Eckdaten:
Für die 203. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 740 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Deshalb möchten wir heute das Spekulationsverbotsgesetz neuerlich auf die Tagesordnung bringen und eine Debatte darüber führen, denn es kann nicht sein, dass uns die Landeshauptleute hier zum Narren machen. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das sollten Sie aber!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Sie haben die Einwendungen gehört. Ich trete den Einwendungen nicht bei. (Abg. Ing. Westenthaler: Das sollten Sie aber!) Im Übrigen liegen die Einwendungen auch schriftlich vor.
Beifall bei der FPÖ.
Dieser Vergleich ist ein schwacher Trost für die über 350 000 Arbeitslosen in Österreich, wovon sich ein großer Teil in AMS-Umschulungsprogrammen befindet, nämlich bis zu 80 000 Menschen. Gerade im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit ist es in Österreich so, dass wir heute leider Gottes über 40 000 junge Menschen in der Arbeitslosigkeit haben. Für diese Menschen ist es ein besonders schwacher Trost, wenn man da auf andere Länder zeigt, in denen es noch schlechter ist. Sie bringen immer wieder dieses Argument, von dem ich sage, das ist ein schlechtes Argument, eine Verhöhnung der Arbeitslosen, denn sie können sich darum gar nichts kaufen, sie wollen konkrete Maßnahmen hier in Österreich, damit die Arbeitslosigkeit zurückgedrängt wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Statt geeignete Maßnahmen zu setzen, um den österreichischen Arbeitsmarkt entsprechend zu entlasten, machen Sie und Ihr Koalitionspartner leider genau das Gegenteil. Wir sollten in die Ausbildung unserer Jugend investieren. Und ich kann nur noch einmal daran erinnern – wir hören es aus allen Fachbereichen, auch aus den kleineren und mittleren Unternehmen –, dass gerade im Bereich der Lehre, im Bereich der Fachausbildung, auch im Bereich der Pflegeausbildung ein unglaublicher Bedarf vorhanden ist und viele Unternehmer zu Recht heute anmerken, dass es zu wenige ausgebildete Fachkräfte gibt, weil in diesen Bereichen oftmals gespart wird. Pflegebereich: viel zu wenige Ausbildungsplätze in Österreich – und dann jammert man, dass man zu wenige ausgebildete Pflegekräfte hat. Da muss man in unsere Jugend investieren und auch diese Ausbildungsplätze und Möglichkeiten schaffen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Manchmal habe ich das Gefühl, Herr Sozialminister, Sie glauben, dass wir in Österreich zu viele Arbeitsplätze haben und nicht zu viele Arbeitslose. Anders kann ich mir Ihr Verhalten und Ihre Position nicht erklären. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage daher: Bitte hören Sie auf damit! Stoppen Sie den Zuzug ausländischer Arbeitskräfte! Vor allem: Stoppen Sie die geplante Öffnung des Arbeitsmarktes für Rumänien und Bulgarien! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dadurch ist eines ersichtlich, dass das, was Sie immer wieder behaupten, nicht stimmt, nämlich dass Ihre undifferenzierte Zuwanderung ohne klare Regeln angeblich dem österreichischen Sozialstaat mehr bringt, als es kostet. Das Gegenteil ist der Fall! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Ziel der Wiener SPÖ ist mir seit einigen Jahrzehnten bekannt und für mich eindeutig: Sie hoffen, dass Sie damit neue Wähler für die SPÖ rekrutieren und teilweise auch importieren. Und ich sage Ihnen, das regt viele Österreicher auf. Ich kann Ihnen aber eines versichern: Bevor Sie die österreichische Bevölkerung austauschen, wird die österreichische Bevölkerung diese rot-schwarze Bundesregierung austauschen, weil es notwendig und wichtig ist, damit diese fehlerhaften Entwicklungen endlich einmal abgestellt werden können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da versagen Sie absolut, da sind diese beiden Regierungsparteien im wahrsten Sinne des Wortes katastrophal unterwegs, und da braucht es eine Veränderung im Land, für die wir Freiheitlichen klar und deutlich als einzige starke Oppositionskraft stehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Noch immer zu hoch!
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sie gestatten mir, dass ich die Ausführungen des Herrn Klubobmann Strache nur streife, weil ich Ihnen vor allem mitteilen möchte, was wir tun, um den österreichischen Arbeitsmarkt abzusichern, was wir tun, damit wir in Europa die niedrigste Arbeitslosenquote haben, wissend, dass die Menschen, die arbeitslos sind, natürlich nicht beruhigt sind – das ist gar keine Frage! –, aber es ist schon bemerkenswert, in einem Land zu leben, in dem es seit über 30 Monaten die niedrigste Arbeitslosenrate innerhalb Europas gibt. (Ruf bei der FPÖ: Noch immer zu hoch!) Diesen Vergleich kann man nicht so einfach beiseiteschieben.
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Die Schweiz steht besser da!
Es ist auch bemerkenswert, dass wir bei der Jugendarbeitslosigkeit die niedrigste Rate von ganz Europa haben. Zeigen Sie mir ein Land, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei, das 640 Millionen € bei nur acht Millionen Einwohnern in die Arbeitsmarktpolitik für die Gruppe der 15- bis 24-Jährigen investiert! Zeigen Sie mir solch ein Land! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Die Schweiz steht besser da!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sie sollten sich lieber Sorgen machen, warum zum Beispiel viele Jugendliche die Lehre nicht mehr attraktiv finden. Sie sollten sich Sorgen machen, warum wir überproportional viele AHS-Klassen mehr brauchen und bei den Berufsschulen ein Problem haben. Das wäre eine richtige Antwort! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Das, was Sie hier tun, ist Demagogie, auf die ich nicht näher eingehen möchte.
Abg. Strache: Aber nicht für Österreicher!
Was tun wir? – Wir haben in den letzten vier Jahren, seitdem es diese Regierung gibt, 126 000 Arbeitsplätze zusätzlich geschaffen. (Abg. Strache: Aber nicht für Österreicher!) Wir sind eines der ganz, ganz wenigen Länder in Europa, die ein Plus an Arbeitsplätzen haben und kein Minus. Auch wenn Sie hier meinen, das seien nicht Arbeitsplätze für Österreicherinnen und Österreicher, ist die Wahrheit die – und auch da bestraft Sie die Statistik –: Es sind Arbeitsplätze für Österreicherinnen und Österreicher (Abg. Strache: Aber im Burgenland nicht!), und es sind Arbeitsplätze für Menschen, die legal hier als Arbeitskräfte beschäftigt sind. Das ist der ganz entscheidende Unterschied! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Strache: Aber im Burgenland nicht!
Was tun wir? – Wir haben in den letzten vier Jahren, seitdem es diese Regierung gibt, 126 000 Arbeitsplätze zusätzlich geschaffen. (Abg. Strache: Aber nicht für Österreicher!) Wir sind eines der ganz, ganz wenigen Länder in Europa, die ein Plus an Arbeitsplätzen haben und kein Minus. Auch wenn Sie hier meinen, das seien nicht Arbeitsplätze für Österreicherinnen und Österreicher, ist die Wahrheit die – und auch da bestraft Sie die Statistik –: Es sind Arbeitsplätze für Österreicherinnen und Österreicher (Abg. Strache: Aber im Burgenland nicht!), und es sind Arbeitsplätze für Menschen, die legal hier als Arbeitskräfte beschäftigt sind. Das ist der ganz entscheidende Unterschied! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Was tun wir? – Wir haben in den letzten vier Jahren, seitdem es diese Regierung gibt, 126 000 Arbeitsplätze zusätzlich geschaffen. (Abg. Strache: Aber nicht für Österreicher!) Wir sind eines der ganz, ganz wenigen Länder in Europa, die ein Plus an Arbeitsplätzen haben und kein Minus. Auch wenn Sie hier meinen, das seien nicht Arbeitsplätze für Österreicherinnen und Österreicher, ist die Wahrheit die – und auch da bestraft Sie die Statistik –: Es sind Arbeitsplätze für Österreicherinnen und Österreicher (Abg. Strache: Aber im Burgenland nicht!), und es sind Arbeitsplätze für Menschen, die legal hier als Arbeitskräfte beschäftigt sind. Das ist der ganz entscheidende Unterschied! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Strache: Es reicht ein Jahr!
digen Beschäftigungszeiten habe, wenn ich die dafür notwendigen Monate der Beschäftigung zusammengebracht habe, um überhaupt in das System hineinzukommen. (Abg. Strache: Es reicht ein Jahr!)
Abg. Neubauer: Mindestsicherung! Wo ist da die Leistung?
Genau das ist der springende Punkt: Wir leben in einem Land, in dem die Menschen eine Leistung erbringen müssen, um dann andere Leistungen, wenn sie in eine Notsituation gelangen, bekommen zu können! (Abg. Neubauer: Mindestsicherung! Wo ist da die Leistung?)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und die Arbeitslosigkeit ist gestiegen!
Wir haben gesagt, dass 20 000 bis 25 000 Menschen pro Jahr aufgrund der Arbeitsmarktöffnung zu uns kommen werden, und die sind jetzt hier. Das, was wir immer gesagt haben, ist eingetreten. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und die Arbeitslosigkeit ist gestiegen!) Und diese Menschen, die seit der Arbeitsmarktöffnung zu uns gekommen sind, haben seither mehr als 800 Millionen € an Steuern und an Sozialversicherungsbeiträgen abgeführt. Diese Menschen finanzieren unser Gesamtsystem genauso mit wie jeder Österreicher, der hier lebt, wie jeder Österreicher, der hier geboren ist. Und es ist unter anderem auch diesen Menschen – nämlich allen ArbeitnehmerInnen in diesem Land! – zu verdanken, dass wir, weil wir die höchste Beschäftigungsquote, seitdem es die Zweite Republik gibt, haben, unser Budgetdefizit entsprechend in Grenzen halten können.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Woher wissen Sie das?
Weil Sie sagen, diese Menschen aus den östlichen Nachbarländern lägen uns auf der Tasche: Seit der Arbeitsmarktöffnung haben diese Menschen 80 Millionen € in das AMS einbezahlt, und diesen 80 Millionen € steht ein Leistungsbezug von 45 Millionen € gegenüber. Das heißt, diese Menschen haben mehr eingezahlt, als sie herausbekommen haben. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Woher wissen Sie das?)
Abg. Strache: Das ist rechnerisch ein Unsinn!
Weil Sie sagen, diese Menschen würden uns Arbeitsplätze wegnehmen: Ich habe das Wifo mit einer Studie beauftragt, die besagt, dass die Arbeitslosenquote um 0,8 Promille höher ist, als sie es ohne Arbeitsmarktöffnung wäre. (Abg. Strache: Das ist rechnerisch ein Unsinn!) Ich glaube, 0,8 Promille Arbeitslosenquote sind für das Land Österreich sehr wohl verkraftbar. (Abg. Strache: Das ist ja rechnerisch ein Unsinn!)
Abg. Strache: Das ist ja rechnerisch ein Unsinn!
Weil Sie sagen, diese Menschen würden uns Arbeitsplätze wegnehmen: Ich habe das Wifo mit einer Studie beauftragt, die besagt, dass die Arbeitslosenquote um 0,8 Promille höher ist, als sie es ohne Arbeitsmarktöffnung wäre. (Abg. Strache: Das ist rechnerisch ein Unsinn!) Ich glaube, 0,8 Promille Arbeitslosenquote sind für das Land Österreich sehr wohl verkraftbar. (Abg. Strache: Das ist ja rechnerisch ein Unsinn!)
Abg. Strache: Das ist solch ein Unsinn, das ist unglaublich!
Und weil Sie in der Öffentlichkeit kundtun, Sie stehen für eine Minus-Zuwanderung: Es gab einmal eine Regierungsbeteiligung der Freiheitlichen Partei, da ist die Zahl der Ausländer um 44 000 gestiegen. Diese Zahl haben wir schon lange Zeit nicht mehr erreicht. (Abg. Strache: Das ist solch ein Unsinn, das ist unglaublich!) Das war 2003. Das sind Zahlen von Ihnen und nicht von mir. (Abg. Neubauer: Sie verdrehen die Fakten historisch!)
Abg. Neubauer: Sie verdrehen die Fakten historisch!
Und weil Sie in der Öffentlichkeit kundtun, Sie stehen für eine Minus-Zuwanderung: Es gab einmal eine Regierungsbeteiligung der Freiheitlichen Partei, da ist die Zahl der Ausländer um 44 000 gestiegen. Diese Zahl haben wir schon lange Zeit nicht mehr erreicht. (Abg. Strache: Das ist solch ein Unsinn, das ist unglaublich!) Das war 2003. Das sind Zahlen von Ihnen und nicht von mir. (Abg. Neubauer: Sie verdrehen die Fakten historisch!)
Abg. Strache: Saisonniers sind zeitlich begrenzt da!
Es tut mir leid, aber das ist genauso, wie wenn man hier behaupten würde, man will den österreichischen Arbeitsmarkt schützen. Man braucht sich nur anzusehen, wie viele Saisonniers 2003/2004 in unserem Land waren und wie viele wir in den letzten Jahren haben, seitdem es diese Regierung gibt. Nämlich wesentlich weniger! (Abg. Strache: Saisonniers sind zeitlich begrenzt da!) Demzufolge darf ich Sie fragen, auch wenn Sie sich für den österreichischen Arbeitsmarkt noch so engagieren würden: Wo war denn Ihre Aktivität zur Schaffung eines Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetzes? – Wir sind das einzige Land Europas, das ein solches Gesetz gemacht hat! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wo ist denn Ihre Aktivität? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wo ist denn Ihre Aktivität? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es tut mir leid, aber das ist genauso, wie wenn man hier behaupten würde, man will den österreichischen Arbeitsmarkt schützen. Man braucht sich nur anzusehen, wie viele Saisonniers 2003/2004 in unserem Land waren und wie viele wir in den letzten Jahren haben, seitdem es diese Regierung gibt. Nämlich wesentlich weniger! (Abg. Strache: Saisonniers sind zeitlich begrenzt da!) Demzufolge darf ich Sie fragen, auch wenn Sie sich für den österreichischen Arbeitsmarkt noch so engagieren würden: Wo war denn Ihre Aktivität zur Schaffung eines Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetzes? – Wir sind das einzige Land Europas, das ein solches Gesetz gemacht hat! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wo ist denn Ihre Aktivität? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das stimmt ja nicht!
Dieses Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz gibt erstmalig die Gelegenheit, dass alle Kontrollorgane, sei es die Finanzpolizei, die Gebietskrankenkasse, die BUAK, überprüfen können, ob die Einstufung stimmt, ob der Kollektivvertrag richtig angewendet worden ist. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das stimmt ja nicht!) Es gab schon Zigtausende Strafen. Und wir haben auch bereits ausländische Betriebe gesperrt, die nicht mehr am österreichischen Arbeitsmarkt teilnehmen dürfen.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Das ist unsere gemeinsame Aufgabe zum Schutz des österreichischen Arbeitsmarktes – und nicht, den Menschen, die beispielsweise über die Entsenderichtlinie zu uns kommen, zu sagen: Ab die Reise! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Eines ist vollkommen klar: Wir werden weiterhin dafür sorgen, dass die Menschen, die legal hier sind und die in unserem System Leistungen erbringen, die in unser System einzahlen, das, was ihnen zusteht, bekommen. Das wird auch weiterhin unsere Devise sein! – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Was mir leidtut in diesem Zusammenhang, was ich aber nicht anders erwartet habe, ist, dass es wieder zu einer Ausländerdiskussion gekommen ist, dass es wieder ein Schüren von Ausländerfeindlichkeit gibt, das hier vonseiten der FPÖ betrieben wird, und dass hier Hass verbreitet wird. Das haben die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht verdient, meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Die eine Möglichkeit ist, zu schauen, dass das Problem so gelöst wird, dass nachher die Zusammenarbeit einfacher und das Zusammenleben besser funktionieren. Die andere Möglichkeit ist – und die nützen Sie leider immer wieder –, das Problem als Hebel dafür zu benützen, letztlich Hass, Zwietracht und Feindschaft zu säen. Und damit wird letztlich kein einziges Problem gelöst. – Das haben die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht verdient. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Es wurden zwar Arbeitsplätze geschaffen, aber Arbeitslosigkeit wurde produziert!
In Österreich sind im Vorjahr – gegen den europäischen Trend! – 22 000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen worden. Die Arbeitslosenquote nach EUROSTAT beträgt 4,7 Prozent. Und egal, mit wem wir in Europa sprechen und diskutieren, die erste Frage ist immer die: Wie macht ihr das, dass ihr in Österreich so eine niedrige Jugendarbeitslosigkeit habt? (Abg. Strache: Es wurden zwar Arbeitsplätze geschaffen, aber Arbeitslosigkeit wurde produziert!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf und ironische Heiterkeit des Abg. Petzner.
Die Antwort ist vielfältig, weil es eine Vielzahl von Maßnahmen – einige hat der Minister aufgezählt – braucht, um so gute Ergebnisse zu erzielen. Aber Fakt ist auch – und das muss man bei dieser Gelegenheit auch einmal hervorstreichen –: Wir haben einen Sozialminister, für den Arbeit, Jugendbeschäftigung und soziale Sicherheit keine leeren Worthülsen sind, der jeden Tag etwas dafür tut, der jeden Tag dafür kämpft, dass es gute Rahmenbedingungen für mehr Beschäftigung gibt! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf und ironische Heiterkeit des Abg. Petzner.)
Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
Wenn wir von Arbeit sprechen, meine Damen und Herren, dann sprechen wir von guter Arbeit. Gute Arbeit bedeutet: Es geht nicht nur um Jobs, es geht nicht um irgendwelche Jobs, sondern es geht um Arbeit, von der man leben kann. Es geht um Arbeit, die nicht krank macht. Es geht um Arbeit, die den Menschen auch eine gewisse Erfüllung gibt, wichtige Leistungen für die Gesellschaft zu erbringen. (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch Arbeitnehmer sind armutsgefährdet!) Aber das gemeinsame Anstrengen muss doch dahin gehen, weitere Schritte zu entwickeln, um Beschäftigung insgesamt nachhaltig zu machen und um wieder mehr Beschäftigung zustande zu bringen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Ein gutes Beispiel ist auch (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) – letzter Satz! – die Weiterentwicklung der sozialen Sicherheit durch die Verlängerung des Pflegefonds bis 2016. Du, lieber Herr Bundesminister, hast dafür gesorgt, dass nicht nur die Pflege aufrechterhalten wird, sondern dass auch zukunftsträchtige Arbeitsplätze geschaffen werden. Mehr als 1,3 Milliarden sind in den letzten Jahren in die Pflege investiert worden. (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Ein gutes Beispiel ist auch (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) – letzter Satz! – die Weiterentwicklung der sozialen Sicherheit durch die Verlängerung des Pflegefonds bis 2016. Du, lieber Herr Bundesminister, hast dafür gesorgt, dass nicht nur die Pflege aufrechterhalten wird, sondern dass auch zukunftsträchtige Arbeitsplätze geschaffen werden. Mehr als 1,3 Milliarden sind in den letzten Jahren in die Pflege investiert worden. (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist soziale Sicherheit, wie wir sie meinen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ja, es ist richtig, wir haben europaweit leider Gottes steigende Arbeitslosenzahlen. Und auch in Österreich stieg in den letzten Monaten die Arbeitslosigkeit. Aber – und dieses „Aber“ möchte ich betonen –: Wir haben mit 4,7 Prozent seit zweieinhalb Jahren die niedrigste Arbeitslosenquote in ganz Europa. Und das ist ein Beweis dafür, dass diese Regierung richtig handelt und dass wir erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer in unserem Land haben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
uns bemühen, dass wir diese 7,6 Prozent noch minimieren können. Aber damit sind wir mit Deutschland an der Spitze. Und dieser niedrige Wert bei der Jugendarbeitslosigkeit ist auch ein Erfolg dieser Bundesregierung. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Den Faktor Arbeit habt ihr zu hoch besteuert! Mit der höchsten Steuerklasse werden die Unternehmer nicht gefördert!
Die Aufgabe der Politik ist es, meine Damen und Herren, die Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Arbeitsplätze schaffen die Unternehmerinnen und Unternehmer. Und ich möchte Respekt und Anerkennung den zahlreichen mittelständischen Unternehmungen zollen, die das Rückgrat unserer Wirtschaft und unseres Arbeitsmarkts sind. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Den Faktor Arbeit habt ihr zu hoch besteuert! Mit der höchsten Steuerklasse werden die Unternehmer nicht gefördert!)
Abg. Strache: Dann müsst ihr den Faktor Arbeit entlasten!
Standort stärken, Arbeitsplätze schaffen – so muss unsere Devise lauten! (Abg. Strache: Dann müsst ihr den Faktor Arbeit entlasten!)
Abg. Strache: Der Faktor Arbeit ist zu hoch besteuert!
Wir haben, seit diese Regierung im Amt ist, 126 000 Arbeitsplätze geschaffen, Herr Kollege Strache. (Abg. Strache: Der Faktor Arbeit ist zu hoch besteuert!) In der EU sind leider 1,4 Millionen Arbeitsplätze verloren gegangen.
Abg. Strache: Warum rechnen Sie den EU-Binnenmarkt zum Export? Das ist absurd!
Wir wollen auch diese Märkte weiter ausbauen, vor allem in Richtung Indien und China oder im Zuge der Donauraumstrategie. – Das sind die Erfolgsquellen, die wir in Zukunft brauchen werden. (Abg. Strache: Warum rechnen Sie den EU-Binnenmarkt zum Export? Das ist absurd!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Die duale Berufsausbildung ist international anerkannt und findet auch in Europa immer mehr Nachahmer. Wir stehen jedoch noch vor folgender Aufgabe: Meine Damen und Herren, wir müssen den Lehrberuf wieder attraktiver gestalten! Uns ist ein Facharbeiter genauso wichtig wie ein Student. Lehre mit Matura muss in unserem Land Zukunft haben! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Wie sollte denn der Tourismus funktionieren, wenn wir keine Gastarbeiter hätten? (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Das muss man im Zuge dieser Diskussion auch einmal erwähnen.
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Wir werden die Arbeitsmarktpolitik positiv weiterentwickeln, den Standort stärken, Arbeitsplätze schaffen und den Lehrberuf attraktivieren. – Dafür steht die ÖVP. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Politische Wahrheit wird da als Hasstirade betitelt von den Hetzern der SPÖ!
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Bundesminister! Es gibt politische Debatten, bei denen man sich entscheiden muss, ob man quasi politisch korrekt im Sinne des von den Gutmenschen hier im Haus vorgegebenen Rasters inklusive der dazugehörigen Schönfärberei argumentiert oder aber ob man den Weg wählt, den wir Freiheitliche einschlagen, dass man nämlich die politische Wahrheit, die wirtschaftspolitischen und die sozialpolitischen Wahrheiten zum Ausdruck bringt. – Man muss jedoch wissen, dass beides oft nicht zusammengeht, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Politische Wahrheit wird da als Hasstirade betitelt von den Hetzern der SPÖ!)
Beifall bei der FPÖ.
Der Themenbereich Zuwanderung und Migration in Verbindung mit Sozialpolitik ist genau so ein Feld, bei dem man sich entscheiden muss. Der Sozialminister hat sich entschieden, die ÖVP hat sich entschieden, die SPÖ hat sich entschieden – und zwar alle für den Weg, der Schönrederei zu frönen. Die FPÖ steht hingegen dafür, die Dinge, die den Österreichern unter den Nägeln brennen, beim Namen zu nennen, und es ist nun einmal eine Wahrheit, dass die Zuwanderung unserem Land mehr Kosten verursacht als Nutzen bringt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Sie haben uns bis zum heutigen Tag keine einzige Studie auf den Tisch legen können – können, denn wenn Sie es könnten, läge diese Studie schon auf dem Tisch –, die diese unsere Behauptung widerlegt. Sie sind dazu nicht in der Lage, weil die Fakten genau dieses Ergebnis nicht hergeben, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Ironische Heiterkeit bei den Grünen.
Sie können dann ruhig mit Ihrem üblichen Gezeter anfangen. Ich habe es noch im Ohr, denn die innenpolitische Diskussion ist ja seit ein paar Tagen beherrscht davon – mein Gott, was war das für ein Gezeter! –, dass sich die Freiheitlichen erlaubt haben, den Begriff „Negativzuwanderung“ in den Mund zu nehmen – ganz, ganz furchtbar! Es gab eine riesige Erregung unter den Linken in den Medien und auch unter den Linken hier im Parlament – da zähle ich die ÖVP schon lange dazu, als neue Lieblings-Bussi-Bussi-Fraktion der Grünen. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.) Meine Damen und Herren, das ist die Rolle, die die Grünen spielen! Was für eine künstliche Erregung! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie können dann ruhig mit Ihrem üblichen Gezeter anfangen. Ich habe es noch im Ohr, denn die innenpolitische Diskussion ist ja seit ein paar Tagen beherrscht davon – mein Gott, was war das für ein Gezeter! –, dass sich die Freiheitlichen erlaubt haben, den Begriff „Negativzuwanderung“ in den Mund zu nehmen – ganz, ganz furchtbar! Es gab eine riesige Erregung unter den Linken in den Medien und auch unter den Linken hier im Parlament – da zähle ich die ÖVP schon lange dazu, als neue Lieblings-Bussi-Bussi-Fraktion der Grünen. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.) Meine Damen und Herren, das ist die Rolle, die die Grünen spielen! Was für eine künstliche Erregung! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was ist denn mit Negativzuwanderung eigentlich gemeint? Überhaupt nichts anderes, als dass es einem Land, das für sich eine Zuwanderung nach bestimmten Vorgaben, nach bestimmten Regeln, nach bestimmten Anforderungsprofilen gestaltet, möglich sein muss, eine Rückführung von Zuwanderern zu organisieren, wenn bestimmte Regeln, bestimmte Anforderungen und bestimmte Erwartungshaltungen nicht erfüllt werden. Das ist doch etwas völlig Selbstverständliches! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
gang zum Pflegegeld erschwert hat – all das unter dem Vorwand, dass in diesem Land zu wenig Geld dafür vorhanden sei, die soziale Sicherheit der eigenen Leute auszubauen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe diesen Aufschrei nicht gehört, aber wenn man von Negativzuwanderung spricht, dann jaulen alle auf, inklusive der neuen Bussi-Bussi-Fraktion der Grünen, meine Damen und Herren! Um wen geht es denn da? – Da geht es um Asylbetrüger, aber auch um Gastarbeitslose, und es ist keine freiheitliche Erfindung, sich zu überlegen, dass jemand, der in ein Land kommt, um dort zu arbeiten, dann aber auf Dauer keine Arbeit hat, dorthin zurückgeht, wo er hergekommen ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Selbstverständlich, die Green Card!
Das haben auch sozialistische Regierungen schon so gemacht, meine Damen und Herren, und das sind demokratische Systeme, das sind gewählte Parteien – keine Regierungen oder Länder, die irgendwo am Pranger stehen, weil sie etwa permanent die Menschenrechte mit Füßen treten würden. Ich rede gar nicht von den USA, wo die Koppelung von Aufenthalt und Arbeitsplatz ohnehin eine Selbstverständlichkeit ist. (Abg. Strache: Selbstverständlich, die Green Card!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Na bitte! Das ist ja die Doppelzüngigkeit schlechthin!
Ich rede auch von Sozialtouristen, und ich rede auch von Armutsmigranten. Ich muss ohnehin vorsichtig sein, weil die Sprachpolizei mit Sicherheit schon wieder unterwegs ist, wenn man diese Vokabeln verwendet. Meine Damen und Herren, ich sage noch eines dazu, damit Sie einmal sehen, mit welchen Mitteln die ÖVP arbeitet: Der, der sich am meisten aufplustert, nämlich Ihr Generalsekretär Rauch – fürchterlich, „Negativzuwanderung“, ganz, ganz schrecklich, diese Freiheitlichen! –, ist doch Mitglied einer Partei, die die Innenministerin dieser Bundesregierung stellt. Diese schreibt jedoch Briefe, zum Beispiel an die Europäische Kommission, in denen steht, dass die Europäische Union dringend etwas gegen die Sozialtouristen und die Armutsmigranten unternehmen muss, die ins Land kommen und Kosten im Bildungssystem, bei den Wohnungen, bei den Mieten und im Gesundheitssystem verursachen. Da müsse etwas geschehen, da müsse man hineinfahren. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Na bitte! Das ist ja die Doppelzüngigkeit schlechthin!)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, mehr braucht man nicht mehr, um den Nachweis der Heuchelei zu führen! Die ÖVP ist die erste Adresse, wenn es um diesen Vorwurf geht. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Handzahm! Sie sind handzahm! Koalitionsplan ... großgezogen für den Tag X! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Kickl! Sehen Sie, das ist genau der Unterschied zwischen den Freiheitlichen und den Grünen. (Abg. Kickl: Handzahm! Sie sind handzahm! Koalitionsplan ... großgezogen für den Tag X! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Mit Ihren seltsamen Fixierungen sollten Sie sich einmal in Behandlung begeben!
Wir wollen, dass die Menschen, die hier in diesem Land leben und arbeiten, in Würde und Respekt miteinander leben können und auf Augenhöhe miteinander kommunizieren können, und wir wollen, dass alle, die hier leben und arbeiten, auch am Wohlstand in diesem Land partizipieren. Sie haben es sich verdient – unabhängig von ihrer Hautfarbe, unabhängig von ihrer Rasse und unabhängig davon, ob sie irgendwann einmal zugewandert sind! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Mit Ihren seltsamen Fixierungen sollten Sie sich einmal in Behandlung begeben!)
Abg. Strache: Wer hat das gesagt?
Vor wenigen Tagen kam aus Ihren Reihen die Meldung: Nein, wir machen diesmal keinen Ausländerwahlkampf. (Abg. Strache: Wer hat das gesagt?) – Wer hat das gesagt? Ich glaube, Herr Haimbuchner war es. Oder ist das nicht Ihr Stellvertreter? Politische
Abg. Strache: Glauben Sie, wir werden das Thema ..., wo es ein Problem gibt? Das täte Ihnen so passen!
Wahrheit oder Schönrederei: Was ist jetzt Wahrheit, Herr Abgeordneter Strache? (Abg. Strache: Glauben Sie, wir werden das Thema ..., wo es ein Problem gibt? Das täte Ihnen so passen!)
Abg. Strache: Warum unterstützen Sie dann die Verursacher? Warum unterstützen Sie dann die Bankspekulanten? – Abg. Kickl: Ihr habt es möglich gemacht, mit eurer Unterstützung!
Was ist jetzt Wahrheit? Ist Wahrheit, dass die Ausländer schuld an der Krise sind, so wie Sie uns das jetzt in den zwei Reden, die Sie gehalten haben, deutlich zu machen versucht haben? Oder ist es nicht so – und ich habe mir gedacht, dass das auch Ihnen eingängig ist –, dass eine Banken- und Finanzkrise zu einer Wirtschaftskrise geführt hat, die nicht nur, aber auch in Österreich die Falschen, nämlich die, die nicht die Verursacher der Krise sind, ausbaden sollen. (Abg. Strache: Warum unterstützen Sie dann die Verursacher? Warum unterstützen Sie dann die Bankspekulanten? – Abg. Kickl: Ihr habt es möglich gemacht, mit eurer Unterstützung!)
Abg. Strache: Sie unterstützen die Verursacher, die Bankspekulanten!
Warum stürzen Sie sich ausgerechnet in dieser Situation, in der ohnehin schon die Falschen diese Suppe, nämlich die Konsequenzen der Krise, auslöffeln sollen, auf die Schwächsten (Abg. Strache: Sie unterstützen die Verursacher, die Bankspekulanten!), nämlich auf die, die irgendwann einmal vor zehn, 20 oder 30 Jahren zugewandert sind, und sagen: Ihr seid schuld, dass es uns schlecht geht, ihr müsst dieses Land wieder verlassen, ihr seid nicht würdig, in diesem Land zu leben, ihr seid vielleicht arbeitslos geworden, raus mit euch! (Abg. Kickl: Glauben Sie, dass das Schutzbedürftige in Österreich ...? – Abg. Strache: Sie sind schuld!)
Abg. Kickl: Glauben Sie, dass das Schutzbedürftige in Österreich ...? – Abg. Strache: Sie sind schuld!
Warum stürzen Sie sich ausgerechnet in dieser Situation, in der ohnehin schon die Falschen diese Suppe, nämlich die Konsequenzen der Krise, auslöffeln sollen, auf die Schwächsten (Abg. Strache: Sie unterstützen die Verursacher, die Bankspekulanten!), nämlich auf die, die irgendwann einmal vor zehn, 20 oder 30 Jahren zugewandert sind, und sagen: Ihr seid schuld, dass es uns schlecht geht, ihr müsst dieses Land wieder verlassen, ihr seid nicht würdig, in diesem Land zu leben, ihr seid vielleicht arbeitslos geworden, raus mit euch! (Abg. Kickl: Glauben Sie, dass das Schutzbedürftige in Österreich ...? – Abg. Strache: Sie sind schuld!)
Abg. Strache: Da gibt es kein Lohndumping!
Da komme ich jetzt zu den Lösungsvorschlägen der Freiheitlichen. (Abg. Strache: Da gibt es kein Lohndumping!) Schauen wir uns an, ob das Schönfärberei ist oder eine politische Wahrheit, die ausgesprochen werden muss! Was fordern die Freiheitlichen in ihrem Handbuch? (Abg. Kickl: Großartig! Was zum Empfehlen!) – Ja, es sollen möglichst viele Leute erfahren, was da drinsteht, Herr Kickl! (Abg. Strache: Sehr empfehlenswert! Sollten Sie einmal studieren!) Da steht zum Beispiel drinnen, dass Ausländer, Gastarbeiter (Abg. Kickl: Ja, „Gast“!) hier nur mehr befristet beschäftigt werden sollen – ein Saisonniermodell für alle, die zuwandern. (Abg. Ing. Höbart: „Gastarbeiter“ besteht aus zwei Wörtern! Gast-Arbeiter! – Abg. Strache: Das ist die Green Card, das amerikanische Modell!)
Abg. Kickl: Großartig! Was zum Empfehlen!
Da komme ich jetzt zu den Lösungsvorschlägen der Freiheitlichen. (Abg. Strache: Da gibt es kein Lohndumping!) Schauen wir uns an, ob das Schönfärberei ist oder eine politische Wahrheit, die ausgesprochen werden muss! Was fordern die Freiheitlichen in ihrem Handbuch? (Abg. Kickl: Großartig! Was zum Empfehlen!) – Ja, es sollen möglichst viele Leute erfahren, was da drinsteht, Herr Kickl! (Abg. Strache: Sehr empfehlenswert! Sollten Sie einmal studieren!) Da steht zum Beispiel drinnen, dass Ausländer, Gastarbeiter (Abg. Kickl: Ja, „Gast“!) hier nur mehr befristet beschäftigt werden sollen – ein Saisonniermodell für alle, die zuwandern. (Abg. Ing. Höbart: „Gastarbeiter“ besteht aus zwei Wörtern! Gast-Arbeiter! – Abg. Strache: Das ist die Green Card, das amerikanische Modell!)
Abg. Strache: Sehr empfehlenswert! Sollten Sie einmal studieren!
Da komme ich jetzt zu den Lösungsvorschlägen der Freiheitlichen. (Abg. Strache: Da gibt es kein Lohndumping!) Schauen wir uns an, ob das Schönfärberei ist oder eine politische Wahrheit, die ausgesprochen werden muss! Was fordern die Freiheitlichen in ihrem Handbuch? (Abg. Kickl: Großartig! Was zum Empfehlen!) – Ja, es sollen möglichst viele Leute erfahren, was da drinsteht, Herr Kickl! (Abg. Strache: Sehr empfehlenswert! Sollten Sie einmal studieren!) Da steht zum Beispiel drinnen, dass Ausländer, Gastarbeiter (Abg. Kickl: Ja, „Gast“!) hier nur mehr befristet beschäftigt werden sollen – ein Saisonniermodell für alle, die zuwandern. (Abg. Ing. Höbart: „Gastarbeiter“ besteht aus zwei Wörtern! Gast-Arbeiter! – Abg. Strache: Das ist die Green Card, das amerikanische Modell!)
Abg. Kickl: Ja, „Gast“!
Da komme ich jetzt zu den Lösungsvorschlägen der Freiheitlichen. (Abg. Strache: Da gibt es kein Lohndumping!) Schauen wir uns an, ob das Schönfärberei ist oder eine politische Wahrheit, die ausgesprochen werden muss! Was fordern die Freiheitlichen in ihrem Handbuch? (Abg. Kickl: Großartig! Was zum Empfehlen!) – Ja, es sollen möglichst viele Leute erfahren, was da drinsteht, Herr Kickl! (Abg. Strache: Sehr empfehlenswert! Sollten Sie einmal studieren!) Da steht zum Beispiel drinnen, dass Ausländer, Gastarbeiter (Abg. Kickl: Ja, „Gast“!) hier nur mehr befristet beschäftigt werden sollen – ein Saisonniermodell für alle, die zuwandern. (Abg. Ing. Höbart: „Gastarbeiter“ besteht aus zwei Wörtern! Gast-Arbeiter! – Abg. Strache: Das ist die Green Card, das amerikanische Modell!)
Abg. Ing. Höbart: „Gastarbeiter“ besteht aus zwei Wörtern! Gast-Arbeiter! – Abg. Strache: Das ist die Green Card, das amerikanische Modell!
Da komme ich jetzt zu den Lösungsvorschlägen der Freiheitlichen. (Abg. Strache: Da gibt es kein Lohndumping!) Schauen wir uns an, ob das Schönfärberei ist oder eine politische Wahrheit, die ausgesprochen werden muss! Was fordern die Freiheitlichen in ihrem Handbuch? (Abg. Kickl: Großartig! Was zum Empfehlen!) – Ja, es sollen möglichst viele Leute erfahren, was da drinsteht, Herr Kickl! (Abg. Strache: Sehr empfehlenswert! Sollten Sie einmal studieren!) Da steht zum Beispiel drinnen, dass Ausländer, Gastarbeiter (Abg. Kickl: Ja, „Gast“!) hier nur mehr befristet beschäftigt werden sollen – ein Saisonniermodell für alle, die zuwandern. (Abg. Ing. Höbart: „Gastarbeiter“ besteht aus zwei Wörtern! Gast-Arbeiter! – Abg. Strache: Das ist die Green Card, das amerikanische Modell!)
Abg. Strache: Das ist das amerikanische Modell, die Green Card!
Das ist Ihre Vorstellung. Okay, da muss man sich ja noch nichts dabei denken. Aber dieser Vorschlag ist damit verbunden, dass diese Leute und auch ihre Arbeitgeber keine Arbeitslosenversicherungsbeiträge mehr zahlen sollen, weil sie ja hier nicht arbeitslos werden dürfen. Wenn sie arbeitslos werden, sind sie ja sowieso gleich weg. (Abg. Strache: Das ist das amerikanische Modell, die Green Card!) Diese Leute, die hier arbeiten, dürfen gemäß Ihrem Modell natürlich keine Kinder mitnehmen, erhalten daher auch keine Familienbeihilfe und zahlen vermutlich auch keinen Beitrag zum Familienlastenausgleichsfonds. Diese Leute, die hier nur befristet arbeiten, sollen vermutlich auch keine Beiträge zur Pensionsversicherung bezahlen, weil sie ja hier nicht in Pension gehen können.
Abg. Kickl: Wo hast du das gelesen? Wo hast du das her?
Unabhängig davon: Arbeitslosenversicherung gestrichen. Diese Leute sollen deutlich billiger beschäftigt werden als ÖsterreicherInnen. (Abg. Kickl: Wo hast du das gelesen? Wo hast du das her?) – Na selbstverständlich, Herr Kollege Kickl! Wenn die Lohnnebenkosten wegfallen – und das steht in Ihrem Konzept! –, werden die Leute billiger. (Abg. Strache: Wo steht das? Das saugen Sie sich wieder aus Ihrer Nase!)
Abg. Strache: Wo steht das? Das saugen Sie sich wieder aus Ihrer Nase!
Unabhängig davon: Arbeitslosenversicherung gestrichen. Diese Leute sollen deutlich billiger beschäftigt werden als ÖsterreicherInnen. (Abg. Kickl: Wo hast du das gelesen? Wo hast du das her?) – Na selbstverständlich, Herr Kollege Kickl! Wenn die Lohnnebenkosten wegfallen – und das steht in Ihrem Konzept! –, werden die Leute billiger. (Abg. Strache: Wo steht das? Das saugen Sie sich wieder aus Ihrer Nase!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: Sie können nicht einmal sinnerfassend lesen!
(Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: Sie können nicht einmal sinnerfassend lesen!)
Abg. Strache: Sie sollten einmal sinnerfassend lesen lernen!
Sie wollen die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt noch mehr verstärken. (Abg. Strache: Sie sollten einmal sinnerfassend lesen lernen!) Die ist ohnehin schon arg genug! Sie wollen auf Kosten der Ausländer eine billige Wahlkampfvorbereitung, eine Wahlkampfhetze betreiben, weil Sie glauben, so Ihre Schäflein ins Trockene bringen zu können. – Das wird nicht aufgehen, Herr Kollege Strache! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie wollen die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt noch mehr verstärken. (Abg. Strache: Sie sollten einmal sinnerfassend lesen lernen!) Die ist ohnehin schon arg genug! Sie wollen auf Kosten der Ausländer eine billige Wahlkampfvorbereitung, eine Wahlkampfhetze betreiben, weil Sie glauben, so Ihre Schäflein ins Trockene bringen zu können. – Das wird nicht aufgehen, Herr Kollege Strache! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Öllinger, zunächst ist es einmal so, dass jede Partei ihr Parteiprogramm selbst entwirft, und das aus gutem Grund. Man braucht keine andere Partei zu fragen, was man vertreten darf und was nicht. – Nur damit das einmal klar ist. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Öllinger: Gehen Sie wieder zu Ihrer alten Partei!
Zweitens: Sobald man in unserem Land das Thema Ausländer in den Mund nimmt, ist man schon ein Rechtsradikaler und wird man schon abgestempelt. (Abg. Öllinger: Gehen Sie wieder zu Ihrer alten Partei!) Um Ihnen diesen Gefallen nicht zu tun, sage ich jetzt einmal Nicht-Österreicher dazu. Herr Hundstorfer, dass das ein Problem ist, dass müssen ja selbst Sie schon erkannt haben, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie bei den unzähligen Sitzungen in den einzelnen Sektionen in Wien nicht dann und wann auch einmal auf das Nicht-Österreicher-Problem angesprochen werden – und es ist ein Problem!
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Sehr viele Österreicher beschäftigt dieses Nicht-Österreicher-Problem tatsächlich. Daher müssen wir es ernst nehmen und nicht in jener Qualität diskutieren, dass jeder, der das Wort „Ausländer“ in den Mund nimmt, als rechtsradikal gilt und sofort von jeglicher Kompetenz ausgeschlossen wird, eine Lösung für das Problem zu haben, das viele Österreicherinnen und Österreicher beschäftigt. – Das nur einmal dazu. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir haben einen ganz gesunden Zugang zu diesem Problem, das ja tatsächlich eines ist und das immer mehr zu einem Problem wird, gerade in Wien. Machen Sie einmal einen Betriebsbesuch in einer Apotheke, Herr Sozialminister! Das würde Ihnen gut anstehen. Schauen Sie einmal, welche Leute dort auf Steuerzahlerkosten Rezepte einlösen! So krank können die gar nicht sein, wie viele Medikamente sie dort von der Tara abholen. Diese Medikamente werden wohl nach Hause geschickt. Ich bin kein Menschenhetzer, aber es ist ungeheuerlich, was dann und wann in dieser Republik abläuft, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das bedarf einer Regelung. Da muss man hinschauen, da kann man nicht einfach darüber hinwegsehen und sagen, das ist kein Problem. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Deshalb vertreten wir die gesunde Einstellung: Ja zur Zuwanderung – und von den Guten nur die Besten! Jene, die in unserem Land Steuern zahlen, sollen selbstverständlich auch hierbleiben dürfen. Aber jene Nicht-Österreicher, die nicht in der Lage sind, sich selbst zu erhalten, haben ihr Gastrecht verwirkt. Darüber sollte man ganz offen und nüchtern diskutieren dürfen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Schopf: Falsch!
SPÖ – alles ruiniert!) Aber da sollten Sie einmal als Gesetzgeber darüber nachdenken, warum beispielsweise ein Spengler-Lehrling nur bis zur dritten Leitersprosse steigen darf. (Abg. Schopf: Falsch!) Wie soll der in drei Jahren seinen Beruf erlernen, wenn er nur bis zur dritten Sprosse steigen darf? Das sind jene Lehrlinge, die dazu verwendet werden, für den Gesellen oder für den Facharbeiter Wurstsemmeln holen zu gehen.
Beifall beim BZÖ.
Herr Sozialminister, unser Vorschlag war, eine Mittlere Reife einzuführen, wie es sie in anderen Ländern auch schon gibt. Nach der 9. Schulstufe soll es eine Mittlere Reifeprüfung geben, durch die sichergestellt wird, dass jeder, der die 9. Schulstufe absolviert hat, zumindest sinnerfassend lesen, schreiben und rechnen kann und sich der Arbeitgeber ein genaues Bild darüber machen kann, was der Lehrling tatsächlich kann. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Strache: Aber es passiert nichts – absolute Verhöhnung!
Aber das Entscheidende, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist das, was ich auch immer wieder von der ÖVP vernehme, was aber leider nie umgesetzt wird, obwohl um sündteures Geld über die Wirtschaftskammer Österreich Werbekampagnen gemacht werden: Die beste Wirtschaftsoffensive wäre es, endlich die Steuern zu senken, meine sehr geehrten Damen und Herren – nicht davon zu reden, sondern das in unserem Land endlich einmal tatsächlich umzusetzen! (Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Strache: Aber es passiert nichts – absolute Verhöhnung!)
Beifall beim BZÖ.
Das ist die beste Wirtschaftsoffensive, die es gibt: Steuern runter, rauf mit Arbeit und Beschäftigung und mit Wohlstand! Das sollten Sie sich einmal merken. Anstatt Sitzungsgelder doppelt zu kassieren, sollten Sie die Beschlüsse hier im Parlament endlich einmal umsetzen und die Steuern senken. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Es geht schließlich darum, dass wir erstens jene Menschen ins Land lassen, die wir brauchen. – In vielen Wirtschaftsbereichen haben wir zu wenig Arbeitskräfte, etwa in der Pflege oder im technischen Bereich. Es gibt zum Beispiel zu wenige Schweißer. Viele Betriebe suchen gerade in solchen Bereichen Arbeitskräfte und finden am heimischen Arbeitsmarkt keine. Hier muss man einfach eine solide Zuwanderungspolitik machen, bei der man ganz gezielt auf die Bedürfnisse Österreichs eingeht und nicht in erster Linie auf die Bedürfnisse der Zuwanderer. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und dann muss man sich den zweiten Aspekt anschauen: Wir haben hier in Österreich ein gewaltiges Humankapital, nämlich all jene, die schon zugewandert sind und die schlecht qualifiziert sind und sich auf dem Arbeitsmarkt schwertun. Wir haben gehört, das ist eine Belastung – na selbstverständlich –; aber es ist auch ein Chance. Es ist eine Chance, wenn wir es schaffen, jene zu qualifizieren, die schon hier sind und von denen viele auch schon österreichische Staatsbürger sind. Jenen wollen wir die Möglichkeit geben, wertvoll zu werden für die Gesellschaft im Sinne von arbeitsfähig, im Sinne von Qualifikation. Das heißt, es geht hier um den Grundsatz: Jeder ist verpflichtet, im Rahmen seiner Möglichkeiten zum Gemeinwohl beizutragen. Das ist ein Grundsatz. Und wenn jemand die Möglichkeit, zum Gemeinwohl beizutragen, nicht hat, dann ist es die Aufgabe des Staates, ihm diese Möglichkeit zu bieten. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall des Abg. Rädler.
Es gibt hier eine Initiative, und da muss ich jetzt auch einmal jemanden von der ÖVP lobend erwähnen – ich mache das viel zu selten –, und zwar den Sebastian Kurz. Er hat hier – leider ohne von der Regierung mit dementsprechenden Mitteln ausgestattet zu sein – Initiativen gesetzt. Da müssen wir draufbleiben! Das heißt, es ist wichtig, dass wir die Integration vorantreiben. (Beifall des Abg. Rädler.) Es ist wichtig, dass wir jenen die Hand reichen, die wollen, und dass wir hier Möglichkeiten schaffen, dass jene, die noch nicht zum Gemeinwohl beitragen, das in Zukunft auch tun können. Darum geht es. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es gibt hier eine Initiative, und da muss ich jetzt auch einmal jemanden von der ÖVP lobend erwähnen – ich mache das viel zu selten –, und zwar den Sebastian Kurz. Er hat hier – leider ohne von der Regierung mit dementsprechenden Mitteln ausgestattet zu sein – Initiativen gesetzt. Da müssen wir draufbleiben! Das heißt, es ist wichtig, dass wir die Integration vorantreiben. (Beifall des Abg. Rädler.) Es ist wichtig, dass wir jenen die Hand reichen, die wollen, und dass wir hier Möglichkeiten schaffen, dass jene, die noch nicht zum Gemeinwohl beitragen, das in Zukunft auch tun können. Darum geht es. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Schopf: Sonntag! Sonntagsarbeit!
Einen Punkt vielleicht noch zum Schluss, was den Herrn Gewerkschafter Katzian betrifft, der heute ja wieder von sozialer Sicherheit und mehr Beschäftigung gesprochen hat: Einerseits fordern Sie mehr Beschäftigung, und auf der anderen Seite haben Sie die Handelskette dayli mit massivem Druck von der Gewerkschaft daran gehindert, dass sie von 2 800 Beschäftigten auf 3 500 Beschäftigte aufstockt. Das haben Sie mit Ihrer Blockierergewerkschaft verhindert, weil Sie verhindert haben, dass hier ein Konzept umgesetzt wird, das mehr Beschäftigung bringt. (Abg. Schopf: Sonntag! Sonntagsarbeit!) Das sind viele, viele hundert Arbeitsplätze!
