht Ihre Totschlagsargumente, wo Sie den Leuten das Denken und das Lesen verbieten wollen. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Meine Damen und Herren! Wenn man sich das Ganze abschließend anschaut (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) – ich komme schon zum Schlusssatz –, so habe ich mitunter fast den Verdacht, dass Sie es uns auch noch als antisemitischen Akt auslegen werden, wenn wir dem NS-Entschädigungsgesetz zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Wenn man sich das Ganze abschließend anschaut (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) – ich komme schon zum Schlusssatz –, so habe ich mitunter fast den Verdacht, dass Sie es uns auch noch als antisemitischen Akt auslegen werden, wenn wir dem NS-Entschädigungsgesetz zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Dabei sind vor allem die Banken gefordert, denen wir als Republik auch die notwendige Stabilität gegeben haben. Jetzt ist es die Verantwortung, ja sogar die Verpflichtung der Banken, unsere KMUs bei Investitionen mit guten Kreditbedingungen zu unterstützen und nicht überbordende Garantien zu verlangen. Das erwarte ich mir als politischer Vertreter der Wirtschaft, und das erwarten unsere Unternehmerinnen und Unternehmer. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Da richte ich auch ein kritisches Wort an die Gewerkschaften. Was glauben Sie, würde passieren, wenn unsere KMUs im Land in den Streik treten würden, wenn sie aufgeben würden und die Flinte ins Korn werfen würden? – Es würde alles stillstehen. Viele ihrer Mitglieder würden keinen Arbeitsplatz mehr haben, und ihre Mitglieder würden mit einem Schlag merken, dass nicht die Gewerkschaftsvertreter es sind, die ihnen Arbeit geben, sondern die Klein- und Mittelbetriebe in unserem Land. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Schopf: Wollen Sie damit sagen, dass die Arbeitnehmer keine Leistungsträger sind? Das ist ja unglaublich!
Auch engagierte Gewerkschaftsvertreter sollten zur Leistung stehen, meine Damen und Herren, und sollten sich nicht scheuen, Leistung anzuerkennen, und sollten unsere Leistungsvertreter motivieren, anstatt zu attackieren. Es sind unsere Betriebe, unsere Leistungsträger im Land, die Arbeitsplätze auch in schwierigen Zeiten aufrechterhalten, die die Existenz ihrer Familien und der Familien ihrer Mitarbeiter sichern und damit unser Sozialsystem aufrechterhalten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Schopf: Wollen Sie damit sagen, dass die Arbeitnehmer keine Leistungsträger sind? Das ist ja unglaublich!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, lassen wir uns nicht von jenen leiten, die sich durch Wiederbelebung des Klassenkampfes politisch profilieren wollen! Lassen wir uns auch nicht dazu verleiten, in diesen wirtschaftlich schweren Zeiten Arbeitnehmer gegen Arbeitgeber aufzuhetzen, nur um politisches Kleingeld zu wechseln, sondern schauen wir auf Menschen wie den ehemaligen Wirtschaftsminister Ludwig Erhard, der mit Weitblick und Wertschätzung aller Menschen im Land auch in sehr schweren Zeiten wichtige Weichenstellungen zusammengebracht hat, damit es unseren Arbeitnehmern und Arbeitgebern auch zukünftig gut geht! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
aus dem CERN-Ausstieg, den der Herr Wissenschaftsminister bezeichnenderweise oder groteskerweise versucht hat. Ich gratuliere Ihnen, Herr Bundeskanzler, dazu. Sie sollten nur ein bisschen häufiger Mut haben mit Ihrem Koalitionspartner – und nicht erst dann mutig werden, wenn Ihnen das der Erwin Pröll aus Niederösterreich gestattet! (Beifall beim BZÖ.)
Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.
Das ist der neueste Reim der FPÖ, und das ist auch das Motto der FPÖ-Reime: Reim dich oder ich würg dich! Das ist die Drohung, die da jeweils mitschwingt. (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wahrscheinlich ist sie in der Schottergrube!
Die Frau Bundesminister für Inneres ist abgetaucht, meine Damen und Herren. Ich weiß gar nicht, wo sie umgeht. Ist sie heute da? – Nein, sie ist immer noch nicht da. (Abg. Ing. Westenthaler: Wahrscheinlich ist sie in der Schottergrube!) Ah, die Schottergrube. Ja, das kann sein, dass sie dort ist. Wie auch immer. Dann soll sie in der Schottergrube bleiben. Wir werden ihr sogar helfen, dass sie da verbleiben kann.
Beifall beim BZÖ.
Wir werden zum ersten Mal in dieser Gesetzgebungsperiode einen Misstrauensantrag einbringen. Wir gehen nicht leichtfertig mit diesem Instrument um. Im Gegensatz zu manch anderen in der Vergangenheit, als die Regierung noch anders zusammengesetzt war und es Misstrauensanträge geradezu inflationär gehagelt hat, gehen wir nicht inflationär damit um. Aber hier ist ein Punkt erreicht, wo ich sage: Jetzt muss über einen Misstrauensantrag diskutiert werden! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, der Urgrund des Steuerzahlens ist, dass der Bürger vom Staat Sicherheit erwarten kann. Und wenn seine Häuser und seine Wohnungen nicht mehr sicher sind, dann fragt sich der Steuerzahler, was mit seinem Steuergeld passiert, wenn man ihm Sicherheit nicht mehr gewährleisten kann. (Beifall beim BZÖ.) Und es war nachzulesen – ich zeige Ihnen dieses Inserat auch gerne (der Redner zeigt einen Zeitungsausschnitt in Richtung Regierungsbank) – neben einem Inserat des
Heiterkeit des Vizekanzlers Dipl.-Ing. Pröll.
Hauptverantwortlichen für die Sicherheitsproblematik, Herrn Strasser ... (Heiterkeit des Vizekanzlers Dipl.-Ing. Pröll.) Lachen Sie nicht! Der hat die Sicherheit in diesem Land in Wirklichkeit dorthin geführt, wo wir heute sind. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Sehr erfolgreich!) Ja genau, sehr erfolgreich! Darüber freuen sich die Diebesbanden in Moldawien, in Rumänien und in Russland, aber nicht die Österreicher, meine Damen und Herren. Herr Vizekanzler, sparen Sie sich diesen Zynismus!
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Sehr erfolgreich!
Hauptverantwortlichen für die Sicherheitsproblematik, Herrn Strasser ... (Heiterkeit des Vizekanzlers Dipl.-Ing. Pröll.) Lachen Sie nicht! Der hat die Sicherheit in diesem Land in Wirklichkeit dorthin geführt, wo wir heute sind. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Sehr erfolgreich!) Ja genau, sehr erfolgreich! Darüber freuen sich die Diebesbanden in Moldawien, in Rumänien und in Russland, aber nicht die Österreicher, meine Damen und Herren. Herr Vizekanzler, sparen Sie sich diesen Zynismus!
Beifall beim BZÖ.
Selten hat sich die Dramatik so entwickelt und damit die Richtigkeit unserer Forderung nach Wiedereinführung der Kontrolle an der Schengen-Grenze herausgestellt, wie das hier der Fall ist, meine Damen und Herren, Hohes Haus! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Ministerin hat nach dem Schengen-Vertrag die Möglichkeit dazu. Sie handelt nicht, sie geht auf Tauchstation. Ministerin Fekter geht auch auf Tauchstation in der Asylrichtlinie. Das ist eine blamable Form österreichischen gebückten Ganges auf der Schleimspur nach Brüssel. Das ist ein dramatischer Fall, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Österreich tut viel – es ist die Redezeit zu knapp –, nämlich am viertmeisten in der ganzen Europäischen Union, für die Asylanten; mehr als die Deutschen pro Kopf, mehr als die Briten, mehr als die Franzosen. Aber stattdessen kriecht man nach Brüssel, akzeptiert dort eine Richtlinie, die besagt, dass in Zukunft jeder Asylant (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) – ich habe eine freiwillige Redezeitbeschränkung, Herr Präsident, ich nutze sie über dieses Ausmaß aus – sechs Monate nach Antragstellung bereits einen Zugang zum Arbeitsmarkt bekommt, meine Damen und Herren. Das ist inakzeptabel angesichts der Arbeitslosenstatistik, die wir für das Ende dieses Jahres befürchten müssen. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) – Herr Präsident, ich weiß nicht, was Sie so nervös macht.
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Österreich tut viel – es ist die Redezeit zu knapp –, nämlich am viertmeisten in der ganzen Europäischen Union, für die Asylanten; mehr als die Deutschen pro Kopf, mehr als die Briten, mehr als die Franzosen. Aber stattdessen kriecht man nach Brüssel, akzeptiert dort eine Richtlinie, die besagt, dass in Zukunft jeder Asylant (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) – ich habe eine freiwillige Redezeitbeschränkung, Herr Präsident, ich nutze sie über dieses Ausmaß aus – sechs Monate nach Antragstellung bereits einen Zugang zum Arbeitsmarkt bekommt, meine Damen und Herren. Das ist inakzeptabel angesichts der Arbeitslosenstatistik, die wir für das Ende dieses Jahres befürchten müssen. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) – Herr Präsident, ich weiß nicht, was Sie so nervös macht.
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (fortsetzend): Meine Damen und Herren! Dieser Misstrauensantrag wird nächste Woche kommen. Dieser Misstrauensantrag wird mit einer ganzen Anzahl von Versäumnissen der Innenministerin begründet sein, und zwar seriöser als das der Reimeschmied in diesem Lande macht. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Aber euer Koalitionspartner!
Schauen wir uns vielmehr an: Was ist denn in den Jahren zwischen 2000 und 2006 mit der Polizei passiert? – Es sind ganz, ganz viele Polizisten abgebaut worden, allein in Wien über 1 000 Polizisten in diesen Jahren weniger geworden. Auch ich glaube nicht, dass die Polizei allein in der Lage ist, die Kriminalität zu bekämpfen (Abg. Ing. Westenthaler: Aber euer Koalitionspartner!), aber zu glauben, dass man mit weniger Polizei für mehr Sicherheit sorgen kann, ist sicher falsch. Deswegen ist es richtig, wenn wir heute hier beschließen, dass wir tausend zusätzliche Polizisten ausbilden. (Abg. Petzner: Das ist ein alter Schmäh!) Polizisten abzubauen, das geht leicht, sie auszubilden, das dauert lang und ist schwierig. (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Petzner: Das ist ein alter Schmäh!
Schauen wir uns vielmehr an: Was ist denn in den Jahren zwischen 2000 und 2006 mit der Polizei passiert? – Es sind ganz, ganz viele Polizisten abgebaut worden, allein in Wien über 1 000 Polizisten in diesen Jahren weniger geworden. Auch ich glaube nicht, dass die Polizei allein in der Lage ist, die Kriminalität zu bekämpfen (Abg. Ing. Westenthaler: Aber euer Koalitionspartner!), aber zu glauben, dass man mit weniger Polizei für mehr Sicherheit sorgen kann, ist sicher falsch. Deswegen ist es richtig, wenn wir heute hier beschließen, dass wir tausend zusätzliche Polizisten ausbilden. (Abg. Petzner: Das ist ein alter Schmäh!) Polizisten abzubauen, das geht leicht, sie auszubilden, das dauert lang und ist schwierig. (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Schauen wir uns vielmehr an: Was ist denn in den Jahren zwischen 2000 und 2006 mit der Polizei passiert? – Es sind ganz, ganz viele Polizisten abgebaut worden, allein in Wien über 1 000 Polizisten in diesen Jahren weniger geworden. Auch ich glaube nicht, dass die Polizei allein in der Lage ist, die Kriminalität zu bekämpfen (Abg. Ing. Westenthaler: Aber euer Koalitionspartner!), aber zu glauben, dass man mit weniger Polizei für mehr Sicherheit sorgen kann, ist sicher falsch. Deswegen ist es richtig, wenn wir heute hier beschließen, dass wir tausend zusätzliche Polizisten ausbilden. (Abg. Petzner: Das ist ein alter Schmäh!) Polizisten abzubauen, das geht leicht, sie auszubilden, das dauert lang und ist schwierig. (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wo sind die Stellenpläne?
Ich verstehe nicht, weshalb Sie das nicht gemacht haben? Sie sind doch sechs Jahre in der Regierung gesessen und haben dafür gesorgt, dass es weniger Polizisten geworden sind. Wir sorgen jetzt dafür, dass zusätzliche Polizisten ausgebildet werden, dass es wieder mehr Polizei gibt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wo sind die Stellenpläne?)
Beifall bei der SPÖ.
Ein weiterer Bereich, wo wir für mehr Sicherheit sorgen müssen – ein Bereich, der besonders wichtig ist –, ist der Beschäftigtenbereich. Wenn wir Krisen wie diese verhindern wollen, dann müssen wir vermehrt für die Sicherung der Arbeitsplätze sorgen. Wir wissen, dass es in Österreich Regionen gibt mit einer erschreckend hohen Arbeitslosigkeit und mit sehr, sehr vielen Menschen in Kurzarbeit, und zwar vor allem dort, wo die Automotive Industrie angesiedelt ist. Wir müssen daher schauen, dass unsere Politik dazu führt, dass es mehr Sicherheit am Arbeitsplatz gibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Ja, bei der steirischen SPÖ-Stiftung!
Wenn ich sage, dass wir aus dieser Krise herauskommen müssen mit mehr Gerechtigkeit, dann bedeutet dies auch, dass wir für mehr Steuergerechtigkeit sorgen müssen. Das hat nichts mit Neid zu tun – hier in diesem Haus verdienen alle so viel, dass sie auf niemanden neidig sein müssen –, sondern es geht da um die Frage, wie wir Einkommen besteuern. Ich habe schon des Öfteren gesagt: Wenn man Einkommen aus Dividenden oder aus Zinsen oder aus Aktienspekulationen hat, dann zahlt man zwischen 0 und 25 Prozent Steuern (Abg. Grosz: Ja, bei der steirischen SPÖ-Stiftung!), aber wenn man arbeiten geht, dann zahlt man 50 oder 60 Prozent für genau dasselbe Einkommen.
Abg. Grosz: Wie ist es mit der SPÖ-Stiftung in der Steiermark! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Jetzt frage ich mich, was ist so schlimm daran, wenn ... (Abg. Grosz: Wie ist es mit der SPÖ-Stiftung in der Steiermark! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Sie müssen natürlich die Abgaben dazurechnen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.) Die Dienstgeberabgaben müssen Sie auch dazurechnen. Dann kommen Sie locker auf die 60 Prozent. Das brauchen Sie nur nachzurechnen. Sogar über 60. (Neuerliche Zwischenrufe beim BZÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.
Jetzt frage ich mich, was ist so schlimm daran, wenn ... (Abg. Grosz: Wie ist es mit der SPÖ-Stiftung in der Steiermark! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Sie müssen natürlich die Abgaben dazurechnen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.) Die Dienstgeberabgaben müssen Sie auch dazurechnen. Dann kommen Sie locker auf die 60 Prozent. Das brauchen Sie nur nachzurechnen. Sogar über 60. (Neuerliche Zwischenrufe beim BZÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe beim BZÖ.
Jetzt frage ich mich, was ist so schlimm daran, wenn ... (Abg. Grosz: Wie ist es mit der SPÖ-Stiftung in der Steiermark! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Sie müssen natürlich die Abgaben dazurechnen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.) Die Dienstgeberabgaben müssen Sie auch dazurechnen. Dann kommen Sie locker auf die 60 Prozent. Das brauchen Sie nur nachzurechnen. Sogar über 60. (Neuerliche Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Senken Sie die Steuern! – Abg. Scheibner: Steuern senken!
Die Frage ist: Was ist so schlimm daran, dass unser Steuersystem jemanden, der arbeiten geht für sein Geld, bestrafen muss im Gegensatz zu jemanden, der nicht arbeitet für sein Geld, sondern von Zinsen, Dividenden oder Aktienspekulationen lebt? Das ist die Frage, um die es da geht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Senken Sie die Steuern! – Abg. Scheibner: Steuern senken!)
Die Abgeordneten Scheibner und Petzner: Steuern senken!
Es ist in Ordnung, wenn Sie der Meinung sind, dass wir die schützen müssen, die nicht arbeiten für ihr Geld. (Die Abgeordneten Scheibner und Petzner: Steuern senken!) Ich sage Ihnen eines: Die Steuern auf Arbeit müssen runter! Die Menschen, die von Nicht-Arbeit leben, müssen einen gerechten Beitrag leisten. (Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.
Es ist in Ordnung, wenn Sie der Meinung sind, dass wir die schützen müssen, die nicht arbeiten für ihr Geld. (Die Abgeordneten Scheibner und Petzner: Steuern senken!) Ich sage Ihnen eines: Die Steuern auf Arbeit müssen runter! Die Menschen, die von Nicht-Arbeit leben, müssen einen gerechten Beitrag leisten. (Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Scheibner: Sind Sie ein Wiener? Die Wiener werden sich bei Ihnen „bedanken“!
Wenn ich sage, dass wir auch nach der Krise für mehr Chancengerechtigkeit, für mehr Chancen sorgen müssen, dann meine ich, dass das essentiell auch etwas mit dem Bildungssystem zu tun hat. Ich bin der Auffassung, dass die Gesamtschule nicht vier Jahre wie bisher dauern kann, sondern wir müssen in Österreich zu einer Gesamtschule kommen, die acht Jahre dauert. (Abg. Scheibner: Sind Sie ein Wiener? Die Wiener werden sich bei Ihnen „bedanken“!) Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Schule effizienter wird. Wir gehören zu den Ländern, die am meisten Geld für die Bildung ausgeben, erzielen dabei aber nur mittelmäßige Ergebnisse. Wir müssen dafür sorgen, dass wir weiterhin am meisten für die Bildung ausgeben, aber dabei zu Top-Ergebnissen kommen. Das wäre ein wesentlicher Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit.
Abg. Grosz: Hallo! SPÖ-Stiftung in der Steiermark!
Wenn wir uns anschauen, was das Budgetbegleitgesetz für Auswirkungen hat, dann sehen wir: Nein, es werden damit nicht alle Probleme gelöst! Aber vieles geschieht doch dadurch: Es werden die Steuern auf Arbeit gesenkt. Es werden Privilegien, die die FPÖ, als sie an der Regierung war, eingeführt hat, nämlich die Aktienoptionen, mit der Steuerreform abgeschafft. (Abg. Grosz: Hallo! SPÖ-Stiftung in der Steiermark!) Wir sorgen mit diesem Budget für mehr Chancengerechtigkeit, und daher kann man ihm aus gutem Grund zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir uns anschauen, was das Budgetbegleitgesetz für Auswirkungen hat, dann sehen wir: Nein, es werden damit nicht alle Probleme gelöst! Aber vieles geschieht doch dadurch: Es werden die Steuern auf Arbeit gesenkt. Es werden Privilegien, die die FPÖ, als sie an der Regierung war, eingeführt hat, nämlich die Aktienoptionen, mit der Steuerreform abgeschafft. (Abg. Grosz: Hallo! SPÖ-Stiftung in der Steiermark!) Wir sorgen mit diesem Budget für mehr Chancengerechtigkeit, und daher kann man ihm aus gutem Grund zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
einen oder anderen Form mehr oder weniger geringfügig novelliert und mindestens 60 haben überhaupt nichts mit dem Budget zu tun. Ich halte das für eine Unsitte, der auch diese Regierung wieder anheimfällt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kickl: Nein, nein, nein!
Herr Strache – er ist jetzt leider nicht anwesend – ist heute hier wieder an das Rednerpult gegangen und hat sinngemäß gesagt: Keinen Cent für die EU! (Abg. Kickl: Nein, nein, nein!) – Das erklären Sie einmal zum Beispiel den Studenten! Erklären Sie diesen einmal: Keine ERASMUS-Stipendien mehr, keine Internationalisierung des Studiums, keine Internationalisierung der Universitäten, keine Internationalisierung von Forschung und Entwicklung! Überall dort fließen nämlich EU-Gelder hinein.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Die Germanen haben es nicht verdient, von der FPÖ vertreten zu werden!
Wissen Sie, Wissenschaft und Kultur in Österreich sind längst internationalisiert und europäisiert. Nur die Germanen von der Freiheitlichen Partei Österreichs wollen das nicht wahrhaben. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Großruck: Die Germanen haben es nicht verdient, von der FPÖ vertreten zu werden!)
Beifall bei den Grünen.
Das Weltbild der FPÖ ist wieder einmal sehr gut zutage getreten durch den Spruch, dass die infamen Vorkommnisse in Ebensee „Lausbubenstreiche“ seien. – Wissen Sie, wenn das Lausbubenstreiche sind, dann sitzt der größte Lausbub der Republik hier im Parlament, und das ist der Herr Strache! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer – die Fotokopie einer Fotografie in die Höhe haltend –: Das sind keine Lausbubenstreiche! Da stehen die Grünen!
Herr Strache kennt sich nämlich mit „Lausbubenstreichen“ sehr gut aus. Das sind, wie ein ehemaliger Bundeskanzler einmal gesagt hat, seine Jugendsünden gewesen. Er hat auch nichts anderes gemacht als diese sogenannten Lausbuben in Ebensee. So etwas ist Ihnen absolut nicht fremd. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer – die Fotokopie einer Fotografie in die Höhe haltend –: Das sind keine Lausbubenstreiche! Da stehen die Grünen!)
Abg. Neubauer – wiederum die Fotokopie einer Fotografie in die Höhe haltend –: Auch das sind keine Lausbubenstreiche!
Dieselben Lausbuben kommen ja dann auf die Idee, „Abendland in Christenhand“ zu plakatieren. Das ist bestenfalls ein geschmackloser Schwachsinn. Bestenfalls! (Abg. Neubauer – wiederum die Fotokopie einer Fotografie in die Höhe haltend –: Auch das sind keine Lausbubenstreiche!)
Abg. Neubauer: Ja, das ist besser!
Jetzt aber zurück zum Budgetbegleitgesetz. (Abg. Neubauer: Ja, das ist besser!) – Herr Kopf, Sie haben doch sinngemäß gegen die Schuldenpolitik des Bundes Stellung genommen und haben wörtlich gesagt, dass nach der Bewältigung dieser Rezessionskrise, dieser Wirtschaftskrise endlich die notwendigen Reformen in Österreich angegangen werden müssten.
Beifall bei den Grünen.
Im Wesentlichen hat sich an dieser Problematik nichts geändert. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Dieser Diskussion werden Sie, meine Damen und Herren, nicht entkommen können: Wir haben auf Grund der höheren Verschuldung, die wir jetzt und in den kommenden Jahren eingehen, mit Milliarden an Zusatzbelastungen in den nächsten Jahren zu rechnen. Wer wird diese zusätzlichen Zinszahlungen in Milliardenhöhe zu begleichen haben und wie werden sie beglichen? Wer?, das frage ich. Wenn es nicht durch zusätzliche Steuern geschieht, was passiert dann auf der Ausgabenseite? Darauf ist die ÖVP, die sich ja darauf kapriziert, die Steuerseite völlig zu tabuisieren, jede Antwort bis heute schuldig geblieben. Aber Herr Pröll ist ja jetzt dran, zweifellos wird er uns damit erfreuen, uns zu sagen, was er denn vorhat. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ganze Budget stimmt nicht mehr!
Bundesminister für Finanzen Vizekanzler Dipl.-Ing. Josef Pröll: Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Die Verhandlungen um das Budget und auch die Präsentation des Budgets hier im Hohen Haus standen unter dem Titel „Kampfansage an die Krise“, und wir sehen schon in diesen Tagen und Wochen nach der Umsetzung der Maßnahmen, die wir hier im Hohen Haus zum Teil gemeinsam beschlossen haben, wie etwa das Bankenpaket mit Einstimmigkeit, die Konjunkturpakete und die Steuerreform, die ersten zarten grünen Pflänzchen einer positiven Konjunkturentwicklung, und dies nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa, weil wir gemeinsam vorgegangen sind. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ganze Budget stimmt nicht mehr!)
Abg. Ing. Westenthaler: Es stimmt ja alles nicht mehr!
Das ist nicht von ungefähr gekommen, sondern das ist vor allem deswegen passiert, weil wir zeitgerecht im Zentrum der Krisenbewältigung die Stabilisierung der Finanzmärkte organisiert haben. Aufgrund der Stabilisierung der Finanzmärkte durch Bankenpakete, die natürlich für Diskussionen gesorgt haben, die aber unverzichtbar und notwendig waren, um den Kreditkreislauf wieder in Gang zu bringen, kommt jetzt auch in der Realwirtschaft so etwas wie eine erste kleine Hoffnung auf, dass wir gegen Ende dieses Jahres oder in den ersten Monaten des nächsten Jahres wieder positive finanz- und wirtschaftspolitische Daten aufweisen können. Aber die dafür notwendigen Maßnahmen müssen, Herr Professor Van der Bellen, zum richtigen Zeitpunkt gesetzt werden. Und das war mein Appell von allem Anfang an. (Abg. Ing. Westenthaler: Es stimmt ja alles nicht mehr!)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Professor Van der Bellen, Sie wissen ganz genau, dass Wirtschaftsentwicklung, dass Konjunkturentwicklung auch sehr viel mit Psychologie und mit dem richtigen Zeitpunkt zu tun hat. Deshalb ist jetzt noch nicht der Zeitpunkt gekommen, Konsolidierungspakete im Detail zu diskutieren, wiewohl jetzt schon die Vorbereitungen dazu laufen, sondern jetzt geht es darum, kraftvoll zu helfen, die richtigen Dinge zu tun, um die Krise zu meistern beziehungsweise aus der Krise herauszukommen. Das ist der Punkt, den wir derzeit diskutieren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein weiterer Punkt ist die Unterstützung unserer Betriebe. Vor allem die Klein- und Mittelbetriebe sind hier heute schon mehrmals angesprochen worden. Wir haben bei der Unterstützung eine gute Aufteilung zwischen der klein- und mittelständischen Wirtschaft – 60 Prozent der Arbeitsplätze sind in diesem Sektor platziert – und unseren größeren Betrieben vorgenommen. Das wurde auf der einen Seite in der Steuerreform mit der Äquivalenzregelung zum 13. und 14. Gehalt umgesetzt – hier im Hohen Haus beschlossen, ein wichtiger Input für unsere klein- und mittelständische Wirtschaft! (Beifall bei der ÖVP.)
Lebhafter Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Nein, sie tut gar nichts! – Zwischenrufe bei den Grünen.
Es gibt eine erste Schwerpunktsetzung im Bereich der Bildung, für die Zukunft unserer Kinder, und es gibt eine zweite Schwerpunktsetzung im Bereich der inneren Sicherheit. Herr Abgeordneter Stadler – er ist offensichtlich schon weggegangen, um den Misstrauensantrag zu formulieren –, lassen Sie, bitte, Maria Fekter in Ruhe! Sie tut mit ruhiger Hand perfekt ihre Arbeit im Interesse und für die Sicherheit Österreichs. (Lebhafter Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Nein, sie tut gar nichts! – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Grosz: Nein, sie ist unfähig!
Den einen tut sie zu wenig, den anderen, liebe Kolleginnen und Kollegen von den Grünen, zu viel. (Abg. Grosz: Nein, sie ist unfähig!) Sie ist unterwegs als eine der erfolgreichsten Innenministerinnen, auf einer guten Basis, die übrigens Ernst Strasser mit der Zusammenführung der Gendarmerie und der Polizei ermöglicht und gelegt hat. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Den einen tut sie zu wenig, den anderen, liebe Kolleginnen und Kollegen von den Grünen, zu viel. (Abg. Grosz: Nein, sie ist unfähig!) Sie ist unterwegs als eine der erfolgreichsten Innenministerinnen, auf einer guten Basis, die übrigens Ernst Strasser mit der Zusammenführung der Gendarmerie und der Polizei ermöglicht und gelegt hat. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Wo leben Sie?
Hören Sie auf mit der Verunsicherung in unsicheren Zeiten! (Abg. Grosz: Wo leben Sie?) Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir haben eine besondere Herausforderung zu bewältigen. Das betrifft, denke ich, uns alle. Wenn wir uns die Weltwirtschaftskrise 1929 ansehen, dann sehen wir: Es sind in diesen Jahren Emotionen geschürt und Feindbilder kreiert worden, es ist gegeneinander gehetzt worden. Und ich bitte wirklich inständig darum, auch in einem Wahlkampf – wie etwa jetzt in diesem rund um den Einzug in das Europäische Parlament – folgenden Umstand nicht außer Acht zu lassen: Es sind nicht die besten Zeiten, im Gegenteil, es sind die bittersten Zeiten für Europa nach der letzten Weltwirtschaftskrise angebrochen, weil man gegeneinander gehetzt hat, nicht Krisenbewältigung in den Vordergrund gestellt hat und nicht gemeinsam vorgegangen ist. Das sollte uns eine Mahnung sein, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Beifall bei der ÖVP.
Wenn die Krise tiefer wird, dann wird Europa wichtiger, und die Menschen spüren das auch. Ich frage Sie: Wo wären wir heute, Kollegen von der FPÖ, wenn Sie sich durchgesetzt hätten und wir noch immer keinen Euro hätten? Der Euro ist der Stabilitätsanker zur Krisenbewältigung geworden – nichts anderes! Wir sollten stolz auf diese Leistung sein, die wir gemeinsam erbracht haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Lebhafter Beifall bei der ÖVP.
Das ist die Aufgabe, die ich sehe und die wir sehen – und die wir entlang dieser Herausforderung bewältigen wollen! (Lebhafter Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie verdienen ja auch ganz gut!
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geschätzter Herr Kollege Kopf, Sie haben in Ihrer Rede auch die Sozialpartnerschaft angesprochen. Ich möchte gleich einmal vorausschicken, dass ich eine glühende Anhängerin der Sozialpartnerschaft bin – ja, Sie auch, Herr Kollege Kopf – (Abg. Ing. Westenthaler: Sie verdienen ja auch ganz gut!), möchte aber auch dazusagen (Abg. Ing. Westenthaler: Sie verdienen ja ganz gut in der Sozialpartnerschaft, auch wenn Sie nicht immer wissen, wie viel ...!), dass für mich Sozialpartnerschaft keine Einbahnstraße ist, sondern dass es für mich wichtig ist, dass diese Sozialpartnerschaft auch in einer Krisensituation etwas weiterbringt – und das hat sie ja bis jetzt. (Abg. Kopf: ... in der Wirtschaftskammer!)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie verdienen ja ganz gut in der Sozialpartnerschaft, auch wenn Sie nicht immer wissen, wie viel ...!
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geschätzter Herr Kollege Kopf, Sie haben in Ihrer Rede auch die Sozialpartnerschaft angesprochen. Ich möchte gleich einmal vorausschicken, dass ich eine glühende Anhängerin der Sozialpartnerschaft bin – ja, Sie auch, Herr Kollege Kopf – (Abg. Ing. Westenthaler: Sie verdienen ja auch ganz gut!), möchte aber auch dazusagen (Abg. Ing. Westenthaler: Sie verdienen ja ganz gut in der Sozialpartnerschaft, auch wenn Sie nicht immer wissen, wie viel ...!), dass für mich Sozialpartnerschaft keine Einbahnstraße ist, sondern dass es für mich wichtig ist, dass diese Sozialpartnerschaft auch in einer Krisensituation etwas weiterbringt – und das hat sie ja bis jetzt. (Abg. Kopf: ... in der Wirtschaftskammer!)
Abg. Kopf: ... in der Wirtschaftskammer!
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geschätzter Herr Kollege Kopf, Sie haben in Ihrer Rede auch die Sozialpartnerschaft angesprochen. Ich möchte gleich einmal vorausschicken, dass ich eine glühende Anhängerin der Sozialpartnerschaft bin – ja, Sie auch, Herr Kollege Kopf – (Abg. Ing. Westenthaler: Sie verdienen ja auch ganz gut!), möchte aber auch dazusagen (Abg. Ing. Westenthaler: Sie verdienen ja ganz gut in der Sozialpartnerschaft, auch wenn Sie nicht immer wissen, wie viel ...!), dass für mich Sozialpartnerschaft keine Einbahnstraße ist, sondern dass es für mich wichtig ist, dass diese Sozialpartnerschaft auch in einer Krisensituation etwas weiterbringt – und das hat sie ja bis jetzt. (Abg. Kopf: ... in der Wirtschaftskammer!)
Abg. Kopf: ... der AK-Präsident ...!
Ich möchte aber darüber hinaus ganz deutlich sagen, dass es dann, wenn es bei Kollektivvertragsverhandlungen zu keiner Bewegung auf Seite der Arbeitgeber kommt (Abg. Kopf: ... der AK-Präsident ...!), ein legitimes Recht der Interessenvertretung, der Gewerkschaften, der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ist, dass auch sie Aktionen setzen, denn das, was für die Ärzte legitim ist, was für die Schüler legitim ist, was für die Bäuerinnen und Bauern legitim ist, nämlich dass sie auf die Straße gehen und versuchen, dort ihre Positionen zu vertreten, muss in diesem Land ganz einfach auch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer legitim sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte aber darüber hinaus ganz deutlich sagen, dass es dann, wenn es bei Kollektivvertragsverhandlungen zu keiner Bewegung auf Seite der Arbeitgeber kommt (Abg. Kopf: ... der AK-Präsident ...!), ein legitimes Recht der Interessenvertretung, der Gewerkschaften, der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ist, dass auch sie Aktionen setzen, denn das, was für die Ärzte legitim ist, was für die Schüler legitim ist, was für die Bäuerinnen und Bauern legitim ist, nämlich dass sie auf die Straße gehen und versuchen, dort ihre Positionen zu vertreten, muss in diesem Land ganz einfach auch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer legitim sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Hier gilt, was auch für viele andere Bereiche gilt: Ganz wichtig und entscheidend ist, dass um jeden Arbeitsplatz gekämpft wird und dass alles darangesetzt wird, dass es zu einem Abbau der Arbeitslosigkeit kommt, denn das ist gleichfalls ein wichtiges Kriterium. Und wenn entsprechende Mittel in die Krankenkassen hineinfließen, dann ist es natürlich auch so, dass unser Krankenkassen- und Gesundheitssystem weiterentwickelt werden kann. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Zum Schluss kommend darf ich wiederholen, dass dieses Budget zweifellos alles daransetzt, die Wirtschaftskrise und die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Und ganz entscheidend ist dabei, dass die Politik, die wir in Österreich betreiben, auch in Europa fortgesetzt wird. Ich bin mir sicher, dass Evelyn Regner gemeinsam mit Hannes Swoboda diese Politik weiter fortsetzt und Europa auch ein sozialeres Gesicht gibt. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Ruf: ... ist aber lange her!
Sehr geehrte Damen und Herren! Finanzminister Vizekanzler Josef Pröll ist es gelungen, eine Steuerreform herbeizuführen, die Familien steuerlich entlastet. (Ruf: ... ist aber lange her!) – Aber man sollte immer wieder darüber reden: Tue Gutes und rede darüber! Und es passt in Zeiten wie diese sehr wohl hinein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Finanzminister Vizekanzler Josef Pröll ist es gelungen, eine Steuerreform herbeizuführen, die Familien steuerlich entlastet. (Ruf: ... ist aber lange her!) – Aber man sollte immer wieder darüber reden: Tue Gutes und rede darüber! Und es passt in Zeiten wie diese sehr wohl hinein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Werte Zuseher und Zuseherinnen vor den Fernsehapparaten zu Hause! Unterstützen Sie uns und machen Sie am 7. Juni von Ihrem Wahlrecht Gebrauch! (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: Dann hat er recht!
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Eigentlich wäre heute der Tag und die Gelegenheit, um materiell über Budgetfragen zu reden, nur stehen derart viele Dinge im Raum, die man nicht unwidersprochen lassen kann – wenn etwa der Herr Vizekanzler behauptet, dass Frau Fekter die beste Innenministerin der Zweiten Republik sein soll (Rufe bei der ÖVP: Dann hat er recht!) und aus Ihrer Sicht dann auch noch recht haben soll.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hornek.
Bitte, nehmen Sie Folgendes zur Kenntnis: Wir haben Steigerungsraten bei Einbrüchen von 40 bis 150 Prozent, und auf der anderen Seite haben wir etwa in Wien eine Aufklärungsrate von 3 Prozent bei diesen Einbrüchen. Wenn das die beste Innenministerin der Zweiten Republik sein soll, dann gute Nacht, Österreich! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hornek.)
Abg. Neubauer: Die müssen nervös sein!
Man kann die heutige Debatte auch nicht führen, ohne auf aktuelle Dinge Bezug zu nehmen, nämlich dass drei politische Kräfte, drei Verlierer, besonders laut tönen und gegen die FPÖ Argumente in Stellung bringen. (Abg. Neubauer: Die müssen nervös sein!) Die eine ist die SPÖ, die mittlerweile eine Wahl nach der anderen ganz massiv verliert, die anderen sind die Grünen, die auch die parlamentarische Ebene verlassen haben und mittlerweile sogar gemeinsam mit Demonstranten gegen uns demonstrieren (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Korun und Mag. Steinhauser) – da sieht man, wie Herr Christoph Chorherr und Herr Öllinger neben den Vermummten irgendwo auf der Straße marschieren und gegen uns demonstrieren.
Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Korun und Mag. Steinhauser
Man kann die heutige Debatte auch nicht führen, ohne auf aktuelle Dinge Bezug zu nehmen, nämlich dass drei politische Kräfte, drei Verlierer, besonders laut tönen und gegen die FPÖ Argumente in Stellung bringen. (Abg. Neubauer: Die müssen nervös sein!) Die eine ist die SPÖ, die mittlerweile eine Wahl nach der anderen ganz massiv verliert, die anderen sind die Grünen, die auch die parlamentarische Ebene verlassen haben und mittlerweile sogar gemeinsam mit Demonstranten gegen uns demonstrieren (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Korun und Mag. Steinhauser) – da sieht man, wie Herr Christoph Chorherr und Herr Öllinger neben den Vermummten irgendwo auf der Straße marschieren und gegen uns demonstrieren.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.
Der dritte Verlierer, der gegen uns in Stellung geht, ist Ewald Stadler, der seine Gesinnung verloren hat – sofern er eine solche überhaupt verlieren konnte. Ich kann die Kollegen vom BZÖ nur ersuchen: Kauft Stadler einen blauen Anti-Stress-Ball oder, da er sich ja noch gerne als „Dobermann“ sieht, einen blauen Kauknochen, denn das, was Stadler über uns von der FPÖ verzapft hat, ist mittlerweile so etwas von lästig und bar jeder Wirklichkeit, dass es wirklich nur schwer anzuhören ist! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Besser bekannt als ...!
Das Problem, meine Damen und Herren von der SPÖ, die Sie jetzt gegen uns diese Debatte führen, ist, dass Sie mit Ihrer sozialdemokratischen Konzeption mittlerweile völlig am falschen Fuß erwischt wurden und Ihre Argumentation in sich zusammengebrochen ist. – Erinnern Sie sich zurück: Die SPÖ hat das Wahlalter gesenkt – in der Erwartung, dass die Jugend nicht die FPÖ, sondern die „segensreiche Politik“ der Sozialdemokratie wählt. Heute sind wir Freiheitlichen mit unserem Spitzenkandidaten Heinz-Christian Strache (Abg. Grosz: Besser bekannt als ...!) die Ersten bei den Jungwählern: 60 Prozent der jungen Menschen heute wählen freiheitlich! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Problem, meine Damen und Herren von der SPÖ, die Sie jetzt gegen uns diese Debatte führen, ist, dass Sie mit Ihrer sozialdemokratischen Konzeption mittlerweile völlig am falschen Fuß erwischt wurden und Ihre Argumentation in sich zusammengebrochen ist. – Erinnern Sie sich zurück: Die SPÖ hat das Wahlalter gesenkt – in der Erwartung, dass die Jugend nicht die FPÖ, sondern die „segensreiche Politik“ der Sozialdemokratie wählt. Heute sind wir Freiheitlichen mit unserem Spitzenkandidaten Heinz-Christian Strache (Abg. Grosz: Besser bekannt als ...!) die Ersten bei den Jungwählern: 60 Prozent der jungen Menschen heute wählen freiheitlich! (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Umgefallen!
Fragen der Europäischen Unionspolitik abhalten. – Nichts war, nichts ist gekommen! (Ruf bei der FPÖ: Umgefallen!)
Beifall bei der FPÖ.
Dann ist die ganze Problematik der SPÖ weitergegangen: Die SPÖ hat Wahlen verloren; daher hat die SPÖ nach Konzepten gesucht, wie sie diesem Problem entkommen kann. Da hat der Herr SPÖ-Parteivorsitzende – oder wer immer in Ihren Reihen – wahrscheinlich im „Kapital“ von Karl Marx nachgeschlagen, wie man sich in so einer Situation ideologisch repositionieren könnte – und es wurde der Kampf gegen die Reichen eröffnet. So weit, so gut. Stiftungsmillionäre wurden seitens der SPÖ ins Zentrum der politischen Betrachtung zu bringen versucht. Das ist aber, meine Damen und Herren von der SPÖ, blöd gelaufen, denn Sie von der SPÖ sind selbst die größten Nutznießer dieser Stiftungspolitik und der steuerschonenden Behandlung. (Beifall bei der FPÖ.) – Daher wählt auch niemand mehr diese SPÖ.
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm
Dann kommt die SP-Zentralsekretärin, die Frau Rudas, hier heraus, und, ich meine, wenn Frau Rudas 16 Jahre alt und ein Mäderl wäre, dann würde ich sagen, es ist in Ordnung, wenn sie hier von irgendwelchen Träumereien erzählt, dass sie die Welt verbessern möchte. Das ist schön, und das ist lieb. – Frau Rudas soll jedoch zur Kenntnis nehmen: Sie sitzt als Vertreterin einer Regierungspartei hier im Nationalrat und hat hier und heute Lösungen zu bringen (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm), Lösungen gegen die Armut und für mehr Arbeitsplätze. Da scheitert diese SPÖ aber! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dann kommt die SP-Zentralsekretärin, die Frau Rudas, hier heraus, und, ich meine, wenn Frau Rudas 16 Jahre alt und ein Mäderl wäre, dann würde ich sagen, es ist in Ordnung, wenn sie hier von irgendwelchen Träumereien erzählt, dass sie die Welt verbessern möchte. Das ist schön, und das ist lieb. – Frau Rudas soll jedoch zur Kenntnis nehmen: Sie sitzt als Vertreterin einer Regierungspartei hier im Nationalrat und hat hier und heute Lösungen zu bringen (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm), Lösungen gegen die Armut und für mehr Arbeitsplätze. Da scheitert diese SPÖ aber! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die FPÖ ist eine demokratische Partei, und wir haben die Argumente auf unserer Seite – und wir sind nicht Ziel Ihrer persönlichen Befindlichkeiten, um Ihre Wahlverluste zu verarbeiten! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Aufpassen!
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Meine sehr geehrten Damen und Herren, wieder zurück zum Wesentlichen. Herr Finanzminister Pröll, es ist schon ein bisschen schwer, Ihnen zu folgen (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Aufpassen!), denn es ändert sich jeden Tag das, was Sie sagen. – Passen Sie jetzt gut auf; das ist vielleicht nicht schlecht. Sie, Herr Finanzminister, sind in Wirklichkeit so etwas wie der oberste politische „Hütchenspieler“ der Republik: Loch auf, Loch zu – und am nächsten Tag ist alles anders.
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.
Sie, Herr Vizekanzler, halten hier eine Rede zum Budget, die sogenannte große Budgetrede – und verkünden uns ein Budgetdefizit von 3,5 Prozent. Jedoch wenige Tage, ja Stunden danach sind Sie schon widerlegt. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.) Auf einmal schnalzt das Budgetdefizit auf 4,4 Prozent hinauf! Ist Ihnen aber egal. Unser Budget, das muss halten, sagen Sie.
Beifall beim BZÖ. – Neuerliche Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.
und legen das dem Parlament vor, Herr Finanzminister! (Beifall beim BZÖ. – Neuerliche Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.)
Beifall beim BZÖ.
Österreich ist doch auch noch nach Ihrer „ach so tollen“ Steuerreform ein Hochsteuerland! Für einen Lohn von 1000 € brutto bekommt man heute in unserem Lande im Durchschnitt 512 € netto. Wir haben nicht eine Abgabenquote von 42 Prozent, sondern in Wirklichkeit bereits eine von 49 Prozent – und das ist das Ergebnis Ihrer Politik. Die Menschen in Österreich haben das Geld nicht mehr, das sie sich mit ihrer Arbeit verdienen. Das ist die Wahrheit! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Und wir haben die höchste Steuerbelastung. Anstatt dass Sie mit der Steuer im Lohn- und Einkommensbereich heruntergehen, senken Sie die Steuern für Stiftungen, für Ihre eigenen SPÖ-Stiftungen, damit diese nicht einen so hohen Eingangssteuersatz haben. – Das ist keine soziale Balance, Herr Bundeskanzler Faymann! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kuzdas.
Eine Gebührenlawine sondergleichen fährt über die Menschen unseres Landes drüber: Müllgebühren, Kommunalabgaben bis hin zu den Preiserhöhungen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln. Alles wird teurer – und Sie schicken die Menschen in Kurzarbeit, bis hin zur Arbeitslosigkeit. Aber Ihren Managern – das haben Sie ja auch heute wieder im Budgetbegleitgesetz mit dem Bankenpaket drinnen – passiert nichts. Keine Einkommensbeschränkung für gescheiterte Manager, denen wir dieses ganze Schlamassel zu verdanken haben! Nein, diese Manager werden sogar geschützt: „Rote“ und „schwarze“ Manager, die weggehen, kriegen noch eine Millionenabfertigung „nachgeschupft“ beziehungsweise höchste Bezüge! (Zwischenruf des Abg. Mag. Kuzdas.) Das ist doch ein Skandal, der sich da abspielt, Herr Finanzminister! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Eine Gebührenlawine sondergleichen fährt über die Menschen unseres Landes drüber: Müllgebühren, Kommunalabgaben bis hin zu den Preiserhöhungen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln. Alles wird teurer – und Sie schicken die Menschen in Kurzarbeit, bis hin zur Arbeitslosigkeit. Aber Ihren Managern – das haben Sie ja auch heute wieder im Budgetbegleitgesetz mit dem Bankenpaket drinnen – passiert nichts. Keine Einkommensbeschränkung für gescheiterte Manager, denen wir dieses ganze Schlamassel zu verdanken haben! Nein, diese Manager werden sogar geschützt: „Rote“ und „schwarze“ Manager, die weggehen, kriegen noch eine Millionenabfertigung „nachgeschupft“ beziehungsweise höchste Bezüge! (Zwischenruf des Abg. Mag. Kuzdas.) Das ist doch ein Skandal, der sich da abspielt, Herr Finanzminister! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Cap: Mitgliedschaft!
Jetzt noch zum Herrn Klubobmann Cap. Ganz interessant: Eine neue EU-Linie der SPÖ – das ist eigentlich ein bisschen untergegangen – wurde heute ausgerufen. Herr Klubobmann Cap hat heute gesagt – ich habe mir das aufgeschrieben –, die SPÖ ist „vorbehaltlos für die Europäische Union“. (Abg. Dr. Cap: Mitgliedschaft!) Vorbehaltlos für die Europäische Union, hat Cap gesagt. Bitte das im Protokoll nachzuschauen.
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Neubauer.
kariert. „Vorbehaltlos“ heißt doch auch kritiklos, Herr Klubobmann Cap! – Das sind wir nicht. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Neubauer.) Keine kritiklose Haltung gegenüber der Europäischen Union, sondern aufzeigen, wo Missstände entstehen und dort auch kämpfen, damit die Rechte der Österreicherinnen und Österreicher in der Europäischen Union durchgesetzt werden. Ewald Stadler ist dafür ein Garant. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
kariert. „Vorbehaltlos“ heißt doch auch kritiklos, Herr Klubobmann Cap! – Das sind wir nicht. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Neubauer.) Keine kritiklose Haltung gegenüber der Europäischen Union, sondern aufzeigen, wo Missstände entstehen und dort auch kämpfen, damit die Rechte der Österreicherinnen und Österreicher in der Europäischen Union durchgesetzt werden. Ewald Stadler ist dafür ein Garant. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Hörl: Wird schon werden, Frau Kollegin! Wird schon!
Ich darf Ihnen nur ein Beispiel nennen – letzter Ministerratsbeschluss; ich habe das hier schwarz auf weiß –: Sie haben beschlossen, Sie investieren rund 8 Milliarden € in den Bau des Brenner-Basistunnels. Ich bin sofort dafür, wenn gewährleistet ist, dass in Zukunft die Bevölkerung in Tirol, die geplagte Bevölkerung an Transitstrecken wirklich entlastet wird. (Abg. Hörl: Wird schon werden, Frau Kollegin! Wird schon!) Aber was liest man dazu in den Unterlagen des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie – ich zitiere –:
Beifall bei den Grünen.
Herr Finanzminister und Vizekanzler, Herr Bundeskanzler, stellen Sie sich den Wahnwitz vor: Sie nehmen hier in Zukunft 8 Milliarden € in die Hand – und das mit geringem Beschäftigungseffekt, mit null Verlagerungseffekt, jedoch einem riesigen Schuldeneffekt! So kann es nicht gehen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich möchte Ihnen noch einmal in Erinnerung bringen: Sie haben die Verschrottungsprämie eingeführt. Was wir aber brauchen, ist thermische Sanierung. Verschrottungsprämie: 22 Millionen, thermische Sanierung: nicht einmal 100 Millionen. Da ist Not, da brauchen die Leute wirklich Geld, um für die Zukunft auch im Hinblick auf Klimaschutz et cetera gerüstet zu sein. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Mit uns gibt es Arbeitsplätze, Zukunft und ökologische Reformmaßnahmen! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) – Sehr geehrter Herr Abgeordneter Westenthaler, horchen Sie einmal zu! Sie sollten besser zuhören, denn Herr Klubobmann Cap hat nicht gemeint, er sei vorbehaltlos für die EU, sondern er hat gesagt, er sei vorbehaltlos für die Mitgliedschaft in der EU. Genau das! (Abg. Ing. Westenthaler: Schauen Sie einmal im Protokoll nach!) Sie sollten besser zuhören und sich auch einmal überlegen, was Sie da sagen. Denn wenn wir heute noch unter ungerechten Managerfinanzierungen leiden, dann sollten Sie Ihre Minister fragen, warum solche Verträge abgeschlossen worden sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Schauen Sie einmal im Protokoll nach!
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) – Sehr geehrter Herr Abgeordneter Westenthaler, horchen Sie einmal zu! Sie sollten besser zuhören, denn Herr Klubobmann Cap hat nicht gemeint, er sei vorbehaltlos für die EU, sondern er hat gesagt, er sei vorbehaltlos für die Mitgliedschaft in der EU. Genau das! (Abg. Ing. Westenthaler: Schauen Sie einmal im Protokoll nach!) Sie sollten besser zuhören und sich auch einmal überlegen, was Sie da sagen. Denn wenn wir heute noch unter ungerechten Managerfinanzierungen leiden, dann sollten Sie Ihre Minister fragen, warum solche Verträge abgeschlossen worden sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) – Sehr geehrter Herr Abgeordneter Westenthaler, horchen Sie einmal zu! Sie sollten besser zuhören, denn Herr Klubobmann Cap hat nicht gemeint, er sei vorbehaltlos für die EU, sondern er hat gesagt, er sei vorbehaltlos für die Mitgliedschaft in der EU. Genau das! (Abg. Ing. Westenthaler: Schauen Sie einmal im Protokoll nach!) Sie sollten besser zuhören und sich auch einmal überlegen, was Sie da sagen. Denn wenn wir heute noch unter ungerechten Managerfinanzierungen leiden, dann sollten Sie Ihre Minister fragen, warum solche Verträge abgeschlossen worden sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf: Aller!
