Eckdaten:
Für die 215. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 771 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
en, dann kommen wir drauf, was ist Wahlkampf und was ist Realität. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zusatzfrage? – Bitte, Herr Klubobmann Bucher. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Was wollen Sie unternehmen, um dieser Situation am Arbeitsmarkt Herr zu werden? Was sagen Sie den vielen Hunderttausenden Österreicherinnen und Österreichern zu Hause an den Bildschirmen, die jetzt diese Sitzung mitverfolgen, die keinen Job haben? Gibt es in nächster Zeit einen Masterplan oder irgendeine Initiative von dieser Bundesregierung, die diese Arbeitslosigkeitsentwicklung in Österreich endlich ernst nimmt? (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Bucher: Zu wenig! wächst ja von Woche zu Woche!
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Herr Abgeordneter Bucher, Punkt eins: Sie wissen ganz genau, dass mit dem Konjunkturpaket, das ich zuerst erwähnt habe, in den ersten sechs Monaten 326 000 Menschen, die arbeitslos waren, über das AMS wieder eine Beschäftigung bekommen. Es ist vollkommen klar, dass wir natürlich (Abg. Bucher: Zu wenig! wächst ja von Woche zu Woche!) – „Zu wenig“, noch einmal: Wir leben nicht auf einer Insel, und selbstverständlich steht jetzt zum Beispiel, nachdem heute oder morgen noch eine große Firma dazukommen wird, das gesamte Programm Insolvenzstiftung, Entgeltfortzahlungsfonds und so weiter zur Verfügung, um diesen Menschen akut zu helfen.
Abg. Bucher: Ich habe nicht von „Managementfehlern“ geredet! Es geht um eine Perspektive!
Diese Angestellten dieser oberösterreichischen Handelsfirma haben ja unter anderem kein Junigehalt, keine Sonderzahlung bekommen. Das werden wir gerne übernehmen, weil wir auch zeigen, wie dieser aktivierende Sozialstaat funktioniert. Aber für gewisse Managementfehler machen Sie bitte nicht den Staat verantwortlich – gerade Sie, die von einer Partei kommen, die sehr viel (Abg. Bucher: Ich habe nicht von „Managementfehlern“ geredet! Es geht um eine Perspektive!) – Das sind Managementfehler, denn der Fall der Firma dayli ist ein Managementfehler, wo jetzt der Staat alles übernehmen soll, nur damit wir uns darüber im Klaren sind. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ursula Haubner: Es geht nicht um dayli! Allgemein!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ursula Haubner: Es geht nicht um dayli! Allgemein!
Diese Angestellten dieser oberösterreichischen Handelsfirma haben ja unter anderem kein Junigehalt, keine Sonderzahlung bekommen. Das werden wir gerne übernehmen, weil wir auch zeigen, wie dieser aktivierende Sozialstaat funktioniert. Aber für gewisse Managementfehler machen Sie bitte nicht den Staat verantwortlich – gerade Sie, die von einer Partei kommen, die sehr viel (Abg. Bucher: Ich habe nicht von „Managementfehlern“ geredet! Es geht um eine Perspektive!) – Das sind Managementfehler, denn der Fall der Firma dayli ist ein Managementfehler, wo jetzt der Staat alles übernehmen soll, nur damit wir uns darüber im Klaren sind. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ursula Haubner: Es geht nicht um dayli! Allgemein!)
Abg. Klikovits: Das ist ein Problem! – Abg. Neugebauer: Nicht alles ist Wahlkampf!
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Jetzt sind wir, glaube ich, wirklich im Wahlkampf, jetzt vergessen wir es im Wahlkampf. (Abg. Klikovits: Das ist ein Problem! – Abg. Neugebauer: Nicht alles ist Wahlkampf!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Klikovits.
Noch einmal: Niederösterreich kann ohne Wien arbeitsmarkttechnisch nicht existieren, das ist so! Von den 663 000 unselbständig Beschäftigten, in Niederösterreich wohnhaft, arbeitet ein Fünftel – 21,6 Prozent, das sind 143 000 – in Wien. Das ist gut so, das soll so sein, das möchte ich überhaupt nicht infrage stellen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Klikovits.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Klikovits: Sie exportieren Arbeitslosigkeit!
Noch einmal: Wenn dann der in Wien arbeitende Niederösterreicher arbeitslos wird, wird er in Niederösterreich natürlich arbeitslos, das ist ja keine Frage, aber Wien versieht ja nicht die Leute, die aus Niederösterreich sind, mit einem Mascherl – denn Wien weiß nicht einmal, wer in Niederösterreich wohnt oder nicht wohnt. Das ist doch bitte eine Unterstellung, die lassen wir dort, wo sie hingehört! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Klikovits: Sie exportieren Arbeitslosigkeit!)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Aber überhaupt nicht! Das ist doch bitte eine vollkommene, wirklich naivste Unterstellung! Das Beschäftigungswachstum des Wiener Arbeitsmarktes (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) – ich bin gleich fertig – betrug 6,84 Prozent, und in Niederösterreich waren es nur 0,29 Prozent, was will man tun? Niederösterreich hat ein Problem auf dem Arbeitsmarkt (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wien nicht, na! Das glaubt Ihnen aber niemand!), Wien hat ein Problem auf dem Arbeitsmarkt. Beide haben ein Problem auf dem Arbeitsmarkt, aber klar ist: Niederösterreich hat es bei dem Problem etwas leichter, denn ein Fünftel aller in Niederösterreich Arbeitsfähigen ist in Wien beschäftigt. Wien ist in Wahrheit der Staubsauger.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wien nicht, na! Das glaubt Ihnen aber niemand!
Aber überhaupt nicht! Das ist doch bitte eine vollkommene, wirklich naivste Unterstellung! Das Beschäftigungswachstum des Wiener Arbeitsmarktes (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) – ich bin gleich fertig – betrug 6,84 Prozent, und in Niederösterreich waren es nur 0,29 Prozent, was will man tun? Niederösterreich hat ein Problem auf dem Arbeitsmarkt (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wien nicht, na! Das glaubt Ihnen aber niemand!), Wien hat ein Problem auf dem Arbeitsmarkt. Beide haben ein Problem auf dem Arbeitsmarkt, aber klar ist: Niederösterreich hat es bei dem Problem etwas leichter, denn ein Fünftel aller in Niederösterreich Arbeitsfähigen ist in Wien beschäftigt. Wien ist in Wahrheit der Staubsauger.
Beifall bei der SPÖ.
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Wir haben derzeit zehn Modelle kreuz und quer in Österreich laufen, die alle auf Basis von sozialökonomischen Betrieben laufen – drei davon in Oberösterreich, Niederösterreich und Wien –, wo es darum geht, dass wir vor allem für die Gruppe derer, die ältere Arbeitslose mit gesundheitlicher Beeinträchtigung sind, solche Aktivitäten planen. Das heißt, die „Aktion 8000“ gibt es unter anderen Vorzeichen immer. Sie heißt halt nicht so, sondern sie heißt jetzt anders, aber gerade bei den sozialökonomischen Betrieben haben wir einen Ausbau und keinen Rückgang. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage es noch einmal: Ich glaube, wir tun uns alle nichts Gutes, wenn wir jetzt beginnen, ein Bundesland gegen das andere Bundesland auszuspielen. Wir schaffen uns viel bessere Ausgangspositionen, wenn wir alle ein bisschen zusammenrücken und uns nicht auseinanderdividieren lassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben die maximale Übergangsfrist ausgenützt, wurden dafür von vielen gescholten, aber wir haben es durchgehalten. Und demzufolge stehe ich dazu, dass wir natürlich die Verträge einhalten. Was wir auch zur Kenntnis nehmen müssen – und das sei nicht missverstanden –, ist: Wir blicken immer nach dem Osten. Ich lade einmal alle ein, sich anzuschauen, wie viele Österreicherinnen und Österreicher im Westen Österreichs in unsere sogenannten Nachbarländer auspendeln. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Eines ist ganz klar: Hinter all diesen Schicksalen steht ein österreichischer Auftraggeber. Das sollte uns auch nachzudenken geben. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ansonsten kann ich nur dringend vorschlagen und ersuchen: Versuchen wir, die Steigerung der Lehrlingszahlen, die wir in der Industrie in den letzten zwölf Monaten geschafft haben, auch in allen anderen Sektoren der Wirtschaft zusammenzubringen! Dann haben wir ein ganz ordentliches Plus, denn die Industrie hat ein ordentliches Plus hingelegt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Geldvolumen: Es ist so, dass wir in Summe heuer an aktivierenden Arbeitsmarktmitteln, wenn wir alles zusammenrechnen, 2 Milliarden € aufwenden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Dieser Umstand ist sehr bedauerlich. Sie sind nicht der einzige Abgeordnete, der diesen Umstand aufzeigen will, auch der Herr Abgeordnete Huainigg hat mich schon aufgefordert, diesbezüglich tätig zu werden. Sie wissen ganz genau, dass ich von der Rechtsnorm her da eingeschränkt bin. Im Begutachtungsverfahren haben wir selbstverständlich darauf hingewiesen – und wir bemühen uns jetzt weiter in bilateralen Gesprächen –, dass die Vereinbarungen zukünftig eingehalten werden müssen. Natürlich wird das bei der Verlängerung der Mindestsicherungsvereinbarung ein ganz spezieller Verhandlungspunkt sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Meine Frage zielt darauf ab: Sie sagen, wenn es um die Arbeitslosenzahlen geht, dass es immer wieder Managementfehler in privaten Firmen gibt. Jetzt stelle ich gegenüber, dass, wenn es eine lasche Vergabepraxis und mangelnde Kontrollen gibt – in Wien zum Beispiel ein Anstieg von über 30 Prozent der Bezieher der bedarfsorientierten Mindestsicherung –, dass wir . (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Ich bin gleich fertig, Frau Präsident, lassen Sie mich den Gedanken zu Ende führen!
Rufe bei der SPÖ: Frage!
Abgeordneter Josef Jury (FPÖ): Herr Minister, Sie als Sozialchef der Firma Österreich (Rufe bei der SPÖ: Frage!):
Weitere Zwischenrufe.
Was werden Sie tun, um diese lasche Vergabepraxis und die mangelnden Kontrollen bei der Vergabe der bedarfsorientierten Mindestsicherung einzustellen? (Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Jury: Natürlich geht es um ein ernstes Thema!
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Ja, es geht um ein sehr ernstes Thema (Abg. Jury: Natürlich geht es um ein ernstes Thema!), und die Geschäftsordnung machen wir nachher.
Zwischenruf des Abg. Jury.
Herr Abgeordneter, Punkt eins: Die Zahl derjenigen Menschen, die nur von der Mindestsicherung als alleiniger Einnahmequelle leben, ist nicht gestiegen. Diese Zahl ist in Wahrheit sinkend. (Zwischenruf des Abg. Jury.) Nein! Was angestiegen ist, sind die sogenannten Aufstockungsleistungen. Das heißt, das sind Menschen, die ein geringes Arbeitslosengeld, eine geringe Notstandshilfe oder ein geringes Aktiveinkommen haben. Diese Zahlen sind gestiegen – um 20 Prozent, 25 Prozent. (Abg. Dr. Matznetter: Working Poor!) Das sind Menschen, die ganz einfach, auf Fachchinesisch, „Working Poor“ heißen. – Punkt eins.
Abg. Dr. Matznetter: Working Poor!
Herr Abgeordneter, Punkt eins: Die Zahl derjenigen Menschen, die nur von der Mindestsicherung als alleiniger Einnahmequelle leben, ist nicht gestiegen. Diese Zahl ist in Wahrheit sinkend. (Zwischenruf des Abg. Jury.) Nein! Was angestiegen ist, sind die sogenannten Aufstockungsleistungen. Das heißt, das sind Menschen, die ein geringes Arbeitslosengeld, eine geringe Notstandshilfe oder ein geringes Aktiveinkommen haben. Diese Zahlen sind gestiegen – um 20 Prozent, 25 Prozent. (Abg. Dr. Matznetter: Working Poor!) Das sind Menschen, die ganz einfach, auf Fachchinesisch, „Working Poor“ heißen. – Punkt eins.
Beifall bei der SPÖ.
Wo wir zum Beispiel mitwirken, ist bei einem Teil der Kontrolle. Das betrifft diejenigen, die auch beim AMS gemeldet sind. Und da darf ich Ihnen mitteilen, dass das AMS voriges Jahr bei 28 000 Fällen der jeweiligen Bezirksverwaltungsbehörde eine entsprechende Meldung gemacht hat, dass Termine oder sonstige Vereinbarungen nicht eingehalten worden sind. – Das heißt, Kontrolle findet statt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: „In die neue Regierung“? – Abg. Steibl – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Na ja, in der Demokratie gibt es immer eine Regierung!
Meine Frage: Wie vielen Familien wird diese Regelung nützen? Aber auch – Sie sind ja auch Sozialminister –: Was werden Sie noch in die neue Regierung einbringen, um Familien besser zu unterstützen? (Abg. Scheibner: „In die neue Regierung“? – Abg. Steibl – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Na ja, in der Demokratie gibt es immer eine Regierung!)
Abg. Steibl: Wer’s glaubt, wird selig!
Ansonsten sei mir zu den Wiener Zahlen nur ein Einwand gestattet: Von den Zahlen, die Sie genannt haben – und die natürlich vollkommen stimmen –, sind nur 9 Prozent im sogenannten Vollbezug, das heißt Menschen, die nichts anderes haben als die Mindestsicherung. Alle anderen haben irgendetwas dazu und bekommen das nur als Aufstockungsleistung. (Abg. Steibl: Wer’s glaubt, wird selig!)
Beifall bei der SPÖ.
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Ich glaube, wir sind uns einig – und Sie wissen das, denn Sie selbst haben das hier mitbeschlossen –, dass wir das auch verändert haben, dass die Bildungskarenz in Zukunft auch die Kontrolle eines Studiennachweises vorsieht. Dass das in der Vergangenheit passiert sein kann – ja, kein Thema. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wann werden Sie dafür sorgen, dass diese Ungerechtigkeit bei den Pensionsarten, wie bei der vorzeitigen Alterspension von öffentlich Bediensteten, die keine Zuverdienstgrenze haben, gegenüber den ASVG-Versicherten, die eine strenge Zuverdienstgrenze haben, beseitigt wird? (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Steinhauser: Nicht für alle!
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Punkt eins: Wir haben eine sechste Urlaubswoche. Diese gibt es ja (Abg. Mag. Steinhauser: Nicht für alle!), sie ist nur durch die massiven Veränderungsprozesse auf dem Arbeitsmarkt für über eine Million Menschen nicht zugänglich. Es gab darüber eine Diskussion, und es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere Diskussionen geben, denn eines ist klar: Dass diejenigen, die sehr lange bei Firmen sind, es haben, aber diejenigen, die ganz einfach immer rotieren müssen oder freiwillig rotieren, es nicht haben, das ist eine Situation, an deren Änderung wir arbeiten müssen.
Abg. Neubauer – in Richtung der Abg. Dr. Oberhauser –: Das war aber keine Frage! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Haben Sie keine eigene Frage?
Wären Sie vielleicht so nett, uns noch einmal zu sagen, über welche Fortschritte, die mehr als kleine Schritte sind, wir da schon Einigkeit erreicht haben? (Abg. Neubauer – in Richtung der Abg. Dr. Oberhauser –: Das war aber keine Frage! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Haben Sie keine eigene Frage?)
Beifall bei der SPÖ.
Bitte, weiterhin Betreuung zu Hause – soweit das eben möglich ist! Und da gibt es irgendwann einmal Grenzen, darüber sind wir uns, glaube ich, auch einig. Aber es gibt viele Bundesländer, wo 80 Prozent der Betreuung zu Hause stattfindet. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Meinen wiederholt öffentlich geäußerten Darstellungen zum Pflegeregress in der Steiermark habe ich nichts hinzuzufügen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe beim BZÖ. – Bundesminister Hundstorfer: Das ist keine Verweigerung der Antwort! Jeder weiß, was ich schon gesagt habe, und jeder kennt die Verfassungslage!
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne): Sehr geehrter Herr Bundesminister! (Zwischenrufe beim BZÖ. – Bundesminister Hundstorfer: Das ist keine Verweigerung der Antwort! Jeder weiß, was ich schon gesagt habe, und jeder kennt die Verfassungslage!)
Abg. Mag. Darmann: Für die Angehörigen!
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Entschuldigung, ich kann jetzt Ihre Frage insofern nicht verstehen, als stationärer Aufenthalt in der Regel 100 Prozent Vermögensbesteuerung heißt – alles ist weg. Ich weiß nicht, wo da eine Privilegierung sein soll. Deine Pension ist weg, dein Pflegegeld ist weg, falls du einen Besitz hast, ist er belehnt, und du bekommst 20 Prozent Taschengeld, wenn du in stationärer Pflege bist. (Abg. Mag. Darmann: Für die Angehörigen!) Ja, Entschuldigung, die Angehörigen zahlen ja nichts mit, außer in der Steiermark. Es gibt ja diesen Angehörigenregress nur noch in der Steiermark. (Abg. Mag. Darmann: Pflege zu Hause, Selbstbehalte!)
Abg. Mag. Darmann: Pflege zu Hause, Selbstbehalte!
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Entschuldigung, ich kann jetzt Ihre Frage insofern nicht verstehen, als stationärer Aufenthalt in der Regel 100 Prozent Vermögensbesteuerung heißt – alles ist weg. Ich weiß nicht, wo da eine Privilegierung sein soll. Deine Pension ist weg, dein Pflegegeld ist weg, falls du einen Besitz hast, ist er belehnt, und du bekommst 20 Prozent Taschengeld, wenn du in stationärer Pflege bist. (Abg. Mag. Darmann: Für die Angehörigen!) Ja, Entschuldigung, die Angehörigen zahlen ja nichts mit, außer in der Steiermark. Es gibt ja diesen Angehörigenregress nur noch in der Steiermark. (Abg. Mag. Darmann: Pflege zu Hause, Selbstbehalte!)
Abg. Mag. Darmann: Selbstbehalt!
mobilen Betreuung hast du gewisse Tagsätze, die du halt zahlen kannst oder nicht. Und wenn du sie nicht zahlen kannst, springt die Sozialhilfe ein – mit der Logik der Sozialhilfe. Ich kann da keine Privilegierung sehen. Und einen Angehörigenregress gibt es bei der mobilen Pflege auch nicht. Dieser ist in Kärnten gerade abgeschafft worden. (Abg. Mag. Darmann: Selbstbehalt!)
in Richtung des Abg. Mag. Darmann
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Herr Abgeordneter aus Kärnten (in Richtung des Abg. Mag. Darmann), ich sage es noch einmal: Stationäre Pflege heißt 100 Prozent Selbstbehalt.
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Herr Abgeordneter Huainigg, missverstehen Sie jetzt nicht meine Antwort, aber ich glaube, wir sollten alle gemeinsam einen sehr intensiven Dialog darüber führen, wo sich die Menschenwürde bereits in der Bundesverfassung wiederfindet und wo sie Ihrer Meinung nach zusätzlich dazukommen muss. Ich weiß, das ist nicht Ihre Meinung alleine, denn es gibt ja einige Verbände, die das auch entsprechend diskutieren. Aber ich bin gerne bereit, nach der Nationalratswahl diesen Dialog sehr intensiv zu führen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie der Abg. Mag. Korun.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Danke, Herr Bundesminister. Wir sind damit am Ende unserer Fragestunde. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie der Abg. Mag. Korun.) Es wurden alle Fragen aufgerufen, und die Zeit wurde äußerst diszipliniert eingehalten. – Vielen Dank dafür an alle!
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und BZÖ.
Abgeordneter Rupert Doppler (FPÖ): Frau Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Zum Antrag des Kollegen Hofer betreffend pflegende Angehörige: Ich glaube, Kollege Hofer ist ja ein Experte auf dem Gebiet des Sozialbereiches. Lieber Norbert, ich darf dir von dieser Stelle aus auch alles Gute für deine Gesundheit wünschen. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
schön schauen: Die Situation wäre gar nicht bewältigbar, von den Kosten gar nicht zu sprechen. Die Leistung der Angehörigen macht Pflege und Betreuung in Österreich erst finanzierbar. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Entlastung pflegender Angehöriger muss uns allen ein großes Anliegen sein, das muss immer weiter ausgebaut werden. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Wöginger.
Ich denke, wir sind auf einem guten Weg, auch wenn wir an diesem Thema natürlich immer weiterarbeiten müssen, damit Menschen ordentlich gepflegt werden und damit die pflegenden Angehörigen selber auch gesund bleiben. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Wöginger.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Es gibt natürlich in den einzelnen Bundesländern sehr gut funktionierende Modelle. Jedes Bundesland beansprucht deshalb natürlich, dass diese gut funktionierenden Modelle – im Unterschied zu dem, was man nicht so gerne herzeigt – vorgeschoben werden, um zu sagen: Wir legen Wert auf unsere Autonomie! – Aber das kann es nicht sein! Es muss möglich sein, Pflegekriterien, Qualitätskriterien zu verankern, die diese Leistungen auch für die Bürger beziehungsweise für die zu Pflegenden, für deren Angehörige vergleichbar machen, besser vergleichbar machen, und die generell, was die Zahlungen an die Länder betrifft, sicherstellen, dass das Geld dort ankommt, wo es tatsächlich gebraucht wird und wo es Sinn macht. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
gierung an ihre nichterfüllten Aufgaben im Bereich der Pflege und Unterstützungsleistungen erinnert wird und dass sie auch dazu gedrängt wird. Auch wenn da schon einiges weitergegangen ist, was ich durchaus anerkennen will: Dort, wo wir im Bereich der Pflege eigentlich schon sein könnten und sein sollten, sind wir leider noch lange nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Bundesminister, ich möchte mich auch bei Ihnen ganz herzlich dafür bedanken. Das ist ein ganz wichtiges Zeichen und ein ganz wichtiges Signal, vor allem für jene, die in dieser schweren Zeit diese Unterstützung auch wirklich gut brauchen können. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Rahmen dieser Pflegefondsdebatte bei den Zigtausenden Menschen zu bedanken, die den Pflegebedürftigen und auch den pflegenden Angehörigen zur Seite stehen. Das ist eine ganz, ganz wichtige Unterstützung und Leistung für die Menschen, die diese Hilfe auch brauchen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Solange diese Konzepte nicht vorgelegt werden, kann die Freiheitliche Partei diesen Anträgen die Zustimmung nicht geben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Eine jährliche Anpassung des Pflegegeldes, wo eine Valorisierung noch aussteht, ist ebenfalls notwendig, und vor allem der Ausbau der Kurzzeitpflege, der Tagespflege, die genauso notwendig ist wie die Langzeitpflege, und eine Entlastung der pflegenden Angehörigen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Valorisiert, nicht „erhöht“!
Das Pflegegeld gibt es seit 20 Jahren. Es wurde im Juli 1993 eingeführt – das wurde schon angesprochen –, es wurde aber bis jetzt nur dreimal erhöht. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Valorisiert, nicht „erhöht“!) Diesbezüglich bin ich der Meinung, dass das Pflegegeld eine wichtige finanzielle Leistung und Unterstützung für die Pflegenden zu Hause ist und dass dieses Pflegegeld auch angepasst und jährlich valorisiert werden sollte.
Beifall beim Team Stronach.
Wir werden uns immer konstruktiv einbringen. Dieser heutigen Novelle stimmen wir zu. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Das ist immerhin ein Aufwand von 2,4 Milliarden €! Das ist nicht so wenig, das ist ein ordentlicher Brocken, aber wir können stolz darauf sein, dass wir das tun, und sollten das auch mit einer gemeinsamen Beschlussfassung dokumentieren – wissend, dass die eine Partei Probleme hat, aber vielleicht kann man sich noch innerhalb der nächsten 5 Minuten intern davon überzeugen, dass es etwas Gutes wäre, dieses Pflegefondsgesetz gemeinsam zu tragen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Wir haben uns auch sehr für die Förderung innovativer Projekte eingesetzt, zum Beispiel von neuen Formen der Betreuung Demenzkranker sowie dem Einsatz von Ambient Assisted Living. Was ist damit gemeint? – Moderne Technologien für ältere Menschen – das soll Verbesserungen bringen –, vom sogenannten denkenden Herd bis zu einer intelligenten Socke, die Ärzten oder Betreuern Rückschlüsse liefert, wenn Not am Mann oder an der Frau ist. – Aus dem Geldtopf des Pflegefonds können nun auch innovative Projekte gefördert werden. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Für uns ist es ein wichtiges Ziel, im Bereich der Gesundheitsvorsorge Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich hinauszuschieben ins hohe Alter, wenn überhaupt notwendig. Das heißt, mehr Vorsorge soll auch bessere Gesundheit bringen – wir wollen gesunde Lebensjahre gewinnen. Wer dennoch Pflege braucht, der wird sie bekommen. Er wird Pflege bekommen in hoher Qualität und, was ja ganz entscheidend ist, auch für jeden leistbar. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Dass zur Pflegefinanzierung alle Generationen – auch meine – einmal mehr werden beitragen müssen, sei ebenfalls eine Bemerkung, die ich mir erlauben darf. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne hoffe ich, dass auch die Freiheitlichen noch das Signal setzen, dass ihnen die Menschen, die Pflege brauchen, wichtig sind, auch wenn der heutige Beschluss noch nicht so weit geht, wie sie das wünschen. Meine Damen und Herren von den Freiheitlichen, Sie könnten heute ein Zeichen setzen, dass Sie jenen Menschen, die Hilfe brauchen, diese Hilfe zumindest am Anfang zugestehen wollen! – Ich bitte um diesen gemeinsamen Beschluss. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Leider wird es immer schwieriger, ehrenamtliche Helfer zu finden, und somit wäre der eine oder andere Anreiz ein willkommenes Argument für unsere Blaulichtorganisationen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Was mich auch ganz besonders freut, ist, dass diese Leistung jetzt bei der vor rund zehn Jahren eingeführten Familienhospizkarenz ebenfalls zur Anwendung kommt. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
In den letzten Wochen ist unser Land von Hochwasser geplagt worden, und ich möchte mich an dieser Stelle bei all jenen bedanken, die durch ihre hervorragenden Leistungen mitgeholfen haben, das Ärgste wieder zu beseitigen. – Herzlichen Dank dafür. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Es ist mir eine große Freude, sagen zu können, dass wir künftig auch jenen Arbeitern, die bisher keinen Anspruch aus § 8 Abs. 3 des Angestelltengesetzes geltend machen konnten, die Möglichkeit geben werden, dass sie bei Verhinderung des Dienstes im Katastrophenfall eine Entgeltfortzahlung bekommen werden. Herzlichen Dank dafür, das freut mich wirklich sehr. (Neuerlicher Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ganz besonders freut es mich, dass wir es auch geschafft haben, eine Bedarfsorientierte Mindestsicherung einzuführen, die gleichzeitig aber auch den Menschen die Möglichkeit gibt – also Hilfe zur Selbsthilfe –, wieder in einen Arbeitsprozess hineinzukommen. Herzlichen Dank dafür! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Die Sozialpartnerschaft, sehr geschätzte Damen und Herren, ist ein Modell, um das uns viele, viele Länder beneiden. Ich bedanke mich dafür. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich habe seit Februar 2007 die Ehre, die Vorsitzende des Sozialausschusses zu sein. Wir haben 39 Sitzungen durchgeführt, 81 Regierungsvorlagen beschlossen und gemeinsam 493 Tagesordnungspunkte abgearbeitet. Ich möchte mich bei allen Kolleginnen und Kollegen des Sozialausschusses ganz, ganz herzlich bedanken. Es war eine gute Zusammenarbeit, sie war geprägt von einer intensiven Diskussion, aber von einem wertschätzenden Umgang. Herzlichen Dank! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Dr. Strutz
Stellvertretend möchte ich mich bei den Sozialsprechern und Sozialsprecherinnen persönlich bedanken, und zwar bei Ursula Haubner und Sigisbert Dolinschek vom BZÖ (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Dr. Strutz), bei Karl Öllinger, den ich mein halbes Leben lang kenne, schätze und auch mag, vielen Dank (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen), bei Kollegem Kickl und bei Kollegem Hofer. Ich freue mich, dass Kollege Hofer wieder bei uns ist. Ich habe in den letzten Ausschusssitzungen seine profunden Wortmeldungen sehr vermisst. Schön, dass es ihm wieder besser geht. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen
Stellvertretend möchte ich mich bei den Sozialsprechern und Sozialsprecherinnen persönlich bedanken, und zwar bei Ursula Haubner und Sigisbert Dolinschek vom BZÖ (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Dr. Strutz), bei Karl Öllinger, den ich mein halbes Leben lang kenne, schätze und auch mag, vielen Dank (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen), bei Kollegem Kickl und bei Kollegem Hofer. Ich freue mich, dass Kollege Hofer wieder bei uns ist. Ich habe in den letzten Ausschusssitzungen seine profunden Wortmeldungen sehr vermisst. Schön, dass es ihm wieder besser geht. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Stellvertretend möchte ich mich bei den Sozialsprechern und Sozialsprecherinnen persönlich bedanken, und zwar bei Ursula Haubner und Sigisbert Dolinschek vom BZÖ (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Dr. Strutz), bei Karl Öllinger, den ich mein halbes Leben lang kenne, schätze und auch mag, vielen Dank (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen), bei Kollegem Kickl und bei Kollegem Hofer. Ich freue mich, dass Kollege Hofer wieder bei uns ist. Ich habe in den letzten Ausschusssitzungen seine profunden Wortmeldungen sehr vermisst. Schön, dass es ihm wieder besser geht. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen und BZÖ.
wir, lieber August Wöginger, haben sie fortgesetzt. Herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit, für das Vertrauen und vor allem für die Zusammenarbeit, die sehr, sehr freundschaftlich war und die uns ein großes Stück weitergebracht hat. Herzlichen Dank! (Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen und BZÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und BZÖ.
Aus meiner Fraktion möchte ich mich ganz besonders bei meinem Stellvertreter, Herrn Kollegen Riepl, bedanken. Kollege Riepl und ich kennen uns aus der Zeit in der Gewerkschaftsjugend, das heißt nicht erst seit gestern, sondern wahrscheinlich schon seit vorgestern. Vielen, vielen Dank für die gute Zusammenarbeit und den Umstand, dass ich mich immer auf dich verlassen konnte. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und BZÖ.
Ich habe mich im Sozialausschuss bei allen Kolleginnen und Kollegen Klubsekretärinnen und Klubsekretären herzlich bedankt. Ich möchte das auch jetzt tun und möchte mich bei einer Kollegin, nämlich bei meiner Kollegin Dr. Gabriele Kotzegger, ganz besonders bedanken. Liebe Gabi, du bist eine hervorragende Juristin, eine gute Verhandlerin, und es macht großen Spaß, mit dir zu arbeiten. Herzlichen Dank! (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ, Grünen und BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.
Mein erster Arbeitsminister war Herr Dr. Martin Bartenstein, und trotz der unterschiedlichen politischen Auffassungen, die wir beide immer hatten und haben, war die Zusammenarbeit immer sehr wertschätzend. Ich bedanke mich ganz herzlich bei dir, sehr geschätzter Herr Dr. Bartenstein, lieber Martin, für den Respekt und für den sehr wertschätzenden Umgang. Herzlichen Dank! (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.
Dem Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Hundstorfer, dir, lieber Rudi, herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit. Ich bedanke mich für dein Engagement, für deine Dynamik, für deine Ausdauer. Vieles von dem, was ich vorher erwähnt habe, ist ganz einfach auch auf dein Verhandlungsgeschick zurückzuführen. Herzlichen Dank dafür! (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Neuerlicher Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.
Du hast ein tolles Team, du hast ein tolles Kabinett mit vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen und ein tolles Haus mit sehr, sehr tollen Beamtinnen und Beamten. Herzlichen Dank, sehr geschätzte Damen und Herren im Ressort! (Neuerlicher Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Anhaltender Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie Beifall bei FPÖ, Grünen und BZÖ.
Ich danke für die Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen persönlich alles Gute. – Vielen Dank. (Anhaltender Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie Beifall bei FPÖ, Grünen und BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Präsident Fritz Neugebauer: Sehr geehrte Frau Abgeordnete, liebe Renate! Auch dir alles erdenklich Gute, und das mit einem herzhaften Glückauf! Alles Gute für dich! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei BZÖ und SPÖ.
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (BZÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Kollegin Csörgits, Ihren Dank für die gute Zusammenarbeit erwidere ich sehr gerne. Es war eine gute Zusammenarbeit, sowohl im Sozialausschuss, in dem Sie den Vorsitz führen, als auch im Konsumentenschutzausschuss, in dem ich den Vorsitz innehabe. Ich wünsche Ihnen alles, alles Gute für Ihren weiteren Weg. Ich wünsche Ihnen persönliches Wohlergehen, und ich hoffe, dass Sie nie eine Pflege in Anspruch nehmen müssen. (Beifall bei BZÖ und SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die bevorzugte Aufnahme in den öffentlichen Dienst ist vielleicht diskussionswürdig, aber auf jeden Fall sollen freiwillige Helfer bei Katastrophen Sonderurlaub und eine Entgeltfortzahlung erhalten, egal, ob jemand im öffentlichen Dienst ist, in der Privatwirtschaft ist, ein Angestellter oder Arbeiter ist. Die Kosten dafür sollen dem Arbeitgeber refundiert werden. Das ist in Ordnung, das unterstützen wir, denn wir haben ungefähr dieselben Forderungen in diesem Bereich vorgebracht. Wir unterstützen das natürlich. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich begrüße eine Abordnung aus meinem Bezirk Schärding, die für die Sicherheit zuständig ist, und zwar die Polizeikommandanten meines Heimatbezirkes, mit dem Bezirkskommandanten Oberst Parzer an der Spitze. Herzlich willkommen hier im Hohen Haus! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall der Abg. Mag. Aubauer.
Meine Damen und Herren! Ich glaube, das ist eine sehr wesentliche Maßnahme, damit wir die Situation für die pflegenden Angehörigen ganz entscheidend verbessern. (Beifall der Abg. Mag. Aubauer.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Weiters darf ich die Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten im Katastropheneinsatz erwähnen. Das ist ein Ergebnis der Hochwasserkatastrophe, die wir – leider Gottes – vor wenigen Wochen in Österreich in vielen Regionen, auch in meinem Heimatbezirk, insbesondere in der Bezirkshauptstadt Schärding, erfahren mussten. Es ist ein Akt der Gerechtigkeit, wenn hier Arbeiter mit Angestellten gleichgestellt werden, nämlich dass sie, wenn sie selbst von einer Katastrophe betroffen sind, nach Hause gehen und die notwendigen Maßnahmen und Dinge erledigen können. Ich halte das für einen wichtigen Schritt und bedanke mich auch ganz herzlich bei der Wirtschaft, bei den Unternehmerinnen und Unternehmern, die diesen Weg mitgehen. Dafür möchte ich wirklich meine Anerkennung, meinen Respekt und ein Danke zum Ausdruck bringen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und BZÖ.
Und meine Fraktion, die ÖVP, wünscht dir alles, alles Gute für deinen wohlverdienten Ruhestand. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und BZÖ.)
Von der Zuschauergalerie werden Flugblätter in den Sitzungssaal geworfen. – Zwischenrufe.
Aber, Herr Bundesminister, etwas – und das habe ich auch schon im Ausschuss kritisiert (Von der Zuschauergalerie werden Flugblätter in den Sitzungssaal geworfen. – Zwischenrufe.) – Spannend. Ich kehre trotzdem zurück zum Pflegekarenzgeld.
Beifall bei der FPÖ.
Es hat beispielsweise die deutsche Bundesagentur für Arbeit Zahlen veröffentlicht, wonach mit 180 000 Arbeitskräften pro Jahr gerechnet wird. Sie wissen, wir können eine Stelle wegnehmen, das sind dann bei uns 18 000 zusätzliche Arbeitskräfte. Das wird der österreichische Arbeitsmarkt nicht mehr verkraften. Es sind schon jetzt so viele Arbeitslose in Österreich wie nie zuvor, Herr Bundesminister! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Ich glaube, man muss das einmal so sehen, wie es ist. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Ich würde mir wirklich erwarten, Herr Bundesminister, dass Sie sich im Sinne der Betroffenen jetzt einmal dafür einsetzen, dass es da zu einer Verlängerung der Übergangsfristen kommt. (Beifall des Abg. Vock.) Schauen wir, dass wir die Arbeitslosen, die wir derzeit bereits haben, in irgendeiner Art und Weise wieder in Beschäftigung bringen. Sie wissen ja selbst, die Pleitewelle, die gerade über das Land gerollt ist beziehungsweise rollt, ist wahrscheinlich noch nicht gestoppt. Es werden weitere Unternehmen pleitegehen. Die Arbeitslosenzahlen werden weiterhin ansteigen.
Beifall des Abg. Vock.
Ich glaube, man muss das einmal so sehen, wie es ist. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Ich würde mir wirklich erwarten, Herr Bundesminister, dass Sie sich im Sinne der Betroffenen jetzt einmal dafür einsetzen, dass es da zu einer Verlängerung der Übergangsfristen kommt. (Beifall des Abg. Vock.) Schauen wir, dass wir die Arbeitslosen, die wir derzeit bereits haben, in irgendeiner Art und Weise wieder in Beschäftigung bringen. Sie wissen ja selbst, die Pleitewelle, die gerade über das Land gerollt ist beziehungsweise rollt, ist wahrscheinlich noch nicht gestoppt. Es werden weitere Unternehmen pleitegehen. Die Arbeitslosenzahlen werden weiterhin ansteigen.
Beifall bei der FPÖ.
Genau in diesem Sinne bitte ich Sie wirklich, sich dafür einzusetzen, dass gerade der Osten Österreichs nicht durch neue, zusätzliche Arbeitskräfte noch mehr belastet wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Da meine Redezeit jetzt abgelaufen ist: Danke nochmals für die Zusammenarbeit! Ich hoffe, es wird in der nächsten Legislaturperiode, was den Sozialausschuss und andere Ausschüsse betrifft, noch viel, viel besser. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
kannt und belohnt werden. Wenn es nämlich keine freiwillig Arbeitenden mehr in unserem Land gibt, dann wird es in manchen Bereichen sehr, sehr eng werden. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das war eine Frage!
Frau Abgeordnete Belakowitsch-Jenewein, es gibt keine Zwei-Klassen-Begutachtungsvariante beim Pflegegeld. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das war eine Frage!) Es ist nur so: Wir müssen pro Jahr 186 000 Gutachten durch sachverständige Personen erstellen lassen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ja, eh!) Da sind wir mit dem Durchschnittswert von 58 Tagen Bearbeitung, glaube ich, nicht so schwach unterwegs.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ja, eh!
Frau Abgeordnete Belakowitsch-Jenewein, es gibt keine Zwei-Klassen-Begutachtungsvariante beim Pflegegeld. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das war eine Frage!) Es ist nur so: Wir müssen pro Jahr 186 000 Gutachten durch sachverständige Personen erstellen lassen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ja, eh!) Da sind wir mit dem Durchschnittswert von 58 Tagen Bearbeitung, glaube ich, nicht so schwach unterwegs.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wollen wir, bekommen wir aber nicht!
Die Mangelberufsliste sagt genau das, was wir wollen: Wir wollen hohe Qualifikation in bestimmten Berufen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wollen wir, bekommen wir aber nicht!) Und das ist jetzt Ihr erster Gedankenfehler, weil ich habe schon 25 300 rumänische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zur Stunde hier. Die sind da! (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und jetzt müssen wir noch welche holen?) Wir werden nicht welche holen, sondern es wird noch einen kleinen Nachzieheffekt von beiden Ländern gemeinsam im Ausmaß von 4 000 geben. Alle unsere Prognosen haben bis jetzt immer gestimmt, weil wir auch schon 4 500 bulgarische Staatsbürger hier haben, die legal über die Mangelberufsliste hierhergekommen sind.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und jetzt müssen wir noch welche holen?
Die Mangelberufsliste sagt genau das, was wir wollen: Wir wollen hohe Qualifikation in bestimmten Berufen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wollen wir, bekommen wir aber nicht!) Und das ist jetzt Ihr erster Gedankenfehler, weil ich habe schon 25 300 rumänische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zur Stunde hier. Die sind da! (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und jetzt müssen wir noch welche holen?) Wir werden nicht welche holen, sondern es wird noch einen kleinen Nachzieheffekt von beiden Ländern gemeinsam im Ausmaß von 4 000 geben. Alle unsere Prognosen haben bis jetzt immer gestimmt, weil wir auch schon 4 500 bulgarische Staatsbürger hier haben, die legal über die Mangelberufsliste hierhergekommen sind.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sagen Sie die Wahrheit!
Deshalb: Erzählen Sie doch nicht immer so etwas der Bevölkerung! Wir wissen ja ganz genau, das ist von Ihnen nur eine vordergründige Debatte. Ihnen geht es nämlich um ganz etwas anderes. Ihnen geht es um „Raus aus der EU!“ – das ist das, was Sie wollen, und das wollen Sie immer wieder probieren. Sagen Sie die Wahrheit! (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sagen Sie die Wahrheit!) Die Wahrheit ist: Entweder stehen wir zu einem gemeinsamen Europa oder wir stehen nicht zu einem gemeinsamen Europa. Und wenn wir zu einem gemeinsamen Europa stehen, dann müssen wir uns an gewisse Spielregeln, Verträge halten (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ja, aber man kann Verträge auch ändern!), auch wenn das manchmal nicht angenehm ist, auch wenn das einen hohen Aufwand bedeutet, auch wenn das viel Überzeugungsarbeit bedeutet.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ja, aber man kann Verträge auch ändern!
Deshalb: Erzählen Sie doch nicht immer so etwas der Bevölkerung! Wir wissen ja ganz genau, das ist von Ihnen nur eine vordergründige Debatte. Ihnen geht es nämlich um ganz etwas anderes. Ihnen geht es um „Raus aus der EU!“ – das ist das, was Sie wollen, und das wollen Sie immer wieder probieren. Sagen Sie die Wahrheit! (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sagen Sie die Wahrheit!) Die Wahrheit ist: Entweder stehen wir zu einem gemeinsamen Europa oder wir stehen nicht zu einem gemeinsamen Europa. Und wenn wir zu einem gemeinsamen Europa stehen, dann müssen wir uns an gewisse Spielregeln, Verträge halten (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ja, aber man kann Verträge auch ändern!), auch wenn das manchmal nicht angenehm ist, auch wenn das einen hohen Aufwand bedeutet, auch wenn das viel Überzeugungsarbeit bedeutet.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber so haben der Kanzler und ich gestern in Berlin zum Beispiel zusammengebracht, dass wir statt 6 Milliarden um 2 mehr haben; wir sind damit auf 8. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Integration am Arbeitsmarkt so rasch wie möglich zu ermöglichen, so komplex und schwierig das auch manchmal sein wird. Wir werden alles daransetzen, dass es rasch geht, und die Insolvenzstiftung ist der erste Schritt in diese Richtung, weil die Menschen während ihrer Umschulung über einen längeren Zeitraum auch Arbeitslosengeld beziehen können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Die anderen zwei Punkte, die Anträge der FPÖ, die noch unter diesen Tagesordnungspunkten mitverhandelt werden, finden unsere Zustimmung nicht. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was mir vor allem immer sehr imponiert hat, war, dass du auch in schwierigen Phasen – und dein politisches Leben war wie bei vielen anderen auch von Höhen und Tiefen begleitet – immer zu deinen Grundwerten und zu den Orientierungen der Gewerkschaftsbewegung gestanden bist. Das zeichnet dich aus. Das ist keine Selbstverständlichkeit, und dafür möchte ich dir ganz besonders herzlich danken, weil ich auch weiß, dass das nicht immer leicht ist. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und Team Stronach.
Und was wir alle uns nicht vorstellen können, ist: die Renate Tauben fütternd im Ruhestand. Ich möchte dir daher wirklich in unser aller Namen sagen: Alles Gute für den neuen Lebensabschnitt! Wir sind uns ganz sicher, du weißt die Zeit sinnvoll und engagiert zu nützen. Und wenn dir wirklich einmal fad ist, kommst du einfach vorbei – wir freuen uns, wenn du da bist! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein letztes Wort zur Firma daily. Wir haben heute Nachmittag bei dir im Ministerium den Gipfel. Herr Zieger, der neue Eigentümer, hat eine Aussendung gemacht und gesagt, er will gemeinsam mit der Gewerkschaftsbewegung so viele Arbeitsplätze wie möglich retten. Ich stehe nicht an, zu sagen, dass ich dem neuen Eigentümer die Hand reiche. Wir werden gemeinsam versuchen, so viel wie möglich an Arbeitsplätzen zu retten und dazu beizutragen, dass es eine Fortführungsmöglichkeit gibt. Rufen Sie an, legen Sie das Konzept auf den Tisch – in uns haben Sie einen Partner! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Babsi!) Ich glaube, ich habe am Anfang den Hauch von einer ziemlich radikalen Frauenrechtlerin gehabt, die ich heute überhaupt nicht mehr bin. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Aber leider erreicht uns die Frauenkeule heute wieder öfter!
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich habe diese 20 Jahre auch für Begegnungen genützt – und ich wünsche mir das auch von Neuen, die kommen, beziehungsweise von denen, die dableiben –, Begegnungen mit den Einsatzorganisationen wie Feuerwehr, Rotem Kreuz, Polizei, aber auch Begegnungen mit den Menschen bei Festen. Und die Feste sind nicht dazu da, um miteinander ein Mineralwasser zu trinken, sondern dazu, um jeden Tag von dem etwas mitzunehmen, was sich die Menschen wünschen – und wenn wir es dann umsetzen, ist es eigentlich nicht das Richtige. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
Ich habe es immer als Bereicherung erlebt und war auch immer in meinem Klub eingebunden, soweit ich das wollte, denn das ist immer ein Nehmen und Geben. Ich glaube, ich war auch anerkannt, und ich danke meinem Klub für diese tolle Zusammenarbeit. Ich danke aber auch allen Mitarbeitern im Haus, auch in unserem Klub, nicht nur Isolde Thornton und Philipp Hartig, sondern auch allen anderen. Ich bedanke mich aber auch bei den parlamentarischen Mitarbeitern und wünsche mir, dass die parlamentarischen Mitarbeiter in vielen, vielen Bereichen aufgewertet werden. Sie sind das Rückgrat und auch eine Säule. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Dolinschek.
Ich bedanke mich auch bei den Ministerien für die gute Zusammenarbeit, insbesondere bei jenen, die mich betroffen haben: Familie, Arbeit, Justiz und Gesundheit. Ich möchte aber anmerken, dass ich mir für die Zukunft wünsche, rate, dass die Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen in den Ministerbüros möglicherweise mehr Informationen an uns Abgeordnete weitergeben, insbesondere dann, wenn wir verhandeln, denn es ist schon manchmal mühselig, das zu bekommen, was man will. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Dolinschek.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich wünsche mir zum Schluss ein paar Dinge; erlauben Sie mir, das zu sagen. Ich wünsche mir weitere Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ja, ein Stehsatz, aber mit Wahlfreiheit. Und es darf kein Verdammen geben, wenn das Kind nicht sofort nach dem Mutterschutz oder im ersten Lebensjahr in eine außerhäusliche Kinderbetreuung gegeben wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bitte auch um eine baldige finanzielle Regelung zum Thema Pflege. Ich weiß, wovon ich spreche, nicht nur, weil die Steiermark noch den Pflegeregress hat. Aber wenn zum Beispiel Eltern für behinderte Kinder einen Regress zahlen müssen, dann sollte man sich das ganz genau anschauen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und Team Stronach.
Abschließend erlaube ich mir noch anzumerken, wünschen darf man sich vieles, es wäre gut, wenn wir in Zukunft mehr Abgeordnete aus der Privatwirtschaft mit Berufserfahrung hätten, weniger aus Gewerkschaft und Kammern. Das würde diesem Haus guttun. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und Team Stronach.)
Allgemeiner, anhaltender, von der ÖVP stehend dargebrachter Beifall.
Abschließend: Es waren bemerkenswerte 20 Jahre. Es hat mich sehr gefreut. Ein steirisches Glückauf! (Allgemeiner, anhaltender, von der ÖVP stehend dargebrachter Beifall.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Präsident Fritz Neugebauer: Sehr geehrte Frau Abgeordnete, diesen Wunsch mit dem steirischen Glückauf darf ich auch von meiner Seite sehr, sehr herzlich erwidern. Alles Gute! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ, BZÖ und Team Stronach.
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! In der Stunde und Debatte, in der sich viele verabschieden, mache ich das ganz kurz: Auch ich werde nicht mehr kandidieren. Ich sage danke an alle. Es war sehr schön, es ist sehr schön – und ich hoffe, es bleibt auch für die, die nachkommen, sehr schön. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ, BZÖ und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich danke auch dem Herrn Sozialminister für seine Unterstützung in diesem Zusammenhang. Und ich danke noch einmal für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.