Beifall beim Team Stronach.
Und genau das ist das Problem. Das heißt, die Gewerkschaft blockiert und verhindert genau das, was sie letztlich immer vorgibt zu fördern, nämlich mehr Beschäftigung und soziale Sicherheit. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Sehr geschätzte Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Bundesminister Hundstorfer! Meine Damen und Herren! Nur eine Bemerkung zu meinem Vorredner: Die Gewerkschaft hat nicht verhindert, dass Arbeitsplätze geschaffen worden sind, sondern die Gewerkschaft hat verhindert, dass ein Unternehmer ohne rechtliche Grundlage am Sonntag arbeiten lässt, ohne dass er die Lizenzen dafür hat und ohne dass die Beschäftigten dort die notwendige Entschädigung und die entsprechenden Zuschläge bekommen. Das hat die Gewerkschaft verhindert. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Abg. Kickl: Das ist falsch! Ich war überhaupt noch nie in der Regierung!
Ich freue mich sehr, dass wir heute bei dieser Aktuellen Stunde die Möglichkeit haben, uns mit der politischen Wahrheit, wie der Kollege Kickl das so schön formuliert hat, auseinanderzusetzen. Lassen Sie mich gleich einmal damit beginnen: Die politische Wahrheit, Kollege Kickl, ist die, dass wir in dem Jahr oder in der Zeit, als Sie an der Regierung beteiligt waren – das war im Jahr 2005 (Abg. Kickl: Das ist falsch! Ich war überhaupt noch nie in der Regierung!) –, mit 5,2 Prozent die höchste Arbeitslosenrate in Österreich hatten. Das ist die politische Wahrheit, sehr geschätzte Damen und Herren. (Abg. Strache: Der Kollege Kickl war überhaupt noch nie in der Regierung!)
Abg. Strache: Der Kollege Kickl war überhaupt noch nie in der Regierung!
Ich freue mich sehr, dass wir heute bei dieser Aktuellen Stunde die Möglichkeit haben, uns mit der politischen Wahrheit, wie der Kollege Kickl das so schön formuliert hat, auseinanderzusetzen. Lassen Sie mich gleich einmal damit beginnen: Die politische Wahrheit, Kollege Kickl, ist die, dass wir in dem Jahr oder in der Zeit, als Sie an der Regierung beteiligt waren – das war im Jahr 2005 (Abg. Kickl: Das ist falsch! Ich war überhaupt noch nie in der Regierung!) –, mit 5,2 Prozent die höchste Arbeitslosenrate in Österreich hatten. Das ist die politische Wahrheit, sehr geschätzte Damen und Herren. (Abg. Strache: Der Kollege Kickl war überhaupt noch nie in der Regierung!)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Und die politische Wahrheit ist auch die, dass Sie damals auch von der Europäischen Union gerügt worden sind, weil Sie die Arbeitslosen verwaltet haben und nicht aktive Maßnahmen gesetzt haben, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) – Ja, ja, da sind Sie dann nie schuld, das waren dann immer Ihre Vorgänger. Ja, ja, das kennen wir schon. (Abg. Kickl: Können Sie sich noch an Kreisky erinnern? Vollbeschäftigung! Vollbeschäftigung war früher die Parole der SPÖ!)
Abg. Kickl: Können Sie sich noch an Kreisky erinnern? Vollbeschäftigung! Vollbeschäftigung war früher die Parole der SPÖ!
Und die politische Wahrheit ist auch die, dass Sie damals auch von der Europäischen Union gerügt worden sind, weil Sie die Arbeitslosen verwaltet haben und nicht aktive Maßnahmen gesetzt haben, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) – Ja, ja, da sind Sie dann nie schuld, das waren dann immer Ihre Vorgänger. Ja, ja, das kennen wir schon. (Abg. Kickl: Können Sie sich noch an Kreisky erinnern? Vollbeschäftigung! Vollbeschäftigung war früher die Parole der SPÖ!)
Abg. Strache: Da haben wir viele zu viel!
Diese Bundesregierung setzt sich ganz einfach sehr, sehr stark von dem, was Sie getan haben, ab, indem wir mehr als 1,3 Milliarden € für aktive Arbeitsmarktpolitik zur Verfügung stellen. Das ist entscheidend, das ist gut, das ist wichtig, denn wir wissen ganz genau, dass jeder Arbeitslose und jede Arbeitslose einer/eine zu viel ist (Abg. Strache: Da haben wir viele zu viel!), und daher setzen wir ganz gezielte Maßnahmen. (Abg. Strache: Den Blum-Bonus habt ihr abgeschafft!)
Abg. Strache: Den Blum-Bonus habt ihr abgeschafft!
Diese Bundesregierung setzt sich ganz einfach sehr, sehr stark von dem, was Sie getan haben, ab, indem wir mehr als 1,3 Milliarden € für aktive Arbeitsmarktpolitik zur Verfügung stellen. Das ist entscheidend, das ist gut, das ist wichtig, denn wir wissen ganz genau, dass jeder Arbeitslose und jede Arbeitslose einer/eine zu viel ist (Abg. Strache: Da haben wir viele zu viel!), und daher setzen wir ganz gezielte Maßnahmen. (Abg. Strache: Den Blum-Bonus habt ihr abgeschafft!)
Beifall bei der SPÖ
Und es ist uns damit auch gelungen, zu erreichen, dass einerseits auch die Frauenerwerbstätigkeit gesteigert worden ist und wir andererseits in der glücklichen Situation sind, auch für Jugendliche ganz tolle aktive Maßnahmen zu setzen, um auch die Jugendarbeitslosigkeit dementsprechend in den Griff zu bekommen – eine Maßnahme, für die wir europaweit bewundert werden. Ich war vor Kurzem mit dem Kollegen Steindl bei einem Seminar mit europäischen Abgeordneten, und da ist immer wieder betont worden, wie wichtig und gut unser Ausbildungssystem ist, wie gut und wichtig es ist, ein duales Ausbildungssystem zu haben, und dass es wichtig und notwendig ist, auch dementsprechende finanzielle Mittel für dieses Ausbildungssystem zur Verfügung zu stellen. Ich bin sehr froh, dass jetzt auch in der Europäischen Union ein ganz besonderer Schwerpunkt darauf gelegt wird, die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Das haben wir unter anderem auch unserem Bundesminister zu verdanken (Beifall bei der SPÖ), der gemeinsam mit den Sozialpartnern in der Europäischen Union dafür Werbung gemacht hat, und das ist auf fruchtbaren Boden gefallen.
Abg. Petzner: Ihr habt ein Trauma! Ich würde einmal eine Psychotherapie machen!
Sehr geschätzte Damen und Herren! Lassen Sie mich noch ein bisschen bei der politischen Wahrheit verbleiben. Was hat denn die FPÖ unter ihrer Regierungsbeteiligung gemacht? – Unter anderem wurde eine Vielzahl an Maßnahmen gesetzt, die ich nicht als arbeitnehmerInnenfreundlich bezeichnen möchte. Ich darf daran erinnern, dass es unter Ihrer Regierungsbeteiligung eine Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten gegeben hat, dass es eine Aufweichung des Kündigungsschutzes für ältere ArbeitnehmerInnen gegeben hat, dass es einen Entfall des Postensuchtages gegeben hat und dass es eine Einschränkung der Jugendanwartschaft auf das Arbeitslosengeld gegeben hat – und diese Liste könnte ich noch fortsetzen. (Abg. Petzner: Ihr habt ein Trauma! Ich würde einmal eine Psychotherapie machen!) Das heißt ganz einfach, dass Sie Maßnahmen gesetzt haben, die wirklich nicht arbeitnehmer- und arbeitnehmerinnenfreundlich sind.
Abg. Kickl: Das ist so was von zahnlos!
Und was mich in diesem Zusammenhang besonders ärgert, ist auch, dass dort, wo der Bundesminister und diese Bundesregierung Maßnahmen setzen, um Lohn- und Sozialdumping auszuschalten (Abg. Kickl: Das ist so was von zahnlos!), Sie und das BZÖ es nicht einmal der Mühe wert finden, diesem guten und wichtigen Gesetz zuzustimmen. Also, was wollen Sie, Kollege Kickl? Sie wollen, dass die Leute ausgebeutet werden, Sie wollen, dass Saisonniers bei uns in Österreich unter schlechten Bedingungen beschäftigt werden. Das wollen wir nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und was mich in diesem Zusammenhang besonders ärgert, ist auch, dass dort, wo der Bundesminister und diese Bundesregierung Maßnahmen setzen, um Lohn- und Sozialdumping auszuschalten (Abg. Kickl: Das ist so was von zahnlos!), Sie und das BZÖ es nicht einmal der Mühe wert finden, diesem guten und wichtigen Gesetz zuzustimmen. Also, was wollen Sie, Kollege Kickl? Sie wollen, dass die Leute ausgebeutet werden, Sie wollen, dass Saisonniers bei uns in Österreich unter schlechten Bedingungen beschäftigt werden. Das wollen wir nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Wie lange wollen Sie denn das schon?
Wir wollen Beschäftigung für die Menschen, wir wollen, dass die Menschen Arbeitsplätze haben und ein Einkommen, mit dem sie auch auskommen können. (Abg. Kickl: Wie lange wollen Sie denn das schon?) Wir wollen qualifizierte Arbeitsplätze. (Abg. Kickl: Wie lange wollen Sie denn das schon, Frau Csörgits?) Wir schulen und qualifizieren Arbeitskräfte dementsprechend, damit sie wieder fit im Arbeitsprogramm sind. (Abg. Strache: Nicht einmal für gleiche Leistung kriegen Frauen den gleichen Lohn – bis heute, unter Ihrer Verantwortung!)
Abg. Kickl: Wie lange wollen Sie denn das schon, Frau Csörgits?
Wir wollen Beschäftigung für die Menschen, wir wollen, dass die Menschen Arbeitsplätze haben und ein Einkommen, mit dem sie auch auskommen können. (Abg. Kickl: Wie lange wollen Sie denn das schon?) Wir wollen qualifizierte Arbeitsplätze. (Abg. Kickl: Wie lange wollen Sie denn das schon, Frau Csörgits?) Wir schulen und qualifizieren Arbeitskräfte dementsprechend, damit sie wieder fit im Arbeitsprogramm sind. (Abg. Strache: Nicht einmal für gleiche Leistung kriegen Frauen den gleichen Lohn – bis heute, unter Ihrer Verantwortung!)
Abg. Strache: Nicht einmal für gleiche Leistung kriegen Frauen den gleichen Lohn – bis heute, unter Ihrer Verantwortung!
Wir wollen Beschäftigung für die Menschen, wir wollen, dass die Menschen Arbeitsplätze haben und ein Einkommen, mit dem sie auch auskommen können. (Abg. Kickl: Wie lange wollen Sie denn das schon?) Wir wollen qualifizierte Arbeitsplätze. (Abg. Kickl: Wie lange wollen Sie denn das schon, Frau Csörgits?) Wir schulen und qualifizieren Arbeitskräfte dementsprechend, damit sie wieder fit im Arbeitsprogramm sind. (Abg. Strache: Nicht einmal für gleiche Leistung kriegen Frauen den gleichen Lohn – bis heute, unter Ihrer Verantwortung!)
Beifall bei der SPÖ.
Also kurz auf den Punkt gebracht: Beides probiert, kein Vergleich! Wir machen aktive Arbeitsmarktpolitik. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Probleme negieren – und dann „Hetze“! Das ist Ihr Modell!
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Der Herr Kickl hat sich heute – ich glaube, den Herrn Abgeordneten Klubobmann Strache brauchen wir nicht zu erwähnen, denn das war auch eine Kickl-Rede – hier hergestellt und hat einmal die ersten zehn Sätze hindurch immer das Gleiche gesagt. Er hat überhaupt keine Lösungsvorschläge gebracht. Und dass man sich, wenn er zum Thema Arbeitsplätze und soziale Sicherheit hier eine Aktuelle Stunde einberufen lässt, von den Freiheitlichen immer nur diese Ausländerhetze anhören muss, das ist schlicht und ergreifend inakzeptabel. (Abg. Strache: Probleme negieren – und dann „Hetze“! Das ist Ihr Modell!)
Abg. Strache: Das ist leider ein Rohrkrepierer, die Rot-Weiß-Rot-Card!
Wenn ich sage, wir wollen etwas für unsere Beschäftigten, für unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich, dann schließe ich da alle mit ein. Ich möchte da keine Trennung in „gute“ und „schlechte“ Arbeitnehmer, in Inländer und Ausländer vornehmen; ich weiß nicht, warum Sie das immer machen müssen, Herr Kollege Strache. Wir haben die Rot-Weiß-Rot-Card hier im Haus beschlossen. (Abg. Strache: Das ist leider ein Rohrkrepierer, die Rot-Weiß-Rot-Card!) Bei der Rot-Weiß-Rot-Card gibt es mehrere Voraussetzungen und mehrere Kategorien. (Abg. Strache: Ein Rohrkrepierer ist die Rot-Weiß-Rot-Card!)
Abg. Strache: Ein Rohrkrepierer ist die Rot-Weiß-Rot-Card!
Wenn ich sage, wir wollen etwas für unsere Beschäftigten, für unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich, dann schließe ich da alle mit ein. Ich möchte da keine Trennung in „gute“ und „schlechte“ Arbeitnehmer, in Inländer und Ausländer vornehmen; ich weiß nicht, warum Sie das immer machen müssen, Herr Kollege Strache. Wir haben die Rot-Weiß-Rot-Card hier im Haus beschlossen. (Abg. Strache: Das ist leider ein Rohrkrepierer, die Rot-Weiß-Rot-Card!) Bei der Rot-Weiß-Rot-Card gibt es mehrere Voraussetzungen und mehrere Kategorien. (Abg. Strache: Ein Rohrkrepierer ist die Rot-Weiß-Rot-Card!)
Abg. Strache: Die Einzigen, die hetzen, sind Sie!
Wir wollen in Österreich eine qualifizierte, eine geregelte Zuwanderung. Es gibt ganz klare Spielregeln, es gibt klare Kriterien. Und wenn die ganze Zeit davon geredet wird, wenn jemand zu uns herein kommt, wenn er zuwandert, dann könne er jederzeit kommen und es sei für ihn hier wie im Schlaraffenland – so wird es hier dargestellt –: Das ist schlicht und ergreifend falsch, Herr Kollege Strache. Die Menschen können sich informieren – es gibt das Internet, es gibt die Zeitungen, es gibt das Fernsehen –, und Ihre Hetze hier herinnen, die wird ihnen nicht mehr genügen. (Abg. Strache: Die Einzigen, die hetzen, sind Sie!) Die Leute kennen die Wahrheit und können sich informieren. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Die Einzigen, die hetzen, sind Sie! Fällt Ihnen das gar nicht auf, wie Sie da hetzen?)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Die Einzigen, die hetzen, sind Sie! Fällt Ihnen das gar nicht auf, wie Sie da hetzen?
Wir wollen in Österreich eine qualifizierte, eine geregelte Zuwanderung. Es gibt ganz klare Spielregeln, es gibt klare Kriterien. Und wenn die ganze Zeit davon geredet wird, wenn jemand zu uns herein kommt, wenn er zuwandert, dann könne er jederzeit kommen und es sei für ihn hier wie im Schlaraffenland – so wird es hier dargestellt –: Das ist schlicht und ergreifend falsch, Herr Kollege Strache. Die Menschen können sich informieren – es gibt das Internet, es gibt die Zeitungen, es gibt das Fernsehen –, und Ihre Hetze hier herinnen, die wird ihnen nicht mehr genügen. (Abg. Strache: Die Einzigen, die hetzen, sind Sie!) Die Leute kennen die Wahrheit und können sich informieren. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Die Einzigen, die hetzen, sind Sie! Fällt Ihnen das gar nicht auf, wie Sie da hetzen?)
Beifall des Abg. Amon. – Abg. Strache: Ich versteh’, warum Sie in Simmering nur 7 Prozent haben!
Ich frage mich daher: Was ist schlecht an einem Dienstverhältnis mit 2 000 € Bruttoentlohnung, wo jemand voll ins Sozialsystem einbezahlt und, wenn er irgendwann einmal in eine Schieflage gerät, aus dem Sozialsystem auch wieder etwas bekommt? (Beifall des Abg. Amon. – Abg. Strache: Ich versteh’, warum Sie in Simmering nur 7 Prozent haben!)
Abg. Strache: Ich versteh’, warum Sie in Simmering nur 7 Prozent erreicht haben, Frau Tamandl!
Herr Kollege Strache, wenn Sie Arbeitsmarktpolitik, Arbeitnehmerpolitik betreiben würden, dann frage ich mich: Wo bleibt die freiheitliche Fraktion in der Wiener Arbeiterkammer, wenn es um grundsätzliche Lösungen geht – und nicht nur in der Wiener Arbeiterkammer, auch in der Bundesarbeiterkammer? (Abg. Strache: Ich versteh’, warum Sie in Simmering nur 7 Prozent erreicht haben, Frau Tamandl!)
Abg. Silhavy: Das ist skandalös!
Wenn es grundsätzliche Lösungen zu finden gilt, auf dem Arbeitsmarkt, für die Jugendarbeitslosigkeit, beispielsweise auch jetzt, was die Sonntagsarbeit betrifft, wo wir gemeinsam Lösungen finden, wo wir im Vorstand über Sozial- und Lohndumpinggesetze diskutieren – wie kann man Kontrollen machen? –, wenn wir in diesem Punkt Partner der Wirtschaft sind, dann sind Sie nirgends, dann sind Sie abgemeldet. Ihre Kolleginnen und Kollegen in Wien kommen nicht einmal zu den Vorstandssitzungen und beteiligen sich nicht einmal bei Lösungsvorschlägen, die Verbesserungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedeuten. (Abg. Silhavy: Das ist skandalös!) Und das ist skandalös – danke, Frau Csörgits –, das ist wirklich skandalös. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das war aber nicht die Frau Csörgits! – Abg. Silhavy: Es ist trotzdem skandalös!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das war aber nicht die Frau Csörgits! – Abg. Silhavy: Es ist trotzdem skandalös!
Wenn es grundsätzliche Lösungen zu finden gilt, auf dem Arbeitsmarkt, für die Jugendarbeitslosigkeit, beispielsweise auch jetzt, was die Sonntagsarbeit betrifft, wo wir gemeinsam Lösungen finden, wo wir im Vorstand über Sozial- und Lohndumpinggesetze diskutieren – wie kann man Kontrollen machen? –, wenn wir in diesem Punkt Partner der Wirtschaft sind, dann sind Sie nirgends, dann sind Sie abgemeldet. Ihre Kolleginnen und Kollegen in Wien kommen nicht einmal zu den Vorstandssitzungen und beteiligen sich nicht einmal bei Lösungsvorschlägen, die Verbesserungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedeuten. (Abg. Silhavy: Das ist skandalös!) Und das ist skandalös – danke, Frau Csörgits –, das ist wirklich skandalös. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das war aber nicht die Frau Csörgits! – Abg. Silhavy: Es ist trotzdem skandalös!)
Abg. Grosz: Wer stellt denn den Finanzminister? – Abg. Strache: Seit 25 Jahren betet das die ÖVP vor und hat die höchste Steuerbelastung zu verantworten!
Und weil hier heute gesagt worden ist, wir sollen endlich etwas für die Wirtschaft tun, wir sollen endlich Steuern senken: Ich weiß nicht, Herr Bucher, in den letzten Monaten haben wir uns immer wieder – in jedem Ausschuss, hier im Plenum, bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten – dazu geäußert, dass wir sehr wohl, wenn unser Staatshaushalt wieder auf ordentliche Beine gestellt ist, steuerliche Entlastungen durchführen wollen. (Abg. Grosz: Wer stellt denn den Finanzminister? – Abg. Strache: Seit 25 Jahren betet das die ÖVP vor und hat die höchste Steuerbelastung zu verantworten!)
Abg. Strache: Sie fördern die kriminellen Zuwanderer, die Asylbetrüger und die Langzeitarbeitslosen!
und die anderen, die sind herinnen. – Ganz ehrlich, wir wollen das nicht. (Abg. Strache: Sie fördern die kriminellen Zuwanderer, die Asylbetrüger und die Langzeitarbeitslosen!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und wie viele Österreicher haben den Arbeitsplatz verloren und sind verdrängt worden?
Sie von der FPÖ haben den Teufel an die Wand gemalt, was die Öffnung des Arbeitsmarktes mit 1. Jänner dieses Jahres betrifft. Es sind 26 000 gekommen – mit 25 000 wurde gerechnet –, und jeder in diesem Land – 81 Prozent, nach einer Umfrage der Europäischen Union – meint, dass der Arbeitsmarkt das total gut aufgefangen hat (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und wie viele Österreicher haben den Arbeitsplatz verloren und sind verdrängt worden?) und wir sehr gute Programme haben, um den Arbeitsmarkt auch zu beleben und anzukurbeln.
Abg. Strache: Gehen Sie zu den Arbeitslosen in Simmering!
Abschließend: Ich weiß nicht, wir jammern hier oder die Opposition jammert hier auf hohem Niveau. Bei einer Arbeitslosenrate von 4,6 Prozent – wo im Durchschnitt der EU-27 die Arbeitslosigkeit mehr als doppelt so hoch ist (Abg. Strache: Gehen Sie zu den Arbeitslosen in Simmering!) – muss ich Ihnen ganz ehrlich sagen: Tun Sie doch einmal etwas, bringen Sie Lösungsvorschläge, und hetzen Sie nicht nur immer gegen ausländische Arbeitskräfte! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Sie haben Ihre 7 Prozent in Simmering über die ! – Abg. Neubauer: Simmering schätzt Ihre Arbeit nicht!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Sie haben Ihre 7 Prozent in Simmering über die ! – Abg. Neubauer: Simmering schätzt Ihre Arbeit nicht!
Abschließend: Ich weiß nicht, wir jammern hier oder die Opposition jammert hier auf hohem Niveau. Bei einer Arbeitslosenrate von 4,6 Prozent – wo im Durchschnitt der EU-27 die Arbeitslosigkeit mehr als doppelt so hoch ist (Abg. Strache: Gehen Sie zu den Arbeitslosen in Simmering!) – muss ich Ihnen ganz ehrlich sagen: Tun Sie doch einmal etwas, bringen Sie Lösungsvorschläge, und hetzen Sie nicht nur immer gegen ausländische Arbeitskräfte! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Sie haben Ihre 7 Prozent in Simmering über die ! – Abg. Neubauer: Simmering schätzt Ihre Arbeit nicht!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Man saugt sich Dinge aus der Nase!
Dann frage ich mich, Herr Bundesminister, wenn dem nicht nachgekommen wird: Woher haben Sie denn die Zahlen, die Sie uns heute wieder erzählt haben? (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Man saugt sich Dinge aus der Nase!)
Abg. Strache: Na bravo! Da hat der österreichische Arbeitslose wirklich was davon!
Beispiel: Burgenland. Im Burgenland war es so, dass laut Aussage des Arbeiterkammerchefs aus dem Burgenland – ich weiß schon, jetzt kommt wieder Ihr Argument: na ja, der war im Wahlkampf, und da hat er das halt gesagt; es ist schon interessant: wenn ein Arbeiterkammerchef im Wahlkampf ist, darf er alles sagen? – sämtliche neu geschaffenen Arbeitsplätze an Ungarn beziehungsweise an Leute aus der Slowakei gegangen sind. (Abg. Strache: Na bravo! Da hat der österreichische Arbeitslose wirklich was davon!) Nicht ein einziger Österreicher hat von diesen neuen Arbeitsplätzen profitiert, Herr Bundesminister! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Beispiel: Burgenland. Im Burgenland war es so, dass laut Aussage des Arbeiterkammerchefs aus dem Burgenland – ich weiß schon, jetzt kommt wieder Ihr Argument: na ja, der war im Wahlkampf, und da hat er das halt gesagt; es ist schon interessant: wenn ein Arbeiterkammerchef im Wahlkampf ist, darf er alles sagen? – sämtliche neu geschaffenen Arbeitsplätze an Ungarn beziehungsweise an Leute aus der Slowakei gegangen sind. (Abg. Strache: Na bravo! Da hat der österreichische Arbeitslose wirklich was davon!) Nicht ein einziger Österreicher hat von diesen neuen Arbeitsplätzen profitiert, Herr Bundesminister! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Lohn- und Sozialdumpinggesetz nützt Ihnen überhaupt nichts! Und das wissen Sie, und das wissen auch Ihre ganzen Funktionäre bei der Arbeiterkammer und bei der Gewerkschaft, Sie halten es nur unter dem Teppich. Das machen Sie schon, und das machen Sie gar nicht so schlecht, denn Sie lassen es gar nicht heraus. Aber, Herr Bundesminister, Sie wissen ganz genau: Ein polnischer Arbeitnehmer beispielsweise, ein slowakischer Arbeitnehmer, ein tschechischer – das können Sie auf alle diese Staaten umsetzen –, der in seinem Heimatland für einen Tag sozialversicherungsmäßig angemeldet ist, bekommt den sogenannten A1-Schein, und mit dem kann er in Österreich auf dem Arbeitsmarkt arbeiten – und da ist es völlig irrelevant, ob dieser Arbeitnehmer 24 Stunden später wieder abgemeldet wird oder nicht. Und Sie wissen ganz genau, das ist das ganz große Problem, und hier haben wir das Sozialdumping und das Lohndumping. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Statt der Belakowitsch eine nette Rumänin, ? – Abg. Kickl: Was war das jetzt? Sind Sie ein bissl übernachtig, oder was?
Herr Bundesminister, ich frage mich: Was tun Sie dagegen? Sie machen genau nichts dagegen. Es gibt keinen Abgleich mit den Sozialversicherungsträgern aus den entsprechenden Staaten. Sie haben auch gar keine Möglichkeit, dort hineinzusehen. Das Einzige, was Sie machen: Sie stellen sich hierher und sagen, es ist hier alles in bester Ordnung. – Und das ist es nicht, Herr Bundesminister. Das ist es absolut nicht. Sie betreiben Sozialdumping, Lohndumping, und Sie wissen es! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Matznetter: Statt der Belakowitsch eine nette Rumänin, ? – Abg. Kickl: Was war das jetzt? Sind Sie ein bissl übernachtig, oder was?)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte ganz herzlich und ganz besonders die jungen Gäste auf der Galerie im Hohen Haus begrüßen, die Zukunft unseres Landes. Schön, dass Sie da sind und dass Sie der Debatte beiwohnen und zuhören! (Allgemeiner Beifall.)
Ruf beim BZÖ: Na, bitte nicht! – Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren, auch vor den Bildschirmen zu Hause! Ich möchte Sie bitten, sich mit mir gemeinsam auf ein Gedankenexperiment einzulassen. (Ruf beim BZÖ: Na, bitte nicht! – Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen.) Versetzen wir uns gemeinsam in die Welt, in der blaue Visionen Realität geworden sind! Versuchen wir es einfach!
Abg. Strache: Die Straffälligen auf alle Fälle!
Dritter Punkt: Die FPÖ spricht interessanterweise von „Minuszuwanderung“. Es reicht also nicht, dass keine Ausländer mehr ins Land kommen dürfen/sollen, sondern diejenigen, die irgendwann aus dem Ausland hier hergekommen sind, sollen sich gefälligst auch wieder schleichen, wie man in Wien so schön sagt. (Abg. Strache: Die Straffälligen auf alle Fälle!) Dabei möchte ich Sie natürlich fragen, Herr Strache, an wen denken Sie da, wer das Land wieder verlassen soll? (Abg. Strache: Die Kriminellen und Straffälligen auf alle Fälle, die Sie schützen! Und die Asylbetrüger, die Sie schützen! Die schützen Sie, vor die stellen Sie sich!)
Abg. Strache: Die Kriminellen und Straffälligen auf alle Fälle, die Sie schützen! Und die Asylbetrüger, die Sie schützen! Die schützen Sie, vor die stellen Sie sich!
Dritter Punkt: Die FPÖ spricht interessanterweise von „Minuszuwanderung“. Es reicht also nicht, dass keine Ausländer mehr ins Land kommen dürfen/sollen, sondern diejenigen, die irgendwann aus dem Ausland hier hergekommen sind, sollen sich gefälligst auch wieder schleichen, wie man in Wien so schön sagt. (Abg. Strache: Die Straffälligen auf alle Fälle!) Dabei möchte ich Sie natürlich fragen, Herr Strache, an wen denken Sie da, wer das Land wieder verlassen soll? (Abg. Strache: Die Kriminellen und Straffälligen auf alle Fälle, die Sie schützen! Und die Asylbetrüger, die Sie schützen! Die schützen Sie, vor die stellen Sie sich!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Da sind Sie Schutzpatronin! – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Zum Beispiel die Eltern von David Alaba, die Mutter ist ja bekanntlich gebürtige Philippina, der Vater gebürtiger Nigerianer? Sollen die Eltern von David Alaba vielleicht auswandern? Hätten Sie vielleicht lieber, dass der Vater von Attila Dogudan auswandern soll? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Da sind Sie Schutzpatronin! – Zwischenruf des Abg. Kickl.) Oder wäre es vielleicht besser, wenn die slowakische Pflegerin sich wieder schleicht, die Ihre Mutter oder Ihren Vater pflegt? (Abg. Strache: Kriminelle und Asylbetrüger, die Sie schützen!) Nur müssen Sie dann natürlich die unangenehme Frage beantworten, wenn die slowakische Pflegerin, die hier Familienangehörige von vielen von uns betreut, das Land wieder verlässt (Abg. Strache: Drogenhändler und Einbrecher, die Sie schützen!) – Regen Sie sich nicht auf, Herr Strache, Sie sind schon ganz rot angelaufen, nicht, dass Sie auch noch einen Herzkasperl kriegen! Das können wir alle nicht wollen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Kriminelle und Asylbetrüger, die Sie schützen!
Zum Beispiel die Eltern von David Alaba, die Mutter ist ja bekanntlich gebürtige Philippina, der Vater gebürtiger Nigerianer? Sollen die Eltern von David Alaba vielleicht auswandern? Hätten Sie vielleicht lieber, dass der Vater von Attila Dogudan auswandern soll? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Da sind Sie Schutzpatronin! – Zwischenruf des Abg. Kickl.) Oder wäre es vielleicht besser, wenn die slowakische Pflegerin sich wieder schleicht, die Ihre Mutter oder Ihren Vater pflegt? (Abg. Strache: Kriminelle und Asylbetrüger, die Sie schützen!) Nur müssen Sie dann natürlich die unangenehme Frage beantworten, wenn die slowakische Pflegerin, die hier Familienangehörige von vielen von uns betreut, das Land wieder verlässt (Abg. Strache: Drogenhändler und Einbrecher, die Sie schützen!) – Regen Sie sich nicht auf, Herr Strache, Sie sind schon ganz rot angelaufen, nicht, dass Sie auch noch einen Herzkasperl kriegen! Das können wir alle nicht wollen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Drogenhändler und Einbrecher, die Sie schützen!
Zum Beispiel die Eltern von David Alaba, die Mutter ist ja bekanntlich gebürtige Philippina, der Vater gebürtiger Nigerianer? Sollen die Eltern von David Alaba vielleicht auswandern? Hätten Sie vielleicht lieber, dass der Vater von Attila Dogudan auswandern soll? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Da sind Sie Schutzpatronin! – Zwischenruf des Abg. Kickl.) Oder wäre es vielleicht besser, wenn die slowakische Pflegerin sich wieder schleicht, die Ihre Mutter oder Ihren Vater pflegt? (Abg. Strache: Kriminelle und Asylbetrüger, die Sie schützen!) Nur müssen Sie dann natürlich die unangenehme Frage beantworten, wenn die slowakische Pflegerin, die hier Familienangehörige von vielen von uns betreut, das Land wieder verlässt (Abg. Strache: Drogenhändler und Einbrecher, die Sie schützen!) – Regen Sie sich nicht auf, Herr Strache, Sie sind schon ganz rot angelaufen, nicht, dass Sie auch noch einen Herzkasperl kriegen! Das können wir alle nicht wollen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zum Beispiel die Eltern von David Alaba, die Mutter ist ja bekanntlich gebürtige Philippina, der Vater gebürtiger Nigerianer? Sollen die Eltern von David Alaba vielleicht auswandern? Hätten Sie vielleicht lieber, dass der Vater von Attila Dogudan auswandern soll? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Da sind Sie Schutzpatronin! – Zwischenruf des Abg. Kickl.) Oder wäre es vielleicht besser, wenn die slowakische Pflegerin sich wieder schleicht, die Ihre Mutter oder Ihren Vater pflegt? (Abg. Strache: Kriminelle und Asylbetrüger, die Sie schützen!) Nur müssen Sie dann natürlich die unangenehme Frage beantworten, wenn die slowakische Pflegerin, die hier Familienangehörige von vielen von uns betreut, das Land wieder verlässt (Abg. Strache: Drogenhändler und Einbrecher, die Sie schützen!) – Regen Sie sich nicht auf, Herr Strache, Sie sind schon ganz rot angelaufen, nicht, dass Sie auch noch einen Herzkasperl kriegen! Das können wir alle nicht wollen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Drogenhändler und Kriminelle sollen gehen, nicht die Pflegerin!
Wenn also die slowakische Pflegerin, die hier sehr nützliche, sehr sinnvolle Arbeit leistet, wenn die wieder gehen muss, müssen Sie mir nur eine Frage beantworten (Abg. Strache: Drogenhändler und Kriminelle sollen gehen, nicht die Pflegerin!): Wie wollen Sie dann Ihrem Abgeordnetenjob nachkommen, wo Sie doch Ihre Mutter oder Ihren Vater nun selber pflegen müssen, weil die slowakische Pflegerin ist ja futsch, die darf ja nicht mehr da sein. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Ja drehen Sie doch nicht alles!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Ja drehen Sie doch nicht alles!
Wenn also die slowakische Pflegerin, die hier sehr nützliche, sehr sinnvolle Arbeit leistet, wenn die wieder gehen muss, müssen Sie mir nur eine Frage beantworten (Abg. Strache: Drogenhändler und Kriminelle sollen gehen, nicht die Pflegerin!): Wie wollen Sie dann Ihrem Abgeordnetenjob nachkommen, wo Sie doch Ihre Mutter oder Ihren Vater nun selber pflegen müssen, weil die slowakische Pflegerin ist ja futsch, die darf ja nicht mehr da sein. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Ja drehen Sie doch nicht alles!)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Ein vorletzter Punkt: Von „Massenzuwanderung“ spricht die FPÖ, und dass sie sie begrenzen will. Schauen wir uns einfach die Zahlen an: Derzeit haben wir jährlich eine Nettozuwanderung von zirka 35 000 Menschen, und im Jahr 2005 – ich kann mich dunkel erinnern, da war eine ÖVP-FPÖ-Regierung an der Macht – hat es eine Nettozuwanderung von 44 000 gegeben. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Ein Jahr davor, im Jahr 2004, gab es eine Nettozuwanderung von rund 51 000 Menschen. (Ruf bei der FPÖ: Das ist ja dumm!)
Ruf bei der FPÖ: Das ist ja dumm!
Ein vorletzter Punkt: Von „Massenzuwanderung“ spricht die FPÖ, und dass sie sie begrenzen will. Schauen wir uns einfach die Zahlen an: Derzeit haben wir jährlich eine Nettozuwanderung von zirka 35 000 Menschen, und im Jahr 2005 – ich kann mich dunkel erinnern, da war eine ÖVP-FPÖ-Regierung an der Macht – hat es eine Nettozuwanderung von 44 000 gegeben. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Ein Jahr davor, im Jahr 2004, gab es eine Nettozuwanderung von rund 51 000 Menschen. (Ruf bei der FPÖ: Das ist ja dumm!)
Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.
Tatsache ist, sehr geehrte Damen und Herren von der FPÖ, und das wissen Sie genauso wie wir alle: Sie stehen vor den Trümmern Ihrer Politik. (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.) Sie konnten weder als Regierungspartei, noch als Oppositionspartei irgendetwas daran ändern, dass Österreich ein Land der Vielfalt ist. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Tatsache ist, sehr geehrte Damen und Herren von der FPÖ, und das wissen Sie genauso wie wir alle: Sie stehen vor den Trümmern Ihrer Politik. (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.) Sie konnten weder als Regierungspartei, noch als Oppositionspartei irgendetwas daran ändern, dass Österreich ein Land der Vielfalt ist. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Abg. Strache: Kriminelle Vielfalt unterstützen wir nicht, so wie Sie!
Österreich wird auch weiterhin ein Land der Vielfalt sein. (Abg. Strache: Kriminelle Vielfalt unterstützen wir nicht, so wie Sie!) Und alle Probleme, die es beim Zusammenleben gibt – und überall, wo Menschen zusammenleben, gibt es auch Probleme –, die sind gemeinsam zu lösen!
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: Das war widerlich, so viele Lügen auf einmal!
Mit folgendem Satz möchte ich schließen: Wir haben in Österreich vielleicht nicht alle dieselbe Herkunft, aber wir haben eine gemeinsame Zukunft vor uns. Und die können wir nur gemeinsam anpacken und Probleme gemeinsam lösen. Gemeinsam schaffen wir das! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: Das war widerlich, so viele Lügen auf einmal!)
Heiterkeit der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie und an den Bildschirmen! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wenn jemand meiner Vorrednerin hier zugehört hat, muss er sagen, sie kann sehr glücklich sein, dass sie hier in Österreich lebt (Heiterkeit der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein), nicht in ihrem Heimatland, in ihrem Mut-
Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Brosz und Csörgits.
terland, in der Türkei – denn die Situation, die Sie in der Türkei haben, wollen wir in Österreich nicht haben! (Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Brosz und Csörgits.)
Abg. Csörgits: Ja, genau!
Ich glaube, SPÖ und Frau Kollegin Csörgits – ich muss Ihnen das leider sagen –: Sie haben ein Trauma (Abg. Csörgits: Ja, genau!), Sie haben ein Trauma der schwarz-blauen-Bundesregierung von 2000 bis 2006! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Csörgits und Silhavy.) Wenn Sie hergehen und sagen, die höchste Arbeitslosigkeit war im Jahr 2005 mit 5,4 Prozent, dann wissen Sie nicht, wie hoch die Arbeitslosenzahl heute ist. Heute liegen wir nämlich bei 7,3 Prozent, und die absoluten Zahlen sind 273 121, verstehen Sie? Und 80 000 Leute sind in Schulungen; und die Tendenz ist steigend, Frau Kollegin, die ist steigend. Tun Sie was! Ihre Partei ist in der Regierung, tun Sie endlich was, aber träumen Sie nicht von falschen Zahlen! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Csörgits und Brosz.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Csörgits und Silhavy.
Ich glaube, SPÖ und Frau Kollegin Csörgits – ich muss Ihnen das leider sagen –: Sie haben ein Trauma (Abg. Csörgits: Ja, genau!), Sie haben ein Trauma der schwarz-blauen-Bundesregierung von 2000 bis 2006! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Csörgits und Silhavy.) Wenn Sie hergehen und sagen, die höchste Arbeitslosigkeit war im Jahr 2005 mit 5,4 Prozent, dann wissen Sie nicht, wie hoch die Arbeitslosenzahl heute ist. Heute liegen wir nämlich bei 7,3 Prozent, und die absoluten Zahlen sind 273 121, verstehen Sie? Und 80 000 Leute sind in Schulungen; und die Tendenz ist steigend, Frau Kollegin, die ist steigend. Tun Sie was! Ihre Partei ist in der Regierung, tun Sie endlich was, aber träumen Sie nicht von falschen Zahlen! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Csörgits und Brosz.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Csörgits und Brosz.
Ich glaube, SPÖ und Frau Kollegin Csörgits – ich muss Ihnen das leider sagen –: Sie haben ein Trauma (Abg. Csörgits: Ja, genau!), Sie haben ein Trauma der schwarz-blauen-Bundesregierung von 2000 bis 2006! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Csörgits und Silhavy.) Wenn Sie hergehen und sagen, die höchste Arbeitslosigkeit war im Jahr 2005 mit 5,4 Prozent, dann wissen Sie nicht, wie hoch die Arbeitslosenzahl heute ist. Heute liegen wir nämlich bei 7,3 Prozent, und die absoluten Zahlen sind 273 121, verstehen Sie? Und 80 000 Leute sind in Schulungen; und die Tendenz ist steigend, Frau Kollegin, die ist steigend. Tun Sie was! Ihre Partei ist in der Regierung, tun Sie endlich was, aber träumen Sie nicht von falschen Zahlen! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Csörgits und Brosz.)
Abg. Bucher: Bank Austria! – Zwischenruf der Abg. Silhavy
Das sind zum Beispiel der Wäschehersteller Triumph oder Niedermeyer. Bei Niedermeyer sind 280 Arbeitsplätze angemeldet, die abgebaut werden sollen, laut Frühwarnsystem des AMS, bei Triumph 350, bei Sport Eybl & Sports Experts ebenfalls 250 (Abg. Bucher: Bank Austria! – Zwischenruf der Abg. Silhavy), bei der Bank Austria 800 bis 2016; weiters bei Swarovski 150, bei der BAWAG-PSK 500 bis Ende des Jahres. (Abg. Neubauer: AT&S!) Dann gibt es noch bei Pago 100 Arbeitskräfte und bei der AUA Tirol sind es ebenfalls 150, die beim AMS angemeldet sind.
Abg. Neubauer: AT&S!
Das sind zum Beispiel der Wäschehersteller Triumph oder Niedermeyer. Bei Niedermeyer sind 280 Arbeitsplätze angemeldet, die abgebaut werden sollen, laut Frühwarnsystem des AMS, bei Triumph 350, bei Sport Eybl & Sports Experts ebenfalls 250 (Abg. Bucher: Bank Austria! – Zwischenruf der Abg. Silhavy), bei der Bank Austria 800 bis 2016; weiters bei Swarovski 150, bei der BAWAG-PSK 500 bis Ende des Jahres. (Abg. Neubauer: AT&S!) Dann gibt es noch bei Pago 100 Arbeitskräfte und bei der AUA Tirol sind es ebenfalls 150, die beim AMS angemeldet sind.
Beifall und Zwischenrufe beim BZÖ.
Dann kommt noch dazu, dass der ehemalige Sozialist, Sozialdemokrat Androsch mit AT&S in Klagenfurt sein Werk auch noch zusperrt und nach China geht. Ja, ein ehemaliger sozialistischer Finanzminister macht noch den Tupfen auf dem i – und nichts wird dagegen unternommen! (Beifall und Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Mag. Muttonen: Warum ist die Situation so schlimm in Kärnten? FPÖ, FPK!
Jetzt haben wir einen Landeshauptmann Kaiser in Kärnten, der dagegen auch nichts tut. Der macht dort Vergangenheitsbewältigung. Das muss zwar auch sein, da gebe ich ihm recht, aber er muss etwas für die Zukunft tun, denn wir haben den höchsten Zuwachs bei der Arbeitslosigkeit in Kärnten! Nichts passiert in diesem Bereich. (Abg. Mag. Muttonen: Warum ist die Situation so schlimm in Kärnten? FPÖ, FPK!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Brosz und Silhavy.
Rot-Card wurde gefordert, dankenswerterweise haben Sie die jetzt eingesetzt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Brosz und Silhavy.) Damals war das „menschenverachtend“ für Sie. Die gemeinnützige Tätigkeit bei den Gemeinden für Langzeitarbeitslose war ebenfalls in diesem Volksbegehren, ist auch umgesetzt worden – dankenswerterweise. Früher einmal war es „menschenverachtend“. Ja, so schaut es aus.
Beifall beim BZÖ.
Heute sind wir soweit, dass die Asylanten bei Bürgermeister Stauber in St. Andrä auch gemeinnützige Tätigkeiten machen. Das war früher verboten. Ich bin sogar dafür, dass sie es machen. Nur früher war eben die Wirtschaftsseite auch ein bisschen dagegen, denn die Wirtschaft hat ja für Gemeinden gewisse Tätigkeiten gemacht. Da waren natürlich Privatfirmen dabei. Aber natürlich, wenn es in gemeinnütziger Tätigkeit andere machen können, ist mir das auch recht. Mir ist es egal, ob das privatwirtschaftlich oder öffentlich ist, nur muss es wirtschaftlich geführt werden. Das ist der Succus dabei, das muss es sein! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall und Heiterkeit beim BZÖ.
Und die SPÖ druckt Riesenfolder: „Die Partei der Arbeit.“ (Der Redner hält den genannten Folder in die Höhe.) Ja, dann machen Sie endlich einmal eine Arbeit! Sie reden ja nur davon. (Beifall und Heiterkeit beim BZÖ.) „Meilensteine der sozialen Gerechtigkeit“, „Niedrigste Arbeitslosenquote“ – dabei haben wir eine Rekordarbeitslosigkeit. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Tun Sie endlich etwas dagegen! „Jobs durch Investitionen“, „Jugendbeschäftigung“ – auch hohe Arbeitslosigkeit, zwar in Europa noch relativ niedrig, aber für Österreich schon viel zu hoch. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Und die SPÖ druckt Riesenfolder: „Die Partei der Arbeit.“ (Der Redner hält den genannten Folder in die Höhe.) Ja, dann machen Sie endlich einmal eine Arbeit! Sie reden ja nur davon. (Beifall und Heiterkeit beim BZÖ.) „Meilensteine der sozialen Gerechtigkeit“, „Niedrigste Arbeitslosenquote“ – dabei haben wir eine Rekordarbeitslosigkeit. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Tun Sie endlich etwas dagegen! „Jobs durch Investitionen“, „Jugendbeschäftigung“ – auch hohe Arbeitslosigkeit, zwar in Europa noch relativ niedrig, aber für Österreich schon viel zu hoch. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Und die SPÖ druckt Riesenfolder: „Die Partei der Arbeit.“ (Der Redner hält den genannten Folder in die Höhe.) Ja, dann machen Sie endlich einmal eine Arbeit! Sie reden ja nur davon. (Beifall und Heiterkeit beim BZÖ.) „Meilensteine der sozialen Gerechtigkeit“, „Niedrigste Arbeitslosenquote“ – dabei haben wir eine Rekordarbeitslosigkeit. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Tun Sie endlich etwas dagegen! „Jobs durch Investitionen“, „Jugendbeschäftigung“ – auch hohe Arbeitslosigkeit, zwar in Europa noch relativ niedrig, aber für Österreich schon viel zu hoch. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Abg. Ing. Westenthaler: das war ein echter Sozialminister! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler: das war ein echter Sozialminister! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) – Ja, ja, ja.
Abg. Grosz: Türkei in der Europäischen Union, wie wir wissen! Sie können gerne in die Türkei fahren! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Fakt ist nur, Herr Abgeordneter Dolinschek, ich hätte ganz gerne in Österreich das Wirtschaftswachstum der Türkei – ja, das hätte ich ganz gerne. Damit wir da auch ein bisschen etwas mitnehmen. (Abg. Grosz: Türkei in der Europäischen Union, wie wir wissen! Sie können gerne in die Türkei fahren! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Ich möchte ganz gerne (Abg. Ing. Westenthaler: Hätten Sie auch gerne die Frauenrechte der Türkei? – Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Hätten Sie auch gerne die Frauenrechte der Türkei? – Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Fakt ist nur, Herr Abgeordneter Dolinschek, ich hätte ganz gerne in Österreich das Wirtschaftswachstum der Türkei – ja, das hätte ich ganz gerne. Damit wir da auch ein bisschen etwas mitnehmen. (Abg. Grosz: Türkei in der Europäischen Union, wie wir wissen! Sie können gerne in die Türkei fahren! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Ich möchte ganz gerne (Abg. Ing. Westenthaler: Hätten Sie auch gerne die Frauenrechte der Türkei? – Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Nicht nur im April!
Punkt 1: Es ist vollkommen klar, dass im April die Ausländerarbeitslosigkeit überproportional mehr steigt als alle anderen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Nicht nur im April!) Es ist vollkommen klar. Warum ist es vollkommen klar? –Irgendwann einmal geht auch die beste Wintersaison zu Ende, und demzufolge haben wir, nachdem wir überproportional viele ausländische Beschäftigte im Tourismus haben, ganz einfach einen stärkeren Anstieg. (Rufe beim BZÖ: Na geh! Da ist sicher Schwarz-Blau schuld! – Abg. Kickl: Ja, ja, das Wetter!) Das ist eine Milchmädchenrechnung, ob Sie es wollen oder nicht. (Abg. Ing. Westenthaler: Lassen Sie die Milchmädchen in Ruhe!)
Rufe beim BZÖ: Na geh! Da ist sicher Schwarz-Blau schuld! – Abg. Kickl: Ja, ja, das Wetter!
Punkt 1: Es ist vollkommen klar, dass im April die Ausländerarbeitslosigkeit überproportional mehr steigt als alle anderen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Nicht nur im April!) Es ist vollkommen klar. Warum ist es vollkommen klar? –Irgendwann einmal geht auch die beste Wintersaison zu Ende, und demzufolge haben wir, nachdem wir überproportional viele ausländische Beschäftigte im Tourismus haben, ganz einfach einen stärkeren Anstieg. (Rufe beim BZÖ: Na geh! Da ist sicher Schwarz-Blau schuld! – Abg. Kickl: Ja, ja, das Wetter!) Das ist eine Milchmädchenrechnung, ob Sie es wollen oder nicht. (Abg. Ing. Westenthaler: Lassen Sie die Milchmädchen in Ruhe!)
Abg. Ing. Westenthaler: Lassen Sie die Milchmädchen in Ruhe!