Herr Finanzminister, Sie haben heute einen großen Satz gelassen ausgesprochen. In der Aktuellen Stunde haben Sie gemeint, nicht die Steuerleistungen Einzelner, sondern die Wirtschaftsleistungen vieler werden die Krise bewältigen (Ruf: Aller!) – oder aller, gut, aller. Dann ist aber schon hinzuzufügen, dass die Wirtschaftsleistungen – und sie sollen sein – auch wieder zu Steuerleistungen führen, und somit wird es immer wieder die Steuerleistung jedes Einzelnen sein, die uns das Budget wieder in Ordnung zu bringen hilft. Und das ist auch gut und richtig so.
Abg. Bucher: Kürzung!
Sie, Herr Finanzminister, haben die KMUs genannt. Da hätten wir einen großen Ansatz, um Wirtschaftsleistungen anzukurbeln, das sind die Gemeinden. Leider habe ich in den Begleitgesetzen nicht gefunden, dass diesbezüglich etwas Nachhaltiges passiert. Wir sollten ein drittes Konjunkturpaket schnüren und für die Gemeinden Gelder bereitstellen (Abg. Bucher: Kürzung!), damit sie investieren können, damit sie auch die Investitionen, die sie jetzt zurückstellen müssen, weil ihnen Ertragsanteile fehlen werden, weil ihnen Kommunalsteuern fehlen werden, tätigen können. Diese Beträge brauchen wir jetzt in den Gemeinden dringend. Das würde auch den kleinen und mittleren Unternehmen helfen und vor allem die Arbeitsplätze dort sichern.
Beifall bei der SPÖ.
Hand bleibt, dass das Wasser in öffentlicher Hand bleibt, dass die Bildung in öffentlicher Hand bleibt, dass die Gesundheit in öffentlicher Hand bleibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Auch in Wien!
Wenn ich so nach Europa schaue, dann muss ich leider feststellen, da sind die Privatisierer unterwegs (Abg. Kickl: Auch in Wien!), und leider auch bei uns, betrachtet man die Zeit von 2000 bis 2006. Daher wird es günstig sein – und das sage ich jetzt allen, die mir an den Fernsehgeräten zuhören –, die Sozialdemokratie bei den Europawahlen zu stärken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn ich so nach Europa schaue, dann muss ich leider feststellen, da sind die Privatisierer unterwegs (Abg. Kickl: Auch in Wien!), und leider auch bei uns, betrachtet man die Zeit von 2000 bis 2006. Daher wird es günstig sein – und das sage ich jetzt allen, die mir an den Fernsehgeräten zuhören –, die Sozialdemokratie bei den Europawahlen zu stärken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Verloren!
Das, was Sie selber machen, Herr Kollege Kickl, sollte man allerdings auch einmal ein wenig stärker betonen. Sie haben jahrelang auch hier Politikverdrossenheit gepredigt und von den Privilegien der Politiker gesprochen. Kaum waren Ihre Vordermänner und ‑frauen aus dem Amt, haben Sie prozessiert. Mit wem haben Sie denn prozessiert? – Mit Riess-Passer, weil sie verschiedene Rechnungen aus der Parteikasse beglichen und andere Dinge gemacht hat. Meine Damen und Herren, es ist daher wesentlich besser, Sie sagen nichts darüber! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Verloren!)
Ruf: Das ist aber die Wahrheit!
Ich kann, und das sage ich auch ganz offen, den dauernden Vorwurf, dass der Staat den Banken so quasi das Geld nachwirft, nicht mehr hören. (Ruf: Das ist aber die Wahrheit!) Alles, was hier zur Verfügung gestellt wird, ist erstens einmal mit entsprechenden Zinsen zurückzuzahlen, und zwar liegen diese zwischen 8 und 9,3 Prozent. Zum Zweiten ist dies die Absicherung der Einlagen, der Sparguthaben. Und das sollte in unser aller Interesse sein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich kann, und das sage ich auch ganz offen, den dauernden Vorwurf, dass der Staat den Banken so quasi das Geld nachwirft, nicht mehr hören. (Ruf: Das ist aber die Wahrheit!) Alles, was hier zur Verfügung gestellt wird, ist erstens einmal mit entsprechenden Zinsen zurückzuzahlen, und zwar liegen diese zwischen 8 und 9,3 Prozent. Zum Zweiten ist dies die Absicherung der Einlagen, der Sparguthaben. Und das sollte in unser aller Interesse sein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Ich gebe zu, es gibt eine Bank, die Kommunalkredit, die ein Problemfall sein wird. Vielleicht können sich manche noch daran erinnern, dass es diese Bank war, die mit vermeintlich niedrigsten Zinsen alle anderen Marktteilnehmer dementsprechend unterlaufen hat. Und heute haben wir die Malaise. Das soll auch einmal gesagt werden, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der ÖVP.
gen. Und heute haben wir eine weltweite Wirtschaftskrise und leiden alle unter einer falschen Voraussetzung. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Wenn Sie glauben, mit diesen Maßnahmen, die Sie hier mit diesem Lehrlingspaket gesetzt haben, Anreize schaffen zu können, damit kleine und mittlere Betriebe zusätzliche Lehrlinge einstellen, dann irren Sie sich. Sie haben ein neues Lehrlingspaket geschnürt. Herrn Steindl, der jetzt leider nicht da ist, der gemeint hat, er könne mit meinen Zahlen nichts anfangen (Zwischenrufe bei der ÖVP), sei gesagt: In diesem neuen Lehrlingspaket sind drei Monatslöhne im ersten Jahr, zwei Monatslöhne im zweiten Jahr, ein Monatslohn im dritten Jahr und als zusätzlicher Anreiz nach eineinhalb Jahren aufgrund einer Qualifizierungsprüfung beim WIFI eine Einmalzahlung von 3 000 € vorgesehen.
Beifall bei der FPÖ.
So geht das quer durch das Budget, ich könnte Ihnen noch viele Dinge aufzeigen, wo wesentliche Verschlechterungen eingetreten sind gegenüber Maßnahmen, die vor zwei, drei oder vier Jahren gesetzt wurden, und das, wohlgemerkt, in wirtschaftlichen Hochkonjunkturzeiten und nicht in so schlechten. Wenn Sie so weitermachen, sind Sie unmittelbar auf dem Holzweg, der geradewegs in eine Sackgasse führt. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Faktum ist, dass es ein Budget ist, das die notwendigen Reformen, die überall anstehen, unmöglich macht. Ich denke nur an die Gesundheitsreform. Nur den kranken Kassen im wahrsten Sinn des Wortes Geld zuzuschießen, aber keine Strukturen zu verbessern und zu verändern, ist zu wenig. Es werden keine Reformen gemacht im Bereich des Schulwesens, wo wir die Mehrgleisigkeiten im Schulbetrieb, in der Schulverwaltung beseitigen und somit einsparen könnten. Es wird also die Chance nicht wahrgenommen, was allerdings notwendig wäre. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das beste Beispiel für ein Budget, das letztendlich auch nicht stimmt, ist einfach auch das Bildungsbudget. Es ist ein Budget, das eine echte Mogelpackung ist. Ich erinnere nur daran, die Frau Bundesministerin hat einen Mehrbedarf von 525 Millionen angekündigt, den hat sie gefordert. Vereinbart hat sie dann mit den Gewerkschaften 422 Millionen, heute sollen in diesem Budgetbegleitgesetz 288 Millionen beschlossen werden. Tatsächlich bleiben letztendlich 155 Millionen übrig für Projekte, die notwendig sind, denn ich glaube, die Stundungen an die BIG kann man nicht als Einsparungen werten, sondern letztendlich nur als ein Hinausschieben und Aufschieben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es ist ungeheuerlich, was hier gemacht wird! Dem werden wir sicher nicht unsere Zustimmung geben können. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Daher lassen Sie mich zum Schluss sagen: Dieses Budget widerspricht ganz eindeutig dem Bekenntnis, das Sie immer auf den Lippen tragen, dass es eines für die Zukunft ist, dass in unsere Kinder investiert werden muss. Es ist bestenfalls eines, das Grundfunktionen aufrechterhält, aber nicht den Anspruch hat, dass es mit der Wirklichkeit übereinstimmt. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Aber was tut diese Regierung? – Seit Stunden läuft die Debatte, aber genau diese Unternehmerinnen und Unternehmer sind Ihnen keine Silbe wert und auch keine Maßnahmen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Einpersonenunternehmen sind innovativ, flexibel und kreativ. Die Kundenorientierung, die Innovationskraft, die Flexibilität, das ist genau der Trumpf und der Vorteil, den sie in der Krise haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Aber was tut diese Regierung? – Seit Stunden läuft die Debatte, aber genau diese Unternehmerinnen und Unternehmer sind Ihnen keine Silbe wert und auch keine Maßnahmen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Einpersonenunternehmen sind innovativ, flexibel und kreativ. Die Kundenorientierung, die Innovationskraft, die Flexibilität, das ist genau der Trumpf und der Vorteil, den sie in der Krise haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Bundeskanzler, Herr Vizekanzler, daher ist es jetzt an der Zeit, genau diese Einpersonenunternehmen auch zu stärken und zu schützen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen
Wir brauchen ein soziales Europa. Wir brauchen ein Europa, in dem die Menschen im Mittelpunkt stehen und nicht die Märkte, in dem es neue Regeln gibt, in dem es stärkere Kontrolle für die Finanzmärkte gibt, in dem es Sicherheit und Schutz gibt vor negativen Folgen der Globalisierung. Sehr geehrte Damen und Herren, auf dem Weg in ein soziales Europa sind Hannes Swoboda und das Team der SPÖ sichere Weggefährten, Garanten (Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen), und sie werden diesen Weg Schritt für Schritt weitergehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir brauchen ein soziales Europa. Wir brauchen ein Europa, in dem die Menschen im Mittelpunkt stehen und nicht die Märkte, in dem es neue Regeln gibt, in dem es stärkere Kontrolle für die Finanzmärkte gibt, in dem es Sicherheit und Schutz gibt vor negativen Folgen der Globalisierung. Sehr geehrte Damen und Herren, auf dem Weg in ein soziales Europa sind Hannes Swoboda und das Team der SPÖ sichere Weggefährten, Garanten (Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen), und sie werden diesen Weg Schritt für Schritt weitergehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich gratuliere dem Finanzminister: Er hat die Zeichen der Zeit erkannt (Zwischenrufe bei der FPÖ) und ein Budget erstellt, das den Menschen in Österreich die Sicherheit gibt, dass sie Arbeit haben, dass sie ein Einkommen haben und dass die Kaufkraft stimmt. Das ist insbesondere auch für die Bäuerinnen und Bauern in diesem Lande wichtig, damit die Menschen das kaufen können, was die Bäuerinnen und Bauern tagtäglich mit viel Fleiß produzieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich gratuliere dem Finanzminister: Er hat die Zeichen der Zeit erkannt (Zwischenrufe bei der FPÖ) und ein Budget erstellt, das den Menschen in Österreich die Sicherheit gibt, dass sie Arbeit haben, dass sie ein Einkommen haben und dass die Kaufkraft stimmt. Das ist insbesondere auch für die Bäuerinnen und Bauern in diesem Lande wichtig, damit die Menschen das kaufen können, was die Bäuerinnen und Bauern tagtäglich mit viel Fleiß produzieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Dieses Budget ist daher wichtig und gibt Sicherheit. Es ist verantwortungslos, diese Krise dazu zu nützen, den Menschen Angst zu machen, meine Damen und Herren! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Deswegen rennen euch auch alle davon! IG-Milch!
Herr Dr. Cap, ein Appell an Sie: Sie kennen die Sorgen der Milchbäuerinnen und Milchbauern in Österreich. (Abg. Grosz: Deswegen rennen euch auch alle davon! IG-Milch!) Es gibt eine Petition, aber deren Behandlung würde zu lange dauern, als dass wir damit rasch Hilfe leisten könnten. Wir haben daher einen Initiativantrag vorgeschlagen, um diesen Bäuerinnen und Bauern rasch Hilfe zu bieten. Lösen Sie die Blockade gegen die Bauern, hören Sie auf, die Bauern als Spielzeug zu verwenden! Die Bauern brauchen Hilfe, und zwar rasch. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Dr. Cap, ein Appell an Sie: Sie kennen die Sorgen der Milchbäuerinnen und Milchbauern in Österreich. (Abg. Grosz: Deswegen rennen euch auch alle davon! IG-Milch!) Es gibt eine Petition, aber deren Behandlung würde zu lange dauern, als dass wir damit rasch Hilfe leisten könnten. Wir haben daher einen Initiativantrag vorgeschlagen, um diesen Bäuerinnen und Bauern rasch Hilfe zu bieten. Lösen Sie die Blockade gegen die Bauern, hören Sie auf, die Bauern als Spielzeug zu verwenden! Die Bauern brauchen Hilfe, und zwar rasch. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Jakob Auer: Nein!
Abgeordneter Dr. Peter Fichtenbauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Kollege Auer beklagt sich, dass die Opposition gegen die Regierung spricht. (Abg. Jakob Auer: Nein!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich erinnere: Die ÖVP war zwischen 1970 und 1986 in Opposition – kein schlechter Platz für die ÖVP! (Beifall bei der FPÖ.) Sie hat große Leistungen in der Opposition erbracht.
Beifall bei der FPÖ.
Insgesamt ist das – schön verborgen, aber wirksam – ein Angriff auf den Rechtsstaat auf Samtpfoten. – Keine Gratulation. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Krainer: In Kärnten ist ein Rekordschuldenbudget!
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Wir debattieren seit Stunden über das sogenannte Budgetbegleitgesetz. Was heißt das? Das sind jene Gesetze, die dieses Rekordschuldenbudget begleiten. (Abg. Krainer: In Kärnten ist ein Rekordschuldenbudget!) – Das wäre eigentlich eine Möglichkeit, eine Chance für tatsächliche Verbesserungen, für Strukturreformen, eine Chance, Missstände abzustellen. (Abg. Krainer: Sie sind nicht in Klagenfurt! Falsche Rede! Sie haben die Rede für Klagenfurt!)
Abg. Krainer: Sie sind nicht in Klagenfurt! Falsche Rede! Sie haben die Rede für Klagenfurt!
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Wir debattieren seit Stunden über das sogenannte Budgetbegleitgesetz. Was heißt das? Das sind jene Gesetze, die dieses Rekordschuldenbudget begleiten. (Abg. Krainer: In Kärnten ist ein Rekordschuldenbudget!) – Das wäre eigentlich eine Möglichkeit, eine Chance für tatsächliche Verbesserungen, für Strukturreformen, eine Chance, Missstände abzustellen. (Abg. Krainer: Sie sind nicht in Klagenfurt! Falsche Rede! Sie haben die Rede für Klagenfurt!)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Und weil eben in diesem Budgetbegleitgesetz nichts Spektakuläres enthalten ist, ist entscheidender, was wir nicht beschließen: Wir beschließen keine Gesundheitsreform. Wir beschließen keine Verwaltungsreform. Wir beschließen keine Bildungsreform. Wir beschließen auch nicht, Missstände abzustellen, wie beispielsweise die Prämienzahlungen an die Manager in den staatsnahen Betrieben. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Wir beschließen auch nicht, die Stiftungen zu besteuern, wie Sie hier vorgeben zu initiieren.
Beifall beim BZÖ.
Sparen ja, aber am richtigen Fleck! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien und geschätzte Vertreter der Bundesregierung, sparen bei den sozial Schwachen, Sie sparen bei den fleißigen Arbeitnehmern und Sie gefährden mit dieser Budgetpolitik den sozialen Frieden in Österreich! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie treiben die Menschen auf die Straße – die ÖVP war die Erste mit den Lehrern. (Zwischenruf des Abg. Donabauer.) Die Erste, die hier das Feuer gelegt hat, war die ÖVP.
Zwischenruf des Abg. Donabauer.
Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien und geschätzte Vertreter der Bundesregierung, sparen bei den sozial Schwachen, Sie sparen bei den fleißigen Arbeitnehmern und Sie gefährden mit dieser Budgetpolitik den sozialen Frieden in Österreich! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie treiben die Menschen auf die Straße – die ÖVP war die Erste mit den Lehrern. (Zwischenruf des Abg. Donabauer.) Die Erste, die hier das Feuer gelegt hat, war die ÖVP.
Beifall beim BZÖ.
Sie werden sehen, dass diese Art der Politik, die Menschen zu belasten, sie aufzuhetzen und auf die Straße zu treiben, der falsche Weg ist! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Aber es ist noch nicht aller Tage Abend. Heute haben Sie die Chance verpasst, als Begleitung zu diesem Schuldenbudget tatsächlich Gesetze zu verabschieden, die sinnvoll sind. Jeder bekommt eine zweite Chance, nutzen Sie Ihre im Laufe dieser Legislaturperiode, sodass die Veränderungen, die Sie angekündigt haben – eine Entschuldung, eine Steuersenkung, eine vor allem sozial gerechte Steuerreform – auch tatsächlich wahr gemacht werden. Heute haben Sie die Chance verpasst! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Walser trägt ein T-Shirt mit dem Aufdruck: „Eure Schande heißt Martin Graf“. – Ruf: Wo bleibt das Sakko? – Weitere Zwischenrufe.
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Walser. – Bitte. (Abg. Dr. Walser trägt ein T-Shirt mit dem Aufdruck: „Eure Schande heißt Martin Graf“. – Ruf: Wo bleibt das Sakko? – Weitere Zwischenrufe.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Graf
Ich möchte aber natürlich auch Stellung beziehen zu den Vorkommnissen in den letzten Wochen (Zwischenruf des Abg. Dr. Graf) und auch Stellung beziehen dazu, was heute hier schon diskutiert wurde. (Abg. Dr. Graf: Hinter der Immunität verstecken, kann jeder! Sie verstecken sich hinter der Immunität!) Ja, Herr Kollege Graf. „Am Rande des Nazismus“, „Hassprediger“, eine „Schande“, das sind Worte von Vertretern der Regierungsparteien; das haben Herr Strasser sowie der Herr Bundeskanzler gesagt – und sie haben recht. Recht so, Herr Bundeskanzler, aber ziehen Sie Konsequenzen!
Abg. Dr. Graf: Hinter der Immunität verstecken, kann jeder! Sie verstecken sich hinter der Immunität!
Ich möchte aber natürlich auch Stellung beziehen zu den Vorkommnissen in den letzten Wochen (Zwischenruf des Abg. Dr. Graf) und auch Stellung beziehen dazu, was heute hier schon diskutiert wurde. (Abg. Dr. Graf: Hinter der Immunität verstecken, kann jeder! Sie verstecken sich hinter der Immunität!) Ja, Herr Kollege Graf. „Am Rande des Nazismus“, „Hassprediger“, eine „Schande“, das sind Worte von Vertretern der Regierungsparteien; das haben Herr Strasser sowie der Herr Bundeskanzler gesagt – und sie haben recht. Recht so, Herr Bundeskanzler, aber ziehen Sie Konsequenzen!
Beifall bei den Grünen.
Sie wollen das ja jetzt wieder über die Schulen „richten“. Das ist der richtige, gleichzeitig aber auch der falsche Weg. Es braucht Haltung, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! (Beifall bei den Grünen.) Diese Haltung vermissen wir jedoch bei Ihnen. Sie können Koalitionen mit dieser Partei nicht ausschließen (Abg. Mag. Stefan: ... so peinlich sind!); Sie diskutieren allen Ernstes darüber in den Bundesländern. Daran mangelt es. Nicht alles auf die Schulen schieben, sondern bitte Stellung beziehen!
Abg. Mag. Stefan: ... so peinlich sind!
Sie wollen das ja jetzt wieder über die Schulen „richten“. Das ist der richtige, gleichzeitig aber auch der falsche Weg. Es braucht Haltung, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! (Beifall bei den Grünen.) Diese Haltung vermissen wir jedoch bei Ihnen. Sie können Koalitionen mit dieser Partei nicht ausschließen (Abg. Mag. Stefan: ... so peinlich sind!); Sie diskutieren allen Ernstes darüber in den Bundesländern. Daran mangelt es. Nicht alles auf die Schulen schieben, sondern bitte Stellung beziehen!
Rufe bei der FPÖ: Unerhört!
Die FPÖ als antisemitische, als ausländerfeindliche Partei gibt es nicht erst jetzt, meine Damen und Herren, sondern schon seit Jahren. (Rufe bei der FPÖ: Unerhört!) Die gibt es seit Jahrzehnten (Zwischenrufe bei der FPÖ) – und daran sind auch die beiden Koalitionsparteien schuld. Daran tragen Sie ein ganz erkleckliches Maß an Mitschuld. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Stefan: Wir haben mehr Wähler aus dem Bereich als die Grünen!)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Die FPÖ als antisemitische, als ausländerfeindliche Partei gibt es nicht erst jetzt, meine Damen und Herren, sondern schon seit Jahren. (Rufe bei der FPÖ: Unerhört!) Die gibt es seit Jahrzehnten (Zwischenrufe bei der FPÖ) – und daran sind auch die beiden Koalitionsparteien schuld. Daran tragen Sie ein ganz erkleckliches Maß an Mitschuld. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Stefan: Wir haben mehr Wähler aus dem Bereich als die Grünen!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Stefan: Wir haben mehr Wähler aus dem Bereich als die Grünen!
Die FPÖ als antisemitische, als ausländerfeindliche Partei gibt es nicht erst jetzt, meine Damen und Herren, sondern schon seit Jahren. (Rufe bei der FPÖ: Unerhört!) Die gibt es seit Jahrzehnten (Zwischenrufe bei der FPÖ) – und daran sind auch die beiden Koalitionsparteien schuld. Daran tragen Sie ein ganz erkleckliches Maß an Mitschuld. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Stefan: Wir haben mehr Wähler aus dem Bereich als die Grünen!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Herr Kollege Walser mit dem hübschen T-Shirt, das er jetzt gerade getragen hat, hat gesagt, er befürchtet, dass andere Parteien eventuell mit der FPÖ Koalitionen eingehen könnten. – Ich kann ihm garantieren: Mit Ihnen von den Grünen nicht, weil Sie einfach zu schwach sind, zu schwach bleiben und noch schwächer werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
Etwas anderes – unabhängig von diesem Budgetbegleitgesetz – hat erregt, und zwar die Inhalte freiheitlicher Plakate. Der Herr Bundeskanzler und auch Herr Abgeordneter Van der Bellen haben sich in den Medien immer wieder wie eine tibetanische Gebetsmühle dazu geäußert, insbesondere zu einem einzigen Plakat. Ich darf Ihnen ein ganz großes Geheimnis verraten und Sie an der Lehre unserer Werbegurus teilhaben lassen: Wir machen unsere Plakate nicht für den SPÖ-Vorsitzenden und auch nicht für Herrn Professor Van der Bellen, sondern wir machen die Plakate schlicht und einfach für unsere Wähler, die immer mehr werden! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Das ist das Entscheidende, diese Botschaften werden von unseren Wählern angenommen. Denken Sie einmal über Ihre Werbekampagnen nach, vielleicht wird es dann für Ihre Partei wieder ein bisschen besser! Aber ich glaube, dazu sind Sie zu sehr von den Interessen der Menschen entfernt. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Kollege Cap hat gemeint, im Bereich der Bildung müsse es eine neue Offensive geben, damit aus den Vorkommnissen, die es zuletzt gegeben hat, gelernt werde. Insbesondere hat er gesagt, dass es natürlich – logischerweise – nie wieder eine Zeit wie die des Nationalsozialismus geben darf. – Richtig, dazu stehen wir! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Erkenntnis, politische Bildung durchzuführen, kommt immer dann, wenn man weiß, dass ein Rechtsruck kommt. – Bitte, ein Rechtsruck und rechts ist in der Demokratie nichts Unanständiges, rechts ist in der politischen Landschaft etwas Erlaubtes, solange es sich – so wie die FPÖ – im demokratischen Spektrum bewegt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Silhavy: Unglaublich! Unglaublich!
Ich glaube, das, was in der demokratischen Landschaft mit uns Freiheitlichen gemacht wird, ist ein absoluter Tiefpunkt. (Abg. Silhavy: Unglaublich! Unglaublich!) Nehmen Sie zur Kenntnis, rechts zu stehen, das ist etwas Erlaubtes – auch wenn es Ihnen aufgrund Ihrer Wahlergebnisse nicht passt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube, das, was in der demokratischen Landschaft mit uns Freiheitlichen gemacht wird, ist ein absoluter Tiefpunkt. (Abg. Silhavy: Unglaublich! Unglaublich!) Nehmen Sie zur Kenntnis, rechts zu stehen, das ist etwas Erlaubtes – auch wenn es Ihnen aufgrund Ihrer Wahlergebnisse nicht passt! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Hofer: Für wen sonst?
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Rosenkranz, ich möchte auf Ihre Äußerungen jetzt nicht großartig eingehen, aber Folgendes muss ich schon sagen: Wenn Sie meinen, dass die Plakate für Ihre Wähler sind (Abg. Ing. Hofer: Für wen sonst?), dann denke ich mir, dass sich das die Republik nicht verdient hat, und wenn man mit Rassismus, mit Intoleranz und mit Verhetzung agiert, so wie Sie das im Rahmen des Wahlkampfes tun, dann ist jeder aufgefordert, dagegen wirklich massiv aufzutreten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Rosenkranz, ich möchte auf Ihre Äußerungen jetzt nicht großartig eingehen, aber Folgendes muss ich schon sagen: Wenn Sie meinen, dass die Plakate für Ihre Wähler sind (Abg. Ing. Hofer: Für wen sonst?), dann denke ich mir, dass sich das die Republik nicht verdient hat, und wenn man mit Rassismus, mit Intoleranz und mit Verhetzung agiert, so wie Sie das im Rahmen des Wahlkampfes tun, dann ist jeder aufgefordert, dagegen wirklich massiv aufzutreten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Es ist offensichtlich nicht nur Ihr Klubobmann eine Schande, meine Damen und Herren von der FPÖ, sondern das gilt auch für andere in Ihrer Partei. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Ich würde Sie wirklich ersuchen, vor dem Ärgsten zurückzuschrecken und sich wieder eines einer Demokratie angemessenen Stils zu bedienen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das werden Sie nicht bestimmen! – Abg. Kickl: Sie hätten in Ihrer eigenen Parteigeschichte einiges aufzuarbeiten!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Das werden Sie nicht bestimmen! – Abg. Kickl: Sie hätten in Ihrer eigenen Parteigeschichte einiges aufzuarbeiten!
Es ist offensichtlich nicht nur Ihr Klubobmann eine Schande, meine Damen und Herren von der FPÖ, sondern das gilt auch für andere in Ihrer Partei. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Ich würde Sie wirklich ersuchen, vor dem Ärgsten zurückzuschrecken und sich wieder eines einer Demokratie angemessenen Stils zu bedienen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das werden Sie nicht bestimmen! – Abg. Kickl: Sie hätten in Ihrer eigenen Parteigeschichte einiges aufzuarbeiten!)
Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
Das fällt uns jetzt Länge mal Breite auf den Kopf, meine Damen und Herren! Zurückzuführen ist das eindeutig auf die damalige Beschlussfassung unter Minister Böhmdorfer. (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.)
Beifall bei der SPÖ.
Die nächste Zeit wird sicherlich eine Herausforderung sein, die Justiz wird mit den vorhandenen Mitteln umgehen müssen, aber ich glaube, dass wir mit den derzeitigen Rahmenbedingungen eine gute Lösung gefunden haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll befindet sich – neben der Regierungsbank stehend – in einem Gespräch mit mehreren Personen.
Erwarten die Leute wirklich von einem Finanzminister, dass er nicht das Heft in die Hand nimmt, dass er Reformverweigerung betreibt und damit letztlich die Zukunft von ganz Österreich verspielt? (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll befindet sich – neben der Regierungsbank stehend – in einem Gespräch mit mehreren Personen.) – Herr Finanzminister, ich weiß, Sie sind mit wichtigeren Dingen beschäftigt, als mir zuzuhören. Entscheidend ist, was ... (Zwischenruf des Abg. Weinzinger.) – Selbstverständlich ist das, was Sie, Herr Finanzminister, jetzt gerade machen, wichtiger, als mir zuzuhören.
Zwischenruf des Abg. Weinzinger.
Erwarten die Leute wirklich von einem Finanzminister, dass er nicht das Heft in die Hand nimmt, dass er Reformverweigerung betreibt und damit letztlich die Zukunft von ganz Österreich verspielt? (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll befindet sich – neben der Regierungsbank stehend – in einem Gespräch mit mehreren Personen.) – Herr Finanzminister, ich weiß, Sie sind mit wichtigeren Dingen beschäftigt, als mir zuzuhören. Entscheidend ist, was ... (Zwischenruf des Abg. Weinzinger.) – Selbstverständlich ist das, was Sie, Herr Finanzminister, jetzt gerade machen, wichtiger, als mir zuzuhören.
Beifall beim BZÖ.
Ich fasse zusammen: Mit diesem Budget haben Sie sich eine Reformverweigerung bis zum Jahr 2013 verordnet. Sie wollen die Probleme aussitzen und künftige Generationen damit belasten, die Suppe auszulöffeln, die Sie ihnen eingebrockt haben. Das nehme ich hier zur Kenntnis, Herr Finanzminister! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
beschlossen werden, und ich bin gespannt, wie sie dazu abstimmen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
In dem Sinne: Budgetpolitik ist in Zahlen gegossene Politik; wir haben in diesen nächsten Tagen – in Wirklichkeit eineinhalb Wochen – die notwendigen Beschlüsse zu fassen. Sie sind die richtigen, sie sind alternativlos, sie dienen bestmöglich zur Bewältigung der Krise. Über den Weg danach, etwa auch den Weg zurück zu einem konsolidierten Haushalt, werden wir uns dann unterhalten müssen und wollen, wenn es wirtschaftlich wieder aufwärts geht – hoffentlich so bald wie möglich! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn sie das ist, dann frage ich mich, ob sie die wirtschaftspolitische Debatte des letzten halben Jahres versäumt hat, denn mittlerweile hat da ein Paradigmenwechsel stattgefunden, und das ist auch richtig so. Der Rechtsstaat ist ein zentrales Herzstück der öffentlichen Aufgaben, und der gehört steuerfinanziert. Es darf beim Zugang zum Rechtsschutz keine sozialen Selektionen geben! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
So sehen das die Betroffenen, die Rechtsanwender! Ich glaube, dem kann man nichts hinzufügen, außer, dass es schade ist, dass die Justizministerin sich offensichtlich vor dieser Debatte fürchtet. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es geht also um eine formale Änderung. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Krainer: Stimmt ja gar nicht!
Aber auch die andere Regierungspartei ist nicht viel besser, wenn die Kollegen Krainer und Matznetter im Budgetausschuss als einziges Argument für dieses Budget ins Treffen führen, dass es keine Alternative zu diesem Budget gibt. Das ist der Gipfel der Perspektivlosigkeit! (Abg. Krainer: Stimmt ja gar nicht!)
Beifall bei der FPÖ.
Das Bankenpaket mit 10 Milliarden € leisten wir uns, wir bekommen dafür aber kein Mitbestimmungsrecht bei diesen Banken, wir erwerben keinerlei Eigentumsrecht, und als Krönung werden Zinsen nur dann zu zahlen sein, wenn die Banken auch Gewinn abwerfen. Das Steuergeld den Banken derart in den Rachen zu werfen, das ist unverantwortlich! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber gerade auch in jenem Bereich, der eine der wichtigsten Stützen der österreichischen Wirtschaft ist, nämlich im Tourismus, muten Sie den Unternehmen teure, nicht zu bezahlende, nicht leistbare Umbaumaßnahmen zu, zu denen das Nichtraucherschutzgesetz die Wirte zwingt. Den Wirten wird nicht geholfen, für die werden keine Haftungen übernommen – die können sich das nicht leisten –, nein, im Gegenteil, es werden auch noch schulautonome Tage gestrichen, damit ja niemand mehr ins Wirtshaus gehen kann! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, jetzt hätte ich fast „Steuerreform“ gesagt, nein, ich meine die Tarifsenkung. Die Tarifsenkung, die Sie immer wieder als große Steuerreform ins Treffen führen, hilft jenen nicht, die das Geld am nötigsten hätten, nämlich denen, die am wenigsten verdienen. Die ersparen sich nämlich gar nichts, weil jedem, der weniger als 1 100 € verdient, gar nichts übrig bleibt. Genau diejenigen brauchen das Geld besonders dringend, und genau diese Menschen würden jeden zusätzlichen Schilling in den Konsum stecken. Das würde wirklich die Wirtschaft ankurbeln! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist Sachpolitik, die zeigt, wie man Strukturen verbessern kann, ohne dem Steuerzahler zusätzliche Lasten aufzubürden, und trotzdem volle Leistung für die Bürger gewährleistet. Es geht darum, nicht mit Diskussionen über Einkommensteuern Neid zu schüren, sondern mit Sachverstand gezielt Politik zu betreiben, von der die Menschen auch etwas haben, ohne ständig etwas geben zu müssen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Budget ist ein guter Fahrplan für die Zukunft. Lassen Sie uns die Krise meistern, die Wirtschaft stärken und den Menschen helfen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Johann Maier: Wo ist der Kollege Westenthaler? – Weitere Zwischenrufe.
Abgeordneter Maximilian Linder (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Bei dieser Anwesenheit wäre es fast einfacher, jedem persönlich die Hand zu geben, das ginge schneller. Aber so es ist eben. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Johann Maier: Wo ist der Kollege Westenthaler? – Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Mag. Johann Maier: Kollege Westenthaler ...!
Wir sind gerade dabei, ein Budget zu diskutieren ... (Abg. Mag. Johann Maier: Kollege Westenthaler ...!) Herr Kollege, wir sind gerade dabei, ein Budget zu diskutieren – wir wissen nicht, ob ein Krisenbudget, ob ein Krisenrettungsbudget. Auf alle Fälle wurde im Vorfeld dieses Budgets auch ein Konjunkturpaket beschlossen, und darin sind verschiedenste Maßnahmen enthalten, die wir jetzt bereinigen sollen, die wir jetzt ausfinanzieren müssen.
Beifall beim BZÖ.
Ich freue mich darüber, dass wir gemeinsam mit Abgeordnetem Gaßner von der SPÖ einer Meinung sind und dass er unsere Forderung unterstützt, dass wir, nachdem das Auftragsvergabegesetz gelockert wurde, in den Gemeinden auch die nötigen Mittel bekommen, um die Konjunktur vor Ort anzukurbeln, um dafür zu sorgen, dass die Menschen im ländlichen Gebiet Arbeitsplätze bekommen, und dass es uns vor allem gelingt, die nötigen Infrastrukturprojekte für den Tourismus umzusetzen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich möchte schließen mit dem Schlussappell des Mauthausen-Komitees. Dieser Appell richtet sich an alle Bediensteten, aber auch an alle Abgeordneten dieses Hauses sowie an alle Besucher, die an dieser Parlamentssitzung teilnehmen: Treten Sie ewiggestrigen Stammtischparolen und demagogischen Hetzern mutig entgegen! (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Weinzinger: Was hat er denn damit zu tun? – Abg. Kunasek: Der Wähler hat entschieden!
Bleiben wir beim ersten Teil: aus Verantwortung gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus. – Wenn man das wirklich ernst meinte, dann würde es wahrscheinlich diesen Präsidenten nicht geben, dann hätte ihn die Mehrheit in diesem Haus nicht wählen dürfen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Weinzinger: Was hat er denn damit zu tun? – Abg. Kunasek: Der Wähler hat entschieden!)
Abg. Mag. Kogler: Die sind ja noch nie aufgefallen!
Die einzige „Erklärung“, die es danach gibt, ist die: Ja, wir wissen ja noch nicht einmal, ob die überhaupt – Entschuldigung, ich habe das so erlebt an diesem Sonntag – attackiert worden sind. (Abg. Mag. Kogler: Die sind ja noch nie aufgefallen!) Da wurde also den Opfern sozusagen von Seiten der Exekutive quasi noch einmal unterstellt, möglicherweise habe es ohnehin nichts gegeben, möglicherweise habe es keine Attacken gegeben.
Beifall bei den Grünen.
Das sind die Zustände in dieser Republik, meine sehr geehrten Damen und Herren und lieber Jacky Maier, angesichts derer von uns gefordert wird und eigentlich gefordert ist, laut dagegen Stellung zu nehmen, und nicht wie die Frau Innenministerin, die dann behauptet, das seien ein gegenseitiges Aufwiegeln und gegenseitige Provokationen gewesen. Die ist ja völlig jenseitig, die Frau Innenministerin. Die hat überhaupt nichts kapiert von dem, was dort in Ebensee vorgefallen ist. So schaut es aus, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Rasch, lieber Jacky Maier, streichen wir überhaupt sofort heraus, denn rasch ist es mitnichten, wenn 60 Jahre nach Ende des Nationalsozialismus die Entschädigungszahlungen über die Bühne gebracht werden. Sei’s drum, ich bin natürlich genauso froh, dass in dem Punkt etwas getan wird. Der eigentliche Punkt ist jedoch: Von Seiten dieser Republik und ihrer offiziellen Organe muss eine andere Haltung an den Tag gelegt werden, und die andere Haltung muss sich unter anderem darin äußern, dass sich die Republik in Gestalt ihrer Vertreter auch schämen kann, dass sie sich entschuldigen kann, und nicht, dass sie schweigt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
In diesem Budget, spätestens in diesem Budget oder im Budgetbegleitgesetz hätten Sie die Möglichkeit gehabt, das zu ändern, und es wäre notwendig gewesen auch als Vorbereitung für das, was Sie als Mindestsicherung im nächsten Jahr planen. Und wieder haben Sie es nicht gemacht. Das ist ein eklatantes Versagen der Regierungsparteien! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Welches?
Ich habe jetzt gerade ein Nachbarland besucht. Wenn man sieht, was die für Entschädigungen haben für Arbeitslose, so ist Österreich da durchaus in einer guten Situation. (Abg. Öllinger: Welches?) – Im Osten. – In Österreich wird kein Arbeitsloser vergessen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Vergleichen Sie da mit Moldawien, oder?) – Ja, ja, Kollege Pirklhuber, ich werde dir das dann schon noch genau schildern.
Abg. Dr. Pirklhuber: Vergleichen Sie da mit Moldawien, oder?
Ich habe jetzt gerade ein Nachbarland besucht. Wenn man sieht, was die für Entschädigungen haben für Arbeitslose, so ist Österreich da durchaus in einer guten Situation. (Abg. Öllinger: Welches?) – Im Osten. – In Österreich wird kein Arbeitsloser vergessen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Vergleichen Sie da mit Moldawien, oder?) – Ja, ja, Kollege Pirklhuber, ich werde dir das dann schon noch genau schildern.
Abg. Öllinger: Wie sieht es mit der Tiroler Gebietskrankenkasse aus?
Oberösterreich dagegen hat im Jahr 1994 beginnend seine Gebietskrankenkasse auf neue Füße gestellt und ist damit Vorbild für alle anderen Gebietskrankenkassen. Es ist wichtig und richtig, dass wir die Gebietskrankenkassen sanieren. Es geht um unser Gesundheitssystem, es geht um Leistungen für die Menschen. Ich sage ja zur Entschuldung, aber auch ja zur Strukturreform. Wenn man viel Geld seitens des Staates aufwendet und Sanierungen vornimmt, so ist es wichtig, dass man auch die Anforderungen und die Steuerungen im System umsetzt und mit der Verantwortung sorgsam umgeht. (Abg. Öllinger: Wie sieht es mit der Tiroler Gebietskrankenkasse aus?)
Abg. Öllinger: Und ein bisschen spekulieren!
Unsere Gebietskrankenkasse ist Gott sei Dank auch in einer positiven Entwicklung, noch nicht ganz im Plan, aber Gott sei Dank geht es in die richtige Richtung. Man kann vieles ändern – und das werden wir auch tun. (Abg. Öllinger: Und ein bisschen spekulieren!)
Beifall bei der ÖVP.
Das Budgetbegleitgesetz bringt uns viele Neuerungen und Verbesserungen. Da und dort brauchen wir auch eine Risikoabdeckung, um eben die schwierige Situation bewältigen zu können. Es geht darum, welchen Kurs man insgesamt fährt. Fahre ich den Kurs, dass ich demotivierend wirke, oder muss ich doch einen gewissen Optimismus ausstrahlen und auch einfordern? Es ist wichtig, dass wir wissen, wo wir unser Geld ausgeben, wo wir richtig investieren und wo wir sparen können. Also: Die Realität erkennen, keine Jubelstimmung, aber auch keine Negativstimmung, denn die bringt uns nicht weiter. Kurs halten in schwierigen Zeiten ist die beste Chance für die Zukunft. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Ganze muss auch im Zusammenhang mit der anstehenden Gesundheitsreform gesehen werden. Das Kassensanierungspaket ist ein Eckpfeiler davon. Wenn hier bereits hinten und vorne die Zahlen nicht stimmen, das ganze System nicht funktioniert, dann kann ich jetzt schon prognostizieren, dass das wieder eine Totgeburt werden wird, verbunden mit massiven Unruhen in den Reihen der Betroffenen. – Besten Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
stellen soll. In diesem Sinne bitte ich um die Unterstützung bei der Beschlussfassung für die Budgetbegleitgesetze. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Pilz – die sogenannte Scheibenwischerbewegung machend –: Sind Sie überhaupt noch bei Sinnen? – Abg. Dr. Bartenstein: Was soll diese unflätige Handbewegung?
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nach Einsicht in das Protokoll zur Rede des Herrn Abgeordneten Dr. Walser erteile ich ihm für die feststellende Äußerung, dass die FPÖ eine antisemitische und ausländerfeindliche Partei ist, und dies schon seit Jahrzehnten, einen Ordnungsruf. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Pilz – die sogenannte Scheibenwischerbewegung machend –: Sind Sie überhaupt noch bei Sinnen? – Abg. Dr. Bartenstein: Was soll diese unflätige Handbewegung?)
Abg. Dr. Pilz: Herr Präsident, dazu die begleitende Handbewegung! Husch! – Abg. Dr. Pilz macht neuerlich die sogenannte Scheibenwischerbewegung! – Abg. Dr. Bartenstein: Unglaublich!
Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Windholz. 3 Minuten Rede- zeit. – Bitte. (Abg. Dr. Pilz: Herr Präsident, dazu die begleitende Handbewegung! Husch! – Abg. Dr. Pilz macht neuerlich die sogenannte Scheibenwischerbewegung! – Abg. Dr. Bartenstein: Unglaublich!)
Abg. Grillitsch – in Richtung des Abg. Dr. Pilz –: Eine Sauerei! Eine Schande für dieses Haus! – Ruf: Wie oft hast du das schon gemacht? – Abg. Ing. Hofer: Zur Geschäftsbehandlung! – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen. – Abg. Grillitsch – in Richtung des Abg. Dr. Pilz –: Scheren Sie sich raus!
Die jetzt zur Diskussion stehenden Budgetbegleitgesetze umfassen insgesamt 70 Einzelgesetze, die vorgelegt werden und gerade für den ... (Abg. Grillitsch – in Richtung des Abg. Dr. Pilz –: Eine Sauerei! Eine Schande für dieses Haus! – Ruf: Wie oft hast du das schon gemacht? – Abg. Ing. Hofer: Zur Geschäftsbehandlung! – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen. – Abg. Grillitsch – in Richtung des Abg. Dr. Pilz –: Scheren Sie sich raus!)
Beifall beim BZÖ.
Die rund 70 Budgetbegleitgesetze, die jetzt vorgelegt werden, werden ja vor allem vom öffentlichen Dienst mit Argusaugen beobachtet, nachdem angekündigt wurde, dass zig Planstellen im Verwaltungsbereich gestrichen werden sollen. Die logische Antwort wäre gewesen, dass in der Verwaltung Dinge vereinfacht werden, dass in der Verwaltung begonnen wird, eine – sagen wir es vorsichtig – kleine Reform umzusetzen. Wenn man sich diesen Rechtsbestand ansieht, muss man sagen, es ist selbst mit der politischen Lupe nichts zu entdecken, was hier an Vereinfachung kommen sollte. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Hörl: Nicht zynisch werden!
Das wird sich noch alles bitter rächen. Ich bin schon gespannt, wie die einzelnen Ministerien mit ihren öffentlich Bediensteten umgehen werden. Bei der geplanten Schulreform der Ministerin hat es schon einen ersten schweren Einbruch gegeben. Jetzt gerade musste der Wissenschaftsminister die erste Maßnahme, die er angekündigt hat – ich halte das zwar nicht für sinnvoll, er hat angekündigt, er will 20 Millionen € einsparen! –, nach Zuruf aus St. Pölten sofort beenden. (Abg. Hörl: Nicht zynisch werden!) – Ja, ja, da spricht jetzt der Richtige aus Tirol: „Nicht zynisch werden!“ Du solltest dich in der eigenen Partei einmal umhören, wofür ihr überhaupt noch steht mit euren drei Bünden. Ich bin dankbar für den Zwischenruf. Wo wart ihr denn bei der Schulreform? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das wird sich noch alles bitter rächen. Ich bin schon gespannt, wie die einzelnen Ministerien mit ihren öffentlich Bediensteten umgehen werden. Bei der geplanten Schulreform der Ministerin hat es schon einen ersten schweren Einbruch gegeben. Jetzt gerade musste der Wissenschaftsminister die erste Maßnahme, die er angekündigt hat – ich halte das zwar nicht für sinnvoll, er hat angekündigt, er will 20 Millionen € einsparen! –, nach Zuruf aus St. Pölten sofort beenden. (Abg. Hörl: Nicht zynisch werden!) – Ja, ja, da spricht jetzt der Richtige aus Tirol: „Nicht zynisch werden!“ Du solltest dich in der eigenen Partei einmal umhören, wofür ihr überhaupt noch steht mit euren drei Bünden. Ich bin dankbar für den Zwischenruf. Wo wart ihr denn bei der Schulreform? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Hörl: 160 Millionen im Budget!
Wo wart ihr? Ihr habt einen Präsidenten, der eine historische Rede gehalten hätte. Der Herr Nationalratspräsident ist ja Gewerkschaftspräsident. Wenn er hier am Rednerpult das gesagt hätte, was er sich als Gewerkschaftspräsident gedacht hat, dann wäre das die kürzeste Rede in diesem Haus geworden. Er hätte nur „njet“ gesagt und hätte sich wieder niedergesetzt. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Hörl: 160 Millionen im Budget!)
Abg. Mag. Kogler: Wann reden Sie von der Verwaltungsreform?
Und so ist es ausgegangen: Die Reform, die ihr präsentiert, ist, dass ihr zwei Jahre lang keine Mieten zahlt. Na, wenn das der Weisheit letzter Schluss ist, bin ich schon gespannt! Und die nächsten Konflikte sind vorprogrammiert, ob es im Justizbereich ist, ob es in der Frage der Exekutive in dieser Republik ist. (Abg. Mag. Kogler: Wann reden Sie von der Verwaltungsreform?) Da werdet ihr noch eure Wunder erleben, denn hier gibt es den Begriff der innerlichen Kündigung vermehrt anzutreffen. Das, was ihr in den letzten zwei Jahren an Reformen gemacht habt (Zwischenruf des Abg. Hörl) –Kollege Hörl, aufpassen!; du bist dabei gewesen! –, zwei Jahre Reformen haben zur innerlichen Kündigung und zu Aufklärungsraten von 3 Prozent geführt. Da werdet ihr euch jetzt nicht herumdrücken können. Das habt ihr zu verantworten – zum Nachteil der Bevölkerung! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Und so ist es ausgegangen: Die Reform, die ihr präsentiert, ist, dass ihr zwei Jahre lang keine Mieten zahlt. Na, wenn das der Weisheit letzter Schluss ist, bin ich schon gespannt! Und die nächsten Konflikte sind vorprogrammiert, ob es im Justizbereich ist, ob es in der Frage der Exekutive in dieser Republik ist. (Abg. Mag. Kogler: Wann reden Sie von der Verwaltungsreform?) Da werdet ihr noch eure Wunder erleben, denn hier gibt es den Begriff der innerlichen Kündigung vermehrt anzutreffen. Das, was ihr in den letzten zwei Jahren an Reformen gemacht habt (Zwischenruf des Abg. Hörl) –Kollege Hörl, aufpassen!; du bist dabei gewesen! –, zwei Jahre Reformen haben zur innerlichen Kündigung und zu Aufklärungsraten von 3 Prozent geführt. Da werdet ihr euch jetzt nicht herumdrücken können. Das habt ihr zu verantworten – zum Nachteil der Bevölkerung! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Und so ist es ausgegangen: Die Reform, die ihr präsentiert, ist, dass ihr zwei Jahre lang keine Mieten zahlt. Na, wenn das der Weisheit letzter Schluss ist, bin ich schon gespannt! Und die nächsten Konflikte sind vorprogrammiert, ob es im Justizbereich ist, ob es in der Frage der Exekutive in dieser Republik ist. (Abg. Mag. Kogler: Wann reden Sie von der Verwaltungsreform?) Da werdet ihr noch eure Wunder erleben, denn hier gibt es den Begriff der innerlichen Kündigung vermehrt anzutreffen. Das, was ihr in den letzten zwei Jahren an Reformen gemacht habt (Zwischenruf des Abg. Hörl) –Kollege Hörl, aufpassen!; du bist dabei gewesen! –, zwei Jahre Reformen haben zur innerlichen Kündigung und zu Aufklärungsraten von 3 Prozent geführt. Da werdet ihr euch jetzt nicht herumdrücken können. Das habt ihr zu verantworten – zum Nachteil der Bevölkerung! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall beim BZÖ.
In Richtung des Kollegen Hörl: Die ÖVP braucht jetzt nicht auf die SPÖ zu zeigen! Ich kann es mir schon ausmalen, dass es nicht lange dauern wird, bis die ÖVP-Stiftungen auch noch drankommen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei FPÖ, SPÖ, ÖVP und BZÖ.
Wenn aber der Präsident des Nationalrates einen Ordnungsruf erteilt und ein Mandatar aufsteht und sagt: Dazu nur so viel!, und den sprichwörtlichen Vogel zeigt, und er tut das zweimal, dann bitte ich doch dringend, dieses Verhalten im Rahmen der Präsidiale zu besprechen, denn das ist wirklich der Würde dieses Hauses in hohem Maß abträglich. (Beifall bei FPÖ, SPÖ, ÖVP und BZÖ.)
Abg. Grillitsch: Aber wir haben es alle gesehen!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Grundsätzlich stimme ich dem natürlich zu, muss aber dazu sagen: Ich habe es nicht gesehen. Wenn ich es nicht gesehen habe, kann ich es auch nicht mit einem Ordnungsruf bedenken. (Abg. Grillitsch: Aber wir haben es alle gesehen!) In diesem Punkt werden wir das vielleicht in einer der nächsten Präsidialen behandeln.
Beifall bei der ÖVP.
