Eckdaten:
Für die 195. Sitzung der 27. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 883 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht von der Abgeordneten Dipl.-Ing. Andrea Holzner
Petition betreffend „Grenzüberschreitender Notarztdienst zwischen der Republik Österreich und der Bundesrepublik Deutschland“ (Ordnungsnummer 105) (überreicht von der Abgeordneten Dipl.-Ing. Andrea Holzner)
Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Es war nicht nur Franz Wurst, es waren ganz viele. Kinder wurden unter Drogen gesetzt und zu Sexpartys geführt. Sie können sich heute als Opfer nicht mehr daran erinnern, weil sie keine Erinnerung mehr haben. Das war strukturelle, systematische Ausübung von Gewalt und von sexuellem Missbrauch. Viele Täterinnen und Täter von damals wurden bis heute nicht belangt. Insofern ist es umso wichtiger, dass wir dieses umfangreiche Kinderschutzpaket endlich auf den Weg gebracht haben, dass Kinder heute wissen, dass sie Hilfe bekommen, dass sie sich wo hinwenden können, dass es Kinderschutzorganisationen gibt, die auf ihrer Seite stehen, damit es so dunkle Kapitel, wie wir sie in Kärnten kennen, nie wieder gibt. (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Mit diesem umfassenden Maßnahmenpaket schützen wir jetzt unsere Kinder vor sexueller Gewalt, denn es ist ein Commitment, eine Kultur unserer Gesellschaft, dass wir diesen Verbrechen jeden Riegel, den wir nur vorschieben können, vorschieben. Wir beugen vor, um Kinder wirksam vor Täter:innen zu schützen, um zu verhindern, dass Kinder überhaupt zu Opfern werden. Wir bauen mit dem Maßnahmenpaket das Betreuungsangebot für Opfer stark aus und unterstützen die wertvolle Arbeit von Kinderschutzeinrichtungen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie der Abg. Fiedler.
Warum ist es so wichtig, auf Prävention zu setzen? – Weil es um eine Vergemeinschaftung dessen geht, was es einfach nicht geben darf, und weil Kinder ein Recht darauf haben, zu wissen, welche Rechte sie haben und welcher Schutz ihnen zusteht. Deshalb setzen wir auch auf verpflichtende Kinderschutzkonzepte in unseren Schulen; so kann nämlich Gewalt verhindert werden, bevor sie passiert. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie der Abg. Fiedler.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie der Abg. Seidl.
alle dem Schutz der Kinder widmen können. Damit sorgen wir für eine möglichst breite Umsetzung von wirksamen Kinderschutzmaßnahmen in ganz Österreich. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie der Abg. Seidl.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie der Abgeordneten Krisper und Seidl.
Auch über härtere Strafen haben wir in letzter Zeit medial sehr viel diskutiert; natürlich setzen wir auch auf höhere und härtere Bestrafung. Wir erhöhen die Mindeststrafen für den Besitz, die Herstellung und die Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen und wir schaffen neben dem Grunddelikt erstmals wesentlich strengere Strafen für besonders schwere Taten. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie der Abgeordneten Krisper und Seidl.)
Beifall bei Grünen und ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Krisper.
Erlauben Sie mir, mich hier an dieser Stelle auch zu bedanken: Es gibt so viele Kinderschutzeinrichtungen, so viele Vereine, die ehrenamtlich mit ihren Mitgliedern, mit ihren dort Tätigen dafür sorgen, dass unsere Kinder rechtzeitig eine Anlaufstelle haben, Schutz bekommen und begleitet werden. All diesen Ehrenamtlichen und diesen Vereinen gilt unser großer Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Krisper.)
Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Wir sind froh, dass wir dieses umfassendste Paket der letzten Jahrzehnte für den Schutz unserer Kinder so gut auf den Weg gebracht haben. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei Grünen und ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.
Es handelt sich bei den Missbrauchsvorwürfen, den Missbrauchsfällen der letzten Wochen um kein rein digitales Delikt. Es ist eine Verharmlosung, zu sagen, dass es sich bei der Darstellung von Kindesmissbrauch um ein rein digitales Delikt handelt. Auch der Begriff der Kinderpornografie ist eine Verharmlosung, denn kein Kind hat zugestimmt, so abgebildet zu werden. Daher benennen wir es doch, sagen wir, was es ist: Es geht um die Darstellung von sexueller Gewalt gegen Kinder. Kinder werden dabei Opfer von sexueller Gewalt. Oftmals werden sie von demjenigen missbraucht, der zu ihrem Schutz befohlen ist. Jedes dieser Kinder wird durch eine solche Straftat seiner Kindheit beraubt und leidet sein restliches Leben darunter. Deswegen müssen wir auch die Sprache im Gesetz ändern und wir müssen das Unrecht der Tat auch im Gesetz widerspiegeln. Und ja, wir als Bundesregierung müssen alles dafür tun, dass kein Kind Opfer wird. (Beifall bei Grünen und ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
nau deswegen braucht es Kinderschutzkonzepte. Die Kinderschutzorganisationen haben in den letzten Jahren immer wieder Kinderschutzkonzepte gefordert, die solche abscheulichen Taten verhindern können, denn: Jede Tat, die wir verhindern, zählt! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das gilt hoffentlich auch für die Musikschulen in Niederösterreich!
Wir führen Kinderschutzkonzepte daher verpflichtend in den Schulen ein, und für alle Vereine, die mit Kindern arbeiten, wird es jetzt eine Zertifizierungsstelle geben, die ein Gütesiegel ausstellt, das besagt, dass dieser Verein ein Kinderschutzkonzept hat und dass auch entsprechende Qualitätskriterien etabliert wurden. Wir wollen, dass Kinder und ihre Eltern wissen, dass, wenn die Eltern ihre Kinder irgendwo hinschicken, sie dort auch sicher sind. (Abg. Heinisch-Hosek: Das gilt hoffentlich auch für die Musikschulen in Niederösterreich!)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Kinder müssen wissen, was ihre Rechte sind und an wen sie sich wenden können. Sie müssen auch wissen, was ein Übergriff ist, weil sehr, sehr viele junge Kinder nämlich nicht wissen, dass das, was mit ihnen geschieht, nicht richtig ist. Genau deswegen braucht es eine bundesweite Kinderrechtekampagne, die es auch geben wird, um darüber aufzuklären. Ja, das ist erstmalig in Österreich. Wir haben so etwas noch nie gehabt und die Kinderschutzorganisationen haben das auch seit Jahren gefordert. Sie haben in die skandinavischen Länder geblickt und gesehen: Schaut, dort funktioniert das so gut, wir brauchen das auch für Österreich!, und jetzt werden wir das auch umsetzen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ja, es hat viel Kritik gegeben, aber ich stehe dazu: Ja, wir erhöhen auch die Strafen, denn die Strafen müssen das Unrecht der Tat widerspiegeln. Die Strafen allein, da stimmen wir Ihnen allen zu, lösen natürlich das Problem nicht, und genau deswegen braucht es ein umfassendes Paket, das auf Prävention und Sanktion aufbaut. Die Strafen sind aber notwendig, denn sie spiegeln auch das Unrecht der Tat wider: Um eine Darstellung von sexuellem Kindermissbrauch zu erlangen, um solche Bilder herzustellen, werden Kinder sexuell missbraucht, Kinder und deren Leben werden dadurch zerstört. Strafrahmen bilden in unserer Gesellschaft den Wert ab, welchen wir den Rechtsgütern in einer Gesellschaft geben, und für mich hat das Wohl der Kinder und ihr Recht auf ein gewaltfreies Leben oberste Priorität. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wir schließen auch die Lücke im Tätigkeitsverbot. Das Tätigkeitsverbot wurde bis jetzt nur dann ausgesprochen, wenn eine Sexualstraftat im Zuge der Tätigkeit zum Beispiel als Lehrer:in oder Kindergärtner:in erfolgte. Jetzt kann unabhängig von der derzeitigen Anstellung des Täters ein Berufsverbot für eine Tätigkeit mit Kindern ausgesprochen werden, und ich halte das für einen wirklich wichtigen Lückenschluss. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ja, es ist auch wichtig, bei der Täterarbeit anzusetzen. Deswegen wird es jetzt auch 1,5 Millionen Euro mehr für die Arbeit mit Täter:innen im Strafvollzug geben. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.
Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei den Kinderschutzorganisationen bedanken, die tagtäglich für das Wohl unserer Kinder arbeiten, die sich tagtäglich dafür einsetzen, dass es Kinderschutzkonzepte gibt, die tagtäglich dafür sensibilisieren, dass die Betreuung und der Schutz von Kindern so wichtig sind, damit sie eben nicht Opfer von Gewalt werden. Ein großes Dankeschön an die Kinderschutzorganisationen, die da Großartiges leisten. (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Meine Damen und Herren Abgeordnete, echter und umfassender Schutz von Kindern vor Gewalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und erfordert die Mitwirkung und Unterstützung der Bundesländer, der Gemeinden, aber auch der Zivilgesellschaft. Jeder Einzelne von uns ist aufgerufen, nicht wegzuschauen, sondern aufzustehen, denn die Kinder brauchen unseren Schutz. Das muss unsere oberste Priorität sein! Kinder brauchen unseren Schutz und haben ein Recht auf ein gewaltfreies Aufwachsen. Schauen wir nicht weg! – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Für die Schulen wird ein ganzes Maßnahmenpaket zur Fort- und Weiterbildung, zur Sensibilisierung, aber auch zur Aufsicht geschnürt, denn – so wie auch Kollegin Voglauer gesagt hat – es muss klare Verhaltensregeln geben. Lehrerinnen und Lehrer müssen für sich selbst wissen, wo die Grenze ist. Natürlich kann es sein, dass Kinder ein Bedürfnis nach Nähe haben, wenn sie traurig sind oder wenn etwas passiert ist, aber trotzdem muss es ganz klare Verhaltensregeln geben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
An dieser Stelle möchte ich jetzt zum Thema der Strafverfolgung, einem ganz wesentlichen Punkt, kommen. Es braucht diese Spezialisten in den Landeskriminalämtern für die Ermittlungen, insbesondere im Cyberbereich. Ich möchte an dieser Stelle den Kriminalpolizistinnen und -polizisten für diese schwierige Ermittlungsarbeit danken, die sie jetzt schon erledigen: das Sichten der abscheulichen Darstellungen von Kindesmissbrauch, die Beschäftigung damit, die Strafverfolgung. Meine Damen und Herren, es ist eine enorme Belastung für diese Polizistinnen und Polizisten. Ganz ehrlich, ich könnte diesen Job nicht machen. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Gibt es mehr Personal?
Daher sage ich Danke, dass Sie sich dieser Aufgabe stellen. Wir werden Ihnen alle Tools in die Hand geben, damit Sie die Strafverfolgung auch im digitalen Raum noch besser machen können. (Abg. Heinisch-Hosek: Gibt es mehr Personal?) – Die Zahl des Personals wird erhöht (Abg. Heinisch-Hosek: Sehr gut!), auch dafür werden wir entsprechend Sorge tragen. (Abg. Heinisch-Hosek: Hoffentlich!)
Abg. Heinisch-Hosek: Sehr gut!
Daher sage ich Danke, dass Sie sich dieser Aufgabe stellen. Wir werden Ihnen alle Tools in die Hand geben, damit Sie die Strafverfolgung auch im digitalen Raum noch besser machen können. (Abg. Heinisch-Hosek: Gibt es mehr Personal?) – Die Zahl des Personals wird erhöht (Abg. Heinisch-Hosek: Sehr gut!), auch dafür werden wir entsprechend Sorge tragen. (Abg. Heinisch-Hosek: Hoffentlich!)
Abg. Heinisch-Hosek: Hoffentlich!
Daher sage ich Danke, dass Sie sich dieser Aufgabe stellen. Wir werden Ihnen alle Tools in die Hand geben, damit Sie die Strafverfolgung auch im digitalen Raum noch besser machen können. (Abg. Heinisch-Hosek: Gibt es mehr Personal?) – Die Zahl des Personals wird erhöht (Abg. Heinisch-Hosek: Sehr gut!), auch dafür werden wir entsprechend Sorge tragen. (Abg. Heinisch-Hosek: Hoffentlich!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Mag. Michaela Steinacker (fortsetzend): Sehr geehrte Damen und Herren, ich glaube es ist ein gelungener Vorschlag zum Schutz der Kinder, zur Prävention, zur Strafverfolgung, zur Sensibilisierung. Wir alle sind gefordert, die Kinder vor Gewalt zu schützen. Meine Bitte: Helfen Sie dabei mit! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Leider braucht es – wie so oft – einen prominenten Fall, damit diese Realität in den Fokus gerückt wird, darüber nachgedacht wird, dass wir noch viel mehr tun müssen und tun können, damit Kinder nicht Opfer werden. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Der Vorwurf des Besitzes von unzähligen Machwerken, in denen Kinder vergewaltigt werden – man muss es so benennen; das ist keine Kinderpornografie, das ist keine legale Geschichte, das ist eine Vergewaltigung von wehrlosen Kindern –, ist in diesem Fall offenbar eingestanden worden. Das Perfide am aktuellen Fall ist, dass es dann Menschen gibt, die das verharmlosen: Das war ja so eine Onlinegeschichte, er hat es ja nur gekauft! – Das ist bedrohlich, sehr geehrte Damen und Herren.
Beifall bei der SPÖ.
Den Ruf nach höheren Strafen kann ich bei solchen Taten absolut verstehen. Strafverschärfungen allein werden das Problem leider nicht lösen, das wissen wir aus vielen anderen Bereichen. Es sollte oberste Priorität haben, Gewalt und Missbrauch zu verhindern, bevor sie passieren. Das beginnt bei der Bewusstseinsbildung und der aktiven Prävention. Sogenannte Tabuthemen zu verdrängen, nicht wahrnehmen zu wollen, das geht einfach nicht. Es braucht engmaschigere Beratungs- und Gewaltschutzeinrichtungen, also sichern wir ihre Basisfinanzierung auch ab. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Steinacker und Wurm.
damit eben kein Kind mehr Opfer wird! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Steinacker und Wurm.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Susanne Fürst (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Null Toleranz für Kinderschänder und null Toleranz für jene, die sich Abbildungen von sexuellem Missbrauch an Kindern im Internet besorgen und anschauen – da sind wir uns alle einig. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und wer hat sich 2019 beim Gewaltschutzpaket, das wir mit der ÖVP beschlossen haben – mit Strafverschärfungen für Sexualdelikte, Tätigkeitsverbot für Kinderschänder und so weiter –, vehement gegen alle Verschärfungen gestellt? – Die Liste JETZT, eine gewisse Abgeordnete Alma Zadić – ich weiß nicht, ob Sie sie kennen – hat gemeint, Straferhöhungen sind destruktiv, sie würden nicht zu mehr Verurteilungen führen; es braucht eine Änderung der Machtverhältnisse – das kann man ja locker machen –, Sensibilisierungsmaßnahmen – also den Fall des Herrn Teichtmeister hätte man mit mehr Sensibilisierung wahrscheinlich wirklich verhindern können –, und es braucht mehr Ressourcen im Justizbereich – das hat sie damals, 2019, zu Recht festgestellt. – Nun sind wir drei Jahre Justizminister. Wenn Sie nur annähernd so viel Energie in den Kampf gegen diese Abbildungen von sexuellem Missbrauch von Kindern gesteckt hätten wie in Ihren Kampf gegen Hass im Netz – der oft, sehr oft nur ein Kampf gegen regierungskritische Äußerungen ist –, dann wären vielleicht viele Fälle Teichtmeister schon zu verhindern gewesen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Amesbauer: Die Grünen sind ja historisch gesehen eine Pädopartei! – Abg. Deimek: Nicht nur historisch gesehen! – Abg. Lukas Hammer: Haben s’ dir ins Hirn gschissn? – Ruf bei den Grünen: Sag einmal!
Daher: Wir brauchen eine Gesellschaft mit Herz für Kinder und für Familien, für Eltern. Übergriffe und Verbrechen müssen strengstens geahndet werden. Wir brauchen keine linke Kulturschickeria, die schon seit Jahrzehnten mit Übergriffen an Kindern flirtet. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Amesbauer: Die Grünen sind ja historisch gesehen eine Pädopartei! – Abg. Deimek: Nicht nur historisch gesehen! – Abg. Lukas Hammer: Haben s’ dir ins Hirn gschissn? – Ruf bei den Grünen: Sag einmal!)
Abg. Deimek: Warum habt ihr dann im Oktober abgelehnt? Das ist ja nur Scheinheiligkeit!
Abgeordnete Barbara Neßler (Grüne): Herr Präsident! Geschätzte Ministerin! Liebe Kollegen und Kolleginnen! Liebe Zuseher und Zuseherinnen! Das Kinderschutzpaket ist kein aufgrund des Falls Teichtmeister schnell zusammengeschustertes Maßnahmenpaket, sondern wir sind seit Monaten dran (Abg. Deimek: Warum habt ihr dann im Oktober abgelehnt? Das ist ja nur Scheinheiligkeit!), ein breites Kinderschutzpaket auf die Beine zu stellen, weil es massive Lücken gab, weil in der Vergangenheit zu wenig passiert ist.
Abg. Deimek: Was war dann die letzten drei Jahre?
Dabei geht es nicht nur um die sexualisierte Gewalt. Wir müssen unsere Kinder vor jeder Form von Gewalt schützen, vor sexualisierter, physischer und psychischer, denn ein Kind darf genauso wenig geschlagen oder gedemütigt werden. Wir wollen ein Kinderschutzpaket, das unsere Kinder tatsächlich schützt, vor jeder Form von Gewalt (Abg. Deimek: Was war dann die letzten drei Jahre?), und das wirkt, bevor überhaupt etwas passiert ist, denn Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder in Schulen, in Freizeiteinrichtungen in Sicherheit sind. (Beifall bei den Grünen. – Bravoruf der Abg. Fischer.)
Beifall bei den Grünen. – Bravoruf der Abg. Fischer.
Dabei geht es nicht nur um die sexualisierte Gewalt. Wir müssen unsere Kinder vor jeder Form von Gewalt schützen, vor sexualisierter, physischer und psychischer, denn ein Kind darf genauso wenig geschlagen oder gedemütigt werden. Wir wollen ein Kinderschutzpaket, das unsere Kinder tatsächlich schützt, vor jeder Form von Gewalt (Abg. Deimek: Was war dann die letzten drei Jahre?), und das wirkt, bevor überhaupt etwas passiert ist, denn Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder in Schulen, in Freizeiteinrichtungen in Sicherheit sind. (Beifall bei den Grünen. – Bravoruf der Abg. Fischer.)
Zwischenruf des Abg. Deimek
Und zur FPÖ: Wir haben einen Scherbenhaufen im Gewaltschutzbereich übernommen, und das ist Ihre Verantwortung. Unter Ihrer Regierungsbeteiligung (Zwischenruf des Abg. Deimek) wurden die Mittel für den Gewaltschutzbereich massiv gekürzt. Unter Ihrer Regierungsbeteiligung wurden Frauenhäuser finanziell ausgehungert. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Unter Ihrer Regierungsbeteiligung wurde Kinder- und Jugendhilfe verländert, trotz massiver Kritik von Volksanwaltschaft und Co. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.) – Das war unsere Ausgangssituation, und wir haben trotzdem etwas richtig Gutes geschaffen, obwohl Sie den Karren in den Dreck gefahren haben. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Und zur FPÖ: Wir haben einen Scherbenhaufen im Gewaltschutzbereich übernommen, und das ist Ihre Verantwortung. Unter Ihrer Regierungsbeteiligung (Zwischenruf des Abg. Deimek) wurden die Mittel für den Gewaltschutzbereich massiv gekürzt. Unter Ihrer Regierungsbeteiligung wurden Frauenhäuser finanziell ausgehungert. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Unter Ihrer Regierungsbeteiligung wurde Kinder- und Jugendhilfe verländert, trotz massiver Kritik von Volksanwaltschaft und Co. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.) – Das war unsere Ausgangssituation, und wir haben trotzdem etwas richtig Gutes geschaffen, obwohl Sie den Karren in den Dreck gefahren haben. (Beifall bei den Grünen.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.
Und zur FPÖ: Wir haben einen Scherbenhaufen im Gewaltschutzbereich übernommen, und das ist Ihre Verantwortung. Unter Ihrer Regierungsbeteiligung (Zwischenruf des Abg. Deimek) wurden die Mittel für den Gewaltschutzbereich massiv gekürzt. Unter Ihrer Regierungsbeteiligung wurden Frauenhäuser finanziell ausgehungert. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Unter Ihrer Regierungsbeteiligung wurde Kinder- und Jugendhilfe verländert, trotz massiver Kritik von Volksanwaltschaft und Co. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.) – Das war unsere Ausgangssituation, und wir haben trotzdem etwas richtig Gutes geschaffen, obwohl Sie den Karren in den Dreck gefahren haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Und zur FPÖ: Wir haben einen Scherbenhaufen im Gewaltschutzbereich übernommen, und das ist Ihre Verantwortung. Unter Ihrer Regierungsbeteiligung (Zwischenruf des Abg. Deimek) wurden die Mittel für den Gewaltschutzbereich massiv gekürzt. Unter Ihrer Regierungsbeteiligung wurden Frauenhäuser finanziell ausgehungert. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Unter Ihrer Regierungsbeteiligung wurde Kinder- und Jugendhilfe verländert, trotz massiver Kritik von Volksanwaltschaft und Co. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.) – Das war unsere Ausgangssituation, und wir haben trotzdem etwas richtig Gutes geschaffen, obwohl Sie den Karren in den Dreck gefahren haben. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Belakowitsch: ... das ist Ihr Parteiprogramm!
Kindesmissbrauch zieht sich durch alle gesellschaftlichen Schichten. Auch in Ihrer Partei gab es Verurteilungen von Funktionären, was Kindesmissbrauch anbelangt, darum ist das keine linke Romantik und sonst irgendetwas. Wir müssen vermehrt hinschauen und sensibilisieren. (Abg. Belakowitsch: ... das ist Ihr Parteiprogramm!) Und so brutal dieses Thema auch ist, ich bin wahnsinnig froh, dass wir in der Öffentlichkeit darüber reden, dass wir hier darüber sprechen, denn wir wissen, dass in fast jeder Klasse ein Kind sitzt, das von sexueller Gewalt betroffen ist.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Ich habe, wie wahrscheinlich viele von uns, leider im eigenen Umfeld Betroffene von Kindesmissbrauch. Darum weiß ich, wie wichtig es ist, dass wir darüber reden, auch wenn es unangenehm ist, denn das Traurige ist, dass sich Kinder durchschnittlich an acht Personen wenden müssen – sie müssen durchschnittlich acht Mal ihre brutalen, grausamen Erlebnisse erzählen –, bis ihnen überhaupt geglaubt wird. Das ist das, was mich immer wieder schockiert. Wir haben es auch beim Fall Teichtmeister gesehen, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der wir dem Täter immer noch mehr glauben und in der wir Warnsignale ganz oft ignorieren. Wir müssen mit diesem blinden Täterschutz aufhören, wir müssen anfangen, Frauen zu glauben, und wir müssen anfangen, Kindern zu glauben. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Fischer: Bravo!
Und ganz ehrlich, es geht wahrscheinlich vielen so: Wenn man über solche Fälle liest, dann stellt es einem alle Haare auf, und ich werde wie viele von uns extrem wütend. Genau darum war es uns so wichtig, ein echtes Kinderschutzpaket auf die Beine zu stellen, denn gerade wenn es um unsere Kinder geht, müssen wir alles dafür tun, sie zu schützen, denn jedes Kind hat das Recht auf ein gewaltfreies Leben. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Fischer: Bravo!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Danke an alle Experten und Expertinnen, an die Kinderschutzorganisationen, vor allem auch an alle Minister und Ministerinnen, die mitgewirkt haben, vor allem Danke an unsere Justizministerin, an mein Team und alle, die dafür gekämpft haben! In diesem Paket steckt wirklich viel Herzblut, und ich bin wahnsinnig froh, dass uns das gelungen ist. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Steinacker: Ein Ministerratsvortrag auch! – Abg. Wöginger: Ein Ministerratsvortrag!
Ich möchte aber zu den Vorschlägen, die von der Regierung auf dem Tisch liegen, Punkt für Punkt natürlich auch etwas sagen. Es ist vielleicht auch für die Zuseherinnen und Zuseher wichtig: Das ist ja eine Aktuelle Stunde, es liegt noch kein Gesetz auf dem Tisch, es ist noch kein Budget umgeschichtet, es liegen noch keine konkreten Vorschläge auf dem Tisch, es gab nur eine Pressekonferenz, und über das reden wir heute. (Abg. Steinacker: Ein Ministerratsvortrag auch! – Abg. Wöginger: Ein Ministerratsvortrag!) – Gut.
Beifall bei den NEOS.
Punkt eins: Kinderschutzkonzepte – Kinderschutzkonzepte verpflichtend in Berufsschulen und auf freiwilliger Basis in Vereinen. Jetzt muss man, glaube ich, kein großer Experte sein, um zu merken, da erwischt man nicht alle Kinder. Da sind nicht alle Bereiche abgedeckt: Kindergärten, Horte, Pflichtschulen, vereinfacht gesagt alle Orte, an denen mit Kindern gearbeitet wird, egal ob das die Jungschar ist, die Volksschule, das Gymnasium oder der Fußballverein – Kinderschutzkonzepte müssen verpflichtend sein, und zwar überall, wo mit Kindern gearbeitet wird. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Prammer: Nachdem etwas passiert ist! – Abg. Wöginger: Das ist eine Anlassgesetzgebung!
Dort, wo wir auch die Zuständigkeit haben – das ist ja durch den Föderalismus sehr zersplittert –, in Wien, wo es ja auch Themen gegeben hat, nämlich im Bereich der Kindergärten, wo man hinschauen musste, schon in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten, haben wir eingeführt, dass in Kindergärten Kinderschutzkonzepte verpflichtend umgesetzt werden müssen. (Abg. Prammer: Nachdem etwas passiert ist! – Abg. Wöginger: Das ist eine Anlassgesetzgebung!)
Beifall bei den NEOS.
Drittens: mehr Geld für Opferschutz und für Täterarbeit. Das ist wirklich gut, das ist großartig. Sie lassen aber wieder eine Gruppe, die so wichtig wäre, komplett aus, nämlich Personen, die noch nicht zu Tätern geworden sind, aber dahin gehend gefährdet sind; ich verstehe das einfach nicht. Männerberatung, Therapie für Personen mit einer pädophilen Störung – warum setzen Sie nicht an den Wurzeln an, wenn doch alle Expertinnen und Experten sagen, da müsste man Geld investieren, da müsste man ansetzen? (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Viertens: mehr Geld oder, sagen wir einmal, ein bisschen mehr Geld für psychologische Hilfe. 3,5 Millionen Euro mehr: Alle, die sich mit dieser Thematik beschäftigen, wissen, das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Ja, auch das ist besser als nichts, aber warum wird auch da wieder nicht das Problem an den Wurzeln gepackt? – Das haben wir schon so oft hier im Hohen Haus diskutiert. Niemand versteht, warum die Krankenversicherung für einen gebrochenen Haxen zahlt, aber nicht für eine gebrochene Seele. Das würde auch in diesem Bereich wirklich das Problem an der Wurzel packen, und auch das tun Sie nicht. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Wöginger: Es gibt einen Ministerratsvortrag, hallo!
Wichtig ist, ich möchte das noch einmal betonen: Das ist hier eine Aktuelle Stunde, wir beschließen hier heute kein Gesetz, wir haben keine konkreten Vorschläge auf dem Tisch liegen, da warten wir auf das, was von Ihnen jetzt kommt. Da müssen wir vorsichtig sein, deswegen betone ich das auch, weil diese Regierung für eines schon bekannt ist, nämlich Ankündigungsweltmeisterin zu sein. (Abg. Wöginger: Es gibt einen Ministerratsvortrag, hallo!)
Abg. Belakowitsch: Was hat das jetzt mit Kindesmissbrauch zu tun?
Wir haben eine Klimaschutzministerin, die seit Jahren das Klimaschutzgesetz verspricht und das Versprechen nicht einhält, eine Justizministerin, die seit Jahren verspricht, Homoumpolungstherapien an schwulen und lesbischen Jugendlichen zu verbieten, und das nicht tut, ich weiß nicht, warum (Abg. Belakowitsch: Was hat das jetzt mit Kindesmissbrauch zu tun?), und wir haben einen Gesundheitsminister, der verspricht, sich des Themas der psychischen Gesundheit ernsthaft anzunehmen, wovon aber nur wenig bis nichts zu sehen ist. Deswegen werden wir genau darauf schauen, dass das, was hier versprochen wird, auch gut umgesetzt wird. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wir haben eine Klimaschutzministerin, die seit Jahren das Klimaschutzgesetz verspricht und das Versprechen nicht einhält, eine Justizministerin, die seit Jahren verspricht, Homoumpolungstherapien an schwulen und lesbischen Jugendlichen zu verbieten, und das nicht tut, ich weiß nicht, warum (Abg. Belakowitsch: Was hat das jetzt mit Kindesmissbrauch zu tun?), und wir haben einen Gesundheitsminister, der verspricht, sich des Themas der psychischen Gesundheit ernsthaft anzunehmen, wovon aber nur wenig bis nichts zu sehen ist. Deswegen werden wir genau darauf schauen, dass das, was hier versprochen wird, auch gut umgesetzt wird. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Shetty: Ein Qualitätsmerkmal von ...!
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Nun, Kollege Shetty ist noch nicht so lange im Hohen Haus wie manche andere von uns, und er hat in seiner Rede gemeint, es gebe nur Ankündigungen und es sei wenig bis nichts passiert (Abg. Shetty: Ein Qualitätsmerkmal von ...!) – ein Qualitätsmerkmal –: Lieber Kollege Shetty, es liegt bereits ein Ministerratsvortrag vor, ein extrem detaillierter Ministerratsvortrag, und auch Sie als junger Abgeordneter sollten bereits wissen, dass das ein extrem weitgehender Schritt ist, dass auf Basis dieses Ministerratsvortrags auch entsprechend verhandelt und umgesetzt wird. So schaut es nämlich aus. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Nun, Kollege Shetty ist noch nicht so lange im Hohen Haus wie manche andere von uns, und er hat in seiner Rede gemeint, es gebe nur Ankündigungen und es sei wenig bis nichts passiert (Abg. Shetty: Ein Qualitätsmerkmal von ...!) – ein Qualitätsmerkmal –: Lieber Kollege Shetty, es liegt bereits ein Ministerratsvortrag vor, ein extrem detaillierter Ministerratsvortrag, und auch Sie als junger Abgeordneter sollten bereits wissen, dass das ein extrem weitgehender Schritt ist, dass auf Basis dieses Ministerratsvortrags auch entsprechend verhandelt und umgesetzt wird. So schaut es nämlich aus. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Als klare Antwort darauf bringen wir heute dieses Kinderschutzpaket auf den Weg, und dieses Paket steht auf vier Säulen, erstens: Prävention und Sofortmaßnahmen; zweitens: Stärkung der Aufklärung; drittens: härtere Strafen; und viertens: Ausbau des Opferschutzes und auch der Täterarbeit. Jeder einzelne Punkt ist immens wichtig. Ja, auch wenn diese von verschiedenen Gruppen verschieden gewichtet werden: Das Paket ist ein hervorragendes und wichtiges Paket. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich begrüße dieses Kinderschutzpaket ausdrücklich und danke Ihnen, Frau Minister, Ihrem Team und allen Verhandlerinnen und Verhandlern für das Vorlegen des Ministerratsvortrags und schlussendlich auch für die Beschlussfassung. Ich sehe es als wichtigen Schritt hin zu weniger Tätern und vor allem hin zu deutlich weniger Opfern. – Ich danke für die Zustimmung. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich nenne als Beispiel die Ankündigung des Gütesiegels. Ja, ich halte das für eine wichtige Maßnahme; ich will aber nur davor warnen, dass man nun wieder irgendetwas Neues schafft. Ich glaube, es gibt genug Expertise, mit der dieses Gütesiegel letztendlich vergeben werden kann. Ich habe immer ein bisschen die Panik, dass dann wieder irgendetwas Neues entsteht, das man halt einmal macht. Greifen wir stattdessen auf die bereits vorhandene Expertise zurück! (Beifall bei der SPÖ.) Greifen wir auch auf die Expertise zurück, die es in Kinderschutzkampagnen schon gibt! Viele Organisationen machen bereits solche Kampagnen; wir brauchen da keine neue. Geben wir diesen Organisationen die Möglichkeit, mehr Kraft für ihre Kampagnen zu entwickeln! Das ist ein ganz, ganz wichtiger und wesentlicher Bereich.
Zwischenruf der Abg. Steinacker
Eines möchte ich an dieser Stelle schon auch noch zur Kritik sagen, die von der FPÖ zu den Kinderschutzkonzepten gekommen ist: Ich komme aus einer Organisation, die inzwischen bereits seit einigen Monaten ein Kinderschutzkonzept in der Praxis erprobt (Zwischenruf der Abg. Steinacker) und eigentlich eine der ersten in Österreich war, die eines gehabt hat, und kann sagen, dass das zu den ganz wesentlichen Instrumentarien gehört. Kinderschutzkonzepte in den Schulen und in den Kindergärten sind etwas ganz, ganz Wichtiges, denn sie rufen den handelnden Personen ins Bewusstsein, wie wichtig Kinderrechte und Kinderschutz sind. Darüber soll man sich nicht lustig machen, sondern soll
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen
vielleicht in seinem Bereich einmal versuchen, sich damit wirklich auseinanderzusetzen (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen), dann sieht man, was es tatsächlich bewirken kann.
Beifall bei der SPÖ.
Ein Bereich ist mir noch ganz wichtig: Es wurde schon über personelle Aufstockungen gesprochen – ja, das ist wichtig. In dem präsentierten Paket findet sich das auf der Bundesebene im Bundeskriminalamt, aber nicht in den Landeskriminalämtern. Ich möchte schon appellieren, auch darauf zu achten, dass da nicht wieder Personen von A nach B verschoben werden. Wir brauchen mehr Polizistinnen und Polizisten, auch auf der Straße, und nicht nur in diesem Bereich, aber in diesem Bereich ganz besonders. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lukas Hammer: Was habts ihr in Regierungszeit gemacht? Das ist die Frage!
Abgeordneter Mag. Harald Stefan (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Ein neues Thema ist es ja wahrlich nicht – gerade wir Vertreter der FPÖ und auch ich persönlich haben hier schon sehr viele Anträge eingebracht und sehr oft konkrete Vorschläge gemacht, und es wurde so gut wie alles weggewischt und abgelehnt. (Abg. Lukas Hammer: Was habts ihr in Regierungszeit gemacht? Das ist die Frage!)
Zwischenruf bei den Grünen.
heute schon angesprochen worden. Man hat verharmlost, man hat toleriert, und es geht ja noch weiter: Es ist ja ganz interessant, wenn man in die linken Medien und auf Twitter schaut und sieht, wie das Ganze weggeredet werden soll. Der Prominente hatte auch noch 100 Gramm Kokain zu Hause – auch dieses Verfahren wird eingestellt. (Zwischenruf bei den Grünen.) Das ist ganz eigenartig. Da ist schon irgendetwas im Laufen, und ich glaube auch, dass man da weiter nachschauen muss, denn wenn es 50 000 Dateien gibt, dann ist wohl die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass die nicht einer alleine gesammelt hat, sondern dass es da einen Ring gibt. Man sollte da einmal in seinem Umfeld schauen, was da wirklich noch dahintersteht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
heute schon angesprochen worden. Man hat verharmlost, man hat toleriert, und es geht ja noch weiter: Es ist ja ganz interessant, wenn man in die linken Medien und auf Twitter schaut und sieht, wie das Ganze weggeredet werden soll. Der Prominente hatte auch noch 100 Gramm Kokain zu Hause – auch dieses Verfahren wird eingestellt. (Zwischenruf bei den Grünen.) Das ist ganz eigenartig. Da ist schon irgendetwas im Laufen, und ich glaube auch, dass man da weiter nachschauen muss, denn wenn es 50 000 Dateien gibt, dann ist wohl die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass die nicht einer alleine gesammelt hat, sondern dass es da einen Ring gibt. Man sollte da einmal in seinem Umfeld schauen, was da wirklich noch dahintersteht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Da möchte ich auch gleich auf ein Thema zu sprechen kommen, das heute hier nicht angesprochen wurde: diese Transgenderdebatte. Das ist ganz heikel und ganz gefährlich. Bitte beeinflussen Sie Kinder, die das noch nicht wirklich entscheiden können, nicht in die Richtung, dass es Hormonhemmer gibt und dass bei Minderjährigen Eingriffe gemacht werden! Das ist nicht mehr reparabel. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Das passiert mit derselben Argumentation, mit der die Grünen anfangs die Sexualisierung von
Beifall bei der FPÖ.
Kindern betrieben haben. Das ist genau dasselbe: Kinder sind auch Menschen, die sollen selbst entscheiden, und so weiter. Das soll – wie soll ich sagen? – kein politischer Vorstoß sein, sondern ein echter Apell: Bitte gehen Sie in sich, denken Sie daran, wie Sie als Grüne früher dieses Thema behandelt haben und dass Sie inzwischen gescheiter geworden sind, und passen Sie auf, dass Sie nicht da wieder so einen großen Fehler machen, der noch dramatischer werden könnte! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lukas Hammer: Ihr wart in der Regierung!
Das ist ein ganz wichtiges Thema. Ich freue mich, wenn das jetzt wirklich umgesetzt wird. Wie gesagt: Gefordert habe ich das konkret schon seit zehn Jahren, es wurde immer abgelehnt. (Abg. Lukas Hammer: Ihr wart in der Regierung!) Kollegin Rosa Ecker hat es auch zum Beispiel jetzt gerade vor Kurzem - - (Abg. Lukas Hammer: Ihr wart in der Regierung und habt die Justiz totgespart! – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Rauch.) – Nein, wir haben das nicht umsetzen können (Abg. Lukas Hammer: Ihr wart in der Regierung!), wir haben nichts totgespart. Ich würde sagen: Tragen Sie das bitte mit Ihrem Koalitionspartner aus! Wir haben da sehr gute Dinge, insbesondere mit dem Gewaltschutzpaket, vorangetrieben. (Abg. Neßler: Was?! ...!) Dass Sie das nicht erkannt haben und nicht mitgemacht haben oder damals gar nicht im Parlament waren, keine Ahnung, also das ist jetzt wirklich Ihr Problem – aber wie
Abg. Lukas Hammer: Ihr wart in der Regierung und habt die Justiz totgespart! – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Rauch.
Das ist ein ganz wichtiges Thema. Ich freue mich, wenn das jetzt wirklich umgesetzt wird. Wie gesagt: Gefordert habe ich das konkret schon seit zehn Jahren, es wurde immer abgelehnt. (Abg. Lukas Hammer: Ihr wart in der Regierung!) Kollegin Rosa Ecker hat es auch zum Beispiel jetzt gerade vor Kurzem - - (Abg. Lukas Hammer: Ihr wart in der Regierung und habt die Justiz totgespart! – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Rauch.) – Nein, wir haben das nicht umsetzen können (Abg. Lukas Hammer: Ihr wart in der Regierung!), wir haben nichts totgespart. Ich würde sagen: Tragen Sie das bitte mit Ihrem Koalitionspartner aus! Wir haben da sehr gute Dinge, insbesondere mit dem Gewaltschutzpaket, vorangetrieben. (Abg. Neßler: Was?! ...!) Dass Sie das nicht erkannt haben und nicht mitgemacht haben oder damals gar nicht im Parlament waren, keine Ahnung, also das ist jetzt wirklich Ihr Problem – aber wie
Abg. Lukas Hammer: Ihr wart in der Regierung!
Das ist ein ganz wichtiges Thema. Ich freue mich, wenn das jetzt wirklich umgesetzt wird. Wie gesagt: Gefordert habe ich das konkret schon seit zehn Jahren, es wurde immer abgelehnt. (Abg. Lukas Hammer: Ihr wart in der Regierung!) Kollegin Rosa Ecker hat es auch zum Beispiel jetzt gerade vor Kurzem - - (Abg. Lukas Hammer: Ihr wart in der Regierung und habt die Justiz totgespart! – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Rauch.) – Nein, wir haben das nicht umsetzen können (Abg. Lukas Hammer: Ihr wart in der Regierung!), wir haben nichts totgespart. Ich würde sagen: Tragen Sie das bitte mit Ihrem Koalitionspartner aus! Wir haben da sehr gute Dinge, insbesondere mit dem Gewaltschutzpaket, vorangetrieben. (Abg. Neßler: Was?! ...!) Dass Sie das nicht erkannt haben und nicht mitgemacht haben oder damals gar nicht im Parlament waren, keine Ahnung, also das ist jetzt wirklich Ihr Problem – aber wie
Abg. Neßler: Was?! ...!
Das ist ein ganz wichtiges Thema. Ich freue mich, wenn das jetzt wirklich umgesetzt wird. Wie gesagt: Gefordert habe ich das konkret schon seit zehn Jahren, es wurde immer abgelehnt. (Abg. Lukas Hammer: Ihr wart in der Regierung!) Kollegin Rosa Ecker hat es auch zum Beispiel jetzt gerade vor Kurzem - - (Abg. Lukas Hammer: Ihr wart in der Regierung und habt die Justiz totgespart! – Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Rauch.) – Nein, wir haben das nicht umsetzen können (Abg. Lukas Hammer: Ihr wart in der Regierung!), wir haben nichts totgespart. Ich würde sagen: Tragen Sie das bitte mit Ihrem Koalitionspartner aus! Wir haben da sehr gute Dinge, insbesondere mit dem Gewaltschutzpaket, vorangetrieben. (Abg. Neßler: Was?! ...!) Dass Sie das nicht erkannt haben und nicht mitgemacht haben oder damals gar nicht im Parlament waren, keine Ahnung, also das ist jetzt wirklich Ihr Problem – aber wie
Beifall bei der FPÖ.
gesagt: Machen Sie sich das mit der ÖVP aus! (Beifall bei der FPÖ.) Dass die ÖVP hier nicht widerspricht, wundert mich sowieso.
Abg. Schwarz: Stimmt ja nicht!
Wenn es um Kinder geht, darf man auch die Coronazeit nicht ganz vergessen: was man den Kindern drei Jahre lang angetan hat, indem man sie keinen Sport hat treiben lassen (Abg. Schwarz: Stimmt ja nicht!), mit Masken in der Schule hat sitzen lassen, eingesperrt hat und so weiter. (Beifall bei der FPÖ.) Das darf man auch nicht ganz vergessen! Die Überschrift ist immerhin: „Kein Kind darf Opfer werden“ (Abg. Schallmeiner: ... Diskussion, oder was?!), also das wäre schon auch ein wichtiges Thema. (Abg. Amesbauer: ... grüne Geschichte! – Abg. Fischer: Wie bitte?!)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn es um Kinder geht, darf man auch die Coronazeit nicht ganz vergessen: was man den Kindern drei Jahre lang angetan hat, indem man sie keinen Sport hat treiben lassen (Abg. Schwarz: Stimmt ja nicht!), mit Masken in der Schule hat sitzen lassen, eingesperrt hat und so weiter. (Beifall bei der FPÖ.) Das darf man auch nicht ganz vergessen! Die Überschrift ist immerhin: „Kein Kind darf Opfer werden“ (Abg. Schallmeiner: ... Diskussion, oder was?!), also das wäre schon auch ein wichtiges Thema. (Abg. Amesbauer: ... grüne Geschichte! – Abg. Fischer: Wie bitte?!)
Abg. Schallmeiner: ... Diskussion, oder was?!
Wenn es um Kinder geht, darf man auch die Coronazeit nicht ganz vergessen: was man den Kindern drei Jahre lang angetan hat, indem man sie keinen Sport hat treiben lassen (Abg. Schwarz: Stimmt ja nicht!), mit Masken in der Schule hat sitzen lassen, eingesperrt hat und so weiter. (Beifall bei der FPÖ.) Das darf man auch nicht ganz vergessen! Die Überschrift ist immerhin: „Kein Kind darf Opfer werden“ (Abg. Schallmeiner: ... Diskussion, oder was?!), also das wäre schon auch ein wichtiges Thema. (Abg. Amesbauer: ... grüne Geschichte! – Abg. Fischer: Wie bitte?!)
Abg. Amesbauer: ... grüne Geschichte! – Abg. Fischer: Wie bitte?!
Wenn es um Kinder geht, darf man auch die Coronazeit nicht ganz vergessen: was man den Kindern drei Jahre lang angetan hat, indem man sie keinen Sport hat treiben lassen (Abg. Schwarz: Stimmt ja nicht!), mit Masken in der Schule hat sitzen lassen, eingesperrt hat und so weiter. (Beifall bei der FPÖ.) Das darf man auch nicht ganz vergessen! Die Überschrift ist immerhin: „Kein Kind darf Opfer werden“ (Abg. Schallmeiner: ... Diskussion, oder was?!), also das wäre schon auch ein wichtiges Thema. (Abg. Amesbauer: ... grüne Geschichte! – Abg. Fischer: Wie bitte?!)
Beifall bei der FPÖ.
Ja, wir werden bei dieser ganzen Diskussion dabei sein, wir freuen uns, aber wie gesagt: Bitte weiterdenken! Gehen Sie in sich, was wir vielleicht derzeit auch wieder anrichten könnten! – Es ist da viel zu tun, und die Kinder müssen es uns wert sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Ach so?! – heftiger Widerspruch bei der FPÖ
Abgeordnete Mag. Agnes Sirkka Prammer (Grüne): Sehr geehrter Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ich darf Sie jetzt wieder in die Realität zurückholen (Ruf bei der FPÖ: Ach so?! – heftiger Widerspruch bei der FPÖ) – nämlich in eine Realität, in der wir das Tragen einer Stoffmaske nicht mit der Vergewaltigung eines Kindes gleichsetzen. (Beifall bei den Grünen und bei
Abg. Amesbauer: Nur Blödsinn, nur Schmarrn! Die kennt sich nirgends aus!
Sexuelle Gewalt ist das Schlimmste, was man Kindern antun kann. (Abg. Amesbauer: Nur Blödsinn, nur Schmarrn! Die kennt sich nirgends aus!) Die körperlichen Verletzungen, die sie dadurch erleiden, mögen verheilen, was sie aber ein Leben lang mit sich herumtragen, sind die Verletzungen an der Seele, und auch mit noch so viel Therapie und mit noch so viel Sorge und liebevoller Aufnahme kann man es oft nicht schaffen, das wiederherzustellen, was dadurch verloren geht.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Der Verlust des Vertrauens in Personen, bei denen man sich eigentlich aufgehoben fühlen sollte, Retraumatisierungen durch das einfache Anschauen ganz simpler Alltagsgegenstände, all das können diese Kinder ein Leben lang mit sich herumtragen, wenn wir sie nicht davor bewahren, dass sie solche Verletzungen überhaupt erleben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist wichtig und daher auch ein Teil dieses Paketes, dass man diesen Kindern Hilfe zugutekommen lässt, indem man ihnen Therapie zur Verfügung stellt, nachdem etwas passiert ist. Noch viel wichtiger ist es aber, dass man all die Kinder, die jetzt noch sicher sind, auch in dieser Sicherheit belassen kann, indem man vorsorgt, dass solche Verbrechen nicht mehr passieren können. Deshalb ist auch ein wesentlicher Teil dieses Paketes, Projekte wie das Projekt „Kein Täter werden“ umzusetzen und darauf sehr viel Energie zu verwenden, um Kinder wirklich davor zu schützen, überhaupt Opfer zu werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist wichtig, dass Täter wissen, dass sie erwischt werden. Deshalb ist es wichtig, in die Strafverfolgung zu investieren, und deshalb werden da auch massiv Mittel investiert, sowohl personell als auch dahin gehend, dass elektronische Tools zur Verfügung gestellt werden, mit denen diese Taten ausgeforscht und die Täter verurteilt werden können. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Vorgeschriebene schriftliche Präventionskonzepte alleine führen dazu, dass es Papiertiger gibt, die in den Vereinen in Schubladen liegen, und man sagen kann: Ich habe ein Kinderschutzkonzept! – Das Gütesiegel, das nur in Zusammenarbeit mit Kinderschutzorganisationen verliehen werden kann und erworben werden kann, muss man sich erst verdienen, und dafür bedarf es einer wirklichen Auseinandersetzung damit, wie in der eigenen Organisation der Schutz der Kinder gewährleistet werden kann; und deshalb ist das eine so gute Lösung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Kinder leiden an den Folgen von sexueller Gewalt ihr Leben lang, und genau aus diesem Grunde ist es so, dass wir mit jeder Gewalttat, die wir verhindern, einem Kind sein ganzes Leben retten. Deshalb ist dieses Paket so wichtig. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Ottenschläger: Das ist unglaublich! – Ruf bei der ÖVP: Was?!
Abgeordneter Dr. Johannes Margreiter (NEOS): Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesminister:innen! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher hier im Haus und vor den Bildschirmen! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr mich diese Betroffenheitsshow, welche die Regierungsparteien jetzt abgezogen haben, ärgert (Abg. Ottenschläger: Das ist unglaublich! – Ruf bei der ÖVP: Was?!), und es ist wirklich nur eine Show. (Beifall bei NEOS und FPÖ. – Abg. Ottenschläger: Was ist denn das für eine Frechheit?!)
Beifall bei NEOS und FPÖ. – Abg. Ottenschläger: Was ist denn das für eine Frechheit?!
Abgeordneter Dr. Johannes Margreiter (NEOS): Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesminister:innen! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher hier im Haus und vor den Bildschirmen! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr mich diese Betroffenheitsshow, welche die Regierungsparteien jetzt abgezogen haben, ärgert (Abg. Ottenschläger: Das ist unglaublich! – Ruf bei der ÖVP: Was?!), und es ist wirklich nur eine Show. (Beifall bei NEOS und FPÖ. – Abg. Ottenschläger: Was ist denn das für eine Frechheit?!)
Rufe bei der ÖVP: Unverschämt! ... „Betroffenheitsshow“?! – Abg. Steinacker: Das ist unglaublich! – Abg. Ottenschläger: Das ist ja wirklich unglaublich! – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger. – Abg. Ottenschläger – sich von seinem Sitz erhebend –: Was soll denn das?! – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Amesbauer und Ottenschläger.
Und ich kann Ihnen nachweisen, warum es nur eine Show ist. (Rufe bei der ÖVP: Unverschämt! ... „Betroffenheitsshow“?! – Abg. Steinacker: Das ist unglaublich! – Abg. Ottenschläger: Das ist ja wirklich unglaublich! – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger. – Abg. Ottenschläger – sich von seinem Sitz erhebend –: Was soll denn das?! – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Amesbauer und Ottenschläger.)
Abg. Pfurtscheller: Du musst ja keinen Mandanten annehmen!
Ich liebe meinen Beruf als Rechtsanwalt, aber der hat auch Schattenseiten. So bleibt es uns als Anwälten nicht erspart, als Pflichtverteidiger mitunter Kinderschänder, Menschen, die sich Bilder und Videos von Kindesmissbrauch beschaffen und ansehen, zu verteidigen. Es ist schrecklich, es ist verstörend und es ist belastend, mit solchen Darstellungen konfrontiert zu werden (Abg. Pfurtscheller: Du musst ja keinen Mandanten annehmen!), wie Kinder grausam gequält werden, wie sie vergewaltigt werden, mitanzusehen, wie da Kinderseelen (Abg. Steinacker: Missbraucht!) für das ganze Leben demoliert werden. (Abg. Steinacker: Missbraucht werden! Bringt nicht einmal das Wort raus und behauptet ...! – Abg. Meinl-Reisinger: Entschuldigung, er hat „vergewaltigt“ gesagt! Was ist jetzt los bitte?! )
Abg. Steinacker: Missbraucht!
Ich liebe meinen Beruf als Rechtsanwalt, aber der hat auch Schattenseiten. So bleibt es uns als Anwälten nicht erspart, als Pflichtverteidiger mitunter Kinderschänder, Menschen, die sich Bilder und Videos von Kindesmissbrauch beschaffen und ansehen, zu verteidigen. Es ist schrecklich, es ist verstörend und es ist belastend, mit solchen Darstellungen konfrontiert zu werden (Abg. Pfurtscheller: Du musst ja keinen Mandanten annehmen!), wie Kinder grausam gequält werden, wie sie vergewaltigt werden, mitanzusehen, wie da Kinderseelen (Abg. Steinacker: Missbraucht!) für das ganze Leben demoliert werden. (Abg. Steinacker: Missbraucht werden! Bringt nicht einmal das Wort raus und behauptet ...! – Abg. Meinl-Reisinger: Entschuldigung, er hat „vergewaltigt“ gesagt! Was ist jetzt los bitte?! )
Abg. Steinacker: Missbraucht werden! Bringt nicht einmal das Wort raus und behauptet ...! – Abg. Meinl-Reisinger: Entschuldigung, er hat „vergewaltigt“ gesagt! Was ist jetzt los bitte?!
Ich liebe meinen Beruf als Rechtsanwalt, aber der hat auch Schattenseiten. So bleibt es uns als Anwälten nicht erspart, als Pflichtverteidiger mitunter Kinderschänder, Menschen, die sich Bilder und Videos von Kindesmissbrauch beschaffen und ansehen, zu verteidigen. Es ist schrecklich, es ist verstörend und es ist belastend, mit solchen Darstellungen konfrontiert zu werden (Abg. Pfurtscheller: Du musst ja keinen Mandanten annehmen!), wie Kinder grausam gequält werden, wie sie vergewaltigt werden, mitanzusehen, wie da Kinderseelen (Abg. Steinacker: Missbraucht!) für das ganze Leben demoliert werden. (Abg. Steinacker: Missbraucht werden! Bringt nicht einmal das Wort raus und behauptet ...! – Abg. Meinl-Reisinger: Entschuldigung, er hat „vergewaltigt“ gesagt! Was ist jetzt los bitte?! )
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Genau! Zum Beispiel: Betroffenheitsshow!
der Abg. Steinacker. – Abg. Haubner: Dürft nur ihr was sagen, oder was?!) Das, was zu Gericht gelangt, ist nur die Spitze des Eisberges, und alle diese Erfahrungen haben mich dazu bewogen, dass ich im Oktober 2020 diesen Entschließungsantrag eingebracht habe, der genau auf das abzielt, wofür Sie sich jetzt abfeiern lassen wollen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Genau! Zum Beispiel: Betroffenheitsshow!)
Abg. Wöginger: Ja tun wir eh!
Es geht genau darum, Kinderschutz auszubauen, es geht darum, Kindesmissbrauch zu vermeiden. (Abg. Wöginger: Ja tun wir eh!) Was ist mit diesem Antrag passiert? – Meine Damen und Herren Zuseherinnen und Zuseher, jetzt muss ich Ihnen erklären, wie das funktioniert: Jeder Abgeordnete hat die Möglichkeit, Anträge einzubringen, wenn sie von fünf Kolleginnen und Kollegen unterstützt sind. Diese Anträge werden dann in einem Ausschuss behandelt und, wenn sie von einer Oppositionspartei eingebracht werden, zu 99 Prozent vertagt.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Da steht dann ein Mandatar einer Regierungspartei auf, erklärt mit salbungsvollen Worten, dass das Anliegen des Antrages ja gut ist, dieser aber aus diesen und jenen Gründen vertagt wird, und genauso ist das auch mit meinem Antrag am 1. Dezember 2020, vor mehr als zwei Jahren, passiert. Passiert ist seither nichts. – Jetzt, da ein prominenter Fall auftaucht, jetzt kommt die Regierung plötzlich drauf: Da sollten wir etwas tun! – Das ist zwei Jahre zu spät, zwei Jahre und Tausende gequälte Kinderseelen zu spät! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Steinacker: Der Ministerratsantrag umfasst acht Seiten mit detaillierten Maßnahmen und nicht nur die Straferhöhungen! – Ruf bei der SPÖ: Ja, und? – Ruf: Und es ist auch kein Entschließungsantrag!
Einmal mehr – so wie nach dem Terroranschlag des 2.11.2020 – geht es nur um Aktionismus. Die Fantasie endet hauptsächlich bei höheren Strafen, wir wissen aber aus der Strafrechtswissenschaft, dass das keinerlei Präventivwirkung entfaltet. (Abg. Steinacker: Der Ministerratsantrag umfasst acht Seiten mit detaillierten Maßnahmen und nicht nur die Straferhöhungen! – Ruf bei der SPÖ: Ja, und? – Ruf: Und es ist auch kein Entschließungsantrag!) – Das ist ja gut so, aber warum ist das nicht schon zwei Jahre früher passiert? Warum hat jetzt ein prominenter Fall auftauchen müssen? (Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.
Einmal mehr – so wie nach dem Terroranschlag des 2.11.2020 – geht es nur um Aktionismus. Die Fantasie endet hauptsächlich bei höheren Strafen, wir wissen aber aus der Strafrechtswissenschaft, dass das keinerlei Präventivwirkung entfaltet. (Abg. Steinacker: Der Ministerratsantrag umfasst acht Seiten mit detaillierten Maßnahmen und nicht nur die Straferhöhungen! – Ruf bei der SPÖ: Ja, und? – Ruf: Und es ist auch kein Entschließungsantrag!) – Das ist ja gut so, aber warum ist das nicht schon zwei Jahre früher passiert? Warum hat jetzt ein prominenter Fall auftauchen müssen? (Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Steinacker: Tun wir auch nicht!
Es steht weder in den Zehn Geboten noch in der Bundesverfassung und auch nicht in der Geschäftsordnung des Nationalrates, dass Anträge der Opposition immer vertagt werden müssen! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Steinacker: Tun wir auch nicht!)
Abg. Prammer: Nein, das war ein Entschließungsantrag! – Abg. Greiner: Man hätte ja etwas daraus machen können, bitte schön! – Ruf: Na, haben wir ja, darum gibt es ja jetzt ...! – Abg. Greiner: Zwei Jahre später!
Warum haben Sie damals diesen Antrag nicht aufgenommen? Das ist genau das, was wir jetzt hätten: Wir hätten jetzt schon zwei Jahre lang diese Maßnahmen, die Sie jetzt - - (Abg. Prammer: Nein, das war ein Entschließungsantrag! – Abg. Greiner: Man hätte ja etwas daraus machen können, bitte schön! – Ruf: Na, haben wir ja, darum gibt es ja jetzt ...! – Abg. Greiner: Zwei Jahre später!) – Doch, das ist so! Er hätte niemals vertagt werden müssen. Es geht um den Schutz der Kinder, es geht um den Schutz der Kinderseelen. Das war Ihnen gleich; jetzt gibt es einen prominenten Fall, jetzt ist es plötzlich wichtig. (Abg. Steinacker: Das ist echt eine Unterstellung!)
Abg. Steinacker: Das ist echt eine Unterstellung!
Warum haben Sie damals diesen Antrag nicht aufgenommen? Das ist genau das, was wir jetzt hätten: Wir hätten jetzt schon zwei Jahre lang diese Maßnahmen, die Sie jetzt - - (Abg. Prammer: Nein, das war ein Entschließungsantrag! – Abg. Greiner: Man hätte ja etwas daraus machen können, bitte schön! – Ruf: Na, haben wir ja, darum gibt es ja jetzt ...! – Abg. Greiner: Zwei Jahre später!) – Doch, das ist so! Er hätte niemals vertagt werden müssen. Es geht um den Schutz der Kinder, es geht um den Schutz der Kinderseelen. Das war Ihnen gleich; jetzt gibt es einen prominenten Fall, jetzt ist es plötzlich wichtig. (Abg. Steinacker: Das ist echt eine Unterstellung!)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Ich richte daher jetzt zwei Forderungen an die Regierung und an die Regierungsmehrheit in diesem Haus. Erstens: Setzen Sie alle Präventivmaßnahmen mit höchster Priorität und sofort um! Das duldet keinen Aufschub. Zweitens: Verabschieden Sie sich endlich von diesem unseligen systematischen Vertagen von Anträgen der Opposition! – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: ... überhaupt nicht! Er zeigt genau an, was das Thema ist!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin, schön, dass Sie hier sind! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte heute eine einfache Frage stellen: Warum geben wir eigentlich diese Milliarden und Abermilliarden an Hilfszahlungen für die Energiekosten aus? – Die Antwort darauf ist eine, die wir, glaube ich, jetzt noch gemeinsam geben können: weil der Energiemarkt völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Der Energiemarkt funktioniert weder in Europa noch in Österreich. Der Markt hat vollkommen versagt. (Abg. Meinl-Reisinger: ... überhaupt nicht! Er zeigt genau an, was das Thema ist!)
Abg. Meinl-Reisinger: Nein, Entschuldigung! Es gibt einfach zu wenig Energie, und der Preis geht hinauf! Wo versagt da der Markt?
Die Frage ist: Was hat die Bundesregierung diese Situation betreffend gemacht? Sie sehen: Man sagt, der Markt habe versagt, und die NEOS regen sich auf. (Abg. Meinl-Reisinger: Nein, Entschuldigung! Es gibt einfach zu wenig Energie, und der Preis geht hinauf! Wo versagt da der Markt?) Das ist eine typische Reaktion dieser Partei.
Abg. Meinl-Reisinger: Entschuldigung, er gibt genau das richtige Signal! – Ruf: Also müssen wir noch mehr ...? – Abg. Meinl-Reisinger: Es ist so elend! Wir müssen etwas tun! Es ist doch so dumm, was Sie ..., so dumm! – Abg. Heinisch-Hosek: Blöd und dumm wollen wir nicht hören, Frau Kollegin!
Aber ich frage mich ja nicht, was die NEOS gemacht haben – die haben wie üblich nichts gemacht –, sondern ich frage mich: Was hat die Regierung gemacht? (Abg. Meinl-Reisinger: Entschuldigung, er gibt genau das richtige Signal! – Ruf: Also müssen wir noch mehr ...? – Abg. Meinl-Reisinger: Es ist so elend! Wir müssen etwas tun! Es ist doch so dumm, was Sie ..., so dumm! – Abg. Heinisch-Hosek: Blöd und dumm wollen wir nicht hören, Frau Kollegin!)
Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ja unfassbar! – Ruf bei der SPÖ: Marktschützerin! – Zwischenruf des Abg. Wöginger.
wäre, geschätzte Damen und Herren! (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ja unfassbar! – Ruf bei der SPÖ: Marktschützerin! – Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Das wäre die Lösung in dieser Frage gewesen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
wäre, geschätzte Damen und Herren! (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ja unfassbar! – Ruf bei der SPÖ: Marktschützerin! – Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Das wäre die Lösung in dieser Frage gewesen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: Wissen Sie, wovor wir Angst haben? Dass dank Ihrer Politik die Menschen ohne Energie da...!
An all diejenigen, die sich jetzt über die Idee von Markteingriffen alterieren, am meisten die NEOS – ich verstehe ideologisch, dass sie das tun (Abg. Meinl-Reisinger: Wissen Sie, wovor wir Angst haben? Dass dank Ihrer Politik die Menschen ohne Energie da...!) –: Es ist ein Unsinn, denn andere Länder haben gezeigt, dass es geht. (Abg. Loacker: Ideologisch könnte ...!) Spanien, Portugal, Frankreich, sie haben die Energiepreise längst reguliert – längst reguliert! –, und diese Länder, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, haben Inflationsraten in der Höhe von ungefähr der Hälfte von jener von Österreich. Daran könnte man sich ein Beispiel nehmen und nicht in blinder Ideologie gegen Markteingriffe sein. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Abg. Loacker: Ideologisch könnte ...!
An all diejenigen, die sich jetzt über die Idee von Markteingriffen alterieren, am meisten die NEOS – ich verstehe ideologisch, dass sie das tun (Abg. Meinl-Reisinger: Wissen Sie, wovor wir Angst haben? Dass dank Ihrer Politik die Menschen ohne Energie da...!) –: Es ist ein Unsinn, denn andere Länder haben gezeigt, dass es geht. (Abg. Loacker: Ideologisch könnte ...!) Spanien, Portugal, Frankreich, sie haben die Energiepreise längst reguliert – längst reguliert! –, und diese Länder, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, haben Inflationsraten in der Höhe von ungefähr der Hälfte von jener von Österreich. Daran könnte man sich ein Beispiel nehmen und nicht in blinder Ideologie gegen Markteingriffe sein. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
An all diejenigen, die sich jetzt über die Idee von Markteingriffen alterieren, am meisten die NEOS – ich verstehe ideologisch, dass sie das tun (Abg. Meinl-Reisinger: Wissen Sie, wovor wir Angst haben? Dass dank Ihrer Politik die Menschen ohne Energie da...!) –: Es ist ein Unsinn, denn andere Länder haben gezeigt, dass es geht. (Abg. Loacker: Ideologisch könnte ...!) Spanien, Portugal, Frankreich, sie haben die Energiepreise längst reguliert – längst reguliert! –, und diese Länder, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, haben Inflationsraten in der Höhe von ungefähr der Hälfte von jener von Österreich. Daran könnte man sich ein Beispiel nehmen und nicht in blinder Ideologie gegen Markteingriffe sein. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Abg. Meinl-Reisinger: Wer fordert denn seit Monaten, dass Meritorder geändert wird? Meritorder ist ja auch ein Marktdesign!
Da ergänzen sich plötzlich die NEOS und die ÖVP großartig. Das ist schön zu sehen, und es ist schön zu sehen, dass das hier auch einmal so wirklich offensichtlich wird, geschätzte Damen und Herren. (Abg. Meinl-Reisinger: Wer fordert denn seit Monaten, dass Meritorder geändert wird? Meritorder ist ja auch ein Marktdesign!)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt versuchen Sie, das mit einem Energiekostenzuschuss zu lösen – einem Energiekostenzuschuss, der im Grunde beschlossen ist, bei dem es aber keine Richtlinie gibt. Es ist davon auszugehen, dass die ersten Zuschüsse vielleicht im Sommer kommen. Nur: Was passiert bis dahin? – Denjenigen, die die Preise nicht anheben können, geht es schlecht, sie sind insolvenzgefährdet; diejenigen, die die Preise anheben können, werden die hohen Preise auch nach dem Zuschuss beibehalten. Das heißt, der Staat investiert in Unternehmergewinne, und ob das Sinn und Zweck der Sache ist, geschätzte Damen und Herren, möchte ich wirklich bezweifeln. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Eine Frage, die ich stellen möchte, lautet: Warum schauen Sie nicht nach Deutschland? – Deutschland hat durch den Gaspreisdeckel im Dezember die Inflation um 2 Prozent hinuntergedrückt – 2 Prozent auf einmal! Warum machen nicht auch wir hier einen solchen Gaspreisdeckel? – Damit wären viele Dinge gelöst. Damit könnten Sie endlich in Österreich erstmals die Inflation senken, und darauf warten die Menschen in diesem Land, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Steger.
