Eckdaten:
Für die 19. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 905 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht von den Abgeordneten Ing. Christian Höbart und Bernhard Vock
Petition betreffend „Untertunnelung der A 21 im Bereich Brunn/Gebirge und Sparbach (Stufe 1) inklusive Entlastungstunnel bis Mödling (Stufe 2)“ (Ordnungsnummer 22) (überreicht von den Abgeordneten Ing. Christian Höbart und Bernhard Vock)
überreicht vom Abgeordneten Ing. Christian Höbart
Petition betreffend „Rettung der Ybbstalbahn mit anschließender Revitalisierung nach Vorbild der attraktiven Pinzgauer Lokalbahn“ (Ordnungsnummer 23) (überreicht vom Abgeordneten Ing. Christian Höbart)
Allgemeiner Beifall.
Sehr, sehr herzlich darf ich in unserer Mitte Herrn Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Ich darf mich an dieser Stelle auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Parlamentsdirektion sehr herzlich bedanken, die dieses Mal einen äußerst kurzen Zeitraum zur Verfügung hatten, die Materialien zur Verteilung zu bringen. Es ist alles pünktlich erledigt worden. Dafür herzlichen Dank an die Beschäftigten der Parlamentsdirektion! (Allgemeiner Beifall.)
Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Mag. Stadler. – Abg. Ing. Westenthaler: Aber Ihnen, Herr Finanzminister!
Bundesminister für Finanzen Vizekanzler Dipl.-Ing. Josef Pröll: Sehr geehrter Herr Bundespräsident! Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Mit der Präsentation dieses Budgets schlägt jetzt die Stunde der Wahrheit. (Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Mag. Stadler. – Abg. Ing. Westenthaler: Aber Ihnen, Herr Finanzminister!) Es ist ein Budget in Zeiten einer weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, es ist ein Budget in dieser Krise, und dieses Budget ist auch eine klare Kampfansage (Abg. Ing. Westenthaler: Ja, an die Bevölkerung!) an die Krise.
Abg. Ing. Westenthaler: Ja, an die Bevölkerung!
Bundesminister für Finanzen Vizekanzler Dipl.-Ing. Josef Pröll: Sehr geehrter Herr Bundespräsident! Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Mit der Präsentation dieses Budgets schlägt jetzt die Stunde der Wahrheit. (Ironische Heiterkeit der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Mag. Stadler. – Abg. Ing. Westenthaler: Aber Ihnen, Herr Finanzminister!) Es ist ein Budget in Zeiten einer weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, es ist ein Budget in dieser Krise, und dieses Budget ist auch eine klare Kampfansage (Abg. Ing. Westenthaler: Ja, an die Bevölkerung!) an die Krise.
Abg. Strache: Das liegt aber nicht an den Forschern!
Heute, nur wenige Monate später – vier Monate später –, sagen uns dieselben Forscher für 2009 ein negatives Wachstum von über 2 Prozent und eine Arbeitslosigkeit von 5 Prozent voraus. (Abg. Strache: Das liegt aber nicht an den Forschern!)
Beifall bei der ÖVP.
Das sind die Prognosen von heute. Aber wenn wir ehrlich sind, dann müssen wir sagen: Auch heute kann niemand abschätzen, wie verlässlich diese Prognosen sind und wie die Welt in einem halben Jahr wirklich aussehen wird. Aber eines steht fest, und das gibt Mut auch für die Zukunft: Die internationale Staatengemeinschaft hat Handlungsfähigkeit bewiesen – vor Kurzem hat das noch niemand für möglich gehalten –, und die Europäische Union hat sich als sicherer Hafen bewährt, und der Euro als stabiler Anker. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Auch Österreich hat in dieser Zeit gezeigt, wie eine Regierung rasch, kraftvoll und punktgenau helfen kann: Mit dem Bankenpaket sichern wir die Einlagen der Sparer, halten den Kreditmarkt aufrecht und stabilisieren insgesamt unsere Geldwirtschaft. Mit den Konjunkturpaketen im Ausmaß von 3 Milliarden € geben wir starke und auch spürbare Impulse für unsere heimische Wirtschaft, wir bekämpfen Rezession und Arbeitslosigkeit. Und mit der Steuerreform, die in diesen Tagen auch auf den Konten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler spürbar werden wird, stärken wir Kaufkraft und Konsum im Ausmaß von 3,2 Milliarden € – davon eine halbe Milliarde Euro für Familien mit Kindern. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Die Spenden an ...organisationen sind nicht absetzbar!
Schließlich setzen wir mit der erstmaligen Einführung der Absetzbarkeit der Spenden dort, wo Menschen für Menschen Verantwortung übernehmen, ein unmissverständliches Zeichen für Solidarität, gesellschaftliche Verantwortung und Zusammenhalt. (Abg. Dr. Pirklhuber: Die Spenden an ...organisationen sind nicht absetzbar!)
Abg. Strache: Ja, ja!
Zu den Wahrheiten, die man in solchen Stunden auch aussprechen wird müssen, gehört auch die Feststellung: In Zeiten wie diesen wird kein Budget in der Lage sein, jedes Problem zu lösen. In sehr schweren Verhandlungen – wir haben das heute auch beim Ministerrat besprochen – haben wir daher harte Entscheidungen zu treffen gehabt und deutliche Schwerpunkte, politische Schwerpunkte gemeinsam gesetzt: im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit, in der inneren und äußeren Sicherheit (Abg. Strache: Ja, ja!), in der Bildung für unsere Kinder, in Wissenschaft und Forschung. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Zu den Wahrheiten, die man in solchen Stunden auch aussprechen wird müssen, gehört auch die Feststellung: In Zeiten wie diesen wird kein Budget in der Lage sein, jedes Problem zu lösen. In sehr schweren Verhandlungen – wir haben das heute auch beim Ministerrat besprochen – haben wir daher harte Entscheidungen zu treffen gehabt und deutliche Schwerpunkte, politische Schwerpunkte gemeinsam gesetzt: im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit, in der inneren und äußeren Sicherheit (Abg. Strache: Ja, ja!), in der Bildung für unsere Kinder, in Wissenschaft und Forschung. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber auch eine andere Wahrheit muss man bei einer derartigen Rede und einer derartigen Perspektive klar auf den Tisch legen: Was immer wir tun, die Arbeitslosigkeit wird deutlich steigen. – Und dieses Budget gibt darauf eine Antwort. Wir werden niemanden im Regen stehen lassen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
In der Bildung – ich habe das mit der Unterrichtsministerin vereinbart – steigern wir das Budget in den kommenden fünf Jahren um nahezu 1 Milliarde €. Allein heuer gibt es bereits ein Plus von 378 Millionen €; in den kommenden fünf Jahren werden es 1 000 € pro Schüler mehr sein. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Für Wissenschaft und Forschung wird es mehr Geld geben. Gegenüber den vergangenen fünf Jahren steigern wir die Ausgaben für diesen Schlüsselbereich um über 40 Prozent bis 2013 – ein Plus von über 400 Millionen € allein in den kommenden zwei Jahren für Wissenschaft und Forschung. Wir investieren, und das sehen Sie an den Zahlen, deutlich in Bildung, Wissenschaft und Forschung, weil wir das geistige und kreative Potenzial unseres Landes besonders unterstützen wollen, weil es der unverzichtbare Treibstoff für die Konjunktur ist und diese antreibt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Strache: Europäische Union und Maastricht!
Ich sehe drei große Bereiche, die zur Entstehung dieser Finanzkrise geführt haben: erstens, lückenhafte Regulierung der Finanzmärkte; zweitens, mangelhafte Wahrnehmung von Risiko; und drittens – auch das ist eine Wahrheit (Abg. Strache: Europäische Union und Maastricht!) – die Politik.
Abg. Dr. Pirklhuber: Die Banken ...!
Was die Regulierung der Finanzmärkte betrifft, auch dazu ein klares Wort: Nicht die Deregulierung war das Problem, wie das manche fanatischen Gegner der Marktwirtschaft behaupten, sondern das Problem war (Abg. Dr. Pirklhuber: Die Banken ...!), dass für manche Bereiche und Akteure schlicht niemals irgendwelche Regeln überhaupt existiert haben – zum Teil auch deshalb, weil es gewisse Bereiche und Akteure, die in der Krise entstanden sind und die sich ausgebreitet haben, früher gar nicht gegeben hat. Die Krise ist nicht entstanden, weil es Aktien gibt, weil Manager wirtschaften oder weil es weltweite Kapitalflüsse gibt, sondern die Krise ist entstanden, weil plötzlich Bereiche auf den Finanzmärkten systemrelevant geworden sind, ohne dass es jemand bemerkt hat (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser) – weder die Banken noch die Aufsichtsbehörden, noch die Politik. Und diese Lücken im Regulierungssystem müssen geschlossen werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Generalanwalt der Raiffeisenkassen! – Abg. Strache: Raiffeisen-Shareholder!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser
Was die Regulierung der Finanzmärkte betrifft, auch dazu ein klares Wort: Nicht die Deregulierung war das Problem, wie das manche fanatischen Gegner der Marktwirtschaft behaupten, sondern das Problem war (Abg. Dr. Pirklhuber: Die Banken ...!), dass für manche Bereiche und Akteure schlicht niemals irgendwelche Regeln überhaupt existiert haben – zum Teil auch deshalb, weil es gewisse Bereiche und Akteure, die in der Krise entstanden sind und die sich ausgebreitet haben, früher gar nicht gegeben hat. Die Krise ist nicht entstanden, weil es Aktien gibt, weil Manager wirtschaften oder weil es weltweite Kapitalflüsse gibt, sondern die Krise ist entstanden, weil plötzlich Bereiche auf den Finanzmärkten systemrelevant geworden sind, ohne dass es jemand bemerkt hat (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser) – weder die Banken noch die Aufsichtsbehörden, noch die Politik. Und diese Lücken im Regulierungssystem müssen geschlossen werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Generalanwalt der Raiffeisenkassen! – Abg. Strache: Raiffeisen-Shareholder!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Generalanwalt der Raiffeisenkassen! – Abg. Strache: Raiffeisen-Shareholder!
Was die Regulierung der Finanzmärkte betrifft, auch dazu ein klares Wort: Nicht die Deregulierung war das Problem, wie das manche fanatischen Gegner der Marktwirtschaft behaupten, sondern das Problem war (Abg. Dr. Pirklhuber: Die Banken ...!), dass für manche Bereiche und Akteure schlicht niemals irgendwelche Regeln überhaupt existiert haben – zum Teil auch deshalb, weil es gewisse Bereiche und Akteure, die in der Krise entstanden sind und die sich ausgebreitet haben, früher gar nicht gegeben hat. Die Krise ist nicht entstanden, weil es Aktien gibt, weil Manager wirtschaften oder weil es weltweite Kapitalflüsse gibt, sondern die Krise ist entstanden, weil plötzlich Bereiche auf den Finanzmärkten systemrelevant geworden sind, ohne dass es jemand bemerkt hat (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser) – weder die Banken noch die Aufsichtsbehörden, noch die Politik. Und diese Lücken im Regulierungssystem müssen geschlossen werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Generalanwalt der Raiffeisenkassen! – Abg. Strache: Raiffeisen-Shareholder!)
Beifall bei der ÖVP.
anlegen wollen, sondern weil wir ein klares, faires Regelwerk brauchen. Wir brauchen nicht mehr Regeln, sondern wir brauchen qualitativ bessere Regeln! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Klar ist auch, dass es hier keine nationalen Alleingänge geben kann. In einer Zeit der internationalen Verflechtung und Vernetzung der Finanzmärkte sind wohl grenzüberschreitende Regelungen notwendig. Hier kann nur das gemeinsame Europa Fortschritte erzielen. Wer die EU verteufelt, behindert auch in diesem Bereich bessere Regeln zum Nutzen von uns allen und zur Bekämpfung der Krise. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das Bankgeheimnis aufgeben!
Ich werde als Finanzminister aktiv dafür sorgen, dass unsere Positionen zur Regulierung der Finanzmärkte einfließen und auch verwirklicht werden können. (Abg. Ing. Westenthaler: Das Bankgeheimnis aufgeben!) Aber in diesem Zusammenhang möchte ich schon auch eines klarstellen: Die Mängel bei der Regulierung lagen nicht in Österreich. Die Fehler sind vor allem in den USA passiert. Es ist schon bezeichnend, dass in diesen Tagen, in den letzten Wochen ausgerechnet jene, die die Krise verursacht haben, nun konzertierte Kritik an Österreich und an unseren Zukunftsinvestitionen in Osteuropa üben. (Abg. Öllinger: Krugman!)
Abg. Öllinger: Krugman!
Ich werde als Finanzminister aktiv dafür sorgen, dass unsere Positionen zur Regulierung der Finanzmärkte einfließen und auch verwirklicht werden können. (Abg. Ing. Westenthaler: Das Bankgeheimnis aufgeben!) Aber in diesem Zusammenhang möchte ich schon auch eines klarstellen: Die Mängel bei der Regulierung lagen nicht in Österreich. Die Fehler sind vor allem in den USA passiert. Es ist schon bezeichnend, dass in diesen Tagen, in den letzten Wochen ausgerechnet jene, die die Krise verursacht haben, nun konzertierte Kritik an Österreich und an unseren Zukunftsinvestitionen in Osteuropa üben. (Abg. Öllinger: Krugman!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei der SPÖ und des Abg. Dr. Fichtenbauer. – Abg. Ing. Westenthaler: Meinen Sie den Landeshauptmann Voves?
Sehr geehrter Herr Bundespräsident! Herr Bundeskanzler! Liebe Kolleginnen und Kollegen auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Ich rechne fest damit, dass wir uns gemeinsam im Interesse unserer Heimat gegen derartige unqualifizierte Angriffe wehren! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei der SPÖ und des Abg. Dr. Fichtenbauer. – Abg. Ing. Westenthaler: Meinen Sie den Landeshauptmann Voves?)
Abg. Strache: So, wie das Raiffeisen getan hat!
Lassen Sie mich zum zweiten Bereich kommen, der die Krise ausgelöst hat, nämlich die mangelnde Wahrnehmung von Risiko. Wir wissen, dass ein ordentlicher Kaufmann nie ungeprüfte Ware kaufen würde, geschweige denn in zu hohen und gewaltigen Mengen. Aber die Jagd nach immer höheren Renditen hat dazu geführt, dass die Sorgfaltspflicht auf den Finanzmärkten von manchen ignoriert wurde. (Abg. Strache: So, wie das Raiffeisen getan hat!)
Abg. Scheibner: Wer ist das? Voves?
Dieser Vorgang, so denke ich, muss uns eine Warnung sein! Niemand, schon gar nicht die Politik darf versuchen, Risiko auszuschalten. Genau das führt nämlich zu verantwortungslosem Handeln. Das sollten sich auch all jene Politiker ins Stammbuch schreiben, die jetzt ankündigen, dass der Staat alle Risiken für die Bürgerinnen und Bürger abfangen soll. (Abg. Scheibner: Wer ist das? Voves?) Genau das wäre der Weg, der uns wie das Amen im Gebet in die nächste Krise führt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Dieser Vorgang, so denke ich, muss uns eine Warnung sein! Niemand, schon gar nicht die Politik darf versuchen, Risiko auszuschalten. Genau das führt nämlich zu verantwortungslosem Handeln. Das sollten sich auch all jene Politiker ins Stammbuch schreiben, die jetzt ankündigen, dass der Staat alle Risiken für die Bürgerinnen und Bürger abfangen soll. (Abg. Scheibner: Wer ist das? Voves?) Genau das wäre der Weg, der uns wie das Amen im Gebet in die nächste Krise führt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: ... nicht zulässig!
Hier sind wir auch schon beim dritten Bereich, den ich angeführt habe, der die Krise mitausgelöst hat: Das ist die Politik. (Abg. Dr. Pirklhuber: ... nicht zulässig!) Die Politik hätte es auch in der Hand gehabt, die Lücken des Regulierungssystems zu schließen.
Abg. Ing. Westenthaler: Herr Voves und Herr Faymann!
Hohes Haus! In den vergangenen Tagen ist ja in der politischen Diskussion die Forderung immer mehr aufgetaucht, „die Reichen“, „die Verursacher“ der Krise sollen für die Kosten aufkommen, zum Beispiel mit einer Vermögenssteuer oder – wie ich sage – Eigentumssteuer, mit dem Ziel einer angeblich höheren Verteilungsgerechtigkeit in Österreich. (Abg. Ing. Westenthaler: Herr Voves und Herr Faymann!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Bleiben wir doch bei den Fakten! Man kann sicherlich vieles über Österreich behaupten, aber doch sicher nicht, dass es in unserem Land an Verteilungsgerechtigkeit mangelt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Meinl! Grasser!
Österreich gehört zu jenen Ländern, in denen es europaweit die geringste Ungleichheit bei der Einkommensverteilung und eine der höchsten Sozialquoten gibt. (Abg. Öllinger: Meinl! Grasser!) Nicht zuletzt durch die Steuerreform 2009, die wir in diesen Tagen umsetzen, zahlen 2,7 Millionen Menschen in Österreich überhaupt keine Steuern mehr. Und erstmals kommt auf einen Steuerzahler einer, der keine Steuern mehr zahlt.
Zwischenrufe bei den Grünen.
Das brauchen wir nicht schlechtzureden, meine sehr geehrten Damen und Herren. Die wirkliche Frage dahinter ist nicht: Wer zahlt für die Krise? Die entscheidende Frage kann doch nur sein: Wie können wir diese Krise möglichst schnell auch wieder überwinden? – Auch hier kann die Antwort nur sein: Wir alle gemeinsam. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Die zentrale Ursache für die jetzige Situation ist der Rückgang der Wirtschaftsleistung. Der Wiederanstieg unserer Wirtschaftsleistung muss daher der entscheidende Hebel für die Überwindung dieser Situation sein. Und zur Überwindung dieser Herausforderung reicht nicht die Steuerleistung weniger, sondern wir brauchen die Wirtschaftsleistung aller. Das muss die Maxime auf dem Weg in die Zukunft sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Von wem?
Ich komme zurück auf die Debatte der letzten Tage, die unter dem Begriff „Gerechtigkeit“ begonnen wurde, aber nun mit Begriffen wie „Gier“ und „Rache“ geführt wird und mit der Zwietracht gesät wird. Da wird eine Diskussion losgetreten, die im Inhalt bedenklich, in der Wortwahl teilweise lächerlich, aber in der Auswirkung für Österreich höchst gefährlich ist. (Abg. Ing. Westenthaler: Von wem?) Wer jetzt eine Neiddebatte beginnt, der muss sich genau überlegen und muss wissen, wo sie enden kann.
Zwischenrufe bei den Grünen.
Heute zeigen wir vielleicht mit dem Finger auf den Millionär, der in der Zeitung steht, oder auf den Lehrer, morgen ist es der Unternehmer im Ort, der etwas aufgebaut hat, und übermorgen ist es vielleicht der Nachbar, der ein größeres Haus baut oder sich ein größeres Auto leisten kann, und so weiter. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Gesellschaftlich geschürter Neid führt zur Ausgrenzung und ist in einer Krisensituation brandgefährlich, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Heute zeigen wir vielleicht mit dem Finger auf den Millionär, der in der Zeitung steht, oder auf den Lehrer, morgen ist es der Unternehmer im Ort, der etwas aufgebaut hat, und übermorgen ist es vielleicht der Nachbar, der ein größeres Haus baut oder sich ein größeres Auto leisten kann, und so weiter. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Gesellschaftlich geschürter Neid führt zur Ausgrenzung und ist in einer Krisensituation brandgefährlich, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Geschichte hat uns auch eines gelehrt, wenn wir in den Osten blicken: Es hat noch kein Land gegeben, in dem es allen gleich gut ging. Es gibt bestenfalls Länder, in denen es allen gleich schlecht geht. Aber wir wissen – und da sind wir in Österreich das beste Beispiel dafür –: Wo es vielen gut geht, kann es allen besser gehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was die erste Schraube, jene der Einnahmen betrifft, so will ich auch hier meine Haltung nicht verheimlichen. Den größten Effekt auf die Staatseinnahmen hat eine bessere Konjunktur. Wir müssen alles tun, um der Wirtschaft auf die Sprünge zu helfen. Das ist der beste Weg, um Staatseinnahmen zu erhöhen, zusätzliche Beschäftigung zu lukrieren und den Konsum aufrechtzuerhalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.
Wer jetzt über Steuererhöhungen oder neue Steuern redet, der hilft der Wirtschaft nicht auf die Sprünge, sondern stellt ihr ein Bein. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Schon wieder?!
Außerdem würde diese einseitige Steuererhöhungsdebatte auch zu einem Faktum führen, das da heißt, Strukturreformen in Österreich können vermieden oder verschoben werden. Wir sind es den Bürgerinnen und Bürgern aber schuldig, dass ihre jahrelangen Erwartungen in eine Strukturreform der Verwaltung, die echte Einsparungen bei den Ausgaben bringt, nicht noch einmal enttäuscht werden. Wann, wenn nicht jetzt, ist der Zeitpunkt für eine echte, tief greifende Verwaltungsreform? (Abg. Scheibner: Schon wieder?!) – Wir werden daher schon jetzt beginnen, die Weichen für diese Verwaltungsreform zu stellen, die ohnehin nur langfristig größere Einsparungen bringen kann. (Abg. Grosz: Fangt bei euren Repräsentationskosten an!)
Abg. Grosz: Fangt bei euren Repräsentationskosten an!
Außerdem würde diese einseitige Steuererhöhungsdebatte auch zu einem Faktum führen, das da heißt, Strukturreformen in Österreich können vermieden oder verschoben werden. Wir sind es den Bürgerinnen und Bürgern aber schuldig, dass ihre jahrelangen Erwartungen in eine Strukturreform der Verwaltung, die echte Einsparungen bei den Ausgaben bringt, nicht noch einmal enttäuscht werden. Wann, wenn nicht jetzt, ist der Zeitpunkt für eine echte, tief greifende Verwaltungsreform? (Abg. Scheibner: Schon wieder?!) – Wir werden daher schon jetzt beginnen, die Weichen für diese Verwaltungsreform zu stellen, die ohnehin nur langfristig größere Einsparungen bringen kann. (Abg. Grosz: Fangt bei euren Repräsentationskosten an!)
Beifall bei der ÖVP.
Hohes Haus! Seit Antritt meiner Tätigkeit als Finanzminister – Sie wissen das – lautet mein Credo: Das Finanzministerium ist nicht nur der Kopf der Finanzverwaltung, sondern vor allem das Herz der Politikgestaltung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Danke an meine beiden Staatssekretäre Reinhold Lopatka und Andreas Schieder, dass wir gemeinsam mit den Beamtinnen und Beamten meines Hauses, denen ich auch herzlich danken will, diese Budgetverhandlungen geplant, ausverhandelt und nun auch umgesetzt haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Was machen Sie dann?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ab diesem Budgetjahr gilt das neue Haushaltsrecht. Ab sofort ist jeder hier auf der Regierungsbank sein eigener Finanzminister, und das ist gut so! (Abg. Öllinger: Was machen Sie dann?) Lange verlangt, jetzt mit diesem Haushaltsrecht umgesetzt. Jeder von uns hat damit den notwendigen Gestaltungsspielraum, um eigenverantwortlich Schwerpunkte zu setzen. Das neue Haushaltsrecht gibt nur mehr den Rahmen vor, innerhalb dessen jeder Minister, jede Ministerin so viel Freiheit, aber damit auch so viel Verantwortung hat wie nie zuvor.
Heiterkeit. – Abg. Ing. Westenthaler: Ministrantenministerium!
Dieses Budget erhöht die Freiheit der Minister, indem es ein sparsames Wirtschaften am Ende des Jahres auch belohnt. Die Mittel, die sich eine Ministerin/ein Minister im Ressort erspart, bleiben ihr/ihm und müssen nicht, wie vorher, an das Ministant ..., Finanzministerium abgeliefert werden. (Heiterkeit. – Abg. Ing. Westenthaler: Ministrantenministerium!) Das gibt jedem Regierungsmitglied größeren Gestaltungsspielraum und erlaubt es, politische Schwerpunkte zu setzen. (Abg. Ing. Westenthaler: Mit dem Klingelbeutel!)
Abg. Ing. Westenthaler: Mit dem Klingelbeutel!
Dieses Budget erhöht die Freiheit der Minister, indem es ein sparsames Wirtschaften am Ende des Jahres auch belohnt. Die Mittel, die sich eine Ministerin/ein Minister im Ressort erspart, bleiben ihr/ihm und müssen nicht, wie vorher, an das Ministant ..., Finanzministerium abgeliefert werden. (Heiterkeit. – Abg. Ing. Westenthaler: Ministrantenministerium!) Das gibt jedem Regierungsmitglied größeren Gestaltungsspielraum und erlaubt es, politische Schwerpunkte zu setzen. (Abg. Ing. Westenthaler: Mit dem Klingelbeutel!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: „Hände falten, Goschen halten“!
Als Finanzminister hatte ich in diesen Verhandlungen angesichts der Krise sicher wenig Spielraum und Freiheit, dafür aber umso größere Verantwortung. Und ich spüre auch hier, dass mehr Lachen und Hohn in den Rängen aufseiten mancher herrscht, als Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen. Das ist nicht unser Weg für die Zukunft dieses Landes! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: „Hände falten, Goschen halten“!)
Abg. Ing. Westenthaler: Schon wieder eine Plattitüde!
Wie Sie sehen werden, nehmen wir deutlich mehr Geld in die Hand, um unser Land gut durch die Krise zu steuern, damit wir beim Aufschwung auch wieder ganz vorne mit dabei sind. (Abg. Ing. Westenthaler: Schon wieder eine Plattitüde!)
Abg. Ing. Westenthaler: Die nächste Plattitüde!
Der Preis zur Erreichung dieses Ziels ist kein geringer. Denn auch Österreich kann sich nur äußerst schwer dem globalen Umfeld entziehen. (Abg. Ing. Westenthaler: Die nächste Plattitüde!) Der Wachstumsrückgang wird für 2009 vom Wifo mit 2,2 Prozent, vom Institut für Höhere Studien mit 2,7 Prozent real prognostiziert. Und manche Prognostiker glauben sogar an ein noch stärkeres Schrumpfen der Wirtschaft.
Abg. Ing. Westenthaler: Also doch Schulden!
Diese dramatische Entwicklung und unsere massiven Gegenmaßnahmen zur Krisenbekämpfung führen dazu, dass es in den Jahren 2009 und 2010 zu einer Erhöhung des nominalen wie des strukturellen Maastricht-Defizits kommen wird. (Abg. Ing. Westenthaler: Also doch Schulden!)
Abg. Ing. Westenthaler: Schaut nicht gut aus!
Wo sich externe Rahmenbedingungen verändern, müssen wir den eigenen Handlungsrahmen vergrößern, und damit auch den Finanzrahmen. Wir müssen zusätzliches Geld in die Hand nehmen, weil wir in der Krise kraftvoll helfen wollen. Das Maastricht-Defizit des Bundes wird in den kommenden beiden Jahren deutlich steigen: auf 3,2 Prozent im Jahr 2009, weiter auf 4,1 Prozent in den Jahren 2010 und 2011, weiter auf 4,2 Prozent im Jahr 2012. Und stimmen die Prognosen, so wird es erst im Jahr 2013 einen leichten Rückgang des Defizits des Bundes auf 3,7 Prozent geben. (Abg. Ing. Westenthaler: Schaut nicht gut aus!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Von wem geerbt?
Sie sehen also: In den Verhandlungen ist ein solider Kompromiss gelungen. Wir können kraftvoll helfen, aber gleichzeitig auch maßvoll haushalten. Dennoch bleiben die hohen Schulden, die wir geerbt haben, als schwere Last, die wir durch die Krise mit neuen Schulden zu tragen haben. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Von wem geerbt?)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Strache.
Es ist für mich selbstverständlich und eine Frage des Anstandes, dass wir Politiker uns selbst daher eine Null-Lohnrunde verordnet haben. Das ist zwar nur – um es ehrlich zu sagen – ein Tropfen auf den heißen Stein, es werden aber, wie gesagt, alle ihren Beitrag zu leisten haben. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Strache.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
An dieser Stelle will ich auf die großartigen Leistungen hinweisen, die auch unsere öffentlich Bediensteten erbringen, und sie vor untergriffigen Vorwürfen in Schutz nehmen, denen sie von verschiedenster Seite ausgesetzt sind! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Der Appell wird uns nichts helfen!
Machen wir uns nichts vor: Die nächsten Jahre werden kein Spaziergang! Auf dem Spiel steht nichts Geringeres als die tragfähige Zukunft unseres Landes. Ich sehe weit und breit keine Alternative zu grundlegenden Reformen. Wir müssen jetzt richtig handeln. Und der Appell gilt auch für die Bundesländer, den Ernst der Lage zu erkennen, damit wir den Weg der Reformen jetzt konsequent gemeinsam gehen können. (Abg. Öllinger: Der Appell wird uns nichts helfen!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Rudolf Hundstorfer und ich, wir beide wissen: Arbeitslosigkeit bedeutet häufig Verzweiflung und Perspektivlosigkeit für die Betroffenen. Arbeitslosigkeit ist eine Bedrohung und Gefahr für jeden Einzelnen, die wir erkennen und der wir uns auch stellen. Allen Betroffenen sage ich hier und jetzt: Auf uns können Sie sich trotz der schwierigen Situation oder gerade wegen der schwierigen Situation verlassen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir investieren in den beiden Jahren mehr Geld denn je in Arbeitsmarkt‑ und Beschäftigungspolitik, laut Bundesvoranschlag 2009 5,98 Milliarden € und 2010 6,4 Milliarden €. Das ist sozial gerecht, wirtschaftlich klug, denn das Allerwichtigste in der Wirtschaftskrise ist, Arbeitslosigkeit mit allen Mitteln zu verhindern. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
In den vergangenen Jahren der Hochkonjunktur haben wir alle profitiert. Das Pro-Kopf-Einkommen ist nur in drei Ländern der Europäischen Union höher als in Österreich. Wir sind das viertreichste Land Europas. Auch die Produktivität unserer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist nur in drei Mitgliedstaaten höher als in Österreich. All diese Indikatoren spiegeln hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer heimischen Unternehmen wider. Lassen wir daher unser Land von niemandem schlechtreden! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir haben mit dem „Energiesparscheck“ einen ganz neuen Trend als Impuls zur thermischen Sanierung gesetzt. Ein Volumen von 100 Millionen € wird gleichmäßig auf Unternehmen und private Haushalte aufgeteilt. Das ist ökonomisch, aber vor allem ökologisch eine äußerst sinnvolle Vorgangsweise. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! In den vergangenen Wochen und Tagen wurde bis zuletzt über Finanzierungsmaßnahmen im Bereich der Bildungspolitik debattiert. Claudia Schmied und wir alle wissen, dass die richtige Bildungspolitik über die Chancen entscheidet, die wir unseren Kindern und Jugendlichen für die Zukunft eröffnen. Ich gratuliere auch zu dem Ergebnis von gestern! Es ist dies ein Kompromiss. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Dieser Kompromiss zwingt uns aber zu keiner Änderung der Budgetplanung. Er stellt innerhalb des Unterrichtsbudgets eine Neuverteilung der Geldmittel zwischen den Jahren sicher.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.
Zweiter Punkt: Zeigen Sie mir eine Bevölkerungsgruppe, die zur Krisenbewältigung im Ausmaß von 160 Millionen € in den Zulagensystemen einen richtigen Schritt in die richtige Richtung gesetzt hat! Das ist eine Maßnahme, mit der wir gute und erfolgreiche Bildungspolitik für die Zukunft ohne zusätzliches Geld des Staatshaushaltes organisieren können. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es ist aber jetzt wieder Zeit, in der Bildungspolitik von den Zahlen zu den Kindern zu kommen und über die Qualität und die Bildungszukunft intensiv zu diskutieren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Oje!
Ebenfalls in den Zuständigkeitsbereich von Claudia Schmied fällt die Kultur. (Abg. Öllinger: Oje!) Wir sind eine Kulturnation, und wir wollen auch in Zukunft den Erhalt
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Die quotenwirksamen Forschungs‑ und Entwicklungsausgaben des Bundes steigen von 2,22 Milliarden € 2008 auf 2,56 Milliarden € 2009 und auf 2,78 Milliarden € im Jahr 2010. Es ist damit sichergestellt, dass die Forschungs‑ und Entwicklungsquote, die 2008 bei 2,54 Prozent des BIP lag, das politisch gesetzte Ziel von 3 Prozent bis 2010 auch erreichen kann. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Unsere Landwirte, meine sehr geehrten Damen und Herren, stehen für hoch qualitative Lebensmittel. Sie pflegen unsere Kulturlandschaft, sie wirtschaften nachhaltig und gentechnikfrei. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Hohes Haus! Doris Bures ist dafür verantwortlich, dass Österreich auf die Überholspur kommt, was die bestmögliche Infrastruktur betrifft. An Investitionen in die Infrastruktur führt kein Weg vorbei. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) In den Ausbau und die Modernisierung von Schiene und Straße wird daher mehr als jemals zuvor investiert. Baureife Projekte werden vorgezogen. Allein die ÖBB planen 2009 und 2010 Investitionen in die Schieneninfrastruktur von 2,2 Milliarden €. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Hohes Haus! Doris Bures ist dafür verantwortlich, dass Österreich auf die Überholspur kommt, was die bestmögliche Infrastruktur betrifft. An Investitionen in die Infrastruktur führt kein Weg vorbei. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) In den Ausbau und die Modernisierung von Schiene und Straße wird daher mehr als jemals zuvor investiert. Baureife Projekte werden vorgezogen. Allein die ÖBB planen 2009 und 2010 Investitionen in die Schieneninfrastruktur von 2,2 Milliarden €. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Die Investitionen der ASFINAG steigen auf rund 1,3 Milliarden €, und auch die BIG erhöht ihre Investitionen. (Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Strache: Das ist eine gefährliche Warnung, denn so schlimm wie jetzt war es noch nie!
Sicherheit – das hat auch Maria Fekter in den Verhandlungen klargemacht und deutlich gemacht, und ich teile ihre Haltung – muss uns etwas wert sein. Sicherheit und Kriminalitätsbekämpfung werden auch in Zukunft oberste Ziele bleiben. (Abg. Strache: Das ist eine gefährliche Warnung, denn so schlimm wie jetzt war es noch nie!) Herr Kollege Strache! Wir stellen daher Budgetmittel für 1 000 zusätzliche Polizisten für Österreich sicher. Das ist ein Ergebnis der Budgetverhandlungen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Sicherheit – das hat auch Maria Fekter in den Verhandlungen klargemacht und deutlich gemacht, und ich teile ihre Haltung – muss uns etwas wert sein. Sicherheit und Kriminalitätsbekämpfung werden auch in Zukunft oberste Ziele bleiben. (Abg. Strache: Das ist eine gefährliche Warnung, denn so schlimm wie jetzt war es noch nie!) Herr Kollege Strache! Wir stellen daher Budgetmittel für 1 000 zusätzliche Polizisten für Österreich sicher. Das ist ein Ergebnis der Budgetverhandlungen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Aufgrund seines Geschlechts darf in Österreich niemand benachteiligt werden. Daher erhöhen wir 2009 die Ausgaben für aktive Frauenpolitik und damit das Budget von Gabriele Heinisch-Hosek um 1,24 Millionen €. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Weinzinger: Staatssprache ist Deutsch!
Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Sicherstellung der Frauenberatung und der Interventionsstellen gegen Gewalt. Wir gehen allerdings einen Schritt weiter: Mit der Verankerung von Gender Budgeting wird ein wichtiger Schritt zur Erreichung eines geschlechtergerechten Haushalts gesetzt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Weinzinger: Staatssprache ist Deutsch!)
Ironische Heiterkeit beim BZÖ. – Abg. Mag. Stadler: Oje, oje!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Unsere Stimme in der Welt gehört gehört! (Ironische Heiterkeit beim BZÖ. – Abg. Mag. Stadler: Oje, oje!) Da sind Michael Spindelegger und ich völlig einer Meinung. Wir wollen Wien als Zentrum der Außenpolitik in Europa und in der Welt stärken und das aktive Engagement Österreichs in der Europäischen Union fortführen. Eine besondere Herausforderung für uns stellt ohne Zweifel die Wahrnehmung unserer Verantwortung im UNO-Sicherheitsrat dar. Vertreten durch Michael Spindelegger werden wir in den kommenden Jahren bei den
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Öllinger: Falsches Ressort!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Lieber Alois Stöger, in der Verantwortung des Gesundheitsministeriums gibt es eine weite Bandbreite für Pflege und Gesundheit. Altern in Würde zu ermöglichen ist eine der zentralen Aufgaben unseres Gemeinwesens. Daher werden wir die Rahmenbedingungen für pflegebedürftige Menschen verbessern und eine Valorisierung des Pflegegelds um durchschnittlich 5 Prozent beschließen. Dafür werden wir 2009 in Zusammenhang mit den demographischen Auswirkungen 182,7 Millionen € mehr aufwenden. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Öllinger: Falsches Ressort!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir müssen bereits bei der Gesundheitsvorsorge beginnen und diese auf hohem Niveau sicherstellen. Für Gesundheitsvorsorge, Gesundheits- und Ernährungssicherheit und im Besonderen für das weitere Funktionieren der Gebietskrankenkassen wurden 865 Millionen € für 2009 und 993 Millionen € für 2010 eingeplant. Für die Stabilisierung der finanziellen Situation der gesetzlichen Krankenkassen sind für 2009 als Soforthilfe 45 Millionen € budgetiert. Zusätzlich 100 Millionen € gibt es für 2010 zur Unterstützung der Kassen, wenn sie – nur dann, wenn sie! – die notwendigen Strukturmaßnahmen einzuleiten beginnen und auch umsetzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: „Ministrantenministerium“!
Bevor ich zu meinem Ressort komme (Abg. Ing. Westenthaler: „Ministrantenministerium“!), noch ein Wort zu den Pensionistinnen und Pensionisten.
Abg. Ing. Westenthaler: Unter der Inflationsrate, Herr Minister!
Einen Großteil unseres heutigen Wohlstandes haben wir ihrem unermüdlichen Einsatz für unser Land zu verdanken. Daher wurden die Pensionen bereits per 1. November 2008 überproportional erhöht. Um Kaufkraft und Lebensstandard der Pensionistinnen und Pensionisten in Österreich zu erhalten und zu stärken, wurden die Pensionsanpassung für 2009 und die Erhöhung der Ausgleichszulagenrichtsätze auf den 1. November 2008 vorgezogen. (Abg. Ing. Westenthaler: Unter der Inflationsrate, Herr Minister!) Für diese Maßnahmen hat die Regierung rund 1,14 Milliarden € aufgewendet, und für das Jahr 2009 stehen insgesamt 8,4 Milliarden € an budgetären Mitteln zur Verfügung und 8,8 Milliarden € für das Jahr 2010.
