Eckdaten:
Für die 44. Sitzung der 25. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 666 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht von der Abgeordneten Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein
Petition betreffend „Verantwortung für behinderte und pflegebedürftige Menschen in Österreich“ (Ordnungsnummer 27) (überreicht von der Abgeordneten Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein)
Beifall bei der FPÖ.
tivbeamten dafür haben, was sie trotzdem leisten und tagtäglich zustande bringen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Gefahr durch den Islamismus ist evidenter denn je – nicht nur aufgrund der Entwicklungen, die wir im Nahen Osten erleben müssen, da geht es um die radikal-islamistische Bewegung, die IS, sondern letztlich auch, wenn IS-Terroristen als Flüchtlinge getarnt nach Österreich geschleust werden. Da müssen wir Maßnahmen ergreifen! Wir haben in der Vergangenheit leider Gottes schon erleben müssen, dass Asylwerber und auch Personen, die Asylstatus in Österreich erhalten haben, dann – nämlich aktuell – zu Hunderten in diese Regionen, nach Syrien, den Irak, ausgereist sind, um dort als radikale Islamisten und Terroristen letztlich auch zu kämpfen. Das zeigt, dass da einiges schiefläuft. Bei den Asylverfahren muss es daher auch eine Überprüfung des Asylwerbers auf radikal-islamistische Tendenzen geben, damit wir solche Entwicklungen hintanhalten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Es reicht daher nicht, mutmaßliche Terrorkämpfer an der Ausreise zu hindern, sondern wir müssen alles tun, um diese Terroristen an der Einreise zu hindern und das zu verunmöglichen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Eines muss uns auch klar sein: Ein friedliches Zusammenleben in der großen europäischen Völkerfamilie ist natürlich notwendig, und dazu braucht es auch ein Mindestmaß an gegenseitigem Respekt, Achtung und Anerkennung und letztlich auch ein Mindestmaß der kulturellen Gemeinsamkeiten, die man bereit ist, zu akzeptieren – und eine Anbiederung an andere Kulturen, ganz gleich, ob aus falsch verstandener Toleranz oder Feigheit, lehnen wir ab. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
dern auch alles, was mit der Struktur und natürlich auch mit der Unterdrückung von Frauen zu tun hat. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.) Das gehört untersagt, gehört verboten, und wir haben dem sehr, sehr wehrhaft auch entgegenzutreten.
Zwischenrufe der Abgeordneten Korun und Steinhauser.
Oder nehmen wir die Asylpolitik her! – Dank der Politik dieser Regierung sind wir zwar in der Europäischen Union Schlusslicht bei der Bildungspolitik, dafür sind wir bei der Steuer- und Belastungspolitik ganz vorne, aber leider Gottes auch, wenn es darum geht, Spitzenreiter bei der Aufnahme von Asylwerbern zu sein, wenn es um die Quote geht. Da liegen wir hinter Malta und Schweden. Das wird dann immer wieder in der öffentlichen Debatte völlig anders dargestellt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Korun und Steinhauser.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Dietrich
20 Prozent der Asylwerber tauchen jährlich überhaupt in die Illegalität ab und werden dann vielleicht da oder dort bei kriminellen Machenschaften wiederentdeckt. Wenn es dann um die Abschiebung solcher Personen, die kriminell geworden sind, geht, erleben wir oftmals, dass gerade von linker Gutmenschenseite dann auch die Vollzugsbeamten kriminalisiert werden. Ich sage, da verdienen unsere Beamten wirklich auch vollste Unterstützung (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Dietrich), denn das kann und darf nicht sein, dass man, wenn es um solche, eigentlich logischen und rechtlichen Konsequenzen geht, dann auch noch hergeht und versucht, die Beamten zu kriminalisieren. (Abg. Steinhauser: Was meinen Sie?)
Abg. Steinhauser: Was meinen Sie?
20 Prozent der Asylwerber tauchen jährlich überhaupt in die Illegalität ab und werden dann vielleicht da oder dort bei kriminellen Machenschaften wiederentdeckt. Wenn es dann um die Abschiebung solcher Personen, die kriminell geworden sind, geht, erleben wir oftmals, dass gerade von linker Gutmenschenseite dann auch die Vollzugsbeamten kriminalisiert werden. Ich sage, da verdienen unsere Beamten wirklich auch vollste Unterstützung (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Dietrich), denn das kann und darf nicht sein, dass man, wenn es um solche, eigentlich logischen und rechtlichen Konsequenzen geht, dann auch noch hergeht und versucht, die Beamten zu kriminalisieren. (Abg. Steinhauser: Was meinen Sie?)
Beifall bei der FPÖ.
Eines ist klar: Wir werden die internationalen Flüchtlingsströme in Europa nicht bewältigen können. Da braucht es internationale Abkommen. Wir werden Probleme in dieser Welt natürlich in der Regel nur in den Problemregionen vor Ort lösen können. Und es braucht internationale Abkommen, damit afrikanische Probleme auch auf dem afrikanischen Kontinent gelöst werden und asiatische in Asien. Wir haben nicht genügend Platz für alle Problemfälle in dieser Welt. Und das muss auch einmal festgehalten werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
die in die Region gereist wären, um Flüchtlinge herauszuholen, nachdem man dort Zerstörung hinterlassen hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber eines der großen Probleme ist, dass ein nicht unerheblicher Anteil von Asylwerbern leider untertaucht und oftmals später aufgegriffen wird, wenn es um kriminelle Karrieren geht, um Einbruch, andere Bereiche. Das wird leider Gottes auch immer sichtbarer. Jetzt, da Sie, Frau Innenministerin, bei den Aufnahmequoten die größere Verteilung vorgenommen haben, hat man oftmals den Eindruck, dass überall dort, wo Sie Polizeidienststellen geschlossen haben, jetzt offensichtlich Asylzentren entstehen. Das muss man schon auch einmal kritisch anmerken. Und natürlich ist die Bevölkerung in diesen Regionen ob dieser Entwicklung massiv beunruhigt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
80 Prozent der Asylverfahren werden ja dank der gerichtlichen Optimierung innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen. Da muss man sagen, dass in diesen acht Monaten zum Glück etwas weitergegangen ist. Es ist aber durchaus zumutbar, notfalls auch eine Kasernierung vorzunehmen beziehungsweise auch Kasernenstandorte zu verwenden, was ja ausgeschlossen wurde. – Was nämlich Grundwehrdienern durchaus zuzumuten ist, ist offenbar Asylwerbern nicht zuzumuten, wie wir ja in den letzten Wochen immer wieder erfahren mussten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage, da ist viel zu tun, da ist ein Umdenken notwendig, auch wenn da oder dort natürlich wieder ein Aufschrei kommt, weil wir die Probleme hier offen ansprechen. Aber es ist ein Umdenken notwendig. Und ich sage: Da wissen wir die Bevölkerung mehrheitlich auf unserer Seite! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wir wissen, dass allein aus Österreich 150 Menschen in den Krieg gezogen sind, dass 30 bereits verstorben sind, zu Tode gekommen sind, und dass 60 Menschen bereits aus dem Kampf nach Österreich zurückgekehrt sind. Und diese 60 Personen stehen zu Recht im Fokus des Staatsschutzes, des Verfassungsschutzes, wobei es darum geht, sorgsam damit umzugehen und immer wieder darauf hinzuweisen, dass derartige Personen auch eine tickende Zeitbombe darstellen können. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Weninger.
Allein aufgrund dieser Zahlen, Daten und Fakten, sowohl auf europäischer Ebene als auch Österreich betreffend, muss uns der Kampf gegen den Terrorismus ein ganz wichtiges und prioritäres Anliegen sein. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Weninger.)
Abg. Kickl: Wollen Sie uns vielleicht erklären, dass Österreich schuld ist? Wollen Sie uns das erklären?
Entscheidend in diesem Zusammenhang sind auch die Fragen: Warum ziehen viele junge Menschen in den Dschihad? Warum sind viele Menschen gewaltbereit, bereit, in den Kampf zu gehen und dort zu morden, zu vergewaltigen und viele andere Menschen zu verfolgen? (Abg. Kickl: Wollen Sie uns vielleicht erklären, dass Österreich schuld ist? Wollen Sie uns das erklären?)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Kickl: Das heißt, Österreich ist schuld, oder was heißt das?
Eines ist auch wichtig: Hier braucht es einfach Ausbildung, hier braucht es Perspektiven für die jungen Menschen, um sie von der Radikalisierung abhalten zu können. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Kickl: Das heißt, Österreich ist schuld, oder was heißt das?)
Abg. Kickl: Vielleicht auch weniger Probleme importieren!
Prävention ist sicherlich eine ganz wichtige Antwort, und Prävention muss im Kindergarten, in der Schule und in der Erziehung beginnen. Sie muss damit beginnen, dass wir den jungen Menschen ein Verständnis dafür vermitteln, dass es unterschiedliche Religionen und verschiedene Nationen gibt, denn nur durch den Aufbau eines gegenseitigen Verständnisses können wir der Gewalt den Nährboden entziehen. (Abg. Kickl: Vielleicht auch weniger Probleme importieren!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich gebe zu, dass das für uns alle eine ganz große Herausforderung darstellt – eine Herausforderung für Österreich, aber auch für ganz Europa, wobei es aber nicht sein kann, dass zehn EU-Mitgliedstaaten über 90 Prozent aller Asylanträge bewerkstelligen. Das ist eine Schieflage auf europäischer Ebene, eine Schieflage, die es zu beseitigen gilt. Hier gibt es nur eine Antwort, und zwar eine ganz klare Forderung: Es braucht eine verpflichtende Quote für alle Mitgliedstaaten, damit alle Mitgliedstaaten dieser Verantwortung auch gerecht werden und damit alle Mitgliedstaaten somit zu gleichen Teilen Kriegsflüchtlinge aufnehmen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ich weiß, dass das eine große Kraftanstrengung ist. Ich bin aber auch froh darüber, dass immer mehr Gemeinden, immer mehr Bürgermeisterinnen und Bürgermeister die Türen öffnen, um Kriegsflüchtlingen Schutz und Unterstützung zukommen zu lassen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das bringt nur alles nichts!
Ich habe es sehr oft gesagt, und es ist immer wieder dasselbe, anscheinend muss man es sagen, es ist nachzulesen – ich erspare mir das aus zeitökonomischen Gründen –, wer den größten Aderlass bei der Exekutive mitzuverantworten hat. Das waren zwei Regierungsmitglieder, auch von der FPÖ. Die letzte Regierung hat, obwohl es sehr mühsam war in diesen ökonomisch schwierigen Zeiten, 1 000 Exekutivplanstellen zusätzlich bereitgestellt, 500 Verwaltungsplanstellen aus dem Telekombereich, aus dem Postbereich bereitgestellt, und die jetzige Bundesregierung hat sich wieder vorgenommen, weitere 1 000 Planstellen für die Exekutive bereitzustellen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das bringt nur alles nichts!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch-Jenewein und Kickl.
Wenn hier immer von Sicherheitsdefiziten gesprochen wird, dann muss man einmal in den Spiegel schauen und muss fragen: Wann ist was passiert? – Ich bedanke mich wirklich explizit bei allen Polizistinnen und Polizisten, die hervorragende Arbeit für diese Republik und für unsere Bürgerinnen und Bürger leisten. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch-Jenewein und Kickl.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Lausch.
Wenn wir in Wirklichkeit zwischen 1 500 und 2 000 Leute auf Österreich aufzuteilen haben, dann erinnere ich, ganz ohne Emotionen – und ich bin immer für die gesamtstaatliche Lösung –, an Folgendes: Bei 2 300 Gemeinden dürften wir nicht einmal darüber diskutieren. Diese Zahl auf 2 300 Gemeinden solidarisch, human, menschlich aufzuteilen, das ist überhaupt kein Problem. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Abg. Kickl: Bürgermeisterallianz! Freiwillige vor!
Ich gehöre zu jenen, die auch immer das Wort ergriffen und gesagt haben, dass wir Wirtschaftsflüchtlinge leider nicht aufnehmen können. Das ist so! (Abg. Kickl: Bürgermeisterallianz! Freiwillige vor!) Aber in der heutigen Zeit, wo uns über das Internet, über die Fernsehberichterstattung dieser grausame, unmenschliche Krieg in die Wohnzimmer geliefert wird, wo wir hunderte Flüchtlinge aus diesem Raum bekommen, hier genauso zu argumentieren, meine Damen und Herren, das lehne ich aus Gründen der Menschlichkeit zutiefst ab. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ich gehöre zu jenen, die auch immer das Wort ergriffen und gesagt haben, dass wir Wirtschaftsflüchtlinge leider nicht aufnehmen können. Das ist so! (Abg. Kickl: Bürgermeisterallianz! Freiwillige vor!) Aber in der heutigen Zeit, wo uns über das Internet, über die Fernsehberichterstattung dieser grausame, unmenschliche Krieg in die Wohnzimmer geliefert wird, wo wir hunderte Flüchtlinge aus diesem Raum bekommen, hier genauso zu argumentieren, meine Damen und Herren, das lehne ich aus Gründen der Menschlichkeit zutiefst ab. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.
Wir liegen unter zehn Monaten im Rechtsmittelverfahren. Und wenn der Fall zum Verwaltungsgerichtshof geht, liegen wir bei ungefähr 15 Monaten. (Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.) – Weltmeister in einem rechtsstaatlichen Verfahren in ganz Europa, meine sehr geehrten Damen und Herren! Auch da kann man den Kolleginnen und
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Kollegen, die dort ihren Dienst versehen, nur aufrichtig danken. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ich lade Sie wirklich ein, diese so menschlich heikle Fragestellung gesamtstaatlich und unaufgeregt mit uns gemeinsam zu bearbeiten und zu diskutieren. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Welche Überraschung!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Ich kann nahtlos an meinen Kollegen Otto Pendl anschließen. Ich stelle mir die Frage, Herr Kollege Klubobmann Strache, was Sie mit Ihren Ausführungen bezwecken. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Welche Überraschung!) Im Grunde genommen ist das, was Sie versuchen, hier darzustellen, eine massive Verunsicherung der Bevölkerung. Sie schaffen Unsicherheit, Herr Kollege Strache, und das ist sehr schade. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Ich kann nahtlos an meinen Kollegen Otto Pendl anschließen. Ich stelle mir die Frage, Herr Kollege Klubobmann Strache, was Sie mit Ihren Ausführungen bezwecken. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Welche Überraschung!) Im Grunde genommen ist das, was Sie versuchen, hier darzustellen, eine massive Verunsicherung der Bevölkerung. Sie schaffen Unsicherheit, Herr Kollege Strache, und das ist sehr schade. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Wäre Ihnen das Gegenteil lieber?
Sie reden auch das Land schlecht. Es ist ganz gleich, welches Thema Sie ansprechen, es beginnt schon bei der Fragestellung: „Sicherheit statt Islamisierung“ (Abg. Kickl: Wäre Ihnen das Gegenteil lieber?), so als wäre irgendjemand der Meinung, wir wollen eine Islamisierung im Land, meine Damen und Herren. – Völlig falsch! (Abg. Strache: Ihre ehemalige Justizministerin Saudi-Zentrum findet Köpfungen !)
Abg. Strache: Ihre ehemalige Justizministerin Saudi-Zentrum findet Köpfungen !
Sie reden auch das Land schlecht. Es ist ganz gleich, welches Thema Sie ansprechen, es beginnt schon bei der Fragestellung: „Sicherheit statt Islamisierung“ (Abg. Kickl: Wäre Ihnen das Gegenteil lieber?), so als wäre irgendjemand der Meinung, wir wollen eine Islamisierung im Land, meine Damen und Herren. – Völlig falsch! (Abg. Strache: Ihre ehemalige Justizministerin Saudi-Zentrum findet Köpfungen !)
Abg. Strache: Reden Sie vielleicht einmal mit Frau Bandion-Ortner!
Sie sagen, wir seien Schlusslicht in der Bildungspolitik. Offenbar ist Ihnen der Medaillenregen bei den Berufswettbewerben vor wenigen Wochen entgangen. Da hat sich förmlich ein Medaillenregen über alle Jugendlichen, die in Österreich in der dualen Ausbildung sind, ausgebreitet. (Abg. Strache: Reden Sie vielleicht einmal mit Frau Bandion-Ortner!)
Ruf bei der FPÖ: Glauben Sie das wirklich? – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das glauben Sie?
Kollege Pendl hat darauf verwiesen, dass Österreich als Land, dass Wien als Großstadt eine der sichersten Körperschaften überhaupt weltweit ist. (Ruf bei der FPÖ: Glauben Sie das wirklich? – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das glauben Sie?) – Ja, das glaube ich nicht nur, sondern die Zahlen belegen das. Das ist die Realität. Aber Sie wollen es nicht wahrhaben. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Reden Sie mit den Kriminalitätsopfern!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Reden Sie mit den Kriminalitätsopfern!
Kollege Pendl hat darauf verwiesen, dass Österreich als Land, dass Wien als Großstadt eine der sichersten Körperschaften überhaupt weltweit ist. (Ruf bei der FPÖ: Glauben Sie das wirklich? – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das glauben Sie?) – Ja, das glaube ich nicht nur, sondern die Zahlen belegen das. Das ist die Realität. Aber Sie wollen es nicht wahrhaben. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Reden Sie mit den Kriminalitätsopfern!)
Abg. Strache: Sie machen es ja nicht!
Ja, das ist eine gute Forderung. Wunderbar! Nur: Sie kommen zu spät, Herr Kollege Strache. (Abg. Strache: Sie machen es ja nicht!) Die diesbezüglichen Gesetze sind längst in Begutachtung, und sie werden hier im Haus auch beschlossen werden. Ich
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kickl: Ich bin gespannt auf das Islamgesetz!
bin gespannt, ob Sie zustimmen werden, Herr Kollege Strache. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kickl: Ich bin gespannt auf das Islamgesetz!)
Abg. Neubauer: Auch zwischen 1934 und 1938!
Auch zum Asylwesen ein klares Wort, Herr Kollege Strache. Es gab viele Österreicherinnen und Österreicher, die zwischen 1938 und 1945 das Land verlassen haben und geflüchtet sind. (Abg. Neubauer: Auch zwischen 1934 und 1938!) – Auch da, Herr Kollege Neubauer, überhaupt kein Thema. Aber Gott sei Dank haben da die anderen Länder nicht gefragt: Handelt es sich um Moslems? Handelt es sich um Juden? Handelt es sich um Christen? Sondern sie haben aus einem Gebot der Menschlichkeit heraus die Menschen aufgenommen. Und das ist auch das Gebot der Stunde, Herr Kollege Neubauer und Herr Kollege Strache. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie des Abg. Scherak.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie des Abg. Scherak.
Auch zum Asylwesen ein klares Wort, Herr Kollege Strache. Es gab viele Österreicherinnen und Österreicher, die zwischen 1938 und 1945 das Land verlassen haben und geflüchtet sind. (Abg. Neubauer: Auch zwischen 1934 und 1938!) – Auch da, Herr Kollege Neubauer, überhaupt kein Thema. Aber Gott sei Dank haben da die anderen Länder nicht gefragt: Handelt es sich um Moslems? Handelt es sich um Juden? Handelt es sich um Christen? Sondern sie haben aus einem Gebot der Menschlichkeit heraus die Menschen aufgenommen. Und das ist auch das Gebot der Stunde, Herr Kollege Neubauer und Herr Kollege Strache. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie des Abg. Scherak.)
Abg. Darmann: Natürlich!
Sie sagen, Herr Kollege Strache: Asylwerber auf radikalislamische Tendenzen überprüfen (Abg. Darmann: Natürlich!), aber Sie bleiben Vorschläge schuldig. Die Zielrichtung ist ja in Ordnung, Herr Kollege Strache, aber was ist Ihr Vorschlag? Was ist Ihr Vorschlag dazu? Die Frau Bundesministerin hat Vorschläge dazu auf den Tisch gelegt. Wo sind Ihre Vorschläge dazu? (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sie sagen, Herr Kollege Strache: Asylwerber auf radikalislamische Tendenzen überprüfen (Abg. Darmann: Natürlich!), aber Sie bleiben Vorschläge schuldig. Die Zielrichtung ist ja in Ordnung, Herr Kollege Strache, aber was ist Ihr Vorschlag? Was ist Ihr Vorschlag dazu? Die Frau Bundesministerin hat Vorschläge dazu auf den Tisch gelegt. Wo sind Ihre Vorschläge dazu? (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Dass wir ein vom UNHCR gelobtes Verfahren als Best-Practice-Modell weltweit haben, ist dieser Innenministerin zu verdanken. Herr Kollege Strache, nicht schlechtreden, sondern bessere Vorschläge einbringen, so Sie welche haben. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Und diese Ministerin – damit komme ich zum Schluss – kämpft auch auf der europäischen Ebene um eine faire Verteilung. Herr Kollege Strache, Sie lehnen ja diese Europäische Union ab, in Wirklichkeit brauchen wir aber in dieser Frage, gerade in dieser Frage mehr Europa und nicht weniger Europa. (Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Gäbe es eine faire Verteilung der Quoten auf europäischer Ebene, hätten wir im letzten Jahr nur die Hälfte an Asylanträgen zu bearbeiten gehabt. Also: Mehr Europa, nicht weniger Europa! Diese Aktuelle Stunde, Herr Kollege Strache, ist leider ins Leere gegangen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
am nächsten Tag in der Früh von dieser Bundesministerin oder vom jeweiligen Landesflüchtlingsreferenten ein Asylantenheim vor die Tür gestellt bekommen zu haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Ohne Einbindung der Gemeinde!
Das ist die Wahrheit, geschätzte Damen und Herren, an der nicht zu rütteln ist! Und das ist eine Problemstellung (Abg. Strache: Ohne Einbindung der Gemeinde!), mit der man sich als Politiker, als verantwortungsvoller Politiker zu 100 Prozent auseinanderzusetzen hat. Was hilft es denn, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, hier heraußen zu stehen – gerade aus den Reihen der Regierungsfraktionen, auch die Frau Bundesministerin (Zwischenrufe der Abgeordneten Höfinger und Steinhauser) – und Realitätsverweigerung zu leben, mangelnde Sensibilität gegenüber den Sorgen der Bevölkerung zu zeigen und eine Schönfärberei der aktuellen Situation in Österreich zu betreiben? (Zwischenruf des Abg. Höfinger. – Ruf bei den Grünen: Vorschlag!) Was kann man damit verbessern? – Nichts, sage ich Ihnen, geschätzte Damen und Herren, denn es ist unsere Verantwortung, Probleme zu erkennen, aufzuzeigen und im besten Fall sofort einer Lösung zuzuführen! (Zwischenruf des Abg. Katzian sowie weitere Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Höfinger und Steinhauser
Das ist die Wahrheit, geschätzte Damen und Herren, an der nicht zu rütteln ist! Und das ist eine Problemstellung (Abg. Strache: Ohne Einbindung der Gemeinde!), mit der man sich als Politiker, als verantwortungsvoller Politiker zu 100 Prozent auseinanderzusetzen hat. Was hilft es denn, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, hier heraußen zu stehen – gerade aus den Reihen der Regierungsfraktionen, auch die Frau Bundesministerin (Zwischenrufe der Abgeordneten Höfinger und Steinhauser) – und Realitätsverweigerung zu leben, mangelnde Sensibilität gegenüber den Sorgen der Bevölkerung zu zeigen und eine Schönfärberei der aktuellen Situation in Österreich zu betreiben? (Zwischenruf des Abg. Höfinger. – Ruf bei den Grünen: Vorschlag!) Was kann man damit verbessern? – Nichts, sage ich Ihnen, geschätzte Damen und Herren, denn es ist unsere Verantwortung, Probleme zu erkennen, aufzuzeigen und im besten Fall sofort einer Lösung zuzuführen! (Zwischenruf des Abg. Katzian sowie weitere Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Höfinger. – Ruf bei den Grünen: Vorschlag!
Das ist die Wahrheit, geschätzte Damen und Herren, an der nicht zu rütteln ist! Und das ist eine Problemstellung (Abg. Strache: Ohne Einbindung der Gemeinde!), mit der man sich als Politiker, als verantwortungsvoller Politiker zu 100 Prozent auseinanderzusetzen hat. Was hilft es denn, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, hier heraußen zu stehen – gerade aus den Reihen der Regierungsfraktionen, auch die Frau Bundesministerin (Zwischenrufe der Abgeordneten Höfinger und Steinhauser) – und Realitätsverweigerung zu leben, mangelnde Sensibilität gegenüber den Sorgen der Bevölkerung zu zeigen und eine Schönfärberei der aktuellen Situation in Österreich zu betreiben? (Zwischenruf des Abg. Höfinger. – Ruf bei den Grünen: Vorschlag!) Was kann man damit verbessern? – Nichts, sage ich Ihnen, geschätzte Damen und Herren, denn es ist unsere Verantwortung, Probleme zu erkennen, aufzuzeigen und im besten Fall sofort einer Lösung zuzuführen! (Zwischenruf des Abg. Katzian sowie weitere Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Katzian sowie weitere Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.
Das ist die Wahrheit, geschätzte Damen und Herren, an der nicht zu rütteln ist! Und das ist eine Problemstellung (Abg. Strache: Ohne Einbindung der Gemeinde!), mit der man sich als Politiker, als verantwortungsvoller Politiker zu 100 Prozent auseinanderzusetzen hat. Was hilft es denn, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, hier heraußen zu stehen – gerade aus den Reihen der Regierungsfraktionen, auch die Frau Bundesministerin (Zwischenrufe der Abgeordneten Höfinger und Steinhauser) – und Realitätsverweigerung zu leben, mangelnde Sensibilität gegenüber den Sorgen der Bevölkerung zu zeigen und eine Schönfärberei der aktuellen Situation in Österreich zu betreiben? (Zwischenruf des Abg. Höfinger. – Ruf bei den Grünen: Vorschlag!) Was kann man damit verbessern? – Nichts, sage ich Ihnen, geschätzte Damen und Herren, denn es ist unsere Verantwortung, Probleme zu erkennen, aufzuzeigen und im besten Fall sofort einer Lösung zuzuführen! (Zwischenruf des Abg. Katzian sowie weitere Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)
Abg. Steinhauser: Was ist Ihre Lösung?
Wenn dann die Innenministerin in den letzten Tagen und Wochen bereits mehrfach mit dem Sprecher der Landeshauptleutekonferenz, dem Landeshauptmann von Kärnten Dr. Peter Kaiser zusammengekommen ist und gedacht hat, es der Bevölkerung als einen Erfolg verkaufen zu müssen (Abg. Steinhauser: Was ist Ihre Lösung?), dass die Republik Österreich die Idee abgewendet hat, mit Quoten die Gemeinden zu beglücken, dann frage ich Sie: Was nützt es dem einzelnen Bürger, jung geblieben, alleinstehend oder in Familienbeziehung, wenn eine Innenministerin auf ihrem Schreibtisch am Abend in einem privatwirtschaftlichen Vertrag festlegen kann – ohne die jeweilige Gemeinde zu informieren, ohne die Bürger zu befragen –, dass dort am nächsten Tag ein Asylwerberheim aufgemacht wird? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn dann die Innenministerin in den letzten Tagen und Wochen bereits mehrfach mit dem Sprecher der Landeshauptleutekonferenz, dem Landeshauptmann von Kärnten Dr. Peter Kaiser zusammengekommen ist und gedacht hat, es der Bevölkerung als einen Erfolg verkaufen zu müssen (Abg. Steinhauser: Was ist Ihre Lösung?), dass die Republik Österreich die Idee abgewendet hat, mit Quoten die Gemeinden zu beglücken, dann frage ich Sie: Was nützt es dem einzelnen Bürger, jung geblieben, alleinstehend oder in Familienbeziehung, wenn eine Innenministerin auf ihrem Schreibtisch am Abend in einem privatwirtschaftlichen Vertrag festlegen kann – ohne die jeweilige Gemeinde zu informieren, ohne die Bürger zu befragen –, dass dort am nächsten Tag ein Asylwerberheim aufgemacht wird? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was nützt es dem Bürger quer durch Österreich, landauf, landab, wenn nicht nur die Innenministerin so vorgeht, sondern auch die einzelnen Landesflüchtlingsreferenten? Umso verwerflicher ist es, und das gehört ja auch gesagt, dass Landeshauptmann Peter Kaiser in seiner Funktion als Obmann der Landeshauptleutekonferenz Ihnen auch noch ausgerichtet hat, Sie sollen das nicht machen. Er selbst macht das nämlich regelmäßig. Er „vergewaltigt“ in Kärnten landauf, landab die Bevölkerung damit, dass er ohne die Einbindung der Bevölkerung, ohne die Meinung der Bevölkerung vor Ort zu hören, Asylwerberstellen aufmacht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Das, geschätzte Damen und Herren, ist nicht ein verantwortungsvoller Zugang der Politik, wie wir Freiheitliche ihn uns vorstellen. Vielmehr wird es in Zukunft notwendig sein – und das ist schon ein Lösungsansatz, werte Kolleginnen und Kollegen, insbesondere von SPÖ und ÖVP, weil das von uns gefordert wurde –, konsequent mit Asylmissbrauch aufzuräumen (Beifall bei der FPÖ), die Scheinasylanten aus Österreich hinauszubringen, ehestmöglich abzuschieben, die ganzen Wirtschaftsflüchtlinge – und bekanntlich sind das 75 bis 80 Prozent aller Asylwerber, die hier nur herkommen – (Zwischenruf des Abg. Katzian) – Herr Kollege, das ist wieder bezeichnend, dass Sie diese Probleme nicht erkennen (Abg. Strache: Richter! – Zwischenruf des Abg. Neubauer), obwohl die Statistiken belegen und die Gerichte das auch entsprechend entscheiden, dass 80 Prozent der Asylwerber Wirtschaftsflüchtlinge sind –, die nur herkommen, um sich rechtmäßig, aber auch unrechtmäßig an unserem Sozialstaat zu bereichern. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Katzian.)
Zwischenruf des Abg. Katzian
Das, geschätzte Damen und Herren, ist nicht ein verantwortungsvoller Zugang der Politik, wie wir Freiheitliche ihn uns vorstellen. Vielmehr wird es in Zukunft notwendig sein – und das ist schon ein Lösungsansatz, werte Kolleginnen und Kollegen, insbesondere von SPÖ und ÖVP, weil das von uns gefordert wurde –, konsequent mit Asylmissbrauch aufzuräumen (Beifall bei der FPÖ), die Scheinasylanten aus Österreich hinauszubringen, ehestmöglich abzuschieben, die ganzen Wirtschaftsflüchtlinge – und bekanntlich sind das 75 bis 80 Prozent aller Asylwerber, die hier nur herkommen – (Zwischenruf des Abg. Katzian) – Herr Kollege, das ist wieder bezeichnend, dass Sie diese Probleme nicht erkennen (Abg. Strache: Richter! – Zwischenruf des Abg. Neubauer), obwohl die Statistiken belegen und die Gerichte das auch entsprechend entscheiden, dass 80 Prozent der Asylwerber Wirtschaftsflüchtlinge sind –, die nur herkommen, um sich rechtmäßig, aber auch unrechtmäßig an unserem Sozialstaat zu bereichern. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Katzian.)
Abg. Strache: Richter! – Zwischenruf des Abg. Neubauer
Das, geschätzte Damen und Herren, ist nicht ein verantwortungsvoller Zugang der Politik, wie wir Freiheitliche ihn uns vorstellen. Vielmehr wird es in Zukunft notwendig sein – und das ist schon ein Lösungsansatz, werte Kolleginnen und Kollegen, insbesondere von SPÖ und ÖVP, weil das von uns gefordert wurde –, konsequent mit Asylmissbrauch aufzuräumen (Beifall bei der FPÖ), die Scheinasylanten aus Österreich hinauszubringen, ehestmöglich abzuschieben, die ganzen Wirtschaftsflüchtlinge – und bekanntlich sind das 75 bis 80 Prozent aller Asylwerber, die hier nur herkommen – (Zwischenruf des Abg. Katzian) – Herr Kollege, das ist wieder bezeichnend, dass Sie diese Probleme nicht erkennen (Abg. Strache: Richter! – Zwischenruf des Abg. Neubauer), obwohl die Statistiken belegen und die Gerichte das auch entsprechend entscheiden, dass 80 Prozent der Asylwerber Wirtschaftsflüchtlinge sind –, die nur herkommen, um sich rechtmäßig, aber auch unrechtmäßig an unserem Sozialstaat zu bereichern. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Katzian.)
Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Katzian.
Das, geschätzte Damen und Herren, ist nicht ein verantwortungsvoller Zugang der Politik, wie wir Freiheitliche ihn uns vorstellen. Vielmehr wird es in Zukunft notwendig sein – und das ist schon ein Lösungsansatz, werte Kolleginnen und Kollegen, insbesondere von SPÖ und ÖVP, weil das von uns gefordert wurde –, konsequent mit Asylmissbrauch aufzuräumen (Beifall bei der FPÖ), die Scheinasylanten aus Österreich hinauszubringen, ehestmöglich abzuschieben, die ganzen Wirtschaftsflüchtlinge – und bekanntlich sind das 75 bis 80 Prozent aller Asylwerber, die hier nur herkommen – (Zwischenruf des Abg. Katzian) – Herr Kollege, das ist wieder bezeichnend, dass Sie diese Probleme nicht erkennen (Abg. Strache: Richter! – Zwischenruf des Abg. Neubauer), obwohl die Statistiken belegen und die Gerichte das auch entsprechend entscheiden, dass 80 Prozent der Asylwerber Wirtschaftsflüchtlinge sind –, die nur herkommen, um sich rechtmäßig, aber auch unrechtmäßig an unserem Sozialstaat zu bereichern. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Katzian.)
Beifall bei der FPÖ – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig
Das hat die österreichische Bevölkerung nicht verdient, die gegenüber den anderen Asylwerbern (Beifall bei der FPÖ – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig), die nach der Genfer Flüchtlingskonvention tatsächlich ein Anrecht darauf haben, Schutz auf Zeit zu bekommen, sehr wohl ein offenes Herz hat und auch die Bereitschaft, diese
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
tatsächlich verfolgten Flüchtlinge aufzunehmen. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.) Dafür ist es aber auch notwendig, der Bevölkerung aufzuzeigen, dass man einen Missbrauch nicht zulässt.
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben da – und Sie haben die Verantwortung seit Jahrzehnten, aber insbesondere in den letzten Jahren – maßlos versagt. Sie hätten tagtäglich die Möglichkeit, Hunderte, ja Tausende dieser unseren Sozialstaat missbrauchenden Wirtschaftsflüchtlinge vor die Türen Österreichs zu setzen und keine weiteren hereinzulassen. (Beifall bei der FPÖ.) Es gibt auch ein Dubliner Übereinkommen (Zwischenruf des Abg. Strache), internationale Vereinbarungen, die es uns ermöglichen, auf unsere österreichischen Rechte zu pochen und beispielsweise der Republik Italien zu sagen, alle Flüchtlinge, die über Italien die Europäische Union betreten (Zwischenruf des Abg. Krist), haben zuallererst von Italien ein Asylverfahren zu bekommen und nicht von der Republik Österreich. Die österreichischen Bürger haben nicht die Verantwortung dafür zu tragen, was Italien, die Europäische Union und leider auch die Republik – durch Nichterledigen der Hausaufgaben – verursacht haben. (Abg. Heinzl: Zum Erbrechen!)
Zwischenruf des Abg. Strache
Sie haben da – und Sie haben die Verantwortung seit Jahrzehnten, aber insbesondere in den letzten Jahren – maßlos versagt. Sie hätten tagtäglich die Möglichkeit, Hunderte, ja Tausende dieser unseren Sozialstaat missbrauchenden Wirtschaftsflüchtlinge vor die Türen Österreichs zu setzen und keine weiteren hereinzulassen. (Beifall bei der FPÖ.) Es gibt auch ein Dubliner Übereinkommen (Zwischenruf des Abg. Strache), internationale Vereinbarungen, die es uns ermöglichen, auf unsere österreichischen Rechte zu pochen und beispielsweise der Republik Italien zu sagen, alle Flüchtlinge, die über Italien die Europäische Union betreten (Zwischenruf des Abg. Krist), haben zuallererst von Italien ein Asylverfahren zu bekommen und nicht von der Republik Österreich. Die österreichischen Bürger haben nicht die Verantwortung dafür zu tragen, was Italien, die Europäische Union und leider auch die Republik – durch Nichterledigen der Hausaufgaben – verursacht haben. (Abg. Heinzl: Zum Erbrechen!)
Zwischenruf des Abg. Krist
Sie haben da – und Sie haben die Verantwortung seit Jahrzehnten, aber insbesondere in den letzten Jahren – maßlos versagt. Sie hätten tagtäglich die Möglichkeit, Hunderte, ja Tausende dieser unseren Sozialstaat missbrauchenden Wirtschaftsflüchtlinge vor die Türen Österreichs zu setzen und keine weiteren hereinzulassen. (Beifall bei der FPÖ.) Es gibt auch ein Dubliner Übereinkommen (Zwischenruf des Abg. Strache), internationale Vereinbarungen, die es uns ermöglichen, auf unsere österreichischen Rechte zu pochen und beispielsweise der Republik Italien zu sagen, alle Flüchtlinge, die über Italien die Europäische Union betreten (Zwischenruf des Abg. Krist), haben zuallererst von Italien ein Asylverfahren zu bekommen und nicht von der Republik Österreich. Die österreichischen Bürger haben nicht die Verantwortung dafür zu tragen, was Italien, die Europäische Union und leider auch die Republik – durch Nichterledigen der Hausaufgaben – verursacht haben. (Abg. Heinzl: Zum Erbrechen!)
Abg. Heinzl: Zum Erbrechen!
Sie haben da – und Sie haben die Verantwortung seit Jahrzehnten, aber insbesondere in den letzten Jahren – maßlos versagt. Sie hätten tagtäglich die Möglichkeit, Hunderte, ja Tausende dieser unseren Sozialstaat missbrauchenden Wirtschaftsflüchtlinge vor die Türen Österreichs zu setzen und keine weiteren hereinzulassen. (Beifall bei der FPÖ.) Es gibt auch ein Dubliner Übereinkommen (Zwischenruf des Abg. Strache), internationale Vereinbarungen, die es uns ermöglichen, auf unsere österreichischen Rechte zu pochen und beispielsweise der Republik Italien zu sagen, alle Flüchtlinge, die über Italien die Europäische Union betreten (Zwischenruf des Abg. Krist), haben zuallererst von Italien ein Asylverfahren zu bekommen und nicht von der Republik Österreich. Die österreichischen Bürger haben nicht die Verantwortung dafür zu tragen, was Italien, die Europäische Union und leider auch die Republik – durch Nichterledigen der Hausaufgaben – verursacht haben. (Abg. Heinzl: Zum Erbrechen!)
Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Kickl.
Zum Abschluss sage ich Ihnen: An den Worten und Taten sollt ihr sie messen! – Die Worte haben wir gehört, die Schönrederei. (Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Kickl.) Die Taten hat die Bevölkerung gesehen (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig), denn alles, was Sie selbst nicht bereit sind, mit Mut und mit Kraft für die Republik Österreich zu machen, wird als Problem auf die Bevölkerung abgewälzt, und diese soll das tragen. Das kann es nicht sein! – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig
Zum Abschluss sage ich Ihnen: An den Worten und Taten sollt ihr sie messen! – Die Worte haben wir gehört, die Schönrederei. (Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Kickl.) Die Taten hat die Bevölkerung gesehen (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig), denn alles, was Sie selbst nicht bereit sind, mit Mut und mit Kraft für die Republik Österreich zu machen, wird als Problem auf die Bevölkerung abgewälzt, und diese soll das tragen. Das kann es nicht sein! – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zum Abschluss sage ich Ihnen: An den Worten und Taten sollt ihr sie messen! – Die Worte haben wir gehört, die Schönrederei. (Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Kickl.) Die Taten hat die Bevölkerung gesehen (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig), denn alles, was Sie selbst nicht bereit sind, mit Mut und mit Kraft für die Republik Österreich zu machen, wird als Problem auf die Bevölkerung abgewälzt, und diese soll das tragen. Das kann es nicht sein! – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Mindestsicherung für Asylwerber! – Gegenruf bei der SPÖ: Traurig, traurig!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächste zu Wort gemeldet hat sich Frau Abgeordnete Mag. Korun. – Bitte. (Ruf bei der FPÖ: Mindestsicherung für Asylwerber! – Gegenruf bei der SPÖ: Traurig, traurig!)
Abg. Kickl: In Gewerkschaftsheimen wäre auch noch Platz!
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Gäste auf der Galerie und vor den Bildschirmen! (Abg. Kickl: In Gewerkschaftsheimen wäre auch noch Platz!) Wir alle kennen die grausamen Bilder der letzten Wochen und Monate, verzweifelte flüchtende Menschen – Frauen, Kinder, Männer, alte Menschen, Zivilisten, die vor den IS-Terroristen flüchten. Und man kann nicht anders, als es als wahnwitzig und infam zu bezeichnen, sehr geehrte Damen und Herren, genau diese Opfer des IS-Terrors, diese Schutzsuchenden mit den IS-Terroristen gleichzusetzen. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Das kann man nur als ein schäbiges Spiel auf dem Rücken der Ärmsten, die genau vor diesem Terror flüchten, ablehnen. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Scherak.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Gäste auf der Galerie und vor den Bildschirmen! (Abg. Kickl: In Gewerkschaftsheimen wäre auch noch Platz!) Wir alle kennen die grausamen Bilder der letzten Wochen und Monate, verzweifelte flüchtende Menschen – Frauen, Kinder, Männer, alte Menschen, Zivilisten, die vor den IS-Terroristen flüchten. Und man kann nicht anders, als es als wahnwitzig und infam zu bezeichnen, sehr geehrte Damen und Herren, genau diese Opfer des IS-Terrors, diese Schutzsuchenden mit den IS-Terroristen gleichzusetzen. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Das kann man nur als ein schäbiges Spiel auf dem Rücken der Ärmsten, die genau vor diesem Terror flüchten, ablehnen. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Scherak.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Scherak.
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Gäste auf der Galerie und vor den Bildschirmen! (Abg. Kickl: In Gewerkschaftsheimen wäre auch noch Platz!) Wir alle kennen die grausamen Bilder der letzten Wochen und Monate, verzweifelte flüchtende Menschen – Frauen, Kinder, Männer, alte Menschen, Zivilisten, die vor den IS-Terroristen flüchten. Und man kann nicht anders, als es als wahnwitzig und infam zu bezeichnen, sehr geehrte Damen und Herren, genau diese Opfer des IS-Terrors, diese Schutzsuchenden mit den IS-Terroristen gleichzusetzen. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Das kann man nur als ein schäbiges Spiel auf dem Rücken der Ärmsten, die genau vor diesem Terror flüchten, ablehnen. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Scherak.)
Beifall bei den Grünen.
Ja, unser Land hat eine gute, große Tradition darin, jenen Menschen, die Schutz brauchen, diesen Schutz zu gewähren. Bei der aktuellen Krise in Syrien und im Irak muss man sich die konkreten Zahlen vor Augen führen. Der Libanon, der nicht gerade ein großes und vor allem kein politisch stabiles Land ist, hat 1,5 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen, Jordanien mehr als eine halbe Million, die Türkei inzwischen rund zwei Millionen Flüchtlinge. Das sind die konkreten Zahlen. Die wahren Tragödien von Schutzsuchenden spielen sich woanders ab, sehr geehrte Damen und Herren, auch das gilt es festzuhalten. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Pilz.
Ich möchte nicht weiter auf das übliche In-einen-Topf-Schmeißen der FPÖ eingehen. Da wird alles – Islam, IS, Terror, Asyl, Schutz und Zuwanderung und so weiter – durcheinandergemischt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Pilz.)