Derzeit – dafür tragen Sie, Frau Bundesminister, aber nicht Sie allein, dafür trägt die gesamte Regierung, dafür tragen die Abgeordneten der Regierungsfraktionen die Verantwortung – sind die Spekulanten, die Konzerne und die Millionäre die Gewinner, und die Verlierer, das sind die Millionen Menschen, die in Österreich leben. (Zwischenrufe der Abgeordneten Amesbauer und Steger.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann Sie nur bitten, kann Sie nur ersuchen: Wir wollen in Österreich und in Europa eine Politik für die Millionen Menschen und nicht für die Millionärinnen und Millionäre – machen Sie das so! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Loacker: Wir haben uns selber drangehängt an die Gasleine!
uns an die Gasleine genommen (Abg. Loacker: Wir haben uns selber drangehängt an die Gasleine!), und die Politik hat über weite Strecken dabei zugeschaut und uns sehenden Auges auch in diese Abhängigkeit gebracht. (Abg. Meinl-Reisinger: ... den Ring der Leine selbst um den Hals gelegt!) Jetzt zahlen wir den Preis für diese Abhängigkeit. (Ruf: Für den Green Deal zahlen wir ...!)
Abg. Meinl-Reisinger: ... den Ring der Leine selbst um den Hals gelegt!
uns an die Gasleine genommen (Abg. Loacker: Wir haben uns selber drangehängt an die Gasleine!), und die Politik hat über weite Strecken dabei zugeschaut und uns sehenden Auges auch in diese Abhängigkeit gebracht. (Abg. Meinl-Reisinger: ... den Ring der Leine selbst um den Hals gelegt!) Jetzt zahlen wir den Preis für diese Abhängigkeit. (Ruf: Für den Green Deal zahlen wir ...!)
Ruf: Für den Green Deal zahlen wir ...!
uns an die Gasleine genommen (Abg. Loacker: Wir haben uns selber drangehängt an die Gasleine!), und die Politik hat über weite Strecken dabei zugeschaut und uns sehenden Auges auch in diese Abhängigkeit gebracht. (Abg. Meinl-Reisinger: ... den Ring der Leine selbst um den Hals gelegt!) Jetzt zahlen wir den Preis für diese Abhängigkeit. (Ruf: Für den Green Deal zahlen wir ...!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Warum gibt es diese Reihe von Verordnungen? – Um die Gasversorgung abzusichern, die Unsicherheit und damit die Preisausschläge auch bei einer geringen Liquidität der Märkte zu senken und durch einen gemeinsamen Gaseinkauf Kosten zu reduzieren. Das sind konkrete Maßnahmen, die wirken, und genau das machen wir! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
All diese Notverordnungen tragen dazu bei, dass die Preise an den Energiegroßmärkten bereits wieder gesunken sind. Das ist eine gute Entwicklung, und jetzt gilt es, gemeinsam dafür Sorge zu tragen, dass die niedrigeren Preise auch rasch bei den Konsumentinnen und Konsumenten ankommen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Stöger: Tun!
Wir sind noch lange nicht am Ziel. Es ist niemandem verständlich – wir haben es auch in diesem Haus mehrere Male diskutiert –, warum jemand, wenn er Strom aus 100 Prozent günstigen, erneuerbaren Energieträgern bezieht, wegen hoher Gaspreise jetzt einen viel höheren Strompreis hat. Das heißt, es muss gelingen, den Strompreis vom Preis der fossilen Energieträger abzukoppeln (Abg. Stöger: Tun!), gleichzeitig ein klares Investitionssignal für Erneuerbare zu schaffen. (Abg. Stöger: Frau Ministerin! Tun! Preisregeln!)
Abg. Stöger: Frau Ministerin! Tun! Preisregeln!
Wir sind noch lange nicht am Ziel. Es ist niemandem verständlich – wir haben es auch in diesem Haus mehrere Male diskutiert –, warum jemand, wenn er Strom aus 100 Prozent günstigen, erneuerbaren Energieträgern bezieht, wegen hoher Gaspreise jetzt einen viel höheren Strompreis hat. Das heißt, es muss gelingen, den Strompreis vom Preis der fossilen Energieträger abzukoppeln (Abg. Stöger: Tun!), gleichzeitig ein klares Investitionssignal für Erneuerbare zu schaffen. (Abg. Stöger: Frau Ministerin! Tun! Preisregeln!)
Abg. Stöger: Einfach tun!
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat angekündigt, dass das Strommarktdesign verändert wird. Das war eine Forderung, die wir, die ich auch in zahlreichen Reden eingebracht habe und die jetzt erfüllt wird. (Abg. Stöger: Einfach tun!) Es ist jetzt die Konsultation auf europäischer Ebene, sie läuft bis 13. Februar. Die Konsultation konzentriert sich genau auf diese Frage des Marktdesigns. Das Ergebnis dieser Konsultation wird dann ein Vorschlag der Kommission sein – auf europäischer Ebene hat nämlich die Kommission die Möglichkeit, einen Vorschlag vorzulegen –, der noch im ersten Quartal erwartet wird. Angekündigt ist er jetzt für Mitte März, und ich werde mich bei den Verhandlungen im Rat selbstverständlich weiter dafür einsetzen, dass
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
der Strommarkt stabile Rahmenbedingungen hat, die notwendigen Anreize für den Ausbau der Erneuerbaren setzt und dass es nicht weiter der Fall ist, dass die fossilen Energiepreise die erneuerbaren Energiepreise treiben, denn es ist ganz klar: Die Erneuerbaren sind unser Weg in die Zukunft und die günstigste Form, Energie zu erzeugen, die wir haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zum Abschluss lassen Sie mich daher auch hier wieder versichern: Ich werde auch dieses Jahr, also 2023, wieder auf den Räten der Energieministerinnen und -minister sein. Mir ist es wichtig, dass Österreich da mit starker Stimme Verbesserungen einfordert. Mir ist es wichtig, dass da etwas weitergeht, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen, und zwar unabhängig zu werden von fossilen Energieimporten und ein Strommarktdesign zu haben, das uns beim Ausbau der Erneuerbaren weiterbringt. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kucher – in Richtung ÖVP –: Wo du dabei warst! Wo du dabei warst!
Abgeordnete Tanja Graf (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauer! Kollege Leichtfried, im Gegensatz zu Herrn Gusenbauer von der SPÖ haben wir damals nicht den Boden des Roten Platzes in Moskau geküsst, sondern wir haben in der Zwischenzeit Maßnahmen getroffen, um eben das, was jetzt durch den Angriffskrieg passiert ist, einzudämmen. Wir haben die richtigen Maßnahmen getroffen, und das bestätigt auch „Focus Online“. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kucher – in Richtung ÖVP –: Wo du dabei warst! Wo du dabei warst!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
„Focus Online“ bestätigt, dass das Geschäft von Russland mit Erdgas und Erdöl, das seit 54 Jahren mit Europa besteht, zerstört worden ist. Indem wir eben gemeinsam mit Europa die richtigen Maßnahmen getroffen haben, haben wir dieses Geschäft zerstört, und es wird sich auch nicht mehr erholen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit der Abg. Steger.
Wir haben gezeigt und unser Bundeskanzler hat es auch schon mehrmals gesagt, dass es nur gemeinsam geht. Wir können nur gemeinsam an Lösungen arbeiten. Und eines ist schon klar, das sieht man in Europa: Die Maßnahmen, die wir getroffen haben, tragen eine rot-weiß-rote Handschrift. Wenn ich daran erinnern darf: Unser Bundeskanzler hat sich gemeinsam mit der Ministerin, mit unserem Team dafür eingesetzt, dass das Gasembargo, das die Mehrheit der Mitgliedstaaten gefordert hat, nicht gekommen ist, weil das in Österreich massive Auswirkungen gehabt hätte, die wir nicht tragen konnten. (Heiterkeit der Abg. Steger.)
Abg. Steger: ... Orbán eine Scheibe abschneiden!
Österreich steht Seite an Seite mit der Europäischen Union. (Abg. Steger: ... Orbán eine Scheibe abschneiden!) Die Frau Ministerin hat es auch schon gesagt, es sind drei zentrale Punkte, die im Mittelpunkt stehen sollten:
Zwischenruf bei der SPÖ.
Das ist zum Ersten einmal die Abhängigkeit von russischem Gas. Diese haben wir in Österreich von 80 Prozent auf 20 Prozent reduzieren können. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Europa hat das zusätzlich gemacht. Wir haben hier also die richtigen Maßnahmen getroffen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Durch die gemeinsame Gaseinspeicherung in der Europäischen Union haben wir den Winter abgesichert. Wenn ich daran erinnern darf: Im März wurden dahin gehend von der Europäischen Union Pläne gemacht. Wir haben es sogar geschafft, bis zum Herbst 90 Prozent unserer Gasspeicher vollzubekommen, und diese sind, obwohl es im Dezember und Jänner einen Verbrauch gab, noch immer zu 80 Prozent gefüllt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Steger.
Wichtig ist da in Richtung Europa, dass unsere Solidaritätsabkommen auch abgeschlossen werden. Die Ministerin hat es bereits erwähnt: Im Dezember wurden Solidaritätsabkommen abgeschlossen, und die sind ganz wichtig für uns. (Zwischenruf der Abg. Steger.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Rauch.
Abgeordnete Tanja Graf (fortsetzend): Wie unser Bundeskanzler Nehammer schon gesagt hat: „Aus den Schwächen sind wir aufgefordert, Stärken zu entwickeln“. Das machen wir gerade, denn aus jeder Krise ergibt sich auch eine Chance, die wir nutzen sollten. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich weiß schon, zu dem, was ich sagen werde, sagen jetzt einige, das ist radikal, aber: Energie ist ein Grundbedürfnis von uns allen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Tanja Graf.
Sie muss verlässlich zur Verfügung stehen, sie muss solidarisch geteilt werden, und deshalb muss sie vor allem leistbar sein und sollte nicht das Geschäftsmodell von anderen sein, die sich jetzt mit horrenden Energiepreisen die Taschen vollstopfen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Tanja Graf.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Das sollte nicht passieren, denn was wirklich radikal ist, sind ja die Ergebnisse (Zwischenruf des Abg. Hörl), die aus dem, was sich hier abspielt, folgen; auch an sozialen Dramen, mitten in Österreich, einem der reichsten Länder dieser Welt: Wenn die Gasvorschreibung einer Pensionistin in Oberösterreich plötzlich pro Monat nicht mehr 171 Euro beträgt, sondern 937 Euro! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Bitte, was kann man sich da aufregen? – Das ist die Situation, die sich tagtäglich abspielt. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Weidinger und Deimek.) Das ist keine Verdoppelung, das ist keine Verdreifachung, das ist eine Vervierfachung der Gasvorschreibung! Wie soll die Pensionistin das bezahlen? (Zwischenruf des Abg. Weidinger.) – Ich sage es Ihnen, da brauchen Sie nicht rauszurufen: wenn wir endlich den Vorschlag der SPÖ für einen Gaspreisdeckel beschließen. Das wäre notwendig, die Preise müssen runter! (Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.
Das sollte nicht passieren, denn was wirklich radikal ist, sind ja die Ergebnisse (Zwischenruf des Abg. Hörl), die aus dem, was sich hier abspielt, folgen; auch an sozialen Dramen, mitten in Österreich, einem der reichsten Länder dieser Welt: Wenn die Gasvorschreibung einer Pensionistin in Oberösterreich plötzlich pro Monat nicht mehr 171 Euro beträgt, sondern 937 Euro! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Bitte, was kann man sich da aufregen? – Das ist die Situation, die sich tagtäglich abspielt. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Weidinger und Deimek.) Das ist keine Verdoppelung, das ist keine Verdreifachung, das ist eine Vervierfachung der Gasvorschreibung! Wie soll die Pensionistin das bezahlen? (Zwischenruf des Abg. Weidinger.) – Ich sage es Ihnen, da brauchen Sie nicht rauszurufen: wenn wir endlich den Vorschlag der SPÖ für einen Gaspreisdeckel beschließen. Das wäre notwendig, die Preise müssen runter! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Weidinger und Deimek.
Das sollte nicht passieren, denn was wirklich radikal ist, sind ja die Ergebnisse (Zwischenruf des Abg. Hörl), die aus dem, was sich hier abspielt, folgen; auch an sozialen Dramen, mitten in Österreich, einem der reichsten Länder dieser Welt: Wenn die Gasvorschreibung einer Pensionistin in Oberösterreich plötzlich pro Monat nicht mehr 171 Euro beträgt, sondern 937 Euro! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Bitte, was kann man sich da aufregen? – Das ist die Situation, die sich tagtäglich abspielt. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Weidinger und Deimek.) Das ist keine Verdoppelung, das ist keine Verdreifachung, das ist eine Vervierfachung der Gasvorschreibung! Wie soll die Pensionistin das bezahlen? (Zwischenruf des Abg. Weidinger.) – Ich sage es Ihnen, da brauchen Sie nicht rauszurufen: wenn wir endlich den Vorschlag der SPÖ für einen Gaspreisdeckel beschließen. Das wäre notwendig, die Preise müssen runter! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Weidinger.
Das sollte nicht passieren, denn was wirklich radikal ist, sind ja die Ergebnisse (Zwischenruf des Abg. Hörl), die aus dem, was sich hier abspielt, folgen; auch an sozialen Dramen, mitten in Österreich, einem der reichsten Länder dieser Welt: Wenn die Gasvorschreibung einer Pensionistin in Oberösterreich plötzlich pro Monat nicht mehr 171 Euro beträgt, sondern 937 Euro! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Bitte, was kann man sich da aufregen? – Das ist die Situation, die sich tagtäglich abspielt. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Weidinger und Deimek.) Das ist keine Verdoppelung, das ist keine Verdreifachung, das ist eine Vervierfachung der Gasvorschreibung! Wie soll die Pensionistin das bezahlen? (Zwischenruf des Abg. Weidinger.) – Ich sage es Ihnen, da brauchen Sie nicht rauszurufen: wenn wir endlich den Vorschlag der SPÖ für einen Gaspreisdeckel beschließen. Das wäre notwendig, die Preise müssen runter! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das sollte nicht passieren, denn was wirklich radikal ist, sind ja die Ergebnisse (Zwischenruf des Abg. Hörl), die aus dem, was sich hier abspielt, folgen; auch an sozialen Dramen, mitten in Österreich, einem der reichsten Länder dieser Welt: Wenn die Gasvorschreibung einer Pensionistin in Oberösterreich plötzlich pro Monat nicht mehr 171 Euro beträgt, sondern 937 Euro! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.) – Bitte, was kann man sich da aufregen? – Das ist die Situation, die sich tagtäglich abspielt. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Weidinger und Deimek.) Das ist keine Verdoppelung, das ist keine Verdreifachung, das ist eine Vervierfachung der Gasvorschreibung! Wie soll die Pensionistin das bezahlen? (Zwischenruf des Abg. Weidinger.) – Ich sage es Ihnen, da brauchen Sie nicht rauszurufen: wenn wir endlich den Vorschlag der SPÖ für einen Gaspreisdeckel beschließen. Das wäre notwendig, die Preise müssen runter! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lukas Hammer: ... geht um Klimaschutz!
Ich sage Ihnen noch etwas, denn es geht ja nicht nur um das Gas. (Abg. Lukas Hammer: ... geht um Klimaschutz!) Die Zahlen der Statistik Austria, wenn man die Jahre 2021 und 2022 vergleicht, zeigen: Gas – plus 80 Prozent, Heizöl – plus 90 Prozent, Fernwärme – plus 30 Prozent, Strom – plus 11 Prozent. Diese Energiepreise heizen die Inflation unglaublich an, und es trifft zumindest in Österreich uns alle. (Abg. Hörl: ... war das in Wien?)
Abg. Hörl: ... war das in Wien?
Ich sage Ihnen noch etwas, denn es geht ja nicht nur um das Gas. (Abg. Lukas Hammer: ... geht um Klimaschutz!) Die Zahlen der Statistik Austria, wenn man die Jahre 2021 und 2022 vergleicht, zeigen: Gas – plus 80 Prozent, Heizöl – plus 90 Prozent, Fernwärme – plus 30 Prozent, Strom – plus 11 Prozent. Diese Energiepreise heizen die Inflation unglaublich an, und es trifft zumindest in Österreich uns alle. (Abg. Hörl: ... war das in Wien?)
Abg. Wurm: Schweiz!
Wir sind aber jetzt in der Aktuellen Europastunde und da lohnt sich auch ein Blick zu unseren EU-Nachbarn und wie es dort mit der Inflation ausschaut: Spanien, Portugal, Frankreich (Abg. Wurm: Schweiz!) – dort wurden die Energiepreise reguliert (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer) und im Ergebnis – schau an, schau an! – haben diese Länder heute niedrigere Inflationsraten. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Es wäre also doch etwas möglich gewesen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer
Wir sind aber jetzt in der Aktuellen Europastunde und da lohnt sich auch ein Blick zu unseren EU-Nachbarn und wie es dort mit der Inflation ausschaut: Spanien, Portugal, Frankreich (Abg. Wurm: Schweiz!) – dort wurden die Energiepreise reguliert (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer) und im Ergebnis – schau an, schau an! – haben diese Länder heute niedrigere Inflationsraten. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Es wäre also doch etwas möglich gewesen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Steger.
Wir sind aber jetzt in der Aktuellen Europastunde und da lohnt sich auch ein Blick zu unseren EU-Nachbarn und wie es dort mit der Inflation ausschaut: Spanien, Portugal, Frankreich (Abg. Wurm: Schweiz!) – dort wurden die Energiepreise reguliert (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer) und im Ergebnis – schau an, schau an! – haben diese Länder heute niedrigere Inflationsraten. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Es wäre also doch etwas möglich gewesen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sind aber jetzt in der Aktuellen Europastunde und da lohnt sich auch ein Blick zu unseren EU-Nachbarn und wie es dort mit der Inflation ausschaut: Spanien, Portugal, Frankreich (Abg. Wurm: Schweiz!) – dort wurden die Energiepreise reguliert (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer) und im Ergebnis – schau an, schau an! – haben diese Länder heute niedrigere Inflationsraten. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Es wäre also doch etwas möglich gewesen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Bundesregierung wollte aber nicht. Die ÖVP ohnehin nicht, und auch die Grünen, auch Sie, Frau Ministerin, haben am Anfang dieser Krise erklärt: Wir sehen keinen Bedarf, jetzt in den Markt einzugreifen. Da haben Sie klar bewiesen, auf wessen Seite Sie stehen. Es wäre nämlich die Aufgabe der Bundesregierung gewesen, sich auf europäischer Ebene nicht für die freien Märkte und für die Heiligkeit der Marktordnung einzusetzen, sondern sich auf die Seite der Menschen in Österreich zu stellen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schwarz.
Anders ist es nämlich nicht zu erklären, dass die österreichische Regierung drei Mal – drei Mal!; Kollege Leichtfried hat es schon ausgeführt – eine Änderung des Meritordersystems blockiert hat. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.) – Ja, Sie haben sich heute dafür ausgesprochen, aber monatelang hat sich die österreichische Bundesregierung quergestellt.
Beifall bei der SPÖ.
Auch die Abschöpfung der Übergewinne betreffend, die jetzt so positiv angeführt worden ist: Da ist man in Österreich auch erst tätig geworden, als ein Vorschlag vonseiten der EU gekommen ist, und das auch nur so weit, dass es ja nicht zu allzu großen Abschöpfungen kommt. Wir haben einen Vorschlag auf den Tisch gelegt, wonach man 6 bis 8 Milliarden Euro hätte abschöpfen können. Wie viel schöpfen Sie jetzt ab? – 1 bis 2 Milliarden Euro. Da haben die Korken geknallt an dem Tag, als Sie Ihr Paket vorgelegt haben. Die Energiekonzerne können sich freuen: Den Großteil der Gewinne behalten sie ein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Punkt ist: Es geht ja jetzt weiter mit der Spekulation. Ja, die EU hat einen ersten richtigen Schritt gesetzt, es gibt jetzt einen Höchstpreis für Gas, der auf europäischem Boden gehandelt werden kann, aber dieser Höchstpreis liegt wieder um ein Vielfaches über dem Marktpreis, und somit wird sozusagen weiterhin gewettet werden, was den Gaspreis betrifft. Und ja, das treibt die Preise in die Höhe. Und ja, wir wollen das nicht akzeptieren, dass auf Kosten der Menschen, die jetzt unter der Preisexplosion leiden, einige wenige das große Geld machen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es braucht eine Umverteilung im Sinne der Bevölkerung. Wir müssen das Problem an der Wurzel packen. Was braucht es dafür? – Eine Regulierung der Gas- und Strompreise. Das bisherige System ist gescheitert. Die Liberalisierung des Energiemarktes war ein Fehler, die Privatisierung des Energiemarktes war ein Fehler. (Beifall bei der SPÖ.) Es braucht ein Ende der Spekulation, es braucht endlich eine Finanztransaktionssteuer. Verhindern Sie diese nicht länger, liebe ÖVP! Es geht um Grundbedürfnisse von uns allen, die müssen gedeckt sein und die sind nicht für die Profitmaximierung von anderen da. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Da schaut er, der Hörl!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Da schaut er, der Hörl!
Es braucht eine Umverteilung im Sinne der Bevölkerung. Wir müssen das Problem an der Wurzel packen. Was braucht es dafür? – Eine Regulierung der Gas- und Strompreise. Das bisherige System ist gescheitert. Die Liberalisierung des Energiemarktes war ein Fehler, die Privatisierung des Energiemarktes war ein Fehler. (Beifall bei der SPÖ.) Es braucht ein Ende der Spekulation, es braucht endlich eine Finanztransaktionssteuer. Verhindern Sie diese nicht länger, liebe ÖVP! Es geht um Grundbedürfnisse von uns allen, die müssen gedeckt sein und die sind nicht für die Profitmaximierung von anderen da. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Da schaut er, der Hörl!)
Beifall bei der FPÖ.
werte SPÖ, und Sie zu fragen, ob Sie wirklich ernsthaft glauben, dass Ihnen das in Österreich noch irgendjemand abkauft. Glauben Sie, es glaubt Ihnen noch irgendjemand? Ich kann es Ihnen beantworten: Nein, es glaubt Ihnen schlicht und ergreifend kein Mensch mehr! Sie machen in Sachen Glaubwürdigkeit mittlerweile der schlechtesten Bundesregierung aller Zeiten Konkurrenz, und das will etwas heißen, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie können sich gar nicht vorstellen, wie viele Nachrichten, E-Mails, ja sogar Briefe ich in den letzten Monaten von Menschen bekommen habe, vor allem aber von Wienerinnen und Wienern, die sich das Leben nicht mehr leisten können, das Heizen, den Strom oder die Mieten, und denen es mittlerweile furchtbar sauer aufstoßt, dass Sie ständig versuchen, sich als Kämpfer gegen die Teuerung aufzuspielen, während Sie in Wahrheit in den letzten Jahren bei den wesentlichen Inflationstreibern überall mit dabei waren. Sei es bei der Coronalockdownpolitik, bei den EU-Schulden und bei der Geldpolitik, beim Klimafanatismus oder auch bei den Russlandsanktionen, Sie sind seit Jahren bei all diesen Themen auf der Kriechspur der ÖVP und der Europäischen Union, gemeinsam mit allen anderen Parteien in diesem Haus, während die FPÖ die einzige Partei ist, die das alles aufzeigt und konsequent ablehnt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hörl: Hört, hört!
Doch am unglaubwürdigsten sind Sie tatsächlich bei den Energiekosten. Fernwärme: Erhöhung um 92 Prozent. Wien hat laut Energiepreisindex mittlerweile die höchsten Energiekosten, die höchsten Gaspreise in ganz Europa. Wien hat doppelt so hohe Energiekosten wie das kapitalistische London oder Paris. Ein Wiener zahlt zwölf Mal mehr für Gas als etwa ein Kunde in Budapest. (Abg. Hörl: Hört, hört!) Ist das Ihre Form der Sozialpolitik? Erklären Sie das einmal, werte SPÖ! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Doch am unglaubwürdigsten sind Sie tatsächlich bei den Energiekosten. Fernwärme: Erhöhung um 92 Prozent. Wien hat laut Energiepreisindex mittlerweile die höchsten Energiekosten, die höchsten Gaspreise in ganz Europa. Wien hat doppelt so hohe Energiekosten wie das kapitalistische London oder Paris. Ein Wiener zahlt zwölf Mal mehr für Gas als etwa ein Kunde in Budapest. (Abg. Hörl: Hört, hört!) Ist das Ihre Form der Sozialpolitik? Erklären Sie das einmal, werte SPÖ! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen, das können Sie nicht erklären. Das können Sie auch nicht einfach wegreden, da hält der Anspruch mit der Wirklichkeit der Tat nicht mit. Genau deswegen sind Sie beim Thema Teuerung auch so unglaubwürdig und genau deswegen haben Sie auch bei der vergangenen Wahl in Niederösterreich dieses Minus abkassiert. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, wenn es Ihnen aber mit der Entlastung der Österreicherinnen und Österreicher wirklich ernst sein sollte, müssten Sie vor allem eines machen: Sie müssten endlich für ein Ende dieser Sanktionspolitik sein. Man kann nicht für niedrige Energiepreise sein und gleichzeitig die Sanktionen unterstützen. Das geht sich schlicht und ergreifend nicht aus. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: Die war gut! – Abg. Steger: Können Sie nicht!
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ja, bei dem Titel dieser Aussprache „Schluss mit der Spekulation [...]“ vonseiten der SPÖ wäre es natürlich verlockend gewesen, so eine Rede wie Kollegin Steger zu halten (Abg. Wurm: Die war gut! – Abg. Steger: Können Sie nicht!), aber ich glaube, dieses Thema ist zu ernst, als dass wir das jetzt mit so parteipolitischem Geplänkel hier abhandeln sollten. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kassegger: Das ist jetzt aber sehr sachlich! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kassegger: Das ist jetzt aber sehr sachlich! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ja, bei dem Titel dieser Aussprache „Schluss mit der Spekulation [...]“ vonseiten der SPÖ wäre es natürlich verlockend gewesen, so eine Rede wie Kollegin Steger zu halten (Abg. Wurm: Die war gut! – Abg. Steger: Können Sie nicht!), aber ich glaube, dieses Thema ist zu ernst, als dass wir das jetzt mit so parteipolitischem Geplänkel hier abhandeln sollten. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kassegger: Das ist jetzt aber sehr sachlich! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Stöger: Na geh!
Kollege Leichtfried, du sagst, der Markt hat versagt, und fragst, warum wir überhaupt so viel eingreifen müssen. – Beim Gas hat der Markt nicht versagt. (Abg. Stöger: Na geh!) Das ist kein Marktversagen, der Preis ist Ausdruck
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
einer Knappheit. Wir sind von einem Energieträger abhängig, den wir nicht selbst haben. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.) Wir haben das immer wieder kritisiert, dass das eine Gefahr bedeutet, weil wir von den Launen von Diktatoren abhängig sind, weil wir von einem Energieträger abhängig sind, den wir nicht selbst haben und der noch dazu endlich ist, das heißt, per definitionem immer weniger wird. Wir haben davor immer gewarnt. Euch war das immer egal, ihr habt das immer weggenickt, Hauptsache, es ist alles billig. Und wir ziehen jetzt euren Karren aus dem Dreck. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Stöger: Na geh!)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Stöger: Na geh!
einer Knappheit. Wir sind von einem Energieträger abhängig, den wir nicht selbst haben. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.) Wir haben das immer wieder kritisiert, dass das eine Gefahr bedeutet, weil wir von den Launen von Diktatoren abhängig sind, weil wir von einem Energieträger abhängig sind, den wir nicht selbst haben und der noch dazu endlich ist, das heißt, per definitionem immer weniger wird. Wir haben davor immer gewarnt. Euch war das immer egal, ihr habt das immer weggenickt, Hauptsache, es ist alles billig. Und wir ziehen jetzt euren Karren aus dem Dreck. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Stöger: Na geh!)
Abg. Stöger: „Populistisch“?!
Was mich wundert, ist, wie populistisch vonseiten der Sozialdemokratie dieses energiepolitische Thema geführt wird. (Abg. Stöger: „Populistisch“?!) – Ja, populistisch. Ihr tut so, als ob die hohen Gaspreise nichts mit dem Krieg zu tun hätten, das sei die Unfähigkeit einer Regierung. Jede Maßnahme der Bundesregierung, egal ob zur Abfederung der Teuerung oder zur Reformierung eines europäischen Strommarktdesigns, wird einfach negiert. Ihr haut in populistischer Art und Weise drauf, die euch aber nichts bringt. Ihr bereitet den Boden für diese Fraktion, für die FPÖ, vor; ihr habt das am vergangenen Sonntag gesehen. Euch bringt das nichts. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was mich wundert, ist, wie populistisch vonseiten der Sozialdemokratie dieses energiepolitische Thema geführt wird. (Abg. Stöger: „Populistisch“?!) – Ja, populistisch. Ihr tut so, als ob die hohen Gaspreise nichts mit dem Krieg zu tun hätten, das sei die Unfähigkeit einer Regierung. Jede Maßnahme der Bundesregierung, egal ob zur Abfederung der Teuerung oder zur Reformierung eines europäischen Strommarktdesigns, wird einfach negiert. Ihr haut in populistischer Art und Weise drauf, die euch aber nichts bringt. Ihr bereitet den Boden für diese Fraktion, für die FPÖ, vor; ihr habt das am vergangenen Sonntag gesehen. Euch bringt das nichts. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Aber lassen Sie mich vielleicht noch ein paar Gedanken ausführen, weil es ja um ein leistbares Energiesystem geht. Was heißt denn: ein leistbares Energiesystem der Zukunft? (Zwischenruf bei der FPÖ.) Aus meiner Sicht basiert das Energiesystem der Vergangenheit – ich habe es schon erwähnt – in ganz Europa auf vergleichsweise billigem Öl und Gas, das wir fast ausschließlich aus dem Ausland zukaufen müssen, und wir alle können uns dieses alte Energiesystem schon lange nicht mehr leisten. (Abg. Belakowitsch: Das alte haben wir uns schon leisten können, Herr Kollege!) Es bläst jährlich Milliarden Tonnen CO2 in die Luft, verursacht Milliarden Euro an Folgekosten. (Abg. Belakowitsch: Das
Abg. Belakowitsch: Das alte haben wir uns schon leisten können, Herr Kollege!
Aber lassen Sie mich vielleicht noch ein paar Gedanken ausführen, weil es ja um ein leistbares Energiesystem geht. Was heißt denn: ein leistbares Energiesystem der Zukunft? (Zwischenruf bei der FPÖ.) Aus meiner Sicht basiert das Energiesystem der Vergangenheit – ich habe es schon erwähnt – in ganz Europa auf vergleichsweise billigem Öl und Gas, das wir fast ausschließlich aus dem Ausland zukaufen müssen, und wir alle können uns dieses alte Energiesystem schon lange nicht mehr leisten. (Abg. Belakowitsch: Das alte haben wir uns schon leisten können, Herr Kollege!) Es bläst jährlich Milliarden Tonnen CO2 in die Luft, verursacht Milliarden Euro an Folgekosten. (Abg. Belakowitsch: Das
Beifall bei den Grünen.
alte haben wir uns schon leisten können, das, was Sie ..., ist unbezahlbar!) Dieses Energiesystem bringt uns direkt in eine Klimahölle. Ja, ich weiß, dass Sie diese leugnen, aber es bringt uns in eine Zukunft, die wir nicht erleben wollen. (Beifall bei den Grünen.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Wir können uns aber auch gleichzeitig die aktuelle Situation nicht leisten, weil Gas, aber auch Strom derart teuer und somit eine unglaubliche Belastung für Haushalte und auch Betriebe sind. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Kassegger: Wessen Geld ist das denn? Ist das Ihr Geld, Herr Kollege?
Was wir in Österreich und auch in ganz Europa dafür tun: Wir haben uns dafür entschieden, sehr viel Geld in die Hand zu nehmen, um Haushalten und auch Betrieben zu helfen. (Abg. Kassegger: Wessen Geld ist das denn? Ist das Ihr Geld, Herr Kollege?) Wir haben eine Strompreisbremse eingeführt, wir haben einen Energiekostenzuschuss für Unternehmen eingeführt und so weiter. Wir können tatsächlich viele der Effekte abfedern, aber nicht alle. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Was wir in Österreich und auch in ganz Europa dafür tun: Wir haben uns dafür entschieden, sehr viel Geld in die Hand zu nehmen, um Haushalten und auch Betrieben zu helfen. (Abg. Kassegger: Wessen Geld ist das denn? Ist das Ihr Geld, Herr Kollege?) Wir haben eine Strompreisbremse eingeführt, wir haben einen Energiekostenzuschuss für Unternehmen eingeführt und so weiter. Wir können tatsächlich viele der Effekte abfedern, aber nicht alle. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei den Grünen.
Kollege Kassegger! Du hast vollkommen recht: Das ist Steuergeld, und wir können uns das auf Dauer nicht leisten. Ich glaube, wir sind uns alle darüber einig, dass wir das Problem bei der Wurzel packen müssen. Vielleicht sind wir uns aber nicht einig darüber, was die Wurzel ist. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Also soll es teurer werden?!
Bei einem leistbaren Energiesystem der Zukunft geht es nicht darum –und nun schaue ich wieder zur SPÖ –, Öl und Gas weiterhin so billig haben zu wollen, wie ihr das wollt, mit einem Gaspreisdeckel irgendwo bei 50 Euro. (Abg. Belakowitsch: Also soll es teurer werden?!) Darum geht es nicht. Wir können es uns auch nicht weiter leisten, derart verschwenderisch mit Energie umzugehen. (Abg. Belakowitsch: Also wird es teurer?! –Zwischenruf des Abg. Wurm.) Es kann, darf und wird auch kein Zurück in dieses alte, teure Energiesystem geben. Wir brauchen mehr Energieeffizienz und vor allem einen Umstieg auf Erneuerbare. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Steger: Was heizen Sie?) Dieser Umstieg ist keine Schocktherapie, es geht um einen gerechten Übergang, bei dem wir niemanden zurücklassen. Deswegen haben wir auch sehr viele
Abg. Belakowitsch: Also wird es teurer?! –Zwischenruf des Abg. Wurm.
Bei einem leistbaren Energiesystem der Zukunft geht es nicht darum –und nun schaue ich wieder zur SPÖ –, Öl und Gas weiterhin so billig haben zu wollen, wie ihr das wollt, mit einem Gaspreisdeckel irgendwo bei 50 Euro. (Abg. Belakowitsch: Also soll es teurer werden?!) Darum geht es nicht. Wir können es uns auch nicht weiter leisten, derart verschwenderisch mit Energie umzugehen. (Abg. Belakowitsch: Also wird es teurer?! –Zwischenruf des Abg. Wurm.) Es kann, darf und wird auch kein Zurück in dieses alte, teure Energiesystem geben. Wir brauchen mehr Energieeffizienz und vor allem einen Umstieg auf Erneuerbare. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Steger: Was heizen Sie?) Dieser Umstieg ist keine Schocktherapie, es geht um einen gerechten Übergang, bei dem wir niemanden zurücklassen. Deswegen haben wir auch sehr viele
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Steger: Was heizen Sie?
Bei einem leistbaren Energiesystem der Zukunft geht es nicht darum –und nun schaue ich wieder zur SPÖ –, Öl und Gas weiterhin so billig haben zu wollen, wie ihr das wollt, mit einem Gaspreisdeckel irgendwo bei 50 Euro. (Abg. Belakowitsch: Also soll es teurer werden?!) Darum geht es nicht. Wir können es uns auch nicht weiter leisten, derart verschwenderisch mit Energie umzugehen. (Abg. Belakowitsch: Also wird es teurer?! –Zwischenruf des Abg. Wurm.) Es kann, darf und wird auch kein Zurück in dieses alte, teure Energiesystem geben. Wir brauchen mehr Energieeffizienz und vor allem einen Umstieg auf Erneuerbare. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Steger: Was heizen Sie?) Dieser Umstieg ist keine Schocktherapie, es geht um einen gerechten Übergang, bei dem wir niemanden zurücklassen. Deswegen haben wir auch sehr viele
Abg. Steger: Aber es wird teurer und ist nicht mehr wettbewerbsfähig!
Unterstützungsmaßnahmen. (Abg. Steger: Aber es wird teurer und ist nicht mehr wettbewerbsfähig!)
Zwischenruf des Abg. Wurm.
Wir hören in diesem Hohen Haus aber auch immer wieder die Zweifler, die Bremser und die Blockierer, diejenigen, die sagen, dass das alles nicht geht, und die die Klimaschützer kritisieren und sich selbst an uralten fossilen Positionen festkleben, um die Profite von Energiekonzernen und Gasoligarchen zu schützen. (Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: Der erste Teil der Rede wäre eines Loacker würdig gewesen!
Ich sage Ihnen: Eine andere, eine leistbare und eine klimafreundliche Energiezukunft ist möglich, und sie hat bereits begonnen. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: Der erste Teil der Rede wäre eines Loacker würdig gewesen! )
Abg. Leichtfried: Das hätte ich vermutet!
Die österreichische Bundesregierung befindet sich meines Erachtens seit Kriegsbeginn in einer Mischung aus Schockstarre, Widersprüchen, Beruhigungsrhetorik und Untätigkeit. Das betrifft ganz viele Bereiche, zum Beispiel auch die Verteidigung und die Sicherheitspolitik. (Abg. Leichtfried: Das hätte ich vermutet!)
Abg. Leichtfried: Das war nicht unser Antrag!
denn der Markt? – Wir haben zu wenig Energie, es gibt zu wenig Gas. Die Signale funktionieren schon. Es ist so teuer, weil nichts da ist. Es ist Aufgabe der Mitgliedstaaten, die Kosten zu subventionieren. Man muss sich aber nur einmal vor Augen führen, was denn passiert wäre, wenn diese Fantasien der SPÖ wahr geworden wären. Sagen wir einmal: Die SPÖ hätte sich ein europäisches Gesetz gewünscht, in dem festgeschrieben wird: Wir zahlen nur mehr so und so viel Geld für das Gas. Wenn man sich so durchgesetzt hätte: Was haben wir dann? – Licht aus in Europa! (Abg. Leichtfried: Das war nicht unser Antrag!) Das ist nämlich die Politik der SPÖ: Licht aus für den ganzen Kontinent! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Leichtfried: Das ist nicht unsere Idee!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Leichtfried: Das ist nicht unsere Idee!
denn der Markt? – Wir haben zu wenig Energie, es gibt zu wenig Gas. Die Signale funktionieren schon. Es ist so teuer, weil nichts da ist. Es ist Aufgabe der Mitgliedstaaten, die Kosten zu subventionieren. Man muss sich aber nur einmal vor Augen führen, was denn passiert wäre, wenn diese Fantasien der SPÖ wahr geworden wären. Sagen wir einmal: Die SPÖ hätte sich ein europäisches Gesetz gewünscht, in dem festgeschrieben wird: Wir zahlen nur mehr so und so viel Geld für das Gas. Wenn man sich so durchgesetzt hätte: Was haben wir dann? – Licht aus in Europa! (Abg. Leichtfried: Das war nicht unser Antrag!) Das ist nämlich die Politik der SPÖ: Licht aus für den ganzen Kontinent! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Leichtfried: Das ist nicht unsere Idee!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Steger: Die Inflation gab es schon vor dem Krieg!
Zur Kollegin Steger: Wenn Sie irgendjemanden für die hohen Preise verantwortlich machen wollen, dann melden Sie sich doch bitte beim richtigen Adressaten: Wladimir Putin ist nämlich dafür verantwortlich, dass Europa unter diesen hohen Preisen leidet. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Steger: Die Inflation gab es schon vor dem Krieg!)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Das, was Sie hier vorschlagen, ist das, was wir immer schon von der FPÖ gehört haben: Wenn wir uns nur genug anbiedern, dann wird er schon mit dem Preis runtergehen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Das ist nicht die Strategie, die ein selbstbestimmtes, freiheitsliebendes Europa umsetzen sollte. In diesem Sinne betreiben wir nämlich unsere Energiepolitik. (Abg. Steger: Und wie erklären Sie sich die Steigerung der Energiepreise vor dem Krieg?)
Abg. Steger: Und wie erklären Sie sich die Steigerung der Energiepreise vor dem Krieg?
Das, was Sie hier vorschlagen, ist das, was wir immer schon von der FPÖ gehört haben: Wenn wir uns nur genug anbiedern, dann wird er schon mit dem Preis runtergehen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Das ist nicht die Strategie, die ein selbstbestimmtes, freiheitsliebendes Europa umsetzen sollte. In diesem Sinne betreiben wir nämlich unsere Energiepolitik. (Abg. Steger: Und wie erklären Sie sich die Steigerung der Energiepreise vor dem Krieg?)
Zwischenruf des Abg. Wurm.
Im Übrigen haben wir sehr viel gutzumachen, was das betrifft. Wir müssen Jahrzehnte energiepolitischer Sabotage im Interesse Russlands in sehr kurzer Zeit rückgängig machen. Das ist eine enorme Herausforderung für die ganze Europäische Union, vor allem aber auch für Staaten wie Österreich, die einen wesentlichen Beitrag zu dieser Sabotage geleistet haben. (Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Zwischenruf des Abg. Wurm.
zur Verringerung des Stromverbrauchs; Abschöpfung von Zufallsgewinnen, weil dadurch die Entlastung für Bürgerinnen und Bürger finanziert werden soll; weiters eine Verpflichtung für die Mitgliedstaaten, den Stromverbrauch zu Spitzenzeiten zu senken sowie Mindestverpflichtungen zu Gasspeicherungen. All das ist von europäischer Ebene innerhalb von nicht einmal einem Jahr gekommen. (Zwischenruf des Abg. Wurm.) Es ist wirklich beachtlich, was da - - (Zwischenruf der Abg. Steger.) – Entschuldigung, ich verstehe nicht, was Sie da jetzt hereinschreien! Wenn, dann bitte einer nach dem anderen und nicht alle auf einmal, dann kann ich auch darauf antworten!
Zwischenruf der Abg. Steger.
zur Verringerung des Stromverbrauchs; Abschöpfung von Zufallsgewinnen, weil dadurch die Entlastung für Bürgerinnen und Bürger finanziert werden soll; weiters eine Verpflichtung für die Mitgliedstaaten, den Stromverbrauch zu Spitzenzeiten zu senken sowie Mindestverpflichtungen zu Gasspeicherungen. All das ist von europäischer Ebene innerhalb von nicht einmal einem Jahr gekommen. (Zwischenruf des Abg. Wurm.) Es ist wirklich beachtlich, was da - - (Zwischenruf der Abg. Steger.) – Entschuldigung, ich verstehe nicht, was Sie da jetzt hereinschreien! Wenn, dann bitte einer nach dem anderen und nicht alle auf einmal, dann kann ich auch darauf antworten!
Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Auch die Stadt Wien legt vor: Mit dem neuen Raus-aus-Gas-Paket ist jetzt wirklich auch endlich ein Pfad geschaffen worden, mit dem auch die Wienerinnen und Wiener eine Zukunft und eine Perspektive haben. Es gibt einen Ausblick darauf, wie das ausschauen kann, dass sie spätestens bis 2040 keine Gasthermen mehr in den Wohnungen haben und vom Import fossiler Energie nicht mehr abhängig sein werden. Das leistet die Stadt Wien für ihre Bürger:innen, nämlich: Raus aus Gas! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Was mir in Österreich fehlt, ist manchmal auch die Klarheit hinsichtlich der Dringlichkeit, in der wir uns generell befinden, und zwar was die Energiepolitik betrifft, aber auch im Zusammenhang mit unserer Freiheit ganz allgemein und unserer Freiheit auch im Hinblick auf die Klimakatastrophe. Diese Dringlichkeit merkt man nicht, wenn wieder über neue Projekte gesprochen wird. Von der einen Seite kommt dann: Windräder nicht bei uns! Wir haben schon genug! Sie verschandeln die Landschaft! –Das kommt dann von jenen, die über Jahrzehnte hinweg ihre Gegenden verschandelt haben, indem sie die Vorplätze mit riesigen Shoppingcentern zubetoniert haben. Jetzt aber kümmert man sich um die Landschaft. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten der NEOS.
jedes Wasserkraftwerk, freie Flächen für PV oder auch Netzinfrastrukturprojekte verhindert. Es ist auch ihre Verantwortung. (Beifall bei Abgeordneten der NEOS.) Wenn es jetzt nicht mehr so ist, dass man jedes wesentliche Infrastrukturprojekt verhindert, bin ich sehr froh darüber! (Abg. Wurm: Freiheitlich wählen!) Sie haben etwa einen Beitrag dazu geleistet, dass zum Beispiel die Salzburgleitung über die Jahre in Brüssel zum absoluten Witzprojekt geworden ist. – Nun gut.
Abg. Wurm: Freiheitlich wählen!
jedes Wasserkraftwerk, freie Flächen für PV oder auch Netzinfrastrukturprojekte verhindert. Es ist auch ihre Verantwortung. (Beifall bei Abgeordneten der NEOS.) Wenn es jetzt nicht mehr so ist, dass man jedes wesentliche Infrastrukturprojekt verhindert, bin ich sehr froh darüber! (Abg. Wurm: Freiheitlich wählen!) Sie haben etwa einen Beitrag dazu geleistet, dass zum Beispiel die Salzburgleitung über die Jahre in Brüssel zum absoluten Witzprojekt geworden ist. – Nun gut.
Beifall bei den NEOS. – Abg. Wurm: Freiheitlich wählen! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Die Bürger:innen ziehen im Übrigen mit: Laut der neuen Eurobarometerstudie ist die Zustimmung für erneuerbare Energieprojekte so hoch wie nie zuvor. Wir sollten diese Zeit wirklich so gut nutzen wie nur möglich, um Freiheit zu schaffen, und zwar Freiheit für die Europäische Union, vor allem aber auch Freiheit für unsere Bürgerinnen und Bürger, damit sie wissen, dass die Zukunft erneuerbar und leistbar ist. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Wurm: Freiheitlich wählen! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das ging so weit, dass die Bundesregierung in Österreich Notfallprogramme in dem Sinn entwickelt hat: Was passiert wirklich, wenn der Strom fehlt? Was machen wir dann etwa in einer Molkerei? Was machen wir in der Energieversorgung? – Allerdings hat nicht einen Tag, seitdem dieser Krieg ausgebrochen ist, in Österreich irgendwo der Strom gefehlt. Es ist nirgendwo das Licht ausgegangen, es ist es in keiner Wohnung kalt geworden beziehungsweise hat kein Produkt des täglichen Lebens gefehlt. Das ist eine hervorragende Leistung, dazu kann man nur gratulieren! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Wenn wir heute mit einem hohen Energiepreis konfrontiert sind, dann dürfen wir auch da Ursache und Wirkung nicht miteinander verwechseln. Betreffend Wirkung tun wir etwas: Mit der Strompreisbremse aktivieren wir jetzt ein umfassendes Programm, das bis zu 500 Euro pro Haushalt bringen wird, das die Wirtschaft und Industrie unterstützen wird, indem wir genau dieses System aufrechterhalten – das wirkt. Die Strompreisbremse funktioniert, und das gilt auch für die Anpassungen im Strommarkt. Massiv in den Markt einzugreifen, hier umzukrempeln und umzubauen würde zu extremen Verunsicherungen, zu Verknappungen und vielleicht bis hin zu einer Versorgungsunsicherheit führen. Daher ist auch dieses SPÖ-Ideal abzulehnen, hier noch stärker einzugreifen. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Das ist doch nur Ihre alte Leier: Weiterhin Murks nach Marx! Das hat noch nie funktioniert und das wird auch weiterhin nicht funktionieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn wir heute mit einem hohen Energiepreis konfrontiert sind, dann dürfen wir auch da Ursache und Wirkung nicht miteinander verwechseln. Betreffend Wirkung tun wir etwas: Mit der Strompreisbremse aktivieren wir jetzt ein umfassendes Programm, das bis zu 500 Euro pro Haushalt bringen wird, das die Wirtschaft und Industrie unterstützen wird, indem wir genau dieses System aufrechterhalten – das wirkt. Die Strompreisbremse funktioniert, und das gilt auch für die Anpassungen im Strommarkt. Massiv in den Markt einzugreifen, hier umzukrempeln und umzubauen würde zu extremen Verunsicherungen, zu Verknappungen und vielleicht bis hin zu einer Versorgungsunsicherheit führen. Daher ist auch dieses SPÖ-Ideal abzulehnen, hier noch stärker einzugreifen. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Das ist doch nur Ihre alte Leier: Weiterhin Murks nach Marx! Das hat noch nie funktioniert und das wird auch weiterhin nicht funktionieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kassegger: Kannst du rechnen? Ich werde dir das dann vorrechnen!
Energien kommen, dass wir noch mehr in den Markt bekommen. All jene, die über Jahrzehnte hinweg permanent gesagt haben: Das ist nicht möglich, das geht technologisch nicht, wir haben die Kapazitäten nicht!, sehen jetzt, wie es geht, sie sehen, wie dieser Markt auf einmal funktioniert. Wir schaffen es mit Fotovoltaik, mit Windkraft, mit Wasserkraft und auch mit Biomasse, erfolgreich nach vorne zu gehen. (Abg. Kassegger: Kannst du rechnen? Ich werde dir das dann vorrechnen!) Wir haben enormes Potenzial im eigenen Land. – Bitte, liebe FPÖ: Mehr Mut zu Österreich! Ihr braucht euch nicht bei den Russen anzubiedern! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Heiterkeit der Abg. Steger. – Ruf bei der FPÖ: ... Fanatiker!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Heiterkeit der Abg. Steger. – Ruf bei der FPÖ: ... Fanatiker!
Energien kommen, dass wir noch mehr in den Markt bekommen. All jene, die über Jahrzehnte hinweg permanent gesagt haben: Das ist nicht möglich, das geht technologisch nicht, wir haben die Kapazitäten nicht!, sehen jetzt, wie es geht, sie sehen, wie dieser Markt auf einmal funktioniert. Wir schaffen es mit Fotovoltaik, mit Windkraft, mit Wasserkraft und auch mit Biomasse, erfolgreich nach vorne zu gehen. (Abg. Kassegger: Kannst du rechnen? Ich werde dir das dann vorrechnen!) Wir haben enormes Potenzial im eigenen Land. – Bitte, liebe FPÖ: Mehr Mut zu Österreich! Ihr braucht euch nicht bei den Russen anzubiedern! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Heiterkeit der Abg. Steger. – Ruf bei der FPÖ: ... Fanatiker!)
Abg. Kassegger: Das hat die Merkel auch schon gesagt!
Wir schaffen das, wir schaffen das aus eigener Kraft (Abg. Kassegger: Das hat die Merkel auch schon gesagt!): Versorgungssicherheit aus Österreich (Zwischenruf der Abg. Steger) mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, die Umweltverträglichkeitsprüfung wird jetzt beschleunigt. (Zwischenruf des Abg. Rauch.) Wir haben das Grüngasgesetz in Ausarbeitung. Da geht also sehr viel weiter. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Zwischenruf der Abg. Steger
Wir schaffen das, wir schaffen das aus eigener Kraft (Abg. Kassegger: Das hat die Merkel auch schon gesagt!): Versorgungssicherheit aus Österreich (Zwischenruf der Abg. Steger) mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, die Umweltverträglichkeitsprüfung wird jetzt beschleunigt. (Zwischenruf des Abg. Rauch.) Wir haben das Grüngasgesetz in Ausarbeitung. Da geht also sehr viel weiter. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Zwischenruf des Abg. Rauch.
Wir schaffen das, wir schaffen das aus eigener Kraft (Abg. Kassegger: Das hat die Merkel auch schon gesagt!): Versorgungssicherheit aus Österreich (Zwischenruf der Abg. Steger) mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, die Umweltverträglichkeitsprüfung wird jetzt beschleunigt. (Zwischenruf des Abg. Rauch.) Wir haben das Grüngasgesetz in Ausarbeitung. Da geht also sehr viel weiter. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rauch.
Wir schaffen das, wir schaffen das aus eigener Kraft (Abg. Kassegger: Das hat die Merkel auch schon gesagt!): Versorgungssicherheit aus Österreich (Zwischenruf der Abg. Steger) mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, die Umweltverträglichkeitsprüfung wird jetzt beschleunigt. (Zwischenruf des Abg. Rauch.) Wir haben das Grüngasgesetz in Ausarbeitung. Da geht also sehr viel weiter. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Abg. Kassegger: Ich werd’ dir das vorrechnen!
Die Wertschöpfung bleibt im eigenen Land. Sie brauchen unser gutes Geld nicht mehr nach Arabien oder Russland zu schicken (Abg. Kassegger: Ich werd’ dir das vorrechnen!), Sie können im eigenen Land unser Geld für unsere Leute verwenden, das müsste Ihnen doch gefallen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Steger: Das haben Sie aber falsch interpretiert! – Rufe und Gegenrufe zwischen FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Steger: Das haben Sie aber falsch interpretiert! – Rufe und Gegenrufe zwischen FPÖ und ÖVP.
Die Wertschöpfung bleibt im eigenen Land. Sie brauchen unser gutes Geld nicht mehr nach Arabien oder Russland zu schicken (Abg. Kassegger: Ich werd’ dir das vorrechnen!), Sie können im eigenen Land unser Geld für unsere Leute verwenden, das müsste Ihnen doch gefallen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Steger: Das haben Sie aber falsch interpretiert! – Rufe und Gegenrufe zwischen FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kassegger: Du kannst aber schon die Grundrechnungsarten, oder? Prozentrechnung!
Produzieren statt importieren: Nur das wird uns die Sicherheit geben, das wird langfristig die Preise stabilisieren, und das gibt auch Standortsicherheit für Österreich. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kassegger: Du kannst aber schon die Grundrechnungsarten, oder? Prozentrechnung!)
Abg. Hörl: In Wien!
Mitglied des Europäischen Parlaments Hannes Heide (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Liebe Abgeordnete! Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Noch immer haben die Bürgerinnen und Bürger in Österreich Schwierigkeiten, ihre Strom- und Gasrechnungen, ihre Miete und ihren Einkauf zu bezahlen. (Abg. Hörl: In Wien!) Noch immer sind leistbare Energie und die Teuerung die Themen, die die Österreicherinnen und Österreicher bewegen und belasten. (Die Abgeordneten Gerstl und Hörl: In Wien!)
Die Abgeordneten Gerstl und Hörl: In Wien!
Mitglied des Europäischen Parlaments Hannes Heide (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Liebe Abgeordnete! Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Noch immer haben die Bürgerinnen und Bürger in Österreich Schwierigkeiten, ihre Strom- und Gasrechnungen, ihre Miete und ihren Einkauf zu bezahlen. (Abg. Hörl: In Wien!) Noch immer sind leistbare Energie und die Teuerung die Themen, die die Österreicherinnen und Österreicher bewegen und belasten. (Die Abgeordneten Gerstl und Hörl: In Wien!)
Abg. Hörl: In Wien!
Betroffen sind unsere Unternehmen, genauso unsere Städte und Gemeinden. Auch in diesen Fällen belasten höhere Preise und höhere Gebühren letztlich die Menschen in unserem Land. (Abg. Hörl: In Wien!) Noch immer spüren sie die Auswirkungen schmerzlich im Geldtascherl und auf ihrem Konto. (Abg. Gerstl: Wien Energie! Fernwärme, Verdoppelung der Preise!)
Abg. Gerstl: Wien Energie! Fernwärme, Verdoppelung der Preise!
Betroffen sind unsere Unternehmen, genauso unsere Städte und Gemeinden. Auch in diesen Fällen belasten höhere Preise und höhere Gebühren letztlich die Menschen in unserem Land. (Abg. Hörl: In Wien!) Noch immer spüren sie die Auswirkungen schmerzlich im Geldtascherl und auf ihrem Konto. (Abg. Gerstl: Wien Energie! Fernwärme, Verdoppelung der Preise!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steger: Da ist nie jemand anwesend!
Entschuldigung, ich habe jetzt gerade zu reden begonnen, und da bekomme ich schon Zwischenrufe. Im Europäischen Parlament, so darf ich sagen, ist der Stil ein bissl ein anderer, da horchen wir nämlich zu. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steger: Da ist nie jemand anwesend!)
Beifall bei der SPÖ.
Die Diversifizierung unserer Gasversorgung durch Länder wie Norwegen ist ein guter erster Schritt, es kann und darf aber nicht sein, dass Österreich kein Klimaschutzgesetz und damit keine gesetzlich verankerten Ziele zur Reduktion von Treibhausgasen hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Genauso dringend ist der angekündigte Vorschlag der Europäischen Kommission für die Reform des Strommarkts und damit des Meritordersystems. Den Energieverbrauch zu senken, die Erzeugung sauberer Energien zu beschleunigen, die EU unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu machen: Diese Ziele hat sich Repower EU gesetzt. In meiner Arbeit im Ausschuss für Regionalentwicklung des Europäischen Parlaments konnte ich Grundlagen der Finanzierung mitverhandeln. Sobald nämlich die Erneuerbare-Energien-Richtlinie in Kraft tritt, wird Repower EU mit 225 Milliarden Euro auf Belastungen und Störungen am globalen Energiemarkt reagieren können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Leider aber zielen Strukturförderungen in Österreich fast ausschließlich auf die Wirtschaft und die Industrie ab. Auch beim Europäischen Fonds für regionale Entwicklung ist es leider so, dass diese Maßnahmen viel zu wenig auf sozioökonomische Effekte abzielen. Wenn wir diesen Übergang erfolgreich umsetzen wollen, müssen wir die Menschen erreichen und mitnehmen, denn sie sind dazu bereit. Sie warten da auf den Bund, den Turbo zu zünden, um in die Haushalte und in ihre Wohnungen zu investieren. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hörl: Die Präsidentin grüßen!
(Abg. Hörl: Die Präsidentin grüßen!) Seien Sie mir nicht böse, liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ: „Schluss mit der Spekulation. Wo bleibt Österreichs Einsatz für leistbare Energie in Europa?“ (Abg. Sieber: Sehr mutig!) – Also ich muss sagen, ich war gelinde gesagt überrascht, als ich diesen Titel für die heutige Aktuelle Europastunde gelesen habe (Abg. Hörl: Wir auch!), und auch darüber, dass dieser Titel ausgerechnet von der SPÖ gewählt worden ist. (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Abg. Sieber: Sehr mutig!
(Abg. Hörl: Die Präsidentin grüßen!) Seien Sie mir nicht böse, liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ: „Schluss mit der Spekulation. Wo bleibt Österreichs Einsatz für leistbare Energie in Europa?“ (Abg. Sieber: Sehr mutig!) – Also ich muss sagen, ich war gelinde gesagt überrascht, als ich diesen Titel für die heutige Aktuelle Europastunde gelesen habe (Abg. Hörl: Wir auch!), und auch darüber, dass dieser Titel ausgerechnet von der SPÖ gewählt worden ist. (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Abg. Hörl: Wir auch!
(Abg. Hörl: Die Präsidentin grüßen!) Seien Sie mir nicht böse, liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ: „Schluss mit der Spekulation. Wo bleibt Österreichs Einsatz für leistbare Energie in Europa?“ (Abg. Sieber: Sehr mutig!) – Also ich muss sagen, ich war gelinde gesagt überrascht, als ich diesen Titel für die heutige Aktuelle Europastunde gelesen habe (Abg. Hörl: Wir auch!), und auch darüber, dass dieser Titel ausgerechnet von der SPÖ gewählt worden ist. (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
(Abg. Hörl: Die Präsidentin grüßen!) Seien Sie mir nicht böse, liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ: „Schluss mit der Spekulation. Wo bleibt Österreichs Einsatz für leistbare Energie in Europa?“ (Abg. Sieber: Sehr mutig!) – Also ich muss sagen, ich war gelinde gesagt überrascht, als ich diesen Titel für die heutige Aktuelle Europastunde gelesen habe (Abg. Hörl: Wir auch!), und auch darüber, dass dieser Titel ausgerechnet von der SPÖ gewählt worden ist. (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe mir gedacht: Was für eine Chuzpe, was für eine Dreistigkeit! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Es sind gerade die Abgeordneten der SPÖ – im Europäischen Parlament, aber auch hier in diesem Haus – gewesen, die sämtliche fatalen Beschlüsse, die zu dieser verheerenden Energiepreissituation geführt haben, zumindest mitgetragen haben. Ausgerechnet die SPÖ beantragt eine Aktuelle Europastunde mit so einem Titel! Noch eine größere Dreistigkeit wäre es natürlich gewesen, wenn die ÖVP so etwas beantragt hätte, aber die ÖVP hält sich da nobel zurück. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich habe mir gedacht: Was für eine Chuzpe, was für eine Dreistigkeit! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Es sind gerade die Abgeordneten der SPÖ – im Europäischen Parlament, aber auch hier in diesem Haus – gewesen, die sämtliche fatalen Beschlüsse, die zu dieser verheerenden Energiepreissituation geführt haben, zumindest mitgetragen haben. Ausgerechnet die SPÖ beantragt eine Aktuelle Europastunde mit so einem Titel! Noch eine größere Dreistigkeit wäre es natürlich gewesen, wenn die ÖVP so etwas beantragt hätte, aber die ÖVP hält sich da nobel zurück. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hörl: Unsere arbeiten in Brüssel!
Da findet es nicht einmal ein einziger der sieben EU-Abgeordneten – es sind jetzt schon viel zu viele, das wird bei der nächsten Wahl ohnehin anders werden –der Mühe wert, hier ins Hohe Haus nach Wien zu kommen. Da kommt keiner und beschäftigt sich mit dem Preisanstieg und den Nöten der Menschen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hörl: Unsere arbeiten in Brüssel!)
Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.
In Wahrheit gibt es hauptsächlich drei Gründe für diese Preisexplosion. Der erste Grund sind die Russlandsanktionen im Energiebereich. Die EU-Staaten haben günstiges Erdgas aus Russland gegen teures LNG und Frackinggas aus den USA und Katar getauscht. (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.)
Abg. Lukas Hammer: ... wieder hin zum Wladimir, dann wird das Gas wieder billiger, ganz sicher!
Natürlich ist der russische Angriffskrieg auf das Schärfste zu verurteilen, nur haben die Sanktionen diesen Angriffskrieg auch nicht beenden können. Sie führen auch nicht zum russischen Bankrott. (Abg. Lukas Hammer: ... wieder hin zum Wladimir, dann wird das Gas wieder billiger, ganz sicher!) Die russischen Rohstoffe fließen jetzt einfach in andere Staaten. Diese Sanktionen hat die schwarz-grüne Bundesregierung genauso mitgetragen wie die SPÖ und die NEOS – das muss man ganz klar und deutlich sagen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lukas Hammer: Vielleicht ist er nur sauer, weil der den Freundschaftsvertrag hat auslaufen lassen!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lukas Hammer: Vielleicht ist er nur sauer, weil der den Freundschaftsvertrag hat auslaufen lassen!
Natürlich ist der russische Angriffskrieg auf das Schärfste zu verurteilen, nur haben die Sanktionen diesen Angriffskrieg auch nicht beenden können. Sie führen auch nicht zum russischen Bankrott. (Abg. Lukas Hammer: ... wieder hin zum Wladimir, dann wird das Gas wieder billiger, ganz sicher!) Die russischen Rohstoffe fließen jetzt einfach in andere Staaten. Diese Sanktionen hat die schwarz-grüne Bundesregierung genauso mitgetragen wie die SPÖ und die NEOS – das muss man ganz klar und deutlich sagen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lukas Hammer: Vielleicht ist er nur sauer, weil der den Freundschaftsvertrag hat auslaufen lassen!)
Abg. Kassegger: Wer zahlt denn das?
Der zweite Grund für die Preisexplosion ist die massive Verteuerung der CO2-Emissionszertifikate durch die EU. Der Preis für eine Tonne CO2 ist in der EU von 5,80 Euro im Jahr 2017 auf 100 Euro im August 2022 gestiegen. Der Preis hat sich fast verzwanzigfacht. Verzwanzigfacht! Das ist keine Preissteigerung des Marktes oder irgendwelcher Spekulanten, die EU hat die CO2-Preise bewusst und vorsätzlich verzwanzigfacht. (Abg. Kassegger: Wer zahlt denn das?) Das ist der Green Deal der EU. Das sind bewusste politische Entscheidungen. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Diese Preisexplosion ist nicht vom Himmel gefallen (Abg. Meinl-Reisinger: Eh nicht!), sie ist das Resultat der Energiepolitik der Europäischen Union. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Der zweite Grund für die Preisexplosion ist die massive Verteuerung der CO2-Emissionszertifikate durch die EU. Der Preis für eine Tonne CO2 ist in der EU von 5,80 Euro im Jahr 2017 auf 100 Euro im August 2022 gestiegen. Der Preis hat sich fast verzwanzigfacht. Verzwanzigfacht! Das ist keine Preissteigerung des Marktes oder irgendwelcher Spekulanten, die EU hat die CO2-Preise bewusst und vorsätzlich verzwanzigfacht. (Abg. Kassegger: Wer zahlt denn das?) Das ist der Green Deal der EU. Das sind bewusste politische Entscheidungen. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Diese Preisexplosion ist nicht vom Himmel gefallen (Abg. Meinl-Reisinger: Eh nicht!), sie ist das Resultat der Energiepolitik der Europäischen Union. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: Eh nicht!