Abg. Ing. Westenthaler: Das „Ministrantenministerium“!
Damit komme ich nun zu den Bereichen, die meine Ressortzuständigkeit betreffen. (Abg. Ing. Westenthaler: Das „Ministrantenministerium“!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Zeit der Entlastung ist jetzt! Mit der Steuerreform 2009 hat diese Bundesregierung die größte Steuerentlastung seit Jahrzehnten beschlossen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Mehr Geld in den Börsen der Österreicherinnen und Österreicher bedeutet schließlich und endlich mehr Konsum, mehr Arbeitsplätze und Zukunftssicherheit für Österreich. Allein für die Tarifsenkung haben wir 2,3 Milliarden € in die Hand genommen, die direkt in den Geldbörsen der Menschen in Österreich ankommen. Rückwirkend mit 1. Jänner 2009 wird diese Entlastung in den nächsten Tagen und Wochen tatsächlich spürbar. (Neuerlicher Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
zu den Leistungsträgern in unserem Land, aber auch ein soziales Signal. (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.
Zusätzlich zur Tarifsenkung setzen wir ein klares Zeichen der Entlastung für Unternehmen, denn nur eine starke Wirtschaft schafft auch neue Arbeitsplätze. Der bisherige Freibetrag für investierte Gewinne wird von Einnahmen-Ausgaben-Rechnern ab 2010 auf bilanzierende Unternehmen ausgedehnt und von 10 auf 13 Prozent erhöht. Zusätzlich wurde das Investitionserfordernis abgeschafft. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Einen weiteren Entlastungsschwerpunkt setzen wir dort, wo Kinder sind. Wir entlasten Familien mit Kindern zusätzlich mit einem Familienpaket in der Höhe von 510 Millionen €. Darin enthalten sind die Anhebung des Kinderabsetzbetrages, des Unterhaltsabsetzbetrages sowie der neue Kinderfreibetrag. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Liebe Christine Marek, ich weiß, dass dir das immer ein ganz besonderes Anliegen war: Erstmals sind auch die Kinderbetreuungskosten bis zu 2 300 € pro Jahr und Kind absetzbar – ein familienpolitischer Meilenstein! Ich bin stolz darauf, das als Finanzminister entsprechend umsetzen zu können. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Weiters haben wir beim Kinderbetreuungsgeld für 2009 Mehraufwendungen gegenüber 2008 von 32,5 Millionen € und bei den Schülerfreifahrten 12 Millionen € vorgesehen. Zusammen mit allen familienpolitischen Maßnahmen ist damit eines klar: Ein 15. Monatsgehalt für Österreichs Familien ist damit Realität! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, um ein Beispiel zu bringen: Eine Familie mit zwei Kindern im Alter von 5 und 10 Jahren mit zwei verdienenden Elternteilen – der Vater verdient 2 000 € und die Mutter 1 500 € brutto – mit jährlichen Kinderbetreuungskosten in der Höhe von 2 300 € erspart sich durch die angekündigten Entlastungsmaßnahmen, die in Kürze umgesetzt werden, insgesamt 3 277 €. Das sind familienpolitische Maßnahmen, die unsere Position als eines der familienfreundlichsten Länder der Welt untermauern. Und darauf sollten wir gemeinsam stolz sein! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ja, wir haben ein Banken-Paket mit einem Volumen von bis zu 100 Milliarden € geschnürt, aber weder der Bundeskanzler noch ich haben uns die damit verbundenen Entscheidungen leicht gemacht, und schon gar nicht haben wir den Banken oder den Managern das hart erarbeitete Steuergeld geschenkt oder werden dies in Zukunft tun. Ganz im Gegenteil: Die Auflagen für die Banken sind hart und eindeutig, auch wenn Sie immer das Gegenteil wider besseres Wissen behaupten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Was ist mit den ÖBB?
Die Auflagen für die Banken sind hart und eindeutig: Keine Bonuszahlungen für Manager für das Geschäftsjahr 2008 und keinesfalls Bonuszahlungen, wenn sie die Dividende für das geliehene Geld nicht leisten können. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Was ist mit den ÖBB?)
Abg. Grosz: Ausschließlich für die Banken!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das Banken-Paket ist ein Garantiepaket – und es dient nicht dem Selbstzweck der Banken. (Abg. Grosz: Ausschließlich für die Banken!) Es ist ein Garantiepaket für Millionen Sparer, ein Finanzierungspaket für
Beifall bei der ÖVP.
Österreichs Betriebe und Unternehmen und auch ein Stabilisierungspaket für die dringend notwendige Stabilisierung unseres Bankensystems. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Hohes Haus! Wir stehen heute vor gewaltigen Herausforderungen und Aufgaben. Die Welt befindet sich in der schwersten Wirtschaftskrise seit 80 Jahren. Es gilt – und das ist unser Leitsatz beziehungsweise unser Leitmotiv, und ich meine, das muss das Leitmotiv von uns allen in der Politik sein –, die Krise zu meistern, die Wirtschaft zu stärken und den Menschen zu helfen. Und diese Zeit unterscheidet nicht – das werden auch die Diskussionen in den nächsten Monaten und Jahren zeigen –, sie unterscheidet nicht zwischen Regierung und Opposition, sondern nur zwischen richtig und falsch, rechtzeitig und zu spät, verantwortungsvoll und nicht verantwortungsvoll. Das sind die Parameter, an denen wir uns zu messen haben! (Beifall bei der ÖVP.)
Lang anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei der SPÖ.
Wir stehen vor einer ungewöhnlichen Situation, aber wir können sie sicher gemeinsam meistern: mit Sinn für das Notwendige, mit Gefühl für das Mögliche und in Verantwortung für das Ganze! – Herzlichen Dank. (Lang anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich danke an dieser Stelle ganz besonders dem Bundeskanzler für seine klaren und eindeutigen Worte, die dazu geführt haben, dass ein Schlussstrich unter die leidige Finanzierungsdebatte gesetzt wurde, denn das ermöglicht uns, den Blick wieder auf die Inhalte zu richten, und das ist, glaube ich, die zentrale Herausforderung der Zukunft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall der Abg. Mag. Muttonen
Eines der ehrgeizigen Projekte, das da auf Schiene gestellt wurde, ist der Schulversuch „neue Mittelschule“. Ich kann Ihnen aus persönlicher Erfahrung sagen, wie wichtig es ist, das unselige frühzeitige Ausleseverfahren am Ende der Volksschulzeit zu beseitigen (Beifall der Abg. Mag. Muttonen), da neu die Weichen zu stellen und zu schauen, wie wir die Mittelstufe neu organisieren können. (Abg. Ing. Westenthaler: Wissen Sie, worum es heute geht?)
Abg. Ing. Westenthaler: Wissen Sie, worum es heute geht?
Eines der ehrgeizigen Projekte, das da auf Schiene gestellt wurde, ist der Schulversuch „neue Mittelschule“. Ich kann Ihnen aus persönlicher Erfahrung sagen, wie wichtig es ist, das unselige frühzeitige Ausleseverfahren am Ende der Volksschulzeit zu beseitigen (Beifall der Abg. Mag. Muttonen), da neu die Weichen zu stellen und zu schauen, wie wir die Mittelstufe neu organisieren können. (Abg. Ing. Westenthaler: Wissen Sie, worum es heute geht?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Was ist mit den zwei Stunden?
Das Ziel heißt verstärkte und verbesserte individuelle Förderung, und es freut mich, dass mit dem heutigen Beschluss nach dieser Debatte der Weg dahin geöffnet wird, dass auch kleinere Bundesländer, wie etwa Vorarlberg, über ihr Kontingent hinaus die Möglichkeit haben, von diesem wichtigen Projekt Gebrauch zu machen. Ich bin überzeugt davon, dass wir dann, wenn die Zeit dafür reif ist, dieses neue System auch flächendeckend einführen können, dass dann auch unsere Mittelstufe so weit entwickelt sein wird. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Was ist mit den zwei Stunden?)
Abg. Ing. Westenthaler: Wie schaut es aus mit den zwei Stunden mehr!
Meine Damen und Herren, das Konzept einer neuen, sozial gerechteren und leistungsstarken Schule ist in der ersten Phase mit vielen weiteren Projekten bestückt. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie schaut es aus mit den zwei Stunden mehr!) Einer der wichtigsten Schritte ist der, dass wir endlich Maßnahmen setzen hin zu einer neuen, modernen Frühpädagogik, die jahrelang, ja jahrzehntelang sträflich vernachlässigt wurde. Das kostenlose verpflichtende Kindergartenjahr, die Sprachstandsfeststellung und damit verbunden eine verbesserte Sprachförderung sind da ganz entscheidende wichtige Verbesserungen und Voraussetzungen.
Abg. Brosz: Was ist mit den höheren Schulen?
mehr haben mit 30 Schülern und mehr, sondern dass die Zahl 25 als Höchstgrenze gelten soll und gelten wird und wir dann verstärkt in die individuelle Förderung eintreten können. (Abg. Brosz: Was ist mit den höheren Schulen?) Das ist jetzt auf Schiene und kann mit den neuen Budgetbeschlüssen, die wir heute und in den nächsten Wochen verabschieden werden, tatsächlich umgesetzt werden. (Abg. Brosz: Da ist nichts drinnen von höheren Schulen!)
Abg. Brosz: Da ist nichts drinnen von höheren Schulen!
mehr haben mit 30 Schülern und mehr, sondern dass die Zahl 25 als Höchstgrenze gelten soll und gelten wird und wir dann verstärkt in die individuelle Förderung eintreten können. (Abg. Brosz: Was ist mit den höheren Schulen?) Das ist jetzt auf Schiene und kann mit den neuen Budgetbeschlüssen, die wir heute und in den nächsten Wochen verabschieden werden, tatsächlich umgesetzt werden. (Abg. Brosz: Da ist nichts drinnen von höheren Schulen!)
Abg. Ing. Westenthaler: Wo sind die zwei Stunden jetzt hingekommen? Wir wollen das wissen! Darum geht es heute eigentlich! – Abg. Dr. Strutz: Thema verfehlt!
Ein entscheidender Bereich wird auch die Verbesserung der ganztägigen Betreuungsformen sein. Derjenige, der will, dass sich die Schule der Zukunft nicht nur in der Schule und zu Hause bei den Schülern oder bei den Lehrern oder in den Nachhilfeorganisationen abspielt, sondern dass sie in den Schulen selbst zur Gänze stattfinden kann, muss alle Maßnahmen dieser Bundesregierung, die in Richtung verstärkte Ganztagsförderung gehen, mit unterstützen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wo sind die zwei Stunden jetzt hingekommen? Wir wollen das wissen! Darum geht es heute eigentlich! – Abg. Dr. Strutz: Thema verfehlt!)
Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.
Mir ist vollkommen klar, dass es nicht Wunsch der Opposition sein kann, auf neue, konstruktive Vorschläge einzugehen, in eine inhaltliche Debatte einzusteigen, weil es sehr viel leichter ist, oberflächlich über Bildung zu diskutieren, weil man nicht imstande ist, sich inhaltlich der Debatte zu stellen. (Anhaltende Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Liegt alles im Ausschuss!
Was ist mit ganztägiger Betreuung? Was ist mit verstärkter individueller Förderung? Was ist mit Frühförderung? Wie wollen wir die Chancen der jungen Menschen verbessern? – Das ist im Wesentlichen die Frage, und nicht, wie es gelingt, diese Dinge zu finanzieren! Und da lade ich Sie ein: Bringen Sie endlich ganz konstruktive Ideen und Vorschläge ein, wie Ihre Schule der Zukunft ausschauen soll! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Liegt alles im Ausschuss!)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
bereich ist nicht alles, aber ohne Motivation ist alles nichts! Und wir alle zusammen tun gut daran, gemeinsam dafür zu arbeiten, um diese Motivation zu erhöhen und sie nicht zu untergraben. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Er bringt es zusammen, dass er keinen einzigen Satz ...! Keinen einzigen Satz!
Die Schule der Zukunft hat das verdient und die Schule der Zukunft, meine Damen und Herren, verdient Ihre und unsere volle Unterstützung. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Er bringt es zusammen, dass er keinen einzigen Satz ...! Keinen einzigen Satz!)
Abg. Ing. Westenthaler: Der Werner Amon sagt sicher etwas zur aktuellen Geschichte, denn das wäre ja sonst ein Trauerspiel!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Amon zu Wort. Redezeit: 10 Minuten, wie vereinbart. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Der Werner Amon sagt sicher etwas zur aktuellen Geschichte, denn das wäre ja sonst ein Trauerspiel!)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist, so denke ich, eine gute, eine richtige Entscheidung, die das Parlament heute treffen wird, weil damit das erreicht wird, was der Finanzminister auch in seiner heutigen Budgetrede so eindrucksvoll verlangt hat, es ermöglicht nämlich ein Zurück zur inhaltlichen bildungspolitischen Debatte, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Jury: Ein fauler Kompromiss! Ein fauler Kompromiss!
Zunächst einmal die gute Nachricht: Es wird in dieser Woche keinen Streik der Lehrerinnen und Lehrer geben, weil Gott sei Dank in der Nacht ein Kompromiss zustande gekommen ist. – Das ist, so denke ich, die gute Nachricht des heutigen Tages. (Abg. Jury: Ein fauler Kompromiss! Ein fauler Kompromiss!) Damit haben auch alle Eltern die Sicherheit, dass ihre Kinder und Jugendlichen entsprechend versorgt sind. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Die Ministerin ist eingeknickt!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Die Ministerin ist eingeknickt!
Zunächst einmal die gute Nachricht: Es wird in dieser Woche keinen Streik der Lehrerinnen und Lehrer geben, weil Gott sei Dank in der Nacht ein Kompromiss zustande gekommen ist. – Das ist, so denke ich, die gute Nachricht des heutigen Tages. (Abg. Jury: Ein fauler Kompromiss! Ein fauler Kompromiss!) Damit haben auch alle Eltern die Sicherheit, dass ihre Kinder und Jugendlichen entsprechend versorgt sind. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Die Ministerin ist eingeknickt!)
Abg. Jury: Das ist falsch! Das ist falsch! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Dieser Kompromiss war notwendig, weil die Frau Bildungsministerin vorgeschlagen hat, dass künftig alle Lehrerinnen und Lehrer zwei Unterrichtsstunden mehr leisten sollen – ein Vorschlag, der berechtigterweise umstritten war, denn er hätte bedeutet, dass zumindest 10 000 junge Lehrerinnen und Lehrer ihren Job verloren hätten. (Abg. Jury: Das ist falsch! Das ist falsch! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Er hätte auch ein negatives Signal gebracht für jene, die gerade Pädagogische Hochschulen oder Lehramtsstudien absolviert haben, denn die Perspektive, im Bildungssystem eine berufliche Zukunft zu haben, wäre damit vereitelt worden.
Beifall bei der ÖVP.
Das ist eine große solidarische Leistung auch der Lehrerinnen und Lehrer, dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.) Es ist eine solidarische Leistung der Lehrerinnen und Lehrer, um sicherzustellen, dass Kollegen mit befristeten Verträgen nicht ihren Beruf verlieren, und es ist eine solidarische Leistung jüngeren Ausgebildeten gegenüber, um ihnen eine Perspektive zu geben, künftig im Bildungssystem eine berufliche Zukunft haben zu können. Ihnen möchte ich ganz herzlich an dieser Stelle danken, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist eine große solidarische Leistung auch der Lehrerinnen und Lehrer, dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.) Es ist eine solidarische Leistung der Lehrerinnen und Lehrer, um sicherzustellen, dass Kollegen mit befristeten Verträgen nicht ihren Beruf verlieren, und es ist eine solidarische Leistung jüngeren Ausgebildeten gegenüber, um ihnen eine Perspektive zu geben, künftig im Bildungssystem eine berufliche Zukunft haben zu können. Ihnen möchte ich ganz herzlich an dieser Stelle danken, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Eine Arbeitszeitdebatte!
Ich möchte auch dafür danken, dass der Herr Finanzminister im letzten Moment in die Debatte, in die Verhandlungen eingegriffen hat – ich stehe nicht an, selbstverständlich auch dem Herrn Bundeskanzler dafür zu danken –, und damit erreicht hat, eine Lösung zu ermöglichen: eine Lösung in einem Konflikt, der uns in der Tat in der bildungspolitischen Debatte gehemmt hat, denn das, was wir hier geführt haben, war keine bildungspolitische Debatte, sondern es war eigentlich eine Debatte zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern im Hinblick auf eine Mehrleistung, die zu erbringen wäre. (Ruf bei der ÖVP: Eine Arbeitszeitdebatte!)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist keine bildungspolitische Debatte, es ist eine sozialpartnerschaftliche Debatte, und diese Debatte hätte man in Wahrheit viel früher führen können, man hätte sie viel unaufgeregter führen können und man hätte sie auch früher einer Lösung zuführen können. – Danke, Herr Finanzminister, dass Sie es ermöglicht haben, dass wir nunmehr zu einer Lösung gefunden haben! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Letztlich ist auch die Frühkindpädagogik wichtig, und ich unterstütze da meinen Kollegen Mayer in diesem Punkt, den er angesprochen hat. Es ist gerade erst Staatssekretärin Marek gelungen, in diesem Zusammenhang einen Meilenstein auch in der Frage der Kinderbetreuung zu setzen. Ich halte das für einen Erfolg, und ich gratuliere Ihr dazu sehr herzlich, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
seits mit dem Kompromiss, der in der Nacht gefunden wurde, und mit der heutigen Regierungsvorlage einen weiteren wesentlichen Schritt gesetzt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Strutz: Das war eine Hinrichtung!
an den steinernen Mienen, mit denen alle Beteiligten das Haus verlassen haben. (Abg. Dr. Strutz: Das war eine Hinrichtung!)
Beifall bei der FPÖ.
Kompromiss? – In Österreich gibt es das Sprichwort: Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte. – Das wurde mit dem gestrigen Kompromiss außer Kraft gesetzt. Jetzt lautet es: Wenn sich zwei streiten, dann büßt das der Dritte, und in diesem Fall ist es der Steuerzahler in Österreich. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Der Herr Bildungssprecher Amon hat gemeint: Ja, jetzt können wir endlich zurückkehren zur inhaltlichen Bildungspolitik! – Wo war Sie denn geblieben die zweieinhalb Jahre, seit die Frau Bundesminister mit Ihnen in der Koalition ist? – Sie war nicht vorhanden! (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Stattdessen nur diese Frage der letzten Tage und Wochen, was man jetzt mit der Unterrichtszeit macht, so wie es eben bereits richtig gesagt wurde, nämlich: Das war ein Frage der Arbeitsplätze!
Beifall bei der FPÖ.
Stundung der Mieten der Schulgebäuden an die BIG. – Was ist das jetzt für ein segensreicher Vorschlag? Wird es jetzt das oder ähnliche Maßnahmen in Wien auch für die Miete in den Gemeindebauten geben? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das sind doch kurzsichtige Maßnahmen. Man glaubt, dass die Probleme wie mit einem Caterpillar einfach weggeschoben werden können. Das ist doch keine seriöse Bildungspolitik! Ich hoffe, Sie haben die Worte des Herrn Finanzministers, man müsse sehr sorgsam mit den Mitteln umgehen, weil man die späteren Generationen ja nicht zu sehr belasten darf, noch im Ohr. Das ist bereits der erste Bruch dessen, was uns der Herr Finanzminister in seiner Budgetrede vorhin erzählt hat! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neugebauer: Jetzt auch schon!
Es geht aber nicht nur darum, sondern es wurde auch nebenbei erwähnt, dass sämtliche Junglehrer, die sich über diese Einigung tatsächlich mit Recht freuen können, in ein öffentlich-rechtliches Dienstverhältnis übernommen werden. Einsparung: 500 Millionen €, wie ich gelesen habe. – Das bedeutet, der Staat zahlt keine Arbeitnehmerbeiträge. Was ist die Folge? – In 30, 35, 40 Jahren werden die Pensionen unmittelbar aus dem Budget bezahlt werden müssen. (Abg. Neugebauer: Jetzt auch schon!) – Das heißt, es sind nicht nur zwei Jahre, sondern hier wird mit dem Caterpillar weggeschoben.
Zwischenruf des Abg. Amon
Um zum Thema zurückzukommen: Die ÖVP hat sich bildungspolitisch abgemeldet. Das Zulassen des Schulversuches Gesamtschule, noch dazu in einer Form der Ausweitung im Rahmen der 10-prozentigen Möglichkeiten – damit man hier, wie es so schön heißt, flexibel sein kann (Zwischenruf des Abg. Amon) –, bedeutet nichts anderes, als dass die ÖVP da aufgegeben hat, denn jeder weiß ganz genau, dass die Schulversuche derartig gefördert werden, dass ein Scheitern von vornherein gar nicht
Beifall bei der FPÖ.
In den letzten Wochen gab es aber tatsächlich ein bildungspolitisches Thema in Österreich, dieses wurde jedoch von der Reformbewegung, die sich gezeigt hat, überhaupt nicht gestreift. Auf Grund der Initiative des Freiheitlichen Klubs wurden hier einmal Zahlen auf den Tisch gelegt, wie es mit dem Anteil von Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache in den Schulen aussieht. Hier hätte es einen Handlungs- und Reformbedarf gegeben, aber hier ist absoluter Stillstand, absolute Lähmung! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es kommt mir nämlich so vor, als wären es in Österreich insbesondere Grün-Anhänger, die sagen: Integration ist so wahnsinnig wichtig, aber bei meinem Kind nicht, das kommt in die Privatschule! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das sind nämlich die wesentlichen Punkte, alles andere kommt später! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zu den Ausführungen des Kollegen Mayer auch noch ein Wort: Herr Kollege Mayer, Sie haben gesagt, die Lehrer müssen motiviert sein. – Sprechen Sie mit Ihrer eigenen Bundesministerin, ob die Motivation durch Ihre Frau Bundesminister in den letzten acht Wochen tatsächlich gegeben war! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
So wird es nicht gehen, dass der ÖGB Streiks verfügt, die Lehrer streiken und dafür bezahlt werden, aber die Eltern sozusagen schauen sollen, wo sie bleiben, und die Kosten dafür tragen. (Beifall beim BZÖ.)
Au-Rufe bei SPÖ und ÖVP.
Wenn Sie so etwas wieder einmal vorhaben, werden Sie damit rechnen müssen, dass wir da engagiert auf der Seite der Eltern stehen werden. – Ich hatte mir schon ausgerechnet, was das für mich selbst an Belastungen bedeutet hätte. (Au-Rufe bei SPÖ und ÖVP.) – Entschuldigen Sie. Natürlich hält es sich in Grenzen. Aber wissen wir, wie lange Lehrer zukünftig unter ÖVP-Ägide streiken werden, wenn sie einmal dabei sind, zu streiken?!
Rufe beim BZÖ: Nein!
Wissen Sie, was das für Alleinerzieherinnen mitunter bedeuten kann? Haben Sie überhaupt ein Gefühl für Alleinerzieherinnen? (Rufe beim BZÖ: Nein!) – Es kommt mir nämlich nicht so vor, meine Damen und Herren! Nein, es geht nur darum, Besitzstände von Lehrern zu sichern. Alleinerziehende Mütter sind Ihnen völlig egal, das ist das Problem! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wissen Sie, was das für Alleinerzieherinnen mitunter bedeuten kann? Haben Sie überhaupt ein Gefühl für Alleinerzieherinnen? (Rufe beim BZÖ: Nein!) – Es kommt mir nämlich nicht so vor, meine Damen und Herren! Nein, es geht nur darum, Besitzstände von Lehrern zu sichern. Alleinerziehende Mütter sind Ihnen völlig egal, das ist das Problem! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Sie kennen die Nöte und Sorgen alleinerziehender Elternteile, vor allem alleinerziehender Mütter, die sich ihr Geld sauer an einer Kasse in einem Supermarkt verdienen müssen, nur vom Hörensagen. Das interessiert Sie in Wirklichkeit nicht, weil Sie Besitzstände von Privilegierten schützen müssen. Das haben Sie mit diesem Vorgehen gezeigt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Das ist keine Vermutung, das ist eine Erfahrung im Umgang mit der Österreichischen Volkspartei. Ihnen sind soziale Anliegen das Letzte, was Ihnen wichtig ist, meine Damen und Herren, das Allerletzte. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie kennen die Nöte und Sorgen alleinerziehender Elternteile, vor allem alleinerziehender Mütter, die sich ihr Geld sauer an einer Kasse in einem Supermarkt verdienen müssen, nur vom Hörensagen. Das interessiert Sie in Wirklichkeit nicht, weil Sie Besitzstände von Privilegierten schützen müssen. Das haben Sie mit diesem Vorgehen gezeigt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Das ist keine Vermutung, das ist eine Erfahrung im Umgang mit der Österreichischen Volkspartei. Ihnen sind soziale Anliegen das Letzte, was Ihnen wichtig ist, meine Damen und Herren, das Allerletzte. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ja, wieso sitzt sie noch dort?
Frau Bundesministerin Schmied, ich muss Sie an Ihre Rücktrittsdrohung erinnern. (Abg. Ing. Westenthaler: Ja, wieso sitzt sie noch dort?) Ich habe das nicht verstanden.
Abg. Ing. Westenthaler: Wann war das?
„Mein Rücktritt wäre die Konsequenz“. Mit diesen Worten droht Bildungsministerin Claudia Schmied, SPÖ, im „Standard“-Interview ihren politischen Rückzug an, falls die von ihr geforderten Strukturmaßnahmen – das ist etwas anderes als das, was gestern am Abend herausgekommen ist –, konkret die Verlängerung der Unterrichtspflicht für Lehrer um zwei Stunden, bei dem zur Verfügung stehenden Budget nicht kommen sollten. – Zitatende. (Abg. Ing. Westenthaler: Wann war das?) – 5. März 2009, das ist noch gar nicht so lange her.
Beifall beim BZÖ.
Frau Bundesministerin, es ist nicht so, dass ich mir Ihren Rücktritt jetzt wünschen würde, ich habe nur nicht verstanden, wieso Sie mit einer Rücktrittsforderung anfangen und dann dermaßen erbärmlich in die Knie gehen. Das ist das Problem, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Bucher: So ist es!
Meine Damen und Herren, der wahre Unterrichtsminister heißt mittlerweile Walter Riegler, denn ohne ihn geht gar nichts mehr! (Abg. Bucher: So ist es!)
Abg. Bucher: Gehabt, heute nicht mehr!
Herren, was kann man sich Besseres wünschen als eine Mehrheit im Parlament, eine Mehrheit im Volk (Abg. Bucher: Gehabt, heute nicht mehr!) – und dagegen steht nichts anderes als eine kleine wohlorganisierte Lehrergewerkschaft, die um ihre Besitzstände fürchtet, eine kleine wohlorganisierte Lobby unter der Führung der Österreichischen Volkspartei?
Beifall beim BZÖ.
Frau Bundesministerin, ich bedauere, das sagen zu müssen, aber: Die ÖVP hat Sie voll vorgeführt! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Strutz: Zynisch!
Heute wieder: Die Rede des Kollegen Amon war gespickt mit feinen Ohrfeigen für die Frau Bundesministerin, mit voller Vorführqualität. (Abg. Dr. Strutz: Zynisch!) Sie haben ganz genau gesagt – ich habe genau aufgepasst; die Frau Bundesministerin übrigens auch, sie hat sich sehr geärgert über Ihre Rede, ich habe es ihr angesehen –, sie habe die Schulpartnerschaft verletzt. Wissen Sie noch nicht, was eine Schulpartnerschaft ist? Dazu brauchen Sie den Kollegen Amon, der sagt Ihnen schon, was eine Schulpartnerschaft ist?! Sonst sagt es Ihnen Walter Riegler, wenn Amon nicht mehr reden kann. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Heute wieder: Die Rede des Kollegen Amon war gespickt mit feinen Ohrfeigen für die Frau Bundesministerin, mit voller Vorführqualität. (Abg. Dr. Strutz: Zynisch!) Sie haben ganz genau gesagt – ich habe genau aufgepasst; die Frau Bundesministerin übrigens auch, sie hat sich sehr geärgert über Ihre Rede, ich habe es ihr angesehen –, sie habe die Schulpartnerschaft verletzt. Wissen Sie noch nicht, was eine Schulpartnerschaft ist? Dazu brauchen Sie den Kollegen Amon, der sagt Ihnen schon, was eine Schulpartnerschaft ist?! Sonst sagt es Ihnen Walter Riegler, wenn Amon nicht mehr reden kann. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Sonnberger.
Haben Sie nicht gewusst, dass Sie Massenarbeitslosigkeit bei Lehrern provoziert hätten? – Hat Kollege Amon gesagt. Ich weiß nicht, was Ihnen Walter Riegler dazu gesagt hat. (Zwischenruf des Abg. Dr. Sonnberger.) – Er sagt noch Ja dazu und nickt dazu. Bitte noch einmal, für die Kameras! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Haben Sie nicht gewusst, dass Sie Massenarbeitslosigkeit bei Lehrern provoziert hätten? – Hat Kollege Amon gesagt. Ich weiß nicht, was Ihnen Walter Riegler dazu gesagt hat. (Zwischenruf des Abg. Dr. Sonnberger.) – Er sagt noch Ja dazu und nickt dazu. Bitte noch einmal, für die Kameras! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, das ist der Zugang der Österreichischen Volkspartei: Die ÖVP interessiert sich nicht für bildungspolitische Reformmaßnahmen, sie interessiert sich nicht für die Nöte der Schüler, nicht für die Nöte der Eltern, sondern sie interessiert sich nur für die eigene Klientel und sonst für niemanden. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Er hat sie hängen lassen!
Der große Schweiger dieser Regierung war niemand Geringerer als Bundeskanzler Faymann, denn im Gegensatz zu dem, was du gesagt hast, Kollege Elmar Mayer, hat der Bundeskanzler überhaupt keine klaren Worte gefunden. (Abg. Ing. Westenthaler: Er hat sie hängen lassen!) Ja, Faymann hat Sie, Frau Minister Schmied, hängen lassen! Der Herr Bundeskanzler hat überhaupt keine klaren Worte gefunden, er hat von seiner Richtlinienkompetenz überhaupt keinen Gebrauch gemacht. Er hat nur darauf geschaut, dass die Harmonie mit der ÖVP nicht gestört wird, das war das ganze Anliegen dieses Bundeskanzlers. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Der große Schweiger dieser Regierung war niemand Geringerer als Bundeskanzler Faymann, denn im Gegensatz zu dem, was du gesagt hast, Kollege Elmar Mayer, hat der Bundeskanzler überhaupt keine klaren Worte gefunden. (Abg. Ing. Westenthaler: Er hat sie hängen lassen!) Ja, Faymann hat Sie, Frau Minister Schmied, hängen lassen! Der Herr Bundeskanzler hat überhaupt keine klaren Worte gefunden, er hat von seiner Richtlinienkompetenz überhaupt keinen Gebrauch gemacht. Er hat nur darauf geschaut, dass die Harmonie mit der ÖVP nicht gestört wird, das war das ganze Anliegen dieses Bundeskanzlers. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, mit diesem sogenannten Paket, das Sie jetzt beschlossen haben, ist kein einziges schulreformatorisches Anliegen umzusetzen, keine einzige Verbesserung der Infrastruktur zu erreichen. Die Dümmsten der Dummen sitzen nämlich da oben (in Richtung Galerie), das sind nämlich die Schüler. Die Lehrergewerkschaft hat die Schüler noch auf die Straße gejagt, hat sie vorher aufgehetzt – und jetzt müssen die Schüler länger in der Schule sitzen, weil ihnen die schulautonomen Tage gestrichen werden. Die Schüler sind jene, die am meisten verschaukelt werden. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Meine Damen und Herren von der Schülerunion, wenn Sie wieder einmal demonstrieren gehen, überlegen Sie sich vorher, für wen Sie demonstrieren. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Sie demonstrieren draußen nur für die Lobby der Lehrer, und zum Schluss sind die Dummen die Schüler und der Steuerzahler, denn, und da hat Kollege Rosenkranz weiß Gott recht, der Steuerzahler muss die ganze Zeche wieder einmal zahlen. Zum Schluss bleibt nur der Steuerzahler übrig. Das geht dann über die Bundesimmobiliengesellschaft, man schichtet das Ganze von der einen Hosentasche in die andere um – und zum Schluss muss es der Steuerzahler zahlen. Das ist alles, was herausgekommen ist, Frau Bundesministerin – voll vorgeführt von der Österreichischen Volkspartei –, zulasten der Schüler, zulasten der Eltern, zulasten der Steuerzahler! Das ist das Resümee dieser acht Wochen Streit. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren von der Schülerunion, wenn Sie wieder einmal demonstrieren gehen, überlegen Sie sich vorher, für wen Sie demonstrieren. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) Sie demonstrieren draußen nur für die Lobby der Lehrer, und zum Schluss sind die Dummen die Schüler und der Steuerzahler, denn, und da hat Kollege Rosenkranz weiß Gott recht, der Steuerzahler muss die ganze Zeche wieder einmal zahlen. Zum Schluss bleibt nur der Steuerzahler übrig. Das geht dann über die Bundesimmobiliengesellschaft, man schichtet das Ganze von der einen Hosentasche in die andere um – und zum Schluss muss es der Steuerzahler zahlen. Das ist alles, was herausgekommen ist, Frau Bundesministerin – voll vorgeführt von der Österreichischen Volkspartei –, zulasten der Schüler, zulasten der Eltern, zulasten der Steuerzahler! Das ist das Resümee dieser acht Wochen Streit. (Beifall beim BZÖ.)
Anhaltender Beifall beim BZÖ.
Schule als „Zapfsäule“ – und wir haben acht Wochen lang gesehen, wie das ausschaut! (Anhaltender Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Herr Minister! Werte Staatssekretäre! Es ist schon eine Ungeheuerlichkeit, Ewald Stadler zur Bildung sprechen zu lassen. Hier allen Ernstes die Schülerinnen und Schüler als die Dümmsten der Dummen zu bezeichnen, ist eine Unverfrorenheit der Sonderklasse (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP) und hat mit einem respektvollen Umgang der Partner überhaupt nichts zu tun! Es passt aber zu jemandem, der in der letzten Sitzung noch allen Ernstes behauptet hat, der Lehrerberuf sei ein Halbtagsjob und die
Abg. Scheibner: Wo waren Sie die letzten acht Wochen? Er ist ja auch einer! Sie sind ja auch so ein Lehrer!
Lehrer sollten gefälligst mehr arbeiten. (Abg. Scheibner: Wo waren Sie die letzten acht Wochen? Er ist ja auch einer! Sie sind ja auch so ein Lehrer!) Das ist typisch für das, was im BZÖ – mit einer Ausnahme – an Bildungskompetenz vorhanden ist. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie haben auch Ihre Pfründe gesichert!)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie haben auch Ihre Pfründe gesichert!
Lehrer sollten gefälligst mehr arbeiten. (Abg. Scheibner: Wo waren Sie die letzten acht Wochen? Er ist ja auch einer! Sie sind ja auch so ein Lehrer!) Das ist typisch für das, was im BZÖ – mit einer Ausnahme – an Bildungskompetenz vorhanden ist. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie haben auch Ihre Pfründe gesichert!)
Abg. Mag. Stadler: Sie sollen als Grüner reden, nicht als ...!
Herr Kollege Rosenkranz, auch zu Ihren Ausführungen ein Wort: Das, was Sie hier machen, ist – mit Verlaub – schlichtweg eine Unverschämtheit. Sie schicken einen Brief an den Dachverband, der gestern angekommen ist, und verlangen vom Dachverband der privaten Schulbetreiber, dass Sie heute schon die Antwort haben. (Abg. Mag. Stadler: Sie sollen als Grüner reden, nicht als ...!) Bitte, so kann es nicht gehen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das habe ich überhaupt nicht gesagt! Hören Sie zu!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Das habe ich überhaupt nicht gesagt! Hören Sie zu!
Herr Kollege Rosenkranz, auch zu Ihren Ausführungen ein Wort: Das, was Sie hier machen, ist – mit Verlaub – schlichtweg eine Unverschämtheit. Sie schicken einen Brief an den Dachverband, der gestern angekommen ist, und verlangen vom Dachverband der privaten Schulbetreiber, dass Sie heute schon die Antwort haben. (Abg. Mag. Stadler: Sie sollen als Grüner reden, nicht als ...!) Bitte, so kann es nicht gehen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das habe ich überhaupt nicht gesagt! Hören Sie zu!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz
Ich darf Ihnen sagen, wir sind in diesem Bereich für Reformen, wir haben einen Antrag auf Gleichbehandlung von Schulen in freier Trägerschaft mit den konfessionellen Privatschulen eingebracht. Ich hoffe, Sie unterstützen das dann auch entsprechend. Diese Privatschulen müssen halt derzeit leider Gottes das Geld selbst aufbringen (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz), das heißt, die Eltern müssen es aufbringen, und leider sind sehr, sehr viele Migrantenfamilien nicht in der Lage, hier finanzielle Beiträge zu leisten. Also tun Sie nicht so, als würden wir uns durch die Hintertür an der Integration vorbeischleichen (Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist die Vordertür, nicht die Hintertür!) – das Gegenteil ist der Fall. Und Sie wissen haargenau, dass das Gegenteil der Fall ist! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist die Vordertür, nicht die Hintertür!
