Eckdaten:
Für die 102. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 892 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Mag. Josef Lettenbichler
Petition betreffend „Keine zusätzlichen Lkw-Stellplätze der ASFINAG in Angath“ (Ordnungsnummer 78) (überreicht vom Abgeordneten Mag. Josef Lettenbichler)
Allgemeiner Beifall.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich begrüße Herrn Abgeordneten Dr. Lopatka herzlich in unserer Mitte. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall beim BZÖ.
wände gegen diesen Beschluss – nicht nur wir, sondern auch Teile der SPÖ, das wissen wir. Wir verlangen daher eine geschäftsordnungsmäßige Debatte über diese Einwendungen. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Was macht die österreichische Bundesregierung, das Innenministerium gemeinsam mit dem Justizministerium? – Sie veranstalten mittels Gesetz einen Großangriff auf die Grund- und Freiheitsrechte! Das lehnen wir ganz entschieden ab, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Jetzt schaue ich da hinauf auf die Galerie und sage, wen das besonders trifft, nämlich die Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich Journalismus. Dieser Beruf wird von dem heutigen Beschluss ganz besonders betroffen sein, denn dieser heutige Beschluss bedeutet das Ende des Redaktionsgeheimnisses, das Ende des Anwaltsgeheimnisses, das Ende des Ärztegeheimnisses (Zwischenrufe bei der ÖVP), weil sofort jede Behörde, auch bei jeder Vernaderung, auf jegliche Daten zugreifen und natürlich ausforschen kann, wer Informant ist, wer mit dem Journalisten kommuniziert, mit wem
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
sich dieser in letzter Zeit abgesprochen hat, und so weiter. Das ist ein Skandal, was Sie da heute beschließen werden! Die SPÖ weiß das und fühlt sich daher auch nicht wohl dabei. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich „gratuliere“ Ihnen von der österreichischen Bundesregierung: Sie haben das österreichische Justizsystem auf „System Italien“ umgestellt, aufs „Bunga-Bunga-System“, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist Ihre Leistung, die Sie heute vollbringen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Herr Kollege Maier, Sie haben heute die Chance, dagegen zu stimmen. Sie haben nur zwei Möglichkeiten: entweder hier im Hohen Haus gegen dieses Vorratsdatenspeicherungsgesetz zu stimmen – oder als Vorsitzender des Datenschutzrates abzutreten, denn dann haben Sie versagt, Herr Kollege Maier. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich appelliere daher nicht nur an den Herrn Maier, nicht nur an den Klubobmann Cap, sondern auch an die ÖVP, diesem unserem Antrag, nämlich die Tagesordnungspunkte 2 und 3 von der Tagesordnung zu nehmen, zuzustimmen, denn es ist nicht notwendig, die Menschen flächendeckend zu bespitzeln und sozusagen alle 8 Millionen Österreicher unter Generalverdacht zu stellen und der Vernaderung Tür und Tor zu öffnen. Das ist unser Anliegen, das wir heute vorbringen! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Frau Präsidentin! Damen und Herren Minister! Kolleginnen und Kollegen! Kollege Westenthaler, ich glaube, mehr Kraut und Rüben, wie es jetzt in dieser eigenartigen Rede dargeboten worden ist, kann man ja nicht mehr vermischen. Man muss schon auseinanderhalten, worüber wir hier reden. Es geht hier um die Umsetzung einer europäischen Richtlinie, die leider Gottes – wir sind damals vehement dagegen aufgetreten – 2005 von Ihrer Justizministerin Gastinger im gesamteuropäischen Kontext beschlossen worden ist. Und da müssen Sie sich einmal selber bei der Nase nehmen und sich fragen, warum damals dieser Akt gesetzt worden ist, meine Damen und Herren vom BZÖ! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Dass heute gerade jene Partei so sehr gegen diesen Beschluss ist, die damals die Ursache dafür war, dass wir jetzt diese Diskussion haben, das ist bezeichnend für Sie, Herr Kollege Westenthaler und meine Damen und Herren vom BZÖ. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Die Richtlinie ist obsolet!
Wir haben hier eine EU-Richtlinie, und wenn diese nicht umgesetzt wird – das wissen Sie ganz genau, Herr Kollege Westenthaler (Abg. Ing. Westenthaler: Die Richtlinie ist obsolet!), und ich finde es beschämend, dass Sie das hier nicht sagen, sondern die Diskussion auf den Kopf stellen –, muss Österreich eine Strafzahlung von 30 Millionen € leisten! (Abg. Ing. Westenthaler: Die Richtlinie gibt es schon gar nicht mehr, die ist längst obsolet!) Das ist europäisches Recht und bei uns umzusetzen! Das ist einmal Faktum.
Abg. Ing. Westenthaler: Die Richtlinie gibt es schon gar nicht mehr, die ist längst obsolet!
Wir haben hier eine EU-Richtlinie, und wenn diese nicht umgesetzt wird – das wissen Sie ganz genau, Herr Kollege Westenthaler (Abg. Ing. Westenthaler: Die Richtlinie ist obsolet!), und ich finde es beschämend, dass Sie das hier nicht sagen, sondern die Diskussion auf den Kopf stellen –, muss Österreich eine Strafzahlung von 30 Millionen € leisten! (Abg. Ing. Westenthaler: Die Richtlinie gibt es schon gar nicht mehr, die ist längst obsolet!) Das ist europäisches Recht und bei uns umzusetzen! Das ist einmal Faktum.
Abg. Ing. Westenthaler: Das war vernichtend!
Daher haben wir ein Gesetz hier ausgearbeitet, das aus meiner Sicht absolut keinen Einwand mehr zulässt. Wir haben das richterliche Genehmigungsrecht. Wir haben dort, wo Staatsanwälte genehmigen müssen, zwei Staatsanwälte vorgesehen. Wir haben ein umfassendes Hearing gemacht, meine Damen und Herren (Abg. Ing. Westenthaler: Das war vernichtend!), und wir haben die Ergebnisse dieses Hearings in entsprechende Regelungen und Vorschläge eingearbeitet. Warum Sie die Debatte hier führen, ist, um zu verhindern, dass vor der Einbringung dieser Anträge über ebendiese Anträge informiert werden kann, weil die Anträge geschäftsordnungsmäßig erst in der folgenden Debatte eingebracht werden können. Daher tun Sie hier so, als würde es diese
Abg. Ing. Westenthaler: Das stimmt nicht! Ohne richterliche Genehmigung!
Anträge nicht geben, meine Damen und Herren, wo alle diese Verbesserungen enthalten sind. (Abg. Ing. Westenthaler: Das stimmt nicht! Ohne richterliche Genehmigung!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir alle sind im Hearing gesessen. Wir alle haben diskutiert, was man verbessern kann. Wir alle haben der heutigen Tagesordnung zugestimmt. Und wir alle wissen auch, welche Partei mit welchen Anträgen kommen wird. Das, was Sie hier heute an Kritik geübt haben, ist genau das, was nämlich nicht stattfinden wird, weil diese Punkte mit den noch einzubringenden Anträgen beseitigt werden, Herr Kollege Westenthaler. Und wenn Sie jetzt der Bevölkerung gegenüber so tun, als wäre das nicht so, dann ist das schlicht und einfach nicht nur tatsachenwidrig, sondern es ist abstoßend, desinformierend und wird dem Hause, dem Parlament nicht gerecht. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ohne richterliche Genehmigung!
Meine Damen und Herren, es geht hier nicht darum, dass man etwas herunterspielt, sondern es geht darum, die Bevölkerung darüber zu informieren, was tatsächlich Sache ist, und das ist das genaue Gegenteil von dem, was Sie gesagt haben, Herr Kollege Westenthaler. Ich freue mich daher auf die Debatte heute am frühen Nachmittag, wo Informationen, Aufklärung darüber von uns gegeben werden können. (Abg. Ing. Westenthaler: Ohne richterliche Genehmigung!) Aber das, was Sie hier heute getan haben, meine Damen und Herren vom BZÖ, hat jedenfalls nicht gepasst.
Abg. Ing. Westenthaler: Warten, so wie die Schweden!
Sie wissen auch ganz genau, die EU-Kommission evaluiert nunmehr die derzeit geltende Richtlinie. Mit dem ersten Bericht ist Dezember dieses Jahres zu rechnen. Wie soll Österreich, das der Richtlinie unterliegt, die Ergebnisse dieser Debatte, die erst im Dezember endet, vorwegnehmen und diesen schon heute in diesem Gesetz entsprechen, Herr Kollege? (Abg. Ing. Westenthaler: Warten, so wie die Schweden!) Das geht schlicht und einfach nicht. (Abg. Dr. Moser: Warten! – Zwischenrufe beim BZÖ.) Nein, das stimmt einfach nicht, meine Damen und Herren! Wir haben das europäische Recht umzusetzen, und mein Wunsch ist es, dass sich all jene in die europäische Debatte einbringen, die heute hier großmundig so tun, als hätten sie das gemacht. Die Kollegin Gastinger war es jedenfalls nicht.
Abg. Dr. Moser: Warten! – Zwischenrufe beim BZÖ.
Sie wissen auch ganz genau, die EU-Kommission evaluiert nunmehr die derzeit geltende Richtlinie. Mit dem ersten Bericht ist Dezember dieses Jahres zu rechnen. Wie soll Österreich, das der Richtlinie unterliegt, die Ergebnisse dieser Debatte, die erst im Dezember endet, vorwegnehmen und diesen schon heute in diesem Gesetz entsprechen, Herr Kollege? (Abg. Ing. Westenthaler: Warten, so wie die Schweden!) Das geht schlicht und einfach nicht. (Abg. Dr. Moser: Warten! – Zwischenrufe beim BZÖ.) Nein, das stimmt einfach nicht, meine Damen und Herren! Wir haben das europäische Recht umzusetzen, und mein Wunsch ist es, dass sich all jene in die europäische Debatte einbringen, die heute hier großmundig so tun, als hätten sie das gemacht. Die Kollegin Gastinger war es jedenfalls nicht.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich hoffe, dass wir in Zukunft gemeinsam in der Europäischen Union so vorgehen, dass derartige Richtlinien in dieser Form nicht mehr zustande kommen. Das stelle ich mir unter Problemlösung vor, aber nicht das, was Sie heute hier aufführen. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ, Grünen und BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung SPÖ –: Auch euer Experte!
Abgeordneter Dr. Peter Fichtenbauer (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Kollege Jarolim, wir hatten im Justizausschuss tatsächlich ein Hearing von Experten. Es waren fünf Experten – und von fünf Experten haben vier diesen Gesetzesvorschlag vernichtend qualifiziert. (Beifall bei FPÖ, Grünen und BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung SPÖ –: Auch euer Experte!)
Beifall bei der FPÖ.
Es kann für keinen Menschen guten Sinnes und eigentlich auch nicht aus den historischen Überzeugungen der SPÖ heraus, die mir bekannt sind, in einem Sinn, der den Grund- und Freiheitsrechten gerecht wird, angedacht werden, dass der „gläserne Mensch“ das justizielle Beispiel für die Zukunft Österreichs sein soll. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist historisch enttäuschend, das ist enttäuschend aus dem Gesichtspunkt der Wahrung der Grund- und Freiheitsrechte, und das gibt auch dem Skeptizismus – nicht der Ablehnung der Europäischen Union, aber dem Skeptizismus –, den die Freiheitliche Partei in vielen Belangen gerechtfertigt vorbringt, zutiefst recht. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler.
Es kann für keinen Menschen guten Sinnes und eigentlich auch nicht aus den historischen Überzeugungen der SPÖ heraus, die mir bekannt sind, in einem Sinn, der den Grund- und Freiheitsrechten gerecht wird, angedacht werden, dass der „gläserne Mensch“ das justizielle Beispiel für die Zukunft Österreichs sein soll. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist historisch enttäuschend, das ist enttäuschend aus dem Gesichtspunkt der Wahrung der Grund- und Freiheitsrechte, und das gibt auch dem Skeptizismus – nicht der Ablehnung der Europäischen Union, aber dem Skeptizismus –, den die Freiheitliche Partei in vielen Belangen gerechtfertigt vorbringt, zutiefst recht. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ sowie des Abg. Tadler
In Erinnerung an die Beratungen im Justizausschuss möchte ich darauf hinweisen, dass sehr qualifiziert vorgeschlagen worden ist, dass durch eine nicht gravierende Änderung des gegenwärtigen Strafprozessrechtes beziehungsweise des Telekommunikationsrechtes der drohenden Verfahrensgestaltung der EU gegen Österreich ausgewichen werden könnte. Man muss dieses Gesetz heute nicht unter Zwang beschließen, daher treten wir dem Absetzungsantrag bei (Beifall bei FPÖ und BZÖ sowie des Abg. Tadler) – zumal als Ergebnis der auch Sie beeindruckenden Debatten im Justizausschuss von Ihnen angekündigt wurde, rechtzeitig eine Abänderung vorzulegen, um dieses Gesetz in der zweiten Lesung angenehmer zu machen, vielleicht schmackhafter. Allerdings möchte ich sagen, so angenehm kann es gar nicht gemacht werden, dass die Freiheitliche Partei zustimmt, denn der „gläserne Mensch“ ist nicht das, was als Inhalt der Grund- und Freiheitsrechte und ihrer Ausgestaltung für unsere Fraktion erdacht werden könnte.
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Sie haben den Abänderungsantrag erst vor zwei Tagen vorgelegt, und unter Bedachtnahme auf den hohen Stellenwert, den dieses Gesetz im negativen Sinne für die österreichische Bevölkerung mit sich brächte, kann eine ausreichende Verfolgung der Debatte, um dem Gegenstand gerecht zu werden, in dieser kurzen Frist nicht umgesetzt werden. Es stimmt zwar, dass die Tagesordnung in der Präsidiale vereinbart worden ist, danach aber erst ist der Abänderungsvorschlag gekommen, weshalb es gerechtfertigt wäre: Zurück zum Justizausschuss und weg mit dieser Materie von der heutigen Tagesordnung! – Danke. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe beim BZÖ.
Abgeordneter Mag. Heribert Donnerbauer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Bei dem, was heute hier abgeht, was Kollege Westenthaler und das BZÖ hier begonnen haben, handelt es sich nicht nur um ein sehr durchsichtiges Manöver, sondern meiner Meinung nach um einen glatten Missbrauch der Geschäftsordnung, Herr Kollege Westenthaler! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Kickl: Sie haben nicht zugehört!
Was Sie hier tun, ist nicht, Einwendungen gegen die Geschäftsordnung vorzubringen – Sie haben im Übrigen alle zugestimmt; die heutige Tagesordnung wurde einvernehmlich festgelegt, von allen fünf Fraktionen dieses Hauses gemeinsam festgelegt –, sondern Sie versuchen jetzt, eine inhaltliche Debatte, die wir heute noch zu führen haben, vorzuziehen. (Abg. Kickl: Sie haben nicht zugehört!) Die Punkte stehen auf der Tagesordnung – Sie wollen sie von der Tagesordnung absetzen, wir wollen sie heute diskutieren, und zwar zu dem Zeitpunkt, den wir gemeinsam festgelegt haben. Wir lehnen dieses Manöver, inhaltliche Debatten sozusagen zu beginnen (Abg. Ing. Westenthaler: Habt ihr keine inhaltlichen Debatten heute vor?), während der Fernsehzeit zu führen und damit die Geschäftsordnung zu missbrauchen, eindeutig ab. (Abg. Strache: Es ist ja unangenehm, wenn die Bürger draufkommen, was ihr macht! – Anhaltende Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Habt ihr keine inhaltlichen Debatten heute vor?
Was Sie hier tun, ist nicht, Einwendungen gegen die Geschäftsordnung vorzubringen – Sie haben im Übrigen alle zugestimmt; die heutige Tagesordnung wurde einvernehmlich festgelegt, von allen fünf Fraktionen dieses Hauses gemeinsam festgelegt –, sondern Sie versuchen jetzt, eine inhaltliche Debatte, die wir heute noch zu führen haben, vorzuziehen. (Abg. Kickl: Sie haben nicht zugehört!) Die Punkte stehen auf der Tagesordnung – Sie wollen sie von der Tagesordnung absetzen, wir wollen sie heute diskutieren, und zwar zu dem Zeitpunkt, den wir gemeinsam festgelegt haben. Wir lehnen dieses Manöver, inhaltliche Debatten sozusagen zu beginnen (Abg. Ing. Westenthaler: Habt ihr keine inhaltlichen Debatten heute vor?), während der Fernsehzeit zu führen und damit die Geschäftsordnung zu missbrauchen, eindeutig ab. (Abg. Strache: Es ist ja unangenehm, wenn die Bürger draufkommen, was ihr macht! – Anhaltende Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Strache: Es ist ja unangenehm, wenn die Bürger draufkommen, was ihr macht! – Anhaltende Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Was Sie hier tun, ist nicht, Einwendungen gegen die Geschäftsordnung vorzubringen – Sie haben im Übrigen alle zugestimmt; die heutige Tagesordnung wurde einvernehmlich festgelegt, von allen fünf Fraktionen dieses Hauses gemeinsam festgelegt –, sondern Sie versuchen jetzt, eine inhaltliche Debatte, die wir heute noch zu führen haben, vorzuziehen. (Abg. Kickl: Sie haben nicht zugehört!) Die Punkte stehen auf der Tagesordnung – Sie wollen sie von der Tagesordnung absetzen, wir wollen sie heute diskutieren, und zwar zu dem Zeitpunkt, den wir gemeinsam festgelegt haben. Wir lehnen dieses Manöver, inhaltliche Debatten sozusagen zu beginnen (Abg. Ing. Westenthaler: Habt ihr keine inhaltlichen Debatten heute vor?), während der Fernsehzeit zu führen und damit die Geschäftsordnung zu missbrauchen, eindeutig ab. (Abg. Strache: Es ist ja unangenehm, wenn die Bürger draufkommen, was ihr macht! – Anhaltende Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir scheuen die Debatte nicht, keine Angst, ich gehe schon darauf ein. Wir scheuen die Debatte nicht, aber es ist, glaube ich, ein glatter Missbrauch der Geschäftsordnung, was hier betrieben wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Da waren alle dagegen – bis auf euren Experten! 4 : 1!
worden. Man hat es sich nicht leicht gemacht, man ist vielen Einwendungen entgegengekommen, hat sie berücksichtigt. Man hat im Justizausschuss ein Hearing durchgeführt, wie wir schon gehört haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Da waren alle dagegen – bis auf euren Experten! 4 : 1!) Es waren nicht alle dagegen. Wir haben seit diesem Hearing – und das ist schon länger als ein Monat her – weitere intensive Diskussionen geführt und als Ergebnis für heute einen Abänderungsantrag und etliche flankierende Maßnahmen vorbereitet, die wir einbringen wollen.
Abg. Dr. Graf: Umso schlimmer!
Aber nun zur inhaltlichen Seite, meine sehr verehrten Damen und Herren! Es geht darum, dass das Speichern von Daten, die auch jetzt schon von Telekommunikationsunternehmen, von Providern gespeichert werden (Abg. Dr. Graf: Umso schlimmer!), in Zukunft unter gesetzliche Rahmenbedingungen gestellt wird. Wenn diese Daten in Zukunft weiterhin gespeichert werden, dann ist es auch notwendig – und dazu stehen wir –, dass die Strafverfolgungsbehörden unter ganz bestimmten Voraussetzungen und bei bestimmten schwerwiegenden Straftaten Zugriff darauf haben, dass ermittelt werden kann, dass das Internet und Telekommunikationseinrichtungen kein rechtsfreier Raum sein können. Dazu stehen wir, meine sehr verehrten Damen und Herren, und das werden wir heute mit diesem Gesetz auch umsetzen! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Aber nun zur inhaltlichen Seite, meine sehr verehrten Damen und Herren! Es geht darum, dass das Speichern von Daten, die auch jetzt schon von Telekommunikationsunternehmen, von Providern gespeichert werden (Abg. Dr. Graf: Umso schlimmer!), in Zukunft unter gesetzliche Rahmenbedingungen gestellt wird. Wenn diese Daten in Zukunft weiterhin gespeichert werden, dann ist es auch notwendig – und dazu stehen wir –, dass die Strafverfolgungsbehörden unter ganz bestimmten Voraussetzungen und bei bestimmten schwerwiegenden Straftaten Zugriff darauf haben, dass ermittelt werden kann, dass das Internet und Telekommunikationseinrichtungen kein rechtsfreier Raum sein können. Dazu stehen wir, meine sehr verehrten Damen und Herren, und das werden wir heute mit diesem Gesetz auch umsetzen! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.
Um auch eines klar zu sagen: Es ist hier eine sonderbare Allianz gegen dieses Gesetz entstanden. Es zeigt sich jetzt, wer für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger eintritt und wer nicht. (Ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.) Was Sie wollen, ist, dass Delikte in der Kinderpornographie, Terrorgefahr, aber auch Stalking zum Beispiel einfach nicht mehr verfolgt werden können, dass es keine Chance mehr gibt, in diesen Bereichen zu ermitteln, dass es keine Chance mehr gibt, die Täter auszuforschen und auch präventiv tätig zu werden. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Das lehnen wir ab! Wir wollen klare Rahmenbedingungen, gesetzliche Rahmenbedingungen. Wir wollen eine klare Kontrolle. Wir wollen die Kontrolle durch die Justiz, durch die unabhängige Justiz, und das wird mit diesem Gesetz gewährleistet. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist eine gefährliche Drohung!) Das ist keine gefährliche Drohung, sondern das ist selbstverständlich im Sinne der Sicherheit der Menschen, der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Um auch eines klar zu sagen: Es ist hier eine sonderbare Allianz gegen dieses Gesetz entstanden. Es zeigt sich jetzt, wer für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger eintritt und wer nicht. (Ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.) Was Sie wollen, ist, dass Delikte in der Kinderpornographie, Terrorgefahr, aber auch Stalking zum Beispiel einfach nicht mehr verfolgt werden können, dass es keine Chance mehr gibt, in diesen Bereichen zu ermitteln, dass es keine Chance mehr gibt, die Täter auszuforschen und auch präventiv tätig zu werden. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Das lehnen wir ab! Wir wollen klare Rahmenbedingungen, gesetzliche Rahmenbedingungen. Wir wollen eine klare Kontrolle. Wir wollen die Kontrolle durch die Justiz, durch die unabhängige Justiz, und das wird mit diesem Gesetz gewährleistet. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist eine gefährliche Drohung!) Das ist keine gefährliche Drohung, sondern das ist selbstverständlich im Sinne der Sicherheit der Menschen, der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger.
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist eine gefährliche Drohung!
Um auch eines klar zu sagen: Es ist hier eine sonderbare Allianz gegen dieses Gesetz entstanden. Es zeigt sich jetzt, wer für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger eintritt und wer nicht. (Ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.) Was Sie wollen, ist, dass Delikte in der Kinderpornographie, Terrorgefahr, aber auch Stalking zum Beispiel einfach nicht mehr verfolgt werden können, dass es keine Chance mehr gibt, in diesen Bereichen zu ermitteln, dass es keine Chance mehr gibt, die Täter auszuforschen und auch präventiv tätig zu werden. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Das lehnen wir ab! Wir wollen klare Rahmenbedingungen, gesetzliche Rahmenbedingungen. Wir wollen eine klare Kontrolle. Wir wollen die Kontrolle durch die Justiz, durch die unabhängige Justiz, und das wird mit diesem Gesetz gewährleistet. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist eine gefährliche Drohung!) Das ist keine gefährliche Drohung, sondern das ist selbstverständlich im Sinne der Sicherheit der Menschen, der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Bis auf die ÖVP hat da keiner geklatscht!
Abschließend, meine sehr verehrten Damen und Herren: Das ist ein durchsichtiges Manöver, das Sie hier mit dieser Einwendungsdebatte starten, und das ist abzulehnen. Die inhaltliche Debatte ist zu führen, und sie wird heute auch geführt werden. Wir haben mit unseren Maßnahmen gute Gründe, um davon auszugehen, dass heute ein richtiges und gutes Gesetz beschlossen wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Bis auf die ÖVP hat da keiner geklatscht!)
Abg. Ing. Westenthaler: Die Peitschenknaller sind gekommen!
Ich bin jetzt seit einigen Jahren hier im Parlament und habe nun ein Schauspiel erlebt, das ich bis jetzt noch nie gesehen habe. Während der Ausschusssitzung sind plötzlich die Klubobleute Kopf und Cap gekommen (Abg. Ing. Westenthaler: Die Peitschenknaller sind gekommen!) und haben sich hinter den Vertretern ihrer Fraktionen aufgereiht, um für Disziplin in ihren eigenen Reihen zu sorgen, weil offensichtlich die Gefahr gegeben war, dass dieses Anliegen im Ausschuss nicht durchgeht. – Ich sage: zu Recht!, denn man muss zunächst vielleicht einmal erklären, was die Vorratsdatenspeicherung ist.
Beifall und Bravorufe bei den Grünen sowie Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Wer für die Vorratsdatenspeicherung ist, müsste auch ein Gesetz befürworten, das besagt, die Post solle jeden Brief dokumentieren hinsichtlich der Fragen: Wer hat den Brief abgesendet? Wer hat den Brief bekommen? Wann wurde der Brief abgeschickt? Nichts anderes erfolgt nämlich bei der Vorratsdatenspeicherung, nur eben hinsichtlich von E-Mails auf einer anderen technischen Ebene. Jeder hier im Parlament würde die Post betreffend sagen: Das ist totalitär, das ist einer Demokratie unwürdig!, aber bei den E-Mails interessiert das niemanden. (Beifall und Bravorufe bei den Grünen sowie Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Das, meine Damen und Herren, ist ein Eingriff in Artikel 8 EMRK: Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens! (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und bzö.
Wenn etwa vorgegeben wird, dass die Vorratsdatenspeicherung sozusagen die Kriminellen und die Terroristen im Visier hat, dann muss man dazusagen, dass man sich gegen die Vorratsdatenspeicherung relativ leicht schützen kann, nämlich durch Verschleierung der IP-Adresse, durch anonyme Wertkartentelefone und durch öffentliche Internetzugänge. Es ist zu erwarten, dass sich diejenigen – die organisierte Kriminalität und die Terroristen –, die die Vorratsdatenspeicherung im Visier hat, schützen werden. Was bleibt, sind die Bürgerinnen und Bürger, die vor Missbrauch ihrer Daten Angst haben müssen. (Beifall bei Grünen, FPÖ und bzö.)
Beifall und Bravorufe bei den Grünen sowie Beifall bei FPÖ und bzö.
In diesem Sinne, meine Damen und Herren: Zurück an den Start! Die Grundrechte müssen in diesem Land noch etwas zählen! – Danke schön. (Beifall und Bravorufe bei den Grünen sowie Beifall bei FPÖ und bzö.)
Oh-Rufe bei FPÖ und BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt sind wir aber gespannt, was der große Vorsitzende des Datenschutzrates sagt!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Mag. Maier gelangt nun zu Wort. – Bitte. (Oh-Rufe bei FPÖ und BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt sind wir aber gespannt, was der große Vorsitzende des Datenschutzrates sagt!)
Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Frau Präsidentin! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich schließe an meinen Vorredner an: Die Grundrechte müssen nicht nur in diesem Land, sondern müssen in Europa gesichert werden. Daher besteht der Ansatz allein und ausschließlich darin, die Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung auf europäischer Ebene zu bekämpfen. Dazu bekennen wir uns! (Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind Vorsitzender des Datenschutzrates! Sie sind Vorsitzender des Datenschutzrates, also ziehen Sie das zurück!
Dieser Richtlinie hat das BZÖ, Kollege Scheibner, im Jahr 2005 zugestimmt, und ich kann mich auch nicht erinnern, dass die Freiheitliche Partei die Vorratsdatenspeicherung jemals abgelehnt hat. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind Vorsitzender des Datenschutzrates! Sie sind Vorsitzender des Datenschutzrates, also ziehen Sie das zurück!)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich beschäftige mich seit dem Jahre 2001 mit Fragen der Vorratsdatenspeicherung. Ich habe nie einen Abgeordneten des BZÖ erlebt, der in den Jahren 2005, 2006 gegen die Vorratsdatenspeicherung aufgetreten ist. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Kollege Westenthaler, Kollege Stadler, wo waren Sie? Haben Sie geschlafen? Ich kenne keine Positionierung von Ihnen!
Abg. Ing. Westenthaler: Dann lehnen Sie sie ab!
Ähnlich die Position auch von der Freiheitlichen Partei. Ich teile teilweise Ihre grundrechtliche Kritik an dieser europäischen Richtlinie (Abg. Ing. Westenthaler: Dann lehnen Sie sie ab!), nur, Hohes Haus, meine sehr verehrten Damen und Herren: Österreich hat im Ministerrat im Jahr 2006 zugestimmt, und nun stehen wir vor dem Problem, dass sie geltendes europäisches Recht ist. (Abg. Ing. Westenthaler: Völliger Schwachsinn!) Und die Kommission verlangt, dass europäisches Recht auch umgesetzt wird.
Abg. Ing. Westenthaler: Völliger Schwachsinn!
Ähnlich die Position auch von der Freiheitlichen Partei. Ich teile teilweise Ihre grundrechtliche Kritik an dieser europäischen Richtlinie (Abg. Ing. Westenthaler: Dann lehnen Sie sie ab!), nur, Hohes Haus, meine sehr verehrten Damen und Herren: Österreich hat im Ministerrat im Jahr 2006 zugestimmt, und nun stehen wir vor dem Problem, dass sie geltendes europäisches Recht ist. (Abg. Ing. Westenthaler: Völliger Schwachsinn!) Und die Kommission verlangt, dass europäisches Recht auch umgesetzt wird.
Abg. Dr. Moser: Es geht ja um Menschenrechte!
Jetzt frage ich mich schon – an die Adresse der Grünen –: Es gibt Debatten, in denen die Grünen die Einhaltung von europäischen Rechtsakten fordern, zum Beispiel im Asylbereich – und in diesem Bereich nicht? (Abg. Dr. Moser: Es geht ja um Menschenrechte!)
Abg. Scheibner: Na also!
Und nun kam von Ihnen das Argument, Verfassungsgerichtshöfe hätten die Vorratsdatenspeicherung aufgehoben beziehungsweise als nichtig erklärt. Man muss da klar und deutlich unterscheiden: Das Deutsche Bundesverfassungsgericht hat nicht die Vorratsdatenspeicherung an sich als nichtig erklärt, sondern nur die Umsetzung. (Abg. Scheibner: Na also!) Andere Oberste Gerichtshöfe haben sich auf Artikel 8 der Grundrechtecharta berufen.
Abg. Ing. Westenthaler: Ach so?!
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich bin mir der Problematik voll bewusst (Abg. Ing. Westenthaler: Ach so?!) und möchte nochmals ganz klar und deutlich festhalten: All Ihre Kritik, Kollege Westenthaler, gleicht einer Luftblase, weil Sie sich in den letzten Jahren nie dazu geäußert haben! Ihre Ministerin Karin Gastinger (Abg. Ing. Westenthaler: Meine Ministerin? Ist sie Mitglied beim BZÖ? Seit wann?) ist nicht den Vorschlägen des Datenschutzrates gefolgt, sondern hat im Ministerrat der Europäischen Union zugestimmt. Sie hätte das verhindern können, aber sie hat es bedauerlicherweise nicht gemacht. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Moser: Und jetzt können Sie es verhindern!)
Abg. Ing. Westenthaler: Meine Ministerin? Ist sie Mitglied beim BZÖ? Seit wann?
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich bin mir der Problematik voll bewusst (Abg. Ing. Westenthaler: Ach so?!) und möchte nochmals ganz klar und deutlich festhalten: All Ihre Kritik, Kollege Westenthaler, gleicht einer Luftblase, weil Sie sich in den letzten Jahren nie dazu geäußert haben! Ihre Ministerin Karin Gastinger (Abg. Ing. Westenthaler: Meine Ministerin? Ist sie Mitglied beim BZÖ? Seit wann?) ist nicht den Vorschlägen des Datenschutzrates gefolgt, sondern hat im Ministerrat der Europäischen Union zugestimmt. Sie hätte das verhindern können, aber sie hat es bedauerlicherweise nicht gemacht. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Moser: Und jetzt können Sie es verhindern!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Moser: Und jetzt können Sie es verhindern!
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich bin mir der Problematik voll bewusst (Abg. Ing. Westenthaler: Ach so?!) und möchte nochmals ganz klar und deutlich festhalten: All Ihre Kritik, Kollege Westenthaler, gleicht einer Luftblase, weil Sie sich in den letzten Jahren nie dazu geäußert haben! Ihre Ministerin Karin Gastinger (Abg. Ing. Westenthaler: Meine Ministerin? Ist sie Mitglied beim BZÖ? Seit wann?) ist nicht den Vorschlägen des Datenschutzrates gefolgt, sondern hat im Ministerrat der Europäischen Union zugestimmt. Sie hätte das verhindern können, aber sie hat es bedauerlicherweise nicht gemacht. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Moser: Und jetzt können Sie es verhindern!)
Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren vor den Fernsehschirmen! Zunächst einmal eine Vorbemerkung zum Kollegen Donnerbauer: Der ÖVP sind Grundrechte immer schon relativ egal gewesen. Daher sind die Ausführungen des Kollegen Donnerbauer auch nicht weiter verwunderlich, und ich lasse mich auch gar nicht weiter darauf ein. Ich bedanke mich nur beim Herrn Vizekanzler dafür, dass er ihn als neuen Justizminister vermieden hat. (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Und dann sagte Kollege Maier fälschlicherweise noch dazu, dass er die Kritik an der Richtlinie teilt, dass die Umsetzung aber nicht so gefährlich ist. – Sie haben verschwiegen, dass die Umsetzung sogar noch über die Richtlinie hinausgeht, meine Damen und Herren! Das ist die Tatsache! Daher ist die Kritik an der Richtlinie umso mehr an Ihrem Entwurf anzubringen. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Der Herr Vorsitzende des Datenschutzrates erträgt diese Debatte nicht mehr, weil er genau weiß, dass er als Datenschutzrechtler dieser Vorlage niemals zustimmen könnte, wenn er nicht an die Koalitionsdisziplin gebunden wäre, die sein Klubobmann für ihn sicherstellen muss beziehungsweise für die Österreichische Volkspartei. Das ist die Tatsache! (Beifall bei BZÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Oh-Rufe bei BZÖ und FPÖ.
Wollen wir Maier zitieren? – Kollege Maier, schön stramm stehen bleiben. Ich zitiere: „Die Vorratsdatenspeicherung ist im Grunde sogar eine Abkehr vom Grundsatz der Vertraulichkeit der Kommunikation aufgrund eines generellen Misstrauens gegenüber allen Menschen.“ – Ende des Zitats. (Oh-Rufe bei BZÖ und FPÖ.) Selten habe ich Maier so gerne zitiert. – Er hat sich wieder gefunden und hat wieder Platz genommen.
Abg. Ing. Westenthaler: Wie in Italien!
Ich sage Ihnen: Nicht einmal die Richter haben da bei jeder Entscheidung mitzuwirken. Das ist ja überhaupt das Größte, wo man doch als Rechtsstaat sagt, dass im Rechtsstaat wenigstens ein Richter mitwirken muss, wenn in ein Grundrecht eingegriffen wird. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie in Italien!) In Italien und ab heute auch in Österreich nicht mehr. Warum? – Weil sich das die schwarzen Minister so wünschen und die Roten brav apportieren, obwohl sie im Ausschuss ganz andere Ansichten geäußert haben. Das nenne ich olympiaverdächtige Verbiegungen der Sozialdemokratie, meine Damen und Herren!
Beifall bei BZÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
dentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) –, und es ist völlig klar, dass diese Richtlinie – das sagt auch der Deutsche Bundestag – grundrechtskonform gar nicht umgesetzt werden kann. (Beifall bei BZÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Auch du, Martin!
Abgeordneter Dr. Martin Bartenstein (ÖVP): Frau Präsidentin! Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! (Abg. Ing. Westenthaler: Auch du, Martin!) „Auch du, Martin!“ – Ich habe mich etwas gewundert, dass ausgerechnet Kollege Westenthaler hier heraus gekommen ist und diese Debatte „hochgezogen“ hat (Abg. Ing. Westenthaler: Aus eigener Erfahrung! Mein Handy!), war es doch die Causa Westenthaler, die ein Anlassfall oder drei Anlassfälle war, um den sogenannten Spitzel-Untersuchungsausschuss ins Leben zu rufen (Abg. Ing. Westenthaler: Als Betroffener!), und waren es dann doch gespeicherte Vorratsdaten, die letztlich aufgeklärt haben: Gab es diesen ominösen Anruf, von dem Kollege Westenthaler behauptet hat, er habe ihn von einem Polizeibeamten bekommen, oder gab es ihn nicht? (Abg. Ing. Westenthaler: Das hat nie gestimmt! Das weißt du ganz genau, dass das nie gestimmt hat!) Es gab ihn offensichtlich nicht. Jedenfalls gab es dazu keine Daten, obwohl Westenthaler in einer Parteiversammlung anderes behauptet hatte. Also manchmal kann es schon Sinn machen, auf solch gespeicherte Daten zurückgreifen zu können, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Also wenn es Oppositionelle betrifft?! – Das ist unglaublich!)
Abg. Ing. Westenthaler: Aus eigener Erfahrung! Mein Handy!
Abgeordneter Dr. Martin Bartenstein (ÖVP): Frau Präsidentin! Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! (Abg. Ing. Westenthaler: Auch du, Martin!) „Auch du, Martin!“ – Ich habe mich etwas gewundert, dass ausgerechnet Kollege Westenthaler hier heraus gekommen ist und diese Debatte „hochgezogen“ hat (Abg. Ing. Westenthaler: Aus eigener Erfahrung! Mein Handy!), war es doch die Causa Westenthaler, die ein Anlassfall oder drei Anlassfälle war, um den sogenannten Spitzel-Untersuchungsausschuss ins Leben zu rufen (Abg. Ing. Westenthaler: Als Betroffener!), und waren es dann doch gespeicherte Vorratsdaten, die letztlich aufgeklärt haben: Gab es diesen ominösen Anruf, von dem Kollege Westenthaler behauptet hat, er habe ihn von einem Polizeibeamten bekommen, oder gab es ihn nicht? (Abg. Ing. Westenthaler: Das hat nie gestimmt! Das weißt du ganz genau, dass das nie gestimmt hat!) Es gab ihn offensichtlich nicht. Jedenfalls gab es dazu keine Daten, obwohl Westenthaler in einer Parteiversammlung anderes behauptet hatte. Also manchmal kann es schon Sinn machen, auf solch gespeicherte Daten zurückgreifen zu können, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Also wenn es Oppositionelle betrifft?! – Das ist unglaublich!)
Abg. Ing. Westenthaler: Als Betroffener!
Abgeordneter Dr. Martin Bartenstein (ÖVP): Frau Präsidentin! Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! (Abg. Ing. Westenthaler: Auch du, Martin!) „Auch du, Martin!“ – Ich habe mich etwas gewundert, dass ausgerechnet Kollege Westenthaler hier heraus gekommen ist und diese Debatte „hochgezogen“ hat (Abg. Ing. Westenthaler: Aus eigener Erfahrung! Mein Handy!), war es doch die Causa Westenthaler, die ein Anlassfall oder drei Anlassfälle war, um den sogenannten Spitzel-Untersuchungsausschuss ins Leben zu rufen (Abg. Ing. Westenthaler: Als Betroffener!), und waren es dann doch gespeicherte Vorratsdaten, die letztlich aufgeklärt haben: Gab es diesen ominösen Anruf, von dem Kollege Westenthaler behauptet hat, er habe ihn von einem Polizeibeamten bekommen, oder gab es ihn nicht? (Abg. Ing. Westenthaler: Das hat nie gestimmt! Das weißt du ganz genau, dass das nie gestimmt hat!) Es gab ihn offensichtlich nicht. Jedenfalls gab es dazu keine Daten, obwohl Westenthaler in einer Parteiversammlung anderes behauptet hatte. Also manchmal kann es schon Sinn machen, auf solch gespeicherte Daten zurückgreifen zu können, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Also wenn es Oppositionelle betrifft?! – Das ist unglaublich!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das hat nie gestimmt! Das weißt du ganz genau, dass das nie gestimmt hat!
Abgeordneter Dr. Martin Bartenstein (ÖVP): Frau Präsidentin! Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! (Abg. Ing. Westenthaler: Auch du, Martin!) „Auch du, Martin!“ – Ich habe mich etwas gewundert, dass ausgerechnet Kollege Westenthaler hier heraus gekommen ist und diese Debatte „hochgezogen“ hat (Abg. Ing. Westenthaler: Aus eigener Erfahrung! Mein Handy!), war es doch die Causa Westenthaler, die ein Anlassfall oder drei Anlassfälle war, um den sogenannten Spitzel-Untersuchungsausschuss ins Leben zu rufen (Abg. Ing. Westenthaler: Als Betroffener!), und waren es dann doch gespeicherte Vorratsdaten, die letztlich aufgeklärt haben: Gab es diesen ominösen Anruf, von dem Kollege Westenthaler behauptet hat, er habe ihn von einem Polizeibeamten bekommen, oder gab es ihn nicht? (Abg. Ing. Westenthaler: Das hat nie gestimmt! Das weißt du ganz genau, dass das nie gestimmt hat!) Es gab ihn offensichtlich nicht. Jedenfalls gab es dazu keine Daten, obwohl Westenthaler in einer Parteiversammlung anderes behauptet hatte. Also manchmal kann es schon Sinn machen, auf solch gespeicherte Daten zurückgreifen zu können, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Also wenn es Oppositionelle betrifft?! – Das ist unglaublich!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Also wenn es Oppositionelle betrifft?! – Das ist unglaublich!
Abgeordneter Dr. Martin Bartenstein (ÖVP): Frau Präsidentin! Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! (Abg. Ing. Westenthaler: Auch du, Martin!) „Auch du, Martin!“ – Ich habe mich etwas gewundert, dass ausgerechnet Kollege Westenthaler hier heraus gekommen ist und diese Debatte „hochgezogen“ hat (Abg. Ing. Westenthaler: Aus eigener Erfahrung! Mein Handy!), war es doch die Causa Westenthaler, die ein Anlassfall oder drei Anlassfälle war, um den sogenannten Spitzel-Untersuchungsausschuss ins Leben zu rufen (Abg. Ing. Westenthaler: Als Betroffener!), und waren es dann doch gespeicherte Vorratsdaten, die letztlich aufgeklärt haben: Gab es diesen ominösen Anruf, von dem Kollege Westenthaler behauptet hat, er habe ihn von einem Polizeibeamten bekommen, oder gab es ihn nicht? (Abg. Ing. Westenthaler: Das hat nie gestimmt! Das weißt du ganz genau, dass das nie gestimmt hat!) Es gab ihn offensichtlich nicht. Jedenfalls gab es dazu keine Daten, obwohl Westenthaler in einer Parteiversammlung anderes behauptet hatte. Also manchmal kann es schon Sinn machen, auf solch gespeicherte Daten zurückgreifen zu können, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Also wenn es Oppositionelle betrifft?! – Das ist unglaublich!)
Abg. Ing. Westenthaler: Wenn es oppositionelle Politiker betrifft, dann ...!
Ins Unpolitische übersetzt: Es verwundert manchmal schon (Abg. Ing. Westenthaler: Wenn es oppositionelle Politiker betrifft, dann ...!), wenn jemand, der so viel Butter auf dem Kopf hat, in die Sonne einer Einwendungsdebatte tritt (Zwischenrufe beim BZÖ – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) und dann auch die Folgen zur Kenntnis zu nehmen hat. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Der gibt das offen zu! Bravo! Sehr gut!)
Zwischenrufe beim BZÖ – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Ins Unpolitische übersetzt: Es verwundert manchmal schon (Abg. Ing. Westenthaler: Wenn es oppositionelle Politiker betrifft, dann ...!), wenn jemand, der so viel Butter auf dem Kopf hat, in die Sonne einer Einwendungsdebatte tritt (Zwischenrufe beim BZÖ – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) und dann auch die Folgen zur Kenntnis zu nehmen hat. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Der gibt das offen zu! Bravo! Sehr gut!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Der gibt das offen zu! Bravo! Sehr gut!
Ins Unpolitische übersetzt: Es verwundert manchmal schon (Abg. Ing. Westenthaler: Wenn es oppositionelle Politiker betrifft, dann ...!), wenn jemand, der so viel Butter auf dem Kopf hat, in die Sonne einer Einwendungsdebatte tritt (Zwischenrufe beim BZÖ – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) und dann auch die Folgen zur Kenntnis zu nehmen hat. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Der gibt das offen zu! Bravo! Sehr gut!)
Ruf beim BZÖ: Sollen sie doch! – Abg. Ing. Westenthaler: Haben Sie Angst vor der Kommission?
Weil Kollege Westenthaler auch den Evaluierungsbericht der EU-Kommission, der vorliegt und den wir kennen, hier vorgetragen hat: Es geht halt immer darum, das Glas halb voll oder halb leer zu sehen. Dieser Evaluierungsbericht kündigt in der Tat an, dass die Kommission Änderungen dieser Richtlinie vorschlagen wird, aber, Kollege Westenthaler, es wäre doch fair gewesen, auch die Passagen zu zitieren, die sich direkt an Österreich wenden, nämlich Umsetzung der Richtlinie, sagt die Kommission in diesem Evaluierungsbericht. Die Kommission verfolgt die Lage in Österreich aufmerksam. Die Kommission erwartet, dass diese Richtlinie sobald wie möglich umgesetzt wird, anderenfalls behält sich die Kommission das Recht vor, und, und, und. (Ruf beim BZÖ: Sollen sie doch! – Abg. Ing. Westenthaler: Haben Sie Angst vor der Kommission?) Also es ist nicht so, dass wir sagen können: Deutschland Höchstgericht, Schweden auch noch nicht umgesetzt, warten wir einmal zu, setzen wir ab und schauen wir, was die Kommission dann tut, und setzen wir dann eine allfällige geänderte Richtlinie um.
Zwischenruf des Abg. Öllinger. – Ruf bei der FPÖ: Falsch!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, wir haben natürlich – und das ist ausgeführt worden – die europarechtliche Verpflichtung, das hier und heute zu tun. Das ist notwendig. (Zwischenruf des Abg. Öllinger. – Ruf bei der FPÖ: Falsch!) Sollte es Änderungsvorschläge geben, sollte es eine geänderte Richtlinie geben, dann wird man sich neu damit zu befassen haben.
Abg. Öllinger: Wir müssen nicht abschreiben!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Der zweite Punkt, über den ich mich so sehr wundere (Abg. Öllinger: Wir müssen nicht abschreiben!) – und das ist von Maier und
Abg. Ing. Westenthaler: Ist die Mitglied bei uns? Parteifreunde?
auch von Jarolim schon angesprochen worden –, ist, dass ausgerechnet das BZÖ diesen Vorstoß hier macht, denn das war eine ÖVP/BZÖ-Regierung; das ist schon richtig. Es war unsere Karin Gastinger, das war aber auch Ihre Karin Gastinger, lieber Herr Kollege Westenthaler, Ihre Karin Gastinger (Abg. Ing. Westenthaler: Ist die Mitglied bei uns? Parteifreunde?), die diese Richtlinie in Brüssel mit beschlossen hat. Es war also nicht eine anonyme Europäische Union, wie sie von der Opposition gerne an die Wand gemalt wird, sondern das waren wir Österreicher selbst, die BZÖ-Ministerin Karin Gastinger, die diese Richtlinie mit beschlossen, mitgetragen hat, und deswegen ist es europäisches Recht geworden. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
auch von Jarolim schon angesprochen worden –, ist, dass ausgerechnet das BZÖ diesen Vorstoß hier macht, denn das war eine ÖVP/BZÖ-Regierung; das ist schon richtig. Es war unsere Karin Gastinger, das war aber auch Ihre Karin Gastinger, lieber Herr Kollege Westenthaler, Ihre Karin Gastinger (Abg. Ing. Westenthaler: Ist die Mitglied bei uns? Parteifreunde?), die diese Richtlinie in Brüssel mit beschlossen hat. Es war also nicht eine anonyme Europäische Union, wie sie von der Opposition gerne an die Wand gemalt wird, sondern das waren wir Österreicher selbst, die BZÖ-Ministerin Karin Gastinger, die diese Richtlinie mit beschlossen, mitgetragen hat, und deswegen ist es europäisches Recht geworden. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja gar nicht wahr! Seit gestern!
Aber gerade der Abänderungsantrag, der nicht erst seit einigen Stunden, sondern schon seit einigen Tagen vorliegt (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja gar nicht wahr! Seit gestern!), führt das Vieraugenprinzip in weiten Bereichen ein. Polizei, Staatsanwälte können da nicht einfach ohne Zutun eines Kollegen vorgehen, sondern haben das Vieraugenprinzip anzuwenden. Das ist ein deutlicher Fortschritt. So gesehen, glaube ich, ja, es ist eine Gratwanderung (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz), aber eine Gratwanderung, die Bürgerrechte und Grundrechte wahrt, und letztlich auch eine Gratwanderung, die eigentlich insbesondere vom BZÖ mitzutragen gewesen wäre, weil die BZÖ-Ministerin Gastinger diese Richtlinie vorgetragen und beschlossen hat und weil Herr Westenthaler im Mittelpunkt eines Untersuchungsausschussthemas gestanden hat (Abg. Ing. Westenthaler: Als Betroffener!), wo die Vorratsdatenspeicherung das Einzige war, um die Behauptungen des Kollegen Westenthaler im Übrigen nicht bestätigen, sondern eigentlich widerlegen zu können. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Neubauer: Schlechte Rede!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz
Aber gerade der Abänderungsantrag, der nicht erst seit einigen Stunden, sondern schon seit einigen Tagen vorliegt (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja gar nicht wahr! Seit gestern!), führt das Vieraugenprinzip in weiten Bereichen ein. Polizei, Staatsanwälte können da nicht einfach ohne Zutun eines Kollegen vorgehen, sondern haben das Vieraugenprinzip anzuwenden. Das ist ein deutlicher Fortschritt. So gesehen, glaube ich, ja, es ist eine Gratwanderung (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz), aber eine Gratwanderung, die Bürgerrechte und Grundrechte wahrt, und letztlich auch eine Gratwanderung, die eigentlich insbesondere vom BZÖ mitzutragen gewesen wäre, weil die BZÖ-Ministerin Gastinger diese Richtlinie vorgetragen und beschlossen hat und weil Herr Westenthaler im Mittelpunkt eines Untersuchungsausschussthemas gestanden hat (Abg. Ing. Westenthaler: Als Betroffener!), wo die Vorratsdatenspeicherung das Einzige war, um die Behauptungen des Kollegen Westenthaler im Übrigen nicht bestätigen, sondern eigentlich widerlegen zu können. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Neubauer: Schlechte Rede!)
Abg. Ing. Westenthaler: Als Betroffener!
Aber gerade der Abänderungsantrag, der nicht erst seit einigen Stunden, sondern schon seit einigen Tagen vorliegt (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja gar nicht wahr! Seit gestern!), führt das Vieraugenprinzip in weiten Bereichen ein. Polizei, Staatsanwälte können da nicht einfach ohne Zutun eines Kollegen vorgehen, sondern haben das Vieraugenprinzip anzuwenden. Das ist ein deutlicher Fortschritt. So gesehen, glaube ich, ja, es ist eine Gratwanderung (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz), aber eine Gratwanderung, die Bürgerrechte und Grundrechte wahrt, und letztlich auch eine Gratwanderung, die eigentlich insbesondere vom BZÖ mitzutragen gewesen wäre, weil die BZÖ-Ministerin Gastinger diese Richtlinie vorgetragen und beschlossen hat und weil Herr Westenthaler im Mittelpunkt eines Untersuchungsausschussthemas gestanden hat (Abg. Ing. Westenthaler: Als Betroffener!), wo die Vorratsdatenspeicherung das Einzige war, um die Behauptungen des Kollegen Westenthaler im Übrigen nicht bestätigen, sondern eigentlich widerlegen zu können. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Neubauer: Schlechte Rede!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Neubauer: Schlechte Rede!
Aber gerade der Abänderungsantrag, der nicht erst seit einigen Stunden, sondern schon seit einigen Tagen vorliegt (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja gar nicht wahr! Seit gestern!), führt das Vieraugenprinzip in weiten Bereichen ein. Polizei, Staatsanwälte können da nicht einfach ohne Zutun eines Kollegen vorgehen, sondern haben das Vieraugenprinzip anzuwenden. Das ist ein deutlicher Fortschritt. So gesehen, glaube ich, ja, es ist eine Gratwanderung (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz), aber eine Gratwanderung, die Bürgerrechte und Grundrechte wahrt, und letztlich auch eine Gratwanderung, die eigentlich insbesondere vom BZÖ mitzutragen gewesen wäre, weil die BZÖ-Ministerin Gastinger diese Richtlinie vorgetragen und beschlossen hat und weil Herr Westenthaler im Mittelpunkt eines Untersuchungsausschussthemas gestanden hat (Abg. Ing. Westenthaler: Als Betroffener!), wo die Vorratsdatenspeicherung das Einzige war, um die Behauptungen des Kollegen Westenthaler im Übrigen nicht bestätigen, sondern eigentlich widerlegen zu können. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Neubauer: Schlechte Rede!)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Abgeordneter Mag. Harald Stefan (FPÖ): Hohes Haus! Lassen wir doch die Kirche im Dorf. Wir sind hier im österreichischen Parlament und nicht dazu da, irgendwelche EU-Richtlinien abzunicken. – Damit muss man ja anfangen. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Dorf. Die Umsetzung hat mit der Richtlinie nur noch ganz am Rande zu tun. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Und viertens: Zu dem Zeitpunkt, als diese Richtlinie erlassen wurde, war die Konvention der EU, die Menschenrechtskonvention, noch nicht in Geltung und Artikel 8 war noch nicht Primärrecht, der ist erst 2008 in Geltung getreten. Also auch da eine ganz andere Situation. Und letztendlich kann uns hier in Österreich niemand vorschreiben, dass wir unsere Grundrechte verletzen, um irgendeine EU-Richtlinie umzusetzen. Das ist unsere Entscheidung! Und wenn wir feststellen, dass dadurch die Grundrechte – und davon bin ich überzeugt – massiv verletzt werden, dann müssen wir uns dagegen wehren und können nicht einfach nur sagen, dass wir Angst vor irgendwelchen Strafzahlungen haben und das daher abnicken. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Zur Verhältnismäßigkeit, die hier überhaupt an den Tag zu legen ist: Es ist schon richtig, Sicherheit ist ein sehr großer Wert, das ist für die FPÖ auch immer ganz klar gewesen, Strafverfolgung ist ganz wichtig, aber die Verhältnismäßigkeit, die hier angelegt wird, einen Generalverdacht über jeden Bürger zu erheben, über jeden Bürger ein Bewegungsprofil zu haben, wo er sich bewegt, die Aufhebung des Briefgeheimnisses – das ist heute vom Herrn Kollegen Steinhauser vollkommen richtig gesagt worden –, ist nicht in Ordnung. In Wirklichkeit müssten wir dann auch jeden Brief nachverfolgen, jede Bewegung eines Bürgers nachverfolgen und ein halbes Jahr speichern. Das ist nicht verhältnismäßig, überhaupt dann, wenn man sieht, was die Berichte ergeben, welcher Mehrwert bei der Strafverfolgung dadurch herausgekommen ist. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
In Wirklichkeit ist es unsere Aufgabe, uns hier massiv zu wehren, denn die Europäische Union hat noch weitere Anschläge vor – wir wissen das ganz genau. Wir kennen die Diskussion über das Swift-Abkommen, das heißt, dass alle Überweisungen von Bankkonten gespeichert werden und mittlerweile auch an die USA, wenn diese mündliche Anfragen stellen, weitergegeben werden. Das ist die Realität! Dagegen müssen wir uns wehren, denn die Europäische Union ist da auf dem falschen Dampfer. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
ches Gepäck Sie mithaben, und, und, und. 19 Daten! Das ist der Irrsinn, der in Wirklichkeit hier läuft. Wir müssen beginnen, uns dagegen zu wehren, und dürfen uns nicht hier herstellen und sagen: Die Europäische Union hat es vorgegeben, wir müssen es heute abwickeln! – Es ist schlicht und einfach nicht wahr, dass dem so ist. Das hat auch Schweden gezeigt, denn Schweden musste nicht Millionen zahlen, sondern in Wirklichkeit nur die Verfahrenskosten, weil es sich geweigert hat, das so umzusetzen. Und das sollte uns ein Vorbild sein. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Frau Präsidentin! Minister und Ministerinnen! Meine Damen und Herren! Heute soll ein Teil des neuen ÖVP-Kabinetts angelobt werden. Die erste Tat des Kabinetts Spindelegger: flächendeckende Bespitzelung der Menschen. (Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Ich habe hier Bewegungsprofile (die Rednerin zeigt eine Zeitungsseite), die dadurch entstehen, dass ab Ihrer Beschlussfassung jedes Handytelefonat, jeder Ort, von dem aus eines geführt wird, und jede Person, mit der ein Telefonat geführt wird, sechs Monate gespeichert werden muss, und zwar von jedem Menschen, ohne Verdacht, nur auf Präventivverdacht hin. Bitte, das geht ans Mark der Grundrechte, der Menschenrechte und der Freiheitsrechte – und dafür stehen Sie! (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Das geht ja nicht! Da geht es um die Substanz! Da geht es um die Substanz von Rechten, die bereits 1848 et cetera festgelegt wurden. (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!
Ich habe schon einmal gesagt: Der Metternich-Staat war vergleichsweise harmlos gegenüber dem, was Sie uns jetzt zumuten mit Ihren Datenspeichermöglichkeiten. (Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Warum machen Sie das Ganze? – Sie sagen, wegen einer Klagsdrohung. Das ist das einzige Argument, das Sie haben. Ich kann Ihnen das wunderbar widerlegen: Es gibt kein Datum für die Klage, die dann gegen uns geltend gemacht wird in Richtung Strafzahlung. Ich war ja in Brüssel und habe mich vor Ort erkundigt. Der Kommissar vor Ort hat mitgeteilt, dass die Richtlinie überarbeitet wird, weil sie ja neuem EU-Recht, dem Lissabon-Vertrag, der Menschenrechtscharta widerspricht. Sie müssen sich das vorstellen: Sie setzen jetzt hier etwas Uraltes um, das dem modernen Europa völlig widerspricht, und zwar mit dem Argument: Wir müssen es tun, denn sonst werden wir möglicherweise geklagt! – Bitte, das ist doch hinterwäldlerisch! Das, was Sie auf Kosten der Grundrechte der Menschen machen, ist doch wirklich ein Rösselsprung der Rechtsgeschichte – das muss man sich einmal vorstellen! (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Kickl – in Richtung SPÖ und ÖVP zeigend –: Wir machen es eh nicht, die beiden!
Deswegen werden wir weiterhin massiven Widerstand leisten, denn wir Grüne haben als Erste gesagt: Wir dürfen diesen Missbrauch, dieses Ausradieren von Grundrechten prinzipiell nicht umsetzen! Wir haben keinerlei Variante befürwortet. Wir haben auch nicht die Boltzmann-Institut-Variante akzeptiert – nein! Wir waren von vornherein die Einzigen, die strikt dagegen waren. Und es geben uns alle recht, die jetzt wie Irland beim Europäischen Gerichtshof klagen. Es geben uns die recht, die sich in Rumänien, in Bulgarien zu Recht gewehrt haben. Die Schweden sind hinter uns. Die Deutschen müssen alles revidieren – und wir sind so hinterwäldlerisch und machen nicht auf neuer Basis, wenn schon überhaupt, ein Gesetz – meine Position heißt ja, nicht umsetzen –, sondern in letzter Sekunde (Abg. Kickl – in Richtung SPÖ und ÖVP zeigend –: Wir machen es eh nicht, die beiden!), wo das alte EU-Recht, das ja überarbeitet wird, noch gilt, springen wir noch auf einen Zug auf (Abg. Kickl – in Richtung SPÖ und ÖVP zeigend –: Wir nicht, die!), der uns zurückbringt zu Massenbespitzelung, zu Verfolgung von Menschen, die keinerlei Verdachtsmomente aufweisen, und in eine Ära, wo diktatorischer Missbrauch gegeben sein kann.
Abg. Kickl – in Richtung SPÖ und ÖVP zeigend –: Wir nicht, die!
Deswegen werden wir weiterhin massiven Widerstand leisten, denn wir Grüne haben als Erste gesagt: Wir dürfen diesen Missbrauch, dieses Ausradieren von Grundrechten prinzipiell nicht umsetzen! Wir haben keinerlei Variante befürwortet. Wir haben auch nicht die Boltzmann-Institut-Variante akzeptiert – nein! Wir waren von vornherein die Einzigen, die strikt dagegen waren. Und es geben uns alle recht, die jetzt wie Irland beim Europäischen Gerichtshof klagen. Es geben uns die recht, die sich in Rumänien, in Bulgarien zu Recht gewehrt haben. Die Schweden sind hinter uns. Die Deutschen müssen alles revidieren – und wir sind so hinterwäldlerisch und machen nicht auf neuer Basis, wenn schon überhaupt, ein Gesetz – meine Position heißt ja, nicht umsetzen –, sondern in letzter Sekunde (Abg. Kickl – in Richtung SPÖ und ÖVP zeigend –: Wir machen es eh nicht, die beiden!), wo das alte EU-Recht, das ja überarbeitet wird, noch gilt, springen wir noch auf einen Zug auf (Abg. Kickl – in Richtung SPÖ und ÖVP zeigend –: Wir nicht, die!), der uns zurückbringt zu Massenbespitzelung, zu Verfolgung von Menschen, die keinerlei Verdachtsmomente aufweisen, und in eine Ära, wo diktatorischer Missbrauch gegeben sein kann.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Meine Damen und Herren, deshalb sind wir nicht nur für den Rückverweisungsantrag (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), sondern für einen Absetzungsantrag! Das Gesetz als solches gehört einfach weg (Abg. Ing. Westenthaler: So ist es!), der Abänderungsantrag ist sowieso indiskutabel. Wir wollen haben, dass wir in Österreich unseren Grundrechtestatus, der jetzt auch europäisch gesichert ist, auf neuem Niveau, durch den Lissabon-Vertrag, behalten, bewahren und ausbauen. – Danke. (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: So ist es!
Meine Damen und Herren, deshalb sind wir nicht nur für den Rückverweisungsantrag (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), sondern für einen Absetzungsantrag! Das Gesetz als solches gehört einfach weg (Abg. Ing. Westenthaler: So ist es!), der Abänderungsantrag ist sowieso indiskutabel. Wir wollen haben, dass wir in Österreich unseren Grundrechtestatus, der jetzt auch europäisch gesichert ist, auf neuem Niveau, durch den Lissabon-Vertrag, behalten, bewahren und ausbauen. – Danke. (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Meine Damen und Herren, deshalb sind wir nicht nur für den Rückverweisungsantrag (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), sondern für einen Absetzungsantrag! Das Gesetz als solches gehört einfach weg (Abg. Ing. Westenthaler: So ist es!), der Abänderungsantrag ist sowieso indiskutabel. Wir wollen haben, dass wir in Österreich unseren Grundrechtestatus, der jetzt auch europäisch gesichert ist, auf neuem Niveau, durch den Lissabon-Vertrag, behalten, bewahren und ausbauen. – Danke. (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Zwischenrufe bei ÖVP und BZÖ.
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Herzlichen Dank an den Abgeordneten Bartenstein für seine Ehrlichkeit! Jetzt wissen wir nämlich, neben all diesen Biegeübungen der Abgeordneten der Regierungsparteien, warum man hier zustimmen muss, was der wahre Grund dafür ist, dass wir diese menschenrechtswidrige Umsetzung des Gesetzes brauchen. (Zwischenrufe bei ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Ja, er sagt es ja noch einmal: BZÖ. – Damit Oppositionsabgeordnete in Zukunft bespitzelt werden können, wie es der Abgeordnete Bartenstein gesagt hat. Das ist der Hintergrund! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Pfui Teufel!
Dass man Anwälte bespitzeln kann, dass man Journalisten bespitzeln kann, dass man Ärzte bespitzeln kann: Das ist der wahre Hintergrund dieser Gesetzesvorlage, die Sie auf die heutige Tagesordnung gesetzt haben, meine Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler: Pfui Teufel!)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Ja, eure parteipolitische Party haben wir heute gestört – uns sind aber die Menschenrechte und ein gesetzeskonformes Vorgehen hier wichtiger als eure PR-Maschinerien! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Der Vorsitzende ist Kollege Maier!
Herr Kollege Maier, Sie kennen doch sicher auch die Stellungnahme des Datenschutzrates. Der Datenschutzrat hat die Kritik aller bestätigt, hat das als vernichtend beurteilt, hat es bedauert, dass man vorher gar nicht eingebunden worden ist. Wer ist der Vorsitzende, Kollege Maier? (Abg. Ing. Westenthaler: Der Vorsitzende ist Kollege Maier!) Ja, der Vorsitzende ist Abgeordneter Maier. Als Vorsitzender des Datenschutzrates – wichtige Institution! – ist er dagegen, aber als Abgeordneter der SPÖ ist er dafür, meine Damen und Herren! Das ist die Realität der Interessenvertretung hier im Hohen Haus!
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Das ist eine Husch-Pfusch-Gesetzesvorlage, verfassungswidrig – und Sie alle machen dieser verfassungswidrigen Regelung die Mauer und reden sich dann noch aus auf die EU und auf die Ministerin Gastinger. Das ist schäbig, meine Damen und Herren! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Gerhard Deimek (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine Damen und Herren zu Hause an den Fernsehschirmen! Wenn der Kollege Donnerbauer zu Anfang gesagt hat, man beschließe heute nur gesetzliche Rahmenbedingungen für die Datenspeicherung, hätte man ja schon begeistert sein können. – Na ja, begeistert kann man nicht unbedingt sein. Und wenn immer vonseiten der ÖVP behauptet wird, es sei ohnehin nur das BZÖ schuld, dann muss ich sagen: Ich weiß nicht, in einer seriösen politischen Debatte sollte es eigentlich egal sein, wer schuld ist, sondern man sollte sich mit der Sache auseinandersetzen und nicht auf Personen herumhacken. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die EU ist nicht in der Lage, mit diesen Daten wirklich sicheren Schutz vor Terrorismus herzustellen. Das muss man auch einmal sagen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Wenn heute unbescholtene Bürger sagen: Na ja, ich habe ja nichts getan, da brauche ich keine Angst zu haben!, dann muss ich sagen: Bitte, es geht nicht darum, dass wer Angst haben muss, weil er nichts getan hat, sondern es geht darum, dass man Angst haben muss vor diesen Staatsanwälten und vor der Polizei! Nur: Die Polizei sagt, sie wolle das eigentlich nicht, sie wolle nicht zum Handlanger dieser Staatsanwälte und dieser Spitzel werden. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ. – Die Abgeordneten Rädler und Dr. Schüssel: Was heißt „kaltstellen“?