Der zweite Grund für die Preisexplosion ist die massive Verteuerung der CO2-Emissionszertifikate durch die EU. Der Preis für eine Tonne CO2 ist in der EU von 5,80 Euro im Jahr 2017 auf 100 Euro im August 2022 gestiegen. Der Preis hat sich fast verzwanzigfacht. Verzwanzigfacht! Das ist keine Preissteigerung des Marktes oder irgendwelcher Spekulanten, die EU hat die CO2-Preise bewusst und vorsätzlich verzwanzigfacht. (Abg. Kassegger: Wer zahlt denn das?) Das ist der Green Deal der EU. Das sind bewusste politische Entscheidungen. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Diese Preisexplosion ist nicht vom Himmel gefallen (Abg. Meinl-Reisinger: Eh nicht!), sie ist das Resultat der Energiepolitik der Europäischen Union. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der zweite Grund für die Preisexplosion ist die massive Verteuerung der CO2-Emissionszertifikate durch die EU. Der Preis für eine Tonne CO2 ist in der EU von 5,80 Euro im Jahr 2017 auf 100 Euro im August 2022 gestiegen. Der Preis hat sich fast verzwanzigfacht. Verzwanzigfacht! Das ist keine Preissteigerung des Marktes oder irgendwelcher Spekulanten, die EU hat die CO2-Preise bewusst und vorsätzlich verzwanzigfacht. (Abg. Kassegger: Wer zahlt denn das?) Das ist der Green Deal der EU. Das sind bewusste politische Entscheidungen. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Diese Preisexplosion ist nicht vom Himmel gefallen (Abg. Meinl-Reisinger: Eh nicht!), sie ist das Resultat der Energiepolitik der Europäischen Union. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lukas Hammer: Was macht denn die ehemalige freiheitliche Außenministerin derzeit?
Alle österreichischen Parteien, bis auf die Freiheitliche Partei, tragen diese Entscheidungen auch mit. ÖVP, SPÖ, Grüne und NEOS unterstützen diese Politik. Sie sind für diesen massiven Preisanstieg mitverantwortlich. (Abg. Lukas Hammer: Was macht denn die ehemalige freiheitliche Außenministerin derzeit?) Das ist eine Tatsache. Das ist der Green Deal. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Alle österreichischen Parteien, bis auf die Freiheitliche Partei, tragen diese Entscheidungen auch mit. ÖVP, SPÖ, Grüne und NEOS unterstützen diese Politik. Sie sind für diesen massiven Preisanstieg mitverantwortlich. (Abg. Lukas Hammer: Was macht denn die ehemalige freiheitliche Außenministerin derzeit?) Das ist eine Tatsache. Das ist der Green Deal. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Lukas Hammer und Schwarz.
Kommen wir jetzt zum dritten Grund für die Preisexplosion, die Sanktionen und die Verteuerung der Emissionszertifikate haben ja dieser schwarz-grünen Bundesregierung noch nicht gereicht. (Zwischenrufe der Abgeordneten Lukas Hammer und Schwarz.) Die Menschen können sich das Heizen und das Tanken nicht mehr leisten, Unternehmen stehen vor dem Bankrott, und was macht die österreichische Bundesregierung in dieser Situation? – Sie beschließt auch
Heiterkeit bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.
noch CO2-Steuern auf alle Energieformen drauf. (Heiterkeit bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Sie haben mit dieser CO2-Steuer die Teuerung noch weiter angeheizt. Auf den Wahnsinn aus Brüssel hat diese schwarz-grüne Bundesregierung noch eines draufgesetzt.
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Sie machen alles teurer, und die grüne Energieministerin hält das auch noch für einen Fortschritt. Das ist der Green Deal. Die Frau Minister ist eh in bester Gesellschaft, die Roten und Schwarzen tun sich da eh nicht viel an. Die EVN hat ja angekündigt, sie wird jetzt zweimal im Jahr die Preise erhöhen. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.) Die EVN gehört zu 51 Prozent dem Land Niederösterreich – na, da haben die Schwarzen jetzt eh was draufgekriegt – und sie gehört auch zu 28 Prozent den Wienern.
Abg. Gerstl: Sinken! Sinken!
Mitglied des Europäischen Parlaments Mag. Roman Haider (fortsetzend): Zum Schlusssatz: Die Preise werden von diesen Energieträgern (Abg. Gerstl: Sinken! Sinken!), von diesen Energiefirmen in rot-schwarzer Einigkeit nach oben geschraubt. Ich frage mich, was schlimmer ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Mitglied des Europäischen Parlaments Mag. Roman Haider (fortsetzend): Zum Schlusssatz: Die Preise werden von diesen Energieträgern (Abg. Gerstl: Sinken! Sinken!), von diesen Energiefirmen in rot-schwarzer Einigkeit nach oben geschraubt. Ich frage mich, was schlimmer ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: ... Sobotka ...!
Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Elisabeth Götze. (Ruf bei der FPÖ: ... Sobotka ...!)
Abg. Rauch: Das ist aber sehr gütig von Ihnen! Sehr zuvorkommend!
Wir haben eine Aktuelle Stunde. Demokratiepolitisch ist das wirklich etwas sehr Wertvolles. Es bedeutet, dass fünf Abgeordnete dieses Hauses – das sind nicht einmal 3 Prozent – das Recht haben, über ein Thema, das sie interessiert, zu diskutieren. Das tun wir hier auch. (Abg. Rauch: Das ist aber sehr gütig von Ihnen! Sehr zuvorkommend!)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf bei der SPÖ.
In Niederösterreich – ich ziehe jetzt den Bogen zu den letzten Landtagswahlen – sind mindestens vier von 56 Abgeordneten, also fast dreimal so viele, dafür nötig. Daher freue ich mich sehr, dass es den Grünen dort gelungen ist, diese Schwelle zu nehmen und den Klubstatus zu erreichen und damit erstmals über Themen, die von den Grünen – und damit von wesentlichen Stimmen im Land – in Form von Aktuellen Stunden, aber auch in Form von eigenen Anträgen eingebracht werden, diskutieren zu können. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Zum Thema leistbare Energie: Wo bleibt sie? Es ist hier eigentlich eh schon fast alles gesagt worden, auch von der SPÖ. Es wundert mich, dass da keine neuen Lösungen kommen. Die Lösungen waren bisher billiges Gas aus Russland. Jetzt kommt das Gas nicht mehr billig, aber es soll ein Deckel kommen, und Deckel bedeutet, dass irgendjemand den Differenzpreis bezahlen muss. Das sind wir alle, das sind die Steuerzahlenden, und es kommt eine Gießkanne, eine Megagießkanne zum Einsatz, denn es bedeutet, dass alle – egal ob arm oder reich, auch alle Unternehmen, auch Energieverschwenderinnen, -verschwender – den gleichen Preis für Energie zahlen. Das ist etwas, was wir uns heute nicht mehr leisten können. (Beifall bei den Grünen.) Das ist zum Beispiel auch keinerlei Anreiz zum Energiesparen, etwas, worüber wir hier schon sehr oft und intensiv diskutieren.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kassegger: Habts das den Chinesen auch schon gesagt? – Zwischenruf bei der SPÖ.
führt uns zu einer Lösung all dieser Probleme, vor denen wir stehen: einerseits das Problem teure Energie, aber gleichzeitig auch das Problem des Klimaschutzes. Wir wollen und müssen klimaneutral werden. Das ist unser gemeinsames Ziel. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kassegger: Habts das den Chinesen auch schon gesagt? – Zwischenruf bei der SPÖ.) Ja, ich habe hier eine lange Liste von Maßnahmen, die die Regierung in den letzten neun Monaten, zehn Monaten, elf Monaten getroffen hat, um die exorbitanten Energiepreise abzufedern.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Prinz.
Strukturelle Maßnahmen sind mindestens ebenso wichtig. Die Gasspeicherstände sind gesichert, ich glaube, das ist sehr wichtig. Am Anfang des Krieges lagen wir bei rund 15 Prozent, jetzt ist es trotz Krieg, trotz dieser Verknappung aufgrund der Situation und trotz des Winters gelungen, die Speicherstände auf eine strategische Gasreserve von 80 Prozent zu steigern. Damit sind wir für die Zeit absolut abgesichert. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Prinz.)
Abg. Meinl-Reisinger: Aber Pellets ist auch schwierig!
Entscheidend für die Zukunft ist aber etwas anderes, entscheidend ist, dass wir von dieser Abhängigkeit von den Fossilen wegkommen. Es wurde hier schon mehrmals gesagt: Wir müssen raus aus den Fossilen, rein in die erneuerbaren Energien! Ich möchte hier noch einmal die Grünen erwähnen, 2007 war der Slogan schon: Pellets statt Putin. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber Pellets ist auch schwierig!)
Abg. Kassegger: Nein, bei uns nicht!
Rund 15 Jahre später sind wir an einer ähnlichen Stelle. Damals hatten wir das Ziel, bis 2030 komplett energieneutral, klimaneutral zu sein. Jetzt hat sich das um zehn Jahre nach hinten verschoben, aber wir werden es schaffen. Wir haben jetzt massiven Druck, es gemeinsam zu schaffen. Ich merke hier schon eine große Zustimmung bei fast allen Fraktionen, dass wir dieses Ziel gemeinsam verfolgen. (Abg. Kassegger: Nein, bei uns nicht!) Auch dafür wurde viel – wieder im Rahmen der EU – getan (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen), beispielsweise wird die Transformation der Industrie mit 3 Milliarden Euro unterstützt.
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen
Rund 15 Jahre später sind wir an einer ähnlichen Stelle. Damals hatten wir das Ziel, bis 2030 komplett energieneutral, klimaneutral zu sein. Jetzt hat sich das um zehn Jahre nach hinten verschoben, aber wir werden es schaffen. Wir haben jetzt massiven Druck, es gemeinsam zu schaffen. Ich merke hier schon eine große Zustimmung bei fast allen Fraktionen, dass wir dieses Ziel gemeinsam verfolgen. (Abg. Kassegger: Nein, bei uns nicht!) Auch dafür wurde viel – wieder im Rahmen der EU – getan (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen), beispielsweise wird die Transformation der Industrie mit 3 Milliarden Euro unterstützt.
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.
Abgeordnete Dr. Elisabeth Götze (fortsetzend): Im Rahmen der EU werden wir es schaffen, klimaneutral zu werden. Das ist zum Vorteil der Unternehmen, der Industrie, aber auch gut für uns Private, damit haben wir leistbare Energie im Land, die uns in eine gute Zukunft führt. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer (NEOS): Frau Präsidentin! Werte Bundesministerin! Ein herzliches Willkommen auch an die Unternehmer:innengruppe aus meiner Heimatstadt Grieskirchen, die heute im Parlament ist. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Abg. Deimek: Das Frackinggas kommt nicht durch Pipelines zu uns!
Wenn Kollege Haider hier sagt, die Sanktionen würden ja gar nichts verhindern oder bewirken, weil die Güter oder die Energie dann in andere Länder verkauft werden, dann möchte ich schon nochmals darauf hinweisen, dass Gas durch Pipelines fließt (Abg. Deimek: Das Frackinggas kommt nicht durch Pipelines zu uns!), und diese Pipelines führen halt nach Europa und nach Österreich. Also so einfach geht das nicht.
Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Steger.
Tatsächlich wissen wir, dass die Sanktionen wirken, und tatsächlich wissen wir auch, dass Ihre Partei einen Vertrag mit der Putin-Partei hatte und deswegen weniger Interesse daran hat, diese Abhängigkeit zu reduzieren. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Steger.)
Beifall bei den NEOS.
Wenn wir schon sagen, dass der Markt nicht funktioniert: Hier kann er gar nicht funktionieren, weil der freie Markt ja leider nicht mitspielt. Was passiert? – Wenn der Markt nämlich so wie jetzt die Zeichen gibt, dass es zu einer Entlastung von gewissen Preisen kommt – wie wir ja jetzt im Augenblick sehen –, geben die Energieversorger diese Preise trotzdem nicht weiter. Warum? – Weil sie eben nicht am freien Markt daheim sind, sondern weil sie den Ländern gehören und, noch einmal, eine Cashcow für die Landesfürstinnen und Landesfürsten sind. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Die EU wird und kann die Energiewende nicht für uns umsetzen. Was es braucht, ist ein rascher Ausbau der Erneuerbaren. Was es auch braucht, ist ein ganz rascher Ausbau der Netzinfrastruktur, und das transparent, denn es sind Steuergelder, die dafür ausgegeben werden. Sonst werden wir das, was wir alle wollen, nicht erreichen: Österreich wird nicht klimaneutral werden, und Österreich wird vor allem eine massive Deindustrialisierungswelle drohen. (Beifall bei den NEOS.) Das sollte sogar die Leugner der Klimakrise überzeugen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Die EU wird und kann die Energiewende nicht für uns umsetzen. Was es braucht, ist ein rascher Ausbau der Erneuerbaren. Was es auch braucht, ist ein ganz rascher Ausbau der Netzinfrastruktur, und das transparent, denn es sind Steuergelder, die dafür ausgegeben werden. Sonst werden wir das, was wir alle wollen, nicht erreichen: Österreich wird nicht klimaneutral werden, und Österreich wird vor allem eine massive Deindustrialisierungswelle drohen. (Beifall bei den NEOS.) Das sollte sogar die Leugner der Klimakrise überzeugen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Lukas Hammer: Was?! Nein!
Abgeordneter Alois Schroll (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Geschätzte Damen und Herren zu Hause vor den Fernsehbildschirmen! Bevor wir in die Tagesordnung eingehen: Lieber Kollege Hammer, du hast in deiner Rede gesagt, die Energiewende, der Ausbau der Erneuerbaren, die Schnelligkeit sind nicht mehr rückgängig zu machen. Da kann ich dir nur eines sagen: Gott sei Dank wurde mit den Stimmen der SPÖ, oder eigentlich durch die Stimmen der SPÖ, der Umbau von Mellach von Gas zurück auf Kohle verhindert. (Abg. Lukas Hammer: Was?! Nein!) Das wäre nämlich ein massiver Rückschritt gewesen, und das haben wir Gott sei Dank zu verhindern gewusst. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lukas Hammer: Alois, das ist unter deinem Niveau!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lukas Hammer: Alois, das ist unter deinem Niveau!
Abgeordneter Alois Schroll (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Geschätzte Damen und Herren zu Hause vor den Fernsehbildschirmen! Bevor wir in die Tagesordnung eingehen: Lieber Kollege Hammer, du hast in deiner Rede gesagt, die Energiewende, der Ausbau der Erneuerbaren, die Schnelligkeit sind nicht mehr rückgängig zu machen. Da kann ich dir nur eines sagen: Gott sei Dank wurde mit den Stimmen der SPÖ, oder eigentlich durch die Stimmen der SPÖ, der Umbau von Mellach von Gas zurück auf Kohle verhindert. (Abg. Lukas Hammer: Was?! Nein!) Das wäre nämlich ein massiver Rückschritt gewesen, und das haben wir Gott sei Dank zu verhindern gewusst. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lukas Hammer: Alois, das ist unter deinem Niveau!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich will noch einmal auf den Schwerpunkt der Europastunde zurückkommen. Wir stehen wirklich vor dramatischen Herausforderungen, sowohl was die Verfügbarkeit als auch was vor allem die Leistbarkeit der Energie betrifft. Es mag schon stimmen, dass die Bundesregierung beziehungsweise die Mitglieder der Bundesregierung nicht schuld an dieser Krise sind, aber einen Vorwurf muss sich diese Regierung gefallen lassen, nämlich den der mangelhaften Bekämpfung der Energie- und der Teuerungskrise. Untätigkeit, Kleinreden, Aufschieben, Wegschauen, halbherzige Lösungen: So löst man einfach keine Krisen, geschätzte Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Während zahlreiche EU-Länder bereits aktiv Vorschläge gemacht haben, ist das Abzocken der Leute hier in Österreich wirklich weitergegangen. Es wurde in den Markt nicht eingegriffen, und es wurde dieser fehlende Markteingriff nicht bekämpft. Hauptargument war immer: Na, der Markt wird es schon richten, bloß nicht einmischen in den –unter Anführungszeichen – „heiligen“ Markt. Es rettet uns aber kein höheres Wesen und der Markt schon gar nicht, denn der funktioniert nur für jene, die die Hand aufhalten, und für die Konzerne, die damit Milliarden machen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Voglauer: ... Kärnten das Gegenteil!
Endlich aufwachen, aufwachen, geschätzte Damen und Herren der Bundesregierung! Es ist keine Zeit mehr zu verlieren! Das, was Sie als Bundesregierung tun, kommt bei den Leuten einfach nicht mehr an. Diese Einmal- und Gutscheinpolitik hat wirklich versagt. Sie hat versagt! (Abg. Voglauer: ... Kärnten das Gegenteil!) Gehen Sie hinaus und fragen Sie die Leute, wie sie den Alltag
Abg. Lukas Hammer: Dieser Populismus tut euch nicht gut!
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Die Aufgabe der Politik ist es, das Leben der Menschen zum Besseren zu gestalten. – Das machen Sie nicht. (Abg. Lukas Hammer: Dieser Populismus tut euch nicht gut!) Wachen Sie auf! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Die Aufgabe der Politik ist es, das Leben der Menschen zum Besseren zu gestalten. – Das machen Sie nicht. (Abg. Lukas Hammer: Dieser Populismus tut euch nicht gut!) Wachen Sie auf! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Frau Präsidentin! Zu Beginn möchte ich eine grundsätzliche Sache klarstellen, weil immer wieder kommt – Alois, du hast es auch gesagt –: Die Regierung hat keine Schuld an der Krise, die Krise ist jetzt schuld, und wir können nichts dagegen machen. – Wir Freiheitliche sind da vollkommen anderer Meinung. Diese Krise ist ja nicht wie die Heuschrecken vom Himmel gefallen, sondern sie ist in weiten Teilen von Ihnen selbst produziert und gemacht. Kollegin Petra Steger hat es ja schon angesprochen: Die Inflationsentwicklung, die EZB, die Verschuldungspolitik, die uns jetzt in die Lage versetzt, eben keine notwendigen Zinserhöhungen, die inflationsdämpfend wären, durchführen zu können – im Gegensatz zu den Amerikanern können wir uns das nicht leisten –, selbstverständlich ist das hausgemacht von Ihnen und der Europäischen Union! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lukas Hammer: Weil die Ministerin mit dem Fahrrad in der Ukraine einmarschiert ist, oder was?!
Die Coronapolitik, bei der Sie die Wirtschaft zusperren, führt natürlich zur Reduktion der Kapazitäten, zu Problemen in der Lieferkette, zu - - (Abg. Lukas Hammer: Weil die Ministerin mit dem Fahrrad in der Ukraine einmarschiert ist, oder was?!) – Ich versuche es jetzt auf der Sachebene, Kollege Hammer, da – ich
Heiterkeit der Abgeordneten Lukas Hammer und Voglauer.
habe Ihnen genau zugehört – Ihnen das nicht so besonders gelungen ist; das war sehr, sehr populistisch. (Heiterkeit der Abgeordneten Lukas Hammer und Voglauer.)
Zwischenruf der Abg. Steger.
Die Coronapolitik hat selbstverständlich einen Nachfrage-Angebots-Überhang produziert, und dann schütten Sie auch noch Geld in das System und wundern sich, dass die Inflation steigt. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Also das sind ja volkswirtschaftliche Grundprinzipien, die Sie da nicht berücksichtigt haben!
Abg. Lukas Hammer: Na dann hören wir auf!
Jetzt komme ich zur Energiepolitik: Kollege Roman Haider hat es auch gesagt, es ist ja auch hausgemacht. Da gibt es ein paar Illusionen und Märchen – ich sage es bewusst –, die Sie den Menschen erzählen, nämlich das Märchen, dass wir mit Windrädern und Fotovoltaikanlagen Europa, Deutschland, Österreich mit Energie versorgen können und niemals mehr Öl und Gas brauchen werden. Das ist ein Märchen, das ist ein Luftschloss. (Abg. Lukas Hammer: Na dann hören wir auf!) Ich sage das auch aufgrund der Mengen.
Abg. Schmuckenschlager: Habe ich aber nicht gesagt!
Kollege Schmuckenschlager, „Wir schaffen das“, den Spruch kennen wir schon von Frau Merkel. (Abg. Schmuckenschlager: Habe ich aber nicht gesagt!) Die haben das genauso wenig geschafft, wie wir das schaffen werden.
Beifall bei der FPÖ.
Das macht ja nichts! Man muss eine realistische Energie- und Standortpolitik machen, nicht eine ideologisierte Klimapolitik. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie gehen von der vollkommen irreführenden Annahme aus, dass der Kontinent Europa mit leuchtendem Beispiel vorangeht. Er verursacht 8 Prozent der weltweiten Emissionen – selbst wenn wir sie auf null stellen, ändert sich gar nichts. Warum nicht? – Das erklärt sich anhand einfachster Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge: Es ändert sich nur dann etwas, wenn das globale Verbrennen von fossilen Brennstoffen reduziert wird. Das passiert aber nicht. Warum nicht? – Das, was wir nicht in die Luft blasen, blasen die Chinesen in dreifacher Menge in die Luft. Ihre Politik führt dazu, dass unsere Industrie und unsere Arbeitsplätze zerstört werden. Die Chinesen lachen sich ins Fäustchen. Das ist Ihre Politik. Das wollen wir nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zu den Mengen – Grundrechnungsarten –: Wir verbrauchen in Österreich – Bruttoinlandsverbrauch – ungefähr 400 Terawattstunden – das ist die Einheit. Das ist sehr, sehr viel Energie. Wie setzt sich das zusammen? – 8 Prozent Kohle, 34 Prozent Öl, 23 Prozent Gas, 17 Prozent eigenes Holz, 10 Prozent aus der Wasserkraft und – jetzt kommt es – 1,7 Prozent Wind und 0,7 Prozent Fotovoltaik. Sie wollen mir erklären, dass Sie mit Wind und Fotovoltaik Öl, Gas, Kohle und so weiter kompensieren können? Das geht sich hinten und vorne nicht aus, das ist ein Negieren der Wirklichkeit. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was wir machen, was Sie – die Europäische Union und die Bundesregierung – machen, ist eine massive Industrie- und damit auch Arbeitsplatzvertreibungspolitik aus Europa aufgrund Ihres ideologischen Hirngespinstes – wir retten die Welt! –, das nicht durchgedacht ist, das null Effekt hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Wurm: Bravo!
Schützenbundes Roland Seppi und seine Mannen ganz, ganz herzlich zu begrüßen. – Herzlich willkommen bei uns im Parlament! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Wurm: Bravo!)
Beifall bei Abgeordneten von NEOS und FPÖ. – Abg. Wurm: Bravo, Gerald!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Auch von meiner Seite einen Gruß an die Südtiroler Kollegen! Wie jeder dritte Vorarlberger habe auch ich Südtiroler Wurzeln und ich fühle mich immer noch mit Südtirol verbunden. (Beifall bei Abgeordneten von NEOS und FPÖ. – Abg. Wurm: Bravo, Gerald!)
Beifall bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Tanja Graf: Es ist Plenum! – Zwischenruf des Abg. Wöginger. – Abg. Zarits: Geh bitte! – Abg. Steinacker: Du weißt genau, dass Plenum ist!
Ich darf darauf hinweisen, dass der breite gesellschaftliche Trend zur Teilzeitarbeit jetzt auch die ÖVP erreicht hat. Von sieben ÖVP-Mitgliedern des Europäischen Parlaments haben alle sieben heute keine Zeit für die Aktuelle Europastunde. Teilzeitarbeit, die normale Menschen mit geringerem Einkommen verbinden, heißt bei der ÖVP Teilzeitarbeit bei voller Gage, und das finde ich bemerkenswert. (Beifall bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Tanja Graf: Es ist Plenum! – Zwischenruf des Abg. Wöginger. – Abg. Zarits: Geh bitte! – Abg. Steinacker: Du weißt genau, dass Plenum ist!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch bemerkenswert ist der Titel dieser Aktuellen Europastunde: „Schluss mit der Spekulation“. – Da reiten die Sozialdemokraten aus. Sie haben aber nicht erklärt, wie das bei der Wien Energie gelaufen ist. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Es wurde uns gesagt, die Wien Energie hat nicht spekuliert, man wollte nur die Stromversorgung für die Bürgerinnen und Bürger sichern, indem man an der Strombörse Strom eingekauft hat. (Abg. Egger: Wer ist denn dort in der Regierung?) Später hat sich dann herausgestellt, dass das gar nicht wahr ist. Die Wien Energie hat an der Strombörse Strom verkauft, den sie selbst gar nicht produziert hat. (Abg. Kassegger: Das nennt man Termingeschäft!) Was, wenn nicht Spekulation, ist das?!
Abg. Egger: Wer ist denn dort in der Regierung?
Auch bemerkenswert ist der Titel dieser Aktuellen Europastunde: „Schluss mit der Spekulation“. – Da reiten die Sozialdemokraten aus. Sie haben aber nicht erklärt, wie das bei der Wien Energie gelaufen ist. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Es wurde uns gesagt, die Wien Energie hat nicht spekuliert, man wollte nur die Stromversorgung für die Bürgerinnen und Bürger sichern, indem man an der Strombörse Strom eingekauft hat. (Abg. Egger: Wer ist denn dort in der Regierung?) Später hat sich dann herausgestellt, dass das gar nicht wahr ist. Die Wien Energie hat an der Strombörse Strom verkauft, den sie selbst gar nicht produziert hat. (Abg. Kassegger: Das nennt man Termingeschäft!) Was, wenn nicht Spekulation, ist das?!
Abg. Kassegger: Das nennt man Termingeschäft!
Auch bemerkenswert ist der Titel dieser Aktuellen Europastunde: „Schluss mit der Spekulation“. – Da reiten die Sozialdemokraten aus. Sie haben aber nicht erklärt, wie das bei der Wien Energie gelaufen ist. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Es wurde uns gesagt, die Wien Energie hat nicht spekuliert, man wollte nur die Stromversorgung für die Bürgerinnen und Bürger sichern, indem man an der Strombörse Strom eingekauft hat. (Abg. Egger: Wer ist denn dort in der Regierung?) Später hat sich dann herausgestellt, dass das gar nicht wahr ist. Die Wien Energie hat an der Strombörse Strom verkauft, den sie selbst gar nicht produziert hat. (Abg. Kassegger: Das nennt man Termingeschäft!) Was, wenn nicht Spekulation, ist das?!
Abg. Schmuckenschlager: Da musst du mit dem Wiederkehr sprechen! Danke NEOS! – Ruf bei der ÖVP: Was machen Sie in der Landesregierung?
Das hat die von den Roten geleitete Wien Energie gemacht. Dort sind aber alle noch in Amt und Würden: der Herr Geschäftsführer wie auch der Aufsichtsrat – gut, im Aufsichtsrat sitzen nur die Chefin der Friedhöfe und lauter andere mäßig kompetente Damen und Herren. Dazu sagt die SPÖ, die gegen Spekulationen ist, nichts. (Abg. Schmuckenschlager: Da musst du mit dem Wiederkehr sprechen! Danke NEOS! – Ruf bei der ÖVP: Was machen Sie in der Landesregierung?)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Zur Frage, wie es mit Österreichs Abhängigkeit von russischem Gas ausschaut, könnte Abgeordneter Matznetter einiges beitragen, weil Herr Matznetter ja schon als Staatssekretär für Finanzen und auch in seiner weiteren Laufbahn immer eine besondere Beziehung zu Moskau, zu Russland hatte und auch heute noch hat. Die SPÖ hat sich emotional nie von Russland gelöst, sie hat immer noch Schmerzen, wenn es um Sanktionen gegen die Russen geht, weil man dieses Moskau, das man mit der Muttermilch aufgesogen hat, noch im Herzen trägt. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Zwischenruf der Abg. Herr.
Sie, wird der Verbrauch eher zunehmen oder abnehmen, wenn man die Energiepreise deckelt? – Er wird natürlich zunehmen. Wenn man die Preise nach unten drückt, dann geht natürlich die Nachfrage nach oben und wir werden die fossilen Energien verstärkt verbrauchen, für die Sie, Kollegin Herr, einen Deckel fordern. (Zwischenruf der Abg. Herr.) Wissen Sie, das ist Marktwirtschaft: Wenn man die Preise runterdrückt, geht die Nachfrage rauf. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Dann können alle wieder heizen, aber das ist Ihnen ja egal! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Herr.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Dann können alle wieder heizen, aber das ist Ihnen ja egal! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Herr.
Sie, wird der Verbrauch eher zunehmen oder abnehmen, wenn man die Energiepreise deckelt? – Er wird natürlich zunehmen. Wenn man die Preise nach unten drückt, dann geht natürlich die Nachfrage nach oben und wir werden die fossilen Energien verstärkt verbrauchen, für die Sie, Kollegin Herr, einen Deckel fordern. (Zwischenruf der Abg. Herr.) Wissen Sie, das ist Marktwirtschaft: Wenn man die Preise runterdrückt, geht die Nachfrage rauf. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Dann können alle wieder heizen, aber das ist Ihnen ja egal! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Herr.)
Abg. Matznetter: Aber Sie kennen sich gar nicht aus, Herr Loacker!
Ich weiß, Sozialismus und Marktwirtschaft sind zwei verschiedene Dinge. Ich erwarte auch nicht von Ihnen, dass Sie sich da auskennen (Abg. Matznetter: Aber Sie kennen sich gar nicht aus, Herr Loacker!), aber es zahlt sich aus, nachzulesen – österreichische Schule der Nationalökonomie –, da gibt es wunderbare Bücher. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Ich würde einmal einen Blick hineinwerfen, das wäre geistig bereichernd für Sie. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Matznetter: Hauptsache, die Dividende stimmt!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Ich weiß, Sozialismus und Marktwirtschaft sind zwei verschiedene Dinge. Ich erwarte auch nicht von Ihnen, dass Sie sich da auskennen (Abg. Matznetter: Aber Sie kennen sich gar nicht aus, Herr Loacker!), aber es zahlt sich aus, nachzulesen – österreichische Schule der Nationalökonomie –, da gibt es wunderbare Bücher. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Ich würde einmal einen Blick hineinwerfen, das wäre geistig bereichernd für Sie. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Matznetter: Hauptsache, die Dividende stimmt!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Matznetter: Hauptsache, die Dividende stimmt!
Ich weiß, Sozialismus und Marktwirtschaft sind zwei verschiedene Dinge. Ich erwarte auch nicht von Ihnen, dass Sie sich da auskennen (Abg. Matznetter: Aber Sie kennen sich gar nicht aus, Herr Loacker!), aber es zahlt sich aus, nachzulesen – österreichische Schule der Nationalökonomie –, da gibt es wunderbare Bücher. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Ich würde einmal einen Blick hineinwerfen, das wäre geistig bereichernd für Sie. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Matznetter: Hauptsache, die Dividende stimmt!)
Abg. Stöger: Richtig!
Kollegin Herr hat sich auch über die Spekulanten beschwert, die sich aufgrund der hohen Energiepreise die Taschen vollstopfen. (Abg. Stöger: Richtig!) Schauen Sie einmal in die Landesbudgets! Sie können in die Landesbudgets vom Burgenland und von Kärnten schauen (Beifall des Abg. Zarits), in die haben Sie vielleicht mehr Vertrauen. Auch dort leben die Landeshauptleute in ihrem Spendierföderalismus von dem Geld, das von den Energieversorgern ins Budget überwiesen wird. Bei den schwarzen Landesfürsten ist das auch so. Die Fürsten der Finsternis (Ruf bei der ÖVP: Hallo, hallo!) leben von dem Geld, das sie den Bürgern aus der Tasche ziehen. (Beifall bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall des Abg. Zarits
Kollegin Herr hat sich auch über die Spekulanten beschwert, die sich aufgrund der hohen Energiepreise die Taschen vollstopfen. (Abg. Stöger: Richtig!) Schauen Sie einmal in die Landesbudgets! Sie können in die Landesbudgets vom Burgenland und von Kärnten schauen (Beifall des Abg. Zarits), in die haben Sie vielleicht mehr Vertrauen. Auch dort leben die Landeshauptleute in ihrem Spendierföderalismus von dem Geld, das von den Energieversorgern ins Budget überwiesen wird. Bei den schwarzen Landesfürsten ist das auch so. Die Fürsten der Finsternis (Ruf bei der ÖVP: Hallo, hallo!) leben von dem Geld, das sie den Bürgern aus der Tasche ziehen. (Beifall bei Abgeordneten der NEOS.)
Ruf bei der ÖVP: Hallo, hallo!
Kollegin Herr hat sich auch über die Spekulanten beschwert, die sich aufgrund der hohen Energiepreise die Taschen vollstopfen. (Abg. Stöger: Richtig!) Schauen Sie einmal in die Landesbudgets! Sie können in die Landesbudgets vom Burgenland und von Kärnten schauen (Beifall des Abg. Zarits), in die haben Sie vielleicht mehr Vertrauen. Auch dort leben die Landeshauptleute in ihrem Spendierföderalismus von dem Geld, das von den Energieversorgern ins Budget überwiesen wird. Bei den schwarzen Landesfürsten ist das auch so. Die Fürsten der Finsternis (Ruf bei der ÖVP: Hallo, hallo!) leben von dem Geld, das sie den Bürgern aus der Tasche ziehen. (Beifall bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten der NEOS.
Kollegin Herr hat sich auch über die Spekulanten beschwert, die sich aufgrund der hohen Energiepreise die Taschen vollstopfen. (Abg. Stöger: Richtig!) Schauen Sie einmal in die Landesbudgets! Sie können in die Landesbudgets vom Burgenland und von Kärnten schauen (Beifall des Abg. Zarits), in die haben Sie vielleicht mehr Vertrauen. Auch dort leben die Landeshauptleute in ihrem Spendierföderalismus von dem Geld, das von den Energieversorgern ins Budget überwiesen wird. Bei den schwarzen Landesfürsten ist das auch so. Die Fürsten der Finsternis (Ruf bei der ÖVP: Hallo, hallo!) leben von dem Geld, das sie den Bürgern aus der Tasche ziehen. (Beifall bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Hörl: Genau! – Abg. Wöginger: Bravo, bravo! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter, ich fordere Sie auf, sich in der Ausdrucksweise zu mäßigen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Hörl: Genau! – Abg. Wöginger: Bravo, bravo! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Bitte.
Ruf bei der ÖVP: Ja, genau!
Präsidentin Doris Bures: Die „Fürsten der Finsternis“ – ich nehme an, es handelt sich dabei um gewählte Landeshauptleute. (Ruf bei der ÖVP: Ja, genau!) – Eben, das meine ich mit „sich in der Ausdrucksweise zu mäßigen“. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Präsidentin Doris Bures: Die „Fürsten der Finsternis“ – ich nehme an, es handelt sich dabei um gewählte Landeshauptleute. (Ruf bei der ÖVP: Ja, genau!) – Eben, das meine ich mit „sich in der Ausdrucksweise zu mäßigen“. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Hast eh nicht gekriegt! – Ruf bei der SPÖ: Das war eh keiner!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (fortsetzend): Frau Präsidentin, ich nehme das zur Kenntnis. Es hat in früheren Jahren, zu Zeiten des Matthias Strolz, keinen Ordnungsruf dafür gegeben, aber es ist in Ordnung. (Abg. Wöginger: Hast eh nicht gekriegt! – Ruf bei der SPÖ: Das war eh keiner!)
Heiterkeit und Beifall bei den NEOS. – Abg. Wöginger: Jetzt geht er gegen die Musi auch noch! Bauernbund und Musikkapellen mag er nicht! – Abg. Leichtfried: Der Herr Oberlehrer hat gesprochen!
Jedenfalls kommt das Geld, mit dem der Blasmusik ein Trachtenjanker gesponsert wird, mit dem sich der Landeshauptmann, der Fürst der Helligkeit, Wählerstimmen kauft, von den Bürgern. (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS. – Abg. Wöginger: Jetzt geht er gegen die Musi auch noch! Bauernbund und Musikkapellen mag er nicht! – Abg. Leichtfried: Der Herr Oberlehrer hat gesprochen!)
Abg. Wöginger: Genau!
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter, ich habe Ihnen auch keinen Ordnungsruf erteilt (Abg. Wöginger: Genau!), ich habe Sie nur aufgefordert, sich zu mäßigen. Das ist ein Unterschied. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter, ich habe Ihnen auch keinen Ordnungsruf erteilt (Abg. Wöginger: Genau!), ich habe Sie nur aufgefordert, sich zu mäßigen. Das ist ein Unterschied. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Abg. Hörl: Jetzt weiß er es wieder besser – nachher!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir erleben jetzt das, von dem wir als Sozialdemokraten angekündigt haben, dass es passieren wird. Das haben wir bereits letztes Jahr gesagt; da hat die Regierung noch gesagt, nein, sie wird beim Gas nichts machen. Wir haben gesagt: Das schauen wir uns an! Wenn in Deutschland der Gaspreisdeckel kommt, wird der Druck so groß sein, dass Sie auch nachziehen müssen. (Abg. Hörl: Jetzt weiß er es wieder besser – nachher!)
Beifall bei der SPÖ.
zu minimieren, sondern die haben dazu gedient, Gewinne, ja teilweise sogar Rekordgewinne von Unternehmen zu finanzieren, und dafür waren die Fördermittel nie gedacht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sehen jetzt bereits die ökonomischen Auswirkungen, die sich dann auch in den Betrieben, im Budget und so weiter fortsetzen werden. Das heißt, man sieht das Ergebnis Ihrer Politik: dass die Wirtschaft jetzt nämlich auch noch einbricht! – Das hätte nicht passieren müssen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das ist in der Covid-Pandemiezeit so geschehen, und es attestieren uns alle Expertinnen und Experten, dass es uns in Österreich in großem Maße gelungen ist – die Zahlen zeigen es ja letzten Endes auch –, diese Unternehmen abzusichern, durch die verschiedensten Hilfsmaßnahmen bis hin zur Kurzarbeit Arbeitsplätze abzusichern, sodass Österreich sehr, sehr gut durch diese Krise gekommen ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kassegger: Es hat euch ja keiner gesagt, dass ihr alles zusperren müsst! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Was wäre die Alternative in damals stark betroffenen Branchen, im Tourismus, in Teilen des Handels, aber durchaus auch Teilen von Gewerbe und Handwerk gewesen? – Wir hätten nicht nur bei einzelnen Unternehmen existenzielle Probleme bekommen, sondern wir hätten strukturelle Probleme bekommen. (Abg. Kassegger: Es hat euch ja keiner gesagt, dass ihr alles zusperren müsst! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Wenn man sich vor Augen führt, wie
Beifall bei der ÖVP.
Jetzt sind wir in einer vergleichbaren Situation, dass ausgelöst von einem verantwortungslosen Politiker in Russland ein unsäglicher Krieg gegen ein Nachbarland angezettelt und gleichzeitig ein Wirtschaftskrieg mit der westlichen Welt begonnen wurde. Die Auswirkungen sind, dass die Energiepreise in eine Höhe geschnellt sind, die für die Menschen in den privaten Haushalten, aber auch für viele Unternehmen – zum Teil sind es jetzt dieselben Branchen, aber zum Teil auch ganz andere – einfach nicht zu stemmen wären. Da ist es wiederum die Verantwortung der Politik, diesen Unternehmen zur Seite zu stehen und mit entsprechenden Abfederungen dieser extremen Kostensteigerungen dafür zu sorgen, dass diese davor gesunden Unternehmen überleben können, die nicht aus eigenem Verschulden in diese Situation geraten sind und auch durchaus ihre kaufmännische Vorsicht haben walten lassen. Diesen Unternehmen muss man selbstverständlich staatlicherseits unter die Arme greifen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich darf Sie am Ende der Debatte auch um Ihre geschätzte Zustimmung ersuchen. Es ist ganz, ganz wichtig und dringend, dass wir die Grundlage für unseren Wohlstand, die Grundlage für den Wohlstand vieler Menschen in Österreich mit diesem Gesetz absichern, weil wir sonst breitflächige Flurschäden in der Wirtschaft und damit auch in der Beschäftigungssituation in Österreich hätten. Das dürfen wir aus unserer Verantwortung heraus nicht zulassen. Ich bitte um Ihre Zustimmung zu diesem Gesetz. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bitte nochmals, diesen Abänderungsantrag mit in die Verhandlungen einzubeziehen, Frau Präsidentin. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, ich lasse das auch nicht gelten. Ich lasse zwei Sätze nicht gelten: Die Krise ist schuld, alles ist so schwierig. – Sie sind die Hauptverursacher dieser Krise. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Der zweite Satz, den ich auch nicht gelten lasse, ist jener: Wir lassen niemanden zurück. – Selbstverständlich lassen Sie jemanden zurück. Sie lassen alle zurück. Sie lassen die Bürger, die Österreicher, zurück. Am Ende baden die Ihre verfehlte Politik aus. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Da können Sie das Geld und irgendwelche Zuschüsse dreimal im Kreis schicken.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Also da fehlt mir wirklich der Zugang, dass das mit einer Partei mit Wirtschaftskompetenz noch irgendwie vereinbar ist. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Abg. Fischer: Wollt ihr helfen?
Machen wir eine vernünftige Energiepolitik mit Maß und Ziel, selbstverständlich mit dem Ausbau von Erneuerbaren, aber bitte schön die Netzstabilität und den Netzausbau nicht vergessen! Wir haben einen Bedarf von 18 Milliarden Euro. Da wird gebremst, da geht nichts weiter, weil sich dann verschiedene Parteien querlegen, was die Verfahrensgeschwindigkeiten und so weiter betrifft. (Abg. Fischer: Wollt ihr helfen?)
Abg. Fischer: Ja, weil Kraftwerk nicht Kraftwerk ist! – Abg. Schallmeiner: Differenzieren ist ja bei der FPÖ auch nicht ihre Stärke!
Die Grünen haben auch einen komischen Zugang zur Wasserkraft. Das wollen sie auch nicht. Ich kenne das als Grazer. Da haben die Grünen gegen ein riesiges Wasserkraftwerk protestiert. Das sind erneuerbare Energien. Also ich verstehe es nicht. (Abg. Fischer: Ja, weil Kraftwerk nicht Kraftwerk ist! – Abg. Schallmeiner: Differenzieren ist ja bei der FPÖ auch nicht ihre Stärke!) Wirtschaftlichkeit und Leistbarkeit spielen für die Grünen offensichtlich überhaupt keine Rolle.
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Das ist der falsche Zugang. Energiepreise kriegt man ganz anders in den Griff: indem man das Problem an den Wurzeln packt. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Abg. Hörl: Tut er auch! Tut er ja!
Bitte, dann kommen Sie einmal in die Gänge! Starten wir einmal mit Friedensgesprächen beziehungsweise machen Sie Ihren Einfluss geltend – den haben wir im Europäischen Rat, der Herr Bundeskanzler kann in Brüssel sehr wohl seinen Mund aufmachen, wir wissen das. (Abg. Hörl: Tut er auch! Tut er ja!)
Beifall bei der FPÖ.
Auch das GWG, der vierte Gesetzentwurf, ist in Wahrheit noch nicht so weit. Da würde ich sogar empfehlen, dass man das noch einmal rückverweist und in Ruhe noch einmal durchbespricht. Wenn es heute durchgeboxt werden soll, werden wir dem nicht zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.
Abgeordneter Mag. Dr. Jakob Schwarz, BA (Grüne): Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Herr Kassegger meint, raus aus Kohle, Öl und Gas gefährdet die österreichische Industrie. Die Zukunft der österreichischen Industrie liegt also in der Kohle. – Das sehe ich natürlich anders. Auch dass wir in Österreich wieder günstige Energie haben werden, wenn wir nur nett zu Putin sind, halte ich für eine Fehlannahme. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.)
Beifall bei den Grünen.
Zum Ersten: Sind die Betriebe massenhaft eingegangen? – Das könnte man typischerweise an der Anzahl der Insolvenzen ablesen. Da sieht man, dass die Anzahl der Insolvenzen im Jahr 2022 immer noch niedriger ist, als das vor der Coronakrise der Fall war. Es ist sogar so: Die OeNB hat gesagt, dass die Anzahl der Unternehmen in diesem Zeitraum seit 2019 um 8 Prozent zugenommen hat. – Also klappt das. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kassegger: Ja, weil es so warm war! Ein Zufall! Weil es so warm war!
Dann stellt sich natürlich die Frage: Befeuert das nicht nur die Nachfrage nach fossilen Energieträgern, bleibt es bei business as usual, und kommen wir immer weiter weg von einer nachhaltigen Wirtschaft? – Auch da zeigt sich: Wir haben im Oktober 20 Prozent weniger Gas verbraucht als im Vorjahr, im November 26 Prozent weniger Gas. (Abg. Kassegger: Ja, weil es so warm war! Ein Zufall! Weil es so warm war!) Beim Strom gibt es ein ähnliches Bild. Das erklärt das wärmere Klima nicht, sondern es ist tatsächlich noch darüber hinausge-
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
hend. Selbst beim Diesel gibt es trotz des Wirtschaftswachstums eine Einsparung von 4 Prozent an Verbrauch im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das geht klarerweise nicht alles auf die Kappe der Regierung, aber es sind doch positive Entwicklungen, die mit den Maßnahmen zusammenfallen. Diesen Erfolg möchte ich explizit hier festhalten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kucharowits und Stöger.
Jetzt ist es allerdings auch so, dass selbst die Kritikerinnen und Kritiker selten die Frage stellen, ob wir die Ziele erreicht haben, sondern meistens kommt ja die Beschwerde, dass die Mittel nicht treffsicher oder nicht effizient eingesetzt worden sind. Da möchte ich jetzt zum Energiekostenzuschuss zwei zurückkommen: Da gibt es nämlich dieses berühmte Alternativbeispiel des Gaspreisdeckels, den auch die SPÖ vorschlägt und der der Traum von allen ist, die sich Antiteuerungsmaßnahmen besonders einfach vorstellen. Da wird nämlich einfach beim Gaspreis ein Strich gezogen, und alles, was darüber ist, wird vom Staat gezahlt – superschnell, supereinfach! Die Betriebe wissen jetzt schon, wie viel sie in fünf Monaten für das Gas zahlen werden. Das ist natürlich eine schnelle und einfach Maßnahme, aber halt auch überhaupt nicht treffsicher, weil das jeder kriegt, ob groß oder klein, ob arm oder reich, ob man es braucht oder nicht. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kucharowits und Stöger.)
Beifall bei den Grünen.
Genau das wollten wir in Österreich nicht. Deshalb haben wir eine ganze Reihe von Kriterien eingezogen, damit es möglichst treffsicher ist. Das heißt, nur jene, die es wirklich brauchen, weil sie von massiven Mehrkosten betroffen sind, kriegen eine Förderung. Jene, die es sich leisten können, üppige Managerboni, oder Dividenden auszuzahlen, kriegen keinen Zuschuss. Jene, die es sich leisten können, Energie im wahrsten Sinne des Wortes beim Fenster hinauszuheizen – Stichwort Beheizung von Außenräumen und so weiter –, kriegen auch keinen Zuschuss. Wer Kosten spart, indem er massenhaft Mitarbeiter:innen hinausschmeißt oder Steuern hinterzieht, kriegt auch keinen Zuschuss. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich möchte noch einmal darauf aufmerksam machen: Es ist natürlich schon so, dass Treffsicherheit wichtig ist, aber sie ist nicht alles, es gibt auch etwas anderes. Schnelligkeit und Einfachheit sind auch wichtig, und die Abwägung, finde ich, hat die Bundesregierung bis jetzt in Summe, über alle Maßnahmen hinweg gesehen, sehr gut hingekriegt. Dafür vielen Dank, und ich bitte auch um Zustimmung zum Energiekostenzuschuss zwei. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer (NEOS): Frau Präsidentin! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Ich glaube, man hat jetzt an meinem Vorredner schon recht gut gesehen, wie schwer sich die Bundesregierung mit dem tut, was sie im Augenblick macht. Auf der einen Seite wird das deutsche Modell kritisiert, weil es nicht treffsicher ist, auf der anderen Seite sagen alle Ökonomen und alle Spezialisten in Österreich, inklusive der Oesterreichischen Nationalbank, dass die Modelle in Österreich viel zu teuer sind, dass viel zu viel Geld ausgegeben wird und dass sie eines nicht sind, nämlich treffsicher. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Stöger.
Energiekostenzuschuss zwei: Wir hätten uns alle gewünscht, letzte Woche über dieses Thema zu sprechen. Gestern am Nachmittag kam der Antrag, wieder in letzter Minute. Da richte ich meinen Blick auch auf die Grünen: Als Abgeordneter hätte Sie der jetzige Vizekanzler Kogler durch Sonne und Mond geschossen, wenn Sie das so gemacht hätten. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Stöger.)
Beifall bei den NEOS.
Natürlich müssen wir vor allem Unternehmen im internationalen Wettbewerb stärken, die brauchen faire Rahmenbedingungen. Das kann aber nicht zur Ausrede dafür werden, dass weiter mit der Gießkanne oder, wie ich es vorhin schon gesagt habe, mit dem Löschflugzeug Geld auf das Problem geworfen wird. Es ist tatsächlich so, dass in Zeiten des Umbruchs Unternehmen geholfen werden muss. Das ist klar und das ist gut. Jetzt müssten sich die Unternehmen und die Geschäftsmodelle aber auch wieder darauf einstellen, dass sie diese Umstände selbstständig in den Griff kriegen, und das wollen die auch, meine Damen und Herren. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
(Beifall bei den NEOS.) Es ist schon wurscht: 8 Milliarden Euro da, 5 Milliarden Euro dort. 30 Milliarden Euro an temporären Ausgaben, Hilfsmaßnahmen gegen die Teuerung, 30 Milliarden Euro: Das interessiert niemanden mehr.
Beifall bei den NEOS.
Frau Bundesministerin, Sie wissen, was ich damit meine: Wir brauchen in diesem Land Erdkabel statt Freileitungen! – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Letztlich, als Hauptziel, geht es aber – und das ist immer wichtig, dazuzusagen, das hat noch niemand gesagt – um das Sichern von Arbeitsplätzen in Österreich. Das ist ja auch ein Grund, warum so viele Arbeitsplätze entstanden sind, dass wir eben nicht Arbeitsplätze aufgrund der Krisen verloren haben. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Das ist mir wichtig, weil es da ein Missverständnis zu geben scheint. Der Großteil der Förderungen wird über das AWS abgewickelt. Nur das Pauschalmodell mit einer maximalen Förderhöhe von unter 2 000 Euro pro Unternehmen wird über die FFG abgewickelt. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Dafür bitte ich um Ihre Zustimmung. Die FPÖ – Herr Kassegger – hat schon ihre Zustimmung angekündigt. Das freut mich sehr, im Sinne unseres Haushaltes und auch im Sinne unserer Unternehmer. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen.
Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Vielleicht nur, damit man sich ein bissel vergegenwärtigen kann, was das heißt: Sie gehen mit Magenschmerzen zum Hausarzt, und der Hausarzt schickt Sie zum Orthopäden. Es mag vielleicht der Orthopäde wirklich sehr gut sein, aber wahrscheinlich für diese Symptome nicht der richtige Arzt. (Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen.) Jetzt möchte ich aber auch sagen, dass natürlich unsere Kolleginnen und Kollegen im Budgetausschuss gute Arbeit leisten, aber für diese Thematiken einfach nicht im richtigen Ausschuss sind.
Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Schallmeiner und Stöger.
Worum geht es bei diesem Gesetzentwurf inhaltlich? – Im Gaswirtschaftsgesetz sollte eine EU-Verordnung vom Juni 2022 umgesetzt werden. (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Schallmeiner und Stöger.) – Liebe Kolleginnen und Kollegen, ihr braucht nicht so nervös zu sein, wir werden ja die Möglichkeit haben, dann noch einmal zu diskutieren. Wir haben auf alle Fälle festgehalten, dass wir aus diesem Grund diesem Gaswirtschaftsgesetz
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Frau Bundesministerin und auch liebe Kolleginnen und Kollegen, das ist mein Auftrag an Sie: Das Problem der Netzkostensteigerung muss systemisch gelöst werden. Ich erwarte mir daher, dass da so rasch wie möglich an einer Lösung gearbeitet und uns diese präsentiert wird. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
ten. Abgesehen davon kann ja jeder Abgeordnete an diesem Ausschuss teilnehmen, wenn dieses Thema auf der Tagesordnung ist. Es ist nicht so, dass man es nicht behandeln könnte, wenn man dabei sein will. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Vielleicht noch eine kurze Bemerkung zu gestern: Wer auf die Strombörse geschaut hat, hat gemerkt, dass gestern die Strompreise ganz massiv gefallen sind. Das hat unter anderem damit zu tun, dass das Windaufkommen ganz dramatisch gestiegen ist. Das zeigt uns einmal mehr, dass die Strompreise sinken, wenn das Angebot der Erneuerbaren voll da ist. Das bedeutet, wir müssen die Erneuerbaren wesentlich mehr ausbauen, damit die Stromkosten sinken. Das senkt dann auch unsere Netzkosten, und – das hat auch die E-Control schon bestätigt – es wird die Effizienz der Stromnetze steigern, wenn wir den Ökostrom weiter ausbauen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Obernosterer.
Wir haben natürlich sehr viel zu tun. Wir haben Balkonkraftwerke, kleine Fotovoltaikanlagen, die sollen natürlich einfach angeschlossen werden. Ich freue mich, dass der VDE gesagt hat, die Steckerlösung ist die einfachste, die praktikabelste Lösung. Da hoffe ich jetzt, dass die Netzbetreiber das auch schnell umsetzen und diese kleinen Kraftwerke auch ohne großen bürokratischen Aufwand schnell ermöglichen, denn auch diese Kraftwerke senken direkt die Stromkosten auf der Rechnung. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Obernosterer.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich würde mich freuen, wenn sehr viele diesen Gesetzesantrag jetzt unterstützen, damit wir die Haushalte und die Unternehmen auch dadurch entlasten können. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Lukas Hammer: Null Ahnung!
Ahnung haben und irgendwas daherreden!) Wasserkraft ist immer noch gleich teuer, wie sie ist. (Abg. Lukas Hammer: Null Ahnung!)
Abg. Lukas Hammer: Lass dir das mal von Kollegen bei der Kelag erklären!
Lieber Franz Hörl, ich erkläre es dir: Den Strom, den wir zusätzlich brauchen – das tun wir nämlich heute auch schon, die APG kauft auch Strom ein, den sie zusätzlich für den Netzausbau braucht –, könnten wir dann zentral einkaufen (Abg. Lukas Hammer: Lass dir das mal von Kollegen bei der Kelag erklären!), nämlich über die APG, und dann verteilen, und das Problem wäre gelöst. (Abg. Hörl: ... macht es noch wer?)
Abg. Hörl: ... macht es noch wer?
Lieber Franz Hörl, ich erkläre es dir: Den Strom, den wir zusätzlich brauchen – das tun wir nämlich heute auch schon, die APG kauft auch Strom ein, den sie zusätzlich für den Netzausbau braucht –, könnten wir dann zentral einkaufen (Abg. Lukas Hammer: Lass dir das mal von Kollegen bei der Kelag erklären!), nämlich über die APG, und dann verteilen, und das Problem wäre gelöst. (Abg. Hörl: ... macht es noch wer?)
Ruf: ... in der Regierung in Kärnten? Ihr nicht!
Eine Österreichvariante von Meritorder würde also gehen, haben wir auch schon mehrfach vorgeschlagen (Ruf: ... in der Regierung in Kärnten? Ihr nicht!), aber ihr weigert euch, das zu tun, aus welchem Grund auch immer.
Abg. Hörl: Was hat die Netzspannung mit der Wahl zu tun?
Es passt aber eh. Ihr seid eh auf einem guten Weg. Man hat gestern bei der Niederösterreichwahl eh gesehen, dass der Weg passt. (Abg. Hörl: Was hat die Netzspannung mit der Wahl zu tun?) Die Grünen jubeln, die Schwarzen gehen unter. Also macht bitte so weiter! Die freuen sich auf dieser Seite (in Richtung Grüne deutend), und bei euch geht es streng bergab. (Abg. Hörl: Was hat die Netzspannung mit der Wahl zu tun?)
Abg. Hörl: Was hat die Netzspannung mit der Wahl zu tun?
Es passt aber eh. Ihr seid eh auf einem guten Weg. Man hat gestern bei der Niederösterreichwahl eh gesehen, dass der Weg passt. (Abg. Hörl: Was hat die Netzspannung mit der Wahl zu tun?) Die Grünen jubeln, die Schwarzen gehen unter. Also macht bitte so weiter! Die freuen sich auf dieser Seite (in Richtung Grüne deutend), und bei euch geht es streng bergab. (Abg. Hörl: Was hat die Netzspannung mit der Wahl zu tun?)
Abg. Lukas Hammer: Er hat gesagt: „Mehr Mut zu Österreich!“
Kollege Schmuckenschlager hat es heute schon gesagt oder der SPÖ vorgeworfen. Wie hat er es gesagt? (Abg. Lukas Hammer: Er hat gesagt: „Mehr Mut zu Österreich!“) – Das ist ein marxistischer „Murks“, was hier gemacht wird. (Ruf bei der ÖVP: „Murks nach Marx“! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Das ist genau das, was ihr macht, das ist Murks, marxistische Politik. Ihr behandelt nur die Symptome und nicht die Ursachen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Lei-lei!)
Ruf bei der ÖVP: „Murks nach Marx“! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Kollege Schmuckenschlager hat es heute schon gesagt oder der SPÖ vorgeworfen. Wie hat er es gesagt? (Abg. Lukas Hammer: Er hat gesagt: „Mehr Mut zu Österreich!“) – Das ist ein marxistischer „Murks“, was hier gemacht wird. (Ruf bei der ÖVP: „Murks nach Marx“! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Das ist genau das, was ihr macht, das ist Murks, marxistische Politik. Ihr behandelt nur die Symptome und nicht die Ursachen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Lei-lei!)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Lei-lei!
Kollege Schmuckenschlager hat es heute schon gesagt oder der SPÖ vorgeworfen. Wie hat er es gesagt? (Abg. Lukas Hammer: Er hat gesagt: „Mehr Mut zu Österreich!“) – Das ist ein marxistischer „Murks“, was hier gemacht wird. (Ruf bei der ÖVP: „Murks nach Marx“! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Das ist genau das, was ihr macht, das ist Murks, marxistische Politik. Ihr behandelt nur die Symptome und nicht die Ursachen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Lei-lei!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
und so 558 Millionen Euro für 2023 zur Verfügung stellen und damit den größten Teil der sonst unweigerlich anfallenden Extrakosten abfedern. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wurm: Wie schaut es mit der Grundversorgung aus, Frau Minister?
Auf die Frage von Frau Abgeordneter Doppelbauer – sie hat es vorhin angesprochen, ich sehe sie jetzt gerade nicht –: Wir sind da im regulierten Bereich der E-Control. Das heißt, die Behörde handelt eigenständig und unabhängig, ist da in der Prognose, in der Berechnung der Netzverlustentgelte, die per Bescheid vorgeschrieben werden, natürlich auf Daten der APG angewiesen. Diese hat erfreulicherweise jetzt für das kommende Jahr niedrigere voraussichtliche Kosten angemeldet. Selbstverständlich wird das aber auch durch die zuständige Behörde, die E-Control, kontrolliert. Die Kosten werden im darauffolgenden Jahr auch aufgerollt, um sicherzustellen, dass da auch alles weitergegeben wird beziehungsweise da nur die tatsächlich anfallenden Kosten verrechnet werden. (Abg. Wurm: Wie schaut es mit der Grundversorgung aus, Frau Minister?)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Es ist nur leider nicht ganz trivial – das habe ich auch im Ausschuss letzte Woche ausgeführt –: Es muss unionsrechtlich halten, es muss inhaltlich sinnvoll sein, es muss nachhaltig wirken, danach ja auch noch durch die Begutachtung, durch den parlamentarischen Prozess – inklusive Ausschuss, Nationalrat und Bundesrat – und dann auch noch immer europarechtlich halten. Daher wollten wir mit dieser Novelle sicherstellen, dass unabhängig von diesem Prozess die erhöhten Beschaffungskosten, die Netzverlustentgelte auch für das zweite Halbjahr 2023 abgefedert werden können, damit wir da eben Haushalte und Unternehmen entlasten. – Ich darf Sie daher wirklich bitten, dieser Novelle auch mit breiter Mehrheit Ihre Zustimmung zu erteilen. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Noch ganz kurz zum zweiten Punkt, zur Novelle des Gaswirtschaftsgesetzes: Wir legen hier eine Novelle vor, die nach den vielen, vielen Maßnahmen, die wir im letzten Jahr zur Erhöhung der Versorgungssicherheit getroffen haben, ein weiterer Baustein dafür ist. Es geht da um die Zertifizierung von Speicheranlagen, vor allem aber – das ist mir ein besonderes Anliegen – um die bessere Absicherung der Haushaltskunden und da insbesondere der Fernwärmekunden. Das ist ein großes Thema, vor allem in den großen Städten in Österreich. Diese Novelle werden wir weiter diskutieren, es liegt ein Antrag dazu vor. Ich freue mich auf die konstruktiven Gespräche dazu. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Abg. Hörl: Herr Professor!
Ich habe mir jetzt die Diskussion von euch Kolleginnen und Kollegen angehört – und ich bin ja einiges gewohnt –: Unser Bundesminister, Herr Dr. Kocher, war ja Chef des IHS. (Abg. Hörl: Herr Professor!) Als er damals seine wissenschaftlichen Studien vorgelegt hat, ist das überall – egal von welcher Fraktion – anerkannt worden und man hat gesagt, die Wissenschaft legt uns das auf den Tisch und so sollten wir es machen.
Abg. Matznetter: Das liegt nicht an ihm, sondern an der ÖVP!
Jetzt ist er Minister, macht das gleich wissenschaftlich mit den Regierungskolleginnen und -kollegen, aber auf einmal ist alles falsch. Wundert ihr euch nicht, warum die Politik eigentlich nicht mehr so ernst genommen wird? (Abg. Matznetter: Das liegt nicht an ihm, sondern an der ÖVP!) Wundert ihr euch wirklich nicht? Es muss nicht immer alles richtig sein, das weiß ich schon. Es kann auch nicht immer alles richtig sein. (Abg. Matznetter: Das liegt an deiner Partei!) Oppositionsparteien sind dazu da, dass sie aufzeigen (Abg. Wurm: Ja, weil er so viel falsch macht!) und dass sie darauf schauen, das eine und andere zu machen. Dafür sind sie eben in der Opposition. Etwas spreche ich euch von den Oppositionsparteien aber wirklich ab: Dass alles falsch gemacht wird (Zwischenruf des Abg. Wurm), ist einfach nicht der Fall, das ist nicht richtig, das ist aus einer Märchenstunde. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Matznetter: Das liegt an deiner Partei!
Jetzt ist er Minister, macht das gleich wissenschaftlich mit den Regierungskolleginnen und -kollegen, aber auf einmal ist alles falsch. Wundert ihr euch nicht, warum die Politik eigentlich nicht mehr so ernst genommen wird? (Abg. Matznetter: Das liegt nicht an ihm, sondern an der ÖVP!) Wundert ihr euch wirklich nicht? Es muss nicht immer alles richtig sein, das weiß ich schon. Es kann auch nicht immer alles richtig sein. (Abg. Matznetter: Das liegt an deiner Partei!) Oppositionsparteien sind dazu da, dass sie aufzeigen (Abg. Wurm: Ja, weil er so viel falsch macht!) und dass sie darauf schauen, das eine und andere zu machen. Dafür sind sie eben in der Opposition. Etwas spreche ich euch von den Oppositionsparteien aber wirklich ab: Dass alles falsch gemacht wird (Zwischenruf des Abg. Wurm), ist einfach nicht der Fall, das ist nicht richtig, das ist aus einer Märchenstunde. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Wurm: Ja, weil er so viel falsch macht!
Jetzt ist er Minister, macht das gleich wissenschaftlich mit den Regierungskolleginnen und -kollegen, aber auf einmal ist alles falsch. Wundert ihr euch nicht, warum die Politik eigentlich nicht mehr so ernst genommen wird? (Abg. Matznetter: Das liegt nicht an ihm, sondern an der ÖVP!) Wundert ihr euch wirklich nicht? Es muss nicht immer alles richtig sein, das weiß ich schon. Es kann auch nicht immer alles richtig sein. (Abg. Matznetter: Das liegt an deiner Partei!) Oppositionsparteien sind dazu da, dass sie aufzeigen (Abg. Wurm: Ja, weil er so viel falsch macht!) und dass sie darauf schauen, das eine und andere zu machen. Dafür sind sie eben in der Opposition. Etwas spreche ich euch von den Oppositionsparteien aber wirklich ab: Dass alles falsch gemacht wird (Zwischenruf des Abg. Wurm), ist einfach nicht der Fall, das ist nicht richtig, das ist aus einer Märchenstunde. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Wurm
Jetzt ist er Minister, macht das gleich wissenschaftlich mit den Regierungskolleginnen und -kollegen, aber auf einmal ist alles falsch. Wundert ihr euch nicht, warum die Politik eigentlich nicht mehr so ernst genommen wird? (Abg. Matznetter: Das liegt nicht an ihm, sondern an der ÖVP!) Wundert ihr euch wirklich nicht? Es muss nicht immer alles richtig sein, das weiß ich schon. Es kann auch nicht immer alles richtig sein. (Abg. Matznetter: Das liegt an deiner Partei!) Oppositionsparteien sind dazu da, dass sie aufzeigen (Abg. Wurm: Ja, weil er so viel falsch macht!) und dass sie darauf schauen, das eine und andere zu machen. Dafür sind sie eben in der Opposition. Etwas spreche ich euch von den Oppositionsparteien aber wirklich ab: Dass alles falsch gemacht wird (Zwischenruf des Abg. Wurm), ist einfach nicht der Fall, das ist nicht richtig, das ist aus einer Märchenstunde. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Jetzt ist er Minister, macht das gleich wissenschaftlich mit den Regierungskolleginnen und -kollegen, aber auf einmal ist alles falsch. Wundert ihr euch nicht, warum die Politik eigentlich nicht mehr so ernst genommen wird? (Abg. Matznetter: Das liegt nicht an ihm, sondern an der ÖVP!) Wundert ihr euch wirklich nicht? Es muss nicht immer alles richtig sein, das weiß ich schon. Es kann auch nicht immer alles richtig sein. (Abg. Matznetter: Das liegt an deiner Partei!) Oppositionsparteien sind dazu da, dass sie aufzeigen (Abg. Wurm: Ja, weil er so viel falsch macht!) und dass sie darauf schauen, das eine und andere zu machen. Dafür sind sie eben in der Opposition. Etwas spreche ich euch von den Oppositionsparteien aber wirklich ab: Dass alles falsch gemacht wird (Zwischenruf des Abg. Wurm), ist einfach nicht der Fall, das ist nicht richtig, das ist aus einer Märchenstunde. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Wurm: Was das Gas betrifft, schon!