Ich darf Ihnen sagen, wir sind in diesem Bereich für Reformen, wir haben einen Antrag auf Gleichbehandlung von Schulen in freier Trägerschaft mit den konfessionellen Privatschulen eingebracht. Ich hoffe, Sie unterstützen das dann auch entsprechend. Diese Privatschulen müssen halt derzeit leider Gottes das Geld selbst aufbringen (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz), das heißt, die Eltern müssen es aufbringen, und leider sind sehr, sehr viele Migrantenfamilien nicht in der Lage, hier finanzielle Beiträge zu leisten. Also tun Sie nicht so, als würden wir uns durch die Hintertür an der Integration vorbeischleichen (Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist die Vordertür, nicht die Hintertür!) – das Gegenteil ist der Fall. Und Sie wissen haargenau, dass das Gegenteil der Fall ist! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich darf Ihnen sagen, wir sind in diesem Bereich für Reformen, wir haben einen Antrag auf Gleichbehandlung von Schulen in freier Trägerschaft mit den konfessionellen Privatschulen eingebracht. Ich hoffe, Sie unterstützen das dann auch entsprechend. Diese Privatschulen müssen halt derzeit leider Gottes das Geld selbst aufbringen (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz), das heißt, die Eltern müssen es aufbringen, und leider sind sehr, sehr viele Migrantenfamilien nicht in der Lage, hier finanzielle Beiträge zu leisten. Also tun Sie nicht so, als würden wir uns durch die Hintertür an der Integration vorbeischleichen (Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist die Vordertür, nicht die Hintertür!) – das Gegenteil ist der Fall. Und Sie wissen haargenau, dass das Gegenteil der Fall ist! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich möchte noch kurz auf einen Aspekt eingehen, den Kollege Amon in seiner Aufzählung nicht erwähnt hat. Sie haben vieles aufgezählt, was gestern als Kompromiss herausgekommen ist, haben aber nicht erwähnt, dass das Bundesministerium diverse Bauprojekte im Ausmaß von 100 Millionen € verschiebt. Darunter ist beispielsweise die Ausgestaltung der Schulen nach behindertengerechten Maßstäben. Dass das in der jetzigen Situation ein kontraproduktiver Akt ist, darauf werden wir in den nächsten Tagen noch verstärkt hinweisen. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Meine Damen und Herren, wir müssen, wenn es um die Bildungspolitik geht, endlich raus aus der Ideologiefalle, in der sich vor allem Rot und Schwarz befinden. Das ist eine Diskussion, die an unseren Problemen vorbeigeht. Wir haben eine Schule, die sehr viele Probleme macht, wir haben eine Schule, wie das heute Morgen im „Morgenjournal“ genannt wurde, die Expertinnen und Experten in einer dummen Institution arbeiten lässt, in einer Institution, die Angst macht, die Kinder krank macht, die Lehrerinnen und Lehrer krank macht. Und da müssen wir den Hebel ansetzen. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Wir brauchen aber vor allem auch eine Schule, die allen Kindern Chancen gibt und nicht nur privilegierten Kindern, so wie das derzeit der Fall ist. (Beifall bei den Grünen.)
Neuerlicher Beifall bei den Grünen.
Wir brauchen eine Schule, in der nicht falsches Elitedenken gelehrt wird, wie das derzeit auch der Fall ist, das ist speziell das, was Sie betreiben, sondern eine Schule, in der die Kinder soziales Verhalten lernen, in der sie lernen, dass jeder Mensch gleich viel wert ist, und in der sie gemeinsam darangehen, Probleme zu lösen. (Neuerlicher Beifall bei den Grünen.)
Abg. Weinzinger: Auch wieder ein Schlagwort von euch! Das ist schlimm!
Nun zu etwas, meine Damen und Herren, was Sie von der Freiheitlichen Partei leider Gottes immer wieder in polemischer Form, in die Gesellschaft spaltender Form darstellen, zu den Migrantenkindern. (Abg. Weinzinger: Auch wieder ein Schlagwort von euch! Das ist schlimm!) Wir brauchen mehr StützlehrerInnen in diesem System und nicht weniger. Wir müssen diesen Migrantenkindern überhaupt erst die Chance geben, unser Schulsystem erfolgreich zu absolvieren. Wenn wir Ihre Vorschläge umsetzten, dann wäre das Gegenteil der Fall, dann hätten wir noch schlechtere Ergebnisse, als wir sie in unserem derzeitigen System haben.
Beifall bei den Grünen.
Wir wollen gut ausgebildete Menschen, wir wollen, dass diese gut ausgebildeten Menschen in einer intelligenten und nicht in einer dummen Organisation arbeiten. Wir sind dazu bereit. Deshalb unterstützen wir auch den Antrag auf Ausweitung der Schulversuche, obwohl wir im Unterrichtsausschuss natürlich sehr, sehr viele kritische Punkte dazu vorgebracht haben. Aber es ist eine Möglichkeit, neuen Schwung in die Schule zu bringen. Da unterstützen wir Sie. Aber, bitte, die Reform soll größer angelegt werden. Wir brauchen einen nationalen Bildungsgipfel, wir brauchen einen nationalen Konsens über die wesentlichen Fragen unseres Bildungssystems. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Weil Sie der Bundeskanzler im Stich gelassen hat! Das war der Grund!
Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur Dr. Claudia Schmied: Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Herr Abgeordneter Stadler, zur aktuellen Debatte, obwohl ich dann schon bald froh bin, wieder zu inhaltlichen Themen zu kommen, denn es war in der Tat, wie Sie es ja auch stellenweise beschrieben haben, auch für mich ernüchternd und ermüdend, acht Wochen lang hier zu diskutieren (Abg. Scheibner: Weil Sie der Bundeskanzler im Stich gelassen hat! Das war der Grund!) und von einem Punkt auszugehen, den ich in einem Interview genannt habe, was später aber etwas verzerrt wiedergegeben wurde; aber ich möchte da jetzt gar nicht mehr lange darüber reden.
Abg. Dr. Strutz: Jetzt gibt es keine Strukturreform!
Für mich war immer klar, das Budget ohne Strukturreform würde zu einem Bildungsabbau führen. (Abg. Dr. Strutz: Jetzt gibt es keine Strukturreform!) Das heißt, das Budget braucht Unterstützung durch zusätzliche Reformen, durch zusätzliche Finanzierungen. Mein Vorschlag – und ich sage das ganz klar, und da bedanke ich mich wirklich bei allen, die mich dabei unterstützt haben – war ein anderer als der, der gestern als Regierungslinie letztlich fixiert wurde, auch weil die Gewerkschaft sehr massiv dagegen war und natürlich auch die Linie innerhalb der Bundesregierung durchaus, ich sage es jetzt einmal so, eine Zeitlang indifferent war.
Abg. Scheibner: Aber der Steuerzahler darf die Rechnung zahlen! – Abg. Dr. Strutz verweist auf einen Artikel im „Standard“
Warum stehe ich hier und verteidige dieses Budget und den Beschluss? – Die Antwort ist sehr einfach: Für 2009 und 2010 sind die bildungspolitischen Projekte gesichert (Abg. Scheibner: Aber der Steuerzahler darf die Rechnung zahlen! – Abg. Dr. Strutz verweist auf einen Artikel im „Standard“), ist der bildungspolitische Kurs gesichert. Ich möchte jetzt schon betonen – ich weiß, Sie werden wieder Kritikpunkte daran finden –, dass wir jetzt ein Maßnahmenpaket haben – und das sage ich jetzt mit Zustimmung der Gewerkschaft, Sie kennen sie und ich auch –, wozu die Lehrerinnen und Lehrer 190 Millionen € dadurch beitragen, dass eine lange Liste von Zulagen gekürzt, gestrichen wird. Die Lehrerinnen und Lehrer leisten jetzt wirklich einen Beitrag, den wir auch anerkennen und wertschätzen sollten. Das ist mir wichtig zu betonen.
Abg. Dr. Walser: Kann man auch anders sehen!
Chance sehe, dazu beizutragen, dass wir die Bildung, so wie Sie es auch formuliert haben, ein Stück gerechter gestalten für die Schüler und Schülerinnen, besser gestalten für die Lehrerinnen und Lehrer, die sicher sehr stark – und das tut mir auch persönlich leid – durch die Debatte in Mitleidenschaft gezogen worden sind, wo wir alles daransetzen müssen, wieder zu motivieren und positive Energie zu finden. Das muss die Grundlage sein, dieser Gesetzentwurf, der Ihnen, sehr geehrte Abgeordnete, hier vorliegt: Neue Mittelschule, Ausweitung der 10-Prozent-Grenze. Ich freue mich sehr, dass das gelingt, denn das ermöglicht es, dass die dynamischen Bundesländer, Vorarlberg, aber auch das Burgenland, jetzt die Standorte ausweiten. Das ist der zentrale Punkt. (Abg. Dr. Walser: Kann man auch anders sehen!)
Abg. Dr. Walser: Das ist die logische Folge!
Der zweite Punkt ist die Evaluierung durch das BIFIE. Ich bin froh, wenn wir hier die Evaluierung auch im Parlament diskutieren, uns auch auf die Evaluierungskriterien einigen. Denn was wird im Herbst 2012 passieren? – Wir werden eine Entscheidung treffen müssen, ob wir, ich persönlich sage: endlich, die Sekundarstufe 1 anders gestalten, neu gestalten oder nicht. Denn es kann ja nicht das Zukunftsbild sein, in aller Zustimmung zur Vielfalt, dass wir jetzt drei verschiedene Schularten in der Sekundarstufe 1 haben. Das ist der Weg. (Abg. Dr. Walser: Das ist die logische Folge!)
Beifall bei der SPÖ.
Wesentlich ist für mich auch – das haben wir im Unterrichtsausschuss auch diskutiert – die Klarheit bei den Abstimmungen. Eine Zweidrittelmehrheit unter den einzelnen Schulpartnern halte ich für wichtig, dann sparen wir uns Debatten und Kritikpunkte im Nachhinein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Soweit zum aktuellen Antrag. Ich freue mich sehr, wenn Sie ihn unterstützen, und ich freue mich jetzt auf eine intensive Phase der inhaltlichen Debatte. Wenn das Budget mit den Strukturbegleitmaßnahmen von Ihnen auch so wie vorgelegt beschlossen wird, kann ich nur sagen: Der Weg ist frei, dass wir jetzt wieder ein Stück in die Inhalte und in die Umsetzung gehen. – Vielen Dank an alle, die mich dabei unterstützen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Neue Mittelschule ist ein Erfolgsmodell: Ab Herbst dieses Jahres werden 20 000 Kinder in Österreich die Neue Mittelschule an 240 Standorten besuchen können. Das ist im ersten Anlauf wirklich viel und ein großer Erfolg, Frau Bundesministerin, zu dem ich Ihnen sehr herzlich gratulieren möchte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein wichtiger Punkt, der uns das ermöglicht, ist die Einigung, die die Unterrichtsministerin in der letzten Nacht mit der Gewerkschaft erzielen konnte. Meine Erleichterung darüber ist groß. Der Lehrerstreik wird nicht stattfinden. Ich bin wirklich erleichtert, weil wir jetzt wieder darüber reden können, wie wir die Situation für die Kinder und die Situation in den Schulen so verbessern können, dass die Kinder besser betreut und somit bessere Startchancen haben werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie sehen, sehr geehrte Damen und Herren, die heutige Einigung und die Schwerpunkte, die im Budget gesetzt worden sind, haben auch für uns hier im Haus den Weg freigemacht, an den wichtigen Bildungsreformen weiterzuarbeiten, daran zu arbeiten, dass es die besten Chancen für unsere Kinder gibt. Und das zählt wirklich zu den wichtigsten Aufgaben, die wir hier im Haus haben. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Das ist eine „Wohltat“! Die Leute wissen nicht mehr wohin mit ihrem Geld!
Abgeordnete Mag. Dr. Beatrix Karl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Regierungsmitglieder! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Rosenkranz, Sie haben in Ihrer Rede unter anderem angesprochen, dass die Steuerzahler diejenigen sind, die bei dem verabschiedeten Maßnahmenpaket zur Kasse gebeten werden. Ja glauben Sie nicht, dass die Steuerzahler dazu bereit sind, in das österreichische Bildungssystem zu investieren? (Abg. Mag. Stadler: Das ist eine „Wohltat“! Die Leute wissen nicht mehr wohin mit ihrem Geld!)
Abg. Mag. Stadler: Frau Ministerin, hätten Sie Arbeitsplätze vernichtet? Böse Ministerin!
Mein Verständnis von Solidarität ist ein anderes. Für mich ist es gerade in der Krise von vorrangiger Bedeutung, Menschen in Beschäftigung zu halten. Und im Bereich der Privatwirtschaft beschreiten wir ja diesen Weg sehr erfolgreich: Wir investieren öffentliche Mittel in die Kurzarbeit. Und im Bereich der Bildung sollen wir plötzlich das Gegenteil tun, im Bereich der Bildung sollen wir Arbeitsplätze vernichten? (Abg. Mag. Stadler: Frau Ministerin, hätten Sie Arbeitsplätze vernichtet? Böse Ministerin!)
Abg. Mag. Stadler: So ist es!
Herr Kollege Stadler, Sie haben davon gesprochen, dass die ÖVP nur die Besitzstände von Privilegierten schützt. (Abg. Mag. Stadler: So ist es!) – Glauben Sie mir, die jungen Lehrerinnen und Lehrer, die in befristeten Verträgen stehen, zählen keineswegs zu diesen Privilegierten. Diese gilt es zu schützen, und das ist uns mit diesem Maßnahmenpaket gelungen. (Abg. Mag. Stadler: Jetzt werden sie umgewandelt!) Dafür möchte ich mich bei der Gewerkschaft herzlich bedanken. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Sie werden jetzt pragmatisiert!)
Abg. Mag. Stadler: Jetzt werden sie umgewandelt!
Herr Kollege Stadler, Sie haben davon gesprochen, dass die ÖVP nur die Besitzstände von Privilegierten schützt. (Abg. Mag. Stadler: So ist es!) – Glauben Sie mir, die jungen Lehrerinnen und Lehrer, die in befristeten Verträgen stehen, zählen keineswegs zu diesen Privilegierten. Diese gilt es zu schützen, und das ist uns mit diesem Maßnahmenpaket gelungen. (Abg. Mag. Stadler: Jetzt werden sie umgewandelt!) Dafür möchte ich mich bei der Gewerkschaft herzlich bedanken. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Sie werden jetzt pragmatisiert!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Sie werden jetzt pragmatisiert!
Herr Kollege Stadler, Sie haben davon gesprochen, dass die ÖVP nur die Besitzstände von Privilegierten schützt. (Abg. Mag. Stadler: So ist es!) – Glauben Sie mir, die jungen Lehrerinnen und Lehrer, die in befristeten Verträgen stehen, zählen keineswegs zu diesen Privilegierten. Diese gilt es zu schützen, und das ist uns mit diesem Maßnahmenpaket gelungen. (Abg. Mag. Stadler: Jetzt werden sie umgewandelt!) Dafür möchte ich mich bei der Gewerkschaft herzlich bedanken. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Sie werden jetzt pragmatisiert!)
Abg. Mag. Stadler: Das ist eine Tatsachenbeschreibung! – Abg. Petzner: Das ist die Wahrheit!
Außerdem haben Sie auch heute wiederum – das ist schon etwas abgedroschen, denn es kommt immer wieder – die Lehrergewerkschaft als Betonierer bezeichnet. Das ist wirklich abgedroschen und schon uralt. (Abg. Mag. Stadler: Das ist eine Tatsachenbeschreibung! – Abg. Petzner: Das ist die Wahrheit!) Sie sollten endlich zur Kenntnis nehmen, dass sich die Lehrer und die Lehrergewerkschafter bei diesem Maßnahmenpaket sehr wohl bewegt haben. Herr Kollege Amon hat uns präsentiert, welche Maßnahmen im Rahmen dieses Maßnahmenpakets umgesetzt werden, um den von Frau Minister Schmied angekündigten Finanzbedarf decken zu können. Aufgrund dieses Maßnahmenpaketes steht es außer Zweifel, dass die Lehrergewerkschafter nicht bloße Betonierer sind.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: „Dürftiger Applaus bei der ÖVP“ gebe ich zu Protokoll!
Frau Bundesministerin Schmied hat auch erwähnt, dass von den Lehrerinnen und Lehrern im Rahmen dieses Maßnahmenpakets 190 Millionen € beigetragen werden. – Und da wollen Sie behaupten, sie bewegen sich nicht?! Also ich halte das für einen wirklich großartigen Beitrag und möchte mich bei allen Lehrern dafür bedanken, dass sie diesen Beitrag zu leisten bereit sind. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: „Dürftiger Applaus bei der ÖVP“ gebe ich zu Protokoll!)
Beifall bei der ÖVP.
Generell bin ich aber froh darüber, dass diese Einsparungsdebatte nun beendet ist und wir somit endlich in eine Debatte über die Weiterentwicklung des Bildungssystems eingehen können, wie sie heute von meinem Kollegen Amon bereits kurz skizziert worden ist. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Petzner
In Österreich haben wir nämlich ein riesiges strukturelles Problem, und das nicht erst seit einem Jahr, seit zwei oder drei Jahren, sondern schon sehr, sehr lange: Wir brauchen dringend eine Verwaltungsreform (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Petzner), wir brauchen dringend eine Reform der Schulverwaltung in Österreich – dort laufen die Millionen und Milliarden hinein, ohne somit wirklich dort anzukommen, wo sie hingehören –, damit Schule wieder Freude macht, sowohl den Schülern, den Lehrern als auch den Eltern!
Abg. Dr. Walser: Das ist doch verständlich!
Kollege Walser nickt jetzt vielleicht zustimmend. – Ich teile Ihren Vergleich überhaupt nicht, wenn Sie auf der einen Seite hier vom Rednerpult aus anschwärzen und sagen, die FPÖ spalte die Gesellschaft wegen ihrer Haltung zur Migration. (Abg. Dr. Walser: Das ist doch verständlich!) Nicht derjenige oder diejenige, der/die ein Problem, das offenkundig vorliegt, nämlich mit der Zuwanderung, Integration und Migration, anspricht, ist der-/diejenige, der/die Gesellschaft spaltet, sondern diejenigen spalten die Gesellschaft, die wegschauen ob dieser Problematik! Da sind Sie einer der besten Wegseher. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Kollege Walser nickt jetzt vielleicht zustimmend. – Ich teile Ihren Vergleich überhaupt nicht, wenn Sie auf der einen Seite hier vom Rednerpult aus anschwärzen und sagen, die FPÖ spalte die Gesellschaft wegen ihrer Haltung zur Migration. (Abg. Dr. Walser: Das ist doch verständlich!) Nicht derjenige oder diejenige, der/die ein Problem, das offenkundig vorliegt, nämlich mit der Zuwanderung, Integration und Migration, anspricht, ist der-/diejenige, der/die Gesellschaft spaltet, sondern diejenigen spalten die Gesellschaft, die wegschauen ob dieser Problematik! Da sind Sie einer der besten Wegseher. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Walser: Reden Sie keinen Unsinn!
Kollege Rosenkranz hat sehr richtig gesagt, dass sie ihre Kinder in Eliten ausbilden, die grünen Politiker, und nicht nur in der freien Trägerschaft, in den Privatschulen generell. (Abg. Dr. Walser: Reden Sie keinen Unsinn!) – Das wäre gleich ein Thema; wir werden das genau beleuchten. (Abg. Dr. Walser: Wir geben allen Kindern eine Chance! Allen!)
Abg. Dr. Walser: Wir geben allen Kindern eine Chance! Allen!
Kollege Rosenkranz hat sehr richtig gesagt, dass sie ihre Kinder in Eliten ausbilden, die grünen Politiker, und nicht nur in der freien Trägerschaft, in den Privatschulen generell. (Abg. Dr. Walser: Reden Sie keinen Unsinn!) – Das wäre gleich ein Thema; wir werden das genau beleuchten. (Abg. Dr. Walser: Wir geben allen Kindern eine Chance! Allen!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Walser: Oha!
Bei einem Vergleich der Zeit, in der wir heute stecken – zugegebenermaßen in einer Finanz- und Wirtschaftskrise großen Ausmaßes; wir können auch noch gar nicht wissen, wohin die Reise geht in der einen oder anderen Form –, nehmen Sie bitte zur Kenntnis, sie ist nicht vergleichbar mit der Zeit nach 1918, nach einem verlorenen Weltkrieg – außer für einen ewig Gestrigen, wie Sie vielleicht einer sind! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Walser: Oha!) Damals gab es hunderttausende Kriegsinvalide, damals ist ein ganzer Staat zusammengebrochen – das waren schon andere Voraussetzungen. Aber man hat es ja gehört: Es ist der Lehrer, der aus Ihnen spricht. (Abg. Dr. Walser: Ich schäme mich nicht dafür!) Sie machen auf der einen Seite Lobbying-Politik für die freien Trägergewerkschaften und werfen auf der anderen Seite der ÖVP vor, Lobbying-Politik zu machen. Sie sind jemand, der Zensuren verteilt nach Moralmaßstäben und Ideologiemaßstäben, die ich nicht teile. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Walser: Ich schäme mich nicht dafür!
Bei einem Vergleich der Zeit, in der wir heute stecken – zugegebenermaßen in einer Finanz- und Wirtschaftskrise großen Ausmaßes; wir können auch noch gar nicht wissen, wohin die Reise geht in der einen oder anderen Form –, nehmen Sie bitte zur Kenntnis, sie ist nicht vergleichbar mit der Zeit nach 1918, nach einem verlorenen Weltkrieg – außer für einen ewig Gestrigen, wie Sie vielleicht einer sind! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Walser: Oha!) Damals gab es hunderttausende Kriegsinvalide, damals ist ein ganzer Staat zusammengebrochen – das waren schon andere Voraussetzungen. Aber man hat es ja gehört: Es ist der Lehrer, der aus Ihnen spricht. (Abg. Dr. Walser: Ich schäme mich nicht dafür!) Sie machen auf der einen Seite Lobbying-Politik für die freien Trägergewerkschaften und werfen auf der anderen Seite der ÖVP vor, Lobbying-Politik zu machen. Sie sind jemand, der Zensuren verteilt nach Moralmaßstäben und Ideologiemaßstäben, die ich nicht teile. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Bei einem Vergleich der Zeit, in der wir heute stecken – zugegebenermaßen in einer Finanz- und Wirtschaftskrise großen Ausmaßes; wir können auch noch gar nicht wissen, wohin die Reise geht in der einen oder anderen Form –, nehmen Sie bitte zur Kenntnis, sie ist nicht vergleichbar mit der Zeit nach 1918, nach einem verlorenen Weltkrieg – außer für einen ewig Gestrigen, wie Sie vielleicht einer sind! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Walser: Oha!) Damals gab es hunderttausende Kriegsinvalide, damals ist ein ganzer Staat zusammengebrochen – das waren schon andere Voraussetzungen. Aber man hat es ja gehört: Es ist der Lehrer, der aus Ihnen spricht. (Abg. Dr. Walser: Ich schäme mich nicht dafür!) Sie machen auf der einen Seite Lobbying-Politik für die freien Trägergewerkschaften und werfen auf der anderen Seite der ÖVP vor, Lobbying-Politik zu machen. Sie sind jemand, der Zensuren verteilt nach Moralmaßstäben und Ideologiemaßstäben, die ich nicht teile. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Walser: Dank Ihrer Propaganda!
Altersteilzeitmodell für Lehrer. – Ja, schon, aber das jetzt als Reform anzudeuten, während es Hunderte, Tausende Menschen gibt, die das Gefühl haben, dass Lehrer zu wenig arbeiten?! (Abg. Dr. Walser: Dank Ihrer Propaganda!) Damit steuern Sie argumentativ nicht dagegen, sondern Sie setzen in Wirklichkeit noch eins drauf: Altersteilzeitmodelle, dass die Lehrer früher in Pension gehen können und ab einem gewissen Alter weniger arbeiten. Im Gegenzug streichen Sie die Hacklerregelung ab dem Jahr 2013, und zwar ab einem Zeitpunkt, zu dem 45 Jahre in manchen Berufssparten wirklich genug sind. – Das ist eine Unausgewogenheit, die wir aufzeigen.
Beifall bei der FPÖ.
Befristete Dienstverhältnisse in unbefristete Dienstverhältnisse zu verwandeln, ist keine Strukturreform. (Beifall bei der FPÖ.) Eine Strukturreform wäre: Schulverwaltung endlich reformieren, Entpolitisierung dieses Berufsstandes. Sie (in Richtung des Abg. Dr. Walser) sind das beredte Beispiel. Wie viele Lehrer haben wir, die Zeit für die Politik haben, aber keine Zeit mehr für die Kinder? Warum gibt es nur mehr Einheitslisten, nämlich ÖVP-Listen, bei Personalvertretungswahlen in Niederösterreich? (Beifall bei der FPÖ.) – Weil sich kein Lehrer mehr traut, eine andere Liste zu unterstützen. Dieser Berufsstand gehört entpolitisiert!
in Richtung des Abg. Dr. Walser
Befristete Dienstverhältnisse in unbefristete Dienstverhältnisse zu verwandeln, ist keine Strukturreform. (Beifall bei der FPÖ.) Eine Strukturreform wäre: Schulverwaltung endlich reformieren, Entpolitisierung dieses Berufsstandes. Sie (in Richtung des Abg. Dr. Walser) sind das beredte Beispiel. Wie viele Lehrer haben wir, die Zeit für die Politik haben, aber keine Zeit mehr für die Kinder? Warum gibt es nur mehr Einheitslisten, nämlich ÖVP-Listen, bei Personalvertretungswahlen in Niederösterreich? (Beifall bei der FPÖ.) – Weil sich kein Lehrer mehr traut, eine andere Liste zu unterstützen. Dieser Berufsstand gehört entpolitisiert!
Beifall bei der FPÖ.
Befristete Dienstverhältnisse in unbefristete Dienstverhältnisse zu verwandeln, ist keine Strukturreform. (Beifall bei der FPÖ.) Eine Strukturreform wäre: Schulverwaltung endlich reformieren, Entpolitisierung dieses Berufsstandes. Sie (in Richtung des Abg. Dr. Walser) sind das beredte Beispiel. Wie viele Lehrer haben wir, die Zeit für die Politik haben, aber keine Zeit mehr für die Kinder? Warum gibt es nur mehr Einheitslisten, nämlich ÖVP-Listen, bei Personalvertretungswahlen in Niederösterreich? (Beifall bei der FPÖ.) – Weil sich kein Lehrer mehr traut, eine andere Liste zu unterstützen. Dieser Berufsstand gehört entpolitisiert!
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Motivierte Lehrer bekommt man dann, wenn man verlässliche Rahmenbedingungen hat, eine einheitliche Lehrerausbildung, wenn man Gewaltprävention als großes Thema endlich an den Schulen angeht (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), ein gerechtes Besoldungssystem und eine funktionierende Integration hat. So können wir eine „bessere Schule“ erzeugen – nicht jedoch mit derartigen Maßnahmen, die alle nur Versprechungen für die Zukunft sind und darüber hinaus noch einen Blankoscheck für die Zukunft bedeuten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Motivierte Lehrer bekommt man dann, wenn man verlässliche Rahmenbedingungen hat, eine einheitliche Lehrerausbildung, wenn man Gewaltprävention als großes Thema endlich an den Schulen angeht (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), ein gerechtes Besoldungssystem und eine funktionierende Integration hat. So können wir eine „bessere Schule“ erzeugen – nicht jedoch mit derartigen Maßnahmen, die alle nur Versprechungen für die Zukunft sind und darüber hinaus noch einen Blankoscheck für die Zukunft bedeuten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Aber, Frau Bundesministerin, ich muss Ihnen sagen, Sie sind wirklich umgefallen! Sie sind umgefallen und haben für mich eigentlich das Recht verloren, zu sagen, Sie wollen die Bildungszukunft aktiv gestalten. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Weinzinger: Es gibt nichts Schöneres, als in offenen Wunden herumzustochern!
Was in den letzten acht Wochen geschehen ist, war wirklich ein Armutszeugnis für die Bildungspolitik (Abg. Weinzinger: Es gibt nichts Schöneres, als in offenen Wunden herumzustochern!), denn wir sind damit in der Bildungspolitik keinen Schritt nach vorne gekommen, sondern zurückgewandert. Es war eine reine, ausschließliche Arbeitszeit- und Standesvertretungsdebatte.
Abg. Ing. Westenthaler: Wir würden es noch immer tun!
Sie haben heute gesagt, Frau Ministerin, Sie hätten einen anderen Zugang gehabt. Das empfinde ich auch als sehr ehrlich, dass Sie sich das hier zu sagen trauen – wir hätten Sie dabei unterstützt, das hat mein Vorredner Ewald Stadler auch schon gesagt! (Abg. Ing. Westenthaler: Wir würden es noch immer tun!) Wir haben Sie immer unterstützt, wenn es um die „Lehre mit Matura“ gegangen ist, die in Kärnten erprobt und umgesetzt wurde. Wir haben Sie immer unterstützt bei der Senkung der Klassenschülerhöchstzahl. Wir haben Sie unterstützt beim verpflichtenden Kindergartenjahr. – Nun aber, kann man sagen, sind viele Reformen, die Sie noch vorhaben, Geschichte.
Abg. Dr. Walser: Der FPÖ auch, das passt schon!
Besonders zwiespältig, muss ich ehrlich sagen, in diesen letzten acht Wochen war wirklich die Haltung der FPÖ – der ÖVP, Entschuldigung. (Abg. Dr. Walser: Der FPÖ auch, das passt schon!) Ich sage es noch einmal: die Haltung der ÖVP, einer ÖVP, die wirklich die Augen verschließt vor einer Bildungsreform (Abg. Ing. Westenthaler: Vor jeder Reform!), einer ÖVP, die gar kein Interesse hat an einer echten bildungspolitischen Diskussion, die ausschließlich auf der Seite der Blockierer und Gewerkschafter gestanden ist und die Ministerin einschließlich ihres Bundeskanzlers hat auflaufen lassen, die bis zum letzten Zeitpunkt abgewartet hat: Wie geht sich das aus, geht sich das überhaupt noch aus? (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Vor jeder Reform!
Besonders zwiespältig, muss ich ehrlich sagen, in diesen letzten acht Wochen war wirklich die Haltung der FPÖ – der ÖVP, Entschuldigung. (Abg. Dr. Walser: Der FPÖ auch, das passt schon!) Ich sage es noch einmal: die Haltung der ÖVP, einer ÖVP, die wirklich die Augen verschließt vor einer Bildungsreform (Abg. Ing. Westenthaler: Vor jeder Reform!), einer ÖVP, die gar kein Interesse hat an einer echten bildungspolitischen Diskussion, die ausschließlich auf der Seite der Blockierer und Gewerkschafter gestanden ist und die Ministerin einschließlich ihres Bundeskanzlers hat auflaufen lassen, die bis zum letzten Zeitpunkt abgewartet hat: Wie geht sich das aus, geht sich das überhaupt noch aus? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Besonders zwiespältig, muss ich ehrlich sagen, in diesen letzten acht Wochen war wirklich die Haltung der FPÖ – der ÖVP, Entschuldigung. (Abg. Dr. Walser: Der FPÖ auch, das passt schon!) Ich sage es noch einmal: die Haltung der ÖVP, einer ÖVP, die wirklich die Augen verschließt vor einer Bildungsreform (Abg. Ing. Westenthaler: Vor jeder Reform!), einer ÖVP, die gar kein Interesse hat an einer echten bildungspolitischen Diskussion, die ausschließlich auf der Seite der Blockierer und Gewerkschafter gestanden ist und die Ministerin einschließlich ihres Bundeskanzlers hat auflaufen lassen, die bis zum letzten Zeitpunkt abgewartet hat: Wie geht sich das aus, geht sich das überhaupt noch aus? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Frau Bundesministerin Schmied, ich bin wirklich enttäuscht! Wir hätten Sie unterstützt bei der Erhöhung der Unterrichtszeit um zwei Stunden. Wir haben immer gesagt: mit begleitenden Maßnahmen; mit begleitenden Maßnahmen wie bessere Arbeitsbedingungen für Lehrerinnen und Lehrer im Arbeitsraum Schule, Entlastung der Lehrerinnen und Lehrer von administrativen Tätigkeiten für mehr pädagogische Arbeit und ein einheitliches Dienst- und Besoldungsrecht. Das, was jetzt vorliegt, ist etwas, wo Weitsicht und Mut für die Zukunft fehlen, und letztendlich müssen die Zeche die Kinder, die jungen Menschen, die Eltern, aber vor allem auch die engagierten Lehrerinnen und Lehrer bezahlen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Vizekanzler Pröll hat heute gesagt, das Budget sei eine Kampfansage an die Krise. – Das Bildungsbudget ist eine Kampfansage an die Bildungsreform! (Beifall beim BZÖ.) So, meine sehr geehrten Damen und Herren, kann es in Sachen Bildung, die wichtigste Investition in die Zukunft, nicht weitergehen! – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Vizekanzler Pröll hat heute gesagt, das Budget sei eine Kampfansage an die Krise. – Das Bildungsbudget ist eine Kampfansage an die Bildungsreform! (Beifall beim BZÖ.) So, meine sehr geehrten Damen und Herren, kann es in Sachen Bildung, die wichtigste Investition in die Zukunft, nicht weitergehen! – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Rücken der Kinder und der Jugendlichen ausgetragen worden ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist ein Armutszeugnis für einen acht Wochen andauernden unsäglichen Streit, bei dem auch Sie nicht davor zurückgeschreckt haben, Feindbilder herauszukramen, mit Klischees zu arbeiten. Man hat mit Umfragen in der Bevölkerung gearbeitet, mit dem Klischee des faulen Lehrers/der faulen Lehrerin, und ich finde das unsäglich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das Ergebnis ist aus meiner Sicht – und nicht nur aus meiner Sicht, auch die Eltern haben das heute schon festgestellt – nicht genügend, nämlich in dem Sinn, dass wir bei der Bildungsreform, die notwendig ist, keinen einzigen Schritt weitergekommen sind. Das ist auch das Bittere an der Sache. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist bedauerlich, dass unser Bildungssystem so große Schwachpunkte aufweist. Wenn Österreich irgendwo ein Problem hat, dann ist das wirklich das Bildungssystem. Jahrelanger Kaputtsparkurs; wir erinnern uns an die Budgets von Gehrer und Konsorten, die im Wesentlichen die internationalen Anschlüsse mit verhindert haben. Wir müssen uns bemühen, dass wir den internationalen Anschluss wiederherstellen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist heute Ihre Vorlage – zum Applaus, glaube ich, ist das nicht geeignet. Im Gegenteil, das ist eher eine deprimierende Bilanz über einen Bildungsstreit, der uns in der wichtigsten Frage Österreichs, nämlich in der Bildungsdiskussion, keinen Schritt weitergebracht hat. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Brosz: Das ist nicht wahr!
Wenn heute vielfach die Rede davon war und ist, dass die Lehrerinnen und Lehrer da so unglaublich erfolgreich waren, dann darf ich Sie darauf hinweisen, dass von der Liste der Punkte, die zu dem Ergebnis führten, 75 Prozent Beiträge der Lehrerinnen und Lehrer sind. (Abg. Brosz: Das ist nicht wahr!) Schauen Sie sich das an! (Der Redner hält ein Schriftstück in die Höhe.)
Abg. Dr. Walser: Aber wer zahlt das dann?
Zweitens war es möglich, zu einem Ergebnis zu kommen, weil wir das Bundeshaushaltsgesetz in seiner Dimension, vier Jahre zu betrachten, zur Grundlage genommen haben – das ist lange nicht so dargelegt worden –, und auf diese Art und Weise war und ist es möglich, ein Budget darzustellen. Es ist auch nicht so, dass jetzt die gesamten BIG-Mieten gestundet oder aufgeschoben werden, sondern nur ein Teil davon, nicht einmal 50 Prozent pro Jahr. (Abg. Dr. Walser: Aber wer zahlt das dann?) Also das ist etwas, was budgetär über einen längeren Zeitraum darstellbar ist, weil ja auch das Verhandeln über ein neues Dienst- und Besoldungsrecht einen Teil der Einigung darstellt. Darüber hinaus haben wir eine demografische Entwicklung bei den Lehrerinnen und Lehrern, die hier gleichfalls Perspektiven ermöglicht.
Abg. Dr. Walser: Da haben Sie nicht zugehört!
Aber jetzt, wo das geklärt ist – und da bin ich eigentlich auch bei all meinen Vorrednerinnen und Vorrednern –, sollten wir uns tatsächlich einer wirklichen Bildungsdebatte zuwenden. Nur, was ich heute vielfach gehört habe, war, wiederum nur quasi linear an Strukturen herumzudoktern. (Abg. Dr. Walser: Da haben Sie nicht zugehört!) Ich denke an das, was uns die Finnen vorgeführt haben. Die haben sich 15 Jahre Zeit genommen. So viel Zeit haben wir nicht, aber ein bisschen Zeit muss man sich nehmen, um zu einem qualitätvollen Ergebnis zu kommen. (Abg. Öllinger: Die ÖVP hat sich schon sehr lange Zeit genommen! – Abg. Dr. Walser: Wie viel Zeit will sich die ÖVP noch nehmen?)
Abg. Öllinger: Die ÖVP hat sich schon sehr lange Zeit genommen! – Abg. Dr. Walser: Wie viel Zeit will sich die ÖVP noch nehmen?
Aber jetzt, wo das geklärt ist – und da bin ich eigentlich auch bei all meinen Vorrednerinnen und Vorrednern –, sollten wir uns tatsächlich einer wirklichen Bildungsdebatte zuwenden. Nur, was ich heute vielfach gehört habe, war, wiederum nur quasi linear an Strukturen herumzudoktern. (Abg. Dr. Walser: Da haben Sie nicht zugehört!) Ich denke an das, was uns die Finnen vorgeführt haben. Die haben sich 15 Jahre Zeit genommen. So viel Zeit haben wir nicht, aber ein bisschen Zeit muss man sich nehmen, um zu einem qualitätvollen Ergebnis zu kommen. (Abg. Öllinger: Die ÖVP hat sich schon sehr lange Zeit genommen! – Abg. Dr. Walser: Wie viel Zeit will sich die ÖVP noch nehmen?)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
einem zeitgemäßen, modernen Bildungssystem? – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Darum, meine Damen und Herren: Gehen wir die nächsten Schritte an – rasch und ohne Zögern, es ist wichtig –, und zwar hin zu einem modernen Bildungssystem für unsere Jugend! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Grosz – auf den leeren Platz neben sich deutend –: Doch!
Herr Stadler – er ist jetzt leider nicht da (Abg. Grosz – auf den leeren Platz neben sich deutend –: Doch!) – hat hier süffisant behauptet, der Vizekanzler habe nichts für Bildung übrig. (Abg. Grosz: Er hat so eine Angst vor Ihnen, darum ist er nicht da!) Ganz im Gegenteil! Unser Herr Vizekanzler hat Bildung als Schwerpunkt im Budget. Es
Abg. Grosz: Er hat so eine Angst vor Ihnen, darum ist er nicht da!
Herr Stadler – er ist jetzt leider nicht da (Abg. Grosz – auf den leeren Platz neben sich deutend –: Doch!) – hat hier süffisant behauptet, der Vizekanzler habe nichts für Bildung übrig. (Abg. Grosz: Er hat so eine Angst vor Ihnen, darum ist er nicht da!) Ganz im Gegenteil! Unser Herr Vizekanzler hat Bildung als Schwerpunkt im Budget. Es
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Es ist schon so, dass wir die Kinder, die Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt unserer Anstrengungen stellen müssen. Das ist unser wichtigstes Ziel, und ich meine, dass wir es sicher zustande bringen, dass wir es schaffen, dass das Mehr an Geld auch ein Mehr an Qualität an den Schulen bringen wird. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.