Abg. Kickl: Sehen Sie, und beide Parteien sind ihre Koalitionspartner!
Das ist jener monarchistische Herrscher, in dessen Land gerade heuer 60 Menschen durch Köpfen getötet wurden. Das ist jenes Land, in dem Frauen nicht einmal Auto fahren dürfen. Das ist jenes Land, in dem selbst islamische Minderheiten verfolgt werden, beispielsweise die Schiiten. Das ist jenes Land, in das israelische Staatsbürger und Staatsbürgerinnen nicht einreisen dürfen. Und das ist jenes Land, in dem auf den Tatbestand Abfall vom Glauben die Todesstrafe steht. (Abg. Kickl: Sehen Sie, und beide Parteien sind ihre Koalitionspartner!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, einen größeren Hohn gibt es wohl nicht! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.) „Besser“ – unter Anführungszeichen – kann man den Bock nicht zum Gärtner machen. Genau das haben Sie getan, sehr geehrte Damen und Herren von SPÖ und ÖVP. Auch hier möchte ich die FPÖ nicht aus der Pflicht entlassen, die diesen Plänen monatelang – im Außenpolitischen Ausschuss, im Menschenrechtsausschuss, auch hier im Plenum – die Mauer gemacht hat. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein. – Abg. Strache: dagegen gestimmt! Das ist unwahr!)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein. – Abg. Strache: dagegen gestimmt! Das ist unwahr!
Sehr geehrte Damen und Herren, einen größeren Hohn gibt es wohl nicht! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.) „Besser“ – unter Anführungszeichen – kann man den Bock nicht zum Gärtner machen. Genau das haben Sie getan, sehr geehrte Damen und Herren von SPÖ und ÖVP. Auch hier möchte ich die FPÖ nicht aus der Pflicht entlassen, die diesen Plänen monatelang – im Außenpolitischen Ausschuss, im Menschenrechtsausschuss, auch hier im Plenum – die Mauer gemacht hat. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein. – Abg. Strache: dagegen gestimmt! Das ist unwahr!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch-Jenewein und Neubauer.
Warum soll man sich nicht freuen, wenn ein Land, das Geld im Übermaß hat, sich dafür entscheidet, sein Geld hier anzulegen. – Zitatende. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch-Jenewein und Neubauer.)
Abg. Neubauer: Frage des sinnerfassenden Lesens!
Bei der letzten Abstimmung sind die Freiheitlichen aufgewacht, haben bemerkt, dass das doch keine sehr gute Idee ist, und dagegen gestimmt. Bis zu dieser Abstimmung im Plenum war die FPÖ für dieses sogenannte Dialogzentrum. (Abg. Neubauer: Frage des sinnerfassenden Lesens!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Sehr geehrte Damen und Herren von SPÖ und ÖVP, machen Sie kehrt, fangen Sie endlich an, aus diesem beschämenden Vertrag mit Saudi-Arabien auszusteigen! – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Es darf nicht sein, dass Menschen aus anderen Kulturen ihre kriegerischen Auseinandersetzungen nach Österreich bringen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.) Solche Leute gehören sofort des Landes verwiesen. Sie werfen ein schlechtes Licht auf alle Asylanten und eigentlich auf alle Fremden in unserem Land, die oft die Ärmsten der Armen sind und unseren Schutz verdient haben, aber nicht verdient haben, mit solch gewalttätigen Menschen in einen Topf geworfen zu werden. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Es darf nicht sein, dass Menschen aus anderen Kulturen ihre kriegerischen Auseinandersetzungen nach Österreich bringen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.) Solche Leute gehören sofort des Landes verwiesen. Sie werfen ein schlechtes Licht auf alle Asylanten und eigentlich auf alle Fremden in unserem Land, die oft die Ärmsten der Armen sind und unseren Schutz verdient haben, aber nicht verdient haben, mit solch gewalttätigen Menschen in einen Topf geworfen zu werden. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Unser Land ist klein und hat auch beschränkte Ressourcen. Wir sind die Nummer drei in der EU, wenn es darauf ankommt, wie viele Flüchtlinge in Europa aufgenommen werden, und natürlich wollen wir doch alle aus dem Gebot der Menschlichkeit heraus die ganze Welt retten, aber das geht nun einmal nicht. Wir fordern daher eine fixe Verteilung innerhalb Europas nach Bevölkerungszahl und nach Wirtschaftskraft, damit man die Betroffenen optimal unterstützen kann, aber gleichzeitig das eigene Land nicht aus der Balance bringt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Völlig unverständlich ist mir in diesem Zusammenhang die Forderung der Gewerkschaft, in Zeiten der Rekordarbeitslosigkeit den Asylanten jetzt auch noch eine Arbeitserlaubnis zu gewähren. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Katzian.
Die Gewerkschaft sollte sich lieber dafür einsetzen, dass die Mitarbeiter ein Recht bekommen, am Gewinn des Unternehmens, bei dem sie arbeiten, beteiligt zu sein – aber das will sie wahrscheinlich nicht, denn wenn aus den Mitarbeitern Mitunternehmer werden, wäre die Gewerkschaft wahrscheinlich überflüssig. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Katzian.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
gessen haben, wofür wir in Österreich überhaupt stehen. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Österreich ist ein wunderschönes Land, mit vielen tüchtigen und fleißigen Menschen, die hier friedlich zusammenleben, und das soll auch so bleiben. – Danke. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Grünen. – Rufe bei der FPÖ: Ja, ja!
Abgeordneter Dr. Nikolaus Scherak (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Herr Klubobmann Strache! Herr Kollege Darmann! Was Sie hier heute gemacht haben, ist keinesfalls neu, das sind wir von Ihnen gewöhnt, aber es ist wirklich jedes Mal aufs Neue wieder beschämend und beklemmend. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Grünen. – Rufe bei der FPÖ: Ja, ja!)
Abg. Kickl: Das tut doch niemand!
Es ist wirklich beschämend und beklemmend, wie Sie hier Begriffe, die nichts miteinander zu tun haben, in einen Topf werfen, wenn Sie Asylwerber, Menschen, die flüchten, gleichsetzen mit Terroristen, mit Menschen, die radikale Islamisten sind (Abg. Kickl: Das tut doch niemand!), das alles in einen Topf werfen und darüber eine Diskussion anzetteln. (Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.)
Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.
Es ist wirklich beschämend und beklemmend, wie Sie hier Begriffe, die nichts miteinander zu tun haben, in einen Topf werfen, wenn Sie Asylwerber, Menschen, die flüchten, gleichsetzen mit Terroristen, mit Menschen, die radikale Islamisten sind (Abg. Kickl: Das tut doch niemand!), das alles in einen Topf werfen und darüber eine Diskussion anzetteln. (Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Strache.
Genauso beschämend und beklemmend ist es, Herr Kollege Darmann, wenn Sie davon reden, dass die Kärntner Bevölkerung „vergewaltigt“ wird, wenn Sie wissen, dass Menschen flüchten, dass Frauen flüchten, weil sie vergewaltigt werden, wenn Sie solche Begriffe hier einfach verwenden. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Strache.) – Es geht darum, dass Sie alles in einen Topf werfen, Herr Klubobmann Strache. (Abg. Strache: sinnerfassend offenbar nicht nachvollziehen! – Abg. Darmann: Unfassbar! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und SPÖ.)
Abg. Strache: sinnerfassend offenbar nicht nachvollziehen! – Abg. Darmann: Unfassbar! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und SPÖ.
Genauso beschämend und beklemmend ist es, Herr Kollege Darmann, wenn Sie davon reden, dass die Kärntner Bevölkerung „vergewaltigt“ wird, wenn Sie wissen, dass Menschen flüchten, dass Frauen flüchten, weil sie vergewaltigt werden, wenn Sie solche Begriffe hier einfach verwenden. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Strache.) – Es geht darum, dass Sie alles in einen Topf werfen, Herr Klubobmann Strache. (Abg. Strache: sinnerfassend offenbar nicht nachvollziehen! – Abg. Darmann: Unfassbar! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und SPÖ.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Schauen Sie, für uns ist klar, dass wir mit Solidarität und Menschlichkeit auf die Menschen reagieren müssen, die von zu Hause fliehen, die verfolgt werden, die vor Krieg, vor Verfolgung fliehen und hier bei uns Schutz suchen. Da müssen wir mit Solidarität und Menschlichkeit agieren und nicht mit der Angstmache und Panikmache, die Sie hier heute wieder aufgeführt haben. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Selbstverständlich, wir alle hier in Österreich! Dementsprechend ist es natürlich auch begrüßenswert, dass die Länder jetzt endlich gesagt haben (Zwischenruf des Abg. Kickl), sie werden ihre Quoten erfüllen. Das ist ein wesentlicher Punkt, dass die Länder anfangen – Herr Kollege Kickl (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Jarolim: Kollege, lassen Sie sich nicht von !) – Nein, eh nicht, ich lasse sie dazwischenreden, es bringt ja nicht viel.
Zwischenruf des Abg. Kickl
Schauen Sie, für uns ist klar, dass wir mit Solidarität und Menschlichkeit auf die Menschen reagieren müssen, die von zu Hause fliehen, die verfolgt werden, die vor Krieg, vor Verfolgung fliehen und hier bei uns Schutz suchen. Da müssen wir mit Solidarität und Menschlichkeit agieren und nicht mit der Angstmache und Panikmache, die Sie hier heute wieder aufgeführt haben. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Selbstverständlich, wir alle hier in Österreich! Dementsprechend ist es natürlich auch begrüßenswert, dass die Länder jetzt endlich gesagt haben (Zwischenruf des Abg. Kickl), sie werden ihre Quoten erfüllen. Das ist ein wesentlicher Punkt, dass die Länder anfangen – Herr Kollege Kickl (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Jarolim: Kollege, lassen Sie sich nicht von !) – Nein, eh nicht, ich lasse sie dazwischenreden, es bringt ja nicht viel.
Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Jarolim: Kollege, lassen Sie sich nicht von !
Schauen Sie, für uns ist klar, dass wir mit Solidarität und Menschlichkeit auf die Menschen reagieren müssen, die von zu Hause fliehen, die verfolgt werden, die vor Krieg, vor Verfolgung fliehen und hier bei uns Schutz suchen. Da müssen wir mit Solidarität und Menschlichkeit agieren und nicht mit der Angstmache und Panikmache, die Sie hier heute wieder aufgeführt haben. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Selbstverständlich, wir alle hier in Österreich! Dementsprechend ist es natürlich auch begrüßenswert, dass die Länder jetzt endlich gesagt haben (Zwischenruf des Abg. Kickl), sie werden ihre Quoten erfüllen. Das ist ein wesentlicher Punkt, dass die Länder anfangen – Herr Kollege Kickl (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Jarolim: Kollege, lassen Sie sich nicht von !) – Nein, eh nicht, ich lasse sie dazwischenreden, es bringt ja nicht viel.
Abg. Kickl: Sie sagen „wir“ und meinen die Bevölkerung, die sich nicht wehren kann!
Es ist wichtig, dass die Länder gesagt haben, sie werden die Quoten endlich erfüllen, und es ist genauso wichtig – Frau Innenministerin, da haben Sie vollkommen recht –, dass wir diese Diskussion auf europäischer Ebene führen und endlich gemeinsam mit Quoten agieren, gemeinsam Solidarität zeigen und denen, die Schutz suchen, auch gemeinsam diesen Schutz bieten. (Abg. Kickl: Sie sagen „wir“ und meinen die Bevölkerung, die sich nicht wehren kann!)
Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz
Sie müssen sich nur das Dubliner Übereinkommen anschauen: Es bringt überhaupt nichts, ist vollkommen sinnlos, sinnlose Bürokratie. Wir schicken Menschen in andere europäische Länder (Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz), und andere europäische Länder schicken die Menschen wieder zu uns. Das ist alles in allem ein sinnloses Nullsummenspiel, deswegen brauchen wir diese Aufteilung auf europäischer Ebene, um den Menschen auch den entsprechenden Schutz zu bieten.
Zwischenruf des Abg. Hübner.
Am unverständlichsten an der Situation ist mir, dass die FPÖ nicht nur nichts anderes zu tun hat, als wieder Ängste zu schüren und Panikmache zu betreiben, sondern dass Ihnen einfach nicht bewusst ist, das es dabei nicht nur um eine menschliche, sondern auch um eine rechtliche Verantwortung und Verpflichtung geht. (Zwischenruf des Abg. Hübner.) Was Sie nicht verstehen, ist, dass es europarechtliche und völkerrechtliche Verpflichtungen gibt, die wir eingegangen sind, und dass Sie diese nicht einfach ignorieren können! Sie müssen akzeptieren, dass es diese Verpflichtungen gibt, und Sie sollten anfangen, anstatt Ängste zu schüren, die Menschen, die diese Ängste haben, gemeinsam mit uns zu unterstützen und entsprechend aufzuklären. (Zwischenruf des Abg. Darmann.)
Zwischenruf des Abg. Darmann.
Am unverständlichsten an der Situation ist mir, dass die FPÖ nicht nur nichts anderes zu tun hat, als wieder Ängste zu schüren und Panikmache zu betreiben, sondern dass Ihnen einfach nicht bewusst ist, das es dabei nicht nur um eine menschliche, sondern auch um eine rechtliche Verantwortung und Verpflichtung geht. (Zwischenruf des Abg. Hübner.) Was Sie nicht verstehen, ist, dass es europarechtliche und völkerrechtliche Verpflichtungen gibt, die wir eingegangen sind, und dass Sie diese nicht einfach ignorieren können! Sie müssen akzeptieren, dass es diese Verpflichtungen gibt, und Sie sollten anfangen, anstatt Ängste zu schüren, die Menschen, die diese Ängste haben, gemeinsam mit uns zu unterstützen und entsprechend aufzuklären. (Zwischenruf des Abg. Darmann.)
Abg. Kickl: Und diese rechtlichen Verpflichtungen sind auf Steintafeln vom Himmel gefallen, oder woher kommen sie? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich weiß nicht, ob Sie die gesamten rechtlichen Verpflichtungen kennen! Da gibt es so etwas wie die Genfer Flüchtlingskonvention, es gibt auf europäischer Ebene die Asylaufnahmerichtlinie, und Sie ignorieren diese einfach konsequent. Was Sie nicht begreifen, ist, dass es hier nicht um politischen Willen geht. Relevant ist nicht, ob Sie es gut finden, dass Asylwerber zu uns kommen und ob wir sie aufnehmen oder auch nicht, sondern es geht um rechtliche Verpflichtungen. Das ist das, was Sie nicht begreifen! (Abg. Kickl: Und diese rechtlichen Verpflichtungen sind auf Steintafeln vom Himmel gefallen, oder woher kommen sie? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Es geht darum, dass Sie nicht verstehen, dass völkerrechtliche Verpflichtungen eingegangen wurden, und es geht nicht darum, ob Sie diese gut oder schlecht finden, sondern dass wir sie einhalten müssen, und zwar unabhängig davon, ob Ihnen das passt oder nicht! (Beifall bei den NEOS.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Strache: Sie liegen richtig, das ist ja beachtlich!
2013 ging es um Asylmissbrauch: Sie haben selbst gesagt: Die Asylindustrie ist ein Geschäft. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Strache: Sie liegen richtig, das ist ja beachtlich!) Sie haben damals gesagt, die Asylindustrie sei ein Geschäftsmodell selbsternannter Gutmenschen; Zuwanderung sei eine massive Bedrohung für den Sozialstaat und keine Sanierung. (Abg. Strache: Das ist einmal eine gute Rede!)
Abg. Strache: Das ist einmal eine gute Rede!
2013 ging es um Asylmissbrauch: Sie haben selbst gesagt: Die Asylindustrie ist ein Geschäft. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Strache: Sie liegen richtig, das ist ja beachtlich!) Sie haben damals gesagt, die Asylindustrie sei ein Geschäftsmodell selbsternannter Gutmenschen; Zuwanderung sei eine massive Bedrohung für den Sozialstaat und keine Sanierung. (Abg. Strache: Das ist einmal eine gute Rede!)
Beifall bei der SPÖ.
Das Ganze fand seine Fortsetzung in Ihrer gestrigen Rede, in der sie auch von Zuwanderung und islamischer Weltherrschaft gesprochen haben. – Aber mit den Zahlen halten Sie es nie so genau und auch Ihre Kollegen nicht, denn wenn wir uns noch einmal die Zahlen betreffend die Entwicklung der Asylwerber in Österreich anschauen, dann können wir feststellen: 2002 hatten wir 40 000 Asylwerber, und die Zahl von 17 503 Asylwerbern, die Sie heute zitiert haben, war die Zahl vom vorigen Jahr. In Anbetracht dessen möchte ich betonen, dass 17 503 Asylwerber doch ein bisschen weniger sind als 40 000! Und wenn Wien seine Aufnahmequote überfüllt, dann finde ich das positiv, weil das zu einer Lösung beiträgt. Das, was Sie tun, ist hetzen, und das, was wir zu tun versuchen, ist, eine Lösung herbeizuführen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Diese Kinder werden von Anfang an indoktriniert, und zwar durch Ihre Unterstützung!
Für mich sehr spannend ist das, was ich gestern in einer Aussendung von Frau Kitzmüller gelesen habe: Sie äußert sich zur Deradikalisierungshotline, auf die ich später noch zu sprechen komme, sie sagt, dass es in Wien und Österreich Dschihad-Kindergärten gibt, und behauptet wörtlich – ich zitiere –: „Wenn selbst Kindergärten zu halben Terrorcamps werden, dann ist die Entwicklung schon sehr weit fortgeschritten.“ – Ja um Gottes, Himmels Willen! Sie reden hier von Kindern zwischen null und sechs Jahren! Das kann es doch nicht sein! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Diese Kinder werden von Anfang an indoktriniert, und zwar durch Ihre Unterstützung!)
Abg. Kickl: Die Fundamentalisten lachen Sie aus, auch wenn Sie es nicht glauben!
Ich bin überzeugt davon, dass sich Österreich mit den Themen Religiosität, Islamophobie, Extremismus und Radikalisierung sicherlich stark auseinandersetzen muss. Außerdem müssen wir in die Prävention gehen. Diesbezüglich sind die ersten Schritte bereits getan. (Abg. Kickl: Die Fundamentalisten lachen Sie aus, auch wenn Sie es nicht glauben!)
Abg. Kickl: Sagen Sie bitte auch noch etwas zum Abdullah-Zentrum, das mit Ihren Stimmen beschlossen wurde!
Ich möchte das am Beispiel Wiens zeigen: Was tut Wien? – Wien hat eine Deradikalisierungshotline eingerichtet. Wien hat ein Netzwerk zur Deradikalisierung eingerichtet, innerhalb dessen sich wirklich Menschen, die MA 17, Integration, das Amt für Jugend und Familie, die MA 11, die Jugendabteilung, der Stadtschulrat und die Kinder- und Jugendanwaltschaft zusammenschließen und eine Kompetenzstelle bilden, um den betroffenen Eltern und den betroffenen Kindern ganz einfach zu helfen. (Abg. Kickl: Sagen Sie bitte auch noch etwas zum Abdullah-Zentrum, das mit Ihren Stimmen beschlossen wurde!) Dann hat sich auch Oberösterreich angeschlossen und baut ebenfalls eine solche Deradikalisierungshotline auf.
Beifall bei der SPÖ.
auch finanziell gut ausgestattet ist, damit sie ihre Arbeit dort gut erledigen kann. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Krieg in Syrien ist der Hauptgrund dafür, dass die Zahl der Asylansuchen in Österreich steigt. Die Folgen des Terrors der islamistischen Terrormiliz Islamischer Staat verursachen im Nahostbereich wirklich eine dramatische Situation. Fast ein Drittel der Asylsuchenden sind Kriegsflüchtlinge aus Syrien. Aber auch der Konflikt in der Ukraine findet seinen Niederschlag in der Asylstatistik. – Den Kriegsflüchtlingen muss daher eine adäquate Unterkunft zur Verfügung gestellt werden. Die Bundesländer haben angekündigt, ihre Asylquote bis 31. Jänner 2015 zu 100 Prozent zu erfüllen. – Das stimmt mich insofern positiv, als dann diese unwürdige Herbergssuche für Kriegsflüchtlinge endlich ein Ende findet. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Für mich ist nicht nachvollziehbar, warum die zuständige Referentin der oberösterreichischen Landesregierung dieses Quartier ablehnt. Oder ist es unzumutbar, dass in der 38 000-Einwohner-Stadt Steyr zu den derzeit 100 Flüchtlingen noch 100 bis 200 Kriegsflüchtlinge dazukommen? – Ich glaube, das wäre zumutbar und hätte einen Sinn! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Strache.
Noch weniger nachvollziehen kann ich allerdings so manche zynische Aussage der FPÖ im Zusammenhang mit Kriegsflüchtlingen. Diese haben nämlich letztlich in Wirklichkeit nichts mehr außer ihr Leben, und daher sind solche Aussagen wirklich das Letzte! Herr Klubobmann Strache, Sie sind perfekt im Schüren von Ängsten: Hochachtung! Das hat aber in Wirklichkeit noch keinen einzigen Betreuungsplatz für einen Kriegsflüchtling gebracht. Das hat keinen Sinn. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Strache.)
Abg. Kickl: Das ist Ihr neues Lieblingswort!
Wir alle wissen, dass Kollege Strache mit Worten perfekt polarisiert, aber Hetze ist das Letzte, was wir hier brauchen können. (Abg. Kickl: Das ist Ihr neues Lieblingswort!) Und ich sage bewusst dazu: Neben dieser Hetze von Rechts bringt uns auch so man-
Abg. Strache: Wenn man die Wahrheit anspricht, reden Sie von „Hetze“! Dabei sind Sie die größten Hetzer!
ches Geschwätz von Grün oder Links in Wirklichkeit nicht weiter! (Abg. Strache: Wenn man die Wahrheit anspricht, reden Sie von „Hetze“! Dabei sind Sie die größten Hetzer!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Dabei sind Sie aber dramatisch gescheitert!
Wir Österreicher fordern zu Recht von all jenen, die zu uns kommen und hier bleiben wollen, drei Punkte ganz klar ein: Das Erste ist das Erlernen unserer Sprache, das Zweite ist die Bereitschaft, arbeiten zu wollen, und das Dritte ist, unsere Lebensordnung und unsere Werte auch anzuerkennen und zu respektieren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Dabei sind Sie aber dramatisch gescheitert!)
Abg. Strache: Sie sollten den Missbrauch endlich abstellen! Aber dazu sind Sie nicht bereit!
Eine Vorgangsweise, wie sie Herr Strache wählt, hilft uns hingegen in diesem Zusammenhang nicht weiter! – Es wäre besser, wenn auch Sie das endlich erkennen und anstelle von Polemisierung die Flüchtlingsproblematik wirklich als das sehen würden, was sie ist, nämlich ein Handlungsauftrag für uns alle. (Abg. Strache: Sie sollten den Missbrauch endlich abstellen! Aber dazu sind Sie nicht bereit!)
Abg. Strache: Laut Vorschrift der OSZE gibt es auch in Frankreich durchsichtige Wahlurnen! Wissen Sie das nicht?
Abschließend noch ein Gedanke zur Volksbefragung auf der Krim heuer am 16. März: In diesem Zusammenhang haben die Kollegen Hübner und Gudenus von der FPÖ gesagt: Bei dieser Volksbefragung ist eigentlich alles legal abgelaufen! – Man hat allerdings gesehen, dass die Wahlurnen durchsichtig sind und die Stimmzettel nicht in ein Kuvert gesteckt, sondern einfach hineingeschmissen werden. – Das bezeichnen Sie als „ordentlich gelaufen“? Das ist letztklassig! (Abg. Strache: Laut Vorschrift der OSZE gibt es auch in Frankreich durchsichtige Wahlurnen! Wissen Sie das nicht?)
Beifall bei der ÖVP.
Letztlich müssen wir gemeinsam unserer Aufgabe nachkommen, Kriegsflüchtlingen in Österreich Aufnahme zu gewähren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Rosenkranz begibt sich zum Rednerpult und versucht, dessen Höhe zu verstellen.
Präsidentin Doris Bures: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Rosenkranz. – Bitte. (Abg. Rosenkranz begibt sich zum Rednerpult und versucht, dessen Höhe zu verstellen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Offensichtlich ist es der ÖVP bereits gelungen, das Rednerpult jetzt irgendwie außer Kraft zu setzen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Zur Frage der Wahlbeobachter, Herr Kollege: Vielleicht wären solche bei der Gemeinderatswahl in Niederösterreich am 25. Jänner notwendig. Da wäre, glaube ich, die OSZE ein bisschen besser angesetzt, wenn geschaut wird, welcher Farbe die Bürgermeister waren, die wegen Amtsmissbrauchs bei der Wahl bereits verurteilt wurden. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Darmann: So ist es!
Aber Sie haben auch eine Zahl aus dem Jahr 2002 gebracht, nämlich die Zahl von 40 000 Asylwerbern, und wenn Sie jetzt von einem Zahlenspiel sprechen, dann sage ich Ihnen, dass wir hinsichtlich der genannten Zahl und ähnlicher Zahlen immer wieder im Innenministerium nachgefragt haben, wie die Entscheidungsquoten dabei sind. Daher wissen wir, dass 75 bis 80 Prozent davon Wirtschaftsflüchtlinge sind. (Abg. Darmann: So ist es!) Das heißt: Wie verhält es sich denn mit diesen 75 bis 80 Prozent von den 40 000 des Jahres 2002? – Diese haben Sie bereits mit Ihrem humanitären Bleiberecht trotz illegaler Zuwanderung zu uns hereingebracht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber Sie haben auch eine Zahl aus dem Jahr 2002 gebracht, nämlich die Zahl von 40 000 Asylwerbern, und wenn Sie jetzt von einem Zahlenspiel sprechen, dann sage ich Ihnen, dass wir hinsichtlich der genannten Zahl und ähnlicher Zahlen immer wieder im Innenministerium nachgefragt haben, wie die Entscheidungsquoten dabei sind. Daher wissen wir, dass 75 bis 80 Prozent davon Wirtschaftsflüchtlinge sind. (Abg. Darmann: So ist es!) Das heißt: Wie verhält es sich denn mit diesen 75 bis 80 Prozent von den 40 000 des Jahres 2002? – Diese haben Sie bereits mit Ihrem humanitären Bleiberecht trotz illegaler Zuwanderung zu uns hereingebracht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Schauen wir uns jetzt einmal an, von wem Verunsicherung, Angst, Hetze, et cetera kommen. Ich denke da an einige Zwischenrufer, die einen Stil haben, den man in der Fachsprache „restringierten Code“ nennt. Sie können nicht viele Wörter sagen und sagen zum Beispiel nur „Hetze“. Das ist das Einzige, was sie immer wieder papageienhaft sagen können. Zu sonstigen Auseinandersetzungen sind sie nicht bereit. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rädler: Hetze!
Aber da haben wir ja die Beschwerden und Anregungen der Bürger. (Abg. Rädler: Hetze!) – Ja, der Oberpapagei hat, glaube ich, gerade da oben gerufen!
Beifall bei der FPÖ.
Ganz besonders schaffen Sie eine hervorragende Begriffsvertauschung und ‑verwirrung. – Wir treten für die ein, die Asyl tatsächlich brauchen. Das hat auch Otto Pendl gesagt. Aber wir wollen nicht nur wegschauen, so wie Sie es gemacht haben und wie du, lieber Otto Pendl, es mit deiner Fraktion gemacht hast. Das wollen wir nicht! Vielmehr wollen wir tatsächlich Möglichkeiten haben, den Menschen, die Schutz und Hilfe brauchen, zu helfen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
mit irgendeinem Button herumläuft oder nicht. Aber dabei geht es nicht um ein Verbot des IS-Staates wie jenes in der Bundesrepublik Deutschland. Dort hat man schnell gehandelt und brauchte keine lange Begutachtung oder sonst irgendetwas. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rädler: Hetze!
Vielleicht begutachten Sie etwas anderes, hinsichtlich des Verbots des IS-Staates warten Sie aber offensichtlich erst darauf, dass diese Gruppierung bei uns im Vereinsregister eingetragen ist, bis Sie aktiv werden! (Abg. Rädler: Hetze!) – Da hat sich schon wieder der Oberpapagei kurz gemeldet! Ich bin gespannt, was bei Ihnen in einer Gemeinderatssitzung in einem solchen Fall gesagt wird, wahrscheinlich auch gar nichts!
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Jetzt kommen wir zum nächsten und letzten Punkt: Hören Sie endlich auf, wegzuschauen! (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.) Die Asylproblematik ist zu ernst, als dass man sie irgendwelchen Interessen der Wirtschaftsflüchtlinge opfern dürfte! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt kommen wir zum nächsten und letzten Punkt: Hören Sie endlich auf, wegzuschauen! (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.) Die Asylproblematik ist zu ernst, als dass man sie irgendwelchen Interessen der Wirtschaftsflüchtlinge opfern dürfte! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn wir über die Fluchtgründe in Syrien reden, dann reden wir – nennen wir es beim Namen – über Mord, Vergewaltigung, Vertreibung, Menschenhandel, Zwangsheirat. Meine Damen und Herren, ich kann mich noch gut an einen Fernsehbeitrag erinnern, in dem ein weinender Vater gesagt hat: Sie haben mir meine beiden Töchter genommen. – Und wir alle wissen, was mit diesen Töchtern passiert ist. Wenn Sie sich also jetzt hierher stellen und so tun, als seien alle, die jetzt kommen, Wirtschaftsflüchtlinge, dann ist das infam! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren von der FPÖ, ich sage Ihnen: Sie vertreten nicht die Mehrheit, denn ich bin überzeugt, die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher will helfen, und das ist gut so! Daher gilt mein Dank den karitativen Flüchtlingsorganisationen, die in Syrien und in der Türkei auch vom Arbeitseinsatz her Unmenschliches leisten müssen und entsprechend helfen. Weiters danke ich den Bürgerinnen und Bürgern für die Spenden und vor allem auch für die Sachspenden. Dafür muss man sich einmal bedanken! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
auch zu berücksichtigen. Wenn dann aber der Wiener Bürgermeister 600 Flüchtlinge in einer Millionenstadt aufnimmt und die FPÖ das ebenfalls kritisiert, dann drängt sich mir schon der Verdacht auf, dass es Ihnen nicht darum geht, dass in kleinen Gemeinden die Integration von Flüchtlingen wahrscheinlich schwieriger ist, sondern dass es Ihnen ganz grundsätzlich um die Stimmungsmache geht. Sie wollen keine Flüchtlinge, sondern Sie wollen politisches Kleingeld mit dieser Flüchtlingsdebatte wechseln. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Walter Rosenkranz: Außer es fliegen Steine bei einer Demonstration!
Das ist das, was ich eigentlich als wirkliches Problem sehe: Hier zu sitzen in einem warmen Parlamentspolstersessel, das Glück zu haben, in Österreich in einem stabilen Land zu leben, in dem wir – zumindest momentan – alle die Gewissheit haben können, dass wir in Sicherheit leben. Hoffen wir, dass das so bleibt (Abg. Walter Rosenkranz: Außer es fliegen Steine bei einer Demonstration!), dass Sie nie flüchten müssen, dass ich nie flüchten muss, dass wir alle nie flüchten müssen. Das kann nämlich schneller gehen, als man denkt, wenn man sich etwa den Jugoslawienkonflikt oder den Konflikt in der Ukraine anschaut. Hoffen wir, dass das in diesem Land immer so bleibt! (Abg. Kickl: Da ist es ja „ideal“, dass gerade das Bundesheer ruiniert wird!)
Abg. Kickl: Da ist es ja „ideal“, dass gerade das Bundesheer ruiniert wird!
Das ist das, was ich eigentlich als wirkliches Problem sehe: Hier zu sitzen in einem warmen Parlamentspolstersessel, das Glück zu haben, in Österreich in einem stabilen Land zu leben, in dem wir – zumindest momentan – alle die Gewissheit haben können, dass wir in Sicherheit leben. Hoffen wir, dass das so bleibt (Abg. Walter Rosenkranz: Außer es fliegen Steine bei einer Demonstration!), dass Sie nie flüchten müssen, dass ich nie flüchten muss, dass wir alle nie flüchten müssen. Das kann nämlich schneller gehen, als man denkt, wenn man sich etwa den Jugoslawienkonflikt oder den Konflikt in der Ukraine anschaut. Hoffen wir, dass das in diesem Land immer so bleibt! (Abg. Kickl: Da ist es ja „ideal“, dass gerade das Bundesheer ruiniert wird!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Der Meister der Unwahrheit, der Herr Steinhauser!
Aber auf die Zuckerseite des Lebens zu fallen und dann über jene 3 Millionen Menschen herzuziehen, die jetzt aus Syrien flüchten – ich sage noch einmal: Mord, Vergewaltigung, Vertreibung –, das halte ich für unverschämt, meine Damen und Herren von der FPÖ! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Der Meister der Unwahrheit, der Herr Steinhauser!)
Abg. Strache: Wie für linksextremistische Tendenzen!
Keine Frage: islamistischer Fundamentalismus ist abzulehnen. Das gilt genauso – wir sind ja konsequente Kritiker des Rechtsextremismus – für rechtsextreme Tendenzen wie für islamistisch-fundamentalistische Tendenzen. (Abg. Strache: Wie für linksextremistische Tendenzen!) Intoleranz, Gewalt, Diskriminierung von Frauen und Homosexuellen, Antisemitismus – egal, welcher Weltanschauung oder welcher Religion – haben keinen Platz und finden unsere Ablehnung. (Abg. Kickl: Dass Sie das Wort „Linksextremismus“ ... herausbringen! Können Sie das Wort „Linksextremismus“ aussprechen?)
Abg. Kickl: Dass Sie das Wort „Linksextremismus“ ... herausbringen! Können Sie das Wort „Linksextremismus“ aussprechen?
Keine Frage: islamistischer Fundamentalismus ist abzulehnen. Das gilt genauso – wir sind ja konsequente Kritiker des Rechtsextremismus – für rechtsextreme Tendenzen wie für islamistisch-fundamentalistische Tendenzen. (Abg. Strache: Wie für linksextremistische Tendenzen!) Intoleranz, Gewalt, Diskriminierung von Frauen und Homosexuellen, Antisemitismus – egal, welcher Weltanschauung oder welcher Religion – haben keinen Platz und finden unsere Ablehnung. (Abg. Kickl: Dass Sie das Wort „Linksextremismus“ ... herausbringen! Können Sie das Wort „Linksextremismus“ aussprechen?)
Nein-Rufe bei Abgeordneten der FPÖ.
Aber es ist auch notwendig, zu differenzieren. Sie zeichnen das Bild, dass der gesamte Islam fundamentalistisch geprägt ist. (Nein-Rufe bei Abgeordneten der FPÖ.) – Ja, es gibt starke Strömungen im Islam, die einen Weg eingeschlagen haben, der zu kritisieren ist (Abg. Höbart: Abzulehnen, nicht „zu kritisieren“!), aber – und das ist wichtig – die Mehrheit der Muslime lehnt Fundamentalismus und alle diese aufgezählten falschen Wertvorstellungen ab, und diese Differenzierung ist wichtig (Abg. Kickl: Das Problem ist, dass Sie den anderen auf den Leim gehen!), und zwar aus folgenden Gründen – Kollege Amon hat es schon angesprochen –:
Abg. Höbart: Abzulehnen, nicht „zu kritisieren“!
Aber es ist auch notwendig, zu differenzieren. Sie zeichnen das Bild, dass der gesamte Islam fundamentalistisch geprägt ist. (Nein-Rufe bei Abgeordneten der FPÖ.) – Ja, es gibt starke Strömungen im Islam, die einen Weg eingeschlagen haben, der zu kritisieren ist (Abg. Höbart: Abzulehnen, nicht „zu kritisieren“!), aber – und das ist wichtig – die Mehrheit der Muslime lehnt Fundamentalismus und alle diese aufgezählten falschen Wertvorstellungen ab, und diese Differenzierung ist wichtig (Abg. Kickl: Das Problem ist, dass Sie den anderen auf den Leim gehen!), und zwar aus folgenden Gründen – Kollege Amon hat es schon angesprochen –:
Abg. Kickl: Das Problem ist, dass Sie den anderen auf den Leim gehen!
Aber es ist auch notwendig, zu differenzieren. Sie zeichnen das Bild, dass der gesamte Islam fundamentalistisch geprägt ist. (Nein-Rufe bei Abgeordneten der FPÖ.) – Ja, es gibt starke Strömungen im Islam, die einen Weg eingeschlagen haben, der zu kritisieren ist (Abg. Höbart: Abzulehnen, nicht „zu kritisieren“!), aber – und das ist wichtig – die Mehrheit der Muslime lehnt Fundamentalismus und alle diese aufgezählten falschen Wertvorstellungen ab, und diese Differenzierung ist wichtig (Abg. Kickl: Das Problem ist, dass Sie den anderen auf den Leim gehen!), und zwar aus folgenden Gründen – Kollege Amon hat es schon angesprochen –:
Abg. Kickl: Schon wieder sind wir schuld! Schon wieder liegt das Problem in Europa! Wie naiv kann man sein? Das ist doch unglaublich! Das ist typisch diese 68er ...!
Differenzierung ist auch deswegen wichtig, weil alles andere den Salafisten und Fundamentalisten in die Hände spielt. Das Bild der Fundamentalisten und Salafisten schaut ja so aus: Egal, was ihr sagt, was ihr tut, es geht immer gegen den Islam, der Islam sei schlecht, und auf dieses Vorurteil bauen sie dann ihre Rekrutierung auf. Sie sagen, ihr könnt eh tun, was ihr wollt, der Islam wird abgelehnt. Und das ist dann der Nährboden, auf den die Fundamentalisten und Islamisten ... (Abg. Kickl: Schon wieder sind wir schuld! Schon wieder liegt das Problem in Europa! Wie naiv kann man sein? Das ist doch unglaublich! Das ist typisch diese 68er ...!) Sie sind, wenn Sie nicht differenzieren, mit schuld. Ja, Sie sind, wenn Sie sich nicht damit beschäftigen, mit schuld.
Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Der übriggebliebene Adorno-Schüler ...!
Meine Damen und Herren, ich komme zum Schlusssatz: Die FPÖ sollte sich daher mäßigen, denn dieser Zugang wird uns nicht weiterhelfen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Der übriggebliebene Adorno-Schüler ...!)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – He-Ruf des Abg. Pendl.
Meine Damen und Herren, wenn jetzt Kollege Scherak von den NEOS hergeht und die Genfer Flüchtlingskonvention anspricht, muss man sich schon die Frage stellen, ob Österreich anders entscheidet als andere Staaten. Es ist ein Europa! Wir berufen uns immer auf ein vereintes Europa, auf die EU, und da frage ich mich schon, warum wir solche Zahlen haben. Ich kann es Ihnen sagen: Weil diese rot-schwarze Bundesregierung, deren Vertreter hinter mir auf der Regierungsbank sitzen, versagt hat, meine Damen und Herren! Das sind die Fakten. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – He-Ruf des Abg. Pendl.)
Rufe bei der FPÖ: Richtig!
Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie viele Menschen in Bulgarien oder Rumänien um Asyl ansuchen? Warum alle in Österreich oder in Deutschland oder in vergleichbaren Staaten ansuchen? – Meine Damen und Herren, das ist ganz klar: Weil sie glauben, hier ist das gelobte Land, hier fließen Milch und Honig. (Rufe bei der FPÖ: Richtig!) Und Sie fördern mit dieser Asylpolitik die Schleppertätigkeit. Wenn man sich anschaut, was da abgeht und wie viele Menschen um ihr Geld betrogen werden, weil ihnen ein Land versprochen wird, in dem Milch und Honig fließen, und dann werden sie über das Mittelmeer verschifft und dort versenkt, dann muss man sagen: Da trägt diese Bundesregierung, die hier tatenlos zuschaut, Mitverantwortung. Sie haben still und nickend diesen Asylmissbrauch zugelassen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie viele Menschen in Bulgarien oder Rumänien um Asyl ansuchen? Warum alle in Österreich oder in Deutschland oder in vergleichbaren Staaten ansuchen? – Meine Damen und Herren, das ist ganz klar: Weil sie glauben, hier ist das gelobte Land, hier fließen Milch und Honig. (Rufe bei der FPÖ: Richtig!) Und Sie fördern mit dieser Asylpolitik die Schleppertätigkeit. Wenn man sich anschaut, was da abgeht und wie viele Menschen um ihr Geld betrogen werden, weil ihnen ein Land versprochen wird, in dem Milch und Honig fließen, und dann werden sie über das Mittelmeer verschifft und dort versenkt, dann muss man sagen: Da trägt diese Bundesregierung, die hier tatenlos zuschaut, Mitverantwortung. Sie haben still und nickend diesen Asylmissbrauch zugelassen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Abg. Walter Rosenkranz: Richtig! So ist es!
Jetzt möchte ich auf ein paar Beispiele kommen. Wir haben natürlich das Problem, dass jetzt unsere Asylquartiere voll sind und wir dann für die wirklichen Flüchtlinge aus Syrien keinen Platz mehr haben. Und das sind wirklich sehr anständige Menschen. (Abg. Walter Rosenkranz: Richtig! So ist es!) Ich habe in meiner Heimatgemeinde in meiner Nachbarschaft ein Asylwerberheim mit ein paar syrischen Familien, die sind ruhig, die sind anständig, die sind zuvorkommend, da kann ich wirklich nichts sagen. Aber dann stellt es mir schon die Ohren oder die Schuhe auf (Abg. Krist: Na was jetzt? Die Haare!), wenn ich nachdenke, wie die Quotenverteilung ist, meine Damen und Herren!
Abg. Krist: Na was jetzt? Die Haare!
Jetzt möchte ich auf ein paar Beispiele kommen. Wir haben natürlich das Problem, dass jetzt unsere Asylquartiere voll sind und wir dann für die wirklichen Flüchtlinge aus Syrien keinen Platz mehr haben. Und das sind wirklich sehr anständige Menschen. (Abg. Walter Rosenkranz: Richtig! So ist es!) Ich habe in meiner Heimatgemeinde in meiner Nachbarschaft ein Asylwerberheim mit ein paar syrischen Familien, die sind ruhig, die sind anständig, die sind zuvorkommend, da kann ich wirklich nichts sagen. Aber dann stellt es mir schon die Ohren oder die Schuhe auf (Abg. Krist: Na was jetzt? Die Haare!), wenn ich nachdenke, wie die Quotenverteilung ist, meine Damen und Herren!
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Rädler – in Richtung FPÖ –: Er ist halt doch einer von euch!
Wenn ich dann höre, dass Asylwerber, die aus dem Syrienkrieg zurückkommen, die dort gebrandmarkt, gemordet, geschändet, vergewaltigt haben, hier frei herumlaufen, dann frage ich mich: Was geschieht hier in diesem Staat? Ist hier wirklich Tür und Tor offen für alle, die das Gesetz mit Füßen treten, meine Damen und Herren? Hier muss man ganz klar sagen: sofort ab in deren Heimatland! Da gibt es kein Pardon und kein Zurück! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Rädler – in Richtung FPÖ –: Er ist halt doch einer von euch!)
Abg. Strache: Lauter verfolgte ...!
Schießerei in Wien, vier Schwerverletzte, Fehde zwischen Tschetschenen, acht Personen festgenommen. (Abg. Strache: Lauter verfolgte ...!) Meine Damen und Herren, da fragt man sich doch, was hier abgeht in diesem Staat! Diese Regierung hat in der Asylpolitik versagt, das kann man ganz klar sagen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Schießerei in Wien, vier Schwerverletzte, Fehde zwischen Tschetschenen, acht Personen festgenommen. (Abg. Strache: Lauter verfolgte ...!) Meine Damen und Herren, da fragt man sich doch, was hier abgeht in diesem Staat! Diese Regierung hat in der Asylpolitik versagt, das kann man ganz klar sagen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Matznetter: In seiner Wohnung ist das aber nicht ...!