Oder eine Staatsanwältin, die eigentlich nur politisch agiert. – Vor denen sollen wir agieren? – Nein, bitte! Vor denen habe ich Angst. Denen gehört eigentlich das Handwerk gelegt. Und da würde ich mir von Ihnen, Frau Justizminister, als erste Aktion erwarten, dass Sie die zwei einmal kaltstellen. Danke! (Beifall bei FPÖ und BZÖ. – Die Abgeordneten Rädler und Dr. Schüssel: Was heißt „kaltstellen“?)
Die Abgeordneten Steibl und Dr. Schüssel: Was heißt „kaltstellen“?
Und, Herr Kollege Bartenstein, ich habe zu Hause als einfachstes wirtschaftliches Prinzip gelernt: Wer zahlt, schafft an! Wir sind Nettozahler in der EU. (Die Abgeordneten Steibl und Dr. Schüssel: Was heißt „kaltstellen“?) „Kaltstellen“ heißt aus dem Beruf entfernen, damit das klar ist. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Gut. Aber, bitte, zurück zum Thema! (Abg. Dr. Schüssel: „Kaltstellen“, das wird an Ihnen hängenbleiben!) Regen Sie sich dann auf, wenn Sie die eigenen Prozente diskutieren können!
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Und, Herr Kollege Bartenstein, ich habe zu Hause als einfachstes wirtschaftliches Prinzip gelernt: Wer zahlt, schafft an! Wir sind Nettozahler in der EU. (Die Abgeordneten Steibl und Dr. Schüssel: Was heißt „kaltstellen“?) „Kaltstellen“ heißt aus dem Beruf entfernen, damit das klar ist. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Gut. Aber, bitte, zurück zum Thema! (Abg. Dr. Schüssel: „Kaltstellen“, das wird an Ihnen hängenbleiben!) Regen Sie sich dann auf, wenn Sie die eigenen Prozente diskutieren können!
Abg. Dr. Schüssel: „Kaltstellen“, das wird an Ihnen hängenbleiben!
Und, Herr Kollege Bartenstein, ich habe zu Hause als einfachstes wirtschaftliches Prinzip gelernt: Wer zahlt, schafft an! Wir sind Nettozahler in der EU. (Die Abgeordneten Steibl und Dr. Schüssel: Was heißt „kaltstellen“?) „Kaltstellen“ heißt aus dem Beruf entfernen, damit das klar ist. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Gut. Aber, bitte, zurück zum Thema! (Abg. Dr. Schüssel: „Kaltstellen“, das wird an Ihnen hängenbleiben!) Regen Sie sich dann auf, wenn Sie die eigenen Prozente diskutieren können!
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Schüssel: „Kaltstellen“, das ist ein unglaubliches Wort! In diesem Haus stellt niemand jemanden kalt aus der Justiz! Nehmen Sie das zur Kenntnis!
Für Sicherheit ist die FPÖ, aber sicher nicht die ÖVP! – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Schüssel: „Kaltstellen“, das ist ein unglaubliches Wort! In diesem Haus stellt niemand jemanden kalt aus der Justiz! Nehmen Sie das zur Kenntnis!)
Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Herzlichen Dank. – Bevor ich auf das eigentliche Thema eingehe, eine kurze Bemerkung, die mir persönlich sehr wichtig ist: Wer in diesem Haus als Abgeordneter verlangt, dass Staatsanwälte kaltgestellt werden, der sollte sich überlegen, ob er noch auf der Basis des österreichischen Rechtsstaates und der österreichischen Verfassung agiert. (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.)
Abg. Rädler: Ordnungsruf!
Vielleicht ist das die Rechtsauffassung der Freiheitlichen Partei – sicherlich nicht die Rechtsauffassung der Mehrheit dieses Hauses! (Abg. Rädler: Ordnungsruf!)
Abg. Rädler: Ordnungsruf!
Es gibt genug an der Staatsanwaltschaft, insbesondere in Wien, aber auch in anderen Städten, zu kritisieren, aber Staatsanwälte kaltstellen, das ist ein Anschlag auf den Rechtsstaat, und das hat hier nichts verloren. (Abg. Rädler: Ordnungsruf!) – Das ist das eine. (Abg. Dr. Graf: Ein Anschlag auf die Staatsbürger ist die Vorratsdatenspeicherung!)
Abg. Dr. Graf: Ein Anschlag auf die Staatsbürger ist die Vorratsdatenspeicherung!
Es gibt genug an der Staatsanwaltschaft, insbesondere in Wien, aber auch in anderen Städten, zu kritisieren, aber Staatsanwälte kaltstellen, das ist ein Anschlag auf den Rechtsstaat, und das hat hier nichts verloren. (Abg. Rädler: Ordnungsruf!) – Das ist das eine. (Abg. Dr. Graf: Ein Anschlag auf die Staatsbürger ist die Vorratsdatenspeicherung!)
Abg. Wöginger: Besser als Sie!
Das Zweite ist: Seit einer Stunde und zehn Minuten sollten hier die „Spindelegger-Feierstunden“ stattfinden und sollte die Sonne des Neustarts (Abg. Wöginger: Besser als Sie!) auf den neuen Vizekanzler scheinen. Nachdem aber die Opposition jetzt dafür gesorgt hat (Abg. Rädler: Es haben eh alle abgelehnt!), dass jetzt etwas Wichtigeres besprochen wird als der sogenannte Neustart dieser Bundesregierung, nämlich der Schutz der Grundrechte von unbescholtenen Bürgerinnen und Bürgern in dieser Republik, muss ich sagen: Das ist mir um vieles wichtiger als die Frage, ob der Vizekanzler jetzt Pröll oder Spindelegger heißt. (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Abg. Rädler: Es haben eh alle abgelehnt!
Das Zweite ist: Seit einer Stunde und zehn Minuten sollten hier die „Spindelegger-Feierstunden“ stattfinden und sollte die Sonne des Neustarts (Abg. Wöginger: Besser als Sie!) auf den neuen Vizekanzler scheinen. Nachdem aber die Opposition jetzt dafür gesorgt hat (Abg. Rädler: Es haben eh alle abgelehnt!), dass jetzt etwas Wichtigeres besprochen wird als der sogenannte Neustart dieser Bundesregierung, nämlich der Schutz der Grundrechte von unbescholtenen Bürgerinnen und Bürgern in dieser Republik, muss ich sagen: Das ist mir um vieles wichtiger als die Frage, ob der Vizekanzler jetzt Pröll oder Spindelegger heißt. (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Beifall bei Grünen und BZÖ.
Das Zweite ist: Seit einer Stunde und zehn Minuten sollten hier die „Spindelegger-Feierstunden“ stattfinden und sollte die Sonne des Neustarts (Abg. Wöginger: Besser als Sie!) auf den neuen Vizekanzler scheinen. Nachdem aber die Opposition jetzt dafür gesorgt hat (Abg. Rädler: Es haben eh alle abgelehnt!), dass jetzt etwas Wichtigeres besprochen wird als der sogenannte Neustart dieser Bundesregierung, nämlich der Schutz der Grundrechte von unbescholtenen Bürgerinnen und Bürgern in dieser Republik, muss ich sagen: Das ist mir um vieles wichtiger als die Frage, ob der Vizekanzler jetzt Pröll oder Spindelegger heißt. (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Abg. Strache: Warum denn nur „eigentlich“?
Entschuldigen Sie, Herr Kollege Spindelegger, aber es ist so! Ich hätte mir gedacht, von der Regierungsriege könnte irgendwer aufstehen und sagen: Ja, eigentlich ist das ein wichtiges Thema! Eigentlich werden wir mit dem Parlament jetzt anders umgehen! Eigentlich werden wir mit den Grundrechten jetzt anders umgehen! (Abg. Strache: Warum denn nur „eigentlich“?) Eigentlich sind wir bereit, das jetzt im Ausschuss noch ein
Die Bundesministerinnen Dr. Karl, Mag. Mikl-Leitner und Bures sprechen miteinander. – Abg. Ing. Westenthaler: Frau Ministerin, hören Sie einmal zu!
Was ist los, Frau Justizministerin? Was ist los, Frau Innenministerin? (Die Bundesministerinnen Dr. Karl, Mag. Mikl-Leitner und Bures sprechen miteinander. – Abg. Ing. Westenthaler: Frau Ministerin, hören Sie einmal zu!) Was ist da los? Der Herr Bundeskanzler plaudert mit seinen Parteifreunden, statt sich hier an dieser Debatte zu beteiligen. (Abg. Mag. Kogler geht zur Regierungsbank und reicht Bundesminister Dr. Töchterle die Hand. – Zwischenrufe und ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.) Das gilt auch für meinen Parteikollegen Werner Kogler. – So.
Abg. Mag. Kogler geht zur Regierungsbank und reicht Bundesminister Dr. Töchterle die Hand. – Zwischenrufe und ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.
Was ist los, Frau Justizministerin? Was ist los, Frau Innenministerin? (Die Bundesministerinnen Dr. Karl, Mag. Mikl-Leitner und Bures sprechen miteinander. – Abg. Ing. Westenthaler: Frau Ministerin, hören Sie einmal zu!) Was ist da los? Der Herr Bundeskanzler plaudert mit seinen Parteifreunden, statt sich hier an dieser Debatte zu beteiligen. (Abg. Mag. Kogler geht zur Regierungsbank und reicht Bundesminister Dr. Töchterle die Hand. – Zwischenrufe und ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.) Das gilt auch für meinen Parteikollegen Werner Kogler. – So.
Abg. Neubauer: Werden die Handys vom Herrn Pilz überwacht?
Ich frage mich wirklich: Was wird in dieser Republik verfolgt? Was wird in dieser Republik wirklich verfolgt: Werden die Handys von Ex-Finanzminister Grasser überwacht? (Abg. Neubauer: Werden die Handys vom Herrn Pilz überwacht?) Werden die Handys von Ex-Innenminister Strasser überwacht? Werden die Handys von mindestens so einschlägig tätigen Herren wie dem Herrn Scheuch aus der Kärntner Landesregierung überwacht? – Na selbstverständlich nicht! (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich frage mich wirklich: Was wird in dieser Republik verfolgt? Was wird in dieser Republik wirklich verfolgt: Werden die Handys von Ex-Finanzminister Grasser überwacht? (Abg. Neubauer: Werden die Handys vom Herrn Pilz überwacht?) Werden die Handys von Ex-Innenminister Strasser überwacht? Werden die Handys von mindestens so einschlägig tätigen Herren wie dem Herrn Scheuch aus der Kärntner Landesregierung überwacht? – Na selbstverständlich nicht! (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Dann müssen die Grünen in Wien ...!
Was passiert denn mit der organisierten Kriminalität in dieser Republik? Steht irgendwer von der Regierungsriege auf, der Vizekanzler oder die neue Finanzministerin, und sagt: Wir legen heute ein Antikorruptionspaket vor, und zwar ein Paket, mit dem illegale Parteienfinanzierung endlich wirklich strafbar wird (Abg. Mag. Stefan: Dann müssen die Grünen in Wien ...!), mit dem Geldwäsche durch die Industriellenvereinigung strafbar wird, mit dem strafbar wird, wenn über die Wirtschaftskammer, den Bauernbund oder den ÖAAB Gelder, die in die Partei fließen, reingewaschen werden, dass der Kauf von Abgeordneten strafbar wird (Hallo-Rufe bei der ÖVP), dass der Kauf von Ministern strafbar wird!?
Hallo-Rufe bei der ÖVP
Was passiert denn mit der organisierten Kriminalität in dieser Republik? Steht irgendwer von der Regierungsriege auf, der Vizekanzler oder die neue Finanzministerin, und sagt: Wir legen heute ein Antikorruptionspaket vor, und zwar ein Paket, mit dem illegale Parteienfinanzierung endlich wirklich strafbar wird (Abg. Mag. Stefan: Dann müssen die Grünen in Wien ...!), mit dem Geldwäsche durch die Industriellenvereinigung strafbar wird, mit dem strafbar wird, wenn über die Wirtschaftskammer, den Bauernbund oder den ÖAAB Gelder, die in die Partei fließen, reingewaschen werden, dass der Kauf von Abgeordneten strafbar wird (Hallo-Rufe bei der ÖVP), dass der Kauf von Ministern strafbar wird!?
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Eines möchte ich von Ihnen wissen, insbesondere von Ihnen, Frau Justizministerin (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), an diesem Ihrem ersten Tag in diesem Haus in dieser Ihrer Eigenschaft: Warum stimmen Sie diesem Anschlag auf die Grundrechte der Menschen in dieser Republik zu? (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Und warum schützen Sie nicht die österreichische Verfassung, das österreichische Parlament und die unbescholtenen Bürgerinnen und Bürger vor diesem Anschlag auf unsere gemeinsamen Grundrechte? (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Eines möchte ich von Ihnen wissen, insbesondere von Ihnen, Frau Justizministerin (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), an diesem Ihrem ersten Tag in diesem Haus in dieser Ihrer Eigenschaft: Warum stimmen Sie diesem Anschlag auf die Grundrechte der Menschen in dieser Republik zu? (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Und warum schützen Sie nicht die österreichische Verfassung, das österreichische Parlament und die unbescholtenen Bürgerinnen und Bürger vor diesem Anschlag auf unsere gemeinsamen Grundrechte? (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Eines möchte ich von Ihnen wissen, insbesondere von Ihnen, Frau Justizministerin (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), an diesem Ihrem ersten Tag in diesem Haus in dieser Ihrer Eigenschaft: Warum stimmen Sie diesem Anschlag auf die Grundrechte der Menschen in dieser Republik zu? (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP. – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Und warum schützen Sie nicht die österreichische Verfassung, das österreichische Parlament und die unbescholtenen Bürgerinnen und Bürger vor diesem Anschlag auf unsere gemeinsamen Grundrechte? (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und BZÖ.
Bitte geben Sie uns eine Antwort darauf! (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Danke für das Gesetz! – Abg. Strache: Danke!
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! (Abg. Ing. Westenthaler: Danke für das Gesetz! – Abg. Strache: Danke!) Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Galerie und vor den Fernsehschirmen! Geschäftsordnungsmäßig: Parlamentarismus in Ordnung! (Abg. Bucher: Danke vielmals! – Abg. Ing. Westenthaler: Danke!)
Abg. Bucher: Danke vielmals! – Abg. Ing. Westenthaler: Danke!
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! (Abg. Ing. Westenthaler: Danke für das Gesetz! – Abg. Strache: Danke!) Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Galerie und vor den Fernsehschirmen! Geschäftsordnungsmäßig: Parlamentarismus in Ordnung! (Abg. Bucher: Danke vielmals! – Abg. Ing. Westenthaler: Danke!)
Abg. Ing. Westenthaler: Der Maier stimmt heute zu!
Erstens: Lieber Kollege Scheibner, der Datenschutzrat hat die damals in Diskussion befindlichen Richtlinien als Ganzes abgelehnt und kritisiert. (Abg. Ing. Westenthaler: Der Maier stimmt heute zu!) Ich will es nicht wiederholen. Eines steht jedoch fest: Ihr wart glühend dafür. Aber lassen wir das, bleiben wir bei den Fakten! (Abg. Scheibner: Wer war glühend dafür? Bleiben wir bei den Fakten!) Ich selbst habe in der Sache das eine oder andere als verbesserungswürdig erachtet.
Abg. Scheibner: Wer war glühend dafür? Bleiben wir bei den Fakten!
Erstens: Lieber Kollege Scheibner, der Datenschutzrat hat die damals in Diskussion befindlichen Richtlinien als Ganzes abgelehnt und kritisiert. (Abg. Ing. Westenthaler: Der Maier stimmt heute zu!) Ich will es nicht wiederholen. Eines steht jedoch fest: Ihr wart glühend dafür. Aber lassen wir das, bleiben wir bei den Fakten! (Abg. Scheibner: Wer war glühend dafür? Bleiben wir bei den Fakten!) Ich selbst habe in der Sache das eine oder andere als verbesserungswürdig erachtet.
Abg. Scheibner: Warum macht ihr das dann nicht?
Aber, meine geschätzten Damen und Herren, erinnern wir uns, wer die StPO-Reform in diesem Hause beschlossen hat! Wir haben das alles damals aufgezeigt und kritisiert. Wir wollten, dass man den Untersuchungsrichter nicht abschafft, und wir wollten eindeutig im Hinblick auf die Grundrechte eine wesentliche Verbesserung im Rechtsschutzbereich. (Abg. Scheibner: Warum macht ihr das dann nicht?) Machen wir ja! Vielleicht hast du es nur nicht gelesen, lieber Freund!
Abg. Scheibner: Wo ist der Richter? – Abg. Ing. Westenthaler: Bravo!
Wir werden ein Vier-Augen-Prinzip bei der Staatsanwaltschaft einführen, und wir werden ein Vier-Augen-Prinzip auch bei den Polizeiorganen einführen. (Abg. Scheibner: Wo ist der Richter? – Abg. Ing. Westenthaler: Bravo!) Also wenn Sie in Anbetracht dessen sagen, das sei keine qualitative Verbesserung in Bezug auf die Grundrechte, dann muss ich daraus den Schluss ziehen, dass wir hier von grundverschiedenen Dingen reden, meine Damen und Herren von der Opposition. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das ist keine qualitative Verbesserung der Grundrechte!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das ist keine qualitative Verbesserung der Grundrechte!
Wir werden ein Vier-Augen-Prinzip bei der Staatsanwaltschaft einführen, und wir werden ein Vier-Augen-Prinzip auch bei den Polizeiorganen einführen. (Abg. Scheibner: Wo ist der Richter? – Abg. Ing. Westenthaler: Bravo!) Also wenn Sie in Anbetracht dessen sagen, das sei keine qualitative Verbesserung in Bezug auf die Grundrechte, dann muss ich daraus den Schluss ziehen, dass wir hier von grundverschiedenen Dingen reden, meine Damen und Herren von der Opposition. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das ist keine qualitative Verbesserung der Grundrechte!)
Abg. Mag. Stefan: Solch ein Unsinn!
Und eines sage ich auch mit heutigem Tag und nachlesbar für alle Zeiten: Herr Klubobmann Strache, Herr Klubobmann Bucher, redet nie mehr von Aufklärungsquoten, redet nie mehr von der Bekämpfung der Kriminalität, vor allem der Internet-Kriminalität (Abg. Mag. Stefan: Solch ein Unsinn!), denn diese Fragen sind auch im Zusammenhang mit der Kriminalitätsbekämpfung zu sehen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Und eines sage ich auch mit heutigem Tag und nachlesbar für alle Zeiten: Herr Klubobmann Strache, Herr Klubobmann Bucher, redet nie mehr von Aufklärungsquoten, redet nie mehr von der Bekämpfung der Kriminalität, vor allem der Internet-Kriminalität (Abg. Mag. Stefan: Solch ein Unsinn!), denn diese Fragen sind auch im Zusammenhang mit der Kriminalitätsbekämpfung zu sehen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: „En passant“! – Ironische Heiterkeit beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, einige Vorredner haben sich heute hergestellt und haben in Ihren Ausführungen die Justiz en passant und die Polizei en passant beschuldigt. (Abg. Ing. Westenthaler: „En passant“! – Ironische Heiterkeit beim BZÖ.) Das ist mit Nachdruck abzulehnen, meine sehr geehrten Damen und Herren, denn die Exekutive Österreichs arbeitet wirklich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln für unsere Bürgerinnen und Bürger und erbringt dabei eine tadellose Leistung. Ich glaube, wir alle sind aufgefordert, für die notwendigen Rahmenbedingungen im Exekutivbereich zu sorgen. (Abg. Mag. Stadler: Otto, Danksagung! – Abg. Ing. Westenthaler: Danksagung!)
Abg. Mag. Stadler: Otto, Danksagung! – Abg. Ing. Westenthaler: Danksagung!
Meine Damen und Herren, einige Vorredner haben sich heute hergestellt und haben in Ihren Ausführungen die Justiz en passant und die Polizei en passant beschuldigt. (Abg. Ing. Westenthaler: „En passant“! – Ironische Heiterkeit beim BZÖ.) Das ist mit Nachdruck abzulehnen, meine sehr geehrten Damen und Herren, denn die Exekutive Österreichs arbeitet wirklich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln für unsere Bürgerinnen und Bürger und erbringt dabei eine tadellose Leistung. Ich glaube, wir alle sind aufgefordert, für die notwendigen Rahmenbedingungen im Exekutivbereich zu sorgen. (Abg. Mag. Stadler: Otto, Danksagung! – Abg. Ing. Westenthaler: Danksagung!)
Abg. Ing. Westenthaler – die Hände faltend –: Gott schütze das Parlament!
Andererseits müssen wir darauf schauen, dass auch im Bereich der Justiz die notwendigen Rahmenbedingungen auch in Zukunft vorhanden sind. (Abg. Ing. Westenthaler – die Hände faltend –: Gott schütze das Parlament!)
Abg. Mag. Stadler: Danksagung nicht vergessen!
Wo sind denn die sachlichen Beiträge, wenn von der Evaluierung der StPO-Reform die Rede ist? Wo sind denn die sachlichen Beiträge, wenn es darum geht, gemeinsam einerseits im Bereich des Justizapparates, andererseits aber auch im Bereich des Polizeiapparates die notwendigen zeitgemäßen Adaptierungen vorzunehmen? (Abg. Mag. Stadler: Danksagung nicht vergessen!)
Abg. Scheibner: Na geh!
Ich habe von diesem Rednerpult aus mehrmals eingeladen, gemeinsam im Justizausschuss und auch im Innenausschuss diese Fragen zu debattieren. Außer dass man immer probiert, hier ordentlich zu punkten, ist kein einziger inhaltlicher Beitrag vonseiten der Opposition gekommen. (Abg. Scheibner: Na geh!)
Abg. Ing. Westenthaler: Prost!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, abschließend: Wir haben hier vor einigen Wochen den Bericht über die besonderen Ermittlungsmethoden diskutiert, wo es um Gesprächsinhalte ging. Kein Problem: permanenter super Rechtsschutz! (Abg. Ing. Westenthaler: Prost!) Alle waren zufrieden, alle waren glücklich, könnte ich fast sagen, und haben applaudiert. Aber jetzt reden wir nicht über Gesprächsinhalte, sondern ausschließlich über Rufdaten, also über nichts Inhaltliches, und auf einmal stürzt die Welt ein. (Abg. Öllinger – die Hände zusammenschlagend –: Nein, „nichts Inhaltliches“! Bitte!)
Abg. Öllinger – die Hände zusammenschlagend –: Nein, „nichts Inhaltliches“! Bitte!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, abschließend: Wir haben hier vor einigen Wochen den Bericht über die besonderen Ermittlungsmethoden diskutiert, wo es um Gesprächsinhalte ging. Kein Problem: permanenter super Rechtsschutz! (Abg. Ing. Westenthaler: Prost!) Alle waren zufrieden, alle waren glücklich, könnte ich fast sagen, und haben applaudiert. Aber jetzt reden wir nicht über Gesprächsinhalte, sondern ausschließlich über Rufdaten, also über nichts Inhaltliches, und auf einmal stürzt die Welt ein. (Abg. Öllinger – die Hände zusammenschlagend –: Nein, „nichts Inhaltliches“! Bitte!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Bucher: Danke!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich würde meinen: Versuchen wir gemeinsam im Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger, die notwendige Arbeit ernst zu machen. In diesem Sinne darf ich Sie nochmals sehr herzlich dazu einladen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Bucher: Danke!)
Rufe beim BZÖ: Maier!
Ich ersuche jene Abgeordneten, die den Einwendungen Rechnung tragen wollen, das heißt, die Punkte 2 und 3 von der Tagesordnung absetzen wollen, um ein entsprechendes Zeichen. (Rufe beim BZÖ: Maier!) – Das ist die Minderheit.
Abgeordnete der FPÖ entrollen ein Transparent mit der Aufschrift: „Strache und die FPÖ sagen: NEIN zur Öffnung des Arbeitsmarktes ab 1. Mai! Unsere Arbeitsplätze für unsere Österreicher!“ – Abg. Dr. Strutz: Zum Nachdenken, Herr Bundeskanzler!
Bundeskanzler Werner Faymann: Sehr verehrte Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Mitglieder der Bundesregierung! Sehr verehrte Abgeordnete! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Zuallererst möchte ich in einer Situation, in der Österreich stolz darauf sein kann, die geringste Arbeitslosigkeit in Europa zu haben, in einer Situation, in der Österreich stolz auf die Betriebe, die Unternehmen und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Landes sein kann, weil unser Wachstum doppelt so hoch ist als die Prognose und bereits im Jahr 2010 2 Prozent betrug, zeigen, wie rasch wir in der Lage sind, diesen beginnenden Aufschwung wirtschaftlich zu nutzen. (Abgeordnete der FPÖ entrollen ein Transparent mit der Aufschrift: „Strache und die FPÖ sagen: NEIN zur Öffnung des Arbeitsmarktes ab 1. Mai! Unsere Arbeitsplätze für unsere Österreicher!“ – Abg. Dr. Strutz: Zum Nachdenken, Herr Bundeskanzler!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Bundeskanzler Werner Faymann (fortsetzend): Wenn man also den Wohlstand etwa eines Landes auch dadurch ausdrücken kann, dass man das BIP pro Kopf ausrechnet, wobei man auf 30 000 € pro Kopf kommt, und weiß, dass wir da bereits an der dritten Stelle Europas liegen, dann können wir alle diese Faktoren bis hin zu unserem Gesundheitssystem, zu den sozialen Systemen aneinanderreihen und zeigen: Wir haben das Land besser durch die Krise geführt als viele vorhergesagt haben. Den Vergleich haben wir nicht zu scheuen, im Gegenteil, es wird uns von allen konstatiert, dass wir das Land in einer sehr schwierigen Zeit durch die Krise geführt haben mit all den Möglichkeiten, die unser Land, die die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die die Wirtschaft bieten. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.
Ich möchte da als Allererstem ein herzliches Dankeschön dem damaligen Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll für seine Tätigkeit und für seine Arbeit für dieses Land in einer schwierigen Zeit sagen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich möchte mich also auch bei Frau Bundesministerin Claudia Bandion-Ortner bedanken, ebenso bei Reinhold Lopatka und Verena Remler, die als Staatssekretäre ebenfalls einen wichtigen Anteil in dieser Zeit hatten. Ein herzliches Dankeschön! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich möchte aber ganz besonders alles Gute für seine Arbeit jemandem wünschen, den ich schon bisher kennengelernt habe als jemanden, dem Sachlichkeit, dem das Fortkommen unseres Landes, dem politische Vernunft und Gemeinsamkeit sehr wichtig sind: Dem bisherigen und auch zukünftigen Außenminister und neuen Vizekanzler Michael Spindelegger alles erdenklich Gute! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Herr Bundeskanzler! Die Justizministerin haben Sie vergessen!
Ich wünsche aber natürlich genauso herzlich allen alles Gute, die neu zu uns gekommen sind, sowie jenen, die bisher der Regierung angehört haben und nun in einem anderen Ressort tätig sind, ebenfalls besonders wichtige Agenden zu betreuen haben, ganz an der Spitze natürlich der Finanzministerin Maria Fekter, der Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, dem Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle und den beiden Staatssekretären Sebastian Kurz und Wolfgang Waldner. Alles erdenklich Gute für die Arbeit im Team! Wir brauchen das Team, wir brauchen diese gute Zusammenarbeit. Wir wünschen allen das Beste. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Herr Bundeskanzler! Die Justizministerin haben Sie vergessen!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wo denn? – Abg. Dr. Moser: Untersuchungsausschüsse!
Der Justizministerin – dazu möchte ich noch etwas Besonderes sagen – wünsche ich natürlich alles Gute in einer Zeit, in der wir wissen, dass – und das hat Josef Pröll, wie ich meine, zu Recht in seiner Abschlussrede hervorgehoben – viel Richtiges zu tun ist, und zwar hat Anstand wieder einzukehren, die Korruptionsbekämpfung ist zu verstärken (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wo denn? – Abg. Dr. Moser: Untersuchungsausschüsse!) und das Image der Justiz wiederherzustellen. Ich wünsche daher der Frau Justizministerin alles erdenklich Gute dabei. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Der Justizministerin – dazu möchte ich noch etwas Besonderes sagen – wünsche ich natürlich alles Gute in einer Zeit, in der wir wissen, dass – und das hat Josef Pröll, wie ich meine, zu Recht in seiner Abschlussrede hervorgehoben – viel Richtiges zu tun ist, und zwar hat Anstand wieder einzukehren, die Korruptionsbekämpfung ist zu verstärken (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wo denn? – Abg. Dr. Moser: Untersuchungsausschüsse!) und das Image der Justiz wiederherzustellen. Ich wünsche daher der Frau Justizministerin alles erdenklich Gute dabei. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Gibt es auch Inhalte?
Wir wissen also, dass alle neuen Regierungsmitglieder so wie all jene, die schon bisher der Regierung angehört haben, sich der Aufgabe: Stabilität auf der einen Seite, Zeit der Reformen auf der anderen Seite in der bald beginnenden zweiten Halbzeit dieser Regierungsperiode mit vollem Einsatz widmen werden. Das verspreche ich und das weiß ich auch von den Mitgliedern dieser Regierung. Es handelt sich um ein Team, das das Gemeinsame vor das Trennende stellt. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Gibt es auch Inhalte?)
Beifall bei der ÖVP.
In der vorigen Debatte wurde darauf hingewiesen, das sei jetzt eine Jubelstunde. Für mich ist es natürlich eine positive Stunde, denn wir alle gehen mit sehr viel Engagement und Motivation an diese Arbeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine Damen und Herren, ich war selbst 17 Jahre lang hier in diesem Haus. Es ist eine gute parlamentarische Übung, dass die neuen Mitglieder der Bundesregierung hier vorgestellt werden und dass Sie die Möglichkeit haben, sich dazu zu äußern, mit diesen Mitgliedern der Bundesregierung zu diskutieren und ihnen die Möglichkeit geben, ihre Vorstellungen einzubringen. Und ich stehe auf dem Boden dieser parlamentarischen Übung und halte das auch in Zukunft für wichtig. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Strache: So wie Josef Pröll: die höchste Staatsverschuldung der Zweiten Republik!
Meine Damen und Herren! Ich habe mir in der kurzen Zeit intensiv Gedanken darüber gemacht, wer diese Regierungsämter ausüben darf. Ich habe Maria Fekter gebeten, dass sie vom Innenministerium in das Finanzressort wechselt, weil ich ihr zutraue, dass sie für einen sorgsamen Umgang mit dem Steuergeld sorgt und dass sie fortsetzt, was Josef Pröll begonnen hat, nämlich eine erfolgreiche Krisenbewältigung. (Abg. Strache: So wie Josef Pröll: die höchste Staatsverschuldung der Zweiten Republik!) Ich freue mich daher, dass Maria Fekter in dieses Amt des Finanzministers berufen wurde und dass sie diesen Grundsätzen treu bleiben wird. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich habe mir in der kurzen Zeit intensiv Gedanken darüber gemacht, wer diese Regierungsämter ausüben darf. Ich habe Maria Fekter gebeten, dass sie vom Innenministerium in das Finanzressort wechselt, weil ich ihr zutraue, dass sie für einen sorgsamen Umgang mit dem Steuergeld sorgt und dass sie fortsetzt, was Josef Pröll begonnen hat, nämlich eine erfolgreiche Krisenbewältigung. (Abg. Strache: So wie Josef Pröll: die höchste Staatsverschuldung der Zweiten Republik!) Ich freue mich daher, dass Maria Fekter in dieses Amt des Finanzministers berufen wurde und dass sie diesen Grundsätzen treu bleiben wird. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Maria Fekter hat sich auch einen Schwerpunkt gesetzt, den ich heute in dieser Debatte voranstellen möchte. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Sie hat ein neues Steuersystem zu entwickeln. In diesem Steuersystem sollen Anforderungen erfüllt werden, nämlich die Grundsätze weniger, einfacher und leistungsgerechter. Und ich bin überzeugt, sie wird diese Aufgabe hervorragend bewältigen.
Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Deswegen die Vorratsdatenspeicherung!
Ich habe Johanna Mikl-Leitner gebeten, dass sie in das Regierungsteam kommt, um als Innenministerin tätig zu sein. Sie verfügt über eine achtjährige Regierungserfahrung in einer Landesregierung. Sie weiß daher, wie man mit einem Ressort umgeht und was man zu tun hat. Sie wird sich um einen Schwerpunkt besonders bemühen, meine Damen und Herren, das ist der Schwerpunkt Sicherheit auch im Internet. (Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Deswegen die Vorratsdatenspeicherung!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Viele Menschen in diesem Land nutzen heute das Internet in ihrer beruflichen Tätigkeit Tag und Nacht. Sie brauchen daher so wie alle Bürger dieses Landes auch Sicherheit im Internet, wofür Grundsätze notwendig sind, die sie entwickeln wird. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ist das Justizministerium noch unabhängig?
her enormes Fachwissen in der Juristerei mit. (Abg. Ing. Westenthaler: Ist das Justizministerium noch unabhängig?) Ihre Schwerpunkttätigkeit wird sein, dass wir auch in der Vergangenheit Geschehenes aufarbeiten. Notwendig ist ein Lobbyistengesetz, wir brauchen dazu ein Register, das sie vorbereiten, rasch in Begutachtung schicken und dann dem Hohen Haus vorlegen wird, damit wir diesbezüglich auch neue Bestimmungen in Kraft setzen können. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
her enormes Fachwissen in der Juristerei mit. (Abg. Ing. Westenthaler: Ist das Justizministerium noch unabhängig?) Ihre Schwerpunkttätigkeit wird sein, dass wir auch in der Vergangenheit Geschehenes aufarbeiten. Notwendig ist ein Lobbyistengesetz, wir brauchen dazu ein Register, das sie vorbereiten, rasch in Begutachtung schicken und dann dem Hohen Haus vorlegen wird, damit wir diesbezüglich auch neue Bestimmungen in Kraft setzen können. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich habe Karlheinz Töchterle gebeten, dass er das Wissenschafts- und Forschungsressort übernimmt. Karlheinz Töchterle ist ein erfahrener Rektor der Universität Innsbruck. Er weiß daher um den Universitätsbetrieb Bescheid, er kennt die Abläufe, er weiß um die Gespräche, die mit Professoren, dem Mittelbau und den Studenten zu führen sind. Er wird sich besonders um den österreichischen Hochschulplan kümmern. Es ist notwendig, dass wir künftig im Interesse der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und der Leistungsfähigkeit etwas Neues entwickeln, ein ordentliches Standortkonzept, das festlegt, welche Leistungen in Lehre und Forschung künftig zu erbringen sind. Ich möchte ihn daher im Regierungsteam herzlich begrüßen. Ich glaube, er ist eine Bereicherung für unsere Bundesregierung. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Grosz: Dafür sagen Sie Ihre Menschenrechtsausschusstermine ab!
Meine Damen und Herren, wir haben mit der Schaffung eines eigenen Staatssekretariats im Innenressort und einem Staatssekretär, der sich um Integration kümmern wird, auch Neuland betreten, politisches Neuland. Ich bin davon überzeugt, dass Sebastian Kurz eine hervorragende Wahl dafür ist. Er wird dafür sorgen, dass mit neuen Ideen dem Thema Integration anders begegnet wird als in der Vergangenheit, und er wird sich einen Schwerpunkt setzen, der lautet: Deutsch als Sprache ist der Schlüssel für gelungene Integration. Das ist notwendig, und dazu stehen wir auch. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Grosz: Dafür sagen Sie Ihre Menschenrechtsausschusstermine ab!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Im Außenministerium werde ich künftig Unterstützung durch einen neuen Staatssekretär haben. Dr. Wolfgang Waldner ist gelernter Diplomat. Er kommt aus dem Kulturmanagement, er hat internationale Kontakte, und sein Motto wird sein, die Koffer ständig gepackt zu haben. Er wird mich vertreten bei bilateralen Kontakten, bei internationalen Konferenzen und bei den internationalen Organisationen. Ich freue mich, dass wir zukünftig eine erfahrene und gute Persönlichkeit im Außenministerium zur Unterstützung der Außenpolitik haben werden. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Damit verbleiben wir als die drei, die die Regierungsarbeit fortsetzen werden. Reinhold Mitterlehner wird nach wie vor das Wirtschaftsressort führen und einen Schwerpunkt setzen, nämlich eine Internationalisierungsoffensive, die wir brauchen, damit wir unser Land wettbewerbsfähig halten. (Zwischenrufe beim BZÖ.) Ich freue mich sehr, dass Reinhold Mitterlehner diese Aufgabe in der gewohnten Qualität erfüllen wird. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Damit verbleiben wir als die drei, die die Regierungsarbeit fortsetzen werden. Reinhold Mitterlehner wird nach wie vor das Wirtschaftsressort führen und einen Schwerpunkt setzen, nämlich eine Internationalisierungsoffensive, die wir brauchen, damit wir unser Land wettbewerbsfähig halten. (Zwischenrufe beim BZÖ.) Ich freue mich sehr, dass Reinhold Mitterlehner diese Aufgabe in der gewohnten Qualität erfüllen wird. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Mit Nikolaus Berlakovich haben wir einen Umweltminister und einen Landwirtschaftsminister, der dem Schwerpunkt raus aus der Atomkraft und hinein in neue Energien Leben verleihen wird. Ich bin froh darüber, dass Nikolaus Berlakovich das Lebensministerium nach wie vor führen wird, und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Vorratsdatenspeicherung!
Meine Damen und Herren! Ich selbst werde mich als Außenminister gerade in dieser Zeit darum bemühen, dass unsere Vorhaben nach wie vor erfüllt werden. Österreich ist Kandidat für den Menschenrechtsrat; im Mai dieses Jahres wird darüber abgestimmt. Ich bin überzeugt davon, dass wir gewählt werden, und wir werden drei Jahre lang im Menschenrechtsrat auch unsere Schwerpunkte – Religionsfreiheit, die Freiheit der Medien – vertreten. (Abg. Dr. Pirklhuber: Vorratsdatenspeicherung!) Das wird eine Fortsetzung unserer Außenpolitik. Und ich werde mich als Vizekanzler gemeinsam mit Bundesminister Mitterlehner auch besonders um das Thema Familie kümmern, weil Familie eine Herzensangelegenheit auch von mir selbst ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ich selbst werde mich als Außenminister gerade in dieser Zeit darum bemühen, dass unsere Vorhaben nach wie vor erfüllt werden. Österreich ist Kandidat für den Menschenrechtsrat; im Mai dieses Jahres wird darüber abgestimmt. Ich bin überzeugt davon, dass wir gewählt werden, und wir werden drei Jahre lang im Menschenrechtsrat auch unsere Schwerpunkte – Religionsfreiheit, die Freiheit der Medien – vertreten. (Abg. Dr. Pirklhuber: Vorratsdatenspeicherung!) Das wird eine Fortsetzung unserer Außenpolitik. Und ich werde mich als Vizekanzler gemeinsam mit Bundesminister Mitterlehner auch besonders um das Thema Familie kümmern, weil Familie eine Herzensangelegenheit auch von mir selbst ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kickl: Sagen! Sagen!
Geschätzte Damen und Herren! Nach dieser Vorstellung des Regierungsteams möchte ich auch Sie als Opposition einladen, konstruktiv mit uns zusammenzuarbeiten. Sie haben uns schon bewertet von: Viel zu weit links! bis: Viel zu weit rechts! – Wir stehen in der Mitte, wir werden in der Mitte bleiben, wir werden eine gute Regierungspolitik machen. (Abg. Kickl: Sagen! Sagen!)
Abg. Vilimsky: Das kennen wir schon!
Ich darf Ihnen auch versichern: Das Motto in dieser Bundesregierung in der Zukunft wird lauten nicht zu streiten, nicht zu kuscheln, sondern konstruktiv im Interesse Österreichs zu arbeiten. (Abg. Vilimsky: Das kennen wir schon!) Das ist unsere Richtschnur, das ist unser Ziel, und ich möchte Sie ersuchen, uns auf diesem Weg zu unterstützen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich darf Ihnen auch versichern: Das Motto in dieser Bundesregierung in der Zukunft wird lauten nicht zu streiten, nicht zu kuscheln, sondern konstruktiv im Interesse Österreichs zu arbeiten. (Abg. Vilimsky: Das kennen wir schon!) Das ist unsere Richtschnur, das ist unser Ziel, und ich möchte Sie ersuchen, uns auf diesem Weg zu unterstützen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Grosz: Den hat sein Onkel vertrieben! Nicht „krankheitsbedingt“!
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Werte Regierungsmitglieder! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Man kann sicherlich – und das sollte man auch tun – noch einmal festhalten, dass es durchaus tragisch ist und eine tragische Komponente hat, wenn ein junger Mann wie der ehemalige Vizekanzler Josef Pröll krankheitsbedingt aus seiner Position ausscheiden muss. (Abg. Grosz: Den hat sein Onkel vertrieben! Nicht „krankheitsbedingt“!) Das ist durchaus etwas, was eine tragische Komponente hat. (Abg. Grosz: Ein niederösterreichisches Drama in drei Akten!)
Abg. Grosz: Ein niederösterreichisches Drama in drei Akten!
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Werte Regierungsmitglieder! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Man kann sicherlich – und das sollte man auch tun – noch einmal festhalten, dass es durchaus tragisch ist und eine tragische Komponente hat, wenn ein junger Mann wie der ehemalige Vizekanzler Josef Pröll krankheitsbedingt aus seiner Position ausscheiden muss. (Abg. Grosz: Den hat sein Onkel vertrieben! Nicht „krankheitsbedingt“!) Das ist durchaus etwas, was eine tragische Komponente hat. (Abg. Grosz: Ein niederösterreichisches Drama in drei Akten!)
Beifall bei der FPÖ.
Das alles riecht und stinkt sehr, sehr ungeheuerlich, das muss ich schon sagen, und da gibt es nicht viel, wofür man Danke sagen kann, sondern man sollte sich eigentlich genieren für gewisse politische Entwicklungen in diesem Land, worüber viele Menschen in dieser Republik ziemlich grantig sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn wir erleben müssen, dass Bundeskanzler Werner Faymann sogar in Interviews davon spricht, dass es sich um einen Glücksgriff für die SPÖ handelt, dass jetzt Herr Spindelegger der neue Vizekanzler und Parteichef ist (Heiterkeit bei der FPÖ), dann würde es mich sehr nachdenklich stimmen, wenn das mein Koalitionspartner sagt. (Beifall bei der FPÖ.) Das sollte einen durchaus nachdenklich stimmen. Der Herr Bundeskanzler wird sich schon etwas bei dieser Definition gedacht haben. – Also ich denke, es ist notwendig, dass die ÖVP ihre inhaltliche und strukturelle Krise in Angriff nimmt und das nicht nur kaschiert – oder zu kaschieren versucht – durch den Wechsel von ein paar Köpfen.
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn wir erleben müssen, dass Bundeskanzler Werner Faymann sogar in Interviews davon spricht, dass es sich um einen Glücksgriff für die SPÖ handelt, dass jetzt Herr Spindelegger der neue Vizekanzler und Parteichef ist (Heiterkeit bei der FPÖ), dann würde es mich sehr nachdenklich stimmen, wenn das mein Koalitionspartner sagt. (Beifall bei der FPÖ.) Das sollte einen durchaus nachdenklich stimmen. Der Herr Bundeskanzler wird sich schon etwas bei dieser Definition gedacht haben. – Also ich denke, es ist notwendig, dass die ÖVP ihre inhaltliche und strukturelle Krise in Angriff nimmt und das nicht nur kaschiert – oder zu kaschieren versucht – durch den Wechsel von ein paar Köpfen.
Beifall bei der FPÖ.
Sie von der ÖVP haben in den letzten Jahren systematisch all Ihre Kernkompetenzen über Bord geworfen. Das ist ja in Wirklichkeit Ihr Problem! Sie sind heute keine Familienpartei mehr. Sie haben das Familienressort über Bord geworfen, haben es ersatzlos gestrichen. Sie haben hier mit dieser Regierungsveränderung auch ganz eindeutig aufgezeigt, dass Ihnen das Thema Familie nichts wert ist und dass Sie als Familienpartei endgültig abgedankt haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen: Gerade das Vakuum, das Sie da in den letzten Jahren hinterlassen haben, haben wir Freiheitliche längst gut und richtig besetzt. Das ist wichtig für dieses Land, für Österreich. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Großruck
Wenn uns die Aufstellung der Regierungsmannschaft heute wenig Hoffnung macht, dann beginnt das durchaus bei Ihnen selbst als Vizekanzler und Außenminister. Warum wenig Hoffnung? – Weil auch Sie als Außenminister in den letzten Tagen und Wochen immer wieder dadurch haben aufhorchen lassen (Zwischenruf des Abg. Großruck), dass Sie nicht unbedingt jener Vertreter sind, der es mit unserer Neutralität wirklich ernst meint und dem die Neutralität offenbar nicht wichtig ist. Sie sind in den letzten Wochen immer wieder auch dadurch aufgefallen, dass Sie gesagt haben, dass wir unbedingt österreichische Soldaten in den EU-Battlegroups – sprich: Kampfgruppen – nach Libyen entsenden sollen. Ich sage Ihnen deutlich: Nein! Wir haben dort nichts verloren! Unsere Neutralität wird nicht in Tripolis verteidigt! (Beifall bei der FPÖ.) Wir haben bei diesen Kampfeinsätzen nichts verloren. – Das alles ist etwas, was uns auch sehr nachdenklich stimmt. Ich erwarte von Ihnen da auch ein selbstbewussteres Auftreten gegenüber Brüssel, was leider Gottes bei all Ihren bisherigen Wortmeldungen nicht in Sicht ist.
Beifall bei der FPÖ.
Wenn uns die Aufstellung der Regierungsmannschaft heute wenig Hoffnung macht, dann beginnt das durchaus bei Ihnen selbst als Vizekanzler und Außenminister. Warum wenig Hoffnung? – Weil auch Sie als Außenminister in den letzten Tagen und Wochen immer wieder dadurch haben aufhorchen lassen (Zwischenruf des Abg. Großruck), dass Sie nicht unbedingt jener Vertreter sind, der es mit unserer Neutralität wirklich ernst meint und dem die Neutralität offenbar nicht wichtig ist. Sie sind in den letzten Wochen immer wieder auch dadurch aufgefallen, dass Sie gesagt haben, dass wir unbedingt österreichische Soldaten in den EU-Battlegroups – sprich: Kampfgruppen – nach Libyen entsenden sollen. Ich sage Ihnen deutlich: Nein! Wir haben dort nichts verloren! Unsere Neutralität wird nicht in Tripolis verteidigt! (Beifall bei der FPÖ.) Wir haben bei diesen Kampfeinsätzen nichts verloren. – Das alles ist etwas, was uns auch sehr nachdenklich stimmt. Ich erwarte von Ihnen da auch ein selbstbewussteres Auftreten gegenüber Brüssel, was leider Gottes bei all Ihren bisherigen Wortmeldungen nicht in Sicht ist.
Beifall bei der FPÖ
Oder nehmen wir die Besetzung des Finanzressorts mit der ehemaligen Innenministerin Maria Fekter, die also jetzt in den Finanzbereich wechselt. Sie haben heute schon sehr gefährlich damit gedroht: Maria Fekter wird den bisherigen erfolgreichen Kurs von Josef Pröll fortsetzen. – Das ist ja eine gefährliche Drohung! Wollen Sie die Staatsverschuldung noch weiter steigen und anwachsen lassen (Beifall bei der FPÖ), noch mehr EU-Haftungen übernehmen und letztlich sozusagen eine Massenenteignung der österreichischen Bevölkerung mit den Steuergeldern Österreichs vornehmen, die Sie gegen die Interessen Österreichs in Richtung Pleitebanken und Gläubiger und Spekulanten pumpen? All das sind ja gefährliche Drohungen.
Zwischenruf der Abg. Schittenhelm.
Ich sage Ihnen, Frau Maria Fekter hat auch gezeigt, dass sie im Innenressort kläglich gescheitert ist. (Zwischenruf der Abg. Schittenhelm.) Wir haben immer wieder bemerken müssen, dass wir viel Rhetorik erlebt haben, aber keine konkreten Taten. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Ja bitte, wer tanzt uns seit Jahren auf der Nase herum? – Asylmissbraucher-Familien wie die Familie Zogaj, die man zuerst jahrelang uns hier auf der Nase herumtanzen lässt, dann endlich einmal die Gesetze einhält und dann wieder zurückholt, nachdem sie abgeschoben worden sind. Ich meine, da verliert doch jede Sicherheitspolitik auch an Glaubwürdigkeit, wenn man im Bereich des Asylmissbrauchs solche Entwicklungen zulässt! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Ich sage Ihnen, Frau Maria Fekter hat auch gezeigt, dass sie im Innenressort kläglich gescheitert ist. (Zwischenruf der Abg. Schittenhelm.) Wir haben immer wieder bemerken müssen, dass wir viel Rhetorik erlebt haben, aber keine konkreten Taten. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Ja bitte, wer tanzt uns seit Jahren auf der Nase herum? – Asylmissbraucher-Familien wie die Familie Zogaj, die man zuerst jahrelang uns hier auf der Nase herumtanzen lässt, dann endlich einmal die Gesetze einhält und dann wieder zurückholt, nachdem sie abgeschoben worden sind. Ich meine, da verliert doch jede Sicherheitspolitik auch an Glaubwürdigkeit, wenn man im Bereich des Asylmissbrauchs solche Entwicklungen zulässt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen, Frau Maria Fekter hat auch gezeigt, dass sie im Innenressort kläglich gescheitert ist. (Zwischenruf der Abg. Schittenhelm.) Wir haben immer wieder bemerken müssen, dass wir viel Rhetorik erlebt haben, aber keine konkreten Taten. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Ja bitte, wer tanzt uns seit Jahren auf der Nase herum? – Asylmissbraucher-Familien wie die Familie Zogaj, die man zuerst jahrelang uns hier auf der Nase herumtanzen lässt, dann endlich einmal die Gesetze einhält und dann wieder zurückholt, nachdem sie abgeschoben worden sind. Ich meine, da verliert doch jede Sicherheitspolitik auch an Glaubwürdigkeit, wenn man im Bereich des Asylmissbrauchs solche Entwicklungen zulässt! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Sie können doch nicht ernsthaft glauben, dass, wenn man solch eine inhaltliche Ebene lebt, das auf eine große Zustimmung in der Bevölkerung trifft?! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist es ja, was uns keinen Anlass zur Hoffnung bei dieser Neubesetzung dieser Bundesregierung gibt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Sie können doch nicht ernsthaft glauben, dass, wenn man solch eine inhaltliche Ebene lebt, das auf eine große Zustimmung in der Bevölkerung trifft?! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist es ja, was uns keinen Anlass zur Hoffnung bei dieser Neubesetzung dieser Bundesregierung gibt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der FPÖ.
Was mir persönlich aber sehr wohl übel aufstößt, ist eben, dass man den Bereich des Familienstaatssekretariats einfach so aufgegeben hat. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist auch ein Zeichen dafür, dass Ihnen das Thema nicht wichtig ist.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Betreffend Staatssekretär Kurz kann ich nur sagen: Ich freue mich, dass endlich einmal auch ein Junger bei der ÖVP die Chance bekommen hat, sich politisch einzubringen. Das ist durchaus ein Lichtblick. – Wenn man die Rolle des Herrn Kurz im Wiener Wahlkampf inhaltlich beurteilt, na, da ist er eher mit Peinlichkeiten aufgefallen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es gab ein Geil-o-Mobil und dann einen Wahlkampf, dessen Motto lautete: „Schwarz macht Geil“. – Brrr, da schüttelt es mich! Was ist an Schwarz geil, bitte? Wenn etwas geil ist, dann ist es die Machtgeilheit der ÖVP, die wir immer wieder in dieser Republik erleben müssen, aber sonst nichts. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Grosz.
Betreffend Staatssekretär Kurz kann ich nur sagen: Ich freue mich, dass endlich einmal auch ein Junger bei der ÖVP die Chance bekommen hat, sich politisch einzubringen. Das ist durchaus ein Lichtblick. – Wenn man die Rolle des Herrn Kurz im Wiener Wahlkampf inhaltlich beurteilt, na, da ist er eher mit Peinlichkeiten aufgefallen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es gab ein Geil-o-Mobil und dann einen Wahlkampf, dessen Motto lautete: „Schwarz macht Geil“. – Brrr, da schüttelt es mich! Was ist an Schwarz geil, bitte? Wenn etwas geil ist, dann ist es die Machtgeilheit der ÖVP, die wir immer wieder in dieser Republik erleben müssen, aber sonst nichts. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn man mit solchen peinlichen Inhalten auffällt und auch die Wiener Integrationspolitik der ÖVP beurteilt, ja dann weiß man doch, welche Absage die ÖVP Wien bei der letzten Landtagswahl zu Recht erhalten hat! Genau darum geht es ja: Die Bundes-ÖVP wandelt offenbar auf den erfolglosen Spuren der Wiener ÖVP. Ich bin froh, dass man jetzt beginnt, diesen Abwärtsschwung der Wiener ÖVP auf die Bundesebene zu übertragen – aber genau das können wir heute inhaltlich feststellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich bin schon gespannt, ob Sie es schaffen werden, sich auch ein bisschen von der SPÖ zu emanzipieren oder ob Sie weiterhin am Gängelband der SPÖ hängen wollen. Das wird sich ja schon beim ORF beweisen und belegen lassen, ob Sie da weiter versuchen werden, sozusagen dem „Rotfunk“ die Stange zu halten oder doch vielleicht auch dazu bereit sind, hier – hoffentlich – einmal diesen Österreichischen Rundfunk von der roten Einflusssphäre zu befreien und einen unabhängigen Kandidaten möglich zu machen, dort endlich auch eine parteipolitische Entkrampfung vorzunehmen und eine Unabhängigkeit in diesen ORF hineinzubringen. Das alles werden in den nächsten Wochen und Monaten Gradmesser sein, denn insgesamt kann ich das bis heute nicht erkennen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich komme zum Schlusssatz. Meine sehr geehrten Damen und Herren, eines steht heute fest. Die österreichische Bevölkerung erkennt eines: Wenn es um rot-weiß-rote Interessenvertretung geht, dann gibt es eine Partei in diesem Haus, die diese sicherstellt, und das ist die Freiheitliche Partei. Hier wird keine EU-Hörigkeit und keine EU-Sektiererei gelebt. Wir werden die österreichischen Interessen weiter konsequent vertreten. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Cap –: Dass der Cap die Schwarzen lobt, das tut weh!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster gelangt Herr Klubobmann Dr. Cap zu Wort. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Cap –: Dass der Cap die Schwarzen lobt, das tut weh!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Sie meinen die Vorschläge vom Kanzler und vom Vizekanzler? – Abg. Kickl: Sie haben das falsche Papierl!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Nein, ich wollte gerade Klubobmann Strache vorschlagen für die Zukunft, dass er sich vornimmt, auch ein bisschen eigene Vorstellungen zu präsentieren. Das war jetzt ein Geplauder, aber keine Rede. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Sie meinen die Vorschläge vom Kanzler und vom Vizekanzler? – Abg. Kickl: Sie haben das falsche Papierl!) Wenn schon der Herr Vizekanzler und selbstverständlich wir uns darüber freuen, dass wir hier eine inhaltliche Debatte auch kontroversiell durchführen können, dann brauchen wir natürlich alternative Vorstellungen. (Abg. Neubauer: Sie haben 1 000 Vorschläge vertagt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Sie haben 1 000 Vorschläge vertagt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Nein, ich wollte gerade Klubobmann Strache vorschlagen für die Zukunft, dass er sich vornimmt, auch ein bisschen eigene Vorstellungen zu präsentieren. Das war jetzt ein Geplauder, aber keine Rede. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Sie meinen die Vorschläge vom Kanzler und vom Vizekanzler? – Abg. Kickl: Sie haben das falsche Papierl!) Wenn schon der Herr Vizekanzler und selbstverständlich wir uns darüber freuen, dass wir hier eine inhaltliche Debatte auch kontroversiell durchführen können, dann brauchen wir natürlich alternative Vorstellungen. (Abg. Neubauer: Sie haben 1 000 Vorschläge vertagt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Strache: ... Ostöffnung!
Was sind die Herausforderungen der Zukunft, vor denen wir stehen? (Abg. Strache: ... Ostöffnung!) Wir lesen ununterbrochen: Stillstand in der Regierung. – Ich habe mir die Gesetzesbeschlüsse der letzten Zeit angesehen: viele auch gemeinsam, zu dritt, zu viert, zu fünft, und es ist wirklich vieles an wichtigen Gesetzesvorhaben hier beschlossen worden, und viele der Regierungsvorhaben wurden hier schon umgesetzt. (Abg. Ing. Hofer: Was jetzt? Was jetzt? – Abg. Kickl: Jetzt haben Sie einen Knopf ...!) Ich denke, dass man das daher auch benennen sollte, wenn es hier Kritik gibt, und das auch mit Alternativen versehen. (Abg. Bucher: Beispiele! Beispiele!)
Abg. Ing. Hofer: Was jetzt? Was jetzt? – Abg. Kickl: Jetzt haben Sie einen Knopf ...!
Was sind die Herausforderungen der Zukunft, vor denen wir stehen? (Abg. Strache: ... Ostöffnung!) Wir lesen ununterbrochen: Stillstand in der Regierung. – Ich habe mir die Gesetzesbeschlüsse der letzten Zeit angesehen: viele auch gemeinsam, zu dritt, zu viert, zu fünft, und es ist wirklich vieles an wichtigen Gesetzesvorhaben hier beschlossen worden, und viele der Regierungsvorhaben wurden hier schon umgesetzt. (Abg. Ing. Hofer: Was jetzt? Was jetzt? – Abg. Kickl: Jetzt haben Sie einen Knopf ...!) Ich denke, dass man das daher auch benennen sollte, wenn es hier Kritik gibt, und das auch mit Alternativen versehen. (Abg. Bucher: Beispiele! Beispiele!)
Abg. Bucher: Beispiele! Beispiele!
Was sind die Herausforderungen der Zukunft, vor denen wir stehen? (Abg. Strache: ... Ostöffnung!) Wir lesen ununterbrochen: Stillstand in der Regierung. – Ich habe mir die Gesetzesbeschlüsse der letzten Zeit angesehen: viele auch gemeinsam, zu dritt, zu viert, zu fünft, und es ist wirklich vieles an wichtigen Gesetzesvorhaben hier beschlossen worden, und viele der Regierungsvorhaben wurden hier schon umgesetzt. (Abg. Ing. Hofer: Was jetzt? Was jetzt? – Abg. Kickl: Jetzt haben Sie einen Knopf ...!) Ich denke, dass man das daher auch benennen sollte, wenn es hier Kritik gibt, und das auch mit Alternativen versehen. (Abg. Bucher: Beispiele! Beispiele!)
Abg. Kickl: Na eben!
Machen Sie einen internationalen Vergleich! Wenn Sie auf der Straße stehen und Diskussionen machen – auf einem Platz, auf Märkten –, dann kommen viele und sagen: Ich war jetzt gerade im Ausland. Da habe ich eine leichte Krankheit gehabt und habe dort das Gesundheitssystem kennengelernt. Wissen Sie, was: Ich bin so froh, dass ich in Österreich lebe; da gibt es eine so tolle Gesundheitsversorgung! (Abg. Kickl: Na eben!) Das ist etwas, was aus dem Leben geschildert wird.
Zwischenruf der Abg. Ursula Haubner.
davon leben. (Zwischenruf der Abg. Ursula Haubner.) – Wir haben sichere Pensionen. Ja, wir müssen manchmal auch etwas dafür tun, dass sie sicher sind, aber der Vergleich macht sicher. (Abg. Bucher: Aber wie lange noch? Die Jungen glauben schon nicht mehr, dass sie jemals eine Pension bekommen!) Das sollte man nicht aufs Spiel setzen, darum geht es mir jetzt.
Abg. Bucher: Aber wie lange noch? Die Jungen glauben schon nicht mehr, dass sie jemals eine Pension bekommen!
davon leben. (Zwischenruf der Abg. Ursula Haubner.) – Wir haben sichere Pensionen. Ja, wir müssen manchmal auch etwas dafür tun, dass sie sicher sind, aber der Vergleich macht sicher. (Abg. Bucher: Aber wie lange noch? Die Jungen glauben schon nicht mehr, dass sie jemals eine Pension bekommen!) Das sollte man nicht aufs Spiel setzen, darum geht es mir jetzt.
Abg. Dr. Graf: Die haben wir ja trotz dieser Regierung, nicht wegen ihr!
Das sind immer so nackte Daten und Tatsachen, die hier gebracht werden und immer so kalt wirken. (Abg. Dr. Graf: Die haben wir ja trotz dieser Regierung, nicht wegen ihr!) Aber wenn es heißt, wir sind beim Beschäftigungszuwachs im europäischen Spitzenfeld, dann ist das nicht selbstverständlich! Es gibt Länder, die haben nach der Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise große Probleme gehabt. Da ist der Motor nicht gleich angesprungen. Wenn wir jetzt schon so weit vorne sind, wenn das „Werkl“ hier jetzt auch wirklich so gut funktioniert, dann kann man nicht bloß sagen, das sind die globalen Einflüsse, die interplanetaren Einflüsse oder sonst etwas, sondern da muss man offensichtlich auch hausgemacht etwas dafür geleistet haben. (Abg. Dr. Graf: Weil wir fleißige Leute haben, trotz dieser Regierung!) Darum geht es mir: dass die Opposition manchmal auch das, was anerkennenswert ist, anerkennt, sich hier herstellt und einmal sagt: Ja, das ist gelungen. Das ist eigentlich eine Entwicklung ... (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Na ja, wenn es einen Intellekt gibt, schon.
Abg. Dr. Graf: Weil wir fleißige Leute haben, trotz dieser Regierung!
Das sind immer so nackte Daten und Tatsachen, die hier gebracht werden und immer so kalt wirken. (Abg. Dr. Graf: Die haben wir ja trotz dieser Regierung, nicht wegen ihr!) Aber wenn es heißt, wir sind beim Beschäftigungszuwachs im europäischen Spitzenfeld, dann ist das nicht selbstverständlich! Es gibt Länder, die haben nach der Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise große Probleme gehabt. Da ist der Motor nicht gleich angesprungen. Wenn wir jetzt schon so weit vorne sind, wenn das „Werkl“ hier jetzt auch wirklich so gut funktioniert, dann kann man nicht bloß sagen, das sind die globalen Einflüsse, die interplanetaren Einflüsse oder sonst etwas, sondern da muss man offensichtlich auch hausgemacht etwas dafür geleistet haben. (Abg. Dr. Graf: Weil wir fleißige Leute haben, trotz dieser Regierung!) Darum geht es mir: dass die Opposition manchmal auch das, was anerkennenswert ist, anerkennt, sich hier herstellt und einmal sagt: Ja, das ist gelungen. Das ist eigentlich eine Entwicklung ... (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Na ja, wenn es einen Intellekt gibt, schon.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Das sind immer so nackte Daten und Tatsachen, die hier gebracht werden und immer so kalt wirken. (Abg. Dr. Graf: Die haben wir ja trotz dieser Regierung, nicht wegen ihr!) Aber wenn es heißt, wir sind beim Beschäftigungszuwachs im europäischen Spitzenfeld, dann ist das nicht selbstverständlich! Es gibt Länder, die haben nach der Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise große Probleme gehabt. Da ist der Motor nicht gleich angesprungen. Wenn wir jetzt schon so weit vorne sind, wenn das „Werkl“ hier jetzt auch wirklich so gut funktioniert, dann kann man nicht bloß sagen, das sind die globalen Einflüsse, die interplanetaren Einflüsse oder sonst etwas, sondern da muss man offensichtlich auch hausgemacht etwas dafür geleistet haben. (Abg. Dr. Graf: Weil wir fleißige Leute haben, trotz dieser Regierung!) Darum geht es mir: dass die Opposition manchmal auch das, was anerkennenswert ist, anerkennt, sich hier herstellt und einmal sagt: Ja, das ist gelungen. Das ist eigentlich eine Entwicklung ... (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Na ja, wenn es einen Intellekt gibt, schon.
Abg. Kickl: Das glaube ich, dass Sie dort etwas kaufen können mit Ihrem Gehalt! ... Privatkindergarten!
Ich bin auch der Meinung, wenn man die Kaufkraft in Österreich im internationalen Vergleich sieht, dass das nicht egal ist. Wenn ich mit meiner Geldbörse auf den Markt einkaufen gehe und ich kann mir dort auch wirklich etwas kaufen, ist das nicht egal! (Abg. Kickl: Das glaube ich, dass Sie dort etwas kaufen können mit Ihrem Gehalt! ... Privatkindergarten!) Das ist wichtig! Das ist im internationalen Vergleich auch ein österreichisches Spezifikum. Oder wenn ich sehe, dass Österreich beim Rückgang der Arbeitslosigkeit im Spitzenfeld ist. Die Daten im März weisen das eindeutig nach! Wir haben über unsere Instrumentarien, die – verglichen mit anderen Ländern – ein Spezifikum in Österreich sind, gegengesteuert. (Abg. Vilimsky: 320 000! Bravo! Bravo!) – Aber modellhaft.
Abg. Vilimsky: 320 000! Bravo! Bravo!
