Eckdaten:
Für die 62. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 765 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei der ÖVP.
Wie gesagt, wir erreichen die Kyoto-Ziele in vielen Sektoren leider nicht. Wir erreichen sie heute in der Landwirtschaft, und wir erreichen sie in der Abfallwirtschaft, weil dort 40 Prozent der Treibhausgase seit 1990 reduziert wurden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ziel muss sicher sein, in der österreichischen Abfallwirtschaft so viel Abfall wie möglich zu vermeiden und sukzessive Plastiksackerln auf andere Verpackungssysteme umzustellen. Es gibt tolle Initiativen wie zum Beispiel, agrarische Rohstoffe, Stärke einzusetzen, um damit den Abfall kompostierbar und wiederverwertbar zu machen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
den Stoffkreislauf zurückführen, damit wir weiterhin eine saubere Umwelt haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Das hat aber andere Gründe!
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich: Sehr geehrter Herr Abgeordneter, es ist tatsächlich so, dass wir eine sehr junge Landwirtschaft und auch eine weibliche Landwirtschaft haben. Das bestätigt, dass unsere bisherige Agrarpolitik erfolgreich war. (Ruf bei der SPÖ: Das hat aber andere Gründe!)
Beifall bei der ÖVP.
Letztlich sehe ich als dritten Aspekt eine betriebsindividuelle Entwicklungsmöglichkeit für unsere heimischen Bäuerinnen und Bauern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es geht mir um die kontinuierliche Weiterentwicklung der Agrarpolitik. Zukünftig müssen die Bauern profitieren – das ist klar –, aber es müssen auch die Konsumentinnen und Konsumenten einen Vorteil daraus ziehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin nicht für einen Biosprit, für den der Regenwald abgeholzt wird und der dann nach Europa importiert wird. Das ist ganz klar. Aber ich bin sehr wohl für eine heimische Biospritproduktion, zum Beispiel wie in Pischelsdorf, wo als ein Nebenprodukt Eiweißfuttermittel für die Viehhaltung, für die Hühnerfütterung entstehen. Wir brauchen dieses Eiweiß, und ich bin auch dabei, eine Strategie zu entwickeln, wie wir importiertes Soja sukzessive verdrängen und hier eine heimische Produktion aufziehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum zweiten Punkt: Die aktuelle Diskussion um die Situation der landwirtschaftlichen Betriebe ist eindeutig. Wir haben die Milchkrise, behaupte ich, auch durch den massiven Einsatz der Agrarpolitik gut gemeistert. Durch den Eingriff der Politik haben sich die Milchpreise wieder erholt und damit die Märkte stabilisiert. Die erneuerbare Energie und die Verwertung zum Beispiel von schlechten Getreidepartien ist ein Modell zur Preisstabilisierung im Getreidebereich. Klar ist, dass wir einfach an die heimischen KonsumentInnen appellieren, der österreichischen, sicheren Lebensmittelqualität die Treue zu halten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Im Rahmen von „Zukunftsfeld Bauernhof“ gab es in ganz Österreich zwölf große Bauernversammlungen mit etwa 5 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die ihre Sorgen und Wünsche eingebracht haben. Diese Versammlungen haben vom Neusiedler See bis zum Bodensee stattgefunden, weil wir eine vielfältige Landwirtschaft haben, und die Ergebnisse und die Vorschläge dieser Diskussionen werden in das Konzept, in die große Strategie für die nächsten Jahre, „Unternehmen Landwirtschaft 2020“, einfließen. Das ist ein kontinuierlicher Prozess. Gerade wir wissen, dass sich im Landwirtschaftsbereich jährlich die Bedingungen ändern. Daher ist es wichtig, sich jährlich zu positionieren und große Linien weiterzuentwickeln. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich: Sehr geehrter Herr Abgeordneter, wir haben in Österreich keine industrielle Landwirtschaft, und wir wollen keine industrielle Landwirtschaft. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall bei der ÖVP.
schaft. Wir wollen das auch weiterhin machen. Wir reduzieren dabei Düngermengen, Pflanzenschutzmengen und fördern biologische Landwirtschaft. Das ist für die Konsumentinnen und Konsumenten ein großer Vorteil. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Deswegen habe ich im Vorjahr eine Berglandwirtschaftskonferenz in Tirol, auch mit unseren ausländischen Nachbarn, die sich im Alpenbogen befinden, veranstaltet, um auch zukünftig in der gemeinsamen Agrarpolitik der europäischen Union eine Unterstützung für unsere Bergbäuerinnen und Bergbauern zu gewährleisten. Die brauchen das, weil sie unter enorm erschwerten Bedingungen nicht nur die Landschaft erhalten, sondern auch Muren- und Lawinenabgänge verhindern und damit für die Gesamtgesellschaft wichtige Leistungen erbringen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Lichtenecker: So ist es, ja!
Wir stehen erst am Beginn der Debatte über die Sanierung des Finanzhaushaltes, wo es natürlich auch um Steuern geht. Derzeit werden Vorschläge diskutiert. Es liegt die Idee einer Ökologisierung des Steuersystems vor. Leider wird es in der Öffentlichkeit oft so diskutiert, als ob es um die Erhöhung einer einzelnen Steuer ginge, zum Beispiel der CO2-Steuer oder der Mineralölsteuer. Das ist zu wenig. Das ist keine Ökologisierung des Steuersystems. (Abg. Dr. Lichtenecker: So ist es, ja!) Sie und ich wissen, dass die Ökologisierung des Steuersystems etwas anderes bedeutet, nämlich einen umfassenden Umbau des Steuersystems in der Form, dass, wer sich umweltfreundlich verhält, belohnt wird, und wer sich umweltschädlich verhält, belastet wird. Das ist der Sinn. Andere Länder haben es vorgemacht, wie auch schon gesagt wurde.
Beifall bei der ÖVP.
Ein derartiger Umbau hätte den Effekt, dass er vor allem neue Arbeitsplätze schafft, damit natürlich den Faktor Arbeit entlastet, und selbstverständlich muss es auch einen sozialen Ausgleich geben. Das ist in derartigen Konzepten vorgesehen, wie auch die Wissenschaft belegt. Ich als Umweltminister halte es jedenfalls für sinnvoll, dass wir eine Ökologisierung des Steuersystems einleiten, weil sie Österreich nachhaltig mehr Chancen einräumt und auch mehr bringt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Moser: Warum wird sie nicht fortgesetzt?
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich: Die Aktion betreffend die thermische Sanierung, die wir im Vorjahr mit 100 Millionen € gestartet haben, war sicher eine der erfolgreichsten Maßnahmen dieser Bundesregierung. (Abg. Dr. Moser: Warum wird sie nicht fortgesetzt?) Die thermische Sanierung hat Sinn und ist Teil der Energiestrategie.
Beifall bei der ÖVP.
Gerade im Bereich der thermischen Sanierung gibt es auch für den Einzelbürger enorme Einsparungseffekte. 50 Prozent der Energiekosten kann man einsparen, bei manchen Projekten, wenn vorher schlecht isoliert war, sogar bis zu 80 Prozent. Das wird ein Teil der zukünftigen Konzeption sein, dass wir, wenn wir die Ökologisierung des Steuersystems einleiten, auch Geld dafür verwenden, thermisch zu sanieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Moser: Ja, aber Sie ...!
Abgeordneter Mag. Josef Auer (SPÖ): Guten Morgen, Herr Minister! Die Förderung der thermischen Sanierung von Gebäuden ist ja eigentlich eine Win-win-Situation. (Abg. Dr. Moser: Ja, aber Sie ...!) Einerseits löst ja die Investition von Fördergeldern in solche Sanierungsmaßnahmen das rund Sechsfache an Umsätzen aus, und der Rückfluss an Steuergeldern ist auch noch wesentlich höher als das eingesetzte För
Beifall bei der ÖVP.
Meiner Meinung nach soll bei einer Ökologisierung des Steuersystems, wie wir es vorhin diskutiert haben, auch ein sozialer Ausgleich erfolgen. Das ist Teil der Konzeption, wo eben auch die soziale Stärke der Haushalte berücksichtigt werden soll. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Korun: Genau ...! – Zwischenruf der Abgeordneten Dr. Pirklhuber und Dr. Lichtenecker. – Abg. Grillitsch: Wollen Sie das nicht? Frau Lichtenecker will das nicht!
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Bundesminister, bei Treibstoffen wie Erdöl und Erdgas gibt es immer wieder große Preisschwankungen, die die Konsumenten stark belasten. Das Ziel muss also sein, sich von Öl und Gas unabhängiger zu machen. (Abg. Mag. Korun: Genau ...! – Zwischenruf der Abgeordneten Dr. Pirklhuber und Dr. Lichtenecker. – Abg. Grillitsch: Wollen Sie das nicht? Frau Lichtenecker will das nicht!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Keine ... und erneuerbare Energien für Österreich!
Sie sehen, der Ölpreis steigt momentan wieder. In Österreich besteht eine unglaubliche Abhängigkeit von Öl und Gas, das teilweise aus Krisengebieten stammt. (Abg. Dr. Pirklhuber: Keine ... und erneuerbare Energien für Österreich!) Mein Ziel ist ein energieautarkes Österreich, damit wir möglichst unabhängig von der Energieversorgung aus dem Ausland werden, möglichst viel Energie im eigenen Land erzeugen und nicht ständig von derartigen Preisschwankungen abhängig sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie sehen, der Ölpreis steigt momentan wieder. In Österreich besteht eine unglaubliche Abhängigkeit von Öl und Gas, das teilweise aus Krisengebieten stammt. (Abg. Dr. Pirklhuber: Keine ... und erneuerbare Energien für Österreich!) Mein Ziel ist ein energieautarkes Österreich, damit wir möglichst unabhängig von der Energieversorgung aus dem Ausland werden, möglichst viel Energie im eigenen Land erzeugen und nicht ständig von derartigen Preisschwankungen abhängig sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Bundesminister, man könnte ja den Eindruck gewinnen, dass Sie jetzt schon in grünen Anzügen herumlaufen und nicht mehr nur mit grüner Krawatte. Das ist alles super. Ich mache Sie aber darauf aufmerksam, dass Sie auf die Bundesverfassung angelobt sind (Zwischenruf des Abg. Hörl) und die Bevölkerung ein Recht darauf hat, dass die Bundesregierung verfassungskonform vorgeht.
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Also noch einmal die Frage: Werden Sie dafür sorgen, dass die Bundesregierung die Verfassung einhält? (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Moser und Mag. Wurm.
unsere Ideen, eigentlich!) Ich halte die Ökologisierung des Steuersystems für richtig. Wenn Sie mich oder einen Mandatar hier fragen, ob wir die Verfassung einhalten, dann beantwortet sich das, glaube ich, von selbst. Wir sind auf die Bundesverfassung abgelobt, das ist ganz klar. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Moser und Mag. Wurm.) Sie haben ja auch registriert, dass wir heute im Anschluss an die Fragestunde das Bundesfinanzrahmengesetz diskutieren werden. Wir sind jetzt in der Phase, diese Konzepte zu entwickeln.
Beifall bei der ÖVP.
Ich meine, Sie werden mit mir doch darin übereinstimmen, dass eine Ökologisierung des Steuersystems, ein Umbau des Steuersystems nicht von heute auf morgen erfolgen kann, wenn er seriös ist – und darauf haben die Österreicher und Österreicherinnen Anspruch. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
sozusagen nicht zusammenkommen sind, und dass in den nächsten Monaten nach einer Lösung gesucht wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Wann? Uhrzeit?
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich: Sehr geehrte Frau Abgeordnete, ich habe gerade erklärt, dass sowohl die ÖBB als auch die Bauern eine Nachdenkpause vereinbart haben und in den nächsten Monaten weiter über das Projekt reden wollen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Wann? Uhrzeit?) Daher werde ich jetzt diesen Gesprächen nicht vorgreifen. Es macht Sinn, dass sich die Beteiligten zusammensetzen und vielleicht ein gemeinsames Projekt entwickeln. – Danach entscheidet die Behörde. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich: Sehr geehrte Frau Abgeordnete, ich habe gerade erklärt, dass sowohl die ÖBB als auch die Bauern eine Nachdenkpause vereinbart haben und in den nächsten Monaten weiter über das Projekt reden wollen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Wann? Uhrzeit?) Daher werde ich jetzt diesen Gesprächen nicht vorgreifen. Es macht Sinn, dass sich die Beteiligten zusammensetzen und vielleicht ein gemeinsames Projekt entwickeln. – Danach entscheidet die Behörde. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Jakob Auer: Da wart’s ihr ja dagegen in Lambach! Blau und Grün, eine unheilige Allianz war das! – Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Guten Morgen, Herr Bundesminister! Ja, im Gegensatz zu den Grünen sind wir für den Ausbau der Wasserkraft. Wenn wir irgendwann energieautark werden wollen, müssen wir das machen. (Abg. Jakob Auer: Da wart’s ihr ja dagegen in Lambach! Blau und Grün, eine unheilige Allianz war das! – Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Ergebnis war nicht eine Verordnung einer Nachdenkpause, sondern man hat sich schlicht und einfach darauf geeinigt, dass man sagt, wir sind nicht zusammengekommen, daher reden und verhandeln wir weiter – und das halte ich durchaus für sinnvoll. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben in der Energiestrategie festgelegt, dass ein Teil der Erreichung der Ziele im Bereich erneuerbare Energie der Ausbau der Wasserkraft ist. Wir haben versucht, ein realistisches Potential hineinzuschreiben und keine Märchenzahlen, unter gleichzeitiger – und das betone ich als Umweltminister sehr stark – Berücksichtigung der Ökologie und der Einzigartigkeit der österreichischen Flusslandschaften. Das soll gewahrt sein. Ich behaupte, dass beides geht, dass wir beides unter einen Hut bringen können, nämlich Ökologie und Ökonomie. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das müssen Sie die ÖBB fragen, die das Projekt ja eingereicht haben und die selbst freiwillig gesagt haben, sie machen eine Nachdenkpause und reden noch mit den betroffenen Bauern. Ich halte das für vernünftig und schließe mich dem an. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber andere Staaten haben einen derartigen Lenkungseffekt vorexerziert. Deutschland hat damit beispielsweise 250 000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Es ist richtig, dass wir einen Ausstieg aus den fossilen Energieträgern vorbereiten, die einerseits ohnehin weniger werden und andererseits völlig den Spekulationen ausgesetzt sind. So steigt jetzt der Erdölpreis wieder, obwohl genug Erdöl da ist. Wir sind völlig abhängig von der Energieversorgung, und da müssen wir herauskommen. Dazu müssen wir unser Steuersystem umbauen und auch unser Energiesystem, nämlich in Richtung Energieautarkie, also möglichst Selbstversorgung mit Energie, den Bedarf aus heimischen Ressourcen abdecken. – Dafür stehe ich und das halte ich für sinnvoll! (Beifall bei der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Bevor ich Herrn Abgeordnetem Lugar die Möglichkeit gebe, eine zweite Frage zu stellen, darf ich, weil heute der „Girls’ Day“ ist, an dem sich auch das Parlament beteiligt, die jungen Damen – die „Girls“ sozusagen – auf der Besuchergalerie, die uns heute im Parlament besuchen – es sind 41 an der Zahl –, sehr herzlich begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich: Sehr geehrter Herr Abgeordneter! Frau Präsidentin, es sind ja nicht nur „Girls“ hier, sondern auch „Boys“ – auch reifere „Boys“ und „Girls“. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.) Insofern ist es gut, dass wir hier heute die
Beifall bei der ÖVP.
Bei der letzten Klubklausur des ÖVP-Klubs haben wir ja derartige Dinge auch entwickelt, und das wurde auch medial präsentiert. Das hat Sinn! Das bringt der österreichischen Bevölkerung etwas und verändert Österreich positiv und nachhaltig. Wir haben die Pläne und haben sie auch öffentlich präsentiert. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber eines darf ich Ihnen schon sagen: Die ökosoziale Marktwirtschaft kommt aus dem bäuerlichen Bereich, aus Bauerbundkreisen und wurde in der ÖVP unter Josef Riegler entwickelt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Winter: Nein!
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich: Sehr verehrte Frau Abgeordnete, Sie müssen das jetzt präzisieren: Meinen Sie das Geld, das über das JI/CDM-Programm aufgewendet wurde, wo wir sozusagen Umweltprojekte im Ausland unterstützen und dabei Emissionsrechte bekommen? (Abg. Dr. Winter: Nein!) Das meinen Sie nicht – sondern insgesamt? (Abg. Dr. Winter: Ja!) Diese Zahlen müsste ich Ihnen nachliefern, weil der Emissionszertifikatehandel ja nicht nur über mein Ministerium, sondern auch über die Betriebe läuft. Das kann ich Ihnen gerne nachliefern.
Abg. Dr. Winter: Ja!
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich: Sehr verehrte Frau Abgeordnete, Sie müssen das jetzt präzisieren: Meinen Sie das Geld, das über das JI/CDM-Programm aufgewendet wurde, wo wir sozusagen Umweltprojekte im Ausland unterstützen und dabei Emissionsrechte bekommen? (Abg. Dr. Winter: Nein!) Das meinen Sie nicht – sondern insgesamt? (Abg. Dr. Winter: Ja!) Diese Zahlen müsste ich Ihnen nachliefern, weil der Emissionszertifikatehandel ja nicht nur über mein Ministerium, sondern auch über die Betriebe läuft. Das kann ich Ihnen gerne nachliefern.
Beifall bei der ÖVP.
Mir und auch dem Finanzminister, der ja für das Bewertungsgesetz zuständig ist, geht es darum, dass wir dieses System bewahren, weil es einerseits den kleinen Bauern Kosten erspart und andererseits auch der Finanzverwaltung Kontrollkosten erspart, weil es vereinfacht ist. Dieses System wollen wir weiter bewahren, weil wir den Bauern Sicherheit geben wollen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich habe in diesem Zusammenhang auch den Vorwurf, der von der AK erhoben wurde, dass die Bauern Steuerflucht betreiben würden, als extrem unfair und ungerecht empfunden, weil das nicht stimmt. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner
Gerade die Pauschalierung stellt bei den kleinen bäuerlichen Betrieben die Basis dar. Wie Sie wissen, haben die Bauern im Vorjahr ein Einkommensminus von 20 Prozent gehabt. Angesichts dessen hier jetzt zu sagen, bei den Bauern gäbe es eine Steuerflucht (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner) – Sie haben es nicht gesagt, aber andere –, ist nicht fair. Das ist nicht richtig, und ich hoffe, dass wir auf eine sachliche Ebene zurückkommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Gerade die Pauschalierung stellt bei den kleinen bäuerlichen Betrieben die Basis dar. Wie Sie wissen, haben die Bauern im Vorjahr ein Einkommensminus von 20 Prozent gehabt. Angesichts dessen hier jetzt zu sagen, bei den Bauern gäbe es eine Steuerflucht (Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner) – Sie haben es nicht gesagt, aber andere –, ist nicht fair. Das ist nicht richtig, und ich hoffe, dass wir auf eine sachliche Ebene zurückkommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Der Einheitswert ist die Basis für die Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge, und es ist unbestritten, dass die Kleinbetriebe bis zu den ersten 15 Hektar bezogen auf den Einheitswert prozentuell die höchsten Sozialversicherungsabgaben leisten, und auch die Direktvermarkter müssen nach den entsprechenden gesetzlichen Vorgaben zusätzliche Beiträge zahlen. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Unsere Aufgabe wäre es, diese Betriebe zu sichern.
Abg. Dr. Pirklhuber: Genau das passt ja nicht!
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich: Sehr geehrter Herr Abgeordneter, das, was Sie ausgeführt haben, zeigt ja gerade das, was wir vorhin diskutiert haben: Wenn Bauern ein Zusatzeinkommen lukrieren, wie zum Beispiel aus der Direktvermarktung, dann leisten sie auch mehr Abgaben. Das passiert ja. (Abg. Dr. Pirklhuber: Genau das passt ja nicht!) Das unterstreicht ja nur, dass das System funktioniert, dass es richtig ist und auch Sinn ergibt.
Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht!
Daraus schließe ich, dass Sie das verschieben, weil es 2009 schon einen Einkommensverlust gegeben hat und es durch eine Neubewertung der Einheitswerte zu einer zusätzlichen Belastung gekommen wäre. (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht!)
Abg. Bucher: Die sind von Rot und Schwarz abhängig!
Diese Maßnahmen wurden zusätzlich von vier unabhängigen Institutionen – dem Wifo, dem Umweltbundesamt, der Energieagentur und der E-Control – bewertet (Abg. Bucher: Die sind von Rot und Schwarz abhängig!), um zu sehen, welche Öko-Effekte es gibt, ob das, was da vorgeschlagen wurde, überhaupt realistisch ist – das wurde nachgewiesen –, welche Arbeitsplätze geschaffen werden und welche Klimaeffekte wir erzielen können. All das ist hier festgehalten.
Abg. Mag. Brunner: Ja eh!
Ich bin aber nicht ganz Ihrer Meinung, denn ich denke schon, dass wir die Debatte über die erneuerbare Energie in Österreich führen müssen. (Abg. Mag. Brunner: Ja eh!) Sie wissen, dass es genug Gruppierungen gibt, die die erneuerbare Energie nicht so positiv sehen wie wir beide. Das ist ein Aspekt, den wir intensivieren müssen, weil kein Weg daran vorbeiführen wird.
Abg. Mag. Brunner: Das war nicht meine Frage!
Diese Maßnahmen konsequent umzusetzen führt uns auf den richtigen Weg. (Abg. Mag. Brunner: Das war nicht meine Frage!)
Abg. Bucher: 2,7 Millionen!
Abgeordneter Mag. Josef Auer (SPÖ): Sehr geehrter Herr Minister, bevor ich meine Frage stelle, möchte ich Sie um etwas bitten. Sie haben vor ein paar Minuten wieder einmal gesagt – das hört man sehr oft –, dass über 2 Millionen Österreicherinnen und Österreicher keine Steuern zahlen. (Abg. Bucher: 2,7 Millionen!) Richtig ist, dass sie keine Einkommensteuer zahlen. Ich würde Sie schon bitten, dass wir das in Zukunft immer in der richtigen Form bringen.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was Sie nicht gesagt haben, ist, dass es sehr viele Großkonzerne und viele Kapitalisten, wenn ich das hier so sagen darf, gibt, die wirklich sehr, sehr wenig Steuern zahlen in Anbetracht dessen, was sie eigentlich zahlen könnten. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Das war jetzt keine Frage, das war eine Zumutung!
Meine konkrete Frage ist: Welche erneuerbaren Energieträger haben auf Basis der Maßnahmenvorschläge zur Energiestrategie Ihrer Einschätzung nach das größte Ausbaupotenzial und in welcher Höhe könnten Sie sich das bei der Photovoltaik vorstellen? (Abg. Grillitsch: Das war jetzt keine Frage, das war eine Zumutung!)
Abg. Bucher: Lohnsteuer!
Mir ist es nur darum gegangen, dass die Bauern genauso behandelt werden wie alle anderen Staatsbürger. Wer ein hohes Einkommen hat, bezahlt Steuern, und wer ein geringes Einkommen hat, sei es ein Arbeitnehmer oder ein Bauer, ist eben von der Steuer befreit, damit er ordentlich leben kann. Nichts anderes will ich. Da habe ich eben gesagt, dass 2,7 Millionen Menschen in Österreich keine Einkommensteuer zahlen (Abg. Bucher: Lohnsteuer!), keine Lohnsteuer zahlen, weil sie eben kein derart hohes Einkommen haben.
Beifall bei der ÖVP.
Zu Ihrer Frage: In der Energiestrategie steht zum Beispiel sehr genau, dass die forstliche Biomasse Potenzial zur Verdopplung hat und die landwirtschaftliche Biomasse großes Potenzial hat. Es wäre eine eigene Biogasstrategie vorgesehen. Im Bereich der Photovoltaik wird sehr großes Potenzial gesehen, wobei auch da richtig ist, dass sie kompetitiver, wettbewerbsfähiger werden muss, weil da die eingesparte Tonne CO2 nach wie vor sehr teuer erkauft wird. Ich bin sehr wohl dafür, dass die Sonnenenergie genutzt wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja einzigartig, was Sie da machen! Stellt sich der Bundeskanzler her und sagt, er weiß gar nicht, ob das so kommt!
Eine Vorschau hat einen Vor- und einen Nachteil: Sie hat den Vorteil, dass man unter gewissen Annahmen so etwas wie eine mittelfristige Politik vorbereitet, sie hat aber auch den Nachteil, dass man von Annahmen bis zum Jahr 2014 ausgeht, von denen man zur Stunde nicht sagen kann, ob sie so eintreten werden. Niemand wäre vor fünf Jahren in der Lage gewesen, das heurige Jahr richtig zu prognostizieren, die Annahmen so zu treffen, dass sie mit den heutigen Gegebenheiten übereinstimmen. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja einzigartig, was Sie da machen! Stellt sich der Bundeskanzler her und sagt, er weiß gar nicht, ob das so kommt!)
Abg. Mag. Kogler: Die fragen eh so auch!
Eine Vorschau, ein Rahmengesetz ist so etwas wie ein Pfad, der für die Verantwortlichen so etwas wie eine Richtung für einnahmen- und ausgabenseitige Maßnahmen vorgibt, innerhalb welcher Leistungen zu erbringen sind. Ein Abbau der von den Wirtschaftsforschern prognostizierten Verschuldung kann nur erreicht werden, wenn sowohl auf der Einnahmen- als auch auf der Ausgabenseite etwas geschieht. Dass sich die Bevölkerung fragen wird, ob es da sowohl bei den einnahmen- als auch bei den ausgabenseitigen Maßnahmen gerecht zugeht, ist etwas, wofür wir verantwortlich zeichnen. (Abg. Mag. Kogler: Die fragen eh so auch!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Das heißt, die Stärken unserer Kleinbetriebe, unserer Mittelbetriebe, unsere Investitionen, die Kaufkraft in unserem Land sind etwas, das uns hilft, dass wir in Europa die zweitgeringste Arbeitslosigkeit haben. Daher sind auch all diese Maßnahmen daran zu messen, ob sie im Hinblick auf die wesentlichen Punkte soziale Sicherheit und Beschäftigungspolitik eine Leistung erbringen. Denn eines ist sicher: Keine Politik – auch keine einnahmenseitige – kann besser, stärker und langfristiger sein als Wachstum. Wachstum ist die einzige Chance, ein Land wieder aus der Krise zu bringen und die Beschäftigung mittel- und langfristig zu erhöhen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Wieso machen Sie es dann?
Die Wirtschaftsforscher haben ganz klar gesagt, 2 Prozent Wachstum sind so etwas wie eine Untergrenze, damit die Beschäftigung wieder steigt. Wir dürfen also das Wachstum nicht behindern, wir dürfen nicht zusehen, wenn die Kaufkraft sinkt. (Abg. Scheibner: Wieso machen Sie es dann?) Kaufkraftstärkung ist daher ein wichtiges Element unserer Politik.
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler
Wir dürfen dort, wo wir Investitionen bei Konjunkturprogrammen beschlossen haben, nicht zur Tagesordnung übergehen (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler), sondern müssen sehr genau nachrechnen, schauen, ob die Investitionen durchgeführt wurden, da ein Teil dieser Konjunkturprogramme die Investitionen und damit auch die Beschäftigung stärken soll.
Abg. Ing. Westenthaler: Nach der Wiener Wahl!
Wir haben also vor den Augen der Öffentlichkeit vieles vorzubereiten, das in Zahlen gegossen, in allen Details festgelegt beim jeweiligen Budget diesem Haus vorzulegen und dann hier zu beschließen sein wird. Es wird also Ende dieses Jahres für das nächste Jahr ein Budget geben, das sich in diesem Rahmen zu halten hat, das aber in den Details natürlich dann feststeht, wenn es für Ende dieses Jahres vorbereitet wird. (Abg. Ing. Westenthaler: Nach der Wiener Wahl!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich möchte auch sehr deutlich sagen, dass alle Antworten auf die Spekulationen und auf die Frage, wie weit wir von Griechenland entfernt sind, von uns sehr viel Präzision und Genauigkeit verlangen. Sie wissen, dass die Prognose der Europäischen Kommission für 2010 Österreich mit 70 Prozent Verschuldung des Bruttoinlandsproduktes sieht und Griechenland mit 125 Prozent. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Das sind 160 Milliarden € Unterschied! Und das muss durch aktives Handeln auch so bleiben. Wir werden nicht zufällig nicht wie Griechenland, sondern wir werden durch aktives Handeln Österreich nie in eine Situation bringen, wie sie Griechenland derzeit erlebt. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie einmal etwas zum Finanzrahmen!
Daher ist es notwendig, dass wir diese Verantwortung wahrnehmen und gemeinsam sozial gerecht (Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie einmal etwas zum Finanzrahmen!), engagiert vorgehen für Beschäftigung, für Strukturwandel, etwa im Bereich der neuen Technologien, im Bereich der Umwelttechnologien, Marktchancen in unserem Land in der Wirtschaft, in der Bildung, in der Ausbildung, in der Forschung vorbereiten. So gehen wir in der Krise gerecht vor und schaffen für nach der Krise die besten Voraussetzungen für unser Land. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Daher ist es notwendig, dass wir diese Verantwortung wahrnehmen und gemeinsam sozial gerecht (Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie einmal etwas zum Finanzrahmen!), engagiert vorgehen für Beschäftigung, für Strukturwandel, etwa im Bereich der neuen Technologien, im Bereich der Umwelttechnologien, Marktchancen in unserem Land in der Wirtschaft, in der Bildung, in der Ausbildung, in der Forschung vorbereiten. So gehen wir in der Krise gerecht vor und schaffen für nach der Krise die besten Voraussetzungen für unser Land. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Danke, Herr Finanzminister!
Bundesminister für Finanzen Vizekanzler Dipl.-Ing. Josef Pröll: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Wenn heute irgendwo in Österreich ein Kind geboren wird, dann hat es bereits 23 942 € Schulden. (Abg. Ing. Westenthaler: Danke, Herr Finanzminister!) Ein Schuldenrucksack, der unverantwortlich groß ist und der, wie der Herr Bundeskanzler angesprochen hat, wenn wir nichts tun, im Jahr 2014 pro Kind bereits auf 31 500 € angewachsen sein wird!
Abg. Ing. Westenthaler: Wer soll Ihnen das glauben?
Es gibt aber auch gute Nachrichten – und da bin ich bei dem Thema, das uns ab heute beschäftigen wird –: Mit dem heutigen Tag sagen wir dieser unfairen Zukunftsbelastung gemeinsam den Kampf an: das Bundesfinanzrahmengesetz als erster wichtiger Meilenstein zur Bekämpfung der Schulden, zur Bekämpfung der Zinszahlungen (Abg. Ing. Westenthaler: Wer soll Ihnen das glauben?) und für die Zukunft der nächsten Generationen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Beim Grasser hat es auch so angefangen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Beim Grasser hat es auch so angefangen!
Es gibt aber auch gute Nachrichten – und da bin ich bei dem Thema, das uns ab heute beschäftigen wird –: Mit dem heutigen Tag sagen wir dieser unfairen Zukunftsbelastung gemeinsam den Kampf an: das Bundesfinanzrahmengesetz als erster wichtiger Meilenstein zur Bekämpfung der Schulden, zur Bekämpfung der Zinszahlungen (Abg. Ing. Westenthaler: Wer soll Ihnen das glauben?) und für die Zukunft der nächsten Generationen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Beim Grasser hat es auch so angefangen!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Die Exporte sind 2009 um 20 Prozent eingebrochen. Für ein exportorientiertes Land wie Österreich, wo am Export Hunderttausende Arbeitsplätze hängen, eine Riesenherausforderung, und trotzdem – Hand aufs Herz – sagen sich heute viele Menschen, auch die, die heute zuhören und vor den Fernsehschirmen sitzen: Ich habe eigentlich kaum etwas gespürt. Und warum – da nehme ich heute ganz bewusst Regierung und Opposition in ein Boot – haben die meisten, fast alle, nichts gespürt? – Weil wir niemanden im Regen stehen haben lassen, was Arbeitslosigkeit betrifft, weil wir sie mit der Kurzarbeit bekämpft haben, weil wir mit der Steuerreform und mit den Konjunkturpaketen den ärgsten Schaden abgewendet haben. Gemeinsam! Eine große Errungenschaft des Jahres 2009. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber – und das ist der entscheidende Schlüsselsatz jetzt nach dem Jahr der Krise 2009 – das hat alles Geld gekostet, sehr viel Geld sogar. Und deswegen müssen wir jetzt dazu übergehen, diese starke Belastung für die Republik, für die Zukunft unserer Kinder und die nächsten Generationen wieder ins Lot zu bringen. Die nächste Herausforderung der Krisenbewältigung steht jetzt erst vor uns, und wir beginnen mit dem Finanzrahmen heute einen ganz entscheidenden Schritt. Wir müssen verhindern – das zeigt sich auch in anderen Ländern, etwa in Griechenland, dramatisch –, dass die Finanzkrise, die zur Wirtschaftskrise wurde, zur Budgetkrise für Österreich wird. Das ist der Schlüssel, den wir in der Hand haben, den wir selbst jetzt gestalten können und mit dem wir auch die richtigen Dinge anzugehen haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
schulden aufgrund der Krise und aufgrund der Größe des Pakets, das es zu bewältigen gilt, ein fairer Balanceakt: 60 Prozent ausgabenseitig – und Sparen als Schwerpunkt – und 40 Prozent bei den Einnahmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir werden auch diese Mammutaufgabe, die es jetzt bis in den Herbst zu bewältigen gilt, innerhalb des Rahmens alle Details mit den Ministerien, was das Sparen betrifft, zu verhandeln, erledigen, wir werden aber natürlich auch in Gespräche und Verhandlungen mit den Bundesländern eintreten. Das ist überhaupt keine Frage. Alles, was wir zwischen Bund, Ländern und Gemeinden gemeinsam voranbringen, alles, worin wir effizienter werden und mehr sparen, verringert die Steuerlast. Mehr sparen heißt weniger Steuern. Das muss unser Ziel sein, auch in den nächsten Wochen und Monaten, gerade auch zur Kaufkraftstärkung und zur Entlastung der Menschen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Aber auch nicht so wenig, dass Sie sie dauernd übersehen müssen!
Hohes Haus! Ein sehr offenes Wort am Beginn dieser Debatte: Dieser Sparkurs wird auch nicht schmerzfrei ablaufen. Es wird auch nicht genügen, die Reichen zu schröpfen, auch wenn das in der Debatte für manche noch so verführerisch klingt. Nur, mit Verlaub: Banken, Konzerne, Superreiche haben wir in Österreich nicht genug, um allein mit deren Leistung den Einsparungsbedarf in dieser Größenordnung zu decken. (Abg. Mag. Kogler: Aber auch nicht so wenig, dass Sie sie dauernd übersehen müssen!) Daher, Herr Abgeordneter Kogler, sei hier auch die Wahrheit gesagt: Jeder wird seinen Beitrag leisten müssen, genauso wie jeder Einzelne in diesem Land ja auch von den Maßnahmen zur Krisenbewältigung profitiert hat.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es gibt für mich auch eine Prämisse aus grundsätzlicher wirtschafts- und finanzpolitischer Sicht, die ich vertrete und für die ich arbeite: Zuerst Sparen und Effizienz steigern, alles tun, um das Wachstum anzukurbeln – jedes Zehntelprozent Wachstum verringert die Sozialausgaben, erhöht die Einnahmen und bringt die richtige Dynamik für die Zukunft –, und erst im dritten Schritt dann auch über die Einnahmen im Detail diskutieren, bei denen ich überzeugt bin, dass wir, so wie beim Sparen, einen guten Mix finden werden, der sozial gerecht und leistungsgerecht, sozial verträglich und wirtschaftlich vernünftig ist. Das wird die Handlungsanleitung für die Zukunft sein, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
innere Sicherheit und der Bereich Arbeitsmarkt, die weniger zur Konsolidierung beitragen sollen als andere Politikbereiche. Auch das eine wichtige Botschaft: Nicht mit dem Rasenmäher, sondern mit klarer Schwerpunktsetzung, um das Richtige für Österreich zu tun. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Na ja!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir sollten diesen Bundesfinanzrahmen nicht kleinreden. Noch nie zuvor gab es so etwas, und kein anderes Land der Europäischen Union kennt eine derart moderne, vorausschauende Budgetplanung, wie sie dieser Bundesfinanzrahmen darstellt. (Abg. Mag. Kogler: Na ja!) Er ist nicht auf meinem „Mist“ gewachsen. Es waren meine Vorgänger, die ihn gemeinsam entwickelt haben, und Sie, die ihn hier im Parlament klug und richtig einstimmig angenommen haben. Alle waren dafür, denn wie in einem Unternehmen, das wirtschaften muss, wie in einer Familie ist es gut, nicht nur ans nächste Jahr zu denken, sondern einen längerfristigen Rahmen anzulegen. Deswegen bin ich froh, dass wir diesen Bundesfinanzrahmen bis 2014 gemeinsam heute hier präsentieren und in der weiteren Folge im Parlament auch entsprechend diskutieren werden.
Abg. Bucher: Die Schulden sind höher als vorher!
Diese Schuldenbremse, die wir damit einziehen, ist der richtige Weg und die richtige Perspektive und gibt – lassen Sie mich das am Schluss noch sagen – nicht nur für die Österreicherinnen und Österreicher, nicht nur für unsere eigene Perspektive ein richtiges Signal (Abg. Bucher: Die Schulden sind höher als vorher!), sondern dieser Bundesfinanzrahmen, meine sehr geehrten Damen und Herren – reden Sie das nicht klein, Herr Abgeordneter Bucher –, gibt ein wichtiges Signal an die internationalen Finanzmärkte. Die ganze Welt, die Rating-Agenturen schauen auf Europa. Sie schauen sich jedes einzelne Land an. Wir sind die Ersten, die so etwas vorlegen, wir sind die Einzigen mit einer Perspektive bis 2014. Wir sind die Einzigen, die eine klare Disziplin anlegen, unter 3 Prozent zurückzukommen.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Das tut gut im Rating der internationalen Agenturen. Wir zahlen weniger Zinsen als alle anderen für unsere Staatsschuld, und es ist auch ein wesentlicher Punkt, dass wir der internationalen Gemeinschaft frühzeitig und klar präsentieren: Österreich ist handlungsbereit, einsatzfähig, wir haben uns die richtigen Dinge zur richtigen Zeit auch für die Zukunft vorgenommen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Halten Sie sich ans Präsidialprotokoll! Das geht auf die Redezeit!
Abschließend, meine sehr geehrten Damen und Herren: Ich bin zuversichtlich, aus mehreren Gründen, dass es gelingen kann. (Abg. Mag. Kogler: Halten Sie sich ans Präsidialprotokoll! Das geht auf die Redezeit!)
Anhaltender Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Die Chance haben wir mit dem Finanzrahmen. Der erste Eckpunkt ist eingeschlagen. Ich freue mich auf eine intensive, faire und auf Fakten basierende Diskussion über die Zukunft Österreichs. (Anhaltender Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Bundeskanzler Faymann: Ich habe schon gespart! – Heiterkeit, Beifall und Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Die Redezeit ist ausgewogen. Die Überziehung des Herrn Vizekanzlers wurde durch den Herrn Bundeskanzler eingespart. (Bundeskanzler Faymann: Ich habe schon gespart! – Heiterkeit, Beifall und Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Bucher: Immer, wenn ihr in der Enge seid, dann sollen wir zusammenhalten!
Ich glaube – und das wäre auch mein Appell an die drei Oppositionsparteien –, man sollte auch in dieser Frage zuerst einmal an Österreich denken, an die Menschen, die hier leben und arbeiten. Ich würde anregen, dass man wirklich nach Wegen sucht, dass wir hier gemeinsam an Lösungen arbeiten, kurz, dass wir fünf Parteien hier einmal zusammenhalten in der Krise (Abg. Bucher: Immer, wenn ihr in der Enge seid, dann sollen wir zusammenhalten!) und dass wir ein Signal aus diesem Haus aussenden an die Bevölkerung, alle fünf Parteien, wie wir es schon einmal gemacht haben. (Abg. Mag. Kogler: Sie sollten jetzt einmal die Wahrheit sagen!) Erinnern Sie sich an dieses eine Bankenhaftungspaket, wo alle fünf Parteien damals das beschlossen haben, dass wir gemeinsam an dieser Krisenbewältigung arbeiten. Nicht nur Kopfschütteln, Kopfschütteln ist noch keine Krisenbewältigung, sondern daran arbeiten, Herr Bucher! Das ist einmal das Entscheidende, und daran wollen wir uns jetzt orientieren. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Sie sollten jetzt einmal die Wahrheit sagen!
Ich glaube – und das wäre auch mein Appell an die drei Oppositionsparteien –, man sollte auch in dieser Frage zuerst einmal an Österreich denken, an die Menschen, die hier leben und arbeiten. Ich würde anregen, dass man wirklich nach Wegen sucht, dass wir hier gemeinsam an Lösungen arbeiten, kurz, dass wir fünf Parteien hier einmal zusammenhalten in der Krise (Abg. Bucher: Immer, wenn ihr in der Enge seid, dann sollen wir zusammenhalten!) und dass wir ein Signal aus diesem Haus aussenden an die Bevölkerung, alle fünf Parteien, wie wir es schon einmal gemacht haben. (Abg. Mag. Kogler: Sie sollten jetzt einmal die Wahrheit sagen!) Erinnern Sie sich an dieses eine Bankenhaftungspaket, wo alle fünf Parteien damals das beschlossen haben, dass wir gemeinsam an dieser Krisenbewältigung arbeiten. Nicht nur Kopfschütteln, Kopfschütteln ist noch keine Krisenbewältigung, sondern daran arbeiten, Herr Bucher! Das ist einmal das Entscheidende, und daran wollen wir uns jetzt orientieren. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube – und das wäre auch mein Appell an die drei Oppositionsparteien –, man sollte auch in dieser Frage zuerst einmal an Österreich denken, an die Menschen, die hier leben und arbeiten. Ich würde anregen, dass man wirklich nach Wegen sucht, dass wir hier gemeinsam an Lösungen arbeiten, kurz, dass wir fünf Parteien hier einmal zusammenhalten in der Krise (Abg. Bucher: Immer, wenn ihr in der Enge seid, dann sollen wir zusammenhalten!) und dass wir ein Signal aus diesem Haus aussenden an die Bevölkerung, alle fünf Parteien, wie wir es schon einmal gemacht haben. (Abg. Mag. Kogler: Sie sollten jetzt einmal die Wahrheit sagen!) Erinnern Sie sich an dieses eine Bankenhaftungspaket, wo alle fünf Parteien damals das beschlossen haben, dass wir gemeinsam an dieser Krisenbewältigung arbeiten. Nicht nur Kopfschütteln, Kopfschütteln ist noch keine Krisenbewältigung, sondern daran arbeiten, Herr Bucher! Das ist einmal das Entscheidende, und daran wollen wir uns jetzt orientieren. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Bucher: Aber nicht auf die Regierungsarbeit!
Man kann auch ein bisschen stolz sein, auch als Opposition. (Abg. Bucher: Aber nicht auf die Regierungsarbeit!) Wenn Österreich in der Arbeitslosenquote bei 5 Prozent liegt, die Europäische Union hingegen bei 9,6 Prozent, dann kann man auch stolz sein. (Abg. Bucher: Vergleichen Sie nicht mit Griechenland, sondern mit der Schweiz!) Stolz kann man auch darauf sein, dass wir den richtigen Weg gehen und dass wir die richtigen Beschlüsse gefasst haben, und bei manchen Beschlüssen haben Sie ja mitgewirkt. Warum verleugnen Sie oft auch Ihre eigene Arbeit? Das verstehe ich nicht. Sie müssen einen ziemlich depressiven Politikzugang haben. Ich will Ihnen ein bisschen helfen, dass sich das ändert, und heute soll einmal ein Weg in diese Richtung gehen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Bucher: Vergleichen Sie nicht mit Griechenland, sondern mit der Schweiz!
Man kann auch ein bisschen stolz sein, auch als Opposition. (Abg. Bucher: Aber nicht auf die Regierungsarbeit!) Wenn Österreich in der Arbeitslosenquote bei 5 Prozent liegt, die Europäische Union hingegen bei 9,6 Prozent, dann kann man auch stolz sein. (Abg. Bucher: Vergleichen Sie nicht mit Griechenland, sondern mit der Schweiz!) Stolz kann man auch darauf sein, dass wir den richtigen Weg gehen und dass wir die richtigen Beschlüsse gefasst haben, und bei manchen Beschlüssen haben Sie ja mitgewirkt. Warum verleugnen Sie oft auch Ihre eigene Arbeit? Das verstehe ich nicht. Sie müssen einen ziemlich depressiven Politikzugang haben. Ich will Ihnen ein bisschen helfen, dass sich das ändert, und heute soll einmal ein Weg in diese Richtung gehen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Man kann auch ein bisschen stolz sein, auch als Opposition. (Abg. Bucher: Aber nicht auf die Regierungsarbeit!) Wenn Österreich in der Arbeitslosenquote bei 5 Prozent liegt, die Europäische Union hingegen bei 9,6 Prozent, dann kann man auch stolz sein. (Abg. Bucher: Vergleichen Sie nicht mit Griechenland, sondern mit der Schweiz!) Stolz kann man auch darauf sein, dass wir den richtigen Weg gehen und dass wir die richtigen Beschlüsse gefasst haben, und bei manchen Beschlüssen haben Sie ja mitgewirkt. Warum verleugnen Sie oft auch Ihre eigene Arbeit? Das verstehe ich nicht. Sie müssen einen ziemlich depressiven Politikzugang haben. Ich will Ihnen ein bisschen helfen, dass sich das ändert, und heute soll einmal ein Weg in diese Richtung gehen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Bucher: War er das bisher nicht?
Daher meine ich, dass wir deswegen auch für einen handlungsfähigen Staat sind (Abg. Bucher: War er das bisher nicht?), damit er die Zukunftsfestigkeit auch mit öffentlichen Geldern garantieren kann – Stichwort: Bildung –, die soziale Sicherheit, die Lebensplanung absichern kann und trotzdem dabei eine Krisenfestigkeit entwickeln kann. Das
Abg. Bucher: Aber Sie kürzen ja!
heißt, wir brauchen einen handlungsfähigen Staat. Wir müssen schauen, dass die Zinsendienste möglichst gering sind, dass möglichst viel Geld in der Staatskasse ist, das vernünftig für die Zukunft, für die soziale Sicherheit, für die Gesundheit, für den Wettbewerb, für die kleineren und mittleren Unternehmer eingesetzt werden kann (Abg. Bucher: Aber Sie kürzen ja!), die in Wirklichkeit schuldlose Opfer dieser Finanz- und Wirtschaftskrise geworden sind.
Abg. Bucher – ein Exemplar des Strategieberichts zum Bundesfinanzrahmengesetz in die Höhe haltend –: Aber da drinnen kürzen Sie doch!
Da haben wir doch einen Grundkonsens. Sagen Sie mir, wo Sie dem, was ich bis jetzt gesagt habe, nicht zustimmen können. Ehrlich! (Abg. Bucher – ein Exemplar des Strategieberichts zum Bundesfinanzrahmengesetz in die Höhe haltend –: Aber da drinnen kürzen Sie doch!) Oder Sie wollen einfach nicht zustimmen, weil heute ein schlechter Tag ist. Aber ich glaube, da gibt es doch die Möglichkeit, einen Konsens zu finden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da haben wir doch einen Grundkonsens. Sagen Sie mir, wo Sie dem, was ich bis jetzt gesagt habe, nicht zustimmen können. Ehrlich! (Abg. Bucher – ein Exemplar des Strategieberichts zum Bundesfinanzrahmengesetz in die Höhe haltend –: Aber da drinnen kürzen Sie doch!) Oder Sie wollen einfach nicht zustimmen, weil heute ein schlechter Tag ist. Aber ich glaube, da gibt es doch die Möglichkeit, einen Konsens zu finden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bucher: Einfach so über den Daumen!
Was ich besonders wichtig finde, ist eben dieser Einnahmen-Ausgaben-Mix; 60 zu 40, in Wahrheit 50 zu 50, wenn man es sich genauer anschaut. Das, finde ich, ist positiv. Warum? – Wir alle wissen, dass es entscheidend ist, dass wir das Defizit von 4,7 wieder auf 2,3 absenken können (Abg. Bucher: Einfach so über den Daumen!), aber nicht Absenken des Defizits, weil Sparen ein Wert an sich ist und wir alle diesen Dreieckshut von der Ersten Österreichischen Sparkasse aufhaben oder weil wir der EU eine Freude machen wollen, sondern weil wir wollen, dass der Staat handlungsfähig ist, dass er intervenieren kann, dass er Wachstumspolitik machen kann, dass er Beschäftigungspolitik machen kann, das Bildungssystem modernisieren, das Gesundheitssystem modernisieren kann. (Abg. Bucher: Kollege Cap, Sie machen ja alles noch schlechter!)
Abg. Bucher: Kollege Cap, Sie machen ja alles noch schlechter!
Was ich besonders wichtig finde, ist eben dieser Einnahmen-Ausgaben-Mix; 60 zu 40, in Wahrheit 50 zu 50, wenn man es sich genauer anschaut. Das, finde ich, ist positiv. Warum? – Wir alle wissen, dass es entscheidend ist, dass wir das Defizit von 4,7 wieder auf 2,3 absenken können (Abg. Bucher: Einfach so über den Daumen!), aber nicht Absenken des Defizits, weil Sparen ein Wert an sich ist und wir alle diesen Dreieckshut von der Ersten Österreichischen Sparkasse aufhaben oder weil wir der EU eine Freude machen wollen, sondern weil wir wollen, dass der Staat handlungsfähig ist, dass er intervenieren kann, dass er Wachstumspolitik machen kann, dass er Beschäftigungspolitik machen kann, das Bildungssystem modernisieren, das Gesundheitssystem modernisieren kann. (Abg. Bucher: Kollege Cap, Sie machen ja alles noch schlechter!)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Da sollten Sie freudig auf das Angebot einsteigen und mit uns gemeinsam versuchen, diesen Zukunftsweg zu beschreiten. Schließlich wollen Sie ja auch gewählt werden. Jemand, der immer nur mieselsüchtig schaut, wird auf die Dauer nicht gewählt werden, sondern gewählt wird der, der Zukunftsoptimismus versprüht. Und das, glaube ich, das machen wir! (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Deswegen habe ich gestern schon gesagt, das ist auch ein systemisches Problem. Es geht nicht darum, was Einzelne unter dem Motto „das Böse ist immer und überall“ tun, sondern da muss man über das System nachdenken. Und das ist noch lange nicht irgendetwas Böses, sondern es kann durchaus etwas Konstruktives sein. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Bucher: 50 : 50!