Ich als Nationalratsabgeordneter putze meine Wohnung und mein Häusel auch selber. Das ist von denen auch zu verlangen, und die können auch in gewissen Arbeitsdiensten eingeteilt werden, dass sie einmal mithelfen, den Wald wieder aufzuforsten, einen Lawinenschutz zu machen oder Wege zu pflegen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Matznetter: In seiner Wohnung ist das aber nicht ...!) Da gibt es genug Tätigkeiten. Da können sie sich solidarisch einbringen, dann haben wir auch ein offenes Ohr für diese Menschen. Meine Damen und Herren, das wäre die richtige Asylpolitik! Ich glaube, dass wir dann nicht mehr so viele Asylwerber hätten, die das Asylsystem missbrauchen, wie das jetzt der Fall ist. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Ich als Nationalratsabgeordneter putze meine Wohnung und mein Häusel auch selber. Das ist von denen auch zu verlangen, und die können auch in gewissen Arbeitsdiensten eingeteilt werden, dass sie einmal mithelfen, den Wald wieder aufzuforsten, einen Lawinenschutz zu machen oder Wege zu pflegen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ. – Abg. Matznetter: In seiner Wohnung ist das aber nicht ...!) Da gibt es genug Tätigkeiten. Da können sie sich solidarisch einbringen, dann haben wir auch ein offenes Ohr für diese Menschen. Meine Damen und Herren, das wäre die richtige Asylpolitik! Ich glaube, dass wir dann nicht mehr so viele Asylwerber hätten, die das Asylsystem missbrauchen, wie das jetzt der Fall ist. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei den NEOS: Er war eh schon überall!
Abgeordneter Mag. Nikolaus Alm (NEOS): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Was Kollege Hagen da sagt, ist unfassbar. Herr Kollege Rädler hat es ohnehin in einem Zwischenruf gesagt: Sie gehören eigentlich doch zu den Freiheitlichen. Das ist jetzt überdeutlich geworden. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei den NEOS: Er war eh schon überall!)
Heiterkeit der Abg. Korun.
Bei der FPÖ steckt der Nipster nicht im Detail, bei der FPÖ ist der Nipster Programm. (Heiterkeit der Abg. Korun.) Manchmal klingt das Gesagte oberflächlich vernünftig. (Abg. Kickl: Dass Ihnen das Christentum nicht gefällt, das wissen wir! Das ist bekannt!) Sie verkleiden sich als Kämpfer für Aufklärung und Laizität, und zwei Sätze später landen Sie bei dem typischen differenzialistischen Weltbild, das die soziale Heimatpartei gerne bemüht.
Abg. Kickl: Dass Ihnen das Christentum nicht gefällt, das wissen wir! Das ist bekannt!
Bei der FPÖ steckt der Nipster nicht im Detail, bei der FPÖ ist der Nipster Programm. (Heiterkeit der Abg. Korun.) Manchmal klingt das Gesagte oberflächlich vernünftig. (Abg. Kickl: Dass Ihnen das Christentum nicht gefällt, das wissen wir! Das ist bekannt!) Sie verkleiden sich als Kämpfer für Aufklärung und Laizität, und zwei Sätze später landen Sie bei dem typischen differenzialistischen Weltbild, das die soziale Heimatpartei gerne bemüht.
Abg. Strache: Das wehrhafte Nudelsieb!
„Wehrhaftes Christentum“ heißt ja nichts anderes als: Die autochthone Bevölkerung, wie Sie es immer nennen, die autochthone christliche Bevölkerung muss sich gegen die Zuwanderer aus dem Osten wehren. (Abg. Strache: Das wehrhafte Nudelsieb!)
Abg. Kickl: Sie brauchen nur einmal mit offenen Augen durch das Land gehen!
Es dürften zirka 600 000 Muslime in unserem Land sein. Davon wiederum sind gerade einmal 10 bis 20 Prozent überhaupt in Religionsgesellschaften und Vereinen registriert und organisiert. (Abg. Kickl: Sie brauchen nur einmal mit offenen Augen durch das Land gehen!) Die anderen sind eher das Äquivalent zu den Taufscheinkatholiken – vielleicht formal Muslime, aber nicht besonders religiös. Wir reden im Kern also von 1 bis 2 Prozent der Bevölkerung, die Ihrer Ansicht nach, der Ansicht der FPÖ nach, Österreich religiös unterwandern. Hier von Islamisierung zu sprechen, ist genau der Missbrauch von Religion, den die FPÖ mit ihrem „wehrhaften Christentum“ selbst betreibt. Das ist keine kritische Auseinandersetzung mit Religion, sondern eine Instrumentalisierung von Religion gegen eine Bevölkerungsgruppe. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Beifall bei NEOS und Grünen.
Es dürften zirka 600 000 Muslime in unserem Land sein. Davon wiederum sind gerade einmal 10 bis 20 Prozent überhaupt in Religionsgesellschaften und Vereinen registriert und organisiert. (Abg. Kickl: Sie brauchen nur einmal mit offenen Augen durch das Land gehen!) Die anderen sind eher das Äquivalent zu den Taufscheinkatholiken – vielleicht formal Muslime, aber nicht besonders religiös. Wir reden im Kern also von 1 bis 2 Prozent der Bevölkerung, die Ihrer Ansicht nach, der Ansicht der FPÖ nach, Österreich religiös unterwandern. Hier von Islamisierung zu sprechen, ist genau der Missbrauch von Religion, den die FPÖ mit ihrem „wehrhaften Christentum“ selbst betreibt. Das ist keine kritische Auseinandersetzung mit Religion, sondern eine Instrumentalisierung von Religion gegen eine Bevölkerungsgruppe. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Die Frau Innenministerin will die individuelle Auslegung der Religion auch unter das Kuratel anerkannter Religionsgesellschaften stellen. Es könne nicht so sein, dass jeder, der wolle, seine Interpretation der islamischen Glaubenslehre verbreiten dürfe. (Zwischenruf bei der FPÖ.) – Na doch, natürlich! Genau das nennt man Religionsfreiheit!
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Seien Sie ein bisserl toleranter!
Es gibt viel zu kritisieren an Religion, vor allem wenn sie sich in die Gesetzgebung einmischt, aber nicht am Islam alleine, und ganz sicher nicht so, wie das die FPÖ hier betreibt, indem sie gegen Muslime selbst mobilisiert. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Seien Sie ein bisserl toleranter!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (FPÖ): Frau Präsident! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Zunächst möchte ich die Gäste aus Oberösterreich, aus Grieskirchen, die auf der Galerie Platz genommen haben, ganz herzlich hier bei uns im Hohen Haus begrüßen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Man kann doch die Realität nicht wegdiskutieren! Das ist ja unglaublich!
Wenn man sich anschaut, dass allein im Bereich Einbruch in Wohnungen und in Wohnhäuser im Jahr 2013 ein Anstieg von 7,1 Prozent zu verzeichnen ist –16 548 Anzeigen – und dass zur Aufklärung nicht einmal 10 Prozent gelangt sind, dann ist das das wahre Versagen, Frau Bundesminister, das Sie uns heute hier darlegen. (Abg. Strache: Man kann doch die Realität nicht wegdiskutieren! Das ist ja unglaublich!) Sie haben nicht einmal einen Ansatz. Sie schreiben dann auch noch in den Bericht, das Problem bei den Einbrüchen ist, man hat keine Anhaltspunkte. Ja aber das wäre doch Ihre Aufgabe, hier endlich Anhaltspunkte und Ideen zu bringen, wie man denn genau diese Kriminalität endlich einmal runterdrücken könnte! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn man sich anschaut, dass allein im Bereich Einbruch in Wohnungen und in Wohnhäuser im Jahr 2013 ein Anstieg von 7,1 Prozent zu verzeichnen ist –16 548 Anzeigen – und dass zur Aufklärung nicht einmal 10 Prozent gelangt sind, dann ist das das wahre Versagen, Frau Bundesminister, das Sie uns heute hier darlegen. (Abg. Strache: Man kann doch die Realität nicht wegdiskutieren! Das ist ja unglaublich!) Sie haben nicht einmal einen Ansatz. Sie schreiben dann auch noch in den Bericht, das Problem bei den Einbrüchen ist, man hat keine Anhaltspunkte. Ja aber das wäre doch Ihre Aufgabe, hier endlich Anhaltspunkte und Ideen zu bringen, wie man denn genau diese Kriminalität endlich einmal runterdrücken könnte! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das geht jetzt auch ein bisschen in die Richtung der Grünen: Wie viele dieser Täter sind denn über die Asylschiene nach Österreich gekommen? Das weisen Sie hier leider nicht aus. Aber da sage ich Ihnen schon ganz ehrlich, das ist Asylmissbrauch vom Feinsten: Wir holen uns Leute ins Land, die dann nichts anderes zu tun haben, als einbrechen zu gehen, stehlen zu gehen oder Suchtmittel zu vertreiben! (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Niedrige Ausgangsbasis!
es im 19. Wiener Gemeindebezirk beispielsweise 80 Prozent Steigerung bei den Verbrechen gegen Leib und Leben gibt! Wie kann denn so etwas passieren, innerhalb eines Jahres 80 Prozent? Dafür muss es doch Gründe geben. Da muss es Ursachenforschung geben. (Ruf bei der SPÖ: Niedrige Ausgangsbasis!) – Niedriger Ausgangspunkt?
Abg. Kickl: Er ist Steirer!
Kollege Amon hat heute hier von diesem Rednerpult aus auch gesagt, Wien ist eine der sichersten Städte oder die sicherste Stadt in Europa. (Abg. Kickl: Er ist Steirer!) Dazu muss ich sagen, ich weiß nicht, warum Sie nicht mit Ihren Kollegen in Wien sprechen. (Zwischenruf des Abg. Strache.) Sprechen Sie doch mit den Bezirksvorstehern, die Sie noch haben, zum Beispiel mit Herrn Tiller, der in den Medien laut aufschreit und sagt, er hält das nicht mehr aus, er weiß nicht, wie der Bezirk gegensteuern kann. – Das ist Aufgabe der Bundesbehörde! Es ist Aufgabe der Polizei, hier für Sicherheit zu sorgen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Strache.
Kollege Amon hat heute hier von diesem Rednerpult aus auch gesagt, Wien ist eine der sichersten Städte oder die sicherste Stadt in Europa. (Abg. Kickl: Er ist Steirer!) Dazu muss ich sagen, ich weiß nicht, warum Sie nicht mit Ihren Kollegen in Wien sprechen. (Zwischenruf des Abg. Strache.) Sprechen Sie doch mit den Bezirksvorstehern, die Sie noch haben, zum Beispiel mit Herrn Tiller, der in den Medien laut aufschreit und sagt, er hält das nicht mehr aus, er weiß nicht, wie der Bezirk gegensteuern kann. – Das ist Aufgabe der Bundesbehörde! Es ist Aufgabe der Polizei, hier für Sicherheit zu sorgen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Kollege Amon hat heute hier von diesem Rednerpult aus auch gesagt, Wien ist eine der sichersten Städte oder die sicherste Stadt in Europa. (Abg. Kickl: Er ist Steirer!) Dazu muss ich sagen, ich weiß nicht, warum Sie nicht mit Ihren Kollegen in Wien sprechen. (Zwischenruf des Abg. Strache.) Sprechen Sie doch mit den Bezirksvorstehern, die Sie noch haben, zum Beispiel mit Herrn Tiller, der in den Medien laut aufschreit und sagt, er hält das nicht mehr aus, er weiß nicht, wie der Bezirk gegensteuern kann. – Das ist Aufgabe der Bundesbehörde! Es ist Aufgabe der Polizei, hier für Sicherheit zu sorgen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie lassen die Menschen nicht nur in Wien, sondern in ganz Österreich im Stich und legen uns diesen Kriminalitäts- und Sicherheitsbericht (die Rednerin hält diesen in die Höhe) vor. Wenn Sie ihn durchblättern, sehen Sie, was alles sehr stark angestiegen ist, nämlich alles, was rot ist, zeigt eine Steigerung von mehr als 30 Prozent. Das legen Sie vor, und das ist das in Zahlen gegossene Unvermögen und zeugt von der Unwilligkeit dieser Bundesregierung und vor allem auch Ihres Ressorts. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kickl – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Amon –: Ein Steirer in Wien, der kennt sich nicht aus! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Amon – auf dem Weg zum Rednerpult –: Wenn da ein Kärntner zwischenruft, bin ich beruhigt!
Präsidentin Doris Bures: Zu Wort gemeldet hat sich Herr Abgeordneter Amon. 4 Minuten freiwillige Redezeitbeschränkung. – Bitte. (Abg. Kickl – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Amon –: Ein Steirer in Wien, der kennt sich nicht aus! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Amon – auf dem Weg zum Rednerpult –: Wenn da ein Kärntner zwischenruft, bin ich beruhigt!)
Abg. Strache: Man zitiert aus dem Sicherheitsbericht und verunsichert!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Zunächst einmal: Heute ist ein bisschen der Verunsicherungstag durch die FPÖ (Abg. Strache: Man zitiert aus dem Sicherheitsbericht und verunsichert!), denn alles ist katastrophal, alles ist fürchterlich – Wien, Österreich, alles ist unsicher, alles ist fürchterlich.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das sind schon Ihre Statistiken!
Ja, Frau Dr. Belakowitsch-Jenewein, mit Statistiken kann man halt schon manchmal, wie man weiß, die Dinge darstellen, wie man gerne möchte. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das sind schon Ihre Statistiken!) Denn wenn Sie etwa sagen, der Anstieg bei den Drogendelikten beträgt 10 Prozent, dann zeigt das sehr deutlich, wie aktiv die Polizei in diesem Bereich ist, denn wenn die Polizei intensiver in Themen hineingeht, dann haben Sie natürlich im Sicherheitsbericht einen höheren Prozentsatz. Das ist der Grund dafür, Frau Belakowitsch-Jenewein (Rufe bei der FPÖ: Ach so!), und nicht, weil die Polizei hier nicht aktiv ist! Das ist falsch. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Pendl.)
Rufe bei der FPÖ: Ach so!
Ja, Frau Dr. Belakowitsch-Jenewein, mit Statistiken kann man halt schon manchmal, wie man weiß, die Dinge darstellen, wie man gerne möchte. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das sind schon Ihre Statistiken!) Denn wenn Sie etwa sagen, der Anstieg bei den Drogendelikten beträgt 10 Prozent, dann zeigt das sehr deutlich, wie aktiv die Polizei in diesem Bereich ist, denn wenn die Polizei intensiver in Themen hineingeht, dann haben Sie natürlich im Sicherheitsbericht einen höheren Prozentsatz. Das ist der Grund dafür, Frau Belakowitsch-Jenewein (Rufe bei der FPÖ: Ach so!), und nicht, weil die Polizei hier nicht aktiv ist! Das ist falsch. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Pendl.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Pendl.
Ja, Frau Dr. Belakowitsch-Jenewein, mit Statistiken kann man halt schon manchmal, wie man weiß, die Dinge darstellen, wie man gerne möchte. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das sind schon Ihre Statistiken!) Denn wenn Sie etwa sagen, der Anstieg bei den Drogendelikten beträgt 10 Prozent, dann zeigt das sehr deutlich, wie aktiv die Polizei in diesem Bereich ist, denn wenn die Polizei intensiver in Themen hineingeht, dann haben Sie natürlich im Sicherheitsbericht einen höheren Prozentsatz. Das ist der Grund dafür, Frau Belakowitsch-Jenewein (Rufe bei der FPÖ: Ach so!), und nicht, weil die Polizei hier nicht aktiv ist! Das ist falsch. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Pendl.)
Abg. Strache: Das machen schon Sie selbst! – Abg. Kickl: Herr Amon, dann brauchen wir 100 Prozent Steigerung bei den Drogendelikten!
Sie können all das ins Lächerliche ziehen. (Abg. Strache: Das machen schon Sie selbst! – Abg. Kickl: Herr Amon, dann brauchen wir 100 Prozent Steigerung bei den Drogendelikten!) Dass Wien eine der sichersten Städte der Welt ist, ergibt sich ja auch aus dem subjektiven Empfinden der Menschen. (Abg. Deimek: Erzählen Sie das den Bürgern!) In der Frage der Lebensqualität matcht sich Wien ständig mit Zürich um den
Abg. Deimek: Erzählen Sie das den Bürgern!
Sie können all das ins Lächerliche ziehen. (Abg. Strache: Das machen schon Sie selbst! – Abg. Kickl: Herr Amon, dann brauchen wir 100 Prozent Steigerung bei den Drogendelikten!) Dass Wien eine der sichersten Städte der Welt ist, ergibt sich ja auch aus dem subjektiven Empfinden der Menschen. (Abg. Deimek: Erzählen Sie das den Bürgern!) In der Frage der Lebensqualität matcht sich Wien ständig mit Zürich um den
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Also alles besser geworden!
Schauen wir uns die Zahlen an: Im Jahr 2013 wurden 546 396 Delikte insgesamt in Österreich angezeigt, das ist eine Senkung um 0,3 Prozent, die Aufklärungsquote lag bei 43,1 Prozent. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Also alles besser geworden!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das merken die Menschen vor allem!
Ich kann Ihnen in diesem Zusammenhang viele Zahlen vorlesen. Die Gesamtkriminalität – damit man auch einen Vergleich zum heurigen Jahr hat, was ja viel spannender ist, als sich allein an der Vergangenheit zu orientieren – weist von Jänner bis Juni 2014 einen Rückgang um 1,74 Prozent im Vergleich zum Jänner bis Juni 2013 auf. Die Entwicklung ist also auch da positiv, nämlich ein Rückgang an Kriminalität, Frau Dr. Belakowitsch-Jenewein. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das merken die Menschen vor allem!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Dass die Kriminalität in Wien weiter explodiert ist!
Ich erinnere mich sehr gut daran, dass, als die SOKO Ost eingeführt wurde, als die SOKO KFZ eingeführt wurde (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Dass die Kriminalität in Wien weiter explodiert ist!), Sie all das ins Lächerliche gezogen haben. Fest steht jedoch, dass gerade durch diese Maßnahmen seit dem Jahr 2010 die Delikte in diesem Bereich sukzessive zurückgegangen sind. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wo denn? In Wien ist alles angestiegen!) Also richtige Maßnahmen, die die Frau Bundesministerin und ihre Vorgänger hier gesetzt haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Haben Sie den Bericht nicht gelesen?)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wo denn? In Wien ist alles angestiegen!
Ich erinnere mich sehr gut daran, dass, als die SOKO Ost eingeführt wurde, als die SOKO KFZ eingeführt wurde (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Dass die Kriminalität in Wien weiter explodiert ist!), Sie all das ins Lächerliche gezogen haben. Fest steht jedoch, dass gerade durch diese Maßnahmen seit dem Jahr 2010 die Delikte in diesem Bereich sukzessive zurückgegangen sind. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wo denn? In Wien ist alles angestiegen!) Also richtige Maßnahmen, die die Frau Bundesministerin und ihre Vorgänger hier gesetzt haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Haben Sie den Bericht nicht gelesen?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Haben Sie den Bericht nicht gelesen?
Ich erinnere mich sehr gut daran, dass, als die SOKO Ost eingeführt wurde, als die SOKO KFZ eingeführt wurde (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Dass die Kriminalität in Wien weiter explodiert ist!), Sie all das ins Lächerliche gezogen haben. Fest steht jedoch, dass gerade durch diese Maßnahmen seit dem Jahr 2010 die Delikte in diesem Bereich sukzessive zurückgegangen sind. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wo denn? In Wien ist alles angestiegen!) Also richtige Maßnahmen, die die Frau Bundesministerin und ihre Vorgänger hier gesetzt haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Haben Sie den Bericht nicht gelesen?)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Offensichtlich haben Sie ihn nicht gelesen!
Ich habe den Bericht im Gegensatz zu anderen sehr genau gelesen (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Offensichtlich haben Sie ihn nicht gelesen!), Herr Klubobmann Strache.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Im April 2014 wurden insgesamt 2 200 Stück Einsatzanzüge für die Spezialeinsätze ausgeliefert. Die österreichische Polizei verfügt über einen der europaweit modernsten Fuhrparks, 5 300 Dienstkraftfahrzeuge, 51 Motorboote. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Der natürliche Abgang wird nicht einmal gedeckt! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was erzählen Sie denn da?
Sie haben gesagt, beim Personal wurde eingespart: Auch da halten Ihre Vorwürfe nicht stand. Von 2009 bis einschließlich 2013 erfolgten 4 699 Neuaufnahmen (Abg. Strache: Der natürliche Abgang wird nicht einmal gedeckt! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was erzählen Sie denn da?), dem stehen 3 683 natürliche Abgänge, Pensionierungen, gegenüber. Das sind netto 1 000 Polizistinnen und Polizisten mehr. 1 000 mehr, Herr Kollege Strache, und nicht weniger! Nehmen Sie das zur Kenntnis! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Strache.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Strache.
Sie haben gesagt, beim Personal wurde eingespart: Auch da halten Ihre Vorwürfe nicht stand. Von 2009 bis einschließlich 2013 erfolgten 4 699 Neuaufnahmen (Abg. Strache: Der natürliche Abgang wird nicht einmal gedeckt! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Was erzählen Sie denn da?), dem stehen 3 683 natürliche Abgänge, Pensionierungen, gegenüber. Das sind netto 1 000 Polizistinnen und Polizisten mehr. 1 000 mehr, Herr Kollege Strache, und nicht weniger! Nehmen Sie das zur Kenntnis! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Strache.)
Abg. Strache: Aber mehr Planstellen als wir!
durch die Zusammenlegung von Polizeiinspektionen mehr Unsicherheit geschaffen wird. Aber Sie wissen, dass München weniger Polizeiinspektionen hat als Wien und ein paar Einwohner mehr, die Hälfte nämlich, im Übrigen bei etwa gleicher Aufklärungsquote. (Abg. Strache: Aber mehr Planstellen als wir!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber zur Explosion der Kriminalität!
Und gerade diese Zusammenlegung, die mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausverhandelt worden ist, hat nicht zum Abbau einer einzigen Planstelle geführt, Herr Kollege Strache. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber zur Explosion der Kriminalität!) Es bringt also nicht weniger Sicherheit, sondern mehr Sicherheit.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Diese Bundesministerin ist die richtige und setzt auf die Sicherheit unserer Bevölkerung und nicht auf Verunsicherung, wie Sie das als FPÖ permanent tun. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Pendl: Hört! Hört!
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Den Sicherheitsbericht 2013 kann man mit gemischten Gefühlen sehen, auf der einen Seite haben wir einen rückläufigen Trend der Anzeigen (Abg. Pendl: Hört! Hört!) – 2004 waren es noch 643 648 Fälle, und jetzt haben wir 546 396 Fälle (Abg. Strache: Weil es eh keinen Sinn macht!); den Rückgang kann man positiv sehen, in Wien jedoch gibt es eine Steigerung von 4,7 Prozent (Abg. Strache: Hört! Hört! Steigerung!), österreichweit einen Rückgang von 0,3 Prozent –, aber man muss natürlich – und jetzt komme ich dazu –, wie Kollege Amon vorhin richtig gesagt hat, eine Statistik genau ansehen, denn eine Statistik nimmt sehr viel an.
Abg. Strache: Weil es eh keinen Sinn macht!
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Den Sicherheitsbericht 2013 kann man mit gemischten Gefühlen sehen, auf der einen Seite haben wir einen rückläufigen Trend der Anzeigen (Abg. Pendl: Hört! Hört!) – 2004 waren es noch 643 648 Fälle, und jetzt haben wir 546 396 Fälle (Abg. Strache: Weil es eh keinen Sinn macht!); den Rückgang kann man positiv sehen, in Wien jedoch gibt es eine Steigerung von 4,7 Prozent (Abg. Strache: Hört! Hört! Steigerung!), österreichweit einen Rückgang von 0,3 Prozent –, aber man muss natürlich – und jetzt komme ich dazu –, wie Kollege Amon vorhin richtig gesagt hat, eine Statistik genau ansehen, denn eine Statistik nimmt sehr viel an.
Abg. Strache: Hört! Hört! Steigerung!
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Den Sicherheitsbericht 2013 kann man mit gemischten Gefühlen sehen, auf der einen Seite haben wir einen rückläufigen Trend der Anzeigen (Abg. Pendl: Hört! Hört!) – 2004 waren es noch 643 648 Fälle, und jetzt haben wir 546 396 Fälle (Abg. Strache: Weil es eh keinen Sinn macht!); den Rückgang kann man positiv sehen, in Wien jedoch gibt es eine Steigerung von 4,7 Prozent (Abg. Strache: Hört! Hört! Steigerung!), österreichweit einen Rückgang von 0,3 Prozent –, aber man muss natürlich – und jetzt komme ich dazu –, wie Kollege Amon vorhin richtig gesagt hat, eine Statistik genau ansehen, denn eine Statistik nimmt sehr viel an.
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Kollege Amon, wenn es den Leuten schon zu dumm wird, Anzeigen zu erstatten, wenn sie nämlich sagen, dass das ohnehin keinen Wert hat, weil nichts mehr aufgeklärt wird, und daher keine Anzeige erstatten, dann kann man dadurch die Anzeigenzahl auch hinunterdrücken. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) Meine Damen und Herren, das muss man auch einmal andenken.
Zwischenruf des Abg. Pendl.
Meine Damen und Herren! Es fehlen Überstunden, die die Beamten leisten können, und es fehlt an Personal, auch wenn hier immer diese 1 000 Beamten angeführt werden. Diese zusätzlichen 1 000 Beamten muss man nämlich auch wieder relativ sehen, denn wir haben sehr viele weibliche Beamtinnen, aber auch Männer, die in Karenz gehen, die dann nur teilweise da sind, und dann schaut das Ganze schon wieder ganz anders aus, und es fehlt wirklich auf den Dienststellen das Personal. (Zwischenruf des Abg. Pendl.)
Beifall beim Team Stronach.
Das ist ein großes Problem, Herr Bundesminister, weshalb ich Sie hier auffordern möchte, darüber nachzudenken und die gesetzlichen Möglichkeiten für die ermittelnden Beamten zu verbessern, sodass man da besser rankommt. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz
Meine Damen und Herren, wir haben vor Kurzem in einem Medienbericht von einem FSG-Personalvertreter gelesen, der sich geärgert hat, dass die Beamten zu wenig Taschenlampen haben. Das ist richtig, die neuen Taschenlampen werden nur an die jungen Beamten ausgegeben, nicht aber an die älteren Beamten – wie meine Altersklasse; ich brauche sie jetzt zwar nicht, weil ich im Innendienst bin, aber bei Schießübungen fällt mir halt auf, dass man mit der großen Stablampe ein Gebäude nicht durchsuchen kann (Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz), da sie dann zu schwer wird. Das ist schon ein Problem, da fehlt es an der Ausrüstung.
Beifall des Abg. Strache.
Aber, meine Damen und Herren, anstatt über Taschenlampen nachzudenken, sollten wir besser darüber nachdenken, ob wir ein eigenes Exekutivdienstgesetz schaffen, denn die Exekutivbeamten hängen immer an den Lehrern. Und wenn es darum geht, in der Mittagspause durchzuarbeiten, dann werden die Exekutivbeamten hervorgehoben, aber dann, wenn es wirklich um die Belange der Exekutive geht, hat man das wieder vergessen. (Beifall des Abg. Strache.) Ich habe einen entsprechenden Antrag eingebracht, wir werden ihn im nächsten Monat im Verfassungsausschuss behandeln.
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.
Und zum Schluss, weil es so schön ist: Wir brauchen dringend ein eigenes Exekutivdienstgesetz. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wir sind schon beim Sicherheitsbericht!
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Meine Damen und Herren auf der Galerie und vor den Fernsehschirmen! Kollege Darmann, ich habe dich ja als Sachpolitiker in vielen Sparten in Verhandlungen und Diskussionen wirklich schätzen gelernt, wir haben auch immer gut miteinander „können“, aber in der heutigen Aktuellen Stunde hast du dich hier an das Rednerpult gestellt und gesagt, dass Landeshauptmann Kaiser Kärnten wegen der Asylfrage ins Chaos stürzt. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wir sind schon beim Sicherheitsbericht!) Dazu muss ich dir sagen: Wenn jemand Kärnten ins Chaos gestürzt hat, dann waren das deine Freunde, aber das habt ihr anscheinend vergessen. Ob es „FPÖ“ oder „BZÖ“ geheißen hat, lassen wir heute dahingestellt, denn es bringt uns ja in einer Sachdiskussion nicht weiter, wenn ständig ein anderes Jankerl angezogen wird. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Meine Damen und Herren auf der Galerie und vor den Fernsehschirmen! Kollege Darmann, ich habe dich ja als Sachpolitiker in vielen Sparten in Verhandlungen und Diskussionen wirklich schätzen gelernt, wir haben auch immer gut miteinander „können“, aber in der heutigen Aktuellen Stunde hast du dich hier an das Rednerpult gestellt und gesagt, dass Landeshauptmann Kaiser Kärnten wegen der Asylfrage ins Chaos stürzt. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wir sind schon beim Sicherheitsbericht!) Dazu muss ich dir sagen: Wenn jemand Kärnten ins Chaos gestürzt hat, dann waren das deine Freunde, aber das habt ihr anscheinend vergessen. Ob es „FPÖ“ oder „BZÖ“ geheißen hat, lassen wir heute dahingestellt, denn es bringt uns ja in einer Sachdiskussion nicht weiter, wenn ständig ein anderes Jankerl angezogen wird. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wir sind jetzt beim Sicherheitsbericht!
So wie das Asylwesen eine gesamtstaatliche Aufgabe ist, hat der Bund, die Republik jetzt leider Gottes die Aufgabe, im Rahmen einer Gewaltanstrengung die Fehler, die ihr gemacht habt, auszumerzen (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wir sind jetzt beim Sicherheitsbericht!), und das kostet viel Geld, jeden Steuerzahler.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich lade Sie ein, meine sehr geehrten Damen und Herren, im Interesse der Österreicherinnen und Österreicher mit uns konstruktiv gute Lösungen zu verhandeln und nicht ununterbrochen tagespolitisch zu diskutieren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
man derartige Vergleichszahlen immer im long run sehen und den Langzeitvergleich anstellen muss. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich darf diesen Langzeitvergleich nur anhand einer Zahl anstellen, nämlich generell der Kriminalität, den Delikten. So waren es im Jahr 2013 in etwa 540 000 Delikte, 540 000 Anzeigen, während es im Jahr 2004 um die 640 000 Anzeigen gab, das heißt im Vergleich von 10 Jahren eine Reduktion von 100 000 Delikten. Eine Erfolgsgeschichte, wo die Polizei wirklich Großartiges zustande gebracht hat, wo ich auch heute unseren Polizistinnen und Polizisten ein ganz großes und herzliches Danke sagen möchte für ihre hervorragende Arbeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Aber nicht nur diese Zahl zeigt, dass wir gut unterwegs sind, sondern vor allem auch der Rückgang im Jahr 2013. Hier können wir allein im Jahr 2013 1 631 Anzeigen weniger und ein Plus im Bereich der Aufklärungsquote verzeichnen. Diese Aufklärungsquote lag im Jahr 2013 bei mehr als 43 Prozent. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen und NEOS.
Da bitte ich auch vor allem die FPÖ zur Kenntnis zu nehmen, dass es der Koalition ganz wichtig ist, hier ganz klar zu differenzieren zwischen legaler Migration und illegaler Migration, und dass wir uns dagegen verwehren, dass Sie seitens der FPÖ permanent versuchen, Asylwerber zu kriminalisieren. Das lehnen wir aufs Entschiedenste ab! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich möchte aber heute auch die Gelegenheit nutzen, mich beim Herrn Justizminister herzlich zu bedanken für die wirklich ausgesprochen gute Zusammenarbeit zwischen dem Justizressort und dem Innenressort, und noch einmal allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowohl seitens der Justiz als auch der Polizei ein herzliches Danke sagen für ihre Arbeit, für ihren zentralen Beitrag für die Sicherheit. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Mag. Gernot Darmann (FPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Werter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Zu Beginn meines Redebeitrags zum Sicherheitsbericht 2013 möchte ich sagen, dass es hier sowohl der richtige Ort als auch die richtige Zeit ist, um den heute Nacht quer durch Österreich im Einsatz befindlichen Tausenden und Abertausenden aktiven Feuerwehrleuten dafür Danke zu sagen, dass sie sich für die Sicherheit unserer Bürger eingesetzt und Sturmschäden beseitigt haben. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hagen.
Geschätzte Damen und Herren! In der Tat ist es doch so – und da sollte man einmal in sich gehen, auch in dieser Bundesregierung, Frau Bundesministerin –, dass es diese Bundesregierung ist, die keinen Unterschied zwischen den Asylwerbern, die tatsächlich auf der Flucht sind und ihr Leib und Leben retten wollen, den Wirtschaftsflüchtlingen und denen, die Asyl missbrauchen, macht. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hagen.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Schönegger: Das glaubst du aber selber nicht!
Geschätzte Damen und Herren! Diese Bundesregierung lässt nämlich dem Asylmissbrauch keine Konsequenzen folgen, und das ist der Punkt, wo wir Freiheitliche sagen: Das hätte sich schon längst ändern müssen im Sinne der Bevölkerung und im Sinne der Zukunft unseres Landes, da es ja nicht sein kann, dass genau jenen, die unser Asylsystem, unseren Sozialstaat missbrauchen, missbrauchen wollen, hier Schutz gewährt wird zulasten jener, die diesen Schutz tatsächlich temporär benötigen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Schönegger: Das glaubst du aber selber nicht!)
Beifall bei der FPÖ.
Es gibt hier entsprechende Rechte der Republik Österreich – in Klammern: der Bürger der Republik Österreich –, und deren Wahrung fordern wir Freiheitliche ein, indem eben diese Vereinbarungen entsprechend mit Leben erfüllt gehören und wir so nicht jedes Problem an uns ziehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Pendl: Was erzählst du uns? – Abg. Pilz – auf dem Weg zum Rednerpult –: Die Wahrheit!
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Pilz. – Bitte. (Abg. Pendl: Was erzählst du uns? – Abg. Pilz – auf dem Weg zum Rednerpult –: Die Wahrheit!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und NEOS.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Werte Kolleginnen und Kollegen! Eingangs einmal einen einzigen Satz zu dem, was die Freiheitliche Partei hier ständig seit heute Früh vorbringt. Ich persönlich und, ich glaube, viele in dieser Republik mit mir sind auf leidvolle Art und Weise davon überzeugt worden, dass 10 000 Wirtschaftsflüchtlinge in Österreich einen geringeren Schaden anrichten als die Freiheitliche Partei Kärnten. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und NEOS.) Und diese Dimension sollten wir immer im Auge behalten. (Abg. Rädler: Da hat er recht!)
Abg. Rädler: Da hat er recht!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Werte Kolleginnen und Kollegen! Eingangs einmal einen einzigen Satz zu dem, was die Freiheitliche Partei hier ständig seit heute Früh vorbringt. Ich persönlich und, ich glaube, viele in dieser Republik mit mir sind auf leidvolle Art und Weise davon überzeugt worden, dass 10 000 Wirtschaftsflüchtlinge in Österreich einen geringeren Schaden anrichten als die Freiheitliche Partei Kärnten. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und NEOS.) Und diese Dimension sollten wir immer im Auge behalten. (Abg. Rädler: Da hat er recht!)
Abg. Hübner: Ach so?
Natürlich müssen wir auch vor Asylmissbrauch schützen, weil es da einfach auch um Steuergelder geht (Abg. Hübner: Ach so?) und um einen Umgang mit dem Asylrecht, der das Asylrecht selbst beschädigen kann. Na selbstverständlich! Aber wir müssen die Menschen auch vor regierenden Freiheitlichen schützen. (Abg. Hübner: Ja natür-
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
lich! Vor dem Pilz auch!) Und da geht es zumindest finanziell um viel, viel mehr. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Eher von Peter Pilz!
Der Hauptschaden in dieser Republik ist nicht von Türken, Tschetschenen, Nordafrikanern verursacht worden, sondern von kreuzbraven, heimatverbundenen freiheitlichen Politikern. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Eher von Peter Pilz!) Denen verdanken wir Hypo Alpe-Adria, Eurofighter, Telekom, und, und, und. Milliarden gehen auf ihr Konto! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Der Hauptschaden in dieser Republik ist nicht von Türken, Tschetschenen, Nordafrikanern verursacht worden, sondern von kreuzbraven, heimatverbundenen freiheitlichen Politikern. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Eher von Peter Pilz!) Denen verdanken wir Hypo Alpe-Adria, Eurofighter, Telekom, und, und, und. Milliarden gehen auf ihr Konto! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Darmann: Ein peinlicher Auftritt vom Kollegen Pilz!
Mich wundert es, dass sie über Wirtschaftsflüchtlinge reden, wo die Freiheitlichen selbst heute Wirtschaftsverantwortungsflüchtlinge sind. Und diese Wirtschaftsverantwortungsflüchtlinge müssen wir auch zum Thema der Sicherheitspolitik machen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Darmann: Ein peinlicher Auftritt vom Kollegen Pilz!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Dann können wir auch über Kriminalität reden!
So, und jetzt komme ich noch einmal zum großen und laut Freiheitlicher Partei zum alles dominierenden Problem der Asylwerber und Aslywerberinnen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Dann können wir auch über Kriminalität reden!)
Abg. Walter Rosenkranz: Bei der Rede sollte man eher von Promille sprechen!
Sagen Sie, können Sie nicht einmal rechnen?! Sind 3 Prozent die größte Zahl, die in der Sicherheitsstatistik vorkommt? (Abg. Walter Rosenkranz: Bei der Rede sollte man eher von Promille sprechen!) Sagen Sie, können Sie nicht bis über zehn zählen? Das dürfte in der Sicherheitspolitik eines der großen Probleme der Freiheitlichen Partei sein. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sagen Sie, können Sie nicht einmal rechnen?! Sind 3 Prozent die größte Zahl, die in der Sicherheitsstatistik vorkommt? (Abg. Walter Rosenkranz: Bei der Rede sollte man eher von Promille sprechen!) Sagen Sie, können Sie nicht bis über zehn zählen? Das dürfte in der Sicherheitspolitik eines der großen Probleme der Freiheitlichen Partei sein. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das sind die wirklichen Probleme, meine Damen und Herren nicht nur von der Freiheitlichen Partei, für die wir mehr und qualifiziertere Polizei bräuchten. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hübner: Welche Partei?
Mich regt ein Justizminister auf, der das illegale Glücksspiel aus dem Strafgesetzbuch streichen will, nachdem es bereits zu einer Umkehr gekommen ist, und dann, wenn Verwaltungsstrafrecht und Strafrecht kollidieren, nur das Verwaltungsstrafrecht beim Glücksspiel – und das ist eine Ausnahmeregelung – zur Anwendung kommt. Warum, Herr Justizminister, präsentieren Sie demnächst auch diesem Haus ein Vorhaben, das der Exekutive die Bekämpfung des illegalen Glücksspiels in Zukunft unmöglich machen wird? Wissen Sie nicht, dass von den Abhängigen und Süchtigen in Wien die größte Tätergruppe bereits nicht mehr die Drogensüchtigen, sondern die Spielsüchtigen sind? Wissen Sie nicht, dass Parteien in diesem Haus – und das ist nicht nur eine Partei – durch finanzielle Zuwendungen eines Spielautomatenkonzerns wie Novomatic politisch gefügig gemacht worden sind? (Abg. Hübner: Welche Partei?) Warum spielt das Justizministerium da mit?
Rufe bei der FPÖ: Welche Partei ist das?
Das sind die Fragen, die mich aufregen. (Rufe bei der FPÖ: Welche Partei ist das?) – Schauen Sie einmal nach in der SPÖ, schauen Sie einmal nach in der ÖVP und schauen Sie einmal nach in der Freiheitlichen Partei, die ihren Kurs in Bezug auf Novomatic und Glücksspiel vollkommen geändert hat! (Abg. Walter Rosenkranz: Na, na, na, na!)
Abg. Walter Rosenkranz: Na, na, na, na!
Das sind die Fragen, die mich aufregen. (Rufe bei der FPÖ: Welche Partei ist das?) – Schauen Sie einmal nach in der SPÖ, schauen Sie einmal nach in der ÖVP und schauen Sie einmal nach in der Freiheitlichen Partei, die ihren Kurs in Bezug auf Novomatic und Glücksspiel vollkommen geändert hat! (Abg. Walter Rosenkranz: Na, na, na, na!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wissen Sie, was mich auch aufregt? – Eine sogenannte Personalvertretung namens AUF, bei der führende Funktionäre im Strafvollzug sexueller Übergriffe an Kolleginnen und Kollegen dringend verdächtig sind. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Jetzt reicht es aber langsam!
Das regt Sie nicht auf, wenn Ihre Gesinnungsgenossen im Justizvollzug Beamtinnen belästigen?! Manche von ihnen werden für derartiges Verhalten noch mit Mandaten und Funktionen belohnt?! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Jetzt reicht es aber langsam!) Das regt mich auf, und das hat nichts verloren in der öffentlichen Sicherheit! (Beifall bei den Grünen.) Freiheitliche Personalvertreter, die heute großen Einfluss haben, sind für mich ein Zeichen für allergrößte Besorgnis. (Abg. Stefan: Das ist so unseriös!) Ich möchte nicht zuschauen, wie in der Sicherheitsexekutive der politische Bodensatz oben schwimmt. Das möchte ich nicht. (Abg. Stefan: Unglaublich unseriös!)
Beifall bei den Grünen.
Das regt Sie nicht auf, wenn Ihre Gesinnungsgenossen im Justizvollzug Beamtinnen belästigen?! Manche von ihnen werden für derartiges Verhalten noch mit Mandaten und Funktionen belohnt?! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Jetzt reicht es aber langsam!) Das regt mich auf, und das hat nichts verloren in der öffentlichen Sicherheit! (Beifall bei den Grünen.) Freiheitliche Personalvertreter, die heute großen Einfluss haben, sind für mich ein Zeichen für allergrößte Besorgnis. (Abg. Stefan: Das ist so unseriös!) Ich möchte nicht zuschauen, wie in der Sicherheitsexekutive der politische Bodensatz oben schwimmt. Das möchte ich nicht. (Abg. Stefan: Unglaublich unseriös!)
Abg. Stefan: Das ist so unseriös!
Das regt Sie nicht auf, wenn Ihre Gesinnungsgenossen im Justizvollzug Beamtinnen belästigen?! Manche von ihnen werden für derartiges Verhalten noch mit Mandaten und Funktionen belohnt?! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Jetzt reicht es aber langsam!) Das regt mich auf, und das hat nichts verloren in der öffentlichen Sicherheit! (Beifall bei den Grünen.) Freiheitliche Personalvertreter, die heute großen Einfluss haben, sind für mich ein Zeichen für allergrößte Besorgnis. (Abg. Stefan: Das ist so unseriös!) Ich möchte nicht zuschauen, wie in der Sicherheitsexekutive der politische Bodensatz oben schwimmt. Das möchte ich nicht. (Abg. Stefan: Unglaublich unseriös!)
Abg. Stefan: Unglaublich unseriös!