Von diesen 4 Millionen € zahlt übrigens auch die Wirtschaftskammer 1 Million €, wobei das auch im Zeichen dessen steht, dass die Wirtschaftskammer nunmehr die bereits dritte Reform hinter sich hat – und trotzdem noch diese Mittel aufbringen kann. Und da wäre es, wie ich meine, dringend notwendig, dass auch die Arbeiterkammer ihre Hausaufgaben endlich erledigt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP – ironische Heiterkeit bei der SPÖ
Wenn ich daran denke, dass wir fast neun Jahre – unter dem besten Bundeskanzler der Zweiten Republik, Dr. Wolfgang Schüssel (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP – ironische Heiterkeit bei der SPÖ) – gebraucht haben, die Staatsverschuldung von 65 Prozent auf 58 Prozent herunterzubringen, und diese jetzt auf über 70 Prozent hinaufklettern wird, dann weiß ich als Unternehmer, dass die nächsten Jahrzehnte hart werden und dass wir das zurückzahlen müssen. Aber angesichts der Wirtschaftskrise und der derzeitigen Situation sind diese enormen finanziellen Anstrengungen verantwortbar – und dass wir mit diesem Budget einen Mittelweg gehen, zeigt allein die Reaktion der Opposition.
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Wir wenden zu Recht viel auf, wenn es darum geht, Arbeitsplätze und damit Einkommen zu sichern. Der Kampf um jeden Arbeitsplatz – hinter dem ja Männer, Frauen, eben ganze Familien stehen – ist es wert, dieses doch enorme Risiko für unsere Zukunft einzugehen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn wir den Kampf um jeden Arbeitsplatz ernst nehmen, müssen wir auch darüber nachdenken, nicht den Umwelt- und Naturschutz abzuschaffen – auf das Erreichte sind wir stolz –, aber uns doch auf das Wichtigste, auf das Existenzielle zu besinnen. Daher nochmals: Schluss mit bürokratischen Monstern! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn wir hier nicht vernünftiger reden können, wenn es nur darum geht, wer sozusagen die Siegerpalme nach Hause trägt – egal, was denn an Gänseblümchen der Bevölkerung bleibt –, werden wir auf keinen grünen Zweig kommen. Allein angesichts des Umstands, dass man hier zu zwei großen Kapiteln nicht mehr als 5 Minuten lang reden kann, stellt sich die Frage: Wie sollen hier Argumente ausgetauscht werden? Das ist wie ein Schnellfeuer einiger Floskeln, einiger Sätze aus Büttenreden, einiger Polemiken, aber zur Sache kommen wir auf diese Art und Weise nie. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, das hat noch immer Gültigkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Und wer war der Gescheitere?
Abgeordneter DDr. Werner Königshofer (FPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Zuerst kurz ein Wort zu meinem Kollegen Walser – Kollege im doppelten Sinne, immerhin waren wir einmal Studienkollegen an der Universität Innsbruck (Ruf bei der ÖVP: Und wer war der Gescheitere?) –: Ich kann nur sagen, was Kollege Walser mit seinem Ruderleibchen hier heraußen aufführt, ist mehr als primitiv und letztklassig. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter DDr. Werner Königshofer (FPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Zuerst kurz ein Wort zu meinem Kollegen Walser – Kollege im doppelten Sinne, immerhin waren wir einmal Studienkollegen an der Universität Innsbruck (Ruf bei der ÖVP: Und wer war der Gescheitere?) –: Ich kann nur sagen, was Kollege Walser mit seinem Ruderleibchen hier heraußen aufführt, ist mehr als primitiv und letztklassig. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn jemand einen Menschen als „Schande“ bezeichnet, dann ist das menschenverachtend. Kein Mensch ist eine Schande – und schon gar nicht der Nationalratspräsident. (Beifall bei der FPÖ.) Sagen Sie das Ihrem Kollegen Walser!
Auch Abg. Dr. Pilz macht die Scheibenwischer-Bewegung.
Zu Kollegem Pilz darf ich auch noch etwas sagen: Die Handbewegung war weniger ein Vogel als vielleicht ein Wischer – Sie haben so gemacht (der Redner macht die sogenannte Scheibenwischer-Bewegung) –, ja, Sie machen es jetzt wieder. (Auch Abg. Dr. Pilz macht die Scheibenwischer-Bewegung.) Herr Präsident – Sie dürfen sich das anschauen –, das sollte man in der Präsidiale besprechen. Das ist eine Herabwürdigung des Hohen Hauses, Herr Kollege Pilz, das möchte ich auch sagen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz. – Abg. Großruck: Er kann nicht anders, er ist so!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz. – Abg. Großruck: Er kann nicht anders, er ist so!
Zu Kollegem Pilz darf ich auch noch etwas sagen: Die Handbewegung war weniger ein Vogel als vielleicht ein Wischer – Sie haben so gemacht (der Redner macht die sogenannte Scheibenwischer-Bewegung) –, ja, Sie machen es jetzt wieder. (Auch Abg. Dr. Pilz macht die Scheibenwischer-Bewegung.) Herr Präsident – Sie dürfen sich das anschauen –, das sollte man in der Präsidiale besprechen. Das ist eine Herabwürdigung des Hohen Hauses, Herr Kollege Pilz, das möchte ich auch sagen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz. – Abg. Großruck: Er kann nicht anders, er ist so!)
Beifall bei der FPÖ.
Inhaltlich möchte ich auf eine Aussage des Kollegen Professor Van der Bellen eingehen, der gesagt hat: Was täten wir Österreicher denn jetzt in der Krise ohne die EU? Die EU macht Konjunkturmaßnahmen, die EU macht eine Bankenaufsicht. – Ja bitte, meine Damen und Herren, wo macht sie denn das? Wir haben noch nichts gesehen. Es war eine Delegation des Luxemburger Parlaments, Mitglieder des Finanzausschusses, hier. Ich habe an der Sitzung teilgenommen, und der Delegationsleiter hat gesagt, er sehe überhaupt keine Initiative von der EU und vom Ratsvorsitz. Alles, was die EU macht, ist, sich die nationalen Maßnahmen – siehe Bankenpaket – vorlegen zu lassen und dann vielleicht noch gnädigerweise abzusegnen. Auf diesen Segen hätten wir auch verzichten können! Das können wir allein machen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Außerdem spricht Herr Professor Van der Bellen von der Bankenaufsicht, die die EU nun neu zu gestalten gedenkt. Ich sage Ihnen, europaweit gibt es überhaupt keine einheitliche Finanzmarkt- oder Bankenaufsicht. Wir haben in Österreich eine Finanzmarktaufsicht – die ist schlecht, das gebe ich zu –, aber EU-weit gibt es noch überhaupt keine Banken- und Finanzmarktaufsicht. Da ist mir die schlechte österreichische lieber als gar keine in der EU. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Angesichts dessen, was Ihnen da eingefallen ist, kann man nur den Kopf schütteln. Das ist eine Ungeheuerlichkeit im Sinne des Rechtsstaates. (Beifall bei der FPÖ.) Als ich in Innsbruck studiert habe, gab es einen Oberlandesgerichtspräsidenten namens Dr. Kohlegger, der sich gerühmt hat, dass der Zugang zum Recht erleichtert wird, dass die Gerichte geöffnet werden – und Sie machen hier genau das Gegenteil! Sie erhöhen die Gerichtsgebühren um bis zu 5 Prozent. Die größte Ungeheuerlichkeit ist, dass Sie jetzt auch im Außerstreitbereich – dort, wo der kleine Mann, die kleine Frau familienrechtliche Dinge zu schlichten versuchen – hohe Gebühren einführen.
Abg. Grillitsch: Was ist die richtige Währung?
Die „Wiener Zeitung“ schreibt heute: „Einmal Kind sehen: 220 €.“ – Einen Antrag einzubringen, kostet in erster Instanz 220 €, in zweiter Instanz 330 € und in dritter Instanz 660 €. Das sind in richtiger Währung, meine Damen und Herren, fast 10 000 Schilling. Das kann es doch nicht sein! (Abg. Grillitsch: Was ist die richtige Währung?)
Abg. Grillitsch: Was ist die richtige Währung?
Sie sollten die heutige „Wiener Zeitung“ lesen. Experten – Anwälte und Sozialverbände – sprechen von einem ... (Abg. Grillitsch: Was ist die richtige Währung?) – Ja, richtige Währung, die haben wir leider aufgegeben. Herr Grillitsch, Sie sollten einmal zu Ihren Bauern gehen, wenn sie vor der Tür stehen, und nicht hier herinnen sitzen bleiben, weil Sie zu feig sind, hinauszugehen. Das kann ich Ihnen sagen. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.) – Das hat mir ein Tiroler Bauer erzählt; ich kann mit Ihnen noch weiterreden.
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.
Sie sollten die heutige „Wiener Zeitung“ lesen. Experten – Anwälte und Sozialverbände – sprechen von einem ... (Abg. Grillitsch: Was ist die richtige Währung?) – Ja, richtige Währung, die haben wir leider aufgegeben. Herr Grillitsch, Sie sollten einmal zu Ihren Bauern gehen, wenn sie vor der Tür stehen, und nicht hier herinnen sitzen bleiben, weil Sie zu feig sind, hinauszugehen. Das kann ich Ihnen sagen. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.) – Das hat mir ein Tiroler Bauer erzählt; ich kann mit Ihnen noch weiterreden.
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, dieser Punkt des Budgetbegleitgesetzes ist eine Ungeheuerlichkeit, und ich fordere Sie auf, noch einmal darüber nachzudenken. Wir werden dem jedenfalls unsere Zustimmung nicht geben. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Gerade zu den Krankenkassen will ich sagen: Es ist schon bemerkenswert, dass wir auf der einen Seite bei den sehr defizitären Krankenkassen wie etwa in Wien keine wirklichen Maßnahmen setzen, wiewohl ich immer wieder höre von den verschiedensten Seiten: Gerechtigkeit, Gerechtigkeit! – „Gerechtigkeit“ ist ein Wort, das mir in der letzten Zeit sehr häufig unterkommt, und wenn man dieses Wort in Verbindung bringt mit Krankenkassen-Selbstbehalten, dann muss man feststellen, dass zum Beispiel Beamte, selbständige Unternehmer, selbständig Erwerbstätige moderate Selbstbehalte bei ihren Krankheitskosten zu zahlen haben, dafür aber Krankenkassen und Versicherungsträger haben, die wirtschaftlich gesehen sehr gesund sind. – Vielleicht wäre das auch ein Beitrag dazu, wie man gerade auch bei großen Kassen wieder zu entsprechend guten Erträgen in den jeweiligen Bereichen kommen könnte. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP
Weil Sie immer wieder diese Blum-Prämie aus der Vergangenheit ansprechen, sage ich Ihnen als einer, der in seinem Unternehmen seit über 25 Jahren Lehrlinge ausbildet – derzeit sind in meinen Betrieben etwa 18 Lehrlinge in Ausbildung (Beifall bei der ÖVP) –: Wir bilden seit 25 Jahren permanent Lehrlinge aus, in Entsprechung der Blum-Prämie haben aber nur diejenigen, die zusätzliche Lehrlinge aufgenommen haben, Förderungen bekommen. – Ob das so günstig ist mit den Mitnahme-Effekten – wie wir alle sehen konnten bei großen Konzernen; ich will hier keine explizit ansprechen –, das sei einmal dahingestellt!
Beifall bei der ÖVP.
Auf alle Fälle ist es, glaube ich, wichtig, dass Unternehmer in der Lage sind, Lehrlinge entsprechend qualitativ auszubilden. Da kann man auch nicht von irgendwelchen Mengen ausgehen, denn man braucht auch immer die geeigneten Ausbildner dazu, damit qualifizierte Facharbeiter aus ihnen werden. Wir in kleinen mittelständischen Betrieben halten das schon seit vielen Jahren so. – Besten Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Liebe Zuschauer auf den Rängen! Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Staatssekretäre! Das gesamte Budget ist frei von Visionen. Ihr habt es nicht verstanden, wie man es richtig machen könnte, nämlich indem man den Leuten Geld in die Hand gibt, indem man massiv die Kaufkraft stärkt. Das Ganze ist sehr unkompliziert und einfach: Nur dann, wenn der Bürger wieder über genügend Kaufkraft verfügt, sodass er massiv die Wirtschaft fördern kann, sodass er massiv stark einkaufen kann, wird sich das im Budget rechnen. (Beifall beim BZÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Sagt wer?
Weiters: Es muss einmal die Verwaltung wirklich reformiert werden, es darf nicht nur davon geredet werden. Wenn Sie die Verwaltungsreform ernst nehmen und konsequent durchziehen, haben Sie 4 Milliarden € in der Hand. Wenn Sie die Krankenkassen zusammenlegen, haben Sie 3 Milliarden € jährlich. (Ruf bei der SPÖ: Sagt wer?)
Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.
Wie zum Beispiel Kollege Strache heute schon gesagt hat – er kann allerdings nicht lesen, denn er spricht von 700 Millionen € Entwicklungszusammenarbeitsgeld, und das ist nicht wahr, es sind nicht ganz 100 Millionen € –, diese Gelder einzusparen ist ein kompletter Blödsinn, denn dadurch fördern wir wieder massivst die Zuwanderung. Mit diesen Geldern können wir die österreichische Wirtschaft und die Kaufkraft stärken. Aber das sieht man ja bei euch, Ihr seid da so ähnlich wie die Regierung: Ihr habt keinen Mut und kein Vertrauen, ihr könnt nur – ich sag’s lieber nicht. (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Bundesregierung wird aufgerufen, diese Krise als Chance zu nutzen und endlich dafür zu sorgen, dass Arbeitsplätze geschaffen werden und auf diesem Wege auch das Budget wieder gesichert wird. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Bucher.
Abgeordneter Wilhelm Haberzettl (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzter Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Werte Gäste! Ganz besonders begrüße ich meine Freunde aus dem Arbeiterbetriebsrat Donawitz hier in diesem Hause zu dieser Stunde! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei der SPÖ.
Da können Sie nicht davon reden, dass es einfach keine Probleme gibt und dass das Thema Nulllohnrunde nur ein Scheingefecht ist, sehr geehrte Damen und Herren. Ich darf Sie daran erinnern, dass in der Europäischen Menschenrechtskonvention im Artikel 11 eindeutig die Frage der Koalitionsfreiheit als Grundrecht behandelt wird, und der Europäische Gerichtshof subsumiert das Streikrecht sogar als Menschenrecht. Ich würde gerade in diesem Haus nicht diese prinzipielle Diskussion um Demonstrationsfreiheit führen wollen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Gleiches gilt auch für den Bereich Infrastruktur. Da wird die Frau Bundesminister ermächtigt, bis 2015 einen Vorbelastungsrahmen von bis zu 1,764 Milliarden € zu begründen – auch das enorm wichtig für Wirtschafts- und Investitionsimpulse. Ich glaube, dass diese Gesetze, wenn sie auch nicht so groß beachtet werden, doch sehr viel Substanz enthalten. Darum ersuche ich Sie auch um Zustimmung zu diesem Gesetz. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hornek: Immer derselbe !
Abgeordnete Mag. Christiane Brunner (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher! Vorweg: Das Budget wird der Energie- und der Klimakrise, vor der wir ja alle stehen, überhaupt nicht gerecht, ist völlig visionslos und erkennt auch nicht die Chancen, die wir im Umweltbereich haben. (Abg. Hornek: Immer derselbe !)
Beifall bei den Grünen.
Damit nicht genug stehen weitere Verfahrensverkürzungen und Verfahrensvereinfachungen im Raum, so zum Beispiel beim sogenannten Wettbewerbsbeschleunigungsgesetz von Minister Mitterlehner, mit dem er die Möglichkeit einräumen möchte, das öffentliche Interesse zu verordnen. Das würde die Möglichkeit eröffnen, mit einem Strich alle anderen Interessen – Umweltinteressen, Interessen von Bürgerinnen und Bürgern – auszuschalten und so jegliche Prüfung von an sich ja unabhängigen Behörden ad absurdum zu führen. Das ist, finde ich, eigentlich ein Wahnsinn und demokratiepolitisch äußerst bedenklich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Brunner: Aber für alle gleich!
Abgeordneter Franz Glaser (ÖVP): Geschätzter Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Kolleginnen und Kollegen! Kollegin Brunner, Energie und Umwelt sind uns wichtig. Es ist uns aber auch wichtig, bürokratische Hürden abzubauen und Dinge zu ermöglichen. (Abg. Mag. Brunner: Aber für alle gleich!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, dass das kein Widerspruch sein muss und dass gerade diese Angelegenheiten bei unserem Umweltminister Niki Berlakovich in besten Händen sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte in diesem Zusammenhang, weil da immer wieder auch von Wiener Kollegen in anderen Bereichen Solidarität eingemahnt wurde, zumindest die Asymmetrie erwähnen, dass Wien als Land und als Gemeinde bei 22 Prozent der Einwohnerzahl 30 Prozent der gesamten Einnahmen, die Bund und Ländern zustehen, bekommt. Ich möchte abschließend sagen: Solidarität ist keine Einbahnstraße, die müssen wir auf allen Ebenen pflegen! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Großruck: Ebensee, nicht Aussee!
Kollege Öllinger sieht einen Skandal darin, dass aus dem Vorfall in Aussee kein Skandal gemacht wurde, bevor überhaupt festgestanden ist, was da passiert ist. Die Frage ist: Ist es ein Skandal, bevor man Ermittlungen angestellt hat, nichts zu sagen, seitens der schon (Abg. Großruck: Ebensee, nicht Aussee!) – Ebensee, entschuldigen Sie, danke. – Ist das ein Skandal, keinen Skandal zu machen, wenn man noch nichts festgestellt hat, oder ist es ein Skandal, schon nach Skandal zu schreien, solange nichts festgestellt wurde?
Beifall bei der FPÖ.
Die Bemühung, einen Skandal herbeizureden und möglichst das Ausland zu alarmieren, die Bemühung, auf die anti-faschistische Schiene zu kommen, die Bemühung, einen Konnex zwischen Politik oder politischem Gegner und Auschwitz/KZ/ Holocaust und so weiter herzustellen, mag vielleicht für einige ein relativ bequemer Ausweg aus der Debatte über die drängenden Probleme sein, politisch ehrlich beziehungsweise politisch korrekt, wie ich das verstehe, ist es aber sicher nicht. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Steinhauser: Das trifft nur auf eine Partei zu! Der Rest meint es ernst!
Abgeordnete Mag. Christine Lapp (SPÖ): Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Sehr geehrter Herr Dr. Hübner, Sie haben vorhin in Ihrer Rede davon gesprochen, dass manche Kollegen oder Kolleginnen hier in diesem Haus Antifaschismus spielen. (Abg. Mag. Steinhauser: Das trifft nur auf eine Partei zu! Der Rest meint es ernst!)
Beifall bei der SPÖ.
gessen. Aus der Geschichte muss man lernen, das sind wir unserer Geschichte schuldig! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Mit diesem Kassensanierungspaket bringen wir tatsächlich eine Unterstützung im Hinblick auf die Krise. Es werden nämlich alle Gebietskrankenkassen in den österreichischen Bundesländern in die roten Zahlen kommen, und wir sind politisch dazu aufgefordert, solidarisch zu handeln, um das Gesundheitssystem zu sichern, aber auch für die Zukunft vorzubereiten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Minister, man kann sich doch nicht hinter der Amtsverschwiegenheit verstecken, wenn es zu derartiger Gewalt kam und 24 Polizisten zum Teil schwerstens verletzt wurden. Wenn in der Folge Mandatare der Republik Österreich – mit mir die Abgeordneten Mayerhofer und Herbert – eine Anfrage stellen, dann haben wir auch das Recht – für die politische Diskussion und die Konsequenzen daraus – zu erfahren, wer das war! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Großruck: Die deutsche Grammatik ist schwierig!
Das muss man sich einmal vorstellen! Da sind zum Teil Hunderte aus der Bundesrepublik Deutschland Gewaltbereite, dem Schwarzen Block ... (Abg. Großruck: Die deutsche Grammatik ist schwierig!) – Sie sind ja ein Hohepriester der Grammatik, ein ganz eloquenter Rhetoriker und in Österreich dafür sattsam bekannt!
Beifall bei der FPÖ.
Frau Minister, wir müssen für die Zukunft lernen! Daher ersuche ich Sie, in Zukunft mit entsprechender Konsequenz und Härte vorzugehen! (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
zei einen massiven Einsatz hinlegen musste, Rauchbomben geflogen sind und die Exekutive massiv attackiert wurde. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist nicht die demokratische Auseinandersetzung, die wir in Österreich haben sollten! Demokratie hat mit Pro- und Gegenargumenten zu erfolgen, aber nicht auf der Straße, Frau Glawischnig, wo immer Sie gerade sein mögen! (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Es soll nicht, wie es manche in dieser Republik wollen – wobei ich Sie von den Grünen jetzt ganz besonders anschaue, aber auch Sie von der SPÖ mit ihren Jugendorganisationen –, versucht werden, über den Druck der Straße die demokratische Willensbildung unmöglich zu machen, wobei ganz bewusst zugelassen wird, dass nach Links keine Grenze gezogen wird, und die Gewaltbereiten auch noch geduldet werden. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist etwas, das ich in Österreich nicht haben will, und es wäre schön, wenn auch bei Ihnen dieser Erkenntnisprozess reift! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Graf: War es eine politische Partei?
Bundesministerin für Inneres Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrter Herr Vilimsky! Bezüglich der Bekanntgabe personenbezogener Daten im Hinblick darauf, wer denn die Demonstration angemeldet hat, werde ich keine Datenschutzgesetze verletzen und Ihnen das auch nicht hier von der Regierungsbank aus verkünden. Daher werden Sie nicht erfahren, wer die zwei Demonstrationen angemeldet hat. (Abg. Dr. Graf: War es eine politische Partei?)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Gerüchten über angebliche schwerere Verletzungen wie abgetrennte Finger, Bauchstiche et cetera möchte ich entgegentreten. Solche gab es nicht, wiewohl ich diese Gewaltexzesse entschieden verurteile. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Abg. Vilimsky: Damals habe ich Sie sogar gelobt!
Herr Vilimsky, ich möchte noch einmal erwähnen, dass es nicht sachgerecht ist, wenn Sie hier vom Rednerpult aus behaupten, ich hätte auch bei der damaligen Wahlschlussveranstaltung Ihrer Partei die Ausschreitungen der Gegendemonstranten nicht aufs Schärfste verurteilt. (Abg. Vilimsky: Damals habe ich Sie sogar gelobt!) – Eben!
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Sie haben nämlich auch damals von mir gehört, dass ich jeden Extremismus, egal von welcher Seite er kommt, ablehne. Ich lehne auch Gewaltbereitschaft auf der Straße entschieden ab. Das Versammlungsrecht und Demonstrationsrecht ist ein verfassungsrechtlich gewährleistetes Recht, das wir hochhalten, aber wenn es für Gewaltexzesse missbraucht wird, habe ich dafür kein Verständnis, und das hat auch die Polizei nicht! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Bei einer Ballveranstaltung?!
Aber, meine geschätzten Damen und Herren, bei all den klaren Worten, dass wir Gewalt – und ich betone es: egal, von welcher Seite! – auf das Schärfste ablehnen, lade ich Sie auch ein, einmal darüber nachzudenken, dass man natürlich auch provozieren kann. (Abg. Dr. Graf: Bei einer Ballveranstaltung?!) Ich zitiere jetzt nur die Fachliteratur und viele Experten, meine geschätzten Damen und Herren. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie wissen genau, Herr Präsident, dass ein Teil der Burschenschafter engste Kontakte mit rechtsradikalen und auch neonazistischen Szenen hat. (Abg. Weinzinger: Wer? – Abg. Dr. Graf: Wer? Was? Wo?) – Das ist nachzulesen, das ist Expertenmeinung. Dass man dadurch auch provoziert, sollten wir eigentlich alle wissen. (Abg. Dr. Graf: Im Ballkleid?!)
Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Aber, meine geschätzten Damen und Herren, bei all den klaren Worten, dass wir Gewalt – und ich betone es: egal, von welcher Seite! – auf das Schärfste ablehnen, lade ich Sie auch ein, einmal darüber nachzudenken, dass man natürlich auch provozieren kann. (Abg. Dr. Graf: Bei einer Ballveranstaltung?!) Ich zitiere jetzt nur die Fachliteratur und viele Experten, meine geschätzten Damen und Herren. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie wissen genau, Herr Präsident, dass ein Teil der Burschenschafter engste Kontakte mit rechtsradikalen und auch neonazistischen Szenen hat. (Abg. Weinzinger: Wer? – Abg. Dr. Graf: Wer? Was? Wo?) – Das ist nachzulesen, das ist Expertenmeinung. Dass man dadurch auch provoziert, sollten wir eigentlich alle wissen. (Abg. Dr. Graf: Im Ballkleid?!)
Abg. Weinzinger: Wer? – Abg. Dr. Graf: Wer? Was? Wo?
Aber, meine geschätzten Damen und Herren, bei all den klaren Worten, dass wir Gewalt – und ich betone es: egal, von welcher Seite! – auf das Schärfste ablehnen, lade ich Sie auch ein, einmal darüber nachzudenken, dass man natürlich auch provozieren kann. (Abg. Dr. Graf: Bei einer Ballveranstaltung?!) Ich zitiere jetzt nur die Fachliteratur und viele Experten, meine geschätzten Damen und Herren. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie wissen genau, Herr Präsident, dass ein Teil der Burschenschafter engste Kontakte mit rechtsradikalen und auch neonazistischen Szenen hat. (Abg. Weinzinger: Wer? – Abg. Dr. Graf: Wer? Was? Wo?) – Das ist nachzulesen, das ist Expertenmeinung. Dass man dadurch auch provoziert, sollten wir eigentlich alle wissen. (Abg. Dr. Graf: Im Ballkleid?!)
Abg. Dr. Graf: Im Ballkleid?!
Aber, meine geschätzten Damen und Herren, bei all den klaren Worten, dass wir Gewalt – und ich betone es: egal, von welcher Seite! – auf das Schärfste ablehnen, lade ich Sie auch ein, einmal darüber nachzudenken, dass man natürlich auch provozieren kann. (Abg. Dr. Graf: Bei einer Ballveranstaltung?!) Ich zitiere jetzt nur die Fachliteratur und viele Experten, meine geschätzten Damen und Herren. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie wissen genau, Herr Präsident, dass ein Teil der Burschenschafter engste Kontakte mit rechtsradikalen und auch neonazistischen Szenen hat. (Abg. Weinzinger: Wer? – Abg. Dr. Graf: Wer? Was? Wo?) – Das ist nachzulesen, das ist Expertenmeinung. Dass man dadurch auch provoziert, sollten wir eigentlich alle wissen. (Abg. Dr. Graf: Im Ballkleid?!)
Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn wir diese Fragen ernst nehmen, dann, glaube ich, können wir im 21. Jahrhundert nicht sagen, es ist normal, wenn das NS-Regime verharmlost wird, wenn die Gaskammern in Frage gestellt werden oder gar die Abschaffung des Verbotsgesetzes diskutiert wird. (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich glaube, da ist seitens aller im Haus vertretenen Parteien Handlungsbedarf dahin gehend gegeben, sich klar abzugrenzen, meine geschätzten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir diese Fragen ernst nehmen, dann, glaube ich, können wir im 21. Jahrhundert nicht sagen, es ist normal, wenn das NS-Regime verharmlost wird, wenn die Gaskammern in Frage gestellt werden oder gar die Abschaffung des Verbotsgesetzes diskutiert wird. (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich glaube, da ist seitens aller im Haus vertretenen Parteien Handlungsbedarf dahin gehend gegeben, sich klar abzugrenzen, meine geschätzten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Dank-Sprecher!
Ich möchte aber ausdrücklich noch einmal darauf hinweisen, dass es nicht so sein kann, dass unsere Polizistinnen und Polizisten – egal, von welcher Seite – attackiert und verletzt werden! Der Dienst, den unsere Exekutivbeamten verrichten, ist schwierig genug – die Belastung ist oft schon jenseits der Grenze des Erträglichen, des psychisch und physisch Erträglichen. Daher mein Appell: Setzen wir uns nicht solchen Situationen aus! Unser gemeinsamer Dank gilt der österreichischen Exekutive, unseren Kolleginnen und Kollegen. (Abg. Ing. Westenthaler: Dank-Sprecher!) Machen wir ihnen, Herr Kollege Westenthaler, nicht nur bei Sonntagsreden eine Freude, sondern benehmen wir uns auch gegenüber den Kolleginnen und Kollegen menschlich und fair. Dazu lade ich Sie alle ein. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Ich möchte aber ausdrücklich noch einmal darauf hinweisen, dass es nicht so sein kann, dass unsere Polizistinnen und Polizisten – egal, von welcher Seite – attackiert und verletzt werden! Der Dienst, den unsere Exekutivbeamten verrichten, ist schwierig genug – die Belastung ist oft schon jenseits der Grenze des Erträglichen, des psychisch und physisch Erträglichen. Daher mein Appell: Setzen wir uns nicht solchen Situationen aus! Unser gemeinsamer Dank gilt der österreichischen Exekutive, unseren Kolleginnen und Kollegen. (Abg. Ing. Westenthaler: Dank-Sprecher!) Machen wir ihnen, Herr Kollege Westenthaler, nicht nur bei Sonntagsreden eine Freude, sondern benehmen wir uns auch gegenüber den Kolleginnen und Kollegen menschlich und fair. Dazu lade ich Sie alle ein. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
ironische Heiterkeit bei SPÖ und FPÖ
Gerade die Österreichische Volkspartei – und damit auch unsere Innenministerin Maria Fekter – als einzige Partei der Mitte in diesem Haus (ironische Heiterkeit bei SPÖ und FPÖ) ist wohl der verlässlichste Garant dafür, dass diese Grundsätze auch ausgewogen eingehalten und entsprechend überwacht werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Gerade die Österreichische Volkspartei – und damit auch unsere Innenministerin Maria Fekter – als einzige Partei der Mitte in diesem Haus (ironische Heiterkeit bei SPÖ und FPÖ) ist wohl der verlässlichste Garant dafür, dass diese Grundsätze auch ausgewogen eingehalten und entsprechend überwacht werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher meine ich, meine sehr verehrten Damen und Herren, abschließend: Weniger die Beantwortung dieser Anfrage durch die Frau Bundesministerin, die ja sehr umfangreich erfolgt ist – und dort, wo sie aus rechtlichen Gründen keine Antwort geben darf, hat sie das auch sehr klar begründet –, ist der Skandal, nicht das sollte Thema dieser Debatte sein, sondern der Skandal ist für mich eigentlich, dass im Rahmen einer Demonstration durch gewaltbereite Gruppen Menschen verletzt werden, Polizistinnen und Polizisten angegriffen und verletzt werden. Dass hier doch eine so große Zahl an Verletzten zu verzeichnen war, das ist der Skandal, und wir sollten gemeinsam daran arbeiten, dass so etwas nicht vorkommen kann. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Werner Neubauer (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin Fekter! Ich möchte gleich mit dem einsteigen, was Sie eingangs gesagt haben. Sie sagen, Sie können keine personenbezogenen Daten bekannt geben, weil das dem Datenschutz widersprechen würde. – Wir haben von Ihnen nicht verlangt, uns personenbezogene Daten bekannt zu geben, sondern wir wollten wissen, welche politischen Parteien, Vorfeldorganisationen oder Organisationen diese Veranstaltung angemeldet haben, und da können Sie sich nicht einfach zurückziehen und sagen, das widerspräche dem Datenschutzgesetz. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, mir ist auch Folgendes unklar: Sie haben vorhin gesagt, die Exekutive sei nicht eingeschritten, weil sie eben Provokationen vermeiden wollte. Können Sie mir erklären, woher um 11 Uhr in der Nacht, wo 2 500 Menschen in der Hofburg einen Ball feiern, plötzlich die Provokateure gekommen wären? Wo sind die alle gewesen? Sind die alle vom Ball aus der Hofburg herausgelaufen und haben gesagt: Jetzt werden wir diesen linken Chaoten endlich einmal ordentlich eins auswischen!, und haben damit provoziert? Wo waren diese provokanten Menschen? – Mir sind keine aufgefallen. Und, Herr Kollege Pendl, wenn man das behauptet, dann nennen Sie mir ein einziges Delikt, nennen Sie mir auch nur eine strafbare Handlung, die Waffenstudenten in den letzten 20 Jahren in der Öffentlichkeit vorgeworfen worden wäre! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie das tun, dann ist das eine Verharmlosung des linken Exzesses, der in den letzten Jahren in Österreich Platz greift. Das ist die Wahrheit: Sie verharmlosen linke Exzesse und wollen sie damit salonfähig machen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn dann die Grünen bei studentischen Organisationen noch fordern, man braucht die vier Besatzungsmächte in Österreich wieder, man möge sie wieder stationieren, und das in den Tageszeitungen veröffentlicht wird, meine lieben Genossinnen und Genossen der Grünen, dann sollten Sie sich dafür wirklich schämen. Die Besatzungsmacht in Österreich wieder herbeizusehnen, das ist ja wohl das Letzte an demokratischer Gesinnung! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und wenn dann, wie am letzten Wochenende, eine Veranstaltung in Linz abgehalten wird mit dem Thema: Wie zerstöre ich die Demokratie? Wie unterwandere ich die Demokratie? Wie sabotiere ich die Demokratie? Wie bringe ich Widerstand und Subversivität in die Demokratie?, und das alles noch als Kunstprojekt der Kulturhauptstadt 2009 vom Landeshauptmann der ÖVP und vom Linzer Bürgermeister der SPÖ hoch subventioniert wird und auch noch von einem ehemaligen grünen Gemeinderat initiiert wurde, der vor drei Jahren schon illegal Menschen aus der Tschechischen Republik nach Oberösterreich eingeschleust hat, dann weiß man, wo die wahren demokratiefeindlichen Geister in diesem Land sind, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.) Da brauchen wir uns gar nicht weit umzusehen: Sie sitzen vor uns in diesem Hohen Haus!
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das richtet sich selber, und dafür, Herr Pilz, müssen Sie mit Ihren Genossen geradestehen. Dafür müssen Sie mit Ihren Genossen Rechenschaft ablegen. Ich fordere Sie von diesem Platz hier auf: Distanzieren Sie sich von diesen Schweinereien, bekennen Sie sich ganz offen zur Demokratie in Österreich! (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit beim BZÖ
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Der Vorsitzende des Innenausschusses, Otto „Dank“ Pendl (Heiterkeit beim BZÖ), sieht im Ballgeschehen, von wem auch immer, eine Provokation. Was ist denn die Provokation dort? (Widerspruch des Abg. Pendl.) Ja, Sie haben es gesagt. Was ist die Provokation? (Abg. Vilimsky: Er hat es gesagt!) Das erinnert mich an das Plädoyer eines
Widerspruch des Abg. Pendl.
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Der Vorsitzende des Innenausschusses, Otto „Dank“ Pendl (Heiterkeit beim BZÖ), sieht im Ballgeschehen, von wem auch immer, eine Provokation. Was ist denn die Provokation dort? (Widerspruch des Abg. Pendl.) Ja, Sie haben es gesagt. Was ist die Provokation? (Abg. Vilimsky: Er hat es gesagt!) Das erinnert mich an das Plädoyer eines
Abg. Vilimsky: Er hat es gesagt!
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Der Vorsitzende des Innenausschusses, Otto „Dank“ Pendl (Heiterkeit beim BZÖ), sieht im Ballgeschehen, von wem auch immer, eine Provokation. Was ist denn die Provokation dort? (Widerspruch des Abg. Pendl.) Ja, Sie haben es gesagt. Was ist die Provokation? (Abg. Vilimsky: Er hat es gesagt!) Das erinnert mich an das Plädoyer eines
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn man in diesem Land nicht einmal in Ruhe einen Ball besuchen kann, nur weil der linke Mob etwas dagegen hat, dann ist Widerstand angesagt – aber gegen Ihre Gesinnung, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Silhavy: Das ist ja unglaublich!
Dieser linke Mob ist zum Teil aus Ihren Reihen finanziert worden. Erinnern Sie sich noch, als unter Bundeskanzler Schüssel in diesem Land eine Regierung aus Schwarz und Blau gebildet worden ist, die Ihnen nicht gepasst hat: Da hat der ÖGB die Donnerstagsdemonstrationen genau jener Leute finanziert, die jetzt bei jeder Gelegenheit als linker Mob gewaltbereit auftreten! (Abg. Silhavy: Das ist ja unglaublich!) Die waren mit dabei, selbstverständlich! Und die Grünen waren es seinerzeit, bis Thaler und Konicek im Acker im Burgenland gelegen sind – oder nicht im Burgenland, bei der 380 KV-Leitung irgendwo südlich von ... (Abg. Ing. Westenthaler: Ebergassing!) – In Ebergassing, danke sehr! – Da hat sich herausgestellt, dass die Grüne Bildungswerkstatt die ganze Zeit diesen linken Mob finanziert hat (Ruf bei den Grünen: Unsinn!) – es ist dann ein bisschen besser geworden. Selbstverständlich war das so – wir haben es Ihnen bewiesen! Ihre Grüne Bildungswerkstatt hat Steuergelder für den linken Mob verwendet, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Graf.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ebergassing!
Dieser linke Mob ist zum Teil aus Ihren Reihen finanziert worden. Erinnern Sie sich noch, als unter Bundeskanzler Schüssel in diesem Land eine Regierung aus Schwarz und Blau gebildet worden ist, die Ihnen nicht gepasst hat: Da hat der ÖGB die Donnerstagsdemonstrationen genau jener Leute finanziert, die jetzt bei jeder Gelegenheit als linker Mob gewaltbereit auftreten! (Abg. Silhavy: Das ist ja unglaublich!) Die waren mit dabei, selbstverständlich! Und die Grünen waren es seinerzeit, bis Thaler und Konicek im Acker im Burgenland gelegen sind – oder nicht im Burgenland, bei der 380 KV-Leitung irgendwo südlich von ... (Abg. Ing. Westenthaler: Ebergassing!) – In Ebergassing, danke sehr! – Da hat sich herausgestellt, dass die Grüne Bildungswerkstatt die ganze Zeit diesen linken Mob finanziert hat (Ruf bei den Grünen: Unsinn!) – es ist dann ein bisschen besser geworden. Selbstverständlich war das so – wir haben es Ihnen bewiesen! Ihre Grüne Bildungswerkstatt hat Steuergelder für den linken Mob verwendet, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Graf.)
Ruf bei den Grünen: Unsinn!
Dieser linke Mob ist zum Teil aus Ihren Reihen finanziert worden. Erinnern Sie sich noch, als unter Bundeskanzler Schüssel in diesem Land eine Regierung aus Schwarz und Blau gebildet worden ist, die Ihnen nicht gepasst hat: Da hat der ÖGB die Donnerstagsdemonstrationen genau jener Leute finanziert, die jetzt bei jeder Gelegenheit als linker Mob gewaltbereit auftreten! (Abg. Silhavy: Das ist ja unglaublich!) Die waren mit dabei, selbstverständlich! Und die Grünen waren es seinerzeit, bis Thaler und Konicek im Acker im Burgenland gelegen sind – oder nicht im Burgenland, bei der 380 KV-Leitung irgendwo südlich von ... (Abg. Ing. Westenthaler: Ebergassing!) – In Ebergassing, danke sehr! – Da hat sich herausgestellt, dass die Grüne Bildungswerkstatt die ganze Zeit diesen linken Mob finanziert hat (Ruf bei den Grünen: Unsinn!) – es ist dann ein bisschen besser geworden. Selbstverständlich war das so – wir haben es Ihnen bewiesen! Ihre Grüne Bildungswerkstatt hat Steuergelder für den linken Mob verwendet, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Graf.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Graf.
Dieser linke Mob ist zum Teil aus Ihren Reihen finanziert worden. Erinnern Sie sich noch, als unter Bundeskanzler Schüssel in diesem Land eine Regierung aus Schwarz und Blau gebildet worden ist, die Ihnen nicht gepasst hat: Da hat der ÖGB die Donnerstagsdemonstrationen genau jener Leute finanziert, die jetzt bei jeder Gelegenheit als linker Mob gewaltbereit auftreten! (Abg. Silhavy: Das ist ja unglaublich!) Die waren mit dabei, selbstverständlich! Und die Grünen waren es seinerzeit, bis Thaler und Konicek im Acker im Burgenland gelegen sind – oder nicht im Burgenland, bei der 380 KV-Leitung irgendwo südlich von ... (Abg. Ing. Westenthaler: Ebergassing!) – In Ebergassing, danke sehr! – Da hat sich herausgestellt, dass die Grüne Bildungswerkstatt die ganze Zeit diesen linken Mob finanziert hat (Ruf bei den Grünen: Unsinn!) – es ist dann ein bisschen besser geworden. Selbstverständlich war das so – wir haben es Ihnen bewiesen! Ihre Grüne Bildungswerkstatt hat Steuergelder für den linken Mob verwendet, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Graf.)
Ruf bei der ÖVP: Fahrer?
Nun, Herr Kollege Pendl und Frau Bundesministerin, will ich Ihnen sagen, was am 14. Mai meine Erfahrungen waren. Ich war weder bei der Demonstration gegen die Moschee noch bei der Gegendemonstration. Ich war hier im Haus arbeiten, das heißt in meinem Büro in der Doblhoffgasse. Frau Präsidentin, mein Fahrer hat sein Auto hinten abgestellt, auf dem Areal dieses Parlaments, nicht außerhalb, auf der Reichsratstraße, sondern hinten vor dem Tor 3. (Ruf bei der ÖVP: Fahrer?) – Das ist ein Wahlkampfauto, spielen Sie sich nicht so auf! – Die linken Demonstranten haben die Beklebung auf dem Auto erkannt. Mein junger Chauffeur, der völlig bar jeder politischen Gesinnung ist und auch weder mit der Demonstration ... (Lebhafte Heiterkeit bei der SPÖ.) – Ich weiß nicht, was Sie daran lustig finden. Es gibt in dem Land auch noch Leute, die ihre politische Überzeugung nicht wie ein Glaubensbekenntnis vor sich hertragen!
Lebhafte Heiterkeit bei der SPÖ.
Nun, Herr Kollege Pendl und Frau Bundesministerin, will ich Ihnen sagen, was am 14. Mai meine Erfahrungen waren. Ich war weder bei der Demonstration gegen die Moschee noch bei der Gegendemonstration. Ich war hier im Haus arbeiten, das heißt in meinem Büro in der Doblhoffgasse. Frau Präsidentin, mein Fahrer hat sein Auto hinten abgestellt, auf dem Areal dieses Parlaments, nicht außerhalb, auf der Reichsratstraße, sondern hinten vor dem Tor 3. (Ruf bei der ÖVP: Fahrer?) – Das ist ein Wahlkampfauto, spielen Sie sich nicht so auf! – Die linken Demonstranten haben die Beklebung auf dem Auto erkannt. Mein junger Chauffeur, der völlig bar jeder politischen Gesinnung ist und auch weder mit der Demonstration ... (Lebhafte Heiterkeit bei der SPÖ.) – Ich weiß nicht, was Sie daran lustig finden. Es gibt in dem Land auch noch Leute, die ihre politische Überzeugung nicht wie ein Glaubensbekenntnis vor sich hertragen!
Ruf bei der FPÖ: Unerhört! – Abg. Ing. Westenthaler: Politpolizei ist das!
Daraufhin hat es eine Anzeige gegeben, und in der Folge sagt die Polizei diesem meinem jungen Fahrer – der mich angerufen und gefragt hat: Was soll ich tun?, und ich habe gesagt: Bitte sofort zur Polizei, Anzeige machen! –: Na endlich kommt einmal jemand anzeigen! Ihr müsst euch entschiedener wehren, weil wir haben Weisung, nichts zu tun. (Ruf bei der FPÖ: Unerhört! – Abg. Ing. Westenthaler: Politpolizei ist das!)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Frau Bundesministerin! So lange Sie mit diesem linken Gesindel so umgehen, wird in diesem Land jeder, der nicht linke Gesinnung hat, Freiwild sein. Meine Damen und Herren, das ist das Problem! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich sage Ihnen hier von dieser Stelle aus: Wenn Sie nicht entschlossener bereit sind, Ihren hochheiligen Schwüren, die ich längst nicht mehr glaube, auch Taten folgen zu lassen, werden Sie es mit entschiedenem Widerstand von uns zu tun bekommen! Ihre Art, das augenzwinkernd und irgendwie auch noch billigend zur Kenntnis zu nehmen, weil es ja nur „die anderen“ trifft, werden Sie, meine Damen und Herren, früher oder später auch noch zu spüren bekommen. Glauben Sie ja nicht, dass Thaler und Konicek und Genossen einen Unterschied machen, ob einer ein Kapperl vom CV, vom MKV oder von einer waffenstudentischen Verbindung trägt. Glauben Sie das ja nicht! Da werden Sie noch früh genug auf die Welt kommen. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Widerspruch beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte ganz besonders die jugendlichen ZuseherInnen auf der Galerie begrüßen, die ja leider nicht den besten Eindruck vom Hohen Haus bekommen. Das war ein klassisches Beispiel für eine Hetzrede. (Widerspruch beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.) Linkes Gesindel – das ist eine Hetzrede! So kommen wir hier nicht weiter. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte ganz besonders die jugendlichen ZuseherInnen auf der Galerie begrüßen, die ja leider nicht den besten Eindruck vom Hohen Haus bekommen. Das war ein klassisches Beispiel für eine Hetzrede. (Widerspruch beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.) Linkes Gesindel – das ist eine Hetzrede! So kommen wir hier nicht weiter. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf beim BZÖ: Was jetzt? Den Ball oder die Demonstration?
99 Prozent der Demonstranten, die dort waren, waren friedlich. Die Veranstalterinnen und Veranstalter sehen das so wie ich, und ich werde den WKR-Ball auch nächstes Jahr wieder unterstützen, weil der WKR-Ball, weil die WKR-Demonstration (Ruf beim BZÖ: Was jetzt? Den Ball oder die Demonstration?) in dieser Form ein wichtiges Signal ist gegen dieses internationale Rechtsextremisten-Vernetzungstreffen, das in der Hofburg stattfindet. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
99 Prozent der Demonstranten, die dort waren, waren friedlich. Die Veranstalterinnen und Veranstalter sehen das so wie ich, und ich werde den WKR-Ball auch nächstes Jahr wieder unterstützen, weil der WKR-Ball, weil die WKR-Demonstration (Ruf beim BZÖ: Was jetzt? Den Ball oder die Demonstration?) in dieser Form ein wichtiges Signal ist gegen dieses internationale Rechtsextremisten-Vernetzungstreffen, das in der Hofburg stattfindet. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Heftiger Widerspruch bei der ÖVP. – Abg. Dr. Bartenstein: Der ÖVP?!
Das sind die Gäste des WKR! Das sind die Gäste der ÖVP! (Heftiger Widerspruch bei der ÖVP. – Abg. Dr. Bartenstein: Der ÖVP?!) Das ist die feine Gesellschaft, die dort tanzt! (Ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.) So ist das! Das sind die Gäste der FPÖ! (Beifall bei den Grünen. – Weitere heftige Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.
Das sind die Gäste des WKR! Das sind die Gäste der ÖVP! (Heftiger Widerspruch bei der ÖVP. – Abg. Dr. Bartenstein: Der ÖVP?!) Das ist die feine Gesellschaft, die dort tanzt! (Ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.) So ist das! Das sind die Gäste der FPÖ! (Beifall bei den Grünen. – Weitere heftige Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Weitere heftige Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das sind die Gäste des WKR! Das sind die Gäste der ÖVP! (Heftiger Widerspruch bei der ÖVP. – Abg. Dr. Bartenstein: Der ÖVP?!) Das ist die feine Gesellschaft, die dort tanzt! (Ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.) So ist das! Das sind die Gäste der FPÖ! (Beifall bei den Grünen. – Weitere heftige Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Graf: Das stimmt ja gar nicht!
Mitglieder dort sind „Olympia“ und „Teutonia“, womit wir der Sache schon näher kommen. Sie müssen sich vorstellen, meine Damen und Herren, die „Olympia“ ist ein Stammgast im deutschen Verfassungsbericht! Die „Olympia“ ist so radikal, dass aus der Deutschen Burschenschaft deutsche Burschenschaften ausgetreten sind, weil sie mit dieser Organisation nichts zu tun haben wollen. (Abg. Dr. Graf: Das stimmt ja gar nicht!)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Diese Personen nehmen die Scharnierfunktion aus der rechtsextremen Kriminalszene, den ideologischen Hintermännern und des Parlaments ein. Das ist der Punkt, der hier einmal angesprochen gehört, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Der WKR ist die Vernetzung der internationalen Rechtsextremismusszene, und es ist angemessen, dass alle Demokraten dieses Landes gegen diesen Event protestieren. Und mein Wunsch ist, dass nächstes Mal nicht 3 000 Leute, sondern 30 000 Leute demonstrieren. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesministerin für Inneres Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Meine sehr verehrten Damen und Herren! Nachdem hier mit Worten ziemlich aufgerüstet worden ist und kein Redner mehr in dieser Debatte zu Wort kommt, möchte ich schon klarstellen: Le Pen war niemals Gast der ÖVP! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Wer ist denn in der Löwelstraße? Die SPÖ! Die SPÖ muss geschützt werden! – Abg. Grosz: Die SPÖ muss vor ihren eigenen Mitgliedern geschützt werden!
Zu der Demonstration vom vergangenen Wochenende: Hier gab es eine Demo im Hinblick auf den Moscheebau im 20. Bezirk, eine angemeldete Gegendemonstration vor der Löwelstraße und eine angemeldete Gegendemonstration vor der Universität. Daraufhin hat sich die Wiener Polizei entschlossen, unmittelbar vor der Löwelstraße eine Sperrzone zu errichten. (Abg. Mag. Stadler: Wer ist denn in der Löwelstraße? Die SPÖ! Die SPÖ muss geschützt werden! – Abg. Grosz: Die SPÖ muss vor ihren eigenen Mitgliedern geschützt werden!) Die Sperrzone hat sich dann auch um den Objektschutz des Hauses gezogen, um Ausschreitungen, so wie wir sie in der Anfragebesprechung diskutiert haben, hintanzuhalten.
Beifall bei der ÖVP.
Diese Deeskalationsstrategie im Hinblick auf die unterschiedlichen Demonstrationen war positiv, es gab keine größeren Ausschreitungen, wiewohl es aber zu kleineren Sachbeschädigungen gekommen ist. Ich glaube, dass sowohl die Verantwortlichen im Polizeibereich als auch der Gesetzgeber und das Hohe Haus die Demonstrationsfreiheit für alle Gruppierungen hochhalten sollen und wirklich die Gewaltexzesse verurteilen müssen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Der ist schon im Dezember beschlossen worden!
Frau Ministerin, soweit ich mich erinnere, wurde der Flexipool nach dem 1. März 2009 beschlossen. Also das ist für mich eine Aussage, die ... (Bundesministerin Dr. Fekter: Der ist schon im Dezember beschlossen worden!) Na ja, aber durchgesetzt. Sorry! Dann habe ich mich vertan. (Bundesministerin Dr. Fekter: Hat hier das Hohe Haus beschlossen!) Ja, sorry! (Ruf bei der SPÖ: Falsche Rede!) Kein Problem!
Bundesministerin Dr. Fekter: Hat hier das Hohe Haus beschlossen!
Frau Ministerin, soweit ich mich erinnere, wurde der Flexipool nach dem 1. März 2009 beschlossen. Also das ist für mich eine Aussage, die ... (Bundesministerin Dr. Fekter: Der ist schon im Dezember beschlossen worden!) Na ja, aber durchgesetzt. Sorry! Dann habe ich mich vertan. (Bundesministerin Dr. Fekter: Hat hier das Hohe Haus beschlossen!) Ja, sorry! (Ruf bei der SPÖ: Falsche Rede!) Kein Problem!