Wenn man über neue Steuern nachdenkt (Abg. Bucher: 50 : 50!), sollte man in erster Linie auch die Frage nach der Verteilungsgerechtigkeit stellen, auch das ökologische Element ist durchaus ein berechtigtes. Nur sage ich, wenn man bei Treibstoffen, Heizöl und all diesen Produkten, die ohnehin schon teurer geworden sind, auch noch über Besteuerungen nachdenkt, dann wird es schwierig, weil es Auswirkungen auf die Inflation hat. Das ist ein ökonomischer Gedankengang: Es hat Auswirkungen auf die Inflation. (Zwischenrufe beim BZÖ.) – Ja, Sie sagen eh schon, dass ich recht habe. Daher sollte man in Wahrheit darüber nachdenken.
Zwischenrufe beim BZÖ.
Wenn man über neue Steuern nachdenkt (Abg. Bucher: 50 : 50!), sollte man in erster Linie auch die Frage nach der Verteilungsgerechtigkeit stellen, auch das ökologische Element ist durchaus ein berechtigtes. Nur sage ich, wenn man bei Treibstoffen, Heizöl und all diesen Produkten, die ohnehin schon teurer geworden sind, auch noch über Besteuerungen nachdenkt, dann wird es schwierig, weil es Auswirkungen auf die Inflation hat. Das ist ein ökonomischer Gedankengang: Es hat Auswirkungen auf die Inflation. (Zwischenrufe beim BZÖ.) – Ja, Sie sagen eh schon, dass ich recht habe. Daher sollte man in Wahrheit darüber nachdenken.
neuerliche Zwischenrufe beim BZÖ
Und es ist auch wichtig, dass man sich diese Frage stellt (neuerliche Zwischenrufe beim BZÖ) – na ja, die Frage ist schon auch berechtigt –, was die Mittelschichten betrifft, ein sehr produktiver Teil. Und die Mittelschichten sagen zu Recht – und ich möchte da sagen, wir sind auch die Verteidiger der Mittelschichten, der Menschen mit kleinerem und mittlerem Einkommen, aber vor allem auch der Mittelschichten – ... (Ironische Heiterkeit beim BZÖ. – Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit beim BZÖ. – Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Und es ist auch wichtig, dass man sich diese Frage stellt (neuerliche Zwischenrufe beim BZÖ) – na ja, die Frage ist schon auch berechtigt –, was die Mittelschichten betrifft, ein sehr produktiver Teil. Und die Mittelschichten sagen zu Recht – und ich möchte da sagen, wir sind auch die Verteidiger der Mittelschichten, der Menschen mit kleinerem und mittlerem Einkommen, aber vor allem auch der Mittelschichten – ... (Ironische Heiterkeit beim BZÖ. – Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Strache: Das war der Voves!
Die Frage ist, ob der Zwischensteuersatz nicht auch noch einen Bewegungsspielraum zur Krisenfinanzierung zulässt. Da hat es einige Privatstifter gegeben (Abg. Strache: Das war der Voves!), die sogar in die Medien gegangen sind und gesagt haben: Österreich hat so ein tolles Stiftungsrecht, ich fühle mich so total wohl. Daher kann ich durchaus akzeptieren, dass der Zwischensteuersatz erhöht wird. Man könnte auch über eine Vermögenszuwachssteuer, Börsenumsatzsteuer oder Finanztransaktionssteuer nachdenken, worüber gerade in der EU diese Debatte geführt wird. (Abg. Bucher: Jetzt geht das Rätselraten über neue Steuern schon wieder los!) Die könnte sehr viel ergeben, nur müssen wir da gemeinsam vorgehen. Wir haben ohnehin einen Fünf-Parteien-Antrag hier im Haus beschlossen: Ja zur Transaktionssteuer. – Haben wir es oder haben wir es nicht? Sie müssen sich bloß erinnern. Das haben wir ja getan.
Abg. Bucher: Jetzt geht das Rätselraten über neue Steuern schon wieder los!
Die Frage ist, ob der Zwischensteuersatz nicht auch noch einen Bewegungsspielraum zur Krisenfinanzierung zulässt. Da hat es einige Privatstifter gegeben (Abg. Strache: Das war der Voves!), die sogar in die Medien gegangen sind und gesagt haben: Österreich hat so ein tolles Stiftungsrecht, ich fühle mich so total wohl. Daher kann ich durchaus akzeptieren, dass der Zwischensteuersatz erhöht wird. Man könnte auch über eine Vermögenszuwachssteuer, Börsenumsatzsteuer oder Finanztransaktionssteuer nachdenken, worüber gerade in der EU diese Debatte geführt wird. (Abg. Bucher: Jetzt geht das Rätselraten über neue Steuern schon wieder los!) Die könnte sehr viel ergeben, nur müssen wir da gemeinsam vorgehen. Wir haben ohnehin einen Fünf-Parteien-Antrag hier im Haus beschlossen: Ja zur Transaktionssteuer. – Haben wir es oder haben wir es nicht? Sie müssen sich bloß erinnern. Das haben wir ja getan.
Abg. Strache: Gelebt habt ihr genau das Gegenteil in den letzten Jahren!
Es geht bei der Krisenbewältigung – und das hat der Herr Finanzminister und Vizekanzler ja gesagt – um soziale Verträglichkeit. Da wollen wir ihn aber beim Wort nehmen, und da können die drei Oppositionsparteien mitmachen. Wir sagen seit Gründung unserer Partei, der SPÖ, dass die soziale Gerechtigkeit auch ein Produktivfaktor ist, auch ein Konsumfaktor. (Abg. Strache: Gelebt habt ihr genau das Gegenteil in den letzten Jahren!) Mehr Geld in den Taschen der Österreicherinnen und Österreicher ist mehr Konsum, ist mehr Wachstum, sichert die Arbeitsplätze. Das darf man alles nicht vergessen, das gehört dazu. Wachstum ist entscheidend auch bei der Finanzierung des Sozialstaates, des Gesundheitssystems, der Zukunftsbereiche wie der Bildung und der Wettbewerbsfähigkeit.
Beifall bei der SPÖ.
Daher: Handlungsfähiger Staat, aber sozial gerecht. Dann wird es Zustimmung in der Bevölkerung geben. Das ist das, was wir einfordern. Ich hoffe, dass wir dafür auch die Unterstützung in der Bevölkerung bekommen. Sie könnten mitmachen, dann bekommen Sie auch die Unterstützung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn wir uns heute umschauen, müssen wir sagen, Österreich steht in allen Bereichen der Wirtschaftspolitik und der Sozialpolitik besser da als die Mehrzahl der EU-Staaten. Und ich glaube, das Krisenmanagement dieser Bundesregierung hat mit Unterstützung der Parlamentsmehrheit hervorragend funktioniert. Das muss man auch einmal feststellen. Wenn man sich in Europa umschaut, sehen wir, wir stehen besser da als die meisten anderen europäischen Länder. Was es wiegt, das hat’s, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Cap sagt 50 : 50!
Zur Formel: 60 Prozent durch Einsparungen, 40 Prozent durch Mehreinnahmen. (Abg. Ing. Westenthaler: Cap sagt 50 : 50!) Herr Klubobmann Cap, also da muss man schon sehr Acht geben. Zwischen 60 zu 40 und 50 zu 50 ist schon ein gewaltiger Unterschied. (Abg. Strache: Leicht auf- und abgerundet!) Ich halte mich an das, was vereinbart ist: 60 Prozent durch Einsparungen, 40 Prozent durch entsprechende steuerliche Einnahmen. (Beifall bei der ÖVP.) Das ist schon ein wesentlicher Punkt, Herr Kollege Cap.
Abg. Strache: Leicht auf- und abgerundet!
Zur Formel: 60 Prozent durch Einsparungen, 40 Prozent durch Mehreinnahmen. (Abg. Ing. Westenthaler: Cap sagt 50 : 50!) Herr Klubobmann Cap, also da muss man schon sehr Acht geben. Zwischen 60 zu 40 und 50 zu 50 ist schon ein gewaltiger Unterschied. (Abg. Strache: Leicht auf- und abgerundet!) Ich halte mich an das, was vereinbart ist: 60 Prozent durch Einsparungen, 40 Prozent durch entsprechende steuerliche Einnahmen. (Beifall bei der ÖVP.) Das ist schon ein wesentlicher Punkt, Herr Kollege Cap.
Beifall bei der ÖVP.
Zur Formel: 60 Prozent durch Einsparungen, 40 Prozent durch Mehreinnahmen. (Abg. Ing. Westenthaler: Cap sagt 50 : 50!) Herr Klubobmann Cap, also da muss man schon sehr Acht geben. Zwischen 60 zu 40 und 50 zu 50 ist schon ein gewaltiger Unterschied. (Abg. Strache: Leicht auf- und abgerundet!) Ich halte mich an das, was vereinbart ist: 60 Prozent durch Einsparungen, 40 Prozent durch entsprechende steuerliche Einnahmen. (Beifall bei der ÖVP.) Das ist schon ein wesentlicher Punkt, Herr Kollege Cap.
Beifall bei der ÖVP.
Wir brauchen zweifellos auch mehr Europa im Bereich der Budgetpolitik. Wir müssen auch die Wettbewerbsfähigkeit stärker koordinieren, nicht nach unten, sondern nach oben, weil Europa ohnehin Gefahr läuft, in eine Sandwichposition zwischen der Dynamik in Nordamerika einerseits und der Dynamik in Asien andererseits zu kommen. Also da sind wir wirklich unglaublich gefordert. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Bucher: Genau!
Ich zitiere den Herrn Bundeskanzler, er hat gesagt, die große Chance sind Wachstum und Beschäftigung. Wenn das so ist, Herr Bundeskanzler, muss man auch alle Steuerideen danach beurteilen: Sind sie wachstums- und beschäftigungsschädlich oder ‑freundlich? (Abg. Bucher: Genau!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: „Gute“ oder „böse“ Steuern!
Zur Verteilungsgerechtigkeit, Herr Kollege Cap. Ich bin für die Verteilungsgerechtigkeit. Aber vergessen wir nicht, vor der Verteilungsgerechtigkeit kommt die Leistungsgerechtigkeit. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: „Gute“ oder „böse“ Steuern!) Denn ich kann nur das verteilen, was vorher erarbeitet wurde. Geben wir uns keinen Phantasien hin. Zuerst muss die Leistung da sein, dann kann ich das verteilen, was im Sinne der sozialen Gerechtigkeit auch notwendig ist. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Zur Verteilungsgerechtigkeit, Herr Kollege Cap. Ich bin für die Verteilungsgerechtigkeit. Aber vergessen wir nicht, vor der Verteilungsgerechtigkeit kommt die Leistungsgerechtigkeit. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: „Gute“ oder „böse“ Steuern!) Denn ich kann nur das verteilen, was vorher erarbeitet wurde. Geben wir uns keinen Phantasien hin. Zuerst muss die Leistung da sein, dann kann ich das verteilen, was im Sinne der sozialen Gerechtigkeit auch notwendig ist. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Abg. Strache: Massensteuern!
Meine Damen und Herren, wenn wir uns daran halten und wenn wir uns auch daran halten, dass Sparen und Steuern Erhöhen nicht allein der Zweck sein kann, wenn wir auch eine Botschaft versenden wollen, wir brauchen auch Offensivstrategien für die Zukunft, dann, muss ich ehrlich sagen, gefällt mir das Konzept des Vizekanzlers Ökologisierung des Steuersystems deshalb so gut, weil es eine unglaublich starke offensive Komponente enthält. (Abg. Strache: Massensteuern!) Es enthält die Komponente mehr Mittel für Forschung und Entwicklung, mehr Mittel für Green Jobs, mehr Mittel für Wärmedämmung und Energieeffizienz. Das ist eine Offensivstrategie! Wir investieren in die Zukunft dieses Landes, meine Damen und Herren. Und Sparen heißt Spielraum zu haben, um in die Zukunft zu investieren. Das ist der richtige Weg.
Beifall bei der ÖVP.
Herr Vizekanzler, Herr Bundeskanzler, Sie haben die Parlamentsmehrheit an Ihrer Seite. Wir werden diese Herausforderung gerne annehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Bucher – in Richtung des Abg. Dr. Stummvoll –: Das wäre der richtige Finanzminister gewesen!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Klubobmann Strache. – Bitte. (Abg. Bucher – in Richtung des Abg. Dr. Stummvoll –: Das wäre der richtige Finanzminister gewesen!)
Beifall bei der FPÖ.
das konkret vorstellt, außer im Bereich der Ökologisierung, die immer wieder als Schlagwort verwendet wird. Es war auch interessant, dass der Herr Vizekanzler Österreich heute permanent mit Griechenland, mit dem Negativbeispiel verglichen hat anstatt mit den Positivbeispielen wie der Schweiz oder Norwegen. Also offenbar hat er selbst schon gar nicht mehr so einen großen Glauben an seine eigene Fähigkeit als Finanzminister, denn anders kann ich mir gar nicht erklären, warum er immer wieder diese Vergleichsfälle zum Besten gegeben hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Der Finanzrahmen!
Ich habe schon den Eindruck, da ist ein bisschen das Bild eines Jammers in der Bundesregierung gegeben, und wir erleben, dass man nicht bereit ist, dort anzusetzen, wo es notwendig wäre, ausgabenseitig endlich auch wirklich Einsparungsmaßnahmen zu setzen. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Der Finanzrahmen!)
Beifall bei der FPÖ.
Genau dort haben Sie endlich anzusetzen, damit Sie nicht immer wieder durch verwaltungstechnische Mehrausgaben die jungen Menschen und die übrigen Staatsbürger in diesem Land weiter verschulden und gefährden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
halten. Das sind die Gelder, für die die Steuerzahler jetzt sozusagen zur Kasse gebeten werden sollen. Da muss man halt die Wahrheit sagen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
All das steht als Bedrohungsszenario im Raum. Da erwarte ich mir wirklich mehr Verantwortung vonseiten der Bundesregierung, solchen drohenden Entwicklungen ernsthafter entgegenzutreten. Wir wollen das abwenden. Wir wollen nicht, dass der Mittelstand weiter zerbröselt und zerbricht. Und wir wollen nicht haben, dass kleinere und mittlere Unternehmer heutzutage eine Kreditklemme erleben müssen, in ihren Betrieb gar nicht investieren können, dadurch Arbeitsplätze verloren gehen und dadurch auch die Konkurrenzfähigkeit nicht mehr gegeben ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Na wer wird denn das wieder bezahlen? Das wird wieder an die Bankkunden weitergegeben werden, wird zu einer weiteren Kreditklemme und Zuspitzung der Kreditklemme führen. Wir sollten einmal diese Hintergründe beleuchten und die Probleme an der Wurzel anpacken. Und genau das vermisse ich bei Ihnen. Genau dazu sind Sie nicht bereit. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wer redet denn heute von den fast – wie Experten sagen – bis zu 300 000 osteuropäischen Nachbarn, die tagtäglich zu uns kommen, um im Bereich der Schatten- und Schwarzwirtschaft tätig zu sein? Das müssten wir in Wirklichkeit auch abstellen, damit unsere Unternehmer eben nicht in Zeiten der Krise von der Schwarzwirtschaft an die Wand gespielt werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: So ist es! – Abg. Dr. Graf: Da hat er mehr wie die vier Vorredner gesagt! Doppelt so viel gesagt wie die vier Vorredner!
Natürlich muss man auch darüber nachdenken, wie man Steuerhinterziehung, Steuerflucht und Spekulanten entgegentreten kann. Auch das ist eine Notwendigkeit, dort können wir uns finden. (Beifall bei der FPÖ. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: So ist es! – Abg. Dr. Graf: Da hat er mehr wie die vier Vorredner gesagt! Doppelt so viel gesagt wie die vier Vorredner!)
Beifall bei den Grünen.
Aber ich sage Ihnen von der SPÖ und von der ÖVP – nämlich auf den Abgeordnetenbänken – schon: Sie sind mindestens so auf die Verfassung angelobt wie die Damen und Herren auf der Bundesregierungsbank. Dann schauen Sie rechtzeitig darauf, dass diese auch eingehalten wird! (Beifall bei den Grünen.) Sonst werden wir das in Ihren Wahlkreisen einmal erzählen. Dazu sind Sie nicht gewählt, dass Sie hier der Regierung noch die Räuberleiter machen, mit Sicherheit nicht.
Beifall bei den Grünen.
Deshalb verlangen wir auch – der Nationalrat hat ein Recht, und diese ganzen Finanzverfassungsgesetze sehen das ja vor –, dass Sie als Bundesregierung dem Haus hier rechtzeitig – die Betonung liegt auf „rechtzeitig“ – ein Budget vorlegen. Nicht mehr und nicht weniger verlangen wir. Aber das sollten Sie einhalten. Ansonsten werden Sie diese Verdachtsmomente weiter gegen sich gelten lassen müssen. (Beifall bei den Grünen.) Und dazu sind Sie auch angelobt worden.
Heiterkeit bei der ÖVP – Abg. Kopf: Gott bewahre!
rungschef und eine grüne Finanzministerin hätten (Heiterkeit bei der ÖVP – Abg. Kopf: Gott bewahre!), würden wir die Sache so angehen: Lachen Sie nicht zu früh! Wir würden es nämlich rechtzeitig und ehrlich machen. Das ist ja schon einmal was, gemessen an dem, wie Sie momentan auftreten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
rungschef und eine grüne Finanzministerin hätten (Heiterkeit bei der ÖVP – Abg. Kopf: Gott bewahre!), würden wir die Sache so angehen: Lachen Sie nicht zu früh! Wir würden es nämlich rechtzeitig und ehrlich machen. Das ist ja schon einmal was, gemessen an dem, wie Sie momentan auftreten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie sind ja auch zum Teil angedeutet worden. Ja, es ist nicht nur möglich, es ist sogar notwendig, diesen Weg aus der Wirtschaftskrise so anzutreten, dass er – und ich stelle es heute voran – ökologisch nachhaltig ist, weil das zweitens dazu führt, dass es wirtschaftlich vernünftig ist, weil da ein Haufen Arbeitsplätze entstehen wird – darauf wird noch einzugehen sein –, und dass es drittens vor allem auch sozial gerecht stattfindet. (Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit des Abg. Bucher.
Aber es ist vor allem eine Föderalismusreform. Da muss etwas geschehen. Es muss dort etwas geschehen. Diese ganze Finanzrahmengeschichte lahmt doch schon daran, dass die Bundesländer erkennbar nicht in die Pflicht genommen werden. Erklären Sie da einmal diese Widersprüche, die hier drinnen stehen gegenüber dem, was Sie im Jänner noch nach Brüssel geschickt haben! Aber die werden es Ihnen dort schon sagen, dass das wieder alles nicht zusammenpasst. Das ist ja schon wie beim Grasser, da hat es auch schon so angefangen. (Heiterkeit des Abg. Bucher.)
Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Die falschen Zahlen!
Schauen Sie, zum Unterschied von diesen Zwischenrufern beschäftigen wir uns auch wirklich noch mit den Zahlen! Das sollten Sie tun und dann zwischenrufen! Das werden Sie dann aber nicht mehr tun. (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Die falschen Zahlen!)
Beifall bei den Grünen.
Plötzlich haben die Länder um 0,6 Prozent des BIP mehr Spielraum nach unten, ein Mehrdefizit, obwohl sie durch die Steuereinnahmen des Bundes ... Und das ist ja überhaupt das Abenteuerlichste in dem Land: Wir hier müssen die Verantwortung für diese Einnahmen tragen, die Länder kassieren mit! Das tun sie auch bei diesen Steuererhöhungen. Da kommen sie auf diese Art und Weise zu 1,3 Milliarden € mehr Steuererhöhungen, 1,5 Milliarden € gibt es zum Schluss mehr Defizit. Ja, was tun diese denn mit den 2,8 Milliarden €? Wo ist denn Ihre Kraft, von der Sie in diesen Verhandlungen immer reden? (Beifall bei den Grünen.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Nein! Sie wissen es ganz genau! – Abg. Rädler: Das stimmt ja nicht!
Genauso wie im Forschungsbereich, da kürzen Sie mit der Rasenmähermethode. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Nein! Sie wissen es ganz genau! – Abg. Rädler: Das stimmt ja nicht!) Sie haben nur die Schnitthöhe leicht unterschiedlich eingestellt. Dr. Konsemüller vom Rat für Forschungs- und Technologieentwicklung sagt es ja selber: Wir müssen heute Geld in die Hand nehmen, um morgen eines zu verdienen. – Und recht hat er. Dann setzen Sie sich einmal mit ihm auseinander, bevor Sie hier andere Geschichten erklären! (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Genauso wie im Forschungsbereich, da kürzen Sie mit der Rasenmähermethode. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Nein! Sie wissen es ganz genau! – Abg. Rädler: Das stimmt ja nicht!) Sie haben nur die Schnitthöhe leicht unterschiedlich eingestellt. Dr. Konsemüller vom Rat für Forschungs- und Technologieentwicklung sagt es ja selber: Wir müssen heute Geld in die Hand nehmen, um morgen eines zu verdienen. – Und recht hat er. Dann setzen Sie sich einmal mit ihm auseinander, bevor Sie hier andere Geschichten erklären! (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Nein!
Nächster Punkt: ökologisch soziale Steuerreform und Steuergerechtigkeit. Im ersten Bereich geht es um den Umbau des Steuersystems, dass wir nämlich woanders die Steuern senken, denn sonst haben wir tatsächlich ein ökonomisches Problem. Das, was Sie vorbereiten, ist ein Torso, das ist ein Öko-Schmäh. Steuergerechtigkeit bedeutet, dass man wirklich einmal bei den Banken, bei den Konzernen und den Reichen, die Sie gerne übersehen (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Nein!), weil Sie sagen, ja, wo sind denn die, ... (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Das sagen wir Ihnen schon noch. Es geht nicht um eine Reichenverfolgung, es geht darum, dass alle einen fairen Beitrag leisten.
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Nächster Punkt: ökologisch soziale Steuerreform und Steuergerechtigkeit. Im ersten Bereich geht es um den Umbau des Steuersystems, dass wir nämlich woanders die Steuern senken, denn sonst haben wir tatsächlich ein ökonomisches Problem. Das, was Sie vorbereiten, ist ein Torso, das ist ein Öko-Schmäh. Steuergerechtigkeit bedeutet, dass man wirklich einmal bei den Banken, bei den Konzernen und den Reichen, die Sie gerne übersehen (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Nein!), weil Sie sagen, ja, wo sind denn die, ... (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Das sagen wir Ihnen schon noch. Es geht nicht um eine Reichenverfolgung, es geht darum, dass alle einen fairen Beitrag leisten.
Abg. Dr. Stummvoll: Leistungsorientiert!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (fortsetzend): Also: Sozial gerecht und ökologisch innovativ die Sache angehen. (Abg. Dr. Stummvoll: Leistungsorientiert!) Wir werden Ihnen da noch ein bisschen Unterstützung leisten, vielleicht schaffen Sie es ja dann. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (fortsetzend): Also: Sozial gerecht und ökologisch innovativ die Sache angehen. (Abg. Dr. Stummvoll: Leistungsorientiert!) Wir werden Ihnen da noch ein bisschen Unterstützung leisten, vielleicht schaffen Sie es ja dann. (Beifall bei den Grünen.)
Der Redner hält eine Glaskugel in die Höhe. – Ruf bei der SPÖ: Ein Hellseher!
geben – kurz und bündig –, es fehlt ihm der Durchblick. (Der Redner hält eine Glaskugel in die Höhe. – Ruf bei der SPÖ: Ein Hellseher!) Herr Bundeskanzler, diese magische Glaskugel soll Ihnen zum Durchblick verhelfen, soll Ihnen vor allem auch helfen, ein wenig in die Zukunft zu blicken, denn Hunderttausende Haushalte in Österreich, Familien müssen ein Haushaltsbudget verfassen, können nicht mehr ausgeben, als sie einnehmen, sind daher gezwungen, sich Regeln aufzuerlegen, damit sie nicht pleitegehen. (Abg. Strache: Das ist die kleine Welt des Seppi Bucher! – Abg. Kickl: Gilt das auch für Gastronomen?) Diese Glaskugel soll Ihnen einen Beitrag für mehr Durchblick leisten. Vielleicht sehen Sie darin eine hoffnungsvolle Zukunft auf unser Land Österreich zukommen. (Beifall beim BZÖ. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: ... Hypo-Kugel!)
Abg. Strache: Das ist die kleine Welt des Seppi Bucher! – Abg. Kickl: Gilt das auch für Gastronomen?
geben – kurz und bündig –, es fehlt ihm der Durchblick. (Der Redner hält eine Glaskugel in die Höhe. – Ruf bei der SPÖ: Ein Hellseher!) Herr Bundeskanzler, diese magische Glaskugel soll Ihnen zum Durchblick verhelfen, soll Ihnen vor allem auch helfen, ein wenig in die Zukunft zu blicken, denn Hunderttausende Haushalte in Österreich, Familien müssen ein Haushaltsbudget verfassen, können nicht mehr ausgeben, als sie einnehmen, sind daher gezwungen, sich Regeln aufzuerlegen, damit sie nicht pleitegehen. (Abg. Strache: Das ist die kleine Welt des Seppi Bucher! – Abg. Kickl: Gilt das auch für Gastronomen?) Diese Glaskugel soll Ihnen einen Beitrag für mehr Durchblick leisten. Vielleicht sehen Sie darin eine hoffnungsvolle Zukunft auf unser Land Österreich zukommen. (Beifall beim BZÖ. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: ... Hypo-Kugel!)
Beifall beim BZÖ. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: ... Hypo-Kugel!
geben – kurz und bündig –, es fehlt ihm der Durchblick. (Der Redner hält eine Glaskugel in die Höhe. – Ruf bei der SPÖ: Ein Hellseher!) Herr Bundeskanzler, diese magische Glaskugel soll Ihnen zum Durchblick verhelfen, soll Ihnen vor allem auch helfen, ein wenig in die Zukunft zu blicken, denn Hunderttausende Haushalte in Österreich, Familien müssen ein Haushaltsbudget verfassen, können nicht mehr ausgeben, als sie einnehmen, sind daher gezwungen, sich Regeln aufzuerlegen, damit sie nicht pleitegehen. (Abg. Strache: Das ist die kleine Welt des Seppi Bucher! – Abg. Kickl: Gilt das auch für Gastronomen?) Diese Glaskugel soll Ihnen einen Beitrag für mehr Durchblick leisten. Vielleicht sehen Sie darin eine hoffnungsvolle Zukunft auf unser Land Österreich zukommen. (Beifall beim BZÖ. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: ... Hypo-Kugel!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: So ist das bei der BAWAG auch der Fall gewesen!
Eine seriöse Diskussion erfordert es auch, Herr Kollege Cap, dass man mit Ziffern, Zahlen und Einschätzungen einigermaßen genau umgeht. Da kann es nicht sein, dass der Herr Finanzminister sagt: 60 Prozent Einsparungen, 40 Prozent kommen über neue Steuern herein!, Sie kommen dann ans Rednerpult und sagen: Fifty-fifty, 50 : 50! – Was ist an dieser Diskussion ehrlich? Was ist seriös? Was sollen wir glauben? Der Unterschied nur in der Erstrechnung ist 1,2 Milliarden €. Das ist so eine „kleine“ Lappalie: 1,2 Milliarden € Unterschied in der Einschätzung, die Sie treffen! Meine sehr geehrten Damen und Herren, in dieser Bundesregierung weiß die Linke nicht, was die Rechte tut, und weiß die Rechte nicht, was die Linke will. Das ist die Realität, an der Österreich derzeit verzweifelt. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: So ist das bei der BAWAG auch der Fall gewesen!)
Beifall beim BZÖ.
Wir haben das über viele Jahre hier in Österreich im Parlament verhandelt; ein wichtiges, richtiges Gesetz, eine richtige Maßnahme, aber diese Maßnahme dient nicht dazu, dass Sie hier Täuschen und Tarnen an den Tag legen und dass Sie uns nicht die Wahrheit darüber sagen, was Sie mit Österreich vorhaben, welche Steuern Sie vorhaben. Dazu dient dieses neue Haushaltsgesetz nicht, sondern es soll Klarheit schaffen, auch hier im Parlament Klarheit schaffen, und nicht Ihre Steuererhöhungspläne, die Sie offenbar wälzen, hinter den Vorhang kehren, weil Sie sich über die Distanz retten wollen, weil wichtige Landtagswahlen bevorstehen. Das ist der eigentliche Grund, warum Sie uns nicht darüber aufklären, welche Steuerpläne Sie haben, Herr Finanzminister! (Beifall beim BZÖ.) Das ist die Wahrheit.
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Und warum? – Abg. Ing. Westenthaler: Das hält nicht einmal die Achillessehne aus!
Sie haben ja ehrlicherweise zugegeben, dass Sie der Schulden-Vize der Republik sind. Noch niemals in der Geschichte der Zweiten Republik hat jemals ein Finanzminister 200 Milliarden € an Schulden zu verantworten gehabt. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Und warum? – Abg. Ing. Westenthaler: Das hält nicht einmal die Achillessehne aus!) Das haben Sie heute zugegeben. Aber dann seien Sie auch ehrlich, Herr Finanzminister! Wir haben vor einem Jahr ein Bankenrettungspaket hier beschlossen. 100 Milliarden € zur Abfederung der Bankenkrise, 100 Milliarden €! (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Kärntner Hypo! Ihre Hypo!) Was haben Sie damals gesagt? Sie haben damals gesagt: Das wird ein Geschäft für die Republik! Das wird ein Geschäft für den Steuerzahler! – Das ist nachweisbar in Ihrer Rede. Am Ende zahlt die Rechnung der Steuerzahler, zahlt die Rechnung der Bankkunde. Das ist die Realität. Und das ist
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Kärntner Hypo! Ihre Hypo!
Sie haben ja ehrlicherweise zugegeben, dass Sie der Schulden-Vize der Republik sind. Noch niemals in der Geschichte der Zweiten Republik hat jemals ein Finanzminister 200 Milliarden € an Schulden zu verantworten gehabt. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Und warum? – Abg. Ing. Westenthaler: Das hält nicht einmal die Achillessehne aus!) Das haben Sie heute zugegeben. Aber dann seien Sie auch ehrlich, Herr Finanzminister! Wir haben vor einem Jahr ein Bankenrettungspaket hier beschlossen. 100 Milliarden € zur Abfederung der Bankenkrise, 100 Milliarden €! (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Kärntner Hypo! Ihre Hypo!) Was haben Sie damals gesagt? Sie haben damals gesagt: Das wird ein Geschäft für die Republik! Das wird ein Geschäft für den Steuerzahler! – Das ist nachweisbar in Ihrer Rede. Am Ende zahlt die Rechnung der Steuerzahler, zahlt die Rechnung der Bankkunde. Das ist die Realität. Und das ist
Beifall beim BZÖ.
verfehlte Regierungspolitik, die wir an den Pranger stellen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Sie wissen es ja persönlich, was drinnen ist, wahrscheinlich!
Gehen Sie jetzt den Weg! Und strapazieren Sie nicht immer die Kärntner Hypo! Ich sage Ihnen etwas: Gehen Sie endlich daran, dieses Hypo-Desaster aufzudecken und aufzuklären! Sie haben hundert Leute auf die Reise geschickt, die dieses Desaster aufklären sollen. Dann bringen Sie uns endlich einmal irgendwelche Resultate Ihrer Prüfungen! (Beifall beim BZÖ. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Sie wissen es ja persönlich, was drinnen ist, wahrscheinlich!) Ich warte darauf, dass in dieser Bank endlich Aufklärung geschieht und dass jene, die diese Bankmisere verursacht haben, zur Verantwortung gezogen werden, meine sehr verehrten Damen und Herren!
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das kann sich Österreich nicht leisten, das kann sich die österreichische Wirtschaft nicht leisten und das geht auf Kosten vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Da werden Arbeitsplätze vernichtet und gehen verloren, was Sie zu verantworten haben, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Rufe bei der ÖVP: An Kärnten! An Kärnten!
Wenn Sie schon aus Österreich einen „Nationalpark Hohe Steuern“ machen, Herr Finanzminister, wenn Sie schon diesen Weg beschreiten, dann orientieren Sie sich, bitte, einmal nicht an einem Pleiteland wie Griechenland, orientieren Sie sich einmal an der Schweiz! Das wäre höchst angesagt, Herr Finanzminister. (Rufe bei der ÖVP: An Kärnten! An Kärnten!) Wir sollten uns an den Besten orientieren und nicht an den Schlechtesten! Das muss die Zielsetzung einer Bundesregierung sein! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie schon aus Österreich einen „Nationalpark Hohe Steuern“ machen, Herr Finanzminister, wenn Sie schon diesen Weg beschreiten, dann orientieren Sie sich, bitte, einmal nicht an einem Pleiteland wie Griechenland, orientieren Sie sich einmal an der Schweiz! Das wäre höchst angesagt, Herr Finanzminister. (Rufe bei der ÖVP: An Kärnten! An Kärnten!) Wir sollten uns an den Besten orientieren und nicht an den Schlechtesten! Das muss die Zielsetzung einer Bundesregierung sein! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wozu brauchen wir diesen riesigen, aufgeblähten Nationalrat, den Bundesrat, die Landtage in dieser Breite und Größe? Wozu auch die Landesregierungen in dieser Größe? – Da gehört endlich einmal der Hebel angesetzt und ein Signal an die Bevölkerung ausgesandt, dass es uns ernst ist mit der Sparpolitik in unserem Land und dass wir nicht die Steuerzahler und den Mittelstand schröpfen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Der Strache ist leider besser! Der ist besser!
Wir erwarten uns, Herr Finanzminister, dass Sie nicht bei der Zukunft sparen. – Sie sparen bei den Familien, Sie sparen bei der Jugend und Sie sparen bei der Arbeit. Das ist ein Verbrechen an der Zukunft, das zu beseitigen und zu beheben ist – und dazu fordern wir Sie auf! – Danke schön. (Beifall beim BZÖ. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Der Strache ist leider besser! Der ist besser!)
Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt liegt die Latte hoch!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Krainer. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt liegt die Latte hoch!)
Rufe beim BZÖ: Der Kanzler hat es bekommen!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Das war jetzt schon sehr abenteuerlich! – Herr Finanzminister, Sie haben ein schönes Geschenk bekommen. (Rufe beim BZÖ: Der Kanzler hat es bekommen!) Ich rate Ihnen: Verwenden Sie es nicht! Ich glaube, das ist das, was das BZÖ für die Politik in Kärnten verwendet hat. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: So ist es!) Und ich weiß nicht, ob irgendjemand da ist, der dann Österreich rettet, wenn wir eine ähnliche Politik machen würden, wie sie das BZÖ in Kärnten gemacht hat, woraufhin Österreich dann Kärnten retten durfte, mit dem Steuergeld aller Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei der SPÖ.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: So ist es!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Das war jetzt schon sehr abenteuerlich! – Herr Finanzminister, Sie haben ein schönes Geschenk bekommen. (Rufe beim BZÖ: Der Kanzler hat es bekommen!) Ich rate Ihnen: Verwenden Sie es nicht! Ich glaube, das ist das, was das BZÖ für die Politik in Kärnten verwendet hat. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: So ist es!) Und ich weiß nicht, ob irgendjemand da ist, der dann Österreich rettet, wenn wir eine ähnliche Politik machen würden, wie sie das BZÖ in Kärnten gemacht hat, woraufhin Österreich dann Kärnten retten durfte, mit dem Steuergeld aller Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Das war jetzt schon sehr abenteuerlich! – Herr Finanzminister, Sie haben ein schönes Geschenk bekommen. (Rufe beim BZÖ: Der Kanzler hat es bekommen!) Ich rate Ihnen: Verwenden Sie es nicht! Ich glaube, das ist das, was das BZÖ für die Politik in Kärnten verwendet hat. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: So ist es!) Und ich weiß nicht, ob irgendjemand da ist, der dann Österreich rettet, wenn wir eine ähnliche Politik machen würden, wie sie das BZÖ in Kärnten gemacht hat, woraufhin Österreich dann Kärnten retten durfte, mit dem Steuergeld aller Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Riepl: Er ist auch vorbestraft! – Abg. Ing. Westenthaler: Ich hab noch keine Bank an die Wand gefahren, wie ihr die BAWAG! Ihr fahrt die Banken an die Wand!
Die Politik beschäftigt sich seit nunmehr fast zwei Jahren schwerpunktmäßig mit der Finanz- und Wirtschafskrise. – Ich weiß, Kollege Westenthaler beschäftigt sich nicht mit diesen wichtigen Fragen. Der ist zu viel bei Gericht. (Abg. Riepl: Er ist auch vorbestraft! – Abg. Ing. Westenthaler: Ich hab noch keine Bank an die Wand gefahren, wie ihr die BAWAG! Ihr fahrt die Banken an die Wand!)
Abg. Scheibner: Tun Sie nicht Ihre vorbereiteten ... vortragen! – Abg. Strache: Das ist ja ein Holler, wieder! 2 Milliarden hat es gegeben, und 5 Milliarden hätten ...! – Das ist ja absurd! Das ist völlig absurd!
Das Nächste, was wir hier beschlossen haben – leider nicht mehr einstimmig –, war die große Steuerreform, wo sehr, sehr viel Geld vor allem für die kleineren und mittleren Einkommen gekommen ist, zirka das 20-Fache der Steuerreform, die – weil Sie mit dem Kopf schütteln – die Orangen mitgemacht haben. (Abg. Scheibner: Tun Sie nicht Ihre vorbereiteten ... vortragen! – Abg. Strache: Das ist ja ein Holler, wieder! 2 Milliarden hat es gegeben, und 5 Milliarden hätten ...! – Das ist ja absurd! Das ist völlig absurd!) Es hat mehr Geld für Familien gegeben, und es sind bei dieser Steuerreform zum Beispiel auch Steuerprivilegien, die Sie gemeinsam, also Blau und Orange, eingeführt haben, gestrichen worden, nämlich die Steueroptionen für die Boni. Die haben wir gestrichen – etwas, was Sie eingeführt haben. Steuerprivilegien für Manager wurden auch gestrichen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Nächste, was wir hier beschlossen haben – leider nicht mehr einstimmig –, war die große Steuerreform, wo sehr, sehr viel Geld vor allem für die kleineren und mittleren Einkommen gekommen ist, zirka das 20-Fache der Steuerreform, die – weil Sie mit dem Kopf schütteln – die Orangen mitgemacht haben. (Abg. Scheibner: Tun Sie nicht Ihre vorbereiteten ... vortragen! – Abg. Strache: Das ist ja ein Holler, wieder! 2 Milliarden hat es gegeben, und 5 Milliarden hätten ...! – Das ist ja absurd! Das ist völlig absurd!) Es hat mehr Geld für Familien gegeben, und es sind bei dieser Steuerreform zum Beispiel auch Steuerprivilegien, die Sie gemeinsam, also Blau und Orange, eingeführt haben, gestrichen worden, nämlich die Steueroptionen für die Boni. Die haben wir gestrichen – etwas, was Sie eingeführt haben. Steuerprivilegien für Manager wurden auch gestrichen. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Es kommt nur nicht beim Wähler an!
Wir haben gestern im Rahmen der Aktuellen Europastunde auch schon klar dargelegt, dass die Sozialdemokraten die Ersten waren in Österreich – da hat Andi Schieder im September des letzten Jahres bereits das Finanzmarktreformpapier der Sozialdemokratie vorgestellt –, aber auch die erste und bisher einzige Partei auf europäischer Ebene – wo gleich mit Beginn der Krise das Economic and Finance Network eingerichtet wurde, in dem nicht nur Politiker von sozialdemokratischen Organisationen sitzen, sondern genauso Wirtschaftsforscher, Gewerkschafter, Repräsentanten der Zivilgesellschaft und im dem bereits seit eineinhalb Jahren daran gearbeitet wird, die richtigen Antworten zu geben –, die klare Antworten gegeben hat, wie wir aus dieser Krise herauskommen, wie wir sie finanzieren und auch, wie wir ein nächstes Mal verhindern. (Ruf bei der FPÖ: Es kommt nur nicht beim Wähler an!)
Abg. Petzner: Darum seid ihr europaweit so erfolgreich!
Eine große Auszeichnung hat es auch gegeben, nämlich dass unser Staatssekretär im Finanzministerium, Andreas Schieder, vor wenigen Tagen zum Vorsitzenden dieses wichtigen politischen Think Tanks in Europa, was Wirtschafts- und Finanzpolitik betrifft, gewählt worden ist. Das ist eine ziemliche Auszeichnung nicht nur für ihn, sondern auch für Österreich (Abg. Petzner: Darum seid ihr europaweit so erfolgreich!), dass in diesem Bereich ein Österreicher zum Vorsitzenden gewählt worden ist, und darauf können wir alle stolz sein. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Petzner: Deswegen ist die SPÖ europaweit so erfolgreich!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Petzner: Deswegen ist die SPÖ europaweit so erfolgreich!
Eine große Auszeichnung hat es auch gegeben, nämlich dass unser Staatssekretär im Finanzministerium, Andreas Schieder, vor wenigen Tagen zum Vorsitzenden dieses wichtigen politischen Think Tanks in Europa, was Wirtschafts- und Finanzpolitik betrifft, gewählt worden ist. Das ist eine ziemliche Auszeichnung nicht nur für ihn, sondern auch für Österreich (Abg. Petzner: Darum seid ihr europaweit so erfolgreich!), dass in diesem Bereich ein Österreicher zum Vorsitzenden gewählt worden ist, und darauf können wir alle stolz sein. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Petzner: Deswegen ist die SPÖ europaweit so erfolgreich!)
Abg. Ing. Westenthaler: Wann fängt denn der endlich mit seiner Rede an?
Heute geht es um die Rahmenbedingungen für die Frage: Wie finanzieren wir jetzt diese Krise in Österreich? (Abg. Ing. Westenthaler: Wann fängt denn der endlich mit seiner Rede an?) Die Regierung hat das Bundesfinanzrahmengesetz vorgelegt, in dem sie sagt, 60 Prozent wollen wir ausgabenseitig einsparen und zu 40 Prozent das Budgetdefizit einnahmenseitig reduzieren. Ich halte dies für sehr ausgewogen.
Beifall bei der SPÖ.
Es ist auch nicht mit dem Rasenmäher über die einzelnen Ressorts drübergefahren worden, sondern ganz explizit gesagt worden: Bei den wichtigen Zukunftsressorts Bildung, Wissenschaft, Forschung, auch bei Fragen der Sicherheit und vor allem im Bereich Soziales und Arbeitsmarkt gibt es geringere Sparziele als für die anderen Ressorts, weil hier sehr differenziert geantwortet werden muss, weil es vor allem auch darum geht, sich jetzt nicht noch tiefer in eine neue Krise hineinzusparen, sondern – das hat Kollege Kogler vollkommen richtig gesagt – weil es auch notwendig ist, sich aus der Krise hinauszuinvestieren und gerade in den Zukunftsbereichen auch zu schauen, dass wir jetzt Geld ausgeben, damit wir mit verbessertem Wachstum aus dieser Krise herauskommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Ja, bei Häupl und Niessl! Das sind die Ersten, die da zustimmen!
Betreffend das ausgabenseitige Sparen hat zum Beispiel Frau Ministerin Schmied ein sehr viel beachtetes Papier vorgelegt, in dem sie klar gezeigt hat, wie sie sich das in ihrem Ressort vorstellt, nämlich dass man bei der Verwaltung spart und nicht bei der Zukunft der Kinder in der Schule. Ich kann nur von dieser Seite sagen – ich glaube, auch für die meisten anderen Parteien hier, jedenfalls aber für die SPÖ –, dass sie volle Unterstützung hat bei der Umsetzung der Verwaltungsreform innerhalb des Unterrichtsbereichs. (Abg. Dr. Rosenkranz: Ja, bei Häupl und Niessl! Das sind die Ersten, die da zustimmen!) Sie ist die Erste von den Regierungsmitgliedern, die das vorgelegt hat, in Abstimmung mit Kollegin Karl, und das ist vorbildhaft auch für alle anderen Kollegen, wie man mit der Verwaltungsreform hier klar Sparziele erreichen kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Betreffend das ausgabenseitige Sparen hat zum Beispiel Frau Ministerin Schmied ein sehr viel beachtetes Papier vorgelegt, in dem sie klar gezeigt hat, wie sie sich das in ihrem Ressort vorstellt, nämlich dass man bei der Verwaltung spart und nicht bei der Zukunft der Kinder in der Schule. Ich kann nur von dieser Seite sagen – ich glaube, auch für die meisten anderen Parteien hier, jedenfalls aber für die SPÖ –, dass sie volle Unterstützung hat bei der Umsetzung der Verwaltungsreform innerhalb des Unterrichtsbereichs. (Abg. Dr. Rosenkranz: Ja, bei Häupl und Niessl! Das sind die Ersten, die da zustimmen!) Sie ist die Erste von den Regierungsmitgliedern, die das vorgelegt hat, in Abstimmung mit Kollegin Karl, und das ist vorbildhaft auch für alle anderen Kollegen, wie man mit der Verwaltungsreform hier klar Sparziele erreichen kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Als Letztes noch: Bei der einnahmenseitigen Frage geht es darum, dass wir die Grundsätze der Verursachergerechtigkeit verwirklichen, dass jene, die die Krise mitverursacht haben, und jene, die auch gerettet wurden, einen Beitrag leisten, dass es sozial gerecht ist – sprich, dass jene, die heute keinen oder einen zu geringen Beitrag leisten, wie Spekulanten, Stiftungen und dergleichen, einen besseren Beitrag leisten und da nicht mit Massensteuern gearbeitet wird – und dass es zukunftsgerecht erfolgt – das heißt, dass wir uns durch einnahmenseitige Maßnahmen auch nicht in der Zukunft Sachen verbauen, wie das durch Massensteuern der Fall wäre. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Petzner: Was ist mit Raiffeisen? ... spekulieren?
Bundeskanzler oder dem Herrn Vizekanzler eine Weltkugel in die Hand zu drücken, damit der Blick oder der Durchblick besser wird. Offensichtlich ist dieses Kügelchen so klein, damit Ihr Kärnten nicht sichtbar ist, denn sonst würde man nämlich draufkommen, welches Desaster Sie dort verursacht haben, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Petzner: Was ist mit Raiffeisen? ... spekulieren?)
Abg. Strache: Der ÖVP-Martinz ist als Aufsichtsratspräsident gescheitert!
Es ist sensationell, was Sie dort anstellen. Man weiß ja nicht: Ist es die FPÖ oder ist es das BZÖ? Irgendwer war da einmal getrennt, dann war man wieder miteinander. Man weiß aber noch nicht genau, wer jetzt tatsächlich was vorhat in diesem Bundesland. (Abg. Strache: Der ÖVP-Martinz ist als Aufsichtsratspräsident gescheitert!)
Abg. Strache: Zum Herrn Martinz von der ÖVP!
Herr Kollege Petzner, Tatsache ist: Wenn es in Österreich eine Bank gibt, die größte Schwierigkeiten hat, dann gehen Sie in Ihr Bundesland! (Abg. Strache: Zum Herrn Martinz von der ÖVP!) Da haben Sie mehr als genug zu tun! In diesem Bundesland haben Sie mehr als genug zu tun, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Kollege Petzner, Tatsache ist: Wenn es in Österreich eine Bank gibt, die größte Schwierigkeiten hat, dann gehen Sie in Ihr Bundesland! (Abg. Strache: Zum Herrn Martinz von der ÖVP!) Da haben Sie mehr als genug zu tun! In diesem Bundesland haben Sie mehr als genug zu tun, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Stellen Sie keine aussichtslosen Fragen!
Da Herr Kollege Strache und andere meinten – um zum Thema zu kommen –, wir sollten uns nicht nur mit den negativen Beispielen, sondern auch mit den positiven Beispielen vergleichen – Schweiz, Norwegen wurden genannt –: Herr Kollege Strache! Wissen Sie, wie hoch in der Schweiz das Antrittsalter bei den Pensionen ist? (Abg. Mag. Stadler: Stellen Sie keine aussichtslosen Fragen!) Wissen Sie, wie viel Selbstvorsorge sie dort zu treffen haben? Wissen Sie Bescheid über die Sozialversicherung, über die Gesundheitspolitik in der Schweiz? – Ich möchte mich mit diesem Land nicht vergleichen, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Da Herr Kollege Strache und andere meinten – um zum Thema zu kommen –, wir sollten uns nicht nur mit den negativen Beispielen, sondern auch mit den positiven Beispielen vergleichen – Schweiz, Norwegen wurden genannt –: Herr Kollege Strache! Wissen Sie, wie hoch in der Schweiz das Antrittsalter bei den Pensionen ist? (Abg. Mag. Stadler: Stellen Sie keine aussichtslosen Fragen!) Wissen Sie, wie viel Selbstvorsorge sie dort zu treffen haben? Wissen Sie Bescheid über die Sozialversicherung, über die Gesundheitspolitik in der Schweiz? – Ich möchte mich mit diesem Land nicht vergleichen, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hagen.
Und wenn Sie auch Norwegen zitieren, dann fragen Sie auch, wie hoch das Pensionsantrittsalter für Mann und Frau in Norwegen ist! (Zwischenruf des Abg. Hagen.) Vielleicht wäre, wenn man schon Norwegen zitiert, auch zu berücksichtigen, dass dort ein Ölreichtum vorhanden ist, den wir nicht haben, meine Damen und Herren! (Abg. Strache: Sie vergleichen sich lieber mit Griechenland!)
Abg. Strache: Sie vergleichen sich lieber mit Griechenland!
Und wenn Sie auch Norwegen zitieren, dann fragen Sie auch, wie hoch das Pensionsantrittsalter für Mann und Frau in Norwegen ist! (Zwischenruf des Abg. Hagen.) Vielleicht wäre, wenn man schon Norwegen zitiert, auch zu berücksichtigen, dass dort ein Ölreichtum vorhanden ist, den wir nicht haben, meine Damen und Herren! (Abg. Strache: Sie vergleichen sich lieber mit Griechenland!)
Abg. Petzner: Raiffeisen zum Beispiel!
Und wenn man schon so auch auf die Banken in Österreich losgeht, dann sollte man – und darum würde ich bitten – ein bisschen differenzieren. Es gibt Banken, die Flops hingelegt haben – ja, das ist unbestritten. (Abg. Petzner: Raiffeisen zum Beispiel!)
Abg. Bucher: Raiffeisen! Giebelkreuz!
Aber, meine Damen und Herren, vielleicht sollte man auch darauf hinweisen, welch gewaltige Leistungen die österreichischen Banken zur Sicherung der Wirtschaft, zur Sicherung der Arbeitsplätze täglich unter Beweis stellen – gleich, welche Banken das sind. Vielleicht sollte man einmal ein wenig darüber nachdenken, wie hoch die Wertberichtigungen in den letzten Jahren waren. (Abg. Bucher: Raiffeisen! Giebelkreuz!) Da könnte man vielleicht auch nachsehen, wie viele Firmen oder wie viele Zigtausend Arbeitsplätze in Österreich durchgetragen werden, meine Damen und Herren. Durchgetragen werden! (Abg. Strache: Der Raiffeisen-Lobbyist! Der Herr Raiffeisen-Lobbyist steht heute am Podium! Der Klub der Raiffeisen-Fraktion spricht, heute im Auftrag von Herrn Konrad persönlich!)