Da euch inzwischen schon die Argumente ausgehen, was alles falsch gemacht wird, kommen jetzt die besten Beispiele daher. Kollege Angerer war hier draußen und hat gesagt: Die Türkei ist gescheit, die kauft das billige Gas, die macht das viel besser! – Wollt ihr wirklich, dass wir Österreicher uns mit der Türkei vergleichen? Wollt ihr mit denen tauschen? (Abg. Wurm: Was das Gas betrifft, schon!) Wissen Sie, Herr Kollege Angerer, wie viel Inflation die Türkei gehabt hat? (Abg. Wurm: Ja, aber nicht beim Gas ...!) Wissen Sie, wie viel? – 80 Prozent. Österreich hat 8 Prozent gehabt. (Ruf bei der SPÖ: 10!)
Abg. Wurm: Ja, aber nicht beim Gas ...!
Da euch inzwischen schon die Argumente ausgehen, was alles falsch gemacht wird, kommen jetzt die besten Beispiele daher. Kollege Angerer war hier draußen und hat gesagt: Die Türkei ist gescheit, die kauft das billige Gas, die macht das viel besser! – Wollt ihr wirklich, dass wir Österreicher uns mit der Türkei vergleichen? Wollt ihr mit denen tauschen? (Abg. Wurm: Was das Gas betrifft, schon!) Wissen Sie, Herr Kollege Angerer, wie viel Inflation die Türkei gehabt hat? (Abg. Wurm: Ja, aber nicht beim Gas ...!) Wissen Sie, wie viel? – 80 Prozent. Österreich hat 8 Prozent gehabt. (Ruf bei der SPÖ: 10!)
Ruf bei der SPÖ: 10!
Da euch inzwischen schon die Argumente ausgehen, was alles falsch gemacht wird, kommen jetzt die besten Beispiele daher. Kollege Angerer war hier draußen und hat gesagt: Die Türkei ist gescheit, die kauft das billige Gas, die macht das viel besser! – Wollt ihr wirklich, dass wir Österreicher uns mit der Türkei vergleichen? Wollt ihr mit denen tauschen? (Abg. Wurm: Was das Gas betrifft, schon!) Wissen Sie, Herr Kollege Angerer, wie viel Inflation die Türkei gehabt hat? (Abg. Wurm: Ja, aber nicht beim Gas ...!) Wissen Sie, wie viel? – 80 Prozent. Österreich hat 8 Prozent gehabt. (Ruf bei der SPÖ: 10!)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Matznetter: ... deiner Schwesterpartei! – Ruf bei der ÖVP: Wenn er so schreit, ist er nervös! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Von der SPÖ kommt jemand heraus und sagt: Die Spanier sind super, wir müssen das wie die Spanier machen! – Sonst habt ihr keine Argumente mehr? Die Spanier haben eine um 150 Prozent höhere Arbeitslosenquote als Österreich. Das soll für uns ein Vorbild sein?! – Also wenn ihr sonst keine Argumente mehr habt, dann weiß ich nicht, was ist. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Matznetter: ... deiner Schwesterpartei! – Ruf bei der ÖVP: Wenn er so schreit, ist er nervös! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Dann gehen Sie heraus und sagen: Die Ungarn sind super, sind gescheit, die haben den Benzindeckel gemacht! – Wisst ihr, wie viel Inflation Ungarn hat? – 18 Prozent, also weitaus mehr als das Doppelte. Mit solchen Beispielen kommt ihr daher. Diese Regierung kann nicht allein die Welt neu erfinden. Wir haben uns an die internationalen Regeln zu halten, aber diese Regierung geht her und versucht einfach, abzufedern, wo es möglich ist. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Krainer: Die Arbeitnehmer!
Glaubt wirklich den Studien, glaubt es wirklich! Österreich ist eines der wenigen Länder, die bei der Abfederung der Teuerung an der Spitze liegen. Dann kommt aber die SPÖ daher und sagt: Gießkanne, jeder kriegt gleich viel! – Herr Krainer hat überhaupt gesagt, es kann sein, dass ein Unternehmer Geld kriegt, der es gar nicht braucht, weil dieser vielleicht Gewinn gemacht hat. Wisst ihr, wer die Steuern zahlt, damit wir das da finanzieren können? – Diejenigen, die Gewinn machen, und die Menschen, die etwas arbeiten. (Abg. Krainer: Die Arbeitnehmer!)
Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Das ist: linke Tasche, rechte Tasche!
Zu eurem Gießkannenargument sage ich eines (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Das ist: linke Tasche, rechte Tasche!): Als heuer die Pensionserhöhung gekommen ist, hat es den Pensionsdeckel gegeben. Man ist hergegangen und hat im untersten Bereich etwas dazugetan, weil man gesagt hat, da braucht es ein bisschen mehr. Das ist richtig.
Abg. Stöger: In Oberösterreich schon!
Wisst ihr, warum ihr unglaubwürdig seid? – Weil ihr dort, wo ihr regiert, genau das Gegenteil von dem tut, was ihr hier sagt. Die Freiheitlichen haben das Glück, dass sie momentan nirgends regieren (Abg. Stöger: In Oberösterreich schon!), und deswegen sagt man noch, es wäre vielleicht doch möglich. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stöger: Leider schon in Oberösterreich!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stöger: Leider schon in Oberösterreich!
Wisst ihr, warum ihr unglaubwürdig seid? – Weil ihr dort, wo ihr regiert, genau das Gegenteil von dem tut, was ihr hier sagt. Die Freiheitlichen haben das Glück, dass sie momentan nirgends regieren (Abg. Stöger: In Oberösterreich schon!), und deswegen sagt man noch, es wäre vielleicht doch möglich. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stöger: Leider schon in Oberösterreich!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und Grünen.
Abgeordnete Mag. Karin Greiner (SPÖ): Herr Präsident! Werter Herr Minister! Herr Staatssekretär! Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es freut mich heute ganz besonders, dass ich bei meiner ersten Rede im neuen Parlament eine Besuchergruppe aus meinem Bezirk Graz-Umgebung/Voitsberg hier begrüßen darf: Willkommen! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und Grünen.)
Abg. Hörl: Was heißt denn das?
Lieber Kollege Obernosterer! Richtig, die Opposition ist dazu da, aufzuzeigen, und wir haben viel aufzuzeigen (Abg. Hörl: Was heißt denn das?) – leider
Abg. Hörl: Was Richtiges aufzuzeigen!
haben wir viel aufzuzeigen –, und ich komme gleich zu den Fakten. (Abg. Hörl: Was Richtiges aufzuzeigen!) – Ja, Herr Kollege, ich weiß, dass Sie schon nervös werden.
Beifall bei der SPÖ.
Ja das kann ja nicht sein, liebe Steuerzahlerinnen und Steuerzahler! Sind Sie dazu da, Gewinne von Betrieben zu finanzieren? – Ich glaube nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steinacker: Doch! – Abg. Hörl: Ihr seid ja gar nicht hineingegangen! Das war euch zu viel Arbeit!
Haben das die richtigen Unternehmen erhalten? Das wollten wir immer gewährleisten, aber das Tolle daran: Wir als Parlamentarier:innen durften ja nicht einmal kontrollieren, wer dieses Geld bekommt. (Abg. Steinacker: Doch! – Abg. Hörl: Ihr seid ja gar nicht hineingegangen! Das war euch zu viel Arbeit!) – Im Beirat kann ich die Öffentlichkeit nicht informieren, da gibt es eine Verschwiegenheitsklausel. Die parlamentarische Kontrolle habt ihr ausgeschaltet – Skandal! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Krainer: Ihr wolltet uns einen Maulkorb geben!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Krainer: Ihr wolltet uns einen Maulkorb geben!
Haben das die richtigen Unternehmen erhalten? Das wollten wir immer gewährleisten, aber das Tolle daran: Wir als Parlamentarier:innen durften ja nicht einmal kontrollieren, wer dieses Geld bekommt. (Abg. Steinacker: Doch! – Abg. Hörl: Ihr seid ja gar nicht hineingegangen! Das war euch zu viel Arbeit!) – Im Beirat kann ich die Öffentlichkeit nicht informieren, da gibt es eine Verschwiegenheitsklausel. Die parlamentarische Kontrolle habt ihr ausgeschaltet – Skandal! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Krainer: Ihr wolltet uns einen Maulkorb geben!)
Beifall bei der SPÖ.
117 Millionen Euro Überförderung beim Fixkostenzuschuss; bei den Umsatzersätzen in einem Monat, bei nur 50 überprüften Unternehmen, 30 Millionen Euro Überförderungen; geschätzte Überförderungssumme summa summarum nahezu 600 Millionen: 598 Millionen – und Sie reden das klein?! – Unverständlich, lieber Kollege! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Wir zahlen!
Was wir verlangen, ist, dass Förderungen, die es natürlich geben muss – es ist die Aufgabe des Staates, Unternehmen zu schützen, sodass sie nicht zuzusperren brauchen; eine staatliche Aufgabe ist es auf alle Fälle (Ruf bei der FPÖ: Wir zahlen!) –, aber bitte – bitte, liebe Regierungsfraktionen! – zielgerichtet, transparent, sprich mit parlamentarischer Kontrolle erfolgen (Zwischenruf des Abg. Eßl), so, dass sie die richtigen Unternehmen bekommen. Dann hätten Sie unsere Zustimmung.
Zwischenruf des Abg. Eßl
Was wir verlangen, ist, dass Förderungen, die es natürlich geben muss – es ist die Aufgabe des Staates, Unternehmen zu schützen, sodass sie nicht zuzusperren brauchen; eine staatliche Aufgabe ist es auf alle Fälle (Ruf bei der FPÖ: Wir zahlen!) –, aber bitte – bitte, liebe Regierungsfraktionen! – zielgerichtet, transparent, sprich mit parlamentarischer Kontrolle erfolgen (Zwischenruf des Abg. Eßl), so, dass sie die richtigen Unternehmen bekommen. Dann hätten Sie unsere Zustimmung.
Abg. Obernosterer: Haben Sie nicht zugehorcht?
Bei der FFG ist es wieder ein Fehler. Wir wissen nicht, wer kontrolliert. Wir wissen nicht genau, wie das laufen wird: 200 000 Anträge für eine Gesellschaft, die normalerweise 3 000, 4 000 Anträge pro Jahr abwickelt! (Abg. Obernosterer: Haben Sie nicht zugehorcht?) Ja wie sollen denn die das packen? (Abg. Obernosterer: Haben Sie nicht zugehorcht? Sie horchen ja nicht einmal zu!) Es ist ja unmöglich, dass man sehenden Auges wieder die gleichen Fehler macht! Da gehen wir nicht mit. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Obernosterer: Haben Sie nicht zugehorcht? Sie horchen ja nicht einmal zu!
Bei der FFG ist es wieder ein Fehler. Wir wissen nicht, wer kontrolliert. Wir wissen nicht genau, wie das laufen wird: 200 000 Anträge für eine Gesellschaft, die normalerweise 3 000, 4 000 Anträge pro Jahr abwickelt! (Abg. Obernosterer: Haben Sie nicht zugehorcht?) Ja wie sollen denn die das packen? (Abg. Obernosterer: Haben Sie nicht zugehorcht? Sie horchen ja nicht einmal zu!) Es ist ja unmöglich, dass man sehenden Auges wieder die gleichen Fehler macht! Da gehen wir nicht mit. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bei der FFG ist es wieder ein Fehler. Wir wissen nicht, wer kontrolliert. Wir wissen nicht genau, wie das laufen wird: 200 000 Anträge für eine Gesellschaft, die normalerweise 3 000, 4 000 Anträge pro Jahr abwickelt! (Abg. Obernosterer: Haben Sie nicht zugehorcht?) Ja wie sollen denn die das packen? (Abg. Obernosterer: Haben Sie nicht zugehorcht? Sie horchen ja nicht einmal zu!) Es ist ja unmöglich, dass man sehenden Auges wieder die gleichen Fehler macht! Da gehen wir nicht mit. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Wurm und Kassegger.
Ich muss aber auch als Unternehmer, als jemand, dem unser Standort, unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und der damit geschaffene Wohlstand wirklich am Herzen liegen, schon auch den notwendigen Weitblick einfordern. Statt Emotion und Ideologie wäre Nüchternheit wichtig. Pragmatismus und Hausverstand sind gefragt – mit dem Blick auf technische Möglichkeiten, finanzielle Realitäten und die entsprechenden Zeiträume, die für Umsetzungen notwendig sind. Das gilt für den Ausbau der erneuerbaren Energien, aber auch für den Gaseinkauf oder für die Gestaltung des Energiemix. (Zwischenrufe der Abgeordneten Wurm und Kassegger.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und bei den Grünen. – Bravorufe bei den Grünen.
Der Ausstieg aus dem Karbonzeitalter ist unser aller erste Aufgabe, und dazu stehen wir. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und bei den Grünen. – Bravorufe bei den Grünen.)
Ah-Rufe bei SPÖ, FPÖ und NEOS
Fracking zu reden (Ah-Rufe bei SPÖ, FPÖ und NEOS), wozu es eine Studie der Montanuni in Leoben gibt, dass es sehr ressourcenschonend möglich ist (Abg. Krainer: Aber Fracking hat mit Frack nichts zu tun! Das ist nicht eine Ballgeschichte, Fracking!), dann setzen wir unseren Spielräumen halt auch unsere Grenzen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Krainer: Aber Fracking hat mit Frack nichts zu tun! Das ist nicht eine Ballgeschichte, Fracking!
Fracking zu reden (Ah-Rufe bei SPÖ, FPÖ und NEOS), wozu es eine Studie der Montanuni in Leoben gibt, dass es sehr ressourcenschonend möglich ist (Abg. Krainer: Aber Fracking hat mit Frack nichts zu tun! Das ist nicht eine Ballgeschichte, Fracking!), dann setzen wir unseren Spielräumen halt auch unsere Grenzen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Fracking zu reden (Ah-Rufe bei SPÖ, FPÖ und NEOS), wozu es eine Studie der Montanuni in Leoben gibt, dass es sehr ressourcenschonend möglich ist (Abg. Krainer: Aber Fracking hat mit Frack nichts zu tun! Das ist nicht eine Ballgeschichte, Fracking!), dann setzen wir unseren Spielräumen halt auch unsere Grenzen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Wurm
Wir brauchen jede wirtschaftliche Kraft, künftig und jetzt, Einnahmen für den Staat und Kaufkraft der Menschen, und wenn uns das alles wegbricht, wird es finanziell eng in unserem Land. Das wiederum merken wir spätestens dann, wenn der Wohlstand geringer, die Verteilungskämpfe größer, die sozialen Systeme schwächer werden (Zwischenruf des Abg. Wurm) und nicht zuletzt wenn es dann auch um den Beitrag für unseren Umweltschutz und natürlich auch für den Wiederaufbau der Ukraine geht. Auch dann merken wir, wenn wir die wirtschaftliche Kraft in diesem Lande nicht erhalten, dass wir die notwendigen Mittel nicht haben. (Abg. Kassegger: Für die Ukraine? Das ist dein zweites Hauptanliegen, oder, dass wir für die Ukraine genug ... haben?) Deshalb haben wir auch dafür die Verantwortung, hier alles zu tun, um den Standort zu sichern. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Es war ja doch noch eine Hörl-Rede!)
Abg. Kassegger: Für die Ukraine? Das ist dein zweites Hauptanliegen, oder, dass wir für die Ukraine genug ... haben?
Wir brauchen jede wirtschaftliche Kraft, künftig und jetzt, Einnahmen für den Staat und Kaufkraft der Menschen, und wenn uns das alles wegbricht, wird es finanziell eng in unserem Land. Das wiederum merken wir spätestens dann, wenn der Wohlstand geringer, die Verteilungskämpfe größer, die sozialen Systeme schwächer werden (Zwischenruf des Abg. Wurm) und nicht zuletzt wenn es dann auch um den Beitrag für unseren Umweltschutz und natürlich auch für den Wiederaufbau der Ukraine geht. Auch dann merken wir, wenn wir die wirtschaftliche Kraft in diesem Lande nicht erhalten, dass wir die notwendigen Mittel nicht haben. (Abg. Kassegger: Für die Ukraine? Das ist dein zweites Hauptanliegen, oder, dass wir für die Ukraine genug ... haben?) Deshalb haben wir auch dafür die Verantwortung, hier alles zu tun, um den Standort zu sichern. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Es war ja doch noch eine Hörl-Rede!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Es war ja doch noch eine Hörl-Rede!
Wir brauchen jede wirtschaftliche Kraft, künftig und jetzt, Einnahmen für den Staat und Kaufkraft der Menschen, und wenn uns das alles wegbricht, wird es finanziell eng in unserem Land. Das wiederum merken wir spätestens dann, wenn der Wohlstand geringer, die Verteilungskämpfe größer, die sozialen Systeme schwächer werden (Zwischenruf des Abg. Wurm) und nicht zuletzt wenn es dann auch um den Beitrag für unseren Umweltschutz und natürlich auch für den Wiederaufbau der Ukraine geht. Auch dann merken wir, wenn wir die wirtschaftliche Kraft in diesem Lande nicht erhalten, dass wir die notwendigen Mittel nicht haben. (Abg. Kassegger: Für die Ukraine? Das ist dein zweites Hauptanliegen, oder, dass wir für die Ukraine genug ... haben?) Deshalb haben wir auch dafür die Verantwortung, hier alles zu tun, um den Standort zu sichern. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Es war ja doch noch eine Hörl-Rede!)
Abg. Wurm – erheitert –: Ja!
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Nüchternheit und Hausverstand hat Herr Abgeordneter Hörl eingemahnt (Abg. Wurm – erheitert –: Ja!), und Herr Abgeordneter Obernosterer hat gemeint, die Regierung habe nicht alles falsch gemacht.
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, der Gesetzentwurf ist alles andere als reif! Das kann man nicht machen! Und: Achten Sie darauf, wie und was die nächsten Vorschläge dieser Bundesregierung sind, denn in diese Richtung darf es nicht gehen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Hast du etwas vergessen?
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Gabriel Obernosterer. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Leichtfried: Hast du etwas vergessen?)
Abg. Krainer: Lies den Antrag vor!
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren auf der Galerie und zu Hause vor den Fernsehschirmen! Keine Sorge, liebe SPÖ, ich bin jetzt nicht herausgekommen, um jetzt wieder anzufangen, etwas richtigzustellen. Im Ausschuss, Herr Kollege Stöger, haben wir darüber genug diskutiert, nur ist der Gesetzestext nicht auf Punkt und Beistrich fertig gewesen (Abg. Krainer: Lies den Antrag vor!), aber es ist nicht so, dass wir darüber nicht geredet hätten. Ihr Beitrag ist jetzt ganz der gleiche wie im Ausschuss gewesen, was auch okay ist, aber es ist nicht okay, zu sagen, wir hätten darüber nicht geredet, man habe sich im Ausschuss nicht damit befasst. Das ist einfach nicht korrekt. (Abg. Krainer: Lies den Antrag vor!)
Abg. Krainer: Lies den Antrag vor!
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren auf der Galerie und zu Hause vor den Fernsehschirmen! Keine Sorge, liebe SPÖ, ich bin jetzt nicht herausgekommen, um jetzt wieder anzufangen, etwas richtigzustellen. Im Ausschuss, Herr Kollege Stöger, haben wir darüber genug diskutiert, nur ist der Gesetzestext nicht auf Punkt und Beistrich fertig gewesen (Abg. Krainer: Lies den Antrag vor!), aber es ist nicht so, dass wir darüber nicht geredet hätten. Ihr Beitrag ist jetzt ganz der gleiche wie im Ausschuss gewesen, was auch okay ist, aber es ist nicht okay, zu sagen, wir hätten darüber nicht geredet, man habe sich im Ausschuss nicht damit befasst. Das ist einfach nicht korrekt. (Abg. Krainer: Lies den Antrag vor!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Nur zur Erklärung für die Zuschauer zu Hause: In dieser Abänderung geht es um gar nichts anderes als um einen Wortlaut, sie soll bewirken, dass das Kerngeschäft der FFG nicht behindert wird. Das ist alles. Das ist kein neues Gesetz oder sonst irgendetwas. Manchmal kommen so kurzfristig Anträge herein, weil, nachdem die Gesetzesanträge von der Verfassungsabteilung durchgeschaut wurden, da oder dort noch eine Kleinigkeit zu ergänzen ist, aber vom Inhalt her ändert sich nichts. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Obernosterer: Ich habe es gerade erklärt!
Um seriöse Politik zu machen, braucht es manchmal auch Zeit, braucht es ein korrektes Studieren der Abänderungsanträge. (Abg. Obernosterer: Ich habe es gerade erklärt!) Dieses schnelle Vorlesen durch den letztgemeldeten Redner
Beifall bei der SPÖ.
der Regierungsfraktionen ist wirklich etwas, das wir demokratiepolitisch hier in diesem Haus ablehnen. Bei der Eröffnungsveranstaltung ist ja im Besonderen der Zusammenhalt so sehr propagiert worden, daher sollten die Regierungsparteien endlich von dieser ihrer Vorgangsweise Abstand nehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wer stemmt all die Anfragen zur Antragstellung, die von den Unternehmen kommen? Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der FFG werden jetzt auf die Schnelle eingestellt? All diese Fragen sind ungeklärt! Meiner und unserer Meinung nach hat die FFG wohl einen ganz anderen Auftrag, als einen Energiekostenzuschuss für kleine Unternehmen auszuschütten. (Beifall bei der SPÖ.)
Die Tonanlage fällt aus. – Rufe: Mikrofon, bitte! Mikrofon!
Die Frage, die übrig bleibt, ist: Wieso belastet man damit die Forschungslandschaft? Warum vergrößert man die Unsicherheit ohne Not, gerade im Bereich der angewandten Forschung, der ohnehin aktuell sehr stark unter Druck steht? Man denke auch an die Fachhochschulen, für die Herr Minister Polaschek aktuell den schlechtesten Hochschulplan ever vorgelegt hat! Von jeder einzelnen Fachhochschule wird dieser in der Luft zerrissen. Wir kommen bei einem späteren Tagesordnungspunkt noch genauer, im Detail dazu. Das ist wirklich katastrophal! (Die Tonanlage fällt aus. – Rufe: Mikrofon, bitte! Mikrofon!) – Und das nicht bei Präsidenten Sobotka! (Heiterkeit bei der SPÖ. – Ruf: Das dürfte mit der Rede zu tun haben!)
Heiterkeit bei der SPÖ. – Ruf: Das dürfte mit der Rede zu tun haben!
Die Frage, die übrig bleibt, ist: Wieso belastet man damit die Forschungslandschaft? Warum vergrößert man die Unsicherheit ohne Not, gerade im Bereich der angewandten Forschung, der ohnehin aktuell sehr stark unter Druck steht? Man denke auch an die Fachhochschulen, für die Herr Minister Polaschek aktuell den schlechtesten Hochschulplan ever vorgelegt hat! Von jeder einzelnen Fachhochschule wird dieser in der Luft zerrissen. Wir kommen bei einem späteren Tagesordnungspunkt noch genauer, im Detail dazu. Das ist wirklich katastrophal! (Die Tonanlage fällt aus. – Rufe: Mikrofon, bitte! Mikrofon!) – Und das nicht bei Präsidenten Sobotka! (Heiterkeit bei der SPÖ. – Ruf: Das dürfte mit der Rede zu tun haben!)
Abg. Holzleitner – vom Redner:innenpult aus –: Ich hoffe, meine Redezeit wird deshalb nicht dezimiert! – Abg. Hörl: Hört man eh so auch! – Abg. Stocker: Leider! – Abg. Matznetter: Leider haben wir keinen Saal mehr, der ohne Mikro funktioniert! – Abg. Wurm: Probiert das Mikro von der Ministerin! – Abg. Steinacker: Vielleicht kann man ein anderes Mikro rüberstellen! Wer ist da vom Expedit? – Abg. Leichtfried: Als ob der Herr Präsident Sobotka oben sitzen würde! – Abg. Schwarz: Das Haus ist renovierungsbedürftig! – Abg. Krainer: Ich glaube, das sollten wir renovieren, das Haus! – Abg. Steinacker: Unterbrechen wir die Sitzung! – Abg. Leichtfried: Vielleicht unterbrechen wir, Herr Präsident!? – Abg. Holzleitner – vom Redner:innenpult aus –: An der Lautstärke meines Organs soll es nicht scheitern, eher an dem, dass die Zuseher:innen nicht teilhaben können!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Wir haben ein technisches Problem. Wir müssen das abklären. (Abg. Holzleitner – vom Redner:innenpult aus –: Ich hoffe, meine Redezeit wird deshalb nicht dezimiert! – Abg. Hörl: Hört man eh so auch! – Abg. Stocker: Leider! – Abg. Matznetter: Leider haben wir keinen Saal mehr, der ohne Mikro funktioniert! – Abg. Wurm: Probiert das Mikro von der Ministerin! – Abg. Steinacker: Vielleicht kann man ein anderes Mikro rüberstellen! Wer ist da vom Expedit? – Abg. Leichtfried: Als ob der Herr Präsident Sobotka oben sitzen würde! – Abg. Schwarz: Das Haus ist renovierungsbedürftig! – Abg. Krainer: Ich glaube, das sollten wir renovieren, das Haus! – Abg. Steinacker: Unterbrechen wir die Sitzung! – Abg. Leichtfried: Vielleicht unterbrechen wir, Herr Präsident!? – Abg. Holzleitner – vom Redner:innenpult aus –: An der Lautstärke meines Organs soll es nicht scheitern, eher an dem, dass die Zuseher:innen nicht teilhaben können!)
Beifall bei der SPÖ.
Kommen wir allerdings noch einmal zum Forschungsförderungsgesetz zurück, bei dem wir nicht verstehen, warum genau da die FFG damit beauftragt wird, diesen Zuschuss auszuzahlen. Es wäre wirklich einmal notwendig, dass die Regierungsfraktionen eine Bezuschussung in solch einer Art seriös, fachzuständig und transparent durchführen und vergeben, anstatt da erneut eine dubiose, völlig fachfremde Strategie zu wählen, bei der auch unklar ist, wer diese Fülle an Anträgen tatsächlich abarbeiten soll, ohne dass es zu einem Nachteil für die Forschungslandschaft in Österreich kommt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Man müsste das Problem tatsächlich an der Wurzel packen und in den Markt eingreifen – ja, in den Markt eingreifen, weil dieser nicht funktioniert! Er funktioniert weder für die Menschen noch für Vereine noch für Unternehmen gut und recht, so wie es sein sollte. Die unsichtbare Hand ist gescheitert, seien wir uns ehrlich! Das sollte auch diese Bundesregierung endlich einmal zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
der Teuerung an der Wurzel packt, der hilft auch tatsächlich den Menschen und senkt die Inflation – und es ist Zeit, dass wir das auch in Österreich in Angriff nehmen anstatt widersinniger, unsinniger Einmalzahlungen, die für niemanden die Preise senken und nur eine Almosenpolitik darstellen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Jetzt kann man natürlich nachdenken und sagen: Oh, da holt sich sozusagen die Bundesregierung 450 Millionen Euro aus diesen Übergewinnen, die den Ländern ja dann tatsächlich nicht ins Körberl gespült werden. Die Länder holen sich dann – okay – über die andere Seite 450 Millionen Euro zusätzlich vom Bund. 450 Millionen, 450 Millionen: Na was ist denn da los? – Also brauchen tun sie es nicht. Tatsächlich wird da die Hintertür wieder aufgemacht. Diese Übergewinne, die eigentlich dem Bund zustehen, damit er wirklich treffsichere Maßnahmen durchführen kann, wollen die Länder zurück, die überweist man durch die Hintertür wieder zurück. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Deswegen noch einmal – ich möchte zum Schluss kommen –: Wir geben unsere Zustimmung natürlich zur Delogierungsprävention, natürlich muss da geholfen werden, aber wir geben definitiv nicht die Zustimmung zu diesem 450-Millionen-Euro-Taschenspielertrick – linke Tasche, rechte Tasche –, der da von der Bundesregierung offenbar durchgeführt wird. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Auch ich darf den Herrn Bundesminister für Finanzen herzlich begrüßen. – Wir freuen uns über Ihre Genesung. Herzlich willkommen! (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.
Abgeordneter Christoph Zarits (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister, schön, dass Sie heute auch wieder bei uns im Plenarsaal sind! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Zuerst einmal zu Frau Kollegin Doppelbauer: Danke, dass Sie bei den 55 Millionen Euro zustimmen werden. (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Leider Gottes geben Sie bei den 450 Millionen Euro keine Zustimmung. Ich glaube, gerade im Bereich der Heizkostenzuschüsse gibt es in den Ländern (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Doppelbauer) sehr, sehr gute Systeme, die funktionieren, weil es genau jene Menschen betrifft und jene Menschen auch in den Genuss dieser Förderung kommen, die kleine Einkommen haben. Darum ist es für uns auch extrem wichtig, dies heute zu machen. Danke aber noch einmal für Ihre Mithilfe beim zweiten Punkt. (Beifall bei der ÖVP.)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Doppelbauer
Abgeordneter Christoph Zarits (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister, schön, dass Sie heute auch wieder bei uns im Plenarsaal sind! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Zuerst einmal zu Frau Kollegin Doppelbauer: Danke, dass Sie bei den 55 Millionen Euro zustimmen werden. (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Leider Gottes geben Sie bei den 450 Millionen Euro keine Zustimmung. Ich glaube, gerade im Bereich der Heizkostenzuschüsse gibt es in den Ländern (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Doppelbauer) sehr, sehr gute Systeme, die funktionieren, weil es genau jene Menschen betrifft und jene Menschen auch in den Genuss dieser Förderung kommen, die kleine Einkommen haben. Darum ist es für uns auch extrem wichtig, dies heute zu machen. Danke aber noch einmal für Ihre Mithilfe beim zweiten Punkt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Christoph Zarits (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister, schön, dass Sie heute auch wieder bei uns im Plenarsaal sind! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Zuerst einmal zu Frau Kollegin Doppelbauer: Danke, dass Sie bei den 55 Millionen Euro zustimmen werden. (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.) Leider Gottes geben Sie bei den 450 Millionen Euro keine Zustimmung. Ich glaube, gerade im Bereich der Heizkostenzuschüsse gibt es in den Ländern (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Doppelbauer) sehr, sehr gute Systeme, die funktionieren, weil es genau jene Menschen betrifft und jene Menschen auch in den Genuss dieser Förderung kommen, die kleine Einkommen haben. Darum ist es für uns auch extrem wichtig, dies heute zu machen. Danke aber noch einmal für Ihre Mithilfe beim zweiten Punkt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Rössler und Schwarz.
Auch ein großer Meilenstein, den ich noch ansprechen möchte, weil er für mich als Arbeitnehmervertreter extrem wichtig ist: Wir haben seit vielen Jahren, seit vielen Jahrzehnten über alle Parteigrenzen hinweg immer über ein Thema diskutiert, nämlich über die Abschaffung der kalten Progression. Diese schleichende Steuererhöhung ist der Feind des Mittelstandes. Wir haben es in dieser Regierungskonstellation geschafft, gemeinsam mit Magnus Brunner und mit Vizekanzler Kogler, dass wir diese kalte Progression endlich abschaffen – im steuerlichen Bereich ein Meilenstein! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Rössler und Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Nettoeinkommen von 3 780 Euro pro Monat hatte. Wenn wir jetzt alle Maßnahmen, die wir beschlossen haben und die jetzt mit 1.1.2023 Gültigkeit erlangen und rechtskräftig werden, zusammennehmen, dann hat dieses Ehepaar ein durchschnittliches Monatseinkommen von 4 092 Euro. Das sind im Monat 312 Euro mehr für diese Familie mit zwei Kindern. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Auch eine wichtige Maßnahme – die haben wir voriges Jahr schon beschlossen, ich möchte sie aber noch in Erinnerung rufen – ist, dass wir seitens der Regierung und wir im Parlament beschlossen haben, dass auch im Jahr 2023 die Ökostrompauschale und der Ökostromförderbetrag nicht eingehoben werden. Was bedeutet das für einen Haushalt? – Das bedeutet eine Ersparnis von 100 Euro. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Die ÖVP wirkt ordnerlos!
Sie sehen: Dies ist ein sehr, sehr guter Antrag. Ein herzliches Dankeschön an unseren Finanzminister, der mit den Ländern verhandelt hat. Die Länder wissen, wie sie dieses Geld am besten einsetzen, und darum bitte ich um Ihre Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Die ÖVP wirkt ordnerlos!)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt zwei Möglichkeiten, damit umzugehen, und man hat sich hier für eine davon entschieden. Die eine Möglichkeit ist, dass man immer wieder Geld verteilt und Menschen unter die Arme greift – ja, das ist ein Weg. Der sinnvollere und der effektivere Weg ist aber, die Teuerung zu bekämpfen, die Inflation zu bekämpfen, und diesen Weg geht diese Bundesregierung nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zarits: Wien!
Wir geben daher nicht auf, es gilt wie immer der Satz: Wiederholung sichert den Lernerfolg. Wenn man tatsächlich sicherstellen will, dass die Menschen nicht davon abhängig sind, dass man ihnen ständig unter die Arme greifen muss, dann braucht man effektive Maßnahmen, um Teuerung, um Inflation zu bekämpfen. Es ist ja ganz eindeutig, und das zeigen auch alle Expertinnen und Experten, welche Bereiche tatsächlich die Preistreiber für die Inflation in Österreich sind: Es sind die Mietkosten, es sind die Energiekosten, und diesbezüglich gibt es ganz klare Maßnahmen, die wir diesem Parlament letztendlich auch in einem Dringlichen Antrag schon zur Abstimmung vorgelegt haben, nämlich klare Maßnahmen gegen die Mieterhöhungen zu setzen (Abg. Zarits: Wien!), eine Mietpreisbremse einzuziehen und letztendlich auch eine Gaspreisbremse einzuziehen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zarits: Wien! – Abg. Taschner: Da geht Wien voran!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zarits: Wien! – Abg. Taschner: Da geht Wien voran!
Wir geben daher nicht auf, es gilt wie immer der Satz: Wiederholung sichert den Lernerfolg. Wenn man tatsächlich sicherstellen will, dass die Menschen nicht davon abhängig sind, dass man ihnen ständig unter die Arme greifen muss, dann braucht man effektive Maßnahmen, um Teuerung, um Inflation zu bekämpfen. Es ist ja ganz eindeutig, und das zeigen auch alle Expertinnen und Experten, welche Bereiche tatsächlich die Preistreiber für die Inflation in Österreich sind: Es sind die Mietkosten, es sind die Energiekosten, und diesbezüglich gibt es ganz klare Maßnahmen, die wir diesem Parlament letztendlich auch in einem Dringlichen Antrag schon zur Abstimmung vorgelegt haben, nämlich klare Maßnahmen gegen die Mieterhöhungen zu setzen (Abg. Zarits: Wien!), eine Mietpreisbremse einzuziehen und letztendlich auch eine Gaspreisbremse einzuziehen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zarits: Wien! – Abg. Taschner: Da geht Wien voran!)
Beifall bei der SPÖ.
Ja, die Menschen brauchen diese Unterstützung – wir werden ihr deshalb auch zustimmen –, aber wir stehen trotzdem weiterhin zu unseren Forderungen: Bekämpfen Sie endlich wirkungsvoll die Inflation, bekämpfen Sie die Teuerung! Das hilft den Menschen in diesem Land mehr als Einmalzahlungen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Brandstätter: Nein, Subsidiarität! Subsidiarität heißt das Wort!
Wir wissen, dass die NEOS den Zentralstaat Europa wollen (Abg. Brandstätter: Nein, Subsidiarität! Subsidiarität heißt das Wort!), wir wissen, dass die NEOS von ihren Großspendern, von ihren Großkonzernspendern getrieben sind (Zwischenruf des Abg. Scherak) und deren Interessen vertreten und dass es euch ein Dorn im Auge ist, dass Gemeinden und Länder auch am Gesamtstaat teilhaben. Und eines habt ihr immer noch nicht verstanden: Das sind nicht die Einnahmen des Bundes, das sind die Gelder unserer Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. (Abg. Brandstätter: Die sollen sie auch kriegen!) Der Gesamtstaat nimmt diese Steuern ein (Abg. Brandstätter: Und die Länder verteilen!) und sie werden nach dem Finanzausgleich an Bund, Länder und Gemeinden verteilt. Das ist es, Punkt, aus! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Brandstätter: Ja, die Länder verteilen!) Nehmt das zur Kenntnis: Das ist kein Geld des Bundes, es ist kein Geld von euch und schon gar nicht von euren Großspendern!
Zwischenruf des Abg. Scherak
Wir wissen, dass die NEOS den Zentralstaat Europa wollen (Abg. Brandstätter: Nein, Subsidiarität! Subsidiarität heißt das Wort!), wir wissen, dass die NEOS von ihren Großspendern, von ihren Großkonzernspendern getrieben sind (Zwischenruf des Abg. Scherak) und deren Interessen vertreten und dass es euch ein Dorn im Auge ist, dass Gemeinden und Länder auch am Gesamtstaat teilhaben. Und eines habt ihr immer noch nicht verstanden: Das sind nicht die Einnahmen des Bundes, das sind die Gelder unserer Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. (Abg. Brandstätter: Die sollen sie auch kriegen!) Der Gesamtstaat nimmt diese Steuern ein (Abg. Brandstätter: Und die Länder verteilen!) und sie werden nach dem Finanzausgleich an Bund, Länder und Gemeinden verteilt. Das ist es, Punkt, aus! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Brandstätter: Ja, die Länder verteilen!) Nehmt das zur Kenntnis: Das ist kein Geld des Bundes, es ist kein Geld von euch und schon gar nicht von euren Großspendern!
Abg. Brandstätter: Die sollen sie auch kriegen!
Wir wissen, dass die NEOS den Zentralstaat Europa wollen (Abg. Brandstätter: Nein, Subsidiarität! Subsidiarität heißt das Wort!), wir wissen, dass die NEOS von ihren Großspendern, von ihren Großkonzernspendern getrieben sind (Zwischenruf des Abg. Scherak) und deren Interessen vertreten und dass es euch ein Dorn im Auge ist, dass Gemeinden und Länder auch am Gesamtstaat teilhaben. Und eines habt ihr immer noch nicht verstanden: Das sind nicht die Einnahmen des Bundes, das sind die Gelder unserer Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. (Abg. Brandstätter: Die sollen sie auch kriegen!) Der Gesamtstaat nimmt diese Steuern ein (Abg. Brandstätter: Und die Länder verteilen!) und sie werden nach dem Finanzausgleich an Bund, Länder und Gemeinden verteilt. Das ist es, Punkt, aus! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Brandstätter: Ja, die Länder verteilen!) Nehmt das zur Kenntnis: Das ist kein Geld des Bundes, es ist kein Geld von euch und schon gar nicht von euren Großspendern!
Abg. Brandstätter: Und die Länder verteilen!
Wir wissen, dass die NEOS den Zentralstaat Europa wollen (Abg. Brandstätter: Nein, Subsidiarität! Subsidiarität heißt das Wort!), wir wissen, dass die NEOS von ihren Großspendern, von ihren Großkonzernspendern getrieben sind (Zwischenruf des Abg. Scherak) und deren Interessen vertreten und dass es euch ein Dorn im Auge ist, dass Gemeinden und Länder auch am Gesamtstaat teilhaben. Und eines habt ihr immer noch nicht verstanden: Das sind nicht die Einnahmen des Bundes, das sind die Gelder unserer Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. (Abg. Brandstätter: Die sollen sie auch kriegen!) Der Gesamtstaat nimmt diese Steuern ein (Abg. Brandstätter: Und die Länder verteilen!) und sie werden nach dem Finanzausgleich an Bund, Länder und Gemeinden verteilt. Das ist es, Punkt, aus! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Brandstätter: Ja, die Länder verteilen!) Nehmt das zur Kenntnis: Das ist kein Geld des Bundes, es ist kein Geld von euch und schon gar nicht von euren Großspendern!
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Brandstätter: Ja, die Länder verteilen!
Wir wissen, dass die NEOS den Zentralstaat Europa wollen (Abg. Brandstätter: Nein, Subsidiarität! Subsidiarität heißt das Wort!), wir wissen, dass die NEOS von ihren Großspendern, von ihren Großkonzernspendern getrieben sind (Zwischenruf des Abg. Scherak) und deren Interessen vertreten und dass es euch ein Dorn im Auge ist, dass Gemeinden und Länder auch am Gesamtstaat teilhaben. Und eines habt ihr immer noch nicht verstanden: Das sind nicht die Einnahmen des Bundes, das sind die Gelder unserer Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. (Abg. Brandstätter: Die sollen sie auch kriegen!) Der Gesamtstaat nimmt diese Steuern ein (Abg. Brandstätter: Und die Länder verteilen!) und sie werden nach dem Finanzausgleich an Bund, Länder und Gemeinden verteilt. Das ist es, Punkt, aus! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Brandstätter: Ja, die Länder verteilen!) Nehmt das zur Kenntnis: Das ist kein Geld des Bundes, es ist kein Geld von euch und schon gar nicht von euren Großspendern!
Beifall bei der FPÖ.
Deswegen fordern wir auch in der Wohnbaupolitik ein komplettes Umdenken: Das, was für den Privaten gilt, muss auch für die Genossenschaften gelten, nämlich dass die Genossenschaften in Zukunft nur mehr Zusagen bekommen dürfen, wenn sie baureife Projekte haben. Und es muss auch eine Änderung geben, was die Zuweisung von Wohnungen betrifft. Da hat Oberösterreich eine Vorreiterrolle eingenommen, indem Österreicherinnen und Österreicher bevorzugt werden und auch Deutschkenntnisse als Grundvoraussetzung dafür gelten, dass Leute eine Wohnung kriegen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In Klagenfurt ist am Wochenende oder gestern jemand mitten in der Stadt überfallen worden, von drei Ausländern offensichtlich – so steht es zumindest in der „Kronen Zeitung“ –, er wurde niedergeschlagen und ausgeraubt. Das ist Gefährdung der eigenen Bevölkerung, und da müssen wir die Stopptaste drücken: Sofortiger Asylstopp! Stopp mit den Grenzen zu und dicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wohnschirmes und andererseits stellen wir den Ländern 450 Millionen Euro für die Heizkostenzuschüsse zur Verfügung. Damit, meine sehr geehrten Damen und Herren, können wir sicherstellen, dass jeder Mensch in Österreich seine Wohnung warm halten kann. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Einwallner.
Herr Kollege Oxonitsch, weil Sie neuer Wiener Abgeordneter sind, auch ein Hinweis an die Stadt Wien: Die Stadt Wien bekommt insgesamt 94 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und hätte somit die Möglichkeit, endlich die ungerechte Wohnbeihilfe in Wien abzuschaffen, denn dort ist seit 2000, seit über 20 Jahren, die Zugangsbarriere nicht an die Inflation angepasst worden – im Gegenteil, die Bundesregierung schafft die kalte Progression ab, bei der Wiener Landesregierung ist zumindest bei der Wohnbeihilfe die kalte Progression wie seit eh und je erhalten geblieben. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Einwallner.) Es ist wirklich dringend, und deshalb: Die Gemütlichkeit, die Sie bei diesem Thema an den Tag legen, haben die betroffenen Menschen nicht.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne, ein Versprechen gilt: Wir setzen uns auch weiterhin für leistbares Wohnen, für leistbares Leben ein. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete, Sie haben beim vorigen Tagesordnungspunkt den erweiterten Energiekostenzuschuss zwei für Unternehmen beschlossen, und auch die privaten Haushalte haben wir bereits mit zahlreichen Maßnahmen zur Senkung der hohen Energiekosten unterstützt. Erst letzte Woche wurde im Zuge der Sondersitzung eine Ausweitung der Strompreisbremse beschlossen. Grundsätzlich wird bei der Strompreisbremse ja ein gewisser Grundverbrauch vom Staat entsprechend subventioniert, unterstützt, und für den darüber hinausgehenden Verbrauch ist ein Marktpreis zu bezahlen – dadurch entstehen auch bleibende Anreize zum Energiesparen. Ich glaube, das ist auch ganz wichtig, denn eines ist klar: Die billigste Energie ist jene, die man nicht verbraucht. Daher ist die Strompreisbremse, glaube ich, ein ganz wichtiger Punkt gewesen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.
Es ist natürlich – vor allem an Frau Kollegin Doppelbauer gerichtet – mit den Bundesländern auch abgestimmt, dass dieser Zweckzuschuss an Bedingungen geknüpft ist. Das ist nicht einfach Geld, das man einnimmt und irgendwie verteilen kann, sondern diese Mittel sind eben für Beihilfen im Heiz- und Wohnkostenbereich gedacht. Die genaue Ausgestaltung liegt wie gesagt bei den Bundesländern und ist ihnen überlassen. (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Für speziell diese Personen gibt es seit März vergangenen Jahres den sogenannten Wohnschirm, der Menschen vor einer Delogierung bewahren soll. Für diesen Wohnschirm stellen wir zusätzlich noch einmal 55 Millionen Euro zur Verfügung. Ich glaube, das ist eine ganz wesentliche Maßnahme für die besonders betroffenen Haushalte und Personen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Insgesamt, glaube ich, gelingt es uns also schon, gerade mit diesem Wohn- und Heizkostenzuschuss, treffsicherer zu werden. Diese Treffsicherheit ist uns ein großes Anliegen. Vor allem können Sie davon ausgehen, dass das mir als Finanzminister ein besonderes Anliegen ist, dort treffsicherer zu werden, wo es möglich ist. Diese Hilfen kommen an, und sie kommen vor allem dort an, wo sie am meisten benötigt werden. – Vielen Dank. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Man kann darüber diskutieren, ob alle Maßnahmen zielgerichtet gewirkt haben oder ob wir einfach rasch geholfen haben und dafür nicht so zielgerichtet, aber dieser Teil, dieser Wohn- und Heizkostenzuschuss, ist ein Mosaikstein, der absolut zielgerichtet jenen Menschen hilft, die wirklich ein geringes Einkommen haben. Somit beweist diese Bundesregierung – und der Finanzminister geht da mit ausgezeichnetem Beispiel voran –, dass die Menschen in Österreich nicht im Regen stehen gelassen werden, wie es die Opposition ständig behauptet. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.
Progression, die Valorisierung der Familienleistungen, die Erhöhung des Familienbonus Plus, um nur einige Pakete zu nennen, helfen den Menschen in Österreich. Das ist gut, dazu steht diese Bundesregierung, und dazu bekennen wir uns auch als Volkspartei. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ein Thema möchte ich noch ansprechen, weil es, glaube ich, in der Zukunft ein enorm wichtiges sein wird, nämlich: Kann ich mir in der Zukunft die eigenen vier Wände leisten? Ist es den jungen Menschen in Österreich möglich, sich ein Eigenheim zu schaffen – egal ob sie es sich kaufen oder selbst bauen? Wir müssen gezielte Maßnahmen dahin gehend setzen, wie wir die Jungen in Österreich unterstützen können, wie wir gezielt Gesetze und Novellierungen schaffen, sodass sich die jungen Menschen in Österreich wieder ihre eigenen vier Wände kaufen oder bauen können. Daran werden wir in der Zukunft arbeiten, und dazu stehen wir auch als Volkspartei, denn wir unterstützen da den Mittelstand und alle Menschen mit geringem Einkommen. – Ich bitte um Zustimmung zu diesem Gesetz. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Doppelbauer
Abgeordneter Mag. Markus Koza (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Sehr geehrter Herr Minister, willkommen wieder zurück im Parlament! Heute werden zwei wichtige Maßnahmen beschlossen, die insbesondere die Haushalte entlasten sollen, die ganz besonders stark von Inflation und von den steigenden Energiepreisen betroffen sind. Die Haushalte, die hier auch besonders zielgerichtet unterstützt werden, sind jene – und darum, Kollegin Doppelbauer: es ist eben dezidiert nicht die Gießkanne, die hier ausgeschüttet wird (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer), sondern es sind zielgerichtete
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Doppelbauer
Maßnahmen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Doppelbauer) –, die es tatsächlich am meisten brauchen – von Gießkanne keine Spur! (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Maßnahmen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Doppelbauer) –, die es tatsächlich am meisten brauchen – von Gießkanne keine Spur! (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wie gesagt: Das ist eine ganz wichtige Einrichtung, eine sehr zukunftsweisende, sehr zukunftsorientierte Einrichtung, die wirklich ganz gezielt dort ansetzt, wo die Hilfe am dringendsten notwendig ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das heißt, wir haben ein Bündel an Maßnahmen: preisdämpfende, strukturell nachhaltig wirkende und Einmalzahlungen, die sofort helfen. Und ja, das ist gut so. Diese Mischung macht es aus. Wichtig ist, dass die Menschen bestmöglich unterstützt und beraten werden, um aus dieser Teuerungskrise herauszukommen. Wir bitten daher um breite Unterstützung. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
gern, wie schon seit Beginn dieser vielen aufeinanderfolgenden und in sich greifenden Krisen – mit vielen Antiteuerungsmaßnahmen, Steuerreformen, der Abschaffung der kalten Progression und auch mit der seit Dezember wirksamen Stromkostenbremse. All diese Maßnahmen tragen zur Abfederung der gestiegenen Kosten bei, und das mit Erfolg. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Darüber hinaus werden einkommensschwache Personen auch künftig Unterstützungen aus dem Wohnschirm erhalten können. Dieser wird – wir haben es jetzt bereits mehrmals gehört – um 55 Millionen Euro aufgestockt. Insgesamt stehen mit den bereits zur Verfügung gestellten Mitteln 139 Millionen Euro zur Verfügung. Die Beratungsstellen sind regionale Stellen wie die Volkshilfe, die Caritas, die Diakonie und das Rote Kreuz. Wir stellen damit schnelle, direkte und treffsichere Hilfen für Menschen, die besonders von der Energiekrise betroffen sind, zur Verfügung.– Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Wurm: Mangelnde Intelligenz!
Das geht sich für mich von der Logik her nicht aus, wenn jetzt eine deutsche Außenministerin Baerbock sagt: Wir befinden uns im Krieg mit Russland! – Das geht sich erstens einmal mit der Friedensfazilität nicht wirklich aus und zweitens sagt sie dann in einem weiteren Halbsatz: Aber wir sind keine Konfliktpartei! – Das ist eine Logik, die mir nicht klar ist. Wer soll solchen Politikern überhaupt noch irgendetwas glauben? (Abg. Wurm: Mangelnde Intelligenz!)
Abg. Berlakovich: Das ist eine gute Frage!
Ich möchte auch einmal die Frage stellen: Wer hat die Österreicher eigentlich gefragt, ob sie diesen Krieg wollen? (Abg. Berlakovich: Das ist eine gute Frage!) Wer hat die Österreicher eigentlich gefragt, ob sie ihre Neutralität aufgeben wollen? (Abg. Brandstätter: Wer hat die Ukrainer gefragt, ob sie bombardiert werden sollen? Ja!) Wer hat die Österreicher gefragt, ob sie dieses Sanktionsregime wollen? (Abg. Brandstätter: Wer hat einen Vertrag mit Putin? Wer hat einen Vertrag mit Putin zur Unterstützung?) – Herr Kollege, Sie kommen noch dran. – (Abg. Brandstätter: Na, na, wer hat einen Vertrag mit Putin? ...!)
Abg. Brandstätter: Wer hat die Ukrainer gefragt, ob sie bombardiert werden sollen? Ja!
Ich möchte auch einmal die Frage stellen: Wer hat die Österreicher eigentlich gefragt, ob sie diesen Krieg wollen? (Abg. Berlakovich: Das ist eine gute Frage!) Wer hat die Österreicher eigentlich gefragt, ob sie ihre Neutralität aufgeben wollen? (Abg. Brandstätter: Wer hat die Ukrainer gefragt, ob sie bombardiert werden sollen? Ja!) Wer hat die Österreicher gefragt, ob sie dieses Sanktionsregime wollen? (Abg. Brandstätter: Wer hat einen Vertrag mit Putin? Wer hat einen Vertrag mit Putin zur Unterstützung?) – Herr Kollege, Sie kommen noch dran. – (Abg. Brandstätter: Na, na, wer hat einen Vertrag mit Putin? ...!)
Abg. Brandstätter: Wer hat einen Vertrag mit Putin? Wer hat einen Vertrag mit Putin zur Unterstützung?
Ich möchte auch einmal die Frage stellen: Wer hat die Österreicher eigentlich gefragt, ob sie diesen Krieg wollen? (Abg. Berlakovich: Das ist eine gute Frage!) Wer hat die Österreicher eigentlich gefragt, ob sie ihre Neutralität aufgeben wollen? (Abg. Brandstätter: Wer hat die Ukrainer gefragt, ob sie bombardiert werden sollen? Ja!) Wer hat die Österreicher gefragt, ob sie dieses Sanktionsregime wollen? (Abg. Brandstätter: Wer hat einen Vertrag mit Putin? Wer hat einen Vertrag mit Putin zur Unterstützung?) – Herr Kollege, Sie kommen noch dran. – (Abg. Brandstätter: Na, na, wer hat einen Vertrag mit Putin? ...!)
Abg. Brandstätter: Na, na, wer hat einen Vertrag mit Putin? ...!
Ich möchte auch einmal die Frage stellen: Wer hat die Österreicher eigentlich gefragt, ob sie diesen Krieg wollen? (Abg. Berlakovich: Das ist eine gute Frage!) Wer hat die Österreicher eigentlich gefragt, ob sie ihre Neutralität aufgeben wollen? (Abg. Brandstätter: Wer hat die Ukrainer gefragt, ob sie bombardiert werden sollen? Ja!) Wer hat die Österreicher gefragt, ob sie dieses Sanktionsregime wollen? (Abg. Brandstätter: Wer hat einen Vertrag mit Putin? Wer hat einen Vertrag mit Putin zur Unterstützung?) – Herr Kollege, Sie kommen noch dran. – (Abg. Brandstätter: Na, na, wer hat einen Vertrag mit Putin? ...!)
Abg. Brandstätter: Na, wer hat einen Vertrag mit Putin? – Die FPÖ!
Wer hat die Österreicher gefragt (Abg. Brandstätter: Na, wer hat einen Vertrag mit Putin? – Die FPÖ!), ob sie Waffenlieferungen, wie sie jetzt stattfinden, gutheißen? – Niemand! Sie fahren drüber.
Beifall bei der FPÖ.
Die Bundesregierung wurde im Übrigen 2019 gewählt, da hat es noch kein Corona gegeben, gar nichts – 2019! Also wenn die Leute damals gewusst hätten, wie Sie sich in den Jahren 2021, 2022 verhalten, wage ich zu bezweifeln, dass die Leute Sie gewählt hätten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wer hat sich jemals die Frage gestellt – das haben die alten Lateiner schon gemacht –: Cui bono? Wer ist denn der große Profiteur dieser ganzen Angelegenheiten? – Da gibt es schon Verdachtsmomente, dass es vielleicht diejenigen sind, die jetzt diese Panzer oder was auch immer liefern. Selenskyj fordert ja schon Kampfjets, Raketen, U-Boote. Ja sehen Sie nicht, in welche Richtung das geht? – Das ist doch brandgefährlich, und mit weiteren Lieferungen von Waffen lassen Sie das Ganze noch weiter eskalieren. Da muss jetzt einmal Vernunft einkehren! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schwarz.
nichts geändert – überhaupt eines der korruptesten Länder auf der Welt ist. Wir sehen es ja jetzt, Selenskyj muss ja jetzt reihenweise Vizeminister, Gouverneure und so weiter entlassen. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.) Die Frage, wohin denn diese Milliarden gehen, kann also doch von niemandem beantwortet werden. Wir wissen es in Wahrheit nicht wirklich.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Eßl – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Kassegger –: Ziemlich eine kurzsichtige Sichtweise! – Abg. Kassegger: Das ist alles subjektiv!
Das lehnen wir ab, wir haben es von Anbeginn an abgelehnt und wir werden nach Maßgabe unserer Möglichkeiten auch weiterhin im Interesse der Österreicher und gegen den Standpunkt, den alle anderen Parteien hier im Parlament vertreten, einen ganz klaren Standpunkt verfolgen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Eßl – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Kassegger –: Ziemlich eine kurzsichtige Sichtweise! – Abg. Kassegger: Das ist alles subjektiv!)
Abg. Kassegger: Jetzt hör einmal auf mit deinen ... depperten Vertrag, den es schon längst nicht mehr gibt!
der Vertrag der Freiheitlichen Partei mit Putin besteht immer noch (Abg. Kassegger: Jetzt hör einmal auf mit deinen ... depperten Vertrag, den es schon längst nicht mehr gibt!), denn hier im österreichischen Parlament quasi russische Interessen zu vertreten, das finde ich schon sehr, sehr bemerkenswert. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenruf des Abg. Rauch.
der Vertrag der Freiheitlichen Partei mit Putin besteht immer noch (Abg. Kassegger: Jetzt hör einmal auf mit deinen ... depperten Vertrag, den es schon längst nicht mehr gibt!), denn hier im österreichischen Parlament quasi russische Interessen zu vertreten, das finde ich schon sehr, sehr bemerkenswert. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Um was geht es technisch? – Technisch geht es um ein Gesetz, das wir heute beschließen, mit dem der Herr Bundesminister ermächtigt wird, Haftungen für Ukrainehilfsprogramme unterschreiben zu können. Ich darf für meine Fraktion sagen, wir stehen da zu 100 Prozent dahinter. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Kassegger: Tut nur weiter so! Tut nur weiter so!
Lieber Herr Kollege Kassegger! Es ist ein einseitiger Angriffskrieg, den Putin gegenüber der Ukraine macht. Das blenden Sie immer aus. Es ist ganz wichtig, dass es da europäische Solidarität gibt. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Kassegger: Tut nur weiter so! Tut nur weiter so!) Österreich ist Teil dieser europäischen Solidarität. Klar ist, wir sind ein neutrales Land, ja, wir dürfen keine Waffen liefern (Abg. Kassegger: Aber bezahlen dürfen wir schon, oder wie?), wir werden uns an diesem Konflikt militärisch nicht beteiligen. (Abg. Kassegger: Ihr lügt euch ja selber an! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Für mich als Europäer ist es aber eine Selbstverständlichkeit, dass wir den Ukrainern zum einen natürlich humanitär helfen. Ich war selber einige Male in der Ukraine, es ist einfach unglaubliches Leid, das durch diesen Krieg ausgelöst wird – Fernsehbilder erreichen uns jeden Tag (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kassegger): zerstörte Infrastruktur, menschliches Leid –, da haben wir als Österreicherinnen und Österreicher auch eine Verantwortung, humanitär zu helfen.
Abg. Kassegger: Aber bezahlen dürfen wir schon, oder wie?
Lieber Herr Kollege Kassegger! Es ist ein einseitiger Angriffskrieg, den Putin gegenüber der Ukraine macht. Das blenden Sie immer aus. Es ist ganz wichtig, dass es da europäische Solidarität gibt. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Kassegger: Tut nur weiter so! Tut nur weiter so!) Österreich ist Teil dieser europäischen Solidarität. Klar ist, wir sind ein neutrales Land, ja, wir dürfen keine Waffen liefern (Abg. Kassegger: Aber bezahlen dürfen wir schon, oder wie?), wir werden uns an diesem Konflikt militärisch nicht beteiligen. (Abg. Kassegger: Ihr lügt euch ja selber an! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Für mich als Europäer ist es aber eine Selbstverständlichkeit, dass wir den Ukrainern zum einen natürlich humanitär helfen. Ich war selber einige Male in der Ukraine, es ist einfach unglaubliches Leid, das durch diesen Krieg ausgelöst wird – Fernsehbilder erreichen uns jeden Tag (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kassegger): zerstörte Infrastruktur, menschliches Leid –, da haben wir als Österreicherinnen und Österreicher auch eine Verantwortung, humanitär zu helfen.
Abg. Kassegger: Ihr lügt euch ja selber an! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Lieber Herr Kollege Kassegger! Es ist ein einseitiger Angriffskrieg, den Putin gegenüber der Ukraine macht. Das blenden Sie immer aus. Es ist ganz wichtig, dass es da europäische Solidarität gibt. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Kassegger: Tut nur weiter so! Tut nur weiter so!) Österreich ist Teil dieser europäischen Solidarität. Klar ist, wir sind ein neutrales Land, ja, wir dürfen keine Waffen liefern (Abg. Kassegger: Aber bezahlen dürfen wir schon, oder wie?), wir werden uns an diesem Konflikt militärisch nicht beteiligen. (Abg. Kassegger: Ihr lügt euch ja selber an! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Für mich als Europäer ist es aber eine Selbstverständlichkeit, dass wir den Ukrainern zum einen natürlich humanitär helfen. Ich war selber einige Male in der Ukraine, es ist einfach unglaubliches Leid, das durch diesen Krieg ausgelöst wird – Fernsehbilder erreichen uns jeden Tag (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kassegger): zerstörte Infrastruktur, menschliches Leid –, da haben wir als Österreicherinnen und Österreicher auch eine Verantwortung, humanitär zu helfen.
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kassegger
Lieber Herr Kollege Kassegger! Es ist ein einseitiger Angriffskrieg, den Putin gegenüber der Ukraine macht. Das blenden Sie immer aus. Es ist ganz wichtig, dass es da europäische Solidarität gibt. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Kassegger: Tut nur weiter so! Tut nur weiter so!) Österreich ist Teil dieser europäischen Solidarität. Klar ist, wir sind ein neutrales Land, ja, wir dürfen keine Waffen liefern (Abg. Kassegger: Aber bezahlen dürfen wir schon, oder wie?), wir werden uns an diesem Konflikt militärisch nicht beteiligen. (Abg. Kassegger: Ihr lügt euch ja selber an! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Für mich als Europäer ist es aber eine Selbstverständlichkeit, dass wir den Ukrainern zum einen natürlich humanitär helfen. Ich war selber einige Male in der Ukraine, es ist einfach unglaubliches Leid, das durch diesen Krieg ausgelöst wird – Fernsehbilder erreichen uns jeden Tag (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Kassegger): zerstörte Infrastruktur, menschliches Leid –, da haben wir als Österreicherinnen und Österreicher auch eine Verantwortung, humanitär zu helfen.
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.
eure Meinung, aber man darf schon abweichender Meinung auch sein!) Ich ersuche um wirklich breite Unterstützung für diesen Gesetzesantrag. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.)
Abg. Kassegger: Jetzt sind wir in der Unterstellung, Kollege!
Ihre Prognosen waren möglicherweise deswegen falsch, weil Sie sich geirrt haben. Ich habe aber den zarten Verdacht, dass Sie sich nicht geirrt haben, weil Sie es nicht besser wissen, sondern dass Sie der Bevölkerung ganz bewusst solche Befürchtungen erzählen (Abg. Kassegger: Jetzt sind wir in der Unterstellung, Kollege!), um damit Wählerstimmen zu bekommen. (Abg. Kassegger: Jetzt
Abg. Wurm: Der Erfolg wird größer!
sind wir in der Unterstellung! Nicht unterstellen!) Offensichtlich ist es ja so, dass man mit solchen Papiertigern manchmal auch Erfolg haben kann, aber auf Dauer wird das nichts. (Abg. Wurm: Der Erfolg wird größer!)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS.
Die europäische Solidarität ist eines der wichtigsten Dinge für unser Land. Wir sind froh, dass wir in der Europäischen Union sind, gerade im Lichte dessen, dass es wieder Krieg auf europäischem Territorium gibt. Natürlich brauchen wir keine Plakate mit „Festung Österreich“. – Ich meine, wer bei der FPÖ auf solche Ideen kommt, verstehe ich gar nicht. Das letzte Mal, als man von einer Alpenfestung gesprochen hat, waren es grausame Zeiten. Solche Wortfolgen brauchen wir nicht! (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS.)
Abg. Amesbauer: Welche Werte?
Wir brauchen ein solidarisches Europa, ein Europa, das zusammensteht, ein Europa, das Werte verteidigt (Abg. Amesbauer: Welche Werte?), und ein Europa, das auch Solidarität für Beitrittskandidaten herstellt, die zum Beispiel angegriffen worden sind. Deswegen beschließen wir das und deswegen werden wir auch zustimmen, meine Damen und Herren. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Wir brauchen ein solidarisches Europa, ein Europa, das zusammensteht, ein Europa, das Werte verteidigt (Abg. Amesbauer: Welche Werte?), und ein Europa, das auch Solidarität für Beitrittskandidaten herstellt, die zum Beispiel angegriffen worden sind. Deswegen beschließen wir das und deswegen werden wir auch zustimmen, meine Damen und Herren. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf: Das wird jetzt wieder was werden!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Michel Reimon. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Ruf: Das wird jetzt wieder was werden!)
Abg. Kassegger: Nein, das haben Sie noch immer nicht verstanden! Österreichische Interessen!
Abgeordneter Michel Reimon, MBA (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister – schön, dass Sie wieder hier sind! Werte Kolleginnen und Kollegen! Dieser Tagesordnungspunkt ist ja eigentlich nicht sehr spannend, aber dass Kollege Kassegger mit seiner Transparenz hier klarmacht, dass das für ihn Interessenpolitik ist – russische Interessenpolitik, das haben Sie nicht dazugesagt, aber dass das Interessenpolitik für Sie ist –, finde ich sehr spannend. (Abg. Kassegger: Nein, das haben Sie noch immer nicht verstanden! Österreichische Interessen!)
Abg. Kassegger: Die Ukraine wird das ganz sicher zurückzahlen!
Um den Zuseher:innen vielleicht einmal kurz zu erklären, was Sie hier alles vermischt haben: Sie haben Milliarden aufgezählt. – Es fließt durch diesem Beschluss kein Cent in die Ukraine. Die Ukraine nimmt einen Kredit auf, für diesen Kredit haftet die Europäische Union (Abg. Kassegger: Die Ukraine wird das ganz sicher zurückzahlen!), weil die Ukrainer:innen das Geld jetzt ganz schnell brauchen und über Jahrzehnte zurückzahlen wollen (Abg. Kassegger: Ja genau! So wie die Griechen werden sie es zurückzahlen!), und da übernehmen wir 1,5 Prozent der Haftungen. Sollte dann irgendwann einmal etwas passieren, sind das vielleicht in 30 Jahren einmal 100 Millionen Euro – vielleicht! Wir gehen natürlich alle davon aus, dass die Ukraine das locker zahlen kann, das ist ein minimaler Betrag in Relation zu ihrem BIP.