Punkt 1: Es ist vollkommen klar, dass im April die Ausländerarbeitslosigkeit überproportional mehr steigt als alle anderen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Nicht nur im April!) Es ist vollkommen klar. Warum ist es vollkommen klar? –Irgendwann einmal geht auch die beste Wintersaison zu Ende, und demzufolge haben wir, nachdem wir überproportional viele ausländische Beschäftigte im Tourismus haben, ganz einfach einen stärkeren Anstieg. (Rufe beim BZÖ: Na geh! Da ist sicher Schwarz-Blau schuld! – Abg. Kickl: Ja, ja, das Wetter!) Das ist eine Milchmädchenrechnung, ob Sie es wollen oder nicht. (Abg. Ing. Westenthaler: Lassen Sie die Milchmädchen in Ruhe!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Es ist auch eine Milchmädchenrechnung wenn Sie sagen, die Entsenderichtlinie wird nicht kontrolliert. (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.) Schauen Sie,
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Praßl. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
hier ist der entscheidende Unterschied: Als Sie in der Regierung waren, gab es die gleiche Entsenderichtlinie. Ihre Antwort war Schweigen. Unsere Antwort war nicht Schweigen, unsere Antwort war ein Lohn- und Sozialdumpinggesetz zu schaffen, wo wir überhaupt kontrollieren können. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Praßl. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Belakowitsch-Jenewein und Kickl.
Und dann erklären Sie doch den Bezirksverwaltungsbehörden, dass sie überhaupt nichts machen, wenn sie gleichzeitig bereits Strafen von 9 Millionen ausgesprochen haben. Das ist alles nichts? (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Belakowitsch-Jenewein und Kickl.) Wir können darüber diskutieren, ob es mehr sein soll, aber 9 Millionen an ausgesprochenen Strafen, unter anderem wegen Nichteinhaltung der Entsenderichtlinie, das sollten Sie, glaube ich, auch zur Kenntnis nehmen!
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Machen Sie das!
Ich komme zum Schluss: Es freut mich sehr, dass Herr Abgeordneter Strache meint, sie sollen befristet hereinkommen und dann wieder gehen. Ich werde das mit der serbischen Community, um die er sich ja ganz massiv bemüht, entsprechend diskutieren. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Machen Sie das!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Grosz und Dr. Matznetter.
Und dann lade ich Sie noch zu etwas ein: Sie haben in Ihren Reihen ein paar sehr prominente Abgeordnete, die Rechtsanwälte sind. Und wenn die sich zum Beispiel auch um den österreichischen Arbeitsmarkt intensiver kümmern würden, dann würden sie dafür sorgen, dass wir mit der Rechtsanwaltskammer endlich einmal einen Kollektivvertrag zusammenbringen für die Leute, die dort arbeiten. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Grosz und Dr. Matznetter.)
Beifall beim Team Stronach.
Also wenn ich da auf die Galerie hinaufschaue, dann sehe ich dort junge Menschen, denen ich sehr viel zutraue. Ich sehe junge Menschen da oben, die sich nicht nur für die Politik interessieren, sich aber wahrscheinlich wundern, was wir da teilweise palavern, sondern die auch sehr motiviert sind. Ich traue jungen Menschen in Österreich einiges zu, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Und wenn ich mir die Politik der SPÖ der letzten Jahre anschaue, so muss ich sagen: Wir haben immer darauf aufmerksam gemacht, dass wir einen Mangel bei den Pflegelehrberufen haben, aber (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) – Ich kann das Mikrofon zurückdrehen, wenn es Ihnen zu laut ist, sehr geehrte Frau Kollegin, aber wir sind hier im Parlament. Das bedeutet „parlare“, sprechen, und das werde ich hier tun. Da kann mir die SPÖ nicht den Mund verbieten.
Abg. Ursula Haubner: Das BZÖ! Das ist meine Forderung! keine eigenen Ideen!
Seit Jahren kämpfen wir dafür, dass wir gerade bei den Lehrberufen etwas machen, zum Beispiel eine Lehre für den Pflegeberuf. (Abg. Ursula Haubner: Das BZÖ! Das ist meine Forderung! keine eigenen Ideen!) – Natürlich auch das BZÖ, Ursula Haubner, gar kein Thema, aber damals war ich auch noch dabei. Und ich habe mich immer dafür eingesetzt, auch mit dir gemeinsam, dass wir da etwas tun müssen; und es ist nichts passiert. Es wurde immer gesagt, man könne das den jungen Menschen nicht zumuten.
Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser.
Aber ich traue mir einiges zu, Herr Minister, und Ihnen vor allem, nämlich dass man auf lange Sicht etwas tut, dass wir nicht immer vor der Wahl hier heraußen stehen und sagen: Na ja, die jungen Menschen, Arbeitslosigkeit, alles ein Wahnsinn, wir haben zu wenig Facharbeiter! – Und was machen wir am Ende des Tages? – Nichts! Am Ende des Tages machen wir nichts, und vor allem die Bundesregierung macht nichts. (Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser.)
Abg. Dr. Oberhauser: Wozu sprechen Sie jetzt?!
Aber, Herr Minister, weil Sie auch als Konsumentenschutzminister hier sind und das Thema auch Armut ist. Dazu kann ich nur eines sagen: Im März wurde etwas umgesetzt, nämlich dass man mit Bankomatkarten auch ohne PIN abheben kann. Jeder von Ihnen hat sich sicher gewundert, was diese zwei Kasteln in den Lebensmittelmärkten zu bedeuten haben. Das hat nichts anderes zu bedeuten, als dass wir ohne PIN-Code abheben können, nämlich 25 €, zehnmal am Tag, das sind 250 €. (Abg. Dr. Oberhauser: Wozu sprechen Sie jetzt?!)
Abg. Dr. Oberhauser: Lehrlingsausbildung?!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, und was haben Sie gemacht? Haben Sie die Bevölkerung informiert von da oben? Haben Sie die Bevölkerung darüber informiert, was das zu bedeuten hat? Dass man 250 € am Tag abheben kann, ohne PIN-Code, und dass die Banken schon permanent diese neuen Karten ausgesendet haben? (Abg. Dr. Oberhauser: Lehrlingsausbildung?!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Ich kann Ihnen dazu etwas sagen: Das trifft genau die Menschen, die es sich nicht leisten können! Denn was passiert? – Es gibt schon so Code-Kasteln, wo man vorbeigeht und die 25 € abheben kann. Das heißt, da gibt es einen Wildwuchs sondergleichen. Ich erwarte mir auch von der Bundesregierung und vor allem von der SPÖ – da erwarte ich mir bald gar nichts mehr –, dass die Bevölkerung informiert wird, was da eigentlich passiert. Es wurde weder gewarnt, noch wurde informiert. Es wurde überhaupt nichts getan. Das wurde einfach so, still, klanglos, heimlich im März umgesetzt. Jeder von Ihnen hat eine neue Bankomatkarte gekriegt. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Heiterkeit der Abg. Dr. Oberhauser. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Herr Matznetter, Ihnen als Steuerberater taugt das, Ihnen als Steuerberater, dass Sie nichts gemacht haben! (Heiterkeit der Abg. Dr. Oberhauser. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Sie waren selber einmal Staatssekretär; und die Sache sieht so aus, dass Sie für junge Menschen nichts machen, dass Sie für Lehrlinge nichts machen, dass Sie alles nur vertuschen. Das ist jetzt genauso beim Konsumentenschutz, Herr Matznetter. Da würde ich mir schon wünschen, dass man hier auch etwas macht!
Beifall beim Team Stronach.
Ein wichtiger Punkt noch zum Schluss, Herr Minister: Wir brauchen eine Vielfalt, was Lehrlinge betrifft. Wir brauchen auf dem Arbeitsmarkt auch Menschen, die Großartiges leisten, und das hat auch mit der Bezahlung etwas zu tun. Genauso wie bei den Saisoniers, wo man hier erst darüber nachdenkt, dass es da in Tirol auch Riesenprobleme gibt. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Jury
Ein Blick auf Österreich zeigt uns: Die österreichischen Unternehmer und ihre Mitarbeiter profitieren vom Gemeinsamen Europa, denn es garantiert ihnen Wohlstand, Frieden und Sicherheit. Wir nutzen jeden Tag die Vorteile der Europäischen Union (Zwischenruf des Abg. Jury) bei der wirtschaftlichen Nutzung des EU-Binnenmarktes, bei den grenzüberschreitenden Möglichkeiten und natürlich auch bei der EU-Mitfinanzierung der österreichischen Infrastruktur.
Beifall bei der ÖVP.
profitieren. Wenn wir uns das jetzt genauer anschauen, dann sprechen die Exportzahlen eine ganz deutliche Sprache: Im Vorjahr der höchste Stand, ein Exportrekord in Österreich mit 121,8 Milliarden €. Meine Damen und Herren! Der Minister ist da gemeinsam mit der Wirtschaftskammer mit der Initiative go-international ein ganz entscheidender Katalysator, und dafür auch herzlichen Dank an dieser Stelle. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Gerade in der Forschung ist es ganz wichtig, dass wir uns an internationalen Forschungsprojekten beteiligen, meine Damen und Herren. Mit dem neuen Forschungsrahmenprogramm, das im Jahr 2007 aufgesetzt wurde, haben wir ungefähr eine halbe Milliarde Euro für die österreichischen Programme aus Brüssel erhalten können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Atomkraft subventionieren, oder was meinen Sie?
hig bleibt. Das ist die große Herausforderung, und dafür müssen wir alles tun! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Atomkraft subventionieren, oder was meinen Sie?)
Abg. Mag. Kogler: Atomkraft subventionieren?
Denn wir wissen, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, wenn die Steuer- und Abgabenleistungen, die Energie- und die Umweltkosten zu hoch werden, dann können die Betriebe leicht abwandern, und das ist ein großes Problem. Daher brauchen wir Impulse und keine neuen Belastungen, und da werden wir die richtigen Schritte setzen. (Abg. Mag. Kogler: Atomkraft subventionieren?)
Abg. Bucher: Das sagt der Richtige! Das war gut!
Arbeit für die Menschen steht an oberster Stelle. Das ist das Wichtigste, und das geht nur mit einer starken Wirtschaft, denn nur die Unternehmer schaffen die Arbeitsplätze – nicht die Politik! Da hilft auch kein Plakat, meine Damen und Herren. (Abg. Bucher: Das sagt der Richtige! Das war gut!)
Beifall bei der ÖVP.
Noch einmal: Die Wirtschaft schafft die Arbeitsplätze, und deshalb sind wir in Österreich mit unserer Politik auf einem richtigen Weg – und vor allem, wenn man das im internationalen Vergleich anschaut, auf einem besseren Weg, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Liebe Kollegen, wo findet das statt? – In Frankreich, unter einer sozialistischen Regierung! Damit geben die französischen Sozialisten ihre Steuererhöhungsfehler vom vergangenem Jahr zu. Denn nach der Wahl ist die Zeit der Versprechen vorbei, und so wird das auch in Österreich sein, nur befinden wir uns eben noch vor der Wahl, meine Damen und Herren. Deshalb warne ich alle vor neuen Vermögens- und Eigentumssteuern. Diese sind Gift für den Standort, damit für die Wettbewerbsfähigkeit und im Endeffekt für die Arbeitsplätze, geschätzte Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir wollen alle, dass das so bleibt, deshalb ist es auch in unserer Verantwortung, diesen Vorsprung nicht nur beizubehalten, sondern weiter auszubauen und Österreich zum attraktivsten Wirtschaftsstandort Europas zu entwickeln – für sichere Arbeitsplätze, für erfolgreiche Unternehmen, aber vor allem für unsere nachfolgenden Generationen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Jetzt schauen Sie sich einmal an, was Österreich für die Jugend und die Jugendbeschäftigung in die Hand nimmt: Im Jahr 350 Millionen €! Und ich finde, das ist richtig und positiv eingesetzt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Bucher: Das heißt, Steuern erhöhen! Wie wollen Sie denn das finanzieren?
Was heißt das also im Endeffekt in Richtung der EU, von der wir selbst ein Teil sind? – Keine Frage, wir müssen uns noch mehr anstrengen, um die Jugendarbeitslosigkeit wirklich zu bekämpfen, sonst haben wir nämlich soziale Spannungen in ungeahntem Ausmaß oder sonst haben wir eine „generation jobless“. Was sagen Sie denen in Spanien, die keine Möglichkeiten haben? (Abg. Bucher: Das heißt, Steuern erhöhen! Wie wollen Sie denn das finanzieren?)
Abg. Mag. Kogler: Geh bitte! Geh, hören Sie doch auf!
Daher haben wir ein Problem, und das Problem ist unsere Industrie: Die geht wohin – siehe voest? – Nach Amerika, in die Vereinigten Staaten, nach Asien. Warum tut das die Industrie? – Weil dort die Energiekosten mittlerweile ein Viertel betragen. (Abg. Mag. Kogler: Geh bitte! Geh, hören Sie doch auf!) Und jetzt, damit auch kein Irrtum entsteht, Herr Kogler: Ich bin nicht für Schiefergas und sonst etwas ohne Bedingungen, sondern mit sozialer Akzeptanz. Aber dass wir uns dem Problem der Energiekosten – was die EU jetzt momentan auch tut –, dringend stellen müssen, ist einfach deswegen notwendig, weil wir sonst an Wettbewerbsfähigkeit verlieren werden. Unser Hauptproblem sind nicht mehr die Löhne, unser Hauptproblem sind die hohen Energiekosten. Daher konsequent und richtig: Die EU muss die Energieproblematik angehen!
Beifall des Abg. Hörl.
Sie können zu Autos stehen, wie Sie wollen, aber die Initiative CARS 2020 ist eben eine Initiative, die uns hilft – die uns hilft, dass wir bestehen, weil in etwa mehr als die Hälfte von Österreich automotive Zulieferindustrie hat. Jetzt brauchen wir nicht zu sagen, das alles ist umweltfeindlich, denn im Endeffekt können uns die E-Mobilität, Gasautos technologisch helfen, daher ist das eine weitere wichtige Konsequenz. (Beifall des Abg. Hörl.)
Abg. Bucher: Ja!
Meine Damen und Herren, wir brauchen jetzt nicht eine Diskussion, wie wir unsere Sozialleistungen ausbauen. Wir brauchen keine Diskussion, wie wir besser umverteilen. Wir brauchen eine Entwicklung, wo sich junge Leute zum Unternehmertum bekennen. (Abg. Bucher: Ja!) Und da sage ich Ihnen, dass Jugend Innovativ, der Kindertag der Wirtschaftskammer, die Wirtschaftswoche für Kinder in der Industriellenvereinigung genau der richtige Ansatzpunkt sind, damit es wieder Unternehmerfreundlichkeit gibt, denn Sie vergessen scheinbar Folgendes – Sie brauchen nicht das oder das zu plakatieren –: Wenn wir keine Betriebe haben, haben wir auch keine Arbeitsplätze! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hörl: Richtig!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hörl: Richtig!
Meine Damen und Herren, wir brauchen jetzt nicht eine Diskussion, wie wir unsere Sozialleistungen ausbauen. Wir brauchen keine Diskussion, wie wir besser umverteilen. Wir brauchen eine Entwicklung, wo sich junge Leute zum Unternehmertum bekennen. (Abg. Bucher: Ja!) Und da sage ich Ihnen, dass Jugend Innovativ, der Kindertag der Wirtschaftskammer, die Wirtschaftswoche für Kinder in der Industriellenvereinigung genau der richtige Ansatzpunkt sind, damit es wieder Unternehmerfreundlichkeit gibt, denn Sie vergessen scheinbar Folgendes – Sie brauchen nicht das oder das zu plakatieren –: Wenn wir keine Betriebe haben, haben wir auch keine Arbeitsplätze! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hörl: Richtig!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
auch gut lösen können, einfach auch in Zukunft konkurrenzfähig sein, aber nicht mit falschen Themenschwerpunkten, das wird uns nicht weiterhelfen, sondern nur mit Wettbewerbsfähigkeit in Richtung einer konkurrenzfähigen österreichischen und vor allem dynamischen europäischen Wirtschaft. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Dolinschek: Nicht nötig!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Noch einen Nachtrag zum letzten Mal. Kollege Dolinschek hat sich Sorgen um den Arbeitsplatz gemacht. Ich mache mir auch manchmal Sorgen, wenn das BZÖ nicht mehr da ist. Ich darf empfehlen, es gibt Unternehmer, die Leute anstellen. Auch Herr Markowitz wurde vom Herrn Stronach angestellt. (Abg. Dolinschek: Nicht nötig!) Vielleicht sollten Sie sich ebenfalls dort bewerben. Dann haben Sie auch eine gute Jobchance nach dem 29. September. – Das nur als Nachtrag zu diesem Teil. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Noch einen Nachtrag zum letzten Mal. Kollege Dolinschek hat sich Sorgen um den Arbeitsplatz gemacht. Ich mache mir auch manchmal Sorgen, wenn das BZÖ nicht mehr da ist. Ich darf empfehlen, es gibt Unternehmer, die Leute anstellen. Auch Herr Markowitz wurde vom Herrn Stronach angestellt. (Abg. Dolinschek: Nicht nötig!) Vielleicht sollten Sie sich ebenfalls dort bewerben. Dann haben Sie auch eine gute Jobchance nach dem 29. September. – Das nur als Nachtrag zu diesem Teil. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Die Kernfrage ist: Wie konnte Europa in so eine Situation geraten? Wenn wir dieser Frage nachgehen, dann müssen wir uns auch mit jener Wirtschaftspolitik beschäftigen, die auf diesem Kontinent in den letzten 20 Jahren geherrscht hat. Die Versprechen des Neoliberalismus waren, mit völliger Deregulierung, völliger Freigabe der Kapitalströme und einem möglichst starken Wettbewerb zwischen den Staaten werden wir ein optimales Wachstum haben und zur am meisten wachsenden und innovativsten Wirtschaftsregion der Welt werden. Die Wirklichkeit hat aber nicht zur Theorie gepasst. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Amon: Völlig richtig!
Und es sind nicht die Maastricht-Kriterien, die nicht eingehalten wurden. Spanien ist das beste Beispiel. Spanien war vor vier, fünf Jahren der Musterknabe der Europäischen Union: 25 Prozent öffentliche Verschuldung, Budgetüberschuss. Das war nicht der Grund. Der Grund ist ein ganz anderer. Ganz Europa, alle öffentlichen Kassen sind derzeit in einem Zustand, dass sie in einer Schuldenkrise sind, aus der wir nicht herauskommen. (Abg. Amon: Völlig richtig!) Warum nicht? Es wurde heute schon diskutiert, wie hoch die Steuer- und Abgabenquote ist. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amon.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amon.
Und es sind nicht die Maastricht-Kriterien, die nicht eingehalten wurden. Spanien ist das beste Beispiel. Spanien war vor vier, fünf Jahren der Musterknabe der Europäischen Union: 25 Prozent öffentliche Verschuldung, Budgetüberschuss. Das war nicht der Grund. Der Grund ist ein ganz anderer. Ganz Europa, alle öffentlichen Kassen sind derzeit in einem Zustand, dass sie in einer Schuldenkrise sind, aus der wir nicht herauskommen. (Abg. Amon: Völlig richtig!) Warum nicht? Es wurde heute schon diskutiert, wie hoch die Steuer- und Abgabenquote ist. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amon.)
Abg. Bucher: Banken und Konzerne!
Nein, nein, Herr Kollege Amon, völlig falsch. Es zahlen die falschen Leute. Es zahlen die kleinen Betriebe und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hohe Beiträge, hohe Steuern, aber sie haben einen immer geringeren Anteil an dem, was es an Wertschöpfung gibt. Dann gibt es einen großen Teil der Wertschöpfung, der zahlt gar nichts mehr. (Abg. Bucher: Banken und Konzerne!)
Abg. Dr. Fichtenbauer: Nobelpreis!
Hat jemand ein iPhone? – Der CEO dieser Firma war gestern vom US-Senat vorgeladen. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Nobelpreis!) Herr Cook hat sich dort verteidigt und gesagt, in den USA zahlen wir sowieso 30 Prozent Steuern. Was den entscheidenden Punkt betraf, hatte er eigentlich gar keine Antwort.
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Wie kann es sein, dass ein solcher Konzern – und ich empfehle hier den Artikel aus der „Presse“, die kein kommunistisches Kampforgan ist, vom 22. Mai – für 28,7 Milliarden € Gewinn im Ausland, sprich außerhalb der USA, im Jahr 2012 nur 556 Millionen € an Steuern gezahlt hat? (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Irland betreibt eine Steueroasen-Industrie, die der Endpunkt vom sogenannten Steuerwettbewerb ist. Es ist schon bösartig, das so positiv zu besetzen, denn das bedeutet in Wirklichkeit nichts anderes als Handlungsunfähigkeit bei den Regierungen, wenn die großen Konzerne nichts mehr zahlen.
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir das Finanzierungsproblem nicht lösen – und der Europäische Rat, die Staats- und Regierungschefs werden sich heute damit auseinandersetzen –, werden wir aus den Finanzierungsproblemen nicht herauskommen. Mit den Steuern der Kaffeesieder im kleinen Kaffeehaus um die Ecke werden wir das Budget nicht finanzieren können, wenn daneben die amerikanische Großkette null Cent zahlt. Und Österreich ist mit Irland ein Teil der Steueroasen. Meine Damen und Herren! Das müssen wir beheben. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Dort werden wir Steuern einheben und schauen müssen, dass wir Lücken schließen. Da werden wir es nicht ablehnen können, über das Gruppenbesteuerungsprivileg zu reden. Da werden wir über Holding-Privilegien reden müssen. Und da werden wir auch darüber reden müssen, dass dort, wo eine hohe Kapitalakkumulation ist, Beiträge gezahlt werden müssen (Zwischenruf des Abg. Hörl), denn eines ist klar, die haben bereits gespart, Herr Kollege Hörl, und zwar auf Kosten von Millionen Arbeitslosen in Europa. Daher werden wir nicht weiter auf dem Rücken derer sparen, sondern wir werden die hohen Herren, ob sie jetzt Cook oder anders heißen, zur Kasse bitten müssen.
Beifall bei der SPÖ.
Ich bitte die Kollegen des Regierungspartners, endlich den Widerstand aufzugeben. Für den Standort bringt das Nüsse. Da gilt die Energiefrage und alles andere, wo der Herr Bundesminister recht hat. Aber für die Zukunft des Kontinents brauchen wir eine adäquate Besteuerung. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Riepl: Das hat er nicht gesagt!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Es war nicht alles falsch, was Kollege Matznetter gesagt hat, denn selbstverständlich ist es so, dass es in der Frage auch des Wettbewerbs mit anderen Staaten auch um die Frage der Steuerpolitik eines Landes, um Verteilungsfragen, die entscheidend sind, und um die Frage der Lohnpolitik geht. All das sind natürlich Faktoren, die letztlich darüber entscheiden, ob ein Wirtschaftsstandort erfolgreich ist oder nicht. Aber wenn Sie sozusagen völlig negieren, dass die Frage des Haushalts, der Budgetpolitik und des Inordnunghaltens des eigenen Haushalts eine Rolle spielt, Herr Kollege Matznetter, dann liegen Sie absolut falsch. Das kann es nicht sein. (Abg. Riepl: Das hat er nicht gesagt!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Sie wissen ganz genau, dass ganz am Anfang der budgetären Krise der europäischen Staaten natürlich auch jemand wie ein Bundeskanzler Schröder in der Bundesrepublik Deutschland stand, der als Erster gesagt hat: Was scheren mich die Maastricht-Kriterien?, der in Zeiten guter wirtschaftlicher Konjunktur gesagt hat: Finanzieren wir ordentlich auf Pump, machen wir ein Deficit-Spending! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP.
Natürlich ist das ein Problem gewesen, nicht am Ende für die Bundesrepublik Deutschland, weil man durch eine sinnvolle Politik, die die CSU und CDU mit der FDP in der Bundesrepublik betrieben hat, rechtzeitig wieder gegengesteuert hat, sondern das Problem war, dass diesem Beispiel viele Staaten gefolgt sind, die dann nicht mehr gegengesteuert haben. Das ist das Problem, Kollege Matznetter! Und diese überbordenden Schulden, die gemacht worden sind, ruinieren natürlich auch die Wirtschaftsstandortsituation vieler Länder. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich stimme ja mit Ihnen überein, Sie haben in vielen Punkten natürlich recht, was das völlig entfesselte Finanzkapital betrifft. Es war Treichl senior, der einmal gesagt hat: Als er im Bankgeschäft begonnen hat, wurden Produkte verkauft, die die Banker und auch die Kunden verstanden haben. Dann kam eine Zeit, in der die Produkte nur mehr von den Bankern verstanden wurden, und heute haben wir Produkte, die von beiden Seiten nicht mehr verstanden werden. Das ist das Problem, das wir heute auf den Finanzmärkten zum Teil haben. Ich stimme ja mit Ihnen überein, dass Maßnahmen wie etwa die Finanztransaktionssteuer dann, wenn möglichst viele mitmachen, im Idealfall alle mitmachen, sinnvolle Maßnahmen sind, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es wurde schon gesagt, 375 000 zusätzliche Arbeitsplätze. Das sind 17 000 zusätzliche Arbeitsplätze, die uns der Beitritt zur Europäischen Union pro Jahr gebracht hat. 17 000 Menschen, die Arbeit finden, 17 000 Menschen, die ein Mehr an Sinnerfüllung ihres Lebens haben, meine Damen und Herren! Das ist nicht nichts. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Also für die österreichische Wirtschaft und damit für unzählige Arbeitsplätze ist Europa sinnvoll, wichtig und richtig, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Noch ein Wort zum Herrn Kollegen Matznetter: Herr Kollege Matznetter, wir würden Sie ja gerne für den nächsten Nobelpreis vorschlagen (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), aber eine Bedingung würden wir schon daran knüpfen. Herr Kollege Matznetter, wären Sie einmal bereit, alle Cross-Border-Geschäfte von SPÖ-geführten Gemeinden und Institutionen aufzulisten? (Beifall bei der FPÖ.) Sie wissen ja, Cross-Border-Geschäfte, die so unheimlich erfolgreich waren und die zu nichts anderem gedient haben als zur Steuervermeidung. – So viel zu Ihren Steuergedanken.
Beifall bei der FPÖ.
Noch ein Wort zum Herrn Kollegen Matznetter: Herr Kollege Matznetter, wir würden Sie ja gerne für den nächsten Nobelpreis vorschlagen (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), aber eine Bedingung würden wir schon daran knüpfen. Herr Kollege Matznetter, wären Sie einmal bereit, alle Cross-Border-Geschäfte von SPÖ-geführten Gemeinden und Institutionen aufzulisten? (Beifall bei der FPÖ.) Sie wissen ja, Cross-Border-Geschäfte, die so unheimlich erfolgreich waren und die zu nichts anderem gedient haben als zur Steuervermeidung. – So viel zu Ihren Steuergedanken.
Beifall bei der FPÖ.
Aber wenn Sie diese Auflistung bringen, sind wir gerne bereit, Sie bei Ihrer Bemühung, den Nobelpreis zu bekommen, mit zu unterstützen, Herr Kollege. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
So viel zu dem: weniger Steuern, einfacher, weniger, leistungsgerechter. Sie predigen das immer, Sie tun es nur nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und dann glauben Sie auch noch, dass Europa in dieser Form ein Erfolgsprojekt ist!? Ja wo sind Sie denn eigentlich? Denken Sie nicht nach? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben Ihnen damals, als Sie das erste Geld nach Griechenland geschickt haben – wir waren übrigens dagegen –, gesagt, wenn Sie schon Geld nach Griechenland schicken, dann verwenden Sie es dafür, den Arbeitsmarkt zu stabilisieren und die Wirtschaft in Schwung zu halten. Sie haben genau das Gegenteil gemacht. Und was ist der Fall? – In fünf Jahren ein Minuswirtschaftswachstum, ein Verlust von über 30 Prozent des Wirtschaftswachstums! Und dann glauben Sie wirklich nach wie vor, dass wir von dem Geld, das wir hier versenkt haben, jemals auch nur einen Cent zurückbekommen werden? Nein! Sie sind auf dem Holzweg und Sie sollten die EU zu ihren ursprünglichen Gedanken zurückführen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Haubner hat gesagt, dass höhere Steuern auf Vermögen standortschädlich sind. Also dafür hätte ich schon gerne einmal einen empirischen Beleg. Das ist doch ein Unfug der Sonderklasse, lassen Sie das doch endlich bleiben! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
für Konjunkturprogramme in Europa zu verschaffen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn man Ihre Schlussfolgerungen hört, dann hat man wirklich das Gefühl, als ob Österreich vor dem Beitritt zur Europäischen Union ein Entwicklungsland gewesen wäre. Nein, Österreich war kein Entwicklungsland, meine sehr geehrten Damen und Herren, sondern Österreich hat sich zu einem tollen Land entwickelt, zu einem tollen Wirtschaftsstandort. Aus den Trümmern nach dem Zweiten Weltkrieg haben viele Männer und Frauen voller Stolz dieses Land aufgebaut, in deren Wohlstand wir heute leben dürfen. (Beifall beim BZÖ.) Das haben wir nicht der Europäischen Union zu verdanken, sondern das haben wir der Schaffens- und Arbeitskraft vieler Menschen und Generationen zu verdanken, die für dieses Land gearbeitet haben. Das alles ist jetzt einmal den Brüsseler EU-Technokraten zum Opfer gefallen.
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundesminister Mitterlehner hat in einem Anflug von Selbstkritik zumindest eines zugegeben: dass es ihm viel lieber wäre, dass wir das Geld, das wir noch haben, für Forschung, Entwicklung und Innovation ausgeben und investieren, anstatt für Pleiteländer, Arbeitslosigkeit im Süden und für marode Banken. Das war ein Anflug von Selbstkritik, und dem sollten jetzt Taten folgen, Herr Bundesminister Mitterlehner! Die glorreichste Tat wäre, die Steuern endlich wieder einmal auf einen niedrigeren Stand zu bringen, anstatt diese schleichende Entwicklung der Steuern und Abgaben nach oben, die gegenwärtig stattfindet, hinzunehmen. Das wäre der beste Dienst an der Wirtschaft, den Sie erbringen könnten. (Beifall beim BZÖ.)
Bundesminister Dr. Mitterlehner: Stimmt nicht! Ausgabenquote !
In Österreich haben wir eine Steuer- und Abgabenlast von 53 Prozent. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Stimmt nicht! Ausgabenquote !) Die Deutschen haben 46 Prozent, und der europäische Durchschnitt liegt bei 42 Prozent. Kein Wunder, Herr Bundesminister, dass so viele Arbeitgeber, so viele kleine Mittelständler zusperren müssen und sich nicht einmal mehr den Gang in die Pension leisten können. Das ist das Bild der kleinen, mittelständischen Unternehmer in Österreich. Daher kann es gar keine sinnvollere Maßnahme geben, als die Steuern zu senken und die Abgabenlast nach unten zu drücken, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
In Österreich haben wir eine Steuer- und Abgabenlast von 53 Prozent. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Stimmt nicht! Ausgabenquote !) Die Deutschen haben 46 Prozent, und der europäische Durchschnitt liegt bei 42 Prozent. Kein Wunder, Herr Bundesminister, dass so viele Arbeitgeber, so viele kleine Mittelständler zusperren müssen und sich nicht einmal mehr den Gang in die Pension leisten können. Das ist das Bild der kleinen, mittelständischen Unternehmer in Österreich. Daher kann es gar keine sinnvollere Maßnahme geben, als die Steuern zu senken und die Abgabenlast nach unten zu drücken, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Schuldenlast steigt selbst in jenen Ländern, die wir mit Milliardenbeträgen fördern, in denen Sparpolitik betrieben wird, in denen die Arbeitslosigkeit steigt, in denen es keine Perspektive gibt. Daher, meine sehr geehrten Damen und Herren, müssen wir uns auf den Wirtschaftsstandort Österreich besinnen. Das ist unsere Zukunft. Vergessen Sie die Vergangenheit der europäischen Südländer, die aus ihrer maroden Situation nicht mehr herauskommen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn das in naher Zukunft wieder passiert, und es wird passieren – ich bin kein Hellseher, aber ich kann Ihnen prophezeien, es wird passieren; auch alle Experten sagen das –: Sind wir dann vorbereitet? – Nein, sind wir nicht! Warum sind wir nicht vorbereitet? – Weil diese Regierung schon seit Jahren einfach nichts tut. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Das heißt, das Geld liegt auf der Straße, das heißt, wir hier im Hohen Haus müssen ordentliche Gesetze machen. Wir als Opposition reichen Ihnen als Regierung die Hand. Machen wir doch bitte noch vor der Nationalratswahl ordentliche Gesetze, die genau in diese Richtung gehen (Beifall beim Team Stronach – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), und beweisen wir damit dem Bürger, dass wir es können und nicht nur Abnicker der Regierung sind. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das heißt, das Geld liegt auf der Straße, das heißt, wir hier im Hohen Haus müssen ordentliche Gesetze machen. Wir als Opposition reichen Ihnen als Regierung die Hand. Machen wir doch bitte noch vor der Nationalratswahl ordentliche Gesetze, die genau in diese Richtung gehen (Beifall beim Team Stronach – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), und beweisen wir damit dem Bürger, dass wir es können und nicht nur Abnicker der Regierung sind. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
in Richtung des Abg. Ing. Lugar
Abgeordnete Dr. Sabine Oberhauser, MAS (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich habe eigentlich gehofft, ich kann mich irgendwie an der Rede meines Vorredners anhalten und vielleicht darauf replizieren. Ich muss sagen, Sie (in Richtung des Abg. Ing. Lugar) befinden sich in guter Gesellschaft mit Herrn Markowitz, der auch bei A begonnen und bei Z geendet hat, und auch sein Bogen war zwischendurch dermaßen „gut“, dass es nicht möglich ist, sich auch nur irgendwie daran anzuhalten. Wie Sie das nur schaffen – die Rede davor über die Jugendarbeitslosigkeit war ja noch viel besser –, von der „Bankomatkassa“ zu den Gewerkschaften, sehr skurril. Sie haben gesagt, ich soll darauf replizieren. Man kann nicht replizieren. Das war ein derartiger kruder Wahnsinn, dass man am besten gar nicht darauf repliziert.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister Mitterlehner, Sie haben das ÖGB-Programm ein Belastungsprogramm mit 11 Milliarden beziehungsweise 8 Milliarden €, je nachdem, wer es berechnet, genannt. – Wir haben ein Entlastungsprogramm für ArbeitnehmerInnen in Österreich gefordert, und zwar aus einem einfachen Grund: weil wir wissen, dass ArbeitnehmerInnen in der Krise mehr als über Gebühr belastet worden sind. Jede Belastung der ArbeitnehmerInnen oder, wie Sie es vielleicht nennen, Entlastung der Wirtschaft oder jedes Zurückfahren von Sozialleistungen – wie Sie auch gesagt haben, man kann von der Europäischen Union lernen und Sozialleistungen zurückfahren – schafft Unfrieden im Land und schafft Arbeitslosigkeit. Das haben wir in den letzten Jahren gesehen. – Das wird es weder mit der Sozialdemokratie noch mit den sozialdemokratischen Gewerkschafterinnen und Gewerkschaften geben! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ
Dass Bundesminister Mitterlehner aus diesem innovativen Bundesland kommt, sichert uns, dass in ganz Österreich solche innovativen Betriebe künftig verstärkt gefördert werden (Zwischenruf bei der FPÖ) und europaweit und weltweit exportieren können. Dafür brauchen wir eine Wirtschaftsförderung, dafür brauchen wir auch eine entsprechende Bildungsentwicklung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dass Bundesminister Mitterlehner aus diesem innovativen Bundesland kommt, sichert uns, dass in ganz Österreich solche innovativen Betriebe künftig verstärkt gefördert werden (Zwischenruf bei der FPÖ) und europaweit und weltweit exportieren können. Dafür brauchen wir eine Wirtschaftsförderung, dafür brauchen wir auch eine entsprechende Bildungsentwicklung. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek
Das ist die Zukunft, in die wir gehen müssen: nicht noch mehr Auflagen, nicht noch mehr Vorschriften (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek), sondern Entbürokratisierung, gezielte Wirtschaftsförderung für Innovationen und Steuerentlastung, damit wir diese Betriebe, die tagtäglich unsere Arbeitsplätze sichern, auch entsprechend unterstützen.
Beifall bei der ÖVP.
Nicht wir schaffen die Arbeitsplätze, es sind die Betriebe, die die Arbeitsplätze schaffen. Und daher geht es darum, Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation auch künftig in dem Ausmaß, in dem wir es bisher getan haben, zu fördern, dann können auch andere wie die Firma INOCON künftig erfolgreich weltweit exportieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Frechheit!
Abgeordneter Dr. Johannes Hübner (FPÖ): Herr Präsident! Frau Kollegin Cortolezis, da Sie heute so ein schönes blaues Kleid anhaben, sehe ich davon ab, mit Ihnen zu verfahren wie Europa mit Österreich, nämlich die Stärken Ihrer Rede zu stärken (Ruf bei der ÖVP: Frechheit!) und die Schwächen Ihrer Rede zu schwächen, denn zu den Stärken fällt mir nicht viel ein; nur eines: Es müsste Ihnen bei allen Schwächen und Stärken Ihrer Rede doch aufgefallen sein, dass wir in diesem Europa in jener Region der Welt sind, die seit fünf Jahren die größten wirtschaftlichen Schwierigkeiten hat.
Abg. Amon: Würden Sie lieber in China leben?
Wir leben in einer Region – jetzt rede ich nicht einmal von der Euro-Zone allein, reden wir nur von der EU (Abg. Amon: Würden Sie lieber in China leben?) –, die schon seit fünf Jahren stagniert und die auch 2013 stagnieren wird. (Abg. Amon: Würden Sie lieber in China leben?) Es gibt nirgends solche Probleme – nicht in Afrika, nicht in Nordamerika, nicht in Südamerika, und in Asien schon gar nicht, in Australien übrigens auch nicht (Abg. Amon: Würden Sie lieber dort leben?), in Ozeanien kenne ich auch kein Land, das solche Probleme hat –, und dafür muss es doch irgendwelche Gründe geben. (Abg. Amon: Würden Sie lieber dort leben? Afrika? China?) Interessanterweise spricht niemand diese Gründe an. (Ruf beim BZÖ: Das liegt an der Regierung!)
Abg. Amon: Würden Sie lieber in China leben?
Wir leben in einer Region – jetzt rede ich nicht einmal von der Euro-Zone allein, reden wir nur von der EU (Abg. Amon: Würden Sie lieber in China leben?) –, die schon seit fünf Jahren stagniert und die auch 2013 stagnieren wird. (Abg. Amon: Würden Sie lieber in China leben?) Es gibt nirgends solche Probleme – nicht in Afrika, nicht in Nordamerika, nicht in Südamerika, und in Asien schon gar nicht, in Australien übrigens auch nicht (Abg. Amon: Würden Sie lieber dort leben?), in Ozeanien kenne ich auch kein Land, das solche Probleme hat –, und dafür muss es doch irgendwelche Gründe geben. (Abg. Amon: Würden Sie lieber dort leben? Afrika? China?) Interessanterweise spricht niemand diese Gründe an. (Ruf beim BZÖ: Das liegt an der Regierung!)
Abg. Amon: Würden Sie lieber dort leben?
Wir leben in einer Region – jetzt rede ich nicht einmal von der Euro-Zone allein, reden wir nur von der EU (Abg. Amon: Würden Sie lieber in China leben?) –, die schon seit fünf Jahren stagniert und die auch 2013 stagnieren wird. (Abg. Amon: Würden Sie lieber in China leben?) Es gibt nirgends solche Probleme – nicht in Afrika, nicht in Nordamerika, nicht in Südamerika, und in Asien schon gar nicht, in Australien übrigens auch nicht (Abg. Amon: Würden Sie lieber dort leben?), in Ozeanien kenne ich auch kein Land, das solche Probleme hat –, und dafür muss es doch irgendwelche Gründe geben. (Abg. Amon: Würden Sie lieber dort leben? Afrika? China?) Interessanterweise spricht niemand diese Gründe an. (Ruf beim BZÖ: Das liegt an der Regierung!)
Abg. Amon: Würden Sie lieber dort leben? Afrika? China?
Wir leben in einer Region – jetzt rede ich nicht einmal von der Euro-Zone allein, reden wir nur von der EU (Abg. Amon: Würden Sie lieber in China leben?) –, die schon seit fünf Jahren stagniert und die auch 2013 stagnieren wird. (Abg. Amon: Würden Sie lieber in China leben?) Es gibt nirgends solche Probleme – nicht in Afrika, nicht in Nordamerika, nicht in Südamerika, und in Asien schon gar nicht, in Australien übrigens auch nicht (Abg. Amon: Würden Sie lieber dort leben?), in Ozeanien kenne ich auch kein Land, das solche Probleme hat –, und dafür muss es doch irgendwelche Gründe geben. (Abg. Amon: Würden Sie lieber dort leben? Afrika? China?) Interessanterweise spricht niemand diese Gründe an. (Ruf beim BZÖ: Das liegt an der Regierung!)
Ruf beim BZÖ: Das liegt an der Regierung!
Wir leben in einer Region – jetzt rede ich nicht einmal von der Euro-Zone allein, reden wir nur von der EU (Abg. Amon: Würden Sie lieber in China leben?) –, die schon seit fünf Jahren stagniert und die auch 2013 stagnieren wird. (Abg. Amon: Würden Sie lieber in China leben?) Es gibt nirgends solche Probleme – nicht in Afrika, nicht in Nordamerika, nicht in Südamerika, und in Asien schon gar nicht, in Australien übrigens auch nicht (Abg. Amon: Würden Sie lieber dort leben?), in Ozeanien kenne ich auch kein Land, das solche Probleme hat –, und dafür muss es doch irgendwelche Gründe geben. (Abg. Amon: Würden Sie lieber dort leben? Afrika? China?) Interessanterweise spricht niemand diese Gründe an. (Ruf beim BZÖ: Das liegt an der Regierung!)
Ruf bei der SPÖ: meinen Sie?
junkturprogramme. Anders als die Grünen akzeptiert Kollege Matznetter immerhin, dass derzeit kein Geld für Konjunkturprogramme da ist, daher: Steuern einheben. Kollege Amon findet, es sei im Prinzip ja alles in Ordnung, weil die Euro-Zone – soweit ich mich erinnern kann – 17 000 Arbeitsplätze pro Jahr bringe. Und die Zollformalitäten fallen auch weg, damit ist alles gut. Die Kollegin von der SPÖ hat gemeint (Ruf bei der SPÖ: meinen Sie?), das Wichtigste sei die Erhaltung unserer Sozialstandards, dann passiere auch nichts.
Beifall bei der FPÖ.
Eines habe ich aber nie gehört, etwas, das Sie in allen tiefgreifenden wirtschaftlichen Analysen hören, und das ist die Frage: Was hat die Euro-Zone mit dieser Krise zu tun? Warum sind die Länder im Süden, warum sind Griechenland, Spanien, Italien, Portugal und Co nicht in der Lage, sich von der Krise zu erholen? Warum? – Ich kenne kaum eine Analyse, die nicht zu folgendem Schluss kommt: weil sie die Euro-Zone nicht schaffen, weil sie in dieser Hartwährungszone nicht mitkönnen und weil sie es nicht schaffen, ihre Wettbewerbsfähigkeit wiederzuerlangen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Riepl
Ich frage mich aber auch, warum es nicht möglich ist, das Einwanderungsproblem in Europa zu thematisieren – und damit komme ich wieder zum Thema der Aktuellen Stunde zurück –, und warum das nur mit Hohn und Spott und mit Absurditäten kommentiert wird. Ich meine, es gibt in Europa nicht nur einen Sozialminister Hundstorfer, es gibt ja viele Hundstorfer in Europa, aber trotzdem hat sogar die Europäische Kommission ein Papier zum Thema Migration und Zukunft gemacht (Zwischenruf des Abg. Riepl), in dem das alles positiv dargestellt wird, wo man aber immerhin die Zahlen findet, die Minister Hundstorfer ja verweigert.
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Da möge mir doch bitte einer sagen, dass das keinen Einfluss auf die Arbeitslosigkeit, auf die Beschäftigungssituation, auf das Lohnniveau, auf die sozialen Umstände und den sozialen Frieden in Europa hat – vor allem angesichts dessen, was die Haupteinwanderungsländer sind. Sind das vielleicht Österreich, Deutschland oder Holland? – Nein, an erster Stelle steht Spanien, an zweiter Stelle Italien, an dritter Stelle Frankreich, an vierter Stelle Griechenland, und dann kommt Großbritannien. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Das kann mir doch niemand erzählen, dass das nicht völlig verrückt ist. Da ist doch alles aus dem Ruder gelaufen.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Ing. Lugar.
nicht religiös, sondern im Interesse der betroffenen Bürger zu betrachten. – Danke. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Ing. Lugar.)
Beifall bei den Grünen.
Auch in der Budgetgruppe, die Ihnen zum Thema Forschung und Entwicklung zugeteilt ist, gibt es einen Stillstand. Stillstand, meine Damen und Herren, das ist in diesem wichtigen Zukunftssektor Rückschritt. Wir brauchen mehr Investitionen für den Bereich Forschung und Entwicklung, für den Bereich Umweltschutz, sowohl in Österreich wie auch auf europäischer Ebene, und daran gilt es zu arbeiten. Es gilt, den Stillstand zu beenden und die Zukunft hier in dieser Form auch nachhaltig zu gestalten. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Grosz: Herr Präsident!
Die Jugendarbeitslosigkeit ist ein ganz besonderes Problem, an arbeitslosen Jugendlichen gibt es in etwa 6,5 Millionen. Ich bin mit meiner Heimatgemeinde eine Partnerschaft mit einer italienischen Gemeinde, Placanica in Kalabrien, eingegangen. Ich kann jedem nur sagen, sich so etwas vor Ort anzusehen: Wenn es eine Jugendarbeitslosigkeit von 50 Prozent und mehr gibt, dann sehen Sie, wie verzweifelt diese Menschen sind. Es gibt nichts sozial Schändlicheres, als Menschen Arbeit zu verweigern, daher muss alles getan werden, um Jobs zu schaffen. (Abg. Grosz: Herr Präsident!) Jobs schaffen, das geht nur über eine florierende Wirtschaft, und da gibt es natürlich auch entsprechende Maßnahmen. (Bundesminister Dr. Mitterlehner spricht mit dem an der Regierungsbank stehenden Abg. Dr. Pilz.)
Bundesminister Dr. Mitterlehner spricht mit dem an der Regierungsbank stehenden Abg. Dr. Pilz.
Die Jugendarbeitslosigkeit ist ein ganz besonderes Problem, an arbeitslosen Jugendlichen gibt es in etwa 6,5 Millionen. Ich bin mit meiner Heimatgemeinde eine Partnerschaft mit einer italienischen Gemeinde, Placanica in Kalabrien, eingegangen. Ich kann jedem nur sagen, sich so etwas vor Ort anzusehen: Wenn es eine Jugendarbeitslosigkeit von 50 Prozent und mehr gibt, dann sehen Sie, wie verzweifelt diese Menschen sind. Es gibt nichts sozial Schändlicheres, als Menschen Arbeit zu verweigern, daher muss alles getan werden, um Jobs zu schaffen. (Abg. Grosz: Herr Präsident!) Jobs schaffen, das geht nur über eine florierende Wirtschaft, und da gibt es natürlich auch entsprechende Maßnahmen. (Bundesminister Dr. Mitterlehner spricht mit dem an der Regierungsbank stehenden Abg. Dr. Pilz.)
Abg. Grosz: Ja, unterbrechen wir einfach! als Plenartourist wieder einmal da!
Im Unterschied zum Erstredner der ÖVP war der Wirtschaftsminister hier ja durchaus bereit, die Trends aufzuzählen, die als Negativtrends zu bezeichnen sind. – So, jetzt werden wir ein bisschen warten, bis Herr Pilz seine Informationen hat. (Abg. Grosz: Ja, unterbrechen wir einfach! als Plenartourist wieder einmal da!) Geht es schon? (Abg. Dr. Pilz – zu seinem Sitzplatz zurückkehrend –: Ja, ja, geht schon!) – Na, ist ja alles in Ordnung. Peter Pilz holt sich einen Ratschlag beim Wirtschaftsminister.
Abg. Dr. Pilz – zu seinem Sitzplatz zurückkehrend –: Ja, ja, geht schon!
Im Unterschied zum Erstredner der ÖVP war der Wirtschaftsminister hier ja durchaus bereit, die Trends aufzuzählen, die als Negativtrends zu bezeichnen sind. – So, jetzt werden wir ein bisschen warten, bis Herr Pilz seine Informationen hat. (Abg. Grosz: Ja, unterbrechen wir einfach! als Plenartourist wieder einmal da!) Geht es schon? (Abg. Dr. Pilz – zu seinem Sitzplatz zurückkehrend –: Ja, ja, geht schon!) – Na, ist ja alles in Ordnung. Peter Pilz holt sich einen Ratschlag beim Wirtschaftsminister.
Beifall beim BZÖ.