Ruf bei der SPÖ: Falsche Rede!
Frau Ministerin, soweit ich mich erinnere, wurde der Flexipool nach dem 1. März 2009 beschlossen. Also das ist für mich eine Aussage, die ... (Bundesministerin Dr. Fekter: Der ist schon im Dezember beschlossen worden!) Na ja, aber durchgesetzt. Sorry! Dann habe ich mich vertan. (Bundesministerin Dr. Fekter: Hat hier das Hohe Haus beschlossen!) Ja, sorry! (Ruf bei der SPÖ: Falsche Rede!) Kein Problem!
Bundesministerin Dr. Fekter: Bis 2013!
Wenn dann der Herr Landeshauptmann von Oberösterreich auch noch verkündet, dass auch er 400 Polizisten bis 2011 zusätzlich bekommt (Bundesministerin Dr. Fekter: Bis 2013!), dann bedeutet das, dass 850 Polizisten von den 1 000 neuen Polizeibeamten auf Wien und Oberösterreich aufgeteilt werden. Bitte erklären Sie das den anderen Landespolizeikommanden!
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Frau Minister Fekter, jetzt komme ich noch zu einem Thema, das mir sehr unter den Nägeln brennt. Ich habe Ihnen eine Anfrage gestellt zu der Aktion „Leopold“, wo der Schmuggel von insgesamt 500 Kilogramm Suchtgift aufgedeckt worden ist. Es gab dabei 145 festgenommene Personen – und jetzt raten Sie einmal, wie viel davon Asylwerber waren! 89 Personen waren Asylwerber! Jetzt sind die grünen Reihen leider fast leer, aber wenn ich dann einen Herrn Pilz im Ausschuss höre, wie er der Frau Minister vorwirft, sie sei die „Schutzmantelmadonna der Kriminellen und der Einbrecher“, so meine ich, dass Sie von den Grünen die Schutzmantelmadonna dieser straffälligen Asylwerber sind – Stichwort Kettenanträge –, und wenn 80 Personen dieser 89 bereits einschlägig vorbestraft sind und nicht abgeschoben werden konnten, dann sehen Sie, wie dieses System hier in Österreich krankt. Hier muss gehandelt werden, meine Damen und Herren, das ist dringend notwendig! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Öllinger, ich sage Ihnen abschließend, der Sohn von Ihrem Kollegen Walser ist auch Polizeibeamter! Seien Sie vorsichtig, wie Sie mit den Kollegen umgehen! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Wir wollen den Pendl hören! – Abg. Lueger – auf dem Weg zum Rednerpult –: Schlechten Tag erwischt!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Frau Abgeordnete Lueger zu Wort. Von nun an haben die Redner und Rednerinnen eine Redezeit von je 5 Minuten. – Bitte. (Abg. Grosz: Wir wollen den Pendl hören! – Abg. Lueger – auf dem Weg zum Rednerpult –: Schlechten Tag erwischt!)
Beifall der Abg. Mag. Wurm.
Nichtsdestotrotz ist Wien nach wie vor die sicherste Stadt, eine der sichersten Millionenstädte der Welt, und so muss das auch bleiben! (Beifall der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ui, scharfe Kritik am Koalitionspartner! Kuschelkurs ist in Gefahr!
Meine Damen und Herren! Die Kolleginnen und Kollegen der Polizei tragen nicht die Schuld an der rasant steigenden Kriminalität. Sie sind die Leidtragenden, und sie müssen mit enormen Überstundenleistungen den Personalmangel ausgleichen. Sie leisten unter diesen schwierigen Bedingungen hervorragende Arbeit. Daher kann ich solche Aussagen, Frau Ministerin, dass die Reform noch nicht in den Köpfen der Polizistinnen und Polizisten angekommen ist, so nicht zur Kenntnis nehmen und möchte diese Aussage auch noch einmal auf das Schärfste zurückweisen. (Abg. Ing. Westenthaler: Ui, scharfe Kritik am Koalitionspartner! Kuschelkurs ist in Gefahr!)
Abg. Grosz: Jedes Wachzimmer kriegt einen neuen Stock – das ist Ihr ...!
Uns liegt das Sicherheitsbedürfnis der Wienerinnen und Wiener am Herzen, und dazu leisten wir unseren Anteil. Sicherheit ist ein Teil der Lebensqualität, daher ist die Nachbesetzung freier Dienstposten genauso notwendig wie die Aufstockung der Wiener Wachzimmer. Dafür werden wir uns mit Vehemenz einsetzen, damit die Polizistinnen und Polizisten ihre Arbeit gut leisten können. (Abg. Grosz: Jedes Wachzimmer kriegt einen neuen Stock – das ist Ihr ...!)
Abg. Grosz: Die gibt’s in Graz auch!
Ein Beispiel dafür, dass es auch in Kooperation gehen kann, ist die Wiener Sicherheitspartnerschaft. (Abg. Grosz: Die gibt’s in Graz auch!) Es wurden von der Stadt Wien zusätzliche Aufgaben übernommen: Pass-, Fund- und Meldewesen wurde vom Magistrat übernommen, die Kontrolle des Wiener Parkraumes und etwaige Abschleppungen wurden übernommen, und Videoüberwachungen dienen dem subjektiven Sicherheitsgefühl der Wienerinnen und Wiener. Während der EURO 2008 wurde die Partnerschaft zusätzlich erweitert, dass es zu einer Gewährleistung der Sicherheit aller Besucherinnen und Besucher kam.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Riepl: Mindestens! – Abg. Ing. Westenthaler: Seid ihr in der Regierung oder seid ihr in der Opposition?
Ein Schritt in die richtige Richtung ist im Regierungsprogramm festgeschrieben: dass wir neue Kolleginnen und Kollegen aufnehmen. Wir wissen, dass zwar in den nächsten Jahren die zusätzlichen Schulungsmaßnahmen nicht ausreichen, um den Ausgleich zu schaffen, aber, Frau Ministerin, dazu würde ich mir noch wünschen, dass Sie Verbesserungsvorschläge der Kollegen und Kolleginnen aufnehmen und dass es zu einer besseren Gesprächsbasis mit den PersonalvertreterInnen kommt. Um diese Forderung weiter zu unterstützen, bleibe ich bei der Forderung: 1 000 PolizistInnen mehr für Wien! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Riepl: Mindestens! – Abg. Ing. Westenthaler: Seid ihr in der Regierung oder seid ihr in der Opposition?)
Rufe beim BZÖ: Oje!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Kößl zu Wort. (Rufe beim BZÖ: Oje!) 5 Minuten Redezeit. – Bitte.
Abg. Mag. Wurm: ... der Strasser! – Abg. Riepl: Aber weniger Polizisten haben wir schon, oder?
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Geschätzte Damen und Herren! Frau Kollegin, eines möchte ich schon klarstellen: Es hat in den letzten Jahren nie eine Kürzung im Budget „Inneres“ gegeben, und schon gar nicht in den Jahren, in denen Bundeskanzler Schüssel die Führung in Österreich innehatte. (Abg. Mag. Wurm: ... der Strasser! – Abg. Riepl: Aber weniger Polizisten haben wir schon, oder?)
Abg. Grosz: Nein! Wirklich?
Wir brauchen in dieser Situation auch nichts zu beschönigen: Wir haben einen Anstieg bei den Wohnungseinbrüchen (Abg. Grosz: Nein! Wirklich?), gerade in Wien. Aber eines möchte ich auch klar sagen: Es gibt keinen Sicherheitsnotstand in Österreich (Rufe beim BZÖ: „Nein!“), ganz im Gegenteil. (Ruf beim BZÖ: Das bilden sie sich nur ein!) Wir haben an und für sich in Österreich eine sehr gut organisierte Polizei, die die Sicherheit sehr gut gewährleistet. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Rufe beim BZÖ: „Nein!“
Wir brauchen in dieser Situation auch nichts zu beschönigen: Wir haben einen Anstieg bei den Wohnungseinbrüchen (Abg. Grosz: Nein! Wirklich?), gerade in Wien. Aber eines möchte ich auch klar sagen: Es gibt keinen Sicherheitsnotstand in Österreich (Rufe beim BZÖ: „Nein!“), ganz im Gegenteil. (Ruf beim BZÖ: Das bilden sie sich nur ein!) Wir haben an und für sich in Österreich eine sehr gut organisierte Polizei, die die Sicherheit sehr gut gewährleistet. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf beim BZÖ: Das bilden sie sich nur ein!
Wir brauchen in dieser Situation auch nichts zu beschönigen: Wir haben einen Anstieg bei den Wohnungseinbrüchen (Abg. Grosz: Nein! Wirklich?), gerade in Wien. Aber eines möchte ich auch klar sagen: Es gibt keinen Sicherheitsnotstand in Österreich (Rufe beim BZÖ: „Nein!“), ganz im Gegenteil. (Ruf beim BZÖ: Das bilden sie sich nur ein!) Wir haben an und für sich in Österreich eine sehr gut organisierte Polizei, die die Sicherheit sehr gut gewährleistet. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir brauchen in dieser Situation auch nichts zu beschönigen: Wir haben einen Anstieg bei den Wohnungseinbrüchen (Abg. Grosz: Nein! Wirklich?), gerade in Wien. Aber eines möchte ich auch klar sagen: Es gibt keinen Sicherheitsnotstand in Österreich (Rufe beim BZÖ: „Nein!“), ganz im Gegenteil. (Ruf beim BZÖ: Das bilden sie sich nur ein!) Wir haben an und für sich in Österreich eine sehr gut organisierte Polizei, die die Sicherheit sehr gut gewährleistet. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Nein! Dann brechen die Leute bei sich selber ein!
Eines möchte ich schon auch klar und deutlich zum Ausdruck bringen: Diese populistischen Aussagen, die immer wieder getätigt werden, und die Skandalisierungen, die es da von verschiedenen Seiten gibt, leisten sicherlich keinen Beitrag dazu, dass die Sicherheit oder das Sicherheitsgefühl der Menschen in Österreich gewährleistet ist. (Abg. Mag. Stadler: Nein! Dann brechen die Leute bei sich selber ein!)
Abg. Grosz – auf die Galerie weisend –: Es gehen mittlerweile alle Leute! Es gehen alle heim!
Die Wiedereinführung der Schengengrenze, die auch immer wieder gefordert wird, ist – das möchte ich schon sagen – eine Schnapsidee. Ich glaube vielmehr, dass wir der Polizei Maßnahmen und verschiedene Voraussetzungen in die Hand geben müssen. Wir müssen gewährleisten, dass die Polizei effizient einschreiten kann, indem wir verschiedene Maßnahmen forcieren, unter anderem eine Videoüberwachung, eine Ausweitung der Videoüberwachung, auch die Möglichkeit der Zugriffe auf die ASFINAG-Videoüberwachungen, die es gibt. Gerade im Bereich der Autobahnen, der Hauptverkehrsadern, dort, wo eine verstärkte Kriminalität zu verzeichnen ist, müssen wir ansetzen. Und da ist es auch wichtig, dass wir das Personal einsetzen, um dieser Situation steigender Kriminalität gerecht zu werden beziehungsweise Herr zu werden. (Abg. Grosz – auf die Galerie weisend –: Es gehen mittlerweile alle Leute! Es gehen alle heim!)
Abg. Ing. Westenthaler: Was denn? Was hat sie gemacht? Was ist gemacht worden?
Sehen wir uns auch die Situation gerade hier in Wien an: Es gibt in Wien 6 100 Planstellen, und man muss das natürlich im Gesamten sehen. Wir wissen ganz genau, dass all jene, die in der Ausbildung stehen, mit zum Personalstand der Polizei zählen. Und natürlich zählen auch die Cobrabeamten, die Leute des Bundeskriminalamtes, die dort zugeteilt sind, zum Personalstand der Wiener Polizei. Wenn man sich die Maßnahmen anschaut, die von der Frau Bundesministerin in den letzten Wochen gesetzt worden sind – verstärkte Kontrolltätigkeiten, Aktionen, ... (Abg. Ing. Westenthaler: Was denn? Was hat sie gemacht? Was ist gemacht worden?) – Ich bitte dich, Kollege Westenthaler, ein bisserl mit offenen Augen durch das Land zu gehen. (Abg. Grosz: Was sind die Aktionen? – Nur eine! – Abg. Ing. Westenthaler: Schottergrube ausgeräumt, aber sonst nichts!)
Abg. Grosz: Was sind die Aktionen? – Nur eine! – Abg. Ing. Westenthaler: Schottergrube ausgeräumt, aber sonst nichts!
Sehen wir uns auch die Situation gerade hier in Wien an: Es gibt in Wien 6 100 Planstellen, und man muss das natürlich im Gesamten sehen. Wir wissen ganz genau, dass all jene, die in der Ausbildung stehen, mit zum Personalstand der Polizei zählen. Und natürlich zählen auch die Cobrabeamten, die Leute des Bundeskriminalamtes, die dort zugeteilt sind, zum Personalstand der Wiener Polizei. Wenn man sich die Maßnahmen anschaut, die von der Frau Bundesministerin in den letzten Wochen gesetzt worden sind – verstärkte Kontrolltätigkeiten, Aktionen, ... (Abg. Ing. Westenthaler: Was denn? Was hat sie gemacht? Was ist gemacht worden?) – Ich bitte dich, Kollege Westenthaler, ein bisserl mit offenen Augen durch das Land zu gehen. (Abg. Grosz: Was sind die Aktionen? – Nur eine! – Abg. Ing. Westenthaler: Schottergrube ausgeräumt, aber sonst nichts!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler – auf die Galerie weisend –: Alles ist weg! Alle sind gegangen! – Abg. Grosz: Alle sind weg! Das war der Exodus!
Ganz wichtig ist aber, dass wir neben der Erhöhung des Personalstandes auch alle anderen Möglichkeiten, die es im technischen Bereich gibt, und natürlich auch Videoüberwachung und Maßnahmen, die nicht immer wieder von verschiedenen Seiten wegen des Datenschutzes abgewiesen werden, der Polizei an die Hand geben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler – auf die Galerie weisend –: Alles ist weg! Alle sind gegangen! – Abg. Grosz: Alle sind weg! Das war der Exodus!)
Abg. Weinzinger – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Herbert –: Werner, es ist „alles in Ordnung“!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun kommt Herr Abgeordneter Herbert zu Wort. 5 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Weinzinger – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Herbert –: Werner, es ist „alles in Ordnung“!)
Abg. Grosz: Er hat sie am 12. März eingebracht! Was kommt vorher? März oder April? – Abg. Mag. Gaßner: Das könnt ihr euch ausmachen!
nigkeit bereits zuvor gestellt haben. (Abg. Grosz: Er hat sie am 12. März eingebracht! Was kommt vorher? März oder April? – Abg. Mag. Gaßner: Das könnt ihr euch ausmachen!) Sie ist bis auf einen halben Absatz, der hier ergänzend hinzugefügt wurde, fast wortidentisch.
Abg. Grosz: Das ist aber peinlich! – Jänner, Februar, März, April! – Kalender lernen!
Nun, ich denke, Fehler können passieren, das kann schon so sein. Wo gehobelt wird, dort fallen Späne. (Abg. Grosz: Das ist aber peinlich! – Jänner, Februar, März, April! – Kalender lernen!) Aber die Fehler häufen sich, und es passt in dieses eigenartige Bild, das das BMI und Ihr Kabinett, Frau Minister, seit geraumer Zeit diesem Hohen Haus bieten, sei es jetzt bei der Frage der Kriminalitätszahlen, wo es immer diese Diskrepanz zwischen dem „Sicherheitsmonitor“ und den aktuellen Kriminalitätszahlen, den Statistikzahlen gibt, sei es in der Frage der Personalzahlen und jener der Berechnung der Ausbildungsplätze, die einer mathematischen Überprüfung kaum standhalten, oder auch in der Frage der Budgetzahlen, wo ich mir von Ihnen im Ausschuss gefallen lassen musste, dass Sie mir unterstellt haben, ich könne nicht rechnen, obwohl nachweislich – und da bitte ich Sie, noch einmal nachzusehen – gegenüber dem Erfolg 2008 die Mehrdienstleistungen in der exekutiven Sicherheit um 16 Millionen € niedriger budgetiert wurden.
Beifall bei der FPÖ
Allerdings geht diese fragwürdige Politik in erster Linie auf Kosten der Wiener Polizistinnen und Polizisten, die – und da bin ich einer Meinung mit Kollegin Lueger – hervorragende und ausgezeichnete Arbeit leisten, trotz der tristen Rahmenbedingungen, die ihnen in Wien geboten werden (Beifall bei der FPÖ), nämlich des akuten Personalmangels, der fehlenden Ausrüstungs- und Einsatzmittel und natürlich auch der maroden Dienststellen – jetzt abgesehen von jenen etwa 5 Prozent, die in den letzten Jahren etwas saniert wurden.
Abg. Grosz: Und treten Sie zurück!
Ich darf Sie daher ersuchen, Frau Bundesminister: Nehmen Sie diesen gut gemeinten Rat von mir wahr! Stellen Sie sich hinter die Exekutive, unterstützen Sie deren Arbeit (Abg. Grosz: Und treten Sie zurück!), beenden Sie diese kontraproduktive Sicherheitspolitik, die Sie in letzter Zeit betrieben haben, und stellen Sie sicher, dass die Exekutive jene personellen und finanziellen Rahmenbedingungen bekommt, die sie benötigt, damit sie ihre Arbeit effektiv und nachhaltig erledigen kann – nicht nur im Sinne der vielen Polizistinnen und Polizisten, speziell in Wien, sondern auch im Sinne der Bevölkerung! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich darf Sie daher ersuchen, Frau Bundesminister: Nehmen Sie diesen gut gemeinten Rat von mir wahr! Stellen Sie sich hinter die Exekutive, unterstützen Sie deren Arbeit (Abg. Grosz: Und treten Sie zurück!), beenden Sie diese kontraproduktive Sicherheitspolitik, die Sie in letzter Zeit betrieben haben, und stellen Sie sicher, dass die Exekutive jene personellen und finanziellen Rahmenbedingungen bekommt, die sie benötigt, damit sie ihre Arbeit effektiv und nachhaltig erledigen kann – nicht nur im Sinne der vielen Polizistinnen und Polizisten, speziell in Wien, sondern auch im Sinne der Bevölkerung! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Riepl: Erklär uns den Kalender!
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Hohes Haus! (Abg. Riepl: Erklär uns den Kalender!) Ich verleihe meiner Hoffnung Ausdruck, Frau Bundesminister Fekter, dass das heute vielleicht der letzte Tag ist, an dem wir mit Ihnen etwas in diesem Haus zu tun haben (Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ), und ich werde alle meine Energien dafür aufwenden, dass der Misstrauensantrag, den Ewald Stadler und das BZÖ gegen Sie eingebracht haben, ein erfolgreiches Ende nimmt und wir Ihnen wieder die Möglichkeit geben, Ihre Freizeit in Ihrer Schottergrube zu verbringen. (Beifall beim BZÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Hohes Haus! (Abg. Riepl: Erklär uns den Kalender!) Ich verleihe meiner Hoffnung Ausdruck, Frau Bundesminister Fekter, dass das heute vielleicht der letzte Tag ist, an dem wir mit Ihnen etwas in diesem Haus zu tun haben (Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ), und ich werde alle meine Energien dafür aufwenden, dass der Misstrauensantrag, den Ewald Stadler und das BZÖ gegen Sie eingebracht haben, ein erfolgreiches Ende nimmt und wir Ihnen wieder die Möglichkeit geben, Ihre Freizeit in Ihrer Schottergrube zu verbringen. (Beifall beim BZÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Hohes Haus! (Abg. Riepl: Erklär uns den Kalender!) Ich verleihe meiner Hoffnung Ausdruck, Frau Bundesminister Fekter, dass das heute vielleicht der letzte Tag ist, an dem wir mit Ihnen etwas in diesem Haus zu tun haben (Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ), und ich werde alle meine Energien dafür aufwenden, dass der Misstrauensantrag, den Ewald Stadler und das BZÖ gegen Sie eingebracht haben, ein erfolgreiches Ende nimmt und wir Ihnen wieder die Möglichkeit geben, Ihre Freizeit in Ihrer Schottergrube zu verbringen. (Beifall beim BZÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.
Denn, sehr geehrte Frau Bundesministerin: Caspar Einem war gegen Sie noch ein Sicherheitsweltmeister, ein Minister, dem man noch als glaubhaft abgenommen hat, dass er sich um die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher kümmert! (Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.) – Da brauchen Sie gar nicht so zu schreien und zu krakeelen. Wir sind ja hier nicht beim Oktoberfest! (Neuerliche Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.
Denn, sehr geehrte Frau Bundesministerin: Caspar Einem war gegen Sie noch ein Sicherheitsweltmeister, ein Minister, dem man noch als glaubhaft abgenommen hat, dass er sich um die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher kümmert! (Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.) – Da brauchen Sie gar nicht so zu schreien und zu krakeelen. Wir sind ja hier nicht beim Oktoberfest! (Neuerliche Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Okay, es wird gekreischt!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Grosz, die Unterstellung gegenüber Abgeordneten, dass hier „krakeelt“ wird, weise ich auf das Schärfste zurück (Abg. Ing. Westenthaler: Okay, es wird gekreischt!) und erteile Ihnen einen Ordnungsruf.
Beifall des Abg. Ing. Westenthaler.
Die Aufklärungsquote bei Einbruchsdelikten liegt überhaupt nur mehr bei 3 Prozent, und eigentlich ist es mittlerweile schon gewinnbringender, der Einbruchskriminalität als Berufung nachzugehen, als in diesem Land einen anständigen Beruf auszu- üben. – Das ist eine Schande für die Sicherheitspolitik in diesem Land. (Beifall des Abg. Ing. Westenthaler.)
Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.
Die Leute haben Angst! Heute berichtet eine Zeitung, dass eine italienische Partei – im Übrigen die Lega Nord, die den Innenminister stellt, Roberto Maroni – darüber nachdenkt, die Grenze nach Österreich wieder aufzuziehen, weil es selbst im Italien des 21. Jahrhunderts offenbar schon elegant ist, eine Grenzziehung zu Österreich zu fordern, weil die Italiener der subjektiven Ansicht sind, dass Italien ein sichererer Staat als Österreich geworden ist. – Ich gratuliere Ihnen, Frau Fekter, zu Ihrer Meisterleistung in der Sicherheitspolitik! (Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Oppositionsverfolger!
Was halten Sie sich noch für einen Hofstaat in Ihrem Ministerium? – Ein sogenanntes BIA, eine Geheim-Securitate (Abg. Ing. Westenthaler: Oppositionsverfolger!), politisch missbraucht, die personell aufgebläht ist, um eben die politische Situation und die parteipolitische Situation in diesem Land zu prüfen – anstatt dass Sie endlich danach trachten, dass in Hinkunft wieder mehr Beamtinnen und Beamte in Österreich, in der Bundeshauptstadt und in den Landeshauptstädten, ihren Dienst versehen. Das fordern wir von Ihnen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Was halten Sie sich noch für einen Hofstaat in Ihrem Ministerium? – Ein sogenanntes BIA, eine Geheim-Securitate (Abg. Ing. Westenthaler: Oppositionsverfolger!), politisch missbraucht, die personell aufgebläht ist, um eben die politische Situation und die parteipolitische Situation in diesem Land zu prüfen – anstatt dass Sie endlich danach trachten, dass in Hinkunft wieder mehr Beamtinnen und Beamte in Österreich, in der Bundeshauptstadt und in den Landeshauptstädten, ihren Dienst versehen. Das fordern wir von Ihnen! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Und Sie sollen aufhören!
Wenn das Ihre Art der Sicherheitspolitik ist, dann Gute Nacht! Ziehen Sie die Konsequenzen: Treten Sie endlich zurück (Abg. Mag. Gaßner: Und Sie sollen aufhören!) und befreien Sie Österreich von Ihrer Politik! – Ich danke Ihnen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Eine ausgezeichnete Rede! – Abg. Dr. Jarolim: Man kann Komplexe auch anders abarbeiten! – Abg. Mag. Gaßner: Es muss nicht da herinnen sein!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Eine ausgezeichnete Rede! – Abg. Dr. Jarolim: Man kann Komplexe auch anders abarbeiten! – Abg. Mag. Gaßner: Es muss nicht da herinnen sein!
Wenn das Ihre Art der Sicherheitspolitik ist, dann Gute Nacht! Ziehen Sie die Konsequenzen: Treten Sie endlich zurück (Abg. Mag. Gaßner: Und Sie sollen aufhören!) und befreien Sie Österreich von Ihrer Politik! – Ich danke Ihnen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Eine ausgezeichnete Rede! – Abg. Dr. Jarolim: Man kann Komplexe auch anders abarbeiten! – Abg. Mag. Gaßner: Es muss nicht da herinnen sein!)
Ruf beim BZÖ: Geh! Wo sind die Ergebnisse, bitte?
Der Umstand allein, dass das Büro für Interne Angelegenheiten, das der Kern einer Korruptionsbekämpfungs-Polizeieinheit im Innenministerium sein soll, erfolgreiche Arbeit bei Korruptionsvorwürfen im Umfeld der Kärntner Landesregierung und des BZÖ geleistet hat (Ruf beim BZÖ: Geh! Wo sind die Ergebnisse, bitte?), ist kein ausreichender Grund, es hier als Ersatz-Securitate zu diffamieren. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist die Geheimpolizei der Frau Fekter, die sie auf Oppositionspolitiker loslässt!) Herr Kollege Grosz, Sie werden sich daran gewöhnen müssen: Wir brauchen Polizeieinheiten, die möglichst weisungsfrei oder möglichst nur einem Staatsanwalt und einem Richter verantwortlich sind (Abg. Grosz: Gegen mich hat die BIA noch nicht ermittelt, aber ich halte trotzdem nichts davon!) und die ohne Ansehen der Partei in Korruptionsfällen ermitteln. Und dass das in Zukunft auch in Kärnten und in Klagenfurt möglich ist, das könnte eine neue Qualität der österreichischen Sicherheits- und Justizpolitik sein. – Das ist das eine.
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist die Geheimpolizei der Frau Fekter, die sie auf Oppositionspolitiker loslässt!
Der Umstand allein, dass das Büro für Interne Angelegenheiten, das der Kern einer Korruptionsbekämpfungs-Polizeieinheit im Innenministerium sein soll, erfolgreiche Arbeit bei Korruptionsvorwürfen im Umfeld der Kärntner Landesregierung und des BZÖ geleistet hat (Ruf beim BZÖ: Geh! Wo sind die Ergebnisse, bitte?), ist kein ausreichender Grund, es hier als Ersatz-Securitate zu diffamieren. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist die Geheimpolizei der Frau Fekter, die sie auf Oppositionspolitiker loslässt!) Herr Kollege Grosz, Sie werden sich daran gewöhnen müssen: Wir brauchen Polizeieinheiten, die möglichst weisungsfrei oder möglichst nur einem Staatsanwalt und einem Richter verantwortlich sind (Abg. Grosz: Gegen mich hat die BIA noch nicht ermittelt, aber ich halte trotzdem nichts davon!) und die ohne Ansehen der Partei in Korruptionsfällen ermitteln. Und dass das in Zukunft auch in Kärnten und in Klagenfurt möglich ist, das könnte eine neue Qualität der österreichischen Sicherheits- und Justizpolitik sein. – Das ist das eine.
Abg. Grosz: Gegen mich hat die BIA noch nicht ermittelt, aber ich halte trotzdem nichts davon!
Der Umstand allein, dass das Büro für Interne Angelegenheiten, das der Kern einer Korruptionsbekämpfungs-Polizeieinheit im Innenministerium sein soll, erfolgreiche Arbeit bei Korruptionsvorwürfen im Umfeld der Kärntner Landesregierung und des BZÖ geleistet hat (Ruf beim BZÖ: Geh! Wo sind die Ergebnisse, bitte?), ist kein ausreichender Grund, es hier als Ersatz-Securitate zu diffamieren. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist die Geheimpolizei der Frau Fekter, die sie auf Oppositionspolitiker loslässt!) Herr Kollege Grosz, Sie werden sich daran gewöhnen müssen: Wir brauchen Polizeieinheiten, die möglichst weisungsfrei oder möglichst nur einem Staatsanwalt und einem Richter verantwortlich sind (Abg. Grosz: Gegen mich hat die BIA noch nicht ermittelt, aber ich halte trotzdem nichts davon!) und die ohne Ansehen der Partei in Korruptionsfällen ermitteln. Und dass das in Zukunft auch in Kärnten und in Klagenfurt möglich ist, das könnte eine neue Qualität der österreichischen Sicherheits- und Justizpolitik sein. – Das ist das eine.
Abg. Mag. Stadler: Reiner Zufall!
Wissen Sie, was es heute für Beamte bedeutet, sich ständig überlegen zu müssen, ob man auf Linie des Ministeriums ist und ob man, wenn man nicht mitgeht und nicht einer bestimmten Partei angehört, überhaupt noch karrieremäßig in seinem Dienst eine Chance hat? – Das bedrückt vor allem die Wiener Kriminalpolizei. Wenn wir draufkommen, dass die städtische, die großstädtische Kriminalpolizei – und hier vor allem Wien – sehr viel mit der ÖVP-Sicherheitspolitik zu tun hat, dann liegt ja ein Schluss nahe (Abg. Mag. Stadler: Reiner Zufall!): Wahrscheinlich ist es eine ÖVP-Innenministerin, die Innenministerin jener Partei, die hier die wenigsten Möglichkeiten hat, etwas zu ändern, denn warum sollten wir gerade von einer ÖVP-Innenministerin erwarten, dass sie die ÖVP-Sicherheitspolitik ändert? Das ist das Problem. (Abg. Rädler: Von den Grünen vielleicht!)
Abg. Rädler: Von den Grünen vielleicht!
Wissen Sie, was es heute für Beamte bedeutet, sich ständig überlegen zu müssen, ob man auf Linie des Ministeriums ist und ob man, wenn man nicht mitgeht und nicht einer bestimmten Partei angehört, überhaupt noch karrieremäßig in seinem Dienst eine Chance hat? – Das bedrückt vor allem die Wiener Kriminalpolizei. Wenn wir draufkommen, dass die städtische, die großstädtische Kriminalpolizei – und hier vor allem Wien – sehr viel mit der ÖVP-Sicherheitspolitik zu tun hat, dann liegt ja ein Schluss nahe (Abg. Mag. Stadler: Reiner Zufall!): Wahrscheinlich ist es eine ÖVP-Innenministerin, die Innenministerin jener Partei, die hier die wenigsten Möglichkeiten hat, etwas zu ändern, denn warum sollten wir gerade von einer ÖVP-Innenministerin erwarten, dass sie die ÖVP-Sicherheitspolitik ändert? Das ist das Problem. (Abg. Rädler: Von den Grünen vielleicht!)
Zwischenruf des Abg. Hornek
Aber das viel Wichtigere ist ja, in diesem Haus zum Beispiel im Innenausschuss zu versuchen, einen Konsens dahin gehend zu erzielen, dass die kriminalpolizeiliche Arbeit strukturell auf eine neue und zum Teil sogar alte Basis gestellt werden muss (Zwischenruf des Abg. Hornek) und einfach ein anständiges, ordentliches und seriöses Arbeitsumfeld für die städtische Kriminalpolizei hergestellt werden muss. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Aber das viel Wichtigere ist ja, in diesem Haus zum Beispiel im Innenausschuss zu versuchen, einen Konsens dahin gehend zu erzielen, dass die kriminalpolizeiliche Arbeit strukturell auf eine neue und zum Teil sogar alte Basis gestellt werden muss (Zwischenruf des Abg. Hornek) und einfach ein anständiges, ordentliches und seriöses Arbeitsumfeld für die städtische Kriminalpolizei hergestellt werden muss. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn es die Ministerin nicht kann – wir hatten ja solche Fälle in der Vergangenheit schon –, dann könnte das doch eine Angelegenheit des Nationalrates werden. Probieren wir es doch einmal gemeinsam im Innenausschuss! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Weinzinger: Oberösterreich ist benachteiligt!
Jetzt zur zweiten Frage. Herr Kollege Hagen, diese 450 bekommt Wien jährlich, während die 400 Beamten für Oberösterreich für die nächsten fünf Jahre gerechnet werden. Und diese beiden Zahlen unterscheiden sich schon gravierend, ob man 450 Polizeischüler jährlich bekommt oder bis 2013. (Abg. Weinzinger: Oberösterreich ist benachteiligt!)
Abg. Ing. Westenthaler: Wann wird das BIA abgeschafft?
Es ist so, dass die Polizeischüler, die ihre Praxis absolvieren müssen, diese auch in Wien absolvieren. Das heißt, 48 Polizeischüler unterstützen die Polizeiinspektionen und 98 junge Polizistinnen und Polizisten werden ab Juni auch die Dienststellen unterstützen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wann wird das BIA abgeschafft?) Daher ist das sicher eine Erhöhung der Präsenz der Polizei auf den Straßen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Die Einbrecher bedanken sich bei der Polizei! – Abg. Grosz: Die Einbrecher, die sich bei der Innenministerin bedanken! – Jetzt sind wir schon so weit!
bruchsopfer angesprochen worden, das sich für die gute Arbeit der Polizei nicht nur zum Zeitpunkt, als die Tat aufgenommen wurde, sondern auch für die Nachbearbeitung – weil mit den Opfern auch im Nachhinein noch einmal Kontakt aufgenommen wird – bedankt hat. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Die Einbrecher bedanken sich bei der Polizei! – Abg. Grosz: Die Einbrecher, die sich bei der Innenministerin bedanken! – Jetzt sind wir schon so weit!)
Abg. Grosz: Und das Ergebnis?
Wir haben die Schwerpunktaktionen Ost gesetzt, und zwar nicht nur ein Mal. Ein Mal war sie medial sehr präsent. (Abg. Grosz: Und das Ergebnis?) – Herr Kollege Grosz, das Ergebnis wurde bereits vor längerer Zeit vom Innenministerium auf der Homepage veröffentlicht, wo alle Fahndungserfolge detailliert dargestellt wurden. (Abg. Grosz: Na bumm!)
Abg. Grosz: Na bumm!
Wir haben die Schwerpunktaktionen Ost gesetzt, und zwar nicht nur ein Mal. Ein Mal war sie medial sehr präsent. (Abg. Grosz: Und das Ergebnis?) – Herr Kollege Grosz, das Ergebnis wurde bereits vor längerer Zeit vom Innenministerium auf der Homepage veröffentlicht, wo alle Fahndungserfolge detailliert dargestellt wurden. (Abg. Grosz: Na bumm!)
Abg. Ing. Westenthaler: Wie viele Einbrecher?
Nur als Beispiel kann ich Ihnen sagen: Es hat 58 Verhaftungen gegeben, 24 Sicherstellungen gestohlener Fahrzeuge. Wir haben Suchtmittel in größerem Ausmaß festgestellt. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie viele Einbrecher?) Wir haben eine terrorverdächtige Person festnehmen können. Es gab die Anhaltung von 29 illegal Eingereisten. Daraus ist erkennbar, dass die Schwerpunktaktionen sehr erfolgreich sind. (Abg. Ing. Westenthaler: Waren das ganze 29 oder 28,5?!)
Abg. Ing. Westenthaler: Waren das ganze 29 oder 28,5?!
Nur als Beispiel kann ich Ihnen sagen: Es hat 58 Verhaftungen gegeben, 24 Sicherstellungen gestohlener Fahrzeuge. Wir haben Suchtmittel in größerem Ausmaß festgestellt. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie viele Einbrecher?) Wir haben eine terrorverdächtige Person festnehmen können. Es gab die Anhaltung von 29 illegal Eingereisten. Daraus ist erkennbar, dass die Schwerpunktaktionen sehr erfolgreich sind. (Abg. Ing. Westenthaler: Waren das ganze 29 oder 28,5?!)
Abg. Grosz: Wenn man nicht mehr weiter weiß, gründet man einen Arbeitskreis!
Es gibt auch andere Schwerpunktaktionen, die nicht in dem Ausmaß medial Niederschlag finden, aber erfolgreich sind. Wir müssen auch das Umland von Wien besonders schützen. Daher werden wir unsere Strategien nicht nur auf das Stadtzentrum konzentrieren, sondern auch mit den Bundesländern Niederösterreich und Burgenland gemeinsame Arbeit leisten. (Abg. Grosz: Wenn man nicht mehr weiter weiß, gründet man einen Arbeitskreis!)
Abg. Petzner: Sie haben da was missverstanden!
Es wird eine neue Koordinierungsstelle Ost geben, die die Aktivitäten, insbesondere die Ausgleichsmaßnahmen der Streifenorganisation der Ostregion bearbeiten wird. Weil immer wieder der Wunsch von manchen Vorgestrigen kommt, man möge die Grenzbalken wieder schließen: Ich persönlich will nicht zurück ins vorige Jahrhundert. (Abg. Petzner: Sie haben da was missverstanden!) Ich will hier in Freiheit, auch mit unseren Nachbarn, leben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es wird eine neue Koordinierungsstelle Ost geben, die die Aktivitäten, insbesondere die Ausgleichsmaßnahmen der Streifenorganisation der Ostregion bearbeiten wird. Weil immer wieder der Wunsch von manchen Vorgestrigen kommt, man möge die Grenzbalken wieder schließen: Ich persönlich will nicht zurück ins vorige Jahrhundert. (Abg. Petzner: Sie haben da was missverstanden!) Ich will hier in Freiheit, auch mit unseren Nachbarn, leben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Petzner: Das reicht nicht!
Dafür werden wir im Grenzraum die Sicherheitsanstrengungen vervielfachen. (Abg. Petzner: Das reicht nicht!) Wir reden hier von insgesamt 140 Ausgleichsmaßnahmenstreifen in der Ostregion, das heißt, 140 zusätzliche Streifendienste, die unsere Ostregion sicherer machen und die Täter erst gar nicht nach Wien kommen lassen sollen. (Abg. Grosz: ... die Grenze zu Italien! Das ist eine Schande, Frau Ministerin!)
Abg. Grosz: ... die Grenze zu Italien! Das ist eine Schande, Frau Ministerin!
Dafür werden wir im Grenzraum die Sicherheitsanstrengungen vervielfachen. (Abg. Petzner: Das reicht nicht!) Wir reden hier von insgesamt 140 Ausgleichsmaßnahmenstreifen in der Ostregion, das heißt, 140 zusätzliche Streifendienste, die unsere Ostregion sicherer machen und die Täter erst gar nicht nach Wien kommen lassen sollen. (Abg. Grosz: ... die Grenze zu Italien! Das ist eine Schande, Frau Ministerin!)
Abg. Grosz: Was ist mit Mitzis Einbrecherquiz?
Es wird einen verstärkten Einsatz der Zentrale des operativen Zentrums für Ausgleichsmaßnahmen geben. Das heißt, die Ausgleichsmaßnahmen im operativen Zentrum werden aufgerüstet von einer Streife auf vier Streifen. Daran können Sie erkennen, dass wir für den Grenzraum sehr viel tun, damit wir im Ballungszentrum besser geschützt sind. (Abg. Grosz: Was ist mit Mitzis Einbrecherquiz?)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben weiters festgelegt, dass der Kriminaldienst, der ja von Herrn Pilz so kritisiert worden ist, gestärkt wird. Herr Kollege Grosz, Sie haben vorhin lautstark gerufen: Na, was haben Sie denn gemacht? – Jetzt erläutere ich Ihnen, was wir alles gemacht haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wir warten immer noch darauf!
Wir haben den Kriminaldienst in Wien besonders gestärkt, weil wir die Täter überführen wollen. Es gibt die Zuweisung von 50 zivilen Streifenwägen zur Stärkung des operativen Kriminaldienstes in Wien. (Abg. Ing. Westenthaler: Wir warten immer noch darauf!) Die Auslieferung läuft ab dieser Woche und wird Ende Mai abgeschlossen sein.
Abg. Ing. Westenthaler: Super! Spitze!
Wir haben weiters das DNA-Projekt auf Wien ausgedehnt, mit dem Schwerpunkt Einbruchskriminalität. Hier unterstützen uns die Universität Innsbruck und die Gerichtsmedizin Innsbruck im Hinblick auf die Kriminalitätsbekämpfung durch die Auswertung der DNA. (Abg. Ing. Westenthaler: Super! Spitze!)
Abg. Grosz: Das Ministerium eh, aber Sie nicht!
Herr Kollege Grosz, Sie können sehen, das Innenministerium arbeitet mit Hochdruck – und das bereits seit Spätherbst vorigen Jahres. (Abg. Grosz: Das Ministerium eh, aber Sie nicht!) Und weil wir so mit Hochdruck gearbeitet haben, nämlich sofort, als wir erkannt haben, dass die Kriminalität im Steigen ist, konnten wir im April bereits Erfolge einfahren (Abg. Petzner: Wo denn? – Abg. Grosz: ... kein Mensch!), nämlich dass die Zahlen wieder rückläufig sein werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Ist Ihre Handtasche schon aufgetaucht? – Abg. Ing. Westenthaler: Was ist mit Mitzis Einbrecherquiz? Millionenshow! Was ist mit der BIA-Abschaffung?)
Abg. Petzner: Wo denn? – Abg. Grosz: ... kein Mensch!
Herr Kollege Grosz, Sie können sehen, das Innenministerium arbeitet mit Hochdruck – und das bereits seit Spätherbst vorigen Jahres. (Abg. Grosz: Das Ministerium eh, aber Sie nicht!) Und weil wir so mit Hochdruck gearbeitet haben, nämlich sofort, als wir erkannt haben, dass die Kriminalität im Steigen ist, konnten wir im April bereits Erfolge einfahren (Abg. Petzner: Wo denn? – Abg. Grosz: ... kein Mensch!), nämlich dass die Zahlen wieder rückläufig sein werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Ist Ihre Handtasche schon aufgetaucht? – Abg. Ing. Westenthaler: Was ist mit Mitzis Einbrecherquiz? Millionenshow! Was ist mit der BIA-Abschaffung?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Ist Ihre Handtasche schon aufgetaucht? – Abg. Ing. Westenthaler: Was ist mit Mitzis Einbrecherquiz? Millionenshow! Was ist mit der BIA-Abschaffung?
Herr Kollege Grosz, Sie können sehen, das Innenministerium arbeitet mit Hochdruck – und das bereits seit Spätherbst vorigen Jahres. (Abg. Grosz: Das Ministerium eh, aber Sie nicht!) Und weil wir so mit Hochdruck gearbeitet haben, nämlich sofort, als wir erkannt haben, dass die Kriminalität im Steigen ist, konnten wir im April bereits Erfolge einfahren (Abg. Petzner: Wo denn? – Abg. Grosz: ... kein Mensch!), nämlich dass die Zahlen wieder rückläufig sein werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Ist Ihre Handtasche schon aufgetaucht? – Abg. Ing. Westenthaler: Was ist mit Mitzis Einbrecherquiz? Millionenshow! Was ist mit der BIA-Abschaffung?)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim
Verfassungsgerichtshofpräsident Holzinger beispielsweise, Verfassungsexperte Heinz Mayer, Nationalratspräsidentin Prammer, der Verfassungssprecher der SPÖ Wittmann, viele andere mehr, die Vorsitzende der Wahlkommission der Universität Wien Gerda Marx (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim), die gemeinsam mit ihrem Stellvertreter aus datenschutzrechtlichen Begründungen im Dezember zurückgetreten ist – all diese Personen sollen jetzt wegen Verunsicherung geklagt werden? – Das kann doch wohl nicht der Umgang mit dieser Situation sein. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Verfassungsgerichtshofpräsident Holzinger beispielsweise, Verfassungsexperte Heinz Mayer, Nationalratspräsidentin Prammer, der Verfassungssprecher der SPÖ Wittmann, viele andere mehr, die Vorsitzende der Wahlkommission der Universität Wien Gerda Marx (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim), die gemeinsam mit ihrem Stellvertreter aus datenschutzrechtlichen Begründungen im Dezember zurückgetreten ist – all diese Personen sollen jetzt wegen Verunsicherung geklagt werden? – Das kann doch wohl nicht der Umgang mit dieser Situation sein. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Jarolim: Wer ist das?
Zum Dritten gibt es hier eine etwas seltsame Optik, denn Personen, die einerseits dafür zuständig sind, die Software für E-Voting selbst, aber auch für die Lesegeräte zu erstellen, sind gleichzeitig in jenen Institutionen tätig, die diese Software zertifizieren sollen. (Abg. Dr. Jarolim: Wer ist das?) Das ist aus unserer Sicht ein absolut intransparentes Vorgehen und auch nicht in Ordnung. Ich habe auch vor einigen Wochen diesbezüglich eine parlamentarische Anfrage an Sie gerichtet. Die Antwort steht noch aus.
Beifall bei den Grünen.
Die TU Wien, die eigentlich im globalen Maßstab eine relevante Größe ist, gerade in technischen Fragen, hat die Sorge, dass dieses technische System nicht sicher ist. Hier einfach so zu overrulen und diese Bedenken nicht zu hören, das halte ich ebenfalls für höchst bedenklich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, noch einmal: Beenden Sie, bitte, diese unwürdige Spiel! Beenden Sie an all jenen Fakultäten, wo es jetzt schon zu unvollständigen und zu falschen Stimmzetteln kommt, den Einsatz von E-Voting! Am liebsten wäre es uns natürlich, wenn Sie das ganze Experiment stoppen würden, denn Sie haben dem E-Voting und der Diskussion um E-Voting in Österreich mit diesem Vorgehen, mit diesem Alleingang keinen guten Dienst erwiesen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Musiol: Warum haben Sie dann gegen diesen Antrag gestimmt?
Letztendlich wurde sogar bei den Präsidentschaftswahlen in Amerika als letzter Versuch in Florida E-Voting eingesetzt. Dort hat es dann eine Untersuchung der Florida State University gegeben, die zu folgendem Ergebnis gekommen ist: Erstens sind der Manipulation Tür und Tor geöffnet, und zweitens ist die geheime Wahl mit Sicherheit nicht gewährleistet, weil Rückschlüsse auf das Wahlverhalten des Einzelnen möglich sind. (Abg. Mag. Musiol: Warum haben Sie dann gegen diesen Antrag gestimmt?)
Abg. Mag. Musiol: Sie hätten selbst einen Antrag stellen können!
Dieser Antrag kam ein bisschen spät. Wir sind schon seit mehreren Jahren gegen E-Voting. (Abg. Mag. Musiol: Sie hätten selbst einen Antrag stellen können!) Ich habe noch nie eine andere Meinung vertreten. (Abg. Mag. Musiol: Aber die Taten waren andere!) Der Grund war der, dass das eigentlich sehr spät eingereicht wurde.
Abg. Mag. Musiol: Aber die Taten waren andere!
Dieser Antrag kam ein bisschen spät. Wir sind schon seit mehreren Jahren gegen E-Voting. (Abg. Mag. Musiol: Sie hätten selbst einen Antrag stellen können!) Ich habe noch nie eine andere Meinung vertreten. (Abg. Mag. Musiol: Aber die Taten waren andere!) Der Grund war der, dass das eigentlich sehr spät eingereicht wurde.
Beifall bei der SPÖ.
Man muss sich, glaube ich, auch vor Augen führen, dass man eine Wahlhandlung, wo man eigentlich die gesellschaftliche Weichenstellung für die nächsten vier bis fünf Jahre oder noch länger vornimmt, nicht vergleichen kann mit einem Voting für „Dancing Stars“, sondern das ist ein Wahlakt, der bewusst gesetzt werden muss, wo gesellschaftliche Richtungsentscheidungen stattfinden, und dieser Wahlakt soll auch dem Einzelnen bewusst sein als solcher und nicht gleichgesetzt werden mit Wahlakten, die über das Fernsehen verbreitet werden und wo man den schönsten Mann oder die beste Tänzerin oder was weiß ich was wählt. Das hat, glaube ich, nicht auf derselben Ebene stattzufinden. Und auch aus diesem Grund ist E-Voting abzulehnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, dass das Experiment, wie man jetzt sieht, schiefgegangen ist, weil, wie die Kollegin gesagt hat, Abstürze des Systems stattgefunden haben und es falsche Parteienbezeichnungen gab. Also, sagen wir: Es war ein Versuch, und der war nicht sehr erfolgreich. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.
Ich kenne natürlich auch die gegen E-Voting immer wieder vorgebrachten Kritikpunkte, die ja heute bereits angeklungen sind. Es wird gerne darauf hingewiesen, dass auch beim E-Voting die Wahlgrundsätze des allgemeinen, persönlichen, freien, geheimen und gleichen Wahlrechts einzuhalten sind. Das ist völlig richtig! Diese Bedenken wurden auch sehr ernst genommen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.) Auch betreffend die geheime Wahl, Herr Kollege Wittmann.
Beifall bei der ÖVP.
Schließlich sei noch darauf hingewiesen, dass auch der Europarat – und der ist ja wirklich unverdächtig – davon ausgeht, dass E-Voting und die Einhaltung der von mir bereits genannten Wahlgrundsätze einander keineswegs ausschließen. Das gilt auch für das geheime Wahlrecht. Dies ergibt sich klar und deutlich aus den Empfehlungen des Europarates zum E-Voting. Darin wird auch empfohlen, dass der Wahlvorgang des E-Votings den Wählern neutral und unparteiisch zu erklären ist. Schade, dass dies angesichts der zahlreichen Anti-E-Voting-Kampagnen im ÖH-Wahlkampf leider nicht möglich war. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Wittmann: Wir sind seit drei Jahren dagegen!
Ich gehe davon aus, dass Sie nicht darauf warten, dass wir einen Antrag stellen, um etwas, was Ihnen nicht passt, durchzuführen, sondern dass Sie sehr wohl von sich aus tätig werden können. Also mit Verlaub gesagt, Ihr Argument geht doch ins Leere. Wahrscheinlich stand da doch eine gewisse Koalitionstreue bisher im Vordergrund, und jetzt haben Sie erkannt, dass der Druck, und zwar nicht nur von den Oppositionsparteien, sondern auch, wie Sie selbst festgestellt haben, auf internationaler Ebene und auch vonseiten der Experten in Österreich, zu groß ist. (Abg. Dr. Wittmann: Wir sind seit drei Jahren dagegen!)
Beifall bei der FPÖ.
Es dürfen aber auch all die Probleme im Zusammenhang mit dem Computersystem nicht außer Acht gelassen werden. Sie müssen zugeben, dass die Liste der angeblich sicheren Computersysteme, in die keiner eindringen kann, die aber dann doch geknackt wurden, schon sehr lang ist. Das müssen Sie doch zugeben! Wir hören es doch immer wieder, dass in die Computersysteme eingegriffen werden kann, ja sogar bis zum Pentagon. Und wir sollen jetzt das einzig wirklich sichere System installiert haben, bei dem es keine Einflussmöglichkeiten gibt?! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
All das ist schon sehr erstaunlich und wirft so große Fragen auf, dass ich doch fest davon ausgehe, dass diese Wahl vom Verfassungsgerichtshof für ungültig erklärt wird. Dann haben wir hier viel Geld verschwendet, dann haben wir hier nur ein Prestigeprojekt, das Bundesminister Hahn offensichtlich vorangetrieben hat, durchgeführt, und dann haben wir der Demokratie jedenfalls keinen guten Dienst erwiesen. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Wir hatten am Beispiel ÖH-Wahl tatsächlich die Möglichkeit, ein System im Einsatz, in der Realität zu erproben, um damit vielleicht auch festzustellen, ob es für Systeme, die auch gesetzgebende Körperschaften betreffen, geeignet wäre. Dieses Experiment ist mangels einer schlechten und nicht vernünftigen Vorbereitung gescheitert. – Schon die Ausschreibung ist mehr als hinterfragenswürdig: Allein die Tatsache, dass hier auch alternative Systeme, die durchaus angeboten wurden, nicht zum Zug kamen, ist zu hinterfragen. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim BZÖ.