Erstens: Das, was gestern als nächtliche Einigung zwischen der Regierung und den Gewerkschaftern herausgekommen ist, ist alles andere als eine Einigung im Sinne eines Reformschubes, sondern es ist nicht mehr als ein kleiner Budgettrick, durch den die Mittel, die das Unterrichtsressort der BIG zu überweisen hätte, für zwei Jahre gestundet werden und die Lehrer ein bisschen von ihren Zulagen verlieren, was Sie hier als große Reform feiern. Die Frau Minister, die mittlerweile der Debatte nicht mehr beiwohnt, ist als Löwin gesprungen, leider in die falsche Richtung, und endete als Bettvorleger. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)
ironische Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen – Abg. Dr. Walser: Ausgerechnet Sie! Das ist ja unglaublich!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, mir geht es hier auch etwas um den Stil der Politik (ironische Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen – Abg. Dr. Walser: Ausgerechnet Sie! Das ist ja unglaublich!), der Einzug gehalten hat. Herr Präsident, haben Sie für Ihre Fraktion aus der Parlamentsapotheke vielleicht ein paar Sackerln Baldriantee? Das wäre nicht schlecht. Es ist der Stil, der Einzug gehalten hat, seit Ihr neuer Vorsitzender, Herr Faymann, an der Spitze der Regierung steht.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Walser: Bildung ist Thema!
Diese Brutalität im Vorgehen gegenüber den betroffenen Menschen gibt es in vielen Bereichen: Das ist im Bereich der Lehrer so, wo die SPÖ in einer völlig neuen Qualität eines Tiefpunkts an die Diskussion herangeht, aber etwa auch im Bereich der ÖBB, wo man ja als eine der ersten Maßnahmen des Herrn Faymann den Vorstand mit zwei neuen Holdingvorständen aufgefettet hat. Wenn jetzt, da diese unfähige Geschäftsführung der ÖBB Millionen an Boni dafür kassiert, dass 900 Millionen an Schulden produziert wurden, die kleinen Gleisarbeiter und die anderen kleinen Arbeiter der ÖBB durch die Finger schauen, dann kommt da die Politik der SPÖ zum Ausdruck. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Walser: Bildung ist Thema!)
Abg. Dr. Walser: Gibt es was zur Bildung auch noch?
Auch im Bereich des ORF ist es so, wo Ihr Ansatz einer Reform des Österreichischen Rundfunks jener ist, einfach die Geschäftsführung wegzurasieren, 1 000 Mitarbeiter vor die Tür zu setzen und die Opposition und andere Einflussgruppen aus den Gremien, die über die Zukunft des ORF zu entscheiden haben, hinauszuintervenieren. (Abg. Dr. Walser: Gibt es was zur Bildung auch noch?)
Abg. Dr. Walser: Nein, nein! Schulen wollen wir!
Man kann das fortführen (Abg. Dr. Walser: Nein, nein! Schulen wollen wir!), man kann zum Beispiel auch über die AUA reden, wo der Vorstand Millionen an Abfertigung bekommt und das Personal auf der Strecke bleibt.
He-Rufe des Abg. Öllinger
Man kann das mit der ASFINAG argumentieren (He-Rufe des Abg. Öllinger), wo Herr Faymann alle wegrasiert hat, nur mit dem Ziel, seine Parteigänger zu installieren. (Abg. Donabauer: Mathias Reichhold!)
Abg. Donabauer: Mathias Reichhold!
Man kann das mit der ASFINAG argumentieren (He-Rufe des Abg. Öllinger), wo Herr Faymann alle wegrasiert hat, nur mit dem Ziel, seine Parteigänger zu installieren. (Abg. Donabauer: Mathias Reichhold!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Man kann diese neue Nicht-Qualität (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Beruhigen Sie sich! Sie können nachher auch noch hier herauskommen. Diese neue Nicht-Qualität der SPÖ merkt man daran, dass die österreichische Generalität einen Hilfeschrei abgibt, da das Bundesheer nicht mehr in der Lage ist, seinen Aufgaben nachzukommen, und Verteidigungsminister Darabos den österreichischen Generälen dann einen Maulkorb verpasst und sie dazu nötig, weiter stillzuschweigen. (Abg. Dr. Walser: Zum Tagesordnungspunkt 2 bitte reden!)
Abg. Dr. Walser: Zum Tagesordnungspunkt 2 bitte reden!
Man kann diese neue Nicht-Qualität (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Beruhigen Sie sich! Sie können nachher auch noch hier herauskommen. Diese neue Nicht-Qualität der SPÖ merkt man daran, dass die österreichische Generalität einen Hilfeschrei abgibt, da das Bundesheer nicht mehr in der Lage ist, seinen Aufgaben nachzukommen, und Verteidigungsminister Darabos den österreichischen Generälen dann einen Maulkorb verpasst und sie dazu nötig, weiter stillzuschweigen. (Abg. Dr. Walser: Zum Tagesordnungspunkt 2 bitte reden!)
Beifall bei der FPÖ.
Genauso ist es im Bereich Schule, wo Sie mit unglaublicher Brutalität über die österreichischen Pädagogen drüberfahren, nicht anerkennen wollend, dass es da auch unglaublich viele engagierte Lehrer gibt, die sich in ihrer Freizeit vorbereiten müssen, dass sich die ganze Schule zu einem Problemfeld entwickelt hat, weil Sie die Schule in den letzten Jahrzehnten immer mehr ramponiert haben mit Ihren ideologischen Vorstellungen, wofür die Lehrer jetzt die Zeche zu zahlen haben, und mit den Lehrern die Kinder und mit den Kindern die Eltern. – Das ist eine falsche Politik, mit der Sie da unterwegs sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Und der Herr Neugebauer!
Man kann Ihre Politik einfach zusammenfassen: Alle verlieren in dieser Republik. Nur einer kassiert, und das ist der Bankensektor. (Abg. Grosz: Und der Herr Neugebauer!) Und wenn Sie dieses Bankenpaket nicht aufschnüren und anderen Bevölkerungsgruppen zuleiten, wird es noch viel mehr Probleme geben. Das muss der Zukunftsansatz sein. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Ist jetzt Generaldebatte auch schon?! Ist keine Schuldebatte?! Muss man nur wissen! – Abg. Grosz: Nur zur Sicherheit! Ist ja auch schon wurscht!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Ist jetzt Generaldebatte auch schon?! Ist keine Schuldebatte?! Muss man nur wissen! – Abg. Grosz: Nur zur Sicherheit! Ist ja auch schon wurscht!
Man kann Ihre Politik einfach zusammenfassen: Alle verlieren in dieser Republik. Nur einer kassiert, und das ist der Bankensektor. (Abg. Grosz: Und der Herr Neugebauer!) Und wenn Sie dieses Bankenpaket nicht aufschnüren und anderen Bevölkerungsgruppen zuleiten, wird es noch viel mehr Probleme geben. Das muss der Zukunftsansatz sein. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Ist jetzt Generaldebatte auch schon?! Ist keine Schuldebatte?! Muss man nur wissen! – Abg. Grosz: Nur zur Sicherheit! Ist ja auch schon wurscht!)
Ruf beim BZÖ: Schmied geflüchtet! Ist auch gut!
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Als ich vorhin heruntergeblickt habe, habe ich mir gedacht: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Neugebauer thront über Schmied. (Ruf beim BZÖ: Schmied geflüchtet! Ist auch gut!)
Ruf bei der FPÖ: Da ist sie! – Abg. Grosz: Sie ist schon da! Grüß Gott, Frau Minister!
Genau das, was die Frau Bundesminister prognostiziert hat, ist jetzt eingetreten. Ich hoffe, es ist nicht der Fall, dass die Frau Bundesminister jetzt auch tatsächlich die Konsequenzen zieht. (Ruf bei der FPÖ: Da ist sie! – Abg. Grosz: Sie ist schon da! Grüß Gott, Frau Minister!)
Abg. Mag. Gaßner: Darauf kann sie verzichten!
Ich bringe das in Erinnerung. Aber in Wirklichkeit tut uns die Frau Bildungsministerin ja leid. Mir tut sie persönlich leid (Abg. Mag. Gaßner: Darauf kann sie verzichten!), denn noch nie wurde eine Frau in dieser Bundesregierung von einer Männerriege so vorge-
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf der Abg. Steibl.
führt wie jetzt die Frau Unterrichtsminister. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf der Abg. Steibl.)
Beifall beim BZÖ.
Dass Frauen sich da alterieren, wundert mich. Wahrscheinlich waren es ihre Sympathiewerte, dass auch die eigenen Genossen sie im Regen stehen lassen haben. Die Leidtragenden dieses unwürdigen Schauspiels sind jedoch unsere Kinder, ist das Bildungssystem und sind vor allem die Lehrer, weil es ja nur ein Pyrrhussieg ist, den sie jetzt errungen haben. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Die Rede ist aus! – Abg. Mag. Gaßner: Abmarsch!
Zuerst hat der ÖVP-Obmann mit seinen Sparvorgaben die Debatte angeheizt. Dann kommt sie mit einem vernünftigen Vorschlag. Ihr wird von der Opposition der Rücken gestärkt, und jetzt ist sie in allen Punkten umgefallen. (Abg. Ing. Westenthaler: Die Rede ist aus! – Abg. Mag. Gaßner: Abmarsch!)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (fortsetzend): dann nehmen Sie Ihre eigenen Worte ernst, und ziehen Sie die Konsequenzen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
In den HTLs, in den Handelsakademien, in den höheren Schulen, in der AHS-Oberstufe gibt es große Klassen. Jedes Mal, wenn eine Schülergruppe von einer höheren Schule ins Haus kommt und ich frage, was sich in den letzten zwei Jahren verändert hat, dann ist die Antwort: Nichts hat sich verändert. Die Schule ist genau so geblieben, wie sie vorher war. Da gilt es jetzt endlich einmal anzusetzen und wirklich Reformen einzuleiten. Auch die höheren Schulen haben sich kleinere Klassen verdient. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Grosz: Mittagessen! Die brauchen ja alle was zum „Pappi“ zu Mittag!
Minister Hahn, der offenbar immer pseudomäßig für die ÖVP auf der Regierungsbank sitzt, hat jetzt schon den Saal verlassen. (Abg. Grosz: Mittagessen! Die brauchen ja alle was zum „Pappi“ zu Mittag!) Aber für dumm braucht er uns hier auch nicht zu verkaufen. Wenn ich mir bezüglich der Maßnahmen, die hier genau aufgeschlüsselt sind, anschaue, dass von den 525 Millionen €, die Sie brauchen, 240 Millionen € dadurch zustande kommen, dass man irgendwo etwas nicht zahlt und irgendwo etwas stundet, sodass man dann nicht genau weiß, wann das wieder irgendjemand zahlen muss – offenbar Budget-Voodoo à la Pröll –, und dass weitere 100 Millionen € davon kommen sollen, dass Budgetumschichtungen im Ressort stattfinden, dann meine ich, man sollte sich einmal überlegen, was das heißt.
Beifall bei den Grünen.
Zum Abschluss noch zu den paar Dinge, die eigentlich notwendig wären: Wo hat sich denn im Förderbereich etwas an den Schulen verändert? Ist es nicht nach wie vor so, dass das Problem zu den Eltern verlagert wird, und zwar flächendeckend? Wenn Nichtgenügend auftreten, wenn Gefahr besteht, dass eine Klasse wiederholt werden muss, brennen die Eltern Länge mal Breite für Nachhilfe. Es geht uns um Strukturreformen, um Bildungsreformen. – Das war jedoch ausschließlich ein Sparpaket und das Abwenden des Ärgsten, aber nicht mehr! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Stimmt ja! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Er hat gesagt: Frauen in der Landesregierung senken das Niveau! – Abg. Grosz: Ist das schlecht? Was haben Sie gegen eine Brennnesselsuppe? Ich mache mir heute am Abend auch eine Brennnesselsuppe! Das ist gesund! Entschlackend!
Abgeordnete Sonja Ablinger (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Herr Abgeordneter Strutz – er kommt gerade wieder in den Saal –, dass Sie das Frauenthema bei dieser Diskussion bedienen, ist, finde ich, Chuzpe – eine Partei, die gerade einmal zwei Frauen in der Fraktion hat und die einen Landeshauptmann Dörfler hat, der, wenn ich mich richtig erinnere, gesagt hat, er ist so froh, dass seine Frau zu Hause ist und ihm die „Brennnesselsuppe“ in der Nacht kocht. (Abg. Ing. Westenthaler: Stimmt ja! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Er hat gesagt: Frauen in der Landesregierung senken das Niveau! – Abg. Grosz: Ist das schlecht? Was haben Sie gegen eine Brennnesselsuppe? Ich mache mir heute am Abend auch eine Brennnesselsuppe! Das ist gesund! Entschlackend!) – Wenn Sie sie selber machen, finde ich das gut. Damit könnten Sie die Zeit vielleicht sinnvoller verbringen. – (Abg. Grosz: Brennnesselsuppe ist entschlackend!)
Abg. Grosz: Brennnesselsuppe ist entschlackend!
Abgeordnete Sonja Ablinger (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Herr Abgeordneter Strutz – er kommt gerade wieder in den Saal –, dass Sie das Frauenthema bei dieser Diskussion bedienen, ist, finde ich, Chuzpe – eine Partei, die gerade einmal zwei Frauen in der Fraktion hat und die einen Landeshauptmann Dörfler hat, der, wenn ich mich richtig erinnere, gesagt hat, er ist so froh, dass seine Frau zu Hause ist und ihm die „Brennnesselsuppe“ in der Nacht kocht. (Abg. Ing. Westenthaler: Stimmt ja! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Er hat gesagt: Frauen in der Landesregierung senken das Niveau! – Abg. Grosz: Ist das schlecht? Was haben Sie gegen eine Brennnesselsuppe? Ich mache mir heute am Abend auch eine Brennnesselsuppe! Das ist gesund! Entschlackend!) – Wenn Sie sie selber machen, finde ich das gut. Damit könnten Sie die Zeit vielleicht sinnvoller verbringen. – (Abg. Grosz: Brennnesselsuppe ist entschlackend!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Weinzinger: Ein Frauenthema ist ganz was anderes, nicht das, was ihr da !
Aber da Sie nicht zugehört haben, sage ich es Ihnen noch einmal: Der Kärntner Landeshauptmann Dörfler hat gemeint, wir sollten die Frauen aus der Politik raushalten. Das BZÖ hüpft das ja ohnehin vor, aber das war die entscheidende Botschaft. Und dass Sie in diesem Zusammenhang die Chuzpe besitzen, das Frauenthema zu bedienen, finde ich mehr als merkwürdig. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Weinzinger: Ein Frauenthema ist ganz was anderes, nicht das, was ihr da !)
Abg. Grosz: Sie haben es mit dem Obama auch schon nicht hingebracht!
Aber zurück zum eigentlichen Thema. Er ist in der letzten Zeit durchaus einige Male bemüht worden: John F. Kennedy hat schon gesagt, dass es nur eine Sache auf der Welt gibt, die teurer ist als Bildung, und das ist keine Bildung. (Abg. Grosz: Sie haben es mit dem Obama auch schon nicht hingebracht!)
Abg. Grosz: Ist das Ihre Jungfernrede?
Das stimmt, Bildung kostet Geld. Bildung kostet manchmal sehr viel Geld, vor allem, weil sie personalintensiv ist, aber der Gesellschaft käme es definitiv teurer, würde sie an den Qualifikationschancen, an den Zukunftschancen junger Menschen sparen. (Abg. Grosz: Ist das Ihre Jungfernrede?)
Beifall bei der SPÖ.
Insofern bin ich froh, dass wir jetzt wieder in die Zukunft schauen können. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Josef Lettenbichler (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Bundesministerin! Verehrte Damen und Herren auf der Besuchergalerie und zu Hause vor den Bildschirmen! Hohes Haus! Nachdem nun meine Vorredner, vornehmlich jene der Opposition, in den letzten 30 bis 45 Minuten nicht einmal mehr ein Wort über den ursprünglichen Tagesordnungspunkt verloren haben, nämlich über die Änderung des Schulorganisationsgesetzes, darf ich jetzt wieder zum Thema zurückkehren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wir sind auch noch ganz begeistert!
Ich darf bei dieser Gelegenheit Herrn Finanzminister Pröll dazu gratulieren, dass es ihm gelungen ist, in solch schwierigen Zeiten ein zukunftsfähiges Budget mit den richtigen Schwerpunkten zu erstellen. Herzlichen Dank! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wir sind auch noch ganz begeistert!)
Abg. Grosz: Ein Topfen!
Abgeordnete Anneliese Kitzmüller (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Gäste und liebe Zuseher! Die geplante Novelle ist lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein. (Abg. Grosz: Ein Topfen!) – Ein Tropfen! (Abg. Grosz: Ach so! – Heiterkeit.) Sie ändert an der grundsätzlich verfehlten Schulpolitik überhaupt nichts. Es ist keine Verbesserung zu erwarten, die Novelle ist zahnlos, meine Damen und Herren, und diese Schulpolitik ist nur ein bisschen Kosmetik.
Abg. Grosz: Ach so! – Heiterkeit.
Abgeordnete Anneliese Kitzmüller (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Gäste und liebe Zuseher! Die geplante Novelle ist lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein. (Abg. Grosz: Ein Topfen!) – Ein Tropfen! (Abg. Grosz: Ach so! – Heiterkeit.) Sie ändert an der grundsätzlich verfehlten Schulpolitik überhaupt nichts. Es ist keine Verbesserung zu erwarten, die Novelle ist zahnlos, meine Damen und Herren, und diese Schulpolitik ist nur ein bisschen Kosmetik.
Beifall bei der FPÖ.
Das, meine Damen und Herren, sind Probleme, die die Lehrer in den Pflichtschulen heute haben, und es ist Ihre Aufgabe, Frau Minister, diese Probleme schleunigst zu lösen, statt ausufernde Schulversuche voranzutreiben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, ich habe diese Chronologie auch vor dem Hintergrund angeführt, dass die letzten zwei Monate ein negatives Signal und ein negatives Beispiel für künftige Verhandlungen, in welchem Bereich auch immer, sind. Da muss vor allem die ÖVP in die Verantwortung genommen werden, denn nach dem Motto: Wir streiken, wenn wir nicht alles kriegen!, kann es wohl nicht gehen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Zur Frau Abgeordneten Ablinger kommend, die nicht mehr im Saal ist: Wir vom BZÖ haben nicht nur gute Frauen in unseren Reihen, wir haben auch gute Lösungen für Österreich! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien, ich richte an Sie den Appell: Schauen Sie sich das genau an! – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Vor den Bildschirmen!
Abgeordnete Mag. Daniela Musiol (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrte BesucherInnen auf den Rängen und ZuschauerInnen hinter den Bildschirmen! (Abg. Grosz: Vor den Bildschirmen!) – Vor den Bildschirmen, danke für die Nachhilfe! Aber Sie wissen ja, bei diesem Bildungssystem braucht man eben Nachhilfe. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Daniela Musiol (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrte BesucherInnen auf den Rängen und ZuschauerInnen hinter den Bildschirmen! (Abg. Grosz: Vor den Bildschirmen!) – Vor den Bildschirmen, danke für die Nachhilfe! Aber Sie wissen ja, bei diesem Bildungssystem braucht man eben Nachhilfe. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Alle internationalen Studien beweisen, dass bei sozialer Ungerechtigkeit durch Bildung Abhilfe geschaffen werden kann. Wir sprechen auch von der sogenannten Bildungsarmut sowie davon, dass Bildung ein wesentlicher Faktor ist, um Armut zu vermeiden. Und ich fordere Sie, die Regierungsfraktionen, und auch Sie, Frau Ministerin, gemeinsam mit Ihren RegierungskollegInnen auf, eine Reform auf den Tisch zu legen, die dieses Problem löst. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Ressortleiterin. Er hat sich aber nicht immer aus der Debatte herausgehalten, sondern ab und an eskalierende Beiträge dazu geliefert hat, um sich dann letzte Nacht gemeinsam mit dem Kanzler sozusagen dafür feiern zu lassen, dass er zu einer Lösung dieses Problems beigetragen hat. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Da muss ich der Kollegin Ablinger widersprechen und den Kolleginnen und Kollegen vom BZÖ beipflichten: Natürlich hat das auch eine frauenpolitische Komponente. Da sollten Sie, Frau Bildungsministerin, sich auch mehr zur Wehr setzen und sich das von Ihren Herren Regierungskollegen nicht gefallen lassen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr verehrte Damen und Herren! Für eine gute gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes brauchen wir die besten Schulen sowie Lehrerinnen und Lehrer, die bestmöglich ausgewählt, ausgebildet und gefördert werden. – Frau Bundesministerin, meine Unterstützung haben Sie! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich würde mir wünschen, dass wir in Zukunft mehr über die Qualität der Schulen diskutieren – Bundesminister Hahn hat es skizziert –, dass wir die Möglichkeit schaffen, schwache SchülerInnen zu fördern und begabte SchülerInnen zu fordern. Die Bildungsstandards sind ein Mittel dazu, um ein gutes Niveau in Österreich zu halten. Ich lade Sie ein, darüber weiterzudiskutieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Regierung streicht Zulagen der Lehrer. Und da frage ich nochmals: Ist das eine Strategie? Ist das Nachhaltigkeit? Stellen wir so eine adäquate Ausbildung unserer Kinder sicher? Ich sage Ihnen: selbstverständlich nein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Rede beenden möchte ich mit einem Spruch: Her mit der Kohle, der Bildung zum Wohle! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Es gibt eh keinen Streik!
Was mich beim aktuellen Streik aber stört, ist die fehlende Vorbildfunktion der Lehrer. (Abg. Öllinger: Es gibt eh keinen Streik!) Die Jugendlichen lernen praktisch, dass man streikt, anstatt zu arbeiten. Was ist das für eine Arbeitsmoral? Was geben wir unseren Kindern hiemit mit?
Beifall beim BZÖ.
Was vielmehr durchgesetzt werden sollte, ist endlich eine gänzliche Gleichstellung von Lehrlingen mit Schülerinnen und Schülern im Hinblick auf Freifahrten, Beihilfen und Förderungen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich denke da zum Beispiel auch an eine gänzliche Abschaffung der Prüfungstaxen bei der Gesellen- und der Meisterprüfung, österreichweit, weiters an die Schaffung eines Blum-Bonus-Neu, mit dem sichergestellt wird, dass Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, generell für jeden auszubildenden Lehrling für die gesamte Lehrzeit eine Prämie erhalten. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die derzeitige Wirtschaftskrise trifft ja gerade die KMUs. Die Sparte Gewerbe und Handwerk bildet in diesem Bereich 61 500 Lehrlinge aus; das sind 74 Prozent aller Lehrlinge in unserem Land. Gerade diese KMUs müssen wir generell unterstützen, denn sie sind die Säule und der Anker der Lehrlinge und Lehrplatzsuchenden in Österreich. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Eines kann ich nicht oft genug sagen: Ein Jugendlicher oder Lehrling ohne Arbeit ist ein Langzeitarbeitsloser von morgen, und das müssen wir gemeinsam verhindern. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Vielen herzlichen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Die Expertise der Schüler und Schülerinnen muss auch von der Politik gehört werden. Und wenn Bundesministerin Schmied keine aktive Einladung ausspricht, schlage ich vor, dass sich Schüler und Schülerinnen auch Gehör verschaffen, wie auch immer das ausschauen mag. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Die Schule der Zukunft heißt Stärken fördern, Chancen schenken und Zukunft ermöglichen – und das nicht über die Köpfe der Schüler und Schülerinnen hinweg, sondern mit ihnen. Und das ist die Aufgabe der Bundesministerin. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das gibt es ja nicht! Es gibt ja noch eine Wortmeldung, Herr Präsident! – Abg. Scheibner: Zur Geschäftsordnung!
Präsident Fritz Neugebauer: Ich schließe die Debatte. (Abg. Ing. Westenthaler: Das gibt es ja nicht! Es gibt ja noch eine Wortmeldung, Herr Präsident! – Abg. Scheibner: Zur Geschäftsordnung!)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Es wundert mich, dass Sie diese wichtige Debatte jetzt schließen, obwohl es noch Wortmeldungen gibt. Ich habe gerade versucht, hier vorne am Podium eine Wortmeldung zu platzieren. Das muss zulässig sein, denn die Debatte kann nicht davon abhängig sein, ob es noch Fernsehzeit gibt oder nicht, sondern wir als gewählte Abgeordnete wollen in dieser Bildungsdebatte entsprechend diskutieren. Wir haben gerade auch einen Entschließungsantrag eingebracht, in dem es darum geht, die Bildungsministerin dabei zu unterstützen, dass die Lehrer wirklich zwei Stunden in der Woche länger mit den Schülerinnen und Schülern arbeiten können. Und ich lasse mir von Ihnen, Herr Präsident, nicht das Wort hier abschneiden! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Es gibt eine Geschäftsordnung!
Präsident Fritz Neugebauer: Kollege Scheibner, wir haben eingangs der Tagesordnung eine Redeordnung beschlossen. (Abg. Ing. Westenthaler: Es gibt eine Geschäftsordnung!) – Es gibt eine Wortmeldung zur Geschäftsordnung. Ich frage, ob es weitere Wortmeldungen ... (Abg. Ing. Westenthaler: Nein, es gibt eine Wortmeldung zur Rednerliste!)
Abg. Ing. Westenthaler: Nein, es gibt eine Wortmeldung zur Rednerliste!
Präsident Fritz Neugebauer: Kollege Scheibner, wir haben eingangs der Tagesordnung eine Redeordnung beschlossen. (Abg. Ing. Westenthaler: Es gibt eine Geschäftsordnung!) – Es gibt eine Wortmeldung zur Geschäftsordnung. Ich frage, ob es weitere Wortmeldungen ... (Abg. Ing. Westenthaler: Nein, es gibt eine Wortmeldung zur Rednerliste!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das gibt es nicht!
Wir haben eine Redezeitvereinbarung getroffen. (Abg. Ing. Westenthaler: Das gibt es nicht!) Natürlich haben wir eine Redezeitvereinbarung getroffen! Sie haben uns das dargestellt. (Widerspruch beim BZÖ.)
Widerspruch beim BZÖ.
Wir haben eine Redezeitvereinbarung getroffen. (Abg. Ing. Westenthaler: Das gibt es nicht!) Natürlich haben wir eine Redezeitvereinbarung getroffen! Sie haben uns das dargestellt. (Widerspruch beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie können den Abgeordneten nicht das Wort entziehen!
Die Wortmeldung des Kollegen Scheibner ist eine Wortmeldung zur Geschäftsordnung. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie können den Abgeordneten nicht das Wort entziehen!) Gibt es weitere Wortmeldungen zur Geschäftsordnung? – Bitte, Frau Abgeordnete Dr. Glawischnig-Piesczek.
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja unwahrscheinlich, was Sie da aufführen! – Weitere lebhafte Zwischenrufe beim BZÖ.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich bin absolut überrascht. Es ist noch nie vorgekommen, dass Sie als Präsident in das freie Rederecht der Abgeordneten eingreifen. Selbstverständlich kann sich jeder Abgeordnete auch bei einer Fernsehübertragung ... (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja unwahrscheinlich, was Sie da aufführen! – Weitere lebhafte Zwischenrufe beim BZÖ.) – Entschuldigung, darf ich weiterreden? – Selbstverständlich können sich die Abgeordneten jederzeit zu Wort melden. Eine Fernsehzeitvereinbarung betrifft ausschließlich, wie viele Minuten in einer Fernsehübertragung gesendet werden. (Abg. Ing. Westenthaler: Ein Skandal, was Sie da machen!) Aber das freie Rederecht der Abgeordneten zu beschränken, dazu haben Sie nicht das geringste Recht. (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ein Skandal, was Sie da machen!
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich bin absolut überrascht. Es ist noch nie vorgekommen, dass Sie als Präsident in das freie Rederecht der Abgeordneten eingreifen. Selbstverständlich kann sich jeder Abgeordnete auch bei einer Fernsehübertragung ... (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja unwahrscheinlich, was Sie da aufführen! – Weitere lebhafte Zwischenrufe beim BZÖ.) – Entschuldigung, darf ich weiterreden? – Selbstverständlich können sich die Abgeordneten jederzeit zu Wort melden. Eine Fernsehzeitvereinbarung betrifft ausschließlich, wie viele Minuten in einer Fernsehübertragung gesendet werden. (Abg. Ing. Westenthaler: Ein Skandal, was Sie da machen!) Aber das freie Rederecht der Abgeordneten zu beschränken, dazu haben Sie nicht das geringste Recht. (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich bin absolut überrascht. Es ist noch nie vorgekommen, dass Sie als Präsident in das freie Rederecht der Abgeordneten eingreifen. Selbstverständlich kann sich jeder Abgeordnete auch bei einer Fernsehübertragung ... (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja unwahrscheinlich, was Sie da aufführen! – Weitere lebhafte Zwischenrufe beim BZÖ.) – Entschuldigung, darf ich weiterreden? – Selbstverständlich können sich die Abgeordneten jederzeit zu Wort melden. Eine Fernsehzeitvereinbarung betrifft ausschließlich, wie viele Minuten in einer Fernsehübertragung gesendet werden. (Abg. Ing. Westenthaler: Ein Skandal, was Sie da machen!) Aber das freie Rederecht der Abgeordneten zu beschränken, dazu haben Sie nicht das geringste Recht. (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Es liegt eine Wortmeldung zur Debatte vor, Herr Präsident! Erteilen Sie dem Kollegen das Wort!
Präsident Fritz Neugebauer: Gibt es eine weitere Wortmeldung zur Geschäftsordnung? – Es gibt keine Wortmeldung. (Abg. Ing. Westenthaler: Es liegt eine Wortmeldung zur Debatte vor, Herr Präsident! Erteilen Sie dem Kollegen das Wort!)
Widerspruch beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Sie wurde nicht angenommen!
Ich darf darauf hinweisen, Herr Kollege Westenthaler, dass beim Büro keine Wortmeldung eingegangen ist. (Widerspruch beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Sie wurde nicht angenommen!) Es ist beim Büro keine Wortmeldung eingegangen, sonst wäre sie auch auf dem Bildschirm aufgetaucht.
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
wurde nach Rücksprache mit Ihnen nicht angenommen. Und das sage ich Ihnen bei aller Wertschätzung, Sie wissen, ich schätze Sie in Ihrer Funktion als Präsident, aber so kann es nicht gehen, dass irgendwelche Abmachungen mit dem ORF, wann übertragen wird oder nicht, dazu führen, dass man sich hier als frei gewählter Abgeordneter nicht mehr zu Wort melden kann, Herr Präsident. Das kann es ja wohl wirklich nicht sein. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Abgeordneter Markowitz hat ja vor wenigen Minuten einen umfassenden Antrag von uns eingebracht. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja, das ist klar, natürlich, meine Damen und Herren von der ÖVP! Das ist ja wunderbar. Ihr glaubt, ihr habt jetzt einen großartigen Sieg davongetragen, ihr habt einen Sieg davongetragen, weil sich eure Betonierer in der Lehrergewerkschaft gegen eine Bildungsministerin durchgesetzt haben, die alleingelassen worden ist vom Finanzminister und von ihrem eigenen Bundeskanzler! Da könnt ihr euch wirklich zu diesem Pyrrhussieg gratulieren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Abgeordneter Markowitz hat ja vor wenigen Minuten einen umfassenden Antrag von uns eingebracht. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja, das ist klar, natürlich, meine Damen und Herren von der ÖVP! Das ist ja wunderbar. Ihr glaubt, ihr habt jetzt einen großartigen Sieg davongetragen, ihr habt einen Sieg davongetragen, weil sich eure Betonierer in der Lehrergewerkschaft gegen eine Bildungsministerin durchgesetzt haben, die alleingelassen worden ist vom Finanzminister und von ihrem eigenen Bundeskanzler! Da könnt ihr euch wirklich zu diesem Pyrrhussieg gratulieren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das Anliegen der Frau Bundesminister hätten wir unterstützt, dass man dafür sorgt, dass die Lehrer, die ja angeblich 40 Stunden in der Woche zu tun haben, wenigstens zwei Stunden davon mehr in der Klasse stehen und wirklich für unsere Kinder da sind, womit man vielleicht die Notwendigkeit teurer Nachhilfestunden hätte reduzieren können. Es hätte dafür gesorgt werden müssen, dass es eine entsprechende Vorbereitung gibt, dass es wieder mehr Unverbindliche Übungen an den Schulen gibt, eben dass das Schulangebot verbessert wird. Das wäre bei dieser Bildungsreform interessant gewesen, aber all diese Maßnahmen haben Sie verhindert! (Beifall beim BZÖ.) Da brauchen Sie sich hier gar nicht so aufzuplustern und aufzublasen, meine Damen und Herren!
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie, Frau Bundesminister Schmied, sagen, Ihre Initiativen sind jetzt gesichert, dann frage ich Sie: Ja, aber um welchen Preis? Das kann ja wohl nicht Ihr Ernst sein, dass Sie sagen, das Bildungsbudget ist die nächsten zwei Jahre entsprechend gesichert, wo Sie doch wissen, dass der Großteil davon eine Hypothek ist, und zwar eine Hypothek auf den Steuerzahler. Wenn die Bundesimmobiliengesellschaft jetzt auf Mieteinnahmen verzichten muss, weil Sie die Mieten ganz einfach nicht mehr zahlen können – na wer zahlt denn das? Doch nicht die Bundesimmobiliengesellschaft, die sich Geld drucken kann, so weit sind wir noch nicht, sondern wieder der Steuerzahler muss dafür zahlen, dass Sie diesen faulen Kompromiss mit der Lehrergewerkschaft eingehen mussten! Ein echter Pyrrhussieg, den Sie hier feiern, meine Damen und Herren. Ungeheuerlich! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
gezwungen sind, in teure Privatschulen zu gehen. (Beifall beim BZÖ.) Und wenn Sie das noch auf die Unterstufe der Mittelschule ausweiten wollen, dann wünsche ich Ihnen viel Spaß dabei.
Beifall beim BZÖ.
Frau Bundesminister Schmied, darüber würden wir gerne diskutieren – und nicht darüber, dass Sie jetzt diese faulen Kompromisse mit der Lehrergewerkschaft abschließen wollen. Ich bedauere Sie wirklich zutiefst. Und das alles in einer Zeit, in der wir solche wirtschaftlichen Schwierigkeiten haben. Auch das ist ein Thema, meine Damen und Herren! Wie wollen Sie das jemandem erklären, der Angst um seinen Arbeitsplatz haben muss?! Zehntausende Menschen haben Angst um ihren Arbeitsplatz, die noch dazu Schulgeld für die Privatschulen zahlen müssen, die für Nachhilfeunterricht zahlen müssen, weil die Lehrer nicht in den Klassen stehen. Und da feiern Sie einen Sieg einer privilegierten Kaste, die das Privileg hat, einen gesicherten Arbeitsplatz bis zum 60. Lebensjahr zu haben?! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Kollege Molterer, ich darf dir sagen: Deine Budgetrede war wesentlich besser als das, was wir heute hier gehört haben. Es kommt wirklich nichts Besseres nach! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Anhaltender Beifall und Bravorufe beim BZÖ.
Meine Damen und Herren! Ein Desaster in der Bildungspolitik, ein Sieg der Betonierer, der Lehrergewerkschaft, und eine Niederlage einer von allen, auch vom eigenen Bundeskanzler, im Stich gelassenen Bundesministerin. Aber leider, die wirklichen Verlierer sind nicht hier im Hohen Haus, sondern sie sitzen in den Schulklassen, das sind unsere Kinder, die Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern. (Anhaltender Beifall und Bravorufe beim BZÖ.)
Abg. Dolinschek: Selbstverständlich! Ich war ja oben!
Präsident Fritz Neugebauer: Kollege Scheibner, der guten Ordnung halber: Ich habe keine Wortmeldung verhindert. Es ist keine ordnungsgemäß eingebracht worden und auch keine auf dem Bildschirm aufgeschienen. (Abg. Dolinschek: Selbstverständlich! Ich war ja oben!) – Nein. Selbstverständlich ist das zugelassen. Es ist nach der Geschäftsordnung eine Redezeit jetzt von maximal 20 Minuten möglich.
Heiterkeit. – Abg. Öllinger: 3 Minuten!
Kollege Öllinger, was darf ich für Sie einstellen? (Heiterkeit. – Abg. Öllinger: 3 Minuten!) – Bitte.
Beifall bei den Grünen.
Der Punkt ist: Ist die Reform oder das, was wir als Reform erkennen können, überhaupt vorhanden oder nicht vorhanden? Und ich sage, im Wesentlichen, Frau Bundesministerin, stehen Sie mit dem, was Sie persönlich an Reformen machen wollen, genau dort, wo wir schon vor 20, 30 Jahren mit dem Modell „Kooperative Mittelschule“, einer weiteren Schulform gestanden sind. Jetzt haben wir die Neue Mittelschule. Es ist nicht besser geworden, Frau Bundesministerin, aber es ist Ihnen eines gelungen – das hat aber auch schon Ihre Amtsvorgängerin erreicht, Frau Bundesministerin Gehrer –: die Motivation für die notwendige Schulreform, für die Verbesserungen an den Schulen, die Motivation bei den Lehrenden auf null zu bringen! Wenn das ein Erfolg sein soll, dann ist mir das eindeutig zu wenig. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es geht nicht nur um die Neue Mittelschule, mit Sicherheit nicht. Da geht es nicht um zwei Stunden mehr in der Klasse oder um vier Stunden mehr Anwesenheit in der Schule. Da geht es um sehr grundlegende Fragen wie die gemeinsamen Ausbildung aller Lehrenden, denen sich die ÖVP immer wieder verweigert hat. Man könnte noch genügend Punkte anführen, aus denen ersichtlich wird: Wo stehen wir jetzt? Was haben wir jetzt? – Mit Sicherheit fast nichts. Das, was Sie als Kompromiss herübergebracht haben, reicht mit Sicherheit nicht aus, um eine Schulreform, die für Österreich notwendig wäre, eine Bildungsreform voranzubringen. Und es ist das eigentliche Problem und die Tragik, dass Sie dieses Problem nicht erkennen. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Mag. Heidemarie Unterreiner (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrte Damen und Herren im Saal! Sehr geehrte Jugend auf den Emporen! Ich möchte daran erinnern, dass seit März 2007 die Verantwortung für Unterricht, Kunst und Kultur in einem Ministerium verankert ist, und sowohl im Vorwort des Kunst- als auch des Kulturberichts 2007 wird von Ihnen, Frau Bundesministerin Schmied, auf die große Chance hingewiesen, die eine Kooperation zwischen Kultureinrichtungen und den Schulen mit sich brächte. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Doch was geschieht? – Nichts von all dem, was Österreich braucht! Wir brauchen eine bessere musische Ausbildung der Volksschullehrer, denn gerade im Alter zwischen sechs und zehn Jahren sind die Volksschullehrer die Kulturvermittler für die Kinder. Wir brauchen eine Verstärkung der musischen Fächer im schulischen Bereich. Es gibt keine Steigerung des österreichischen Nachwuchses an den Musikuniversitäten. Und wir brauchen unbedingt eine Kooperation der Musikerziehung mit den Ländern. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Strutz: Soaps ...!