Das regt Sie nicht auf, wenn Ihre Gesinnungsgenossen im Justizvollzug Beamtinnen belästigen?! Manche von ihnen werden für derartiges Verhalten noch mit Mandaten und Funktionen belohnt?! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Jetzt reicht es aber langsam!) Das regt mich auf, und das hat nichts verloren in der öffentlichen Sicherheit! (Beifall bei den Grünen.) Freiheitliche Personalvertreter, die heute großen Einfluss haben, sind für mich ein Zeichen für allergrößte Besorgnis. (Abg. Stefan: Das ist so unseriös!) Ich möchte nicht zuschauen, wie in der Sicherheitsexekutive der politische Bodensatz oben schwimmt. Das möchte ich nicht. (Abg. Stefan: Unglaublich unseriös!)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ja, die österreichische Polizei braucht viel mehr Unterstützung, viel mehr Ressourcen, sie braucht Gesetze, zum Teil bessere Gesetze, die sie auch exekutieren, die sie umsetzen kann, aber eines braucht sie mit Sicherheit nicht: Scharfmacher, Scharfmacher in den eigenen Reihen, Scharfmacher in diesem Parlament, die Menschen gegeneinander aufhetzen, die wichtige Probleme der Sicherheit missbrauchen, um Menschen aufzuhetzen und daraus Kapital zu schlagen. Das braucht Österreich nicht! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Österreich braucht keine freiheitliche Unsicherheitspolitik, sondern eine mit Exekutive und Justiz gemeinsam gestaltete, verantwortungsbewusste Sicherheitspolitik! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neubauer – in Richtung des auf seinen Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Pilz –: Legen Sie endlich einmal Beweise vor! Seit zehn Jahren tun Sie das nicht!
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Schenk. (Abg. Neubauer – in Richtung des auf seinen Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Pilz –: Legen Sie endlich einmal Beweise vor! Seit zehn Jahren tun Sie das nicht!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Richtig!
Abgeordnete Martina Schenk (STRONACH): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Minister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Man kann den Sicherheitsbericht, wenn man ihn so durchliest, so und so bewerten, und meine Vorredner haben das auch gemacht. Ich für mich kann im Zusammenhang damit schon von einer verfehlten Sicherheitspolitik der Ministerin, dieser Regierung sprechen. Wenn die Anzahl der Anzeigen um 0,3 Prozent zurückgeht, so heißt das ja nicht, dass es weniger Verbrechen gibt. Das heißt, dass viele schon aufgegeben haben (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Richtig!), resigniert haben (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Richtig!) und keine Anzeigen mehr machen, und das auch deshalb, weil die Polizeiinspektionen zuhauf geschlossen worden sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Richtig!
Abgeordnete Martina Schenk (STRONACH): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Minister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Man kann den Sicherheitsbericht, wenn man ihn so durchliest, so und so bewerten, und meine Vorredner haben das auch gemacht. Ich für mich kann im Zusammenhang damit schon von einer verfehlten Sicherheitspolitik der Ministerin, dieser Regierung sprechen. Wenn die Anzahl der Anzeigen um 0,3 Prozent zurückgeht, so heißt das ja nicht, dass es weniger Verbrechen gibt. Das heißt, dass viele schon aufgegeben haben (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Richtig!), resigniert haben (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Richtig!) und keine Anzeigen mehr machen, und das auch deshalb, weil die Polizeiinspektionen zuhauf geschlossen worden sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Martina Schenk (STRONACH): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Minister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Man kann den Sicherheitsbericht, wenn man ihn so durchliest, so und so bewerten, und meine Vorredner haben das auch gemacht. Ich für mich kann im Zusammenhang damit schon von einer verfehlten Sicherheitspolitik der Ministerin, dieser Regierung sprechen. Wenn die Anzahl der Anzeigen um 0,3 Prozent zurückgeht, so heißt das ja nicht, dass es weniger Verbrechen gibt. Das heißt, dass viele schon aufgegeben haben (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Richtig!), resigniert haben (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Richtig!) und keine Anzeigen mehr machen, und das auch deshalb, weil die Polizeiinspektionen zuhauf geschlossen worden sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Bundesministerin Mikl-Leitner: 1,6 Millionen! Das ist ja unglaublich! – Zwischenruf bei der ÖVP.
Frau Ministerin, ich muss Sie jetzt mit einigen Fragen konfrontieren, die mir unter den Nägeln brennen, denn schön langsam glaube ich nicht mehr, dass Sie auf der Seite der Polizistinnen und Polizisten stehen, wenn man sich vor Augen hält, dass Polizeiinspektionen geschlossen wurden, wenn man sich vor Augen hält, dass kein Geld für die Ausrüstung zur Verfügung steht. Wir haben es in der heutigen Debatte schon gehört, es gibt für die Alkomat-Röhrchen kein Geld mehr, es gibt für die Taschenlampen kein Geld mehr (Bundesministerin Mikl-Leitner: 1,6 Millionen! Das ist ja unglaublich! – Zwischenruf bei der ÖVP.) – Herr Kollege, Sie können sich dann gerne zu Wort melden, Frau Ministerin, Sie können sich dann gerne auch noch einmal zu Wort melden, aber jetzt darf ich meine Ausführungen zu Ende bringen!
Beifall beim Team Stronach.
Die Behördenwillkür in Bezug auf die Ausstellung von Waffenpässen möchte ich auch noch ansprechen. Es gibt eine aktuelle Petition, die wir im nächsten Innenausschuss auch behandeln werden, denn es geht auch darum, dass Exekutivbeamte außer Dienst nicht einmal mehr den Rechtsanspruch auf einen Waffenpass haben. Wenn ein Exekutivbeamter verlässlich genug ist, im Dienst eine Waffe zu tragen, dann soll er das auch danach machen dürfen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Auf europäischer Ebene ist das Problem der Quotenzuteilung, was die Asylanten betrifft, auch noch nicht geklärt, Frau Minister, das haben Sie heute angesprochen. Können Sie uns aber vielleicht doch sagen, bis wann ein Schritt dahin gehend gesetzt werden wird, dass die Quotenaufteilung auf alle 28 EU-Länder gleich erfolgt und nicht die kleineren Länder und da im Speziellen auch Österreich einen großen Brocken zu tragen haben? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Bundesministerin Mikl-Leitner: Nur zur Information: Das macht die Justiz! – Abg. Schenk – in Richtung Bundesministerin Mikl-Leitner –: Sie wissen aber schon, was eine Polizei ist und wie da oft mit Beamten umgegangen wird?! Informieren Sie sich einmal! – Bundesministerin Mikl-Leitner: Frau Kollegin, ich glaube, Sie vergreifen sich im Ton!
In diesem Zusammenhang, Frau Ministerin, ist großer Aufklärungsbedarf gegeben, und ich würde Sie wirklich bitten, zu zeigen, dass Sie hinter den Polizistinnen und Polizisten stehen, und nicht nur davon zu reden. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Bundesministerin Mikl-Leitner: Nur zur Information: Das macht die Justiz! – Abg. Schenk – in Richtung Bundesministerin Mikl-Leitner –: Sie wissen aber schon, was eine Polizei ist und wie da oft mit Beamten umgegangen wird?! Informieren Sie sich einmal! – Bundesministerin Mikl-Leitner: Frau Kollegin, ich glaube, Sie vergreifen sich im Ton!)
Beifall bei den NEOS.
Wir sind der Meinung, dass es sehr wohl auch neue Wege für die Ermittlungsarbeit geben muss. In diesen Punkten muss ich Ihnen und der Frau Ministerin auch recht geben, dass wir uns auf die Suche begeben müssen, um das Instrumentarium zu modernisieren. Das Ganze hat aber grundrechtskonform zu erfolgen. Einen entsprechenden Antrag zur Evaluierung haben wir ja bereits eingebracht. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der FPÖ
Abgeordnete Barbara Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Sehr verehrte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Was Herr Abgeordneter Pilz, der die Sicherheitsdebatte gar nicht bis zum Ende verfolgen will, hier vorgetragen hat, war von geradezu grotesker Arroganz – das halten wir aber auch aus (Beifall bei der FPÖ) –, aber es war – und das ist das Bedauerliche – von einem nicht überbietbaren Zynismus.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hagen.
Ich hätte ihn zum Beispiel gerne gefragt, ob er weiß – ich beziehe mich ausdrücklich auf den „Standard“ vom Juni 2012 –, dass die Gefängnisse zum Bersten voll sind. Das wissen wir alle. Aber warum?! – Weil – und das wissen Sie, Herr Abgeordneter Pendl, ganz besonders gut – 48 Prozent der Insassen in den heimischen Gefängnissen nicht gebürtige Österreicher sind. Wer kann hier nicht rechnen?! Wer kann hier nicht lesen?! Und vor allem: Wer will hier der Realität nicht ins Auge schauen beziehungsweise sie sogar verschleiern?! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hagen.)
Zwischenruf der Abg. Lueger.
Frau Ministerin, Sie haben gesagt – indem Sie uns ermahnt haben, nicht zu hetzen; das kennen wir schon lange –, dass Sie sehr wohl zwischen erwünschter Einwanderung beziehungsweise Migration und illegaler Migration unterscheiden. – Schön wäre es. Sie tun es aber nicht! Wie könnte es sonst sein, dass aus Ihren Reihen der Ruf nach einer Politik kommt, der genau diesem Prinzip widerspricht, denn Asylwerber, die als asylberechtigt anerkannt sind, sind – da sind wir uns alle einig, dass das auch so sein soll – dem Staatsbürger gleichgestellt und haben auch einen Zugang zum Arbeitsmarkt. (Zwischenruf der Abg. Lueger.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Ruf danach – es ist der Ruf der Wirtschaft; einer sehr kurzsichtigen Wirtschaft muss man in diesem Zusammenhang sagen –, dass Asylwerber, deren Asylberechtigung noch überhaupt nicht feststeht, einen Zugang zum Arbeitsmarkt haben sollen, ist ein massiver Anschlag auf jene bei uns, die sich jetzt schon kaum auf ihrem Arbeitsplatz halten können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Ministerin, wenn Sie diese so wichtige Unterscheidung, um die es genau geht, nämlich Schutz vor Verfolgung und Asyl oder Einwanderung auf der anderen Seite, wirklich machen, warum beschäftigen Sie sich dann ausschließlich mit der Verteilung von Flüchtlingen und nicht damit, dass endlich rasch entschieden wird, ob es Asylgründe gibt – dann ist es in Ordnung, dann bleibt jemand da – oder nicht? – Dann muss konsequent gehandelt werden, und dann muss es auch zu Abschiebungen kommen. Das wäre Ihre Aufgabe! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Walter Rosenkranz: Richtig!
Herr Abgeordneter Pendl, Sie haben an Ungarn erinnert, und ich erinnere mich an eine Veranstaltung in Traiskirchen – das ist schon Jahre her –, wo eine damals schon alte Dame, die das Jahr 1956 schon als erwachsener Mensch erlebt hat, gesagt hat, man habe immer geholfen, Ungarn, Tschechien, Polen, auch jetzt noch, damals in den frühen neunziger Jahren, die Krise am Balkan, aber das, was jetzt kommen wird, sei etwas ganz anderes. (Abg. Walter Rosenkranz: Richtig!)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Lugar.
Eines der Werbeargumente war bis zuletzt das Taschengeld von 40 €, das Flüchtlinge in Traiskirchen für Artikel des täglichen Bedarfs bekamen. Viele schickten das Geld nach Hause. 40 € monatlich sind in den Herkunftsländern viel Geld und Grund genug für die Nachbarfamilien, auch ihre Söhne loszuschicken. Da lüftet sich ein bisschen das Geheimnis und klärt sich das Rätsel auf, warum drei Viertel aller Asylwerber Männer sind und nicht, wie man meinen würde, Flüchtlinge seien vor allem Frauen und Kinder. Es ist ja nicht so, dass die Männer Frauen und Kinder zuhause zurücklassen können, wenn sie wirklich flüchten. Ich rede nicht von denen, die das System ausnützen, ich rede von denen, die dieses System ermöglichen. Und das sind Sie! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Lugar.)
Beifall bei der FPÖ.
Wer dem nicht ins Auge sieht, wer vertuscht oder wer sich mit Witzen drüberretten und ablenken will, der ist ein Rädchen in dieser hoch kriminellen, inhumanen Struktur. Wollen Sie das sein oder wollen Sie nicht doch lieber umdenken? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Michael Hammer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Ich darf vorweg ganz herzlich bei uns im Parlament die Seniorenortsgruppe aus Arnreit im Mühlviertel, die heute das Parlament besucht, begrüßen. – Herzlich willkommen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Deimek: Redest du mit deinen Bürgermeistern?
Das, was die FPÖ heute aufführt, zuletzt jetzt repräsentiert durch die Kollegin Rosenkranz, hat nur ein Ziel: Fakten zu verdrehen, zu negieren, negative Hetze und Stimmung zu machen und damit das Sicherheitsgefühl der Menschen zu beeinträchtigen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Deimek: Redest du mit deinen Bürgermeistern?)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Deimek: Was sagen Ihre Bürgermeister im Mühlviertel?
Man hätte ja meinen können, dass die FPÖ eine Partei ist, die sich am Rande ernsthaft mit Sicherheitspolitik auseinandersetzt. Aber die einzige Sicherheit, die es bei Ihnen von der FPÖ gibt, ist die Sicherheit, dass Sie alles in diesem Land schlechtreden. Das ist Ihre Sicherheit! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Deimek: Was sagen Ihre Bürgermeister im Mühlviertel?)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
In Summe zeigt der Sicherheitsbericht ganz eindeutig auf, dass Österreich gut unterwegs ist, ein sicheres Land ist. Er zeigt natürlich auch auf, wo noch konsequent weitergearbeitet werden muss. Das ist auch das Ziel der Bundesregierung. Es besteht aber keinesfalls ein Anlass, hier der Bevölkerung Unsicherheit zu vermitteln, wie es die Freiheitlichen tun. Unterlassen Sie das! Es bringt nichts. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Pilz: Darf ich mir auch etwas wünschen?
Aber jetzt zum eigentlichen Thema. (Abg. Pilz: Darf ich mir auch etwas wünschen?) – Das muss der Herr Präsident entscheiden, ob Sie sich etwas wünschen dürfen. Ich darf mir hier nur etwas wünschen. (Abg. Rädler: Pilz! Wie in der Schule: Setzen! – Präsident Kopf – in Richtung des Abg. Pilz –: Sie dürfen sich nachher zu Wort melden! – Abg. Pilz: Ich wünsch mir eine wirkliche Bekämpfung des illegalen Glücksspiels!)
Abg. Rädler: Pilz! Wie in der Schule: Setzen! – Präsident Kopf – in Richtung des Abg. Pilz –: Sie dürfen sich nachher zu Wort melden! – Abg. Pilz: Ich wünsch mir eine wirkliche Bekämpfung des illegalen Glücksspiels!
Aber jetzt zum eigentlichen Thema. (Abg. Pilz: Darf ich mir auch etwas wünschen?) – Das muss der Herr Präsident entscheiden, ob Sie sich etwas wünschen dürfen. Ich darf mir hier nur etwas wünschen. (Abg. Rädler: Pilz! Wie in der Schule: Setzen! – Präsident Kopf – in Richtung des Abg. Pilz –: Sie dürfen sich nachher zu Wort melden! – Abg. Pilz: Ich wünsch mir eine wirkliche Bekämpfung des illegalen Glücksspiels!)
Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Pilz.
Sie werden sehen: Daran wird es nicht fehlen! Es geht um die Frage: Wie kann man das am effektivsten gestalten?, und nicht um Entkriminalisierung. Sie vermuten Entkriminalisierung, wo keine geplant ist. Aber, wie gesagt, es gibt ja nicht einmal einen Vorschlag des Justizministeriums. Also ich weiß nicht, wovon Sie eigentlich reden. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Pilz.)
Ruf bei den Grünen: Zwischenruf!?
Präsident Karlheinz Kopf: Herr Kollege Pilz, Sie wissen, dass wir in diesem Haus das Instrument der Zweierdebatte nicht kennen, aber Sie können sich selbstverständlich jederzeit gerne wieder zu Wort melden. (Ruf bei den Grünen: Zwischenruf!?) Aber selbstverständlich, ein Zwischenruf dieser Art ist natürlich durchaus opportun.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Lassen Sie mich daher zusammenfassend festhalten: Der Justizteil des Sicherheitsberichts birgt keine Überraschungen, keine großen Fakten, wo man sagen müsste, das ist jetzt etwas ganz Neues, damit hat niemand gerechnet. Das ist es nicht. Er beinhaltet Licht und Schatten. Er beinhaltet vieles an positiven Entwicklungen, er beinhaltet aber natürlich auch eine entsprechende Darstellung der Schwächen und Problembereiche, denen wir uns widmen müssen. Und das tun wir auch. Wir packen es an. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Glawischnig-Piesczek.
Abgeordneter Mario Kunasek (FPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrte Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Wenn man diese Sicherheitsdebatte seit in der Früh verfolgt, dann wird einem eigentlich klar und dann wird auch klar erkennbar, dass hier in diesem Bereich (in Richtung Grüne weisend) die Vertreter und die Anwälte der kriminellen Ausländer sitzen und hier in diesem Bereich (in Richtung FPÖ weisend) die Anwälte und Vertreter der Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Glawischnig-Piesczek.)
Abg. Glawischnig-Piesczek: Wenn Ihnen die Argumente ausgehen, dann !
Ich glaube, es ist gut so, dass man das hier im Hohen Haus sieht und dass das auch die Menschen vor den Fernsehschirmen so sehen. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Wenn Ihnen die Argumente ausgehen, dann !)
Beifall bei der FPÖ.
Oder, meine sehr geehrten Damen und Herren, insbesondere Amon, Hammer und Scherak: Am 24. September haben wir in der Steiermark einen Drogendealer-Ring ausgehoben, wobei 71 Drogendealer festgenommen worden sind, davon 54 Afghanen und 16 westafrikanische Asylwerber. Auch das zeigt: Nein, es ist nicht alles in Ordnung in Österreich, und man kann nicht so ohne Weiteres zur Tagesordnung übergehen! (Beifall bei der FPÖ.)
Ui-Rufe bei der FPÖ.
Jetzt weiß ich schon, dass sich die ÖVP von diesem Papier verabschiedet hat. Ich habe gestern versucht, es im Internet zu finden. Es gibt eine Ortsgruppe der ÖVP, nämlich die ÖVP Werndorf in der Steiermark, wo man Gott sei Dank noch diesen Sicherheitspakt findet, sonst wurde er natürlich von allen ÖVP-nahen Seiten gelöscht. (Ui-Rufe bei der FPÖ.) Dieser Pakt sieht auch eine Aufstockung der Exekutive in der Steiermark vor.
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, Sie können heute beweisen, dass das nicht nur ein Wahlkampfgag im Jahr 2010 war, sondern dass Sie es mit der Sicherheit der Steiermark auch ernst nehmen. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.
Dabei wissen wir heute, dass am 1. Mai dieses Jahres die Polizeiinspektion in Spital am Semmering geschlossen wurde. Meine sehr geehrten Damen und Herren, da versteht man die Welt nicht mehr! Und da muss man auch ganz klar sagen, dass da einiges nicht in Ordnung ist. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Walter Rosenkranz: Genau! Bravo!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, Abgeordneter Scherak – er ist jetzt leider nicht hier –, auch im Bereich Spital am Semmering gibt es bereits Schwierigkeiten. Ich habe heute am Vormittag mit einem Polizeibeamten aus dem Bezirk gesprochen: Es ist bereits zu Übergriffen untereinander gekommen, zu Ladendiebstählen gekommen, zur Belästigung von Anrainern und erst vor wenigen Tagen zu einer Belästigung einer dreizehnjährigen Schülerin durch Asylwerber. Das sind Fakten und Realitäten, wo wir auch hier im Hohen Haus nicht wegschauen dürfen! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Walter Rosenkranz: Genau! Bravo!)
Abg. Walter Rosenkranz: Nein, nein, nein! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein
Wenn jetzt die FPÖ meint, diejenigen, die bei uns Schutz suchen, seien gar keine echten Asylwerber und außerdem gäbe es zu viele von ihnen, dann, so finde ich, sollte die FPÖ auch den Mumm haben, herauszukommen und klipp und klar zu sagen: Wir treten aus! Wir treten aus der Europäischen Menschenrechtskonvention aus (Abg. Walter Rosenkranz: Nein, nein, nein! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein), für uns gilt die Flüchtlingskonvention nicht mehr, die wir bereits 1951 unterschrieben haben (Abg. Walter Rosenkranz: Kennen Sie den Begriff „Wirtschaftsflüchtling“? Ist der in Ihrem Wortschatz? „Illegale Einwanderung“, kennen Sie das? Sagt Ihnen das etwas? – Abg. Belakowitsch-Jenewein: ... Dublin II!), denn de facto will das die FPÖ.
Abg. Walter Rosenkranz: Kennen Sie den Begriff „Wirtschaftsflüchtling“? Ist der in Ihrem Wortschatz? „Illegale Einwanderung“, kennen Sie das? Sagt Ihnen das etwas? – Abg. Belakowitsch-Jenewein: ... Dublin II!
Wenn jetzt die FPÖ meint, diejenigen, die bei uns Schutz suchen, seien gar keine echten Asylwerber und außerdem gäbe es zu viele von ihnen, dann, so finde ich, sollte die FPÖ auch den Mumm haben, herauszukommen und klipp und klar zu sagen: Wir treten aus! Wir treten aus der Europäischen Menschenrechtskonvention aus (Abg. Walter Rosenkranz: Nein, nein, nein! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein), für uns gilt die Flüchtlingskonvention nicht mehr, die wir bereits 1951 unterschrieben haben (Abg. Walter Rosenkranz: Kennen Sie den Begriff „Wirtschaftsflüchtling“? Ist der in Ihrem Wortschatz? „Illegale Einwanderung“, kennen Sie das? Sagt Ihnen das etwas? – Abg. Belakowitsch-Jenewein: ... Dublin II!), denn de facto will das die FPÖ.
Abg. Walter Rosenkranz: Kennen Sie den Begriff „illegale Einwanderung“?
Jede ihrer Initiativen geht in die Richtung Grenzzäune aufziehen, Asylwerber internieren, Verunsicherung verbreiten und Hetze betreiben. (Abg. Walter Rosenkranz: Kennen Sie den Begriff „illegale Einwanderung“?)
Abg. Walter Rosenkranz: Was?! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wer hat denn das geschrieben?
Würde man das wirklich glauben, was Strache und Co hier im Zuge dieser Sicherheitsdebatte von sich geben, müsste man glauben, Österreich sei am Rande des Untergangs, geknechtet von anders aussehenden Menschen aus aller Welt. Nun, das ist die Paranoiasicht der FPÖ. (Abg. Walter Rosenkranz: Was?! – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Wer hat denn das geschrieben?) Es gibt ja auch Menschen, die glauben, dass Kondensstreifen der Flugzeuge uns permanent vergiften.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber von der SPÖ auch nicht mehr!
Sehr geehrte Damen und Herren, jedem seine Paranoia, aber das Land darf nicht von Paranoia regiert werden! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber von der SPÖ auch nicht mehr!) „Sicherheit statt Islamisierung und Asylchaos!“ war das Thema der FPÖ für die Aktuelle Stunde. Das ist zwar völlig sinnlos, aber typisch FPÖ. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Haben Sie auch etwas Inhaltliches zu sagen?) Das nächste Mal werde ich als Thema vorschlagen: Gerechtigkeit statt Ebola. – Das wäre genauso logisch.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Haben Sie auch etwas Inhaltliches zu sagen?
Sehr geehrte Damen und Herren, jedem seine Paranoia, aber das Land darf nicht von Paranoia regiert werden! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Aber von der SPÖ auch nicht mehr!) „Sicherheit statt Islamisierung und Asylchaos!“ war das Thema der FPÖ für die Aktuelle Stunde. Das ist zwar völlig sinnlos, aber typisch FPÖ. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Haben Sie auch etwas Inhaltliches zu sagen?) Das nächste Mal werde ich als Thema vorschlagen: Gerechtigkeit statt Ebola. – Das wäre genauso logisch.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das war eine schlechte Rede! – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Ich möchte gar nicht einschätzen, was die FPÖ hier antreibt – wahrscheinlich eine Mischung aus allem –, ich möchte nur an die Zeit erinnern, als sie in der Regierung war: Das war Chaos und Unsicherheit. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das war eine schlechte Rede! – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Beifall der Abgeordneten Schatz und Pilz.
Was übersehen wird, ist, dass die Voraussetzungen beim Glücksspiel ganz andere sind, dass dahinter nämlich eine enorme kriminelle Energie steckt und dass die Folgekriminalität von Spielsucht enorm ist. Wenn man sich die Raubüberfälle anschaut, stellt man fest, dass der Großteil aus Spielsucht begangen wird, und daher müssen wir eines vermeiden: dass diese Reform dazu führt, dass im illegalen Glücksspiel über Verwaltungsstrafen dann einfach diese Strafen eingepreist werden – und das war es. Das wäre die Folge, wenn man dieses illegale Glücksspiel ins Verwaltungsstrafrecht verlagert, daher glauben wir natürlich, dass das Strafrecht, da sind Peter Pilz und ich einer Meinung, die adäquate Antwort ist. (Beifall der Abgeordneten Schatz und Pilz.)
Beifall bei den Grünen.
Daher mein Appell: Ich gestehe Ihnen zu, dass sich da etwas bewegt hat, es wird das Problem ernst genommen, aber es braucht eine tiefere Analyse und Auseinandersetzung mit diesem Tsunami an rechtsextremen Straftaten. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Darmann: Ich war damals noch gar nicht in der Politik, Herr Kollege!
Herr Kollege Darmann, Sie haben einiges darüber gesagt. Man muss hier auch dazu stehen, wenn man damals die Meinung vertreten hat, dass man einer Reduzierung zustimmt. (Abg. Darmann: Ich war damals noch gar nicht in der Politik, Herr Kollege!)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Sicherheitsbericht 2013, zu dem einige Anmerkungen gemacht wurden: Der Bericht teilt sich in zwei große Bereiche. Auf der einen Seite werden Informationen vom Innenressort zur Verfügung gestellt, auf der anderen Seite vom Justizressort. Seit 2008, als ich in den Nationalrat gekommen bin, haben wir es geschafft, die Zeitspanne zwischen behandeltem Zeitraum und Vorlage des Sicherheitsberichts zu verkürzen. Haben wir damals noch Jahre später über die Sicherheitslage eines Zeitraumes gesprochen, können wir jetzt schon wenige Monate später darüber diskutieren. Ich möchte mich recht herzlich bei allen Mitwirkenden dafür bedanken, dass diese Zeitspanne verkürzt worden ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Die Abgeordneten Darmann und Walter Rosenkranz: In Zahlen!
Ich möchte aber auch den Punkt der Außerlandesbringung ansprechen, weil das angesprochen wurde, laut Frau Kollegin Rosenkranz brächten wir weniger Personen außer Landes: 2013 ist die Zahl der Außerlandesbringungen, also Rückführungen, im Vergleich zu 2012 um insgesamt 32 Prozent gestiegen. (Die Abgeordneten Darmann und Walter Rosenkranz: In Zahlen!) Die Zahl der Abschiebungen ist um zirka 3 Prozent angestiegen, jene der Zurückschiebungen um zirka 150 Prozent, der freiwilligen Rückkehr um zirka 10 Prozent und der Dublin-Überstellungen um zirka 15 Prozent. (Rufe bei der FPÖ: In Zahlen!) Dabei wurden mit 9 633 Personen um insgesamt, meine sehr geehrten Damen und Herren, 2 343 mehr Fremde außer Landes gebracht als 2012. (Abg. Darmann: Wie viele hätten es sein müssen?) Das muss hier auch gesagt werden, auch wenn einige diese Zahlen leugnen beziehungsweise verschweigen.
Rufe bei der FPÖ: In Zahlen!
Ich möchte aber auch den Punkt der Außerlandesbringung ansprechen, weil das angesprochen wurde, laut Frau Kollegin Rosenkranz brächten wir weniger Personen außer Landes: 2013 ist die Zahl der Außerlandesbringungen, also Rückführungen, im Vergleich zu 2012 um insgesamt 32 Prozent gestiegen. (Die Abgeordneten Darmann und Walter Rosenkranz: In Zahlen!) Die Zahl der Abschiebungen ist um zirka 3 Prozent angestiegen, jene der Zurückschiebungen um zirka 150 Prozent, der freiwilligen Rückkehr um zirka 10 Prozent und der Dublin-Überstellungen um zirka 15 Prozent. (Rufe bei der FPÖ: In Zahlen!) Dabei wurden mit 9 633 Personen um insgesamt, meine sehr geehrten Damen und Herren, 2 343 mehr Fremde außer Landes gebracht als 2012. (Abg. Darmann: Wie viele hätten es sein müssen?) Das muss hier auch gesagt werden, auch wenn einige diese Zahlen leugnen beziehungsweise verschweigen.
Abg. Darmann: Wie viele hätten es sein müssen?
Ich möchte aber auch den Punkt der Außerlandesbringung ansprechen, weil das angesprochen wurde, laut Frau Kollegin Rosenkranz brächten wir weniger Personen außer Landes: 2013 ist die Zahl der Außerlandesbringungen, also Rückführungen, im Vergleich zu 2012 um insgesamt 32 Prozent gestiegen. (Die Abgeordneten Darmann und Walter Rosenkranz: In Zahlen!) Die Zahl der Abschiebungen ist um zirka 3 Prozent angestiegen, jene der Zurückschiebungen um zirka 150 Prozent, der freiwilligen Rückkehr um zirka 10 Prozent und der Dublin-Überstellungen um zirka 15 Prozent. (Rufe bei der FPÖ: In Zahlen!) Dabei wurden mit 9 633 Personen um insgesamt, meine sehr geehrten Damen und Herren, 2 343 mehr Fremde außer Landes gebracht als 2012. (Abg. Darmann: Wie viele hätten es sein müssen?) Das muss hier auch gesagt werden, auch wenn einige diese Zahlen leugnen beziehungsweise verschweigen.
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend: Natürlich brauchen wir mehr Geld für die Polizei, damit diese auch die zukünftigen Aufgaben bewältigen kann. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Walter Rosenkranz: Vielleicht hat der Zahlen!
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächster ist Herr Abgeordneter Heinzl zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Walter Rosenkranz: Vielleicht hat der Zahlen!)
Beifall bei der SPÖ.
Da heute jeder eine Bauanleitung für eine Bombe aus dem Internet herunterladen kann, gibt es aus meiner Sicht nur eine Möglichkeit: die Prävention. Neben der Überwachung der einschlägigen Verdächtigen brauchen wir auch konkrete Hilfsangebote für Familien und Freunde, die befürchten, dass ein für sie kostbarer Mensch in ein extremistisches Milieu abgleitet. Deshalb begrüße ich ausdrücklich die Einrichtung der Deradikalisierungshotline im Familienministerium. Es ist mir ganz wichtig, das zu sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, zusammenfassend: Der Sicherheitsbericht 2013 zeigt insgesamt einen weiteren Rückgang der Verbrechen in Österreich. Damit ist und bleibt Österreich eines der sichersten Länder der Welt, und das ist unverrückbar. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Yilmaz.
Wir nehmen zur Kenntnis, dass zum Beispiel bei Frau Kollegin Yilmaz die Worte „illegale Zuwanderung“, „Wirtschaftsflüchtling“ und „Asylmissbrauch“ reine Fremdworte sind. Das ist genau der falsche Zugang zur Materie, wenn man einfach Tatsachen negiert, wegschaut, weghört. So wird man keine konstruktive Politik machen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Yilmaz.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben jetzt auch gehört, wie wichtig es ist, den Rechtsextremismus in Österreich erfolgreich zu bekämpfen. Wir haben die Anzeigenzahlen hier vorliegen, die entsprechenden Verurteilungszahlen liegen leider nicht vor. An dieser Stelle möchte ich aber gerade den Freunden der grünen Fraktion und dem Kollegen Pilz, der heute in einer unnachahmlichen Weise hier wieder mit Unflat ohne jeglichen sachlichen Beweis um sich geworfen hat, eines sagen: Setzen Sie sich bei Ihren Freunden ein, dass ihre linksextremistischen Umtriebe, ich denke da an Ballveranstaltungen in Wien und so weiter, endlich auch einmal aufhören. Lassen Sie einfach eines zu: Demokratie und Meinungsfreiheit. Das ist etwas, was Sie sich als lupenreiner Demokrat, als der Sie sich selbst bezeichnen, auch einmal ins Stammbuch schreiben sollten. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf: Nicht nur hier!
Kollege Pilz, Ihre Partei muss wirklich gut danach trachten, dass Sie möglichst lange diesem Haus mit der Immunität erhalten bleiben, denn das, was Sie sich hier geleistet haben, wird ein Nachspiel haben, wenn Ihre Immunität endlich aufgehoben wird. Sie sind hier nichts anderes als ein Immunitätsflüchtling. (Ruf: Nicht nur hier!)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Gahr. – Abg. Pilz: Das ist keinen Ordnungsruf wert!
Wenn von Frau Kollegin Yilmaz in ihrer Rede behauptet wurde, dass die FPÖ „Paranoia“ hat – das ist also im Bereich einer Geisteskrankheit –, und das keinen Ordnungsruf zur Folge hat, nehmen wir das zur Kenntnis. Dann darf ich aber sagen: Kollege Pilz und andere, leben Sie Ihre Komplexe woanders aus! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Gahr. – Abg. Pilz: Das ist keinen Ordnungsruf wert!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist aber ein paar Mal vorgekommen, Herr Präsident!
Präsident Karlheinz Kopf: Da haben Sie recht, aber ich werde mir das mit der Paranoia trotzdem im Stenographischen Protokoll anschauen. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Das ist aber ein paar Mal vorgekommen, Herr Präsident!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Johann Hell (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Die Bemühungen, Österreich trotz der neuen Herausforderungen in der Sicherheitspolitik zu einem der sichersten Länder zu machen, ist für mich unbestritten, und deswegen sage ich ein herzliches Dankeschön für die Initiative, Frau Bundesminister, die Sie in diesem Bereich setzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Im Arbeitsprogramm der österreichischen Bundesregierung für die Jahre 2013 bis 2018 finden sich wichtige Vorhaben und Maßnahmen, die der wirksamen Bekämpfung der Kriminalität in den verschiedensten Bereichen dienen sollen. An deren gemeinsamen Umsetzung gilt es zu arbeiten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Rufe bei der FPÖ: Oje!
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Pilz. – Bitte. (Rufe bei der FPÖ: Oje!)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Sehr geehrte Justizminister-Tasche (Zwischenrufe bei der ÖVP), der Justizminister hat eine Erklärung zum illegalen Glücksspiel abgegeben, die für mich unzureichend und nicht zufriedenstellend ist. Er hat versucht, einen Keil zwischen unseren Justizsprecher Steinhauser und mich zu treiben. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Sehr geehrte Justizminister-Tasche (Zwischenrufe bei der ÖVP), der Justizminister hat eine Erklärung zum illegalen Glücksspiel abgegeben, die für mich unzureichend und nicht zufriedenstellend ist. Er hat versucht, einen Keil zwischen unseren Justizsprecher Steinhauser und mich zu treiben. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Rädler: Das werden Sie nicht ändern!
Das ist sinnlos, das wird nicht gehen, weil das illegale Glücksspiel eine der gefährlichsten Formen der organisierten Kriminalität in dieser Republik ist, das bereits mehr als 100 000 Opfer gefordert hat und Zehntausende Familien betroffen hat und das in Hinblick auf die Sucht gefährlicher ist als die Rauschgiftkriminalität in Wien. (Abg. Rädler: Das werden Sie nicht ändern!) Ich fordere den Justizminister auf, sich nicht mehr hinter Weisenräten, Expertengruppen und Sektionschefs zu verstecken, sondern zu sagen, was er selbst vorhat. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.
Das ist sinnlos, das wird nicht gehen, weil das illegale Glücksspiel eine der gefährlichsten Formen der organisierten Kriminalität in dieser Republik ist, das bereits mehr als 100 000 Opfer gefordert hat und Zehntausende Familien betroffen hat und das in Hinblick auf die Sucht gefährlicher ist als die Rauschgiftkriminalität in Wien. (Abg. Rädler: Das werden Sie nicht ändern!) Ich fordere den Justizminister auf, sich nicht mehr hinter Weisenräten, Expertengruppen und Sektionschefs zu verstecken, sondern zu sagen, was er selbst vorhat. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Rädler: Setzen!
Will er illegales Glücksspiel und Konzerne wie NOVOMATIC behandeln wie Parksünder im Rahmen des Verwaltungsstrafrechts und es möglich machen, dass sich Glücksspielkonzerne mit ihren Milliardengewinnen aus der organisierten Kriminalität freikaufen, oder ist er bereit, über das Strafgesetzbuch diese besonders gefährliche Form der organisierten Kriminalität zu bekämpfen? (Abg. Rädler: Setzen!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Rädler: Das war nicht überzeugend! – Abg. Eßl: Das war eine ziemlich schwache Rede!
Ich gehe davon aus, dass die Kollegen und Kolleginnen aller Fraktionen in diesem Haus darauf achten werden, dass die Menschen in Österreich durch das Strafrecht vor der organisierten Glücksspielkriminalität geschützt werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Rädler: Das war nicht überzeugend! – Abg. Eßl: Das war eine ziemlich schwache Rede!)
Beifall bei der ÖVP.
Zum zweiten Punkt, den wir hier unter einem debattieren, zu den sogenannten Sternenkindern, wird mein Kollege Mag. Gerstl Stellung nehmen. – Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
(Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
vorragend und notwendig, sondern meines Erachtens eine Frage der Menschlichkeit. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Da wir Freiheitlichen bereits bei der Beschlussfassung der rechtlichen Normen zur Einführung dieser EDV-Systeme unsere Unterstützung gegeben haben, ist es für uns natürlich nur redlich, auch dieser Verbesserung im Sinne einer zukünftigen, schnellen und raschen Abwicklung der Bürgeranliegen zuzustimmen und dies zu unterstützen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Auch mit der Demokratiepolitik werden wir uns im nächsten halben Jahr in einer Enquete beschäftigen. Und es würde uns, wie ich meine, guttun, wenn wir uns regelmäßig auch Initiativen, die von außen kommen, genau in dieser Ernsthaftigkeit vornehmen und dann auch zu einem positiven Ende bringen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall der Abg. Königsberger-Ludwig.
Das ist, wie ich meine, eine Notwendigkeit, eine gute Sache. Deswegen werden wir auch diesen Antrag natürlich sehr stark unterstützen. Die Petition, die hier vorgetragen wurde, hat ihre ganz klare Berechtigung. Wir werden das gerne machen. – Danke. (Beifall der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Beifall bei NEOS und Grünen.
Was ist hier die große Hoffnung? – Einerseits natürlich, dass wir die richtige Lösung für die betroffenen Mütter und Väter finden, aber andererseits auch aus dieser Vorgehensweise zu lernen und Menschen zu ermuntern, sich weiter direkt an das Parlament zu wenden, denn wir können ihre Themen diskutieren und gemeinsam umsetzen. Also weiterhin bitte viel Mut, und nutzen Sie direkte Demokratie! – Danke schön. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Betreffend die Petition zu den Sternenkindern bin ich guter Hoffnung, dass wir eine gemeinsame Lösung zwischen dem Gesundheitsressort und dem Innenressort zustande bringen werden. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Ich bedanke mich bei der Innenministerin ganz besonders dafür, dass sie im letzten Ausschuss ganz spontan gesagt hat: Ja, dieses Problem der Sternenkinder, die heute nicht registriert werden, wollen wir lösen, und die Beamten des Innenministeriums und des Gesundheitsministeriums werden sich zusammensetzen und eine Lösung finden, weil es nicht sein darf, dass wir alleine aufgrund internationaler Statistikregeln die Kinder nicht erfassen können. Geben wir den Sternenkindern ihre Würde, die sie verdienen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Und: Dies bringt für Sie, geschätzte Bürgerinnen und Bürger, die Möglichkeit, ein übersichtliches, modernes, klares, zusammengefasstes Gesetz zu lesen. Das bringt für Sie dann in der Anwendung auch jede Menge Nutzen. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Präsidentin Bures übernimmt wieder den Vorsitz.
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Herr Präsident! Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen! Es ist im Lichte der heutigen Diskussion nicht so spektakulär, was wir hier diskutieren und letztlich beschließen. Aber es ist nichtsdestoweniger eine ganz, ganz wichtige Materie, weil es im Zusammenleben zwischen Menschen, im gesellschaftlichen Zusammenleben einfach eine wesentliche rechtliche Struktur gibt, die eine Art Auffangtatbestand für Zusammenarbeit ist: Das ist die Gesellschaft bürgerlichen Rechts, die etwa auch in Lebensgemeinschaften abgeschlossen werden kann. (Präsidentin Bures übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister, ich danke Ihnen und vor allem auch dem Ministerium insgesamt für die sehr wertvollen Vorarbeiten und auch der Gruppe um Professor Krejci, die sich hier doch sehr massiv eingebracht hat, sodass wir das heute endlich fertig haben, abschließen können und ein kleines Stück im Gesellschaftsrecht damit weiterentwickeln. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Im Übrigen bin ich der Ansicht, dass der Rechtsanwaltstarif angepasst und die Sachverständigenregelung neu geregelt gehört. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Darmann: Komm zur Sache! – Weitere Zwischenrufe.
Abgeordnete Mag. Beate Meinl-Reisinger, MES (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! 1 Minute ist nicht lang. Es ist ja so, dass die Zeit für die kleinste Oppositionspartei an solchen langen Tagen immer sehr rasch vorbeigeht, und es liegt dann eben in der Natur, dass man sich konzentrieren möchte auf die Punkte, wo man im Widerspruch zur Regierung ist. (Abg. Darmann: Komm zur Sache! – Weitere Zwischenrufe.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Besonders gut finden wir von den NEOS, dass es die Privatautonomie auch weiterhin geben wird. Insofern wären wir skeptisch gewesen, wenn man hier auch den Bereich der Lebensgemeinschaften umfassend regelt. Ich muss auch sagen, durch die lange Begutachtungsfrist und die Einarbeitung vieler Stellungnahmen zeigt sich das als Best-Practice-Beispiel dafür, wie man Gesetze in Österreich machen soll. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Auch die Europäische Union hat sich dieser Sache angenommen, und abschließend darf ich, weil es gerade für den wirtschaftlichen Impuls wichtig ist, als Regionalsprecher erwähnen: Vor Kurzem wurde die Partnerschaftsvereinbarung zwischen der Europäischen Union und der Republik Österreich von Kommissar „Gio“ Hahn übergeben, in der für die nächste Periode bis 2020 das Programm der einzelnen Fonds präsentiert wird: Regionalfonds, Sozialfonds, Landwirtschaftsfonds. Für den ländlichen Raum stehen in dieser Periode insgesamt 5 Milliarden € zur Verfügung für Impulse in die mittelständische Wirtschaft, in den Agrarsektor, insgesamt in den ländlichen Raum, um Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern. Geeignete Gesellschaftsformen sind die rechtliche Voraussetzung dafür. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und NEOS.
Es ist ein sehr gelungenes Gesetzesvorhaben, und ich freue mich auch darüber, dass es jetzt so weit ist, dass wir es verabschieden können, möchte aber die Gelegenheit nicht vorbeigehen lassen, auch an dieser Stelle – sozusagen, lieber Kollege Vetter, als mein ceterum censeo – darauf hinzuweisen, dass diese sehr konstruktive Vorgangsweise letztlich auch dem Justizausschuss und dem dort herrschenden Klima geschuldet ist. Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit bei der Vorsitzenden des Justizausschusses und allen Justizsprecherinnen und Justizsprechern der im Parlament vertretenen Parteien wirklich dafür bedanken, denn das ist der Weg, wie man zu so schönen Ergebnissen kommen kann. Ich danke Ihnen! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und NEOS.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Zusammenfassend: Es ist eine gute Weiterentwicklung und es ist den Legisten und Legistinnen im Haus zu danken. In diesem Sinne freue ich mich schon auf weitere Reformen, die Sie (in Richtung Bundesminister Dr. Brandstetter) angekündigt haben, damit wir diese ehrwürdige ältere elegante Dame im ABGB weiterentwickeln. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jarolim.