Abgeordnete Mag. Gertrude Aubauer (ÖVP): Herr Präsident! Auch an dieser Stelle von meinen Kollegen und mir meinem Vorredner alles Gute für seinen weiteren Lebensweg. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Auch noch ein Wort zu unserer langjährigen Familiensprecherin Ridi Maria Steibl. Liebe Ridi, herzlichen Dank im Namen all unserer Kolleginnen und Kollegen für deinen tollen Einsatz mit Leib und Seele, mit Herz und Hirn, so wie man sich wirklich eine Vollblutpolitikerin vorstellt! Wir danken dir dafür. Und alles Gute! (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Themessl.
Liebe Frau Sozialsprecherin, ein ganz persönliches Dankeschön für die immer freundliche Aufnahme und die großartige Zusammenarbeit. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Themessl.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Eines möchte ich zum Schluss schon noch sagen: Die vielen helfenden Hände, die wir in der Pflege in Österreich haben, erbringen eine unverzichtbare Leistung für unsere Gesellschaft. Sie verdienen unseren Respekt, unseren Dank und unsere Hilfe. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Allgemeiner, anhaltender, von der ÖVP stehend dargebrachter Beifall.
Der Erste Präsident des Hauptverbandes sagte etwas, was uns vielleicht für die Zukunft irgendwo eine Lehre oder ein Leitgedanke sein soll: Soziale Sicherheit ist die Grundfeste jedes freien Staates! Möge es auch in aller Zukunft so bleiben! – Danke. (Allgemeiner, anhaltender, von der ÖVP stehend dargebrachter Beifall.)
Heiterkeit. – Abg. Kopf: Aber nicht der Minister!
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Meine Damen und Herren, ich werde nicht zu den Gesetzesmaterien reden. Sie alle haben sicher mitgekriegt, dass sich jetzt der halbe Sozialausschuss verabschiedet. (Heiterkeit. – Abg. Kopf: Aber nicht der Minister!) Und das Einzige, was mich wirklich freut, ist: Es liegt nicht an mir! Das freut mich riesig.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich möchte diese Gelegenheit wahrnehmen, mich zu bedanken. Ich möchte mich zuerst bedanken bei unserer Chefin, die in einer sehr präzisen und peniblen Art mich diszipliniert hat. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Heiterkeit und allgemeiner Beifall.
Wenn ihr hie und da einen Spezialisten braucht, der sich im Sozialrecht auskennt, dann geht zu ihm, denn er kann da etwas herausziehen, wo ihr nicht glaubt, dass es das auch gibt! (Heiterkeit und allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Ich möchte mich auch bedanken bei meinen Vorgängern Frau Ursula Haubner und Herrn Sigisbert Dolinschek, weil ich nicht weiß, wie das Wahlergebnis sein wird, ob wir uns nach dem 29. September wiedersehen werden. Aber ich möchte sehr bewusst hier sagen, vor allem zu Ihnen, Frau Haubner: Danke dafür, mit welchen Engagement Sie bei uns in diesem Sozialausschuss weitergearbeitet haben. Das ist persönlich ja nicht immer ganz einfach, wenn man einmal ganz vorne sitzt und dann wieder woanders sitzt. Gratulation dazu, wie Sie das gemacht haben! Auch wenn uns viele ideologische Grenzen oder Parteigrenzen trennen, in der Sozialpolitik sind wir uns relativ nahe. Das sieht man auch an der Vielzahl gemeinsamer Beschlüsse. Auch Ihnen alles, alles Gute! (Allgemeiner Beifall.)
Heiterkeit.
Nun, meine Damen und Herren, sei mir folgende Bemerkung gestattet – man sollte das vielleicht nicht so machen, aber! –: Sollten Sie jemals der Meinung sein, Sie kennen sich im österreichischen Sozialrecht aus, dann machen Sie einmal eine Zwischenprüfung beim Karl Donabauer. (Heiterkeit.) Dann werden Sie draufkommen, dass Sie nichts wissen. – Punkt eins.
Allgemeiner Beifall.
Punkt zwei: Wollen Sie etwas über Lobbyismus in diesem Land lernen, wollen Sie lernen: Wie verkaufe ich eine Einigung vier Mal, und du zahlst einen fünften Kaufpreis dafür?, dann gehen Sie zu Karl Donabauer in die Schule! (Allgemeiner Beifall.) Und nachher zu mir! (Heiterkeit. – Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit. – Beifall bei der SPÖ.
Punkt zwei: Wollen Sie etwas über Lobbyismus in diesem Land lernen, wollen Sie lernen: Wie verkaufe ich eine Einigung vier Mal, und du zahlst einen fünften Kaufpreis dafür?, dann gehen Sie zu Karl Donabauer in die Schule! (Allgemeiner Beifall.) Und nachher zu mir! (Heiterkeit. – Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kopf.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, Ihnen allen möchte ich wirklich danken. Es war für mich nicht immer einfach, mit Ihnen zusammenzuarbeiten, weil Sie ganz, ganz penibel beim Arbeiten sind. Mit mir war es wahrscheinlich auch nicht einfach. Aber ich möchte mich wirklich bedanken, denn, wie schon gesagt wurde, so wie wir (Zwischenruf des Abg. Kopf.) Ich gehe überhaupt nicht, nein. Ich bleibe euch erhalten. Das ist auch nicht das Thema.
Allgemeiner Beifall.
Zum Abschluss dieser Epoche: Noch einmal ein herzliches Dankeschön! Und Karl, ich habe das sehr ernst gemeint, bei dir in die Schule zu gehen. – Danke. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Herr Präsident! Ich möchte zunächst eine Besuchergruppe aus Klagenfurt von der FPÖ Klagenfurt Land sehr herzlich begrüßen: Grüß euch! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Zum Zweiten möchte ich namens meiner Fraktion den ausscheidenden Mitgliedern des Nationalrates, Ridi Steibl, Renate Csörgits, Franz Riepl und Karl Donabauer, sehr herzlich danken für die Zusammenarbeit und ihnen alles Gute wünschen! Danke vielmals! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Grosz: Da wird er eine Freud haben!
Drittens: Der Herr Bundesminister hat gemeint, der halbe oder drei Viertel des Ausschusses gingen ihm verloren. – Da kann ich ihn trösten: Die Ausschuss-Mitglieder der FPÖ bleiben ihm erhalten, und wir freuen uns schon darauf. (Abg. Grosz: Da wird er eine Freud haben!)
Beifall bei der FPÖ.
Dieses Ansuchen wurde abgelehnt, weil zwei Dinge nicht passten: Erstens keine 120 Beitragsmonate und, zweitens, dass eine Selbstversicherung in diesem Fall nicht möglich wäre. Das heißt, dieser Mann steht ohne Versorgung da. Irgendwann wird es die Eltern nicht mehr geben, und wenn wir das Gesetz nicht reparieren oder novellieren, dann fällt dieser bedauernswerte Mensch wirklich durch den Rost. Das kann es nicht sein! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bitte Sie, diesen Entschließungsantrag zu unterstützen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir werden diesem Entschließungsantrag auf jeden Fall unsere Zustimmung geben, weil es nicht so sein darf, dass Leute hier in Österreich durch das soziale Netz fallen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist ein großer Fortschritt für uns UnternehmerInnen hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, und ich freue mich, wenn Sie dem zustimmen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Insofern können wir konsequenterweise dieser Gesetzesvorlage unsere Zustimmung nicht geben. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Mit Verlaub, wir könnten uns schon etwas mehr Zeit nehmen, solche Dinge zu beraten, auch wenn Sie – da stimme ich mit meiner Vorrednerin vielleicht nicht überein – zum überwiegenden Teil unbedenklich scheinen. Es sind hauptsächlich irgendwelche technischen Änderungen, aber nicht durchgehend. Einen Punkt zum Beispiel hätten wir wirklich gerne ausführlicher diskutiert, und das war schon im Ausschuss kaum möglich. Das wird sicherlich auch jetzt in der Plenardebatte nicht möglich sein. Es geht um die Beitragsfreistellung von nebenberuflichen Mitarbeitern in AMS-Maßnahmen. Da wird angenommen, dass Student oder Hausfrau ein Hauptberuf ist, um Trägereinrichtungen des AMS zu ermöglichen, Kosten zu sparen, weil die entsprechend Beschäftigten dann als nebenberuflich Tätige eingestuft werden und nicht sozialversichert werden müssen. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Gradauer: Danke!
Dem Rest des Ganzen werden wir zustimmen. Wir werden auch dem Antrag, den Abgeordneter Gradauer eingebracht hat, zustimmen, der wie immer, Herr Bundesminister, auf ein sehr diffiziles Problem hinweist. In diesem Fall geschieht das zu Recht, egal ob die vorgeschlagenen Maßnahmen des Herrn Gradauer wirklich die passenden sind oder nicht. Aber das Anliegen, das Sie vorgetragen haben, unterstützen wir jedenfalls. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Gradauer: Danke!)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Zum Schluss möchte ich mich auch noch bei den Abgeordneten für die gute Zusammenarbeit bedanken und ihnen für den weiteren privaten und beruflichen Lebensweg alles Gute seitens unserer Fraktion wünschen. Das gilt für Frau Abgeordnete Csörgits, für Abgeordneten Riepl, für Abgeordnete Steibl und für Abgeordneten Karl Donabauer, den ich ja auch bei meiner Tätigkeit im Europarat näher kennenlernen durfte. Gewisse Punkte, die Herr Minister Hundstorfer vorhin in seine Richtung gesagt hat, kann ich auch teilen. Ich wünsche euch allen alles Gute und danke für die gute Zusammenarbeit! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich werde mir auch gestatten, Ihnen ein paar Argumente in die Debatte mitzugeben, wie wir mit gewissen Dingen umgehen; das hat überhaupt nichts mit Parteipolitik zu tun. Materiell gesehen enden beide Wege für die Person bei der gleichen Höhe des Betrags, den solch eine Person bekommen kann. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Zunächst aber alles Gute all jenen, die heute schon gesagt haben, dass sie ausscheiden werden, allen Sozialpolitikerinnen und -politikern, die wirklich profundes Wissen in die Gesetzgebung der vergangenen Jahre eingebracht haben und diese Arbeit mit Leidenschaft ausgeführt haben. Vielen herzlichen Dank und alles Gute! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Daher gibt es natürlich auch von unserer Seite die Zustimmung zu diesem Gesetz. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Gerade eine Menschengruppe, die es besonders schwer hat, die es aufgrund ihrer Behinderung ohnehin schon doppelt oder dreifach schwer hat, noch zusätzlich finanziell zu bestrafen, ist etwas, das nicht nachvollziehbar ist. Daher werden wir diesem Antrag selbstverständlich unsere Zustimmung geben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Schade, dass Sie nichts zum Antrag sagen!
Allein diese politischen Unterschiede zeigen, dass die Lebenswirklichkeiten der Menschen meilenwert von dem entfernt sind, was manche Vertreter – vor allem von der ÖVP – als paradiesisch oder als soziale Hängematte bezeichnen. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten kennen die Lebenswirklichkeiten und ergreifen wirksame Maßnahmen zur Unterstützung der Menschen in unserem Land. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Schade, dass Sie nichts zum Antrag sagen!)
Zwischenruf des Abg. Einwallner.
Das ist eindeutig, und trotzdem gehen Länder wie Niederösterreich, Oberösterreich und auch Kärnten her und sagen: Das ist uns wurscht! Am deutlichsten ist es in Niederösterreich mit dem Landesgesetz. Das ist unfassbar! (Zwischenruf des Abg. Einwallner.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Kollege Einwallner, das ist wirklich ein Thema für Sie. Es ist unfassbar, dass ein Bundesland sagt: Das X, das wir da lesen, erkennen wir als ein U. Das ist ein U und kein X. Da frage ich mich dann: Was ist die Qualität von Verträgen, die der Bund mit den Ländern schließt, wenn einzelne Länder sagen, dass ihnen das wurscht ist, sie erkennen ein U und kein X? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das würde mich wirklich interessieren. Daher bitte ich Sie, sich zu diesem Problem nicht zu verschweigen, nicht allgemein zur Mindestsicherung zu sprechen, sondern auch auf diesen Punkt einzugehen. Da geht es um eine ganz konkrete Personengruppe – und das ist noch dazu eine, die das auch verdient hat. Es handelt sich um behinderte Menschen, mit denen kann man nicht so umspringen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Lapp: Bitte!?
Aber Sie führen ja hier in diesem Punkt Niederösterreich an. Ich kann Ihnen dazu nur sagen – was Sie nicht dazusagen; Kollegin Lapp war ja ausschlaggebend dafür, dass es nicht kommt –: Vollzugsprobleme in diesem Punkt gibt es in Wien. Und das Wiener Kontrollamt hat das auch bestätigt. (Abg. Mag. Lapp: Bitte!?) Aber das sagen Sie ja nicht dazu. Das ist die Wahrheit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber Sie führen ja hier in diesem Punkt Niederösterreich an. Ich kann Ihnen dazu nur sagen – was Sie nicht dazusagen; Kollegin Lapp war ja ausschlaggebend dafür, dass es nicht kommt –: Vollzugsprobleme in diesem Punkt gibt es in Wien. Und das Wiener Kontrollamt hat das auch bestätigt. (Abg. Mag. Lapp: Bitte!?) Aber das sagen Sie ja nicht dazu. Das ist die Wahrheit. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Offensichtlich nicht!
Keine Sorge, die Länder wissen schon, was sie tun. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Offensichtlich nicht!) Da mache ich mir keine Sorgen. Die Länder wissen, was sie tun. (Abg. Öllinger: Rechtsbrecher!) Aber es gab ja auch schon bei den vorherigen Tagesordnungspunkten eine solch tolle Stimmung.
Abg. Öllinger: Rechtsbrecher!
Keine Sorge, die Länder wissen schon, was sie tun. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Offensichtlich nicht!) Da mache ich mir keine Sorgen. Die Länder wissen, was sie tun. (Abg. Öllinger: Rechtsbrecher!) Aber es gab ja auch schon bei den vorherigen Tagesordnungspunkten eine solch tolle Stimmung.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Darum kennen Sie sich nicht aus! – Abg. Öllinger: Darum kennen Sie sich nicht aus!
Herr Sozialminister, ich bin nicht Mitglied im Sozialausschuss (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Darum kennen Sie sich nicht aus! – Abg. Öllinger: Darum kennen Sie sich nicht aus!), aber auch ich verabschiede mich heute hier und darf mich, wenn ich das dann so ausdrücken darf, für meine Fraktion (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Hören Sie auch auf, Herr Minister?) – Nein, nicht der Herr Minister, sondern ich höre auf.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Hören Sie auch auf, Herr Minister?
Herr Sozialminister, ich bin nicht Mitglied im Sozialausschuss (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Darum kennen Sie sich nicht aus! – Abg. Öllinger: Darum kennen Sie sich nicht aus!), aber auch ich verabschiede mich heute hier und darf mich, wenn ich das dann so ausdrücken darf, für meine Fraktion (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Hören Sie auch auf, Herr Minister?) – Nein, nicht der Herr Minister, sondern ich höre auf.
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Ich bedanke mich beim ÖVP-Klub für die tolle Unterstützung. Ich bedanke mich dort auch bei den jungen Kollegen und bei denen, die sich jung fühlen, also allen. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
In diesem Sinne wünsche ich aber trotzdem allen Beteiligten alles Gute für die Zukunft. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es ist wichtig, dass diese ein selbstbestimmtes Leben führen können. Deswegen ist das auch notwendig. Wir werden diesem Antrag gerne unsere Zustimmung geben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Es ist auch die Kritik zu bestärken, dass hier vor allem oder ausschließlich vonseiten der Regierungsfraktionen nichts gekommen ist. Es ist ja nicht das erste Mal, dass hier gemauert wird, wenn die Länder zaghaft in der Umsetzung sind – wenn es zum Beispiel um das Spekulationsverbot oder um ein einheitliches Jugendschutzgesetz geht. Ich habe es schon öfter erwähnt, da mauern die Länder, da gibt es keine Unterstützung und da gibt es aber leider auch keine Unterstützung von den Abgeordneten der Regierungsparteien. Das finde ich sehr schade. Sie hätten es hier schon in der Hand, etwas zu tun und hier auch einmal auf den Tisch zu hauen. Vor allem in diesem Punkt ist es ja unterschrieben, da gibt es ja gar keinen Spielraum. Das ist ja eine logische Konsequenz, dass diese Verträge eingehalten werden, die auch so unterschrieben wurden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Minister und meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! Ich würde Sie noch einmal ersuchen, darüber nachzudenken und diesem Antrag doch näherzutreten, weil das eine Sache ist, die umgesetzt werden muss, die angegangen werden muss. Daher ist diesem Antrag des Abgeordneten Öllinger unbedingt Folge zu leisten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir sind das wirklich noch einmal genau durchgegangen, und im Sinne der betroffenen Arbeitnehmer muss ich sagen, warum sollten wir gerade in schwierigen Zeiten noch zusätzliche Verschlechterungen für diese beschließen. Daher werden wir unsere Zustimmung nicht geben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.
Recht herzlichen Dank im Namen aller Schwerarbeiter, Bauarbeiter in Österreich! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.)
Beifall bei den Grünen.
Das heißt, der Gesetzgeber ist beim Arbeitnehmerschutz gut beraten, für diesen Fall von höheren Temperaturen vorzusorgen und sich eine Regelung einfallen zu lassen, die vorsieht, dass die Menschen nicht ununterbrochen am Stück diesen extrem hohen Temperaturen ausgesetzt sind. Das war die Intention unseres Antrags – Sie haben ihn abgelehnt. In der nächsten Gesetzgebungsperiode kommt das Thema, so wie die Hitzewelle, ganz sicher wieder. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend, Hohes Haus, ist – und das ist mir schon sehr wichtig – ein Danke an die Arbeitgeber in der Bauwirtschaft auszusprechen, denn sie haben sich in diesem Fall besonders großzügig gezeigt und übernehmen den Großteil der Belastung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Was das Urlaubsgeld betrifft, möchte ich nur eines sagen: Der Urlaub wird immer vom am weitesten zurückliegenden Urlaubsanspruch weggerechnet. Der Nachteil für die Bauarbeiter ist meistens der, dass sie nur zu einer gewissen Zeit in Urlaub gehen können, und das ist meistens am Ende des Jahres, wenn weniger Arbeit da ist. Damit sind sie auch noch belastet. Aber auf jeden Fall ist das eine gute Regelung für die Menschen, die am Bau arbeiten. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich danke für Ihre Zustimmung. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall des Abg. Hagen.
Wie gesagt: Wir stimmen zu. – Danke. (Beifall des Abg. Hagen.)
Ruf: Nein!
Aber im Besonderen möchte ich mich bei meiner Vorsitzenden, bei der Kollegin Renate Csörgits recht herzlich bedanken, die es immer wieder geschafft hat, uns, wie es so schön heißt, auf Linie zu bringen, uns zu überzeugen, die Diskussionen wirklich ausgezeichnet zu führen. Und der Herr Sozialminister hat gesagt, sie kommen aus demselben Hühnerstall. Das möchte ich hier nicht sagen, denn als du das gesagt hast, Herr Sozialminister, ist der Blutdruck des Kollegen Auer von null auf 200 in einer Zehntelsekunde hinaufgegangen, weil er geglaubt hat, Hendlsachen werden jetzt im Sozialausschuss behandelt. (Ruf: Nein!)
Beifall bei der SPÖ.
Insgesamt handelt es sich um ein abgerundetes Paket, dem man die Zustimmung erteilen kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne vielen herzlichen Dank für die Unterstützung bei der Entstehung dieses Gesetzes, und wir werden dem gerne die Zustimmung erteilen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, was für die Erhaltung der bäuerlichen Betriebe ganz wichtig ist, ist, dass die Betriebe von Anlagen zur Erzeugung und Lieferung von Wärme aus Biogas mit einer Brennstoffwärmeleistung bis einschließlich 4 Megawatt als land- und forstwirtschaftliches Nebengewerbe geführt werden dürfen und von der Gewerbeordnung ausgenommen sind. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Nach den vielen Lobesworten ist es vielleicht wieder einmal an der Zeit, die Kirche im Dorf oder die Kuh im Stall zu lassen. (Heiterkeit bei der FPÖ.) Es ist schon gut und auch richtig, dass es hier einen neuen Lehrberuf gibt, aber der große Wurf ist es eigentlich nicht. (Abg. Doppler: Aber besser als gar nichts!)
Abg. Doppler: Aber besser als gar nichts!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Nach den vielen Lobesworten ist es vielleicht wieder einmal an der Zeit, die Kirche im Dorf oder die Kuh im Stall zu lassen. (Heiterkeit bei der FPÖ.) Es ist schon gut und auch richtig, dass es hier einen neuen Lehrberuf gibt, aber der große Wurf ist es eigentlich nicht. (Abg. Doppler: Aber besser als gar nichts!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Doppler.
Was ich damit sagen will: Der Werdegang ist offensichtlich aufgrund der verfassungsrechtlichen Lage kompliziert gewesen. Vielleicht sollte man das auch einmal darstellen, denn es kann ja nicht sein, dass solche Dinge so lange brauchen, weil da eine Unmenge an föderalen Bestimmungen beziehungsweise verfassungsrechtlichen Bestimmungen zu beachten ist. Wir müssen auch bei der Entwicklung von Lehrberufen, dort, wo sie sinnvoll sind, etwas flotter werden. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Doppler.)
Beifall des Abg. Hagen.
Weiters wird auch eine Vereinheitlichung von Berufsbezeichnungen mitbeschlossen. Diese Vorlage erhält daher unsere Zustimmung. – Danke. (Beifall des Abg. Hagen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.
Im Wesentlichen ist es nur ein weiterer Schritt in die notwendige Richtung der Transparenz. Ich glaube, dass wir hier eine vernünftige Regelung getroffen haben. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.)
Abg. Windholz: Von wem ist das Zitat?
Ich zitiere: „Wer öffentliche Aufgaben wahrnimmt, hat eine Vorbildfunktion, er verkörpert die Sichtbarkeit eines guten politischen Verhaltens und steigert damit das Vertrauen in Staat und Politik. Daher ist für politische Funktionsträgerinnen und Funktionsträger ein strenger Maßstab nicht nur bei der Wahrnehmung der öffentlichen Aufgaben, sondern auch im allgemeinen Verhalten notwendig. Der Großteil der Menschen, die öffentliche Aufgaben wahrnehmen, ist anständig und um gute Arbeit bemüht.“ – Zitatende. (Abg. Windholz: Von wem ist das Zitat?)
Abg. Scheibner: Ooh!
Dieses Zitat stammt aus dem Verhaltenskodex der Österreichischen Volkspartei (Abg. Scheibner: Ooh!) und trifft auf alle Politikerinnen und Politiker, hoffentlich auch hier im Hohen Haus, zu. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dieses Zitat stammt aus dem Verhaltenskodex der Österreichischen Volkspartei (Abg. Scheibner: Ooh!) und trifft auf alle Politikerinnen und Politiker, hoffentlich auch hier im Hohen Haus, zu. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Neubauer: Was ist mit der Einhaltung der Wahlversprechen?
Jede Wählerin und jeder Wähler hat das Recht darauf zu wissen, wer sie vertritt und wie das Verhalten des Mandatars durch sein berufliches Leben geprägt sein kann. (Abg. Neubauer: Was ist mit der Einhaltung der Wahlversprechen?) Das ist, glaube ich, ein wichtiger Grundsatz, dass wir hier einen Weg zum gläsernen Abgeordneten gehen, der Anstand, Ehrlichkeit, Sauberkeit und Transparenz in den Vordergrund stellt. (Zwischenruf des Abg. Hagen.) Das ist das, was wir mit der Unvereinbarkeit heute hier beschließen.
Zwischenruf des Abg. Hagen.
Jede Wählerin und jeder Wähler hat das Recht darauf zu wissen, wer sie vertritt und wie das Verhalten des Mandatars durch sein berufliches Leben geprägt sein kann. (Abg. Neubauer: Was ist mit der Einhaltung der Wahlversprechen?) Das ist, glaube ich, ein wichtiger Grundsatz, dass wir hier einen Weg zum gläsernen Abgeordneten gehen, der Anstand, Ehrlichkeit, Sauberkeit und Transparenz in den Vordergrund stellt. (Zwischenruf des Abg. Hagen.) Das ist das, was wir mit der Unvereinbarkeit heute hier beschließen.
Abg. Mag. Steinhauser: Das war die Schrecksekunde!
Ich möchte daher noch einen Abänderungsantrag einbringen, der wichtig geworden ist, weil wir diesen Gesetzentwurf auch in eine Ausschussbegutachtung geschickt haben. Ich sage das deswegen, weil es einzelne Journalisten in manchen Zeitungen und Redaktionen gegeben hat, die uns vorgeworfen haben, dass das Gesetz vom Zeitpunkt der Einbringung bis zur Beschlussfassung so lange gedauert hat. Der Grund war die Begutachtung, der Grund waren die Rückmeldungen, die wir bekommen haben. (Abg. Mag. Steinhauser: Das war die Schrecksekunde!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Pendl.
Was bedeutet das nun für alle Landtagsmitglieder? – Dieser Gesetzentwurf tritt für sie mit 1. Jänner 2014 in Kraft und für die Mitglieder des Hohen Hauses hier mit der Neukonstituierung des Nationalrates. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Pendl.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Pendl und Jakob Auer.
Diese Gelegenheit möchte ich umso mehr mit Blick auch auf die gegebenen Zivilberufe im freiheitlichen Parlamentsklub nützen. Es ist grundsätzlich für das Hohe Haus festzuhalten, wie wichtig es für uns alle hier sein muss und auch in Zukunft sein wird, Zivilberufe nebst Mandatsfunktion zuzulassen, ja diese sogar zu fordern, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Pendl und Jakob Auer.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube, hier wird es in Zukunft noch einige weitere Entwicklungsschritte im Hinblick auf Unvereinbarkeiten und Transparenz geben müssen. Von unserer Seite gibt es zu diesem Tagesordnungspunkt eine Zustimmung. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Wenn Sie jetzt das Hohe Lied auf die politische Moral singen, dann kann ich Ihnen eine gewisse Strenge aus grüner Sicht nicht ersparen. Sie wissen (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Das hat nichts mit „Oberhüter“ zu tun, wir kommen gleich dazu. Aber ich meine, es ist ein guter Hinweis. Auf die Grünen hören, wenn es um Korruption und Transparenz geht, ist nie falsch. Ich werde Ihnen auch erklären warum.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die heutige Novelle ist im Prinzip Ausdruck einer peinlichen Blamage von SPÖ, ÖVP und FPÖ. Vor einem Jahr ist dieses Gesetz beschlossen worden und wesentliche Teile sind bei den Offenlegungspflichten nicht vergessen worden, sondern damals bewusst nicht beschlossen worden. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des BZÖ.
Ihr habt vor einem Jahr genau gewusst, dass ihr zwar Aufsichtsräte und Vorstände melden müsst, aber dass es nicht veröffentlicht wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des BZÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Metternich!
Zweiter Punkt. – Eine Schwäche des Gesetzes: Es fehlt eine ... (Ruf bei der ÖVP: Metternich!) Metternich? – Nein, Metternich ist eher in der ÖVP zu Hause, ist eher ein geistiger Gründungsvater der ÖVP. (Ironische Heiterkeit und Kopfschütteln des Abg. Rädler.) Wir wollen etwas anderes. Wir wollen Transparenz! Wir wollen, dass die Bürgerinnen und Bürger wissen, in welchem Sold Abgeordnete unterwegs sind. Das ist das Ziel. (Beifall bei den Grünen.)
Ironische Heiterkeit und Kopfschütteln des Abg. Rädler.
Zweiter Punkt. – Eine Schwäche des Gesetzes: Es fehlt eine ... (Ruf bei der ÖVP: Metternich!) Metternich? – Nein, Metternich ist eher in der ÖVP zu Hause, ist eher ein geistiger Gründungsvater der ÖVP. (Ironische Heiterkeit und Kopfschütteln des Abg. Rädler.) Wir wollen etwas anderes. Wir wollen Transparenz! Wir wollen, dass die Bürgerinnen und Bürger wissen, in welchem Sold Abgeordnete unterwegs sind. Das ist das Ziel. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zweiter Punkt. – Eine Schwäche des Gesetzes: Es fehlt eine ... (Ruf bei der ÖVP: Metternich!) Metternich? – Nein, Metternich ist eher in der ÖVP zu Hause, ist eher ein geistiger Gründungsvater der ÖVP. (Ironische Heiterkeit und Kopfschütteln des Abg. Rädler.) Wir wollen etwas anderes. Wir wollen Transparenz! Wir wollen, dass die Bürgerinnen und Bürger wissen, in welchem Sold Abgeordnete unterwegs sind. Das ist das Ziel. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Trotzdem, muss man dazusagen, werden wir der Novellierung heute zustimmen – nicht, weil sie ein großer Quantensprung wäre, sondern weil sie einen Mindestmaßstab sicherstellt und das Gesetz dahin gehend repariert, dass in Zukunft zumindest Aufsichtsräte und Vorstandsposten und auch Bürgermeisterinnen und Bürgermeister genannt sind. Das ist nicht alles, aber es ist zumindest eine Weiterentwicklung. Aber ich vermute, wir werden uns in einem Jahr bei der nächsten Reparatur sehen, und ich werde Ihnen dann gerne behilflich sein. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Wir werden den Änderungen heute unsere Zustimmung geben, wiewohl wir auch darauf aufmerksam machen, dass wir uns in absehbarer Zeit in der nächsten Gesetzgebungsperiode hier treffen werden (Zwischenrufe bei der ÖVP), um auf die noch vorhandenen Schwächen dieses Gesetzes aufmerksam zu machen. – Da kann die letzte Reihe der Österreichischen Volkspartei noch so schreien: Sie haben es zu verantworten, sehr geehrte Damen und Herren, dass man sich heute in blamabler Art und Weise hier treffen muss und ein Gesetz repariert, denn Sie gehören ja zu jenen Abgeordneten, die nicht wissen, was überhaupt hier beschlossen wird, anstatt dass Sie sich selbst einmal damit beschäftigen, worum es bei Transparenz überhaupt geht.
Beifall beim BZÖ.
In diesem Sinne werden wir dieser Änderung zustimmen – Herbert Scheibner hat das auch im Ausschuss gesagt. Wir weisen aber einmal mehr warnend darauf hin, dass auch dieses Gesetz nach wie vor Schwächen hat, die eine Reparatur in absehbarer Zeit notwendig machen werden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall der Abg. Schenk.
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Ja, es ist schon richtig: Transparenz schaut anders aus, meine Damen und Herren. Und die Fehler wurden hier aufgezeigt. Kollege Steinhauser hat es sehr deutlich gesagt, wo die Problematik liegt – ich möchte all das jetzt nicht wiederholen. Und was nützt mir ein Gesetz, wenn ich es nicht vollziehen kann? Denn: Wenn ich keine Sanktionen habe, kann ich keine Maßnahmen durchsetzen, dann ist es „für die Fische“! – Das ist so! Meine Damen und Herren, das muss man sich schon einmal vor Augen führen. (Beifall der Abg. Schenk.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Meine Damen und Herren von der ÖVP! Herr Kollege Gerstl, wenn Sie jetzt mit dem von Ihrer Ethikkommission beschlossenen Ehrenkodex daherkommen, dann ist das schon ein bisschen schwach. Diesen sollten Sie dem Herrn Strasser wirklich einmal vorlegen und ihm „eine betonieren“, damit er das wirklich unterschreibt (Zwischenrufe bei der ÖVP), denn so wie dieser Herr die österreichische Politik blamiert hat und wie der den Menschen gezeigt hat, was alles möglich ist mit dieser Gesetzgebung, die Sie hier beschlossen haben und die nicht zielführend war, das passt auf keine Kuhhaut, meine Damen und Herren! Das muss auch einmal gesagt werden. – Danke. (Beifall der Abg. Schenk. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall der Abg. Schenk. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren von der ÖVP! Herr Kollege Gerstl, wenn Sie jetzt mit dem von Ihrer Ethikkommission beschlossenen Ehrenkodex daherkommen, dann ist das schon ein bisschen schwach. Diesen sollten Sie dem Herrn Strasser wirklich einmal vorlegen und ihm „eine betonieren“, damit er das wirklich unterschreibt (Zwischenrufe bei der ÖVP), denn so wie dieser Herr die österreichische Politik blamiert hat und wie der den Menschen gezeigt hat, was alles möglich ist mit dieser Gesetzgebung, die Sie hier beschlossen haben und die nicht zielführend war, das passt auf keine Kuhhaut, meine Damen und Herren! Das muss auch einmal gesagt werden. – Danke. (Beifall der Abg. Schenk. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Mag. Sonja Steßl-Mühlbacher (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Ich darf allem voran die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer des BRG Klusemann aus Graz herzlich bei uns begrüßen. Mein Abgeordnetenkollege Michi Ehmann hat sie ja vorher zu einer Diskussion eingeladen. Herzlich willkommen im Hohen Haus! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und BZÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Transparenz, Unvereinbarkeit – Debatten über diese Themen sind in diesem Hohen Haus immer sehr spannend, insbesondere was die Beiträge von meinem Vorredner, des Kollegen Hagen, betrifft. Sie legen mir immer wieder einen Elfmeter auf, Herr Kollege, auch wenn Sie jetzt wieder lächeln. Aber dass Sie von Transparenz sprechen angesichts dessen, dass Ihr Oberparteihauptmann sich überlegt, wann er etwas offenlegt, ob das jetzt vor der Wahl oder nach der Wahl sein wird, dass Sie von Lobbyismus sprechen angesichts dessen, dass fünf Abgeordnete hier im Hohen Haus als direkte Lobbyisten gehalten werden, das halte ich schon für ein starkes Stück, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Und ich glaube, es ist auch wichtig, im Rahmen dieser Diskussion zu erwähnen, dass auch die Plattform „Meine Abgeordneten“, die ja eine freiwillige Plattform ist, sehr, sehr gute Arbeit leistet. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Grosz und weitere Abgeordnete des BZÖ, auf die eher spärlich besetzten Reihen von Grünen und FPÖ weisend: Na ja! Na ja !
Da der vorliegende Gesetzentwurf sowie der erwähnte Abänderungsantrag Verfassungsbestimmungen enthalten, stelle ich zunächst im Sinne des § 82 Abs. 2 Z 1 der Geschäftsordnung die für die Abstimmung erforderliche Anwesenheit der verfassungsmäßig vorgesehenen Anzahl der Abgeordneten fest. (Abg. Grosz und weitere Abgeordnete des BZÖ, auf die eher spärlich besetzten Reihen von Grünen und FPÖ weisend: Na ja! Na ja !) – Jetzt darf halt niemand mehr gehen.
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte mich hier nicht wesentlich verbreitern über die Problematik dieser Stiefkindadoption und der daraus resultierenden rechtlichen Konsequenzen. Dazu wird es ja morgen in der Justizdebatte noch genügend Zeit geben, und da wird auch seitens unserer Fraktion klar Stellung bezogen werden. Ich darf an dieser Stelle nur grundsätzlich feststellen, dass allein der Umstand, dass hier ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare geschaffen wurde, um einer vermeintlichen Diskriminierung aufgrund einer sexuellen Orientierung zu begegnen, schon zeigt, in welcher argumentativen Einbahnstraße wir uns familienpolitisch hier befinden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Auch wenn es bei dieser Materie hauptsächlich um redaktionelle Anpassungen geht, nämlich dienst- und besoldungsrechtliche Anpassungen – wie gesagt, das Hauptstück wird ja erst morgen verhandelt –, werden wir jedenfalls diese falschen und negativen familienpolitischen Entwicklungen ablehnen und daher auch heute keine Zustimmung zu dieser Dienstrechts-Novelle geben. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Pendl –: Mit einem herzlichen „Danke“! – Abg. Pendl: Das gehört auch dazu!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächster Redner zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Pendl. 5 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Grosz – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Pendl –: Mit einem herzlichen „Danke“! – Abg. Pendl: Das gehört auch dazu!)
Abg. Scheibner: Zulässig ist das aber schon?
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Man kann ja über gewisse Abläufe unseres Lebens, auch gesellschaftspolitisch, durchaus auch unterschiedliche Meinungen haben, das ist überhaupt keine Frage. Aber: Wenn Österreich die EMRK ratifiziert hat – ich meine, wir haben das ja schon im Ausschuss diskutiert – und wenn der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte eine Klarstellung oder ein Urteil trifft – wie man es nennen will – und wir dann, so wie immer, wenn ein Höchstgericht auf nationaler oder europäischer Ebene eine Entscheidung in einer heiklen Frage trifft, auch wenn sie vielen nicht passt, das in unseren Rechtsbestand mit aufnehmen und dann noch im Ausschuss das Urteil überhaupt in Frage gestellt oder kritisiert wird – denn das haben wir ja alles diskutiert –, dann frage ich mich, bitte, schon! (Abg. Scheibner: Zulässig ist das aber schon?)
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf Sie noch einmal einladen, ganz einfach durchzuatmen und dieser Vorlage Ihre Zustimmung zu geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich werde jetzt beim Raufgehen noch einmal tief durchatmen, aber ich habe wenig Hoffnung oder auch Glaube, dass sich da noch etwas ändern wird, lieber Otto, aber es war trotzdem ein guter Versuch. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Was heißt als „Vorstufe“?
Wir haben dieses Urteil zur Kenntnis genommen und sind der damit verbundenen Umsetzungsverpflichtung nachgekommen, aber von unserer Seite, vonseiten der ÖVP stehen wir weiterhin zur Institution Ehe als Vorstufe zur Familie und auch zu deren Schutz. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Was heißt als „Vorstufe“?)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Aber ich habe vor allen Dingen ein anderes Argument jetzt wieder bei der ÖVP und auch im Ausschuss mehrere Male gehört: Es geht ums Kindeswohl und aufgrund eines Zeugungsvorgangs, der von Mutter und Vater notwendigerweise vollzogen wird, sind Vater und Mutter die Urinstanz einer Familie! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Das heißt, die Lebensgemeinschaft, in der die Kinder aufwachsen, darf nicht von der Sexualität abhängen, alles andere wäre eine Diskriminierung. Und ich denke, die Rechte von Minderheiten anzuerkennen mag für die Mehrheit eine schwierige Übung in Sachen Demokratie sein, aber möge diese Übung irgendwann einmal beginnen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Empfehlungen, die die EU gibt, decken sich also zum Großteil mit den Forderungen der SPÖ, was ich als Zeichen dafür sehe, dass unsere Positionen sehr vernünftig sind und einen guten Weg in die Zukunft weisen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Da sollten wir unterbrechen! Wir wollen unbedingt den Abgeordneten Hübner hören!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist an sich Herr Abgeordneter Dr. Hübner. Ich sehe ihn jetzt nicht hier im Saal. (Abg. Grosz: Da sollten wir unterbrechen! Wir wollen unbedingt den Abgeordneten Hübner hören!)
Beifall bei den Grünen.
Ein zweiter Punkt, auf den ich hinweisen möchte, sind die Empfehlungen im Bildungsbereich. Aufgrund der schlechten und durchschnittlichen Bildungsergebnisse insbesondere von benachteiligten und jungen Menschen geht es eben darum, die Ergebnisse zu verbessern. Da ist davon die Rede, dass die Gesamtschule eingeführt werden soll. Wenn wir im Ausschuss diskutiert haben und gesagt wurde, dass 67 Novellen in diesem Bereich verabschiedet worden sind, dann muss ich dem entgegenhalten, die Quantität sagt gar nichts über die Qualität aus. Und da gibt es mehr als großen Nachholbedarf. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Und was zur Gänze in diesem Bereich fehlt, das ist die Frage der ökologischen Dimension. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ja, das Thema Hypo Alpe-Adria ist aus mehreren Gründen dringlich. Ich möchte aber mit etwas beginnen, das den zeitlichen Ablauf in der Tat betrifft und aus diesem Grund die Dringlichkeit schon besonders rechtfertigt: dass wir, Frau Bundesministerin, retten sollten, was noch zu retten ist – es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit so, dass dazu auch dieses Haus gebraucht wird –, nämlich mit einer Gesetzesänderung. Deshalb bringen wir dieses Thema heute hier auch noch einmal ein – nicht nur deshalb, aber auch deshalb. Es soll nachher, nämlich 2014, wenn jetzt das Notwendige unterlassen wird, keiner sagen: Es war eh immer alles alternativlos – so wie die Notverstaatlichung, so wie der Pallawatsch mit der Union, und so weiter und so fort. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Dr. Bartenstein: Na ja, !
Ja, es ist richtig – wenn Sie so argumentieren wollen –: Wäre das alles eingetreten, wäre natürlich ein großer Schaden entstanden – aber nicht primär in Österreich, sondern am Balkan. Es hat europäische Interessen gegeben, dass das nicht passiert. (Abg. Dr. Bartenstein: Na ja, !) – Ja, natürlich; aber dann ist es ja überhaupt nicht
Beifall bei den Grünen.
So weit, so schlecht! Aber jetzt, Frau Finanzministerin, hätte – und das spielt sich bis zum heutigen Tag ab – die Republik wesentlich mehr herausholen oder wesentlich anders handeln können. Es war von Anfang an klar, dass die Europäische Union dieser Sache nicht länger zuschauen wird. Es war völlig klar, dass Abwicklungskonzepte hätten vorgelegt werden müssen. Bis vor Kurzem ist überhaupt nichts geschehen. Warum haben Sie hier nichts unternommen? Warum haben Sie nicht früher auf die entsprechenden Aufforderungen, die berechtigten Aufforderungen der Union – und die liegen ja vor – reagiert? (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Krainer: Das ist ein Blödsinn!
In letzter Konsequenz hat diese Bundesregierung die Sache noch ausreichend verbockt. Auch wenn es so ist, dass die Ursprünge in Kärnten gelegen haben, muss man mittlerweile feststellen, dass der größere Milliardenschaden dadurch entstanden ist, dass auf die dümmste Art und Weise die Sache notverstaatlicht wurde und dass in der Folge erst recht wieder alles unterblieben ist, was notwendig gewesen wäre. (Abg. Krainer: Das ist ein Blödsinn!)
Beifall bei den Grünen
Aus meiner Sicht ist das der größte Raubzug, der jemals auf die SteuerzahlerInnen verübt wurde. Eigentlich müsste man den guten Rest des Mafia-Paragraphen noch auf die hier handelnden Personen ausweiten. Es handelt sich um einen organisierten Anschlag auf die SteuerzahlerInnen, es hat mit jeder Entscheidung noch mehr gekostet. Man möchte ja fast meinen, das ist Absicht. (Beifall bei den Grünen)
Beifall bei den Grünen.
Es bleibt also die Frage nach dem Krisenmanagement dieser Bundesregierung. Machen Sie jetzt das Richtige, bevor noch weitere Milliarden den Bach hinuntergehen! Ich bin der Meinung, wir brauchen hier eine entsprechende Gesetzesänderung. Bringen Sie diese vor der Nationalratswahl ein, damit nicht noch ein halbes Jahr – oder im schlimmsten Fall ein Dreivierteljahr – vergeht! Oder erklären Sie, wie Sie es sonst machen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Rädler: Schau!
Die gesetzliche Grundlage für Stützungsmaßnahmen der heimischen Banken im Finanzmarktstabilitätsgesetz wurde mit den Stimmen aller Parteien und somit auf breitestmöglicher politischer Basis beschlossen. (Abg. Rädler: Schau!)
Abg. Mag. Kogler: Aber das hat ja mit der ... nichts zu tun!
Damals waren sich alle einig – auch die Oppositionsparteien! –, diese Verantwortung und die Notwendigkeit für das Bankenpaket wahrzunehmen. (Abg. Mag. Kogler: Aber das hat ja mit der ... nichts zu tun!) Bedauerlicherweise sieht das die Opposition am heutigen Tag offenbar anders und will nichts mehr davon wissen (Abg. Grosz: Aber die Verstaatlichung haben wir nicht mitbeschlossen!) – ein sehr durchsichtiges Vorwahlkampfmanöver, wie ich meine. Allein die Kampf-Rhetorik, die Herr Kogler hier an den Tag gelegt hat, entlarvt es. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Was ist mit Ihrer Rhetorik? – Abg. Grosz: Das war viel, aber nur keine Kampf-Rhetorik! Das war handzahm, Frau Ministerin! – Ruf: Geben Sie den Schotter zurück!)
Abg. Grosz: Aber die Verstaatlichung haben wir nicht mitbeschlossen!
Damals waren sich alle einig – auch die Oppositionsparteien! –, diese Verantwortung und die Notwendigkeit für das Bankenpaket wahrzunehmen. (Abg. Mag. Kogler: Aber das hat ja mit der ... nichts zu tun!) Bedauerlicherweise sieht das die Opposition am heutigen Tag offenbar anders und will nichts mehr davon wissen (Abg. Grosz: Aber die Verstaatlichung haben wir nicht mitbeschlossen!) – ein sehr durchsichtiges Vorwahlkampfmanöver, wie ich meine. Allein die Kampf-Rhetorik, die Herr Kogler hier an den Tag gelegt hat, entlarvt es. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Was ist mit Ihrer Rhetorik? – Abg. Grosz: Das war viel, aber nur keine Kampf-Rhetorik! Das war handzahm, Frau Ministerin! – Ruf: Geben Sie den Schotter zurück!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Was ist mit Ihrer Rhetorik? – Abg. Grosz: Das war viel, aber nur keine Kampf-Rhetorik! Das war handzahm, Frau Ministerin! – Ruf: Geben Sie den Schotter zurück!
Damals waren sich alle einig – auch die Oppositionsparteien! –, diese Verantwortung und die Notwendigkeit für das Bankenpaket wahrzunehmen. (Abg. Mag. Kogler: Aber das hat ja mit der ... nichts zu tun!) Bedauerlicherweise sieht das die Opposition am heutigen Tag offenbar anders und will nichts mehr davon wissen (Abg. Grosz: Aber die Verstaatlichung haben wir nicht mitbeschlossen!) – ein sehr durchsichtiges Vorwahlkampfmanöver, wie ich meine. Allein die Kampf-Rhetorik, die Herr Kogler hier an den Tag gelegt hat, entlarvt es. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Was ist mit Ihrer Rhetorik? – Abg. Grosz: Das war viel, aber nur keine Kampf-Rhetorik! Das war handzahm, Frau Ministerin! – Ruf: Geben Sie den Schotter zurück!)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Statt gesamtstaatliche Verantwortung zu übernehmen, schädigt die Opposition aus wahlkampftaktischem Kalkül die Bank, das Institut und somit auch den Steuerzahler in einer ungeahnten Weise. (Zwischenrufe beim BZÖ.) Jede verbreitete Horrorzahl geht zulasten der Bank (Ruf: Die haben Sie verbreitet!) und erhöht die Kosten für die Republik enorm.
Ruf: Die haben Sie verbreitet!
Statt gesamtstaatliche Verantwortung zu übernehmen, schädigt die Opposition aus wahlkampftaktischem Kalkül die Bank, das Institut und somit auch den Steuerzahler in einer ungeahnten Weise. (Zwischenrufe beim BZÖ.) Jede verbreitete Horrorzahl geht zulasten der Bank (Ruf: Die haben Sie verbreitet!) und erhöht die Kosten für die Republik enorm.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ja, Ihre! – Abg. Grosz: Damit hat er aber Sie gemeint!
Das ist genau jene Vorgangsweise, Herr Petzner und Herr Kogler, die Generaldirektor Kranebitter in seinem öffentlichen Brief gemeint hat, als er dort massiv kritisiert hat, dass der Bank durch die Art und Weise der öffentlichen Diskussion (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ja, Ihre! – Abg. Grosz: Damit hat er aber Sie gemeint!), „von Schließungsszenarien und undifferenzierten Kostenspekulationen“, massiver Schaden zugefügt und in kurzer Zeit „große Teile der Sanierungsarbeit der vergangenen drei Jahre“ dadurch – und zwar durch Sie! (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Nein, durch Sie!) – zunichte gemacht wurden. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Nein, durch Sie!
Das ist genau jene Vorgangsweise, Herr Petzner und Herr Kogler, die Generaldirektor Kranebitter in seinem öffentlichen Brief gemeint hat, als er dort massiv kritisiert hat, dass der Bank durch die Art und Weise der öffentlichen Diskussion (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ja, Ihre! – Abg. Grosz: Damit hat er aber Sie gemeint!), „von Schließungsszenarien und undifferenzierten Kostenspekulationen“, massiver Schaden zugefügt und in kurzer Zeit „große Teile der Sanierungsarbeit der vergangenen drei Jahre“ dadurch – und zwar durch Sie! (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Nein, durch Sie!) – zunichte gemacht wurden. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Das ist genau jene Vorgangsweise, Herr Petzner und Herr Kogler, die Generaldirektor Kranebitter in seinem öffentlichen Brief gemeint hat, als er dort massiv kritisiert hat, dass der Bank durch die Art und Weise der öffentlichen Diskussion (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ja, Ihre! – Abg. Grosz: Damit hat er aber Sie gemeint!), „von Schließungsszenarien und undifferenzierten Kostenspekulationen“, massiver Schaden zugefügt und in kurzer Zeit „große Teile der Sanierungsarbeit der vergangenen drei Jahre“ dadurch – und zwar durch Sie! (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Nein, durch Sie!) – zunichte gemacht wurden. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Abg. Rädler: So ist es!