Über Jahre hinweg erfolgreiche Kultursendungen, an die Sie sich noch alle erinnern können, aus Burg und Oper mit Heinz Fischer-Karwin oder Marcel Prawy, die große Begeisterung bei den Zusehern hervorgerufen haben, wurden abgeschafft, und stattdessen haben wir im Hauptabend-Fernsehprogramm seichte ... (Abg. Dr. Strutz: Soaps ...!) – Das sage ich zwar nicht; ich könnte aber sagen: Soap Operas. Jedenfalls haben wir im Fernsehen wirklich niveaulose amerikanische Serien, die das Abendprogramm zumüllen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Über Jahre hinweg erfolgreiche Kultursendungen, an die Sie sich noch alle erinnern können, aus Burg und Oper mit Heinz Fischer-Karwin oder Marcel Prawy, die große Begeisterung bei den Zusehern hervorgerufen haben, wurden abgeschafft, und stattdessen haben wir im Hauptabend-Fernsehprogramm seichte ... (Abg. Dr. Strutz: Soaps ...!) – Das sage ich zwar nicht; ich könnte aber sagen: Soap Operas. Jedenfalls haben wir im Fernsehen wirklich niveaulose amerikanische Serien, die das Abendprogramm zumüllen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie, sehr geehrte Frau Ministerin Schmied, sind diejenige, die da am lautesten die Stimme erheben sollte. Es sind viele Versäumnisse passiert, man kann aber alles verbessern, und ich denke, wenn Sie eine unserer Anregungen umsetzten, wäre das schon ein großer Erfolg für Österreich. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Das steht auch nicht im Antrag!
Kurz zu Ihrem Entschließungsantrag betreffend den Kulturauftrag des ORF. Mir scheint, da besteht ein Widerspruch: Auf der einen Seite fordern Sie den freien und unabhängigen ORF, auf der anderen Seite ist das ja fast ein Aufruf zur Parteinahme. Es ist nicht die Aufgabe der Ministerin, sich in die Programmgestaltung einzumischen. (Abg. Neubauer: Das steht auch nicht im Antrag!) Der Kulturauftrag und auch der Bildungsauftrag sind im ORF-Gesetz festgeschrieben und haben daher umgesetzt zu werden. Natürlich werde ich mich als Kultursprecherin dafür einsetzen, dass man den ORF auch in die Lage versetzt, dass der ORF diese Aufträge, die gesetzlich vorgeschrieben sind, erfüllen kann und die finanziellen Mittel dafür bereitgestellt werden.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: „Mitten im Achten“!
Es geht hier nicht nur um Opernübertragungen, wie Sie in Ihrem Antrag schreiben, sondern es geht zum Beispiel auch um den österreichischen Film, und ich denke, wir setzen uns hier dafür ein. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: „Mitten im Achten“!)
Abg. Mag. Hakl: Die Rotunde steht noch! Wir reißen sie nicht ab!
Ich nenne einige Beispiele, wo das schon passiert ist. Die Rotunde in Innsbruck ist Gegenstand einer solchen Entscheidung (Abg. Mag. Hakl: Die Rotunde steht noch! Wir reißen sie nicht ab!), das Unfallkrankenhaus in Linz ist Gegenstand einer solchen Entscheidung gewesen, bei der Arbeiterkammer in Linz wurde genau aus diesem Grund auch der Denkmalschutz ignoriert, beim Hotel beim Neuen Dom ebenfalls, und ganz aktuell ist das jetzt bei den Finanzgebäuden Ost und West in Linz der Fall. Hier kommt noch dazu, dass man mit der neu entdeckten „Faschismus-Keule“ dem Denkmalschutz wieder an den Kragen will, denn es ist mittlerweile so, dass die Behörden damit schon in die Pflicht genommen werden: Wenn sie nicht zustimmen, dass so eine Scheußlichkeit wie am Finanzgebäude West zum Beispiel, wo man den gesamten Putz
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dieser Art und Weise, wie man hier dem Denkmalschutz zu Leibe rückt, können wir nicht zustimmen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist sicherlich ein ganz wichtiger Beitrag für die österreichische Kulturszene. Ich ersuche höflich um Unterstützung dieses Antrages. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kunstförderung ist mehr als die Verteilung von öffentlichen Mitteln, Kunstförderung ist auch nicht nur als bloße Subvention zu sehen. Vielmehr betrachte ich – und ich würde Sie einladen, das auch so zu sehen – Kunst und Kultur als eine Investition in die Zukunft, die für uns alle sehr bedeutend und wichtig ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Deshalb war ich sehr froh darüber, meine Damen und Herren, als wir vor einigen Wochen hier im Nationalrat einen gemeinsamen Antrag aller Parlamentsparteien angenommen haben, um sozusagen dieses Ziel voranzutreiben. Es liegt jetzt natürlich an den zuständigen Ministern und an der Bundesregierung, das auch in Brüssel durchzusetzen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Den einen Bereich möchte ich beginnen mit einem Zitat des ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Theodor Heuss, der einmal gesagt hat: Politik kann nie Kultur, Kultur wohl aber Politik bestimmen. – Was will ich mit diesem Zitat sagen, beziehungsweise was hat Theodor Heuss mit diesem Zitat gemeint? – Dass es wichtig ist, dass nicht die Politik entscheidet und bewertet, was Kunst ist und was nicht, was Kultur ist und was nicht, sondern dass die Freiheit der Kunst ein ganz, ganz wichtiges Gut ist, das wir verteidigen und beschützen müssen! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Hier ist einigen Ausschussmitgliedern doch aufgefallen, dass es in Bezug auf die Förderungen, in Bezug auf die Vergaben von Unterstützungen immer wieder auffällt, dass gewisse Künstler zum Zug kommen, dass gewisse Schwerpunkte in Richtungen gesetzt werden, die einen parteipolitischen Hintergrund vermuten lassen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Wir haben in Kärnten einen Kulturbericht 2007 vorgelegt, aus dem hervorgeht, dass wir das Budget für den Bereich der Volkskultur massiv aufgestockt haben, und zwar in dieser Richtung: 10 Prozent des Gesamtbudgets für den Kulturbereich gehen in die Volkskultur! Wenn ich das mit dem Kulturbericht des Bundes aus dem Jahr 2007 vergleiche, dann stelle ich fest, dass von den Millionen €, die dafür zur Verfügung stehen, lediglich 0,8 Prozent oder 445 000 € für die Volkskultur verwendet wurden. Frau Minister, das ist eindeutig zu wenig! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich bitte Sie und appelliere hier an Sie, der Volkskultur, die ganz, ganz wichtig, die identitätsstiftend ist und Heimat bedeutet, in Ihrer Arbeit als Ministerin einen größeren, einen höheren Stellenwert einzuräumen. Wir laden Sie gerne nach Kärnten ein, dass Sie sich unsere Förderungen im Bereich der Volkskultur anschauen, zum Beispiel in die Künstlerstadt Gmünd, deren Bürgermeister Josef Jury auch hier im Nationalrat sitzt. Kommen Sie einmal nach Gmünd, schauen Sie sich an, was wir in Kärnten im Bereich der Volkskultur leisten! (Beifall beim BZÖ.) – Applaus für dich, Herr Bürgermeister!
Beifall beim BZÖ.
Ich wünsche Ihnen abschließend für Ihre Aufgabe als Ministerin mit dem Budget, das Sie zur Verfügung gestellt bekommen haben, alles Gute. Sie wissen, wir arbeiten gut zusammen, ich bin mir sicher, Sie werden das wunderbar machen und auch der Volkskultur den entsprechenden Stellenwert einräumen. Alles Gute! – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Hornek: Das war ohnehin ein Bürokratismus ...!
Ich könnte jetzt noch vieles aufzählen, Baustellen noch und nöcher, aber dafür reicht die Zeit nicht. Vielleicht ein kleines Schmankerl zu den Besucher- und Besucherinnenzahlen (Abg. Hornek: Das war ohnehin ein Bürokratismus ...!), weil das von Seiten der ÖVP irgendwie gelobt wurde: Der Theseustempel – das steht da drin, ein kleines Schmankerl – hätte im vorigen Jahr 32 000 Besucher und Besucherinnen gehabt. Werte Kolleginnen und Kollegen, wir haben dieses Gebäude direkt vor der Haustür, ich
Zwischenruf des Abg. Hornek.
gehe da jeden Tag vorbei: Es ist immer zu! Wo die 32 000 BesucherInnen herkommen, ist mir ein echtes Rätsel. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Vielleicht können Sie uns da auch noch eines Tages Auskunft erteilen.
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin Schmied, ich glaube, es wird auch für Sie gut sein, wenn Sie sich in Zukunft mehr für die Kultur interessieren, Ihr Augenmerk stärker darauf richten und das nicht vernachlässigen, weil, glaube ich, die Erfolgschance, da irgendetwas zu verändern und zu verbessern, wesentlich größer ist. Ich glaube, Gewerkschaften und ÖAAB werden Sie daran nicht hindern. Probieren Sie es, wir unterstützen Sie! Ich hoffe auf eine Zukunft. (Beifall bei den Grünen.)
Es kommt kurzzeitig zu einem Versagen des Mikrofons, das von der Rednerin zu beheben versucht wird. – Abg. Kickl: Das Haus ist wirklich renovierungsbedürftig! – Abg. Weinzinger: Da wird sich doch wohl ein Techniker finden!
Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur Dr. Claudia Schmied: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Ganz kurz: Wir besprechen hier den Kulturbericht 2007. Wir schreiben April 2009, daher gleich eine Ankündigung: Ich möchte, dass wir die Leistungsberichte in Zukunft zeitnäher vorliegen haben. (Es kommt kurzzeitig zu einem Versagen des Mikrofons, das von der Rednerin zu beheben versucht wird. – Abg. Kickl: Das Haus ist wirklich renovierungsbedürftig! – Abg. Weinzinger: Da wird sich doch wohl ein Techniker finden!) – Ich glaube, ich habe es geschafft.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.
Ich kann Ihnen nur sagen, Herr Abgeordneter Zinggl, auch ich freue mich, wenn ich jetzt auch wieder mehr Zeit für Kunst und Kultur habe. Ich bin sehr, sehr gerne Kulturministerin. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Petzner.
„Staatskünstler“. Das ist eine meines Erachtens zwar durchsichtige Definition von Kulturpolitik, aber nichts Neues, das überrascht nicht. (Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Petzner.
Damit komme ich zu einem wesentlichen Punkt in der Kultur- und Kunstpolitik. Ich glaube, im Bereich Kunst und Kultur werden wir immer wieder mit dieser unerträglichen Verunglimpfung konfrontiert. Immer wieder heißt es: Muss denn das sein? Das sind doch Scheußlichkeiten! – Ich sage Ihnen: Ja, das muss sein! Die Kunst braucht das Risiko, Kunst und Kultur brauchen das Experiment. Und die Grenzen dessen, was sein kann, bestimmen die Gesetze und nicht der gute Geschmack. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Petzner.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Es ist nicht gesagt, dass das in allen Bereichen beschlossen ist!
Ganz zum Schluss, was den FPÖ-Antrag zum Thema Volkskundemuseum betrifft, eine kleine Feststellung: Es ist ein Vereinsmuseum, es gibt zurzeit eine Arbeitsgruppe, die sich über die Zukunftslösungen unterhält. Dem wollen wir nicht vorgreifen. Deshalb werden wir nicht zustimmen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Es ist nicht gesagt, dass das in allen Bereichen beschlossen ist!)
Abg. Mag. Stefan: Das gibt es ja nicht !
Hier und da hört man besorgte Stimmen sagen, dass das in Zukunft womöglich nicht so gut laufen wird wie im Jahr 2007. Ich hoffe, dass das nur eine vorauseilende Sorge ist und dass nicht tatsächlich Hinweise darauf bestehen, dass diese Unabhängigkeit künftig in Gefahr kommen könnte. (Abg. Mag. Stefan: Das gibt es ja nicht !)
Abg. Kickl: Davon sind wir noch weit entfernt!
Ich hoffe, es braucht dazu nicht erst Herrn Minister Hahn als Bürgermeister von Wien (Abg. Kickl: Davon sind wir noch weit entfernt!), sondern dass sich die Bundesministerin schon vor dieser Zeit durchsetzen wird – es sei denn, wir wählen früher. Ein weiteres Jahr zuzuwarten, wäre mir zu lang; wir wählen ja erst im Frühjahr oder Herbst 2010.
Beifall bei der ÖVP.
Daher wäre es – das sage ich abschließend – besonders wichtig, dass ausgehend von diesem Bericht nun die Evaluierung stattfinden kann, damit die Förderung der Kunst dort hinkommt, wo sie Platz greifen muss, und die Gelder für die Förderung der Künstlerinnen und Künstler verwendet werden – und nicht in Organisationen versickern. Wir brauchen daher eine entsprechende Evaluierung, um zu schauen, wo die Mittel noch besser eingesetzt werden können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Man muss aber nicht alles ernst nehmen!
reich und in dieser Regierungsbank zuträglich! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Man muss aber nicht alles ernst nehmen!)
Beifall bei den Grünen.
Das alles und noch viel mehr sind Gründe, endlich ein österreichisches Bibliothekengesetz zu schaffen, um österreichweit einheitliche Regelungen zu haben. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: Ah? Ah? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
In diesem Zusammenhang möchte ich einem meiner Vorvorredner, Herrn Abgeordnetem Neubauer von der FPÖ, der selbst hinter dem Denkmalschutz politische Intrigen und Ränkespiele vermutet hat, nur sagen: Das ist aus unserer Sicht abzulehnen. Ich kann nur sagen: Wie der Schelm ist, so denkt er vielleicht. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: Ah? Ah? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Grillitsch: Der Pröll ...!
Sehr geehrte Damen und Herren! Im Jahre 2007, über das hier Bericht erstattet wird, wurden 1 095 Denkmalschutzprojekte in Österreich gefördert. Als Niederösterreicher freue ich mich, dass unser Bundesland Niederösterreich mit 250 Projekten den höchsten Anteil hat. (Abg. Grillitsch: Der Pröll ...!) Erwähnenswert ist auch die Fassadenaktion.
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Abgeordnete Mag. Gertrude Aubauer (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Vorerst ein Dank an Sie, Frau Minister, dass Sie künftig die Kultur- und Kunstberichte dem Hohen Haus, den Abgeordneten rascher übermitteln wollen. Das ist höchst erfreulich. Dann müssen wir nicht mehr im April 2009 über einen Bericht diskutieren, der aus dem Jahr 2007 stammt. Eine gute Initiative! Danke vielmals! (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ja, werte Kolleginnen und Kollegen, viele Senioren haben ein Leben lang gearbeitet, gespart, die Kinder und die Enkel aufgezogen, und jetzt in der Pension hätten sie endlich Zeit, Kultur zu genießen – und dann scheitert es manchmal an ein paar beschwerlichen Stufen. Das sollte doch nicht sein. Hier braucht es Verbesserungen, und diese wünschen wir uns. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Petzner: Das hab’ ich nicht gesagt, Frau Kollegin!
Ein weiteres Ziel der Frau Ministerin – das hat sie auch heute selber in ihrer Rede gesagt – ist es, die Vielfalt, die Buntheit in der Kulturszene zu gewährleisten. Wenn Kollege Petzner sagt, dass die Politik nicht die Kultur machen soll, dann kann ich ihm nur recht geben. Auf der anderen Seite sagt Kollege Petzner, dass es zu wenig Mittel in der Volkskultur gibt. Das ist für mich ein bisschen ein Widerspruch (Abg. Petzner: Das hab’ ich nicht gesagt, Frau Kollegin!), denn: Wenn sich die Politik nicht einmischen soll, soll sie sich überhaupt nirgends einmischen – und nicht in diesen Gebieten, die Ihnen richtig scheinen, dann doch. Das ist für mich nicht der richtige Zugang.
Abg. Petzner: Beides!
Ich denke mir, die Politik kann im Kulturbereich zulassen, sie kann ermöglichen, sie kann KünstlerInnen unterstützen. Sie muss aber auch offen sein für Neues, Innovatives, nicht nur am Alten und Traditionellen (Abg. Petzner: Beides!) haften bleiben und nicht nur das bewahren, sondern beides gewährleisten.
Abg. Petzner: Ich hab’ sie auch gelobt, die Frau Ministerin!
Ich bin überzeugt davon, dass die Frau Ministerin diese Verantwortung sehr gut wahrnimmt. (Abg. Petzner: Ich hab’ sie auch gelobt, die Frau Ministerin!) Wenn Sie den Bericht lesen, Herr Kollege Petzner, dann sehen Sie, dass die Volkskultur auch einen hohen Stellenwert hat, dass aber auf der anderen Seite eben auch Neues, Innovatives Platz hat.
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Regionen Kulturinitiativen unterstützt werden. Auch bei uns in den ländlicheren Regionen gibt es hervorragende KünstlerInnen, gibt es hervorragende Kulturschaffende, gibt es auch hervorragende Initiativen, und auch diese werden von der Frau Ministerin bestmöglich unterstützt. Ich bin überzeugt, dass es auch bei uns am Land hochwertiges, niveauvolles Kulturangebot gibt. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Nicht wegen des Landeshauptmannes, auch wegen der guten Kulturstadträte und ‑stadträtinnen in den Regionen, Herr Kollege Grillitsch!
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin überzeugt davon, dass der Weg von Frau Ministerin Schmied, die Kultur für alle zugänglich zu machen und den Kulturschaffenden die besten Rahmenbedingungen zu ermöglichen, der richtige ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum einen ist das, auf Seite 20, das Gesamtverzeichnis der künstlerischen und wissenschaftlichen Nachlässe in Österreich – Auftragnehmer ist die Oesterreichische Nationalbank –, und zum Zweiten ein sehr interessantes Projekt der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, nämlich die „Enzyklopädie des Europäischen Ostens – Dokumentationsarbeiten zu Geschichte, Kultur und Politik“. Beide sind sehr, sehr interessante Angelegenheiten, beide sind wegweisend, insbesondere die Enzyklopädie. Diese besteht im Kern aus einem alphabetischen Lexikon, zu dem auch ein 113 Beiträge umfassendes Sprachenlexikon gehört. Die AutorInnen sind auf ihrem Fachgebiet ausgewiesene WissenschafterInnen aus dem In- und Ausland. Ich sage das deswegen, weil es dafür meines Wissens – und dazu würde ich Herrn Wissenschaftsminister Hahn sehr gerne einladen – aus dem Wissenschaftsministerium noch keine zugesagte Unterstützung gibt. Diese wäre wirklich dringend notwendig, und beide Projekte würden sich das auch verdienen. Daher würde ich Herrn Minister Hahn gerne einladen und bitten, nachzudenken beziehungsweise nachzuschauen, ob er diese beiden guten Projekte aus seinem Ressort auch unterstützen könnte. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Österreich ist keine Stadt!
Die eine Wirklichkeit ist die Wirklichkeit der Frau Minister, wo es um die Kriminalität in Österreich nicht schlimm bestellt ist und wo das Motto lautet: Wien ist eine sichere Stadt! Österreich ist eine sichere Stadt! (Abg. Öllinger: Österreich ist keine Stadt!) Und die andere Wirklichkeit, die acht Millionen Österreicher jeden Tag erleben, ist, dass man der Einbruchsstatistik nicht mehr Herr werden kann, dass man den Banden aus dem Osten nicht mehr Herr werden kann und dass kaum ein Tag vergeht, an dem nicht neue Rekorde der Kriminalität Eingang in die Tageszeitungen finden!
Abg. Weinzinger: Ungeheuerlich!
Als wir das im Ausschuss diskutiert haben und ich mir erlaubt habe, die Frau Innenminister darauf hinzuweisen, dass die Öffnung der Schengen-Grenzen eigentlich maßgeblich für diesen Kriminalitätsanstieg ist, hat sie verharmlost und gesagt, das stimme alles gar nicht, das sei nicht wahr. (Abg. Weinzinger: Ungeheuerlich!) Herr Kollege Hornek fühlte sich sogar bemüßigt zu sagen, dass es die Serben sind, die diesen Kriminalitätsanstieg zu verantworten haben, denn die Serben wählen zu einem großen Teil die Freiheitliche Partei, wenn sie hier wahlberechtigt und gut integrierte Staatsbürger geworden sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Als wir das im Ausschuss diskutiert haben und ich mir erlaubt habe, die Frau Innenminister darauf hinzuweisen, dass die Öffnung der Schengen-Grenzen eigentlich maßgeblich für diesen Kriminalitätsanstieg ist, hat sie verharmlost und gesagt, das stimme alles gar nicht, das sei nicht wahr. (Abg. Weinzinger: Ungeheuerlich!) Herr Kollege Hornek fühlte sich sogar bemüßigt zu sagen, dass es die Serben sind, die diesen Kriminalitätsanstieg zu verantworten haben, denn die Serben wählen zu einem großen Teil die Freiheitliche Partei, wenn sie hier wahlberechtigt und gut integrierte Staatsbürger geworden sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Minister, das ist absurd! Wer diesen Zugang hat, die Kriminalität in Österreich bekämpfen zu wollen, disqualifiziert sich damit selbst. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Unglaublich!
Und der Chef der Fremdenpolizei, Herr Kovarnik, setzte noch eines drauf und sagte, dass zahlreiche ausländische Straftäter mit unzähligen Tricks wie Scheinehen, falschen Papieren, immer wieder aufs Neue gestellten Asylansuchen et cetera hier im Lande verbleiben können. – Das hat ihm eine parlamentarische Anfrage der Grünen eingebracht, die ihn des Rassismus beschuldigt haben. (Abg. Kickl: Unglaublich!) Seither sagt er nichts mehr.
Beifall bei der FPÖ.
Nur, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Grünen, wenn Sie so Politik machen und hier schützend die Hand über ausländische Straftäter halten, dann ist es gut, dass Sie in der Wählergunst fallen und fallen und fallen, bis Sie letztendlich aus diesem Parlament draußen sind. Und das wird ein schöner Tag für Österreich werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn ich mir die Stadt Wien anschaue, wo Bürgermeister Häupl jetzt noch den Ton angibt, dann kann ich nur sagen: Es wird ein guter Tag und es wird ein schöner Tag werden, wenn dieser Bürgermeister Häupl den Bürgermeistersessel verliert und ein Freiheitlicher, nämlich unser Obmann Heinz-Christian Strache dessen Platz einnehmen wird! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Genau so, wie wir in Wien den Wechsel brauchen, brauchen wir ihn auch auf Bundesebene, dass man nämlich nicht jemanden an der Spitze des Innenressorts sitzen hat, der nicht einmal auf die eigene Handtasche aufpassen kann (Zwischenrufe bei der ÖVP), sondern jemanden, der entschlossen gegen die Kriminalität vorgeht, die Probleme beim Namen nennen kann und auch tatsächlich die Sicherheitspolitik zu exekutieren bereit ist. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Genau so, wie wir in Wien den Wechsel brauchen, brauchen wir ihn auch auf Bundesebene, dass man nämlich nicht jemanden an der Spitze des Innenressorts sitzen hat, der nicht einmal auf die eigene Handtasche aufpassen kann (Zwischenrufe bei der ÖVP), sondern jemanden, der entschlossen gegen die Kriminalität vorgeht, die Probleme beim Namen nennen kann und auch tatsächlich die Sicherheitspolitik zu exekutieren bereit ist. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren Abgeordnete! Weg von den Träumereien – zurück zur Realität! (Beifall bei der ÖVP.) Man kann natürlich kritisieren, dass erst heute der Sicherheitsbericht 2007 hier im Nationalrat diskutiert wird, aber ich glaube, es ist auch im Ausschuss schon sehr eindeutig und klar von den beiden Bundesministerinnen erklärt worden, warum es so spät zu dieser Diskussion kommt.
Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten des BZÖ. – Abg. Grosz – in Richtung des Redners –: Nicht lachen!
Ich denke, dass gerade bei Frau Bundesminister Fekter die Sicherheit in sehr guten Händen ist. (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten des BZÖ. – Abg. Grosz – in Richtung des Redners –: Nicht lachen!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das war eine andere Regierung!
Ein ganz wichtiger Aspekt ist – und das möchte ich natürlich auch hervorheben –, dass die rückläufigen Kriminalitätszahlen vom Jahr 2005 bis zum Spätherbst 2008 stattgefunden haben (Abg. Ing. Westenthaler: Das war eine andere Regierung!), was natürlich auch darauf zurückzuführen ist, dass wir eine sehr enge Kooperation mit ausländischen Polizeiorganisationen geführt haben und dass wir Maßnahmen in der internationalen Zusammenarbeit im Polizeibereich gesetzt haben.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne denke ich, dass wir auf dem richtigen Weg sind; vor allem der Frau Bundesminister ein Dankeschön für ihre Arbeit gerade im Bereich der Sicherheit – für die Menschen in unserem Lande. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Eßl.
Das ist, was Sicherheitsberichte anlangt, ein wirklich peinliches Tohuwabohu, Frau Ministerin! Da sollten Sie hineinfahren – und endlich über die aktuelle Lage mit uns diskutieren. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Beifall beim BZÖ.
97 Prozent der Einbrecher werden in Wien überhaupt nie gefasst. Frau Ministerin, das ist eine sichere Bank, das ist sicherer als jedes Glücksspiel. Man braucht nur als Einbrecher nach Wien zu kommen und wird nie erwischt. Und das ist nicht zufriedenstellend, Frau Ministerin! Das kann es nicht sein. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir hatten von Jänner bis März dieses Jahres, in den ersten drei Monaten, 143 253 Verbrechen in diesem Land zu verzeichnen; plus 4,68 Prozent. Wenn wir das anhand der bisherigen Erfahrungswerte der letzten Jahre hochrechnen, dann werden wir erstmals am Ende dieses Jahres in Österreich die Marke von 600 000 Verbrechen überschreiten, Frau Ministerin! Wir haben einen Sicherheitsnotstand! Sie haben zu reagieren und uns nicht dauernd zu erzählen, dass die Kriminalität in Österreich gar nicht so schlimm ist! (Beifall beim BZÖ.)
Ruf beim BZÖ: Skandal!
Österreichweit – das ist auch eine „tolle“ Bilanz – ist die tägliche Verbrechenszahl unter Ihrer Führung, Frau Ministerin, gestiegen, nämlich von 65 Verbrechen am Tag auf 67. Da kann irgendetwas nicht stimmen. Die Verbrechenszahl steigt, die Aufklärungsquote sinkt. Und was macht die hilflose Ministerin Fekter? – Sie sagt: Schuld ist die Polizei! (Ruf beim BZÖ: Skandal!) Sie, Frau Ministerin, schieben die Schuld Ihrer verfehlten Sicherheitspolitik auf die Exekutive und sagen: Die sind schuld, ich kann nichts dafür, die können nicht aufklären!
Abg. Königsberger-Ludwig: Sie haben nicht zugehört!
Und die SPÖ schaut noch zu! Die Wiener Polizei wird nicht mehr verteidigt, im Innenausschuss gab es nicht ein Wort der Verteidigung für die Wiener Polizei. (Abg. Königsberger-Ludwig: Sie haben nicht zugehört!) Wir vom BZÖ sagen klipp und klar: Nicht die Exekutive ist schuld, die arbeitet ohnehin schon rund um die Uhr, sondern Sie sind schuld mit Ihrer verfehlten Sicherheitspolitik in diesem Land, Frau Ministerin Fekter! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Und die SPÖ schaut noch zu! Die Wiener Polizei wird nicht mehr verteidigt, im Innenausschuss gab es nicht ein Wort der Verteidigung für die Wiener Polizei. (Abg. Königsberger-Ludwig: Sie haben nicht zugehört!) Wir vom BZÖ sagen klipp und klar: Nicht die Exekutive ist schuld, die arbeitet ohnehin schon rund um die Uhr, sondern Sie sind schuld mit Ihrer verfehlten Sicherheitspolitik in diesem Land, Frau Ministerin Fekter! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Mit dieser Zahl, Frau Ministerin, werden Sie die Aufklärungsquote nicht erhöhen und werden Sie die Kriminalität nicht senken, sondern das ist in Wirklichkeit eine Bankrotterklärung Ihrer Sicherheitspolitik. (Beifall beim BZÖ.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Es gibt kein Bleiberecht!
Wir wollen auch, dass endlich etwas gegen den Asylmissbrauch getan wird. Sie haben ein humanitäres Bleiberecht formuliert und beschließen lassen. Sie haben ein Bleiberecht ... (Bundesministerin Dr. Fekter: Es gibt kein Bleiberecht!) – Na selbstverständlich gibt es ein Bleiberecht, das Tür und Tor öffnet für Missbrauch, sodass weitere kriminelle Asylwerber hier ihr Unwesen treiben und nicht abgeschoben werden können. Und das lehnen wir ganz massiv ab, Frau Ministerin! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir wollen auch, dass endlich etwas gegen den Asylmissbrauch getan wird. Sie haben ein humanitäres Bleiberecht formuliert und beschließen lassen. Sie haben ein Bleiberecht ... (Bundesministerin Dr. Fekter: Es gibt kein Bleiberecht!) – Na selbstverständlich gibt es ein Bleiberecht, das Tür und Tor öffnet für Missbrauch, sodass weitere kriminelle Asylwerber hier ihr Unwesen treiben und nicht abgeschoben werden können. Und das lehnen wir ganz massiv ab, Frau Ministerin! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Da tragen Sie Mitverantwortung, Frau Ministerin, und das werden wir entsprechend aufklären, denn es kann nicht sein, dass wir immer mehr Kriminalität importieren, dass immer mehr Verbrecher ins Land hereinkommen – und dann werden sie in kürzester Zeit frühzeitig freigelassen. Ja, das frustriert die Polizei, wenn die Verbrecher, die sie erst vor ein paar Wochen festgenommen hat, ihr schon wieder vors Gesicht treten. Das geht nicht! Wir sind gegen solch ein Haftentlastungspaket. Wer in Österreich eine Strafe begeht, der muss entsprechend hinter Schloss und Riegel und darf nicht vorzeitig wieder freigelassen werden. Das verlangen wir von Ihnen, und dafür sind Sie verantwortlich. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine geschätzten Damen und Herren! Hohes Haus! Manchmal, meine sehr geehrten Damen und Herren, wundere ich mich über das, was uns Blau und Orange da erzählen – die größte Einsparungswelle bei der Polizei in der Geschichte dieser Republik habt’s „es“ doch beschlossen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.) Nur glaubt’s nicht, wir haben das vergessen! Diese Bundesregierung hat das erste Mal in ihrem Budget 1 000 Planstellen zusätzlich drinnen. Und das ist die Wahrheit und sonst nichts, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine geschätzten Damen und Herren! Hohes Haus! Manchmal, meine sehr geehrten Damen und Herren, wundere ich mich über das, was uns Blau und Orange da erzählen – die größte Einsparungswelle bei der Polizei in der Geschichte dieser Republik habt’s „es“ doch beschlossen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe beim BZÖ.) Nur glaubt’s nicht, wir haben das vergessen! Diese Bundesregierung hat das erste Mal in ihrem Budget 1 000 Planstellen zusätzlich drinnen. Und das ist die Wahrheit und sonst nichts, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Das wird nicht besser. Da könnt’s es hundertmal runterbeten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Und lassen Sie mich auch hier und heute klar unseren Kolleginnen und Kollegen der Exekutive für ihren Einsatz für die Menschen in unserer Heimat sehr herzlich danken, denn das ist euch nicht einmal ein Wort wert, dass „es“ unseren Leuten danke sagt. (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit beim BZÖ. – Abg. Mayerhofer: Darum kann man sich nichts kaufen!) Das ist Polemik, meine geschätzten Damen und Herren.
Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit beim BZÖ. – Abg. Mayerhofer: Darum kann man sich nichts kaufen!
Das wird nicht besser. Da könnt’s es hundertmal runterbeten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Und lassen Sie mich auch hier und heute klar unseren Kolleginnen und Kollegen der Exekutive für ihren Einsatz für die Menschen in unserer Heimat sehr herzlich danken, denn das ist euch nicht einmal ein Wort wert, dass „es“ unseren Leuten danke sagt. (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit beim BZÖ. – Abg. Mayerhofer: Darum kann man sich nichts kaufen!) Das ist Polemik, meine geschätzten Damen und Herren.
Abg. Ing. Westenthaler: In den neunziger Jahren!
Und, Herr Kollege Westenthaler, lest’s nach in Stenographischen Protokollen, lest’s nach in allen Unterlagen! Wisst’s, wann wir die größte Zuwanderung gehabt haben? Wisst’s, wann wir die meisten Asylanträge gehabt haben? Wisst’s ... (Abg. Ing. Westenthaler: In den neunziger Jahren!) – Nein! Als „es“ in der Regierung wart. (Rufe beim BZÖ: „Es“! „Es“!) Nur vergessen habt’s das, meine geschätzten Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler: Wer ist „es“?) Lassen wir die Kirche im Dorf, wie man so schön sagt. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe beim BZÖ: „Es“! „Es“!
Und, Herr Kollege Westenthaler, lest’s nach in Stenographischen Protokollen, lest’s nach in allen Unterlagen! Wisst’s, wann wir die größte Zuwanderung gehabt haben? Wisst’s, wann wir die meisten Asylanträge gehabt haben? Wisst’s ... (Abg. Ing. Westenthaler: In den neunziger Jahren!) – Nein! Als „es“ in der Regierung wart. (Rufe beim BZÖ: „Es“! „Es“!) Nur vergessen habt’s das, meine geschätzten Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler: Wer ist „es“?) Lassen wir die Kirche im Dorf, wie man so schön sagt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wer ist „es“?
Und, Herr Kollege Westenthaler, lest’s nach in Stenographischen Protokollen, lest’s nach in allen Unterlagen! Wisst’s, wann wir die größte Zuwanderung gehabt haben? Wisst’s, wann wir die meisten Asylanträge gehabt haben? Wisst’s ... (Abg. Ing. Westenthaler: In den neunziger Jahren!) – Nein! Als „es“ in der Regierung wart. (Rufe beim BZÖ: „Es“! „Es“!) Nur vergessen habt’s das, meine geschätzten Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler: Wer ist „es“?) Lassen wir die Kirche im Dorf, wie man so schön sagt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und, Herr Kollege Westenthaler, lest’s nach in Stenographischen Protokollen, lest’s nach in allen Unterlagen! Wisst’s, wann wir die größte Zuwanderung gehabt haben? Wisst’s, wann wir die meisten Asylanträge gehabt haben? Wisst’s ... (Abg. Ing. Westenthaler: In den neunziger Jahren!) – Nein! Als „es“ in der Regierung wart. (Rufe beim BZÖ: „Es“! „Es“!) Nur vergessen habt’s das, meine geschätzten Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler: Wer ist „es“?) Lassen wir die Kirche im Dorf, wie man so schön sagt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: „Es“ hat sich aufgeregt!
Ich glaube, dass diese Bundesregierung wirklich hervorragende Arbeit leistet. Und jetzt sage ich euch noch etwas: Hat sich heute einer aufgeregt über den Kulturbericht 2007? (Abg. Mag. Stadler: „Es“ hat sich aufgeregt!) Hat das einer? „Es“ hättet’s schon längst, wenn ’s so feinfühlig seid’s, als „es“ in der Regierung wart’s, etwas tun können. Wir wissen, dass daran gearbeitet wird. Wir wissen es. (Abg. Ing. Westenthaler: „Es“! – Der Sicherheitssprecher der SPÖ!) – Ja, ja, ist schon recht. Erzählt’s das in der Steiermark, aber nicht hier!
Abg. Ing. Westenthaler: „Es“! – Der Sicherheitssprecher der SPÖ!
Ich glaube, dass diese Bundesregierung wirklich hervorragende Arbeit leistet. Und jetzt sage ich euch noch etwas: Hat sich heute einer aufgeregt über den Kulturbericht 2007? (Abg. Mag. Stadler: „Es“ hat sich aufgeregt!) Hat das einer? „Es“ hättet’s schon längst, wenn ’s so feinfühlig seid’s, als „es“ in der Regierung wart’s, etwas tun können. Wir wissen, dass daran gearbeitet wird. Wir wissen es. (Abg. Ing. Westenthaler: „Es“! – Der Sicherheitssprecher der SPÖ!) – Ja, ja, ist schon recht. Erzählt’s das in der Steiermark, aber nicht hier!
Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.
Wenn wir schon über Daten und Fakten diskutieren, so weiß jeder, dass es zwei grundlegende Statistiken gibt: eine Anzeigenstatistik und eine Verurteiltenstatistik. Wir haben uns vorgenommen, diese zwei Statistiken zusammenzuführen, um einen gemeinsamen Sicherheitsbericht zu erhalten. (Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.)
Ironische Heiterkeit und Rufe beim BZÖ: „Es“! „Es“!
Das haben wir nicht nur in das Regierungsübereinkommen hineingeschrieben, sondern beide Ministerinnen haben im Ausschuss auch eine Zusage dahingehend gemacht. Doch was macht’s „es“? (Ironische Heiterkeit und Rufe beim BZÖ: „Es“! „Es“!) „Es“ hört’s nicht einmal zu, weil’s nicht zuhören wollt’s.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist die Zeit der großen SPÖ-Sicherheitssprecher?
Ich meine, dass diese Bundesregierung ausgezeichnet aufgestellt ist, und ich finde, dass wir in Österreich ein gutes Ausbildungssystem und eine gute Planstelleneinteilung für die Zukunft haben. Arbeitet’s ganz einfach mit, dann werden wir für die Österreicherinnen und Österreicher beziehungsweise für unsere Heimat eine ausgezeichnete Arbeit leisten! Alles Gute! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist die Zeit der großen SPÖ-Sicherheitssprecher?)
Abg. Ing. Westenthaler: Auf mehrfaches Nachfragen!
Es hat auch eine Verschiebung innerhalb des Wohnungseinbruchsdiebstahls von den Bundesländern nach Wien gegeben. Die 2 812 Einbrüche in den ersten drei Monaten dieses Jahres in Wien waren nur eine der Zahlen, die die Innenministerin auch zu meiner persönlichen Überraschung im Innenausschuss auf unsere Fragen genannt hat. (Abg. Ing. Westenthaler: Auf mehrfaches Nachfragen!) 3,2 Prozent Aufklärungsquote – eine Aufklärungsquote, die erstmals gegen Null geht – heißt, dass nur noch 90 Wohnungseinbrüche von 2 812 aufgeklärt werden. 2 722 – und darauf können sich die Wienerinnen und Wiener verlassen! – bleiben unaufgeklärt und folgenlos. Dafür muss es doch Gründe geben!