Abg. Strache: Der Raiffeisen-Lobbyist! Der Herr Raiffeisen-Lobbyist steht heute am Podium! Der Klub der Raiffeisen-Fraktion spricht, heute im Auftrag von Herrn Konrad persönlich!
Aber, meine Damen und Herren, vielleicht sollte man auch darauf hinweisen, welch gewaltige Leistungen die österreichischen Banken zur Sicherung der Wirtschaft, zur Sicherung der Arbeitsplätze täglich unter Beweis stellen – gleich, welche Banken das sind. Vielleicht sollte man einmal ein wenig darüber nachdenken, wie hoch die Wertberichtigungen in den letzten Jahren waren. (Abg. Bucher: Raiffeisen! Giebelkreuz!) Da könnte man vielleicht auch nachsehen, wie viele Firmen oder wie viele Zigtausend Arbeitsplätze in Österreich durchgetragen werden, meine Damen und Herren. Durchgetragen werden! (Abg. Strache: Der Raiffeisen-Lobbyist! Der Herr Raiffeisen-Lobbyist steht heute am Podium! Der Klub der Raiffeisen-Fraktion spricht, heute im Auftrag von Herrn Konrad persönlich!)
Beifall bei der ÖVP.
Dem Herrn Kollegen Strache fällt nichts anderes ein, denn wenn jemand erfolgreich ist, hat er ein gewisses Problem damit. Das weiß ich. (Beifall bei der ÖVP.) – Aber da sei
Abg. Bucher: Warum wurde Raiffeisen vor über 100 Jahren gegründet? – Das sollten Sie einmal beantworten als Aufsichtsrat!
er getröstet. (Abg. Bucher: Warum wurde Raiffeisen vor über 100 Jahren gegründet? – Das sollten Sie einmal beantworten als Aufsichtsrat!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Der Raiffeisen dreht sich im Grab um, wenn er Sie hören würde! – Ruf: Schwarze Überheblichkeit!
Herr Kollege Bucher, für Sie gilt dasselbe wie für Ihren parteipolitischen Bruder aus früheren Zeiten: Den Neid muss man sich erarbeiten, das Mitleid kriegen Sie umsonst! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Der Raiffeisen dreht sich im Grab um, wenn er Sie hören würde! – Ruf: Schwarze Überheblichkeit!)
Abg. Bucher: Ja, 200 Milliarden Schulden! – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist eine „Punktlandung“!
Wenn Sie ein bisschen vergleichen, welche Prognosen es seitens der Opposition zum Budgetsaldo, zum Budgetergebnis des letzten Jahres gab und welche Debattenbeiträge hier dazu geliefert wurden, dann frage ich mich ganz einfach: Welche Prognosen haben gestimmt? Jene des Bundesfinanzministers oder Ihre Prognosen? – Tatsache ist, die Zahlen waren fast noch besser als die Punktlandung, die vom zuständigen Bundesminister prognostiziert wurde. Sie waren fast noch besser! (Abg. Bucher: Ja, 200 Milliarden Schulden! – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist eine „Punktlandung“!) – Da können Sie sich etwas abpausen! (Ruf: Jetzt wird es peinlich!)
Ruf: Jetzt wird es peinlich!
Wenn Sie ein bisschen vergleichen, welche Prognosen es seitens der Opposition zum Budgetsaldo, zum Budgetergebnis des letzten Jahres gab und welche Debattenbeiträge hier dazu geliefert wurden, dann frage ich mich ganz einfach: Welche Prognosen haben gestimmt? Jene des Bundesfinanzministers oder Ihre Prognosen? – Tatsache ist, die Zahlen waren fast noch besser als die Punktlandung, die vom zuständigen Bundesminister prognostiziert wurde. Sie waren fast noch besser! (Abg. Bucher: Ja, 200 Milliarden Schulden! – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist eine „Punktlandung“!) – Da können Sie sich etwas abpausen! (Ruf: Jetzt wird es peinlich!)
Abg. Bucher: Auf Kosten der nächsten Generation!
Und genauso wird es mit Ihren Prognosen in der Zukunft sein, denn Tatsache ist nun einmal, ob es Sie schmerzt oder nicht: Österreich steht besser da als viele vergleichbare europäische Staaten (Abg. Bucher: Auf Kosten der nächsten Generation!), steht wesentlich besser da als manche Länder im europäischen oder internationalen Vergleich. Tatsache ist, wir haben eine bessere Beschäftigungsquote – aber wir reden immer nur von den Arbeitslosen!
Abg. Strache: Das passt logisch nicht zusammen, wenn wir immer mehr Arbeitslose haben!
Meine Damen und Herren, ich zeige Ihnen hier eine Statistik: Österreich hat seit 1985 ein Bevölkerungswachstum von knapp 11 Prozent, aber bei den Beschäftigungszahlen ein Plus von 35,8 Prozent! Das ist eine Leistung, die hier erbracht wurde! (Abg. Strache: Das passt logisch nicht zusammen, wenn wir immer mehr Arbeitslose haben!) Auch was die Arbeitslosigkeit international betrifft, steht Österreich wesentlich besser da! (Abg. Mag. Stadler: Man muss nicht alles glauben, was der ÖVP-Pressedienst aussendet! – Heiterkeit beim BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Man muss nicht alles glauben, was der ÖVP-Pressedienst aussendet! – Heiterkeit beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, ich zeige Ihnen hier eine Statistik: Österreich hat seit 1985 ein Bevölkerungswachstum von knapp 11 Prozent, aber bei den Beschäftigungszahlen ein Plus von 35,8 Prozent! Das ist eine Leistung, die hier erbracht wurde! (Abg. Strache: Das passt logisch nicht zusammen, wenn wir immer mehr Arbeitslose haben!) Auch was die Arbeitslosigkeit international betrifft, steht Österreich wesentlich besser da! (Abg. Mag. Stadler: Man muss nicht alles glauben, was der ÖVP-Pressedienst aussendet! – Heiterkeit beim BZÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Das ist Gott sei Dank einmal nicht vom Pressedienst! Es würde selbst genügen, ... (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Dass der Kollege Stadler manches Mal schwarz sieht, das wissen wir, das macht aber kein Problem. Aber mir ist es lieber, schwarz zu sehen, als rote Zahlen zu haben – was der Fall wäre, wenn ich nach Ihrer Politik vorgehen würde, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Schwarze Steuerwolken über Österreich!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Schwarze Steuerwolken über Österreich!
Das ist Gott sei Dank einmal nicht vom Pressedienst! Es würde selbst genügen, ... (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Dass der Kollege Stadler manches Mal schwarz sieht, das wissen wir, das macht aber kein Problem. Aber mir ist es lieber, schwarz zu sehen, als rote Zahlen zu haben – was der Fall wäre, wenn ich nach Ihrer Politik vorgehen würde, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Schwarze Steuerwolken über Österreich!)
Abg. Ing. Westenthaler: Ein Wahnsinn!
Es ist nun einmal Tatsache – viele reden von Griechenland, manche wollen uns sozusagen in seine Nähe rücken. Tatsache ist aber auch: Österreich hat ein Budgetdefizit von unter Umständen rund 70 Prozent des BIP, knapp darüber. (Abg. Ing. Westenthaler: Ein Wahnsinn!) – Das ist relativ hoch, unbestritten. Aber – ohne uns damit zu trösten –: Haben Sie schon einmal gesehen, dass Großbritannien 92 Prozent hat? (Abg. Ing. Westenthaler: Wie viel hat die Schweiz? – Abg. Bucher: „Mit der wollen wir uns nicht vergleichen!“) Haben Sie schon einmal gesehen, Herr Kollege, wie viel Amerika hat? Die kommen knapp an die 100 Prozent! Ganz zu schweigen von den Japanern, die bei 186 Prozent liegen und Schwierigkeiten haben. (Abg. Strache: Wie schaut es in Marokko aus? Das wäre doch ein Vergleichsland für Sie! – Abg. Bucher: Bangladesch? – Das wären vielleicht unsere Vorbilder!)
Abg. Ing. Westenthaler: Wie viel hat die Schweiz? – Abg. Bucher: „Mit der wollen wir uns nicht vergleichen!“
Es ist nun einmal Tatsache – viele reden von Griechenland, manche wollen uns sozusagen in seine Nähe rücken. Tatsache ist aber auch: Österreich hat ein Budgetdefizit von unter Umständen rund 70 Prozent des BIP, knapp darüber. (Abg. Ing. Westenthaler: Ein Wahnsinn!) – Das ist relativ hoch, unbestritten. Aber – ohne uns damit zu trösten –: Haben Sie schon einmal gesehen, dass Großbritannien 92 Prozent hat? (Abg. Ing. Westenthaler: Wie viel hat die Schweiz? – Abg. Bucher: „Mit der wollen wir uns nicht vergleichen!“) Haben Sie schon einmal gesehen, Herr Kollege, wie viel Amerika hat? Die kommen knapp an die 100 Prozent! Ganz zu schweigen von den Japanern, die bei 186 Prozent liegen und Schwierigkeiten haben. (Abg. Strache: Wie schaut es in Marokko aus? Das wäre doch ein Vergleichsland für Sie! – Abg. Bucher: Bangladesch? – Das wären vielleicht unsere Vorbilder!)
Abg. Strache: Wie schaut es in Marokko aus? Das wäre doch ein Vergleichsland für Sie! – Abg. Bucher: Bangladesch? – Das wären vielleicht unsere Vorbilder!
Es ist nun einmal Tatsache – viele reden von Griechenland, manche wollen uns sozusagen in seine Nähe rücken. Tatsache ist aber auch: Österreich hat ein Budgetdefizit von unter Umständen rund 70 Prozent des BIP, knapp darüber. (Abg. Ing. Westenthaler: Ein Wahnsinn!) – Das ist relativ hoch, unbestritten. Aber – ohne uns damit zu trösten –: Haben Sie schon einmal gesehen, dass Großbritannien 92 Prozent hat? (Abg. Ing. Westenthaler: Wie viel hat die Schweiz? – Abg. Bucher: „Mit der wollen wir uns nicht vergleichen!“) Haben Sie schon einmal gesehen, Herr Kollege, wie viel Amerika hat? Die kommen knapp an die 100 Prozent! Ganz zu schweigen von den Japanern, die bei 186 Prozent liegen und Schwierigkeiten haben. (Abg. Strache: Wie schaut es in Marokko aus? Das wäre doch ein Vergleichsland für Sie! – Abg. Bucher: Bangladesch? – Das wären vielleicht unsere Vorbilder!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Vielleicht wäre aber auch einmal nachzudenken über die Frage – gestern gab es ja die Aktuelle Europastunde mit dem Titel: „Die Krise überwinden – mit sozialer Gerechtigkeit ...“ –: Ist es sozial gerecht, in Europa derartig unterschiedliche Pensionsantrittsalter zu haben? Vielleicht wäre da auch mit in Betracht zu ziehen, dass jene Länder, die am meisten in die Europäische Union einzahlen, die höchsten Antrittsalter haben und andere sich nicht darum kümmern. Vielleicht wäre aber auch einmal darüber nachzudenken, wenn man sozial und gerecht sein will: Wenn man alles besteuern will und alle möglichen Abgaben erfindet, wo bleibt denn die Besteuerung des Flugbenzins? (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Eines muss man schon sagen in Richtung des Herrn Klubobmann Cap: Herr Klubobmann, so geht es nicht! Sie stellen sich hier vor den Nationalrat – ich schätze ja sonst Ihre Bemühungen um den Parlamentarismus; Sie waren dabei nicht sehr erfolgreich, aber Ihre Bemühungen in Ehren – und dodeln die drei Oppositionsparteien herunter wie irgendwelche Lausbuben, die nicht zustimmen wollen, weil der Tag heute nicht schön ist. – So geht es nicht! Das kann man in der Sektion Hernals machen, aber nicht vor dem österreichischen Nationalrat. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Cap: ... Bezirk, darauf lege ich Wert!
Herr Cap, Sie sind Klubobmann der Kanzlerfraktion! Ein bisschen zu schimpfen auf die Londoner City und die Wall Street ist in Ordnung – das ist das Programm für die Sektion Hernals –, aber nicht hier in Ihrer Funktion, das sage ich Ihnen auch ganz deutlich. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Cap: ... Bezirk, darauf lege ich Wert!)
Abg. Strache: Na wer? Der Konrad! Das ist die Verschränkung!
Bei den Roten habe ich generell den Eindruck, dass hier sehr viel Wasser gepredigt, aber dann doch sehr viel Wein getrunken wird. Schauen Sie einmal, wir haben ein Ereignis vor uns, bei dem man sieht, dass die Koalition funktioniert. Es gab eine kleine Anmerkung in der Tageszeitung „Heute“: Dort steht über Bürgermeister Häupl, der ein Feinschmecker der besonderen Art ist, dass ihm am 11. Mai vom Gault Millau der Titel des „Feinschmeckers des Jahres“ verliehen wird. Und dreimal dürfen Sie raten, wer die Festrede hält (Abg. Strache: Na wer? Der Konrad! Das ist die Verschränkung!): Das ist Christian Konrad. – Also im Kulinarischen gibt es durchaus eine Koalition, die funktioniert; im Inhaltlichen funktioniert sie überhaupt nicht.
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Geh bitte!
Es war so, dass Sie und Sie uns und der österreichischen Bevölkerung weismachen wollten, der Euro ist die größte Erfolgsstory, die es überhaupt gibt. Mitnichten, Herr Vizekanzler! (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Geh bitte!) Wir haben von Anfang an davor gewarnt: Machen Sie das nicht, dass Sie schwache Volkswirtschaften und starke Volkswirtschaften miteinander vermischen, weil das auf Kosten der starken Volkswirtschaften geht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es war so, dass Sie und Sie uns und der österreichischen Bevölkerung weismachen wollten, der Euro ist die größte Erfolgsstory, die es überhaupt gibt. Mitnichten, Herr Vizekanzler! (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Geh bitte!) Wir haben von Anfang an davor gewarnt: Machen Sie das nicht, dass Sie schwache Volkswirtschaften und starke Volkswirtschaften miteinander vermischen, weil das auf Kosten der starken Volkswirtschaften geht! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Und die zweite Warnung war, dass Sie jene Länder, die eine Hartwährungspolitik betrieben haben, nicht vermischen sollen mit jenen, die eine Weichwährungsphilosophie haben, wie eben die südeuropäischen Länder. (Zwischenruf des Abg. Amon.) Wir reden ja nicht nur von Griechenland, sondern wir reden auch von Italien, wir reden von Portugal und wir reden von Spanien, die heute 20 Prozent Arbeitslosigkeit haben. Auch das verschweigen Sie hier! (Abg. Amon: Das ist aber keine Weichwährungspolitik ...!)
Abg. Amon: Das ist aber keine Weichwährungspolitik ...!
Und die zweite Warnung war, dass Sie jene Länder, die eine Hartwährungspolitik betrieben haben, nicht vermischen sollen mit jenen, die eine Weichwährungsphilosophie haben, wie eben die südeuropäischen Länder. (Zwischenruf des Abg. Amon.) Wir reden ja nicht nur von Griechenland, sondern wir reden auch von Italien, wir reden von Portugal und wir reden von Spanien, die heute 20 Prozent Arbeitslosigkeit haben. Auch das verschweigen Sie hier! (Abg. Amon: Das ist aber keine Weichwährungspolitik ...!)
Beifall bei der FPÖ.
Die Portugiesen werden jetzt noch zu finanzieren sein; im Sommer kommen Milliarden für die Spanier dran. – Auch wir zahlen das alles mit, und das ist eine Politik, von der ich sage, sie ist mit Sicherheit nicht im Interesse der österreichischen Steuerzahler. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: So ist es!
Ich gebe Ihnen zwei Sachen mit auf den Weg: Glass-Steagall Act aus dem Jahre 1933 zum Beispiel (Abg. Strache: So ist es!), mit dem in der Depression beschlossen wurde, dass beim Bankgeschäft eine Trennung in das klassische Bankgeschäft und das Investmentgeschäft erfolgt. 60 Jahre lang hat das gehalten, bis irgendwann die Türen aufgegangen sind – das war aber nicht in den Dreißigerjahren. (Abg. Strache: Deregulierung auf ... der EU!) Heute diskutiert man in den USA darüber, das wieder einzuführen. Da höre ich überhaupt nichts von Ihnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Deregulierung auf ... der EU!
Ich gebe Ihnen zwei Sachen mit auf den Weg: Glass-Steagall Act aus dem Jahre 1933 zum Beispiel (Abg. Strache: So ist es!), mit dem in der Depression beschlossen wurde, dass beim Bankgeschäft eine Trennung in das klassische Bankgeschäft und das Investmentgeschäft erfolgt. 60 Jahre lang hat das gehalten, bis irgendwann die Türen aufgegangen sind – das war aber nicht in den Dreißigerjahren. (Abg. Strache: Deregulierung auf ... der EU!) Heute diskutiert man in den USA darüber, das wieder einzuführen. Da höre ich überhaupt nichts von Ihnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich gebe Ihnen zwei Sachen mit auf den Weg: Glass-Steagall Act aus dem Jahre 1933 zum Beispiel (Abg. Strache: So ist es!), mit dem in der Depression beschlossen wurde, dass beim Bankgeschäft eine Trennung in das klassische Bankgeschäft und das Investmentgeschäft erfolgt. 60 Jahre lang hat das gehalten, bis irgendwann die Türen aufgegangen sind – das war aber nicht in den Dreißigerjahren. (Abg. Strache: Deregulierung auf ... der EU!) Heute diskutiert man in den USA darüber, das wieder einzuführen. Da höre ich überhaupt nichts von Ihnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich frage mich, im Sold welcher Bankleute Sie stehen, dass Sie hier nicht diese zentrale Diskussion beginnen? – Das ist der Schlüssel: das Bankgeschäft vom Investmentgeschäft zu trennen. Wenn das nicht gelingt, haben wir ein Bankenpaket II und ein Bankenpaket III und können bald zusperren! (Beifall bei der FPÖ.) Da tun Sie nichts und gehen lieber ins „Steirereck“ feiern und lassen sich von Christian Konrad bejubeln, welch tolle Feinschmecker es in Ihrer sozialdemokratischen Spitze gibt.
Beifall bei der FPÖ.
Machen Sie etwas! Die Zeit drängt. – Zuzuwarten bis in den Spätherbst wird nicht möglich sein, denn da wird alles noch viel, viel schlechter sein. Stellen Sie sich einmal auf die Hinterfüße! Erreichen Sie irgendetwas in Brüssel und stellen Sie sich nicht her mit irgendwelchen Plattitüden und mit Schimpforgien auf London und auf New York. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Jetzt wird es hoffentlich seriöser! – Abg. Krainer: Das ist sicher!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Van der Bellen. – Bitte. (Ruf bei der SPÖ: Jetzt wird es hoffentlich seriöser! – Abg. Krainer: Das ist sicher!)
Beim Versuch, das Rednerpult auf die passende Höhe einzustellen, senkt sich dieses immer weiter. – Abg. Strache: Oje, oje! – Abg. Mag. Stadler: ... der Vorredner! Der Herr Vorredner hat sich an das Rednerpult verkrampft!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Meine Damen und Herren! (Beim Versuch, das Rednerpult auf die passende Höhe einzustellen, senkt sich dieses immer weiter. – Abg. Strache: Oje, oje! – Abg. Mag. Stadler: ... der Vorredner! Der Herr Vorredner hat sich an das Rednerpult verkrampft!) – Oje, oje! Die Mechanik im Parlament ist eindeutig verbesserungsbedürftig. Die Fernsehzuschauer sehen, dass die eine oder andere kleine Reparatur tatsächlich notwendig ist.
Zwischenruf des Abg. Eßl.
Thema Griechenland. – Ja, es stimmt schon, Herr Bundeskanzler: Österreich ist von griechischen Zuständen noch weit entfernt, vollkommen richtig! Die Griechen haben nicht nur eine Liquiditätskrise, sondern mittlerweile auch eine Insolvenzkrise, und das hat Österreich noch nicht, aber Ähnlichkeiten gibt es schon. Die Griechen sind ja nicht von heute auf morgen in diese Situation geschlittert. Die Griechen haben mindestens zehn Jahre lang die Augen vollkommen verschlossen, sie waren blind gegenüber den wirtschaftspolitischen Realitäten in ihrem Land und den Notwendigkeiten, die es zu tun gegeben hätte – und da gibt es Ähnlichkeiten mit Österreich, das muss ich Ihnen sagen. (Zwischenruf des Abg. Eßl.) Und das zeigt sich deutlich in diesem sogenannten – sogenannten! – Strategiebericht, den Sie heute hier dem Parlament vorlegen. Anlass zu Frohsinn, Herr Kollege Cap, sehe ich da überhaupt nicht.
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.
Was soll das überhaupt, dieser Aufruf zum nationalen Schulterschluss? Was hat Herr Kollege Cap gesagt? – Wir sollen nicht mieselsüchtig dreinschauen, sondern gemeinsam mit den Regierungsparteien ein bisschen fröhlich sein. – Also was jetzt? Vielleicht um 12.10 Uhr ein kleines Tänzchen hier auf dem Parkett einlegen? – Das scheitert ja schon am Männerüberschuss im SPÖ-Klub. Da müsst ihr ja vorher eine anständige Frauenquote haben! (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.
Von diesen operettenhaften Beschwichtigungsversuchen halte ich nun einmal gar nichts. Bei Griechenland haben wir wirklich über die Zeit erlebt, wohin das führt. (Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.)
Beifall bei den Grünen.
Gehen Sie einmal auf die Uni: Reden Sie mit den Rektoren, reden Sie mit den Studierenden und verbreiten Sie dort Ihren Frohsinn! (Beifall bei den Grünen.) Da bin ich aber gespannt, wie Sie zurückkommen.
Beifall bei den Grünen.
Das Aiginger-Interview gestern im „Standard“? – Spurlos vorübergegangen. WIFO-Monatsbericht März 2010 (den betreffenden Bericht in die Höhe haltend), vor wenigen Tagen herausgekommen: praktisch ausschließlich über erfolgreiche Konsolidierungsstrategien. Ist irgendetwas dieser Konsolidierungsstrategien in diese Strategie eingegangen, irgendetwas? Dort tritt man nämlich tatsächlich für einen Ausbau des Bildungs- und Wissenschafts- und Forschungsstandorts Wien und Österreich ein. Sie nicht – Sie nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Abgesehen davon ist wirklich ärgerlich, was beim Außenministerium passiert. Das muss man sich einmal vorstellen: Das Außenministerium ist bisher schon am Zahnfleisch gegangen, was das Budget betrifft (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) – das waren lächerliche 500 Millionen € für alles –, und das sinkt bis 2014 real um 20 Prozent. (Abg. Kickl: Das war auch logisch, mit der EU!) Ja, wissen Sie, was das bedeutet? – Das ist die Aufgabe einer Außenrepräsentanz Österreichs! Das ist wirklich der Bankrott. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) – Leider habe ich nur 7 Minuten Redezeit, und der Herr Präsident verkürzt diese weiter.
Abg. Kickl: Das war auch logisch, mit der EU!
Abgesehen davon ist wirklich ärgerlich, was beim Außenministerium passiert. Das muss man sich einmal vorstellen: Das Außenministerium ist bisher schon am Zahnfleisch gegangen, was das Budget betrifft (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) – das waren lächerliche 500 Millionen € für alles –, und das sinkt bis 2014 real um 20 Prozent. (Abg. Kickl: Das war auch logisch, mit der EU!) Ja, wissen Sie, was das bedeutet? – Das ist die Aufgabe einer Außenrepräsentanz Österreichs! Das ist wirklich der Bankrott. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) – Leider habe ich nur 7 Minuten Redezeit, und der Herr Präsident verkürzt diese weiter.
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Abgesehen davon ist wirklich ärgerlich, was beim Außenministerium passiert. Das muss man sich einmal vorstellen: Das Außenministerium ist bisher schon am Zahnfleisch gegangen, was das Budget betrifft (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) – das waren lächerliche 500 Millionen € für alles –, und das sinkt bis 2014 real um 20 Prozent. (Abg. Kickl: Das war auch logisch, mit der EU!) Ja, wissen Sie, was das bedeutet? – Das ist die Aufgabe einer Außenrepräsentanz Österreichs! Das ist wirklich der Bankrott. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) – Leider habe ich nur 7 Minuten Redezeit, und der Herr Präsident verkürzt diese weiter.
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Außerdem sind die Länder – diesen Satz gönnen Sie mir noch –, die Bundesländer, plötzlich aus der Konsolidierung vollkommen ausgenommen; im Jänner waren sie noch drinnen. In dem, was Sie nach Brüssel gemeldet haben, ist das Defizit der Länder und Gemeinden zusammengenommen von 2010 bis 2014 auf null zurückgestuft worden. Es bleibt jetzt unverändert! (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Umso mehr soll der Bund, sollen wir wieder einmal machen. Wir sollen das alles verantworten, was die Länder nicht machen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Kogler: Ja, aber das waren ehrliche 26 Sekunden, Herr Präsident, keine ... 26 Kanzler...!
Präsident Fritz Neugebauer: Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Sie haben um 26 Sekunden überzogen, Herr Professor Van der Bellen. (Abg. Mag. Kogler: Ja, aber das waren ehrliche 26 Sekunden, Herr Präsident, keine ... 26 Kanzler...!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz
Sie haben das Pech, das jetzt immer wieder Fernsehübertragungen gemacht werden (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz), und die Bevölkerung hat sich ja heute ein Bild davon machen können, welche Strategien Sie von den Regierungsfraktionen hier haben. (Zwischenruf des Abg. Amon.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Sie haben das Pech, das jetzt immer wieder Fernsehübertragungen gemacht werden (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz), und die Bevölkerung hat sich ja heute ein Bild davon machen können, welche Strategien Sie von den Regierungsfraktionen hier haben. (Zwischenruf des Abg. Amon.)
Abg. Bucher: Uganda, Bangladesch!
Stimmt, das ist wunderbar: Wir haben die Vergleiche mit Großbritannien betreffend das Pensionsalter gehört (Abg. Bucher: Uganda, Bangladesch!), aber, Herr Kollege Cap –
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll. – Zwischenruf des Abg. Bucher.
Sie wissen, wir diskutieren diesbezüglich immer wieder sehr gern –, das hat mich schon wirklich gewundert, dass gerade Sie von der Sozialdemokratie jetzt das mit dem 50 : 50 hier sagen; der Bundeskanzler sagt jetzt noch 60 : 40, also 60 Prozent Einsparungen, 40 Prozent Steuererhöhungen. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll. – Zwischenruf des Abg. Bucher.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wie kommt er überhaupt dazu? – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Na ja, aber der Klubobmann der sozialdemokratischen Fraktion sagt: Sie wissen eh, das wird einmal 50 : 50 werden! – Schwamm drüber, ist ja nicht so tragisch. Herr Kollege Cap! 1,2 Milliarden € macht das aus, Ihr Fifty-fifty-Unterschied. – Also 1,2 Milliarden €, so flapsig, noch zusätzlich an höheren Steuern. Das ist mehr als das Doppelte des Familienpakets, das ist das gesamte Justizbudget, das ist das Dreifache des Budgets des Außenministeriums, dieses Fifty-fifty! (Abg. Ing. Westenthaler: Wie kommt er überhaupt dazu? – Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ja, schmecks!
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.
Meine Damen und Herren, genau das ist das Problem, mit dem wir uns hier auseinanderzusetzen haben. Wenn wir wollen, dass Österreich aus der Krise herauskommt – die Wirtschaft, aber auch die Bürger –, dann brauchen wir vor allem eines: Vertrauen in die Politik und Berechenbarkeit der Politik, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.)
Abg. Dr. Cap: Was sind die Vorschläge?
Wir brauchen nicht solche Bemerkungen und auch nicht dieses Drüberfahren über die Opposition, sondern wir brauchen zunächst einmal die Kaufkraft der Bevölkerung. Sie, Herr Bundeskanzler, haben gesagt, Sie wollen die Kaufkraft stärken und nicht beeinträchtigen! (Abg. Dr. Cap: Was sind die Vorschläge?) – Ja, ja, die kommen, die kommen, Herr Cap! Ab dem heutigen Zeitpunkt brauchen wir von Ihnen jedenfalls keine Ratschläge mehr bei Vorschlägen (Abg. Dr. Cap: Vorschläge! Vorschläge! Nicht Ratschläge, Vorschläge!), weil fifty-fifty, diese Vorschläge, dass man dem Steuerzahler flapsig weitere eineinhalb Milliarden Euro hinaufdividiert, werden Sie von uns nicht hören. Das brauchen wir nicht, nein! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Cap: Vorschläge! Vorschläge! Nicht Ratschläge, Vorschläge!
Wir brauchen nicht solche Bemerkungen und auch nicht dieses Drüberfahren über die Opposition, sondern wir brauchen zunächst einmal die Kaufkraft der Bevölkerung. Sie, Herr Bundeskanzler, haben gesagt, Sie wollen die Kaufkraft stärken und nicht beeinträchtigen! (Abg. Dr. Cap: Was sind die Vorschläge?) – Ja, ja, die kommen, die kommen, Herr Cap! Ab dem heutigen Zeitpunkt brauchen wir von Ihnen jedenfalls keine Ratschläge mehr bei Vorschlägen (Abg. Dr. Cap: Vorschläge! Vorschläge! Nicht Ratschläge, Vorschläge!), weil fifty-fifty, diese Vorschläge, dass man dem Steuerzahler flapsig weitere eineinhalb Milliarden Euro hinaufdividiert, werden Sie von uns nicht hören. Das brauchen wir nicht, nein! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir brauchen nicht solche Bemerkungen und auch nicht dieses Drüberfahren über die Opposition, sondern wir brauchen zunächst einmal die Kaufkraft der Bevölkerung. Sie, Herr Bundeskanzler, haben gesagt, Sie wollen die Kaufkraft stärken und nicht beeinträchtigen! (Abg. Dr. Cap: Was sind die Vorschläge?) – Ja, ja, die kommen, die kommen, Herr Cap! Ab dem heutigen Zeitpunkt brauchen wir von Ihnen jedenfalls keine Ratschläge mehr bei Vorschlägen (Abg. Dr. Cap: Vorschläge! Vorschläge! Nicht Ratschläge, Vorschläge!), weil fifty-fifty, diese Vorschläge, dass man dem Steuerzahler flapsig weitere eineinhalb Milliarden Euro hinaufdividiert, werden Sie von uns nicht hören. Das brauchen wir nicht, nein! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Rudas und Dr. Cap
Wir brauchen eine Stärkung der Kaufkraft, meine Damen und Herren, wir brauchen das Vertrauen der Bevölkerung (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Rudas und Dr. Cap), dass sie auch investieren kann, wir brauchen Vertrauen der Wirtschaft. Die Wirtschaft, Herr Kollege Cap, schafft Arbeitsplätze, nicht die Politik, auch wenn Sie das vielleicht in Ihrer Karl-Marx-geschwängerten Bibliothek herauslesen können. (Abg. Dr. Cap: So geht es doch auch wieder nicht!) Wir brauchen das Vertrauen der Wirtschaft, dass sie auch entsprechend organisiert wird, und wir brauchen einmal – und das wäre interessant gewesen, Herr Kollege Cap – eine Aufgabenkritik. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Rudas und Dr. Cap.)
Abg. Dr. Cap: So geht es doch auch wieder nicht!
Wir brauchen eine Stärkung der Kaufkraft, meine Damen und Herren, wir brauchen das Vertrauen der Bevölkerung (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Rudas und Dr. Cap), dass sie auch investieren kann, wir brauchen Vertrauen der Wirtschaft. Die Wirtschaft, Herr Kollege Cap, schafft Arbeitsplätze, nicht die Politik, auch wenn Sie das vielleicht in Ihrer Karl-Marx-geschwängerten Bibliothek herauslesen können. (Abg. Dr. Cap: So geht es doch auch wieder nicht!) Wir brauchen das Vertrauen der Wirtschaft, dass sie auch entsprechend organisiert wird, und wir brauchen einmal – und das wäre interessant gewesen, Herr Kollege Cap – eine Aufgabenkritik. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Rudas und Dr. Cap.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Rudas und Dr. Cap.
Wir brauchen eine Stärkung der Kaufkraft, meine Damen und Herren, wir brauchen das Vertrauen der Bevölkerung (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Rudas und Dr. Cap), dass sie auch investieren kann, wir brauchen Vertrauen der Wirtschaft. Die Wirtschaft, Herr Kollege Cap, schafft Arbeitsplätze, nicht die Politik, auch wenn Sie das vielleicht in Ihrer Karl-Marx-geschwängerten Bibliothek herauslesen können. (Abg. Dr. Cap: So geht es doch auch wieder nicht!) Wir brauchen das Vertrauen der Wirtschaft, dass sie auch entsprechend organisiert wird, und wir brauchen einmal – und das wäre interessant gewesen, Herr Kollege Cap – eine Aufgabenkritik. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Rudas und Dr. Cap.)
Abg. Dr. Cap: Was ist der Vorschlag?
Jetzt wäre die Zeit, dass wir einmal eine konkrete Diskussion über die Aufgaben des modernen Staates führen (Abg. Dr. Cap: Was ist der Vorschlag?), über eine schlanke Verwaltung, über eine Neuorientierung des Gesundheitssystems. (Abg. Dr. Cap: Was ist Ihr Vorschlag?) Es gibt ja in Ihrer Fraktion und in Ihrer Regierungsmannschaft sogar Leute, die Vorschläge haben, die Frau Unterrichtsministerin zum Beispiel. (Abg. Dr. Cap: Kann man das ins Protokoll aufnehmen? Er hat keine Vorschläge!)
Abg. Dr. Cap: Was ist Ihr Vorschlag?
Jetzt wäre die Zeit, dass wir einmal eine konkrete Diskussion über die Aufgaben des modernen Staates führen (Abg. Dr. Cap: Was ist der Vorschlag?), über eine schlanke Verwaltung, über eine Neuorientierung des Gesundheitssystems. (Abg. Dr. Cap: Was ist Ihr Vorschlag?) Es gibt ja in Ihrer Fraktion und in Ihrer Regierungsmannschaft sogar Leute, die Vorschläge haben, die Frau Unterrichtsministerin zum Beispiel. (Abg. Dr. Cap: Kann man das ins Protokoll aufnehmen? Er hat keine Vorschläge!)
Abg. Dr. Cap: Kann man das ins Protokoll aufnehmen? Er hat keine Vorschläge!
Jetzt wäre die Zeit, dass wir einmal eine konkrete Diskussion über die Aufgaben des modernen Staates führen (Abg. Dr. Cap: Was ist der Vorschlag?), über eine schlanke Verwaltung, über eine Neuorientierung des Gesundheitssystems. (Abg. Dr. Cap: Was ist Ihr Vorschlag?) Es gibt ja in Ihrer Fraktion und in Ihrer Regierungsmannschaft sogar Leute, die Vorschläge haben, die Frau Unterrichtsministerin zum Beispiel. (Abg. Dr. Cap: Kann man das ins Protokoll aufnehmen? Er hat keine Vorschläge!)
Abg. Ing. Westenthaler: Weil der Herr Cap 50 : 50 gesagt hat!
Und dann haben wir gefragt, wie wir es umsetzen, und wir haben gesagt: Gehen wir daran, das gemeinsam umzusetzen! – Daraufhin sagt dieselbe Frau Ministerin, die gute Ideen hat, sie habe kein Pouvoir, also keine Kompetenz, um das zu verhandeln (Abg. Ing. Westenthaler: Weil der Herr Cap 50 : 50 gesagt hat!), das müsste man mit den Ländern verhandeln. Das ist die jetzige Situation, Herr Kollege Cap.
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
So, und was ist jetzt mit ihm? – Jetzt ist er ruhig, jetzt versinkt er wieder in seine Notizen, denn da hört es nämlich auf! Meine Damen und Herren, auch wenn Sie Vorschläge haben, trauen Sie sich nicht, sie durchzusetzen, weil Sie Angst haben vor den Landeshauptleuten, ganz egal, von welcher Fraktion sie kommen. Das ist ja das Problem, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.
Da brauchen wir eine starke ... (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.) – Nein bitte, machen Sie das nicht! Der Herr Vizekanzler, meine Damen und Herren, das ist ja überhaupt das Beste: Wir haben Österreich-Gespräche! – Das stimmt doch überhaupt nicht. Wo sind die Initiativen, damit wir endlich einmal wenigstens ein einheitliches Pensionsrecht im öffentlichen Dienst zusammenbringen, Bund, Länder und Gemeinden? – Das wären einmal interessante Dinge, um entsprechend zu sparen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Da brauchen wir eine starke ... (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.) – Nein bitte, machen Sie das nicht! Der Herr Vizekanzler, meine Damen und Herren, das ist ja überhaupt das Beste: Wir haben Österreich-Gespräche! – Das stimmt doch überhaupt nicht. Wo sind die Initiativen, damit wir endlich einmal wenigstens ein einheitliches Pensionsrecht im öffentlichen Dienst zusammenbringen, Bund, Länder und Gemeinden? – Das wären einmal interessante Dinge, um entsprechend zu sparen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Na bravo! Perfekt!
Immer wenn wir über die Kompetenzen auch der Länder diskutieren, kommt sofort das „Njet!“ aus den Landesbüros, und der Herr Vizekanzler und auch der Herr Bundeskanzler sagen: Na ja, da können wir dann leider nichts machen! Das wäre einmal eine interessante Sache, anstatt ein Strategiepapier vorzulegen, aus dem wir eines konkret erfahren – wirklich wahr; dabei ging es um die Strategie für die Zukunft –: dass in der Präsidentschaftskanzlei eine neue Telefonanlage installiert wird. (Abg. Ing. Westenthaler: Na bravo! Perfekt!) Das lesen wir in diesem Strategiepapier der österreichischen Bundesregierung; leider wirklich ein bisschen wenig.
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.
Es geht doch wirklich darum, Schwerpunkte zu setzen, Schwerpunkte etwa im Bereich der Sicherheit. Meine Damen und Herren, wenn Sie bei der Landesverteidigung so viel einsparen wollen, wie Sie jetzt vorgeben, dann können Sie sie gleich auflösen, wenn Sie nicht endlich auch dazu übergehen, hier neue Strukturen zu schaffen. (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.) – Nein. Sie könnten zum Beispiel ein Freiwilligenprinzip schaffen, anstatt teure Grundwehrdiener zu finanzieren, die man nicht einsetzen kann. Das nur als kleines Beispiel.
Beifall beim BZÖ.
Das alles ist notwendig, und das ist sehr mühsam, Herr Vizekanzler und Finanzminister, Herr Bundeskanzler, sehr mühsam, denn da haben Sie überall mit Widerstand zu rechnen. Es wäre aber sinnvoll und effizient und auch im Sinne einer sparsamen öffentlichen Verwaltung. (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Einfacher ist es natürlich, den Steuerzahler zur Kasse zu bitten. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Der Herr Bundeskanzler und der Herr Vizekanzler haben noch vor wenigen Wochen garantiert: Es gibt keine neuen Steuern! – Jetzt überbieten sie sich mit neuen Vorschlägen für neue Steuern, aber auf wirklich sinnvolle Einsparungen durch eine Strukturänderung, durch einen Philosophiewechsel warten wir leider vergeblich. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Darin, Herr Kollege Cap, würden wir Sie zu 100 Prozent unterstützen. Aber Sie lassen ja sogar diejenigen, die Ideen haben – wie Ihre Unterrichtsministerin –, im Regen stehen. (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Einfacher ist es natürlich, den Steuerzahler zur Kasse zu bitten. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Der Herr Bundeskanzler und der Herr Vizekanzler haben noch vor wenigen Wochen garantiert: Es gibt keine neuen Steuern! – Jetzt überbieten sie sich mit neuen Vorschlägen für neue Steuern, aber auf wirklich sinnvolle Einsparungen durch eine Strukturänderung, durch einen Philosophiewechsel warten wir leider vergeblich. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Darin, Herr Kollege Cap, würden wir Sie zu 100 Prozent unterstützen. Aber Sie lassen ja sogar diejenigen, die Ideen haben – wie Ihre Unterrichtsministerin –, im Regen stehen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Einfacher ist es natürlich, den Steuerzahler zur Kasse zu bitten. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Der Herr Bundeskanzler und der Herr Vizekanzler haben noch vor wenigen Wochen garantiert: Es gibt keine neuen Steuern! – Jetzt überbieten sie sich mit neuen Vorschlägen für neue Steuern, aber auf wirklich sinnvolle Einsparungen durch eine Strukturänderung, durch einen Philosophiewechsel warten wir leider vergeblich. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Darin, Herr Kollege Cap, würden wir Sie zu 100 Prozent unterstützen. Aber Sie lassen ja sogar diejenigen, die Ideen haben – wie Ihre Unterrichtsministerin –, im Regen stehen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Bucher: Das glaube ich nicht!
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Herr Kollege Scheibner, ich habe Ihnen sehr aufmerksam zugehört (Abg. Bucher: Das glaube ich nicht!) und muss Ihnen sagen: Vorschläge haben Sie keine gebracht, aber das sind wir vom BZÖ auch gar nicht gewohnt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Herr Kollege Scheibner, ich habe Ihnen sehr aufmerksam zugehört (Abg. Bucher: Das glaube ich nicht!) und muss Ihnen sagen: Vorschläge haben Sie keine gebracht, aber das sind wir vom BZÖ auch gar nicht gewohnt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geschätzte Damen und Herren, durch diese rasche und gute Hilfe ist es gelungen, dass nach Monaten der Krise erstmals ein Rückgang bei den Zahlen der vorgemerkten Arbeitslosen in Österreich zu verzeichnen ist; ein kleiner Rückgang nur, aber ein Rückgang. Ich denke, es ist ganz entscheidend, dass dieser hervorragende, gute Weg, der eingeschlagen worden ist, auch weiter fortgesetzt werden muss. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Amon.
Folgendes möchte ich ganz deutlich sagen, sehr geschätzte Damen und Herren: Diese Maßnahmen, die Wirkungen zeigen, sind nicht von selbst gekommen, sondern da wurde tolle Arbeit geleistet, vorbereitend von den Sozialpartnern einerseits und – und dafür gilt ihm mein ganz besonderer Dank – vom Sozialminister andererseits, der in mühsamen Verhandlungen gemeinsam mit dem Wirtschaftsminister diese Pakete auf den Weg gesetzt hat, die jetzt Wirkung zeigen und den Menschen in Österreich wirklich Hilfestellung geben. Herzlichen Dank dafür! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Amon.)
Beifall bei der SPÖ.
Was lernen wir daraus? – Dass der Sozialstaat einen ganz wichtigen Beitrag in der Krise geleistet hat. Wir müssen die soziale Absicherung verbessern und nicht in Frage stellen, sehr geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Da steht überhaupt nichts drin!
Alle Maßnahmen, sehr geschätzte Damen und Herren, die Menschen motivieren, wieder in den Arbeitsprozess einzusteigen, und die Jobs schaffen, sind sinnvolle Maßnahmen. Daher bin ich auch sehr froh darüber, dass in diesem Strategiebericht gute, wichtige Zielsetzungen angeführt sind (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Da steht überhaupt nichts drin!); so zum Beispiel auch Qualifizierungsmaßnahmen von Arbeitslosen.
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend: Es ist klar, dass gespart werden muss. Alle müssen ihren gerechten Beitrag leisten. Aber es kann nicht so sein, dass als Mittel zur Budgetkonsolidierung Massensteuern eingeführt beziehungsweise vielleicht auch nur leicht erhöht werden, sondern es müssen auch die Superreichen in diesem Lande ihren gerechten Beitrag leisten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
demonstrativer Beifall beim BZÖ
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Herr Bundeskanzler! Werte andere Regierungsmitglieder! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich habe dem Kollegen Bucher, den ich eigentlich sehr schätze, dessen Wirtschaftskompetenz ich auch immer wieder sehr schätze (demonstrativer Beifall beim BZÖ), zugehört und mir gedacht, in Wirklichkeit ist die Opposition immer dafür gut, dass sie den Menschen in diesem Land Sand in die Augen streut. (Ruf beim BZÖ: Die Regierung!) Nein, Sie sind schon auch dafür verantwortlich, denn Sie haben heute hier gesagt, wir sollen uns nicht mit Griechenland vergleichen – was wir zweifelsohne nicht tun! Wir warnen nur davor, was passieren kann, wenn man nicht gegensteuert, wenn man ständig Schulden macht und diese Schulden nicht auch wieder abbaut.
Ruf beim BZÖ: Die Regierung!
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Herr Bundeskanzler! Werte andere Regierungsmitglieder! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich habe dem Kollegen Bucher, den ich eigentlich sehr schätze, dessen Wirtschaftskompetenz ich auch immer wieder sehr schätze (demonstrativer Beifall beim BZÖ), zugehört und mir gedacht, in Wirklichkeit ist die Opposition immer dafür gut, dass sie den Menschen in diesem Land Sand in die Augen streut. (Ruf beim BZÖ: Die Regierung!) Nein, Sie sind schon auch dafür verantwortlich, denn Sie haben heute hier gesagt, wir sollen uns nicht mit Griechenland vergleichen – was wir zweifelsohne nicht tun! Wir warnen nur davor, was passieren kann, wenn man nicht gegensteuert, wenn man ständig Schulden macht und diese Schulden nicht auch wieder abbaut.
Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Neubauer: Das war gut!
Sie haben gesagt, wir sollen uns lieber mit Norwegen und der Schweiz vergleichen. – Beide Länder sind nicht in der EU, ich weiß also nicht, warum wir uns mit diesen beiden Ländern vergleichen könnten, wenn wir doch in der EU und auch in der Währungszone sind. (Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Neubauer: Das war gut!) Das kann man überhaupt nicht miteinander vergleichen. (Abg. Scheibner: Möchten Sie damit sagen, dass es besser wäre, wenn wir nicht in der EU wären?)
Abg. Scheibner: Möchten Sie damit sagen, dass es besser wäre, wenn wir nicht in der EU wären?
Sie haben gesagt, wir sollen uns lieber mit Norwegen und der Schweiz vergleichen. – Beide Länder sind nicht in der EU, ich weiß also nicht, warum wir uns mit diesen beiden Ländern vergleichen könnten, wenn wir doch in der EU und auch in der Währungszone sind. (Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Neubauer: Das war gut!) Das kann man überhaupt nicht miteinander vergleichen. (Abg. Scheibner: Möchten Sie damit sagen, dass es besser wäre, wenn wir nicht in der EU wären?)
Beifall bei der ÖVP.
Da wird weniger eingespart als in anderen Bereichen. Wir sind auf dem richtigen Weg – ich danke dem Herrn Finanzminister ganz herzlich dafür! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Dame, sehr geehrte Herren auf der Regierungsbank! Nach dem Ausflug ins Jahr 2000 kommen wir wieder zurück in das Jahr 2010, Frau Kollegin Tamandl, denn heute haben wir Probleme. Wir haben 350 000 Arbeitslose, und das ist ein Plus von fast 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für diese Menschen ist es völlig irrelevant, was vor zehn Jahren in Österreich gewesen ist, sie wollen heute und auch in Zukunft Lösungen haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Geh, bitte!
Wenn ich mir diesen Strategiebericht anschaue (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Geh, bitte!) ... – Da brauchen Sie nicht „Geh, bitte!“ zu sagen, Herr Finanzminister! Erklären Sie mir beispielsweise einmal den Bereich Gesundheit!
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Geh, bitte!
Fixe Ausgaben werden im nächsten Jahr halbiert. – Wie soll das funktionieren? Wird dann jedes zweite Bett nicht mehr belegt? Wird jeder zweite Rettungswagen in der Garage stehen bleiben müssen (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Geh, bitte!), müssen dann die Patienten im Krankenhaus vielleicht eine Nummer ziehen, und wenn sie eine gerade erwischen, werden sie nicht mehr behandelt? – Wie anders sollte es sonst funktionieren, wenn Sie 50 Prozent der Fixkosten einsparen wollen? Im Bericht gibt es überhaupt keine Erklärung. Sie schreiben einzig und allein von einer Sicherstellung der Versorgung trotz begrenzter Ressourcen. – Da können sich die Menschen jetzt bestimmt darauf verlassen, dass sie etwas bekommen werden!
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Stimmt nicht!
Oder: Familie. – Den Familien haben Sie in diesem Strategiebericht eine halbe Seite gewidmet. Wie man ja heute schon weiß, soll die 13. Familienbeihilfe überhaupt gestrichen werden. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Stimmt nicht!) – Herr Vizekanzler, Frau Staatssekretärin Marek hat schon laut darüber nachgedacht, selbstverständlich wird sie gestrichen werden. Wie sonst wollen Sie die Einsparungen schaffen?
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Das ist das, was Sie wollen. Wir haben im Übrigen von Anfang an gewarnt, dass diese 13. Familienbeihilfe nicht der richtige Weg ist. Es wäre gescheiter gewesen, die Familienbeihilfe ordentlich zu erhöhen, anzupassen. Jetzt haben wir das Desaster. Sie haben eine 13. Familienbeihilfe eingeführt, die man natürlich ein Jahr später sofort wieder abschaffen kann. – So arbeiten Sie! (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren von der Regierung, so wird es nicht gehen! Sie werden die Rechnung dafür noch präsentiert bekommen! (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Unsere Bundesministerin für Frauenfragen weilt gerade unter uns. – Frau Ministerin, im letzten Strategiebericht hat es das Kapitel „Gender Aspekte – Überblick über die geplanten Pilotprojekte“ gegeben! Dieses zielte darauf ab, die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern zu reduzieren, zu überlegen, wie man die Budgets für die Frauen sozial gerecht gestalten kann. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Dieses Kapitel, Frau Bundesminister, existiert nicht mehr in dieser Form, und diese Symbolik zeigt, wie ernst Sie es meinen mit Zukunftsgestaltung und Gerechtigkeit in diesem Land – nämlich nicht wirklich ernst! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Unsere Bundesministerin für Frauenfragen weilt gerade unter uns. – Frau Ministerin, im letzten Strategiebericht hat es das Kapitel „Gender Aspekte – Überblick über die geplanten Pilotprojekte“ gegeben! Dieses zielte darauf ab, die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern zu reduzieren, zu überlegen, wie man die Budgets für die Frauen sozial gerecht gestalten kann. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Dieses Kapitel, Frau Bundesminister, existiert nicht mehr in dieser Form, und diese Symbolik zeigt, wie ernst Sie es meinen mit Zukunftsgestaltung und Gerechtigkeit in diesem Land – nämlich nicht wirklich ernst! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Lugar tritt ans Rednerpult und platziert dort einen gebündelten Stapel an Rechnungshofberichten. – Abg. Dr. Bartenstein: Bitte nicht, das Pult hält das nicht aus!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Ing. Lugar. – Bitte. (Abg. Ing. Lugar tritt ans Rednerpult und platziert dort einen gebündelten Stapel an Rechnungshofberichten. – Abg. Dr. Bartenstein: Bitte nicht, das Pult hält das nicht aus!)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Deshalb bringen Sie die Rechnungshofberichte?