Damit wurden auch gesunde Bankteile in Mitleidenschaft gezogen. Das ist besonders verantwortungslos in einer schwierigen Situation, wo ein nationaler Schulterschluss dringend geboten wäre. (Abg. Rädler: So ist es!)
Abg. Scheibner: Wer hat denn die Bank schlecht gemacht in den letzten Monaten?
In der letzten Aktuellen Stunde habe ich gebeten, diese Verantwortung auch in der Wortwahl wahrzunehmen (Abg. Scheibner: Wer hat denn die Bank schlecht gemacht in den letzten Monaten?), aber Sie wollen diesbezüglich keine Verantwortung wahrnehmen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Nein, Sie wollen sie nicht übernehmen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Nein, Sie wollen sie nicht übernehmen!
In der letzten Aktuellen Stunde habe ich gebeten, diese Verantwortung auch in der Wortwahl wahrzunehmen (Abg. Scheibner: Wer hat denn die Bank schlecht gemacht in den letzten Monaten?), aber Sie wollen diesbezüglich keine Verantwortung wahrnehmen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Nein, Sie wollen sie nicht übernehmen!)
Abg. Brosz: Hat die Rede ... geschrieben?
Ich respektiere das parlamentarische und öffentliche Informationsbedürfnis, mahne aber erneut staatspolitische Verantwortung ein und appelliere dringend (Abg. Brosz: Hat die Rede ... geschrieben?), diese Wahlkampfrhetorik aus Verpflichtung gegenüber dem Steuerzahler (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein) – denn dem schaden Sie zuletzt, wenn Sie das Institut ramponieren! – und der Republik einzustellen.
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein
Ich respektiere das parlamentarische und öffentliche Informationsbedürfnis, mahne aber erneut staatspolitische Verantwortung ein und appelliere dringend (Abg. Brosz: Hat die Rede ... geschrieben?), diese Wahlkampfrhetorik aus Verpflichtung gegenüber dem Steuerzahler (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein) – denn dem schaden Sie zuletzt, wenn Sie das Institut ramponieren! – und der Republik einzustellen.
Ruf: Das Wohl der ÖVP!
Wir bemühen uns, umsichtig und mit großer Sorgfalt die Bank in ruhigere Gewässer zu bringen. Oberste Maxime dabei ist, einerseits das Wohl der Bank und andererseits (Ruf: Das Wohl der ÖVP!) die schonendste Lösung für die Steuerzahler, das Budget und für das Defizit zu finden. Und, meine sehr verehrten Damen und Herren, es ist nicht verwerflich, sich für die Interessen des Steuerzahlers einzusetzen, auch wenn man Verantwortung für eine Bank übernimmt. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Dann fangen Sie einmal an damit! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wo haben Sie sich eingesetzt? – Abg. Neubauer: Die Retterin des Bankgeheimnisses!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Dann fangen Sie einmal an damit! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wo haben Sie sich eingesetzt? – Abg. Neubauer: Die Retterin des Bankgeheimnisses!
Wir bemühen uns, umsichtig und mit großer Sorgfalt die Bank in ruhigere Gewässer zu bringen. Oberste Maxime dabei ist, einerseits das Wohl der Bank und andererseits (Ruf: Das Wohl der ÖVP!) die schonendste Lösung für die Steuerzahler, das Budget und für das Defizit zu finden. Und, meine sehr verehrten Damen und Herren, es ist nicht verwerflich, sich für die Interessen des Steuerzahlers einzusetzen, auch wenn man Verantwortung für eine Bank übernimmt. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Dann fangen Sie einmal an damit! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wo haben Sie sich eingesetzt? – Abg. Neubauer: Die Retterin des Bankgeheimnisses!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Grosz.
In diesem Prozess werden selbstverständlich alle Maßnahmen mit dem Bundeskanzleramt und der Bank gemeinsam abgestimmt. Die von mir eingesetzte Task Force berät uns zudem hervorragend. Die Richtigkeit unserer Vorgangsweise wird durch die jüngsten positiven Signale von Kommissar Almunia in Bezug auf das Beihilfeverfahren eindrucksvoll bestätigt. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Abg. Mag. Kogler: Nie! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Glauben Sie das?
Die damalige Situation auf den Finanzmärkten war eine andere als heute, und das verdrängen heute viele hier. Die Hypo war damals systemrelevant sowohl für Österreich als auch für die gesamte Balkanregion. (Abg. Mag. Kogler: Nie! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Glauben Sie das?) Eine Pleite hätte einen Dominoeffekt ausgelöst und einige Monate nach der Lehman-Pleite womöglich ein Lehman II in Europa provoziert. (Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ.)
Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ.
Die damalige Situation auf den Finanzmärkten war eine andere als heute, und das verdrängen heute viele hier. Die Hypo war damals systemrelevant sowohl für Österreich als auch für die gesamte Balkanregion. (Abg. Mag. Kogler: Nie! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Glauben Sie das?) Eine Pleite hätte einen Dominoeffekt ausgelöst und einige Monate nach der Lehman-Pleite womöglich ein Lehman II in Europa provoziert. (Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ.)
Ruf: Na geh!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die damalige Instabilität auf den europäischen Finanzmärkten wird von vielen heute verdrängt (Ruf: Na geh!), und ich halte es für eine ungeheure Entgleisung des Herrn Kogler (Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ), wenn er sich hier herstellt und wörtlich sagt, darauf hätte man es ankommen lassen müssen. (Beifall des Abg. Dr. Bartenstein.) – Herr Kogler, was geben Sie da von sich? Sie lassen ein Kind auch nicht auf die heiße Herdplatte greifen, nur damit es selber spürt, wie heiß sie ist! (Ironische Heiterkeit des Abg. Petzner.) Man hätte es nicht darauf ankommen lassen müssen! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die damalige Instabilität auf den europäischen Finanzmärkten wird von vielen heute verdrängt (Ruf: Na geh!), und ich halte es für eine ungeheure Entgleisung des Herrn Kogler (Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ), wenn er sich hier herstellt und wörtlich sagt, darauf hätte man es ankommen lassen müssen. (Beifall des Abg. Dr. Bartenstein.) – Herr Kogler, was geben Sie da von sich? Sie lassen ein Kind auch nicht auf die heiße Herdplatte greifen, nur damit es selber spürt, wie heiß sie ist! (Ironische Heiterkeit des Abg. Petzner.) Man hätte es nicht darauf ankommen lassen müssen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall des Abg. Dr. Bartenstein.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die damalige Instabilität auf den europäischen Finanzmärkten wird von vielen heute verdrängt (Ruf: Na geh!), und ich halte es für eine ungeheure Entgleisung des Herrn Kogler (Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ), wenn er sich hier herstellt und wörtlich sagt, darauf hätte man es ankommen lassen müssen. (Beifall des Abg. Dr. Bartenstein.) – Herr Kogler, was geben Sie da von sich? Sie lassen ein Kind auch nicht auf die heiße Herdplatte greifen, nur damit es selber spürt, wie heiß sie ist! (Ironische Heiterkeit des Abg. Petzner.) Man hätte es nicht darauf ankommen lassen müssen! (Beifall bei der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit des Abg. Petzner.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die damalige Instabilität auf den europäischen Finanzmärkten wird von vielen heute verdrängt (Ruf: Na geh!), und ich halte es für eine ungeheure Entgleisung des Herrn Kogler (Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ), wenn er sich hier herstellt und wörtlich sagt, darauf hätte man es ankommen lassen müssen. (Beifall des Abg. Dr. Bartenstein.) – Herr Kogler, was geben Sie da von sich? Sie lassen ein Kind auch nicht auf die heiße Herdplatte greifen, nur damit es selber spürt, wie heiß sie ist! (Ironische Heiterkeit des Abg. Petzner.) Man hätte es nicht darauf ankommen lassen müssen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die damalige Instabilität auf den europäischen Finanzmärkten wird von vielen heute verdrängt (Ruf: Na geh!), und ich halte es für eine ungeheure Entgleisung des Herrn Kogler (Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ), wenn er sich hier herstellt und wörtlich sagt, darauf hätte man es ankommen lassen müssen. (Beifall des Abg. Dr. Bartenstein.) – Herr Kogler, was geben Sie da von sich? Sie lassen ein Kind auch nicht auf die heiße Herdplatte greifen, nur damit es selber spürt, wie heiß sie ist! (Ironische Heiterkeit des Abg. Petzner.) Man hätte es nicht darauf ankommen lassen müssen! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler
Wie verantwortungslos die Grünen hier argumentieren, nämlich dass man Lehman II hätte provozieren müssen; dass man es hätte darauf ankommen lassen müssen (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler), dass das wie die Dominosteine im damaligen instabilen Gesamtrahmen in Europa gewirkt hätte, meine sehr verehrten Damen und Herren, das entlarvt Sie! (Abg. Mag. Kogler: Sie haben sich über den Tisch ziehen lassen!) Sie haben keine Ahnung, wie man staatspolitisch vorgeht (Abg. Petzner: Sie haben sich über den Tisch ziehen lassen!) – und das im Unterschied zu den Grünen in Kärnten.
Abg. Mag. Kogler: Sie haben sich über den Tisch ziehen lassen!
Wie verantwortungslos die Grünen hier argumentieren, nämlich dass man Lehman II hätte provozieren müssen; dass man es hätte darauf ankommen lassen müssen (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler), dass das wie die Dominosteine im damaligen instabilen Gesamtrahmen in Europa gewirkt hätte, meine sehr verehrten Damen und Herren, das entlarvt Sie! (Abg. Mag. Kogler: Sie haben sich über den Tisch ziehen lassen!) Sie haben keine Ahnung, wie man staatspolitisch vorgeht (Abg. Petzner: Sie haben sich über den Tisch ziehen lassen!) – und das im Unterschied zu den Grünen in Kärnten.
Abg. Petzner: Sie haben sich über den Tisch ziehen lassen!
Wie verantwortungslos die Grünen hier argumentieren, nämlich dass man Lehman II hätte provozieren müssen; dass man es hätte darauf ankommen lassen müssen (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler), dass das wie die Dominosteine im damaligen instabilen Gesamtrahmen in Europa gewirkt hätte, meine sehr verehrten Damen und Herren, das entlarvt Sie! (Abg. Mag. Kogler: Sie haben sich über den Tisch ziehen lassen!) Sie haben keine Ahnung, wie man staatspolitisch vorgeht (Abg. Petzner: Sie haben sich über den Tisch ziehen lassen!) – und das im Unterschied zu den Grünen in Kärnten.
Zwischenrufe bei den Grünen
Die Bundes-Grünen sind unverantwortlich; die Grünen in Kärnten haben eines erkannt (Zwischenrufe bei den Grünen) – sie tragen derzeit dort Regierungsverantwortung –: Sie stehen zur Bank in Kärnten. Holub hatte einen Untersuchungsausschuss und hat viel zutage gefördert, er hat mir aber persönlich gesagt: Frau Minister, wir stehen jetzt zur Bank! (Abg. Mag. Kogler: Na eh!) Wir schädigen die Bank nicht durch Wahlkampfrhetorik! (Abg. Mag. Kogler: Sie stehen der Bank im Weg!) – Nehmen Sie sich ein Beispiel an den Grünen in Kärnten! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Na eh!
Die Bundes-Grünen sind unverantwortlich; die Grünen in Kärnten haben eines erkannt (Zwischenrufe bei den Grünen) – sie tragen derzeit dort Regierungsverantwortung –: Sie stehen zur Bank in Kärnten. Holub hatte einen Untersuchungsausschuss und hat viel zutage gefördert, er hat mir aber persönlich gesagt: Frau Minister, wir stehen jetzt zur Bank! (Abg. Mag. Kogler: Na eh!) Wir schädigen die Bank nicht durch Wahlkampfrhetorik! (Abg. Mag. Kogler: Sie stehen der Bank im Weg!) – Nehmen Sie sich ein Beispiel an den Grünen in Kärnten! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Sie stehen der Bank im Weg!
Die Bundes-Grünen sind unverantwortlich; die Grünen in Kärnten haben eines erkannt (Zwischenrufe bei den Grünen) – sie tragen derzeit dort Regierungsverantwortung –: Sie stehen zur Bank in Kärnten. Holub hatte einen Untersuchungsausschuss und hat viel zutage gefördert, er hat mir aber persönlich gesagt: Frau Minister, wir stehen jetzt zur Bank! (Abg. Mag. Kogler: Na eh!) Wir schädigen die Bank nicht durch Wahlkampfrhetorik! (Abg. Mag. Kogler: Sie stehen der Bank im Weg!) – Nehmen Sie sich ein Beispiel an den Grünen in Kärnten! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Bundes-Grünen sind unverantwortlich; die Grünen in Kärnten haben eines erkannt (Zwischenrufe bei den Grünen) – sie tragen derzeit dort Regierungsverantwortung –: Sie stehen zur Bank in Kärnten. Holub hatte einen Untersuchungsausschuss und hat viel zutage gefördert, er hat mir aber persönlich gesagt: Frau Minister, wir stehen jetzt zur Bank! (Abg. Mag. Kogler: Na eh!) Wir schädigen die Bank nicht durch Wahlkampfrhetorik! (Abg. Mag. Kogler: Sie stehen der Bank im Weg!) – Nehmen Sie sich ein Beispiel an den Grünen in Kärnten! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: ... als Finanzministerin!
Zur instabilen Finanzsituation in ganz Europa, meine sehr verehrten Damen und Herren, die Sie jetzt so gerne beiseitelassen, weil Sie heute ja gar so gescheit sind und alles besser wissen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: ... als Finanzministerin!)
Abg. Scheibner: Und Sie haben ..., dass eh alles passt!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Damals war die Situation in Europa brandgefährlich in die Richtung, dass insgesamt ein Flächenbrand im Hinblick auf Bankpleiten entsteht. (Abg. Scheibner: Und Sie haben ..., dass eh alles passt!) Daher war für die Europäische Gemeinschaft ein Auffangen der Hypo Alpe-Adria von entscheidender Bedeutung.
Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen und BZÖ. – Abg. Strache: Ach so? Wo war denn der Herr Schieder? Herr Schieder, wo waren Sie?
So haben sich damals EZB-Präsident Trichet persönlich sowie der damalige Währungskommissar Almunia selbst für die Rettung der Bank eingesetzt und haben Österreich gebeten um die Notverstaatlichung. Und es sitzt einer hier neben mir, der dabei war in der ganzen Nacht. (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen und BZÖ. – Abg. Strache: Ach so? Wo war denn der Herr Schieder? Herr Schieder, wo waren Sie?) Das ist nicht lächerlich! Meine sehr verehrten Damen und Herren von der Opposition, es ist nicht lächerlich, wenn man Staatsverantwortung übernimmt (Beifall bei der ÖVP – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), es ist aber lächerlich, wenn man unverantwortlich handelt, verantwortungslos und alles das in den Dreck zieht. (Abg. Scheibner: Herr Staatssekretär Schieder scheint nicht ganz Ihrer Meinung zu sein!)
Beifall bei der ÖVP – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
So haben sich damals EZB-Präsident Trichet persönlich sowie der damalige Währungskommissar Almunia selbst für die Rettung der Bank eingesetzt und haben Österreich gebeten um die Notverstaatlichung. Und es sitzt einer hier neben mir, der dabei war in der ganzen Nacht. (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen und BZÖ. – Abg. Strache: Ach so? Wo war denn der Herr Schieder? Herr Schieder, wo waren Sie?) Das ist nicht lächerlich! Meine sehr verehrten Damen und Herren von der Opposition, es ist nicht lächerlich, wenn man Staatsverantwortung übernimmt (Beifall bei der ÖVP – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), es ist aber lächerlich, wenn man unverantwortlich handelt, verantwortungslos und alles das in den Dreck zieht. (Abg. Scheibner: Herr Staatssekretär Schieder scheint nicht ganz Ihrer Meinung zu sein!)
Abg. Scheibner: Herr Staatssekretär Schieder scheint nicht ganz Ihrer Meinung zu sein!
So haben sich damals EZB-Präsident Trichet persönlich sowie der damalige Währungskommissar Almunia selbst für die Rettung der Bank eingesetzt und haben Österreich gebeten um die Notverstaatlichung. Und es sitzt einer hier neben mir, der dabei war in der ganzen Nacht. (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei FPÖ, Grünen und BZÖ. – Abg. Strache: Ach so? Wo war denn der Herr Schieder? Herr Schieder, wo waren Sie?) Das ist nicht lächerlich! Meine sehr verehrten Damen und Herren von der Opposition, es ist nicht lächerlich, wenn man Staatsverantwortung übernimmt (Beifall bei der ÖVP – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), es ist aber lächerlich, wenn man unverantwortlich handelt, verantwortungslos und alles das in den Dreck zieht. (Abg. Scheibner: Herr Staatssekretär Schieder scheint nicht ganz Ihrer Meinung zu sein!)
Abg. Scheibner: Kann man dem Herrn Staatssekretär auch noch 5 Minuten Redezeit geben?
Notenbankgouverneur Dr. Novotny, Staatssekretär Schieder, der Vorstand der Aufsicht, Dr. Ettl, und im Finale, in den frühen Morgenstunden, auch der Bundeskanzler waren anwesend, und alle wussten um die Dramatik, dass es notwendig war, die Finanzmarktstabilität nicht nur in Österreich, sondern eben auch auf dem Balkan herzustellen. (Abg. Scheibner: Kann man dem Herrn Staatssekretär auch noch 5 Minuten Redezeit geben?)
Zwischenruf des Abg. Huber
Es war gerechtfertigt, konsequent und seriös zu arbeiten, die Bank umzustrukturieren und nicht das zu tun, wovon manche meinen, wir hätten es schon vor zwei Jahren tun sollen. – Hätten wir das vor zwei Jahren getan, hätte es Milliarden mehr für den Steuerzahler gekostet (Zwischenruf des Abg. Huber), denn vor eineinhalb Jahren, meine sehr verehrten Damen und Herren (Abg. Brosz: Das ist die erste Rede, die maschek nicht synchronisieren muss!) – und auch das vergisst die Opposition! –, vor eineinhalb Jahren also haben wir ein Konsolidierungspaket von 27 Milliarden € geschnürt, denn
Abg. Brosz: Das ist die erste Rede, die maschek nicht synchronisieren muss!
Es war gerechtfertigt, konsequent und seriös zu arbeiten, die Bank umzustrukturieren und nicht das zu tun, wovon manche meinen, wir hätten es schon vor zwei Jahren tun sollen. – Hätten wir das vor zwei Jahren getan, hätte es Milliarden mehr für den Steuerzahler gekostet (Zwischenruf des Abg. Huber), denn vor eineinhalb Jahren, meine sehr verehrten Damen und Herren (Abg. Brosz: Das ist die erste Rede, die maschek nicht synchronisieren muss!) – und auch das vergisst die Opposition! –, vor eineinhalb Jahren also haben wir ein Konsolidierungspaket von 27 Milliarden € geschnürt, denn
Abg. Mag. Kogler: Und so kostet es nichts? – Abg. Strache: Und so kostet es doppelt so viel!
wir wollen ein Nulldefizit bis 2016 haben. Hätten wir damals eine Bad Bank gegründet, wäre das Konsolidierungspaket um Milliarden größer geworden, und das hätte der Steuerzahler schultern müssen. (Abg. Mag. Kogler: Und so kostet es nichts? – Abg. Strache: Und so kostet es doppelt so viel!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, der Steuerzahler ist Ihnen für ein Wahlkampfgeplänkel total wurscht! – Mir aber nicht! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Neubauer: „Her mit der Marie!“
Eine Bad Bank bereits vor zwei Jahren hätte zu einem unvergleichlich größeren Konsolidierungsbedarf geführt (Abg. Neubauer: „Her mit der Marie!“), und wir hätten der Bevölkerung ein Sparpaket zusätzlich abringen müssen. Das, meine sehr verehrten Damen und Herren, habe ich nicht getan. Ganz im Gegenteil: Wir haben uns bemüht, die Bank steuerschonend in ruhigeres Gewässer zu führen und sukzessive den Schaden zu verkleinern. (Abg. Strache: „Ruhigere Gewässer“?)
Abg. Strache: „Ruhigere Gewässer“?
Eine Bad Bank bereits vor zwei Jahren hätte zu einem unvergleichlich größeren Konsolidierungsbedarf geführt (Abg. Neubauer: „Her mit der Marie!“), und wir hätten der Bevölkerung ein Sparpaket zusätzlich abringen müssen. Das, meine sehr verehrten Damen und Herren, habe ich nicht getan. Ganz im Gegenteil: Wir haben uns bemüht, die Bank steuerschonend in ruhigeres Gewässer zu führen und sukzessive den Schaden zu verkleinern. (Abg. Strache: „Ruhigere Gewässer“?)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Eine Bad Bank heißt, dass man jene Teile, die hässlich sind, die Verluste bringen, dem Steuerzahler umhängt und die gewinnbringenden Teile verkauft. Ich habe hier im Hohen Haus mehrere Reden von der Opposition gehört, wo man uns dem Vorwurf gemacht hat, dass man die verlustbringenden Teile dem Steuerzahler umhängt und die Gewinne privatisiert. Na was jetzt, Herr Kogler? Hätte ich es dem Steuerzahler in der Größenordnung, die Sie sich wünschen, umhängen sollen? – Das wäre eine Maximierung der Verluste für den Steuerzahler gewesen! Das habe ich nicht gemacht. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Ich habe Sie gefragt, was Ihre Alternativen sind!
Die Bad Bank löst sich ja nicht in Luft auf! Warum sagen Sie das nicht dazu, wenn Sie ständig die Bad Bank herbeireden wollen? – Sie wollen sie heute noch beschließen, habe ich gehört. (Abg. Mag. Kogler: Ich habe Sie gefragt, was Ihre Alternativen sind!) Warum sagen Sie nicht dazu, dass das der Verlustrucksack für den Steuerzahler ist? (Abg. Bucher: Bei der Kommunalkredit löst sich alles auf! Völlig andere Situation! – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.) Man kann intelligentere Lösungen finden, und ich bemühe mich um eine intelligentere Lösung! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Bucher: Bei der Kommunalkredit löst sich alles auf! Völlig andere Situation! – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
Die Bad Bank löst sich ja nicht in Luft auf! Warum sagen Sie das nicht dazu, wenn Sie ständig die Bad Bank herbeireden wollen? – Sie wollen sie heute noch beschließen, habe ich gehört. (Abg. Mag. Kogler: Ich habe Sie gefragt, was Ihre Alternativen sind!) Warum sagen Sie nicht dazu, dass das der Verlustrucksack für den Steuerzahler ist? (Abg. Bucher: Bei der Kommunalkredit löst sich alles auf! Völlig andere Situation! – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.) Man kann intelligentere Lösungen finden, und ich bemühe mich um eine intelligentere Lösung! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Bad Bank löst sich ja nicht in Luft auf! Warum sagen Sie das nicht dazu, wenn Sie ständig die Bad Bank herbeireden wollen? – Sie wollen sie heute noch beschließen, habe ich gehört. (Abg. Mag. Kogler: Ich habe Sie gefragt, was Ihre Alternativen sind!) Warum sagen Sie nicht dazu, dass das der Verlustrucksack für den Steuerzahler ist? (Abg. Bucher: Bei der Kommunalkredit löst sich alles auf! Völlig andere Situation! – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.) Man kann intelligentere Lösungen finden, und ich bemühe mich um eine intelligentere Lösung! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Das verlangt ja auch keiner, Hauptsache, dass es etwas bringt!
Eine Verwertungsgesellschaft, kreativere Instrumente, begleitet von einem professionellen Prozess: Beispielsweise müssen die vielen Immobilien nicht zwangsläufig in einer Bad Bank landen (Abg. Mag. Kogler: Das verlangt ja auch keiner, Hauptsache, dass es etwas bringt!), oder: Leasinggeschäfte brauchen nicht zwangsläufig eine Bank hinter sich. Da kann man sehr wohl kreative Ansätze finden, man muss sich aber seriös um Partner bemühen, die bei einer klugen Lösung mittun, und nicht Wahlkampfrhetorik mit apokalyptischen Szenarien spielen.
Abg. Strache: Der Herr Schieder kriegt schon Sorgenfalten!
Daher erarbeiten wir nicht Ihr Modell, Herr Kogler, weil wir für die Steuerzahler mitdenken und zum Wohl der Bank agieren. (Abg. Strache: Der Herr Schieder kriegt schon Sorgenfalten!) Daher erarbeiten wir eine strukturelle Ergänzung im Hinblick auf eine möglichst geringe Belastung für das Budget und für den Steuerzahler. (Zwischenruf des Abg. Petzner.) Die Steuerzahler können sich darauf verlassen, dass ich auch ihr Wohl im Auge habe. – Sie wollen nur Wahlkampfgeplänkel und nicht eine gute Lösung für den Steuerzahler! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Zwischenruf des Abg. Petzner.
Daher erarbeiten wir nicht Ihr Modell, Herr Kogler, weil wir für die Steuerzahler mitdenken und zum Wohl der Bank agieren. (Abg. Strache: Der Herr Schieder kriegt schon Sorgenfalten!) Daher erarbeiten wir eine strukturelle Ergänzung im Hinblick auf eine möglichst geringe Belastung für das Budget und für den Steuerzahler. (Zwischenruf des Abg. Petzner.) Die Steuerzahler können sich darauf verlassen, dass ich auch ihr Wohl im Auge habe. – Sie wollen nur Wahlkampfgeplänkel und nicht eine gute Lösung für den Steuerzahler! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Daher erarbeiten wir nicht Ihr Modell, Herr Kogler, weil wir für die Steuerzahler mitdenken und zum Wohl der Bank agieren. (Abg. Strache: Der Herr Schieder kriegt schon Sorgenfalten!) Daher erarbeiten wir eine strukturelle Ergänzung im Hinblick auf eine möglichst geringe Belastung für das Budget und für den Steuerzahler. (Zwischenruf des Abg. Petzner.) Die Steuerzahler können sich darauf verlassen, dass ich auch ihr Wohl im Auge habe. – Sie wollen nur Wahlkampfgeplänkel und nicht eine gute Lösung für den Steuerzahler! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Petzner: Und was machen Sie? Dass Sie nicht rot werden!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Mit Horrorzahlen herumzujonglieren, dadurch die Interessen der Bank zu verletzen, im Hinblick auf den Steuerzahler Ängste zu schüren und den internationalen Markt zu irritieren, das ist verantwortungslos, und daher mahne ich noch einmal ein bisschen mehr Sorgfalt bei der Wortwahl ein, wenn es um die Informationen bezüglich der Hypo geht. (Abg. Petzner: Und was machen Sie? Dass Sie nicht rot werden!)
Zwischenruf des Abg. Huber – Abg. Brosz: Sie können ja realistische Zahlen nennen!
Der endgültige Restrukturierungsplan und der dazugehörige Beihilfenbescheid liegen noch nicht vor und daher kann ich seriöserweise auch keine Zahlen nennen. Insbesondere gebe ich – wie mancherorts in der Vergangenheit geschehen – keine Horrorzahlen bekannt, die den Restrukturierungsweg der Hypo Alpe-Adria beschädigen könnten (Zwischenruf des Abg. Huber – Abg. Brosz: Sie können ja realistische Zahlen nennen!), Tausende Mitarbeiter verunsichern und zu massiven Einlagenabflüssen aus der Bank führen können.
Zwischenruf des Abg. Brosz
Ich bekenne mich dazu, meine sehr verehrten Damen und Herren, dass ich einmal in einem Ausschuss, der vertraulich war, bei den Ausschussberatungen gesagt habe (Zwischenruf des Abg. Brosz), die Hypo scheint ein Fass ohne Boden zu sein – ein vertraulicher Ausschuss! Das in die Öffentlichkeit getragen und breitgetreten zur Verunsicherung aller haben Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren von der Opposition! (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit des Abg. Petzner. – Abg. Bucher: Das war eine Aussendung der Parlamentskorrespondenz! – Abg. Ing. Westenthaler: Was haben Sie gegen die Parlamentskorrespondenz? – Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit des Abg. Petzner. – Abg. Bucher: Das war eine Aussendung der Parlamentskorrespondenz! – Abg. Ing. Westenthaler: Was haben Sie gegen die Parlamentskorrespondenz? – Zwischenruf des Abg. Petzner.
Ich bekenne mich dazu, meine sehr verehrten Damen und Herren, dass ich einmal in einem Ausschuss, der vertraulich war, bei den Ausschussberatungen gesagt habe (Zwischenruf des Abg. Brosz), die Hypo scheint ein Fass ohne Boden zu sein – ein vertraulicher Ausschuss! Das in die Öffentlichkeit getragen und breitgetreten zur Verunsicherung aller haben Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren von der Opposition! (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit des Abg. Petzner. – Abg. Bucher: Das war eine Aussendung der Parlamentskorrespondenz! – Abg. Ing. Westenthaler: Was haben Sie gegen die Parlamentskorrespondenz? – Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Abg. Neubauer: Haben eh nur Sie gemacht!
Ich halte es nicht für zielführend, wahllos mit Zahlen herumzuwerfen und die Bank weiter zu schädigen. (Abg. Neubauer: Haben eh nur Sie gemacht!) Unrichtig ist, dass das Einsparen von regulatorischer Eigenkapitalunterlegung unmittelbar mit einer Einsparung von Kosten aus Verlusten und somit einer geringeren Belastung des Steuerzahlers gleichzusetzen ist.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Der Weg der Kapitalisierung, den wir eingeschlagen haben, nämlich Rekapitalisierung – beispielsweise im vorigen Jahr über eine Anleihe, wo der Bund die Haftung übernommen hat –, war allemal billiger, als diese gesamten Assets in eine Bad Bank auszulagern und die dem Steuerzahler umzuhängen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Abg. Rädler: Schau!
lichst wenig belastet. Ein Schnellschuss ist nicht angebracht. Bad Banks generieren keinen wirtschaftlichen Mehrwert, und ich bin sehr froh, dass der Herr Kogler in der ZiB 2 laut und deutlich gesagt hat, dass es keine Garantie gibt, dass eine Bad Bank die günstigere Variante gewesen wäre. (Abg. Rädler: Schau!) – Daher, Herr Kogler, sind Sie ja selber nicht überzeugt von Ihrem Modell, sondern Sie wollen heute hier nur Wahlkampfgetöse veranstalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
lichst wenig belastet. Ein Schnellschuss ist nicht angebracht. Bad Banks generieren keinen wirtschaftlichen Mehrwert, und ich bin sehr froh, dass der Herr Kogler in der ZiB 2 laut und deutlich gesagt hat, dass es keine Garantie gibt, dass eine Bad Bank die günstigere Variante gewesen wäre. (Abg. Rädler: Schau!) – Daher, Herr Kogler, sind Sie ja selber nicht überzeugt von Ihrem Modell, sondern Sie wollen heute hier nur Wahlkampfgetöse veranstalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
Auch eine Bad Bank muss ausreichend mit Kapital und Liquidität gefüttert werden, und die Risiken aus dem Kreditportfolio tragen dann natürlich der Staat und der Steuerzahler. Dem vermeintlichen Vorteil einer geringeren Eigenkapitalausstattung steht die Verlustübernahme gegenüber, die sich durch Abwertungen sofort im Defizit niederschlägt. Das heißt, eine Bad Bank würde für den Steuerzahler allemal teurer kommen als eine kreativere Lösung, die nicht dem Steuerzahler zuzurechnen ist. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Unter welchem Titel ist das abgerechnet worden, wenn es keine Beratungskosten waren? Unter welchem Titel?
Im Bundesministerium für Finanzen sind für die Hypo Alpe-Adria seit der Notverstaatlichung keine Beratungskosten entstanden, da im Sinne der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit ausschließlich auf ressortinternes Know-how zurückgegriffen wurde. Eine rechtliche Beratung ist durch die Finanzprokuratur erfolgt. Externe Berater, die in Einzelfällen, beispielsweise zur Prüfung von Sanierungskonzepten, beauftragt wurden, waren auf Grundlage der im Zuge von Stützungsmaßnahmen getroffenen Vereinbarungen von der jeweiligen Bank zu bezahlen. (Abg. Strache: Unter welchem Titel ist das abgerechnet worden, wenn es keine Beratungskosten waren? Unter welchem Titel?)
Beifall bei der ÖVP.
Unter meiner Amtsführung ist zudem auch festgestellt worden, dass das Geld der Landesbank Bayern, das die Bayern noch in der Hypo haben, Eigenkapitalqualität hat, und daher wurde aufgrund der gesetzlichen Grundlage gemäß dem Eigenkapitalersatz-Gesetz verboten, dass dieses Geld den Bayern zurückgezahlt wird. Die Bayern sehen das anders und haben Klage eingebracht, um festzustellen, welche Qualität dieses Kapital hat. Dieser Prozess ist anhängig, und zu anhängigen Verfahren möchte ich mich nicht detaillierter äußern. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Dialog war das jetzt keiner!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Meine Damen und Herren! Erst kürzlich hatten wir, die Mitglieder der Präsidiale, in der Präsidialkonferenz eine ausführliche Debatte darüber, wie wir denn in Zukunft den Dialog zwischen Regierungsmitgliedern und den Abgeordneten dieses Hauses pflegen wollen. (Abg. Öllinger: Dialog war das jetzt keiner!)
Rufe bei der ÖVP: Bitte?!
Frau Bundesministerin, wir haben es bis jetzt geschafft, ohne Vorwürfe wie „Wahlkampfrhetorik“ und „Wahlkampfgeplänkel“ auszukommen (Rufe bei der ÖVP: Bitte?!), auch wenn die Wahlen bevorstehen, ich würde daher bitten, das auch beizubehalten. (Anhaltender Beifall bei SPÖ, FPÖ, Grünen, BZÖ und Team Stronach. – Bravorufe beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Eine anständige Präsidentin! – Abg. Ing. Westenthaler: Diese abgehobene Ministerin! Ungeheuerlich!)
Anhaltender Beifall bei SPÖ, FPÖ, Grünen, BZÖ und Team Stronach. – Bravorufe beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Eine anständige Präsidentin! – Abg. Ing. Westenthaler: Diese abgehobene Ministerin! Ungeheuerlich!
Frau Bundesministerin, wir haben es bis jetzt geschafft, ohne Vorwürfe wie „Wahlkampfrhetorik“ und „Wahlkampfgeplänkel“ auszukommen (Rufe bei der ÖVP: Bitte?!), auch wenn die Wahlen bevorstehen, ich würde daher bitten, das auch beizubehalten. (Anhaltender Beifall bei SPÖ, FPÖ, Grünen, BZÖ und Team Stronach. – Bravorufe beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Eine anständige Präsidentin! – Abg. Ing. Westenthaler: Diese abgehobene Ministerin! Ungeheuerlich!)
Abg. Steibl: Das geht zu weit!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Steibl: Das geht zu weit!) Es ist richtig,
Beifall bei der ÖVP.
Aber das kann nicht einseitig sein. Es kann nicht sein, dass die Regierungsmitglieder – das war auch die Meinung in dieser Besprechung –, wenn es den Abgeordneten freisteht, auch einmal ein schärferes Wort an die Regierungsbank zu richten, den Abgeordneten quasi ausgeliefert sind, ohne sich auch selbst einmal wehren zu können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Insofern, Frau Präsidentin, ist das jetzt geradezu ein Widerspruch zu dem, was Sie eingangs gesagt haben, als Sie das richtig geschildert haben. Daher halte ich es nicht für gerechtfertigt, die Frau Finanzministerin ihn dieser Weise zu maßregeln, wie Sie das getan haben. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ, FPÖ, Grünen, BZÖ und Team Stronach – Abg. Kopf: Und ich sage meine Meinung dazu!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Klubobmann, die Einschätzung über die Wortwahl obliegt immer noch dem Präsidium (Beifall bei SPÖ, FPÖ, Grünen, BZÖ und Team Stronach – Abg. Kopf: Und ich sage meine Meinung dazu!), und ich habe festgehalten, und dabei bleibe ich, ich werde sehr darauf achten, dass es so bleibt, dass wir uns bis morgen Abend nicht die Worte „Wahlkampfgeplänkel“ und „Wahlkampfrhetorik“ um die Ohren schmeißen. Das bringt gar nichts. Das gilt für die Abgeordneten in gleicher Weise wie für Regierungsmitglieder. – Das habe ich festgehalten, und dabei werde ich auch bei meiner Vorsitzführung bis morgen bleiben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Klubobmann, die Einschätzung über die Wortwahl obliegt immer noch dem Präsidium (Beifall bei SPÖ, FPÖ, Grünen, BZÖ und Team Stronach – Abg. Kopf: Und ich sage meine Meinung dazu!), und ich habe festgehalten, und dabei bleibe ich, ich werde sehr darauf achten, dass es so bleibt, dass wir uns bis morgen Abend nicht die Worte „Wahlkampfgeplänkel“ und „Wahlkampfrhetorik“ um die Ohren schmeißen. Das bringt gar nichts. Das gilt für die Abgeordneten in gleicher Weise wie für Regierungsmitglieder. – Das habe ich festgehalten, und dabei werde ich auch bei meiner Vorsitzführung bis morgen bleiben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei BZÖ, FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Meine sehr geehrten Damen und Herrn! Frau Präsidentin! Im Gegensatz zu meinem Vorredner, der die Rechte der Abgeordneten offensichtlich hinter die der Regierungsmitglieder hier im Parlament stellt, möchte ich mich ausdrücklich bei Ihnen bedanken, dass Sie die Abgeordneten und auch die Oppositionsabgeordneten in diesem Haus in Schutz nehmen, wenn es darum geht, sich gegen ungerechtfertigte Angriffe von der Regierungsbank aus zur Wehr zu setzen. (Beifall bei BZÖ, FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Eine sachliche Rede von Kogler?!
Jetzt einer wirklich sachlichen Rede derart zu entgegnen, ist (Bundesministerin Dr. Fekter: Eine sachliche Rede von Kogler?!) – Es geht schon wieder weiter. Also, Frau Präsidentin, Sie haben unsere vollste Unterstützung, wenn Sie auch in Zukunft dafür
Beifall bei BZÖ, SPÖ, FPÖ, Grünen und Team Stronach. – Bravoruf des Abg. Grosz.
sorgen, dass hier im Parlament der Abgeordnete im Vordergrund steht und nicht ein Regierungsmitglied mit den jeweiligen Befindlichkeiten. (Beifall bei BZÖ, SPÖ, FPÖ, Grünen und Team Stronach. – Bravoruf des Abg. Grosz.)
Rufe beim BZÖ – in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter –: Sie haben das selbst gesagt!
Nachweislich richtig ist, dass die Parlamentsdirektion eine einfache Pressemeldung gebracht hat mit dem Titel „Fass ohne Boden“ als Ihr Zitat, einfach als Bericht aus dem Ausschuss. Sie haben das tatsächlich gesagt. (Rufe beim BZÖ – in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter –: Sie haben das selbst gesagt!) – Ich darf noch kurz ausreden! Das jetzt den Abgeordneten umzuhängen und sie damit jetzt sozusagen erschwerend zu beschimpfen, dem Abgeordneten Kogler damit zu drohen, das ist wirklich unglaublich. Das im Übrigen schlägt dem Fass den Boden aus! (Beifall bei Grünen, SPÖ, FPÖ, BZÖ und Team Stronach. – Abg. Grosz – in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter –: Den Misstrauensantrag überleben Sie heute nicht! Sollen wir einen einbringen?)
Beifall bei Grünen, SPÖ, FPÖ, BZÖ und Team Stronach. – Abg. Grosz – in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter –: Den Misstrauensantrag überleben Sie heute nicht! Sollen wir einen einbringen?
Nachweislich richtig ist, dass die Parlamentsdirektion eine einfache Pressemeldung gebracht hat mit dem Titel „Fass ohne Boden“ als Ihr Zitat, einfach als Bericht aus dem Ausschuss. Sie haben das tatsächlich gesagt. (Rufe beim BZÖ – in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter –: Sie haben das selbst gesagt!) – Ich darf noch kurz ausreden! Das jetzt den Abgeordneten umzuhängen und sie damit jetzt sozusagen erschwerend zu beschimpfen, dem Abgeordneten Kogler damit zu drohen, das ist wirklich unglaublich. Das im Übrigen schlägt dem Fass den Boden aus! (Beifall bei Grünen, SPÖ, FPÖ, BZÖ und Team Stronach. – Abg. Grosz – in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter –: Den Misstrauensantrag überleben Sie heute nicht! Sollen wir einen einbringen?)
Beifall bei SPÖ, Grünen, BZÖ und Team Stronach.
Ich bin jedenfalls der Auffassung, Sie sind die gewählte Präsidentin aller Abgeordneten hier im Haus und Sie haben vollkommen korrekt agiert. Sie erhalten dafür auch die Unterstützung der sozialdemokratischen Parlamentsfraktion. (Beifall bei SPÖ, Grünen, BZÖ und Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
Ich glaube nicht, dass sich der Steuerzahler das verdient hat, dass eine Finanzministerin auf einfachste Fragen, die ja wirklich von hohem Interesse sind, auf eine so untergriffige und diffamierende Art und Weise reagiert. – Vielen Dank. (Beifall bei Team Stronach und Grünen.)
Abg. Dr. Bartenstein: Na geh!
Ich glaube, wir alle können uns wehren und auch Frau Finanzminister Fekter bricht kein Zacken aus der Krone, wenn sie von der Präsidentin einmal dahin gehend aufmerksam gemacht wird. Auch mir passiert das durchaus immer wieder aus der Emotion heraus (Abg. Dr. Bartenstein: Na geh!), und das ist durchaus verständlich.
Beifall bei der FPÖ.
Ich kann mich auf alle Fälle wehren, Frau Finanzminister, und werde Ihnen dann sachlich und inhaltlich antworten. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rädler – in Richtung FPÖ –: Das war staatstragend! – Anhaltende Zwischenrufe. – Abg. Ing. Westenthaler: Ob die Frau Fekter als künftige Zweite Präsidentin das auch so sieht? – Abg. Grosz: Frau Minister, halten Sie heute auch eine Abschiedsrede?
Ich mache darauf aufmerksam, dass gemäß der Geschäftsordnung kein Redner/keine Rednerin länger als 10 Minuten sprechen darf. Jedem Klub kommt eine Gesamtredezeit von 25 Minuten zu. (Abg. Rädler – in Richtung FPÖ –: Das war staatstragend! – Anhaltende Zwischenrufe. – Abg. Ing. Westenthaler: Ob die Frau Fekter als künftige Zweite Präsidentin das auch so sieht? – Abg. Grosz: Frau Minister, halten Sie heute auch eine Abschiedsrede?)
Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht!
Finanzministerin erlebt, die anfangs vom Blatt gelesen hat. Sie hat etwas vom Blatt gelesen, das sie schon darauf stehen hatte, noch bevor sie die Rede des Abgeordneten Kogler gehört hat (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht!), und sie hat ihm Vorwürfe unterstellt, über die wir soeben diskutiert haben. – Frau Finanzministerin, woher wussten Sie denn, was Herr Abgeordneter Kogler hier zu seiner Dringlichen Anfrage vorbringen würde? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Von wem haben Sie sich diese Rede wohl schreiben lassen? (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Finanzministerin erlebt, die anfangs vom Blatt gelesen hat. Sie hat etwas vom Blatt gelesen, das sie schon darauf stehen hatte, noch bevor sie die Rede des Abgeordneten Kogler gehört hat (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht!), und sie hat ihm Vorwürfe unterstellt, über die wir soeben diskutiert haben. – Frau Finanzministerin, woher wussten Sie denn, was Herr Abgeordneter Kogler hier zu seiner Dringlichen Anfrage vorbringen würde? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Von wem haben Sie sich diese Rede wohl schreiben lassen? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Finanzministerin erlebt, die anfangs vom Blatt gelesen hat. Sie hat etwas vom Blatt gelesen, das sie schon darauf stehen hatte, noch bevor sie die Rede des Abgeordneten Kogler gehört hat (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht!), und sie hat ihm Vorwürfe unterstellt, über die wir soeben diskutiert haben. – Frau Finanzministerin, woher wussten Sie denn, was Herr Abgeordneter Kogler hier zu seiner Dringlichen Anfrage vorbringen würde? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Von wem haben Sie sich diese Rede wohl schreiben lassen? (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Wenn es um die Frage der Diffamierung geht, dann muss man ein bisschen tiefer gehen und Revue passieren lassen, was diese Frau Finanzministerin zu Herrn Abgeordnetem Kogler gesagt hat. Es waren ja nicht nur das Wahlkampfgetöse und die Wahlkampfrhetorik, sondern da ging es ja noch um viel mehr. Da ging es darum, dass wir Horrorzahlen zulasten der Banken verbreiten würden. – Völlig falsch! Herr Kogler hat aus der „Presse“ vom 3. Juli 2013 zitiert. Nicht Zahlen der Grünen, sondern Zahlen beruhend auf einem internen Papier des Bundesministeriums für Finanzen! (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Finanzministerin, dass Sie uns oder Herrn Abgeordnetem Kogler dann unterstellen, wir seien am Debakel der Hypo schuld, das schlägt doch dem Fass den Boden aus! Das ist doch unglaublich, Frau Finanzministerin! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen und BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.
Sie unterstellen ihm Verantwortungslosigkeit. – Ich sehe das ganz anders, Frau Finanzministerin: Das, was Sie in Sachen Hypo Alpe-Adria aufgeführt haben und Ihr Vorgänger bei der Notverstaatlichung, assistiert vom nicht mehr anwesenden Staatssekretär Schieder, das ist strukturierte Verantwortungslosigkeit zum Schaden der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler dieses Landes! (Beifall bei Grünen und BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.)
Beifall bei den Grünen.
Ebenso verantwortungslos ist es, den nationalen Schulterschluss in dieser Frage einzufordern. Ja, das habe ich schon in der Aktuellen Stunde am 12. Juni gesagt, wir stehen zum einstimmigen Beschluss der Bankenrettungspakete. Aber für die Umsetzung dieser Bankenrettungspakete, Frau Finanzministerin, ist diese Regierung, sind in erster Linie Sie verantwortlich und nicht wir von der Opposition! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir haben mit diesem neuen Haushaltsrecht nicht nur den Grundsatz der Transparenz verankert, sondern auch den Grundsatz der möglichst getreuen Darstellung der finanziellen Lage des Bundes. Und ich kann und will es Ihnen nicht abnehmen, dass Sie keine Berechnungen darüber haben, wie viel Ihre Restrukturierungsprobleme kosten. Dass Sie durch Kommissar Almunia geprüft werden, das ist selbstverständlich, aber Berechnungen müssen Sie haben. Und genau diese Berechnungen müssen als Grundlage für den Bundesfinanzrahmen herangezogen werden. Alles andere heißt, Sie missachten Grundsätze, budgetäre Grundsätze, die in der Verfassung verankert sind. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Und das wollen Sie, Frau Finanzministerin, nicht wahrhaben. Sie weigern sich seit mehr als einem Jahr beharrlich, eine Bad Bank einzurichten, obwohl jeder sagt, dass eine Bad Bank unumgänglich, dass sie notwendig ist. Es sind die Organe der Gesellschaft, es ist der Vorstand, es ist der Aufsichtsrat. Beide sind dahin. Warum? – Sie sagen, sie seien in die Restrukturierungspläne einbezogen worden. Aber das kann ich nur für einen Scherz halten. In Wirklichkeit wurde ihnen die Taskforce vorgesetzt! (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) Diese Organe der Bank hatten
Beifall bei den Grünen.
doch in Wirklichkeit nichts zu reden! Das scheint doch die Wahrheit zu sein, Frau Finanzministerin! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist Wahlkampf!
Sie wollen durch die Nichteinrichtung dieser Bad Bank den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern vor den Wahlen nicht die Wahrheit über die Hypo Alpe-Adria sagen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist Wahlkampf!) Aber das, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP, aber auch von der SPÖ, wäre dringend geboten, denn wie kommen die SteuerzahlerInnen dazu, zu den Wahlurnen zu gehen und erst nach dem Wahlurnengang zu erfahren, dass sie 7 Milliarden, 10 Milliarden, 15 Milliarden – ich weiß nicht, wie viel – für die Hypo Alpe-Adria zahlen müssen?
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Für dieses Desaster, beginnend mit dem Notverkauf (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), sind Sie, Frau Finanzministerin, und Ihr Vorgänger verantwortlich. Wir Steuerzahler wollen uns das nicht länger gefallen lassen. Mit dieser strukturierten Verantwortungslosigkeit muss Schluss gemacht werden! – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Für dieses Desaster, beginnend mit dem Notverkauf (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), sind Sie, Frau Finanzministerin, und Ihr Vorgänger verantwortlich. Wir Steuerzahler wollen uns das nicht länger gefallen lassen. Mit dieser strukturierten Verantwortungslosigkeit muss Schluss gemacht werden! – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ): Frau Finanzministerin Fekter hat in ihrer Beantwortung der Anfrage gegenüber den Oppositionsparteien die Aussage und den sehr schwer wiegenden Vorwurf getätigt, dass die Oppositionsparteien vertrauliche Informationen aus einem geheimen Ausschuss an die Öffentlichkeit gespielt hätten (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter) und damit der Bank und dem Steuerzahler schweren Schaden zugefügt hätten. (Bundesministerin Dr. Fekter: Habe ich nicht gesagt!)
Bundesministerin Dr. Fekter: Habe ich nicht gesagt!