Ich bin auch der Meinung, wenn man die Kaufkraft in Österreich im internationalen Vergleich sieht, dass das nicht egal ist. Wenn ich mit meiner Geldbörse auf den Markt einkaufen gehe und ich kann mir dort auch wirklich etwas kaufen, ist das nicht egal! (Abg. Kickl: Das glaube ich, dass Sie dort etwas kaufen können mit Ihrem Gehalt! ... Privatkindergarten!) Das ist wichtig! Das ist im internationalen Vergleich auch ein österreichisches Spezifikum. Oder wenn ich sehe, dass Österreich beim Rückgang der Arbeitslosigkeit im Spitzenfeld ist. Die Daten im März weisen das eindeutig nach! Wir haben über unsere Instrumentarien, die – verglichen mit anderen Ländern – ein Spezifikum in Österreich sind, gegengesteuert. (Abg. Vilimsky: 320 000! Bravo! Bravo!) – Aber modellhaft.
Abg. Kickl: Ab 1. Mai auch bei uns! – Abg. Strache: Ab 1. Mai dank Ihnen auch bei uns!
Im internationalen Zusammenhang wird jetzt durch Lohn- und Sozialdumping in China, in Indien, in Osteuropa und auf welchen Kontinenten auch immer Druck auf die Weltwirtschaft ausgeübt (Abg. Kickl: Ab 1. Mai auch bei uns! – Abg. Strache: Ab 1. Mai dank Ihnen auch bei uns!), und wir haben eine schiefe Verteilung der Weltwirtschaft. Das ist einer der Hintergründe, warum es die Migrationsströme gibt. (Abg. Strache: Ab 1. Mai dank Ihnen auch bei uns, das Lohndumping!) Darüber sollten Sie einmal nachdenken! Das wären Zukunftsthemen. Nicht Angstbilder verbreiten, sondern sich hier herstellen und sagen, wie Sie sich der Herausforderung der ökonomischen Schiefentwicklung in Afrika stellen oder wie wir jetzt in Nordafrika eine ökonomische Stabilisierung bewältigen, damit die Menschen einen Sinn darin sehen, dort zu bleiben, dort zu leben, dort zu produzieren und dort etwas für ihren Wohlstand, für ihr Leben zu tun (Zwischenruf des Abg. Kickl), und zwar in Übereinstimmung mit uns, und nicht bloß drei Kanonenboote, vier Kanonenboote im Mittelmeer kreuzen zu lassen. Das löst gar nichts, sondern da muss man sich ökonomisch und politisch etwas überlegen. Das sind Dinge, die eine Rolle spielen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Strache: Ab 1. Mai dank Ihnen auch bei uns, das Lohndumping!
Im internationalen Zusammenhang wird jetzt durch Lohn- und Sozialdumping in China, in Indien, in Osteuropa und auf welchen Kontinenten auch immer Druck auf die Weltwirtschaft ausgeübt (Abg. Kickl: Ab 1. Mai auch bei uns! – Abg. Strache: Ab 1. Mai dank Ihnen auch bei uns!), und wir haben eine schiefe Verteilung der Weltwirtschaft. Das ist einer der Hintergründe, warum es die Migrationsströme gibt. (Abg. Strache: Ab 1. Mai dank Ihnen auch bei uns, das Lohndumping!) Darüber sollten Sie einmal nachdenken! Das wären Zukunftsthemen. Nicht Angstbilder verbreiten, sondern sich hier herstellen und sagen, wie Sie sich der Herausforderung der ökonomischen Schiefentwicklung in Afrika stellen oder wie wir jetzt in Nordafrika eine ökonomische Stabilisierung bewältigen, damit die Menschen einen Sinn darin sehen, dort zu bleiben, dort zu leben, dort zu produzieren und dort etwas für ihren Wohlstand, für ihr Leben zu tun (Zwischenruf des Abg. Kickl), und zwar in Übereinstimmung mit uns, und nicht bloß drei Kanonenboote, vier Kanonenboote im Mittelmeer kreuzen zu lassen. Das löst gar nichts, sondern da muss man sich ökonomisch und politisch etwas überlegen. Das sind Dinge, die eine Rolle spielen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kickl
Im internationalen Zusammenhang wird jetzt durch Lohn- und Sozialdumping in China, in Indien, in Osteuropa und auf welchen Kontinenten auch immer Druck auf die Weltwirtschaft ausgeübt (Abg. Kickl: Ab 1. Mai auch bei uns! – Abg. Strache: Ab 1. Mai dank Ihnen auch bei uns!), und wir haben eine schiefe Verteilung der Weltwirtschaft. Das ist einer der Hintergründe, warum es die Migrationsströme gibt. (Abg. Strache: Ab 1. Mai dank Ihnen auch bei uns, das Lohndumping!) Darüber sollten Sie einmal nachdenken! Das wären Zukunftsthemen. Nicht Angstbilder verbreiten, sondern sich hier herstellen und sagen, wie Sie sich der Herausforderung der ökonomischen Schiefentwicklung in Afrika stellen oder wie wir jetzt in Nordafrika eine ökonomische Stabilisierung bewältigen, damit die Menschen einen Sinn darin sehen, dort zu bleiben, dort zu leben, dort zu produzieren und dort etwas für ihren Wohlstand, für ihr Leben zu tun (Zwischenruf des Abg. Kickl), und zwar in Übereinstimmung mit uns, und nicht bloß drei Kanonenboote, vier Kanonenboote im Mittelmeer kreuzen zu lassen. Das löst gar nichts, sondern da muss man sich ökonomisch und politisch etwas überlegen. Das sind Dinge, die eine Rolle spielen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Im internationalen Zusammenhang wird jetzt durch Lohn- und Sozialdumping in China, in Indien, in Osteuropa und auf welchen Kontinenten auch immer Druck auf die Weltwirtschaft ausgeübt (Abg. Kickl: Ab 1. Mai auch bei uns! – Abg. Strache: Ab 1. Mai dank Ihnen auch bei uns!), und wir haben eine schiefe Verteilung der Weltwirtschaft. Das ist einer der Hintergründe, warum es die Migrationsströme gibt. (Abg. Strache: Ab 1. Mai dank Ihnen auch bei uns, das Lohndumping!) Darüber sollten Sie einmal nachdenken! Das wären Zukunftsthemen. Nicht Angstbilder verbreiten, sondern sich hier herstellen und sagen, wie Sie sich der Herausforderung der ökonomischen Schiefentwicklung in Afrika stellen oder wie wir jetzt in Nordafrika eine ökonomische Stabilisierung bewältigen, damit die Menschen einen Sinn darin sehen, dort zu bleiben, dort zu leben, dort zu produzieren und dort etwas für ihren Wohlstand, für ihr Leben zu tun (Zwischenruf des Abg. Kickl), und zwar in Übereinstimmung mit uns, und nicht bloß drei Kanonenboote, vier Kanonenboote im Mittelmeer kreuzen zu lassen. Das löst gar nichts, sondern da muss man sich ökonomisch und politisch etwas überlegen. Das sind Dinge, die eine Rolle spielen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Strache: Sie waren für Zwentendorf?
Wir diskutieren die ganze Zeit die Frage des Ausstiegs aus der Atomenergie. – Okay, wir können uns immer treffen und das hier beschließen. Super! Ich bin schon für die Atomenergie eingetreten, da haben manche noch die Milupa-Flasche in der Hand gehabt. (Abg. Strache: Sie waren für Zwentendorf?) Aber ich sage Ihnen etwas: Der Umstieg, das ist ein ökonomisches Programm: Energiesparen, Effizienz, nachhaltige Energie. Wenn ich das wirklich angehe, dann muss ich dazu Ideen entwickeln, dazu müssen wir Konzepte haben, da müssen viele umdenken, da muss in vielen Strukturen Bewegung hineinkommen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.) Also auch eine der Herausforderungen der Zeit.
Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.
Wir diskutieren die ganze Zeit die Frage des Ausstiegs aus der Atomenergie. – Okay, wir können uns immer treffen und das hier beschließen. Super! Ich bin schon für die Atomenergie eingetreten, da haben manche noch die Milupa-Flasche in der Hand gehabt. (Abg. Strache: Sie waren für Zwentendorf?) Aber ich sage Ihnen etwas: Der Umstieg, das ist ein ökonomisches Programm: Energiesparen, Effizienz, nachhaltige Energie. Wenn ich das wirklich angehe, dann muss ich dazu Ideen entwickeln, dazu müssen wir Konzepte haben, da müssen viele umdenken, da muss in vielen Strukturen Bewegung hineinkommen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.) Also auch eine der Herausforderungen der Zeit.
Abg. Dr. Rosenkranz: H.-C. Strache! – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Es kommen viele und sagen: Ja, die Länder, die Sozialpartner und so weiter. – Man kann immer kritisch sein zu der Art und Weise des Föderalismus, man kann immer kritisch sein zu der Art und Weise, wie die Sozialpartnerschaft funktioniert. Das ist kein Totschlagsargument, aber es soll dann einer hier herauskommen und sagen, was die Alternative dazu ist. Manche sagen überhaupt, das ganze politische System ist für die Fische – und überhaupt die Repräsentanten und alle –, aber sie sagen nicht dazu, wer es dann machen soll. Wer soll dann die Aufgaben des Staates erfüllen? Den sozialen Ausgleich, das Eintreten für soziale Gerechtigkeit, die Chancengleichheit, dass es im Bildungsbereich, im Kulturbereich funktioniert, im Arbeitsmarktbereich: Wer macht das dann? (Abg. Dr. Rosenkranz: H.-C. Strache! – Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Das ist einer der wichtigen Punkte, die wir dabei berücksichtigen sollten, und da, finde ich, gehört das natürlich auch in dem Zusammenhang dazu. (Abg. Ing. Westenthaler: Selbsthypnose! Der Cap ist Esoteriker geworden!
Abg. Bucher: Zum Beispiel? Beispiele! Aber Sie haben ja selber keine Beispiele!
Wenn dann immer gesagt wird: Wir haben so viele staatliche Aufgaben und Verwaltungsstrukturen und so weiter. – Beim Namen nennen! Welche liebgewordene Leistung unseres Staates, unseres Gesundheitssystems soll dann eingeschränkt, soll dann beseitigt werden? – Dann bin ich neugierig, ob diejenigen, die immer nur auf kurzfristige Wählerzustimmung schielen, einmal den Mut haben, hier herauszukommen und zu sagen: Jawohl, wir sind nicht für Stillstand, wir sind für Bewegung. Wir wollen, dass eingespart wird: erstens, zweitens, drittens, viertens, fünftens, dass es nur so knirscht im Gebälk. – Das hätte ich gerne gehört von Ihnen! (Abg. Bucher: Zum Beispiel? Beispiele! Aber Sie haben ja selber keine Beispiele!) Sie kommen jedes Mal mit Ihrem Sonnengesicht heraus, Herr Klubobmann Bucher, grinsen uns breit an, halten uns einen Vortrag, aber Sie machen keinen Vorschlag, mit dem wir wirklich etwas anfangen können.
Abg. Grosz: 1 000 Anträge im Ausschuss! – Abg. Ursula Haubner: Immer dieselbe Rede!
Ich brauche keine Wohlfühlreden, sondern was wir brauchen, das sind konkrete Dinge, die auf die Herausforderungen der Zeit eine Antwort geben. (Abg. Grosz: 1 000 Anträge im Ausschuss! – Abg. Ursula Haubner: Immer dieselbe Rede!) Und ich sage: Diese Regierung gibt eine Antwort darauf! (Abg. Grosz: Seit 40 Jahren dieselbe Rede!) Man kann es manchmal vielleicht schneller machen, man kann es manchmal vielleicht sogar noch besser machen, aber man gibt eine Antwort darauf. Und im internationalen Vergleich kann diese Regierung wirklich bestehen aufgrund der Ergebnisse, die hier ablesbar sind. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Grosz: Seit 40 Jahren dieselbe Rede!
Ich brauche keine Wohlfühlreden, sondern was wir brauchen, das sind konkrete Dinge, die auf die Herausforderungen der Zeit eine Antwort geben. (Abg. Grosz: 1 000 Anträge im Ausschuss! – Abg. Ursula Haubner: Immer dieselbe Rede!) Und ich sage: Diese Regierung gibt eine Antwort darauf! (Abg. Grosz: Seit 40 Jahren dieselbe Rede!) Man kann es manchmal vielleicht schneller machen, man kann es manchmal vielleicht sogar noch besser machen, aber man gibt eine Antwort darauf. Und im internationalen Vergleich kann diese Regierung wirklich bestehen aufgrund der Ergebnisse, die hier ablesbar sind. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich brauche keine Wohlfühlreden, sondern was wir brauchen, das sind konkrete Dinge, die auf die Herausforderungen der Zeit eine Antwort geben. (Abg. Grosz: 1 000 Anträge im Ausschuss! – Abg. Ursula Haubner: Immer dieselbe Rede!) Und ich sage: Diese Regierung gibt eine Antwort darauf! (Abg. Grosz: Seit 40 Jahren dieselbe Rede!) Man kann es manchmal vielleicht schneller machen, man kann es manchmal vielleicht sogar noch besser machen, aber man gibt eine Antwort darauf. Und im internationalen Vergleich kann diese Regierung wirklich bestehen aufgrund der Ergebnisse, die hier ablesbar sind. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Ruf: Verkrampfen Sie sich nicht!
Wissen Sie, wenn man dann auf so manchen Autobahnen fährt und in so manchen Eisenbahnen sitzt in Europa, dann kriegt man Sehnsucht nach der österreichischen Infrastruktur im Verkehrsbereich. Wenn Sie einmal ein bisschen einen Schnupfen haben und Sie müssen in ein italienisches Krankenhaus gehen und Sie wollen dort versorgt werden, dann sagen Sie: Um Gottes willen, wann bin ich endlich wieder in Österreich!? (Ruf: Verkrampfen Sie sich nicht!) Wissen Sie, das erlebt man, und das wird gesagt in vielen, vielen Lebensbereichen – und dafür gibt es Verantwortlichkeiten: gut verwaltete Gemeinden, gut verwaltete Länder (Abg. Bucher: Aber teuer! Das zahlt alles der Steuerzahler!) und eine Regierung, die auf die Herausforderungen der Zeit wirklich reagiert. (Abg. Ing. Westenthaler: Alles super!)
Abg. Bucher: Aber teuer! Das zahlt alles der Steuerzahler!
Wissen Sie, wenn man dann auf so manchen Autobahnen fährt und in so manchen Eisenbahnen sitzt in Europa, dann kriegt man Sehnsucht nach der österreichischen Infrastruktur im Verkehrsbereich. Wenn Sie einmal ein bisschen einen Schnupfen haben und Sie müssen in ein italienisches Krankenhaus gehen und Sie wollen dort versorgt werden, dann sagen Sie: Um Gottes willen, wann bin ich endlich wieder in Österreich!? (Ruf: Verkrampfen Sie sich nicht!) Wissen Sie, das erlebt man, und das wird gesagt in vielen, vielen Lebensbereichen – und dafür gibt es Verantwortlichkeiten: gut verwaltete Gemeinden, gut verwaltete Länder (Abg. Bucher: Aber teuer! Das zahlt alles der Steuerzahler!) und eine Regierung, die auf die Herausforderungen der Zeit wirklich reagiert. (Abg. Ing. Westenthaler: Alles super!)
Abg. Ing. Westenthaler: Alles super!
Wissen Sie, wenn man dann auf so manchen Autobahnen fährt und in so manchen Eisenbahnen sitzt in Europa, dann kriegt man Sehnsucht nach der österreichischen Infrastruktur im Verkehrsbereich. Wenn Sie einmal ein bisschen einen Schnupfen haben und Sie müssen in ein italienisches Krankenhaus gehen und Sie wollen dort versorgt werden, dann sagen Sie: Um Gottes willen, wann bin ich endlich wieder in Österreich!? (Ruf: Verkrampfen Sie sich nicht!) Wissen Sie, das erlebt man, und das wird gesagt in vielen, vielen Lebensbereichen – und dafür gibt es Verantwortlichkeiten: gut verwaltete Gemeinden, gut verwaltete Länder (Abg. Bucher: Aber teuer! Das zahlt alles der Steuerzahler!) und eine Regierung, die auf die Herausforderungen der Zeit wirklich reagiert. (Abg. Ing. Westenthaler: Alles super!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das hören wir seit 40 Jahren!
Wissen Sie, was wichtig wäre – und ich nehme das ganz ernst –: Ich glaube, dass in den Stellungnahmen, die wir heute vom Bundeskanzler und vom Vizekanzler gehört haben, auch Angebote hier an das Haus darunter waren, dass man diesen Diskussionsprozess auch hier führt, dass man vieles gemeinsam beschließt. Wissen Sie, es geht um ... (Abg. Ing. Westenthaler: Das hören wir seit 40 Jahren!) – Nein, es geht jetzt nicht um Peter Westenthaler, es geht um Österreich. Es geht um die Österreicherinnen und Österreicher und um unsere Zukunft. Und wir sind in einem harten Wettbewerb in der Europäischen Union. Da gibt es vieles zu kritisieren, viele Regeln, die nicht
Abg. Dr. Rosenkranz: Sie wollen aber auch keine teure Regierung!
Die Menschen vor den Bildschirmen wollen nicht den billigen Streit, den billigen Hader, sie wollen nicht haben, dass wir uns da gegenseitig zu beweisen versuchen: Wer ist inkompetenter? Wer kennt sich nicht aus? Wer kann die Wörter nicht gut zusammenfügen? – Das alles wollen die Menschen nicht. (Abg. Dr. Rosenkranz: Sie wollen aber auch keine teure Regierung!) Sie wollen, dass wir uns hier zusammenfinden und im Prozess der Debatte den bestmöglichen Weg für Österreich suchen. (Ironische Heiterkeit des Abg. Bucher.) – Nein, kein Spott, Herr Klubobmann Bucher! Das verdient Zustimmung – und nicht höhnische Bemerkungen und höhnische Bewegungen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Ironische Heiterkeit des Abg. Bucher.
Die Menschen vor den Bildschirmen wollen nicht den billigen Streit, den billigen Hader, sie wollen nicht haben, dass wir uns da gegenseitig zu beweisen versuchen: Wer ist inkompetenter? Wer kennt sich nicht aus? Wer kann die Wörter nicht gut zusammenfügen? – Das alles wollen die Menschen nicht. (Abg. Dr. Rosenkranz: Sie wollen aber auch keine teure Regierung!) Sie wollen, dass wir uns hier zusammenfinden und im Prozess der Debatte den bestmöglichen Weg für Österreich suchen. (Ironische Heiterkeit des Abg. Bucher.) – Nein, kein Spott, Herr Klubobmann Bucher! Das verdient Zustimmung – und nicht höhnische Bemerkungen und höhnische Bewegungen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Die Menschen vor den Bildschirmen wollen nicht den billigen Streit, den billigen Hader, sie wollen nicht haben, dass wir uns da gegenseitig zu beweisen versuchen: Wer ist inkompetenter? Wer kennt sich nicht aus? Wer kann die Wörter nicht gut zusammenfügen? – Das alles wollen die Menschen nicht. (Abg. Dr. Rosenkranz: Sie wollen aber auch keine teure Regierung!) Sie wollen, dass wir uns hier zusammenfinden und im Prozess der Debatte den bestmöglichen Weg für Österreich suchen. (Ironische Heiterkeit des Abg. Bucher.) – Nein, kein Spott, Herr Klubobmann Bucher! Das verdient Zustimmung – und nicht höhnische Bemerkungen und höhnische Bewegungen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Cap, der Heinz Conrads der Innenpolitik!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächste gelangt Frau Klubobfrau Dr. Glawischnig-Piesczek zu Wort. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Cap, der Heinz Conrads der Innenpolitik!)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Das eine war: Er hat fehlenden Anstand in der Politik, aber insbesondere auch in seinen eigenen Reihen, in der eigenen Partei beklagt – und das in einer bemerkenswerten Offenheit. Und er hat zweitens auf den Stillstand hingewiesen, der viele Menschen in Österreich mittlerweile sehr ärgert, weil sie der Meinung sind, dass diese Bundesregierung mittlerweile genug Zeit gehabt hat, um etwas weiterzubringen, und jetzt endlich einmal mit der Arbeit beginnen sollte. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Ich fange einmal mit dem ersten Punkt an: fehlender Anstand in der Politik und vor allem auch in den Reihen der ÖVP. Ich kann Ihnen jedenfalls versichern – und das sage ich auch in Richtung der neuen Regierungsmitglieder –, grüne Abgeordnete werden immer konstruktiv und in jeder Form unterstützend für Sie da sein, wenn Sie Vorschläge machen, die in Österreich etwas weiterbringen, insbesondere im Bereich Antikorruption. Das ist eines der großen Probleme, die wir nach wie vor haben, und wir hätten heute erwartet, dass Sie nicht mit leeren Händen hier anmarschieren und neuerlich ankündigen, zum wiederholten Male, Antikorruptionsbestimmungen werden verschärft werden, sondern wir hätten erwartet, dass heute bereits ein konkretes Paket vorgelegt wird – auch aus Respekt vor Ihrem alten Parteiobmann. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie, Herr Dr. Spindelegger, kommen jetzt als neuer Vizekanzler und ÖVP-Parteichef mit solchen Plattitüden daher – ich muss es leider so sagen – wie: ein neues Steuersystem, weniger Steuersystem, einfacher, leistungsgerechter!, oder: Familie ist mir wichtig! Bitte sagen Sie konkret, was Sie in den nächsten Wochen und Monaten an Vorschlägen auf den Tisch legen werden, welche Vorschläge wir hier zur Beschlussfassung bekommen, wozu wir unsere Vorschläge auch gerne einbringen – oder schweigen Sie mit diesen endlosen Ankündigungen, Reformen zu machen, wenn Sie es dann nicht tun. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Gleichzeitig mit Ihrer Regierungserklärung heute hier – Erklärung von Kanzler, Vizekanzler und allen neuen Regierungsmitgliedern in ihrer Funktion – werden ja bereits auch Gesetzespakete verabschiedet. Und ich empfinde es wirklich als Provokation, wenn Sie sagen: Sicherheit im Internet wird ein neuer Schwerpunkt, wenn wir gerade vorher über eine Stunde lang die Problematik der Vorratsdatenspeicherung diskutieren, in aller inhaltlicher Vehemenz, und ich empfinde es als echte Provokation, wenn Sie zum hundertsten Mal sagen: Raus aus Atomenergie!, und auf den Umweltminister verweisen und nicht fähig sind, die Lobbyisten in der eigenen Partei endlich einmal zu der Entscheidung zu zwingen, die sie treffen müssen, nämlich das Mandat zurückzulegen, Herr Ex-Kanzler Schüssel, der im Übrigen wieder einmal gerade nicht da ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich empfinde es als Provokation, wenn Sie neuerlich sagen: Rein in erneuerbare Energieträger!, wenn gleichzeitig vom Wirtschaftsminister ein Ökostromgesetz vorgelegt wird, das jeder Beschreibung spottet, ein Gesetz, angesichts dessen die ganze Branche rotiert und sagt: Das ist eine Frechheit, das ist eine Geringschätzung unserer Arbeit! Da gibt es Unternehmen, die zu 100 Prozent ins Ausland exportieren müssen, weil bei uns diese gesamte wichtige Branche, die der Schlüssel ist zum Ausstieg aus der Atomenergie, klein gehalten wird wie auf Gartenzwergniveau. Das empfinde ich als echte Provokation bei einer neuen Regierungserklärung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich glaube, dass es auch für den neuen Wissenschaftsminister eine echte Provokation ist, zu hören, er soll einen Hochschulplan erarbeiten, er soll Universitätsstärkung betreiben, er soll Forschungstätigkeit stärken – und dann kriegt er keinen einzigen Cent zusätzliches Geld?! Wir alle wissen, in welcher Situation die Universitäten sind. Da kann man mittlerweile nicht mehr nur von Aushungern sprechen, sondern die Universitäten stehen wirklich am Ende. Und überhaupt kein frisches Geld, kein einziger Cent im vorgelegten Bundesfinanzrahmengesetz ist die Bankrotterklärung für jede Wissenschafts- und Forschungspolitik in diesem Lande. Da sage ich Ihnen: Sie haben mein Mitleid, Herr Forschungsminister und Wissenschaftsminister, wenn Sie so Ihre Arbeit starten müssen! Ich habe wirklich Mitleid mit Ihnen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Und ich empfinde es als Provokation, wenn Sie sagen, Familienpolitik ist Ihnen wichtig, und gleichzeitig wird ein Fremdenrechtspaket vorgelegt, das es ermöglicht, dass nach wie vor Kinder und Jugendliche in Schubhaft genommen werden können. Das empfinde ich gerade als Mutter unerträglich! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
ÖVP – Sie haben gesagt, Sie orientieren sich an diesen Werten – einig sein, dass das in Österreich nie wieder der Fall sein sollte. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir würden vorschlagen: Runter von der Bildungsbremse! Stellen Sie den Universitäten ordentliche Mittel zur Verfügung! Gehen Sie in der Schulpolitik ab von der Blockadepolitik, die der ÖAAB und die ÖVP sehr lange de facto als Reformverweigerer in der Regierung gemacht haben, indem sie in diesem Bereich keine Reform zugelassen haben! Steigen Sie runter von der Bildungsbremse! – Das wäre etwas, was viele Menschen in Österreich wahrscheinlich etwas beruhigen könnte. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Werden Sie endlich aktiv in einem der Themenfelder, die viele Menschen gerade jetzt, nach dem Gedenktag 25 Jahre Tschernobyl, ganz extrem belasten – ganz extrem belasten! Hochrisikoreaktoren rund um unsere Grenzen, keine sichtbaren Aktivitäten der Bundesregierung – im Gegenteil. Es gibt großes Unverständnis, dass Lobbyisten nach wie vor hier im Parlament sitzen. Wenn ich auf der Straße diskutiere, ist das der einzige Satz, den ich immer zu hören bekomme: Wie kann das sein? Österreich ist ein Land, das sagt, es hat sich der Antiatompolitik verschrieben – und gleichzeitig sitzt da jemand im Aufsichtsrat eines Unternehmens, das in Deutschland jetzt gegen das Abschalten der AKWs klagt! Das versteht kein Mensch in dieser Republik, und ich kann es nicht verstehen, dass Sie hier nicht auch in den eigenen Reihen Ordnung machen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie haben die Grünen als Partner in jeder konstruktiven Form, die Sie sich auch nur wünschen können, allerdings muss auch einmal der erste Schritt von Ihnen selber kommen. Mit dem alten Kurs, mit den alten Inhalten, nur mit neuen Überschriften, werden wir Österreich nicht sehr viel weiterbringen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
chungsausschuss?) Aber wir haben in der Präsidialsitzung, Frau Klubobfrau, eine Tagesordnung einstimmig beschlossen, diese heute auch am Beginn der Sitzung beschlossen. Trotzdem missbrauchen Sie das Instrument der Einwendungsdebatte, um mit einer inhaltlichen Debatte ins Fernsehen zu kommen, die heute im Anschluss an diese Debatte stattzufinden hätte. Das ist unanständig! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Abg. Strache: 230 Milliarden Schulden! Haben Sie noch nicht gehört, dass wir 230 Milliarden Schulden haben?
Nun aber zum eigentlichen Thema. Es stellt sich heute hier eine neu formierte Bundesregierung vor. So manche Kommentare und Diskussionen in den Medien, aber auch so manche Reden, insbesondere von Ihnen, Herr Strache, und von Ihnen, Frau Glawischnig, vorhin veranlassen mich zur Frage: Von welchem Land reden Sie? Reden Sie wirklich von unserem Österreich? Von einem Land, das das viertreichste auf der ganzen Welt ist, mit deutlich besseren Wachstumsraten als in den meisten anderen Ländern (Abg. Strache: 230 Milliarden Schulden! Haben Sie noch nicht gehört, dass wir 230 Milliarden Schulden haben?), mit einem Pro-Kopf-Einkommen, das deutlich höher ist als jenes der meisten anderen Länder? Reden Sie wirklich vom selben Österreich, das ich meine? (Abg. Strache: Von 230 Milliarden Schulden haben Sie noch nichts gehört?)
Abg. Strache: Von 230 Milliarden Schulden haben Sie noch nichts gehört?
Nun aber zum eigentlichen Thema. Es stellt sich heute hier eine neu formierte Bundesregierung vor. So manche Kommentare und Diskussionen in den Medien, aber auch so manche Reden, insbesondere von Ihnen, Herr Strache, und von Ihnen, Frau Glawischnig, vorhin veranlassen mich zur Frage: Von welchem Land reden Sie? Reden Sie wirklich von unserem Österreich? Von einem Land, das das viertreichste auf der ganzen Welt ist, mit deutlich besseren Wachstumsraten als in den meisten anderen Ländern (Abg. Strache: 230 Milliarden Schulden! Haben Sie noch nicht gehört, dass wir 230 Milliarden Schulden haben?), mit einem Pro-Kopf-Einkommen, das deutlich höher ist als jenes der meisten anderen Länder? Reden Sie wirklich vom selben Österreich, das ich meine? (Abg. Strache: Von 230 Milliarden Schulden haben Sie noch nichts gehört?)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Bucher: Herr Bundeskanzler, können Sie das unterschreiben?
Ich rede von Österreich und meine ein Land mit der geringsten Arbeitslosigkeit. Ich rede von Österreich, meinem, unserem Österreich, als einem Land, das zu den sichersten auf dieser Welt gehört. Ich rede von Österreich als einem Land, das mit zu den schönsten gehört, zu den ökologisch bestpositionierten auf der ganzen Welt gehört, und ich rede auch von einem Land, das sich in seiner sozialen Situation sehen lassen kann, einem Land mit den geringsten Einkommensunterschieden weltweit. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Bucher: Herr Bundeskanzler, können Sie das unterschreiben?)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Nicht alles davon, meine Damen und Herren, ist Verdienst der Politik, aber vieles ist von der Politik positiv beeinflusst worden. Und dass wir am Ende einer Finanz- und Wirtschaftskrise, wie die Welt sie seit den dreißiger Jahren nicht mehr gesehen hat, so gut dastehen, deutlich besser dastehen als viele andere, das hat viel mit Politik, hat viel mit richtiger Politik zu tun und trägt auch viel an ÖVP-Handschrift. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Kickl: Unglaublich!
Nur zur Erinnerung: Ein Bankenhilfspaket hat dazu beigetragen, dass die Spareinlagen der Österreicherinnen und Österreicher gesichert wurden (Abg. Kickl: Unglaublich!), dass auch die Finanzierung der Wirtschaft sichergestellt werden konnte. (Abg. Bucher: So ein Unsinn!) Es wurden Konjunkturpakete geschnürt, die zur Stabilisierung der Wirtschaft und der Arbeitsplätze beigetragen haben. Es wurden Arbeitsmarktmaßnahmen gesetzt, die Arbeitslosigkeit verhindert haben. Es gab eine Steuerreform, die die Menschen entlastet und Kaufkraft geschaffen hat. (Abg. Bucher: Und hinterher die Steuern wieder erhöht!)
Abg. Bucher: So ein Unsinn!
Nur zur Erinnerung: Ein Bankenhilfspaket hat dazu beigetragen, dass die Spareinlagen der Österreicherinnen und Österreicher gesichert wurden (Abg. Kickl: Unglaublich!), dass auch die Finanzierung der Wirtschaft sichergestellt werden konnte. (Abg. Bucher: So ein Unsinn!) Es wurden Konjunkturpakete geschnürt, die zur Stabilisierung der Wirtschaft und der Arbeitsplätze beigetragen haben. Es wurden Arbeitsmarktmaßnahmen gesetzt, die Arbeitslosigkeit verhindert haben. Es gab eine Steuerreform, die die Menschen entlastet und Kaufkraft geschaffen hat. (Abg. Bucher: Und hinterher die Steuern wieder erhöht!)
Abg. Bucher: Und hinterher die Steuern wieder erhöht!
Nur zur Erinnerung: Ein Bankenhilfspaket hat dazu beigetragen, dass die Spareinlagen der Österreicherinnen und Österreicher gesichert wurden (Abg. Kickl: Unglaublich!), dass auch die Finanzierung der Wirtschaft sichergestellt werden konnte. (Abg. Bucher: So ein Unsinn!) Es wurden Konjunkturpakete geschnürt, die zur Stabilisierung der Wirtschaft und der Arbeitsplätze beigetragen haben. Es wurden Arbeitsmarktmaßnahmen gesetzt, die Arbeitslosigkeit verhindert haben. Es gab eine Steuerreform, die die Menschen entlastet und Kaufkraft geschaffen hat. (Abg. Bucher: Und hinterher die Steuern wieder erhöht!)
Abg. Strache: Sanierung? Wo leben Sie? Was für eine Sanierung?
All das waren in der Krise richtige Maßnahmen, die wir gemeinsam, diese Bundesregierung, aber auch vieles davon wir alle gemeinsam, Regierungs- und Oppositionsparteien, in diesem Hohen Haus beschlossen haben; das sollen wir nicht vergessen. Und, meine Damen und Herren, im Besonderen wurde diese Krisenbewältigung von einem Mann verantwortet, der als Finanzminister im Mittelpunkt dieser Sanierung gestanden ist (Abg. Strache: Sanierung? Wo leben Sie? Was für eine Sanierung?), und das war unser jetzt leider ausgeschiedener Finanzminister Josef Pröll, dem ich an dieser Stelle sehr herzlich danken möchte (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei der SPÖ), dem ich, so wie es der Herr Bundeskanzler und der Herr Vizekanzler vorhin schon getan haben, danken möchte, dem ich für seine weitere Genesung alles Gute wünschen möchte und auch für seine weitere berufliche Laufbahn alles, alles Gute und viel Erfolg wünsche. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei der SPÖ
All das waren in der Krise richtige Maßnahmen, die wir gemeinsam, diese Bundesregierung, aber auch vieles davon wir alle gemeinsam, Regierungs- und Oppositionsparteien, in diesem Hohen Haus beschlossen haben; das sollen wir nicht vergessen. Und, meine Damen und Herren, im Besonderen wurde diese Krisenbewältigung von einem Mann verantwortet, der als Finanzminister im Mittelpunkt dieser Sanierung gestanden ist (Abg. Strache: Sanierung? Wo leben Sie? Was für eine Sanierung?), und das war unser jetzt leider ausgeschiedener Finanzminister Josef Pröll, dem ich an dieser Stelle sehr herzlich danken möchte (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei der SPÖ), dem ich, so wie es der Herr Bundeskanzler und der Herr Vizekanzler vorhin schon getan haben, danken möchte, dem ich für seine weitere Genesung alles Gute wünschen möchte und auch für seine weitere berufliche Laufbahn alles, alles Gute und viel Erfolg wünsche. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
All das waren in der Krise richtige Maßnahmen, die wir gemeinsam, diese Bundesregierung, aber auch vieles davon wir alle gemeinsam, Regierungs- und Oppositionsparteien, in diesem Hohen Haus beschlossen haben; das sollen wir nicht vergessen. Und, meine Damen und Herren, im Besonderen wurde diese Krisenbewältigung von einem Mann verantwortet, der als Finanzminister im Mittelpunkt dieser Sanierung gestanden ist (Abg. Strache: Sanierung? Wo leben Sie? Was für eine Sanierung?), und das war unser jetzt leider ausgeschiedener Finanzminister Josef Pröll, dem ich an dieser Stelle sehr herzlich danken möchte (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei der SPÖ), dem ich, so wie es der Herr Bundeskanzler und der Herr Vizekanzler vorhin schon getan haben, danken möchte, dem ich für seine weitere Genesung alles Gute wünschen möchte und auch für seine weitere berufliche Laufbahn alles, alles Gute und viel Erfolg wünsche. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, dieser Rücktritt unseres Parteiobmannes, Vizekanzlers und Finanzministers stellt eine riesige Herausforderung für die ÖVP und auch für die Bundesregierung dar, keine Frage. Aber wir haben in der ÖVP sehr rasch gehandelt, haben binnen drei Wochen nicht nur einen neuen Parteiobmann designiert, sondern auch einen neuen Vizekanzler und mit ihm ein neu gestaltetes Regierungsteam vorgestellt. Mit Michael Spindelegger als Vizekanzler steht wohl einer der erfahrensten Politiker dieses Hauses an der Spitze der ÖVP-Regierungsmannschaft und auch an der Spitze unserer Partei. (Beifall bei der ÖVP.) Es steht mit ihm ein Mann an der Spitze der ÖVP, der im Besonderen für Integrität, für Moral, für Anstand, aber auch für Reformfreudigkeit in der Politik steht. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dir, lieber Herr Vizekanzler, in dieser neuen Funktion. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Müder Beifall im ÖVP-Klub!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Müder Beifall im ÖVP-Klub!
Meine Damen und Herren, dieser Rücktritt unseres Parteiobmannes, Vizekanzlers und Finanzministers stellt eine riesige Herausforderung für die ÖVP und auch für die Bundesregierung dar, keine Frage. Aber wir haben in der ÖVP sehr rasch gehandelt, haben binnen drei Wochen nicht nur einen neuen Parteiobmann designiert, sondern auch einen neuen Vizekanzler und mit ihm ein neu gestaltetes Regierungsteam vorgestellt. Mit Michael Spindelegger als Vizekanzler steht wohl einer der erfahrensten Politiker dieses Hauses an der Spitze der ÖVP-Regierungsmannschaft und auch an der Spitze unserer Partei. (Beifall bei der ÖVP.) Es steht mit ihm ein Mann an der Spitze der ÖVP, der im Besonderen für Integrität, für Moral, für Anstand, aber auch für Reformfreudigkeit in der Politik steht. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dir, lieber Herr Vizekanzler, in dieser neuen Funktion. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Müder Beifall im ÖVP-Klub!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Dieser Start in die zweite Halbzeit der Legislaturperiode ist durchaus auch Grund zum Optimismus. Es gibt viele Herausforderungen, die noch zu bewältigen sind, das brauchen wir gar nicht wegzudiskutieren, in der Budget- und Steuerpolitik. Die Finanzkrise hat natürlich Spuren hinterlassen in unserem Budget, gar keine Frage. Das heißt, wir müssen uns wieder Spielräume schaffen mit Disziplin bei den Ausgaben, aber wir müssen auch durch eine Entlastung der Steuerzahler dafür sorgen, dass die Leistungsbereitschaft der Menschen so hoch bleibt, wie sie ist. Das ist das Wichtigste und bringt uns am schnellsten aus der Krise heraus. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Maria Fekter als neue Finanzministerin wird uns als Nachfolgerin von Josef Pröll genau auf diesem Weg weiter führen, den Josef Pröll schon beschritten hat: Entlastung und Budgetdisziplin. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Unsere neue Sicherheitsministerin Johanna Mikl-Leitner, die ich ebenfalls sehr herzlich begrüßen möchte, wird weiterhin dafür sorgen, dass Kriminalität effektiv bekämpft wird in diesem Land und Illegalität unterbunden wird, weil weiterhin kein Platz für Kriminalität und Illegalität in Österreich sein darf. Dafür wirst du sorgen, und wir unterstützen dich alle dabei, liebe Hanni. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf beim BZÖ: Eine gefährliche Drohung!
Meine Damen und Herren! Wissenschaft und Forschung ist der Zukunftsfaktor für unser Land schlechthin. Lieber Karlheinz Töchterle, du wirst das Ressort in bewährter Form, wie es Beatrix Karl vorher für uns gemacht hat, weiter führen. Auch dir ist unsere Unterstützung sicher bei dieser nicht leichten Aufgabe. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf beim BZÖ: Eine gefährliche Drohung!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich begrüße auch sehr herzlich unseren neuen Staatssekretär für Integration. Johanna Mikl-Leitner hat einen sehr wichtigen Satz gesagt: Die Innenministerin steht künftig auch bei der Zuwanderung für die Frage: Wer darf zu uns?, mit aller Konsequenz, aber die, die legal bei uns sind, die sollen integriert sein in dieser Gesellschaft. Und das wird die Aufgabe unseres neuen Staatssekretärs sein, für diese Integration zu sorgen und diese zu unterstützen. Wir unterstützen dich dabei! (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe: Redezeit! – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Meine Damen und Herren (Rufe: Redezeit! – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), unsere neue Justizministerin Dr. Karl wird in der Nachfolge von Claudia Bandion-Ortner dafür sorgen, dass Recht in diesem Land Recht bleibt. (Rufe: Redezeit!)
Rufe: Redezeit!
Meine Damen und Herren (Rufe: Redezeit! – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), unsere neue Justizministerin Dr. Karl wird in der Nachfolge von Claudia Bandion-Ortner dafür sorgen, dass Recht in diesem Land Recht bleibt. (Rufe: Redezeit!)
Unter dem Beifall der ÖVP-Abgeordneten überreicht Klubobmann Kopf den Betreffenden je einen Blumenstrauß. – Rufe beim BZÖ: Bussi-Bussi!
gruß übergeben und sie damit herzlich in unserem Team begrüßen. (Unter dem Beifall der ÖVP-Abgeordneten überreicht Klubobmann Kopf den Betreffenden je einen Blumenstrauß. – Rufe beim BZÖ: Bussi-Bussi!)
Heiterkeit beim BZÖ – Abg. Ing. Westenthaler: Bravo!
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gratulation! Herr Kollege Kopf hat soeben auch wahrgenommen, dass die Frau Ministerin Karl auch auf der Regierungsbank Platz genommen hat (Heiterkeit beim BZÖ – Abg. Ing. Westenthaler: Bravo!) – bravo! –, schon seit einiger Zeit zwar, aber heute zum ersten Mal willkommen geheißen. (Abg. Ing. Westenthaler: Die kriegen jetzt jede Woche Blumen!)
Abg. Ing. Westenthaler: Die kriegen jetzt jede Woche Blumen!
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gratulation! Herr Kollege Kopf hat soeben auch wahrgenommen, dass die Frau Ministerin Karl auch auf der Regierungsbank Platz genommen hat (Heiterkeit beim BZÖ – Abg. Ing. Westenthaler: Bravo!) – bravo! –, schon seit einiger Zeit zwar, aber heute zum ersten Mal willkommen geheißen. (Abg. Ing. Westenthaler: Die kriegen jetzt jede Woche Blumen!)
Beifall beim BZÖ
Wir vonseiten des BZÖ wünschen dem abgetretenen, jetzt im Privatstand befindlichen Josef Pröll alles Gute auf seinem Genesungsweg, aber natürlich auch auf seinem zukünftigen Berufsweg. Aber, meine sehr geehrten Damen und Herren, wir wollen nicht verschweigen und wollen auch nicht verniedlichen, dass uns Josef Pröll als Finanzminister den höchsten Schuldenstand der Zweiten Republik hinterlassen hat (Beifall beim BZÖ), dass uns Josef Pröll auch ein Land, nämlich den „Nationalpark Hohe Steuern“, hinterlassen hat, mit einer Steuer- und Abgabenquote von 45 Prozent (neuerlicher Beifall beim BZÖ), mit der wir mittlerweile schon am Plafond innerhalb der Europäischen Union stehen.
neuerlicher Beifall beim BZÖ
Wir vonseiten des BZÖ wünschen dem abgetretenen, jetzt im Privatstand befindlichen Josef Pröll alles Gute auf seinem Genesungsweg, aber natürlich auch auf seinem zukünftigen Berufsweg. Aber, meine sehr geehrten Damen und Herren, wir wollen nicht verschweigen und wollen auch nicht verniedlichen, dass uns Josef Pröll als Finanzminister den höchsten Schuldenstand der Zweiten Republik hinterlassen hat (Beifall beim BZÖ), dass uns Josef Pröll auch ein Land, nämlich den „Nationalpark Hohe Steuern“, hinterlassen hat, mit einer Steuer- und Abgabenquote von 45 Prozent (neuerlicher Beifall beim BZÖ), mit der wir mittlerweile schon am Plafond innerhalb der Europäischen Union stehen.
Beifall beim BZÖ.
Herr Kollege Kopf, zu Ihrer Bemerkung: Wenn Sie es als unanständig bezeichnen, dass wir wichtige Anliegen der Bevölkerung, wichtige Gesetze im Hohen Haus dann zur Sprache bringen, wenn auch die Bevölkerung die Möglichkeit hat, die Debatten im Fernsehen zu verfolgen, dann bin ich gerne unanständig – denn es ist ehrlich, es ist redlich und es ist anständig, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass wir vor Gesetzen, die die Bevölkerung bespitzeln sollen, warnen, rechtzeitig warnen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Da geht es ja nicht um eine Regierungsparty, bei der wir eingeladen sind, sondern wir sind hier im Hohen Haus, wo es darum geht, Politik zu machen und darauf hinzuweisen, was in dieser Republik falsch läuft und wo die Regierung Defizite hat. Diese Defizite, Herr Bundeskanzler, die haben Sie sozusagen offen verschwiegen, denn als Sie sagten und in Ihrer Regierungserklärung erklärten, dass wir einen sehr hohen Beschäftigungsstand haben, habe ich eines vermisst. Die einzigen Arbeitsplätze, die Sie geschaffen haben, Herr Bundeskanzler Faymann, sind nämlich jene der Damen und Herren, die links und rechts von Ihnen sitzen. Das sind die einzigen Arbeitsplätze – wobei wir sagen, dass da der eine oder andere sogar überflüssig und zu viel ist. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Aber ich habe eines vermisst, und zwar auch in den Ausführungen des Vizekanzlers, der ja einer Partei angehört, die sich immer rühmt, eine Wirtschaftspartei zu sein. Bedanken Sie sich endlich einmal bei der Wirtschaft, bedanken Sie sich bei den kleinen, mittelständischen Unternehmen! 80 Prozent der Wirtschaft machen diese kleinen, mittelständischen Unternehmen aus. Die haben diese Arbeitsplätze geschaffen! Die sorgen tagtäglich mit ihren Steuern dafür, dass Sie auf dieser Regierungsbank Ihr Unwesen treiben können, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist die Realität. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie von Stabilität reden, Herr Bundeskanzler, dann kann das nur eine gefährliche Drohung sein, denn das Einzige, was in dieser Bundesregierung stabil ist, das ist der Stillstand, meine sehr geehrten Damen und Herren, und den müssen wir beseitigen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Vizekanzler! Alle reden von großer Hoffnung, und Sie verkörpern die neue Hoffnung. Ich möchte nicht wissen, was Elend bedeutet, meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn Sie in dieser Bundesregierung da von großer Hoffnung sprechen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ja, so ist es!
Und fürwahr feiert diese Bundesregierung heute neuerlich einen Neustart. Im Grunde genommen hat sich ja nur das Personenkarussell gedreht. (Abg. Ing. Westenthaler: Ja, so ist es!) Die Macht ist ja innerhalb der ÖVP die gleiche geblieben, meine sehr geehrten Damen und Herren. Denn, Herr Kollege Spindelegger: Sie haben zwar eine Vollmacht erhalten, aber die volle Macht, die ist nach wie vor in St. Pölten angesiedelt, denn dort sitzt der eigentliche Machthaber, der diese Bundesregierung bestimmt und der sagt, wer auf der Regierungsbank Platz zu nehmen hat. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Und fürwahr feiert diese Bundesregierung heute neuerlich einen Neustart. Im Grunde genommen hat sich ja nur das Personenkarussell gedreht. (Abg. Ing. Westenthaler: Ja, so ist es!) Die Macht ist ja innerhalb der ÖVP die gleiche geblieben, meine sehr geehrten Damen und Herren. Denn, Herr Kollege Spindelegger: Sie haben zwar eine Vollmacht erhalten, aber die volle Macht, die ist nach wie vor in St. Pölten angesiedelt, denn dort sitzt der eigentliche Machthaber, der diese Bundesregierung bestimmt und der sagt, wer auf der Regierungsbank Platz zu nehmen hat. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie, Herr Vizekanzler Spindelegger, sind ja sozusagen nicht die neue Führungskraft, sondern Sie sind ein Geführter der Bünde, der bündischen Strukturen der ÖVP, aber Sie sind vor allem ein Vorgeführter des Landeshauptmanns Pröll, der Ihnen ausrichtet, was Sie in dieser Bundesregierung zu tun oder zu unterlassen haben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich hätte mir erwartet, dass Sie gleich einmal einen mutigen Schritt setzen und sagen: Sparen wir doch in dieser Bundesregierung den einen oder anderen Staatssekretär ein! – Das wäre ein mutiges Signal in einer richtigen Zeit gewesen, Sparmaßnahmen zu setzen, anstatt das immer von den Bürgern zu verlangen, denen das Geld ohnehin hinten und vorne abgeht, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das wäre mutig gewesen, Herr Kollege Spindelegger – aber nicht, neue Leute hier auf die Regierungsbank zu setzen, die Sie ja selber gar nicht wollten! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist ja alles secondhand, das ist ja zweite Wahl, die hier Platz genommen hat! Sie haben einen Koren nicht gekriegt, Sie haben einen Fiedler nicht gekriegt. Sie haben keine Kapazitäten bekommen, sondern das ist der billige Kompromiss der Bünde und der Länderinteressen, der hinter uns Platz genommen hat, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Schittenhelm: Wir wissen schon, was wir machen!
Jetzt frage ich Sie ganz offen, Herr Kollege Spindelegger – und Sie haben das ja auch zugegeben in einer ersten Stellungnahme –: Wenn Sie selber nicht wissen, welche Politik Sie in Zukunft machen wollen, wenn die ÖVP nicht weiß, welche politischen Inhalte sie in der Zukunft vertreten will, ja wie wollen Sie denn dann Regierungspolitik machen, meine sehr geehrten Damen und Herren? (Abg. Schittenhelm: Wir wissen schon, was wir machen!) Wie wollen Sie denn die Republik führen und mit Ihren Erfüllungsgehilfen auf der Regierungsbank dafür sorgen, dass Politik gemacht wird? – Meine sehr geehrten Damen und Herren, hier sitzt eine Beamtenregierung, die unser Land in Zukunft regiert! Das ist die Realität. (Beifall beim BZÖ.) Österreich wird von lauter Beamten regiert, und daran werden wir auch in Zukunft zu leiden haben, denn dieser Stillstand ist vorprogrammiert.
Beifall beim BZÖ.
Jetzt frage ich Sie ganz offen, Herr Kollege Spindelegger – und Sie haben das ja auch zugegeben in einer ersten Stellungnahme –: Wenn Sie selber nicht wissen, welche Politik Sie in Zukunft machen wollen, wenn die ÖVP nicht weiß, welche politischen Inhalte sie in der Zukunft vertreten will, ja wie wollen Sie denn dann Regierungspolitik machen, meine sehr geehrten Damen und Herren? (Abg. Schittenhelm: Wir wissen schon, was wir machen!) Wie wollen Sie denn die Republik führen und mit Ihren Erfüllungsgehilfen auf der Regierungsbank dafür sorgen, dass Politik gemacht wird? – Meine sehr geehrten Damen und Herren, hier sitzt eine Beamtenregierung, die unser Land in Zukunft regiert! Das ist die Realität. (Beifall beim BZÖ.) Österreich wird von lauter Beamten regiert, und daran werden wir auch in Zukunft zu leiden haben, denn dieser Stillstand ist vorprogrammiert.
Abgeordnete des BZÖ, in ironischer Anspielung auf den Gebrauch des englischen Terminus in einer Aussage von Bundesministerin Dr. Fekter, die englische Aussprache besonders betonend: „Finance“! „Finance“!
Und ja, Frau Finanzministerin „Iron Lady“ Fekter: „Finance ist etwas anderes als Kieberei.“ – Das ist Ihr neuer Spruch. (Abgeordnete des BZÖ, in ironischer Anspielung auf den Gebrauch des englischen Terminus in einer Aussage von Bundesministerin Dr. Fekter, die englische Aussprache besonders betonend: „Finance“! „Finance“!) Ich hoffe, dass Sie in Zukunft wirklich eine eiserne Lady sein werden (Abg. Strache – auf Bundesministerin Dr. Fekter weisend –: Die „Maggie Thatcher“!) – das gebe ich Ihnen mit auf den Weg in die Verhandlungen, die Sie in Brüssel führen werden –, eine eiserne Lady, die in Zukunft nicht die Milliarden nach Brüssel abschiebt, sondern die dafür sorgt, dass wir nicht mehr so hohe Nettobeiträge zu zahlen haben an die Europäische Union, an marode Länder und an marode Banken, meine sehr geehrten Damen und Herren.
Abg. Strache – auf Bundesministerin Dr. Fekter weisend –: Die „Maggie Thatcher“!
Und ja, Frau Finanzministerin „Iron Lady“ Fekter: „Finance ist etwas anderes als Kieberei.“ – Das ist Ihr neuer Spruch. (Abgeordnete des BZÖ, in ironischer Anspielung auf den Gebrauch des englischen Terminus in einer Aussage von Bundesministerin Dr. Fekter, die englische Aussprache besonders betonend: „Finance“! „Finance“!) Ich hoffe, dass Sie in Zukunft wirklich eine eiserne Lady sein werden (Abg. Strache – auf Bundesministerin Dr. Fekter weisend –: Die „Maggie Thatcher“!) – das gebe ich Ihnen mit auf den Weg in die Verhandlungen, die Sie in Brüssel führen werden –, eine eiserne Lady, die in Zukunft nicht die Milliarden nach Brüssel abschiebt, sondern die dafür sorgt, dass wir nicht mehr so hohe Nettobeiträge zu zahlen haben an die Europäische Union, an marode Länder und an marode Banken, meine sehr geehrten Damen und Herren.
Rufe beim BZÖ: Let’s finance!
Es drohen uns in den nächsten Jahren enorme Zahlungen: Über 1 Milliarde € pro Jahr wollen Sie abschieben nach Brüssel! (Rufe beim BZÖ: Let’s finance!) Und das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist der genaue politische Inhalt des BZÖ, dass wir hier sagen: Genug gezahlt! Genug gezahlt für marode Banken, für marode Länder! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es drohen uns in den nächsten Jahren enorme Zahlungen: Über 1 Milliarde € pro Jahr wollen Sie abschieben nach Brüssel! (Rufe beim BZÖ: Let’s finance!) Und das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist der genaue politische Inhalt des BZÖ, dass wir hier sagen: Genug gezahlt! Genug gezahlt für marode Banken, für marode Länder! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sorgen Sie sich endlich darum, was die tatsächlichen Probleme der Menschen sind: die gegenwärtige hohe Inflation, die hohen Treibstoffpreise! Sie sind ja mit schuldig an der hohen Inflation. Die liegt nicht bei 2,9 oder 3 Prozent, sondern die liegt bei 7 oder 8 Prozent! Das sind die wahren Probleme der Menschen, die einen Realeinkommensverlust zu erleiden haben. Und das ist auch eine versteckte Steuer! Das sage ich immer auch in Richtung der SPÖ, die das endlich einmal erkennen muss, denn die Inflation trifft vor allem die kleinen und mittleren Einkommensschichten. Die müssen dafür löhnen, die haben immer weniger Geld zur Verfügung, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Es ist eine versteckte Steuer, der sie nicht entkommen können, die nur dazu nützt, das Budget zu sanieren, auf heimtückischste Art und Weise. Und das gehört beseitigt, meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese Bundesregierung hat abgedankt! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das Budget ist, wie wir wissen, die in Zahlen gegossene Politik. Wir wissen, das Budget ist defizitär, meine sehr geehrten Damen und Herren. Diese Politik ist nicht nur defizitär, sondern sie ist faktisch pleite. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: „Finance“! Jetzt kommt die „Finance“! – Abg. Mag. Stadler: „Minister of Finance“ – vormals Kieberei!
Präsident Fritz Neugebauer: Zu Wort gelangt nun Frau Bundesministerin Dr. Fekter. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: „Finance“! Jetzt kommt die „Finance“! – Abg. Mag. Stadler: „Minister of Finance“ – vormals Kieberei!)
Rufe beim BZÖ: „Finance“! „Finance-Ministerin“! – Abg. Ing. Westenthaler: Vormals Kieberei!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Werte Kolleginnen und Kollegen auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Sehr geehrte Zuhörerinnen und Zuhörer! Als Finanzministerin (Rufe beim BZÖ: „Finance“! „Finance-Ministerin“! – Abg. Ing. Westenthaler: Vormals Kieberei!) fühle ich mich als die Anwältin der Steuerzahler, als eine Anwältin der Leistungsträger, denn die Leistungsträger sind jene, die diesen Staat finanzieren, die auch Ihr Gehalt finanzieren. Daher ist es mir ein großes Anliegen, dass wir ganz sorgsam darauf achten, wie das Steuergeld verwaltet wird und dass es sparsam und sorgsam ausgegeben wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Werte Kolleginnen und Kollegen auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Sehr geehrte Zuhörerinnen und Zuhörer! Als Finanzministerin (Rufe beim BZÖ: „Finance“! „Finance-Ministerin“! – Abg. Ing. Westenthaler: Vormals Kieberei!) fühle ich mich als die Anwältin der Steuerzahler, als eine Anwältin der Leistungsträger, denn die Leistungsträger sind jene, die diesen Staat finanzieren, die auch Ihr Gehalt finanzieren. Daher ist es mir ein großes Anliegen, dass wir ganz sorgsam darauf achten, wie das Steuergeld verwaltet wird und dass es sparsam und sorgsam ausgegeben wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben gestern im Ministerrat den Ausgabenpfad für das Budget für die nächsten fünf Jahre beschlossen und diesem Hohen Haus zugeleitet. Morgen werden wir die Details darüber bereden. Es ist also von Stillstand keine Rede, sondern wir haben sofort dafür gesorgt, dass die Arbeit hier im Hohen Haus zügig fortgesetzt werden kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Vilimsky: Ja, zwei Tage vorher!
Meine sehr verehrten Damen und Herren Abgeordnete, in den nächsten Wochen werden wir diesem Hohen Haus auch ein Abgabenänderungsgesetz zuleiten, und ich freue mich schon auf die Arbeit gemeinsam mit Ihnen. Und Sie kennen mich – ich war ja selbst fast 14 Jahre lang Mitglied im Hohen Haus –: Ich leite die Gesetze dem Hohen Haus fertig verhandelt zu und führe auch, bevor sie in den Ausschüssen beraten werden, mit der Opposition und mit den Regierungsfraktionen Gespräche. Ich lade Sie daher auch als Finanzministerin zu derartigen Gesprächen ein und biete der Opposition selbstverständlich auch die Möglichkeit, ihre Ideen mit den Experten des Finanzministeriums zu beraten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Vilimsky: Ja, zwei Tage vorher!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin eine Ministerin, die immer gestalten wollte. Das habe ich als Innenministerin so gehalten (Abgeordnete des BZÖ – das Wort „Kieberei“ mit dem für das amerikanische Englisch typischen rollenden „r“ aussprechend –: „Ministerin der Kieberei!“), und das werde ich auch als Finanzministerin so tun. Steuern beispielsweise sind so ein Gestaltungselement. Da sage ich ganz klar, da habe ich Prinzipien, die da lauten: Weniger, einfacher und leistungsgerechter! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: More finance!
Anhand dieser Prinzipien werde ich die Steuergesetzgebung in Zukunft mitgestalten helfen. (Abg. Ing. Westenthaler: More finance!)
Abg. Dr. Graf: Weniger für die Bürger!
Als Ziel habe ich vor Augen: den Wohlstand der Österreicherinnen und Österreicher. (Abg. Dr. Graf: Weniger für die Bürger!) Wohlstand können wir aber nur dann sichern, wenn es ausreichend Arbeit gibt, ausreichend Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum und Standortqualität.
Abg. Strache: Eine Rekord-Steuerbelastung war das Ergebnis bei der letzten – verfassungswidrigen – Budgeterstellung!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, im Finanzministerium wird der Staat gemanagt. Man kann den Wohlstand vermehren, man kann den Staat aber auch abwirtschaften. Diese Bundesregierung unter Sepp Pröll hat den Wohlstand in diesem Land vermehrt (Abg. Strache: Eine Rekord-Steuerbelastung war das Ergebnis bei der letzten – verfassungswidrigen – Budgeterstellung!) – und nicht, wie viele andere rundherum, den Staat abgewirtschaftet. (Abg. Ing. Westenthaler: Eine Million Menschen in Armut!) Und das ist mein Vorbild: Auch ich will den Wohlstand in diesem Land vermehren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Eine Million Menschen in Armut – das ist der „Wohlstand“ in Österreich!)
Abg. Ing. Westenthaler: Eine Million Menschen in Armut!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, im Finanzministerium wird der Staat gemanagt. Man kann den Wohlstand vermehren, man kann den Staat aber auch abwirtschaften. Diese Bundesregierung unter Sepp Pröll hat den Wohlstand in diesem Land vermehrt (Abg. Strache: Eine Rekord-Steuerbelastung war das Ergebnis bei der letzten – verfassungswidrigen – Budgeterstellung!) – und nicht, wie viele andere rundherum, den Staat abgewirtschaftet. (Abg. Ing. Westenthaler: Eine Million Menschen in Armut!) Und das ist mein Vorbild: Auch ich will den Wohlstand in diesem Land vermehren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Eine Million Menschen in Armut – das ist der „Wohlstand“ in Österreich!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Eine Million Menschen in Armut – das ist der „Wohlstand“ in Österreich!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, im Finanzministerium wird der Staat gemanagt. Man kann den Wohlstand vermehren, man kann den Staat aber auch abwirtschaften. Diese Bundesregierung unter Sepp Pröll hat den Wohlstand in diesem Land vermehrt (Abg. Strache: Eine Rekord-Steuerbelastung war das Ergebnis bei der letzten – verfassungswidrigen – Budgeterstellung!) – und nicht, wie viele andere rundherum, den Staat abgewirtschaftet. (Abg. Ing. Westenthaler: Eine Million Menschen in Armut!) Und das ist mein Vorbild: Auch ich will den Wohlstand in diesem Land vermehren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Eine Million Menschen in Armut – das ist der „Wohlstand“ in Österreich!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wenn es nicht so erheiternd wäre, dann wäre es ja wirklich fast zum Weinen, wenn man sich das anhört und wenn man sich das anschaut, was in den letzten Wochen da insbesondere vonseiten der ÖVP, aber natürlich mit Duldung und unter Abnicken der SPÖ, abgeführt wird. Es heißt ja normalerweise, wenn die Not besonders groß ist – und das ist ja unbestritten bei der ÖVP der Fall –, dann kommt auch manchmal als Lösung etwas Großes heraus. Das, was da herausgekommen ist, ist eine große Peinlichkeit, meine Damen und Herren, und ein großes Ärgernis für die österreichische Bevölkerung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
aus dieser Krise wieder herauszukommen. Die Wählerinnen und Wähler, meine Damen und Herren, sehen das ganz anders. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was heißt denn das: Die erste Gelegenheit, die Sie gehabt hätten, um ein Signal zu setzen – und da richte ich mich schon an Sie als Frau Neo-Finanzministerin –, haben Sie gleich fahrlässig ziehen lassen. Sie hätten doch ein Mal zeigen können, dass Sie es ernst damit meinen, nicht nur bei der Bevölkerung den Gürtel immer enger zu schnallen – das ist eine relativ einfache Übung –, sondern ein Mal in einem kleinen Bereich zur Selbstanwendung zu schreiten und diese Regierungsbank dort hinten zu verkürzen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben, meine Damen und Herren, nichts dazugelernt. Sie arbeiten gegen den Hausverstand. Sie tun das am Ersten Mai dieses Jahres, wo die Sozialdemokratie mit roten Fahnen und mit roten Nelken im Knopfloch den Abgesang als Arbeiterbewegung feiert. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Den Gastarbeitern!
Das ist der heurige Erste Mai: Ein ehemaliger hoher Feiertag der Sozialdemokratie wird entwürdigt und entweiht. Ich weiß gar nicht, wem Sie da am Wiener Rathausplatz von der Tribüne aus zuwacheln werden (Abg. Ing. Westenthaler: Den Gastarbeitern!) – wahrscheinlich den Tausenden Arbeitern, die schon an der Grenze warten, um hier in Österreich Beschäftigung zu finden, die dafür sorgen, dass die Österreicher ihre Arbeitsplätze verlieren werden, dass das Lohnniveau nach unten geht und dass die kleinen und mittleren Betriebe in Wirklichkeit einen Überlebenskampf führen werden müssen. Denen können Sie zuwacheln, aber nicht mehr den österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist der heurige Erste Mai: Ein ehemaliger hoher Feiertag der Sozialdemokratie wird entwürdigt und entweiht. Ich weiß gar nicht, wem Sie da am Wiener Rathausplatz von der Tribüne aus zuwacheln werden (Abg. Ing. Westenthaler: Den Gastarbeitern!) – wahrscheinlich den Tausenden Arbeitern, die schon an der Grenze warten, um hier in Österreich Beschäftigung zu finden, die dafür sorgen, dass die Österreicher ihre Arbeitsplätze verlieren werden, dass das Lohnniveau nach unten geht und dass die kleinen und mittleren Betriebe in Wirklichkeit einen Überlebenskampf führen werden müssen. Denen können Sie zuwacheln, aber nicht mehr den österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: „Finance“!
Meine Damen und Herren, und jetzt bin ich wieder bei Ihnen, Frau Neo-Finanzministerin Fekter: Man muss ja den Leuten sagen, wie der wahre Sachverhalt ist. Sie sind ja nicht deswegen Finanzministerin geworden, weil Sie sich irgendwo erinnern könnten, dass Sie in dunkler Vorzeit auf der Universität auch irgendetwas von mathematischen oder steuerrechtlichen Dingen (Abg. Mag. Stadler: „Finance“!) gehört haben. Ich verstehe schon, dass man in dieser Regierung, in der es ein Wehrdienstverweigerer zum Verteidigungsminister bringen kann, einen gewissen Erklärungsbedarf hat. Aber der wahre Grund, warum Sie hier sitzen, ist doch: weil Sie immer eine Vertraute des Josef Pröll gewesen sind, eine ganz enge Vertraute. Als ganz enge Vertraute haben Sie doch auch diese ganzen Kürzungsorgien mitgemacht, die wir zum Beispiel im Fami
Beifall bei der FPÖ.