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (BZÖ): Hohes Haus! Uns Oppositionsparteien wird immer wieder vorgeworfen, wir bringen keine Ideen ein, wir haben keine Ideen, wir sollten endlich einmal Vorschläge einbringen. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Deshalb bringen Sie die Rechnungshofberichte?) Wenn man sich ansieht, was die Regierung hier macht, nämlich nichts, könnte man wirklich glauben, dass die Ideen fehlen. (Abg. Dr. Cap: Sind Sie der Rechnungshof?)
Abg. Dr. Cap: Sind Sie der Rechnungshof?
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (BZÖ): Hohes Haus! Uns Oppositionsparteien wird immer wieder vorgeworfen, wir bringen keine Ideen ein, wir haben keine Ideen, wir sollten endlich einmal Vorschläge einbringen. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Deshalb bringen Sie die Rechnungshofberichte?) Wenn man sich ansieht, was die Regierung hier macht, nämlich nichts, könnte man wirklich glauben, dass die Ideen fehlen. (Abg. Dr. Cap: Sind Sie der Rechnungshof?)
Abg. Dr. Cap: Was sagen Sie?
Wissen Sie, was ich hier habe? – Die meisten wissen es, die Fernsehzuschauer wahrscheinlich nicht. Ich habe hier Rechnungshofberichte aus dieser GP. Das heißt, das sind die Berichte, die innerhalb gut eines Jahres an uns geliefert wurden, in denen genau drinsteht, was alles zu reformieren ist. Hier steht genau drin, was in der Verwaltung, was im Gesundheitsbereich, was in den Schulen, was in allen Bereichen zu reformieren wäre, und das nur im Zeitraum von einem Jahr, von gut einem Jahr. (Abg. Dr. Cap: Was sagen Sie?)
Abg. Bucher: Ein Organ des Nationalrates!
Deshalb: Wenn Sie schon keine Ideen haben, dann setzen Sie die Rechnungshofideen um, die im Übrigen von uns voll unterstützt werden. (Abg. Bucher: Ein Organ des Nationalrates!) Wir unterstützen den Rechnungshof. (Beifall beim BZÖ.) Wir unterstützen die Ideen des Rechnungshofs. Und deshalb: Setzen Sie sie um!
Beifall beim BZÖ.
Deshalb: Wenn Sie schon keine Ideen haben, dann setzen Sie die Rechnungshofideen um, die im Übrigen von uns voll unterstützt werden. (Abg. Bucher: Ein Organ des Nationalrates!) Wir unterstützen den Rechnungshof. (Beifall beim BZÖ.) Wir unterstützen die Ideen des Rechnungshofs. Und deshalb: Setzen Sie sie um!
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Cap: Was ist Ihre Idee? Habt ihr eine eigene?
Der Gesamtreformbedarf beträgt mindestens 7 Milliarden €, aber hier wird nichts getan. Genau das ist der Punkt: Die Staatskassen sind leer, und anstatt hier sofort nach Steuererhöhungen zu rufen, wäre es an der Zeit, endlich die Rechnungshofempfehlungen umzusetzen und im Sinne Österreichs die Verwaltung auf solide Beine zu stellen, um hier endlich etwas weiterzubringen. Das ist Ihre Aufgabe als Finanzminister! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Cap: Was ist Ihre Idee? Habt ihr eine eigene?)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Wer sagt das?
Wenn Sie heute dieses Finanzrahmengesetz präsentieren und auch in einem Interview sagen: „Der größte Brocken der Arbeit ist erledigt“, dann glaube ich wirklich (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Wer sagt das?), dass manche hier Berufsautisten sind. (Ruf bei der ÖVP: Herr Präsident! „Berufsautist“!) Denn es ist nichts damit erledigt, dass Sie sagen, man gibt sich eine Obergrenze, aber mit keinem einzigen Wort darauf hinweisen, wie wir das erreichen wollen. Es steht nichts Konkretes, nichts Verbindliches drin, und es steht vor allem kein einziger Punkt des Rechnungshofs drin, obwohl es doch, wie Sie hier sehen, 4 000 Seiten gibt, wo man durchaus Anleihe nehmen könnte. Warum tut das niemand? (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Wo sind Ihre Ideen?)
Ruf bei der ÖVP: Herr Präsident! „Berufsautist“!
Wenn Sie heute dieses Finanzrahmengesetz präsentieren und auch in einem Interview sagen: „Der größte Brocken der Arbeit ist erledigt“, dann glaube ich wirklich (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Wer sagt das?), dass manche hier Berufsautisten sind. (Ruf bei der ÖVP: Herr Präsident! „Berufsautist“!) Denn es ist nichts damit erledigt, dass Sie sagen, man gibt sich eine Obergrenze, aber mit keinem einzigen Wort darauf hinweisen, wie wir das erreichen wollen. Es steht nichts Konkretes, nichts Verbindliches drin, und es steht vor allem kein einziger Punkt des Rechnungshofs drin, obwohl es doch, wie Sie hier sehen, 4 000 Seiten gibt, wo man durchaus Anleihe nehmen könnte. Warum tut das niemand? (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Wo sind Ihre Ideen?)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Wo sind Ihre Ideen?
Wenn Sie heute dieses Finanzrahmengesetz präsentieren und auch in einem Interview sagen: „Der größte Brocken der Arbeit ist erledigt“, dann glaube ich wirklich (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Wer sagt das?), dass manche hier Berufsautisten sind. (Ruf bei der ÖVP: Herr Präsident! „Berufsautist“!) Denn es ist nichts damit erledigt, dass Sie sagen, man gibt sich eine Obergrenze, aber mit keinem einzigen Wort darauf hinweisen, wie wir das erreichen wollen. Es steht nichts Konkretes, nichts Verbindliches drin, und es steht vor allem kein einziger Punkt des Rechnungshofs drin, obwohl es doch, wie Sie hier sehen, 4 000 Seiten gibt, wo man durchaus Anleihe nehmen könnte. Warum tut das niemand? (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Wo sind Ihre Ideen?)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ihre Ideen?
(Der Redner deutet auf die Rechnungshofberichte.) Hier stehen sie drin, unsere Ideen! (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ihre Ideen?) Ja, unsere Ideen stehen hier genauso drin, weil eines sicher ist (Abg. Ing. Westenthaler: ... Unterbrechungen hinter dem Rednerpult! – weitere Zwischenrufe beim BZÖ): Niemand hat ein Monopol auf die Wahrheit (Abg. Ing. Westenthaler: Unerträglich ist so etwas!), und die Wahrheit ist, dass Österreich massiv reformbedürftig ist. Das ist die Wahrheit. Wenn der Rechnungshof diese Wahrheit erkennt und wir von der Opposition das auch so erkennen, dann
Abg. Ing. Westenthaler: ... Unterbrechungen hinter dem Rednerpult! – weitere Zwischenrufe beim BZÖ
(Der Redner deutet auf die Rechnungshofberichte.) Hier stehen sie drin, unsere Ideen! (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ihre Ideen?) Ja, unsere Ideen stehen hier genauso drin, weil eines sicher ist (Abg. Ing. Westenthaler: ... Unterbrechungen hinter dem Rednerpult! – weitere Zwischenrufe beim BZÖ): Niemand hat ein Monopol auf die Wahrheit (Abg. Ing. Westenthaler: Unerträglich ist so etwas!), und die Wahrheit ist, dass Österreich massiv reformbedürftig ist. Das ist die Wahrheit. Wenn der Rechnungshof diese Wahrheit erkennt und wir von der Opposition das auch so erkennen, dann
Abg. Ing. Westenthaler: Unerträglich ist so etwas!
(Der Redner deutet auf die Rechnungshofberichte.) Hier stehen sie drin, unsere Ideen! (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ihre Ideen?) Ja, unsere Ideen stehen hier genauso drin, weil eines sicher ist (Abg. Ing. Westenthaler: ... Unterbrechungen hinter dem Rednerpult! – weitere Zwischenrufe beim BZÖ): Niemand hat ein Monopol auf die Wahrheit (Abg. Ing. Westenthaler: Unerträglich ist so etwas!), und die Wahrheit ist, dass Österreich massiv reformbedürftig ist. Das ist die Wahrheit. Wenn der Rechnungshof diese Wahrheit erkennt und wir von der Opposition das auch so erkennen, dann
Abg. Bucher: Mehr!
Das Einzige, was ich Ihnen vorwerfen muss, ist, dass Sie das einfach ignorieren. Sie ignorieren, dass wir 200 Milliarden € an Staatsschulden haben (Abg. Bucher: Mehr!), plus die ausgelagerten Staatsschulden. Sie ignorieren, dass wir bald 15 Prozent unseres Gesamtbudgets nur für Zinsen ausgeben müssen, Tendenz stark steigend! All das ignorieren Sie. Und deshalb, Herr Finanzminister: Wir brauchen Reformen, wir brauchen sie schnell, und was wir vor allem brauchen, ist, dass Sie endlich, endlich die Empfehlungen des Rechnungshofs umsetzen. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) – Danke schön. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Cap: Das war jetzt ein Trauerspiel! – Abg. Ing. Westenthaler: Er hat nur 3 Minuten Zeit! Und einer redet dauernd hinein!)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Das Einzige, was ich Ihnen vorwerfen muss, ist, dass Sie das einfach ignorieren. Sie ignorieren, dass wir 200 Milliarden € an Staatsschulden haben (Abg. Bucher: Mehr!), plus die ausgelagerten Staatsschulden. Sie ignorieren, dass wir bald 15 Prozent unseres Gesamtbudgets nur für Zinsen ausgeben müssen, Tendenz stark steigend! All das ignorieren Sie. Und deshalb, Herr Finanzminister: Wir brauchen Reformen, wir brauchen sie schnell, und was wir vor allem brauchen, ist, dass Sie endlich, endlich die Empfehlungen des Rechnungshofs umsetzen. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) – Danke schön. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Cap: Das war jetzt ein Trauerspiel! – Abg. Ing. Westenthaler: Er hat nur 3 Minuten Zeit! Und einer redet dauernd hinein!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Cap: Das war jetzt ein Trauerspiel! – Abg. Ing. Westenthaler: Er hat nur 3 Minuten Zeit! Und einer redet dauernd hinein!
Das Einzige, was ich Ihnen vorwerfen muss, ist, dass Sie das einfach ignorieren. Sie ignorieren, dass wir 200 Milliarden € an Staatsschulden haben (Abg. Bucher: Mehr!), plus die ausgelagerten Staatsschulden. Sie ignorieren, dass wir bald 15 Prozent unseres Gesamtbudgets nur für Zinsen ausgeben müssen, Tendenz stark steigend! All das ignorieren Sie. Und deshalb, Herr Finanzminister: Wir brauchen Reformen, wir brauchen sie schnell, und was wir vor allem brauchen, ist, dass Sie endlich, endlich die Empfehlungen des Rechnungshofs umsetzen. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) – Danke schön. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Cap: Das war jetzt ein Trauerspiel! – Abg. Ing. Westenthaler: Er hat nur 3 Minuten Zeit! Und einer redet dauernd hinein!)
Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Wenn Sie bei den 3,6 Milliarden an Einsparungen im Spitalsbereich glauben – mit dem Hinweis darauf, dass wir laut europäischer Statistik im Verhältnis mehr Spitalsbetten haben –, dass das zu lösen ist, indem wir die Spitalsbetten zusperren, dann sind Sie bei der Lösung, die uns Kollegin Belakowitsch-Jenewein vorgeschlagen hat: Dann müssten nämlich die Menschen bei uns wirklich gerade und ungerade Nummern ziehen, wenn sie ins Spital gehen. (Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Eine Spitalsreform ist deutlich komplizierter! Aber unser Gesundheitsminister wird das vernünftig machen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie bei den 3,6 Milliarden an Einsparungen im Spitalsbereich glauben – mit dem Hinweis darauf, dass wir laut europäischer Statistik im Verhältnis mehr Spitalsbetten haben –, dass das zu lösen ist, indem wir die Spitalsbetten zusperren, dann sind Sie bei der Lösung, die uns Kollegin Belakowitsch-Jenewein vorgeschlagen hat: Dann müssten nämlich die Menschen bei uns wirklich gerade und ungerade Nummern ziehen, wenn sie ins Spital gehen. (Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Eine Spitalsreform ist deutlich komplizierter! Aber unser Gesundheitsminister wird das vernünftig machen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.
Nur, um gleich den Rest abzuspecken: Das BZÖ empfiehlt es uns, Kollege Auer hat schon darauf hingewiesen: Kommen Sie nicht immer mit der Schweiz! Ich gebe Ihnen einen kleinen Tipp. Schauen Sie sich einmal an, wie sich das Pro-Kopf-Einkommen in der Schweiz in den letzten 30 Jahren entwickelt hat. Dort waren sie drei Mal so reich wie wir. Heute haben wir knapp 30 000 € an Kaufkraft – was man pro Kopf kaufen kann, als Anteil am BIP –, die Schweizer haben gerade einmal 32 000 €, wir haben sie fast eingeholt. Das ist eine Wirklichkeit: Dieses unser Land ist deutlich besser als die Schweiz! Daher sollten Sie sich ein anderes Beispiel suchen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Bucher: Am Schuldenstand! Über 200 Milliarden!
Ich komme zum Kern zurück und möchte die Gelegenheit auch dazu nützen – nachdem hier sehr viele negative Dinge genannt worden sind –, einmal ein Kompliment auszusprechen für jene Dinge, über die man in der Zeitung immer nur liest, dass die Regierungsparteien streiten, dass sie nichts weiterbringen oder anderes. Seit den Nationalratswahlen 2006 – und keine der beiden Regierungsfraktionen wird sagen, dass es leicht war, die Zusammenarbeit zu übernehmen – wurde eine hervorragende Arbeit geleistet! Ich möchte auch erläutern, woran man das sieht. (Abg. Bucher: Am Schuldenstand! Über 200 Milliarden!)
Abg. Bucher: Ihr habt Hochkonjunktur gehabt und trotzdem ein Defizit gehabt! Das ist ein Kunststück!
Bleiben wir einmal beim Defizit; das ist ein gutes Beispiel, da Sie mit an der Regierung waren. 2005 betrug das Budgetdefizit noch über 4 Prozent, damals war keine Rede von einer Weltwirtschaftskrise. – Dieser Finanzminister schafft es heute, in der Weltwirtschaftskrise, es unter 5 Prozent zu halten, und wir werden uns in Kürze wieder 3 Prozent nähern. (Abg. Bucher: Ihr habt Hochkonjunktur gehabt und trotzdem ein Defizit gehabt! Das ist ein Kunststück!)
Abg. Bucher: Ihr habt 3 Prozent Wachstum gehabt und trotzdem ein Defizit gehabt! Das ist ein Kunststück, das hat es überhaupt noch nie gegeben!
Nehmen wir die Schulden, die Sie heute genannt haben, Herr Kollege Bucher. Es ist gelungen, innerhalb von zwei Jahren, seit diese von Ihnen so kritisierte Zusammenarbeit gegeben ist, unter 60 Prozent zu kommen und 2007 den Schuldenstand seit zwei Jahrzehnten das erste Mal ins Maastricht-Kriterium zu führen. (Abg. Bucher: Ihr habt 3 Prozent Wachstum gehabt und trotzdem ein Defizit gehabt! Das ist ein Kunststück, das hat es überhaupt noch nie gegeben!) Und weil diese gute erste Arbeit gelungen ist, weil wir diese Vorarbeit geleistet haben, ist heute unser Einsparungsbedarf deutlich niedriger als in den meisten vergleichbaren europäischen Ländern. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Nehmen wir die Schulden, die Sie heute genannt haben, Herr Kollege Bucher. Es ist gelungen, innerhalb von zwei Jahren, seit diese von Ihnen so kritisierte Zusammenarbeit gegeben ist, unter 60 Prozent zu kommen und 2007 den Schuldenstand seit zwei Jahrzehnten das erste Mal ins Maastricht-Kriterium zu führen. (Abg. Bucher: Ihr habt 3 Prozent Wachstum gehabt und trotzdem ein Defizit gehabt! Das ist ein Kunststück, das hat es überhaupt noch nie gegeben!) Und weil diese gute erste Arbeit gelungen ist, weil wir diese Vorarbeit geleistet haben, ist heute unser Einsparungsbedarf deutlich niedriger als in den meisten vergleichbaren europäischen Ländern. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Wir werden mit diesem Rahmengesetz ausgaben- und einnahmenseitig mit Maß und Ziel vorgehen. Übrigens ergibt sich das Fifty-fifty, wenn Sie Länder- und Gemeindeanteile dazurechnen, das ist keine komplizierte Rechnung. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Wir werden das mit Maß und Ziel sozial gerecht durchführen, und wir werden unseren hervorragenden Platz, den wir uns in gemeinsamer Arbeit erkämpft haben – mit der zweitniedrigsten Arbeitslosigkeit in Europa! –, mit diesem Rahmen einhalten. Ich gratuliere beiden Regierungsfraktionen zu dieser Arbeit! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir werden mit diesem Rahmengesetz ausgaben- und einnahmenseitig mit Maß und Ziel vorgehen. Übrigens ergibt sich das Fifty-fifty, wenn Sie Länder- und Gemeindeanteile dazurechnen, das ist keine komplizierte Rechnung. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Wir werden das mit Maß und Ziel sozial gerecht durchführen, und wir werden unseren hervorragenden Platz, den wir uns in gemeinsamer Arbeit erkämpft haben – mit der zweitniedrigsten Arbeitslosigkeit in Europa! –, mit diesem Rahmen einhalten. Ich gratuliere beiden Regierungsfraktionen zu dieser Arbeit! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Bucher: Den Steuerzahlern tut es weh!
Ich glaube auch, dass die 40 Prozent einnahmenseitig weh tun. Diese Wehklagen sind nicht einseitig verteilt, etwa nach dem Motto, das tut nur der ÖVP weh, der SPÖ und den SPÖ-Wählern nicht; glauben wir das bloß nicht! (Abg. Bucher: Den Steuerzahlern tut es weh!) Ich würde über diese 40 Prozent einnahmenseitig auch deswegen nicht leichtfertig diskutieren, weil wir, Herr Kollege Bucher, zwar keine Abgabenquote und Steuerquote von 45 Prozent haben – das ist falsch, genauso falsch, wie du gesagt hast, wir seien hier die Nummer eins in Europa (Abg. Bucher: Dort werden wir landen in zwei Jahren!) –, aber wir haben eine zwischen 42 und 43 Prozent, und das ist auch zu hoch! (Abg. Bucher: Jetzt kommen noch 4 Milliarden dazu!)
Abg. Bucher: Dort werden wir landen in zwei Jahren!
Ich glaube auch, dass die 40 Prozent einnahmenseitig weh tun. Diese Wehklagen sind nicht einseitig verteilt, etwa nach dem Motto, das tut nur der ÖVP weh, der SPÖ und den SPÖ-Wählern nicht; glauben wir das bloß nicht! (Abg. Bucher: Den Steuerzahlern tut es weh!) Ich würde über diese 40 Prozent einnahmenseitig auch deswegen nicht leichtfertig diskutieren, weil wir, Herr Kollege Bucher, zwar keine Abgabenquote und Steuerquote von 45 Prozent haben – das ist falsch, genauso falsch, wie du gesagt hast, wir seien hier die Nummer eins in Europa (Abg. Bucher: Dort werden wir landen in zwei Jahren!) –, aber wir haben eine zwischen 42 und 43 Prozent, und das ist auch zu hoch! (Abg. Bucher: Jetzt kommen noch 4 Milliarden dazu!)
Abg. Bucher: Jetzt kommen noch 4 Milliarden dazu!
Ich glaube auch, dass die 40 Prozent einnahmenseitig weh tun. Diese Wehklagen sind nicht einseitig verteilt, etwa nach dem Motto, das tut nur der ÖVP weh, der SPÖ und den SPÖ-Wählern nicht; glauben wir das bloß nicht! (Abg. Bucher: Den Steuerzahlern tut es weh!) Ich würde über diese 40 Prozent einnahmenseitig auch deswegen nicht leichtfertig diskutieren, weil wir, Herr Kollege Bucher, zwar keine Abgabenquote und Steuerquote von 45 Prozent haben – das ist falsch, genauso falsch, wie du gesagt hast, wir seien hier die Nummer eins in Europa (Abg. Bucher: Dort werden wir landen in zwei Jahren!) –, aber wir haben eine zwischen 42 und 43 Prozent, und das ist auch zu hoch! (Abg. Bucher: Jetzt kommen noch 4 Milliarden dazu!)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Ich war schon einmal in diesem Haus und auch woanders, als wir über 40 Prozent als erreichbares Ziel gesprochen haben. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) So gesehen also: Reden wir nicht leichtfertig darüber!
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Zum Abschluss: Halten wir auch kurz inne und denken wir zurück an den 24. September 2008, das ist gerade einmal 18 Monate her. Wissen Sie, wie teuer dieser 24. September 2008 war, als viele hier herinnen ausgabenseitige Belastungen von 1,1 Milliarden € beschlossen haben? (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Abg. Brosz: Da hat die ÖVP aber auch mitgestimmt!
1,1 Milliarden €, das ist zufällig genau derselbe Betrag von 1,1 Milliarden €, den dieser Strategiebericht an einnahmenseitigen Erhöhungen für 2011 vorsieht. (Abg. Brosz: Da hat die ÖVP aber auch mitgestimmt!) Denken wir zurück: Vor 18 Monaten haben viele von uns schon gewusst, in welche Richtung es geht (Präsident Neugebauer gibt ein weiteres Mal das Glockenzeichen), und haben es trotzdem so beschlossen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Neugebauer gibt ein weiteres Mal das Glockenzeichen
1,1 Milliarden €, das ist zufällig genau derselbe Betrag von 1,1 Milliarden €, den dieser Strategiebericht an einnahmenseitigen Erhöhungen für 2011 vorsieht. (Abg. Brosz: Da hat die ÖVP aber auch mitgestimmt!) Denken wir zurück: Vor 18 Monaten haben viele von uns schon gewusst, in welche Richtung es geht (Präsident Neugebauer gibt ein weiteres Mal das Glockenzeichen), und haben es trotzdem so beschlossen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
1,1 Milliarden €, das ist zufällig genau derselbe Betrag von 1,1 Milliarden €, den dieser Strategiebericht an einnahmenseitigen Erhöhungen für 2011 vorsieht. (Abg. Brosz: Da hat die ÖVP aber auch mitgestimmt!) Denken wir zurück: Vor 18 Monaten haben viele von uns schon gewusst, in welche Richtung es geht (Präsident Neugebauer gibt ein weiteres Mal das Glockenzeichen), und haben es trotzdem so beschlossen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Es gibt private Eigentümer von denkmalgeschützten Bauten in Ortskernen, in Weltkulturerbe-Städten, die aufgrund dieses Schutzes keine Photovoltaik, die gefördert würde, keine Fassadendämmung, keine Isolierfenster oder Ähnliches verwenden dürfen, aus guten Gründen. Aber mit diesen Bauten macht die Stadt, macht der Staat gute Geschäfte, im Tourismus und Ähnlichem. Wir sind stolz darauf, aber sie haben dort die erhöhten Energiekosten, die nimmt ihnen keiner weg. Diese Ungerechtigkeit bitte ich bei der Diskussion über entsprechende thermische Sanierungen und die Förderung hier zu bedenken. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundeskanzler, statten Sie offiziell die Frau Bundesministerin endlich mit dieser Kompetenz aus, damit sie überhaupt über diese Verwaltungsreform sprechen kann, damit eine Einsparung erzielt wird, damit das Geld nicht im allgemeinen Budgetloch verschwindet, sondern endlich in den Klassenzimmern beziehungsweise in den Hörsälen der Universitäten ankommt! Das ist das Entscheidende bei der Bildungsreform. (Beifall bei der FPÖ.) Da man ja weiß, wie die Bundesländer politisch aufgeteilt sind, sind hier auch Bundeskanzler und Vizekanzler als Parteiobleute gefordert, endlich einmal eine Disziplin zu haben und sich bei ihren eigenen Parteifreunden durchzusetzen.
Beifall bei der FPÖ.
Dass in der Bildungspolitik etwas schiefgeht, das hat die ÖVP, insbesondere der ÖAAB, auch schon bemerkt. Herr Bundesminister Spindelegger hat ja angekündigt, er werde ein eigenes Bildungskonzept vorlegen. Es ist bemerkenswert, dass der Außenminister und ÖAAB-Obmann das sagen muss. Aber es ist kein Wunder, denn man sieht, wenn es hier schiefgeht, dass der Außenminister sich einschalten muss. Bildungs- und Kulturpolitik ist nämlich mehr als linke Netzwerkerei, wenn man zum Beispiel die „rote Fini“ als Aufsichtsrat in die Volksoper setzt oder wenn man eine nordkoreanische Ausstellung fördern möchte, die sich wahrscheinlich nur der zukünftige Ex-Bundespräsident gerne anschauen möchte. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Petzner.
Bildungspolitik ist auch mehr als Inserate zu schalten, millionenschwere Kampagnen zu starten, bis hin zu Namenspatronanzen für einen Zug, der „Neue Mittelschule“ heißt – und es kostet 16 000 €! (Zwischenruf des Abg. Petzner.) Es gibt Subventionsmissbrauch im parteipolitischen Sinn. Letztlich wird sogar auch diese „Geschichtsstunde für Rosenkranz“ auf dem Ballhausplatz vom Unterrichtsministerium gefördert. Ich war dort. Als ich gesagt habe: „Bitte, gebt mir meine Geschichtsstunde, die da plakatiert wurde“, hat man mich nur verständnislos angeschaut. Also eine Geschichtsstunde ins Leere!
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Machen Sie nicht nur die Umtextereien für die Bundeshymne (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), sondern sorgen Sie dafür, dass eine große Tochter Bundespräsidentin wird – Sie haben die Chance am 25. April! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Machen Sie nicht nur die Umtextereien für die Bundeshymne (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), sondern sorgen Sie dafür, dass eine große Tochter Bundespräsidentin wird – Sie haben die Chance am 25. April! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Weinzinger: Das erledigt der Vulkan in Island!
Um die Klimakrise in den Griff zu bekommen (Abg. Weinzinger: Das erledigt der Vulkan in Island!), brauchen wir jetzt eine Ökologisierung des Steuersystems. Das ist
Beifall bei den Grünen.
eine der wichtigsten Maßnahmen, um gegen die Klimakrise angehen zu können. (Beifall bei den Grünen.) Denn nur so ist das Ganze auch sozial verträglich. Da frage ich schon in Richtung SPÖ: Halten Sie es für sozial verträglich, wenn wir jetzt nicht umstellen und die Menschen weiterhin hohe Energiepreise für fossile Energie zahlen lassen?
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Weinzinger.
Ich tue das nicht, und die ökologische Steuerreform gewährleistet das. Ich halte es auch nicht für gerecht, wenn Konzerne mit Umwelt Profite machen, aber die Allgemeinheit dann die Umweltschäden zu tragen hat und auch noch dafür bezahlen muss. Das ist sozial nicht gerecht, und deshalb brauchen wir eine Ökologisierung des Steuersystems. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Weinzinger.)
Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Das haben Sie schon einmal gesagt!
Im Übrigen bin ich der Meinung: Österreich braucht dazu auch ein starkes, unabhängiges und engagiertes Umweltministerium. (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Das haben Sie schon einmal gesagt!)
Abg. Ing. Westenthaler: „Herr Bürgermeister Windholz“ heißt das! – Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Ernest Windholz (BZÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! (Abg. Ing. Westenthaler: „Herr Bürgermeister Windholz“ heißt das! – Beifall beim BZÖ.) Das vorgelegte Bundesfinanzrahmengesetz ist eigentlich nichts anderes als ein massives Steuererhöhungsprogramm, da wird einiges niederprasseln. Jetzt gibt es eben Wahltermine, und es wird noch hinausgezögert.
Beifall beim BZÖ.
Typisch für diese Koalition: Nicht einmal im Prozentsatz sind sie sich einig! Wir sind jetzt noch nicht schlau geworden: 60 zu 40? 50 zu 50? – Als gelernter Österreicher gehe ich davon aus: Diese Koalition wird es schaffen, dass sie sich nach langem Kampf auf 55 zu 45 einigt. Ich sage Ihnen aber gleich: Die Inhalte sind untauglich! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn wir jetzt den Sprecher der SPÖ hören, Kollegen Krainer: Er hat schon eine geniale Formulierung entworfen. Er hat gesagt, das geht nicht nach der Rasenmähermethode, da gibt es Einzelbereiche, die uns jetzt so wichtig sind, da machen wir geringere Sparziele. – Ich sage Ihnen ganz offen, da gibt es nicht geringere Sparziele. Denken Sie an den Bereich im Innenressort: Da brauchen wir nicht einzusparen, da brauchen wir endlich mehr Personal und eine Politik, die hinter der Exekutive steht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wo sind dann die Antworten? Der Druck der Bevölkerung wird kommen. Und was wird die Antwort sein auf das, was diese Bundesregierung macht? – Es wird der Ruf nach privaten Sicherheitsfirmen laut werden, nach Sicherheitskräften, die privat engagiert werden, und nach Gemeindewachen. Das ist doch keine Antwort auf das, was sich hier tagtäglich abspielt! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Ist es Ihr Ziel in der Bundesregierung, Kontakte zu verlieren – auch für die Wirtschaft? Das sind oft Türöffner vor Ort, derer man sich bedienen kann. Die Exportwirtschaft wird darunter leiden. Der Vizekanzler sagt, wir machen das alles. Nehmen Sie zur Kenntnis: Er sagt schon, die Hälfte wird zugesperrt. Das ist eine schlechte Antwort. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Und zum Abschluss darf ich Ihnen sagen – so richtig symbolhaft für diese Bundesregierung –: Es muss schon jedes Mal jemand herkommen, damit dieses Mikrofon hier funktioniert. Das spiegelt den Zustand dieser Bundesregierung wider. Mit dem, was Sie uns vorlegen, sind Sie bereits jetzt zum Scheitern verurteilt! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, da besteht für uns alle Handlungsbedarf! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer.
Das Haus Österreich ist ein Fünf-Sterne-Haus – und das in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Soziales. Diese fünf Sterne wollen wir uns erhalten! Sparen heißt auch, die Leistungen, die wir in allen Bereichen der Gesellschaft unseren Bürgerinnen und Bürgern geben, zu sichern, diese auch weiterhin finanzierbar zu machen. Das ist die Aufgabe, die wir haben! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Ich habe bereits am Montag mit meinen Mitarbeitern – das sind nur 45, aber immerhin – festgelegt, in allen Abteilungen nachzuschauen, wo wir effizienter arbeiten können. Nur so wird es uns gemeinsam möglich sein, den Wirtschaftsstandort wieder zu sichern. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Auch in der Verwaltung legt unser Finanzminister Sepp Pröll Wert auf Qualität. Und wir haben enorme Qualität im öffentlichen Dienst! Daher bin ich dafür, dass wir in dieser Hinsicht effiziente Maßnahmen setzen, aber nicht außer Acht lassen, dass die Qualität, vor allem in den Bereichen Sicherheit und Soziales, nicht zu kurz kommt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir wollen die Schwerpunkte nicht nur in der wirtschaftlichen und finanziellen Stabilisierung des Landes setzen, sondern auch in einer nachhaltigen sozialpolitischen Verantwortung, in der wir uns alle befinden. Es geht um Sicherung der Beschäftigung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie darum – das ist für mich das wichtigste Ziel –, den sozialen Frieden in unserem Land zu sichern. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie von Wachstum sprechen, dann dürfen Sie das Wort „Steuer“ und „Steuererhöhung“ überhaupt nicht in den Mund nehmen. Das ist ja absolut kontraproduktiv! Alle Wirtschaftsforscher werden Ihnen sagen, dass jede Steuererhöhung wachstumshemmend wirkt. (Beifall bei der FPÖ.) Da bin ich nicht der Einzige, Ihre Berater in der Regierung, Herr Aiginger und Herr Felderer sprechen ja immer wieder davon. Offensichtlich glauben Sie ihnen zu diesem Zeitpunkt nichts. Sie glauben nur dann etwas, wenn man Ihnen Zahlen vorlegt, die nicht stimmen und dann nach zwei oder drei Monaten sowieso wieder revidiert werden müssen.
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ja!
Ich sage Ihnen noch etwas. Sie haben heute erwähnt: Wer mehr spart, braucht weniger Steuern. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ja!) Ich sage Ihnen, wer richtig und nachhaltig spart, braucht überhaupt keine Steuern! Ich werde Ihnen ein paar Punkte aufzählen, wo in diesem Budget Einsparungsmöglichkeiten sind.
Beifall bei der FPÖ.
Wie es einige Abgeordnete der Opposition heute hier schon erwähnt haben: Sie warten jetzt nur die Steiermark- und die Wien-Wahlen ab. Diese sind im Oktober. Und ich garantiere den Österreicherinnen und Österreichern jetzt schon, dass per 1. Jänner 2011 eine Steuerlawine und eine Belastung auf sie zukommen wird, die sich gewaschen hat! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Wie viel wird gespart?
Prölls Weg zur Steuererhöhung war das ganze letzte Jahr immer: „Ich kann nur sagen: ohne mich.“ – Und interessanterweise am 9. März 2010 legt er ein Budgetrahmengesetz vor, wo Mehreinnahmen von 1,7 Milliarden € angekündigt sind. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Wie viel wird gespart?)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Haben Sie überhaupt eine Idee geäußert? Eine Idee?
Ich kann Ihnen nur eines sagen: Dieser Strategiebericht ist hirnlos und sinnlos. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Haben Sie überhaupt eine Idee geäußert? Eine Idee?)
Abg. Hörl: ... ÖBB!
Zur Glaubwürdigkeit noch, meine Damen und Herren: Wenn man als Bund Vorbild für Verwaltungsreformen in den Ländern sein möchte, dann appelliere ich wirklich, Herr Finanzminister: Beenden wir endlich das Schauspiel mit der ÖIAG! Denn: Die Sache mit Michaelis, mit seinen 700 000 €, der ja nur mehr zuständig ist für die Post, die Telekom und die OMV, die alle einen weiten Bogen machen, wenn sie ihn nur sehen – also das hat überhaupt keinen Sinn! (Abg. Hörl: ... ÖBB!)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt noch etwas Zweites: Was Glaubwürdigkeit und die Aufklärung der Skandale betrifft, also BUWOG-Skandal, Hypo-Skandal – da möchte ich wirklich appellieren, dass die Behörden ein bisschen mehr Dampf machen und das ein bisschen ernsthafter und energischer betreiben, und zwar die Finanzbehörden einerseits und die Justiz andererseits. Denn eines ist klar: Die Bereitschaft der Bevölkerung, Belastungen mitzutragen und zu akzeptieren, hängt sehr stark mit Vertrauen zusammen; und dieses Vertrauen kann es nur geben, wenn einerseits Gerechtigkeit vorherrscht und andererseits Glaubwürdigkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hörl: Die Heißluft beginnt!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Mag. Ikrath. 2 Minuten Redezeit sind eingestellt. – Bitte. (Abg. Hörl: Die Heißluft beginnt!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Ikrath überreicht Bundesministerin Heinisch-Hosek, Bundeskanzler Faymann, Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll sowie Staatssekretär Dr. Lopatka jeweils eine Sparefroh-Figur. – Abg. Öllinger: Aber dass wir kein Budget heute beschließen, das wissen Sie schon?!
Diesen Sparefroh möchte ich jetzt auch der Regierung und den anwesenden Regierungsvertretern mitgeben – als Ermutiger, dieses Vorhaben konsequent umzusetzen, aber gleichzeitig auch als freundlicher Ermahner, diesen Weg ohne Zaudern zu beschreiten – und der Regierung dabei gleichermaßen in unser aller Interesse viel Erfolg und Glück wünschen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Ikrath überreicht Bundesministerin Heinisch-Hosek, Bundeskanzler Faymann, Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll sowie Staatssekretär Dr. Lopatka jeweils eine Sparefroh-Figur. – Abg. Öllinger: Aber dass wir kein Budget heute beschließen, das wissen Sie schon?!)
Abg. Weinzinger – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Königshofer –: Werner, für was wirbst du? – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächster Redner zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Dr. Königshofer. Eingestellte Redezeit: 3 Minuten. – Bitte. (Abg. Weinzinger – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Königshofer –: Werner, für was wirbst du? – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abg. Mag. Hakl.
Die Schulden Österreichs sind mittlerweile auf 200 Milliarden € angestiegen. Auch das steht im „Standard“. (Zwischenrufe der Abg. Mag. Hakl.) – Warum? Das wissen wir schon: weil es eine Krise gegeben hat, weil wir auch ein Bankenpaket geschnürt haben, et cetera, et cetera.
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ja!
Aber: Bevor wir jetzt über eine Budgetsanierung reden – sei es ausgabenseitig, was ja wünschenswert wäre, was Sie immer versprochen haben, aber jetzt Schritt für Schritt zurücknehmen, oder einnahmenseitig, was Sie jetzt androhen –, sollten wir uns einmal die Frage stellen, meine Herren: Herr Bundeskanzler, Herr Vizekanzler, haben wir überhaupt noch die Budgethoheit im Lande? (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ja!)
Abg. Dr. Bartenstein: Unsere Vernunft, Herr Kollege, unsere Vernunft!
Nach all dem, was sich in den vergangenen Tagen und Wochen im Eurobereich zugetragen hat, muss man sich tatsächlich diese Frage stellen; denn, Herr Finanzminister: Wer trägt Ihnen denn auf, dass Österreich 858 Millionen € an Griechenlandhilfe beisteuern muss? (Abg. Dr. Bartenstein: Unsere Vernunft, Herr Kollege, unsere Vernunft!)
Abg. Rädler: Sie können aber schon Zeitung lesen?
Meine Damen und Herren! Gestern stand im „Standard“: Während die Griechen wieder streiken, feilen IWF und EU am Hilfspaket. – Zitatende. Heute steht in der „Tiroler Tageszeitung“, dass die Sorge wächst. Das griechische Defizit war letztes Jahr deutlich höher als angenommen (Abg. Rädler: Sie können aber schon Zeitung lesen?), statt 12,7 Prozent sind es 13,6 Prozent.
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Damen!
Wenn man ein Bruttonationalprodukt von 270 Milliarden € zugrunde legt, so sind das um 2,45 Milliarden € mehr ausgewiesenes Defizit – und das ist eine Katastrophe, meine Herren von der Regierungsspitze! (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Damen!)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Herren von der Regierungsspitze! Ich meine Kanzler, Vizekanzler und Finanzminister. Daher fordere ich Sie auf: Stellen Sie sich in diesem Fall schützend vor Ihr Volk! Lassen Sie es nicht zu, dass die österreichischen Steuerzahler ausgepresst werden wie Zitronen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich erinnere Sie daran, schon Homer hat einmal geschrieben: Hütet euch vor den Danaern, auch wenn sie Geschenke bringen! – Meine Herren, so schaut es aus. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Weinzinger: Wir kennen den Rahmen, das muss genügen!
Das Problem, das wir derzeit vorfinden, Herr Vizekanzler und Herr Kanzler, ist, dass wir gar nicht wissen, wie das Bild aussehen wird. (Abg. Weinzinger: Wir kennen den Rahmen, das muss genügen!) Das ist die Kernfrage, Lutz Weinzinger: Welche Steuern haben Sie von der Regierung vor, in Österreich zusätzlich einzuführen, in welcher Höhe, und in welchen Bereichen wollen Sie einsparen?
Zwischenrufe des Abg. Grillitsch.
Wir müssen auch über Tabus reden: Was ist mit den Studiengebühren, mit den Zugangsbeschränkungen? – Ich höre, die ÖVP ist gesprächsbereit. Ich höre, auch die FPÖ ist seit Neuestem gesprächsbereit, weil sie den Fehler eingesehen hat. (Zwischenrufe des Abg. Grillitsch.) Reden wir darüber, dass die Bildung, das Bildungsangebot, ein guter Studienplatz auch etwas wert sein muss.
Abg. Mag. Steinhauser – den Finger an die Stirn führend –: „Kostendeckend“?!
Wer gestern die „ZiB 3“ gesehen hat, der hat auch gesehen, was die Schweiz macht. Das sollten wir auch diskutieren, dass man etwa für ausländische Studenten kostendeckende Studiengebühren einhebt. (Abg. Mag. Steinhauser – den Finger an die Stirn führend –: „Kostendeckend“?!)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: So ist es!
Herr Finanzminister, ich schließe mit einem Zitat, das Sie vor einem Monat an dieser Stelle getätigt haben: „Herr Abgeordneter Scheibner! Zu Ihnen und dem BZÖ sage ich noch: keine neuen Steuern! Das war mein Ziel, und dazu stehe ich auch.“ (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: So ist es!) – Herr Vizekanzler, Sie sind umgefallen. Stehen Sie wieder auf, wir helfen Ihnen dabei! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Finanzminister, ich schließe mit einem Zitat, das Sie vor einem Monat an dieser Stelle getätigt haben: „Herr Abgeordneter Scheibner! Zu Ihnen und dem BZÖ sage ich noch: keine neuen Steuern! Das war mein Ziel, und dazu stehe ich auch.“ (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: So ist es!) – Herr Vizekanzler, Sie sind umgefallen. Stehen Sie wieder auf, wir helfen Ihnen dabei! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Also wenn wir über Kaufkraft und Kaufkrafterhaltung reden, dann geht es darum, dass wir uns den finanziellen Spielraum erhalten, das heißt sinnvoll sparen, investieren und Chancen nützen. Auf der anderen Seite geht es dringend um die Umgestaltung unseres Energiesystems, sodass wir Kaufkraft im Land selber erwirtschaften und im Land halten können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Weinzinger: Können wir das noch? Wir können es nicht mehr!
Diese Notwendigkeiten müssen in den nächsten vier Jahren umgesetzt werden, deshalb ist der Rahmen so wichtig. Wenn es für uns um etwas geht, dann geht es darum: sinnvoll sparen, sinnvoll investieren und die Freiheit der Gestaltung bewahren. Das ist das oberste Prinzip. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Weinzinger: Können wir das noch? Wir können es nicht mehr!)
Beifall bei der ÖVP.
Die Wirtschaft braucht dieses Wachstum, um die Arbeitsplätze und den Standort zu sichern. Ideen für mehr Wachstum und Impulse liegen, genauso wie Vorschläge für Effizienzsteigerungen, am Tisch. Starten statt warten ist unsere Devise. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Stefan: Dann hören Sie aber schlecht! Dann verstehen Sie aber schlecht! – Zwischenruf des Abg. Weinzinger.
Abgeordneter Franz Eßl (ÖVP): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Wenn wir heute das Bundesfinanzrahmengesetz diskutieren, dann zahlt es sich auch aus, sich Zwischentöne und auch die Aussagen einiger Oppositionsabgeordneter anzuhören. Ich habe den Herrn Strache gehört, der gesagt hat, wir sollten alle Förderungen streichen – er hat es sinngemäß so gesagt –, also auf null stellen. (Abg. Mag. Stefan: Dann hören Sie aber schlecht! Dann verstehen Sie aber schlecht! – Zwischenruf des Abg. Weinzinger.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Weinzinger: Danke auch!
In Summe, glaube ich, ist dieses Bundesfinanzrahmengesetz ein brauchbarer Vorschlag für die Zukunft unseres Landes und für die Bürger in unserem Land. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Weinzinger: Danke auch!)
Abg. Hörl: In Kärnten ist das ... !
dung, 1 100 € Pro-Kopf-Verschuldung – 1 100 € pro Kopf brauchen wir, um die Zinsen zu zahlen. (Abg. Hörl: In Kärnten ist das ... !)
Abg. Grillitsch: Von Kärnten haben wir auch viel gehört!
Was haben wir an Vorschlägen gehört? – Wir haben gehört, dass es 4,1 Milliarden € neue Steuern geben soll, und eines haben wir noch gehört, nämlich dass wir in Österreich nicht genug Superreiche haben, um diese Steuern zu tilgen. Das heißt, in dem Bereich werden wir nicht viel tun können, bei den Superreichen. (Abg. Grillitsch: Von Kärnten haben wir auch viel gehört!)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Jury.
Der Kollege Pröll, der Vizekanzler Pröll hat gestern aber noch gesagt, dass man da nicht viel tun darf. Österreich braucht die besten Manager, die wir bekommen können, und da dürfen wir mit dem Geld nicht viel strafen und anfangen, die zu bremsen. Aber wir sollen mit euch gemeinsam mitstimmen, wir sollen mit euch gemeinsam arbeiten, wenn ihr selbst nicht wisst, in welche Richtung der Zug geht und aus welcher Richtung die Grauslichkeiten kommen sollen. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Jury.)
Abg. Grillitsch: Ganz nach Kärntner Stil!
Der Herr Vizekanzler hat ganz vollmundig erklärt, 60 : 40 ist ein gutes Verhältnis, der Kollege Cap kommt heraus und sagt 50 : 50 werden es werden. Diese 1,2 Milliarden €, die schupfen wir unter den Tisch – aber wir sollen mit euch mitstimmen und dabei sein. Ihr wisst nicht worum es geht, in welche Richtung es geht, verratet uns nichts, aber wir sollen mit euch mitmachen. (Abg. Grillitsch: Ganz nach Kärntner Stil!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bin mit dem Kollegen Kogler nicht sehr oft einer Meinung, aber wenn er heute sagt, dass das Einzige, was wir haben, zwei verschiedene Regierungsbudgets sind, so muss ich ihm recht geben. Ich hoffe, dass sich eines davon durchsetzt, und dass nicht die Amanda Klachl von der „Kleinen Zeitung“ recht bekommt, wenn sie schreibt: „ÖVP und SPÖ haben zwa verschiedene Steuermodelle. Als Kompromiss kommen alle zwa.“ – Ich hoffe, dass uns das nicht erwartet. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie des Abg. Dolinschek.
Tätigkeit in der Beratung, aber auch bei der Produktuntersuchung bei vergleichenden Warentests recht herzlich zu bedanken. (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie des Abg. Dolinschek.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Mit diesem Antrag sind wir in dieser Frage europaweit führend. Ich darf Sie einladen, diesen Antrag sowie auch die beiden folgenden Anträge zu unterstützen und diesen Anträgen Ihre Zustimmung zu geben. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Daran sieht man also schon, dass diese Werte gigantisch sind. Und wenn man weiß, dass EU-weit gesetzlich konkrete Normierungen nicht da sind, Grenzwerte im entsprechenden Ausmaß nicht vorhanden sind, dann hat dieser Entschließungsantrag natürlich seine Berechtigung, und ich bitte Sie, ihn auch zu unterstützen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich frage mich wirklich – da geht es um eine grundsätzliche Angelegenheit –, ob wir das nicht nur beschränken, sondern überhaupt verbieten sollten. Was ich jedoch in diesem Zusammenhang zu bedenken gebe, ist, dass wir im österreichischen Nationalrat, was ein Verbieten des Einsatzes dieser Stoffe betrifft, dazu sicherlich nicht in der Lage sind, denn dazu brauchen wir die EU. Und das ist etwas, das mich sehr bedenklich stimmt. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Nicht so glücklich bin ich aber damit, dass ich im Detail nicht erfahren werde, in welcher Art und Weise sich Herr Bundesminister Berlakovich für dieses Anliegen auf europäischer Ebene einsetzt. Das heißt, es wäre mir ein Anliegen – und das habe ich auch bereits im Konsumentenschutz-Ausschuss kundgetan –, dass, wenn wir solche Entschließungsanträge formulieren, dann in irgendeiner Form anschließend, also nach Ablauf einer sinnvollen Frist, eine Berichterstattung an den Ausschuss erfolgt. Es würde mich freuen, wenn Herr Abgeordneter Dolinschek als Vorsitzender dieses Ausschusses vielleicht etwas Ähnliches veranlassen könnte. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Kurz zusammengefasst: Ich denke, es ist das ein sehr wichtiger Antrag, den wir Grüne unterstützen – und ich hoffe, dass sich die Regierung und Minister Berlakovich für den Schutz der Menschen vor solchen gefährlichen Stoffen in all ihren Kompetenzbereichen einsetzen werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, da appelliere ich auch an Sie – es werden ja sehr viele Broschüren herausgegeben –, dass die Leute darauf aufmerksam gemacht werden, in welchen Produkten solch krebserregende Stoffe enthalten sind und dass Sie eben eine solche Informationsbroschüre in Auftrag geben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Froh bin ich auch darüber, dass es in dieser Angelegenheit Einstimmigkeit im Konsumentenschutz-Ausschuss gab und es wahrscheinlich auch heute hier im Plenum zu einem einstimmigen Beschluss kommen wird. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher ist diese Initiative sehr zu begrüßen und sollte schnellstens zu einer Novellierung der Spielzeugrichtlinie führen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Ich hoffe, dass Sie im Sinne einer tatsächlichen Wirksamkeit des Entschließungsantrags dem Abänderungsantrag zustimmen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, Verbraucher- und Konsumentenschutz braucht breitenwirksame und alltagstaugliche Regelungen. Diese Evaluierung wird dazu beitragen, dass Reisebürokunden mehr Sicherheit erhalten, um wieder zu ihrem Geld zu kommen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
regelmäßig für Aussprachen zur Verfügung steht, wodurch wir sehr viele von ihm oder von anderen Stellen gesetzte Initiativen im Sinne der Konsumentinnen und Konsumenten erfahren. Das ist nicht selbstverständlich, und dafür möchte ich mich bedanken. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich glaube, das ist ein wesentlicher Punkt, der für Konsumentinnen und Konsumenten gerade vor dem Sommer eine nützliche Information darstellt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Roman Haider (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Wir werden beiden Anträgen, dem Abänderungsantrag der Grünen und dem vorliegenden Antrag, zustimmen. Ich weise allerdings schon darauf hin – auch deshalb, Frau Kollegin Tamandl, weil Sie über die gute Einbindung der Opposition bei solchen Themen gesprochen haben –: Vor einem Jahr, am 20. Mai 2009, habe ich einen Entschließungsantrag eingebracht, in dem der zuständige Wirtschaftsminister aufgefordert wurde, die Einhaltung der Bestimmungen der Reisebüro-Sicherungsverordnung genauestens zu überwachen und die Verordnung so zu novellieren, dass die zum Schaden der Kunden bestehenden Lücken geschlossen werden. Vor einem Jahr! Sie haben ein ganzes Jahr verschlafen. Das Ganze hätten wir schon vor einem Jahr haben können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe versucht, einen Grund für diese Zwei-Wochen-Frist herauszufinden. Ich habe auch, Frau Kollegin Tamandl, mit Leuten gesprochen, die damals, als man diese Verordnung das erste Mal erlassen hat, dabei waren. Es kann niemand erklären, woher die zwei Wochen kommen. Das könnte man einmal hinterfragen, denn drei Wochen sind genauso gut. Es ist offensichtlich nur eine rein versicherungstechnische Schikane. Und das ist ein Thema, das bei dieser Evaluierung auf jeden Fall durchleuchtet gehört. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.