Im Großen und Ganzen kann man es so zusammenfassen: E-Voting wäre eine Bereicherung gewesen, um die Wahlbeteiligung zu steigern, es ist aber dilettantisch vorbereitet worden und kräftig „in die Hose gegangen“. Damit können wir, so glaube ich, dieses System für zukünftige Wahlen zu demokratischen Einrichtungen, gesetzgebenden Körperschaften in Österreich vergessen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Öllinger – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Grünewald –: Jetzt erklär das kurz, bitte!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Grünewald. – Bitte. (Abg. Öllinger – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Grünewald –: Jetzt erklär das kurz, bitte!)
Abg. Öllinger: So ist es!
ren, was wir gerade einführen wollen (Abg. Öllinger: So ist es!), wünsche ich mir nicht, dass die ÖH noch auf die Idee kommt, OECD-Beobachter in Österreich bei den ÖH-Wahlen einzufordern. Das wäre ein weiteres „Nicht-Ruhmesblatt“ für unsere Politik. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
ren, was wir gerade einführen wollen (Abg. Öllinger: So ist es!), wünsche ich mir nicht, dass die ÖH noch auf die Idee kommt, OECD-Beobachter in Österreich bei den ÖH-Wahlen einzufordern. Das wäre ein weiteres „Nicht-Ruhmesblatt“ für unsere Politik. (Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit bei den Grünen.
Wenn man sich so verteidigen wollte, wäre das Schlimmste, das passieren könnte, dass allen Kritikern vorgeworfen wird, sie wären noch im Zeitalter der Postkutsche und hinterwäldlerisch. – Ich versichere Ihnen und beeide das: Ich kenne bei der ÖH und auch bei den Grünen niemanden, der beim Anblick eines Laptops oder einer elektrischen Zahnbürste das Kreuz schlägt und nach dem Exorzisten Strache ruft. (Heiterkeit bei den Grünen.) – Das gibt es nicht, aber die Skepsis mag berechtigt sein.
Beifall bei den Grünen
Ich glaube, Demokratie beginnt schon vor dem Gang zur Wahlurne! Studierende wären vielleicht demokratiepolitisch engagierter, wenn sie sehen würden, man hört auch auf sie und sie schreiben nicht nur Briefe an das Christkind (Beifall bei den Grünen), sondern es gibt eben Mitbestimmung auch an den Universitäten.
Beifall bei den Grünen.
Mit diesem Geld könnten Sie diese Leute bezahlen oder Rektor Winckler vielleicht zur Räson bringen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Musiol: Unter Kritik stand!
Die schon mehrfach adressierte Firma Scytl ist eine Firma, die schon in der Vergangenheit mehrfach (Abg. Mag. Musiol: Unter Kritik stand!) mit ihrer Expertise tätig wurde, gegenwärtig auch wieder vom französischen Senat eingeladen wurde, eine entsprechende Wahl für Überseefranzosen und ‑französinnen abzuwickeln, nunmehr auch in der Schweiz in einem Kanton und auch in den USA zum Einsatz kommt, also hocherfahren ist in einem jungen Segment (Abg. Mag. Musiol: Und hoch kritisiert!) und daher von uns ausgewählt wurde.
Abg. Mag. Musiol: Und hoch kritisiert!
Die schon mehrfach adressierte Firma Scytl ist eine Firma, die schon in der Vergangenheit mehrfach (Abg. Mag. Musiol: Unter Kritik stand!) mit ihrer Expertise tätig wurde, gegenwärtig auch wieder vom französischen Senat eingeladen wurde, eine entsprechende Wahl für Überseefranzosen und ‑französinnen abzuwickeln, nunmehr auch in der Schweiz in einem Kanton und auch in den USA zum Einsatz kommt, also hocherfahren ist in einem jungen Segment (Abg. Mag. Musiol: Und hoch kritisiert!) und daher von uns ausgewählt wurde.
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, wir sollten dieses Vorhaben zu Ende bringen. Wir haben eine umfassende Evaluierung zugesagt, und diese werden wir auch durchführen: Es wird einen Bericht geben, wir werden das diskutieren, hier und an verschiedenen anderen Stellen. Und ich bin überzeugt davon, dass das E-Voting seinen Siegeszug nicht nur in Österreich, sondern auf der ganzen Welt antreten wird, weil es einfach eine wesentliche Möglichkeit der partizipativen Mitbestimmung im 21. Jahrhundert ist. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Damit wird eindeutig festgeschrieben und untermauert, dass diese Stiftung ausschließlich SPÖ-Interessen dient. Nur die SPÖ-Interessen müssen umgesetzt werden, alles andere ist nebensächlich. – Das widerspricht der allgemeinen Gemeinnützigkeit von Stiftungen und muss hier von uns, von Seiten des BZÖ, angeprangert werden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Gleichzeitig aber, geschätzte Damen und Herren, wurden 60 Druckereimitarbeiter gekündigt. Wo bleibt hier die Gemeinnützigkeit und wo bleibt hier das soziale Gewissen der SPÖ? (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Faul.
Die Doppelmoral von Landeshauptmann Voves ist wirklich ungeheuerlich und muss daher angeprangert werden. (Zwischenruf des Abg. Faul.)
Beifall beim BZÖ.
Beispiele der Kritik: Die Partei der kleinen Leute entpuppt sich jetzt als Großkapitalist. Oder: Ein Landeshauptmann, der gegen Reiche und Stiftungen wettert, und eine SPÖ, die ihr Geld in Stiftungen zum Selbstzweck anlegt, nur um Steuern zu sparen, sind unglaubwürdig. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Amon: Das ist unerhört!
Geschätzte Damen und Herren! Experten schätzen übrigens, dass das seit 2001, nämlich seit Beginn, rund 10 Millionen € sein könnten. 10 Millionen € könnte sich diese Stiftung an Steuern erspart haben. (Abg. Amon: Das ist unerhört!)
Beifall beim BZÖ.
Geschätzte Damen und Herren, vor allem von der Sozialdemokratie, legen Sie diese Stiftungen offen und gehen Sie nicht mit dem Geld – wie man in der Steiermark sagt – stiften. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Oswald Klikovits (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine geschätzten Herren Staatssekretäre! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Wir haben heute im Zusammenhang mit dem Budgetbegleitgesetz schon sehr viele sachliche Ausführungen gehört, die sich mit dem Inhalt dieses Gesetzes beschäftigt haben. Wir haben aber leider Gottes hier im Hohen Haus auch sehr viele Redebeiträge gehört, die meiner Meinung nach nur den einen Rückschluss zulassen, dass sie – ich erinnere nur daran, in welcher Art und Weise und mit welcher Diktion sich Kollege Grosz an Frau Bundesministerin Fekter gewandt hat – den Nährboden für sogenannte Lausbubenstreiche darstellen. Ich finde das wirklich nicht in Ordnung – bei aller Freiheit, die wir Abgeordnete hier im Parlament genießen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Daher bitte ich Sie auch in diesem Sinne, diesen Budgetbegleitgesetzen Ihre Unterstützung zu geben, weil mit dieser Unterstützung neben den vielen anderen Maßnahmen, die gesetzt werden, vor allem Toleranz in diesem Land gefördert wird. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Seit 1995, meine Damen und Herren, ist dieser Betrag konstant. Das heißt, realiter ist das eine Abwertung von 30 Prozent. Was 1995 richtig und angemessen war, kann nicht mit 30 Prozent Minderung jetzt auch noch richtig sein. Also ich glaube, hier haben wir eine Baustelle, Herr Staatssekretär. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe heute aus Ihrer Fraktion diesbezüglich leider keine Wortmeldung vernommen, im Gegenteil, ich habe Zwischenrufe vernommen, in denen Sie gesagt haben, das ist ja alles nicht wahr. Also das müssen Sie sich dann mit Ihrem Bundesobmann Joschi Ackerl ausmachen. Ich hätte mir von Ihrer Fraktion mehr Stehvermögen und mehr Mut zur Wahrheit erwartet. Das kann ich Ihnen schon sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dieser Betriebsrat gehört vorzeitig in die Pension geschickt. Schämen sollte er sich dafür. Das ist wirklich ein Skandal, den die Republik noch nicht gesehen hat. Bei allen Arbeitern wird der Wahltag zum Zahltag werden für diesen Herrn. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich ersuche Sie, nehmen Sie diese Chance wahr, nehmen Sie diesen Antrag an, für mehr Gerechtigkeit in diesem Lande Österreich! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Weinzinger.
Natürlich werden die einen oder anderen Maßnahmen noch verbesserbar sein. Wir alle sind aufgerufen – das ist keine Aufgabe des Justizressorts, das ist nicht allein Aufgabe der Regierungsfraktionen, das ist eine gemeinsame Aufgabe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Justiz –, alle Parteien in diesem Hohen Haus sind aufgerufen, hier gute Ideen beizusteuern, die Diskussion weiterzubringen. Ziel kann es nicht sein, eine gebührenfreie Justiz auf niedrigerem Qualitätsniveau zur Verfügung zu stellen. (Zwischenruf des Abg. Weinzinger.)
Beifall bei der ÖVP.
Ziel muss es sein, die Qualität auf hohem Niveau noch weiter zu steigern, auf jeden Fall aber aufrechtzuerhalten. Dazu rufe ich auf, und ich darf Sie alle einladen, auch in den nächsten Wochen und Monaten weiter daran mitzuarbeiten. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Jury bringt eine Tetrapackung mit der Aufschrift „A faire Milch“ mit zum Rednerpult und gießt daraus Milch in ein Glas.
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Jury. – Bitte. (Abg. Jury bringt eine Tetrapackung mit der Aufschrift „A faire Milch“ mit zum Rednerpult und gießt daraus Milch in ein Glas.)
Beifall beim BZÖ. – Ruf bei der ÖVP: Trink noch einmal!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Durch die Politik der Bundesregierung ist diese bäuerliche Landwirtschaft in Gefahr. Es geht um die Frage, ob unsere Bauern auch in Zukunft noch gesunde Milch produzieren können. Es kann nicht sein, dass sie Milch produzieren müssen und unsere Bevölkerung Milch konsumieren muss, die keine Nährstoffe mehr enthält, ultrahoch erhitzte Milch, die schon in den Regalen all unserer Lebensmittelversorger steht, von der der Bauer nichts hat und von der die Bevölkerung nichts hat außer Schaden für die Gesundheit, aber auch Schaden für unsere Republik. Da wird dann der Ausdruck „Unterstützung des ländlichen Raumes“ nur mehr zur Farce. Deswegen: Ja zur fairen gesunden Milch! (Beifall beim BZÖ. – Ruf bei der ÖVP: Trink noch einmal!)
Abg. Krainer: Es ist dreiviertel voll!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, genauso ist es mit dem Budget. Herr Grillitsch, ist das Glas (der Redner zeigt das Glas mit Milch) halb voll oder halb leer? (Abg. Krainer: Es ist dreiviertel voll!) – Ich als Bürgermeister weiß schon, dass man das verschieden sehen kann. Die Regierung wird immer sagen, es ist halb voll. (Abg. Krainer: Dreiviertel!) Die Opposition, das liegt in der Natur der Sache, wird sagen, es ist halb leer. (Abg. Krainer: Zu einem Viertel leer!)
Abg. Krainer: Dreiviertel!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, genauso ist es mit dem Budget. Herr Grillitsch, ist das Glas (der Redner zeigt das Glas mit Milch) halb voll oder halb leer? (Abg. Krainer: Es ist dreiviertel voll!) – Ich als Bürgermeister weiß schon, dass man das verschieden sehen kann. Die Regierung wird immer sagen, es ist halb voll. (Abg. Krainer: Dreiviertel!) Die Opposition, das liegt in der Natur der Sache, wird sagen, es ist halb leer. (Abg. Krainer: Zu einem Viertel leer!)
Abg. Krainer: Zu einem Viertel leer!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, genauso ist es mit dem Budget. Herr Grillitsch, ist das Glas (der Redner zeigt das Glas mit Milch) halb voll oder halb leer? (Abg. Krainer: Es ist dreiviertel voll!) – Ich als Bürgermeister weiß schon, dass man das verschieden sehen kann. Die Regierung wird immer sagen, es ist halb voll. (Abg. Krainer: Dreiviertel!) Die Opposition, das liegt in der Natur der Sache, wird sagen, es ist halb leer. (Abg. Krainer: Zu einem Viertel leer!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Jury trinkt einen Schluck Milch. – Abg. Krainer: Jetzt ist es halb voll! – Abg. Jury lässt die Tetrapackung und das Glas mit Milch auf dem Rednerpult stehen. – Abg. Krainer: Wegräumen! – Ruf bei der ÖVP – in Richtung des Abg. Jury –: Aber ausgetrunken haben Sie die Milch nicht!
Budgetbegleitgesetz. Und deswegen werden auch wir vom BZÖ diesem Budgetbegleitgesetz nicht zustimmen. – Danke. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Jury trinkt einen Schluck Milch. – Abg. Krainer: Jetzt ist es halb voll! – Abg. Jury lässt die Tetrapackung und das Glas mit Milch auf dem Rednerpult stehen. – Abg. Krainer: Wegräumen! – Ruf bei der ÖVP – in Richtung des Abg. Jury –: Aber ausgetrunken haben Sie die Milch nicht!)
Abg. Jury: Ja! – Abg. Grosz: Ja, ja, statt Wasser faire Milch!
Präsident Fritz Neugebauer: Herr Kollege Jury, ist das eine Spende für den nächsten Redner? (Abg. Jury: Ja! – Abg. Grosz: Ja, ja, statt Wasser faire Milch!)
Abg. Grosz: Otto „Dank“ Pendl!
Als Nächster zu Wort gemeldet ist Kollege Pendl. – Bitte. (Abg. Grosz: Otto „Dank“ Pendl!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Danken!
Meine geschätzten Damen und Herren, ich würde mich freuen, wenn wir die Umsetzung unseres Entschließungsantrages, den wir vor nicht allzu langer Zeit hier eingebracht haben, in Form eines Abänderungsantrages erreichen könnten, indem wir unser erklärtes gemeinsames Ziel, dass die Reisepässe für Kinder auch in Zukunft kostengünstig und billiger sein sollen, umsetzen. Ich lade Sie dazu sehr herzlich ein. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Danken!)
Beifall bei den Grünen.
Zusammenfassend ist zu sagen: Es bleibt für eine wirkliche Verbesserung des Unterrichts nichts übrig. Diese Regierung bringt im Bereich der Bildung leider keinen Schwung, keine Ideen, nichts Neues. Es ist business as usual, es ist das, was wir seit eineinhalb Jahrzehnten im Bildungsbereich erleben: Es ist Stillstand! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, das ist ein Raub an der Vorarlberger Bevölkerung! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Kopf hat im Nationalratswahlkampf gemeinsam mit Landeshauptmann Sausgruber plakatiert: „Unser Kopf in Wien“. – Dazu kann ich nur sagen: Aus Vorarlberger Sicht müsste man sagen, wir Vorarlberger Abgeordneten, die wir ja vom Vorarlberger Volk gewählt sind, sollten hier die Interessen des Landes vertreten. Aber ich kann nur sagen, Herr Kopf: Kopflos in Wien! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich muss auch noch Folgendes ansprechen: Jetzt ist die Zeit, in der sehr viele Zeltfeste stattfinden. Die freiwilligen Mitarbeiter bei diesen Zeltfesten müssen nun bei den Sozialversicherungsträgern versichert werden. Das heißt, jeder Verein muss einen Sozialversicherungsbeitrag für Leute zahlen, die freiwillig, ehrenamtlich für den Verein arbeiten. Das ist Wahnsinn, meine Damen und Herren, und gehört strikt abgelehnt! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Lassen Sie mich auf eine Aussage des Kollegen Westenthaler von heute Vormittag eingehen. Kollege Westenthaler hat dem Finanzminister, der jetzt leider durch Abwesenheit glänzt, vorgeworfen, er sei ein Hütchenspieler. Er schiebe die Hütchen hin und her, und dann komme beim Budget einmal dies und einmal jenes heraus. – Ich möchte noch einen Schritt weiter gehen. Hütchenspiele sind mittlerweile verboten, weil das Volk betrogen wird. Und genauso ist es mit diesem Budget, meine Damen und Herren: Das Volk wird betrogen, und deswegen gehört dieses Budget abgelehnt! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Abschließend noch ein paar kleine Punkte: Es wurde hier schon davon gesprochen, dass Herr Voves mit dem Finger auf die Stiftungen zeigt, in Wirklichkeit aber selbst solche Stiftungen laufen hat, um steuerschonend für die SPÖ vorzugehen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall und Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Strache: Das ist unrichtig, was Sie behaupten! Bürgereinbindung wurde beschlossen!
Wien. Herr Kollege Strache, Sie demonstrieren gegen eine Moschee in Wien, gleichzeitig aber wird in Vorarlberg von einem blauen Bürgermeister in der blauen Gemeinde Nenzing ein Grundstück an die ATIP verkauft, an den Moscheenbetreiber. Dort wird eine Moschee mitten im Wohngebiet gebaut. Sie schreiben, dass das den Leuten nicht wehtut. Ich war dort, schauen Sie sich das einmal an! Das ist 20 Meter neben dem Wohngebiet! (Beifall und Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Strache: Das ist unrichtig, was Sie behaupten! Bürgereinbindung wurde beschlossen!) Das ist Zweigleisigkeit. Sie sollten sich schämen! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Was Sie sagen, stimmt nicht, da gibt es eine Volksabstimmung! Wenn man Unwahrheiten sagt, wird das noch lange nicht wahr! Unwahrheiten sind nicht wahr!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Was Sie sagen, stimmt nicht, da gibt es eine Volksabstimmung! Wenn man Unwahrheiten sagt, wird das noch lange nicht wahr! Unwahrheiten sind nicht wahr!
Wien. Herr Kollege Strache, Sie demonstrieren gegen eine Moschee in Wien, gleichzeitig aber wird in Vorarlberg von einem blauen Bürgermeister in der blauen Gemeinde Nenzing ein Grundstück an die ATIP verkauft, an den Moscheenbetreiber. Dort wird eine Moschee mitten im Wohngebiet gebaut. Sie schreiben, dass das den Leuten nicht wehtut. Ich war dort, schauen Sie sich das einmal an! Das ist 20 Meter neben dem Wohngebiet! (Beifall und Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Strache: Das ist unrichtig, was Sie behaupten! Bürgereinbindung wurde beschlossen!) Das ist Zweigleisigkeit. Sie sollten sich schämen! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Was Sie sagen, stimmt nicht, da gibt es eine Volksabstimmung! Wenn man Unwahrheiten sagt, wird das noch lange nicht wahr! Unwahrheiten sind nicht wahr!)
Beifall bei der FPÖ.
Daher ist es meine große Bitte, diese Gebühren tatsächlich zu streichen. – Besten Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Widerspruch.
Wer dem zustimmt, den bitte ich um ein Zeichen. – Das ist einstimmig ... (Widerspruch.) – Entschuldigung, das ist mit Mehrheit angenommen.
Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Mag. Lohfeyer und durch den Schriftführer Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Mag. Lohfeyer und durch den Schriftführer Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Ruf aus den Reihen der ÖVP in Richtung des eine Plastikkuh unter dem Arm zum Rednerpult tragenden Abg. Jannach: Melke die Kuh! – Abg. Jannach: Nein, melken tu’ ich sie nicht!
Zu Wort gemeldet als erster Redner ist Herr Abgeordneter Jannach. – Bitte. (Ruf aus den Reihen der ÖVP in Richtung des eine Plastikkuh unter dem Arm zum Rednerpult tragenden Abg. Jannach: Melke die Kuh! – Abg. Jannach: Nein, melken tu’ ich sie nicht!)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man hier herausgehen und sagen wird: Alles ist paletti und alles ist okay. Zwölf Betriebe pro Tag, die ihren Betrieb zusperren mussten, was die ÖVP gemeinsam mit der SPÖ zu verantworten hat! Deswegen habe ich diese Kuh mit Trauerflor mitgebracht. Einige Milchbauern waren ja heute hier und haben gehofft, dass man hier klar Stellung beziehen wird, wie man die Krise mit den Bauern bewältigen will. Sie haben jedoch keine Stellungnahme dazu abgegeben. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das aktuelle Beispiel des Milchpreisverfalls zeigt die ganze Hoffnungslosigkeit von euch im Bauernbund. Ihr betreibt seit Jahrzehnten diese Agrarpolitik, und das, was mit der Milch passiert, ist eine mutwillige Schädigung des Bauernstandes. (Beifall bei der FPÖ.) Der Milchpreis für die Bauern wird mutwillig hinuntergetrieben und die Existenzgrundlage von zehntausenden Bauern gefährdet.
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Selbst eure Präsidenten der Landwirtschaftskammer, die alle der ÖVP angehören, haben jetzt schon erkannt, dass das so nicht funktioniert. Was sind die Stellungnahmen? – Eine Stellungnahme möchte ich zitieren, die mich besonders gefreut hat, ich bin ja auch Landwirt: Die Milchpreissenkungen werden abgelehnt. – Na das ist aber eine erfreuliche Mitteilung! Die hilft den Landwirten überhaupt nicht! Wo bleibt denn heute der Aufschrei bei euch? Wo ist denn der Aufschrei geblieben, als es um die Aufhebung der Kontingentierung gegangen ist? Sie haben das in Brüssel mitgetragen! Sie haben den Verfall des Milchpreises in Kauf genommen und Sie haben auch den Verfall des Kontingentpreises in Kauf genommen! Und der Kontingentpreisverfall ist tatsächlich ein Diebstahl am bäuerlichen Eigentum, gegen den wir uns ganz entschieden verwahren. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Bedauerliche ist nach Ansicht von uns Freiheitlichen, dass sich der österreichische Landwirtschaftsminister nicht hinter die Anliegen der Bauern gestellt hat in Brüssel. Er hat kein Veto eingelegt in Brüssel und damit die Kontingentierung beibehalten. Das hat er nicht gemacht! Er hat das stillschweigend zur Kenntnis genommen. Warum wurde kein Veto eingelegt? Das wäre die einfachste und billigste Methode gewesen, und der Milchpreis wäre erhalten geblieben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Und dann müssen sie noch beim Bauernbund Mitglied sein!
Sie haben billigen Diesel versprochen, Sie haben niedrige Kosten für Düngemittel versprochen, Sie haben billige Preise für Kunstdünger versprochen. – Alles Schall und Rauch! Österreichs Bauern haben heute die strengsten Tierschutz-, Umwelt- und Hygieneauflagen, und keiner weiß, welche Standards in Zukunft noch einzuhalten sind, Auflagen, um die sich andere Länder – und Sie reden ja immer von Wettbewerbsgleichheit – keinen Deut scheren, aber Österreichs Bauern werden geknebelt und geknechtet und müssen dann auch noch laut AMA-Vorstandsbericht 100 000 Kontrollen pro Jahr über sich ergehen lassen. (Abg. Grosz: Und dann müssen sie noch beim Bauernbund Mitglied sein!)
Abg. Grosz: Sie werden unterdrückt und erpresst!
Das kommt dann noch dazu, wie Herr Abgeordneter Grosz sagt, dass sich dann, wenn die Bauern einmal auf die Straße gehen und demonstrieren, Herr Grillitsch nicht einmal mehr auf die Straße traut. (Abg. Grosz: Sie werden unterdrückt und erpresst!) Er versteckt sich hier im Parlament. Der Herr Minister verweigert das Gespräch. Und das ist
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
dann der „offene Umgang mit den Bauern“! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Die Liechtenstein-Stiftungen!
Wir werden in Zukunft auch offensiv eine Debatte über die Verteilungsgerechtigkeit bei Förderungen führen müssen, auch wenn Sie dann immer sagen, da wird Neid geschürt. Wir sehen das nicht so! Der durchschnittliche Bauer erhält 10 000 € Förderungen, aber die großen Stiftungen auch. (Abg. Mag. Kogler: Die Liechtenstein-Stiftungen!) Ich kann Ihnen eine ganze Liste vorlesen von Stiftungen: Stiftung Fürst Liechtenstein mit Sitz in Vaduz – 1,7 Millionen € Förderung aus dem Agrarbudget. Die fließen nach Liechtenstein! Und das geht aus unseren Förderungen weg.
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Der größte Förderungsnehmer in Österreich ist die Firma Rauch. Die erhält nicht 10 000 € Förderung, die erhält nicht 20 000 € Förderung, die erhält 9 Millionen € Förderungen aus dem Agrarbudget. Das haben Sie zu verantworten, gemeinsam mit der SPÖ, die das toleriert und duldet und in der Bundesregierung mitträgt. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitlichen verlangen, dass diese Bundesregierung sich nicht nur in Worthülsen zur Rettung der Landwirtschaft bekennt. Wir verlangen, dass sie in Brüssel als Nettozahler auftritt und die Interessen der heimischen Landwirtschaft schützt, denn dann geht es mit dem Bauernstand wieder aufwärts und nicht so wie mit Ihnen ständig bergab. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Der Vertreter von Mensdorff-Pouilly!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! (Abg. Grosz: Der Vertreter von Mensdorff-Pouilly!) Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Mag. Kogler: Jetzt spricht die Reichenpartei!) Ich bin sehr froh darüber, dass wir heute hier den Grünen Bericht diskutieren können, weil wir da den Unterschied klarmachen können, wer verantwortungsvoll, verantwortungsbewusst für die Bäuerinnen und Bauern und für die Konsumenten in Österreich arbeitet, und das sind der Österreichische Bauernbund und die Österreichische Volkspartei, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Das war jetzt ein guter Witz! Das glauben nicht einmal mehr viele in den eigenen Reihen!) Nehmen Sie das endlich zur Kenntnis! (Abg. Mag. Kogler: Wen vertritt die ÖVP überhaupt noch? – Abg. Amon: Ein paar mehr als ihr!)
Abg. Mag. Kogler: Jetzt spricht die Reichenpartei!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! (Abg. Grosz: Der Vertreter von Mensdorff-Pouilly!) Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Mag. Kogler: Jetzt spricht die Reichenpartei!) Ich bin sehr froh darüber, dass wir heute hier den Grünen Bericht diskutieren können, weil wir da den Unterschied klarmachen können, wer verantwortungsvoll, verantwortungsbewusst für die Bäuerinnen und Bauern und für die Konsumenten in Österreich arbeitet, und das sind der Österreichische Bauernbund und die Österreichische Volkspartei, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Das war jetzt ein guter Witz! Das glauben nicht einmal mehr viele in den eigenen Reihen!) Nehmen Sie das endlich zur Kenntnis! (Abg. Mag. Kogler: Wen vertritt die ÖVP überhaupt noch? – Abg. Amon: Ein paar mehr als ihr!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Das war jetzt ein guter Witz! Das glauben nicht einmal mehr viele in den eigenen Reihen!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! (Abg. Grosz: Der Vertreter von Mensdorff-Pouilly!) Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Mag. Kogler: Jetzt spricht die Reichenpartei!) Ich bin sehr froh darüber, dass wir heute hier den Grünen Bericht diskutieren können, weil wir da den Unterschied klarmachen können, wer verantwortungsvoll, verantwortungsbewusst für die Bäuerinnen und Bauern und für die Konsumenten in Österreich arbeitet, und das sind der Österreichische Bauernbund und die Österreichische Volkspartei, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Das war jetzt ein guter Witz! Das glauben nicht einmal mehr viele in den eigenen Reihen!) Nehmen Sie das endlich zur Kenntnis! (Abg. Mag. Kogler: Wen vertritt die ÖVP überhaupt noch? – Abg. Amon: Ein paar mehr als ihr!)
Abg. Mag. Kogler: Wen vertritt die ÖVP überhaupt noch? – Abg. Amon: Ein paar mehr als ihr!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! (Abg. Grosz: Der Vertreter von Mensdorff-Pouilly!) Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Mag. Kogler: Jetzt spricht die Reichenpartei!) Ich bin sehr froh darüber, dass wir heute hier den Grünen Bericht diskutieren können, weil wir da den Unterschied klarmachen können, wer verantwortungsvoll, verantwortungsbewusst für die Bäuerinnen und Bauern und für die Konsumenten in Österreich arbeitet, und das sind der Österreichische Bauernbund und die Österreichische Volkspartei, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Das war jetzt ein guter Witz! Das glauben nicht einmal mehr viele in den eigenen Reihen!) Nehmen Sie das endlich zur Kenntnis! (Abg. Mag. Kogler: Wen vertritt die ÖVP überhaupt noch? – Abg. Amon: Ein paar mehr als ihr!)
Beifall bei der ÖVP.
dann gleichzeitig Anträge zu stellen, bei denen es um Reduzierung der Programme und der Preise für die Bäuerinnen und Bauern geht. Das ist keine ehrliche Politik, das haben die Bäuerinnen und Bauern in diesem Lande nicht verdient! (Beifall bei der ÖVP.) Damit gefährden Sie nicht nur die Bäuerinnen und die Bauern, damit gefährden Sie auch den Anspruch der Konsumenten auf sichere Lebensmittel, auf umweltgerechte und tiergerechte Produktion, meine Damen und Herren.
Abg. Jannach: Dazu haben Sie lang genug Zeit gehabt!
Lösen wir die Probleme! Wo sind Sie, wenn es um Hilfe für die Milchbauern geht? (Abg. Jannach: Dazu haben Sie lang genug Zeit gehabt!) Scheinhalber Petitionsanträge ins Parlament zu bringen, die irgendwann im Herbst in einem Ausschuss landen, das ist zu wenig, meine Damen und Herren! Machen wir rasch einen Initiativantrag, wie das von mir vorgeschlagen wurde, mit dem wir den Milchbäuerinnen und Milchbauern in Österreich rasch Hilfe bieten, denn rasche Hilfe ist die beste Hilfe! Wo sind Sie, meine Damen und Herren? (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Lösen wir die Probleme! Wo sind Sie, wenn es um Hilfe für die Milchbauern geht? (Abg. Jannach: Dazu haben Sie lang genug Zeit gehabt!) Scheinhalber Petitionsanträge ins Parlament zu bringen, die irgendwann im Herbst in einem Ausschuss landen, das ist zu wenig, meine Damen und Herren! Machen wir rasch einen Initiativantrag, wie das von mir vorgeschlagen wurde, mit dem wir den Milchbäuerinnen und Milchbauern in Österreich rasch Hilfe bieten, denn rasche Hilfe ist die beste Hilfe! Wo sind Sie, meine Damen und Herren? (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Zanger: Bei solchen Bauernsprechern ist der Bauer zu bedauern!
Wo sind Sie, wenn es darum geht, für die Milchbauern die Milchkuhprämie zu realisieren, wie sie aufgrund von EU-Vorgaben möglich ist? Wo sind Sie, wenn es darum geht, die Saldierung entsprechend zu verschärfen – und nicht die Saldierung abzuschaffen, um die Quotenpreise in die Höhe zu treiben und die Bauern zu schädigen, indem sie die volle Superabgabe bezahlen müssen? Sie wollen die Milchbauern und -bäuerinnen schädigen, aber ihnen nicht helfen, meine Damen und Herren! Helfen Sie, diesen Initiativantrag rasch umzusetzen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Zanger: Bei solchen Bauernsprechern ist der Bauer zu bedauern!)
Abg. Mag. Kogler: Für die Reichen!
Die Sache ist zu ernst! Ich sage Ihnen das ehrlich, und ich habe Sorge, denn für mich gilt in diesen Tagen, in dieser Phase und in dieser Zeit ein Motto (Abg. Mag. Kogler: Für die Reichen!): Jeder braucht jeden! (Abg. Grosz: Und keiner braucht die ÖVP!) Jeder braucht jeden! Wir brauchen Arbeit. Wir müssen Arbeit sichern, wir müssen Einkommen stärken, und wir müssen letztlich auch die Kaufkraft sichern, damit die Menschen das kaufen können, was die Bäuerinnen und Bauern mühevoll und fleißig tagtäglich für sie produzieren. (Abg. Mag. Kogler: Für die Reichen!)
Abg. Grosz: Und keiner braucht die ÖVP!
Die Sache ist zu ernst! Ich sage Ihnen das ehrlich, und ich habe Sorge, denn für mich gilt in diesen Tagen, in dieser Phase und in dieser Zeit ein Motto (Abg. Mag. Kogler: Für die Reichen!): Jeder braucht jeden! (Abg. Grosz: Und keiner braucht die ÖVP!) Jeder braucht jeden! Wir brauchen Arbeit. Wir müssen Arbeit sichern, wir müssen Einkommen stärken, und wir müssen letztlich auch die Kaufkraft sichern, damit die Menschen das kaufen können, was die Bäuerinnen und Bauern mühevoll und fleißig tagtäglich für sie produzieren. (Abg. Mag. Kogler: Für die Reichen!)
Abg. Mag. Kogler: Für die Reichen!
Die Sache ist zu ernst! Ich sage Ihnen das ehrlich, und ich habe Sorge, denn für mich gilt in diesen Tagen, in dieser Phase und in dieser Zeit ein Motto (Abg. Mag. Kogler: Für die Reichen!): Jeder braucht jeden! (Abg. Grosz: Und keiner braucht die ÖVP!) Jeder braucht jeden! Wir brauchen Arbeit. Wir müssen Arbeit sichern, wir müssen Einkommen stärken, und wir müssen letztlich auch die Kaufkraft sichern, damit die Menschen das kaufen können, was die Bäuerinnen und Bauern mühevoll und fleißig tagtäglich für sie produzieren. (Abg. Mag. Kogler: Für die Reichen!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte heute diese Gelegenheit auch dazu wahrnehmen, hier in diesem Hohen Haus unseren Bäuerinnen und Bauern dafür zu danken, dass sie diese Verantwortung, diese Kompetenz für die österreichischen Konsumenten, für die österreichische Gesellschaft tagtäglich auch wahrnehmen, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Herbert: Die Firma Hofer bekommt 200 000 € Förderung!
Meine Damen und Herren, das ist eine verfehlte Diskussion. Das ist auch ein Appell an die Arbeiterkammer, diesen Klassenkampf zu beenden! (Abg. Herbert: Die Firma Hofer bekommt 200 000 € Förderung!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Ein Glückauf den Milliardären! Glück auf, ÖVP! – Abg. Jannach: Eine Schande ist das!
Das, was die Bauern brauchen, um das tun zu können, was sich die Konsumenten wünschen, sind gerechte Preise, sichere Rahmenbedingungen, wie sie unser Bundesminister Niki Berlakovich in diesem Hohen Haus mit uns gemeinsam auch sicherstellen kann. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Ein Glückauf den Milliardären! Glück auf, ÖVP! – Abg. Jannach: Eine Schande ist das!)
Ruf bei der FPÖ: Aber jetzt kommt die Lösung!
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Es ist schon wirklich haarsträubend, zu hören, wie die FPÖ und auch die ÖVP Dinge kritisieren und keinerlei Lösungen dafür haben. (Ruf bei der FPÖ: Aber jetzt kommt die Lösung!) – Jetzt kommen die Lösungen! Den Milchbauern können wir sofort helfen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Es ist schon wirklich haarsträubend, zu hören, wie die FPÖ und auch die ÖVP Dinge kritisieren und keinerlei Lösungen dafür haben. (Ruf bei der FPÖ: Aber jetzt kommt die Lösung!) – Jetzt kommen die Lösungen! Den Milchbauern können wir sofort helfen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Wie erklären Sie denn den Landwirten, dass der italienische Bauer 4 Prozent Mehrwertsteuer zahlt und der österreichische Bauer 20 Prozent? Wie erklären Sie das? Wie erklären Sie bitte, dass der italienische Bauer für den Liter Diesel 47 Cent zahlt, der österreichische Bauer aber 1 €? Dafür bekommt der österreichische Bauer für den Liter Milch 28 Cent, und der italienische Bauer bekommt in Südtirol 47 Cent. Wie erklären Sie denn das? Das ist nur ÖVP-Politik, da ist keine andere Politik dahinter! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: So ein Schmarren!
Am 25. April 2009 hat der Tiroler Landwirtschaftskammerpräsident in „Tirol Heute“ gesagt: Wir Landwirtschaftskammern werden immer mehr zu Schuldnerberatern! – Das hat Raiffeisen toll gemacht. Das ist eine tolle Methodik: Zuerst hat man die Bauern in Investitionen gedrängt, dann hat man ihnen den Milchpreis gekürzt. Das wurde in ein und demselben Haus getan! Und dann stellt man ihnen die Kredite fällig. Das kann es ja bitte nicht sein! (Ruf bei der ÖVP: So ein Schmarren!) – Das ist kein Schmarren, das ist Tatsache! Lieber Kollege Hörl, der Kammerpräsident Dipl.-Ing. Josef Hechenberger hat das gesagt. Da er sehr ÖVP-lastig ist, wirst du das doch nicht anzweifeln. (Abg. Ing. Schultes: Vielleicht hat er etwas anderes gesagt! – Abg. Hörl: Das ist völlig aus dem Zusammenhang gerissen!)
Abg. Ing. Schultes: Vielleicht hat er etwas anderes gesagt! – Abg. Hörl: Das ist völlig aus dem Zusammenhang gerissen!
Am 25. April 2009 hat der Tiroler Landwirtschaftskammerpräsident in „Tirol Heute“ gesagt: Wir Landwirtschaftskammern werden immer mehr zu Schuldnerberatern! – Das hat Raiffeisen toll gemacht. Das ist eine tolle Methodik: Zuerst hat man die Bauern in Investitionen gedrängt, dann hat man ihnen den Milchpreis gekürzt. Das wurde in ein und demselben Haus getan! Und dann stellt man ihnen die Kredite fällig. Das kann es ja bitte nicht sein! (Ruf bei der ÖVP: So ein Schmarren!) – Das ist kein Schmarren, das ist Tatsache! Lieber Kollege Hörl, der Kammerpräsident Dipl.-Ing. Josef Hechenberger hat das gesagt. Da er sehr ÖVP-lastig ist, wirst du das doch nicht anzweifeln. (Abg. Ing. Schultes: Vielleicht hat er etwas anderes gesagt! – Abg. Hörl: Das ist völlig aus dem Zusammenhang gerissen!)
Abg. Eßl: Das haben wir schon!
(Abg. Eßl: Das haben wir schon!) – Das haben wir nicht, das ist auch wieder eine Irreführung von euch!
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie heute mit unserem Antrag mitstimmen, dann fördern Sie hier die heimische Wirtschaft, sichern Arbeitsplätze und bedrohen nicht Existenzen, nur um für Raiffeisen gut dazustehen und Raiffeisen anstatt der Landwirte zu vertreten. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Prinz: Wer sponsert dich denn, dass du die Raiffeisen angreifst? – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Sie reden so viel Blödsinn!
Glaubt mir eines: Den Landwirten ist es jetzt ernst! (Abg. Prinz: Wer sponsert dich denn, dass du die Raiffeisen angreifst? – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Sie reden so viel Blödsinn!) – Das hat nichts mit Sponsern zu tun! Es geht um Existenzen! Da müssen wir jetzt munter werden, oder wollen Sie das abstreiten, dass eine ...? (Abg. Grillitsch: 60 000 Arbeitsplätze bei Raiffeisen!) – 60 000 Arbeitsplätze, ja! Wir können aber nicht jede Woche zehn Landwirte um ihre Existenz bringen, die mit ihren ganzen Familien dranhängen! (Beifall beim BZÖ.) Kollege Grillitsch, damit stören wir den Arbeitsmarkt massiv!
Abg. Grillitsch: 60 000 Arbeitsplätze bei Raiffeisen!
Glaubt mir eines: Den Landwirten ist es jetzt ernst! (Abg. Prinz: Wer sponsert dich denn, dass du die Raiffeisen angreifst? – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Sie reden so viel Blödsinn!) – Das hat nichts mit Sponsern zu tun! Es geht um Existenzen! Da müssen wir jetzt munter werden, oder wollen Sie das abstreiten, dass eine ...? (Abg. Grillitsch: 60 000 Arbeitsplätze bei Raiffeisen!) – 60 000 Arbeitsplätze, ja! Wir können aber nicht jede Woche zehn Landwirte um ihre Existenz bringen, die mit ihren ganzen Familien dranhängen! (Beifall beim BZÖ.) Kollege Grillitsch, damit stören wir den Arbeitsmarkt massiv!
Beifall beim BZÖ.
Glaubt mir eines: Den Landwirten ist es jetzt ernst! (Abg. Prinz: Wer sponsert dich denn, dass du die Raiffeisen angreifst? – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Sie reden so viel Blödsinn!) – Das hat nichts mit Sponsern zu tun! Es geht um Existenzen! Da müssen wir jetzt munter werden, oder wollen Sie das abstreiten, dass eine ...? (Abg. Grillitsch: 60 000 Arbeitsplätze bei Raiffeisen!) – 60 000 Arbeitsplätze, ja! Wir können aber nicht jede Woche zehn Landwirte um ihre Existenz bringen, die mit ihren ganzen Familien dranhängen! (Beifall beim BZÖ.) Kollege Grillitsch, damit stören wir den Arbeitsmarkt massiv!
Abg. Grillitsch: Die Zeit ist aus!
Wir haben wirklich Lösungen im Gegensatz zu euch! Die SPÖ schläft daneben und weiß nicht, wovon wir reden, die FPÖ kritisiert nur und hat auch keine Lösungen. Nehmt unsere Lösungen auf, dann schaffen wir tausende Arbeitsplätze in der Landwirtschaft! Es ist ja unverantwortlich, dass wir nicht einmal gleiche Produktionsbedingungen haben wie im Rest von Europa. (Abg. Grillitsch: Die Zeit ist aus!) – Nicht: Die Zeit ist aus! Zeit ist genügend vorhanden, aber den Bauern läuft die Zeit davon! (Abg. Dr. Pirklhuber – in Richtung des Abg. Grillitsch –: Seine Zeit ist aus!)
Abg. Dr. Pirklhuber – in Richtung des Abg. Grillitsch –: Seine Zeit ist aus!
Wir haben wirklich Lösungen im Gegensatz zu euch! Die SPÖ schläft daneben und weiß nicht, wovon wir reden, die FPÖ kritisiert nur und hat auch keine Lösungen. Nehmt unsere Lösungen auf, dann schaffen wir tausende Arbeitsplätze in der Landwirtschaft! Es ist ja unverantwortlich, dass wir nicht einmal gleiche Produktionsbedingungen haben wie im Rest von Europa. (Abg. Grillitsch: Die Zeit ist aus!) – Nicht: Die Zeit ist aus! Zeit ist genügend vorhanden, aber den Bauern läuft die Zeit davon! (Abg. Dr. Pirklhuber – in Richtung des Abg. Grillitsch –: Seine Zeit ist aus!)
Abg. Grillitsch: Wo warst du denn da?
Das Nächste ist Folgendes, Herr Präsident, wenn ich das noch kurz erwähnen darf: Das letzte Mal haben wir ausgemacht, um 14 Uhr bringen wir die Petition ... (Abg. Grillitsch: Wo warst du denn da?) – Um 13.30 Uhr hast du mich angerufen und hast gesagt, das machen wir nächste Woche, und dann schreibst du in der Bauernzeitung, dass der BZÖ-Agrarsprecher es nicht der Mühe wert findet, zum vereinbarten Termin zu erscheinen. – Das fällt euch alles auf den Kopf! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Das Nächste ist Folgendes, Herr Präsident, wenn ich das noch kurz erwähnen darf: Das letzte Mal haben wir ausgemacht, um 14 Uhr bringen wir die Petition ... (Abg. Grillitsch: Wo warst du denn da?) – Um 13.30 Uhr hast du mich angerufen und hast gesagt, das machen wir nächste Woche, und dann schreibst du in der Bauernzeitung, dass der BZÖ-Agrarsprecher es nicht der Mühe wert findet, zum vereinbarten Termin zu erscheinen. – Das fällt euch alles auf den Kopf! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich bitte euch noch einmal: Überlegt dieses Mal gut, stimmt unseren Lösungen zu und helft der Landwirtschaft! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und BZÖ.
Zum letzten, für mich wichtigsten Punkt, zu den Lebensmittelkontrollen. Da darf nicht eingespart werden, sondern im Gegenteil, wir müssen wirklich darauf schauen: Wo „Österreich“ draufsteht, muss „Österreich“ drinnen sein! Wo „Steirer-Speck“ draufsteht, muss ein steirisches Schwein drinnen sein! (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend ersuche ich Sie persönlich, Herr Bundesminister, in einer anderen Angelegenheit, die Anzeige gegen den renommierten Hofrat Dr. Josef Krammer im Zuge der Diskussion um die Nachbesetzung der Leitungsfunktion der Bundesanstalt für Bergbauernfragen zurückzuziehen. Lassen Sie eine externe, unabhängige Expertenkommission eine Entscheidung treffen, und strafen Sie nicht jene, die sich jahrzehntelang für die Bergbauern in Österreich eingesetzt haben! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Prinz: Ich glaube nicht, dass du dieses Wort gepachtet hast! Hochmut kommt vor dem Fall!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Geschätzte Bäuerinnen und Bauern auf der Galerie! Wir haben heute etwas gehört, das wir in diesem Haus oft gehört haben, nämlich dass ein Bauernvertreter der ÖVP das Wort „Ehrlichkeit“ in den Mund nimmt (Abg. Prinz: Ich glaube nicht, dass du dieses Wort gepachtet hast! Hochmut kommt vor dem Fall!) und davon spricht, die Bauerninteressen in der Gesellschaft alleine vertreten zu können. Wie schaut es mit der Ehrlichkeit des Bauernbundes in Österreich aus? Wie schaut es damit aus?
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Am 29. April 2009 hat die IG-Milch hier vor dem Parlament demonstriert. Alle Agrarsprecher waren eingeladen, alle Agrarsprecher sind gekommen, vier Agrarsprecher sind bei den Bauern und Bäuerinnen gewesen, ein Agrarsprecher hat sich hier im Haus verschanzt. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) So hat die Realität ausgeschaut. Dieser Agrarsprecher, der sich hier im Parlament verschanzt hat und nicht mit den Bauern und Bäuerinnen sprechen wollte (Ruf bei der SPÖ: Wer war das?), hat dann in seiner ehrlichen Art festgestellt: Er wird nicht zu den Bauern und Bäuerinnen sprechen, weil zeitgleich – man kann diskutieren, ob das okay war, aus meiner Sicht war es nicht okay – der Klubobmann der FPÖ, Herr Strache, gerade auf der Bühne gesprochen hat.
Ruf bei der SPÖ: Wer war das?
Am 29. April 2009 hat die IG-Milch hier vor dem Parlament demonstriert. Alle Agrarsprecher waren eingeladen, alle Agrarsprecher sind gekommen, vier Agrarsprecher sind bei den Bauern und Bäuerinnen gewesen, ein Agrarsprecher hat sich hier im Haus verschanzt. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) So hat die Realität ausgeschaut. Dieser Agrarsprecher, der sich hier im Parlament verschanzt hat und nicht mit den Bauern und Bäuerinnen sprechen wollte (Ruf bei der SPÖ: Wer war das?), hat dann in seiner ehrlichen Art festgestellt: Er wird nicht zu den Bauern und Bäuerinnen sprechen, weil zeitgleich – man kann diskutieren, ob das okay war, aus meiner Sicht war es nicht okay – der Klubobmann der FPÖ, Herr Strache, gerade auf der Bühne gesprochen hat.
Abg. Grillitsch: Pass auf, was du sagst, sonst kriegst du einen Ordnungsruf!
Den Dialog mit den Kolleginnen und Kollegen nicht zu suchen, ist demokratiepolitisch ein unglaublicher Affront, Kollege Grillitsch! Wenn Sie heute von Ehrlichkeit sprechen, dann kann ich nur eines sagen (Abg. Grillitsch: Pass auf, was du sagst, sonst kriegst du einen Ordnungsruf!): Nehmen Sie einen Spiegel! Schauen Sie sich lange selbst in diesem Spiegel an! (Abg. Dr. Cap: Das ist ja Folter!)
Abg. Dr. Cap: Das ist ja Folter!
Den Dialog mit den Kolleginnen und Kollegen nicht zu suchen, ist demokratiepolitisch ein unglaublicher Affront, Kollege Grillitsch! Wenn Sie heute von Ehrlichkeit sprechen, dann kann ich nur eines sagen (Abg. Grillitsch: Pass auf, was du sagst, sonst kriegst du einen Ordnungsruf!): Nehmen Sie einen Spiegel! Schauen Sie sich lange selbst in diesem Spiegel an! (Abg. Dr. Cap: Das ist ja Folter!)
Abg. Mag. Kogler: Großbauern- und Reichenpartei!
Versuchen Sie, Kollege Grillitsch, ein bisschen Selbsterkenntnis zu erlangen, bevor Sie alle Schuldzuweisung für die Misere der Agrarpolitik in Österreich, in Europa allen anderen in die Schuhe schieben wollen: der SPÖ, den Grünen, den Freiheitlichen, dem BZÖ. Alle anderen sind schuld! Tatsache ist: Nur die, die seit Jahrzehnten die Verantwortung für die Agrarpolitik tragen, sind dafür verantwortlich, meine Damen und Herren. (Abg. Mag. Kogler: Großbauern- und Reichenpartei!)
Beifall bei den Grünen.
Welche Verantwortung nehmen Sie wahr, Herr Bundesminister? Wie gehen Sie derzeit mit den Problemen in Ihrem Ressort um? Da werden Interessen mit Füßen getreten, da werden Anzeigen gegen hochverdiente Wissenschaftler von Ihren Beamten vom Präsidium des Ministeriums ausgesprochen! Wo sind wir denn, bitte schön, dass sogar Wissenschaftler einer politischen Verfolgung ausgesetzt werden in diesem Land?! Was ist denn los in diesem Ressort? Seit wann haben Sie denn dieses Ministerium nicht mehr im Griff? Das ist meine Frage an Sie, Herr Bundesminister. Das müssen Sie verantworten, diese Frage müssen Sie beantworten, und diese Verantwortung müssen Sie wahrnehmen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Cap: Wo soll das enden?
Eines zu diesem Grünen Bericht. Er ist eine ausgezeichnete Faktensammlung – die Kollegen haben es ja schon angesprochen! –, auf Basis derer die aktuelle Agrarpolitik einwandfrei von jedem lesenden und denkenden Menschen in Österreich beurteilt und bewertet werden kann. (Abg. Dr. Cap: Wo soll das enden?) – Wo soll das enden? Sie haben recht, Kollege Cap. Wo soll das enden?
Beifall bei den Grünen.
Ich frage Sie von der SPÖ: Warum informieren Sie die Öffentlichkeit nicht klarer und deutlicher darüber, dass in dem Strategiepapier steht, ja, das historische Betriebsprämienmodell gehöre überprüft? Es gehört aber nicht nur überprüft, es gehört geändert, werte Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ! Da wären Sie in Ihrer Verantwortung in der Regierung gefordert, das zum Thema zu machen: die Änderung dieser ungerechten Förderungssituation. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Schultes: Nimm dich zusammen!