„Enge Vertraute“ heißt, all diese ungerechten Kürzungen bei den Pensionisten, wo jetzt aufs Urlaubsgeld losgegangen wird, all das mit eingepeitscht zu haben. „Enge Vertraute“ heißt doch, dass Sie auch bei den Massensteuern mit dabei waren. Und so, wie uns bis vor wenigen Wochen bei jedem Tankgang, ob Diesel, Super- oder Normalbenzin, das Gesicht von Josef Pröll aus der Zapfsäule angelacht hat, so lacht jetzt Ihr Gesicht als die größte Zapfsäule der Nation heraus. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Hören Sie auf, den Benzinpreis mit den internationalen Märkten und den Entwicklungen dort in Zusammenhang zu bringen – das ist nur ein kleiner Teil davon –, sondern schauen Sie sich einmal an, welche Steuerlast Sie draufgelegt haben! Sie sollten sich dafür genieren, dass Sie einer der Hauptprofiteure und Krisengewinnler auf dem Benzinpreissektor sind! (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf beim BZÖ: Der Albert Fortell!
Präsident Fritz Neugebauer: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Krainer. – Bitte. (Ruf beim BZÖ: Der Albert Fortell!)
Abg. Kickl: Sagen Sie, sind Sie nicht in der Lage, eigenständig weiterzudenken?
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Kickl, wenn Sie sagen, dass mit Erstem Mai die Übergangsfrist für Arbeitnehmer aus anderen EU-Staaten ausläuft, dann stimmt das. Aber erinnern wir uns doch auch daran, wer diese sieben Jahre, nämlich diese maximal sieben Jahre ausverhandelt hat. (Abg. Kickl: Sagen Sie, sind Sie nicht in der Lage, eigenständig weiterzudenken?) Da waren Sie nämlich in der Regierung, und Sie haben auf europäischer Ebene ausverhandelt, dass es maximal sieben Jahre sind. (Abg. Strache: Wer hat denn gegen Übergangsfristen gestimmt? – Sie haben gegen Übergangsfristen gestimmt!) Und das ist das Ergebnis. Das heißt, Sie beklagen sich ja nur über Ihre eigene Unfähigkeit im Jahr 2004. Gratuliere! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl. – Abg. Strache: „Wir können nichts tun!“ „Wir sitzen da und setzen alles fort, was die alte Regierung gemacht hat!“)
Abg. Strache: Wer hat denn gegen Übergangsfristen gestimmt? – Sie haben gegen Übergangsfristen gestimmt!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Kickl, wenn Sie sagen, dass mit Erstem Mai die Übergangsfrist für Arbeitnehmer aus anderen EU-Staaten ausläuft, dann stimmt das. Aber erinnern wir uns doch auch daran, wer diese sieben Jahre, nämlich diese maximal sieben Jahre ausverhandelt hat. (Abg. Kickl: Sagen Sie, sind Sie nicht in der Lage, eigenständig weiterzudenken?) Da waren Sie nämlich in der Regierung, und Sie haben auf europäischer Ebene ausverhandelt, dass es maximal sieben Jahre sind. (Abg. Strache: Wer hat denn gegen Übergangsfristen gestimmt? – Sie haben gegen Übergangsfristen gestimmt!) Und das ist das Ergebnis. Das heißt, Sie beklagen sich ja nur über Ihre eigene Unfähigkeit im Jahr 2004. Gratuliere! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl. – Abg. Strache: „Wir können nichts tun!“ „Wir sitzen da und setzen alles fort, was die alte Regierung gemacht hat!“)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl. – Abg. Strache: „Wir können nichts tun!“ „Wir sitzen da und setzen alles fort, was die alte Regierung gemacht hat!“
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Kickl, wenn Sie sagen, dass mit Erstem Mai die Übergangsfrist für Arbeitnehmer aus anderen EU-Staaten ausläuft, dann stimmt das. Aber erinnern wir uns doch auch daran, wer diese sieben Jahre, nämlich diese maximal sieben Jahre ausverhandelt hat. (Abg. Kickl: Sagen Sie, sind Sie nicht in der Lage, eigenständig weiterzudenken?) Da waren Sie nämlich in der Regierung, und Sie haben auf europäischer Ebene ausverhandelt, dass es maximal sieben Jahre sind. (Abg. Strache: Wer hat denn gegen Übergangsfristen gestimmt? – Sie haben gegen Übergangsfristen gestimmt!) Und das ist das Ergebnis. Das heißt, Sie beklagen sich ja nur über Ihre eigene Unfähigkeit im Jahr 2004. Gratuliere! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl. – Abg. Strache: „Wir können nichts tun!“ „Wir sitzen da und setzen alles fort, was die alte Regierung gemacht hat!“)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Wieso hat der keine Blumen gekriegt? – Abg. Strache: Jetzt hat der Kollege Lopatka wieder mehr Zeit für den Marathon!
Bevor ich auf die Zukunft eingehe, möchte ich mich auch persönlich für die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Finanzminister Josef Pröll und mit dem ehemaligen Staatssekretär Reinhold Lopatka bedanken. Ich war mit ihnen viele Jahre hindurch zwar nicht immer einer Meinung, aber wir haben trotzdem am Ende des Tages hier gemeinsam ganz, ganz wichtige Beschlüsse gefasst. – Dafür möchte ich mich auch bei beiden persönlich bedanken. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Wieso hat der keine Blumen gekriegt? – Abg. Strache: Jetzt hat der Kollege Lopatka wieder mehr Zeit für den Marathon!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Graf: Die Stiftungssteuer war vorher 25 Prozent und ist jetzt 25 Prozent! Da ist überhaupt nichts verdoppelt worden! Keine Ahnung!
ern für jene, die keinen gerechten Beitrag leisten, erhöht. Wir haben die Stiftungssteuer verdoppelt, und wir haben die Spekulationssteuer eingeführt. Damit haben wir, glaube ich, vollkommen richtige Schritte gesetzt. Insofern ist das das Wesentliche, was für mich aus den Jahren von Pröll und Lopatka im Finanzministerium übrig bleibt, und das ist sehr, sehr positiv. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Graf: Die Stiftungssteuer war vorher 25 Prozent und ist jetzt 25 Prozent! Da ist überhaupt nichts verdoppelt worden! Keine Ahnung!)
Abg. Bucher: So ein Blödsinn! Eine Bankkundensteuer ist das und keine Bankensteuer!
Was auch sehr positiv zu sehen ist, ist, wie Österreich heute nach der Krise vor allem auch im Vergleich zu anderen Ländern dasteht. Unter der Führung von Bundeskanzler Faymann haben natürlich auch Josef Pröll und andere Minister wie Hundstorfer, Mitterlehner und so weiter ganz wichtige Beiträge geleistet – und auch noch die Vorgängerregierung, muss man sagen, weil das Bankenpaket ja noch in die Zeit der vorigen Regierung fiel. Wir haben da, glaube ich, ganz erfolgreich gearbeitet, und wir haben vergangenen Dezember einen, wie ich meine, sehr wichtigen Beschluss gefasst, nämlich dass diejenigen, die durch das Bankenpaket die Solidarität der Gesellschaft erhalten hatten, jetzt auch mit der Gesellschaft quasi solidarisch sein müssen, indem die Banken jetzt auch 500 Millionen € im Jahr an zusätzlichen Steuern zahlen, nämlich die Bankenabgabe. (Abg. Bucher: So ein Blödsinn! Eine Bankkundensteuer ist das und keine Bankensteuer!) Das ist auch ein ganz, ganz wichtiger Beschluss, den wir gemeinsam gefasst haben.
Abg. Dr. Graf: Weniger für die Bürger, haben Sie gemeint!
Frau Ministerin Fekter, ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Wenn Sie sagen: Weniger, einfacher, leistungsgerechter!, dann haben Sie vielleicht schon entdeckt, dass Sie dafür in der Sozialdemokratie sicher Verbündete finden. (Abg. Dr. Graf: Weniger für die Bürger, haben Sie gemeint!)
Abg. Kickl: Auch Haftungen sind Schulden!
Weniger Steuern, vor allem für Arbeit – also Steuern und Abgaben auf Arbeit –, ist, glaube ich, das Gebot der Stunde. Insgesamt weniger Steuern wird nicht gehen, denn wenn Sie selber sagen, die Schulden tun Ihnen weh, dann werden wir auch die Steuereinnahmen brauchen, um die Schulden zurückzuzahlen. (Abg. Kickl: Auch Haftungen sind Schulden!) Das wird einfach notwendig sein. Das heißt aber, weniger Steuern auf Arbeit – ja! Gleichzeitig müssen wir aber natürlich auch schauen, dass diejenigen, die heute noch nicht den gleichen Beitrag leisten wie Menschen, die für ihr Geld arbeiten, mitunter auch höhere Steuern zahlen als heute.
Abg. Dr. Fichtenbauer: Den „Verbrechern“, die sich was ersparen haben können!
Einfacher – dafür sind wir auch, denn je komplizierter das Steuerrecht, desto mehr nützt das in der Regel nur jenen, die sich Expertise zukaufen können. Das nützt tendenziell nur jenen sehr wenigen, die dann einen Weg finden, Steuern zu sparen. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Den „Verbrechern“, die sich was ersparen haben können!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Unsinn!
Leistungsgerecht – ja, das stimmt. Wir haben zwar in den letzten Jahren wichtige Schritte dahin gehend gesetzt, dass diese Schieflage im Steuersystem abgemildert wird, aber es ist noch ein weiter Weg, denn noch immer sind die Steuern auf Arbeit, auf Leistungseinkommen natürlich wesentlich höher als jene auf Kapital, auf leistungsloses Einkommen. Wenn Sie dieses Ungleichgewicht beseitigen und zu einem leistungsgerechten Steuersystem kommen möchten, haben Sie in uns sicher einen Partner gefunden. (Abg. Dr. Rosenkranz: Unsinn!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
weltorganisationen kommen soll, ja, dann werden Sie in uns keinen Gegner haben, dass das früher kommt als geplant. Auch bezüglich des Anliegens, dass Tierschutz zur Gänze in diese Regelung aufgenommen werden soll und dass die Absetzbarkeit nicht nur für Spenden an Tierheime gelten soll, werden Sie in uns keinen vehementen Gegner finden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und BZÖ.
Wenn es so ist, dass viel Fernsehzeit verbraucht werden darf, damit die Schalmeientöne, die Überreichung von Blumensträußen und was weiß ich, was da alles zum Besten gegeben wurde, übertragen werden – inhaltlich war ja noch nicht viel da; ich kann Ihnen dieses Kompliment zurückgeben, das Sie der FPÖ gemacht haben –, wenn das übertragen werden soll, aber nicht die essenziellen Auseinandersetzungen, wenn es etwa um die Vorratsdatenspeicherung oder andere Dinge geht – und morgen wird gleich überhaupt nicht übertragen! –, dann dürfen Sie sich nicht wundern, wenn die Abgeordneten auf die Idee kommen, sich einmal anders zu behelfen. Ich sehe überhaupt nicht ein, dass dann ausgerechnet von der ÖVP diese Maßregelungen kommen, wo ja nicht nur das Wort nichts wert ist, sondern – da kommt er ja, der Klubobmann Kopf! – nicht einmal mehr die Unterschrift. (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Abg. Bucher: Unanständig!
Wenn wir schon beim Budget sind, Frau Finanzministerin Fekter: Nie mehr wollen wir erleben, dass wider die Verfassung und gegen die Unterschriften aller Klubobleute ein Budget wegen irgendwelcher Landtagswahlkämpfe um Monate hinausgezögert wird, das dann nicht hält! (Abg. Bucher: Unanständig!) Sie tun mit Ihrer Mehrheit hier, was Sie wollen! Das sind die Probleme – wenn wir schon über das Parlament reden! Da
Beifall bei Grünen und BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
können wir auch einen Neustart probieren. (Beifall bei Grünen und BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Und erst recht gilt das – da komme ich auf den Ex-Vizekanzler Pröll zurück – für die Vereinbarungen zu den Untersuchungsausschüssen, die besagen, dass diese Minderheitenrecht werden sollen. Das ist nämlich die halbe Miete oder sogar mehr, wenn es um Korruptionsbekämpfung geht. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Kopf: Sie ... die Verhandlungen!
Ihre Unterschrift ist drauf, Herr Kollege Kopf, auch Ihre Unterschrift ist drauf, Herr Kollege Cap, aber es geht nichts weiter. (Abg. Kopf: Sie ... die Verhandlungen!) Also wer da die Glaubwürdigkeit gepachtet hat, diese Frage werden wir noch einmal umdrehen – das ist nämlich ganz essenziell für diesen Neustart.
Abg. Grillitsch: Welche Schwerpunkte?
Ökostromgesetz: Es sollen Gewinne der Unternehmen der Strombranche einmal anders investiert werden und andere budgetäre Schwerpunkte gesetzt werden. (Abg. Grillitsch: Welche Schwerpunkte?) Und als Allererstes gehört Folgendes geklärt, meine Damen und Herren: Entweder die ÖVP ist in Sachen Atompolitik glaubwürdig, oder sie wird sich halt was anderes vorhalten lassen müssen, solange der Abgeordnete Schüssel ausgerechnet von jenem RWE-Konzern gefüttert wird, der in der Bundesrepublik Deutschland ausdrücklich die Hardlinerposition gegen den AKW-Ausstieg fährt. Das ist einfach sowas von unglaubwürdig, da können Sie gleich wieder alle abmarschieren da oben, wenn Sie da nichts tun! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ökostromgesetz: Es sollen Gewinne der Unternehmen der Strombranche einmal anders investiert werden und andere budgetäre Schwerpunkte gesetzt werden. (Abg. Grillitsch: Welche Schwerpunkte?) Und als Allererstes gehört Folgendes geklärt, meine Damen und Herren: Entweder die ÖVP ist in Sachen Atompolitik glaubwürdig, oder sie wird sich halt was anderes vorhalten lassen müssen, solange der Abgeordnete Schüssel ausgerechnet von jenem RWE-Konzern gefüttert wird, der in der Bundesrepublik Deutschland ausdrücklich die Hardlinerposition gegen den AKW-Ausstieg fährt. Das ist einfach sowas von unglaubwürdig, da können Sie gleich wieder alle abmarschieren da oben, wenn Sie da nichts tun! (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Das ist vollkommen unrichtig!
Das Ökostromgesetz ist in Österreich ein „Ökototgesetz“. Alle anderen europäischen Länder sind weiter. Sonst wäre ja gar nicht erklärbar, warum wir immer weiter zurückfallen. (Ruf bei der ÖVP: Das ist vollkommen unrichtig!) Jetzt wird es auch einmal Zeit, dass wir die Milliardengewinne der Stromkonzerne, die im öffentlichen Eigentum sind, endlich einmal dorthin investieren, wo sie hingehören – und nicht immer in phantasielose neue Kraftwerksbauten. Das ist doch alles von vorgestern!
Abg. Rädler: Ayatollah Kogler!
So wird ein Neustart also zu konzipieren sein, und wir wollen in den nächsten vier Wochen mit Ihnen in der Tat darüber verhandeln – genauso wie in der Sache der Korruptionsbekämpfung. Die Abgeordneten müssen selbstverständlich endlich einmal in die Pflicht genommen werden – wir haben die schlechtesten Bestimmungen in ganz Europa –, und last but not least geht es um die Offenlegung der Parteispenden und aller Einkünfte jener Personen, die hier herinnen sitzen. (Abg. Rädler: Ayatollah Kogler!)
Abg. Kopf: Und eure Vereine?
Solange nicht geklärt ist, was die Bünde und die Landesorganisationen der ÖVP von wem kassieren – weil dort liegt nämlich der Hase im Pfeffer, und ich weiß genau, dass Sie sich weigern, dass das offengelegt wird (Abg. Kopf: Und eure Vereine?) –, solange das nicht geschieht, brauchen Sie nicht von einem Neustart zu reden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Solange nicht geklärt ist, was die Bünde und die Landesorganisationen der ÖVP von wem kassieren – weil dort liegt nämlich der Hase im Pfeffer, und ich weiß genau, dass Sie sich weigern, dass das offengelegt wird (Abg. Kopf: Und eure Vereine?) –, solange das nicht geschieht, brauchen Sie nicht von einem Neustart zu reden. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Jedes Jahr eigentlich!
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Als jemand, der schon einige Regierungsumbildungen und -neubildungen hier erlebt hat (Abg. Ing. Westenthaler: Jedes Jahr eigentlich!), wundere ich mich heute schon über einige Aussagen.
Beifall bei der ÖVP
Herr Kollege Strache – als „Häuptling der gespaltenen Zunge“ müsste man ihn bezeichnen –: laut in den Tönen, schwach in den Argumenten (Beifall bei der ÖVP), aber dafür zumindest stark in den Unwahrheiten. (Ruf bei der FPÖ: Das ist nicht wahr!) Ich habe hier ein Inserat von ihm aus Oberösterreich. (Der Redner hält eine Zeitungsseite in die Höhe.) Er inseriert, die SPÖ, die ÖVP und die Grünen hätten gegen den Willen der Bevölkerung und gegen die Stimmen der FPÖ die Bankenpakete beschlossen. – Bemerkenswert! Er hat da nämlich mitgestimmt, weil er einmal Verantwortung gezeigt hat, aber der Bevölkerung gaukelt er wieder etwas anderes vor. (Oh-Rufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Das ist nicht wahr!
Herr Kollege Strache – als „Häuptling der gespaltenen Zunge“ müsste man ihn bezeichnen –: laut in den Tönen, schwach in den Argumenten (Beifall bei der ÖVP), aber dafür zumindest stark in den Unwahrheiten. (Ruf bei der FPÖ: Das ist nicht wahr!) Ich habe hier ein Inserat von ihm aus Oberösterreich. (Der Redner hält eine Zeitungsseite in die Höhe.) Er inseriert, die SPÖ, die ÖVP und die Grünen hätten gegen den Willen der Bevölkerung und gegen die Stimmen der FPÖ die Bankenpakete beschlossen. – Bemerkenswert! Er hat da nämlich mitgestimmt, weil er einmal Verantwortung gezeigt hat, aber der Bevölkerung gaukelt er wieder etwas anderes vor. (Oh-Rufe bei der ÖVP.)
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Herr Kollege Strache – als „Häuptling der gespaltenen Zunge“ müsste man ihn bezeichnen –: laut in den Tönen, schwach in den Argumenten (Beifall bei der ÖVP), aber dafür zumindest stark in den Unwahrheiten. (Ruf bei der FPÖ: Das ist nicht wahr!) Ich habe hier ein Inserat von ihm aus Oberösterreich. (Der Redner hält eine Zeitungsseite in die Höhe.) Er inseriert, die SPÖ, die ÖVP und die Grünen hätten gegen den Willen der Bevölkerung und gegen die Stimmen der FPÖ die Bankenpakete beschlossen. – Bemerkenswert! Er hat da nämlich mitgestimmt, weil er einmal Verantwortung gezeigt hat, aber der Bevölkerung gaukelt er wieder etwas anderes vor. (Oh-Rufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Wer zahlt das?
Die nächste unwahre Behauptung – man müsste ja sagen, er sei ein Lügner, das kann ich mir aber nicht erlauben, denn dann würde ich einen Ordnungsruf erhalten –, die nächste Unwahrheit, die er inseriert (Ruf bei der ÖVP: Wer zahlt das?), ist die Behauptung, die Freiheitlichen wollen, dass Österreich sich selbst mit Energie versorgt. – Da darf ich an das Kraftwerk Lambach erinnern, meine Damen und Herren. Da waren die Freiheitlichen Oberösterreichs mit den Demonstranten ein Herz und eine Seele. (Ah-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Meine Güte!) Bargeld haben sie hergegeben, meine Damen und Herren! Da ist es um erneuerbare Energie gegangen. Schämen Sie sich, das wäre richtiger! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Seit wann ist denn Wasserkraft erneuerbare Energie?)
Ah-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Meine Güte!
Die nächste unwahre Behauptung – man müsste ja sagen, er sei ein Lügner, das kann ich mir aber nicht erlauben, denn dann würde ich einen Ordnungsruf erhalten –, die nächste Unwahrheit, die er inseriert (Ruf bei der ÖVP: Wer zahlt das?), ist die Behauptung, die Freiheitlichen wollen, dass Österreich sich selbst mit Energie versorgt. – Da darf ich an das Kraftwerk Lambach erinnern, meine Damen und Herren. Da waren die Freiheitlichen Oberösterreichs mit den Demonstranten ein Herz und eine Seele. (Ah-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Meine Güte!) Bargeld haben sie hergegeben, meine Damen und Herren! Da ist es um erneuerbare Energie gegangen. Schämen Sie sich, das wäre richtiger! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Seit wann ist denn Wasserkraft erneuerbare Energie?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Seit wann ist denn Wasserkraft erneuerbare Energie?
Die nächste unwahre Behauptung – man müsste ja sagen, er sei ein Lügner, das kann ich mir aber nicht erlauben, denn dann würde ich einen Ordnungsruf erhalten –, die nächste Unwahrheit, die er inseriert (Ruf bei der ÖVP: Wer zahlt das?), ist die Behauptung, die Freiheitlichen wollen, dass Österreich sich selbst mit Energie versorgt. – Da darf ich an das Kraftwerk Lambach erinnern, meine Damen und Herren. Da waren die Freiheitlichen Oberösterreichs mit den Demonstranten ein Herz und eine Seele. (Ah-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Meine Güte!) Bargeld haben sie hergegeben, meine Damen und Herren! Da ist es um erneuerbare Energie gegangen. Schämen Sie sich, das wäre richtiger! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Seit wann ist denn Wasserkraft erneuerbare Energie?)
Oh-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Der sitzt aber in keinem Parlament in Österreich!
Meine Damen und Herren, Sie halten Wolfgang Schüssel vor, dass er Aufsichtsrat einer deutschen Energieunternehmung sei, während der grüne Gewerkschafter in diesem Unternehmen Vizepräsident ist! (Oh-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Der sitzt aber in keinem Parlament in Österreich!) Erkundigen Sie sich, wenn Sie es nicht wissen, meine Damen und Herren! Das sind Ihre Darstellungen von Wahrheiten. Sie sollten einmal ein bisschen über das nachdenken, was Sie behaupten.
Abg. Kickl: Raiffeisen-Sprecher!
Meine Damen und Herren, ich behaupte, dass diese Regierung ein Team von Profis ist. (Abg. Kickl: Raiffeisen-Sprecher!) Ich gratuliere auch dem neuen Vizekanzler Spindelegger zur Nominierung dieser Persönlichkeiten. Ich glaube, dass sie hier beweisen werden, dass sie positive Arbeit leisten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, ich behaupte, dass diese Regierung ein Team von Profis ist. (Abg. Kickl: Raiffeisen-Sprecher!) Ich gratuliere auch dem neuen Vizekanzler Spindelegger zur Nominierung dieser Persönlichkeiten. Ich glaube, dass sie hier beweisen werden, dass sie positive Arbeit leisten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es war ja bemerkenswert, sich so manche Kommentatoren-Sicht zu Gemüte zu führen. Plötzlich war jemand zu jung! Früher waren sie alle zu alt, und plötzlich war jemand zu jung. Na ja, ich glaube, das ist ein Fehler, der jeden Tag geringer wird. Herr Staatssekretär Kurz wird beweisen, dass er etwas kann. Freuen wir uns darüber, dass ein solch junger Mann die Chance bekommen hat, dieses Team hervorragend zu ergänzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ist das gut oder schlecht?
Meine besondere Freude – das verhehle ich nicht – ist, dass Frau Dr. Maria Fekter die Frau Bundesminister für Finanzen geworden ist. Ich kenne sie. Sie ist aus unserem Bundesland, aus meinem Wahlkreis. (Abg. Ing. Westenthaler: Ist das gut oder schlecht?) Sie hat in all ihren Tätigkeiten, da können Sie noch so viel reden und behaupten, Kompetenz bewiesen, daran kann niemand zweifeln. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine besondere Freude – das verhehle ich nicht – ist, dass Frau Dr. Maria Fekter die Frau Bundesminister für Finanzen geworden ist. Ich kenne sie. Sie ist aus unserem Bundesland, aus meinem Wahlkreis. (Abg. Ing. Westenthaler: Ist das gut oder schlecht?) Sie hat in all ihren Tätigkeiten, da können Sie noch so viel reden und behaupten, Kompetenz bewiesen, daran kann niemand zweifeln. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Neubauer: So wie in Eberau!
Sie kommt aus einer hervorragenden Unternehmerfamilie, die bewiesen hat, was es heißt, etwas zu unternehmen und nicht etwas zu unterlassen, mit hervorragender Absicherung ihrer Beschäftigten. Die haben gezeigt, was es heißt, einen Betrieb zu führen, und wie man das macht. Sie selber hat als hervorragende Parlamentarierin bewiesen, dass sie etwas von der Materie versteht. Sie hat als Innenministerin und genauso auch als Volksanwältin bewiesen, dass sie kompetent und konsequent sein kann (Abg. Neubauer: So wie in Eberau!), und das wird sie auch in diesem Budgetvollzug bei den Finanzen dringend brauchen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie kommt aus einer hervorragenden Unternehmerfamilie, die bewiesen hat, was es heißt, etwas zu unternehmen und nicht etwas zu unterlassen, mit hervorragender Absicherung ihrer Beschäftigten. Die haben gezeigt, was es heißt, einen Betrieb zu führen, und wie man das macht. Sie selber hat als hervorragende Parlamentarierin bewiesen, dass sie etwas von der Materie versteht. Sie hat als Innenministerin und genauso auch als Volksanwältin bewiesen, dass sie kompetent und konsequent sein kann (Abg. Neubauer: So wie in Eberau!), und das wird sie auch in diesem Budgetvollzug bei den Finanzen dringend brauchen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Weniger für die Bürger, hat sie gesagt!
Eine Bitte habe ich an die Frau Bundesminister Maria Fekter: Sie nennt als ihre Prinzipien hinsichtlich Steuern: einfacher und gerechter. (Abg. Strache: Weniger für die Bürger, hat sie gesagt!) Gerade zur Frage der einfacheren Handhabung muss ich sa
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Rufe bei der FPÖ: Ja, ja!
Ich gratuliere dir ganz besonders zu deiner Ernennung zur Bundesministerin für Finanzen. Du ergänzt dieses Team hervorragend, und ich bin überzeugt, dass ihr alle miteinander in dieser Koalition wieder hervorragende Arbeit leisten werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Rufe bei der FPÖ: Ja, ja!)
Abg. Strache: Wer ist Kate und wer ist Will?
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Es gibt heute und morgen jeweils ein Ereignis, das im Fernsehen übertragen wird: morgen die royale Hochzeit, heute die koalitionäre Neuhochzeit. Wenn man die beiden – Bundeskanzler und Vizekanzler – da oben auf der Regierungsbank sitzen sieht, wie sie an ihrer inhaltlichen und nunmehr auch optischen Verwechselbarkeit arbeiten, dann muss man sagen, dass beide Ereignisse ein Satz verbindet: Es muss wirklich Liebe sein. (Abg. Strache: Wer ist Kate und wer ist Will?)
Beifall beim BZÖ.
Bewiesen hat das ein Satz des Bundeskanzlers, der für mich das Erstaunlichste in den letzten Wochen war – nicht die Regierungsumbildung, die gibt es eh jedes Jahr, die ÖVP wechselt ja jedes Jahr Minister aus, aber der Satz des Bundeskanzlers, der erstmals als Bundeskanzler der Republik gesagt hat: Der neue ÖVP-Obmann ist ein Glücksgriff für mich. – Ich gratuliere Ihnen, Herr Faymann und meine Damen und Herren von der SPÖ: Nachdem Sie die noch gefährliche Schüssel-Mannschaft entsorgt haben, nachdem Sie die ungeliebte Pröll-Mannschaft zumindest zum Teil überwunden haben, haben Sie jetzt Ihren Wunschkandidaten in der ÖVP, der unter Ihnen auch in der Regierung sein darf. Gratulation, Herr Bundeskanzler und SPÖ-Vorsitzender! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die ÖVP hat sich nach dem Chaos in die Selbstaufgabe verabschiedet, und ihr einziger Grund, da zu sein, ist nur mehr ihre Rolle als Mehrheitsbeschaffer für die sozialdemokratische Partei. Artig tanzt der Herr Spindelegger, lobt auch wunderbar seinen neuen großen Mentor, den Herrn Faymann. Es wird wirklich wunderbar sein. Es wird so werden, wie man es auch in der Mimik des Josef Cap gesehen hat, der heute ein bisschen wie der Heinz Conrads der österreichischen Innenpolitik aufgetreten ist – 40 Jahre im Amt, immer dieselbe Platte –: Die SPÖ ist von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt, und die ÖVP in christlich-sozialer Manier sagt: Kann denn Liebe Sünde sein? – Das ist das Schauspiel, das Sie heute bieten. Das ist ja wirklich unglaublich! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kopf: Hallo!
Dann kommt die neue Frau Finanzministerin her und spricht vom großen Wohlstand im Land – bei 1 Million Menschen, die in Armut sind (Abg. Kopf: Hallo!), bei Menschen, die mit ihrem Einkommen nicht mehr auskommen, während Sie gleichzeitig die Gelder in die EU, nach Griechenland oder sonst wohin schicken – aber der große Wohlstand sei jetzt in Österreich ausgebrochen! Frau Kollegin Fekter, da haben Sie noch viel zu lernen.
Abg. Strache: Politische Barbapapas!
Innenministerin wird Finanzministerin und die Bildungsministerin wird Justizministerin (Abg. Strache: Politische Barbapapas!), ein Hütchenspiel nach dem Motto: Wer kommt denn jetzt wieder irgendwo heraus? Das wird dann noch durch einen selbsternannten Partylöwen ergänzt, Österreichs teuerster Bummelstudent im Amt eines Staatssekretärs um 15 000 € pro Monat. – „Gratuliere“, das ist Ihre Auswahl! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Innenministerin wird Finanzministerin und die Bildungsministerin wird Justizministerin (Abg. Strache: Politische Barbapapas!), ein Hütchenspiel nach dem Motto: Wer kommt denn jetzt wieder irgendwo heraus? Das wird dann noch durch einen selbsternannten Partylöwen ergänzt, Österreichs teuerster Bummelstudent im Amt eines Staatssekretärs um 15 000 € pro Monat. – „Gratuliere“, das ist Ihre Auswahl! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Im 14. Semester!
Das geht es mir nicht um das Alter, um Gottes willen, nein! Mit 24 Jahren im 13. Semester Jus – so jung ist der gar nicht! (Abg. Mag. Stadler: Im 14. Semester!) Um das Alter geht es mir nicht, sondern es geht mir um Folgendes: Die ÖVP sagt immer: Qualifikation, Leistung! Wir sind die Partei, die Leistung erbringen muss! – Ich frage mich, wo da die Qualifikation und Leistung im Integrations- und Zuwanderungsbereich bisher war. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich kenne sie nicht. Ich kann den Herrn Kurz nur an seinen bisherigen Taten messen. Er hat bisher drei Aussagen getätigt. (Ruf bei der ÖVP: Einem Ingenieur ist nichts zu schwör!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das geht es mir nicht um das Alter, um Gottes willen, nein! Mit 24 Jahren im 13. Semester Jus – so jung ist der gar nicht! (Abg. Mag. Stadler: Im 14. Semester!) Um das Alter geht es mir nicht, sondern es geht mir um Folgendes: Die ÖVP sagt immer: Qualifikation, Leistung! Wir sind die Partei, die Leistung erbringen muss! – Ich frage mich, wo da die Qualifikation und Leistung im Integrations- und Zuwanderungsbereich bisher war. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich kenne sie nicht. Ich kann den Herrn Kurz nur an seinen bisherigen Taten messen. Er hat bisher drei Aussagen getätigt. (Ruf bei der ÖVP: Einem Ingenieur ist nichts zu schwör!)
Ruf bei der ÖVP: Einem Ingenieur ist nichts zu schwör!
Das geht es mir nicht um das Alter, um Gottes willen, nein! Mit 24 Jahren im 13. Semester Jus – so jung ist der gar nicht! (Abg. Mag. Stadler: Im 14. Semester!) Um das Alter geht es mir nicht, sondern es geht mir um Folgendes: Die ÖVP sagt immer: Qualifikation, Leistung! Wir sind die Partei, die Leistung erbringen muss! – Ich frage mich, wo da die Qualifikation und Leistung im Integrations- und Zuwanderungsbereich bisher war. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich kenne sie nicht. Ich kann den Herrn Kurz nur an seinen bisherigen Taten messen. Er hat bisher drei Aussagen getätigt. (Ruf bei der ÖVP: Einem Ingenieur ist nichts zu schwör!)
Beifall beim BZÖ. – Ruf bei der ÖVP: Peinlich!
Die erste war: Die Zuwanderer, die Ausländer müssen Deutsch können. – Herr Kollege Kurz, jawohl, ich gebe Ihnen völlig recht, nur dazu hätten wir Sie nicht gebraucht, denn als im Jahre 1988 ein gewisser Jörg Haider diese Forderung aufgestellt hat, waren Ihre besten Freunde noch „Milupa“, „Hipp“ und „Pampers“. (Beifall beim BZÖ. – Ruf bei der ÖVP: Peinlich!)
Beifall beim BZÖ.
Wenn Ihnen die Zuwanderung wurscht ist, dann frage ich mich, was Sie in diesem hochbezahlten Amt machen. Herr Staatssekretär, dann haben Sie dort nämlich nichts verloren, wenn Sie mit der Zuwanderung nichts zu tun haben wollen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich wünsche Österreich wirklich alles Gute und freue mich darauf, dass wir vom BZÖ in der Zuwanderungspolitik in nächster Zeit die Linie vorgeben werden. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Unruhe im Saal. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Bundesministerin für Inneres Mag. Johanna Mikl-Leitner: Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen auf der Regierungsbank! (Unruhe im Saal. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren Abgeordneten! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das Mikro geht nicht! – Abg. Grosz: Der Pröll hat das Mikro abgedreht!) Einige wenige Tage voller Spannung liegen hinter mir – spannende und interessante Tage deswegen, weil ich seit einigen wenigen Tagen mit einer wichtigen und großen Staatsaufgabe betraut bin, nämlich damit, mich um die Sicherheit dieses Landes zu kümmern. Ich sage Ihnen ganz offen und ehrlich: Ich habe diese Aufgabe mit großem Respekt dem Amt gegenüber angenommen und werde mich dieser Aufgabe auch mit sehr viel Engagement, mit sehr viel Kraftanstrengung, mit all meinem Einsatz und meinem Fleiß widmen und mich dafür einsetzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das Mikro geht nicht! – Abg. Grosz: Der Pröll hat das Mikro abgedreht!
Bundesministerin für Inneres Mag. Johanna Mikl-Leitner: Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen auf der Regierungsbank! (Unruhe im Saal. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren Abgeordneten! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das Mikro geht nicht! – Abg. Grosz: Der Pröll hat das Mikro abgedreht!) Einige wenige Tage voller Spannung liegen hinter mir – spannende und interessante Tage deswegen, weil ich seit einigen wenigen Tagen mit einer wichtigen und großen Staatsaufgabe betraut bin, nämlich damit, mich um die Sicherheit dieses Landes zu kümmern. Ich sage Ihnen ganz offen und ehrlich: Ich habe diese Aufgabe mit großem Respekt dem Amt gegenüber angenommen und werde mich dieser Aufgabe auch mit sehr viel Engagement, mit sehr viel Kraftanstrengung, mit all meinem Einsatz und meinem Fleiß widmen und mich dafür einsetzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Bundesministerin für Inneres Mag. Johanna Mikl-Leitner: Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen auf der Regierungsbank! (Unruhe im Saal. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren Abgeordneten! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das Mikro geht nicht! – Abg. Grosz: Der Pröll hat das Mikro abgedreht!) Einige wenige Tage voller Spannung liegen hinter mir – spannende und interessante Tage deswegen, weil ich seit einigen wenigen Tagen mit einer wichtigen und großen Staatsaufgabe betraut bin, nämlich damit, mich um die Sicherheit dieses Landes zu kümmern. Ich sage Ihnen ganz offen und ehrlich: Ich habe diese Aufgabe mit großem Respekt dem Amt gegenüber angenommen und werde mich dieser Aufgabe auch mit sehr viel Engagement, mit sehr viel Kraftanstrengung, mit all meinem Einsatz und meinem Fleiß widmen und mich dafür einsetzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Herr Strasser, oder?!
Wer mich kennt, weiß, dass ich lange Jahre in Niederösterreich gearbeitet habe, dass ich fast acht Jahre lang im Team der niederösterreichischen Landesregierung sein durfte, dass ich dort sehr viel gelernt und gearbeitet habe und dass ich dort für den Bereich soziale Sicherheit Verantwortung tragen durfte. (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Strasser, oder?!) Jetzt, in meiner neuen Aufgabe, darf ich Verantwortung für den gesamten Bereich der Sicherheit tragen.
Abg. Dr. Moser: Danke an Erwin Pröll! – Abg. Kickl: Sie haben den Landeshauptmann vergessen!
Ich möchte die Chance und die Gelegenheit heute nutzen, auch danke sagen zu dürfen, danke meinem Parteiobmann Michael Spindelegger, der mir hier sein Vertrauen ausspricht. (Abg. Dr. Moser: Danke an Erwin Pröll! – Abg. Kickl: Sie haben den Landeshauptmann vergessen!) Ich darf meiner Vorgängerin als Innenministerin, Maria Fekter, danke sagen, die mir im wahrsten Sinne des Wortes eine gute Basis übergibt (Abg. Grosz: Den Strasser nicht vergessen!), ein Innenministerium, das im wahrsten Sinne des Wortes pfeift – wenn ich das so salopp sagen darf –, das mich in die Lage versetzt, Kontinuität weiterzuführen (Abg. Ing. Westenthaler: Wer pfeift? – Abg. Strache: Das pfeift aus dem letzten Loch!), und das es auch möglich macht, dass wir uns sofort mit unseren 31 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterhin für die Sicherheit dieses Landes und für die mehr als 8 Millionen Menschen in diesem Land einsetzen und stark machen. (Beifall bei der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Petzner. – Abg. Ing. Westenthaler: Laut Fekter pfeift es aus dem letzten Loch!)
Abg. Grosz: Den Strasser nicht vergessen!
Ich möchte die Chance und die Gelegenheit heute nutzen, auch danke sagen zu dürfen, danke meinem Parteiobmann Michael Spindelegger, der mir hier sein Vertrauen ausspricht. (Abg. Dr. Moser: Danke an Erwin Pröll! – Abg. Kickl: Sie haben den Landeshauptmann vergessen!) Ich darf meiner Vorgängerin als Innenministerin, Maria Fekter, danke sagen, die mir im wahrsten Sinne des Wortes eine gute Basis übergibt (Abg. Grosz: Den Strasser nicht vergessen!), ein Innenministerium, das im wahrsten Sinne des Wortes pfeift – wenn ich das so salopp sagen darf –, das mich in die Lage versetzt, Kontinuität weiterzuführen (Abg. Ing. Westenthaler: Wer pfeift? – Abg. Strache: Das pfeift aus dem letzten Loch!), und das es auch möglich macht, dass wir uns sofort mit unseren 31 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterhin für die Sicherheit dieses Landes und für die mehr als 8 Millionen Menschen in diesem Land einsetzen und stark machen. (Beifall bei der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Petzner. – Abg. Ing. Westenthaler: Laut Fekter pfeift es aus dem letzten Loch!)
Abg. Ing. Westenthaler: Wer pfeift? – Abg. Strache: Das pfeift aus dem letzten Loch!
Ich möchte die Chance und die Gelegenheit heute nutzen, auch danke sagen zu dürfen, danke meinem Parteiobmann Michael Spindelegger, der mir hier sein Vertrauen ausspricht. (Abg. Dr. Moser: Danke an Erwin Pröll! – Abg. Kickl: Sie haben den Landeshauptmann vergessen!) Ich darf meiner Vorgängerin als Innenministerin, Maria Fekter, danke sagen, die mir im wahrsten Sinne des Wortes eine gute Basis übergibt (Abg. Grosz: Den Strasser nicht vergessen!), ein Innenministerium, das im wahrsten Sinne des Wortes pfeift – wenn ich das so salopp sagen darf –, das mich in die Lage versetzt, Kontinuität weiterzuführen (Abg. Ing. Westenthaler: Wer pfeift? – Abg. Strache: Das pfeift aus dem letzten Loch!), und das es auch möglich macht, dass wir uns sofort mit unseren 31 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterhin für die Sicherheit dieses Landes und für die mehr als 8 Millionen Menschen in diesem Land einsetzen und stark machen. (Beifall bei der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Petzner. – Abg. Ing. Westenthaler: Laut Fekter pfeift es aus dem letzten Loch!)
Beifall bei der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Petzner. – Abg. Ing. Westenthaler: Laut Fekter pfeift es aus dem letzten Loch!
Ich möchte die Chance und die Gelegenheit heute nutzen, auch danke sagen zu dürfen, danke meinem Parteiobmann Michael Spindelegger, der mir hier sein Vertrauen ausspricht. (Abg. Dr. Moser: Danke an Erwin Pröll! – Abg. Kickl: Sie haben den Landeshauptmann vergessen!) Ich darf meiner Vorgängerin als Innenministerin, Maria Fekter, danke sagen, die mir im wahrsten Sinne des Wortes eine gute Basis übergibt (Abg. Grosz: Den Strasser nicht vergessen!), ein Innenministerium, das im wahrsten Sinne des Wortes pfeift – wenn ich das so salopp sagen darf –, das mich in die Lage versetzt, Kontinuität weiterzuführen (Abg. Ing. Westenthaler: Wer pfeift? – Abg. Strache: Das pfeift aus dem letzten Loch!), und das es auch möglich macht, dass wir uns sofort mit unseren 31 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterhin für die Sicherheit dieses Landes und für die mehr als 8 Millionen Menschen in diesem Land einsetzen und stark machen. (Beifall bei der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Petzner. – Abg. Ing. Westenthaler: Laut Fekter pfeift es aus dem letzten Loch!)
Abg. Ing. Westenthaler: Pfeift er auch?
Worauf ich mich besonders freue, ist die Zusammenarbeit mit meinem Staatssekretär Sebastian Kurz. (Abg. Ing. Westenthaler: Pfeift er auch?) Es wurde heute schon angesprochen: Die Aufgabenteilung, die Kompetenzverteilung liegt ganz klar auf der Hand: Wenn es sich um die Frage handelt, wer im Land bleiben darf oder wer dieses Land verlassen muss, so fällt das in meinen ureigensten Kompetenzbereich. Sobald feststeht, dass jemand legal im Land ist und im Land bleiben darf, muss und soll Integration stattfinden. (Abg. Grosz: Das Innenministerium pfeift! – Abg. Ing. Westenthaler: Müssen die dann auch pfeifen?) Und das fällt in den Kompetenzbereich des Staatssekretärs Sebastian Kurz. Das heißt, es gibt ganz klare Kompetenzen.
Abg. Grosz: Das Innenministerium pfeift! – Abg. Ing. Westenthaler: Müssen die dann auch pfeifen?
Worauf ich mich besonders freue, ist die Zusammenarbeit mit meinem Staatssekretär Sebastian Kurz. (Abg. Ing. Westenthaler: Pfeift er auch?) Es wurde heute schon angesprochen: Die Aufgabenteilung, die Kompetenzverteilung liegt ganz klar auf der Hand: Wenn es sich um die Frage handelt, wer im Land bleiben darf oder wer dieses Land verlassen muss, so fällt das in meinen ureigensten Kompetenzbereich. Sobald feststeht, dass jemand legal im Land ist und im Land bleiben darf, muss und soll Integration stattfinden. (Abg. Grosz: Das Innenministerium pfeift! – Abg. Ing. Westenthaler: Müssen die dann auch pfeifen?) Und das fällt in den Kompetenzbereich des Staatssekretärs Sebastian Kurz. Das heißt, es gibt ganz klare Kompetenzen.
Abg. Ing. Westenthaler: Wie stark kann er pfeifen?! – Abg Kickl: ... volljährig!
Ich sage Ihnen auch ganz offen und ehrlich: Wenn man eine Aufgabe übernimmt, so wie Sebastian Kurz, dann geht es nicht um die Frage, wie alt jemand ist (Abg. Ing. Westenthaler: Wie stark kann er pfeifen?! – Abg Kickl: ... volljährig!), sondern es geht um die Frage, wie viel Mut er hat. Und Mut kann man nicht kaufen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit meinem Staatssekretär Sebastian Kurz. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Tanzt Kurz nach Ihrer Pfeife?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Tanzt Kurz nach Ihrer Pfeife?
Ich sage Ihnen auch ganz offen und ehrlich: Wenn man eine Aufgabe übernimmt, so wie Sebastian Kurz, dann geht es nicht um die Frage, wie alt jemand ist (Abg. Ing. Westenthaler: Wie stark kann er pfeifen?! – Abg Kickl: ... volljährig!), sondern es geht um die Frage, wie viel Mut er hat. Und Mut kann man nicht kaufen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit meinem Staatssekretär Sebastian Kurz. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Tanzt Kurz nach Ihrer Pfeife?)
Abg. Grosz: Redezeit!
Ich weiß natürlich auch, dass sich viele von Ihnen bereits eine Meinung gebildet haben, wo der eine oder andere meint, mit dem Team Mikl-Leitner wird es eine Massenzuwanderung geben, das heißt, einen massiven Ruck nach links. Die anderen meinen wieder, da wird es noch härter und noch strenger, wir machen alles dicht, ein massiver Ruck nach rechts. (Abg. Grosz: Redezeit!)
Abg. Ing. Westenthaler: Dann wird gepfiffen!
Ich sage Ihnen: Wenn es um die Frage der Sicherheit geht (Abg. Ing. Westenthaler: Dann wird gepfiffen!), geht es hier weder um links noch um rechts, sondern einfach um Recht oder Unrecht. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Mag. Stadler: Herr Präsident, Sie dürfen nicht klingeln, Sie müssen pfeifen! – Abg. Grosz: Sie können auch Klopfzeichen geben!) Das ist meine oberste Maxime: Recht muss Recht bleiben. Maxime Rechtsstaatlichkeit – dafür stehe ich und dafür werde ich mich auch einsetzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Mag. Stadler: Herr Präsident, Sie dürfen nicht klingeln, Sie müssen pfeifen! – Abg. Grosz: Sie können auch Klopfzeichen geben!
Ich sage Ihnen: Wenn es um die Frage der Sicherheit geht (Abg. Ing. Westenthaler: Dann wird gepfiffen!), geht es hier weder um links noch um rechts, sondern einfach um Recht oder Unrecht. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Mag. Stadler: Herr Präsident, Sie dürfen nicht klingeln, Sie müssen pfeifen! – Abg. Grosz: Sie können auch Klopfzeichen geben!) Das ist meine oberste Maxime: Recht muss Recht bleiben. Maxime Rechtsstaatlichkeit – dafür stehe ich und dafür werde ich mich auch einsetzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich sage Ihnen: Wenn es um die Frage der Sicherheit geht (Abg. Ing. Westenthaler: Dann wird gepfiffen!), geht es hier weder um links noch um rechts, sondern einfach um Recht oder Unrecht. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Mag. Stadler: Herr Präsident, Sie dürfen nicht klingeln, Sie müssen pfeifen! – Abg. Grosz: Sie können auch Klopfzeichen geben!) Das ist meine oberste Maxime: Recht muss Recht bleiben. Maxime Rechtsstaatlichkeit – dafür stehe ich und dafür werde ich mich auch einsetzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Müssen wir auch pfeifen? – Abg. Grosz: Schlusspfiff!
Und wenn ich mir hier etwas wünschen, ja fordern darf (Abg. Ing. Westenthaler: Müssen wir auch pfeifen? – Abg. Grosz: Schlusspfiff!), dann fordere ich, dass wir uns mit Respekt und Anerkennung begegnen; das vermisse ich bei dem einen oder anderen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Und wenn ich mir hier etwas wünschen, ja fordern darf (Abg. Ing. Westenthaler: Müssen wir auch pfeifen? – Abg. Grosz: Schlusspfiff!), dann fordere ich, dass wir uns mit Respekt und Anerkennung begegnen; das vermisse ich bei dem einen oder anderen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! (Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Meine geschätzten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! (Abg. Ing. Westenthaler: Pfeifst du auch?) Wir haben ja schon zahlreiche Vorstellungen von Regierungsmitgliedern erlebt. Meine Damen und Herren, eines hat sich aber dieses Haus nicht verdient und eines haben sich die Damen und Herren, die neu in die Bundesregierung gekommen sind, nicht verdient: dass sie von manchen hier so behandelt werden. Die Öffentlichkeit wird sich selbst ein Bild davon machen, denn nicht einmal mehr einen Tag jemandem irgendeine Chance zu geben – am ersten Tag im Hohen Haus –, da sind wir eigentlich etwas anderes gewohnt.
Abg. Ing. Westenthaler: Pfeifst du auch?
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! (Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Meine geschätzten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! (Abg. Ing. Westenthaler: Pfeifst du auch?) Wir haben ja schon zahlreiche Vorstellungen von Regierungsmitgliedern erlebt. Meine Damen und Herren, eines hat sich aber dieses Haus nicht verdient und eines haben sich die Damen und Herren, die neu in die Bundesregierung gekommen sind, nicht verdient: dass sie von manchen hier so behandelt werden. Die Öffentlichkeit wird sich selbst ein Bild davon machen, denn nicht einmal mehr einen Tag jemandem irgendeine Chance zu geben – am ersten Tag im Hohen Haus –, da sind wir eigentlich etwas anderes gewohnt.
Abg. Ing. Westenthaler: Hier!
Herr Kollege Westenthaler! (Abg. Ing. Westenthaler: Hier!) Ich bin nicht gerade derjenige, der die ÖVP-Regierungsmitglieder verteidigen soll. (Abg. Ing. Westenthaler: Ihr seid eine Einheitspartei!) Aber wenn du schon glaubst, du musst darüber reden, wie rasch Mitglieder der Bundesregierung ausgetauscht werden, so sage ich, wenn du heute hier herinnen nach den Namen eurer Ministerinnen und Minister fragst – die Bevölkerung brauchst du gar nicht zu fragen –, die so rasch ausgetauscht worden sind, dann werden sie euch selbst nicht mehr einfallen. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Daher qualifiziert sich diese Aussage, wie ich meine, in Wirklichkeit von selbst. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Rädler: Krüger!)
Abg. Ing. Westenthaler: Ihr seid eine Einheitspartei!
Herr Kollege Westenthaler! (Abg. Ing. Westenthaler: Hier!) Ich bin nicht gerade derjenige, der die ÖVP-Regierungsmitglieder verteidigen soll. (Abg. Ing. Westenthaler: Ihr seid eine Einheitspartei!) Aber wenn du schon glaubst, du musst darüber reden, wie rasch Mitglieder der Bundesregierung ausgetauscht werden, so sage ich, wenn du heute hier herinnen nach den Namen eurer Ministerinnen und Minister fragst – die Bevölkerung brauchst du gar nicht zu fragen –, die so rasch ausgetauscht worden sind, dann werden sie euch selbst nicht mehr einfallen. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Daher qualifiziert sich diese Aussage, wie ich meine, in Wirklichkeit von selbst. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Rädler: Krüger!)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Herr Kollege Westenthaler! (Abg. Ing. Westenthaler: Hier!) Ich bin nicht gerade derjenige, der die ÖVP-Regierungsmitglieder verteidigen soll. (Abg. Ing. Westenthaler: Ihr seid eine Einheitspartei!) Aber wenn du schon glaubst, du musst darüber reden, wie rasch Mitglieder der Bundesregierung ausgetauscht werden, so sage ich, wenn du heute hier herinnen nach den Namen eurer Ministerinnen und Minister fragst – die Bevölkerung brauchst du gar nicht zu fragen –, die so rasch ausgetauscht worden sind, dann werden sie euch selbst nicht mehr einfallen. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Daher qualifiziert sich diese Aussage, wie ich meine, in Wirklichkeit von selbst. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Rädler: Krüger!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Rädler: Krüger!
Herr Kollege Westenthaler! (Abg. Ing. Westenthaler: Hier!) Ich bin nicht gerade derjenige, der die ÖVP-Regierungsmitglieder verteidigen soll. (Abg. Ing. Westenthaler: Ihr seid eine Einheitspartei!) Aber wenn du schon glaubst, du musst darüber reden, wie rasch Mitglieder der Bundesregierung ausgetauscht werden, so sage ich, wenn du heute hier herinnen nach den Namen eurer Ministerinnen und Minister fragst – die Bevölkerung brauchst du gar nicht zu fragen –, die so rasch ausgetauscht worden sind, dann werden sie euch selbst nicht mehr einfallen. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Daher qualifiziert sich diese Aussage, wie ich meine, in Wirklichkeit von selbst. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Rädler: Krüger!)
Abg. Grosz – die Aussprache des Redners imitierend –: Polizei!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte der Regierung, vor allem dem Herrn Bundeskanzler und natürlich auch dem Herrn Vizekanzler danken. Das war die erste Bundesregierung, wo wir nach vielen Jahren wieder für die Polizei (Abg. Grosz – die Aussprache des Redners imitierend –: Polizei!), und zwar Ende der Legislaturperiode, tausend Nettoplanstellen mehr haben.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Ich habe geglaubt, die Frau Ministerin hat politischen Tinnitus!
Ing. Westenthaler: Wieso pfeift ...?) Nur, damit du nicht glaubst, dass wir das immer alles vergessen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Ich habe geglaubt, die Frau Ministerin hat politischen Tinnitus!) Ich denke, dass diese Bundesregierung dem Bereich der inneren Sicherheit jenen Stellenwert gegeben hat, der ganz einfach notwendig ist.
Abg. Grosz: Danke!
Als einer, der die Frau Finanzministerin sehr lange kennt – wir waren ja lange im Justizausschuss miteinander und haben die letzten Jahre im Bereich des Inneren miteinander gearbeitet –, möchte ich Folgendes sagen: Ich darf dir danken, darf dir natürlich auch zur neuen Tätigkeit gratulieren; das ist überhaupt keine Frage. Ich darf der neuen Innenministerin natürlich ebenfalls eine gute Zusammenarbeit anbieten. Wir sind es gewohnt, gut zusammenzuarbeiten, auch wenn wir oft hart diskutieren, aber wir sind der Sache verpflichtet und vor allem, meine Damen und Herren, den Österreicherinnen und Österreichern verpflichtet. (Abg. Grosz: Danke!) Es soll nicht nur ununterbrochen entweder ein Lamento oder eine so überschießende Kritik geben, dass es höher nicht mehr geht. (Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.) – Ja, Ewald (in Richtung des Abg. Mag. Stadler), es ist ja so, nicht?
Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.
Als einer, der die Frau Finanzministerin sehr lange kennt – wir waren ja lange im Justizausschuss miteinander und haben die letzten Jahre im Bereich des Inneren miteinander gearbeitet –, möchte ich Folgendes sagen: Ich darf dir danken, darf dir natürlich auch zur neuen Tätigkeit gratulieren; das ist überhaupt keine Frage. Ich darf der neuen Innenministerin natürlich ebenfalls eine gute Zusammenarbeit anbieten. Wir sind es gewohnt, gut zusammenzuarbeiten, auch wenn wir oft hart diskutieren, aber wir sind der Sache verpflichtet und vor allem, meine Damen und Herren, den Österreicherinnen und Österreichern verpflichtet. (Abg. Grosz: Danke!) Es soll nicht nur ununterbrochen entweder ein Lamento oder eine so überschießende Kritik geben, dass es höher nicht mehr geht. (Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.) – Ja, Ewald (in Richtung des Abg. Mag. Stadler), es ist ja so, nicht?
in Richtung des Abg. Mag. Stadler
Als einer, der die Frau Finanzministerin sehr lange kennt – wir waren ja lange im Justizausschuss miteinander und haben die letzten Jahre im Bereich des Inneren miteinander gearbeitet –, möchte ich Folgendes sagen: Ich darf dir danken, darf dir natürlich auch zur neuen Tätigkeit gratulieren; das ist überhaupt keine Frage. Ich darf der neuen Innenministerin natürlich ebenfalls eine gute Zusammenarbeit anbieten. Wir sind es gewohnt, gut zusammenzuarbeiten, auch wenn wir oft hart diskutieren, aber wir sind der Sache verpflichtet und vor allem, meine Damen und Herren, den Österreicherinnen und Österreichern verpflichtet. (Abg. Grosz: Danke!) Es soll nicht nur ununterbrochen entweder ein Lamento oder eine so überschießende Kritik geben, dass es höher nicht mehr geht. (Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.) – Ja, Ewald (in Richtung des Abg. Mag. Stadler), es ist ja so, nicht?
Neuerliche Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.
Wir wissen doch, wie das dramaturgische Konzept aussieht. Ich meine nur, dass wir eine wichtige Aufgabe im Interesse unserer Heimat, im Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger haben. Das ist ja keine Hetz. Ich glaube, dass kein Land ... (Neuerliche Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.) – Ja, ihr macht euch eine Hetz draus, aber die Bürger werden das beurteilen. (Abg. Grosz: Das ist Kabarett!) Kein Land hat die letzte Finanz- und Wirtschaftskrise so souverän gemeistert wie Österreich. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Grosz: Das ist Kabarett!
Wir wissen doch, wie das dramaturgische Konzept aussieht. Ich meine nur, dass wir eine wichtige Aufgabe im Interesse unserer Heimat, im Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger haben. Das ist ja keine Hetz. Ich glaube, dass kein Land ... (Neuerliche Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.) – Ja, ihr macht euch eine Hetz draus, aber die Bürger werden das beurteilen. (Abg. Grosz: Das ist Kabarett!) Kein Land hat die letzte Finanz- und Wirtschaftskrise so souverän gemeistert wie Österreich. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir wissen doch, wie das dramaturgische Konzept aussieht. Ich meine nur, dass wir eine wichtige Aufgabe im Interesse unserer Heimat, im Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger haben. Das ist ja keine Hetz. Ich glaube, dass kein Land ... (Neuerliche Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.) – Ja, ihr macht euch eine Hetz draus, aber die Bürger werden das beurteilen. (Abg. Grosz: Das ist Kabarett!) Kein Land hat die letzte Finanz- und Wirtschaftskrise so souverän gemeistert wie Österreich. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Kickl: Kollege Pendl, ... steht kurz vor dem Zusammenbruch!
Das muss man sagen, da muss man dieser Bundesregierung und da muss man auch hier den Regierungsfraktionen ganz einfach gratulieren. (Abg. Kickl: Kollege Pendl, ... steht kurz vor dem Zusammenbruch!) Wir müssen, wie ich meine, uns eines immer wieder ins Gedächtnis rufen: Fakten sind Fakten, Herr Kollege Kickl. (Abg. Mag. Stadler: Facts are Fekter!) Da gibt es nicht ein Herumtun mit irgendeiner Argumentation; ob einen gewisse politische Inhalte gerade freuen, ob sie angenehm sind, das ist eine andere Diskussion. Aber wir sind ganz einfach der Verfassung, den Gesetzen und den Wählern ernsthaft verpflichtet.
Abg. Mag. Stadler: Facts are Fekter!
Das muss man sagen, da muss man dieser Bundesregierung und da muss man auch hier den Regierungsfraktionen ganz einfach gratulieren. (Abg. Kickl: Kollege Pendl, ... steht kurz vor dem Zusammenbruch!) Wir müssen, wie ich meine, uns eines immer wieder ins Gedächtnis rufen: Fakten sind Fakten, Herr Kollege Kickl. (Abg. Mag. Stadler: Facts are Fekter!) Da gibt es nicht ein Herumtun mit irgendeiner Argumentation; ob einen gewisse politische Inhalte gerade freuen, ob sie angenehm sind, das ist eine andere Diskussion. Aber wir sind ganz einfach der Verfassung, den Gesetzen und den Wählern ernsthaft verpflichtet.
Abg. Grosz – die Aussprache des Redners imitierend –: Polizei!
Und wenn wir die wichtigen Aufgaben erfüllen wollen – das sage gerade ich, der ich auch im Bereich der inneren Sicherheit tätig bin –, dann sollten wir eigentlich immer aufpassen, dass wir hier nicht gekünstelt eine Angst herbeireden, denn ich denke, wir haben steigende Aufklärungsquoten, wir haben eine engagierte Polizei (Abg. Grosz – die Aussprache des Redners imitierend –: Polizei!), wir haben engagierte Exekutivbeamtinnen und Exekutivbeamte, denen wir etwas schuldig sind.
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Danke! – Abg. Ing. Westenthaler: Das gehört alles ins Hauptabendprogramm! Die „Donnerstag Nacht“ wird arbeitslos, wenn wir das übertragen!
Bei ihnen sollten wir uns auch bedanken. Ich tue das, so hoffe ich, namens vieler Kolleginnen und Kollegen, und ich lade Sie alle ein, diesen Weg auch in Zukunft weiterzugehen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Danke! – Abg. Ing. Westenthaler: Das gehört alles ins Hauptabendprogramm! Die „Donnerstag Nacht“ wird arbeitslos, wenn wir das übertragen!)
Abg. Grosz: Ministerin für „Kieberei“!
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Geschätzte Damen und Herren der Bundesregierung! Hohes Haus! Zunächst möchte ich der Frau Bundesminister Fekter ein herzliches Dankeschön für die großartige Arbeit aussprechen, die sie in den letzten drei Jahren im inneren Bereich geleistet hat (Abg. Grosz: Ministerin für „Kieberei“!), möchte ihr danken für all das, was sie für die Sicherheit in unserem Land geleistet hat. Wir haben sehr viel auf den Weg gebracht, wir haben sehr viele großartige Entscheidungen im Sinne der Sicherheit, aber
Beifall bei der ÖVP.
Frau Bundesminister Fekter! Ich bin davon überzeugt davon, dass Sie auch sehr engagiert in Ihrem neuen Aufgabenbereich im Finanzministerium arbeiten werden, und meine, dass wir das Geld in Österreich in den sichersten Händen haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: Auch wenn es pfeift!
Genauso herzlich möchte ich die neue Innenministerin, Hanni Mikl-Leitner, hier im Parlament begrüßen. (Abg. Grosz: Auch wenn es pfeift!) Sie kenne ich schon sehr lange, nicht nur weil ich ein niederösterreichischer Abgeordneter bin, sondern weil ich auch 27 Jahre lang in der Kommunalpolitik tätig war und natürlich auch sehr eng mit der jetzigen Frau Innenminister zusammengearbeitet habe. Ich habe ihr Engagement und ihren Gestaltungswillen immer wieder bewundert. Diesen Gestaltungswillen, davon bin ich überzeugt, wird sie auch im Innenressort umsetzen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Obwohl es pfeift!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Obwohl es pfeift!
Genauso herzlich möchte ich die neue Innenministerin, Hanni Mikl-Leitner, hier im Parlament begrüßen. (Abg. Grosz: Auch wenn es pfeift!) Sie kenne ich schon sehr lange, nicht nur weil ich ein niederösterreichischer Abgeordneter bin, sondern weil ich auch 27 Jahre lang in der Kommunalpolitik tätig war und natürlich auch sehr eng mit der jetzigen Frau Innenminister zusammengearbeitet habe. Ich habe ihr Engagement und ihren Gestaltungswillen immer wieder bewundert. Diesen Gestaltungswillen, davon bin ich überzeugt, wird sie auch im Innenressort umsetzen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Obwohl es pfeift!)
Abg. Kickl: Das Land ist doch de facto pleite!
Sie hat mit großem Engagement und mit sehr viel Geschick die Sozial- und Familienagenden in Niederösterreich auf Vordermann gebracht, sie hat den erfolgreichen Weg der ehemaligen Innenministerin Liese Prokop in Niederösterreich fortgesetzt. (Abg. Kickl: Das Land ist doch de facto pleite!) Da denke ich an die letzten Jahre und daran, was sie umgesetzt hat im Bereich der Kindergartenoffensive, im Behindertenbereich, aber natürlich auch an das extreme Engagement im Bereich Arbeit (Abg. Kickl: Österreich ist de facto pleite!), wo sie wirklich dahinter war, dass die Arbeitslosigkeit bekämpft wurde. Natürlich ist auch der Bereich der Jugendarbeitslosigkeit sehr beeindruckend gestaltet worden.
Abg. Kickl: Österreich ist de facto pleite!
Sie hat mit großem Engagement und mit sehr viel Geschick die Sozial- und Familienagenden in Niederösterreich auf Vordermann gebracht, sie hat den erfolgreichen Weg der ehemaligen Innenministerin Liese Prokop in Niederösterreich fortgesetzt. (Abg. Kickl: Das Land ist doch de facto pleite!) Da denke ich an die letzten Jahre und daran, was sie umgesetzt hat im Bereich der Kindergartenoffensive, im Behindertenbereich, aber natürlich auch an das extreme Engagement im Bereich Arbeit (Abg. Kickl: Österreich ist de facto pleite!), wo sie wirklich dahinter war, dass die Arbeitslosigkeit bekämpft wurde. Natürlich ist auch der Bereich der Jugendarbeitslosigkeit sehr beeindruckend gestaltet worden.
Abg. Strache: Das ist jetzt nicht überraschend!
Mit demselben Engagement wird die Frau Innenminister nun auch für die Sicherheit in Österreich arbeiten; davon bin ich felsenfest überzeugt. Von unserer Seite wird es die vollste Unterstützung geben, und ich bin sicher, dass es eine gute Zusammenarbeit sein wird. (Abg. Strache: Das ist jetzt nicht überraschend!) Schließlich und endlich kennt sie die Arbeit hier im Parlament, sie war drei Jahre Abgeordnete im Haus (Abg. Kickl: Strasser war das auch!) und kennt natürlich die Zusammenarbeit zwischen Regierungsmitglied und Parlament. Ich bin davon überzeugt, dass es wirklich eine gute und zielführende Arbeit im Sinne der Sicherheit für Österreich geben wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kickl: Strasser war das auch!
Mit demselben Engagement wird die Frau Innenminister nun auch für die Sicherheit in Österreich arbeiten; davon bin ich felsenfest überzeugt. Von unserer Seite wird es die vollste Unterstützung geben, und ich bin sicher, dass es eine gute Zusammenarbeit sein wird. (Abg. Strache: Das ist jetzt nicht überraschend!) Schließlich und endlich kennt sie die Arbeit hier im Parlament, sie war drei Jahre Abgeordnete im Haus (Abg. Kickl: Strasser war das auch!) und kennt natürlich die Zusammenarbeit zwischen Regierungsmitglied und Parlament. Ich bin davon überzeugt, dass es wirklich eine gute und zielführende Arbeit im Sinne der Sicherheit für Österreich geben wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Mit demselben Engagement wird die Frau Innenminister nun auch für die Sicherheit in Österreich arbeiten; davon bin ich felsenfest überzeugt. Von unserer Seite wird es die vollste Unterstützung geben, und ich bin sicher, dass es eine gute Zusammenarbeit sein wird. (Abg. Strache: Das ist jetzt nicht überraschend!) Schließlich und endlich kennt sie die Arbeit hier im Parlament, sie war drei Jahre Abgeordnete im Haus (Abg. Kickl: Strasser war das auch!) und kennt natürlich die Zusammenarbeit zwischen Regierungsmitglied und Parlament. Ich bin davon überzeugt, dass es wirklich eine gute und zielführende Arbeit im Sinne der Sicherheit für Österreich geben wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ist das Pfeifen!