Abg. Kassegger: Ja genau! So wie die Griechen werden sie es zurückzahlen!
Um den Zuseher:innen vielleicht einmal kurz zu erklären, was Sie hier alles vermischt haben: Sie haben Milliarden aufgezählt. – Es fließt durch diesem Beschluss kein Cent in die Ukraine. Die Ukraine nimmt einen Kredit auf, für diesen Kredit haftet die Europäische Union (Abg. Kassegger: Die Ukraine wird das ganz sicher zurückzahlen!), weil die Ukrainer:innen das Geld jetzt ganz schnell brauchen und über Jahrzehnte zurückzahlen wollen (Abg. Kassegger: Ja genau! So wie die Griechen werden sie es zurückzahlen!), und da übernehmen wir 1,5 Prozent der Haftungen. Sollte dann irgendwann einmal etwas passieren, sind das vielleicht in 30 Jahren einmal 100 Millionen Euro – vielleicht! Wir gehen natürlich alle davon aus, dass die Ukraine das locker zahlen kann, das ist ein minimaler Betrag in Relation zu ihrem BIP.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es gibt nur einen Fall, in dem diese Kredithaftung schlagend werden könnte: wenn die Ukraine den Krieg verliert und das nicht zurückgezahlt werden kann. Wenn Sie wollen, dass das nicht schlagend wird und dass das die österreichischen Steuerzahler:innen nicht 102 Millionen Euro kostet, dann sollten Sie vielleicht nicht Putin unterstützen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kassegger: Das ist eine Unterstellung! Das wollen wir nicht!
Abgeordneter Dr. Helmut Brandstätter (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Neues Jahr, neues Parlament, alter Brauch: Ich habe Ihnen gleich zu Beginn ein Buch mitgebracht (das genannte Buch in die Höhe haltend): „Im Grunde gut“. Rutger Bregman, ein interessanter junger holländischer Historiker, belegt durch viele Beispiele, dass die Menschen nicht so sind, wie Sie von der FPÖ es gerne hätten, nämlich: böswillig, neidisch, den anderen etwas wegnehmen. (Abg. Kassegger: Das ist eine Unterstellung! Das wollen wir nicht!) Nein, die sogenannte Fassadentheorie, dass die Fassade des guten Verhaltens sofort zusammenbricht, wenn eine Krise auftritt, stimmt nicht. Das weist der Autor sehr schön nach, und deswegen kann ich dieses Buch nur empfehlen.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist der Zustand, in dem sich dieses Land befindet. Und dann diskutieren wir darüber, ob wir ihnen helfen sollen? – Na selbstverständlich werden wir ihnen helfen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.
Vielleicht ein letztes Wort, weil darüber schon geredet wird: Wenn Putin diesen Krieg gewinnt, dann heißt das, Gewalt setzt sich durch, dann heißt das, autoritäre Regime setzen sich durch. Ich weiß, hier gibt es auch Leute, die wollen autoritäre Regime – wir wollen das nicht. Wir wollen ein liberales, freiheitliches, friedliches Europa. Und das wird es nur geben, wenn die Ukraine diesen Krieg gewinnt. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kassegger: Wird eine andere Regierung gewesen sein! Da habt ihr uns gezwungen dazu!
Es ist auch interessant, dass im Jahr 2018 auch die FPÖ der Auszahlung von Makrofinanzhilfen an die Ukraine zugestimmt hat. So daneben kann es also dann auch für Sie nicht sein. (Abg. Kassegger: Wird eine andere Regierung gewesen sein! Da habt ihr uns gezwungen dazu!)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
In diesem Kontext ist es daher auch notwendig, der Ukraine entsprechende finanzielle Hilfe zur Verfügung zu stellen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Amesbauer
Abgeordnete Dr. Ewa Ernst-Dziedzic (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Werte Kollegen und Kolleginnen! Ich möchte hiermit den Entschließungsantrag betreffend „Unterstützung der Ukraine gegen die russische Aggression“ einbringen – getragen von mir, Andreas Minnich von der ÖVP, Helmut Brandstätter von den NEOS und Harald Troch von der SPÖ, das heißt von vier Parteien hier im österreichischen Nationalrat –, mit folgendem Inhalt (Zwischenruf des Abg. Amesbauer):
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Wahlklientel, aber das ist schlicht nicht die Realität, über die wir heute hier im österreichischen Nationalrat reden. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
In drei Wochen dauert der Krieg ein Jahr lang an. So viel Leiden, so viele Verbrechen, so viele humanitäre Katastrophen haben wir an Europas Grenzen lange nicht mehr gesehen. Stehen Sie hier gemeinsam mit uns auf und begeben Sie sich bitte auf die Seite der Menschenrechte, der Zivilbevölkerung in der Ukraine und vor allem des Völkerrechts! – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Es ist wichtig, dass man dieser Ereignisse gedenkt. In der Nacht vom 2. auf den 3. August im Jahr 1944 wurde der betreffende Abschnitt des Konzentrationslagers in Auschwitz geräumt; dabei wurden 3 000 Roma und Sinti umgebracht. Daher ist es berechtigt, dass man diesen Tag ausgewählt hat. Es ist eine Kernaufgabe der Gedenkkultur, die Verfolgung zu dokumentieren und sich zu erinnern, damit so etwas eben niemals wieder passiert. (Beifall bei Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich freue mich, dass wir da gemeinsam mit der grünen Partei unser Koalitionsübereinkommen erfüllen, indem wir heute diese Anträge einbringen und hoffentlich auch zu einem positiven Ende bringen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Bundesministerin für Frauen, Familie, Integration und Medien im Bundeskanzleramt MMag. Dr. Susanne Raab: Herr Präsident! Sehr geehrte Abgeordnete zum Nationalrat! Sehr geehrte Damen und Herren! Österreich bekennt sich zu seinen sechs autochthonen Volksgruppen als zentralen Bestandteil der österreichischen Identität. Traditionen und Bräuche der Volksgruppen werden heute in den verschiedenen Regionen, insbesondere natürlich im Burgenland und Kärnten, zeitgemäß mit Leben erfüllt. Sprache und Kultur, Bestand und Erhalt der Volksgruppen in Österreich zu achten, zu sichern und zu fördern, das ist uns als Bundesregierung ein ganz wichtiges Anliegen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
All diese Maßnahmen zeigen, dass die Volksgruppen in Österreich Bestand haben sollen, für uns einen Wert haben. Ich möchte mich sehr herzlich bei den Volksgruppenvertretern bedanken, mit denen wir diese Maßnahmen umsetzen. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie des Abg. Bernhard.
Ganz ausdrücklich möchte ich beide Entschließungsanträge aus dem Ausschuss begrüßen. Die Einrichtung eines nationalen Gedenktages an die während des Nationalsozialismus ermordeten Roma und Romnja, Sinti und Sintizze wird einen wichtigen Beitrag zur Gedenkkultur betreffend die Opfer des Nationalsozialismus leisten, denen unsägliches Leid zugefügt wurde. Hass und Hetze dürfen in unserer Gesellschaft einfach keinen Platz haben. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie des Abg. Bernhard.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Mit all den genannten Maßnahmen, allen voran natürlich mit der nachhaltigen Verdoppelung der Volksgruppenförderung – das war ein ganz zentrales Anliegen der Volksgruppen –, setzen wir Meilensteine in der Volksgruppenpolitik und sichern – das ist unser Ziel – so den wichtigen langfristigen Erhalt der autochthonen Volksgruppen in Österreich. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Jetzt sind wir am Zug. Jetzt beschließen wir gemeinsam in einem Mehrparteienantrag – und da möchte ich noch einmal Danke für das Entgegenkommen sagen – auch einen nationalen Gedenktag für die Opfer der Roma, der Romnja, der Sinti und Sintizze in Österreich während des Nationalsozialismus. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Sehr geehrte Damen und Herren, entschuldigen wir uns bitte aufrichtig dafür, dass das so lange gedauert hat. Das ist unsere Verantwortung. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Das Nie-wieder, unsere historische Verantwortung, erfordert aber auch zivilcouragiertes Handeln in unserem täglichen Tun: aufzustehen und dagegen aufzutreten, wenn Roma, Romnja, Sinti, Sintizze mit Rassismus konfrontiert sind und Gewalt gegen Roma und Romnja, Sinti und Sintizze als rassistische Gewalt zu benennen und dagegen vorzugehen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Gedenken und Erinnern sind wichtig, wir müssen aber auch die Schlüsse für die Gegenwart, für unser alltägliches Tun daraus zu ziehen. Füllen wir das Nie-wieder mit Leben! – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Haubner: Schwierig, wenn man nicht mehr dabei ist!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben im ÖVP-Korruptions-Untersuchungsausschuss eindrucksvoll gesehen, wie die Personalpolitik der ÖVP ausschaut, wie – ehrlich gesagt auch unabhängig von der Regierungsbeteiligung – die Personalentscheidungen der ÖVP zustande kommen. In Wahrheit steht vor der Ausschreibung einer Funktion schon fest, wer sie bekleiden soll. Teilweise wurden die Namen ja bereits Jahre davor festgehalten; es wurde festgehalten, wer in diesem Land etwas wird – auf Vorschlag der ÖVP. (Abg. Haubner: Schwierig, wenn man nicht mehr dabei ist!)
Abg. Haubner: Die Sage des Herrn Krainer ist das! Durch nichts bewiesen! Durch nichts bewiesen!
Wir wissen, dass die Ausschreibungen oft manipuliert oder auf einzelne Bewerber zugeschnitten waren. Teilweise haben die Bewerber, die es dann wurden, an ihrer Ausschreibung selbst mitgeschrieben. Wir wissen, dass die sogenannten unabhängigen Personalkommissionen am Ende des Tages zufällig genau jene Personen als bestgeeignet vorgeschlagen haben, die ÖVP-intern bereits Monate, teilweise Jahre davor schriftlich festgehalten wurden. (Abg. Haubner: Die Sage des Herrn Krainer ist das! Durch nichts bewiesen! Durch nichts bewiesen!) Heute geht es um ein Beispiel, das die Oesterreichische Nationalbank betrifft.
Beifall bei der SPÖ.
In der Oesterreichischen Nationalbank, davon konnten wir uns, glaube ich, alle überzeugen, weil wir immer wieder Aussprachen haben, weil wir immer wieder die Gelegenheit haben, uns mit Expertinnen und Experten, mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Oesterreichischen Nationalbank auszutauschen, sind ganz großartige Expertinnen und Experten tätig, die diesen gesetzlichen Aufgaben, die sie haben, nicht nur nach bestem Wissen und Gewissen, sondern mit echter Expertise nachkommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dann, gar nicht so viel später, nämlich Ende Jänner – ich glaube, es war am 21. Jänner –, erschien ein Interview, in dem Herr Thomas Steiner, also der Direktor der OeNB, der für die Verwaltung unserer eisernen Reserve verantwortlich ist, zugeben musste: Nein, die Verluste sind erstens nicht durch die Geldpolitik entstanden, sondern es sind Spekulationsverluste, und zweitens geht es nicht um einige Hundert Millionen Euro, sondern um 2 Milliarden Euro, die im Jahr 2022 unter der Verantwortung des ÖVP-Mannes Thomas Steiner verspekuliert wurden. Es ist ehrlich gesagt erschütternd, dass mit unserem Steuergeld in der Oesterreichischen Nationalbank überhaupt spekuliert wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ottenschläger: Wien Energie!
Es gab an und für sich einen politischen Grundkonsens in Österreich, dass man mit Steuergeld nicht spekuliert. (Abg. Ottenschläger: Wien Energie!) Ich muss jetzt nicht alles aufzählen, was in der Vergangenheit passiert ist – begonnen mit den Oebfa-Verlusten in Höhe von 450 Millionen Euro 2008. Das ist unter Molterer passiert, verantwortlich war aber sein Vorgänger, Finanzminister Grasser, weil er die Veranlagungsvorschriften der Oebfa verändert hat, sodass die Oebfa mit Aktien, mit Derivaten spekulieren konnte. Es hat eine Reihe von anderen Gelegenheiten gegeben: Es gab verlustreiche Swaps, die an Gemeinden verkauft wurden, an große und an kleine. Auch wenn man als Gemeinde am Schluss in der Regel gewonnen hat und kein Geld zahlen musste, herrschte ein politischer Grundkonsens in diesem Land, dass man mit Steuergeld nicht spekuliert.
Abg. Fürlinger: Aktien – spekulative Produkte! – Abg. Michael Hammer: Das hat man bei der Wien Energie gesehen, oder?
dann konnte man unseren Sparstrumpf verstärkt in Aktien und andere hochspekulative Produkte investieren. (Abg. Fürlinger: Aktien – spekulative Produkte! – Abg. Michael Hammer: Das hat man bei der Wien Energie gesehen, oder?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Swap Linz zum Beispiel, SPÖ-Stadt Linz! So eine Heuchelei!
Das ist erschütternd, weil damit dieser Grundkonsens, dass man mit Steuergeld nicht spekuliert, offenbar über Bord geworfen wurde, da – unter Verantwortung der ÖVP – in der OeNB mit Steuergeld spekuliert wird. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Swap Linz zum Beispiel, SPÖ-Stadt Linz! So eine Heuchelei!)
Abg. Fürlinger: Das ist ein Faschingsvortrag!
Diese Veranlagungsregeln zu ändern (Abg. Fürlinger: Das ist ein Faschingsvortrag!) war übrigens gegen den expliziten Rat der Expertinnen und Experten in der Oesterreichischen Nationalbank, die damit über viele, viele Jahre sehr konservativ umgegangen sind. Sie haben es abgelehnt, dass man in diese spekulativen Hochrisikoprodukte investieren soll. (Abg. Fürlinger: ... Arbeiterkammer!)
Abg. Fürlinger: ... Arbeiterkammer!
Diese Veranlagungsregeln zu ändern (Abg. Fürlinger: Das ist ein Faschingsvortrag!) war übrigens gegen den expliziten Rat der Expertinnen und Experten in der Oesterreichischen Nationalbank, die damit über viele, viele Jahre sehr konservativ umgegangen sind. Sie haben es abgelehnt, dass man in diese spekulativen Hochrisikoprodukte investieren soll. (Abg. Fürlinger: ... Arbeiterkammer!)
Beifall bei der SPÖ.
Die Veranlagungsstrategie, also was man dann konkret kauft und verkauft, wurde auch auf Betreiben von Herrn Steiner geändert, und auch da wieder explizit gegen den Rat der Expertinnen und Experten in der Oesterreichischen Nationalbank, die vor dieser Strategie gewarnt haben und gewarnt haben, dass das zu Verlusten führen wird. Das war ihm egal, er hat das durchgesetzt, und jetzt haben wir den Salat, nämlich 2 Milliarden Euro Verlust an Steuergeldern, denn das Geld der Oesterreichischen Nationalbank gehört nicht Herrn Steiner oder der ÖVP, sondern das gehört ja uns Österreicherinnen und Österreichern und den Menschen, die in Österreich leben – da sind 2 Milliarden Euro verloren gegangen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
viele Jahre lang keinerlei Geld von der Oesterreichischen Nationalbank erwarten können. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Haubner.
Dieses Geld wird uns fehlen, wenn wir hier unser Budget aufstellen, wenn wir das Budget diskutieren und darüber reden, wie wir Kindergärten finanzieren und ausbauen wollen, wie wir die bestmögliche Bildung schaffen wollen, wie wir die Gesundheitsversorgung verbessern wollen oder wie wir das Pflegesystem verbessern wollen. Dieses Geld wird uns fehlen, und das Geld würden wir aber sehr, sehr dringend brauchen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Unsere Recherchen haben ergeben, dass nicht nur bereits diese 2 Milliarden Euro an Spekulationsverlusten realisiert wurden, sondern dass intern in der Oesterreichischen Nationalbank (Zwischenruf des Abg. Hörl) die Expertinnen und Experten für heuer und für nächstes Jahr von Verlusten in einer ähnlichen Größenordnung ausgehen, wenn nicht sogar in einer höheren. Das würde dann nämlich bedeuten, dass nicht nur ein paar Jahre, sondern 15 oder mehr Jahre keinerlei Gewinnabführung mehr von der Oesterreichischen Nationalbank getätigt wird.
Zwischenruf des Abg. Haubner
Das ist etwas, das man hier im Nationalrat diskutieren muss, denn wir haben nicht nur die Budgethoheit (Zwischenruf des Abg. Haubner), sondern ich erwarte mir auch, dass wir, wenn es um massive Auswirkungen aufs Budget geht und der Finanzminister davon in Kenntnis ist, auch informiert werden und uns reiner Wein eingeschenkt wird. Bisher wurde uns von den Verantwortlichen, allen voran Herrn Direktor Thomas Steiner, nicht reiner Wein eingeschenkt, sondern man wollte es mit viel Rauch und mit viel Erklärungsversuchen so darstellen, als ob eigentlich gar nichts passiert wäre. Wir wissen aber in der Zwischenzeit: 2 Milliarden Euro wurden verspekuliert, und die fehlen uns.
Abg. Haubner: Wo ist die her? Da stellt sich die Frage, wo die her ist!
Und jetzt komme ich zu Ihnen, Herr Finanzminister, weil unsere Recherchen auch ergeben haben, dass Sie bereits Ende Oktober – Ende Oktober! – über die Spekulationsverluste informiert wurden. Ich habe hier eine Präsentation (ein Schriftstück in die Höhe haltend), die Ihnen im Oktober übergeben wurde, nach der Sie eben vor mehr als drei Monaten darüber informiert wurden (Abg. Haubner: Wo ist die her? Da stellt sich die Frage, wo die her ist!), dass diese Spekulationsverluste passiert sind.
Beifall bei der SPÖ.
Gerade in einer budgetär äußerst schwierigen Situation, in der wir jeden Euro brauchen, erwarte ich mir von Ihnen, dass Sie uns, wenn das schon nicht Herr Thomas Steiner macht, hier heute reinen Wein einschenken und sagen: Wie hoch sind die Verluste? Seit wann wissen Sie davon? Was sind die Auswirkungen in den nächsten Jahren auf unser Budget? Was tun Sie, damit sich so etwas nicht wiederholt, dass auch in der Nationalbank dieser Grundkonsens, dass man mit Steuergeldern nicht spekuliert, wieder gelebt wird? – Der wurde lange gelebt, der wurde erst vom ÖVP-Mann Thomas Steiner abgeschafft und der gehört dringend wieder eingeführt. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Haubner.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist der Herr Bundesminister für Finanzen. Ich darf ihm das Wort erteilen. (Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Abg. Herr: Zur Sache!
Wir erleben beispielsweise seit einigen Monaten aufgrund der geänderten Zinslage, dass Neukredite zurückgehen und immer weniger Menschen in der Lage sind, sich ihren Traum vom Eigenheim und eigenen Haus entsprechend erfüllen zu können. Jetzt verstehe ich die grundsätzlichen Ziele (Abg. Herr: Zur Sache!) dieser Verordnung, und die werden natürlich auch weitgehend anerkannt. Es zeigt sich aber in einer Vielzahl von Stellungnahmen über ganz Österreich hinweg Kritik an der Auslegung, die wir in der Praxis erleben. (Ruf bei der SPÖ: Das ist sehr verdächtig!)
Ruf bei der SPÖ: Das ist sehr verdächtig!
Wir erleben beispielsweise seit einigen Monaten aufgrund der geänderten Zinslage, dass Neukredite zurückgehen und immer weniger Menschen in der Lage sind, sich ihren Traum vom Eigenheim und eigenen Haus entsprechend erfüllen zu können. Jetzt verstehe ich die grundsätzlichen Ziele (Abg. Herr: Zur Sache!) dieser Verordnung, und die werden natürlich auch weitgehend anerkannt. Es zeigt sich aber in einer Vielzahl von Stellungnahmen über ganz Österreich hinweg Kritik an der Auslegung, die wir in der Praxis erleben. (Ruf bei der SPÖ: Das ist sehr verdächtig!)
Abg. Herr: Zur Sache! – Abg. Haubner: Das ist sehr wichtig!
Deswegen habe ich auch – das gehört natürlich schon auch zum Thema Nationalbank insgesamt – bei der FMA angeregt, zu prüfen, ob die FMA-Verordnung in ihrer derzeitigen Form zeitgemäß ist und wo es durchaus Verbesserungsmöglichkeiten im Sinne der Finanzmarktstabilität auf der einen Seite und einer sinnvollen Kreditfinanzierung auf der anderen Seite geben kann (Abg. Herr: Zur Sache! – Abg. Haubner: Das ist sehr wichtig!), wenn es um Privatpersonen geht.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
eben auch wahr wird und nicht nur ein Traum bleibt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Hauser.
Herr Abgeordneter Krainer, ich würde mich natürlich auch über Ihre Unterstützung freuen, wenn es beispielsweise um die Abschaffung und Beseitigung von Pensionsprivilegien bei der Nationalbank geht. Dafür würde ich mir wirklich Unterstützung erhoffen. (Zwischenruf des Abg. Hauser.) Auch da gibt es laut Medienberichten, die wir alle kennen, Handlungsbedarf. Da entsteht auch ein wirklicher Schaden für die Steuerzahlerin und den Steuerzahler in Österreich. Wir können also gerne einen neuerlichen, gemeinsamen Anlauf unternehmen, um diese Doppelpensionen, diese Luxuspensionen, die es dort gibt, auf ein – ich würde einmal sagen – erträgliches Niveau für den Steuerzahler und die Steuerzahlerin zu bringen. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie auch in dem Bereich Ihre bisherige Haltung zumindest verändern würden und uns dabei unterstützen würden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Wir haben sie gekürzt!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Wir haben sie gekürzt!
Herr Abgeordneter Krainer, ich würde mich natürlich auch über Ihre Unterstützung freuen, wenn es beispielsweise um die Abschaffung und Beseitigung von Pensionsprivilegien bei der Nationalbank geht. Dafür würde ich mir wirklich Unterstützung erhoffen. (Zwischenruf des Abg. Hauser.) Auch da gibt es laut Medienberichten, die wir alle kennen, Handlungsbedarf. Da entsteht auch ein wirklicher Schaden für die Steuerzahlerin und den Steuerzahler in Österreich. Wir können also gerne einen neuerlichen, gemeinsamen Anlauf unternehmen, um diese Doppelpensionen, diese Luxuspensionen, die es dort gibt, auf ein – ich würde einmal sagen – erträgliches Niveau für den Steuerzahler und die Steuerzahlerin zu bringen. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie auch in dem Bereich Ihre bisherige Haltung zumindest verändern würden und uns dabei unterstützen würden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Wir haben sie gekürzt!)
Abg. Herr: Zur Sache!
Wie ich Ihrer Anfrage entnehmen kann, machen Sie sich auch für den Schutz von Steuergeld stark. Das ist natürlich durchaus lobenswert und nachvollziehbar. Als Finanzminister begrüße ich das prinzipiell natürlich auch und rechne daher auch mit Ihrer Unterstützung, wenn es um andere Fragestellungen, wenn es um Luxuspensionen, Pensionsprivilegien und andere Dinge geht, wenn es darum geht, diese in der Nationalbank abzuschaffen und keine neuen ins Leben zu rufen. (Abg. Herr: Zur Sache!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Jetzt auch zum Prinzipiellen: Die Gewinne einer Notenbank sind von der jeweiligen Zinsentwicklung, natürlich auch von der Zinspolitik im System der europäischen Zentralbanken, der EZB und auch der Veranlagung der Währungsreserven abhängig. Das ist Ihnen natürlich klar und allen von uns sollte das auch klar sein. Die Entwicklungen in dem Zusammenhang führten im Jahr 2022 dazu, dass meines Wissens zumindest die meisten Notenbanken des Eurosystems auch Verluste aufweisen werden, aber auch andere Notenbanken wie beispielsweise die Schweizer Nationalbank haben Verluste angekündigt. Diese betragen übrigens in der Schweiz für 2022 in Euro umgerechnet circa 132 Milliarden Euro, bei der Bank of England sind es beispielsweise circa 12,5 Milliarden Euro Verlust. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Den dem Nationalrat vorgelegten Budgetentwürfen lagen die damals verfügbaren Informationen, die wir hatten, zugrunde, die von einem geringeren Gewinn der OeNB ausgegangen sind. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Michael Hammer: Das sind alles Banalitäten!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren Bundesminister! Herr Finanzminister, ich habe vorhin gesagt, ich freue mich, dass Sie wieder hier sind. Meine Freude hat bei dieser Art von Beantwortung etwas abgenommen. (Bundesminister Brunner: Schade!) Sie haben die wesentlichen Teile nicht beantwortet. Sie haben selbst Banalitätenfragen wie die, warum Sie die Generalversammlung nicht einberufen haben, einfach nicht beantwortet. (Abg. Michael Hammer: Das sind alles Banalitäten!) Wieso der Präsident das durchgehen lässt, bleibt mir ein Rätsel, denn das ist das Interpellationsrecht dieses Hauses, und jeder Minister hat die Fragen gefälligst sorgfältig zu beantworten. Wirklich! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kopf.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kopf.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren Bundesminister! Herr Finanzminister, ich habe vorhin gesagt, ich freue mich, dass Sie wieder hier sind. Meine Freude hat bei dieser Art von Beantwortung etwas abgenommen. (Bundesminister Brunner: Schade!) Sie haben die wesentlichen Teile nicht beantwortet. Sie haben selbst Banalitätenfragen wie die, warum Sie die Generalversammlung nicht einberufen haben, einfach nicht beantwortet. (Abg. Michael Hammer: Das sind alles Banalitäten!) Wieso der Präsident das durchgehen lässt, bleibt mir ein Rätsel, denn das ist das Interpellationsrecht dieses Hauses, und jeder Minister hat die Fragen gefälligst sorgfältig zu beantworten. Wirklich! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kopf.)
Abg. Haubner: Verteidigst du jetzt die Schweiz?
Die Schweizer Bundesbank muss eine Währung, den Schweizer Franken, der weltweit in Verwendung und eigentlich zu groß für die Volkswirtschaft der Schweiz ist, durch aktive Käufe und Verkäufe gegen allzu große Wechselkursänderungen verteidigen. (Abg. Haubner: Verteidigst du jetzt die Schweiz?) Dasselbe gilt für die Bank of England.
Abg. Haubner: Und so etwas war einmal Staatssekretär! Nein!
Ich meine, wenn da besonders Raffinierte mit Insiderinformationen in einer Nationalbank tätig wären, die wissen, in welche Richtung die Geldpolitik und die Zinspolitik der EZB gehen, dann käme ja vernünftigerweise niemand auf die Idee, festverzinsliche Papiere zu kaufen (Abg. Haubner: Und so etwas war einmal Staatssekretär! Nein!), wo jeder weiß: In dem Moment, in dem die Zinsen steigen, muss diskontiert werden, damit der Zinssatz stimmt.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Und so etwas war einmal Staatssekretär!
Ich hoffe, dass Ihr Genesungsprozess Sie zu solcher Kraft bringt, Herr Minister, dass Sie das in Bälde tun. Setzen Sie Herrn Steiner weg und setzen Sie jemand Besseren hin! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Und so etwas war einmal Staatssekretär!)
Abg. Kollross: Das macht ihr eh selber! – Abg. Leichtfried: Da braucht ihr uns nicht dazu!
Als ich dann allerdings weitergelesen habe, habe ich schon entdeckt – und zumindest Teile der Rede des Kollegen Matznetter und auch des Kollegen Krainer und auch die Formulierung, insbesondere die Einleitung, Ihrer Anfrage haben das leider bewiesen –, dass Sie hier nicht wirklich eine sachliche Debatte forcieren wollen, sondern dass es Ihnen darum geht, wiederum einen Skandal zu konstruieren. (Abg. Kollross: Das macht ihr eh selber! – Abg. Leichtfried: Da braucht ihr uns nicht dazu!)
Abg. Hauser: Die Spekulationsverluste der Banken waren der Grund! Keine Geschichten erzählen!
Meine Damen und Herren, was war denn die Ursache dieser expansiven Geldpolitik? – Natürlich auch eine Finanzkrise, die viele von uns Gott sei Dank auch schon ein bisschen vergessen haben. Die war aber die Ursache dafür, dass - - (Abg. Hauser: Die Spekulationsverluste der Banken waren der Grund! Keine Geschichten erzählen!) – Darf ich es fertig erklären? Wenn es Sie interessiert, hören Sie zu, wenn nicht, dann nicht! – Die Finanzkrise war die Ursache dafür, dass man dann natürlich auch die Zinspolitik geändert hat, das heißt, man hat die Zinsen gesenkt hat, um die Wirtschaft anzukurbeln und auch dafür Sorge zu tragen, dass die Betriebe mit niedrigen Darlehen funktionieren und entsprechend auch die Arbeitsplätze gesichert werden.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Deswegen kann ich es nicht anders bewerten, wenn Sie hier – Sie haben es ja auch wieder bewiesen – einen Namen herausziehen und einen ÖVP-Bezug herstellen: Ich habe einfach den Eindruck, Sie wollen keine sachliche Debatte, sondern aus Ihrer Sicht ist alles ein ÖVP-Skandal. Auch wenn, wie der Volksmund sagen würde, in China ein Radl umfallen würde, würden Sie, glaube ich, der ÖVP die Schuld geben. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Zarits: Da habt ihr euch nicht dran gehalten!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident, ich darf Sie selbst zitieren. Sie haben vor der ersten Sitzung hier in diesem Saal, in diesem Nationalratssitzungssaal, öfters gesagt und angemerkt, dass Sie hoffen, das sich ein bisschen etwas ändert, dass sich am Stil, am Inhalt etwas ändert. (Abg. Zarits: Da habt ihr euch nicht dran gehalten!)
Abg. Kopf: Vielleicht sollten Sie einmal mit dem Kollegen Krainer reden! – Abg. Haubner: Der Krainer ist mit dabei!
Meine Vermutung ist, dass das bis jetzt noch nicht so eingetreten ist, wie Sie sich das vorgestellt haben. (Abg. Kopf: Vielleicht sollten Sie einmal mit dem Kollegen Krainer reden! – Abg. Haubner: Der Krainer ist mit dabei!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Das Schwächste ist die Anfrage! Entbehrt jeglicher Grundlage!
Ich ersuche Sie, ihn anzuleiten, diese Beantwortung zu machen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Das Schwächste ist die Anfrage! Entbehrt jeglicher Grundlage!)
Abg. Leichtfried: Tut irgendwer was? – Abg. Haubner: Nein! Schau, die Anfrage ist ja schon so seicht!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Angerer. – Bitte. (Abg. Leichtfried: Tut irgendwer was? – Abg. Haubner: Nein! Schau, die Anfrage ist ja schon so seicht!)
Beifall bei der FPÖ sowie Bravoruf des Abg. Wurm.
Abgeordneter Erwin Angerer (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Ja, Herr Finanzminister, vorweg: Sie haben die Luxuspensionen in der OeNB angesprochen – es geht ja um eine Dringliche Anfrage zur OeNB – und haben gemeint, Sie brauchen die Unterstützung der SPÖ. Ich kann Ihnen garantieren, die Unterstützung von uns Freiheitlichen hätten Sie. Sie brauchen nur ein Paket vorzulegen. Da nehmen wir dann aber gleich auch bitte die Kammern, die Wirtschaftskammer, die anderen Kammern, die Arbeiterkammer, oder die Verstaatlichte mit hinein. Da machen wir gleich ein Gesamtpaket und tun die Luxuspensionen weg. Dann haben wir etwas Vernünftiges erreicht. (Beifall bei der FPÖ sowie Bravoruf des Abg. Wurm.) Das wäre einmal der erste Schritt.
Abg. Silvan: Hypo Alpe! Hypo Alpe! Da zahlen wir alle noch!
Zum Thema der Dringlichen Anfrage der SPÖ, Spekulation mit Steuergeld: Ja, da werden wir schauen, ob das jetzt bei der OeNB so eingetreten ist – wenn, dann ist es schlimm genug – und wer dafür verantwortlich ist. Der lockere Umgang mit Steuergeld hat aber leider System in unserem Land. Es tauchen dabei immer zwei Parteien auf, und zwar die SPÖ und die ÖVP, das ist nicht nur die ÖVP alleine. (Abg. Silvan: Hypo Alpe! Hypo Alpe! Da zahlen wir alle noch!) – Danke für den Zwischenruf. Darauf komme ich gerne zu sprechen, das mache ich zum Abschluss. Ihr seid alle dabei.
Beifall bei der FPÖ.
100 Milliarden Euro neue Schulden habt ihr allein in dieser Regierung gemacht. Ihr habt drei Bundeskanzler verbraucht und gleich noch 100 Milliarden Schulden dazu gemacht, also in drei Jahren vier Budgets verbraucht. Das ist die Leistung dieser Regierung! Das ist lockerer Umgang mit dem Steuergeld der österreichischen Steuerzahler. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Tomaselli: Vergesst die Hypo und die FPÖ nicht, bitte!
Zur SPÖ: Ich erinnere an die Verstaatlichte, die Voest, mit Spekulationen im Ölgeschäft. „Wir sind pleite“, war damals der Ausspruch des Voest-Vorstands. Die Bawag ist mit der ÖGB-Pleite fast in die Pleite geschlittert, die Kärntner haben die Seen herausgekauft. (Abg. Tomaselli: Vergesst die Hypo und die FPÖ nicht, bitte!) – Ich komme noch zur Hypo. Wartet! Ihr könnt es nur nicht erwarten.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Also das ist ja die Chuzpe bei der Geschichte: dass die SPÖ hier eine Dringliche zur Spekulation mit Steuergeld macht, obwohl sie selber einen Skandal nach dem anderen vorzuweisen hat. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) In die Kasse zu greifen und dann zu schreien: Haltet den Dieb!, das habt ihr immer schon gut gekonnt.
Abg. Ottenschläger: Der Haider hat nichts dafür können!
Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Tomaselli.) Das ist die Geschichte der Hypo. Die Bayern halten sich heute noch den Bauch vor Lachen. 6 Milliarden Euro – 6 Milliarden Euro! – haben die Bayern von Österreich seit 2014 zurückbekommen (Abg. Ottenschläger: Der Haider hat nichts dafür können!), ihr könnt die Anfragen von mir nachlesen, das liegt auf dem Tisch, und die Kärntner haben auch noch 1,2 Milliarden Euro draufgelegt. (Abg. Matznetter: Aber nicht wegen dem Haider!) Das ist die Geschichte der Hypo. Da habt ihr auch geschrien: Haltet den Dieb!
Abg. Matznetter: Aber nicht wegen dem Haider!
Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Tomaselli.) Das ist die Geschichte der Hypo. Die Bayern halten sich heute noch den Bauch vor Lachen. 6 Milliarden Euro – 6 Milliarden Euro! – haben die Bayern von Österreich seit 2014 zurückbekommen (Abg. Ottenschläger: Der Haider hat nichts dafür können!), ihr könnt die Anfragen von mir nachlesen, das liegt auf dem Tisch, und die Kärntner haben auch noch 1,2 Milliarden Euro draufgelegt. (Abg. Matznetter: Aber nicht wegen dem Haider!) Das ist die Geschichte der Hypo. Da habt ihr auch geschrien: Haltet den Dieb!
Beifall bei der FPÖ.
Jörg hat sich leider nicht mehr wehren können. Sonst wäre das ganz anders gelaufen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Leichtfried – in Richtung Präsident Sobotka –: Sagt da jetzt irgendwer noch irgendwas dazu, oder war’s das?
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Tomaselli. – Bitte. (Abg. Leichtfried – in Richtung Präsident Sobotka –: Sagt da jetzt irgendwer noch irgendwas dazu, oder war’s das?)
Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Leichtfried: Ja, der soll aber, der könnte aber was sagen!
Abgeordnete Mag. Nina Tomaselli (Grüne): Sagen Sie nichts mehr zur Geschäftsordnung, Herr Präsident? (Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Leichtfried: Ja, der soll aber, der könnte aber was sagen!) – Okay. Im U-Ausschuss sind Sie redseliger, Herr Präsident. (Abg. Kollross: Waidhofen: 18 Prozent verloren! – Abg. Leichtfried: Ich meine, was ist mit dem Präsidenten los? Entschuldigung!)
Abg. Kollross: Waidhofen: 18 Prozent verloren! – Abg. Leichtfried: Ich meine, was ist mit dem Präsidenten los? Entschuldigung!
Abgeordnete Mag. Nina Tomaselli (Grüne): Sagen Sie nichts mehr zur Geschäftsordnung, Herr Präsident? (Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Leichtfried: Ja, der soll aber, der könnte aber was sagen!) – Okay. Im U-Ausschuss sind Sie redseliger, Herr Präsident. (Abg. Kollross: Waidhofen: 18 Prozent verloren! – Abg. Leichtfried: Ich meine, was ist mit dem Präsidenten los? Entschuldigung!)
Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Kollege Angerer, ich hoffe, dass die Kärntnerinnen und Kärntner am 5. März die Party, die die FPÖ in Kärnten veranstaltet hat, nicht vergisst, nämlich, dass die Kärntnerinnen und Kärntner immer noch dafür die Rechnung zahlen. (Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Martin Graf: ... nicht notwendig!
Zurückkommend aber auf den heutigen Tag und das Thema der heutigen Dringlichen Anfrage: Ja, tatsächlich - - (Abg. Martin Graf: ... nicht notwendig!) – Jetzt muss man nicht aufgeregt sein, Herr Kollege Graf. Tatsächlich muss sich - - (Abg. Leichtfried: Ja, der ärgert sich auch über den Präsidenten!) – Ja, aber
Abg. Leichtfried: Ja, der ärgert sich auch über den Präsidenten!
Zurückkommend aber auf den heutigen Tag und das Thema der heutigen Dringlichen Anfrage: Ja, tatsächlich - - (Abg. Martin Graf: ... nicht notwendig!) – Jetzt muss man nicht aufgeregt sein, Herr Kollege Graf. Tatsächlich muss sich - - (Abg. Leichtfried: Ja, der ärgert sich auch über den Präsidenten!) – Ja, aber
Abg. Leichtfried: Das stimmt! Das stimmt!
auch wenn Sie mir jetzt noch fünfmal hereinbrüllen, kann ich kann nichts dafür, dass der Präsident Ihnen keine Antwort auf Ihre Meldung zur Geschäftsordnung gibt, oder? (Abg. Leichtfried: Das stimmt! Das stimmt!) – Super. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Leichtfried: Ja, dann sage ich nichts mehr! – Abg. Rauch: ... auch keine Liebe mehr da zwischendrinnen, oder? – Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Leichtfried: Ja, dann sage ich nichts mehr! – Abg. Rauch: ... auch keine Liebe mehr da zwischendrinnen, oder? – Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.
auch wenn Sie mir jetzt noch fünfmal hereinbrüllen, kann ich kann nichts dafür, dass der Präsident Ihnen keine Antwort auf Ihre Meldung zur Geschäftsordnung gibt, oder? (Abg. Leichtfried: Das stimmt! Das stimmt!) – Super. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Leichtfried: Ja, dann sage ich nichts mehr! – Abg. Rauch: ... auch keine Liebe mehr da zwischendrinnen, oder? – Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rauch.
Also kommen wir noch einmal bitte – das Thema, finde ich wirklich, ist ernst genug – zum Thema zurück! (Zwischenruf des Abg. Rauch.) Tatsächlich muss sich nicht nur die Oesterreichische Nationalbank, sondern auch die Europäische Zentralbank aufgrund der derzeitigen Geldpolitik, die die EZB verfolgt, warm anziehen. Die Folgen werden doch – und so weit ist das auch trotz knapper Beantwortung der Dringlichen Anfrage sicher – recht verlustreich sein.
Zwischenruf des Abg. Wurm.
Jetzt ist ein Zinseffekt aufgetreten, weil erhöhte Zinsen eben eine sinkende Nachfrage nach Wertpapieren bedeuten, und eine sinkende Nachfrage nach Wertpapieren bedeutet auch deren Kursverlust, was dazu führt, dass die Anleihen, die die Banken halten, eben auch weniger wert werden. Die Folgen der Geldpolitik und der Verschiebung auf den Finanzmärkten schlagen sich deshalb nicht nur bei Geschäftsbanken, sondern auch bei den Zentralbanken nieder. (Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Zwischenruf des Abg. Kollross.
Sie können sich noch erinnern – wir leben noch mitten in einer Pandemie –: Das ganze Bundesgesundheitsbudget beträgt 2,85 Milliarden Euro. Das Bundesheerbudget beträgt 2 Milliarden Euro. Die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer betragen 2 Milliarden Euro; oder es sind fünfmal die Einnahmen aus der auch ganz oft hier herinnen diskutierten NoVA. (Zwischenruf des Abg. Kollross.) Alle kurzfristigen Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung gegen die Teuerung sind übrigens auch 2,3 Milliarden Euro.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir würden da jedenfalls im Sinne der österreichischen Bevölkerung auch um Antworten bitten, weil es – nochmals – da ja nicht um einen finanziellen Pappenstiel geht, sondern das ist relativ sehr viel Geld, das uns dann mitunter eben anderswo fehlen wird. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kollross: Aber Sie sind aufgefordert worden!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Vielleicht zur Erklärung – weil ja auch Frau Abgeordnete Tomaselli aufgeworfen hat, warum ich nicht antworte –: Weil die Geschäftsordnung das auch nicht vorsieht. Die Geschäftsordnung regelt im § 59 genau, was eine geschäftsordnungsmäßige Debatte ist, und dort ist nichts enthalten, was dem Präsidenten ein Frage-Antwort-Spiel gestattet. Wir können in der Präsidiale, wie es üblicherweise der Fall ist, auch darüber berichten und es besprechen. (Abg. Kollross: Aber Sie sind aufgefordert worden!)
Abg. Krainer: Aber bei der Beantwortung der Anfrage an den Nehammer haben Sie das trotzdem getan! Haben Sie da gegen die Geschäftsordnung gehandelt? Aber wieso agieren Sie jetzt anders?
Als Nächste ist Frau Abgeordnete Doppelbauer zu Wort gemeldet. – Bitte sehr, Sie gelangen zu Wort. (Abg. Krainer: Aber bei der Beantwortung der Anfrage an den Nehammer haben Sie das trotzdem getan! Haben Sie da gegen die Geschäftsordnung gehandelt? Aber wieso agieren Sie jetzt anders?)
Abg. Leichtfried: Die gehört aber zurückgestellt, eigentlich! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ
Abgeordnete Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer (NEOS): Ich fange jetzt einfach einmal an, weil meine Zeit läuft (Abg. Leichtfried: Die gehört aber zurückgestellt, eigentlich! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ), und würde tatsächlich auch damit beginnen wollen, dass ich diese Dringliche Anfrage heute nicht wirklich verstehe. Alle Notenbanken machen im Augenblick Verluste. Die Entwicklung der OeNB kommt nicht überraschend. Wir haben das auch gerade im Ausschuss diskutiert, und deswegen finde ich es tatsächlich verwunderlich und ich glaube, dass dieser Antrag wirklich ein populistischer Bauchfleck der SPÖ ist. (Beifall bei NEOS und ÖVP.)
Beifall bei NEOS und ÖVP.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer (NEOS): Ich fange jetzt einfach einmal an, weil meine Zeit läuft (Abg. Leichtfried: Die gehört aber zurückgestellt, eigentlich! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ), und würde tatsächlich auch damit beginnen wollen, dass ich diese Dringliche Anfrage heute nicht wirklich verstehe. Alle Notenbanken machen im Augenblick Verluste. Die Entwicklung der OeNB kommt nicht überraschend. Wir haben das auch gerade im Ausschuss diskutiert, und deswegen finde ich es tatsächlich verwunderlich und ich glaube, dass dieser Antrag wirklich ein populistischer Bauchfleck der SPÖ ist. (Beifall bei NEOS und ÖVP.)
Abg. Haubner: Wer kriegt denn eigentlich eine?
Ich sage auch nicht, dass man die OeNB nicht kritisieren kann. Wir haben schon über die Luxuspensionen gesprochen, dazu möchte ich auch noch etwas sagen. (Abg. Haubner: Wer kriegt denn eigentlich eine?) Man kann doch aber die OeNB nicht dafür verantwortlich machen, dass sie im Auftrag der EZB Wertpapiere gekauft hat und dass es dann im Jahr 2022 eben für diese Wertpapiere Abschreibungen gegeben hat.
Heiterkeit des Abg. Wurm.
hoffe ich zumindest, und ich denke, das sollten wir auch respektieren. (Heiterkeit des Abg. Wurm.) Den Finanzminister, vor dem ich ja normalerweise auch nicht wirklich schützend stehe, kann ich da tatsächlich nicht in der Verantwortung sehen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.
hoffe ich zumindest, und ich denke, das sollten wir auch respektieren. (Heiterkeit des Abg. Wurm.) Den Finanzminister, vor dem ich ja normalerweise auch nicht wirklich schützend stehe, kann ich da tatsächlich nicht in der Verantwortung sehen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.)
in Richtung Abg. Krainer
Was mich inhaltlich extrem verwundert, ist: Die SPÖ – lieber Jan (in Richtung Abg. Krainer), du weißt es ja, wir diskutieren da schon seit Jahren darüber – ist der größte Fan dieser lockeren Geldpolitik der EZB. Julia Herr, du, Kollege Matznetter: Alle wollten diese lockere Geldpolitik, weil die ja so toll ist. Wir waren als NEOS die Einzigen, die immer gewarnt haben (Abg. Wurm – erheitert –: Na bitte! Die NEOS ...!), die gesagt haben: Leute, das ist echt nicht in Ordnung! Da gibt es tatsächlich ein Thema mit der Inflation, wir müssen da wirklich darauf schauen, was passiert! – Und ja: Jetzt haben wir halt die Auswirkungen dieser lockeren Geldpolitik. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die sind jetzt da, sie werden übrigens über die nächsten Jahre noch stärker werden, und da ist meine Frage, warum wir hier diskutieren. – Ich weiß es nicht. (Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Wurm. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Wurm – erheitert –: Na bitte! Die NEOS ...!
Was mich inhaltlich extrem verwundert, ist: Die SPÖ – lieber Jan (in Richtung Abg. Krainer), du weißt es ja, wir diskutieren da schon seit Jahren darüber – ist der größte Fan dieser lockeren Geldpolitik der EZB. Julia Herr, du, Kollege Matznetter: Alle wollten diese lockere Geldpolitik, weil die ja so toll ist. Wir waren als NEOS die Einzigen, die immer gewarnt haben (Abg. Wurm – erheitert –: Na bitte! Die NEOS ...!), die gesagt haben: Leute, das ist echt nicht in Ordnung! Da gibt es tatsächlich ein Thema mit der Inflation, wir müssen da wirklich darauf schauen, was passiert! – Und ja: Jetzt haben wir halt die Auswirkungen dieser lockeren Geldpolitik. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die sind jetzt da, sie werden übrigens über die nächsten Jahre noch stärker werden, und da ist meine Frage, warum wir hier diskutieren. – Ich weiß es nicht. (Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Wurm. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Was mich inhaltlich extrem verwundert, ist: Die SPÖ – lieber Jan (in Richtung Abg. Krainer), du weißt es ja, wir diskutieren da schon seit Jahren darüber – ist der größte Fan dieser lockeren Geldpolitik der EZB. Julia Herr, du, Kollege Matznetter: Alle wollten diese lockere Geldpolitik, weil die ja so toll ist. Wir waren als NEOS die Einzigen, die immer gewarnt haben (Abg. Wurm – erheitert –: Na bitte! Die NEOS ...!), die gesagt haben: Leute, das ist echt nicht in Ordnung! Da gibt es tatsächlich ein Thema mit der Inflation, wir müssen da wirklich darauf schauen, was passiert! – Und ja: Jetzt haben wir halt die Auswirkungen dieser lockeren Geldpolitik. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die sind jetzt da, sie werden übrigens über die nächsten Jahre noch stärker werden, und da ist meine Frage, warum wir hier diskutieren. – Ich weiß es nicht. (Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Wurm. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Wurm. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Was mich inhaltlich extrem verwundert, ist: Die SPÖ – lieber Jan (in Richtung Abg. Krainer), du weißt es ja, wir diskutieren da schon seit Jahren darüber – ist der größte Fan dieser lockeren Geldpolitik der EZB. Julia Herr, du, Kollege Matznetter: Alle wollten diese lockere Geldpolitik, weil die ja so toll ist. Wir waren als NEOS die Einzigen, die immer gewarnt haben (Abg. Wurm – erheitert –: Na bitte! Die NEOS ...!), die gesagt haben: Leute, das ist echt nicht in Ordnung! Da gibt es tatsächlich ein Thema mit der Inflation, wir müssen da wirklich darauf schauen, was passiert! – Und ja: Jetzt haben wir halt die Auswirkungen dieser lockeren Geldpolitik. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die sind jetzt da, sie werden übrigens über die nächsten Jahre noch stärker werden, und da ist meine Frage, warum wir hier diskutieren. – Ich weiß es nicht. (Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Wurm. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Nochmals zu den Zahlen, weil es Kollege Matznetter gerade hereingerufen hat: Ja, die OeNB hat auch etwas in Aktien investiert, aber das ist ja nichts Schlechtes. Ich meine, das machen alle, und das ist auch gut so. Über die Jahre werden Verluste da tatsächlich auch wieder ausgeglichen. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Das ist ein ganz normales Vorgehen und das machen übrigens auch alle anderen – inklusive eben auch Ihrer Arbeiterkammer, das habe ich ja auch schon gesagt.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich war selbst im Ausschuss, ich war bei der Aussprache mit der OeNB dabei: Ja, es gibt 2 Milliarden Euro Verlust. 1,6 Milliarden gehen auf Eigenveranlagungen zurück, der Rest – eigentlich insgesamt – geht auf das veränderte Zinsumfeld zurück. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das macht alles Sinn, und tatsächlich würde ich mir das eine wünschen: dass man auf diese lockere Geldpolitik, die wirklich die Ursache für die Abschreibungen, die in den nächsten Jahren
Abg. Wurm – erheitert –: Karin, ist das eine EU-Kritik, oder? Ist das EU-Kritik?
auch passieren werden, ist, hinschauen sollte. (Abg. Wurm – erheitert –: Karin, ist das eine EU-Kritik, oder? Ist das EU-Kritik?) Das ist tatsächlich das große Problem. (Abg. Wurm: Willst du den Öxit, Karin, oder wie? Willst du den Öxit, Karin? Ist das eine EU-Kritik? – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Wurm: Willst du den Öxit, Karin, oder wie? Willst du den Öxit, Karin? Ist das eine EU-Kritik? – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
auch passieren werden, ist, hinschauen sollte. (Abg. Wurm – erheitert –: Karin, ist das eine EU-Kritik, oder? Ist das EU-Kritik?) Das ist tatsächlich das große Problem. (Abg. Wurm: Willst du den Öxit, Karin, oder wie? Willst du den Öxit, Karin? Ist das eine EU-Kritik? – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Wurm: Ja, überrascht, Karin!
Ja, Kollege Wurm ist ganz aufgeregt über meinen Redebeitrag zur lockeren Geldpolitik (Abg. Wurm: Ja, überrascht, Karin!), weil wir das tatsächlich seit Jahren immer wieder kritisieren. (Abg. Wurm: Die NEOS!) Wir NEOS kritisieren das von Anfang an. (Abg. Wurm: Karin! Karin!) – Ich glaube, Peter, du musst dich einfach zu Wort melden, wenn du etwas sagen willst (Heiterkeit der Rednerin), dann können wir es gerne diskutieren. (Beifall bei den NEOS. –Abg. Wurm: Ja, ich komme! Ich komme!)
Abg. Wurm: Die NEOS!
Ja, Kollege Wurm ist ganz aufgeregt über meinen Redebeitrag zur lockeren Geldpolitik (Abg. Wurm: Ja, überrascht, Karin!), weil wir das tatsächlich seit Jahren immer wieder kritisieren. (Abg. Wurm: Die NEOS!) Wir NEOS kritisieren das von Anfang an. (Abg. Wurm: Karin! Karin!) – Ich glaube, Peter, du musst dich einfach zu Wort melden, wenn du etwas sagen willst (Heiterkeit der Rednerin), dann können wir es gerne diskutieren. (Beifall bei den NEOS. –Abg. Wurm: Ja, ich komme! Ich komme!)
Abg. Wurm: Karin! Karin!
Ja, Kollege Wurm ist ganz aufgeregt über meinen Redebeitrag zur lockeren Geldpolitik (Abg. Wurm: Ja, überrascht, Karin!), weil wir das tatsächlich seit Jahren immer wieder kritisieren. (Abg. Wurm: Die NEOS!) Wir NEOS kritisieren das von Anfang an. (Abg. Wurm: Karin! Karin!) – Ich glaube, Peter, du musst dich einfach zu Wort melden, wenn du etwas sagen willst (Heiterkeit der Rednerin), dann können wir es gerne diskutieren. (Beifall bei den NEOS. –Abg. Wurm: Ja, ich komme! Ich komme!)
Heiterkeit der Rednerin
Ja, Kollege Wurm ist ganz aufgeregt über meinen Redebeitrag zur lockeren Geldpolitik (Abg. Wurm: Ja, überrascht, Karin!), weil wir das tatsächlich seit Jahren immer wieder kritisieren. (Abg. Wurm: Die NEOS!) Wir NEOS kritisieren das von Anfang an. (Abg. Wurm: Karin! Karin!) – Ich glaube, Peter, du musst dich einfach zu Wort melden, wenn du etwas sagen willst (Heiterkeit der Rednerin), dann können wir es gerne diskutieren. (Beifall bei den NEOS. –Abg. Wurm: Ja, ich komme! Ich komme!)
Beifall bei den NEOS. –Abg. Wurm: Ja, ich komme! Ich komme!
Ja, Kollege Wurm ist ganz aufgeregt über meinen Redebeitrag zur lockeren Geldpolitik (Abg. Wurm: Ja, überrascht, Karin!), weil wir das tatsächlich seit Jahren immer wieder kritisieren. (Abg. Wurm: Die NEOS!) Wir NEOS kritisieren das von Anfang an. (Abg. Wurm: Karin! Karin!) – Ich glaube, Peter, du musst dich einfach zu Wort melden, wenn du etwas sagen willst (Heiterkeit der Rednerin), dann können wir es gerne diskutieren. (Beifall bei den NEOS. –Abg. Wurm: Ja, ich komme! Ich komme!)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Matznetter: ... gratuliere, Karin, für diese Offenheit!
nicht so dramatisch, da wird das nie durchgerechnet. Kollege Ettl staubt offenbar Doppelpensionen ab, da er nämlich vonseiten der OeNB in den Pensionsgenuss kommt und gleichzeitig, weil er ja an die FMA ausgeborgt ist, dort Pensionsanteile generiert. Auch da müsste man tatsächlich vielleicht einmal vor der eigenen Haustüre kehren und sich das anschauen. Wenn die OeNB tatsächlich in Geldprobleme oder Geldnöte kommen sollte, kann man in diesem Bereich wahrscheinlich einiges einsparen. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Matznetter: ... gratuliere, Karin, für diese Offenheit!) Das würden wir uns von der SPÖ durchaus wünschen.
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Hintner.
Und weil Herr Kollege Angerer vorhin so die Hände in Unschuld gewaschen und gesagt hat: Hach, die SPÖ und alle anderen, aber die FPÖ ist ja tatsächlich für nichts verantwortlich, was jemals in dieser Republik passiert ist!, muss ich sagen, wir haben gerade eine Anfrage zu Herrn Matthias Krenn, einem FPÖler, gestellt, der im Augenblick 17 öffentliche Posten, die tatsächlich auch bezahlt sind, für sich beansprucht. Da würde ich dann die nächste Bitte an den Herrn Finanzminister richten: dass man sich vielleicht nicht nur diese Luxuspensionen und Gelder anschaut, die in der OeNB, vielleicht auch in der Wirtschaftskammer und in der Arbeiterkammer gezahlt werden, sondern sich tatsächlich diese Multifunktionäre einmal anschaut, von denen die FPÖ ja durchaus auch einige Vertreterinnen und Vertreter hat. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Hintner.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Matznetter: Danke, Karin! – Abg. Doppelbauer – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Immer gerne!
Last, not least: Wo ist eigentlich Herr Mahrer bei diesem wunderschönen Tagesordnungspunkt heute? Ich finde, auch er könnte sich irgendwann einmal als Präsident der OeNB zu Wort melden, aber da hört man halt nicht viel, der hat vielleicht auch keine Zeit. –Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Matznetter: Danke, Karin! – Abg. Doppelbauer – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Immer gerne!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Haben Sie zugehört bei der Rede des Kollegen? Sie haben es nicht verstanden! – Ruf bei der ÖVP: Sie haben es nicht verstanden!
Abgeordnete Mag. Karin Greiner (SPÖ): Herr Präsident! Werte Herren Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die OeNB hat mit Aktien spekuliert. Wir stehen vor einem Verlust von 2 Milliarden Euro. Es gibt dafür einen Verantwortlichen: Direktor Steiner. Mit Verlaub: Wie oberflächlich und negierend die ÖVP in diese Debatte geht, Fragen nicht beantwortet, spricht Bände. Kollege Ottenschläger zieht doch tatsächlich einen Vergleich zwischen einem Fahrrad, das in China umfällt, und 2 Milliarden Euro Verlust an Steuergeld. Ja, geht’s noch? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Haben Sie zugehört bei der Rede des Kollegen? Sie haben es nicht verstanden! – Ruf bei der ÖVP: Sie haben es nicht verstanden!)
Beifall bei der SPÖ.
Die SPÖ hat in dieser Anfrage sämtliche Fragen deutlich, klar und meines Erachtens verständlich formuliert. Sie beantworten sie nicht, Herr Bundesminister! Und Herr Präsident – Entschuldigung! –, Sie führen den Vorsitz und sagen dazu nichts, Sie akzeptieren die Nichtbeantwortung der Fragen durch den Finanzminister der Republik Österreich! (Beifall bei der SPÖ.) Heute handeln Sie so, noch vor ein paar Monaten haben Sie sehr wohl interveniert und eingefordert, wir hätten gerne Antworten. Das ist nicht in Ordnung!
Abg. Ottenschläger: Die sind nur von euch, nicht?
Ich möchte wirklich auch festhalten, dass in der OeNB hoch qualifizierte Experten sitzen (Abg. Ottenschläger: Die sind nur von euch, nicht?), das wurde
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Das sind Vermutungen, Anwürfe und Unterstellungen!
Im November, hat es geheißen, hat man bereits von diesen Verlusten gewusst. Drei Monate später sagt der zuständige Direktor: Ja, wir haben 2 Milliarden Euro Verlust an Steuergeld! – Herr Finanzminister, wir haben von Ihnen überhaupt nichts gehört. Wir sind der Nationalrat der Republik, der die Budgethoheit hat! Die Steuerzahler:innen wurden nicht informiert. Was soll denn da wieder verheimlicht werden, da Sie keine Antworten geben, was wollen Sie vertuschen? Stehen wir möglicherweise vor dem nächsten Skandal? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Das sind Vermutungen, Anwürfe und Unterstellungen!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren, es genügt einfach nicht, dass jemand, ein Direktor, Verantwortung für eine Abteilung trägt, in der spekuliert wird, der lediglich das Kriterium steuerbar erfüllt, denn der hat eine Verantwortung gegenüber den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern und kann nicht eigenmächtig entscheiden: Jetzt sind wir lustig und spekulieren! – Wieso hören wir dazu nichts von Ihnen? Das ist unerträglich! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Hanger: Das kommt dann! Warten Sie! Horchen Sie dann gut zu!
denn dann Reformen finanziert werden können? Wo sind da die Antworten? Sie schauen mich groß an (in Richtung ÖVP), aber Sie sagen nichts dazu. Wie wird das finanziert, haben Sie keine Idee? (Abg. Hanger: Das kommt dann! Warten Sie! Horchen Sie dann gut zu!) Es wäre wichtig, dass man das den Steuerzahlern erklärt. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Wie geht man mit den Verlusten um? Das Ausmaß für die weiteren Jahre ist ja noch gar nicht bekannt. – Fakt ist, Geld wird für die öffentliche Kassa fehlen. Das ist Ihre Verantwortung!
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
denn dann Reformen finanziert werden können? Wo sind da die Antworten? Sie schauen mich groß an (in Richtung ÖVP), aber Sie sagen nichts dazu. Wie wird das finanziert, haben Sie keine Idee? (Abg. Hanger: Das kommt dann! Warten Sie! Horchen Sie dann gut zu!) Es wäre wichtig, dass man das den Steuerzahlern erklärt. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Wie geht man mit den Verlusten um? Das Ausmaß für die weiteren Jahre ist ja noch gar nicht bekannt. – Fakt ist, Geld wird für die öffentliche Kassa fehlen. Das ist Ihre Verantwortung!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ottenschläger: Es geht nicht um eine sachliche Debatte!
Ganz ehrlich, Herr Präsident, noch einmal der Appell an Sie: Bei einer derartigen Debatte können die Österreicherinnen und Österreicher und diejenigen, die das Geld erwirtschaftet haben, mit Fug und Recht erwarten, dass es von Ihnen als Abgeordnete, von Ihnen, Herr Finanzminister, und gerade von Ihnen, Herr Präsident, der Sie zu diesem Zeitpunkt den Vorsitz in diesem Parlament führen, Antworten gibt. Bitte beherzigen Sie das und vertuschen Sie nicht schon wieder irgendeinen Skandal! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ottenschläger: Es geht nicht um eine sachliche Debatte!)
Ruf bei der ÖVP: Volkstheater!
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Finanzminister! Herr Innenminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Ich habe mir heute Vormittag die Dringliche Anfrage durchgelesen und habe mir gedacht, offensichtlich sucht Herr Kollege Krainer nach einer neuen Bühne (Ruf bei der ÖVP: Volkstheater!), auf der er seine Halbwahrheiten, seine Unterstellungen, sein Anpatzen ganz einfach fortsetzen will. (Abg. Heinisch-Hosek: Legen Sie eine andere Platte auf!)
Abg. Heinisch-Hosek: Legen Sie eine andere Platte auf!
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Finanzminister! Herr Innenminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Ich habe mir heute Vormittag die Dringliche Anfrage durchgelesen und habe mir gedacht, offensichtlich sucht Herr Kollege Krainer nach einer neuen Bühne (Ruf bei der ÖVP: Volkstheater!), auf der er seine Halbwahrheiten, seine Unterstellungen, sein Anpatzen ganz einfach fortsetzen will. (Abg. Heinisch-Hosek: Legen Sie eine andere Platte auf!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gerstl: Der SPÖ! – Abg. Matznetter: Aber der ÖVP!
durchliest, sieht man das ganz eindeutig –, eine wirtschaftspolitische Bankrotterklärung. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gerstl: Der SPÖ! – Abg. Matznetter: Aber der ÖVP!)
Abg. Matznetter: Jetzt kommt der Finanzexperte Hanger!
Es ist eine wirtschaftspolitische Bankrotterklärung der SPÖ, und ich werde das jetzt auch entsprechend ausführen. (Abg. Matznetter: Jetzt kommt der Finanzexperte Hanger!) Wir haben seit etwa 15 Jahren eine expansive Geldpolitik in der EZB (Abg. Matznetter: Und daher muss man Aktien kaufen!) – das wurde auch schon gesagt –, eine expansive Geldpolitik, die die SPÖ, insbesondere die SPÖ, immer wollte. (Abg. Greiner: Mit Aktien? – Abg. Wurm: ... NEOS! – Zwischenrufe des Abg. Matznetter. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Matznetter: Und daher muss man Aktien kaufen!
Es ist eine wirtschaftspolitische Bankrotterklärung der SPÖ, und ich werde das jetzt auch entsprechend ausführen. (Abg. Matznetter: Jetzt kommt der Finanzexperte Hanger!) Wir haben seit etwa 15 Jahren eine expansive Geldpolitik in der EZB (Abg. Matznetter: Und daher muss man Aktien kaufen!) – das wurde auch schon gesagt –, eine expansive Geldpolitik, die die SPÖ, insbesondere die SPÖ, immer wollte. (Abg. Greiner: Mit Aktien? – Abg. Wurm: ... NEOS! – Zwischenrufe des Abg. Matznetter. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Greiner: Mit Aktien? – Abg. Wurm: ... NEOS! – Zwischenrufe des Abg. Matznetter. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Es ist eine wirtschaftspolitische Bankrotterklärung der SPÖ, und ich werde das jetzt auch entsprechend ausführen. (Abg. Matznetter: Jetzt kommt der Finanzexperte Hanger!) Wir haben seit etwa 15 Jahren eine expansive Geldpolitik in der EZB (Abg. Matznetter: Und daher muss man Aktien kaufen!) – das wurde auch schon gesagt –, eine expansive Geldpolitik, die die SPÖ, insbesondere die SPÖ, immer wollte. (Abg. Greiner: Mit Aktien? – Abg. Wurm: ... NEOS! – Zwischenrufe des Abg. Matznetter. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Es hat Anleihenkaufprogramme gegeben. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Gut zuhören, Herr Matznetter, vielleicht können sogar Sie einmal etwas lernen, es ist gar nicht so schwierig! (Abg. Matznetter: Nein, Sie verstehen es nicht ...!) – Es wurden Anleihen auf den Markt gebracht, die Staaten begeben haben, mit dem Effekt, dass den Staaten, Privaten und Unternehmern sehr viel Geld zur Verfügung gestellt worden ist. Dazu kam, dass dieses Geld zu einem sehr günstigen Zinssatz zur Verfügung gestellt worden ist. Das hat den Staatsfinanzen sehr geholfen, keine Frage, das hat den Privaten sehr geholfen, gar keine Frage – wenn jemand zum Beispiel eine Wohnbaufinanzierung machen wollte –, und das hat den Unternehmen geholfen. Das hat aber auch Arbeitsplätze geschaffen, das hat die staatlichen Finanzen stabilisiert. Jetzt kann man natürlich darüber diskutieren, ob die Volumen zu groß waren, ob die Laufzeit zu lange war (Zwischenruf des Abg. Matznetter – Abg. Greiner: Aktien ist das Stichwort!) – ja. Aber am Ende des Tages ist es eine sehr erfolgreiche Geldpolitik, weil sie zu Wohlstand und zu Arbeitsplätzen geführt hat! (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kaniak und Wurm.)