Herr Minister, da gibt es wahnsinnig viel zu tun. Das war nur ein kleiner Ausschnitt von Maßnahmen. Schade, dass die ÖVP heute nicht Manns genug war, hier weitere Maßnahmen anzukündigen, die sie noch vorhat. Die Wirtschaft hat keine Zeit. Besser heute als morgen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Dritter Punkt: Frau Kollegin Oberhauser – sie ist gerade nicht anwesend, macht aber nichts, es wird ihr sicher ausgerichtet werden –, Sie sagen, in der Form wird auf Kosten der Arbeitnehmer nichts umstrukturiert. Da sage ich Ihnen: weil die Kosten dort so gestiegen sind, das ist schon richtig. Schauen Sie sich nur zum Beispiel die Gebühren in Wien an: 30 Prozent Gebührensteigerung in Wien! Darauf sollten Sie Ihre Energie beim Gewerkschaftskongress hinwenden, nicht auf die Wirtschaft! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
bei uns: in Richtung Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, Stärkung der Betriebe und nicht Umverteilung und andere Maßnahmen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ, auch ein paar Worte an Sie gerichtet! Der ÖGB erweist aber Ihrer Partei und auch dem Parlament und den Österreicherinnen und Österreichern einen Bärendienst, wenn er ein Belastungspaket in Milliardenhöhe als Entlastungspaket vorschlägt und auch die Vermögensteuer wieder anspricht beziehungsweise sie wieder einführen will, die ungerecht ist, die eine Enteignungssteuer ist und die absolut abzulehnen ist. Gott sei Dank haben Sie auch hier keinen Partner im derzeitigen Koalitionspartner, was diese Vermögensteuer betrifft. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte hier unser Modell der Mitarbeiterbeteiligung aufs Tapet bringen. Wir wollen Klein- und Mittelbetriebe entlasten – einerseits entlasten, damit es keine Kammerzwangsmitgliedschaft und keine Zwangsgebühren gibt. Die Mitgliedschaft soll auf freiwilliger Basis erfolgen; wenn die Kammern etwas leisten, dann zahlen die Menschen ja auch gerne etwas dafür. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte abschließend den handelnden Personen noch ein Zitat mit auf den Weg geben, ein Zitat von Johann Heinrich Pestalozzi, und darf Sie bitten, dass Sie sich dieses zu Herzen nehmen und auch gut zuhören: „Der Mensch vermag unendlich viel, wenn er nur will.“ – Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Herr Präsident! Herzlich willkommen, meine sehr geehrten Damen und Herren – ganz besonders die Gäste aus der Steiermark! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Abg. Kopf: Von der Opposition aber!
Scheingefechte werden hier im Hohen Haus geführt. (Abg. Kopf: Von der Opposition aber!)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von Rot und Schwarz, das müssen Sie uns jetzt schon einmal erklären, welche Scheingefechte da gefochten werden. Wir haben von Anfang an nur ein ehrliches Ansinnen vonseiten des BZÖ gehabt: Steuergelder sind für Spekulanten in diesem Land unantastbar. Mit dem Spekulieren gehört endlich einmal Schluss gemacht. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.
Wir vom BZÖ wollen ein Spekulationsverbot in der Verfassung festgeschrieben haben. Wir wollen einheitliche Spielregeln für alle, die in Österreich mit Steuergeldern hantieren. Es sind hart verdiente Steuermilliarden, die da von den Arbeitnehmerinnern und Arbeitnehmern, von den Unternehmern in unserem Land im Umlauf sind. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim BZÖ.
Jetzt beherzigen Sie das einmal! Ich hoffe, dass Kollege Cap hier endlich eine Klarstellung trifft. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Bucher: Klartext!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Eine bisschen intelligentere Oppositionspolitik kann man schon machen, Herr Klubobmann, denn Sie wissen ganz genau, wie die Verhandlungslinien hier im Haus laufen. (Abg. Bucher: Klartext!) Sie wissen ganz genau, dass das, was SPÖ und ÖVP vorgeschlagen haben, letztlich auch die Zustimmung des Rechnungshofpräsidenten gefunden hat. (Abg. Grosz: Von den eigenen Landeshauptleuten torpediert! Von Pröll und Häupl!) Und das ist eine Zustimmung, die uns deswegen sehr wichtig ist, weil sich der Rechnungshofpräsident und der Rechnungshof hier immer in die Debatte eingebracht und Vorschläge präsentiert haben, wir diese Vorschläge aufgegriffen haben, verbunden mit dem Ziel, dass wir eben, Respekt gegenüber den Steuergeldern zollend, eine Regelung finden, die für ganz Österreich von Bedeutung ist und die auch in den Ländern einzuhalten ist. (Abg. Bucher: Wie interpretieren Sie den Herrn Wallner? – Abg. Grosz: Klassische Abwehrhaltung!)
Abg. Grosz: Von den eigenen Landeshauptleuten torpediert! Von Pröll und Häupl!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Eine bisschen intelligentere Oppositionspolitik kann man schon machen, Herr Klubobmann, denn Sie wissen ganz genau, wie die Verhandlungslinien hier im Haus laufen. (Abg. Bucher: Klartext!) Sie wissen ganz genau, dass das, was SPÖ und ÖVP vorgeschlagen haben, letztlich auch die Zustimmung des Rechnungshofpräsidenten gefunden hat. (Abg. Grosz: Von den eigenen Landeshauptleuten torpediert! Von Pröll und Häupl!) Und das ist eine Zustimmung, die uns deswegen sehr wichtig ist, weil sich der Rechnungshofpräsident und der Rechnungshof hier immer in die Debatte eingebracht und Vorschläge präsentiert haben, wir diese Vorschläge aufgegriffen haben, verbunden mit dem Ziel, dass wir eben, Respekt gegenüber den Steuergeldern zollend, eine Regelung finden, die für ganz Österreich von Bedeutung ist und die auch in den Ländern einzuhalten ist. (Abg. Bucher: Wie interpretieren Sie den Herrn Wallner? – Abg. Grosz: Klassische Abwehrhaltung!)
Abg. Bucher: Wie interpretieren Sie den Herrn Wallner? – Abg. Grosz: Klassische Abwehrhaltung!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Eine bisschen intelligentere Oppositionspolitik kann man schon machen, Herr Klubobmann, denn Sie wissen ganz genau, wie die Verhandlungslinien hier im Haus laufen. (Abg. Bucher: Klartext!) Sie wissen ganz genau, dass das, was SPÖ und ÖVP vorgeschlagen haben, letztlich auch die Zustimmung des Rechnungshofpräsidenten gefunden hat. (Abg. Grosz: Von den eigenen Landeshauptleuten torpediert! Von Pröll und Häupl!) Und das ist eine Zustimmung, die uns deswegen sehr wichtig ist, weil sich der Rechnungshofpräsident und der Rechnungshof hier immer in die Debatte eingebracht und Vorschläge präsentiert haben, wir diese Vorschläge aufgegriffen haben, verbunden mit dem Ziel, dass wir eben, Respekt gegenüber den Steuergeldern zollend, eine Regelung finden, die für ganz Österreich von Bedeutung ist und die auch in den Ländern einzuhalten ist. (Abg. Bucher: Wie interpretieren Sie den Herrn Wallner? – Abg. Grosz: Klassische Abwehrhaltung!)
Abg. Mag. Kogler: „Geblödel“?!
Da geht es um eine einheitliche Buchhaltung, da geht es um ein neues Haushaltsrecht. Schauen Sie, ich brauche mir ja nur das Geblödel da in Ihren Reihen anzuschauen. Sie nehmen das gar nicht ernst. Das ist die Wahrheit. (Abg. Mag. Kogler: „Geblödel“?!)
Abg. Grosz: Ihre Landeshauptleute torpedieren das!
Nein, die Grünen habe ich nicht gemeint. Ich war jetzt gerade beim BZÖ angesiedelt. Sie sollten das ernster nehmen. (Abg. Grosz: Ihre Landeshauptleute torpedieren das!) Ja, Sie sollten das ernster nehmen. Das ist für uns auch deswegen wichtig, weil es ja Beispiele gibt, die sich nicht wiederholen sollen, und weil der Steuerzahler und die Steuerzahlerin zu Recht sagen: Das soll sich nicht wiederholen, da soll es klare Regeln geben.
Zwischenruf des Abg. Bucher. – Abg. Grosz: Warum tun Sie nichts?
Und wir sind für klare Regeln. Wir glauben, dass der Nationalrat berufen ist, hier auch Schritte zu setzen, damit es diese klaren Regeln gibt (Zwischenruf des Abg. Bucher. – Abg. Grosz: Warum tun Sie nichts?), aber, wie Sie genau wissen, wir brauchen für eine Bestimmung, die für die Länder wirklich gilt, hier herinnen eine Zweidrittelmehrheit.
Abg. Mag. Kogler: Die dürfen auch gescheiter werden!
Die Freiheitlichen waren ja knapp davor, zuzustimmen. Der freiheitliche Verhandlungsabgeordnete hat dem schon zugestimmt. (Abg. Mag. Kogler: Die dürfen auch gescheiter werden!) Dann ist man wieder davon abgerückt. Und jetzt frage ich mich, wieso die Freiheitlichen nicht zustimmen, denn das wäre die Zweidrittelmehrheit.
Abg. Mag. Kogler: Nein!
Von den Grünen rede ich nicht, denn sie haben sich auf irgendeine Position zurückzogen, die hier keine Rolle spielen soll, weil sie keine Lust haben, hier mitzustimmen; denen scheint es kein besonderes Anliegen zu sein, dass man hier Anti-Spekulationsregelungen findet. (Abg. Mag. Kogler: Nein!) – Kollege Kogler, Sie können sich dann darüber auslassen, aber komisch, dass Sie sich nicht für ernsthafte Verhandlungen darüber anbieten. (Abg. Mag. Kogler: Das Thema haben wir der Burgstaller überlassen!)
Abg. Mag. Kogler: Das Thema haben wir der Burgstaller überlassen!
Von den Grünen rede ich nicht, denn sie haben sich auf irgendeine Position zurückzogen, die hier keine Rolle spielen soll, weil sie keine Lust haben, hier mitzustimmen; denen scheint es kein besonderes Anliegen zu sein, dass man hier Anti-Spekulationsregelungen findet. (Abg. Mag. Kogler: Nein!) – Kollege Kogler, Sie können sich dann darüber auslassen, aber komisch, dass Sie sich nicht für ernsthafte Verhandlungen darüber anbieten. (Abg. Mag. Kogler: Das Thema haben wir der Burgstaller überlassen!)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler
Um diese Punkte geht es, und ich finde, die Bürgerin/der Bürger hat das Recht, das zu erfahren. – Danke, dass es diese Einwendungsdebatte gibt (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler), jawohl, so können wir das noch einmal darstellen.
Beifall bei der SPÖ.
An die Redner nach mir möchte ich den Appell richten – Sie kommen ohnehin gleich dran –, sich dazu zu äußern. Sie müssen dann erklären, draußen und auch hier herinnen, über die Medien, Fernsehen oder was auch immer, warum Sie da nicht mitmachen – anscheinend, weil Sie halt irgendeine Wahlkampfmunition brauchen –; oder es gibt eine Änderung, aber dann erklären Sie das hier bitte, damit wir das endlich gemeinsam beschließen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Wir haben ja schriftlich konkrete Lösungsvorschläge gemacht. Man muss natürlich darüber debattieren, welcher der Begriffe – „risikoavers“ oder „mündelsicher“ – der bessere ist. Wir meinen, mündelsicher wäre der richtige (Beifall bei der FPÖ), damit nicht Spekulationslöcher und Interpretationsmöglichkeiten aufgemacht werden. Aber dagegen sperren Sie vonseiten der SPÖ und der ÖVP sich, natürlich auch die Landeshauptleute, weil es unangenehm ist, wenn das mit so klaren Begrifflichkeiten gesetzlich festgelegt ist.
Beifall bei der FPÖ
Was wir nicht wollen, ist der zweite Teil, § 17, wo statt des Spekulationsverbots das Spekulationsloch eröffnet wird (Beifall bei der FPÖ), nämlich durch die Hintertüre eines Ermächtigungsgesetzes. Und Sie suchen hier einen billigen Jakob, der Rot und Schwarz mit einer Verfassungsmehrheit die Möglichkeit bietet, in Zukunft alles mit einfacher Mehrheit dahingehend durchzupeitschen, dass Sie und die Landeshauptleute bei den Artikel-15a-Vereinbarungen dann die Interpretationshoheit haben, was Spekulation ist und was nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was wir nicht wollen, ist der zweite Teil, § 17, wo statt des Spekulationsverbots das Spekulationsloch eröffnet wird (Beifall bei der FPÖ), nämlich durch die Hintertüre eines Ermächtigungsgesetzes. Und Sie suchen hier einen billigen Jakob, der Rot und Schwarz mit einer Verfassungsmehrheit die Möglichkeit bietet, in Zukunft alles mit einfacher Mehrheit dahingehend durchzupeitschen, dass Sie und die Landeshauptleute bei den Artikel-15a-Vereinbarungen dann die Interpretationshoheit haben, was Spekulation ist und was nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Natürlich will ich nicht haben, dass dem Beispiel der Wiener SPÖ Folge geleistet wird, wo öffentliche Steuergelder und Verantwortungsbereiche in Holdings ausgelagert werden, der Rechnungshof gar nichts kontrollieren kann und dort dann munter weiterspekuliert wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sich dann, wie Landeshauptleute das teilweise tun, herzustellen und von einer Blockade zu sprechen, die von Herrn Landeshauptmann Wallner in Richtung der SPÖ festgemacht wird, von anderen in Richtung Opposition geschoben wird, ist im wahrsten Sinne des Wortes unehrlich und auch eine Frechheit, wenn man glaubt, die Bürger da für dumm verkaufen zu können. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Genau darum geht es. Das ist die Verantwortung, die alle Oppositionsparteien hier im Hohen Haus ernsthaft und verantwortungsbewusst leben. Sie aber versuchen immer wieder, sich durchzuturnen und das mittels Ihrer Rhetorik anders darzustellen. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ.
Um genau diese Punkte geht es, das haben wir Ihnen geschrieben: § 16 können wir sofort beschließen, aber, wie gesagt, das Ermächtigungsgesetz für § 17 in dieser Form mit Sicherheit nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Es ist noch keines!
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Wir hatten die gleiche Debatte vor ziemlich genau einem Monat. Herr Klubobmann Bucher, hier gilt offenbar die Parole: Wegen Erfolglosigkeit prolongiert! – Es wird auch heute kein Erfolg sein, denn Sie können niemandem weismachen, dass hier kein Spekulationsverbot beschlossen werden wird. Sie wissen es! (Abg. Mag. Kogler: Es ist noch keines!)
Abg. Mag. Kogler: Sie beschließen eine Lizenz zum Spekulieren! Verstehen Sie das nicht?
Die Regierung hat nach dem Salzburger Skandal sofort reagiert. Bereits im Jänner hat es die Vereinbarung zwischen Bund, Ländern, Gemeinde- und Städtebund mit ganz wichtigen Grundsätzen gegeben. Das wissen Sie alle ohnehin. (Abg. Mag. Kogler: Sie beschließen eine Lizenz zum Spekulieren! Verstehen Sie das nicht?)
Abg. Mag. Kogler: Sie sind der Obmann des Finanzausschusses, Sie müssen es wissen! Lizenz zum Spekulieren!
Sie glauben, Sie müssen, nur weil Vorwahlzeit ist, hier ein Spektakel aufführen. Ich zitiere Häupl (Abg. Mag. Kogler: Sie sind der Obmann des Finanzausschusses, Sie müssen es wissen! Lizenz zum Spekulieren!), Häupl hat einmal gesagt: Vorwahlzeiten sind Zeiten fokussierter Unintelligenz!
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Herr Kollege Kogler, Sie wissen, ich schätze Sie – ich habe das immer gesagt –, aber Ihr Verhalten in dieser Frage ist völlig unverständlich. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Mag. Kogler: Was ist mit dem Wallner?
Ich glaube, Sie sitzen – auch Sie, Herr Klubobmann Strache – in der Rechnungshof-Falle. (Abg. Mag. Kogler: Was ist mit dem Wallner?) Ich meine damit Folgendes: Wenn der Rechnungshof oft zu Recht die Regierung kritisiert, sind Sie voll auf der Linie des Rechnungshofes und sind dankbar dafür, dass Ihnen der Rechnungshof Argumente liefert. Wenn der Rechnungshof aber – wie in diesem Fall – aufseiten der Regierungsparteien ist, sagen Sie: Nein, das alles ist zu wenig, der Rechnungshof sollte viel mehr kontrollieren! (Abg. Strache: Beim § 17 gibt es auch dort die Kritikpunkte!)
Abg. Strache: Beim § 17 gibt es auch dort die Kritikpunkte!
Ich glaube, Sie sitzen – auch Sie, Herr Klubobmann Strache – in der Rechnungshof-Falle. (Abg. Mag. Kogler: Was ist mit dem Wallner?) Ich meine damit Folgendes: Wenn der Rechnungshof oft zu Recht die Regierung kritisiert, sind Sie voll auf der Linie des Rechnungshofes und sind dankbar dafür, dass Ihnen der Rechnungshof Argumente liefert. Wenn der Rechnungshof aber – wie in diesem Fall – aufseiten der Regierungsparteien ist, sagen Sie: Nein, das alles ist zu wenig, der Rechnungshof sollte viel mehr kontrollieren! (Abg. Strache: Beim § 17 gibt es auch dort die Kritikpunkte!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Hübner.
Sie müssen sich entscheiden: Erkennen Sie den Rechnungshof als oberste Autorität und Kontrollbehörde an, ja oder nein? (Zwischenruf des Abg. Dr. Hübner.) Aber das Rosinen-Prinzip anzuwenden und zu sagen: Wenn es uns passt, wenn der Rechnungshof die Regierung kritisiert, dann sagen wir, der Rechnungshof hat recht, wenn er aber der Regierung recht gibt, sagen wir, er hat nicht recht!, das geht nicht. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das stimmt ja so nicht!) Sie sitzen in der Falle, Herr Klubobmann Strache und Herr Klubobmann Bucher. (Abg. Strache: Wer hat denn das behauptet?) Das ist die Rechnungshof-Falle! (Abg. Strache: Wer hätte das behauptet?)
Abg. Dr. Rosenkranz: Das stimmt ja so nicht!
Sie müssen sich entscheiden: Erkennen Sie den Rechnungshof als oberste Autorität und Kontrollbehörde an, ja oder nein? (Zwischenruf des Abg. Dr. Hübner.) Aber das Rosinen-Prinzip anzuwenden und zu sagen: Wenn es uns passt, wenn der Rechnungshof die Regierung kritisiert, dann sagen wir, der Rechnungshof hat recht, wenn er aber der Regierung recht gibt, sagen wir, er hat nicht recht!, das geht nicht. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das stimmt ja so nicht!) Sie sitzen in der Falle, Herr Klubobmann Strache und Herr Klubobmann Bucher. (Abg. Strache: Wer hat denn das behauptet?) Das ist die Rechnungshof-Falle! (Abg. Strache: Wer hätte das behauptet?)
Abg. Strache: Wer hat denn das behauptet?
Sie müssen sich entscheiden: Erkennen Sie den Rechnungshof als oberste Autorität und Kontrollbehörde an, ja oder nein? (Zwischenruf des Abg. Dr. Hübner.) Aber das Rosinen-Prinzip anzuwenden und zu sagen: Wenn es uns passt, wenn der Rechnungshof die Regierung kritisiert, dann sagen wir, der Rechnungshof hat recht, wenn er aber der Regierung recht gibt, sagen wir, er hat nicht recht!, das geht nicht. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das stimmt ja so nicht!) Sie sitzen in der Falle, Herr Klubobmann Strache und Herr Klubobmann Bucher. (Abg. Strache: Wer hat denn das behauptet?) Das ist die Rechnungshof-Falle! (Abg. Strache: Wer hätte das behauptet?)
Abg. Strache: Wer hätte das behauptet?
Sie müssen sich entscheiden: Erkennen Sie den Rechnungshof als oberste Autorität und Kontrollbehörde an, ja oder nein? (Zwischenruf des Abg. Dr. Hübner.) Aber das Rosinen-Prinzip anzuwenden und zu sagen: Wenn es uns passt, wenn der Rechnungshof die Regierung kritisiert, dann sagen wir, der Rechnungshof hat recht, wenn er aber der Regierung recht gibt, sagen wir, er hat nicht recht!, das geht nicht. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das stimmt ja so nicht!) Sie sitzen in der Falle, Herr Klubobmann Strache und Herr Klubobmann Bucher. (Abg. Strache: Wer hat denn das behauptet?) Das ist die Rechnungshof-Falle! (Abg. Strache: Wer hätte das behauptet?)
Abg. Strache: Ja Sie haben es gerade behauptet!
Wer das behauptet hat? (Abg. Strache: Ja Sie haben es gerade behauptet!) – Tun Sie nicht so! Sie haben ein Gespräch mit Rechnungshofpräsidenten Dr. Moser geführt. Er war bei unseren Fraktionsführersitzungen dabei und hat gesagt: Ja, das ist ein gangbarer Weg. (Abg. Strache: Der sagt ja, dass genau der § 17 !) Und Sie erklären hier, der Rechnungshof könne nicht prüfen und so weiter. – Der Rechnungshof kann sehr wohl prüfen!
Abg. Strache: Der sagt ja, dass genau der § 17 !
Wer das behauptet hat? (Abg. Strache: Ja Sie haben es gerade behauptet!) – Tun Sie nicht so! Sie haben ein Gespräch mit Rechnungshofpräsidenten Dr. Moser geführt. Er war bei unseren Fraktionsführersitzungen dabei und hat gesagt: Ja, das ist ein gangbarer Weg. (Abg. Strache: Der sagt ja, dass genau der § 17 !) Und Sie erklären hier, der Rechnungshof könne nicht prüfen und so weiter. – Der Rechnungshof kann sehr wohl prüfen!
Abg. Bucher: Prüfen tut er jetzt auch schon!
Bleiben wir bei den Fakten! Die Vereinbarung zwischen dem Bund, den Ländern und Gemeinden legt vier wichtige Grundsätze fest, die wir bisher nicht hatten. (Abg. Bucher: Prüfen tut er jetzt auch schon!)
Abg. Mag. Kogler: Nur nicht in Niederösterreich!
Erster Grundsatz: Es ist risikoavers vorzugehen. – Was heißt risikoavers? – Das heißt, jedes vermeidbare Risiko ist zu unterlassen. Eine völlig klare Aussage! (Abg. Mag. Kogler: Nur nicht in Niederösterreich!)
Abg. Mag. Kogler: Das steht ja gar nicht dort!
Herr Klubobmann Strache, Sie haben gesagt, Ihre Vorschläge (Abg. Mag. Kogler: Das steht ja gar nicht dort!) – quatschen Sie nicht ständig drein! – wurden nicht akzeptiert. – Wir haben hier im Haus eine Regierungsvorlage gehabt, da haben Ihre Vertreter zu Recht gesagt, da fehlt einiges. Wir haben akzeptiert, dass die Regierungsvorlage geändert wurde, dass hineingeschrieben wurde – im Ausschuss haben wir das gemacht –: keine Kreditaufnahmen zum Zwecke der Veranlagung. – Das war eine Forderung der Opposition und wurde von der Regierung voll erfüllt.
Abg. Bucher: Das ist aber das Mindeste, bitte!
Dann haben Sie gesagt: Aber Derivatgeschäfte gehörten eigentlich auch verboten. – Auch das haben wir aufgenommen: keine Derivatgeschäfte ohne Grundgeschäft. (Abg. Bucher: Das ist aber das Mindeste, bitte!)
Abg. Strache: Alle nicht! Teilweise erfüllt! Alle nicht!
Drei wichtige Forderungen, wir haben alle erfüllt, da wir das Spekulationsverbot haben wollen. (Abg. Strache: Alle nicht! Teilweise erfüllt! Alle nicht!) Herr Kollege Strache, Herr Kollege Bucher, wenn Sie es jetzt blockieren, geht die Entwicklung jedoch am Parlament vorbei: Wien hat es vor zwei Wochen schon beschlossen. Die haben gesagt: Wir wollen ein Spekulationsverbot in der Landesverfassung haben!, und haben es im Landtag beschlossen. Morgen wird es in Niederösterreich beschlossen. Und wir stehen jetzt da und sagen: Weil Vorwahlzeit ist, bekommen wir halt die Zustimmung der Opposition nicht!
Abg. Bucher: Geben wir es auf die Tagesordnung!
Wir werden uns bis zum letzten Tag bemühen. (Abg. Bucher: Geben wir es auf die Tagesordnung!) Herr Klubobmann Strache, ich habe heute mit Ihren beiden Verhandlern gesprochen. Wir werden bis zum letzten Augenblick alle Chancen wahrnehmen, zu einer Verfassungsbestimmung zu kommen, aber zwingen können wir Sie natürlich nicht. (Abg. Bucher: Ihr müsst es auf die Tagesordnung geben!) Ich weiß, Sie glauben, Sie können im Vorwahlkampf politisches Kapital daraus schlagen. (Abg. Strache: Gehen Sie auf die Vorschläge ein, optimieren Sie es!) Ich kann Sie nicht zwingen, ich kann nur sagen, ich bin mit Ihren Verhandlern in bestem Kontakt, wir haben einen wirklich guten Kontakt, sind sehr konstruktiv, und wir geben die Hoffnung nicht auf, wir wollen ein Verfassungsgesetz. Aber, noch einmal, Sie oder die Grünen müssen mitmachen – das BZÖ ist leider, Herr Klubobmann Bucher, zu wenig.
Abg. Bucher: Ihr müsst es auf die Tagesordnung geben!
Wir werden uns bis zum letzten Tag bemühen. (Abg. Bucher: Geben wir es auf die Tagesordnung!) Herr Klubobmann Strache, ich habe heute mit Ihren beiden Verhandlern gesprochen. Wir werden bis zum letzten Augenblick alle Chancen wahrnehmen, zu einer Verfassungsbestimmung zu kommen, aber zwingen können wir Sie natürlich nicht. (Abg. Bucher: Ihr müsst es auf die Tagesordnung geben!) Ich weiß, Sie glauben, Sie können im Vorwahlkampf politisches Kapital daraus schlagen. (Abg. Strache: Gehen Sie auf die Vorschläge ein, optimieren Sie es!) Ich kann Sie nicht zwingen, ich kann nur sagen, ich bin mit Ihren Verhandlern in bestem Kontakt, wir haben einen wirklich guten Kontakt, sind sehr konstruktiv, und wir geben die Hoffnung nicht auf, wir wollen ein Verfassungsgesetz. Aber, noch einmal, Sie oder die Grünen müssen mitmachen – das BZÖ ist leider, Herr Klubobmann Bucher, zu wenig.
Abg. Strache: Gehen Sie auf die Vorschläge ein, optimieren Sie es!
Wir werden uns bis zum letzten Tag bemühen. (Abg. Bucher: Geben wir es auf die Tagesordnung!) Herr Klubobmann Strache, ich habe heute mit Ihren beiden Verhandlern gesprochen. Wir werden bis zum letzten Augenblick alle Chancen wahrnehmen, zu einer Verfassungsbestimmung zu kommen, aber zwingen können wir Sie natürlich nicht. (Abg. Bucher: Ihr müsst es auf die Tagesordnung geben!) Ich weiß, Sie glauben, Sie können im Vorwahlkampf politisches Kapital daraus schlagen. (Abg. Strache: Gehen Sie auf die Vorschläge ein, optimieren Sie es!) Ich kann Sie nicht zwingen, ich kann nur sagen, ich bin mit Ihren Verhandlern in bestem Kontakt, wir haben einen wirklich guten Kontakt, sind sehr konstruktiv, und wir geben die Hoffnung nicht auf, wir wollen ein Verfassungsgesetz. Aber, noch einmal, Sie oder die Grünen müssen mitmachen – das BZÖ ist leider, Herr Klubobmann Bucher, zu wenig.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Cap. – Abg. Strache: Beschließen wir § 16!
Wir wollen es wirklich haben. Aber – noch einmal – wenn Sie glauben, Sie können die Regierung da in die Enge treiben, dann kann ich nur sagen: Im Grunde genommen sitzen Sie in der Rechnungshof-Falle, denn der Rechnungshof sagt: Ja, das ist ein gangbarer Weg! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Cap. – Abg. Strache: Beschließen wir § 16!)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Sie wollen hier – Sie streuen da der Bevölkerung Sand in die Augen – erst recht die Möglichkeit beschließen, an einigen Stellen zu spekulieren, tun aber so, als ob es anders wäre. Und das ist der Grund dafür, dass es hier Widerstand gibt. (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.
Jetzt kommen wir einmal zum Kern der Sache: Wir haben hier das von Ihnen so bezeichnete Spekulationsverbot mit diesem komplizierten Artikel-15a-Gebilde, das am Schluss immer nur Unglück und noch nie etwas Gutes gebracht hat. Aber sei’s drum, wenn es inhaltlich passen würde, könnte man sich ja noch anschließen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.)
Abg. Strache: Der Rest bleibt möglich!
Sie verbieten mit dieser Artikel-15a-Vereinbarung das, was ohnehin keiner mehr machen wird: Kreditaufnahme zur Wiederveranlagung. Das wird jetzt verboten. Okay, besser es steht drinnen als nicht – meinetwegen. Das Selbstverständliche wird verboten (Abg. Strache: Der Rest bleibt möglich!), so weit, so gut, so weit, so irrelevant. Aber dort, wo es relevant wird, gibt es kein Verbot, dort, wo es relevant wird, dürfen die Länder weiterhin selbst definieren, was ein Risiko ist. Das wird jetzt in Salzburg sehr gut sein, das wird in Kärnten sehr gut sein, das wird in Tirol viel besser werden, und das ist in Oberösterreich schon immer gut gewesen. (Beifall bei den Grünen.) Aber warum sollten wir hier dem niederösterreichischen Landeshauptmann eine Lizenz zum Spekulieren geben, noch dazu mit einem Verfassungstitel?
Beifall bei den Grünen.
Sie verbieten mit dieser Artikel-15a-Vereinbarung das, was ohnehin keiner mehr machen wird: Kreditaufnahme zur Wiederveranlagung. Das wird jetzt verboten. Okay, besser es steht drinnen als nicht – meinetwegen. Das Selbstverständliche wird verboten (Abg. Strache: Der Rest bleibt möglich!), so weit, so gut, so weit, so irrelevant. Aber dort, wo es relevant wird, gibt es kein Verbot, dort, wo es relevant wird, dürfen die Länder weiterhin selbst definieren, was ein Risiko ist. Das wird jetzt in Salzburg sehr gut sein, das wird in Kärnten sehr gut sein, das wird in Tirol viel besser werden, und das ist in Oberösterreich schon immer gut gewesen. (Beifall bei den Grünen.) Aber warum sollten wir hier dem niederösterreichischen Landeshauptmann eine Lizenz zum Spekulieren geben, noch dazu mit einem Verfassungstitel?
Abg. Strache: Aber in Wien ist das leider nicht optimal, Herr Kogler!
Ah, jetzt wird Kollege Cap wach. Er hat ja eine Begründung eingefordert, jetzt schaut er! Genau. Sie sind in Tateinheit letztlich übrig geblieben (Abg. Strache: Aber in Wien ist das leider nicht optimal, Herr Kogler!), wenn Sie das dort so zulassen, denn wenn jedes Land zum Schluss selbst definiert, was Risiko ist, und nur die Kreditaufnahme verboten ist, passiert Folgendes – reine Fiktion; malen wir uns das aus –:
Abg. Dr. Rosenkranz: So ist es!
Mit diesem Verfassungsgesetz, das Sie hier beschließen wollen, und mit der Artikel-15a-Vereinbarung wäre das weiter möglich! (Abg. Dr. Rosenkranz: So ist es!) Pröll definiert selbst weiter, was Risiko ist und was nicht! (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Mit diesem Verfassungsgesetz, das Sie hier beschließen wollen, und mit der Artikel-15a-Vereinbarung wäre das weiter möglich! (Abg. Dr. Rosenkranz: So ist es!) Pröll definiert selbst weiter, was Risiko ist und was nicht! (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.
Aber wir werden selbst noch einmal verhandeln. (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.) Und ich sage Ihnen: Viele Ihrer Landeshauptleute sind vernünftiger, als Sie es hier darstellen; das dürfen wir gerade erfahren. Auf diesem Weg werden wir es lösen. Stimmen Sie zum Schluss einfach zu und halten Sie sich vorher heraus, denn in Wirklichkeit haben Sie das jetzt alles verpfuscht! (Beifall bei Grünen und BZÖ sowie des Abg. Strache.)
Beifall bei Grünen und BZÖ sowie des Abg. Strache.
Aber wir werden selbst noch einmal verhandeln. (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.) Und ich sage Ihnen: Viele Ihrer Landeshauptleute sind vernünftiger, als Sie es hier darstellen; das dürfen wir gerade erfahren. Auf diesem Weg werden wir es lösen. Stimmen Sie zum Schluss einfach zu und halten Sie sich vorher heraus, denn in Wirklichkeit haben Sie das jetzt alles verpfuscht! (Beifall bei Grünen und BZÖ sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.
Sie zitieren hier den Rechnungshofpräsidenten und sagen, dass er wohl oder übel zugestimmt hat. Das hat auch einen Hintergrund. Der Hintergrund ist, dass ganz bewusst die Rute ins Fenster gestellt wird, so nach dem Motto: Wenn der Rechnungshof weiter so genau hinsieht, dann wird man sich bei den Unterstützungen etwas überlegen. Das ist aus meiner Sicht sehr undemokratisch. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.
Das wird hier auch nicht funktionieren. Es wird doch niemals geschehen, dass die Länder sich selbst beschränken. Wer glaubt denn das hier? Wer glaubt denn, dass die Länder zu uns kommen und sagen: Bitte nehmt uns die Möglichkeit, unser Budget aufzufetten? Das wird doch nicht geschehen! Die einzige Möglichkeit ist, dass wir den Ländern das mit einem Verfassungsgesetz aufzwingen. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.) Aber dazu sind Sie nicht bereit. Sie sind nicht dazu bereit, weil die Landeshäuptlinge so stark sind und hier hereinregieren.
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Deshalb: Streuen Sie uns keinen Sand in die Augen! Versuchen Sie nicht, etwas mit einem Placebo zu erreichen, sondern machen Sie ein ordentliches Gesetz! Binden Sie vor allem den Rechnungshofpräsidenten ein, denn er weiß, wovon er spricht! – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.
Dann fällt der Regierung nichts Besseres ein, als dass Kollege Cap meint, die Opposition wäre unintelligent. Kollege Klubobmann Kopf meint, wir sollten das wegen Erfolglosigkeit einstellen. Unintelligent ist die Regierung, die nicht arbeitet. Erfolglos ist die Regierung der ÖVP und der SPÖ, die das Thema nicht endlich abhandelt. (Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.) Die Menschen wollen, dass man Fakten schafft, dass man ein echtes Spekulationsverbot umsetzt. Kollege Auer! Das machen Sie nicht. Das verweigern Sie uns. Sie machen das auf vielen Ebenen, und die Menschen verstehen das nicht.
Präsident Neugebauer räuspert sich.
Sie sind nicht nur hier erfolglos. Sie blubbern seitens der ÖVP jetzt im Vorwahlkampf auch von Steuersenkung. Die SPÖ meint, das Wohnen muss billiger werden. Wo sind denn Ihre konkreten Anträge? Wo sind die Umsetzungen? Sie machen den Menschen ein X für ein U vor und belügen sie. (Präsident Neugebauer räuspert sich.) – Herr Präsident, ich habe es gehört. Sie setzen sich einfach nicht durch. Sie sind in Wirklichkeit Ankündigungsriesen, aber Umsetzungszwerge. Sie bringen nichts zustande.
Beifall beim BZÖ.
Genau das geschieht jetzt in Niederösterreich oder in Vorarlberg. Da setzt dann die Landesregierung oder der Landtag fest, was Spekulation ist und was nicht. Wollen Sie das wirklich, dass sich in Wirklichkeit nichts ändert? Wollen Sie ein Placebo-Papier haben? Wollen Sie ein Landesgesetz, neunmal unterschiedlich geregelt, durch das in Wahrheit nicht verhindert wird, dass auch in Zukunft teures Steuergeld, Wohnbaugeld verspekuliert wird, das die Menschen draußen dringend benötigen würden? Wollen Sie das nicht verhindern? In Wirklichkeit müsste man, wenn so ein Schmarren auf Länderebene geschieht, hergehen, den Landtagen die Gesetzgebung wegnehmen und hier ordentliche Gesetze machen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich würde mir eine Regierung erwarten, die handlungsfähig ist, eine Regierung, die Leadership zeigt, eine Regierung, die sagt: Beim Verspekulieren von Steuergeldern gibt es null Toleranz. Ich erwarte mir eine Regierung, die das umsetzt, und die fehlt weit und breit in diesem Land. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Bucher.
Dann hört man Herrn Klubobmann Cap sagen: Dies ist kein Anliegen der Opposition. – Wenn es kein Anliegen der Opposition wäre, dann würden wir diese Debatte nicht führen. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei der FPÖ.
Warum stimmen Sie dem Ganzen nicht zu, es in den Ausschuss rückzuverweisen, um seriös und sinnvoll darüber zu verhandeln? Dabei geht es aus unserer Sicht jetzt gar nicht so um Begriffe – ob das jetzt risikoavers oder mündelsicher sein soll –, sondern letzten Endes ausschließlich um den Inhalt. In Zukunft soll keine Spekulation mehr möglich sein, und zwar sowohl auf Bundes-, Landes- als auch Gemeindeebene. Das muss letzten Endes das angestrebte Ziel sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!
Bei den Formulierungen, die uns derzeit vorliegen, sind nach wie vor Spekulationen mit Wohnbaugeldern möglich. Das heißt, der Landeshauptmann von Niederösterreich kann immer noch mit seinen Wohnbaugeldern spekulieren. (Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!) Ich glaube nicht, dass man von uns als Opposition verlangen kann, dass wir dem zustimmen.
Beifall bei der FPÖ.
Es ist natürlich das Argument gekommen, dass der Herr Rechnungshofpräsident das durchaus positiv beurteilt. Ja, der Herr Rechnungshofpräsident beurteilt vor allem den Entwurf des § 16. § 16 beinhaltet das einheitliche Rechnungswesen von Bund, Ländern und Gemeinden. Das wäre ein Instrument zur durchläufigen Kontrolle. Dadurch könnten einzelne Gebietskörperschaften Schulden nicht mehr verstecken, und der Rechnungshof könnte wirklich seinem Auftrag gemäß kontrollieren. Das will der Herr Rechnungshofpräsident. Er hat bei den Verhandlungen letzten Endes gesagt, er könnte dann auch mit § 17 leben, weil er mit dem Instrument des § 16 – sprich mit dem einheitlichen Rechnungswesen – die Möglichkeit hätte, Missstände aufzuzeigen. Uns ist das aber zu wenig. Wir wollen, dass Spekulation nicht mehr möglich ist, und daher lehnen wir § 17 ab. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zum Schluss noch einmal: Stimmen Sie dem § 16 zu! Der § 16 wäre der erste Schritt zu einem einheitlichen Rechnungswesen. Dann wäre auch die Spekulation nicht mehr so leicht möglich, beziehungsweise wäre es dem Rechnungshof endlich einmal möglich, dass er die wahren Schulden erkennt, die in unserem Land stecken. Ich glaube, dass dann keine Gemeinde und kein Land mehr Schulden verstecken kann, und der Rechnungshof hätte endlich einmal ein Instrument, mit dem er kontrollieren kann. Das wäre wirklich ein Schritt, der in die richtige Richtung geht. Unterstützen Sie daher unseren Antrag! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Mit anderen Worten: Solange es diese Bestimmungen nicht gibt, wird dieser § 17 löchrig bleiben, und solange wird auch die Spekulation à la Niederösterreich mit den Wohnbauförderungsgeldern möglich sein. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Meine Damen und Herren von der ÖVP! Das wollen wir ausschließen. (Ruf bei der ÖVP: Aber die Grünen haben zugestimmt!) Reden Sie einmal mit Ihrem Herrn Landeshauptmann und sagen Sie ihm, dass wir eine wasserdichte Lösung haben wollen und keine Lösung, die löchrig ist wie ein Emmentaler Käse! (Beifall bei den Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Aber die Grünen haben zugestimmt!
Mit anderen Worten: Solange es diese Bestimmungen nicht gibt, wird dieser § 17 löchrig bleiben, und solange wird auch die Spekulation à la Niederösterreich mit den Wohnbauförderungsgeldern möglich sein. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Meine Damen und Herren von der ÖVP! Das wollen wir ausschließen. (Ruf bei der ÖVP: Aber die Grünen haben zugestimmt!) Reden Sie einmal mit Ihrem Herrn Landeshauptmann und sagen Sie ihm, dass wir eine wasserdichte Lösung haben wollen und keine Lösung, die löchrig ist wie ein Emmentaler Käse! (Beifall bei den Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Mit anderen Worten: Solange es diese Bestimmungen nicht gibt, wird dieser § 17 löchrig bleiben, und solange wird auch die Spekulation à la Niederösterreich mit den Wohnbauförderungsgeldern möglich sein. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Meine Damen und Herren von der ÖVP! Das wollen wir ausschließen. (Ruf bei der ÖVP: Aber die Grünen haben zugestimmt!) Reden Sie einmal mit Ihrem Herrn Landeshauptmann und sagen Sie ihm, dass wir eine wasserdichte Lösung haben wollen und keine Lösung, die löchrig ist wie ein Emmentaler Käse! (Beifall bei den Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
nen das aus dem Finanzausgleich. Solange wir in Föderalismusfragen – und das ist auch eine eminente Föderalismusfrage – nicht zu einer Lösung kommen, bei der wir von alten Denkmustern Abschied nehmen und ein neues Vertrauensverhältnis aufbauen, den Föderalismus neu aufbauen, werden wir auch zu keiner sinnvollen und wasserdichten Regelung des Spekulationsverbots kommen. – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Die Politik hat aus den Spekulationsskandalen einer zockenden Landeshauptfrau und schwarzer Landesräte in Salzburg, aber auch aus dem Spekulationsskandal eines Herrn Pröll rund um die Hypo in Niederösterreich nichts gelernt. Das ist heute einmal mehr feststellbar. Dieses Haus, die Bundesgesetzgebung soll einmal mehr der nützliche Idiot, der Prügelknabe für die Länder sein, die uns in die Schuhe schieben, dass wir kein Spekulationsverbot wollen. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Mag. Kogler: Wieso eigentlich?
Aber Sie, sehr geehrte Damen und Herren von SPÖ und ÖVP, blockieren hier mit Vorsatz seit Monaten ein Spekulationsverbot. Sie blockieren ja sogar die Verhandlungen darüber, sehr geehrte Damen und Herren. Kollege Cap, wie ehrlich Sie Ihre Sonntagsreden hier meinen, werden wir merken, wenn wir jetzt Beschluss darüber fassen, ob wir das Spekulationsverbot auf die Tagesordnung nehmen oder nicht. Da werden Sie einmal mehr sagen: Es kommt nicht in Frage. (Abg. Mag. Kogler: Wieso eigentlich?) Aus lauter Angst vor den Häupls und den Prölls dieser Erde retten Sie sich lieber die nächsten Monate über die Wahl hinaus und lassen sich von den Landeshauptleuten auch noch sagen, dass die Bundesgesetzgebung nichts zustande bringt, anstatt dass wir dieses längst notwendige Spekulationsverbot in Österreich hier auf parlamentarischer Ebene, auf demokratischer Ebene verhandeln und auch beschließen.
Abg. Mag. Kogler: Hartberg!
Sie, sehr geehrte Damen und Herren von Rot und Schwarz, haben aus diesen Skandalen aus dem Bundesland, aus dem heute sehr viele Besucher hier sind, aus der Steiermark, nichts gelernt. Wo ist denn die Konsequenz aus dem Spekulationsskandal in Trieben, wo Millionen Euro an Gemeindebudget verloren gegangen sind? Wo ist denn die Konsequenz aus dem Spekulationsskandal in Fohnsdorf, einer pleitegegangenen Gemeinde? (Abg. Mag. Kogler: Hartberg!) Wo ist denn die Konsequenz – danke, Kollege Kogler – aus dem Spekulationsskandal einer schwarzen Gemeinde wie Hartberg? Das wollen Sie alles nicht. Sie wollen, dass Ihre Bürgermeister, die sich in Ihrem Machtklüngel bewegen, Ihre Landeshauptleute weiterhin ihre Veranlagungen durchführen, die schändlich und volkswirtschaftlich schädlich sind.
Ruf bei der ÖVP: Wahnsinn!
Zeigen wir den Landeshauptleuten doch mit dem heutigen Tag, dass wir etwas zustande bringen! Setzen wir den Mechanismus einer parlamentarischen Verhandlung über das längst notwendige Spekulationsverbot in Gang! Seien wir tatsächliche Anwälte der Steuerzahler und geben wir es nicht nur in Sonntagsreden vor, um auf der anderen Seite alles zu verhindern, womit Steuergeld in diesem Land gespart werden könnte! (Ruf bei der ÖVP: Wahnsinn!)
Beifall beim BZÖ.
Ich frage Sie, sehr geehrte Damen und Herren: Wessen Anwälte sind Sie? Sind Sie die Anwälte der Spekulantinnen und Spekulanten? Sind Sie die Anwälte der mitkassierenden Banken? Oder sind Sie hier die Anwälte der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, die für solche Malversationen genug gezahlt haben? Wir werden nicht müde werden, dieses Spekulationsverbot auch in den nächsten Monaten im Nationalrat zu thematisieren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin, ich wünsche Ihnen auf alle Fälle sehr viel Kraft und sehr viel Glück für die Zukunft und gratuliere Ihnen zu Ihrer bisherigen Arbeit. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Elmar Mayer: Es wurde um Vorschläge angefragt!
Kollege Mayer, du hast gesagt, die Bildungssprecher wurden hier voll involviert und eingebunden. Ganz so stimmt es nicht. Die Bildungssprecher wurden im zweiten Halbjahr letzten Jahres über die Inhalte und die Strukturen informiert. (Abg. Elmar Mayer: Es wurde um Vorschläge angefragt!) Das war es aber auch. (Abg. Elmar Mayer: Was
Abg. Elmar Mayer: Gymnasium für alle, wie Ihr Vorgänger gesagt hat!
Nur das bewährte Gymnasium zu zerschlagen und die Einheitsschule für alle einzuführen ist zu wenig und schafft auch keine Chancengerechtigkeit, sondern im Gegenteil – und das sieht man ja auch in Ländern, die ein Gesamtschulsystem haben. (Abg. Elmar Mayer: Gymnasium für alle, wie Ihr Vorgänger gesagt hat!)
Abg. Elmar Mayer: Die Lehrergewerkschaft, nicht die Lehrer! Die schwarze Lehrergewerkschaft!
Standort selbst entschieden werden, denn nur dort weiß man, was die zentralen Herausforderungen für Kinder und Eltern sind. Der Standort entscheidet autonom, und zwar mit gleichberechtigten Partnern. Und die Lehrer sind da natürlich gleichberechtigte Partner. Immer wieder die Rute ins Fenster zu stellen und zu behaupten, die Lehrer blockieren alles, so geht das nicht, denn in Wirklichkeit gibt es keinen einzigen Fall, meine Damen und Herren, wo Lehrer verschränkte Formen verhindert hätten. (Abg. Elmar Mayer: Die Lehrergewerkschaft, nicht die Lehrer! Die schwarze Lehrergewerkschaft!) Wir reden von Schulautonomie, Kollege Mayer! – Und da ist der Standort entscheidend, ebenso natürlich Lehrer und Eltern.
Beifall bei der ÖVP.
Wir sind für eine bestmögliche Förderung, damit alle Kinder mit den besten Chancen im Bildungssystem versehen werden. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Gradauer: Unfassbar! – Abg. Dr. Walser: Der Nationale Bildungsbericht ist das Thema momentan!
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Nun ja: Ein Bildungssystem kann man am Wert der Gleichheit oder an jenem der Freiheit orientieren. – Wir Freiheitlichen meinen, dass ein Bildungssystem am Wert der Freiheit besser orientiert ist als an dem der Gleichheit – eine Gleichheit, die insbesondere von der Sozialdemokratie auch im Bildungssystem eingefordert wird. Und da muss ich schon sagen, da kommt bei mir in der letzten Zeit ein gewaltiges Misstrauen auf, ob es nämlich so sinnhaft sein wird, wenn Sozialisten generell etwas machen. Das ist eine Partei, deren Aushängeschilder sozusagen in Europa, so zum Beispiel ein Herr Hannes Swoboda – gemeinsam übrigens mit Frau Ulrike Lunacek –, verlangen, dass Parteien, die die Werte der EU nicht respektieren, mit Strafzahlungen belegt werden. Da geht es nicht um Gesetzesverletzungen – man fährt zum Beispiel zu schnell und bekommt eine Strafe –, sondern um „Werteverletzungen“. (Abg. Gradauer: Unfassbar! – Abg. Dr. Walser: Der Nationale Bildungsbericht ist das Thema momentan!) – Kollege Walser, ich habe genügend Redezeit, sodass ich Ihnen das alles erklären kann. (Abg. Dr. Walser: Da bin ich ja froh!)
Abg. Dr. Walser: Da bin ich ja froh!
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Nun ja: Ein Bildungssystem kann man am Wert der Gleichheit oder an jenem der Freiheit orientieren. – Wir Freiheitlichen meinen, dass ein Bildungssystem am Wert der Freiheit besser orientiert ist als an dem der Gleichheit – eine Gleichheit, die insbesondere von der Sozialdemokratie auch im Bildungssystem eingefordert wird. Und da muss ich schon sagen, da kommt bei mir in der letzten Zeit ein gewaltiges Misstrauen auf, ob es nämlich so sinnhaft sein wird, wenn Sozialisten generell etwas machen. Das ist eine Partei, deren Aushängeschilder sozusagen in Europa, so zum Beispiel ein Herr Hannes Swoboda – gemeinsam übrigens mit Frau Ulrike Lunacek –, verlangen, dass Parteien, die die Werte der EU nicht respektieren, mit Strafzahlungen belegt werden. Da geht es nicht um Gesetzesverletzungen – man fährt zum Beispiel zu schnell und bekommt eine Strafe –, sondern um „Werteverletzungen“. (Abg. Gradauer: Unfassbar! – Abg. Dr. Walser: Der Nationale Bildungsbericht ist das Thema momentan!) – Kollege Walser, ich habe genügend Redezeit, sodass ich Ihnen das alles erklären kann. (Abg. Dr. Walser: Da bin ich ja froh!)