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich war bis vor zehn, fünfzehn Minuten geneigt, der neuen Frau Innenminister das zuzugestehen, was in Österreich ein bisschen Tradition hat, nämlich 100 Tage Schonzeit. Aber nach dem, was ich von der Frau Innenminister gehört habe, das einzig Inhaltliche (Abg. Ing. Westenthaler: Ist das Pfeifen!), was heute über die Rampe gekommen ist, nämlich dass es im Ministerium pfeift, kann ich nur sagen: Schluss mit der Schonzeit und dem, was vielleicht in Ihren weidmännischen Sprachgebräuchen von Konrad bis Treichl und Pröll üblich ist! Die Schonzeit ist vorbei! Ab heute ist die politische Jagdsaison eröffnet, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich war bis vor zehn, fünfzehn Minuten geneigt, der neuen Frau Innenminister das zuzugestehen, was in Österreich ein bisschen Tradition hat, nämlich 100 Tage Schonzeit. Aber nach dem, was ich von der Frau Innenminister gehört habe, das einzig Inhaltliche (Abg. Ing. Westenthaler: Ist das Pfeifen!), was heute über die Rampe gekommen ist, nämlich dass es im Ministerium pfeift, kann ich nur sagen: Schluss mit der Schonzeit und dem, was vielleicht in Ihren weidmännischen Sprachgebräuchen von Konrad bis Treichl und Pröll üblich ist! Die Schonzeit ist vorbei! Ab heute ist die politische Jagdsaison eröffnet, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Ich möchte auf etwas zurückkommen, weil es wichtig ist und der Kollege Auer von der ÖVP unseren Bundesparteiobmann in einem Inserat der Lüge beschuldigt hat. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Wir haben niemals einem Bankenpaket Ihrer Art zugestimmt. (Abg. Wöginger: Eh klar!) Es ist richtig, wir haben beim ersten Paket zuge
Abg. Wöginger: Eh klar!
Ich möchte auf etwas zurückkommen, weil es wichtig ist und der Kollege Auer von der ÖVP unseren Bundesparteiobmann in einem Inserat der Lüge beschuldigt hat. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Wir haben niemals einem Bankenpaket Ihrer Art zugestimmt. (Abg. Wöginger: Eh klar!) Es ist richtig, wir haben beim ersten Paket zuge
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Wöginger.
stimmt, dass die österreichischen Sparguthaben abgesichert werden. Aber bei den Bankenpaketen, bei denen es darum ging, Milliarden nach Griechenland zu transferieren, und bei den zwei Rettungsschirmen hat es akzentuierte Kritik von uns gegeben. Bleiben Sie bei den Tatsachen! Das ist unrichtig. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Wöginger.)
Zwischenruf des Abg. Rädler
Ein Wort, meine sehr geehrten Damen und Herren, zum Thema Vorratsdatenspeicherung, weil wir gerade beim Thema Sicherheit sind. Das war heute die erste Maßnahme, die Sie uns als große sicherheitspolitische Leistung verkauft haben, dass alle Österreicherinnen und Österreicher mit ihren Telekommunikationsdaten, mit ihren Internetdaten ein halbes Jahr lang observiert werden. Ich frage mich: Für wie naiv halten Sie die Bevölkerung? Glauben Sie denn wirklich, dass ein Terrorist, ein Kinderschänder oder jemand, der an Pädophilie interessiert ist, zu A1 oder zu T-Mobile geht und dort sagt, da ist mein Ausweis, ich hätte gerne einen Vertrag (Zwischenruf des Abg. Rädler), und dann seine dschihadistischen oder sonstigen terroristischen Aktivitäten plant?!
Beifall bei der FPÖ.
Das können Sie doch niemandem erzählen. Die werden sich ein Wertkartenhandy nehmen. Und diejenigen, die übrig bleiben, das sind 8 Millionen Österreicherinnen und Österreicher, die anständig sind und die es nicht verdient haben, durch Sie kontrolliert zu werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Geh, bitte!
Das hat zwei Facetten, die interessant zu beobachten sind. Erstens: Man wählt den Anglizismus, nicht einmal das Wort „Finanzpolitik“, sondern es ist Finance. Da habe ich jetzt nicht mehr mit Kriminellen, mit der Polizei zu tun (Ruf bei der ÖVP: Geh, bitte!), da habe ich jetzt die Industriekapitäne, da habe ich die Bankdirektoren (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler), ich bin jetzt im Finance beheimatet. Zweitens: Sie stellen das der Kieberei gegenüber. (Abg. Grosz: Finance ist etwas anderes als Finanz! ... Englisch ...!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler
Das hat zwei Facetten, die interessant zu beobachten sind. Erstens: Man wählt den Anglizismus, nicht einmal das Wort „Finanzpolitik“, sondern es ist Finance. Da habe ich jetzt nicht mehr mit Kriminellen, mit der Polizei zu tun (Ruf bei der ÖVP: Geh, bitte!), da habe ich jetzt die Industriekapitäne, da habe ich die Bankdirektoren (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler), ich bin jetzt im Finance beheimatet. Zweitens: Sie stellen das der Kieberei gegenüber. (Abg. Grosz: Finance ist etwas anderes als Finanz! ... Englisch ...!)
Abg. Grosz: Finance ist etwas anderes als Finanz! ... Englisch ...!
Das hat zwei Facetten, die interessant zu beobachten sind. Erstens: Man wählt den Anglizismus, nicht einmal das Wort „Finanzpolitik“, sondern es ist Finance. Da habe ich jetzt nicht mehr mit Kriminellen, mit der Polizei zu tun (Ruf bei der ÖVP: Geh, bitte!), da habe ich jetzt die Industriekapitäne, da habe ich die Bankdirektoren (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler), ich bin jetzt im Finance beheimatet. Zweitens: Sie stellen das der Kieberei gegenüber. (Abg. Grosz: Finance ist etwas anderes als Finanz! ... Englisch ...!)
Beifall bei der FPÖ
Wissen Sie, Frau Minister Fekter, was „Kieberei“ heißt, woher dieses Wort kommt? – Es kommt aus der Wiener Gaunersprache und ist eine abwertende Begrifflichkeit für die Polizei. Ich sage, unsere Polizei hat das nicht verdient (Beifall bei der FPÖ), wenn Sie einen Ministerwechsel durchführen, derart verunglimpft zu werden! (Abg. Rädler: Vilimsky-Sprache!)
Abg. Rädler: Vilimsky-Sprache!
Wissen Sie, Frau Minister Fekter, was „Kieberei“ heißt, woher dieses Wort kommt? – Es kommt aus der Wiener Gaunersprache und ist eine abwertende Begrifflichkeit für die Polizei. Ich sage, unsere Polizei hat das nicht verdient (Beifall bei der FPÖ), wenn Sie einen Ministerwechsel durchführen, derart verunglimpft zu werden! (Abg. Rädler: Vilimsky-Sprache!)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Die Polizei verdient unseren Respekt, die Polizei verdient unsere Anerkennung, die Polizei verdient endlich ein Besoldungssystem, das den gesteigerten Anforderungen gerecht wird. Die Polizei verdient ordentliche Polizeiinspektionen, eine ordentliche Ausrüstung und muss endlich von der Bürokratie ... (Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Beifall bei der FPÖ.
Nein, nicht nur richtig sagen und dann die Polizisten Kieberei schimpfen. Das ist unanständig. Das sollte nicht der Fall sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rädler: ... Tschechei!
Frau Neo-Innenminister Mikl-Leitner, morgen beschließen wir ein sogenanntes Fremdenpaket, das zum Inhalt haben wird, dass Sie von der Koalition eine Rot-Weiß-Rot-Card und eine Rot-Weiß-Rot-Plus-Karte einführen werden, wissend, dass in Österreich 320 000 Menschen ohne Arbeit sind, wissend, dass ab 1. Mai – übrigens zu unserem Missfallen – der Arbeitsmarkt für sämtliche osteuropäische Länder geöffnet werden wird, und wissend, dass theoretisch eine halbe Milliarde Menschen in Frage kommen, auf dem österreichischen Arbeitsmarkt tätig zu werden. (Abg. Rädler: ... Tschechei!)
Abg. Strache: Tumpel spricht von 280 000!
Das reicht Ihnen alles nicht, das reicht nicht, weil Herr Vizekanzler Spindelegger gesagt hat, bis zu 100 000 Menschen werden wir uns aus dem außereuropäischen Raum zusätzlich holen. (Abg. Strache: Tumpel spricht von 280 000!)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Das, was Sie machen, ist, weiteren Billigarbeitskräften Tür und Tor zu öffnen, weil Sie der Industrie und der Wirtschaft im Wort sind und es Ihnen nicht reicht, was auf dem europäischen Arbeitsmarkt der Fall ist, sondern Sie ... (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
ironische Heiterkeit des Abg. Rädler
Ich sage, Sie beide sind Parteien eines untergehenden Systems; das sieht man quer durch Europa. Und wir von der FPÖ sind bereit, uns den rot-weiß-roten Herausforderungen zu stellen (ironische Heiterkeit des Abg. Rädler), und das ohne Wenn und Aber. Sie werden früher oder später den Tag erleben, an dem es einen Bundeskanzler Heinz-Christian Strache geben wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage, Sie beide sind Parteien eines untergehenden Systems; das sieht man quer durch Europa. Und wir von der FPÖ sind bereit, uns den rot-weiß-roten Herausforderungen zu stellen (ironische Heiterkeit des Abg. Rädler), und das ohne Wenn und Aber. Sie werden früher oder später den Tag erleben, an dem es einen Bundeskanzler Heinz-Christian Strache geben wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Großruck – in Richtung des Abg. Vilimsky –: Herr „Wissenschaftsminister“ Vilimsky! – Abg. Rädler: Vilimsky als Außenminister!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Pilz. – Bitte. (Abg. Großruck – in Richtung des Abg. Vilimsky –: Herr „Wissenschaftsminister“ Vilimsky! – Abg. Rädler: Vilimsky als Außenminister!)
Rufe bei der FPÖ: Die politische! – Abg. Kickl: Ausgerechnet Sie haben es notwendig!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ein freiheitlicher Redner hat heute das „Kaltstellen“ von Staatsanwälten gefordert. Jetzt hat ein freiheitlicher Redner die „Jagdsaison“ auf eine Ministerin eröffnet. (Rufe bei der FPÖ: Die politische! – Abg. Kickl: Ausgerechnet Sie haben es notwendig!)
Ruf bei den Grünen: Das ist unglaublich!
Herr Kollege Vilimsky, wie stellen Sie sich Politik eigentlich vor? Das Zentrale in der Jagdsaison ist, dass man sich mit einem Gewehr bewaffnet auf die Pirsch begibt und versucht, auf jemanden zu schießen. (Ruf bei den Grünen: Das ist unglaublich!) Sie fordern öffentlich dazu auf (Abg. Vilimsky: ... ihr inseriert!) – vielleicht nur mit Worten, vielleicht mit mehr, Sie haben es ja offen gelassen –, auf ein Regierungsmitglied zu schießen. Ich halte das für ungeheuerlich. Das ist unfassbar, und das hat in diesem Haus schlicht und einfach nichts verloren. (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.)
Abg. Vilimsky: ... ihr inseriert!
Herr Kollege Vilimsky, wie stellen Sie sich Politik eigentlich vor? Das Zentrale in der Jagdsaison ist, dass man sich mit einem Gewehr bewaffnet auf die Pirsch begibt und versucht, auf jemanden zu schießen. (Ruf bei den Grünen: Das ist unglaublich!) Sie fordern öffentlich dazu auf (Abg. Vilimsky: ... ihr inseriert!) – vielleicht nur mit Worten, vielleicht mit mehr, Sie haben es ja offen gelassen –, auf ein Regierungsmitglied zu schießen. Ich halte das für ungeheuerlich. Das ist unfassbar, und das hat in diesem Haus schlicht und einfach nichts verloren. (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.
Herr Kollege Vilimsky, wie stellen Sie sich Politik eigentlich vor? Das Zentrale in der Jagdsaison ist, dass man sich mit einem Gewehr bewaffnet auf die Pirsch begibt und versucht, auf jemanden zu schießen. (Ruf bei den Grünen: Das ist unglaublich!) Sie fordern öffentlich dazu auf (Abg. Vilimsky: ... ihr inseriert!) – vielleicht nur mit Worten, vielleicht mit mehr, Sie haben es ja offen gelassen –, auf ein Regierungsmitglied zu schießen. Ich halte das für ungeheuerlich. Das ist unfassbar, und das hat in diesem Haus schlicht und einfach nichts verloren. (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich sage Ihnen noch eines, Herr Kollege Vilimsky: Wenn ich mir die Delikte in Österreich anschaue, dann bin ich sehr, sehr froh, dass die durchschnittliche Inländerkriminalität und die durchschnittliche Ausländerkriminalität ganz deutlich unter der durchschnittlichen freiheitlichen Kriminalität liegen. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Das ist ausgesprochen beruhigend.
Abg. Kickl: Unglaublich! Das ist schon pathologisch bei Ihnen! – Ruf bei der FPÖ: Das ist eine Sauerei!
Ich wünsche der Innenministerin viel und zusätzlichen Erfolg bei der Bekämpfung der Delikte in allen drei Bereichen. Aber bitte auf die Häufung der Kriminalität im freiheitlichen Bereich – nicht nur in der Kärntner Landesregierung – nicht zu vergessen! (Abg. Kickl: Unglaublich! Das ist schon pathologisch bei Ihnen! – Ruf bei der FPÖ: Das ist eine Sauerei!) Das ist ganz wichtig, unter anderem, Frau Dr. Fekter, auch für unsere Staatsfinanzen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich wünsche der Innenministerin viel und zusätzlichen Erfolg bei der Bekämpfung der Delikte in allen drei Bereichen. Aber bitte auf die Häufung der Kriminalität im freiheitlichen Bereich – nicht nur in der Kärntner Landesregierung – nicht zu vergessen! (Abg. Kickl: Unglaublich! Das ist schon pathologisch bei Ihnen! – Ruf bei der FPÖ: Das ist eine Sauerei!) Das ist ganz wichtig, unter anderem, Frau Dr. Fekter, auch für unsere Staatsfinanzen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Immunitätsfeigling!
Das Zweite, zur Frage 100 Tage Bewährungsfrist für neue Regierungsmitglieder: Das gilt mit Sicherheit für Personen, die keinerlei politische Referenzen und keinerlei politische Geschichte mitbringen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Immunitätsfeigling!) Das ist die Minderheit der neuen Regierungsmitglieder. Ich beschäftige mich jetzt mit der neuen Innenministerin, und die hat eine eindeutige und klare politische Geschichte. Dazu darf ich aus zwei Dokumenten zitieren.
Abg. Ing. Westenthaler: Oh, oh! – Abg. Mag. Stadler: ... Polizeiapparat für politische Zwecke missbrauchen!
Dann kommt: „Schlagi/Günther/Klaudia“ – „Schlagi“ ist der Herr Schlagenhaufen aus der Landespartei Niederösterreich – „dirty-campaigning Gendarmen“. (Abg. Ing. Westenthaler: Oh, oh! – Abg. Mag. Stadler: ... Polizeiapparat für politische Zwecke missbrauchen!)
Abg. Rädler: Alte Hüte! – Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Frau Innenministerin, erklären Sie uns einmal: Was war das „Dirty Campaigning Gendarmen“ im Nationalratswahlkampf 2002 von der ÖVP-Niederösterreich? Gerade als Innenministerin sollten Sie uns da Auskunft geben können, wie unter Ihrer Leitung „Dirty Campaigning Gendarmen“ stattgefunden hat. (Abg. Rädler: Alte Hüte! – Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) – Alte Hüte sind das? Jemand, der mit vorbereitet? Na, vielleicht waren Sie dabei! Dann gehen Sie ans Rednerpult und erzählen Sie uns Details! Wir müssen sie nämlich wissen, weil die damalige Landesparteisekretärin jetzt Innenministerin ist.
Abg. Strache: Ist das der Onkel oder der Cousin?
Zweitens, ein E-Mail: „Montag 16. September 2002“ an „Strasser Ernst“. (Abg. Strache: Ist das der Onkel oder der Cousin?)
Abg. Dr. Strutz: Was hat es gekostet? – Abg. Ing. Westenthaler: Sehr interessant! – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Das ist Integrationspolitik? (Abg. Dr. Strutz: Was hat es gekostet? – Abg. Ing. Westenthaler: Sehr interessant! – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Ich fordere Sie auf, Frau Innenministerin: Bevor Sie das nächste Dirty Campaigning als Ministerin planen, klären Sie diese beiden Sachverhalte und einige andere, die ich im Innenausschuss zusätzlich zur Sprache bringen werde, rechtzeitig auf, bevor Sie den Missbrauch des Innenministeriums durch Ihre Vorgängerin im Sinne und im Auftrag der Österreichischen Volkspartei fortführen. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Abg. Rädler: Das stimmt ja nicht! Bad Erlach!
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Sehr geehrter Präsident! Hohes Haus! Ja, das war wirklich gruselig. Aber es war zufällig deine Gemeinde, Herr Kollege Rädler, oder? (Abg. Rädler: Das stimmt ja nicht! Bad Erlach!) – Nein, nicht deine? In deiner Gemeinde läuft das anders? (Abg. Rädler: Ja!) – Ah so! (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Abg. Rädler: Ja!
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Sehr geehrter Präsident! Hohes Haus! Ja, das war wirklich gruselig. Aber es war zufällig deine Gemeinde, Herr Kollege Rädler, oder? (Abg. Rädler: Das stimmt ja nicht! Bad Erlach!) – Nein, nicht deine? In deiner Gemeinde läuft das anders? (Abg. Rädler: Ja!) – Ah so! (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Sehr geehrter Präsident! Hohes Haus! Ja, das war wirklich gruselig. Aber es war zufällig deine Gemeinde, Herr Kollege Rädler, oder? (Abg. Rädler: Das stimmt ja nicht! Bad Erlach!) – Nein, nicht deine? In deiner Gemeinde läuft das anders? (Abg. Rädler: Ja!) – Ah so! (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Eher das Klopfen!
Es ist wirklich schandbar, Frau Bundesministerin Mikl-Leitner, dass Sie ausgerechnet an dem Tag, an dem Sie vorgestellt werden, mit diesen Geschichten vorgeführt werden, aber es ist bezeichnend. Daher wundert es mich nicht, dass Sie die pfeifenden Töne im Innenministerium schon wahrgenommen haben. (Abg. Grosz: Eher das Klopfen!) Sie haben uns nur noch nicht erklärt, welche das sind, welches Gespenst bei Ihnen dort pfeift.
Heiterkeit beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, so würde sich auch das finstere Gesicht erklären, das ich schon den ganzen Tag beim Herrn Wirtschaftsminister Mitterlehner beobachte. (Heiterkeit beim BZÖ.) Ich habe immer geglaubt, meine Damen und Herren, dass er selber Vizekanzler und Parteichef werden wollte, aber jetzt weiß ich, dass er Unbehagen wegen dem hat, was sich sozusagen auf die Regierungsbank geflüchtet hat.
Zwischenruf des Abg. Kößl.
Ich glaube daher, meine Damen und Herren, dass die ÖVP-ler, die einen derzeit der Reihe nach über diese Regierungsbildung anjammern, wahrscheinlich doch Grund zum Jammern haben. (Zwischenruf des Abg. Kößl.) – Lieber Kollege von der Polizei, jeder zweite ÖVP-ler, den man trifft, jammert einen – ob gefragt oder ungefragt – an. Es sagt jeder: Eine Katastrophe, was das ist! Eine Katastrophe! Miserabel vorbereitet, schludrig, alles verhatscht, in Wirklichkeit eine einzige Abfolge von Peinlichkeiten!
Heiterkeit bei der FPÖ.
Das erste Mal war ich geneigt, das zu glauben, als ich mit meinen Kindern Radio gehört habe und die Frau Finanzminister gehört habe, wie sie gesagt hat: Finance ist was anderes als die Kieberei! (Heiterkeit bei der FPÖ.) Sie hat in einem gewissen Slang noch versucht, eine Originalität hineinzubringen. Meine Kinder haben herzhaft gelacht über so eine Ministerin. Ich habe gesagt: Lacht nicht, das ist unsere neue Finanzministerin! Da wird euch bald das Lachen vergehen, meine lieben Kinderlein! (Heiterkeit und Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Das erste Mal war ich geneigt, das zu glauben, als ich mit meinen Kindern Radio gehört habe und die Frau Finanzminister gehört habe, wie sie gesagt hat: Finance ist was anderes als die Kieberei! (Heiterkeit bei der FPÖ.) Sie hat in einem gewissen Slang noch versucht, eine Originalität hineinzubringen. Meine Kinder haben herzhaft gelacht über so eine Ministerin. Ich habe gesagt: Lacht nicht, das ist unsere neue Finanzministerin! Da wird euch bald das Lachen vergehen, meine lieben Kinderlein! (Heiterkeit und Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Mir graut schon vor der Zukunft der Kabarettisten in diesem Land, denn diese Bundesregierung schafft es allemal, diese mit einer einzigen Vorstellungsdebatte arbeitslos zu machen. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall beim BZÖ.
Erstens: Herr Kollege Schüssel, mit dieser Regierungsumbildung, mit diesem sogenannten Neustart zum x-ten Mal ist Ihre Ära endgültig zu Ende gegangen! Das ist jetzt wirklich das Neue daran. Die Ära Schüssel ist jetzt endgültig vorbei. So eine Kabarettnummer hat der Bundeskanzler Schüssel nicht ein einziges Mal zu vertreten gehabt. Das ist das Neue an dieser Regierungsbildung. (Beifall beim BZÖ.)
Heiterkeit bei BZÖ und ÖVP.
Das Zweite an diesem Neustart ist die Ehrlichkeit, dass die ÖVP zu ihren Kernbereichen zurückkommt. Sie heißt nämlich nicht mehr ÖVP sondern „ÖBAUB“: Österreichische Bauern- und Beamtenpartei. Bitte, Karlheinz Kopf, schau nicht so grimmig! Du wärst ja auch beinahe Opfer dieser „ÖBAUB“-Umbauaktion geworden. (Heiterkeit bei BZÖ und ÖVP.)
Abg. Kopf: Das glaubst aber auch nur du!
Wenn der Beamte Neugebauer Platz gemacht hätte dort oben (in Richtung Präsidium weisend), dann würdest du jetzt dort oben sitzen. Sie wollten dich ja unbedingt los werden, in der „ÖBAUB“! (Abg. Kopf: Das glaubst aber auch nur du!) Es wird schon noch, es wird schon. Geduld, Geduld! Man bringt dich schon noch an! (Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ.)
Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ.
Wenn der Beamte Neugebauer Platz gemacht hätte dort oben (in Richtung Präsidium weisend), dann würdest du jetzt dort oben sitzen. Sie wollten dich ja unbedingt los werden, in der „ÖBAUB“! (Abg. Kopf: Das glaubst aber auch nur du!) Es wird schon noch, es wird schon. Geduld, Geduld! Man bringt dich schon noch an! (Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Kopf: So viel zum Thema Kabarett!
Und jetzt haben wir eine „ÖBAUB“/ÖAAB-Generalsekretärin dort, meine Damen und Herren! So viel zum Thema Neustart in der ÖVP. (Abg. Kopf: So viel zum Thema Kabarett!) Ich kann Ihnen nur gratulieren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Und jetzt haben wir eine „ÖBAUB“/ÖAAB-Generalsekretärin dort, meine Damen und Herren! So viel zum Thema Neustart in der ÖVP. (Abg. Kopf: So viel zum Thema Kabarett!) Ich kann Ihnen nur gratulieren. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Wir wären schon froh gewesen, wenn Sie das Gerichtsjahr gemacht hätten!
Bundesministerin für Justiz Mag. Dr. Beatrix Karl: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Ich habe mein neues Amt mit einem lachenden und einem weinenden Auge angenommen. (Abg. Mag. Stadler: Wir wären schon froh gewesen, wenn Sie das Gerichtsjahr gemacht hätten!) Mit einem weinenden deshalb, weil ich
Abg. Scheibner: Ja, hätten Sie es gemacht!
Ich habe viele Projekte wie zum Beispiel den österreichischen Hochschulplan, die Qualitätssicherung oder auch gemeinsam mit Regierungskollegen die FTI-Strategie auf den Weg gebracht und hätte diese Projekte auch gerne abgeschlossen. (Abg. Scheibner: Ja, hätten Sie es gemacht!) Aber ich weiß Wissenschaft und Forschung bei Karlheinz Töchterle in sehr guten Händen und wünsche ihm für diese Aufgabe alles Gute. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Sind Sie nicht vor drei Wochen vom ... entmachtet worden?)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Sind Sie nicht vor drei Wochen vom ... entmachtet worden?
Ich habe viele Projekte wie zum Beispiel den österreichischen Hochschulplan, die Qualitätssicherung oder auch gemeinsam mit Regierungskollegen die FTI-Strategie auf den Weg gebracht und hätte diese Projekte auch gerne abgeschlossen. (Abg. Scheibner: Ja, hätten Sie es gemacht!) Aber ich weiß Wissenschaft und Forschung bei Karlheinz Töchterle in sehr guten Händen und wünsche ihm für diese Aufgabe alles Gute. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Sind Sie nicht vor drei Wochen vom ... entmachtet worden?)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber auch das Vertrauen, Vertrauen darin, dass unsere Justiz besser ist, als sie in der letzten Zeit dargestellt worden ist. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Sie alle, sehr geehrten Damen und Herren Abgeordnete, sind als Verantwortungsträger für unseren Rechtsstaat Österreich von mir aufgefordert, mich bei dieser ehrenvollen Aufgabe zu unterstützen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Es war ja keines! Das Bild geraderücken!
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren MinisterInnen! Frau Bundesminister Dr. Karl, Sie haben sicherlich unsere volle Unterstützung bei der Durchsetzung Ihres Justizprogramms, des gemeinsamen Justizprogramms. (Abg. Mag. Stadler: Es war ja keines! Das Bild geraderücken!) Ich glaube auch, dass es wichtig ist, immer wieder Überprüfungen zu machen, stillzustehen, zu schauen, wie die Situation ist, wie und mit welchen Mitteln man Verbesserungen durchführen kann.
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben im Vertragsrecht, wir haben im Familienrecht, wir haben in vielen, vielen Bereichen die Möglichkeit, uns in Europa, im Europäischen Parlament, aber auch gegenüber der Kommission stärker einzubringen. Wenn wir heute schon in der Früh die Diskussion über die Datenvorratsspeicherung geführt haben und sie am Nachmittag noch einmal führen werden, so sehen wir, wie wichtig es gewesen wäre – es war damals leider Gottes Frau Minister Gastinger, die da ausgelassen hat –, in dieser Richtlinie doch noch das eine oder andere zu verbessern. Ich glaube, dass man auch als kleines Land die Dinge in Europa mit großer Sachkompetenz weiterentwickeln kann, und wir werden das sicherlich gerne gemeinsam tun. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: „Idealbesetzung“, wurde gesagt! – Weitere Zwischenrufe bei BZÖ und Grünen.
Es wurde ja heute schon gesagt: Bandion-Ortner ist als parteiunabhängige Ministerin angetreten, als Ministerin aus der Innensicht der Justiz, als Richterin, und hat dadurch natürlich auch sehr hohe Erwartungen geweckt. (Abg. Ing. Westenthaler: „Idealbesetzung“, wurde gesagt! – Weitere Zwischenrufe bei BZÖ und Grünen.) Sie hat viele dieser Erwartungen in der kurzen Zeit, in den wenigen Jahren durchaus auch erfüllt, es waren sehr produktive Jahre. Alle, die im Justizausschuss mit dabei sind, wissen das: Es sind viele wichtige Justizprojekte und Justizgesetze in den letzten Jahren gemeinsam mit Justizministerin Bandion-Ortner umgesetzt worden; auch das soll heute nicht unerwähnt bleiben. Ich bedanke mich bei Claudia Bandion-Ortner ausdrücklich für ihren Einsatz und für die gute Zusammenarbeit hier im Hohen Haus. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Es wurde ja heute schon gesagt: Bandion-Ortner ist als parteiunabhängige Ministerin angetreten, als Ministerin aus der Innensicht der Justiz, als Richterin, und hat dadurch natürlich auch sehr hohe Erwartungen geweckt. (Abg. Ing. Westenthaler: „Idealbesetzung“, wurde gesagt! – Weitere Zwischenrufe bei BZÖ und Grünen.) Sie hat viele dieser Erwartungen in der kurzen Zeit, in den wenigen Jahren durchaus auch erfüllt, es waren sehr produktive Jahre. Alle, die im Justizausschuss mit dabei sind, wissen das: Es sind viele wichtige Justizprojekte und Justizgesetze in den letzten Jahren gemeinsam mit Justizministerin Bandion-Ortner umgesetzt worden; auch das soll heute nicht unerwähnt bleiben. Ich bedanke mich bei Claudia Bandion-Ortner ausdrücklich für ihren Einsatz und für die gute Zusammenarbeit hier im Hohen Haus. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wenn wir heute wieder gehört haben – nur als Beispiele –, dass vom „Kaltstellen“ von Staatsanwälten gesprochen wird, von der Eröffnung der „Jagdsaison“ auf Regierungsmitglieder, wenn hauptsächlich die Verhöhnung hier im Mittelpunkt steht, dann schadet das, meine ich, nicht nur uns, sondern es schadet auch dem politischen System, und es schadet damit der Demokratie. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Beatrix Karl verfügt nicht nur über eine langjährige Erfahrung als Parlamentarierin, als Mitglied dieses Hohen Hauses, als Kollegin von vielen von uns. Sie hat in den letzten Jahren auch im Wissenschaftsressort ihre Führungsqualität, ihre Beharrlichkeit, ihre Konsensfähigkeit und auch ihre Lösungskompetenz, glaube ich, sehr gut unter Beweis gestellt. Sie ist – und auch das wurde heute ja schon mehrfach erwähnt – als habilitierte Professorin der Rechtswissenschaften fachlich bestens und höchst qualifiziert und kompetent. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Liebe Frau Justizministerin, du verfügst über alle Voraussetzungen, über alle Fähigkeiten für diese schwierige Aufgabe. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Ich freue mich auf die zukünftige gute Zusammenarbeit, und ich darf auch alle Kolleginnen und Kollegen hier in diesem Hohen Haus zu einer solchen konstruktiven und guten Zusammenarbeit aufrufen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Liebe Frau Justizministerin, du verfügst über alle Voraussetzungen, über alle Fähigkeiten für diese schwierige Aufgabe. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Ich freue mich auf die zukünftige gute Zusammenarbeit, und ich darf auch alle Kolleginnen und Kollegen hier in diesem Hohen Haus zu einer solchen konstruktiven und guten Zusammenarbeit aufrufen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Vertreter der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Mein Vorredner hat die ausgeschiedene Justizministerin bedankt und verabschiedet und hat die neue willkommen geheißen. Was dazu auffällt, ist einerseits, wie eine christliche Partei, die ÖVP – menschlich, sage ich hier –, mit Claudia Bandion-Ortner umgegangen ist. So etwas tut man nicht! (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.) Ministerin Bandion-Ortner ist aus den Medien von ihrer Abberufung informiert worden, sie sitzt zu Hause und weint seit Tagen, teilt der Pressesprecher mit. (Abg. Kopf: Sie haben die eigenen Leute kaltgestellt! Reden Sie da nicht herum!)
Abg. Kopf: Sie haben die eigenen Leute kaltgestellt! Reden Sie da nicht herum!
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Vertreter der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Mein Vorredner hat die ausgeschiedene Justizministerin bedankt und verabschiedet und hat die neue willkommen geheißen. Was dazu auffällt, ist einerseits, wie eine christliche Partei, die ÖVP – menschlich, sage ich hier –, mit Claudia Bandion-Ortner umgegangen ist. So etwas tut man nicht! (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.) Ministerin Bandion-Ortner ist aus den Medien von ihrer Abberufung informiert worden, sie sitzt zu Hause und weint seit Tagen, teilt der Pressesprecher mit. (Abg. Kopf: Sie haben die eigenen Leute kaltgestellt! Reden Sie da nicht herum!)
Beifall bei der FPÖ.
Mantel der Unabhängigkeit im Bereich der Justiz um. Das muss der ÖVP klar sein: Dieses Ministerium ist jetzt mit einem eindeutigen und verlässlichen Parteigänger besetzt worden. Die Justiz ist schwarz eingefärbt – was das bedeutet, wissen wir vom Innenministerium: Hier wurden die Mails zitiert, hier wurden Interventionen zitiert. Das verheißt in Wirklichkeit nichts Gutes! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kopf: Schön, dass Sie sich unsere Sorgen machen!
Vor allem an die ÖVP gerichtet: Sie werden das innerparteiliche Problem der ÖVP und vor allem die Probleme der Österreicherinnen und Österreicher nicht dadurch lösen, dass Sie Personen austauschen, dass Sie Köpfe auswechseln. Innerparteilich schon gar nicht! Das hat in einer sehr treffenden Analyse Dr. Ferdinand Maier – wo ist er? – seinem Klubobmann und allen hier im Parlament zugänglich gemacht. Er hat das System und das Problem der ÖVP, Klubobmann Kopf, sehr genau analysiert und auf den Kopf getroffen. (Abg. Kopf: Schön, dass Sie sich unsere Sorgen machen!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Richtig analysiert! Die vier Probleme der ÖVP aufgelistet: ein „Führungsdilemma“, ein „Kommunikationsdilemma“, ein „Rekrutierungsdilemma“ – ich schaue ganz nach rechts (der Redner blickt in Richtung Staatssekretär Kurz) – und ein „Transparenzdilemma“; die „Elfenbeinpolitik“, in der sich die ÖVP befindet. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Das ist die Analyse eines ehemaligen ÖVP-Generalsekretärs, eines Klubmitglieds, das für eure Partei – und das Kopfnicken zeigt, er hat nicht ganz unrecht – in Wirklichkeit doch den Nagel auf den Kopf getroffen hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Richtig analysiert! Die vier Probleme der ÖVP aufgelistet: ein „Führungsdilemma“, ein „Kommunikationsdilemma“, ein „Rekrutierungsdilemma“ – ich schaue ganz nach rechts (der Redner blickt in Richtung Staatssekretär Kurz) – und ein „Transparenzdilemma“; die „Elfenbeinpolitik“, in der sich die ÖVP befindet. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Das ist die Analyse eines ehemaligen ÖVP-Generalsekretärs, eines Klubmitglieds, das für eure Partei – und das Kopfnicken zeigt, er hat nicht ganz unrecht – in Wirklichkeit doch den Nagel auf den Kopf getroffen hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Großruck: ... viel zu lange im Solarium!
Wenn Sie schon innerparteilich Ihre Probleme nicht lösen können – inhaltsleer, wie es Maier feststellt –: Für die Österreicherinnen und Österreicher werden Sie das nicht schaffen! Die Erklärung des Herrn Bundeskanzlers, des Herrn Vizekanzlers hat zwei Aussagen gehabt. (Abg. Großruck: ... viel zu lange im Solarium!) Das eine ist: Die Arbeitslosigkeit sei ja so positiv, alles sei zum Besten gestellt. Und im Innenbereich: Wir brauchen Sicherheit im Internet. – Wir brauchen keine Sicherheit im Internet, wir brauchen die Sicherheit auf der Straße! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie schon innerparteilich Ihre Probleme nicht lösen können – inhaltsleer, wie es Maier feststellt –: Für die Österreicherinnen und Österreicher werden Sie das nicht schaffen! Die Erklärung des Herrn Bundeskanzlers, des Herrn Vizekanzlers hat zwei Aussagen gehabt. (Abg. Großruck: ... viel zu lange im Solarium!) Das eine ist: Die Arbeitslosigkeit sei ja so positiv, alles sei zum Besten gestellt. Und im Innenbereich: Wir brauchen Sicherheit im Internet. – Wir brauchen keine Sicherheit im Internet, wir brauchen die Sicherheit auf der Straße! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundeskanzler, da glaube ich schon eher dem AMS-Chef, der genau auf diese Situation aufmerksam macht, dass mit der Öffnung des Arbeitsmarktes, natürlich aufgrund der unterschiedlichen Lohnniveaus in unseren Nachbarstaaten, den Österreichern in Wirklichkeit eine katastrophale Situation droht! (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Das sind die Probleme, die die Österreicherinnen und Österreicher beschäftigen (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), und nicht, ob auf der Regierungsbank eine Frau Huber oder ein Herrn Maier sitzt und inhaltsleer – wie es Ferdinand Maier treffend analysiert hat – die Probleme löst. Ich kann Ihnen sagen, wo das Problem liegt (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen): Sie denken ausschließlich in Köpfen, in Posten und in Ämtern. – Wir denken an die Probleme der Österreicherinnen und Österreicher (Präsident Neugebauer gibt abermals das Glockenzeichen) und sind die einzige Partei, die auch Ja zu Österreich sagt. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen
Das sind die Probleme, die die Österreicherinnen und Österreicher beschäftigen (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), und nicht, ob auf der Regierungsbank eine Frau Huber oder ein Herrn Maier sitzt und inhaltsleer – wie es Ferdinand Maier treffend analysiert hat – die Probleme löst. Ich kann Ihnen sagen, wo das Problem liegt (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen): Sie denken ausschließlich in Köpfen, in Posten und in Ämtern. – Wir denken an die Probleme der Österreicherinnen und Österreicher (Präsident Neugebauer gibt abermals das Glockenzeichen) und sind die einzige Partei, die auch Ja zu Österreich sagt. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Neugebauer gibt abermals das Glockenzeichen
Das sind die Probleme, die die Österreicherinnen und Österreicher beschäftigen (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), und nicht, ob auf der Regierungsbank eine Frau Huber oder ein Herrn Maier sitzt und inhaltsleer – wie es Ferdinand Maier treffend analysiert hat – die Probleme löst. Ich kann Ihnen sagen, wo das Problem liegt (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen): Sie denken ausschließlich in Köpfen, in Posten und in Ämtern. – Wir denken an die Probleme der Österreicherinnen und Österreicher (Präsident Neugebauer gibt abermals das Glockenzeichen) und sind die einzige Partei, die auch Ja zu Österreich sagt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das sind die Probleme, die die Österreicherinnen und Österreicher beschäftigen (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), und nicht, ob auf der Regierungsbank eine Frau Huber oder ein Herrn Maier sitzt und inhaltsleer – wie es Ferdinand Maier treffend analysiert hat – die Probleme löst. Ich kann Ihnen sagen, wo das Problem liegt (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen): Sie denken ausschließlich in Köpfen, in Posten und in Ämtern. – Wir denken an die Probleme der Österreicherinnen und Österreicher (Präsident Neugebauer gibt abermals das Glockenzeichen) und sind die einzige Partei, die auch Ja zu Österreich sagt. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf beim BZÖ: Was heißt Zweifel!
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Wenn man die letzten zwei Wochen beobachtet hat, dann hat man schon ein bisschen Zweifel an der Regierungsfähigkeit der ÖVP bekommen. (Ruf beim BZÖ: Was heißt Zweifel!) Wie da der neue ÖVP-Parteiobmann Spindelegger gezwungen war, quasi nach einer Formel, die mathematisch nicht auflösbar ist, neun Regierungsämter auf neun Bundesländer und drei Bünde zu verteilen, war schon einzigartig. Ich hatte immer den Eindruck, das Kriterium Qualität spielt keine Rolle. Damit will ich nicht sagen, dass man etwas gegen Qualität gehabt hätte; es war aber schlichtweg nicht relevant bei der Personalauswahl! Das halte ich für hoch problematisch, denn es geht ja nicht nur um die ÖVP, sondern es geht um die wichtigsten Ämter in der Republik.
Beifall bei den Grünen.
Das Dritte, was niemand versteht, ist, dass vor zwei Jahren die Manager von staatsnahen Betrieben aus den strengen Korruptionsregeln ausgenommen wurden. Niemand versteht, dass der Steuerzahler für ÖBB- und ASFINAG-Schulden zwar haften muss, dass aber beim Korruptionsstrafrecht alle diejenigen wie Privatmanager behandelt werden und dass nicht die strengen Regeln für Beamte gelten. All das gehört beseitigt. Die Frage ist: Wollen Sie das? – Daran werden wir Sie messen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
In diesem Sinn wünsche ich Ihnen alles Gute, und ich verspreche Ihnen, Sie werden bald von mir hören, wie ich mit Ihnen zufrieden bin. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Es ist – wie so oft, manche Reden wiederholen sich jahrelang immer wieder – die Aufforderung an die Opposition gekommen, doch Lösungsvorschläge und konkrete Inhalte zu präsentieren. Meine Herren – vor allem Herren von den Regierungsparteien waren es, die das vorgebracht haben –, haben Sie wirklich zugehört, was da heute von den Regierungsvertretern gekommen ist? So wenig bringen wir in ganzen Parlamentssitzungen und ‑tagen nicht zusammen – abgesehen von den tausend Anträgen der Opposition, die unbehandelt in den Ausschüssen liegen –, wie heute hier an programmatischen Vorgaben gekommen ist. (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Heiterkeit beim BZÖ.
Wenn man hier einen Neustart haben möchte – und vielleicht ist es nicht ganz zufällig, dass „Neustart“ auch der Name für eine Bewährungshilfe-Organisation ist –, dann hätten wir (Zwischenbemerkung von der Regierungsbank) – ja, Sie haben es schon gehört, es ist schön, dass Sie das sagen – heute gerne von Ihnen gehört, wie Sie die nächsten zwei Jahre für Österreich arbeiten wollen, und zwar ganz konkret, nicht als Ansage im Innenministerium, dass es dort pfeift. Ich weiß nicht – sind die Fenster undicht? (Heiterkeit beim BZÖ.) Übt dort die Polizeimusik, oder ist es sonst irgendetwas?
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek – in Richtung Bundesministerin Mag. Mikl-Leitner –: Was heißt das? Als Kärntnerin verstehe ich das nicht!
(Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek – in Richtung Bundesministerin Mag. Mikl-Leitner –: Was heißt das? Als Kärntnerin verstehe ich das nicht!) Was ist das, bitte schön? Als konkrete Ansage des Innenministeriums, wie man in Zukunft die Sicherheit der Bürger schützen wird: Es pfeift im Innenministerium – großartig!
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Was mich besonders überrascht hat bei der Wirtschaftspartei ÖVP, ist, dass man die Wirtschaft ins Abseits stellt, denn einer der wenigen Aktivpunkte ist – ich will Ihnen nicht schaden, Herr Wirtschaftsminister Dr. Mitterlehner – in dieser Bundesregierung der Wirtschaftsminister, der gerade auch in dieser Krise dafür gesorgt hat, gegen viele Widerstände auch in den öffentlichen Institutionen und in der Bundesregierung, dass vor allem die kleine und mittelständische Wirtschaft unterstützt wird. Dr. Mitterlehner hat auch einige gute Gesetzesinitiativen gesetzt – und ihm nimmt man nicht nur das Familienstaatssekretariat weg, sondern zeigt auch, dass die Wirtschaft hinter Beamteninteressen und so weiter gestellt wird. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dr. Spindelegger.
Herr Vizekanzler und Außenminister Dr. Spindelegger, ich würde mir erhoffen, dass Sie im neuen Amt wenigstens eine positive Maßnahme setzen, nämlich etwas zurückzunehmen, das hinter unserem Rücken passiert. Sie nehmen nämlich Botschaftsschließungen gerade in sensiblen Bereichen des Nahen Ostens vor, obwohl Sie etwas anderes, auch hier im Parlament, versprochen haben. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dr. Spindelegger.) Sie fahren sinnvollerweise in den Nahen Osten, wo Sie Gespräche führen und 17 Millionen € an Garantien versprechen, aber wegen 500 000 € im Jahr schließen Sie Botschaften in kleinen arabischen Ländern, anstatt dort Hilfestellung zur Stabilisierung zu geben.
Beifall beim BZÖ.
So gesehen ist das heute wieder einmal eine Enttäuschung. Der Neustart ist schon ein Rohrkrepierer. Der große Tiger, der angetreten ist, endet als politischer Bettvorleger. Es ist schade, denn die nächsten zwei Jahre werden so sein wie die letzten zwei Jahre; man möchte in dieser Regierung Zeit gewinnen, um das Wahldesaster, das auf sie zukommt, halt noch ein bisschen zu verzögern. Für Österreich ist das verlorene Zeit, und das ist gerade in diesen Zeiten sehr schade. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Bundesminister für Wissenschaft und Forschung Dr. Karlheinz Töchterle: Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Abgeordnete! Liebe Kolleginnen und Kollegen von der Regierung! Liebe Zuhörer auf den Rängen, vor allem liebe junge Menschen! Ich freue mich, dass einige so lange ausgeharrt haben, denn ich denke, das, was ich sage, betrifft gerade Sie. Es geht in meinem Ressort ganz zentral um die Zukunft der Jugend und um die Zukunft dieses Landes. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Aufgrund dieser vielen gemeinsamen Grundlagen, die wir, so glaube ich, alle teilen, habe ich mir ein Motto gewählt, unter das ich meine Arbeit stellen möchte: Viribus unitis, mit vereinten Kräften an der Verbesserung der Wissenschafts-, Forschungs- und Bildungspolitik in Österreich zu arbeiten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Einigkeit herrscht zum Beispiel darüber, dass die Universitäten mehr Geld brauchen. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Ich gehe davon aus – und das mit Sicherheit –, dass die im vergangenen Herbst getroffene Vereinbarung zwischen dem Bundeskanzler,
Beifall bei der ÖVP.
dem damaligen Vizekanzler und den Rektoren, eine Studienplatzfinanzierung auf den Weg zu bringen, ein Weg zu mehr Geld sein wird. Ich bin davon überzeugt, dass wir in den Budgetverhandlungen für die Universitäten im Herbst für die nächste Leistungsvereinbarungsperiode deutliche Verbesserungen erzielen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Natürlich müssen wir auch unsere Mittel möglichst effizient einsetzen. Dazu kann der wiederum gestartete und von mir fortzuführende Hochschulplan helfen. Hiezu kann ich auch Herrn Scheibner eine Antwort geben: In diesem Hochschulplan ist auch vorgesehen, die außeruniversitären Forschungseinrichtungen gut zu verankern. Wir sind hier schon auf einem sehr guten Weg, und es haben einige, die am Anfang sehr sorgenvoll kommentiert haben, inzwischen gesehen, wie gut sie hier integrierbar sind. Das ist eine, so glaube ich, sich auf gutem Weg befindende Sache. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie der Abgeordneten Dr. Grünewald und Dr. Van der Bellen.
Deswegen möchte ich zum Schluss noch einmal zu meinem Motto zurückkehren: Vires unitae brauchen wir, um in einer demokratischen Verfassung, in der natürlich der Streit, die politische Auseinandersetzung zum Wesen von Demokratie gehören, dennoch das Gemeinsame zu sehen, anzustreben, nicht zu vergessen. Ich lade alle ein: Verlassen wir die ideologischen Bastionen und begeben wir uns in einen Wettstreit der besten Ideen! – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie der Abgeordneten Dr. Grünewald und Dr. Van der Bellen.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Ich darf zuerst einmal der scheidenden Wissenschaftsministerin Dr. Karl alles Gute für ihre neue Aufgabe wünschen, und ich darf auch den neuen Herrn Bundesminister Dr. Töchterle herzlich willkommen heißen. Wir werden ja gemeinsam viele wichtige Weichenstellungen in den nächsten Monaten vorzunehmen haben – mit vereinten Kräften, wie ich hoffe. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, viele wichtige Projekte. Ich freue mich auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit vereinten Kräften. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Pilz.
Deshalb halte ich die Anwesenheit des Vizekanzlers Spindelegger für unbedingt erforderlich. Ich erbitte deshalb, uns zu sagen, dass der Herr Vizekanzler gleich wieder kommt. Ansonsten, Herr Präsident, stelle ich gemäß der Geschäftsordnung den Antrag, dessen Anwesenheit per Beschluss einzufordern. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Pilz.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich unterstütze dieses gerade vorgebrachte Anliegen, weil wir auch dann, wenn die Fernsehkameras ausgeschaltet sind, weiter über die wesentlichen Aufgaben für die neuen Regierungsmitglieder sprechen wollen. Und da ist eben auch der neue Vizekanzler direkt betroffen. Daher: Es wäre für uns als Mandatare äußerst wichtig, dass auch der Herr Vizekanzler hier ist, damit er sich dieser Diskussion stellen kann. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall des Abg. Mag. Gaßner.
Hier eine Geschäftsordnungsdiskussion loszutreten, ob jetzt der eine oder andere Minister oder der Herr Vizekanzler bei dieser Debatte den ganzen Vormittag hier gesessen ist, dazu kann ich nur sagen: Jeder weiß, worum es da geht; tun wir das daher ins richtige Licht rücken. Ich meine, dass diese Diskussion doch wieder auf sachlicher Ebene stattfinden sollte – und nicht nur sozusagen auf der rein politischen Spielebene, denn die Themen sind doch viel zu wichtig, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall des Abg. Mag. Gaßner.)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Wir hatten ursprünglich die Vereinbarung, dass wir heute zur Vorstellung der neuen Mitglieder der Bundesregierung eine Debatte führen, und zwar in der Zeit von 9 Uhr bis 13 Uhr. (Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Jetzt einen Antrag auf Herbeizitierung des Vizekanzlers zu stellen, und zwar nach jener Zeit, die für diese Debatte vereinbart war, passt zu dem, wie Sie sich schon am Beginn der Sitzung verhalten haben: Sie brechen Vereinbarungen mit uns am laufenden Band. Sie sollten sich schämen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Im Übrigen: Es war nie ausgemacht, dass um 13 Uhr die Mitglieder der Regierung das Haus hier verlassen können. Im Gegenteil: Wir wollten uns heute ausgiebig Zeit nehmen, um mit dieser neuen Bundesregierung ausführlich über die Zukunft zu diskutieren. (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Ruf beim BZÖ: Das machen wir jetzt jede Viertelstunde!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Scheibner hat den Antrag zur Geschäftsbehandlung gestellt, der Nationalrat wolle im Sinne des § 18 Abs. 3 der Geschäftsordnung die Anwesenheit des Vizekanzlers und Bundesministers für europäische und internationale Angelegenheiten verlangen. (Ruf beim BZÖ: Das machen wir jetzt jede Viertelstunde!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wo ist er denn?
Ich bitte jene Damen und Herren, die für diesen Antrag auf Herbeizitierung des Herrn Vizekanzlers sind, um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist die Minderheit. Dieser Antrag ist somit abgelehnt. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wo ist er denn?)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Nein! Ich höre zu!
Abgeordnete Mag. Katharina Cortolezis-Schlager (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! (Unruhe im Saal.) Die Aufregung ist so groß, dass das Zuhören manchen schwerfällt. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Nein! Ich höre zu!) Leichter ist es zu zitieren, als zuzuhören. Ich darf daher zuerst einmal um Aufmerksamkeit bitten, wie es diesem Hohen Haus gebührt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: ... Vizekanzler wieder da! – Abg. Ing. Westenthaler: Der schert sich einen feuchten Kehricht ums Parlament! – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: ... Vizekanzler wieder da! – Abg. Ing. Westenthaler: Der schert sich einen feuchten Kehricht ums Parlament! – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.
Abgeordnete Mag. Katharina Cortolezis-Schlager (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! (Unruhe im Saal.) Die Aufregung ist so groß, dass das Zuhören manchen schwerfällt. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Nein! Ich höre zu!) Leichter ist es zu zitieren, als zuzuhören. Ich darf daher zuerst einmal um Aufmerksamkeit bitten, wie es diesem Hohen Haus gebührt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: ... Vizekanzler wieder da! – Abg. Ing. Westenthaler: Der schert sich einen feuchten Kehricht ums Parlament! – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie, Herr Dr. Töchterle, haben im Hochschulmanagement viel Erfahrung. Sie haben die Universität Innsbruck vorbildlich geführt, sind wiedergewählt worden und stellen sich gerade deswegen oder trotzdem dieser neuen Herausforderung. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Ich freue mich aber auch, dass in dieses Hohe Haus durch Sie die Sichtweisen der Universitäten und Fachhochschulen, die Sichtweisen des tertiären Bereichs einbezogen werden. Sie werden die Qualität unserer Auseinandersetzung ganz sicher weiter heben und auch der heutige Tag zeigt, mehr Qualität hier im Haus tut gut. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Hochschulpartnerschaft gelebt zu haben ist eine gute Basis, um gemeinsam Wissenschafts- und Hochschulpolitik zu gestalten. Dafür wünsche ich Ihnen viel Mut, viel Kraft, viel Durchhaltevermögen, aber auch jene Kraft des Zusammenholens aller Kräfte – wie Sie es heute schon erwähnt haben – hier im Haus, denn wir brauchen eine Reihe von gemeinsamen Vorgangsweisen, um die Zukunft unserer Hochschulen entsprechend zu sichern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich wünsche dir ebenso viel Kraft für die Zukunft und danke dir und deinem Kabinett und dem Haus für gute Zusammenarbeit. Ich wünsche mir, dass der neue Minister ebenso herzlich im Ressort empfangen wird. – Alles Gute und vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Rädler: ... wissenschaftlich fundiert!
Herr Dr. Töchterle, Sie haben gesagt, Sie wünschen sich einen Wettbewerb der besten Ideen und weniger Ideologie. Ich glaube, das ist auch richtig so, denn wir stellen fest, dass sich auch die Oppositionsparteien – das möchte ich auch heute wieder doppelt unterstreichen – mit sehr vielen Anträgen, Ideen, Vorschlägen in diese parlamentarische Arbeit einbringen. Aber oftmals scheitern sie an diesem alten verzopften System, dass Anträge der Opposition automatisch abgelehnt werden oder vertagt werden oder schubladisiert werden. (Abg. Rädler: ... wissenschaftlich fundiert!)
Ruf bei der FPÖ: Gar nichts!
Deswegen tat es uns auch heute ganz besonders weh, als Klubobmann Cap gesagt hat: Na ja, wo sind denn Ihre Vorschläge? – Einerseits liegen mehr als 1 000 Anträge der Opposition in den Ausschüssen bereit, um dort bearbeitet zu werden, und andererseits haben wir heute tatsächlich von den Mitgliedern der Bundesregierung sehr wenig an konkreten neuen Vorschlägen gehört. (Ruf bei der FPÖ: Gar nichts!)
Beifall bei der FPÖ.
Österreich gibt etwa 1,2 Prozent des BIP für den Bereich der Langzeitpflege aus. Andere Staaten, wie zum Beispiel Dänemark, etwa 2,6 bis 2,8 Prozent des BIP. Das zeigt uns, das wir uns auch in Österreich in diese Richtung entwickeln müssen. Wir werden mehr Geld dafür in die Hand nehmen müssen. Und wenn wir dieses Geld nicht durch eine bessere Verwaltung, durch eine sparsamere Verwaltung auch im Gesundheitswesen lukrieren, dann werden wir neue Steuern, neue Abgaben heranziehen müssen, um das zu finanzieren und das vernichtet Arbeitsplätze und schwächt den Wirtschaftsstandort Österreich. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: ... Ärzte sind nicht schlecht bezahlt!
Es ist tatsächlich so. Eine Freundin von mir ist Assistenzärztin an einem Krankenhaus. Wenn ich mir die Arbeitszeit ansehe und wie viele Stunden sie tatsächlich im Krankenhaus sein muss – eine junge Ärztin –, muss ich sagen, das ist wirklich nicht viel, was sie dafür bekommt. (Abg. Mag. Gaßner: ... Ärzte sind nicht schlecht bezahlt!) Sicher, später, wenn alles passt, wird sie einmal mehr verdienen, wenn, wenn, wenn. Aber dieser Einsatz, den sie zu leisten hat, geht wirklich auf die Gesundheit. Wenn ich die Leistung vergleiche, die viele von uns als Politiker erbringen (Bundeskanzler Faymann: FPÖ-Politiker!), mit dem, was viele Ärzte zu erbringen haben, dann sind die Ärzte sicher nicht überbezahlt, meine Damen und Herren. Das glaube ich nicht.
Bundeskanzler Faymann: FPÖ-Politiker!
Es ist tatsächlich so. Eine Freundin von mir ist Assistenzärztin an einem Krankenhaus. Wenn ich mir die Arbeitszeit ansehe und wie viele Stunden sie tatsächlich im Krankenhaus sein muss – eine junge Ärztin –, muss ich sagen, das ist wirklich nicht viel, was sie dafür bekommt. (Abg. Mag. Gaßner: ... Ärzte sind nicht schlecht bezahlt!) Sicher, später, wenn alles passt, wird sie einmal mehr verdienen, wenn, wenn, wenn. Aber dieser Einsatz, den sie zu leisten hat, geht wirklich auf die Gesundheit. Wenn ich die Leistung vergleiche, die viele von uns als Politiker erbringen (Bundeskanzler Faymann: FPÖ-Politiker!), mit dem, was viele Ärzte zu erbringen haben, dann sind die Ärzte sicher nicht überbezahlt, meine Damen und Herren. Das glaube ich nicht.
Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Faymann
„FPÖ-Politiker“, hat der Herr Bundeskanzler hinter mir gesagt. Der Herr Bundeskanzler ist ein lustiger Mann. Er lächelt die meiste Zeit, schweigt aber noch viel mehr – und der einzige Zwischenruf, den er heute getätigt hat, ganz leise hinter mir, weil laut hat er sich nicht getraut, war, die FPÖ-Politiker sind die, die zu viel verdienen. – Herr Bundeskanzler, ich kann Ihnen sagen (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Faymann), Sie sind mit Sicherheit der schlechteste Bundeskanzler, den diese Republik in all den Jahren bisher gesehen hat. Der schlechteste! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
„FPÖ-Politiker“, hat der Herr Bundeskanzler hinter mir gesagt. Der Herr Bundeskanzler ist ein lustiger Mann. Er lächelt die meiste Zeit, schweigt aber noch viel mehr – und der einzige Zwischenruf, den er heute getätigt hat, ganz leise hinter mir, weil laut hat er sich nicht getraut, war, die FPÖ-Politiker sind die, die zu viel verdienen. – Herr Bundeskanzler, ich kann Ihnen sagen (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Faymann), Sie sind mit Sicherheit der schlechteste Bundeskanzler, den diese Republik in all den Jahren bisher gesehen hat. Der schlechteste! (Beifall bei der FPÖ.)
Bundeskanzler Faymann: Richtig!
Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Wahlen, Herr Bundeskanzler! Sie sagen immer, es kommt eine Zusammenarbeit mit der FPÖ nicht in Frage. (Bundeskanzler Faymann: Richtig!) Herr Bundeskanzler, wissen Sie, Ihr Staatssekretär Ostermayer wäre mit Abstand der bessere Bundeskanzler, mit Sicherheit, das kann ich Ihnen sagen, denn mit ihm haben wir sehr gut zusammengearbeitet. Ich habe so den Eindruck, dass Sie, Herr Faymann, vielleicht nach der nächsten Wahl gar nicht mehr Bundeskanzler sind (Bundeskanzler Faymann: Wir haben denselben Eindruck von Ihnen!), und dann wird man sehen, wie die Gespräche zwischen den Parteien nach der Wahl laufen. (Beifall bei der FPÖ.)
Bundeskanzler Faymann: Wir haben denselben Eindruck von Ihnen!
Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Wahlen, Herr Bundeskanzler! Sie sagen immer, es kommt eine Zusammenarbeit mit der FPÖ nicht in Frage. (Bundeskanzler Faymann: Richtig!) Herr Bundeskanzler, wissen Sie, Ihr Staatssekretär Ostermayer wäre mit Abstand der bessere Bundeskanzler, mit Sicherheit, das kann ich Ihnen sagen, denn mit ihm haben wir sehr gut zusammengearbeitet. Ich habe so den Eindruck, dass Sie, Herr Faymann, vielleicht nach der nächsten Wahl gar nicht mehr Bundeskanzler sind (Bundeskanzler Faymann: Wir haben denselben Eindruck von Ihnen!), und dann wird man sehen, wie die Gespräche zwischen den Parteien nach der Wahl laufen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Wahlen, Herr Bundeskanzler! Sie sagen immer, es kommt eine Zusammenarbeit mit der FPÖ nicht in Frage. (Bundeskanzler Faymann: Richtig!) Herr Bundeskanzler, wissen Sie, Ihr Staatssekretär Ostermayer wäre mit Abstand der bessere Bundeskanzler, mit Sicherheit, das kann ich Ihnen sagen, denn mit ihm haben wir sehr gut zusammengearbeitet. Ich habe so den Eindruck, dass Sie, Herr Faymann, vielleicht nach der nächsten Wahl gar nicht mehr Bundeskanzler sind (Bundeskanzler Faymann: Wir haben denselben Eindruck von Ihnen!), und dann wird man sehen, wie die Gespräche zwischen den Parteien nach der Wahl laufen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Oi!
Herr Bundeskanzler, Sie müssen verstehen, dass ich so reagiere, denn ich erwarte mir von einem Bundeskanzler nicht einen derart eigenartigen, wenig intelligenten, plumpen, primitiven Zwischenruf; das gefällt mir überhaupt nicht. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Oi!)
Abg. Grosz: Er sich selber auch!
Herr Klubobmann Kopf, wenn Sie wirklich der Ansicht sind, wenn Sie ernst meinen, was Sie vorher gesagt haben, nämlich dass es eine Vereinbarung zwischen den Parteien gäbe, dass die Debatte nur von 9 bis 13 Uhr stattfinden soll, dann sind Sie der Einzige hier, der das glaubt, denn die Debatte wurde von 9 bis 13 Uhr nur im Fernsehen übertragen, aber die Debatte war selbstverständlich ab 13 Uhr ganz normal weiter zu führen. Und Ihr Parteiobmann und Vizekanzler hat die Verpflichtung, hier zu sein, bei der Debatte anwesend zu sein, wenn sein Regierungsteam, das er heute hier dem Parlament präsentiert (Abg. Grosz: Er sich selber auch!), und er sich selbst auch, hier heute zur Diskussion steht.
Beifall beim BZÖ.
Daher stelle ich den Antrag auf Anwesenheit des Herrn Vizekanzlers und bitte, darüber abzustimmen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Rädler: Bei der Dummheit mehrerer anschließen!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Wenn ich mich richtig entsinne, war das jetzt die zweite Wortmeldung seitens des BZÖ, jedenfalls in der Folge. (Abg. Rädler: Bei der Dummheit mehrerer anschließen!)
Abg. Scheibner: Die kommen nicht! Hauen einfach ab!
Zur Frage der Anwesenheit: Wir hatten heute die Möglichkeit, uns seit der Früh mit den einzelnen Erklärungen von Regierungsmitgliedern auseinanderzusetzen, und haben auch in der Folge noch die Möglichkeit, einzelne Erklärungen von Regierungsmitgliedern hier zu hören, und wir haben die Möglichkeit, dass wir darüber dann auch bei den Rednereinteilungen eine entsprechende Wortmeldungsrunde haben (Abg. Scheibner: Die kommen nicht! Hauen einfach ab!), wo wir uns dann auch mit den Inhalten dazu auseinandersetzen. (Abg. Ing. Westenthaler: Euch hätte ich mir angeschaut in der Opposition!)
Abg. Ing. Westenthaler: Euch hätte ich mir angeschaut in der Opposition!
Zur Frage der Anwesenheit: Wir hatten heute die Möglichkeit, uns seit der Früh mit den einzelnen Erklärungen von Regierungsmitgliedern auseinanderzusetzen, und haben auch in der Folge noch die Möglichkeit, einzelne Erklärungen von Regierungsmitgliedern hier zu hören, und wir haben die Möglichkeit, dass wir darüber dann auch bei den Rednereinteilungen eine entsprechende Wortmeldungsrunde haben (Abg. Scheibner: Die kommen nicht! Hauen einfach ab!), wo wir uns dann auch mit den Inhalten dazu auseinandersetzen. (Abg. Ing. Westenthaler: Euch hätte ich mir angeschaut in der Opposition!)
Abg. Ing. Westenthaler: Habe ich nicht gewusst! – Abg. Grosz: Sie sind schon alle da, kannst aufhören!
Es hat ausgiebige Ausführungen des Vizekanzlers, des Bundeskanzlers gegeben, also ich verstehe nicht, was jetzt das neue Insistieren hier bedeutet, denn es geht ja darum, dass in der ... (Abg. Ing. Westenthaler: Habe ich nicht gewusst! – Abg. Grosz: Sie sind schon alle da, kannst aufhören!) – Sie müssen mich jetzt ausreden lassen.
Abg. Grosz: Ein bisschen langsamer!
Es geht ja darum, dass man sich in der Folge dann mit den einzelnen Inhalten der Mitglieder der Regierung auseinandersetzen kann, und daher sollte man sich, finde ich, lieber auf die Inhalte konzentrieren. (Abg. Grosz: Ein bisschen langsamer!) – Ich habe mir gedacht, von der Auffassungsgabe her ist es einfacher, ich rede ein bisschen langsamer, damit du ein bisschen mitschreiben kannst für die nächste, für die übernächste und die überübernächste Wortmeldung.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Dann soll aber der Vizekanzler kommen!
Wir können noch x-mal abstimmen – das ist in Ordnung –, aber ich möchte dann gern von Ihren Abgeordneten wieder etwas Inhaltliches zu den einzelnen Ausführungen der Regierungsmitglieder hören. Das wäre mir ein echtes Anliegen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Dann soll aber der Vizekanzler kommen!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – He-Rufe bei FPÖ, Grünen und BZÖ.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Ich möchte lediglich auch für die Fortdauer der Debatte anmerken, dass ich ab nun etwas mehr auf die Geschäftsordnung achten werde und auch bei den Wortmeldungen zur Geschäftsordnung darauf, dass diese formal Wortmeldungen zur Geschäftsordnung sind – und nicht lediglich damit Zeit gewonnen wird. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – He-Rufe bei FPÖ, Grünen und BZÖ.)