216 Betriebe erhalten über 100 000 €, 51 Prozent dieser Betriebe liegen in Niederösterreich, 30 Prozent im Burgenland. Wo der Herr Bundesminister herkommt, wissen wir. Sie haben es richtig angesprochen, Herr Kollege Jannach: Die Frage bei den Agrarförderungen ist natürlich insofern prekär, als die Agrarindustrie die Abzockerpartie schlechthin ist. Ein Produkt wie „Red Bull“, das 4 € ... (Abg. Ing. Schultes: Nimm dich zusammen!) – Ich nehme mich nicht zurück, Kollege Schultes! (Abg. Mag. Kogler: Abzocker! Reichenpartei!) Eine Abzockerpartie ist die Industrie, weil sie Förderungen – und ich werde Ihnen das vorrechnen! – für Produkte lukriert, die am Markt hochprofitabel sind.
Abg. Mag. Kogler: Abzocker! Reichenpartei!
216 Betriebe erhalten über 100 000 €, 51 Prozent dieser Betriebe liegen in Niederösterreich, 30 Prozent im Burgenland. Wo der Herr Bundesminister herkommt, wissen wir. Sie haben es richtig angesprochen, Herr Kollege Jannach: Die Frage bei den Agrarförderungen ist natürlich insofern prekär, als die Agrarindustrie die Abzockerpartie schlechthin ist. Ein Produkt wie „Red Bull“, das 4 € ... (Abg. Ing. Schultes: Nimm dich zusammen!) – Ich nehme mich nicht zurück, Kollege Schultes! (Abg. Mag. Kogler: Abzocker! Reichenpartei!) Eine Abzockerpartie ist die Industrie, weil sie Förderungen – und ich werde Ihnen das vorrechnen! – für Produkte lukriert, die am Markt hochprofitabel sind.
Abg. Eßl: Wer liefert denn die?
Nehmen Sie einen Liter „Red Bull“. Die 250-Milliliter-Dose kostet 1 €. Dann können Sie ausrechnen: Ein Liter kostet 4 €. Das Produkt erzielt am Markt also 4 € Erlös. Ein Liter Milch – „A faire Milch“ – kostet 1,09 €, also über 1 €. In der Regel kostet ein Liter Milch unter 1 €. Bei „Spar“, bei „Hofer“ gibt es die Milch bereits unter 70 Cent. Dort sind wir nun leider auch in Österreich, im Handel! (Abg. Eßl: Wer liefert denn die?) – Um das geht es jetzt nicht. (Abg. Eßl: Um das geht es!) Es geht um die Frage, wer die Agrarförderungen bekommt, und um den Zucker, der drinnen ist. „Red Bull“ bekommt fast 10 Millionen € Förderungen. Ja, wie ist denn das möglich? Wieso gibt es da keinen Aufschrei unter den Bauernvertretern Österreichs? – Weil sie die Interessen der Industrie vertreten! Das ist die Realität. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Abg. Eßl: Um das geht es!
Nehmen Sie einen Liter „Red Bull“. Die 250-Milliliter-Dose kostet 1 €. Dann können Sie ausrechnen: Ein Liter kostet 4 €. Das Produkt erzielt am Markt also 4 € Erlös. Ein Liter Milch – „A faire Milch“ – kostet 1,09 €, also über 1 €. In der Regel kostet ein Liter Milch unter 1 €. Bei „Spar“, bei „Hofer“ gibt es die Milch bereits unter 70 Cent. Dort sind wir nun leider auch in Österreich, im Handel! (Abg. Eßl: Wer liefert denn die?) – Um das geht es jetzt nicht. (Abg. Eßl: Um das geht es!) Es geht um die Frage, wer die Agrarförderungen bekommt, und um den Zucker, der drinnen ist. „Red Bull“ bekommt fast 10 Millionen € Förderungen. Ja, wie ist denn das möglich? Wieso gibt es da keinen Aufschrei unter den Bauernvertretern Österreichs? – Weil sie die Interessen der Industrie vertreten! Das ist die Realität. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Nehmen Sie einen Liter „Red Bull“. Die 250-Milliliter-Dose kostet 1 €. Dann können Sie ausrechnen: Ein Liter kostet 4 €. Das Produkt erzielt am Markt also 4 € Erlös. Ein Liter Milch – „A faire Milch“ – kostet 1,09 €, also über 1 €. In der Regel kostet ein Liter Milch unter 1 €. Bei „Spar“, bei „Hofer“ gibt es die Milch bereits unter 70 Cent. Dort sind wir nun leider auch in Österreich, im Handel! (Abg. Eßl: Wer liefert denn die?) – Um das geht es jetzt nicht. (Abg. Eßl: Um das geht es!) Es geht um die Frage, wer die Agrarförderungen bekommt, und um den Zucker, der drinnen ist. „Red Bull“ bekommt fast 10 Millionen € Förderungen. Ja, wie ist denn das möglich? Wieso gibt es da keinen Aufschrei unter den Bauernvertretern Österreichs? – Weil sie die Interessen der Industrie vertreten! Das ist die Realität. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Auch in der Agrarpolitik bei den Reichen! Es finden sich immer wo Reiche!
Es ist natürlich traurig. (Abg. Mag. Kogler: Auch in der Agrarpolitik bei den Reichen! Es finden sich immer wo Reiche!) – Ja, Kollege Kogler, genau, es findet sich immer jemand. Das sind eben diejenigen, die sich organisieren können. Wer ist denn der zweitgrößte Fördernehmer: ebenso die Zuckerwirtschaft, der Rübenbauernbund mit 3,9 Millionen €. Die AGRANA auf Platz vier hat ebenfalls mit Zucker zu tun, ist einer der größten Agrarkonzerne und mit 2,1 Millionen € gefördert. Natürlich ist die Fleischindustrie mit dabei und auch das ländliche Fortbildungsinstitut, das LFI.
Abg. Mag. Kogler: Missbrauch von Fördermitteln! Jetzt passt alles zusammen am Schluss!
Das ist Faktum, meine Damen und Herren. Das ist die traurige Bilanz der ÖVP-Agrarpolitik. Da muss man sagen, Herr Bundesminister, Sie wären gefordert! Gerade in der Krise wären Sie gefordert, ernsthafte Maßnahmen zu setzen, um bäuerliche Arbeitsplätze nicht nur per Lippenbekenntnisse und in Sonntagsreden zu verteidigen und zu sagen: Ja, wir brauchen jeden Arbeitsplatz! – Sie touren ja gerade durch das Land. (Der Redner hält ein Schriftstück in die Höhe.) Ich habe hier die Einladung: „Zukunftsfeld Bauernhof“ – eine einzige Gala von ÖVP-Agrarpolitikern, kein Oppositionspolitiker, kein SPÖ-Politiker am Podium. Aber wer ist drauf – mit EU-Mitteln finanziert? – Natürlich, die EU-Kandidatin der ÖVP, des Bauernbundes. Das sind EU-finanzierte Projekte. Sie als Minister betreiben solche Projekte. Da muss ich Ihnen schon sagen: Ihre 100 Tage Einarbeitungszeit sind lang vorbei! (Abg. Mag. Kogler: Missbrauch von Fördermitteln! Jetzt passt alles zusammen am Schluss!)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch – Ruf beim BZÖ: Ihr wollt es nicht anders!
Meine Damen und Herren, die Nagelprobe folgt. Wir bringen deshalb folgenden Antrag ein (Zwischenruf des Abg. Grillitsch – Ruf beim BZÖ: Ihr wollt es nicht anders!):
Ruf bei der ÖVP: Das hat er auch gemacht!
Meine Damen und Herren, das sind Forderungen, die eigentlich alle mittragen könnten. Sie, Herr Kollege Grillitsch, haben hier vom Pult aus wieder gesagt, es soll einen Initiativantrag geben. Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, Sie haben das heute auch gehört. – Also, wenn Sie diesem Antrag nicht zustimmen, verstehe ich Sie nicht mehr. Kollege Grillitsch hat angeboten, einen solchen Antrag zu erarbeiten. (Ruf bei der ÖVP: Das hat er auch gemacht!) Dieses Papier und dieser Antrag sagen nichts anderes, als dass das endlich umgesetzt wird und dass sich Kollege Grillitsch nicht weiter ausreden kann.
Beifall bei den Grünen.
Dem Maßnahmenplan für 2009, den Sie vorgelegt haben, können wir nicht zustimmen, das sind einfach Überschriften, Allgemeinformulierungen, und wir werden im Rahmen der Budgetdebatten noch im Einzelnen auf die Kritikpunkte eingehen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Gerne!
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Kollege Pirklhuber hat gemeint, Kollege Grillitsch möge sich in den Spiegel schauen. Das würde ich auch dir raten, Herr Kollege Pirklhuber (Abg. Dr. Pirklhuber: Gerne!), wenn ich hier lese: Biobauern gegen Kontrollwut – wo Bio draufsteht, muss auch Bio drin sein. – Herr Kollege Pirklhuber, ich würde dir empfehlen, diesen Bericht einmal zu lesen, dann könntest du ein bisschen ehrlicher mit der Wahrheit umgehen. (Zwischenrufe bei den Grünen, darunter Abg. Dr. Pirklhuber: Was heißt hier „ehrlicher“?)
Zwischenrufe bei den Grünen, darunter Abg. Dr. Pirklhuber: Was heißt hier „ehrlicher“?
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Kollege Pirklhuber hat gemeint, Kollege Grillitsch möge sich in den Spiegel schauen. Das würde ich auch dir raten, Herr Kollege Pirklhuber (Abg. Dr. Pirklhuber: Gerne!), wenn ich hier lese: Biobauern gegen Kontrollwut – wo Bio draufsteht, muss auch Bio drin sein. – Herr Kollege Pirklhuber, ich würde dir empfehlen, diesen Bericht einmal zu lesen, dann könntest du ein bisschen ehrlicher mit der Wahrheit umgehen. (Zwischenrufe bei den Grünen, darunter Abg. Dr. Pirklhuber: Was heißt hier „ehrlicher“?)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Der Grüne Bericht, meine Damen und Herren, ist die Bilanz des Wirtschaftsjahres der Bauern. Jetzt fällt dieser Bericht, diese Bilanz, unterschiedlich aus. Zum Ersten ist aber dieser Grüne Bericht eine fundierte Datensammlung, ein guter Überblick, und es ist daher jenen zu danken, welche diese Daten und Fakten zur Verfügung gestellt haben, jenen Bauern, die bereit sind, eine lückenlose Aufzeichnung zu machen, damit wir hier diesen gesammelten Überblick erhalten. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Jannach: Wer sonst?!
Meine Damen und Herren, es ist nicht so einfach, wie einige der Kollegen – Huber und Jannach – meinten; der Bauernbund allein hätte Schuld, dass es den Bauern so schlecht ginge (Abg. Jannach: Wer sonst?!), und Raiffeisen hätte auch Schuld. Meine Damen und Herren, darf ich Sie an das Parteibuch der größten Schlachthofbesitzer Oberösterreichs erinnern?! – Die sind in Ihrer Nähe zu Hause, nicht in unserer Nähe. Nehmen Sie das einmal zur Kenntnis! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Huber: Aber ich habe die Wahrheit gesagt! Lösungen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Huber: Aber ich habe die Wahrheit gesagt! Lösungen!
Meine Damen und Herren, es ist nicht so einfach, wie einige der Kollegen – Huber und Jannach – meinten; der Bauernbund allein hätte Schuld, dass es den Bauern so schlecht ginge (Abg. Jannach: Wer sonst?!), und Raiffeisen hätte auch Schuld. Meine Damen und Herren, darf ich Sie an das Parteibuch der größten Schlachthofbesitzer Oberösterreichs erinnern?! – Die sind in Ihrer Nähe zu Hause, nicht in unserer Nähe. Nehmen Sie das einmal zur Kenntnis! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Huber: Aber ich habe die Wahrheit gesagt! Lösungen!)
Abg. Huber: Ja selbstverständlich!
Wenn es so wäre, dass die bäuerlichen Raiffeisengenossenschaften so schlecht zahlen, dann frage ich Sie, Herr Kollege, warum die Bio-Milch beim Seifried mit 22,57 Cent netto bezahlt wird und bei der Bergland mit 37,94 Cent. Können Sie mir diesen Unterschied erklären, Herr Kollege? (Abg. Huber: Ja selbstverständlich!) Wenn die Raiffeisengenossenschaft so etwas Grausliches ist – übrigens ist Bergland keine Raiffeisengenossenschaft, sondern finanziert sich durch andere Bereiche –, dann erkläre mir das bitte! Oder hat man vielleicht eurerseits ein schlechtes Gewissen, weil man manche Bauern von den großen Genossenschaften weggelockt hat und diese Bauern jetzt vor der Pleite stehen und von Ihnen alleingelassen werden? (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Huber: 1 200 Bauern ! Es braucht nur Lösungen! Lösungen!) Meine Damen und Herren, „Haltet den Dieb!“, schreit ihr, „Haltet den Dieb!“, und habt jene dort hingeführt, wo sie nicht mehr wissen, was sie tun sollen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Huber: 1 200 Bauern ! Es braucht nur Lösungen! Lösungen!
Wenn es so wäre, dass die bäuerlichen Raiffeisengenossenschaften so schlecht zahlen, dann frage ich Sie, Herr Kollege, warum die Bio-Milch beim Seifried mit 22,57 Cent netto bezahlt wird und bei der Bergland mit 37,94 Cent. Können Sie mir diesen Unterschied erklären, Herr Kollege? (Abg. Huber: Ja selbstverständlich!) Wenn die Raiffeisengenossenschaft so etwas Grausliches ist – übrigens ist Bergland keine Raiffeisengenossenschaft, sondern finanziert sich durch andere Bereiche –, dann erkläre mir das bitte! Oder hat man vielleicht eurerseits ein schlechtes Gewissen, weil man manche Bauern von den großen Genossenschaften weggelockt hat und diese Bauern jetzt vor der Pleite stehen und von Ihnen alleingelassen werden? (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Huber: 1 200 Bauern ! Es braucht nur Lösungen! Lösungen!) Meine Damen und Herren, „Haltet den Dieb!“, schreit ihr, „Haltet den Dieb!“, und habt jene dort hingeführt, wo sie nicht mehr wissen, was sie tun sollen.
Abg. Zanger: Ja sowieso, wie die reichen Bauern !
Die nächste Doppelbödigkeit: Kollege Gradauer, den ich sehr schätze, sagte am 14. Mai im Budgetausschuss wörtlich – ich habe mitgeschrieben –, die Zahlungen an die EU, welche größtenteils in die Landwirtschaft zurückfließen, sollte man halbieren, weil es uns budgetmäßig ohnehin schlecht geht. (Abg. Zanger: Ja sowieso, wie die reichen Bauern !) Meine Damen und Herren, wissen Sie, was das bedeutet (Zwischenruf bei den Grünen) – ja, das weiß ich, die Grünen fordern das nicht –, wissen Sie, was das bedeuten würde? – Eine Halbierung der Ausgleichszahlungen. Für derartige Vorschläge bedanke ich mich, meine Damen und Herren. Nehmen Sie das auch zur Kenntnis! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Huber: Das ist aber keine BZÖ-Frage! Das BZÖ hat Lösungen!) – Welche Lösungen? Das habe ich wörtlich mitgeschrieben, Herr Kollege Gradauer hat das gesagt, das kann man im Protokoll nachlesen.
Zwischenruf bei den Grünen
Die nächste Doppelbödigkeit: Kollege Gradauer, den ich sehr schätze, sagte am 14. Mai im Budgetausschuss wörtlich – ich habe mitgeschrieben –, die Zahlungen an die EU, welche größtenteils in die Landwirtschaft zurückfließen, sollte man halbieren, weil es uns budgetmäßig ohnehin schlecht geht. (Abg. Zanger: Ja sowieso, wie die reichen Bauern !) Meine Damen und Herren, wissen Sie, was das bedeutet (Zwischenruf bei den Grünen) – ja, das weiß ich, die Grünen fordern das nicht –, wissen Sie, was das bedeuten würde? – Eine Halbierung der Ausgleichszahlungen. Für derartige Vorschläge bedanke ich mich, meine Damen und Herren. Nehmen Sie das auch zur Kenntnis! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Huber: Das ist aber keine BZÖ-Frage! Das BZÖ hat Lösungen!) – Welche Lösungen? Das habe ich wörtlich mitgeschrieben, Herr Kollege Gradauer hat das gesagt, das kann man im Protokoll nachlesen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Huber: Das ist aber keine BZÖ-Frage! Das BZÖ hat Lösungen!
Die nächste Doppelbödigkeit: Kollege Gradauer, den ich sehr schätze, sagte am 14. Mai im Budgetausschuss wörtlich – ich habe mitgeschrieben –, die Zahlungen an die EU, welche größtenteils in die Landwirtschaft zurückfließen, sollte man halbieren, weil es uns budgetmäßig ohnehin schlecht geht. (Abg. Zanger: Ja sowieso, wie die reichen Bauern !) Meine Damen und Herren, wissen Sie, was das bedeutet (Zwischenruf bei den Grünen) – ja, das weiß ich, die Grünen fordern das nicht –, wissen Sie, was das bedeuten würde? – Eine Halbierung der Ausgleichszahlungen. Für derartige Vorschläge bedanke ich mich, meine Damen und Herren. Nehmen Sie das auch zur Kenntnis! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Huber: Das ist aber keine BZÖ-Frage! Das BZÖ hat Lösungen!) – Welche Lösungen? Das habe ich wörtlich mitgeschrieben, Herr Kollege Gradauer hat das gesagt, das kann man im Protokoll nachlesen.
Abg. Huber: Ja, aber mit der ÖVP 20 Prozent Mehrwertsteuer, in Italien 4!
Kollege Muchitsch hat zu Recht gemeint, man sollte sich doch bemühen, die kleinstrukturierte Landwirtschaft zu erhalten (Abg. Huber: Ja, aber mit der ÖVP 20 Prozent Mehrwertsteuer, in Italien 4!), weil Österreichs Bauern unter erschwerten strukturellen Bedingungen und so weiter wirtschaften müssen. – Ja, da pflichte ich Ihnen bei, aber,
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber – und das war das Erfreuliche – die Arbeiterkammer Wien hat die entsprechende Antwort vom Wähler bekommen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Die Arbeiterkammer Wien – nämlich Ihre Fraktion! – hat das entsprechende Ergebnis erhalten.
Abg. Huber: Das stimmt!
Meine Damen und Herren, wir sollten uns bei den österreichischen Bauern bedanken, dass Sie unter schwierigsten Bedingungen immer noch bereit sind zu wirtschaften (Abg. Huber: Das stimmt!), und wir sollten uns hier alle miteinander – alle miteinander! – befleißigen, mehr zusammenzuarbeiten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Jannach: Da wird mir ja schlecht, wenn ich so etwas höre!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Jannach: Da wird mir ja schlecht, wenn ich so etwas höre!
Meine Damen und Herren, wir sollten uns bei den österreichischen Bauern bedanken, dass Sie unter schwierigsten Bedingungen immer noch bereit sind zu wirtschaften (Abg. Huber: Das stimmt!), und wir sollten uns hier alle miteinander – alle miteinander! – befleißigen, mehr zusammenzuarbeiten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Jannach: Da wird mir ja schlecht, wenn ich so etwas höre!)
Abg. Ing. Schultes: So ein Blödsinn!
Wie gesagt, der Pro-Kopf-Verbrauch ist gesunken. Der Fleischexport ist nämlich im gleichen Zeitraum von 215 200 auf 256 000 bei Rindern, also um 20 Prozent, und beim Schweinefleisch von 56 000 auf 2,2 Millionen gestiegen, also vervierzigfacht worden. Der Verdacht liegt nahe, dass die Tiere leiden müssen, quer durch Europa transportiert werden, nur um hier geschlachtet zu werden, damit sie den österreichischen Qualitätsstempel bekommen, um dann wieder exportiert zu werden. (Abg. Ing. Schultes: So ein Blödsinn!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Faul: Das hält keine Sau aus!
Wir sollten daher dafür sorgen: Dort, wo Österreich auf der Verpackung steht, sollte wirklich österreichische Qualität drin sein. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Faul: Das hält keine Sau aus!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Blödsinn!
Abgeordneter Ewald Sacher (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Bevor ich auf mein Thema zu sprechen komme, möchte ich doch auch als Konsument auf die hier aufgestellten Behauptungen der Herren Kollegen Grillitsch und auch Auer antworten. – Die österreichischen Konsumenten kaufen die Produkte der Bauern gerne. Wir sind dankbar für gute Produkte. Umso weniger verstehe ich es, wenn hier eine Dolchstoßlegende gegen die Arbeiterkammer gezimmert wird, die sich dafür einsetzt, dass der Konsument für ein gutes Produkt auch einen fairen Preis bekommt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Blödsinn!)
Beifall bei der SPÖ.
Auffallend ist, dass besonders in der letzten Zeit die Belastungen gestiegen sind. Daher, Herr Landwirtschaftsminister, darf ich dazu aufrufen und darum ersuchen, dass man diese Problematik ernst nimmt, dass man die Empfehlungen ernst nimmt. Es kann nicht sein, dass die ansteigenden Werte weiterhin zum Problem für ein gesundes Trinkwasser werden. Ich bitte um die Umsetzung der Empfehlungen der §-7-Kommission, damit wir als Konsumenten auch unser Grundnahrungsmittel Wasser sicher genießen können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Amon: Geh bitte!
Abgeordneter Maximilian Linder (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Minister! Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Wie machen wir es? – Diskutieren wir weiter über die Landwirtschaft oder gehen wir in die Kantine, um den Kollegen dort Gesellschaft zu leisten? Ich glaube, die derzeitige Präsenz der Abgeordneten hier im Plenum spiegelt wider, wie gering die Wertschätzung gegenüber der Landwirtschaft ist. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Amon: Geh bitte!) – Ja, das ist die Wahrheit! Dass ein Lehrer dafür
Abg. Amon: Was? – Ich bin kein Lehrer!
natürlich kein Verständnis hat, ist mir schon klar. (Abg. Amon: Was? – Ich bin kein Lehrer!)
Abg. Grillitsch – auf Abg. Amon weisend –: Kollege, er ist kein Lehrer!
Zum Grünen Bericht: Die §-7-Kommission hat im Grünen Bericht die Geschlechtergleichstellung gefordert. – Ich glaube, das ist eine gut gemeinte Idee, aber wir haben in der Landwirtschaft größere Probleme. Aus sozialer Sicht wäre es unbedingt notwendig, das Ausgedinge für die Berechnungen der Pensionen herauszunehmen. (Abg. Grillitsch – auf Abg. Amon weisend –: Kollege, er ist kein Lehrer!) – Aber Lehrervertreter. (Abg. Amon: Nein, um Gottes willen!) – Okay. (Abg. Grillitsch: Wie sagt man dann? – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.) – Überhaupt nicht.
Abg. Amon: Nein, um Gottes willen!
Zum Grünen Bericht: Die §-7-Kommission hat im Grünen Bericht die Geschlechtergleichstellung gefordert. – Ich glaube, das ist eine gut gemeinte Idee, aber wir haben in der Landwirtschaft größere Probleme. Aus sozialer Sicht wäre es unbedingt notwendig, das Ausgedinge für die Berechnungen der Pensionen herauszunehmen. (Abg. Grillitsch – auf Abg. Amon weisend –: Kollege, er ist kein Lehrer!) – Aber Lehrervertreter. (Abg. Amon: Nein, um Gottes willen!) – Okay. (Abg. Grillitsch: Wie sagt man dann? – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.) – Überhaupt nicht.
Abg. Grillitsch: Wie sagt man dann? – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.
Zum Grünen Bericht: Die §-7-Kommission hat im Grünen Bericht die Geschlechtergleichstellung gefordert. – Ich glaube, das ist eine gut gemeinte Idee, aber wir haben in der Landwirtschaft größere Probleme. Aus sozialer Sicht wäre es unbedingt notwendig, das Ausgedinge für die Berechnungen der Pensionen herauszunehmen. (Abg. Grillitsch – auf Abg. Amon weisend –: Kollege, er ist kein Lehrer!) – Aber Lehrervertreter. (Abg. Amon: Nein, um Gottes willen!) – Okay. (Abg. Grillitsch: Wie sagt man dann? – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.) – Überhaupt nicht.
Beifall beim BZÖ.
Die §-7-Kommission hat die Geschlechtergleichstellung verlangt, ich glaube aber, dass wir andere Probleme haben. Viel wichtiger wäre es, das Ausgedinge bei der Pensionsberechnung herauszunehmen – das vor allem dann, wenn jemand freiwillig auf das Ausgedinge verzichtet, um den jungen Hofübernehmern im Nachhinein die Betriebsbewirtschaftung zu erleichtern. Dann sollte dieser Verzicht akzeptiert und bei der Pension nicht mitberechnet werden. Ich glaube, das sind unsere Probleme. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ein weiteres Problem – und hier sollte sich die Landwirtschaftskammer bei der Nase nehmen, die die Landwirte berät, wenn sie investieren, neu bauen, Stallungen errichten, und ihnen noch die Kreditverträge liefert oder wenigstens Tipps abgibt, wo sie günstige Kredite bekommen –: Wenn der Milchpreis fällt, werden die Bauern im Regen stehen gelassen, niemand ist behilflich, wenn die Banken die Kredite fällig stellen. – Der einzige Hoffnungsschimmer, der einzige Lichtblick, den ich diesbezüglich habe, ist das, was man den Banken beim Eigenkapital versprochen hat: Wenn sie keinen Gewinn machen, wenn sie Verlust machen, zahlen sie keine Zinsen. Lieber Kollege Grillitsch und lieber Minister, ich bin überzeugt davon, dass wir das auch für die Bauern erreichen werden, dass sie in dieser Phase keine Zinsen zahlen; so wie das den Banken im Bankenhilfspaket versprochen wurde. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Liebe Kollegen, vor gut einem Monat ist uns ein Schreiben ins Haus geflattert, dass wir ... (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Schade, dass er geht; zuhören wäre interessant! Vor gut einem Monat ist uns ein Schreiben ins Haus geflattert, dass ein Bauer, wenn er zwei Stallungen hat, die nicht in derselben Katastralgemeinde liegen, für jeden
Beifall beim BZÖ.
Ich kann Sie, lieber Minister, wenn das die Entbürokratisierung ist, nur bitten: Stellen Sie uns das Schulungspersonal zur Verfügung, damit die Rindviecher ihre Meldung selber machen können. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Zanger: Lies nicht so schnell!
Vor allem zeugt dieser Grüne Bericht aber auch von der gelungen Zusammenarbeit von Tourismus und Landwirtschaft und den wertvollen Impulsen, die damit für Regionen entstehen. (Abg. Zanger: Lies nicht so schnell!) Es ist eine Win-Win-Situation: Es profitiert sowohl der Tourismus von der Landwirtschaft als auch umgekehrt. Sie sind Partner, sie leben miteinander und sie leben voneinander. 15 500 Betriebe nehmen an „Urlaub am Bauernhof“ teil. Sie erzielen damit ein Drittel ihres Ertrages, nämlich 31 000 € im Schnitt. Jedes siebente zu vermietende Bett in Österreich steht am Bauernhof.
Abg. Huber: die ÖVP! Die Bauernmörder sind nicht wir! Ihr bringt die Bauern um!
Lieber Kollege Huber, reg dich nicht so auf, du übertreibst heillos und du hast natürlich auch die Äußerungen des Präsidenten völlig aus dem Zusammenhang gerissen! Du kommst mir genau so vor wie jene in Tirol, die derzeit ständig auf die Bauern hinhacken und in der Frage der Agrargemeinschaften diesen dauernd vorwerfen, sie hätten etwas Unrechtmäßiges getan. (Abg. Huber: die ÖVP! Die Bauernmörder sind nicht wir! Ihr bringt die Bauern um!)
Abg. Huber: Da bist ja du Bürgermeister!
Das Potential der 70 000 Tourismusbetriebe und der gewaltigen Anzahl an Nächtigungen ist natürlich auch ein gewaltiger Schub am Lebensmittelmarkt. Ein Beispiel, wie touristische Zusammenarbeit funktioniert: Im Zillertal bekommen die Bauern jedes Jahr 2 Millionen € Entschädigung. 41 Bauern, drei Agrargemeinschaften betreiben Bergrestaurants, Schirm- und Schneebars. Ein Drittel der 1000 Beschäftigten bei den Seilbahnen sind Nebenerwerbsbauern und ein Drittel der Bauern vermieten Zimmer. – Eine gelungene Zusammenarbeit im aktivsten Tal der Welt, wo wir auch – nach Wien – den intensivsten Tourismus betreiben. (Abg. Huber: Da bist ja du Bürgermeister!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Huber: Heiße Luft macht die ÖVP!
Ich sage dir in Abwandlung eines Spruches: Der Bauernbund ist der warme Mantel, der warme Loden. Ihr hetzt und verbreitet heiße Luft. Ich bin lieber beim Bauernbund. Ich fühle mich dort sehr wohl. Wir können die Herausforderung Europa nur gemeinsam und in einem offenen Europa überleben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Huber: Heiße Luft macht die ÖVP!)
Abg. Dr. Fichtenbauer entfernt die rot-weiß-rote Kuh-Figur aus einer der hinteren Bankreihen des FPÖ-Sektors.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Bevor ich der nächsten Rednerin das Wort erteile, bitte ich darum, die Kuh wieder in den Stall zu führen, die da oben steht. Wir haben sie ausreichend gesehen, jeder kennt das jetzt. (Abg. Dr. Fichtenbauer entfernt die rot-weiß-rote Kuh-Figur aus einer der hinteren Bankreihen des FPÖ-Sektors.) – Sehr schön, gut.
Abg. Prinz: Wie viel Hektar Fläche bewirtschaften Sie selbst biologisch?
inklusive Vermarktung ist erforderlich. (Abg. Prinz: Wie viel Hektar Fläche bewirtschaften Sie selbst biologisch?)
Abg. Prinz: Theorie und Praxis!
Das steht im Regierungsprogramm als Ihr Versprechen. Was ist aber tatsächlich passiert? (Abg. Prinz: Theorie und Praxis!) Tatsächlich kam es zu massiven Kürzungen bei der BIO AUSTRIA und auch zu Rückgängen bei den Betrieben. Das kritisieren nicht nur die Grünen, sondern, Herr Kollege, auch der Tiroler Landwirtschaftskammerpräsident Hechenberger, der sagt:
Abg. Prinz: Da haben wir es ja schon wieder!
Sie haben recht, ich habe selbst keinen Betrieb, aber ich denke, Biolandbau trägt ganz wesentlich dazu bei, unsere Kultur- und Naturlandschaften zu erhalten, und trägt auch ganz wesentlich dazu bei, dass wir in Österreich gesunde und qualitativ hochwertige Lebensmittel haben. (Abg. Prinz: Da haben wir es ja schon wieder!) Ich denke, wir sollten nicht nur über Unabhängigkeit in Energiefragen reden, sondern auch über Unabhängigkeit im Lebensmittelbereich. Ich denke, das ist es, was wir in Österreich wollen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.
Sie haben recht, ich habe selbst keinen Betrieb, aber ich denke, Biolandbau trägt ganz wesentlich dazu bei, unsere Kultur- und Naturlandschaften zu erhalten, und trägt auch ganz wesentlich dazu bei, dass wir in Österreich gesunde und qualitativ hochwertige Lebensmittel haben. (Abg. Prinz: Da haben wir es ja schon wieder!) Ich denke, wir sollten nicht nur über Unabhängigkeit in Energiefragen reden, sondern auch über Unabhängigkeit im Lebensmittelbereich. Ich denke, das ist es, was wir in Österreich wollen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Umwelt spielt also in Österreich leider nicht nur allgemein weniger Rolle, sondern auch jetzt ganz konkret in der Landwirtschaft. Aber nicht nur die Umwelt, sondern auch die Energie spielt in diesem Bereich leider keine Rolle beziehungsweise nur eine sehr geringe. Es sind keine Pläne für den Ausbau der Alternativenergien in der Landwirtschaft vorgesehen, und auch keine Maßnahmen. Wo bleibt eine Einspeiseregelung für Biogas? Wo bleibt das Ökostromgesetz? Das wäre gerade auch eine Chance für die Landwirtschaft sowie für die ganze Ökobranche in Österreich, die auf dieses Gesetz wartet, um endlich Arbeitsplätze schaffen zu können. Sie wird aber von der Bundesregierung daran gehindert. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Abg. Huber: Bäuerinnen heißt das, Frau Kollegin!
Abschließend möchte ich auch auf die Vorschläge der §-7-Kommission eingehen, und zwar, was die Maßnahmen zur Gleichstellung von Männern und Frauen angeht. Ich finde schon, dass das auch ein wichtiger Aspekt ist, denn immerhin sind 30 Prozent der Betriebsleiterinnen eben Leiterinnen. (Abg. Huber: Bäuerinnen heißt das, Frau Kollegin!)
Abg. Zanger: Stiere – Stierinnen!
Wir Grüne treten massiv für die Gleichstellung auf allen Ebenen ein, und wir beweisen das ja auch hier im Parlament. (Abg. Zanger: Stiere – Stierinnen!) Gleichstellung zwi-
Beifall bei den Grünen. – Abg. Weinzinger: so ein sympathisches Mädel, und jetzt machst du dich unsympathisch! – Zwischenruf beim BZÖ.
Wenn da Gleichstellung als Besetzungsargument vorgeschoben wird, dann finde ich als Frau, dass das ein Affront für alle Frauen ist, die durch ihre Qualifikation in ihre Position gekommen sind. Ich möchte mich entschieden gegen so ein Argument verwahren. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Weinzinger: so ein sympathisches Mädel, und jetzt machst du dich unsympathisch! – Zwischenruf beim BZÖ.) – Ja, wenn sie qualifiziert sind. Aber es gibt ja auch qualifizierte Frauen, die sich bewerben.
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Gahr: Kennen Sie die Frau?
Ich glaube, alle Frauen, die in die Positionen gekommen sind, sind auch entsprechend qualifiziert. Dann ist es ganz klar, dass Frauen zu bevorzugen sind. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Gahr: Kennen Sie die Frau?)
Abg. Prinz: Wer strafbar handelt, muss entsprechende Konsequenzen tragen!
Wenn dann auch noch Strafandrohungen gegen Leute erfolgen, die solche Entscheidungen kritisieren, dann halte ich das eigentlich für einen demokratiepolitischen Skandal. Es zeigt aber auch, wie bedenklich die Situation in Österreich ist. Das fängt bei der massiven Benachteiligung der Umwelt- und Tierschutzorganisation bei der Spendenabsetzbarkeit an, für die Sie sich, Herr Landwirtschaftsminister, leider nicht eingesetzt haben, und gipfelt in den Vorgängen gegen die TierrechtsaktivistInnen, und dieselbe Situation haben wir jetzt auch in der Landwirtschaft, wo es zur Androhung von Strafverfahren gegen kritische Stimmen kommt. (Abg. Prinz: Wer strafbar handelt, muss entsprechende Konsequenzen tragen!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.
Ich fordere Sie daher auf: Überdenken Sie Ihre Entscheidung in dem genannten Fall, und überdenken Sie auch die Situation in Österreich, gerade in Ihrem Zuständigkeitsbereich! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Nur ganz kurz!
Ich möchte noch das Thema Milch erwähnen, weil es heute vielfach angesprochen wurde: Ja, es gibt ein Problem auf dem Milchmarkt, gar keine Frage, das leugnet niemand. Sie können sich vorstellen, dass wir alle miteinander, auch ich als Minister, glücklicher wären, wenn der Milchpreis ein besserer wäre. Aber wir müssen die Fakten festhalten, wie sie sind, nämlich dass der Milchpreis in der Vergangenheit ein sehr guter war, so gut wie schon lange nicht (Abg. Dr. Pirklhuber: Nur ganz kurz!), nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa, und dass die Produktion in ganz Europa angezogen wurde (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist nicht das Problem!), und dann der Markt eingebrochen ist. (Abg. Dr. Pirklhuber: Parallel dazu die Quotenaufstockung! Die Quotenaufstockung ist das Problem!) – Herr Kollege Pirklhuber, Quote hin, Quote her, wenn Sie keinen Markt für Ihre Produkte haben, haben Sie ein Problem. (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber wenn Sie die Quote parallel erhöhen!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist nicht das Problem!
Ich möchte noch das Thema Milch erwähnen, weil es heute vielfach angesprochen wurde: Ja, es gibt ein Problem auf dem Milchmarkt, gar keine Frage, das leugnet niemand. Sie können sich vorstellen, dass wir alle miteinander, auch ich als Minister, glücklicher wären, wenn der Milchpreis ein besserer wäre. Aber wir müssen die Fakten festhalten, wie sie sind, nämlich dass der Milchpreis in der Vergangenheit ein sehr guter war, so gut wie schon lange nicht (Abg. Dr. Pirklhuber: Nur ganz kurz!), nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa, und dass die Produktion in ganz Europa angezogen wurde (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist nicht das Problem!), und dann der Markt eingebrochen ist. (Abg. Dr. Pirklhuber: Parallel dazu die Quotenaufstockung! Die Quotenaufstockung ist das Problem!) – Herr Kollege Pirklhuber, Quote hin, Quote her, wenn Sie keinen Markt für Ihre Produkte haben, haben Sie ein Problem. (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber wenn Sie die Quote parallel erhöhen!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Parallel dazu die Quotenaufstockung! Die Quotenaufstockung ist das Problem!
Ich möchte noch das Thema Milch erwähnen, weil es heute vielfach angesprochen wurde: Ja, es gibt ein Problem auf dem Milchmarkt, gar keine Frage, das leugnet niemand. Sie können sich vorstellen, dass wir alle miteinander, auch ich als Minister, glücklicher wären, wenn der Milchpreis ein besserer wäre. Aber wir müssen die Fakten festhalten, wie sie sind, nämlich dass der Milchpreis in der Vergangenheit ein sehr guter war, so gut wie schon lange nicht (Abg. Dr. Pirklhuber: Nur ganz kurz!), nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa, und dass die Produktion in ganz Europa angezogen wurde (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist nicht das Problem!), und dann der Markt eingebrochen ist. (Abg. Dr. Pirklhuber: Parallel dazu die Quotenaufstockung! Die Quotenaufstockung ist das Problem!) – Herr Kollege Pirklhuber, Quote hin, Quote her, wenn Sie keinen Markt für Ihre Produkte haben, haben Sie ein Problem. (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber wenn Sie die Quote parallel erhöhen!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Aber wenn Sie die Quote parallel erhöhen!
Ich möchte noch das Thema Milch erwähnen, weil es heute vielfach angesprochen wurde: Ja, es gibt ein Problem auf dem Milchmarkt, gar keine Frage, das leugnet niemand. Sie können sich vorstellen, dass wir alle miteinander, auch ich als Minister, glücklicher wären, wenn der Milchpreis ein besserer wäre. Aber wir müssen die Fakten festhalten, wie sie sind, nämlich dass der Milchpreis in der Vergangenheit ein sehr guter war, so gut wie schon lange nicht (Abg. Dr. Pirklhuber: Nur ganz kurz!), nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa, und dass die Produktion in ganz Europa angezogen wurde (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist nicht das Problem!), und dann der Markt eingebrochen ist. (Abg. Dr. Pirklhuber: Parallel dazu die Quotenaufstockung! Die Quotenaufstockung ist das Problem!) – Herr Kollege Pirklhuber, Quote hin, Quote her, wenn Sie keinen Markt für Ihre Produkte haben, haben Sie ein Problem. (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber wenn Sie die Quote parallel erhöhen!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Subventionen in die Sahel-Zone!
Und das haben wir erreicht bei der Europäischen Union, die – das wissen Sie ganz genau – bisher immer gesagt hat: Freier Markt, keine Eingriffe in den Markt, der Markt regelt sich selbst, dort, wo die Produktion nicht effizient ist, soll aufgehört werden! Wir haben die Europäische Union so weit gebracht, dass sie in den Markt eingreift und Interventionskäufe tätigt. Es werden Milch, Butter und Milchpulver aus dem Markt auf Lager herausgekauft, und es gibt Exporterstattungen. Das heißt, es werden Milchprodukte aus Europa hinausverkauft (Abg. Dr. Pirklhuber: Subventionen in die Sahel-Zone!), mit der Auflage, nicht in Entwicklungsländern Menschen zu benachteiligen. Aber jedenfalls: Ja, ich bekenne mich dazu, dass wir den europäischen Milchmarkt räumen, um dadurch eine Entlastung auf dem Markt zu erzielen. – Das ist der erste Punkt.
Abg. Dr. Pirklhuber: Das stimmt nicht! Das ist kein Faktum!
Der zweite Punkt ist: Im Vorjahr wurde der Health Check beschlossen. Sie wissen, es gibt ab 2015 keine Milchquote mehr. Das ist Faktum! (Abg. Dr. Pirklhuber: Das stimmt nicht! Das ist kein Faktum!) Ich werde jetzt auf jeden Fall die einprozentige Erhöhung der Milchquote, die heuer ansteht, einbehalten, um nicht zusätzlich die Produktion anzuheizen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Politische Willenserklärung!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Politische Willenserklärung!
Der zweite Punkt ist: Im Vorjahr wurde der Health Check beschlossen. Sie wissen, es gibt ab 2015 keine Milchquote mehr. Das ist Faktum! (Abg. Dr. Pirklhuber: Das stimmt nicht! Das ist kein Faktum!) Ich werde jetzt auf jeden Fall die einprozentige Erhöhung der Milchquote, die heuer ansteht, einbehalten, um nicht zusätzlich die Produktion anzuheizen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Politische Willenserklärung!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Steiermark! – Ruf bei der FPÖ: Der war gut, Herr Minister!
Aber ich darf Ihnen auch sagen – und das muss man offen ansprechen –, dass die Interessenslagen der Milchbauern unterschiedlich sind. Ich komme jetzt sehr viel in Österreich herum, und nur zu Ihrer Anmerkung zum Thema „Zukunftsfeld Bauernhof“: Das als eine Bauernbundveranstaltung zu titulieren, ist lächerlich! Das ist eine Veranstaltung des Bundesministers mit den Agrarlandesräten und den Kammerpräsidenten. In Wien war die Stadträtin Ulli Sima eingeladen, aber sie kann leider terminlich nicht. Auf jeden Fall ist das eine überparteiliche Veranstaltung. (Abg. Dr. Pirklhuber: Steiermark! – Ruf bei der FPÖ: Der war gut, Herr Minister!)
Zwischenrufe bei FPÖ und SPÖ.
Seien Sie mir nicht böse, aber wenn Sie von den Grünen einen Präsidenten stellen oder einen Landesrat, dann ist es auf jeden Fall gut. (Zwischenrufe bei FPÖ und SPÖ.) – Fragen Sie die Kollegin Sima, sie ist ja auf jeden Fall eingeladen gewesen.
Abg. Huber: auf die eigenen Bauern schauen!
Reden Sie zum Beispiel auf solchen Veranstaltungen mit den Bauern! Es gibt Bauern, die sagen, wir sollen die Quote beibehalten; die sind für einen Lieferverzicht. Im Übrigen ist es so, Herr Kollege: Man darf keine Prämie für den Lieferverzicht zahlen. Das ist EG-rechtlich nicht erlaubt. Es kann einen freiwilligen Lieferverzicht geben, aber rechtlich darf ich das gar nicht. (Abg. Huber: auf die eigenen Bauern schauen!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist ja weniger geworden! Geben Sie es doch zu!
Es ist auch wichtig, dass ja außerdem im Agrarbudget – weil Sie das ansprechen, Frau Kollegin Brunner – überhaupt keine Kürzungen im Biobereich vorgenommen werden. Die Programme, die wir finanzieren – im Umweltprogramm, im Bergbauernprogramm, im Investitionsprogramm – werden nach Maßgabe dotiert, sodass die Gelder zu den Bauern kommen – eindeutiges Bekenntnis. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist ja weniger geworden! Geben Sie es doch zu!) – Wenn die Bauern weniger Gelder beantragen, dann wird weniger ausbezahlt. (Abg. Dr. Pirklhuber: 88 Millionen €!) – Das ist doch eine klare Rechnung! Sollen wir mehr auszahlen, wenn nicht so viel beantragt wird?! – So kann es ja nicht sein.
Abg. Dr. Pirklhuber: 88 Millionen €!
Es ist auch wichtig, dass ja außerdem im Agrarbudget – weil Sie das ansprechen, Frau Kollegin Brunner – überhaupt keine Kürzungen im Biobereich vorgenommen werden. Die Programme, die wir finanzieren – im Umweltprogramm, im Bergbauernprogramm, im Investitionsprogramm – werden nach Maßgabe dotiert, sodass die Gelder zu den Bauern kommen – eindeutiges Bekenntnis. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist ja weniger geworden! Geben Sie es doch zu!) – Wenn die Bauern weniger Gelder beantragen, dann wird weniger ausbezahlt. (Abg. Dr. Pirklhuber: 88 Millionen €!) – Das ist doch eine klare Rechnung! Sollen wir mehr auszahlen, wenn nicht so viel beantragt wird?! – So kann es ja nicht sein.
Abg. Huber: In Neuseeland geht es ihnen noch schlechter!
Wichtig ist auch, darauf zu verweisen, dass wir in Österreich keinen so schlechten Weg gehen. Letztens ist in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ ein riesiger Artikel erschienen, in dem die Situation der Milchbauern beschrieben wurde. (Abg. Huber: In Neuseeland geht es ihnen noch schlechter!) Darin ist auch auf die fatale Situation der Milchbauern hingewiesen worden. (Abg. Huber: Südtirol!) Das klingt in Deutschland wie in Österreich.
Abg. Huber: Südtirol!
Wichtig ist auch, darauf zu verweisen, dass wir in Österreich keinen so schlechten Weg gehen. Letztens ist in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ ein riesiger Artikel erschienen, in dem die Situation der Milchbauern beschrieben wurde. (Abg. Huber: In Neuseeland geht es ihnen noch schlechter!) Darin ist auch auf die fatale Situation der Milchbauern hingewiesen worden. (Abg. Huber: Südtirol!) Das klingt in Deutschland wie in Österreich.
Abg. Huber: Und gentechnikfrei? Was ist mit der Gentechnik?
Zur Debatte mit der Lebensmittelkennzeichnung: Es gibt ein klares Kennzeichen, das österreichische Qualität garantiert, und zwar das AMA-Gütesiegel. Auf den Milchpackungen, die heute hier verteilt wurden, steht es: AMA-Gütesiegel garantiert österreichische Qualität, das AMA-Biozeichen. (Abg. Huber: Und gentechnikfrei? Was ist mit der Gentechnik?) Da gilt es, dem Konsumenten das auch zu vermitteln. Alles andere, was so anmutet als ob, ist eben keine Garantie. Das AMA-Gütesiegel garantiert österreichische Qualität, da ist Österreich drinnen, und das soll man eben auch weitertransportieren.
Abg. Dr. Pirklhuber: Hat niemand behauptet! Wer hat das behauptet?!
Die biologische Landwirtschaft erfährt auch keine Kürzung, auch wenn sich das budgettechnisch so darstellt. BIO AUSTRIA wird die gleiche Unterstützung bekommen. Das, was ich schade finde, ist, dass Sie versuchen, die österreichische Landwirtschaft zu teilen, und zwar in gute Bauern – das sind die Biobauern – und in schlechte Bauern – das sind die konventionellen. – Das ist falsch! (Abg. Dr. Pirklhuber: Hat niemand behauptet! Wer hat das behauptet?!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben eine österreichische Land- und Forstwirtschaft in ihrer Buntheit und ihrer Vielfalt, nämlich eine biologische und auch eine konventionelle. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Nicht einmal der Abteilungsleiter der Sektion ! Das ist ja unglaublich, dass Sie das immer noch verteidigen!
Abschließend zur Bundesanstalt für Bergbauernfragen. Ich darf schon anmerken: Ich finde das kurios, was Sie da machen. Da gibt es eine Ausschreibung, die vor meiner Zeit als Minister erfolgt ist, auf die sich unter anderen ein Mann und eine Frau bewerben. Dann gibt es eine unabhängige Begutachtungskommission, die feststellt, dass es unterschiedliche Qualifikationen gibt, aber unterm Strich werden die als gleichwertig angesehen. Dann ist es gesetzlich so, dass ich verpflichtet bin, eine Frau zu nehmen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Nicht einmal der Abteilungsleiter der Sektion ! Das ist ja unglaublich, dass Sie das immer noch verteidigen!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist ja peinlich! Das ist eine Alibi-Argumentation! Das ist unglaublich von einem Minister!
gut? – Ich halte das für kurios! (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist ja peinlich! Das ist eine Alibi-Argumentation! Das ist unglaublich von einem Minister!)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Kollegin Brunner, was Sie gesagt haben, dass Sie dieser Frau die Qualifikation absprechen, das halte ich für ungeheuerlich, denn ich maße mir das nicht an. (Beifall bei der ÖVP.) Das ist ein starkes Stück, denn Sie sollen niemanden verurteilen, auch, wenn es Ihnen nicht passt. Machen Sie das bitte nicht! Lassen Sie diese Frau arbeiten, lassen Sie sie beweisen, ob sie es kann! Sie muss sich ohnehin erst bewähren. Aber dass gerade Sie von den Grünen kritisieren, dass eine Frau in eine Position ernannt wird, das finde ich – ich sage es noch einmal – kurios. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Frau Kollegin Brunner, was Sie gesagt haben, dass Sie dieser Frau die Qualifikation absprechen, das halte ich für ungeheuerlich, denn ich maße mir das nicht an. (Beifall bei der ÖVP.) Das ist ein starkes Stück, denn Sie sollen niemanden verurteilen, auch, wenn es Ihnen nicht passt. Machen Sie das bitte nicht! Lassen Sie diese Frau arbeiten, lassen Sie sie beweisen, ob sie es kann! Sie muss sich ohnehin erst bewähren. Aber dass gerade Sie von den Grünen kritisieren, dass eine Frau in eine Position ernannt wird, das finde ich – ich sage es noch einmal – kurios. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Sehr geehrte Damen und Herren, die Maßnahmen werden jedoch nicht ausreichen, um unseren Bauern das Überleben zu sichern. Herr Grillitsch, Sie sind gefordert! Ich möchte Ihnen sagen: Die SPÖ blockiert nicht! Die SPÖ will, dass unsere Bauern leben. Die SPÖ will aber auch, dass die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen leben. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Beifall bei der SPÖ. – Bravoruf des Abg. Faul.
Es geht im Bereich der Landwirtschaft jedoch um viel mehr, als es auf den ersten Blick den Anschein haben mag. Als Bürgermeisterin einer ländlichen Gemeinde weiß ich nur zu gut, wie wichtig die Sicherung der Existenz unserer Bäuerinnen und Bauern für die Kultur, die Landschaftspflege und unser Gemeinwesen ist. Deshalb bitte ich Sie alle: Nehmen Sie nicht nur den vorliegenden Bericht zur Kenntnis, sondern unterstützen wir gemeinsam unsere Landwirte und den ländlichen Raum! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Bravoruf des Abg. Faul.)
Zwischenruf der Abg. Höllerer.
Herr Bundesminister Berlakovich, Sie erinnern sich bestimmt – es ist nicht so lange her –, dass im Burgenland Weinbauern sehr betroffen waren, als man ihnen gesagt hat, dass es eine zu reichliche Weinernte gibt. Man hat dann gefordert, dass die Weinbauern die Trauben abschneiden und auf dem Boden verrotten lassen. Das ist nicht die Art und Weise, wie man mit den wertvollen Produkten der Landwirte umgehen sollte! (Zwischenruf der Abg. Höllerer.)