Abg. Matznetter: Nein, Sie verstehen es nicht ...!
Es hat Anleihenkaufprogramme gegeben. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Gut zuhören, Herr Matznetter, vielleicht können sogar Sie einmal etwas lernen, es ist gar nicht so schwierig! (Abg. Matznetter: Nein, Sie verstehen es nicht ...!) – Es wurden Anleihen auf den Markt gebracht, die Staaten begeben haben, mit dem Effekt, dass den Staaten, Privaten und Unternehmern sehr viel Geld zur Verfügung gestellt worden ist. Dazu kam, dass dieses Geld zu einem sehr günstigen Zinssatz zur Verfügung gestellt worden ist. Das hat den Staatsfinanzen sehr geholfen, keine Frage, das hat den Privaten sehr geholfen, gar keine Frage – wenn jemand zum Beispiel eine Wohnbaufinanzierung machen wollte –, und das hat den Unternehmen geholfen. Das hat aber auch Arbeitsplätze geschaffen, das hat die staatlichen Finanzen stabilisiert. Jetzt kann man natürlich darüber diskutieren, ob die Volumen zu groß waren, ob die Laufzeit zu lange war (Zwischenruf des Abg. Matznetter – Abg. Greiner: Aktien ist das Stichwort!) – ja. Aber am Ende des Tages ist es eine sehr erfolgreiche Geldpolitik, weil sie zu Wohlstand und zu Arbeitsplätzen geführt hat! (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kaniak und Wurm.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter – Abg. Greiner: Aktien ist das Stichwort!
Es hat Anleihenkaufprogramme gegeben. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Gut zuhören, Herr Matznetter, vielleicht können sogar Sie einmal etwas lernen, es ist gar nicht so schwierig! (Abg. Matznetter: Nein, Sie verstehen es nicht ...!) – Es wurden Anleihen auf den Markt gebracht, die Staaten begeben haben, mit dem Effekt, dass den Staaten, Privaten und Unternehmern sehr viel Geld zur Verfügung gestellt worden ist. Dazu kam, dass dieses Geld zu einem sehr günstigen Zinssatz zur Verfügung gestellt worden ist. Das hat den Staatsfinanzen sehr geholfen, keine Frage, das hat den Privaten sehr geholfen, gar keine Frage – wenn jemand zum Beispiel eine Wohnbaufinanzierung machen wollte –, und das hat den Unternehmen geholfen. Das hat aber auch Arbeitsplätze geschaffen, das hat die staatlichen Finanzen stabilisiert. Jetzt kann man natürlich darüber diskutieren, ob die Volumen zu groß waren, ob die Laufzeit zu lange war (Zwischenruf des Abg. Matznetter – Abg. Greiner: Aktien ist das Stichwort!) – ja. Aber am Ende des Tages ist es eine sehr erfolgreiche Geldpolitik, weil sie zu Wohlstand und zu Arbeitsplätzen geführt hat! (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kaniak und Wurm.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kaniak und Wurm.
Es hat Anleihenkaufprogramme gegeben. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Gut zuhören, Herr Matznetter, vielleicht können sogar Sie einmal etwas lernen, es ist gar nicht so schwierig! (Abg. Matznetter: Nein, Sie verstehen es nicht ...!) – Es wurden Anleihen auf den Markt gebracht, die Staaten begeben haben, mit dem Effekt, dass den Staaten, Privaten und Unternehmern sehr viel Geld zur Verfügung gestellt worden ist. Dazu kam, dass dieses Geld zu einem sehr günstigen Zinssatz zur Verfügung gestellt worden ist. Das hat den Staatsfinanzen sehr geholfen, keine Frage, das hat den Privaten sehr geholfen, gar keine Frage – wenn jemand zum Beispiel eine Wohnbaufinanzierung machen wollte –, und das hat den Unternehmen geholfen. Das hat aber auch Arbeitsplätze geschaffen, das hat die staatlichen Finanzen stabilisiert. Jetzt kann man natürlich darüber diskutieren, ob die Volumen zu groß waren, ob die Laufzeit zu lange war (Zwischenruf des Abg. Matznetter – Abg. Greiner: Aktien ist das Stichwort!) – ja. Aber am Ende des Tages ist es eine sehr erfolgreiche Geldpolitik, weil sie zu Wohlstand und zu Arbeitsplätzen geführt hat! (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kaniak und Wurm.)
Zwischenrufe des Abg. Kollross.
führen kann. (Zwischenrufe des Abg. Kollross.) Wir haben das nahezu in jedem Budgethearing diskutiert, und alle Experten waren viele Jahre lang der Meinung: Nein, die Inflation bleibt stabil!
Abg. Matznetter: Dazumal ist wurscht ..., es geht um jetzt!
Ja, es gibt eine hohe Inflation, das ist nicht wegzuleugnen, und was kann man gegen hohe Inflation tun? – Man muss das Zinsniveau erhöhen. Das hat natürlich dann den Effekt, dass die Anleihen, die dazumal begeben worden sind (Abg. Matznetter: Dazumal ist wurscht ..., es geht um jetzt!), geringer verzinst werden und der Wert dort fällt. Die Verluste, die da entstanden sind, stehen aber in keinem Verhältnis zu dem Mehrwert, der vorher geschaffen worden ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Es geht um jetzt ..., das hat nichts mit dazumal zu tun!) – Herr Matznetter, Sie werden es nie verstehen, es macht nichts. Ihre Argumentation, von Spekulation zu sprechen, ist eine wirtschaftspolitische Bankrotterklärung, es tut mir leid!
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Es geht um jetzt ..., das hat nichts mit dazumal zu tun!
Ja, es gibt eine hohe Inflation, das ist nicht wegzuleugnen, und was kann man gegen hohe Inflation tun? – Man muss das Zinsniveau erhöhen. Das hat natürlich dann den Effekt, dass die Anleihen, die dazumal begeben worden sind (Abg. Matznetter: Dazumal ist wurscht ..., es geht um jetzt!), geringer verzinst werden und der Wert dort fällt. Die Verluste, die da entstanden sind, stehen aber in keinem Verhältnis zu dem Mehrwert, der vorher geschaffen worden ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Es geht um jetzt ..., das hat nichts mit dazumal zu tun!) – Herr Matznetter, Sie werden es nie verstehen, es macht nichts. Ihre Argumentation, von Spekulation zu sprechen, ist eine wirtschaftspolitische Bankrotterklärung, es tut mir leid!
Zwischenrufe des Abg. Matznetter
Jetzt ein geringes, kleines Aktienportefeuille vorne hinzuhängen, das ist nicht seriös, Sie müssen das Gesamtbild betrachten (Zwischenrufe des Abg. Matznetter), und ich bleibe dabei: Diese Dringliche Anfrage ist eine wirtschaftspolitische Bankrotterklärung. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Am besten wäre es, Sie kehren zu einer vernünftigen Budgetpolitik zurück, aber das wird auch in Zukunft nicht zu erwarten sein. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe des Abg. Matznetter.)
Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Jetzt ein geringes, kleines Aktienportefeuille vorne hinzuhängen, das ist nicht seriös, Sie müssen das Gesamtbild betrachten (Zwischenrufe des Abg. Matznetter), und ich bleibe dabei: Diese Dringliche Anfrage ist eine wirtschaftspolitische Bankrotterklärung. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Am besten wäre es, Sie kehren zu einer vernünftigen Budgetpolitik zurück, aber das wird auch in Zukunft nicht zu erwarten sein. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe des Abg. Matznetter.
Jetzt ein geringes, kleines Aktienportefeuille vorne hinzuhängen, das ist nicht seriös, Sie müssen das Gesamtbild betrachten (Zwischenrufe des Abg. Matznetter), und ich bleibe dabei: Diese Dringliche Anfrage ist eine wirtschaftspolitische Bankrotterklärung. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Am besten wäre es, Sie kehren zu einer vernünftigen Budgetpolitik zurück, aber das wird auch in Zukunft nicht zu erwarten sein. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe des Abg. Matznetter.)
Zwischenruf der Abg. Tanda
Drittens kann man natürlich die ÖVP kritisieren. Das kann man fast immer, da findet man bei der ÖVP immer etwas (Zwischenruf der Abg. Tanda), und man soll auch diese Geschichte mit den 2 Milliarden Euro natürlich noch einmal genauer hinterfragen. Da gebe ich auch vielen recht. Da muss auch vom Minister ein bisschen mehr an Aufklärung kommen, und ich bin überzeugt davon, das wird noch im Detail aufgeklärt werden.
Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.
Nur, summa summarum muss man einmal festhalten: Worüber sprechen wir?, und, ich sage es noch einmal, ich habe gestern eine sehr interessante Äußerung gehört: Es gibt in Österreich ein Zweiparteiensystem, fast wie in Amerika. Es gibt die Freiheitliche Partei, die FPÖ – und alle anderen. Und das ist heute ein eindeutiger Fall, an dem man das ganz schön aufzeigen kann. Ich habe ja lachen müssen bei der Rede von Frau Kollegin Doppelbauer, die sich plötzlich von der Europäischen Union, von der EZB distanziert; auch bei Reden von Abgeordneten der Sozialdemokratie. (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.)
Beifall bei der FPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Seit Jahrzehnten sitzen Sie vier Parteien immer dabei, wenn diese Dinge entschieden werden. Sich jetzt abzuputzen, zu sagen, Sie haben damit nichts zu tun, keiner wollte die lockere Geldpolitik – das ist einfach nicht nur unglaubwürdig, das können Sie auch keinem vernünftigen Österreicher erklären. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Eßl und Ottenschläger.
Die Frage ist nur: Wo sind diese Milliarden jetzt? Liegen die irgendwo auf einem Sparbuch oder wurden sie angelegt? – Nein, sie sind natürlich nicht da, ganz im Gegenteil, die Schulden sind größer geworden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Eßl und Ottenschläger.)
Beifall bei der FPÖ.
Noch haben Sie vier hier das Sagen, auch in Europa, aber ich gehe davon aus, die Menschen wachen Tag für Tag mehr auf, Sie werden uns mehr Vertrauen geben, und wir werden versuchen, das Ruder herumzureißen, im Sinne einer vernünftigen Finanz- und Geldpolitik. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rauch: Ich hoffe, das wird kein schwarzer Tag!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Schwarz. – Bitte sehr. (Abg. Rauch: Ich hoffe, das wird kein schwarzer Tag!)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Abgeordneter Mag. Dr. Jakob Schwarz, BA (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Herr Abgeordneter Wurm, wann immer es um Unterstützungsleistungen für die Bevölkerung geht, dann sind Sie quasi ganz vorne mit dabei, die Megagießkanne auszupacken – ich kann mich noch erinnern: Umsatzsteuer weg!, MÖSt weg!, und so weiter, das waren Ihre Vorschläge –, und wenn wir dann übers Budget reden, tun Sie so, als wären Sie die großen Sparmeister und würden irgendwie ein ausgeglichenes Budget hinkriegen. Das geht einfach nicht zusammen! Diese Geschichte hier immer zu erzählen, das können Sie sich bitte sparen. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Jetzt muss man aber schon sagen, dass es bei der Oesterreichischen Nationalbank noch ein zusätzliches Element gibt, die Wertberichtigung, die man aus meiner Sicht schon etwas kritischer betrachten muss, die dadurch zustande kommt, dass man in den letzten Jahren das Risiko bei der Anlagestrategie ein bisschen erhöht hat und den Aktienteil entsprechend erhöht hat. Das ist zwar – wie schon angesprochen – vom Generalrat auch befürwortet worden, betrifft also nicht nur eine Person, würde ich jetzt einmal vermuten. Ich glaube aber schon, dass es sich auszahlt, dort noch einmal hinzuschauen. Es ist ein bisschen schwierig, so eine Entscheidung zu treffen, wenn eh schon absehbar ist, dass sich die Kurse auf den Aktienmärkten eher nicht mehr noch weiter nach oben entwickeln werden, weil sie schon sehr hoch waren. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Und dass Sie jetzt sagen: Na ja!, das sagt mehr über Sie aus als über uns. Wir finden schon, dass es wichtig ist, die Frage zu stellen: Warum sind diese 2 Milliarden Euro verspekuliert worden? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da wurde ein jahrelanger Konsens, dass mit Steuergeld nicht spekuliert wird, offensichtlich über Bord geworfen. Die Anlagestrategie der Oesterreichischen Nationalbank wurde ganz offensichtlich verändert, man hat immer mehr Risiko genommen, und das zum Schaden der Bevölkerung. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hanger: Dass du dich dieser schwachen Argumentation anschließt, finde ich schon wirklich auch sehr schwach!
Was die Verantwortlichen dafür betrifft – da kam jetzt auch schon Kritik –: Natürlich gibt es dafür Verantwortliche, natürlich gibt es da auch zuständige Direktoren beispielsweise. Und dass zuletzt unter Finanzminister Blümel ein gewisser Thomas Steiner auf diesen Posten gehievt wurde, der sich jetzt selbstverständlich verantwortlich zeigen muss, das kann man auch nicht schönreden. Das ist ganz einfach Fakt. (Abg. Hanger: Dass du dich dieser schwachen Argumentation anschließt, finde ich schon wirklich auch sehr schwach!) –Ja, Herr Hanger, ja! (Abg. Leichtfried: Geh, Herr Hanger!)
Abg. Leichtfried: Geh, Herr Hanger!
Was die Verantwortlichen dafür betrifft – da kam jetzt auch schon Kritik –: Natürlich gibt es dafür Verantwortliche, natürlich gibt es da auch zuständige Direktoren beispielsweise. Und dass zuletzt unter Finanzminister Blümel ein gewisser Thomas Steiner auf diesen Posten gehievt wurde, der sich jetzt selbstverständlich verantwortlich zeigen muss, das kann man auch nicht schönreden. Das ist ganz einfach Fakt. (Abg. Hanger: Dass du dich dieser schwachen Argumentation anschließt, finde ich schon wirklich auch sehr schwach!) –Ja, Herr Hanger, ja! (Abg. Leichtfried: Geh, Herr Hanger!)
Abg. Gerstl: Ein bisschen mehr Respekt, bitte!
Wissen Sie, ich wollte jetzt gar nichts mehr dazu sagen, aber wenn Sie hier schon stehen und mich so anschauen (Abg. Gerstl: Ein bisschen mehr Respekt, bitte!): Wir haben uns ja jetzt im Untersuchungsausschuss monatelang anschauen können, wie diese Postenbesetzungen abgelaufen sind. Da hat man immer gesucht: Wer ist denn loyal gegenüber der ÖVP und wer ist steuerbar? Das waren die zentralen Fragen (Abg. Hanger: Wo haben wir die Argumente her?), mit der Kompetenz dürfte man es nicht so genau genommen haben, sonst hätten wir jetzt nicht 2 Milliarden Euro verspekuliert. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gerstl: Und Sie haben nur Österreich angepatzt! Sie patzen ständig Österreich an!)
Abg. Hanger: Wo haben wir die Argumente her?
Wissen Sie, ich wollte jetzt gar nichts mehr dazu sagen, aber wenn Sie hier schon stehen und mich so anschauen (Abg. Gerstl: Ein bisschen mehr Respekt, bitte!): Wir haben uns ja jetzt im Untersuchungsausschuss monatelang anschauen können, wie diese Postenbesetzungen abgelaufen sind. Da hat man immer gesucht: Wer ist denn loyal gegenüber der ÖVP und wer ist steuerbar? Das waren die zentralen Fragen (Abg. Hanger: Wo haben wir die Argumente her?), mit der Kompetenz dürfte man es nicht so genau genommen haben, sonst hätten wir jetzt nicht 2 Milliarden Euro verspekuliert. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gerstl: Und Sie haben nur Österreich angepatzt! Sie patzen ständig Österreich an!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gerstl: Und Sie haben nur Österreich angepatzt! Sie patzen ständig Österreich an!
Wissen Sie, ich wollte jetzt gar nichts mehr dazu sagen, aber wenn Sie hier schon stehen und mich so anschauen (Abg. Gerstl: Ein bisschen mehr Respekt, bitte!): Wir haben uns ja jetzt im Untersuchungsausschuss monatelang anschauen können, wie diese Postenbesetzungen abgelaufen sind. Da hat man immer gesucht: Wer ist denn loyal gegenüber der ÖVP und wer ist steuerbar? Das waren die zentralen Fragen (Abg. Hanger: Wo haben wir die Argumente her?), mit der Kompetenz dürfte man es nicht so genau genommen haben, sonst hätten wir jetzt nicht 2 Milliarden Euro verspekuliert. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gerstl: Und Sie haben nur Österreich angepatzt! Sie patzen ständig Österreich an!)
Abg. Voglauer: Sagen Sie das der SPÖ in Kärnten!
Mit 2 Milliarden Euro könnten wir Windparks bauen, die fast eine Million Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgen könnten. (Abg. Voglauer: Sagen Sie das der SPÖ in Kärnten!) Mit 2 Milliarden Euro hätten wir beispielsweise endlich flächendeckende Kinderbetreuungsplätze in Österreich umsetzen können. (Beifall bei der SPÖ.) Mit 2 Milliarden Euro könnte man die Ausgaben beim
Beifall bei der SPÖ.
Mit 2 Milliarden Euro könnten wir Windparks bauen, die fast eine Million Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgen könnten. (Abg. Voglauer: Sagen Sie das der SPÖ in Kärnten!) Mit 2 Milliarden Euro hätten wir beispielsweise endlich flächendeckende Kinderbetreuungsplätze in Österreich umsetzen können. (Beifall bei der SPÖ.) Mit 2 Milliarden Euro könnte man die Ausgaben beim
Abg. Zanger: 2 Milliarden Euro, da könnt ihr ... Pension schicken!
Kinderbetreuungsgeld und bei der Mindestsicherung fast verdoppeln. – Nur dass Sie eine Ahnung haben, was das für ein Brocken an Geld ist, der hier verzockt wurde – stattdessen leider am Aktienmarkt gelandet. Wie hoch der Betrag genau sein wird, werden wir erst sehen, aber es wird Verantwortliche dafür geben müssen, gerade jetzt in einer Zeit der sozialen Krise, der hohen Inflation und auch der Klimakrise. (Abg. Zanger: 2 Milliarden Euro, da könnt ihr ... Pension schicken!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ
Herr Finanzminister, Sie haben sich nicht einmal getraut, dies auch auszusprechen. Die Fragen waren sehr genau formuliert, Sie haben die 2 Milliarden Euro nicht einmal in den Mund genommen, so als würde es dann nicht an Ihnen picken bleiben. Jetzt ist es grundsätzlich zu spät dafür. Wir haben eindeutig gesehen, mit dieser Bundesregierung wird das nichts mehr. Machen Sie den Weg frei (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ) und sprechen Sie endlich das aus, worauf die Österreicherinnen und Österreicher ein Recht haben, es zu erfahren! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Was ist mit Neuwahlen?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Was ist mit Neuwahlen?
Herr Finanzminister, Sie haben sich nicht einmal getraut, dies auch auszusprechen. Die Fragen waren sehr genau formuliert, Sie haben die 2 Milliarden Euro nicht einmal in den Mund genommen, so als würde es dann nicht an Ihnen picken bleiben. Jetzt ist es grundsätzlich zu spät dafür. Wir haben eindeutig gesehen, mit dieser Bundesregierung wird das nichts mehr. Machen Sie den Weg frei (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ) und sprechen Sie endlich das aus, worauf die Österreicherinnen und Österreicher ein Recht haben, es zu erfahren! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Was ist mit Neuwahlen?)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Aber das alles, was ich jetzt gesagt habe, zum Anlass zu nehmen, den Effekt einer europäischen Politik an einer Person, auf diese Art und Weise an einem Mitarbeiter der Notenbank festzumachen (Zwischenruf des Abg. Matznetter), nur weil er eine Nähe zur ÖVP hat, das ist eine Schweinerei. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Aber das alles, was ich jetzt gesagt habe, zum Anlass zu nehmen, den Effekt einer europäischen Politik an einer Person, auf diese Art und Weise an einem Mitarbeiter der Notenbank festzumachen (Zwischenruf des Abg. Matznetter), nur weil er eine Nähe zur ÖVP hat, das ist eine Schweinerei. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Matznetter: Vor allem, es hat nichts zu tun mit ...! – Abg. Kopf: Verzeihung, Herr Präsident! Ich habe die Frage nicht verstanden! War die Frage, ob ich es zurücknehme?
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich bitte Sie, den Ausdruck „Schweinerei“ zurückzunehmen, Herr Abgeordneter! (Abg. Matznetter: Vor allem, es hat nichts zu tun mit ...! – Abg. Kopf: Verzeihung, Herr Präsident! Ich habe die Frage nicht verstanden! War die Frage, ob ich es zurücknehme?) – Ja. (Abg. Kopf: Das tue ich mit dem Ausdruck des Bedauerns! – Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Angerer. – Abg. Leichtfried: So wird das bei der ÖVP gehandhabt! Wenn ich sage Arroganz, ...!)
Abg. Kopf: Das tue ich mit dem Ausdruck des Bedauerns! – Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Angerer. – Abg. Leichtfried: So wird das bei der ÖVP gehandhabt! Wenn ich sage Arroganz, ...!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich bitte Sie, den Ausdruck „Schweinerei“ zurückzunehmen, Herr Abgeordneter! (Abg. Matznetter: Vor allem, es hat nichts zu tun mit ...! – Abg. Kopf: Verzeihung, Herr Präsident! Ich habe die Frage nicht verstanden! War die Frage, ob ich es zurücknehme?) – Ja. (Abg. Kopf: Das tue ich mit dem Ausdruck des Bedauerns! – Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Angerer. – Abg. Leichtfried: So wird das bei der ÖVP gehandhabt! Wenn ich sage Arroganz, ...!)
Abg. Haubner: Das hat er eh beantwortet!
Falls es tatsächlich entsprechende Spekulationen gegeben hat, eigenmächtig von einem Direktor der Oesterreichischen Nationalbank - - (Zwischenbemerkung von Bundesminister Brunner.) – Bitte sehr? (Bundesminister Brunner: ... den Gouverneur fragen!) – Ja. Falls es tatsächlich Spekulationsverluste gegeben hat, stellen sich die Fragen: Waren Sie informiert? Wann wurden Sie informiert? Warum wurde der Generalrat über diese Verluste nicht informiert – was mein aktueller Wissensstand für den heutigen Tag ist? Warum wurde der Finanzausschuss nicht darüber informiert, bei dem die Gouverneure der Notenbank auch entsprechend Berichte abliefern? – Das wären eigentlich Fragen, bei denen ich mir erwarten würde, dass Sie als Finanzminister für Aufklärung sorgen (Abg. Haubner: Das hat er eh beantwortet!), und ich möchte Sie darum ersuchen, dies möglichst zeitnah zu tun. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Falls es tatsächlich entsprechende Spekulationen gegeben hat, eigenmächtig von einem Direktor der Oesterreichischen Nationalbank - - (Zwischenbemerkung von Bundesminister Brunner.) – Bitte sehr? (Bundesminister Brunner: ... den Gouverneur fragen!) – Ja. Falls es tatsächlich Spekulationsverluste gegeben hat, stellen sich die Fragen: Waren Sie informiert? Wann wurden Sie informiert? Warum wurde der Generalrat über diese Verluste nicht informiert – was mein aktueller Wissensstand für den heutigen Tag ist? Warum wurde der Finanzausschuss nicht darüber informiert, bei dem die Gouverneure der Notenbank auch entsprechend Berichte abliefern? – Das wären eigentlich Fragen, bei denen ich mir erwarten würde, dass Sie als Finanzminister für Aufklärung sorgen (Abg. Haubner: Das hat er eh beantwortet!), und ich möchte Sie darum ersuchen, dies möglichst zeitnah zu tun. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da möchte ich vielleicht auch noch eine kurze Replik auf Kollegen Schwarz machen: Die einzigen Jahre, in denen es zu keiner signifikanten Neuverschuldung gekommen ist, waren die beiden Jahre, in denen die FPÖ mit in der Regierung war, mit der ÖVP. (Beifall bei der FPÖ.) Danach, in den drei Jahren ÖVP mit Grünen: 100 Milliarden Euro neue Schulden in den letzten drei Jahren; und im heurigen Jahr – Herr Bundesminister, Sie kennen Ihren eigenen Voranschlag – werden wir mit den 25 Milliarden, die jetzt inklusive Ermächtigungen beschlossen sind, wahrscheinlich nicht einmal ein Auslangen finden.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Litschauer.
mer dem Märchen, dass diese Schulden ja eigentlich sogar fast ein gutes Geschenk für den Staat Österreich und für den Steuerzahler sind, Glauben geschenkt hat, der wird jetzt gerade im Moment und mit diesen ausgewiesenen Verlusten der Oesterreichischen Nationalbank eines Besseren belehrt. Nichts im Leben ist gratis, und auch diese Schulden haben einen hohen Preis, den nicht nur wir selber, sondern wahrscheinlich noch unsere Kinder und Kindeskinder werden bezahlen müssen. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Litschauer.)
Abg. Leichtfried: Ja, aber nicht ohne Schild! Das wäre ja ein nicht regulärer Auftritt! Ohne Taferl ist das schwierig!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Hauser. (Abg. Leichtfried: Ja, aber nicht ohne Schild! Das wäre ja ein nicht regulärer Auftritt! Ohne Taferl ist das schwierig!)
Zwischenruf des Abg. Kopf
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren! Geschätzte Minister! Kollege Leichtfried, das mit den Taferln ist schwierig (Zwischenruf des Abg. Kopf), ich kann sie ja nicht mehr hinstellen. (Abg. Leichtfried: Ach so!) Das ist wahrscheinlich durchaus Absicht, damit euch meine Taferlauftritte erspart bleiben. (Allgemeine Heiterkeit.) Vielleicht kann der Herr Präsident dafür sorgen, dass man doch da vorne noch eine Leiste hingibt (Abg. Schmuckenschlager: Da haben wir uns wochenlang darüber unterhalten, ... Taferl ...!), damit ich meine Taferln als bessere Visualisierung für die Zuseher auch präsentieren kann. (Abg. Tomaselli: ... T-Shirts drucken lassen!) Es wurde mir das also abgestellt; ich werde mir eine Lösung überlegen. (Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.)
Abg. Leichtfried: Ach so!
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren! Geschätzte Minister! Kollege Leichtfried, das mit den Taferln ist schwierig (Zwischenruf des Abg. Kopf), ich kann sie ja nicht mehr hinstellen. (Abg. Leichtfried: Ach so!) Das ist wahrscheinlich durchaus Absicht, damit euch meine Taferlauftritte erspart bleiben. (Allgemeine Heiterkeit.) Vielleicht kann der Herr Präsident dafür sorgen, dass man doch da vorne noch eine Leiste hingibt (Abg. Schmuckenschlager: Da haben wir uns wochenlang darüber unterhalten, ... Taferl ...!), damit ich meine Taferln als bessere Visualisierung für die Zuseher auch präsentieren kann. (Abg. Tomaselli: ... T-Shirts drucken lassen!) Es wurde mir das also abgestellt; ich werde mir eine Lösung überlegen. (Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.)
Allgemeine Heiterkeit.
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren! Geschätzte Minister! Kollege Leichtfried, das mit den Taferln ist schwierig (Zwischenruf des Abg. Kopf), ich kann sie ja nicht mehr hinstellen. (Abg. Leichtfried: Ach so!) Das ist wahrscheinlich durchaus Absicht, damit euch meine Taferlauftritte erspart bleiben. (Allgemeine Heiterkeit.) Vielleicht kann der Herr Präsident dafür sorgen, dass man doch da vorne noch eine Leiste hingibt (Abg. Schmuckenschlager: Da haben wir uns wochenlang darüber unterhalten, ... Taferl ...!), damit ich meine Taferln als bessere Visualisierung für die Zuseher auch präsentieren kann. (Abg. Tomaselli: ... T-Shirts drucken lassen!) Es wurde mir das also abgestellt; ich werde mir eine Lösung überlegen. (Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.)
Abg. Schmuckenschlager: Da haben wir uns wochenlang darüber unterhalten, ... Taferl ...!
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren! Geschätzte Minister! Kollege Leichtfried, das mit den Taferln ist schwierig (Zwischenruf des Abg. Kopf), ich kann sie ja nicht mehr hinstellen. (Abg. Leichtfried: Ach so!) Das ist wahrscheinlich durchaus Absicht, damit euch meine Taferlauftritte erspart bleiben. (Allgemeine Heiterkeit.) Vielleicht kann der Herr Präsident dafür sorgen, dass man doch da vorne noch eine Leiste hingibt (Abg. Schmuckenschlager: Da haben wir uns wochenlang darüber unterhalten, ... Taferl ...!), damit ich meine Taferln als bessere Visualisierung für die Zuseher auch präsentieren kann. (Abg. Tomaselli: ... T-Shirts drucken lassen!) Es wurde mir das also abgestellt; ich werde mir eine Lösung überlegen. (Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.)
Abg. Tomaselli: ... T-Shirts drucken lassen!
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren! Geschätzte Minister! Kollege Leichtfried, das mit den Taferln ist schwierig (Zwischenruf des Abg. Kopf), ich kann sie ja nicht mehr hinstellen. (Abg. Leichtfried: Ach so!) Das ist wahrscheinlich durchaus Absicht, damit euch meine Taferlauftritte erspart bleiben. (Allgemeine Heiterkeit.) Vielleicht kann der Herr Präsident dafür sorgen, dass man doch da vorne noch eine Leiste hingibt (Abg. Schmuckenschlager: Da haben wir uns wochenlang darüber unterhalten, ... Taferl ...!), damit ich meine Taferln als bessere Visualisierung für die Zuseher auch präsentieren kann. (Abg. Tomaselli: ... T-Shirts drucken lassen!) Es wurde mir das also abgestellt; ich werde mir eine Lösung überlegen. (Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.)
Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren! Geschätzte Minister! Kollege Leichtfried, das mit den Taferln ist schwierig (Zwischenruf des Abg. Kopf), ich kann sie ja nicht mehr hinstellen. (Abg. Leichtfried: Ach so!) Das ist wahrscheinlich durchaus Absicht, damit euch meine Taferlauftritte erspart bleiben. (Allgemeine Heiterkeit.) Vielleicht kann der Herr Präsident dafür sorgen, dass man doch da vorne noch eine Leiste hingibt (Abg. Schmuckenschlager: Da haben wir uns wochenlang darüber unterhalten, ... Taferl ...!), damit ich meine Taferln als bessere Visualisierung für die Zuseher auch präsentieren kann. (Abg. Tomaselli: ... T-Shirts drucken lassen!) Es wurde mir das also abgestellt; ich werde mir eine Lösung überlegen. (Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.)
Zwischenruf des Abg. Eßl
Ich möchte da schon einmal die Geschichte der expansiven Geldpolitik so beleuchten (Zwischenruf des Abg. Eßl), wie sie tatsächlich war. Im Jahr 2008 – viele haben das wahrscheinlich schon vergessen – hat es in Amerika ein unwahrscheinliches Immobilienkarussell gegeben (Zwischenruf des Abg. Matznetter), das in letzter Konsequenz zum Konkurs der Lehman-Bank geführt hat. Wieso? – Weil in Amerika Hypothekenbanken (Abg. Kassegger: ... Hypo Alpe-Adria! – Heiterkeit des Abg. Wöginger) Geld ohne Ende, nur besichert durch immer höher steigende Grundstückspreise, vergeben haben und dieses Karussell zusammengebrochen ist. Lehman ist pleitegegangen, und dann sind die amerikanischen Banken hergegangen und haben diesen gigantischen Schuldenberg in Loans, in Anleihen, verpackt und haben sie am europäischen Markt verkauft. Europäische Banken haben diese Anleihen gekauft, wären ebenfalls pleitegegangen, und dann ist die Politik in Erscheinung getreten.
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Ich möchte da schon einmal die Geschichte der expansiven Geldpolitik so beleuchten (Zwischenruf des Abg. Eßl), wie sie tatsächlich war. Im Jahr 2008 – viele haben das wahrscheinlich schon vergessen – hat es in Amerika ein unwahrscheinliches Immobilienkarussell gegeben (Zwischenruf des Abg. Matznetter), das in letzter Konsequenz zum Konkurs der Lehman-Bank geführt hat. Wieso? – Weil in Amerika Hypothekenbanken (Abg. Kassegger: ... Hypo Alpe-Adria! – Heiterkeit des Abg. Wöginger) Geld ohne Ende, nur besichert durch immer höher steigende Grundstückspreise, vergeben haben und dieses Karussell zusammengebrochen ist. Lehman ist pleitegegangen, und dann sind die amerikanischen Banken hergegangen und haben diesen gigantischen Schuldenberg in Loans, in Anleihen, verpackt und haben sie am europäischen Markt verkauft. Europäische Banken haben diese Anleihen gekauft, wären ebenfalls pleitegegangen, und dann ist die Politik in Erscheinung getreten.
Abg. Kassegger: ... Hypo Alpe-Adria! – Heiterkeit des Abg. Wöginger
Ich möchte da schon einmal die Geschichte der expansiven Geldpolitik so beleuchten (Zwischenruf des Abg. Eßl), wie sie tatsächlich war. Im Jahr 2008 – viele haben das wahrscheinlich schon vergessen – hat es in Amerika ein unwahrscheinliches Immobilienkarussell gegeben (Zwischenruf des Abg. Matznetter), das in letzter Konsequenz zum Konkurs der Lehman-Bank geführt hat. Wieso? – Weil in Amerika Hypothekenbanken (Abg. Kassegger: ... Hypo Alpe-Adria! – Heiterkeit des Abg. Wöginger) Geld ohne Ende, nur besichert durch immer höher steigende Grundstückspreise, vergeben haben und dieses Karussell zusammengebrochen ist. Lehman ist pleitegegangen, und dann sind die amerikanischen Banken hergegangen und haben diesen gigantischen Schuldenberg in Loans, in Anleihen, verpackt und haben sie am europäischen Markt verkauft. Europäische Banken haben diese Anleihen gekauft, wären ebenfalls pleitegegangen, und dann ist die Politik in Erscheinung getreten.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Matznetter – in Richtung des das Redner:innenpult verlassenden Abg. Hauser –: ... mit den Privatzimmervermietern, Herr Kollege? – Abg. Hauser – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Das nächste Mal wieder! Wir sind auch die Kleinen! – Abg. Michael Hammer: ... als Speerspitze!
Das ist keine Sozialpolitik, die wir als Freiheitliche Partei haben wollen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Matznetter – in Richtung des das Redner:innenpult verlassenden Abg. Hauser –: ... mit den Privatzimmervermietern, Herr Kollege? – Abg. Hauser – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Das nächste Mal wieder! Wir sind auch die Kleinen! – Abg. Michael Hammer: ... als Speerspitze!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Maximilian Lercher (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Herr Minister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Kolleginnen und Kollegen! Herr Minister, die Debatte führen wir hier nur, weil Sie nicht geantwortet haben, weil Sie nicht die Klarheit gegeben haben, die uns als Parlamentarierinnen und Parlamentariern, glaube ich, zusteht. (Beifall bei der SPÖ.) Und, Kollege Kopf, das ist der Politikstil, den wir nicht mehr zu akzeptieren bereit sind, denn Regierung braucht Kontrolle (neuerlicher Beifall bei der SPÖ), das ist die ureigenste Aufgabe einer oppositionellen Kraft.
neuerlicher Beifall bei der SPÖ
Abgeordneter Maximilian Lercher (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Herr Minister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Kolleginnen und Kollegen! Herr Minister, die Debatte führen wir hier nur, weil Sie nicht geantwortet haben, weil Sie nicht die Klarheit gegeben haben, die uns als Parlamentarierinnen und Parlamentariern, glaube ich, zusteht. (Beifall bei der SPÖ.) Und, Kollege Kopf, das ist der Politikstil, den wir nicht mehr zu akzeptieren bereit sind, denn Regierung braucht Kontrolle (neuerlicher Beifall bei der SPÖ), das ist die ureigenste Aufgabe einer oppositionellen Kraft.
Abg. Kopf: Sie haben eine Person verunglimpft!
Wir haben, glaube ich, bei einem Verlust von 2 Milliarden Euro berechtigterweise Fragen gestellt – was nicht gekommen ist, sind Antworten. (Abg. Kopf: Sie haben eine Person verunglimpft!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Fürlinger.
Wissen Sie, Herr Minister, Kollege Krainer hat mir den Zettel mitgegeben, der Ihnen ausgehändigt wurde, mit dem Sie vor Monaten informiert wurden, wie und wo die Verluste entstanden sind. Das ist interessant: die Staatsanleihen minus 4,7 Prozent, Unternehmensveranlagung minus 12 Prozent und die Aktien minus 20 Prozent. Unser Vorwurf ist nicht, dass das im Rahmen des europäischen Veranlagungsprogrammes passiert ist, unser Vorwurf ist, dass die OeNB selbst diesen hochspekulativen Weg genommen hat, und das zum Schaden von Österreich. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Fürlinger.)
Beifall bei der SPÖ.
Wissen Sie, da stellt sich dann schon die Frage – die haben die Grünen ja auch zu Recht angebracht –, wer die Anlagestrategie in der Oesterreichischen Nationalbank verändert hat. Wer hat das gemacht? Welche Rolle hat Direktor Steiner gespielt, und ist durch diese Art und Weise ein Schaden für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler entstanden, und das in der ureigensten Aufgabe der OeNB? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, das dürfen wir fragen, wenn 2 Milliarden Euro weg sind; und wenn wir berechtigterweise fragen, wäre es schön, wenn Sie antworten. Diese Antworten sind Sie schuldig geblieben. Das ist nicht der neue Stil, den wir uns in diesem Haus gewünscht haben, das ist, glaube ich, nicht das Miteinander, von dem die ÖVP geredet hat. Ganz ehrlich: Berechtigte Fragen erfordern Antworten. Diese kommen von Ihnen nicht, und das wollen und werden wir hier in diesem Haus nicht akzeptieren, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was niemand bereit ist, zu sagen, ist nämlich, dass die Finanzpolitik in Europa, in Österreich neue Regeln braucht. Es braucht einen sogenannten Systemwandel: Die Spekulation darf nicht die größte Rendite auslösen. Das ist nicht in Ordnung, das will die Sozialdemokratie nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Weißt du das erst seit dem Bawag-Skandal oder hast du das vorher auch schon gewusst? Wie viele Milliarden waren es in der Karibik? 6 Milliarden? 6 Milliarden in der Karibik versenkt!
Ich habe mich ja über die Rede des Kollegen Wurm und anderer hier an dieser Stelle, die das bekrittelt haben, gefreut. Wichtig wäre halt, dass ihr es euren Vertretern im Finanzausschuss auch erklärt, weil diese immer dabei sind, wenn es darum geht, die Renditen durch Spekulation zu erhöhen (Abg. Michael Hammer: Weißt du das erst seit dem Bawag-Skandal oder hast du das vorher auch schon gewusst? Wie viele Milliarden waren es in der Karibik? 6 Milliarden? 6 Milliarden in der Karibik versenkt!), und das ist, glaube ich, nicht im Sinne eurer Fraktion und auch nicht im Sinne von Österreich.
Abg. Michael Hammer: Ja, eh nichts gelernt!
Wir alle, und da kann man die Freiheitliche Partei auch nicht auslassen, die wir lange hier sind und Verantwortung gelebt haben, haben nämlich Fehler gemacht – alle! Die Frage ist, was wir aus diesen Fehlern lernen. (Abg. Michael Hammer: Ja, eh nichts gelernt!) Wenn ihr euch heute hierherstellt und sagt, dass ihr noch überhaupt nie einen Fehler gemacht habt, dann ist das unwahr. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Das hat ja keiner gesagt!) Die Freiheitliche Partei hat viele Fehler gemacht, auch zum Schaden der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in diesem Land. (Abg. Michael Hammer: Was ist mit dem Konsum? – Ruf bei der ÖVP: Bawag!)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Das hat ja keiner gesagt!
Wir alle, und da kann man die Freiheitliche Partei auch nicht auslassen, die wir lange hier sind und Verantwortung gelebt haben, haben nämlich Fehler gemacht – alle! Die Frage ist, was wir aus diesen Fehlern lernen. (Abg. Michael Hammer: Ja, eh nichts gelernt!) Wenn ihr euch heute hierherstellt und sagt, dass ihr noch überhaupt nie einen Fehler gemacht habt, dann ist das unwahr. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Das hat ja keiner gesagt!) Die Freiheitliche Partei hat viele Fehler gemacht, auch zum Schaden der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in diesem Land. (Abg. Michael Hammer: Was ist mit dem Konsum? – Ruf bei der ÖVP: Bawag!)
Abg. Michael Hammer: Was ist mit dem Konsum? – Ruf bei der ÖVP: Bawag!
Wir alle, und da kann man die Freiheitliche Partei auch nicht auslassen, die wir lange hier sind und Verantwortung gelebt haben, haben nämlich Fehler gemacht – alle! Die Frage ist, was wir aus diesen Fehlern lernen. (Abg. Michael Hammer: Ja, eh nichts gelernt!) Wenn ihr euch heute hierherstellt und sagt, dass ihr noch überhaupt nie einen Fehler gemacht habt, dann ist das unwahr. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Das hat ja keiner gesagt!) Die Freiheitliche Partei hat viele Fehler gemacht, auch zum Schaden der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in diesem Land. (Abg. Michael Hammer: Was ist mit dem Konsum? – Ruf bei der ÖVP: Bawag!)
Abg. Michael Hammer: Oh, jetzt kommt alles auf!
Ganz ehrlich: Der Finanztrick, den sieht man in Graz, wo 500 000 Euro an Parteigeldern verschwinden und irgendwo bei einem Parteigänger auftauchen. (Abg. Michael Hammer: Oh, jetzt kommt alles auf!) Das ist ein Zaubertrick à la FPÖ, den wollen wir woanders nicht sehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ganz ehrlich: Der Finanztrick, den sieht man in Graz, wo 500 000 Euro an Parteigeldern verschwinden und irgendwo bei einem Parteigänger auftauchen. (Abg. Michael Hammer: Oh, jetzt kommt alles auf!) Das ist ein Zaubertrick à la FPÖ, den wollen wir woanders nicht sehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Das braucht er alles für die Luxuspensionen!
Sehr verehrter Herr Minister, wenn Sie eine Pensionsdebatte führen wollen, dann reden wir zuerst darüber, was Sie gemacht haben: Die Hacklerregelung und jetzt auch noch die Altersteilzeit wurden abgeschafft. Das ist Pensionsraub an der Masse, darüber können wir diskutieren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Das braucht er alles für die Luxuspensionen!)
Abg. Zarits: In Wien!
war dieses Thema in den letzten Wochen für die Bundesregierung eher ein Randthema, denn die Mitglieder der Regierungsparteien haben sicher – so wie ich – viele Meldungen aus der Bevölkerung bekommen (Abg. Zarits: In Wien!), wie es den Menschen wegen der hohen Mieten geht. (Abg. Zarits: Aus Wien die meisten!)
Abg. Zarits: Aus Wien die meisten!
war dieses Thema in den letzten Wochen für die Bundesregierung eher ein Randthema, denn die Mitglieder der Regierungsparteien haben sicher – so wie ich – viele Meldungen aus der Bevölkerung bekommen (Abg. Zarits: In Wien!), wie es den Menschen wegen der hohen Mieten geht. (Abg. Zarits: Aus Wien die meisten!)
Abg. Belakowitsch: Wohnt die in Wien bei Wiener Wohnen?
Ich möchte nur eine zitieren. Frau Waltraud S., 53, schreibt mir: „Es ist nicht mehr auszuhalten, wie soll ich die Miete noch aufbringen?“ (Abg. Belakowitsch: Wohnt die in Wien bei Wiener Wohnen?) „Ich kann meine Wohnung nicht mehr angemessen heizen, Gas habe ich bereits abgedreht und heize mit einem kleinen Holzofen. Ich spare sogar beim Essen und ich versuche so oft wie möglich bei Verwandten zu Besuch zu sein, um Heizkosten zu sparen.“ (Abg. Belakowitsch: Die wohnt wahrscheinlich bei Wiener Wohnen!) „Aber nicht nur mir geht es so! Meine Nachbarn, ein Student und eine Studentin, haben eine sehr kalte Wohnung und sind oft krank.“
Abg. Belakowitsch: Die wohnt wahrscheinlich bei Wiener Wohnen!
Ich möchte nur eine zitieren. Frau Waltraud S., 53, schreibt mir: „Es ist nicht mehr auszuhalten, wie soll ich die Miete noch aufbringen?“ (Abg. Belakowitsch: Wohnt die in Wien bei Wiener Wohnen?) „Ich kann meine Wohnung nicht mehr angemessen heizen, Gas habe ich bereits abgedreht und heize mit einem kleinen Holzofen. Ich spare sogar beim Essen und ich versuche so oft wie möglich bei Verwandten zu Besuch zu sein, um Heizkosten zu sparen.“ (Abg. Belakowitsch: Die wohnt wahrscheinlich bei Wiener Wohnen!) „Aber nicht nur mir geht es so! Meine Nachbarn, ein Student und eine Studentin, haben eine sehr kalte Wohnung und sind oft krank.“
Abg. Eßl: Wohnt sie in Wien?
Das schreibt eine Frau, die tagtäglich arbeitet, die berufstätig ist und am Ende des Monats mit leeren Taschen dasteht. Dieses Schicksal berührt natürlich. Dem steht die Untätigkeit der Bundesregierung gegenüber, und das beim Thema Wohnen, wo es bereits fünf nach zwölf ist. (Abg. Eßl: Wohnt sie in Wien?) ÖVP und Grüne verantworten den Anstieg der Kategoriemieten um 17,5 Prozent (Abg. Steinacker: Wiener Wohnen! Das macht aber schon die Inflation! Komm, bitte!), und freie Mieten und Richtwertmieten sind ebenfalls angestiegen.
Abg. Steinacker: Wiener Wohnen! Das macht aber schon die Inflation! Komm, bitte!
Das schreibt eine Frau, die tagtäglich arbeitet, die berufstätig ist und am Ende des Monats mit leeren Taschen dasteht. Dieses Schicksal berührt natürlich. Dem steht die Untätigkeit der Bundesregierung gegenüber, und das beim Thema Wohnen, wo es bereits fünf nach zwölf ist. (Abg. Eßl: Wohnt sie in Wien?) ÖVP und Grüne verantworten den Anstieg der Kategoriemieten um 17,5 Prozent (Abg. Steinacker: Wiener Wohnen! Das macht aber schon die Inflation! Komm, bitte!), und freie Mieten und Richtwertmieten sind ebenfalls angestiegen.
Abg. Michael Hammer: In Wien? – Abg. Leichtfried: Geh, Hammer! – Abg. Michael Hammer: Das ist Faktum!
Die Mieten galoppieren den Einkommen davon (Abg. Michael Hammer: In Wien? – Abg. Leichtfried: Geh, Hammer! – Abg. Michael Hammer: Das ist Faktum!), und bei diesem Galopp merken viele, die ÖVP und Grüne gewählt haben, dass sie auf das falsche Pferd gesetzt haben (Beifall bei der SPÖ – Abg. Eßl: Was macht Ludwig?), denn wenn die Politik nichts unternimmt, werden die gesetzlichen Richtwertmieten bereits in zwei Monaten nochmals teurer, und wenn der Nationalrat nicht einschreitet, unterschreibt Ministerin Zadić eine Anhebung im Ausmaß von 8,6 Prozent.
Beifall bei der SPÖ – Abg. Eßl: Was macht Ludwig?
Die Mieten galoppieren den Einkommen davon (Abg. Michael Hammer: In Wien? – Abg. Leichtfried: Geh, Hammer! – Abg. Michael Hammer: Das ist Faktum!), und bei diesem Galopp merken viele, die ÖVP und Grüne gewählt haben, dass sie auf das falsche Pferd gesetzt haben (Beifall bei der SPÖ – Abg. Eßl: Was macht Ludwig?), denn wenn die Politik nichts unternimmt, werden die gesetzlichen Richtwertmieten bereits in zwei Monaten nochmals teurer, und wenn der Nationalrat nicht einschreitet, unterschreibt Ministerin Zadić eine Anhebung im Ausmaß von 8,6 Prozent.
Abg. Steinacker: Wie viel davon die Stadt Wien?
Um es noch einmal zu sagen: 80 von 100 Mieteuros fließen zu den reichsten 10 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher. Die Mieteinnahmen des Jahres 2000 in Höhe von 1,9 Milliarden Euro sind im Jahr 2020 auf 4 Milliarden Euro gestiegen (Abg. Steinacker: Wie viel davon die Stadt Wien?), das heißt, sie haben sich verdoppelt. Das ist eine radikale Umverteilungspolitik von der Mitte der Gesellschaft zu denen, die ganz oben sind. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Da ist aber die Gemeinde Wien auch dabei, oder?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Da ist aber die Gemeinde Wien auch dabei, oder?
Um es noch einmal zu sagen: 80 von 100 Mieteuros fließen zu den reichsten 10 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher. Die Mieteinnahmen des Jahres 2000 in Höhe von 1,9 Milliarden Euro sind im Jahr 2020 auf 4 Milliarden Euro gestiegen (Abg. Steinacker: Wie viel davon die Stadt Wien?), das heißt, sie haben sich verdoppelt. Das ist eine radikale Umverteilungspolitik von der Mitte der Gesellschaft zu denen, die ganz oben sind. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Da ist aber die Gemeinde Wien auch dabei, oder?)
Abg. Michael Hammer: Nein, das war nur in Wien so!
Das war in Österreich nicht immer so und das muss auch nicht so sein. (Abg. Michael Hammer: Nein, das war nur in Wien so!) Ich gebe Ihnen ein Beispiel: In der letzten von der SPÖ geführten Regierung gab es mehrere Wohnrechtsreformen, darunter auch solche, die ein Sinken der Mieten bewirkt haben. Die Auslaufannuitäten bei den Genossenschaftswohnungen, die Reparaturpflicht der Vermieter bei Gasthermen (Abg. Michael Hammer: Und das Gesetz gilt in Wien nicht!) bis hin zur Mietvertragsgebühr – das alles haben wir damals abgeschafft.
Abg. Michael Hammer: Und das Gesetz gilt in Wien nicht!
Das war in Österreich nicht immer so und das muss auch nicht so sein. (Abg. Michael Hammer: Nein, das war nur in Wien so!) Ich gebe Ihnen ein Beispiel: In der letzten von der SPÖ geführten Regierung gab es mehrere Wohnrechtsreformen, darunter auch solche, die ein Sinken der Mieten bewirkt haben. Die Auslaufannuitäten bei den Genossenschaftswohnungen, die Reparaturpflicht der Vermieter bei Gasthermen (Abg. Michael Hammer: Und das Gesetz gilt in Wien nicht!) bis hin zur Mietvertragsgebühr – das alles haben wir damals abgeschafft.
Beifall bei der SPÖ.
Die Bundesregierung, bestehend aus ÖVP und Grünen, setzt hingegen ganz andere Schwerpunkte. Wohnrechtsreformen bei ÖVP und Grün haben mehr Bürokratie, die Rücklagen bei den Eigentumswohnungen und Genossenschaftswohnungen steigen. Dabei liegen ganz notwendige Reformen an, um Wohnen wieder leistbar zu machen. Die SPÖ hat mit dem Universalmietrecht ein Beispiel auf den Tisch gelegt, das ökologisch ist, das faire Mieten hat und einen fairen Ausgleich zwischen Vermietern und Mietern bringt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Tomaselli: Stimmt ja gar nicht! Das stimmt einfach nicht!
Die ÖVP lehnt das ab. Wir haben ein Maklergesetz nach deutschem Vorbild vorgelegt, ohne Umgehungsmöglichkeiten, haben das beim Entwurf eingefordert. Das lehnt die ÖVP, die Bundesregierung ab. (Abg. Tomaselli: Stimmt ja gar nicht! Das stimmt einfach nicht!) Wir haben eine Abschaffung der befristeten Mietverträge eingebracht, damit die Menschen sicher wohnen können, und
Abg. Steinacker: Dann holt die Leute wieder ...! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: ... denn ausgesetzt?
Zum Problem der hohen Inflation: Da hat die SPÖ in der Vergangenheit mit dem Inflationslinderungsgesetz bewiesen, dass es möglich ist; die SPÖ hat gezeigt, dass man die Erhöhung aussetzen kann – und nicht wie Türkis-Grün: einfach aufschieben. (Abg. Steinacker: Dann holt die Leute wieder ...! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: ... denn ausgesetzt?) Wie das funktioniert, hat die SPÖ im Antrag 3090/A auch vorgelegt.
Abg. Belakowitsch: Setzen Sie das Inflationsanpassungsgesetz einmal aus!
Das 3. Inflationslinderungsgesetz (Abg. Belakowitsch: Setzen Sie das Inflationsanpassungsgesetz einmal aus!) sieht ein Aussetzen der gesetzlichen Mieterhöhung bis in das Jahr 2025 vor. Das sollte der Bundesregierung auch die nötige Zeit geben, endlich eine grundlegende Mietrechtsreform auszuverhandeln. (Abg. Belakowitsch: ... Wiener Wohnen mit gutem Beispiel voran ...!) Danach sollte es eine jährliche Mieterhöhung, die angemessen ist, geben, die sich in etwa um beziehungsweise unter 2 Prozent entwickelt.
Abg. Belakowitsch: ... Wiener Wohnen mit gutem Beispiel voran ...!
Das 3. Inflationslinderungsgesetz (Abg. Belakowitsch: Setzen Sie das Inflationsanpassungsgesetz einmal aus!) sieht ein Aussetzen der gesetzlichen Mieterhöhung bis in das Jahr 2025 vor. Das sollte der Bundesregierung auch die nötige Zeit geben, endlich eine grundlegende Mietrechtsreform auszuverhandeln. (Abg. Belakowitsch: ... Wiener Wohnen mit gutem Beispiel voran ...!) Danach sollte es eine jährliche Mieterhöhung, die angemessen ist, geben, die sich in etwa um beziehungsweise unter 2 Prozent entwickelt.
Beifall bei der SPÖ.
Ich bitte Sie daher um Unterstützung für unseren Antrag. So sieht mieten aus! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Eine besondere Herausforderung an die Wohnungspolitik ist, dass es gelingt, den benötigten Wohnraum zur Verfügung zu stellen, den Altbestand zu erhalten und auch den aktuellen Wohnbedürfnissen entsprechend anzupassen, den Energiebedarf durch Sanierung zu senken – und das alles soll natürlich leistbar sein. Meines Erachtens gelingt das nur dann, wenn es eine Ausgewogenheit in den Bedingungen sowohl für jene, die den Wohnraum schaffen, als auch für jene, die den Wohnraum nutzen, gibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Dass das eine Bundesgesetzgeberfrage ist, erschließt sich euch nicht!
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ! Ich bin überzeugt, dass Sie den eingebrachten Antrag in abgeänderter Form auch an die Stadt Wien gerichtet haben. Ich bin gespannt, wie die Stadt Wien reagiert, ob sie tatsächlich eine Aussetzung der Mieterhöhung für die nächsten drei Jahre beschließen wird. (Abg. Leichtfried: Dass das eine Bundesgesetzgeberfrage ist, erschließt sich euch nicht!)
Beifall bei der ÖVP.
Zusammenfassend, sehr geehrte Damen und Herren: Die Koalition hat viele Unterstützungsmaßnahmen beschlossen, um die Gesamtsituation abzufedern. Wir werden auch über die eine oder andere Änderung reden, aber ein Aussetzen in den nächsten drei Jahren kommt für uns nicht infrage. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ
Fakt ist aber – und da muss ich Ihnen schon widersprechen –: Wir brauchen im Wohnbereich keine Unterstützungen mehr, wir brauchen in Wahrheit jetzt ein Einfrieren der Mieten (Beifall bei der SPÖ), weil es meiner Meinung nach dort Gefahr im Verzug gibt. (Zwischenruf der Abg. Seidl.) Wenn die Regierungsparteien nicht einlenken, werden die Richtwertmieten dieses Jahr um weitere 8,6 Prozent steigen, nachdem 2022 schon um über 6 Prozent angepasst wurde. Das betrifft eine Million Haushalte, meine sehr verehrten Damen und Herren, denen ihr Grundbedürfnis Wohnen eigentlich unleistbar gemacht
Zwischenruf der Abg. Seidl.
Fakt ist aber – und da muss ich Ihnen schon widersprechen –: Wir brauchen im Wohnbereich keine Unterstützungen mehr, wir brauchen in Wahrheit jetzt ein Einfrieren der Mieten (Beifall bei der SPÖ), weil es meiner Meinung nach dort Gefahr im Verzug gibt. (Zwischenruf der Abg. Seidl.) Wenn die Regierungsparteien nicht einlenken, werden die Richtwertmieten dieses Jahr um weitere 8,6 Prozent steigen, nachdem 2022 schon um über 6 Prozent angepasst wurde. Das betrifft eine Million Haushalte, meine sehr verehrten Damen und Herren, denen ihr Grundbedürfnis Wohnen eigentlich unleistbar gemacht
Beifall bei der SPÖ.
wird. Und diese Leute verlangen zu Recht keine Unterstützung von uns, sondern sie wollen Maßnahmen, die nur der Bund treffen kann, indem man dort eingreift, wo anscheinend der Markt, wo die gesamte Immobilienwirtschaft nicht mehr funktioniert. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Eßl: ... Wien ... Bürgermeister Ludwig ..! – Ruf bei der ÖVP: Warum tut ihr es dann dort nicht? – Zwischenrufe der Abgeordneten Ottenschläger und Sieber
Ich sage es Ihnen ganz offen und ehrlich (Abg. Eßl: ... Wien ... Bürgermeister Ludwig ..! – Ruf bei der ÖVP: Warum tut ihr es dann dort nicht? – Zwischenrufe der Abgeordneten Ottenschläger und Sieber): Ich weiß, ihr redet immer gern von Wien. Warum diskutieren wir denn über Wien? – Weil die Stadt Wien, sozialdemokratisch geführt, Wohnungen geschaffen hat. In euren Städten gibt es die ja gar nicht! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) In euren Städten gibt es die Gemeindewohnungen ja gar nicht (Beifall bei der SPÖ – heftiger Widerspruch bei der ÖVP – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), weil ihr nie welche zusammengebracht habt, und jetzt möchten alle über die Stadt Wien diskutieren! (Zwischenruf der Abg. Steger.) Es ist der falsche Weg, Stadt und Land gegeneinander auszuspielen. (Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Das ist der falsche Weg! (Beifall bei der SPÖ.) –Das ist es, da teilt und spaltet ihr!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich sage es Ihnen ganz offen und ehrlich (Abg. Eßl: ... Wien ... Bürgermeister Ludwig ..! – Ruf bei der ÖVP: Warum tut ihr es dann dort nicht? – Zwischenrufe der Abgeordneten Ottenschläger und Sieber): Ich weiß, ihr redet immer gern von Wien. Warum diskutieren wir denn über Wien? – Weil die Stadt Wien, sozialdemokratisch geführt, Wohnungen geschaffen hat. In euren Städten gibt es die ja gar nicht! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) In euren Städten gibt es die Gemeindewohnungen ja gar nicht (Beifall bei der SPÖ – heftiger Widerspruch bei der ÖVP – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), weil ihr nie welche zusammengebracht habt, und jetzt möchten alle über die Stadt Wien diskutieren! (Zwischenruf der Abg. Steger.) Es ist der falsche Weg, Stadt und Land gegeneinander auszuspielen. (Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Das ist der falsche Weg! (Beifall bei der SPÖ.) –Das ist es, da teilt und spaltet ihr!
Beifall bei der SPÖ – heftiger Widerspruch bei der ÖVP – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen
Ich sage es Ihnen ganz offen und ehrlich (Abg. Eßl: ... Wien ... Bürgermeister Ludwig ..! – Ruf bei der ÖVP: Warum tut ihr es dann dort nicht? – Zwischenrufe der Abgeordneten Ottenschläger und Sieber): Ich weiß, ihr redet immer gern von Wien. Warum diskutieren wir denn über Wien? – Weil die Stadt Wien, sozialdemokratisch geführt, Wohnungen geschaffen hat. In euren Städten gibt es die ja gar nicht! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) In euren Städten gibt es die Gemeindewohnungen ja gar nicht (Beifall bei der SPÖ – heftiger Widerspruch bei der ÖVP – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), weil ihr nie welche zusammengebracht habt, und jetzt möchten alle über die Stadt Wien diskutieren! (Zwischenruf der Abg. Steger.) Es ist der falsche Weg, Stadt und Land gegeneinander auszuspielen. (Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Das ist der falsche Weg! (Beifall bei der SPÖ.) –Das ist es, da teilt und spaltet ihr!
Zwischenruf der Abg. Steger.
Ich sage es Ihnen ganz offen und ehrlich (Abg. Eßl: ... Wien ... Bürgermeister Ludwig ..! – Ruf bei der ÖVP: Warum tut ihr es dann dort nicht? – Zwischenrufe der Abgeordneten Ottenschläger und Sieber): Ich weiß, ihr redet immer gern von Wien. Warum diskutieren wir denn über Wien? – Weil die Stadt Wien, sozialdemokratisch geführt, Wohnungen geschaffen hat. In euren Städten gibt es die ja gar nicht! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) In euren Städten gibt es die Gemeindewohnungen ja gar nicht (Beifall bei der SPÖ – heftiger Widerspruch bei der ÖVP – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), weil ihr nie welche zusammengebracht habt, und jetzt möchten alle über die Stadt Wien diskutieren! (Zwischenruf der Abg. Steger.) Es ist der falsche Weg, Stadt und Land gegeneinander auszuspielen. (Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Das ist der falsche Weg! (Beifall bei der SPÖ.) –Das ist es, da teilt und spaltet ihr!
Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Ich sage es Ihnen ganz offen und ehrlich (Abg. Eßl: ... Wien ... Bürgermeister Ludwig ..! – Ruf bei der ÖVP: Warum tut ihr es dann dort nicht? – Zwischenrufe der Abgeordneten Ottenschläger und Sieber): Ich weiß, ihr redet immer gern von Wien. Warum diskutieren wir denn über Wien? – Weil die Stadt Wien, sozialdemokratisch geführt, Wohnungen geschaffen hat. In euren Städten gibt es die ja gar nicht! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) In euren Städten gibt es die Gemeindewohnungen ja gar nicht (Beifall bei der SPÖ – heftiger Widerspruch bei der ÖVP – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), weil ihr nie welche zusammengebracht habt, und jetzt möchten alle über die Stadt Wien diskutieren! (Zwischenruf der Abg. Steger.) Es ist der falsche Weg, Stadt und Land gegeneinander auszuspielen. (Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Das ist der falsche Weg! (Beifall bei der SPÖ.) –Das ist es, da teilt und spaltet ihr!
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage es Ihnen ganz offen und ehrlich (Abg. Eßl: ... Wien ... Bürgermeister Ludwig ..! – Ruf bei der ÖVP: Warum tut ihr es dann dort nicht? – Zwischenrufe der Abgeordneten Ottenschläger und Sieber): Ich weiß, ihr redet immer gern von Wien. Warum diskutieren wir denn über Wien? – Weil die Stadt Wien, sozialdemokratisch geführt, Wohnungen geschaffen hat. In euren Städten gibt es die ja gar nicht! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) In euren Städten gibt es die Gemeindewohnungen ja gar nicht (Beifall bei der SPÖ – heftiger Widerspruch bei der ÖVP – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), weil ihr nie welche zusammengebracht habt, und jetzt möchten alle über die Stadt Wien diskutieren! (Zwischenruf der Abg. Steger.) Es ist der falsche Weg, Stadt und Land gegeneinander auszuspielen. (Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Das ist der falsche Weg! (Beifall bei der SPÖ.) –Das ist es, da teilt und spaltet ihr!
Widerspruch bei der ÖVP.
Fakt ist: Der Bund ist zuständig, der Bund muss liefern, die ÖVP ist nicht bereit. (Widerspruch bei der ÖVP.) Das ist es! Wenn Spenderinnen und Spender kommen (Zwischenruf des Abg. Gerstl), dann wird ein Gesetz in Sekundenschnelle verändert, aber wenn es Millionen von Bürgerinnen und Bürgern brauchen, tut ihr nichts, tut ihr gar nichts! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Sieber.)
Zwischenruf des Abg. Gerstl
Fakt ist: Der Bund ist zuständig, der Bund muss liefern, die ÖVP ist nicht bereit. (Widerspruch bei der ÖVP.) Das ist es! Wenn Spenderinnen und Spender kommen (Zwischenruf des Abg. Gerstl), dann wird ein Gesetz in Sekundenschnelle verändert, aber wenn es Millionen von Bürgerinnen und Bürgern brauchen, tut ihr nichts, tut ihr gar nichts! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Sieber.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Sieber.
Fakt ist: Der Bund ist zuständig, der Bund muss liefern, die ÖVP ist nicht bereit. (Widerspruch bei der ÖVP.) Das ist es! Wenn Spenderinnen und Spender kommen (Zwischenruf des Abg. Gerstl), dann wird ein Gesetz in Sekundenschnelle verändert, aber wenn es Millionen von Bürgerinnen und Bürgern brauchen, tut ihr nichts, tut ihr gar nichts! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Sieber.)
Zwischenruf des Abg. Weidinger.
Ihr seid nicht bereit, mit uns über substanzielle Lösungen zu diskutieren. (Zwischenruf des Abg. Weidinger.) Ihr beruft ja in Wahrheit nicht einmal gescheit den Bautenausschuss ein. (Abg. Tomaselli: Ihr seid ja selber Obfrau!) Im Ausschuss habt ihr uns noch signalisiert – die Ministerin, auch Abgeordneter Singer –, dass ihr wisst, dass es sich für die Mieterinnen und Mieter nicht ausgeht. (Abg. Eßl: ... Wien erhöht!) Heute stellt ihr euch her und lehnt wieder eine Maßnahme der Opposition ab – aus parteipolitischem Kalkül. (Abg. Steinacker: Nein, weil wir es differenzierter sehen! Schau einmal, wo die Steigerungen herkommen!)
Abg. Tomaselli: Ihr seid ja selber Obfrau!