Abg. Dr. Cap: Das schaue ich mir an! – Abg. Ing. Westenthaler: Josef Cap bricht die Geschäftsordnung! – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Mit Verlaub halte ich fest, dass die letzte Wortmeldung zur Geschäftsordnung nicht im Sinne der Geschäftsordnung war, und es bleibt mir, das auch so festzuhalten. (Abg. Dr. Cap: Das schaue ich mir an! – Abg. Ing. Westenthaler: Josef Cap bricht die Geschäftsordnung! – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Mag. Stadler: Haben Sie Zweifel daran?
Ich komme in diesem Zusammenhang ganz kurz auf Klubobmann Kopf zu sprechen, der zur Opposition gesagt hat, Österreich ist schön. Ich habe den Eindruck, er glaubt, dass die ÖVP dafür die Verantwortung trägt. (Abg. Mag. Stadler: Haben Sie Zweifel daran?) Ich mache ihn darauf aufmerksam: Die ÖVP wird in der Schöpfungsgeschichte nicht zitiert und wurde mindestens 13 Milliarden Jahre später gegründet. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich komme in diesem Zusammenhang ganz kurz auf Klubobmann Kopf zu sprechen, der zur Opposition gesagt hat, Österreich ist schön. Ich habe den Eindruck, er glaubt, dass die ÖVP dafür die Verantwortung trägt. (Abg. Mag. Stadler: Haben Sie Zweifel daran?) Ich mache ihn darauf aufmerksam: Die ÖVP wird in der Schöpfungsgeschichte nicht zitiert und wurde mindestens 13 Milliarden Jahre später gegründet. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.
Ich würde dich bitten, wirklich der Jugend und dem wissenschaftlichen Nachwuchs Chancen und Perspektiven zu geben. (Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.) Schöne Reden in Alpbach und sonst wo nützen uns wenig.
Beifall bei den Grünen.
Ganz zum Schluss – ich sage das dann auch privat –: Beim Studium der Internationalen Entwicklung muss man den Studierenden ein Masterstudium bieten, sonst stehen Tausende vor der Tür, und das ist beschämend für Österreich! (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Das bezweifle ich!
Wir haben ein Motto – oder verschiedene Mottos – gehört, was die einzelnen Ministerien tun wollen, welches Motto sie gewählt haben, doch haben wir nichts Konkretes gehört. Was mich besonders stört – und ich weiß, wovon ich spreche (Ruf bei der SPÖ: Das bezweifle ich!), weil auch ich einmal auf dieser Regierungsbank gesessen bin –, ist diese Missachtung des Parlaments. Wenn über eine neue Regierungsmannschaft gesprochen und diese vorgestellt wird, dann hat man gefälligst hier anwesend zu sein und zuzuhören – auch jenen, die nach der Fernsehübertragung sprechen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir haben ein Motto – oder verschiedene Mottos – gehört, was die einzelnen Ministerien tun wollen, welches Motto sie gewählt haben, doch haben wir nichts Konkretes gehört. Was mich besonders stört – und ich weiß, wovon ich spreche (Ruf bei der SPÖ: Das bezweifle ich!), weil auch ich einmal auf dieser Regierungsbank gesessen bin –, ist diese Missachtung des Parlaments. Wenn über eine neue Regierungsmannschaft gesprochen und diese vorgestellt wird, dann hat man gefälligst hier anwesend zu sein und zuzuhören – auch jenen, die nach der Fernsehübertragung sprechen! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das ist für mich eine Bestätigung, dass sich nichts ändern wird, dass es zwar einige neue Gesichter gibt, aber eine alte Politik fortgeführt wird: eine Politik der Mutlosigkeit, des Stillstands. Vielleicht genügt es dem Herrn Vizekanzler, dass er den Herrn Bundeskanzler glücklich gemacht hat und dass Herr Landeshauptmann Pröll nun auch innerhalb des schwarzen Regierungsteams die Fäden zieht. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall des Abg. Linder.
Auch die Familienpolitik – und das ist besonders schmerzhaft – ist, obwohl sie ein Herzensanliegen des Herrn Vizekanzlers ist, am Abstellgleis. Gerade der Katholische Familienverband, der der ÖVP nicht fernsteht, hat als erste Reaktion gesagt, es sei „ein fatales gesellschaftspolitisches Signal gegenüber Familien“, wenn das Staatssekretariat aufgelöst wird. (Beifall des Abg. Linder.)
Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.
Drittes Beispiel, der Familienlastenausgleich. Wann wird endlich die Neuordnung der Finanzstruktur vorgenommen? Wann kommt man endlich mit neuen Ideen, anstatt nur Leistungen zu kürzen und zu sagen, das Defizit sei jetzt sowieso ein bisschen weniger geworden?! – Das sind die Dinge, die ich mir erwarte. (Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Dr. Graf gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Auch Sie, Frau Justizministerin Karl, haben viele Baustellen: nicht nur, das Vertrauen in die Justiz zu fördern und wieder zu gewinnen, sondern vor allem auch Baustellen im Familienbereich. Ich hätte gerne von Ihnen gehört, wie es mit der gemeinsamen Obsorge ausschaut! Ich hätte gerne von Ihnen gehört, wie es mit den Verbesserungen im Besuchsrecht ausschaut! Wie kommen wir da weiter? Wie schaut es aus mit dem Geld für die Prozessbegleitung und für den Kinderbeistand? Wie schaut es aus mit den notwendigen Verschärfungen im Strafrecht? (Präsident Dr. Graf gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Beifall beim BZÖ.
Dem habe ich nichts hinzuzufügen, außer dass sich die Österreicherinnen und Österreicher eine bessere Regierung verdient hätten. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Einen einzigen Satz!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Zur Geschäftsbehandlung hat sich Herr Abgeordneter Stadler zu Wort gemeldet. Ich frage im Vorhinein im Sinne der Geschäftsordnung: Beabsichtigen Sie, einen Antrag zu stellen? (Abg. Mag. Stadler: Einen einzigen Satz!) – Bitte, dann erteile ich Ihnen das Wort.
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich beantrage, die Anwesenheit des Vizekanzlers gemäß § 18 Abs. 3 der Geschäftsordnung zu verlangen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Stellt er auch einen Antrag?
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Zur Geschäftsbehandlung hat sich Herr Klubobmann Kopf zu Wort gemeldet. Ich erteile ihm das Wort und rufe den § 59 der Geschäftsordnung in Erinnerung. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Stellt er auch einen Antrag?)
Abg. Dr. Stummvoll: Es ist schon ein Missbrauch!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident, vielen Dank für die Erinnerung an die Geschäftsordnung. – Geschätzte Damen und Herren, es ist nach der Geschäftsordnung völlig legitim, einen Antrag zu stellen, wie es Kollege Stadler jetzt getan hat. (Abg. Dr. Stummvoll: Es ist schon ein Missbrauch!) Nur:
Abg. Grosz: ... die eigenen Abgeordneten aus der Cafeteria kommen! – Abg. Ing. Westenthaler: Die Suppe wird kalt!
Der Herr Vizekanzler hat sich vorher ausführlich zu Wort gemeldet und seine Mannschaft vorgestellt. Jetzt sind entsprechend einer Vereinbarung alle anderen, insbesondere die neuen Regierungsmitglieder, an der Reihe. Hier hat der Herr Vizekanzler keine weitere Wortmeldung nach der vorgesehenen, zwischen uns vereinbarten Redeordnung. Daher kann ich den Sinn Ihres Antrages beim besten Willen nicht erkennen – auch wenn er natürlich formal zulässig ist. (Abg. Grosz: ... die eigenen Abgeordneten aus der Cafeteria kommen! – Abg. Ing. Westenthaler: Die Suppe wird kalt!)
Abg. Riepl: Der Bucher fehlt! Und der Strache auch!
Ich bitte jene Damen und Herren, die diesem Antrag beitreten wollen, um ein Zeichen der Zustimmung. (Abg. Riepl: Der Bucher fehlt! Und der Strache auch!) – Das ist die Minderheit. Der Antrag ist somit abgelehnt.
Abg. Ing. Westenthaler: Allein gelassen vom eigenen Parteichef!
Staatssekretär im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten Dr. Wolfgang Waldner: Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich bin stolz darauf und freue mich, dass ich in dieser meiner neuen Funktion weiter für die Republik Österreich und für die Österreicherinnen und Österreicher arbeiten darf, und darf mich heute hier kurz vorstellen. (Abg. Ing. Westenthaler: Allein gelassen vom eigenen Parteichef!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Kein Parteiobmann!
Ich komme aus Kärnten, bin in Kärnten aufgewachsen, in Tirol in die Schule gegangen, habe in Wien und im Ausland studiert und bin seit 30 Jahren im Außenministerium tätig. Ich habe zwei Töchter, eine studiert an der WU, die zweite macht morgen Matura, auch darauf bin ich stolz. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Kein Parteiobmann!)
Abg. Ing. Westenthaler: Heute schon das erste Mal!
Meine Aufgaben in dieser meiner neuen Funktion sind die Unterstützung und die Vertretung des Außenministers der Republik im Außenministerium in allen Geschäftsbereichen und auch hier im Parlament. (Abg. Ing. Westenthaler: Heute schon das erste Mal!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Es geht auch um den großen Bereich der konsularischen Sicherheit und um den Bereich des Bürgerservice. Gerade in diesen Tagen erleben wir wieder Situationen im Ausland, die für österreichische Staatsbürger sehr bedrohlich und gefährlich sein können. Da hat das Außenministerium eine wichtige Rolle, unsere Kolleginnen und Kollegen leisten da hervorragende Arbeit. Ich denke da an Libyen, an die Entwicklungen dort in letzter Zeit. Und sehr aktuell: Gerade jetzt sind in Syrien 200 österreichische StaatsbürgerInnen möglicherweise bedroht und müssen von uns möglicherweise unterstützt werden. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Öllinger: Minus 30 Prozent!
Es geht auch um den Bereich der Entwicklungszusammenarbeit, wo ein Dreijahresprogramm weiter umzusetzen ist, und das, auch angesichts der budgetären Situation (Abg. Öllinger: Minus 30 Prozent!), effizient und in Partnerschaft mit möglichst vielen anderen Institutionen.
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ich werde all diese Aufgaben im Auftrag des Außenministers, in Koordination mit den Kolleginnen und Kollegen in der Regierung und natürlich auch in Kooperation mit Ihnen, dem Parlament, erfüllen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, ich werde Ihnen selbstverständlich zu allen diesen Fragen Rede und Antwort stehen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
eine gute weitere Zusammenarbeit mit Ihnen, Herr Staatssekretär. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Die Sie jahrelang verhindert haben!
Aber nicht nur auf globaler Ebene können wir eine gute Arbeit vorweisen, einen ganz neuen Erfolg auf regionaler Ebene möchte ich hier unbedingt zur Sprache bringen. Ich bin Kärntnerin wie Sie, deshalb bin ich auch sehr glücklich über die erfolgreiche Einigung, die in der Ortstafelfrage gefunden worden ist. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Die Sie jahrelang verhindert haben!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz besonders beim verantwortlichen Staatssekretär Josef Ostermayer und seinem Team bedanken (Beifall bei SPÖ und ÖVP), der mit viel Ausdauer, Einfühlungsvermögen, Verhandlungsgeschick und Unbeirrbarkeit diesen Konflikt, der über viele Jahrzehnte geschwelt hat, beilegen konnte. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz besonders beim verantwortlichen Staatssekretär Josef Ostermayer und seinem Team bedanken (Beifall bei SPÖ und ÖVP), der mit viel Ausdauer, Einfühlungsvermögen, Verhandlungsgeschick und Unbeirrbarkeit diesen Konflikt, der über viele Jahrzehnte geschwelt hat, beilegen konnte. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Linder.
Bedanken möchte ich mich aber auch bei den Vertretern der Kärntner Slowenen und Sloweninnen, den Bürgermeistern und Gemeinderäten und all jenen, die unterstützend und begleitend mitgewirkt haben, um diesen Kompromiss zu erreichen. Dazu gehört mein Dank auch an Bundeskanzler Faymann und an Außenminister Spindelegger wie auch an Bundespräsident Heinz Fischer. (Zwischenruf des Abg. Linder.) – Es gibt offensichtlich Menschen, die noch immer nicht zufrieden sind. Ich hoffe nun, dass vor dem Sommer eine gesetzliche und praktische Umsetzung der Einigung erfolgen kann, hier im Parlament und vor Ort in Kärnten. Denn: Meine Damen und Herren, es ist höchste Zeit, dass die Menschen in Kärnten diesen Streit aus der Vergangenheit (Abg. Petzner: Alles eure Bürgermeister, die ...!) endgültig ad acta legen und sich voll und ganz auf die Zukunft konzentrieren können, denn das ist wichtig für das Land.
Abg. Petzner: Alles eure Bürgermeister, die ...!
Bedanken möchte ich mich aber auch bei den Vertretern der Kärntner Slowenen und Sloweninnen, den Bürgermeistern und Gemeinderäten und all jenen, die unterstützend und begleitend mitgewirkt haben, um diesen Kompromiss zu erreichen. Dazu gehört mein Dank auch an Bundeskanzler Faymann und an Außenminister Spindelegger wie auch an Bundespräsident Heinz Fischer. (Zwischenruf des Abg. Linder.) – Es gibt offensichtlich Menschen, die noch immer nicht zufrieden sind. Ich hoffe nun, dass vor dem Sommer eine gesetzliche und praktische Umsetzung der Einigung erfolgen kann, hier im Parlament und vor Ort in Kärnten. Denn: Meine Damen und Herren, es ist höchste Zeit, dass die Menschen in Kärnten diesen Streit aus der Vergangenheit (Abg. Petzner: Alles eure Bürgermeister, die ...!) endgültig ad acta legen und sich voll und ganz auf die Zukunft konzentrieren können, denn das ist wichtig für das Land.
Abg. Petzner: Werden Sie sich auch für die deutsche Minderheit in Slowenien so engagieren?
Für die Weiterentwicklung unseres schönen Landes mit seinem ungeheuer großen kulturellen Reichtum und seiner großen Vielfalt wurde jetzt der Weg geebnet und wirklich eine Blockade beseitigt. Das Ende des Streits ist natürlich nicht nur für die Kärntnerinnen und Kärntner ein gutes Ergebnis, auch für die Beziehungen zwischen Slowenien und Österreich ist diese Einigung von Bedeutung und wird positive Auswirkungen haben. (Abg. Petzner: Werden Sie sich auch für die deutsche Minderheit in Slowenien so engagieren?) Befreit vom Streit um die Ortstafeln sollten beide Staaten nun darangehen, ihre Kooperationen und den kulturellen Austausch zu intensivieren und das Potenzial, das diese Alpen-Adria-Region in sich trägt, auch wirklich gemeinsam weiterzuentwickeln.
Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.
Auch andere wichtige Aufgaben dürfen wir nicht aus den Augen verlieren, Herr Staatssekretär. Sie haben sie schon erwähnt. Ich denke da zum Beispiel an die für uns alle wichtige Entwicklungszusammenarbeit. Wir müssen jedoch auch unseren Handlungshorizont erweitern und neue Kooperationsmöglichkeiten erarbeiten, zum Beispiel was die sogenannten BRIC-Staaten betrifft, nämlich Brasilien, Rußland, Indien und China, die zu einflussreichen Akteuren in der Weltpolitik und der Weltwirtschaft geworden sind. (Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Deswegen wird wohl die Hälfte der Regierungsmitglieder ausgetauscht! Logisch!
Meine Damen und Herren, ich glaube, die erste Halbzeit der Regierungsperiode haben wir mit Erfolg gemeistert. Wir werden auch die zweite Hälfte gut zuwege bringen. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Deswegen wird wohl die Hälfte der Regierungsmitglieder ausgetauscht! Logisch!)
Abg. Ing. Westenthaler: Schade, dass er nicht mehr da ist!
Abgeordneter Dr. Wolfgang Schüssel (ÖVP): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Ich finde es gut, dass der frühere Minister für europäische und internationale Angelegenheiten Michael Spindelegger jetzt auch den Vizekanzler macht und den Parteichef. (Abg. Ing. Westenthaler: Schade, dass er nicht mehr da ist!) Das bedeutet eine Aufwertung für dieses Schlüsselressort. Es ist ja eines der wenigen Staatsressorts, dem es letztlich darum geht, österreichische Bürger zu schützen, aber vor allem auch eine Stimme Österreichs in der Welt darzustellen.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Zusammenhang ist beim Ministerium, das von Spindelegger geführt wird, der neue Staatssekretär Wolfgang Waldner eine interessante und gute Wahl. Ich sage das hier ganz offen: Einer, der wie Wolfgang Waldner aus dem Kulturbereich kommt, zehn oder elf Jahre das Kulturinstitut in New York geführt hat, wo sich wirklich alles abspielt und wo man sich bewähren muss, um einen der wenigen Bereiche, in denen Österreich immer noch Weltspitze ist – das ist nun einmal die Kultur- und Kunstarbeit –, dort zu präsentieren, und einer, der im Museumsquartier eine Heimat vor allem für die zeitgenössische Kunst zu bieten und eine hervorragende Managementaufgabe zu erfüllen imstande ist, der ist höchst qualifiziert. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich wünsche Ihnen sehr viel Glück auf diesem wichtigen Posten als eigenständiger Politiker, aber natürlich auch als Helfer für Michael Spindelegger. Ich denke schon, dass eine urbane Stimme, eine Kulturstimme, eine europäische Stimme gerade in der heutigen Zeit sehr wichtig ist. Wenn ich mir die holzschnittartigen Argumente der Europagegner anhöre oder auch die Sprachlosigkeit mancher, die eigentlich für dieses Projekt, aber viel zu wenig in der Öffentlichkeit hörbar sind, dann wünsche ich mir eine starke, eine kräftige Stimme. Ich denke, Wolfgang Waldner wird das gut machen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kopf: Ganze zwei Staaten liegen also vor Österreich!
Vielleicht kann man das dem Herrn Bundeskanzler ausrichten, weil er ja im Moment nicht da ist, aber er hat ja einen persönlichen Staatssekretär. Ich habe das schon öfter gesagt: Bei aller Lobhudelei des Bundeskanzlers sollte er endlich wenigstens einmal damit aufhören, so zu tun, als ob wir in Österreich die Besten in Europa wären. Offensichtlich verwechselt der Herr Bundeskanzler immer noch die EU mit Europa, denn ich kann ihm zwei Staaten nennen, die wesentlich besser dastehen, was die Arbeitslosenrate und die Verschuldung des Landes anbelangt, das sind die Schweiz und Norwegen. Alle, die einmal die Schule besucht haben, wissen, dass die auch in Europa sind, aber nicht in der EU. Er soll also endlich einmal mit dieser Lobhudelei aufhören, dass wir die Besten in Europa sind, wenn das hinten und vorne nicht stimmt. Ansonsten müsste er sich den Vorwurf gefallen lassen, permanent die Unwahrheit gesagt zu haben, um das Wort Lüge zu vermeiden. (Abg. Kopf: Ganze zwei Staaten liegen also vor Österreich!)
Abg. Riepl: Das ist schon richtig so!
Ich habe schon vor Wochen immer wieder gesagt, dass ich es falsch finde, dass man das Wirtschafts- und Arbeitsministerium in zwei Bereiche geteilt hat, weil das zwei Themen sind, die unmittelbar zusammengehören. (Abg. Riepl: Das ist schon richtig so!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich würde mir also von einer neuen Bundesregierung erwarten, dass sie besser arbeitet als die bisherige und nicht laufend durch interne Scharmützel, oder wie immer man das auch nennen will, von den wirklichen Problemen dieses Landes ablenkt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Spindelegger speist im „Steirereck“!
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Besucherinnen und Besucher! So war das hoffentlich nicht gemeint mit der Vertretung des Herrn Vizekanzlers und Außenministers, dass er sich dann in seinem Ressort nicht mehr blicken lässt. Ich hoffe, das war nur diesmal so und wird künftig nicht so sein, dass Sie als Staatssekretär jetzt insgesamt die Vertretung übernehmen. (Abg. Ing. Westenthaler: Spindelegger speist im „Steirereck“!)
Beifall bei den Grünen.
Ein Bereich, der mir besonders am Herzen liegt, der aber bisher nicht Thema war und leider auch Ihnen nur einen Schlusssatz wert ist, ist die Entwicklungszusammenarbeit. Die wurde massiv gekürzt. Wir haben auch gestern aus dem Ministerrat wieder gehört, dass das in den nächsten Jahren nicht besser wird. Ich frage mich schon: Wie soll das weitergehen und wie wollen Sie künftig mit so wenig Budget ernsthafte, seriöse, ernstzunehmende Entwicklungszusammenarbeit leisten? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Von Ihrer Partei (in Richtung FPÖ) übrigens keine! Gerade Sie, die sich immer für die freien Frauen einsetzen! Ihre Frauen dürfen offensichtlich nicht reden, wenn es sich um prominente Zeiten handelt. Ich finde das bemerkenswert, und vielleicht sollten Sie einmal darüber nachdenken, wann Frauen in Ihren Parteien reden dürfen und wann nicht. Ich werde versuchen, das öfter festzuhalten. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Fuhrmann übertroffen haben mit Ihrem „Geilomobil“, eben niemand in diesem Land zu. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kößl: Das ist unerhört, was Sie da von sich geben!
Und der Kollege Spindelegger freut sich auch. Er hat sich so gefreut, dass er jetzt endlich Vizekanzler ist, dass er jetzt ins Steirereck schmausen gegangen ist. (Abg. Kößl: Das ist unerhört, was Sie da von sich geben!) Er freut sich, dass er endlich über Wochen in einer Intrige, in einer konspirativen Intrige den Herrn Pröll losgeworden ist. Er hat dessen Krankheit zum Anlass genommen, um den Herrn Pröll mit Hilfe von Onkel Pröll zu entsorgen (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ein bisschen ein Niveau wäre schon ganz gut!), damit er jetzt mit seinen Allianzen aus dem ÖAAB endlich Vizekanzler ist und einen eigenen Staatssekretär hat. Jetzt braucht er nicht mehr in den Menschenrechtsausschuss zu gehen.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ein bisschen ein Niveau wäre schon ganz gut!
Und der Kollege Spindelegger freut sich auch. Er hat sich so gefreut, dass er jetzt endlich Vizekanzler ist, dass er jetzt ins Steirereck schmausen gegangen ist. (Abg. Kößl: Das ist unerhört, was Sie da von sich geben!) Er freut sich, dass er endlich über Wochen in einer Intrige, in einer konspirativen Intrige den Herrn Pröll losgeworden ist. Er hat dessen Krankheit zum Anlass genommen, um den Herrn Pröll mit Hilfe von Onkel Pröll zu entsorgen (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ein bisschen ein Niveau wäre schon ganz gut!), damit er jetzt mit seinen Allianzen aus dem ÖAAB endlich Vizekanzler ist und einen eigenen Staatssekretär hat. Jetzt braucht er nicht mehr in den Menschenrechtsausschuss zu gehen.
Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen
Wer sich aber nicht freut, sehr geehrte Damen und Herren (Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen) – wir sind außerhalb der Redezeit des Fernsehens, Herr Präsident –,
Abg. Mag. Molterer: Bei dieser Rede kann man nur leiden!
ist der ÖVP-Klub: Der Herr Grillitsch, der Bauernbund abmontiert, die Steirische Volkspartei ein politischer Kastrat ohne Machteinfluss. Wer sich nicht freut, sind die ÖVP-Abgeordneten. Man sehe in die schmerzverzerrten Gesichter eines Vizekanzlers Molterer, der bei seiner Regierungserklärung noch den Anstand hatte, bis zum Ende der Debatte hier zu sitzen. (Abg. Mag. Molterer: Bei dieser Rede kann man nur leiden!) Man schaue sich die Not und das Elend in den Gesichtern von ÖVP-Funktionären an, die dieses Chaos auf der Regierungsbank in Zukunft ihren eigenen Mitgliedern erklären müssen.
Beifall beim BZÖ.
Ich sage heute: Gute Nacht, Österreich! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Was? Drei Minuten redet er nur? Hat er nicht mehr zu sagen?
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Zu Wort gelangt Herr Staatssekretär Kurz. 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Was? Drei Minuten redet er nur? Hat er nicht mehr zu sagen?)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich möchte Ihnen da eine Gegenfrage stellen, und zwar: Wie soll man die von Ihnen auch sehr oft angesprochene Politikverdrossenheit unter jungen Menschen bekämpfen? Ich glaube, da gibt es nicht des Rätsels Lösung. Ich habe auch noch nicht die Lösungsformel gefunden, aber ich weiß eines: Immer dann, wenn junge Menschen engagiert sind, immer dann, wenn junge Menschen die Möglichkeit haben, mitzureden, wenn junge Menschen die Möglichkeit haben, mitzuarbeiten, egal, ob das auf Bundesebene, auf Landesebene oder in der Gemeinde vor Ort ist, dann ist von Politikverdrossenheit unter Jungen keine Rede mehr, dann spürt man die nicht mehr, und dann leisten junge Menschen ihren Beitrag. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich möchte Sie daher alle gleich zu Beginn um etwas bitten. Ich glaube, es gibt drei große Zukunftsfragen, die junge Menschen zu lösen haben werden, die meine Generation und die jüngere Generation lösen werden müssen. Das ist zum Ersten das Thema der Bildung, das ist zum Zweiten das Thema der demographischen Entwicklung, und das ist zum Dritten das Thema der Integration. Ich darf Sie daher bitten: Geben Sie dem Amt, geben Sie dem Thema der Integration – und geben Sie auch mir als Person eine Chance! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenruf und Heiterkeit.
Noch vor der Angelobung, also noch weit bevor ich die Möglichkeit hatte, auch nur ein Wort zu sagen, ist mir von der Opposition sowohl ein Linksruck als auch ein Rechtsruck vorgeworfen worden. (Zwischenruf und Heiterkeit.) – Ich bin bei Ihnen. – Ich glaube auch, es braucht einen Ruck beim Thema Integration, aber es braucht weder einen Linksruck noch einen Rechtsruck, sondern es braucht einen Ruck nach vorne.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich glaube, dass es notwendig ist, dass man in Österreich das Thema Integration einmal sachlich angeht. Ich glaube, dass es absolut notwendig ist, und darum bin ich auch sehr dankbar für dieses neu geschaffene Ressort und auch für die klare Aufgabenteilung, dass man endlich einmal in Österreich die Worte „Asyl“, „Flüchtlinge“, „Migration“ und „Integration“ nicht mehr in einen Topf wirft, sondern sie sachlich voneinander getrennt behandelt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Ich glaube auch, dass man mit markigen Sprüchen, mit Hetze und mit Stimmungsmacherei, was Religion betrifft, in dem Bereich wenig gewinnen kann. Ich glaube, es geht um eine sachliche Auseinandersetzung. Ich werde die sachliche Auseinandersetzung ... (Zwischenruf des Abg. Grosz.) – Wahlkampf ist Wahlkampf, und jetzt geht es um die Sacharbeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube auch, dass man mit markigen Sprüchen, mit Hetze und mit Stimmungsmacherei, was Religion betrifft, in dem Bereich wenig gewinnen kann. Ich glaube, es geht um eine sachliche Auseinandersetzung. Ich werde die sachliche Auseinandersetzung ... (Zwischenruf des Abg. Grosz.) – Wahlkampf ist Wahlkampf, und jetzt geht es um die Sacharbeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Und zu guter Letzt: Ich glaube, es gibt die Weltformel nicht, wie man Integration lösen kann. Es kann nur eine Politik der kleinen Schritte sein. Aber was es gibt – und das habe ich –, ist eine Vision zu diesem Thema. Meine Vision ist, dass wir es schaffen, dass in 20, 30 Jahren, wenn meine Generation altersmäßig mitten im Leben steht, in Österreich niemand mehr, egal, woher er kommt, seine Herkunft leugnen wird müssen, dass wir es auf der anderen Seite aber auch schaffen, dass all diese Menschen, die Migrationshintergrund haben, nicht nur auf dem Papier Österreicher sind, sondern auch im Herzen Österreicher sind. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Kickl: Leitkultur!
Abgeordnete Angela Lueger (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Integration gestalten heißt Vielfalt gewinnen, und das auf einer Basis, die mit einem klaren Konzept definiert sein muss. Die Grundlagen dafür müssen aber sein – das möchte ich hier ganz deutlich sagen, denn das war für mich heute schon mehrmals auffallend, dass das nicht der Fall war –: die Menschenwürde, die Gerechtigkeit, die gleichen Rahmenbedingungen, Respekt und Wertschätzung (Abg. Kickl: Leitkultur!), Solidarität den Generationen, den Ethnien und vor allen Dingen Religionen und anderen Lebensformen gegenüber. (Abg. Kickl: Leitkultur!)
Abg. Kickl: Leitkultur!
Abgeordnete Angela Lueger (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Integration gestalten heißt Vielfalt gewinnen, und das auf einer Basis, die mit einem klaren Konzept definiert sein muss. Die Grundlagen dafür müssen aber sein – das möchte ich hier ganz deutlich sagen, denn das war für mich heute schon mehrmals auffallend, dass das nicht der Fall war –: die Menschenwürde, die Gerechtigkeit, die gleichen Rahmenbedingungen, Respekt und Wertschätzung (Abg. Kickl: Leitkultur!), Solidarität den Generationen, den Ethnien und vor allen Dingen Religionen und anderen Lebensformen gegenüber. (Abg. Kickl: Leitkultur!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Aber eine Leitkultur darf schon noch sein! Oder brauchen wir die auch nicht mehr?
Österreich ist ein Land der Vielfalt, und ich bin stolz darauf. Österreich ist ein Land des friedlichen Zusammenlebens. Hier soll und darf kein Platz für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sein. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Aber eine Leitkultur darf schon noch sein! Oder brauchen wir die auch nicht mehr?)
Abg. Kickl: Da habt ihr 25 Jahre gebraucht, um das zu erkennen!
Sprache als gemeinsame Basis – da bin ich genau Ihrer Meinung: Wir brauchen die Sprache als gemeinsame Basis. Sprache vor Zuzug bei jenen, die freiwillig hierher kommen und sich niederlassen wollen (Abg. Kickl: Da habt ihr 25 Jahre gebraucht, um das zu erkennen!), aber auch die Unterstützung dann, wenn die Leute hier im Land sind und noch zusätzliche Unterstützung brauchen. Der Spracherwerb muss leistbar und leicht zugänglich sein, und das darf nicht nur beim Beispiel Wien sein, dass es in jedem Bezirk möglich ist. Da brauchen wir dann auch die Unterstützung aller anderen Ministerien und vor allem finanzielle Unterstützung, damit das in allen Ländern möglich ist, und das vom Kindergarten bis zur Pension. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Sprache als gemeinsame Basis – da bin ich genau Ihrer Meinung: Wir brauchen die Sprache als gemeinsame Basis. Sprache vor Zuzug bei jenen, die freiwillig hierher kommen und sich niederlassen wollen (Abg. Kickl: Da habt ihr 25 Jahre gebraucht, um das zu erkennen!), aber auch die Unterstützung dann, wenn die Leute hier im Land sind und noch zusätzliche Unterstützung brauchen. Der Spracherwerb muss leistbar und leicht zugänglich sein, und das darf nicht nur beim Beispiel Wien sein, dass es in jedem Bezirk möglich ist. Da brauchen wir dann auch die Unterstützung aller anderen Ministerien und vor allem finanzielle Unterstützung, damit das in allen Ländern möglich ist, und das vom Kindergarten bis zur Pension. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Deswegen brauchen wir einen türkischen Kindergarten in Wien!
Die erste außerschulische Bildungseinrichtung ist der Kindergarten. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Deswegen brauchen wir einen türkischen Kindergarten in Wien!) Der Herr Wirtschaftsminister und Familienminister ist leider nicht mehr da, aber vielleicht kann man ihm das ausrichten: Wir brauchen ganz bestimmt die Anschlussfinanzierung der Artikel-15a-Vereinbarung zum weiteren Ausbau der Kindergärten in Österreich. Die brauchen wir ganz dringend, denn die Kindergärten leisten einen ganz wesentlichen Beitrag dazu, dass Integration funktioniert, dass Spracherwerb funktioniert, und das soll auch so fortgeschrieben werden. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sind da auch türkische Kindergärten notwendig?)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sind da auch türkische Kindergärten notwendig?
Die erste außerschulische Bildungseinrichtung ist der Kindergarten. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Deswegen brauchen wir einen türkischen Kindergarten in Wien!) Der Herr Wirtschaftsminister und Familienminister ist leider nicht mehr da, aber vielleicht kann man ihm das ausrichten: Wir brauchen ganz bestimmt die Anschlussfinanzierung der Artikel-15a-Vereinbarung zum weiteren Ausbau der Kindergärten in Österreich. Die brauchen wir ganz dringend, denn die Kindergärten leisten einen ganz wesentlichen Beitrag dazu, dass Integration funktioniert, dass Spracherwerb funktioniert, und das soll auch so fortgeschrieben werden. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sind da auch türkische Kindergärten notwendig?)
Abg. Kickl: Am besten integriert sind die, die das auch als Bringschuld erkannt haben! Die sind am besten integriert!
dann Regeln und auch Grenzen zu gestalten, an die sich dann alle Menschen, die sich vorgenommen haben, hier zu leben, auch zu halten haben. (Abg. Kickl: Am besten integriert sind die, die das auch als Bringschuld erkannt haben! Die sind am besten integriert!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Das neue Staatssekretariat für Integration ist sicherlich ein erster Teilschritt, und ich biete natürlich auch meine Zusammenarbeit an. Das, was wir eigentlich nie haben wollten, ist, dass es im Innenressort angesiedelt ist. Unser Ziel, das Ziel der Sozialdemokratie wird weiterhin sein, ein eigenes Integrationsressort zu schaffen mit den Agenden aller Ministerien, aber auch ausgestattet mit finanziellen Mitteln. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kickl: Was ist eine „offizielle Vertretung“?
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Ich würde zunächst einmal den Herrn Präsidenten ersuchen, im „großen Zögernitz“ nachzuschauen, ob es der Geschäftsordnung entspricht, dass man über die Herbeiholung eines Ministers abstimmen lässt, wenn die offizielle Vertretung, der Staatssekretär, auf der Regierungsbank sitzt. (Abg. Kickl: Was ist eine „offizielle Vertretung“?) Ich würde ersuchen, da einmal nachzulesen, ob das auch richtig ist. Wenn nicht, dann müsste man die Geschäftsordnung ändern.
Abg. Kickl: Der ist schon wieder in St. Pölten oben! Intrigieren!
Ich darf zunächst einmal unserem Herrn Vizekanzler Spindelegger recht herzlich gratulieren (Abg. Kickl: Der ist schon wieder in St. Pölten oben! Intrigieren!) zum Mut, zur Ausdauer und zum Neuanfang in der Form, dass wir mit einem Staatssekretariat für Integration und Migration diese Frage auf Regierungsebene gehoben haben. Dazu gehört sehr viel Vorausblick in die Zukunft, denn das sind die Fragen, die uns in den nächsten Jahren bewegen werden.
in Richtung des Abg. Kickl
Erschreckend, völlig erschreckend finde ich natürlich das, was heute hier abgelaufen ist und was in den letzten Tagen auf der Ebene der Medien abgelaufen ist. Vorbei ist die Zeit, wo man jemandem hundert Tage Zeit gegeben hat, sich in sein Amt einzuarbeiten und dann Bilanz zu legen. Da geht die ehemals junge, jetzt alt gewordene oder groß gewordene Buberlpartie des Herrn Haider – du (in Richtung des Abg. Kickl) bist ja ein Vertreter davon – her und zieht über einen jungen Staatssekretär her.
Abg. Kickl: Du hast nicht aufgepasst! So ist das nicht gesagt worden!
Auf der anderen Seite gehört es offensichtlich schon zum Standard, dass man über eine „Verarschung“ der Gesellschaft schreibt, wenn ein junger Mensch ein Amt in der Politik übernimmt. (Abg. Kickl: Du hast nicht aufgepasst! So ist das nicht gesagt worden!) Wir alle haben hier zugestimmt, dass man ab 16 Jahren wählen gehen kann, und jetzt regen wir uns auf, dass ein junger Mensch – seine Generation wird die Frage der Integration am meisten betreffen und nicht unsere Generation – ein Amt und eine Verantwortung dafür übernimmt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Dank der Massenzuwanderung dank eurer schlechten Politik!) – Wir kommen gleich zur „Massenzuwanderung“, Herr Strache.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Dank der Massenzuwanderung dank eurer schlechten Politik!
Auf der anderen Seite gehört es offensichtlich schon zum Standard, dass man über eine „Verarschung“ der Gesellschaft schreibt, wenn ein junger Mensch ein Amt in der Politik übernimmt. (Abg. Kickl: Du hast nicht aufgepasst! So ist das nicht gesagt worden!) Wir alle haben hier zugestimmt, dass man ab 16 Jahren wählen gehen kann, und jetzt regen wir uns auf, dass ein junger Mensch – seine Generation wird die Frage der Integration am meisten betreffen und nicht unsere Generation – ein Amt und eine Verantwortung dafür übernimmt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Dank der Massenzuwanderung dank eurer schlechten Politik!) – Wir kommen gleich zur „Massenzuwanderung“, Herr Strache.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Dank eurer unverantwortlichen Politik kam es zur Massenzuwanderung!
Staatsbürgern Achtung entgegenbringen und auch Lösungsansätze schaffen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Dank eurer unverantwortlichen Politik kam es zur Massenzuwanderung!)
Abg. Mag. Stefan: Müssen wir jetzt die Staatsbürger integrieren?
Diese Menschen sind in den siebziger Jahren aus existenziellen Gründen aus der Türkei nach Österreich gekommen oder als Asylanten, als Flüchtlinge aus Ex-Jugoslawien. Sie sind heute Staatsbürger, die finanziell zum Aufbau unseres Staates beitragen. Wir müssen ihnen bei den Problemen helfen, mit denen sie heute konfrontiert sind. (Abg. Mag. Stefan: Müssen wir jetzt die Staatsbürger integrieren?) Das ist soziale Armut in vielen Bereichen. (Abg. Strache: Wir müssen jetzt die Staatsbürger integrieren!) Wir haben eine Arbeitslosenrate von 10 Prozent bei Migranten. Darüber können Sie mit Ihrem Ausländerhass nicht hinwegtäuschen. (Abg. Mag. Stefan: Das sind ja Inländer! Sind das jetzt Österreicher oder nicht?) Ich verwahre mich dagegen, dass Sie alles in einen Topf schmeißen, ob Fremdenrecht, ob Asyl, ob Integration, ob Migration. Für Sie ist das alles eins, nämlich Ausländerhass – und nichts anderes. (Abg. Kickl: Sie müssen sich entscheiden, ob das jetzt Staatsbürger sind oder nicht!)
Abg. Strache: Wir müssen jetzt die Staatsbürger integrieren!
Diese Menschen sind in den siebziger Jahren aus existenziellen Gründen aus der Türkei nach Österreich gekommen oder als Asylanten, als Flüchtlinge aus Ex-Jugoslawien. Sie sind heute Staatsbürger, die finanziell zum Aufbau unseres Staates beitragen. Wir müssen ihnen bei den Problemen helfen, mit denen sie heute konfrontiert sind. (Abg. Mag. Stefan: Müssen wir jetzt die Staatsbürger integrieren?) Das ist soziale Armut in vielen Bereichen. (Abg. Strache: Wir müssen jetzt die Staatsbürger integrieren!) Wir haben eine Arbeitslosenrate von 10 Prozent bei Migranten. Darüber können Sie mit Ihrem Ausländerhass nicht hinwegtäuschen. (Abg. Mag. Stefan: Das sind ja Inländer! Sind das jetzt Österreicher oder nicht?) Ich verwahre mich dagegen, dass Sie alles in einen Topf schmeißen, ob Fremdenrecht, ob Asyl, ob Integration, ob Migration. Für Sie ist das alles eins, nämlich Ausländerhass – und nichts anderes. (Abg. Kickl: Sie müssen sich entscheiden, ob das jetzt Staatsbürger sind oder nicht!)
Abg. Mag. Stefan: Das sind ja Inländer! Sind das jetzt Österreicher oder nicht?
Diese Menschen sind in den siebziger Jahren aus existenziellen Gründen aus der Türkei nach Österreich gekommen oder als Asylanten, als Flüchtlinge aus Ex-Jugoslawien. Sie sind heute Staatsbürger, die finanziell zum Aufbau unseres Staates beitragen. Wir müssen ihnen bei den Problemen helfen, mit denen sie heute konfrontiert sind. (Abg. Mag. Stefan: Müssen wir jetzt die Staatsbürger integrieren?) Das ist soziale Armut in vielen Bereichen. (Abg. Strache: Wir müssen jetzt die Staatsbürger integrieren!) Wir haben eine Arbeitslosenrate von 10 Prozent bei Migranten. Darüber können Sie mit Ihrem Ausländerhass nicht hinwegtäuschen. (Abg. Mag. Stefan: Das sind ja Inländer! Sind das jetzt Österreicher oder nicht?) Ich verwahre mich dagegen, dass Sie alles in einen Topf schmeißen, ob Fremdenrecht, ob Asyl, ob Integration, ob Migration. Für Sie ist das alles eins, nämlich Ausländerhass – und nichts anderes. (Abg. Kickl: Sie müssen sich entscheiden, ob das jetzt Staatsbürger sind oder nicht!)
Abg. Kickl: Sie müssen sich entscheiden, ob das jetzt Staatsbürger sind oder nicht!
Diese Menschen sind in den siebziger Jahren aus existenziellen Gründen aus der Türkei nach Österreich gekommen oder als Asylanten, als Flüchtlinge aus Ex-Jugoslawien. Sie sind heute Staatsbürger, die finanziell zum Aufbau unseres Staates beitragen. Wir müssen ihnen bei den Problemen helfen, mit denen sie heute konfrontiert sind. (Abg. Mag. Stefan: Müssen wir jetzt die Staatsbürger integrieren?) Das ist soziale Armut in vielen Bereichen. (Abg. Strache: Wir müssen jetzt die Staatsbürger integrieren!) Wir haben eine Arbeitslosenrate von 10 Prozent bei Migranten. Darüber können Sie mit Ihrem Ausländerhass nicht hinwegtäuschen. (Abg. Mag. Stefan: Das sind ja Inländer! Sind das jetzt Österreicher oder nicht?) Ich verwahre mich dagegen, dass Sie alles in einen Topf schmeißen, ob Fremdenrecht, ob Asyl, ob Integration, ob Migration. Für Sie ist das alles eins, nämlich Ausländerhass – und nichts anderes. (Abg. Kickl: Sie müssen sich entscheiden, ob das jetzt Staatsbürger sind oder nicht!)
Abg. Kickl: Das ist eine Bringschuld!
Wir sollten die Angebote, die die österreichische Bundesregierung im Rahmen des Nationalen Aktionsplanes, im Rahmen des Integrationsfonds erarbeitet hat, nützen. Wir sollten das auch weitergeben in Form der Kindergartenoffensive, wo wir gesagt haben, für die Fünfjährigen geben wir zunächst einmal die Möglichkeit, Deutsch zu lernen, und zwar als Verpflichtung. (Abg. Kickl: Das ist eine Bringschuld!) Das wird auch so sein. Das ist eine Notwendigkeit, etwas, das wir draußen in den Gemeinden, in den Städten brauchen. Ihr habt keinen Ansatz, ihr habt keine Lösungskompetenz, wie Integration ausschaut. (Abg. Strache: Wo ist die verpflichtende Deutsch-Vorschule, die wir Freiheitlichen seit Jahren fordern?)
Abg. Strache: Wo ist die verpflichtende Deutsch-Vorschule, die wir Freiheitlichen seit Jahren fordern?
Wir sollten die Angebote, die die österreichische Bundesregierung im Rahmen des Nationalen Aktionsplanes, im Rahmen des Integrationsfonds erarbeitet hat, nützen. Wir sollten das auch weitergeben in Form der Kindergartenoffensive, wo wir gesagt haben, für die Fünfjährigen geben wir zunächst einmal die Möglichkeit, Deutsch zu lernen, und zwar als Verpflichtung. (Abg. Kickl: Das ist eine Bringschuld!) Das wird auch so sein. Das ist eine Notwendigkeit, etwas, das wir draußen in den Gemeinden, in den Städten brauchen. Ihr habt keinen Ansatz, ihr habt keine Lösungskompetenz, wie Integration ausschaut. (Abg. Strache: Wo ist die verpflichtende Deutsch-Vorschule, die wir Freiheitlichen seit Jahren fordern?)
Abg. Strache: Wo ist diese verpflichtende Deutsch-Vorschule?
Nennen Sie mir eine Gemeinde, eine Stadt, wo wir das Rezept haben, wie Integration funktionieren könnte! Für Sie ist es nur reiner Populismus. (Abg. Strache: Wo ist diese verpflichtende Deutsch-Vorschule?)
Beifall bei der ÖVP.
Zu dem, dass man einem jungen Menschen von vornherein schon die Kompetenz abspricht, kann ich nur zitieren, was der selige Landeshauptmann Wallnöfer seinerzeit bei der Bestellung eines Regierungsmitgliedes, das sehr jung war, gesagt hat: Zu jung war der Andreas Hofer auch nicht, als sie ihn füsiliert haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Der Bundeskanzler gibt uns immer noch die Ehre, das Hohe Haus entsprechend zu würdigen, was der Herr Vizekanzler derzeit nicht mehr vorsieht, obwohl es eigentlich um seine Regierungsmannschaft ginge. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Nein, nein!
Kollege Rädler! Zunächst einmal: Fremdenhass ist nicht die Sache der FPÖ – das sei Ihnen einmal ins Stammbuch geschrieben. (Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Nein, nein!) Nur deswegen, weil wir österreichische Patrioten sind, halten wir uns an den Spruch: Achte jedermanns Vaterland, aber liebe das deine! – Hamerling hat diesen Satz gesagt. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Vilimsky: Bravo! So ist es!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Vilimsky: Bravo! So ist es!
Kollege Rädler! Zunächst einmal: Fremdenhass ist nicht die Sache der FPÖ – das sei Ihnen einmal ins Stammbuch geschrieben. (Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Nein, nein!) Nur deswegen, weil wir österreichische Patrioten sind, halten wir uns an den Spruch: Achte jedermanns Vaterland, aber liebe das deine! – Hamerling hat diesen Satz gesagt. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Vilimsky: Bravo! So ist es!)
Abg. Strache: Der sitzt schon beim ersten Spritzer!
Ich setze mich noch nicht mit der umgebildeten Regierung auseinander, sondern mit einem, der sich immer traut, sich hier herzustellen und aus dem Schutz der Immunität heraus mit Unflat gegen uns zu werfen. Er sitzt ja momentan gar nicht da. (Abg. Strache: Der sitzt schon beim ersten Spritzer!)
Beifall bei der FPÖ.
worden sind – und das nur, weil Ihnen immer die Immunität zuerkannt wurde. Schämen Sie sich! Sie sind ein Immunitätsfeigling und Immunitätsflüchtling. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: He, he! Sag einmal!
Herr Kollege Pilz, deshalb haben Sie auch ein Problem. Sie müssen eines machen: Sie müssen schauen, dass Sie nach Ihrer Zeit als Parlamentarier verhandlungsunfähig werden. Ich glaube, Sie arbeiten jetzt schon daran. (Abg. Öllinger: He, he! Sag einmal!) Ihr politisches Tourette-Syndrom, das Sie von diesem Pult aus immer gegen die Freiheitlichen loslassen, geht nämlich schon längst in die Richtung, dass Sie sich für die Zeit nach Ihrem Mandat als verhandlungsunfähig darstellen wollen, um so den gerechten Strafen zu entgehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Kollege Pilz, deshalb haben Sie auch ein Problem. Sie müssen eines machen: Sie müssen schauen, dass Sie nach Ihrer Zeit als Parlamentarier verhandlungsunfähig werden. Ich glaube, Sie arbeiten jetzt schon daran. (Abg. Öllinger: He, he! Sag einmal!) Ihr politisches Tourette-Syndrom, das Sie von diesem Pult aus immer gegen die Freiheitlichen loslassen, geht nämlich schon längst in die Richtung, dass Sie sich für die Zeit nach Ihrem Mandat als verhandlungsunfähig darstellen wollen, um so den gerechten Strafen zu entgehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber jetzt zur Regierung: Herr Bundeskanzler Faymann hat in seiner Ankündigung gemeint, dass in dieser Koalition jetzt das Gemeinsame vor das Trennende gestellt wird. Fangen wir vielleicht mit dem Trennenden an – Thema Wehrpflicht oder Ähnliches –: Das Trennende wird einmal auf die Seite gestellt. Bei der Gemeinsamkeit gibt es zum einen die EU-Hörigkeit – das ist das eine. Das andere ist das PPP-Modell. Das ist jetzt nicht Public Private Partnership, sondern das PPP der großen Koalition – Postenschacher, Parteibuchwirtschaft und Proporz. Das ist das, was Sie einen wird und was Sie noch bis zum Ende dieser Regierungsperiode durchmachen müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Ministerin Mikl-Leitner, ich kenne Ihre Reden von früher. Das war die erste Rede, die Sie nicht damit begonnen haben, die Grußworte des Landeshauptmanns zu überbringen. Das war das erste Mal. Diesbezüglich haben Sie das Redekonzept umgestellt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kopf: Wir wollen nur, dass ihr euch an Vereinbarungen haltet, sonst gar nichts!
Was haben wir vonseiten der ÖVP in der Debatte gehört – Kollege Kopf, Kollege Donnerbauer –: Majestätsbeleidigung! Die Opposition wagt es, in der Fernsehdebatte inhaltlich zu Themen zu sprechen. Das ist doch etwas ganz Unerhörtes! Das Inhaltliche muss verräumt werden, damit es die Bevölkerung ja nicht mitbekommt. Das Einzige, das gestattet wird, ist das (Abg. Kopf: Wir wollen nur, dass ihr euch an Vereinbarungen haltet, sonst gar nichts!) – Hinsichtlich Vereinbarungen, bitte schön, müssen Sie eines sagen: Die Geschäftsordnung ist die absolute Vereinbarung, die es einzuhalten gilt. Wir können jede Parlamentsdebatte im Rahmen der Geschäftsordnung so gestalten, wie wir wollen. (Beifall bei der FPÖ.) Sie haben die Möglichkeiten, wir haben die Möglichkeiten, jeder einzelne Abgeordnete hat diese Möglichkeiten. (Abg. Kopf: Wenn das Ihre Vorstellung von Worthalten ist, ja!)
Beifall bei der FPÖ.
Was haben wir vonseiten der ÖVP in der Debatte gehört – Kollege Kopf, Kollege Donnerbauer –: Majestätsbeleidigung! Die Opposition wagt es, in der Fernsehdebatte inhaltlich zu Themen zu sprechen. Das ist doch etwas ganz Unerhörtes! Das Inhaltliche muss verräumt werden, damit es die Bevölkerung ja nicht mitbekommt. Das Einzige, das gestattet wird, ist das (Abg. Kopf: Wir wollen nur, dass ihr euch an Vereinbarungen haltet, sonst gar nichts!) – Hinsichtlich Vereinbarungen, bitte schön, müssen Sie eines sagen: Die Geschäftsordnung ist die absolute Vereinbarung, die es einzuhalten gilt. Wir können jede Parlamentsdebatte im Rahmen der Geschäftsordnung so gestalten, wie wir wollen. (Beifall bei der FPÖ.) Sie haben die Möglichkeiten, wir haben die Möglichkeiten, jeder einzelne Abgeordnete hat diese Möglichkeiten. (Abg. Kopf: Wenn das Ihre Vorstellung von Worthalten ist, ja!)
Abg. Kopf: Wenn das Ihre Vorstellung von Worthalten ist, ja!
Was haben wir vonseiten der ÖVP in der Debatte gehört – Kollege Kopf, Kollege Donnerbauer –: Majestätsbeleidigung! Die Opposition wagt es, in der Fernsehdebatte inhaltlich zu Themen zu sprechen. Das ist doch etwas ganz Unerhörtes! Das Inhaltliche muss verräumt werden, damit es die Bevölkerung ja nicht mitbekommt. Das Einzige, das gestattet wird, ist das (Abg. Kopf: Wir wollen nur, dass ihr euch an Vereinbarungen haltet, sonst gar nichts!) – Hinsichtlich Vereinbarungen, bitte schön, müssen Sie eines sagen: Die Geschäftsordnung ist die absolute Vereinbarung, die es einzuhalten gilt. Wir können jede Parlamentsdebatte im Rahmen der Geschäftsordnung so gestalten, wie wir wollen. (Beifall bei der FPÖ.) Sie haben die Möglichkeiten, wir haben die Möglichkeiten, jeder einzelne Abgeordnete hat diese Möglichkeiten. (Abg. Kopf: Wenn das Ihre Vorstellung von Worthalten ist, ja!)
Beifall bei der FPÖ.
Zum Kollegen Cap: Er hat gemeint, dass der Opposition die großen Visionen fehlen. Man müsse sich mit Fragen auseinandersetzen wie: Wie kann man sich in Afrika entsprechend engagieren, um die Probleme dort zu lösen? – Es wird die österreichischen Mindestrentner und Mindestrentnerinnen aber interessieren, wie sehr man sich einbringen muss, damit das gesichert wird. Nehmen Sie endlich zur Kenntnis, dass die österreichische Politik eine andere ist! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt zur Frage des Integrationsstaatssekretariats: Die FPÖ greift in keinster Weise das Alter des Staatssekretärs an. Junge Menschen haben die Chance, jede Funktion zu übernehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abschließend: Vizekanzler Spindelegger hat das Motto gehabt: Nicht herrschen, nicht streiten! – Ich ergänze: Sondern Stillstand bis zu den nächsten Wahlpleiten! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Da müssten Sie eigentlich schon die Ohren anlegen!
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Gäste auf der Galerie! Die gute Nachricht zuerst: Wir haben in Österreich endlich ein Integrationsstaatssekretariat. Das ist eine langjährige Forderung der Grünen und zivilgesellschaftlicher Organisationen. (Abg. Kickl: Da müssten Sie eigentlich schon die Ohren anlegen!) Es ist gut, dass dieses Staatssekretariat endlich geschaffen wurde – spät, aber doch. Die zweite gute Nachricht ist, dass die ÖVP seit gestern sagt, dass Österreich ein Einwanderungsland ist – siehe das Interview mit Staatssekretär Kurz gestern in der „ZIB 2“. Das sind zwei positive Entwicklungen, die wir begrüßen und unterstützen.
Abg. Kickl: Ja, wie hätten Sie es denn gerne?!
Jetzt kommt aber leider die schlechte Nachricht. Sie lautet, dass das Thema Integration, das sehr viel mit Bildung, Wohnen, Antidiskriminierung, Gleichberechtigung, Chancengleichheit, Arbeitsmarkt zu tun hat, weiterhin im Polizeiministerium verbleiben wird. Die zweite schlechte Nachricht ist, dass auch das Menschenrechtsthema Asyl weiterhin im Sicherheitsministerium, im Polizeiministerium bleiben wird. Das ist unserer Meinung nach ein ganz klarer Fehlstart für das neue Integrationsstaatssekretariat, so leid es uns auch tut. (Abg. Kickl: Ja, wie hätten Sie es denn gerne?!)
Beifall bei den Grünen.
Herr Neo-Staatssekretär Kurz hat von mehreren Dingen gesprochen. Es ist ein bisschen verwunderlich, dass von seiner Partei, der ÖVP – die ja seit dem Jahr 2000 das Innenministerium führt und damit auch für das Thema Integration zuständig ist –, heute nach elf Jahren Aussagen zu hören sind wie: Na ja, da gibt es keine Patentlösung, und wir wissen auch nicht, wie man bei Integration tun soll. – Ich darf Sie vielleicht erinnern, dass Sie seit mindestens elf Jahren für dieses Thema zuständig sind. Die ÖVP ist eine Partei, die seit zirka 40 Jahren oder noch länger in der Regierung sitzt. Sich nach all dieser Zeit und nach 45 Jahren Arbeitsmigration herzustellen und zu sagen: Na ja, wir wissen leider auch nicht so recht, was wir da tun sollen, aber wir haben jetzt einmal ein Staatssekretariat geschaffen!, ist, mit Verlaub, ein bisschen zu wenig. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Land geboren und aufgewachsen sind, die sehr wohl zu ihren Wurzeln stehen und trotzdem und gleichzeitig sagen: Ich bin Österreicher, ich bin Österreicherin, und bin stolz darauf. Meine Wenigkeit ist übrigens nur ein Beispiel dafür. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der FPÖ: Na hoffentlich Deutsch!
Ich kann Ihnen als Österreicherin mit sogenanntem Migrationshintergrund sagen, dass wir sehr viel Potenzial haben – vor allem junge Menschen, die mehrsprachig sind. Ich kann Ihnen das als Mutter einer zweieinhalbjährigen Tochter sagen, die zweisprachig aufwächst. Ich kann Ihnen vom Kindergarten meiner Tochter in Ottakring, im 16. Bezirk, berichten, wo ungefähr fünf Sprachen gesprochen werden. Raten Sie einmal, was die gemeinsame Sprache dieser Kinder ist? (Ruf bei der FPÖ: Na hoffentlich Deutsch!) – Richtig geraten, Deutsch. Aber diese Kinder sprechen und verstehen auch Kurdisch, Türkisch, Serbisch, Bosnisch – und Deutsch sowieso.
Beifall bei den Grünen.
Sie können sich nicht herstellen und sagen, Sie wollen das Zusammenleben, die Integration in unserem Land verbessern, und sich nicht zu diesem Fremdenunrechtspaket zu Wort melden. Ergreifen Sie diese Chance, nützen Sie diese Chance, und zeigen Sie uns, dass Sie wirklich für ein besseres Zusammenleben aktiv sein wollen, dann werden Sie unsere Unterstützung haben. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hornek: Recht hat er!
Abgeordneter Christoph Hagen (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Herr Vizekanzler Spindelegger – der jetzt nicht mehr da ist, weil er es nicht mehr für nötig hält, hier anwesend zu sein, wenn die Kameras abgedreht sind – hat vorhin folgenden Satz zur neuen Finanzministerin gesagt: Frau Fekter wird sorgsam mit Steuergeldern umgehen. – Zitat Spindelegger. (Abg. Hornek: Recht hat er!)
Beifall beim BZÖ.
Da könnten Sie anpacken. Ich glaube, es wurde in diesem Bereich genug gezahlt. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Herr Kollege, können Sie erklären, was das heißt?!
Nun komme ich zur Frau Innenminister, die vorhin als „Ministerin der Kieberei“ angesprochen wurde. Frau Innenminister, Sie haben gesagt, es pfeift in Ihrem Ministerium. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Herr Kollege, können Sie erklären, was das heißt?!) – Ich kann Ihnen erklären, wo das herkommt. Das sind die Exekutivbeamten, die aus dem letzten Loch pfeifen, weil sie derart mit Arbeit und Verwaltungstätigkeiten zugedeckt werden, dass sie kaum mehr Zeit für ihre Tätigkeit und dafür, die Bürger zu schützen, haben. Dort können Sie anpacken. Das gebe ich Ihnen jetzt als Erstes mit, Frau Minister Mikl-Leitner! (Beifall beim BZÖ. – Ruf bei der ÖVP: Ja, das ist eh klar! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ich glaube nicht, dass das so gemeint war! – Abg. Neugebauer: Das ist aber falsch!)
Beifall beim BZÖ. – Ruf bei der ÖVP: Ja, das ist eh klar! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ich glaube nicht, dass das so gemeint war! – Abg. Neugebauer: Das ist aber falsch!
Nun komme ich zur Frau Innenminister, die vorhin als „Ministerin der Kieberei“ angesprochen wurde. Frau Innenminister, Sie haben gesagt, es pfeift in Ihrem Ministerium. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Herr Kollege, können Sie erklären, was das heißt?!) – Ich kann Ihnen erklären, wo das herkommt. Das sind die Exekutivbeamten, die aus dem letzten Loch pfeifen, weil sie derart mit Arbeit und Verwaltungstätigkeiten zugedeckt werden, dass sie kaum mehr Zeit für ihre Tätigkeit und dafür, die Bürger zu schützen, haben. Dort können Sie anpacken. Das gebe ich Ihnen jetzt als Erstes mit, Frau Minister Mikl-Leitner! (Beifall beim BZÖ. – Ruf bei der ÖVP: Ja, das ist eh klar! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ich glaube nicht, dass das so gemeint war! – Abg. Neugebauer: Das ist aber falsch!)
Abg. Rädler: Das ist gut so!
Nun zum Herrn Integrationsstaatssekretär: Herr Kurz, ich habe noch nichts über Sie gesagt. (Abg. Rädler: Das ist gut so!) Das ist jetzt das erste Mal, das ist eine Premiere. Ich habe mir genau angesehen, wie Sie auftreten, was Sie erklären und was Sie machen wollen. Ich habe gestern die „Zeit im Bild 2“ um 22 Uhr gesehen und möchte Sie kurz zitieren. Sie haben dort schön die Sätze vorgetragen, die Sie jetzt wieder brav heruntergebetet haben, die Sie auswendig gelernt haben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Nun zum Herrn Integrationsstaatssekretär: Herr Kurz, ich habe noch nichts über Sie gesagt. (Abg. Rädler: Das ist gut so!) Das ist jetzt das erste Mal, das ist eine Premiere. Ich habe mir genau angesehen, wie Sie auftreten, was Sie erklären und was Sie machen wollen. Ich habe gestern die „Zeit im Bild 2“ um 22 Uhr gesehen und möchte Sie kurz zitieren. Sie haben dort schön die Sätze vorgetragen, die Sie jetzt wieder brav heruntergebetet haben, die Sie auswendig gelernt haben. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Staatssekretär Kurz, nehmen Sie das wirklich persönlich? – Ich glaube, bei Ihnen persönlich halten Sie das nicht so. Fleißige Jus-Studenten machen ihr Jus-Studium in acht bis zehn Semestern, und zwar alle drei Abschnitte. Sie haben bis jetzt 13 Semester hinter sich und zwei Abschnitte gemacht. Wenn das die Leistungsbilanz der ÖVP ist, dann soll sich jeder ein Bild davon machen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Nur ein Beispiel: Am Landesgericht Salzburg gibt es eine Richterin, die zwei Mal geurteilt hat, und beim dritten Mal, als es eng für sie geworden ist, hat sie angedeutet, sie wäre in dem Fall befangen – als ob sie das vorher nicht gewusst hätte. Ich glaube, in der Justiz läuft vieles schief. Da haben Sie viel Arbeit vor sich – wie diese ganze Bundesregierung, die sehr viel aufräumen muss, was in den letzten zweieinhalb Jahren extrem schief gelaufen ist. (Beifall beim BZÖ.)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP. – Abg. Rädler: Na endlich! – Abg. Tamandl: Bravo!
Abgeordneter Stefan Markowitz (BZÖ): Herr Präsident! Werte Bundesregierung! Hohes Haus! Wir haben heute schon sehr viel über den neuen Staatssekretär Kurz gehört. Mich persönlich freut es, dass es einem jungen Menschen ermöglicht wurde, in ein so hohes Amt zu kommen. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP. – Abg. Rädler: Na endlich! – Abg. Tamandl: Bravo!) Ja, natürlich. Wir sind ja kein „Old Men’s Club“, sondern wollen absolut auf die Zukunft schauen. Ich versuche gar nicht, die Vergangenheit aufzuarbeiten, unseren Wiener Wahlkampf, den wir gemeinsam geführt haben – whatever. Dass du mit einem Hummer durch Wien gefahren bist, der 30 Liter Sprit auf 100 Kilometer braucht und auf dem steht: „Schwarz macht geil“ – es hat ohnehin niemanden außer dir selbst geil gemacht, was man am Ergebnis der Wahl gesehen hat –, das macht ja alles nichts.
Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP
Ich muss sagen, ich war nicht erstaunt oder erschüttert – es erschüttert einen kaum mehr etwas, wenn man länger in der Politik ist (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP), relax! –, als ich gehört habe, dass Sie, Herr Kurz, quasi eine Tour durch Wien gemacht, Häuser besucht haben und eine Begegnung mit einer Familie beziehungsweise mit Männern und Frauen aus dem Irak hatten, die einer christlichen Minderheit angehören, und dass Sie gesagt haben, dass Sie so bewegt waren.
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
nicht zur Religion bekennen, dass sie sich nicht zum Arbeitsmarkt bekennen. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Das sind alles Punkte, über die ich heute etwas von Ihnen hören wollte. Ich verurteile Sie nicht, weil Sie jung sind – überhaupt nicht, im Gegenteil, das begrüße ich sogar –, aber ich werde Sie nach den Leistungen beurteilen. Das mache ich hundertprozentig, das macht unser Klub auch. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Ich erwarte mir Konzepte und werde auch mit Ihnen zusammenarbeiten, darauf können Sie sich verlassen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Ich warte auf konstruktive Vorschläge Ihrerseits. Vergessen wir die Vergangenheit! Vergessen wir das Studium! Studieren Sie halt noch 20 Jahre – whatever! Jetzt haben Sie ein Amt, da geht es um Österreich. Sie haben ein wichtiges Amt, wo es um die Zukunft geht.
Beifall beim BZÖ.
Das Integrationsressort ist etwas, von dem ich mir erwarte, dass man nicht nur sagt, man hat Probleme auf dem Spielplatz oder auf dem Markt, sondern das ist wirklich ein Zukunftsressort, von dem ich mir erwarte, dass hier einiges für Österreich geschehen wird. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Fichtenbauer – auf dem Weg zum Rednerpult –: Drei?
Als Erster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Fichtenbauer. Ich stelle die Uhr wunschgemäß auf 3 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Fichtenbauer – auf dem Weg zum Rednerpult –: Drei?) – Herr Abgeordneter, es war Ihre Entscheidung. Ich stelle Ihnen die Uhr auf 5 Minuten, wenn Sie wollen. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Bitte! Bitte!) – Gut. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Danke! Außerdem brauchen wir jetzt Zeit, weil die Aufregung auf der Regierungsbank – des Abganges – eine gewisse motorische Verwirrung erzeugt! – Bundesministerin Bures: Ich bleib da! – Abg. Dr. Fichtenbauer: Die Frau Bundesminister bleibt da, das ist gut!)