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ): Frau Finanzministerin Fekter hat in ihrer Beantwortung der Anfrage gegenüber den Oppositionsparteien die Aussage und den sehr schwer wiegenden Vorwurf getätigt, dass die Oppositionsparteien vertrauliche Informationen aus einem geheimen Ausschuss an die Öffentlichkeit gespielt hätten (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter) und damit der Bank und dem Steuerzahler schweren Schaden zugefügt hätten. (Bundesministerin Dr. Fekter: Habe ich nicht gesagt!)
Bundesministerin Dr. Fekter: Ich habe nichts von geheim gesagt!
Ich stelle tatsächlich richtig, dass das kein geheimer Ausschuss war (Bundesministerin Dr. Fekter: Ich habe nichts von geheim gesagt!) und keine vertraulichen Informationen, sondern dass das der öffentliche EU-Unterausschuss vom 9. April 2013 war (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Genau! Danke!) und dass es dazu eine entsprechende öffentliche Aussendung der „Parlamentskorrespondenz“ gibt (Abg. Ing. Westenthaler: Das sollte sie als künftige Präsidentin wissen!), aus der ich wortwörtlich zitiere:
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Genau! Danke!
Ich stelle tatsächlich richtig, dass das kein geheimer Ausschuss war (Bundesministerin Dr. Fekter: Ich habe nichts von geheim gesagt!) und keine vertraulichen Informationen, sondern dass das der öffentliche EU-Unterausschuss vom 9. April 2013 war (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Genau! Danke!) und dass es dazu eine entsprechende öffentliche Aussendung der „Parlamentskorrespondenz“ gibt (Abg. Ing. Westenthaler: Das sollte sie als künftige Präsidentin wissen!), aus der ich wortwörtlich zitiere:
Abg. Ing. Westenthaler: Das sollte sie als künftige Präsidentin wissen!
Ich stelle tatsächlich richtig, dass das kein geheimer Ausschuss war (Bundesministerin Dr. Fekter: Ich habe nichts von geheim gesagt!) und keine vertraulichen Informationen, sondern dass das der öffentliche EU-Unterausschuss vom 9. April 2013 war (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Genau! Danke!) und dass es dazu eine entsprechende öffentliche Aussendung der „Parlamentskorrespondenz“ gibt (Abg. Ing. Westenthaler: Das sollte sie als künftige Präsidentin wissen!), aus der ich wortwörtlich zitiere:
Abg. Scheibner – in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter –: Entschuldigen Sie sich beim Abgeordneten! – weitere Zwischenrufe – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Ich fordere Sie daher auf, Frau Finanzministerin (Abg. Scheibner – in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter –: Entschuldigen Sie sich beim Abgeordneten! – weitere Zwischenrufe – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), diesen schwer wiegenden Vorwurf zurückzunehmen und sich in aller Form nicht nur bei den Abgeordneten, sondern auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der „Parlamentskorrespondenz“ zu entschuldigen! (Beifall bei BZÖ, FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei BZÖ, FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Ich fordere Sie daher auf, Frau Finanzministerin (Abg. Scheibner – in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter –: Entschuldigen Sie sich beim Abgeordneten! – weitere Zwischenrufe – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), diesen schwer wiegenden Vorwurf zurückzunehmen und sich in aller Form nicht nur bei den Abgeordneten, sondern auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der „Parlamentskorrespondenz“ zu entschuldigen! (Beifall bei BZÖ, FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter –: Da fällt Ihnen kein Zacken aus der Krone, wenn Sie sich einmal entschuldigen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu Wort gelangt Herr Klubobmann Dr. Cap. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter –: Da fällt Ihnen kein Zacken aus der Krone, wenn Sie sich einmal entschuldigen!)
Abg. Kopf: Wie wir seinen Dreck wegräumen!
Aber, was ich schon sagen möchte: Wäre der verstorbene Landeshauptmann Jörg Haider noch am Leben und hätte er diese Debatte jetzt vor dem Fernseher verfolgt, müsste er sich vor lauter Lachen am Klagenfurter Lindwurm festhalten. Denn die Wahrheit ist: Wir diskutieren hier herinnen (Abg. Kopf: Wie wir seinen Dreck wegräumen!) – in diesem Fall konkret die Grünen, die herauskommen und sagen, Rot und Schwarz seien schuld an dem Ganzen, daran, dass jetzt Steuergelder verlorengehen; seitens der Regierungsbank heißt es, die gesamte Opposition sei schuld daran, dass das mit der Landes-Hypo in die Binsen geht –, aber wenn man sich genauer ansieht, warum das alles überhaupt so gekommen ist – und das ist die entscheidende Frage; wir sitzen doch heute hier, um etwas zu diskutieren, das eine Geschichte hat –, stellt man fest: Der Landeshauptmann von Kärnten, der damals Jörg Haider geheißen hat, und der, der ihm zur Mehrheit verholfen hat, Herr Martinz von der ÖVP Kärnten, haben genau gewusst, dass das Land Kärnten gemäß dem Kärntner Landesholding-Gesetz als Aushalfsbürge für die Hypo gehaftet hat. Als Aushalfsbürge für die Hypo! (Abg. Grosz: Ausfallsbürge! Das hat mit dem Hals nichts zu tun! – Abg. Petzner: „Aushalfsbürge“?) – Genau.
Abg. Grosz: Ausfallsbürge! Das hat mit dem Hals nichts zu tun! – Abg. Petzner: „Aushalfsbürge“?
Aber, was ich schon sagen möchte: Wäre der verstorbene Landeshauptmann Jörg Haider noch am Leben und hätte er diese Debatte jetzt vor dem Fernseher verfolgt, müsste er sich vor lauter Lachen am Klagenfurter Lindwurm festhalten. Denn die Wahrheit ist: Wir diskutieren hier herinnen (Abg. Kopf: Wie wir seinen Dreck wegräumen!) – in diesem Fall konkret die Grünen, die herauskommen und sagen, Rot und Schwarz seien schuld an dem Ganzen, daran, dass jetzt Steuergelder verlorengehen; seitens der Regierungsbank heißt es, die gesamte Opposition sei schuld daran, dass das mit der Landes-Hypo in die Binsen geht –, aber wenn man sich genauer ansieht, warum das alles überhaupt so gekommen ist – und das ist die entscheidende Frage; wir sitzen doch heute hier, um etwas zu diskutieren, das eine Geschichte hat –, stellt man fest: Der Landeshauptmann von Kärnten, der damals Jörg Haider geheißen hat, und der, der ihm zur Mehrheit verholfen hat, Herr Martinz von der ÖVP Kärnten, haben genau gewusst, dass das Land Kärnten gemäß dem Kärntner Landesholding-Gesetz als Aushalfsbürge für die Hypo gehaftet hat. Als Aushalfsbürge für die Hypo! (Abg. Grosz: Ausfallsbürge! Das hat mit dem Hals nichts zu tun! – Abg. Petzner: „Aushalfsbürge“?) – Genau.
Abg. Ing. Westenthaler: Erzählen Sie uns etwas über die BAWAG!
Wenn man weiß, dass diese Landeshaftung bei rund 20 Milliarden € gelegen ist und das dann zu dieser Notverstaatlichung geführt hat, um zu vermeiden, dass das schlagend wird, und wenn man weiß, dass in der Landesaufsicht Landeshauptmann Jörg Haider und ein Beamter gesessen sind, die es offensichtlich verabsäumt haben, das Risiko des Schlagendwerdens der Landeshaftung in der damaligen Zeit schon zu minimieren – er war ein Jurist und muss wohl gewusst haben, was er da tut; er wird ja auch gewusst haben, dass, wenn Kärnten das nicht mehr schafft, das alle Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in Österreich zu bezahlen haben (Abg. Ing. Westenthaler: Erzählen Sie uns etwas über die BAWAG!) –, dann muss man sagen, dass das das wirkliche Thema des heutigen Tages ist, das wir zu diskutieren haben, und nicht das Schuldzuweisungsfestival. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Petzner: was ein Ausfallsbürge ist?)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Petzner: was ein Ausfallsbürge ist?
Wenn man weiß, dass diese Landeshaftung bei rund 20 Milliarden € gelegen ist und das dann zu dieser Notverstaatlichung geführt hat, um zu vermeiden, dass das schlagend wird, und wenn man weiß, dass in der Landesaufsicht Landeshauptmann Jörg Haider und ein Beamter gesessen sind, die es offensichtlich verabsäumt haben, das Risiko des Schlagendwerdens der Landeshaftung in der damaligen Zeit schon zu minimieren – er war ein Jurist und muss wohl gewusst haben, was er da tut; er wird ja auch gewusst haben, dass, wenn Kärnten das nicht mehr schafft, das alle Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in Österreich zu bezahlen haben (Abg. Ing. Westenthaler: Erzählen Sie uns etwas über die BAWAG!) –, dann muss man sagen, dass das das wirkliche Thema des heutigen Tages ist, das wir zu diskutieren haben, und nicht das Schuldzuweisungsfestival. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Petzner: was ein Ausfallsbürge ist?)
Abg. Grosz: Jetzt wissen wir, warum die BAWAG gegangen ist! Bei Ihrem wirtschaftlichen Verständnis! „Konsum“, BAWAG! – weitere Zwischenrufe beim BZÖ
Es gab die Verflechtung zwischen der Landes-Hypo und, sagen wir jetzt, Jörg Haider und Co damals – zuerst war er ja der Obmann der Freiheitlichen Partei und dann des BZÖ, das alles sollte man nicht vergessen (Abg. Grosz: Jetzt wissen wir, warum die BAWAG gegangen ist! Bei Ihrem wirtschaftlichen Verständnis! „Konsum“, BAWAG! – weitere Zwischenrufe beim BZÖ) –, und man muss sehen, was da alles geduldet wurde, wozu da motiviert wurde, und das ist nicht wenig.
Abg. Bucher: Wer war denn Eigentümer?
Schauen wir uns nur die Expansion der Bank laut einer APA-Aussendung an: Diese Bank hatte 1992 eine Bilanzsumme von 1,87 Milliarden €, 2005 eine Bilanzsumme von 24,23 Milliarden € und 2008 eine Bilanzsumme von 42,3 Milliarden €! Jeder, der halbwegs eine Ahnung hat und dessen Horizont über das Verkaufen von Zuckerln und Würstl mit Senf hinausgeht (Abg. Bucher: Wer war denn Eigentümer?), weiß, was das bedeutet! Was war das? – Das ist der wahre Skandal, über den wir heute hier zu diskutieren haben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Grosz: Wer war 2008 Eigentümer? 2008 war Haider tot, und Eigentümer waren die Bayern!) – Aber geh, das wird ja nicht
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Grosz: Wer war 2008 Eigentümer? 2008 war Haider tot, und Eigentümer waren die Bayern!
Schauen wir uns nur die Expansion der Bank laut einer APA-Aussendung an: Diese Bank hatte 1992 eine Bilanzsumme von 1,87 Milliarden €, 2005 eine Bilanzsumme von 24,23 Milliarden € und 2008 eine Bilanzsumme von 42,3 Milliarden €! Jeder, der halbwegs eine Ahnung hat und dessen Horizont über das Verkaufen von Zuckerln und Würstl mit Senf hinausgeht (Abg. Bucher: Wer war denn Eigentümer?), weiß, was das bedeutet! Was war das? – Das ist der wahre Skandal, über den wir heute hier zu diskutieren haben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Grosz: Wer war 2008 Eigentümer? 2008 war Haider tot, und Eigentümer waren die Bayern!) – Aber geh, das wird ja nicht
Abg. Bucher: Wie kann man als Klubobmann so einen Unsinn reden!
Es kommt ja noch etwas dazu: Es hat der Verkauf der Landes-Hypo an die Bayern stattgefunden, und die Ausfallshaftungen sind bei Kärnten geblieben! Ein Wahnsinn! Man hat gesagt: Geh kommt, kauft sie, ihr kauft den Schinken, und wir behalten uns das, was schon faul ist, die verdorbenen Eier! So ungefähr war das damals. – Und dann haben ein paar damit begonnen, eine Verteidigungslinie aufzubauen. Das ist doch unglaublich! (Abg. Bucher: Wie kann man als Klubobmann so einen Unsinn reden!)
Abg. Mag. Widmann: Ihr wart überall dabei!
Ich finde, all das muss man sehen, wenn man darüber diskutiert. Da rede ich noch gar nicht über das Honorar von irgendeinem Campingplatzbetreiber, der plötzlich dafür, dass er „Guten Tag!“ sagt und einen Füller in die Hand nimmt und irgendetwas unterschreibt, zwischen 6 Millionen und 12 Millionen € abkassiert! (Abg. Mag. Widmann: Ihr wart überall dabei!) – Hallo, aufwachen, Widmann, aufwachen! Im Parlament sind wir! Es geht auch um dich! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich finde, all das muss man sehen, wenn man darüber diskutiert. Da rede ich noch gar nicht über das Honorar von irgendeinem Campingplatzbetreiber, der plötzlich dafür, dass er „Guten Tag!“ sagt und einen Füller in die Hand nimmt und irgendetwas unterschreibt, zwischen 6 Millionen und 12 Millionen € abkassiert! (Abg. Mag. Widmann: Ihr wart überall dabei!) – Hallo, aufwachen, Widmann, aufwachen! Im Parlament sind wir! Es geht auch um dich! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn ich all das sehe, dann muss ich sagen, es ist an der Zeit, dass wir eine Aufgabe, die wir haben, auch immer wieder erfüllen: nämlich darauf hinzuweisen, warum das entstanden ist, wie das entstanden ist und was man tut, damit es nicht wieder entstehen kann. Das sind zum Beispiel entscheidende Schritte, die wir in diesem Rahmen zu klären und zu diskutieren haben. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Zwei Sachen zur BAWAG!
Die Diskussion über die Bad Bank, muss ich sagen, ist überhaupt das Allerbeste. (Abg. Ing. Westenthaler: Zwei Sachen zur BAWAG!) Vor zwei Jahren hätten wir vielleicht darüber diskutieren können, dass man das probiert. Aber diese Was-wäre-wenn-Diskussion, wo dann lauter (Zwischenruf des Abg. Dr. Strutz.) – Kollege Strutz möchte auch mitdiskutieren? Das ist aber interessant, denn Sie, Kollege Strutz, kommen auf meiner Liste auch vor. Sie sind auch dort irgendwo gesessen, sind sicherlich auch Gast im Untersuchungsausschuss in Kärnten gewesen und sollten eigentlich mehr wissen, als auf meiner Liste steht. Also kommen Sie bitte heraus und erzählen Sie ein bisschen etwas. (Abg. Dr. Strutz: Mache ich gerne!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Strutz.
Die Diskussion über die Bad Bank, muss ich sagen, ist überhaupt das Allerbeste. (Abg. Ing. Westenthaler: Zwei Sachen zur BAWAG!) Vor zwei Jahren hätten wir vielleicht darüber diskutieren können, dass man das probiert. Aber diese Was-wäre-wenn-Diskussion, wo dann lauter (Zwischenruf des Abg. Dr. Strutz.) – Kollege Strutz möchte auch mitdiskutieren? Das ist aber interessant, denn Sie, Kollege Strutz, kommen auf meiner Liste auch vor. Sie sind auch dort irgendwo gesessen, sind sicherlich auch Gast im Untersuchungsausschuss in Kärnten gewesen und sollten eigentlich mehr wissen, als auf meiner Liste steht. Also kommen Sie bitte heraus und erzählen Sie ein bisschen etwas. (Abg. Dr. Strutz: Mache ich gerne!)
Abg. Dr. Strutz: Mache ich gerne!
Die Diskussion über die Bad Bank, muss ich sagen, ist überhaupt das Allerbeste. (Abg. Ing. Westenthaler: Zwei Sachen zur BAWAG!) Vor zwei Jahren hätten wir vielleicht darüber diskutieren können, dass man das probiert. Aber diese Was-wäre-wenn-Diskussion, wo dann lauter (Zwischenruf des Abg. Dr. Strutz.) – Kollege Strutz möchte auch mitdiskutieren? Das ist aber interessant, denn Sie, Kollege Strutz, kommen auf meiner Liste auch vor. Sie sind auch dort irgendwo gesessen, sind sicherlich auch Gast im Untersuchungsausschuss in Kärnten gewesen und sollten eigentlich mehr wissen, als auf meiner Liste steht. Also kommen Sie bitte heraus und erzählen Sie ein bisschen etwas. (Abg. Dr. Strutz: Mache ich gerne!)
Abg. Dr. Strutz: Da komme ich gerne raus!
Bringen Sie nicht immer den gleichen Schmäh, dass andere Parteien auch irgendwann irgendwo dabei waren. Derjenige, der operativ dabei war, war der Landeshauptmann, als dessen Schatten Sie monatelang in Bewegung waren. Kaum habe ich Haider gesehen, war auch Strutz dabei. Sie müssen ja auch gewusst haben, was damals wirklich los war. (Abg. Dr. Strutz: Da komme ich gerne raus!)
Abg. Ing. Westenthaler: Könnten wir noch was zur BAWAG hören?
Daher sage ich nur: Man soll nicht vergessen, wie sich das abgespielt hat – und daher auch die nötigen Schlussfolgerungen, wie sich Banken organisieren, was sie für Handlungsspielräume haben, wie die Haftungsregelungen sind und, und, und, all das, was ja auf internationaler und nationaler Ebene geschieht. (Abg. Ing. Westenthaler: Könnten wir noch was zur BAWAG hören?)
Abg. Grosz: Und ein bisschen was zur Kommunalkredit! Da hätten wir auch gerne was gehört, Herr Kollege Cap!
Die Bankenabgabe ist ebenfalls ein ganz wichtiger Punkt, der in diesem Zusammenhang berücksichtigt werden muss, damit es nicht immer der Steuerzahler und die Steuerzahlerin sind, die das zu zahlen haben, und damit es auch eine Solidarität der Banken untereinander gibt! (Abg. Grosz: Und ein bisschen was zur Kommunalkredit! Da hätten wir auch gerne was gehört, Herr Kollege Cap!) – Das ist fad, was Sie sagen, denn wir diskutieren heute über die Landes-Hypo – Sie haben schön langsam eh schon so einen Kärntner Blick, das heißt, mir gelingt es, mit meiner Argumentation durchzudringen –, denn die ist das heutige Thema. Da geht es um eine Dimension, im Vergleich zu der alle anderen Dimensionen in Relation eine Lappalie sind, nämlich um 19 Milliarden €, 20 Milliarden € Ausfallshaftung. (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Cap, was ist mit der BAWAG gewesen? Die BAWAG war eine Lappalie?)
Abg. Ing. Westenthaler: Herr Cap, was ist mit der BAWAG gewesen? Die BAWAG war eine Lappalie?
Die Bankenabgabe ist ebenfalls ein ganz wichtiger Punkt, der in diesem Zusammenhang berücksichtigt werden muss, damit es nicht immer der Steuerzahler und die Steuerzahlerin sind, die das zu zahlen haben, und damit es auch eine Solidarität der Banken untereinander gibt! (Abg. Grosz: Und ein bisschen was zur Kommunalkredit! Da hätten wir auch gerne was gehört, Herr Kollege Cap!) – Das ist fad, was Sie sagen, denn wir diskutieren heute über die Landes-Hypo – Sie haben schön langsam eh schon so einen Kärntner Blick, das heißt, mir gelingt es, mit meiner Argumentation durchzudringen –, denn die ist das heutige Thema. Da geht es um eine Dimension, im Vergleich zu der alle anderen Dimensionen in Relation eine Lappalie sind, nämlich um 19 Milliarden €, 20 Milliarden € Ausfallshaftung. (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Cap, was ist mit der BAWAG gewesen? Die BAWAG war eine Lappalie?)
Abg. Mag. Widmann: Märchenstunde! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Eine Lappalie ist grundsätzlich überhaupt nichts, wenn es um Steuergelder geht, auch nicht 1 €, aber nur, damit wir einander richtig verstehen, um welche Dimension es da geht! Ich will gar nicht alles aufzählen, was da Thema ist: Mafia-Vorwürfe, welche Namen da herumgeistern, was die da am Balkan für Geschäfte gemacht haben, was sich da alles abgespielt hat. (Abg. Mag. Widmann: Märchenstunde! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Petzner: Kannst du zur BAWAG auch was sagen?
Das ist etwas, was heute einmal offensiv angegangen und diskutiert werden muss, und ich glaube, wir sollten wirklich eine Debatte darüber führen, warum und wie es dazu gekommen ist, wer diejenigen sind, die die Verantwortung tragen, und was man in Zukunft tun kann, damit sich das nicht wiederholt. (Abg. Petzner: Kannst du zur BAWAG auch was sagen?)
Abg. Scheibner: Nach der Rede nicht mehr! – Ruf beim BZÖ: Da kann gleich auch der Stronach reden!
Aber Ihre Aufgeregtheit und der Umstand, dass Sie so tun, als ob jetzt langsam die Schuld irgendwo anders zu suchen sei und nicht bei Ihnen selbst, das, finde ich, ist ein starkes Stück, und jeder Fernsehzuschauer und jede Fernsehzuschauerin, die jetzt noch zuschauen (Abg. Scheibner: Nach der Rede nicht mehr! – Ruf beim BZÖ: Da kann gleich auch der Stronach reden!) – jetzt wieder; da ich rede, ist die Quote wahrscheinlich hinaufgegangen –, werden wissen müssen, wo das zuzuordnen ist.
Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit beim BZÖ. – Abg. Grosz: Diese Bilder! Wir möchten von deiner Rute nichts wissen! – Abg. Ing. Westenthaler: Wir möchten von deiner Rute nichts wissen! Lass deine Rute eingesteckt!
Da, in diesem Kreis (der Redner deutet in Richtung BZÖ) – meine Wünschelrute schlägt aus –, orte ich die Verantwortlichkeiten. (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit beim BZÖ. – Abg. Grosz: Diese Bilder! Wir möchten von deiner Rute nichts wissen! – Abg. Ing. Westenthaler: Wir möchten von deiner Rute nichts wissen! Lass deine Rute eingesteckt!) – Je lauter der Zwischenruf, desto schlechter das Gewissen! Das möchte ich noch einmal in aller Deutlichkeit gesagt haben. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Grosz: Josef Cap seine Rute! Wie bekomme ich diese Bilder aus dem Kopf?! – Abg. Ing. Westenthaler: Lass deine Rute eingesteckt! Das ist ja fürchterlich! Diese Bilder!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Grosz: Josef Cap seine Rute! Wie bekomme ich diese Bilder aus dem Kopf?! – Abg. Ing. Westenthaler: Lass deine Rute eingesteckt! Das ist ja fürchterlich! Diese Bilder!
Da, in diesem Kreis (der Redner deutet in Richtung BZÖ) – meine Wünschelrute schlägt aus –, orte ich die Verantwortlichkeiten. (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit beim BZÖ. – Abg. Grosz: Diese Bilder! Wir möchten von deiner Rute nichts wissen! – Abg. Ing. Westenthaler: Wir möchten von deiner Rute nichts wissen! Lass deine Rute eingesteckt!) – Je lauter der Zwischenruf, desto schlechter das Gewissen! Das möchte ich noch einmal in aller Deutlichkeit gesagt haben. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Grosz: Josef Cap seine Rute! Wie bekomme ich diese Bilder aus dem Kopf?! – Abg. Ing. Westenthaler: Lass deine Rute eingesteckt! Das ist ja fürchterlich! Diese Bilder!)
Abg. Mag. Kogler: Ihr habt die Untersuchung abgedreht!
Was heißt das? – Vor der Notverstaatlichung war da nicht nur Missmanagement, war da nicht nur eine lockere Hand beim Geldausgeben, war da nicht nur eine Vernetzung zwischen Vorstand und Politik, sondern da war auch kriminelle Energie am Werk, meine Damen und Herren! (Abg. Mag. Kogler: Ihr habt die Untersuchung abgedreht!)
Abg. Mag. Kogler: Warum dann Wien und nicht München?
Erst vor wenigen Tagen hat der Oberste Gerichtshof den damaligen Generaldirektor Kulterer zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, meine Damen und Herren! Da bin ich vollkommen beim Kollegen Cap! Schauen wir uns an, was eigentlich zur Notverstaatlichung geführt hat, meine Damen und Herren! – Und das war damals eine Notverstaatlichung. Niemand, mein Lieber, weder der damalige Finanzminister Pröll, noch Staatssekretär Andreas Schieder, noch der Bund, niemand wollte, dass man diese Bank verstaatlicht. (Abg. Mag. Kogler: Warum dann Wien und nicht München?) Das war ein Hilferuf, auch der Europäischen Union. Trichet, damals Präsident der EZB, Almunia, alle haben gesagt: Um Himmels willen, wir wollen nach Lehman keinen zweiten Super-GAU! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Erst vor wenigen Tagen hat der Oberste Gerichtshof den damaligen Generaldirektor Kulterer zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, meine Damen und Herren! Da bin ich vollkommen beim Kollegen Cap! Schauen wir uns an, was eigentlich zur Notverstaatlichung geführt hat, meine Damen und Herren! – Und das war damals eine Notverstaatlichung. Niemand, mein Lieber, weder der damalige Finanzminister Pröll, noch Staatssekretär Andreas Schieder, noch der Bund, niemand wollte, dass man diese Bank verstaatlicht. (Abg. Mag. Kogler: Warum dann Wien und nicht München?) Das war ein Hilferuf, auch der Europäischen Union. Trichet, damals Präsident der EZB, Almunia, alle haben gesagt: Um Himmels willen, wir wollen nach Lehman keinen zweiten Super-GAU! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Überhaupt nicht! Die Bayern hätten es nicht gemacht! Erklären Sie das einmal!
Gar keine Frage, Lehman Brothers hat eine globale Finanzkrise ausgelöst – und ein Konkurs der Hypo hätte eine europäische Finanzkrise ausgelöst! Daher, Herr Mag. Kogler, bin ich der Meinung der Frau Finanzminister. So leichtfertig zu sagen: Hätten wir es halt darauf ankommen lassen!, das kann nur jemand, der keine Verantwortung trägt, Herr Mag. Kogler! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Überhaupt nicht! Die Bayern hätten es nicht gemacht! Erklären Sie das einmal!) – Herr Mag. Kogler, Sie haben Ihre Redezeit schon am Rednerpult gehabt.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Die war ja schon im Besitz!
Noch einmal, meine Damen und Herren: Es war eine Notsituation, ausgelöst durch diese vielen Vorgänge, die Herr Kollege Cap auch angesprochen hat. Es war eine Notverstaatlichung. Wer nimmt sich denn gerne eine marode Bank? – Niemand! Das war in einer äußersten Notsituation eine Maßnahme, um die uns alle gebeten haben, weil wir sonst einen finanzpolitischen Tsunami ausgelöst hätten, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Die war ja schon im Besitz!)
Abg. Mag. Kogler: Ich habe gesagt „Abwicklungsmodelle“!
Ich darf auch noch Folgendes sagen, auch in Richtung von Mag. Kogler: Es ist heute schon sehr viel über die Bad Bank gesprochen worden. (Abg. Mag. Kogler: Ich habe gesagt „Abwicklungsmodelle“!) Ich habe größtes Verständnis für jeden Bankvorstand, für jeden Bankaufsichtsrat, der sagt, die faulen Kredite, die giftigen Wertpapiere hätte er gerne los. (Abg. Petzner: Der Schieder sagt das! Der Schieder hat das gesagt!) Jeder Volksschüler versteht, Herr Kollege Petzner, dass eine Bank sofort saniert ist, wenn alle giftigen Wertpapiere und alle faulen Kredite weg sind. Das kann doch keine Lösung sein! Das ist doch keine Lösung, bitte! (Abg. Scheibner: Kritisieren Sie nicht dauernd den Staatssekretär Schieder!)
Abg. Petzner: Der Schieder sagt das! Der Schieder hat das gesagt!
Ich darf auch noch Folgendes sagen, auch in Richtung von Mag. Kogler: Es ist heute schon sehr viel über die Bad Bank gesprochen worden. (Abg. Mag. Kogler: Ich habe gesagt „Abwicklungsmodelle“!) Ich habe größtes Verständnis für jeden Bankvorstand, für jeden Bankaufsichtsrat, der sagt, die faulen Kredite, die giftigen Wertpapiere hätte er gerne los. (Abg. Petzner: Der Schieder sagt das! Der Schieder hat das gesagt!) Jeder Volksschüler versteht, Herr Kollege Petzner, dass eine Bank sofort saniert ist, wenn alle giftigen Wertpapiere und alle faulen Kredite weg sind. Das kann doch keine Lösung sein! Das ist doch keine Lösung, bitte! (Abg. Scheibner: Kritisieren Sie nicht dauernd den Staatssekretär Schieder!)
Abg. Scheibner: Kritisieren Sie nicht dauernd den Staatssekretär Schieder!
Ich darf auch noch Folgendes sagen, auch in Richtung von Mag. Kogler: Es ist heute schon sehr viel über die Bad Bank gesprochen worden. (Abg. Mag. Kogler: Ich habe gesagt „Abwicklungsmodelle“!) Ich habe größtes Verständnis für jeden Bankvorstand, für jeden Bankaufsichtsrat, der sagt, die faulen Kredite, die giftigen Wertpapiere hätte er gerne los. (Abg. Petzner: Der Schieder sagt das! Der Schieder hat das gesagt!) Jeder Volksschüler versteht, Herr Kollege Petzner, dass eine Bank sofort saniert ist, wenn alle giftigen Wertpapiere und alle faulen Kredite weg sind. Das kann doch keine Lösung sein! Das ist doch keine Lösung, bitte! (Abg. Scheibner: Kritisieren Sie nicht dauernd den Staatssekretär Schieder!)
Abg. Petzner: Der Herr Schieder hat das heute selber gesagt!
Sie begeben sich in die Rolle eines Bankvorstandes. Natürlich hat der gern alle faulen Wertpapiere los, aber was Sie wollen, ist eine maximale Belastung des Steuerzahlers. (Abg. Petzner: Der Herr Schieder hat das heute selber gesagt!) Da bin ich voll der Meinung der Frau Finanzminister. Bleiben Sie bei Ihrer Rolle! Sie sind der Generalanwalt des Steuerzahlers, Frau Finanzminister! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie begeben sich in die Rolle eines Bankvorstandes. Natürlich hat der gern alle faulen Wertpapiere los, aber was Sie wollen, ist eine maximale Belastung des Steuerzahlers. (Abg. Petzner: Der Herr Schieder hat das heute selber gesagt!) Da bin ich voll der Meinung der Frau Finanzminister. Bleiben Sie bei Ihrer Rolle! Sie sind der Generalanwalt des Steuerzahlers, Frau Finanzminister! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Bucher: Bei der Kommunalkredit war es anders! Bei der Kommunalkredit ist es gegangen! Bei der Kommunalkredit hast du es gemacht!
Man könnte über die Vor- und Nachteile einer Bad Bank lange diskutieren. Da gibt es eigene bankwissenschaftliche Seminare darüber. Klar ist aber – und da bin ich voll bei der Frau Finanzminister! –: Auch wenn man eine Bad Bank macht, sind ja die faulen Kredite und die giftigen Wertpapiere nicht in Luft aufgelöst. (Abg. Bucher: Bei der Kommunalkredit war es anders! Bei der Kommunalkredit ist es gegangen! Bei der Kommunalkredit hast du es gemacht!)
Abg. Petzner: Na, bitte ned! Bitte nicht!
Opposition nicht irremachen zu lassen. (Abg. Petzner: Na, bitte ned! Bitte nicht!) Herr Kollege Petzner spielt hier ein Spiel und versucht, die Jahre vorher völlig zu vergessen.
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Petzner, das ist Geschichtsfälschung! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein – in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter, die mit Bundesministerin Mag. Mikl-Leitner spricht –: Könnten Sie zuhören, Frau Minister?
Frau Finanzminister! Da sollten Sie schon einmal ein bisschen in sich gehen und zumindest in dem Punkt zugeben, sich da in einen Fehler verstiegen zu haben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein – in Richtung Bundesministerin Dr. Fekter, die mit Bundesministerin Mag. Mikl-Leitner spricht –: Könnten Sie zuhören, Frau Minister?)
Abg. Ing. Westenthaler: Die hört nicht einmal zu!
Sie sind eine Finanzministerin, die oftmals eine lockere Zunge hat, aber das berechtigt Sie natürlich nicht dazu, solche Unwahrheiten zum Besten zu geben und im Raum stehen zu lassen. (Abg. Ing. Westenthaler: Die hört nicht einmal zu!) So gesehen war die Richtigstellung vorher wichtig, natürlich auch vonseiten der Präsidentin ein Ordnungsruf im Sinne der Präsidiale, keine Frage.
Beifall bei der FPÖ.
Ich würde mir nur wünschen, dass diese präsidiale Vorsitzführung vielleicht einmal beim Herrn Kanzler Faymann ebenso gelebt wird, der sich durchaus auch immer wieder in seiner Diktion versteigt. (Beifall bei der FPÖ.) Da musste ich das bis dato vermissen, aber wir werden beim Verhalten anderer Minister und Regierungsverantwortlicher gespannt auf diese gelebte objektive und korrekte Vorsitzführung warten.
Abg. Ing. Westenthaler: Der Wünschelrutengeher!
Wenn dann natürlich der Herr Klubobmann Cap herauskommt (Abg. Ing. Westenthaler: Der Wünschelrutengeher!) und von den Landeshaftungen redet, die in der Zeit des SPÖ-Landeshauptmanns Ambrozy initiiert worden sind, was er völlig vergisst und links liegen lässt, aber natürlich wieder mit dem Gespenst Jörg Haider daherkommt, dann muss ich sagen: Bitte vergessen Sie doch nicht Ihren SPÖ-Landeshauptmann Ambrozy, der mit den Landeshaftungen begonnen hat! (Beifall bei FPÖ und BZÖ. – Abg. Grosz: Der Köfer ist auch einmal mit der Wünschelrute ... gegangen!)
Beifall bei FPÖ und BZÖ. – Abg. Grosz: Der Köfer ist auch einmal mit der Wünschelrute ... gegangen!
Wenn dann natürlich der Herr Klubobmann Cap herauskommt (Abg. Ing. Westenthaler: Der Wünschelrutengeher!) und von den Landeshaftungen redet, die in der Zeit des SPÖ-Landeshauptmanns Ambrozy initiiert worden sind, was er völlig vergisst und links liegen lässt, aber natürlich wieder mit dem Gespenst Jörg Haider daherkommt, dann muss ich sagen: Bitte vergessen Sie doch nicht Ihren SPÖ-Landeshauptmann Ambrozy, der mit den Landeshaftungen begonnen hat! (Beifall bei FPÖ und BZÖ. – Abg. Grosz: Der Köfer ist auch einmal mit der Wünschelrute ... gegangen!)
Abg. Ing. Westenthaler: Die Idee der SPÖ!
Verschweigen Sie den nicht, denn der hat das begonnen, so wie im roten Wien der Häupl, so wie im schwarzen Niederösterreich der Pröll! (Abg. Ing. Westenthaler: Die Idee der SPÖ!) Das ist das Muster der Landeshaftungen, das unter Rot und Schwarz überall gelebt wird – und es war dann leider damals neben SPÖ und ÖVP in Kärnten auch die FPÖ dabei und hat mitgestimmt. Ja, das ist vielleicht ein Vorwurf, den man machen kann, dass man ein rot-schwarzes System mitgetragen hat, das unter einem roten Kärntner Landeshauptmann Ambrozy initiiert worden ist.
Oh- und Geh-Rufe bei der FPÖ
Wenn Sie dann von einem Beamten reden, der da in der Landesaufsicht tätig gewesen sein soll, dann sagen Sie doch, wen Sie meinen! Wer war denn damals der verantwortliche Beamte der Landesaufsicht, der Chef der Finanzabteilung? – Ein langjähriges SPÖ-Mitglied, Dr. Felsner (Oh- und Geh-Rufe bei der FPÖ), den Sie nicht beim Namen genannt haben, aber so gerne in eine andere Ecke gewischt hätten, bei den vielen roten Aufsichtsräten, die damals in der Bank gesessen sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie dann von einem Beamten reden, der da in der Landesaufsicht tätig gewesen sein soll, dann sagen Sie doch, wen Sie meinen! Wer war denn damals der verantwortliche Beamte der Landesaufsicht, der Chef der Finanzabteilung? – Ein langjähriges SPÖ-Mitglied, Dr. Felsner (Oh- und Geh-Rufe bei der FPÖ), den Sie nicht beim Namen genannt haben, aber so gerne in eine andere Ecke gewischt hätten, bei den vielen roten Aufsichtsräten, die damals in der Bank gesessen sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ein roter Skandal in Wahrheit!
Genau darum geht es, und da versuchen Sie sich dann abzuputzen. Genauso wie es natürlich schon interessant ist, dass genau jene Behörden beteiligt waren: die Finanzmarktaufsicht, die Oesterreichische Nationalbank. Und wer war denn damals der Gouverneur, der das beaufsichtigt hat, als die Hypo verkauft wurde? – Das war zufälligerweise Herr Liebscher. Ui! (Abg. Ing. Westenthaler: Ein roter Skandal in Wahrheit!)
Abg. Grosz: Kollege Cap, meine Wünschelrute schlägt auch gerade aus!
Herr Liebscher und andere, bis hinein ins Finanzministerium, beaufsichtigten den Verkauf der Hypo: natürlich höchst korrekt, alles bestens, perfekt sogar! Moniert hat man von roter Seite, die Bank sei zu billig verkauft worden. (Abg. Grosz: Kollege Cap, meine Wünschelrute schlägt auch gerade aus!) Dann wird die Bank verkauft, gehört den Bayern, und dann vergessen Sie heute hier völlig, wer der Eigentümer war? – Na die Bayern! (Abg. Dr. Strutz: Der Gusenbauer war Berater! – Abg. Petzner: Da hat es einen eigenen Untersuchungsausschuss gegeben!)
Abg. Dr. Strutz: Der Gusenbauer war Berater! – Abg. Petzner: Da hat es einen eigenen Untersuchungsausschuss gegeben!
Herr Liebscher und andere, bis hinein ins Finanzministerium, beaufsichtigten den Verkauf der Hypo: natürlich höchst korrekt, alles bestens, perfekt sogar! Moniert hat man von roter Seite, die Bank sei zu billig verkauft worden. (Abg. Grosz: Kollege Cap, meine Wünschelrute schlägt auch gerade aus!) Dann wird die Bank verkauft, gehört den Bayern, und dann vergessen Sie heute hier völlig, wer der Eigentümer war? – Na die Bayern! (Abg. Dr. Strutz: Der Gusenbauer war Berater! – Abg. Petzner: Da hat es einen eigenen Untersuchungsausschuss gegeben!)
Beifall bei FPÖ und BZÖ sowie der Abg. Dr. Moser.
Da fragt man sich zu Recht: Wie kommt es zu der Entwicklung, dass dann unter der Regierungsverantwortung ein ÖVP-Finanzminister, Josef Pröll, nach Bayern fährt und mit österreichischen Steuergeldern die Bayern aus ihrer Verantwortung herauskauft? (Beifall bei FPÖ und BZÖ sowie der Abg. Dr. Moser.) Ja bitte, wie geht denn das zusammen? Sie reden von Notverstaatlichung. Da hätten sich die Deutschen und die Bayern Gedanken machen müssen, wie sie in der Art und Weise in ihrem Zuständigkeitsbereich, in ihrer Verantwortung diese Hypo retten. Und die hätten die Rettungsmaßnahmen gesetzt! Nicht wieder einmal die österreichischen Steuerzahler hineinreißen, weil dahinter offensichtlich irgendwelche Raiffeisen-Interessen als Gläubigerinteressen stehen! (Beifall bei FPÖ und BZÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: Herr Strache, ... das Land Kärnten gehaftet!)
Beifall bei FPÖ und BZÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: Herr Strache, ... das Land Kärnten gehaftet!
Da fragt man sich zu Recht: Wie kommt es zu der Entwicklung, dass dann unter der Regierungsverantwortung ein ÖVP-Finanzminister, Josef Pröll, nach Bayern fährt und mit österreichischen Steuergeldern die Bayern aus ihrer Verantwortung herauskauft? (Beifall bei FPÖ und BZÖ sowie der Abg. Dr. Moser.) Ja bitte, wie geht denn das zusammen? Sie reden von Notverstaatlichung. Da hätten sich die Deutschen und die Bayern Gedanken machen müssen, wie sie in der Art und Weise in ihrem Zuständigkeitsbereich, in ihrer Verantwortung diese Hypo retten. Und die hätten die Rettungsmaßnahmen gesetzt! Nicht wieder einmal die österreichischen Steuerzahler hineinreißen, weil dahinter offensichtlich irgendwelche Raiffeisen-Interessen als Gläubigerinteressen stehen! (Beifall bei FPÖ und BZÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: Herr Strache, ... das Land Kärnten gehaftet!)
Abg. Mag. Hakl: Landeshaftung! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Genau darum geht es! Das ist der größte Politskandal der Zweiten Republik, und Sie sitzen da und versuchen, von diesem unglaublichen Skandal abzulenken, dass Sie mit österreichischen Steuergeldern die bayerische Verantwortung sozusagen aufgehoben haben und die österreichischen Steuerzahler heute auf dem Milliardenschaden sitzen, der eigentlich eine bayerische Verantwortung in sich birgt. – Genau darum geht es! (Abg. Mag. Hakl: Landeshaftung! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da wird zu klären sein, wie Kollege Kogler zu Recht gesagt hat: Wer hat damals Finanzminister Josef Pröll am Gängelband gehabt, dass er funktioniert hat? Sie schreiben sogar andeutungsweise in der Anfrage: Hat man den irgendwo erpressen können? (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: So ist es!
Diese Frage stellt sich, und genau das gilt es aufzuklären. Wie kommen die österreichischen Steuerzahler dazu, die Verantwortung der Bayern wegzuwischen? Die Bayern haben sich im wahrsten Sinne des Wortes vor lauter Lachen auf die Schenkel geklopft über diese – Entschuldigung, ich verwende den Begriff – unglaublich unfähigen Herrschaften, die aus Österreich gekommen sind und die Bayern aus ihrer Verantwortung herausgelassen haben. (Abg. Ing. Westenthaler: So ist es!) Die haben sich auf die Schenkel geklopft! Die haben es ja selbst nicht für möglich gehalten, was da für unfähige Herrschaften kommen und dann die Österreicher in so eine Malaise hineinreiten. Und genau darum geht es! Deshalb muss das aufgeklärt werden, und zwar restlos. Das ist Ihre Verantwortung.
Beifall bei der FPÖ.
Wenn dann die Finanzministerin sagt: Wir schützen den Steuerzahler!, dann muss ich sagen: Eine größere Verhöhnung der Steuerzahler habe ich überhaupt noch nie gehört! Wo haben Sie denn jemals die Steuerzahler in Österreich geschützt? Wo? Wo denn? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Rot-schwarzer Beschluss mit grüner Unterstützung, Verfassungsmehrheit, Ausfallshaftung für die ESM-Schuldenunion von 68 Milliarden € – wenn wir schon bei Ausfallshaftungen sind! 68 Milliarden € Ausfallshaftungen aus österreichischen Steuergeldern hat die SPÖ mit der ÖVP und mit den Grünen für ESM-Bankenrettungspakete beschlossen – nur im Vergleich zu der Landeshaftung, die Ambrozy in Kärnten begonnen hat. Sie setzen dasselbe System fort! Wenn Sie so ein Gegner der Haftungsübernahmen sind, dann frage ich mich, warum Sie das System, das Sie da verurteilen, auf der anderen Seite mit zig Milliarden € fortsetzen! Da müssten Sie uns doch letztendlich recht geben und die Notbremse ziehen! Aber Sie tun es nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn man dann heute als Steuerzahler Österreichs unter der höchsten Steuer- und Gebührenbelastung der Zweiten Republik leidet und die Ministerin sich hinstellt und sagt: Wir schützen die Steuerzahler! Wir schützen Sie!, dann ist das wirklich unglaublich. Höchste Staatsverschuldung, höchste Steuerbelastung: Wo schützen Sie die Steuerzahler? – Die werden ausgepresst und ausgenommen und noch mit Haftungen über drei, vier Generationen zugeschüttet, und die Enkelkinder und Urenkelkinder werden noch daran kiefeln. Das ist Ihr vermeintlicher Schutz der Steuerzahler? Das Gegenteil ist der Fall! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die gehen nur rechtzeitig, um sich für die letzten Jahre nach dieser Zwangsverstaatlichung ohne Not aus ihrer Verantwortung zu stehlen und versuchen, jetzt jemand anderen hineinzutheatern. Nun taucht der Liebscher auf, der jetzt wieder Aufsichtsrat ist, obwohl er schon vorher versagt hat. Es sind immer dieselben rot-schwarzen Herrschaften im Bankenbereich, bei der FMA, im Finanzministerium, in den Aufsichtsräten und überall, bis hin zur Nationalbank, die sich gegenseitig kontrollieren und gegenseitig beaufsichtigen. Da erwartet man, dass jemals irgendetwas aufgedeckt werden soll? – Natürlich nicht. Das sind die Zudeckungsritter dieser Republik, im wahrsten Sinne des Wortes. (Beifall bei der FPÖ.)
Ah-Rufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Abgeordneter Strache hat gerade gemeint, dass wir zurzeit die höchste Steuerbelastung in Österreich hätten. (Ah-Rufe bei der FPÖ.) – Das ist falsch!
Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Wir haben eine Steuerbelastung von unter 43 Prozent. (Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Die höchste Steuerbelastung hatte Österreich unter dem blauen Finanzminister Grasser mit 45 Prozent. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ. – Abg. Krainer – das Rednerpult verlassend –: Das ist einfach die Wahrheit! – Abg. Ing. Westenthaler: Haben Sie das mit der Wünschelrute ausgerechnet?)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ. – Abg. Krainer – das Rednerpult verlassend –: Das ist einfach die Wahrheit! – Abg. Ing. Westenthaler: Haben Sie das mit der Wünschelrute ausgerechnet?
Wir haben eine Steuerbelastung von unter 43 Prozent. (Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Die höchste Steuerbelastung hatte Österreich unter dem blauen Finanzminister Grasser mit 45 Prozent. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ. – Abg. Krainer – das Rednerpult verlassend –: Das ist einfach die Wahrheit! – Abg. Ing. Westenthaler: Haben Sie das mit der Wünschelrute ausgerechnet?)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Sie haben selber richtig gesagt, dass es sich um Ausfallsbürgschaften handelt. Der Unterschied zu gewöhnlichen Haftungen ist, Herr Kollege Cap, dass bei Ausfallsbürgschaften zuerst der Eigentümer gehaftet hätte, und das wäre die Bayerische Landesbank gewesen. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Und Hauptschuldner war die Bayerische Landesbank als Eigentümer der Hypo Alpe-Adria. Informieren Sie sich zuerst richtig, bevor Sie draußen den Leuten Schmähs erzählen, Herr Kollege Cap! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Was sagt der Tilo Berlin?
Wir halten dem entgegen – Herr Kogler hat es heute schon gesagt –, dass wir befürchten, dass diese Notverstaatlichung schlichtweg schlecht verhandelt wurde, weil Sie sich von den Bayern über den Tisch ziehen haben lassen, und zwar aus einem einfachen Grund: Die Bayern hätten sich diese Pleite überhaupt nicht leisten können, nicht nur wegen der Haftungen, die sie letztendlich getroffen hätten, sondern auch wegen der gesamten Situation der Bayerischen Landesbank zum damaligen Zeitpunkt. Und jetzt wird es spannend. (Abg. Dr. Cap: Was sagt der Tilo Berlin?) – Was der Tilo Berlin sagt, ist mir wurscht. (Abg. Dr. Cap: Der Tilo Berlin ist wichtig!) Ich zitiere jetzt aus einem internen Mail der BayernLB, denn das ist viel interessanter.
Abg. Dr. Cap: Der Tilo Berlin ist wichtig!
Wir halten dem entgegen – Herr Kogler hat es heute schon gesagt –, dass wir befürchten, dass diese Notverstaatlichung schlichtweg schlecht verhandelt wurde, weil Sie sich von den Bayern über den Tisch ziehen haben lassen, und zwar aus einem einfachen Grund: Die Bayern hätten sich diese Pleite überhaupt nicht leisten können, nicht nur wegen der Haftungen, die sie letztendlich getroffen hätten, sondern auch wegen der gesamten Situation der Bayerischen Landesbank zum damaligen Zeitpunkt. Und jetzt wird es spannend. (Abg. Dr. Cap: Was sagt der Tilo Berlin?) – Was der Tilo Berlin sagt, ist mir wurscht. (Abg. Dr. Cap: Der Tilo Berlin ist wichtig!) Ich zitiere jetzt aus einem internen Mail der BayernLB, denn das ist viel interessanter.
Abg. Dr. Bartenstein: Ui, ui, ui!
Herr Pröll hat immer argumentiert, die Bayern seien nicht bereit gewesen, einen weiteren Beitrag zu leisten, und hat damit auch die Notverstaatlichung begründet. Meine Damen und Herren, dieses interne Mail aus der Bayerischen Landesbank, das ich aus München habe, beweist das glatte Gegenteil und überführt den ehemaligen Finanzminister Pröll schlichtweg der Lüge. (Abg. Dr. Bartenstein: Ui, ui, ui!) – Ich kann es beweisen, Herr Kollege Bartenstein. Hören Sie sich an, was in dem Mail steht!