Abschließend freue ich mich, dass es insgesamt eine große Zustimmung zu diesem Vorhaben gibt. Ich freue mich auf breite Diskussionen bei allen weiteren Schritten und darf mich ganz herzlich bei Justizministerin a. D. Beatrix Karl bedanken, die diesen Schritt und diesen Prozess in Angriff genommen hat. Ein Danke auch an Justizminister Brandstetter, der dieses Projekt weiterführt. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jarolim.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Lassen Sie mich zusammenfassend sagen, dass mit dieser Reform etwas Gutes gelungen ist, dass mehr Rechtssicherheit, mehr Rechtsklarheit geschaffen wird und dass damit die Gesellschaft bürgerlichen Rechts weiterhin lebendig bleibt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Für die Lebenspraxis zahlreicher Österreicherinnen und Österreicher ist die Gesellschaft bürgerlichen Rechts von Bedeutung. Somit ist es ein Fortschritt, dass wir mit dieser Reform eine Modernisierung, eine höhere Rechtssicherheit schaffen können. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf von der Galerie.
lich willkommen im Parlament! (Beifall bei der FPÖ. – Ruf von der Galerie.) – Ich habe es leider nicht verstanden. (Abg. Jarolim: Das war an Sie gerichtet, Herr Kollege! Das müssen Sie beantworten!) – Ach so, was hat er gesagt? (Abg. Haider: Jarolim kann es selber nicht wiederholen!)
Abg. Jarolim: Das war an Sie gerichtet, Herr Kollege! Das müssen Sie beantworten!
lich willkommen im Parlament! (Beifall bei der FPÖ. – Ruf von der Galerie.) – Ich habe es leider nicht verstanden. (Abg. Jarolim: Das war an Sie gerichtet, Herr Kollege! Das müssen Sie beantworten!) – Ach so, was hat er gesagt? (Abg. Haider: Jarolim kann es selber nicht wiederholen!)
Abg. Haider: Jarolim kann es selber nicht wiederholen!
lich willkommen im Parlament! (Beifall bei der FPÖ. – Ruf von der Galerie.) – Ich habe es leider nicht verstanden. (Abg. Jarolim: Das war an Sie gerichtet, Herr Kollege! Das müssen Sie beantworten!) – Ach so, was hat er gesagt? (Abg. Haider: Jarolim kann es selber nicht wiederholen!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich weiß nicht, ob die Antragsteller von den Regierungsfraktionen es selbst wissen. Es wäre aber toll gewesen, wenn das der Opposition mitgeteilt worden wäre, denn dann könnten wir nämlich auch alle auf Basis eines gleichen Informationstandes mitstimmen. Frau Mag. Steinacker, meine Frau Kollegin aus dem Justizausschuss, hat zuvor schon gesagt, dass im Justizausschuss ein konstruktives Klima herrscht. – Ja, das stimmt. Noch konstruktiver wäre es aber, wenn Sie uns an den Informationen, die Sie haben, teilhaben lassen. Dann kann man nämlich auch konstruktiv mitarbeiten. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Steinhauser: Das ist das Ziel!
Apropos Schließungswelle. Morgen steht ja die Verfassungsänderung betreffend das „Schneideverbot“ in Verhandlung, und da frage ich mich schon, ob das intelligent ist und ob man es nicht intelligenter machen könnte: Nicht Bezirksgrenzen sollen darüber entscheiden, sondern wie der Bürger Zugang zu Gerichten und zum Recht hat. (Abg. Steinhauser: Das ist das Ziel!) – Das ist das Ziel. Genau, das kann man auch vielleicht ab und zu einmal besser machen.
Beifall bei der FPÖ.
Bitte machen Sie das! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Dr. Beatrix Karl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuhörerinnen und Zuhörer (in Richtung Galerie, von der eine Gruppe der Rednerin zuwinkt) da oben! Vor allem liebe Gleichenbergerinnen und Gleichenberger! Als Gleichenbergerin freue ich mich natürlich ganz besonders, dass Sie heute zuhören. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kickl: Ja, tatsächlich?!
Das war deshalb notwendig, weil die letzte substanzielle Anhebung der Wertgrenze doch schon einige Zeit zurücklag, nämlich rund 14 Jahre. Damals wurde die Wertgrenze von 100 000 Schilling auf 130 000 Schilling angehoben. Es ist natürlich vollkommen klar, dass zwischenzeitlich auch eine Geldentwertung stattgefunden hat, und diese Geldentwertung musste ausgeglichen werden. (Abg. Kickl: Ja, tatsächlich?!) Das erforderte eine Anhebung von mehr als 30 Prozent.
Beifall bei der ÖVP.
Wenn nun diese Evaluierung, diese Beobachtung, diese Überprüfung gezeigt hat, dass die genannten Ziele auch wirklich erreicht wurden, dann ist es auch nicht mehr notwendig, die weiteren Schritte vorzunehmen. Und ich vertraue dem Ministerium, dass es hier sehr gut beobachtet, sehr gut evaluiert hat, ob die weiteren Schritte notwendig sind oder nicht. Denn wenn die Ziele bereits erreicht wurden, dann macht dieser vorliegende Entwurf tatsächlich Sinn. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Schrangl: Wissen Sie es? Dann sagen Sie es mir!
Dass Kollege Schrangl da von einem Informationsfluss ausgeschlossen war, tut mir ein bisschen leid, wobei ich sagen muss, dass wir gerade im Justizausschuss auch immer entsprechende Vorbesprechungen haben, fraktionelle und Fünf- und Sechs-Parteien-Besprechungen. (Abg. Schrangl: Wissen Sie es? Dann sagen Sie es mir!) Würden Sie also zum Beispiel Kollegen Darmann fragen, dann könnte er Ihnen, wenn er dort gewesen wäre bei der Besprechung, umfassend Information geben, warum wir das heute machen, was eigentlich alle schlicht und einfach positiv sehen. Die Besprechungen haben immer einen hohen Informationsgehalt. (Abg. Darmann: Da müsste ich eingeladen sein! – Abg. Kickl: Sind das Ausschusssitzungen oder private Runden?)
Abg. Darmann: Da müsste ich eingeladen sein! – Abg. Kickl: Sind das Ausschusssitzungen oder private Runden?
Dass Kollege Schrangl da von einem Informationsfluss ausgeschlossen war, tut mir ein bisschen leid, wobei ich sagen muss, dass wir gerade im Justizausschuss auch immer entsprechende Vorbesprechungen haben, fraktionelle und Fünf- und Sechs-Parteien-Besprechungen. (Abg. Schrangl: Wissen Sie es? Dann sagen Sie es mir!) Würden Sie also zum Beispiel Kollegen Darmann fragen, dann könnte er Ihnen, wenn er dort gewesen wäre bei der Besprechung, umfassend Information geben, warum wir das heute machen, was eigentlich alle schlicht und einfach positiv sehen. Die Besprechungen haben immer einen hohen Informationsgehalt. (Abg. Darmann: Da müsste ich eingeladen sein! – Abg. Kickl: Sind das Ausschusssitzungen oder private Runden?)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir haben damit etwas erreicht, das für die Justiz gut ist, nämlich eine gute Auslastung. Ich bin froh, dass das gemeinsam gelingt, und ich hoffe, dass die FPÖ da doch auch mitmachen wird. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Jarolim: Das steht morgen auf der Tagesordnung!
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Zur Motivation, warum es zu dieser Novellierung der Novelle – so muss man das ja nennen – kommt, ist schon einiges gesagt worden. Es geht um das Austarieren der Auslastung von Bezirksgerichten und Landesgerichten. Das hat nicht unmittelbar mit Bezirksgerichtsschließungen zu tun, weil die Frage der Wertgrenze ja nichts mit der Organisation der Bezirksgerichtsbarkeit zu tun hat. (Abg. Jarolim: Das steht morgen auf der Tagesordnung!) Das steht morgen auf der Tagesordnung, wie Kollege Jarolim richtig sagt.
Beifall bei den Grünen.
Eine funktionierende Justiz, rasche Verfahren, eine sinnvolle und notwendige Ausstattung der Justiz sichern die Qualität des Rechtsstaats, und die ist unser Anliegen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Es ist völlig richtig, was Sie sagen, aber umso berechtigter ist es auch zu sagen, dass das, was jetzt geleistet wird, wirklich auch international herzeigbar ist. Das ist das Positive daran; aber langfristig, und da gebe ich Ihnen, Herr Kollege Steinhauser, absolut recht, wird man natürlich darüber reden müssen, wie man einerseits die Strukturen optimieren kann, aber andererseits müssen wir natürlich auch dafür sorgen, dass die Justiz dort, wo es für ihr optimales Funktionieren einfach notwendig ist, die entsprechenden Personalressourcen bekommt. Keine Frage! – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Lausch: Das ist der Punkt!
Was mich in diesem Zusammenhang noch interessiert ist: Wenn wir die Schließungswelle 2013 nicht gehabt hätten, wären dann die Bezirksgerichte so ausgelastet gewesen, dass wir auf 25 000 € hätten erhöhen können? (Abg. Lausch: Das ist der Punkt!) – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was mich in diesem Zusammenhang noch interessiert ist: Wenn wir die Schließungswelle 2013 nicht gehabt hätten, wären dann die Bezirksgerichte so ausgelastet gewesen, dass wir auf 25 000 € hätten erhöhen können? (Abg. Lausch: Das ist der Punkt!) – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Nicht zuletzt stand die Justiz gelegentlich in der Kritik, was die lange Dauer der Verfahren betrifft. Die Novelle bringt eine optimale Auslastung der Zivilgerichte auf allen Ebenen. Ich bin mir sehr sicher, dass die Wertgrenzennovelle, die gemacht wurde, ein Schritt in die richtige Richtung war, um die Effizienz und Qualität der Gerichtsbarkeit weiter zu verbessern. Ich bin auch der Meinung, dass das Ausfallenlassen einer weiteren Anhebung ein ebenso richtiger Schritt in diese Richtung ist. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Warum wir gegen Fracking sind und in welcher Hinsicht, dazu gibt es drei Punkte: Erstens aus ökologischen Bedenken, denn bei Fracking werden Unmengen von Wasser mit hochgiftiger Chemie vermischt und unter hohem Druck, der natürlich enorme Wärme erzeugt, in den Boden versetzt, damit das Gas aus dem Gestein, aus dem Schiefergestein herausgesprengt wird. Das kontaminierte Wasser bleibt aber zum Großteil im Boden, und es gibt leider keinerlei Langzeitstudien – es kann sie auch noch nicht geben –, wie diese Chemie sich auf den Menschen, auf die Umwelt auswirkt und wie diese Chemie womöglich in die Nahrungskette gelangt. Darüber gibt es keine Studien, und deshalb ist das abzulehnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Sagt dabei, dass ihr es wollt!
Denn die Ausgangssituation beziehungsweise die Verhältnisse sind bei uns völlig anders als die von meiner Vorrednerin skizzierten amerikanischen Verhältnisse. Bei uns wäre die Schiefergasbohrung um mindestens das Acht- bis Zehnfache tiefer anzuwenden, als das in Amerika momentan passiert. Daher haben Rohstoffgewinner momentan kaum wirtschaftliches Interesse, Schiefergas-Fracking in Österreich durchzuführen. (Abg. Neubauer: Sagt dabei, dass ihr es wollt!)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Am Forschungssektor allerdings haben wir die Montanuniversität Leoben, die sich intensiv mit diesem Thema befasst, die auch in Bergbau-Fragen in vielerlei Hinsicht weltweit führend ist und auf dem Weg ist, ein Öko-Fracking momentan im Feldversuch umzusetzen. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne würde ich Sie bitten, unseren Antrag zu unterstützen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und NEOS.
Zweitens halte ich es für einen eigenartigen Zugang eines Parlaments, einen Antrag an den Minister oder an die Regierung zu stellen, in dem wir die Regierung auffordern, dass sie uns sagen soll, ob wir als Parlament Handlungsbedarf haben. Ich finde, das zeugt von keinem besonders ausgeprägten Selbstbewusstsein. Ich denke, wir als Parlament sind der Gesetzgeber. Das sind wir. Die Regierung ist die Exekutive und hat auszuführen, was wir hier beschließen. Das sollten wir uns, glaube ich, öfters bewusst machen. (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen.
Inhaltlich wäre ganz klar, was zu tun ist. Da muss man, glaube ich, nicht mehr lange herumprüfen. Es gibt Möglichkeiten, Schiefergas auszuschließen, und man kann diskutieren über Öko-Fracking oder nicht. Kollege Höfinger, vielleicht könnten Sie uns erklären, was Öko-Fracking ist. Gibt es keinen CO2-Ausstoß, wenn dieses Gas dann verbrannt wird? Kommen da lauter Blumen raus? (Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Grünen und NEOS sowie der Abg. Ing. Dietrich.
für 2030 beschlossen werden – wobei in diesem Kontext auch immer wieder Risikotechnologien auftauchen, wie eben Schiefergas oder auch die Atomenergie, darauf werden wir beim nächsten Tagesordnungspunkt zu sprechen kommen –, gerade einen Tag vor dem Treffen dieses Rates wäre es ein wichtiges Signal des österreichischen Parlaments, zu sagen: Für uns hier in Österreich ist Schiefergas in Zukunft ausgeschlossen. (Beifall bei Grünen und NEOS sowie der Abg. Ing. Dietrich.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Pock und Weigerstorfer.
Das ist eine klare und eindeutige politische Weichenstellung, auf die wir Sie einen Tag vor den wichtigen EU-Entscheidungen aufmerksam machen wollen und wo wir uns Unterstützung erwarten. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Pock und Weigerstorfer.)
Beifall bei den Grünen.
Und im Hinblick auf die Entwicklungen der letzten Tage und Wochen bin ich weiter zutiefst der Überzeugung: Österreich braucht ein eigenständiges, starkes und engagiertes Umweltministerium! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Brunner: Wir sind für etwas, Sie sind gegen etwas!
Bezüglich der Energiesituation in Österreich, aber auch in Europa würde ich mir von den Grünen wünschen, nicht nur gegen alles zu sein. Das mag beim Thema Fracking durchaus Sinn machen (Abg. Brunner: Wir sind für etwas, Sie sind gegen etwas!) –
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Sie müssen zuhören –, aber bei den Themen notwendiger Leitungsausbau und Weiterentwicklung der Wasserkraftwerke würde ich mir einen positiveren Zugang erwarten. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Glawischnig-Piesczek.
Sie müssen sich vorstellen: Diese unglaubliche Menge an Wasser, die man da hineinpumpt, bewirkt natürlich etwas. Das heißt, da ist mit ganz, ganz enormen Folgen zu rechnen. Es gibt auch bereits eine Studie in Richtung Erdbeben, denn dieser Druck hat natürlich auch Auswirkungen. In den USA, in Oklahoma, hat man herausgefunden, dass in den Gebieten, wo Fracking passiert, die Erdbeben nicht verdoppelt wurden, sondern vervierzigfacht wurden. Sie sehen also, da gibt es einige Dinge, die man zusätzlich miteinrechnen muss. Darum kommt für mich „umweltfreundliches“ Fracking nicht in Frage. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Glawischnig-Piesczek.)
Beifall bei Team Stronach, Grünen und NEOS.
Das heißt: Pressen wir nicht die letzten Reserven aus unserer Erde heraus, sondern: Volle Kraft voraus in die Ressourcen, die wir viel leichter haben, nämlich erneuerbare Energien! Eine vernünftige Energiepolitik kommt ohne Schiefergas aus. – Danke schön. (Beifall bei Team Stronach, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Feichtinger. – Zwischenruf bei der FPÖ.
reiter – auch wenn es manchen zu langsam gehen mag, wie auch mir, vor allem betreffend den Ausbau der Wasserkraft. Zudem beteiligt sich Österreich am Ausbau der europäischen Energieinfrastruktur und erhöht damit die Versorgungssicherheit. Österreich ist da auf einem sehr guten Weg, und ich lade Sie ein, arbeiten Sie daran mit! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Feichtinger. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Die Erfordernisse, die ich hier genannt habe, sind für ein Binnenland wie Österreich nicht in der gleichen Form umsetzbar. Energie ist demnach nicht der einzige Standortvorteil, und wir können uns hier sehr stark um die Steuerpolitik kümmern und gegensteuern und brauchen nicht ausschließlich über die Energiepolitik zu argumentieren. – Ich bedanke mich. Schönen Tag! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Brunner: Dann beschließen Sie nicht so ein Wischiwaschi ! – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Der vorliegende Entschließungsantrag ist ja auch ein Ausfluss dieser monatelangen Diskussion im Umweltausschuss und führt uns zu einem Ergebnis – wenn dieses auch, wie wir bereits vernommen haben, von der Opposition nicht gewünscht wird. Aber zumindest führt die Diskussion zur Möglichkeit des temporären Verbots des Frackings, und ich gehe davon aus, dass hier ein relativ breiter Konsens herrscht, dass diese Technologie nicht im großen Ausmaß in Österreich zur Anwendung gelangen soll. (Abg. Brunner: Dann beschließen Sie nicht so ein Wischiwaschi ! – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Zwischenruf der Abg. Brunner
Aber: Im vorliegenden Entschließungsantrag wird die Bundesregierung, insbesondere der Herr Wirtschaftsminister, aufgefordert, die Notwendigkeit weiterer gesetzlicher Änderungen zu prüfen, das heißt, über das bestehende UVP-Gesetz hinausgehender und noch strengerer Regelungen (Zwischenruf der Abg. Brunner), um das österreichische Trinkwasser vor möglichen negativen Auswirkungen des Hochvolumen-Hydrofrackings zu schützen. Wir erachten, wie bereits gesagt, auch ein temporäres Verbot der kommerziellen Nutzung der Schiefergasförderung in Österreich als einen gangbaren Weg und ersuchen daher um eine breite Zustimmung zu diesem Antrag. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber: Im vorliegenden Entschließungsantrag wird die Bundesregierung, insbesondere der Herr Wirtschaftsminister, aufgefordert, die Notwendigkeit weiterer gesetzlicher Änderungen zu prüfen, das heißt, über das bestehende UVP-Gesetz hinausgehender und noch strengerer Regelungen (Zwischenruf der Abg. Brunner), um das österreichische Trinkwasser vor möglichen negativen Auswirkungen des Hochvolumen-Hydrofrackings zu schützen. Wir erachten, wie bereits gesagt, auch ein temporäres Verbot der kommerziellen Nutzung der Schiefergasförderung in Österreich als einen gangbaren Weg und ersuchen daher um eine breite Zustimmung zu diesem Antrag. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Brunner: Welche Position?
Ich bin auch zuversichtlich, dass der Herr Bundeskanzler im Rahmen des Europäischen Rates diese Position entsprechend einbringen wird (Abg. Brunner: Welche Position?) und es ebenso gelingen wird, eine ambitionierte Strategie auf der Grundlage des Vorschlages von Ratspräsident Van Rompuy festzulegen. Ich bin ebenso zuversichtlich, dass es gelingen wird, gerade unsere Position für eine Energiewende, für eine Mobilitätswende in diesem Zusammenhang einzubringen. (Abg. Brunner: Welche Position ist das?)
Abg. Brunner: Welche Position ist das?
Ich bin auch zuversichtlich, dass der Herr Bundeskanzler im Rahmen des Europäischen Rates diese Position entsprechend einbringen wird (Abg. Brunner: Welche Position?) und es ebenso gelingen wird, eine ambitionierte Strategie auf der Grundlage des Vorschlages von Ratspräsident Van Rompuy festzulegen. Ich bin ebenso zuversichtlich, dass es gelingen wird, gerade unsere Position für eine Energiewende, für eine Mobilitätswende in diesem Zusammenhang einzubringen. (Abg. Brunner: Welche Position ist das?)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weninger. – Zwischenruf des Abg. Brosz.
Und schauen wir uns einmal an: Wer steht da eigentlich auf der Bremse, wenn es darum geht, die Wasserkraft auszubauen, wenn es darum geht, im städtischen Bereich, zum Beispiel in Wien, die Mobilitätswende hin zu den E-Mobilen auszubauen? – Es sind die Grünen. Es ist Ihre Fraktion, die da immer wieder auf der Bremse steht. Ich appelliere an Sie: Verlassen Sie die Fundamentalopposition und unterstützen Sie die Bundesregierung im Rahmen der Energiewende und im Rahmen der Mobilitätswende! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weninger. – Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Beifall bei der FPÖ.
Als Techniker im Zivilberuf unterstütze ich daher den Antrag der Freiheitlichen, welcher ein generelles Fracking-Verbot zur Folge hat, und ersuche um dessen Annahme. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Vorsichtshalber!
Abgeordneter Ing. Mag. Werner Groiß (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Kolleginnen und Kollegen! In Österreich – das haben wir heute schon mehrmals gehört – gibt es keine wirtschaftspolitisch sinnvolle Anwendung von Fracking, und auch umweltpolitisch sind wir einer Meinung, dass wir Fracking in der derzeitigen Form nicht wollen. Daher frage ich mich: Warum wollen wir ein Verbot von etwas, das wir eigentlich weder in der Wirtschaft noch in der Politik noch sonst irgendwo wollen? (Abg. Kickl: Vorsichtshalber!)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Sehr gut!
und nicht alles zu verbieten, was gar nicht zur Diskussion steht! – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Sehr gut!)
Beifall bei der FPÖ.
Wir sprechen jetzt nicht über irgendeinen Landstrich in Amerika oder Südamerika, wo weit und breit keine menschlichen Siedlungen sind, sondern wir sprechen über die Kulturnation Österreich, über die Kulturgegend Österreich, über die Weingegend Österreich. Es haben, soweit mir bekannt ist, die einzigen oder zumindest sehr vielversprechenden lukrativen Probebohrungen nicht in einer Steppe oder in einer unbewohnten Gegend Österreichs, sondern im Weinviertel stattgefunden. Gerade bei dieser Region ist es doch ein Wahnsinn, überhaupt nur darüber nachzudenken, dort derartige Techniken einzusetzen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir von der FPÖ stehen auf Bundesebene, auf Landes- und Regionalebene für ein klares Nein zum Fracking, vor allem im Weinviertel. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Köchl und Neubauer.
Ich kann Sie daher nur bitten, allen diesen Anträgen zuzustimmen, und bedanke mich für diese konstruktive Zusammenarbeit bei diesem Thema. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Köchl und Neubauer.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Neubauer.
Dieser Antrag ist ein deutliches Signal nicht nur an die österreichische Bundesregierung und die Europäische Union, sondern auch an Zigtausende Bürgerinnen und Bürger in dieser Republik, die sich seit Jahrzehnten in Österreich gegen die Nutzung von Atomkraft engagieren. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Neubauer.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Nochmals herzlichen Dank für die Gestaltung dieses Antrags und für die breite Zustimmung. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Glawischnig-Piesczek: Es geht um die Zeit!
Darüber hinaus muss man sich in Zukunft aber auch die Frage stellen, was der Ursprung all dessen überhaupt ist. Der Ursprung dessen, was uns derzeit in der Atompolitik vor massive Herausforderungen stellt, ist der EURATOM-Vertrag. Meine sehr geehrten Damen und Herren, auch darüber sollte sich dieses Haus einmal Gedanken machen, denn der EURATOM-Vertrag war die Grundlage der Entscheidung für Hinkley Point, auch wenn Kollegin Glawischnig den Kopf schüttelt. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Es geht um die Zeit!) Die Entscheidungsgrundlage basierte dezidiert auf dem EURATOM-Vertrag.
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister! Ich hoffe, dass Sie uns dabei unterstützen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Bundesministerin! Angesichts der Kürze der Zeit zu Hinkley Point drei Gedanken: Das, was sich die Europäische Kommission in dieser Interregnums-Phase noch geleistet hat, nämlich diese Beihilfenentscheidung positiv zu bewerten, diese durchzuwinken, ist ein beispielloser Skandal! Da geht es nicht nur um umwelt- und atomrechtliche Fragen, sondern es geht darum, dass der gesamte Wettbewerb im Strombereich de facto außer Kraft gesetzt wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich hoffe, das ist sich jetzt bis 15 Uhr schön ausgegangen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Der sitzt schon hinter Ihnen!
Bundesminister Hundstorfer sagt immer (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Der sitzt schon hinter Ihnen!): Na ja, Herr Abgeordneter, da müssen Sie halt eine Verfassungsreform und eine Föderalismusreform machen! – Na gut, dann brauchen wir halt eine Föderalismusreform. Das kann gut sein, und dann müssen wir diese auf Schiene bringen. Wir müssen auch eine neue Leistungsabgeltung umsetzen und die Abstimmung des niedergelassenen Bereichs mit dem Spitalsbereich verbessern. Das ist nicht einfach, weil die Landeshauptleute gerne weiterhin autonom darüber entscheiden möchten, wo sie ihre Spitäler bauen, weil die Kirchturmpolitik in Österreich besonders tief verankert ist. Das wird nicht leicht! Eine echte Reform ist nie leicht, aber sie deswegen von vornherein gleich sein zu lassen, das halte ich für fahrlässig.
Abg. Strolz: Das ist eine Wort-Bild-Schere!
Wenn man Sie erlebt, eine so energiegeladene Frau, rhetorisch ein Feuerwerk – und dann sind Sie so wenig ambitioniert bei dem, was Sie umsetzen wollen?! Ich habe echt Mühe damit und ich frage mich, wie Sie in Ihrer Persönlichkeit diese zwei Egos unter einen Hut bringen. (Abg. Strolz: Das ist eine Wort-Bild-Schere!) Das kann Sie doch selbst nicht in Ruhe lassen, sich so viel Zeit zu geben. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Da brauchen Sie sich nicht zu viele Sorgen machen, um die Frauen in der Regierung! Die machen das schon!) – Ja, das wünsche ich mir, Frau Klubobfrau! (Abg. Glawischnig-Piesczek: Na wirklich!)
Abg. Glawischnig-Piesczek: Da brauchen Sie sich nicht zu viele Sorgen machen, um die Frauen in der Regierung! Die machen das schon!
Wenn man Sie erlebt, eine so energiegeladene Frau, rhetorisch ein Feuerwerk – und dann sind Sie so wenig ambitioniert bei dem, was Sie umsetzen wollen?! Ich habe echt Mühe damit und ich frage mich, wie Sie in Ihrer Persönlichkeit diese zwei Egos unter einen Hut bringen. (Abg. Strolz: Das ist eine Wort-Bild-Schere!) Das kann Sie doch selbst nicht in Ruhe lassen, sich so viel Zeit zu geben. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Da brauchen Sie sich nicht zu viele Sorgen machen, um die Frauen in der Regierung! Die machen das schon!) – Ja, das wünsche ich mir, Frau Klubobfrau! (Abg. Glawischnig-Piesczek: Na wirklich!)
Abg. Glawischnig-Piesczek: Na wirklich!
Wenn man Sie erlebt, eine so energiegeladene Frau, rhetorisch ein Feuerwerk – und dann sind Sie so wenig ambitioniert bei dem, was Sie umsetzen wollen?! Ich habe echt Mühe damit und ich frage mich, wie Sie in Ihrer Persönlichkeit diese zwei Egos unter einen Hut bringen. (Abg. Strolz: Das ist eine Wort-Bild-Schere!) Das kann Sie doch selbst nicht in Ruhe lassen, sich so viel Zeit zu geben. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Da brauchen Sie sich nicht zu viele Sorgen machen, um die Frauen in der Regierung! Die machen das schon!) – Ja, das wünsche ich mir, Frau Klubobfrau! (Abg. Glawischnig-Piesczek: Na wirklich!)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Nein, nein! 2016!
Ich wünsche mir, dass die Frau Bundesministerin ihre Ziele umsetzt – aber mit mehr Ambition und mit einem kürzeren Zeithorizont. Sie hat meine volle Unterstützung, wenn sie das angeht, was auf den Papieren steht. Es ist dringlich, weil mir scheint, dass da nichts geschieht, Herr Abgeordneter Katzian, weil da Termine im Jahre Schnee gesetzt werden – und diese sind ungewiss (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Nein, nein! 2016!) – und wir uns zum Ziel setzen, dass wir irgendwann 1 Prozent der Bevölkerung erreicht haben.
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Also weg von dieser Fülle von Einzelmaßnahmen, hin zu einem Gesamtkonzept und mehr Transparenz! Transparenz werden wir mit Ihren Antworten hoffentlich auch bekommen, Frau Bundesministerin, sie gehört auch in das Geschehen, und damit könnten wir heute beginnen. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Moser.
Bundesministerin für Gesundheit Dr. Sabine Oberhauser, MAS: Frau Präsidentin! Herr Kollege! Werte Damen und Herren! Zuerst einmal möchte ich mich bei den NEOS dafür bedanken, dass sie mir die Möglichkeit geben, nach sieben Wochen Amtszeit hier nicht nur eine Tour d’Horizon durch die letzten zehn Jahre Gesundheitspolitik, sondern auch gleich für die nächsten vier Jahre meiner geplanten Politik, über drei Ministerien, über die Sozialversicherung, zu machen. Ich danke für das Vertrauen und ich hoffe, dass ich das auch rechtfertigen kann. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Moser.)
Heiterkeit der Abg. Schatz.
Sie, Herr Abgeordneter Loacker, kommen ja aus Vorarlberg, und wir wissen, je weiter man sich von Wien in Richtung Westen wegbewegt, desto höher sind die Ansprüche an ein zentralistisches System, das meistens aus Wien gesteuert wird. (Heiterkeit der Abg. Schatz.) Wir wissen, dass wir in Ihnen wahrscheinlich einen Vorkämpfer gegen den Föderalismus haben. Ich begrüße Sie herzlich auf der österreichischen Reformbühne und freue mich sehr, dass wir gemeinsam die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger, aber wahrscheinlich auch die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher – und wahrscheinlich auch die Wienerinnen und Wiener – davon überzeugen müssen, dass
Beifall bei der SPÖ.
der Föderalismus aufgelöst gehört und ein zentralistisch gesteuertes System Platz greifen soll. Also herzlich willkommen, das werden wir gemeinsam versuchen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Meinl-Reisinger.
Ich hoffe, ich habe die Fragen umfassend beantwortet. Wir haben uns dafür entschieden, nicht zu sagen: Das fällt nicht in meinen Bereich! – Sehr viele der Fragen fallen nicht in meinen Bereich. Sie sehen, wie gut diese Bundesregierung zusammenarbeitet, dass wir sogar bei der Beantwortung Ihrer Fragen so zusammenarbeiten, dass Sie hier die Antworten bekommen und ich nicht nur sage: Das fällt nicht in meinem Bereich! (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Meinl-Reisinger.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (NEOS): Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Bürgerinnen und Bürger auf den Galerien und zu Hause vor den Bildschirmen! Ich begrüße vorneweg im Namen meiner Kollegin Beate Meinl-Reisinger die Klasse 6d des Gymnasiums aus dem 22. Bezirk, Theodor Kramer-Straße. – Wo sitzt sie? – Dort. Wir freuen uns, dass ihr hier seid! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei den NEOS.
Es fehlt Ihnen die Fantasie und damit auch der Mut, dass wir den Föderalismus anders organisieren können, nämlich verantwortungsvoll, und dazu möchte ich Sie ermutigen. Ein anderer Föderalismus ist möglich, schauen Sie über die Grenze in die Schweiz, dort wird er gelebt. Alles Gute dafür! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Strolz. – Abg. Strolz: Das ist meine Rede! Das ist meine Unterlage!
Bei dieser Vorgangsweise sage ich: Finger weg von diesem Vorhaben!, denn wir alle wissen, dass Gesundheit das wichtigste Gut des Menschen ist. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Strolz. – Abg. Strolz: Das ist meine Rede! Das ist meine Unterlage!)
Abg. Strolz: Aber die Zunahme der Wahlärzte ist bedenklich!
Wir haben mit unseren Strukturen, die hier in Österreich vorzufinden sind, nicht das beste, aber ich sage, zumindest eines der besten Gesundheitssysteme der Welt. Und bei uns sind die Menschen mehr als zufrieden mit dem Leistungsangebot, das es gibt, genauso wie mit der Qualität, die angeboten wird. (Abg. Strolz: Aber die Zunahme der Wahlärzte ist bedenklich!)
Abg. Strolz: Ermutigung! Rücken stärken!
Aber auch – und da gebe ich Ihnen ja vollkommen recht – wenn wir eines der besten Gesundheitssysteme haben, erzielen wir mit den eingesetzten Mitteln – und da geht es insgesamt, im gesamten Gesundheits- und Pflegebereich, um 35 Milliarden € – nicht gerade das Effizienteste. Aber sich jetzt hierher zu stellen und die Bundesministerin und ihren Vorgänger zu kritisieren, die darangehen, mehr Effizienz in das System zu bringen, verstehe ich nicht. (Abg. Strolz: Ermutigung! Rücken stärken!) Denn unsere
Abg. Strolz: Bei den Kuren!
Aber das geht sicherlich nicht so, wie Sie sich das vorstellen, denn Sie propagieren massive Leistungskürzungen und Sie propagieren in Ihrem Programm – ich habe Ihnen das schon einmal vorgeworfen –, dass es künftig seitens der Krankenkassen nur mehr eine Grundversorgung geben soll, und alle, die vermehrt das Gesundheitssystem in Anspruch nehmen, sollten dann künftig tief in die eigene Tasche greifen. (Abg. Strolz: Bei den Kuren!) Das werden wir als SPÖ zu verhindern wissen, das sage ich Ihnen ganz klar! (Beifall bei der SPÖ.) Denn: Wir gehen einen ganz anderen Weg, um das bewährte System, um das uns wirklich viele Länder beneiden, auch für die künftigen Herausforderungen fit zu machen.
Beifall bei der SPÖ.
Aber das geht sicherlich nicht so, wie Sie sich das vorstellen, denn Sie propagieren massive Leistungskürzungen und Sie propagieren in Ihrem Programm – ich habe Ihnen das schon einmal vorgeworfen –, dass es künftig seitens der Krankenkassen nur mehr eine Grundversorgung geben soll, und alle, die vermehrt das Gesundheitssystem in Anspruch nehmen, sollten dann künftig tief in die eigene Tasche greifen. (Abg. Strolz: Bei den Kuren!) Das werden wir als SPÖ zu verhindern wissen, das sage ich Ihnen ganz klar! (Beifall bei der SPÖ.) Denn: Wir gehen einen ganz anderen Weg, um das bewährte System, um das uns wirklich viele Länder beneiden, auch für die künftigen Herausforderungen fit zu machen.
Abg. Strolz: Aber auch Mut!
Wir wissen, wir müssen lösungsorientiert an die Sache herangehen, und dazu braucht man alle Beteiligten des Gesundheitswesens an einem Tisch. (Abg. Strolz: Aber auch Mut!) Das ist wichtig, denn ich glaube, dass wir nur dann etwas umsetzen können, dass nur dann etwas weitergeht, wenn wir die Sichtweisen aller Beteiligten im Gesundheitswesen kennenlernen. Das ist nämlich auch in der Vergangenheit das Entscheidende gewesen. Aber so, wie Sie es fordern, nämlich alles total umzukrempeln, kann das nie und nimmer funktionieren.
Abg. Strolz: Niedergelassener Bereich ganz wichtig!
Was wir im Unterschied zu Ihnen wollen, ist nicht die Zerschlagung des bestehenden guten Systems – auf dieses bin ich wirklich stolz – sondern eine Herbeiführung – das brauchen wir – eines Paradigmenwechsels, nämlich von der Krankheitsorientierung hin zur Gesundheitsorientierung. Das heißt, dass sich die künftigen Strukturen und die medizinische und medikamentöse Versorgung – das hat Herr Loacker mit keinem Wort erwähnt – nach den Bedürfnissen der Bevölkerung, der Patientinnen und Patienten, der Versicherten zu richten haben. (Abg. Strolz: Niedergelassener Bereich ganz wichtig!) Das heißt, wir brauchen künftig ein qualitativ hochstehendes Gesundheitssystem. Das bedingt, dass wir auch im ländlichen Raum die medizinische Versorgung und die medikamentöse Versorgung zu verbessern haben.
Abg. Strolz: Rechnungshof!
Das heißt, wir haben immer eines vor Augen: verbesserte Strukturen für die Bevölkerung und eine Erhöhung der Attraktivität der Gesundheitsberufe. Und deswegen bitte auch ich eindringlich: Reden wir nicht immer das solidarisch finanzierte Sozialversicherungssystem, unser Gesundheitssystem auf Basis der Selbstverwaltung schlecht. Wir haben ein gutes System, und dieses gilt es auch in Zukunft weiter auszubauen. (Abg. Strolz: Rechnungshof!) Und ich denke, da sind wir alle hier gefordert, die entsprechenden Schritte zu setzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt, wir haben immer eines vor Augen: verbesserte Strukturen für die Bevölkerung und eine Erhöhung der Attraktivität der Gesundheitsberufe. Und deswegen bitte auch ich eindringlich: Reden wir nicht immer das solidarisch finanzierte Sozialversicherungssystem, unser Gesundheitssystem auf Basis der Selbstverwaltung schlecht. Wir haben ein gutes System, und dieses gilt es auch in Zukunft weiter auszubauen. (Abg. Strolz: Rechnungshof!) Und ich denke, da sind wir alle hier gefordert, die entsprechenden Schritte zu setzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit.
Abgeordneter Dr. Erwin Rasinger (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Ich weiß nicht, was ich mein ganzes Leben lang angestellt habe, dass ich das heute erdulden muss. (Heiterkeit.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Da war die Rede von einem Kassensystem, kostenneutralem Datenmanagement, man trennt die Vorsorge in private und öffentliche – ich habe immer gedacht, der Mensch ist eins –, man schafft eine zentrale Organisation. Jetzt höre ich wieder, es ist der Föderalismus. Spitalseinweisung darf nur über den Facharzt oder die Rettung kommen; also wehe, wenn ein Patient selbst kommt und vor dem Portier zusammenfällt! (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Leute, bringen wir es auf den Punkt: Das, was ihr da treibt, ist gesundheitspolitische Geisterfahrerei, sind Nebelgranaten! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Genau!
Ich bin 20 Jahre in diesem Haus und habe noch nie solch eine Dringliche Anfrage erlebt; ich möchte das Wort „dringlich“ da bitte weglassen. Das ist ein Mittelschulaufsatz, der hier geliefert wurde, ein Sammelsurium von Gemeinplätzen. (Ruf bei der ÖVP: Genau!) Man zitiert aus irgendwelchen Sachen, aber es fehlt die Linie.
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Es sollte uns aber sehr wohl bewegen, dass die Lebenserwartung im 20. Bezirk um vier Jahre niedriger ist als im 19. Da ist gesundheitspolitisch ein einziges Hindernis: der Donaukanal. Ich habe gar nicht gewusst, dass der Donaukanal ein Gesundheitsrisiko birgt. Das heißt, es gibt Faktoren in der Gesundheitspolitik, die man sehr wohl betrachten sollte. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sonst würde er ja nicht in die Ordination kommen!
Wenn Sie einen Wiener bei mir in der Ordination fragen: Wie geht’s?, sagt er Ihnen immer: Schlecht! (Abg. Belakowitsch-Jenewein: Sonst würde er ja nicht in die Ordination kommen!) Das hat schon beim „Herrn Karl“ angefangen, und das geht auch heute weiter. Wenn sie zum Beispiel einen Vorarlberger fragen: Wie geht’s?, dann kommen Sie schon zu einem ganz anderen Ergebnis. Wenn Sie das einen Griechen fragen, wo das Gesundheitswesen wirklich darniederliegt, dann kommen Sie auch zu einem anderen Ergebnis, ebenso wenn Sie einen Rumänen fragen. Glauben Sie mir, es kommen Patienten aus Rumänien zu mir, die sagen: Bitte, bitte, machen Sie irgendetwas! Bei uns gibt es gar nichts!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Das Zweite ist die Frage: Was ist teuer im Gesundheitswesen? – Die teuerste Form der Versorgung ist eine Spitalsversorgung. Es ist aber nicht gesagt, dass weniger Betten eine tolle Versorgung sind. Es gibt da eine sehr schöne Studie, die besagt, dass weniger Betten gar nicht so optimal sind. Das heißt, die ideale Zahl der Betten ist, glaube ich, niedriger als die in Österreich, aber wahrscheinlich höher als jene in Holland. Und wenn der Herr Abgeordnete Strolz, der neue Gesundheitsexperte – jetzt ist er überhaupt hinausgegangen –, der sonst immer vor Duracell-Aktivität strotzt, mir jetzt sagt, wir brauchen das holländische oder belgische System, dann möchte ich ihm sagen: Ich möchte wirklich nicht krank sein in Holland, da ist das österreichische Spitalssystem sehr wohl besser. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Heiterkeit
Wo ist der Herr Abgeordnete Strolz, der das holländische System so propagiert? Er ist noch immer nicht da. – Haben Sie gewusst, dort können Sie gar nicht frei zum Facharzt gehen, nur zum Hausarzt? Ich bin ein toller Hausarzt, würde ich sagen (Heiterkeit), aber nur Hausarzt wäre mir ein bisschen zu wenig. Best Point of Service ist das nicht. Aber haben Sie gewusst, dass Holland ein einziges Unfallzentrum auf höchstem Level für 10 Millionen Menschen hat? Ich sage Ihnen, was das heißt: Wenn Sie in Holland zusammenfallen oder ein Traktor über Sie drüberfahrt, dann wünsche ich Ihnen, dass Ihnen das in Groningen passiert, woanders nicht. – In Wien haben wir allein drei oder vier mit highest Level. Bitte vergleichen wir nicht Äpfel mit Birnen!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Ich glaube schon, dass das österreichische Gesundheitswesen sich einmal auch ein bisschen ein Lob verdient hat. Wenn Sie es in 82 Fragen nicht einmal schaffen, das Wort „Arzt“ zu erwähnen, sondern nur negativ erwähnen und sagen, es heißt leider nur mehr das „Team um den Hausarzt“, dann zeigt mir das, dass Sie Vorarlberg nicht verstanden haben. In Vorarlberg waren gerade die Hausärzte und die Vorsorgemedizin Vorreiter. Es tut mir wirklich weh, dass ich Ihnen als kleiner Wiener, der in derselben Straße gewohnt hat wie der Herr Strolz, sagen muss, dass Vorarlberg ein Vorreiterland ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Heiterkeit.
Präsident Karlheinz Kopf: Ohne mich in die Debatte einmischen zu wollen, Herr Dr. Rasinger, freue ich mich natürlich über dieses Lob für Vorarlberg. (Heiterkeit.)
Beifall bei der FPÖ.
Was mir nicht ganz klar ist: Wir haben morgen nicht nur die Gesundheitsdebatte, wir haben morgen auch die Sozialdebatte. Und Sie stellen eine Anfrage, die in Wirklichkeit diesen Debatten vorgreifen könnte, alles aber nur halb, weil wir die Gesetzesmaterien, die zu beschließen sind, gar nicht hier haben. Es ist eigentlich eine Halbdebatte, eine seichte Debatte, die nicht in die Tiefe geht, wo Sie versuchen, irgendetwas herauszubekommen, wobei ich persönlich Ihre Intention nicht verstanden habe, was Sie mit dieser Dringlichen Anfrage denn eigentlich wissen möchten. Also das ist mir persönlich nicht ganz klar geworden. (Beifall bei der FPÖ.)