Abg. Kößl: Das hat sie nicht gesagt!
Da gibt es eine Möglichkeit, und das ist die Möglichkeit, die die Innenministerin behauptet, nämlich: Die Wiener Polizisten sind dreimal so schlecht und so dumm wie die Berliner Polizisten. Die Wiener Polizisten sind dreimal so schlecht und so dumm oder fünfmal so schlecht und so dumm wie die Münchner Polizisten. (Abg. Kößl: Das hat sie nicht gesagt!)
Abg. Kößl: Du kennst dich nicht aus! Du hast keine Ahnung!
Was haben wir hinter uns in Wien? – Acht Jahre konzentrierte Parteibuchwirtschaft. Frau Bundesministerin, wenn Sie heute die Wiener Polizei kritisieren, dann muss ich Ihnen sagen: Denken Sie immer daran, dass die Spitze fest in den Händen der Österreichischen Volkspartei ist! Alle verantwortlichen Polizisten an der Spitze haben ein schwarzes Parteibuch. Das ist ja schon eine innerparteiliche Kritik, die Sie hier betreiben, wenn Sie über die Wiener Polizei herziehen. (Abg. Kößl: Du kennst dich nicht aus! Du hast keine Ahnung!) Und es hat seit Ernst Strasser eine Überzentralisierung stattgefunden, die dazu geführt hat, dass die Wiener Kriminalpolizei nicht mehr, wie es ihren Erfahrungen und Erfolgen entspricht, dezentral arbeiten kann.
Abg. Amon: Von wem haben Sie diese E-Mails?
höchste Gewerkschafter der ÖVP, ein hoher Beamter im Innenministerium, beklagt, dass in Wien die Personaldecke der ÖVP so dünn ist. (Abg. Amon: Von wem haben Sie diese E-Mails?) Man findet niemanden, um die Posten zu besetzen, und wenn man zu wenige „Parteipolizisten“ hat, dann muss man eben eine schlankere, eine größere Spitze schaffen (Abg. Kößl: Du kennst dich nicht aus! Du hast keine Ahnung!), dann muss man eine Spitze schaffen, die man mit wenigen „Parteipolizisten“ besetzen kann. Genau das ist in Wien passiert! Und da gibt es noch viel mehr E-Mails. Das sind praktisch gedruckte Geständnisse eines Innenministers über den Ruin der Wiener und der österreichischen Kriminalpolizei. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Amon: Von wem haben Sie diese E-Mails?)
Abg. Kößl: Du kennst dich nicht aus! Du hast keine Ahnung!
höchste Gewerkschafter der ÖVP, ein hoher Beamter im Innenministerium, beklagt, dass in Wien die Personaldecke der ÖVP so dünn ist. (Abg. Amon: Von wem haben Sie diese E-Mails?) Man findet niemanden, um die Posten zu besetzen, und wenn man zu wenige „Parteipolizisten“ hat, dann muss man eben eine schlankere, eine größere Spitze schaffen (Abg. Kößl: Du kennst dich nicht aus! Du hast keine Ahnung!), dann muss man eine Spitze schaffen, die man mit wenigen „Parteipolizisten“ besetzen kann. Genau das ist in Wien passiert! Und da gibt es noch viel mehr E-Mails. Das sind praktisch gedruckte Geständnisse eines Innenministers über den Ruin der Wiener und der österreichischen Kriminalpolizei. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Amon: Von wem haben Sie diese E-Mails?)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Amon: Von wem haben Sie diese E-Mails?
höchste Gewerkschafter der ÖVP, ein hoher Beamter im Innenministerium, beklagt, dass in Wien die Personaldecke der ÖVP so dünn ist. (Abg. Amon: Von wem haben Sie diese E-Mails?) Man findet niemanden, um die Posten zu besetzen, und wenn man zu wenige „Parteipolizisten“ hat, dann muss man eben eine schlankere, eine größere Spitze schaffen (Abg. Kößl: Du kennst dich nicht aus! Du hast keine Ahnung!), dann muss man eine Spitze schaffen, die man mit wenigen „Parteipolizisten“ besetzen kann. Genau das ist in Wien passiert! Und da gibt es noch viel mehr E-Mails. Das sind praktisch gedruckte Geständnisse eines Innenministers über den Ruin der Wiener und der österreichischen Kriminalpolizei. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Amon: Von wem haben Sie diese E-Mails?)
Abg. Kößl: Du bist ein Skandal! Ungeheuerlich! – Abg. Amon: Unglaublich! – Weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Frau Bundesministerin! Ich weiß, es steckt keine persönliche Absicht dahinter und Sie fühlen sich auch persönlich nicht wohl dabei, aber objektiv – und das ist ein Faktum! – sind nicht nur in den Augen von Kriminellen heute drei ÖVP-Innenminister und auch Sie so etwas wie eine Schutzpatronin des organisierten Einbruchs. (Abg. Kößl: Du bist ein Skandal! Ungeheuerlich! – Abg. Amon: Unglaublich! – Weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen
So etwas darf es in der Sicherheitspolitik nicht geben: dass man sich fragt, auf welcher Seite eigentlich die Innenministerin steht! Eine Innenministerin, die die Sicherheit der eigenen Partei über die Sicherheit der Bevölkerung stellt, hat ihre Aufgabe verfehlt (Beifall bei den Grünen) und begünstigt, auch wenn sie es nicht will ... (Abg. Kößl: Du bist ein lebendiger Skandal!) Ich will Ihnen überhaupt nicht unterstellen, dass Sie die organisierte Kriminalität persönlich fördern wollen, aber objektiv haben Sie in Wien Voraussetzungen geschaffen, die für das organisierte Verbrechen so gut sind wie sonst nirgendwo. Deswegen ist es wichtig, diesen Kurs zu ändern.
Abg. Kößl: Du bist ein lebendiger Skandal!
So etwas darf es in der Sicherheitspolitik nicht geben: dass man sich fragt, auf welcher Seite eigentlich die Innenministerin steht! Eine Innenministerin, die die Sicherheit der eigenen Partei über die Sicherheit der Bevölkerung stellt, hat ihre Aufgabe verfehlt (Beifall bei den Grünen) und begünstigt, auch wenn sie es nicht will ... (Abg. Kößl: Du bist ein lebendiger Skandal!) Ich will Ihnen überhaupt nicht unterstellen, dass Sie die organisierte Kriminalität persönlich fördern wollen, aber objektiv haben Sie in Wien Voraussetzungen geschaffen, die für das organisierte Verbrechen so gut sind wie sonst nirgendwo. Deswegen ist es wichtig, diesen Kurs zu ändern.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kößl: Deine Rede ist ein Skandal! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Deswegen kurze Zusammenfassung und einzige Schlussfolgerung aus den Fakten, die heute möglich ist: Es ist Aufgabe dieses Parlaments, dieses Hauses und seines Innenausschusses, die österreichische Polizei vor der Innenministerin und ihrer Partei zu schützen! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kößl: Deine Rede ist ein Skandal! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Zur Geschäftsordnung!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Für Ihre Ausführungen, Herr Abgeordneter Dr. Pilz, in Richtung der Frau Bundesministerin, sie sei „Schutzpatronin des organisierten Einbruchs“, erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Zur Geschäftsordnung!)
auf die auf dem Platz des Abg. Dr. Graf aufgestellte Faltkarte mit der Aufschrift „www.unzensuriert.at“ zeigend
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident, es gibt eine Vereinbarung, dass Tafeln und ähnliche Dinge, die hier zur Schau gestellt werden, nur für kurze Zeiträume zur Schau gestellt werden dürfen. Herr Präsident, könnten Sie veranlassen, dass die Tafel, die der Präsident Graf hier auf seinem Platz aufgestellt hat (auf die auf dem Platz des Abg. Dr. Graf aufgestellte Faltkarte mit der Aufschrift „www.unzensuriert.at“ zeigend), weggeräumt wird. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident, es gibt eine Vereinbarung, dass Tafeln und ähnliche Dinge, die hier zur Schau gestellt werden, nur für kurze Zeiträume zur Schau gestellt werden dürfen. Herr Präsident, könnten Sie veranlassen, dass die Tafel, die der Präsident Graf hier auf seinem Platz aufgestellt hat (auf die auf dem Platz des Abg. Dr. Graf aufgestellte Faltkarte mit der Aufschrift „www.unzensuriert.at“ zeigend), weggeräumt wird. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ich habe nicht von 2007 geredet!
Bundesministerin für Inneres Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Werte Gäste! Wir diskutieren heute den Sicherheitsbericht 2007. Dieser Bericht enthält noch sehr erfreuliche Zahlen, er bescheinigt nämlich eine rückläufige Kriminalität. Im Jahr 2007 wurden 594 240 strafbare Handlungen begangen, davon sind – man sollte, Herr Kollege Westenthaler, Verbrechen und Vergehen schon unterscheiden können, wenn man hier im Hohen Haus sitzt (Abg. Ing. Westenthaler: Ich habe nicht von 2007 geredet!) – 133 546 Verbrechen und 460 694 Vergehen. Im Jahr 2007 betrug die Aufklärungsquote 39,4 Prozent.
Abg. Ing. Westenthaler: Wie kommt denn das?
Bedauerlicherweise ist die Aufklärungsquote bei den Wohnungseinbrüchen und bei den Firmeneinbrüchen sehr, sehr niedrig (Abg. Ing. Westenthaler: Wie kommt denn das?), und daher setzen wir da ganz gezielt Schwerpunkte. Ich habe die Einbruchskriminalität zu meinem Schwerpunkt erklärt. (Ironische Heiterkeit und Ruf beim BZÖ: Das sieht man eh!)
Ironische Heiterkeit und Ruf beim BZÖ: Das sieht man eh!
Bedauerlicherweise ist die Aufklärungsquote bei den Wohnungseinbrüchen und bei den Firmeneinbrüchen sehr, sehr niedrig (Abg. Ing. Westenthaler: Wie kommt denn das?), und daher setzen wir da ganz gezielt Schwerpunkte. Ich habe die Einbruchskriminalität zu meinem Schwerpunkt erklärt. (Ironische Heiterkeit und Ruf beim BZÖ: Das sieht man eh!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bedanke mich auf diesem Weg sehr herzlich für die hervorragende Arbeit der Exekutive, die unser Land zu einem der sichersten in der ganzen Welt macht. (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.
Die Menschen fahren gerne zu uns auf Urlaub, besuchen unser Land sehr gerne, weil wir eben eines der sichersten Länder dieser Welt sind, und das lassen wir uns nicht schlechtreden. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Gibt es schon Zahlen?
weise die Schwerpunktaktionen, die Anfang April gesetzt wurden, ein voller Erfolg. Ich bedanke mich dafür bei der Polizei von Niederösterreich, vom Burgenland und von Wien, die in hervorragender Kooperation fünf Tage lang Planquadrate gemacht hat und eine Fülle von Fahndungserfolgen erzielen konnte. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Gibt es schon Zahlen?)
Abg. Ing. Westenthaler: Sagen Sie uns die Zahlen!
Im Hinblick auf die Auswertung der Ergebnisse werden die Zahlen selbstverständlich öffentlich gemacht werden. (Abg. Ing. Westenthaler: Sagen Sie uns die Zahlen!)
Abg. Ing. Westenthaler: Meinen Sie das ernst, was Sie da sagen? Die Einbrecher werden gefragt, warum sie einbrechen? Das glaubt Ihnen niemand!
Wir werden weiters eine Kriminalstatistik-neu bekommen, damit wir unter wissenschaftlicher Begleitung externer Experten neue Erkenntnisse erhalten, insbesondere im Hinblick auf die Täterstrukturen, die Tatzeiten, den Modus operandi, die Opfersicht, das Opferumfeld und das Täterumfeld. Nur anhand solcher Erkenntnisse ist es möglich, erfolgreiche präventive Maßnahmen zu setzen. Hiezu sollen auch Tatverdächtige im Nachhinein in die Forschungsarbeit einbezogen werden. Sie sollen nach ihren Beweggründen gefragt werden, und sie sollen gefragt werden, nach welchen Kriterien sie bestimmte Wohnungen oder Häuser ausgewählt haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Meinen Sie das ernst, was Sie da sagen? Die Einbrecher werden gefragt, warum sie einbrechen? Das glaubt Ihnen niemand!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Es gibt einen Sicherheitsnotstand, das ist die Wahrheit!
und die Ausrüstung der Polizei besser ausstatten können. Wir sind auf dem richtigen Weg, nach wie vor eines der sichersten Länder der Welt zu bleiben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Es gibt einen Sicherheitsnotstand, das ist die Wahrheit!)
Abg. Strache: Den haben Sie herbeigeführt!
Herr Kollege Strache, reden Sie nicht einen Notstand herbei (Abg. Strache: Den haben Sie herbeigeführt!) und laden Sie nicht die Täter ein! Sie machen damit die Arbeit für die Täter leicht, wenn Sie ständig suggerieren, dass bei uns das Paradies für organisierte Kriminalität wäre. Wir sind das nicht! Wirf bekämpfen diese Banden effizient! Ich bedanke mich dafür bei der Polizei. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Strache, reden Sie nicht einen Notstand herbei (Abg. Strache: Den haben Sie herbeigeführt!) und laden Sie nicht die Täter ein! Sie machen damit die Arbeit für die Täter leicht, wenn Sie ständig suggerieren, dass bei uns das Paradies für organisierte Kriminalität wäre. Wir sind das nicht! Wirf bekämpfen diese Banden effizient! Ich bedanke mich dafür bei der Polizei. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Die Regierungsbank ist momentan völlig verwaist. – Meine sehr geehrten Damen und Herren, dieser heutige Dringliche Antrag soll schon auch eine Nagelprobe für den Herrn Bundeskanzler Faymann darstellen. Wir haben ja heute im Rahmen der Debatten hier schon so manch Aufschlussreiches gehört. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Bundeskanzler Faymann, Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll, Bundesminister Hundstorfer und die Staatssekretäre Mag. Schieder und Dr. Ostermayer nehmen auf der Regierungsbank Platz.
schon beide Begriffe verwenden – zu sehen ist, sondern, da plötzlich offenbar auch von der SPÖ und deren Strategen erkannt wurde, dass wir eine Banken-, Finanz- und Wirtschaftskrise erleben, ihn jetzt ernsthaft auf dem Plakat dargestellt hat, indem er nicht mehr als Grinsekanzler grinst, sondern streng auf das Staatsvolk herabblickt, wie sich die SPÖ-Werbestrategen das offenbar überlegt haben. (Bundeskanzler Faymann, Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll, Bundesminister Hundstorfer und die Staatssekretäre Mag. Schieder und Dr. Ostermayer nehmen auf der Regierungsbank Platz.)
Beifall bei der FPÖ.
Man ist in der Löwelstraße jetzt also endlich draufgekommen, dass es eine ernste Wirtschaftskrise gibt, bezüglich der man sich überlegen muss, wie man diese im Interesse der Bevölkerung abwenden beziehungsweise wie man ihr gegensteuern kann. Da muss der Kanzler jetzt eben ernst dreinschauen! Ich kann nur sagen, mit den Sorgenfalten klappt es noch nicht ganz so gut auf dem Plakat, aber spätestens nach der kommenden EU-Wahl wird es so sein, dass man sie besser sehen kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Weinzinger
Ich weiß nicht, wie Ihr politisches Credo lautet. Ich denke, wir kennen es aus Wien, wir kennen es aus der Bundeshauptstadt, wo Sie eine absolute Mehrheit haben. Dort sind Sie Belastungskaiser (Zwischenruf des Abg. Weinzinger): Dort erhöhen Sie seit Jahren alle Kommunalsteuern, wo Sie es nur können, im Bereich von Müll- und Kanalgebühren, Strom- und Gasgebühren – da sind Sie Belastungskaiser. Aber genau das brauchen wir Österreicher in dieser Situation nicht! Herunter mit den Steuern! Keine neuen Steuern, wie Sie das in Ihrem Parteiapparat schon wieder überlegen, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich weiß nicht, wie Ihr politisches Credo lautet. Ich denke, wir kennen es aus Wien, wir kennen es aus der Bundeshauptstadt, wo Sie eine absolute Mehrheit haben. Dort sind Sie Belastungskaiser (Zwischenruf des Abg. Weinzinger): Dort erhöhen Sie seit Jahren alle Kommunalsteuern, wo Sie es nur können, im Bereich von Müll- und Kanalgebühren, Strom- und Gasgebühren – da sind Sie Belastungskaiser. Aber genau das brauchen wir Österreicher in dieser Situation nicht! Herunter mit den Steuern! Keine neuen Steuern, wie Sie das in Ihrem Parteiapparat schon wieder überlegen, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch
Natürlich sind wie üblich einige Landeshauptleute vorgeprescht, wie Herr Landeshauptmann Voves (Zwischenruf des Abg. Grillitsch), der am 16. April 2009 von einer strukturellen Steuerreform spricht, die er eingefordert hat und die aus seiner Sicht bereits am 1. Jänner 2010 in Kraft treten soll und dessen Paket die Einführung neuer Steuern, eine Vermögenszuwachssteuer und die Wiederbelebung der Erbschafts- und Schenkungssteuer, beinhalten soll.
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundeskanzler! Ich bitte Sie also, heute klar Stellung zu beziehen! Wir brauchen Solidarität und Steuersenkung statt neuerliche Steuerbelastung in Österreich. Das will ich auch von Ihnen hier einmal hören und klargestellt wissen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das sind vielleicht Ihre klassenkämpferischen Träume, in denen Sie das Volk enteignen wollen. – Nein, das kann nicht die richtige Politik sein! Stärkung des Mittelstandes ist der richtige Weg, und genau da werden wir Sie in die Verantwortung nehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Das passiert jetzt!
Im Regierungsprogramm haben Sie allerdings etwas anderes festgelegt, da hat es eine Festlegung zwischen SPÖ und ÖVP gegeben, in der man sich dazu bekennt, die Steuer- und Abgabenquote zu senken. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Das passiert jetzt!) Ich frage mich: Was gilt jetzt? – Offenbar weiß die Linke nicht, was die Rechte tut, hier auf dieser Regierungsbank. Das ist der Eindruck, der auch in der Öffentlichkeit erzeugt wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Im Regierungsprogramm haben Sie allerdings etwas anderes festgelegt, da hat es eine Festlegung zwischen SPÖ und ÖVP gegeben, in der man sich dazu bekennt, die Steuer- und Abgabenquote zu senken. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Das passiert jetzt!) Ich frage mich: Was gilt jetzt? – Offenbar weiß die Linke nicht, was die Rechte tut, hier auf dieser Regierungsbank. Das ist der Eindruck, der auch in der Öffentlichkeit erzeugt wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Sie können lesen, gratuliere!
„Mit ruhiger Hand und festem Willen. Mit Sachverstand und Hausverstand. Mit Sinn für das Notwendige. Gefühl für das Mögliche. Und Verantwortung für das Ganze.“ (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP. – Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Sie können lesen, gratuliere!)
Beifall bei der FPÖ.
Da kann sich die österreichische Bevölkerung ein Scheibchen abschneiden! Gute Nacht, Österreich!, bei diesen salbungsvollen Worten, da Sie meinen, dass man Österreich krankjammern könnte, Herr Finanzminister. Man kann Österreich nicht krankjammern! Man kann es „krankregieren“, wie Sie das in den letzten Jahren bewiesen haben, aber nicht krankjammern. (Beifall bei der FPÖ.)
ironische Heiterkeit von Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll
Mit Worthülsen haben Sie heute also versucht, ein gewisses Scheitern dieser Regierung zu kaschieren, das nehmen wir zur Kenntnis (ironische Heiterkeit von Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll), aber dieses Budget ist weder eine Kampfansage an die Krise, noch ein Fahrplan in die Zukunft. Wir stehen vor einer ungewöhnlichen Situation, haben Sie zu Recht gesagt, aber glauben Sie mir, in einer ungewöhnlichen Situation wird man mit Ihrer politischen Gewöhnlichkeit, mit der Sie an die Sache herangehen, nicht erfolgreich sein können. (Abg. Höfinger: Sie sind Meister der ...!)
Abg. Höfinger: Sie sind Meister der ...!
Mit Worthülsen haben Sie heute also versucht, ein gewisses Scheitern dieser Regierung zu kaschieren, das nehmen wir zur Kenntnis (ironische Heiterkeit von Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll), aber dieses Budget ist weder eine Kampfansage an die Krise, noch ein Fahrplan in die Zukunft. Wir stehen vor einer ungewöhnlichen Situation, haben Sie zu Recht gesagt, aber glauben Sie mir, in einer ungewöhnlichen Situation wird man mit Ihrer politischen Gewöhnlichkeit, mit der Sie an die Sache herangehen, nicht erfolgreich sein können. (Abg. Höfinger: Sie sind Meister der ...!)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Warum?!
In wenigen Monaten werden wir hier in diesem Haus sitzen, und Sie werden neuerlich all Ihre Zahlen, die Sie schon in den letzten Monaten immer wieder nach unten revidiert haben (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Warum?!), wahrscheinlich noch einmal revidieren, weil bei Ihnen alle paar Monate neue Zahlen vorhanden sind, und Sie werden dann erkennen, dass Sie doch früher hätten handeln müssen und wieder das Haus um Verständnis bitten. (Zwischenruf des Abg. Kopf.)
Zwischenruf des Abg. Kopf.
In wenigen Monaten werden wir hier in diesem Haus sitzen, und Sie werden neuerlich all Ihre Zahlen, die Sie schon in den letzten Monaten immer wieder nach unten revidiert haben (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Warum?!), wahrscheinlich noch einmal revidieren, weil bei Ihnen alle paar Monate neue Zahlen vorhanden sind, und Sie werden dann erkennen, dass Sie doch früher hätten handeln müssen und wieder das Haus um Verständnis bitten. (Zwischenruf des Abg. Kopf.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt sage ich Ihnen Folgendes: 100 000 Arbeitslose kosten die Republik pro Jahr 1,5 Milliarden € an Mehrkosten. Rechnen Sie sich aus, wie viele Milliarden das bei 600 000 Arbeitslosen, die bis Ende des Jahres befürchtet werden, sind! Da hätten wir mit 6,5 Milliarden € Steuersenkung auch wirklich entgegenwirken können, um diese Arbeitslosigkeit zu verhindern. (Beifall bei der FPÖ.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Sie waren in Regierung!
Ich frage mich: Wo waren Sie, als Sie die Stiftungseingangssteuer von 5 auf 2,5 Prozent halbiert und den Superreichen in diesem Land eine Entlastung gegönnt haben? Sie haben das beschlossen unter Rot und Schwarz. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Sie waren in Regierung!) Die Halbierung der Stiftungseingangssteuer ist letztlich durch Sie erfolgt, und nicht durch mich. (Zwischenrufe der Abgeordneten Tamandl und Dr. Matznetter.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Tamandl und Dr. Matznetter.
Ich frage mich: Wo waren Sie, als Sie die Stiftungseingangssteuer von 5 auf 2,5 Prozent halbiert und den Superreichen in diesem Land eine Entlastung gegönnt haben? Sie haben das beschlossen unter Rot und Schwarz. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Sie waren in Regierung!) Die Halbierung der Stiftungseingangssteuer ist letztlich durch Sie erfolgt, und nicht durch mich. (Zwischenrufe der Abgeordneten Tamandl und Dr. Matznetter.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist genau das, was wir erwarten würden, und keine neuen Steuern! Um zu erkennen, Steuern senken zu müssen, braucht es Solidarität statt eines Klassenkampfes, da braucht es Steuersenkungsmaßnahmen. Und wir wissen auch von Wirtschaftsexperten wie Herrn Laffer, der zu Recht von der Laffer-Kurve gesprochen hat, dass man sich dann, wenn man heute die höchste Steuerbelastung der Zweiten Republik feiert, nicht wundern darf, wenn bei so hohen Steuern am Ende weniger Steuereinnahmen erfolgen, weil das natürlich irgendwann einmal auch dazu führt, dass Unternehmen in die Schattenwirtschaft, in die Schwarzarbeit abwandern und wir das nur dann regulieren könnten, wenn wir Steuern entsprechend ordentlich senken würden, indem wir Eingangssteuersätze senken und den Menschen mehr Kaufkraft geben und damit der Schattenwirtschaft und der Schwarzarbeit entgegenwirken. Interessanterweise sagt der Ökonom Laffer auch, dass bei Steuersenkungen sogar mehr Einnahmen an Steuern möglich sind, und es nicht so ist, wie Sie das immer wieder behaupten: Wenn man Steuern senkt, heißt das weniger Einnahmen für den Staat. – Nein, bei klugen Maßnahmen kann auch das Gegenteil der Fall sein, was Sie leider Gottes verleugnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sondersituationen wie die jetzige Krise erfordern auch Sondermaßnahmen, deshalb ist es längst an der Zeit, auch ernsthaft darüber nachzudenken, dass wir nicht so wie bisher nach Ihrem Prinzip agieren „Darf’s ein bisserl mehr sein?“, was wir jährlich an Nettobeiträgen an die Europäische Union einzahlen, dann wird man doch bitte in diesen Sondersituationen auch einmal ernsthaft die eigenen Interessen in den Vordergrund stellen und einfordern können, dass wir, was die Beiträge in Richtung Europäischer Union betrifft, zumindest eine Halbierung vornehmen und das Restkapital der eigenen Bevölkerung und den eigenen Unternehmen und den eigenen Familien zur Verfügung stellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir brauchen dieses Geld, das Sie Jahr für Jahr nach Brüssel überweisen, nämlich über 2,1 Milliarden € jährlich, 800 Millionen € netto – Beiträge, die wir Österreicher nach Brüssel zahlen. Wir brauchen dieses Geld im eigenen Land und nicht in den Brüsseler Tintenburgen, und auch nicht dafür, den türkischen EU-Beitritt zu finanzieren. Da ist das Geld bei uns wesentlich besser angelegt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Signal!
Nein, wir sollten mit gutem Beispiel vorangehen und nicht den Antrag der Freiheitlichen, den wir ja mehrfach eingebracht haben, nämlich einmal eine Senkung unserer Gehälter um 4 Prozent zu beschließen, ablehnen, sondern damit auch als echten und ernsthaften Solidaritätsbeitrag etwas beitragen, beisteuern. Auch wenn es – unter Anführungszeichen – „nur 7 Millionen €“ Einsparungspotenzial bringt (Abg. Dr. Graf: Signal!), aber 7 Millionen € sind in Zeiten der Krise nicht wenig Geld und ein gutes Signal, und genau dort wollen wir hin.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
(Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ.
Das wäre ein sozialpolitisch verantwortlicher Weg, was Ihr Weg mit Sicherheit nicht ist, Herr Bundeskanzler. Wir sind nun sehr gespannt auf Ihre Antworten. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Steuern senken! Herr Kanzler, Sie kennen doch unsere Steuersenkungsvorschläge! Unsere Steuersenkungspakete kennen Sie von 6,5 Milliarden!
Bundeskanzler Werner Faymann: Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Kollegen auf der Regierungsbank! Sehr verehrte Abgeordnete! Ich möchte zuerst ganz kurz zum Antrag etwas sagen: Kollege Strache hat in seiner Rede ausführlich dargestellt, was alles in unserer Republik nicht richtig läuft, und hat dann als einzige Konsequenz, damit es wirklich gerecht, solidarisch, sozial und richtig wird, einen Vorschlag gemacht (Abg. Strache: Steuern senken! Herr Kanzler, Sie kennen doch unsere Steuersenkungsvorschläge! Unsere Steuersenkungspakete kennen Sie von 6,5 Milliarden!), nämlich indem man einen Solidarbeitrag von einer kleinen Gruppe von Menschen, die er in seiner Rede nicht einmal beziffert hat, verlangt – Kollege Strache, wahrscheinlich wissen Sie gar nicht, wie viele es sind –, 1 Prozent der Steuerbemessungsgrundlage sollen sie zahlen – aber Sie konnten auch nicht sagen, wie viel da hereinkommt. Und das ist dann – das habe ich schon lange befürchtet – die „wahre“ alternative Wirtschaftspolitik (Abg. Strache: 6,5 Milliarden Steuersenkung, das ist die Alternative!), von der Sie immer reden! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Sie können schon aufhören! Passt schon! Sie müssen nicht auf alles eingehen!)
Abg. Strache: 6,5 Milliarden Steuersenkung, das ist die Alternative!
Bundeskanzler Werner Faymann: Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Kollegen auf der Regierungsbank! Sehr verehrte Abgeordnete! Ich möchte zuerst ganz kurz zum Antrag etwas sagen: Kollege Strache hat in seiner Rede ausführlich dargestellt, was alles in unserer Republik nicht richtig läuft, und hat dann als einzige Konsequenz, damit es wirklich gerecht, solidarisch, sozial und richtig wird, einen Vorschlag gemacht (Abg. Strache: Steuern senken! Herr Kanzler, Sie kennen doch unsere Steuersenkungsvorschläge! Unsere Steuersenkungspakete kennen Sie von 6,5 Milliarden!), nämlich indem man einen Solidarbeitrag von einer kleinen Gruppe von Menschen, die er in seiner Rede nicht einmal beziffert hat, verlangt – Kollege Strache, wahrscheinlich wissen Sie gar nicht, wie viele es sind –, 1 Prozent der Steuerbemessungsgrundlage sollen sie zahlen – aber Sie konnten auch nicht sagen, wie viel da hereinkommt. Und das ist dann – das habe ich schon lange befürchtet – die „wahre“ alternative Wirtschaftspolitik (Abg. Strache: 6,5 Milliarden Steuersenkung, das ist die Alternative!), von der Sie immer reden! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Sie können schon aufhören! Passt schon! Sie müssen nicht auf alles eingehen!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Sie können schon aufhören! Passt schon! Sie müssen nicht auf alles eingehen!
Bundeskanzler Werner Faymann: Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Kollegen auf der Regierungsbank! Sehr verehrte Abgeordnete! Ich möchte zuerst ganz kurz zum Antrag etwas sagen: Kollege Strache hat in seiner Rede ausführlich dargestellt, was alles in unserer Republik nicht richtig läuft, und hat dann als einzige Konsequenz, damit es wirklich gerecht, solidarisch, sozial und richtig wird, einen Vorschlag gemacht (Abg. Strache: Steuern senken! Herr Kanzler, Sie kennen doch unsere Steuersenkungsvorschläge! Unsere Steuersenkungspakete kennen Sie von 6,5 Milliarden!), nämlich indem man einen Solidarbeitrag von einer kleinen Gruppe von Menschen, die er in seiner Rede nicht einmal beziffert hat, verlangt – Kollege Strache, wahrscheinlich wissen Sie gar nicht, wie viele es sind –, 1 Prozent der Steuerbemessungsgrundlage sollen sie zahlen – aber Sie konnten auch nicht sagen, wie viel da hereinkommt. Und das ist dann – das habe ich schon lange befürchtet – die „wahre“ alternative Wirtschaftspolitik (Abg. Strache: 6,5 Milliarden Steuersenkung, das ist die Alternative!), von der Sie immer reden! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Sie können schon aufhören! Passt schon! Sie müssen nicht auf alles eingehen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Na, das glaube ich! Da lachen ja die Hühner, Herr Kanzler!
auch!), die damals von Ihnen bestellten Manager haben das auch geglaubt, und das ist gekauft worden – und heute kommen wir nicht nach, die Verluste Ihrer damaligen Spekulation abzuschreiben! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Na, das glaube ich! Da lachen ja die Hühner, Herr Kanzler!)
Abg. Strache: In Wien die Straßenbahn und das Kanalwesen, das Sie an amerikanische Firmen verscherbelt haben!
Daher braucht man bei der Finanzspekulation aus den Vereinigten Staaten (Abg. Strache: In Wien die Straßenbahn und das Kanalwesen, das Sie an amerikanische Firmen verscherbelt haben!) und auch den Spekulationen, die es in Österreich gegeben hat, gar nicht so lange zu suchen, um in den Betrieben eine Reihe von Managerentscheidungen zu finden, die nicht der Art entsprechen (Abg. Strache: Das Kanalwesen in Wien!), wie wir sie uns in Zukunft als Konsequenz aus der Krise wünschen.
Abg. Strache: Das Kanalwesen in Wien!
Daher braucht man bei der Finanzspekulation aus den Vereinigten Staaten (Abg. Strache: In Wien die Straßenbahn und das Kanalwesen, das Sie an amerikanische Firmen verscherbelt haben!) und auch den Spekulationen, die es in Österreich gegeben hat, gar nicht so lange zu suchen, um in den Betrieben eine Reihe von Managerentscheidungen zu finden, die nicht der Art entsprechen (Abg. Strache: Das Kanalwesen in Wien!), wie wir sie uns in Zukunft als Konsequenz aus der Krise wünschen.
Zwischenruf des Abg. Kickl
Wir möchten die Realwirtschaft stärken (Zwischenruf des Abg. Kickl), Spekulationen und Finanzprodukte dort nicht fördern und nicht unkontrolliert einfach übernehmen, nur weil jemand behauptet, er könne viele Prozent an Zinsen bewirken, ohne dass jemand etwas real dafür arbeiten muss, sondern wir wollen zu jenen Prinzipien zurückkehren, die unser Land stark gemacht haben, zu den Klein- und Mittelbetrieben, den realwirtschaftlichen Grundsätzen, Bilanzrichtlinien, die die Realwirtschaft stärken und nicht die Spekulation. Wir wollen eine europäische Finanzmarktkontrolle, die diese Bezeichnung auch verdient, eine Finanzmarktkontrolle, die rechtzeitig auf solche Fehlentwicklungen hinweist. (Abg. Strache: So wie in der Vergangenheit, nicht? Eine Finanzmarktaufsicht, die überall schweigt und versagt! Eine „tolle“ Leistung!) All das sind Konsequenzen aus der Krise, die wir ziehen sollten, und einer Reihe von Fehlverhalten, das unter Ihrer Verantwortung stattgefunden hat.
Abg. Strache: So wie in der Vergangenheit, nicht? Eine Finanzmarktaufsicht, die überall schweigt und versagt! Eine „tolle“ Leistung!
Wir möchten die Realwirtschaft stärken (Zwischenruf des Abg. Kickl), Spekulationen und Finanzprodukte dort nicht fördern und nicht unkontrolliert einfach übernehmen, nur weil jemand behauptet, er könne viele Prozent an Zinsen bewirken, ohne dass jemand etwas real dafür arbeiten muss, sondern wir wollen zu jenen Prinzipien zurückkehren, die unser Land stark gemacht haben, zu den Klein- und Mittelbetrieben, den realwirtschaftlichen Grundsätzen, Bilanzrichtlinien, die die Realwirtschaft stärken und nicht die Spekulation. Wir wollen eine europäische Finanzmarktkontrolle, die diese Bezeichnung auch verdient, eine Finanzmarktkontrolle, die rechtzeitig auf solche Fehlentwicklungen hinweist. (Abg. Strache: So wie in der Vergangenheit, nicht? Eine Finanzmarktaufsicht, die überall schweigt und versagt! Eine „tolle“ Leistung!) All das sind Konsequenzen aus der Krise, die wir ziehen sollten, und einer Reihe von Fehlverhalten, das unter Ihrer Verantwortung stattgefunden hat.
Abg. Strache: Der Herr Finanzminister Molterer hat es versprochen! Hier auf der Regierungsbank! Im Protokoll nachlesbar!
Eine politisch-polemische Diskussion über Arbeitslosigkeit und Jugendarbeitslosigkeit bringt uns nicht weiter. Etwas, was uns weiterbringt, ist in der heutigen Diskussion und in der Budgetrede des Herrn Vizekanzlers schon klargelegt worden: Wir kämpfen gegen die Krise mit entschlossenen Mitteln – einerseits, den Finanzmarkt mit einem einstimmigen Beschluss eines Bankenpakets zu sichern, bei dem Sie mitgestimmt haben, seither aber in Zwischenrufen immer sagen, dass Sie noch irgendetwas anders haben wollten als damals ... (Abg. Strache: Der Herr Finanzminister Molterer hat es versprochen! Hier auf der Regierungsbank! Im Protokoll nachlesbar!)
Abg. Strache: Das heißt, es sind falsche Tatsachen aufgestellt worden!
Sie haben sich damals bereit erklärt, für dieses Paket zu stimmen. (Abg. Strache: Das heißt, es sind falsche Tatsachen aufgestellt worden!) Sie erinnern sich daran, dass Sie aufgestanden sind und zugestimmt haben – Sie werden den Gesetzestext gelesen haben. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Sie erinnern sich sicherlich auch daran, dass alle dafür waren, in den Vorbesprechungen auch alle gesagt haben: Ja, das braucht unsere Wirtschaft! (Abg. Strache: Mit anderen Kriterien, die hier besprochen wurden!) Und jetzt, weil ein paar Leute fragen, wie denn das Bankenpaket und dieser Finanzmarkt funktionieren (Abg. Strache: Keine Kontrolle!), jetzt haben Sie den Eindruck, Sie könnten etwas an politischem Kleingeld gewinnen, indem Sie gegen Bankenpakete auftreten, und wollen Sie Ihre damalige Zustimmung vergessen machen und ein bisschen mithetzen, wenn es um die Frage geht, ob dieses Bankenpaket notwendig ist oder nicht.
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Sie haben sich damals bereit erklärt, für dieses Paket zu stimmen. (Abg. Strache: Das heißt, es sind falsche Tatsachen aufgestellt worden!) Sie erinnern sich daran, dass Sie aufgestanden sind und zugestimmt haben – Sie werden den Gesetzestext gelesen haben. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Sie erinnern sich sicherlich auch daran, dass alle dafür waren, in den Vorbesprechungen auch alle gesagt haben: Ja, das braucht unsere Wirtschaft! (Abg. Strache: Mit anderen Kriterien, die hier besprochen wurden!) Und jetzt, weil ein paar Leute fragen, wie denn das Bankenpaket und dieser Finanzmarkt funktionieren (Abg. Strache: Keine Kontrolle!), jetzt haben Sie den Eindruck, Sie könnten etwas an politischem Kleingeld gewinnen, indem Sie gegen Bankenpakete auftreten, und wollen Sie Ihre damalige Zustimmung vergessen machen und ein bisschen mithetzen, wenn es um die Frage geht, ob dieses Bankenpaket notwendig ist oder nicht.
Abg. Strache: Mit anderen Kriterien, die hier besprochen wurden!