Abg. Dr. Fichtenbauer: Bitte! Bitte!
Als Erster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Fichtenbauer. Ich stelle die Uhr wunschgemäß auf 3 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Fichtenbauer – auf dem Weg zum Rednerpult –: Drei?) – Herr Abgeordneter, es war Ihre Entscheidung. Ich stelle Ihnen die Uhr auf 5 Minuten, wenn Sie wollen. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Bitte! Bitte!) – Gut. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Danke! Außerdem brauchen wir jetzt Zeit, weil die Aufregung auf der Regierungsbank – des Abganges – eine gewisse motorische Verwirrung erzeugt! – Bundesministerin Bures: Ich bleib da! – Abg. Dr. Fichtenbauer: Die Frau Bundesminister bleibt da, das ist gut!)
Abg. Dr. Fichtenbauer: Danke! Außerdem brauchen wir jetzt Zeit, weil die Aufregung auf der Regierungsbank – des Abganges – eine gewisse motorische Verwirrung erzeugt! – Bundesministerin Bures: Ich bleib da! – Abg. Dr. Fichtenbauer: Die Frau Bundesminister bleibt da, das ist gut!
Als Erster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Fichtenbauer. Ich stelle die Uhr wunschgemäß auf 3 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Fichtenbauer – auf dem Weg zum Rednerpult –: Drei?) – Herr Abgeordneter, es war Ihre Entscheidung. Ich stelle Ihnen die Uhr auf 5 Minuten, wenn Sie wollen. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Bitte! Bitte!) – Gut. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Danke! Außerdem brauchen wir jetzt Zeit, weil die Aufregung auf der Regierungsbank – des Abganges – eine gewisse motorische Verwirrung erzeugt! – Bundesministerin Bures: Ich bleib da! – Abg. Dr. Fichtenbauer: Die Frau Bundesminister bleibt da, das ist gut!)
Heiterkeit der Abgeordneten Kopf und Neugebauer. – Abg. Neugebauer: Der war gut! Als pädagogisches Prinzip ...!
gierungsparteien geführt hat, wenngleich es seitens der Wohlmeinenden gegenüber den Nichtwissenden die unablässige Aufgabe bleibt, es an Belehrung nicht mangeln zu lassen. (Heiterkeit der Abgeordneten Kopf und Neugebauer. – Abg. Neugebauer: Der war gut! Als pädagogisches Prinzip ...!) – Herr Hauptschuldirektor, ich danke dir! Das ist doch wohl wahr.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Grund- und Freiheitsrechte bedeuten also Einschränkung machtmäßiger Möglichkeiten, sei es faktischer Art – etwa durch polizeilichen Zugriff – oder rechtlicher Art durch strukturierte gesetzliche Anordnungen, was der Staat genau nicht darf. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Nun ist es wohl so, dass es ein nicht unerhebliches Maß an Staatskunst bedeutet, genau dieses Maß richtig zu wählen, weil wir – zumal in der Legistik – permanent in der Notwendigkeit stehen, eine Balance zwischen Elementen sicherheitspolitischer Vorkehrungen zu treffen und im Rahmen dieser sicherheitspolitischen Vorkehrungen den Freiheitsraum des Bürgers nicht unangemessen zu berühren.
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser
Bedauerlicherweise wurde in den Debatten des Justizausschusses sowohl durch die Debattenredner der Fraktionen – namentlich der Opposition – als auch überwiegend von den beigezogenen Experten klar und einhellig gesagt – eine kleine Ausnahme sei hinzugefügt: von fünf Experten waren vier dieser Meinung (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser) –, dass die in Rede stehende Telekommunikationsregelung und die Vorratsdatenspeicherung verfassungswidriger Natur sind.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Ing. Westenthaler.
Der konkrete Vorschlag von uns lautet: Zurück an den Start! Zurück in die Debatte des Justizausschusses! Nehmen Sie die Chance wahr, im Einklang mit den unbestrittenen Inhalten der Grund- und Freiheitsrechte zu handeln und nicht dagegen zu verstoßen! – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Ing. Westenthaler.)
Abg. Ing. Westenthaler: Glauben Sie das, was Sie da sagen? – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Fichtenbauer und Kickl.
Ja, das ist die Umsetzung einer Richtlinie. Wir setzen diese Richtlinie aber so um, dass sie nicht nur mit der österreichischen Rechtsordnung, sondern auch mit den Grund- und Freiheitsrechten, mit der österreichischen Bundesverfassung in Einklang steht. Darauf können Sie sich verlassen. (Abg. Ing. Westenthaler: Glauben Sie das, was Sie da sagen? – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Fichtenbauer und Kickl.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, auch hier möchte ich mit einem Gerücht aufräumen, das immer wieder gestreut wird. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Nein, es geht nicht um Inhaltsdaten. Es werden keine Inhalte von E-Mails, keine Inhalte von Telefonaten aufgezeichnet und gespeichert, sondern einzig und allein Stammdaten, also Daten, die den Anschlussteilnehmer kennzeichnen – ein Telefonbuch, in Kurzform gesagt –, und Verbindungsdaten – Name, Adresse, E-Mail-Adresse, Teilnehmernummer – zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt. (Abg. Dr. Moser: Das reicht ja wohl!) Das sind die Daten, die gespeichert werden – keine generelle Überwachung aller Inhalte.
Abg. Dr. Moser: Das reicht ja wohl!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, auch hier möchte ich mit einem Gerücht aufräumen, das immer wieder gestreut wird. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Nein, es geht nicht um Inhaltsdaten. Es werden keine Inhalte von E-Mails, keine Inhalte von Telefonaten aufgezeichnet und gespeichert, sondern einzig und allein Stammdaten, also Daten, die den Anschlussteilnehmer kennzeichnen – ein Telefonbuch, in Kurzform gesagt –, und Verbindungsdaten – Name, Adresse, E-Mail-Adresse, Teilnehmernummer – zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt. (Abg. Dr. Moser: Das reicht ja wohl!) Das sind die Daten, die gespeichert werden – keine generelle Überwachung aller Inhalte.
Abg. Ing. Westenthaler: Völlig daneben! Völlig von der Rolle! Justizsprecher der ÖVP!
Ja, wir treffen mit diesem Gesetz ganz klar Vorsorge, um Missbrauch zu verhindern. (Abg. Ing. Westenthaler: Völlig daneben! Völlig von der Rolle! Justizsprecher der ÖVP!) Bis zum Inkrafttreten des Gesetzes wird eine Verordnung die technischen Voraussetzungen und Bedingungen vorschreiben, die Missbrauch bei der Speicherung dieser Daten auf jeden Fall verhindern. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Ja, wir treffen mit diesem Gesetz ganz klar Vorsorge, um Missbrauch zu verhindern. (Abg. Ing. Westenthaler: Völlig daneben! Völlig von der Rolle! Justizsprecher der ÖVP!) Bis zum Inkrafttreten des Gesetzes wird eine Verordnung die technischen Voraussetzungen und Bedingungen vorschreiben, die Missbrauch bei der Speicherung dieser Daten auf jeden Fall verhindern. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Abg. Dr. Moser: Das reicht ja völlig! Sie haben die ...!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, dazu stehen wir, dazu stehe ich und dazu steht auch meine Partei. Ja, wir wollen den Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden – das heißt der Polizei, der Staatsanwaltschaft, den Gerichten – auch weiterhin und so wie bisher – auch bisher gab es Daten bei den Telekommunikationsunternehmen, bei den Providern – die Möglichkeit geben, Verbrechen aufzuklären, Verbrechen zu verhindern. (Abg. Dr. Moser: Das reicht ja völlig! Sie haben die ...!) Das ist unser Ansinnen, das wollen wir mit diesem Gesetz sicherstellen – natürlich mit klaren gesetzlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen und unter gerichtlicher Aufsicht und Kontrolle.
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser
Regierungsparteien stehen nicht für einen leichtfertigen Umgang mit Grundrechten, ganz im Gegenteil (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser): Wir haben uns diese Diskussion und auch das Ergebnis nicht leicht gemacht.
Abg. Ing. Westenthaler: Warum sagen alle außer Ihnen was anderes? Warum sagen alle Verfassungsexperten was anderes?
Es waren lange Diskussionen, es wurden viele Einwände und Meinungen berücksichtigt, und letztlich wurde eine Regelung geschaffen, die einerseits dem Grundrecht auf Privatleben und auf Datenschutz nachkommt (Abg. Ing. Westenthaler: Warum sagen alle außer Ihnen was anderes? Warum sagen alle Verfassungsexperten was anderes?) und andererseits – auch das, bitte, muss man sagen – den Grundrechten – auch diese Rechte gibt es! – der Menschen in Österreich auf Sicherheit, auf effiziente Verbrechensbekämpfung, auf Opferschutz zum Durchbruch verhilft. (Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Dr. Moser.) Es geht um eine ausgewogene und angemessene Lösung, die wir heute damit schaffen. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Dr. Moser.
Es waren lange Diskussionen, es wurden viele Einwände und Meinungen berücksichtigt, und letztlich wurde eine Regelung geschaffen, die einerseits dem Grundrecht auf Privatleben und auf Datenschutz nachkommt (Abg. Ing. Westenthaler: Warum sagen alle außer Ihnen was anderes? Warum sagen alle Verfassungsexperten was anderes?) und andererseits – auch das, bitte, muss man sagen – den Grundrechten – auch diese Rechte gibt es! – der Menschen in Österreich auf Sicherheit, auf effiziente Verbrechensbekämpfung, auf Opferschutz zum Durchbruch verhilft. (Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Dr. Moser.) Es geht um eine ausgewogene und angemessene Lösung, die wir heute damit schaffen. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Es waren lange Diskussionen, es wurden viele Einwände und Meinungen berücksichtigt, und letztlich wurde eine Regelung geschaffen, die einerseits dem Grundrecht auf Privatleben und auf Datenschutz nachkommt (Abg. Ing. Westenthaler: Warum sagen alle außer Ihnen was anderes? Warum sagen alle Verfassungsexperten was anderes?) und andererseits – auch das, bitte, muss man sagen – den Grundrechten – auch diese Rechte gibt es! – der Menschen in Österreich auf Sicherheit, auf effiziente Verbrechensbekämpfung, auf Opferschutz zum Durchbruch verhilft. (Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Dr. Moser.) Es geht um eine ausgewogene und angemessene Lösung, die wir heute damit schaffen. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, ja, wir stimmen diesem Gesetz heute ganz klar zu – mit dem von mir jetzt noch einzubringenden Abänderungsantrag, mit einigen abrundenden Maßnahmen, einigen Entschließungsanträgen, mit einem Initiativantrag, mit dem wir die verbotene Veröffentlichung verhindern wollen –, und wir können Ihnen ans Herz legen, dieser ausgewogenen Regelung Ihre Zustimmung zu geben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Selten so einen Schwachsinn gehört! Wie man so einen Unsinn verbreiten kann?!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich kann Ihnen mit ruhigem Gewissen empfehlen: Stimmen Sie diesem Gesetz heute zu! Es ist eine ausgewogene Lösung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Selten so einen Schwachsinn gehört! Wie man so einen Unsinn verbreiten kann?!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrter Kollege Donnerbauer, Sie haben heute hier behauptet, die Vorratsdatenspeicherung sei keine Präventivüberwachung, es werden nicht sämtliche BürgerInnen ohne Verdacht überwacht. – Das ist schlichtweg falsch! Die Vorratsdatenspeicherung ist eine Präventivüberwachung. Es wird jeder Bürger, der Handy und Internet benutzt, hinsichtlich der Nutzungsdaten überwacht. (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Die Internetdaten und die Handydaten werden gespeichert, ohne dass es einen Verdacht gibt. Alleine, weil Sie telefonieren und E-Mails verschicken, gibt es eine Speicherung. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Nicht abgehört! – Später kann auf diese Daten zugegriffen werden. In der Logik der Vorratsdatenspeicherung hieße das beim Abhören des Telefons: Es wird jedes Telefon abgehört, und später, wenn es einen konkreten Verdacht gibt, kann man die gespeicherten Gespräche abrufen. Das ist die Logik der Vorratsdatenspeicherung (Zwischenruf bei der ÖVP), das wäre eine präventive Überwachung mittels Abhörung!
Zwischenruf bei der ÖVP
Die Internetdaten und die Handydaten werden gespeichert, ohne dass es einen Verdacht gibt. Alleine, weil Sie telefonieren und E-Mails verschicken, gibt es eine Speicherung. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Nicht abgehört! – Später kann auf diese Daten zugegriffen werden. In der Logik der Vorratsdatenspeicherung hieße das beim Abhören des Telefons: Es wird jedes Telefon abgehört, und später, wenn es einen konkreten Verdacht gibt, kann man die gespeicherten Gespräche abrufen. Das ist die Logik der Vorratsdatenspeicherung (Zwischenruf bei der ÖVP), das wäre eine präventive Überwachung mittels Abhörung!
Zwischenruf bei der ÖVP.
Ich habe schon zahlreiche Beispiele gebracht. Ich nehme nicht an, dass Sie – Sie erinnern sich an mein Beispiel vom Vormittag – dafür sind, dass die Post künftig jeden Brief, den Sie verschicken, dahingehend dokumentiert, dass Sie einen Brief verschicken, an wen Sie den Brief verschicken und wann Sie ihn verschicken. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das ist kein schlechter Vergleich! (Neuerlicher Zwischenruf bei der ÖVP.) – Wenn man die Vorratsdatenspeicherung verstanden hat, dann ist es der passende Vergleich, weil es genau darum geht! (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Ing. Westenthaler.)
Neuerlicher Zwischenruf bei der ÖVP.
Ich habe schon zahlreiche Beispiele gebracht. Ich nehme nicht an, dass Sie – Sie erinnern sich an mein Beispiel vom Vormittag – dafür sind, dass die Post künftig jeden Brief, den Sie verschicken, dahingehend dokumentiert, dass Sie einen Brief verschicken, an wen Sie den Brief verschicken und wann Sie ihn verschicken. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das ist kein schlechter Vergleich! (Neuerlicher Zwischenruf bei der ÖVP.) – Wenn man die Vorratsdatenspeicherung verstanden hat, dann ist es der passende Vergleich, weil es genau darum geht! (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Ing. Westenthaler.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Ing. Westenthaler.
Ich habe schon zahlreiche Beispiele gebracht. Ich nehme nicht an, dass Sie – Sie erinnern sich an mein Beispiel vom Vormittag – dafür sind, dass die Post künftig jeden Brief, den Sie verschicken, dahingehend dokumentiert, dass Sie einen Brief verschicken, an wen Sie den Brief verschicken und wann Sie ihn verschicken. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das ist kein schlechter Vergleich! (Neuerlicher Zwischenruf bei der ÖVP.) – Wenn man die Vorratsdatenspeicherung verstanden hat, dann ist es der passende Vergleich, weil es genau darum geht! (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Ing. Westenthaler.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer
Folgendes ist passiert: Im Jahr 2007 gab es keine Vorratsdatenspeicherung, die Aufklärungsrate bei schweren Straftaten lag bei 77,6 Prozent (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer); sie ist 2009 – mit Vorratsdatenspeicherung – auf 76,3 Prozent gesunken. Also halten wir die Entwicklung in Deutschland fest: Die Zahl der Straftaten ist gestiegen, dafür ist die Aufklärungsquote gesunken.
Zwischenruf bei der ÖVP
Jetzt können Sie sagen: Schwere Straftaten. – Schauen wir uns die Internetstraftaten an! Aufklärungsquote im Jahr 2008: 79,8 Prozent (Zwischenruf bei der ÖVP); 2009 – mit der Vorratsdatenspeicherung –: gesunken auf 75,9 Prozent.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es stimmt einfach nicht, was hier behauptet wird, dass damit die Aufklärungsquote steigt und ein Sicherheitsgewinn entsteht. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Nein! Es gibt nicht ein Mehr an Sicherheit, es gibt ein Mehr an Überwachung, und es gibt ein Mehr an Missbrauchsgefahr. Das ist die Wahrheit!
Zwischenrufe des Abg. Mag. Donnerbauer.
Das erste Problem, das wir hatten, war, dass in diesem Graubereich die Löschung mit-unter nicht gleich stattgefunden hat, um – dank eines Agreements – diese Daten dann der Polizei zur Verfügung zu stellen. Das heißt aber nicht, dass man die Daten schon hätte speichern dürfen. (Zwischenrufe des Abg. Mag. Donnerbauer.)
Anhaltende Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Donnerbauer und Rädler.
Der zweite Punkt ist, dass gewisse Daten offensichtlich ohne gesetzliche Grundlage gespeichert wurden. Standortdaten – das heißt: Wer war wann und wo mit seinem Handy? – hätten zu Verrechnungszwecken nicht gespeichert werden dürfen. Sie wurden also entweder nicht gespeichert, dann ist das sehr wohl eine neue Qualität der Überwachung, oder sie wurden gespeichert, und dann war das gesetzwidrig. (Anhaltende Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Donnerbauer und Rädler.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Ing. Westenthaler. – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Donnerbauer und Ing. Westenthaler.
Ich sage es ganz ehrlich: Ganz besonders interessiert mich natürlich die Sozialdemokratische Partei. Warum? – Die SPÖ hat sich in der Diskussionsphase immer sehr kritisch eingebracht, und umso schwerer wiegt es, wenn Ihr heute umfallt! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Ing. Westenthaler. – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Donnerbauer und Ing. Westenthaler.)
Abg. Ing. Westenthaler: Es wird auch verändert!
Klarerweise ist es eine Gratwanderung an der Grenze der Grundrechte. Das war uns ja an sich immer schon bekannt. Es ist ja auch bei der Erstellung der EU-Richtlinie eine Gratwanderung gewesen. Im Grunde genommen hätte man natürlich die EU-Richtlinie auch anders gestalten können, worauf Otto Pendl und auch Jacky Maier bei verschiedenen Anlässen schon hingewiesen haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Es wird auch verändert!) Aber es ist halt leider Gottes nicht so gewesen.
Zwischenruf des Abg. Mag. Widmann.
Das ist ja auch der Grund, warum ich der Meinung bin, dass wir – auch als kleines Land – uns in allen europäischen Diskussionen, wo es um Richtliniengestaltungen, Verordnungen und welche Rechtssätze auch immer geht, wesentlich stärker einbringen können sollten. Damals hätte – natürlich spielte da das Einstimmigkeitsprinzips eine Rolle – die Ministerin Gastinger die eine oder andere Norm sicherlich noch verbessern können, sodass wir auch hier im Rahmen der Terrorbekämpfung – das ist ja eigentlich der Grund – eine bessere Umsetzung zustande gebracht hätten. (Zwischenruf des Abg. Mag. Widmann.)
Abg. Ing. Westenthaler: Die Schweden warten auch!
Was ist jetzt das Thema? – Das Thema ist, dass wir bereits vor zwei Jahren die EU-Richtlinie hätten umsetzen müssen und dass wir es schlicht und einfach nicht zulassen können, noch länger mit der Umsetzung zu warten. (Abg. Ing. Westenthaler: Die Schweden warten auch!) Ich gebe schon zu: Die Evaluierung der EU-Richtlinie hat ergeben, dass es einen Änderungsbedarf gibt. Der Änderungsbedarf an sich – also in welche Richtung er geht – wurde derzeit nicht festgelegt.
Abg. Ing. Westenthaler: ... sofort dafür!
werden. Das ist in Zukunft ein Vier-Augen-Prinzip, meine Damen und Herren. Ich kann nur sagen, dass die StPO-Reform – und die geht ja auf den Minister Böhmdorfer zurück – halt einfach vorsieht, dass der Staatsanwalt eine andere Funktion hat als in der Vergangenheit und dass es den Untersuchungsrichter nicht mehr gibt. (Abg. Ing. Westenthaler: ... sofort dafür!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, dass es insgesamt ein Vorschlag ist, der ausgewogen ist, über den man sich nicht freuen kann – das ist überhaupt keine Frage –, der sich an der Grenze der Verletzung von Grundrechten einerseits und der Ermittlung von Daten andererseits bewegt, der aber, aus meiner Sicht, einigermaßen ausgewogen ist. Die Diskussion darüber wird sicher weitergehen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Es ist schon hochinteressant, wenn der Herr Donnerbauer sagt, alles sei in Ordnung. Ich verstehe das nicht, dass Sie das als Justizsprecher sagen! Vielleicht ist das der Grund, warum Sie diesen letzten Sprung ins Justizministerium nicht geschafft haben, weil Sie noch immer glauben, dass da alles in Ordnung ist. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Aber, wenn Sie es mir schon nicht glauben, Frau Justizministerin, Frau Innenministerin, es gibt jetzt seit wenigen Tagen ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages. Meine Frage: Kennen Sie das? – Wenn Sie es nicht kennen, dann darf ich Ihnen vorlesen, was da drinnen steht.
Beifall bei BZÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Das sagt der Deutsche Bundestag, Frau Innenministerin und Frau Justizministerin – nicht der Peter Westenthaler oder der Herr Donnerbauer, der noch immer glaubt, es sei alles in Ordnung. Der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages spricht sich dafür aus, die Vorratsdatenspeicherung zu verbieten – und wir wollen es heute beschließen! – Das ist doch absurd und völliger Wahnsinn, was da heute passiert, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei BZÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenrufe des Abg. Mag. Stadler.
Die EU ist selbst draufgekommen, dass da Missbrauch betrieben werden kann, dass das unhaltbar ist, dass diese Verordnung nicht durchzuführen ist, dass sie zurückzuziehen ist – aber wir beschließen es heute! (Zwischenrufe des Abg. Mag. Stadler.) Das ist doch ein Treppenwitz! Wir machen uns doch auch in der internationalen Welt lächerlich, meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn selbst die EU das bereits zurückzieht! Das versteht niemand.
Rufe bei der ÖVP: Drei Ministerinnen!
rung dieses Beschlusses, mit dem Zurückziehen, mit dem Nicht-Beschließen, wenn Sie auf Ihre Fraktion einwirken ... (Rufe bei der ÖVP: Drei Ministerinnen!)
Der Redner deutet in Richtung der Bundesministerinnen Dr. Karl und Mag. Mikl-Leitner
Ja, ich rede aber da, da ist das Problem (Der Redner deutet in Richtung der Bundesministerinnen Dr. Karl und Mag. Mikl-Leitner), nicht da. Das ist nicht das Problem! (Der Redner deutet in Richtung von Bundesministerin Bures. – Anhaltende Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Donnerbauer und Rädler.) Nein, aber da wird es abgerufen, mir geht es ums Abrufen. Da ist der Missbrauch, da geht es darum, dass missbräuchlich abgerufen wird und dass Personendaten missbräuchlich gegen unliebsame Menschen im Land verwendet werden. Das passiert in diesen beiden Ministerien – und nicht im Verkehrsministerium! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Der Redner deutet in Richtung von Bundesministerin Bures. – Anhaltende Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Donnerbauer und Rädler.
Ja, ich rede aber da, da ist das Problem (Der Redner deutet in Richtung der Bundesministerinnen Dr. Karl und Mag. Mikl-Leitner), nicht da. Das ist nicht das Problem! (Der Redner deutet in Richtung von Bundesministerin Bures. – Anhaltende Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Donnerbauer und Rädler.) Nein, aber da wird es abgerufen, mir geht es ums Abrufen. Da ist der Missbrauch, da geht es darum, dass missbräuchlich abgerufen wird und dass Personendaten missbräuchlich gegen unliebsame Menschen im Land verwendet werden. Das passiert in diesen beiden Ministerien – und nicht im Verkehrsministerium! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.
Ja, ich rede aber da, da ist das Problem (Der Redner deutet in Richtung der Bundesministerinnen Dr. Karl und Mag. Mikl-Leitner), nicht da. Das ist nicht das Problem! (Der Redner deutet in Richtung von Bundesministerin Bures. – Anhaltende Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Donnerbauer und Rädler.) Nein, aber da wird es abgerufen, mir geht es ums Abrufen. Da ist der Missbrauch, da geht es darum, dass missbräuchlich abgerufen wird und dass Personendaten missbräuchlich gegen unliebsame Menschen im Land verwendet werden. Das passiert in diesen beiden Ministerien – und nicht im Verkehrsministerium! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Abg. Rädler: Hast Angst?
Wissen Sie, was bis Dezember passiert? – Da sind schon alle ausspioniert, die man nicht gerne hat. Das ist die Wahrheit: Das passiert! Das ist das, was Ihr wollt: den Überwachungsstaat, den wir ablehnen! (Abg. Rädler: Hast Angst?)
Beifall beim BZÖ.
Wir werden daher – und laden wirklich auch herzlichst die anderen Oppositionsparteien ein, weil wir wissen, dass wir da ein gemeinsames Interesse haben – eine Drittelklage, eine Drittelbeschwerde, eine Verfassungsbeschwerde einbringen, um dieses Monster zu Fall zu bringen, damit wir diesem Land einen Dienst erweisen, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das wird uns ein Anliegen sein, diese Drittelbeschwerde! (Beifall beim BZÖ. )
Abg. Mag. Hakl: Das stimmt ja nicht!
Ich glaube, dass es richtig wäre, diese gescheiterte Initiative, diese gescheiterte Vorratsdatenspeicherung endlich zu beenden und es nicht zuzulassen, dass künftig jedermann – da hat der Kollege Steinhauser völlig recht; und er hat das am Vormittag schon gesagt – bloß auf einen Verdacht hin, und zwar egal welchen, ohne richterliche Genehmigung verfolgt werden kann, indem seine Vorratsdaten abgerufen werden. (Abg. Mag. Hakl: Das stimmt ja nicht!)
Abg. Mag. Hakl: Falsch!
ter Kriminalität, sondern bei jeglicher Form von Straftat und bei jeglicher Vernaderung – auf Vorratsdaten zugegriffen werden kann. (Abg. Mag. Hakl: Falsch!) Das steht so drinnen, und wenn Sie es nicht glauben, dann haben Sie es nicht gelesen.
Beifall beim BZÖ.
Ich kann Ihnen sagen: Wir vom BZÖ setzen uns für die Freiheitsrechte der Bürger ein und sind daher aufgefordert und verpflichtet, gegen diesen Gesetzeswahnsinn, der in Wahrheit den George Orwell milde lächeln lässt, vehement aufzutreten! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Moser: Aber nicht jetzt!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, deshalb verstehe ich teilweise auch die Emotion, die in dieser Diskussion liegt, und die Fragestellung, ob wir in Österreich diese Richtlinie auch tatsächlich umsetzen müssen. Es gibt Rechtsmittel, wann man eine Richtlinie nicht umsetzen muss, die sind aber für Österreich nicht gegeben, weil die damalige österreichische Bundesregierung, im Jahr 2005, dieser EU-Richtlinie zugestimmt hat. (Abg. Dr. Moser: Aber nicht jetzt!)
Abg. Dr. Moser: Bei den Kyoto-Zielen ist es dasselbe! Bei den Kyoto-Zielen zahlen Sie!
Ich sage Ihnen ganz ehrlich: Ich glaube, wir können nicht verantworten, dass wir in Zeiten wie diesen, wo wir den öffentlichen Haushalt konsolidieren müssen, möglicherweise Millionen-Eurobeträge von Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern aus Österreich nach Brüssel überweisen müssen, nur weil wir diese Richtlinie nicht umsetzen. (Abg. Dr. Moser: Bei den Kyoto-Zielen ist es dasselbe! Bei den Kyoto-Zielen zahlen Sie!) Ich glaube, das wäre falsch.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir setzen diese EU-Richtlinie nun um, und das in Form einer Minimalumsetzung und unter größtem Schutz, wie gesagt, der Grundrechte und Menschenrechte. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Stefan: Wie denn? – Abg. Ing. Westenthaler: Wie wollen Sie das sicherstellen?
Das Telekommunikationsgesetz war zweimal in Begutachtung. Da ich Begutachtungen immer sehr ernst nehme, haben wir aufgrund von Erkenntnissen aus der Begutachtung noch zusätzliche Maßnahmen, die zu mehr Datenschutz führen, in das Gesetz eingebaut. Um ein Beispiel zu nennen: Wir haben sichergestellt, dass Berufsgeheimnisträger, ob das Richter, Ärzte, Journalisten sind, einem besonderen Schutz vor Zugriff unterliegen. (Abg. Mag. Stefan: Wie denn? – Abg. Ing. Westenthaler: Wie wollen Sie das sicherstellen?) Das war auch ein Ergebnis der Begutachtung, und ich halte es für richtig, dass im Zuge des parlamentarischen Prozesses – es ist ja auch noch ein Abänderungsantrag eingebracht worden – noch zusätzliche Instrumente, nämlich das Vieraugenprinzip, eingezogen wurden und so noch mehr Rechtsschutz ermöglicht wurde.
Abg. Ing. Westenthaler: Frau Minister! In der StPO steht genau das Gegenteil drinnen! – Abg. Mag. Stefan: Im Sicherheitspolizeigesetz!
Es gibt eine Transparenz, es gibt die Verpflichtung der Provider, diese Abfragen zu dokumentieren und die Betreffenden darüber auch zu informieren. (Abg. Ing. Westenthaler: Frau Minister! In der StPO steht genau das Gegenteil drinnen! – Abg. Mag. Stefan: Im Sicherheitspolizeigesetz!) Weiters gibt es eine strenge Verwendungskontrolle der Daten, eben eine Protokollierung dieser Zugriffe.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne möchte ich mich bei meinen Beamtinnen und Beamten des Hauses für die TKG-Novelle bedanken, aber vor allem beim Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Pendl.
Ich sage ein herzliches Dankeschön. Ich meine, mit diesem Gesetzentwurf können wir all dem Rechnung tragen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Pendl.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne darf ich Sie einladen, das zur Beschlussfassung anstehende Paket mit zu beschließen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
In diesem Sinne danke ich allen Beamten, den Kolleginnen und Kollegen, die sich so intensiv mit dieser Materie, die wirklich sensibel ist, auseinandergesetzt haben, die gerungen haben um jedes einzelne Wort, die die vielen Abänderungs-, Initiativ- und Entschließungsanträge formuliert haben. Ich bin überzeugt davon, dass wir jetzt ein Gesetz vorliegen haben, das allen Seiten gerecht wird, und wir keine Angst haben müssen vor einer Bespitzelung durch den Staat. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ihre Vorrednerin hat das auch gesagt!
Abgeordneter Mag. Harald Stefan (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsident! Sehr geehrte Frauen Ministerinnen! Hohes Haus! Ich habe sehr genau zugehört, was insbesondere Justizministerin Karl gesagt hat. Wir müssen das umsetzen. (Abg. Ing. Westenthaler: Ihre Vorrednerin hat das auch gesagt!) – Sie hat kein einziges Mal gesagt, wir wollen das umsetzen. Es würde mich wirklich interessieren, warum wir hier im Parlament sitzen und etwas beschließen, ohne überhaupt den Willen dazu zu haben, sondern nach einem reinen Müssen vorgehen. Das ist die große entscheidende Frage, und das ist auch die Grundproblematik, die hier vorliegt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Harald Stefan (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsident! Sehr geehrte Frauen Ministerinnen! Hohes Haus! Ich habe sehr genau zugehört, was insbesondere Justizministerin Karl gesagt hat. Wir müssen das umsetzen. (Abg. Ing. Westenthaler: Ihre Vorrednerin hat das auch gesagt!) – Sie hat kein einziges Mal gesagt, wir wollen das umsetzen. Es würde mich wirklich interessieren, warum wir hier im Parlament sitzen und etwas beschließen, ohne überhaupt den Willen dazu zu haben, sondern nach einem reinen Müssen vorgehen. Das ist die große entscheidende Frage, und das ist auch die Grundproblematik, die hier vorliegt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Hakl: Oh doch!
Es sind drei Gesetze – ineinander verschachtelt, mit Zitierungen zu anderen Gesetzen – vorgelegt worden. Ich sage Ihnen, niemand von Ihnen, die Sie sich hier zu Wort melden, kann diese Zitierungen einwandfrei nachvollziehen. (Abg. Mag. Hakl: Oh doch!) Genau deshalb sind auch all diese Abänderungsanträge und Ausschussfeststellungen notwendig geworden, weil sich niemand mehr damit ausgekannt hat und weil in Wirklichkeit die Grundrechtsverletzungen so massiv waren.
Abg. Mag. Hakl: Das ist ja schon im Ausschuss geändert worden! Da waren Sie dabei, Herr Kollege!
Ein Beispiel: Es heißt immer, nur bei schweren Straftaten und nur mit richterlicher oder staatsanwaltschaftlicher Verfügung kann eingegriffen werden. In Wirklichkeit ist es zum Beispiel so, dass nach § 53a Sicherheitspolizeigesetz die Sicherheitsbehörden auch zugreifen können – das ist schon eingeschränkt, das stimmt schon – mit Zitat auf § 16 Abs. 1 Sicherheitspolizeigesetz, also bei Vorliegen eines gefährlichen Angriffs. (Abg. Mag. Hakl: Das ist ja schon im Ausschuss geändert worden! Da waren Sie dabei, Herr Kollege!) Dort wird festgehalten, als „gefährlicher Angriff“ gelten alle Straftaten, die mit Vorsatz zu begehen sind. All das umfasst das Sicherheitspolizeigesetz; es kann zugegriffen werden, es kann zu massiven Einschreitungen kommen.
Beifall bei der FPÖ.
Das ist wohl eindeutig, da brauchen wir nicht mehr herumzudiskutieren. Das hat das deutsche Bundesverfassungsgericht bereits im März 2010 so festgehalten. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Hakl: Änderung auch schon eingebracht!
Ich zeige Ihnen jetzt anhand eines Beispiels auf, was passieren kann, nämlich: Abfrage von IP-Adressen. Was bedeutet das? – Zu dem Zeitpunkt, zu dem die IP-Adresse abgefragt wird, sind unter Umständen bis zu 60 000 User gespeichert, im Schnitt jedenfalls 5 000. (Abg. Mag. Hakl: Änderung auch schon eingebracht!) Was bedeutet das dann? – Es sind 5 000 Namen im Akt. Wir wissen, was mit den Akten geschieht: Sie gehen an die Medien, und in den Medien scheint ein Name von den 5 000 dann vielleicht zufällig mit auf, obwohl der Betreffende überhaupt nichts damit zu tun hat. Es geht vielleicht um Kinderpornografie oder um irgendetwas ganz Unangenehmes – und der Name eines Unschuldigen steht mit auf der Liste. (Abg. Mag. Donnerbauer: Abänderungsantrag lesen!) Dann denkt vielleicht ein „News“-Journalist oder sonst irgendjemand in dieser Republik, der das lustig findet: Da steht jemand mit auf der Liste, ich stelle das einfach einmal ohne Kommentar hinein. – Aus solch einer Situation muss man sich erst wieder herausrudern, da muss man erst wieder herauskommen; das gelingt einem praktisch nicht mehr.
Abg. Mag. Donnerbauer: Abänderungsantrag lesen!
Ich zeige Ihnen jetzt anhand eines Beispiels auf, was passieren kann, nämlich: Abfrage von IP-Adressen. Was bedeutet das? – Zu dem Zeitpunkt, zu dem die IP-Adresse abgefragt wird, sind unter Umständen bis zu 60 000 User gespeichert, im Schnitt jedenfalls 5 000. (Abg. Mag. Hakl: Änderung auch schon eingebracht!) Was bedeutet das dann? – Es sind 5 000 Namen im Akt. Wir wissen, was mit den Akten geschieht: Sie gehen an die Medien, und in den Medien scheint ein Name von den 5 000 dann vielleicht zufällig mit auf, obwohl der Betreffende überhaupt nichts damit zu tun hat. Es geht vielleicht um Kinderpornografie oder um irgendetwas ganz Unangenehmes – und der Name eines Unschuldigen steht mit auf der Liste. (Abg. Mag. Donnerbauer: Abänderungsantrag lesen!) Dann denkt vielleicht ein „News“-Journalist oder sonst irgendjemand in dieser Republik, der das lustig findet: Da steht jemand mit auf der Liste, ich stelle das einfach einmal ohne Kommentar hinein. – Aus solch einer Situation muss man sich erst wieder herausrudern, da muss man erst wieder herauskommen; das gelingt einem praktisch nicht mehr.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Ing. Westenthaler.
Genau diese Dinge stellen die Problematik dar, deswegen sind wir so massiv dagegen, weil damit in die Grundrechte der Bürger eingegriffen wird. Das kann man jetzt natürlich alles wegdiskutieren und wegreden, es kann aber jeden treffen. Und wir wissen genau, wie Medien mit Menschen und natürlich auch mit Politikern umgehen, die damit überhaupt nichts zu tun haben, sondern zufällig irgendwie hineingeraten. Daher: Bitte größte Vorsicht! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Ing. Westenthaler.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher appelliert Stadträtin Frauenberger von der SPÖ Wien, die ich hier zitiere, „an die beiden Neo-Ministerinnen Karl und Mikl-Leitner, im Interesse der BürgerInnen jetzt die Notbremse zu ziehen“. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Pendl, ist die von deiner Partei?
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Pendl gelangt nun zu Wort. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Pendl, ist die von deiner Partei?)
Abg. Neubauer: Die Frau Frauenberger zum Beispiel!
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Natürlich, Frau Kollegin Hakl, war von der ersten Sekunde an klar, dass das ein sehr sensibler Bereich ist, aber ich hätte mir schon erwartet, meine Damen und Herren, dass sich irgendjemand (Abg. Neubauer: Die Frau Frauenberger zum Beispiel!) auch den Inhalt des Abänderungsantrages, der von den Kollegen Donnerbauer und Jarolim eingebracht worden ist, ansieht. Das, was Sie jetzt zitiert haben, Kollege Stefan, ist nach diesem Abänderungsantrag gar nicht mehr möglich. Das habe ich im Übrigen auch selbst kritisiert.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Pendl dankt den Bundesministerinnen Bures, Dr. Karl und Mag. Mikl-Leitner per Handschlag.
Meine geschätzten Damen und Herren! Nach zwei Jahren, mit sehr viel Verspätung, mit sehr viel Hysterie – obgleich gerade auch ich einer bin, der sagt, wir müssen aufpassen, wenn es um Grundrechte geht –, müssen wir auch den klaren Blick dafür haben, dass wir uns nicht selbst blockieren bei einer wichtigen Arbeit. Ich glaube, einen solch hohen Anteil an Rechtsschutz, wie jetzt in dieser Gesetzesmaterie vorgesehen, findet man selten. Daher kann man, glaube ich, mit gutem Gewissen zustimmen. – Herzlichen Dank, meine Damen auf der Regierungsbank, für die viele Arbeit. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Pendl dankt den Bundesministerinnen Bures, Dr. Karl und Mag. Mikl-Leitner per Handschlag.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Ich lese Ihnen jetzt etwas vor, das ich gerade bekommen habe. Mir ist vor 5 Minuten das Rechtsgutachten des Deutschen Bundestages gemailt worden. Dieses Rechtsgutachten des Deutschen Bundestages stellt eindeutig die Verfassungswidrigkeit und die Grundrechtswidrigkeit fest. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Das ist eine Unterstellung! Wir haben viele Stunden diskutiert!
Kollege Westenthaler, ich habe mich jetzt noch kurz der Mühe unterzogen, mir das ein bisschen genauer durchzulesen, denn das sind meiner Meinung nach ein paar wichtige Punkte. Es ist ausgesprochen bedauerlich, dass sich nur die Abgeordneten der Opposition ernsthaft mit dieser Frage beschäftigen und sich niemand von den Regierungsparteien gefunden hat, der diese grundrechtsmäßig enorm heikle und brisante Frage seriös auf dem Boden unserer Verfassung und der Grundrechtecharta behandelt. (Abg. Mag. Donnerbauer: Das ist eine Unterstellung! Wir haben viele Stunden diskutiert!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich zitiere: „Die somit durch die Vorratsdatenspeicherung bislang nur marginal um 0,006 % verbesserte Aufklärungsquote ...“ – Das muss man sich einmal vorstellen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wegen 0,006 Prozent verbesserter Aufklärungsquote durchlöchern Sie die österreichische Verfassung und die Europäische Grundrechtecharta. Das ist wohl das wirklich Allerletzte! (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Beifall bei Grünen und BZÖ.
Ich zitiere: „Die somit durch die Vorratsdatenspeicherung bislang nur marginal um 0,006 % verbesserte Aufklärungsquote ...“ – Das muss man sich einmal vorstellen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wegen 0,006 Prozent verbesserter Aufklärungsquote durchlöchern Sie die österreichische Verfassung und die Europäische Grundrechtecharta. Das ist wohl das wirklich Allerletzte! (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Hallo-Rufe bei der ÖVP.
Ich nenne nur ein Beispiel. Es geht ja überhaupt nicht um die schweren Straftaten. Die schweren Straftäter stehen ohnehin unter dem Schutz zumindest einer Regierungspartei, wenn sie bestimmte politische Verbindungen haben. Ein ÖVP-Parteibuch ist immer noch die beste Versicherung, wenn man in dieser Republik schwerst kriminell wird, weil einem dann schlicht und einfach nichts passieren kann. So schaut es aus. (Beifall bei den Grünen. – Hallo-Rufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.
Es geht um etwas ganz anderes, und das wissen Sie auch. Denken Sie an einen Beamten, der verdächtigt wird, einem Abgeordneten der Opposition oder einem Journalisten/einer Journalistin eine Information gegeben zu haben! – Es ist ein Kinderspiel, anhand der Vorratsdaten festzustellen, dass er sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem bestimmten Kaffeehaus aufgehalten hat. In Wien kann man aufgrund der Engmaschigkeit der Funkzellen auf zirka eineinhalb bis zwei Meter orten. (Zwischenruf der Abg. Mag. Hakl.)
Abg. Mag. Hakl: Das ist aber keine schwere Straftat, das kann nicht gemacht werden!
Aufgrund dieses Gesetzes kann man nachschauen, welche Handys zum gleichen Zeitpunkt in diesem Kaffeehaus eingeloggt waren. (Abg. Mag. Hakl: Das ist aber keine schwere Straftat, das kann nicht gemacht werden!)
Beifall bei Grünen und BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Frau Kollegin Hakl, da geht es nicht um eine schwere Straftat, sondern um schwere Unkenntnis Ihrerseits. Das ist auch ein betrüblicher Tatbestand, zum Glück aber nicht strafbar, sonst hätten Sie schon lebenslänglich. (Beifall bei Grünen und BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Rädler
Es geht um etwas ganz anderes. Es geht darum, dass Sie dahinter kommen, von wem Abgeordnete der Opposition ihre Informationen bekommen. Das haben wir ständig in den Untersuchungsausschüssen herausgefunden (Zwischenruf des Abg. Rädler), und jetzt wollen Sie Journalisten und Abgeordnete der Opposition noch besser aufspüren können, jetzt wollen Sie an die Handys ran, jetzt wollen Sie die Daten ein halbes Jahr lang speichern.
Abg. Rädler: ... Verfolgungswahn?
Wie stellen Sie sich rein technisch die Speicherung aller Inhaltsdaten über ein halbes Jahr überhaupt vor? (Abg. Rädler: ... Verfolgungswahn?) Gibt es da Überlegungen, und musste das überhaupt erst rausverhandelt werden? Und wenn es Ihr großer Erfolg war, die totale Überwachung der Inhaltsdaten rauszuverhandeln, wer wollte das dann reinverhandeln? Die Innenministerin, die Justizministerin oder wer sonst?
Abg. Rädler: Ihre Sicht!
Meine Damen und Herren! Jeder vernünftige, anständige und verfassungstreue Mensch müsste heute mit Nein stimmen. Ich habe aber die große und begründete Befürchtung, dass es in diesem Haus auch heute wieder eine unvernünftige, eine sachlich inkompetente (Abg. Rädler: Ihre Sicht!) und eine verfassungsfeindliche Mehrheit geben wird. – Danke. (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Beifall bei Grünen und BZÖ.
Meine Damen und Herren! Jeder vernünftige, anständige und verfassungstreue Mensch müsste heute mit Nein stimmen. Ich habe aber die große und begründete Befürchtung, dass es in diesem Haus auch heute wieder eine unvernünftige, eine sachlich inkompetente (Abg. Rädler: Ihre Sicht!) und eine verfassungsfeindliche Mehrheit geben wird. – Danke. (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Abg. Dr. Pilz: Soll ich den Wahrheitsbeweis antreten?
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Dr. Pilz, wir hatten oder ich hatte schon öfters nach Reden von Ihnen das aufzuzeigen – ich mache das heute wieder –: Die Pauschalunterstellung von kriminellen Straftaten beziehungsweise des Schutzes von Kriminellen ist nicht ... (Abg. Dr. Pilz: Soll ich den Wahrheitsbeweis antreten?) Herr Abgeordneter Pilz, wenn Sie hier eine ganze Partei verdächtigen (Abg. Dr. Pilz: Geben Sie mir zehn Stunden Redezeit, und ich !), nicht nur verdächtigen, sondern es ihr auch unterstellen, dann erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Rädler: Der hat ja einen Verfolgungswahn!)
Abg. Dr. Pilz: Geben Sie mir zehn Stunden Redezeit, und ich !
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Dr. Pilz, wir hatten oder ich hatte schon öfters nach Reden von Ihnen das aufzuzeigen – ich mache das heute wieder –: Die Pauschalunterstellung von kriminellen Straftaten beziehungsweise des Schutzes von Kriminellen ist nicht ... (Abg. Dr. Pilz: Soll ich den Wahrheitsbeweis antreten?) Herr Abgeordneter Pilz, wenn Sie hier eine ganze Partei verdächtigen (Abg. Dr. Pilz: Geben Sie mir zehn Stunden Redezeit, und ich !), nicht nur verdächtigen, sondern es ihr auch unterstellen, dann erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Rädler: Der hat ja einen Verfolgungswahn!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Rädler: Der hat ja einen Verfolgungswahn!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Dr. Pilz, wir hatten oder ich hatte schon öfters nach Reden von Ihnen das aufzuzeigen – ich mache das heute wieder –: Die Pauschalunterstellung von kriminellen Straftaten beziehungsweise des Schutzes von Kriminellen ist nicht ... (Abg. Dr. Pilz: Soll ich den Wahrheitsbeweis antreten?) Herr Abgeordneter Pilz, wenn Sie hier eine ganze Partei verdächtigen (Abg. Dr. Pilz: Geben Sie mir zehn Stunden Redezeit, und ich !), nicht nur verdächtigen, sondern es ihr auch unterstellen, dann erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Rädler: Der hat ja einen Verfolgungswahn!)
Abg. Ing. Westenthaler: So wie in Schweden!
Auf der anderen Seite stellt sich natürlich die Frage: Kann man jetzt jenen Stimmen folgen, die auch heute gesagt haben: Dann warten wir eben ab und schauen wir, was passiert (Abg. Ing. Westenthaler: So wie in Schweden!), tun wir einmal nichts!?
Abg. Dr. Moser: Warum warten wir dann nicht?
Auf der anderen Seite hat Frau Kollegin Hakl nicht nur vieles und alles richtig gesagt, sondern vor allem auch darauf hingewiesen, dass ja ohnehin etwa ein Jahr Vorlaufzeit besteht und mit dem Inkrafttretenstermin – ich glaube, im April nächsten Jahres – die theoretische Möglichkeit bestünde, dann allenfalls von der Kommission vorgeschlagene Änderungen noch vor Inkrafttreten in die nationale Gesetzgebung einfließen zu lassen. (Abg. Dr. Moser: Warum warten wir dann nicht?)
Abg. Mag. Stefan: Sie hat ja gesagt, müssen!
Herr Kollege Stefan, Ihr Diskussionsbeitrag war ja auch hochinteressant, gleich nach jenem von Frau Kollegin Hakl, aber so einfach ist das nicht mit diesem Wollen und Müssen und dieser bösen Europäischen Union. (Abg. Mag. Stefan: Sie hat ja gesagt, müssen!) Es war ja, wenn man so will, indirekt Ihre Ministerin Karin Gastinger, die dieses Projekt auch in Brüssel vertreten hat. Das heißt, wir haben es gewollt. Und nachdem wir es gemeinsam mit anderen EU-Mitgliedstaaten gewollt haben, sprich die Richtlinie beschlossen haben, müssen wir umsetzen. Das ist die Konsequenz dessen.
Abg. Dr. Moser: Es nützt ja nichts, die haben ja B-Free-Handys!
Ob wir das jetzt wollen oder nicht, es ist nun einmal die Speicherung von solchen Daten ein international anerkanntes Mittel zum Kampf gegen Terrorismus, organisierte Kriminalität und auch Geldwäsche. Es wird bei dieser Gratwanderung (Abg. Dr. Moser: Es nützt ja nichts, die haben ja B-Free-Handys!), die ich heute Vormittag schon angesprochen habe, bleiben: Bürgerrechte versus Mittel zum Kampf gegen Terrorismus und organisierte Kriminalität.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Das, was jetzt vorliegt, halte ich für beschlussfähig, für durchaus verantwortbar, und ich halte es auch für notwendig – nicht nur in der Sache, sondern auch mit Blick auf unsere europäischen Verpflichtungen; und auch das sind Verpflichtungen –, das zu beschließen. Und dann warten wir einmal ab, wie die Vorschläge der Kommission zu diesem Thema, die für den Herbst angekündigt sind, aussehen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das heißt: Auf Vorratsdaten für den § 76a Strafprozessordnung oder Sicherheitspolizeigesetz können Sie mit diesem Gesetzesmurks gar nicht zugreifen. Und das wollen Sie beschließen? Da frage ich mich schon, was das eigentlich soll. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
In Summe sehe ich aber das Telekommunikationsgesetz auch nur als Beihilfe zur Bespitzelung, als Beihilfe zum Verfassungsbruch, weil es, wie gesagt, völlig überschießend ist. Sie machen acht Millionen Österreicher zu Generalverdächtigen. Der nächste Schritt wird dann wahrscheinlich sein, dass von der Sicherheitspartei ÖVP der Vorschlag kommt, acht Millionen Österreicher einzusperren, denn dann kann gar nichts mehr passieren. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Das ist die Politik, die wir mit Sicherheit nicht haben wollen.
Beifall beim BZÖ.
Ich sage es aber auch umgekehrt: 15 Millionen € Strafzahlungen wären mir immer noch lieber als Milliarden für Pleitestaaten in der EU oder Milliarden für die Bankenrettungen in Europa. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Moser: Der sitzt hervorne!
Auch der Vorsitzende des Datenschutzrates Maier, der ja jetzt leider abhanden gekommen ist, weil er nicht mitstimmen wird (Abg. Dr. Moser: Der sitzt hervorne!) – ach, da
Abg. Ing. Westenthaler: Der stimmt sicher nicht mit, geht wieder raus!
sitzt er; du wirst dann mitstimmen, da bin ich schon gespannt darauf (Abg. Ing. Westenthaler: Der stimmt sicher nicht mit, geht wieder raus!) –, hat darauf hingewiesen.
Beifall beim BZÖ sowie der Abg. Dr. Moser. – Ruf bei der ÖVP: Applaus einer Person bei den Grünen und einer Person beim BZÖ!
Auf den Punkt gebracht: Sie geben letztlich Geld für die Bespitzelung aller Österreicher aus und sparen umgekehrt bei den Familien. Wir vom BZÖ sagen daher Nein zu diesem Wahnsinnsbeschluss, Nein zu diesem Vorratsdaten-Spitzelgesetz. (Beifall beim BZÖ sowie der Abg. Dr. Moser. – Ruf bei der ÖVP: Applaus einer Person bei den Grünen und einer Person beim BZÖ!)
Abg. Ing. Westenthaler: Sprich nie mehr zum Datenschutz oder Konsumentenschutz!
Abgeordneter Mag. Johann Maier (SPÖ): Frau Präsidentin! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler: Sprich nie mehr zum Datenschutz oder Konsumentenschutz!) Die Frage der Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung und deren Umsetzung wird europaweit diskutiert, und zwar äußerst unterschiedlich – das hat der Evaluierungsbericht der Kommission ergeben. Dieser Bericht ist teilweise widersprüchlich, wie man am Beispiel von Tschechien sieht. Tschechien selbst, die tschechische Regierung hat die Vorratsdatenspeicherung für absolut notwendig und unverzichtbar erachtet – nachzulesen im Evaluierungsbericht –, kurze Zeit später hat der tschechische Verfassungsgerichtshof die Umsetzung dieser Richtlinie als nichtig erklärt.
Abg. Ing. Westenthaler: Deswegen beschließen wir es heute! – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Ich wiederhole mich und sage das hier sehr deutlich: Diese Frage kann derzeit nur der Europäische Gerichtshof klären! Derzeit ist ein Verfahren anhängig, und Ende dieses Jahres wird mit einem Urteil zu rechnen sein. (Abg. Ing. Westenthaler: Deswegen beschließen wir es heute! – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie glauben immer, Sie sind der gute Datenschützer, aber ...!
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Bedauerlicherweise – und das ist europäisches Recht; ich kann keine Lehrstunde über europäisches Recht geben, auch nicht dem Kollegen Westenthaler (Abg. Ing. Westenthaler: Sie glauben immer, Sie sind der gute Datenschützer, aber ...!), ich ersuche aber, ein bisschen nachzulesen –, bedauerlicherweise beseitigt der Evaluierungsbericht – und das hat die Frau Justizministerin dargestellt – nicht die Umsetzungsverpflichtung Österreichs. (Abg. Ing. Westenthaler: Datenschutzversager!) Wir können natürlich das Risiko eingehen, nicht umzusetzen, mit dem Ergebnis, dass es zu Strafzahlungen zwischen 10 Millionen € und 20 Millionen € kommt. (Abg. Ing. Westenthaler: Datenschutzversager!)
Abg. Ing. Westenthaler: Datenschutzversager!
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Bedauerlicherweise – und das ist europäisches Recht; ich kann keine Lehrstunde über europäisches Recht geben, auch nicht dem Kollegen Westenthaler (Abg. Ing. Westenthaler: Sie glauben immer, Sie sind der gute Datenschützer, aber ...!), ich ersuche aber, ein bisschen nachzulesen –, bedauerlicherweise beseitigt der Evaluierungsbericht – und das hat die Frau Justizministerin dargestellt – nicht die Umsetzungsverpflichtung Österreichs. (Abg. Ing. Westenthaler: Datenschutzversager!) Wir können natürlich das Risiko eingehen, nicht umzusetzen, mit dem Ergebnis, dass es zu Strafzahlungen zwischen 10 Millionen € und 20 Millionen € kommt. (Abg. Ing. Westenthaler: Datenschutzversager!)
Abg. Ing. Westenthaler: Datenschutzversager!
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Bedauerlicherweise – und das ist europäisches Recht; ich kann keine Lehrstunde über europäisches Recht geben, auch nicht dem Kollegen Westenthaler (Abg. Ing. Westenthaler: Sie glauben immer, Sie sind der gute Datenschützer, aber ...!), ich ersuche aber, ein bisschen nachzulesen –, bedauerlicherweise beseitigt der Evaluierungsbericht – und das hat die Frau Justizministerin dargestellt – nicht die Umsetzungsverpflichtung Österreichs. (Abg. Ing. Westenthaler: Datenschutzversager!) Wir können natürlich das Risiko eingehen, nicht umzusetzen, mit dem Ergebnis, dass es zu Strafzahlungen zwischen 10 Millionen € und 20 Millionen € kommt. (Abg. Ing. Westenthaler: Datenschutzversager!)
Abg. Ing. Westenthaler: O ja!
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Der österreichische Datenschutzrat hat sich seit dem Jahre 2001 mit der Frage der Vorratsdatenspeicherung auseinandergesetzt, zu einer Zeit, zu der viele von Ihnen das Wort „Vorratsdatenspeicherung“ anscheinend noch nie gehört hatten. Mir ist keine Presseaussendung von den Kritikern, vom Kollegen Westenthaler beispielsweise, bekannt (Abg. Ing. Westenthaler: O ja!) aus den Jahren 2005/2006 (Abg. Ing. Westenthaler: Wissen Sie, warum? Weil ich da nicht in der Politik war! Das ist der Unterschied!), in denen diese Vorratsdatenspeicherung bekämpft wurde. Ihre Argumentation ist daher absolut durchsichtig. (Abg. Ing. Westenthaler: Lernen Sie einmal Geschichte!)
Abg. Ing. Westenthaler: Wissen Sie, warum? Weil ich da nicht in der Politik war! Das ist der Unterschied!
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Der österreichische Datenschutzrat hat sich seit dem Jahre 2001 mit der Frage der Vorratsdatenspeicherung auseinandergesetzt, zu einer Zeit, zu der viele von Ihnen das Wort „Vorratsdatenspeicherung“ anscheinend noch nie gehört hatten. Mir ist keine Presseaussendung von den Kritikern, vom Kollegen Westenthaler beispielsweise, bekannt (Abg. Ing. Westenthaler: O ja!) aus den Jahren 2005/2006 (Abg. Ing. Westenthaler: Wissen Sie, warum? Weil ich da nicht in der Politik war! Das ist der Unterschied!), in denen diese Vorratsdatenspeicherung bekämpft wurde. Ihre Argumentation ist daher absolut durchsichtig. (Abg. Ing. Westenthaler: Lernen Sie einmal Geschichte!)
Abg. Ing. Westenthaler: Lernen Sie einmal Geschichte!
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Der österreichische Datenschutzrat hat sich seit dem Jahre 2001 mit der Frage der Vorratsdatenspeicherung auseinandergesetzt, zu einer Zeit, zu der viele von Ihnen das Wort „Vorratsdatenspeicherung“ anscheinend noch nie gehört hatten. Mir ist keine Presseaussendung von den Kritikern, vom Kollegen Westenthaler beispielsweise, bekannt (Abg. Ing. Westenthaler: O ja!) aus den Jahren 2005/2006 (Abg. Ing. Westenthaler: Wissen Sie, warum? Weil ich da nicht in der Politik war! Das ist der Unterschied!), in denen diese Vorratsdatenspeicherung bekämpft wurde. Ihre Argumentation ist daher absolut durchsichtig. (Abg. Ing. Westenthaler: Lernen Sie einmal Geschichte!)
Abg. Dr. Moser: Warum nicht gleich? – Abg. Ing. Westenthaler: Warum nicht heute?
Daher sollten auch wir uns überlegen, Hohes Haus, im Zuge einer Novelle, einer neuen Richtlinie auf europäischer Ebene (Abg. Dr. Moser: Warum nicht gleich? – Abg. Ing. Westenthaler: Warum nicht heute?) für ein Quick-Freeze-Verfahren einzutreten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Der ehemalige Datenschützer Maier! Herr Kollege Maier, Sie sind kein Datenschützer, sondern ein Datenverräter! Wenn Sie heute zustimmen, können Sie das Amt als Datenschützer gleich zurücklegen! Datenverräter!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Der ehemalige Datenschützer Maier! Herr Kollege Maier, Sie sind kein Datenschützer, sondern ein Datenverräter! Wenn Sie heute zustimmen, können Sie das Amt als Datenschützer gleich zurücklegen! Datenverräter!
Daher sollten auch wir uns überlegen, Hohes Haus, im Zuge einer Novelle, einer neuen Richtlinie auf europäischer Ebene (Abg. Dr. Moser: Warum nicht gleich? – Abg. Ing. Westenthaler: Warum nicht heute?) für ein Quick-Freeze-Verfahren einzutreten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Der ehemalige Datenschützer Maier! Herr Kollege Maier, Sie sind kein Datenschützer, sondern ein Datenverräter! Wenn Sie heute zustimmen, können Sie das Amt als Datenschützer gleich zurücklegen! Datenverräter!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Werner Herbert (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine geschätzten Ministerinnen! Hohes Haus! Werte Kolleginnen und Kollegen! Frau Innenministerin, ja, ich gebe Ihnen recht: Einerseits darf Datenschutz kein Täterschutz werden, und andererseits braucht unsere Polizei anwendbare und vernünftige Gesetze. Nur: Die hier in Rede stehende Regierungsvorlage zur Vorratsdatenspeicherung zählt mit Sicherheit nicht zu diesen tauglichen und anwendbaren Gesetzen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und trotzdem wollen Sie, die Kollegen von der SPÖ, und Sie, die Kollegen von der ÖVP, in einem Akt ungemeiner EU-Hörigkeit diese Bestimmungen durchpeitschen. Ich denke, das ist unverhältnismäßig. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bin mir ziemlich sicher: Unsere Polizistinnen und Polizisten wollen weiterhin Freund und Helfer und nicht Feind und Spitzel der Bevölkerung sein! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher sage ich als Polizist: Dieses Gesetz ist polizeilich untauglich, ist verfassungsrechtlich abzulehnen und menschlich, würde ich sagen – nein, das sage ich jetzt nicht. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Moser: Das ist es ja sowieso nicht!
Genauso darf auch das Internet kein rechtsfreier Raum bleiben. (Abg. Dr. Moser: Das ist es ja sowieso nicht!) Und gerade die Umsetzung der EU-Richtlinie, was die Vorratsdatenspeicherung betrifft, ist hier ein wichtiges Instrument, ein, wie ich glaube, wichtiges Instrument dafür, Kinderpornographie, Stalking und Wirtschaftskriminalität im Internet zu bekämpfen. (Abg. Öllinger: Geh, bitte! – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Abg. Öllinger: Geh, bitte! – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Genauso darf auch das Internet kein rechtsfreier Raum bleiben. (Abg. Dr. Moser: Das ist es ja sowieso nicht!) Und gerade die Umsetzung der EU-Richtlinie, was die Vorratsdatenspeicherung betrifft, ist hier ein wichtiges Instrument, ein, wie ich glaube, wichtiges Instrument dafür, Kinderpornographie, Stalking und Wirtschaftskriminalität im Internet zu bekämpfen. (Abg. Öllinger: Geh, bitte! – Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Beifall bei der ÖVP – Abg. Dr. Moser: Bei Verdachtsmomenten kann ich das ja jetzt genauso!
Es steht aber außer Streit – und das haben wir auch intensiv diskutiert –, dass gerade der Datenschutz in diesem Zusammenhang ein sehr sensibles Thema ist, und wir müssen alles unternehmen, damit wir einen Missbrauch von gespeicherten Daten verhindern (Beifall bei der ÖVP – Abg. Dr. Moser: Bei Verdachtsmomenten kann ich das ja jetzt genauso!), zum Beispiel durch das erwähnte Vieraugenprinzip der Staatsanwälte oder die gnadenlose Protokollierung des Abrufens der Daten.
Abg. Ing. Westenthaler: 0,006 Prozent! Drei Nullen!
Auch wenn hier immer wieder von meinen Vorrednern belustigend dargestellt wurde, es hätte eh nur 0,06 Prozent dazu beigetragen (Abg. Ing. Westenthaler: 0,006 Prozent! Drei Nullen!), dass mehr Verbrechen verhindert oder aufgeklärt worden sind, dann sage ich Ihnen trotzdem: Jedes Verbrechen, das verhindert werden konnte, ist eines weniger, und das ist wichtig.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger – die Hände zusammenschlagend –: Geh, bitte! – Abg. Ing. Westenthaler: Es ist nicht einmal ein Achtel davon! – Abg. Mag. Stefan: Ständig mit Wasser anspritzen, damit es nicht brennt!
Da ist es genauso wie in der Praxis: Wenn in der Gemeinde einmal kein Haus abbrennt, dann geht auch nicht der Gemeinderat her und sagt: Na ja, heuer ist kein Haus abgebrannt, daher brauchen wir keine Feuerwehr mehr! Ein Jahr darauf wären nämlich die Folgen fatal. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger – die Hände zusammenschlagend –: Geh, bitte! – Abg. Ing. Westenthaler: Es ist nicht einmal ein Achtel davon! – Abg. Mag. Stefan: Ständig mit Wasser anspritzen, damit es nicht brennt!)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des zu seinem Sitzplatz zurückgekehrten Abg. Mayer –: Herr Kollege, für dich ist die letzte Reihe noch immer zu weit vorne! Solch ein Schwachsinn!
Ich ersuche Sie um Zustimmung zu diesem Gesetz. – Danke. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung des zu seinem Sitzplatz zurückgekehrten Abg. Mayer –: Herr Kollege, für dich ist die letzte Reihe noch immer zu weit vorne! Solch ein Schwachsinn!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie von der ÖVP und von der SPÖ fragen sich immer, warum Sie an Vertrauen der ÖsterreicherInnen und unserer Bevölkerung verlieren, warum Sie bei jeder Wahl mehr an Stimmen entzogen bekommen. Die Antwort darauf ist nicht schwer: Sie machen heute wieder einen Kniefall vor der Europäischen Union, indem Sie sagen: Wir müssen das beschließen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Ing. Westenthaler.
Sie haben in Wirklichkeit nicht nur das Recht, die Österreicherinnen und Österreicher in ihrer Privatsphäre und im Bereich des Datenschutzes zu schützen und zu verteidigen, Sie haben als Regierungsmitglied auch die verdammte Pflicht, das zu tun. Aber mit diesem Gesetz laufen Sie in Wirklichkeit genau in die andere Richtung: Sie ermöglichen damit die totale Überwachung und die Bespitzelung unbescholtener und freier Staatsbürger! Der Bürger wird damit total kontrolliert und total bespitzelt. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Ing. Westenthaler.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich meine, es wäre wirklich sinnvoll, einer Rückverweisung zuzustimmen. Daher appelliere ich an Sie, noch einmal in sich zu gehen und die Interessen der Österreicherinnen und Österreicher vor die Interessen einiger Bürokraten in Brüssel zu stellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Daher war es mein Ziel, mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte bei der Umsetzung maximalen Rechtsschutz und größtmöglichen Schutz der Grundrechte sicherzustellen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Stefan: Ist das gut, was wir heute beschließen, oder nicht?