Bundesministerin Oberhauser: Stimmt!
Eine Ergänzung zu den Ausführungen des Kollegen Rasinger möchte ich auch noch machen: In Österreich kann innerhalb von zwei Stunden jeder Patient zu einem Facharzt kommen, egal, welche Krankheit er hat. (Bundesministerin Oberhauser: Stimmt!) Und das gibt es in keinem anderen Land der Welt! Das ist etwas, das sollten Sie einmal hochhalten!
Beifall bei der FPÖ.
Danke für Ihre Ausführungen, Frau Bundesminister, danke für Ihre genauen Antworten. Vielleicht können wir morgen noch erfahren, wie viele Absolventen es jährlich beim Medizinstudium gibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich glaube auch, dass das eigentlich der Kernpunkt ist, warum es bei der Gesundheitsreform immer wieder so stockt: Es gibt gute Ansätze, wir haben gute Konzepte, wir wissen in etwa, was die PatientInnen brauchen, aber all diese Konzepte – solange ich jetzt dabei bin – sind immer dann steckengeblieben, wenn es darum ging, die Finanzierungsfrage zu lösen. Wir waren uns nie ganz klar: Sollen wir bei der solidarischen Finanzierung bleiben und zum Beispiel auch über Gesamtverträge finanzieren, oder sollen wir mehr in Richtung Kontingentierung, Rationierung, Privatisierung gehen? – Wir haben das zuletzt bei den Primärversorgungszentren erlebt, wo es darum gegangen ist, den ersten Vorschlag, Finanzierung über Budgets und Pauschalen, sprich: Rationierung, wieder wegzubringen und zu einer Finanzierungsform zu kommen, die bis jetzt noch nicht klar ist. Deswegen stehen die Primärversorgungskonzepte so an, und deshalb ist es bis jetzt noch nicht umgesetzt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Die Föderalismusdebatte hatten wir schon, ebenso die Vereinheitlichung der Krankenkassen. Uns geht es dabei nicht so sehr um das Einsparungspotenzial, sondern um die Leistungsgerechtigkeit, darum, dass alle die gleichen Leistungen bekommen und dass das nicht davon abhängt, wo man wohnt, in Oberösterreich oder in Salzburg. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
beste Versorgung so zu sichern, dass wir auch noch in zehn Jahren ganz stolz sagen können: Wir haben das beste Gesundheitssystem in Europa! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim Team Stronach
Wertes Präsidium! Hohes Haus! Sehr geehrte Frau Minister! Ich glaube, der erste Schritt zu einer konsistenten und hoffentlich guten Gesundheitsreform ist getan. Wir haben nämlich eine Ärztin als Gesundheitsministerin. Dazu möchte ich noch einmal herzlich gratulieren und meine Freude darüber zum Ausdruck bringen. Ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Schritt (Beifall beim Team Stronach), der uns in Zukunft viele Dinge einfacher besprechen und diese Dinge dann auch einfacher in die Mühen der Ebene bringen lässt, der uns diese Dinge einfacher verwirklichen lässt.
Beifall beim Team Stronach.
heitssystems, weil ich das als einzige Möglichkeit sehe, dass man langfristig wirklich einen gerechten, fairen Zugang für alle Österreicher und Österreicherinnen haben kann. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich halte es für keine gute Entwicklung, wenn man das jetzt seitens der Sozialversicherungsträger anpreist, dass das so toll sei und uns so sehr helfen werde, eine effizientere Medizin zu betreiben. – Ich glaube das nicht, ich glaube, das Gegenteil wird der Fall sein, denn es wird zu Verzögerungen, zu Irritationen und zu einem erst recht vermehrten Zustrom zu den ohnehin überfüllten Ambulanzen kommen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Niemand braucht Angst zu haben, dass das in eine gesundheitsüberwachungsstaatliche Monstergeschichte ausartet. Überhaupt nicht! Ich glaube, das wird im Sinne des Patienten sein. Ich selbst kann aus der Praxis berichten: Ein Patient, der über eine Handyortung gefunden wurde, hat aufgrund dieser, die über einen Chip sehr schnell funktioniert hat, überlebt; sonst wäre er gestorben. Also: In medizinischen Chips und in Informationstechnologie, die wesentlich weiter fortgeschritten sind, als ELGA uns das bieten kann, steckt Überleben drin. Das sollten wir bedenken und diesen Entwicklungen gegenüber offen sein. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Das schließt auch mit ein, dass Bundesländer Steuerhoheiten haben. Wenn das der Fall wäre, dass ein Bundesland wie zum Beispiel Niederösterreich diese Steuerhoheit hätte, käme es nie zu solch unsinnigen Entwicklungen wie den Krankenhauserrichtungen in Baden und Mödling zehn Kilometer voneinander entfernt. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Die sind aus meiner Sicht völlig unnütz, bringen gesundheitsökonomisch nichts und erschweren dem Patienten eigentlich nur die Wahl. Er hat zwei Krankenhäuser, wo er hingehen kann, weiß nicht wirklich, wo er hingehört und wird zwischen diesen zwei Institutionen hin- und hergeschickt. Das passiert in Wirklichkeit jeden Tag. Andere heften sich das auf ihre Fahnen und meinen, das sei so toll. (Abg. Rädler: Sie sind polemisch!)
Abg. Rädler: Sie sind polemisch!
Das schließt auch mit ein, dass Bundesländer Steuerhoheiten haben. Wenn das der Fall wäre, dass ein Bundesland wie zum Beispiel Niederösterreich diese Steuerhoheit hätte, käme es nie zu solch unsinnigen Entwicklungen wie den Krankenhauserrichtungen in Baden und Mödling zehn Kilometer voneinander entfernt. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Die sind aus meiner Sicht völlig unnütz, bringen gesundheitsökonomisch nichts und erschweren dem Patienten eigentlich nur die Wahl. Er hat zwei Krankenhäuser, wo er hingehen kann, weiß nicht wirklich, wo er hingehört und wird zwischen diesen zwei Institutionen hin- und hergeschickt. Das passiert in Wirklichkeit jeden Tag. Andere heften sich das auf ihre Fahnen und meinen, das sei so toll. (Abg. Rädler: Sie sind polemisch!)
Beifall beim Team Stronach.
Letzter Punkt. Wir müssen uns noch eingehender um die Formen der ärztlichen Versorgung kümmern. Ich denke, dass es notwendig ist, den Markt zu liberalisieren. Es darf und soll machbar sein, dass Ärzte Ärzte anstellen, dass Ärzte GesmbHs gründen und dass Ärzte auch Zentren auf dem Land errichten können, wo sie dahin gehend frei sind, wie sie diese gestalten. Sonst erleben wir Zustände wie vor 15 Jahren in Sachsen. Sachsen war nach der Wende völlig von Ärzten befreit. Sachsen hat jedem Arzt, der im Jahr 1999 dorthin gegangen ist, für einen Fünfjahresvertrag 100 000 € Handgeld bezahlt, weil einfach niemand mehr dort war. Die haben dann verstehen müssen, dass man eine andere Politik betreiben muss, weil sonst das System zugrunde geht. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Spindelberger: Nein! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich möchte zu Beginn noch auf die Ausführungen des Kollegen Spindelberger replizieren. Ich sehe ihn jetzt nicht mehr; er ist offensichtlich hinausgegangen. (Abg. Spindelberger: Nein! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ach so, nein, dort sitzt er, umso besser; danke schön.
Abg. Rädler: Zweitens?
Wir NEOS haben heute zwei grundsätzliche Dinge gesagt. Erstens: Die Gesundheitsreform ist ein Schritt in die richtige Richtung (Abg. Rädler: Zweitens?), aber zweitens haben wir gesagt, es geht viel zu langsam. Zweitens haben wir gesagt (Abg. Rädler: Erstens, zweitens?!)
Abg. Rädler: Erstens, zweitens?!
Wir NEOS haben heute zwei grundsätzliche Dinge gesagt. Erstens: Die Gesundheitsreform ist ein Schritt in die richtige Richtung (Abg. Rädler: Zweitens?), aber zweitens haben wir gesagt, es geht viel zu langsam. Zweitens haben wir gesagt (Abg. Rädler: Erstens, zweitens?!)
Zwischenruf des Abg. Spindelberger.
Das, was Sie damit bezwecken, ist, dass Sie bei den Bürgerinnen und Bürgern Angst vor notwendigen Reformen, die dieses Land und auch unser Gesundheitssystem dringend brauchen, verbreiten. Aber Sie haben es selbst ein gewachsenes System genannt. Ein gewachsenes System – das ist offenbar das Totschlagargument in diesem Land dafür, dass sich überhaupt nichts ändern kann. Vielleicht versteht man Ihre Argumentation besser, wenn man weiß, wo Sie beruflich herkommen: Sie kommen aus diesem System, Sie kommen aus der Kammer und waren selbst bei der Gebietskrankenkasse tätig. (Zwischenruf des Abg. Spindelberger.)
Beifall bei den NEOS.
Ich habe mich schon immer gefragt, was Kammerfunktionäre dazu befähigt, Sozialversicherungen zu managen. Aber bitte, Ihre Argumentation ist vor diesem Hintergrund verständlich. Es geht nicht um die Patienten, sondern es geht um die eigenen Pfründe, die Sie bei einer echten Reform verlieren würden. Darum geht es Ihnen. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Schopf: Vorschläge!
Auf die Ausführungen des Herrn Kollegen Rasinger möchte ich auch kurz replizieren. Ich habe wirklich ernsthaft versucht, sachpolitische Argumente herauszuhören (Abg. Schopf: Vorschläge!), ich habe allerdings außer Zynismus nichts gefunden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Amon und Eßl.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Amon und Eßl.
Auf die Ausführungen des Herrn Kollegen Rasinger möchte ich auch kurz replizieren. Ich habe wirklich ernsthaft versucht, sachpolitische Argumente herauszuhören (Abg. Schopf: Vorschläge!), ich habe allerdings außer Zynismus nichts gefunden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Amon und Eßl.)
Abg. Prinz: Sie haben die Rede nicht verstanden!
Das ist natürlich auch ganz lustig, aber Sie sollten sich schon fragen, was Ihr Selbstverständnis als Politiker und Abgeordneter ist: Wollen Sie hier Wortspenden abgeben, die eigentlich besser auf eine Kabarettbühne passen, oder nehmen Sie Ihre Arbeit als Abgeordneter ernst? (Abg. Prinz: Sie haben die Rede nicht verstanden!) Diese Frage sollten Sie sich stellen! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das ist natürlich auch ganz lustig, aber Sie sollten sich schon fragen, was Ihr Selbstverständnis als Politiker und Abgeordneter ist: Wollen Sie hier Wortspenden abgeben, die eigentlich besser auf eine Kabarettbühne passen, oder nehmen Sie Ihre Arbeit als Abgeordneter ernst? (Abg. Prinz: Sie haben die Rede nicht verstanden!) Diese Frage sollten Sie sich stellen! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hammer.
Was ich bei Herrn Kollegen Rasinger verstanden habe, war, dass wir Linie halten müssen. Wir müssen die Linie halten! Was Sie damit sagen, ist, dass wir einfach den Kurs beibehalten und in diesem Land nichts tun müssen. Das ist – nach Ihrem Selbstverständnis – Aufgabe der Politik. Und das ist zu wenig. (Zwischenruf des Abg. Hammer.)
Beifall bei den NEOS.
Als abschließende Bemerkung noch: Man muss, gerade was Föderalismus betrifft – ich möchte das Wort „Föderalismus“ nicht wirklich in den Mund nehmen, weil wir ja keinen echten Föderalismus haben –, wenn man einen Verantwortungsföderalismus, einen echten Föderalismus meint, das auch angehen. Ja, diese Gesundheitsreform ist ein Schritt in die richtige Richtung. Sie ist besser als nichts, aber sie geht am Kern der Sache noch vorbei. Man muss endlich Verantwortung zuteilen. Sollen es die Länder oder soll es der Bund sein?, das ist letztlich nicht entscheidend, sondern es muss eindeutig zugeschriebene Verantwortung geben. An privatrechtlichen Verträgen herumzubauen ist besser als nichts, aber es löst das Problem nicht langfristig. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Hable, ich habe die heutige Diskussion eigentlich sehr gut empfunden, ich habe die heutige Diskussion auch sehr sachlich empfunden, ich finde es daher wirklich schade, dass Sie in Ihrer Rede von „organisierter Verantwortungslosigkeit“ sprechen. Ich denke, dass man anderer Meinung sein kann. Man kann der Meinung sein, dass man Strukturreformen braucht. Ich denke – und das ist heute bei fast allen Reden unumstritten zum Ausdruck gekommen –, dass es notwendig ist, die Strukturen auch ein wenig zu reformieren, aber „organisierte Verantwortungslosigkeit“ im Gesundheitssystem in Österreich weise ich doch entschieden zurück! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie demonstrativer Beifall des Abg. Strolz.
Ich habe da so ein schönes Zitat gefunden: „Gemeinsam im Sinne der Patientinnen und Patienten planen ...“ – Das muss Gesundheitspolitik sein: mit den Ärztinnen und Ärzten, mit den Ländern, mit dem Bund, mit den Krankenversicherungsanstalten und im Sinne der Patientinnen und Patienten. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie demonstrativer Beifall des Abg. Strolz.)
Abg. Strolz: Der Rechnungshof ist nicht zufrieden damit!
Genau deshalb haben wir ja auch die Gesundheitsreform auf den Weg geschickt, Herr Kollege Strolz. (Abg. Strolz: Der Rechnungshof ist nicht zufrieden damit!) – Das weiß ich, aber wir haben die Gesundheitsreform auf den Weg geschickt, und Sie beziehen sich in Ihrem Antrag ja auch darauf, dass Sie das auf der einen Seite durchaus positiv sehen, bemängeln aber auf der anderen Seite dann sofort, dass die Frau Bundesministerin die Strukturreform nicht vorantreibt.
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Da möchte ich schon, mit aller Wertschätzung den Kollegen der NEOS gegenüber, noch einmal in Erinnerung rufen: Frau Bundesministerin Oberhauser ist seit 52 Tagen – ich glaube, das stimmt jetzt – im Amt, und selbst wenn sie Tag und Nacht arbeitet und auch während sie mit dem Hund spazieren geht noch über die Gesundheitspolitik in Österreich nachdenkt, ist es nicht möglich, in dieser kurzen Zeit alles umzusetzen, was notwendig ist. Nicht einmal Frau Bundesministerin Sabine Oberhauser schafft das, Herr Kollege Strolz. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne hoffe ich, dass wir gemeinsam an einem guten Gesundheitssystem weiterarbeiten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strolz: Aber es gehen viele ins Ausland! Das wissen Sie!
Wir haben aber nicht nur die weitaus größte Zahl an Abschlüssen (Abg. Strolz: Aber es gehen viele ins Ausland! Das wissen Sie!) – dazu komme ich gleich –, wir haben auch die weitaus größte Zahl an Ärzten auf tausend Einwohner, nämlich 4,8. Das nächstbeste Land, wo man die Zahlen genau sagen kann, ist Norwegen mit, glaube ich, 4,1. Und dann kommen Deutschland, Schweiz, Schweden – die sind schon unter 4. Also wir haben hier exzellente Zahlen, und ein Mangel ist nicht zu befürchten. Er ist nur dann zu befürchten – und jetzt komme ich auf den Einwand zu sprechen –, wenn es uns nicht gelingt, a) diese Absolventen im Lande zu halten und b) sie so zu verteilen, dass alle Bevölkerungsschichten und auch alle Siedlungsräume in den Genuss dieser Ärztedichte kommen.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist unser Problem, und da habe ich ein ganz konkretes Anliegen, Frau Ministra: Sie wissen, da gibt es viel zu tun, und Sie wissen auch, was es zu tun gibt. Etwas, was es ganz dringend zu tun gibt, ist, dass wir endlich die Frage der Hausapotheken für niedergelassene Ärzte liberalisieren. Es ist unzumutbar, dass Ärzte solche Hausapotheken nicht mehr führen können, wenn in gewisser Nähe eine andere Apotheke ist. Im ländlichen Raum müssen die Menschen, die ein Medikament verschrieben bekommen haben, vielleicht übers Wochenende warten, bis die Apotheke wieder öffnet, oder ein öffentliches Verkehrsmittel benützen und eine lange Fahrt auf sich nehmen, um zu einem Medikament zu kommen. Diese Regelung gehört liberalisiert. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ansonsten, denke ich, ist das österreichische Gesundheitssystem gut. Seine Stärken müssen wir bewahren und seine Schwächen müssen wir reformieren. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Spindelberger.
Das sind doch Alarmzeichen, meine Damen und Herren, und da müssen wir schlichtweg den Dingen auf den Grund gehen. Wir alle wissen ja, wo die Gründe dafür liegen: Wir haben in diesem System leider einen eklatanten Ärztemangel. Und es ist überhaupt nicht einzusehen, dass es in Österreich zwar begehrt ist, Medizin zu studieren, aber nicht begehrt ist, hier als Arzt zu arbeiten. Es ist absurd, meine Damen und Herren, dass wir die jungen Leute davon abhalten, hier zu arbeiten. (Zwischenruf des Abg. Spindelberger.)
Beifall bei der FPÖ.
Und weil wir heute auch über Ebola gesprochen haben, möchte ich Sie, auch für morgen, in aller Kürze an etwas erinnern und etwas fragen: Wir haben in Österreich keine L4-Labors und auch keine L4-Stationen, die für die Behandlung dieser Hochrisikopatienten unumgänglich wären. Für zwei bis drei Patienten haben wir natürlich die Ressourcen, und da muss sich auch keiner Sorgen machen, aber wenn es dann darüber hinausgeht, haben wir die nötige Infrastruktur, die international für solche Krisensituationen vorgeschrieben worden ist, nicht. Da würde ich von Ihnen morgen, wenn Sie dann auch über Ebola sprechen wollen, doch gerne die eine oder andere Antwort bekommen. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen
Wir brauchen aber auch eine Wertschätzung der Pflegerinnen und Pfleger in diesem Land, denn der Pflegeberuf ist, wie wir alle wissen, extrem anstrengend, psychisch wie physisch, und er gehört unterstützt, und zwar nicht nur in der Ausbildung, sondern dann auch in der Bezahlung. – Danke. (Beifall bei den Grünen)
Beifall des Abg. Strolz.
Österreich ist Spitalseuropameister, was die Betten anlangt, und daher sagen wir ganz klar, wir müssen dieses wuchernde Spitalswesen zugunsten der niedergelassenen Ärzte ganz klar einschränken. Es wird ständig von Bettenabbau gesprochen, dabei werden laut jüngsten Studien – im Gegenteil – weitere Betten aufgebaut. Stationäre Medizin ist sehr teuer und eigentlich überhaupt nicht dafür ausgelegt, die Patienten dort ständig in den Ambulanzen zu versorgen, die doch viel besser bei einem niedergelassenen Arzt aufgehoben wären. Die Ambulanzen verschlingen Unmengen von Geld und tragen zur Landflucht bei. Die Menschen am Land brauchen aber eine ordentliche Infrastruktur, und das heißt auch: den Arzt am Land. (Beifall des Abg. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hable.
Die Gesundheit muss Bundeskompetenz sein, und, wie der Rechnungshof richtigerweise gesagt hat, Einnahmen und Ausgaben müssen aus einer Hand kommen. Das gilt grundsätzlich für unsere ausgabefreudigen Länder – nicht nur im Gesundheitswesen –, denn die Länder greifen immer in die Taschen des Bundes, die sich von magischer Hand zu füllen scheinen. Diese Magie, sehr geehrte Steuerzahler, heißt aber nichts anderes, als dass die Steuerzahler wie immer zur Kasse gebeten werden. Deshalb sagen wir, diese eigenartige Mischung von einem Einnahmenzentralismus und Ausgabenföderalismus muss endlich bereinigt werden! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hable.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hable.
Die Einnahmen und die Ausgaben und die damit zusammenhängende Verantwortung, das darf nicht völlig voneinander entkoppelt sein. Die Länder müssen gewisse Steuern selbst einnehmen können – und dann schauen wir einmal, in welchen Kilometerabständen sie dann ihre Krankenhäuser nebeneinander hinbauen. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hable.)
Abg. Obernosterer: Das ist aber ein gutes System!
Ich habe mich sehr gewundert, als ich bei den Recherchen gemerkt habe, dass Ärzte beispielsweise nicht die Rechtsform einer GmbH für ihre Praxis wählen können. Der Grund, sehr geehrte Damen und Herren, ist ganz einfach – nämlich typisch österreichisch –: Wenn sie die Rechtsform der GmbH wählen, sind Sie automatisch Mitglied in der Wirtschaftskammer, sonst sind sie in der Ärztekammer. Das heißt, dieses starre Kammersystem bedeutet eigentlich (Abg. Obernosterer: Das ist aber ein gutes System!), dass zum Nachteil der Patienten und zum Nachteil der Bevölkerung gehandelt wird (Abg. Obernosterer: Das ist aber ein gutes System!) – und das ist kein gutes System. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Obernosterer: Das ist aber ein gutes System!
Ich habe mich sehr gewundert, als ich bei den Recherchen gemerkt habe, dass Ärzte beispielsweise nicht die Rechtsform einer GmbH für ihre Praxis wählen können. Der Grund, sehr geehrte Damen und Herren, ist ganz einfach – nämlich typisch österreichisch –: Wenn sie die Rechtsform der GmbH wählen, sind Sie automatisch Mitglied in der Wirtschaftskammer, sonst sind sie in der Ärztekammer. Das heißt, dieses starre Kammersystem bedeutet eigentlich (Abg. Obernosterer: Das ist aber ein gutes System!), dass zum Nachteil der Patienten und zum Nachteil der Bevölkerung gehandelt wird (Abg. Obernosterer: Das ist aber ein gutes System!) – und das ist kein gutes System. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich habe mich sehr gewundert, als ich bei den Recherchen gemerkt habe, dass Ärzte beispielsweise nicht die Rechtsform einer GmbH für ihre Praxis wählen können. Der Grund, sehr geehrte Damen und Herren, ist ganz einfach – nämlich typisch österreichisch –: Wenn sie die Rechtsform der GmbH wählen, sind Sie automatisch Mitglied in der Wirtschaftskammer, sonst sind sie in der Ärztekammer. Das heißt, dieses starre Kammersystem bedeutet eigentlich (Abg. Obernosterer: Das ist aber ein gutes System!), dass zum Nachteil der Patienten und zum Nachteil der Bevölkerung gehandelt wird (Abg. Obernosterer: Das ist aber ein gutes System!) – und das ist kein gutes System. (Beifall beim Team Stronach.)
Ruf bei der FPÖ: Ja, genau!
Wir müssen dafür sorgen, dass unser Gesundheitssystem langfristig finanzierbar bleibt, dass für die Menschen die optimale Versorgung sichergestellt werden kann – und zwar auch und insbesondere am Land. Das System muss viel effizienter werden, wir müssen kostengünstiger arbeiten und wir müssen schauen, dass die Menschen länger gesund leben. (Ruf bei der FPÖ: Ja, genau!) Das geht nur durch weniger Bürokratie, durch mehr Freiheit und durch mehr Vertrauen in die Eigenverantwortung der Menschen. Das gilt im Übrigen nicht nur für unser Gesundheitssystem, sondern für das ganze Land. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir müssen dafür sorgen, dass unser Gesundheitssystem langfristig finanzierbar bleibt, dass für die Menschen die optimale Versorgung sichergestellt werden kann – und zwar auch und insbesondere am Land. Das System muss viel effizienter werden, wir müssen kostengünstiger arbeiten und wir müssen schauen, dass die Menschen länger gesund leben. (Ruf bei der FPÖ: Ja, genau!) Das geht nur durch weniger Bürokratie, durch mehr Freiheit und durch mehr Vertrauen in die Eigenverantwortung der Menschen. Das gilt im Übrigen nicht nur für unser Gesundheitssystem, sondern für das ganze Land. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Schönegger: Na ja, na ja!
Abgeordnete Mag. Beate Meinl-Reisinger, MES (NEOS): Herr Präsident! Werte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Es ist natürlich völlig unbestritten, dass man ein Gesundheitssystem nicht von heute auf morgen umkrempeln kann. Das wollen auch wir NEOS nicht. Es ist ja völlig wahnwitzig zu glauben, dass wir so weit von Realpolitik entfernt sind. (Abg. Schönegger: Na ja, na ja!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Es ist durchaus eine aktuelle Diskussion, weil wie der Kollege ... (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Jetzt müssen wir das wieder diskutieren. Ja, genau dieser Meinung sind wir: Genau das müssen wir wieder diskutieren, und deswegen machen wir die Anfrage. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es ist durchaus eine aktuelle Diskussion, weil wie der Kollege ... (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Jetzt müssen wir das wieder diskutieren. Ja, genau dieser Meinung sind wir: Genau das müssen wir wieder diskutieren, und deswegen machen wir die Anfrage. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Nachbaur.
Kollege Franz hat darauf hingewiesen, dass ja heute auch im „Standard“ anlässlich der Neuübernahme durch Peter MacDonald als Chef des Hauptverbandes vorgerechnet wurde, dieser übernimmt sanierte Kassen. Der „Standard“ rechnet vor: 1,25 Milliarden €, diese Sanierung ist durch Steuergeld geschehen – durch Steuergeld bitte! Das heißt, die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler haben letztlich die Kassen saniert. Das Problem ist aber, diese Steuerzahler sind ausgequetscht, und deshalb müssen wir sehr wohl hier weitere Schritte setzten. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Nachbaur.)
Abg. Strolz: Das ist ungerecht!
Das Problem ist, dass das System unfair ist, denn die Kriterien für die Einzahlung in die verschiedenen Sozialversicherungsträger sind zwar für alle gleich, aber die Leistungen sind nicht die gleichen. Es kann doch, bitte, nicht sein, dass Berufsstand und Bundesland darüber entscheiden, welche Leistungen ich tatsächlich bekomme. Sie wissen, wie unterschiedlich die Leistungskataloge der Krankenkassen sind, und dann sagen Sie mir, das ist fair?! (Abg. Strolz: Das ist ungerecht!)
Beifall bei NEOS und Team Stronach.
Es wurde erwähnt, man müsse auf regionale Bedingungen und Besonderheiten Rücksicht nehmen. – Ja, sicher, aber es kann doch nicht sein, dass die regionale Besonderheit darin liegt, dass beispielsweise Blutabnahmen bei Ärzten in Vorarlberg anders abgegolten werden als in Wien. Das kann es wirklich nicht sein und das ist auch falsch verstandener Föderalismus. (Beifall bei NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Ehmann: Und Private? – Abg. Meinl-Reisinger – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Eine öffentliche!
Ich sage ich Ihnen etwas zu Dänemark – wir haben das recherchiert –: Wissen Sie, wie viele Kassen es gab?! – Um 1900 herum gab es über 1 300 Kassen. 1960 gab es 18, und jetzt gibt es nur noch eine. Es ist also möglich. – Danke. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Ehmann: Und Private? – Abg. Meinl-Reisinger – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz –: Eine öffentliche!)
Abg. Meinl-Reisinger: Wie viele gibt es? Wissen Sie es?
Abgeordneter Michael Ehmann (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Geschätzte KollegInnen! Hohes Haus! Was Kollegin Beate Meinl-Reisinger dazuzusagen vergessen hat, ist die Ergänzung, wie viele private Träger es in einem solchen Land dann gibt. (Abg. Meinl-Reisinger: Wie viele gibt es? Wissen Sie es?) – Ich weiß es von Dänemark nicht, aber in Bayern gibt es 101 Krankenversicherungsträger (Abg. Meinl-Reisinger: Aber es gibt auch einen öffentlichen!) – und einen gesetzlichen, danke.
Abg. Meinl-Reisinger: Aber es gibt auch einen öffentlichen!
Abgeordneter Michael Ehmann (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Geschätzte KollegInnen! Hohes Haus! Was Kollegin Beate Meinl-Reisinger dazuzusagen vergessen hat, ist die Ergänzung, wie viele private Träger es in einem solchen Land dann gibt. (Abg. Meinl-Reisinger: Wie viele gibt es? Wissen Sie es?) – Ich weiß es von Dänemark nicht, aber in Bayern gibt es 101 Krankenversicherungsträger (Abg. Meinl-Reisinger: Aber es gibt auch einen öffentlichen!) – und einen gesetzlichen, danke.
Abg. Walter Rosenkranz: Nicht nur der NEOS! Da gibt es mehrere!
Eine Forderung der NEOS, ein leidiges Thema, ist ja immer wieder, wie Sie unschwer bemerken konnten, die Zusammenlegung der österreichischen Sozialversicherungsträger. (Abg. Walter Rosenkranz: Nicht nur der NEOS! Da gibt es mehrere!)
Abg. Strolz: Achtung! Der Finanzminister fordert das auch!
Grundsätzlich haben wir, wie schon öfter und zu Recht gehört, eines der besten Gesundheitssysteme der Welt, in dem die Sozialversicherungsträger eine entscheidende Rolle spielen. Was also steckt hinter der permanenten geschlossenen Forderung der Oppositionsparteien – und damit meine ich alle (Abg. Strolz: Achtung! Der Finanzminister fordert das auch!) – nach der Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger unter dem Deckmantel der Kosteneffizienz? – Zu der komme ich aber noch.
Abg. Meinl-Reisinger: Aber Sie brauchen auch nicht zu glauben, dass sie schlechter betreut werden!
Ernst sein! (Abg. Meinl-Reisinger: Aber Sie brauchen auch nicht zu glauben, dass sie schlechter betreut werden!)
Abg. Walter Rosenkranz: 22 Präsidien mit Limousinen, Direktoren – Sie wissen, wie es ...!
Nun zur Kosteneffizienz: Der Verwaltungsaufwand der Sozialversicherungsträger in Österreich beträgt durchschnittlich – über alle Träger in Österreich – 2,8 Prozent, stellenweise sogar unter 2 Prozent. So viel zu Ihrem vermeintlich aufgeblähten System. (Abg. Walter Rosenkranz: 22 Präsidien mit Limousinen, Direktoren – Sie wissen, wie es ...!)
Abg. Walter Rosenkranz: Sie schaffen wieder ganz neue zusätzliche Jobs, die es vorher gar nicht gegeben hat!
Würden wir dieses gute System in private Hände legen, wie es oft Ihre hintergründige Vorgehensweise zu sein scheint, würde der Verwaltungsaufwand mindestens 10 Prozent, aber bis zu 16 Prozent bedeuten. (Abg. Walter Rosenkranz: Sie schaffen wieder ganz neue zusätzliche Jobs, die es vorher gar nicht gegeben hat!) Das bedeutet konkret: Im jetzigen System erhält ein Versicherter bei 100 € Beitragsleistung über 97 Prozent an Leistung zurück. Im Privatsystem würde derselbe Versicherte im besten Fall 90 € an Leistung zurückbekommen.
Zwischenrufe bei den NEOS
Ich habe den Eindruck, dass die NEOS – heute vielleicht ein bisschen besser versteckt, aber jetzt auch wieder öffentlicher – bei ihrer Forderung eher wirtschaftliche Interessen verfolgen (Zwischenrufe bei den NEOS), denn eine damit verbundene Leistungskürzung zulasten der Versicherten kann ja niemand wollen, zumindest keiner in der Sozialdemokratie, das kann ich Ihnen sagen. (Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.)
Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.
Ich habe den Eindruck, dass die NEOS – heute vielleicht ein bisschen besser versteckt, aber jetzt auch wieder öffentlicher – bei ihrer Forderung eher wirtschaftliche Interessen verfolgen (Zwischenrufe bei den NEOS), denn eine damit verbundene Leistungskürzung zulasten der Versicherten kann ja niemand wollen, zumindest keiner in der Sozialdemokratie, das kann ich Ihnen sagen. (Zwischenruf des Abg. Walter Rosenkranz.)
Zwischenruf des Abg. Strolz
Einer heute von den NEOS erwähnten APA-Meldung zufolge steht ja auch der Vorwurf im Raum, wie wir das schon gehört haben, dass zusätzliche Steuermittel für die Kassensanierung aufgewendet wurden. Nun zur Richtigstellung: In der Vergangenheit, was Sie jedoch vielleicht nicht wissen, weil Sie damals noch nicht im Parlament waren (Zwischenruf des Abg. Strolz), hat es von der Sozialversicherung gesetzlich verordnete Zusatzleistungen gegeben, die jedoch budgetär nicht ausreichend bedeckt waren – das ist eine Tatsache –, und damit eigentlich das Defizit verursacht haben.
Abg. Meinl-Reisinger: Mit Steuermitteln!
Der schon angesprochene dafür eingerichtete Kassenstrukturfonds hat diese Schieflage lediglich unter strengen Auflagen für die Inanspruchnahme durch die betroffenen Sozialversicherungsträger korrigiert (Abg. Meinl-Reisinger: Mit Steuermitteln!), und das sollten Sie wissen! Damit ihrerseits politisches Kleingeld zu wechseln, ist mehr als vernachlässigbar. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der schon angesprochene dafür eingerichtete Kassenstrukturfonds hat diese Schieflage lediglich unter strengen Auflagen für die Inanspruchnahme durch die betroffenen Sozialversicherungsträger korrigiert (Abg. Meinl-Reisinger: Mit Steuermitteln!), und das sollten Sie wissen! Damit ihrerseits politisches Kleingeld zu wechseln, ist mehr als vernachlässigbar. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei FPÖ und NEOS.
Daher sei Ihnen als NEOS, aber auch anderen Oppositionsparteien, ins Stammbuch geschrieben: Lieber Selbstverwaltung durch Versicherte wie bisher als hochbezahlte private Manager! (Zwischenrufe bei FPÖ und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Walter Rosenkranz: Wo hat denn der schon seinen Versorgungsjob in der Tasche? – Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Strolz.
Auch weiterhin sollte die e-card statt der Credit Card unseren gemeinsamen Zugang zum Gesundheitssystem sichern. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Walter Rosenkranz: Wo hat denn der schon seinen Versorgungsjob in der Tasche? – Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Strolz.)
Allgemeiner Beifall.
aus dem Gymnasium Wasagasse ganz herzlich begrüßen. Herzlich willkommen! Schön, dass ihr euch für die Themen im Parlament interessiert. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein Wort auch zum Thema Gesundheitsvorsorge. Die Qualität der Gesundheitsvorsorge betrifft auch das Lebensende. Der Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung ist ein großes Anliegen der ÖVP. Kollegin Aubauer und Kollege Franz-Joseph Huainigg setzen sich in der neu eingerichteten Enquete-Kommission „Würde am Ende des Lebens“ dafür ein. Meine Unterstützung ist ihnen sicher. Danke auf jeden Fall für den Einsatz! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weninger.
Sehr geehrte Frau Ministerin! Wir freuen uns und hoffen auch in Zukunft auf gute Diskussionen und eine gute Zusammenarbeit. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weninger.)
Abg. Strolz: Das ist das Problem!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, diese Dringliche Anfrage mag zwar berechtigt sein, aber – und das haben einige Vorredner genauso gemeint – mir kommt sie so vor wie ein gemischter Salat ohne Essig. Dass das Thema wichtig ist, steht außer Frage, aber in dieser Anfrage kann ich einfach nicht den Punkt, auf den es ankommt, feststellen. (Abg. Strolz: Das ist das Problem!)
Beifall bei der FPÖ.
Das haben unser Land und unsere Menschen nicht verdient. Solche Entwicklungen lehnen wir entschieden ab! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich würde mich freuen, wenn Sie mich unterstützen würden – im Sinne aller Patientinnen und Patienten – bei der Verwirklichung von Barrierefreiheit. Meiner Meinung nach sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass jeder Mensch ein Anrecht auf ein barrierefreies Gesundheitswesen hat. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Meine geschätzten Damen und Herren! Was wir brauchen, ist eine ganz enge Verflechtung zwischen Gesundheitssystem und Pflegebereich. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Das sind genau elf Monate zu viel. Hier haben wir Handlungsbedarf! Wir müssen schauen, dass es im ländlichen Bereich mehr Fachärzte gibt, und wir müssen schauen, dass die Landärzte erhalten bleiben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das Problem des Föderalismus wurde heute schon sehr oft angesprochen. Wir können uns diesen Föderalismus nicht mehr leisten. Nicht nur, dass wir ihn uns nicht leisten können, er macht auch keinen Sinn! Oder gibt es irgendjemanden hier im Raum, der mir erklären kann, warum im Pflegebereich zum Beispiel ein Wiener nur 14 Quadratmeter Fläche braucht, ein Kärntner 18 Quadratmeter? Das sind doch Unsinnigkeiten, das ist nicht mehr zeitgemäß, wir müssen das System ändern! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.
An dieser Stelle: All jenen, die Pflege ausüben, von unserer Fraktion ein herzliches Dankeschön! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.) Sie leisten Großartiges! Was wäre unsere Gesellschaft ohne jene Menschen, die bereit sind, anderen Menschen zu helfen, und zwar gerade in einer Situation zu helfen, in der es den Pflegebedürftigen schlecht geht? Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.
An dieser Stelle: All jenen, die Pflege ausüben, von unserer Fraktion ein herzliches Dankeschön! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.) Sie leisten Großartiges! Was wäre unsere Gesellschaft ohne jene Menschen, die bereit sind, anderen Menschen zu helfen, und zwar gerade in einer Situation zu helfen, in der es den Pflegebedürftigen schlecht geht? Herzlichen Dank. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.
In diesem Sinne: Wir alle haben sehr, sehr viel zu tun, dass die Gesellschaft solidarisiert bleibt, und wir haben höchsten Handlungsbedarf. Packen wir es an! Reformieren wir den Staat! Überlegen wir den Föderalismus noch einmal genau! Und überlegen wir vor allem, in welchen Bereichen er sinnvoll ist und in welchen Bereichen wir ihn so rasch wie möglich abschaffen sollten! – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.
Geschätzter Kollege Rasinger! Sie haben bewiesen, dass Sie unser Programm nicht verstanden haben, denn unser Programm hat sich seit der Wahl nicht verändert. Wir haben es zwar weiterentwickelt und das eine oder das andere dazugegeben, aber im Besonderen hat sich da nichts verändert. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch-Jenewein.) Bisher sind Sie durch besondere Vorschläge bezüglich der Berufsbekleidung von Nationalratsabgeordneten aufgefallen. Ich würde mir mehr inhaltlichen Input wünschen und nicht reines NEOS-Bashing.
Zwischenruf des Abg. Doppler
In Richtung der Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ: Ja, es mag sein, dass unsere Anfrage wirkt, als wäre sie Kraut und Rüben. Das ist aber nicht unsere Intention (Zwischenruf des Abg. Doppler), vielmehr ist unser System so aufgestellt. Wir vertreten einen gesamtheitlichen Ansatz, wir sagen, Gesundheit und Pflege gehören unter ein Dach. Und wenn wir alle Aspekte beleuchten wollen, dann ist es eine sehr umfangreiche Anfrage und betrifft mehrere Ressorts. Dieses System in seiner Komplexität haben wir nicht erfunden. Hier bitte sich direkt an die Bundesregierung zu wenden.
Beifall bei den NEOS.
Auch wenn dieser partizipative Prozess personelle Kraft und natürlich auch finanzielle Ressourcen bindet, gemeinsame Lösungen, getragen von den BürgerInnen gemeinsam mit den politischen Vertreterinnen und Vertretern, sind die beste Investition in eine Zukunft, die stabile soziale Netze für alle bietet: Das bedeutet Enkelfitness. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
sie hat gezeigt, dass sie kompetent ist und dass sie ihr Fachwissen hier als politische Vertreterin des Gesundheitswesens voll einbringt und einbringen kann. Wenn jemand in 20 Minuten diese Dringliche Anfrage so beantwortet, wie sie das gemacht hat, dann, so meine ich, verdient dies größten Respekt und ein herzliches Kompliment. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, das ist ein wesentlicher Punkt. Da zeigt sich, dass von der Regierung auf die Ärztinnen und Ärzte Bedacht genommen wird, dass mit dieser Regelung die Attraktivität des Ärzteberufes gehoben wird und dass damit natürlich auch, ein wesentlicher Punkt, die Patienten und Patientinnen eine wesentlich größere Sicherheit haben, dass der sie behandelnde Arzt ausgeruht die Behandlung vornimmt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Schluss: Frau Bundesministerin, Sie sind kurz – genau gerechnet 52 Tage – im Amt. Dürfte ich einen medizinischen Ausdruck für Ihre Leistung bis jetzt verwenden, dann würde ich sagen: Die Behandlung ist sehr gut verlaufen, die Operation ist gelungen, der Patient ist wohlauf. In diesem Sinne herzliche Gratulation, Frau Bundesministerin, weiterhin viel Erfolg! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kurz noch zu den Ausführungen, die sich mit einem Antrag beschäftigen, in dem es um die Anstellung von Ärzten bei Ärzten geht. Ich glaube, das ist ein sehr komplexes Thema. Da bedarf es gerade bei der anstehenden Gesundheitsreform neuer Gespräche, alle Partner müssen da zusammenwirken. Es geht um die Finanzierung, den Föderalismus. Ich glaube, das ist nicht so einfach. Dass wir jetzt nicht zustimmen werden, ist, wie ich meine, jedem klar. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strolz: Gesundheit!
Eigentlich ist es schade, dass Ihre Dringliche nicht für ein wirklich dringliches Thema benutzt worden ist, nämlich für das Thema Ebola. (Abg. Strolz: Gesundheit!) Bei diesem Thema werden die Menschen derzeit etwas einseitig von den Medien informiert. Und ich glaube, dass wir im Land durchaus gute Maßnahmen bereits getroffen haben, um auf diese Krise vorbereitet zu sein. Ich denke nur an die Notfallpläne, die ausgearbeitet sind, daran, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Spitälern, in den Spitalsambulanzen intensiv geschult werden. Auf breiter Basis werden Ärzte und ärztliches Personal informiert. Auch die notwendigen Isoliergerätschaften und Einrichtungen stehen bereit. Das wären Botschaften gewesen, die wir den Menschen von dieser Stelle aus durchaus mit auf den Weg geben könnten und die ihnen etwas von ihrer Besorgnis, die sie natürlich aufgrund der Berichterstattung in den Medien haben, hätten nehmen können. (Abg. Strolz: Finanzausgleich, das ist dringlich!)
Abg. Strolz: Finanzausgleich, das ist dringlich!
Eigentlich ist es schade, dass Ihre Dringliche nicht für ein wirklich dringliches Thema benutzt worden ist, nämlich für das Thema Ebola. (Abg. Strolz: Gesundheit!) Bei diesem Thema werden die Menschen derzeit etwas einseitig von den Medien informiert. Und ich glaube, dass wir im Land durchaus gute Maßnahmen bereits getroffen haben, um auf diese Krise vorbereitet zu sein. Ich denke nur an die Notfallpläne, die ausgearbeitet sind, daran, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Spitälern, in den Spitalsambulanzen intensiv geschult werden. Auf breiter Basis werden Ärzte und ärztliches Personal informiert. Auch die notwendigen Isoliergerätschaften und Einrichtungen stehen bereit. Das wären Botschaften gewesen, die wir den Menschen von dieser Stelle aus durchaus mit auf den Weg geben könnten und die ihnen etwas von ihrer Besorgnis, die sie natürlich aufgrund der Berichterstattung in den Medien haben, hätten nehmen können. (Abg. Strolz: Finanzausgleich, das ist dringlich!)