Sie haben sich damals bereit erklärt, für dieses Paket zu stimmen. (Abg. Strache: Das heißt, es sind falsche Tatsachen aufgestellt worden!) Sie erinnern sich daran, dass Sie aufgestanden sind und zugestimmt haben – Sie werden den Gesetzestext gelesen haben. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Sie erinnern sich sicherlich auch daran, dass alle dafür waren, in den Vorbesprechungen auch alle gesagt haben: Ja, das braucht unsere Wirtschaft! (Abg. Strache: Mit anderen Kriterien, die hier besprochen wurden!) Und jetzt, weil ein paar Leute fragen, wie denn das Bankenpaket und dieser Finanzmarkt funktionieren (Abg. Strache: Keine Kontrolle!), jetzt haben Sie den Eindruck, Sie könnten etwas an politischem Kleingeld gewinnen, indem Sie gegen Bankenpakete auftreten, und wollen Sie Ihre damalige Zustimmung vergessen machen und ein bisschen mithetzen, wenn es um die Frage geht, ob dieses Bankenpaket notwendig ist oder nicht.
Abg. Strache: Keine Kontrolle!
Sie haben sich damals bereit erklärt, für dieses Paket zu stimmen. (Abg. Strache: Das heißt, es sind falsche Tatsachen aufgestellt worden!) Sie erinnern sich daran, dass Sie aufgestanden sind und zugestimmt haben – Sie werden den Gesetzestext gelesen haben. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Sie erinnern sich sicherlich auch daran, dass alle dafür waren, in den Vorbesprechungen auch alle gesagt haben: Ja, das braucht unsere Wirtschaft! (Abg. Strache: Mit anderen Kriterien, die hier besprochen wurden!) Und jetzt, weil ein paar Leute fragen, wie denn das Bankenpaket und dieser Finanzmarkt funktionieren (Abg. Strache: Keine Kontrolle!), jetzt haben Sie den Eindruck, Sie könnten etwas an politischem Kleingeld gewinnen, indem Sie gegen Bankenpakete auftreten, und wollen Sie Ihre damalige Zustimmung vergessen machen und ein bisschen mithetzen, wenn es um die Frage geht, ob dieses Bankenpaket notwendig ist oder nicht.
Zwischenruf des Abg. Bucher
Ich sage Ihnen, zur Sicherung der Einlagen der Bevölkerung, zur Förderung und Unterstützung der Banken, dass sie Klein- und Mittelbetrieben, aber auch Industriebetrieben im Land wieder leistbare Kredite zur Verfügung stellen können (Zwischenruf des Abg. Bucher), die notwendig sind, um Aufträge aus den Auftragsbüchern zu finanzieren, dafür brauchen wir das Bankenpaket – und nicht Ihre Polemik! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Zum Stopfen von Spekulationslöchern soll es nicht gedacht sein!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Zum Stopfen von Spekulationslöchern soll es nicht gedacht sein!
Ich sage Ihnen, zur Sicherung der Einlagen der Bevölkerung, zur Förderung und Unterstützung der Banken, dass sie Klein- und Mittelbetrieben, aber auch Industriebetrieben im Land wieder leistbare Kredite zur Verfügung stellen können (Zwischenruf des Abg. Bucher), die notwendig sind, um Aufträge aus den Auftragsbüchern zu finanzieren, dafür brauchen wir das Bankenpaket – und nicht Ihre Polemik! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Zum Stopfen von Spekulationslöchern soll es nicht gedacht sein!)
Abg. Bucher: ... ehrliches Wort!
Ich bin im Wahlkampf oft gefragt worden, ob dieser Senkung der Steuern, dieser Tarifsenkung, die ja keine Steuerreform im Sinne einer neuen gerechten Struktur der Steuern ist (Abg. Bucher: ... ehrliches Wort!), sondern eine Tarifsenkung, eine Unterstützung der Kaufkraft der Bevölkerung (Abg. Bucher: Sie haben immer „Steuerreform“ gesagt!), etwa als Gegenfinanzierung eine Steuererhöhung folgen wird. Wir haben und ich habe im Wahlkampf gesagt: Nein, wir werden diese Steuersenkung durch Sparsamkeit in unserem Haushalt finanzieren!, und dabei bleibt es auch. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Hofer: Pröll hat gestern gesagt, ...!)
Abg. Bucher: Sie haben immer „Steuerreform“ gesagt!
Ich bin im Wahlkampf oft gefragt worden, ob dieser Senkung der Steuern, dieser Tarifsenkung, die ja keine Steuerreform im Sinne einer neuen gerechten Struktur der Steuern ist (Abg. Bucher: ... ehrliches Wort!), sondern eine Tarifsenkung, eine Unterstützung der Kaufkraft der Bevölkerung (Abg. Bucher: Sie haben immer „Steuerreform“ gesagt!), etwa als Gegenfinanzierung eine Steuererhöhung folgen wird. Wir haben und ich habe im Wahlkampf gesagt: Nein, wir werden diese Steuersenkung durch Sparsamkeit in unserem Haushalt finanzieren!, und dabei bleibt es auch. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Hofer: Pröll hat gestern gesagt, ...!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Hofer: Pröll hat gestern gesagt, ...!
Ich bin im Wahlkampf oft gefragt worden, ob dieser Senkung der Steuern, dieser Tarifsenkung, die ja keine Steuerreform im Sinne einer neuen gerechten Struktur der Steuern ist (Abg. Bucher: ... ehrliches Wort!), sondern eine Tarifsenkung, eine Unterstützung der Kaufkraft der Bevölkerung (Abg. Bucher: Sie haben immer „Steuerreform“ gesagt!), etwa als Gegenfinanzierung eine Steuererhöhung folgen wird. Wir haben und ich habe im Wahlkampf gesagt: Nein, wir werden diese Steuersenkung durch Sparsamkeit in unserem Haushalt finanzieren!, und dabei bleibt es auch. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Hofer: Pröll hat gestern gesagt, ...!)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler
Wir wollen daher jene Grundsatzdiskussion, die völlig unabhängig von den Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zu führen sein wird, in einer Strukturreformkommission führen, die ein anderes Ziel hat, schon gar nicht, Mittelschichten zusätzlich zu belasten, schon gar nicht, Menschen, die auf ihrem Grundstück ein kleines Häuschen bewohnen, zu treffen oder Mieter oder Wohnungseigentümer. Wir wollen in einer Grundsatzdiskussion über Steuergerechtigkeit die Frage stellen – und diesbezüglich sind alle in diesem Haus, glaube ich, vom Prinzip her einer Meinung; zumindest nach Ihren Reden hier –: Wie können wir im Zusammenhang mit der Lohn- und Einkommensteuer – bei der Belastung aus Lohn- und Einkommensteuer liegen wir in der Statistik der Europäischen Union ja weit oben; wir haben eine der höchsten Belastungen (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler); das werden Sie heute nicht das erste Mal hören, Herr Kollege (Abg. Ing. Westenthaler: Aber von Ihnen hören wir das das erste Mal!) –, wie können wir aufgrund dieser relativ hohen Belastung auch für jene Menschen, die zur Mittelschicht unseres Landes gehören, die 2 000, 3 000 € brutto verdienen und relativ rasch von der Steuerprogression betroffen sind – diese Personen profitieren natürlich auch von dieser Tarifsenkung, aber das macht ja das System noch nicht gerecht; die Tarifsenkung ist eine Maßnahme, von der sie jetzt profitieren, aber das System bleibt ja dasselbe –, etwas ändern.
Abg. Ing. Westenthaler: Aber von Ihnen hören wir das das erste Mal!
Wir wollen daher jene Grundsatzdiskussion, die völlig unabhängig von den Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zu führen sein wird, in einer Strukturreformkommission führen, die ein anderes Ziel hat, schon gar nicht, Mittelschichten zusätzlich zu belasten, schon gar nicht, Menschen, die auf ihrem Grundstück ein kleines Häuschen bewohnen, zu treffen oder Mieter oder Wohnungseigentümer. Wir wollen in einer Grundsatzdiskussion über Steuergerechtigkeit die Frage stellen – und diesbezüglich sind alle in diesem Haus, glaube ich, vom Prinzip her einer Meinung; zumindest nach Ihren Reden hier –: Wie können wir im Zusammenhang mit der Lohn- und Einkommensteuer – bei der Belastung aus Lohn- und Einkommensteuer liegen wir in der Statistik der Europäischen Union ja weit oben; wir haben eine der höchsten Belastungen (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler); das werden Sie heute nicht das erste Mal hören, Herr Kollege (Abg. Ing. Westenthaler: Aber von Ihnen hören wir das das erste Mal!) –, wie können wir aufgrund dieser relativ hohen Belastung auch für jene Menschen, die zur Mittelschicht unseres Landes gehören, die 2 000, 3 000 € brutto verdienen und relativ rasch von der Steuerprogression betroffen sind – diese Personen profitieren natürlich auch von dieser Tarifsenkung, aber das macht ja das System noch nicht gerecht; die Tarifsenkung ist eine Maßnahme, von der sie jetzt profitieren, aber das System bleibt ja dasselbe –, etwas ändern.
Abg. Bucher: Da wünsche ich euch viel Glück!
Diese grundsätzliche Strukturdiskussion im Hinblick auf Steuergerechtigkeit, die letztlich eine Form der Entlastung bringen soll (Abg. Bucher: Da wünsche ich euch viel Glück!), ist nicht einfach.
Abg. Bucher: Und Gottes Segen auch!
Wenn Sie sagen, Sie wünschen uns viel Glück, erinnere ich daran (Abg. Bucher: Und Gottes Segen auch!), wie schwierig die Verwaltungs- und Verfassungsdiskussionen sind. Es wurden im Konvent – ich war damals noch nicht dabei – Arbeitsgruppen eingesetzt, um die Frage, wie die vielen Vorschläge der Sparsamkeit, die der Rechnungshof gemacht hat, auch umgesetzt werden können, zu beraten.
Abg. Strache: Und in den Verfassungsrang!
Wissen Sie, Sozialpartner und deren Bedeutung anzuerkennen und sie in eine Diskussion einzubeziehen (Abg. Strache: Und in den Verfassungsrang!), das ist der richtige Weg! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Aber nicht in den Verfassungsrang!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Aber nicht in den Verfassungsrang!
Wissen Sie, Sozialpartner und deren Bedeutung anzuerkennen und sie in eine Diskussion einzubeziehen (Abg. Strache: Und in den Verfassungsrang!), das ist der richtige Weg! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Aber nicht in den Verfassungsrang!)
Abg. Strache: Das sehen wir!
Die Frage ist also nicht, wem es hier im Hohen Haus gelingt, durch besonders zynische Bemerkungen, durch besonders höhnische Zwischenrufe, durch besonders billige Polemik diesen Prozess zu verhindern, sondern die Frage wird sein: Wer arbeitet da mit, und gelingt es uns hier in diesem Haus, gemeinsam dafür zu sorgen (Abg. Strache: Das sehen wir!), dass wir dort sparen, wo wir sparen können, dass wir dort Veränderungen herbeiführen, wo es zwar kontrovers, aber richtig ist?
Zwischenruf des Abg. Ing. Hofer.
Und die weitere Frage wird sein: Sind wir gemeinsam stark genug, uns für gerechte Steuern einzusetzen, uns zu lösen von irgendwelchen, durchaus gegenseitigen, Vorwürfen in Bezug auf Steuererhöhungen – und uns zusammenzusetzen und sparsam und konsequent das zu verfolgen, was der Rechnungshof ohnedies bereits unzählige Male vorgeschlagen hat? (Zwischenruf des Abg. Ing. Hofer.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer
Dazu lade ich Sie alle ein, meine Damen und Herren, denn ich bin überzeugt davon, die Bevölkerung würde sehr davon profitieren (Zwischenruf des Abg. Neubauer), wenn sie das Gefühl bekäme, dass wir alle hier nicht Meister in gegenseitigen Vorwürfen sind, sondern dass wir in wirtschaftlichen Krisenzeiten Meister in der Umsetzung klarer Reformen sind (Abg. Strache: Wann reden Sie mit Herrn Voves und Herrn Häupl?): für ein starkes Österreich und für eine gerechte Gesellschaft. (Lang anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Strache: Wann reden Sie mit Herrn Voves und Herrn Häupl?
Dazu lade ich Sie alle ein, meine Damen und Herren, denn ich bin überzeugt davon, die Bevölkerung würde sehr davon profitieren (Zwischenruf des Abg. Neubauer), wenn sie das Gefühl bekäme, dass wir alle hier nicht Meister in gegenseitigen Vorwürfen sind, sondern dass wir in wirtschaftlichen Krisenzeiten Meister in der Umsetzung klarer Reformen sind (Abg. Strache: Wann reden Sie mit Herrn Voves und Herrn Häupl?): für ein starkes Österreich und für eine gerechte Gesellschaft. (Lang anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Lang anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Dazu lade ich Sie alle ein, meine Damen und Herren, denn ich bin überzeugt davon, die Bevölkerung würde sehr davon profitieren (Zwischenruf des Abg. Neubauer), wenn sie das Gefühl bekäme, dass wir alle hier nicht Meister in gegenseitigen Vorwürfen sind, sondern dass wir in wirtschaftlichen Krisenzeiten Meister in der Umsetzung klarer Reformen sind (Abg. Strache: Wann reden Sie mit Herrn Voves und Herrn Häupl?): für ein starkes Österreich und für eine gerechte Gesellschaft. (Lang anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Faul: Das ist eine Frage der Intelligenz!
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Bundeskanzler und Herr Vizekanzler, ich kenne mich bei Ihnen wirklich nicht mehr aus (Abg. Faul: Das ist eine Frage der Intelligenz!), wenn ausgerechnet Sie unserem Klubobmann H.C. Strache vorhalten, dass er mit dieser Solidarabgabe nur ein paar wenige zu treffen versuche und er nicht nachrechnen könne, was dabei unter dem Strich herauskomme.
Abg. Mag. Stadler: Umgekehrt! – Zwischenruf des Abg. Grillitsch
Herr Vizekanzler Pröll behauptet ja immer wieder, ohne ÖVP werde es keine neuen Steuern geben (Abg. Mag. Stadler: Umgekehrt! – Zwischenruf des Abg. Grillitsch), und da frage ich mich schon, was er sich gestern bei der Bundesrats-Enquete gedacht hat, wo er ganz klar gesagt hat (Zwischenrufe bei der ÖVP), dass im Moment nicht an eine Steuererhöhung zu denken sei, aber selbstverständlich allen klar sein müsse (Abg. Strache: Gestern im Bundesrat!), dass, wenn diese erste Phase vorbei sei (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich war gestern nicht im Bundesrat!), zusätzliche Ausgaben dann selbstverständlich mittels einer Steuererhöhung abzudecken seien. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Dann müssen Sie sich erkundigen, was Pröll wirklich gesagt hat; Sie können ihn ja selber fragen. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich war nicht im Bundesrat! – Abg. Grillitsch: Wer hat das gesagt?)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Herr Vizekanzler Pröll behauptet ja immer wieder, ohne ÖVP werde es keine neuen Steuern geben (Abg. Mag. Stadler: Umgekehrt! – Zwischenruf des Abg. Grillitsch), und da frage ich mich schon, was er sich gestern bei der Bundesrats-Enquete gedacht hat, wo er ganz klar gesagt hat (Zwischenrufe bei der ÖVP), dass im Moment nicht an eine Steuererhöhung zu denken sei, aber selbstverständlich allen klar sein müsse (Abg. Strache: Gestern im Bundesrat!), dass, wenn diese erste Phase vorbei sei (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich war gestern nicht im Bundesrat!), zusätzliche Ausgaben dann selbstverständlich mittels einer Steuererhöhung abzudecken seien. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Dann müssen Sie sich erkundigen, was Pröll wirklich gesagt hat; Sie können ihn ja selber fragen. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich war nicht im Bundesrat! – Abg. Grillitsch: Wer hat das gesagt?)
Abg. Strache: Gestern im Bundesrat!
Herr Vizekanzler Pröll behauptet ja immer wieder, ohne ÖVP werde es keine neuen Steuern geben (Abg. Mag. Stadler: Umgekehrt! – Zwischenruf des Abg. Grillitsch), und da frage ich mich schon, was er sich gestern bei der Bundesrats-Enquete gedacht hat, wo er ganz klar gesagt hat (Zwischenrufe bei der ÖVP), dass im Moment nicht an eine Steuererhöhung zu denken sei, aber selbstverständlich allen klar sein müsse (Abg. Strache: Gestern im Bundesrat!), dass, wenn diese erste Phase vorbei sei (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich war gestern nicht im Bundesrat!), zusätzliche Ausgaben dann selbstverständlich mittels einer Steuererhöhung abzudecken seien. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Dann müssen Sie sich erkundigen, was Pröll wirklich gesagt hat; Sie können ihn ja selber fragen. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich war nicht im Bundesrat! – Abg. Grillitsch: Wer hat das gesagt?)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich war gestern nicht im Bundesrat!
Herr Vizekanzler Pröll behauptet ja immer wieder, ohne ÖVP werde es keine neuen Steuern geben (Abg. Mag. Stadler: Umgekehrt! – Zwischenruf des Abg. Grillitsch), und da frage ich mich schon, was er sich gestern bei der Bundesrats-Enquete gedacht hat, wo er ganz klar gesagt hat (Zwischenrufe bei der ÖVP), dass im Moment nicht an eine Steuererhöhung zu denken sei, aber selbstverständlich allen klar sein müsse (Abg. Strache: Gestern im Bundesrat!), dass, wenn diese erste Phase vorbei sei (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich war gestern nicht im Bundesrat!), zusätzliche Ausgaben dann selbstverständlich mittels einer Steuererhöhung abzudecken seien. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Dann müssen Sie sich erkundigen, was Pröll wirklich gesagt hat; Sie können ihn ja selber fragen. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich war nicht im Bundesrat! – Abg. Grillitsch: Wer hat das gesagt?)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Vizekanzler Pröll behauptet ja immer wieder, ohne ÖVP werde es keine neuen Steuern geben (Abg. Mag. Stadler: Umgekehrt! – Zwischenruf des Abg. Grillitsch), und da frage ich mich schon, was er sich gestern bei der Bundesrats-Enquete gedacht hat, wo er ganz klar gesagt hat (Zwischenrufe bei der ÖVP), dass im Moment nicht an eine Steuererhöhung zu denken sei, aber selbstverständlich allen klar sein müsse (Abg. Strache: Gestern im Bundesrat!), dass, wenn diese erste Phase vorbei sei (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich war gestern nicht im Bundesrat!), zusätzliche Ausgaben dann selbstverständlich mittels einer Steuererhöhung abzudecken seien. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Dann müssen Sie sich erkundigen, was Pröll wirklich gesagt hat; Sie können ihn ja selber fragen. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich war nicht im Bundesrat! – Abg. Grillitsch: Wer hat das gesagt?)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich war nicht im Bundesrat! – Abg. Grillitsch: Wer hat das gesagt?
Herr Vizekanzler Pröll behauptet ja immer wieder, ohne ÖVP werde es keine neuen Steuern geben (Abg. Mag. Stadler: Umgekehrt! – Zwischenruf des Abg. Grillitsch), und da frage ich mich schon, was er sich gestern bei der Bundesrats-Enquete gedacht hat, wo er ganz klar gesagt hat (Zwischenrufe bei der ÖVP), dass im Moment nicht an eine Steuererhöhung zu denken sei, aber selbstverständlich allen klar sein müsse (Abg. Strache: Gestern im Bundesrat!), dass, wenn diese erste Phase vorbei sei (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich war gestern nicht im Bundesrat!), zusätzliche Ausgaben dann selbstverständlich mittels einer Steuererhöhung abzudecken seien. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Dann müssen Sie sich erkundigen, was Pröll wirklich gesagt hat; Sie können ihn ja selber fragen. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich war nicht im Bundesrat! – Abg. Grillitsch: Wer hat das gesagt?)
Beifall bei der FPÖ.
Das, Herr Vizekanzler, ist doch eine Hiobsbotschaft, geben Sie doch damit zu, dass 2,7 Millionen Österreicherinnen und Österreicher so wenig verdienen, dass es ihnen gar nicht möglich ist, Steuern zu zahlen, weil sie ohnehin schon am Rande der Armut leben! – An diesen Punkt hat uns diese Regierung geführt! (Beifall bei der FPÖ.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Wir haben einen Rekordkonsum!
der realen Bruttoverdienste im EU-Vergleich betrifft, liegt Österreich an viertletzter Stelle – und das ist ja auch ein Beweis dafür, dass es mit der Kaufkraft in unserem Lande schon lange nicht mehr stimmt. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Wir haben einen Rekordkonsum!)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich bin vier Monate Finanzminister!
Sie haben in drei Jahren um 10,7 Milliarden € mehr ausgegeben, als Sie eigentlich budgetiert hatten. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich bin vier Monate Finanzminister!) – Dann war das Ihr Vorgänger (Abg. Strache: Regierungskoordinator war er da!); jedenfalls jemand aus Ihrer Partei, falls Sie das nicht wissen; sonst fragen Sie halt Wilhelm Molterer. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerliche Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.)
Abg. Strache: Regierungskoordinator war er da!
Sie haben in drei Jahren um 10,7 Milliarden € mehr ausgegeben, als Sie eigentlich budgetiert hatten. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich bin vier Monate Finanzminister!) – Dann war das Ihr Vorgänger (Abg. Strache: Regierungskoordinator war er da!); jedenfalls jemand aus Ihrer Partei, falls Sie das nicht wissen; sonst fragen Sie halt Wilhelm Molterer. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerliche Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.)
Beifall bei der FPÖ. – Neuerliche Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.
Sie haben in drei Jahren um 10,7 Milliarden € mehr ausgegeben, als Sie eigentlich budgetiert hatten. (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Ich bin vier Monate Finanzminister!) – Dann war das Ihr Vorgänger (Abg. Strache: Regierungskoordinator war er da!); jedenfalls jemand aus Ihrer Partei, falls Sie das nicht wissen; sonst fragen Sie halt Wilhelm Molterer. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerliche Zwischenbemerkung von Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll.)
Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Der Strache sagt, wir sollen klotzen!
Für das Jahr 2009 budgetieren Sie, Herr Finanzminister Pröll, einen Abgang von 13,5 Milliarden €, aber: Wenn Ihre Budgetpolitik so weitergeht, wie sie in den letzten drei Jahren begonnen hat, dann werden wir Ende des Jahres 2009 einen Abgang von mindestens 17 bis 18 Milliarden € haben; wir sind dann schon weit über 4 Prozent, wenn nicht schon bei 5 Prozent des BIP! (Vizekanzler Dipl.-Ing. Pröll: Der Strache sagt, wir sollen klotzen!) Und jetzt sprechen Sie davon, noch eine Erbschaftssteuer und zusätzlich eine Vermögensteuer einzuführen!
Beifall bei der FPÖ.
Eine Vermögensteuer erhöht die Eigenkapitalkosten für Unternehmen – und was Sie nicht wissen beziehungsweise nicht dazusagen, ist, dass eine Wiedereinführung der Vermögensteuer natürlich auch genau jene treffen würde, die Sie, wie Sie sagen, nicht treffen wollen, denn das hätte doch eine erhebliche Mietenerhöhung zur Folge. Also bevor Sie einen solchen Unsinn von sich geben, denken Sie bitte darüber nach! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Das ist eine Tatsachenfeststellung! – Ruf: Keine Frage!
Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Krainer. 5 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Das ist eine Tatsachenfeststellung! – Ruf: Keine Frage!)
Abg. Mag. Stadler: Herr Bundeskanzler, ich habe den Verdacht, diese Dringliche haben Sie sich bestellt!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Ich halte es schon für eine ziemliche Chuzpe, dass jene Fraktion, die erst einmal den Finanzminister gestellt hat, hier einen derartigen Antrag einbringt. (Abg. Mag. Stadler: Herr Bundeskanzler, ich habe den Verdacht, diese Dringliche haben Sie sich bestellt!) Man braucht sich ja nur zu überlegen, was dieser Finanzminister alles gemacht hat; wir kennen ihn ja alle, nämlich Karl-Heinz Grasser, den bisher einzigen Finanzminister aus den Reihen der FPÖ. Unter Finanzminister Grasser hat es die höchste Steuer- und Abgabenquote in der Geschichte der Zweiten Republik gegeben. – Und hier stehen jetzt Vertreter dieser Partei und sagen, sie würden sich Sorgen machen wegen eventueller Steuererhöhun-
Abg. Strache: Wissen Sie nicht, dass Grasser der ÖVP zuzurechnen ist?
gen dieser Bundesregierung, also die gleichen Vertreter, die in der Vergangenheit, als es einen Finanzminister aus den FPÖ-Reihen gab, einen neuen Rekord in Bezug auf die damalige Steuer- und Abgabenquote aufgestellt haben. (Abg. Strache: Wissen Sie nicht, dass Grasser der ÖVP zuzurechnen ist?)
Abg. Bucher: Es ist ein Unterschied zwischen Abgaben und Steuern, das wissen wir schon!
Jene, die keine Lohn- oder Einkommensteuer zahlen, zahlen trotzdem eine Reihe von Sozialabgaben und anderen Steuern, weil es immer heißt, es gibt so viele, die gar keine Steuern zahlen, die kenne ich nicht. (Abg. Bucher: Es ist ein Unterschied zwischen Abgaben und Steuern, das wissen wir schon!) Ich kenne nur Menschen, die keine Lohn- und Einkommensteuer zahlen, aber sehr wohl Sozialversicherungsabgaben zahlen, sehr wohl Mehrwertsteuern zahlen, Konsumsteuern und so weiter.
Abg. Strache: Jetzt haben wir 5 € als Durchschnitt! Damals waren es wenigstens 2 € mehr!
Was haben die Freiheitlichen für den durchschnittlichen Einkommensbezieher gemacht? Das weiß ich auch noch ganz genau. Bei der sogenannten größten Steuerreform aller Zeiten war die durchschnittliche Entlastung für einen mittleren Einkommensbezieher 7 € im Monat. (Abg. Strache: Jetzt haben wir 5 € als Durchschnitt! Damals waren es wenigstens 2 € mehr!) Jetzt sind wir bei über 35 €, das ist das Fünffache! Von wegen kleckern und klotzen, nur damit wir hier die Dimensionen richtig sehen.
Zwischenruf des Abg. Strache.
Da Sie von Steuersenkung sprechen und sich Sorgen machen ... (Zwischenruf des Abg. Strache.) – Für wen? – Wir haben die Steuern erhöht für Menschen, die bisher für Stock Options 35 000 € im Jahr absetzen konnten. Das geht bei uns nicht mehr. Für die haben wir die Steuern erhöht.
Abg. Strache: Jetzt sagen Sie, die Steuersenkung ist schuld an der Krise! Das ist ja absurd!
Wir haben auch die begünstigte Besteuerung für nicht entnommene Gewinne gestrichen. Das haben Sie eingeführt, wir haben es wieder gestrichen. Das ist halt der Unterschied zwischen dem, wie Sie hier Politik betreiben, und dem, wie wir das machen. (Abg. Strache: Jetzt sagen Sie, die Steuersenkung ist schuld an der Krise! Das ist ja absurd!)
Abg. Strache: Die 98 Prozent, die arbeiten, lassen Sie im Stich!
Aber auch ein offenes Wort zur Frage, worum es bei derartigen Vermögenssteuern oder vermögensbezogenen Steuern, Vermögenszuwachssteuern geht. – Das ist relativ einfach. Man kann ja auf verschiedene Art und Weise sein Geld verdienen. Es gibt Menschen, die arbeiten um ihr Geld. Die zahlen 30, 40, 50, 55 Prozent Steuern und Abgaben, also sehr viel. Und es gibt Menschen, die lassen arbeiten und verdienen über Zinsen, Dividenden, Aktienspekulation ihr Geld. (Abg. Strache: Die 98 Prozent, die arbeiten, lassen Sie im Stich!) Die zahlen null bis 25 Prozent Steuern. Das ist der Unterschied: Der, der arbeiten geht, zahlt sehr viel Steuer, auch bei kleinem Einkommen, und der, der arbeiten lässt und nicht selber arbeitet, zahlt nur sehr geringe Steuern. Und da soll sich jeder die Frage stellen: Ist das gerecht oder ist das nicht gerecht?
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen: Bei demjenigen, der für sein Geld arbeiten geht, wollen wir mit den Steuern runter. Und jemand, der arbeiten lässt und so sein Geld verdient, der soll auch einen gerechten Beitrag zahlen wie alle anderen auch. (Beifall bei der SPÖ.) Es ist die Aufgabe der Steuerreformkommission, sich da die Struktur anzuschauen, die Ungerechtigkeiten, die es in dem Steuersystem gibt, und dann dementsprechend unser Steuersystem gerechter zu gestalten.
Beifall bei der SPÖ.
Das hat nichts mit Neid oder sonst was zu tun, sondern mit Gerechtigkeit. Und diese Diskussion ist auch unabhängig von jeder konjunkturellen Situation zu führen, die haben wir bereits vor einem Jahr geführt, denn Gerechtigkeit kennt keine Konjunktur, Gerechtigkeit muss es in guten wie in schlechten Zeiten geben. (Beifall bei der SPÖ.) Und das ist nicht gerecht. Wir wollen hier mehr Gerechtigkeit, und diese Diskussion werden wir auch gerne führen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das hat nichts mit Neid oder sonst was zu tun, sondern mit Gerechtigkeit. Und diese Diskussion ist auch unabhängig von jeder konjunkturellen Situation zu führen, die haben wir bereits vor einem Jahr geführt, denn Gerechtigkeit kennt keine Konjunktur, Gerechtigkeit muss es in guten wie in schlechten Zeiten geben. (Beifall bei der SPÖ.) Und das ist nicht gerecht. Wir wollen hier mehr Gerechtigkeit, und diese Diskussion werden wir auch gerne führen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
So gesehen: Die Diskussion ist da, wir müssen sie führen. Aber, Herr Themessl, damit eines klar ist: Was ohne ÖVP in Sachen Steuern passiert, weiß ich nicht, aber mit der ÖVP wird es weder neue Steuern noch Steuererhöhungen geben, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Krainer: Die Steuerreform hat das ein Stück gerechter gemacht, und das ist gut!
Der europaweit errechnete, ein wenig schwer verständliche – aber es gibt nichts Besseres – Gini-Koeffizient, ein Maß für die Verteilungsgerechtigkeit in Sachen Steuern und Einkommen, schaut für Österreich nicht schlecht aus, denn von den 15 alten EU-Mitgliedstaaten sind gerade Dänemark und Schweden besser und noch verteilungsgerechter, wenn man so will, als wir, dann kommen wir. Die Deutschen sind ein Stück schlechter. (Abg. Krainer: Die Steuerreform hat das ein Stück gerechter gemacht, und das ist gut!) – Ihre Zwischenrufe weisen auf ein gewisses Maß an Nervosität hin, Herr Kollege.
Abg. Krainer: 12!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Dieser Antrag der Freiheitlichen ist ja inhaltlich kein wirklich zielführender, da hat der Herr Bundeskanzler völlig recht: Wenn das einzige Mittel, der Krise zu begegnen, ein Soli-Zuschlag für Leute ist, die mehr verdienen als der Bundespräsident, na grüß Gott. Wir haben das vom Finanzressort und von Finanzminister Pröll durchrechnen lassen, das brächte gerade 30 Millionen €. (Abg. Krainer: 12!) Also an Symbolik wäre das eher ein Stück in Richtung mehr Neid und Befriedigung von Grundemotionen als alles andere. Und, Herr Bundeskanzler, was Sie nicht berichtet haben: Der Antrag spricht überhaupt nur von einer Befristung auf ein Jahr.
Abg. Krainer: 43 Prozent!
Und nun – last but not least – zu den Spitzensteuern, weil zu den Vermögenssteuern die Schwesterpartei des Herrn Bundeskanzlers in Berlin vor ein paar Tagen nicht Ja gesagt hat, aber sehr wohl zu einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes von 45 Prozent auf 47 Prozent. Sie wissen, wie hoch der Spitzensteuersatz bei uns ist, Herr Krainer: 50 Prozent! (Abg. Krainer: 43 Prozent!) Bleiben Sie bei der Wahrheit: 50 Prozent! (Abg. Krainer: Was ist mit dem 13. und 14.? Den muss man mitrechnen!)
Abg. Krainer: Was ist mit dem 13. und 14.? Den muss man mitrechnen!
Und nun – last but not least – zu den Spitzensteuern, weil zu den Vermögenssteuern die Schwesterpartei des Herrn Bundeskanzlers in Berlin vor ein paar Tagen nicht Ja gesagt hat, aber sehr wohl zu einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes von 45 Prozent auf 47 Prozent. Sie wissen, wie hoch der Spitzensteuersatz bei uns ist, Herr Krainer: 50 Prozent! (Abg. Krainer: 43 Prozent!) Bleiben Sie bei der Wahrheit: 50 Prozent! (Abg. Krainer: Was ist mit dem 13. und 14.? Den muss man mitrechnen!)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrter Herr Krainer, Sie wissen auch, welcher Erhöhung des Rahmens Sie zugestimmt haben: von 51 000 auf 60 000 € pro Jahr. Ab diesem Rahmen ist der maximale Steuersatz in Österreich fällig. Wissen Sie, wie hoch der in Deutschland ist? – Für Einzelverdiener und Einzelsteuerzahler 250 000 €, für Ehepaare 500 000 €. Also wenn Sie deutsche Verhältnisse bei uns einführen wollen, dann können wir das gerne machen. Diese SPD-Position ist mit der meinen durchaus vereinbar. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Strache.
Dr. Königsberger: Solidarisch!) 8,6 Millionen € kommen da herein. Und jetzt frage ich Sie, Herr Klubobmann Strache: Wollen Sie die Büchse der Pandora öffnen? Wollen Sie für diese 8,6 Millionen € die Büchse der Pandora öffnen? (Zwischenruf des Abg. Strache.) Ich spreche von Ihrem Antrag. (Abg. Strache: Mein Antrag betrifft die Spitzenbeamten, die Politiker!)
Abg. Strache: Mein Antrag betrifft die Spitzenbeamten, die Politiker!
Dr. Königsberger: Solidarisch!) 8,6 Millionen € kommen da herein. Und jetzt frage ich Sie, Herr Klubobmann Strache: Wollen Sie die Büchse der Pandora öffnen? Wollen Sie für diese 8,6 Millionen € die Büchse der Pandora öffnen? (Zwischenruf des Abg. Strache.) Ich spreche von Ihrem Antrag. (Abg. Strache: Mein Antrag betrifft die Spitzenbeamten, die Politiker!)
Abg. Strache: Für ein Jahr!
Es steht in Ihrem Antrag wortwörtlich, dass jeder, der mehr verdient als der Bundespräsident, 1 Prozent berappen soll. (Abg. Strache: Für ein Jahr!) Genau. Wenn man das ausrechnet, kommen da in einem Jahr 8,6 Millionen € heraus. Okay, haben Sie es jetzt? Also 8,6 Millionen €. Diese 8,6 Millionen € würden aber die Büchse der Pandora öffnen. Sie fordern, und das ist ja das Schizophrene, Herr Strache, Sie fordern hier ... (Abg. Strache: Was für eine Büchse der Pandora?) Hören Sie mir einfach nur zu!
Abg. Strache: Was für eine Büchse der Pandora?
Es steht in Ihrem Antrag wortwörtlich, dass jeder, der mehr verdient als der Bundespräsident, 1 Prozent berappen soll. (Abg. Strache: Für ein Jahr!) Genau. Wenn man das ausrechnet, kommen da in einem Jahr 8,6 Millionen € heraus. Okay, haben Sie es jetzt? Also 8,6 Millionen €. Diese 8,6 Millionen € würden aber die Büchse der Pandora öffnen. Sie fordern, und das ist ja das Schizophrene, Herr Strache, Sie fordern hier ... (Abg. Strache: Was für eine Büchse der Pandora?) Hören Sie mir einfach nur zu!
Abg. Strache: Es sind keine Steuererhöhungen geplant!
Sie von der FPÖ fordern, jedwede Bestrebungen müssten unterbunden werden, hier Steuererhöhungen zu planen. (Abg. Strache: Es sind keine Steuererhöhungen geplant!) – Nein, das sind keine Steuern, natürlich nicht! Das ist ein Solidarbeitrag! Jetzt sind wir bei der Büchse der Pandora. Glauben Sie nicht auch, dass der Herr Finanzminister so intelligent ist und andere Steuern einfach als Solidarbeitrag oder sonstigen Beitrag tarnt? Ich würde Sie warnen, Herr Strache, und ich glaube, wir sind uns hier auch einig, wir brauchen keine neuen Steuern. (Beifall des Abg. Bucher.)
Beifall des Abg. Bucher.
Sie von der FPÖ fordern, jedwede Bestrebungen müssten unterbunden werden, hier Steuererhöhungen zu planen. (Abg. Strache: Es sind keine Steuererhöhungen geplant!) – Nein, das sind keine Steuern, natürlich nicht! Das ist ein Solidarbeitrag! Jetzt sind wir bei der Büchse der Pandora. Glauben Sie nicht auch, dass der Herr Finanzminister so intelligent ist und andere Steuern einfach als Solidarbeitrag oder sonstigen Beitrag tarnt? Ich würde Sie warnen, Herr Strache, und ich glaube, wir sind uns hier auch einig, wir brauchen keine neuen Steuern. (Beifall des Abg. Bucher.)
Abg. Strache: Wenn Sie nicht wissen, was Steuern sind, dann ist das zur Kenntnis zu nehmen!
Wenn Sie hier Steuern fordern, um populistisch hier schnell Kleingeld zu wechseln, dann kann ich Ihnen nur sagen, das ist der falsche Weg. (Abg. Strache: Wenn Sie nicht wissen, was Steuern sind, dann ist das zur Kenntnis zu nehmen!)
Abg. Bucher: Lacina!
Wenn man wirklich etwas holen will, dann sind es die großen Vermögen. Dort kann man wirklich etwas holen, aber die sind schon lange stiften gegangen, und das Ganze mit Unterstützung der SPÖ, die damals dieses Stiftungsrecht eingeführt hat. (Abg. Bucher: Lacina!) Genau, Lacina war der übliche Verdächtige und hat eben die großen Vermögen, die man wirklich zur Kasse hätte bitten können, in Sicherheit gebracht. Da ist wirklich nichts zu holen.
Ruf: Streik!