In diesem Bereich sollten wir in Zukunft besser koordinieren. Ich nehme die Forderung von Niki Lauda als Unternehmer sehr gerne auf, der sagt, man sollte die Verantwortung den Fluglinien übergeben, denn ich denke, die werden selbst am besten Bescheid wissen, die Verantwortung besser abschätzen können als irgendjemand aus der Entfernung. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.)
Beifall beim BZÖ.
Zurück zum Thema, bevor die Kollegen von der SPÖ nervös werden. Natürlich stimmen wir zu, der Antrag stellt eine Verbesserung dar, weil nur Anzahlungsbeträge von 20 Prozent ausbezahlt werden. Wir finden, dass die Beträge an die Geschädigten viel zu gering waren, die Versicherung zu wenig einspringt, denn gerade in Urlaubszeiten – den Urlaub hat man sich wohlverdient – kann es nicht sein, dass man einfach ein Pauschalangebot, das meistens billiger, minderwertiger ist, angeboten bekommt. Deswegen werden wir diesem Antrag und auch dem Abänderungsantrag der Grünen zustimmen. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Johann Maier.
Diese Aschewolke ist natürlich ein ganz besonderes Phänomen, es ist aber auch Tatsache, dass es immer mehr Unsicherheit in einer globalen Welt gibt, und umso mehr schätzen wir dann die Sicherheit in Österreich auch und vor allem im Konsumentenschutz. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Johann Maier.)
Beifall der Abgeordneten Schittenhelm und Singer.
Herr Minister Hundstorfer, ein positives Beispiel: Ich bedanke mich bei Ihnen, dass Sie der Abzocke bei Werbefahrten den Kampf ansagen wollen. Unseriöse Firmen sollen künftig auf einer sogenannten Watchlist veröffentlicht werden. Eine Art Warnung für Reisende. Doch Sie, Herr Minister, platzieren diese Warnung auf der Homepage der Arbeiterkammer Niederösterreich. Dazu frage ich: Wen wollen Sie erreichen? – Die Adressaten der Werbefahrten sind vor allem ältere Menschen. Wenn Sie die Watchlist auf der Internetseite des Österreichischen Seniorenrates veröffentlichen, einer Plattform für zwei Millionen Senioren, dann erreichen Sie die Senioren wirklich. (Beifall der Abgeordneten Schittenhelm und Singer.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Zuletzt, werte Kolleginnen und Kollegen: Mich freut der Einsatz der Abgeordneten im Konsumentenschutzausschuss, und zwar der Abgeordneten aus allen Fraktionen. Die Herausforderungen werden immer größer, und ich habe den Eindruck, auch das Engagement. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wir werden mit Mehrheit diesen Beschluss im Sinne der Konsumenten fassen, und ich denke, dass das gerade jetzt, da der Beginn der Reisezeit bevorsteht, eine notwendige Maßnahme im Sinne aller ist. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Lapp: Ich richte es ihm aus! – Abg. Mag. Gaßner: Ich sag’s ihm auch!
Ich hätte mich jetzt sehr gerne bei Jacky Maier bedankt, aber ich glaube, er ist gerade nicht im Saal. (Abg. Mag. Lapp: Ich richte es ihm aus! – Abg. Mag. Gaßner: Ich sag’s ihm auch!) – Wir sagen es ihm! Aber wir alle wissen ja, dass er einer der Hauptkämpfer für den Konsumentenschutz in dieser Republik ist. In diesem Zusammenhang herzlichen Dank für die Zustimmung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich hätte mich jetzt sehr gerne bei Jacky Maier bedankt, aber ich glaube, er ist gerade nicht im Saal. (Abg. Mag. Lapp: Ich richte es ihm aus! – Abg. Mag. Gaßner: Ich sag’s ihm auch!) – Wir sagen es ihm! Aber wir alle wissen ja, dass er einer der Hauptkämpfer für den Konsumentenschutz in dieser Republik ist. In diesem Zusammenhang herzlichen Dank für die Zustimmung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher denke ich, dass das eine sinnvolle Entschließung ist, die heute eingebracht wird, in der es wirklich darum geht, die vorhandenen Studien und Befunde zu evaluieren und vielleicht auch neue in Auftrag zu geben, um europaweit eine einheitliche Vorgangsweise in der Deklaration zu finden. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn man jetzt einmal das Produkt an und für sich nicht in Frage stellen möchte, ist es auf jeden Fall notwendig, die entsprechenden Produkte im Hintergrund, die Subprodukte, zu deklarieren, zu evaluieren, die Ergebnisse durch Studien zu untermauern und dann entsprechende Regelungen in Auftrag zu geben. Wir unterstützen jedenfalls diesen vorliegenden Antrag. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Eine ordentliche Lüftung! – Abg. Ing. Hofer: Hab’ ich noch nie gehört!
Noch etwas im Zusammenhang mit der gefährlichen Kombination von Zigarettenrauch und Duftstoffen: Wir hatten ja erst vor Kurzem eine sehr heftige Debatte zum Nichtraucherschutz in Lokalen, und so wie Raucher in privaten Räumen sehr gerne diese Lufterfrischer einsetzen, ist das eben auch in Raucherlokalen der Fall. (Abg. Mag. Gaßner: Eine ordentliche Lüftung! – Abg. Ing. Hofer: Hab’ ich noch nie gehört!) Das heißt, hauptsächlich Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von solchen Raucherlokalen, die versuchen, das Raumklima mit Duftstoffen angenehmer zu gestalten, sind einem noch höheren Krebsrisiko ausgesetzt als in Raucherlokalen, in denen diese Substanzen nicht eingesetzt werden. Ich denke, wenn Sie alle schon nicht bereit sind, der
Abg. Weinzinger: Mitarbeiter ...!
Ich denke, Herr Minister, gerade im Sinne des Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnenschutzes (Abg. Weinzinger: Mitarbeiter ...!) in solchen Lokalen wäre das vielleicht etwas, was Sie unterstützen könnten. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich denke, Herr Minister, gerade im Sinne des Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnenschutzes (Abg. Weinzinger: Mitarbeiter ...!) in solchen Lokalen wäre das vielleicht etwas, was Sie unterstützen könnten. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ sowie der Abg. Dr. Moser.
Es gibt über 3 000 verschiedene Duftstoffe beziehungsweise Lufterfrischer, die unter das Chemikaliengesetz fallen, und nur jene, die bedenkliche Stoffe beinhalten, sind deklarationspflichtig. Gesundheitliche Risken sind sonst weitgehend unbekannt. Ich bin der Meinung, dass es Befunde und Studien über mögliche gesundheitsschädigende Auswirkungen dieser Stoffe geben sollte und dass diese Regelung auch evaluiert wird, damit wir in Zukunft besser informiert werden. (Beifall beim BZÖ sowie der Abg. Dr. Moser.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Markowitz und Dolinschek.
Abgeordneter Hannes Weninger (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Eingangs möchte ich festhalten, dass man die Ausführungen des Kollegen Markowitz vom BZÖ so nicht im Raum stehen lassen kann. Er sagt nach dem Abklingen der Auswirkungen der isländischen Vulkanwolke, wir hätten die Sperre des Flugraumes den Fluggesellschaften überlassen sollen. Ich erinnere, was wir in den letzten Wochen hier diskutiert haben, zum Beispiel über den Listerienskandal, ebenfalls vom BZÖ thematisiert: Da hat der Minister nicht früh genug warnen können und nicht früh genug mit Konsequenzen drohen können, und in diesem Fall wollen Sie genau das Gegenteil. Das beweist einmal mehr, dass das BZÖ auch in diesen Fragen völlig unglaubwürdig ist und gegen die Interessen der Österreicherinnen und Österreicher auftritt. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Markowitz und Dolinschek.) – Da kommt ihr nicht mehr heraus, da müsst ihr euch intern mit dem Kollegen Grosz auseinandersetzen.
Abg. Markowitz: ... falsch verstanden!
Ich habe nichts gegen Liberalität, wenn man den Bürgerinnen und Bürgern sagt: Kümmert euch darum, ihr seid für alles selbst verantwortlich! Auch darüber kann man diskutieren – aber nicht einmal so und einmal so. (Abg. Markowitz: ... falsch verstanden!) Die große Mehrheit dieses Hohen Hauses steht zum Konsumentenschutz, steht zu den Initiativen des Konsumentenschutzausschusses – auch als ein Signal und ein Zeichen für soziale Sicherheit in unserer Gesellschaft.
Abg. Pendl: Bravo! – Abg. Dr. Bartenstein: Leider nicht!
Zu den heutigen Beschlüssen zum Konsumentenschutz möchte ich noch kurz an die Ausführungen der Frau Abgeordneten Aubauer anschließen, die die Werbefahrten angesprochen hat. Eigentlich sollte man glauben, dass mittlerweile jeder und jede weiß, dass diese sogenannten Werbefahrten eigentlich nur eine Abzocke sind. (Abg. Pendl: Bravo! – Abg. Dr. Bartenstein: Leider nicht!) Ich möchte einerseits dem Herrn Minister für die Initiative der Watchlist und andererseits auch für die Aufklärungsaktivitäten der Konsumentenschutzorganisationen, der Arbeiterkammer und des Ministeriums sehr herzlich danken.
Abg. Rädler: SPÖ Pensionistenverband! – Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner
Vor allem bei uns in Niederösterreich war in den letzten Monaten verstärkt zu sehen, dass zu sogenannten Werbefahrten ins benachbarte Ausland eingeladen wurde. Da wurden vor allem ältere Menschen mit Autobussen ohne ihr Wissen nach Sopron, Bratislava oder Brünn gekarrt (Abg. Rädler: SPÖ Pensionistenverband! – Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner) und dort bei Verkaufsgesprächen unter Umgehung der strengen österreichischen Konsumentenschutzbestimmungen hinters Licht geführt. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Vor allem bei uns in Niederösterreich war in den letzten Monaten verstärkt zu sehen, dass zu sogenannten Werbefahrten ins benachbarte Ausland eingeladen wurde. Da wurden vor allem ältere Menschen mit Autobussen ohne ihr Wissen nach Sopron, Bratislava oder Brünn gekarrt (Abg. Rädler: SPÖ Pensionistenverband! – Zwischenruf des Abg. Mag. Gaßner) und dort bei Verkaufsgesprächen unter Umgehung der strengen österreichischen Konsumentenschutzbestimmungen hinters Licht geführt. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher, meine Damen und Herren, sehe ich es als Aufgabe, nicht nur strenge gesetzliche Kriterien anzuwenden, sondern volle Information zu gewährleisten. Das sehe ich als Aufgabe jedes Einzelnen von uns. – Herzlichen Dank, Herr Minister. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
zeichnung – nicht im Internet, nicht in der Bedienungsanleitung, die ohnehin niemand liest – auf der Verpackung kommen, damit wir unsere Kinder bestmöglich schützen können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Ing. Hofer.
Herr Kollege Hofer, wenn Sie so deutlich sagen, wie schädlich das Handytelefonieren für Kinder ist, dann muss ich Ihnen sagen: Eigentlich müssten wir darüber reden, wie man Kinder von Handys fernhält, und nicht darüber, ob der SAR-Wert auf der Verpackung steht. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Ing. Hofer.)
Abg. Grillitsch: Nicht schon wieder ein Gütesiegel!
Auf der anderen Seite wissen wir aber ... (Abg. Grillitsch: Nicht schon wieder ein Gütesiegel!) „Nicht schon wieder ein Gütesiegel“, sagt Herr Kollege Grillitsch. Wir werden schon noch eines kriegen, Herr Kollege. – Auf der anderen Seite ist es doch so, dass die SAR-Belastung umso geringer ist, je besser die Netze ausgebaut sind. Und da muss ich sagen: Ich erinnere mich noch genau an die Zeit, mit wie vielen Problemen ich als Bürgermeister es zu tun hatte, als die Handymasten aufgestellt wurden. Viele Personen sind damals zu mir gekommen und haben sich darüber aufgeregt – zu Recht –, dass die Handymasten im Siedlungsgebiet aufgestellt werden.
Abg. Pendl: Nicht raunzen!
Also, was ist jetzt besser? Da steht Gutachten gegen Gutachten. Ich glaube, wir sollten weniger und kürzer telefonieren und uns selber ein bisschen ... (Abg. Pendl: Nicht raunzen!) Nicht raunzen, so wie der Herr Kollege Pendl es gerade gemeint hat. So könnten wir uns am besten schützen.
Beifall bei der SPÖ.
Werte in ihren Geschäften aushängen. Und da habe ich großes Vertrauen in den Herrn Bundesminister. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Meine Damen und Herren, mit der Ablehnung dieser Anträge, die wir vorgelegt haben, werden Sie es sich nicht leichter machen. Im Gegenteil: Sie ermutigen uns damit, noch weiter an dieser Problematik und Thematik zu arbeiten, denn sie ist zum Schutz der Bevölkerung notwendig. – Danke. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Kollegin Moser hat auch das Beispiel mit der Schwangeren erwähnt, wo es dann teilweise zu Erkenntnissen gekommen ist. Da geht es wirklich darum, nicht den Handyumgang sorglos hinzunehmen, sondern genau darauf im Allgemeinen hinzuweisen. Daher werden wir auch diesem Antrag unsere Unterstützung nicht geben können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Wie ein Gerichtsurteil in Italien zeigt, bei dem einem Manager, der wegen häufigen Telefonierens an einem Tumor erkrankt ist, Schadenersatz zugesprochen wurde, kann man wohl von einer Gesundheitsgefährdung durch diese elektromagnetischen Felder sprechen. Ein Grund mehr, diesem Antrag zuzustimmen. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich finde, es ist wichtig, dass die Konsumentinnen und Konsumenten auch eine eigene Entscheidungsfähigkeit haben, und möchte Sie nochmals darauf hinweisen, dass wir im Konsumentenschutzausschuss daran arbeiten, dass es für die Konsumentinnen und Konsumenten leichter wird, und nicht daran, dass es für uns leichter ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
reichend und ausgiebig über die Bankenkrise, die Wirtschaftskrise und die Folgen dieser Krisen diskutiert. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Tatsache ist, dass die Probleme, die uns jetzt im Nachfeld dieser Krise erreichen (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) – Herr Kollege, ist es nicht so, dass bei Ihnen die Gehaltsoffenlegung noch offen ist? Das ist vielleicht auch ein Punkt, über den wir einmal reden sollten. Ich glaube, die gesamte SPÖ hat sich verpflichtet, die Gehälter offenzulegen, aber Ihr Gehalt ist noch nicht offengelegt worden. (Oh-Rufe bei der FPÖ. – Abg. Neubauer – in Richtung des Abg. Dr. Jarolim –: Haben Sie etwas zu verbergen?) Vielleicht ist einmal Zeit, dass wir uns das ein bisschen näher anschauen.
Oh-Rufe bei der FPÖ. – Abg. Neubauer – in Richtung des Abg. Dr. Jarolim –: Haben Sie etwas zu verbergen?
Tatsache ist, dass die Probleme, die uns jetzt im Nachfeld dieser Krise erreichen (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) – Herr Kollege, ist es nicht so, dass bei Ihnen die Gehaltsoffenlegung noch offen ist? Das ist vielleicht auch ein Punkt, über den wir einmal reden sollten. Ich glaube, die gesamte SPÖ hat sich verpflichtet, die Gehälter offenzulegen, aber Ihr Gehalt ist noch nicht offengelegt worden. (Oh-Rufe bei der FPÖ. – Abg. Neubauer – in Richtung des Abg. Dr. Jarolim –: Haben Sie etwas zu verbergen?) Vielleicht ist einmal Zeit, dass wir uns das ein bisschen näher anschauen.
Ruf bei der FPÖ: Hört, hört!
Weiter: „Ein Auftrag auch die Glaubwürdigkeit bei jenen zurückzuholen, die uns noch nicht gewählt haben. Und wie macht man das am besten?“ – Das fragt Werner Faymann sich selbst, gibt auch gleich die Antwort und sagt: „Indem man vor der Wahl das Gleiche sagt wie nach der Wahl. Denn Berechenbarkeit gehört zu jenen wichtigen Eigenschaften, die die Wählerinnen und Wähler einfordern.“ (Ruf bei der FPÖ: Hört, hört!)
Abg. Dr. Graf: Nein, überhaupt nicht!
Es ist ja auch keine dramatische Situation, also das soll man nicht dramatisieren. (Abg. Dr. Graf: Nein, überhaupt nicht!)
Abg. Dr. Graf: Ich glaube, du hast falsch zitiert! – Abg. Strache: Er hat sich sicher unklar ausgedrückt!
Dann sagt er ganz klar, dass es unmittelbar nach der Wahl ein Doppelbudget geben wird, in dem auch die Steuerreform und die Steuersenkungen vorgesehen sein werden, dass es aber auch zu Einsparungen kommen sollte. – Faymann verspricht also vor der Wahl nicht nur, dass es keine Steuererhöhungen geben wird, er verspricht sogar, dass es Steuersenkungen geben wird, meine Damen und Herren. (Abg. Dr. Graf: Ich glaube, du hast falsch zitiert! – Abg. Strache: Er hat sich sicher unklar ausgedrückt!)
Ruf bei der SPÖ: Wenn wir Josef Pröll nicht hätten!
Jetzt frage ich mich, was Sie jemandem sagen, der behauptet, dass Herrn Faymann nicht zu trauen sei. Was sagen Sie diesem Mann? – Dem kann man schwerlich widersprechen. (Ruf bei der SPÖ: Wenn wir Josef Pröll nicht hätten!)
Beifall bei der FPÖ.
Wissen Sie, daran sind Sie schon ein bisschen selbst schuld, wenn Sie sich von Josef Pröll so in den Schatten stellen lassen. (Beifall bei der FPÖ.) Das hat man auch beim Finanzrahmengesetz gesehen: eine 3-Minuten-Rede des Bundeskanzlers zu diesem Thema (Abg. Silhavy: Da haben Sie aber schlecht zugehört!), dann waren es halt 3,5 Minuten, und dann eine viertel Stunde von Josef Pröll. Es weiß ohnehin jeder, wer die Republik Österreich führt: Werner Faymann ist es mit Sicherheit nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Silhavy: Da haben Sie aber schlecht zugehört!
Wissen Sie, daran sind Sie schon ein bisschen selbst schuld, wenn Sie sich von Josef Pröll so in den Schatten stellen lassen. (Beifall bei der FPÖ.) Das hat man auch beim Finanzrahmengesetz gesehen: eine 3-Minuten-Rede des Bundeskanzlers zu diesem Thema (Abg. Silhavy: Da haben Sie aber schlecht zugehört!), dann waren es halt 3,5 Minuten, und dann eine viertel Stunde von Josef Pröll. Es weiß ohnehin jeder, wer die Republik Österreich führt: Werner Faymann ist es mit Sicherheit nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wissen Sie, daran sind Sie schon ein bisschen selbst schuld, wenn Sie sich von Josef Pröll so in den Schatten stellen lassen. (Beifall bei der FPÖ.) Das hat man auch beim Finanzrahmengesetz gesehen: eine 3-Minuten-Rede des Bundeskanzlers zu diesem Thema (Abg. Silhavy: Da haben Sie aber schlecht zugehört!), dann waren es halt 3,5 Minuten, und dann eine viertel Stunde von Josef Pröll. Es weiß ohnehin jeder, wer die Republik Österreich führt: Werner Faymann ist es mit Sicherheit nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grillitsch: Das ist aber schon passiert!
Ich will Sie aber nicht provozieren (Abg. Grillitsch: Das ist aber schon passiert!), weil ich Sie als Partner für ein Vorhaben, das ganz besonders wichtig ist, gewinnen will. Es betrifft die Liberalisierung des Arbeitsmarktes für die neuen EU-Staaten.
Ruf bei der SPÖ: Richtig!
Wir haben im Rahmen der Wirtschaftskrise, der Bankenkrise eine Reihe von Sondermaßnahmen getroffen, Ausnahmemaßnahmen, kann man sagen, wenn wir etwa daran denken, in welchem Ausmaß wir unseren Staat verschuldet, die Banken unterstützt und welche Konjunkturpakete wir geschnürt haben. All das waren Ausnahmemaßnahmen. (Ruf bei der SPÖ: Richtig!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich denke, dass es legitim ist, in einer Situation, in der der Arbeitsmarkt besonders unter Druck gerät, eine Ausnahmemaßnahme zu beschließen und zu versuchen, im Gespräch mit den europäischen Partnern eine Fristerstreckung für uns zu erreichen. Wir müssen es zumindest versuchen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Die fließen nach Griechenland!
Aiginger, WIFO-Chef, meint dazu, dass das bis 2014 zu erwartende Wachstum nicht ausreichend sein wird, um nach 2011 die Arbeitslosigkeit zu senken. Wir haben dann auch keine finanziellen Mittel mehr, um Sondermaßnahmen zu treffen. Im Gegenteil, Steuern werden erhöht, Abgaben gekürzt. Wir haben nicht mehr die finanziellen Mittel, um Sondermaßnahmen durchzuführen. (Abg. Strache: Die fließen nach Griechenland!) Das heißt, es wird für uns ganz, ganz besonders kritisch. Erhebliche Mittel fließen nach Griechenland, auch das ist heute bereits angesprochen worden. (Abg. Dr. Graf: Wenn wir schon zahlen müssen, dann kann man wenigstens verhandeln!) – Verhandeln wäre wirklich ein Gebot der Stunde.
Abg. Dr. Graf: Wenn wir schon zahlen müssen, dann kann man wenigstens verhandeln!
Aiginger, WIFO-Chef, meint dazu, dass das bis 2014 zu erwartende Wachstum nicht ausreichend sein wird, um nach 2011 die Arbeitslosigkeit zu senken. Wir haben dann auch keine finanziellen Mittel mehr, um Sondermaßnahmen zu treffen. Im Gegenteil, Steuern werden erhöht, Abgaben gekürzt. Wir haben nicht mehr die finanziellen Mittel, um Sondermaßnahmen durchzuführen. (Abg. Strache: Die fließen nach Griechenland!) Das heißt, es wird für uns ganz, ganz besonders kritisch. Erhebliche Mittel fließen nach Griechenland, auch das ist heute bereits angesprochen worden. (Abg. Dr. Graf: Wenn wir schon zahlen müssen, dann kann man wenigstens verhandeln!) – Verhandeln wäre wirklich ein Gebot der Stunde.
Abg. Strache: Das ist Lohndumping!
Österreich um 20 bis 30 Prozent weniger verdienen als ihre österreichischen Kollegen. Und genau deswegen ist der Druck auf den Arbeitsmarkt so besonders groß. (Abg. Strache: Das ist Lohndumping!) Deshalb fahren diese Tagespendler auch so weit.
Beifall bei der FPÖ.
Die meisten Ungarn, Slowaken oder Tschechen, die nach Österreich kommen, haben nicht die Absicht, ihren Wohnsitz zu ändern. Sie bleiben als Tagespendler beschäftigt, haben auch Anspruch auf Familienleistungen, Kinderbetreuungsgeld, Familienbeihilfe. Ich denke nicht, dass es sinnvoll ist, dass man aus Österreich Kinderbetreuungsgeld und Familienbeihilfe erhält, wenn man mit der Familie nicht in Österreich lebt. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Wenn die Familie aber nie nach Österreich ziehen wird, hat es wenig Sinn, diese Mittel auszugeben. Noch dazu sind, wenn jemand zwei Kinder hat, die Familienbeihilfe und das Kinderbetreuungsgeld (Zwischenruf bei der SPÖ) – sofort, ich sage gleich etwas dazu – höher als beispielsweise das Durchschnittseinkommen in Ungarn.
Beifall bei der FPÖ.
Sie setzen sich immer sehr dafür ein, dass Frauen nicht an den Herd gedrängt werden, sondern auch in den Arbeitsprozess gehen. Ich kann Ihnen garantieren, dass eine Frau, die mit einem ungarischen Tagespendler verheiratet ist, natürlich nicht in den Arbeitsprozess einsteigen wird, weil sie aus Familienbeihilfe und Kinderbetreuungsgeld wesentlich höhere Mittel lukriert, als sie in Ungarn jemals im Rahmen einer unselbständigen Beschäftigung verdienen könnte. Diese Handhabung ist also wirklich völlig unsinnig. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bitte Sie, Herr Bundesminister, wirklich darum. Österreich ist immer Musterschüler der Europäischen Union gewesen, wir haben immer alles gemacht, was aus Brüssel gekommen ist, was uns aus Straßburg diktiert worden ist. Aber ich bitte Sie wirklich, in dieser speziellen Situation einmal aufzustehen und zu sagen: Bis hier her und nicht weiter! Es ist das eine besondere Situation, die besondere Maßnahmen verlangt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Fliegende Pensionsreform!
Ich denke, dass das auch eine Chance für die SPÖ ist. Die SPÖ hat, warum auch immer, viele Wahlversprechen nicht halten können. Ich versuche, das jetzt so zu formulieren, dass Sie nicht beleidigt sind, aber: Sie haben damals plakatiert: Abfangjäger – hier fliegt Ihre Pensionsreform. (Abg. Strache: Fliegende Pensionsreform!) Sie wissen, die Abfangjäger wurden nicht abbestellt, man hat weniger bestellt, diese sind schlechter ausgestattet und haben mehr gekostet. Also das war nicht so toll. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Ich denke, dass das auch eine Chance für die SPÖ ist. Die SPÖ hat, warum auch immer, viele Wahlversprechen nicht halten können. Ich versuche, das jetzt so zu formulieren, dass Sie nicht beleidigt sind, aber: Sie haben damals plakatiert: Abfangjäger – hier fliegt Ihre Pensionsreform. (Abg. Strache: Fliegende Pensionsreform!) Sie wissen, die Abfangjäger wurden nicht abbestellt, man hat weniger bestellt, diese sind schlechter ausgestattet und haben mehr gekostet. Also das war nicht so toll. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kuzdas.
Roter Kanzler hat versprochen: Keine Steuererhöhungen, nein, Steuersenkungen. – Jetzt haben wir neue Steuern. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kuzdas.)
Zwischenruf des Abg. Weninger.
Meine Damen und Herren, ich bin gespannt, ob Sie die Wahlversprechen einlösen werden, nämlich bezüglich Vermögensteuer. (Zwischenruf des Abg. Weninger.) Sie haben ja versprochen, eine Vermögensteuer einzuführen. Ich habe mit dem Klubobmann Cap um eine rote Nelke gewettet, dass diese Vermögensteuer nicht kommen
Abg. Strache: Es ist auch gut, dass sie nicht kommt!
wird. Sie wird nicht kommen, das werden Sie sehen. (Abg. Strache: Es ist auch gut, dass sie nicht kommt!) Das ist mir auch viel lieber. Denn warum sollen wir unsere Briefmarkensammlung im Rahmen einer Vermögensteuer dann auch bekannt geben müssen? Ein riesiger Verwaltungsaufwand! Warum sollen Häuslbauer zur Kasse gebeten werden? (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
wird. Sie wird nicht kommen, das werden Sie sehen. (Abg. Strache: Es ist auch gut, dass sie nicht kommt!) Das ist mir auch viel lieber. Denn warum sollen wir unsere Briefmarkensammlung im Rahmen einer Vermögensteuer dann auch bekannt geben müssen? Ein riesiger Verwaltungsaufwand! Warum sollen Häuslbauer zur Kasse gebeten werden? (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Meine Damen und Herren, das ist nicht etwas, was wir wollen. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Frau Kollegin, ich glaube, Sie waren einmal Minister, das ist aber auch schon eine Zeitlang her. Ja, gut. Meine Damen und Herren, Sie haben jetzt die Möglichkeit der Wiedergutmachung. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, das ist nicht etwas, was wir wollen. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Frau Kollegin, ich glaube, Sie waren einmal Minister, das ist aber auch schon eine Zeitlang her. Ja, gut. Meine Damen und Herren, Sie haben jetzt die Möglichkeit der Wiedergutmachung. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Binder-Maier: Das ist nicht notwendig!
Frau Kollegin, kommen Sie einmal heraus und versuchen Sie auch einmal zu reden! (Abg. Binder-Maier: Das ist nicht notwendig!) Doch! Ich sage Ihnen, warum. Die Frau Kollegin Minister fällt mir nämlich nur mehr als Zwischenruferin auf. Das muss auch einmal gesagt werden.
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, Sie haben jetzt nach all den gebrochenen Wahlversprechen die Möglichkeit der Wiedergutmachung, und ich hoffe wirklich, dass Sie den Mut haben, auf europäischer Ebene in Verhandlungen zu treten. Wenn Sie es nicht machen, wird Ihnen der Wähler sicher die richtige Antwort geben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Hofer, ich würde Sie einmal einladen, bevor Sie hier reden, sich mit den Grundlagen vertraut zu machen und Unterlagen zu studieren, denn in Malta und Zypern ist seit 2004 freier Arbeitsmarktzugang, das ist überhaupt kein Thema. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Gegenüber dem März des Vorjahres hatten wir im März dieses Jahres 18 000 Beschäftigte mehr. Nicht weniger, sondern mehr! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Oh-Rufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, was die FPÖ heute hier fordert, ist schlicht und einfach im Wirtschaftsleben zu beantworten: Es ist ein Vertragsbruch. Das ist das, was hier gefordert wird, ein Vertragsbruch auf Kosten Österreichs. Man muss ein bisschen in die Vergangenheit schauen. Welche Regierung war bei der EU-Osterweiterung im Amt? Welche Minister waren bei der EU-Osterweiterung im Amt? – Es waren Minister der FPÖ und niemand anderer! (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Genauso wie der Koalitionspartner, die ÖVP, aber unterschrieben hat die Regierung FPÖ/ÖVP. Bundesparteivorsitzender-Stellvertreter zur damaligen Zeit: Heinz-Christian Strache. Das muss man einmal klar auf den Tisch legen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, was die FPÖ heute hier fordert, ist schlicht und einfach im Wirtschaftsleben zu beantworten: Es ist ein Vertragsbruch. Das ist das, was hier gefordert wird, ein Vertragsbruch auf Kosten Österreichs. Man muss ein bisschen in die Vergangenheit schauen. Welche Regierung war bei der EU-Osterweiterung im Amt? Welche Minister waren bei der EU-Osterweiterung im Amt? – Es waren Minister der FPÖ und niemand anderer! (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Genauso wie der Koalitionspartner, die ÖVP, aber unterschrieben hat die Regierung FPÖ/ÖVP. Bundesparteivorsitzender-Stellvertreter zur damaligen Zeit: Heinz-Christian Strache. Das muss man einmal klar auf den Tisch legen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Das haben sie früher auch schon gemacht!
Folgendes muss man auch einmal sagen: 250 000 Österreicherinnen und Österreicher arbeiten erfolgreich im Ausland. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das haben sie früher auch schon gemacht!) Ist das nicht so, meinen Sie das nicht so, wir machen hier dicht und Sie glauben, Deutschland schaut zu, die Schweiz schaut zu, Italien schaut zu, das Vereinigte Königreich schaut zu und die Österreicher werden dort weiterhin so bleiben können? (Abg. Zanger: Ein bisschen Mut!) Glauben Sie, dass das wirklich der Fall sein wird? Meinen Sie nicht auch, dass der von Ihnen provozierte Vertragsbruch Österreich um ein Vielfaches mehr Schaden zufügen würde als die Probleme, die mit diesen Vertragsklauseln verbunden sind? (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Wenn wir abschotten, dann schotten wir auch die anderen ab.
Abg. Zanger: Ein bisschen Mut!
Folgendes muss man auch einmal sagen: 250 000 Österreicherinnen und Österreicher arbeiten erfolgreich im Ausland. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das haben sie früher auch schon gemacht!) Ist das nicht so, meinen Sie das nicht so, wir machen hier dicht und Sie glauben, Deutschland schaut zu, die Schweiz schaut zu, Italien schaut zu, das Vereinigte Königreich schaut zu und die Österreicher werden dort weiterhin so bleiben können? (Abg. Zanger: Ein bisschen Mut!) Glauben Sie, dass das wirklich der Fall sein wird? Meinen Sie nicht auch, dass der von Ihnen provozierte Vertragsbruch Österreich um ein Vielfaches mehr Schaden zufügen würde als die Probleme, die mit diesen Vertragsklauseln verbunden sind? (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Wenn wir abschotten, dann schotten wir auch die anderen ab.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Folgendes muss man auch einmal sagen: 250 000 Österreicherinnen und Österreicher arbeiten erfolgreich im Ausland. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das haben sie früher auch schon gemacht!) Ist das nicht so, meinen Sie das nicht so, wir machen hier dicht und Sie glauben, Deutschland schaut zu, die Schweiz schaut zu, Italien schaut zu, das Vereinigte Königreich schaut zu und die Österreicher werden dort weiterhin so bleiben können? (Abg. Zanger: Ein bisschen Mut!) Glauben Sie, dass das wirklich der Fall sein wird? Meinen Sie nicht auch, dass der von Ihnen provozierte Vertragsbruch Österreich um ein Vielfaches mehr Schaden zufügen würde als die Probleme, die mit diesen Vertragsklauseln verbunden sind? (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Wenn wir abschotten, dann schotten wir auch die anderen ab.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Sie betreiben es ja! Sie machen das Lohndumping möglich!
Meine Damen und Herren der Freiheitlichen Partei, mir ist es wichtiger, auf die Probleme, die sich mit diesen Vertragsklauseln ergeben, einzugehen. Das war Ihnen 2004 völlig egal. Mir ist es wichtig, dass die SPÖ als Partei der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer da gegensteuert. Mir ist es wichtig, dass Lohn- und Sozialdumping nicht eine leere Worthülse ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Sie betreiben es ja! Sie machen das Lohndumping möglich!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Riepl: Jetzt ist er ruhig, der Strache!
Unter anderem darf ich das auch noch ganz offen hier sagen: Es gab damals einen heute prominenten Kärntner Landespolitiker, damals FPÖ-Abgeordneten, den Herrn Scheuch, der damals hier gemeint hat, an diesem Rednerpult stehend, die Osterweiterung ist ein einzigartiges visionäres Projekt. Auch das muss man den Menschen sagen, was hier gemacht wurde. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Riepl: Jetzt ist er ruhig, der Strache!)
Abg. Neubauer: Reden Sie einmal von der Zukunft!
während Ihrer Regierungsbeteiligung ist die Zahl der Saisonniers in Österreich explodiert. (Abg. Neubauer: Reden Sie einmal von der Zukunft!)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist notwendig. Lernend aus der Vergangenheit müssen wir die Zukunft gestalten. (Beifall bei der SPÖ.) Und demzufolge ist es notwendig, auf die Vergangenheit hinzuschauen und den Menschen zu erklären, wie die Sozialdemokratie die Zukunft gestalten will und wie Sie die Vergangenheit gestaltet haben. (Abg. Neubauer: Sie können nicht einmal die Vergangenheit bewältigen!)
Abg. Neubauer: Sie können nicht einmal die Vergangenheit bewältigen!
Das ist notwendig. Lernend aus der Vergangenheit müssen wir die Zukunft gestalten. (Beifall bei der SPÖ.) Und demzufolge ist es notwendig, auf die Vergangenheit hinzuschauen und den Menschen zu erklären, wie die Sozialdemokratie die Zukunft gestalten will und wie Sie die Vergangenheit gestaltet haben. (Abg. Neubauer: Sie können nicht einmal die Vergangenheit bewältigen!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin seit zwei Jahren sehr massiv dabei, die Saisonier-Kontingente, die während Ihrer Regierungsbeteiligung explodiert sind, wieder zurückzuführen. Sie haben auch während Ihrer Regierungsbeteiligung etwas in diesem Land gemacht, was ich mich jetzt auch noch bemühen werde zurückzuführen, das sind nämlich die ausländischen Erntehelferinnen und Erntehelfer, die während Ihrer Regierungsbeteiligung sozialversicherungsfrei gestellt worden sind, und auch das werden wir zurückführen, denn da gibt es zum Beispiel ein totales Missverhältnis hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit von inländischen Arbeitskräften. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Warum werden dann 250 Jugendliche in der Steiermark für die Ausbildung nicht genommen?
Wenn hier heute gesagt wurde, PflegerInnen aus der Slowakei und so weiter verhindern den Pflegenotstand in Österreich, leisten täglich unverzichtbare Arbeit, dann darf ich auch ganz offen sagen: Natürlich ist das ein wesentlicher Teil der Pflegetätigkeit. Aber wenn das Lohnniveau in den Relationen wäre, wie hier von Herrn Ing. Hofer gesagt wurde, dann hätten wir nicht in der Steiermark seit einer Woche Zeitungsartikel, in denen steht, dass niemand mehr kommt, weil die Lohnrelation nicht mehr stimmt. Diese Artikel können Sie in der „Kleinen Zeitung“ alle nachlesen. (Abg. Strache: Warum werden dann 250 Jugendliche in der Steiermark für die Ausbildung nicht genommen?)
Abg. Strache: Hans-Werner Sinns sagt das Gegenteil!
Ich möchte noch einmal erwähnen: AusländerInnen sind Nettozahler im Sozialsystem, auch wenn Sie immer wieder krampfhaft probieren das Gegenteil zu behaupten. (Abg. Strache: Hans-Werner Sinns sagt das Gegenteil!) Das ist ja alles nicht wahr. (Abg. Strache: Schauen Sie doch auf das AMS!) Entschuldige, ich spüre es nicht anders, denn ich bin da draußen bei den Menschen. Im Gegensatz zu Ihnen bin ich da draußen bei den Menschen und schau mir das an. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Abg. Strache: Schauen Sie doch auf das AMS!
Ich möchte noch einmal erwähnen: AusländerInnen sind Nettozahler im Sozialsystem, auch wenn Sie immer wieder krampfhaft probieren das Gegenteil zu behaupten. (Abg. Strache: Hans-Werner Sinns sagt das Gegenteil!) Das ist ja alles nicht wahr. (Abg. Strache: Schauen Sie doch auf das AMS!) Entschuldige, ich spüre es nicht anders, denn ich bin da draußen bei den Menschen. Im Gegensatz zu Ihnen bin ich da draußen bei den Menschen und schau mir das an. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Ich möchte noch einmal erwähnen: AusländerInnen sind Nettozahler im Sozialsystem, auch wenn Sie immer wieder krampfhaft probieren das Gegenteil zu behaupten. (Abg. Strache: Hans-Werner Sinns sagt das Gegenteil!) Das ist ja alles nicht wahr. (Abg. Strache: Schauen Sie doch auf das AMS!) Entschuldige, ich spüre es nicht anders, denn ich bin da draußen bei den Menschen. Im Gegensatz zu Ihnen bin ich da draußen bei den Menschen und schau mir das an. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Es ist sinnvoll, dass wir hier über Integration weiterreden, es ist sinnvoll, dass wir uns weiter um eine geordnete Integration bemühen, aber es ist nicht sinnvoll auseinanderzudividieren. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen. – Abg. Weinzinger: Einwanderung!
Es ist nicht sinnvoll, Menschen auseinanderzudividieren, sondern wir sollten uns alle gemeinsam bemühen, die Menschen, die hier sind, ganz einfach zusammenzuführen, bei allen Problemen, die es gibt, bei allen Wickeln, die es gibt, bei allen Schwierigkeiten, die es gibt. Aber Auseinanderdividieren ist die schlechteste Form für eine Demokratie. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen. – Abg. Weinzinger: Einwanderung!)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Ich komme zum Schluss. Mit Vertragsbruch, wie Sie ihn vorschlagen, würde sich Österreich schweren Schaden zufügen, und zwar wirtschaftlich und politisch, wirtschaftlich, weil unser Land und alle Österreicherinnen und Österreicher von den engen Kontakten zu unseren Partnern in der ganzen Welt profitieren. Würden sich diese so abschotten, wie Sie das von der FPÖ verlangen, würden Hunderttausende Arbeitsplätze in Österreich verloren gehen, Herr Strache! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.) Wenn wir unseren Exportpartnern sagen, ihr bleibt draußen, dann heißt das nichts anderes, als dass sich die Exportpartner einen anderen Exportpartner suchen. Nehmen Sie das doch einmal zur Kenntnis! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen. – Abg. Strache: Das hat nichts mit dem Export zu tun! Das ist völliger Unsinn, was Sie sagen! Der Export geht weiter!)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen. – Abg. Strache: Das hat nichts mit dem Export zu tun! Das ist völliger Unsinn, was Sie sagen! Der Export geht weiter!
Ich komme zum Schluss. Mit Vertragsbruch, wie Sie ihn vorschlagen, würde sich Österreich schweren Schaden zufügen, und zwar wirtschaftlich und politisch, wirtschaftlich, weil unser Land und alle Österreicherinnen und Österreicher von den engen Kontakten zu unseren Partnern in der ganzen Welt profitieren. Würden sich diese so abschotten, wie Sie das von der FPÖ verlangen, würden Hunderttausende Arbeitsplätze in Österreich verloren gehen, Herr Strache! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.) Wenn wir unseren Exportpartnern sagen, ihr bleibt draußen, dann heißt das nichts anderes, als dass sich die Exportpartner einen anderen Exportpartner suchen. Nehmen Sie das doch einmal zur Kenntnis! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen. – Abg. Strache: Das hat nichts mit dem Export zu tun! Das ist völliger Unsinn, was Sie sagen! Der Export geht weiter!)
Lebhafter Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Und nehmen Sie zur Kenntnis, politisch wird Österreich in diesem Europa, auf dieser Welt niemand mehr ernst nehmen, wenn wir ganz einfach nicht dazu stehen, was wir in Vertragsverhandlungen gestaltet haben, verlangt haben und erreicht haben. – Ich danke schön. (Lebhafter Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Abg. Riepl: Der wird sagen, das stimmt alles nicht!
Als Erster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Neubauer. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 6 Minuten. – Bitte. (Abg. Riepl: Der wird sagen, das stimmt alles nicht!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Werner Neubauer (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hätte es noch eines Beweises bedurft, warum die SPÖ keine Wahlen mehr gewinnt, Herr Bundesminister Hundstorfer hat ihn jetzt geliefert. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Bundesminister Hundstorfer stellt sich als Sozialdemokrat nämlich nicht hinter die Arbeitnehmer Österreichs, sondern gegen die berechtigten Interessen dieser Arbeitnehmer Österreichs, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Eine aufrichtige Diskussion um Verträge, Herr Bundesminister, hat noch nie geheißen, vertragsbrüchig zu werden! Hätten Sie den Vertrag nur einmal gelesen und sich nicht von einem Beamten irgendeinen Text vorlegen lassen, dann hätten Sie als Minister sehen und erkennen müssen ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Gut, Sie haben auch einen Vertrag bei der BAWAG unterschrieben und haben gesagt, Sie haben ja nur unterschrieben. Aber dafür sind Sie dann zumindest Minister geworden. Also, das ist keine Garantielösung mehr für die Qualität eines Ministers in Österreich. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Eine Unterschriftenliste für ein paar Milliarden!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Eine Unterschriftenliste für ein paar Milliarden!
Eine aufrichtige Diskussion um Verträge, Herr Bundesminister, hat noch nie geheißen, vertragsbrüchig zu werden! Hätten Sie den Vertrag nur einmal gelesen und sich nicht von einem Beamten irgendeinen Text vorlegen lassen, dann hätten Sie als Minister sehen und erkennen müssen ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Gut, Sie haben auch einen Vertrag bei der BAWAG unterschrieben und haben gesagt, Sie haben ja nur unterschrieben. Aber dafür sind Sie dann zumindest Minister geworden. Also, das ist keine Garantielösung mehr für die Qualität eines Ministers in Österreich. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Eine Unterschriftenliste für ein paar Milliarden!)
Beifall bei der FPÖ.
Dann hätten Sie erkennen müssen, dass in diesem Vertragswerk unter anderem drinnen steht, dass das Lohnniveau so weit der westlichen Hemisphäre angepasst werden muss, dass es den eigenen Nationalstaaten so weit angepasst ist, dass die Gefährdung der Arbeitsplätze nicht mehr gegeben ist. (Beifall bei der FPÖ.) Und das ist natürlich nicht gegeben. Daher muss man das Rechtsmittel ergreifen, tatsächlich zu intervenieren.
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich hätte mir von einem Sozialminister Österreichs erwartet, dass er junktimiert, nämlich damit, dass er sagt: Bevor wir 855 Millionen € wegen der Schulden an Griechenland zahlen, machen wir die Öffnung des Arbeitsmarktes davon abhängig, ob wir bereit sind, auch nur einen Cent dafür nach Brüssel zu zahlen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hörl: Das ist eine Frechheit!
Das erwarte ich mir von einem Sozialminister in Österreich – aber nicht, dass er auf den Knien nach Brüssel rutscht. (Abg. Hörl: Das ist eine Frechheit!) Das ist mir einfach zu wenig, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie, Herr Bundesminister, mit Ihren Zahlen, die Sie hier genannt haben, eines sagen, dann sage ich Ihnen etwas: Wenn Sie nicht in der Lage sind, eine Statistik zu lesen, dann geben Sie Ihr Ministeramt zurück! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Klar ist, dass die arbeitende Bevölkerung mit den Pensionisten in einer Liste aufgezählt wird und damit ganz verfälschte Zahlen an den Tag kommen. Das ist wohl jedem Mittelschüler klar. Dafür braucht man gar keine akademische Ausbildung zu haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn der Gewerkschafter Rudi Kaske meint, er freut sich schon auf den 1. Mai 2011, wenn 25 000 Slowaken den österreichischen Arbeitsmarkt bevölkern werden, dann – das habe ich schon einmal von hier aus gesagt – soll er seine Funktion als Gewerkschafter hinterfragen, denn das ist ein Anschlag auf die österreichische Arbeitnehmerschaft. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Das haben sich diese Menschen nicht verdient, meine Damen und Herren! Denn eines ist klar: Was aus diesem Zustrom der Arbeitnehmer aus dem Osten folgen wird, ist eine verstärkte Zunahme der Armut in Österreich.
Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.
diejenigen, die am meisten von dieser Entwicklung betroffen sind, und die Sozialdemokratie schaut lachenden Auges zu, wie das geschieht. (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.) Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir als Freiheitliche, als soziale Heimatpartei werden da nicht zusehen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
diejenigen, die am meisten von dieser Entwicklung betroffen sind, und die Sozialdemokratie schaut lachenden Auges zu, wie das geschieht. (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.) Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir als Freiheitliche, als soziale Heimatpartei werden da nicht zusehen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und was ist der Grund dafür? – In einer offiziellen Broschüre der Bundesregierung sieht man das Lohnniveau in den letzten 30 Jahren. Meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn man die Sozialleistungen, die hier aufgelistet sind, abzählt, dann ist Österreich bei einem Lohnniveau von 1992. Und mit dem wollen Sie die Armut in Österreich bekämpfen? Das ist ja ein Witz, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Bei den Sozialdemokraten gibt es Menschen, die hier in diesem Hause sitzen, die auf die Frage eines Redakteurs: Können Sie mir sagen, was Sie verdienen?, sagen: Na ja, eigentlich nicht, denn ich habe auf meinem Konto noch nie nachgeschaut! – Mit dieser Überheblichkeit der Sozialdemokraten muss endlich Schluss sein. Diese Abgeordnete weiß nicht einmal, was sie verdient, weil sie so viel verdient. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen, wer in Österreich bei dieser Summe unter diese Reichensteuer fallen würde. Laut Statistik fallen demnach 1 569 Menschen unter diese Kriterien. Mit der wollen Sie die Armut bekämpfen? Hören Sie auf mit diesem Unsinn, mit diesem Klassenkampf und mit dieser Neiddebatte! (Beifall bei der FPÖ.) Damit werden Sie den Menschen nichts mehr vormachen können, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Beifall bei der FPÖ.
Seien Sie mir nicht ungehalten, aber: Die Bevölkerung da draußen wird Ihnen die Rechnung für so viel Arroganz und wenig Demut vor den Bürgern geben, spätestens bei der nächsten Wahl! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Silhavy: Den Herrn Strache interessiert das nicht, was du zu sagen hast! Der ist schon wieder nicht da!
Abgeordneter Josef Muchitsch (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Besucher auf dem Besucherrang! Mit diesen Wortmeldungen, Herr Hofer – bei aller Wertschätzung –, wird es Ihrer Partei nicht gelingen, uns als Partner zu gewinnen. (Abg. Silhavy: Den Herrn Strache interessiert das nicht, was du zu sagen hast! Der ist schon wieder nicht da!)
Abg. Weinzinger: Das ist ein Trauma von euch! Noch nicht mitbekommen, dass ...!
Wenn schon von den Experten die Zahlen, die Sie hier anführen, in Frage gestellt werden, dann muss ich auch einige Textpassagen in Frage stellen: Was ich textlich in Ihrem Dringlichen Antrag vermisse – vielleicht muss man das immer wieder sagen, damit Sie es sich merken und auch die Leute draußen das wissen –, ist, dass Sie es waren, die am 1. Mai 2004 letztendlich diesen Beitrittsvertrag unterschrieben haben und sich jetzt anscheinend an nichts mehr erinnern können. (Abg. Weinzinger: Das ist ein Trauma von euch! Noch nicht mitbekommen, dass ...!) Sie waren es, die bei den Saisonniers, bei den ErntehelferInnen Verschlechterungen herbeigeführt haben.
Beifall bei der SPÖ
Und lassen Sie mich noch etwas loswerden: Tatsache ist, dass die SPÖ seit Ihrer Regierungsverantwortung im Jahr 2006 alles versucht, das wieder in Ordnung zu bringen, was Sie als FPÖ in Ihrer Regierungsbeteiligung unserem Land und unseren Menschen an Verschlechterungen eingebrockt haben (Beifall bei der SPÖ), egal, ob dies im Bereich der Saisonniers, im Bereich der Pensionen, im Bereich der Gesundheit (Ruf bei der SPÖ: Hacklerregelung!), einer Hacklerregelung, die kein Hackler erreicht – „danke schön!“ –, im Bereich der Bildung und auch bei Konjunkturmaßnahmen ist.
Ruf bei der SPÖ: Hacklerregelung!
Und lassen Sie mich noch etwas loswerden: Tatsache ist, dass die SPÖ seit Ihrer Regierungsverantwortung im Jahr 2006 alles versucht, das wieder in Ordnung zu bringen, was Sie als FPÖ in Ihrer Regierungsbeteiligung unserem Land und unseren Menschen an Verschlechterungen eingebrockt haben (Beifall bei der SPÖ), egal, ob dies im Bereich der Saisonniers, im Bereich der Pensionen, im Bereich der Gesundheit (Ruf bei der SPÖ: Hacklerregelung!), einer Hacklerregelung, die kein Hackler erreicht – „danke schön!“ –, im Bereich der Bildung und auch bei Konjunkturmaßnahmen ist.