Beifall bei der FPÖ.
Meinungsfreiheit und Freiheit sind in einem ordentlichen Bildungssystem Werte, die vermittelt werden müssen – und nicht Diktatur, wenn bei Gegenstimmen sozusagen schon Amtsverlust angedroht wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Rossmann: Wie war euer Ergebnis in Niederösterreich? Minus wie viel Prozent?
Ich habe von Vorrednern, so etwa von Frau Kollegin Korun, in der heutigen Debatte gehört, die FPÖ stünde vor den Trümmern der Partei – und ich kann dazu nur sagen: Wenn man mit solchen Scheuklappen durch das Leben geht und dann noch dazu derart privilegiert ist, dass man in einer österreichischen Schule in der Türkei eine gute Ausbildung machen konnte, dann stimmt uns das zuversichtlich, dass der Rückenwind, den die Grünen haben, bei solchen Aktionen nicht mehr lange anhalten wird. (Abg. Mag. Rossmann: Wie war euer Ergebnis in Niederösterreich? Minus wie viel Prozent?)
Beifall bei der FPÖ
Frau Abgeordnete Marek hat zuvor hier ein Bekenntnis der Österreichischen Volkspartei zum differenzierten Schulwesen abgegeben. Ja, ich höre das immer wieder, und ich höre das auch von Ihrem Bundesparteiobmann, und ich höre es natürlich mit einer gewissen Befriedigung, weil es die richtige Antwort auf die Probleme, die wir haben, ist. Allerdings ist es in Wirklichkeit schon so: Sobald in Tirol die Landtagswahl geschlagen war und die ÖVP mit den Grünen in eine Koalition gehen möchte, ist von all dem nicht mehr die Rede (Beifall bei der FPÖ), sondern dann soll im Bundesland Tirol auf einmal flächendeckend die Gesamtschule eingeführt werden. (Zwischenrufe des Abg. Dr. Walser.) – Bitte, dass der Kollege Walser keinen Herzinfarkt bekommt!
Zwischenrufe des Abg. Dr. Walser.
Frau Abgeordnete Marek hat zuvor hier ein Bekenntnis der Österreichischen Volkspartei zum differenzierten Schulwesen abgegeben. Ja, ich höre das immer wieder, und ich höre das auch von Ihrem Bundesparteiobmann, und ich höre es natürlich mit einer gewissen Befriedigung, weil es die richtige Antwort auf die Probleme, die wir haben, ist. Allerdings ist es in Wirklichkeit schon so: Sobald in Tirol die Landtagswahl geschlagen war und die ÖVP mit den Grünen in eine Koalition gehen möchte, ist von all dem nicht mehr die Rede (Beifall bei der FPÖ), sondern dann soll im Bundesland Tirol auf einmal flächendeckend die Gesamtschule eingeführt werden. (Zwischenrufe des Abg. Dr. Walser.) – Bitte, dass der Kollege Walser keinen Herzinfarkt bekommt!
Abg. Dr. Walser: So sensibel heute?
Lassen wir also die Überschrift „Ausländer“ weg und sagen wir nur „nicht-deutsche Alltagssprache“. Vielleicht ist das Ihrer Ansicht nach „weniger menschenverachtend“, schonender, was auch immer (Abg. Dr. Walser: So sensibel heute?); jedenfalls geht es da nicht um Überschriften, sondern um Tatsachen.
Abg. Dr. Walser: Aserbaidschan!
Wir Freiheitlichen sagen ganz klar – das Thema Leseschwäche wurde hier ja bereits angesprochen –: Es ist das ein ganz massives Problem, und ich würde anhand dieses Zahlenwerks nicht sagen, dass Österreich da im Mittelfeld ist, denn wir in Österreich sind, was alleine das Lesen betrifft, ganz weit hinten. Da können wir uns sozusagen mit Mexiko die Hand geben. Übrigens: Mexiko, auch ein Gesamtschulland; das wird aber eher verschwiegen. Brasilien und Mexiko sind da jedenfalls nicht so die Vorbilder. (Abg. Dr. Walser: Aserbaidschan!)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Ministerin, machen Sie sich nicht auch Gedanken darüber, was es eigentlich bringt, Arbeitsgruppen einzusetzen, Papiere zu erarbeiten, diese Papiere Stakeholderkonferenzen vorzulegen, dann dort die Arbeitspapiere wieder zu verdichten und das einer neuen Arbeitsgruppe zu übergeben?! – Die Entscheidungen fehlen! Gerade ein neues Lehrer-Dienstrecht wäre enorm wichtig, damit in Zukunft junge Menschen wissen, was auf sie zukommen wird, wenn sie sich auf diesen Beruf einlassen. Sonst wird der Lehrermangel doch noch eklatanter. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Rudas: Ministerin Gehrer war ja auch eine der beliebtesten Bildungsministerinnen! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Der war gut! Der war wirklich gut!
Den besten Akzeptanzwert in der Bevölkerung hatte das Bildungswesen im Jahr 2003. Sie wissen ja, wer damals die Regierung gestellt hat. (Abg. Mag. Rudas: Ministerin Gehrer war ja auch eine der beliebtesten Bildungsministerinnen! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Der war gut! Der war wirklich gut!) Und nachher mit BZÖ und ÖVP in der Regierung beziehungsweise Sozialdemokratie und ÖVP hat es dann wiederum schlechtere Bewertungen gegeben, aber immer noch in einem Grad, den man als sehr schmal bezeichnen kann.
Beifall bei der FPÖ.
Es wird daher notwendig sein, dass in der Volksschule jeder das Lesen lernt und dass schon da der Umgang mit Büchern gepflegt wird; natürlich ist das auch eine Frage der Erziehung durch die Eltern, denn kein Kind wird mehr ein Buch lesen, wenn ein Elternteil im Leiberl und mit einer Bierdose in der Hand vor dem Fernsehapparat sitzt und dann zum Kind sagt: Geh, lies ein Buch! – Wenn ein solches „Vorbild“ gegeben ist, dann wird wohl alles nichts nützen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir von der FPÖ sind der Überzeugung, dass das Bildungssystem in Österreich an sich ein sehr gutes ist – trotz aller Versuche, dieses zu demontieren und es dem Prinzip Gleichheit zu opfern, anstatt dem Prinzip Freiheit und Differenzierung den Vorzug zu geben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Wann war der Termin?
Leider waren andere Kollegen bei dieser Diskussion nicht anwesend, denn es wäre einiges Interessantes für Sie dabei gewesen, und zwar auch von dem, was Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu gesagt haben, was die Umsetzung dessen anlangt, was im Nationalen Bildungsbericht steht. (Abg. Dr. Rosenkranz: Wann war der Termin?)
Zwischenruf der Abg. Marek.
Wenig überraschend – aber erschütternd eigentlich, möchte ich fast sagen –, Frau Kollegin Marek: Die Gemeinsamkeiten zwischen Ihnen und der FPÖ in bildungspolitischen Fragen nehmen zu, seit Sie die Funktion der ÖVP-Bildungssprecherin übernommen haben. Das, was ich heute hier von Ihnen gehört habe, Frau Kollegin Marek, war ÖVP-Uralt-Sprech, als Sie beispielsweise von „Eintopfschule“ gesprochen haben. (Zwischenruf der Abg. Marek.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz: Kollege Walser will für jedes Kind eine eigene Schule! Die Ein-Kind-Schule!
Ich habe eigentlich geglaubt, dass die ÖVP diesen bildungspolitischen Stil inzwischen verlassen hat. Inhaltlich haben Sie genau das argumentiert, wenn Sie, Frau Kollegin Marek, etwa davon sprechen – von der FPÖ sind wir das ja gewohnt –, als ob irgendjemand in diesem Land eine Gesamtschule einführen wollte, in der nicht auf die Schüler eingegangen oder in der nicht differenziert wird. Sie wissen doch, dass das Gegenteil der Fall ist. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz: Kollege Walser will für jedes Kind eine eigene Schule! Die Ein-Kind-Schule!)
Zwischenruf des Abg. Kopf.
Ich kann nur sagen, ich unterstütze da die Wirtschaftskammer Vorarlberg. Das sind ähnliche Forderungen, wie wir sie im Programm der Grünen Schule haben; das ist vielleicht zufällig grün gedruckt, aber ich bin erstaunt, dass die Wirtschaftskammer (Zwischenruf des Abg. Kopf.) – Herr Kollege, ich darf Ihnen das dann nachher geben, falls Sie es mir nicht glauben. Ich merke, wie Sie darüber staunen.
Beifall bei den Grünen.
Sie haben ja selbst vor Jahren ähnliche Forderungen aufgestellt. In letzter Zeit ist es ein bisschen ruhiger geworden, aber wenn Sie sich mit dem auseinandersetzen, was in Vorarlberg, in Tirol passiert – wohlgemerkt: in Ihrer Partei, in der ÖVP –, dann gibt es vielleicht einen Ruck Ihrerseits in die richtige Richtung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich darf abschließend noch einmal an die Wirtschaftskammer Vorarlberg beziehungsweise – was Kollegen Haubner besonders freuen wird – überhaupt an die Wirtschaftskammer erinnern. Sie hatte einen sehr erfolgreichen Slogan: „Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut.“ Ich würde das umwandeln und sagen: „Geht’s der Schule gut, geht’s der Wirtschaft gut.“ – Vielleicht hilft Ihnen das bei der Unterstützung grüner Forderungen! Okay? – Ja, er nickt. Danke! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist halt ein Präsident! Der schaut auf Ordnung!
Bringen Sie ihn noch ein, oder wird das einer Ihrer Kollegen oder Kolleginnen machen? – Lesen Sie ihn bitte vor! (Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist halt ein Präsident! Der schaut auf Ordnung!)
Abg. Hagen: Nicht Genügend! Setzen, Walser!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Abgeordneter Walser, Sie müssen den Entschließungsantrag vorlesen! (Abg. Hagen: Nicht Genügend! Setzen, Walser!)
Beifall bei den Grünen.
Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Dieses Recht steht allen Kindern in Österreich zu, und das erfordert natürlich einen modernen und differenzierten Unterricht. Ich glaube, wir sollten uns viel mehr inhaltlich mit der Art des Unterrichts beschäftigen als ständig mit diesem ideologischen Streit darüber, ob draußen auf dem Schulportal „Gemeinsame Schule“ steht oder nicht. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mayer: Ich habe gemeint, der Bericht soll zeigen, wohin der Weg geht!
Ich würde sagen, Kollege Mayer, visionär finde ich den Bericht nicht, sondern er entspricht meines Erachtens einfach der Realität! In ihm stehen die Fakten und Daten und die Maßnahmen, die daraus abzuleiten sind. Visionär wäre für mich, wenn all das noch sehr weit weg wäre. Ich glaube aber, wir haben nicht mehr so viel Zeit, um die notwendigen Reformen dementsprechend umzusetzen! (Abg. Mayer: Ich habe gemeint, der Bericht soll zeigen, wohin der Weg geht!)
Beifall beim BZÖ.
Frau Bundesministerin, wir haben hier alle zugestimmt, dass wir reparieren, indem wir sagen: Wir wollen, dass jeder junge Mensch in Österreich einen Pflichtschulabschluss hat und dass dieser jetzt kostenlos nachgeholt werden kann. – Das ist richtig und gut, denn sonst werden sozusagen die Sozialhilfeempfänger der Zukunft geschaffen. Es ist aber auch wichtig, dass wir präventiv etwas tun, und zwar rechtzeitig präventiv etwas tun. Daher fordern wir seitens des BZÖ, dass mit der neunten Schulstufe ein nachweisbarer Bildungsabschluss – wie immer dieser heißt, ob Mittlere Reife oder Arbeitsmarktreife – gegeben ist. Die Zeit bis zur neunten Schulstufe soll man nicht absitzen und warten, bis die Schulpflicht erledigt ist, sondern dieses letzte Jahr soll ein ganz entscheidendes Jahr mit einem nachweisbaren Bildungsabschluss sein. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich könnte noch viele Beispiele aus diesem Nationalen Bildungsbericht bringen. Ich möchte hier an dieser Stelle sagen: Einiges, Frau Bundesminister, geht schon in die richtige Richtung, etwa Bildungsstandards, Tagesbetreuungsangebote, Ganztagsschule, modulare Oberstufe. Vieles ist halbherzig und wenig mutig, für mich etwa die Neue Mittelschule, aber auch die PädagogInnenausbildung, weil gerade bei der PädagogInnenausbildung die Kindergartenpädagogen wieder draußen gelassen wurden und nicht in dieser Gesamtausbildung mit inkludiert sind. Es fehlt einfach Wesentliches, Frau Bundesministerin. Wesentliches ist für uns zum Beispiel die Reform des Lehrerdienstrechts, auch die Gehaltsreform, sowie Reformen im Bereich der Zuständigkeiten von Bund und Ländern und in der Verwaltung und Bürokratie. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
me. – Die Regierungszeit geht jetzt zu Ende, aber Sie haben auch alle Chancen für große Reformen vertan, nicht nur in der Schule, sondern im Gesundheitssystem, im Pensionssystem, im Zusammenhang mit der Demokratiereform, bei der Wehrpflicht und so weiter. Aber betreffend Schule haben wir nicht mehr viel Zeit, zu warten! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Das heißt, es kann nicht am Budget und an den Kosten liegen. Natürlich kann es immer mehr sein, aber das Budget, das hier vorhanden ist, müsste doch ausreichen dafür, dass wir zumindest international mehr als konkurrenzfähig sind, uns in Zukunft nie mehr vor einem PISA-Test oder so etwas fürchten müssen und davon ausgehen könnten, dass, wenn man die Gelder richtig effizient einsetzt, unsere Kinder und Jugendlichen top abschneiden werden. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Prinzipiell kann man dem Bericht zustimmen. Es steht alles drinnen, das ist ein toller Bericht. Die Kostenfrage habe ich angesprochen. Aber prinzipiell sollen das Wichtigste die Schüler und die Jugendlichen in unserem Land sein. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben jetzt mit der Studienplatzfinanzierung – damit verbunden, dass eben keine Reduktion der Studienplätze stattfindet, sondern ein Ausbau der Kapazitäten – einen ersten Schritt in die richtige Richtung gesetzt. In diesem Sinne sollten wir in den nächsten Jahren auch daran arbeiten, die Bildungschancen an den österreichischen Hochschulen zu verbessern. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
brauchen wir auch die beiden eingebrachten Entschließungsanträge nicht, denn dann kann die Schule selber entscheiden, ob das in Vorarlberg, in Wien, im Burgenland, in der Steiermark oder wo auch immer hilfreich ist oder nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich komme abschließend zum OGH-Urteil. Da haben wir noch keinen gesellschaftlichen Konsens, obwohl uns alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen, dass Zugangsregelungen und Studiengebühren das fairste Studiensystem der Welt sind. Aber: Was noch nicht ist, kann noch werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Dazu möchte ich jetzt auch etwas Grundsätzliches sagen: Ich sage Ja zur Marktwirtschaft, und ich sage Nein zur Marktgesellschaft. Ich möchte einen leistungsstarken öffentlichen Sektor. Das heißt auch, dass wir hier vor allem auf Qualität und auf Innovation setzen. Das ist mir ein großes Anliegen, und da spielt eben auch das Dienst- und Besoldungsrecht eine ganz zentrale Rolle. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ganz zum Schluss möchte ich betonen, dass Bildungspolitik einfach ein permanenter Prozess ist. Bildungspolitik hat in dem Sinn nie eine Pause. Da kann man sich auch, glaube ich, nie zurücklehnen. Man kann sich zwar zwischendurch freuen, wenn wieder einmal etwas gelingt, aber es liegen immer wieder große Aufgaben vor uns. Ich kann nur sagen, notwendig sind Maßnahmen, die stabilisieren, damit sie gut bei den jungen Menschen ankommen. Offene Punkte müssen couragiert und engagiert weiter bearbeitet werden. Wir haben gar keine Wahl, wir müssen vorwärts gehen und in die Zukunft schauen. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Das betrifft alle Bundesländer, und zwar alle Kinder. Vielleicht gibt es einige Klassen, wo es möglicherweise eine Lehrerin oder einen Lehrer gibt, der vielleicht ein bisschen etwas abdecken kann auf Gebärdensprachenniveau. Aber das ist nicht fair. Das ist ein Menschenrecht, das ganz schwer verletzt wird. Hier müssen wir uns für die Sprachenrechte aussprechen und für diese Kinder! Frau Ministerin, das ist mir ein wichtiges Anliegen an Sie. Dafür kämpfe ich mit Herzblut. Es ist ganz wichtig, dass wir das ändern. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Es ist mein Anliegen an Sie, dass man vielleicht in dem Fall in Kärnten, Frau Ministerin, schaut, dass das positiv weitergeht. Es gibt natürlich viele, viele Fälle, die ähnlich gelagert sind, aber diesen können wir vielleicht lösen. Sie haben gesagt, kein Kind soll auf der Strecke bleiben, soll man zurücklassen, aber ich denke, bei behinderten Kindern ist es oft so, dass die links liegen gelassen und vergessen werden. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Seit das Bildungsministerium in SPÖ-Händen ist, ist viel geschehen, aber – und das muss man dazusagen – vieles liegt noch vor uns, sehr vieles liegt noch vor uns. Alles dreht sich ums Geld, und daher, glaube ich, sollte man nach der folgenden, meiner Devise weiterhin die Bildungspolitik gestalten: Ein Bildungsdefizit einer Gesellschaft zu korrigieren ist immer teurer, als es gar nicht entstehen zu lassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Alles dreht sich um den Lehrer, sagt John Hattie, der neuseeländische Bildungsforscher. Er spricht mir aus dem Herzen. Es geht um die Qualität im Lehrerberuf. Wir haben bereits die PädagogInnenausbildung auf Schiene gebracht – und ich freue mich auch darüber –, aber wir brauchen ein modernes Dienst- und Besoldungsrecht. Da wünsche ich mir ernsthafte und faire Verhandlungen auf Augenhöhe, damit wir zu einer guten Lösung kommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall der Abg. Königsberger-Ludwig.
Aber jetzt kommt man schon an das Gerüst, und das ist nun einmal das Schulsystem. Da soll man nicht sagen, es geht nicht um Ideologie, denn Ideologie ist per se nichts Schlechtes. Es geht eben um das System, und hier sagen alle ExpertInnen, alle Fachleute, aber auch alle internationalen Beispiele zeigen das, dass die Selektion mit zehn zu früh ist und dass es ganztägige Schulen braucht! Ich finde, da soll man nicht darum herumreden, sondern das ist schwarz auf weiß belegbar. Dann müssen wir aber dieses System auch ändern! (Beifall der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Abg. Dr. Walser: Welche? Namen!
Manchmal kommt es mir so vor: Manche Kolleginnen und Kollegen stellen sich neben den Ring, schauen einmal zu und vergeben dann Noten für die Kür. (Abg. Dr. Walser: Welche? Namen!) Aber die Zukunft, Österreichs Zukunft, wird in den Klassenzimmern entschieden und ist ja unser aller Anliegen. Da wir wissen, was in den letzten Jahren geschehen ist, wer alles schon welche Verhandlungen geführt hat, muss das endlich unser aller Aufgabe sein! Aber nicht so, dass ein bisschen mit einem Grinsen der Frau Ministerin zugesehen wird, wie sie mit der Gewerkschaft verhandelt, sondern das muss unser aller Anliegen sein. Da müssen wir, unabhängig von der Partei, mit ihr auf einer Seite kämpfen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Manchmal kommt es mir so vor: Manche Kolleginnen und Kollegen stellen sich neben den Ring, schauen einmal zu und vergeben dann Noten für die Kür. (Abg. Dr. Walser: Welche? Namen!) Aber die Zukunft, Österreichs Zukunft, wird in den Klassenzimmern entschieden und ist ja unser aller Anliegen. Da wir wissen, was in den letzten Jahren geschehen ist, wer alles schon welche Verhandlungen geführt hat, muss das endlich unser aller Aufgabe sein! Aber nicht so, dass ein bisschen mit einem Grinsen der Frau Ministerin zugesehen wird, wie sie mit der Gewerkschaft verhandelt, sondern das muss unser aller Anliegen sein. Da müssen wir, unabhängig von der Partei, mit ihr auf einer Seite kämpfen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Nationalen Bildungsbericht wird außerdem hervorgehoben, über eine Aufhebung des Erfordernisses der Zwei-Drittel-Zustimmung der Lehrer zu einer verschränkten Ganztagsschule nachzudenken. Vielleicht könnte hier doch noch eine Einigung erzielt werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte an dieser Stelle der Ministerin zu einer beachtenswerten Leistungsbilanz gratulieren, vor allem auch dazu, dass mit vielen Maßnahmen in diesen letzten Jahren die Basis für eine längst fällige neue Lehr- und Lernkultur an den österreichischen Schulen begründet werden konnte. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Petzner: Weiterlesen! Was steht dort?
Ist es ein Scheitern – nicht nur quantitativ, sondern vor allem qualitativ –, wenn die Frau Bundesminister (Abg. Petzner: Weiterlesen! Was steht dort?) in ihrer Amtszeit 60 Vorlagen eingebracht hat, die wichtige Schritte der Bildungsreform gewesen sind? – Das sind große Fortschritte: die Neue Mittelschule, die ab 2018 österreichweit flächendeckend sein wird, die Vervielfältigung der Ganztagsbetreuung. Ist das ein Scheitern, wenn es 200 000 Betreuungsplätze mehr geben wird, sehr geehrte Damen und Herren, wenn 160 Millionen € für diese Reformschritte eingesetzt werden? Oder die neue Matura, die modulare Oberstufe – ist das ein Scheitern?
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, das muss das wichtigste Anliegen bei der Schulreform sein: eine bessere Schule, mehr Chancen für alle Kinder in Österreich! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Eingestellt oder gewünscht?
Zu Wort gemeldet hat sich Frau Abgeordnete Ablinger. 3 Minuten sind wunschgemäß eingestellt. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Eingestellt oder gewünscht?)
Beifall bei der SPÖ.
Insofern – ich habe mir das angeschaut – ist es nicht uninteressant, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insgesamt 1 102 524 Bahn- und Straßenkilometer zurückgelegt haben, um immer vor Ort zu sein und zu kommunizieren. Das finde ich eine ganz beachtliche Zahl, und es zeigt sich daran, dass sie sehr bemüht sind um den Dialog und die Kommunikation. Deswegen sei ihnen an dieser Stelle auch gedankt: Danke schön! (Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Wenn vereinzelt in der Umsetzungsphase Fragen auftauchen – das ist bei einem Reformschritt dieser Dimension, glaube ich, nur allzu logisch –, dann liegt es in der Natur der Sache, dass man sich diesen Fragen widmet. Es ist zum Beispiel im Ausschuss eine durchaus berechtigte Frage aufgetaucht: Was passiert mit der Expertise im Bereich Denkmalschutz? Hier konnte die Frau Bundesminister eine, wie ich meine, erhellende und durchaus zufriedenstellende Antwort geben. Aber wie gesagt, diese Fragen, die hier auftauchen, sind normal bei einer Reformgroßtat, wie sie hier vorliegt. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
sam diese Reformen, und dieses Verwaltungsgerichtsbarkeitsgesetz ist eine dieser großen Reformen, für die uns die Menschen auch wählen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: Das ist eine bildungsferne Debatte!
Abgeordneter Josef Jury (FPÖ): Frau Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! (Abg. Grosz: Das ist eine bildungsferne Debatte!) – Schöne Bildungsdebatte, auf die will ich noch einmal eingehen.
Beifall bei der FPÖ.
Diese Punkte zusammengefasst sollten dann in eine gemeinsame Strategie einfließen, weil lesen einfach wichtig ist. Wenn man weiß, dass Wortschatz buchstäblich mit Reichtum zu tun hat, dann sollten wir unseren Kindern diesen Reichtum zukommen lassen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Also: Bei aller Sympathie für eine Verwaltungsreform, aber im Denkmalschutz bringt das keine Verbesserung. Das sollten wir uns zumindest eingestehen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Schönegger: Kommst du jetzt zu uns?
Wenn es überall so wäre, dann würden wir uns sehr viel Geld ersparen – Sozialversicherungen et cetera. Ich glaube, das wäre der nächste Schritt. Vielleicht schaffen wir es, dass es auch so weitergeht. (Abg. Mag. Schönegger: Kommst du jetzt zu uns?) – Bitte? Ihr müsst zustimmen! Das müssen wir einfach machen. Ich sehe schon, du warst so Feuer und Flamme bei deiner Rede, als du gesagt hast, was da alles eingespart wird, wie viel Geld wir uns da jetzt einsparen, dass ich sage: Okay, das geht in die richtige Richtung.
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben das ja schon besprochen, Frau Ministerin. Sie waren ja nicht abgeneigt, da es da in die richtige Richtung geht, denn Kultur und Kunst ist etwas so Wichtiges! Gerade ein Kulturland wie Österreich hat es sich verdient, dass hier noch mehr Geld investiert wird. Und wenn man private Personen auftreiben kann, sagen wir es so, die ihr Geld in Kunst und Kultur investieren, dann ist das doch etwas Gutes. Deshalb freue ich mich auf breite Unterstützung. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Oh-Rufe im Saal.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter, haben Sie jetzt den Antrag eingebracht? Wir haben hier nämlich noch zusätzliche Fragen zu klären, darum werden wir noch einmal darüber reden müssen. Da stimmen die Unterschriften nicht überein. Wir werden dem noch nachgehen. (Oh-Rufe im Saal.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Mit dem Gesetzesbeschluss ist es bei diesen Materien mit Sicherheit noch lange nicht getan. Da liegt noch sehr viel Arbeit in den Details, in der Umsetzung. Das wird uns noch vor ganz große Aufgaben stellen. Aber ich möchte, dass Sie wissen, dass ich mir dessen bewusst bin. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Da ich mit Peter Kern begonnen habe, darf ich Ihnen abschließend noch einen kleinen Filmtipp mit auf den Weg geben: Ab Freitag wird in den österreichischen Kinos der Film „Diamantenfieber oder Kauf dir lieber einen bunten Luftballon“, die antikapitalistische Komödie von Peter Kern, zu sehen sein. – Hingehen, ansehen! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Grosz: Vielleicht ist er schizophren, Frau Präsidentin! – Abg. Ing. Westenthaler: Vielleicht ist er jetzt auch zweimal zu Wort gemeldet!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Es konnte in der Zwischenzeit geklärt werden, dass der von Herrn Abgeordnetem Markowitz eingebrachte Entschließungsantrag ordnungsgemäß eingebracht ist. Aufgrund eines Versehens hat der Herr Klubobmann Lugar zweimal unterschrieben auf diesem Entschließungsantrag, was irrelevant ist. (Abg. Grosz: Vielleicht ist er schizophren, Frau Präsidentin! – Abg. Ing. Westenthaler: Vielleicht ist er jetzt auch zweimal zu Wort gemeldet!)
Beifall bei der ÖVP.
Daher ist dieses Gesetz aus meiner Sicht eine gute Grundlage. Diesem Gesetzentwurf gilt es zuzustimmen, um die Filmwirtschaft weiterzuentwickeln. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben das schon gehört: Neben dem Abkommen mit Spanien gibt es noch ein trilaterales Abkommen mit Schweiz und Deutschland, aber auch bilaterale Abkommen mit Frankreich, Italien, Kanada und Luxemburg, und mit Israel wurde gerade eines ausverhandelt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Werden die jetzt doppelt gezählt, die Stimmen, weil zwei Unterschriften drauf sind?
Ich bitte jene Damen und Herren, die für diesen Entschließungsantrag sind, um ein Zeichen. – Das ist die Minderheit. Dieser Antrag ist somit nicht angenommen. (Abg. Grosz: Werden die jetzt doppelt gezählt, die Stimmen, weil zwei Unterschriften drauf sind?) – Herr Abgeordneter, ich rate Ihnen, einmal näher in die Geschäftsordnung zu sehen!
Beifall bei der FPÖ.
Meine beiden Anträge, die heute auf der Tagesordnung stehen, sind eine Weichenstellung für die österreichische Museenlandschaft. Wo wenn nicht in unseren Museen wird unser reiches kulturelles Erbe bewahrt? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Mag. Zinggl.
Unser Volkskundemuseum ist aufgrund seiner umfangreichen Sammlungen und Forschungstätigkeit zur Volkskunst und zur Regionalkultur Österreichs das größte und das bedeutendste seiner Art in Europa. Ich weiß nicht, ob das hier alle im Haus wissen, ich hätte gerne, dass Sie jetzt wirklich zuhören und dass Sie das sozusagen in sich aufnehmen: Dieses Haus mit jährlich nur 400 000 € abzuspeisen ist eine kulturpolitische Schande, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Mag. Zinggl.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesministerin, ich fordere Sie daher in meinem Antrag auf, das Volkskundemuseum sowohl organisatorisch als auch finanziell abzusichern! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber von Ihnen von der ÖVP, muss ich ehrlich sagen, bin ich wirklich enttäuscht, weil Sie ja auch im Wahlkampf Heimat und Heimatbewusstsein auf Ihre Fahnen geschrieben haben. Wenn es aber darauf ankommt, dann versagen Sie völlig. Wie können Sie denn diesem Antrag nicht zustimmen?! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte nicht die Tätigkeit dieses Museums schmälern, ich möchte es auch nicht kritisieren und in Frage stellen, aber ich wiederhole: Das Volkskundemuseum erhält jährlich lediglich 400 000 €. Und es gibt nichts zusätzlich dazu, keine Millionenbeträge für Umbauten und Sanierungen. Das finde ich zutiefst ungerecht, und das ist nicht in Ordnung, was unsere Museenlandschaft angeht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesministerin Schmied, es ist Ihnen in den vier Jahren auch nicht gelungen – ich sage es jetzt einmal salopp –, das Seipel-Diktat der Gehrer-Zeit abzuschütteln und das Völkerkundemuseum aus dem Kunsthistorischen Museum wieder herauszulösen und endlich wieder in ein eigenständiges Bundesmuseum umzuwandeln. Der frühere Direktor des Kunsthistorischen Museums, Dr. Wilfried Seipel, hat es ja verstanden, der damaligen Bundesministerin Gehrer das Völkerkundemuseum – ich nenne es nun mal so – abzuschwatzen und es in seinen Verantwortungsbereich einzugliedern. Seither ist es kein eigenständiges Bundesmuseum mehr, sondern bloß ein Teil des Kunsthistorischen Museums. Das war ein Fehler, denn das Völkerkundemuseum hat museumspolitisch mit dem Kunsthistorischen Museum gar nichts zu tun. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Frau Bundesministerin, ich fordere Sie hier vom Rednerpult des Nationalrates auf, ich würde gerne von Ihnen hören, dass Sie sich zum Volkskundemuseum bekennen und dass Sie sich in Zukunft für dieses Haus einsetzen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Abg. Petzner: Kollege Jarolim hat sich auf die Rednerliste reklamiert!
Setzen Sie sich mit Ihrem Kollegen Mailath-Pokorny, dem Kulturstadtrat Wiens, zusammen, und finden Sie eine würdige Lösung für das Volkskundemuseum! (Abg. Petzner: Kollege Jarolim hat sich auf die Rednerliste reklamiert!) Ich freue mich schon auf die Worte von meinem nachfolgenden Redner.
Beifall bei der FPÖ.
Und ich schließe meine Rede mit meinem Satz: Die Bewahrung unserer Identität ist das Gewissensthema unserer Epoche. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher: Wir sind, wie ich schon gesagt habe, für den ersten Antrag, was das Winterpalais betrifft, aber Ihre beiden Anträge, sehr geehrte Frau Kollegin Unterreiner, Kollegen von den Freiheitlichen, müssen wir leider ablehnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Zusammenhang wäre es angebracht, der Frau Bundesminister Schmied, aber auch vor allem der Frau Bundesminister Fekter und auch dem Belvedere und deren Direktorin dafür zu danken, dass sie dieses Projekt in Angriff genommen haben. Wir sind schon gespannt, wie das Ergebnis aussehen wird. Und ich würde mich freuen, wenn bei der Ausstellungseröffnung im Oktober viele Kolleginnen und Kollegen dabei wären. (Beifall bei der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall der Abg. Mag. Unterreiner.
Frau Kollegin Unterreiner hat die Zahlen völlig richtig genannt, nämlich: Jene Museen – so hat man fast den Eindruck –, die nicht in das linke Weltbild und irgendwie nicht in diese Ideologie passen, werden mit einem Bettel abgespeist, mit ein paar hunderttausend Euro, und für andere Dinge hat man Millionen, die man im wahrsten Sinne des Wortes beim Fenster hinauswirft. Diese Ungleichheit in der Kulturpolitik, die es schon seit Jahren gibt, ist zu verurteilen. Ich darf daher appellieren, für eine faire Vergabe und eine faire Mittelverwendung aus dem Kulturbudget zu sorgen, und zwar unabhängig von parteipolitischen Meinungen und ideologischen Gesinnungen, die man hier vielleicht vertritt, meine Damen und Herren! (Demonstrativer Beifall der Abg. Mag. Unterreiner.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Zinggl.
Dem Entschließungsantrag der Grünen können wir leider nicht zustimmen. Denn, Kollege Zinggl: „Weltmuseum Wien“: Also alleine die Kombination „Welt – Wien“ passt da, finde ich, nicht. Das klingt einfach furchtbar! Wenn ihr euch einen besseren Namen einfallen lasst, der passend ist, dann können wir vielleicht darüber diskutieren. (Zwischenruf des Abg. Dr. Zinggl.) Ich glaube, dass der bestehende Name noch immer der beste ist.
Beifall des Abg. List.
sprechend dann auch die Mittelaufwertung erfolgt, also diese Einrichtungen mehr Budgetmittel zur Verfügung bekommen. Und die haben sie sich wahrlich verdient. (Beifall des Abg. List.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Zinggl.
Ich sage es noch einmal: Es ist ein Zusatzbudget! Ich weiß nicht, wie Sie zu der Behauptung gekommen sind, dass dadurch anderen etwas weggenommen wird. (Zwischenruf des Abg. Dr. Zinggl.) Ich muss Ihnen gleich auch noch dazusagen, dass ich diese Vorgangsweise der Frau Finanzministerin erstens für korrekt und zweitens für transparent halte, weil wir dann diese Investitionen auch im Kunst- und Kulturbericht verankert haben und weil wir das auch gemeinsam diskutieren. Also ich sehe überhaupt nichts, was es da zu kritisieren gibt, wenn es zusätzliches Budget für zusätzliche Räumlichkeiten für die Kunst gibt, wo Ausstellungen stattfinden werden und wo wir besonders darauf Wert legen, dass auch zeitgenössische Künstler ihre Positionen darstellen können. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich sage es noch einmal: Es ist ein Zusatzbudget! Ich weiß nicht, wie Sie zu der Behauptung gekommen sind, dass dadurch anderen etwas weggenommen wird. (Zwischenruf des Abg. Dr. Zinggl.) Ich muss Ihnen gleich auch noch dazusagen, dass ich diese Vorgangsweise der Frau Finanzministerin erstens für korrekt und zweitens für transparent halte, weil wir dann diese Investitionen auch im Kunst- und Kulturbericht verankert haben und weil wir das auch gemeinsam diskutieren. Also ich sehe überhaupt nichts, was es da zu kritisieren gibt, wenn es zusätzliches Budget für zusätzliche Räumlichkeiten für die Kunst gibt, wo Ausstellungen stattfinden werden und wo wir besonders darauf Wert legen, dass auch zeitgenössische Künstler ihre Positionen darstellen können. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
In einer Zeit, wo in anderen Ländern bei Kunst und Kultur leider gespart werden musste, ist es uns gemeinsam gelungen – und da bedanke ich mich ganz besonders auch beim Regierungspartner –, das Budget für Kunst und Kultur zu erhöhen. Ich wiederhole: Gerade in einer Zeit der Budgetkonsolidierung hat diese Regierung die Budgets für Kunst und Kultur erhöht! Das muss auch einmal gesagt sein! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Es geht um die Schätze der Vergangenheit, es geht um die zeitgenössische Kunst, und es geht um ein klares Plädoyer für die öffentliche Finanzierung der Kunst und Kultur. 2007 betrug das Bundesbudget 294 Millionen €, 2013 werden es 346 Millionen € sein. Wie, Frau Abgeordnete Unterreiner, war die Entwicklung zwischen 2000 und 2006? (Neuerlicher Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
wird. Das sollte im Interesse von uns allen liegen, besonders aber natürlich im Interesse der Finanzministerin. Daher meine Gratulation an beide Ministerinnen. Ich freue mich auf neue und innovative Ausstellungen in den Prunkräumen des Finanzministeriums. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Gerade Mitteleuropa sucht eine neue Identität, vor allem die neuen Staaten. Ich glaube, wir sind uns unserer kulturellen und historischen Aufgabe vielleicht oft gar nicht so richtig bewusst. Die schauen auf uns. Geben wir ihnen das zurück, was unsere Vorfahren hier gesammelt haben! (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Wo ist hier die Ideologie, von der Sie sprechen? Ich glaube, das ist eine sehr weltumfassende Ansicht. Dafür ein großes Kompliment an die Frau Kollegin! (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abschließend noch ein Zitat von Artur Hazelius, dem Begründer des ersten Freilichtmuseums in Schweden: „Es kann der Tag kommen, da all unser Geld nicht reicht, uns ein Bild von der entschwundenen Zeit zu formen.“ – Ich füge hinzu: Um eine hoffentlich gedeihliche Zukunft zu gewinnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Kunst und Kultur sind für alle da und sollten für jeden erreichbar und nutzbar sein. Deshalb auch mein Wunsch und unser Ziel, Museen und öffentliche Bauten in Zukunft bei Umbauten und bei Neubauten möglichst barrierefrei zu gestalten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Mit der Öffnung der Prunkräume im Winterpalais wird die Museen-Landschaft in Österreich auf jeden Fall bereichert, wovon kunstinteressierte Besucherinnen und Besucher profitieren werden. Es werden aber vor allem auch die unter 19-Jährigen profitieren, denn diese sind seit der Einführung des freien Eintritts zunehmend mehr in den österreichischen Bundesmuseen anzutreffen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich komme zum Schlusswort: Dort, wo wir heute nicht ausreichend fördern, könnte uns dies morgen als bitterer Mangel aufstoßen. Der ORF hat da seine verantwortungsvolle Aufgabe endlich wahrzunehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Petzer: Nein, ist sie nicht!
Das ist der Unterschied zwischen Frankreich und Österreich. Deswegen ist Österreich den Weg gegangen, dass wir gemeinsam mit Musikproduzentinnen und -produzenten und dem ORF eine eigene Musikcharta vereinbart haben, sodass es eine Selbstverpflichtung gibt, die Sie auch angesprochen haben, die dazu führen soll, dass der Anteil an österreichischen Produktionen gesteigert werden soll. Diese Charta ist seit 2009 erfüllt worden. (Abg. Petzer: Nein, ist sie nicht!) – Nein, erfüllt nicht, aber in Kraft getreten ist sie – jetzt ist mir das richtige Wort eingefallen –, und es hat sich in den letzten drei Jahren natürlich schon der Anteil gesteigert, wenn auch noch nicht in dem Ausmaß, in dem wir uns das wünschen. Das stimmt, Herr Kollege Petzner, aber es hat eine Steigerung gegeben, und Sie wissen auch, dass diese Musikcharta jetzt eine Verlängerung bis 2014 erhalten hat. Darin ist eine noch höhere Quote vereinbart worden, um genau diesem Ansinnen Rechnung zu tragen, österreichische Produzentinnen und Produzenten, Musikerinnen und Musikern noch besser in unseren Programmen zu fördern.
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, das ist ein guter Weg. Das ist der Weg, der in Österreich machbar ist, ein Weg, der von allen mitgetragen wird und der auch dadurch noch verstärkt wird, dass es ein sogenanntes Dialoggremium gibt. Es ist dies ein Gremium, das paritätisch besetzt worden ist, in dem der Dialog geführt wird und in dem auch darauf geschaut wird, wie man dieses Vorhaben gemeinsam tatsächlich mit Leben erfüllen kann. Dort herrscht auch eine sehr gute Kommunikationsbasis zwischen dem ORF und den Musikproduzentinnen und -produzenten, und ich bin überzeugt davon, dass die Charta II, wie sie nun heißt, auch dazu führen wird, dass wir noch mehr österreichische Musik auf unseren Radiosendern hören werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Schönegger: Seit Udo Jürgens nichts mehr!
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Es hat ja am vorigen Wochenende ein „wunderbares“ Ereignis gegeben, das gezeigt hat, wie schlecht es um die österreichische Musikindustrie bestellt ist – und auch um die Fähigkeiten des ORF –, nämlich den Eurovision Song Contest. (Abg. Mag. Schönegger: Seit Udo Jürgens nichts mehr!)
Abg. Mag. Schönegger: Die Frage ist, warum man mit den Katzerln und den Pratzerln Sechster wird!
das Abschneiden der sogenannten oder angeblichen Kulturnation und Musiknation Österreich anschaut, dann muss man sich schon die Frage stellen: Warum schneiden wir immer so schlecht ab? Jetzt sind wir im Vorjahr schon Letzter geworden, mit einem Lied, dessen Titel ich jetzt nicht nenne, weil ich keinen Ordnungsruf bekommen möchte, und heuer sind wir schon wieder nicht weitergekommen und sind wieder Vorletzter geworden. (Abg. Mag. Schönegger: Die Frage ist, warum man mit den Katzerln und den Pratzerln Sechster wird!)
Abg. Mag. Schönegger: Das musst du wissen, das ist deine Diplomarbeit!
Ich finde, dass das ein wunderbares Beispiel dafür ist, wie es um den Musikstandort Österreich tatsächlich bestellt ist. Ein einziges Mal haben wir gewonnen. Wann? (Abg. Mag. Schönegger: Das musst du wissen, das ist deine Diplomarbeit!) – 1966 war das, mit „Merci, Chérie“.
Beifall beim BZÖ.
Daher noch einmal der Appell: Es geht nicht nur um die Förderung der heimischen Popkultur und des heimischen Liedgutes, es geht auch um den Schutz und die Förderung der deutschen, der österreichischen Sprache. Und ich finde, unsere Sprache ist so wunderschön, wir haben die größten Dichter. Wir haben aber auch sehr viele Musiker, sehr erfolgreiche Komponisten gehabt. Ich wünsche mir, dass Österreich so eine Musiknation bleibt, nicht nur, dass wir endlich wieder einmal den Song Contest gewinnen, meine Damen und Herren, sondern auch dass wir auf dem internationalen Pop-Markt wieder erfolgreich sind. – Aber gut, das Thema Song Contest werden wir mit Herrn Wrabetz an anderer Stelle noch zu diskutieren haben, denn bevor wir dort jemanden hinschicken, der wieder Letzter wird, bin ich dafür, dass wir gar niemanden mehr hinschicken. Oder Sie fragen vielleicht mich als Song Contest Experten; ich kann Ihnen garantieren, dass wir dann sicher besser abschneiden – Toni Vegas hin oder her. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Petzner: Das muss man wieder ändern!
Abgeordnete Mag. Silvia Grünberger (ÖVP): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ich möchte schon einmal etwas festhalten, weil ich es auch spannend finde, was Kollege Petzner gerade zum Ausdruck gebracht hat. Er hat eingangs gesagt – und das hat mit der Musikquote gar nichts zu tun –, wir haben den Song Contest schon all die letzten Jahre nicht gewonnen, wir haben nichts zu bieten (Abg. Petzner: Das muss man wieder ändern!), und eigentlich befinden wir uns, was die Musik und Musikproduktionen betrifft, in einem Entwicklungsland. – Also, das ist schon starker Tabak! (Rufe bei Abgeordneten des BZÖ: Tobak! Tobak!) Und in Wahrheit ist das auch ein Angriff auf österreichische Musiker und Musikerinnen. (Abg. Petzner: Ich hab gesagt, der ORF ist dafür verantwortlich!) Na ja, du hast vorher gesagt, die bringen nichts zusammen, wir gewinnen nichts, und im Endeffekt stehen wir schlecht da. (Abg. Amon: Vielleicht sollte der Parlamentschor antreten?)
Rufe bei Abgeordneten des BZÖ: Tobak! Tobak!
Abgeordnete Mag. Silvia Grünberger (ÖVP): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ich möchte schon einmal etwas festhalten, weil ich es auch spannend finde, was Kollege Petzner gerade zum Ausdruck gebracht hat. Er hat eingangs gesagt – und das hat mit der Musikquote gar nichts zu tun –, wir haben den Song Contest schon all die letzten Jahre nicht gewonnen, wir haben nichts zu bieten (Abg. Petzner: Das muss man wieder ändern!), und eigentlich befinden wir uns, was die Musik und Musikproduktionen betrifft, in einem Entwicklungsland. – Also, das ist schon starker Tabak! (Rufe bei Abgeordneten des BZÖ: Tobak! Tobak!) Und in Wahrheit ist das auch ein Angriff auf österreichische Musiker und Musikerinnen. (Abg. Petzner: Ich hab gesagt, der ORF ist dafür verantwortlich!) Na ja, du hast vorher gesagt, die bringen nichts zusammen, wir gewinnen nichts, und im Endeffekt stehen wir schlecht da. (Abg. Amon: Vielleicht sollte der Parlamentschor antreten?)
Abg. Petzner: Ich hab gesagt, der ORF ist dafür verantwortlich!
Abgeordnete Mag. Silvia Grünberger (ÖVP): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ich möchte schon einmal etwas festhalten, weil ich es auch spannend finde, was Kollege Petzner gerade zum Ausdruck gebracht hat. Er hat eingangs gesagt – und das hat mit der Musikquote gar nichts zu tun –, wir haben den Song Contest schon all die letzten Jahre nicht gewonnen, wir haben nichts zu bieten (Abg. Petzner: Das muss man wieder ändern!), und eigentlich befinden wir uns, was die Musik und Musikproduktionen betrifft, in einem Entwicklungsland. – Also, das ist schon starker Tabak! (Rufe bei Abgeordneten des BZÖ: Tobak! Tobak!) Und in Wahrheit ist das auch ein Angriff auf österreichische Musiker und Musikerinnen. (Abg. Petzner: Ich hab gesagt, der ORF ist dafür verantwortlich!) Na ja, du hast vorher gesagt, die bringen nichts zusammen, wir gewinnen nichts, und im Endeffekt stehen wir schlecht da. (Abg. Amon: Vielleicht sollte der Parlamentschor antreten?)
Abg. Amon: Vielleicht sollte der Parlamentschor antreten?
Abgeordnete Mag. Silvia Grünberger (ÖVP): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ich möchte schon einmal etwas festhalten, weil ich es auch spannend finde, was Kollege Petzner gerade zum Ausdruck gebracht hat. Er hat eingangs gesagt – und das hat mit der Musikquote gar nichts zu tun –, wir haben den Song Contest schon all die letzten Jahre nicht gewonnen, wir haben nichts zu bieten (Abg. Petzner: Das muss man wieder ändern!), und eigentlich befinden wir uns, was die Musik und Musikproduktionen betrifft, in einem Entwicklungsland. – Also, das ist schon starker Tabak! (Rufe bei Abgeordneten des BZÖ: Tobak! Tobak!) Und in Wahrheit ist das auch ein Angriff auf österreichische Musiker und Musikerinnen. (Abg. Petzner: Ich hab gesagt, der ORF ist dafür verantwortlich!) Na ja, du hast vorher gesagt, die bringen nichts zusammen, wir gewinnen nichts, und im Endeffekt stehen wir schlecht da. (Abg. Amon: Vielleicht sollte der Parlamentschor antreten?)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne ist die freiwillige Selbstverpflichtung von zuerst 30 Prozent und jetzt 33 Prozent die beste Vorgehensweise. Richtig ist auch, dass die Übererfüllung der Quote ausschließlich durch die Landesstudios erfolgt, und auch durch Ö1, und dass Ö3 hier jedenfalls einen Nachholbedarf hat. Wichtig ist, dass die Politik ORF und Musikindustrie auf diesem Weg unterstützt und sich natürlich auch kritisch die Einhaltung der Musikcharta anschaut. Derzeit sind wir auf einem guten Weg, und das gilt es aus meiner Sicht fortzuführen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Grünberger – in Richtung des Abg. Grosz weisend –: Ja, aber nicht wir zwei!
Abgeordneter Stefan Markowitz (STRONACH): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Kollege Petzner, ein toller Antrag! Ich muss sagen, er geht absolut in die richtige Richtung gerade auch hinsichtlich dessen, was wir vorhin angesprochen haben. – Ich möchte meiner Vorrednerin, Frau Fuhrmann und jetzt Frau Grünberger, auch noch ganz herzlich zur Hochzeit gratulieren, genauso wie dem Geri Grosz. Denn es haben zwei der hier Anwesenden geheiratet, und das freut mich ganz besonders. (Abg. Mag. Grünberger – in Richtung des Abg. Grosz weisend –: Ja, aber nicht wir zwei!)
Abg. Petzner: Das war nur ein Beispiel!
Dieser Antrag geht auch insofern in die richtige Richtung, als es ja nicht nur einmal im Jahr einen Song Contest gibt, wo wir etwas gewinnen wollen (Abg. Petzner: Das war nur ein Beispiel!), sondern es geht auch um heimische Künstler und heimische Sänger, die auch überleben wollen. Das ist, glaube ich, der richtige Schritt. Wir haben ja hier das Problem, dass wir es mit dieser Quote, mit der Selbstverpflichtung versucht haben und – wir haben ja erst kürzlich im Ausschuss darüber diskutiert, und da hat es Frau Kollegin Grünberger richtig angesprochen – dass es damit halt einfach nicht funktioniert. Und deswegen ist es mir insofern auch egal, ob ein Künstler Deutsch, Englisch oder Italienisch singt, wenn er Österreicher ist. Da muss man eben schauen, dass man das ein bisschen ausweitet.