Ihr seid nicht bereit, mit uns über substanzielle Lösungen zu diskutieren. (Zwischenruf des Abg. Weidinger.) Ihr beruft ja in Wahrheit nicht einmal gescheit den Bautenausschuss ein. (Abg. Tomaselli: Ihr seid ja selber Obfrau!) Im Ausschuss habt ihr uns noch signalisiert – die Ministerin, auch Abgeordneter Singer –, dass ihr wisst, dass es sich für die Mieterinnen und Mieter nicht ausgeht. (Abg. Eßl: ... Wien erhöht!) Heute stellt ihr euch her und lehnt wieder eine Maßnahme der Opposition ab – aus parteipolitischem Kalkül. (Abg. Steinacker: Nein, weil wir es differenzierter sehen! Schau einmal, wo die Steigerungen herkommen!)
Abg. Eßl: ... Wien erhöht!
Ihr seid nicht bereit, mit uns über substanzielle Lösungen zu diskutieren. (Zwischenruf des Abg. Weidinger.) Ihr beruft ja in Wahrheit nicht einmal gescheit den Bautenausschuss ein. (Abg. Tomaselli: Ihr seid ja selber Obfrau!) Im Ausschuss habt ihr uns noch signalisiert – die Ministerin, auch Abgeordneter Singer –, dass ihr wisst, dass es sich für die Mieterinnen und Mieter nicht ausgeht. (Abg. Eßl: ... Wien erhöht!) Heute stellt ihr euch her und lehnt wieder eine Maßnahme der Opposition ab – aus parteipolitischem Kalkül. (Abg. Steinacker: Nein, weil wir es differenzierter sehen! Schau einmal, wo die Steigerungen herkommen!)
Abg. Steinacker: Nein, weil wir es differenzierter sehen! Schau einmal, wo die Steigerungen herkommen!
Ihr seid nicht bereit, mit uns über substanzielle Lösungen zu diskutieren. (Zwischenruf des Abg. Weidinger.) Ihr beruft ja in Wahrheit nicht einmal gescheit den Bautenausschuss ein. (Abg. Tomaselli: Ihr seid ja selber Obfrau!) Im Ausschuss habt ihr uns noch signalisiert – die Ministerin, auch Abgeordneter Singer –, dass ihr wisst, dass es sich für die Mieterinnen und Mieter nicht ausgeht. (Abg. Eßl: ... Wien erhöht!) Heute stellt ihr euch her und lehnt wieder eine Maßnahme der Opposition ab – aus parteipolitischem Kalkül. (Abg. Steinacker: Nein, weil wir es differenzierter sehen! Schau einmal, wo die Steigerungen herkommen!)
Ruf bei der ÖVP: Der Gemeinde Wien!
In Wahrheit haben sich die Mieteinnahmen der Immobilienwirtschaft von 2000 (Ruf bei der ÖVP: Der Gemeinde Wien!) bis heute von 1,9 Milliarden auf 4 Milliarden Euro (Abg. Obernosterer: SPÖ!) verdoppelt. Wo geht denn der Gewinn immer hin? (Abg. Ottenschläger: Verstaatlicht!) – Der Gewinn geht zu den Wenigen und die Lasten gehen zu den ganz normalen Leuten (Abg. Obernosterer: ... SPÖ!), denen ihr nicht bereit seid zu helfen. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Obernosterer: SPÖ!
In Wahrheit haben sich die Mieteinnahmen der Immobilienwirtschaft von 2000 (Ruf bei der ÖVP: Der Gemeinde Wien!) bis heute von 1,9 Milliarden auf 4 Milliarden Euro (Abg. Obernosterer: SPÖ!) verdoppelt. Wo geht denn der Gewinn immer hin? (Abg. Ottenschläger: Verstaatlicht!) – Der Gewinn geht zu den Wenigen und die Lasten gehen zu den ganz normalen Leuten (Abg. Obernosterer: ... SPÖ!), denen ihr nicht bereit seid zu helfen. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Ottenschläger: Verstaatlicht!
In Wahrheit haben sich die Mieteinnahmen der Immobilienwirtschaft von 2000 (Ruf bei der ÖVP: Der Gemeinde Wien!) bis heute von 1,9 Milliarden auf 4 Milliarden Euro (Abg. Obernosterer: SPÖ!) verdoppelt. Wo geht denn der Gewinn immer hin? (Abg. Ottenschläger: Verstaatlicht!) – Der Gewinn geht zu den Wenigen und die Lasten gehen zu den ganz normalen Leuten (Abg. Obernosterer: ... SPÖ!), denen ihr nicht bereit seid zu helfen. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Obernosterer: ... SPÖ!
In Wahrheit haben sich die Mieteinnahmen der Immobilienwirtschaft von 2000 (Ruf bei der ÖVP: Der Gemeinde Wien!) bis heute von 1,9 Milliarden auf 4 Milliarden Euro (Abg. Obernosterer: SPÖ!) verdoppelt. Wo geht denn der Gewinn immer hin? (Abg. Ottenschläger: Verstaatlicht!) – Der Gewinn geht zu den Wenigen und die Lasten gehen zu den ganz normalen Leuten (Abg. Obernosterer: ... SPÖ!), denen ihr nicht bereit seid zu helfen. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
In Wahrheit haben sich die Mieteinnahmen der Immobilienwirtschaft von 2000 (Ruf bei der ÖVP: Der Gemeinde Wien!) bis heute von 1,9 Milliarden auf 4 Milliarden Euro (Abg. Obernosterer: SPÖ!) verdoppelt. Wo geht denn der Gewinn immer hin? (Abg. Ottenschläger: Verstaatlicht!) – Der Gewinn geht zu den Wenigen und die Lasten gehen zu den ganz normalen Leuten (Abg. Obernosterer: ... SPÖ!), denen ihr nicht bereit seid zu helfen. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf des Abg. Eßl
Meine sehr verehrten Damen und Herren, deswegen haben wir nicht nur das Einfrieren der Mieten vorgeschlagen (Zwischenruf des Abg. Eßl), sondern auch für die Genossenschaftsmieten die Wiedereinführung der Wohnbauinvestitionsbank. Das ist in der letzten Sitzung abgelehnt worden. Es war ein schwerer Fehler unter Schwarz-Blau, diese abzuschaffen, da es in den Bundesländern vor allem mit den Genossenschaftsmieten und Zinsanpassungen ein Riesenproblem gibt. Wir brauchen leistbaren Wohnraum, meine sehr verehrten Damen und Herren, wir brauchen ihn. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, deswegen haben wir nicht nur das Einfrieren der Mieten vorgeschlagen (Zwischenruf des Abg. Eßl), sondern auch für die Genossenschaftsmieten die Wiedereinführung der Wohnbauinvestitionsbank. Das ist in der letzten Sitzung abgelehnt worden. Es war ein schwerer Fehler unter Schwarz-Blau, diese abzuschaffen, da es in den Bundesländern vor allem mit den Genossenschaftsmieten und Zinsanpassungen ein Riesenproblem gibt. Wir brauchen leistbaren Wohnraum, meine sehr verehrten Damen und Herren, wir brauchen ihn. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Eßl und Obernosterer
Ich sage ganz ehrlich: Wir sind bereit für jegliche Lösung, Hauptsache, sie hilft!, aber ich sage Ihnen auch ganz offen: Mit dem Grundbedürfnis Wohnen wurde viel zu lange zu Unrecht Gewinn gemacht (Zwischenrufe der Abgeordneten Eßl und Obernosterer), das müssen wir beenden. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Wien ist größter ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Wien ist größter ...!
Ich sage ganz ehrlich: Wir sind bereit für jegliche Lösung, Hauptsache, sie hilft!, aber ich sage Ihnen auch ganz offen: Mit dem Grundbedürfnis Wohnen wurde viel zu lange zu Unrecht Gewinn gemacht (Zwischenrufe der Abgeordneten Eßl und Obernosterer), das müssen wir beenden. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Wien ist größter ...!)
Abg. Leichtfried: Weil euch nix einfällt!
Abgeordneter Mag. Philipp Schrangl (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren im Saal und zu Hause! Warum reden wir so viel über Wien? (Abg. Leichtfried: Weil euch nix einfällt!) – Es ist einfach so, dass die meisten Richtwertwohnungen, um die es da geht, in Wien sind. (Abg. Laimer: ... Bundesgesetz! – Abg. Leichtfried: Habts schon einmal was vom Bundesgesetzgeber gehört ...?)
Abg. Laimer: ... Bundesgesetz! – Abg. Leichtfried: Habts schon einmal was vom Bundesgesetzgeber gehört ...?
Abgeordneter Mag. Philipp Schrangl (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren im Saal und zu Hause! Warum reden wir so viel über Wien? (Abg. Leichtfried: Weil euch nix einfällt!) – Es ist einfach so, dass die meisten Richtwertwohnungen, um die es da geht, in Wien sind. (Abg. Laimer: ... Bundesgesetz! – Abg. Leichtfried: Habts schon einmal was vom Bundesgesetzgeber gehört ...?)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Es ist auch so, dass die Gemeinde Wien wahrscheinlich der größte Wohnungseigentümer der Welt ist, und es ist auch deswegen, weil die Gemeinde Wien mit dem roten Bürgermeister Michael Ludwig die Richtwerterhöhung, die Sie hier im Hohen Haus zum wiederholten Male ablehnen, gnadenlos umsetzt und gnadenlos in die Taschen von mehr als 500 000 Gemeindebaubewohnern hineingreift, ihnen das Geld herauszieht. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Abg. Leichtfried: Na ja, dann!
Zu den Sanierungen, die sie schon so lange verspricht und die so dringend notwendig wären: Die Tageszeitung „Die Presse“ hat ausgerechnet (Abg. Leichtfried: Na ja, dann!), dass mehr als 5 Milliarden Euro fehlen. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Der Rechnungshof hat uns hier bescheinigt, dass in Wien zu wenig saniert wird. In Wien sollte alle 30 Jahre saniert werden. Wie oft wird wirklich saniert? – Alle 67 Jahre, und damit erhöhen sich die Kosten. Man glaubt vielleicht, die Gemeinde Wien will sich etwas ersparen. Nein, ganz im Gegenteil, der Rechnungshof hat konstatiert und festgestellt, es wird sogar noch teurer, als wenn man öfter sanieren würde. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Zu den Sanierungen, die sie schon so lange verspricht und die so dringend notwendig wären: Die Tageszeitung „Die Presse“ hat ausgerechnet (Abg. Leichtfried: Na ja, dann!), dass mehr als 5 Milliarden Euro fehlen. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Der Rechnungshof hat uns hier bescheinigt, dass in Wien zu wenig saniert wird. In Wien sollte alle 30 Jahre saniert werden. Wie oft wird wirklich saniert? – Alle 67 Jahre, und damit erhöhen sich die Kosten. Man glaubt vielleicht, die Gemeinde Wien will sich etwas ersparen. Nein, ganz im Gegenteil, der Rechnungshof hat konstatiert und festgestellt, es wird sogar noch teurer, als wenn man öfter sanieren würde. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zu den Sanierungen, die sie schon so lange verspricht und die so dringend notwendig wären: Die Tageszeitung „Die Presse“ hat ausgerechnet (Abg. Leichtfried: Na ja, dann!), dass mehr als 5 Milliarden Euro fehlen. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Der Rechnungshof hat uns hier bescheinigt, dass in Wien zu wenig saniert wird. In Wien sollte alle 30 Jahre saniert werden. Wie oft wird wirklich saniert? – Alle 67 Jahre, und damit erhöhen sich die Kosten. Man glaubt vielleicht, die Gemeinde Wien will sich etwas ersparen. Nein, ganz im Gegenteil, der Rechnungshof hat konstatiert und festgestellt, es wird sogar noch teurer, als wenn man öfter sanieren würde. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.
Daher: Wir gehen bei Ihrem Antrag natürlich mit, weil wir das sehen und Sie vollkommen recht haben, nur: Die Glaubwürdigkeit bei der SPÖ ist halt einfach dahin. Warum? – Wie gesagt: Sie fordern es hier im Hohen Haus, setzen es aber dort, wo Sie die Möglichkeit haben, nicht um! (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Zarits.
Auch die ÖVP wahrt längst nicht mehr den Anschein, sich für Mieterinteressen einzusetzen. (Zwischenruf des Abg. Zarits.) Man versucht, sich seriös zu ge-
Beifall bei der FPÖ.
ben – mein Kollege Singer ist es auch –, hinter den Kulissen demontiert das Wirtschaftsministerium jedoch den sozialen beziehungsweise den gemeinnützigen Wohnbau, denn im sozialen Wohnbau wurden die Anlegerwohnungen implementiert. Ich habe es schon einmal gesagt: Anlegerwohnungen und gemeinnütziger Wohnbau ist, damit Sie es auch verstehen, wie Teufel und Weihwasser. Immobilienspekulanten, Banken und Versicherungen können fortan Sozialwohnungen zum Sozialtarif kaufen und in beliebiger Höhe an die Menschen vermieten. Dem müssen wir einen Riegel vorschieben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Stocker: Einmal ..., immer ...!
Das ist ein wohnpolitischer Raubzug, den wir auch aufklären müssen. (Abg. Stocker: Einmal ..., immer ...!) Martin Kocher ist da ein Anti-Robin-Hood, der den Menschen nimmt und den Reichsten gibt. Meine sehr verehrten Damen und Herren, damit wir uns bewusst sind, was das alles ist: Das ist der größte Anschlag auf leistbares Wohnen in dieser Zweiten Republik, er ist um ein Vielfaches größer als die verderbliche Privatisierung der Buwog. Wir sprechen über den schleichenden Abverkauf der Wohnungsgemeinnützigkeit; mehr als 700 000 Wohnungen, die einen wahnsinnigen Preisdämpfer auf dem österreichischen Mietmarkt darstellen.
Heiterkeit der Abg. Tomaselli
Da hat, denke ich, die Legistik die Mandatare, auch jene der Regierungsparteien, an der Nase herumgeführt. Ich habe mit allen Bautensprechern gesprochen – mit Kollegen Singer, mit Kollegin Tomaselli, die jetzt noch sprechen und hoffentlich auch ein Machtwort sprechen wird (Heiterkeit der Abg. Tomaselli) –, keiner wollte diese Anlegerwohnungen im sozialen Wohnbau. Daher frage ich mich: Wie konnte es so weit kommen? Will Martin Kocher den gemeinnützigen Wohnbau zu Grabe tragen oder wurde auch er falsch informiert? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da hat, denke ich, die Legistik die Mandatare, auch jene der Regierungsparteien, an der Nase herumgeführt. Ich habe mit allen Bautensprechern gesprochen – mit Kollegen Singer, mit Kollegin Tomaselli, die jetzt noch sprechen und hoffentlich auch ein Machtwort sprechen wird (Heiterkeit der Abg. Tomaselli) –, keiner wollte diese Anlegerwohnungen im sozialen Wohnbau. Daher frage ich mich: Wie konnte es so weit kommen? Will Martin Kocher den gemeinnützigen Wohnbau zu Grabe tragen oder wurde auch er falsch informiert? (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Auf jeden Fall ist die dazugehörige Legistik schlecht – moralisch wie auch technisch-handwerklich. Es kam da zu massiven Fehlern und zu einer Nacht- und-Nebel-Aktion. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.) Zu diesen Sachen habe ich auch eine Anfrage an Justizministerin Zadić eingebracht, denn diese Schweigemauer muss endlich eingerissen werden.
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Philipp Schrangl (fortsetzend): Ich komme zu meinem Schlusssatz, Frau Präsidentin: Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Wohnungsgemeinnützigkeit und ihr preisdämpfender Faktor auf alle Mieten in Österreich ist zu schützen. Ich gehe dabei von einem breiten Grundkonsens aus. Schauen wir einmal, was Frau Kollegin Tomaselli jetzt sagt. Zu mir hat sie auf jeden Fall schon einmal gesagt, dass auch sie keine Anlegerwohnungen im gemeinnützigen Wohnbau will. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall des Abg. Schrangl.
Über den gemeinnützigen Wohnbau müssen wir heute sicher sprechen. – Herr Kollege Lercher, liebe Kolleginnen und Kollegen von der Sozialdemokratie! Mit Sicherheit gab es in der Vergangenheit sehr, sehr viele Wohnbauerrungenschaften, die auf Ihre Partei zurückgehen. Der wirklich großzügige gemeinnützige Wohnbau in der Stadt Wien ist nur ein Beispiel, denn – das kann man sicher feststellen – der gemeinnützige Wohnbau ist langfristig die beste Mietpreisbremse. (Beifall des Abg. Schrangl.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was Sie aber schon in der letzten Sitzung und auch in dieser Sitzung wieder darbieten, das halte ich für sehr, sehr fragwürdig. Herr Kollege Lercher, ich halte es mit Ihnen: Es ist die Aufgabe der Opposition, Kontrolle durchzuführen. Es ist aber auch Aufgabe der Opposition, gute Beschlüsse herbeizuführen. Sich aber so darzustellen, dass die SPÖ alles macht und alle anderen nichts machen, halte ich, meine sehr geehrten Damen und Herren, für wirklich fragwürdig. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Da muss ich wirklich sagen – ich weiß, Dankbarkeit ist keine politische Kategorie, aber –: Als Chef einer Mietervereinigung sich für die eigenen Mitglieder nicht zu freuen und stattdessen die Mieterinnen und Mieter zu verunsichern, das geht überhaupt gar nicht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: So ist es! – Oh-Rufe bei der ÖVP.
geht, dass man Worten Taten folgen lässt. Es ist nun einmal so, dass Sie, während Sie hier jedes Jahr, jeden Monat, in fast jeder Sitzung beklagen, dass die Mieten gesetzlich – auf Grundlage von Gesetzen, die Sie selber beschlossen haben! – erhöht werden, diese im Gemeindebau selber erhöhen. Tatsächlich sind die Mieten im Wiener Gemeindebau mit 6,15 Euro – das ist der Richtwert – noch höher als im gemeinnützigen Wohnbau. Die Leistung, das wissen wir aber auch vom Rechnungshof, ist tatsächlich eine schlechtere, denn der Rechnungshof hat festgestellt: der gemeinnützige Wohnbau hat eine 3-prozentige Sanierungsrate – der Wiener Gemeindebau ist übrigens weiter unter 1 Prozent! (Ruf bei der ÖVP: So ist es! – Oh-Rufe bei der ÖVP.) Da frage ich mich schon: Was machen Sie mit all diesen Einnahmen? (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
geht, dass man Worten Taten folgen lässt. Es ist nun einmal so, dass Sie, während Sie hier jedes Jahr, jeden Monat, in fast jeder Sitzung beklagen, dass die Mieten gesetzlich – auf Grundlage von Gesetzen, die Sie selber beschlossen haben! – erhöht werden, diese im Gemeindebau selber erhöhen. Tatsächlich sind die Mieten im Wiener Gemeindebau mit 6,15 Euro – das ist der Richtwert – noch höher als im gemeinnützigen Wohnbau. Die Leistung, das wissen wir aber auch vom Rechnungshof, ist tatsächlich eine schlechtere, denn der Rechnungshof hat festgestellt: der gemeinnützige Wohnbau hat eine 3-prozentige Sanierungsrate – der Wiener Gemeindebau ist übrigens weiter unter 1 Prozent! (Ruf bei der ÖVP: So ist es! – Oh-Rufe bei der ÖVP.) Da frage ich mich schon: Was machen Sie mit all diesen Einnahmen? (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Steinacker: Gesunken!
Zweiter Punkt – Kollegin Disoski hat es das letzte Mal schon angesprochen –, die Wohnbeihilfe: Schleichend sind die Wienerinnen und Wiener in den letzten 20 Jahren um die Wohnbeihilfe gebracht worden, weil die Zugangsbarriere nie erhöht worden ist. Für Einpersonenhaushalte liegt sie immer noch bei 730 Euro. Sie wissen, 730 Euro waren im Jahr 2000 etwas anderes als jetzt. Das heißt, bitte, in nackten Zahlen, dass in den letzten zehn Jahren die Zahl der Wohnbeihilfebezieher:innen in Wien von 50 000 auf 40 000 (Abg. Steinacker: Gesunken!) gesunken ist. Sie haben also die Menschen aus einer solch wichtigen Wohnkostenunterstützung schleichend hinausgedrängt. (Ruf bei den Grünen: Das soziale Wien!)
Ruf bei den Grünen: Das soziale Wien!
Zweiter Punkt – Kollegin Disoski hat es das letzte Mal schon angesprochen –, die Wohnbeihilfe: Schleichend sind die Wienerinnen und Wiener in den letzten 20 Jahren um die Wohnbeihilfe gebracht worden, weil die Zugangsbarriere nie erhöht worden ist. Für Einpersonenhaushalte liegt sie immer noch bei 730 Euro. Sie wissen, 730 Euro waren im Jahr 2000 etwas anderes als jetzt. Das heißt, bitte, in nackten Zahlen, dass in den letzten zehn Jahren die Zahl der Wohnbeihilfebezieher:innen in Wien von 50 000 auf 40 000 (Abg. Steinacker: Gesunken!) gesunken ist. Sie haben also die Menschen aus einer solch wichtigen Wohnkostenunterstützung schleichend hinausgedrängt. (Ruf bei den Grünen: Das soziale Wien!)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strasser: Da kann man gratulieren!
Ihre Kritik an der Wohnbaupolitik hat, das sage ich Ihnen auch, Ihren Höhepunkt, finde ich – weil Sie es jetzt wieder angesprochen haben, Herr Kollege Lercher –, in der letzten Sitzung des Bautenausschusses erreicht, als Sie sich als Oppositionspartei bei den Regierungsparteien darüber beklagt haben, dass keine Sitzung des Bautenausschusses stattfindet, obwohl Sie selber die Obmann- beziehungsweise die Obfrauschaft dort bekleiden. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strasser: Da kann man gratulieren!)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Voglauer – in Richtung der sich zu ihrem Sitzplatz begebenden Abg. Tomaselli –: Eine sehr gute Rede! – Abg. Leichtfried – in Richtung Abg. Voglauer –: Ihr seid auch leicht zu begeistern!
Ich hoffe, wir finden für die Inflationsproblematik, also die Wertanpassung, auch noch eine gute Lösung. Jedenfalls: Der Kampf für leistbares Wohnen geht weiter, und ich würde mir wünschen, liebe SPÖ, dass wir diesen Kampf gemeinsam führen und nicht gegeneinander. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Voglauer – in Richtung der sich zu ihrem Sitzplatz begebenden Abg. Tomaselli –: Eine sehr gute Rede! – Abg. Leichtfried – in Richtung Abg. Voglauer –: Ihr seid auch leicht zu begeistern!)
Beifall bei Abgeordneten von NEOS und ÖVP.
Wenn wir von der Politik nun gefordert sind, für das leistbare Wohnen – Volkswohnungswesen ist ja nichts anderes als leistbares Wohnen, wie der moderne Begriff dafür lautet – Maßnahmen zu setzen, so müssen wir das als Erstes im eigenen Bereich tun, das heißt, im gemeinwohlorientierten Bereich der Gemeindewohnungen, im Bereich der Genossenschaftswohnungen, und nicht immer nur auf die privaten Vermieter schauen. (Beifall bei Abgeordneten von NEOS und ÖVP.)
Abg. Schrangl nickt.
Kollege Schrangl hat für das, was er ausgeführt hat, natürlich meine volle Unterstützung. Der gesamte Wohnraum, der mit öffentlichen Mitteln gebaut worden ist, mit öffentlichen Mitteln geschaffen worden ist, muss zur öffentlichen Wohnversorgung bleiben. (Abg. Schrangl nickt.) Es geht nicht an, dass solche Wohnungen in das Privateigentum ausgeschieden werden und dann Private profitieren. Das ist also die Kehrseite – man sieht, ich bin also bei Weitem nicht ganz ein böser Neoliberalist, sondern ich sage: Dort, wo öffentliches Geld drinnen ist, sollen Private keinen Schnitt machen! Was aber privat geschaffen ist, soll privat bleiben, und da soll die Mietzinsbildung frei bleiben. Da wäre es eine grobe Ungerechtigkeit, die Mietzinserhöhung, die Indexanpassung auszusetzen. Letztlich würde das nur dazu führen, dass der Gebäudebestand verfällt und wir eine ähnliche Situation haben wie bei der Parteizentrale der SPÖ in der Löwelstraße, wo aufgrund mangelnder Mietzinsanpassung kein Geld da ist, das Gebäude instand zu setzen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.
Kollege Schrangl hat für das, was er ausgeführt hat, natürlich meine volle Unterstützung. Der gesamte Wohnraum, der mit öffentlichen Mitteln gebaut worden ist, mit öffentlichen Mitteln geschaffen worden ist, muss zur öffentlichen Wohnversorgung bleiben. (Abg. Schrangl nickt.) Es geht nicht an, dass solche Wohnungen in das Privateigentum ausgeschieden werden und dann Private profitieren. Das ist also die Kehrseite – man sieht, ich bin also bei Weitem nicht ganz ein böser Neoliberalist, sondern ich sage: Dort, wo öffentliches Geld drinnen ist, sollen Private keinen Schnitt machen! Was aber privat geschaffen ist, soll privat bleiben, und da soll die Mietzinsbildung frei bleiben. Da wäre es eine grobe Ungerechtigkeit, die Mietzinserhöhung, die Indexanpassung auszusetzen. Letztlich würde das nur dazu führen, dass der Gebäudebestand verfällt und wir eine ähnliche Situation haben wie bei der Parteizentrale der SPÖ in der Löwelstraße, wo aufgrund mangelnder Mietzinsanpassung kein Geld da ist, das Gebäude instand zu setzen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie der Abg. Krisper.
Besonders freut es mich, dass es in den letzten Jahren gelungen ist, auch eine Hochschüler:innenschaft der österreichischen Roma und Romnja zu gründen. Von dieser Stelle aus einen herzlichen Gruß an alle, die sich ehrenamtlich engagiert haben und es geschafft haben, dass wir heute diesen Entschließungsantrag gemeinsam beschließen werden. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie der Abg. Krisper.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
zukünftig auch dem widmen, wie eine Ganztagsschule, wie ganztägige Betreuung in beiden Sprachen ausschaut: durch Kompetenz im Unterricht, durch Kompetenz beim Spracherwerb, aber auch durch Kompetenz bei der Ausbildung unseres Lehrpersonals. – Danke schön, hvala lepa. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei NEOS, ÖVP und Grünen.
Für uns NEOS ist ganz zentral, dass wir uns neben dem Gedenktag auch wirklich mit unserer Erinnerungskultur beschäftigen, mit der Frage, wie wir mit dem, was in der Vergangenheit passiert ist, umgehen, um sicherstellen zu können, dass es keine Zukunft gibt, in der in irgendeiner Weise Ähnliches wieder in unserer Gesellschaft Platz findet. (Beifall bei NEOS, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Wir haben bei der ganzen Rede nicht geklatscht, Herr Kollege!
geführt hat. Wir sprechen davon, dass bei der Angelobung des Bundespräsidenten bei seiner Rede, als er gesagt hat, dass wir gemeinsam an dem Niemals-Wieder jeden Tag aufs Neue arbeiten müssen, indem in unserer Gesellschaft etwas wie der Nationalsozialismus keinen Platz haben darf, eine Fraktion im Hohen Haus nicht applaudiert hat, eine Fraktion im Hohen Haus sitzen geblieben ist. Und wir sehen, es ist der Keim in der Gesellschaft und der Keim in der Politik, der am Ende des Tages solche Verbrechen auch möglich macht. (Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Wir haben bei der ganzen Rede nicht geklatscht, Herr Kollege!)
Abg. Belakowitsch: Ich habe nur gesagt, dass wir die ganze Rede nicht geklatscht haben!
Wenn die Freiheitlichen sich jetzt lautstark aufregen: Das Aufregen über den Vorwurf, dass Sie nicht mitmachen in einer Koalition derjenigen, die nicht vergessen wollen, regt Sie anscheinend weniger auf als der Vorwurf, dass Sie einmal nicht geklatscht haben. (Abg. Belakowitsch: Ich habe nur gesagt, dass wir die ganze Rede nicht geklatscht haben!)
Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn wir auf das 21. Jahrhundert schauen und wenn wir wollen, dass die Volksgruppen wieder zu jener Stärke kommen, auch sprachlich, die sie vielleicht vor 100 oder 200 Jahren hatten, dann müssen wir tatsächlich digitale Angebote schaffen, mediale Angebote und Bildungsangebote, die in ganz Österreich verfügbar sind, und nicht nur im Burgenland und in Kärnten. Nur so gelingt es, diese Traditionen, Rituale und insbesondere die gesamte Volksgruppe auch in die Zukunft zu führen. (Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne vielen Dank für die Initiativen. Von unserer Seite, von uns NEOS gibt es dafür auch in Zukunft viel Unterstützung. – Danke schön. (Beifall bei NEOS und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.
Ich möchte das kurz erklären. Es gibt eine Ausstellung, in der die Namen, die Gesichter und die Geschichten hinter diesen Opfern dargestellt werden, und jeder, der sich die Zeit nimmt, diese Geschichten liest, sich diese Bilder ansieht, kann nur tief betroffen sein von dem, was da passiert ist. Wir sind uns auch alle einig, dass es solche Gedenktage braucht, um immer wieder darauf aufmerksam zu machen, um niemals zu vergessen, was damals passiert ist. Deswegen noch einmal einen ganz großen herzlichen Dank an alle Beteiligten, die daran mitgewirkt haben, dass diese Veranstaltung möglich war. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.
In diesem Sinne vielen herzlichen Dank auch für diesen Antrag, vielen Dank für diese Möglichkeit. Es ist unsere historische Verantwortung als Republik, aber es ist auch unsere Verantwortung in Österreich, der Menschen, die hier leben, dass sich so etwas nie wieder wiederholt, und dazu müssen wir uns stets bekennen. – In diesem Sinne herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Das kann, wenn Menschen zum Spielball der Alltagspolitik werden und wenn auf Kosten von Menschen Hass und Hetze betrieben werden, uns allen passieren. Und dem müssen wir entschieden entgegenwirken – in unserem Wirken und tagtäglich. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
In diesem Sinne bedanke ich mich für die Initiative, und wir werden unsere Unterstützung auf jeden Fall geben. – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Heuer im Dezember feiern wir 30 Jahre Anerkennung der Roma und Sinti als Volksgruppe – meine Vorrednerin hat das Attentat erwähnt. Im heurigen Jubiläumsjahr können wir am 2. August zum ersten Mal auch diesen nationalen Gedenktag feiern. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Berlakovich.
Ich freue mich besonders, dass wir im Ausschuss diesen Gedenktag einstimmig, auch mit den Stimmen der FPÖ, beschlossen haben, weil ich denke, das ist ein Zeichen für Österreich und seinen Umgang mit dem Gedenken. Aber es geht eben nicht nur um einen nationalen Gedenktag, es geht auch um einen nationalen Gedenkort. Es gibt da und dort in einzelnen Gemeinden Gedenksteine, Gedenkmale, Mahnmale, aber es geht um einen zentralen Ort. Jetzt kann man immer wieder diskutieren, ob es nicht für alle Holocaustopfer einen gemeinsamen Ort geben soll, aber solange – wie bis dato – die einzelnen Gruppen immer noch einzelne und für die Gruppen spezifische Orte haben, wird sich dieser gemeinsame Ort perspektivisch noch nicht ergeben. Also muss es sozusagen, und wir haben ja dazu auch schon einen Antrag formuliert und einen Antrag beschlossen, eine nationale Gedenkstätte für die Volksgruppe der Roma und Sinti geben. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Berlakovich.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Stöger: Brauchts es nur beschließen!
Ganz in diesem Sinne, im erinnerungspolitischen Sinne, sollte die Windisch-Kaserne endlich in Richard-Wadani-Kaserne umbenannt werden. – Dober dan. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Stöger: Brauchts es nur beschließen!)
Abg. Blimlinger: Den gesamten Text?
Präsidentin Doris Bures: Frau Abgeordnete Blimlinger! Wenn dieser Entschließungsantrag ordnungsgemäß eingebracht werden soll, wovon ich ausgehe, dann müssen Sie den Text verlesen. (Abg. Blimlinger: Den gesamten Text?) – Nein, es sind ja nur fünf Zeilen. Wenn Sie wollen, stelle ich Ihnen die zur Verfügung, aber dieser Text muss für das Protokoll verlesen werden.
Abg. Belakowitsch: Sollte man als Abgeordnete können! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Präsidentin Doris Bures: Frau Abgeordnete, auf der zweiten Seite, es beginnt mit „Der Nationalrat möge beschließen“! Sie müssen den Text aufmachen, Sie brauchen jetzt nicht die Begründung zu verlesen. (Abg. Belakowitsch: Sollte man als Abgeordnete können! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) So, und da beginnt es mit „Entschließungsantrag“, „Der Nationalrat möge beschließen“, und das müssen Sie uns mitteilen.
Beifall der Abg. Krisper.
(Beifall der Abg. Krisper.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Präsidentin Doris Bures: Vielen Dank. Jetzt ist dieser gemeinsame Entschließungsantrag ordnungsgemäß eingebracht und steht mit in Verhandlung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie der Abg. Krisper.
In diesem Sinne hoffe ich, dass auch in der Stadt Wien diese Förderung von Muttersprachen der Volksgruppen, die wir hier in unserem Lande beherbergen dürfen, gut gelingen wird. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie der Abg. Krisper.)
Beifall bei der FPÖ.
Es gibt also eine Reihe von Maßnahmen, die dazu führen, dass die Briefwahl aus unserer Sicht sicherer und besser wird, und das ist etwas, was wir eben auch schon damals verhandelt und gefordert haben. Das ist jetzt umgesetzt, und das freut uns. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein Punkt, der noch offen war, weshalb wir im Ausschuss nicht zugestimmt haben, war, dass es ursprünglich hätte so sein sollen, dass Briefwahlkarten, die zugeklebt sind, ungültig sein sollten. Man kann natürlich argumentieren, dass man sie mit dem Zukleben allenfalls markieren kann, und das sollte natürlich nicht der Fall sein, aber das Wahlrecht muss vor dem Wahlgeheimnis gehen, denn das Wahlgeheimnis setzt ja zuerst einmal voraus, dass man überhaupt ein Wahlrecht hat. Das Wahlrecht muss wichtiger sein, und wir haben daher gesagt, dieser Nichtigkeitsgrund muss entfernt werden, denn es muss wichtiger sein, dass eine Stimme gezählt wird, als dass sie wegen eines Formalismus für ungültig erklärt wird. Auch dem ist man nachgekommen, und damit sind für uns alle Punkte geklärt. Wir stimmen daher zu und freuen uns, dass damit in Wirklichkeit auch Anliegen, die uns immer wichtig waren, umgesetzt wurden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
und allen Institutionen, die daran mitgewirkt haben. Es war ein längerer Prozess, und es haben daran alle Parteien intensiv mitgewirkt. Ganz besonders möchte ich mich namentlich bei Herrn Kollegen Stöger und bei Frau Kollegin Schatz, bei meiner Kollegin Prammer von unserem grünen Koalitionspartner bedanken – vielen Dank für die intensive Zusammenarbeit –, bei Kollegen Niki Scherak, der dieses Gesetz für die NEOS intensiv verhandelt hat, und bei Frau Kollegin Fürst und Herrn Kollegen Stefan von der Freiheitlichen Partei. Danke, dass Sie alle so viel mitgearbeitet haben und dass wir einen gemeinsamen Nenner haben finden können. Das war mir wichtig. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es war mir wichtiger, heute eine Wahlrechtsreform einstimmig zu verabschieden, als in irgendeinem Punkt einfach recht haben zu müssen. Darum geht es, glaube ich, in der Demokratie, dass wir die Spielregeln für alle gleich auslegen und beschließen, denn das Wahlrecht eignet sich nicht für parteipolitische Auseinandersetzungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Zum Schluss möchte ich noch zu einem ganz besonderen Dank kommen. Leider sehe ich ihn hier nicht, aber ich glaube, ich rede da im Sinne aller, die hier sind. Ich möchte mich noch beim Leiter der Wahlrechtsabteilung im Innenministerium, bei Mag. Robert Stein, ganz besonders bedanken. Er hat dieses Wahlrecht über drei Jahrzehnte immer weiterentwickelt, mithilfe der politischen Parteien weiterentwickelt, und war uns immer ein wichtiger Ratgeber. Dafür ein großes Danke, lieber Robert Stein! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wahlrecht ausüben kann. Der Einzelne trägt das in Eigenverantwortung, wenn er damit vielleicht riskiert, dass seine Wahl offengelegt wird und damit das geheime Wahlrecht nicht mehr sichergestellt ist. Daher kann ich an dieser Stelle nur appellieren: Verschließen Sie Ihr Wahlkuvert nicht extra, dann ist alles kein Problem! Das stellen wir mit diesem Abänderungsantrag sicher. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Demokratie braucht Demokratinnen und Demokraten. Und beim Wahlrecht ist ganz wichtig, dass alle Demokratinnen und Demokraten darauf schauen, dass wir uns gemeinsam einigen, wie wir unsere Demokratie in diesem Land festigen. Ich bedanke mich und gebe den Dank auch an Herrn Abgeordneten Gerstl und die Kolleginnen und Kollegen zurück. Es war ein sehr interessanter und spannender Austausch, als wir diese Regelung gemacht haben. Abgeordneter Gerstl hat das in demokratischer Weise bereits erwähnt und hat auch die entsprechende Haltung eingebracht, dass nämlich alle daran teilhaben müssen, wenn wir wollen, dass die Demokratie außer Frage steht und wir ein Wahlrecht haben, auf das wir uns als demokratischen Grundkonsens einigen. Das ist gut, dafür bedanke ich mich, und ich sage auch ausdrücklich, dass das ein Weg ist, gemäß dem wir die Zusammenarbeit im Parlament insgesamt prägen sollten. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Lukas Hammer.
In diesem Sinne sage ich herzlichen Dank dafür. Wir werden unsere Zustimmung erteilen. Und ich darf mich auch dem Dank an Mag. Robert Stein anschließen, der über viele Jahre hinweg dadurch einen zentralen Beitrag zur Akzeptanz der Demokratie in diesem Land geleistet hat, dass man Wahlen ordnungsgemäß durchführen kann, und auch dafür gekämpft hat, dass das gemacht wird. Herzlichen Dank! (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Lukas Hammer.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte diese Gelegenheit aber nutzen, um all jene, die immer wieder sagen: Ich kann mir diese Debatten nicht mehr ansehen, es wird doch nur gestritten und es wird sich doch nur gegenseitig ausgerichtet, was man nicht alles schlecht und falsch machen würde!, darauf hinzuweisen: Schauen Sie sich diese Debatte an! Es ist tatsächlich so, dass wir alle, die wir hier herinnen sitzen, ein gemeinsames Interesse haben, und das ist der Kampf für die Demokratie. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Lindner und Stöger.
Die Demokratie ist unser wichtigstes Gut. Das Wahlrecht ist das Herz und das Rückgrat der Demokratie, deshalb ist es gerade in diesem Punkt gelungen, dass wir alle gemeinsam an einer Verbesserung der gegenständlichen Nationalrats-Wahlordnung gearbeitet haben, dass alle ihre Beiträge eingebracht haben. So unterschiedlich die Positionen auch teilweise sind, sind wir uns doch in einem einig: Das Wichtigste für das Funktionieren einer Demokratie ist ein freies, gleiches Wahlrecht für alle Menschen in diesem Land. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Lindner und Stöger.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Stöger.
Verbesserungen gemeinsam auf den Weg gebracht. Ich denke, es ist doch ein sehr gutes Zeichen, dass wir gerade in einer der ersten Sitzungen im neu renovierten Parlament das Wahlrecht stärken, verbessern und für bessere Abläufe sorgen. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Stöger.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Stöger.
Noch einmal: Ich denke, dieser Prozess und diese ganze Debatte zeigen, wie wichtig uns allen hier herinnen der Kampf für die Demokratie ist. Das Wesen des Parlamentarismus ist es, unterschiedliche Ansichten zum Ausdruck zu bringen, aber trotzdem gemeinsame Lösungen zu finden. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Stöger.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
meinsam versucht hat, Lösungen zu finden. Das sollte eigentlich der Normalzustand in einem Parlament sein. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Prinz.
Demokratie auch in dieser Hinsicht einen positiven Dienst erweisen. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Prinz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das heißt, viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind an diesen Samstagen dort gesessen und vor allem in kleinen Gemeinden wurde keine einzige Unterschrift geleistet. Daher ist das, denke ich, ein Schritt in die Zukunft, der viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Gemeinden entlastet. Ich glaube, das ist ein wichtiger Schritt. Ich bedanke mich sehr dafür, dass das möglich war. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen sowie des Abg. Scherak.
Ich habe in meiner Gemeinde die drei Wahllokale besucht und gesehen, da wird der ganze Sonntag damit verbracht, dass man sich eben in den Dienst der Demokratie stellt. Diesen Wahlhelfer:innen, den Zeugen, allen, die da mit dabei sind, möchte ich an dieser Stelle ein großes Dankeschön für diese ehrenamtliche Tätigkeit an den Wahltagen sagen. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen sowie des Abg. Scherak.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen sowie des Abg. Kassegger.
Das zweite Danke – auch ihm wurde schon gedankt, aber das sei auch mir als Chef sozusagen gestattet – geht an Mag. Robert Stein, dem Mister Wahlen – über 33 Jahre in der Abteilung Wahlen im Innenministerium, der Experte in diesem Haus. Er wird mit Ende Februar in Pension gehen; das war seine letzte große Reform. Daher darf ich ihm alles erdenklich Gute wünschen, und ein großes Danke an Mag. Robert Stein auch von meiner Seite. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen sowie des Abg. Kassegger.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das letzte Danke, meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordnete, gilt Ihnen: Danke für diese konstruktive Art, dieses Paket gemeinsam im Sinne der Menschen in unserem Land umzusetzen – vielen herzlichen Dank, meine Damen und Herren Abgeordnete! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Karner zu dem sich zum Redner:innenpult begebenden Abg. Ofenauer.
Nächster Redner: Herr Abgeordneter Friedrich Ofenauer. – Bitte. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Karner zu dem sich zum Redner:innenpult begebenden Abg. Ofenauer.)
Heiterkeit des Bundesministers Karner
Abgeordneter Mag. Friedrich Ofenauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrter Herr Bundesminister, der jetzt eigentlich einen Großteil meiner Rede vorweggenommen hat (Heiterkeit des Bundesministers Karner), sodass ich jetzt die eine oder andere Doublette schieße, so wie er es gesagt hat! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Es wurde bereits ausgesprochen: Das Wahlrecht ist der Kern der Demokratie oder das Herzstück, das Rückgrat der Demokratie. Umso wichtiger ist es auch, wie das in diesem Prozess der Gesetzwerdung gehandhabt wird, nämlich dass dieses Wahlrecht einhellig und einstimmig beschlossen wird. Ich glaube, das zeigt auch das Positive und das gute Ringen um ein solch einhelliges Abstimmungsergebnis und um eine gemeinsame Lösung.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich möchte an dieser Stelle – gerade auch, weil die Landtagswahl in Niederösterreich erst kurz vorbei ist – ein herzliches Dankeschön an alle Beisitzerinnen und Beisitzer aussprechen, die sich für die Wahlen zur Verfügung stellen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Stöger.
änderungsantrag geführt hat. Es freut mich, dass wir diese Novelle jetzt einstimmig beschließen werden. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Stöger.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Kühberger.
Wir werden daher diesem Wahlrechtsänderungsgesetz und dem gesamten Gesetzespaket zustimmen. – Danke sehr für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Kühberger.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Bevor ich das tue, möchte ich Ihnen aber einen Auszug aus einer parlamentarischen Anfrage aus dem Jahr 1996 von meiner Kollegin, der grünen Sprecherin für Menschen mit Behinderung, Theresia Haidlmayr, die leider im letzten Jahr verstorben ist, an den damaligen Innenminister Dr. Caspar Einem, der 2021 verstorben ist, vorlesen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Drobits.
Das ist auch irgendwo richtig, aber diese Gründe sind seit Jahrzehnten immer wieder vorgebracht worden. Wir jetzt hier in diesem Hohen Haus ändern das, denn wir wollen, dass alle Wahllokale barrierefrei sind. Und ich glaube, meine sehr geehrten Damen und Herren, da stimmen Sie mir zu: Wählen ist eines der zentralsten demokratischen Grundrechte in unserem schönen Land, und das ist wichtig! (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Drobits.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Drobits.
Sie finden im neuen Wahlrechtsänderungsgesetz Bestimmungen, die bis 1.1.2028 die Barrierefreiheit aller Wahllokale garantieren. Anders gesagt: Ab 2028 gibt es keine Ausreden mehr, sondern nur umfassend barrierefreie Wahllokale. Wie schön ist das! (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Drobits.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Sie sehen, hier wird in Zukunft einiges demokratischer für Menschen mit Behinderungen, barriereärmer. Ich freue mich und schließe mich den Danksagungen an, vor allem an alle Mitarbeiter:innen, die da durchaus hitzige Diskussionen erlebt haben. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich wünsche der Kontrollkommission eine baldige Aufnahme ihrer Tätigkeit und vor allem ein erfolgreiches Wirken für Österreich. – Glück auf! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, diese Kontrollkommission, dieses parlamentarische Kontrollinstrument war für uns eigentlich das Kernstück in der Reform des BVT. Die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst ist ja aus der BVT-Reform entstanden, und diese Kontrollkommission ist für uns ein ganz, ganz wichtiger Punkt gewesen, dass wir dem Gesetz zugestimmt haben. Sie gibt uns Parlamentariern in einem sehr sensiblen Bereich die Möglichkeit, wirklich Kontrolle anzustoßen, klare Kontrollaufträge zu vergeben, und das stärkt die parlamentarische Kontrolle. Ich glaube, das ist auch eine der Lehren, die wir aus den Zuständen im BVT, wie wir es vorgefunden haben, gezogen haben und haben ziehen müssen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
dass wir dieses Kontrollinstrument dann endlich haben. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Welche wären denn die tragenden Säulen, die es zu schützen gilt? – Unsere Demokratie zum Beispiel, ihre Institutionen, ihre Grundrechte, unser Rechtsstaat, Prinzipien wie jenes, dass die Menschenwürde unantastbar ist. Das wären ein paar davon. Über jede einzelne dieser Säulen, wie sie genau ausgestaltet werden sollen, kann und darf in einer Demokratie diskutiert und gestritten werden, aber wegreißen dürfen wir diese Säulen nicht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS.
Wenn wir diese Säulen, diese Prinzipien unserer Demokratie einreißen, dann fällt uns buchstäblich das ganze Dach auf den Kopf. Dann gibt es noch die eine Säule, die allererste, die im Jahr 1945 aufgestellt worden ist. Die besteht darin, dass sich der verheerende Nationalsozialismus mit seiner mörderischen Ideologie niemals wiederholen darf. Nie wieder! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Undemokratisch! – Abg. Lausch: Demokratie ist ja nicht Ihr Thema!
Meine Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei, ich kann noch irgendwie nachvollziehen, dass Sie diese Worte – das ist ein Zitat unseres Herrn Bundespräsidenten anlässlich seiner Angelobung – während dessen Rede nicht mit Applaus bedacht haben, denn der Herr Bundespräsident hat in einem Interview am Tag davor Dinge gesagt, die als unfreundlich gegenüber der Freiheitlichen Partei ausgelegt oder verstanden werden können. (Abg. Belakowitsch: Undemokratisch! – Abg. Lausch: Demokratie ist ja nicht Ihr Thema!) – Von mir aus auch als undemokratisch, aber heute stehe ich als Abgeordneter dieses Hauses vor Ihnen und zitiere den Grundkonsens dieser Zweiten Republik, und es gelingt Ihnen wieder nicht, keinem Einzigen von Ihnen, dazu auch nur eine Hand zu bewegen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS. – Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS. – Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei, ich kann noch irgendwie nachvollziehen, dass Sie diese Worte – das ist ein Zitat unseres Herrn Bundespräsidenten anlässlich seiner Angelobung – während dessen Rede nicht mit Applaus bedacht haben, denn der Herr Bundespräsident hat in einem Interview am Tag davor Dinge gesagt, die als unfreundlich gegenüber der Freiheitlichen Partei ausgelegt oder verstanden werden können. (Abg. Belakowitsch: Undemokratisch! – Abg. Lausch: Demokratie ist ja nicht Ihr Thema!) – Von mir aus auch als undemokratisch, aber heute stehe ich als Abgeordneter dieses Hauses vor Ihnen und zitiere den Grundkonsens dieser Zweiten Republik, und es gelingt Ihnen wieder nicht, keinem Einzigen von Ihnen, dazu auch nur eine Hand zu bewegen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS. – Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS. – Abg. Deimek: Und wie ist das mit dem Kommunismus? Da sind Sie wieder blind auf einem Auge! Sie sind eine Schande für das Haus! – Abg. Rauch: Das ist heuchlerisch!
Erlauben Sie mir, dass ich das anspreche: Wenn es um das Nie-wieder, um das Nie-wieder-Faschismus geht, dann wäre es eigentlich die Anforderung an alle 183 Abgeordneten in diesem Haus, dass sie sich offen dazu bekennen. – Danke fürs Zuhören. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS. – Abg. Deimek: Und wie ist das mit dem Kommunismus? Da sind Sie wieder blind auf einem Auge! Sie sind eine Schande für das Haus! – Abg. Rauch: Das ist heuchlerisch!)
Ruf bei der FPÖ: Also das ist ja wirklich heuchlerisch bis zum Letzten! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Präsidentin Doris Bures: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Stephanie Krisper. – Bitte. (Ruf bei der FPÖ: Also das ist ja wirklich heuchlerisch bis zum Letzten! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Unruhe im Saal. – Abg. Meinl-Reisinger: Hallo! Hallo! – Abg. Stögmüller: Die Steffi ist dran!
Abgeordnete Dr. Stephanie Krisper (NEOS): Frau Präsidentin! Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Zurück zur Kontrollkommission: Unser Verfassungsschutz - - (Unruhe im Saal. – Abg. Meinl-Reisinger: Hallo! Hallo! – Abg. Stögmüller: Die Steffi ist dran!) Unser Verfassungsschutz, die DSN, die Direktion Staats-
Beifall bei den NEOS
Was schafft Vertrauen? – Kontrolle. Eine Institution, die sich kontrollieren lässt, generiert Vertrauen, eine, die es nicht zulässt, verliert es auf Dauer. Bis jetzt wird die DSN nicht effizient kontrolliert, weil weiterhin die Kontrollkommission fehlt, die eigentlich ihre Arbeit am Tag eins hätte beginnen sollen, an dem auch die DSN im letzten Jahr ihre Arbeit angefangen hat. Es müssen aber erst Befindlichkeiten bedient werden, und deswegen einigen wir uns heute darauf, die Zahl der Mitglieder der Kontrollkommission von drei auf fünf zu erhöhen. Ich hoffe, wir haben es dann bald (Beifall bei den NEOS), denn es braucht dann noch eine Vertrauenswürdigkeitsprüfung und es muss ja erst einmal auch über die fünf Personen im Konsens entschieden werden.
Beifall bei den NEOS.
Ich ersuche alle, dass die Personen da so schnell wie möglich im Konsens entscheiden und man um unser aller willen bald ins Tun kommt – auch bei der Kontrolle. Die braucht unser Verfassungsschutz wie einen Bissen Brot. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Stocker: Stimmt nicht!
Zum anderen wissen wir aber auch, wie wertvoll es ist, Legendenbildungen entgegenzuwirken, die dem wahren Sachverhalt nicht entsprechen. Wissen Sie, das letzte Interview des Herrn Bundespräsidenten vor seiner Angelobung, in dem er dem damaligen Innenminister Kickl unterstellt hat, er habe seine Beamten losgelassen, eine Razzia im Hause des BVT durchzuführen, verärgert mich. (Abg. Stocker: Stimmt nicht!)
Beifall bei der FPÖ.
die Anordnung erlassen. Wir lassen uns von der Polizei nicht treiben. – Lesen Sie es nach, Herr Bürstmayr! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Auch der schlechte Ruf des BVT rührt nicht von dieser Hausdurchsuchung. Er reicht nämlich weiter zurück – lesen Sie es einfach nach! –, weil das BVT in den Augen der anderen Geheimdienste seiner Tätigkeit nicht nachkam und der Verdacht der Spionage durch einen BVT-Beamten bestand. Das ist die Wahrheit und nichts anderes. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hörl: Das könnt ihr ja wohl zugeben! Gebt es halt zu!
Jetzt kommen wir wieder zur Kontrollkommission und dazu, warum wir sie begrüßen. Hätte es diese unabhängige Kontrollkommission nämlich damals gegeben, müssten wir uns heute nicht diesen groben Unfug anhören, der teilweise verzapft wird, denn dieses Gerücht der Razzia hat der damalige Leiter des BVT mehrfach öffentlich genährt, und auch der Herr Bundespräsident ist dieser Verdrehung der Tatsachen aufgesessen. (Abg. Hörl: Das könnt ihr ja wohl zugeben! Gebt es halt zu!)
Beifall bei der FPÖ.
Mit dieser Beschlussfassung gewinnt natürlich auch der Staatsbürger, weil er weiß, dass seine Steuermittel von einer korrekt arbeitenden Behörde und unter staatlicher Kontrolle rechtmäßig verwendet werden. In diesem Sinne: ein klares Ja von unserer Seite. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger – erheitert –: Sie hat eh nichts gesagt, sie hat ja nichts gehört!
Ihr Zugang: Nur weil man nichts sagen darf, in den Raum zu stellen - - (Abg. Meinl-Reisinger – erheitert –: Sie hat eh nichts gesagt, sie hat ja nichts gehört!) – Frau Kollegin Meinl-Reisinger, das ist überhaupt nicht zum Lachen. Das ist wirklich nicht zum Lachen! (Abg. Meinl-Reisinger: Sehr, weil sie hat ja eh nichts gesagt!) – Nein! Es ist nicht zum Lachen, Frau Kollegin Meinl-Reisinger, in keiner Form! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ja nicht der Inhalt des Ausschusses! Das ist ja lächerlich!)
Abg. Meinl-Reisinger: Sehr, weil sie hat ja eh nichts gesagt!
Ihr Zugang: Nur weil man nichts sagen darf, in den Raum zu stellen - - (Abg. Meinl-Reisinger – erheitert –: Sie hat eh nichts gesagt, sie hat ja nichts gehört!) – Frau Kollegin Meinl-Reisinger, das ist überhaupt nicht zum Lachen. Das ist wirklich nicht zum Lachen! (Abg. Meinl-Reisinger: Sehr, weil sie hat ja eh nichts gesagt!) – Nein! Es ist nicht zum Lachen, Frau Kollegin Meinl-Reisinger, in keiner Form! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ja nicht der Inhalt des Ausschusses! Das ist ja lächerlich!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ja nicht der Inhalt des Ausschusses! Das ist ja lächerlich!
Ihr Zugang: Nur weil man nichts sagen darf, in den Raum zu stellen - - (Abg. Meinl-Reisinger – erheitert –: Sie hat eh nichts gesagt, sie hat ja nichts gehört!) – Frau Kollegin Meinl-Reisinger, das ist überhaupt nicht zum Lachen. Das ist wirklich nicht zum Lachen! (Abg. Meinl-Reisinger: Sehr, weil sie hat ja eh nichts gesagt!) – Nein! Es ist nicht zum Lachen, Frau Kollegin Meinl-Reisinger, in keiner Form! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ja nicht der Inhalt des Ausschusses! Das ist ja lächerlich!)
Abg. Meinl-Reisinger: Bekomme ich eine Antwort auf meine Frage?
Wenn ein Geheimausschuss dafür da ist, um wichtige Informationen über den Verfassungsschutz zu bekommen, und man die Auskünfte bekommt (Abg. Meinl-Reisinger: Bekomme ich eine Antwort auf meine Frage?) und sich dann hier herausstellt und sagt: Ich werde nicht bedient!, ist das unfair, unsolidarisch und illegitim, Frau Kollegin. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Nein, weil sie überhaupt nichts ausgeplaudert hat!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Nein, weil sie überhaupt nichts ausgeplaudert hat!
Wenn ein Geheimausschuss dafür da ist, um wichtige Informationen über den Verfassungsschutz zu bekommen, und man die Auskünfte bekommt (Abg. Meinl-Reisinger: Bekomme ich eine Antwort auf meine Frage?) und sich dann hier herausstellt und sagt: Ich werde nicht bedient!, ist das unfair, unsolidarisch und illegitim, Frau Kollegin. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Nein, weil sie überhaupt nichts ausgeplaudert hat!)
Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.
So können wir im Staatsschutz nicht zusammenarbeiten. Ich sage Ihnen das ganz, ganz offen. So geht es nicht. (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.) Sie bringen die Institutionen in Österreich in Misskredit, die es nicht verdient haben und die einen neuen Staatsschutz aufstellen, der verbessert ist und in dem man darauf achtet, dass der Schutz kritischer Infrastruktur sichergestellt ist und dass mit den gesetzlichen Mitteln entsprechend umgegangen wird. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller. – Abg. Meinl-Reisinger: Sie treten solche Ausschüsse mit den Füßen!)
Zwischenruf des Abg. Stögmüller. – Abg. Meinl-Reisinger: Sie treten solche Ausschüsse mit den Füßen!
So können wir im Staatsschutz nicht zusammenarbeiten. Ich sage Ihnen das ganz, ganz offen. So geht es nicht. (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.) Sie bringen die Institutionen in Österreich in Misskredit, die es nicht verdient haben und die einen neuen Staatsschutz aufstellen, der verbessert ist und in dem man darauf achtet, dass der Schutz kritischer Infrastruktur sichergestellt ist und dass mit den gesetzlichen Mitteln entsprechend umgegangen wird. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller. – Abg. Meinl-Reisinger: Sie treten solche Ausschüsse mit den Füßen!)
Abg. Meinl-Reisinger: Ja, aber nicht bei uns, sondern weil ÖVP und SPÖ nicht einig sind!
Wir beschließen hier einstimmig eine Veränderung der Kontrollkommission, weil unter den Parteien keine Einigung gefunden wurde. (Abg. Meinl-Reisinger: Ja, aber nicht bei uns, sondern weil ÖVP und SPÖ nicht einig sind!) Sie können das nicht der Regierung zum Vorwurf machen. Das wissen Sie ganz genau.
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Wenn einzelne Parteien bei einer Zweidrittelmehrheit darauf bestehen, bestimmte Personen unbedingt zu bekommen, und andere ablehnen, dann ist es so, dass man keine Lösung zusammenbekommt. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Es ist auch wichtig, der Bevölkerung zu sagen, dass Zweidrittelmehrheiten manchmal langsamer zu einer Lösung führen und nicht schneller. (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Das ist unsolidarisch, so etwas zu behaupten, Herr Kollege!)
Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Das ist unsolidarisch, so etwas zu behaupten, Herr Kollege!
Wenn einzelne Parteien bei einer Zweidrittelmehrheit darauf bestehen, bestimmte Personen unbedingt zu bekommen, und andere ablehnen, dann ist es so, dass man keine Lösung zusammenbekommt. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Es ist auch wichtig, der Bevölkerung zu sagen, dass Zweidrittelmehrheiten manchmal langsamer zu einer Lösung führen und nicht schneller. (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Das ist unsolidarisch, so etwas zu behaupten, Herr Kollege!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Daher ist das das Konstrukt, das wir uns selbst gewählt haben. Es liegt an uns und an niemand anderem, Frau Kollegin Meinl-Reisinger. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Leichtfried: Na, da müssen Sie sich einsetzen!
Abgeordneter Mag. Dr. Martin Graf (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren im Hohen Haus! Sehr geehrte Zuschauer! Pünktlich, kann man fast sagen, nach Redaktionsschluss so ziemlich aller Medien wird Wissenschaft als Thema aufgerufen. Vielleicht sollten wir wieder einmal dafür kämpfen oder eintreten, dass wir hier im Hohen Haus einen prominenteren Platz für diese Materie, bei der es vielleicht auch darum geht, die Zukunft zu gestalten, ergattern können. (Abg. Leichtfried: Na, da müssen Sie sich einsetzen!)
Abg. Schallmeiner: Die hat zumindest Kompetenz, im Gegensatz zu Ihnen!
Ich streite ja nicht ab, dass das das eine oder andere Mal auch ein Kammerangestellter tun kann, aber wenn 31 von 59 aus geschützten Werkstätten sind, Herr Kollege Taschner, brauchen Sie viel Philosophie, damit Sie das wegdiskutieren können. Das ist eine ganz, ganz schlechte Beschickung, mit der wir in den nächsten Jahren leben müssen. Ich rede gar nicht von dem missglückten Fall der Grünen, bei dem man sogar eine Parteipolitikerin, nämlich die ÖH-Vorsitzende, hineinschicken wollte. Das ist ja Gott sei Dank vom Gesetz noch gestoppt worden. (Abg. Schallmeiner: Die hat zumindest Kompetenz, im Gegensatz zu Ihnen!)
Beifall bei der FPÖ.
Man sieht aber schon: Der Parteienstaat feiert fröhliche Urstände. Dagegen sollten wir hier im Hohen Haus verstärkt ankämpfen. Wir Freiheitliche werden das weiterhin tun und es zumindest publik machen. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Unabhängigkeit kontrollieren sollen? – Das ist richtig. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Kassegger: Das ist allerdings richtig! – Abg. Loacker: Dem Staat sollte man mit Skepsis begegnen!
Sie werden mir aber zugestehen, dass Sie mit Ihrem Vorschlag nicht ganz uneigennützig denken, denn für Sie ist ein Staat, in dem Kammern und Körperschaften öffentlichen Rechts wirken, ein Staat, dem Sie mit einer gewissen Skepsis begegnen (Abg. Kassegger: Das ist allerdings richtig! – Abg. Loacker: Dem Staat sollte man mit Skepsis begegnen!), obwohl diese Kammern tatsächlich, jedenfalls in diesem Lande, sicherlich auch viel Gutes leisten.
Abg. Kassegger: Was ist jetzt das Auswahlkriterium ...?
Man muss auch bedenken, dass wir ja Personen wählen, und diese Personen, die wir da wählen, mögen aus den Kammern kommen oder auch nicht, es kommt darauf an, dass es gut gewählte Personen sind, die tatsächlich als Universitätsrat Gutes für die Universität leisten. (Abg. Kassegger: Was ist jetzt das Auswahlkriterium ...?)
Beifall bei der ÖVP.
Ich gebe es also zu: Es gibt bei der Wahl der Universitätsräte einen gewissen Graubereich. – Sie wünschen sich, dass alles in Licht und in Schatten getrennt werden kann, aber dieser Graubereich ist nicht wegzubringen. Es kommt eben darauf an, in diesem Graubereich kluge Entscheidungen zu treffen – ganz im Hegel’schen Sinn, dass erst im Grau der Dämmerung die Eule der Minerva ihren Flug beginnt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Taschner: Es geht immer um Posten, Posten, Posten!
Abgeordnete Mag. Martina Künsberg Sarre (NEOS): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Herr Kollege Taschner, Ihr Redebeitrag hat mich jetzt nicht besonders überzeugt, weil es einfach sehr deutlich wird, dass es Ihnen auch bei den Universitäten um Posten, Posten, Posten geht (Abg. Taschner: Es geht immer um Posten, Posten, Posten!), und jetzt, da die Universitäten quasi unabhängig sind und Sie nicht direkt Zugriff haben, muss das halt über die Universitätsräte, über den Aufsichtsrat passieren. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordnete Mag. Martina Künsberg Sarre (NEOS): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Herr Kollege Taschner, Ihr Redebeitrag hat mich jetzt nicht besonders überzeugt, weil es einfach sehr deutlich wird, dass es Ihnen auch bei den Universitäten um Posten, Posten, Posten geht (Abg. Taschner: Es geht immer um Posten, Posten, Posten!), und jetzt, da die Universitäten quasi unabhängig sind und Sie nicht direkt Zugriff haben, muss das halt über die Universitätsräte, über den Aufsichtsrat passieren. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Wen würde der Anstand wählen?
An die Bundesregierung und an die Grünen gerichtet: Es ist immer wieder sehr, sehr erschreckend, weil es immer nach dem Motto geht: Wasser predigen und Wein trinken. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Wen würde der Anstand wählen?)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Wir sehen, anders als die Kollegen der Freiheitlichen Partei, da keine Gesetzeslücke, und ich möchte auch den Ausdruck der „geschützten Werkstätten“ oder der Vertreter von „geschützten Werkstätten“ ausdrücklich zurückweisen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Martin Graf: Einzelne ist okay!
haben –Vertreter:innen aus der Arbeiterkammer in Universitätsräten gegeben (Abg. Martin Graf: Einzelne ist okay!), und die sind dort ganz hoch, sehr hoch geschätzt worden. (Abg. Loacker: Von der SPÖ-Parteizentrale, oder von wem?) Aus meiner Sicht steckt da also etwas anderes dahinter – Kollege Taschner hat es angesprochen –, nämlich das Infragestellen der gesetzlichen Interessenvertretungen. Sehr geehrter Herr Kollege Graf, das muss ich erst recht auf das Schärfste zurückweisen. (Abg. Martin Graf: Nein! Nein!)
Abg. Loacker: Von der SPÖ-Parteizentrale, oder von wem?
haben –Vertreter:innen aus der Arbeiterkammer in Universitätsräten gegeben (Abg. Martin Graf: Einzelne ist okay!), und die sind dort ganz hoch, sehr hoch geschätzt worden. (Abg. Loacker: Von der SPÖ-Parteizentrale, oder von wem?) Aus meiner Sicht steckt da also etwas anderes dahinter – Kollege Taschner hat es angesprochen –, nämlich das Infragestellen der gesetzlichen Interessenvertretungen. Sehr geehrter Herr Kollege Graf, das muss ich erst recht auf das Schärfste zurückweisen. (Abg. Martin Graf: Nein! Nein!)
Abg. Martin Graf: Nein! Nein!
haben –Vertreter:innen aus der Arbeiterkammer in Universitätsräten gegeben (Abg. Martin Graf: Einzelne ist okay!), und die sind dort ganz hoch, sehr hoch geschätzt worden. (Abg. Loacker: Von der SPÖ-Parteizentrale, oder von wem?) Aus meiner Sicht steckt da also etwas anderes dahinter – Kollege Taschner hat es angesprochen –, nämlich das Infragestellen der gesetzlichen Interessenvertretungen. Sehr geehrter Herr Kollege Graf, das muss ich erst recht auf das Schärfste zurückweisen. (Abg. Martin Graf: Nein! Nein!)
Abg. Kassegger: Welche Länder?