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrter Herr Bundesminister, setzen Sie bitte diesen erfolgreichen Weg im Interesse unserer Menschen und unseres Landes fort! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Mag. Molterer: „Der Hofer war’“!
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Bundesminister, ich bin dankbar für die sehr klaren Worte in dieser Angelegenheit! Es herrscht halt wieder einmal Wahlkampf, denn ansonsten würde bei einem Ausländerthema sicher der Herr Vorsitzende Strache hier ans Rednerpult schreiten. Aber diesmal war es Hofer, weil ja das Burgenland angeblich in wenigen Wochen wählen wird. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Mag. Molterer: „Der Hofer war’“!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Von euch erwarten wir das eh nicht, aber von den Sozialisten!
Aber eines geht nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren – Österreich ist ein Mitgliedstaat der Europäischen Union! –: dass wir mit anderen europäischen Ländern einen Vertrag ausmachen – in der Beitrittsakte wird das ja abgezeichnet –, dass wir uns zu dieser Klausel bekennen, aber diese dann ein paar Monate, bevor sie abläuft, nicht mehr einhalten. Das wird es mit uns nicht geben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Von euch erwarten wir das eh nicht, aber von den Sozialisten!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Österreich würde sich im europäischen Feld lächerlich machen, meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn wir Ihrem Vorschlag hier nachkämen. Hören Sie doch bitte einmal auf, immer nur das Ausländerthema anzuführen und immer nur die Ausländer für alles, auch auf dem Arbeitsmarkt, verantwortlich zu machen! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Rosenkranz: Welche anderen Probleme? – Abg. Neubauer – in Richtung ÖVP –: Ihr findet nicht einmal einen Präsidentschaftskandidaten!
Wir haben die zweitniedrigste Arbeitslosenquote, meine sehr geehrten Damen und Herren! Oder ist das an Ihnen gänzlich vorübergegangen? Wir hatten heute Vormittag eine breite Diskussion über das Bundesfinanzrahmengesetz, und natürlich ist der Arbeitsmarkt ein wesentlicher Teil. Uns geht es darum, meine sehr geehrten Damen und Herren, die Menschen in Beschäftigung zu bringen und zu halten, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, und nicht so ein Tamtam mit diesem Antrag aufzuführen. Wir haben andere Herausforderungen und Probleme zu lösen, und nicht Vertragsbruch mit anderen europäischen Staaten zu begehen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Rosenkranz: Welche anderen Probleme? – Abg. Neubauer – in Richtung ÖVP –: Ihr findet nicht einmal einen Präsidentschaftskandidaten!)
Abg. Dolinschek: ... auch Teilzeitbeschäftigung!
Es geht ja schließlich um die Erwerbstätigkeit. Kollege Auer hat das heute am Vormittag bereits aufgezeigt. Das hat mir sehr gut gefallen. Die Erwerbstätigkeit ist seit 1975 um über 35 Prozent gestiegen, die Bevölkerung hingegen ist nur um 10 Prozent gewachsen. (Abg. Dolinschek: ... auch Teilzeitbeschäftigung!) – Natürlich muss man auch Teilzeitbeschäftigung, natürlich auch die Veränderungen in der Landwirtschaft berücksichtigen. Das stimmt schon, Herr Kollege Dolinschek! Aber es heißt auch, wir haben viele zusätzliche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gebraucht, auch aus unseren Nachbarländern.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren, hören wir doch auf, hier eine billige Parteipolitik vor einer Landtagswahl zu betreiben, sondern setzen wir uns mit den Daten und Fakten auseinander! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Zum Thema Lohndumping ein abschließendes Wort: Kollektivverträge satzen, das ist das Gebot der Stunde! Das ist im BAGS-Bereich vor Kurzem passiert. Ich fordere das für etliche andere KV ein, dann gibt es das Lohndumping in diesem Bereich nicht. Und dann können wir den Arbeitsmarkt positiv in die Zukunft führen. Für Vertragsbruch, meine Damen und Herren, ist die Österreichische Volkspartei nicht zu haben! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Bartenstein: Da haben Sie recht!
Dazu müsste das Primärrecht der Europäischen Union geändert werden, das heißt, die Kernverträge. Und diese Kernverträge kann man nur dann ändern, wenn alle Mitgliedstaaten zustimmen. Das heißt, das ist innerhalb der Europäischen Union nur einstimmig möglich. (Abg. Dr. Bartenstein: Da haben Sie recht!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist doch wurscht, ob die zustimmen!
Jetzt wissen wir aber, dass es durchaus Länder gab, die bereits kritisiert haben, dass wir überhaupt die dritte Stufe der Übergangsfristen in Anspruch genommen haben. Glauben Sie allen Ernstes, die würden dann zustimmen, dass wir noch weiter verlängern? (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist doch wurscht, ob die zustimmen!) Das ist völlig unrealistisch! (Abg. Neubauer: Wir sind für unsere Menschen verantwortlich – Sie nicht!)
Abg. Neubauer: Wir sind für unsere Menschen verantwortlich – Sie nicht!
Jetzt wissen wir aber, dass es durchaus Länder gab, die bereits kritisiert haben, dass wir überhaupt die dritte Stufe der Übergangsfristen in Anspruch genommen haben. Glauben Sie allen Ernstes, die würden dann zustimmen, dass wir noch weiter verlängern? (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist doch wurscht, ob die zustimmen!) Das ist völlig unrealistisch! (Abg. Neubauer: Wir sind für unsere Menschen verantwortlich – Sie nicht!)
Abg. Hörl: ..., die gleiche Leier!
Ich meine, welcher Österreicher/welche Österreicherin geht noch in den Tourismus? Aber statt diesen Beschäftigungssektor endlich einmal so zu reformieren (Abg. Hörl: ..., die gleiche Leier!), dass er modernisiert wird und den Erwartungen von Arbeitnehmern auch wirklich entsprechen kann, statt das zu tun, was machen Sie? – Sie erhöhen das Saisonnierkontingent. Und ich bin wirklich neugierig, wann dann der, sagen wir einmal, „selbständige Abwäscher“ kommt oder, noch besser, der „selbständige Geschirrmanager“ oder so etwas. (Abg. Dolinschek: Da bin ich auch neugierig, ja!)
Abg. Dolinschek: Da bin ich auch neugierig, ja!
Ich meine, welcher Österreicher/welche Österreicherin geht noch in den Tourismus? Aber statt diesen Beschäftigungssektor endlich einmal so zu reformieren (Abg. Hörl: ..., die gleiche Leier!), dass er modernisiert wird und den Erwartungen von Arbeitnehmern auch wirklich entsprechen kann, statt das zu tun, was machen Sie? – Sie erhöhen das Saisonnierkontingent. Und ich bin wirklich neugierig, wann dann der, sagen wir einmal, „selbständige Abwäscher“ kommt oder, noch besser, der „selbständige Geschirrmanager“ oder so etwas. (Abg. Dolinschek: Da bin ich auch neugierig, ja!)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, die FPÖ kommt in dieser Situation, wie immer, mit: „Die Grenzen gehören zugemacht!“ – Wir Grüne sehen die Schwierigkeiten auch, aber wir sagen, es braucht endlich die von Ihnen seit mittlerweile Jahren angekündigten offensiven Maßnahmen gegen Lohn- und Sozialdumping. Sprechen Sie nicht nur davon, tun Sie es! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Heiterkeit.
Herr Minister, als Grüne sage ich nicht: Steigen Sie in dieser Sache aufs Gas!, sondern ich sage: Treten Sie endlich in die Pedale! (Beifall bei den Grünen. – Heiterkeit.)
Abg. Mayerhofer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dolinschek –: Sigi, sag es ihnen, wie es wirklich ist!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Es gelangt nun Herr Abgeordneter Dolinschek zu Wort. Gewünschte Redezeiteinstellung: 8 Minuten. – Bitte. (Abg. Mayerhofer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dolinschek –: Sigi, sag es ihnen, wie es wirklich ist!)
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundesminister! Wenn Sie jetzt sagen, das wäre ein klarer Vertragsbruch und so weiter, dann darf ich Sie schon darauf hinweisen: Das ist ja kein Vertragsbruch, wenn Sie jetzt in die EU verhandeln gehen, damit man da irgendetwas macht. Tatsache ist – und ich vertrete auch diese Meinung –, dass wir gewisse Leute ja brauchen. Wir brauchen in Österreich ja gewisse Fachkräfte, von denen es auf dem Arbeitsmarkt einen Mangel gibt. Aber das kann man mit einer Greencard lösen, so wie sie etwa die Australier oder die Amerikaner haben. Das wäre genau die Lösung! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Ich sage Ihnen nur eines, Herr Bundesminister: Vor allem das Bau- und Baunebengewerbe wird in den nächsten Jahren enorm betroffen sein. Vor allem die Grenzgänger werden dann herüberkommen, weil die Lebenshaltungskosten eben in Ungarn, in Tschechien und in der Slowakei wesentlich niedriger sind als bei uns, und werden in Österreich nach unserem Lohnniveau bezahlt – Lohndumping und so weiter wollen wir ja alle nicht haben, daher werden sie bei uns auch entsprechend bezahlt, und dann ist eben die Differenz riesengroß. Und die Verdrängung wird es geben, und eine Wettbewerbsverzerrung wird es ebenfalls geben zwischen den Betrieben in Österreich und außerhalb Österreichs. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall beim BZÖ.
Ich meine, wir müssen alle in derselben Richtung arbeiten, damit wir das verhindern. Es ist einfach so, dass, wenn auch ein Wirtschaftsaufschwung einsetzt, das Ganze sich nur zeitversetzt auf dem Arbeitsmarkt umsetzt, dass es erst zeitversetzt zu einer Erholung auf dem Arbeitsmarkt kommt. Das ist nun einmal so. Und da muss ich sagen, wir brauchen Maßnahmen gegen Sozial- und gegen Lohndumping! Das ist keine Frage. Wie wir das machen? – Ich bin dafür, dass die Mindeststandards in diesen Ländern angehoben werden, aber nicht unsere reduziert werden! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundesminister, Sie haben gesagt, Sie haben die Generalunternehmerhaftung und so weiter eingeführt. Eines haben ja wir noch umgesetzt, da waren wir in der Regierung – das war seinerzeit die Frau Kollegin Haubner mit Herrn Bundesminister Bartenstein –: Wir haben damals gesagt, die Arbeitnehmer müssen unbedingt vor Arbeitsbeginn angemeldet werden, damit die KIAB das kontrollieren kann, besonders im Bau- und Baunebengewerbe, damit der Sozialbetrug eingedämmt wird. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das haben wir durchgebracht! Und ich hätte mir eigentlich gewünscht, dass man das auch erwähnt hätte von FPÖ-Seite, dass das auch möglich gewesen wäre. Kollege Hofer, ich habe mir das schon erwartet, denn das sind Leistungen, die von unseren Leuten erbracht worden sind, und das sollte man auch würdigen. Ich sage nur eines: Die SPÖ hat viele Fehler gemacht in diesem Bereich, und daran werden wir noch lange zu kiefeln haben. Aber eines ist klar: Mit einer strikten Politik nur nach dem Motto „Ausländer raus!“ werden wir auch nichts bewirken! Das muss ich einmal sagen. Da muss man differenziert handeln. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Öllinger: Die kriegt man aber nicht so einfach!
Migranten rechnen sich vielleicht längerfristig, aber kurzfristig haben sie enorme fiskale und sozialpolitische Probleme verursacht. Und die Belastungen für die Sozial- und Gesundheitssysteme, die jetzt zusätzlich auf uns zukommen, werden enorm sein. Anreize bietet unser Sozial- und Gesundheitssystem genug, um eine forcierte Zuwanderung zu begünstigen. Zum Beispiel ist die Sozialhilfe bei uns immer noch vier- bis fünfmal höher als ein Durchschnittslohn in der Slowakei. (Abg. Öllinger: Die kriegt man aber nicht so einfach!)
Rufe bei den Grünen: Tun Sie es! Tun Sie es!
anbieten, zu lukrieren. Ich könnte Ihnen jetzt einige Beispiele nennen. Ich nehme jetzt davon Abstand, aber ich könnte Ihnen diese Beispiele nennen (Rufe bei den Grünen: Tun Sie es! Tun Sie es!), und Sie kennen sie ziemlich sicher auch selbst.
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, wenn man will, geht alles; das möchten wir schon betonen, nur: Wir wollen natürlich nicht von Ihnen, Herr Minister, dass Sie einen Vertragsbruch verantworten müssten, sondern wollen schlicht und einfach, dass Sie eine Verhandlungslösung herbeiführen, um jene Missstände, die wir Ihnen in diesem Bereich aufzeigen, zu beseitigen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser.
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Zunächst fällt mir auf, dass der Dringliche Antrag, der von der FPÖ eingebracht worden ist, den Klubobmann dieser Partei nicht besonders zu interessieren scheint, denn nach einer Höflichkeitsanwesenheitszeit hat er den Plenarsaal verlassen. Das zeigt eigentlich schon die ganze Bedeutung, die dieser Antrag für Ihre Partei hat, nämlich einfach nur Polemik. (Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser.) – Das ist schade, denn das Thema wäre wichtig für die Menschen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Zunächst fällt mir auf, dass der Dringliche Antrag, der von der FPÖ eingebracht worden ist, den Klubobmann dieser Partei nicht besonders zu interessieren scheint, denn nach einer Höflichkeitsanwesenheitszeit hat er den Plenarsaal verlassen. Das zeigt eigentlich schon die ganze Bedeutung, die dieser Antrag für Ihre Partei hat, nämlich einfach nur Polemik. (Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser.) – Das ist schade, denn das Thema wäre wichtig für die Menschen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Ing. Hofer und Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Vielleicht aber auch noch ein Wort zur Polemik der Ausführungen des Kollegen Hofer, der ja als Erstredner hier den Antrag begründet hat; ich möchte kurz auf ihn replizieren: Herr Abgeordneter Hofer, Eurostat hat erst heute die Budgetdefizite der EU-Mitgliedstaaten des Jahres 2009 verkündet und hat bekannt gegeben, dass Österreich mit 3,4 Prozent ein nur halb so hohes Defizit hat wie der EU-Durchschnitt mit 6,8 Prozent. (Zwischenrufe der Abgeordneten Ing. Hofer und Dr. Belakowitsch-Jenewein.) Nur sechs Staaten haben ein geringeres Defizit, das sind die skandinavischen Länder, Estland, Luxemburg und Deutschland.
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt, Österreich hat die zweitniedrigste Arbeitslosenquote, und das bei einem doch relativ geringen Defizit. Ich glaube, das ist schon ein wesentlicher Punkt. Und wir haben als eines der wesentlichsten Länder als erstes Land wieder eine Steigerung der Beschäftigung – und das ist ein durchaus positives Signal, möchte ich hier schon betonen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Weinzinger: ... ein Trauma!
Herr Abgeordneter Hofer, zur Erinnerung: Der 1. Mai 2004, Beitrittsvertrag von Athen, siebenjährige Übergangsfrist. Wer hat zugestimmt? – Die FPÖ! Sie waren damals in der Regierung. (Abg. Weinzinger: ... ein Trauma!) Nur damit Sie es nicht vergessen, meine Damen und Herren, denn Sie scheinen ja ein Kurzzeitgedächtnis sonder
Abg. Weinzinger: Aber wir haben unsere Partei geändert, das haben Sie vergessen!
gleichen zu haben. (Abg. Weinzinger: Aber wir haben unsere Partei geändert, das haben Sie vergessen!)
Abg. Neubauer: Reden Sie einmal über die Zukunft, Frau Kollegin, nicht nur über die Vergangenheit!
Durch Regierungen mit FPÖ-Beteiligung haben die Menschen in Österreich massive Kürzungen und Belastungen erfahren, wie die Studiengebühren, von denen Sie gesprochen haben – Sie haben ja mitgewirkt, dass diese Gebühren eingeführt wurden (Abg. Neubauer: Reden Sie einmal über die Zukunft, Frau Kollegin, nicht nur über die Vergangenheit!) –, wie die Ambulanzgebühren, die sogar mehrmals vom Verfassungsgerichtshof abgeschafft werden mussten, weil Sie sich nicht haben belehren lassen, oder wie die Pensionskürzungen, unter denen die Menschen heute noch leiden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Die Zukunft!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Die Zukunft!
Durch Regierungen mit FPÖ-Beteiligung haben die Menschen in Österreich massive Kürzungen und Belastungen erfahren, wie die Studiengebühren, von denen Sie gesprochen haben – Sie haben ja mitgewirkt, dass diese Gebühren eingeführt wurden (Abg. Neubauer: Reden Sie einmal über die Zukunft, Frau Kollegin, nicht nur über die Vergangenheit!) –, wie die Ambulanzgebühren, die sogar mehrmals vom Verfassungsgerichtshof abgeschafft werden mussten, weil Sie sich nicht haben belehren lassen, oder wie die Pensionskürzungen, unter denen die Menschen heute noch leiden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Die Zukunft!)
Abg. Neubauer: Zukunft! Die Zukunft! Sie haben keine Zukunft!
Dann darf ich Sie vielleicht an noch etwas erinnern, wenn Sie sich schon so aufregen – die Wahrheit tut eben ein bisschen weh; Sie wollen sie gerne verdrängen, das verstehe ich schon, aber wir ersparen es Ihnen nicht, dass Sie sich auch daran erinnern müssen. (Abg. Neubauer: Zukunft! Die Zukunft! Sie haben keine Zukunft!)
Abg. Neubauer: Sie haben keine Zukunft!
Ich denke auch daran, dass wir 1998 ein Tourismuskontingent von 3 000 Beschäftigten hatten. (Abg. Neubauer: Sie haben keine Zukunft!) Vier Jahre später, unter FPÖ-Regierungsbeteiligung, waren es 16 000. – So viel zur Arbeitsmarktpolitik, die gemacht wird, wenn Sie in der Regierung sind: Das sagt ja alles!
Abg. Neubauer: Wie lange waren Sie Ministerin?
Herr Bundesminister Hundstorfer hat versucht, hier ein bisschen eine Rückführung zu erreichen (Abg. Neubauer: Wie lange waren Sie Ministerin?), und jeder von uns, der mit Tourismus zu tun hat, weiß, wie die Tourismuswirtschaft auf diese Kontingentrücknahme reagiert hat.
Abg. Weinzinger: Sagen Sie es!
Wir haben, weil das heute auch so oft hier zitiert worden ist, ein Grenzgängerabkommen mit Tschechien. Wissen Sie, wie hoch das Kontingent ist? – Sie wissen es nicht; ich sage es Ihnen: Es sind 500 Personen und 300 Praktikantenplätze. Wissen Sie, wie viele davon beansprucht worden sind? (Abg. Weinzinger: Sagen Sie es!) – 221 und 12 Praktikantenplätze. Nur so viel zu Ihrer Schwarzmalerei, die Sie an den Tag legen.
Abg. Neubauer: Reden Sie nicht so einen Unsinn! Lesen Sie weiter!
Und warum tun Sie das? – Sie tun das einfach, um Ihre Fremdenfeindlichkeit weiter zu pflegen und weiter zu schüren (Abg. Neubauer: Reden Sie nicht so einen Unsinn! Lesen Sie weiter!) und nach außen hin solche Signale zu setzen. Und das ist das Verwerfliche an Ihrer Politik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und warum tun Sie das? – Sie tun das einfach, um Ihre Fremdenfeindlichkeit weiter zu pflegen und weiter zu schüren (Abg. Neubauer: Reden Sie nicht so einen Unsinn! Lesen Sie weiter!) und nach außen hin solche Signale zu setzen. Und das ist das Verwerfliche an Ihrer Politik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neubauer: Schauen Sie lieber, dass Ihre Stiftungen ... Geld bekommen! Haben Sie auch eine Stiftung?
Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft leidet unter dieser Politik und unter der Fremdenfeindlichkeit! Wir bemühen uns, Fernmärkte zu bekommen – immerhin sind es über 16 Prozent des BIP, die die Einnahmen dieser Wirtschaft ausmachen –, und Sie schauen, dass Sie mit Fremdenfeindlichkeit Gäste davon abhalten, in unserem wunderschönen Land Urlaub zu machen. – Das ist Ihre Politik. (Abg. Neubauer: Schauen Sie lieber, dass Ihre Stiftungen ... Geld bekommen! Haben Sie auch eine Stiftung?)
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Wir sind gegen Lohndumping; wir treten für faire Arbeitsbedingungen ein, denn nur so werden die Menschen in Österreich tatsächlich nicht von Armut bedroht sein. (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.) Und wir machen keine Politik wie Sie, nämlich auf dem Rücken von Erntehelferinnen und Erntehelfern, den Ärmsten, die es gibt, indem es sie aus der Pensionsversicherung hinauswirft. Das ist nicht unsere Politik! (Abg. Neubauer: Sind Sie reich?)
Abg. Neubauer: Sind Sie reich?
Wir sind gegen Lohndumping; wir treten für faire Arbeitsbedingungen ein, denn nur so werden die Menschen in Österreich tatsächlich nicht von Armut bedroht sein. (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.) Und wir machen keine Politik wie Sie, nämlich auf dem Rücken von Erntehelferinnen und Erntehelfern, den Ärmsten, die es gibt, indem es sie aus der Pensionsversicherung hinauswirft. Das ist nicht unsere Politik! (Abg. Neubauer: Sind Sie reich?)
Abg. Huber: Das haben wir schon gehört!
Ich möchte Ihnen noch einmal etwas in Erinnerung rufen: AusländerInnen zahlen 10,7 Prozent aller Beiträge, aber ihr Anteil an den Geldleistungen macht 6,2 Prozent aus. Das heißt, von 100 eingezahlten Euro bekommt der Ausländer wesentlich weniger als der Österreicher und die Österreicherin. (Abg. Huber: Das haben wir schon gehört!)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist gut, wenn Sie es gehört haben, aber vielleicht merken Sie es sich endlich auch einmal, damit Sie nicht dauernd falsche Zahlen sagen und hier falsche Dinge behaupten, und zwar wider besseres Wissen. Das ist unseriös und dieses Hauses nicht würdig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Also abgesehen von der faktischen politischen Unmöglichkeit wäre es auch unredlich, denn nach sieben Jahren muss einmal Schluss sein, und die Grenzen werden aufgehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Daher, meine sehr verehrten Damen und Herren von der FPÖ: Politischen Rohrkrepierer könnte man es nennen, was Sie da in Ihrer Dringlichen schreiben. Bleiben Sie doch ein bisschen auf dem Boden! Es waren doch auch Sie, die damals mit uns die Beitrittsverträge abgestimmt und gesagt haben: Ja zur Ostöffnung ... (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) – Nein, nicht Sie persönlich, aber man muss schon auch ein bisschen zu seinen Vorgängern stehen. FPÖ hat die Partei damals auch geheißen, Herr Neubauer, auch wenn Sie damals nicht dabei waren, was natürlich sehr, sehr schade ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher, meine sehr verehrten Damen und Herren von der FPÖ: Politischen Rohrkrepierer könnte man es nennen, was Sie da in Ihrer Dringlichen schreiben. Bleiben Sie doch ein bisschen auf dem Boden! Es waren doch auch Sie, die damals mit uns die Beitrittsverträge abgestimmt und gesagt haben: Ja zur Ostöffnung ... (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) – Nein, nicht Sie persönlich, aber man muss schon auch ein bisschen zu seinen Vorgängern stehen. FPÖ hat die Partei damals auch geheißen, Herr Neubauer, auch wenn Sie damals nicht dabei waren, was natürlich sehr, sehr schade ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Öllinger zu Wort. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 7 Minuten. – Bitte. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Abg. Vilimsky: Besser ist das nicht!
Wie bezeichnet man das, wenn man einen Vertrag eingeht, der meinetwegen mehrstufig ist, den man in dem Fall nicht mit einem, sondern mit vielen anderen Partnern eingegangen ist, und am Ende der letzten Stufe, am Ende der letzten Ratenzahlung sagt man: Wir möchten den Vertrag auflösen, aus, gilt nicht mehr für uns, uns ist etwas anderes eingefallen, etwas Besseres, eine andere Lösung!? (Abg. Vilimsky: Besser ist das nicht!)
Beifall bei den Grünen.
Wie bezeichnet man das, meine sehr geehrten Damen und Herren? – Das ist Rosstäuscherei, Vertragsbruch! Pacta sunt servanda, und diesen Grundsatz müssten Sie eigentlich kennen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neubauer: Woher wissen Sie das? Woher wissen Sie das?
Jetzt frage ich mich: Wie bezeichnet man das, wenn dieser Anspruch, Herr Kollege Hofer, nicht in Bezug auf Arbeitskräfte, sondern auf völkerrechtliche Verträge gemacht würde? Wie würde man das bezeichnen, wenn etwas Realität ist, aber aufgelöst werden soll? – Die ungarische Partei Jobbik, die Ihnen ja nicht so fremd ist (Abg. Neubauer: Woher wissen Sie das? Woher wissen Sie das?), sagt: Der Trianon-Vertrag ist für uns hinfällig und wir wollen den Trianon-Vertrag wieder auflösen.
Abg. Neubauer: Reden Sie nicht so einen Unsinn! Hören Sie auf mit diesen ...!
Das würde bedeuten – Herr Hofer, ich habe mir gedacht, Sie als Wahrer der Burgenland-Interessen sagen vielleicht auch dazu etwas –, dass ein Teil des Burgenlandes wieder zu Ungarn gehören würde. Die fordern das, Sie wissen es! Die fordern das! Das sind Ihre Freunde! (Abg. Neubauer: Reden Sie nicht so einen Unsinn! Hören Sie auf mit diesen ...!)
Abg. Neubauer: Sie sind nicht ernst zu nehmen!
Dann hätte sich wahrscheinlich ein Teil des Arbeitskräfte-Problems, das wir mit der ungarischen Seite haben, auf eine andere Art und Weise erledigt, aber es ist genauso hinterhältig und vertragsbrüchig (Abg. Neubauer: Sie sind nicht ernst zu nehmen!) wie das, was Sie in Bezug auf den Arbeitsmarkt machen würden. (Abg. Neubauer: Sie sind wirklich nicht ernst zu nehmen!) So kommen wir sicherlich keinen Schritt weiter. (Abg. Neubauer: Sie sind und bleiben ein Lügner!) So kommen wir nicht weiter: Pacta sunt servanda! (Abg. Neubauer: Sie sind und bleiben ein Lügner!)
Abg. Neubauer: Sie sind wirklich nicht ernst zu nehmen!
Dann hätte sich wahrscheinlich ein Teil des Arbeitskräfte-Problems, das wir mit der ungarischen Seite haben, auf eine andere Art und Weise erledigt, aber es ist genauso hinterhältig und vertragsbrüchig (Abg. Neubauer: Sie sind nicht ernst zu nehmen!) wie das, was Sie in Bezug auf den Arbeitsmarkt machen würden. (Abg. Neubauer: Sie sind wirklich nicht ernst zu nehmen!) So kommen wir sicherlich keinen Schritt weiter. (Abg. Neubauer: Sie sind und bleiben ein Lügner!) So kommen wir nicht weiter: Pacta sunt servanda! (Abg. Neubauer: Sie sind und bleiben ein Lügner!)
Abg. Neubauer: Sie sind und bleiben ein Lügner!
Dann hätte sich wahrscheinlich ein Teil des Arbeitskräfte-Problems, das wir mit der ungarischen Seite haben, auf eine andere Art und Weise erledigt, aber es ist genauso hinterhältig und vertragsbrüchig (Abg. Neubauer: Sie sind nicht ernst zu nehmen!) wie das, was Sie in Bezug auf den Arbeitsmarkt machen würden. (Abg. Neubauer: Sie sind wirklich nicht ernst zu nehmen!) So kommen wir sicherlich keinen Schritt weiter. (Abg. Neubauer: Sie sind und bleiben ein Lügner!) So kommen wir nicht weiter: Pacta sunt servanda! (Abg. Neubauer: Sie sind und bleiben ein Lügner!)
Abg. Neubauer: Sie sind und bleiben ein Lügner!
Dann hätte sich wahrscheinlich ein Teil des Arbeitskräfte-Problems, das wir mit der ungarischen Seite haben, auf eine andere Art und Weise erledigt, aber es ist genauso hinterhältig und vertragsbrüchig (Abg. Neubauer: Sie sind nicht ernst zu nehmen!) wie das, was Sie in Bezug auf den Arbeitsmarkt machen würden. (Abg. Neubauer: Sie sind wirklich nicht ernst zu nehmen!) So kommen wir sicherlich keinen Schritt weiter. (Abg. Neubauer: Sie sind und bleiben ein Lügner!) So kommen wir nicht weiter: Pacta sunt servanda! (Abg. Neubauer: Sie sind und bleiben ein Lügner!)
Abg. Neubauer: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, ... Wahrheit spricht!
Wir haben – Kollege Bartenstein hat ja seine Haltung geoffenbart, und er weiß es auch von unserer Seite – von Anfang an eigentlich ähnlich wie der Kollege Bartenstein für eine großzügige und weitgehende Öffnung des Arbeitsmarktes plädiert. (Abg. Neubauer: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, ... Wahrheit spricht!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Gott sei Dank, Kollege ...!
Warum? – Damals, und da stimme ich mit Ihnen überein, war die Konjunktur noch wesentlich besser. Damals wäre es eine Win-win-Situation für beide Seiten gewesen. Warum sie es nicht vollständig geworden ist – und da unterscheide ich mich jetzt von Ihnen, Herr Kollege Bartenstein (Abg. Dr. Rosenkranz: Gott sei Dank, Kollege ...!) –, hängt damit zusammen, dass das, was Sie eine schrittweise Öffnung des Arbeitsmarktes nennen, keine schrittweise, sondern eine stufig-hierarchische Lösung war.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Aber, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei, wer am meisten über die Zuwanderung schimpft, der hat in der Regel die meisten Zuwanderer im Besenkammerl. Und das ist der Punkt, auf den ich auch aufmerksam machen möchte. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Sagen Sie es! Namen!
Wenn ich mir über die Jahre anschaue, welche Firmen, welche Personen mit Schwarzarbeit in Probleme gekommen sind, dann fallen mir eine Reihe von freiheitlichen Abgeordneten und Funktionären oder sonstigen Personen aus diesem Umfeld auf (Abg. Dr. Rosenkranz: Sagen Sie es! Namen!), die auch hier herinnen gesessen sind (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wer?), bei denen Schwarzarbeit im Betrieb festgestellt wurde. (Abg. Dr. Rosenkranz: Wer?) Und da frage ich mich schon (Weitere Rufe bei der FPÖ: Wer?): Welches Recht gilt hier für wen? Welches Recht gilt hier für wen? (Beifall bei den Grünen.) – Ich brauche Ihnen die Namen nicht noch zu sagen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Sie Immunitätsfeigling!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wer?
Wenn ich mir über die Jahre anschaue, welche Firmen, welche Personen mit Schwarzarbeit in Probleme gekommen sind, dann fallen mir eine Reihe von freiheitlichen Abgeordneten und Funktionären oder sonstigen Personen aus diesem Umfeld auf (Abg. Dr. Rosenkranz: Sagen Sie es! Namen!), die auch hier herinnen gesessen sind (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wer?), bei denen Schwarzarbeit im Betrieb festgestellt wurde. (Abg. Dr. Rosenkranz: Wer?) Und da frage ich mich schon (Weitere Rufe bei der FPÖ: Wer?): Welches Recht gilt hier für wen? Welches Recht gilt hier für wen? (Beifall bei den Grünen.) – Ich brauche Ihnen die Namen nicht noch zu sagen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Sie Immunitätsfeigling!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Wer?
Wenn ich mir über die Jahre anschaue, welche Firmen, welche Personen mit Schwarzarbeit in Probleme gekommen sind, dann fallen mir eine Reihe von freiheitlichen Abgeordneten und Funktionären oder sonstigen Personen aus diesem Umfeld auf (Abg. Dr. Rosenkranz: Sagen Sie es! Namen!), die auch hier herinnen gesessen sind (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wer?), bei denen Schwarzarbeit im Betrieb festgestellt wurde. (Abg. Dr. Rosenkranz: Wer?) Und da frage ich mich schon (Weitere Rufe bei der FPÖ: Wer?): Welches Recht gilt hier für wen? Welches Recht gilt hier für wen? (Beifall bei den Grünen.) – Ich brauche Ihnen die Namen nicht noch zu sagen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Sie Immunitätsfeigling!)
Weitere Rufe bei der FPÖ: Wer?
Wenn ich mir über die Jahre anschaue, welche Firmen, welche Personen mit Schwarzarbeit in Probleme gekommen sind, dann fallen mir eine Reihe von freiheitlichen Abgeordneten und Funktionären oder sonstigen Personen aus diesem Umfeld auf (Abg. Dr. Rosenkranz: Sagen Sie es! Namen!), die auch hier herinnen gesessen sind (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wer?), bei denen Schwarzarbeit im Betrieb festgestellt wurde. (Abg. Dr. Rosenkranz: Wer?) Und da frage ich mich schon (Weitere Rufe bei der FPÖ: Wer?): Welches Recht gilt hier für wen? Welches Recht gilt hier für wen? (Beifall bei den Grünen.) – Ich brauche Ihnen die Namen nicht noch zu sagen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Sie Immunitätsfeigling!)
Beifall bei den Grünen.
Wenn ich mir über die Jahre anschaue, welche Firmen, welche Personen mit Schwarzarbeit in Probleme gekommen sind, dann fallen mir eine Reihe von freiheitlichen Abgeordneten und Funktionären oder sonstigen Personen aus diesem Umfeld auf (Abg. Dr. Rosenkranz: Sagen Sie es! Namen!), die auch hier herinnen gesessen sind (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wer?), bei denen Schwarzarbeit im Betrieb festgestellt wurde. (Abg. Dr. Rosenkranz: Wer?) Und da frage ich mich schon (Weitere Rufe bei der FPÖ: Wer?): Welches Recht gilt hier für wen? Welches Recht gilt hier für wen? (Beifall bei den Grünen.) – Ich brauche Ihnen die Namen nicht noch zu sagen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Sie Immunitätsfeigling!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Sie Immunitätsfeigling!
Wenn ich mir über die Jahre anschaue, welche Firmen, welche Personen mit Schwarzarbeit in Probleme gekommen sind, dann fallen mir eine Reihe von freiheitlichen Abgeordneten und Funktionären oder sonstigen Personen aus diesem Umfeld auf (Abg. Dr. Rosenkranz: Sagen Sie es! Namen!), die auch hier herinnen gesessen sind (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wer?), bei denen Schwarzarbeit im Betrieb festgestellt wurde. (Abg. Dr. Rosenkranz: Wer?) Und da frage ich mich schon (Weitere Rufe bei der FPÖ: Wer?): Welches Recht gilt hier für wen? Welches Recht gilt hier für wen? (Beifall bei den Grünen.) – Ich brauche Ihnen die Namen nicht noch zu sagen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Sie Immunitätsfeigling!)
Beifall bei den Grünen.
Das heißt: Wir haben zwar einiges geschafft, und wir haben auf Grund der Erweiterung der Europäischen Union auch einige Erfolge erzielt. Diese Erfolge beziehungsweise die Gewinne für die Unternehmen sind aber nicht immer unmittelbar auch an die Beschäftigten in Form von Wohlstandsgewinnen weitergegeben worden. Daher wäre es unsere Aufgabe auf europäischer, aber auch österreichischer Ebene, dafür zu sorgen, dass – egal um welches europäische Land es sich handelt – bestimmte Sozialstandards eingehalten werden. Dazu fordere ich Sie auf! Fassen Sie sozusagen Mut dafür, dass auf europäischer Ebene, aber auch innerhalb Österreichs diese Standards erreicht werden! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Richtig!
Ich bitte Sie, das im Rahmen der nächsten Präsidiale auch zur Sprache zu bringen, denn es kann nicht sein, dass man völlig undifferenziert und ohne Namen zu nennen über einen Kamm schert und behauptet, dass Personen, die hier im Hohen Haus ein Mandat ausgeübt hätten, eine Straftat verübt haben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Richtig!)
Abg. Mag. Gaßner: Mehrere!
Abgeordnete Ursula Haubner (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Klubobmann Cap hat heute in seiner Rede einen richtigen Satz gesagt. (Abg. Mag. Gaßner: Mehrere!) Er hat gesagt: zuerst an Österreich denken!
Beifall beim BZÖ.
Gerade für mich und für uns vom BZÖ, die wir eine wesentlich differenziertere Sichtweise in der politischen Arbeit und einen differenzierteren und ehrlicheren Zugang zu den einzelnen Themen als die FPÖ haben, gilt dieses Wort „Zuerst an Österreich denken!“ besonders, da wir ja von der österreichischen Bevölkerung als Abgeordnete dieses Hauses gewählt wurden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir stehen auch insofern vor einer Ausnahmesituation, als eine Regierung einen Budgetfahrplan auf die Reise geschickt hat, der in erster Linie von Steuererhöhungen geprägt ist und nicht so sehr von umfangreichen Reformen, die notwendig sind. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Gerade im Bereich der Ausbildung gilt für uns die Devise: Ausbilden statt importieren! Wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte, und dort, wo Mangel besteht, kann man natürlich auch Angebote betreffend Menschen aus anderen Ländern machen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich persönlich sage Ja zu den Freiheiten der EU und vor allem zur Freiheit des Personenverkehrs, gemäß welcher es erlaubt ist, frei zu reisen, frei zu studieren und frei zu arbeiten. Aber das bedeutet für mich auch, dass man nicht nur die Chancen sehen darf, sondern auch vor den Schwierigkeiten nicht die Augen verschließen darf. – In diesem Sinne sage ich: Bitte handeln Sie rechtzeitig für Österreich! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Öllinger: Fangen Sie mit dem Deutschen Reich an?
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Es gab vorgestern die Veranstaltung „Geschichtsstunde für Rosenkranz“. Ich konnte diese nicht nutzen, weil man mir dort nichts erklären konnte. – In den mir zugeteilten 6 Minuten möchte ich Sie ein bisschen mit einer „Geschichtsstunde von Rosenkranz“ konfrontieren. (Abg. Öllinger: Fangen Sie mit dem Deutschen Reich an?)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Herr Kollege Öllinger wirft gerade etwas ein. Vorhin hat er gesagt, dass er über bestimmte Bereiche, in denen es Versäumnisse in der EU gibt, verhandeln möchte. – Genau das wollen wir Freiheitlichen mit den Übergangsfristen! Wo sehen Sie das Problem? Allen, die sich hier hergestellt und uns unredlich die Aufforderung zum Vertragsbruch beziehungsweise zum Rechtsbruch oder Gesetzesbruch vorgeworfen haben, muss ich eine Abfuhr erteilen: Sie konnten offensichtlich intellektuell nicht nachvollziehen, was wir diesbezüglich wollten! Wir wollen nämlich Verhandlungen führen, und diese sind in einem Rechtsstaat zulässig und in einer schwierigen Situation sogar geboten. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Googlen Sie nach!
Meine Damen und Herren von den Grünen! Ich hoffe, Sie rufen mir in der Zwischenzeit schon die Namen jener Personen zu, die Sie konkret gemeint haben, als Sie pauschal gesagt haben, die FPÖ habe Rechtsbrüche begangen. Das haben Sie bisher nämlich unterlassen! (Abg. Öllinger: Googlen Sie nach!)
Beifall bei der FPÖ.
Sie tun das nur hier von diesem Rednerpult im Schutze der Immunität. Sie sind einfach feig, Herr Öllinger! Damit müssen Sie leben, und mit diesem Vorwurf werden wir uns auch heute Abend noch auseinandersetzen müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Frechheit!
zwar vor allem in Niederösterreich, damit sie die Gemeinderatswahl dort besser besteht. Dort werden die polnischen Erntehelfer immer noch scheinangemeldet, damit sie mittels Briefwahl dann den ÖVP-Bürgermeistern ihre absoluten Mehrheiten sichern. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Frechheit!)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn ein freiheitlicher Politiker von österreichischen Jobs für österreichische Arbeiter redet: Können Sie sich auch nur annähernd vorstellen, welche Hölle da bei den Grünen losbrechen würde?! Wenn hingegen ein sozialistischer englischer Premierminister von britischen Jobs für britische Arbeiter spricht, dann ist das etwas ganz Normales und Redliches. – Da sieht man, mit welchem Maß Sie messen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Petzner.
Zur Geschichte: Sie haben die FPÖ erwähnt und haben gesagt, dass sie mit gestimmt hat. – Schauen Sie heute in die Reihen der FPÖ! Suchen Sie diejenigen, die noch da sind, die damals hier mit gestimmt haben! Von jenen von der FPÖ, die nicht mit gestimmt haben – dazu stehen wir in unserer Geschichte –, ist eine Bundespräsidentschaftskandidatin. Das heißt: Eine, die nicht mit dem Wind geheult hat, ist bei uns in der FPÖ jetzt vorne! So gehen wir in der FPÖ mit denjenigen um, die unter Umständen auch freiheitliche Ideen verraten können! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Beifall bei der FPÖ.
So einer wäre bei uns keine „letzte Hoffnung“, sondern es gäbe ihn bei uns gar nicht mehr in diesem Haus! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Zum Thema Lohn- und Sozialdumping möchte ich folgende Frage stellen, Herr Rosenkranz, der Sie, wie ich glaube, Rechtsanwalt sind: Ist es richtig, dass die Rechtsanwaltskammer bis heute noch nicht vertraglich zugestimmt hat, dass ihre Beschäftigten 1 000 € Mindestlohn bekommen? (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Wenn das richtig ist, dann sprechen Sie bitte nicht über Lohndumping in dieser Republik! Wenn es richtig ist! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) Es werden schon alle neun sein!
Abg. Öllinger: So ist es!
Zweiter Punkt. Es scheint Sie überhaupt nicht zu stören, dass es im Augenblick in Europa absolut legal und rechtens ist, einen ukrainischen Seefahrer über eine zypriotische Personalleasingfirma bei einer slowakischen Reederei, die einem Österreicher gehört, zu beschäftigen. (Abg. Öllinger: So ist es!) Da gibt es komischerweise kein Lohndumping. Er bekommt sogar geringfügig mehr. Dort werden aber einfach Pensionsbeiträge und Steuerbeiträge nicht bezahlt. Das stört Sie jedoch nicht. – Das ist aber Sozialdumping im schlimmsten Ausmaß!
Beifall bei der SPÖ.
Ich bitte die Herren und Damen von der ÖVP, jetzt auch zuhören, weil ich Sie wirklich um Ihre Unterstützung auf europäischer Ebene ersuche: Im Augenblick läuft in Brüssel gerade eine Aktion, die scheinselbständigen Lenker im Straßengüterverkehr aus der Arbeitszeitrichtlinie zu nehmen. Es gibt nur einen in der Republik Österreich, der die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesem Fall unterstützt, nämlich unser Sozialminister Hundstorfer, Herr Rosenkranz! – So weit einmal zur Klarstellung. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Wir sollten also eher nicht darüber nachdenken, wie wir die Verträge aus einer hoffnungslosen Situation inhaltlich wer weiß wohin befördern wollen, sondern ich denke, wir sollten uns Gedanken darüber machen, was wir in Zukunft brauchen, um eine vernünftige Regelung im Sinne der Beschäftigten und der Republik zu finden. Ich glaube, eine ganz wesentliche Frage in diesem Zusammenhang – heute noch nie erwähnt – ist die Frage der Qualifizierung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Diese beginnt letztendlich schon in der Grundschule, geht über den sekundären und tertiären Bereich bis hin zur Lehrlingsausbildung und zur Professionalität, aber auch die Weiterbildung ist ein Thema. Wir sollten gerade im Bildungsbereich nicht über enorme Einsparungen reden, sondern eher über Qualifikationsoffensiven in diesem Bereich. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Das sagt einer, der 400 Millionen € verzockt hat! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ.
Letztendlich bleibt ein Wahlkampf-Gag des Abgeordneten Hofer über. Das hätte ich mir von Ihnen eigentlich nicht erwartet, Herr Kollege! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Das sagt einer, der 400 Millionen € verzockt hat! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ.)
Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „FPÖ – die soziale Heimatpartei ,Das Burgenland gehört dir, dafür kämpfen wir‘“ auf das Rednerpult. Auf dieser Tafel finden sich weiters die Namen Heinz-Christian Strache, Johann Tschürtz und Ilse Benkö sowie die Worte „Heimat schützen“, „Grenzen dicht“.
Mein Vorredner hat bereits ausgeführt, dass der wahrscheinliche Grund für diesen Dringlichen Antrag die burgenländische Landtagswahl sein könnte – die Bestätigung dafür möchte ich Ihnen jetzt zeigen. (Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „FPÖ – die soziale Heimatpartei ,Das Burgenland gehört dir, dafür kämpfen wir‘“ auf das Rednerpult. Auf dieser Tafel finden sich weiters die Namen Heinz-Christian Strache, Johann Tschürtz und Ilse Benkö sowie die Worte „Heimat schützen“, „Grenzen dicht“.)
Demonstrativer Beifall bei der FPÖ.
Das ist das Plakat der burgenländischen FPÖ, das derzeit affichiert wird. „Heimat schützen“, „Grenzen dicht“ steht hier. (Demonstrativer Beifall bei der FPÖ.) Da wird natürlich klar, warum Herr Abgeordneter Hofer das in die Diskussion einbringt.
Abg. Neubauer ist vor das Rednerpult getreten und macht ein Foto besagter Tafel.
Ich habe seinerzeit so wie drei Viertel der burgenländischen Bevölkerung mit Überzeugung dafür gestimmt, dass Österreich der Europäischen Union beitritt, weil ich selbst am eigenen Leib erlebt habe, wie die ... (Abg. Neubauer ist vor das Rednerpult getreten und macht ein Foto besagter Tafel.) – Machen Sie das Foto doch später, Sie werden dann vielleicht wissen, warum ich das sage. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.
Ich habe seinerzeit so wie drei Viertel der burgenländischen Bevölkerung mit Überzeugung dafür gestimmt, dass Österreich der Europäischen Union beitritt, weil ich selbst am eigenen Leib erlebt habe, wie die ... (Abg. Neubauer ist vor das Rednerpult getreten und macht ein Foto besagter Tafel.) – Machen Sie das Foto doch später, Sie werden dann vielleicht wissen, warum ich das sage. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
In Sachsen hat die NPD mit diesem Plakat geworben. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich hoffe nicht, dass hier dieselben Geisteshaltungen sind, was die Frage der Beschäftigung betrifft. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.
In Sachsen hat die NPD mit diesem Plakat geworben. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich hoffe nicht, dass hier dieselben Geisteshaltungen sind, was die Frage der Beschäftigung betrifft. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wir machen eine ordentliche Beschäftigungspolitik im Sinne der internationalen Solidarität. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Europa brauchen dieselben Chancen. Sie haben dieselben Rechte, und wir werden ihnen auch die gleiche Entlohnung zahlen.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
In diesem Sinne, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, werden wir aus Überzeugung diesem Ihrem Antrag, Herr Kollege Hofer, nicht zustimmen können. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Dr. Lichtenecker: Minister a. D.!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Die Freiheitlichen möchten, dass der Sozialminister in Verhandlungen eintritt, und so wie Herr Ex-Minister – oder wie sagt man? –, Herr Altminister Bartenstein (Abg. Dr. Lichtenecker: Minister a. D.!) habe ich mich gewundert über den Ausdruck „eintreten“. Ich glaube nämlich nicht, dass außer Ihnen, Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, irgendjemand in irgendetwas eintreten möchte. (Abg. Kopf: Sie wollen eh austreten!) – Ja, sie wollen austreten und nicht eintreten.
Abg. Kopf: Sie wollen eh austreten!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Die Freiheitlichen möchten, dass der Sozialminister in Verhandlungen eintritt, und so wie Herr Ex-Minister – oder wie sagt man? –, Herr Altminister Bartenstein (Abg. Dr. Lichtenecker: Minister a. D.!) habe ich mich gewundert über den Ausdruck „eintreten“. Ich glaube nämlich nicht, dass außer Ihnen, Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, irgendjemand in irgendetwas eintreten möchte. (Abg. Kopf: Sie wollen eh austreten!) – Ja, sie wollen austreten und nicht eintreten.
Ruf bei der FPÖ: Zwei!
Aber wenn Sie das nicht glauben, Kollegen von der FPÖ, dann versuchen Sie es doch selbst! Sie haben ja einen Europaabgeordneten im EP, Herrn Mölzer (Ruf bei der FPÖ: Zwei!), oder auch zwei, und – wenn ich mich recht erinnere – Kollege Hübner, Ihr außenpolitischer Sprecher, war schon einmal Ehrengast bei der Jobbik in Ungarn. Sprechen Sie doch einmal vor und fragen Sie sie, ob sie recht begeistert wären! Stimmt doch, Herr Hübner, oder? Sie waren dort. (Abg. Dr. Hübner: Ja, natürlich!) Ja, eben; aber ob das natürlich ist, lassen wir einmal dahingestellt. Sie waren bei der Jobbik in Ungarn; im Übrigen – in Klammern – eine rechtsradikale Partei der Sonderklasse.
Abg. Dr. Hübner: Ja, natürlich!
Aber wenn Sie das nicht glauben, Kollegen von der FPÖ, dann versuchen Sie es doch selbst! Sie haben ja einen Europaabgeordneten im EP, Herrn Mölzer (Ruf bei der FPÖ: Zwei!), oder auch zwei, und – wenn ich mich recht erinnere – Kollege Hübner, Ihr außenpolitischer Sprecher, war schon einmal Ehrengast bei der Jobbik in Ungarn. Sprechen Sie doch einmal vor und fragen Sie sie, ob sie recht begeistert wären! Stimmt doch, Herr Hübner, oder? Sie waren dort. (Abg. Dr. Hübner: Ja, natürlich!) Ja, eben; aber ob das natürlich ist, lassen wir einmal dahingestellt. Sie waren bei der Jobbik in Ungarn; im Übrigen – in Klammern – eine rechtsradikale Partei der Sonderklasse.
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Fragen Sie sie einmal, ob sie begeistert sind, wenn Österreich seine Grenzen im Sinne der Freizügigkeit von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen in Bezug auf Ungarn nicht öffnet! Fragen Sie einmal, und teilen Sie uns dann Ihre Erfolge mit! Ich verstehe schon, dass Sie es lieber haben, dass sich Herr Minister Hundstorfer lächerlich macht, aber so naiv können Sie doch nicht sein, dass Sie glauben, dass wir oder Herr Minister Hundstorfer so naiv sind, darauf einzusteigen. Versuchen Sie es selbst und berichten Sie uns dann! (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Abg. Dr. Karlsböck: Vier Mal!