Beifall beim Team Stronach.
Deswegen, Frau Ministerin, müssen wir uns eines überlegen: Song Contest, das ist alles gut und recht und schön. Dass Sie ein Herz für junge Menschen haben, gefällt mir auch. Aber wir haben eine Vielfalt in Österreich, und diese Vielfalt gehört auch in der Popmusik oder wo auch immer zum Ausdruck gebracht. Und deshalb würde ich mir wünschen, dass der vorliegende Antrag, der absolut richtig ist, auch insofern unterstützt wird, als wir uns alle gemeinsam zu dem bekennen, was wir sind, nämlich ein Volkskulturland, ein musisches Land. Und deswegen können wir auch dazu stehen, dass wir österreichische Künstler haben, die auch das Recht haben, zu überleben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen.
Ich kann durchaus Ihr Interesse an der Popmusik nachvollziehen, insbesondere seitdem Sie sich für Udo Jürgens so sehr interessiert haben. Aber ich glaube, es gibt einen ganz anderen Punkt, wo wir bei der Popmusik ansetzen müssten, und das sind Tourneen, die nicht finanziert werden, das sind fehlende Proberäume und vor allen Dingen das fehlende Urheberrecht. Und dafür werden wir uns auch in Zukunft einsetzen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Brosz – auf die Regierungsbank weisend – sowie weitere Abgeordnete der Grünen: Wo ist denn die Frau Bundesministerin?
Als Erste gelangt Frau Abgeordnete Dr. Moser zu Wort. – Bitte. (Abg. Brosz – auf die Regierungsbank weisend – sowie weitere Abgeordnete der Grünen: Wo ist denn die Frau Bundesministerin?)
Abg. Dr. Moser tritt an das Rednerpult.
Pardon, eine Sekunde! (Abg. Dr. Moser tritt an das Rednerpult.) – Wie Sie wollen! (Abg. Dr. Moser gibt zu verstehen, das Eintreffen der zuständigen Bundesministerin abwarten zu wollen, und verlässt das Rednerpult wieder.)
Abg. Dr. Moser gibt zu verstehen, das Eintreffen der zuständigen Bundesministerin abwarten zu wollen, und verlässt das Rednerpult wieder.
Pardon, eine Sekunde! (Abg. Dr. Moser tritt an das Rednerpult.) – Wie Sie wollen! (Abg. Dr. Moser gibt zu verstehen, das Eintreffen der zuständigen Bundesministerin abwarten zu wollen, und verlässt das Rednerpult wieder.)
Beifall bei den Grünen.
Stunde – und nicht das Zurückziehen auf die technische Nichtentscheidungsmöglichkeit. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Dieses Missverhältnis sollte auch in einem anderen Kontext noch einmal angegangen werden; sicher ist da in erster Linie das Finanzressort gefragt. Aber Ihr Ressort hat beim Grundproblem, beim Kardinalproblem Fluglärm versagt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Anton Heinzl (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kollegin Gabriela Moser, wahr ist: Unsere Frau Bundesministerin Bures drückt sich vor gar nichts. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Sehr geehrte Damen und Herren, mit dieser Gesetzesnovelle wird nicht nur ein rechtlicher Rahmen geschaffen, vielmehr wird auch auf die Bedürfnisse der Menschen eingegangen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.) Es tut mir wirklich leid, liebe Gabriela Moser, dass die Grünen dieser Gesetzesnovelle nicht zustimmen können. Es ist wichtig, dass die Privatsphäre und der Datenschutz sowie auch die Flugsicherheit und die Rechtssicherheit bei dieser Gesetzesnovelle vorrangig berücksichtigt werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Moser: Ja leider nur vorrangig!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Moser: Ja leider nur vorrangig!
Sehr geehrte Damen und Herren, mit dieser Gesetzesnovelle wird nicht nur ein rechtlicher Rahmen geschaffen, vielmehr wird auch auf die Bedürfnisse der Menschen eingegangen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.) Es tut mir wirklich leid, liebe Gabriela Moser, dass die Grünen dieser Gesetzesnovelle nicht zustimmen können. Es ist wichtig, dass die Privatsphäre und der Datenschutz sowie auch die Flugsicherheit und die Rechtssicherheit bei dieser Gesetzesnovelle vorrangig berücksichtigt werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Moser: Ja leider nur vorrangig!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich glaube, wenn fünf Parteien heute hier dieser Novelle zustimmen, dann sind wir auf dem richtigen Weg, dass wir auch die richtigen Maßnahmen setzen und den Wirtschaftsstandort Österreich weiter voranbringen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn wir aber schon bei den allgemeinen politischen Betrachtungen sind: Frau Kollegin Moser, dieses Gesetz kann und wird die Geschichte der dritten Piste so nicht regeln. Und, Frau Kollegin Moser, ich finde es ganz eigenartig, wenn unter anderem die dritte Piste und der Fluglärm in Wien als Argument der Ablehnung genommen werden, denn da müssten Sie ja in Wien ganz anders agieren! (Beifall bei der FPÖ.)
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Frau Kollegin Moser, was war denn in Wien? Die Grünen haben doch alle Anträge der Freiheitlichen gegen den Fluglärm abgelehnt. Ist das eine Linie? (Oh-Rufe bei der ÖVP.) – Oho, ja, vollkommen richtig, möchte man sagen, diesmal das Oho aus der ÖVP-Richtung. Wie schaut es denn in Tirol aus? – Die ÖVP war immer ganz klar für den Brenner Basistunnel. Was war mit den Grünen? – Seit sie in der Regierung sind, müssen sie sich staatstragend geben und kippen beim Brenner Basistunnel um wie ein Sack Reis in China. Das ist doch lächerlich! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.
Frau Kollegin Moser, was war denn in Wien? Die Grünen haben doch alle Anträge der Freiheitlichen gegen den Fluglärm abgelehnt. Ist das eine Linie? (Oh-Rufe bei der ÖVP.) – Oho, ja, vollkommen richtig, möchte man sagen, diesmal das Oho aus der ÖVP-Richtung. Wie schaut es denn in Tirol aus? – Die ÖVP war immer ganz klar für den Brenner Basistunnel. Was war mit den Grünen? – Seit sie in der Regierung sind, müssen sie sich staatstragend geben und kippen beim Brenner Basistunnel um wie ein Sack Reis in China. Das ist doch lächerlich! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Da sieht man wirklich, wie die Grünen sind: Zuerst wird dagegen Propaganda gemacht – und hinterher fallen sie um. Und auch da: Wenn es Ihnen ernst wäre mit dem Fluglärm, dann müssten Sie etwas anderes machen, als gegen dieses Gesetz zu stimmen. Da hätten Sie schon im Wiener Landtag etwas machen sollen, da hätten Sie im sogenannten partizipativen Verfahren etwas machen sollen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Pendl: Hört, hört!
Sie haben die Leute alleingelassen, und bei diesem Gesetz hätten Sie in Ruhe zustimmen können. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Pendl: Hört, hört!)
Abg. Dr. Cap: Jetzt richtig laut!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Dolinschek gelangt nun zu Wort. – Bitte. (Abg. Dr. Cap: Jetzt richtig laut!)
Beifall beim BZÖ.
Wir begrüßen diese Maßnahme, Frau Bundesminister, sehr geehrte Damen und Herren, weil die rechtliche Unsicherheit mit dem Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrzeugen jetzt beseitigt wird und ganz einfach gelöst wurde. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Cap: Wohin?
Jetzt zu einem anderen Thema, das von den Grünen angesprochen wurde, dem Fluglärm. Meine Damen und Herren, wir wissen, das Flugzeug ist das sicherste Verkehrsmittel, das es auf der Welt gibt, und wenn wir jetzt schauen, Sie alle hier herinnen, ich auch, benützen das Flugzeug relativ oft: Wenn wir in den Urlaub fliegen oder auf Geschäftsreise (Abg. Dr. Cap: Wohin?) sind oder sonst irgendetwas. Natürlich nutzen wir es auch auf parlamentarischen Reisen, und da sind die Grünen auch nicht zu Fuß unterwegs, sondern mit dem Flugzeug. Das muss man auch einmal ansprechen, wenn man hier gegen das Flugzeug und gegen den Fluglärm so wettert.
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.
Aber ich sage schon, meine lieben Grünen: Vor der eigenen Türe kehren! – denn sonst dürfte der Herr Pilz nicht auf irgendwelche Veranstaltungen fliegen, wo er gerne Sightseeing-Tours macht, die vom Parlament gesponsert werden. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.) Oder Frau Moser, wenn Sie auf internationale Kongresse fahren, wo Sie vom Parlament hingeschickt werden, oder der OSZE oder weiß ich was, da fahren Sie nicht immer mit dem Zug, sondern fliegen auch hin und wieder! Ich glaube nicht, dass Sie (Abg. Dr. Moser: Ich fliege privat überhaupt nie! Ich fahre mit dem Zug! Ich bin nach Warschau mit dem Zug gefahren, ich bin nach ! – Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Abg. Dr. Moser: Ich fliege privat überhaupt nie! Ich fahre mit dem Zug! Ich bin nach Warschau mit dem Zug gefahren, ich bin nach ! – Zwischenruf des Abg. Grosz.
Aber ich sage schon, meine lieben Grünen: Vor der eigenen Türe kehren! – denn sonst dürfte der Herr Pilz nicht auf irgendwelche Veranstaltungen fliegen, wo er gerne Sightseeing-Tours macht, die vom Parlament gesponsert werden. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.) Oder Frau Moser, wenn Sie auf internationale Kongresse fahren, wo Sie vom Parlament hingeschickt werden, oder der OSZE oder weiß ich was, da fahren Sie nicht immer mit dem Zug, sondern fliegen auch hin und wieder! Ich glaube nicht, dass Sie (Abg. Dr. Moser: Ich fliege privat überhaupt nie! Ich fahre mit dem Zug! Ich bin nach Warschau mit dem Zug gefahren, ich bin nach ! – Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Beifall der Abg. Schenk. – Heiterkeit des Abg. Grosz.
Gesetzlich haben wir gute Regeln, die sind hier auch drinnen, es sind ja Verbesserungen da, und deswegen glaube ich auch, dass die Grünen mit gutem Gewissen zustimmen könnten. Wir stimmen sicher zu. Fünf Parteien tun das, die Grünen nicht, okay, nehmen wir es zur Kenntnis. Man kann gegen alles sein, auch wenn man es selber benützt. (Beifall der Abg. Schenk. – Heiterkeit des Abg. Grosz.)
Abg. Grosz: Ich habe gelesen, dass eine Miss Austria einmal auf Parlamentskosten unterwegs war!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Hagen, ich stelle nur fest: Auf Kosten der Parlamentsdirektion fliegt niemand auf Sightseeing in diesem Haus, darauf achte ich mit großer Aufmerksamkeit. Das halte ich ausdrücklich fest! (Abg. Grosz: Ich habe gelesen, dass eine Miss Austria einmal auf Parlamentskosten unterwegs war!) – Nein, auch da irren Sie, Herr Abgeordneter!
Abg. Dr. Moser: Dann schreiben Sie es bitte hinein, dieses Minimierungsgebot!
Und genau das wird hier deutlich, nämlich wenn wir in der heutigen Beschlussfassung erstmals eine gesetzliche Vorgabe machen, bei der bei der Festlegung von Flugrouten auf die geringsten Immissionen Bedacht genommen werden muss, darauf Bedacht genommen werden muss, dass Flugrouten so eingeschlagen werden, dass es für die Menschen so wenig Lärmbelästigung wie möglich gibt und auch so wenig CO2-Ausstoß wie möglich. (Abg. Dr. Moser: Dann schreiben Sie es bitte hinein, dieses Minimierungsgebot!) Das ist etwas, das wir heute beschließen können. Das gilt für alle An- und Abflüge in Österreich, das gilt aber auch für die Streckenflüge. (Präsident Neugebauer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Präsident Neugebauer übernimmt wieder den Vorsitz.
Und genau das wird hier deutlich, nämlich wenn wir in der heutigen Beschlussfassung erstmals eine gesetzliche Vorgabe machen, bei der bei der Festlegung von Flugrouten auf die geringsten Immissionen Bedacht genommen werden muss, darauf Bedacht genommen werden muss, dass Flugrouten so eingeschlagen werden, dass es für die Menschen so wenig Lärmbelästigung wie möglich gibt und auch so wenig CO2-Ausstoß wie möglich. (Abg. Dr. Moser: Dann schreiben Sie es bitte hinein, dieses Minimierungsgebot!) Das ist etwas, das wir heute beschließen können. Das gilt für alle An- und Abflüge in Österreich, das gilt aber auch für die Streckenflüge. (Präsident Neugebauer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich denke, dies ist eine Materie, die wir gemeinsam beschließen könnten, die genau die Interessenlagen zwischen wirtschaftlichen Interessen und Bedürfnissen der Menschen in Einklang bringt. Und ich bedanke mich jetzt schon für die zumindest aus den Reden hervorgegangene breite Zustimmung. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Im Jahr 2008 hat es die letzte umfassende Änderung im Luftfahrtgesetz gegeben; seither hat es viele aktuelle Entwicklungen innerhalb der Europäischen Union gegeben, und wir werden diese jetzt in nationale Bestimmungen überleiten. (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.) Abgesehen davon werden spezielle Regelungen neu aufgenommen – einige wurden heute schon angesprochen –, etwa für die sogenannten Flugmodelle und unbemannten Luftfahrzeuge, um bisherige Schwierigkeiten und Unsicherheiten bei rechtlichen Einordnungen zu lösen.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Bartenstein.
Meine Damen und Herren! Diese Novelle sieht einen sorgfältig ausgewogenen Ausgleich der Interessen aller Beteiligten vor, dem wir von unserer Seite auch unsere Zustimmung geben werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Bartenstein.)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Um das geht es ja nicht! ... dagegen!
(Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Um das geht es ja nicht! ... dagegen!), wie derzeit glücklicherweise auch die Grünen – das nur, falls es hier ein Missverständnis geben sollte.
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Und zur Frau Kollegin Moser Folgendes: Ich wollte mich jetzt noch auf die Rede verfeinert vorbereiten und habe einiges gefunden. Ich wollte googeln und einmal schauen, welche Presseaussendungen und Vorschläge zum Thema Minimierung von Fluglärm von Ihnen vorliegen. Und irgendwie war das dann lustig, denn ich war so weit, dass ich eingegeben habe: Grüne wollen, und dann kamen folgende Vorschläge – und das hat einen Hintergrund –: Grüne wollen abschaffen; Grüne wollen bremsen; Grüne wollen abschaffen; Grüne wollen befragen; Grüne wollen verbieten; Grüne wollen beschränken; Grüne wollen verbieten. (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.) – Es ist immer das Gleiche.
Beifall bei der ÖVP.
Für die Grünen ist es bei jedem Problem am besten, etwas zu verbieten, am besten, etwas abzuschaffen, im äußersten Notfall eine Arbeitsgruppe zu gründen oder jemanden zu befragen. – Darum geht es bei den Fragen, die die Verkehrspolitik zu lösen hat, nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Moser: Schauen Sie, ... und die Flugrouten ändern, das wären zwei ganz wichtige ...!
Jetzt bin ich mir dessen völlig bewusst, dass viele Menschen unter dem Verkehrslärm und insbesondere auch unter dem Fluglärm leiden. Ich kann das nicht kleinreden. Es wäre allerdings völlig verlogen, Frau Kollegin Moser, so zu tun, als ob es in der Macht der Bundesministerin oder in irgendjemandes Macht stünde, den Fluglärm bei Beibehaltung einer halbwegs – halbwegs! – funktionierenden Luftfahrtsituation in Österreich so zu minimieren, dass sich gar keiner mehr gestört fühlt. (Abg. Dr. Moser: Schauen Sie, ... und die Flugrouten ändern, das wären zwei ganz wichtige ...!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Moser: Schenken Sie mir vielleicht eine Flugreise!
Ich wünsche Ihnen die Gnade, sich mit dem Flugzeug so weit anzufreunden, um sich auch einmal nach Afrika, vielleicht in die Vereinigten Staaten zu bewegen, draufzukommen, wie groß die Welt ist und wie wichtig es ist, dass wir auch mittels Flugzeugen miteinander vernetzt bleiben. Das wünsche ich Ihnen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Moser: Schenken Sie mir vielleicht eine Flugreise!)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Sinne hoffe ich, dass diese Anregung vielleicht das nächste Mal Eingang in dieses Gesetz findet, wenngleich wir, wie gesagt, dieser Regierungsvorlage jedenfalls unsere Zustimmung erteilen werden. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Diesbezüglich bin ich sehr frohgemut und danke für die bisherige Initiative. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.
Ich werde mich in der knappen mir zur Verfügung stehenden Redezeit nur mit dem Weltpostverein befassen. Dieser ist in etwa gleich alt wie dieses Gebäude, das österreichische Parlament: Baubeginn war 1874. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.) Damals war das Ziel die Sicherstellung des weltweiten Postdienstes und der Austausch von internationalen Briefsendungen, denn all das stand ganz am Anfang. Die Postdienste waren damals ausschließlich für das eigene Land vorgesehen, und deshalb hat man dann natürlich internationale Regelwerke gebraucht.
Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
Das Soziale ist mir ins Auge gesprungen. Dazu möchte ich jetzt noch ein paar Worte im Zusammenhang mit der Postdiskussion generell verlieren, die ja immer wieder dort und da aufflammt und wo es mit der Ehrlichkeit nicht immer zu 100 Prozent zum Besten gestellt ist, wenn ich mir nur vorstelle, was zum Beispiel der Tiroler AK-Präsident schreibt – ein Vertreter der ÖVP, der sich dann aber oft auch wieder als solcher verleugnet, der immer wieder über die ÖVP schimpft, und dann ist er wieder im Komitee für Landeshauptmann Platter. (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
„Es kann nicht angehen, dass bei einem Unternehmen wie die Österreichischen Post AG ausschließlich die Gewinnmaximierung auf Kosten der MitarbeiterInnen und des Filialnetzes als oberstes Ziel deklariert wird.“ – (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Zwischenruf des Abg. Linder.
Dann kam es zum Börsengang 2006, und jetzt ist es eben so, dass wir eine dreigeteilte Zuständigkeit haben: unter anderem jene der ÖIAG – das wird auch immer wieder wohlweislich verschwiegen –, da ist die Frau Finanzministerin zuständig. (Zwischenruf des Abg. Linder.) Wenn es aber in der öffentlichen Diskussion von vielen Vertretern besprochen wird, dann ist einzig und allein das BMVIT zuständig, wobei aber unsere Ministerin bei der letzten Universaldienstverordnung sehr wohl repariert hat, was im Rahmen dieser Möglichkeiten überhaupt möglich war. Und so kommt es eben immer wieder dazu, dass die Maximierung des Gewinns das oberste Ziel ist. Die letzte Dividende brachte 1,80 € pro Stück, und damit sind dann die Aktionäre zufrieden.
Beifall bei der SPÖ.
Das ist nicht die Anschauung von uns von der SPÖ. Wir sind gegen weitere Privatisierungen und werden das bestmöglich zu verhindern versuchen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Ich glaube schon, dass es nach der Rede des Herrn Abgeordneten nicht schlecht ist, kurz einen Blick zurückzuwerfen, wie es mit unserer Post früher aussah, und einen Blick darauf zu werfen, wie es heute aussieht. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei der ÖVP.
Das heißt, all diese Regelungen sind von ständiger Aktualität, sind wichtig, und wir geben heute sehr gerne dazu unsere Zustimmung. Ich bin sicher, dass ein bisschen weniger Staat auch der Post bisher nicht geschadet hat. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.
ber. Auch das steht in diesem Beschluss drinnen. (Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.) Die Postverwaltung gibt es dann nicht mehr.
Beifall bei der FPÖ.
Mit dem vorliegenden Beschluss wird die internationale Zusammenarbeit der Post verbessert. Dies findet daher unsere Zustimmung. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl
Man kann nicht nur der Privatisierung das Wort reden, noch dazu, wo die Post nur teilprivatisiert ist. Es sind weniger als 50 Prozent an der Börse (Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl), aber es hat sich unter dem Druck der Börsennotierung die konkrete Situation bei den klassischen Postdienstleistungen deutlich verschlechtert. Das muss man festhalten.
Beifall bei den Grünen.
Ich habe schon ein Auge darauf, dass zumindest das eingehalten wird, was Minimalstandard ist. Dieser Minimalstandard müsste eigentlich verbessert werden, denn ich sehe nicht ein, dass die Menschen, die jetzt bei der Post AG arbeiten, ein Vielfaches dessen an Arbeitsbelastung haben, was sie früher hatten. Das ist eine Schlechterstellung. Das ist qualitativ eine Abwertung gewesen. Ich will gar nicht erst von den PostbeamtInnen reden, die zwangsweise zum Nichtstun verurteilt sind, die ausgelagert sind, während gleichzeitig Leute eingestellt werden, die zu Billigstlohntarifen die Sortieranlagen bedienen. Das ist auch eine Miss- und eine Fehlentwicklung unter Ihrer Ägide. (Beifall bei den Grünen.) Das haben die Vorgänger eingefädelt, Sie führen es fort.
Beifall bei den Grünen.
Ich rufe noch in Erinnerung: Vorhin habe ich auch ein Anliegen der Bevölkerung genannt, und das war Minimierung des Fluglärms. Ich will das haben, und ich stehe dafür an diesem Pult. Und da habe ich, wie ich meine, auch die eine oder andere in Ihren Reihen hinter mir. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Wir werden dem unsere Zustimmung geben so wie alle anderen Fraktionen in diesem Haus auch, aber auch den Änderungsurkunden der Satzung der Internationalen Fernmeldeunion und des Vertrages der Internationalen Fernmeldeunion werden wir unsere Zustimmung geben. Es hat ja eine Regierungskonferenz in Guadalajara in Mexiko im Jahr 2010 stattgefunden, wo Änderungsurkunden, die Bestimmungen über die Wahl der Beitragsklasse der Mitgliedstaaten und Sektormitglieder enthalten, beschlossen wurden. Für Österreich ändert sich in diesem Bereich sozusagen nichts, es bleibt alles beim Gleichen – deswegen hier auch unsere Zustimmung. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Da wir im Ausschuss bereits sehr intensiv diskutiert haben, bin ich sehr froh darüber – und das ist auch jetzt wieder zum Ausdruck gekommen –, dass die beiden Abkommen, die heute zur Ratifizierung stehen, offensichtlich von allen im Parlament vertretenen Parteien unterstützt werden. Dafür bedanke ich mich. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Zusammenfassend, meine Damen und Herren, möchte ich feststellen, es geht bei diesem Tagesordnungspunkt Post um eine ganz altmodische Tätigkeit, nämlich um das Briefeschreiben. Ich bin mir dessen bewusst, dass die neuen Technologien nicht spurlos an uns vorübergehen, aber das Schreiben von Briefen ist etwas Charmantes, hat eine persönliche Note und sollte ein Wert bleiben, den wir auch weiterhin aufrechterhalten sollten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, wieso wir uns diese internationalen Rechtsbrüche leisten, das müssen Sie mir jetzt einmal erklären, und Sie sollen mir auch erklären, wieso wir Anrainerrechte auf diese Art und Weise schmälern, sie teilweise sogar mit Füßen treten! Da sind Sie uns Rede und Antwort schuldig, Frau Ministerin! Warum Bruch der Aarhus-Konvention, warum Bruch der EU-Regelungen, warum Verschlechterung der Rechtssituation für die Betroffenen, warum den Rechtsstaat Österreich aushöhlen mittels Ihrer sogenannten Verwaltungsreform? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Bei der Straße gibt es eine zentrale Bundesverwaltungsgerichtsbarkeit, bei der Bahn herrschen andere Gesetze. Wo ist da der Rechtsstaat, Frau Ministerin, wo ist da die Gleichstellung? Warum ist das bei der Bahn so kompliziert? Warum – das ist der nächste Punkt – gibt es keine Neuregelung des Eisenbahn-Enteignungsentschädigungsgesetzes? Wenn schon Verwaltungsreform, dann ordentlich und wirklich mit Hand und Fuß, Nägel mit Köpfen! Aber das, was Sie vorlegen, sind entweder nur Köpfe oder nur Nägel und obendrein fehlerhaft. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist ein Widerspruch, der wieder nur zeigt, worauf es Ihnen anscheinend – ich sage es wirklich höflich – ankommt. Ihnen kommt es darauf an, Bürgerrechte zu verringern und Begutachtungsfristen zu kürzen. Das ist an sich ein Weg, der uns wieder zu Demokratieverdrossenheit bei der Bevölkerung führt. Diesen Weg beschreiten wir nicht, wir wollen sogar verhindern, dass Sie ihn beschreiten! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Moser: Und bei der Eisenbahn 142!
Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Das ist eine wahrlich gewaltige Verwaltungsvereinfachung. Insgesamt werden rund 120 Sonderbehörden aufgelöst. (Abg. Dr. Moser: Und bei der Eisenbahn 142!) – Liebe Kollegin Gabriela Moser, ich sage es dir jetzt gleich, eigentlich wollte ich es dir erst später sagen: Niemand hier in diesem Haus und auch nicht das Bundesministerium und auch nicht die Frau Bundesministerin haben vor, irgendwelche Bürgerrechte in Österreich zu beschränken. Das ist ein Vorwurf deinerseits, der durch nichts zu belegen und auch nicht haltbar ist. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Das ist eine wahrlich gewaltige Verwaltungsvereinfachung. Insgesamt werden rund 120 Sonderbehörden aufgelöst. (Abg. Dr. Moser: Und bei der Eisenbahn 142!) – Liebe Kollegin Gabriela Moser, ich sage es dir jetzt gleich, eigentlich wollte ich es dir erst später sagen: Niemand hier in diesem Haus und auch nicht das Bundesministerium und auch nicht die Frau Bundesministerin haben vor, irgendwelche Bürgerrechte in Österreich zu beschränken. Das ist ein Vorwurf deinerseits, der durch nichts zu belegen und auch nicht haltbar ist. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Moser: Lies die Stellungnahme!
Sehr geehrte Damen und Herren! Bereits vor 25 Jahren (Abg. Dr. Moser: Lies die Stellungnahme!) – Was du immer liest. Du liest oft Dinge, die nur für dich verständlich sind, für die breite Masse der Bevölkerung eher nicht.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Der vorliegende Gesetzentwurf, davon bin ich überzeugt, ist gut geworden. Im Ausschuss wurde das Verwaltungsgerichtsbarkeits-Anpassungsgesetz mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und FPÖ angenommen. Ich werbe hiermit um die Zustimmung der anderen Fraktionen, das BZÖ, Herr Kollege Dolinschek, hat ja im Ausschuss eine allfällige Zustimmung im Plenum signalisiert. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall der Abg. Ursula Haubner.
Im Grunde genommen kann man dazu nur eines sagen: Es ist ein einziges Überbleibsel von der groß angekündigten Verwaltungsreform dieser Bundesregierung zu Beginn dieser Legislaturperiode. Das ist übrig geblieben, mehr ist nicht herausgekommen, und das ist uns ganz einfach zu wenig. (Beifall der Abg. Ursula Haubner.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Das haben wir gelöst, ohne damit die Kompetenzen der Länder oder gar der Landeshauptleute anzugreifen. Das rundet dieses sehr positive Gesetzeswerk ab, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall des Abg. Tadler.
Das ist wirklich ein Manko, das es zu beheben gilt, Frau Minister, und ich lade Sie ein, ebenso die Kolleginnen und Kollegen von SPÖ, ÖVP und allen anderen Fraktionen hier im Parlament, Sie können der Verkehrssicherheit damit etwas Gutes tun: Unterstützen Sie unseren Antrag! – Danke. (Beifall des Abg. Tadler.)
Beifall bei der SPÖ.
Zusammenfassend: Trotz einiger Kritikpunkte, die gekommen sind, glaube ich, dass das eine Novelle ist, die in die richtige Richtung geht und die zu Verwaltungsvereinfachung und mehr Rechtssicherheit führen wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Für Beschwerden gegen Entscheidungen nach dem UVP-Gesetz 2000 ist ab 1. Jänner 2014 also das Bundesverwaltungsgericht zuständig. Um eine bundeseinheitliche Rechtsprechung in Angelegenheiten der Bundesstraßen sicherzustellen, wäre daher für alle Verfahren nach dem Bundesstraßengesetz 1971, also auch für jene, die nicht im Rahmen eines UVP-Verfahrens abgewickelt werden, eine Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichtes vorteilhaft gewesen. Die dafür notwendige Zustimmung der Länder liegt jedoch leider nicht vor. Da es aber sein kann, dass solche Verfahren in die Zuständigkeit mehrerer Landesverwaltungsgerichte fallen, muss eine Regelung geschaffen werden, welches dieser Gerichte für das konkrete Verfahren zuständig ist. Diese Regelung wird mit dem Abänderungsantrag nunmehr geschaffen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit des Abg. Dr. Bartenstein. – Abg. Steindl: Das ist noch zu wenig!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Meine werten Kolleginnen und Kollegen! Es geht jetzt um zwei Gesetzesmaterien, die eigentlich auch Teil der sogenannten Verwaltungsreform sind, die auch zur Reform der Verwaltungsgerichtsbarkeit zählen. Nur – man sieht es schon – warum müssen wir jetzt wieder zwei extra Vorschläge abstimmen? – Weil das Gesamtvorhaben dem Parlament etwas überhudelt oder fehlerhaft vorgelegt worden ist. Aber Sie werden sich wundern, Herr Kollege Bartenstein, rechnen Sie genau nach: 50 Prozent der Anträge und der Regierungsvorlagen werden von uns heute die Zustimmung bekommen – 50 Prozent Zustimmung , halbe-halbe. (Heiterkeit des Abg. Dr. Bartenstein. – Abg. Steindl: Das ist noch zu wenig!) Also von wegen Verweigerung – wirklich keine Spur davon! Wir haben in manchen Bereichen immer fundierte Kritik geübt, aber wir machen halbe-halbe, dort wie da.
Beifall der Abg. Mag. Korun.
Und betreffend das Zweite, das Gefahrgutbeförderungsgesetz, darf ich Sie alle in Sicherheit wiegen: Da werden wir auf jeden Fall zustimmen. – Danke schön. (Beifall der Abg. Mag. Korun.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Zusammenfassend: Die Novelle des Bundesstraßen-Mautgesetzes ist ein Schritt zu mehr Verwaltungsvereinfachung für Unternehmer und zu mehr Gerechtigkeit vor allem für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Durch neue Routenführungen wären andere Gemeinden betroffen, die in diesem Dialogforum nicht involviert sind. Das heißt, da würde man die Bürgerbeteiligung ausschalten, daher ist das absolut abzulehnen (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), und es kann nicht sein, dass nur auf Wunsch der Bundeshauptstadt Wien in solche Richtungen gegangen wird. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Durch neue Routenführungen wären andere Gemeinden betroffen, die in diesem Dialogforum nicht involviert sind. Das heißt, da würde man die Bürgerbeteiligung ausschalten, daher ist das absolut abzulehnen (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), und es kann nicht sein, dass nur auf Wunsch der Bundeshauptstadt Wien in solche Richtungen gegangen wird. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: in der falschen Debatte!
Frau Bundesminister Bures, auch betreffend die Frage der digitalen Dividende sehe ich es sehr positiv, dass Sie für die Infrastruktur und für den Breitbandausbau im ländlichen Raum Geld zur Verfügung stellen wollen. Ich richte aber schon auch den Appell an Sie, dass es nicht ein paar Millionen sind oder dass es vielleicht der eine oder andere Teil ist, und der Rest läuft in die Wohnbauförderung. Wir haben bereits entsprechende Mittel für die Wohnbauförderung in den Budgettiteln. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: in der falschen Debatte!)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: War das sicher die richtige Rede?
Die gesamte digitale Dividende, der gesamte Erlös ist für den Ausbau des Breitbandes im ländlichen Raum, denn das ist der letzte Strohhalm für den ländlichen Raum, um zukunftsträchtige Arbeitsplätze zu erhalten. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: War das sicher die richtige Rede?)
Beifall bei der FPÖ
Wir haben die fahrleistungsabhängigen Mauten beim Lkw, aber wir wollen sie nicht – wir wollen sie unter gar keinen Umständen (Beifall bei der FPÖ) – im Pkw-Bereich, da geht bei uns gar nichts drüber. Ansonsten ist diesem Gesetz zuzustimmen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben die fahrleistungsabhängigen Mauten beim Lkw, aber wir wollen sie nicht – wir wollen sie unter gar keinen Umständen (Beifall bei der FPÖ) – im Pkw-Bereich, da geht bei uns gar nichts drüber. Ansonsten ist diesem Gesetz zuzustimmen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Grundsätzlich sind diese beiden Anträge und die Regierungsvorlage zum Bundesstraßen-Mautgesetz aber zu begrüßen, und wir werden dem auch unsere Zustimmung geben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Auf jeden Liter Sprit kommt die Mineralölsteuer und die Mehrwertsteuer auf die Mineralölsteuer auch noch. Das wissen ja viele Leute nicht, dass noch Mehrwertsteuer auf die Mineralölsteuer gezahlt werden muss. Das sind schon Dinge, die einmal aufgezeigt gehören. Hier sollte endlich einmal gehandelt werden, denn der österreichische Autofahrer hat schon genug gezahlt. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Nein! ! Das bringt viel mehr!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es ist so, dass wir im Herbst die Digitale Dividende, nämlich Funkfrequenzen versteigern werden. Und die sind öffentliches Eigentum. Wir haben ein Mindestgebot in der Ausschreibung von rund 500 Millionen € formuliert. Und was ich gesagt habe, ist, dass ich gerne hätte, dass wir einen Teil, nämlich die Hälfte dieses Geldes in eine digitale Infrastruktur investieren (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Nein! ! Das bringt viel mehr!), dass wir 250 Millionen € hernehmen, um die Kluft beim Zugang zu schnellen Internetverbindungen zwischen Stadt und Land zu schließen, damit wir keine Kluft haben, wenn es um eine moderne Wissensgesellschaft und auch den Zugang dazu zwischen Jung und Alt geht, und dass wir genau in diesen Bereich investieren.
Abg. Kopf: Auch Eigentum!
Und ja, ich habe dann gesagt, dass ich in einem ganz anderen Zusammenhang der Auffassung bin, wenn wir leistbares Wohnen erreichen wollen – und ich bin davon überzeugt, dass es wichtig ist, alles zu tun, damit sich Menschen ihre Miete auch leisten können (Abg. Kopf: Auch Eigentum!) –, dass dies einer der entscheidenden Punkte ist, dass wir das Angebot erhöhen.
Demonstrativer Beifall bei den Grünen sowie Beifall bei der SPÖ.
soll – als Vorschlag genannt, aber ja, ich bin dafür, dass wir in Zeiten wie diesen ein Konjunkturpaket zum Thema Wohnen schnüren, dass wir in diesem Bereich, ob das jetzt der zweite Teil der Digitalen Dividende ist oder nicht, heute ein Konjunkturpaket schnüren, bei dem es um mehr soziales, leistbares Wohnen geht, dass wir heute in diesen Bereich investieren, heute damit Wachstum generieren, Beschäftigung generieren und morgen Wohnungen für die jungen Leute haben, die sie sich leisten können. Und ich stehe dazu, dass ich dafür bin, dass wir das tun. (Demonstrativer Beifall bei den Grünen sowie Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.
All diese Investitionen – wie gesagt, jeder zweite Euro – gehen in die Verkehrssicherheit, weil neben der Frage, wie man den Verkehr auf der einen Seite ökologisch organisiert, ist der zweite Schwerpunkt die Verkehrssicherheit. Und beides spiegelt sich in dieser Novelle wider. (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Zum Abgeordneten Hagen, der uns die Spritpreissituation in Deutschland erklärt hat: Ich würde ihm empfehlen, nach Italien zu fahren. Ich habe es vorige Woche genossen. Dort kostet 1 Liter Diesel zwischen 1,70 € und 2 €. Also das sind gewaltige Summen, die man dort bezahlen muss. Ich war froh, als ich wieder in Österreich war (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.) – Eineinhalb Tage war ich drüben, also nicht auf Urlaub. – Ich war froh, als ich wieder in Österreich war und 1,36 € für 1 Liter Diesel bezahlt habe.
Beifall bei der SPÖ.
Die nunmehrige Festlegung von einheitlichen Merkmalen bei technischen Kompetenzen ist eine ganz wichtige Sache, die wir hier mit dieser Novelle beschließen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Mit dieser Vorlage werden wir den nächsten Schritt setzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Danke sehr. (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch die Einführung des Tatbestandes der Mautprellerei ist im Gesetz enthalten. Mautprellerei ist nämlich dann gegeben, wenn es der Zulassungsbesitzer unterlässt, bei vorläufiger Zuordnung eines Fahrzeuges zu einer Tarifgruppe den fehlenden Nachweis der EURO-Emissionsklasse nachzubringen. Zusätzlich werden Fahrunternehmer verpflichtet, ihre Arbeitnehmer zeitgerecht vom Einlangen einer Ersatzmautaufforderung zu unterrichten. Das dient dazu, dass die Fahrer, die Fahrunternehmer vor Verwaltungsstrafen bewahrt werden – und das ist gut so. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich denke, Lärmschutz ist ein sehr wichtiges Thema und sollte hier auch angegangen werden – auch mit den Mauteinnahmen. Das macht Sinn und ist eine Vorbeugung vor Erkrankungen, die durch Lärm verursacht werden. Somit gehört das unbedingt umgesetzt. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitliche fordern eine ganz klare Verpflichtung der Bundesländer, nicht über Artikel-15a-Vereinbarungen, die es auch noch nicht gibt, sondern sogar eine verfassungsrechtliche Regelung, die den Klimaschutz festschreibt und mit der die Bundesländer verpflichtet werden, die Klimaschutzmaßnahmen einzuhalten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und im Zuge der gesamten Debatte über das Lebensministerium insgesamt sind wir zur Ansicht gekommen, dass wir das Umweltschutzministerium vom Landwirtschaftsministerium unbedingt zu trennen haben, um einen glaubwürdigen, ehrlichen Umweltschutzminister zu haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.
Es ist nun einmal so, dass Wirtschaftswachstum und das Ansteigen von Emissionen nicht gänzlich entkoppelt werden können, wie das speziell von den Grünen immer wieder gesagt wird. Es gibt einfach einen Zusammenhang, und damit begründen sich auch Steigerungen durch ein höheres Wirtschaftswachstum. (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.)
Abg. Mag. Brunner: Wir preschen nicht vor, wir sind Schlusslicht!
Es braucht aber generell im Zusammenhang mit dem Klimaschutz eine weltweite Sicht und kein alleiniges österreichisches und europäisches Vorpreschen. Ich darf da Jean-Claude Juncker zitieren, der beim heutigen EU-Gipfel gesagt hat: Es braucht eine gemeinsame Kraftanstrengung, es bringt nichts, wenn wir immer weiter vorpreschen, während sich andere zurücklehnen und nichts tun. (Abg. Mag. Brunner: Wir preschen nicht vor, wir sind Schlusslicht!) Ich glaube, wir brauchen ein gemeinsames Vorgehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es braucht aber generell im Zusammenhang mit dem Klimaschutz eine weltweite Sicht und kein alleiniges österreichisches und europäisches Vorpreschen. Ich darf da Jean-Claude Juncker zitieren, der beim heutigen EU-Gipfel gesagt hat: Es braucht eine gemeinsame Kraftanstrengung, es bringt nichts, wenn wir immer weiter vorpreschen, während sich andere zurücklehnen und nichts tun. (Abg. Mag. Brunner: Wir preschen nicht vor, wir sind Schlusslicht!) Ich glaube, wir brauchen ein gemeinsames Vorgehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die ÖVP und speziell unser Umwelt- und Lebensminister Berlakovich sind ein Garant dafür, dass effizienter Klimaschutz betrieben wird und dass Betriebe und Arbeitsplätze nicht durch überbordende Maßnahmen gefährdet werden. Das bringt uns alle nicht weiter. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Es wäre aber notwendig, dass Österreich einmal vorprescht. Wenn jemand die internationalen Verhandlungen beobachtet, so sieht er: Klimaschutz und der Klimawandel sind die größte Herausforderung unseres Jahrhunderts. (Beifall bei den Grünen.) Ich finde es traurig und beschämend, dass die Regierungschefs dieser Erde nicht fähig sind, ein Klimaabkommen zu erreichen, das uns hilft, den Klimawandel in den Griff zu bekommen.
Abg. Neubauer: Darum ist es ein Schmarr’n!
Von einem Gesetz erwarte ich mir, dass Folgendes drinnen steht: Welche Ziele verfolgen wir? Mit welchen Maßnahmen erreichen wir diese Ziele? Wer ist wofür zuständig? Was geschieht bis wann? Wie wird kontrolliert, und was geschieht, wenn nichts geschieht? Welche Sanktionen gibt es dann? – All das steht in diesem Gesetz nicht drinnen, deswegen ist auch nichts geschehen. (Abg. Neubauer: Darum ist es ein Schmarr’n!)
Beifall bei den Grünen.
Die EU-2020-Ziele werden auf der Basis des Jahres 2005 berechnet, da hatte Österreich das All-Time-High bei den CO2-Emissionen. Das ist jetzt unser Basisjahr, von dort aus werden Reduktionen gerechnet. International wird das Basisjahr 1990 herangezogen. Wenn wir das gegenüberstellen, sind die EU-Ziele für Österreich ein Nullziel, also ein Zurück an den Start. Mit Ihrer Klimaschutzpolitik werden wir nicht einmal dieses Nullziel erreichen, sondern mehr ausstoßen, als es noch 1990 der Fall war. Das ist peinlich und hat mit aktiver Klimaschutzpolitik überhaupt nichts zu tun. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich finde, dass gerade ein Land wie Österreich prädestiniert wäre, Vorreiter im Klimaschutz zu sein und anderen Regionen auf der ganzen Erde etwas zu zeigen. Es wird von uns auf den Klimakonferenzen auch erwartet, zu zeigen, wie man Wohlstand und Klimaschutz in Einklang bringen kann. Das ist möglich. Wer soll es schaffen, wenn nicht ein Land wie Österreich? Mit dieser Regierung werden wir es nicht schaffen. Deswegen: Österreich braucht ein eigenständiges, starkes und engagiertes Umweltministerium. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Mit der heutigen Novelle machen wir einen weiteren Schritt im Bereich des Klimaschutzes, den ich unterstütze. Ich gebe dem Herrn Minister aber mit auf den Weg, dass durchaus noch großer Handlungsbedarf besteht, um ambitionierte Klimaschutzperspektiven für die Ziele bis 2050 zu entwickeln. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsident Dr. Graf übernimmt wieder den Vorsitz.
Abgeordneter Mag. Rainer Widmann (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Das Klimaschutzgesetz hat uns auch im Umweltausschuss sehr intensiv beschäftigt, und, Herr Minister, wir haben es dort mit vielen Argumenten, die bereits genannt worden sind, inhaltlich zerpflückt. Das Einzige, das jetzt konkretisiert worden ist, sind die sektoralen Höchstgrenzen bei den Treibhausgasemissionen. Das hat man jetzt festgelegt – das ist aber auch schon alles –, in der Anlage 2, das ist der Kern dieser Novelle. (Präsident Dr. Graf übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Neubauer: Ganz bewusst gibt es die nicht!
Die Generalkritik am Klimaschutzgesetz bleibt aber voll aufrecht: Es gibt keine klaren Verantwortlichkeiten. Das Einzige, das klar geregelt ist, Herr Umweltminister, ist, dass Sie als Umweltschutzminister die Verhandlungen für den Klimaschutz führen. No na – es fehlt noch, das im Gesetz hinzuzufügen. Das ist das Einzige, das klar geregelt ist. Es gibt keine klaren Zielvorgaben innerhalb der Sektoren: Wie? Bis wann? Welche Maßnahmen müssen erreicht werden? Das gibt es auch nicht. Und es gibt da auch keine Sanktionen, Herr Minister. (Abg. Neubauer: Ganz bewusst gibt es die nicht!) Wenn Bund und Land wieder streiten, wer was wo umzusetzen hat, dann kann ich mir gut vorstellen, was herauskommt: heiße Luft, und zwar gegen den Klimaschutz, aber mit Sicherheit keine entsprechende Reduktion von Treibhausgasen.
Beifall beim BZÖ.
Ein ordentliches Energieeffizienzgesetz wird oder sollte demnächst hier verabschiedet werden. Was liegt denn vor? – Was hier vorliegt, ist kein Energieeffizienzgesetz, sondern ein Nullgesetz. Das bringt überhaupt nichts. Im Gegenteil: Die Industrie fürchtet sogar entsprechend starke Standortnachteile, und dort, wo man etwas machen könnte, macht man nichts, dort gibt es nur reine Absichtserklärungen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie sehen, Herr Minister, es gäbe konkret viel zu tun, und Sie tun nichts. Daher werden wir das Klimaschutzgesetz als zahnlosen Papiertiger ablehnen. (Beifall beim BZÖ.)
Ruf beim BZÖ: Das ist ja so ein Blödsinn!
Zu aktuellen Ereignissen: Wer gestern das Gewitter über Wien erlebt hat, muss zugeben, dass wir selbstverständlich eine Klimaverschiebung haben – Hagel, Hitze, Dürre und dergleichen. Was man aber oft vergisst, ist, dass auch verstärkter Schädlingsdruck dabei ist. Denken wir an den Buchsbaumzünsler, der jetzt zum Beispiel in ganz Ostösterreich auftritt und alles zusammenfrisst. Ähnliches werden wir in Hinkunft mit dem Maiswurzelbohrer auch beim Mais haben, der natürlich auch durch die Klimaverschiebung da ist. (Ruf beim BZÖ: Das ist ja so ein Blödsinn!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Heute in der Früh beim Kaffee ist mir fast das Kipferl im Mund stecken geblieben. Ich habe die „Ö3“-Werbung zur Umstellung auf Heizen mit Öl gehört. Heizen mit Heizöl, heizen mit gefärbtem Diesel ist meines Erachtens das Unintelligenteste, das man machen kann, diese Wundersubstanz Diesel bloß zu verbrennen, bloß Energie, nämlich Wärme daraus zu schaffen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir brauchen einen klaren Impuls für erneuerbare Energieformen, für die Biomasse, für die Sonne im Bereich der Hitze, der Wärme. Es gilt, Green Jobs zu schaffen, Einkommen zu schaffen, krisenfeste Energieformen zu finden, Versorgungssicherheit herzustellen und damit letztendlich der Umwelt zu dienen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Kollege Widmann hat auch schon gesagt, dass der Rechnungshof hurtig kritisiert hat, dass Sie keine klaren Ziele verfolgen. Die Arbeiterkammer sprach davon, dass alles ohne sachliche Grundlagen zustande gekommen sei. Die Stellungnahme – noch einmal – des BMVIT wiederum sprach davon, dass überhaupt nichts akkordiert wurde. – Kurz: ein großes Durcheinander mit Kompetenzmängeln. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung!
Der Klimawandel ist eindeutig eine Bedrohung, aber viele sehen das nicht so. In Sonntagsreden beschwören viele in Österreich und auch weltweit, wie wichtig der Klimawandel ist. Allein, es geschieht zu wenig, sonst wären wir im Klimaschutz in Österreich und auch weltweit weiter. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung!) Das trifft auch auf Grüne zu und auf andere, die in ihrer Retropolitik noch immer nicht erkannt haben, dass Kyoto 2012 beendet wurde und wir uns jetzt weltweit in einer neuen Periode befinden.
Beifall bei der ÖVP.
Viele Länder sagen: Wir brauchen Energie, wir brauchen billige Energie, und die könnten wir erreichen, indem wir auf Atomkraft setzen. Sie wollen Technologieneutralität, was heißt, dass erneuerbare Energie der Atomkraft gleichgesetzt würde. Dann kann auch die Atomkraft mit staatlichen Mitteln gefördert werden. Ich habe mich dagegen ausgesprochen, Energieminister Mitterlehner hat sich auf unserem gemeinsamen informellen Rat in Irland dagegen ausgesprochen, und Österreich spricht sich insgesamt dagegen aus. Aber in Europa spielt sich vieles anderes ab, und Österreich ist an der Spitze jener Staaten, die gegen die Atomkraft auftreten und für die erneuerbare Energie. Aber dieser Kampf wird schwieriger und aufwendiger. Wir bleiben aber trotzdem dran. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Brunner: Es ist ja nicht verbindlich!
Warum ist das entstanden? – Weil eben in Österreich viele den Klimaschutz nicht ernst genommen haben, verschiedene auf Bundesebene, verschiedene Sektoren, aber auch in den Bundesländern. Mir war es ein großes Anliegen, alle ins Boot zu bekommen, die Bundesstellen und auch die Bundesländer, was auch gelungen ist. Wir haben 2011 das Klimaschutzgesetz beschlossen. Es war wichtig, dass alle erstmals verbindlich für den Klimaschutz sind und gemeinsam in eine Richtung arbeiten. (Abg. Mag. Brunner: Es ist ja nicht verbindlich!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben entschieden und gesagt, dass wir diese Maßnahmenpakete machen. Klar ist, dass wir unsere Klimaschutzziele erreichen müssen – nicht um der Ziele willen, sondern weil es wichtig ist, um Lebensqualität abzusichern und gleichzeitig Österreich nachhaltig in Richtung einer Wirtschaft zu verändern, die kohlenstoffarm ist, die Treibhausgase reduziert und damit auch neue Arbeitsplätze, Green Jobs, nachhaltige Arbeitsplätze schafft, für die Ökologie. Herzlichen Dank für die Mitarbeit allen, die sich hier positiv eingebracht haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, daher geht es darum, wirklich ein Umweltministerium zu entwickeln und überhaupt einmal auf den Weg zu bringen, das die Ziele einer BürgerInnenbeteiligung und eines gesellschaftlichen Aufbruchs in diesem Land organisiert. Hier knüpfe ich noch einmal an die Umweltsprecherin der Grünen, Christiane Brunner, an, die darauf hinweist – und das nicht erst seit heute oder seit gestern macht, wie manche Vorredner –, dass wir ein eigenständiges Umweltministerium brauchen. Christiane Brunner macht das schon seit einigen Jahren, und sie hat völlig recht: Wir brauchen ein eigenständiges Umweltministerium, und wir werden es auch bekommen, Herr Bundesminister, früher, als Sie glauben. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Brunner: Das war ja nicht die Aussage!