Abg. Prinz: Hier spricht eine Landwirtin!
Frau Kollegin, da ist es nicht um die Qualität gegangen! (Abg. Prinz: Hier spricht eine Landwirtin!) Mir ist die Gesetzeslage sehr wohl bekannt, und ich kenne auch die Kriterien für die Einstufung von Qualitätsweinen. Damals ging es um etwas ganz anderes! Es hat einfach zu viel Wein gegeben. Die Weinbauern haben nicht pro Hektar zu viel angebaut, so dass sie eine schlechtere Einstufung erhalten hätten und dann zum Beispiel plötzlich ein Landwein daraus geworden wäre, nein, es ist darum gegangen, dass man die gesamte Ernte abschneiden und auf dem Boden verrotten lassen musste.
Beifall bei der FPÖ.
Das verstehen wir alle nicht, denn ich glaube, dass wir erkennen müssen, dass wir vor vielen Jahren, als unsere Eltern und Großeltern noch aktiv waren, für Lebensmittel mehr Geld ausgegeben haben. Wir dürfen uns auch nicht wehren, wenn wir darüber diskutieren, dass die Produkte, die unsere Landwirte erzeugen, auch etwas wert sein müssen. Heute lebt der Landwirt in hohem Ausmaß von Förderungen, bekommt aber keinen fairen Produktpreis. Wäre es da nicht der bessere Weg, zu sagen: Das wertvolle Produkt des Landwirtes soll auch ordentlich abgegolten werden, damit man eben nicht mehr von Förderungen abhängig ist? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Unsere Landwirte sind ein wichtiger Eckpfeiler auf diesem Weg zur Energieautonomie in Österreich. Dafür verdienen diese Landwirte die volle Unterstützung der Politik und die Unterstützung aller Fraktionen hier im Hohen Haus! Es geht nicht darum, Arbeitnehmer, Gewerbetreibende und Landwirte gegeneinander auszuspielen. Wir alle, Arbeitnehmer, Gewerbetreibende und Konsumenten, brauchen die Leistungen unserer Bauern. Ich bedanke mich daher sehr herzlich bei jedem einzelnen Landwirt, der unter harter Arbeit täglich dafür sorgt, dass wir gesunde und naturnahe Nahrungsmittel in Österreich erhalten. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Bundesminister, üblicherweise sind Sie es wohl gewohnt, dass die Opposition – oftmals zu Recht – harte Kritik an Ihrer Politik übt. Ich muss Ihnen aber auch sagen, dass das, was im Rahmen der Abwehr des Anbaues von gentechnisch veränderten Organismen in Österreich gelungen ist, sehr, sehr positiv ist und wir Ihnen dafür auch unseren Respekt und unsere Anerkennung zollen! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Huber.
Das ist ja gerade Ihr Anliegen, und ich glaube, das sollten wir auch unterstützen! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Huber.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Huber.
Interessant war auch die Feststellung des Kollegen Jannach, der sich gerühmt hat, als Schutzpatron der IG Milch heute als Einziger mit der IG Milch gesprochen zu haben. Das ist nicht wahr! Präsident Grillitsch und ich haben auch ein diesbezügliches Gespräch draußen vor dem Parlament geführt, und dieses war sehr aufschlussreich. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Huber.)
Abg. Huber: Bist du Bauer?
Heute wurden in verschiedenen Wortmeldungen auch die Leute verteufelt, die an der Landwirtschaft ihr Geld verdienen. Wir wissen, dass es in der Landwirtschaft dementsprechend schwer ist. Da muss ich schon sagen: Wenn (Abg. Huber: Bist du Bauer?) Freilich! Ich bin Milchbauer und Rinderhalter! (Zwischenruf des Abg. Huber. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Auf alle Fälle! Herr Huber, wenn Sie alle bekritteln, die an der Landwirtschaft ihr Geld verdienen: Was tun Sie dann als Viehhändler, mehr oder weniger erfolgreich? Oder was tut Herr Pirklhuber, der versucht hat, mit einer Bio-Kontroll-Firma sein Geld in der Landwirtschaft zu verdienen? (Rufe bei der FPÖ: An der Landwirtschaft!) An der Landwirtschaft! Entschuldigung! Das frage ich mich schon!
Zwischenruf des Abg. Huber. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Heute wurden in verschiedenen Wortmeldungen auch die Leute verteufelt, die an der Landwirtschaft ihr Geld verdienen. Wir wissen, dass es in der Landwirtschaft dementsprechend schwer ist. Da muss ich schon sagen: Wenn (Abg. Huber: Bist du Bauer?) Freilich! Ich bin Milchbauer und Rinderhalter! (Zwischenruf des Abg. Huber. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Auf alle Fälle! Herr Huber, wenn Sie alle bekritteln, die an der Landwirtschaft ihr Geld verdienen: Was tun Sie dann als Viehhändler, mehr oder weniger erfolgreich? Oder was tut Herr Pirklhuber, der versucht hat, mit einer Bio-Kontroll-Firma sein Geld in der Landwirtschaft zu verdienen? (Rufe bei der FPÖ: An der Landwirtschaft!) An der Landwirtschaft! Entschuldigung! Das frage ich mich schon!
Rufe bei der FPÖ: An der Landwirtschaft!
Heute wurden in verschiedenen Wortmeldungen auch die Leute verteufelt, die an der Landwirtschaft ihr Geld verdienen. Wir wissen, dass es in der Landwirtschaft dementsprechend schwer ist. Da muss ich schon sagen: Wenn (Abg. Huber: Bist du Bauer?) Freilich! Ich bin Milchbauer und Rinderhalter! (Zwischenruf des Abg. Huber. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Auf alle Fälle! Herr Huber, wenn Sie alle bekritteln, die an der Landwirtschaft ihr Geld verdienen: Was tun Sie dann als Viehhändler, mehr oder weniger erfolgreich? Oder was tut Herr Pirklhuber, der versucht hat, mit einer Bio-Kontroll-Firma sein Geld in der Landwirtschaft zu verdienen? (Rufe bei der FPÖ: An der Landwirtschaft!) An der Landwirtschaft! Entschuldigung! Das frage ich mich schon!
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Nichtsdestotrotz haben wir viele Probleme zu lösen, und zwar rasch, sei es bei der Sicherstellung der Kofinanzierung oder bei den raschen Beschlüssen für die Marktordnungsgesetze. Viele Probleme können wir nur EU-weit lösen, sei es bei der Mengensteuerung oder auch beim Außenschutz für sensible Produkte, und dass wir EU-weit in der Diskussion etwas erreichen können, das hat auch unser Landwirtschaftsminister bei der Gentechnikfrage bewiesen! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich möchte noch etwas anmerken: Mit Sprüchen wie „Jetzt kommt der Tag der Abrechnung!“ werden wir in der EU-weiten Diskussion nichts erreichen! – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Faktum ist: Wir importieren mindestens 500 000 Tonnen gentechnisch verändertes Soja hauptsächlich aus Südamerika, aus Brasilien, und mit Weizen können wir dieses nicht ersetzen, jedenfalls nicht in Form von Biosprit. Wir können dieses nur ersetzen, wenn wir Vollfettsojabohnen anbauen. Ich hoffe, das wissen Sie! Ich hoffe, Sie haben eine landwirtschaftliche Schule besucht, damit Sie wissen, wovon wir reden! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Rindfleischproduzenten für Rindfleisch um 47 Prozent mehr als der österreichische Landwirt! (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
In Spittal, lieber Kollege, bekommen sie 33 Cent! Da bist du nicht mehr up to date! Es tut mir Leid, das muss ich sagen, denn das ist die Oberkärntner Molkerei! Aber es ist noch um fünf Cent besser als in Tirol, da hast du recht! Und zwar deshalb, weil in Kärnten noch eine andere Politik mit regiert als in Tirol! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Aber warum fragt Ihr euch eigentlich nicht, warum es diese Preisunterschiede gibt? Ihr habt die Raiffeisengenossenschaften. Das erwähne ich nur, obwohl ich gesagt habe, dass wir über Raiffeisen nicht mehr reden. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Aber die Wirtschaftskammer schaut zu, wie der freie Handel unterbunden wird, damit die Genossenschaften ordentlich Förderungen einstecken können.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Kollege Grillitsch sagt, dass er gegen die Aufhebung der Saldierung ist. Halten wir uns jedoch vor Augen, dass es Landwirte wie etwa einen meiner Nachbarn gibt, der ein 150 000-Liter-Milchkontingent vor zwei Jahren verkauft und das volle Geld kassiert hat und auf Grund dieser Saldierung gleich weiter liefert. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Hören Sie zu! Ist das gerecht? Bitte schaffen wir die Saldierung ab!
Zwischenruf des Abg. Grillitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Gehen Sie doch bei unseren Anträgen mit! Dann wird die Quote wieder etwas wert! Unsere Landwirtschaftsminister haben 30 Jahre lang gepredigt, dass die Milchquote das Eigenkapital der Landwirte ist. Ihr habt es kaputt gemacht! Und die Sozialdemokraten wissen nicht, wovon wir reden. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Liebe Freunde von ÖVP und SPÖ, wenn Sie bei diesen Anträgen heute mitgehen, schaffen wir Arbeitsplätze, im Grunde genommen entlasten wir das Budget, weil über den Umweg der entstehenden Investitionen viel mehr hinein als hinaus geht. Stimmt zu, dann sind Tausende abgesichert! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Grillitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
wollte, aber leider wird euch diese Doppelzüngigkeit noch auf den Kopf fallen! Ich rede von der Wahrheit, und er redet von der Mehrheit! Das ist ÖVP-Politik! Das kommt sowieso ins Protokoll. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Grillitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Huber.
Abgeordneter Christian Faul (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Kollege Huber – er unterhält sich jetzt gut! –, es ist schon eine Seltenheit, dass jemand hier herauskommt und nur deshalb, weil er zufällig selbst Fleischhändler ist, jeden, der nicht Landwirt ist, das Verständnis für die Landwirtschaft abspricht. Das halte ich für eine Ungeheuerlichkeit! Das ist eine bodenlose Frechheit, denn du hast die Gescheitheit nicht mit dem Löffel gefressen! Es ist mir auch einmal ganz wichtig, dir das zu sagen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Huber.)
Beifall und Bravorufe bei Abgeordneten der ÖVP.
Präsident Fritz Grillitsch kann es einfach nicht lassen, mich immer zu reizen. Fritz, ich habe heute deine Presseaussendung mit, und ich möchte einmal sagen: Seit ich in diesem Parlament bin, wiederholt sich immer das Gleiche: Zuerst wird der Minister gelobt, das verstehe ich noch irgendwie. (Beifall und Bravorufe bei Abgeordneten der ÖVP.) Dann wird Raiffeisen gelobt, und dann werden auch noch die großen Bauern gelobt, die euch am Bandl halten. (Der Redner schlägt während seiner Ausführungen immer wieder mit der Hand kräftig aufs Rednerpult.)
Der Redner schlägt neuerlich mit der Hand aufs Rednerpult. – Abg. Grosz: Warum schlagen Sie aufs Pult?
Herr Bundesminister, dann geht es los, und dann sind die Roten schuld. Das ist überhaupt das Allerbeste! Wir sind immer schuld, nur die Gründe werden immer witziger. In der Opposition habe ich es noch verstanden, in der Koalition verstehe ich es aber nicht mehr, Fritz, denn auch deine Gründe, dass wir aus deinem Sozialtopf übermäßig gefressen haben, musst du mir einmal beweisen! (Der Redner schlägt neuerlich mit der Hand aufs Rednerpult. – Abg. Grosz: Warum schlagen Sie aufs Pult?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Zertrümmern Sie nicht das Rednerpult!
Wenn du mir heute den freien Zugang zum Wald absprichst, dann kann ich dir nur widersprechen. Das habe ich aber schon bei Molterer gemacht und auch viel früher. Wir lassen uns den Zugang zum Wald nicht verbieten, wir wollen dort hinein! Das ist doch ganz klar! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Zertrümmern Sie nicht das Rednerpult!)
Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP.
Kleiner Grosz, geh zurück! Lass mich in Ruhe! Das ist gescheiter. (Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Grosz: Kann man bitte das Pult in Ruhe lassen? Warum hauen Sie aufs Pult?
Herr Bundesminister, Sie haben in einem recht. (Abg. Grosz: Kann man bitte das Pult in Ruhe lassen? Warum hauen Sie aufs Pult?) Sei still! Du bist genau um den Schädel zu klein, wo das Hirn drinnen sein müsste, und darum sollst du still sein! (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Rufe beim BZÖ: Ordnungsruf!?)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Rufe beim BZÖ: Ordnungsruf!?
Herr Bundesminister, Sie haben in einem recht. (Abg. Grosz: Kann man bitte das Pult in Ruhe lassen? Warum hauen Sie aufs Pult?) Sei still! Du bist genau um den Schädel zu klein, wo das Hirn drinnen sein müsste, und darum sollst du still sein! (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ. – Rufe beim BZÖ: Ordnungsruf!?)
Neuerliche Heiterkeit bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.
Diesen Ordnungsruf nehme ich gerne an, und ich stehe dazu! Kollege Grosz, setzen Sie sich zurück! Das ist nicht Ihr Platz! Ich kann da gar nicht reden. Sie sind für mich – okay, gut. (Neuerliche Heiterkeit bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.) Nein, er geht mir so auf den „Zeiger“, das ist unvorstellbar! Könnt ihr nichts machen für euren entlaufenden ...? (Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.) Sie sind für mich im Sternzeichen ein Krokodil: eine große „Papp’n“ und ein kleines Hirn – das muss ich Ihnen einmal sagen. (Lebhafte Heiterkeit bei der SPÖ.) Das ist ja sensationell! So etwas habe ich überhaupt noch nie gesehen. Der spielt sich da auf herinnen wie ein Flegel – normal sind Sie längst des Hauses verwiesen. Mit Ihrem Intelligenzgrad haben Sie ja gar keine Berechtigung, dass Sie da auftreten!
Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.
Diesen Ordnungsruf nehme ich gerne an, und ich stehe dazu! Kollege Grosz, setzen Sie sich zurück! Das ist nicht Ihr Platz! Ich kann da gar nicht reden. Sie sind für mich – okay, gut. (Neuerliche Heiterkeit bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.) Nein, er geht mir so auf den „Zeiger“, das ist unvorstellbar! Könnt ihr nichts machen für euren entlaufenden ...? (Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.) Sie sind für mich im Sternzeichen ein Krokodil: eine große „Papp’n“ und ein kleines Hirn – das muss ich Ihnen einmal sagen. (Lebhafte Heiterkeit bei der SPÖ.) Das ist ja sensationell! So etwas habe ich überhaupt noch nie gesehen. Der spielt sich da auf herinnen wie ein Flegel – normal sind Sie längst des Hauses verwiesen. Mit Ihrem Intelligenzgrad haben Sie ja gar keine Berechtigung, dass Sie da auftreten!
Lebhafte Heiterkeit bei der SPÖ.
Diesen Ordnungsruf nehme ich gerne an, und ich stehe dazu! Kollege Grosz, setzen Sie sich zurück! Das ist nicht Ihr Platz! Ich kann da gar nicht reden. Sie sind für mich – okay, gut. (Neuerliche Heiterkeit bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.) Nein, er geht mir so auf den „Zeiger“, das ist unvorstellbar! Könnt ihr nichts machen für euren entlaufenden ...? (Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.) Sie sind für mich im Sternzeichen ein Krokodil: eine große „Papp’n“ und ein kleines Hirn – das muss ich Ihnen einmal sagen. (Lebhafte Heiterkeit bei der SPÖ.) Das ist ja sensationell! So etwas habe ich überhaupt noch nie gesehen. Der spielt sich da auf herinnen wie ein Flegel – normal sind Sie längst des Hauses verwiesen. Mit Ihrem Intelligenzgrad haben Sie ja gar keine Berechtigung, dass Sie da auftreten!
Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.
Herr Minister! Schonung für Sie, Schonung für den Fritz Grillitsch heute auch einmal, aber er hätte es verdient, dass man ihm einmal ein wenig auch auf die Finger klopft in der Frage. (Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.) Ihr könnt euch aufregen, wie ihr wollt! Das ist kein Ton hier im Hohen Haus! Das ist unmöglich, wie sich der benimmt – in den Zeitungen und rundherum. Unmöglich! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister! Schonung für Sie, Schonung für den Fritz Grillitsch heute auch einmal, aber er hätte es verdient, dass man ihm einmal ein wenig auch auf die Finger klopft in der Frage. (Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.) Ihr könnt euch aufregen, wie ihr wollt! Das ist kein Ton hier im Hohen Haus! Das ist unmöglich, wie sich der benimmt – in den Zeitungen und rundherum. Unmöglich! (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit. – Abg. Ing. Westenthaler: Da geht es nicht um den Geräuschpegel, sondern um den Alkoholpegel! – Abg. Grosz – in Richtung des Abg. Faul –: Was hat denn der zu sich genommen? Was haben Sie getrunken?
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Geräuschpegel war derart hoch, dass weder der Herr Bundesminister noch die Beamten von der Parlamentsdirektion noch ich selber exakt oder auch nur annähernd gehört haben, was vom Rednerpult aus gesagt wurde. (Heiterkeit. – Abg. Ing. Westenthaler: Da geht es nicht um den Geräuschpegel, sondern um den Alkoholpegel! – Abg. Grosz – in Richtung des Abg. Faul –: Was hat denn der zu sich genommen? Was haben Sie getrunken?) Bitte um etwas Ruhe! Ich habe veranlasst, dass das Protokoll beigeschafft wird, und wir werden uns ansehen, ob etwas Ordnungsrufverdächtiges gesagt wurde. (Abg. Ing. Westenthaler: Was hat denn der in der Cafeteria alles getrunken? Der kann doch nicht nüchtern sein, der Mensch!)
Abg. Ing. Westenthaler: Was hat denn der in der Cafeteria alles getrunken? Der kann doch nicht nüchtern sein, der Mensch!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Geräuschpegel war derart hoch, dass weder der Herr Bundesminister noch die Beamten von der Parlamentsdirektion noch ich selber exakt oder auch nur annähernd gehört haben, was vom Rednerpult aus gesagt wurde. (Heiterkeit. – Abg. Ing. Westenthaler: Da geht es nicht um den Geräuschpegel, sondern um den Alkoholpegel! – Abg. Grosz – in Richtung des Abg. Faul –: Was hat denn der zu sich genommen? Was haben Sie getrunken?) Bitte um etwas Ruhe! Ich habe veranlasst, dass das Protokoll beigeschafft wird, und wir werden uns ansehen, ob etwas Ordnungsrufverdächtiges gesagt wurde. (Abg. Ing. Westenthaler: Was hat denn der in der Cafeteria alles getrunken? Der kann doch nicht nüchtern sein, der Mensch!)
Abg. Ing. Westenthaler – auf Abg. Faul deutend –: Der ist ja nicht nüchtern!
Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Zanger. Eingestellte Redezeit: 3 Minuten. (Abg. Ing. Westenthaler – auf Abg. Faul deutend –: Der ist ja nicht nüchtern!) Ich darf bitten, den Geräuschpegel wieder etwas zu senken, damit wir dem Redner entsprechend lauschen können!
Heiterkeit bei FPÖ und SPÖ.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Das habe ich mir jetzt verdient, lieber Kollege Faul, nach dir zu reden! (Heiterkeit bei FPÖ und SPÖ.) Dich zu toppen, das wird mir heute nicht mehr gelingen. Pass auf, was du sagst, oder ...! (Neuerliche Heiterkeit.)
Neuerliche Heiterkeit.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Das habe ich mir jetzt verdient, lieber Kollege Faul, nach dir zu reden! (Heiterkeit bei FPÖ und SPÖ.) Dich zu toppen, das wird mir heute nicht mehr gelingen. Pass auf, was du sagst, oder ...! (Neuerliche Heiterkeit.)
Zwischenrufe beim BZÖ. – Gegenrufe bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Herr Präsident! – Abg. Ing. Westenthaler: Das sind drei Ordnungsrufe gewesen vorhin!
Denn hier könnte man einhaken, hier könnte man etwas machen, und das Erste, was man hier machen kann, ist, eine Kennzeichnungspflicht einzuführen, und auf diese, Herr Bundesminister, wurden Sie angesprochen. (Zwischenrufe beim BZÖ. – Gegenrufe bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Herr Präsident! – Abg. Ing. Westenthaler: Das sind drei Ordnungsrufe gewesen vorhin!)
Anhaltende Rufe beim BZÖ in Richtung des Abg. Faul.
Was die Kennzeichnungspflicht für Kunstkäse angeht: Sie haben nichts dazu gesagt, und deswegen bringe ich jetzt ... (Anhaltende Rufe beim BZÖ in Richtung des Abg. Faul.) – Herr Präsident, vielleicht können Sie die „Brüder“ ein bisschen beruhigen da drüben?!
Abg. Grosz: Weil Sie selber gelacht haben! – Abg. Ing. Westenthaler: Da müssen Sie sich die Ohren reinigen!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf (das Glockenzeichen gebend): Darf ich um Aufmerksamkeit ersuchen! Ich habe schon gesagt, dass ich trotz Erkundigung nicht vernehmen konnte, was der Redner gesagt hat (Abg. Grosz: Weil Sie selber gelacht haben! – Abg. Ing. Westenthaler: Da müssen Sie sich die Ohren reinigen!) – es ist so! –, dass ich veranlasst habe, dass das Protokoll beigeschafft wird, und dass man anhand des Protokolls dann nachprüfen wird, ob etwas Ordnungsrufverdächtiges gesagt wurde.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das hat der Präsident wieder nicht gehört!
Herr Bundesminister und Herr Bauernbundpräsident, ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, dass der Bauer schon noch fragen darf und dass er auch das Recht hat, auf seine Frage eine Antwort zu erhalten. Sie agieren hier nach dem Motto: Bauernflasch’n, halt die Gosch’n! Das kann und darf sich der Bauer nicht mehr länger gefallen lassen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das hat der Präsident wieder nicht gehört!)
Abg. Ing. Westenthaler: Auf einmal hört er wieder!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Kollege Zanger, für den Ausdruck „Bauernflasch’n, halt die Gosch’n!“ erteile ich einen Ordnungsruf. (Abg. Ing. Westenthaler: Auf einmal hört er wieder!)
Abg. Ing. Schultes ist im Begriff, seine Rede zu beginnen.
Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Ing. Schultes. Eingestellte Redezeit: 2 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Ing. Schultes ist im Begriff, seine Rede zu beginnen.)
Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Kollege Schultes, bitte noch um eine Minute Geduld. Ich weiß aus Erfahrung, dass Landwirtschaftsdebatten zeitweilig sehr emotional geführt werden und immer ein hoher Geräuschpegel zu vermerken ist. (Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.) Es ist aber tatsächlich so, dass es den Redner stört. Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich kann die Sitzung auch für 5 Minuten unterbrechen. Darf ich Sie bitten, den Geräuschpegel etwas herunterzunehmen und Herrn Abgeordnetem Ing. Schultes zuzuhören. – Herr Ingenieur, Sie sind am Wort.
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Ing. Hermann Schultes (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident, danke für das Wort! – Meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen! Eigentlich ist der heutige Anlass ein besonderer, denn der Grüne Bericht wurde bis jetzt immer im Ausschuss diskutiert und dort öffentlichkeitswirksam präsentiert. Man hat gesagt, der Grüne Bericht sollte ins Plenum kommen, weil die Themen der Landwirtschaft wichtig sind. Ich habe das unterstützt, aber wenn ich die Diskussion verfolge und die Ernsthaftigkeit, die wir in den letzten 10 Minuten/der letzten Viertelstunde erlebt haben, dann muss ich ehrlich sagen, ich weiß nicht, ob es im Ausschuss nicht ernsthafter zugegangen ist. Das, was ich jetzt erlebt habe, hat mir nicht gefallen, und vor allem ist es eine Beleidigung für alle Bauern und Bäuerinnen, die in schwerer Zeit gute Arbeit leisten und die besten Produkte bringen. Die haben sich das nicht verdient! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Huber.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Huber, der als Viehhändler für sich natürlich die Wahrheit gepachtet hat, hat in der Ausschusssitzung von 600 000 Tonnen Soja gesprochen, im Plenum von 500 000 Tonnen Soja-Import. Ich darf Ihnen sagen, es sind 400 000 Tonnen, und bei dem bleiben wir. (Zwischenruf des Abg. Huber.) Gut.
Beifall bei der ÖVP.
man bei Pirklhuber glauben könnte. Alle Produkte sind gut, und ich sage Ihnen: Bio, konventionell – Hauptsache österreichisch! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
cken können. Daher finde ich solche Presseaussendungen nicht in Ordnung. Ich meine, dass unsere Bäuerinnen und Bauern eine ehrliche, seriöse Politik verdient haben – und nicht persönliche Eitelkeiten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Petzner: Ungeheuerlich!
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die sogenannte Wortmeldung des Herrn Abgeordneten – ich habe jetzt gehört, er ist auch Schuldirektor – Faul fordert dazu heraus, dass man das nicht unwidersprochen stehen lässt, wie Sie sich heute hier aufgeführt haben an diesem Rednerpult. (Abg. Petzner: Ungeheuerlich!) Es geht aber nicht nur um das, was Sie sagen. Sie können ja da herinnen alles sagen, auch wenn es der Präsident nicht hört, und Sie haben offenbar die Freiheit, hier alles zu sagen.
Zwischenrufe bei der SPÖ
Aber sich hier herzustellen und sich hier in einer derartigen Art und Weise zu gerieren, mehrfach mit der flachen Hand auf dieses Rednerpult zu trommeln (Zwischenrufe bei der SPÖ) und dann Abgeordnete von hier aus in einer solchen Art und Weise zu beschimpfen, in einer aggressiven Form, die ich bisher hier noch nicht erlebt habe: Herr Abgeordneter Faul, Sie sind Direktor einer Schule? Gehen Sie eigentlich auch als Schuldirektor in der Schule so mit Schülern um? Wenn das der Fall ist, dann müsste man nämlich klar und deutlich sagen, dass Sie nicht nur eine Schande für dieses Parlament sind, sondern eine Schande auch für die Schule, an der Sie tätig sind! (Beifall und Bravorufe beim BZÖ.)
Beifall und Bravorufe beim BZÖ.
Aber sich hier herzustellen und sich hier in einer derartigen Art und Weise zu gerieren, mehrfach mit der flachen Hand auf dieses Rednerpult zu trommeln (Zwischenrufe bei der SPÖ) und dann Abgeordnete von hier aus in einer solchen Art und Weise zu beschimpfen, in einer aggressiven Form, die ich bisher hier noch nicht erlebt habe: Herr Abgeordneter Faul, Sie sind Direktor einer Schule? Gehen Sie eigentlich auch als Schuldirektor in der Schule so mit Schülern um? Wenn das der Fall ist, dann müsste man nämlich klar und deutlich sagen, dass Sie nicht nur eine Schande für dieses Parlament sind, sondern eine Schande auch für die Schule, an der Sie tätig sind! (Beifall und Bravorufe beim BZÖ.)
Beifall und Bravorufe beim BZÖ.
Herr Schuldirektor Faul, das ist ein Skandal, wie Sie sich heute hier aufgeführt haben, wie Sie sich heute hier geriert haben, eine Schande und ein Skandal für das Parlament! Und wir werden nicht nur dieses Protokoll, sondern auch das Video von Ihrer Rede den Schulbehörden zur Verfügung stellen, denn ich bin der Meinung: Jemand, der sich nicht einmal am Rednerpult im Parlament im Griff hat, der hat auch in einer Schule, als Schuldirektor nichts verloren! (Beifall und Bravorufe beim BZÖ.)
Beifall und Bravorufe beim BZÖ.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Forderung nach Alkotests für Abgeordnete nach 20 Uhr heute einen realen Hintergrund bekommen hat. (Beifall und Bravorufe beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Da haben Sie heute hier alle die Milch mit und auf Ihren Tischen stehen, aber nicht einer hat einen Schluck gemacht! Da wird die Milch höchstens sauer, aber nicht weniger, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Jetzt heißt es zusammenhalten und nicht auseinanderdividieren lassen. Gerade in schwierigen Zeiten sind Gemeinschaft und Einigkeit besonders wichtig. Wir österreichischen Jungbauern sind ideenreich, kreativ und mit dem notwendigen Maß an Mut ausgestattet. Wir lassen uns bei allem Problembewusstsein unseren Berufsstand nicht von irgendwelchen politisch motivierten Hetzern runterreden! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Aber mit der flachen Hand auf das Rednerpult gehaut hat noch niemand von uns!
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Westenthaler, man mag über die Rede des Kollegen Faul denken, wie man will, aber ich habe mir auch schon oft bei Ihren Reden oder bei Reden Ihrer Kollegen des BZÖ gedacht, dass Sie geradezu ein Meister der Provokation sind. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Aber mit der flachen Hand auf das Rednerpult gehaut hat noch niemand von uns!) Und die, die am meisten austeilen, können dann am wenigsten einstecken. Das möchte ich Ihnen hier schon auch von dieser Stelle aus sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Aber wir sind wenigstens nüchtern, wenn wir reden! Das ist ja pathologisch, was da pas-
Abg. Grosz: Ich hoffe es für ihn, er wäre ja schwer krank, wenn er ohne Alkohol so wäre!
siert!) Sie wissen auch nicht, ob der Kollege Faul etwas getrunken hat. (Abg. Grosz: Ich hoffe es für ihn, er wäre ja schwer krank, wenn er ohne Alkohol so wäre!)
Ruf bei der ÖVP: Machen Sie Vorschläge!
Und es gibt keinen Initiativantrag, Herr Kollege Grillitsch, den Sie bei der Bauerndemonstration versprochen haben, bis heute gibt es den nicht von Ihrer Seite! Und dass man den Milchpreis um 1 Cent anhebt, das ist nicht wirklich ein Entgegenkommen gegenüber den Milchbauern. So wird man die Probleme bei den Milchbauern nicht lösen. (Ruf bei der ÖVP: Machen Sie Vorschläge!) – Wir haben schon Vorschläge gebracht! (Ruf bei der ÖVP: Zum Beispiel? Welche?)
Ruf bei der ÖVP: Zum Beispiel? Welche?
Und es gibt keinen Initiativantrag, Herr Kollege Grillitsch, den Sie bei der Bauerndemonstration versprochen haben, bis heute gibt es den nicht von Ihrer Seite! Und dass man den Milchpreis um 1 Cent anhebt, das ist nicht wirklich ein Entgegenkommen gegenüber den Milchbauern. So wird man die Probleme bei den Milchbauern nicht lösen. (Ruf bei der ÖVP: Machen Sie Vorschläge!) – Wir haben schon Vorschläge gebracht! (Ruf bei der ÖVP: Zum Beispiel? Welche?)
Beifall bei der SPÖ.
Ganz zum Schluss noch ein Wort zur Bundesanstalt für Bergbauernfragen: Herr Minister, ich fordere Sie auf, dass Sie die Anzeige gegen Herrn Hofrat Dr. Krammer zurückziehen, weil ich glaube, es kann nicht sein, dass man gegen Menschen Strafanzeige erhebt, nur weil sie nicht die gleiche Meinung vertreten wie man selbst. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Auch Frau Abgeordnete Brunner hat gesagt, die Gleichbehandlung von Frauen und Männern, die in einer Empfehlung festgehalten ist, die von den Grünen unterstützt wurde, soll selbstverständlich vom Herrn Bundesminister umgesetzt werden. – Das ist passiert! Es ist eine Frau an die Spitze des Bergbauernförderungsinstitutes gestellt worden, eine Frau, die hoch qualifiziert ist. Und ich bin entrüstet und finde es entwürdigend, dass ihr eine Frau hier im Plenum, eine Frau der Grünen, die Frau Abgeordnete Brunner, die Qualifikation abspricht. Das steht ihr nicht zu! (Beifall bei der ÖVP.) Das steht ihr nicht zu, im Plenum des Nationalrates gegenüber einer so hoch qualifizierten Frau so vorzugehen.
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Die Landwirtschaft wird ohne die Sicht der Frauen nicht auskommen, und zwar in allen Bereichen! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Neubauer: Wir haben aber das Jahr 2009!
Ein Problem ist, wenn man das Einkommen ... (Abg. Neubauer: Wir haben aber das Jahr 2009!) – Aber der Bericht handelt vom Zeitraum 2006 bis 2007, lieber Kollege! Es ist so, der Herr Minister hat das bereits ausgeführt.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister, ich bitte Sie daher – vielleicht besteht die Möglichkeit – beim kommenden Grünen Bericht und in Zukunft speziell die Branche der Forstbetriebe, die Situation der Kolleginnen und Kollegen in den Forstbetrieben verstärkt zu berücksichtigen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Wo haben denn Sie jemals gekämpft?
Herr Kollege Jannach, wenn Sie von der Abschaffung der Quote reden und sagen, Österreich hat kein Veto eingelegt, dann wissen Sie ganz genau, dass die Quote nicht per Beschluss abgeschafft wird, sondern dass die Quote automatisch ausläuft und nur mit Beschluss verlängert werden kann. Und wenn der Bauernbund nicht so gekämpft hätte, wäre die Quote bereits 2006 ausgelaufen und nicht erst 2015! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Wo haben denn Sie jemals gekämpft?)
Widerspruch bei der FPÖ.
Herr Kollege Huber, die Mineralölsteuer-Rückvergütung gibt es in Österreich, nur muss man zur Kammer gehen und das beantragen. Offensichtlich hat sich das bis zur Freiheitlichen Partei noch nicht durchgesprochen. (Widerspruch bei der FPÖ.) – Bis zum BZÖ, Verzeihung!
Beifall bei der ÖVP.
Meine geschätzten Damen und Herren von den Grünen, Sie haben heute ein Milchpackerl auf Ihrem Platz stehen. Wissen Sie, mit wem Sie sich da verbünden, Herr Kollege Pirklhuber? Jene, die im Vorjahr die Bauern aufgefordert haben, die Milch so lange wegzuschütten, bis sie 47 Cent in Österreich beziehungsweise 43 Cent europaweit erhalten, beliefern heute diese Molkerei Seifried in Aspach, die diese Milch abfüllt. Die beliefern sie mit Milch um 22 bis 23 Cent, damit diese Molkerei dann mit Dumpingpreisen den Markt ruiniert. Dem Vernehmen nach ist der Obmann-Stellvertreter der IG-Milch Halbmayr einer der prominentesten Lieferanten, die diese Molkerei beliefern. Um 47 Cent stellt diese Molkerei das fertige Packerl beim Spar ins Regal, nämlich als Spar-Eigenmarke – und das ruiniert in Wirklichkeit die Bauern, und da muss man ansetzen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Neubauer: Wo kämpfen Sie? Wo? Wo?
Ich kämpfe darum, dass wir auch im Bereich der Transportkosten einen Ausgleich für die Zukunft schaffen, denn da kann man wirklich etwas für die entlegenen Bauern tun, und ich bin überzeugt davon, das wird mittelfristig auch gelingen. (Abg. Neubauer: Wo kämpfen Sie? Wo? Wo?)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Wir vonseiten des Bauernbundes und vor allem vonseiten der ÖVP kämpfen für unsere Bäuerinnen und Bauern. Wir haben das in der Vergangenheit getan, und wir werden das auch in der Zukunft tun! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Eßl.
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Eßl, wenn Sie hier auf die Leute von IG-Milch losgehen, darf ich Sie darauf aufmerksam machen: Als ich bei der Demonstration draußen war, habe ich festgestellt, dass eine ganze Menge Bauernbündler dabei waren. (Zwischenruf des Abg. Eßl.) Gut.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Ich denke, dass wir uns sofort wieder an den Tisch setzen sollten, um tatsächlich für die Milchbauern eine Lösung zu finden, anstatt herumzudiskutieren über einen Cent pro Liter. Sie haben den Bauern 50 Millionen versprochen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Ja wo? 26 Millionen sind es maximal, und das macht nicht einmal einen Cent pro Liter aus! Also da möchte man den Bauern Sand in die Augen streuen. In der Form werden wir das Problem mit Sicherheit nicht lösen können. Und dann zu sagen, man habe ohnehin ein gutes Gespräch geführt, aber der Klubobmann habe einem verboten zuzustimmen, das ist ja wirklich schon sehr, sehr einfach, um nicht zu sagen, primitiv.
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Folgendes muss ich dir schon sagen, lieber Kollege Grillitsch: Wir müssen einmal ein bisschen mehr Ehrlichkeit – ich glaube, Kollege Auer hat davon geredet – auf den Tisch legen. Wenn nämlich du im Büro der Frau Präsidentin erklärst: Wir werden die Milchbauern unterstützen und ihre Forderungen als Petition einbringen, wir unterschreiben das!, und dann machst du ein fürchterliches Theater, weil ich unterschreibe und du nicht, dann verstehe ich das nicht! (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Abg. Grillitsch: Ich weiß nicht, ob dich der Cap lässt!
Wenn du, Kollege Grillitsch, im Büro der Präsidentin erklärst, dass du einen Initiativantrag mit den Forderungen der Milchbauern einbringst, und ich habe diesen bis heute nicht gesehen, dann frage ich mich, wo da die Ehrlichkeit ist! – Ich würde dich also im Interesse der Bauern bitten, dass wir uns sofort wieder an den Tisch setzen und wirklich ordentliche und saubere Lösungen finden. (Abg. Grillitsch: Ich weiß nicht, ob dich der Cap lässt!) Schwierig genug wird es sein, aber mit deiner Art ist es halt verdammt schwierig.
Lebhafte Heiterkeit des Abg. Rädler.
Heute höre ich von einer Versammlung von Forstfachleuten, die in Salzburg stattfindet, dass dort der SPÖ unterstellt wird, sie hätte einen Fünf-Parteien-Antrag eingebracht, in dem steht, dass man der Bevölkerung das Holzsammeln im Wald erlauben soll. (Lebhafte Heiterkeit des Abg. Rädler.) – Sag einmal, was habt denn ihr denen erzählt? Das ist genau in Anlehnung zu dem, dass wir das Eigentumsrecht angreifen – nur deswegen, weil wir den Menschen erlauben wollen, dass sie dort ungehindert zwei Kilo Schwammerl brocken können, mehr nicht. – Wenn das die Kriterien dessen sind, worüber wir uns streiten, dann werden die Bauern noch lange auf eine ordentliche Lösung warten müssen.
Oh-Rufe beim BZÖ
Ein letztes Wort, Herr Bundesminister, zu dieser leidigen Bergbauernfrage, betreffend die Bundesanstalt für Bergbauernfragen: Ich möchte jetzt dieser Dame überhaupt keine Befähigung absprechen, was mich allerdings schon sehr verwundert, ist die Tatsache, dass ich, als ich mich erkundigt habe – wir als Koalitionspartner waren ja überhaupt nicht informiert über diese Vorgehensweisen (Oh-Rufe beim BZÖ) –, wer denn diese Dame sei, von allen aus der ÖVP, die ich gefragt habe, gehört habe: Die kennen wir nicht! Ich kenne sie nicht! Ich weiß nicht, wer das ist! – Also, das wäre die erste Besetzung, ÖVP-bedingte Besetzung, wo die ÖVP nicht weiß, wer das ist.
Beifall bei der SPÖ.
Wenn es dann dazu kommt, dass sich jemand über diese Besetzung aufregt, und der wird von führenden Beamten Ihres Ministeriums der Staatsanwaltschaft angezeigt, dann halte ich das für ein sehr, sehr grobes Vergehen – damit ich in meiner Ausdrucksweise nicht zu heftig werde. Und ich ersuche Sie, Herr Bundesminister, diesen Ihren Beamten in der Präsidialsektion zu sagen, sie sollten diese Anzeige sofort zurückziehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Wenn er sie nicht kennt!
Sie hier im Hohen Haus beschließen die Gesetze, wonach ich bei Gleichwertigkeit die Frau zu nehmen habe. (Ruf bei der ÖVP: Wenn er sie nicht kennt!) Und ich habe nicht danach zu entscheiden, ob ich diese kenne oder nicht oder ob ich sie mag oder nicht, sondern ich habe sie bestellt. Und ich hoffe, dass sie ihre Aufgabe gut macht, und ich wünsche ihr alles Gute.
Beifall bei der ÖVP.
Ich sage nochmals, es ist nicht fair, am Weltfrauentag einzufordern, dass mehr Frauen in agrarische Spitzenpositionen kommen sollen – und dann ist eine Frau qualifiziert, und dann kritisiert man das. Das halte ich nicht für richtig. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP. – Abg. Grillitsch begibt sich zum Rednerpult.
Das wollte ich dazu sagen. Und dieses System soll absichern, dass wir eine flächendeckende bäuerliche Landwirtschaft in Österreich haben. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP. – Abg. Grillitsch begibt sich zum Rednerpult.)
Abg. Dr. Pirklhuber – auf dem Weg zum Rednerpult –: Vier brauche ich!
Zu einer zweiten Wortmeldung hat sich Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Pirklhuber zu Wort gemeldet. Eingestellte Redezeit: 8 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Pirklhuber – auf dem Weg zum Rednerpult –: Vier brauche ich!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Schauen Sie sich an, wie viele Bezirksbauernkammern es gibt, wo eine Frau Bezirksbäuerinnenobfrau ist, und ähnliche Institutionen in Österreich! Da sehen Sie eine ganze Palette von Einrichtungen – alle in Bauernbundhand! –, wo keine Frauen vorkommen. Und jetzt gibt es eine kritische Institution in Österreich, die seit 25, seit 30 Jahren, seit 1976, als sie eingerichtet worden ist, in Österreich kritische Agrarpolitik macht, die Anerkennung in ganz Europa, in allen wissenschaftlichen Einrichtungen und Instituten findet. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Donnerbauer: ...! Das ist ein Skandal, bitte!
fordern, bis Sie das umgesetzt haben. – Das ist eines. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Donnerbauer: ...! Das ist ein Skandal, bitte!)
Abg. Großruck – auf die Galerie weisend –: ... sitzt da oben?
Kommen Sie mir jetzt nicht mit der europäischen Agrarpolitik! Sie sollten wissen, Herr Minister, dass mindestens 88 Millionen € mehr in diese zweite Säule gegeben werden hätten können. Sie wollen es nicht, Sie wollten es nicht, die ÖVP-Bauernbundvertreter wollten es nicht, denn Sie wollen die Industrialisierung der Landwirtschaft. Sie haben deutlich mehr Fördermittel in die Investitionsförderungen gegeben, damit die Bauern die Ställe bauen, die Betriebe aufstocken – und jetzt gerade im Milchbereich darunter leiden, dass der Preis total verfällt, im Keller ist. Diese Betriebe sind jetzt gefährdet, stehen vor dem Ruin. Man muss es klipp und klar sagen: Sie stehen vor dem Ruin, wenn nicht umgehend Maßnahmen ergriffen werden. (Abg. Großruck – auf die Galerie weisend –: ... sitzt da oben?)
Abg. Steibl: Sie haben die ganze Zeit die Hände im Hosensack!
Sie tun nichts anderes, als die Hände in den Hosensack stecken und alte Maßnahmen hervorholen (Abg. Steibl: Sie haben die ganze Zeit die Hände im Hosensack!): Exportsubventionen! Das ist ja unglaublich: Kürzlich war zu lesen, dass österreichisches Milchpulver letztes Jahr in die Sahelzone exportiert wurde – in die Sahelzone, wo es kein Wasser gibt! Ein unglaublicher Blödsinn – das kann man ganz klipp und klar sagen. Das ist ja keine Entwicklungspolitik, sondern das ist skandalös. Sie wollen doch nicht wirklich ernsthaft behaupten, dass das die Strategie sein kann!
Abg. Großruck: Bisher war es nicht zur Sache!
Daher, meine Damen und Herren, möchte ich zur Sache zumindest noch zwei, drei Dinge anmerken (Abg. Großruck: Bisher war es nicht zur Sache!) – und das ist an Sie gerichtet, Herr Kollege Grillitsch –: Sie haben uns angeboten, einen Initiativantrag vorzubereiten und alle Fraktionen einzubinden. Ich habe hier die Zeugen aus den anderen Fraktionen: Kollege Huber, Kollege Jannach, Kollege Gaßner haben es gehört. Wir alle haben es gehört: Sie haben angeboten, bis zum 19. Mai mit allen Fraktionen einen Initiativantrag zu verhandeln. Von uns haben Sie einen umfassenden Entschließungsantrag mit unseren Forderungen bekommen. Wir sind zu keinem Termin eingeladen worden, auch nicht zu diesem Termin mit der SPÖ am gestrigen Montag.
Zwischenruf des Abg. Ing. Schultes
Und eines ist für uns Kernforderung: Die Einrichtung von bäuerlichen und genossenschaftlichen Milcherzeugerorganisationen zur Mengensteuerung, zu einer flexiblen Mengensteuerung, muss unterstützt werden. Die Politik muss die Rahmenbedingungen (Zwischenruf des Abg. Ing. Schultes), Kollege Schultes, gestalten. Die Rahmenbedingungen dafür zu gestalten, wäre unsere Aufgabe hier im Haus, und es wäre die Chance, endlich einmal auf gleicher Augenhöhe mit den Milchbäuerinnen und Milchbauern der IG Milch einen fairen Diskussionsprozess zu starten – im Ministerium, mit allen Agrarsprechern, so wie wir das im letzten Milchstreik im Sommer hier im Haus versucht haben, nachdem der Bauernbund ursprünglich die Gespräche verweigert hat.
Abg. Grillitsch: Was wolltest du denn jetzt sagen? Was wolltest du denn sagen?
Das sind die Herausforderungen, Herr Bundesminister, und nicht, sich hinter alten Konzepten zu verschanzen und mit Lippenbekenntnissen hier zu glauben, das Parlament ... – also, mit Lippenbekenntnissen hier durchzukommen. (Abg. Grillitsch: Was wolltest du denn jetzt sagen? Was wolltest du denn sagen?) Sie müssen endlich auch die entsprechenden Maßnahmen setzen, und die haben Sie im Maßnahmenplan nicht vorgesehen. Wir werden das bei den Budgetverhandlungen noch im Detail mit Ihnen heftig, glaube ich, diskutieren. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das sind die Herausforderungen, Herr Bundesminister, und nicht, sich hinter alten Konzepten zu verschanzen und mit Lippenbekenntnissen hier zu glauben, das Parlament ... – also, mit Lippenbekenntnissen hier durchzukommen. (Abg. Grillitsch: Was wolltest du denn jetzt sagen? Was wolltest du denn sagen?) Sie müssen endlich auch die entsprechenden Maßnahmen setzen, und die haben Sie im Maßnahmenplan nicht vorgesehen. Wir werden das bei den Budgetverhandlungen noch im Detail mit Ihnen heftig, glaube ich, diskutieren. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf beim BZÖ: Wo ist er denn?
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nach Einsicht in das Protokoll betreffend die Rede des Herrn Abgeordneten Faul (Ruf beim BZÖ: Wo ist er denn?) erteile ich ihm für die Anwürfe in Richtung des Herrn Abgeordneten Grosz – ich zitiere –: „Du bist genau um den Schädel zu klein, wo das Hirn drinnen sein müsste,“ (lebhafte Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen) – ich bitte um etwas Ruhe – „und darum sollst du still sein“, sowie: „Sie sind für mich im Sternzeichen ein Krokodil: eine große ,Papp’n‘ und ein kleines Hirn“ (neuerliche Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP), sowie zuletzt auch: „Mit Ihrem Intelligenzgrad haben Sie ja gar keine Berechtigung, dass Sie da auftreten“ (die Abgeordneten Petzner und Scheibner – auf Abg. Mag. Prammer weisend –: Die Präsidentin findet das lustig!) einen Ordnungsruf. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist eigentlich ein Skandal, dass die Präsidentin das lustig findet! – Abg. Scheibner: Ist das die Würde des Parlaments?)
lebhafte Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nach Einsicht in das Protokoll betreffend die Rede des Herrn Abgeordneten Faul (Ruf beim BZÖ: Wo ist er denn?) erteile ich ihm für die Anwürfe in Richtung des Herrn Abgeordneten Grosz – ich zitiere –: „Du bist genau um den Schädel zu klein, wo das Hirn drinnen sein müsste,“ (lebhafte Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen) – ich bitte um etwas Ruhe – „und darum sollst du still sein“, sowie: „Sie sind für mich im Sternzeichen ein Krokodil: eine große ,Papp’n‘ und ein kleines Hirn“ (neuerliche Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP), sowie zuletzt auch: „Mit Ihrem Intelligenzgrad haben Sie ja gar keine Berechtigung, dass Sie da auftreten“ (die Abgeordneten Petzner und Scheibner – auf Abg. Mag. Prammer weisend –: Die Präsidentin findet das lustig!) einen Ordnungsruf. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist eigentlich ein Skandal, dass die Präsidentin das lustig findet! – Abg. Scheibner: Ist das die Würde des Parlaments?)
neuerliche Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nach Einsicht in das Protokoll betreffend die Rede des Herrn Abgeordneten Faul (Ruf beim BZÖ: Wo ist er denn?) erteile ich ihm für die Anwürfe in Richtung des Herrn Abgeordneten Grosz – ich zitiere –: „Du bist genau um den Schädel zu klein, wo das Hirn drinnen sein müsste,“ (lebhafte Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen) – ich bitte um etwas Ruhe – „und darum sollst du still sein“, sowie: „Sie sind für mich im Sternzeichen ein Krokodil: eine große ,Papp’n‘ und ein kleines Hirn“ (neuerliche Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP), sowie zuletzt auch: „Mit Ihrem Intelligenzgrad haben Sie ja gar keine Berechtigung, dass Sie da auftreten“ (die Abgeordneten Petzner und Scheibner – auf Abg. Mag. Prammer weisend –: Die Präsidentin findet das lustig!) einen Ordnungsruf. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist eigentlich ein Skandal, dass die Präsidentin das lustig findet! – Abg. Scheibner: Ist das die Würde des Parlaments?)
die Abgeordneten Petzner und Scheibner – auf Abg. Mag. Prammer weisend –: Die Präsidentin findet das lustig!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nach Einsicht in das Protokoll betreffend die Rede des Herrn Abgeordneten Faul (Ruf beim BZÖ: Wo ist er denn?) erteile ich ihm für die Anwürfe in Richtung des Herrn Abgeordneten Grosz – ich zitiere –: „Du bist genau um den Schädel zu klein, wo das Hirn drinnen sein müsste,“ (lebhafte Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen) – ich bitte um etwas Ruhe – „und darum sollst du still sein“, sowie: „Sie sind für mich im Sternzeichen ein Krokodil: eine große ,Papp’n‘ und ein kleines Hirn“ (neuerliche Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP), sowie zuletzt auch: „Mit Ihrem Intelligenzgrad haben Sie ja gar keine Berechtigung, dass Sie da auftreten“ (die Abgeordneten Petzner und Scheibner – auf Abg. Mag. Prammer weisend –: Die Präsidentin findet das lustig!) einen Ordnungsruf. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist eigentlich ein Skandal, dass die Präsidentin das lustig findet! – Abg. Scheibner: Ist das die Würde des Parlaments?)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist eigentlich ein Skandal, dass die Präsidentin das lustig findet! – Abg. Scheibner: Ist das die Würde des Parlaments?