Beifall ÖVP und SPÖ.
nahmen für die Sicherheit der Bevölkerung in Österreich setzen. – Danke. (Beifall ÖVP und SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Bei ein paar anderen Reden, Kollege Spindelberger, Kollege Dr. Rasinger, da ist mir der frühere Wirtschaftsminister Bobby Graf eingefallen, dem ein Oppositionspolitiker entgegengerufen hat: Ich verstehe das nicht! – Und der Bobby Graf hat zu ihm gesagt: Jetzt denken Sie einmal nach, warum Sie das nicht verstehen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Das Projekt Gesundheitsreform ist aus dem Bahnhof geschickt, sollte aber schnell in den Zielbahnhof kommen. Und dafür wünschen wir Ihnen, Frau Bundesministerin, alles Gute und viel Erfolg. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber im Gesundheitsbereich gibt es natürlich viele Baustellen, die angegangen gehören. Manches ist liegen geblieben. Das ist natürlich so. Aber wenn wir gerade an letzte Woche denken, da möchte ich Ihnen gratulieren, Frau Ministerin. Bezüglich Ebola haben Sie mit Ihrer Informationsoffensive und mit dem konkreten Vorsorgeplan die Feuertaufe, glaube ich, ganz gut bestanden. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Katzian.
Ich möchte aber natürlich auch dem neuen Chef des Hauptverbandes, Peter McDonald, in seiner neuen Funktion alles Gute wünschen, der in seiner früheren Funktion als Chef der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft mit seinem Vorsorgemodell ein Zukunftsmodell geschaffen hat. Ich glaube, er wird auch seine Aufgabe als Hauptverbandschef sehr gut machen. (Zwischenruf des Abg. Katzian.)
Beifall bei der ÖVP.
Es gibt im Gesundheitsbereich noch viel zu erledigen. Aber Jammern und Nörgeln werden uns nicht weiterbringen. Es gilt, die Vorschläge, die schon auf dem Tisch sind, umzusetzen. Packen wir es gemeinsam an! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Zunächst möchte ich einmal allgemein sagen, dass ich es sehr, sehr begrüße und es für sehr vorbildlich halte, dass das Hohe Haus hier geschlossen gegen Atomkraft auftritt und mit der Klage gegen Hinkley Point vor dem Europäischen Gerichtshof auch Taten folgen lässt. Das, finde ich, ist ein sehr, sehr schönes Zeichen, das auch im Sinne aller Österreicherinnen und Österreicher ist. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Glawischnig-Piesczek: Richtig!
Ein bisschen ein Fragezeichen habe ich auch, was das Verhalten unseres österreichischen Kommissars Hahn betrifft, der zwar dagegen gestimmt, aber dennoch die Chance ausgelassen hat, einen Antrag auf Verschiebung zu stellen, denn damit wäre dieses Projekt in die Zuständigkeit der neuen Kommission gefallen. Ich denke, dass die neue dänische Wettbewerbskommissarin in diesem Fall wesentlich kritischer gewesen wäre. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Richtig!) Hier muss ich mich also schon fragen, warum man vor allem im Sinne der Österreicherinnen und Österreicher und auch dieser ein-
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
heitlichen Meinung, die wir hier haben, nicht anders agiert hat. (Beifall bei Team Stronach und Grünen.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
Die EU-Entscheidung zu Hinkley Point ist – das kann ich nur noch einmal erwähnen – für mich ein absolutes Armutszeugnis für unsere Energiewende! (Beifall bei Team Stronach und Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Es ist aus unserer Sicht aber notwendig, dass an den Nationalrat jährlich berichtet wird, wie sich diese Technologien weiterentwickeln, nicht nur weil wir sie zu einem späteren Zeitpunkt einsetzen wollen, sondern vor allem auch weil Nachbarländer diese Technologien durchaus einsetzen und hier der Nationalrat in Zukunft deutlich mehr evidenzbasierte Politik machen sollte. – In diesem Sinne herzlichen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich bin auch dabei – und ich hoffe, auch morgen in einem Gespräch mit meiner deutschen Kollegin in Berlin –, die deutsche Bundesregierung zu der Überzeugung zu bringen, dass sie sich ebenfalls dieser Nichtigkeitsklage anschließt. Barbara Hendricks hat auch bereits öffentlich zum Ausdruck gebracht, dass sie beabsichtigt, das Kabinett auf diese Linie einzuschwören. Auch die luxemburgische Amtskollegin hat sich in diese Richtung geäußert. Wir sind also als Mitgliedsland in dieser Frage nicht mehr allein. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Team Stronach.
Lassen Sie mich zum Abschluss meine Einschätzung zum Ausdruck bringen, dass es aus meiner Sicht wichtig ist, dass auch das Europäische Parlament hier klar Flagge zeigt. Wir sollten alle in unseren Fraktionen darauf hinwirken, dass auch das Europäische Parlament nicht zur Kenntnis nehmen kann, dass sozusagen die alte Kommission ein Präjudiz für die wichtige Frage der Schaffung einer Energieunion setzt, die eine der Hauptaufgaben der künftigen Legislative und Exekutive auf europäischer Ebene sein muss. Eine solche Entscheidung darf durch diese eklatante Fehlentscheidung nicht quasi vorweggenommen werden. Daher muss aus meiner Sicht auch das Europäische Parlament in Form eines Initiativantrags eine klare Entscheidung gegen diese Beihilfe treffen. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn jetzt gerade eine Wirtschaftsdelegation in China unterwegs ist und auch dort mit diesen Green Jobs und diesem Potenzial, das Österreich in der Forschung und Entwicklung bei den erneuerbaren Energien hat, Anklang findet, dann ist das, glaube ich, ein guter Beweis dafür, dass wir die Vorreiterrolle „Raus aus dem Atomstrom und hinein in die neuen Gedanken zur erneuerbaren Energie“ vollzogen haben. Wir sind auf einem guten Weg. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall beim Team Stronach. – Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Was sagt Österreich dazu? – Sofort nach Vorliegen der Entscheidung hat Österreich diese Entscheidung als völlig inakzeptabel bewertet und wird auch Klage beim Europäischen Gerichtshof einbringen. Energie ist zu subventionieren, ja, sofern es sich um erneuerbare Energien handelt! Aber Subventionen für Atomkraft sind striktest abzulehnen, zumal dies Subventionen wären für ein Risiko, das unkalkulierbar, unbeherrschbar und vor allem unzumutbar ist für Mensch, Tier und Umwelt. (Demonstrativer Beifall beim Team Stronach. – Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Team Stronach.
Sehr geehrte Damen und Herren! Viele haben offensichtlich nichts gelernt aus Tschernobyl, aus Fukushima. Aber wir alle wissen es: Wir wollen keine strahlende Zukunft, weder in Österreich noch in Europa, noch weltweit! – Danke schön. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Christiane Brunner (Grüne): Herr Präsident! Herr Umweltminister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ja, ich freue mich darüber, dass, glaube ich, erstmals ein Antrag der Opposition oder zumindest von uns Grünen direkt im Umweltausschuss Zustimmung erfahren hat, nicht auf dem Umweg über Allparteienverhandlungen. Der Antrag meiner Klubobfrau Eva Glawischnig und meines Kollegen Anti-Atomsprecher Matthias Köchl zu den Klagen im Fall von Hinkley Point hat direkt Zustimmung erfahren. Ich denke, das ist auch mehr als gerechtfertigt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall der Abg. Dietrich.
Als Energiesprecherin der Grünen kann ich ja diesen ganzen Versuchen der Atomlobby, Subventionen zu bekommen, auch etwas Positives abgewinnen. Man sieht daran, wie wettbewerbsfähig die erneuerbaren Energieträger mittlerweile geworden sind. (Beifall der Abg. Dietrich.)
Abg. Glawischnig-Piesczek: Warum eigentlich?!
Ich habe schon erwähnt, wir Grüne fordern 55 Prozent Reduktion an CO2-Emissionen, 45 Prozent Energieeffizienz, 40 Prozent Anteil der erneuerbaren Energie. – Davon sind die Verhandlungen leider weit entfernt. Es geht jetzt um den Vorschlag der Kommission, der lautet: 40 CO2-Reduktion, 30 Prozent Energieeffizienz und 27 Prozent Anteil an Erneuerbaren, der auf 30 Prozent erhöht werden könnte. Und Österreich unterstützt maximal diese 27 Prozent und nicht mehr. Deutschland zum Beispiel setzt sich für 30 Prozent ein, was immer noch zu wenig ist. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Warum eigentlich?!)
Beifall bei den Grünen.
Und das vertritt Österreich morgen und übermorgen in der Europäischen Union. Ich halte das für den absoluten Tiefpunkt österreichischer Umweltpolitik. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Warum eigentlich nicht 30 Prozent? Eine gute Frage!
Bundeskanzler Faymann wird morgen hinfahren. Herr Minister, ich fordere Sie auf, noch das Letztmögliche zu tun, um diese Position Österreichs zu verändern, um zumindest für das Ziel 30 Prozent an Erneuerbaren einzutreten. Wir brauchen jetzt für das Gelingen der Klimakonferenz, für einen globalen Klimavertrag im nächsten Jahr eine Entscheidung der Europäischen Union, eine ambitionierte Entscheidung. Das fordere ich von Ihnen ein. Aber wir brauchen dafür eben auch ein eigenständiges, starkes und engagiertes Umweltministerium. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Warum eigentlich nicht 30 Prozent? Eine gute Frage!)
Abg. Glawischnig-Piesczek: Warum nicht 30 Prozent?
Abgeordneter Dipl.-Ing. Georg Strasser (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Kolleginnen, Kollegen! Meine Damen und Herren! Am 5. November 1978 sagt das österreichische Volk Nein zum AKW Zwentendorf. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Warum nicht 30 Prozent?) 2011 beschließt die österreichische Bundesregierung einen Aktionsplan für ein internationales Umdenken von der Kernenergie hin zu erneuerbarer Energie und Energieeffizienz.
Beifall bei der ÖVP.
Auf diesem Weg wünsche ich uns alles, alles Gute. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Umso entscheidender ist es heute, diesen einstimmigen Konsens zu haben, und umso mehr freut es mich auch als grünen Anti-Atomsprecher. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Danke noch einmal auch von dieser Stelle an die Tausenden Menschen, die derzeit weltweit den atomaren Müll wegräumen, die Schlimmeres verhindern und dabei die Gefährdung ihrer Gesundheit in Kauf nehmen. – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich hoffe abschließend – Herr Minister, wir hatten heute durchaus ein konstruktives Gespräch –, dass es uns gelingt, zukünftig für sämtliche Nationalparks in Österreich eine Erhöhung der finanziellen Mittel zu erreichen, damit in den Nationalparks weiterhin Einkommen auch für die betroffene Bevölkerung erwirtschaftet werden kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – BesucherInnen auf der Galerien winken dem Redner zu.
Abgeordneter Mag. Johannes Rauch (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Vor allem, liebe Vertreter der Gemeinde Bad Traunstein auf der Galerie, herzlich willkommen im Parlament! (Beifall bei der ÖVP. – BesucherInnen auf der Galerien winken dem Redner zu.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Außerdem macht es aus meiner Sicht keinen Sinn, sich den Nationalpark Hohe Tauern herauszupicken und diesem dann als einzigem eine Förderung zu geben. Wenn, dann müsste man das insgesamt für die sieben Nationalparks in Österreich machen. Wir alle kennen allerdings auch die budgetären Rahmenbedingungen, die budgetäre Situation, die uns derzeit beschäftigt, und deshalb werden wir diesem Antrag nicht beitreten und diesen Antrag ablehnen. Noch einmal: Der Antrag selbst ist durchaus legitim. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Fekter.
Wir wollen konkrete Vereinfachungen von überzogen komplexen Maßnahmen, die Sie oder die Landwirtschaftskammern oder wer auch immer im Ministerium zu verantworten haben. Das hat die Kommission auch massiv kritisiert. Nach dem Almendesaster droht das nächste Desaster, nämlich das Einzelbaumdigitalisierungsdesaster und das Chaos mit der Einzelelementdigitalisierung. (Zwischenruf der Abg. Fekter.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Kollegin Fekter, es geht wirklich darum, einen einzelnen Baum zu digitalisieren, also digital zu erfassen. Das ist einfach völlig überzogen. Auch das wollen wir verändern. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Bundesminister, handeln Sie! Erklären Sie heute dem Haus, wie weit die Verhandlungen sind, und geben Sie endlich den Abgeordneten bekannt, was Sie der EU-Kommission auf diese 176 Fragen geantwortet haben! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! In Österreich, und das hat schon jahrzehntelange Tradition, wird von allen Gebietskörperschaften, ob das der Bund, die Länder oder die Gemeinden sind, sehr viel zur Erhaltung der Natur und einer intakten Umwelt getan. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das kommt der Bevölkerung und unseren Touristen, die sehr zahlreich ins Land kommen, zugute. Das wird auch in Zukunft so bleiben und ist eine Herausforderung für uns, auch weiterhin für eine intakte Umwelt, für eine naturnahe Bewirtschaftung in den Nationalparks zu sorgen. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Oje! Das schaut nicht gut aus!
Zum Vorwurf des Herrn Abgeordneten Pirklhuber, dass er die Antworten zu den 176 Fragen der Europäischen Kommission zu unserem Programm Ländliche Entwicklung nicht kennt, darf ich Folgendes festhalten: Wir haben sowohl Ende Juli als auch Anfang September eine Besprechung mit den Agrarsprechern der Parlamentsfraktionen abgehalten, in denen ich sehr ausführlich über die Fragen und auch die Fragenbeantwortungen informiert habe, und Sie wissen sehr wohl, Herr Abgeordneter Pirklhuber, der einzige Fraktionssprecher, der nicht dabei war, das war jener von den Grünen, das waren Sie. (Rufe bei der ÖVP: Oje! Das schaut nicht gut aus!)
Abg. Pirklhuber: Sind Sie Umweltminister oder nicht? Sind Sie dafür zuständig oder nicht?
Im Übrigen darf ich darauf hinweisen, dass wir im Landwirtschaftsausschuss eine sehr ausführliche Debatte geführt haben. Daher weise ich Ihre Feststellung, dass das Hohe Haus, dass die Abgeordneten unsere Antworten auf die 176 Fragen nicht kennen, auf das Entschiedenste zurück, weil sie jeglicher Grundlage entbehrt. (Abg. Pirklhuber: Sind Sie Umweltminister oder nicht? Sind Sie dafür zuständig oder nicht?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Auer: Pirklhuber, das schaut nicht gut aus für dich!
Ich appelliere an Sie: Weichen Sie ab von diesem Weg der grundsätzlichen Fundamentalopposition, den offensichtlich Ihre Fraktion im Hohen Haus eingeschlagen hat. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Auer: Pirklhuber, das schaut nicht gut aus für dich!)
Ruf bei der ÖVP: Brille aufsetzen!
Abgeordneter Josef Schellhorn (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Lieber Herr Minister! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! (Ruf bei der ÖVP: Brille aufsetzen!) – Nein, die lasse ich oben hinaufgesteckt.
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Auer.
Horuck-Aktion zu lösen, und wir können daher jetzt nicht zustimmen. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Auer.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aus den genannten Gründen können wir diesem Antrag nicht beitreten. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Ich sage auch durchaus kritisch: Wenn wir jeden Tag neue Gesetze beschließen, dann meinen wir sicher immer etwas Gutes damit, weil dadurch doch etwas bewegt werden soll. Aber wenn man sich die Praxis anschaut, kommt man drauf, dass das Gutgemeinte nicht immer den gewünschten Erfolg bringt. Deshalb haben wir diese Initiative gesetzt, dass wir die Bundesregierung in ihrem Programm des Bürokratieabbaus unterstützen und dass wir vonseiten des Parlaments einen entsprechenden Antrag eingebracht haben. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Deshalb: Weniger Bürokratie bringt mehr Freiheit. In dieser Hinsicht ein Danke für die Unterstützung unseres Antrages. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zustimmendes Nicken des Abg. Peter Wurm.
Viele unserer Klein- und Kleinstbetriebe krachen wie die Kaisersemmeln unter dem bürokratischen Aufwand. Wirklich! (Zustimmendes Nicken des Abg. Peter Wurm.) Ich habe zwei Jahrzehnte als Steuerberater gut verdient, indem ich den Klientinnen und Klienten viele dieser Dinge abgenommen habe. Und ich sage Ihnen auch: Wenn man dann die Honorarnote ausstellt, lässt man in Wirklichkeit noch etwas nach, weil man nicht weiß, ob der sich das überhaupt leisten kann.
Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.
Vieles davon ist aus Sicht des Betriebsinhabers beziehungsweise der -inhaberin nutz- und sinnlos. Ich glaube daher, dass so eine Maßnahme – was ja in vielen Kleinbereichen schon passiert ist in den letzten Jahren – die richtige ist, nämlich Reduktion dieses bürokratischen Aufwands unter Nutzung der EDV-Möglichkeiten. Ich darf einmal über die Fortschritte der letzten Jahre berichten. (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
In diesem Sinne, meine Damen und Herren, freue ich mich, dass Sie mitgehen. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Wir tun wirklich etwas Gutes für die Unternehmen dabei. Es ist kein einfaches Vorhaben, und wir werden mit einer Fülle von Gesetzesänderungen alles tun, um auf diesem Weg weiter zu gehen. Ich freue mich in diesem Zusammenhang auf die Zusammenarbeit zwischen den Regierungsparteien. Das waren die unstrittigen Punkte, die wir hatten. Ich glaube, dass wir, dass Österreich da noch einen weiten Weg vor sich hat, der vieles bringen wird. (Beifall der Abg. Yilmaz.)
Beifall der Abg. Yilmaz.
In diesem Sinne, meine Damen und Herren, freue ich mich, dass Sie mitgehen. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Wir tun wirklich etwas Gutes für die Unternehmen dabei. Es ist kein einfaches Vorhaben, und wir werden mit einer Fülle von Gesetzesänderungen alles tun, um auf diesem Weg weiter zu gehen. Ich freue mich in diesem Zusammenhang auf die Zusammenarbeit zwischen den Regierungsparteien. Das waren die unstrittigen Punkte, die wir hatten. Ich glaube, dass wir, dass Österreich da noch einen weiten Weg vor sich hat, der vieles bringen wird. (Beifall der Abg. Yilmaz.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wenn es ein Freihandelsabkommen mit den USA geben soll, dann muss es hier im Parlament ratifiziert werden, so wie auch dieses Abkommen mit den karibischen Staaten. – Vielen Dank, meine Damen und Herren. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Haubner: Volles, volles!
Herr Kollege Haubner und Herr Kollege Matznetter, wenn ich so Ihren Antragstext durchlese, muss ich Sie fragen: Haben Sie zur eigenen Regierung absolut kein Vertrauen? (Abg. Haubner: Volles, volles!)
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Wenn Sie die Regierung auffordern, den Bürokratieabbau zügig voranzutreiben, dann klingt das wie ein leichter Witz, denn im Regierungsprogramm dieser Bundesregierung stehen viel, viel mehr Punkte zum Bürokratieabbau, als Sie hier in Ihrem Antrag anführen. Und wenn Sie jetzt von der Regierung verlangen, dass sie das zügig vorantreibt, dann heißt das: Sie haben jetzt während des ersten Jahres dieser Regierung, in dem sie im Amt ist, relativ wenig Vertrauen zu dieser Regierung gehabt, weil sie offensichtlich Ihrem Ansinnen bezüglich Bürokratieabbau nicht zustimmt. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.
Wir haben zu vielen Dingen in den letzten Jahren immer wieder Anträge eingebracht und wir wissen, dass vieles in diesem Bereich einer Baustelle gleicht. Herr Kollege Matznetter, dass die österreichische Wirtschaft vorwiegend aus Kleinst- und Kleinbetrieben besteht, wissen wir nicht erst seit gestern. Das wissen wir seit Jahrzehn- ten, weil das in Österreich eigentlich so gewachsen ist. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Beifall des Abg. Loacker.
Das hat dazu geführt, dass der Handwerkerbonus jetzt schon ein Rohrkrepierer ist, weil nur 40 Prozent der Mittel bis dato ausgenützt wurden; weil sich eben niemand für eine Förderung von 600 € diesen bürokratischen Aufwand antun will. Dann kann er es gleich „schwarz“ machen wie bisher. Da hat er das gleiche Einsparungspotenzial und hat keinen Aufwand. (Beifall des Abg. Loacker.) Das klingt so einfach, und genau so, das sage ich Ihnen auch, wird das in der Praxis gehandhabt – leider.
Beifall bei der FPÖ.
Unsere Stimme haben Sie immer, wenn es um Bürokratieabbau geht, wenn es um Erleichterungen für Klein- und Kleinstunternehmer geht, die es schon seit Jahrzehnten gibt und nicht erst seit gestern. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Haubner.
Abgeordnete Dr. Ruperta Lichtenecker (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wenn man den Kollegen Haubner und Matznetter heute zugehört hat, könnte man meinen, sie beide wären Vertreter von Parteien, die seit Jahren und Jahrzehnten in der Opposition sitzen, und nicht welche, die sozusagen an den Regierungshebeln gesessen sind. (Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Zwischenruf der Abg. Winzig.
Wir sehen das auch bei den Rankings. Beispielsweise beim Doing Business Report liegt Österreich an 138. Stelle bei der Frage, wie lange es dauert, bis jemand den Weg in die Selbständigkeit schafft; das heißt, bis alles erledigt ist, von der Gewerbeanmeldung, der Eintragung ins Handelsregister bis hin zu den Steuerangelegenheiten. Das ist weit über dem Europa-Durchschnitt. Auch das sind Beispiele, die klar vor Augen führen, wie groß der Handlungsbedarf ist. (Zwischenruf der Abg. Winzig.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Haubner und Themessl.
Meine Damen und Herren! Wir helfen der ÖVP und der SPÖ in dieser Frage gerne auf die Sprünge und werden selbstverständlich den Antrag zum Abbau von Bürokratie, zur Entrümpelung der Gewerbeordnung heute in dieser Form unterstützen und werden ein genaues und scharfes Auge darauf haben, wie schnell und zügig das tatsächlich umgesetzt wird. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Haubner und Themessl.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (STRONACH): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Liebe Kollegen im Hohen Haus! Sehr geehrte Steuerzahler! Wie wir wissen, haben wir in Österreich leider eine traurige Rekordarbeitslosigkeit. Es sind so viele Menschen ohne Arbeit wie noch nie. Gute Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft sind das Allerwichtigste im Land. Der Staat kann nicht für alle sorgen und alle auf Steuerzahlerkosten beschäftigen. Der Staat muss Rahmenbedingungen schaffen, damit es das Unternehmertum gibt. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Lichtenecker: Aber geh, Frau Kollegin!
Unsere Regierung und insbesondere auch die EU machen aber fast immer genau das Gegenteil, und ich nenne Ihnen gerne drei Beispiele: Das erste ist die überbordende Bürokratie, das zweite sind die fehlenden Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen, und das dritte ist die leistungsfeindliche Politik, die jetzt noch mit CO2-Zertifikaten die letzten Industriellen aus Europa vertreiben möchte. (Abg. Lichtenecker: Aber geh, Frau Kollegin!)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.
Jetzt gibt es erfreulicherweise ein Bürokratieabbaupaket. Es könnte ambitionierter sein, aber in der Not frisst der Teufel Fliegen, und wir werden das selbstverständlich unterstützen. Es geht eben noch lange nicht weit genug. Man denke an die Gewerbeordnung, an die Lohnverrechnung, an den Kammer-Zwangsmitglied-Staat. Man denke, das ist besonders aktuell, auch an unsere Gastwirte, denen die EU-Kochtopf-Inspektoren jetzt gemeinsam mit der österreichischen Bundesregierung die Suppe ordentlich versalzen. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Peter Wurm.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.
Wer wirklich glaubt, dass es die Banken sind, die die Bankensteuer zahlen, glaubt wahrscheinlich auch, dass die Versicherungen die Versicherungssteuer und Brauereien die Alkoholsteuer zahlen. Nein, sehr geehrte Damen und Herren, wir wissen, dass letztendlich alles selbstverständlich der Steuerzahler zahlt. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.
Dieses brachliegende, ständig an Kaufkraft verlierende Kapital auf den Sparbüchern, das sollte besser genützt werden. Da sollte es eine Alternative geben. Deshalb sagen wir: Es muss begünstigt werden, wenn es in nicht börsennotierte Unternehmen investiert wird. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Loacker.)
Beifall beim Team Stronach.
Bei der Finanzierung von Unternehmen sieht man, wie absurd unsere Regierung hier eigentlich denkt, denn Schuldenmacherei wird steuerlich belohnt. Das heißt, wenn man Kapital aufnimmt, Schulden macht, dann kann man das von der Steuer selbstverständlich absetzen, während der Aufbau von Eigenkapital steuerlich bestraft wird. Daher unsere Forderung: Wir brauchen einen funktionierenden Eigenkapitalmarkt in Österreich! (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf der Abg. Brunner.
Mein letzter Punkt: die Umwelt, die uns allen sehr, sehr wichtig ist. Wir alle atmen dieselbe Luft und trinken dasselbe Wasser. Aber zuerst muss einmal die Wirtschaft funktionieren, und dann kann man auch gut die Umwelt schützen. (Zwischenruf der Abg. Brunner.)
Abg. Brunner: Kaufen Sie auch den ! – Abg. Lichtenecker: Geld kann man nicht atmen und trinken!
Ein Wirtschaftsgipfel zum EU-Bürokratieabbau oder zur Bekämpfung der Rekordarbeitslosigkeit wäre meiner Meinung nach treffender und gescheiter gewesen, als jetzt unsere Unternehmer und Industriellen mit weiteren CO2-Zertifikaten zu bedrohen. (Abg. Brunner: Kaufen Sie auch den ! – Abg. Lichtenecker: Geld kann man nicht atmen und trinken!)
Abg. Brosz: Wir frieren das mit der Klimaerwärmung ein, zwischenzeitlich!
Umweltschutz ist sehr wichtig, aber jetzt, wo wir die größte Weltwirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg haben und diese auch noch lange nicht vorbei ist, ist es meiner Meinung nach der völlig falsche Weg, die Industrie in zusätzliche Ketten zu legen. (Abg. Brosz: Wir frieren das mit der Klimaerwärmung ein, zwischenzeitlich!)
Abg. Lichtenecker: Aber geh!
Am umweltfreundlichsten wäre es wahrscheinlich, wenn man überhaupt die ganze EU zusperrt (Abg. Lichtenecker: Aber geh!), den Betrieb der gesamten Industrie einstellt, den Verkehr abschafft, dann wären die aus der EU kommenden 10 Prozent an weltweiten CO2-Emissionen wahrscheinlich weg. (Abg. Lichtenecker: Wir haben da modernere Ideen!) Aber wenn unsere Firmen dann anderswo produzieren, weil sie müssen, würde damit in Summe mehr CO2-Ausstoß in die Welt gepufft werden, und das ist wenig zielführend. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe der Abgeordneten Pirklhuber, Brunner und Matznetter.)
Abg. Lichtenecker: Wir haben da modernere Ideen!
Am umweltfreundlichsten wäre es wahrscheinlich, wenn man überhaupt die ganze EU zusperrt (Abg. Lichtenecker: Aber geh!), den Betrieb der gesamten Industrie einstellt, den Verkehr abschafft, dann wären die aus der EU kommenden 10 Prozent an weltweiten CO2-Emissionen wahrscheinlich weg. (Abg. Lichtenecker: Wir haben da modernere Ideen!) Aber wenn unsere Firmen dann anderswo produzieren, weil sie müssen, würde damit in Summe mehr CO2-Ausstoß in die Welt gepufft werden, und das ist wenig zielführend. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe der Abgeordneten Pirklhuber, Brunner und Matznetter.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe der Abgeordneten Pirklhuber, Brunner und Matznetter.
Am umweltfreundlichsten wäre es wahrscheinlich, wenn man überhaupt die ganze EU zusperrt (Abg. Lichtenecker: Aber geh!), den Betrieb der gesamten Industrie einstellt, den Verkehr abschafft, dann wären die aus der EU kommenden 10 Prozent an weltweiten CO2-Emissionen wahrscheinlich weg. (Abg. Lichtenecker: Wir haben da modernere Ideen!) Aber wenn unsere Firmen dann anderswo produzieren, weil sie müssen, würde damit in Summe mehr CO2-Ausstoß in die Welt gepufft werden, und das ist wenig zielführend. – Danke. (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenrufe der Abgeordneten Pirklhuber, Brunner und Matznetter.)
Abg. Lichtenecker: Nein, nein! Der ist eh da!
Abgeordneter Josef Schellhorn (NEOS): Frau Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Liebe Kollegen! Der Peter Haubner ist, glaube ich, geflüchtet. (Abg. Lichtenecker: Nein, nein! Der ist eh da!) – Ach so, er sitzt schon da. Das letzte Mal ist der Herr Kollege Matznetter aus dem Ausschuss geflüchtet.
Abg. Amon: ! Er kann sich nicht wehren!
Nach den belehrenden Worten des Herrn Rasinger, wie die NEOS sich nach einem Jahr geben, muss ich sagen: Respekt insofern, als ich zu diesem frischen Antrag gratuliere, den Sie gemacht haben! (Abg. Amon: ! Er kann sich nicht wehren!) Wir werden dem zustimmen. Er ist auch jung und frisch, so wie Ihre Partei in der Regierung sitzt.
Beifall bei NEOS und Grünen.
Ich habe ja geglaubt, Sie haben mit dem Kasperl gefrühstückt, als ich den Antrag gelesen habe. Was hindert Sie daran, ÖVP und SPÖ, eine Bürokratiereform zu machen? Was hindert Sie daran? Was haben Sie bis jetzt nicht gemacht? (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Woran liegt es? Kann mir irgendjemand erklären, warum Sie keine Bürokratiereform einschleifen? Warum machen Sie das nicht? (Zwischenruf des Abg. Amon.) Aus diesen Gründen muss ich ganz ehrlich sagen: Ich glaube sogar, dass das ein Hilferuf
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Amon.
Und ich finde es beschämend, es regt mich als Unternehmer auf, dass Sie vor der Sommersaison einen Antrag zur Gewerbereform einbringen. Wir haben genügend Beispiele gehört. Wir machen Ihnen jetzt einen Vorschlag: Fragen Sie die Frau Präsidentin, die sitzt da hinten, und fragen Sie den Herrn Rechnungshofpräsidenten Moser, fragen Sie den ehemaligen Rechnungshofpräsidenten Fiedler, die sitzen alle gern in einem Konvent drinnen, in einem Ausschuss, in einer Kommission. Fragen Sie die: Wie kann ich aus neun Gesetzen eines machen? Warum brauche ich neun Jugendschutzgesetze? Warum brauche ich neun Tourismusgesetze? Das ist der Tod in diesem Land, das ist der Stillstand, den Sie immer wieder fördern, weil Sie Ihre Landeskaiser und Ihre Landesfürsten haben wollen. Warum brauchen wir neun Raumordnungsgesetze? – Nicht, damit wir eine Bürokratiereform herbeiführen. Sie brauchen das, mit Ihren Landeshaberern. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Amon.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Als besondere Chuzpe empfinde ich es, wenn der Präsident Leitl sagt, das Bürokratiemonster müsse hinausgetrieben werden. – Der soll einmal bei den Wirtschaftskammerwahlen anfangen, dass er dieses Monster austreibt und da Transparenz hineinbringt: Wie funktionieren Wahlen! Wie mache ich was! Der kann in seinem eigenen Stall ausmisten. Das ist immer das Gescheiteste: Bei den anderen anfangen, aber ja nicht bei sich selbst! (Zwischenruf des Abg. Amon.)
Beifall bei NEOS und FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Amon.
Frau Präsidentin Jank ist leider nicht hier herinnen, trotzdem eine Frage, die noch immer unbeantwortet ist: Was ist aus den Wirtschaftskammer-Pensionsspekulationen geworden? Wo erfahren wir etwas? Wo ist hier Transparenz? – Darum ist es wichtig, dass Sie eine Kommission einsetzen, und darum ist es wichtig, dass wir diesen Antrag unterstützen; aber wir werden Ihnen auf die Finger klopfen. – Danke vielmals. (Beifall bei NEOS und FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Amon.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Daher, ganz im Sinne des Antrages: Die Bundesregierung nimmt das sehr ernst! Die Bundesregierung handelt verantwortungsvoll, und die Bundesregierung empfindet es auch als Verpflichtung, das regelmäßig auch weiterhin zu tun. Wir bitten das Hohe Haus, uns an unseren Taten zu messen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Krainer: Waldviertler Kartoffeln! – Abg. Schieder: Weinviertler Kraut!
Wir würden gerne mehr dazu sagen. Nach der europäischen Verordnung über die Herkunftsangaben könnten wir gerne sagen: geschützte geographische Angabe, geschützter geographischer Ursprung, wie zum Beispiel beim Parmaschinken oder möglicherweise beim holländischen Gouda. Da gäbe es in Österreich viele Produkte, wo das auch gehen würde. (Abg. Krainer: Waldviertler Kartoffeln! – Abg. Schieder: Weinviertler Kraut!) Wir haben aber ganz wunderbare Bestimmungen, die uns das Leben schwer machen. Deshalb: Was meinen wir?
Ruf bei den Grünen: AMA-Gütesiegel! – Abg. Themessl: Wer könnte das ändern?
Zum Vergleich: In Frankreich gibt es 219, in Italien 266 und sogar in Slowenien haben sie 20 Produkte. Wir haben 14. In einer Zeit, wo wir stolz darauf sind, dass wir Qualität für die ganze Welt haben, halten wir uns selber mit derartigen absurden Rechtsaufteilungen auf. (Ruf bei den Grünen: AMA-Gütesiegel! – Abg. Themessl: Wer könnte das ändern?)
Ruf bei den Grünen: Sind Sie die Opposition?
Deswegen, meine Damen und Herren, brauchen wir einen intelligenten Bürokratieabbau – und wir wissen, wie es geht. (Ruf bei den Grünen: Sind Sie die Opposition?) Eine gute geschützte geographische Ursprungsangabe ist der Grüne Veltliner, Weinvier-
Abg. Themessl: Wieso ändern Sie das nicht?
tel DAC; das funktioniert. Und wissen Sie, wie das funktioniert? – Ein Ministerium, eine Kontrollstelle, Lebensmittelinspektor brauchen wir nicht, denn es gibt die Kellereiinspektion – und die Sache ist erledigt. (Abg. Themessl: Wieso ändern Sie das nicht?)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Matznetter.
Deswegen, meine Damen und Herren, bin ich voller Hoffnung, dass wir das für andere Bereiche auch zusammenbringen, weil wir schon wissen, wie es geht. Deswegen sa- ge ich Ihnen: Weinviertel DAC, prost, wir schaffen es! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Zusammengefasst bedeutet dies im Klartext: Deregulierung und Abbau bürokratischer Barrieren! Ganz wichtig sind eine österreichische Normenstrategie, vor allem für die KMUs, die Fortführung von Projekten zur Senkung der Verwaltungskosten, eine gemeinsame Ausbildung und einheitliche Prüfstandards und last but not least die Forcierung des Prinzips Beratung statt Bestrafung. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Ich versuche etwas unaufgeregter vorzutragen als Kollege Schellhorn, wobei ich gleichzeitig feststellen möchte, dass ich inhaltlich mit ihm vollkommen übereinstimme. Ich stimme auch mit Kollegen Matznetter überein, wenn er feststellt, dass vieles von den Regelungen, die wir derzeit haben, nutz- und sinnlos ist und die klein- und mittelständischen Unternehmen unter der Bürokratie stöhnen. Da frage ich mich allerdings schon: Wer hat denn die Gesetze und Regeln gemacht, die dafür zuständig sind oder die das verursachen, dass die KMUs stöhnen? (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Amon: Freier Sturzflug oder was?
Die Fakten: Seit 2006/2007 sind wir Österreicher international im Sturzflug, und zwar im Sturzflug in vielen Bereichen: im Sturzflug, was die internationale Wettbewerbsfähigkeit betrifft (Abg. Amon: Freier Sturzflug oder was?) – Freier, ja, annähernd freier Sturzflug. Im Sturzflug sind wir auch, was die Produktivität betrifft, im Sturzflug, was die Innovationsdynamik betrifft, die entsprechenden Indizes belegen das deutlich. Wir sind, was die Forschungs- und Entwicklungsquote betrifft, nicht im Sturzflug, da können wir nämlich nicht mehr hinunterfliegen, sondern wir grundeln auf permanent beschämendem Niveau, auf niedrigem Niveau herum.
Zwischenruf des Abg. Amon.
Auf der anderen Seite sind wir in Bereichen, wo man nicht unbedingt gerne Welt- oder Europameister ist, Welt- und Europameister, nämlich bei der Abgabenquote. Welt- und Europameister oder zumindest im Spitzenfeld sind wir bei der Staatsausgabenquote. Wir haben ein extrem niedriges faktisches Pensionsantrittsalter. Wir haben eine ganz schlechte Quote, was die Erwerbstätigen zwischen 55 und 65 Jahren betrifft, was sich natürlich in einem explodierenden Pensionssystem äußert. Wir wissen, dass wir bereits jetzt 18 Milliarden € jährlich in Summe dazuzahlen, also ein Hypodesaster im Maximalausmaß jährlich. (Zwischenruf des Abg. Amon.) Wir haben das überhaupt nicht im Griff. Wir haben explodierende Staatsschulden, und wir sind auch Weltmeister, was die Kosten für Bürokratie betrifft. Die Schweiz wirtschaftet um ein Drittel günstiger. (Abg. Amon: Die haben aber niedrigere Pensionen!)
Abg. Amon: Die haben aber niedrigere Pensionen!
Auf der anderen Seite sind wir in Bereichen, wo man nicht unbedingt gerne Welt- oder Europameister ist, Welt- und Europameister, nämlich bei der Abgabenquote. Welt- und Europameister oder zumindest im Spitzenfeld sind wir bei der Staatsausgabenquote. Wir haben ein extrem niedriges faktisches Pensionsantrittsalter. Wir haben eine ganz schlechte Quote, was die Erwerbstätigen zwischen 55 und 65 Jahren betrifft, was sich natürlich in einem explodierenden Pensionssystem äußert. Wir wissen, dass wir bereits jetzt 18 Milliarden € jährlich in Summe dazuzahlen, also ein Hypodesaster im Maximalausmaß jährlich. (Zwischenruf des Abg. Amon.) Wir haben das überhaupt nicht im Griff. Wir haben explodierende Staatsschulden, und wir sind auch Weltmeister, was die Kosten für Bürokratie betrifft. Die Schweiz wirtschaftet um ein Drittel günstiger. (Abg. Amon: Die haben aber niedrigere Pensionen!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Amon und Schönegger.
Ich frage mich jetzt: Was machen Sie konkret diese Punkte betreffend und speziell auch die Bürokratie betreffend? – Sie philosophieren hin und wieder über Vermögensteuern, und Sie fordern sich selbst auf, etwas tun zu wollen. An Taten sehen wir seit Jahren nichts. Es fängt mit dem Regierungsprogramm 2013 an, wo Sie umfangreich ankündigen, Bürokratiereformen zu machen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Amon und Schönegger.)
Zwischenruf des Abg. Schönegger.
Etwas verwunderlich ist es dann allerdings, wenn es darum geht, Ernsthaftigkeit an den Tag zu legen, wenn Sie den nahezu wortidenten Antrag, den die Freiheitliche Partei im April eingebracht hat, ablehnen. (Zwischenruf des Abg. Schönegger.) Das verstehe ich nicht, das müssen Sie mir erklären. (Abg. Amon: Macht nichts!) Für mich nicht mehr erklärbar ist, wenn Sie sich jetzt im Oktober selbst auffordern, Bürokratie abzubauen. Noch dazu sind die Punkte wesentlich weniger konkret als die Punkte, die Sie ohnehin in Ihren Ankündigungen im Regierungsprogramm schon vorgesehen haben. (Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Abg. Amon: Macht nichts!
Etwas verwunderlich ist es dann allerdings, wenn es darum geht, Ernsthaftigkeit an den Tag zu legen, wenn Sie den nahezu wortidenten Antrag, den die Freiheitliche Partei im April eingebracht hat, ablehnen. (Zwischenruf des Abg. Schönegger.) Das verstehe ich nicht, das müssen Sie mir erklären. (Abg. Amon: Macht nichts!) Für mich nicht mehr erklärbar ist, wenn Sie sich jetzt im Oktober selbst auffordern, Bürokratie abzubauen. Noch dazu sind die Punkte wesentlich weniger konkret als die Punkte, die Sie ohnehin in Ihren Ankündigungen im Regierungsprogramm schon vorgesehen haben. (Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Zwischenruf des Abg. Hanger.
Etwas verwunderlich ist es dann allerdings, wenn es darum geht, Ernsthaftigkeit an den Tag zu legen, wenn Sie den nahezu wortidenten Antrag, den die Freiheitliche Partei im April eingebracht hat, ablehnen. (Zwischenruf des Abg. Schönegger.) Das verstehe ich nicht, das müssen Sie mir erklären. (Abg. Amon: Macht nichts!) Für mich nicht mehr erklärbar ist, wenn Sie sich jetzt im Oktober selbst auffordern, Bürokratie abzubauen. Noch dazu sind die Punkte wesentlich weniger konkret als die Punkte, die Sie ohnehin in Ihren Ankündigungen im Regierungsprogramm schon vorgesehen haben. (Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Schönegger – in Richtung des Abg. Kickl –: Die Rede haben aber nicht Sie geschrieben?!
leeren Worten, Ankündigungen und sogenannten Nebelgranaten. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Schönegger – in Richtung des Abg. Kickl –: Die Rede haben aber nicht Sie geschrieben?!)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Die Wirtschaft ist bereits so verzweifelt, dass sie Hilferufe aussendet, das ist Ihnen offensichtlich alles egal. Das sind Leute von der Wirtschaftskammer, von der Jungen Wirtschaft und von der Industriellenvereinigung, also durchaus keine Leute, die jetzt unbedingt FPÖ-nahe sind. Präsident Leitl spricht vom Bürokratiemonster, die Junge Wirtschaft Wien rechnet vor, dass Jungunternehmer im Schnitt mehr als einen Tag pro Woche für Bürokratie und Verwaltungsarbeiten aufwenden müssen. (Zwischenruf des Abg. Amon.) Die Industriellenvereinigung titelt in ihrem Oktoberheft: „Weiter Geldverbrennen? Staatsverwaltung als Fass ohne Boden.“
Abg. Amon: alles Manager aus der Verstaatlichten!
Am Wochenende hat der „Kurier“ eine Umfrage gemacht – diese ist von Kollegin Nachbaur auch schon zitiert worden – mit dem Ergebnis, dass 80 Prozent der befragten Manager sagen, der Zustand die Bürokratie betreffend sei schlechter als vor fünf Jahren. (Abg. Amon: alles Manager aus der Verstaatlichten!)
Abg. Schönegger: Gute Idee!
Dabei wäre es so einfach. Seit Jahren gibt es konkrete Vorschläge der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, das ist nämlich jene Kammer der Steuerberater, die – so meine ich doch – tagtäglich etwas näher an den klein- und mittelständischen Unternehmen ist, mehr als so manche andere. Die fordern eine Vereinheitlichung der Bemessungsgrundlage der Sozialversicherung und der Lohnsteuer, die fordern eine Zentralisierung, eine Einhebung nur mehr durch eine Behörde, die schlagen das Betriebsstättenfinanzamt vor, die fordern eine Reduktion der Beitragsgruppen in der Sozialversicherung von 360 auf drei, die fordern eine Zusammenlegung – das ist heute auch schon Thema gewesen – der Gebietskrankenkassen auf eine bis maximal drei Institutionen (Abg. Schönegger: Gute Idee!), die fordern eine Totalreform des Gebührenrechts.