Zur Frage des Massenzustroms und den – wie heißt es im Antrag? – „schwindelnden Höhen“ der Arbeitslosigkeit nach dem Jahr 2011. – Herr Karlsböck, Sie sind ja noch da, ich habe versucht, Ihnen genau zuzuhören. Sie haben unter anderem mit der Höhe der Sozialhilfe in Österreich argumentiert, verglichen mit dem Lohnniveau in der Slowakei. Um wie viel, haben Sie gesagt, ist die Sozialhilfe in Österreich höher als die Löhne in der Slowakei? (Abg. Dr. Karlsböck: Vier Mal!) Das Vierfache? Die Sozialhilfe in Österreich ist vier Mal so hoch wie die Löhne in der Slowakei? (Rufe bei der FPÖ: Sie haben nicht zugehört!)
Rufe bei der FPÖ: Sie haben nicht zugehört!
Zur Frage des Massenzustroms und den – wie heißt es im Antrag? – „schwindelnden Höhen“ der Arbeitslosigkeit nach dem Jahr 2011. – Herr Karlsböck, Sie sind ja noch da, ich habe versucht, Ihnen genau zuzuhören. Sie haben unter anderem mit der Höhe der Sozialhilfe in Österreich argumentiert, verglichen mit dem Lohnniveau in der Slowakei. Um wie viel, haben Sie gesagt, ist die Sozialhilfe in Österreich höher als die Löhne in der Slowakei? (Abg. Dr. Karlsböck: Vier Mal!) Das Vierfache? Die Sozialhilfe in Österreich ist vier Mal so hoch wie die Löhne in der Slowakei? (Rufe bei der FPÖ: Sie haben nicht zugehört!)
Abg. Mag. Stefan: Lohnkosten sind doch nicht Nettogehalt! Wovon reden Sie?
7,25 € pro Stunde bei einer Vollzeittätigkeit, 40 Stunden pro Woche – wie viel ist das im Monat, Herr Karlsböck? Sagen wir, über den Daumen gerechnet, so um die 1 100 € brutto. Das ist ein Viertel der österreichischen Sozialhilfe? 4 400 € Sozialhilfe in Österreich, Herr Kollege Hübner? (Abg. Mag. Stefan: Lohnkosten sind doch nicht Nettogehalt! Wovon reden Sie?) Zeigen Sie mir einen einzigen Sozialhilfebezieher, einen einzigen, der auch nur die Hälfte dieses Betrages hat! Bitte, das ist doch lächerlich. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Mag. Stefan: Lohnkosten ist gleich Nettogehalt?)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Mag. Stefan: Lohnkosten ist gleich Nettogehalt?
7,25 € pro Stunde bei einer Vollzeittätigkeit, 40 Stunden pro Woche – wie viel ist das im Monat, Herr Karlsböck? Sagen wir, über den Daumen gerechnet, so um die 1 100 € brutto. Das ist ein Viertel der österreichischen Sozialhilfe? 4 400 € Sozialhilfe in Österreich, Herr Kollege Hübner? (Abg. Mag. Stefan: Lohnkosten sind doch nicht Nettogehalt! Wovon reden Sie?) Zeigen Sie mir einen einzigen Sozialhilfebezieher, einen einzigen, der auch nur die Hälfte dieses Betrages hat! Bitte, das ist doch lächerlich. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Mag. Stefan: Lohnkosten ist gleich Nettogehalt?)
Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.
Im Übrigen schließe ich mich fast vollinhaltlich dem an, was Bundesminister Hundstorfer gesagt hat. – Danke schön. (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Sie haben heute auch gesagt, der ÖGB habe neue Mitglieder in Ungarn geworben, die Sie entsprechend informieren und entsprechend beraten, dass sie auch hier in Österreich arbeiten können. – Jetzt frage ich Sie, Herr Minister, als Gewerkschafter: Glauben Sie, dass unsere 400 000 Arbeitslosen Freude damit haben, wenn Sie als österreichische Gewerkschaft für ungarische Arbeitskräfte in Österreich beratende Tätigkeiten und Werbung machen, und sich hinterher darüber freuen, dass sie Mitglieder werden? (Bundesminister Hundstorfer: Das machen wir seit fünf Jahren! Damit Sie wissen, wovon ...!) – Na, noch schlimmer, wenn Sie es schon seit fünf Jahren machen. (Beifall beim BZÖ.) Sie sollten sich auf die österreichischen Arbeitnehmer konzentrieren, die haben es bitter nötig, dass man sich auf sie konzentriert.
Abg. Mag. Johann Maier: Vorratsdatenspeicherung!
Sie brechen permanent die Verträge! Auch wir Österreicher brechen permanent die Verträge. Ganz Europa bricht permanent Verträge. Es gibt unzählige Vertragsverletzungsverfahren, die laufen, auch gegen Österreich. Ich möchte Sie nur daran erinnern, dass wir die 3-Prozent-Grenze überschritten haben – Vertragsverletzung (Abg. Mag. Johann Maier: Vorratsdatenspeicherung!) – dass wir die 60-Prozent-Grenze für Gesamtschulden verletzt haben und auch andere Dinge. (Abg. Mag. Johann Maier: Ich bekenne mich dazu!)
Abg. Mag. Johann Maier: Ich bekenne mich dazu!
Sie brechen permanent die Verträge! Auch wir Österreicher brechen permanent die Verträge. Ganz Europa bricht permanent Verträge. Es gibt unzählige Vertragsverletzungsverfahren, die laufen, auch gegen Österreich. Ich möchte Sie nur daran erinnern, dass wir die 3-Prozent-Grenze überschritten haben – Vertragsverletzung (Abg. Mag. Johann Maier: Vorratsdatenspeicherung!) – dass wir die 60-Prozent-Grenze für Gesamtschulden verletzt haben und auch andere Dinge. (Abg. Mag. Johann Maier: Ich bekenne mich dazu!)
Abg. Mag. Johann Maier: Wollen Sie die Vorratsdatenspeicherung noch unterstützt haben?
Sie bekennen sich dazu? – Okay, keine Frage. Aber wie Sie sehen (Abg. Mag. Johann Maier: Wollen Sie die Vorratsdatenspeicherung noch unterstützt haben?), gibt es in Krisenzeiten gewisse Ausnahmeregelungen, wodurch man auch Vertragsverletzungen anscheinend straffrei begehen kann. Das gibt es, das wissen wir mittlerweile. Warum sollten wir also nicht auch in einem so wichtigen Punkt wie dem Arbeitsmarkt noch einmal nachverhandeln, um zu sehen, ob wir für Österreich nicht ein besseres Ergebnis herausholen können? – Ich finde, das ist legitim. Das ist auch nicht ausländerfeindlich und nicht europafeindlich. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Sie bekennen sich dazu? – Okay, keine Frage. Aber wie Sie sehen (Abg. Mag. Johann Maier: Wollen Sie die Vorratsdatenspeicherung noch unterstützt haben?), gibt es in Krisenzeiten gewisse Ausnahmeregelungen, wodurch man auch Vertragsverletzungen anscheinend straffrei begehen kann. Das gibt es, das wissen wir mittlerweile. Warum sollten wir also nicht auch in einem so wichtigen Punkt wie dem Arbeitsmarkt noch einmal nachverhandeln, um zu sehen, ob wir für Österreich nicht ein besseres Ergebnis herausholen können? – Ich finde, das ist legitim. Das ist auch nicht ausländerfeindlich und nicht europafeindlich. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Deshalb: Wenn wir schon Vertragsverletzungen in vielen Punkten aufgrund der Krise akzeptieren, dann können wir das auf jeden Fall auch beim Arbeitsmarkt tun, weil der Arbeitsmarkt ein sehr wichtiger Punkt ist. Das sollte uns allen etwas wert sein. – Danke. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Faul: Im Ministerrat hat nur er ...!
Ich berichtige hiermit, dass vielmehr wahr ist, dass er erfreulicherweise nicht der Einzige war, sondern dass sich die grüne Abgeordnete Eva Lichtenberger (Abg. Faul: Im Ministerrat hat nur er ...!) im Verkehrsausschuss vehement für die Beibehaltung der Einbeziehung selbständiger Lenker ausgesprochen hat (Abg. Vilimsky: Das ist ein Missbrauch der Geschäftsordnung!) – und das, obwohl die Grünen an und für sich dem Lkw-Verkehr durchaus skeptisch gegenüberstehen. (Ruf bei der ÖVP: Beweise?) Von der FPÖ kenne ich keine Initiativen in dieser Richtung. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Vilimsky: Das ist ein Missbrauch der Geschäftsordnung!
Ich berichtige hiermit, dass vielmehr wahr ist, dass er erfreulicherweise nicht der Einzige war, sondern dass sich die grüne Abgeordnete Eva Lichtenberger (Abg. Faul: Im Ministerrat hat nur er ...!) im Verkehrsausschuss vehement für die Beibehaltung der Einbeziehung selbständiger Lenker ausgesprochen hat (Abg. Vilimsky: Das ist ein Missbrauch der Geschäftsordnung!) – und das, obwohl die Grünen an und für sich dem Lkw-Verkehr durchaus skeptisch gegenüberstehen. (Ruf bei der ÖVP: Beweise?) Von der FPÖ kenne ich keine Initiativen in dieser Richtung. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Beweise?
Ich berichtige hiermit, dass vielmehr wahr ist, dass er erfreulicherweise nicht der Einzige war, sondern dass sich die grüne Abgeordnete Eva Lichtenberger (Abg. Faul: Im Ministerrat hat nur er ...!) im Verkehrsausschuss vehement für die Beibehaltung der Einbeziehung selbständiger Lenker ausgesprochen hat (Abg. Vilimsky: Das ist ein Missbrauch der Geschäftsordnung!) – und das, obwohl die Grünen an und für sich dem Lkw-Verkehr durchaus skeptisch gegenüberstehen. (Ruf bei der ÖVP: Beweise?) Von der FPÖ kenne ich keine Initiativen in dieser Richtung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich berichtige hiermit, dass vielmehr wahr ist, dass er erfreulicherweise nicht der Einzige war, sondern dass sich die grüne Abgeordnete Eva Lichtenberger (Abg. Faul: Im Ministerrat hat nur er ...!) im Verkehrsausschuss vehement für die Beibehaltung der Einbeziehung selbständiger Lenker ausgesprochen hat (Abg. Vilimsky: Das ist ein Missbrauch der Geschäftsordnung!) – und das, obwohl die Grünen an und für sich dem Lkw-Verkehr durchaus skeptisch gegenüberstehen. (Ruf bei der ÖVP: Beweise?) Von der FPÖ kenne ich keine Initiativen in dieser Richtung. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Die FPÖ interessieren die Fernfahrer nicht!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Mag. Haider. – Bitte. (Abg. Öllinger: Die FPÖ interessieren die Fernfahrer nicht!)
Beifall bei der FPÖ
Abgeordneter Mag. Roman Haider (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Es ist ja wirklich ein klägliches Schauspiel, das Sie hier abliefern. Da meine ich jetzt nicht, dass Kollege Klikovits nicht weiß, was ein Designer macht, oder dass Herr Wirtschaftsprofessor Van der Bellen den Unterschied zwischen Arbeitskosten und Nettoeinkommen nicht kennt (Beifall bei der FPÖ), sondern da meine ich, dass Sie wissen, dass wir recht haben. Aber Sie ziehen sich hier ganz einfach auf diese schüchterne Position zurück, dass es Rechtsbruch wäre, wenn der Sozialminister zum Verhandeln nach Brüssel fahren würde. Lassen Sie sich auslachen – das nimmt Ihnen kein Mensch ab!
Abg. Öllinger: Wo haben Sie diese Zahlen her?
Ein ausländischer Zuwanderer kostet den Staat, wenn er zwischen null und zehn Jahren hier ist, 2 516 € jedes Jahr. Bei einer Aufenthaltsdauer zwischen zehn und 25 Jahren sind es immer noch 1 302 €. (Abg. Öllinger: Wo haben Sie diese Zahlen her?) Erst bei einer Aufenthaltsdauer ab 25 Jahren bringt er 835 €. Im Schnitt ergibt das pro Zuwanderer jedes Jahr ein sattes Minus von 710 € – so schaut es aus, meine Damen und Herren –, und nicht irgendwelche Plus, die Sie sich aus den Fingern saugen, Herr Bundesminister! (Abg. Öllinger: Ist das das Horoskop? – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Abg. Öllinger: Ist das das Horoskop? – Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Ein ausländischer Zuwanderer kostet den Staat, wenn er zwischen null und zehn Jahren hier ist, 2 516 € jedes Jahr. Bei einer Aufenthaltsdauer zwischen zehn und 25 Jahren sind es immer noch 1 302 €. (Abg. Öllinger: Wo haben Sie diese Zahlen her?) Erst bei einer Aufenthaltsdauer ab 25 Jahren bringt er 835 €. Im Schnitt ergibt das pro Zuwanderer jedes Jahr ein sattes Minus von 710 € – so schaut es aus, meine Damen und Herren –, und nicht irgendwelche Plus, die Sie sich aus den Fingern saugen, Herr Bundesminister! (Abg. Öllinger: Ist das das Horoskop? – Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Abg. Öllinger: Na, Gott sei Dank wissen Sie es besser!
Zu allem Überfluss stellt sich dann der Herr Sozialminister auch noch hier her und meint, wir Freiheitliche hätten uns nach den Verträgen von 2004 sieben Jahre lang nicht um Lohn- und Sozialdumping gekümmert, und er sei jetzt endlich darangegangen, die hohe Saisonnierquote zu senken, an der nur wir Freiheitliche schuld seien. – Ja, Herr Bundesminister, wenn ich es nicht besser wüsste, dann müsste ich wirklich glauben, dass Sie überhaupt keine Ahnung von Ihrem Job haben. Aber wir wissen es ja besser, Herr Bundesminister: Es ist nur die pure Polemik, die aus Ihnen spricht. (Abg. Öllinger: Na, Gott sei Dank wissen Sie es besser!)
Beifall bei der FPÖ.
Da stellen Sie sich jetzt hin, Herr Bundesminister, und meinen, ein Abschotten des Arbeitsmarktes sei der größte Schaden, den man der Wirtschaft zufügen könne? – Sie wissen es ganz genau, aber ich sage es Ihnen noch einmal ganz deutlich: Den größten Schaden für die österreichische Wirtschaft verursacht der, der jetzt nichts dagegen unternimmt, dass in einem Jahr ein Tsunami an Billig-Arbeitskräften über Ostösterreich hereinbricht. Dann haben Sie es zu verantworten, Herr Bundesminister, wenn die Arbeitslosenquote auf 400 000, 500 000 Arbeitslose steigt und wir jedes Jahr 10 Milliarden € oder gar 12 Milliarden € dafür zahlen müssen! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Es nützt nichts, leider!
Abgeordnete Mag. Katharina Cortolezis-Schlager (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Mitglieder auf der Regierungsbank! Als letzte Rednerin kann ich den heutigen Dringlichen Antrag nur zusammenfassen: Das Ganze hat sich als eine Nachhilfestunde für die FPÖ in Wirtschaftspolitik und Ökonomie entpuppt, denn ganz grundlegende Prinzipien des Miteinander-Arbeitens, Miteinander-Lebens in einem vereinten Europa, in einer immer internationalisierteren Welt wurden ganz offensichtlich vorher noch nicht verstanden. (Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Es nützt nichts, leider!)
Abg. Mag. Stefan: Warum war dann die ÖVP für die Verlängerung der Fristen?
Lassen Sie mich daher zusammenfassen: Österreich lebt vom Export – 6 von 10 € werden über den Export finanziert. Wie Kollege Van der Bellen neben vielen anderen von uns heute ausgeführt hat, brauchen Sie nicht zu glauben, dass wir exportieren können, in Richtung zu uns herein aber abschotten können, und dass das dann eine einträgliche Partnerschaft in einem vereinten Europa ergibt. Das ist nicht das Modell, wie wir uns Europa vorstellen. (Abg. Mag. Stefan: Warum war dann die ÖVP für die Verlängerung der Fristen?)
Abg. Mag. Stefan: Wieso waren Sie bis jetzt für die Verlängerung der Fristen? Erklären Sie es uns: Wie war das vorher?
Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ! Lassen Sie sich auch sagen, dass es nicht möglich ist, ohne die Schlüsselkräfte zu pflegen (Abg. Mag. Stefan: Wieso waren Sie bis jetzt für die Verlängerung der Fristen? Erklären Sie es uns: Wie war das vorher?), dass ich in Österreich nicht nur ein bisschen produzieren kann, und dann gehen mir leider die Arbeitskräfte aus, sondern ich kann nur entweder produzieren oder nicht produzieren. Ich kann nicht sagen: Leider fehlen mir drei Arbeitskräfte, weil sie jetzt nicht hereinkommen dürfen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stefan: Warum haben Sie bis jetzt die Fristen verlängert?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stefan: Warum haben Sie bis jetzt die Fristen verlängert?
Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ! Lassen Sie sich auch sagen, dass es nicht möglich ist, ohne die Schlüsselkräfte zu pflegen (Abg. Mag. Stefan: Wieso waren Sie bis jetzt für die Verlängerung der Fristen? Erklären Sie es uns: Wie war das vorher?), dass ich in Österreich nicht nur ein bisschen produzieren kann, und dann gehen mir leider die Arbeitskräfte aus, sondern ich kann nur entweder produzieren oder nicht produzieren. Ich kann nicht sagen: Leider fehlen mir drei Arbeitskräfte, weil sie jetzt nicht hereinkommen dürfen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stefan: Warum haben Sie bis jetzt die Fristen verlängert?)
Abg. Mag. Stefan: Warum waren Sie dafür?
Also stehen wir dazu: Wir sind ein Teil der Europäischen Union, wir wollen – auch wenn Sie das noch so oft sagen, Kollege Stefan – Wohlstand. (Abg. Mag. Stefan: Warum waren Sie dafür?) Ich erinnere Sie an die Geschichte des 19. Jahrhunderts. Kollege Felderer, immerhin der Leiter des IHS, sagt in seinen Expertenvorträgen (Abg. Mag. Stefan: Warum war die ÖVP für die Verlängerung?): Im 19. Jahrhundert waren wir weiter, als wir es heute in Europa sind – bezüglich der Mobilität, bezüglich der Zusammenarbeit –, und gerade der aufkommende schädliche Nationalismus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat uns in die Armut geführt. (Abg. Mag. Stefan: War die ÖVP nicht dafür?)
Abg. Mag. Stefan: Warum war die ÖVP für die Verlängerung?
Also stehen wir dazu: Wir sind ein Teil der Europäischen Union, wir wollen – auch wenn Sie das noch so oft sagen, Kollege Stefan – Wohlstand. (Abg. Mag. Stefan: Warum waren Sie dafür?) Ich erinnere Sie an die Geschichte des 19. Jahrhunderts. Kollege Felderer, immerhin der Leiter des IHS, sagt in seinen Expertenvorträgen (Abg. Mag. Stefan: Warum war die ÖVP für die Verlängerung?): Im 19. Jahrhundert waren wir weiter, als wir es heute in Europa sind – bezüglich der Mobilität, bezüglich der Zusammenarbeit –, und gerade der aufkommende schädliche Nationalismus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat uns in die Armut geführt. (Abg. Mag. Stefan: War die ÖVP nicht dafür?)
Abg. Mag. Stefan: War die ÖVP nicht dafür?
Also stehen wir dazu: Wir sind ein Teil der Europäischen Union, wir wollen – auch wenn Sie das noch so oft sagen, Kollege Stefan – Wohlstand. (Abg. Mag. Stefan: Warum waren Sie dafür?) Ich erinnere Sie an die Geschichte des 19. Jahrhunderts. Kollege Felderer, immerhin der Leiter des IHS, sagt in seinen Expertenvorträgen (Abg. Mag. Stefan: Warum war die ÖVP für die Verlängerung?): Im 19. Jahrhundert waren wir weiter, als wir es heute in Europa sind – bezüglich der Mobilität, bezüglich der Zusammenarbeit –, und gerade der aufkommende schädliche Nationalismus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat uns in die Armut geführt. (Abg. Mag. Stefan: War die ÖVP nicht dafür?)
Abg. Mag. Stefan: Hat nicht die ÖVP das verlängert?
Kollegen Stefan, was Sie heute tun wollen, ist, Europa in die Armut anstatt in den Wohlstand zu führen! (Abg. Mag. Stefan: Hat nicht die ÖVP das verlängert?) Wir stehen für Wohlstand und nicht für Armut. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stefan: War die ÖVP nicht in der Regierung?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stefan: War die ÖVP nicht in der Regierung?
Kollegen Stefan, was Sie heute tun wollen, ist, Europa in die Armut anstatt in den Wohlstand zu führen! (Abg. Mag. Stefan: Hat nicht die ÖVP das verlängert?) Wir stehen für Wohlstand und nicht für Armut. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stefan: War die ÖVP nicht in der Regierung?)
Abg. Mag. Stefan: Ihr habt es verlängert!
Wir wollen gezielt für jene Menschen etwas tun, die von Armut betroffen sind (Abg. Mag. Stefan: Ihr habt es verlängert!) – das sind vor allem jene, die unterqualifiziert sind. Deswegen ist es uns sehr wichtig, Herr Bundesminister, dass wir ganz gezielt an der Qualifikation arbeiten und das Risiko dadurch senken. Im In- wie im Ausland brauchen wir höhere Qualifikationen, denn die Jobs erfordern immer mehr eine bessere Ausbildung.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ökosoziale Marktwirtschaft in einem gemeinsamen Europa: Das ist die Zukunft für unsere Arbeiterinnen und Arbeiter genauso wie für unsere Wissenschafterinnen und Wissenschafter. Ein geeintes Europa wird uns stärken. Ihre Politik führt nur zu Armut, und das werden wir zu verhindern wissen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Wegen dem Antrag?
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ): Herr Präsident! Meine geschätzten Mitglieder der Bundesregierung! Unsere Politik führt also zur „Armut“ – da müssen Sie selbst ein bisschen lachen, sehe ich hier! Ich hoffe nur, dass Sie nicht nach der nächsten Wahl kommen und sagen: Bitte, verhandelt mit uns über die nächste Bundesregierung. – Das wird sehr, sehr schwierig werden. Aber es gibt ohnehin zwei Partner, die das sehr gut machen werden. (Ruf bei der ÖVP: Wegen dem Antrag?)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Wir haben vorhin gehört, warum diese Ausnahmeregelungen überflüssig sind, dumm sind, nicht notwendig sind. Nur frage ich mich jetzt, nach all diesen Argumenten: Warum haben Sie vor zwei Jahren die Fristen überhaupt verlängert? – Da war der Arbeitsmarkt wesentlich besser beieinander als jetzt. Da war das ganz ausgezeichnet und notwendig und verantwortungsvoll – aber jetzt ist es auf einmal völliger Unsinn. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir werden uns diese Redebeiträge, die es heute gegeben hat, sehr gut merken und sie sehr gut aufheben. Sehen wir uns den Mai 2011 an: Dann werden wir sehen, was wirklich passiert! Es geht hier nicht darum, dass man sich abschottet, dass es keinen wirtschaftlichen Austausch gibt, sondern es geht um das Problem der Grenzgänger, das ich vorhin angesprochen habe. – Die Zukunft wird zeigen, wer von uns richtig gelegen ist; ich bin schon sehr gespannt darauf. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Hofer: Es geht um die nicht Qualifizierten! Das wissen Sie genau!
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Meine Damen und Herren! Noch zwei Botschaften. Punkt eins: Sämtliche Grenzgängerabkommen, die wir mit Ungarn und Tschechien haben, sind nicht vollständig ausgefüllt. Sämtliche! Wir haben noch immer Platz. Sie haben das tschechische Beispiel gehört: Wir haben für 200 Facharbeiter Platz, zur Stunde, jetzt. (Abg. Ing. Hofer: Es geht um die nicht Qualifizierten! Das wissen Sie genau!) Wenn das so wäre, Herr Ing. Hofer, was Sie hier zu dramatisieren versuchen, dann wäre ja das alles überbordend. – Das ist einmal Punkt eins. (Abg. Mag. Stefan: Warum haben Sie das jetzt getan? Warum wurden damals die Übergangsbestimmungen verlängert?)
Abg. Mag. Stefan: Warum haben Sie das jetzt getan? Warum wurden damals die Übergangsbestimmungen verlängert?
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Meine Damen und Herren! Noch zwei Botschaften. Punkt eins: Sämtliche Grenzgängerabkommen, die wir mit Ungarn und Tschechien haben, sind nicht vollständig ausgefüllt. Sämtliche! Wir haben noch immer Platz. Sie haben das tschechische Beispiel gehört: Wir haben für 200 Facharbeiter Platz, zur Stunde, jetzt. (Abg. Ing. Hofer: Es geht um die nicht Qualifizierten! Das wissen Sie genau!) Wenn das so wäre, Herr Ing. Hofer, was Sie hier zu dramatisieren versuchen, dann wäre ja das alles überbordend. – Das ist einmal Punkt eins. (Abg. Mag. Stefan: Warum haben Sie das jetzt getan? Warum wurden damals die Übergangsbestimmungen verlängert?)
Abg. Mag. Stefan: Was denn?
Als Punkt zwei darf ich Ihnen Folgendes sagen, weil Sie gefragt haben, warum wir das vor zwei Jahren oder voriges Jahr noch einmal gemacht haben: Wir haben das deshalb gemacht, weil wir das, was Sie während Ihrer Regierungsverantwortung nicht gemacht hatten, noch aufholen müssen und abarbeiten müssen. (Abg. Mag. Stefan: Was denn?) Sie werden hier im heurigen Herbst noch ein paar Lohn- und Sozialdumpingbestimmungen beschließen, dann ist die letzte Lücke geschlossen. Dann ist – mit viel Diskussion, ja – der Mai 2011, was die Rechtslage betrifft, klargestellt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Sie müssen also die Fehler der ÖVP noch berichtigen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Sie müssen also die Fehler der ÖVP noch berichtigen!
Als Punkt zwei darf ich Ihnen Folgendes sagen, weil Sie gefragt haben, warum wir das vor zwei Jahren oder voriges Jahr noch einmal gemacht haben: Wir haben das deshalb gemacht, weil wir das, was Sie während Ihrer Regierungsverantwortung nicht gemacht hatten, noch aufholen müssen und abarbeiten müssen. (Abg. Mag. Stefan: Was denn?) Sie werden hier im heurigen Herbst noch ein paar Lohn- und Sozialdumpingbestimmungen beschließen, dann ist die letzte Lücke geschlossen. Dann ist – mit viel Diskussion, ja – der Mai 2011, was die Rechtslage betrifft, klargestellt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Sie müssen also die Fehler der ÖVP noch berichtigen!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und BZÖ.
Ich verweise auf die Hausordnung, Z 58, wonach die Verwendung von Kameras hier im Saale der ausdrücklichen Bewilligung durch die Präsidentin bedarf. Unabhängig davon ist es eine massive Störung des Redners, wenn man unmittelbar vor ihm Bildaufnahmen macht. Ich billige diese Vorgangsweise nicht, und ich bitte, dies auch Herrn Kollegen Neubauer kundzutun. Ich werde das auch noch persönlich mit ihm besprechen. Ich finde das nicht gehörig, weil das eine massive Störung des Redners darstellt. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und BZÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Völlig richtig!
„Ich weise die in der Anfrage in Frageform getätigten Unterstellungen zurück. Sollten konkrete Hinweise auf ein derartiges Verhalten im Einzelfall vorliegen, wären sie zur Anzeige zu bringen. Als Bundesministerin für Justiz sehe ich es aber nicht als meine Aufgabe, haltlose Gerüchte zu kommentieren.“ (Ruf bei der ÖVP: Völlig richtig!)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesministerin, da handelt es sich um schwere Vorwürfe gegenüber der Justiz und den rechtsstaatlichen Einrichtungen, und ich ersuche Sie, auf die gestellten Fragen präzisere Antworten zu geben! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aus meiner Sicht ist das also – ich würde nicht sagen querulatorisch – jedenfalls eigenartig. Ich denke, man kann daraus nicht schließen, dass die Justiz hier nicht gut gearbeitet hat. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Was ist dazu noch zu sagen? – Natürlich gibt es nicht den Wunschstaatsanwalt in Österreich, Herr Abgeordneter, das wissen Sie, denn ein Wunschkonzert – das spielt es in der österreichischen Justiz nicht! (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Sehr gut!
Dieses Verfahren gibt es in Linz gegen acht Staatsanwälte und Oberstaatsanwälte, gegen mehrere Richter – insgesamt gegen zwanzig Richter, Staatsanwälte und Beamte, darunter auch eine ehemalige Justizministerin. Es läuft also ein Verfahren in Linz. Und wie Sie wissen, darf ich als Justizministerin anhängige Strafverfahren nicht kommentieren – und das tue ich auch nicht. (Ruf bei der ÖVP: Sehr gut!)
Beifall bei der ÖVP.
Bei dieser parlamentarischen Anfrage ist mir noch eines aufgefallen: Man verlangt von mir auch, ich soll in ein Obsorgeverfahren eingreifen. Meinen Sie das wirklich ernst, Herr Abgeordneter? Ich meine, man will doch eine unabhängige Justiz! Ich nehme diese Aufforderung gerne zum Anlass, noch einmal klar und deutlich zu sagen: Parteipolitik hat in Gerichtsverfahren nichts zu suchen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das sage ich all denjenigen, die versuchen, durch politische Zurufe an Richter und Staatsanwälte politisches Kleingeld daraus zu schlagen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Königshofer: ... wieder nichts!
Abgeordneter Mag. Bernd Schönegger (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Geschätzte Frau Bundesminister, lassen Sie mich zu Beginn meinen aufrichtigen Dank aussprechen. Ich möchte mich bei Ihnen ausdrücklich dafür bedanken, dass Sie so klar und deutlich – und nicht schwammig, wie vom Kollegen Königshofer behauptet – Stellung bezogen haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Königshofer: ... wieder nichts!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zum wiederholten Male findet heute im Rahmen dieser Kurzdebatte etwas statt, das es in letzter Zeit öfters gegeben hat: Es findet der rechtspolitisch sehr bedenkliche und auch unsaubere Versuch statt, die österreichischen Staatsanwälte und mit ihnen die österreichische Justiz unter einen Generalverdacht zu stellen. Das ist abzulehnen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Königshofer: Drei Jahre U-Haft! Gibt’s das in einem Rechtsstaat?!
Es wird hier versucht, die Justiz in die politische Arena zu holen. Es wird augenscheinlich in Kauf genommen, dass der Rechtsstaat beschädigt wird. Ich bin zwar persönlich der festen Überzeugung, dass der Rechtsstaat das schon aushält – und so besonders intelligent wird dieser Versuch auch nicht unternommen, denn es ist ein plumper Skandalisierungsversuch. (Abg. Dr. Königshofer: Drei Jahre U-Haft! Gibt’s das in einem Rechtsstaat?!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer.
Kritisch wird die legitime Ausübung dieses Rechts, wenn aufgrund von diversen Einzelfällen der untaugliche Versuch unternommen wird, einen Justizskandal zu konstruieren, denn ein menschliches Fehlverhalten stellt noch lange kein den Rechtsstaat gefährdendes System dar. Das wäre nämlich an den Haaren herbeigezogen, und das ist auch nicht so. (Zwischenruf des Abg. Dr. Königshofer.)
Beifall bei der ÖVP.
Möglicherweise ist nicht der Rechtsstaat in Gefahr, sondern die politische Kultur. Um die wäre es sicher schade, denn wir haben sie gerne als treuen und steten Begleiter, zumindest bei uns im Klub. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Wir haben sie schon lang nicht ... !
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Ich habe gerade von einem Mandatar der SPÖ gehört, mit der politischen Kultur sei es bei den Schwarzen auch nicht so weit her. (Ruf bei der ÖVP: Wir haben sie schon lang nicht ... !) Möglicherweise ist das wirklich so.
Beifall bei der FPÖ.
Ich erinnere mich an einen hochrangigen Politiker, der einmal auf europäischer Ebene über einen hochrangigen EU-Politiker gesagt hat, er sei eine richtige Sau.– Also, nicht mit Steinen werfen, wenn man im Glashaus sitzt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist einfach so, dass Menschen, die eine gewisse Lebenserfahrung haben und auch etwas abgeklärt sind – das sieht man auch hier im Hohen Haus: es sind die älteren Mandatare eher die, die ruhiger und besonnener vorgehen –, als Familienrichter ganz besonders geeignet sind; auch aufgrund dieser Lebenserfahrung, die den Familien dann ganz besonders zugutekommt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher ist es meine Bitte, alles daranzusetzen, um diese gemeinsame Obsorge, diese Reform im Bereich der Familienrichter auf Schiene zu bringen. Es kommt letztendlich den Kindern zugute, und Sie sehen ja auch an diesem Beispiel, wie schlecht es Eltern geht und wie verzweifelt man ist, wenn es nicht gelingt, ein Kind oder Kinder, die man sehr gerne hat, einfach nur zu sehen und ein bisschen Zeit mit ihnen zu verbringen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Wie geht es weiter? – Durch diese Bearbeitung der Anzeigen wird er auch in Causen zuständig, die sich gegen die Mandantschaft dieses Anwalts richten. Was passiert weiter? – Alle Causen, die sich gegen die Mandantschaft dieses Rechtsanwalts richten, werden eingestellt, die Anzeigen des befreundeten Rechtsanwalts werden zur Anklage gebracht. Man muss nur sagen: Zum Glück hat der Rechtsstaat dahin gehend funktioniert, dass es mit Freisprüchen geendet hat. Aber bei der Staatsanwaltschaft ist es absolut nicht korrekt abgelaufen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Daher mein Appell an Sie als kontrollierendes Organ: Ich erwarte mir von der Justizministerin – gerade als oberster Hüterin der Justiz –, dass sie hier korrekt vorgeht und nichts unter den Tisch kehrt! – Danke schön. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Abg. Dr. Königshofer: Ist das in Ordnung?
Aber es hat andere Fälle auch gegeben. Ich habe einen Fall kennengelernt, wo sich etwa BIA einen Wunschstaatsanwalt ausgesucht hat, oder einen Fall in Kärnten, wo ein Wunschstaatsanwalt einen Fall an sich gezogen hat, aber es war bezeichnenderweise kein Regierungsstaatsanwalt, es war ein blauer Staatsanwalt. (Abg. Dr. Königshofer: Ist das in Ordnung?) Er hat dann versucht, über den Abgeordneten Mölzer bei mir zu intervenieren, dass ich meine Untersuchungstätigkeit als Volksanwalt einstelle. Na, was glauben Sie, was das bei mir ausgelöst hat? – Das genaue Gegenteil. (Abg. Mag. Gaßner: Das kann ich mir vorstellen!)
Abg. Mag. Gaßner: Das kann ich mir vorstellen!
Aber es hat andere Fälle auch gegeben. Ich habe einen Fall kennengelernt, wo sich etwa BIA einen Wunschstaatsanwalt ausgesucht hat, oder einen Fall in Kärnten, wo ein Wunschstaatsanwalt einen Fall an sich gezogen hat, aber es war bezeichnenderweise kein Regierungsstaatsanwalt, es war ein blauer Staatsanwalt. (Abg. Dr. Königshofer: Ist das in Ordnung?) Er hat dann versucht, über den Abgeordneten Mölzer bei mir zu intervenieren, dass ich meine Untersuchungstätigkeit als Volksanwalt einstelle. Na, was glauben Sie, was das bei mir ausgelöst hat? – Das genaue Gegenteil. (Abg. Mag. Gaßner: Das kann ich mir vorstellen!)
Abg. Dr. Königshofer: Lieber Ewald, da steht aber eine Menge drinnen!
Schwammig ist das Vorbringen aber allemal, auch in der Anfrage, denn, lieber Kollege Königshofer, ein 80-Seiten-Konvolut habe ich bei meinen Sprechtagen in der Volksanwaltschaft oft gesehen. Da sind die Leute zum Teil mit dem Harass, mit der Kiste gekommen, deswegen war aber das Vorbringen nicht gehaltvoller. Menge ersetzt noch nicht Qualität, auch nicht im Vorbringen. (Abg. Dr. Königshofer: Lieber Ewald, da steht aber eine Menge drinnen!)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Königshofer: Die Justiz betrifft’s!
Wollen wir in Zukunft jeden Rosenkrieg, jede Scheidungsangelegenheit, jede Bettgeschichte da herinnen behandeln, obwohl es kein einziges Mitglied dieses Hauses oder der Bundesregierung betrifft? Das darf ja nicht wahr sein! Noch haben wir Reste von Intimität in diesem Land, wo der Bürger ein Recht darauf hat, dass hier seine Namen nicht genannt werden! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Königshofer: Die Justiz betrifft’s!)
Beifall beim BZÖ.
Ich appelliere an dieses Haus, den Bürger wenigstens so weit zu schützen, solange es keine politische Notwendigkeit gibt, die Privat- und Intimsphäre der Leute von dieser Rostra fernzuhalten, meine Damen und Herren, Hohes Haus! Das wäre mein Appell an alle Vorredner. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Letzter Punkt, Frau Bundesminister: Sorgen Sie dafür, bei der Anfragebeantwortung, dass das, was zu beantworten ist, tatsächlich gehaltvoller ist, und schützen Sie den Bürger vor dem Versuch, die privatesten Dinge ins Parlament zu ziehen. – Danke. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wer schon selbst den Beschwerdeweg bei der Regulierungsbehörde gewählt hat, der weiß, warum die Zahl der Beschwerden dort deutlich zurückgeht, Herr Minister. Bürokratismus und Leugnen dieser Probleme lösen diese Probleme nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Möglicherweise haben wir ein Problem bei den Untersuchungen – dann ist es ein anderes Thema. Dann müsste man sich gesondert damit auseinandersetzen. Solange dieser Strahlenbelastung Unbedenklichkeit bescheinigt wird, sehen wir keinen Handlungsbedarf, dem Antrag nachzukommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich hoffe, dass der Konsens der Steiermark sich hier in Wien wiederholen lässt. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit. – Abg. Dr. Moser bejaht.
Präsident Fritz Neugebauer: Frau Abgeordnete, ich gehe davon aus, dass das, was Sie jetzt vorgelesen haben, der Nationalrat beschließen soll. (Heiterkeit. – Abg. Dr. Moser bejaht.) Dieser Satz hat gefehlt. – Der Antrag steht mit in Verhandlung.
Abg. Mag. Gaßner: Da können aber die Bundesforste nichts dafür!
1 Million € netto wurden hier an Nebenspesen verplempert, ohne dass sich etwas geändert hat, und der effektive Liegenschaftsbesitz des Staates ist gesunken. Hier ortete der Rechnungshof – meines Erachtens zu Recht – die Nichteinhaltung des § 1 des Bundesforstegesetzes, nämlich der Substanzerhaltungspflicht. (Abg. Mag. Gaßner: Da können aber die Bundesforste nichts dafür!) – Aufpassen, Kollege Gaßner! Warte nur, es kommt noch besser.
Beifall bei der FPÖ.
Wir wollten eigentlich eine sehr spannende Diskussion mit dem Herrn Landwirtschaftsminister führen, wer denn die Käufer dieser Liegenschaften sind, aber er hat auf den Datenschutz verwiesen, so wie immer, wenn es anscheinend etwas zu verschleiern gibt. Auch in der Anfrage hat er sich dazu nicht klar geäußert. Und ich frage hier vielleicht auch den Herrn Rechnungshofpräsidenten, wie er denn das sieht. Grundstückstransaktionen sind, wenn sie verbüchert sind, ja öffentlich. Das Grundbuch hat ein Öffentlichkeitsprinzip, da kann man Einsicht nehmen. Wie verträgt sich das mit der Informationsverweigerung durch den Landwirtschaftsminister, was die Käufer betrifft? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist ein Vorteil, dass ein Bericht, der sozusagen länger hier bei uns im Haus liegt, über einen längeren Zeitraum behandelt wird. Es ist aber auch ein Vorteil, wenn wir danach trachten, die Berichte aktuell zu behandeln. Ich denke mir, dass wir im Rechnungshofausschuss im heurigen Frühjahr eine sehr gute Vorgangsweise gewählt haben, und ich möchte mich auch bei den Ministerinnen und Ministern bedanken, da durch die gute Einteilung und die gute Zusammenarbeit eine effiziente Kontrolltätigkeit möglich war. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Die Frau Innenminister wird gut daran tun, darauf zu achten, dass solche Missstände nicht mehr vorkommen und der Staat in Zukunft nicht gegen die eigenen Gesetze verstößt. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Blick zurück: Prüfzeitraum März/Oktober 2007, Vorlage 2008 – und im Jahr 2010 ist bereits vieles umgesetzt. Ich glaube, es sollte auch in Zukunft noch vieles verbessert werden, damit dieser Betrieb auch eine erfolgreiche Zukunft hat. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Zanger: Nein, da war er schon ein Schwarzer!
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Präsident des Rechnungshofes! Kollege Zanger, die Bundesforste haben für die Seentransaktion überhaupt nichts gekonnt. Diese eigenartige Transaktion ist damals im Budgetbegleitgesetz 2001 versteckt worden, und man hat die Bundesforste verpflichtet, ihre Rücklagen aufzulösen. Das war dieser Finanzminister, der so gut war – haben die Leute damals gesagt. Heute sagen die Leute etwas anderes. Und ich glaube, damals, 2001, war es auch noch Ihr Finanzminister, oder? (Abg. Zanger: Nein, da war er schon ein Schwarzer!) – Nein, nein, 2001 hat er noch zu euch gehört! Und er hat damals die Bundesforste gezwungen, diese Sonderdividende zu zahlen.
Beifall bei der SPÖ.
Spannend war dann, dass die Seen an den Bund zurückverkauft wurden und der Bund diesen Rückkauf damit finanziert hat, dass er Grundstücke verkauft hat. Dieselben Seen waren immer im öffentlichen Besitz, kurzfristig bei den Bundesforsten, aber die Bundesforste gehören ja auch der öffentlichen Hand. Also eine wilde Transaktion, nur damit dieser damalige Wunderwuzzi, heute entzauberter Finanzminister, sein Nulldefizit zustande bringen konnte, das nie eines war. Das war der Grund, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Huber.
Es gibt hier Finanzminister, die ganz bestimmte Zahlen vorschreiben, die sie im Budget brauchen. Das geht wieder zu Lasten eines gut funktionierenden Betriebes, nämlich der Bundesforste AG. Ich hoffe, dass diese Art von Budgetsanierung über die Bundesforste endlich aufhört und dass man die Bundesforste ihre gute Arbeit machen lässt wie bisher. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Huber.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Schönpass.
Klosterneuburg, obwohl enorme Finanzmittel in dieses Institut fließen, hat keinerlei verpflichtende Frauenquote eingeführt und es gibt keine Verpflichtung zur Frauenförderung. Ich meine, sehr geehrter Herr Präsident des Rechnungshofes, das wäre auch einer Prüfung würdig. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Schönpass.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Schittenhelm.
ministerin, um die Erreichung der Ziele des IST Austria zu sichern. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Schittenhelm.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Mag. Gaßner und Mag. Wurm.
Sie sehen, die Kritik des Rechnungshofes wurde ernst genommen und die notwendigen Verbesserungsvorschläge umgesetzt. Der vorliegende Bericht stellt der Arbeit von Exekutive und Polizei insgesamt ein positives Zeugnis aus, auch wenn das so manche hier im Haus nicht wahrhaben wollen. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Mag. Gaßner und Mag. Wurm.)
Beifall bei der SPÖ.
Die positive Nachricht hat mein Vorredner schon erwähnt, nämlich dass der Empfehlung des Rechnungshofes nachgekommen wurde und das Innenministerium die Sondereinheit für Observation direkt dem Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit unterstellt hat, wobei die Anzahl der Planposten reduziert wurde. Der Rechnungshof hat die Wiederherstellung des ursprünglichen Personalstandes empfohlen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Positiv ist die heutige Entwicklung. Die Bundesforste sollten in Wirklichkeit noch mehr Vorbildwirkung für alle anderen Forstbetriebe in Österreich haben, damit man von ihnen etwas lernen kann. Positiv ist, dass sie letztlich ein erfolgreiches Unternehmen auf gutem Wege sind. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich ersuche daher den zuständigen Finanzminister, die Dividendenpolitik zu überdenken und die Gewinne als dringend benötigtes Investitionskapital in diesem Unternehmen zu belassen und somit auch Arbeitsplätze zu sichern. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Kopf und Amon.
Allerletzter Punkt: Heute ist der 22. April 2010. Wir haben im September 2009 einstimmig einen Entschließungsantrag beschlossen, der darauf abzielt, dass die Regierung – und damit wohl auch die Regierungsfraktionen, jedenfalls die Bundesregierung – im Einvernehmen mit dem Rechnungshof dem Haus eine Gesetzesinitiative – eigentlich eine Verfassungsinitiative – vorschlägt, die die Reform der Gemeindeprüfung vorsieht. Das war ursprünglich eine Fünf-Parteien-Einigung. Das haben wir noch nicht bekommen. Wir machen deshalb keinen Aufstand, ich sage nur: Klubobmann Kopf, Klubobmann Cap und ich haben uns gerade darüber unterhalten, dass wir davon ausgehen, dass wir den vermutlich akkordierten Vorschlag der Regierung nächste Woche übermittelt bekommen, um dann in Verhandlungen einzutreten. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Kopf und Amon.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Dr. Susanne Winter (FPÖ): Herr Präsident! Werte Kollegen! Sämtliche Mitglieder des Petitionsausschusses kämpfen mit demselben Problem, das da wäre: Wir kämpfen für eine Aufwertung des Petitionsausschusses. Leider ist es aber so, dass dieser Ausschuss – gerade dieser Ausschuss, der ja ein direktdemokratisches Instrument ist – im Räderwerk oder im Getriebe des Parlaments einfach nur ein kleines Rädchen ist. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Eine weitere Petition betreffend Wildbach- und Lawinenverbauung ist sicher zur vollen Zufriedenheit der Petenten erfüllt worden, denn alle angefragten Ministerien haben ihre Zustimmung dazu gegeben. Es gibt dann auch noch eine Bürgerinitiative betreffend Verhinderung der Vorratsdatenspeicherung, der wir inhaltlich voll und ganz zustimmen können, aber auch hier wird es mit der Umsetzung hapern, da es sich um die Umsetzung einer EU-Richtlinie handelt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Alle Petitionen und Bürgerinitiativen im Sammelbericht zeigen, wie wichtig es ist, dass verschiedenste BürgerInnenanliegen in Form von Petitionen und Bürgerinitiativen auch wirklich ihren Weg ins Parlament finden. Auf diesem Weg werden sie als Teil der direkten Demokratie auf höchster politischer Ebene diskutiert und behandelt, und darin liegt meiner Meinung nach auch der wichtige Auftrag dieses Ausschusses. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Sie sehen, wir können die Arbeitsweise noch verbessern, und ich möchte abschließend sagen: Es ist trotzdem sehr positiv, dass wir am 8. Juni eine gemeinsame Exkursion des gesamten Ausschusses in den Deutschen Bundestag durchführen werden. Ich hoffe, dass wir von dort dann wieder sehr viele Anregungen für Verbesserungen unseres Ausschusses mitnehmen können. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Es wurden bereits Schritte zur Verbesserung der Arbeit im Ausschuss gesetzt. Da gebe ich Ihnen recht. Ich bin auch dafür und stehe dem Ansinnen offen gegenüber, dass wir eine Änderung der Arbeitsweise auch weiter forcieren sollen, damit der Ausschuss beziehungsweise die Arbeit im Ausschuss auch dementsprechend gewinnen kann und die Petentinnen und Petenten natürlich auch davon profitieren. In diesem Sinn ein gutes Zusammenarbeiten auch weiterhin! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein anderer Aspekt ist, dass, wie bei den Aufnahmsprüfungen sichtbar wird, ein einfacher Rechtschreibtest nicht mehr geschafft wird, und das wirft ein beredtes Licht auf die verwerfliche Schulpolitik der letzten Jahre. Dies führt dazu, dass wir nicht einmal mehr unsere eigenen Ordnungskräfte mit genügend Personal ausstatten können. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Schande. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube, wenn jemand diese Entscheidung trifft, dann muss man sie respektieren. Wenn aber jemand diese Entscheidung leichtfertig umkehrt – meines Erachtens ist so eine Entscheidung nicht so leicht umkehrbar –, dann ist er vielleicht charakterlich nicht so gefestigt. Dann kann ich ihn aber als Kollegen auf der Wachstube auch nicht so gut gebrauchen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ – Zwischenrufe bei der FPÖ
Ich halte für meine Partei fest, dass wir sehr wohl hinter der Arbeit der Polizistinnen und Polizisten stehen (Beifall beim BZÖ – Zwischenrufe bei der FPÖ) und dass wir der Meinung sind, dass diese einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit in unserem Lande leisten. Wir sind sehr froh, wenn die Polizei auch weiterhin dementsprechend ausgestattet wird. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich halte für meine Partei fest, dass wir sehr wohl hinter der Arbeit der Polizistinnen und Polizisten stehen (Beifall beim BZÖ – Zwischenrufe bei der FPÖ) und dass wir der Meinung sind, dass diese einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit in unserem Lande leisten. Wir sind sehr froh, wenn die Polizei auch weiterhin dementsprechend ausgestattet wird. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich denke, wir werden in Zukunft die Möglichkeit haben, noch effektiver und noch effizienter im Sinne der Bürgerinnen und Bürger zu arbeiten, und bedanke mich als Vorsitzende sehr herzlich für die vielen Gemeinsamkeiten. Dort, wo es Unterschiede gibt, – Gott sei Dank gibt es Unterschiede; das muss in einer Demokratie so sein –, vor allem was die Zuweisung an andere Ausschüsse anlangt, sollten wir eine Lösung finden. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Diese Diskrepanzen sind eigentlich absurd, ja zynisch, weil das alles nämlich auf dem Rücken der Zivildiener ausgetragen wird. Empirisch kann man natürlich nicht sagen, wie viele von den 13 000 Zivildienern gerne in den Polizeidienst eintreten wollen, aber seitens des Nationalrates, seitens der Republik Österreich muss ihnen doch zumindest die Möglichkeit hiefür offenstehen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Deshalb finden es meine Fraktion und ich sehr schade, dass diese Petition nicht in den Innenausschuss kommt, was wichtig wäre, um eine große Novellierung in Gang zu setzen, um auch einen breiten Konsens zu finden, wie Zivildiener zu einer freien Berufswahl kommen können. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne werden wir um eine umfassende Debatte betreffend der Weiterentwicklung des Zivildienstes nicht hinwegkommen, aber trotzdem würde ich ersuchen, das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten und auf eine Anlassgesetzgebung überzugehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das, meine Damen und Herren, wollen wir Freiheitlichen nicht. Österreich muss uns Österreicherinnen und Österreichern Heimat bleiben! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Krankheit!
Ich glaube, man sollte schon einmal ganz klar feststellen: Wenn jemand im Zivilberuf zum Beispiel Koch ist, dann kann er auch beim Bundesheer als Koch dienen oder bei einer Sozialeinrichtung mithelfen, oder wenn jemand im Zivilberuf als Kellner tätig und dann untauglich ist. Also ich kann das nicht ganz verstehen. Aus meiner Sicht wäre es sehr wichtig, dass man auch ... (Abg. Dr. Pirklhuber: Krankheit!) Bitte? (Abg. Dr. Pirklhuber: Gesundheitliche Probleme!) – Man sollte das einmal genau hinterfragen.