Andere Länder beneiden uns darum, dass wir gesetzliche Interessenvertretungen haben, die Säulen der Sozialpartnerschaft sind. (Abg. Kassegger: Welche Länder?) Aus diesem Grund werden wir diesem Antrag auch nicht unsere Zustimmung geben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Welche Länder? Nordkorea? – Abg. Martin Graf: Aber 31! Die Masse macht’s!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Welche Länder? Nordkorea? – Abg. Martin Graf: Aber 31! Die Masse macht’s!
Andere Länder beneiden uns darum, dass wir gesetzliche Interessenvertretungen haben, die Säulen der Sozialpartnerschaft sind. (Abg. Kassegger: Welche Länder?) Aus diesem Grund werden wir diesem Antrag auch nicht unsere Zustimmung geben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Welche Länder? Nordkorea? – Abg. Martin Graf: Aber 31! Die Masse macht’s!)
Abg. Meinl-Reisinger – erheitert –: Zwangsmitgliedschaft?! Bissl tief!
weiter und so fort sein – und eben nicht prioritär Menschen aus sogenannten geschützten Bereichen, seien es jetzt Ministerien, aber auch Kammern, die ja auf einer gesetzlichen Zwangs-, Pflichtmitgliedschaft aufgebaut sind. (Abg. Meinl-Reisinger – erheitert –: Zwangsmitgliedschaft?! Bissl tief!) – Pflichtmitgliedschaft oder Zwang: Man kann es sich aussuchen, es trifft beides auf den Kopf – Pflichtmitgliedschaft oder Zwang.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.
Das sind ja Paralleluniversen, die unter anderem auch dadurch auffallen, dass es eine Häufung von Luxuspensionen gibt. Da haben wir ja jetzt auch Themen gehabt. Das sind Paralleluniversen, die in Wahrheit der Geisteshaltung nach aus unserer Sicht – und da sind wir uns, glaube ich, auch mit den NEOS einig – Fossilien aus dem vorherigen Jahrhundert sind – aus einer Zeit, als die ÖVP und die SPÖ noch die Großparteien waren, sich das Land aufgeteilt haben und das gesetzlich mit einer Verfassungsmehrheit abgesichert haben. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.
fungieren. (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.) Es ist auch nicht Aufgabe von Kammerfunktionären. Wir haben da Vizepräsidenten der WKO, die auch ihre eigenen Interessen beziehungsweise die ihrer Organisation zu vertreten haben. Bitte erklären Sie mir nicht, dass das keine politischen Besetzungen sind! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
fungieren. (Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.) Es ist auch nicht Aufgabe von Kammerfunktionären. Wir haben da Vizepräsidenten der WKO, die auch ihre eigenen Interessen beziehungsweise die ihrer Organisation zu vertreten haben. Bitte erklären Sie mir nicht, dass das keine politischen Besetzungen sind! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Hörl und Kollross.
Frau Kollegin Kuntzl, Sie haben es ja erwähnt: Als Sie noch in der Regierung waren, haben Sie auch einige gute Arbeiterkämmerer nominiert. – Jetzt frage ich Sie: Ja, natürlich, weil die Arbeiterkammer in Wahrheit eine SPÖ-Organisation mit ein paar Nebendarstellern von den Schwarzen, Blauen und so weiter und so fort ist. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hörl und Kollross.)
Abg. Kollross: Auch diese wird gewählt!
Jetzt ist die ÖVP in der Regierung, daher sind das natürlich Wirtschaftskammerfunktionäre, da ist kein einziger Arbeiterkammerfunktionär, natürlich deshalb, weil die Wirtschaftskammer eine ÖVP-dominierte Organisation ist. (Abg. Kollross: Auch diese wird gewählt!) Bitte erklären Sie uns nicht, dass das nicht politisch besetzte oder politische Vorfeldorganisationen sind – ganz klar der ÖVP und SPÖ.
Abg. Kucher: Weil ihr nicht gewählt werdet!
Das wollen wir nicht und deswegen wurde der Antrag durch Kollegen Graf auch eingebracht. (Abg. Kucher: Weil ihr nicht gewählt werdet!) Das wollen wir nicht, das entspricht nicht unserem Zugang, das entspricht in Wahrheit auch nicht einem modernen Universitätsmanagement des 21. Jahrhunderts, sondern – ich wiederhole mich jetzt – das ist der Geist des letzten Jahrhunderts, ein Fossil aus alten Zeiten, das wir ja eigentlich überwinden sollten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das wollen wir nicht und deswegen wurde der Antrag durch Kollegen Graf auch eingebracht. (Abg. Kucher: Weil ihr nicht gewählt werdet!) Das wollen wir nicht, das entspricht nicht unserem Zugang, das entspricht in Wahrheit auch nicht einem modernen Universitätsmanagement des 21. Jahrhunderts, sondern – ich wiederhole mich jetzt – das ist der Geist des letzten Jahrhunderts, ein Fossil aus alten Zeiten, das wir ja eigentlich überwinden sollten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Reifenberger: Geh bitte!
wunder. Ich muss sagen, mir wäre ein Antrag lieber, in dem steht, dass keine Mitglieder schlagender rechtsextremer Burschenschaften in Universitätsräten sind, denn diese haben Sie beim letzten Mal nominiert. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Reifenberger: Geh bitte!)
Rufe bei der FPÖ: Das ist demokratisch! DDR-Terror!
Da gab es eine große Debatte darüber, dass Personen drinnen sind, die rechtsextremen Burschenschaften, wie der Arminia Czernowitz, angehören. (Rufe bei der FPÖ: Das ist demokratisch! DDR-Terror!) Also es wäre vielleicht besser, man würde das ins Gesetz aufnehmen, wiewohl ich sagen muss, dass die Bestimmungen für die Mitglieder des Universitätsrates (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Stefan) – was Aufsichtsratsnominierungen betrifft – wohl die strengsten sind, die es gibt. Es gibt, glaube ich, etwa mit der Abkühlungsphase von vier Jahren kaum etwas Vergleichbares.
Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Stefan
Da gab es eine große Debatte darüber, dass Personen drinnen sind, die rechtsextremen Burschenschaften, wie der Arminia Czernowitz, angehören. (Rufe bei der FPÖ: Das ist demokratisch! DDR-Terror!) Also es wäre vielleicht besser, man würde das ins Gesetz aufnehmen, wiewohl ich sagen muss, dass die Bestimmungen für die Mitglieder des Universitätsrates (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Stefan) – was Aufsichtsratsnominierungen betrifft – wohl die strengsten sind, die es gibt. Es gibt, glaube ich, etwa mit der Abkühlungsphase von vier Jahren kaum etwas Vergleichbares.
Abg. Martin Graf: Echte Demokraten! Gesinnungspolizistin!
In Richtung von Frau Kollegin Künsberg Sarre möchte ich sagen: Wenn Sie sich anschauen, wer in diesen Universitätsräten sitzt, so sind die von der Bundesregierung bestellten Mitglieder – parteipolitisch gesehen – eine Mischung, die sich aus allen Parteien mit Ausnahme der FPÖ zusammensetzt. Es hat auch gute Gründe, warum da niemand sozusagen dabei ist, der von der FPÖ kommt oder ihr parteipolitisch zuzuordnen ist (Abg. Martin Graf: Echte Demokraten! Gesinnungspolizistin!), weil ich doch in den letzten Jahren vielfach gesehen habe, dass es diesbezüglich mit der Kompetenz nicht so wahnsinnig weit her ist. (Heiterkeit des Abg. Schallmeiner. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Heiterkeit des Abg. Schallmeiner. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
In Richtung von Frau Kollegin Künsberg Sarre möchte ich sagen: Wenn Sie sich anschauen, wer in diesen Universitätsräten sitzt, so sind die von der Bundesregierung bestellten Mitglieder – parteipolitisch gesehen – eine Mischung, die sich aus allen Parteien mit Ausnahme der FPÖ zusammensetzt. Es hat auch gute Gründe, warum da niemand sozusagen dabei ist, der von der FPÖ kommt oder ihr parteipolitisch zuzuordnen ist (Abg. Martin Graf: Echte Demokraten! Gesinnungspolizistin!), weil ich doch in den letzten Jahren vielfach gesehen habe, dass es diesbezüglich mit der Kompetenz nicht so wahnsinnig weit her ist. (Heiterkeit des Abg. Schallmeiner. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Hörl: HGM schon!
Ich predige nicht Wasser und trinke Wein – erstens einmal predige ich gar nicht (Abg. Hörl: HGM schon!), weil mir das Predigen Göttin sei Dank fremd ist (Abg. Kucher: Das ist neu! Das ist aber neu!) –, sondern mein Standpunkt ist genau der gleiche. Wenn Sie sich anschauen, wer von uns beziehungsweise von der Bundesregierung nominiert wurde, so sehen Sie, das ist eine Mischung aus äußerst kompetenten Menschen, zu denen ich auch Keya Baier, die ÖH-Vorsitzende, zähle. Sie hat als ÖH-Vorsitzende vermutlich viel mehr Kompetenz als der eine oder andere, den wir jetzt entsendet haben, der sich das erst vielleicht im Gesamtmaße aneignen muss. (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Sie haben also inkompetente Leute entsendet!) Sie ist es jetzt nicht aufgrund der fehlenden Kompetenz nicht geworden (Zwischenruf des Abg. Martin Graf), sondern – wir haben strenge Bedingungen – weil sie als Mitglied der Gras, einer Partei, die Funktion einer Universitätsrätin nicht bekleiden darf. Das Potpourri, das die Bundesregierung präsentiert hat, ist meiner Ansicht nach eines, das sich sehen lassen kann, das die Universitäten weiter ins 21. Jahrhundert führt, das den Anforderungen an das Profil wirklich ausreichend Genüge tut.
Abg. Kucher: Das ist neu! Das ist aber neu!
Ich predige nicht Wasser und trinke Wein – erstens einmal predige ich gar nicht (Abg. Hörl: HGM schon!), weil mir das Predigen Göttin sei Dank fremd ist (Abg. Kucher: Das ist neu! Das ist aber neu!) –, sondern mein Standpunkt ist genau der gleiche. Wenn Sie sich anschauen, wer von uns beziehungsweise von der Bundesregierung nominiert wurde, so sehen Sie, das ist eine Mischung aus äußerst kompetenten Menschen, zu denen ich auch Keya Baier, die ÖH-Vorsitzende, zähle. Sie hat als ÖH-Vorsitzende vermutlich viel mehr Kompetenz als der eine oder andere, den wir jetzt entsendet haben, der sich das erst vielleicht im Gesamtmaße aneignen muss. (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Sie haben also inkompetente Leute entsendet!) Sie ist es jetzt nicht aufgrund der fehlenden Kompetenz nicht geworden (Zwischenruf des Abg. Martin Graf), sondern – wir haben strenge Bedingungen – weil sie als Mitglied der Gras, einer Partei, die Funktion einer Universitätsrätin nicht bekleiden darf. Das Potpourri, das die Bundesregierung präsentiert hat, ist meiner Ansicht nach eines, das sich sehen lassen kann, das die Universitäten weiter ins 21. Jahrhundert führt, das den Anforderungen an das Profil wirklich ausreichend Genüge tut.
Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Sie haben also inkompetente Leute entsendet!
Ich predige nicht Wasser und trinke Wein – erstens einmal predige ich gar nicht (Abg. Hörl: HGM schon!), weil mir das Predigen Göttin sei Dank fremd ist (Abg. Kucher: Das ist neu! Das ist aber neu!) –, sondern mein Standpunkt ist genau der gleiche. Wenn Sie sich anschauen, wer von uns beziehungsweise von der Bundesregierung nominiert wurde, so sehen Sie, das ist eine Mischung aus äußerst kompetenten Menschen, zu denen ich auch Keya Baier, die ÖH-Vorsitzende, zähle. Sie hat als ÖH-Vorsitzende vermutlich viel mehr Kompetenz als der eine oder andere, den wir jetzt entsendet haben, der sich das erst vielleicht im Gesamtmaße aneignen muss. (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Sie haben also inkompetente Leute entsendet!) Sie ist es jetzt nicht aufgrund der fehlenden Kompetenz nicht geworden (Zwischenruf des Abg. Martin Graf), sondern – wir haben strenge Bedingungen – weil sie als Mitglied der Gras, einer Partei, die Funktion einer Universitätsrätin nicht bekleiden darf. Das Potpourri, das die Bundesregierung präsentiert hat, ist meiner Ansicht nach eines, das sich sehen lassen kann, das die Universitäten weiter ins 21. Jahrhundert führt, das den Anforderungen an das Profil wirklich ausreichend Genüge tut.
Zwischenruf des Abg. Martin Graf
Ich predige nicht Wasser und trinke Wein – erstens einmal predige ich gar nicht (Abg. Hörl: HGM schon!), weil mir das Predigen Göttin sei Dank fremd ist (Abg. Kucher: Das ist neu! Das ist aber neu!) –, sondern mein Standpunkt ist genau der gleiche. Wenn Sie sich anschauen, wer von uns beziehungsweise von der Bundesregierung nominiert wurde, so sehen Sie, das ist eine Mischung aus äußerst kompetenten Menschen, zu denen ich auch Keya Baier, die ÖH-Vorsitzende, zähle. Sie hat als ÖH-Vorsitzende vermutlich viel mehr Kompetenz als der eine oder andere, den wir jetzt entsendet haben, der sich das erst vielleicht im Gesamtmaße aneignen muss. (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Sie haben also inkompetente Leute entsendet!) Sie ist es jetzt nicht aufgrund der fehlenden Kompetenz nicht geworden (Zwischenruf des Abg. Martin Graf), sondern – wir haben strenge Bedingungen – weil sie als Mitglied der Gras, einer Partei, die Funktion einer Universitätsrätin nicht bekleiden darf. Das Potpourri, das die Bundesregierung präsentiert hat, ist meiner Ansicht nach eines, das sich sehen lassen kann, das die Universitäten weiter ins 21. Jahrhundert führt, das den Anforderungen an das Profil wirklich ausreichend Genüge tut.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Einwallner. – Abg. Martin Graf: Das Interview braucht man, damit kein Freiheitlicher durchrutscht, oder?
Genau in diesem Sinne: Ich bin selbstverständlich nach wie vor der Meinung, dass die Windisch-Kaserne in Richard-Wadani-Kaserne umbenannt werden muss. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Einwallner. – Abg. Martin Graf: Das Interview braucht man, damit kein Freiheitlicher durchrutscht, oder?)
Abg. Schallmeiner: Da stecken s’ eh selber drinnen! Olympia! – Abg. Blimlinger: Die Arminia Czernowitz ist rechtsextrem! Sie wissen das! Olympia! Was wollts?
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Ja, ich habe mich jetzt noch einmal zu Wort gemeldet, weil ich das, was Kollegin Blimlinger da jetzt gesagt hat, nicht so unwidersprochen stehen lassen möchte und ich einmal grundsätzlich etwas zu Ihrem Qualitätsverständnis sagen möchte: Das, was Sie machen, zeugt eben genau nicht von Qualitätsverständnis, sondern von Ideologie, nämlich Ihr ständiges Bashen von Menschen, deren Gesinnung oder Meinung Ihnen nicht gefällt, und das Reinschieben von schlagenden Burschenschaftern in eine Box mit dem Unterton, dass die alle keine Qualität haben, so haben Sie es gesagt. (Abg. Schallmeiner: Da stecken s’ eh selber drinnen! Olympia! – Abg. Blimlinger: Die Arminia Czernowitz ist rechtsextrem! Sie wissen das! Olympia! Was wollts?)
Abg. Blimlinger: Die FPÖ auf Ideologie und wir auf Qualität! Das ist ganz einfach!
Das möchte ich an einem Beispiel ganz konkret aufzeigen und die Zuseherinnen und Zuseher mögen dann beurteilen, welche Partei auf Qualität setzt und welche Partei auf Ideologie. (Abg. Blimlinger: Die FPÖ auf Ideologie und wir auf Qualität! Das ist ganz einfach!) So hat Kollege Brandstätter im Ausschuss betont, dass zum Beispiel die Technische Universität München eine ganz hervorragende Universität mit Weltruf ist. Wir haben Prof. Dr. Reinhard Kienberger – einen schlagenden Burschenschafter – in den Universitätsrat der Technischen Universität Graz nominiert. Er hat dort, habe ich gehört, sehr ordentliche, hervorragende Arbeit geleistet. (Abg. Blimlinger: Der Herr Alois Gruber nicht, von der Arminia Czernowitz!) Das war aber nicht genug für Ihre
Abg. Blimlinger: Der Herr Alois Gruber nicht, von der Arminia Czernowitz!
Das möchte ich an einem Beispiel ganz konkret aufzeigen und die Zuseherinnen und Zuseher mögen dann beurteilen, welche Partei auf Qualität setzt und welche Partei auf Ideologie. (Abg. Blimlinger: Die FPÖ auf Ideologie und wir auf Qualität! Das ist ganz einfach!) So hat Kollege Brandstätter im Ausschuss betont, dass zum Beispiel die Technische Universität München eine ganz hervorragende Universität mit Weltruf ist. Wir haben Prof. Dr. Reinhard Kienberger – einen schlagenden Burschenschafter – in den Universitätsrat der Technischen Universität Graz nominiert. Er hat dort, habe ich gehört, sehr ordentliche, hervorragende Arbeit geleistet. (Abg. Blimlinger: Der Herr Alois Gruber nicht, von der Arminia Czernowitz!) Das war aber nicht genug für Ihre
Abg. Blimlinger: Also Qualitätskriterien sind andere!
Qualitätskriterien. (Abg. Blimlinger: Also Qualitätskriterien sind andere!) Die Grünen haben dann massiv versucht, zu verhindern, dass Reinhard Kienberger wiederbestellt wird, und das ist Ihnen auch gelungen. (Abg. Blimlinger: Hätte ja der Senat machen können, wenn er ihn so gut findet!) Das ist Ihr Zugang: weil er ein böser schlagender Burschenschafter ist. (Abg. Blimlinger: Richtig, die haben an der Uni nichts verloren!) Es zählt nicht, dass er einer der renommiertesten Nanophysiker mit europaweitem Ruf und ein Dekan einer Technischen Universität ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Blimlinger: Hätte ja der Senat machen können, wenn er ihn so gut findet!
Qualitätskriterien. (Abg. Blimlinger: Also Qualitätskriterien sind andere!) Die Grünen haben dann massiv versucht, zu verhindern, dass Reinhard Kienberger wiederbestellt wird, und das ist Ihnen auch gelungen. (Abg. Blimlinger: Hätte ja der Senat machen können, wenn er ihn so gut findet!) Das ist Ihr Zugang: weil er ein böser schlagender Burschenschafter ist. (Abg. Blimlinger: Richtig, die haben an der Uni nichts verloren!) Es zählt nicht, dass er einer der renommiertesten Nanophysiker mit europaweitem Ruf und ein Dekan einer Technischen Universität ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Blimlinger: Richtig, die haben an der Uni nichts verloren!
Qualitätskriterien. (Abg. Blimlinger: Also Qualitätskriterien sind andere!) Die Grünen haben dann massiv versucht, zu verhindern, dass Reinhard Kienberger wiederbestellt wird, und das ist Ihnen auch gelungen. (Abg. Blimlinger: Hätte ja der Senat machen können, wenn er ihn so gut findet!) Das ist Ihr Zugang: weil er ein böser schlagender Burschenschafter ist. (Abg. Blimlinger: Richtig, die haben an der Uni nichts verloren!) Es zählt nicht, dass er einer der renommiertesten Nanophysiker mit europaweitem Ruf und ein Dekan einer Technischen Universität ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Qualitätskriterien. (Abg. Blimlinger: Also Qualitätskriterien sind andere!) Die Grünen haben dann massiv versucht, zu verhindern, dass Reinhard Kienberger wiederbestellt wird, und das ist Ihnen auch gelungen. (Abg. Blimlinger: Hätte ja der Senat machen können, wenn er ihn so gut findet!) Das ist Ihr Zugang: weil er ein böser schlagender Burschenschafter ist. (Abg. Blimlinger: Richtig, die haben an der Uni nichts verloren!) Es zählt nicht, dass er einer der renommiertesten Nanophysiker mit europaweitem Ruf und ein Dekan einer Technischen Universität ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Blimlinger: Ja! – Abg. Schallmeiner: Ja, super!
Sie nominieren Frau Baier, die ÖH-Vorsitzende, in einen Aufsichtsrat. (Abg. Blimlinger: Ja! – Abg. Schallmeiner: Ja, super!) Da müssten wir uns einmal grundsätzlich über die Aufgabenverteilung zwischen Universitätsrat, Rektorat und Senat unterhalten. (Abg. Blimlinger: Es wäre gut, wenn Sie das kennen würden! Sie sollten einmal das UG lesen, das würde ich Ihnen empfehlen!) Meines Erachtens sind die Studierendenvertreter sehr, sehr gut im Senat vertreten.
Abg. Blimlinger: Es wäre gut, wenn Sie das kennen würden! Sie sollten einmal das UG lesen, das würde ich Ihnen empfehlen!
Sie nominieren Frau Baier, die ÖH-Vorsitzende, in einen Aufsichtsrat. (Abg. Blimlinger: Ja! – Abg. Schallmeiner: Ja, super!) Da müssten wir uns einmal grundsätzlich über die Aufgabenverteilung zwischen Universitätsrat, Rektorat und Senat unterhalten. (Abg. Blimlinger: Es wäre gut, wenn Sie das kennen würden! Sie sollten einmal das UG lesen, das würde ich Ihnen empfehlen!) Meines Erachtens sind die Studierendenvertreter sehr, sehr gut im Senat vertreten.
Abg. Schallmeiner: Ja, super, ist ja großartig! – Abg. Blimlinger: Das ist das beste ... 21. Jahrhundert!
Das ist Ihr Qualitätsverständnis: Sie nominieren eine Studierende in den Aufsichtsrat (Abg. Schallmeiner: Ja, super, ist ja großartig! – Abg. Blimlinger: Das ist das beste ... 21. Jahrhundert!) und stellen sich auch noch hin und sagen, diese ist äußerst kompetent. Sie kennen nicht einmal das eigene Gesetz. (Abg. Martin Graf: Das ist eh unglaublich!) Sie wissen nicht einmal, dass das gesetzlich nicht geht (Abg. Blimlinger: Ja, es geht nicht, weil die Gras eine Partei ist!), und der Herr Minister weiß es auch nicht. Der Herr Minister hält einen Vortrag im Ministerrat und nominiert Studierende, die einer Partei angehören. (Abg. Blimlinger: Studierende können nominiert werden!) Er kennt nicht einmal sein eigenes Gesetz und Sie kennen es auch nicht.
Abg. Martin Graf: Das ist eh unglaublich!
Das ist Ihr Qualitätsverständnis: Sie nominieren eine Studierende in den Aufsichtsrat (Abg. Schallmeiner: Ja, super, ist ja großartig! – Abg. Blimlinger: Das ist das beste ... 21. Jahrhundert!) und stellen sich auch noch hin und sagen, diese ist äußerst kompetent. Sie kennen nicht einmal das eigene Gesetz. (Abg. Martin Graf: Das ist eh unglaublich!) Sie wissen nicht einmal, dass das gesetzlich nicht geht (Abg. Blimlinger: Ja, es geht nicht, weil die Gras eine Partei ist!), und der Herr Minister weiß es auch nicht. Der Herr Minister hält einen Vortrag im Ministerrat und nominiert Studierende, die einer Partei angehören. (Abg. Blimlinger: Studierende können nominiert werden!) Er kennt nicht einmal sein eigenes Gesetz und Sie kennen es auch nicht.
Abg. Blimlinger: Ja, es geht nicht, weil die Gras eine Partei ist!
Das ist Ihr Qualitätsverständnis: Sie nominieren eine Studierende in den Aufsichtsrat (Abg. Schallmeiner: Ja, super, ist ja großartig! – Abg. Blimlinger: Das ist das beste ... 21. Jahrhundert!) und stellen sich auch noch hin und sagen, diese ist äußerst kompetent. Sie kennen nicht einmal das eigene Gesetz. (Abg. Martin Graf: Das ist eh unglaublich!) Sie wissen nicht einmal, dass das gesetzlich nicht geht (Abg. Blimlinger: Ja, es geht nicht, weil die Gras eine Partei ist!), und der Herr Minister weiß es auch nicht. Der Herr Minister hält einen Vortrag im Ministerrat und nominiert Studierende, die einer Partei angehören. (Abg. Blimlinger: Studierende können nominiert werden!) Er kennt nicht einmal sein eigenes Gesetz und Sie kennen es auch nicht.
Abg. Blimlinger: Studierende können nominiert werden!
Das ist Ihr Qualitätsverständnis: Sie nominieren eine Studierende in den Aufsichtsrat (Abg. Schallmeiner: Ja, super, ist ja großartig! – Abg. Blimlinger: Das ist das beste ... 21. Jahrhundert!) und stellen sich auch noch hin und sagen, diese ist äußerst kompetent. Sie kennen nicht einmal das eigene Gesetz. (Abg. Martin Graf: Das ist eh unglaublich!) Sie wissen nicht einmal, dass das gesetzlich nicht geht (Abg. Blimlinger: Ja, es geht nicht, weil die Gras eine Partei ist!), und der Herr Minister weiß es auch nicht. Der Herr Minister hält einen Vortrag im Ministerrat und nominiert Studierende, die einer Partei angehören. (Abg. Blimlinger: Studierende können nominiert werden!) Er kennt nicht einmal sein eigenes Gesetz und Sie kennen es auch nicht.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Blimlinger: Die FPÖ sind die Ideologen, wir sind kompetent! – Abg. Hörl: Frau Blimlinger, das HGM ist auch kein Ruhmesblatt für Sie! – Abg. Deimek: Wenn die ganze Welt eine Tschikbude ist, dann ...!
So, meine Damen und Herren, jetzt können Sie beurteilen, wer ein Ideologe ist und wer Wert auf Qualität legt. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Blimlinger: Die FPÖ sind die Ideologen, wir sind kompetent! – Abg. Hörl: Frau Blimlinger, das HGM ist auch kein Ruhmesblatt für Sie! – Abg. Deimek: Wenn die ganze Welt eine Tschikbude ist, dann ...!)
Abg. Kassegger: Wir wissen alle, dass wir in der Politik sind! Das hat ja einen Grund!
Durch Ihren Vorschlag schließen Sie viele Menschen mit Kompetenz und Erfahrung präventiv von einer Funktion im Universitätsrat aus. Sie haben eines komplett missverstanden: Demokratie heißt nicht, interesselos, ohne Engagement und beziehungslos zu leben. (Abg. Kassegger: Wir wissen alle, dass wir in der Politik sind! Das hat ja einen Grund!) Demokratie braucht Menschen, die teilnehmen, engagierte Menschen, die natürlich in einem Spannungsfeld von Interessen und Begegnungen leben – und deren Macht ist nicht bloß zeitlich begrenzt, sondern muss auch kontrolliert werden können. Das Universitätsgesetz 2002 hat mit Rektorat, Senat und Universitätsrat eine ausgewogene Machtverteilung in die Universitäten gebracht.
Abg. Deimek: ... nicht wissen, was ein Funktionär und was ein Mitglied ist!
Wir, die ÖVP, schätzen das Wissen der Menschen, die in ihrem Bereich Hervorragendes leisten. (Abg. Deimek: ... nicht wissen, was ein Funktionär und was ein Mitglied ist!) Daher lehnen wir diesen Antrag der FPÖ entschieden ab. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir, die ÖVP, schätzen das Wissen der Menschen, die in ihrem Bereich Hervorragendes leisten. (Abg. Deimek: ... nicht wissen, was ein Funktionär und was ein Mitglied ist!) Daher lehnen wir diesen Antrag der FPÖ entschieden ab. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Holzleitner: Von uns nicht!
In der aktuellen Gesetzgebungsperiode ist das wieder umgekehrt, und es ist, wie wir wissen, von etlichen Instituten an österreichischen Universitäten nachgewiesen, dass es diesen Zwang gibt. Man hätte das als ideologische Nebengeschichte noch zur Kenntnis nehmen können, aber dann kommt die Eröffnung des Parlaments und der Festredner Wolfgang Schäuble sagt: „Wenn ich für Gleichberechtigung eintrete“ – und ich zitiere ihn da – „, kann ich dennoch Vorbehalte gegenüber dem Gendersternchen haben, das Binnen-I ablehnen oder mich auch für den grammatikalischen Unterschied zwischen dem Leser und dem Lesenden starkmachen“, und wir hörten dazu tosenden Applaus bei den ÖVP-Abgeordneten. (Abg. Holzleitner: Von uns nicht!) – Was wollen die Herrschaften der ÖVP jetzt wirklich? Was ist wirklich die Linie?
Abg. Hörl: Nein!
Auf der einen Seite wird dieser Linie bei Präsidenten Schäuble applaudiert, auf der anderen Seite macht man gemeinsam mit den Grünen linksideologische Politik (Abg. Hörl: Nein!) und wundert sich dann, dass man von den
Abg. Schallmeiner: Es gehen auch Doppelpunkte!
Schaffen Sie es, dass Frauen nach 22 Uhr ohne Gefahr außer Haus gehen können! Schaffen Sie es, dass die diversen Goldstückchen mit irgendwelchen kulturellen Hintergründen sich im Griff haben und Frauen nicht als irgendein Gut betrachten, das sie je nachdem, wie sie gerade gelaunt sind, mit Gewalt behandeln können! – Das schaffen Sie nicht, aber die Sternderln, die schaffen Sie ganz locker. (Abg. Schallmeiner: Es gehen auch Doppelpunkte!) – Es gehen auch Doppelpunkte. Ja, Sie sind begeisternd mit Ihren Zwischenrufen. Sie zeigen nämlich, worum es wirklich geht.
Abg. Hörl: Hallo? Reiß dich zusammen!
Nur, geschreckt hat mich dann – bei der ÖVP schreckt mich nicht mehr sehr viel (Abg. Hörl: Hallo? Reiß dich zusammen!) – im Ausschuss Kollegin Rausch, und das ist nicht irgendjemand, sondern sie ist Leiterin der VP-Akademie, in der die Volkspartei nachdenkt und ihre Leute und Funktionäre und Mandatare ausbildet. Sie sagt, wir bräuchten strengere Regeln für Abgeordnete, damit man nicht in Anträge irgendetwas reinschreiben kann.
Beifall bei der FPÖ.
Diese von Ihnen betriebene Anbiederung an die Ideologie der Grünen ist für eine angeblich bürgerliche Partei, die Sie noch sein wollen – aber das müssen Sie intern diskutieren –, und für die Demokratie an und für sich brandgefährlich. Ich fordere Sie wirklich auf, in sich zu gehen und zu überlegen, ob das alles auch wirklich vom Volk gewollt ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kassegger: Was ist daran verwunderlich?
Abgeordnete Mag. Bettina Rausch (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen und alle, die uns heute zusehen und zuhören, hier im Haus oder zu Hause! Ich finde es einigermaßen bemerkenswert, dass Herr Kollege Deimek, und damit auch die FPÖ, sich hier als großer Vorkämpfer für Gleichberechtigung geriert und auch frauenpolitische Forderungen zum Besten gibt (Abg. Kassegger: Was ist daran verwunderlich?), aber es
Abg. Wurm: So lange sind Sie noch gar nicht da, Frau Kollegin!
freut mich, das zu hören. Ich glaube, manche Dinge haben wir von Ihnen das erste Mal hier gehört, aber das ist auch okay. Man darf ja auch lernen. (Abg. Wurm: So lange sind Sie noch gar nicht da, Frau Kollegin!) – Aber ich verfolge die politische Debatte schon sehr lange, länger, als Sie glauben.
Beifall bei der ÖVP.
Man wird sich ein Bild davon machen. Ich glaube nur nicht, dass das einem offenen Diskurs dienlich ist, und dem haben sich die Universitäten in Österreich Gott sei Dank verschrieben. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller. – Abg. Martin Graf: Das zeigen die Wahlerfolge der FPÖ!
Das Abschaffen der geschlechtergerechten Sprache kommt dem Ignorieren von Frauen gleich – dem Ignorieren von mehr als der Hälfte der Bevölkerung. Werte Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ! Kommen Sie endlich einmal im Jahr 2023 an, denn dieser Antrag entspricht eher einer Politik des 18. oder 19. Jahrhunderts, würde ich sagen! (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller. – Abg. Martin Graf: Das zeigen die Wahlerfolge der FPÖ!)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.
Wenn Sie, Herr Kollege Deimek, rausgehen und sagen: Kämpfen wir für die Rechte der Frauen, dafür, dass Frauen gleich viel verdienen wie Männer, dass sie die gleichen Chancen und Rechte am Arbeitsmarkt haben!, dann wünsche ich mir wirklich sehr große Zustimmung von Ihnen zu allen unseren Vorschlägen. Anstatt dieses Antrages würde ich mir wünschen, dass vielleicht auch von der FPÖ Anträge genau zu diesem Bereich eingebracht werden. Wenn es um das Thema Lohntransparenz geht, wenn es um das Thema Lohngerechtigkeit geht, sind wir Bündnispartner:innen. Unsere Vorschläge liegen im Gleichbehandlungsausschuss auf dem Tisch, und dazu erwarten wir uns dann entsprechend große Zustimmung auch von der freiheitlichen Fraktion. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.)
Beifall bei der SPÖ.
Was on top zu diesem inhaltlichen Wirrwarr dieses Antrages kommt – Kollegin Rausch hat schon begonnen, es auszuführen –, ist die Geschichte mit der Universitätsautonomie. Die FPÖ hat sich während der Coronapandemie im Parlament hingestellt und gepoltert, sich echauffiert über diesen bösen Minister, damals noch Faßmann, der 2G, 3G an den Universitäten eingeführt hat, von oben herab in die Universitätsautonomie eingegriffen hat. Dieser Antrag greift aber eben genau in diese Autonomie ein. Also was jetzt, liebe Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ: Ja zur Uniautonomie oder Nein zur Uniautonomie? Stellen Sie das bitte einmal klar, dann können wir hier auch Klartext reden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.
Das ist nur ein kleiner Auszug an Problemen, die wir in der Hochschullandschaft in Österreich haben. Über die würden wir gerne diskutieren anstatt über so einen wirklich irrsinnigen Antrag. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Pfurtscheller.
Liebe Kollegen von der FPÖ! Sie müssen jetzt ganz stark sein: Die Gleichbehandlung der Geschlechter steht in der österreichischen Bundesverfassung, und das ist gut so. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Pfurtscheller.)
Abg. Deimek: Wie ist das im Englischen?
Was ich Ihnen auch noch sagen muss: Die Gleichbehandlung der Geschlechter ist auch ein Grundprinzip unserer Rechtsordnung, an das sich alle halten müssen. Und Gleichbehandlung bedeutet halt auch Sichtbarmachung in der Sprache, wie Kollegin Rausch vorhin schon ausgeführt hat. (Abg. Deimek: Wie ist das im Englischen?) Warum? – Nur dann, wenn etwas ausgesprochen wird, ist es vorstellbar, ist es möglich und kann es auch wirklich werden. Das ist eine der Grundregeln, die wir im Laufe der Zeit der Frauenbewegung gelernt haben. Deswegen stehen jetzt die Mädchen in der österreichischen Bundeshymne, egal ob das der FPÖ gefällt oder nicht. Und Sie können die Mädchen aus der Bundeshymne auch nicht mehr so schnell und einfach entfernen, und da sage ich, Gott sei Dank ist das so. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Pfurtscheller.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Pfurtscheller.
Was ich Ihnen auch noch sagen muss: Die Gleichbehandlung der Geschlechter ist auch ein Grundprinzip unserer Rechtsordnung, an das sich alle halten müssen. Und Gleichbehandlung bedeutet halt auch Sichtbarmachung in der Sprache, wie Kollegin Rausch vorhin schon ausgeführt hat. (Abg. Deimek: Wie ist das im Englischen?) Warum? – Nur dann, wenn etwas ausgesprochen wird, ist es vorstellbar, ist es möglich und kann es auch wirklich werden. Das ist eine der Grundregeln, die wir im Laufe der Zeit der Frauenbewegung gelernt haben. Deswegen stehen jetzt die Mädchen in der österreichischen Bundeshymne, egal ob das der FPÖ gefällt oder nicht. Und Sie können die Mädchen aus der Bundeshymne auch nicht mehr so schnell und einfach entfernen, und da sage ich, Gott sei Dank ist das so. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Pfurtscheller.)
Abg. Deimek: Und wie geht das im Englischen? Vielleicht können Sie darauf eine Antwort geben!
Ganz etwas Ähnliches gilt auch für die Universitäten. Auch dort gilt, wie Sie vielleicht wissen, das Gleichbehandlungsgesetz, und Sie können es nicht so einfach aushebeln. (Abg. Deimek: Und wie geht das im Englischen? Vielleicht können Sie darauf eine Antwort geben!) Auch in der Wissenschaft und in der Forschung müssen Geschlechter sprachlich sichtbar gemacht werden. Das ist gut und richtig so. Wie die Universitäten das machen, wie das die einzelnen Forschenden und Lehrenden machen, das bleibt ihnen überlassen. Das ist sehr unterschiedlich und das ist die Freiheit der Wissenschaft, die Sie selber ja auch so oft und gerne bei anderen Gelegenheiten beschwören.
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Pfurtscheller.
Ja, feststeht: Frauen sind und bleiben in Österreich in der Wirklichkeit und in der Sprache sichtbar. Dafür gibt es in diesem Land, Gott sei Dank, eine breite Mehrheit aller anderen Parteien, die hier vertreten sind. Die FPÖ kann das, auch wenn sie will, nicht einfach verbieten, sie kann es nicht unterbinden, wie in diesem absurden Antrag gefordert wird, sie kann uns Frauen nicht einfach wegmachen, und darüber freue ich mich. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Pfurtscheller.)
Abg. Deimek: Da muss man schon sehr ideologisch verbrämt sein ...!
Diese Worte lösen sowohl beim Lesen als auch beim Hören Assoziationen aus, weil das eine wichtige Information ist, um Informationen einfach in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Flut ist eindeutig ganz negativ konnotiert (Abg. Deimek: Da muss man schon sehr ideologisch verbrämt sein ...!), und so lenkt man eben auch, wie Wirklichkeit geschaffen wird.
Abg. Deimek: Gehen Sie doch ... das Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Institut, Frau Kollegin!
Und jetzt fabuliert die FPÖ in ihrem Antrag einen „Genderzwang“ herbei und schafft dabei nicht einmal einen halben Beleg für diese doch recht kühne Behauptung. (Abg. Deimek: Gehen Sie doch ... das Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Institut, Frau Kollegin!) Es gibt viele Formvorschriften für wissenschaftliche Arbeiten, auch solche, die über Zitierregeln und Plagiatsverbote ganz, ganz weit hinausgehen, zum Beispiel für Masterarbeiten an der Universität Wien. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Da finden Sie an vielen Fakultäten Empfehlungen über die Schriftart, über Zeilenabstand und Ähnliches. Aber einen „Genderzwang“? – Den müssen Sie mir bitte erst einmal zeigen, den gibt es einfach nicht. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Und jetzt fabuliert die FPÖ in ihrem Antrag einen „Genderzwang“ herbei und schafft dabei nicht einmal einen halben Beleg für diese doch recht kühne Behauptung. (Abg. Deimek: Gehen Sie doch ... das Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Institut, Frau Kollegin!) Es gibt viele Formvorschriften für wissenschaftliche Arbeiten, auch solche, die über Zitierregeln und Plagiatsverbote ganz, ganz weit hinausgehen, zum Beispiel für Masterarbeiten an der Universität Wien. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Da finden Sie an vielen Fakultäten Empfehlungen über die Schriftart, über Zeilenabstand und Ähnliches. Aber einen „Genderzwang“? – Den müssen Sie mir bitte erst einmal zeigen, den gibt es einfach nicht. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Und jetzt fabuliert die FPÖ in ihrem Antrag einen „Genderzwang“ herbei und schafft dabei nicht einmal einen halben Beleg für diese doch recht kühne Behauptung. (Abg. Deimek: Gehen Sie doch ... das Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Institut, Frau Kollegin!) Es gibt viele Formvorschriften für wissenschaftliche Arbeiten, auch solche, die über Zitierregeln und Plagiatsverbote ganz, ganz weit hinausgehen, zum Beispiel für Masterarbeiten an der Universität Wien. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Da finden Sie an vielen Fakultäten Empfehlungen über die Schriftart, über Zeilenabstand und Ähnliches. Aber einen „Genderzwang“? – Den müssen Sie mir bitte erst einmal zeigen, den gibt es einfach nicht. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek
Dabei ist es ja auch durchaus sinnvoll, dass sich Studierende mit sozial relevanten Fragen auseinandersetzen, und dazu gehören eben auch Diversität und Gleichbehandlung. Beides sind auch Bereiche, in denen sich laufend Dinge verändern. Wir lernen ständig dazu, Sprache entwickelt sich einfach weiter (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek), das merken wir auch in der Politik
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
und in den Medien, beispielsweise dass es eben ein semantischer Unterschied ist, ob ich von einem Eifersuchtsdrama oder von einem Femizid spreche. – Dieser Unterschied ist wichtig, und das gilt eben auch für die Wissenschaft. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen. – Heiterkeit des Abg. Lindner. – Abg. Deimek: ... im Französischen gibt es ...!
Kollege Deimek, weil Sie von hinten immer reinrufen und eine anscheinend sehr drängende Frage haben, wie das denn im Englischen aussieht: Na ja, im Englischen gibt es einfach nur einen Artikel. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen. – Heiterkeit des Abg. Lindner. – Abg. Deimek: ... im Französischen gibt es ...!)
Beifall bei der SPÖ.
Der Fachhochschul-Entwicklungs- und Finanzierungsplan liegt jetzt vor, und postwendend haben Sie, Herr Minister, einen Brief von der Fachhochschulkonferenz bekommen. Das ist die Vertretung aller 21 Fachhochschulen, die es in Österreich gibt, und es wurde uns eine erste Bewertung dieser Fachhochschulkonferenz über dieses für sie so wichtige Planungsinstrument übermittelt. Das sind Herrschaften, die normalerweise sehr zurückhaltende und immer sehr differenzierende und konstruktive Äußerungen machen. Die zusammenfassende Bewertung dieses Fachhochschul-Entwicklungs- und Finanzierungsplans durch die Fachhochschulkonferenz, also sind diejenigen, die auf Basis dieses Instruments arbeiten müssen, lautet schlicht und einfach: verheerend. Es ist ein verheerendes Dokument, eine für sie verheerende Grundlage. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Brandstötter und Loacker. – Abg. Loacker: Ich würde es auch für sinnvoll erachten, dass sich der Minister einmal zu Wort meldet!
Ein Desaster also, Herr Bundesminister! Die Fachhochschulkonferenz fordert einen runden Tisch ein, damit die Vertreter des Sektors auch entsprechend einbezogen werden können. Ich habe von Ihnen bis jetzt keine öffentliche Äußerung vernommen. Herr Bundesminister, wie gedenken Sie mit dieser Kritik umzugehen, den Plan weiterzuentwickeln? Werden Sie zu diesem eingeforderten runden Tisch einladen? – Ich würde das als extrem sinnvoll erachten. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Brandstötter und Loacker. – Abg. Loacker: Ich würde es auch für sinnvoll erachten, dass sich der Minister einmal zu Wort meldet!)
Abg. Kassegger: Genau!
Abgeordnete Martina Kaufmann, MMSc BA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Vor allem auch: Liebe Zuseherinnen und Zuseher zu Hause und auf der Galerie, die Sie uns heute bei dieser sehr wichtigen Debatte zuschauen! Es geht nämlich um unsere Fachhochschulen. Frau Kollegin Kuntzl von der SPÖ – Kollege Kassegger von der FPÖ wird ja danach auch noch kommen (Abg. Kassegger: Genau!) –, wir sind uns ja einig: Ja, wir brauchen gut qualifizierte, ausgebildete Menschen, auch aus den Fachhochschulen, und deswegen thematisieren wir das ja auch auf Bundesebene. Bis 2025 schaffen wir 3 700 neue FH-Studienplätze, Frau Kollegin Kuntzl, also das, was Sie gerade vorhin gesagt haben, das stimmt ja nicht. (Abg. Kuntzl – ein Schriftstück in die Höhe haltend und den Kopf schüttelnd –: Fachhochschulkonferenz! Fachhochschulkonferenz!) Wir tun das ja, wir machen das ja. (Ruf bei der SPÖ: Stopptaste!)
Abg. Kuntzl – ein Schriftstück in die Höhe haltend und den Kopf schüttelnd –: Fachhochschulkonferenz! Fachhochschulkonferenz!
Abgeordnete Martina Kaufmann, MMSc BA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Vor allem auch: Liebe Zuseherinnen und Zuseher zu Hause und auf der Galerie, die Sie uns heute bei dieser sehr wichtigen Debatte zuschauen! Es geht nämlich um unsere Fachhochschulen. Frau Kollegin Kuntzl von der SPÖ – Kollege Kassegger von der FPÖ wird ja danach auch noch kommen (Abg. Kassegger: Genau!) –, wir sind uns ja einig: Ja, wir brauchen gut qualifizierte, ausgebildete Menschen, auch aus den Fachhochschulen, und deswegen thematisieren wir das ja auch auf Bundesebene. Bis 2025 schaffen wir 3 700 neue FH-Studienplätze, Frau Kollegin Kuntzl, also das, was Sie gerade vorhin gesagt haben, das stimmt ja nicht. (Abg. Kuntzl – ein Schriftstück in die Höhe haltend und den Kopf schüttelnd –: Fachhochschulkonferenz! Fachhochschulkonferenz!) Wir tun das ja, wir machen das ja. (Ruf bei der SPÖ: Stopptaste!)
Ruf bei der SPÖ: Stopptaste!
Abgeordnete Martina Kaufmann, MMSc BA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Vor allem auch: Liebe Zuseherinnen und Zuseher zu Hause und auf der Galerie, die Sie uns heute bei dieser sehr wichtigen Debatte zuschauen! Es geht nämlich um unsere Fachhochschulen. Frau Kollegin Kuntzl von der SPÖ – Kollege Kassegger von der FPÖ wird ja danach auch noch kommen (Abg. Kassegger: Genau!) –, wir sind uns ja einig: Ja, wir brauchen gut qualifizierte, ausgebildete Menschen, auch aus den Fachhochschulen, und deswegen thematisieren wir das ja auch auf Bundesebene. Bis 2025 schaffen wir 3 700 neue FH-Studienplätze, Frau Kollegin Kuntzl, also das, was Sie gerade vorhin gesagt haben, das stimmt ja nicht. (Abg. Kuntzl – ein Schriftstück in die Höhe haltend und den Kopf schüttelnd –: Fachhochschulkonferenz! Fachhochschulkonferenz!) Wir tun das ja, wir machen das ja. (Ruf bei der SPÖ: Stopptaste!)
Abg. Leichtfried: Woher weiß denn die das?
Kollege Kassegger wird nachher herauskommen und fragen: Warum bringen die Regierungsparteien einen eigenen Antrag ein, wenn ich eh schon selber einen Antrag eingebracht habe? – Genau aus dem Grund, Kollege Kassegger (Abg. Leichtfried: Woher weiß denn die das?), so wie wir das auch schon im Ausschuss diskutiert haben: nicht deshalb, weil wir unseren Minister auffordern wollen, das brauchen wir nicht (Abg. Leichtfried – in Richtung Abg. Kassegger –: Woher weiß die Kollegin, was du reden wirst?), unser Minister macht hervorragende Arbeit, dem sind die Fachhochschulen ein Herzensanliegen (Abg. Kucharowits: ... Frau Kollegin!), genauso wie sie das auch vielen von uns Abgeordneten sind, sondern um das einfach auch zu unterstreichen und zu zeigen: Ja, wir wollen das, wir tun das, und es wird im heurigen Jahr, im Frühjahr 2023, auch dieses Konzept geben – unter Einbindung der Stakeholder schon im vergangenen Jahr, auch unter Einbeziehung des Konsolidierungsverfahrens, das jetzt im Jänner gestartet wurde, damit wir diese Einbindung auch flächendeckend zusammenbringen und da auch das Beste für unsere Zukunft im Fachhochschulbereich zustande bringen.
Abg. Leichtfried – in Richtung Abg. Kassegger –: Woher weiß die Kollegin, was du reden wirst?
Kollege Kassegger wird nachher herauskommen und fragen: Warum bringen die Regierungsparteien einen eigenen Antrag ein, wenn ich eh schon selber einen Antrag eingebracht habe? – Genau aus dem Grund, Kollege Kassegger (Abg. Leichtfried: Woher weiß denn die das?), so wie wir das auch schon im Ausschuss diskutiert haben: nicht deshalb, weil wir unseren Minister auffordern wollen, das brauchen wir nicht (Abg. Leichtfried – in Richtung Abg. Kassegger –: Woher weiß die Kollegin, was du reden wirst?), unser Minister macht hervorragende Arbeit, dem sind die Fachhochschulen ein Herzensanliegen (Abg. Kucharowits: ... Frau Kollegin!), genauso wie sie das auch vielen von uns Abgeordneten sind, sondern um das einfach auch zu unterstreichen und zu zeigen: Ja, wir wollen das, wir tun das, und es wird im heurigen Jahr, im Frühjahr 2023, auch dieses Konzept geben – unter Einbindung der Stakeholder schon im vergangenen Jahr, auch unter Einbeziehung des Konsolidierungsverfahrens, das jetzt im Jänner gestartet wurde, damit wir diese Einbindung auch flächendeckend zusammenbringen und da auch das Beste für unsere Zukunft im Fachhochschulbereich zustande bringen.
Abg. Kucharowits: ... Frau Kollegin!
Kollege Kassegger wird nachher herauskommen und fragen: Warum bringen die Regierungsparteien einen eigenen Antrag ein, wenn ich eh schon selber einen Antrag eingebracht habe? – Genau aus dem Grund, Kollege Kassegger (Abg. Leichtfried: Woher weiß denn die das?), so wie wir das auch schon im Ausschuss diskutiert haben: nicht deshalb, weil wir unseren Minister auffordern wollen, das brauchen wir nicht (Abg. Leichtfried – in Richtung Abg. Kassegger –: Woher weiß die Kollegin, was du reden wirst?), unser Minister macht hervorragende Arbeit, dem sind die Fachhochschulen ein Herzensanliegen (Abg. Kucharowits: ... Frau Kollegin!), genauso wie sie das auch vielen von uns Abgeordneten sind, sondern um das einfach auch zu unterstreichen und zu zeigen: Ja, wir wollen das, wir tun das, und es wird im heurigen Jahr, im Frühjahr 2023, auch dieses Konzept geben – unter Einbindung der Stakeholder schon im vergangenen Jahr, auch unter Einbeziehung des Konsolidierungsverfahrens, das jetzt im Jänner gestartet wurde, damit wir diese Einbindung auch flächendeckend zusammenbringen und da auch das Beste für unsere Zukunft im Fachhochschulbereich zustande bringen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger – auf dem Weg zum Redner:innenpult –: Dann haben wir gar nix! Dann haben wir gleich viel wie jetzt, nämlich gar nix!
Ich bin davon überzeugt, dass bei diesem Verfahren das Beste herauskommt, dafür wird auch unser Minister Sorge tragen, und damit haben wir uns auch für die Zukunft für die jungen Fachkräfte bestens aufgestellt. In diesem Sinne: Schauen wir, was herauskommt, und, Herr Kollege Kassegger, stimmen Sie einfach unserem Antrag mit zu, dann haben wir das, was wir erreichen wollen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger – auf dem Weg zum Redner:innenpult –: Dann haben wir gar nix! Dann haben wir gleich viel wie jetzt, nämlich gar nix!)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
der diesen Namen auch verdient. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Abg. Kucher: Wer? Wer macht das? Wer sucht die Verbindung? – Abg. Oberrauner: Wer macht das?
Was auf jeden Fall ein ganz wesentlicher Punkt ist – das bitte ich immer auch mitzubedenken, und das ist auch der große Unterschied zu den Universitäten –, ist, dass hier nicht nur der Bund ein zentraler Träger ist, sondern die Länder. Also die Fachhochschulen sind ja in einem völlig anderen Finanzierungsmodell, in dem die Rolle der Länder zentraler ist. Es gibt einfach Bereiche – wie zum Beispiel, was all die Gesundheitsberufe betrifft –, in denen die Länder eine maßgebliche Rolle spielen, weil das eben auch Ländersache ist. Es gibt Bereiche, wo man genau diese Verbindung zwischen Land und Bund suchen muss (Abg. Kucher: Wer? Wer macht das? Wer sucht die Verbindung? – Abg. Oberrauner: Wer macht das?), aber das, was die Länder betrifft, fehlt natürlich auch in diesem Entwicklungsplan, weil da der Bund eben – Sie wissen: föderales System – nicht eingreifen kann.
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Rauch.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Windisch-Kaserne in Richard-Wadani-Kaserne umbenannt werden soll. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Zwischenruf des Abg. Martin Graf
Kollegin Kaufmann sagt, es gab ja viele Stakeholdergespräche. Die gab es ja offensichtlich nicht (Zwischenruf des Abg. Martin Graf) oder die müssen irgendwie in einem Paralleluniversum verlaufen sein, denn die FHK, die gesamte Branche und die Leitungen der Fachhochschulen sagen: Wir wollen endlich in Gespräche eintreten. Also irgendwo muss es da eine gewisse Schwierigkeit gegeben haben.
Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abg. Oberrauner
Kollegin Blimlinger sagt – und damit tue ich mir mittlerweile wirklich ein bisschen schwer – jedes Mal, wenn ein Bereich Kritik übt, man müsse das alles einmal durchlesen und sich genau anschauen, so quasi, die Leute hätten eigentlich nicht ganz verstanden, worum es eigentlich geht. Das finde ich einen ziemlich herablassenden Zugang (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abg. Oberrauner), denn der gesamte Fachhochschulsektor macht das natürlich nicht aus Jux und Tollerei, dass er diesen Plan zurückwirft und dass er da ein Bahöl macht, weil es einfach so lustig ist, sondern weil es da um sehr, sehr viel und eben um die Entwicklung der nächsten Jahre geht.
Beifall bei den NEOS.
Aus diesem Grund ist es einfach sehr, sehr schade – vielleicht melden Sie sich zu Wort und sagen auch zu den vorherigen Tagesordnungspunkten noch kurz, was da Ihre Einschätzung ist oder wie es da weitergeht, denn die Fachhochschulen haben es sich, glaube ich, verdient, zu wissen, was jetzt in Ihrem Ressort weiter passiert. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Martin Graf: Und Zuseherinnen!
Abgeordnete Mag. Maria Smodics-Neumann (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseher, die Sie uns noch folgen, auf welchem Kanal auch immer! (Abg. Martin Graf: Und Zuseherinnen!) Der Fachhochschul-Entwicklungs- und Finanzierungsplan wird jetzt debattiert. Wer sich jetzt erst zugeschaltet hat: Das ist jenes Instrument, mit dem die inhaltliche Festlegung und natürlich auch die Finanzierung für die FHs im Zusammenspiel – Frau Kollegin Blimlinger hat es auch schon erwähnt –, was Bundeskompetenz ist und was die Länder da beitragen können und sollen, beschlossen werden.
Beifall bei der ÖVP.
Was ich besonders hervorheben möchte, das ist, finde ich, gerade bei den FHs so wichtig: Ich bin selber Absolventin einer Fachhochschule und habe diesen Praxisbezug, den eine FH hat, und auch die Praxistauglichkeit, in der Art zu studieren, schätzen gelernt. Das ist eine ganz wichtige Geschichte und die sollte wirklich auch das Besondere der FHs nach wie vor hervorstreichen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, es wird gut sein, wenn diese Gespräche laufend stattfinden, vielleicht kann man das auch beibehalten, nicht nur für einen Plan, sondern für eine ständige Abstimmung, auch damit die Wirtschaft rückspiegeln kann, was es denn braucht, denn wenn wir einen Fachkräftebedarf decken wollen, dann schaffen wir das nur gemeinsam. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man nämlich einen Blick auf Kinder macht, wenn man daran denkt, dass eine Kindergartennichtmilliarde zustande gekommen ist – also nicht mehr Plätze für Kinder –, dann glaube ich, dass Sie sich den Kindern nicht verpflichtet fühlen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Studierenden und Lehrenden an den FHs fühlen sich auch nicht unbedingt von Ihnen vertreten – das sehen wir an dem heute sehr spät vorgelegten Fachhochschul-Entwicklungs- und Finanzierungsplan. Das Urteil, werter Herr Bundesminister, die Stellungnahmen sind eindeutig verheerend. Ich frage Sie: Mit wem haben Sie diesen Plan entwickelt? Mit wem? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich zitiere: Die Fachhochschulkonferenz als Vertreterin aller 21 österreichischen Fachhochschulen weist den vorliegenden Entwurf des Fachhochschul-Entwicklungs- und Finanzierungsplans 23/24 bis 25/26 auf Grundlage eines einstimmigen Vorstandsbeschlusses in seiner Gesamtheit entschieden zurück. Gleichzeitig fordern wir „Verhandlungen auf Augenhöhe [...] unter Einbindung der Sozialpartner und der ÖH.“ – Bitte, was sagen Sie dazu? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist verheerend, Herr Bundesminister, es spricht Bände über Ihr Verständnis von Politik. Ich appelliere an Sie, wir appellieren an Sie, diesem Aufschrei der Fachhochschulkonferenz ernst zu nehmen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Vorschläge der Stakeholder:innen, Sie wissen das, liegen seitenweise – seitenweise! – auf dem Tisch. Laden Sie alle, alle Vertreter:innen, alle Stakeholder:innen, ein und machen Sie bitte das, wofür Sie angelobt wurden, nämlich Politik im Sinne der Menschen und nicht an ihnen vorbei. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Künsberg Sarre
Und wenn es nun eine deutlich größere Steigerung gibt, dann liegt es jetzt auch an den Fachhochschulen, das mit den entsprechenden Visionen zu befüllen. Dann liegt es an den Fachhochschulen, mit diesem Geld auch tätig zu werden. Einfach nur zu sagen: Mehr Plätze!, darin erkenne ich keine große Vision (Zwischenruf der Abg. Künsberg Sarre), einfach zu sagen: Wir bauen mehr Plätze aus!, das ist nett –das ist aber doch keine Vision hinsichtlich der Entwicklung eines Sektors.
Abg. Kucharowits: 37 Seiten ... Fachhochschulkonferenz ... Vorschläge ...!
Wir werden selbstverständlich mit den Fachhochschulen in einen Dialog treten. Wir werden uns natürlich mit den Fachhochschulen an einen Tisch setzen. Ich bin gerne bereit, gemeinsam mit den Fachhochschulen noch einmal entsprechende Visionen zu entwickeln, wenn den Fachhochschulen das, was bis-lang an Visionen gekommen ist, nicht gereicht hat. (Abg. Kucharowits: 37 Seiten ... Fachhochschulkonferenz ... Vorschläge ...!) Die Fachhochschulen sind herzlich dazu eingeladen, sich da aktiv einzubringen. Ich darf auch daran erinnern, dass, wenn der Fachhochschul-Entwicklungs- und Finanzierungsplan in Kraft treten wird, den Fachhochschulen insgesamt über 400 Millionen Euro zur Verfügung stehen werden.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Kucharowits.
Über 400 Millionen Euro, so viel Geld haben die Fachhochschulen vonseiten des Bundes noch nie – ich darf wiederholen: noch nie! –zur Verfügung gehabt. Also das als die große Krise zu sehen – diese Meinung teile ich nicht. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Kucharowits.)
Abg. Steinacker: Philip! Anständig sein! Nicht schreien!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Philip Kucher. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Steinacker: Philip! Anständig sein! Nicht schreien!)
Abg. Obernosterer: ... nicht verständlich!
Zur Vision, Herr Bundesminister: Sie waren der Allererste, der die Vision nicht gehabt hat. Ich habe nachgeschaut. Man sagt Politikern ja oft nach, dass viel versprochen und angekündigt und dann wenig umgesetzt wird. Sie haben das ein bissel anders gemacht – da muss ich Sie durchaus einmal verteidigen. (Abg. Obernosterer: ... nicht verständlich!) Ich hab mir heute Ihre Antrittserklärung hier im Parlament noch einmal durchgelesen, Ihre erste Rede als neuer Wissenschaftsminister: Sie haben die Fachhochschulen mit keinem einzigen Wort erwähnt! Mit keinem einzigen Wort haben Sie die Fachhochschulen erwähnt, und genau das haben Sie umgesetzt. Das war eine Nullmeldung, bei Ihrer Antrittsrede, und seither ist im Bereich der Fachhochschulen auch nichts weitergegangen, weil sie Ihnen de facto egal sind, das erkennt man daran, weil nichts passiert.
Abg. Obernosterer: ... du etwas verstehst!
Die 21 Rektorinnen und Rektoren der Fachhochschulen in Österreich haben ganz klar, wie es Kollegin Kucharowits sagt, gesagt: mit Abstand der unambitionierteste, defensivste und enttäuschendste Plan seit Gründung der Fachhochschulen; mit Abstand das Schlechteste, was jemals vorgelegt worden ist. (Abg. Obernosterer: ... du etwas verstehst!) Das sind ja alle keine Populisten, die sich zusammensetzen und sagen: Wir machen den Bundesminister schlecht! – Herr Bundesminister, Sie haben nicht zugehört, Sie haben mit den Fachhochschulen nicht geredet, und wir reden von 60 000 jungen Menschen in Österreich, quer durch alle Bundesländer. Wir reden von 1 500 Kooperationen im Bereich der angewandten Forschung in Österreich, die Sie zurückfahren wollen!
Abg. Obernosterer: Setz dich nieder! Lass es gut sein! ... ein Blödsinn!
Das zweite kleine Beispiel: Sie sitzen mit Arbeitsminister Kocher in der Bundesregierung und dieser beklagt den Fachkräftemangel. Da können Sie nicht so tun, als wären Sie als Wissenschaftsminister irgendwo eine Insel. Ich weiß ja nicht, wie Sie miteinander arbeiten, aber man könnte für den Bundesminister für Arbeit ein bissel Interesse haben, man könnte einmal bei ihm nachfragen, wie er das mit dem Fachkräftemangel sieht. (Abg. Obernosterer: Setz dich nieder! Lass es gut sein! ... ein Blödsinn!) Ihr arbeitet nebeneinander: Der Arbeitsminister kritisiert, dass es zu wenige Fachkräfte in Österreich gibt, und ihr streicht Fachhochschulstudienplätze und damit die Zukunft für junge Menschen. – Das ist doch keine Zukunft und kein Miteinander! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das zweite kleine Beispiel: Sie sitzen mit Arbeitsminister Kocher in der Bundesregierung und dieser beklagt den Fachkräftemangel. Da können Sie nicht so tun, als wären Sie als Wissenschaftsminister irgendwo eine Insel. Ich weiß ja nicht, wie Sie miteinander arbeiten, aber man könnte für den Bundesminister für Arbeit ein bissel Interesse haben, man könnte einmal bei ihm nachfragen, wie er das mit dem Fachkräftemangel sieht. (Abg. Obernosterer: Setz dich nieder! Lass es gut sein! ... ein Blödsinn!) Ihr arbeitet nebeneinander: Der Arbeitsminister kritisiert, dass es zu wenige Fachkräfte in Österreich gibt, und ihr streicht Fachhochschulstudienplätze und damit die Zukunft für junge Menschen. – Das ist doch keine Zukunft und kein Miteinander! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Obernosterer: Aber du!
Die Krönung ist dann die Wissenschaftssprecherin der Grünen, Frau Kollegin Blimlinger, die offen sagt: Es ist eh alles wunderbar, die Rektoren haben wahrscheinlich diesen tollen Plan der Regierung nicht genau gelesen – nicht genau gelesen! (Abg. Obernosterer: Aber du!) Die Rektoren wissen in Wahrheit den Segen der Bundesregierung– die Kürzung in diesem Bereich – gar nicht zu schätzen. Was ist das denn für ein Umgang miteinander? Nicht genau gelesen!
Zwischenruf bei der SPÖ.
Und das beste Beispiel – wir erleben es auch im Gesundheitsausschuss immer wieder –: In allen möglichen Sonntagsreden hören wir, dass in Zukunft in Österreich 78 000 Menschen allein im Bereich der Pflege fehlen. Und wenn man den Gesundheitsminister fragt, wie es denn im Bereich der Pflege nach der Akademisierung weitergeht, dann sagt er: Zuständig ist der Wissenschaftsminister! – So. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Fragt man den Wissenschaftsminister, sagt dieser: Zuständig ist der Gesundheitsminister! – Wir reden von 78 000 Menschen im Bereich der Pflege, die fehlen, und der Wissenschaftsminister tut so, als gehe ihn das nichts an.
Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.
auf die Länder rausreden. Es wäre doch Ihr Job, heute dafür zu sorgen, dass die Gesundheitsversorgung in Österreich auch in Zukunft abgesichert ist – und da gibt es nicht einmal ein Gespräch! (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist ein Nebeneinanderarbeiten in der Bundesregierung, und dann geht man auf die Studierenden los und sagt: Ihr braucht in Wahrheit eh keine zusätzlichen Studienplätze! – Das ist kein Umgang miteinander. Und das, was heute vom Wissenschaftsminister gekommen ist, war leider eine Nullmeldung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
zwar in einem durchlässigen Konzept, vom Lehrling bis zur Fachhochschule und zur Universität. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie als Regierung wollen eine Transformation und wollen sozusagen alles in diesem Land nachhaltiger machen. – Ja, da werden Sie aber Leute brauchen, die etwas davon verstehen, und die Ausbildner von diesen Leuten sind nun einmal die Fachhochschulen. Dieser Sektor müsste mehr wert sein, da müsste mehr investiert werden, um dann ein Return on Investment zu bekommen, wenn man die Standortrelevanz wieder unterstreicht, und nicht weniger. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Man müsste überhaupt nicht bitten sollen, es müsste so sein, dass Sie sich freiwillig mit den anderen zuständigen Ministern, vor allem auch Minister Kocher, hinsetzen und sagen: Das ist unsere einzige Chance für die Zukunft!
Beifall bei der SPÖ.
Bildung, gute Bildung war immer ein Benchmark für Österreich und war auch made in Austria, und wenn wir da nicht aufschließen, dann werden wir so viel Konkurrenz haben, dass wir uns darüber keine Gedanken mehr machen müssen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)