Abg. Gahr: Von wem?
Ein Mail von einem ranghohen Mitarbeiter der Bayerischen Landesbank, gesendet am Dienstag, dem 24. November 2009, um 14.46 Uhr. (Abg. Gahr: Von wem?) Benedikt Haas, wenn Sie es genau wissen wollen, heißt dieser Mitarbeiter. 24. November 2009, 14.46 Uhr, versendet an die führenden Kabinettsmitarbeiter des damaligen bayerischen Staatsministers für Finanzen Fahrenschon, Betreff: Hypo Group Alpe-Adria – weiteres Vorgehen, Status: Streng vertraulich!
Abg. Grosz: Doch! Doch! Doch! Doch! – Abg. Strache: O ja, das geht eine!
In anderen Worten: Die BayernLB hat sich damals gedacht, die Republik, der Pröll wird ja nicht so deppert sein und diese Bank wirklich 1 : 1 übernehmen. (Abg. Grosz: Doch! Doch! Doch! Doch! – Abg. Strache: O ja, das geht eine!)
Beifall bei BZÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen
Das schreibt hier die BayernLB, und damit ist schwarz auf weiß belegt das, was Kollege Kogler gesagt hat, nämlich, dass der Pröll sich über den Tisch ziehen hat lassen, aus welchen Gründen auch immer (Beifall bei BZÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen), weil die BayernLB davon ausgegangen ist, dass Österreich die Notverstaatlichung nicht durchführen wird, und weil die BayernLB bereit gewesen wäre, mittels eines eigenen Konzeptes, das sie hier anführt, sich weiter zu engagieren. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das schreibt hier die BayernLB, und damit ist schwarz auf weiß belegt das, was Kollege Kogler gesagt hat, nämlich, dass der Pröll sich über den Tisch ziehen hat lassen, aus welchen Gründen auch immer (Beifall bei BZÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen), weil die BayernLB davon ausgegangen ist, dass Österreich die Notverstaatlichung nicht durchführen wird, und weil die BayernLB bereit gewesen wäre, mittels eines eigenen Konzeptes, das sie hier anführt, sich weiter zu engagieren. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Grosz: In Wahrheit ist das, was der Pröll gemacht hat, strafrechtlich relevant!
Umso mehr stellt sich die Frage, Herr Kollege Bartenstein, wenn die BayernLB davon ausgegangen ist, dass Österreich nicht notverstaatlichen wird, wenn die BayernLB intern an Konzepten gearbeitet hat, um eine Weiterfinanzierung sicherzustellen, wenn das sogar in einem eigenen Brief dem Finanzminister Pröll mitgeteilt wurde, dass diese Bereitschaft besteht, dass man an dieser Zwischenlösung arbeitet: Warum hat dann der Finanzminister Pröll diese Misswirtschaft der deutschen Bank trotzdem auf Kosten des österreichischen Steuerzahlers notverstaatlicht? Das ist die zentrale Frage! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Grosz: In Wahrheit ist das, was der Pröll gemacht hat, strafrechtlich relevant!)
Abg. Dr. Bartenstein: Sie wollen ablenken von Ihren eigenen Fehlern!
Daher fordern wir auch und beantragen heute nochmals die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses, weil nämlich etwas ganz anderes passiert ist: Die Bayern haben das nicht auf Ebene der Banken verhandelt, zwischen BayernLB und Hypo, sondern das wurde auf Ebene der Minister verhandelt. Denn aus einem anderen Dokument geht hervor, dass der Minister Fahrenschon schon im August 2009 mit Finanzminister Pröll – entgegen dessen öffentlicher Darstellung – die Notverstaatlichung der Hypo Group Alpe-Adria besprochen und fixiert hat. Und das wollen wir untersuchen und aufklären. (Abg. Dr. Bartenstein: Sie wollen ablenken von Ihren eigenen Fehlern!)
Abg. Grosz: Unfassbar! Unglaublich! Unfassbar! Der gehört eigentlich hinter Schloss und Riegel! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ist der Pröll auf freiem Fuß?
Und zum Schluss noch ein anderer Punkt, den ich ansprechen möchte, abgesehen davon, dass das untersucht gehört. Ich kann Ihnen genau sagen, Frau Finanzminister Fekter, warum Sie keine Bad Bank wollen: weil der Notverstaatlichungsvertrag selber die Einrichtung einer Bad Bank de facto verunmöglicht, weil da zwei Voraussetzungen in diesem Vertrag festgelegt sind. Erstens, dass es die Zustimmung der Bayern braucht, mit denen Sie gerade prozessieren. Viel Spaß! Und zweitens, dass die BayernLB sofort bei der Einrichtung einer Bad Bank über 3 Milliarden € österreichisches Steuergeld zusätzlich in den Rachen geschmissen bekommt. Das hat der Finanzminister Pröll damals mit dem Peschorn verhandelt. (Abg. Grosz: Unfassbar! Unglaublich! Unfassbar! Der gehört eigentlich hinter Schloss und Riegel! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ist der Pröll auf freiem Fuß?)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Ich brauche das gar nicht selber behaupten, ich zitiere dazu die EU-Kommission, die zu diesem entscheidenden Passus feststellt, dass mit diesem Passus seitens der Republik Österreich den Bayern ein Vorteil verschafft wurde. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Ich komme zum Schluss.
Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Weiters stellt die EU-Kommission fest: „In einem solchen Szenario“, wenn Österreich diese Garantie nicht übernommen hätte, „hätte die BayernLB einen wesentlich höheren Verlust gehabt.“ (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Und sie kommt zur Schlussfolgerung, dass die Notverstaatlichung eine Maßnahme darstellte – Zitat –, „die für die erfolgreiche Umstrukturierung der BayernLB notwendig“ war. Und nicht der Hypo Group Alpe-Adria! Der BayernLB, sagt die EU-Kommission! (Anhaltender Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Anhaltender Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Weiters stellt die EU-Kommission fest: „In einem solchen Szenario“, wenn Österreich diese Garantie nicht übernommen hätte, „hätte die BayernLB einen wesentlich höheren Verlust gehabt.“ (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Und sie kommt zur Schlussfolgerung, dass die Notverstaatlichung eine Maßnahme darstellte – Zitat –, „die für die erfolgreiche Umstrukturierung der BayernLB notwendig“ war. Und nicht der Hypo Group Alpe-Adria! Der BayernLB, sagt die EU-Kommission! (Anhaltender Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Petzner versucht, seine Rede fortzusetzen.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Petzner, Ihre 10 Minuten sind nicht nur vorbei, sondern überzogen. (Abg. Petzner versucht, seine Rede fortzusetzen.) – Nein, Herr Abgeordneter, ich muss konsequent sein! Sie sind nicht mehr am Wort!
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und BZÖ.
Roter Kopf, ja oder nein: Einfach falsch! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und BZÖ.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Richtig!
Dann ist man zum Finanzminister Pröll gegangen – der das aber gewusst hat. Es gibt auch einen Briefverkehr dazu. Der hat das gewusst. Er hat gewusst, dass die Muttergesellschaft die eigene Hypo so in Schwierigkeiten bringt, dass hier ein Ausfallsrisiko gegeben wäre. (Bundesministerin Dr. Fekter: Richtig!) Und jetzt ist der Steuerzahler eingesprungen, denn sonst wären Haftungen und was da alles im Raum steht, schlagend geworden.
Abg. Dr. Matznetter: Und wie hoch ist das Budget?
Wenn Sie jetzt erzählen, das ist ein Wahnsinn, dass die Kärntner so viele Ausfallshaftungen übernommen haben: Wie kann man nur, wie kann man nur?, dann sage ich Ihnen jetzt etwas: Die Stadt Wien hat Ausfallshaftungen für die Bank Austria von 16,6 Milliarden € – nur die Stadt Wien. (Abg. Dr. Matznetter: Und wie hoch ist das Budget?) Na, was glauben Sie: Können die das stemmen? Können sie das stemmen?
Abg. Dr. Matznetter: Wie hoch ist das Budget?
Oder Niederösterreich: 6,8 Milliarden! (Abg. Dr. Matznetter: Wie hoch ist das Budget?) – Okay, das Budget, aber: Was ist mit Tirol? 6,9 Milliarden! Glauben Sie, dass Tirol das stemmen kann, 6,9 Milliarden Ausfallshaftungen? Steiermark: 4 Milliarden; Vorarlberg: 7 Milliarden Ausfallshaftungen.
Beifall beim Team Stronach.
Also wenn das so wäre, was Sie da behaupten, dass solche Ausfallshaftungen immer zu 100 Prozent schlagend werden und das eine absolute Katastrophe wäre, dann müssten Sie sofort auf Ihr Pferd steigen, Frau Finanzministerin, und hinausreiten in die Länder und dort schauen, dass Sie diese Haftungen loswerden. (Beifall beim Team Stronach.) Denn letztlich würden diese Haftungen ja genau zu dem führen, was Sie immer wieder hier behaupten, was aber falsch ist. Es ist falsch, dass diese Haftungen per se schlagend werden. Es ist einfach falsch! (Abg. Dr. Cap: Wenn das der Frank hört! – Abg. Dr. Wittmann: Was sagt der Frank, wenn er das hört?)
Abg. Dr. Cap: Wenn das der Frank hört! – Abg. Dr. Wittmann: Was sagt der Frank, wenn er das hört?
Also wenn das so wäre, was Sie da behaupten, dass solche Ausfallshaftungen immer zu 100 Prozent schlagend werden und das eine absolute Katastrophe wäre, dann müssten Sie sofort auf Ihr Pferd steigen, Frau Finanzministerin, und hinausreiten in die Länder und dort schauen, dass Sie diese Haftungen loswerden. (Beifall beim Team Stronach.) Denn letztlich würden diese Haftungen ja genau zu dem führen, was Sie immer wieder hier behaupten, was aber falsch ist. Es ist falsch, dass diese Haftungen per se schlagend werden. Es ist einfach falsch! (Abg. Dr. Cap: Wenn das der Frank hört! – Abg. Dr. Wittmann: Was sagt der Frank, wenn er das hört?)
Beifall beim Team Stronach. – Bundesministerin Dr. Fekter: Das respektiere ich auch!
Jetzt noch einmal zu Ihrem Stil, Frau Finanzministerin, weil ich kritisiert wurde, als ich gesagt habe, dass Sie die Opposition diffamiert haben, weil die Opposition etwas will, was ihr wirklich zusteht. Es steht uns als Parlamentariern zu, die Frau Ministerin zu fragen – dafür sind wir ja heute hier. Ich glaube, das haben viele noch gar nicht verstanden, dass wir heute hier sind und eine Anfrage, sogar eine Dringliche Anfrage an die Frau Finanzministerin stellen, die Fragen beinhaltet, die für uns interessant sind – mag sein, auch für die Bürger draußen, aber in erster Linie für uns –, weil wir das Recht haben, von der Frau Finanzministerin auch Auskunft zu bekommen. (Beifall beim Team Stronach. – Bundesministerin Dr. Fekter: Das respektiere ich auch!) – Überhaupt dann, wenn es um Milliarden geht.
Bundesministerin Dr. Fekter: Dass ich das respektiere!
Und was machen Sie? Was machen Sie? (Bundesministerin Dr. Fekter: Dass ich das respektiere!) Sie stehen auf, diffamieren uns deshalb, Sie sagen (Bundesministerin Dr. Fekter: Aber geh!) – Na was? Sie haben uns nicht diffamiert? Sie haben behauptet, nur weil wir die Fragen stellen, wie viel an Belastungen jetzt auf die Steuerzahler zukommen wird, wie viel jetzt tatsächlich zu zahlen ist, verursachen wir diese Probleme. Sie haben behauptet, wir sind überhaupt die Ursache dafür, dass der Steuerzahler in die Tasche greifen muss. Wenn das keine Diffamierung ist, dann weiß ich es nicht.
Bundesministerin Dr. Fekter: Aber geh!
Und was machen Sie? Was machen Sie? (Bundesministerin Dr. Fekter: Dass ich das respektiere!) Sie stehen auf, diffamieren uns deshalb, Sie sagen (Bundesministerin Dr. Fekter: Aber geh!) – Na was? Sie haben uns nicht diffamiert? Sie haben behauptet, nur weil wir die Fragen stellen, wie viel an Belastungen jetzt auf die Steuerzahler zukommen wird, wie viel jetzt tatsächlich zu zahlen ist, verursachen wir diese Probleme. Sie haben behauptet, wir sind überhaupt die Ursache dafür, dass der Steuerzahler in die Tasche greifen muss. Wenn das keine Diffamierung ist, dann weiß ich es nicht.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Mehr! Viel mehr!
Daher: Erzählen Sie hier nicht diesen Lavendel, dass wir die Bank gefährden, weil wir von Ihnen das wissen wollen, was Sie uns gefälligst auch zu sagen haben, nämlich mit welchen Belastungen die Steuerzahler nach der Wahl rechnen müssen! – Das sind in etwa 9 Milliarden €. Ich kann es Ihnen sagen, wenn Sie es nicht sagen wollen. Das sind ungefähr drei große Steuererhöhungspakete, wenn man sich die Geschichte anschaut. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Mehr! Viel mehr!)
Beifall beim Team Stronach.
Sie machen hier nichts anderes, als zuzudecken, Sie wollen verschleiern. Sie riskieren, dass wir zusätzliche 2 Milliarden zahlen müssen, weil wir diese Bad Bank jetzt nicht sofort einrichten, noch vor der Wahl. Wenn wir das täten, würden wir es verhindern, dass wir diese 2 Milliarden zusätzlich zahlen müssen. Sie riskieren diese 2 Milliarden nur aus einem einzigen Grund: weil Sie sich bei der Wahl dadurch bessere Wahlergebnisse erhoffen. Und das ist nicht redlich. (Beifall beim Team Stronach.) Und das ist kein Wahlkampfgeplänkel, wie die Frau Präsidentin gesagt hat, das ist eine Tatsache, und das muss auch einmal in der Deutlichkeit gesagt werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sie machen hier nichts anderes, als zuzudecken, Sie wollen verschleiern. Sie riskieren, dass wir zusätzliche 2 Milliarden zahlen müssen, weil wir diese Bad Bank jetzt nicht sofort einrichten, noch vor der Wahl. Wenn wir das täten, würden wir es verhindern, dass wir diese 2 Milliarden zusätzlich zahlen müssen. Sie riskieren diese 2 Milliarden nur aus einem einzigen Grund: weil Sie sich bei der Wahl dadurch bessere Wahlergebnisse erhoffen. Und das ist nicht redlich. (Beifall beim Team Stronach.) Und das ist kein Wahlkampfgeplänkel, wie die Frau Präsidentin gesagt hat, das ist eine Tatsache, und das muss auch einmal in der Deutlichkeit gesagt werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall des Abg. Dr. Bartenstein. – Abg. Dr. Wittmann: Was sagt der Frank zum Ordnungsruf? – Abg. Dr. Cap: Das werde ich dem Frank erzählen, was ich da gehört habe!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Klubobmann Lugar, für die mehrfache Verwendung – ich habe Sie vorher schon abgemahnt – der Unterstellung der Diffamierung erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Beifall des Abg. Dr. Bartenstein. – Abg. Dr. Wittmann: Was sagt der Frank zum Ordnungsruf? – Abg. Dr. Cap: Das werde ich dem Frank erzählen, was ich da gehört habe!)
Bundesministerin Dr. Fekter: Staatsanwaltschaftsanhängig!
Steuerzahlerin in die Vergangenheit blickend. Wieso konnte es so weit kommen? Wieso wurde das noch nicht aufgeklärt? (Bundesministerin Dr. Fekter: Staatsanwaltschaftsanhängig!) – Danke für die Antwort, Frau Ministerin, ich warte auf die Staatsanwaltschaft.
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Zweitens frage ich mich: Wieso ist es möglich, dass wegen einer Bank, die Hypo Alpe-Adria heißt und im Eigentum der Bayerischen Landesbank ist, auf einmal ein österreichischer Finanzminister in einer Notsituation dem Land Bayern, der Politik Bayerns, der Bank Bayern mit österreichischem Steuergeld unter die Arme greift? Wieso? (Zwischenruf des Abg. Krainer.) – Das ist eine ganz naive, einfache Frage. Und ich bin sehr dankbar, dass der Herr Abgeordnete Petzner mir als einfacher Steuerzahlerin aus den Dokumenten endlich einmal eine Erklärung präsentiert hat.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Dürfen Sie auch nicht untersuchen!
Und diese Frage – Wieso konnte in der Situation einem fremden Eigentümer mit eigenem Steuergeld ein Hochrisikounternehmen abgekauft werden? – haben Sie mir nicht beantwortet, Frau Ministerin! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Dürfen Sie auch nicht untersuchen!)
Abg. Dr. Bartenstein: Wie kommen Sie darauf?
Ja, eingreifen musste aufgrund der Eigentümerstruktur der Staat Bayern. Der Staat Bayern war auch vonseiten der EU bereits in Vorbereitungen. Nur, da gab es anscheinend – das beobachte ich als einfache Steuerzahlerin – irgendeinen ehrgeizigen, ambitionierten, couragierten, Nächsten liebenden, Bayern liebenden österreichischen Finanzminister, der anscheinend zu viel österreichisches Steuergeld hat und damit bayerisches Eigentum schützt. (Abg. Dr. Bartenstein: Wie kommen Sie darauf?) – Anders kann ich das nicht interpretieren. Erklären Sie es mir, wenn es anders war. Aber aus der fachlichen Zeitungslektüreperspektive und so weiter ist das so. (Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Ja, eingreifen musste aufgrund der Eigentümerstruktur der Staat Bayern. Der Staat Bayern war auch vonseiten der EU bereits in Vorbereitungen. Nur, da gab es anscheinend – das beobachte ich als einfache Steuerzahlerin – irgendeinen ehrgeizigen, ambitionierten, couragierten, Nächsten liebenden, Bayern liebenden österreichischen Finanzminister, der anscheinend zu viel österreichisches Steuergeld hat und damit bayerisches Eigentum schützt. (Abg. Dr. Bartenstein: Wie kommen Sie darauf?) – Anders kann ich das nicht interpretieren. Erklären Sie es mir, wenn es anders war. Aber aus der fachlichen Zeitungslektüreperspektive und so weiter ist das so. (Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Und dann geht das ja weiter. Die Republik ist Eigentümer, und die Republik versucht jetzt, diese Malaise, dieses Bankkonvolut, dieses 11 Milliarden-Schuldenkonvolut irgendwie in Ihrem Sinne, Frau Ministerin, steuerzahlerschonend abzuwickeln oder sonst irgendwie zu managen. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.
Im Budget – ich schaue nach, weil ich muss ja als Steuerzahlerin auch dafür sorgen, dass das Budget irgendwie befüllt wird – wurde keine Vorsorge getroffen. Da liest man, wenn man die Möglichkeit hat, über Internet auf die Homepage des Finanzministeriums zu kommen, von Rückstellungen, ich glaube, von diesen ominösen 133 Millionen, aber weiter geht es nicht. Und irgendwann haben wir schon einmal 700 Millionen zur Verfügung gestellt. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.)
Abg. Petzner: So hätten Sie es machen müssen!
Frau Ministerin, ich lese auch ausländische Zeitungen, und da lese ich und kann nachvollziehen, dort gibt es ebenfalls Problembanken, zum Beispiel Hypo Real Estate. So, jetzt schaue ich nach, wie wurde umgegangen mit der Hypo Real Estate? – Und dann lese ich, ja, da hat es auch einen Abbauteil der Bank geben, eine sogenannte Bad Bank, und das wurde fein auseinandergenommen, filetiert in die guten und die schlechten Teile, und man hat sie abgewickelt. (Abg. Petzner: So hätten Sie es machen müssen!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Aufklärung verhindern!
Jetzt kommt mein Schlusssatz: Als einfache Steuerzahlerin kann ich jetzt nur ein Motiv beobachten: Warum wurde nicht rechtzeitig im Interesse und zum Schutz der SteuerzahlerInnen gehandelt? (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Aufklärung verhindern!) Warum wurde nicht aufgeklärt? – Anscheinend steht zuerst im Werthorizont die eigene Partei, der Wahltermin und erst dann kommt die Republik und erst dann kommen die SteuerzahlerInnen.
Beifall bei den Grünen.
Das tragen wir nicht mit! Wir bieten Ihnen heute die Hand, dass wir rechtzeitig gesetzliche Konzepte schaffen, damit Sie mehr Möglichkeiten haben, Frau Ministerin – darum reden wir ja sehr konstruktiv –, um endlich einmal Ihre kreativen Lösungen, Verwertungsgesellschaft, Beteiligungsgesellschaften, Fondslösungen, Stiftungslösungen oder auch Bad Bank, umzusetzen im Sinne der EU-Kommission. –Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Petzner: In Kenntnis deiner Person wissen wir, dass das schwierig sein wird!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich werde versuchen, zum Stil, den Kollege Kogler am Anfang dieser Debatte eingeführt hat, zurückzukehren und die Debatte eher wieder auf ein sachliches Niveau zu heben. (Abg. Petzner: In Kenntnis deiner Person wissen wir, dass das schwierig sein wird!)
Abg. Mag. Stefan: Die Frage ist: Was ist die Suppe?
Für mich stellen sich im Wesentlichen drei Fragen bei der Debatte. Die erste lautet: Wer hat uns die Suppe eingebrockt? (Abg. Mag. Stefan: Die Frage ist: Was ist die Suppe?)
Abg. Grosz: Aber zuerst hätten die Bayern gezahlt!
Wer uns die Suppe eingebrockt hat, ist, glaube ich – zumindest von meiner Seite –, relativ klar. Der Grund, wieso Österreich notverstaatlichen musste, waren natürlich die Haftungen, die das Land Kärnten eingegangen ist. Herr Petzner hat ohnehin vollkommen richtig gesagt, wenn der Schuldner, nämlich die Hypo Alpe-Adria, nicht zahlungsfähig ist, dass dann der Gläubiger dran ist oder der Hafter, sprich das Land Kärnten. (Abg. Grosz: Aber zuerst hätten die Bayern gezahlt!) – Nein, das ist eben ganz falsch! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.
Wer uns die Suppe eingebrockt hat, ist, glaube ich – zumindest von meiner Seite –, relativ klar. Der Grund, wieso Österreich notverstaatlichen musste, waren natürlich die Haftungen, die das Land Kärnten eingegangen ist. Herr Petzner hat ohnehin vollkommen richtig gesagt, wenn der Schuldner, nämlich die Hypo Alpe-Adria, nicht zahlungsfähig ist, dass dann der Gläubiger dran ist oder der Hafter, sprich das Land Kärnten. (Abg. Grosz: Aber zuerst hätten die Bayern gezahlt!) – Nein, das ist eben ganz falsch! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Abg. Mag. Kogler: So ein Blödsinn!
Das ist die Situation. Und natürlich waren die Haftungen der Grund, wieso Österreich am Ende des Tages notverstaatlichen musste. Da hat es damals natürlich Diskussionen gegeben. (Abg. Mag. Kogler: So ein Blödsinn!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Das ist natürlich auch eine wesentliche Frage: Wie verhindern wir ein nächstes Mal? – Ich glaube, dass eine derartige Konstruktion, eine derartige Expansion, ein derartiges Risiko und auch ein „Sie wissen nicht, was sie tun“ in Wahrheit in der Bank heute nicht mehr möglich ist, wie das bei der Hypo der Fall war. Insofern glaube ich, dass wir auch mit all den Gesetzen, die wir morgen beschließen – sprich Basel III, Bankeninterventions- und ‑restrukturierungsgesetz –, richtige Antworten geben, dass wir das nächste Mal wesentlich besser agieren können. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Und das, meine Herren Petzner und Grosz, können Sie nicht wegdiskutieren! Das können Sie ebenso wenig wegdiskutieren wie die Tatsache, wer uns denn die Suppe eingebrockt hat. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Nicht Krainer hat uns die Suppe eingebrockt, seine Analyse ist völlig richtig. Ein auf Wachstumswahn eingestellter Kulterer – da ist die Geschichte mit den viereinhalb Jahren und dass da Fremdmittel im Kreis gedreht wurden, plötzlich Eigenmittel geworden sind und weg von Liechtenstein zurück nach Österreich, ein Klacks im Verhältnis zu allem anderen. Aber das Gros dieses Wachstumswahns ging ja nach Kroatien und auch an den Balkan, und dort wurden die Kredite leichtfertigst vergeben. Dort wurden Bilanzsummen aufgebläht, um eben noch größer und noch schöner und noch besser zu sein. Dass das zum Teil natürlich auch mit der politischen Rückendeckung des damaligen Landeshauptmannes in Kärnten passiert ist, ist ebenso klar wie klar ist, dass es in Kärnten natürlich auch das eine oder andere Thema gegeben hat – Schlosshotel Velden, und, und, und –, wo spürbar ist, dass das eine geschehen ist, weil man eben das andere politisch wollte. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Das gilt ja für die Bayern auch!
Zweitens sagt Urschitz, es geht ja nicht nur um die Notverstaatlichung, weil Österreich solcher Schaden entstanden wäre. Wir hätten es uns als Staat leisten können, wären damit nicht Pleite gegangen, aber Kroatien und andere Balkanstaaten wären unter Umständen mit der Hypo Alpe-Adria-Pleite den Bach hinuntergegangen, und das hätten wir uns politisch nicht leisten können und wollen. (Abg. Mag. Kogler: Das gilt ja für die Bayern auch!)
Beifall bei der ÖVP.
Zitieren Sie bitte Urschitz voll und ganz, seine zwei konkreten Gründe, warum an der Notverstaatlichung kein Weg vorbeigeführt hat, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Da wäre es fair, das im Finanzrahmengesetz darzustellen!
Aber wenn es einmal um zweistellige Milliardenbeträge geht, wenn es einmal darum geht, den Schaden zu minimieren, dann sollten doch wir alle an einem Strang ziehen, wie das auch in dieser legendären Abstimmung (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Da wäre es fair, das im Finanzrahmengesetz darzustellen!) – Schön, dass Sie auch an der Debatte teilnehmen, Frau Kollegin. Es wäre gut, wenn der Herr Strache jetzt auch noch da wäre, der sich vorhin so falsch in die Debatte eingeschaltet hat, weil er nicht daran gedacht hat, dass das nicht die Bayern gewesen wären, sondern das Land Österreich und die Republik, die für die 20 Milliarden hätte einstehen sollen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wenn Sie von Milliarden reden, dann wäre es fair, das im Finanzrahmengesetz darzustellen und Vorsorge zu treffen!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wenn Sie von Milliarden reden, dann wäre es fair, das im Finanzrahmengesetz darzustellen und Vorsorge zu treffen!
Aber wenn es einmal um zweistellige Milliardenbeträge geht, wenn es einmal darum geht, den Schaden zu minimieren, dann sollten doch wir alle an einem Strang ziehen, wie das auch in dieser legendären Abstimmung (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Da wäre es fair, das im Finanzrahmengesetz darzustellen!) – Schön, dass Sie auch an der Debatte teilnehmen, Frau Kollegin. Es wäre gut, wenn der Herr Strache jetzt auch noch da wäre, der sich vorhin so falsch in die Debatte eingeschaltet hat, weil er nicht daran gedacht hat, dass das nicht die Bayern gewesen wären, sondern das Land Österreich und die Republik, die für die 20 Milliarden hätte einstehen sollen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wenn Sie von Milliarden reden, dann wäre es fair, das im Finanzrahmengesetz darzustellen und Vorsorge zu treffen!)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist nicht absehbar! Und es bringt jetzt überhaupt nichts, in Worst-Case-Szenarien zu denken und zu argumentieren. Da haben Kranebitter und Ditz wahrscheinlich recht, wenn sie sagen, es schadet der Bank, wenn man da mit Milliardenbeträgen in der Gegend herumwirft. Dass es Milliarden sein werden, ist schon klar, es waren ja auch schon Milliarden. Bad Bank – das ist nicht die eierlegende Wollmilchsau, meine sehr verehrten Damen und Herren! Sie werden damit Schulden nicht los, Sie werden damit die Haftungen nicht los. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist gut, dass die Frau Finanzministerin jetzt mit dem zuständigen Kommissär einigermaßen ajour ist, was Termin und Ähnliches anbelangt. Da braucht es natürlich ein Miteinander mit der Kommission. Gut, dass die Abwicklungsplanung, so wie sie heute daliegt, auch mit der Kommission erarbeitet worden ist, das macht den Konsens in anderen Dingen vielleicht leichter. Aber so wie ich in der Analyse mit Krainer völlig eins bin, was Ursache anbelangt und was auch die Notwendigkeit und die Rechtfertigung der Notverstaatlichung anbelangt, denke ich, die Hypo wird uns noch genug Sorgen machen. Machen wir es mit Politisieren und mit Wahlkampfrhetorik, lieber Herr Kogler, nicht auch noch schlimmer! Und das nächste Mal zitieren Sie die „Presse“ voll und ganz! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Ich habe mir den Geschäftsbericht 2005 der Hypo Alpe-Adria herausgesucht, dieser ist öffentlich abrufbar, den kann sich jeder anschauen. 2005 war meines Wissens Herr Bartenstein noch Wirtschaftsminister, Herr Grasser war Finanzminister und Herr Schüssel war Bundeskanzler. Und in dieser Zeit, genauer gesagt am 15. Juni 2005, hat die Hypo Alpe-Adria (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das passt wunderbar zusammen, es passt nämlich mit den handelnden Personen wunderbar zusammen, es passt sehr gut zusammen mit dem ehemaligen Finanzminister – auch damit, dass der Wirtschaftsminister offenbar nichts daran gefunden hat, dass das nicht etwa am Börsenplatz in Wien notiert war. Nein, da ist man nach Luxemburg gegangen. Und warum ist man nach Luxemburg gegangen? Sie wissen es sicher! – Weil es dort zu diesem Zeitpunkt keine Prospektpflicht gegeben hat. Das heißt, man hat versucht, das an der Finanzmarktaufsicht vorbeizuschummeln. Das ist der Punkt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir wissen nicht, wofür die Republik damals noch alles gehaftet hat, das wissen wir nicht. Deshalb wird es absolut wichtig sein, dass es eben auch zu einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss kommt und dass man im Rahmen dieses parlamentarischen Untersuchungsausschusses endlich einmal klarlegt, wohin die Gelder wirklich geflossen sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Fall, Herr Kollege, Richtung ÖVP, Richtung Ernst Strasser. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Nun zur Haftungsfrage, die schon stark diskutiert wurde: Im Jahr 2007 hat die Landeshaftung des Landes Kärnten für die Ausfallsbürgschaft 16 Milliarden € betragen. Die Bayerische Landesbank kaufte Anteile im Ausmaß von 51 Prozent. Dann hat im Jahr 2008 die Hypo erst einmal 900 Millionen € als staatliches Hilfskapital aus dem Bankenpaket bekommen. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Ich erinnere Sie daran, dass seinerzeit die Bayerische Landesbank unbedingt expandieren wollte, schon die BAWAG kaufen wollte, aber die BAWAG dann nicht gekauft hat, weil diese ins Desaster geschlittert ist. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) Dann hat man bei der Hypo zugegriffen. Man wollte ins Ostgeschäft einsteigen und wollte wahrscheinlich sämtliche Verbindlichkeiten, die man da gehabt hat, verschleiern.
Bundesministerin Dr. Fekter: Das ist nicht ganz richtig!
„Zuerst wären die Eigentümer (Haupteigentümer war zu dem Zeitpunkt die Bayerische Landesbank) in die Pflicht genommen worden, gleichzeitig hätten die anderen Hypos und Raiffeisen ihre Haftung gegenüber den österreichischen Hypo-Sparern einlösen müssen. Und erst nach Abwicklung des Insolvenzverfahrens, das wohl Jahre gedauert hätte, wären die dann noch offenen Forderungen dem Ausfallsbürgen, also dem Land Kärnten, in Rechnung gestellt worden.“ – Zitatende. (Bundesministerin Dr. Fekter: Das ist nicht ganz richtig!) Zitat von Josef Urschitz, Frau Bundesminister! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
„Zuerst wären die Eigentümer (Haupteigentümer war zu dem Zeitpunkt die Bayerische Landesbank) in die Pflicht genommen worden, gleichzeitig hätten die anderen Hypos und Raiffeisen ihre Haftung gegenüber den österreichischen Hypo-Sparern einlösen müssen. Und erst nach Abwicklung des Insolvenzverfahrens, das wohl Jahre gedauert hätte, wären die dann noch offenen Forderungen dem Ausfallsbürgen, also dem Land Kärnten, in Rechnung gestellt worden.“ – Zitatende. (Bundesministerin Dr. Fekter: Das ist nicht ganz richtig!) Zitat von Josef Urschitz, Frau Bundesminister! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir wollen einen Untersuchungsausschuss, der schonungslos aufdeckt, wie weit das Ganze mit der Hypo-Pleite vorangetrieben worden ist und wo die Schuld dafür liegt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Da gehört einiges aufgedeckt. Ihre Vorgehensweise – Ihre, Frau Bundesminister, und jene der Bundesregierung –, wo man die Entscheidungen auf die Zeit bis nach der Wahl verschieben will, damit da nicht irgendetwas herauskommt, und damit zusätzlichen Milliardenschaden für die Steuerzahler zu riskieren, das ist nicht das Gelbe vom Ei. Der Milliardenschaden muss vom Steuerzahler ferngehalten werden. Es ist nichts zu riskieren. Und die Verantwortungslosigkeit ist in einem Ausmaß vorhanden, wie sie noch kaum da war. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ursula Haubner: Nein, nein, nein!
Die Hypo war aber auch lange Zeit der Financier des verunglückten Landeshauptmanns. (Abg. Ursula Haubner: Nein, nein, nein!) Der Landeshauptmann hat bestellt,
Abg. Ursula Haubner: Nein, nein! Das ist ungeheuerlich!
und die Hypo hat bezahlt. (Abg. Ursula Haubner: Nein, nein! Das ist ungeheuerlich!) Die Vorgänge rund um den Verkauf sind ebenfalls aufklärungsbedürftig, denn da haben sich ja einige Schlüsselspieler massiv bereichert.
Beifall bei der SPÖ.
Das ist wichtig, das ist gut so! Die Bankenabgabe sollte in unbeschränkter Form weiter bestehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Nein, eine Dringliche, also eine Langdebatte!
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Das Thema Hypo Alpe-Adria hat uns schon einige Male hier beschäftigt. Es ist erst knapp einen Monat her, da haben wir das in der Aktuellen Stunde gehabt – das wurde auch von der grünen Fraktion eingebracht –, und heute wieder dieses Thema zur Kurzdebatte. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Nein, eine Dringliche, also eine Langdebatte!) Eine Dringliche Anfrage, Entschuldigung!
ironische Heiterkeit bei der FPÖ
Faktum ist, es ist dies sicherlich das größte finanzielle Desaster der Zweiten Republik, und ich denke eigentlich die ganze Zeit darüber nach, weil ich der Debatte zugehört habe: Frau Glawischnig, Sie sind Kärntnerin und verantwortlich für die Freiheitlichen als Klubobfrau (ironische Heiterkeit bei der FPÖ) – pardon: für Ihre Fraktion, für die Grünen. Für die Fraktion der Grünen – entschuldigen Sie diesen Versprecher.
Abg. Mag. Kogler: Wir haben ganz anders angefangen!
Es ist ganz klar, was man damit eigentlich bezweckt. Ihr Kollege, Herr Holub in Kärnten, hat sehr viel dazu beigetragen, dass diese leidige Geschichte, die uns Kärntnern sicherlich nicht guttut – ich bin Kärntner, und deswegen tut mir das auch so leid –, diese Geschichte der Vergangenheit aufgearbeitet wird. Wenn Sie jetzt hier eine Diskussion in dieser Form anfangen – Sie merken ja selbst, wie sie läuft (Abg. Mag. Kogler: Wir haben ganz anders angefangen!)
Abg. Dr. Strutz: Und wer war der Aufsichtsratsvorsitzende?
Wir wissen genau, dass das Geschäft der Hypo Alpe-Adria, diese Bank künstlich hochgezogen wurde, und zwar unter massivem politischen Einfluss. Wer seit dem Jahr 1999 und bis zum Jahr 2013 in Kärnten zuständig war, das wissen wir auch: Dort war ein Freiheitlicher vorher BZÖ oder eben umgekehrt Landeshauptmann und auch Finanzreferent. Wir wissen, wer Aufsichtsratskommissär in einer Bank ist: Das ist eben der Finanzreferent, und das war immer ein Freiheitlicher. (Abg. Dr. Strutz: Und wer war der Aufsichtsratsvorsitzende?) Das war einfach so. Der Aufsichtskommissär ist dort gesessen und nicht der Aufsichtsratsvorsitzende der Landesholding. Das nur zur Auffrischung.
Beifall bei der ÖVP.
Wenn wir beurteilen, wie sich die Diskussion jetzt entwickelt: Man versucht mit Gewalt, in der Aufarbeitung dieser Geschichte jetzt nicht denjenigen, der dafür verantwortlich ist, die Schuld zu geben, sondern demjenigen die Schuld zuzuschieben, der löscht und dafür sorgt und darauf schaut, dass der Schaden so gering wie möglich ausfällt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ich glaube, „Tocka“ muss man erklären!
Jedem bekannt: Scheuch, Kärnten. Sein Spruch: Der Tocka is der, der kaaft, nit der, der vakaaft.“ (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ich glaube, „Tocka“ muss man erklären!) – Ich meine, und das muss man dazusagen, er hat zum damaligen Zeitpunkt sicherlich recht gehabt. (Abg. Mag. Kogler: Und jetzt gibt es den Doppel-Tocka! – Abg. Mag. Rossmann: Pröll war also der Tocka!)
Abg. Mag. Kogler: Und jetzt gibt es den Doppel-Tocka! – Abg. Mag. Rossmann: Pröll war also der Tocka!
Jedem bekannt: Scheuch, Kärnten. Sein Spruch: Der Tocka is der, der kaaft, nit der, der vakaaft.“ (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ich glaube, „Tocka“ muss man erklären!) – Ich meine, und das muss man dazusagen, er hat zum damaligen Zeitpunkt sicherlich recht gehabt. (Abg. Mag. Kogler: Und jetzt gibt es den Doppel-Tocka! – Abg. Mag. Rossmann: Pröll war also der Tocka!)
Abg. Dr. Strutz: Wer ist damals im Aufsichtsrat gesessen?
Wir wissen, was da passiert ist, allein betreffend Kroatien: Akten von Hunderttausend Seiten liegen dort auf. Da steht zu den Kroatien-Geschäften der Hypo Alpe-Adria: Korruption, dubiose Geschäftsleute und eine Bank, die kein Risiko scheut. (Abg. Dr. Strutz: Wer ist damals im Aufsichtsrat gesessen?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Leider richtig diese Feststellung!
Als Kärntner möchte ich wirklich nur sagen: Ich weiß, dass wir auch einmal in einer Koalition waren. Wir wissen aber auch, dass die SPÖ einmal in einer Koalition war. Geschichte aufzuarbeiten ist nur möglich, wenn man auch dazu steht, was dort passiert ist. Dass sich die grüne Fraktion dafür hergibt, die Geschichte zuzudecken und mit Freiheitlichen und BZÖ zu schreien, dass die Misere jetzt beim Bund liegt und nicht mehr dort, wo sie verursacht worden ist, das enttäuscht mich sehr und wird wahrscheinlich auch Ihren Kollegen in Kärnten enttäuschen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Leider richtig diese Feststellung!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Gernot Darmann (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Die Nebelgranaten, die hier von braven Parteisoldaten von SPÖ und ÖVP geworfen werden, suchen ihresgleichen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
schätzte Damen und Herren! Es kann doch nicht wahr sein, dass Sie tatsächlich glauben, dass Sie damit durchkommen werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Kollege Obernosterer kommt hier heraus, verlangt mit sonorer Stimme Aufklärung und sagt, die ÖVP habe natürlich nichts damit zu tun. Mit dem Finger wird immer akkordiert von SPÖ und ÖVP auf die Freiheitlichen oder sonst wen von der Opposition gezeigt, auf der anderen Seite scheint er aber vergessen zu haben, wer als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Kärntner Landesholding im Learjet regelmäßig nach München geflogen ist, die Verkaufsverhandlungen mit der BayernLB geführt hat und schlussendlich seine Unterschrift unter den Vertrag gesetzt hat. Es war nämlich Ihr Landesparteiobmann Josef Martinz, der ja schlussendlich dann auch verurteilt worden ist, Herr Kollege Obernosterer! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Amon: Wir sind hier nicht im Kärntner Landtag!
Deswegen: Hören Sie auf, sich hier künstlich abzuputzen an Kollegen hier im Kärntner Landtag und anderen politischen Verantwortungsträgern in Kärnten (Abg. Amon: Wir sind hier nicht im Kärntner Landtag!), im Parlament und Verantwortungsträgern im Kärntner Landtag und in der seinerzeitigen Kärntner Landesregierung, denn Sie wissen es besser, geschätzter Herr Kollege, wer schlussendlich, wenn wir die ganze Geschichte aufrollen, überhaupt die Verantwortung dafür gehabt hat, dass, wenn wir so wollen – und das ist heute von allen Seiten gekommen –, Landeshaftungen schuld sind oder die Notwendigkeit einer Verstaatlichung erzeugt haben, geschätzte Damen und Herren!
Beifall bei der FPÖ.
Kärntner Landtages, seines Zeichens Ingenieur Reinhart Rohr von der SPÖ, mit erhobener Hand mit dabei und hat diese Landeshaftung mit beschlossen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist ja ein regelrechter Wahnsinn, der aufgeklärt gehört. Und damit bin ich wieder beim Beginn meiner Rede. Wenn Sie alle davon reden – und das, was Herr Cap gesagt hat, habe ich mir sogar aufgeschrieben: Wir müssen uns genau ansehen, was dort abgelaufen ist!; Herr Klubobmann Cap, das ist es! –, muss ich fragen: Ja wer hindert Sie daran, hier endlich dem Antrag, einen Untersuchungsausschuss einzusetzen, zuzustimmen, den alle Oppositionsparteien bereits mehrfach eingebracht haben und der, wie ich gesehen habe, auch heute wieder zur Abstimmung kommt? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Stimmen Sie zu! Sorgen Sie für Aufklärung im Hinblick auf die für die Republik Österreich so schädliche Verstaatlichung! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Unter wem war das?
Im Jahre 1992 wurden unter dem damaligen Kärntner Landeshauptmann Christof Zernatto, Österreichische Volkspartei, im Kärntner Landtag erstmals die sogenannten Ausfallsbürgschaften für die Hypo Alpe-Adria beschlossen. (Abg. Ing. Westenthaler: Unter wem war das?) – Zernatto, Österreichische Volkspartei.
Beifall beim BZÖ.
Da war sie plötzlich pleite. Und da habe ich noch in Erinnerung, wie Ihr Amtsvorgänger Pröll um 40 Millionen € eine Hypo-CSI ins Leben gerufen hat – mit dem einzigen und ausschließlichen Ziel, Jörg Haider zu kriminalisieren. Dazu war Ihnen jedes Mittel recht. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Da haben Sie gesagt: Die Bank ist pleite, diese Bank ist ein zweites Griechenland, diese Bank ist ein Mühlstein! Als es darum gegangen ist, Jörg Haider ans Zeug zu flicken, war Ihnen jedes Mittel recht, um diese Bank zu diskreditieren und die Tausenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Bank in Gefahr zu bringen, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Neuerlicher Beifall beim BZÖ.
Mit Ihrer vordergründigen parteipolitischen Vorgangsweise im Wahlkampfgetöse, Frau Finanzministerin, haben Sie mehr Schaden angerichtet als alle mafiösen Strukturen, die die Hypo in den letzten Jahrzehnten in Kroatien überhaupt hat anhäufen können. Das soll man bei dieser Gelegenheit auch einmal sagen. Sie haften dafür, Sie haften für den Schaden der letzten Jahre. (Neuerlicher Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Bartenstein: Nein!
Heureka! 2009, Dezember, die Bank ist pleite, und nun treten Josef Pröll und sein Staatssekretär Schieder auf den Plan, kaufen eine Pleitebank, bei der wir froh sein könnten, dass wir sie bei gutem Wind losgeworden sind, nämlich an die Bayern, um den berühmt-berüchtigten 1 € zurück. Wir übernehmen somit die Gesamtschuld dieser Bank und müssen sie notverstaatlichen. Selbstverständlich hätte bei der Ausfallsbürgschaft, die das Land Kärnten gegeben hat, zuerst der Eigentümer gehaftet, Kollege Bartenstein. (Abg. Dr. Bartenstein: Nein!)
Beifall beim BZÖ.
Ihre Zwischenrufe haben den gleichen Wahrheitsgehalt wie die Eurofighter-Gegengeschäfte, die Sie zu verantworten haben. Die gehören auch einmal kontrolliert, Kollege Bartenstein. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Zurück zum Thema: Pröll und Schieder kaufen also diese Bank, nämlich die Hypo, zurück, obwohl wir erst in dritter oder vierter Linie dafür gehaftet hätten, nämlich zuerst der Eigentümer, in weiterer Folge selbstverständlich die Hypo, und für die Sparbucheinlagen alle anderen Landeshypothekenbanken und in weiterer Folge der Raiffeisenkonzern. Um den Raiffeisenkonzern vor möglichen Mittelzuschüssen zu schützen, hat der nunmehrige Raiffeisenmitarbeiter und ehemalige Finanzminister Pröll österreichisches Steuergeld versenkt, um die Bayern und die Raiffeisen aus ihrer Ziehung zu lassen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Sie haben zur öffentlichen Diskussion von Schließungsszenarien und undifferenzierten Kostenspekulationen beigetragen, Frau Finanzministerin: Die Hypo ist ein Fass ohne Boden, die Hypo ist Griechenland. Sie haben dazu beigetragen, dass ein Herr Kranebitter sein Vorstandsmandat zurückgelegt hat, dass ein Herr Ditz sein Aufsichtsratsmandat zurückgelegt hat und dass diese beiden Briefe an Sie geschrieben haben, in denen sie den massiven Schaden kritisieren, der durch Ihr unplanbares Handeln entstanden ist. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.)
Zwischenruf des Abg. Hornek. – Abg. Dr. Bartenstein: Das hat Kogler nicht verdient!
Frau Ministerin Fekter, Sie sind der politische Fettnapf dieser Republik. Einem Herrn Juncker richten Sie Nierensteine aus, und in Österreich ruinieren Sie eine Bank. Überlegen Sie Ihre eigene Umgangsweise und kritisieren Sie nicht Parlamentarier wie Klubobmann-Stellvertreter Kogler, der heute zu Recht und auch sehr sachlich diese Kritik an Ihrer Vorgangsweise vorgebracht hat. (Zwischenruf des Abg. Hornek. – Abg. Dr. Bartenstein: Das hat Kogler nicht verdient!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das wird eh so sein! – Ruf bei der ÖVP: Und Ihre?
zu Ende gehen wird (Abg. Ing. Westenthaler: Das wird eh so sein! – Ruf bei der ÖVP: Und Ihre?), dass das Ihre letzte Aktion war und vielleicht auch Ihr letzter Auftritt in diesem österreichischen Parlament, und Sie politisch dorthin verfrachtet werden, wo Sie hergekommen sind. (Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wetten werden angenommen!)
Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wetten werden angenommen!
zu Ende gehen wird (Abg. Ing. Westenthaler: Das wird eh so sein! – Ruf bei der ÖVP: Und Ihre?), dass das Ihre letzte Aktion war und vielleicht auch Ihr letzter Auftritt in diesem österreichischen Parlament, und Sie politisch dorthin verfrachtet werden, wo Sie hergekommen sind. (Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wetten werden angenommen!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Nicht einmal für die Ursache oder den Alkoholgehalt kann er zur Rechenschaft gezogen werden. Aber was für einen Grund gibt es, dass sich seine Buberl-Partie mit hochrotem Kopf und gestrecktem Zeigefinger hier herstellt? – Um davon abzulenken, was geschehen ist. Unfassbar! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Ursula Haubner: Blödsinn! – Abg. Petzner: Dreieinhalb Jahre! Falsch! Dreieinhalb! – Abg. Ing. Westenthaler: So ein Blödsinn! Dreieinhalb Jahre!
Gestern bestätigte der Oberste Gerichtshof, dass der Bankier dieses Jörg Haider – und nichts anderes war Herr Kulterer, Exekutor der dortigen Politik – rechtskräftig zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden ist. Die Fragestellung (Abg. Ursula Haubner: Blödsinn! – Abg. Petzner: Dreieinhalb Jahre! Falsch! Dreieinhalb! – Abg. Ing. Westenthaler: So ein Blödsinn! Dreieinhalb Jahre!) – Herr Westenthaler empfindet dreieinhalb Jahre als eine Bagatelle, das nehmen wir zur Kenntnis. (Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) – Beim BMW-Fahren wieder aufpassen! (Abg. Ing. Westenthaler: Du hast ja keine Ahnung! – Zwischenrufe der Abgeordneten Ursula Haubner und Petzner.) Dieses System gilt es aufzuräumen.
Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Gestern bestätigte der Oberste Gerichtshof, dass der Bankier dieses Jörg Haider – und nichts anderes war Herr Kulterer, Exekutor der dortigen Politik – rechtskräftig zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden ist. Die Fragestellung (Abg. Ursula Haubner: Blödsinn! – Abg. Petzner: Dreieinhalb Jahre! Falsch! Dreieinhalb! – Abg. Ing. Westenthaler: So ein Blödsinn! Dreieinhalb Jahre!) – Herr Westenthaler empfindet dreieinhalb Jahre als eine Bagatelle, das nehmen wir zur Kenntnis. (Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) – Beim BMW-Fahren wieder aufpassen! (Abg. Ing. Westenthaler: Du hast ja keine Ahnung! – Zwischenrufe der Abgeordneten Ursula Haubner und Petzner.) Dieses System gilt es aufzuräumen.
Abg. Ing. Westenthaler: Du hast ja keine Ahnung! – Zwischenrufe der Abgeordneten Ursula Haubner und Petzner.
Gestern bestätigte der Oberste Gerichtshof, dass der Bankier dieses Jörg Haider – und nichts anderes war Herr Kulterer, Exekutor der dortigen Politik – rechtskräftig zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden ist. Die Fragestellung (Abg. Ursula Haubner: Blödsinn! – Abg. Petzner: Dreieinhalb Jahre! Falsch! Dreieinhalb! – Abg. Ing. Westenthaler: So ein Blödsinn! Dreieinhalb Jahre!) – Herr Westenthaler empfindet dreieinhalb Jahre als eine Bagatelle, das nehmen wir zur Kenntnis. (Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) – Beim BMW-Fahren wieder aufpassen! (Abg. Ing. Westenthaler: Du hast ja keine Ahnung! – Zwischenrufe der Abgeordneten Ursula Haubner und Petzner.) Dieses System gilt es aufzuräumen.
Abg. Ing. Westenthaler: Schläft den ganzen Tag und stellt sich dann da her!
Dann herzugehen und sich plärrend auf die Straße zu stellen, während das Gebäude noch brennt, ist einfach eine dermaßen unappetitliche Vorgangsweise. (Abg. Ing. Westenthaler: Schläft den ganzen Tag und stellt sich dann da her!)
Abg. Ing. Westenthaler: Du schläfst ja sonst den ganzen Tag! – Zwischenruf des Abg. Petzner.
Für all jene, die sich bemühen, das zu löschen, ist es schwierig genug, die Aufräumarbeiten zu machen. Es will heute noch niemand die Bank kaufen. Es will heute noch niemand die Teile kaufen. Sie ist in einen Zustand gebracht worden, in dem sie niemand haben will. (Abg. Ing. Westenthaler: Du schläfst ja sonst den ganzen Tag! – Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Abg. Grosz: Jetzt ist er einmal munter! – Abg. Ing. Westenthaler: Der schläft ja den ganzen Tag! Ein Siebenschläfer! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ sowie des Abg. Krainer. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Jetzt kommen wir zu der Fragestellung: Ist die Notverstaatlichung zu Recht erfolgt oder nicht? Ist die Notverstaatlichung zu Recht erfolgt? (Abg. Grosz: Jetzt ist er einmal munter! – Abg. Ing. Westenthaler: Der schläft ja den ganzen Tag! Ein Siebenschläfer! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ sowie des Abg. Krainer. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Lieber Buberl-Partie als Siebenschläfer!
Herr Westenthaler zum Beispiel will das in seiner Hysterie gar nicht hören, weil da der Rest seiner Argumentation zusammenbricht – beim sogenannten Herrn Ingenieur, der bei der FPÖ gelernt hat, auch einer aus der Buberl-Partie, die sich hier gefunden hat. (Abg. Ing. Westenthaler: Lieber Buberl-Partie als Siebenschläfer!) Herr Grasser, der auch da dabei war, hat die Wandelanleihen unterschrieben, die Sie uns vorgehalten haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie schlafen ja dauernd! Sie sind ja nie da! – Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie schlafen ja dauernd! Sie sind ja nie da! – Zwischenruf des Abg. Petzner.
Herr Westenthaler zum Beispiel will das in seiner Hysterie gar nicht hören, weil da der Rest seiner Argumentation zusammenbricht – beim sogenannten Herrn Ingenieur, der bei der FPÖ gelernt hat, auch einer aus der Buberl-Partie, die sich hier gefunden hat. (Abg. Ing. Westenthaler: Lieber Buberl-Partie als Siebenschläfer!) Herr Grasser, der auch da dabei war, hat die Wandelanleihen unterschrieben, die Sie uns vorgehalten haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie schlafen ja dauernd! Sie sind ja nie da! – Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie schlafen ja! Sie sind ja geistig immer abwesend! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
licherweise programmatischen Stil der Bayern (Abg. Ing. Westenthaler: Sie schlafen ja! Sie sind ja geistig immer abwesend! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Petzner: Du kannst dich auch hinsetzen! – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Herr Präsident, wollen Sie den draußen schreien lassen – oder können wir weitermachen? Da besteht natürlich die Gefahr, dass er wie beim Fußballstadion beim Wegfahren Probleme hat. (Abg. Petzner: Du kannst dich auch hinsetzen! – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Herr Ing. Westenthaler ist ja der, der immer zum Fußballmatch gehen muss, wenn hier Parlamentssitzung ist und dann draußen mit den Polizisten Schwierigkeiten hat. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Das ist er, der Herr Westenthaler. Aber hier kann er schreien. Schreien Sie weiter, das ist ja völlig wurscht. Ihr Beitrag interessiert eh niemanden. (Abg. Ing. Westenthaler: Wechselst jede Woche die Haarfarbe und dann stellst dich da heraus!)
Abg. Ing. Westenthaler: Wechselst jede Woche die Haarfarbe und dann stellst dich da heraus!
Herr Ing. Westenthaler ist ja der, der immer zum Fußballmatch gehen muss, wenn hier Parlamentssitzung ist und dann draußen mit den Polizisten Schwierigkeiten hat. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Das ist er, der Herr Westenthaler. Aber hier kann er schreien. Schreien Sie weiter, das ist ja völlig wurscht. Ihr Beitrag interessiert eh niemanden. (Abg. Ing. Westenthaler: Wechselst jede Woche die Haarfarbe und dann stellst dich da heraus!)
Abg. Ing. Westenthaler: Aber das ist zur Sache!
Präsident Fritz Neugebauer: Herr Kollege Westenthaler! Zwischenrufe zur Sache sind ja sicher sehr interessant, aber Sie diffamieren ununterbrochen den Redner. (Abg. Ing. Westenthaler: Aber das ist zur Sache!) Sie diffamieren ununterbrochen den Redner. Wir wollen hier eine wertschätzende Debatte der Person gegenüber führen, auch wenn in der Sache Unterschiede bestehen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Präsident Fritz Neugebauer: Herr Kollege Westenthaler! Zwischenrufe zur Sache sind ja sicher sehr interessant, aber Sie diffamieren ununterbrochen den Redner. (Abg. Ing. Westenthaler: Aber das ist zur Sache!) Sie diffamieren ununterbrochen den Redner. Wir wollen hier eine wertschätzende Debatte der Person gegenüber führen, auch wenn in der Sache Unterschiede bestehen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Abg. Ing. Westenthaler: Nein, über deine habe ich geredet!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (fortsetzend): Das spricht dann für meinen Beitrag, denn wenn Kollege Westenthaler so hysterisch schreit und sich über seine eigene Haarfarbe und die Menschen unterhält (Abg. Ing. Westenthaler: Nein, über deine habe ich geredet!), dann weiß ich, dass er zu verhindern versucht, dass wir über den Inhalt reden, der ihm unangenehm ist. Wir werden trotzdem darüber reden, Herr Ing. Westenthaler! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (fortsetzend): Das spricht dann für meinen Beitrag, denn wenn Kollege Westenthaler so hysterisch schreit und sich über seine eigene Haarfarbe und die Menschen unterhält (Abg. Ing. Westenthaler: Nein, über deine habe ich geredet!), dann weiß ich, dass er zu verhindern versucht, dass wir über den Inhalt reden, der ihm unangenehm ist. Wir werden trotzdem darüber reden, Herr Ing. Westenthaler! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Dein Schlafplatz ist neben Krainer! – Abg. Petzner: Gute Nacht!
Es ist Ihre Fraktion, die dort in Kärnten die Verantwortung hatte. Diese Verstaatlichung musste erfolgen, denn sonst hätten wir die Refinanzierungskosten unserer Staatsschulden in einem Ausmaß in die Höhe getrieben, dass es nicht mehr möglich gewesen wäre, ohne in eine ähnliche Situation wie Zypern oder ein anderes Land zu kommen. (Abg. Ing. Westenthaler: Dein Schlafplatz ist neben Krainer! – Abg. Petzner: Gute Nacht!)
Abg. Ing. Westenthaler: Gute Nacht! Geh wieder schlafen!
Das heißt, diese Art von Politik, die Politik von Haider und Co. inklusive Westenthaler und Ähnlicher, denen die Schilder auf den Kopf fallen, wenn sie sich kurzfristig dazwischen verabschieden, hat das gesamte Land in Geiselhaft genommen. (Abg. Ing. Westenthaler: Gute Nacht! Geh wieder schlafen!) Für diese Geiselhaft bezahlt der Steuerzahler, der hoffentlich abrechnen wird, indem die Fraktion nicht mehr da ist, indem der Herr Westenthaler und seine ganze Fraktion nicht mehr da sind. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist doch eine Peinlichkeit!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist doch eine Peinlichkeit!
Das heißt, diese Art von Politik, die Politik von Haider und Co. inklusive Westenthaler und Ähnlicher, denen die Schilder auf den Kopf fallen, wenn sie sich kurzfristig dazwischen verabschieden, hat das gesamte Land in Geiselhaft genommen. (Abg. Ing. Westenthaler: Gute Nacht! Geh wieder schlafen!) Für diese Geiselhaft bezahlt der Steuerzahler, der hoffentlich abrechnen wird, indem die Fraktion nicht mehr da ist, indem der Herr Westenthaler und seine ganze Fraktion nicht mehr da sind. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist doch eine Peinlichkeit!)
Abg. Ursula Haubner: Ist das jetzt zu Westenthaler oder zur Hypo?
Das hilft aber den Österreichern nicht weiter (Abg. Ursula Haubner: Ist das jetzt zu Westenthaler oder zur Hypo?), weil sie den Schaden des Systems Haider zu bedienen haben. Dessen Epigonen setzen sich dann auch noch hier her und machen sich auch noch lustig darüber, dass der Rest für das Desaster zahlen muss. (Abg. Petzner: Was heißt „Epigonen“? – Abg. Ursula Haubner: Was soll das heißen, „Epigonen“? – Abg. Ing. Westenthaler: Was heißt hier „Epigonen“? – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Schämen Sie sich einmal dafür und übernehmen Sie einmal Verantwortung! (Abg. Ing. Westenthaler: Sag einmal, hast du was getrunken? – Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Abg. Petzner: Was heißt „Epigonen“? – Abg. Ursula Haubner: Was soll das heißen, „Epigonen“? – Abg. Ing. Westenthaler: Was heißt hier „Epigonen“? – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Das hilft aber den Österreichern nicht weiter (Abg. Ursula Haubner: Ist das jetzt zu Westenthaler oder zur Hypo?), weil sie den Schaden des Systems Haider zu bedienen haben. Dessen Epigonen setzen sich dann auch noch hier her und machen sich auch noch lustig darüber, dass der Rest für das Desaster zahlen muss. (Abg. Petzner: Was heißt „Epigonen“? – Abg. Ursula Haubner: Was soll das heißen, „Epigonen“? – Abg. Ing. Westenthaler: Was heißt hier „Epigonen“? – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Schämen Sie sich einmal dafür und übernehmen Sie einmal Verantwortung! (Abg. Ing. Westenthaler: Sag einmal, hast du was getrunken? – Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sag einmal, hast du was getrunken? – Zwischenruf des Abg. Petzner.
Das hilft aber den Österreichern nicht weiter (Abg. Ursula Haubner: Ist das jetzt zu Westenthaler oder zur Hypo?), weil sie den Schaden des Systems Haider zu bedienen haben. Dessen Epigonen setzen sich dann auch noch hier her und machen sich auch noch lustig darüber, dass der Rest für das Desaster zahlen muss. (Abg. Petzner: Was heißt „Epigonen“? – Abg. Ursula Haubner: Was soll das heißen, „Epigonen“? – Abg. Ing. Westenthaler: Was heißt hier „Epigonen“? – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Schämen Sie sich einmal dafür und übernehmen Sie einmal Verantwortung! (Abg. Ing. Westenthaler: Sag einmal, hast du was getrunken? – Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: So ein Ungustl! – Zwischenrufe der Abgeordneten Ursula Haubner und Petzner.
Ich „gratuliere“ Ihnen, Herr Petzner! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: So ein Ungustl! – Zwischenrufe der Abgeordneten Ursula Haubner und Petzner.)
Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt kannst wieder schlafen gehen – oder zum Friseur!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Podgorschek. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt kannst wieder schlafen gehen – oder zum Friseur!)
Zwischenrufe beim BZÖ sowie der Abgeordneten Krainer und Dr. Matznetter.
Abgeordneter Elmar Podgorschek (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Kollege Matznetter, nachdem Kollege Kogler aus meiner Sicht eine sehr seriöse (Zwischenrufe beim BZÖ sowie der Abgeordneten Krainer und Dr. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Sie haben keinen Zwischenruf zur Sache, Sie stören ständig. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Bitte noch einen!
Herr Abgeordneter Westenthaler, ich erteile Ihnen einen Ordnungsruf. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Bitte noch einen!)
Ruf bei der ÖVP: Das haben wir auch nicht angenommen!
Ich lege ausdrücklich Wert darauf, dass ich nicht zu dieser Buberl-Partie gehöre (Ruf bei der ÖVP: Das haben wir auch nicht angenommen!) und erst als 50-Jähriger in die Politik eingestiegen bin.
Beifall bei der FPÖ.
Dennoch habe ich ein paar Fragen, die aus meiner Sicht erst durch diese Debatte aufgetaucht sind. Ist es Ihnen jetzt endlich klar, wann das Kreditvolumen so massiv erhöht wurde? – Nämlich in der Zeit, als die Bayern im Eigentum der Hypo Alpe-Adria waren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Bartenstein: Wer schreibt das?
So viel Kompetenz kann man nur beglückwünschen, wenn das vertreten wird. Heute besitzt er Immunität. (Abg. Dr. Bartenstein: Wer schreibt das?) – Das ist der Föhrenbergkreis.
Zwischenruf des Abg. Kopf.
Im Vorhinein sagen, dass sie saniert werden soll. (Zwischenruf des Abg. Kopf.) Also, im Vorhinein sagen, dass sie eine Systembank sei. Daher wissen alle Beteiligten in einer Verhandlung, dass man sie jedenfalls retten werde.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: Wer hat den Brief jetzt geschrieben? – Bundesministerin Dr. Fekter: Das waren die Jungen von !
Daher ist es an der Zeit, dass wir einen Untersuchungsausschuss einsetzen. Alle behaupten, sie wollen unbedingt Aufklärung. Nur interessanterweise lehnen die Regierungsfraktionen das ab, und das wirft ein Bild auf den Zustand dieser Regierung. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: Wer hat den Brief jetzt geschrieben? – Bundesministerin Dr. Fekter: Das waren die Jungen von !)
Abg. Strache: Liebscher hat das gesagt!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Das BZÖ und die FPÖ werden bei dieser Debatte nicht müde, uns zu erklären, dass die Bank, die Hypo Alpe-Adria, zum Zeitpunkt ihres Verkaufs an die BayernLB gesund gewesen sei, und dass sie von den Bayern (Abg. Strache: Liebscher hat das gesagt!) – Warten Sie ein bisschen, Geduld, Geduld. – Sie sei von den Bayern konkursreif gemacht worden.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wenn das so ist – und lassen wir das einmal so stehen –, dann ist es umso schlimmer. Welcher Kaufmann geht her, verkauft eine gesunde Bank, behält für 20 Milliarden € Haftungen und muss dann zuschauen, wie der neue Eigentümer diese Bank konkursreif macht und die Haftungen gegen ihn schlagend werden? (Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Der muss ja verrückt sein! (Rufe beim BZÖ: Richtig!) Ich glaube, der Eigentümer war das Land Kärnten mit Landeshauptmann Haider. (Zwischenruf des Abg. Strache. – Abg. Bucher: Und wer war der Vorsitzende?) Meine Damen und Herren! So etwas kann ein Kaufmann und auch der Landeshauptmann eines Landes nicht machen, denn das ist gröbst fahrlässig.
Rufe beim BZÖ: Richtig!
Wenn das so ist – und lassen wir das einmal so stehen –, dann ist es umso schlimmer. Welcher Kaufmann geht her, verkauft eine gesunde Bank, behält für 20 Milliarden € Haftungen und muss dann zuschauen, wie der neue Eigentümer diese Bank konkursreif macht und die Haftungen gegen ihn schlagend werden? (Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Der muss ja verrückt sein! (Rufe beim BZÖ: Richtig!) Ich glaube, der Eigentümer war das Land Kärnten mit Landeshauptmann Haider. (Zwischenruf des Abg. Strache. – Abg. Bucher: Und wer war der Vorsitzende?) Meine Damen und Herren! So etwas kann ein Kaufmann und auch der Landeshauptmann eines Landes nicht machen, denn das ist gröbst fahrlässig.
Zwischenruf des Abg. Strache. – Abg. Bucher: Und wer war der Vorsitzende?
Wenn das so ist – und lassen wir das einmal so stehen –, dann ist es umso schlimmer. Welcher Kaufmann geht her, verkauft eine gesunde Bank, behält für 20 Milliarden € Haftungen und muss dann zuschauen, wie der neue Eigentümer diese Bank konkursreif macht und die Haftungen gegen ihn schlagend werden? (Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Der muss ja verrückt sein! (Rufe beim BZÖ: Richtig!) Ich glaube, der Eigentümer war das Land Kärnten mit Landeshauptmann Haider. (Zwischenruf des Abg. Strache. – Abg. Bucher: Und wer war der Vorsitzende?) Meine Damen und Herren! So etwas kann ein Kaufmann und auch der Landeshauptmann eines Landes nicht machen, denn das ist gröbst fahrlässig.
Abg. Strache: Was war jetzt mit der Landesholding?
Noch eine Bemerkung zum Zeitpunkt der Notverstaatlichung (Abg. Strache: Was war jetzt mit der Landesholding?): Diese Bank war zum Zeitpunkt der Notverstaatlichung unmittelbar vor dem Konkurs. Kollege Bartenstein hat das schon ausgeführt, ich wiederhole es noch einmal: Im Konkursfall kommen die Eigentümer genau mit so viel dran, wie sie Kapital in diesem Unternehmen haben. Ja, das ist weg. (Bundesministerin Dr. Fekter: Stammkapital!) – Mit dem Stammkapital. Aber das war es dann auch schon. Dann kommt als Nächster sofort der Ausfallbürge dran.
Bundesministerin Dr. Fekter: Stammkapital!
Noch eine Bemerkung zum Zeitpunkt der Notverstaatlichung (Abg. Strache: Was war jetzt mit der Landesholding?): Diese Bank war zum Zeitpunkt der Notverstaatlichung unmittelbar vor dem Konkurs. Kollege Bartenstein hat das schon ausgeführt, ich wiederhole es noch einmal: Im Konkursfall kommen die Eigentümer genau mit so viel dran, wie sie Kapital in diesem Unternehmen haben. Ja, das ist weg. (Bundesministerin Dr. Fekter: Stammkapital!) – Mit dem Stammkapital. Aber das war es dann auch schon. Dann kommt als Nächster sofort der Ausfallbürge dran.
Abg. Strache: Gläubiger! Zuerst die Gläubiger!
Noch einmal zur Erinnerung: Das war Kärnten und indirekt die Republik Österreich, weil Kärnten das niemals bezahlen hätte können, die 20 Milliarden €. Da war es ein Gebot der Stunde, das Schlagendwerden dieser Haftung durch die Notverstaatlichung abzuwehren. (Abg. Strache: Gläubiger! Zuerst die Gläubiger!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Petzner – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Magst auch etwas zu dem Mail sagen?
Jede Milliarde, die wir uns jetzt ersparen – und es werden viele Milliarden gegenüber den 20 sein, die wir uns auch jetzt durch ein behutsames, bedachtes Vorgehen unserer Finanzministerin ersparen werden –, rechtfertigt es selbstverständlich, diese Notverstaatlichung vorgenommen zu haben. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Petzner – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Magst auch etwas zu dem Mail sagen?)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Na, geh bitte! – Abg. Ing. Westenthaler: Kranebitter ist wegen dem BZÖ zurückgetreten! Was wir alles können! – Abg. Petzner: Die böse Opposition! – Weitere Zwischenrufe bei Abgeordneten von BZÖ und FPÖ.
Meine Damen und Herren, ein Letztes noch: Wenn der jetzt ausgeschiedene Aufsichtsratsvorsitzende Ditz und auch der ausscheidende Vorsitzende des Vorstandes Kranebitter so deutlich und eindringlich darauf hingewiesen haben, dass dieses ständige politische Anschütten der Bank und der Sanierung der besseren Verwertung der Assets der Bank schadet, dann haben sie nicht uns gemeint, sondern Sie. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Na, geh bitte! – Abg. Ing. Westenthaler: Kranebitter ist wegen dem BZÖ zurückgetreten! Was wir alles können! – Abg. Petzner: Die böse Opposition! – Weitere Zwischenrufe bei Abgeordneten von BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die durchschnittliche Verkehrsbelastung im Raum Kufstein beträgt laut Zählung des Landes Tirol binnen 24 Stunden 44 000 Kraftfahrzeuge – Pkw, Lkw und Busse. All jene, die jetzt vor der Maut flüchten wollen, müssen durch das Nadelöhr Kufstein Stadt fahren. Das ist für die Stadt Kufstein eine Riesenkatastrophe. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist aber nicht nur für die Stadt Kufstein eine Katastrophe, sondern auch für alle umliegenden Gemeinden wie Ebbs und Niederndorf, aber natürlich auch Kiefersfelden und Oberaudorf im Grenzbereich. Das wird provoziert.
Beifall bei der FPÖ.
Deswegen setzen wir heute unserem Antrag 321/A die Frist bis morgen. Ich glaube, es ist wirklich notwendig, dass wir so schnell wie möglich eine gesetzliche, eine rechtliche Regelung schaffen, um Mautflüchtlingen nicht die Ausweichstrecke nach Kufstein zu öffnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Der wird sicher zustimmen! – Abg. Huber: Der wird sicher zustimmen wollen!
Jetzt hat der Kollege Josef Lettenbichler – da oben steht er – dankenswerterweise in Tirol eine Unterschriftenliste gestartet, gemeinsam mit den Bürgermeistern der Region. (Abg. Strache: Der wird sicher zustimmen! – Abg. Huber: Der wird sicher zustimmen wollen!)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist natürlich unterstützenswert. Aber, lieber Herr Kollege Lettenbichler, den Vorwurf, ich hätte jetzt populistisch gehandelt, weil ich in meiner Verantwortung als Abgeordnete aus dem Bezirk Kufstein genau den Antrag hier in diesem Haus einbringe, wo er hingehört, kann ich wirklich nicht so stehen lassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber noch einmal: Deine Forderung ist legitim. Aber es kann nicht die Lösung sein, einen ungesetzlichen Zustand weiter zu prolongieren. Das kann nicht die Lösung sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Lettenbichler: Selbstverständlich!
Trotzdem möchte ich mich bei dir bedanken. Ich habe heute in deiner OTS-Aussendung gelesen, dass du auch mich zu deinem Runden Tisch einlädst. Ich gehe davon aus, wenn du alle Abgeordneten zum Runden Tisch einlädst, dass du mich dann auch einlädst. (Abg. Mag. Lettenbichler: Selbstverständlich!) Ich nehme die Einladung dankend an und werde mich selbstverständlich auch konstruktiv daran beteiligen.
Abg. Strache: Taten sind gefragt!
Aber ich glaube, wir brauchen jetzt eine Maßnahme, weil wir Kufstein vor diesem drohenden Verkehrskollaps schützen müssen, denn am 1. Dezember ist es zu spät. (Abg. Strache: Taten sind gefragt!)
Abg. Strache: Das Abstimmungsverhalten wird zu werten sein!
Ich weiß ja nicht recht, was du mit deinen Unterschriften machen wirst. Es ist eine gute, sinnvolle Aktion. Aber bitte erkläre mir, wie das jetzt funktionieren soll! Du machst eine Unterschriftenliste. Ich gehe jetzt davon aus, das wird bis über den Sommer laufen. Was passiert dann am 30. September? (Abg. Strache: Das Abstimmungsverhalten wird zu werten sein!)
Abg. Strache: Wenn er es ernst meint, stimmt er deinem Antrag zu, Carmen!
schen Ablauf sicher nicht vor Dezember dieses Jahres machen. Daher bitte ich dich, mir das jetzt schon zu sagen. (Abg. Strache: Wenn er es ernst meint, stimmt er deinem Antrag zu, Carmen!)
Beifall bei der FPÖ.
Deshalb richte ich meinen Schlusssatz heute an den Klubobmann Kopf: Bitte, Herr Klubobmann, befreien Sie heute die Tiroler Abgeordneten heute vom Klubzwang, damit wir gemeinsam von Wien aus nach Tirol, nach Kufstein ein Zeichen setzen können, dass wir einer ehrlichen, wichtigen und richtigen Lösung für die Stadt Kufstein arbeiten. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Gartelgruber.
Dieses Straßennetz, meine Damen und Herren, muss erhalten werden. Es wird teilweise neu gebaut. Es muss in Betrieb bleiben. (Zwischenruf der Abg. Gartelgruber.)
Abg. Gartelgruber: Wissen Sie, was in Kufstein dann los ist?
Ab 1. Dezember 2013 wird vonseiten der ASFINAG ab jeder Staatsgrenze kontrolliert, und das wird in ganz Österreich gleich gemacht. Eine Ausnahme, meine Damen und Herren, würde viele, viele Türen aufmachen. (Abg. Gartelgruber: Wissen Sie, was in Kufstein dann los ist?) Und ich sage Ihnen nur, Kollegin Gartelgruber, wie viele Forderungen es gibt, Ausnahmen zum Bundesstraßen-Mautgesetz zu machen:
Abg. Huber: Das stimmt gar nicht!
Und jetzt zum Argument der Mautflüchtlinge, meine Damen und Herren: Es gibt von München weg – denn von dort kommen ja alle Autofahrer, die über Kiefersfelden fahren – bis nach Kiefersfelden elf Stellen, an denen man Vignetten kaufen kann. (Abg. Huber: Das stimmt gar nicht!) Ich habe erheben lassen, wie viele Vignetten an diesen 11 Stellen im Jahr 2012 gekauft wurden. (Zwischenrufe der Abg. Gartelgruber.)
Zwischenrufe der Abg. Gartelgruber.
Und jetzt zum Argument der Mautflüchtlinge, meine Damen und Herren: Es gibt von München weg – denn von dort kommen ja alle Autofahrer, die über Kiefersfelden fahren – bis nach Kiefersfelden elf Stellen, an denen man Vignetten kaufen kann. (Abg. Huber: Das stimmt gar nicht!) Ich habe erheben lassen, wie viele Vignetten an diesen 11 Stellen im Jahr 2012 gekauft wurden. (Zwischenrufe der Abg. Gartelgruber.)
Abg. Huber: Die müssen das sowieso bezahlen!
Meine Damen und Herren, wenn man sagt, das müsse man den Urlaubern nach Italien freigeben, dann kann ich Folgendes antworten: In Italien zahle ich für jeden Kilometer, den ich auf der Autobahn fahre, in Kroatien zahle ich für jeden Kilometer, den ich auf der Autobahn fahre, und in Slowenien zahle ich auch für jeden Kilometer, den ich auf der Autobahn fahre. Und da regt sich kein deutscher Urlauber auf. Dann soll er auch in Österreich schauen, dass er für jeden Kilometer bezahlt, den er auf der Autobahn fährt. (Abg. Huber: Die müssen das sowieso bezahlen!) Meine Damen und Herren, gleiches Recht für alle in Österreich! Es muss so sein, dass jeder Österreicher, jede Österreicherin seine und ihre Autobahngebühren, seine und ihre Autobahnvignetten bezahlt, und das gilt auch für die Urlauber.
Abg. Riepl: Das sind Angsthasen!
Landeshauptmann Platter und auch Landeshauptmann Haslauer haben Angst, dass die Vignettenflüchtlinge auf die Nebenstraßen ausweichen werden. (Abg. Riepl: Das sind Angsthasen!) Aber, meine Damen und Herren, die beiden Landeshauptleute haben Möglichkeiten, Rechtsvorschriften zu schaffen, damit diese Autofahrer nicht auf die Nebenstraßen ausweichen und diese 5,8 Kilometer zwischen Kiefersfelden und Kufstein-Süd die Autobahn benützen.
Beifall bei der SPÖ.
In dem Sinne kann ich nur sagen, wir werden zu diesen Fristsetzungsanträgen Nein sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gartelgruber: Das habe ich ja gesagt!
Und Sie wissen auch, verehrte Freunde von der FPÖ – weil ihr ja des Öfteren kritisiert, was hier in Wien abgeht –, dass ich von erster Minute an auf der Seite der Bürger und der Bürgermeister gekämpft habe. (Abg. Gartelgruber: Das habe ich ja gesagt!) Ich habe die Bürgermeister eingeladen, wir haben einen Schulterschluss gemacht. Wir haben mit den Gemeinden eine Unterschriftenaktion gestartet. Die Listen liegen bei den Gemeinden auf. Wir haben eine Unterschriftenaktion auf einer Homepage, die am Wochenende online gestellt worden ist, gestartet, da kann man unter www.mautfrei-bis-kuftstein.at unterschreiben.
Beifall bei der ÖVP.
Und jetzt raten Sie, wie viele Unterschriften wir mittlerweile haben! – Es sind mehr als 3 000. Da ist noch nicht einmal eingerechnet, was auf den Gemeindeämtern unterschrieben wird. Das ist also eine große Anzahl. Die Leute sind betroffen. Sie haben Angst. Und diese Ängste, Frau Ministerin, muss man ernst nehmen. Man kann nicht einfach sagen, das ist jetzt so, die Leute so im Regen stehen lassen, irgendwelche Verkehrszählungen anbieten. Das ist zu wenig. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas
Wenn mir jetzt vorgeworfen wird, dass ich aktiv bin, weil ich Unterschriftenlisten oder Ähnliches mache (Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas) – das hat vorhin anders geklungen –, finde ich das abstrus. Wenn ich jetzt die Zielscheibe für die Angriffe der FPÖ bin, dann halte ich das leicht aus. Nur: Wenden Sie sich an die Ministerin! Sie hat das in der Hand, denn sie kann das mit einem Anruf auch ohne gesetzliche Änderung wieder zurücknehmen, und alle sind zufrieden. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.
Wenn mir jetzt vorgeworfen wird, dass ich aktiv bin, weil ich Unterschriftenlisten oder Ähnliches mache (Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas) – das hat vorhin anders geklungen –, finde ich das abstrus. Wenn ich jetzt die Zielscheibe für die Angriffe der FPÖ bin, dann halte ich das leicht aus. Nur: Wenden Sie sich an die Ministerin! Sie hat das in der Hand, denn sie kann das mit einem Anruf auch ohne gesetzliche Änderung wieder zurücknehmen, und alle sind zufrieden. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.)
Abg. Gartelgruber: Der Antrag liegt ja schon seit 2009, bitte!
Was ich Ihnen von der FPÖ vorwerfe, ist nicht, dass Sie Anträge einbringen. Das ist Ihr gutes Recht. (Abg. Gartelgruber: Der Antrag liegt ja schon seit 2009, bitte!) Doch Sie sind jetzt auf einem falschen Gleis und fahren mit dem Zug immer wieder gegen die Wand. Sie bringen Anträge ein – das ist das oppositionelle Spiel –, im Wissen, dass Sie keine Mehrheit bekommen, weil unser Koalitionspartner hier nicht zustimmen will. Wir stecken in der parlamentarischen Sackgasse. (Abg. Gartelgruber: Aber du kannst
Abg. Gartelgruber: Das habe ich ja gesagt! Dann stimm wenigstens heute mit! Um Gottes willen!
Genau dieses Hickhack, das in den letzten Tagen stattgefunden hat, wollen die Leute nicht. Sie wollen eine Lösung. Und das sagen natürlich auch die Journalisten in ihren Kommentaren. Wir haben das gleiche Ziel, Frau Gartelgruber. (Abg. Gartelgruber: Das habe ich ja gesagt! Dann stimm wenigstens heute mit! Um Gottes willen!) Ich will das Gemeinsame vor das Trennende stellen. Hier werden wir kein Ziel erreichen, weil der Koalitionspartner nicht zustimmen wird.
Abg. Gartelgruber: Es geht um das Signal!
Deswegen habe ich einen runden Tisch gefordert, der nächste Woche auch einberufen wird. Da sind die Abgeordneten dabei, die Bürgermeister, Vertreter der Institutionen aus dem bayrischen und aus dem Tiroler Teil. Wir wollen jetzt endlich einmal Fakten dafür auf den Tisch bringen, wie wir uns in der Region organisieren können, damit wir der Ministerin einen Weg zeigen können, wie sie diesen Schritt zurück machen und den bewährten Zustand wieder einleiten kann. Für so etwas kämpfen wir. Und das wollen auch die Leute, dass wir gemeinsam kämpfen. Die Zustimmung von Einzelnen heute bei diesem Antrag bringt in der Sache rein nichts. (Abg. Gartelgruber: Es geht um das Signal!)
Beifall bei der ÖVP.
Das Signal ist, dass ich von der ersten Minute an dafür da war, dass wir auf regionaler Ebene den Druck verstärken. Und das sollten Sie auch tun. Dazu lade ich Sie ein und dafür bin ich auch zu haben. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Es hat auch seine Richtigkeit, dass die gleiche Regelung für alle Verkehrsteilnehmer gelten muss, denn es hat auch etwas mit Fairness zu tun, wenn es nicht zwei Gruppen von Autofahrerinnen und Autofahrern gibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gartelgruber: Bitte kommen Sie nach Kufstein!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir haben ein bewährtes und ein breit akzeptiertes System der Pkw-Bemautung, nämlich die Vignetten-Maut. Und 90 Prozent aller Autofahrerinnen und Autofahrer in Österreich haben auch diese Vignette. Mit diesen Beiträgen und der Lkw-Maut gelingt es uns in Österreich, ein hervorragendes österreichisches Straßennetz zur Verfügung zu stellen, ausschließlich mit der Bemautung unseres Straßensystems erhalten wir die Straßen. (Abg. Gartelgruber: Bitte kommen Sie nach Kufstein!) Wir bauen zweite Tunnelröhren zur Verkehrssicherheit. Wir haben ein
Abg. Gartelgruber: Kennen Sie die Situation in Kufstein? – Zwischenruf des Abg. Riepl.
Konjunkturpaket geschnürt mit einem Tunnelsicherheitsprogramm, und dafür werden diese Gelder zweckgebunden eingesetzt. (Abg. Gartelgruber: Kennen Sie die Situation in Kufstein? – Zwischenruf des Abg. Riepl.)
Abg. Gartelgruber: Aber die fahren wegen 6 Kilometer ! Sie fahren durch Kufstein!
Noch einmal: Ich bin der Auffassung, wenn de facto jeder österreichische Autofahrer eine Autobahnvignette bezahlt, dann, würde ich meinen, sind die 8,30 € auch zumutbar für jene Gäste, die herzlich willkommen sind in einem Tourismusland, in Österreich. (Abg. Gartelgruber: Aber die fahren wegen 6 Kilometer ! Sie fahren durch Kufstein!) Und auch in Tirol ist es zumutbar, einen Beitrag von 8,30 € zu zahlen, so wie das jeder österreichische Autofahrer auch tut. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gartelgruber: Da geht nichts mehr! Verantwortung!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gartelgruber: Da geht nichts mehr! Verantwortung!
Noch einmal: Ich bin der Auffassung, wenn de facto jeder österreichische Autofahrer eine Autobahnvignette bezahlt, dann, würde ich meinen, sind die 8,30 € auch zumutbar für jene Gäste, die herzlich willkommen sind in einem Tourismusland, in Österreich. (Abg. Gartelgruber: Aber die fahren wegen 6 Kilometer ! Sie fahren durch Kufstein!) Und auch in Tirol ist es zumutbar, einen Beitrag von 8,30 € zu zahlen, so wie das jeder österreichische Autofahrer auch tut. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gartelgruber: Da geht nichts mehr! Verantwortung!)
Abg. Gartelgruber: Die Tiroler werden sich bedanken!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich möchte wirklich betonen, dass ich natürlich diese Reihe an Forderungen nach Vignettenfreiheit kenne – es wurde angeführt. Wir haben Wünsche für Ausnahmen in Salzburg; wir haben Wünsche für Ausnahmen im Burgenland. Aber ein System lebt nur dann, wenn es wirklich von allen gemeinsam getragen wird. (Abg. Gartelgruber: Die Tiroler werden sich bedanken!) Und dabei, wie gesagt, geht es auch um die ausländischen Gäste. Ich glaube, keines unserer Nachbarländer, kein einziges unserer Nachbarländer, das eine Pkw-Bemautung hat, hat so eine geringe Maut, wie wir sie unseren Gästen in unseren Tourismusregionen anbieten. Und das ist auch gut so. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich möchte wirklich betonen, dass ich natürlich diese Reihe an Forderungen nach Vignettenfreiheit kenne – es wurde angeführt. Wir haben Wünsche für Ausnahmen in Salzburg; wir haben Wünsche für Ausnahmen im Burgenland. Aber ein System lebt nur dann, wenn es wirklich von allen gemeinsam getragen wird. (Abg. Gartelgruber: Die Tiroler werden sich bedanken!) Und dabei, wie gesagt, geht es auch um die ausländischen Gäste. Ich glaube, keines unserer Nachbarländer, kein einziges unserer Nachbarländer, das eine Pkw-Bemautung hat, hat so eine geringe Maut, wie wir sie unseren Gästen in unseren Tourismusregionen anbieten. Und das ist auch gut so. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gartelgruber: keine Straße gibt! Wie soll denn das gehen?
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich habe ganz großes Verständnis dafür, dass wir die Mautflüchtlinge von unseren Ortschaften, unseren Dörfern, unseren Städten fernhalten. Wir arbeiten tagtäglich daran, dass es gelingt, diese Mautflucht hintanzuhalten. (Abg. Gartelgruber: keine Straße gibt! Wie soll denn das gehen?) Ich kann Ihnen unzählige Orte und Städte in ganz Österreich aufzählen, wo es in Zusammenarbeit mit den Gemeinden, mit dem Land, mit der ASFINAG, die die Expertise haben, auch gelungen ist. Und ich bin zuversichtlich, dass das in Kufstein auch gelingen wird. (Abg. Gartelgruber: Die Tiroler SPÖ wird sich bei Ihnen bedanken!)
Abg. Gartelgruber: Die Tiroler SPÖ wird sich bei Ihnen bedanken!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich habe ganz großes Verständnis dafür, dass wir die Mautflüchtlinge von unseren Ortschaften, unseren Dörfern, unseren Städten fernhalten. Wir arbeiten tagtäglich daran, dass es gelingt, diese Mautflucht hintanzuhalten. (Abg. Gartelgruber: keine Straße gibt! Wie soll denn das gehen?) Ich kann Ihnen unzählige Orte und Städte in ganz Österreich aufzählen, wo es in Zusammenarbeit mit den Gemeinden, mit dem Land, mit der ASFINAG, die die Expertise haben, auch gelungen ist. Und ich bin zuversichtlich, dass das in Kufstein auch gelingen wird. (Abg. Gartelgruber: Die Tiroler SPÖ wird sich bei Ihnen bedanken!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP sowie der Abg. Gartelgruber.
Und es geht mir, noch einmal, darum, dass wir ein bewährtes System haben, wo ich nicht will, dass es zwei Gruppen, nämlich inländische Autofahrer und ausländische Autofahrer, gibt, sondern es haben alle ihren Beitrag dazu zu leisten, dass wir so ein tolles Straßennetz unserer Bevölkerung zur Verfügung stellen können. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP sowie der Abg. Gartelgruber.)
Abg. Hörl: Maut!
lern sei es mir gestattet, zu sagen, dass sie sich nicht nur selbst ein bisschen benachteiligt vorkommen: Man denke an das Unterinntal mit dieser Lösung in Kufstein, den Perjentunnel, den Arlberg – also es ist nicht nur das Selbstmitleid, das bei den Tirolern vorhanden ist. Es gibt durchaus Probleme. (Abg. Hörl: Maut!)
Abg. Keck: Landeshauptmann!
Und bei der Bemautung ist es halt so: Wir haben, vollkommen richtig, 8 €; wir haben es aber auch mit einer gewissen Irrationalität zu tun – sonst gäbe es ja keine Lkw-Mautflüchtlinge. Und die gibt es nicht nur in Tirol, die gibt es in ganz Österreich. Darum gibt es ja auch Mautflüchtlinge. In dem Fall sind sie erwartete Mautflüchtlinge von der deutschen Grenze über die Bundesstraße zu den Feriengebieten. Mit rationeller Argumentation werden wir diesen Touristenströmen nicht begegnen können. Fakt ist, wir haben ein Problem, und wir haben ein Parlament und eine Regierung und vor allem die Regierungsparteien (Abg. Keck: Landeshauptmann!) – und auch einen Landeshauptmann –, die eine Lösung erarbeiten können. Was machen sie? – Wir nähern uns dem Wahlkampf, es wird Angstpolitik betrieben und es wird gegeneinander polarisiert, damit man möglichst elegant die Oppositionsparteien an den Rand spielen und sich gegenseitig als Retter der jeweiligen Bevölkerung darstellen kann.
Ruf: Gar nichts!
So ist es ja nicht, auch wenn der Kollege Lettenbichler jetzt sagt, er ist der große Volksretter: Das, was er in der Zeitung von sich gegeben hat und was er auch heute wieder wiederholt hat, nämlich dass ein Antrag nichts bringt – Kollege Lettenbichler, was halten Sie eigentlich vom Parlamentarismus? (Ruf: Gar nichts!) – Ja, gar nichts! Das dürfte vollkommen richtig sein. (Abg. Neubauer: Wer war das?) Es wäre ihm lieber eine Diktatur hier herinnen, und die Opposition brauchen wir gar nicht mehr, oder was? Was soll denn die Opposition machen, als Anträge stellen? (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Neubauer: Wer war das?
So ist es ja nicht, auch wenn der Kollege Lettenbichler jetzt sagt, er ist der große Volksretter: Das, was er in der Zeitung von sich gegeben hat und was er auch heute wieder wiederholt hat, nämlich dass ein Antrag nichts bringt – Kollege Lettenbichler, was halten Sie eigentlich vom Parlamentarismus? (Ruf: Gar nichts!) – Ja, gar nichts! Das dürfte vollkommen richtig sein. (Abg. Neubauer: Wer war das?) Es wäre ihm lieber eine Diktatur hier herinnen, und die Opposition brauchen wir gar nicht mehr, oder was? Was soll denn die Opposition machen, als Anträge stellen? (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
So ist es ja nicht, auch wenn der Kollege Lettenbichler jetzt sagt, er ist der große Volksretter: Das, was er in der Zeitung von sich gegeben hat und was er auch heute wieder wiederholt hat, nämlich dass ein Antrag nichts bringt – Kollege Lettenbichler, was halten Sie eigentlich vom Parlamentarismus? (Ruf: Gar nichts!) – Ja, gar nichts! Das dürfte vollkommen richtig sein. (Abg. Neubauer: Wer war das?) Es wäre ihm lieber eine Diktatur hier herinnen, und die Opposition brauchen wir gar nicht mehr, oder was? Was soll denn die Opposition machen, als Anträge stellen? (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Lieber Kollege Lettenbichler, ich probiere es bei mir an und für sich immer mit konstruktiven Methoden, und ich komme damit eigentlich auch am weitesten. Nur, am Ende steht immer noch ein Antrag, ob das der ÖVP gefällt oder nicht. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: Na, na! – Abg. Kopf: Jetzt reicht’s aber!
Eigentlich muss man sagen: Es ist der ÖVP ohnehin schon wurscht, denn sie handelt ja da in ihrem traditionellen Verhaltensschema, vom Austrofaschismus bis heute durchgehend. (Rufe bei der ÖVP: Na, na! – Abg. Kopf: Jetzt reicht’s aber!) Das Autoritäre ist Ihnen eigentlich am liebsten. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Kopf: Herr Präsident! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Kopf: Herr Präsident! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Eigentlich muss man sagen: Es ist der ÖVP ohnehin schon wurscht, denn sie handelt ja da in ihrem traditionellen Verhaltensschema, vom Austrofaschismus bis heute durchgehend. (Rufe bei der ÖVP: Na, na! – Abg. Kopf: Jetzt reicht’s aber!) Das Autoritäre ist Ihnen eigentlich am liebsten. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Kopf: Herr Präsident! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kopf.
Diese Kraft geht Ihnen offensichtlich ab. Da wird natürlich lieber ein bisschen auf die Opposition hing’haut, da wird auf die Ministerin hing’haut. Und dann sagt man, man ist der große Volksretter, man hat alles mit den Bürgermeistern getan. Die Gespräche hat es mit anderen auch gegeben, und ich hoffe, dass Ihr runder Tisch gelingt, denn rund ist er dann, wenn alle daran teilnehmen, wenn auch die Grünen, wenn auch das BZÖ, wenn auch die SPÖ daran teilnehmen. Wenn sie nicht daran teilnehmen, dann haben Sie einen eckigen Tisch, und der wird Ihnen genauso wenig helfen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kopf.)
Ruf: Bravo!
schen Verhaltens zu zeihen, ist nicht entschuldbar! Ich erteile Ihnen einen Ordnungsruf. (Ruf: Bravo!)
Abg. Gartelgruber: Deswegen habe ich einen Antrag eingebracht!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Meine Damen und Herren! Wir sollten das möglichst stringent und pragmatisch gleichzeitig angehen. Mir ist durchaus klar, dass sich eine Ausnahmesituation eingeschlichen hat, obwohl Bundesgesetze gelten. Das ist ja der Punkt: Es gibt geltende Bundesgesetze, und die sind für alle gleich – da hat die Frau Ministerin völlig recht. Das ist die eine Seite. (Abg. Gartelgruber: Deswegen habe ich einen Antrag eingebracht!)
Ruf: Genau!
Die andere Seite – ich kenne ja die Verhältnisse durchaus als Oberösterreicherin – ist die, dass dieses Kufstein wirklich gequält wird vom Durchzugsverkehr. Nur weiß ich, man könnte ja mit anderen Mitteln den Durchzugsverkehr auch verhindern. (Ruf: Genau!) Ich meine, ich kenne das von anderen Ortschaften in Oberösterreich. Es gibt da Blockabfertigungen, es gibt da irgendwelche Geschwindigkeitsbeschränkungen, es gibt auch die Möglichkeit, einfach mit Hinweistafeln klarzumachen: Durchfahrt durch Kufstein ist nicht möglich! Diese Möglichkeiten gilt es einmal aufzulisten und einmal durchzuschauen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Keck und Gartelgruber.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Keck und Gartelgruber.
Die andere Seite – ich kenne ja die Verhältnisse durchaus als Oberösterreicherin – ist die, dass dieses Kufstein wirklich gequält wird vom Durchzugsverkehr. Nur weiß ich, man könnte ja mit anderen Mitteln den Durchzugsverkehr auch verhindern. (Ruf: Genau!) Ich meine, ich kenne das von anderen Ortschaften in Oberösterreich. Es gibt da Blockabfertigungen, es gibt da irgendwelche Geschwindigkeitsbeschränkungen, es gibt auch die Möglichkeit, einfach mit Hinweistafeln klarzumachen: Durchfahrt durch Kufstein ist nicht möglich! Diese Möglichkeiten gilt es einmal aufzulisten und einmal durchzuschauen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Keck und Gartelgruber.)
Abg. Gartelgruber: Für 5,7 Kilometer! – Abg. Riepl: kostet schon mehr als 4 €!
Auf der anderen Seite gibt es ja auch bei der ASFINAG eine Möglichkeit. Ich schaue ja, möglichst pragmatisch mit mehreren Varianten das Problem zu lösen. Aufseiten der ASFINAG gäbe es vielleicht auch die Möglichkeit, dass man nicht eine 8-€-Vignette macht, sondern eine 4-€-Vignette, und das kann sich wirklich jeder leisten, der diese kurze Strecke fährt. (Abg. Gartelgruber: Für 5,7 Kilometer! – Abg. Riepl: kostet schon mehr als 4 €!) Und mit dieser sozusagen Zusatz-Maut-Vignette wäre auch einerseits die gesetzliche Konformität gegeben, und andererseits könnte man dann auch den Ausweichverkehr vermeiden, denn 4 € zahlt man doch wirklich locker für die Strecke, dass man nicht im Stau steht, dass man keine Verkehrsübertretungen macht, sondern dass man zügig auf der Autobahn Kufstein umfährt. Das wäre ja auch ein gangbarer Weg.