Abg. Dr. Pirklhuber: Gesundheitliche Probleme!
Ich glaube, man sollte schon einmal ganz klar feststellen: Wenn jemand im Zivilberuf zum Beispiel Koch ist, dann kann er auch beim Bundesheer als Koch dienen oder bei einer Sozialeinrichtung mithelfen, oder wenn jemand im Zivilberuf als Kellner tätig und dann untauglich ist. Also ich kann das nicht ganz verstehen. Aus meiner Sicht wäre es sehr wichtig, dass man auch ... (Abg. Dr. Pirklhuber: Krankheit!) Bitte? (Abg. Dr. Pirklhuber: Gesundheitliche Probleme!) – Man sollte das einmal genau hinterfragen.
Beifall bei der ÖVP.
der Argumente und einem guten Modell für die Zukunft. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Schönste ist dann noch die Stellungnahme des Verkehrsministeriums, das sagt: Wir sind nicht zuständig, aber wenn ihr für den schonenden Abtransport eine Bahn braucht, helfen wir euch gerne. – Also die Petition ist da wirklich gut aufgehoben! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Wenn sie merken, dass sie einen Fehler gemacht haben, können sie sich zurückmelden!
Das BZÖ ist der Meinung, dass wir den Vorschlag von Frau Bundesminister Fekter aufgreifen sollten, dass Zivildiener, die später merken, dass sie einen Fehler gemacht haben – ich werde später noch ein konkretes Beispiel dazu bringen –, diesen Fehler revidieren können (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Wenn sie merken, dass sie einen Fehler gemacht haben, können sie sich zurückmelden!) und auch zur Polizei gehen können; aber indem sie nicht 4 Monate Wehrdienst, sondern den vollen Wehrdienst leisten. Ich denke, dann sieht man, ob es der Bursche ernst meint oder nicht. Damit wäre allen Kritikern das Pulver genommen.
Abg. Dr. Pirklhuber: Richtig!
Als Vater, selbst bei der Polizei tätig, sagt man dem Burschen: Du musst den Grundwehrdienst machen, sonst hast du im Staatsdienst keine Chance! Du redest auf das Kind ein wie auf ein krankes Ross, aber das Kind hört nicht darauf. Es lässt sich von Kollegen auf der Zugfahrt nach Innsbruck überreden, die sagen: Wir gehen alle zum Zivildienst! – Aber ich rechne ihm das nicht negativ an, und zwar deshalb, weil er fix zur Rettung wollte. Er ist ein sehr hilfsbereiter und sehr sozialer Mensch. (Abg. Dr. Pirklhuber: Richtig!) Er hat gesagt, dass er so die Chance hat, bei der Rettung einzusteigen.
Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist doch kein Fehler!
Und jetzt komme ich darauf, warum ich denke, dass man Fehler revidieren können muss. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist doch kein Fehler!) Das kann dem Burschen doch nicht sein Leben lang nachhängen, denn er hat niemanden umgebracht, und auch sonst ist nichts passiert. Im Gegenteil, er hat geholfen.
Beifall beim BZÖ.
Deshalb ist diese Änderung angemessen, und wir werden die Petition auch unterstützen. Das Zivildienstwesen betreffend werden wir allerdings unter einem anderen Tagesordnungspunkt noch über weitere Dinge sprechen müssen. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Welcher Wolfgang?
Deshalb verlange ich, das den Fachausschüssen zuzuweisen. Und im Sinne des ländlichen Raumes wäre es auch ganz wichtig, den Fördersatz ... (Abg. Mag. Molterer: Welcher Wolfgang?) – Pirklhuber. (Abg. Mag. Molterer: Nur für das Protokoll!) Okay. Pirklhuber. (Abg. Mag. Molterer: Dass ihr da so gute Freunde seid?)
Abg. Mag. Molterer: Nur für das Protokoll!
Deshalb verlange ich, das den Fachausschüssen zuzuweisen. Und im Sinne des ländlichen Raumes wäre es auch ganz wichtig, den Fördersatz ... (Abg. Mag. Molterer: Welcher Wolfgang?) – Pirklhuber. (Abg. Mag. Molterer: Nur für das Protokoll!) Okay. Pirklhuber. (Abg. Mag. Molterer: Dass ihr da so gute Freunde seid?)
Abg. Mag. Molterer: Dass ihr da so gute Freunde seid?
Deshalb verlange ich, das den Fachausschüssen zuzuweisen. Und im Sinne des ländlichen Raumes wäre es auch ganz wichtig, den Fördersatz ... (Abg. Mag. Molterer: Welcher Wolfgang?) – Pirklhuber. (Abg. Mag. Molterer: Nur für das Protokoll!) Okay. Pirklhuber. (Abg. Mag. Molterer: Dass ihr da so gute Freunde seid?)
Beifall bei der FPÖ.
Ich fordere auch, dass man im Sinne des ländlichen Raumes die Fördersätze nicht senkt, sondern die Gemeinden weiterhin gleich gut bedient, damit sie die teuren Projekte umsetzen können. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Wirklich?
Herr Kollege Pirklhuber hat in seiner Rede auch davon gesprochen, dass wir Abgeordnete im Petitionsausschuss nicht die Fachexpertinnen, die Fachabgeordneten sind. Das stimmt, das ist richtig, aber ich denke, dass wir uns doch anhand der Stellungnahmen der Ministerien, die ja sehr gut begründet sind, ein gutes Bild über die Sachlage machen können. Wir von der SPÖ – das nehme ich auch von den anderen Parteien an – halten ja auch immer Rücksprache mit den Fachabgeordneten in den einzelnen Fachausschüssen, sodass das ein rundes Bild ergibt. (Abg. Dr. Pirklhuber: Wirklich?) Ja, wir machen das schon, ich hoffe, Sie machen das auch. (Abg. Dr. Pirklhuber: Über jede einzelne Petition habt ihr geredet?) So kann man sich vorher ein gutes Bild über die einzelnen Petitionen machen.
Abg. Dr. Pirklhuber: Über jede einzelne Petition habt ihr geredet?
Herr Kollege Pirklhuber hat in seiner Rede auch davon gesprochen, dass wir Abgeordnete im Petitionsausschuss nicht die Fachexpertinnen, die Fachabgeordneten sind. Das stimmt, das ist richtig, aber ich denke, dass wir uns doch anhand der Stellungnahmen der Ministerien, die ja sehr gut begründet sind, ein gutes Bild über die Sachlage machen können. Wir von der SPÖ – das nehme ich auch von den anderen Parteien an – halten ja auch immer Rücksprache mit den Fachabgeordneten in den einzelnen Fachausschüssen, sodass das ein rundes Bild ergibt. (Abg. Dr. Pirklhuber: Wirklich?) Ja, wir machen das schon, ich hoffe, Sie machen das auch. (Abg. Dr. Pirklhuber: Über jede einzelne Petition habt ihr geredet?) So kann man sich vorher ein gutes Bild über die einzelnen Petitionen machen.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Ich möchte noch auf eine Besonderheit des Petitionsausschusses des heurigen Jahres hinweisen. Wir haben die Bürgerinitiative betreffend die Anerkennung der Service- und Signalhunde, die Gleichstellung mit den Blindenführhunden gehabt. Das haben wir im Petitionsausschuss auch zur Kenntnis genommen. Die Aktivistinnen und Aktivisten haben aber sehr eifrig auch im Hintergrund weitergearbeitet, und vielen Abgeordneten war das auch ein großes Anliegen. Und so ist es jetzt gelungen, dass wir heute, obwohl wir die Bürgerinitiative zur Kenntnis genommen haben, einen Fünf-Parteien-Antrag in dieser Causa eingebracht haben. Das ist ein schönes Zeichen dafür, dass die Bürgerinitiativen sehr, sehr ernst genommen werden. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte mich bei allen Kollegen und Kolleginnen der Parteien dafür bedanken, dass sie diesen Fünf-Parteien-Antrag heute eingebracht haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Seitens des Innenministeriums werden da Vorschläge vorbereitet, die viele andere Bereiche des Zivildienstes auch umfassen und die sich auch mit der Thematik der Gewissenserklärung befassen. Aber das soll in aller Ruhe, mit großer Sachlichkeit und ohne Emotion diskutiert werden – im Sinne aller Betroffenen sowohl des Bundesheeres, der Polizei als auch der vielen Jugendlichen, die den Weg des Zivildienstes gehen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Jetzt gibt es auch Studien, ganz, ganz neu, auch von österreichischen Professoren bestätigt, dass gentechnisch verändertes Soja bei mindestens 220 Grad 25 Minuten lang gekocht werden muss, denn erst nach 25 Minuten sterben die schädlichen toxischen Aminosäuren ab. Es gibt aber weltweit keine einzige Ölmühle, die das kann, auch die deutschen Ölmühlen nicht. Und das, glaube ich, sollte uns schon zu denken geben und uns veranlassen, endlich die richtigen Schritte zu setzen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Parlamentarismus und Bürgernähe sind wichtige Elemente unserer Demokratie und sind für uns sehr wichtig. Demzufolge werden wir die Petitionen und Bürgerinitiativen entsprechend den Ausschussbeschlüssen zur Kenntnis nehmen und empfehlen ihre Kenntnisnahme. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Christiane Brunner (Grüne): Herr Präsident! Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte zu Beginn ganz kurz zwei Anmerkungen machen: Erstens finde ich es, gelinde gesagt, ziemlich eigenartig, wenn man es als Fehler bezeichnet, dass sich junge Menschen dafür entscheiden, nicht mit der Waffe zu hantieren, sondern einen wertvollen Dienst an der Allgemeinheit zu leisten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Ikrath: „Denkbar“? Ist es zulässig oder nicht zulässig?
weiß nicht, ob aus schlechtem Gewissen, es ist jedenfalls keine große Überraschung. Der Verfassungsdienst des Bundeskanzleramtes stellt jedenfalls fest, dass die Erlassung einer solchen Norm aus verfassungsrechtlicher Sicht denkbar ist. (Abg. Mag. Ikrath: „Denkbar“? Ist es zulässig oder nicht zulässig?) Es ist auf Grund der Verfassung vorstellbar, je nach konkreter Ausgestaltung eine solche Norm zu erlassen.
Beifall bei den Grünen.
Zunächst zu einer Petition, wo es um Lärmschutz im Bereich der Gemeinde Pettnau gegangen ist. Da wird mehr Lärmschutz gefordert. Und ich finde es spannend, weil hier im Hause bei den Debatten an sich immer darüber diskutiert wird: Einsparen – weniger Lärmschutz. Die Einsparungen im Straßenverbau gehen meistens auf Kosten des Lärmschutzes und auf Kosten der Anrainer. Ich finde, wir sollten für mehr Lärmschutz eintreten und das auch in unsere Überlegungen mit aufnehmen und eher bei den zusätzlichen Straßenbauten einsparen als beim Lärmschutz für die Anrainerinnen und Anrainer. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich möchte auch sagen, dass wir versuchen sollten, Menschen zu motivieren, Petitionen, Bürgerinitiativen, Anliegen an uns heranzutragen. Ich selbst habe einmal eine Bürgerinitiative an dieses Haus gestellt, habe dann aber nie wieder etwas davon gehört. Und ich finde, das ist ein frustrierendes Erlebnis. Wir sollten die Menschen ermutigen, Anliegen in dieses Haus zu bringen, diese dann auch ernst nehmen, um so auch ein Bindeglied zwischen dem Parlament und den Bürgerinnen und Bürgern zu sein. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Im Übrigen bin ich der Meinung, Österreich braucht ein starkes, eigenständiges und engagiertes Umweltministerium. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben heute schon mehrmals gelernt, das geeignete Forum für solche Dinge ist die Europäische Union, wir bekennen uns zur Europäischen Union. Ich glaube, das, was wir gemeinsam mit der Bundesregierung und unseren parlamentarischen Vertretern tun können, ist, in dieser Frage zu einer europaweiten guten Regelung zu kommen. Ein starkes Europa sichert die Bürgerrechte, aber das österreichische Parlament kann die Bürgerinitiativen entgegennehmen, ernst nehmen und für entsprechende Weiterreichung auch auf europäischer Ebene sorgen, sodass wir künftig die Interessen nicht nur kennen, sondern auch entsprechend wahrnehmen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, eine grundsätzliche Feststellung zu solchen Vorhaben: Die Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Gemeinden erwarten sich zu Recht, bei so großen örtlichen Raumordnungsänderungen eingebunden zu werden. Daher ist es für die Betroffenen unverständlich, dass wirtschaftliche Wünsche, auch wenn sie wie in diesem Fall aus kirchlichen Einrichtungen stammen, keine Rücksicht auf die Menschen und die Regionen nehmen und mit der Anweisung einer Eignungszone der Gemeinde die Möglichkeit genommen wird, im Rahmen des örtlichen Raumordnungsprogrammes zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger tätig zu werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Nun hat sich herausgestellt, dass die Landesmittel eben nicht gleichzeitig ausgeschüttet wurden. Es hat also an der Kofinanzierung gefehlt. Gott sei Dank konnte das Problem dann gelöst werden, und diese Mittel wurden vom Land Steiermark bereitgestellt. Es ist gut, dass dieses Problem eben gelöst werden konnte. Deshalb wurde die Petition auch zur Kenntnis genommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte mich einmal recht herzlich bei allen Fraktionen bedanken, dass es zugelassen wird, auch in diesem Ausschuss neue Wege zu gehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sollten – und das ist ein Gedanke zu dem, was in den Stellungnahmen verankert war – im Rahmen einer Neugestaltung des Gütesiegelrechtes die Schaffung eines eigenen Gütesiegels für gentechnikfrei auf nationaler Ebene andenken, wenn wir auf EU-Ebene nicht weiterkommen. Der Bereich Ernährung sollte uns besonders am Herzen liegen, was wir auch gestern mit unserer Zustimmung zum Nationalen Aktionsplan Ernährung gezeigt haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Als junger Mensch möchte ich selbstverständlich auch zum Thema Zivildiener und Berufsverbot kurz Stellung nehmen. Es ist, glaube ich, unbestritten, dass wir den Leistungen aller jungen Menschen Respekt zollen sollten, ob sie nun den Wehrdienst oder den Zivildienst ausüben, denn es sind große Leistungen, die da vollbracht werden. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neubauer.
Wenn wir von Zivildienst reden, müssen wir, wie es auch der Vorredner Pack schon gesagt hat, ins Detail gehen. Wir reden von Wehrersatzdienst. Da gilt es nicht, jungen Menschen Barrikaden aufzubauen, nur damit wir die Leute zum Wehrdienst bekommen. Nein, da ist Bundesminister Norbert Darabos aufgefordert, den Wehrdienst weiter zu attraktivieren, damit sich junge Menschen wieder verstärkt auch für den Wehrdienst interessieren, aber nicht deswegen, weil sie ansonsten woanders Hürden vorfinden. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neubauer.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber als Mitglied des Gleichbehandlungsausschusses und anlässlich des heutigen Girls’ Day möchte ich hier auch anmerken, dass bereits jetzt Bevölkerungsgruppen Dienst bei der Polizei versehen dürfen, die keinen Präsenzdienst abgeleistet haben. Am Thema Gleichberechtigung der Geschlechter sieht man, dass das Thema Grundwehrdienst noch viel mehr Fragen aufwirft als dieses Berufsverbot. Wir werden dieses Thema sicherlich noch einer eingehenden Behandlung hier im Haus unterziehen müssen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Ich glaube, es ist höchst an der Zeit, dass Österreich einen Schritt zu mehr Transparenz geht und die Bundesregierung aus diesem geheimen Nebel herauskommt und ihre Arbeit so weit transparent macht, dass die Beschlüsse nachvollziehbar gemacht werden. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: So ein Unsinn!
Abgeordnete Mag. Sonja Steßl-Mühlbacher (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Der vorliegende Antrag der Grünen, die ja möchten, dass die Tagesordnungen der Sitzungen der Bundesregierung sowie die Beschlussprotokolle samt Vorträgen veröffentlicht werden, schmälert meiner Ansicht nach ein wenig das Interpellationsrecht der Abgeordneten. (Abg. Scheibner: So ein Unsinn!) – Warten Sie ein bisschen, Herr Kollege! – So wie der Antrag ausgestaltet ist, würde dies die Amtsverschwiegenheit komplett verdrängen. (Abg. Brosz: Amtsverschwiegenheit?!)
Abg. Brosz: Amtsverschwiegenheit?!
Abgeordnete Mag. Sonja Steßl-Mühlbacher (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Der vorliegende Antrag der Grünen, die ja möchten, dass die Tagesordnungen der Sitzungen der Bundesregierung sowie die Beschlussprotokolle samt Vorträgen veröffentlicht werden, schmälert meiner Ansicht nach ein wenig das Interpellationsrecht der Abgeordneten. (Abg. Scheibner: So ein Unsinn!) – Warten Sie ein bisschen, Herr Kollege! – So wie der Antrag ausgestaltet ist, würde dies die Amtsverschwiegenheit komplett verdrängen. (Abg. Brosz: Amtsverschwiegenheit?!)
Abg. Scheibner: Wer hat Ihnen das geschrieben?
Derzeit werden ... (Abg. Scheibner: Wer hat Ihnen das geschrieben?) – Hören Sie auf! – Derzeit werden die Gesetzesvorlagen, die ja eine nachfolgende Beschlussfassung durch den Nationalrat und Bundesrat erfordern, dem Nationalrat durch den Ministerrat übermittelt. Genaueres kann im Wege der parlamentarischen Interpellation abgefragt werden.
Beifall bei der SPÖ.
Im Verfassungsausschuss sind wir gerne bereit, über den Antrag zu diskutieren und an einer sinnvollen Lösung zu arbeiten. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
All diese aufgezeigten Informationsmöglichkeiten haben sich bewährt. Ich sehe sie für ausreichend an. Daher halten wir eine zusätzliche Regelung für nicht notwendig. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir werden uns daher der Diskussion nicht verschließen und grundsätzlich dem zustimmen. Im Detail wird man es wahrscheinlich noch anders regeln müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich glaube, es wird wichtig sein, darüber zu diskutieren. Wir würden das sehr unterstützen. Ich bin sehr gespannt, wie dann die Behandlung des Antrages aussehen wird, wie oft er vertagt wird und was dann im Endeffekt herauskommen wird. Auch das wird ein Licht auf das Demokratieverständnis der Bundesregierung und der Regierungsparteien werfen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Scheibner: Die Bundes-Verfassung, Frau Kollegin!
Es kommen immer wieder Argumente im Sinne von: EU-rechtlich vielleicht schwierig, menschenrechtlich vielleicht schwierig. (Abg. Scheibner: Die Bundes-Verfassung, Frau Kollegin!) Das stimmt aber alles nicht. Auf europäischer Ebene gibt es diesbezüglich überhaupt kein Problem. Aus europarechtlicher Sicht ist es kein Problem, das Waffenverbot für Zivildiener abzuschaffen. Vielmehr wurde ja mit dem Inkrafttreten des neuen Lissabon-Vertrages neben der militärischen auch die zivile
Beifall bei den Grünen.
Dieses Haus gibt den Zivildienern aber auch nicht den Wert, den sie verdient haben, und auch nicht den Stellenwert in der Gesellschaft, weil es immer darum geht: Ein „echter Mann“ ist einer, der mit der Waffe hantieren kann, aber ein – ich weiß nicht – „Waschlappen“ – zwischen Anführungszeichen – ist er dann, wenn er Zivildienst macht. – Nein, das ist nicht so! Sie tun aber weiterhin so, als ob es so wäre. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Also: Streichung dieser Gewissensklausel, ein Easy-going-Projekt, und dann die klare Aufhebung der Diskriminierung von Zivildienern und Wehrdienern. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und BZÖ.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! In aller Kürze: So wertvoll der Zivildienst ist, so ich diesen schätze, so ich jederzeit bereit bin, mich voll für diese Gruppe einzusetzen, ersuche ich nur, dass wir das Thema sachlich gemeinsam diskutieren. Und da stelle ich nur trocken fest: In Österreich haben wir eine Wehrpflicht und haben eine Wehrersatzpflicht. In Artikel 4 EMRK ist eben die Gewissensfrage verankert. Bei aller Wertschätzung: Mein Respekt gilt den Präsenzdienern genauso wie den Zivildienern. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und BZÖ.)
Demonstrativer Beifall bei ÖVP und BZÖ.
Und auf einmal diskutieren wir Folgendes – und das sage ich auch, weil es meine Meinung ist, und mir möge keine Berufsgruppe gram sein –: Jemandem fällt ein, weil er einen „klassen“ Job nach dem Zivildienst bekommt oder es gesellschaftspolitisch interessant ist, dass er Jäger werden und nicht 15 Jahre warten will, dass er den Jagdschein machen kann – und auf einmal macht man die halbe Republik mit diesem Thema rebellisch, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Demonstrativer Beifall bei ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ und BZÖ.
Diskutieren wir diese Frage im Interesse der jungen Menschen unserer Heimat! Sie haben ein Recht drauf, dass wir sachlich korrekt, auch verfassungsrechtlich und EMRK-korrekt dieses wichtige Thema abarbeiten. Ich darf Sie jetzt schon dazu sehr herzlich einladen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich glaube auch, dass es wichtig ist, dass wir uns mit dieser Materie eingehendst auseinandersetzen. Aber eines muss klar sein: Der Wehrdienst ist genauso wichtig wie der Zivildienst oder umgekehrt. In diesem Sinne sollen wir diese Materie behandeln. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher darf ich Ihnen abschließend mitteilen: Für uns, wie gesagt, stellt dieser Antrag keine Option dar. Wir wollen da keine Änderung der gesetzlichen Bestimmungen und werden das bei den im Ausschuss auf uns zukommenden Gesprächen auch deutlich unterstreichen und zum Ausdruck bringen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe des Abg. Mag. Gaßner.
Wir müssen nämlich auch – das ist hier schon richtig gesagt worden – daran denken, was im Katastrophenfall passiert. Da ist doch das Bundesheer nicht wegzudenken. Und wenn wir Zivildiener haben, dann ist es heute so, dass der Bundesheerler Tag und Nacht dort steht, Wasser schöpft und Sandsäcke füllt – und der Zivildiener geht um 16 Uhr oder um 18 Uhr nach Hause. (Zwischenrufe des Abg. Mag. Gaßner.) Das ist Fakt; das ist in vielen Bereichen Fakt.
Zwischenruf der Abg. Windbüchler-Souschill.
Es gibt in vielen Bereichen Zivildiener, die es nicht braucht – das muss man auch ganz ehrlich sagen –, die sich dort einen Lenz machen. Daher muss man wirklich genau darauf schauen: Wo setzen wir die Zivildiener ein? Das heißt, sie für Tätigkeiten, was jetzt auch schon angedacht ist, wie in Kindergärten einzusetzen, als Kindergärtner – bitte, nicht böse sein, aber ich glaube, da gibt es genug qualifizierte Kräfte, die das machen können. (Zwischenruf der Abg. Windbüchler-Souschill.) Deswegen werden wir im Ausschuss diskutieren. Auch diese Vorschläge sind schon erwähnt worden.
Beifall beim BZÖ.
Zum Schluss möchte ich noch auf die Ausführungen von Kollegin Brunner eingehen, die vorhin gesagt hat, dass ich gesagt hätte, dass der Waffendienst besser sei als irgendein Dienst bei der Rettung. – Das habe ich nicht so gesagt. Es ist mir nur um die Beantwortung der Gewissensfrage als Fehler gegangen: Wenn einer die Gewissensfrage mit Ja beantwortet hat – und dies nur aus Gründen, weil er in einem speziellen Bereich eingesetzt werden wollte –, dann war ich der Meinung, dass er diesen Fehler revidieren können soll. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich darf gleich vorweg sagen: Wenn es uns möglich gemacht wird, vielleicht einen Fünf-Parteien-Antrag daraus zu machen, dann sind wir dazu sehr, sehr gerne bereit. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sind auch ganz Ihrer Meinung, dass es mit diesem Thema sehr sensibel und sehr umsichtig umzugehen gilt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube allerdings, dass wir uns auch in diesem Bereich über die Altersgrenzen dringend Gedanken machen sollten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Musiol, die ein langes schwarzes Kleid mit einer breiten roten Schärpe trägt –: Sie sind aber heute sehr pastoral behangen! Sie sehen aus wie ein Monsignore! – Abg. Mag. Musiol: Ja, heute für Sie, Herr Kollege Stadler!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Mag. Musiol. 3 Minuten Redezeit sind eingestellt. – Bitte. (Abg. Mag. Stadler – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Musiol, die ein langes schwarzes Kleid mit einer breiten roten Schärpe trägt –: Sie sind aber heute sehr pastoral behangen! Sie sehen aus wie ein Monsignore! – Abg. Mag. Musiol: Ja, heute für Sie, Herr Kollege Stadler!)
Beifall bei den Grünen.
Ich möchte hier jetzt nicht in die Tiefe gehen. Das bedarf sicher einer längeren Diskussion, da hier sicher auch sehr viel Ideologie mitschwingen wird. Aber Tatsache und festzuhalten ist: Paare müssen entlastet werden. Ein Selbstbehalt von 500 € ist für viele Paare sicher zu hoch. Hier muss man sich – und das hat die Kollegin von der SPÖ ja auch eingebracht – über gestaffelte Selbstbehalte unterhalten und auch über neue Kriterien für Unterstützung. Ob wirklich die Absetzbarkeit bei der Einkommensteuer das Mittel der Wahl ist, bezweifle ich. Daher wird es wahrscheinlich auch kein Fünf-Parteien-Antrag werden. Aber wenn es darum geht, an diesem Thema dranzubleiben, machen wir da gerne mit. (Beifall bei den Grünen.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Ich glaube aber, dass die Diskussion und der Antrag etwas zu kurz greifen. Wir müssen uns anschauen, warum immer mehr Frauen, speziell Frauen, später Kinder bekommen. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall beim BZÖ.
Das heißt, das Problem ist doppelt groß. Deshalb müssen wir umfangreiche Maßnahmen in diesem Bereich einleiten, sonst hat unser Gesellschaftsmodell keine Zukunft. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Hofer: Das kostet ja fast nichts! – Abg. Mag. Stefan: Das Kind, das da kommt, bringt viel mehr ein!
Aber eines macht mich schon ein bisschen stutzig: Heute Vormittag haben wir in erster Lesung das Bundesfinanzrahmengesetz diskutiert, wo seitens der Opposition, auch seitens der FPÖ, die „Schuldenpolitik“ der Regierung massiv gegeißelt wurde – und ein paar Stunden später gibt es einen Antrag, wo es um eine weitere Eigenmittelreduzierung geht beziehungsweise um eine weitere steuerliche Absetzbarkeit. (Abg. Ing. Hofer: Das kostet ja fast nichts! – Abg. Mag. Stefan: Das Kind, das da kommt, bringt viel mehr ein!) Ich meine, das eine muss man von dem anderen trennen und das auch entsprechend sehen: Man kann nicht auf der einen Seite von „Schuldenpolitik“ der Regierung reden und auf der anderen Seite die Reduzierung der von jedem selbst zu tragenden Kosten fordern.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Großruck: Bravo, Ridi!
Das heißt, kein Selbstbehalt für medizinische Maßnahmen zur Erfüllung eines Kinderwunsches, das würde nicht den Anforderungen eines gerechten Steuersystems entsprechen. Das hat mit der Sensibilität und mit der Wertigkeit und Wichtigkeit dieses Themas nichts zu tun, sondern es geht um die Fragen: Wie finanziere ich das auch?, und: Was ist mir etwas auch selbst wert? (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Großruck: Bravo, Ridi!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein
Aber auch die Briefwahl hat zu sehr eigenartigen Umständen geführt. Interessant waren ja die gegenseitigen Beschuldigungen des Wirtschaftsbundes und des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes, bei denen man sich gegenseitig vorgeworfen hat (Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein) – und es scheinen ja sehr viele Indizien dafür zu sprechen, dass das stimmt –, dass mit der Briefwahl sehr eigenartig umgegangen wurde.
Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.
Es gibt auch genügend ... (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.) – Natürlich ist das nichts Verbotenes. Es geht nicht darum, dass etwas verboten ist! Es geht darum, dass wir eine freie, geheime Wahl haben wollen, nicht darum, ob es verboten ist, dass man etwas herzeigt.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.
Es ist aber unter anderem verboten, in einem Wahllokal offen abzustimmen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer.) Ist das verboten oder nicht? Ist es verboten, im Wahllokal offen abzustimmen? Ist es bei der Briefwahl verboten, dass jemand beispielsweise vom Wirtschaftsbund kommt und sagt: Du hast dein Kuvert
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie dürfen ja eines nicht vergessen: Wenn es einmal so weit kommt, dass man bei einer Wahl nicht mehr davon ausgehen kann, dass sie ordentlich abgelaufen ist, wenn hier echtes Misstrauen entsteht, dann haben wir auch ein großes Problem, weil dann die Demokratie in Frage gestellt wird. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir kennen das aus anderen Staaten, wo die Wahlen dann nicht respektiert werden, wo es zu großen Unruhen kommt.
Beifall bei der FPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.
Ich fordere Sie daher auf und lade sie ein, mit uns darüber zu diskutieren. Der Vorschlag soll jetzt einmal eine Art Trägerrakete sein, damit wir darüber sprechen, wie man die Wahlordnung verbessern könnte, und ich hoffe, dass wir dann im Ausschuss entsprechend darüber diskutieren können. (Beifall bei der FPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Graf – demonstrativ Beifall spendend –: Das kann jeder unterschreiben!
Lassen Sie mich auf die Wirtschaftskammerwahl eingehen, denn dazu gibt es viel zu sagen. Und eines steht außer Zweifel: Eine zeitgemäße Wirtschaftskammer braucht auch eine zeitgemäße Wahlordnung. (Abg. Dr. Graf – demonstrativ Beifall spendend –: Das kann jeder unterschreiben!)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Zum Schluss möchte ich aber auf das Wahlergebnis der letzten Wirtschaftskammerwahl hinweisen: Der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband konnte das Rekordergebnis von 2005 teilweise noch steigern, insbesondere in den Bundesländern Wien und Burgenland. Besonders möchte ich dem Spitzenkandidaten sehr herzlich gratulieren, unserem Staatssekretär außer Dienst, Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP
Abgeordnete Adelheid Irina Fürntrath-Moretti (ÖVP): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Mag. Stefan, sind Sie Wirtschaftskammermitglied? – Nein. Herr Abgeordneter Graf, Sie sind Antragsteller, sind Sie Wirtschaftskammermitglied? – Gut, aber Sie sind Mitglied der Rechtsanwaltskammer, nehme ich an. Beim Durchlesen des Antrages habe ich mich allerdings gefragt, ob Sie sich innerhalb der Kammer auskennen, denn der Gesetzesvorschlag, den Sie hier einbringen, ist in sich unstimmig und inkonsistent (Beifall bei der ÖVP): Einerseits wird im letzten Satz des § 73 Abs. 1 die direkte Wahl sämtlicher Organe angeordnet, andererseits bleiben die Vorschriften, die das indirekte Wahlrecht regeln, unverändert.
Abg. Mag. Stefan: Ich bin auch in einer Kammer, nicht nur Sie! Seien Sie nicht so ...!
Wissen Sie überhaupt, was Interessenvertretung heißt, was die Interessenvertretung macht und wie das abläuft? (Abg. Mag. Stefan: Ich bin auch in einer Kammer, nicht nur Sie! Seien Sie nicht so ...!) – Na offensichtlich nicht, denn Sinn und Zweck des
Zwischenrufe bei der FPÖ.
indirekten Wahlrechts ist es, dass das Gleichgewicht zwischen den Branchen und innerhalb der Branchen sichergestellt ist und größere Gruppen nicht zu sehr bevorzugt werden. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Können wir diskutieren!
Mit der von Ihnen angestrebten Beseitigung des indirekten Wahlrechts machen Sie einen Interessenausgleich unmöglich: Es gibt dann keinen Interessenausgleich zwischen heterogenen Branchen unterschiedlicher Größe, unterschiedlicher Bedeutung und unterschiedlicher Mitgliederstärke. (Abg. Mag. Stefan: Können wir diskutieren!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Deshalb: Eine Anlassgesetzgebung auf der Grundlage eines schlechten Wahlergebnisses für eine wahlwerbende Gruppe lehnen wir von der ÖVP ab. – Danke. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Daniela Musiol (Grüne): Frau Kollegin Fürntrath-Moretti, es verwundert ja nicht, dass Sie zu diesem Thema einen Antrag vorlesen und diesen sozusagen in der Luft zu zerreißen versuchen, jedoch nicht wirklich auf die Vorwürfe eingehen, die meine VorrednerInnen, vor allem auch Kollege Stefan, dargelegt haben. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie wissen ganz genau, dass auch die Grünen, dass die Grüne Wirtschaft, dass unser Sprecher in der Grünen Wirtschaft, Volker Plass, darauf
Abg. Kopf: Können Sie das bei der Bundespräsidentenwahl garantieren?
„Können Sie garantieren, dass alle 25 000 Wahlkartenanträge von den Wahlberechtigten selbst rechtskonform unterfertigt wurden?“ – Zitatende. (Abg. Kopf: Können Sie das bei der Bundespräsidentenwahl garantieren?)
Abg. Dr. Rosenkranz: Richtig!
Bezeichnend ist ja Folgendes: Wir haben in den letzten Monaten zahlreiche Wahlen erlebt, bei denen es offensichtlich zu Schwierigkeiten mit Wahlkarten kam. (Abg. Dr. Rosenkranz: Richtig!) Ebenso wurde bei der ÖH-Wahl das E-Voting zu einem massiven demokratiepolitischen Problem, wobei dazu schon auch zu sagen ist, dass das demokratiepolitische Verständnis der ÖVP in all diesen Fällen höchst fragwürdig war, ja eigentlich ausgelassen hat. (Beifall bei Grünen und FPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Na hallo!)
Beifall bei Grünen und FPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Na hallo!
Bezeichnend ist ja Folgendes: Wir haben in den letzten Monaten zahlreiche Wahlen erlebt, bei denen es offensichtlich zu Schwierigkeiten mit Wahlkarten kam. (Abg. Dr. Rosenkranz: Richtig!) Ebenso wurde bei der ÖH-Wahl das E-Voting zu einem massiven demokratiepolitischen Problem, wobei dazu schon auch zu sagen ist, dass das demokratiepolitische Verständnis der ÖVP in all diesen Fällen höchst fragwürdig war, ja eigentlich ausgelassen hat. (Beifall bei Grünen und FPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Na hallo!)
Abg. Rädler: Nur weil ihr verliert?
Ministerin Karl hat einen Evaluierungsbericht zum E-Voting vorliegen, der ganz klar besagt, dass das E-Voting gescheitert ist. Es wird Anfechtungen beim Verfassungsgerichtshof geben, aber Ministerin Karl schafft es immer noch nicht, zu sagen, dass das E-Voting gescheitert ist. (Abg. Rädler: Nur weil ihr verliert?)
Abg. Kopf: Das macht aber sicher nicht die ÖVP!
Der Einsatz von Wahlkarten bei der Wirtschaftskammerwahl wurde ja bereits besprochen, aber es könnte unter Umständen auch zu Unregelmäßigkeiten bei der nächsten Wahl kommen, bei der Bundespräsidentenwahl eben, denn wie verstehen Sie es demokratiepolitisch, wenn in Wien für die Bundespräsidentenwahl die Briefwahlkarten versandt werden und wenn, damit die WählerInnen, die EmpfängerInnen diese nicht mit der üblichen Werbepost wegwerfen, Sticker auf die Postkästen, die, wie wir wissen, nicht so unzugänglich sind, geklebt werden, auf denen steht: In diesem Briefkasten befindet sich Ihre Wahlkarte!? (Abg. Kopf: Das macht aber sicher nicht die ÖVP!) – Jetzt habe ich ja nichts von der ÖVP gesagt, und ich habe auch von künftigen Wahlen gesprochen.
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Das heißt, das demokratiepolitische Verständnis in Bezug auf Wahlen lässt zu wünschen übrig. Und wir werden uns ganz sicherlich auch darüber unterhalten müssen, wie wir hier in diesem Haus garantieren können, dass demokratiepolitische Grundsätze eingehalten werden und dass alle Wählerinnen und Wähler darauf vertrauen können, dass Wahlen, die in Österreich stattfinden, auch wirklich ordentlich und fair abgeführt werden. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Hallo!
Ich weiß natürlich, dass Sie diese Pflichtmitgliedschaft in die Verfassung aufgenommen haben, um sie möglichst abzusichern und den rot-schwarzen Selbstbedienungsladen nicht versiegen zu lassen. (Ruf bei der SPÖ: Hallo!)
Abg. Steindl: Welche? Welche Vertretung?
Wenn das aber nicht der Fall ist, dann ist es doch wohl auch legitim, wenn ein Unternehmer sagt: Nein, ich suche mir eine andere Interessenvertretung! (Abg. Steindl: Welche? Welche Vertretung?)
Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.
Diese Möglichkeit muss ein Unternehmer doch haben. Und ich finde es auch keineswegs verwerflich, wenn wir den Unternehmen die Mündigkeit zurückgeben und sagen: Liebe Freunde, ihr könnt euch auch in diesem Punkt frei entscheiden! (Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.)
Beifall beim BZÖ.
Deshalb: Hören wir auf mit dieser Pflichtmitgliedschaft und lassen wir die Unternehmer selbst entscheiden, was sie wollen! (Beifall beim BZÖ.)
Ruf bei der SPÖ – auf das teilweise defekte Rednerpult, das der Redner an seine Größe anpasst, anspielend –: Ruinier es nicht!
Abgeordneter Mag. Dr. Martin Graf (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Kollegen! (Ruf bei der SPÖ – auf das teilweise defekte Rednerpult, das der Redner an seine Größe anpasst, anspielend –: Ruinier es nicht!) – Danke für die Erinnerung! Ich rede nicht mehr so oft wie früher hier von diesem Rednerpult aus – und jetzt meinen Sie, ich muss neu eingeschult werden; das nehme ich halt so zur Kenntnis.
Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath
Lange Rede, kurzer Sinn: Das Thema ist ein ernstes demokratiepolitisches Thema, und daher haben wir diesen Antrag bewusst, sozusagen als Trägerrakete eingebracht (Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath) – das ist ja schon gesagt worden –, um einmal eine Diskussion darüber im Ausschuss und natürlich auch mit der Interessenvertretung selbst in Gang zu setzen.
Abg. Mag. Ikrath: So wehleidig ...!
sollten, dass größtmögliche Sicherheit bei der Stimmabgabe bei Wahlen gewährleistet ist. (Abg. Mag. Ikrath: So wehleidig ...!)
Abg. Mag. Ikrath: ... sehr wehleidig!
Herr Kollege Kopf, wir können über die Pflichtmitgliedschaft reden, wissen aber natürlich auch, dass es da realpolitisch im Moment keine Möglichkeit gibt, dass es zu einer Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft kommt, aber: Wenn es schon eine Wahl gibt, dann sollten wir zumindest auch ein Interesse daran haben, dass auch da der Grundsatz des geheimen, unmittelbaren und direkten Wahlrechtes eingehalten wird. (Abg. Mag. Ikrath: ... sehr wehleidig!) Und da gibt es schon Unterschiede. Nach der Nationalratswahlordnung muss jemand – auch da kann es zu Unregelmäßigkeiten kommen, keine Frage! – mit seiner Unterschrift bestätigen, dass er unbeeinflusst von jemand anderem seine Stimme abgegeben hat.
Abg. Kopf: Die sollen zusperren!
Man muss natürlich auch über die Verteilung der Mandate reden. Es soll da einen Interessenausgleich geben. Aber ganz im Ernst: In Wien gibt es eine Fachgruppe der Seilbahnen, die einen Mitgliedsbetrieb hat und ein Mandat stellt. Der Mandatar wählt sich selbst und vertritt seine eigenen Interessen ganz gut. Das ist in Ordnung. (Abg. Kopf: Die sollen zusperren!)
Zwischenruf der Abg. Fürntrath-Moretti.
Am Ende ist eine Ausgewogenheit nicht mehr vorhanden, und darüber sollten wir reden. Das geht über verschiedene Sparten. (Zwischenruf der Abg. Fürntrath-Moretti.) Ein bisschen kenne ich mich schon aus, Frau Kollegin! – Über eine Wahlzahl wird letztlich in der Fachgruppe oder Fachvertretung betreffend die Mandate D’Hondt einmal für die Sparte angewandt, dann für das Wirtschaftsparlament im Land und schließlich auch für das Wirtschaftsparlament des Bundes. Und so kann man natürlich zu dem Ergebnis gelangen, dass jemand, der de facto 35 Prozent der Stimmen hat, unter Umständen bei einer glücklichen Verteilung bis zu 60 oder 70 Prozent der Mandate im obersten Wirtschaftsparlament bekommt. (Abg. Mag. Ikrath: Das ist im Wiener Wahlrecht auch so!)
Abg. Mag. Ikrath: Das ist im Wiener Wahlrecht auch so!
Am Ende ist eine Ausgewogenheit nicht mehr vorhanden, und darüber sollten wir reden. Das geht über verschiedene Sparten. (Zwischenruf der Abg. Fürntrath-Moretti.) Ein bisschen kenne ich mich schon aus, Frau Kollegin! – Über eine Wahlzahl wird letztlich in der Fachgruppe oder Fachvertretung betreffend die Mandate D’Hondt einmal für die Sparte angewandt, dann für das Wirtschaftsparlament im Land und schließlich auch für das Wirtschaftsparlament des Bundes. Und so kann man natürlich zu dem Ergebnis gelangen, dass jemand, der de facto 35 Prozent der Stimmen hat, unter Umständen bei einer glücklichen Verteilung bis zu 60 oder 70 Prozent der Mandate im obersten Wirtschaftsparlament bekommt. (Abg. Mag. Ikrath: Das ist im Wiener Wahlrecht auch so!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.
Warum haben sie aber gewonnen? – Weil sie einen besser organisierten Apparat hatten! (Zwischenruf des Abg. Mag. Ikrath.) Sie hätten in Wirklichkeit vielleicht auch mehr Personen in Ihren Reihen gehabt, die freiwillig zur Wahl gegangen wären oder ihre Stimme abgegeben hätten!
Beifall bei der FPÖ.
Genau das gilt es einmal in aller Breite zu diskutieren. Man muss nichts übers Knie brechen. Die nächste Wahl steht nicht nächste Woche an! Wir haben vier oder fünf Jahre Zeit, und das muss breit diskutiert werden, um am Ende hier mehr an die Grundsätze eines freien, gleichen, geheimen, direkten, unmittelbaren, unbeeinflussten, unter Umständen besseren Verhältniswahlrechtes zu gelangen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kopf: Das geht uns hier nichts an!
Zweitens befürchte ich, dass es nicht zur Hauptverhandlung kommen wird, weil man sich dann auf einmal doch nicht mehr als Opfer sieht. Daher ist mir das wichtig, was ich jetzt hier zu sagen habe. (Abg. Kopf: Das geht uns hier nichts an!) Doch! Die Geschichte ist hochpolitisch! Heute könnte man auch noch über den Anteil der ÖVP daran diskutieren! Außerdem ist mir wichtig, dass der Sachverhalt einmal ins Protokoll kommt.
Abg. Dr. Rosenkranz: Er wird schon kommen!
Drittens werden leider wahrscheinlich nicht Sie alle die Möglichkeit haben, an der Hauptverhandlung teilzunehmen. Man soll sich aber ein Bild davon machen können. Ich werde mich bei der Hauptverhandlung selbst verteidigen und werde daher die einmalige Gelegenheit haben, den Zeugen Heinz-Christian Strache im Zeugenstand unter Wahrheitszwang befragen zu können. Und wenn er nicht kommt, wird ihm die Vorführung angedroht. (Abg. Dr. Rosenkranz: Er wird schon kommen!) Ja! Ich hoffe, dass er kommt! Ich freue mich schon darauf!
Zwischenruf des Abg. Hornek.
„Im Buch ‚Heinz Christian Strache – sein Aufstieg, seine Hintermänner, seine Feinde‘ der Journalistinnen Claudia Reiterer und Nina Horaczek habe Strache Stadler vorgeworfen, dass ihn dieser unter Androhung der Veröffentlichung der Fotos versucht habe,“ – zur Förderung der Freiheitlichen Akademie – „zu nötigen. Der FPÖ-Obmann habe sich jedoch geweigert,“ deshalb sind die Bilder später in den Medien aufgetaucht. – Zitatende. – Das ist der zentrale Vorwurf. (Zwischenruf des Abg. Hornek.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Das Bemerkenswerte ist, dass sich Herr Kollege Strache beim Vorwurf schon nicht ganz sicher war, wie die Nötigung stattgefunden haben soll. Er hat nämlich ein paar Monate später, im September 2008, behauptet, der Nötigungsversuch hätte darin bestanden, dass ich ihn bedroht hätte, dass er als homosexuell geoutet werde oder Sex mit Kindern – ich korrigiere – mit Minderjährigen gehabt hätte. Das hat er übrigens auch in einem ATV-Auftritt behauptet. Wie er dazu kam, hat er nie geschildert. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Tatsache ist, dass Strache mit diesen Fotos zum ORF geht und behauptet, die Zahl der Fotos sei jetzt vollständig. – In Wahrheit war die Anzahl aber nicht vollständig. Und die Fotos waren auch nicht unverändert, sondern er hatte sie vorher schon manipuliert. Die Schlimmsten aus der Szene hatte er schon weggeschnitten. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Abg. Steier: Wen interessiert das?
Aber wer hat hier wen genötigt? (Abg. Steier: Wen interessiert das?) – Mich interessiert es, weil ich es im Protokoll haben möchte! Es ist lange genug damit Politik betrieben worden, und Sie sollten endlich die Verhaltensmuster und insbesondere den Umgang mit Wahrheit analysieren, die Herr Strache anhand dieses Falles pflegt, der minutiös ausrecherchiert ist. Das würde vielleicht manchen Umgang von Vertretern der Sozialdemokratie mit Herrn Strache erleichtern und diese eventuell weniger fehleranfällig machen!
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich habe hier einen Schriftverkehr, der umfangreich beweist, dass Herr Strache seit 24. November 2006 massiv versucht hat, auf demokratisch gewählte Organe der Freiheitlichen Akademie Druck auszuüben, um dort mit diktatorischen Maßnahmen eine Umbesetzung der Organe zu erzwingen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Bitte? Es gibt einige hier, die da dabei waren! Einige waren so „tapfer“, dass sie nicht einmal den Mut hatten, mit mir noch offen zu reden! Es sitzt ein Kollege hier im Haus, der vorher nachgeschaut hat, ob die Klos besetzt sind, damit er sich überhaupt mit mir zu reden traut. Das ist das Milieu, das damals unter Strache und in diesem Regime herrschte! Ich habe das mit einer Junta verglichen. Eine Junta ist relativ demokratisch dagegen! – Dieses Junta-
Beifall beim BZÖ.
Milieu in der FPÖ unter Strache ist nun einmal ein Problem, und das sollte vor Gericht abgehandelt werden, meine Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es ist hoch an der Zeit, dass man darüber nachdenkt, ob Herr Strache vielleicht in diese Hauptverhandlung als Zeuge hineingeht und als massiv der Unwahrheit Überführter oder sogar als Beschuldigter herauskommt. Wenn Sie daran teilnehmen wollen, lade ich Sie ein, sich frühzeitig Sitzkarten zu organisieren, denn der Hauptverhandlungssaal wird wahrscheinlich nur eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen haben! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Wieso ist Strache nicht da?
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu Wort gemeldet hat sich Herr Abgeordneter Dr. Rosenkranz. Ich stelle die Uhr auf 10 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Wieso ist Strache nicht da?)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Hohes Haus! Frau Präsidentin! Ich bedaure es zutiefst, dass ich Sie jetzt auch noch zu dieser Stunde behelligen muss. Aber die Selbsttherapie, bei der wir jetzt gerade von diversen Verschwörungen, die hier stattgefunden haben, gehört haben, erfordert jetzt etwas. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Hat sich Kollege Jarolim wieder eingekriegt? (Abg. Dr. Jarolim: Wo ist Strache?) Er wird schon irgendwo sein! (Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.) Er hat sich nicht in Luft aufgelöst! Keine Sorge! Sie werden ihn im Rahmen der Wien-Wahl bei den Veranstaltungen viel zu viel sehen! Das kann ich Ihnen versichern!
Abg. Dr. Jarolim: Wo ist Strache?
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Hohes Haus! Frau Präsidentin! Ich bedaure es zutiefst, dass ich Sie jetzt auch noch zu dieser Stunde behelligen muss. Aber die Selbsttherapie, bei der wir jetzt gerade von diversen Verschwörungen, die hier stattgefunden haben, gehört haben, erfordert jetzt etwas. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Hat sich Kollege Jarolim wieder eingekriegt? (Abg. Dr. Jarolim: Wo ist Strache?) Er wird schon irgendwo sein! (Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.) Er hat sich nicht in Luft aufgelöst! Keine Sorge! Sie werden ihn im Rahmen der Wien-Wahl bei den Veranstaltungen viel zu viel sehen! Das kann ich Ihnen versichern!
Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Hohes Haus! Frau Präsidentin! Ich bedaure es zutiefst, dass ich Sie jetzt auch noch zu dieser Stunde behelligen muss. Aber die Selbsttherapie, bei der wir jetzt gerade von diversen Verschwörungen, die hier stattgefunden haben, gehört haben, erfordert jetzt etwas. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Hat sich Kollege Jarolim wieder eingekriegt? (Abg. Dr. Jarolim: Wo ist Strache?) Er wird schon irgendwo sein! (Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.) Er hat sich nicht in Luft aufgelöst! Keine Sorge! Sie werden ihn im Rahmen der Wien-Wahl bei den Veranstaltungen viel zu viel sehen! Das kann ich Ihnen versichern!
Beifall bei der FPÖ.
Die Vorwürfe, die jetzt gegen Herrn Klubobmann Strache geäußert wurden, darf ich namens meiner Fraktion aufs Entschiedenste zurückweisen. (Beifall bei der FPÖ.) – Damit möchte ich es grundsätzlich schon bewenden lassen.
Beifall bei der FPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Ich möchte nur mehr einen Punkt erwähnen: Wenn Kollege Stadler die Wahrheit, an die sich die Zeugen in der Hauptverhandlung halten werden oder nicht, so strapaziert, dann kann ich sagen: Es wird nur einen geben, der in der Hauptverhandlung vom Gesetz her lügen darf, und das ist der Beschuldigte. Und das wird er sein. Was er machen wird, weiß ich nicht. Vielleicht muss er nach der Hauptverhandlung beichten. (Beifall bei der FPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)