Also erzählen Sie da nicht irgendwelche Schauermärchen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Brunner: Das war ja nicht die Aussage!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Überschriftengesetz!
Ich ersuche jene Damen und Herren, die dem vorliegenden Gesetzentwurf auch in dritter Lesung ihre Zustimmung erteilen, um ein diesbezügliches Zeichen. – Auch das ist die Mehrheit. Der Gesetzentwurf ist somit auch in dritter Lesung angenommen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Überschriftengesetz!)
Abg. Mag. Brunner: Aha, ist ein Fehler passiert?
Zum Vorbringen einer Druckfehlerberichtigung zu Punkt 17 erteile ich dem Berichterstatter, Herrn Abgeordnetem Ing. Schultes, das Wort. – Bitte. (Abg. Mag. Brunner: Aha, ist ein Fehler passiert?)
Abg. Mag. Gaßner: Und wo war jetzt der Fehler?
„Zum Berichterstatter für das Plenum wurde Abgeordneter Ing. Hermann Schultes gewählt.“ – Danke schön. (Abg. Mag. Gaßner: Und wo war jetzt der Fehler?)
Demonstrativer Beifall bei Grünen und BZÖ. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Genau!
Abgeordneter Werner Neubauer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Ja, Herr Bundesminister Berlakovich, fünf Jahre Umweltschutz zum Thema Umwelt, Wasser, Klima haben Sie nun hinter sich. Eigentlich müsste man nach fünf Jahren das Resümee ziehen, nicht Sie schützen die Umwelt und das Klima und das Wasser, sondern die Umwelt, das Klima und das Wasser müssten eigentlich vor Ihnen geschützt werden. (Demonstrativer Beifall bei Grünen und BZÖ. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Genau!)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
anderen zu kritisieren, ohne auch nur einmal zu sagen, jawohl, hier hätten wir wirklich mehr weiterbringen können. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir als Freiheitliche werden so einer Vorlage nicht unsere Zustimmung geben, sehr geehrter Herr Bundesminister Berlakovich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist eine Entwicklung, meine sehr geehrten Damen und Herren, da hätte ich mir in Europa von österreichischen Umweltpolitikern härtere Worte erwartet als die, die heute in Brüssel gefallen sind. Das war mir ganz ehrlich zu wenig. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
Wenn Sie beim letzten Tagesordnungspunkt der Umweltagenden sagen, dass das Emissionszertifikategesetz geändert wird, so ist mir auch das zu wenig. Und wenn Sie sagen, dass die oberösterreichische Umweltanwaltschaft sogar massiv die Verfassungsrechtlichkeit bei dieser Gesetzesvorlage einmahnt, dann können Sie mit der Zustimmung der Freiheitlichen nicht rechnen. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.)
Beifall bei der ÖVP. – Heiterkeit bei FPÖ, SPÖ und Grünen über den erst verzögert erfolgten Beifall.
Ich will mich daher an dieser Stelle ganz besonders bei allen bedanken, die in diesen vielen Jahren diesen Umweltsenat weiterentwickelt, gestaltet und durch ihre persönliche Arbeitskraft auch umgesetzt haben. Da ist gute Arbeit geleistet worden; viele ordentliche Umweltverträglichkeitsprüfungen konnten abgewickelt werden. Ein Danke an all die Damen und Herren. – Ich freue mich über den Applaus des Hohen Hauses für diese Menschen. (Beifall bei der ÖVP. – Heiterkeit bei FPÖ, SPÖ und Grünen über den erst verzögert erfolgten Beifall.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner
Für euch von den Grünen – jetzt sind schon zwei, drei mehr im Saal als vorher – ist Umweltpolitik das große Spektakel, die Show (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner) und der tägliche Anlass, um mehr Gesetze, mehr Verordnungen, mehr Verbote zu verlangen. Für uns ist Umweltpolitik das, was mit Hausverstand und Augenmaß umgesetzt werden kann, das, was letztendlich in der wirklichen Welt der Menschen die tägliche Umweltsituation verbessert. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Und das ist mehr wert als ein billiges Lachen, das ist ein ordentliches Dankeschön an die wert, die sich wirklich darum bemühen. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Für euch von den Grünen – jetzt sind schon zwei, drei mehr im Saal als vorher – ist Umweltpolitik das große Spektakel, die Show (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner) und der tägliche Anlass, um mehr Gesetze, mehr Verordnungen, mehr Verbote zu verlangen. Für uns ist Umweltpolitik das, was mit Hausverstand und Augenmaß umgesetzt werden kann, das, was letztendlich in der wirklichen Welt der Menschen die tägliche Umweltsituation verbessert. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Und das ist mehr wert als ein billiges Lachen, das ist ein ordentliches Dankeschön an die wert, die sich wirklich darum bemühen. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Für euch von den Grünen – jetzt sind schon zwei, drei mehr im Saal als vorher – ist Umweltpolitik das große Spektakel, die Show (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner) und der tägliche Anlass, um mehr Gesetze, mehr Verordnungen, mehr Verbote zu verlangen. Für uns ist Umweltpolitik das, was mit Hausverstand und Augenmaß umgesetzt werden kann, das, was letztendlich in der wirklichen Welt der Menschen die tägliche Umweltsituation verbessert. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Und das ist mehr wert als ein billiges Lachen, das ist ein ordentliches Dankeschön an die wert, die sich wirklich darum bemühen. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ich freue mich sehr, dass wir bei der Umweltverträglichkeitsprüfung weiterkommen. Ich freue mich sehr, dass das Bundesverwaltungsgericht eingerichtet wird, und ich wünsche diesem wichtigen Gerichtskörper eine gute Überleitung, eine gute Arbeit und letztendlich einen guten Dienst für Österreich, denn wir brauchen das Berufungsrecht für die Bürger, für die Bürgergesellschaft und für all jene, die legale Einwände einzubringen haben, wenn ein Projekt betrieben wird. Denn nur mit guter Prüfung können gute Projekte dauerhaft verwirklicht werden. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Dieses Gesetz regelt Beteiligungsmöglichkeiten und die Prüfung von Anlagen auf ihre Umweltverträglichkeit hin. Ich finde, genau darum geht es: Prüfung auf Umweltverträglichkeit – es darf nur das passieren, was wirklich umweltverträglich ist – und Beteiligungsmöglichkeiten für die Menschen, die sich in ihrer Freizeit, mit ihrem eigenen Geld ehrenamtlich für die Umwelt engagieren – egal, ob in NGOs, ob in BürgerInneninitiativen oder ganz einfach als AnrainerIn. Gott sei Dank gibt es davon sehr, sehr viele in Österreich – nicht in der Regierung, aber in Österreich –, und ich möchte mich hier bei all diesen Menschen bedanken, denn dieses Engagement ist bitter nötig. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Schultes: Die einen arbeiten, die anderen stehen herum!
Welchen Zugang man zur Umweltpolitik hat, zeigt sich auch daran, was man in dieses Gesetz hineinschreibt. Wenn man nämlich einen ordentlichen Zugang hat, dann unterstützt man diese Menschen, die sich für die Umwelt engagieren. Ich glaube, man kann den Zugang zur Umweltpolitik auch daran messen, mit welchen Interessenvertretungen man zusammenarbeitet – ob vielleicht mit Umwelt-NGOs und Bürgerinitiativen oder vielleicht mit der Industriellenvereinigung und diversen Chemielobbys. (Abg. Ing. Schultes: Die einen arbeiten, die anderen stehen herum!)
Beifall bei den Grünen.
Ich glaube, es ist in Österreich mittlerweile sehr klar, wie hier die Rollen verteilt sind, und die Bürgerinnen und Bürger können sich mittlerweile, glaube ich, ein sehr gutes Bild machen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Josef Auer: Vier Tagesordnungspunkte!
Als Vorsitzende des Umweltausschusses ist es mir aber auch ein Anliegen, hier zu thematisieren – ich habe es schon gesagt –, dass in diesen drei Tagesordnungspunkten 15 Gesetzesmaterien behandelt werden. (Abg. Mag. Josef Auer: Vier Tagesordnungspunkte!) Ich finde, das zeigt den Umgang der Regierung mit der Umweltpolitik.
Abg. Ing. Schultes: Stimmt ja nicht!
Ich werde jetzt auf ein paar „Highlights“ im negativen Sinne eingehen. Das erste ist das UVP-Gesetz, das schon angesprochen wurde. Die Partizipationsmöglichkeiten für BürgerInnen haben sich überhaupt nicht verbessert, im Gegenteil: Sie haben sich verschlechtert, vor allem, was das Feststellungsverfahren angeht. (Abg. Ing. Schultes: Stimmt ja nicht!) Da hier UVP-Gesetze aus anderen Ländern angesprochen wurden: Auch das österreichische Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz ist nicht EU-konform. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Schultes.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Schultes.
Ich werde jetzt auf ein paar „Highlights“ im negativen Sinne eingehen. Das erste ist das UVP-Gesetz, das schon angesprochen wurde. Die Partizipationsmöglichkeiten für BürgerInnen haben sich überhaupt nicht verbessert, im Gegenteil: Sie haben sich verschlechtert, vor allem, was das Feststellungsverfahren angeht. (Abg. Ing. Schultes: Stimmt ja nicht!) Da hier UVP-Gesetze aus anderen Ländern angesprochen wurden: Auch das österreichische Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz ist nicht EU-konform. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Schultes.)
Abg. Ing. Schultes: Was hätten Sie gerne?
Es wird in dem UVP-Gesetz das Fortbetriebsrecht eingeführt oder beibehalten, von dem ich finde, dass das mit Rechtsstaatlichkeit überhaupt nichts mehr zu tun hat. Darin ist geregelt, dass zum Beispiel, wenn der Verwaltungsgerichtshof bei einem großen Straßenprojekt einen Bescheid aufhebt – also keine gültige Baugenehmigung mehr vorliegt –, der Bau trotzdem bis zu einem Jahr lang fortgeführt werden darf. Wo ist da der Rechtsstaat? (Abg. Ing. Schultes: Was hätten Sie gerne?) – Wenn es keinen Bescheid gibt, dann darf nicht gebaut werden! Das gilt für jeden Häuslbauer, und das muss für Straßenprojekte auch gelten! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es wird in dem UVP-Gesetz das Fortbetriebsrecht eingeführt oder beibehalten, von dem ich finde, dass das mit Rechtsstaatlichkeit überhaupt nichts mehr zu tun hat. Darin ist geregelt, dass zum Beispiel, wenn der Verwaltungsgerichtshof bei einem großen Straßenprojekt einen Bescheid aufhebt – also keine gültige Baugenehmigung mehr vorliegt –, der Bau trotzdem bis zu einem Jahr lang fortgeführt werden darf. Wo ist da der Rechtsstaat? (Abg. Ing. Schultes: Was hätten Sie gerne?) – Wenn es keinen Bescheid gibt, dann darf nicht gebaut werden! Das gilt für jeden Häuslbauer, und das muss für Straßenprojekte auch gelten! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: Das glauben Sie doch selbst nicht!
Zum § 53 Wasserrechtsgesetz. Auch hier sieht man, wie der Zugang nicht nur zur Umweltpolitik, sondern zur Politik generell ist. Die Planungen, die Rahmenplanungen werden an die Wirtschaft ausgelagert. Energiekonzerne können wasserwirtschaftliche Pläne darüber abliefern, wo sie ein Kraftwerk für notwendig halten. Das hat dann auch spezielles Gewicht und wird in Verfahren dann auch so bewertet. Es kann nicht sein, dass sich die Energiewirtschaft und die Konzerne hier das öffentliche Interesse selbst ausstellen. Eine Rahmenplanung ist Aufgabe der öffentlichen Hand, Herr Minister. Ich hätte Sie aufgefordert, diese aus energiewirtschaftlicher und ökologischer Sicht notwendige Planung selbst in die Hand zu nehmen und nicht den Konzernen zu überlassen. (Beifall bei den Grünen. – Bundesminister Dipl.-Ing. Berlakovich: Das glauben Sie doch selbst nicht!) – Ja, natürlich glaube ich das! Ich nehme ernst, was wir vertreten, im Gegensatz zu Ihnen.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir es bekommen!
Aber es zeigt sich wieder einmal: Für eine seriöse Umweltdebatte hier im Haus, im Parlament und vor allem für eine seriöse Umweltpolitik braucht Österreich dringend ein eigenständiges, starkes und engagiertes Umweltministerium. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir es bekommen!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gerade diese notwendigen Investitionen zur Instandhaltung, aber auch zur Erweiterung, sind ein wichtiger Bereich. Das müssen wir unterstützen, sonst hätten die verantwortlichen Bürgermeister und die Kommunen eine Gebührenerhöhung durchführen müssen – was wir natürlich ablehnen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zum Schluss noch ein Ansatz: Wir sollten schauen, dass in den durchzuführenden Finanzausgleichsverhandlungen der Investitionserhebungsbericht des Ministeriums als Grundlage herangezogen wird, um auch den Kommunen weitere Investitionen zu ermöglichen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Ing. Schultes: Das stimmt doch alles nicht! Das sind Unterstellungen!
Heiße Diskussionen finden auch über das aktuelle Bienensterben statt. Das ist ein Riesenskandal! Unter dem Vorwand von Datenschutz und Amtsgeheimnis hat Noch-Minister Berlakovich lange vorsätzlich jede Information über den Einsatz von Pestiziden verweigert. (Abg. Ing. Schultes: Das stimmt doch alles nicht! Das sind Unterstellungen!) Berlakovich und die ÖVP schütten unsere Umwelt mit Tonnen von Giften zu und vernichten Leben. Erst auf öffentlichen Druck ist Giftminister Berlakovich seiner verdammten Informationspflicht nachgekommen. (Abg. Ing. Schultes: Das ist ja unerhört, solche Beschimpfungen in diesem Haus!)
Abg. Ing. Schultes: Das ist ja unerhört, solche Beschimpfungen in diesem Haus!
Heiße Diskussionen finden auch über das aktuelle Bienensterben statt. Das ist ein Riesenskandal! Unter dem Vorwand von Datenschutz und Amtsgeheimnis hat Noch-Minister Berlakovich lange vorsätzlich jede Information über den Einsatz von Pestiziden verweigert. (Abg. Ing. Schultes: Das stimmt doch alles nicht! Das sind Unterstellungen!) Berlakovich und die ÖVP schütten unsere Umwelt mit Tonnen von Giften zu und vernichten Leben. Erst auf öffentlichen Druck ist Giftminister Berlakovich seiner verdammten Informationspflicht nachgekommen. (Abg. Ing. Schultes: Das ist ja unerhört, solche Beschimpfungen in diesem Haus!)
Beifall beim BZÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Die Bürger haben ein Recht, zu erfahren, welche Gifte, welche Pestizide in welcher Menge mit welchen Konsequenzen in das Ökosystem gebracht werden. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Schultes.
Minister Berlakovich droht mit der Gentechnikkeule und sucht nicht nach Alternativen für eine gesunde Landwirtschaft. Alternativen wie beispielsweise Fruchtfolgeänderungen sind ausreichend vorhanden, werden aber von der ÖVP ständig blockiert. Berlakovich ist ein Lobbyist von Giftkonzernen und von diesen abhängig. Berlakovich steht für die Verschwendung von Steuergeldern in Millionenhöhe. Berlakovich hat für seine Selbstdarstellung, für seine Eitelkeit zumindest 29 Millionen € für Inserate verbraten. (Zwischenruf des Abg. Ing. Schultes.) Das ist eine Ungeheuerlichkeit, die auch vom Rechnungshof sehr, sehr schwer gerügt wird.
Beifall beim BZÖ.
Berlakovich ist laufend in einem Interessenkonflikt zwischen Umwelt und Landwirtschaft. Das BZÖ fordert sofort eine Kompetenzentrennung, da sind wir auf einer Ebene mit den Grünen und den Freiheitlichen. Berlakovich ist als Umwelt- und Landwirtschaftsminister längst gescheitert. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg Gahr.
Gerüchten zufolge steht die Ablöse ohnehin unmittelbar bevor: Kollege Auer, der jetzt nicht da ist, Grillitsch oder auch Schultes kommen in Frage; wir haben es heute schon diskutiert. Auch eine Frau wird genannt, Elisabeth Köstinger, offenbar im Hinblick auf die ÖVP-Frauenquote. Diese Personen werden jetzt als Nachfolger dieses gescheiterten Umweltministers gehandelt. (Zwischenruf des Abg Gahr.)
Beifall beim BZÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Abschließend noch zu diesen vier Regierungsvorlagen: Diese sind alle mangelhaft, und damit sind sie auch ein Sittenbild Ihrer gescheiterten Umweltpolitik. Deshalb lehnt auch das BZÖ diese Vorlagen ab. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ich verstehe kein Wort! Reden Sie bitte ein bisschen lauter!
Abgeordneter Konrad Steindl (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Herr Kollege List! Sehr überzeugend war die aufgeschriebene Rede nicht, die Sie da von sich gegeben haben und mit welcher Sie unseren verdienten Umweltminister hier ganz schlecht dastehen lassen haben! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ich verstehe kein Wort! Reden Sie bitte ein bisschen lauter!) – Das kann ich gerne tun!
Beifall bei der ÖVP.
Auch in Bezug auf erneuerbare Energie befinden wir uns im Spitzenfeld der europäischen Länder, und ich kann sagen, dass Österreich ein wirklich vorbildliches Umweltland geworden ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Schultes – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Tadler –: Schön sprechen!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächster Redner zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Tadler. 2 Minuten. (Abg. Ing. Schultes – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Tadler –: Schön sprechen!)
Beifall beim Team Stronach.
Wir vom Team Stronach sind grundsätzlich immer für eine Verwaltungsvereinfachung, damit die Verfahren vereinfacht und die Verwaltungskosten eingedämmt werden. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ich bin da!
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gut, Frau Abgeordnete Brunner, dass Sie wieder hierhergekommen sind! Erst stellen Sie sich hier vorne her und sagen, dass wir eine ordentliche Umweltdebatte führen sollen, und dann waren Sie bei den letzten Rednern gar nicht hier, um das zu diskutieren. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ich bin da!) Das zum Thema der Ernsthaftigkeit Ihrer Debatte zum Umweltbereich: Erst beklagen Sie sich, und dann sind Sie als Rednerin bei der Diskussion gar nicht dabei! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gut, Frau Abgeordnete Brunner, dass Sie wieder hierhergekommen sind! Erst stellen Sie sich hier vorne her und sagen, dass wir eine ordentliche Umweltdebatte führen sollen, und dann waren Sie bei den letzten Rednern gar nicht hier, um das zu diskutieren. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ich bin da!) Das zum Thema der Ernsthaftigkeit Ihrer Debatte zum Umweltbereich: Erst beklagen Sie sich, und dann sind Sie als Rednerin bei der Diskussion gar nicht dabei! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wo ist Ihr Klubobmann? Kopf ist nie bei einer Debatte!
Wenn Ihnen die zu behandelnden Gesetze zu viel sind, dann müssen Sie halt einen Zahn zulegen, um die Gesetze abzuarbeiten, anstatt sich hier zu beklagen, dass es im Umweltbereich zu viel Arbeit gibt! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wo ist Ihr Klubobmann? Kopf ist nie bei einer Debatte!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Der Umweltsenat, der als unabhängige Behörde beim Lebensministerium angesiedelt war, wird in die Bundesverwaltungsgerichtsbarkeit übergeführt. Der Umweltsenat hat sich im Lauf der Jahre beziehungsweise Jahrzehnte einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet, und ich bedanke mich bei den Mitgliedern des Umweltsenates und auch bei den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Lebensministeriums, die ausgezeichnete Arbeit geleistet haben. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.
Im UVP-Gesetz haben wir dafür gesorgt, dass die bewährten Berufungsmöglichkeiten sowohl von Legalparteien als auch des Umweltanwalts und von Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen weiter bestehen bleiben. Das ist sehr wichtig, um die Bürgerrechte zu stärken. (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie haben es erwähnt: 45 Millionen € sind es heuer, 100 Millionen € werden es das nächste Jahr sein. Das ist auch ein Impuls für die lokale Bauwirtschaft, dass die Menschen einen Arbeitsplatz haben, vor allem aber um den hohen Standard im Umweltschutz, bei der Wasserversorgung und bei der Abwasserentsorgung aufrechterhalten zu können. – Herzlichen Dank für die Unterstützung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das heißt: Energiekonzerne waren bisher ausgenommen, jetzt sind sie es nicht mehr. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bin Bürgermeister, und es ist mir ein Anliegen, in diesem Zusammenhang auch unseren Minister, der ja sehr viel gescholten wird – Herr Kollege List hätte ihn ja schon fast weg diskutiert – von ganzem Herzen zu beglückwünschen. Ich danke für die gute Zusammenarbeit! Als Bürgermeister bin ich darüber sehr froh, vor allem über das Umweltrechtsanpassungsgesetz und die Bestimmungen betreffend die Siedlungswasserwirtschaft. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
können wir diese gleichzeitig schon austauschen und haben nicht viel in den Sand gesetzt, indem wir zuerst asphaltieren und es nach einem Jahr einen Wasserrohrbruch gibt und wir das Ganze wieder aufreißen müssen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Gahr: Noch nicht!
Nur einen Punkt möchte ich noch anschließen: Ich bin schon gespannt, wie verhalten die Grünen sein werden. Das Verhalten hat man jetzt schon gesehen, dass sie in Zukunft auch für die Wasserkraft sein werden. Ich habe schon vielfach hier für die Wasserkraft plädiert, damals haben sie immer anders argumentiert. Jetzt sind sie in Tirol in der Regierung. (Abg. Gahr: Noch nicht!) Jetzt schau ich mir das an: Für die Wasserkraft wird es besser werden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Nur einen Punkt möchte ich noch anschließen: Ich bin schon gespannt, wie verhalten die Grünen sein werden. Das Verhalten hat man jetzt schon gesehen, dass sie in Zukunft auch für die Wasserkraft sein werden. Ich habe schon vielfach hier für die Wasserkraft plädiert, damals haben sie immer anders argumentiert. Jetzt sind sie in Tirol in der Regierung. (Abg. Gahr: Noch nicht!) Jetzt schau ich mir das an: Für die Wasserkraft wird es besser werden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Winzern, die generell in Steillagen und in schwer unzugänglichen Lagen ihre wirklich harte Arbeit verrichten müssen, um zum Erfolgsprodukt des österreichischen Weins zu gelangen. Ich glaube, dass dies ein erster wichtiger Schritt in die Richtung ist, österreichischen Winzern etwas Gutes zu tun. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Irgendwie habe ich da persönlich den Eindruck, dass da sehr viel Unzufriedenheit und Frust dabei ist. Vielleicht lässt sich das verringern, indem man sich mehr an der realen Lebenswelt der Menschen orientiert und vielleicht so etwas wie ein bisschen mehr gesunden Hausverstand in die Reden einfließen lässt. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner
Sehr geehrter Herr Bundesminister Berlakovich, herzlichen Dank dafür, dass es in gemeinsamen Verhandlungen mit der Finanzministerin Fekter, dem Gemeindebundpräsidenten Mödlhammer und dem Vorsitzenden des Fonds in der Umweltförderung, Landeshauptmannstellvertreter Franz Hiesl, gelungen ist, dass wirklich eine entsprechende Mittelaufstockung von insgesamt 160 Millionen € (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner) für die Jahre 2013 und 2014 möglich war. Das ist natürlich für die Gemeinden und Städte, aber auch für die Bauwirtschaft sehr wertvoll.
Abg. Dr. Lichtenecker: Schnell lesen: sehr gut! Jetzt prüfen wir noch sinnerfassend lesen!
(Abg. Dr. Lichtenecker: Schnell lesen: sehr gut! Jetzt prüfen wir noch sinnerfassend lesen!)
Beifall bei der ÖVP.
Es sei mir noch erlaubt, eine Bemerkung zur Rede des Kollegen Neubauer zu machen, wo es um die Fristverlängerungen geht. Da wird in Wirklichkeit vielen geholfen, die seit Jahrzehnten Umweltschutz betreiben, vor allem den Kleinwasser-Abwasserentsorgungsanlagen. Es ist vernünftig, wenn man die Frist von 2015 bis 2021 verlängert. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Brosz: Das ist ein Gesetzestext! Wenn das nicht stimmt!
Abgeordneter Nikolaus Prinz (fortsetzend): Z 27 ist hundertprozentig erwähnt worden und § 99 in Klammer habe ich mir gespart, weil es oben schon erwähnt worden ist, aber damit ist das auch eingebracht. (Abg. Brosz: Das ist ein Gesetzestext! Wenn das nicht stimmt!)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Es sollte in der Politik nicht darum gehen, recht zu haben, aber diesem Bundesminister geht es mit Gewalt darum, recht zu behalten, koste es, was es wolle. Vielleicht, wenn diese schwarz-rote Achse einmal endlich ihr Gespräch beendet, kann der Herr Minister auch einmal den Abgeordneten folgen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Hornek: Wenn du es nur verstehen würdest!
Mit dieser Novelle wird nun das Umweltinformationsgesetz novelliert. Das war genau dieses Gesetz, hinter dem sich der Bundesminister versteckt hat, wo er seine Auskunftsverweigerung begründet hat und wo er gesagt hat, dieses Gesetz muss novelliert werden. Jetzt ist es da, jetzt wird es novelliert. Der Verfassungsexperte Mayer hat gesagt: Herr Minister, Sie müssen dieses Gesetz nicht novellieren, Sie müssen es nur lesen! – Offensichtlich hat der Minister es nicht gelesen. (Abg. Hornek: Wenn du es nur verstehen würdest!)
Ruf bei der ÖVP: Weißt du das?
Es muss uns schon zum Nachdenken anregen, wenn wir einen Minister haben, dem der anerkannteste Verfassungsexperte in der ZiB 24 ausrichtet, dass sein Verhalten mit Haft bedroht ist. Das Verhalten dieses Bundesministers ist mit Haft bedroht (Ruf bei der ÖVP: Weißt du das?), und die Politik in diesem Haus ist wirklich bedenklich. Es ist beschämend – fürs Protokoll –, wenn sich Abgeordnete der ÖVP aufführen wie Zirkusclowns. Das ist, glaube ich, nicht angebracht. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es muss uns schon zum Nachdenken anregen, wenn wir einen Minister haben, dem der anerkannteste Verfassungsexperte in der ZiB 24 ausrichtet, dass sein Verhalten mit Haft bedroht ist. Das Verhalten dieses Bundesministers ist mit Haft bedroht (Ruf bei der ÖVP: Weißt du das?), und die Politik in diesem Haus ist wirklich bedenklich. Es ist beschämend – fürs Protokoll –, wenn sich Abgeordnete der ÖVP aufführen wie Zirkusclowns. Das ist, glaube ich, nicht angebracht. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Hier geht es um ein Thema, das die Menschen berührt. Das ist ein Thema, das unsere Zukunft berührt – und Sie verhalten sich da wie Zirkusclowns. Ich sage Ihnen nur: Schämen Sie sich! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Heiterkeit und Rufe bei der ÖVP: Ja! Ja!
Wenn ich nicht wüsste, dass ich einen Ordnungsruf bekommen würde, würde ich jetzt sagen, dass ihr die verlogenste Politik betreibt, die es gibt. (Heiterkeit und Rufe bei der ÖVP: Ja! Ja!)
Abg. Grillitsch: Im Zweifel für die Bauern!
Abgeordneter Gerhard Huber (fortsetzend): Herr Präsident! Damit kann ich leben, denn es geht wirklich um die Ernsthaftigkeit. Es ist so: Diese ÖVP streut uns massiv Sand in die Augen und verwischt alles. Nur aufgrund des medialen Druckes – da sollten wir uns alle zurückerinnern –, hat der Herr Spindelegger gesagt, „im Zweifel für die Bienen“. Was heißt das? – (Abg. Grillitsch: Im Zweifel für die Bauern!) „Im Zweifel für die Bienen“ heißt bei dieser ÖVP, dass Ihr euch wieder geweigert habt, unsere Anträge umzusetzen, dass Ihr weiterhin die Bienen mit Neonicotinoiden vergiftet, dass dieser Bundesminister das weiterhin für das gesamte Wintergetreide – da reden wir von 360 000 Hektar – erlaubt, dieses DDT in verschärfter Form, das 7 000 Mal toxischer ist. Das ist die Arbeit, das ist die Leistung, das ist die Wahrhaftigkeit, das ist die Glaubwürdigkeit von Spindelegger.
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Ing. Schultes: Spürst du dich noch?
„Im Zweifel für die Bienen“ heißt, die SPÖ als Beitragstäter zum Mitstimmen zu überreden und alles beim Alten zu belassen. Gerade nur das Mindestmaß dieser EU-Verordnung wird umgesetzt, alles andere ist nur Politik für Konzerne, Berlakovich-BASF. Da kann man sagen, das ist die Achse des Bösen, das ist die Achse, die Österreich wirklich bedroht. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Ing. Schultes: Spürst du dich noch?)
Ruf bei der ÖVP: Das ist deine Wahrheit!
Und diese SPÖ stimmt überall mit. Das ist traurig. Diesen Ordnungsruf davor, Herr Präsident, den nehme ich gerne in Kauf, weil ich hoffe, dass das einige Menschen sehen. Die Wahrheit kommt dabei heraus. Das muss einmal gesagt werden! Die Wahrheit muss auf den Tisch! (Ruf bei der ÖVP: Das ist deine Wahrheit!)
Beifall beim BZÖ.
Diese Politik ist wirklich mehr als gescheitert, und ihr werdet das auch im September spüren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: So genuschelt, das ist ja kein Antrag!
(Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: So genuschelt, das ist ja kein Antrag!)
Beifall bei Grünen und BZÖ.
Da haben Sie eine Möglichkeit. Sie hätten es inzwischen klären können. Wir haben Ihnen einen Brief geschickt, in dem wir Sie auffordern, diese Zahlen bekannt zu geben – bis heute ist nichts passiert. Sie haben öffentlich gesagt, da braucht es eine Novelle des Umweltinformationsgesetzes. Wo ist der Abänderungsantrag der Regierungsfraktionen? Wo ist er jetzt, damit diese Transparenz hergestellt wird? (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
So geht das nicht! Sie vermanschen mit Ihren Sammelgesetznovellen das eine mit dem anderen. So können wir das nicht machen. Daher, meine Damen und Herren, brauchen wir ein eigenständiges Umweltministerium und eine effiziente politische Debatte – und keine Sammelgesetznovellen, die alles ineinander vermanschen und dann noch dazu schlecht gemacht sind. So geht das nicht, Herr Umweltminister! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neubauer: Stimmt ja eh nicht ! – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Bundesminister! Herr Präsident! Hohes Haus! Zuerst einmal möchte ich mich bei der grünen Fraktion und bei der Frau Klubobfrau bedanken. Daher habe ich mir heute als besonderes Zeichen, als Geste des Respekts vor dem sachlichen und konstruktiven Verhandlungsergebnis bei den Tiroler Regierungsverhandlungen eine grüne Krawatte angelegt. Das sollte ein Zeichen des Respektes sein. (Abg. Neubauer: Stimmt ja eh nicht ! – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich würde mir wünschen, dass auch die Grünen auf Bundesebene ähnlich sachlich und konstruktiv arbeiten würden, wie wir das jetzt in Tirol erlebt haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Wir sind also mitten in der Umsetzung der Verwaltungsgerichtsbarkeit. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neubauer.) – Herr Neubauer, zu Ihnen komme ich noch, warten Sie nur!
Abg. Neubauer: Mein Gott na!
Da meine Redezeit zu Ende geht und ich mich leider Gottes mit dem UVP, dem Umweltsenat und dem Bundesverwaltungsgericht nicht mehr auseinandersetzen darf, darf ich noch dem Kollegen Neubauer etwas ausrichten: Ich verstehe, dass Sie sich bei Skigebieten nicht so auskennen (Abg. Neubauer: Mein Gott na!), ich verstehe auch, dass Sie sich möglicherweise an der Grenze zu Tschechien nicht so auskennen, aber ich darf Ihnen sagen, dass gerade Sie es waren, der immer eine Verschärfung der UVP, wenn es um Temelín ging, eingefordert hat. (Abg. Neubauer: Nicht die Verschärfung! Du kennst dich hinten und vorn nicht aus!)
Abg. Neubauer: Nicht die Verschärfung! Du kennst dich hinten und vorn nicht aus!
Da meine Redezeit zu Ende geht und ich mich leider Gottes mit dem UVP, dem Umweltsenat und dem Bundesverwaltungsgericht nicht mehr auseinandersetzen darf, darf ich noch dem Kollegen Neubauer etwas ausrichten: Ich verstehe, dass Sie sich bei Skigebieten nicht so auskennen (Abg. Neubauer: Mein Gott na!), ich verstehe auch, dass Sie sich möglicherweise an der Grenze zu Tschechien nicht so auskennen, aber ich darf Ihnen sagen, dass gerade Sie es waren, der immer eine Verschärfung der UVP, wenn es um Temelín ging, eingefordert hat. (Abg. Neubauer: Nicht die Verschärfung! Du kennst dich hinten und vorn nicht aus!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich wünsche im Übrigen viel Erfolg, Herr Minister! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, noch ein paar Sätze zu Umweltorganisationen, weil es da natürlich Diskussionen gab: Umweltorganisationen haben unter anderem zurzeit ein Antragsrecht auf Überprüfung negativer Feststellungsverfahren beim Umweltsenat. Wie wird das in Zukunft sein? – Auch in Zukunft haben Umweltorganisationen die Möglichkeit der Beschwerde. Sie haben eine Beschwerdemöglichkeit gegen einen negativen Feststellungsbescheid eben beim Bundesverwaltungsgerichtshof. – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich berichtige tatsächlich: Ich habe mich nie für eine Verschärfung dieser UVP-Richtlinie, sondern für die Einhaltung der EU-Richtlinie eingesetzt – und das wird in diesem Haus ja wohl noch erlaubt sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich darf meinen Vorrednern, den beiden SPÖ-Bürgermeistern, nur beipflichten. Sie haben hier sehr detailliert die Notwendigkeit zum Ausdruck gebracht, die im Zuge der Siedlungswasserwirtschaft gegeben ist. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren, es gibt da viele Bausteine und positive Veränderungen zum Wohle unserer Umwelt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler begibt sich zum Rednerpult und stellt dort ein Schild auf mit der Aufschrift: „Voves, Ihre Feigheit zerstört Natur“.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Weitere Wortmeldung: Herr Abgeordneter Mag. Kogler. 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Mag. Kogler begibt sich zum Rednerpult und stellt dort ein Schild auf mit der Aufschrift: „Voves, Ihre Feigheit zerstört Natur“.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Selbstverständlich!
Sie, Herr Bundesminister, sollten auch eingreifen, Sie haben auch Kompetenzen! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Selbstverständlich!) Aber das muss gesagt werden, und das muss angegangen werden. Jetzt haben wir also die Situation: erstens rechtswidrig, zweitens volkswirtschaftlich blöd, drittens ein Haufen Schadenersatzzahlungen, wenn man so will, gegenüber der Union, und letztendlich eine zu bereinigende Situation, Herr Bundesminister, wo Sie selber auch sagen, die Landesregierung beziehungsweise der Landeshauptmann soll endlich entscheiden. Aber ich sage Ihnen, wenn er das nicht tut, dann müssen Sie auch etwas tun! Sie müssen ihn zumindest zur Räson bringen, darum appelliere ich an der Stelle!
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Bescheid aufheben!
Dort fahren jetzt die ersten Bagger herum. Aber wir werden die Widerstandkämpferinnen und -kämpfer dort unterstützen. Ich sage Ihnen das ganz offen, weil es einfach wieder so ist wie schon öfter: Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Bescheid aufheben!) Lassen Sie sich das hinter die Ohren schreiben: So geht das nicht, die letzten Naturgebiete dort zerstören auf diese schäbige Art und Weise, und das unter den angeblichen Reformern in der Steiermark! Die werden sich noch wundern: Das wird ihr Waterloo! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Schwarze Sulm!) Also dieser Herr Voves ist bei mir unten durch! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Schwarze Sulm!
Dort fahren jetzt die ersten Bagger herum. Aber wir werden die Widerstandkämpferinnen und -kämpfer dort unterstützen. Ich sage Ihnen das ganz offen, weil es einfach wieder so ist wie schon öfter: Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Bescheid aufheben!) Lassen Sie sich das hinter die Ohren schreiben: So geht das nicht, die letzten Naturgebiete dort zerstören auf diese schäbige Art und Weise, und das unter den angeblichen Reformern in der Steiermark! Die werden sich noch wundern: Das wird ihr Waterloo! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Schwarze Sulm!) Also dieser Herr Voves ist bei mir unten durch! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Dort fahren jetzt die ersten Bagger herum. Aber wir werden die Widerstandkämpferinnen und -kämpfer dort unterstützen. Ich sage Ihnen das ganz offen, weil es einfach wieder so ist wie schon öfter: Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Bescheid aufheben!) Lassen Sie sich das hinter die Ohren schreiben: So geht das nicht, die letzten Naturgebiete dort zerstören auf diese schäbige Art und Weise, und das unter den angeblichen Reformern in der Steiermark! Die werden sich noch wundern: Das wird ihr Waterloo! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Schwarze Sulm!) Also dieser Herr Voves ist bei mir unten durch! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Deswegen glauben wir, noch einmal, das ist eine vernünftige Regelung, um eine administrative Erleichterung für alle Beteiligten zu erwirken. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es wird auch – mein Vorredner hat es auch schon angesprochen – das Prüfintervall der behördlichen Überprüfung von derzeit zwei auf drei oder vier Jahre ausgeweitet, und die Novelle gewährleistet neben der Bündelung der Kompetenzen und einer Kosteneinsparung vor allem auch die Sicherstellung österreichweit einheitlicher Vorgangsweisen und Standards, zusammengefasst: eine Sicherstellung der hohen Standards bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung und Kosteneinsparung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Ich bin der Meinung, Österreich braucht ein eigenständiges, starkes und engagiertes Umweltministerium. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne werde ich dann noch näher bei meiner Druckfehlerberichtigung auf dieses Gesetz eingehen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten des BZÖ.
Daher glaube ich, dass dieses Gesetz auch von Lobbyisten geprägt ist, dass man interveniert hat, die Prüfintervalle möglichst lange auszudehnen, um sich Kosten zu sparen. Und das Ganze – und das ist der Kern – passiert auf dem Rücken der Patienten, um den Preis der möglichen Gefährdung der Gesundheit der Menschen. Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist das, was wir nicht haben wollen! (Beifall bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Daher: Wenn Sie eine Partei sind, die Gesundheit nicht nur im Programm stehen hat, eine Partei sind, die Gesundheit auch lebt und für den Schutz der Menschen etwas tun will, dann müssen Sie das Gesetz in der jetzigen Form ablehnen! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Widmann: Da bin ich mir nicht sicher!
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich: Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter, ohne dass ich jetzt der Anwalt des Kollegen Stöger bin: Sie können davon ausgehen, dass die österreichische Bundesregierung auf die Gesundheit der Menschen Wert legt. (Abg. Mag. Widmann: Da bin ich mir nicht sicher!) Weder Kollege Stöger noch ich agieren leichtfertig bei diesen Überprüfungen, da können Sie sicher sein.
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Es geht hier um ionisierende Strahlung mit einem sehr niedrigen Gefährdungspotenzial. Und das, was vertretbar ist, auch von den Experten vertretbar ist, wird gemacht: Der Überprüfungszeitraum wird von zwei auf drei beziehungsweise vier Jahre ausgedehnt, natürlich ohne eine Gefährdung von Leib und Leben der Menschen. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es geht auch darum, im Zuge der Deregulierung hier Vereinfachungen zu erreichen. Die behördliche Zuständigkeit für den Strahlenschutz wandert in erster Instanz von den Bezirksverwaltungsbehörden zum Landeshauptmann. Das bringt Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen, wie wir sie auch in anderen Gesetzesmaterien vorhin konstatiert haben, aber es bleiben die hohen Standards beim Strahlenschutz in Österreich erhalten. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zweck dieser Gesetzesänderung sind Effizienzsteigerung und Kosteneinsparung, wobei gleichzeitig aber auch die Qualität der Überprüfung aufrechterhalten wird. Waren bisher 100 Bezirksverwaltungsbehörden für Strahlenschutzverfahren zuständig, so sind dies nun neun Strahlenschutzbehörden in den Ländern. Des Weiteren werden sich nun bei den Ländern auch ökonomischere Verfahrensabwicklungen ergeben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir vom Team Stronach stehen Verwaltungsreformen grundsätzlich immer offen gegenüber, vor allem dann, wenn diese zwecks Effizienzsteigerung und Kosteneinsparung erfolgen. Die Ausweitung der Überprüfungsintervalle sollte aber genau beobachtet und dokumentiert werden, denn die Sicherheit und die Gesundheit der Bevölkerung sollten immer gewährleistet sein. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Das Strahlenschutzgesetz – und, Herr Kollege Widmann, da gebe ich Ihnen nicht recht – ist auch ein Gesetz zum Schutz des Lebens und der Menschen, der Patienten und des Personals. Das soll man bei dieser ganzen Angelegenheit nicht ganz außer Acht lassen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich glaube, das ist nicht ganz ehrlich. Für die Bauern ist bis heute keine Erleichterung in Bezug auf den Antragsdschungel vorgesehen, geschweige denn in Bezug auf die Almflächen – für die EU sehr wohl, was das Marktordnungsgesetz 2007 betrifft. Hier werden einfach EU-Verordnungen in dieses Gesetzespaket hineingeschmuggelt und zusätzlich die AMA mit mehr Befugnissen ausgestattet. Wir von der FPÖ lehnen solche Vorgangsweisen ab! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne begrüßen wir diese drei Gesetzesnovellen. Ich lade alle dazu ein, diese mitzutragen und mitzubeschließen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Wir werden aber trotzdem weiter daran arbeiten, dass wir diese Themen zu einer Lösung führen, denn es kann nicht sein, dass man Almbauern an die Wand fährt und damit den Tourismusstandort Österreich gefährdet. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Auf den Punkt gebracht, meine Damen und Herren – und als Mostviertlerin weiß ich das –: Es geht um den Most! Ich komme aus der Region der Birnbäume. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Birnbam, wie man es bei uns im Mostviertel sagt.
Neuerlicher Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren, ich lade Sie alle ein, rund um den 1. Mai in unsere Region zu kommen. Es ist zum Niederknien. Wunderschön! Wir sind stolz auf unsere Region und unsere blühenden Birnenbäume. (Neuerlicher Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Steibl.
In diesem Sinne, meine Damen und Herren: Wir sind wirklich stolz auf unsere (Zwischenruf der Abg. Steibl.) Das nächste Mal, Ridi, nehmen wir ein Flascherl Most mit! – Wir sind stolz auf unsere Regionalität. Wir sind stolz auf diese Besonderheit, den Most. Und wir geben gerne dieser Novellierung unsere Zustimmung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne, meine Damen und Herren: Wir sind wirklich stolz auf unsere (Zwischenruf der Abg. Steibl.) Das nächste Mal, Ridi, nehmen wir ein Flascherl Most mit! – Wir sind stolz auf unsere Regionalität. Wir sind stolz auf diese Besonderheit, den Most. Und wir geben gerne dieser Novellierung unsere Zustimmung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist der falsche Weg! Herr Minister, denken Sie sofort um, sonst läuft die Zeit ab! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Huber: Vor Ihnen, ja! Das ist die Wahrheit!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Frau Präsident! Herr Bundesminister! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Huber, wissen Sie, wovor die Bäuerinnen und Bauern Angst haben? (Abg. Huber: Vor Ihnen, ja! Das ist die Wahrheit!) – Vor Unwissenheit, vor Populisten und vor Instabilität. Und genau das haben Sie gerade jetzt vermittelt! (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Huber.)
Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Huber.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Frau Präsident! Herr Bundesminister! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Huber, wissen Sie, wovor die Bäuerinnen und Bauern Angst haben? (Abg. Huber: Vor Ihnen, ja! Das ist die Wahrheit!) – Vor Unwissenheit, vor Populisten und vor Instabilität. Und genau das haben Sie gerade jetzt vermittelt! (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Huber.)
Abg. Huber: Haben wir faire Bedingungen?
Die Bäuerinnen und Bauern haben nicht Angst vor der Agrarpolitik, die die ÖVP und der Bauernbund in den letzten 20, 30 Jahren in diesem Lande gemacht haben. Auch beim EU-Beitritt haben wir es uns – und ich sage das sehr offen – nicht leicht gemacht, vor allem die bäuerlichen Menschen nicht und auch wir, die Interessenvertretung, nicht und auch wir als politisch Verantwortliche nicht, da wir gesagt haben: Im Sinne des Ganzen gehen wir diesen Weg mit einem „Ja, aber“ mit! (Abg. Huber: Haben wir faire Bedingungen?) Und wir sind diesen Weg erfolgreich mitgegangen. (Abg. Huber: Ah so!)
Abg. Huber: Ah so!
Die Bäuerinnen und Bauern haben nicht Angst vor der Agrarpolitik, die die ÖVP und der Bauernbund in den letzten 20, 30 Jahren in diesem Lande gemacht haben. Auch beim EU-Beitritt haben wir es uns – und ich sage das sehr offen – nicht leicht gemacht, vor allem die bäuerlichen Menschen nicht und auch wir, die Interessenvertretung, nicht und auch wir als politisch Verantwortliche nicht, da wir gesagt haben: Im Sinne des Ganzen gehen wir diesen Weg mit einem „Ja, aber“ mit! (Abg. Huber: Haben wir faire Bedingungen?) Und wir sind diesen Weg erfolgreich mitgegangen. (Abg. Huber: Ah so!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Huber.
Bauern vorgestellt haben. Seit mehr als 15 Jahren haben die bäuerlichen Menschen in Österreich die Zusicherung, dass sie jährlich pünktlich ihre Ausgleichszahlungen bekommen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Huber.)
Abg. Petzner: Das glauben Sie ja selber nicht, was Sie da erzählen!
Herr Kollege Huber, Sie haben das völlig vergessen. (Abg. Petzner: Das glauben Sie ja selber nicht, was Sie da erzählen!) Entschuldigung, habt ihr das alle vergessen? Das ist ein Faktum! Das ist eine Sicherheit, die die Bäuerinnen und Bauern auf dem Markt nicht gehabt haben, meine Damen und Herren. Auf dem Markt haben wir Preisvolatilität gehabt, aber in den Programmen haben wir Sicherheit, meine lieben Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Huber: Deswegen haben so viele bäuerliche Betriebe zugesperrt?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Huber: Deswegen haben so viele bäuerliche Betriebe zugesperrt?
Herr Kollege Huber, Sie haben das völlig vergessen. (Abg. Petzner: Das glauben Sie ja selber nicht, was Sie da erzählen!) Entschuldigung, habt ihr das alle vergessen? Das ist ein Faktum! Das ist eine Sicherheit, die die Bäuerinnen und Bauern auf dem Markt nicht gehabt haben, meine Damen und Herren. Auf dem Markt haben wir Preisvolatilität gehabt, aber in den Programmen haben wir Sicherheit, meine lieben Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Huber: Deswegen haben so viele bäuerliche Betriebe zugesperrt?)
Abg. Grosz: Das erklären Sie einmal den Bauern draußen!
Das ist die Agrarpolitik Österreichs in Europa: vorbildhaft, wegweisend, ökologisch, ökosozial. (Abg. Grosz: Das erklären Sie einmal den Bauern draußen!) Und wir sind auch einen Weg gegangen, den auch Kommissar Cioloş sehr würdigt, nämlich den Weg der Einkommenskombination in den Regionen draußen, wo wir den Bauern ermöglichen, neben der landwirtschaftlichen Produktion auch mit Urlaub auf dem Bauernhof, mit Maschinenringen und anderen Dienstleistungen in die Erwerbskombination einzusteigen, sodass sie nicht irgendwo in der Industrie oder in der Wirtschaft anderen Arbeitsplätze wegnehmen. Das ist eine erfolgreiche Agrarpolitik, die Niki Berlakovich in Österreich fortgesetzt hat. Und diesen Weg werden wir auch in Zukunft fortsetzen, auch wenn Sie ihn noch so schlechtreden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Huber: Wie viele Betriebe haben seit Minister Berlakovich zugesperrt?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Huber: Wie viele Betriebe haben seit Minister Berlakovich zugesperrt?
Das ist die Agrarpolitik Österreichs in Europa: vorbildhaft, wegweisend, ökologisch, ökosozial. (Abg. Grosz: Das erklären Sie einmal den Bauern draußen!) Und wir sind auch einen Weg gegangen, den auch Kommissar Cioloş sehr würdigt, nämlich den Weg der Einkommenskombination in den Regionen draußen, wo wir den Bauern ermöglichen, neben der landwirtschaftlichen Produktion auch mit Urlaub auf dem Bauernhof, mit Maschinenringen und anderen Dienstleistungen in die Erwerbskombination einzusteigen, sodass sie nicht irgendwo in der Industrie oder in der Wirtschaft anderen Arbeitsplätze wegnehmen. Das ist eine erfolgreiche Agrarpolitik, die Niki Berlakovich in Österreich fortgesetzt hat. Und diesen Weg werden wir auch in Zukunft fortsetzen, auch wenn Sie ihn noch so schlechtreden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Huber: Wie viele Betriebe haben seit Minister Berlakovich zugesperrt?)