Abg. Gartelgruber: Ja!
Diese Argumentation auf Basis des Gesetzes ist durchaus nachvollziehbar, wegen dieser Domino-Wirkung – wenn ich es wo aufhebe und wo eine Sonderregelung mache, dann schreien ja hundert andere Orte auch. Aber mir ist auch klar – und in der Hinsicht gebe ich Ihnen völlig recht, und ich bin ja dafür, dass es diesen runden Tisch gibt –, dass die lokale Situation, die geographische Situation, die Straßensituation in Kufstein einfach in dem Sinne wirklich verhängnisvoll einzigartig ist. (Abg. Gartelgruber: Ja!)
Beifall bei den Grünen.
Aber es gibt auch Methoden der Straßenverkehrsordnung, wie man diese einzigartige Negativsituation für den Durchzugsverkehr, muss ich jetzt sagen, auch noch anders bewältigen kann. Das möchte ich mir gerne anschauen, und ich bin für die Fristsetzung, weil durch die Fristsetzung die Möglichkeit besteht, noch ins Detail zu gehen. Das ist also meine Herangehensweise. Ich sehe aber sehr wohl die Notwendigkeit, durchgehend stringent Gesetze einzuhalten. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Keck und Mag. Darabos.
Aber es geht ja da um ganz etwas anderes. Diese Ausnahme, dass von Kufstein-Süd bis zur Grenze in Kiefersfelden nicht kontrolliert wurde, hat ja ganz einen anderen Sinn: Es gibt Hunderte Wochenpendler, die von Osttirol in den Großraum München zur Arbeit fahren. (Zwischenrufe der Abgeordneten Keck und Mag. Darabos.) Diese Ausnahme ist deswegen immer gegangen. Es gibt Menschen, die heute über zwei Bergpässe fahren müssen, die für eine Fahrt von 200 Kilometern jetzt schon dreieinhalb Stunden brauchen, und dann geht die Frau Bundesminister wegen 5,7 Kilometern her und verteuert das Ganze noch einmal. Ich glaube, dass das der falsche Weg ist.
Zwischenruf des Abg. Keck.
Aber auch beim Tourismus, welches Minus wird es da geben, wenn diese sogenannten Tagestouristen, die zum Pillersee fahren, die nach Kitzbühel fahren, die ins Brixental fahren, die nach Waidring fahren, nicht mehr kommen – denn die, die die Vignette kaufen, das wissen wir, die fahren alle durch. Da fährt keiner mehr in Kufstein Ort ab. (Zwischenruf des Abg. Keck.) Das, bitte, weiß auch die Frau Minister.
Zwischenruf des Abg. Mag. Darabos. – Abg. Mag. Rudas: Beim Billa vielleicht! – Abg Riepl: Beim Billa vielleicht das Flaschl Bier! Sie haben wirklich keine Ahnung!
Frau Bundesminister, nach dieser Aussage, die Sie gemacht haben, so quasi: Ja, wenn das Bier 8 € in Kitzbühel kostet, dann werden sich die Leute ja wohl so eine Vignette leisten können!, ich sage Ihnen, das ist das erste Mal, seit ich mich erinnern kann, dass Sie in der „Tiroler Tageszeitung“ auf die Titelseite gekommen sind. Aber nur, weil die „Tiroler Tageszeitung“ auf der Titelseite geschrieben hat, der Zorn und Unmut der Kitzbüheler ist unbeschreiblich und sie werden kämpfen bis zum Letzten. Dieser Vergleich ist ja vollkommen falsch. Frau Bundesminister, das Bier in Kitzbühel kostet 3 € – und nicht 8 €, wie Sie gesagt haben. (Zwischenruf des Abg. Mag. Darabos. – Abg. Mag. Rudas: Beim Billa vielleicht! – Abg Riepl: Beim Billa vielleicht das Flaschl Bier! Sie haben wirklich keine Ahnung!)
Beifall des Abg. List.
Wenn Sie wütende Proteste haben wollen, dann werden Sie sie kriegen! Faymann, das sollte man ja bitte bedenken, hat sehr wohl zugestimmt und angeordnet, dass nicht kontrolliert wird. Aber ein bisschen habe ich wirklich das Gefühl, das ist ein Racheakt an der Tiroler Bevölkerung dafür, dass die SPÖ heuer im Frühjahr das schlechteste Wahlergebnis gehabt hat, denn ansonsten ist das ja nicht erklärbar. (Beifall des Abg. List.)
Abg. Mag. Darabos: Wer hat das gesagt?
Frau Bundesministerin Bures, ich kann Ihnen nur eines sagen: Es ist tragisch, wenn wir heute in einem Parlament nicht über Anträge diskutieren können, wenn da von Ihrer Seite Aussagen kommen wie: Die depperten Oppositionsanträge, regieren tun wir schon selber! (Abg. Mag. Darabos: Wer hat das gesagt?), und dann alles wegargumentieren, anstatt nachzudenken, warum es 1996 zu dieser Regelung gekommen ist, die ja bis heute gehalten hat. Warum haben Sie dann nicht 2007, da hat sich nichts verändert, dem damaligen Bundesminister Faymann gesagt, er darf das nicht verlängern? – Das müssen Sie mir erklären, Frau Bundesminister!
Beifall beim BZÖ.
Und diese gescheiten Aussagen, die dann auch von dieser sozialistischen Fraktion kommen, dass in Kitzbühel das Bier 8 € kosten würde, sind einfach falsch. Ich kann Ihnen sagen, ich habe heute mit einem Hotelier telefoniert, mit dem Herrn Rainer Kertess, der sagt, das ist eine Sauerei, so wurde Kitzbühel noch nie beleidigt. Das sagen die Hoteliers, und da können Sie sich gerne wehren. Aber ich hoffe doch, Frau Bundesminister, dass Sie sich endlich entschuldigen, denn das haben die Tiroler nicht verdient! Denkt nach! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Huber: Ich weiß, dass du das kennst!
Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie Doris Bures: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Huber, ich kenne unser Land, ich kenne ganz Österreich. (Abg. Huber: Ich weiß, dass du das kennst!) Ich kenne aber im Besonderen auch das Land Tirol, weil es tatsächlich auch bei mir zu den beliebtesten Orten, vor allem nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter, gehört. (Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Huber und Hörl.)
Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Huber und Hörl.
Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie Doris Bures: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Huber, ich kenne unser Land, ich kenne ganz Österreich. (Abg. Huber: Ich weiß, dass du das kennst!) Ich kenne aber im Besonderen auch das Land Tirol, weil es tatsächlich auch bei mir zu den beliebtesten Orten, vor allem nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter, gehört. (Demonstrativer Beifall der Abgeordneten Huber und Hörl.)
Zwischenruf des Abg. Huber
Daher würde ich meinen, Sie sollten ein bisschen leiser treten, wenn Sie von ganz Tirol reden! Wir reden jetzt noch gar nicht vom Neusiedler See bis zum Bodensee, vom Burgenland bis nach Vorarlberg, wo wir diese Regelung haben (Zwischenruf des Abg. Huber), sondern selbst in Tirol ist der Tourismus weder im Zillertal, nehme ich an, Herr Abgeordneter Hörl, eingebrochen durch 8,30 €, noch am Arlberg ist er eingebrochen durch 8,30 €. Also ich finde, wenn alle Pendlerinnen und Pendler, die Sie angesprochen haben, nämlich nachweislich eine Jahresvignette zahlen (Abg. Mag. Hakl: Die fahren ja jeden Tag!), um für den Straßenerhalt einen Beitrag zu leisten, dann können wir das von Touristen, die unsere schöne Heimat besuchen, die herzlich willkommen sind, auch verlangen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Hakl: Die fahren ja jeden Tag!
Daher würde ich meinen, Sie sollten ein bisschen leiser treten, wenn Sie von ganz Tirol reden! Wir reden jetzt noch gar nicht vom Neusiedler See bis zum Bodensee, vom Burgenland bis nach Vorarlberg, wo wir diese Regelung haben (Zwischenruf des Abg. Huber), sondern selbst in Tirol ist der Tourismus weder im Zillertal, nehme ich an, Herr Abgeordneter Hörl, eingebrochen durch 8,30 €, noch am Arlberg ist er eingebrochen durch 8,30 €. Also ich finde, wenn alle Pendlerinnen und Pendler, die Sie angesprochen haben, nämlich nachweislich eine Jahresvignette zahlen (Abg. Mag. Hakl: Die fahren ja jeden Tag!), um für den Straßenerhalt einen Beitrag zu leisten, dann können wir das von Touristen, die unsere schöne Heimat besuchen, die herzlich willkommen sind, auch verlangen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher würde ich meinen, Sie sollten ein bisschen leiser treten, wenn Sie von ganz Tirol reden! Wir reden jetzt noch gar nicht vom Neusiedler See bis zum Bodensee, vom Burgenland bis nach Vorarlberg, wo wir diese Regelung haben (Zwischenruf des Abg. Huber), sondern selbst in Tirol ist der Tourismus weder im Zillertal, nehme ich an, Herr Abgeordneter Hörl, eingebrochen durch 8,30 €, noch am Arlberg ist er eingebrochen durch 8,30 €. Also ich finde, wenn alle Pendlerinnen und Pendler, die Sie angesprochen haben, nämlich nachweislich eine Jahresvignette zahlen (Abg. Mag. Hakl: Die fahren ja jeden Tag!), um für den Straßenerhalt einen Beitrag zu leisten, dann können wir das von Touristen, die unsere schöne Heimat besuchen, die herzlich willkommen sind, auch verlangen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zweitens noch ein Punkt: Ich zähle, muss ich Ihnen gestehen, nicht meine Schlagzeilen in der „Tiroler Tageszeitung“, aber ich kann mich erinnern, es hat ein Danke für den Brenner-Basistunnel gegeben. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Gartelgruber.
Frau Bundesminister, Sie werden mir zustimmen, es war Ihr Vorgänger, der jetzige Bundeskanzler und damalige Verkehrsminister Faymann, der diese Korridorvignette auf starken politischen Druck hin eingeführt hat, natürlich nicht ganz zufällig kurz vor den Nationalratswahlen 2008. (Zwischenruf der Abg. Gartelgruber.)
Abg. Gartelgruber: Wie lang ist die Strecke?
Und das ist ja genau der Punkt, den Sie angehen. Ich kann Sie gut verstehen, Frau Kollegin Gartelgruber, ich verstehe Ihre Argumentation. Ihren Wunsch kann ich gut verstehen, diesen würde ich auch unterstützen, das ist überhaupt kein Thema. Ich möchte aber der Frau Verkehrsminister mitgeben, dass sie vielleicht über eine Lösung wie damals in Bregenz mit der Korridorvignette nachdenkt. Ich glaube, dass ein deutscher Urlauber, der einmal durchfährt, bereit ist, für 24 Stunden 2 € hinzulegen, und diese Strecke dann benutzt. (Abg. Gartelgruber: Wie lang ist die Strecke?) Das wäre vielleicht eine Kooperationslösung.
Beifall beim Team Stronach.
Man kann nicht immer, wenn einem der Finger gereicht wird, auch die ganze Hand haben. Aber ich glaube, das wäre vielleicht eine Lösung, Frau Minister. Es stehen wieder Wahlen an, Sie könnten sich an Ihrem Parteivorsitzenden ein Beispiel nehmen. Das gebe ich Ihnen einmal mit zum Nachdenken. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Dr. Bartenstein: Hallo, Herr Präsident!
Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Petzner. – Bitte. (Abg. Dr. Bartenstein: Hallo, Herr Präsident!) – Er ist nicht im Saal.
Abg. Petzner betritt soeben den Sitzungssaal. – Ruf bei der SPÖ: Zu spät!
Herr Klubobmann Ing. Lugar ist der Nächste. (Abg. Petzner betritt soeben den Sitzungssaal. – Ruf bei der SPÖ: Zu spät!)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Herr Präsident! Ich bin jetzt etwas überraschend hier am Rednerpult. – Wir sprechen heute über diesen Bericht, der aus meiner Sicht doch einigermaßen zu denken gibt. Es sind drei Punkte, die ich hier herausgreifen will, und zwar Pensionen, Gesundheit und Bildung. Diese drei Punkte sind auch neben anderen Punkten meiner Meinung nach sehr beachtenswert, denn es ist für uns auch immer sehr hilfreich, wenn die Kritik an der Regierung auch einmal von einer Stelle kommt, die von der Regierung immer wieder als sehr vertrauenswürdig angesehen wird, und wenn nicht immer nur von der Opposition die Kritik kommt, dass hier einiges zu tun wäre. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim Team Stronach.
Auch das hat der Rechnungshof immer wieder angeprangert, auch die Opposition und jetzt einmal die EU. Ich glaube, dass es auch gut ist, wenn einmal von außen Kritik kommt, dass hier einiges im Argen liegt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Also ich würde sagen, der Bericht ist hilfreich und der Bericht ist auf jeden Fall zur Kenntnis zu nehmen. Ich würde mich wirklich freuen, wenn Sie jetzt einmal, nicht weil es die Opposition sagt und nicht weil es der Rechnungshof sagt, sondern weil es die EU sagt, endlich aktiv werden. Ich glaube, das erwartet man sich von einer guten Regierung. Und gerade jetzt in Vorwahlzeiten könnten Sie mit ein bisschen mehr Aktivität oder zumindest mit der Absicht, mehr Aktivitäten zu zeigen, auch wahlkampftechnisch einiges gewinnen. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Ing. Lugar: Danke!
Staatssekretär im Bundeskanzleramt Dr. Josef Ostermayer: Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte gleich beim Abgeordneten Lugar anschließen. Es hat in der letzten Zeit zwei Berichte sozusagen von externen Organisationen zu Österreich gegeben. Der eine kommt von der Europäischen Kommission, der jetzt diskutiert wird, der Zweite von der OECD. Ich möchte auf beide Berichte kurz eingehen und in einem Punkt dem Herrn Abgeordneten Lugar, aber auch den Vorrednern – das ist schon einige Stunden her – recht geben. (Abg. Ing. Lugar: Danke!)
Beifall der Abgeordneten Csörgits und Mag. Muttonen.
nau deshalb haben wir ein zusätzliches Konjunkturpaket beschlossen, mit dem wir einerseits Maßnahmen aus dem Pflegefonds vorziehen, mit dem wir in den Jahren 2014 bis 2017 zusätzlich jeweils 100 Millionen € in die Hand nehmen wollen, um Kinderbetreuungseinrichtungen auszubauen, insbesondere auch für die kleinsten Kinder, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern, etwas, das auch die OECD genauso in ihrer Studie angeregt hat. (Beifall der Abgeordneten Csörgits und Mag. Muttonen.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Herrn Abgeordneten Lugar: Eine gut funktionierende Sozialpartnerschaft heißt ein gut funktionierendes Zusammenspiel der Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter, und die Arbeitnehmervertreter sind bekanntlich die Gewerkschaften. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Genau aufgrund all dieser Daten, all dieser Untersuchungen hat Generalssekretär Gurría gemeint, dass wir stolz auf dieses Land sein sollen. Ich glaube, das sollten wir uns alle zu Herzen nehmen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Pendl: Das wird eine gute Rede! Das weiß ich jetzt schon! – Abg. Mag. Grossmann – auf dem Weg zum Rednerpult –: Na, schauen wir mal!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Mag. Grossmann. 4 Minuten. – Bitte. (Abg. Pendl: Das wird eine gute Rede! Das weiß ich jetzt schon! – Abg. Mag. Grossmann – auf dem Weg zum Rednerpult –: Na, schauen wir mal!)
Abg. Kopf: Also ist der Bericht doch nicht !
Genauso die Warnung vor den negativen Folgen einer zu frühen Leistungsdifferenzierung in der Schule. Wenn man auch noch die Forderung nach mehr frühkindlicher Bildung betrachtet und den Gender Pay Gap heranzieht, könnte man meinen, man hätte ein sozialdemokratisches Parteiprogramm vor sich liegen – das ist es aber nicht, wenn man nämlich weiterliest und auch das Verlangen nach früherer Angleichung des Frauenpensionsalters entdeckt. (Abg. Kopf: Also ist der Bericht doch nicht !)
Abg. Kopf: Frau Kollegin! Nur Rosinenpicken geht auch nicht!
Da läuten natürlich schon die Alarmglocken, lieber Herr Kollege. Da gibt es einige Gründe, die dagegen sprechen, das Vertrauen in den verfassungsrechtlich gewährleisteten Fahrplan zu erschüttern: eben die nach wie vor bestehenden Benachteiligungen von Frauen in der Arbeitswelt. (Abg. Kopf: Frau Kollegin! Nur Rosinenpicken geht auch nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Außerdem, lieber Herr Klubobmann, haben wir in Österreich den richtigen Weg eingeschlagen – und darauf können Sie auch stolz sein, denn Sie haben auch Ihren Beitrag dazu geleistet –, nämlich das faktische Pensionsalter anzuheben. Darum geht es nämlich, die Menschen möglichst lange gesund und arbeitsfähig in Beschäftigung zu halten. Und da sind wir auf dem richtigen Weg, und das wird auch entsprechend gewürdigt, und das sollten wir in diesem Haus auch würdigen. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Da bestehen wirklich gewaltige Herausforderungen, und ich darf jetzt schon sagen, da ich in der neuen Gesetzgebungsperiode nicht mehr im Parlament sein werde: Ich wünsche jetzt schon der künftigen Regierung, der künftigen Parlamentsmehrheit viel Erfolg bei der Bewältigung dieser Herausforderungen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sollten diesen Bericht sehr ernst nehmen als Arbeitsauftrag für die weitere Reformarbeit in stürmischen Zeiten mit einer ruhigen Hand für Österreich. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Steßl-Mühlbacher und Weninger.
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ): Meine Damen und Herren! Anstatt wie der Vorredner jetzt irgendwelche Wahlkampfslogans von irgendwelchen Plakaten hinauszuposaunen, konzentriere ich mich auf die Sache. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Steßl-Mühlbacher und Weninger.) – Ich bewerte den Slogan inhaltlich ohnedies nicht, sondern ich stelle nur fest, dass ich auf Sloganaufzählung verzichte.
Beifall beim BZÖ.
In diesem Sinne: Schauen wir, was herauskommt! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir aufseiten der Freiheitlichen Partei vertreten da einen völlig konträren Standpunkt. Wir sind der Auffassung, Staatsbürgerschaft ist nicht nur ein hohes, sondern ein höchstes Gut, das diese Republik zu verteidigen hat; und nur jene Personen sollen auch tatsächlich Staatsbürger werden, die mit ihrem Kopf und ihrem Herzen Teil dieser österreichischen Republik geworden sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir hatten vor Kurzem an die 8 000 – manche sagen 10 000 und mehr – Türken in Wien am Columbusplatz, die für den türkischen Staatsführer, den Herrn Erdogan eingetreten sind und mit ihren Vorstellungen, mit ihren Aussagen, mit ihren Forderungen und Wünschen so etwas von weit weg von der österreichischen Gesellschafts- und Werteordnung waren, dass man natürlich die Frage stellen muss, ob hier bislang die Integrationspolitik eigentlich vor einem Totalversagen steht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es sind nämlich etwa – und damit komme ich zu einem weiteren Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit – über 20 Austro-Taliban in Syrien gefallen, weil sie dem Dschihad gefolgt und für Ziele eingetreten sind, mit denen unser Österreich so etwas von überhaupt nichts am Hut hat – weshalb ich sage, dass diese Personen, auch wenn sie gut Deutsch gesprochen haben mögen, alles andere als Teil dieser Republik hätten werden sollen. Das waren Personen aus Tschetschenien, Personen aus Pakistan – und das war die Spitze des Eisberges. Wir diskutieren ja oft über diese Dschihad-Camps und Extremisten-Camps auf der Arabischen Halbinsel, aber es waren Österreicher. Trauriger Höhepunkt war Mohamed Mahmoud, der die österreichische Staatsbürgerschaft publikumswirksam zurückgelegt hat, den österreichischen Reisepass verbrannt hat. – Also, meine Damen und Herren, es gibt hier Integrationsdefizite sonder Zahl. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es sollte auch etwas möglich sein, was wir gefordert haben, was auch von anderen kommt, nämlich die Staatsbürgerschaft auf Probe zu vergeben. Wenn ich nämlich draufkomme, dass jemand, der vielleicht augenscheinlich Teil dieses Österreich geworden sein mag, trotzdem dem Dschihadismus oder anderen Extremismen verpflichtet ist, dann sage ich, das war eine Falschbeurteilung, und entziehe ihm die Staatsbürgerschaft wieder. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie Wahlzuckerl vergeben wollen, senken Sie die Steuern, das ist in Ordnung, aber spielen Sie nicht mit der Staatsbürgerschaft herum! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir sollten nicht Einzelsituationen herausnehmen, sondern die Situation generell sehen. Ich glaube, dass wir mit dieser Novelle auf einem sehr, sehr guten Weg sind, die Menschen besser zu integrieren, und die Möglichkeit schaffen, dass sie schneller die österreichische Staatsbürgerschaft erlangen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Und ich sage ganz klar dazu, Integration, Inklusion und Zusammenwachsen schauen ganz anders aus. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Bis das erreicht ist, werden wir weiterhin unsere Stimme erheben. Denn wir haben vielleicht nicht alle die gleiche Herkunft in unserem Land, aber wir haben eine gemeinsame Zukunft. Und um die Gestaltung dieser Zukunft in Respekt und mit gleichen Rechten und gleichen Pflichten geht es. In diesem Sinne erwarten wir eine echte Reform des Staatsbürgerschaftsgesetzes und nicht ein Flickwerk, wie es derzeit vorliegt. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Pendl: Ich glaube, das wird erfrischend!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächste Rednerin zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Lueger. 5 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Pendl: Ich glaube, das wird erfrischend!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Kößl, mich hat etwas an Ihren Ausführungen gestört – vielleicht kann es ihm dann jemand ausrichten –: Man kommt einem behinderten Menschen nicht entgegen, wenn es für ihn leichter ist, die Staatsbürgerschaft zu bekommen. Er hat einen Rechtsanspruch darauf. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Den Lehrlingsfall habe ich vorher schon erwähnt, wo für junge Menschen, die noch minderjährig und schon als kleines Kind nach Österreich gekommen sind und mindestens 15 Jahre rechtmäßigen Aufenthalt gehabt haben, die Möglichkeit besteht, ohne dass es einen Nachweis eines hinreichend gesicherten Lebensunterhaltes benötigt, unter erleichterten Bedingungen die Staatsbürgerschaft zu erhalten. Ich denke, dass wir da auf einem guten Weg sind, dass sich die Staatsbürgerschaftsfrage aber ewig weiterentwickeln muss. Und da bin ich bei Ihnen, das gehört weiter diskutiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich glaube daher, dass die Staatsbürgerschaft auf Probe und die Aberkennung zwei elementare Punkte sind. Die Staatsbürgerschaft an und für sich ist ein elementares Bürgerrecht mit Rechten und Pflichten. Damit sollte man keinesfalls spielen. Ich sehe das auch nicht als Spiel, sondern ich sehe das als einen Schritt, der Ihrer Meinung nach zur Integration beiträgt. – Ich glaube, der Schritt ist überflüssig und wird keinen wesentlichen Integrationsfortschritt bringen, und daher lehnen wir das ab. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wo würden Sie uns einordnen?
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Frau Bundesminister! Ich glaube, die vorige Debatte hat klar gezeigt, wohin der Weg geht. Den rechten Parteien ist dieser Entwurf viel zu wenig extrem, und den linken Parteien, sprich den Grünen, ist er ganz genauso zu wenig extrem – nur jeweils in die andere Richtung. (Abg. Ing. Westenthaler: Wo würden Sie uns einordnen?)
Zwischenruf des Abg. Strache.
Herr Kollege Westenthaler, die Staatsbürgerschaft wird erst verliehen – ich glaube, das haben Sie vorher falsch verstanden –, wenn der integrationspolitische Prozess vollzogen ist. Und dazu gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder die Verleihung erfolgt, so wie wir das bisher gehabt haben, nach zehn Jahren, oder es besteht, wenn sich eine Person ganz besondere Verdienste erworben und ein ganz besonders intensiver integrationspolitischer Prozess stattgefunden hat, die Möglichkeit der Verleihung bereits nach sechs Jahren. (Zwischenruf des Abg. Strache.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.
Ich glaube, das ist es, was die Österreicherinnen und Österreicher wirklich wollen. Sie wollen, dass sich die Menschen zu Österreich bekennen. (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.
Es soll so sein, wie Kollege Vilimsky gesagt hat: Diese Leute sollen mit Kopf und Hirn bei der Sache sein, sie sollen mit dem Herzen da sein, sie sollen sich auch ehrenamtlich in Interessenvertretungen engagieren, und sie sollen bereits ein entsprechendes gesichertes Lebenseinkommen haben. Sie sollen wirklich sagen: Ich habe hier eine neue Heimat gefunden, ich beantrage daher die österreichische Staatsbürgerschaft, und diese ist mir auch etwas wert. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ganz arg!
nach der Gesinnung vergeben werden. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ganz arg!) – Ich möchte heute nicht das wiederholen, was ich im Ausschuss schon gesagt habe, sondern ich möchte jetzt gerne wiederholen, was der Vertreter von „SOS Mitmensch“ am Dienstag im „Report“ gesagt hat.
Abg. Neubauer: Wo ist denn Herr Pilz?
Frau Kollegin Korun! Herr Kollege Pilz! Mir ist es als Verfassungssprecher ganz wichtig, dass hier in dieser Republik nach Artikel 18 der Bundesverfassung vorgegangen wird, nämlich dass die gesamte Verwaltung nur aufgrund von Gesetzen erfolgt und nicht nach Gesinnungen. Das enttäuscht mich von Ihnen. Ich sehe Sie da in einer Reihe mit den Wiener Grünen, die jahrelang für Volksbefragungen gestanden sind und nach den Volksbefragungen den Willen des Volkes nicht angenommen haben. (Abg. Neubauer: Wo ist denn Herr Pilz?)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Kollegin Korun, das entspricht nicht der österreichischen Bundesverfassung. Es wäre klug, wenn Sie Ihre Gesetze nicht nach Gesinnungen auslegen, sondern nach der österreichischen Bundesverfassung. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Grüß Gott!
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Grüß Gott, Herr Staatssekretär! Frau Bundesminister! Herr Präsident! (Abg. Wöginger: Grüß Gott!) Es wurde hier jetzt schon einiges dargelegt, was aus verschiedenen Sichten betreffend das Staatsbürgerschaftsgesetz sehr wohl zutrifft oder auch weniger zutrifft.
Abg. Neubauer: War das in Ihrer Zeit beim BZÖ oder beim Team Stronach?
Man muss das einmal so betrachten: Als gelernter Polizist, der ich vor ein paar Tagen mein 25-jähriges Polizei- beziehungsweise Gendarmerie-Dienstjubiläum feiern durfte, hatte ich natürlich auch mit jenen Menschen zu tun, von denen Herr Vilimsky gesprochen hat. (Abg. Neubauer: War das in Ihrer Zeit beim BZÖ oder beim Team Stronach?)
Beifall beim Team Stronach.
Zweitens: Wir alle erinnern uns an den Fall desjenigen, der die türkische Staatsbürgerschaft anscheinend jetzt noch hat, der aber in Ägypten den österreichischen Pass zerrissen und angezündet hat. Er ist österreichischer Staatsbürger, und diesem muss die Staatsbürgerschaft sofort aberkannt werden, meine Damen und Herren. Das ist ein klarer Fall. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In solchen Fällen können die Menschen meiner Meinung nach wirklich nichts für ihre Situation. So ist zum Beispiel dieser Mann ja nicht selbst als Staatenloser hierhergekommen, sondern er wurde hier als Staatenloser geboren. Und meiner Ansicht nach hat auch in einem solchen Fall klarerweise Gnade zu walten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Es gibt also viel zu tun. Es kann dies nur ein erster Schritt sein, allerdings ein Schritt in die richtige Richtung, und deswegen bekommen Sie unsere Unterstützung. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Strache.
Deshalb halte ich es für sinnvoll, dass wir ein dreistufiges System haben: nach sechs Jahren die Staatsbürgerschaft für alle, die sehr, sehr gut integriert sind; nach zehn Jahren die Staatsbürgerschaft für all jene, die die Kriterien erfüllen; und die Staatsbürgerschaft soll niemand bekommen, der die Sprache nicht kann oder nicht selbsterhaltungsfähig ist oder den Staatsbürgerschaftstest nicht besteht. (Zwischenruf des Abg. Strache.)
Abg. Strache: Geschenkartikel Staatsbürgerschaft !
Herr Abgeordneter Westenthaler! Sie haben auch davon gesprochen, dass es doch sinnvoll wäre, eine Staatsbürgerschaft auf Probe einzuführen. (Abg. Strache: Geschenkartikel Staatsbürgerschaft !) Ich glaube, die sechs Jahre Wartezeit auf die Staatsbürgerschaft beziehungsweise die zehn Jahre Wartezeit auf die Staatsbürgerschaft bei der normalen Frist, das ist ja so etwas wie eine Bewährungsphase, das ist ja so etwas wie eine Probezeit, wo sich jemand in Österreich bewährt, um dann auch Staatsbürger werden zu können, wenn er alle Kriterien erfüllt.
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin froh, dass wir heute dieses Gesetz beschließen können, darf mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BMI für ihre Arbeit bedanken, darf mich beim Koalitionspartner für die Verhandlungen und für die Verbesserungsvorschläge bedanken, die da gekommen sind und die wir einarbeiten durften. Ich darf mich auch beim Team Stronach für die Zustimmung bedanken. Ich freue mich, wenn wir die Staatsbürgerschaft heute weiterentwickeln können. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
In einem gebe ich Ihnen schon recht, natürlich, und genau das ist der springende Punkt: Diese Staatsbürgerschaft ist ein sehr zentraler, wichtiger Punkt im Zusammenleben innerhalb des Staates und daher ein sehr hoher und wesentlicher Wert. Daher ist es entscheidend, wie ich damit umgehe. Jeder Hinweis, jede Botschaft, die ich der Öffentlichkeit vermittle, indem ich sage: Staatsbürgerschaft ist ein Geschenkartikel, den bekommst du möglichst bald, wir wollen ihn dir geben!, ist der Weg in die falsche Richtung. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Wir haben die Einwanderung ins Sozialsystem, da haben wir heute auch wieder Beispiele gehört; wenn jemand nach Österreich einwandert und hier nicht die Möglichkeit hat, etwas zu verdienen. Das ist eben genau der Punkt: Das ist genau das, was nicht sein soll. Uns wird immer wieder erklärt: Wir wollen die Leistungsträger. – Ja, aber in Wirklichkeit haben wir eine Einwanderung ins Sozialsystem, und das wird wieder prolongiert, das wird fortgeführt, und das geht immer so weiter. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) – Ja, das hat auch mit der Staatsbürgerschaft zu tun, denn der nächste Schritt ist dann immer die Staatsbürgerschaft. (Zwischenruf der Abg. Lueger.)
Zwischenruf der Abg. Lueger.
Wir haben die Einwanderung ins Sozialsystem, da haben wir heute auch wieder Beispiele gehört; wenn jemand nach Österreich einwandert und hier nicht die Möglichkeit hat, etwas zu verdienen. Das ist eben genau der Punkt: Das ist genau das, was nicht sein soll. Uns wird immer wieder erklärt: Wir wollen die Leistungsträger. – Ja, aber in Wirklichkeit haben wir eine Einwanderung ins Sozialsystem, und das wird wieder prolongiert, das wird fortgeführt, und das geht immer so weiter. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) – Ja, das hat auch mit der Staatsbürgerschaft zu tun, denn der nächste Schritt ist dann immer die Staatsbürgerschaft. (Zwischenruf der Abg. Lueger.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben die Rot-Weiß-Rot-Karte eingeführt. Wer ist da gekommen? – Überhaupt niemand! Das funktioniert einfach nicht, weil der österreichische Staat nicht dem Leistungsträger etwas anbietet, sondern dem, der ins Sozialsystem einwandert, für den ist das attraktiv. (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Lueger.
ben? – Weil man in Tirol oder sonst wo eine ausländergrundverkehrsbehördliche Genehmigung braucht, daher kann er keinen Grund erwerben. – Das sind die wirklichen Probleme. Der möchte sich halt hier vielleicht etwas kaufen und will gar nicht Staatsbürger werden, er geht dann aber unter Umständen weg, wieder zurück. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Lueger.) Die Leistungsträger werden in Wirklichkeit abgeschreckt, das heißt, das ist ein Weg in die völlig falsche Richtung. Die Integration ist völlig danebengelaufen.
Zwischenruf des Abg. Strache
Ein typisches Beispiel sind jetzt natürlich die Erdoğan-Demonstrationen. Ein scheinbar viel harmloseres Beispiel ist Folgendes: Wer sich im Stadion das Spiel Österreich gegen Türkei angeschaut hat – also es war für mich schon sehr bezeichnend (Zwischenruf des Abg. Strache), wie viele österreichische Staatsbürger dort völlig begeistert mit den türkischen Fahnen herumlaufen. Ihnen ist völlig klar, wer für sie wichtiger ist, was für sie wichtiger ist. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Die sind aber angeblich alle hier angekommen, angeblich alle unter den schwierigen Bedingungen der österreichischen Staatsbürgerschaft. (Zwischenruf der Abg. Lueger.)
Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Ein typisches Beispiel sind jetzt natürlich die Erdoğan-Demonstrationen. Ein scheinbar viel harmloseres Beispiel ist Folgendes: Wer sich im Stadion das Spiel Österreich gegen Türkei angeschaut hat – also es war für mich schon sehr bezeichnend (Zwischenruf des Abg. Strache), wie viele österreichische Staatsbürger dort völlig begeistert mit den türkischen Fahnen herumlaufen. Ihnen ist völlig klar, wer für sie wichtiger ist, was für sie wichtiger ist. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Die sind aber angeblich alle hier angekommen, angeblich alle unter den schwierigen Bedingungen der österreichischen Staatsbürgerschaft. (Zwischenruf der Abg. Lueger.)
Zwischenruf der Abg. Lueger.
Ein typisches Beispiel sind jetzt natürlich die Erdoğan-Demonstrationen. Ein scheinbar viel harmloseres Beispiel ist Folgendes: Wer sich im Stadion das Spiel Österreich gegen Türkei angeschaut hat – also es war für mich schon sehr bezeichnend (Zwischenruf des Abg. Strache), wie viele österreichische Staatsbürger dort völlig begeistert mit den türkischen Fahnen herumlaufen. Ihnen ist völlig klar, wer für sie wichtiger ist, was für sie wichtiger ist. (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Die sind aber angeblich alle hier angekommen, angeblich alle unter den schwierigen Bedingungen der österreichischen Staatsbürgerschaft. (Zwischenruf der Abg. Lueger.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser
Wir holen uns in Wirklichkeit die Schwierigkeiten der halben Welt herein. Wir holen uns die Diskussionen und die Probleme etwa der Türkei oder des Nahen Ostens oder einer anderen Region in den Staat herein (Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser), geben diesen Leuten die Staatsbürgerschaft und machen es damit unumkehrbar.
Zwischenruf bei den Grünen
Der wesentliche Punkt ist: zuerst Integration! Daher ist eine lange Dauer sehr wohl wichtig, daher ist es durchaus richtig, zu sagen: 15 Jahre. – Warum nicht? Der, der das wirklich will, hat ohnehin vorher alle Möglichkeiten (Zwischenruf bei den Grünen); der ist dann hier voll integriert, für den gibt es dann nicht mehr den Rückzug in seine alte Heimat – insofern, als er dort mehr zu Hause ist als hier. Daher ist es ganz richtig, möglichst hohe Kriterien anzusetzen, damit eines klar ist: Es ist ein hoher Wert, die österreichische Staatsbürgerschaft zu besitzen (Abg. Strache: Identifikation!); als Ende der Integration und nicht am Anfang. – Das ist der entscheidende Punkt. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Abg. Strache: Identifikation!
Der wesentliche Punkt ist: zuerst Integration! Daher ist eine lange Dauer sehr wohl wichtig, daher ist es durchaus richtig, zu sagen: 15 Jahre. – Warum nicht? Der, der das wirklich will, hat ohnehin vorher alle Möglichkeiten (Zwischenruf bei den Grünen); der ist dann hier voll integriert, für den gibt es dann nicht mehr den Rückzug in seine alte Heimat – insofern, als er dort mehr zu Hause ist als hier. Daher ist es ganz richtig, möglichst hohe Kriterien anzusetzen, damit eines klar ist: Es ist ein hoher Wert, die österreichische Staatsbürgerschaft zu besitzen (Abg. Strache: Identifikation!); als Ende der Integration und nicht am Anfang. – Das ist der entscheidende Punkt. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Der wesentliche Punkt ist: zuerst Integration! Daher ist eine lange Dauer sehr wohl wichtig, daher ist es durchaus richtig, zu sagen: 15 Jahre. – Warum nicht? Der, der das wirklich will, hat ohnehin vorher alle Möglichkeiten (Zwischenruf bei den Grünen); der ist dann hier voll integriert, für den gibt es dann nicht mehr den Rückzug in seine alte Heimat – insofern, als er dort mehr zu Hause ist als hier. Daher ist es ganz richtig, möglichst hohe Kriterien anzusetzen, damit eines klar ist: Es ist ein hoher Wert, die österreichische Staatsbürgerschaft zu besitzen (Abg. Strache: Identifikation!); als Ende der Integration und nicht am Anfang. – Das ist der entscheidende Punkt. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Königsberger-Ludwig und Lueger.
Es ist ein frommer Wunsch, dass alles so läuft, wie es jetzt hier geschildert wurde; ich muss gestehen, ich glaube es auch nicht. Die Botschaft, die nach außen geht, wenn man die Medien betrachtet, ist: Das ist nun einmal eine typische Sache, die man kurz vor der Wahl macht; man will da moderner sein, weltoffener sein, und so weiter. (Zwischenrufe der Abgeordneten Königsberger-Ludwig und Lueger.) In Wirklichkeit geht man verantwortungslos mit der österreichischen Staatsbürgerschaft um, macht sie zum Geschenkartikel – und das ist aus unserer Sicht sehr abzulehnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist ein frommer Wunsch, dass alles so läuft, wie es jetzt hier geschildert wurde; ich muss gestehen, ich glaube es auch nicht. Die Botschaft, die nach außen geht, wenn man die Medien betrachtet, ist: Das ist nun einmal eine typische Sache, die man kurz vor der Wahl macht; man will da moderner sein, weltoffener sein, und so weiter. (Zwischenrufe der Abgeordneten Königsberger-Ludwig und Lueger.) In Wirklichkeit geht man verantwortungslos mit der österreichischen Staatsbürgerschaft um, macht sie zum Geschenkartikel – und das ist aus unserer Sicht sehr abzulehnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Siehe Erdoğan-Befürworter!
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Debatten über politische Identitäten sind immer schwierig, und ich glaube, gerade für die Zuwanderergeneration ist das keine einfache Debatte. Ich glaube schon, dass man sich von der Identität her durchaus der türkischen Kultur zugehörig fühlen, sich aber trotzdem zur Republik und zum Staat Österreich und auch zu den Werten bekennen kann. Das sehe ich nicht grundsätzlich als Widerspruch. (Abg. Strache: Siehe Erdoğan-Befürworter!) Es gibt auch bei der FPÖ Politiker, die sich zum Deutschtum bekennen und trotzdem österreichische Staatsbürger sind – an eine Aberkennung der Staatsbürgerschaft ist jedenfalls nicht gedacht. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Debatten über politische Identitäten sind immer schwierig, und ich glaube, gerade für die Zuwanderergeneration ist das keine einfache Debatte. Ich glaube schon, dass man sich von der Identität her durchaus der türkischen Kultur zugehörig fühlen, sich aber trotzdem zur Republik und zum Staat Österreich und auch zu den Werten bekennen kann. Das sehe ich nicht grundsätzlich als Widerspruch. (Abg. Strache: Siehe Erdoğan-Befürworter!) Es gibt auch bei der FPÖ Politiker, die sich zum Deutschtum bekennen und trotzdem österreichische Staatsbürger sind – an eine Aberkennung der Staatsbürgerschaft ist jedenfalls nicht gedacht. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
In Richtung Abg. Lueger, die eine entsprechende Geste macht:
Kollegin Lueger hat gesagt, dieses Gesetz rehabilitiere auch jene NS-Vertriebene, die die Staatsbürgerschaft verloren haben, und deren Nachkommen. – Das ist eine etwas kühne Behauptung. (In Richtung Abg. Lueger, die eine entsprechende Geste macht:) Sie deuten schon so, das kommt der Wahrheit schon näher, genau: In einem kleinen, schmalen Segment, das das Gesetz zufälligerweise oder bewusst abdeckt – darüber will ich nicht spekulieren –, ist es gegeben.
Zwischenrufe der Abgeordneten Petzner und Grosz in Richtung des Abg. Dr. Matznetter
Also wenn man Nachkomme eines NS-Opfers ist und zufälligerweise nach 1964 geboren wurde, nicht davor, und wenn die Mutter zu diesem Zeitpunkt hoffentlich Österreicherin war, dann bekommt man die Staatsbürgerschaft (Zwischenrufe der Abgeordneten Petzner und Grosz in Richtung des Abg. Dr. Matznetter); wenn man davor geboren worden ist oder wenn die Mutter die Staatsbürgerschaft nicht hatte, dann bekommt man sie nicht. – Also Lösung ist das keine! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Zwischenruf des Abg. Grosz.
Also wenn man Nachkomme eines NS-Opfers ist und zufälligerweise nach 1964 geboren wurde, nicht davor, und wenn die Mutter zu diesem Zeitpunkt hoffentlich Österreicherin war, dann bekommt man die Staatsbürgerschaft (Zwischenrufe der Abgeordneten Petzner und Grosz in Richtung des Abg. Dr. Matznetter); wenn man davor geboren worden ist oder wenn die Mutter die Staatsbürgerschaft nicht hatte, dann bekommt man sie nicht. – Also Lösung ist das keine! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Abg. Grosz: Kannst dich wieder hinlegen!
Es war auch ein Wunsch der Kultusgemeinde, dass es da eine Lösung gibt, und ich finde es schade, Frau Innenministerin, dass Sie für diese Lösung nicht offener waren; ich habe das im Ausschuss schon gesagt. (Abg. Grosz: Kannst dich wieder hinlegen!) Ich kenne Sie ja bei diesem Thema als sehr unverdächtig und in Ihrer Position klar, und umso mehr verwundert mich das. Ich habe das auch im Ausschuss schon mit Ihnen diskutiert. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.
Es war auch ein Wunsch der Kultusgemeinde, dass es da eine Lösung gibt, und ich finde es schade, Frau Innenministerin, dass Sie für diese Lösung nicht offener waren; ich habe das im Ausschuss schon gesagt. (Abg. Grosz: Kannst dich wieder hinlegen!) Ich kenne Sie ja bei diesem Thema als sehr unverdächtig und in Ihrer Position klar, und umso mehr verwundert mich das. Ich habe das auch im Ausschuss schon mit Ihnen diskutiert. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Beifall bei den Grünen.
aber das Angebot hätte man aus der historischen Situation machen müssen. Schade! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Petzner: Ich bin dafür, dass der Matznetter noch was redet ! – Zwischenruf des Abg. Grosz.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächster Redner zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Neubauer. 7 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Petzner: Ich bin dafür, dass der Matznetter noch was redet ! – Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Werner Neubauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Sehr geehrte, liebe Südtiroler, die vor den Fernsehschirmen dieser heutigen Debatte folgen! Es könnte heute ein historischer Tag werden, ein historischer Tag, wenn nämlich die Delegierten dieses Hohen Hauses heute dem Tagesordnungspunkt 22 ihre Zustimmung geben, der der Forderung vieler Südtiroler nach der Zuerkennung einer österreichischen Staatsbürgerschaft entspricht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Freiheitliche Partei hat mit Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache und mir als Südtirol-Sprecher diese Forderung gerne aufgenommen. Wir haben sie bis heute verfolgt und – wie ich meine – auch zu einem Ergebnis gebracht, das sich durchaus sehen lassen kann, weil die Ergebnisse mittlerweile auf dem Tisch liegen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dr. Obwexer eingefordert hat, sieht klare Richtlinien, die für die Südtiroler zutreffend sind. Ja, alle Forderungen, die vom Ausschuss an dieses Gutachten gestellt wurden, konnten erfüllt, ja sogar übertroffen werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn in der EU von 28 Mitgliedstaaten bereits 25 das Prinzip der doppelten Staatsbürgerschaft haben, dann sollte es auch für Österreich kein Problem darstellen, unseren Landsleuten in Südtirol diese doppelte Staatsbürgerschaft zuzuerkennen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Südtiroler Volkspartei als Schwesterpartei der Österreichischen Volkspartei hat letzte Woche in einem einstimmigen Vorstandsbeschluss die doppelte Staatsbürgerschaft als Hauptprinzip für die Wahlen im Oktober 2013 festgelegt, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das passiert erstmalig in der Geschichte der Südtiroler Volkspartei, dass so eine Forderung im Wahlprogramm an erster Stelle steht. Das haben wir zu respektieren, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Und wenn man nach Südtirol eingeladen wurde, hat man in vielen Sonntagsreden gehört, wie den Menschen dort in Sonntagsreden immer wieder entsprechende Versprechungen gemacht wurden – und da sind viele dabei gewesen –: Man will sich in Österreich hier im Parlament für die doppelte Staatsbürgerschaft einsetzen, hat man gehört. Man will sich für die Verankerung der Schutzmachtfunktion einsetzen, hat man gehört. Man will sich für die Begnadigung aller Südtirol-Aktivisten einsetzen, hat man gehört. Und man hat auch gehört, dass man sich für die Entfernung beziehungsweise Umgestaltung der faschistischen Relikte in Südtirol einsetzen will. – Bis heute ist nichts von den Versprechungen übrig geblieben (Beifall bei der FPÖ), bis heute hat man nichts davon eingehalten, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Beifall bei der FPÖ.
Ich darf Ihnen eines sagen: Die Freiheitliche Partei steht für die Landeseinheit Tirols von Kufstein bis Salurn. Es lebe Südtirol, es lebe Tirol! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Es sind Ihre Grünen, die das fordern!
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Herr Kollege Neubauer, wenn man Sie ernst nehmen würde – was die meisten in diesem Hohen Haus zum Glück nicht machen –, dann würde das bedeuten, dass wir für die Balkanisierung Österreichs eintreten. Sie wollen Zustände, wie sie in Ex-Jugoslawien geherrscht haben. (Abg. Neubauer: Es sind Ihre Grünen, die das fordern!) Sie sehnen sich offensichtlich zurück nach Zeiten, in denen die Bumser in Tirol den Ton angegeben haben – das ist völlig jenseitig.
Abg. Neubauer: Sie haben aber noch nie einen Antrag eingebracht!
Aber in einem gebe ich Ihnen recht, da kann ich durchaus mit Ihnen mit, nämlich bei der Doppelstaatsbürgerschaft: Natürlich, die wird von uns begrüßt! Wir wollen sie allerdings nicht nur – wie Sie – eingeschränkt auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe, sondern wir wollen Sie für Menschen, die zwischen den Kulturen leben. (Abg. Neubauer: Sie haben aber noch nie einen Antrag eingebracht!) Das wäre ein Zeichen dieses Hohen Hauses nach außen, wenn wir sagen: Ja, wir wollen das! Wir verstehen, dass Menschen in einem kulturellen Zwiespalt sind, dass sie aus einer Kultur kommen, in eine andere geraten, dass sie sich für beide Kulturen interessieren. – Natürlich, das ist ein fortschrittlicher Ansatz. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: Sie haben noch nie einen Antrag eingebracht!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: Sie haben noch nie einen Antrag eingebracht!
Aber in einem gebe ich Ihnen recht, da kann ich durchaus mit Ihnen mit, nämlich bei der Doppelstaatsbürgerschaft: Natürlich, die wird von uns begrüßt! Wir wollen sie allerdings nicht nur – wie Sie – eingeschränkt auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe, sondern wir wollen Sie für Menschen, die zwischen den Kulturen leben. (Abg. Neubauer: Sie haben aber noch nie einen Antrag eingebracht!) Das wäre ein Zeichen dieses Hohen Hauses nach außen, wenn wir sagen: Ja, wir wollen das! Wir verstehen, dass Menschen in einem kulturellen Zwiespalt sind, dass sie aus einer Kultur kommen, in eine andere geraten, dass sie sich für beide Kulturen interessieren. – Natürlich, das ist ein fortschrittlicher Ansatz. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: Sie haben noch nie einen Antrag eingebracht!)
Abg. Neubauer: Kollege Stefan kann sich zu der Kultur bekennen!
Ich weiß nicht, Herr Kollege Stefan, wie das mit Ihrem nationalen Bewusstsein ist, aber: Wir haben gewonnen, die Deutschnationalen haben gewonnen? – Das ist ein wörtliches Zitat von Ihnen! Steckt da bei Länderspielen auch bei Ihnen mehr als nur ein Herz in Ihrer Brust? Gibt es da auch mehrere, Herr Stefan? (Abg. Neubauer: Kollege Stefan kann sich zu der Kultur bekennen!) – Ja, Herr Kollege Neubauer, regen Sie sich doch nicht auf!