Beifall bei FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Das wird nicht von einer FPÖ-nahen Institution gefordert, sondern von der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, die, wie gesagt, nahe an den klein- und mittelständischen Unternehmen ist und die sehr wohl weiß, wo der Schuh drückt. Was tun Sie? – Sie tun einfach nichts, Sie kündigen an, Sie fordern sich selbst auf. Es tut mir leid, mehr ist da nicht, und das ist zu wenig. (Beifall bei FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Seitens der Freiheitlichen kann ich ankündigen, nachdem wir im September bereits mit unserem Kollegen DDr. Fuchs unser Steuersenkungsmodell vorgestellt haben, dass wir auch im wirtschaftlichen Bereich unser Programm weiter verfeinern werden und ein noch klareres, ein deutlicheres Signal für die Wirtschaft und die Leistungsträger unserer Gesellschaft geben werden. Das wird am Beginn des nächsten Jahres der Fall sein, weil die Wirtschaft und die Leistungsträger von den Regierungsparteien mittlerweile im Stich gelassen werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach.
Abgeordneter Matthias Köchl (Grüne): Geschätzte Damen! Geschätzte Herren! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher und Menschen vor den Fernsehapparaten! Geschätzte Bürokraten! Geschätzte Bürokratinnen! Es ist irgendwie schon bezeichnend, dass sich diejenigen, die die Bürokratie in Österreich in den letzten Jahrzehnten aufgebaut haben, jetzt selbst auffordern, diese Bürokratie zu beseitigen. (Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach.) Ich glaube, Sie haben das Wort „Selbstverwaltung“ falsch verstanden, das Wort „Selbstverwaltung“ bedeutet eigentlich etwas anderes.
Zwischenrufe bei der ÖVP
nehmerin, die in Friesach in Kärnten eine kleine Gärtnerei, einen kleinen Laden betreibt und gegenüber dem Krankenhaus Blumen verkauft. Frau Windsteig braucht dafür vier Gewerbescheine. Sie braucht logischerweise einen Gewerbeschein für die Gärtnerei und Floristik, sie verkauft nebenbei Getränke und Zigaretten, also braucht sie einen für die Trafik (Zwischenrufe bei der ÖVP) und, weil sie Blumendünger verkauft, auch einen für den Handel mit Drogeriewaren. Das schreibt die Wirtschaftskammer so vor.
Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach.
Und um der ganzen Bürokratie und dem, was die Wirtschaftskammer vorgibt, auch ein bisschen das i-Tüpferl aufzusetzen, muss sie für einige Monate im Jahr den Gewerbeschein für die Friedhofsgärtnerei lösen, weil der andere Gewerbeschein ihr zwar Blumen zu verkaufen und zu setzen erlaubt, nicht aber sie sozusagen auch zu gießen. Das heißt, Frau Windsteig braucht zusätzlich, damit sie die Blumen auch gießen darf, einen weiteren, einen vierten Gewerbeschein. – ÖVP-Wirtschaftskammerstruktur sage ich nur dazu. Viel mehr möchte ich gar nicht ausführen. (Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Schönegger.
Ein weiteres Beispiel – dem werden wir uns sicher auch noch annehmen, da werde ich jetzt ganz praktisch – ist die Lohnverrechnung. Eine Lohnverrechnung korrekt durchzuführen kostet, ich habe mich erkundigt, 18 bis 25 €. (Zwischenruf des Abg. Schönegger.) Was machen wir jetzt, wenn zum Beispiel bei einem kleinen Laden in Villach – und es gibt Tausende solcher Läden österreichweit – eine Frau allein im Geschäft steht und manchmal den Bedarf einer Vertretung hat, weil sie etwa die Oma im Krankenhaus besuchen möchte, oder die Kinder vom Kindergarten abholen muss, und gerne die Freundin bitten möchte, sich für eine Stunde ins Geschäft zu stellen? – Das geht nicht, sie ist ja nicht angemeldet, das gibt nur Probleme. Das heißt, derzeit gibt es keine rechtliche Lösung, um vielleicht für eine Stunde irgendwie im Freundeskreis eine Vertretung zu organisieren. (Zwischenruf des Abg. Amon.) Man kann sich natürlich bei der Lohnverrechnung anmelden, das kostet 25 €.
Zwischenruf des Abg. Amon.
Ein weiteres Beispiel – dem werden wir uns sicher auch noch annehmen, da werde ich jetzt ganz praktisch – ist die Lohnverrechnung. Eine Lohnverrechnung korrekt durchzuführen kostet, ich habe mich erkundigt, 18 bis 25 €. (Zwischenruf des Abg. Schönegger.) Was machen wir jetzt, wenn zum Beispiel bei einem kleinen Laden in Villach – und es gibt Tausende solcher Läden österreichweit – eine Frau allein im Geschäft steht und manchmal den Bedarf einer Vertretung hat, weil sie etwa die Oma im Krankenhaus besuchen möchte, oder die Kinder vom Kindergarten abholen muss, und gerne die Freundin bitten möchte, sich für eine Stunde ins Geschäft zu stellen? – Das geht nicht, sie ist ja nicht angemeldet, das gibt nur Probleme. Das heißt, derzeit gibt es keine rechtliche Lösung, um vielleicht für eine Stunde irgendwie im Freundeskreis eine Vertretung zu organisieren. (Zwischenruf des Abg. Amon.) Man kann sich natürlich bei der Lohnverrechnung anmelden, das kostet 25 €.
Anhaltende Zwischenrufe der Abgeordneten Amon und Schönegger.
Da möchte ich anregen, dass man sich etwas einfallen lässt, vielleicht so etwas Ähnliches wie den leicht vermurksten Dienstleistungsscheck. Hier muss man sich etwas einfallen lassen. (Anhaltende Zwischenrufe der Abgeordneten Amon und Schönegger.) – Bitte nicht immer dazwischen hineinreden! Wir sind nicht im ÖVP-Klub, darauf habe ich Sie schon einmal aufmerksam gemacht, geschätzte ÖVP! (Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach.
Da möchte ich anregen, dass man sich etwas einfallen lässt, vielleicht so etwas Ähnliches wie den leicht vermurksten Dienstleistungsscheck. Hier muss man sich etwas einfallen lassen. (Anhaltende Zwischenrufe der Abgeordneten Amon und Schönegger.) – Bitte nicht immer dazwischen hineinreden! Wir sind nicht im ÖVP-Klub, darauf habe ich Sie schon einmal aufmerksam gemacht, geschätzte ÖVP! (Beifall bei Grünen, NEOS und Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Strolz.
Wichtig sind mir jetzt Lohnverrechnung, Finanzierung und auch diese Wirtschaftskammer-Bürokratie. Weil die NEOS ja heute auch einen Antrag einbringen, der mehr oder weniger in die Richtung geht, die Wirtschaftskammer abzuschaffen: Dem werden wir aus einem ganz einfachen und banalen Grund leider nicht zustimmen können, und das möchte ich auch erklären. Sie haben noch keinen besseren Vorschlag gebracht, wer die Selbständigen vertreten soll wenn nicht die Wirtschaftskammer, und man muss auch zu Ihrer Forderung, dass die Ein-Personen-Unternehmen aus der Wirtschaftskammer sollen austreten können, sagen, genau das möchte die Wirtschaftskammer ja. (Zwischenruf des Abg. Strolz.) Die Ein-Personen-Unternehmen zahlen relativ wenig von den Wirtschaftskammerbeiträgen, das zahlen die Großen, aber wenn sie einmal zur Wahl gingen, dann hätten sie die große Mehrheit in der Wirtschaftskammer, also wären die Ein-Personen-Unternehmen in Wirklichkeit eine riesige Macht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strolz.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strolz.
Wichtig sind mir jetzt Lohnverrechnung, Finanzierung und auch diese Wirtschaftskammer-Bürokratie. Weil die NEOS ja heute auch einen Antrag einbringen, der mehr oder weniger in die Richtung geht, die Wirtschaftskammer abzuschaffen: Dem werden wir aus einem ganz einfachen und banalen Grund leider nicht zustimmen können, und das möchte ich auch erklären. Sie haben noch keinen besseren Vorschlag gebracht, wer die Selbständigen vertreten soll wenn nicht die Wirtschaftskammer, und man muss auch zu Ihrer Forderung, dass die Ein-Personen-Unternehmen aus der Wirtschaftskammer sollen austreten können, sagen, genau das möchte die Wirtschaftskammer ja. (Zwischenruf des Abg. Strolz.) Die Ein-Personen-Unternehmen zahlen relativ wenig von den Wirtschaftskammerbeiträgen, das zahlen die Großen, aber wenn sie einmal zur Wahl gingen, dann hätten sie die große Mehrheit in der Wirtschaftskammer, also wären die Ein-Personen-Unternehmen in Wirklichkeit eine riesige Macht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strolz.)
Beifall bei den Grünen.
Und wenn Sie von den NEOS die Wirtschaftskammer jetzt abschaffen wollen, dann frage ich Sie schon, was kommt als Nächstes dran: Kommt dann die Arbeiterkammer, kommt dann die HochschülerInnenschaft dran? – Also der Antrag gehört noch besser durchdacht. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Lichtenecker: Überhaupt nicht, Frau Kollegin! Von wem reden Sie da?
Abgeordnete Dr. Angelika Winzig (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Mich wundert jetzt ein bisschen die Rede des Kollegen Köchl, da die Grünen ja Weltmeister im Golden Plating sind und gerade, was den Verbraucherschutz betrifft, immer den Verbraucher als unmündigen Bürger sehen, der vor den Unternehmern geschützt werden muss. (Abg. Lichtenecker: Überhaupt nicht, Frau Kollegin! Von wem reden Sie da?)
Beifall bei der ÖVP.
Das Thema Wirtschaftskammer betreffend hat Kollege Köchl vielleicht auch noch nicht ganz verstanden, dass wir Unternehmer eine Minderheit sind und wir daher eine starke Interessenvertretung brauchen, eine Stimme und keine Zwei-, Drei- oder Vierklassengesellschaft. Die Wirtschaftskammer ist eine Solidargemeinschaft, bei der kleine Unternehmen die gleichen Leistungen erhalten wie große Unternehmen. Die kleinen Unternehmen könnten sich die Leistungen oft nicht einmal leisten, die sie aber brauchen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Nur wenn es uns gelingt, durch Bürokratieabbau ein unternehmerfreundliches Klima zu schaffen, können und wollen Unternehmen investieren und sind auch junge Menschen bereit, den Weg in die Selbständigkeit zu gehen. Daher ist das Motto des Herrn Staatssekretärs und unseres Herrn Wirtschaftsministers „Hausverstand statt Amtsverstand“. Und das unterstützen wir voll und ganz. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Grund dafür, wieso im Ausschuss alle Parteien mitgestimmt haben, ist jener, dass diese Abkommen immer wieder evaluiert werden, immer Verbesserungen gesucht werden und natürlich auch darauf geschaut wird, dass die Ziele Armutsbekämpfung, Umweltstandards und arbeitsrechtliche Standards eingehalten beziehungsweise verbessert werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher glaube ich, dass es auch durchaus vonnöten ist, da Klarheit zu finden, weil letzten Endes Klarheit in der Vorgangsweise ein Weg zu einem dringend nötigen Bürokratieabbau wäre. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Zum Beispiel?
Es geht nicht nur darum, wie viel Bürokratie man geschaffen hat, sondern auch darum, wie viel man davon verhindern konnte. Ich glaube, die Bundesregierung hat in der Vergangenheit sehr viel dazu beigetragen, dass sehr viele bürokratische Hürden nicht eingeführt worden sind, die sich viele hier im Haus gewünscht hätten. (Abg. Kickl: Zum Beispiel?)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne schadet es uns wohl nicht, wenn wir uns immer wieder daran erinnern, dass es besser ist, bürokratische Hürden abzubauen, als neue aufzubauen. Das sollten wir auch als Motto für dieses Haus in unserer täglichen Arbeit immer wieder umsetzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir brauchen schon klare Spielregeln und auch eine Einbettung von Ausnahmesituationen in soziale Strukturen. Wenn man das nämlich nicht macht, dann haben wir – wie man in Wien sagt – dem Dreck eine Watsche gegeben und in Wirklichkeit gar nichts erreicht, außer neue Probleme, die es dann wieder abzubauen gilt. Das kann nicht sein, und darum kündige ich schon an: Ja, wir werden das alles machen, aber wir schauen natürlich sehr, sehr genau hin, weil Bürokratieabbau nicht Sozialabbau heißen kann. Ich sage das nur, damit das auch einmal ausgesprochen wurde. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen ist ja schon einiges gesagt worden. Ich glaube, die Zustimmung hier im Haus zeigt auch deutlich, dass niemand gegen internationale Handelsabkommen ist, dass es aber auch da darum geht, Spielregeln zu schaffen – Spielregeln, wie wir sie vor wenigen Wochen mit unserem gemeinsamen Antrag, der eine sehr hohe Zustimmung bekommen hat, etwa zu TTIP, gemeinsam beschlossen haben. Da gibt es eine klare Linie, und diese gilt es jetzt umzusetzen, insbesondere seit auch klar ist, dass es das Parlament ist, das das letztlich ratifizieren muss, und nicht irgendjemand anderer. Darüber freue ich mich sehr, und das sollten wir auch gemeinsam tun. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher mein Ersuchen an die Bundesregierung: Man möge alles daransetzen, dass sich diese prekäre Situation verbessert. Die Banken sollen das tun, was sie auch für die Unternehmen tun sollten, nämlich sie finanzieren und damit den Schwerpunkt der KMUs sicherstellen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Leistbares Internet für alle! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
(Beifall bei den NEOS.)
Ruf bei der ÖVP: A wen’g z’weng!
Ich bitte jene Damen und Herren, die für den Entschließungsantrag sind, um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist die Minderheit (Ruf bei der ÖVP: A wen’g z’weng!) und damit abgelehnt.
Zwischenruf des Abg. Doppler
Ich darf erwähnen, dass meiner Meinung nach der Bericht für das Land Salzburg, was die Bewirtschaftung des öffentlichen Verkehrs betrifft, positiver ausfällt als für Kärnten (Zwischenruf des Abg. Doppler), wohlgemerkt im Berichtszeitraum 2008 bis 2012. In beiden Bundesländern wurden um über 20 Prozent mehr öffentliche Finanzmittel für die Aufrechterhaltung und den Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes eingesetzt. Was
Abg. Königsberger-Ludwig: Zeit!
Als positives Beispiel für einen funktionierenden öffentlichen Verkehr nenne ich den Verkehrsverbund Ost-Region in den Ländern Wien, Niederösterreich und Burgenland. Dort wird viel investiert. Ich erwähne hier nur die Investitionszahlen des Landes Burgenland: im Jahr 2000 knapp über 5 Millionen €, heuer, im Jahr 2014, sind es über 17 Millionen €, das ist eine Steigerung von über 300 Prozent. – Das war kein freudscher Versprecher: sage und schreibe über 300 Prozent. (Abg. Königsberger-Ludwig: Zeit!) Daran sieht man, wie wichtig diesem östlichst gelegenen Bundesland in Österreich der öffentliche Verkehr ist. Noch dazu sind Investitionen in den öffentlichen Verkehr auch Investitionen in den Klimaschutz und tragen zur Reduktion von CO2-Emissionen bei. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Als positives Beispiel für einen funktionierenden öffentlichen Verkehr nenne ich den Verkehrsverbund Ost-Region in den Ländern Wien, Niederösterreich und Burgenland. Dort wird viel investiert. Ich erwähne hier nur die Investitionszahlen des Landes Burgenland: im Jahr 2000 knapp über 5 Millionen €, heuer, im Jahr 2014, sind es über 17 Millionen €, das ist eine Steigerung von über 300 Prozent. – Das war kein freudscher Versprecher: sage und schreibe über 300 Prozent. (Abg. Königsberger-Ludwig: Zeit!) Daran sieht man, wie wichtig diesem östlichst gelegenen Bundesland in Österreich der öffentliche Verkehr ist. Noch dazu sind Investitionen in den öffentlichen Verkehr auch Investitionen in den Klimaschutz und tragen zur Reduktion von CO2-Emissionen bei. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Darmann.
Kurz zur Wiederholung: Verkehrsaufkommen – eine Steigerung in Salzburg, ein Minus in Kärnten; beförderte Fahrgäste – 39,6 Millionen in Kärnten, 68 Millionen in Salzburg, eine Steigerung in Salzburg, ein Minus in Kärnten. Wenn man bedenkt, dass beide Bundesländer rund 550 000 Einwohner haben, dann ist die Differenz schon sehr beachtlich. Beachtlich ist auch, dass in Salzburg die öffentlichen Verkehrsmittel wesentlich öfter fahren als in Kärnten; die durchschnittlichen Fahrtmöglichkeiten je Fahrtrichtung bei einer beliebigen Haltestelle lagen zum Beispiel in Salzburg bei 13 täglich, in Kärnten bei fünf. (Zwischenruf des Abg. Darmann.) Es gibt also einen enormen Unterschied. Aus diesen Vergleichen kann man unschwer erkennen, dass Salzburg mit
Ruf bei der FPÖ: zwischen Kärnten und Salzburg!
einem geringeren Aufwand an öffentlichen Mitteln pro Fahrgast ein wesentlich besseres Angebot bietet. (Ruf bei der FPÖ: zwischen Kärnten und Salzburg!)
Beifall bei der ÖVP.
Ja, Verkehrsverbünde sind ganz bestimmt ein wichtiger Faktor für einen attraktiven öffentlichen Personennahverkehr und erfüllen damit meiner Meinung nach eine wichtige Aufgabe hinsichtlich der Mobilität unserer Bevölkerung. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Rupert Doppler (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Präsident! Herr Präsident Moser, Sie sind wahrscheinlich schon ganz rot vor lauter Lob, aber ich glaube, es ist schon richtig und angebracht, dem Rechnungshof Lob auszusprechen, weil er seine Kontrollfunktion gut wahrnimmt, wofür wir sehr dankbar sind. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Die öffentlichen Mittel hiefür betrugen 2012 in Kärnten 107 Millionen €, in Salzburg rund 122 Millionen €. In Salzburg trugen die Fahrgäste zu zirka 33 Prozent zu den 180 Millionen € Gesamtkosten bei. Herr Kollege Singer, auffallend ist auch, dass die Fahrgäste in Kärnten weniger zahlen als in Salzburg. Es hat also doch einmal eine sehr gute Politik gegeben, wenn die Leute für die Fahrscheine laut diesem Rechnungshofbericht weniger zahlen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Arbeitsplätze zu sichern und weiter auszubauen, vor allem auch im ländlichen Raum, muss für die Politik ein Grundsatz sein, meine sehr verehrten Damen und Herren, und der Nah- und Regionalverkehr muss ein unverzichtbarer Bestandteil dieses Grundsatzes sein. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
demonstrativer Beifall bei der ÖVP
Ich finde, das geht so nicht weiter (demonstrativer Beifall bei der ÖVP), und zwar deshalb, weil Sie so tun, als wären bundesweite Lösungen immer besser und billiger und Länderlösungen immer schlechter und teurer. (Abg. Strolz: Sie haben aber nicht zugehört! Ich bin ein Föderalist! Ich bin verantwortungsvoll!)
Abg. Strolz: Sie haben aber nicht zugehört! Ich bin ein Föderalist! Ich bin verantwortungsvoll!
Ich finde, das geht so nicht weiter (demonstrativer Beifall bei der ÖVP), und zwar deshalb, weil Sie so tun, als wären bundesweite Lösungen immer besser und billiger und Länderlösungen immer schlechter und teurer. (Abg. Strolz: Sie haben aber nicht zugehört! Ich bin ein Föderalist! Ich bin verantwortungsvoll!)
Abg. Strolz: Einverstanden!
Die Wahrheit liegt woanders: Es gibt Bereiche, in denen es Sinn macht, bundesweit einheitliche Lösungen zu machen, aber ich finde auch den Wettbewerb zwischen den Bundesländern spannend. (Abg. Strolz: Einverstanden!)
Abg. Strolz: Ja, wir wollen Benchmarks ...!
Das zweite Beispiel, das ich erlebt habe: Brustkrebsvorsorge für Frauen. Wir hatten in Tirol ein Programm, das war super. Dann kam die bundeseinheitliche Regelung, und die fällt hinter die Länderregelung in Tirol zurück. Heute sind in Tirol weniger Frauen in der Brustkrebsvorsorge als vorher. (Abg. Strolz: Ja, wir wollen Benchmarks ...!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strolz.
Seien wir also froh, dass manchmal Bundesländer vorangehen und sich etwas trauen oder auch leisten können, wo die anderen dann nach und nach mitziehen. – Das zur Einleitung. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strolz.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn wir den Zugang zu den öffentlichen Verkehrsmitteln einfach und gut gestalten, dann, glaube ich, bringen wir ganz viele Menschen hin zum öffentlichen, zum umweltfreundlichen Verkehr. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Willi.
Diesbezüglich hat der Herr Minister Zusagen für eine fällige Novellierung gemacht, und wir hoffen, dass er diese auch rasch umsetzt und nicht noch länger zuwartet. Ich hoffe, dass wir hier anlässlich eines Prüfberichts des Rechnungshofes bald auch über andere Bundesländer diskutieren können und dass wir schlussendlich auch zu einer Lösung kommen, was die Mittel des Rechnungshofes betrifft. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Willi.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Der zweite Punkt ist: Es muss eine entsprechende Reform der Raumordnung geben – in erster Linie bei Infrastrukturprojekten und in zweiter Linie natürlich österreichweit. Wir brauchen Planungssicherheit; und das funktioniert nur mit einer entsprechenden Reform. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Persönlich darf ich noch sagen: Ganz egal, ob jemand am Land lebt oder in der Stadt, es ist Aufgabe der Politik, für alle Menschen faire Teilhabechancen am öffentlichen Leben zur Verfügung zu stellen, gerade in der Verkehrspolitik. Ein gut ausgebauter öffentlicher Personennahverkehr ist dafür eine ganz wichtige Grundlage. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ich arbeite persönlich auch am regionalen Verkehrskonzept in meinem Bezirk mit und weiß daher, wovon ich spreche. Es ist sehr, sehr schwer, Verkehrskonzepte zu entwickeln. Es mangelt meistens an Geld, das ist häufig das Problem dabei, aber ich glaube, wir müssen unbedingt darum kämpfen, dass wir die ländlichen Regionen in dieser Hinsicht gut versorgen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Erwin Angerer (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Präsident des Rechnungshofes! Geschätztes Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Wenn man den Rechnungshofbericht – ich möchte mich für die wirklich gute Ausarbeitung bedanken – ehrlich betrachtet und nicht oberflächlich, wie das offensichtlich einige gemacht haben, dann kann man sagen, der Rechnungshof bescheidet beiden Bundesländern ein gutes Zeugnis und macht natürlich strukturelle Vorschläge und gibt Empfehlungen ab, wie man es verbessern kann. Aber offensichtlich ist es zurzeit modern, auf Kärnten hinzuhauen. Ich kann Ihnen daher nur sagen: Lassen Sie das, denn Sie beleidigen damit 540 000 Kärntnerinnen und Kärntner! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die demographische Entwicklung, die wir haben, ist dramatisch, und da sollten wir nicht immer leere Floskeln hören, sondern es sollten entsprechende Maßnahmen gesetzt werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Jarolim: Das ist ein ziemlicher Irrtum! – Abg. Kickl – in Richtung des Abg. Jarolim –: Der war nicht einmal herinnen! – Abg. Darmann – in Richtung des Abg. Jarolim –: Erzähl du nichts einem Bürgermeister! – Abg. Kickl: Kein Wort gehört, aber gescheit hineinquatschen!
Also da braucht es unbedingt eine Änderung. Es ist die zentralistische Politik, die leider von dieser Bundesregierung und auch von unserer Landesregierung unterstützt wird und die in die völlig falsche Richtung geht. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Jarolim: Das ist ein ziemlicher Irrtum! – Abg. Kickl – in Richtung des Abg. Jarolim –: Der war nicht einmal herinnen! – Abg. Darmann – in Richtung des Abg. Jarolim –: Erzähl du nichts einem Bürgermeister! – Abg. Kickl: Kein Wort gehört, aber gescheit hineinquatschen!)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist heute schon erwähnt worden – das war in der Zeit unseres Herrn Landeshauptmannes Dörfler, der das mit seiner Regierung erfunden hat –: der Kärnten-Takt. Wir haben heute auf den Hauptverkehrsstrecken – und auf diesen ist dieser Kärnten-Takt umgesetzt worden – von Graz über Klagenfurt und Villach nach Osttirol einen Zuwachs von 5 000 Fahrgästen pro Tag. Das ist nicht unter der jetzigen Regierung entstanden, sondern unter der so schlechten blauen Regierung in Kärnten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Heute ist es nämlich so, dass beispielsweise in einem Kleinbus, der den Schülertransport durchführt, niemand anderer mitfahren darf. Daher muss dieses Gesetz entsprechend geändert werden. Wir werden einen Antrag einbringen, damit man da entsprechende Lösungen umsetzen kann, und ich hoffe, dass Sie dann diesem Antrag auch zustimmen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Wir haben jetzt gerade auch eine Anfrage an das Ministerium dazu laufen. Ich denke, eine Ausgliederung hat nur dann einen Sinn, wenn effizienter, mit geringeren Kosten Maßnahmen gesetzt werden können, die gut sind. Diese Audits sind natürlich gut, keine Frage, das ist ein wesentlicher Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und für die Familienfreundlichkeit in Österreich, aber wenn ich im Rechnungshofbericht dann lese, dass die Verwaltungskosten sukzessive zugenommen haben und diese GmbH auch Zusatzmittel bekommen hat für Dinge, die ganz ursprünglich als ihre Aufgabe definiert wurden, dann stellt sich hier tatsächlich die Frage nach der Sinnhaftigkeit. Und im Hinblick auf die Effizienz würde ich doch meinen und plädiere ich weiterhin dafür, dass man das doch wieder ins Ministerium eingliedert. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
sucht hat, Lösungen zu finden, und um uns heute hier nicht fragen zu müssen: Was ist eigentlich die Aufgabe eines Sektionschefs? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es bleibt eines zu hoffen: dass nach diesem unerfreulichen, äußerst negativen und kritischen Bericht die notwendigen und richtigen Schritte gesetzt werden, um diese Bundestheater-Holding in eine bessere Zukunft zu führen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ostermayer die politische Verantwortung zu übernehmen und für dieses System geradezustehen hat. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Mag. Dr. Wolfgang Zinggl (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich gebe dem Kollegen Mölzer schon recht: Es ist sehr bedauerlich, dass die SPÖ, gemeinsam mit der ÖVP, verhindert hat, dass die ehemalige Ministerin Schmied im Rechnungshofausschuss – im Kulturausschuss auch!, also im Rechnungshofausschuss und im Kulturausschuss – zu dem Debakel, für das sie letztendlich verantwortlich ist, aussagen kann. Wir hätten sie sehr gerne einiges gefragt. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Ich glaube, dass diese Art der Intransparenz keine Zukunft hat. Wir sehen es, zumindest im Kulturbereich, immer wieder, dass es ja doch gelingt, alles aufzudecken, aber dann ist es meistens schon zu spät. Ich glaube, dass die Fortsetzung dieser Verzögerungs- und Verdeckungsstrategien mehr behindert als hilft. Und weil das nicht anders gegangen ist, müssen wir jetzt einen Unterausschuss des Rechnungshofausschusses einrichten, und die ehemalige Ministerin Schmied wird ja dann hoffentlich in diesen kommen. Jedenfalls gibt es dann keinen Grund mehr für sie, nicht zu kommen. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist ein viel zu langer Zeitraum! Hier muss rascher etwas passieren, zumal wir ja auch hier eine Fünf-Parteien-Entschließung beschlossen haben. Wir sollten uns schon an unsere eigenen Beschlüsse halten und diese auch umsetzen – das vor allem an die Abgeordneten der Regierungsparteien gerichtet. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich hoffe, dass das nächste Mal die Rechnungshofberichte wie beim letzten Mal wieder früher auf der Tagesordnung sind, denn dann hat der Rechnungshof mehr davon, wir könnten die Berichte ausführlich diskutieren, und es wäre auch gut für meine Redezeit, denn ich habe jetzt keine mehr und kann mich zu den nächsten zwei Tagesordnungspunkten nicht mehr zu Wort melden. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Klar ist eines: Grundlegend kann man nur etwas über die Personalflanke tun, und das ist eine harte Entscheidung, das will man nicht. Das verstehe ich, das ist hart. Gerade im künstlerischen Bereich wird man das nicht verkaufen können als Kulturpolitiker oder Kulturmanager, dass man vielleicht Schauspielerinnen und Schauspieler kündigt. Man hat nichts gemacht und wollte auch nichts machen. Man hat hier sehenden Auges zugelassen, dass die Bundestheater an die Wand fahren, und hat auch noch wirklich satte Boni ausgezahlt. Das ist überhaupt die Oberchuzpe in der ganzen Geschichte. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, die Bundestheater-Holding soll sich wieder auf ihre Hauptaufgaben konzentrieren. Dazu zählen die strategische Führung der Tochtergesellschaften, das konzernweite Controlling, die konzernweite interne Revision und die finanzielle Absicherung der Bühnengesellschaften als Voraussetzung für die Erfüllung eines kulturpolitischen Auftrages. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Vor zwei Jahren sind dort aufgrund eines anonymen Schreibens Skandale aufgetaucht, was diesen Selbstbedienungsladen einmal ordentlich durcheinandergewirbelt hat. Ich will jetzt gar nicht die ganze Geschichte erzählen, das würde zu lange dauern. Faktum ist, nach einigem Hin und Her ist der damalige Geschäftsführer gekündigt worden, natürlich nicht, ohne dass man noch einen saftigen Schaden verursacht hat. Rund 120 000 € hat dieser ausgemacht. Ein Großteil davon waren Folgekosten, aber rund ein Drittel waren Kosten, die aufgrund zu Unrecht bezogener Geldleistungen entstanden sind. Ich verstehe nur eines nicht: warum man diese zu Unrecht bezogenen Leistungen im Interesse der Steuerzahler niemals zurückfordert. Das wäre das Mindeste, was man tun müsste. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Schieder: Wie viele waren da jetzt zum Hearing eingeladen? Acht?
Also wenn man sich das noch einmal auf der Zunge zergehen lässt: Wir haben einen roten Verein und ein intransparentes, völlig unzureichendes, undokumentiertes, nicht nachvollziehbares Besetzungsverfahren. Freundschaft!, kann ich da nur sagen – eigentlich müsste man das ändern: Freund-erlwirt-schaft! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Schieder: Wie viele waren da jetzt zum Hearing eingeladen? Acht?)
Beifall bei der FPÖ.
Auch diesbezüglich läuft eine Anfrage an den Justizminister, und ich glaube, dieser Causa werden wir uns noch näher widmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bitte um Ihre Unterstützung. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn es tatsächlich Vorwürfe gibt, die strafrechtlich zu verfolgen sind, die politisch zu verfolgen sind, dann haben jetzt die Oppositionsparteien die Möglichkeit, einen solchen Ausschuss einzuberufen. Das sollen sie auch tun. Sie haben auch die Möglichkeit, den Unterausschuss einzuberufen. Auch das wird ja heute geschehen, wie ich gehört habe. Soll so sein. Das ist ihr gutes Recht, und das sollen sie auch tun, hätten sie eigentlich schon längst tun müssen. Dort können wir die Dinge weiter behandeln. Aber wir wollen weiter nicht, dass der Rechnungshofausschuss dazu degradiert wird, irgendwelche parteipolitischen Rechnungen aufzuarbeiten. Das ist nicht Aufgabe des Ausschusses. Da kämpfen wir für die Sachlichkeit. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Insgesamt, glaube ich, ist dieser Übergang sehr gut gelungen, und die Pädagogischen Hochschulen befinden sich grundsätzlich auf einem sehr guten Weg. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Bewusstsein für mehr Frauen in Aufsichtsgremien muss selbstverständlich geschärft werden. Wenn es gelänge, Frauen stärker einzubinden, den Frauenanteil zu erhöhen, dann würden nicht nur Frauen profitieren, sondern vor allem auch die Unternehmen und die Wirtschaft. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Insgesamt ist dieser Rechnungshofbericht ein klarer Auftrag, dass bei allen Auslagerungen und Beteiligungen kontinuierlich geprüft wird, ob beim Mitteleinsatz die Grundsätze der Zweckmäßigkeit und der Wirtschaftlichkeit eingehalten werden. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
weigern, bestimmte Auskunftspersonen zu laden, dann prolongieren Sie die Missstände und dann lassen Sie uns nicht rechtzeitig Abhilfe schaffen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Pirklhuber: Richtig!
Das Fallbeispiel Schmied, Bundestheater-Holding ist wirklich in vielerlei Hinsicht geradezu ein Paradebeispiel. Uns hat ja die Diskussion im Ausschuss – den Sie ja immer als sehr, sehr seriös und in seiner Diskussion sehr sachlich charakterisieren, wofür ich Ihnen auch danke –, die Aufarbeitung im Ausschuss gezeigt, dass Herr Sektionschef Franz immer wieder sagt: Ja, das waren die politischen Rahmenbedingungen, dass wir die Holding nicht genau kontrolliert haben, dass wir daher auch den Vertrag verlängert haben, dass die Finanzen so gelaufen sind, weil wir gehofft haben, dass ja zukünftig mehr Budget zur Verfügung steht, dass keine Effizienzmaßnahmen getroffen worden sind! Das lag laut Sektionschef Franz alles an den politischen Rahmenbedingungen. Und dann verweigern Sie uns, die personifizierte politische Rahmenbedingung, nämlich die ehemalige Ministerin Schmied, vor den Ausschuss zu laden! Ja meine Güte, was ist denn das anderes als wieder Kontrollverweigerung?! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Pirklhuber: Richtig!)
Beifall bei den Grünen.
Ministerinnen und Minister, die in Amt und Würden sind, dürfen kommen, die sollen kommen, und die kommen auch jedes Mal. Mir wäre es am liebsten, wenn sie auch im Plenum noch anwesend wären, wenn wir die Berichte öffentlich diskutieren, nicht nur, wenn wir geheim im Kammerl darüber reden. Aber ehemalige Ministerinnen jetzt unter einen speziellen Schutz zu stellen und mit einer außerordentliche Ministerimmunität auszustatten, das ist völlig kontraproduktiv, denn wir wissen uns zu wehren. Und Sie haben ja gar kein Argument genannt. Sie haben uns nur Ihr „justament“ immer wieder vor Augen geführt. Kein Argument, sondern justament – das ist die Politik der Regierungsfraktionen, wenn es um die Ladung von Ex-Ministern und Ex-Ministerinnen geht. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kogler: Genau! Richtig! – Abg. Pirklhuber: So ist es!
Und der Hinweis, dass wir ja einen Untersuchungsausschuss machen können – ich meine, das ist ja geradezu lächerlich! Wir wollen den Untersuchungsausschuss als wichtigstes aller Kontrollorgane nicht inflationieren. Wir wollen ihn auch nicht missbrauchen. Wir wollen auch nicht die permanente normale Rechnungshofausschuss-Kontrollarbeit jetzt in einen Untersuchungsausschuss, der extra dafür eingesetzt wird, verlagern, sondern es gilt in einem Parallelverfahren einerseits Rechnungshofausschusskontrolle, andererseits bei schweren Missständen und politischer Verantwortungsklärung Untersuchungsausschusskontrolle zügig gemeinsam zu betreiben (Abg. Kogler: Genau! Richtig! – Abg. Pirklhuber: So ist es!), in Ergänzung zueinander und nicht in Konkurrenz, und schon gar nicht mit dem Untersuchungsausschuss als Abstellkammerl des Rechnungshofausschusses. Das geht nicht.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Herr Kollege, ich hoffe, dass sich da noch etwas an Vernunft durchsetzen wird! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Wir NEOS werden auf jeden Fall auf die Umsetzung schauen! Wir werden uns diese Missstände sicherlich anschauen, nicht nur im konkret geprüften Ministerium, sondern auch in allen anderen, und dafür sorgen, dass da ein bisschen mehr Tageslicht hineinkommt und dass wir mehr Transparenz bei den Beteiligungen sehen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin zuversichtlich, dass die Empfehlungen, die bereits auf Bundesebene verfolgt werden, in naher Zukunft auch auf Länder- und Gemeindeebene umgesetzt werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neubauer: Weil der Cap dort ist!
Es ist erfreulich, dass man eigentlich sagen kann, dass die verschiedenen politischen Akademien im Allgemeinen gute Arbeit verrichten. Ich darf hier betreffend unsere politische Akademie, das Karl-Renner-Institut, sagen, dass man dort auch besonders gute Arbeit leistet. (Abg. Neubauer: Weil der Cap dort ist!) Auch der Kritikpunkt, der am meisten hervorsticht, nämlich dass die Geschäftsordnung gefehlt hat, wurde im Juli dieses Jahres behoben, da eine Geschäftsordnung beschlossen wurde, sodass diese Dinge im Sinne des Rechnungshofes auf entsprechende Bahnen gestellt wurden.
Abg. Kickl: Klingt vernünftig!
Es gab auch offene Fragen. Eine, bei der der neue Bundesminister nicht der Meinung des Rechnungshofes war, ist die Frage, ob das Bundeskanzleramt als Förderungsgeber auch inhaltlich prüfen können soll. – Das ist ein Vorschlag des Rechnungshofes, den Josef Ostermayer als Kulturminister ablehnt – wir hatten diese Debatte im Ausschuss –, weil er sagt, es hat einen bestimmten fahlen Beigeschmack, wenn ein Vertreter einer politischen Partei, der in dem Fall da drin ist, dann auch gleichzeitig in die Belege anderer Einsicht nimmt. (Abg. Kickl: Klingt vernünftig!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Das war eine gute Rede!
Ich glaube, es ist wert, dass wir uns einmal im Rahmen der Rechnungshof-Fraktionssprecher zusammensetzen, uns entsprechende Gedanken machen und dann diese Dinge auch auf eine gesetzliche Basis stellen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Das war eine gute Rede!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Bei der guten Arbeit müssen wir ja um eine Verlängerung der Periode ...!
Lassen Sie mich zum Abschluss sagen, dass es eben ein paar offene Punkte gibt. Es gibt Verbesserungsvorschläge, die wir ernst nehmen wollen, die wir beraten wollen, um dieses gute System für die Aus- und Weiterbildung auf eine noch bessere Basis zu stellen, um den Gedanken des Rechnungshofes sozusagen auch Rechnung zu tragen und hier die Verbesserungen umzusetzen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Bei der guten Arbeit müssen wir ja um eine Verlängerung der Periode ...!)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Frage zwei: Ist es Aufgabe ... (Zwischenruf des Abg. Kickl.) – Ja wir machen jetzt schon den Anschluss für morgen, für die Fragestunde. – Frage zwei: Ist es Aufgabe einer Bildungsinstitution, prominente Parteiführer persönlich zu coachen?
Zwischenruf des Abg. Strache.
Frage Nummer vier: Ist es Aufgabe einer Partei-Bildungseinrichtung, für gewisse Trainings von Parteifunktionären den gesamten Preis zu zahlen? (Zwischenruf des Abg. Strache.)
Abg. Kickl: Dass Sie immer alles für alle regeln wollen, das wissen wir eh!
Der Rechnungshof hat zwar sehr wohl auch an allen anderen Parteiakademien Kritik unterschiedlicher Nuancierung geübt, aber beileibe nicht in dem Umfang und in dem Ausmaß wie leider bei Ihnen, muss ich sagen. (Abg. Kickl: Dass Sie immer alles für alle regeln wollen, das wissen wir eh!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Ich freue mich schon auf das nächste Comic ...!
Deswegen brauchen wir diesen mittlerweile Sechs-Parteien-Konsens in Richtung Reform des ganzen Systems, denn das sind wir nicht nur den SteuerzahlerInnen schuldig, das sind wir auch den WählerInnen schuldig. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Strache: Ich freue mich schon auf das nächste Comic ...!)
Abg. Strache: Für Bildung ausgeben!
Gefordert sind wir aber auch bei der Frage – auch das wurde angesprochen –, was passiert, wenn die Förderungswürdigkeit nicht mehr gegeben ist. – Wir hatten diesbezüglich ja in den vergangenen Jahren zwei Fälle: einmal beim BZÖ, weil es nicht mehr hier vertreten ist, und auch bei der Freiheitlichen Partei, weil die Freiheitliche Akademie nicht übergeführt, sondern ein freiheitliches Bildungsinstitut neu gegründet wurde. Da ist die Frage, was mit nicht verbrauchten Mitteln passiert: Können die zurückgefordert werden, und was passiert mit den Rücklagen? (Abg. Strache: Für Bildung ausgeben!)
Beifall bei der ÖVP.
Das gehört geklärt. Da sollten wir uns wirklich zusammensetzen, denn da braucht es klare Bestimmungen. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Moser
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzter Herr Rechnungshofpräsident! Meine Damen und Herren! Ja, Frau Moser, da Sie sich als an und für sich sonst immer sehr vernünftige Dame jetzt hier herstellen und den Moralapostel spielen (Zwischenruf der Abg. Moser), sei Ihnen ganz kurz schon eines gesagt, auch aus meiner Sicht: Wir haben uns mit einem Kapitel beschäftigt, das auch die Personalsituation in den Akademien beleuchtet hat, und da ist man draufgekommen, dass es einzig und allein die Freiheitliche Akademie ist, wo sehr wenig Personalaufwand besteht. Warum das so ist, daraus kann ich nur meine eigenen Schlussfolgerungen ziehen, nämlich: Vermutlich sind diese Einrichtungen bei den anderen Parteien Versorgungseinrichtungen. Offensichtlich gibt es nicht mehr so viele Menschen, denen sie ihre Inhalte transportieren können. Da sind wir Gott sei Dank in einer besseren und intelligenteren und vernünftigeren Lage. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzter Herr Rechnungshofpräsident! Meine Damen und Herren! Ja, Frau Moser, da Sie sich als an und für sich sonst immer sehr vernünftige Dame jetzt hier herstellen und den Moralapostel spielen (Zwischenruf der Abg. Moser), sei Ihnen ganz kurz schon eines gesagt, auch aus meiner Sicht: Wir haben uns mit einem Kapitel beschäftigt, das auch die Personalsituation in den Akademien beleuchtet hat, und da ist man draufgekommen, dass es einzig und allein die Freiheitliche Akademie ist, wo sehr wenig Personalaufwand besteht. Warum das so ist, daraus kann ich nur meine eigenen Schlussfolgerungen ziehen, nämlich: Vermutlich sind diese Einrichtungen bei den anderen Parteien Versorgungseinrichtungen. Offensichtlich gibt es nicht mehr so viele Menschen, denen sie ihre Inhalte transportieren können. Da sind wir Gott sei Dank in einer besseren und intelligenteren und vernünftigeren Lage. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nun zum Thema des innovativen Elements Comic: Gerade angesichts einer immer breiter werdenden Politikverdrossenheit bin ich froh und stolz darauf, dass es meine Akademie geschafft hat, dadurch wieder Interesse an der Politik in Österreich zu wecken. Das gefällt mir, das ist eigentlich etwas wert. Das ist etwas, das Nachahmung verdient. Sie können gerne selbst einen Comic machen, Figuren hätten Sie ja genug dazu in Ihren Reihen. (Beifall bei der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Danken möchte ich auch dafür, dass, wie beispielsweise Abgeordneter Mayer angekündigt hat, im Zusammenhang mit dem Prüfungsergebnis, wo es um die zweckentsprechende Verwendung der Förderungsmittel im Bildungsbereich geht, die Empfehlungen des Rechnungshofes umgesetzt werden sollen. Nochmals herzlichen Dank. (Allgemeiner Beifall.)