Abg. Huber: Abhängigkeit!
Die Landwirtschaft und die Bäuerinnen und Bauern haben heute eine Perspektive, wie sie sie noch nie hatten. Davon bin ich überzeugt. (Abg. Huber: Abhängigkeit!) Nein, denn man weiß heute, dass man in 20 Jahren um 50 Prozent mehr Lebensmittel wird produzieren müssen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Warum sehen das eigentlich die Bauern nicht so?
Meine Damen und Herren, denken wir hier in diesem Hohen Haus nach! Wir haben die Frage zu beantworten und die Gesellschaft hat die Frage zu beantworten: Welche Form der Landwirtschaft kann dieses Ziel erreichen? – Eine industrielle Form, wo, so wie Sie gerade, ständig noch höhere Standards gefordert werden und alles zunichtegemacht wird und in die Industrie hineingedrängt wird, oder eine bäuerliche Landwirtschaft, wie wir sie haben? (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Warum sehen das eigentlich die Bauern nicht so?)
Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Huber, Grosz und Grillitsch.
Abgeordneter Erich Tadler (STRONACH): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! Das Konvolut an Novellierungen ... (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Huber, Grosz und Grillitsch.) – Ist der Huber’sche Dialog mit dem Herrn Grillitsch schon vorbei?
Beifall bei ÖVP und Team Stronach. – Abg. Grosz: Frau Präsidentin, ich habe mich nur mit dem Grillitsch unterhalten! – Abg. Riepl: Solange sie noch da sind, wollen sie alle Sessel ausprobieren!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Huber und Herr Abgeordneter Grosz! Es gibt eine Vereinbarung, gefasst in der Präsidiale, dass Zwischenrufe nur vom eigenen Platz aus erfolgen sollen. Wenn Sie sich nicht an diese Spielregeln halten, werde ich Ihnen einen Ordnungsruf erteilen. (Beifall bei ÖVP und Team Stronach. – Abg. Grosz: Frau Präsidentin, ich habe mich nur mit dem Grillitsch unterhalten! – Abg. Riepl: Solange sie noch da sind, wollen sie alle Sessel ausprobieren!)
Beifall beim Team Stronach.
Wir vom Team Stronach wollen eine schlanke und effiziente Verwaltung. Wir wollen nur so viel Verwaltung, wie unbedingt notwendig ist, Herr Minister. Ob dies mit dieser Novellierung gelingt, wird sich noch zeigen. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Nicht über die Agrarreform diskutieren! Reden Sie zur Sache, Herr Minister!
Es kommt nicht von ungefähr, dass Europa jetzt bei der Reform der gemeinsamen Agrarpolitik einen Weg gehen will, den Österreich eingeschlagen hat, nämlich jenen einer ökologischen und nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft, auch einer kleinstrukturierten Landwirtschaft. (Abg. Dr. Pirklhuber: Nicht über die Agrarreform diskutieren! Reden Sie zur Sache, Herr Minister!) Schauen Sie sich auch diese Zahlen an! Während es in vielen Teilen Europas – in Ostdeutschland, in Holland, in Dänemark – eine wirkliche Agrarindustrie gibt – wir lehnen das ab –, herrschen bei uns nach wie vor bäuerliche Betriebe vor. Natürlich ändern sich Bedingungen, aber im Größenvergleich haben wir nach wie vor diese bäuerlichen Betriebe, und denen wollen wir auch in Zukunft eine Chance einräumen.
Abg. Huber: Warum hören dann so viele auf?
Diesen Weg wollen wir weitergehen, und wir wollen auch die ökologisch orientierte Landwirtschaftspolitik fortsetzen. Auch die Einkommenschancen sind ja da! Was hier erzählt wird, stimmt ja alles nicht! Die Preissituation ist Gott sei Dank im Milch-, Getreide- und Fleischbereich eine positive, und wir wollen die Marktchancen nutzen. (Abg. Huber: Warum hören dann so viele auf?) Da können Sie hier erzählen, was Sie wollen.
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Wenn aber ein Bauer zu viel Fläche angegeben hat, dann muss er die Mittel zurückzahlen. Das gilt für einen Almbauern, das gilt für einen Bauern im flachen Land – das gilt überall. Diese Verantwortung haben wir der Gesellschaft gegenüber, da ja da Steuergeld eingesetzt wird. Wenn die Fläche korrekt angegeben ist, bezieht der Bauer das Geld zu Recht. Wenn es aber Abweichungen gibt, muss das richtiggestellt werden. Niemand sagt, dass da irgendwelche unrechtmäßigen Dinge geschehen sind. Diese Richtigstellungen erfolgen in ganz Österreich, zum Beispiel beim Umweltprogramm und bei anderen Programmen sowie auch bei den Direktzahlungen. Sie wissen das ganz genau. Sie brauchen nicht so das Gesicht zu verziehen, das ist so. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Das ist gelebte Praxis und in ganz Europa so.
Beifall bei der ÖVP. – Weiterer Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Abg. Dr. Pirklhuber.) Man sollte hier nicht polemisieren. Wir kämpfen für die Bauern, während Sie versuchen, parteipolitisches Kleingeld zu wechseln. (Beifall bei der ÖVP. – Weiterer Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Abg. Grillitsch: 56 Prozent?
Ich möchte tatsächlich berichtigen, dass die Auszahlungspreise in Südtirol alleine bei der Milch um 56 Prozent höher sind und dass auch in Bayern die Auszahlungspreise höher sind. (Abg. Grillitsch: 56 Prozent?) Das betrifft alle Produkte. Bei Äpfeln haben wir ja jetzt erst gehört ... (Abg. Steibl: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! Das ist ein Redebeitrag!)
Abg. Steibl: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! Das ist ein Redebeitrag!
Ich möchte tatsächlich berichtigen, dass die Auszahlungspreise in Südtirol alleine bei der Milch um 56 Prozent höher sind und dass auch in Bayern die Auszahlungspreise höher sind. (Abg. Grillitsch: 56 Prozent?) Das betrifft alle Produkte. Bei Äpfeln haben wir ja jetzt erst gehört ... (Abg. Steibl: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! Das ist ein Redebeitrag!)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Gerhard Huber (fortsetzend): der Bauer erhält 49 Cent. – Das ist die Wahrheit! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Huber: Ich sage nur die Wahrheit!
Abgeordnete Rosemarie Schönpass (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Huber, wenn Sie hier ans Rednerpult treten, sollten Sie bei der Wahrheit bleiben. (Abg. Huber: Ich sage nur die Wahrheit!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Sie haben gemeint, dass die Anträge im Ausschuss schubladisiert, also vertagt worden sind. Das stimmt nicht. Herr Kollege Jannach hat eine Vertagung beantragt, damit weiterdiskutiert werden kann, denn die Zeit hat nicht mehr gereicht. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das grundsätzliche Rodungsverbot für diese Bereiche bleibt jedoch aufrecht. An den Bestimmungen betreffend die Rodung beziehungsweise Auflassung von Windschutzanlagen ändert sich nichts. Die Erhaltung von Windschutzanlagen und die Gewährleistung von deren Schutzfunktionen sowie ökologischen Wirkungen bleiben daher vollends gewährt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister, wir fordern Sie auf: Schauen Sie, dass die AMA praktikable Lösungen für die Bauern findet! Dann wird sie es auch schaffen, ihre Entscheidungen zeitgerecht zu treffen, und wir müssen nicht eine Fristverlängerung für die AMA beschließen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich ersuche um Zustimmung zu diesem Abänderungsantrag, der zustande gekommen ist, weil es in der Begutachtungsphase ja auch Anregungen aus den Bundesländern gegeben hat, und hoffe, dass dem zugestimmt wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Steibl.
Der Herr Minister hat auch ausgeführt, wie herausfordernd dieser Bereich ist. (Zwischenruf der Abg. Steibl.) Sie geben mir das Stichwort, liebe Frau Kollegin: Gute Information und vor allem eine gute Ausbildung sind wichtiger denn je, denn es war wirklich noch nie so schwer wie jetzt, Bauer oder Bäuerin zu sein. Es ist ein anspruchsvoller Beruf, der mit der Tätigkeit vergangener Jahrzehnte nicht mehr vergleichbar ist. Das heißt, die Zukunft der Landwirtschaft liegt in der Ausbildung.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Aber jetzt reden Sie anders als daheim!
Deshalb appelliere ich unermüdlich an Sie, die landwirtschaftlichen Schulen tatkräftig zu unterstützen, und ersuche erneut den Herrn Minister darum, diese Lebensader weiter lebendig zu halten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Aber jetzt reden Sie anders als daheim!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir stehen zur kleinstrukturierten Landwirtschaft, wir wollen die bestehenden landwirtschaftlichen Betriebe schützen, aber wir sind gegen den Ausbau von Tierfabriken, weil das letztendlich nicht an einem Standort sein kann. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und Bravoruf des Abg. Pendl.
Gerade im Weinbau und im Obstbau in unserer Gegend, Herr Bundesminister, mit ihren Spezifika – mit den Steinterrassen, mit den Kellergassen –, sind es die Nebenerwerbsbauern – denn die große Weinwirtschaft hat an der Erhaltung zum Beispiel der Kellergassen kein Interesse –, die kleinen Nebenerwerbsbauern – die in der Industrie oder sonstwo ihren Job haben –, die als Landschaftserhalter in der Wachau sehr wichtig sind. (Beifall bei der SPÖ und Bravoruf des Abg. Pendl.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Tamandl.
In diesem Sinne: auf weitere gute Zusammenarbeit! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Tamandl.)
Abg. Steibl: Apfelstrudel!
Der Apfel kann aber nicht nur frisch verzehrt werden, sondern auch in vielen verschiedenen Köstlichkeiten, vom Apfelessig über den Apfelkren bis hin zum Apfelsaft und natürlich auch zum Apfelwein, also dem Most. (Abg. Steibl: Apfelstrudel!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Eine super Wahlrede! – Abg. Grosz: Könnten wir jetzt vielleicht ein Apfelstrudelrezept haben?
Was die steirischen Bauern und Bäuerinnen betrifft, so bin ich davon überzeugt, dass diese im internationalen Vergleich einen Schritt voraus sein werden und auf freiwilliger Basis zusätzliche Qualitätskriterien ganz sicher erreichen werden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Eine super Wahlrede! – Abg. Grosz: Könnten wir jetzt vielleicht ein Apfelstrudelrezept haben?)
Demonstrativer Beifall und Bravorufe bei Abgeordneten der ÖVP.
Kollegen Grillitsch, der gemeint hat, dass die österreichische Landwirtschaft deswegen so gut funktioniert, weil die Politik der ÖVP und vor allem die des Bauernbundes daran „schuld“ seien. (Demonstrativer Beifall und Bravorufe bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Herr Kollege Grillitsch! Ich bin der Meinung, dass der Fleiß und die Arbeitsamkeit unserer Bäuerinnen und Bauern daran „schuld“ sind, dass wir noch eine funktionierende Landwirtschaft haben. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.) – Da gibt es sehr wohl einen großen Unterschied zwischen der Politik des Bauernbundes und dem Fleiß der Bäuerinnen und Bauern. Einen großen Unterschied!
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Dr. Pirklhuber und Huber.
Dabei geht es darum, dass die AGES jetzt per Gesetz dazu veranlasst wird, hier tätig zu werden. Sie brauchen jetzt nicht mehr irgendwelche chemische Industrien, die ihnen irgendwelche Studien finanzieren, sondern sie können das jetzt per Gesetz tun – und ich hoffe, dass sie es auch tun. Und, Herr Bundesminister, Sie und wir alle können die AGES bei dieser Tätigkeit am besten dadurch unterstützen, dass wir die Neonicotinoide, das Bienengift, verbieten. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Dr. Pirklhuber und Huber.)
Beifall bei der FPÖ.
Was uns an dieser neuen Verordnung besonders aufstößt, das ist die sogenannte Unionszulassung. Das heißt, dass diese neuen Biozide, die eingesetzt werden können, in einem Mitgliedstaat zugelassen werden können, dann der EU-Kommission vorgelegt werden und dann für alle Mitgliedstaaten mehr oder weniger frei verfügbar sind und eingesetzt werden können. Wir wollen hier eine nationalstaatliche Regelung haben. Die Sicherheit vor allem bei diesen gefährlichen Mitteln ist uns wichtiger und sollte es uns wert sein, dass wir darüber nachdenken, das auch nationalstaatlich zu regeln und die Untersuchung dieser Mittel auf alle Fälle unter nationalstaatlicher Hoheit zu haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wie gesagt, daran nehmen wir Anstoß bei diesem Gesetz. Wir lehnen dieses Gesetz, diese neue Biozidverordnung ab, eben aus diesem Grund, dass wir eine nationalstaatliche Regelung für diese Produkte wollen. Wir haben das auch bei den Pestiziden und im Chemikaliengesetz, und wir wollen uns auch bei diesen Produkten nicht darauf verlassen, dass andere europäische Länder festlegen, was in unserem Land eingesetzt werden kann. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Pendl: Danke!
Das kann man brauchen, und das ist wahrscheinlich die wichtigste Information des Tages. Schreibt es euch auf! Wenn wirklich etwas passiert, seid ihr froh, wenn ihr sie habt. Ich wünsche einen schönen Abend. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Pendl: Danke!)
Abg. Dolinschek – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Huber –: Gerhard, außa mit der Wahrheit!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Huber. – Bitte. (Abg. Dolinschek – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Huber –: Gerhard, außa mit der Wahrheit!)
Oi-Rufe bei der ÖVP
ren: Was heißt das eigentlich? – Biozid, das kommt aus dem Griechischen: Bios bedeutet Leben (Oi-Rufe bei der ÖVP), und caedere kommt aus dem Lateinischen und bedeutet töten.
Ruf: Schwachsinn!
Die Landwirtschaft benützt es teilweise, um Getreide trocken zu spritzen. Das wird kurz vor der Ernte auf den Weizen ausgebracht. Dieser Weizen wird dann auch für Brot verwendet. (Ruf: Schwachsinn!) Und wie wir heute wissen, sind auch Biobrote bereits von diesen Produkten verseucht. Man kann es heute nachweisen, die Wissenschaft hat da enorme Fortschritte gemacht.
Zwischenruf des Abg. Pendl.
Das ist der Grundstoff der Neonicotinoide. Aber nicht nur, dass es davon abgeleitet ist. Wir wissen heute, von allen Experten bestätigt, dass diese Neonicotinoide 7 000 Mal toxischer sind, 7 000 Mal giftiger sind als DDT. Und noch eines, das müssen wir uns vor allem als Abgeordnete vor Augen halten: Weltweit wurden in der Hochblüte des DDT 1963 100 000 Kilogramm produziert. (Zwischenruf des Abg. Pendl.) Und aufgrund dieser ÖVP-Agrarpolitik bringen wir heute über 10 000 Kilogramm Neonicotinoide auf unsere Böden, auf unsere Äcker, und damit haben wir gleich viel Gift ausgebracht wie 1963 weltweit DDT produziert wurde. Man braucht es nur umzurechnen: 7 000 Mal toxischer. Das sagt nicht das BZÖ, das sagt nicht der Gerhard Huber, sondern das sagen die anerkanntesten Experten. (Ruf: Wer ist das?)
Ruf: Wer ist das?
Das ist der Grundstoff der Neonicotinoide. Aber nicht nur, dass es davon abgeleitet ist. Wir wissen heute, von allen Experten bestätigt, dass diese Neonicotinoide 7 000 Mal toxischer sind, 7 000 Mal giftiger sind als DDT. Und noch eines, das müssen wir uns vor allem als Abgeordnete vor Augen halten: Weltweit wurden in der Hochblüte des DDT 1963 100 000 Kilogramm produziert. (Zwischenruf des Abg. Pendl.) Und aufgrund dieser ÖVP-Agrarpolitik bringen wir heute über 10 000 Kilogramm Neonicotinoide auf unsere Böden, auf unsere Äcker, und damit haben wir gleich viel Gift ausgebracht wie 1963 weltweit DDT produziert wurde. Man braucht es nur umzurechnen: 7 000 Mal toxischer. Das sagt nicht das BZÖ, das sagt nicht der Gerhard Huber, sondern das sagen die anerkanntesten Experten. (Ruf: Wer ist das?)
Abg. Mag. Gaßner: Wieso schauen Sie da die SPÖ an?
Wir wissen heute, dass bereits in Kleinstmengen das Glyphosat solche Schäden anrichtet, dass wir es im Wasser, dass wir es überall drinnen haben. Wir untersuchen es nur nicht. Und wenn man die SPÖ kurz anschaut: Wie viel Glyphosat wird jährlich von den österreichischen Bundesbahnen auf den Bahngleisen ausgebracht? Wissen Sie es? (Abg. Mag. Gaßner: Wieso schauen Sie da die SPÖ an?) – Ja, bitte. Wer ist die Frau Bundesminister für Verkehr? – Ich glaube schon, dass da die SPÖ zuständig ist.
Beifall beim BZÖ.
Das beschließen wir heute mit diesem Biozidproduktegesetz. Ich hoffe, dass man doch einmal umdenkt, dass man endlich eine Politik macht, die für unsere Lebensmittel ist, die für uns ist, für unsere Bevölkerung und für die Landwirtschaft und nicht eine Politik, die nur Brüssel und den EU-Konzernen hilft. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke mir, das Gesetz ist gut. Wir müssen eben auch schauen, dass die Kontrollen dann auch tatsächlich ihre Wirkung haben werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
In diesem Sinn: Ein Glas, das aus unserer Sicht halb leer und nicht halb voll ist. (Beifall bei den Grünen.)
Rufe bei der SPÖ – in Richtung ÖVP –: Hallo, ihr müsst klatschen!
Die Menschen brauchen Sicherheit im Landwirtschaftsbereich, forstwirtschaftlichen Bereich, in der Industrie, aber auch im Haushalt, in den privaten Gärten, wo diese Mittel auch angewendet werden. Und was über allem steht, was da jetzt gemacht wird, ist, dass wir ein neues Gesetz brauchen, da die EU-Regelungen da sind, die Biozidprodukteverordnung. Es ist auch sinnvoll, dass das europaweit geregelt wird, dass es einen einheitlichen Rechtsrahmen gibt. Bei offenen Grenzen und freiem Warenverkehr ist das unbedingt notwendig. – Herzlichen Dank. (Rufe bei der SPÖ – in Richtung ÖVP –: Hallo, ihr müsst klatschen!)
Beifall bei der ÖVP.
Nehmen wir das zur Kenntnis, dass die Bäuerinnen und Bauern mit Pflanzenschutzmitteln, wahrscheinlich wie niemand anderer in diesem Lande, wirklich äußerst verantwortungsbewusst umgehen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne, meine Damen und Herren, sollten wir hier auch wirklich eine faire Diskussion führen, weil es nichts bringt, wenn wir gegenseitig mit den Fingern auf uns zeigen und sagen: Gut, auf den Balkonen und im Garten ist alles erlaubt!, und die Bauern, die das wirklich alles ordnungsgemäß machen, werden dann noch dazu verurteilt. Das ist nicht fair! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist also dieses Gesetz die Umsetzung einer europäischen Änderung. Es ist dies eine Grundlage für mehr Sicherheit und eine Vereinfachung für unsere Konsumenten, und ich glaube, wir sollten diesem Gesetz zustimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Amon. – Ruf: Erfrischend!
Ich darf für meine Fraktion sagen, wir gehen sehr offensiv und kreativ in diese Diskussion in den Ausschuss und hoffe, dass wir eine Lösung in unserem gemeinsamen Sinne erreichen werden. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Amon. – Ruf: Erfrischend!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Antrag selbst nicht nehmen! Das ist mein Eindruck. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Das war nicht erfrischend, das war berauschend!
Aber wie gesagt, es würde mich freuen, wenn künftig die Antragsteller anwesend sind und sich an der Debatte entsprechend beteiligen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Das war nicht erfrischend, das war berauschend!)
Bravoruf bei der ÖVP – demonstrativer Beifall bei SPÖ und ÖVP
Abgeordneter Mag. Gernot Darmann (FPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Wie so oft hat es die ÖVP – namentlich Kollege Amon – nicht lassen können, mit voreiligen Schlüssen hier einen Erguss über das Hohe Haus ergehen zu lassen, denn, geschätzte Damen und Herren, ich darf aufklären: Der freiheitliche Parlamentsklub hätte sehr wohl auch mit zwei Rednern zu dieser Thematik in der ersten Lesung antreten können. Das wollten wir Ihnen ersparen (Bravoruf bei der ÖVP – demonstrativer Beifall bei SPÖ und ÖVP), und zwar insofern, als ich, werte Damen und Herren, Kolleginnen und Kollegen – und darüber sollte man sich nicht lustig machen –, bewusst meinen Parlamentsklub ersucht habe, zu dieser Thematik reden zu dürfen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Silhavy und Mag. Wurm.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Silhavy und Mag. Wurm.
Abgeordneter Mag. Gernot Darmann (FPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Wie so oft hat es die ÖVP – namentlich Kollege Amon – nicht lassen können, mit voreiligen Schlüssen hier einen Erguss über das Hohe Haus ergehen zu lassen, denn, geschätzte Damen und Herren, ich darf aufklären: Der freiheitliche Parlamentsklub hätte sehr wohl auch mit zwei Rednern zu dieser Thematik in der ersten Lesung antreten können. Das wollten wir Ihnen ersparen (Bravoruf bei der ÖVP – demonstrativer Beifall bei SPÖ und ÖVP), und zwar insofern, als ich, werte Damen und Herren, Kolleginnen und Kollegen – und darüber sollte man sich nicht lustig machen –, bewusst meinen Parlamentsklub ersucht habe, zu dieser Thematik reden zu dürfen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Silhavy und Mag. Wurm.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Wenn man der Geschäftsordnung mächtig ist – Zwischenrufe sollte man hier dann unterlassen –, Frau Kollegin, dann weiß man Folgendes: Wenn ein Nicht-Antragsteller als Erster einer Fraktion hier redet, wird nach der Größe der Fraktionen vorgegangen (Zwischenrufe bei der SPÖ), geschätzte Kolleginnen und Kollegen, und deswegen werde ich nunmehr in medias res gehen und auch erörtern (Beifall bei der FPÖ), wieso wir überhaupt am heutigen Tage diese Thematik in dieser ersten Lesung diskutieren müssen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Wenn man der Geschäftsordnung mächtig ist – Zwischenrufe sollte man hier dann unterlassen –, Frau Kollegin, dann weiß man Folgendes: Wenn ein Nicht-Antragsteller als Erster einer Fraktion hier redet, wird nach der Größe der Fraktionen vorgegangen (Zwischenrufe bei der SPÖ), geschätzte Kolleginnen und Kollegen, und deswegen werde ich nunmehr in medias res gehen und auch erörtern (Beifall bei der FPÖ), wieso wir überhaupt am heutigen Tage diese Thematik in dieser ersten Lesung diskutieren müssen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn man der Geschäftsordnung mächtig ist – Zwischenrufe sollte man hier dann unterlassen –, Frau Kollegin, dann weiß man Folgendes: Wenn ein Nicht-Antragsteller als Erster einer Fraktion hier redet, wird nach der Größe der Fraktionen vorgegangen (Zwischenrufe bei der SPÖ), geschätzte Kolleginnen und Kollegen, und deswegen werde ich nunmehr in medias res gehen und auch erörtern (Beifall bei der FPÖ), wieso wir überhaupt am heutigen Tage diese Thematik in dieser ersten Lesung diskutieren müssen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Petzner: Gernot, wo warst denn du?
ÖVP), nämlich für die Zweidrittelmehrheit, die Sie für eine Auflockerung des Bankgeheimnisses in Österreich gebraucht haben. (Abg. Petzner: Gernot, wo warst denn du?) – Bitte schön, da war ich nicht dabei, da war ich nicht mehr hier im Hohen Haus. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Klikovits: ... Demenz!)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Klikovits: ... Demenz!
ÖVP), nämlich für die Zweidrittelmehrheit, die Sie für eine Auflockerung des Bankgeheimnisses in Österreich gebraucht haben. (Abg. Petzner: Gernot, wo warst denn du?) – Bitte schön, da war ich nicht dabei, da war ich nicht mehr hier im Hohen Haus. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Klikovits: ... Demenz!)
Beifall bei der FPÖ.
Werte Kolleginnen und Kollegen, Sie haben sich also Ihre Zweidrittelmehrheit zur Auflösung und zur Auflockerung des Bankgeheimnisses in Österreich erkauft mit der Zusage, eine Einsetzung von Untersuchungsausschüssen durch eine qualifizierte Minderheit hier im Nationalrat zu ermöglichen. Werte Damen und Herren, das wissen Sie genau, das brauche ich Ihnen nicht nochmals zu sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Silhavy – auf spärlich besetzte Bankreihen der FPÖ weisend –: Ja, das sieht man eh!
Es wundert mich schon, mit welcher – leider muss ich das fast sagen – nicht Sachlichkeit, sondern Überheblichkeit Sie jetzt hier agieren, zwischenrufen, genau wissend, dass diese Stärkung der Kontrollfunktionen, Kontrollmöglichkeiten des Nationalrates vorzunehmen ist. Sie wissen genau, dass es notwendig und seit Jahr und Tag versprochen ist, und zwar nicht nur von den Regierungs-, den Koalitionsparteien, sondern natürlich auch von den Oppositionsparteien gewünscht, dass es hier eine Einsetzung eines Untersuchungsausschusses durch eine qualifizierte Minderheit geben soll – natürlich nebst der Beschlussfassung mit Mehrheit hier im Nationalrat – und dass wir hiezu entsprechende konkrete klare und einfache Vorschläge mit diesem vorliegenden Antrag meiner Kollegen Dr. Fichtenbauer, Mag. Stefan und weiterer Abgeordneter des Freiheitlichen Parlamentsklubs unterbreitet haben, werte Damen und Herren! (Abg. Silhavy – auf spärlich besetzte Bankreihen der FPÖ weisend –: Ja, das sieht man eh!)
Abg. Mag. Kogler: Na und? – Abg. Scheibner: Abgeordnete im Untersuchungsausschuss mit Immunität?
Wenn wir ins Detail gehen und uns auch in Erinnerung rufen, Frau Kollegin, was in den letzten Jahren hier passiert ist, dann sehen wir, dass insbesondere die Kollegen von SPÖ und ÖVP selbst die Stolpersteine in die Verhandlung mitgebracht haben, um ein Scheitern oder eine Verzögerung der Verhandlung zustande zu bringen, und es aufseiten der SPÖ plötzlich ein Problem war, hier eine Schlichtungsstelle im Sinne des Verfassungsgerichtshofes zu finden, falls es Probleme zwischen Ministerien und dem Untersuchungsausschuss gibt. Und auf der anderen Seite wollte plötzlich die ÖVP, dass Abgeordnete in einem Untersuchungsausschuss keine Immunität mehr haben sollen. – Das kann es ja wohl nicht sein, geschätzte Damen und Herren! (Abg. Mag. Kogler: Na und? – Abg. Scheibner: Abgeordnete im Untersuchungsausschuss mit Immunität?)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stefan – in Richtung ÖVP –: Vorzuverurteilen haben Sie nicht notwendig!
Insofern war es einmal notwendig, hier eine klare, machbare Vorgehensweise zu finden. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stefan – in Richtung ÖVP –: Vorzuverurteilen haben Sie nicht notwendig!) Und, Herr Kollege Klubobmann Kopf, es war auch notwendig, diese Vorgehensweise in einem Geschäftsordnungsausschuss sachlich zu diskutieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Insofern war es einmal notwendig, hier eine klare, machbare Vorgehensweise zu finden. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stefan – in Richtung ÖVP –: Vorzuverurteilen haben Sie nicht notwendig!) Und, Herr Kollege Klubobmann Kopf, es war auch notwendig, diese Vorgehensweise in einem Geschäftsordnungsausschuss sachlich zu diskutieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy
Ich hoffe doch, werte Damen und Herren, dass es Ihnen und uns allen hier im Nationalrat wichtig genug sein wird (Zwischenruf der Abg. Silhavy), auch die Einsetzung von Untersuchungsausschüssen durch eine qualifizierte Minderheit zu ermöglichen; denn jahrelang mit Schlagzeilen in den Medien zu glänzen, werte Kolleginnen und Kollegen der Regierungsparteien, immer wieder zu zelebrieren, wie man doch die Oppositionsparteien in ihren Rechten aufwerten wolle, es aber dann schlussendlich jahrelang nur bei Worten zu belassen und keine Taten zu setzen, das wird zu wenig sein.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Es wird eine Nagelprobe im Geschäftsordnungsausschuss sein, zu welchen sachlichen Beschlüssen dieser Nationalrat und die Vertreter aller Fraktionen im Geschäftsordnungsausschuss auch bereit sind, um hier tatsächlich eine Aufwertung der Kontrollrechte des Nationalrates stattfinden zu lassen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Abg. Scheibner: Richtig! – Beifall bei Grünen und BZÖ.
Abgeordneter Dieter Brosz, MSc (Grüne): Frau Präsidentin! Die interessanten Diskussionen im Geschäftsordnungsausschuss kann ich mir schon blendend vorstellen. Da ja die Regierungsparteien auch der Meinung sind, dass wir im September keine Sitzung mehr brauchen, wird es noch viele Geschäftsordnungsausschüsse geben, wo man das interessant debattieren kann. (Abg. Scheibner: Richtig! – Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner. – Abg. Dr. Cap: Wie viele Buchstaben hast du?
Die Geschichte war übrigens kein Junktim, denn wir haben die Lockerung des Bankgeheimnisses damals unterstützt, aber wir haben auch ausverhandelt, dass es eine Unterschrift gegeben hat – Kollege Cap wird sich erinnern können: Drei Buchstaben, „Cap“, stehen auf dem Papier drauf; „Kopf“, vier Buchstaben, steht auch drauf. Beide haben unterschrieben, dass es den Untersuchungsausschuss als Minderheitsrecht geben soll, sogar mit einem Zeitplan. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner. – Abg. Dr. Cap: Wie viele Buchstaben hast du?) – „Kogler“ war drauf, der hat mehr Buchstaben (Abg. Mag. Kogler: Sechs!), also gemeinsam war mehr drinnen. Auf jeden Fall hätten wir das auch eingehalten.
Abg. Mag. Kogler: Sechs!
Die Geschichte war übrigens kein Junktim, denn wir haben die Lockerung des Bankgeheimnisses damals unterstützt, aber wir haben auch ausverhandelt, dass es eine Unterschrift gegeben hat – Kollege Cap wird sich erinnern können: Drei Buchstaben, „Cap“, stehen auf dem Papier drauf; „Kopf“, vier Buchstaben, steht auch drauf. Beide haben unterschrieben, dass es den Untersuchungsausschuss als Minderheitsrecht geben soll, sogar mit einem Zeitplan. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner. – Abg. Dr. Cap: Wie viele Buchstaben hast du?) – „Kogler“ war drauf, der hat mehr Buchstaben (Abg. Mag. Kogler: Sechs!), also gemeinsam war mehr drinnen. Auf jeden Fall hätten wir das auch eingehalten.
Abg. Amon: Jarolim! Jarolim!
Es ist ja auch der Herr Kollege Pendl statt des Kollegen Kräuter als Verhandler in den U-Ausschuss gekommen. Da konnte man sich auch ein Bild machen – offenbar gab es den Druck von oben aus der Parteichef-Geschichte. (Abg. Amon: Jarolim! Jarolim!) – Nein, nein, der Kräuter war zuerst. Nein, der Kollege Pendl sitzt im Geschäftsordnungsausschuss. Offenbar war ja der Druck da, dass gerade ein gewisser Bundeskanzler, der offenbar Berührungsängste mit Untersuchungsausschüssen hat, dann gesagt hat, eigentlich wollen wir das nicht.
Abg. Mag. Kogler: So schaut es aus!
Das ist ja das Nächste, was ich völlig absurd finde, denn ihr hättet jetzt die Chance gehabt, das zu bereinigen. Wenn ihr es nicht jetzt bereinigt, ist es ein Wahlkampfthema. (Abg. Mag. Kogler: So schaut es aus!) Das ist eine Entscheidung, die die Regierungsparteien tragen können. Offenbar ist es eine besonders interessante Wahlkampfaufstellung, zu sagen: Wir wollen keine Kontrolle! – Mich wundert ja gar nichts mehr.
Abg. Mag. Kogler: Genau! So denkt der ...!
Berlakovich hat zwei Tage vor der Salzburger Wahl gesagt: Wir wollen keine Bienen! – Ich meine, man kann alles probieren; man kann versuchen, so Wahlen zu gewinnen. (Abg. Mag. Kogler: Genau! So denkt der ...!) Es hat ja auch da nicht funktioniert.
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.
Wenn Bundeskanzler Faymann bei den TV-Konfrontationen die Frage der Kontrollverweigerung debattieren möchte, sein Nicht-Erscheinen, ja, gerne! Es kann sich jeder aussuchen, worauf die Themenschwerpunkte gelegt werden. Ihr habt offenbar die Strategie gewählt, das zum Wahlkampfthema zu machen. Wir nehmen das an und werden das sicher debattieren. (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Ein Wahnsinn! Nicht hingehen, zudecken, verweigern! Das ist ein Wahnsinn! Die Schande des Parlaments!
Für uns Grüne ist – ich sage das noch einmal – die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses als Minderheitsrecht eine Koalitionsbedingung, egal, wie die Wahlen ausgehen. Ohne solch ein Kontrollrecht wird es in Österreich keine vernünftige Kontrolle im Parlament geben. Und ich hoffe, dass, wer immer von ÖVP und SPÖ dann in der Regierung bleiben wird, die Regierungspartei erkennt, dass Kontrolle notwendig ist, eine Kernaufgabe des Parlaments ist und dass die Blockadehaltung, Kontrolle zu verweigern, der Vergangenheit angehören sollte. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Ein Wahnsinn! Nicht hingehen, zudecken, verweigern! Das ist ein Wahnsinn! Die Schande des Parlaments!)
Abg. Mag. Kogler: Die müssen unter 50 Prozent!
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Es ist sehr schade, dass das in dieser Gesetzgebungsperiode nicht mehr zustande kommen wird, obwohl es dazu, wie Kollege Brosz schon richtig gesagt hat, zahlreiche Anträge geben hat, beginnend mit jenem des Herrn Kollegen Scheibner im Jahr 2008 bis jetzt, dass der Untersuchungsausschuss ein Minderheitsrecht werden soll. Es gibt dafür sogar mit Brief und Siegel die Unterschrift der beiden Koalitionsklubobmänner Cap und Kopf. (Abg. Mag. Kogler: Die müssen unter 50 Prozent!)
Beifall beim BZÖ.
Ich finde es sehr bedauerlich, dass diese Unterschriften nichts wert sind. Und natürlich wird man auch im Wahlkampf thematisieren müssen, dass Sie nicht nur etwas versprechen, was Sie dann nicht halten, sondern dass Ihre eigene Unterschrift, Herr Klubobmann Cap, überhaupt nichts wert ist. Die Opposition hat, was diese Einigung von damals betrifft, ihren Teil erfüllt. Sie haben das bis heute nicht getan, und daran wird man Sie dann auch im Nationalratswahlkampf im Herbst erinnern müssen, meine Damen und Herren. Und es ist auch völlig richtig, dass man Sie daran erinnert. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf der Abg. Tamandl
Warum Sie Angst haben, dass der Untersuchungsausschuss ein Minderheitsrecht wird, liegt ja vielleicht auch darin begründet, dass in jedem Skandal schon sehr viel ÖVP und auch sehr viel SPÖ drinsteckt. Nehmen Sie nur den Telekom-Skandal her: Was heute (Zwischenruf der Abg. Tamandl) – hören Sie einmal zu, Frau Tamandl! –, was also heute Herr Rudolf Fischer, was heute der ehemalige Telekom Austria Vorstand Rudolf Fischer vor Gericht gesagt hat (Zwischenruf des Abg. Höfinger), hat eine sehr, sehr
Zwischenruf des Abg. Höfinger
Warum Sie Angst haben, dass der Untersuchungsausschuss ein Minderheitsrecht wird, liegt ja vielleicht auch darin begründet, dass in jedem Skandal schon sehr viel ÖVP und auch sehr viel SPÖ drinsteckt. Nehmen Sie nur den Telekom-Skandal her: Was heute (Zwischenruf der Abg. Tamandl) – hören Sie einmal zu, Frau Tamandl! –, was also heute Herr Rudolf Fischer, was heute der ehemalige Telekom Austria Vorstand Rudolf Fischer vor Gericht gesagt hat (Zwischenruf des Abg. Höfinger), hat eine sehr, sehr
Beifall bei BZÖ und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Scheibner. – Abg. Grosz: Wo sind die ...?
große Dimension, weil er zu den aktuellen Vorwürfen in Richtung Gernot Rumpold und FPÖ betreffend 500 000 € gesagt hat, dass diese 500 000 € nichts sind im Vergleich zu dem, was an parteinahe Agenturen, Vorfeldorganisationen und Bürgermeister von wem geflossen ist? – Von SPÖ und ÖVP! Bauernbund, OmniMedia, echo medienhaus, alle diese Firmen hat er genannt. (Beifall bei BZÖ und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Scheibner. – Abg. Grosz: Wo sind die ...?)
Zwischenruf des Abg. Neubauer
Herr Grillitsch, Sie können gerne einen Offenbarungseid leisten: Was hat er denn heute vor Gericht gemeint, der Herr Telekom Austria Vorstand Fischer (Zwischenruf des Abg. Neubauer), mit den Zahlungen an den Bauernbund, wo er sagt, das sind mehr als 500 000 €? Was hat er gemeint, Herr Kollege Cap, mit den Zahlungen der Telekom Austria an das echo medienhaus?
Abg. Dr. Graf: Wunschdenken!
Ich wünsche mir, meine Damen und Herren, dass auch dort die Justiz so konsequent und hart vorgeht wie bei anderen, dass erst gar nicht der Verdacht aufkeimt, dass sie auch aus parteipolitischen Motiven heraus handelt. (Abg. Dr. Graf: Wunschdenken!) Das will ich hier heute auch ganz bewusst gesagt haben. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich wünsche mir, meine Damen und Herren, dass auch dort die Justiz so konsequent und hart vorgeht wie bei anderen, dass erst gar nicht der Verdacht aufkeimt, dass sie auch aus parteipolitischen Motiven heraus handelt. (Abg. Dr. Graf: Wunschdenken!) Das will ich hier heute auch ganz bewusst gesagt haben. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Riepl.
Wenn Aufklärung, dann gilt das für alle, unabhängig von der parteipolitischen Farbe, und dann gilt das nicht nur für den Untersuchungsausschuss, sondern dann gilt das erst recht auch für die Justiz, die die Aufgabe hat, unabhängig, objektiv und neutral allfälligen strafrechtlich relevanten Vorwürfen nachzugehen. (Zwischenruf des Abg. Riepl.)
Abg. Grosz: Dem schießen ja schon senkrecht die Tränen aus den Augen!
Nehmen wir ein zweites Beispiel, warum sich ÖVP und SPÖ so sehr weigern, den Untersuchungsausschuss als Minderheitsrecht einzuführen. – Herr Kollege Cap, jetzt kommt wieder Ihr Lieblingsthema, nämlich die Notverstaatlichung der Hypo Alpe-Adria. (Abg. Grosz: Dem schießen ja schon senkrecht die Tränen aus den Augen!)
Abg. Mag. Kogler: Wer ist dagegen? Rot und Schwarz!
Ich frage mich ja immer eines: Sie predigen hier seit dem Jahr 2009 gemeinsam mit der Österreichischen Volkspartei konsequent, wie böse und wie kriminell und wie schlimm all die Kärntner da unten waren. – Jetzt geht das BZÖ selbst her – das BZÖ, das laut Ihrer Auffassung Betroffener ist – und sagt: Setzen wir einen Untersuchungsausschuss ein! (Abg. Mag. Kogler: Wer ist dagegen? Rot und Schwarz!) Machen wir einen Untersuchungsausschuss zu dieser ganzen Hypo-Causa! (Abg. Mag. Kogler: Richtig!) So wie es in Kärnten schon einen mit dem Rolf Holub gegeben hat, machen wir auch einen nationalen! Schauen wir gleich die Kommunalkredit dazu an (Abg. Mag. Kogler: Die sogenannte Notverstaatlichung!), schauen wir gleich die ÖVAG dazu an, und machen wir einen Banken-Untersuchungsausschuss neu! Das war der Antrag des BZÖ.
Abg. Mag. Kogler: Richtig!
Ich frage mich ja immer eines: Sie predigen hier seit dem Jahr 2009 gemeinsam mit der Österreichischen Volkspartei konsequent, wie böse und wie kriminell und wie schlimm all die Kärntner da unten waren. – Jetzt geht das BZÖ selbst her – das BZÖ, das laut Ihrer Auffassung Betroffener ist – und sagt: Setzen wir einen Untersuchungsausschuss ein! (Abg. Mag. Kogler: Wer ist dagegen? Rot und Schwarz!) Machen wir einen Untersuchungsausschuss zu dieser ganzen Hypo-Causa! (Abg. Mag. Kogler: Richtig!) So wie es in Kärnten schon einen mit dem Rolf Holub gegeben hat, machen wir auch einen nationalen! Schauen wir gleich die Kommunalkredit dazu an (Abg. Mag. Kogler: Die sogenannte Notverstaatlichung!), schauen wir gleich die ÖVAG dazu an, und machen wir einen Banken-Untersuchungsausschuss neu! Das war der Antrag des BZÖ.
Abg. Mag. Kogler: Die sogenannte Notverstaatlichung!
Ich frage mich ja immer eines: Sie predigen hier seit dem Jahr 2009 gemeinsam mit der Österreichischen Volkspartei konsequent, wie böse und wie kriminell und wie schlimm all die Kärntner da unten waren. – Jetzt geht das BZÖ selbst her – das BZÖ, das laut Ihrer Auffassung Betroffener ist – und sagt: Setzen wir einen Untersuchungsausschuss ein! (Abg. Mag. Kogler: Wer ist dagegen? Rot und Schwarz!) Machen wir einen Untersuchungsausschuss zu dieser ganzen Hypo-Causa! (Abg. Mag. Kogler: Richtig!) So wie es in Kärnten schon einen mit dem Rolf Holub gegeben hat, machen wir auch einen nationalen! Schauen wir gleich die Kommunalkredit dazu an (Abg. Mag. Kogler: Die sogenannte Notverstaatlichung!), schauen wir gleich die ÖVAG dazu an, und machen wir einen Banken-Untersuchungsausschuss neu! Das war der Antrag des BZÖ.
Abg. Grosz: Rot und Schwarz!
Wer hat diesen Antrag abgelehnt? – (Abg. Grosz: Rot und Schwarz!) Und wer hat ihn unterstützt? – Alle drei Oppositionsparteien: FPÖ, Grüne und BZÖ haben sich für diesen neuerlichen Banken-Untersuchungsausschuss ausgesprochen. (Abg. Mag. Kogler: 10-Milliarden-Loch!) Wer ist dagegen? – Die Österreichische Volkspartei und die österreichische Sozialdemokratie, obwohl es hier, meine Damen und Herren, um Steuermilliarden geht! (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.) Das geht über 10, 15, 20 Milliarden €.
Abg. Mag. Kogler: 10-Milliarden-Loch!
Wer hat diesen Antrag abgelehnt? – (Abg. Grosz: Rot und Schwarz!) Und wer hat ihn unterstützt? – Alle drei Oppositionsparteien: FPÖ, Grüne und BZÖ haben sich für diesen neuerlichen Banken-Untersuchungsausschuss ausgesprochen. (Abg. Mag. Kogler: 10-Milliarden-Loch!) Wer ist dagegen? – Die Österreichische Volkspartei und die österreichische Sozialdemokratie, obwohl es hier, meine Damen und Herren, um Steuermilliarden geht! (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.) Das geht über 10, 15, 20 Milliarden €.
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Wer hat diesen Antrag abgelehnt? – (Abg. Grosz: Rot und Schwarz!) Und wer hat ihn unterstützt? – Alle drei Oppositionsparteien: FPÖ, Grüne und BZÖ haben sich für diesen neuerlichen Banken-Untersuchungsausschuss ausgesprochen. (Abg. Mag. Kogler: 10-Milliarden-Loch!) Wer ist dagegen? – Die Österreichische Volkspartei und die österreichische Sozialdemokratie, obwohl es hier, meine Damen und Herren, um Steuermilliarden geht! (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.) Das geht über 10, 15, 20 Milliarden €.
Abg. Grosz: Vertuschen und zudecken!
Wenn bei diesen Summen kein Untersuchungsausschuss notwendig ist, dann frage ich mich, wo dann? (Abg. Grosz: Vertuschen und zudecken!) Und erst recht frage ich mich, Herr Kollege Amon und Herr Kollege Cap, na was haben denn die Regierungsparteien zu verschweigen, zu vertuschen und unter den Teppich zu kehren, dass sie nicht bereit sind, diese Hypo-Notverstaatlichung zu untersuchen und anzuschauen, dass sie nicht bereit sind, die Notverstaatlichung und die Wirtschaft, die seit der Notverstaatlichung bei der Kommunalkredit gemacht wurde, anzuschauen, und dass sie nicht bereit sind (Zwischenruf des Abg. Hörl – Abg. Huber: Hypo Tirol!), Herr Kollege Hörl, die Notverstaatlichung und ihre Folgen bei der österreichischen Volksbankengruppe anzuschauen. Das verstehe ich überhaupt nicht!
Zwischenruf des Abg. Hörl – Abg. Huber: Hypo Tirol!
Wenn bei diesen Summen kein Untersuchungsausschuss notwendig ist, dann frage ich mich, wo dann? (Abg. Grosz: Vertuschen und zudecken!) Und erst recht frage ich mich, Herr Kollege Amon und Herr Kollege Cap, na was haben denn die Regierungsparteien zu verschweigen, zu vertuschen und unter den Teppich zu kehren, dass sie nicht bereit sind, diese Hypo-Notverstaatlichung zu untersuchen und anzuschauen, dass sie nicht bereit sind, die Notverstaatlichung und die Wirtschaft, die seit der Notverstaatlichung bei der Kommunalkredit gemacht wurde, anzuschauen, und dass sie nicht bereit sind (Zwischenruf des Abg. Hörl – Abg. Huber: Hypo Tirol!), Herr Kollege Hörl, die Notverstaatlichung und ihre Folgen bei der österreichischen Volksbankengruppe anzuschauen. Das verstehe ich überhaupt nicht!
Beifall bei BZÖ, Grünen und FPÖ.
Ich kann Ihnen genau den Grund sagen, Herr Kollege Hörl: Weil die Österreichische Volkspartei mit den Finanzministern Pröll und Fekter bis zum Hals in diesem Schlamassel drinsteckt! Das ist die Wahrheit, meine Damen und Herren! (Beifall bei BZÖ, Grünen und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Höfinger.
Aber ich prophezeie Ihnen eines: Wir werden nicht nur weiter für Aufklärung und für die Zuteilung der politischen Verantwortung für diese Misswirtschaft, die Sie seit 2009 in allen drei dieser Staatsbanken zu verantworten haben, und generell für Aufklärung in diesen Bereichen sorgen, sondern wir werden auch weiter – und letztendlich und am Ende des Tages, davon bin ich überzeugt, mit Erfolg – für den Untersuchungsausschuss als Minderheitsrecht in diesem Parlament kämpfen, meine Damen und Herren, damit wir endlich auch in diesem Bereich europäische Standards haben, die in Deutschland und anderen europäischen Ländern längst Usus sind und wo Österreich schon seit Jahren hinterherhinkt. (Zwischenruf des Abg. Höfinger.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Meine Damen und Herren, dafür wird das BZÖ kämpfen. Dafür werden wir im Wahlkampf auch ganz, ganz offensiv eintreten und den Menschen klar und ehrlich sagen (Zwischenruf des Abg. Hörl), wer bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, wer bereit ist, aufzuklären, wer bereit ist, alle Karten auf den Tisch zu legen, und wo die Vertuscher und wo die Blockierer und wo die Verhinderer und wo die Unter-den-Teppich-Kehrer sitzen.
Zwischenruf des Abg. Höfinger
Jeder, der sich diese Skandale anschaut (Zwischenruf des Abg. Höfinger) – BUWOG, Telekom, Staatsbanken-Skandal –, der sieht, um welche Dimension, und vor allem, um welche Summe es hier letztendlich auch für den österreichischen Steuerzahler geht. Wir kämpfen um dieses Steuergeld, und wir kämpfen auch um mehr Transparenz, mehr Kontrolle und mehr Oppositionsrechte in diesem Hohen Haus – nicht nur in dieser Legislaturperiode, sondern auch in der kommenden. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Jeder, der sich diese Skandale anschaut (Zwischenruf des Abg. Höfinger) – BUWOG, Telekom, Staatsbanken-Skandal –, der sieht, um welche Dimension, und vor allem, um welche Summe es hier letztendlich auch für den österreichischen Steuerzahler geht. Wir kämpfen um dieses Steuergeld, und wir kämpfen auch um mehr Transparenz, mehr Kontrolle und mehr Oppositionsrechte in diesem Hohen Haus – nicht nur in dieser Legislaturperiode, sondern auch in der kommenden. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich kann Sie von der SPÖ, von der ÖVP, alle hier im Haus nur ersuchen, gehen wir gemeinsam diesen Weg und setzen wir gemeinsam diesen Schritt! Der Antrag hat seine Berechtigung. Unterstützen wir ihn gemeinsam und machen wir etwas Vernünftiges für den österreichischen Parlamentarismus und für die Kontrolle in diesem Haus! Das wäre der richtige Weg, deswegen werden wir diesen Antrag unterstützen. (Beifall beim Team Stronach.)