Abg. Neubauer: Gibt es ja!
gen würden: türkische Staatsbürger in Österreich, die mit türkischen Fahnen Türkisch sprechend hier sind. (Abg. Neubauer: Gibt es ja!) – Ja, da regen Sie sich auf! Da regen Sie sich auf, aber mit den Auswanderern aus Tirol nach Brasilien, die nach einem halben Jahrhundert immer noch Tiroler Deutsch reden, haben Sie kein Problem. (Abg. Neubauer: Keine Ahnung!)
Abg. Neubauer: Keine Ahnung!
gen würden: türkische Staatsbürger in Österreich, die mit türkischen Fahnen Türkisch sprechend hier sind. (Abg. Neubauer: Gibt es ja!) – Ja, da regen Sie sich auf! Da regen Sie sich auf, aber mit den Auswanderern aus Tirol nach Brasilien, die nach einem halben Jahrhundert immer noch Tiroler Deutsch reden, haben Sie kein Problem. (Abg. Neubauer: Keine Ahnung!)
Beifall bei den Grünen.
Hören Sie auf! Scheinheilig, falsch, von hinten bis vorne verlogen – Ihre Politik ist eine Politik der Ausgrenzung. Damit haben wir nichts zu tun. Sie machen sich ja in Wirklichkeit lächerlich. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neubauer: Unsere armen Kinder!
Herr Staatssekretär, eigentlich wollte ich ja ein bisschen über Ihren Vorschlag reden, dass wir in Österreich Tests durchführen, und ich wollte ein bisschen über den von Ihnen mitzuverantwortenden Staatsbürgerschaftstest reden. (Abg. Neubauer: Unsere armen Kinder!)
Beifall bei den Grünen.
Sie sind – verständlicherweise nicht Sie persönlich – seit insgesamt sieben Jahren nicht in der Lage, einen Test herauszubringen, der frei von Fehlern ist. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Kurz.) Peinlich bis zum Letzten! (Beifall bei den Grünen.) Sie sind bis heute nicht dazu in der Lage, und Sie sind bis heute den Nachweis schuldig geblieben, beweisen zu können, dass solch ein Test überhaupt in irgendeiner Weise sinnvoll ist.
Beifall bei den Grünen.
Machen wir eine offenere Politik, als es derzeit der Fall ist, und versuchen Sie ein bisschen, auf unsere Argumente einzugehen! Wir alle würden gut damit fahren. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
In diesem Sinne bitte ich Sie, dieser Vorlage nicht zuzustimmen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Diese Novelle bringt also schlanke Strukturen und eine höhere Effizienz, eine kürzere Verfahrensdauer und damit auch schneller Rechtssicherheit und mittelfristig deutliche Einsparungen im Verwaltungsbereich. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Wir haben da eigentlich einen Gesetzesdschungel, der auch dafür mitverantwortlich ist, dass die Zuwanderungs- und Ausländergesetzgebung in diesem Land nicht ordentlich funktioniert oder nicht so funktioniert, wie sie funktionieren sollte. Daher ist es ganz dringend notwendig – und das wäre auch ein Wunsch betreffend die nächste Legislaturperiode, denn dieses Mal wird es sich ja nicht mehr ausgehen –, tatsächlich ein einheitliches Fremdenrecht aus einem Guss zu schaffen, das für Rechtssicherheit und tatsächlich für schnelle Verfahren sorgt, denn die Verfahren dauern nach wie vor zu lange und es ist nach wie vor Rechtsunsicherheit gegeben. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall beim BZÖ.
Ein einheitliches Fremdenrecht aus einem Guss zu machen, das wäre ein Meilenstein gewesen! Das würden wir uns von Ihnen in der nächsten Legislaturperiode, für den Fall, dass Sie dann noch dafür Verantwortung tragen, wünschen, denn das braucht Österreich für eine geordnete und sichere Zuwanderung, aber auch für eine, bei der wir als Österreicher entscheiden, wer zu uns kommt, und nicht jemand anderer. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist notwendig, das sind wir den vielen Menschen, die tagtäglich in der Luft unterwegs sind, für ihre Sicherheit schuldig. In diesem Sinne danke ich für die Anpassungen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall der Abg. Schenk.
Wenn ein Gesetz nicht mehr vollziehbar ist, dann besteht akuter Handlungsbedarf, Frau Minister! Ich weiß nicht, wer nach der Wahl den Innenminister stellen oder wie die Regierung zusammengesetzt sein wird, aber das ist mein Wunsch an die zukünftige Regierung, diese Arbeit umgehend aufzunehmen und hier klare Verhältnisse zu schaffen. – Danke. (Beifall der Abg. Schenk.)
Beifall bei den Grünen.
Ich weiß, dass das für die Vereine ein ganz, ganz wichtiger Schritt ist. Ich hoffe, dass die Vereine und die Menschen, die dahinter stehen, auch dranbleiben, dass das Gesetz umgesetzt wird. Davon bin ich eigentlich überzeugt, aber macht ein bisschen Dampf! In diesem Sinne: vielen Dank für die Arbeit. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bedanke mich abschließend bei den beiden Ministerien, vor allem bei der zuständigen Innenministerin für den Zivildienst, aber auch beim Sozialminister, und vor allem auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und auch hier im Hohen Haus bei den Fraktionen, weil dieses Gesetz ja mehrheitlich getragen wird, nicht nur von den Regierungsparteien. Abschließend danke ich allen Zivildienern, die im Einsatz sind für die Menschen, die Hilfe brauchen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Schlusssatz: Wo ist Herr Kollege Matznetter? – Schon wieder in der Cafeteria. Na ja. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Danke!
Ich möchte mich abschließend bei allen, die daran mitgewirkt haben, bei beiden Ressorts, bei unseren Bediensteten bedanken (Abg. Grosz: Danke!) – das gehört dazu, und mir fällt keine Perle aus der Krone, wenn ihr euch nicht bedankt, ist das euer Bier –,
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Und wenn wir so wie heute sagen können, dass die Trägerorganisationen, vor allem aber auch die Zivildienstleistenden einen Vorteil haben, dann ist das einfach ein gutes Gesetz. Ich lade Sie daher noch einmal ein, dieser Novelle Ihre Zustimmung zu geben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir wissen – das haben wir auch vor Kurzem bei den dramatischen Ereignissen des Hochwassers gesehen –, dass ohne dieses Engagement, ohne diese Hilfeleistung dieser Freiwilligen die Bewältigung der Katastrophen nicht so rasch und nicht in dieser professionellen Art möglich wäre. Daher danke ich noch einmal allen Freiwilligen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Diese Zivildienstgesetz-Novelle steigert die Attraktivität des Zivildienstes, und daher ist diese Erweiterung zu begrüßen, weshalb wir zustimmen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Zum Schluss möchte ich aber noch betonen, dass wir, das Team Stronach, grundsätzlich gegen Zwangsdienste sind. Man müsste auch da einmal in Richtung mehr Freiwilligkeit gehen. Unsere Stellungnahmen bei der Volksbefragung waren ja klar. Wir akzeptieren das Ergebnis, aber vielleicht denkt man weiter. In einiger Zeit ändert sich wieder einiges, und vielleicht sieht man das dann auch so, wie wir es sehen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, heute wird diese Novellierung beschlossen. Ab morgen geht es voll und ganz an die Umsetzung. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, allen Expertinnen und Experten, allen Trägerorganisationen, die mitgearbeitet haben, den beide Ministerien – dem Sozialministerium und dem Innenressort – und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die daran mitgewirkt haben, Danke zu sagen. Mein Dank gilt auch dir, sehr geehrter Herr Minister, lieber Rudi, für diese wirklich gute Kooperation. Wir können sagen, es ist uns wieder einmal gelungen, den Zivildienst noch ein Stück besser zu gestalten. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren, ein Dank allen engagierten Zivildienern! Danke auch der Zivildienstagentur für die unkomplizierte Arbeit. Und danke den beiden Bundesministern, dass mit dieser Novelle der Zivildienst wesentlich attraktiver geworden ist. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Sehr geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte gleich zu Beginn Herrn Berti Wagner vom Verein Gedenkdienst ganz herzlich begrüßen und mich für seinen Einsatz für diese wichtige Säule des Zivildienstes bedanken. Herzlich willkommen, schön, dass Sie bei unserer Debatte dabei sind. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Nichtsdestotrotz bin ich froh, dass wir heute dieses Gesetz beschließen werden. Es wurde heute auch schon angesprochen, dass die Abstimmung ja vor allem pro Zivildienst ausgegangen ist, weshalb es gut ist, dass diese Novelle heute so beschlossen wird. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Auch in Sachen Service wird gute Arbeit geleistet, und das kann nur im Sinne aller sein. – Vielen Dank! Ich glaube, wir können heute alle diesem Modell gerne zustimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Gewalt ist mit nichts zu rechtfertigen. Die Exekutive muss unterstützt werden. Die Justiz muss unterstützt werden. Die Opferschutzeinrichtungen müssen unterstützt werden. Die Jugendwohlfahrt muss unterstützt werden. Und es braucht ein System von allen Akteuren und Akteurinnen, um gemeinsam Gewalt tatsächlich zu verhindern. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Also insgesamt glaube ich, dass es eine wichtige Ausweitung des Betretungsverbotes und des Wegweisungsgebotes ist. Es ist sicherlich ein ganz, ganz wichtiger Schritt, um Kinder vor Gewalttätern zu schützen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das, sehr geehrte Damen und Herren, ist ein notwendiger und wichtiger weiterer Schritt in Bezug auf die Prävention und in Bezug auf das Gewaltschutzgesetz in Österreich. Und daher können wir diesem Gesetz und der Ausweitung mit Freude zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Gartelgruber: Bravo! – Abg. Mag. Wurm: No na!
Abgeordneter Werner Herbert (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Frau Kollegin Wurm, auch wenn mir jetzt nicht ganz klar war, von welcher Zwangsgewalt Sie da gerade gesprochen haben, eines ist mir aber schon wichtig festzustellen: Natürlich muss man auch mit den Tätern umgehen, natürlich muss man auch den Zugang zu den Tätern suchen, aber viel wichtiger ist der Opferschutz. Die Opfer sollten im Mittelpunkt unseres polizeilichen wie auch gesellschaftlichen Interesses stehen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Gartelgruber: Bravo! – Abg. Mag. Wurm: No na!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Gartelgruber: Bravo!
Ich denke, das ist nicht nur ein wichtiges Anliegen, das uns alle berühren sollte, sondern das ist auch eine Sache, die aus den gesetzlichen Rahmenbedingungen, gerade wenn es um Gewalt in der Familie, Gewalt gegen Kinder, Gewalt gegen Frauen geht, immer zu wenig herausgearbeitet wird. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Gartelgruber: Bravo!)
Beifall bei der FPÖ.
Alles in allem ein guter Ansatz, wichtige Erweiterungen, allerdings ein bisschen eine suboptimale Umsetzung, was die Praktikabilität betrifft, und eher wohl bald wieder eine evaluierungsbedürftige Frage der Betretungsverbotslage bei Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Als eine Partei, die – und so machen wir das seit vielen Jahren – für den Kinderschutz besonders eintritt, kann man es nur begrüßen, dass es hier eine Ausweitung des Schutzmechanismus für Kinder und im Endeffekt natürlich auch für Mütter gibt, indem jetzt das Betretungsverbot auch auf die Kinderbetreuungseinrichtungen ausgeweitet wird. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf der Abg. Gartelgruber.
Ich stimme Ihnen auch zu, was die (Zwischenruf der Abg. Gartelgruber.) – Vielleicht können wir das nachher draußen klären, weil ich Sie kaum verstehen kann. Ich habe das Privileg eines Mikrofons, das Sie nicht haben. Aber noch einmal: Es war ein bisschen unverständlich, aber ich gehe ohnedies davon aus, dass ihr auch zustimmt, denn da kann man ja nicht dagegen sein. Ich glaube, dass das völlig richtig ist, was da passiert. Ich bin auch sehr froh und bedanke mich, dass es zu dieser Ausweitung kommt, und unterstreiche auch das, was Frau Kollegin Wurm gesagt hat, zu 100 Prozent.
Beifall bei BZÖ und Team Stronach.
Ich würde mir im Anschluss an diese beispielhafte Umsetzung im Sicherheitspolizeigesetz ähnliche Maßnahmen mit einem stärkeren Kinderschutz auch im Strafgesetzbuch wünschen. Ich weiß schon, Frau Ministerin, dass Sie hier nicht unmittelbar Betroffene sind, aber wir haben das von dieser Stelle immer gesagt: Wenn wir das Kind als eine besonders schützenswerte Person und Kinder als besonders schützenswerte Gruppe definieren – und das machen wir heute mit der Verbesserung im Sicherheitspolizeigesetz –, dann muss das endlich auch im Strafgesetzbuch seinen Niederschlag finden. Und dann darf im Strafgesetzbuch nicht mehr unterschieden werden bei sexuellem Missbrauch von Kindern zwischen sexuellem Missbrauch und schwerem sexuellem Missbrauch. Das darf nicht unterschieden werden, weil jeder Missbrauch von Kindern schwer ist. Und wir verlangen, dass das endlich auch im Strafgesetzbuch seinen Niederschlag findet. Ansonsten finden wir das heute gut und werden dem zustimmen. (Beifall bei BZÖ und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Also da gibt es schon Möglichkeiten, und jede Maßnahme, die wir hier treffen, auch wenn es schwierig zu vollziehen ist, und die zumindest die Chance gibt, ein Kinderleben zu schützen oder zu retten, ist eine gute Maßnahme. Und da sollten auch Sie von den Freiheitlichen über Ihren Schatten springen und zustimmen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
An dieser Stelle darf ich mich bedanken bei allen, die an dieser Task Force mitbeteiligt waren, die da intensiv mitdiskutiert haben und Maßnahmen mitentwickelt haben. Ich darf auch ein Danke sagen an die Justiz, ein Danke an das Unterrichtsministerium, an die Jugendwohlfahrt, an die Gewaltschutzzentren, an alle Expertinnen und Experten, die sich mit ihrer Kompetenz und mit ihrem Wissen und mit ihrem Know-how da eingebracht haben. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Und da bin ich schon etwas verwundert über den Herrn Nationalratsabgeordneten Herbert. Von ihm als gelerntem Polizisten erwarte ich mir, dass er mit der Ausweitung dieses Betretungsverbotes umgehen kann, denn das ist praktikabel und hilft, unsere Kinder noch mehr zu schützen. Und wenn Sie es nicht wissen, dann bitte ich Sie: Fragen Sie Ihre Kollegen, damit die Ihnen erklären, wie das anzuwenden ist und wie man damit umzugehen hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Auch an dieser Stelle an alle, die diesem Gesetz, dieser Novellierung zustimmen, ein herzliches Danke. Ein herzliches Danke auch dem Koalitionspartner, allen Expertinnen und Experten, die da mitgeholfen haben, im Speziellen auch den Sicherheitssprechern Günter Kößl und Otto Pendl. Danke! Ich glaube, wir machen da einen ganz wichtigen und richtigen Schritt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich muss dazusagen: Herr Kollege Herbert, ich hätte mir von dir gewünscht oder zumindest gehofft, dass du dich bei der Kollegin Lueger bedankst, denn sie hat dich im Ausschuss, als du gegen deinen eigenen Antrag euphorisch eine Aussage getroffen hast, was für uns überraschend war, auf deine Ablehnung deines Antrages aufmerksam gemacht. Aufgrund dessen hast du dann kurz vor der Abstimmung eine getrennte Abstimmung verlangt. Ich hätte geglaubt, dass du so weit wärst, dich bei der Kollegin Lueger zu bedanken, die dich auf diesen Irrtum hingewiesen hat. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Bezug auf Gewalt in der Familie und die dazugehörige Ausweitung der Schutzmechanismen – Stichwort: Gewalt in der Familie, Prävention auch bei Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen – am Herzen liegen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Meine geschätzten Damen und Herren, lassen Sie mich zum Abschluss nur ganz kurz noch eines sagen: Ich bin seit dem Jahr 2002 hier im Haus – mit einigen Unterbrechungen –, habe noch nie eine Abschiedsrede gehalten und werde es auch jetzt nicht tun, aber da es nun definitiv eine längere Zeit sein wird, in der ich nicht hier im Haus sein werde, möchte ich Ihnen nur das Beste wünschen und vor allem, dass Sie möglichst bald in einem wirklich modernen, dem Anstand entsprechenden Gebäude Ihre Arbeit versehen können. – Danke. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Hannes Fazekas (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich mache etwas, was normalerweise immer der Otto Pendl in so einer Situation macht – und zwar aufgrund des Umstandes, dass wir das Gesetz noch nicht beschlossen haben –, nämlich mich bei jenen, die in den Zeiten davor aus unterschiedlichen Beweggründen, aber meistens mit dem Ziel, jemanden aus höchster Gefahr und höchster Not zu retten, ihr eigenes Leben möglicherweise aufs Spiel gesetzt haben oder sich zumindest einer hohen gesundheitlichen Gefährdung ausgesetzt haben, recht herzlich und tausend Mal zu bedanken. Ob das jetzt freiwillige Helfer sind, ob das Zivilpersonen sind, ob das Mitglieder von Einsatzorganisationen sind, allen ein herzliches Dankeschön von dieser Stelle aus! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In den Erläuternden Bemerkungen des Innenressorts zur Regierungsvorlage ist dabeigestanden: Es ist bei den Tapferkeitsmedaillen mit etwa zehn pro Jahr zu rechnen, bei den Verwundetenabzeichen mit 70 pro Jahr. Meine sehr geehrten Damen und Herren, mir persönlich wäre es lieber, wenn es umgekehrt wäre, nämlich 70 Tapferkeitsmedaillen und nur zehn Verwundetenmedaillen. Dann wäre es ein wenig besser. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt schon alles Gute für die Polizistinnen und Polizisten. Es werden sicher viele diese Auszeichnung bekommen und vor allem auch Zivilpersonen, die plötzlich in eine Situation kommen, wo es keine Zeit zum Nachdenken gibt, sondern ad hoc geholfen wird und Entscheidungen getroffen werden zur Rettung eines Menschen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Riepl: Das hat er überhaupt nicht gesagt! Wieder nicht aufgepasst!
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Ich muss dem Kollegen Fazekas schon ein bisschen widersprechen, der hier den Eindruck erweckt hat, als ob sich die Exekutivbeamten extra in Gefahr bringen würden, um eine Exekutivdienstmedaille zu erhalten. Also das ist ein Schwachsinn! Ich glaube, dass die Kollegen von der Exekutive sehr vorsichtig sind. (Abg. Riepl: Das hat er überhaupt nicht gesagt! Wieder nicht aufgepasst!)
Beifall der Abgeordneten Schenk und Mayerhofer.
Ich finde es auch gut, dass es jetzt Anerkennungszeichen auch bei einer Verwundung gibt. Aber viel lieber wäre den Exekutivbeamten, wenn die Frau Bundesminister ein ordentliches Exekutivdienstgesetz schaffen würde, das nämlich dann wirklich die Aufgaben und die Leistungen der Exekutivbeamten honoriert. Und da geht es darum, dass einmal ordentliche Bezahlung kommt und ein ordentliches Dienstsystem, sodass die Exekutivbeamten wirklich etwas davon haben. (Beifall der Abgeordneten Schenk und Mayerhofer.)
Beifall beim Team Stronach.
Mein Antrag liegt immer noch im Verfassungsausschuss und wurde leider nicht weitergereicht. Ich hoffe, dass wir das im Herbst dann durchführen können, wenn wir vom Team Stronach dann die Stärke haben werden, dass wir Anträge auch in den Ausschüssen einbringen können und uns nicht auf die anderen Fraktionen verlassen müssen. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP.
Die illegale Herstellung und der illegale Handel mit Schusswaffen müssen mit allen Mitteln bekämpft werden, denn nur so kann man dem Terrorismus einerseits und organisierter Kriminalität andererseits entgegenwirken und diesen Ressourcen entziehen. Insgesamt schaffen diese vier internationalen Verträge ein hochkomplexes Regelwerk zur Zusammenarbeit von Polizei und Justiz. Vor allem aber geht es um die Signalwirkung, denn die Verträge machen unsere Entschlossenheit deutlich, den Kampf mit der organisierten Kriminalität weltweit aufzunehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Zum Schluss noch eines: Frau Ministerin! Ich habe das schon mehrmals gesagt, ich würde Sie ersuchen, in meinem Bezirk Gänserndorf den Unterstand bei den AGM-Gruppen aufzufüllen. Vielleicht kann man bis zur Auffüllung des Unterstandes Dienstzuteilungen von Personal für Streifen in anderen Bezirken aussetzen. – Danke. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Meine Vorredner haben mehrere Details genannt, ich werde sie nicht wiederholen. Wir werden der Vorlage zustimmen. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Apropos miteinander reden: Ich muss es hier auch ansprechen, meine Damen und Herren, manchmal kann man auch miteinander singen, und das geht sogar erstaunlich gut. Klar, dass ich das an dieser Stelle ansprechen muss. Die Hohe.Haus.Musik hat in sieben Jahren in vier Konzerten gemeinsam parteiübergreifend sehr viel Geld für karitative Zwecke ersungen und hat auch zur „Hygiene“ untereinander sehr viel beigetragen. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Ihnen allen wünsche ich alles, alles Gute, viel Kraft! Es braucht viel Kraft, es braucht viel Energie. Ich wünsche Ihnen viel positive Energie und alles Gute für die Zukunft! (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Frau Abgeordnete Marek, ich wünsche Ihnen auch wirklich alles Gute. Und hätten Sie es nicht angesprochen, hätte ich es getan. Ich weiß jetzt nicht, wie es weitergehen wird mit Hohe.Haus.Musik, aber vielleicht können Sie die Stafette noch an jemanden übergeben, solange Sie noch im Haus sind. Es wäre schade, wenn dieses Projekt verlorengehen würde. Ich wünsche Ihnen alles Gute! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der FPÖ.
Zum Abschluss möchte ich noch die Wertschätzung von Eltern ansprechen, und zwar jener Eltern, die die ganztägige Schulform nicht in Anspruch nehmen und ihre Kinder am Nachmittag selbst betreuen, denn genau bei denjenigen Eltern erspart sich der Staat sehr, sehr viel Geld. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Als dein Nachfolger im Parlamentschor eigne ich mich nicht. Ich bin zwar als lauter Sänger bekannt, aber, sagen wir so: Die Qualität, muss ich gestehen, ist nicht unbedingt überzeugend. Also diesbezüglich wird sich wer anderer finden müssen. – Dir jedenfalls alles Gute für die Zukunft! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Daher begrüßen wir das und sind sehr froh, dass doch eine Initiative in die richtige Richtung gesetzt wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Marek: Ach so, ja!
Abgeordnete Ursula Haubner (BZÖ): Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Christine! Auch ich als Bildungssprecherin des BZÖ wünsche dir alles Gute für deine weitere aktive Zukunft. Persönlich bedanke ich mich für die vielen interessanten Gespräche, die wir geführt haben, vor allem, wenn wir uns gegenseitig über Sinn und Unsinn der Zuverdienstgrenze überzeugen wollten. (Abg. Marek: Ach so, ja!) Wir haben es nicht geschafft. Ich bedanke mich auch dafür, dass du im Rahmen der Hohen.Haus.Musik mein musikalisches Talent zumindest für kurze Zeit erkannt hast. Alles Gute! Ich bin mir sicher, dass du weiter eine sehr aktive Zukunft vor dir hast.
Beifall beim BZÖ.
Das ist also heute ein Beschluss, der in die richtige Richtung geht, vor allem auch in die Richtung, dass Schule immer mehr zum Lebensraum wird, und dieser Lebensraum auch den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler entsprechend gestaltet werden soll. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall der Abg. Schenk sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Stefan Markowitz (STRONACH): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Liebe Christine, ich muss sagen, als Bildungssprecher des Team Stronach habe ich dich viel zu spät kennen gelernt. Was ich an dir schätze, habe ich auch viel zu spät kennen gelernt: Du verhandelst auch mit der Opposition, wenn du nicht unbedingt davon ausgehen kannst, dass wir die Zweidrittelmaterie gemeinsam umsetzen können. Das hat mir aber insofern gefallen, weil wir das ernst genommen haben und wir deshalb auch später zustimmen werden. Wenn ein Wille da ist, und das zeichnet eben eine große Partei aus, wenn man gemeinsam etwas erreichen will, dann kann man es schaffen. Da sage ich danke, das zeichnet dich aus. Ich wünsche dir auch alles Gute auf dem weiteren Lebensweg, vor allem auf dem beruflichen Weg. (Beifall der Abg. Schenk sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall der Abg. Schenk.
Eines dürfen wir nicht vergessen: Den Lehrplan werden wir anpassen müssen, wenn wir schon in diese Richtung gehen. Das dürfen wir auf lange Sicht sicher nicht vergessen. Dann, glaube ich, ist es ein richtiger Schritt, und ich hoffe, dass es am Ende des Tages nicht nur den Eltern, sondern auch unseren Kindern hilft. – Vielen Dank. (Beifall der Abg. Schenk.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Laura Rudas (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Auch ich möchte natürlich Kollegin Christine Marek alles Gute wünschen, die ich als sehr umgängliche, nette und verlässliche Kollegin kennen gelernt habe. Alles Gute für ihre berufliche Zukunft! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Genau!
Ich meine, dass Kinder und Familien es verdienen, dass Bildung in der Schule stattfindet und man nicht jeden Abend damit verbringen muss, mit den Kindern selbst Hausaufgaben zu machen, oder viel Geld für Nachhilfe ausgeben muss. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Genau!) Man soll sich mit den Kindern über ihre Sorgen, ihre Ängste, ihre Wünsche, ihre Träume unterhalten können, und Bildung soll, wie gesagt, in der Schule stattfinden. Diesen Bedarf spürt jede Mutter, jeder Vater, aber auch jedes Kind.
Beifall bei der SPÖ.
Ich sehe diese Reform daher als einen großen Schritt in die richtige Richtung, nämlich in Richtung flächendeckendes Angebot ganztägiger Schulformen mit verschränktem Unterricht. Das heißt, das ist nicht nur ein Schritt in Richtung besserer Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sondern vor allem auch ein Schritt hin zu Chancengerechtigkeit und zu einer besseren Schule für unsere Kinder. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur Dr. Claudia Schmied: Frau Präsidentin! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zunächst, liebe Frau Abgeordnete, liebe Christine Marek, auch von mir ein herzliches Danke für die professionelle Zusammenarbeit. Danke vor allem aber auch für deine freundschaftliche Kooperation, und ich wünsche mir einfach, dass wir weiter in Kontakt bleiben. Vielen, vielen Dank! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Ich bedanke mich ganz besonders bei Gemeindebundpräsident Mödlhammer und bei Landeshauptmann Wallner für die ständige Initiative und den permanenten Rückenwind bei diesem Projekt. Es ist ja auch sehr naheliegend, dass sich der Herr Landeshauptmann und auch der Gemeindebundpräsident dafür stark machen, denn es geht um Planungssicherheit und Finanzierungssicherheit in allererster Linie auch für die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen. Sie sind, wie Herr Abgeordneter Markowitz schon ausgeführt hat, als Schulerhalter ja für die entsprechende Infrastruktur verantwortlich. In diesem Sinn werden die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen zu immer wichtigeren Schulpartnern, weil sie erkennen, dass es ein hoher gesellschaftlicher Wert ist, eine gute Schule im Ort zu haben und damit zufriedene Bürger und Bürgerinnen, die in den meisten Fällen ja auch Eltern, Großeltern sind, mit der Kinderbetreuung befasst sind. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Deshalb ist das eine solch wichtige Initiative. Deshalb ist dieser Beschluss so wichtig, und ich freue mich – im Unterrichtsausschuss hat es ja schon danach ausgeschaut –, dass alle im Parlament vertretenen Parteien dieser Initiative zustimmen. Vielen Dank. Danke auch für die gute Diskussion im Unterrichtsausschuss. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Hermann Gahr (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte eingangs auch Christine Marek danke sagen. Wir haben dich nicht so lange hier erlebt, aber wir haben uns an dich gewöhnt, und eigentlich ist es schade, dass du uns verlässt. Du hast viel dazu beigetragen, dass wir gerade in der letzten Zeit einen sehr produktiven Ausschuss gehabt haben, und dafür recht herzlichen Dank, Christine! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Fahrplan ist also festgelegt. Es geht darum, dass wir das Ganze jetzt zum Wohle der Kinder umsetzen, und natürlich auch darum, dass wir die Herausforderungen, gerade was die Vereinbarkeit von Beruf und Familie betrifft, bewältigen können. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Daher erscheint es mir besonders wichtig, dass in Zukunft die verschränkte Ganztagsschule gleichberechtigt mit der herkömmlichen Tagesbetreuung angeboten wird, denn ich bin schon sehr davon überzeugt, dass diese Form in Zukunft auch eine zentrale Rolle spielen wird. Gleichzeitig ist mir aber auch bewusst, dass noch viel Überzeugungs- und Informationsarbeit vor uns liegt. Aber ich bin zuversichtlich, dass die Ganztagsschule mit verschränktem Unterricht eines Tages als Regelschule geführt wird. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Elmar Mayer.
Es werden knapp 500 Millionen € in den nächsten fünf Jahren ausgegeben. Das ist eine Riesensumme, aber eine gut investierte Summe. Und es freut mich, dass heute hier alle zustimmen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Elmar Mayer.)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Danke meinem Klub und den KollegInnen sowie den Sekretärinnen und Sekretären im Klub und den ParlamentsmitarbeiterInnen für die freundliche und gute Unterstützung in den letzten mehr als sechs Jahren. (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Allen Abgeordneten möchte ich alles Gute wünschen und viel Kraft für die Herausforderungen in der kommenden Gesetzgebungsperiode! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Ursula Haubner: Ich habe meinen Abschied noch nicht bekannt gegeben!
Abgeordneter Elmar Mayer (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Selten ist ein Gesetz so feierlich und mit solch einer Abschiedsstimmung verabschiedet worden, ein solch wichtiges Gesetz. Ich darf mich natürlich auch im Namen unserer Fraktion ganz offiziell bei jenen, die schon ihren Abschied angekündigt haben, recht herzlich bedanken: Ursula Haubner, die es schon gesagt hat, unser Franzi Riepl, der immer wieder im Berufsschulwesen ... (Abg. Ursula Haubner: Ich habe meinen Abschied noch nicht bekannt gegeben!) – Aber du hast bereits gesagt, dass du nicht mehr kandidierst, jetzt im bildungspolitischen Bereich. Ich darf dir trotzdem Danke sagen! (Zwischenrufe bei der ÖVP sowie der Abg. Ursula Haubner.)
Zwischenrufe bei der ÖVP sowie der Abg. Ursula Haubner.
Abgeordneter Elmar Mayer (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Selten ist ein Gesetz so feierlich und mit solch einer Abschiedsstimmung verabschiedet worden, ein solch wichtiges Gesetz. Ich darf mich natürlich auch im Namen unserer Fraktion ganz offiziell bei jenen, die schon ihren Abschied angekündigt haben, recht herzlich bedanken: Ursula Haubner, die es schon gesagt hat, unser Franzi Riepl, der immer wieder im Berufsschulwesen ... (Abg. Ursula Haubner: Ich habe meinen Abschied noch nicht bekannt gegeben!) – Aber du hast bereits gesagt, dass du nicht mehr kandidierst, jetzt im bildungspolitischen Bereich. Ich darf dir trotzdem Danke sagen! (Zwischenrufe bei der ÖVP sowie der Abg. Ursula Haubner.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne: Vielen Dank für diesen einstimmigen Beschluss, und ich meine, das ist eine gute und wichtige Entscheidung. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.
Tagesordnungspunkt gesagt? – kämpferischen Grünen eingebracht haben und man sagt, jetzt geht es wirklich um eine Schulverwaltungsreform, die sich gewaschen hat, mit einer grünen Handschrift, wie man es jetzt auch noch aufgrund von Abänderungsanträgen, die dabei sind, sieht, sind wir nicht dagegen! (Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.)
Zwischenruf der Abg. Ursula Haubner.
Und wenn ich jetzt zum Beispiel noch eine Pressemeldung hernehme, die da lautet: „Brisante Forderung der Grünen: ‚Landesschulrat abschaffen‘“. – Ja, die Grünen haben jetzt wirklich, damit auch diese Zweidrittelmehrheit sichergestellt ist, noch Bemerkenswertes geleistet. Sie haben hier nämlich einen Entschließungsantrag verfasst, mitgestaltet, Abänderungsantrage noch dazu gestaltet. Und zwar wird es jetzt beim Landesschulrat im Kollegium neben den Eltern, neben den Lehrern und neben den Politikvertretern noch zusätzliche Elternvertreter und Schülervertreter geben. (Zwischenruf der Abg. Ursula Haubner.) Also das ist so diese typische Grüne Verschlankung von Behörden, wie man es sich vorstellt, indem man noch mehr hineinschickt. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Und wenn ich jetzt zum Beispiel noch eine Pressemeldung hernehme, die da lautet: „Brisante Forderung der Grünen: ‚Landesschulrat abschaffen‘“. – Ja, die Grünen haben jetzt wirklich, damit auch diese Zweidrittelmehrheit sichergestellt ist, noch Bemerkenswertes geleistet. Sie haben hier nämlich einen Entschließungsantrag verfasst, mitgestaltet, Abänderungsantrage noch dazu gestaltet. Und zwar wird es jetzt beim Landesschulrat im Kollegium neben den Eltern, neben den Lehrern und neben den Politikvertretern noch zusätzliche Elternvertreter und Schülervertreter geben. (Zwischenruf der Abg. Ursula Haubner.) Also das ist so diese typische Grüne Verschlankung von Behörden, wie man es sich vorstellt, indem man noch mehr hineinschickt. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Chance wäre gewesen, noch echte Reformen hineinzureklamieren. Aber die Grünen waren zufrieden, dass jetzt Elternvereine und Schülervertreter beim Landesschulrat zusätzliche Termine wahrnehmen können. – Ach, wie schön, wenn sich alle liebhaben! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Und zum zweiten Punkt, was wir auch noch diskutieren, was ich für wesentlich halte: dass wir das Schülerbeihilfengesetz insofern modernisieren, als Schülerbeihilfen ausschließlich nach sozialen Kriterien vergeben werden und auch die Altersgrenzen angepasst und erhöht werden, gerade vor dem Hintergrund, dass Menschen später noch Ausbildungen machen und für den Bezug der Beihilfen die Altersgrenze zu niedrig lag. Darüber bin ich froh. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Wir haben jetzt sehr intensiv über dieses Thema diskutiert. Ich denke, dass soziale Bedürftigkeit und soziale Leistung Vorrang haben. Daher werden wir dieser Änderung, dieser Anpassung zustimmen. Wichtig ist uns aber auch, dass es bei dieser sozialen Leistung in Zukunft, ähnlich wie bei der Familienbeihilfe, wo es noch nicht passiert ist, auch laufende Anpassungen, Wertanpassungen und Valorisierungen geben muss. Das ist wichtig, vor allem auch, wenn diese Leistung für Schüler oder Studierende verwendet wird, die sich umschulen lassen, die in einem zweiten Bildungsweg etwas nachholen. Gerade sie brauchen auch die notwendigen Mittel. Das BZÖ wird daher diesem Gesetz die Zustimmung geben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Kollege Walser, ich verstehe nicht, dass du das möchtest. Ich weiß, du bist auch sehr kritisch dem gegenüber, was diese parteipolitischen und aufgeblähten Gremien anbelangt. Und ich glaube, da müsste es eine andere Lösung geben, Schüler mehr einzubinden und sie auch mitreden zu lassen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es wäre schön gewesen, wenn einer dieser Punkte wenigstens am Ende dieser Legislaturperiode umgesetzt worden wäre, denn dann hätte auch das BZÖ zugestimmt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Elmar Mayer.
Abgeordnete Anna Franz (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin! Geschätzte Damen und Herren des Hohen Hauses! Ich freue mich über die Reform der Schulverwaltung, über die Abschaffung der Bezirksschulräte. Wir haben diesen Punkt Christine Marek zu verdanken, ihrem Verhandlungsgeschick. Ich gratuliere dir zu diesem Deal zum Abschluss deiner Parlamentskarriere. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Elmar Mayer.)
Beifall bei der ÖVP.
Beruf, wenn die notwendige Wertschätzung auch da ist; und die hat auch mit der Bezahlung und den entsprechenden Rahmenbedingungen zu tun. Schließlich sind es die Lehrerpersönlichkeiten, die für die Qualität im Unterricht sorgen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Es steht aber „Walser“ drauf!
Es ist – und da gebe ich der Kollegin Haubner natürlich recht – kein großer Wurf, was wir heute hier beschließen. Das Gesetz, gebe ich offen zu, trägt keine grüne Handschrift. Das Gesetz hat grüne Verbesserungen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Es steht aber „Walser“ drauf!) – Sie müssen es genau lesen, Herr Kollege. Ich weiß schon, PISA
Abg. Dr. Rosenkranz: Nein, heute nicht mehr!
lässt grüßen. Die Probleme sind nicht nur bei der jungen Generation vorhanden. Ich erkläre Ihnen das im Anschluss gerne. (Abg. Dr. Rosenkranz: Nein, heute nicht mehr!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Elmar Mayer.
Über die anderen Änderungen in diesem Gesetz muss man, glaube ich, gar nicht reden; da geht es um technische Anpassungen, da ist es selbstverständlich, dass wir dafür stimmen. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Elmar Mayer.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Weil die Zeit schon vorgeschritten ist: Top 32, Top 33, Top 34 werden wir zustimmen. Und alles andere wurde heute den ganzen Tag über von den Kollegen schon ausführlich diskutiert. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Alle diese Wünsche, die wir gehabt haben, sind ganz wichtig. Für mich, ich habe mir das nochmals angeschaut, sind mit dem Paket, das wir jetzt da beschließen, fünf Sechstel des Bildungsvolksbegehrens abgearbeitet und auch fast alle Entschließungsanträge, die wir dazu verabschiedet haben. Noch im Juni dieses Jahres ist das mit den Maßnahmen, die wir heute beschließen, abgearbeitet. Ich meine, damit kann man sehr wohl in der Bildungspolitik, wenn man Resümee ziehen will, ein positives ziehen. Und es freut mich, dass gerade am heutigen Tag die Opposition so breit der Regierungsarbeit folgt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Bildung ist mir ein Anliegen. Ich darf mich ganz besonders bedanken bei Dr. Sonnberger, Oberösterreich, der maßgeblich an diesem Projekt gearbeitet hat hinter den Kulissen, der sehr viel zur Verwirklichung beigetragen hat. Herzlichen Dank! Ich freue mich auf die zu erwartende Verfassungsmehrheit. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Es würde Sinn machen, diesen Schwung auch in die kommende Legislaturperiode mitzunehmen. In diesem Sinne herzlichen Dank und alles Gute. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Sehr geehrte Frau Abgeordnete, ich möchte mich persönlich sehr bei Ihnen bedanken. Die Zusammenarbeit hatte immer Niveau, war dem Thema Kunst und Kultur einfach zu 100 Prozent angemessen. Ich konnte jetzt in der Schnelligkeit auch nicht Rücksprache halten, aber ich weiß, dass vor allem mein Mitarbeiter Dr. Florian Schulz sich sehr herzlich bedankt für Vertrauen, Wertschätzung und Freundschaft. – Vielen Dank. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Ich ersuche um Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich bedanke mich ganz besonders bei den oberösterreichischen Donauschwaben, die sich für diesen schulischen Schwerpunkt eingesetzt und ihn angeregt haben. Ich ersuche um breite Zustimmung. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend freue ich mich, dass es gelungen ist, eine Initiative gemeinsam zu setzen, und dass diese auch einstimmig beschlossen wird. Ich glaube, auch das ist ein gutes Zeichen gegenüber den Heimatvertriebenen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Anneliese Kitzmüller (FPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Die Aufarbeitung der Geschichte rund um die Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges und vor allem rund um die Geschichte der Vertriebenen, der Volksdeutschen, ist ein wichtiger Punkt, der logischerweise auch im Schulunterricht Platz finden muss. Wir begrüßen diese Initiative sehr, obwohl wir feststellen müssen, dass das mit Zeitverzögerung und in enorm abgespeckter Version jetzt von Ihnen, meine Herren, kommt. Sie hätten bereits am 13. Juni die Möglichkeit gehabt, unserem Antrag zuzustimmen, der weiterführend war und eben auch mehr berücksichtigt hätte. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Genau das, was unsere Vorfahren da erlebt und erlitten haben, muss aufgearbeitet werden, zumal wir wissen, dass sie sehr wohl am Aufbau der Zweiten Republik, am Aufbau Österreichs nach dem Krieg maßgeblich mitgearbeitet haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Das machen wir ja schon lange! – Abg. Scheibner: Daran kann ja wohl kein Zweifel sein! Das andere fehlt!
Meine Damen und Herren! 70 Jahre Befreiung vom NS-Terror – das ist vor allem Zeit, um daran zu erinnern, was in unserem Land vorgegangen ist. Es ist vor allem Zeit, auch den Beitrag, den Österreicherinnen und Österreicher an den Verbrechen des Nationalsozialismus geleistet haben, aufzuarbeiten und in der Schule zu behandeln. (Ruf bei der FPÖ: Das machen wir ja schon lange! – Abg. Scheibner: Daran kann ja wohl kein Zweifel sein! Das andere fehlt!)
Abg. Scheibner: Was ist erschütternd?
Wenn wir uns mit dieser Zeit auseinandersetzen, dann müssen wir alle Facetten der Geschichte behandeln und nicht nur eine. Dass ÖVP und SPÖ diese Schwerpunktsetzung in ihren Reden – nicht im Antrag, aber in ihren Reden – wählen, ist aus meiner Sicht erschütternd. (Abg. Scheibner: Was ist erschütternd?) Das entspricht nicht jenem Stand, den die zeitgeschichtliche Forschung hat. Das entspricht nicht jenem Stand, den die österreichische Zivilgesellschaft im Umgang mit dem Nationalsozialismus hat.
Zwischenruf der Abg. Kitzmüller
Mit dem Antrag der Freiheitlichen können wir nicht mitgehen, das ist für uns klar. Wer im Zusammenhang mit den Partisanen in Kärnten und der Südsteiermark ausschließlich von Verbrechen spricht, der hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt, der hat aus der Geschichte nicht gelernt (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller), der nimmt nicht den großen Beitrag zur Kenntnis, den Partisaninnen und Partisanen zur Befreiung Österreichs geleistet haben. (Beifall bei den Grünen.) Das, bitte, disqualifiziert sich von selbst. (Abg. Dr. Rosenkranz: Ich bin sehr froh, Kollege Walser, dass Sie hier im Parlament sind und nicht Geschichtsprofessor! – Abg. Neubauer: Schämen Sie sich!)
Beifall bei den Grünen.
Mit dem Antrag der Freiheitlichen können wir nicht mitgehen, das ist für uns klar. Wer im Zusammenhang mit den Partisanen in Kärnten und der Südsteiermark ausschließlich von Verbrechen spricht, der hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt, der hat aus der Geschichte nicht gelernt (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller), der nimmt nicht den großen Beitrag zur Kenntnis, den Partisaninnen und Partisanen zur Befreiung Österreichs geleistet haben. (Beifall bei den Grünen.) Das, bitte, disqualifiziert sich von selbst. (Abg. Dr. Rosenkranz: Ich bin sehr froh, Kollege Walser, dass Sie hier im Parlament sind und nicht Geschichtsprofessor! – Abg. Neubauer: Schämen Sie sich!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Ich bin sehr froh, Kollege Walser, dass Sie hier im Parlament sind und nicht Geschichtsprofessor! – Abg. Neubauer: Schämen Sie sich!
Mit dem Antrag der Freiheitlichen können wir nicht mitgehen, das ist für uns klar. Wer im Zusammenhang mit den Partisanen in Kärnten und der Südsteiermark ausschließlich von Verbrechen spricht, der hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt, der hat aus der Geschichte nicht gelernt (Zwischenruf der Abg. Kitzmüller), der nimmt nicht den großen Beitrag zur Kenntnis, den Partisaninnen und Partisanen zur Befreiung Österreichs geleistet haben. (Beifall bei den Grünen.) Das, bitte, disqualifiziert sich von selbst. (Abg. Dr. Rosenkranz: Ich bin sehr froh, Kollege Walser, dass Sie hier im Parlament sind und nicht Geschichtsprofessor! – Abg. Neubauer: Schämen Sie sich!)
Beifall bei den Grünen.
Wir werden dem Antrag der Regierungsparteien trotzdem zustimmen, aber ich fürchte, Sie haben intern auch großen Diskussionsbedarf. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und ÖVP.
Abgeordnete Ursula Haubner (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Ich kann es kurz machen. Wir begrüßen beide Anträge. Wir werden den gemeinsamen Antrag und ebenso den Antrag der FPÖ unterstützen. – Danke. (Beifall bei BZÖ, FPÖ und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Stefan Markowitz (STRONACH): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Wir werden auch beiden Anträgen zustimmen, da wir finden, dass gerade beim Thema politische Bildung über alles gesprochen werden soll, auch über den Zweiten Weltkrieg, ganz klar. Deswegen stimmen wir beiden zu. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Dr. Walser: Das bezweifle ich!
Abgeordneter Dr. Johannes Hübner (FPÖ): Herr Präsident! Lieber Kollege Walser! Vier oder fünf Punkte zuvor haben Sie einen epochalen Satz geprägt: Man kann auch dort lernen, wo man es am wenigsten erwartet! – Da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Jetzt könnten Sie zum Beispiel einmal etwas lernen, indem Sie Kollegin Kitzmüller zuhören (Abg. Dr. Walser: Das bezweifle ich!), einmal die tiefrote Brille ablegen und einmal schauen, was denn so außerhalb der ideologischen Scheuklappen geschehen ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Johannes Hübner (FPÖ): Herr Präsident! Lieber Kollege Walser! Vier oder fünf Punkte zuvor haben Sie einen epochalen Satz geprägt: Man kann auch dort lernen, wo man es am wenigsten erwartet! – Da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Jetzt könnten Sie zum Beispiel einmal etwas lernen, indem Sie Kollegin Kitzmüller zuhören (Abg. Dr. Walser: Das bezweifle ich!), einmal die tiefrote Brille ablegen und einmal schauen, was denn so außerhalb der ideologischen Scheuklappen geschehen ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Halten Sie es mit 50, 55 nicht für ein bisschen an der Zeit, doch hinzuschauen? Sind Sie nicht der Meinung, dass es gar nicht schlecht wäre, wenn wir auch in den Schulen verpflichtend dafür sorgen, dass die Kinder drüber schauen? Auch wenn Sie bis jetzt nicht geschaut haben, heißt das ja nicht, dass die nächste und übernächste Generation auch so sein muss – auch lauter Walsers, die da nicht drüber schauen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Kollege! Ich würde Folgendes vorschlagen: Wir haben ja jetzt eine weitere Sitzung und dann eine lange Sommerpause. Bitte nehmen Sie sich einmal ein paar Bücher, die vielleicht nicht bei Ihnen im Schrank stehen und die vielleicht ein Datum nach dem 8. Mai 1945 haben. Blättern Sie darin! Dann reden wir im Herbst noch einmal über das Thema. – Danke. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Das darf man auch nicht! – Abg. Dr. Graf: Das Schöne an der Politik ist, dass er von den Kindern ferngehalten wird!
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich möchte diese Worte des Herrn Kollegen Walser nicht unwidersprochen stehen lassen. (Ruf bei der ÖVP: Das darf man auch nicht! – Abg. Dr. Graf: Das Schöne an der Politik ist, dass er von den Kindern ferngehalten wird!)
Abg. Dr. Walser: Ich weiß nicht, wem Sie zugehört haben, aber mir haben Sie nicht zugehört!
ner von den Relativierern. (Abg. Dr. Walser: Ich weiß nicht, wem Sie zugehört haben, aber mir haben Sie nicht zugehört!)
Beifall bei BZÖ, ÖVP und FPÖ.
Immer wenn es um diese Morde und Menschenrechtsverletzungen, die an den Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg begangen worden sind, geht, versuchen Sie, das zu relativieren und mit den Gräueltaten der Nationalsozialisten, die auch nicht zu erklären sind, zu erklären. Das ist ganz einfach falsch, Herr Kollege Walser. Das will ich Ihnen heute nur einmal sagen. (Beifall bei BZÖ, ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.
Die Frauen und Kinder, die nach 1945 ermordet worden sind, sind genauso unschuldig wie die, die vor 1945 ermordet worden sind. Schreiben Sie sich das einmal ins Stammbuch! (Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.)
Beifall bei BZÖ, ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn wir heute immer noch, so viele Jahrzehnte danach, nicht so weit sind, dass wir anerkennen, dass die Menschenrechte unteilbar sind, dann sind wir kein gutes Vorbild für unsere Jugend, und schon gar nicht als Lehrer in Österreich. (Beifall bei BZÖ, ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)