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nach Einsicht in das Protokoll betreffend die Rede des Herrn Abgeordneten Faul (Ruf beim BZÖ: Wo ist er denn?) erteile ich ihm für die Anwürfe in Richtung des Herrn Abgeordneten Grosz – ich zitiere –: „Du bist genau um den Schädel zu klein, wo das Hirn drinnen sein müsste,“ (lebhafte Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen) – ich bitte um etwas Ruhe – „und darum sollst du still sein“, sowie: „Sie sind für mich im Sternzeichen ein Krokodil: eine große ,Papp’n‘ und ein kleines Hirn“ (neuerliche Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP), sowie zuletzt auch: „Mit Ihrem Intelligenzgrad haben Sie ja gar keine Berechtigung, dass Sie da auftreten“ (die Abgeordneten Petzner und Scheibner – auf Abg. Mag. Prammer weisend –: Die Präsidentin findet das lustig!) einen Ordnungsruf. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist eigentlich ein Skandal, dass die Präsidentin das lustig findet! – Abg. Scheibner: Ist das die Würde des Parlaments?)
Rufe beim BZÖ – in Richtung des Sitzplatzes des Abg. Faul –: Wo ist er denn? Wo ist er denn? – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Ich gehe davon aus, dass diese Beifallskundgebungen zu diesen der Würde des Hauses nicht entsprechenden Äußerungen gegenüber einem Abgeordneten ebenfalls nicht der Würde des Hauses entsprechen. (Rufe beim BZÖ – in Richtung des Sitzplatzes des Abg. Faul –: Wo ist er denn? Wo ist er denn? – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Ich bitte daher, sich in dieser gesamten Debatte, die nahezu dem Ende zugeht, bei den Redebeiträgen auch entsprechend zu verhalten. (Abg. Faul betritt den Sitzungssaal. – Abg. Petzner: Da ist er! Schau! – Oh-Rufe beim BZÖ.)
Abg. Faul betritt den Sitzungssaal. – Abg. Petzner: Da ist er! Schau! – Oh-Rufe beim BZÖ.
Ich gehe davon aus, dass diese Beifallskundgebungen zu diesen der Würde des Hauses nicht entsprechenden Äußerungen gegenüber einem Abgeordneten ebenfalls nicht der Würde des Hauses entsprechen. (Rufe beim BZÖ – in Richtung des Sitzplatzes des Abg. Faul –: Wo ist er denn? Wo ist er denn? – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Ich bitte daher, sich in dieser gesamten Debatte, die nahezu dem Ende zugeht, bei den Redebeiträgen auch entsprechend zu verhalten. (Abg. Faul betritt den Sitzungssaal. – Abg. Petzner: Da ist er! Schau! – Oh-Rufe beim BZÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Das hast du schon dreimal gesagt!
den Unterschied aufgezeigt, wer für welche Politik für die Bäuerinnen und Bauern in diesem Lande steht. (Abg. Mag. Gaßner: Das hast du schon dreimal gesagt!) Und ich sage euch: Wir stehen nicht für eine Politik, bei der wir den Bauern Preise versprechen, die wir nicht halten können – denn die Preise werden am Markt gemacht, bestimmt durch Angebot und Nachfrage. (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung der Abg. Mag. Prammer –: ... die Würde des Hauses verletzt! – Abg. Mag. Prammer: Ich habe nicht gehört, was er gesagt hat! – Ruf beim BZÖ: Sie haben gelacht dazu!)
Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung der Abg. Mag. Prammer –: ... die Würde des Hauses verletzt! – Abg. Mag. Prammer: Ich habe nicht gehört, was er gesagt hat! – Ruf beim BZÖ: Sie haben gelacht dazu!
den Unterschied aufgezeigt, wer für welche Politik für die Bäuerinnen und Bauern in diesem Lande steht. (Abg. Mag. Gaßner: Das hast du schon dreimal gesagt!) Und ich sage euch: Wir stehen nicht für eine Politik, bei der wir den Bauern Preise versprechen, die wir nicht halten können – denn die Preise werden am Markt gemacht, bestimmt durch Angebot und Nachfrage. (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung der Abg. Mag. Prammer –: ... die Würde des Hauses verletzt! – Abg. Mag. Prammer: Ich habe nicht gehört, was er gesagt hat! – Ruf beim BZÖ: Sie haben gelacht dazu!)
Beifall und Bravoruf bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir machen keine Politik, bei der wir aufrufen zu einem Milchlieferboykott, bei der Milch weggeschüttet wird, bei der es keinen Erfolg gibt, nur ein Ergebnis: dass es zerstrittene Dörfer und zerstrittene Familien gibt. Das machen wir nicht! (Beifall und Bravoruf bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir raten den Bäuerinnen und Bauern nicht, die Verarbeitungsbetriebe, die ihnen die Milch abnehmen, zu wechseln, mit dem Ergebnis, dass sie mit 1. April 2009 ohne Liefermöglichkeiten an Verarbeitungsbetriebe dastehen und von jener Gruppe, die das organisiert hat, das Angebot bekommen, die Milch um 10 bis 15 Cent nach Italien zu liefern. Das ist verantwortungslos, meine Damen und Herren! Für diese Politik stehen wir nicht! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.
Wir stehen auch nicht für eine Forstgesetz-Änderung zur Verfügung, meine Damen und Herren. Wir schützen das Eigentum! Wir lassen die Eigentumsrechte nicht durch Anträge, die da möglicherweise von links und rechts kommen, aushöhlen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.) Wir sind die Schützer des Eigentums von verantwortungsbewussten, kompetenten Bäuerinnen und Bauern und Grundbesitzern in diesem Lande.
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, wir stehen auch nicht für eine Reichensteuer und eine Vermögensteuer zur Verfügung, wo es nur darum geht, die Grundsteuer zu erhöhen, die Häuslbauer und die Eigentumswohnungsbesitzer zu belasten. Für diese Politik stehen wir von der ÖVP nicht zur Verfügung. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Abgeordneter Harald Jannach (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Pirklhuber, was die Frage der Besetzung bei der Bundesanstalt für Bergbauernfragen betrifft, so ist ganz klar: Da kann der Herr Minister noch so treuherzig schauen und beteuern, dass das alles passt und alles mit Objektivierung abläuft – wir wissen sowieso, wie das abläuft. Jeder, der in diesem Bereich Minister ist, macht das so. Das Landwirtschaftsministerium ist wohl seit 30 Jahren in der Hand der ÖVP, und das ist durchorganisiert. Das kannst du mir glauben. Da hilft es dir nichts, auch wenn du die ganzen Zettel kriegst. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
He-Rufe bei der FPÖ.
Zum Milchpaket möchte ich Folgendes sagen: Ich habe hier das Agrarbudget (eine Unterlage in die Höhe haltend), da sieht man, wie lange das gehalten hat. In diesem Agrarbudget steht: für 2010 12 Millionen €. Vor einem Monat habt ihr noch 50 Millionen € für die Bauern versprochen. (He-Rufe bei der FPÖ.) Und jetzt sind es für 2009 null und für 2010 nur 12 Millionen, bitte! So lange halten eure Versprechen den Bauern gegenüber. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zum Milchpaket möchte ich Folgendes sagen: Ich habe hier das Agrarbudget (eine Unterlage in die Höhe haltend), da sieht man, wie lange das gehalten hat. In diesem Agrarbudget steht: für 2010 12 Millionen €. Vor einem Monat habt ihr noch 50 Millionen € für die Bauern versprochen. (He-Rufe bei der FPÖ.) Und jetzt sind es für 2009 null und für 2010 nur 12 Millionen, bitte! So lange halten eure Versprechen den Bauern gegenüber. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall und Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es ist eine Schande, dass Sie hier herauskommen und die Bauern der IG Milch, die sich für einen fairen Milchpreis einsetzen, einfach diffamieren und als dubiose Gruppe bezeichnen. Das ist eine Frechheit sondergleichen! (Beifall und Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Eßl.
Zählen Sie bitte zusammen: Zwölf Bauern schließen pro Tag ihren Betrieb. Und dann sagen Sie, das ist eine erfolgreiche Agrarpolitik? – In 15 Tagen wäre dieses Parlament leer. 183 Abgeordnete – in 15 Tagen wäre das Parlament leer! (Zwischenruf des Abg. Eßl.) So viele Bauern müssen in 15 Tagen ihre Betriebe schließen. Und Sie reden von einer erfolgreichen Agrarpolitik?! – Das kann es wohl, bitte, nicht sein! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zählen Sie bitte zusammen: Zwölf Bauern schließen pro Tag ihren Betrieb. Und dann sagen Sie, das ist eine erfolgreiche Agrarpolitik? – In 15 Tagen wäre dieses Parlament leer. 183 Abgeordnete – in 15 Tagen wäre das Parlament leer! (Zwischenruf des Abg. Eßl.) So viele Bauern müssen in 15 Tagen ihre Betriebe schließen. Und Sie reden von einer erfolgreichen Agrarpolitik?! – Das kann es wohl, bitte, nicht sein! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Das war ein ÖVP-Vorschlag!
In diesem Zusammenhang fällt mir auch der Antrag der Freiheitlichen ein, und zwar jener des Abgeordneten Rosenkranz betreffend getrennte Klassen, getrennten Unterricht von Migrantinnen und Migranten und österreichischen Volksschulkindern. Ich glaube, das trägt nicht dazu bei. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das war ein ÖVP-Vorschlag!)
Beifall bei der SPÖ.
Gestatten Sie mir aber abschließend, meine sehr geehrten Damen und Herren, den MitarbeiterInnen der Volksanwaltschaft und den Volksanwältinnen sowie dem Volksanwalt für ihre Tätigkeit recht herzlich zu danken. Ich wünsche weiterhin alles Gute, weiterhin eine gute Zusammenarbeit – vor allem auch mit dem Hohen Haus – und freue mich schon auf den in Kürze fertig werdenden Bericht für das Jahr 2008. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abschließend noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön für die wirklich ausgezeichnet geleistete Arbeit! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Alles in allem: ein Bericht der Volksanwaltschaft, der nicht nur im Ausschuss auf große Zustimmung gestoßen ist, sondern dem auch hier im Plenum des Hohen Hauses die FPÖ ihre Zustimmung geben wird. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Zum einen geht es um die Erarbeitung von Richtlinien zur Öffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung oder einzelner Bundesministerien. Die Volksanwaltschaft ist wie der Rechnungshof der Meinung, dass es genereller Regelungen bedarf, um zu klären, unter welchen Voraussetzungen die Zulässigkeit aus Haushaltsmitteln bezahlter Info- oder Werbekampagnen – für Wahlkämpfe – gegeben ist. Das Bundeskanzleramt hat dieser Anregung bisher noch nicht Folge geleistet. Gerade aber vor dem Hintergrund der Anfrageserie meines Kollegen Gerald Grosz, die ans Licht gebracht hat, dass vom 7. Juli 2008 bis 28. September 2008 von der Bundesregierung knapp 9 Millionen € allein für Inserate ausgegeben wurden, herrscht hier großer Handlungsbedarf, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Eine weitere Anregung betrifft die Liberalisierung des Schulsprengelgesetzes. Die derzeitige Regelung widerspricht den heutigen Anforderungen an Mobilität und Flexibilität und stellt eine erhebliche Einschränkung für die Eltern dar. In nahezu allen Bundesländern, mit Ausnahme von Kärnten, besteht beim Besuch einer öffentlichen Pflichtschule keine freie Schulwahl. Das heißt, die Eltern können sich nicht aussuchen, in welche Schule sie ihre Kinder geben. Viele Eltern würden sich aber wünschen, dass ihr Kind in der Nähe ihres Arbeitsplatzes eine Schule besucht. Das zuständige Bundesministerium sieht aber auch da keinen Handlungsbedarf. Wir vom BZÖ haben dies bereits zum wiederholten Male, letztens bei unserem umfassenden Antrag zur Schulreform, gefordert. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich darf Sie bitten, diesem Antrag zuzustimmen. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Der Bericht ist sehr informativ, in vielerlei Hinsicht. Das fängt schon damit an, dass er am 18. April 2008 abgegeben wurde und erst jetzt, 13 Monate danach, im Nationalrat besprochen wird. Daran sieht man schon, dass da irgendjemand offensichtlich mauert. Wir haben keinen Ausschusstermin zustande gebracht, und es kann doch eigentlich nicht wahr sein, dass es erst 13 Monate nach Fertigstellung des Berichts zu dessen Besprechung im Plenum kommt. Ich hoffe, dass das in Zukunft nicht mehr der Fall ist. (Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit
Nächster Fall: Ein 14-Jähriger verliert seine Staatsbürgerschaft, und zwar deshalb, weil der österreichische Vater, der 14 Jahre lang mit einer philippinischen Frau verheiratet war, die Scheidung einreicht und nach 14 Jahren draufkommt, dass er doch nicht der Vater des Buben ist. Wenn die DNA-Analyse ergibt, dass der Vater tatsächlich nicht dieser Österreicher ist, dann verliert dieser Bub die österreichische Staatsbürgerschaft und steht da mit allen Konsequenzen, die man sich nur vorstellen kann. Der kann doch überhaupt nichts dafür, dass die Eltern da ganz eigenartig unterwegs waren (Heiterkeit), und hat die Konsequenzen daraus zu tragen.
Beifall bei den Grünen.
Ich hoffe, dass wir in Zukunft all das in den Ausschüssen mit den zuständigen Ministern und Ministerinnen besprechen können, wenn sie schon – trotz Einladung – nicht in die entsprechende ORF-Sendung kommen, in der das in der Öffentlichkeit besprochen werden könnte. – Ich danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch jegliche Form von Rassismus ist abzulehnen, aber nicht nur dann, wenn es aufgrund der öffentlichen Diskussion wieder einmal brenzlig wird, sondern jeder muss aktiv mithelfen, dass Rassismus nicht noch stärker wird. Wir alle wissen, wohin er führt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordnete Mag. Gertrude Aubauer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Geschätzte Volksanwältinnen! Schön, dass es Sie gibt. – Wir brauchen Hilfe im Behördendschungel. Wir wünschen uns das, und Sie machen diese Arbeit vorbildlich. Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir brauchen, werte Volksanwältinnen, Ihre Anregungen, Ihr Engagement, und wir brauchen – und da gebe ich all meinen Vorrednern recht – auch Lösungen. Es reicht nicht das Aufzeigen von Missständen, wir brauchen Lösungen, und daran werden wir arbeiten. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich denke, dass es gut ist, dass zumindest einige Versäumnisse aufgezeigt werden, indem die Volksanwaltschaft Beschwerden entgegennimmt und im Sinne der Bürger weiterleitet. Daher ist es wichtig, eine funktionierende Volksanwaltschaft zu haben. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
In Summe darf ich Ihnen noch einmal Dank und Anerkennung aussprechen, und ich hoffe, dass sich dieses Hohe Haus dazu durchringt, Ihre Aufgaben noch zu erweitern. – Ich glaube, da wären die Bürger in guten Händen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bedanke mich für die engagierte Arbeit, für die konkreten Vorschläge und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Dazu brauchen wir die Volksanwaltschaft, und ich bitte um Ihre Mitarbeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Mit dieser Klarstellung können nun der Forschungsstandort und das Krebsforschungszentrum MedAustron in eine gesicherte Zukunft blicken. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP
Ich habe die Volksanwaltschaft – und ich habe das auch als Bürgermeister nicht getan – nie als Feindbild den Gemeinden gegenüber gesehen, sondern immer als sehr gute Ergänzung, Unterstützung und Hilfestellung bei komplizierten Fällen (Beifall bei der ÖVP), speziell im Wasserrecht, speziell im Baurecht, auch in anderen Dingen, bei
Abg. Mag. Stadler: Geh, geh! Ich war auch seriös!
Ich finde es auch gut, dass man im Fernsehen davon weggekommen ist, die Sendung der Volksanwaltschaft, so wie es früher war, als Tribunal hinzustellen, sodass man durchaus den Eindruck hat, dass beide Konfliktparteien sehr sachlich und auch gerecht behandelt werden, wobei es natürlich schon die Intention der Volksanwälte ist, die Beschwerdeführer zu unterstützen. Aber so etwas, wie es früher war – dass das eine Fernsehshow war, zu der man sich hingesetzt hat und sich davon hat unterhalten lassen, wie man aufeinander losgegangen ist –, das gibt es Gott sei Dank nicht mehr. Es ist eine seriöse Sendung geworden. (Abg. Mag. Stadler: Geh, geh! Ich war auch seriös!)
Abg. Mag. Stadler: Wer hat dir denn das aufgeschrieben?
Meine Damen und Herren! Ich komme zum Schluss: Es ist heute ... (Abg. Mag. Stadler: Wer hat dir denn das aufgeschrieben?) – Ewald, ich habe das selbst geschrieben, das ist meine persönliche Meinung! Du kennst mich noch immer nicht.
Abg. Neubauer: Das war nicht in einem Bierzelt, Herr Bürgermeister!
Zum Schluss noch eine persönliche Feststellung von mir – es ist ja heute Vormittag und auch den ganzen Tag über hier über die Vorfälle von Ebensee diskutiert worden. Ich muss sagen, was vorgefallen ist, das hat mich auch sehr betroffen gemacht. Man muss bedenken, das sind keine Lausbuben gewesen, sondern das waren Jugendliche, die teilweise schon das Wahlalter erreicht haben und wählen gehen dürfen, also man muss das schon relativieren! Und die Äußerung in einem Bierzelt, dass es sich um einen Lausbubenstreich gehandelt hat, hat sich, so glaube ich, selbst gerichtet. (Abg. Neubauer: Das war nicht in einem Bierzelt, Herr Bürgermeister!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Weinzinger: Sehr lustig! – Abg. Großruck – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Das war nicht lustig, das war ernst! – Abg. Neubauer: Das war dumm, eigentlich!
(Beifall bei der ÖVP. – Abg. Weinzinger: Sehr lustig! – Abg. Großruck – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Das war nicht lustig, das war ernst! – Abg. Neubauer: Das war dumm, eigentlich!)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend danke ich unseren VolksanwältInnen trotz allem für ihre wertvolle Arbeit und wünsche ihnen, dass die Zahl der Beschwerdefälle nicht zu-, sondern abnimmt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne hoffe ich, dass die Volksanwaltschaft recht behalten wird, und danke ihr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte Ihnen und Ihren Mitarbeitern sehr herzlich für Ihren Einsatz und Ihr Engagement danken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich danke der Volksanwaltschaft und allen ihren Mitarbeitern, allen Verantwortlichen für ihr Bemühen, unseren Bürgerinnen und Bürgern zu helfen. Ich wünsche Ihnen auch für die Zukunft viel Kraft und viel Erfolg in Ihrer täglichen Arbeit. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen.
Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und nehme den Dank mit in die Volksanwaltschaft. Danke schön. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Der zweite Punkt: Sondererwerbstatbestand Staatsbürgerschaft. Im Jahre 1983 hat die Volksanwaltschaft das erste Mal darauf hingewiesen. Ich kann nur sagen, meine Damen und Herren: Es liegt an Ihnen, legistische Anregungen, die die Volksanwaltschaft zur Verbesserung von Gesetzen macht, Anregungen, die sich aus unserer Arbeit und aus unserer täglichen Prüftätigkeit ergeben, dann auch tatsächlich umzusetzen. Da sind wir das, was wir wirklich sind: Hilfsorgan des Parlaments, denn Gesetze beschließt der Nationalrat – und wir geben Ihnen aus der täglichen Prüfpraxis Anregungen, wo Gesetze verbessert werden können. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP und BZÖ.
Ich danke herzlich für Ihr Lob, danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, danke für die Anregungen und freue mich schon auf die Diskussion des Berichts 2008. (Beifall bei Grünen, SPÖ, ÖVP und BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das hat natürlich mediale Berichterstattung bedeutet, und man hat das Ganze dazu benutzt, das gegen den Abgeordneten Stefan Petzner zu wenden. – Das ist nicht Sinn und Zweck der Abgeordnetenimmunität, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, es ist hier auch durchaus gerechtfertigt, darüber nachzudenken, wie man mit Hasspredigern umgeht – nicht nur mit all den sogenannten Lausbuben von Ebensee, sondern auch mit Hasspredigern! Wissen Sie, das ist schon ein bisschen verräterisch, wenn man vorher ein Kruzifix in die Kamera hält, aber dann, wenn es um einen Hassprediger geht, ausliefert. Meine Damen und Herren, es ist sehr eindeutig, wie sich hier die FPÖ-Fraktion verhalten hat! (Beifall beim BZÖ.)
demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Daher sage ich in aller Deutlichkeit: Wenn das Instrument der Immunität sich gegen den Abgeordneten richtet, wenn es zu politischem Missbrauch durch Strafverfolgungsorgane herhalten muss, dann ist ein Zeichen notwendig. Das wird heute mit diesem Entschließungsantrag gemacht. Ich möchte dem Ausschussvorsitzenden Dr. Sonnberger auch dafür danken, dass es möglich war, mit dieser gemeinsamen Linie zumindest eine Klarstellung zu finden (demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), dass das nicht mehr möglich ist, wenn die inkriminierte Handlung vor der Erlangung des Mandats stattgefunden haben soll.
Beifall beim BZÖ.
sondern dann sollte man das Ganze auf die sachliche Immunität reduzieren. Sie ist ausreichend und bietet keine Möglichkeit des politischen Missbrauchs. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.
Ich möchte mich bei allen Fraktionen dafür bedanken, dass wir diese sensible Geschichte einvernehmlich über die Bühne bringen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und BZÖ.
Daher glaube ich, dass dieser Entschließungsantrag in diesem Haus notwendig ist. Er ist auch richtig, und ich glaube, dass wir vom Parlament aus klare Signale zu setzen haben, dass wir schon unterscheiden müssen, ob ein Zusammenhang mit der politischen Tätigkeit besteht oder nicht. Wenn dieser nicht besteht, dann braucht man auch gar nicht anzufragen, um dadurch Öffentlichkeit zu erlangen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ganz kurz noch etwas zum Schluss, da meine Person von Herrn Abgeordnetem Fazekas angesprochen wurde, und zwar im Rahmen des Entschließungsantrags betreffend Migrantenklassen nach finnischem Modell: Es ist schon eigenartig, welcher Geist hier herrscht! Es ist offensichtlich die Frage, wer etwas sagt, und nicht, was man sagt. Wenn ein Freiheitlicher mit seiner Fraktion einen Antrag einbringt, der auf einer Meldung beziehungsweise einer Absichtserklärung eines ÖVP-Politikers beruht und der noch dazu von einem Staat wie Finnland angeregt ist, und dann unterstellt wird, dass wir Österreich im Ausland schlechtmachen würden, so ist das wirklich an den Haaren herbeigezogen! Der Herr Abgeordnete reiht sich damit nahtlos in die Kette all jener ein, die besonders verkehrt denken, wenn es um die FPÖ geht. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Des Mandates?
Auf der anderen Seite – und darauf möchte ich schon auch eingehen – wird es so sein, dass uns Grenzfälle auch in Zukunft beschäftigen werden. Wenn Kollege Petzner jetzt, soweit ich das den Medien entnommen habe, auch als Pressesprecher des Landeshauptmannes tätig ist, kann eine solche Konstruktion natürlich auch in Zukunft dazu führen, dass sich die Frage stellt: Steht es im Zusammenhang mit der politischen Tätigkeit oder nicht? (Abg. Mag. Stadler: Des Mandates?) – Ich rede nicht vom Mandat, ich rede von seiner Funktion als ... (Abg. Mag. Stadler: Aber den politischen Zusammenhang gibt es nur im Mandat, Herr Brosz!) – Kollege Stadler, wenn Sie zuhören, wäre es manchmal vielleicht einfacher. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Abg. Mag. Stadler: Aber den politischen Zusammenhang gibt es nur im Mandat, Herr Brosz!
Auf der anderen Seite – und darauf möchte ich schon auch eingehen – wird es so sein, dass uns Grenzfälle auch in Zukunft beschäftigen werden. Wenn Kollege Petzner jetzt, soweit ich das den Medien entnommen habe, auch als Pressesprecher des Landeshauptmannes tätig ist, kann eine solche Konstruktion natürlich auch in Zukunft dazu führen, dass sich die Frage stellt: Steht es im Zusammenhang mit der politischen Tätigkeit oder nicht? (Abg. Mag. Stadler: Des Mandates?) – Ich rede nicht vom Mandat, ich rede von seiner Funktion als ... (Abg. Mag. Stadler: Aber den politischen Zusammenhang gibt es nur im Mandat, Herr Brosz!) – Kollege Stadler, wenn Sie zuhören, wäre es manchmal vielleicht einfacher. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Auf der anderen Seite – und darauf möchte ich schon auch eingehen – wird es so sein, dass uns Grenzfälle auch in Zukunft beschäftigen werden. Wenn Kollege Petzner jetzt, soweit ich das den Medien entnommen habe, auch als Pressesprecher des Landeshauptmannes tätig ist, kann eine solche Konstruktion natürlich auch in Zukunft dazu führen, dass sich die Frage stellt: Steht es im Zusammenhang mit der politischen Tätigkeit oder nicht? (Abg. Mag. Stadler: Des Mandates?) – Ich rede nicht vom Mandat, ich rede von seiner Funktion als ... (Abg. Mag. Stadler: Aber den politischen Zusammenhang gibt es nur im Mandat, Herr Brosz!) – Kollege Stadler, wenn Sie zuhören, wäre es manchmal vielleicht einfacher. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Abg. Mag. Stadler: Hat er kein Mandat!
Wenn Kollege Petzner Aussagen als Pressesprecher des Landeshauptmannes tätigt (Abg. Mag. Stadler: Hat er kein Mandat!), dann hat er kein Mandat, das ist eindeutig. Aus meiner Sicht ist das schon richtig. (Abg. Mag. Stadler: Sehen Sie, da gibt es keine Immunität!) Die Frage ist natürlich, ob in einer solchen Situation automatisch eine Verfolgungshandlung stattfinden kann und dann Sie vom BZÖ sagen: Das ist eh klar, hier kann automatisch verfolgt werden, weil das ja nicht in Ausübung der politischen Funktion erfolgt ist. Ich nehme an, dass diese Fälle sehr wohl das Hohe Haus beschäftigen werden und auch dann eine Auslieferung stattfinden muss, wenn dazu eine Spruchpraxis zustande kommt.
Abg. Mag. Stadler: Sehen Sie, da gibt es keine Immunität!
Wenn Kollege Petzner Aussagen als Pressesprecher des Landeshauptmannes tätigt (Abg. Mag. Stadler: Hat er kein Mandat!), dann hat er kein Mandat, das ist eindeutig. Aus meiner Sicht ist das schon richtig. (Abg. Mag. Stadler: Sehen Sie, da gibt es keine Immunität!) Die Frage ist natürlich, ob in einer solchen Situation automatisch eine Verfolgungshandlung stattfinden kann und dann Sie vom BZÖ sagen: Das ist eh klar, hier kann automatisch verfolgt werden, weil das ja nicht in Ausübung der politischen Funktion erfolgt ist. Ich nehme an, dass diese Fälle sehr wohl das Hohe Haus beschäftigen werden und auch dann eine Auslieferung stattfinden muss, wenn dazu eine Spruchpraxis zustande kommt.
Zwischenrufe beim BZÖ.
Bei anderen Fällen, unter anderem bei Herrn Kollegen Westenthaler, haben Sie – Herr Kollege Stadler, Sie waren das – damit argumentiert, dass der Vorwurf des Anfahrens des Polizeibeamten bei der EURO sehr wohl im Zusammenhang mit der politischen Tätigkeit gestanden ist, mit der etwas kruden Argumentation, dass es ein SPÖ-Beamter war, der das ausnützen wollte, um dem Kollegen Westenthaler am Zeug zu flicken. (Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Er war ja Abgeordneter, als es passiert ist!
Wenn wir es jetzt allerdings so definieren beziehungsweise darüber sprechen, dass kein Zusammenhang mit der politischen Tätigkeit besteht, wenn noch kein Mandat in dem Sinn angetreten worden ist und auch der Wahlkampf nicht begonnen hat, dann ist das eine Kategorie, die man eindeutig machen kann. (Abg. Mag. Stadler: Er war ja Abgeordneter, als es passiert ist!) – Ich weiß nicht, es ist schwierig, mit Ihnen zu diskutieren. Es ist offenbar schwierig, dass Sie auch Argumente wahrnehmen.
Beifall bei den Grünen.
Es ist aber eine Hilfestellung, in dem Sinn Klarheit zu schaffen und zu sagen, dass dann, wenn noch kein Mandat angetreten worden ist, wenn kein Wahlkampf stattgefunden hat, automatisch verfolgt werden kann. Ich wollte nur darauf aufmerksam machen, dass eine Klärung, in der man sagt, es ist alles eindeutig, mit Sicherheit nicht möglich sein wird und dass insbesondere Ihre Argumentation eher einer Schlangenlinie oder einem Slalomkurs als einer konsistenten Linie entspricht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher kann ich Sie nur auffordern: Treten Sie den Wahrheitsbeweis an, stellen Sie Ihr Mandat ruhend! Dann, wenn sich am Ende des Tages herausgestellt hat, was zutrifft, nehmen Sie das Mandat wieder an, und wenn Ihnen der Wahrheitsbeweis nicht gelingt, dann ist es am besten, wenn Sie gleich auch Ihre Schulleiterfunktion zurücklegen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Gemeint war der Bundespräsident, ganz sicher! Ich stelle mich schützend vor den Bundespräsidenten!
der Sie gar nicht vorkommen. Das ist eine besondere Leistung, die da dahintersteckt. (Abg. Dr. Graf: Gemeint war der Bundespräsident, ganz sicher! Ich stelle mich schützend vor den Bundespräsidenten!)
Abg. Dr. Graf: Das führen wir ja!
Wenn Sie das Verfahren führen wollen, klagen Sie Herrn Kollegen Walser zivilrechtlich – er hat schon mehrfach gesagt, dass er sich auf diese Auseinandersetzung freut! Aber versuchen Sie nicht, einen Weg zu gehen, auf dem Sie nur nach außen signalisieren, Sie wollen ein Verfahren führen, auf das Sie eigentlich gar nicht eingehen wollen. (Abg. Dr. Graf: Das führen wir ja!) Das heißt nämlich, Sie sagen, Sie klagen (Abg. Strache: Das Verfahren kommt!); de facto scheuen Sie aber die Auseinandersetzung, weil Sie wissen, dass der Wahrheitsbeweis von Ihnen auch nicht anzutreten ist. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Nach dem Ende der Immunität kommt das Verfahren!)
Abg. Strache: Das Verfahren kommt!
Wenn Sie das Verfahren führen wollen, klagen Sie Herrn Kollegen Walser zivilrechtlich – er hat schon mehrfach gesagt, dass er sich auf diese Auseinandersetzung freut! Aber versuchen Sie nicht, einen Weg zu gehen, auf dem Sie nur nach außen signalisieren, Sie wollen ein Verfahren führen, auf das Sie eigentlich gar nicht eingehen wollen. (Abg. Dr. Graf: Das führen wir ja!) Das heißt nämlich, Sie sagen, Sie klagen (Abg. Strache: Das Verfahren kommt!); de facto scheuen Sie aber die Auseinandersetzung, weil Sie wissen, dass der Wahrheitsbeweis von Ihnen auch nicht anzutreten ist. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Nach dem Ende der Immunität kommt das Verfahren!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Nach dem Ende der Immunität kommt das Verfahren!
Wenn Sie das Verfahren führen wollen, klagen Sie Herrn Kollegen Walser zivilrechtlich – er hat schon mehrfach gesagt, dass er sich auf diese Auseinandersetzung freut! Aber versuchen Sie nicht, einen Weg zu gehen, auf dem Sie nur nach außen signalisieren, Sie wollen ein Verfahren führen, auf das Sie eigentlich gar nicht eingehen wollen. (Abg. Dr. Graf: Das führen wir ja!) Das heißt nämlich, Sie sagen, Sie klagen (Abg. Strache: Das Verfahren kommt!); de facto scheuen Sie aber die Auseinandersetzung, weil Sie wissen, dass der Wahrheitsbeweis von Ihnen auch nicht anzutreten ist. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Nach dem Ende der Immunität kommt das Verfahren!)
Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung FPÖ –: Da klagt er ihn selber und jetzt stimmt ihr zu! – Weitere Zwischenrufe.
Ich bitte jene Damen und Herren, die sich diesem Antrag anschließen, um ein Zeichen der Zustimmung. (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung FPÖ –: Da klagt er ihn selber und jetzt stimmt ihr zu! – Weitere Zwischenrufe.) – Dieser Antrag ist einstimmig angenommen.
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, das sagte Kardinal Josef Ratzinger, mittlerweile Benedikt XVI., Pontifex Maximus, der größte Würdenträger der Katholischen Kirche. Meine Damen und Herren, haben Sie einen besseren Zeugen aufzubieten für die Richtigkeit meines Antrages? (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Ich bin Protestant!
Wenn sogar der Heilige Vater – damals noch in seiner Zeit als Präfekt der Glaubenskongregation – selber sagt, dass dieses System sich überholt hat, dass man auf die Freiwilligkeit und auf die Widmungsmöglichkeit abstellen soll, wie das in Italien der Fall ist, und sogar noch den Hebesatz senken würde, nämlich um ganze 0,3 Prozent, ja bitte, was hindert dann den österreichischen Nationalrat daran, diesem Wunsch Folge zu leisten? Welche Rücksichten nimmt man da, Herr Kollege Stummvoll? (Abg. Dr. Stummvoll: Ich bin Protestant!) – Ich weiß! Darum spreche ich dich an.
Abg. Ing. Hofer: Lügner!
Meine Damen und Herren, wir werden heute genau schauen, wie sich die FPÖ verhält, denn mit einem Kruzifix Politik zu machen, das ist kein Umgang. Ich möchte gar nicht auf die ganze Debatte eingehen, die jetzt von Seiten der Kirchenvertreter auf die FPÖ niederprasselt. Diese Erregung war wohlkalkuliert, sie ist ja Teil der Strategie. Ich sage nur dazu: Ich würde als Politiker niemals mit Sakramentalien Politik betreiben. (Abg. Ing. Hofer: Lügner!) Da wäre mir meine Seele, meine Damen und Herren, zu wichtig, als dass ich mit Sakramentalien Politik machen würde! (Beifall bei BZÖ und ÖVP.)
Beifall bei BZÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren, wir werden heute genau schauen, wie sich die FPÖ verhält, denn mit einem Kruzifix Politik zu machen, das ist kein Umgang. Ich möchte gar nicht auf die ganze Debatte eingehen, die jetzt von Seiten der Kirchenvertreter auf die FPÖ niederprasselt. Diese Erregung war wohlkalkuliert, sie ist ja Teil der Strategie. Ich sage nur dazu: Ich würde als Politiker niemals mit Sakramentalien Politik betreiben. (Abg. Ing. Hofer: Lügner!) Da wäre mir meine Seele, meine Damen und Herren, zu wichtig, als dass ich mit Sakramentalien Politik machen würde! (Beifall bei BZÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Da kannst du dir ein Beispiel nehmen!
Abgeordneter Elmar Mayer (SPÖ): Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Stadler macht natürlich ebenfalls mit Sakramentalien und Ähnlichem Politik, allein wenn ich daran denke, wie er vor einer Woche in genau derselben Zeitung mit der eigenen Hauskapelle gezeigt wurde, wo er allabendlich mit seinen Kindern das Abendgebet spricht, bevor sie ins Bett gehen. (Abg. Mag. Stadler: Da kannst du dir ein Beispiel nehmen!)
Abg. Mag. Stadler: Er weiß nicht, wovon er spricht!
Ich sage ja nichts dagegen, sondern ich sage nur, dass auch das eine Art von Politikmache auf einer etwas anderen Welle ist. (Abg. Mag. Stadler: Er weiß nicht, wovon er spricht!)
Abg. Mag. Stadler: Das ist ja kein Verfassungsgesetz!
Wenn man den Antrag so beschließt, wie er eingebracht wurde, würde man gegen das Paritätsprinzip verstoßen – auch das weiß Kollege Stadler ganz genau – und es gäbe auch Probleme wegen Gleichheitswidrigkeit, weil der Antrag der jahrzehntelangen österreichischen Praxis widerspricht, Regelungen für die äußeren Rechtsverhältnisse der Kirchen und Religionsgemeinschaft nur im Einvernehmen mit diesen zu regeln. – Das wissen Sie. (Abg. Mag. Stadler: Das ist ja kein Verfassungsgesetz!)
Abg. Hagen: Man merkt eben, dass er kein Jurist ist!
Zum Schluss, und auch das wissen Sie ganz genau, Herr Kollege Stadler, ist es auch so, dass der Antrag nicht beschlossen werden kann, weil er verfassungswidrig ist, weil er nämlich eine Einmischung in innere Angelegenheiten darstellt, gegen das Paritätsprinzip verstößt – das habe ich schon gesagt – und damit letztendlich das Gebot der Religionsneutralität des Staates verletzt. Schließlich wird auch der Gleichheitsgrundsatz gegenüber anderen Körperschaften öffentlichen Rechts – wie etwa die Kammern, zum Beispiel die Arbeiterkammer, oder die Hochschülerschaften es sind – verletzt. (Abg. Hagen: Man merkt eben, dass er kein Jurist ist!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Selig die Armut im Geiste! – Abg. Ing. Westenthaler: Alles falsch, was er gesagt hat!
Kollege Stadler, ich hätte mir zumindest erwartet, dass ein Antrag, den Sie einbringen, wenigstens rechtlich hält und nicht nur politischen Schaumschlägereien dient. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Selig die Armut im Geiste! – Abg. Ing. Westenthaler: Alles falsch, was er gesagt hat!)
Beifall bei ÖVP und BZÖ. – Abg. Strache: Wenn das Kreuz aus den Schulklassen entfernt wird, dann schweigen Sie!
Herr Kollege Strache, ich würde Sie dringend ersuchen und appelliere auch an Sie, dass Sie, wenn Sie schon andere Grenzen nicht respektieren, zumindest diese Grenze respektieren. Das hat in Österreich keinen Platz. (Beifall bei ÖVP und BZÖ. – Abg. Strache: Wenn das Kreuz aus den Schulklassen entfernt wird, dann schweigen Sie!)
Abg. Mag. Stadler: Es geht um die Zwangseintreibung der Beiträge!
Drittes Argument: Sie sagen in Ihrem Antrag eigentlich sehr widersprüchlich, dass Sie auf der einen Seite auf Freiwilligkeit setzen (Abg. Mag. Stadler: Es geht um die Zwangseintreibung der Beiträge!) und auf der anderen Seite als Gesetzgeber den Kirchen vorschreiben wollen, dass sie eine gesetzliche Regelung über die Verwendung der Mittel bekommen. Das ist in sich absolut widersprüchlich, Herr Kollege Stadler, und Sie sollten eigentlich wissen, dass die Kirchen, von der Katholische Kirche weiß ich das, von den anderen auch, den Beitragszahlern selbstverständlich diese
Beifall bei der ÖVP.
Vierter Punkt, Herr Kollege Stadler: Ich denke, wir sind, unabhängig von den Verpflichtungen aus dem Konkordat, gut damit gefahren, dass wir derartige Fragen immer mit den Religionsgemeinschaften diskutiert und nie über die Köpfe der Religionsgemeinschaften hinwegentschieden haben. Daher wird dieser Antrag unsere Zustimmung nicht finden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Andreas Karlsböck (FPÖ): Frau Präsident! Hohes Haus! „Der Gottlose borgt und bezahlt nicht; der Gerechte aber ist barmherzig und gibt.“ Wir Freiheitlichen lehnen dieses Gesetz ab. Falls dieser Antrag Wirklichkeit werden sollte, hätte dies verheerende Folgen für die christliche Wertegemeinschaft. Rund 80 Prozent der Einnahmen der Kirchen stammen aus dem Kirchenbeitrag, der unter anderem für die Aufrechterhaltung unserer christlichen Identität und der kulturellen Identität verwendet wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Herr Kollege! Um 23 Uhr brauchen Sie uns keine EU-Wahlplakate vorzulesen!
Auch werden große Teile des Kirchenbeitrags für öffentliche Interessen im Sinne gemeinnütziger und mildtätiger Handlungen verwendet. (Abg. Mag. Kogler: Herr Kollege! Um 23 Uhr brauchen Sie uns keine EU-Wahlplakate vorzulesen!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Schütten! Beim Schütten kennt ihr euch aus!
Wenn wir wollen, dass es in unserem Land eine gute Seelsorge gibt, weil dadurch unzählige Menschen Hoffnung und Lebensmut bekommen, so kostet das Geld. Kollege Stadler, ich glaube zu wissen, warum du diesen Antrag eingebracht hast: einzig und allein deswegen, weil uns der Berufskatholizismus – und da sind wir durchaus einer Meinung – gerade in der jetzigen Situation besonders angeht. Auch deswegen hätte es einen gewissen Charme, diesem Antrag zuzustimmen. Ich bin jedoch der Meinung, wir dürfen das Kind nicht mit dem Bade ausschütten – und deswegen werden wir Freiheitlichen, wie gesagt, diesem Antrag nicht zustimmen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Schütten! Beim Schütten kennt ihr euch aus!)
Abg. Mag. Molterer: Ökumenisch! – Abg. Mag. Stadler: Rumänisch vielleicht?
Gemeinsam mit dem Ökonomischen Rat der Kirchen Österreichs tritt die Katholische Kirche Österreichs dafür ein, dass sich die Christen in Europa nicht verstecken oder aus der Öffentlichkeit verdrängen lassen. (Abg. Mag. Molterer: Ökumenisch! – Abg. Mag. Stadler: Rumänisch vielleicht?) Und genau das tun wir auch! (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Gemeinsam mit dem Ökonomischen Rat der Kirchen Österreichs tritt die Katholische Kirche Österreichs dafür ein, dass sich die Christen in Europa nicht verstecken oder aus der Öffentlichkeit verdrängen lassen. (Abg. Mag. Molterer: Ökumenisch! – Abg. Mag. Stadler: Rumänisch vielleicht?) Und genau das tun wir auch! (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
genau dieses Recht heraus, ja es ist als Katholik sogar meine Pflicht, für meinen Glauben einzutreten. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Weiterreden!
Und das tut auch unser Parteiobmann Heinz-Christian Strache. Wir lassen uns nicht den Mund verbieten, und wir lassen uns auch nicht verbieten, mit religiösen Symbolen zu hantieren; das sage ich hier auch ganz deutlich. (Abg. Mag. Kogler: Weiterreden!)
Abg. Mag. Stadler: Selig die im Geiste der Armut ...!
Traurig stimmt mich nur, dass sich einige Kirchenleute dem linken Gesellschaftsmodell und einige der vereinten „Moral-Mafia“ angeschlossen haben. Es ist mir nämlich keine Stelle im Kirchenrecht bekannt, die eine Exkommunikation vorsieht, wenn man das Christentum in seiner ursprünglichen Form zu schützen versucht. Ich gehe sogar so weit, die Würdenträger an den Missionsbefehl von Jesus zu erinnern. (Abg. Mag. Stadler: Selig die im Geiste der Armut ...!) – Hören Sie zu!
Beifall bei der FPÖ.
„Geht also hin und macht alle Völker zu Jüngern, indem ihr sie tauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ – Matthäus 28, 19-20. Siehe auch Markus 16, 15. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Mag. Stadler: Und bei Ökonomie und Ökumene erst recht nicht!
Nur zur Erinnerung: Die FPÖ war einmal eine laizistische Partei und Ihre Vertreter sind einmal für die Trennung von Staat und Kirche eingetreten. – Lang, lang ist’s her, kann ich nur sagen. Und wahrscheinlich wissen Sie gar nicht mehr, worum es sich beim Fremdwort „Laizismus“ handelt. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Mag. Stadler: Und bei Ökonomie und Ökumene erst recht nicht!)
Abg. Mag. Stadler: Gegen die birkenstockbesohlte Strömung!
Kollege Stadler hat hier eindrucksvoll seine Sicht der Dinge zum Verhältnis von Staat und Kirche dargelegt. Ich darf ihm in einem Punkt zustimmen: Prinzipiell sind auch wir Grüne für eine klare Trennung von Staat und Kirche, halten allerdings die Art und Weise, wie seitens des BZÖ dieser Antrag eingebracht wird, für alles andere als zielführend, denn das eine sei klargestellt: Innerhalb der Kirchen gibt es sehr, sehr unterschiedliche Strömungen. Ewald Stadler hatte in den letzten Jahren mit einigen dieser Strömungen größere Probleme, ist gegen einen „Weichspül-Katholizismus“, wie er das nennt, und möchte Bischöfe, glaube ich, auf das „richtige Maß“ zurechtstutzen und so weiter. Kollege Stadler ist auch gegen den „Funktionärskatholizismus“, wie wir heute gehört haben. (Abg. Mag. Stadler: Gegen die birkenstockbesohlte Strömung!) Also in diese Richtung geht Kollege Stadler sehr, sehr scharf vor.
Beifall bei den Grünen.
Ich glaube, das wäre eine spannende Diskussion, die auch zu führen ist – und vielleicht können wir eine solche in konstruktiver Art und Weise innerhalb des Ausschusses führen, vielleicht können wir zu einer Form der Auseinandersetzung kommen, die auch für die Kirchen akzeptabel ist, denn in einem gebe ich dem Kollegen Molterer natürlich recht: Wir wollen nicht über die Köpfe von Betroffenen hinwegentscheiden, sondern wir wollen, wie es gute Tradition ist, in einen Dialog eintreten und eine Lösung finden, die für alle akzeptabel ist und die uns vielleicht wieder ein Stück in Richtung Trennung von Staat und Kirche weiterbringt. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordnete Ursula Haubner (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Ich bringe Ihnen einen Antrag zur Änderung des Einkommensteuergesetzes zur Kenntnis. Hiebei geht es um die Erhöhung des Pauschalbetrages für außergewöhnliche Belastungen von Menschen mit Behinderungen; etwas, was längst fällig ist, denn seit 20 Jahren wurde dieser Betrag nicht erhöht. Das wäre gerade für eine Gruppe von Menschen, die es ohnehin generell sehr schwer hat, sehr wichtig – und daher hoffe ich auf eine gute Diskussion im Ausschuss und dann auch auf Zustimmung beziehungsweise Änderung und Verbesserung für Menschen mit Behinderungen. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Inhalt selbst: Wir schauen uns das gerne im Finanzausschuss an. Ich gebe nur zu bedenken, dass es sich tatsächlich um einen Freibetrag handelt, das heißt, wenn die Kosten höher sind als der Freibetrag, dann sind sie auch in voller Höhe absetzbar. Laut Informationen des Finanzministeriums wird jedoch davon kaum Gebrauch gemacht; deswegen geht man tendenziell davon aus, dass der Freibetrag die Kosten abdeckt, weil kaum Menschen höhere Kosten angeben, als das tatsächlich der Fall ist. Aber wir schauen uns das gerne im Finanzausschuss an und diskutieren dort gerne darüber. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf: Es ist schon genug!
Immerhin haben wir im Budget 2009/2010 für die Behinderten in Österreich, für die Kinder, für die Frauen und Männer, die nicht zu den Glücklichen der Gesellschaft zählen, 144 Millionen € eingesetzt. Das zeigt die Verantwortung, dem dieses Budget Rechnung trägt, und auch unsere Verantwortung als Österreichische Volkspartei gegenüber jenen Menschen, die nicht das Glück haben, in der Situation zu sein, wie wir es sind. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf: Es ist schon genug!) – Wann es genug ist, bestimme ich! Danke schön.
Beifall bei der ÖVP.
Ein Budget zu machen in Zeiten der Hochkonjunktur ist keine Kunst – auch dann wird es schwierig, weil die Gelüste sehr groß sind –, aber ein Budget zu machen in Zeiten, wo die große Herausforderung ansteht, die Wirtschaft zu stärken, ist es sehr wohl. Denn eine starke Wirtschaft ist das Fundament und die Basis, um jenen zu helfen, die sich selbst nicht helfen können. Und das ist in diesem Budget niedergeschrieben. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Amon: Und das Pensionsrecht machen wir auch!
Ich mache Ihnen einen Vorschlag: Senken wir die Gehälter von Politikern auf das Niveau von 1988! Frau Kollegin Schittenhelm, machen wir das doch so! (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Amon: Und das Pensionsrecht machen wir auch!) – Das machen wir auch gleich. – Dann kommen Sie daher und sagen: Wir haben kein Geld dafür.
Beifall bei der FPÖ.
Ich nenne Ihnen ein Beispiel: Wir haben mit dem Bankenpaket 50 Millionen € direkt in die Constantia Privatbank investiert. 30 Millionen € haben die Vorstände an Abfertigung eingesteckt. Und dann kommen Sie daher und sagen: Wir haben das Geld nicht, um diese Beträge wertanzupassen! – Das ist schäbig und ganz, ganz mies. Es ist wirklich schäbig, und das ärgert mich! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn wir nicht in der Lage sind, diese Beträge, die seit 1988 nicht wertangepasst wurden, endlich anzupassen, dann sind wir kein Sozialstaat. Meine Damen und Herren, diese Maßnahme ist ganz, ganz wichtig! Das kostet nicht die Welt. Es geht darum, diese Beträge nur wertanzupassen, nicht zu erhöhen, und Sie wehren sich dagegen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Nein, nicht: „Hör auf!“ Wer sagt die Wahrheit? (Zwi-
Abg. Amon: Hat ja niemand gesagt!
schenruf der Abg. Schittenhelm.) – Sie haben überhaupt nichts gesagt! Sie haben vorhin erzählt, das seien Freibeträge, und auch wenn man das Geld nicht ausgibt, werde es trotzdem gewährt. – Dann schaffen wir doch bitte alle Freibeträge ab! Dann brauchen wir das nicht. (Abg. Amon: Hat ja niemand gesagt!) Wenn das Ihre Linie ist?!
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es muss doch möglich sein, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zumindest für die behinderten Menschen diese Beträge wertanzupassen. Und wenn Sie das nicht können, dann frage ich mich, ob Österreich noch ein Sozialstaat ist! Dann frage ich mich wirklich. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das muss finanzierbar sein.
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Besten Dank für diese Initiative, wir werden sie auf jeden Fall gerne unterstützen. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Dort würde ich auch noch etwas dazu tun!
Wissen Sie, was mir aber bei Ihnen vom BZÖ und von der FPÖ oft auffällt? Das stimmt tatsächlich, was Ihnen vonseiten der ÖVP vorgehalten wird! Da wollen Sie mehr und da und da und da! (Abg. Mag. Stadler: Dort würde ich auch noch etwas dazu tun!)
Zwischenruf des Abg. Weinzinger
Ich würde wirklich appellieren (Zwischenruf des Abg. Weinzinger) – um diese Zeit darf man das ja versuchen –, dass wir eine vernünftige wirtschafts- und sozialpolitische Debatte führen, wo auch einmal – nicht so wie in Wahlkampfzeiten und auf irgendwelchen Plakaten – wieder auf den Tisch kommt, was eine konsistente Position sein kann!
Beifall bei den Grünen.
Ich sage das natürlich aus einem ganz simplen Grund: Ich habe das Bedürfnis nach Eigenlob für die grüne Fraktion, denn diese tut das tatsächlich! Wir stellen uns nicht hin und sagen: Alles wird im Ausgabenbereich noch besser, und bei den Einnahmen fahren wir herunter! Keine Steuern erhöhen, aber viel ausgeben! – Das ist unseriös. Das höre ich öfters heraus – nicht bei diesem Antrag, aber er war jetzt ein Anlass, das zu thematisieren. Sie sollten nachdenken, was christlich-soziale Werte sind! (Beifall bei den Grünen.)