Es ist einfach, alles auszublenden. Das ist Ihre Ansicht, aber Österreich ist nun einmal keine Insel der Seligen, abgeschirmt von der ganzen Welt, auf einem weiten Ozean, ohne Verpflichtungen. Wir haben Verpflichtungen – aber Sie erzeugen wiederum ein trügerisches und verklärtes Bild, das Sie auch der Bevölkerung vermitteln, Herr Kollege Stefan. (Abg. Mag. Stefan: Ist das gut, was wir heute beschließen, oder nicht?)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, unter den gegebenen Umständen und auch mit den Rahmenbedingungen, die wir in der heutigen Debatte gehört haben, ist der vorliegende Gesetzentwurf ein Kompromiss, dem wir zustimmen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Der Einzige, der in die Bredouille gekommen ist, warst du mit deiner Lobbyingtätigkeit! Vielleicht war es auch der Hochegger!
Abgeordneter Ing. Kurt Gartlehner (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen auf der Regierungsbank! Liebe Abgeordnete! Ich möchte auch noch einmal daran erinnern, dass Österreich 2006 aufgrund einer Verpflichtung einer blau/orangen Ministerin überhaupt erst in die Bredouille gekommen ist, hier heute eine Maßnahmen zu beschließen, die aufgrund ... (Abg. Ing. Westenthaler: Der Einzige, der in die Bredouille gekommen ist, warst du mit deiner Lobbyingtätigkeit! Vielleicht war es auch der Hochegger!) – Ich bin überhaupt in keiner Bredouille.
Beifall bei der SPÖ.
Ich halte diesen Gesetzentwurf für eine vernünftige Lösung, und daher werden wir diesem auch zustimmen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Ganze Sicherheitsstrategien in europäischen Staaten müssen darauf abgezielt werden, sich mit diesem Phänomen auseinanderzusetzen. Es sind ja schon vor vielen Jahren Rufdatenerfassung und Standortermittlung beschlossen worden. 1997 meinte etwa der freiheitliche Abgeordnete Ofner im Zusammenhang mit der Debatte über die Rasterfahndung, dass moderne Kriminalität nicht mit den bisherigen biederen Mitteln bekämpft werden kann. Auch die ehemalige Abgeordnete Partik-Pablé hat sich damals massiv dafür eingesetzt. (Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Abg. Mag. Kogler: Habt ihr alle die gleichen Redenschreiber?
Ich darf noch einmal anführen: ein Vier-Augen-Prinzip bei der Staatsanwaltschaft, ein Vier-Augen-Prinzip auch im Innenministerium, die Aufnahme in das Strafrecht bei rechtswidriger Weitergabe und Veröffentlichung, ein besonderes Verhältnismäßigkeitsprinzip und, was ganz besonders wichtig ist, die Aufnahme auch in den Bericht über besondere Ermittlungsmaßnahmen, das heißt, auch ein ganz spezielles parlamentarisches Kontrollinstrument, was uns ja wichtig sein sollte. (Abg. Mag. Kogler: Habt ihr alle die gleichen Redenschreiber?) Herr Kollege Kogler, das ist doch eine Forderung, die wir alle miteinander immer aufstellen. Das heißt, das sind alles Punkte, die beim Hearing kritisiert wurden, die aber aufgegriffen und gelöst wurden, weil uns die Grundrechtsfragen genauso wichtig sind. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Ich darf noch einmal anführen: ein Vier-Augen-Prinzip bei der Staatsanwaltschaft, ein Vier-Augen-Prinzip auch im Innenministerium, die Aufnahme in das Strafrecht bei rechtswidriger Weitergabe und Veröffentlichung, ein besonderes Verhältnismäßigkeitsprinzip und, was ganz besonders wichtig ist, die Aufnahme auch in den Bericht über besondere Ermittlungsmaßnahmen, das heißt, auch ein ganz spezielles parlamentarisches Kontrollinstrument, was uns ja wichtig sein sollte. (Abg. Mag. Kogler: Habt ihr alle die gleichen Redenschreiber?) Herr Kollege Kogler, das ist doch eine Forderung, die wir alle miteinander immer aufstellen. Das heißt, das sind alles Punkte, die beim Hearing kritisiert wurden, die aber aufgegriffen und gelöst wurden, weil uns die Grundrechtsfragen genauso wichtig sind. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir handeln aus Verantwortung, meine sehr geehrten Damen und Herren, auch dem gemeinsamen europäischen Gedanken Rechnung tragend. Wir bekennen uns zur grenzüberschreitenden Bekämpfung von Terrorismus und organisierter Kriminalität. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
in Richtung der Bundesministerinnen Dr. Karl und Mag. Mikl-Leitner
Frau Ministerin Bures, ich schätze auch Ihre differenzierte Herangehensweise. Sie haben sich ja wirklich jahrelang bemüht, auch mittels Boltzmann-Institut, die Sachlage möglichst zu entschärfen. Es ist allerdings nicht der Entwurf des Boltzmann-Instituts. Nein, wir haben zusätzliche Verschärfungen gerade aus den Ressorts bekommen, die Sie jetzt verantworten müssen. Und aus Ihrem Ressort (in Richtung der Bundesministerinnen Dr. Karl und Mag. Mikl-Leitner) droht ja schon – ich wage es zu sagen – die nächste Grundrechtsbombe, nämlich die Flugdatenerfassung.
Beifall bei den Grünen.
Die Kosten haben Sie heute auch noch gar nicht genannt. Die 20 Millionen sind kurz erwähnt worden. Aber mein Vorredner geht ja in die Irre, wenn er meint, dass das die Steuerzahler zahlen. Nein, jede Person, die ein Handy hat, zahlt das in Zukunft über ihre Gebühren. Das ist nämlich noch der Clou. Ich werde ohne Verdacht beobachtet und registriert, und dafür darf ich auch noch brav zahlen. Wo sind wir denn?! Das ist ja wirklich Dummheit zum Kubik! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Bitte, jetzt reicht es aber!
Ich würde ja wirklich gerne argumentieren, auch im Sinne der Fachwelt, wie es im Ausschuss war. Aber dies ist ja völlig sinnlos, denn hier in der Debatte haben wir eine grandiose Mischung von geradezu gemeinnütziger Ignoranz beziehungsweise Dummheit und auf der anderen Seite eine perfide Raffinesse im Untergraben, Unterhöhlen und Brechen von Grundrechten. – Da machen wir nicht mit, ganz egal wobei. (Abg. Mag. Donnerbauer: Bitte, jetzt reicht es aber!)
Beifall bei den Grünen.
Und das letzte Wort: Die EU-Richtlinie wird ja überarbeitet. Warum müssen Sie jetzt die alte umsetzen, die ja ohnehin nicht mehr gilt? Das ist eine weitere Dummheit zum Kubik! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Wir haben heute viel über Anstand geredet. Von der großen Regierung, die von ganz links bis ganz rechts hier geführt wird, wurde über Moral geredet. Aber es wäre auch ein Zeichen des Anstandes und der Moral, gerade auch vonseiten Ihrer Fraktion, dass jene Person, nämlich Jacky Maier, der mit viel Hinwendung in der Sache argumentiert hat, der Vorsitzender des österreichischen Datenschutzrates ist, welcher – nämlich der Datenschutzrat – sich in einer Expertise negativ zu diesem Verfassungsbruch geäußert hat, wenigstens jetzt den Mut besitzt, hier in diesen Saal zu kommen und seine Stimme abzugeben. (Beifall bei FPÖ und BZÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Strache: Die Stadträtin Frauenberger hat einen Auftrag erteilt!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir haben noch ein bisschen über eine Minute Zeit dafür, dass Sie hier nicht nur bequem sitzen, sondern vielleicht auch zum Telefon greifen und den Jacky Maier zu uns holen. Der Cap – entschuldigen Sie diesen hemdsärmeligen Begriff –, Herr Klubobmann Cap telefoniert. Ich nehme an, Sie haben ihn jetzt direkt am Telefon gehabt, und er wird in den nächsten 60 Sekunden zu uns kommen. Ist er verschollen, kann man sonst irgendwie behilflich sein, um ihn zu diesem Abstimmungsvorgang zu bringen, oder sagen Sie uns jetzt, nein, er wird nicht kommen, nein, er wird hier nicht mitstimmen? (Abg. Strache: Die Stadträtin Frauenberger hat einen Auftrag erteilt!) Möglicherweise ist das auch eine Variante.
Beifall bei FPÖ und BZÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Wir haben noch eine knappe Minute Zeit. Wir könnten eine Art Schnitzel-Rallye durch das Hohe Haus machen und schauen, ob jemand den Jacky Maier findet und ihn hier herbegleitet, denn bei all dem Beschwören von Anstand und Moral, das wir da heute von Ihnen, von den Sozialdemokraten, von der ÖVP, gehört haben, meine ich, wäre es wirklich nur auch ein Zeichen der Moral, des Anstandes diesem Haus gegenüber, dass jene Person, die Vorsitzender des Datenschutzrates ist, hier namentlich mit ihrer Stimme dem Hohen Haus, also der Volksvertretung, mitteilt, wie sie hier zu stimmen bereit ist. (Beifall bei FPÖ und BZÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich nehme zur Kenntnis, er ist zu feig. Sie sind zu feig, um ihn hier herzuholen. Der Wähler wird Ihnen mit Garantie beim nächsten Mal die richtige Antwort auf Ihr Verhalten geben. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Der Datenschutzvorsitzende ist nicht da! Eigentlich ist er rücktrittsreif, der Herr Maier!
Wir kommen zu den Abstimmungen. (Abg. Ing. Westenthaler: Der Datenschutzvorsitzende ist nicht da! Eigentlich ist er rücktrittsreif, der Herr Maier!)
Rufe: Wo ist der Maier?
Es liegt weiters ein Rückverweisungsantrag des Abgeordneten Ing. Westenthaler zum Tagesordnungspunkt 3 vor. (Rufe: Wo ist der Maier?)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Mag. Lohfeyer und Franz werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Mag. Lohfeyer und Franz werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Mag. Lohfeyer und Franz werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Mag. Lohfeyer und Franz werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Man hat gesehen, dass die Parteien, die mit diesem Werk, dem Ministerialentwurf, umgehen, durchaus ein bisschen „schludrig“ in der Bearbeitung sind, denn sonst hätte man nicht den Weg gewählt, aus dem ganzen Werk einen Antrag der Kollegen Heinzl und Maier zu machen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.) Das macht man normalerweise nur, wenn man ein Minimum des ursprünglich Vorgehabten durchsetzen kann und wenn es noch immer Verhandlungen gibt. Und wie wir im Ausschuss und vor allem danach noch gesehen haben, ist ja das Ganze eigentlich noch nicht fertig.
Beifall bei der FPÖ.
Hier ist unserer Meinung nach das Gesetz unausgegoren, und wir werden es daher auch in Summe ablehnen, genauso wie wir den Gesetzesantrag der Grünen ablehnen werden. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Beginn der Aufzeichnungen gezeigt, dass Österreich mit den von Frau Bundesministerin Bures gesetzten Maßnahmen punkt- und zielgenau auf dem richtigen Weg ist. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Heinzl: Na geh!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Ja, punkt- und zielgenau daneben ist eigentlich die richtige Charakterisierung des vorliegenden Gesetzestextes. (Abg. Heinzl: Na geh!)
Abg. Heinzl: Aber im Hearing ...!
Lieber Kollege Heinzl, du warst ja leider kein einziges Mal – bitte korrigiere mich, sollte es nicht richtig sein! –, du warst leider kein einziges Mal in diesem Beirat, der zur Erarbeitung dieser Straßenverkehrsordungs-Novelle im Sinne der verstärkten Straßenverkehrssicherheit installiert wurde, dabei. (Abg. Heinzl: Aber im Hearing ...!) Kein einziges Mal! Ich habe mich zwei Jahre in jeder Sitzung der Diskussion gestellt und versucht, dort sehr konstruktiv mitzuarbeiten. Und genauso wie du nicht dabei warst, war auch die ÖVP, war der Kollege Maier kein einziges Mal dort.
Beifall bei den Grünen.
Deswegen werden Sie ja sehr wohl nachvollziehen können, dass wir einen Rückverweisungsantrag stellen, nämlich einen Antrag, diesen Bericht und diesen Initiativantrag der Kollegen Maier und Heinzl zurück an den Ausschuss zu verweisen, denn wir sollen auf der Basis der Expertenergebnisse weiterarbeiten. Wir brauchen eine generelle Novelle – ich will es ja nicht nur auf dem Radverkehr beschränkt sehen – und Modernisierung der StVO, nicht nur wegen der Klimaschutzstrategie. Es gibt ja die Energiestrategie, es gibt alles Mögliche, aber Sie machen Sachen, wo man sich wirklich an den Kopf greifen muss und nur mehr die Hirnlosigkeit gewisser Gruppen als Erklärung heranziehen kann. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Moser: Ich war ja zwei Jahre bei der Diskussion!
Hinzufügen möchte ich noch, weil die Diskussion da um irgendwelche Ausschüsse oder Unterausschüsse gegangen ist: Wir haben die Diskussion im Ausschuss geführt, wo jedoch die Frau Dr. Moser nicht war. (Abg. Dr. Moser: Ich war ja zwei Jahre bei der Diskussion!) – Sie hätten im Fachausschuss sein sollen, im Verkehrsausschuss, dort haben wir darüber diskutiert, Frau Dr. Moser. (Abg. Dr. Moser: Glauben Sie, ich sitz’ in jedem Ausschuss, wo Sie alles ...! Ich bin ja nicht masochistisch veranlagt!)
Abg. Dr. Moser: Glauben Sie, ich sitz’ in jedem Ausschuss, wo Sie alles ...! Ich bin ja nicht masochistisch veranlagt!
Hinzufügen möchte ich noch, weil die Diskussion da um irgendwelche Ausschüsse oder Unterausschüsse gegangen ist: Wir haben die Diskussion im Ausschuss geführt, wo jedoch die Frau Dr. Moser nicht war. (Abg. Dr. Moser: Ich war ja zwei Jahre bei der Diskussion!) – Sie hätten im Fachausschuss sein sollen, im Verkehrsausschuss, dort haben wir darüber diskutiert, Frau Dr. Moser. (Abg. Dr. Moser: Glauben Sie, ich sitz’ in jedem Ausschuss, wo Sie alles ...! Ich bin ja nicht masochistisch veranlagt!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Moser: Welchen Termin schlagen Sie vor?
Daher: Gehen wir das gemeinsam an! Die Frage Bewegungszone ist für uns ein wichtiges Thema – und alles andere hat Kollege Heinzl dermaßen eindrucksvoll geschildert, dass ich nur sagen kann: Dem kann man sich nur anschließen! – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Moser: Welchen Termin schlagen Sie vor?)
Beifall beim BZÖ.
Ich meine, dass es sinnvoller wäre, an die Vernunft der Eltern beziehungsweise an die Vernunft der Radfahrer zu appellieren. Das wäre viel vernünftiger. Und man muss ja auch nicht immer gleich mit Sanktionen drohen, die dann sowieso nicht erfolgen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir vom BZÖ werden diese Vorlage jedenfalls ablehnen. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
nisterin darf ich heute über einen Initiativantrag des Hohen Hauses eine weitere Maßnahme vorschlagen, die einen wesentlichen Beitrag dazu leisten wird, dass es in Zukunft auf Österreichs Straßen weniger Leid, weniger verletzte Menschen und hoffentlich weniger verletzte Kinder geben wird. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, Sie wissen, dass ich natürlich auch eng mit Unfallchirurgen zusammengearbeitet habe, die diese Kinder dann zu verarzten haben, die also die Unfallfolgen genau kennen. Wenn mir Unfallchirurgen sagen, dass wir die Chance haben, jedes Jahr rund 900 Kinder vor schweren Kopfverletzungen zu schützen, wenn sie beim Radfahren einen Helm tragen, dann, glaube ich, braucht man nicht mehr Argumente, warum es gut und richtig ist, dass wir eine Radhelmpflicht für Kinder einführen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Das Licht am Tag hat auch zu Diskussionen geführt!
Abschließend, meine sehr geehrten Damen und Herren, möchte ich mich recht herzlich bedanken. Ich glaube, im Bereich der Verkehrssicherheit haben wir in den letzten Jahren bewiesen, wie wichtig es ist, da an einem Strang zu ziehen. Ich weiß, die Gurtenpflicht hat zu Diskussionen geführt, die Helmpflicht am Moped und am Motorrad hat zu Diskussionen geführt – heute aber stellt diese niemand mehr in Frage. (Abg. Kickl: Das Licht am Tag hat auch zu Diskussionen geführt!) Und bei der Radhelmpflicht für die Kinder wird es dann auch so sein. – Danke vielmals. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend, meine sehr geehrten Damen und Herren, möchte ich mich recht herzlich bedanken. Ich glaube, im Bereich der Verkehrssicherheit haben wir in den letzten Jahren bewiesen, wie wichtig es ist, da an einem Strang zu ziehen. Ich weiß, die Gurtenpflicht hat zu Diskussionen geführt, die Helmpflicht am Moped und am Motorrad hat zu Diskussionen geführt – heute aber stellt diese niemand mehr in Frage. (Abg. Kickl: Das Licht am Tag hat auch zu Diskussionen geführt!) Und bei der Radhelmpflicht für die Kinder wird es dann auch so sein. – Danke vielmals. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese und noch andere bereits erwähnte Punkte der Novelle sind wesentliche Schritte in Richtung von mehr Verkehrssicherheit und mehr Schutz für Kinder und sind absolut zu unterstützen. Danke an Ministerin Bures und das zuständige Ministerium! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Zum Beispiel: Ja zur Radhelmpflicht für Kinder – aber warum nur für Kinder? Sie haben selbst gesagt, Herr Kollege Heinzl: Kinder und Jugendliche. Das heißt, wir können die Jugendlichen gleich mit hineinnehmen. Und dann könnten wir auch gleich die Erwachsenen als Vorbilder mit hineinnehmen. Warum soll ich als Vater jetzt ohne Helm fahren und meinem Kind sagen: Du musst aber einen Helm tragen, denn für dich ist das Pflicht! – Da bin ich ja ein schlechtes Vorbild! Deshalb wäre eine Vorbildwirkung im Sinne der Bewusstseinsbildung sicherlich notwendig. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Heinzl: Aber Sie dürfen als Eltern schon darauf einwirken, dass das Kind einen Helm trägt!
Es ist vor allen Dingen auch der Vorschlag unverständlich, die Pflicht bis zum Alter von zwölf Jahren festzulegen. Warum zwölf Jahre? Das ist ein willkürlich gewähltes Alter. Kinder sind es bis zu 15 Jahren, und ab dem zehnten Lebensjahr haben sie den Radführerschein. Da ergibt sich nämlich im Gesetz im Wesentlichen der Unterschied: Bei bis zu zehn Jahren gilt: Wer ein Kind beim Radfahren beaufsichtigt, auf einem Fahrrad mitführt oder in einem Fahrradanhänger transportiert, muss dafür sorgen, dass das Kind den Sturzhelm in bestimmungsgemäßer Weise gebraucht. – Das heißt, bis zum Alter von zehn Jahren ist man als Erwachsener dabei und kann darauf achten, dass das Kind den Helm trägt. Wenn aber das Kind mit zehn Jahren den Radführerschein hat und alleine im Straßenverkehr unterwegs ist, kann ich es als Erwachsener nicht mehr kontrollieren. – Ja, das ist genau das, warum Sie wahrscheinlich die Helmpflicht ab zwölf Jahren vorgesehen haben. Nur haben Sie übersehen, dass viele Kinder mit zehn schon im Fahrradverkehr alleine fahren dürfen, weil sie den Radführerschein gemacht haben, der durchaus üblich ist. (Abg. Heinzl: Aber Sie dürfen als Eltern schon darauf einwirken, dass das Kind einen Helm trägt!)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Das ist also ein Widerspruch zwischen einem Gesetz und der Haltung des UVS. Man sollte solche Widersprüche vorher ausdiskutieren und sich das vorher überlegen, bevor man es hier zur Beschlussfassung vorlegt. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wie ich schon zu Beginn meiner Ausführungen gesagt habe: Die Abänderungsvorschläge sind schlecht durchdacht. Sie finden daher nicht unsere Zustimmung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber ich bin auch über eines ganz froh: Im ursprünglichen Entwurf zur 23. StVO-Novelle wäre ja ein Paragraph vorgesehen gewesen, der § 82 Abs. 5, der eine Verschärfung bei Genehmigungen für Straßenfeste beinhaltet hätte. Dass wir diesen weggebracht haben, ist sehr wichtig für die Gemeinden und auch für die Wirtschaft, denn das wäre natürlich ein wesentlicher negativer Beitrag zu den Festen in den Gemeinden und auch zu den Festen, die im Bereich der Straßenfeste und so weiter stattfinden. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Also seien wir froh, dass wir das im parlamentarischen Prozess wegbringen konnten, und freuen wir uns, dass die Feste weiterhin in unseren Gemeinden und in den Städten stattfinden können! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Einige Abgeordnete heben die Hand. – Abg. Neubauer: Ich!
Abgeordnete Tanja Windbüchler-Souschill (Grüne): Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wer von Ihnen fährt Fahrrad? (Abgeordnete von allen Fraktionen heben die Hand.) – Super. Und wer von Ihnen fährt Fahrrad, um Angelegenheiten im Alltag – wie Einkaufen, Arztbesuche – zu erledigen? (Einige Abgeordnete heben die Hand. – Abg. Neubauer: Ich!) Bravo! (Abg. Neubauer: Weil der Sprit so teuer ist!) – Die Grünen brauchen ohnedies nicht aufzuzeigen, von ihnen wissen wir es. – Ah, da hinten ein ÖVP-Abgeordneter aus Tirol! – Und was ist mit der SPÖ? – Ja, okay. (Abg. Mag. Josef Auer: Ich wohne sogar am Berg oben!)
Abg. Neubauer: Weil der Sprit so teuer ist!
Abgeordnete Tanja Windbüchler-Souschill (Grüne): Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wer von Ihnen fährt Fahrrad? (Abgeordnete von allen Fraktionen heben die Hand.) – Super. Und wer von Ihnen fährt Fahrrad, um Angelegenheiten im Alltag – wie Einkaufen, Arztbesuche – zu erledigen? (Einige Abgeordnete heben die Hand. – Abg. Neubauer: Ich!) Bravo! (Abg. Neubauer: Weil der Sprit so teuer ist!) – Die Grünen brauchen ohnedies nicht aufzuzeigen, von ihnen wissen wir es. – Ah, da hinten ein ÖVP-Abgeordneter aus Tirol! – Und was ist mit der SPÖ? – Ja, okay. (Abg. Mag. Josef Auer: Ich wohne sogar am Berg oben!)
Abg. Mag. Josef Auer: Ich wohne sogar am Berg oben!
Abgeordnete Tanja Windbüchler-Souschill (Grüne): Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wer von Ihnen fährt Fahrrad? (Abgeordnete von allen Fraktionen heben die Hand.) – Super. Und wer von Ihnen fährt Fahrrad, um Angelegenheiten im Alltag – wie Einkaufen, Arztbesuche – zu erledigen? (Einige Abgeordnete heben die Hand. – Abg. Neubauer: Ich!) Bravo! (Abg. Neubauer: Weil der Sprit so teuer ist!) – Die Grünen brauchen ohnedies nicht aufzuzeigen, von ihnen wissen wir es. – Ah, da hinten ein ÖVP-Abgeordneter aus Tirol! – Und was ist mit der SPÖ? – Ja, okay. (Abg. Mag. Josef Auer: Ich wohne sogar am Berg oben!)
Abg. Mag. Josef Auer: Sie wissen das sehr genau, oder? Ist das die „Souschill-Doktrin“?
Trugschluss Nummer drei, und der wichtigste: Radhelmpflicht für alle Kinder bis zu 12 Jahren hebt die Verkehrssicherheit. – Meine sehr verehrten Damen und Herren! Das ist schlichtweg Unsinn. (Abg. Mag. Josef Auer: Sie wissen das sehr genau, oder? Ist das die „Souschill-Doktrin“?) Das als einzige Maßnahme als eine Maßnahme zur Hebung der Verkehrssicherheit zu bezeichnen, ist nicht nur ein Trugschluss, sondern einfach auch ein Unsinn. Die Helmpflicht ist international und national gerade für Kinder nicht anerkannt. Es geht nicht darum, Eltern zu sagen, ihr dürft den Kindern keine Fahrradhelme aufsetzen, sondern es geht um die Pflicht. Sie bevormunden erwachsene Menschen in Österreich (Abg. Mag. Gaßner – den Kopf schüttelnd –: Geh, bitte!), und die Entscheidung beruht eigentlich auf sehr fragwürdigen Studien und Umfragen aus dem Jahr 1989. Wir wissen nicht genau, was da wirklich gefragt wurde, im Sinne von: Waren das Fahrradfahrer oder waren das Fahrradfahrerinnen? Wie alt waren die?, et cetera. Das heißt, all das, was aus dieser Studie zur Entscheidung herangezogen wurde, ist einfach fragwürdig. Und noch einmal: Ein Ja zum Helm, aber ein klares Nein zur Pflicht!
Abg. Mag. Gaßner – den Kopf schüttelnd –: Geh, bitte!
Trugschluss Nummer drei, und der wichtigste: Radhelmpflicht für alle Kinder bis zu 12 Jahren hebt die Verkehrssicherheit. – Meine sehr verehrten Damen und Herren! Das ist schlichtweg Unsinn. (Abg. Mag. Josef Auer: Sie wissen das sehr genau, oder? Ist das die „Souschill-Doktrin“?) Das als einzige Maßnahme als eine Maßnahme zur Hebung der Verkehrssicherheit zu bezeichnen, ist nicht nur ein Trugschluss, sondern einfach auch ein Unsinn. Die Helmpflicht ist international und national gerade für Kinder nicht anerkannt. Es geht nicht darum, Eltern zu sagen, ihr dürft den Kindern keine Fahrradhelme aufsetzen, sondern es geht um die Pflicht. Sie bevormunden erwachsene Menschen in Österreich (Abg. Mag. Gaßner – den Kopf schüttelnd –: Geh, bitte!), und die Entscheidung beruht eigentlich auf sehr fragwürdigen Studien und Umfragen aus dem Jahr 1989. Wir wissen nicht genau, was da wirklich gefragt wurde, im Sinne von: Waren das Fahrradfahrer oder waren das Fahrradfahrerinnen? Wie alt waren die?, et cetera. Das heißt, all das, was aus dieser Studie zur Entscheidung herangezogen wurde, ist einfach fragwürdig. Und noch einmal: Ein Ja zum Helm, aber ein klares Nein zur Pflicht!
Beifall bei den Grünen.
Nein zur Pflicht, Ja zum Helm – freiwillig, wenn es so sein soll. Sie dürfen niemals vergessen: Die Hebung der Verkehrssicherheit für Radfahrer und Radfahrerinnen, auch für Kinder, bedeutet immer die Hebung der Verkehrssicherheit auch für Fußgänger und Fußgängerinnen und die Hebung der Verkehrssicherheit für Autofahrer und Autofahrerinnen. (Beifall bei den Grünen.)
Ziffer 10 des Antrags Heinzl/Maier
Deshalb schlagen die Grünen mit vorliegendem Abänderungsantrag die Streichung der geplanten, kontraproduktiven Kinder-Radhelmpflicht (Ziffer 10 des Antrags Heinzl/Maier) inclusive der vorgeblichen – wie ausgeführt so nicht haltbaren – straf- und zivilrechtlichen „Unbedenklichkeitserklärungen“ bei Verstößen (Ziffer 11 desselben Antrags) vor.
Abg. Dr. Moser: Die Pflicht! Die Pflicht!
Weil Sie, Frau Kollegin Moser, gemeint haben, den Fahrradhelm brauchen wir nicht, das sei ein Unsinn (Abg. Dr. Moser: Die Pflicht! Die Pflicht!), so kann ich Ihnen entgegenhalten, dass in Niederösterreich Ihre Klubobfrau sogar selbst Radfahrhelme verteilt, dass in Niederösterreich Aktionen gestartet werden, wo ihr das unterstützt. (Abg. Windbüchler-Souschill: Das waren Schihelme! Das waren keine Fahrradhelme!) Daher verstehe ich nicht, warum auch Sie, geschätzte Frau Kollegin Souschill, dagegen sind, dass man die Kinder dazu bewegen soll, den Helm aufzusetzen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Windbüchler-Souschill: Das waren Schihelme! Das waren keine Fahrradhelme!
Weil Sie, Frau Kollegin Moser, gemeint haben, den Fahrradhelm brauchen wir nicht, das sei ein Unsinn (Abg. Dr. Moser: Die Pflicht! Die Pflicht!), so kann ich Ihnen entgegenhalten, dass in Niederösterreich Ihre Klubobfrau sogar selbst Radfahrhelme verteilt, dass in Niederösterreich Aktionen gestartet werden, wo ihr das unterstützt. (Abg. Windbüchler-Souschill: Das waren Schihelme! Das waren keine Fahrradhelme!) Daher verstehe ich nicht, warum auch Sie, geschätzte Frau Kollegin Souschill, dagegen sind, dass man die Kinder dazu bewegen soll, den Helm aufzusetzen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Weil Sie, Frau Kollegin Moser, gemeint haben, den Fahrradhelm brauchen wir nicht, das sei ein Unsinn (Abg. Dr. Moser: Die Pflicht! Die Pflicht!), so kann ich Ihnen entgegenhalten, dass in Niederösterreich Ihre Klubobfrau sogar selbst Radfahrhelme verteilt, dass in Niederösterreich Aktionen gestartet werden, wo ihr das unterstützt. (Abg. Windbüchler-Souschill: Das waren Schihelme! Das waren keine Fahrradhelme!) Daher verstehe ich nicht, warum auch Sie, geschätzte Frau Kollegin Souschill, dagegen sind, dass man die Kinder dazu bewegen soll, den Helm aufzusetzen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Hörl: Freiwillig! Freiwillig!
Wenn im Ausschuss von verschiedenen Experten Argumente gebracht wurden, dass eine Radfahrhelmpflicht dazu führen würde, dass weniger mit dem Rad gefahren wird, so kann ich das nicht ganz ernst nehmen, denn dasselbe Problem hatten wir auch bei den Schihelmen, bei den Schifahrern. Da hat es auch am Anfang geheißen, wenn man einen Helm aufsetzen muss, wird kein Mensch mehr auf die Pisten gehen. Heute fährt jeder Schifahrer mit dem Helm. (Abg. Hörl: Freiwillig! Freiwillig!) Das ist eine Selbstverständlichkeit – freiwillig, ohne Zwang. Und das wird auch bei den Radfahrern so sein.
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Liebe Frau Kollegin Moser, ich freue mich schon darauf, wenn unsere Kinder, aber auch wir Erwachsene alle mit einem Helm durch die Gegend radeln werden und wir viel, viel weniger Geld dafür aufwenden müssen, dass wir unsere Kinder in den Krankenhäusern behandeln lassen müssen. Unterstützen Sie uns in dieser Maßnahme! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Stauber reicht Bundesministerin Bures die Hand.
Und danke, Frau Ministerin! Wir stehen hinter dir. Mach so weiter! Das ist wieder eine sehr positive Maßnahme! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Stauber reicht Bundesministerin Bures die Hand.)
Beifall und Bravorufe bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich berichtige tatsächlich: Wir beide haben uns deutlich gegen die Radhelmpflicht ausgesprochen! Wir selber tragen auch Radhelme. (Beifall und Bravorufe bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Kuzdas: Du stimmst aber heute schon zu?
Nur glaube ich, dass das mit diesem Initiativantrag kaum erreicht werden wird. Und was mich dabei besonders stört, das sind die Bestimmungen über die sogenannte Radhelmpflicht für Kinder unter zwölf Jahren. Das ist eine Bestimmung, wo zum Beispiel bei einem Verkehrsunfall das Nichttragen eines Helmes kein Mitverschulden gemäß dem Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch darstellt. Auch soll eine Verletzung der neu geschaffenen Helmtragepflicht keine Verwaltungsübertretung darstellen. Dann ist es aber keine Helmtragepflicht, sondern eine Helmtrageempfehlung! Und dafür, Frau Bundesminister, gibt es Kampagnen – einige werden ja durchgeführt –, und das ist auch wichtig für die Verkehrserziehung bei den Kindern. Ich bin dafür, dass man mit Helm fährt. Ich fahre persönlich sehr viel mit Helm, nämlich die meiste Zeit. (Abg. Mag. Kuzdas: Du stimmst aber heute schon zu?)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Kogler: Das ist wahr!
Da ist eine massive Kampagne zu starten, Frau Bundesminister! Man kann natürlich nicht alle gleich in die Pflicht nehmen, aber vor allem Aufklärung ist in diesem Bereich, so meine ich, das Wichtigste. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Kogler: Das ist wahr!)
Abg. Dr. Moser: Pflicht!
Ich bin aber etwas verwundert über die Aussagen der Grünen zum Thema Fahrradhelm – im Ausschuss und auch heute wieder. (Abg. Dr. Moser: Pflicht!) Zum Kollegen Dolinschek: Wenn dich die Wörter „Empfehlung“ oder „Pflicht“ stören, dann muss ich sagen, das sind semantische Unterschiede. Da wäre, glaube ich, eine Zustimmung heute durchaus möglich.
Beifall bei der SPÖ.
Die Diskussion zu Für und Wider kennen wir von der Einführung des Sicherheitsgurtes beim Auto oder von der Helmpflicht beim Moped. Tatsache ist, dass es auch aufgrund von explorativen Studien in vielen Ländern die Helmpflicht schon gibt: in Spanien, in Tschechien, in Schweden, in Finnland, in Australien, in Neuseeland und in den USA. Ich glaube daher, das ist eine sinnvolle und wirksame Maßnahme zum Schutz unserer Kinder. Frau Bundesministerin, ich denke, auf diesem Weg sollten Sie sich nicht aufhalten lassen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Moser: Der wird dort fahren, wo es attraktiv ist!
Dieser Antrag ist meines Erachtens total kontraproduktiv, denn was wird geschehen, wenn Sie dem Radfahrer sagen, er kann jetzt wieder fahren, wo er will? (Abg. Dr. Moser: Der wird dort fahren, wo es attraktiv ist!) Die Gemeinden werden wahrscheinlich den Ausbau der Radwege stoppen. Das wird der Fall sein, und ich glaube nicht, dass das im Sinne der Radfahrer ist und dass Ihr Antrag etwas zur Sicherheit im Radverkehr beiträgt.
Beifall bei der FPÖ.
Man darf ja nicht vergessen, der schwächste Verkehrsteilnehmer ist im Prinzip ja der Fußgänger und nicht der Radfahrer, der ist das schwächste Glied in der Kette, und ich denke, die Radwege haben schon ihren Sinn. Man kann durch Barrieren zwischen Autofahrern, Radfahrern und auch Fußgängern den Gefahren ein bisschen Einhalt gebieten. Aus diesem Grund ist dieser Antrag aus unserer Sicht unverständlich, und wir werden ihm daher unsere Zustimmung verweigern. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Josef Auer – auf dem Weg zum Rednerpult –: Auch Radfahrer!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Mag. Auer. – Bitte. (Abg. Mag. Josef Auer – auf dem Weg zum Rednerpult –: Auch Radfahrer!)
Abg. Windbüchler-Souschill – die sogenannte Scheibenwischerbewegung machend –: Geh, bitte! ...!
Einige Argumente sind für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Frau Kollegin Windbüchler-Souschill – sie ist anwesend – hat gesagt, ja zum Helm, aber nein zur Pflicht. – Da frage ich Sie: Wie stehen Sie zum Beispiel zu der Frage Alkohol am Steuer? Sagen Sie da auch, ja zum Alkoholverbot, aber nein zur Verpflichtung? (Abg. Windbüchler-Souschill – die sogenannte Scheibenwischerbewegung machend –: Geh, bitte! ...!) Also ich kann diese Logik nicht nachvollziehen, so wie ich überhaupt die Logik mancher Argumente gegen die Helmpflicht überhaupt nicht nachvollziehen kann. Vom VCÖ ist zum Beispiel gesagt worden, weniger als 10 Prozent der Radunfälle führen zu Kopfverletzungen. – Ja, mein Gott, das ist eine Argumentation! Ich habe jetzt gerade eine Handbewegung gesehen. Da fehlt jegliche Logik.
Beifall bei der SPÖ.
Es geht um jeden einzelnen Fall, der verhindert werden kann, und ich glaube, wir sind bei der Frau Minister wirklich gut aufgehoben. Die Zukunft wird zeigen, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Ich stehe – in Anlehnung an das, was Herr Kollege Stadler gesagt hat – ebenfalls hinter dir, auch wenn ich im Moment vor dir stehe. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Stauber: Das siehst du ein bisschen falsch! – Heiterkeit des Redners.
Abgeordneter Stefan Markowitz (BZÖ): Herr Präsident! Bundesregierung! Hohes Haus! Es ist ja heute schon ziemlich viel zum Thema Verkehr gesagt worden, gerade was die Radhelmpflicht betrifft. Peter Stauber, ich stimme dir da inhaltlich eigentlich hundertprozentig zu, denn du hast gesagt, du bist für die Freiheit und dagegen, dass man zu etwas verpflichtet wird. Wir sehen das genauso. Es freut mich also, dass du deinen eigenen Antrag ablehnst. (Abg. Stauber: Das siehst du ein bisschen falsch! – Heiterkeit des Redners.) Nein, ich weiß schon, was du gemeint hast. Es ist wichtig und wir sind alle dafür, dass weniger Unfälle passieren, ganz klar. 87 Prozent der Kinder bis zwölf Jahre tragen einen Helm.
Abg. Stauber: Es gibt auch keine Strafe!
Wir betrachten die Thematik folgendermaßen: Wenn man den Schutzhelm verpflichtend einführt, was passiert, wenn man den Helm vergisst? Zahlt man dann Strafe, wenn zum Beispiel die Kinder am Wochenende beim Vater sind und nicht bei der Mutter? Das ist das Problem. Wenn eine gesetzliche Regelung erfolgt – du kennst dich ja da aus –, wie soll man das denn handhaben? Im Gesetz steht, es gibt keine Handhabe, also keine Exekution. (Abg. Stauber: Es gibt auch keine Strafe!) Es gibt auch keine Strafe. Dann muss man eben eine Empfehlung abgeben, und die zuständige Ministerin muss eine Kampagne schalten, dass jeder einen Helm zu tragen hat – allerdings freiwillig! Deshalb werden wir das ablehnen.
Beifall beim BZÖ.
Abschließend möchte ich nochmals sagen, dass wir eine Kampagne starten müssen, damit weniger passiert. Da sind wir alle, glaube ich, dafür – du auch –, und deswegen wollen wir das nicht in einem Gesetzestext niederschreiben. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Auch in der Begutachtung hat es aus Verfassungssicht auch vom Bundeskanzleramt deutliche Kritik gegeben, und deswegen können wir leider diesem Gesetz nicht zustimmen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Zusammenfassend gilt, sehr geehrte Damen und Herren, Hohes Haus, dass die bereits umfangreichen Bestimmungen damit nochmals präzisiert und ergänzt werden und ein weiterer Schritt zu mehr Verkehrssicherheit getan ist. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Moser: Und die dynamischen Verweise!?
Letztendlich ist dieses Gesetz ein Gesetz, das versucht, Risken zu minimieren und für uns alle das Leben einfacher zu machen. (Abg. Dr. Moser: Und die dynamischen Verweise!?) Es hat dieses Gesetz die Aufgabe, auf der einen Seite den Eisenbahnverkehr und auf der anderen Seite den Verkehr auf der Straße und auf dem Wasser zu regeln. Einige Materien wurden durch dieses Gesetz erst zusammengeführt. Das ist eine Angelegenheit, die auf der einen Seite natürlich europaweit geregelt sein muss, weil es ja in allen Ländern auch in gleicher Weise gelten muss, und auf der anderen Seite ist es ein Gesetz, das wir gerne umsetzen wollen.
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, große Gesetze, kleine Portionen und, wie soll ich sagen, große Bedeutung und kleine Wirkungen, aber für die gewöhnlichen Leute ist es oft sehr ärgerlich. Das ist ein Gesetz, das jetzt für alle passt, auch für die Feuerwehr. – Danke an alle, die mitgehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich bitte vor allem auch unsere steirischen Abgeordneten, fraktionsübergreifend diesen Antrag entsprechend zu unterstützen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Deswegen ist dieses Gesetz zu begrüßen. Wir vom BZÖ werden gerne zustimmen. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte es aber abschließend nicht versäumen, noch einmal darauf hinzuweisen, die Uhr tickt am Wechsel. Die 100 km/h-Beschränkung läuft mit 30. Juni aus. Ich hoffe, dass wir hier eine gemeinsame Lösung finden können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir werden daher auch diesen Antrag ablehnen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, zum Schluss kommend: Wir sind auf einem sehr guten Weg, die Arbeit trägt gute Früchte, die Ergebnisse sind erfreulich. Natürlich gilt es die Kosten im Auge zu behalten und Anpassungen vorzunehmen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, wir werden heute noch und insbesondere morgen die Gelegenheit haben, die Investitionen in Forschung und Bildung näher zu diskutieren, die der Grundstein für Innovationen, für mögliche Patente sind, denn da wird es böse Überraschungen geben. Damit wird de facto der Grundstein gelegt, dass es in den nächsten Jahren mit Innovationen und damit natürlich auch für Patente schwierig werden wird. Dazu braucht man nicht zusätzliche Gebührenerhöhungen bei den Patentanmeldungen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Im Übrigen wissen Sie, dass ich mich sehr dafür einsetze, weil die österreichische Wirtschaft natürlich exportorientiert ist, dass wir international, aber vor allem auf europäischer Ebene mit einem europäischen Patentrecht in Zukunft ohnedies noch einen besseren Schutz haben werden. Ich bin froh darüber, dass die Gespräche in Brüssel diesbezüglich auch sehr positiv laufen. – Danke vielmals. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich möchte nur kurz auf den Innovationsscheck Neu, den Technologiecoaching-Scheck hinweisen, wo jetzt tausend Schecks zu je 1 000 € aufgelegt werden, die junge Forscher und Unternehmer gerade in diesem Bereich der rechtlichen Beratung betreffend Patentschutz und Lizenzrechte unterstützen sollen. Ich glaube, das ist der richtige Weg, hier voranzugehen, einerseits Forschung anzuspornen, aber andererseits auch hilfreich zur Seite zu stehen, wenn es um wasserdichte Gesetze geht. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir vom BZÖ werden daher diesen Gesetzentwurf ablehnen. (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Gerhard Deimek (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Im Rahmen der beiden zur Debatte stehenden Anträge war eines schon sehr interessant und teilweise belustigend zu verfolgen, nämlich dass die Regierungsparteien, die Fraktionen gegenseitig ihren Regierungsmitgliedern den Auftrag geben, die Strategie umzusetzen. Da muss man sagen, das war wirklich lobenswert. Das findet man nicht sehr oft. Wir sind dem sofort beigetreten, denn eine Strategie, die nicht umgesetzt wird, ist eigentlich das Geld nicht wert, mit dem sie erstellt wurde. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke auf jeden Fall. Wir werden diese Strategie auf jeden Fall mittragen. (Beifall bei der FPÖ.)
in Richtung des Abg. Dipl.-Ing. Deimek
Wir brauchen natürlich nicht nur im F&E-Bereich direkt – du (in Richtung des Abg. Dipl.-Ing. Deimek) hast es ja angesprochen –, sondern auch im Umfeld eine forschungsfreundliche Gesinnung. Das beginnt in den Grundschulen, in den Mittelschulen und endet natürlich an den Universitäten.
Beifall bei der SPÖ.
Lassen Sie mich ganz kurz noch replizieren: Ich möchte mich bedanken bei den Regierungsmitgliedern dieser vier Ressorts, die sich auf diese Strategie einigen und verständigen konnten. Ich glaube wirklich, dass auch damit gezeigt wird, dass das Regierungsteam jetzt fraktionsübergreifend an einer konstruktiven und gedeihlichen Forschungspolitik zum Nutzen dieses Landes sehr interessiert ist. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich glaube das ist ein zentraler, ein wichtiger Schritt. Im Sinne des Gemeinsamen ersuche ich Sie heute um Unterstützung dieses Entschließungsantrages und denke, es wäre höchst an der Zeit, hier an einem Strang zu ziehen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Bundesminister Töchterle, ich freue mich auf die Zusammenarbeit, auch wenn Sie und ich gerne wesentlich mehr Geld für die Forschung und für die Wissenschaft zur Verfügung hätten. Etwas mehr werden wir gemeinsam auf die Beine stellen. Aber dass wir innerhalb des gegebenen schwierigen budgetären Rahmens qualitativ große Verbesserungen zu leisten im Stande sein werden, davon bin ich überzeugt. Ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Das heißt, meine sehr geehrten Damen und Herren: Setzen Sie nach Ihren schönen Worten auch konkrete Taten und beschließen Sie auch das Forschungsfinanzierungsgesetz mit, denn sonst ist alles, was hier von ÖVP- und auch von SPÖ-Seite, von Regierungsseite gesagt wurde, nur Schall und Rauch, nicht ernst zu nehmen und auch nicht zu unterstützen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
An Effekten ergeben sich bei jedem Förder-Euro, der eingesetzt wird, Zusatzumsätze und Lizenzeinnahmen von 19,30 €. Jedes Mal, wenn rund 20 000 € in diesem Bereich investiert werden, bedeutet das einen zusätzlichen hochqualitativen Arbeitsplatz im Forschungs- und Technologiebereich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bei den Aufsichtsräten im Bereich Forschung – an sich ein männerdominierter Bereich, so wie die meisten in meinem Themenbereich – ist es mir in diesen beiden Jahren gelungen, dass ich bei der AIT 50 Prozent Frauen habe, bei der FFG 35 Prozent Frauen, bei der AustriaTech im Aufsichtsrat 40 Prozent Frauen, im Rat für Forschung und Technologieentwicklung 75 Prozent Frauen, und das ist gut so! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Lichtenecker: Das stimmt, der Text ist gelungen! Die Umsetzung fehlt!
Nun liegt uns dieser Text vor, den ich, der ich erst letzte Woche ins Amt getreten bin, natürlich nicht mit verfassen konnte. Ich habe ihn genau studiert: Ich finde ihn überaus gelungen. (Abg. Dr. Lichtenecker: Das stimmt, der Text ist gelungen! Die Umsetzung fehlt!) Er ist gelungen; die große Kunst wird seine Umsetzung sein, das ist mir auch klar. Die Kunst wird sein, entsprechende finanzielle Mittel dafür bereitzustellen.
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.
Diesen Herausforderungen stelle ich mich sehr gerne und sehr motiviert. Ich darf Sie daher ersuchen, mit mir gemeinsam an der Stärkung des Standortes Österreich zu arbeiten, und ich lade alle Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft ein, mich dabei zu unterstützen. – Danke sehr. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Kickl: Wie offen die Grenzen sind!
Die Forschungsfinanzierung – und das ist wohl ein ganz wesentlicher Punkt – ist ja mit den Schwerpunkten auch in der Strategie beschrieben. Frau Bundesministerin Bures hat die angestrebte Zwei-Drittel-Finanzierung schon angesprochen. Aber ich glaube, das Wesentliche ist, dass wir es schaffen, dass Unternehmen auf breiter Front durch verbesserte Rahmenbedingungen und adäquate Anreize zu mehr Forschung und Innovation stimuliert werden können. Wir wissen alle miteinander, der Wirtschaftsstandort, aber auch der Arbeitsplatzstandort Österreich wird stark davon geprägt sein, inwieweit es uns gelingt, im Innovationsbereich auf die Überholspur zu kommen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Kickl: Wie offen die Grenzen sind!)
Beifall bei der FPÖ.
Zusammenfassend kann gesagt werden – ich zitiere aus der Vision 2020 –: Machen wir aus Visionen einfach Realitäten, und organisieren wir – wie unter Punkt 5: „Lenkung geben, Rahmen setzen“ – politisch die Zukunft von 2020, aber schon ab heute. Das bedeutet eine neue Kommunikationskultur und Motivation, die Kundenorientierung vom Schüler oder Kindergarten bis zum älteren Mitbürger oder der älteren Mitbürgerin, entsprechend der Arbeitsplatzsituation zum jeweiligen Zeiterfordernis. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.
Warum sage ich das heute? – Weil ein neuer Wissenschaftsminister da sitzt und ich, noch dazu als Tiroler, den Appell an Sie, Herr Minister Dr. Töchterle, richte: Helfen Sie nicht der SPÖ, da geht es nicht um die SPÖ. Da geht es um die Jugend, und da geht es um die Zukunft Österreichs. Ich hoffe, dass Sie sehr standhaft sind bei diesem Ziel, nämlich im Sinne der Schülerinnen und Schüler, und uns helfen, dass wir vorwärts kommen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.)
in Richtung von Bundesministerin Bures
Sie haben uns schon viel versprochen, auf das wir heute immer noch warten. Da bin ich ganz bei Minister Töchterle und auch bei Ihnen (in Richtung von Bundesministerin Bures): Es muss die Einsicht im Finanzministerium und in der gesamten Regierung da sein! – Das steht ja auch drin: Forschung, Innovation und Technologie muss fundamentaler Schwerpunkt politischen Handelns in Zeiten der Krise sein. – So in etwa steht es da.
Beifall bei den Grünen.
Wir Grüne sind hundertprozentig Ihre Verbündeten, aber wir glauben es erst dann, wenn wir einmal einen Euro sehen. (Beifall bei den Grünen.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.
Allerdings – und jetzt kommt der Haken dabei – sind die Kosten nicht unerheblich. Um welche Länder geht es denn dabei? – Es geht um ehemalige Ostblockländer. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.) – Jetzt warte ich, bis die ÖVP mit der Zwischendebatte fertig ist. (Abg. Rädler: Das ist der Grosz!) – Aber dich habe ich auch gehört.
Abg. Rädler: Das ist der Grosz!
Allerdings – und jetzt kommt der Haken dabei – sind die Kosten nicht unerheblich. Um welche Länder geht es denn dabei? – Es geht um ehemalige Ostblockländer. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.) – Jetzt warte ich, bis die ÖVP mit der Zwischendebatte fertig ist. (Abg. Rädler: Das ist der Grosz!) – Aber dich habe ich auch gehört.
Beifall beim BZÖ.
Das heißt, verbessern wir zuerst die Studienbedingungen hier in Österreich für unsere Studenten, setzen wir das Programm aus; und dann können wir in ein paar Jahren wieder darüber reden. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Gerade CEEPUS ist ein solches Netzwerk. Bereits 15 Länder machen in diesem Netzwerk mit. Das Besondere an CEEPUS, Kollege Widmann, ist, dass es nicht nur die EU-Mitgliedstaaten umfasst, sondern auch Drittstaaten und auch Beitrittsländer. Und dort liegen die künftigen Arbeitsmarktchancen. Dort liegen die künftigen Potenziale für unsere Studierenden in Österreich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.
90 Prozent des Wissens, das wir weltweit haben, ist außerhalb von Österreich entstanden, und diesen Wissensraum – vielleicht auch noch mehr, Kollege Van der Bellen (die Rednerin lacht) – wollen wir uns doch erschließen und uns nicht abschotten mit geistigen, kulturellen und wirtschaftlichen Mauern. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist aber auch ein Miteinander, das viel zu selten in den Mittelpunkt gerückt wird. Solche Programme stärken das Miteinander, überwinden Konflikte und ermöglichen, dass unsere hoch qualifizierten Repräsentantinnen und Repräsentanten die Wissensbotschafterinnen und -botschafter unseres Landes sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.
Das fördert Kreativität, Innovation, das fördert unser Land, das fördert unsere Universitäten und unsere Forschungsinstitutionen. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mag. Lapp.
CEEPUS leistet einen ganz, ganz wesentlichen Beitrag dazu, und ich kann es gar nicht glauben, dass es hier in diesem Haus noch Kolleginnen und Kollegen gibt, die das ablehnen und nicht begrüßen. Aber noch haben Sie ja Zeit, es sich aufgrund unserer Beiträge anders zu überlegen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mag. Lapp.)
Beifall bei der SPÖ.
Jedenfalls stimmen die Sozialdemokraten diesem Programm zu, und ich bedauere, dass wir diesen Beschluss nicht einstimmig fassen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das sind ausgezeichnete Initiativen, die auch von österreichischen Universitäten wahrgenommen werden – und nicht nur im Bereich der Studierenden, Herr Kollege Widmann, sondern genauso im Bereich des Lehrpersonals. Es liegt also im eminenten österreichischen Interesse, solche Programme zu entwickeln, an ihnen teilzunehmen. Ja, das kostet auch etwas Geld. Soll sein, das ist gut investiertes Geld! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
CEEPUS ist in Europa das größte regionale Programm zur Förderung grenzüberschreitender Mobilität. Ich glaube, wir können als Österreicher stolz sein, dass wir solche Pionierarbeit geleistet und so langfristig mitrealisiert haben, denn mit CEEPUS bekommen auch jene Länder eine europäische Perspektive, die derzeit am Erasmus-Programm nicht teilnehmen können. EU-Mitgliedstaaten, Beitrittswerber und Drittstaaten kooperieren da als gleichberechtigte Partner – also europäischer geht es nicht! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Österreich koordiniert auch die meisten Netzwerke in diesem Programm, insgesamt 13 von 55. Darüber hinaus haben wir 2011 bis 2013 den Vorsitz im das Programm steuernden gemeinsamen Ministerkomitee. Ich darf Sie daher ersuchen, der geplanten Weiterentwicklung dieses Programms zuzustimmen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Widmann: ... Studenten in Österreich!
Man wollte eine verstärkte Mobilität sowie die Entwicklung gemeinsamer Studienabschlüsse umsetzen, und das ist auch sehr gut gelungen. Deshalb sind wir froh, dass wir heute CEEPUS III beschließen. Es ist nicht einzusehen, dass es hier Kleingeister gibt, die diesem Beitritt nicht zustimmen können und sich lieber abschotten – in einer Zeit, in der es darum geht, Austausch zu machen, sich mit anderen zu vernetzen und dadurch auch für Österreich Vorteile zu bekommen und den österreichischen Hochschulstandort im europäischen Raum zu stärken und noch besser zu machen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Widmann: ... Studenten in Österreich!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Mag. Schönegger reicht Bundesminister Dr. Töchterle die Hand.
Dazu ist alles schon sehr breit dargestellt worden. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, unserem neuen Bundesminister viel Erfolg, Kraft und Freude bei der fordernden, aber auch chancenreichen Tätigkeit zu wünschen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Mag. Schönegger reicht Bundesminister Dr. Töchterle die Hand.)
Ruf: Auf den Rechnungshof ist Verlass! – Abg. Dr. Moser: Er hat ja ein Handy! – Abg. Grosz: Der hat immer eine Kunstlandung, der Herr ... Wir kennen ihn schon, wir befassen uns schon länger mit ihm!
Abgeordnete Mag. Christine Lapp (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrter Herr Präsident des Rechnungshofes, Bewunderung für Ihr Timing und für Ihren Auftritt. Wir haben uns beim Aufruf dieser Tagesordnungspunkte schon wirklich Sorgen gemacht und gefragt, wo Sie bleiben, aber Sie sind mit Ihrem Kommen wirklich elegant und punktgenau gelandet. Recht herzlich willkommen! (Ruf: Auf den Rechnungshof ist Verlass! – Abg. Dr. Moser: Er hat ja ein Handy! – Abg. Grosz: Der hat immer eine Kunstlandung, der Herr ... Wir kennen ihn schon, wir befassen uns schon länger mit ihm!) – Danke, dass die Kolleginnen und Kollegen das alle mit mir gemeinsam zu würdigen wissen; das freut mich sehr.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ein zweiter Bereich, den ich noch kurz streifen will, befasst sich mit der Gesundheitsreform 2005 und da dem Vergleich zwischen Tirol und Wien. Da geht es vor allem um Dauer und Verrechnung der Behandlung von Gastpatientinnen und Gastpatienten in österreichischen, sprich: in Tiroler und Wiener Spitälern. Dabei zeigt sich, dass die Wiener im Gegensatz zu den Tirolern einen sehr effizienten Umgang haben. Der Rechnungshof hat aber dargestellt, dass in beiden Bundesländern in diesem Bereich noch Verbesserungsbedarf besteht, damit wir beziehungsweise die Gesundheitsinstitutionen schneller zu ihrem Geld kommen, wenn Gastpatientinnen und Gastpatienten in Österreich behandelt werden. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
tig, die Gesundheitsreform weiter voranzutreiben. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das bedeutet für uns – und das sollte auch das Resümee sein –: Vorausschauende Planung, zeitgerechte Investition, vor allem auch effizienter Mitteleinsatz und überlegte Verteilung, aber natürlich ist auch eine Straffung von organisatorischen Abläufen ein Gebot der Stunde. Die ÖBB sind da gefordert, die Empfehlungen des Rechnungshofes entsprechend umzusetzen und im Sinne der Wirtschaftlichkeit, vor allen Dingen aber auch der Kundenzufriedenheit zu agieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Haberzettl.
Abgeordneter Ernest Windholz (BZÖ): Herr Präsident! Herr Rechnungshofpräsident! Hohes Haus! Ich darf gleich an die Ausführungen meines Vorredners anschließen. Die beiden vorliegenden Berichte sind wieder einmal hochprofessionell gemacht. Die ÖBB sind offensichtlich in der Innenpolitik ein Dauerthema – leider, muss man dazusagen. Die Langsamfahrstellen werfen ein bezeichnendes Licht auf den Umgang mit den finanziellen Mitteln. Ich darf vielleicht aus Aktualitätsgründen ein bisschen Zusätzliches ausführen. (Zwischenruf des Abg. Haberzettl.) – Ich weiß, auf Ihrer Seite hört man das nicht gerne.
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Der Rechnungshof zeigt die Dinge wirklich nüchtern auf. Bis zur letzten Regierungsumbildung haben wir immer noch die Hoffnung gehabt, dass wir einen Staatssekretär im Finanzministerium haben. Herr Lopatka, es tut mir schrecklich leid, dass Sie das nicht mehr sind! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
In diesem Sinne ein Dankeschön an den Rechnungshof, an Präsidenten Moser. Es war wieder hochprofessionell, was Sie hier abgeliefert haben. Leider schwindet die Hoffnung, dass sich bei den ÖBB mit dieser Bundesregierung noch etwas zum Besseren wendet. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und BZÖ.
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Präsident des Rechnungshofes! Wir waren heute schon in Sorge, als Sie nicht überpünktlich da waren, dass Sie vielleicht mit uns einen stillen Protest dagegen einlegen, dass wir den Rechnungshof immer als letzten Tagesordnungspunkt haben. Das sollte sich einmal ändern, meine sehr geehrten Damen und Herren, denn es ist nicht uninteressant, was der Rechnungshof an Berichten liefert. (Beifall bei SPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Und dann verkaufen sie Gammelfleisch an die Fahrgäste!
Windholz, dass Sie zurzeit nicht sehr oft mit der Bahn fahren. Ich fahre regelmäßig mit der Bahn von St. Valentin nach Wien und von Schwertberg nach St. Valentin, und in letzter Zeit gibt es da kaum Verspätungen. Das Personal ist hochmotiviert und freundlich. Also: Hut ab vor den Leistungen der ÖBB! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Und dann verkaufen sie Gammelfleisch an die Fahrgäste!)
Beifall bei der SPÖ.
Das Gammelfleisch, Kollege Grosz, ist nicht Schuld der ÖBB. Als die ÖBB noch selber das Service betrieben hat, hat es kein Gammelfleisch gegeben. So schaut es aus! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das trifft die ländlichen Regionen, das trifft die Pendler, die Schüler, die Touristen, die Erholungsuchenden. – Aber das ist alles egal! Es wird einfach eingestellt. Das bedeutet wieder einen Einschnitt in die ländliche Region. Und dann wundern wir uns alle, wenn die Leute dort absiedeln und weniger werden. – Danke. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
der Untersuchungen von derzeit 1 200 auf künftig 1 500 gesteigert werden kann und weil sich auf der anderen Seite Niederösterreich eine rund 2 Millionen-Euro-Investition und die entsprechenden Folgekosten sparen kann. Aus meiner Sicht ein richtiger Weg, zur Nachahmung empfohlen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
An den Volksschulen gibt es noch immer keine ausgebildeten Schwerpunktlehrer für das Fach Bewegung und Sport. Als Vater kann ich Ihnen sagen, mir wäre es schon recht, wenn es in der Volksschule überhaupt ein bisschen eine Sportausbildung für die Lehrer geben würde, dann braucht man nicht noch zusätzlich Schwerpunktlehrer. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herzlichen Dank, Herr Präsident, an Sie, herzlichen Dank an Ihre Mitarbeiter für die gute Arbeit. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ist der Rechnungshof in der Lage, dies so zu hinterfragen, dass auch glaubwürdige Antworten gegeben werden können? Sonst wäre natürlich das Ganze positiv zu beurteilen, das ist keine Frage. Aber es wäre von Bedeutung, wenn die Planungen in Zukunft noch effizienter wären und es nicht notwendig wäre, dass der Rechnungshof auf solche Dinge hinweist. Es wäre daher für mich von großer Bedeutung, zu wissen, ob man das berücksichtigt hat oder nicht. War es überraschend? Oder gibt es aus dieser Vorzeit keine Unterlagen mehr? – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich danke dem Rechnungshof und dessen Mitarbeitern für diesen sehr sachlichen und übersichtlichen Bericht. – Besten Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich danke dem Rechnungshof für die präventive und beratende Tätigkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten verschiedener Fraktionen.
Zuletzt – Kollege Steindl hat auch schon darauf hingewiesen –: Hoffentlich gibt es budgetär richtigere Annahmen beim Bau von Limberg III. – Danke. (Beifall bei Abgeordneten verschiedener Fraktionen.)
Beifall bei der ÖVP.
Danke nochmals an die Beamten und an den Rechnungshof, der wiederum einen profunden Bericht erstellt hat. Die Kernaussagen wurden dargelegt und werden jetzt zum Großteil auch schon umgesetzt. So soll es sein. Es ist ein Rechnungshofbericht, der Sinn macht und der natürlich seine Auswirkungen in der positiven Fertigstellung gefunden hat. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Bildungsministerium hat außerdem drei Initiativen gesetzt: „Kinder gesund bewegen“, wofür Sportfachleute für den Unterricht mit Kindern qualifiziert werden – auch eine wichtige Anregung des Rechnungshofes –, und unter dem Motto „Gesund & Munter“ und „Klug & Fit“ hat es Schwerpunkte in der Lehrerfortbildung in der Volksschule gesetzt und auch für die Hauptschule einen entsprechenden Bewegungsleitfaden etabliert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich meine, das Bildungsministerium hat wichtige Maßnahmen gesetzt, aber die Bewegungserziehung sollte jedenfalls auch weiterhin einen Schwerpunkt in der zukünftigen Politik darstellen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wie gesagt, Herr Rechnungshofpräsident: Recht herzlichen Dank Ihnen und Ihrem Team! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rasinger.
Da geht es überhaupt nicht um Leistungseinschränkungen für die PatientInnen, ganz im Gegenteil, es geht schlicht und ergreifend darum, ob ich mit dem gleichen Geld wesentlich mehr herausholen kann oder wenigstens die gleiche Leistung, mit weniger Geld dann allerdings, bereitstellen kann. Eine essenzielle Aufgabe der Politik! (Zwischenruf des Abg. Dr. Rasinger.) – Ja, ja, der ÖVP-Zwischenruf ist verdächtig. Nicht von Ihnen speziell, denn ich kann Sie ja schätzen, aber gefährlich. Gesundheitspolitik und ÖVP: Gefährlich! (Zwischenruf des Abg. Ing. Schultes.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Schultes.
Da geht es überhaupt nicht um Leistungseinschränkungen für die PatientInnen, ganz im Gegenteil, es geht schlicht und ergreifend darum, ob ich mit dem gleichen Geld wesentlich mehr herausholen kann oder wenigstens die gleiche Leistung, mit weniger Geld dann allerdings, bereitstellen kann. Eine essenzielle Aufgabe der Politik! (Zwischenruf des Abg. Dr. Rasinger.) – Ja, ja, der ÖVP-Zwischenruf ist verdächtig. Nicht von Ihnen speziell, denn ich kann Sie ja schätzen, aber gefährlich. Gesundheitspolitik und ÖVP: Gefährlich! (Zwischenruf des Abg. Ing. Schultes.)
Beifall bei den Grünen.
Denn wenn es darauf ankommt, ist es immer noch so gewesen, dass Ihre Landeshauptleute die Macht, die dort auch drinnen liegt – genauso wie im Schulbereich –, verteidigen haben wollen, weil hier natürlich auch parteipolitischer Einfluss ganz schön und gut geltend gemacht werden kann. Es ist leider so. Aber das ist halt die Aufgabe der Opposition, darauf hinzuweisen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neugebauer: Ein Nostalgie-Fahrer! – Abg. Scheibner: Wie lange fährst du denn?!
Aber die absichtliche Strategie ist, manche Strecken so zu führen, dass man als Fahrgast ja schier aggressiv wird. Ich bin, so glaube ich, einer der wenigen Abgeordneten, der immer noch auf Nebenbahnen fährt. Wenigstens hin und wieder fahre ich von St. Johann in der Haide, also aus dem Bezirk Hartberg, hierher in die Arbeit. (Abg. Neugebauer: Ein Nostalgie-Fahrer! – Abg. Scheibner: Wie lange fährst du denn?!) – Das sollten Sie einmal mitmachen, bevor Sie blöd hereinschreien. Es ist wirklich abenteuerlich, was dort vorgeht. Man möchte zwischendurch am liebsten aussteigen und sich auf das Fahrrad schwingen, denn dann ist man auf ein paar Streckenabschnitten immer noch schneller. Manchmal überholen uns sogar die Jogger am Acker daneben. Das kann es ja nicht sein!
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Petzner und Scheibner.
Ich erspare mir jetzt meine weiteren Ausführungen. Schönen Abend! (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Petzner und Scheibner.)
Allgemeiner Beifall. – Abg. Mag. Gaßner: Wir applaudieren länger, als Sie geredet haben!
Ich hoffe, dass der Rechnungshof Sie wiederum wie in allen anderen Bereichen als Partner gewinnen kann, um die Reformen auf die Bahn zu bringen, damit die Vergangenheit die Zukunft nicht auffrisst, was eben der Fall sein könnte. Wenn wir keine Reformen setzen, besteht die Gefahr dazu. – Ich danke Ihnen. (Allgemeiner Beifall. – Abg. Mag. Gaßner: Wir applaudieren länger, als Sie geredet haben!)