Immer dann, wenn die budgetären Mittel knapp sind, kommt man auf die aberwitzigsten Ideen. Die SPÖ, jetzt auch die FPÖ und die Grünen fordern immer neue Steuern. Die ÖVP hat da einen anderen Ansatz. Die ÖVP macht das überhaupt ganz geschickt, die streicht vornehmlich bei Ministern der anderen Partei, also der SPÖ, einfach das Budget zusammen und gibt dann den Auftrag zu mehr Sparsamkeit. Und wenn dann die Frau Ministerin diesen Auftrag hinsichtlich mehr Sparsamkeit umsetzen will, dann geht man her und torpediert sie mit der eigenen Gewerkschaft. (Ruf: Streik!) Genau, dann wird nach Streik gerufen, dann wird die Ministerin sozusagen vorgeführt, die lässt man ins offene Messer laufen. Und hintennach sagt man, ja, man hat ihr eh freie Hand gegeben. – So kann es nicht gehen! Und wenn das so Schule macht, dann kann ich Ihnen sagen, dass wir eine Verwaltungsreform niemals auf den Weg bringen werden.
Beifall beim BZÖ.
Daran trägt jetzt die ÖVP die Schuld. Die ÖVP hat die Verwaltungsreform, die sie immer wieder so salbungsvoll postuliert, in Wahrheit zu Grabe getragen. Sie haben diese Verwaltungsreform zu Grabe getragen, denn jetzt wird genau das passieren, was auch bei der Frau Schmied passiert ist: Es werden alle streiken, und dann wird der Schwanz eingezogen. Und das ist der Punkt. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grillitsch: Wieso schimpfst du so mit uns?
Sie haben jetzt diese Reform mit einer Mogelpackung ins Messer laufen lassen und verteilen von einem Sack in den anderen. Denn wenn die BIG einfach weniger Miete bekommt, dann kann es wohl nicht staatspolitisch sinnvoll sein, und das hat die ÖVP zu verantworten. (Abg. Grillitsch: Wieso schimpfst du so mit uns?)
Abg. Hornek: Ein Beispiel! Eines!
Mich hat ein Reporter einmal gefragt, was wir jetzt eigentlich wollen – wollen wir jetzt sparen oder wollen wir investieren? Und ich habe ihm gesagt, wir wollen beides. Wir wollen dort sparen, wo es Sinn macht, etwa bei der Verwaltung. Wir wollen dort sparen, wo der Rechnungshof sagt, dort ist sparen möglich, in der öffentlichen Verwaltung, bei den Lehrern. Wir waren immer dafür, dass die Lehrer mehr arbeiten. (Abg. Hornek: Ein Beispiel! Eines!) Das etwa ist ein Beispiel, aber es gibt noch viele andere Bereiche, wo gespart werden muss.
Abg. Krainer: Redezeit!
Auf der anderen Seite müssen wir aber auch investieren, und wir müssen dort investieren, wo es für die Zukunft etwas bringt. Das heißt, wir müssen dort investieren, wo wir energieautark werden, wo wir thermisch sanieren können, wo wir unsere Hausaufgaben machen können. Dort müssen wir investieren, aber nicht 50 oder 100 Millionen, die man von einem Topf in den anderen umschichtet, sondern substanziell. Das ist auch der einzige Punkt, wo ich zugestehe (Abg. Krainer: Redezeit!) – ich habe 10 Minuten –, dass man mehr Schulden machen kann. Der einzige Punkt! Schulden macht man nur für die Zukunft und nicht für irgendwelche budgetären Maßnahmen, die viel zu kurz greifen.
Beifall beim BZÖ.
modell, das ist Fairness! Schauen Sie sich das an – dann können wir wieder darüber reden! (Beifall beim BZÖ.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Mein Vorredner hat vergessen zu erklären, was das „Wettex“-Steuermodell sein soll. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Dankbar bin ich für den Hinweis, dass sich in der Büchse der Pandora Schmerztabletten befinden. (Abg. Mag. Stadler: Das glaubt der Strache jetzt!) Angesichts der Beiträge von FPÖ und BZÖ denke ich, dass man auch über eine Rezeptpflicht für bestimmte Reden nachdenken sollte. Es ist nicht alles zumutbar, was hier dargebracht wird. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Stadler: Das glaubt der Strache jetzt!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Mein Vorredner hat vergessen zu erklären, was das „Wettex“-Steuermodell sein soll. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Dankbar bin ich für den Hinweis, dass sich in der Büchse der Pandora Schmerztabletten befinden. (Abg. Mag. Stadler: Das glaubt der Strache jetzt!) Angesichts der Beiträge von FPÖ und BZÖ denke ich, dass man auch über eine Rezeptpflicht für bestimmte Reden nachdenken sollte. Es ist nicht alles zumutbar, was hier dargebracht wird. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Mein Vorredner hat vergessen zu erklären, was das „Wettex“-Steuermodell sein soll. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Dankbar bin ich für den Hinweis, dass sich in der Büchse der Pandora Schmerztabletten befinden. (Abg. Mag. Stadler: Das glaubt der Strache jetzt!) Angesichts der Beiträge von FPÖ und BZÖ denke ich, dass man auch über eine Rezeptpflicht für bestimmte Reden nachdenken sollte. Es ist nicht alles zumutbar, was hier dargebracht wird. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hornek: Mathematik ist nicht Ihre Stärke, oder?
Schauen Sie sich demgegenüber an, was heute die Reichen in Österreich an Steuern zahlen, nehmen Sie als Beispiel die Stiftungen! Wenn Sie heute 10 Millionen € in Stiftungsvermögen angelegt haben, dann haben Sie eine reale Vermögensbesteuerung von etwa 4,5 Prozent, über die Zeit, sind es 100 Millionen €, sinkt die Besteuerung auf 1,5 Prozent, und geht die Summe über 1 Milliarde €, dann ist die reale Steuerbelastung der Stiftung in der Gegend von 0,3 Prozent. – Das sind die Fakten in Österreich. (Abg. Hornek: Mathematik ist nicht Ihre Stärke, oder?)
Beifall bei den Grünen.
Jetzt weg von der SPÖ, von diesem in dieser Hinsicht vollkommen misslungenen Budget – und das, Herr Bundeskanzler, ist der Hauptvorwurf, der Ihnen zu machen ist: dass Sie trotz Unterstützung durch Ihre Partei, trotz Unterstützung aus anderen politischen Lagern nicht den Mut gehabt haben, neben denjenigen, die ohnehin schon unter größten steuerlichen Belastungen stehen, endlich auch die Reichen zu einem Beitrag zu den Auswegen aus der Krise und zum Bildungs- und Sozialstaat zu veranlassen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Über wen schimpfen Sie jetzt?
Jetzt zur Freiheitlichen Partei. – Herr Klubobmann Strache, Sie haben dem Plenum und den anwesenden Kolleginnen und Kollegen nicht gesagt, dass Sie heute zu einer einzigen Person sprechen, nämlich zu Hans Dichand. Ihre Rede hätte eigentlich folgendermaßen beginnen müssen: Herr Dichand, ich kenne das Hund/Schwanz-Problem. Ich weiß, dass Sie der Hund sind (Abg. Strache: Über wen schimpfen Sie jetzt?), der mit dem Bundeskanzler wedelt, und ich, H.-C. Strache, sage Ihnen, Herr Dichand, ich möchte der zweite Schwanz sein, mit dem Sie wedeln können. (Abg. Strache: Zu welchem Chefredakteur reden Sie jetzt? Haben Sie irgendetwas konsumiert heute? – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen, darunter: Sind Sie nicht ganz dicht?)
Abg. Strache: Zu welchem Chefredakteur reden Sie jetzt? Haben Sie irgendetwas konsumiert heute? – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen, darunter: Sind Sie nicht ganz dicht?
Jetzt zur Freiheitlichen Partei. – Herr Klubobmann Strache, Sie haben dem Plenum und den anwesenden Kolleginnen und Kollegen nicht gesagt, dass Sie heute zu einer einzigen Person sprechen, nämlich zu Hans Dichand. Ihre Rede hätte eigentlich folgendermaßen beginnen müssen: Herr Dichand, ich kenne das Hund/Schwanz-Problem. Ich weiß, dass Sie der Hund sind (Abg. Strache: Über wen schimpfen Sie jetzt?), der mit dem Bundeskanzler wedelt, und ich, H.-C. Strache, sage Ihnen, Herr Dichand, ich möchte der zweite Schwanz sein, mit dem Sie wedeln können. (Abg. Strache: Zu welchem Chefredakteur reden Sie jetzt? Haben Sie irgendetwas konsumiert heute? – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen, darunter: Sind Sie nicht ganz dicht?)
Abg. Strache: Sie, Herr Pilz, wohnen in einem sozialen Gemeindebau, obwohl Sie sich jederzeit eine private Wohnung leisten können! Sie, Herr Pilz, wohnen in einem Gemeindebau, nehmen anderen Menschen eine soziale Wohnung weg, obwohl Sie 10 000 € brutto verdienen!
Das ist natürlich in der Tierwelt unüblich, aber in der Politik ist vieles möglich, was in der Tierwelt nicht möglich ist. Deshalb lautet Ihr Angebot an einen Stiftungsmilliardär, der seine Redakteure die Finger wund schreiben lässt, dass etwas gegen die Vermögenssteuer, die Kernölsteuer, die Reichenverfolgungssteuer und so weiter getan wird, obwohl jeder genau weiß, der ein bisschen mitlesen und mitrechnen kann, dass es hier nicht um die kleinen Einkommen, nicht um den kleinen Hausbesitzer, um gar nichts in dieser Art geht, sondern um die Vermögen der Reichsten in dieser Republik, von denen Sie sich gefällige Leitartikel erkaufen wollen. (Abg. Strache: Sie, Herr Pilz, wohnen in einem sozialen Gemeindebau, obwohl Sie sich jederzeit eine private Wohnung leisten können! Sie, Herr Pilz, wohnen in einem Gemeindebau, nehmen anderen Menschen eine soziale Wohnung weg, obwohl Sie 10 000 € brutto verdienen!)
Abg. Strache: Sie wohnen im sozialen Gemeindebau und nehmen armen Menschen die Wohnung weg, Herr Abgeordneter!
Herr Strache, Sie haben mit diesem Dringlichen Antrag politisch die Seiten gewechselt! Sie haben sich gegen die kleinen Leute und an die Seite der Stiftungsmilliardäre gestellt. (Abg. Strache: Sie wohnen im sozialen Gemeindebau und nehmen armen Menschen die Wohnung weg, Herr Abgeordneter!) Heute vertreten Sie die Interessen von Hans Dichand, von Julius Meinl, von Karl-Heinz Grasser und wahrscheinlich auch von so wohlhabenden Menschen wie Mensdorff-Pouilly und Haselsteiner. Das sind die Österreicher und Österreicherinnen, deren Interessen Sie heute in diesem Haus vertreten. (Abg. Strache: Sie wohnen im sozialen Gemeindebau!)
Abg. Strache: Sie wohnen im sozialen Gemeindebau!
Herr Strache, Sie haben mit diesem Dringlichen Antrag politisch die Seiten gewechselt! Sie haben sich gegen die kleinen Leute und an die Seite der Stiftungsmilliardäre gestellt. (Abg. Strache: Sie wohnen im sozialen Gemeindebau und nehmen armen Menschen die Wohnung weg, Herr Abgeordneter!) Heute vertreten Sie die Interessen von Hans Dichand, von Julius Meinl, von Karl-Heinz Grasser und wahrscheinlich auch von so wohlhabenden Menschen wie Mensdorff-Pouilly und Haselsteiner. Das sind die Österreicher und Österreicherinnen, deren Interessen Sie heute in diesem Haus vertreten. (Abg. Strache: Sie wohnen im sozialen Gemeindebau!)
Abg. Strache: Ganz im Gegenteil!
Erklären Sie einmal, warum Sie alles tun, bis hin zur Befassung des österreichischen Nationalrates, um die Steuerprivilegien der Reichsten in dieser Republik zu verteidigen! Warum vertreten Sie nicht mehr die Interessen der – wie Sie sie nennen – „kleinen“ Leute, sondern die Interessen einer kleinen Minderheit, der Reichsten in dieser Republik? (Abg. Strache: Ganz im Gegenteil!)
Abg. Strache: Eine Verwaltungsreform wäre einmal vernünftig! Aber das ist schon klar, dass das Ihnen völlig ...!
Nennen Sie uns Alternativen! Wollen Sie wirklich in Zeiten der Wirtschaftskrise, in denen es darum geht, öffentliche Aufgaben zu finanzieren, staatliche Nachfrage zu schaffen, die Abgabenquote senken? Wer soll denn die dadurch fehlenden Milliarden ersetzen? Zahlt die ÖVP der Republik Österreich das, was dem Finanzminister aufgrund Ihrer absurden Vorschläge entgeht? (Abg. Strache: Eine Verwaltungsreform wäre einmal vernünftig! Aber das ist schon klar, dass das Ihnen völlig ...!)
Abg. Strache: Sicherlich nicht auf der kommunistischen Seite, Herr Pilz!
Ich sage Ihnen eines: Jeder hier in diesem Haus – und das betrifft nicht nur die Freiheitliche Partei – wird sich entscheiden müssen, auf welcher Seite die Mehrheit dieses Nationalrates steht. (Abg. Strache: Sicherlich nicht auf der kommunistischen Seite, Herr Pilz!) Unser politisches Ziel ist es, für eine gerechte Besteuerung möglichst mit Abgeordneten aller Fraktionen gemeinsam in den nächsten Monaten eine Mehrheit zu finden.
Abg. Strache: Sie wollen den Mittelstand ausbeuten! Das ist genau das, was Sie wollen!
Wir müssen die Opfer der Krise schützen, wir müssen diejenigen schützen, die zu Unrecht in Not geraten sind und die nicht wissen, wie sie über die Krise kommen – und wir müssen uns das Geld dafür dort holen, wo das Geld zu holen ist: bei den Reichsten. Das heißt Reichenbesteuerung, und das heißt Einstieg in die Vermögensbesteuerung. (Abg. Strache: Sie wollen den Mittelstand ausbeuten! Das ist genau das, was Sie wollen!) Das weiß der Bundeskanzler, das weiß die SPÖ, das wissen diejenigen in der ÖVP, die die Klein- und Mittelbetriebe und die Ein-Personen-Unternehmen vertreten wollen, das weiß selbstverständlich die grüne Fraktion, und vielleicht spricht es sich in Teilen der freiheitlichen Fraktion noch herum. Vielleicht könnten wir uns dann in Zukunft Dringliche Anträge dieser Art ersparen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir müssen die Opfer der Krise schützen, wir müssen diejenigen schützen, die zu Unrecht in Not geraten sind und die nicht wissen, wie sie über die Krise kommen – und wir müssen uns das Geld dafür dort holen, wo das Geld zu holen ist: bei den Reichsten. Das heißt Reichenbesteuerung, und das heißt Einstieg in die Vermögensbesteuerung. (Abg. Strache: Sie wollen den Mittelstand ausbeuten! Das ist genau das, was Sie wollen!) Das weiß der Bundeskanzler, das weiß die SPÖ, das wissen diejenigen in der ÖVP, die die Klein- und Mittelbetriebe und die Ein-Personen-Unternehmen vertreten wollen, das weiß selbstverständlich die grüne Fraktion, und vielleicht spricht es sich in Teilen der freiheitlichen Fraktion noch herum. Vielleicht könnten wir uns dann in Zukunft Dringliche Anträge dieser Art ersparen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hörl.
Abgeordneter Lutz Weinzinger (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dass Herr Abgeordneter Pilz hie und da etwas sonderbare Äußerungen von sich gibt, ist ja nicht nur diesem Haus bekannt, sondern auch einem großen Teil der Bevölkerung unseres schönen Heimatlandes. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hörl.)
Mag. Kogler: G’rad so ist es halt!
Aber diesmal war es ganz absurd, muss ich sagen. Was sich Abgeordneter Pilz da aus den Fingern herausgesogen hat, entbehrt jeglichem Vergleich. Jetzt wären wir oder wäre unser Klubobmann auf einmal ein billiges Werkzeug in den Händen des Herrn Dichand und der „Kronen Zeitung“ (Mag. Kogler: G’rad so ist es halt!) – gerade wir, die wir von sowohl dieser „Kronen Zeitung“ als auch von anderen Medien ununterbrochen angepatzt werden! Wir unterstützen nicht das Spiel irgendwelcher Zeitungen, wir unterstützen nicht das Spiel irgendwelcher Großverdiener, wir unterstützen nicht das Spiel irgendwelcher Damen und Herren, die ihr Vermögen in Sicherheit gebracht haben, damit es auch in Zukunft nicht irgendeiner Vermögensbesteuerung unterworfen werden kann. (Neuerlicher Zwischenruf bei den Grünen.) Die entsprechende steuerliche Gesetzgebung kam ausgerechnet von SPÖ-Seite.
Neuerlicher Zwischenruf bei den Grünen.
Aber diesmal war es ganz absurd, muss ich sagen. Was sich Abgeordneter Pilz da aus den Fingern herausgesogen hat, entbehrt jeglichem Vergleich. Jetzt wären wir oder wäre unser Klubobmann auf einmal ein billiges Werkzeug in den Händen des Herrn Dichand und der „Kronen Zeitung“ (Mag. Kogler: G’rad so ist es halt!) – gerade wir, die wir von sowohl dieser „Kronen Zeitung“ als auch von anderen Medien ununterbrochen angepatzt werden! Wir unterstützen nicht das Spiel irgendwelcher Zeitungen, wir unterstützen nicht das Spiel irgendwelcher Großverdiener, wir unterstützen nicht das Spiel irgendwelcher Damen und Herren, die ihr Vermögen in Sicherheit gebracht haben, damit es auch in Zukunft nicht irgendeiner Vermögensbesteuerung unterworfen werden kann. (Neuerlicher Zwischenruf bei den Grünen.) Die entsprechende steuerliche Gesetzgebung kam ausgerechnet von SPÖ-Seite.
Ruf bei der ÖVP: Das kann ich mir vorstellen!
Meine Damen und Herren, wollen wir doch eines klarstellen: Die Freiheitliche Partei hat heute eines ihrer Oppositionsrechte in Anspruch genommen und einen Dringlichen Antrag betreffend „Solidarität statt Klassenkampf“ gestellt. Sie hat mit dieser Entschließung etwas verlangt, was durchaus legitim und durchaus konkret ist. Nachdem unser Klubobmann und Bundesparteiobmann hier vorgetragen hat, was unsere Vorstellung, unsere Meinung ist, was unsere Kritikpunkte sind – schließlich und endlich dürfen wir nicht nur, sondern müssen wir als Opposition die Politik der Regierung kritisieren und genau und kritisch durchleuchten; das ist unsere Pflicht! (Ruf bei der ÖVP: Das kann ich mir vorstellen!) –, ist der Herr Bundeskanzler aufgestanden, und wir haben nicht sein normales joviales Lächeln auf seinem Gesicht gesehen. Es war plötzlich versteinert. Es war mehr als versteinert, es war verbittert. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Dann hat er Vorwürfe von sich gegeben und gesagt, es gebe
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, wollen wir doch eines klarstellen: Die Freiheitliche Partei hat heute eines ihrer Oppositionsrechte in Anspruch genommen und einen Dringlichen Antrag betreffend „Solidarität statt Klassenkampf“ gestellt. Sie hat mit dieser Entschließung etwas verlangt, was durchaus legitim und durchaus konkret ist. Nachdem unser Klubobmann und Bundesparteiobmann hier vorgetragen hat, was unsere Vorstellung, unsere Meinung ist, was unsere Kritikpunkte sind – schließlich und endlich dürfen wir nicht nur, sondern müssen wir als Opposition die Politik der Regierung kritisieren und genau und kritisch durchleuchten; das ist unsere Pflicht! (Ruf bei der ÖVP: Das kann ich mir vorstellen!) –, ist der Herr Bundeskanzler aufgestanden, und wir haben nicht sein normales joviales Lächeln auf seinem Gesicht gesehen. Es war plötzlich versteinert. Es war mehr als versteinert, es war verbittert. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Dann hat er Vorwürfe von sich gegeben und gesagt, es gebe
Abg. Strache: Und dann zum BZÖ gewechselt hat!
Als Beweis hat er angeführt, dass vor irgendwelchen Jahren irgendein Minister, der damals von der FPÖ gestellt wurde (Abg. Strache: Und dann zum BZÖ gewechselt hat!), einer Fehleinschätzung unterlegen ist, einer Fehleinschätzung, der auch viele andere, auch sozialistische Regierungsmitglieder und Regierungsmitglieder in den Ländern und in den Städten unterlegen gewesen sind. Wir wissen, wovon Sie sprechen, und wir, die Freiheitliche Partei – und ich ganz besonders, daran kann ich mich sehr gut erinnern –, haben diese Cross-Border-Geschäfte im Oberösterreichischen Landtag schon in den neunziger Jahren zutiefst bekämpft. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: In Wien genauso verteilt, Kanalwesen verkauft, Straßenbahnen!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: In Wien genauso verteilt, Kanalwesen verkauft, Straßenbahnen!
Als Beweis hat er angeführt, dass vor irgendwelchen Jahren irgendein Minister, der damals von der FPÖ gestellt wurde (Abg. Strache: Und dann zum BZÖ gewechselt hat!), einer Fehleinschätzung unterlegen ist, einer Fehleinschätzung, der auch viele andere, auch sozialistische Regierungsmitglieder und Regierungsmitglieder in den Ländern und in den Städten unterlegen gewesen sind. Wir wissen, wovon Sie sprechen, und wir, die Freiheitliche Partei – und ich ganz besonders, daran kann ich mich sehr gut erinnern –, haben diese Cross-Border-Geschäfte im Oberösterreichischen Landtag schon in den neunziger Jahren zutiefst bekämpft. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: In Wien genauso verteilt, Kanalwesen verkauft, Straßenbahnen!)
Abg. Strache: Er hat das jetzt abgelegt, das Grinsen, die Sorgenfalten!
Dann hat er der politischen Partei, die in Opposition ist, vorgeworfen, dass sie durch ihre Aktionen – er nennt es so – politisches Kleingeld einsammeln will, tatsächlich Eindruck machen will bei der Bevölkerung. Ja, was soll denn eine politische Partei sonst machen, als der Bevölkerung zu sagen: Wir stehen, so wie wir meinen, hinter euch!? Das wird uns dann vom Bundeskanzler vorgeworfen, mit einem ganz harten Gesichtsausdruck. (Abg. Strache: Er hat das jetzt abgelegt, das Grinsen, die Sorgenfalten!)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, und das Gleiche würde jetzt passieren! (Beifall bei der FPÖ.) Das sagt auch dieser Zeitzeuge, und das ist niemand Geringerer als Hannes Androsch, ein hoch angesehener Sozialdemokrat. Daher: Keine neue Besteuerung, aber Solidarität und endlich einmal Angreifen mit einer echten Verwaltungsreform! Das könnte uns etwas bringen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, und das Gleiche würde jetzt passieren! (Beifall bei der FPÖ.) Das sagt auch dieser Zeitzeuge, und das ist niemand Geringerer als Hannes Androsch, ein hoch angesehener Sozialdemokrat. Daher: Keine neue Besteuerung, aber Solidarität und endlich einmal Angreifen mit einer echten Verwaltungsreform! Das könnte uns etwas bringen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grillitsch: Aber wirklich berichtigen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Mag. Maier zu Wort gemeldet. Herr Abgeordneter, Sie kennen die Bestimmungen: in 2 Minuten zunächst den zu berichtigenden, dann den berichtigten Sachverhalt. (Abg. Grillitsch: Aber wirklich berichtigen!)
Abg. Vilimsky: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! Also, Frau Präsidentin, wirklich!
Ich berichtige: Das ist falsch! (Abg. Vilimsky: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! Also, Frau Präsidentin, wirklich!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Vilimsky: Frau Präsidentin, bitte!
Richtig ist vielmehr, dass diese Spekulationen vor fünf Jahren durchgeführt wurden und der Name des Ministers Hubert Gorbach war. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Vilimsky: Frau Präsidentin, bitte!)
Abg. Mag. Stadler: Herr Kollege Matznetter, nicht so viele Fachbegriffe, bitte!
Ist Ihnen bewusst, was das hieße? Wenn das Aufkommen sinkt, sinkt natürlich auch die Steuer- und Abgabenquote, die wird nämlich als Verhältnis des Gesamtsteueraufkommens zum Bruttoinlandsprodukt berechnet. (Abg. Mag. Stadler: Herr Kollege Matznetter, nicht so viele Fachbegriffe, bitte!) Wenn Sie schon solche Dinge zusammenschreiben, sollten Sie versuchen, den Text korrekt zu zitieren.
Ruf bei der ÖVP: Herr Professor, kommen Sie auf den Punkt!
Was Sie ausdrücken wollten, war: Wenn die Steuersätze hoch sind, wird das nach der Theorie des Laffer dazu führen, dass das Gesamtaufkommen sinkt, aber nicht (Ruf bei der ÖVP: Herr Professor, kommen Sie auf den Punkt!), wenn die Abgabenquoten zu hoch sind. (Abg. Strache: Die Steuer- und Abgabenquoten, so steht es ja drinnen!) Das ist ein Widerspruch in sich, und in diesem Sinne müssen Sie sich den Vorwurf gefallen lassen, dass vielleicht eine gewisse Eiligkeit bei der Ausfertigung Ihres Antrages eine Rolle gespielt hat.
Abg. Strache: Die Steuer- und Abgabenquoten, so steht es ja drinnen!
Was Sie ausdrücken wollten, war: Wenn die Steuersätze hoch sind, wird das nach der Theorie des Laffer dazu führen, dass das Gesamtaufkommen sinkt, aber nicht (Ruf bei der ÖVP: Herr Professor, kommen Sie auf den Punkt!), wenn die Abgabenquoten zu hoch sind. (Abg. Strache: Die Steuer- und Abgabenquoten, so steht es ja drinnen!) Das ist ein Widerspruch in sich, und in diesem Sinne müssen Sie sich den Vorwurf gefallen lassen, dass vielleicht eine gewisse Eiligkeit bei der Ausfertigung Ihres Antrages eine Rolle gespielt hat.
Abg. Strache: Das haben Sie halbiert, von 5 auf 2,5 Prozent! Sie haben sie von 5 auf 2,5 Prozent halbiert!
Aber nun zu den inhaltlichen Punkten. Ihnen fällt bei Ihrer Argumentation über neue Steuern und Vermögenssteuern ja nicht einmal auf, wovon Sie reden. Beispiel Stiftungseingangsbesteuerung. Ist Ihnen aufgefallen, dass die 2,5 Prozent Stiftungseingangsbesteuerung eine neue Steuer war, die voriges Jahr beschlossen worden ist (Abg. Strache: Das haben Sie halbiert, von 5 auf 2,5 Prozent! Sie haben sie von 5 auf 2,5 Prozent halbiert!), eine Vermögenssteuer, die beschlossen worden ist, eine Steuer, die wir neu eingeführt haben, der Sie nicht zugestimmt haben?
Abg. Strache: Von 5 auf 2,5 Prozent halbiert! Rot und Schwarz haben sie halbiert! Das ist doch lächerlich!
Der Effekt Ihrer Abstimmung wäre gewesen, dass die Stiftungen überhaupt steuerfrei gewesen wären, und zwar deswegen, weil der Verfassungsgerichtshof die Steuer aufgehoben hätte. Also, die FPÖ hat in diesem Fall (Abg. Strache: Von 5 auf 2,5 Prozent halbiert! Rot und Schwarz haben sie halbiert! Das ist doch lächerlich!) – Sie brauchen sich nicht so aufzuregen, es ist im Stenograpischen Protokoll nachlesbar.
Abg. Kopf: Die Begrenzung stimmt jetzt nicht ganz! – Abg. Dr. Stummvoll: Wo setzt er an?
Herr Kollege Bartenstein, Sie haben Deutschland und die Steuersätze erwähnt. Sie sind beim Verkaufen der Erfolge unserer Regierung noch nicht ganz auf dem letzten Stand. Es steht ja auch noch nicht im Bundesgesetzblatt. Mit dem neuen Gewinnfreibetrag von 13 Prozent zahlen nämlich auch die Selbständigen keinen Höchststeuersatz von 50 Prozent mehr, sondern, weil es in gleicher Höhe wie der dreizehnte, vierzehnte Monatsgehalt ist, nur 43 Prozent. (Abg. Kopf: Die Begrenzung stimmt jetzt nicht ganz! – Abg. Dr. Stummvoll: Wo setzt er an?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler: was das zukünftig sein soll!
auszahlungen, die dieser Tage kommen, und das ist gut so. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler: was das zukünftig sein soll!)
Abg. Dr. Pirklhuber: aus der „Kronen Zeitung“!
Für mich ist nur erstaunlich, dass manche diese Worte, dass Krise auch Chance ist, so auslegen, dass sie jetzt plötzlich aus der Mottenkiste linker Ideologie Instrumente des Klassenkampfes entstauben wollen (Abg. Dr. Pirklhuber: aus der „Kronen Zeitung“!), wie Wertschöpfungsabgabe, Reichensteuer, Vermögensabgabe und Ähnliches. (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber das mit der Doppelpension !) Es ist schon sehr erstaunlich, meine Damen und Herren, wobei ja die Begründung schon absurd ist, denn die lautet ja, es sollen die Verursacher der Krise zur Kasse gebeten werden.
Abg. Dr. Pirklhuber: Aber das mit der Doppelpension !
Für mich ist nur erstaunlich, dass manche diese Worte, dass Krise auch Chance ist, so auslegen, dass sie jetzt plötzlich aus der Mottenkiste linker Ideologie Instrumente des Klassenkampfes entstauben wollen (Abg. Dr. Pirklhuber: aus der „Kronen Zeitung“!), wie Wertschöpfungsabgabe, Reichensteuer, Vermögensabgabe und Ähnliches. (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber das mit der Doppelpension !) Es ist schon sehr erstaunlich, meine Damen und Herren, wobei ja die Begründung schon absurd ist, denn die lautet ja, es sollen die Verursacher der Krise zur Kasse gebeten werden.
Abg. Strache: Das sind die Manager wie der Herr Ötsch und andere!
Und jetzt fragen wir uns: War der klein- und mittelständische Unternehmer, der Arbeitsplätze geschaffen hat und damit ein Betriebsvermögen erarbeitet hat, der Verursacher der Krise? (Abg. Strache: Das sind die Manager wie der Herr Ötsch und andere!) Hat der kleine Anleger, der zur Aufbesserung seiner Pension ein paar Wertpapiere hat, die Krise verursacht? War der soziale Aufsteiger, der ein Eigenheim erworben hat, der Auslöser der Krise, meine Damen und Herren? (Abg. Krainer: Meinen Sie den Grasser? Der typische Kleinanleger Grasser!) Also diese Argumentation zum Einstieg in diese Debatte ist ja an sich schon absurd, Herr Kollege Krainer, völlig absurd.
Abg. Krainer: Meinen Sie den Grasser? Der typische Kleinanleger Grasser!
Und jetzt fragen wir uns: War der klein- und mittelständische Unternehmer, der Arbeitsplätze geschaffen hat und damit ein Betriebsvermögen erarbeitet hat, der Verursacher der Krise? (Abg. Strache: Das sind die Manager wie der Herr Ötsch und andere!) Hat der kleine Anleger, der zur Aufbesserung seiner Pension ein paar Wertpapiere hat, die Krise verursacht? War der soziale Aufsteiger, der ein Eigenheim erworben hat, der Auslöser der Krise, meine Damen und Herren? (Abg. Krainer: Meinen Sie den Grasser? Der typische Kleinanleger Grasser!) Also diese Argumentation zum Einstieg in diese Debatte ist ja an sich schon absurd, Herr Kollege Krainer, völlig absurd.
Abg. Strache: Wie beim „Konsum“ und bei der BAWAG!
Wer die Krise wirklich verursacht hat, das hat heute der Herr Vizekanzler Sepp Pröll gesagt: Es waren erstens raffgierige Wall Street-Kapitalisten und keine Anhänger der sozialen Marktwirtschaft, und es war eine Politik, vor allem in den USA, die den Leuten jahrelang vorgegaukelt hat, sie könnten ohne Risiko auf Dauer über ihre Verhältnisse leben. (Abg. Strache: Wie beim „Konsum“ und bei der BAWAG!) Das war im Grunde der Auslöser der heutigen Krise, meine Damen und Herren – und nicht der kleine Häuselbauer und nicht der kleine Unternehmer, der Arbeitsplätze und Betriebsvermögen geschaffen hat! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Österreichische Banken ! – Abg. Krainer: Den Unterschied zwischen Auslöser und Ursache kennen Sie schon?! Auslöser und Ursache!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Österreichische Banken ! – Abg. Krainer: Den Unterschied zwischen Auslöser und Ursache kennen Sie schon?! Auslöser und Ursache!
Wer die Krise wirklich verursacht hat, das hat heute der Herr Vizekanzler Sepp Pröll gesagt: Es waren erstens raffgierige Wall Street-Kapitalisten und keine Anhänger der sozialen Marktwirtschaft, und es war eine Politik, vor allem in den USA, die den Leuten jahrelang vorgegaukelt hat, sie könnten ohne Risiko auf Dauer über ihre Verhältnisse leben. (Abg. Strache: Wie beim „Konsum“ und bei der BAWAG!) Das war im Grunde der Auslöser der heutigen Krise, meine Damen und Herren – und nicht der kleine Häuselbauer und nicht der kleine Unternehmer, der Arbeitsplätze und Betriebsvermögen geschaffen hat! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Österreichische Banken ! – Abg. Krainer: Den Unterschied zwischen Auslöser und Ursache kennen Sie schon?! Auslöser und Ursache!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Als Doppelpensionist wäre ich nicht so vollmundig!
Wenn diese Steuern, Herr Kollege Krainer, wirklich zur Finanzierung der Maßnahmen, die wir zur Krisenbekämpfung setzen mussten, eingesetzt werden sollen, dann geht das nicht nur mit der Befriedigung von Neidkomplexen, dann ist es ein massiver Angriff auf Eigentum und Mittelstand. Und da sagen wir von der Volkspartei: Hände weg! Hände weg vom Eigentum! Keine Besteuerung des Eigentums! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Als Doppelpensionist wäre ich nicht so vollmundig!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Beiträge für die Allgemeinheit!
Wir wollen keine Dreifachbesteuerung, Herr Kollege Krainer! Das Einkommen wird bis zu 50 Prozent besteuert. (Abg. Dr. Pirklhuber: Beiträge für die Allgemeinheit!) Wenn ich dann vom Nettoeinkommen etwas aufs Sparbuch lege, zahle ich vom Ertrag 25 Prozent KESt. Wenn ich etwas kaufe, zahle ich 20 Prozent Mehrwertsteuer. – Dann noch eine Eigentumssteuer wäre eine Dreifachbesteuerung, das lehnen wir ganz
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Strache. – Abg. Dr. Pirklhuber: Sie profitieren ja vom System selbst!
entschieden ab. Mit uns keine Angriffe auf das Eigentum! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Strache. – Abg. Dr. Pirklhuber: Sie profitieren ja vom System selbst!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Wer trägt die Hauptlast? Nicht Sie persönlich! Das ist schon klar als Doppelpensionist!
Und eines noch: Das Einstiegsargument für die Diskussion war schon absurd, aber auch der Einstiegszeitpunkt in die Debatte ist zu hinterfragen, meine Damen und Herren! Zu Zeiten einer Krise, worum geht es da? – Da geht es darum, die Krise zu meistern, die Wirtschaft zu stärken und den Menschen zu helfen, aber nicht darum, die Menschen mit neuen Steuerideen zu bedrohen und zu verunsichern. (Abg. Dr. Pirklhuber: Wer trägt die Hauptlast? Nicht Sie persönlich! Das ist schon klar als Doppelpensionist!) Also Einstiegsargumentation und Einstiegszeitpunkt sind völlig daneben.
Abg. Dr. Pirklhuber: Entlastung von Arbeit, Besteuerung von Vermögen!
Österreich hat die fünfthöchste Steuer- und Abgabenquote, meine Damen und Herren. Wir haben zweitens die Situation, dass trotzdem jeder zweite Lohn- und Einkommensteuerpflichtige keine Lohn- und Einkommensteuer mehr zahlt. Wir haben also die Situation, dass 25 Prozent der Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen 80 Prozent des Steueraufkommens erbringen. Meine Damen und Herren, das ist unsere Situation! (Abg. Dr. Pirklhuber: Entlastung von Arbeit, Besteuerung von Vermögen!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist ja zynisch!
Ein Wort auch noch zu den Stiftungen, die immer angegriffen werden. Sie wissen schon, dass Stiftungsvermögen in aller Hauptsache Betriebsvermögen ist, unter einem Dach von Stiftungen. Das kann man nachlesen, das sind Daten und Fakten. Das sind in Österreich ungefähr 300 000 Arbeitsplätze. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist ja zynisch!) Das heißt, jede Besteuerung von Eigentum, von Stiftungen ist eigentumsfeindlich, ist mittelstandsfeindlich, ist arbeitsplatzfeindlich und ist auch familienfeindlich, weil sich ja sehr viel Eigentum in den Händen der Familien befindet. (Abg. Dr. Pirklhuber: Was ist mit den Klein- und Mittelbetrieben? Die sollen volle Steuern zahlen? Jeder Kleinunternehmer zahlt volle Steuern! Das ist ja ungerecht!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Was ist mit den Klein- und Mittelbetrieben? Die sollen volle Steuern zahlen? Jeder Kleinunternehmer zahlt volle Steuern! Das ist ja ungerecht!
Ein Wort auch noch zu den Stiftungen, die immer angegriffen werden. Sie wissen schon, dass Stiftungsvermögen in aller Hauptsache Betriebsvermögen ist, unter einem Dach von Stiftungen. Das kann man nachlesen, das sind Daten und Fakten. Das sind in Österreich ungefähr 300 000 Arbeitsplätze. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist ja zynisch!) Das heißt, jede Besteuerung von Eigentum, von Stiftungen ist eigentumsfeindlich, ist mittelstandsfeindlich, ist arbeitsplatzfeindlich und ist auch familienfeindlich, weil sich ja sehr viel Eigentum in den Händen der Familien befindet. (Abg. Dr. Pirklhuber: Was ist mit den Klein- und Mittelbetrieben? Die sollen volle Steuern zahlen? Jeder Kleinunternehmer zahlt volle Steuern! Das ist ja ungerecht!)
Beifall bei der ÖVP.
Mit uns gibt es daher keine neue Steuer auf Eigentum und keine Mittelstandsbelastung! Das ist eine klare Strategie, eine klare Absage an alle Ideologien des Klassenkampfes, von Reichensteuer, Wertschöpfungsabgabe und Vermögensbesteuerung. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
sind, wie Sie das so schön bezeichnen, denn der Antrag ist ja fast schon schizophren, so widersprüchlich ist er. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sie schreiben einerseits davon, dass es keine neuen Steuern geben soll. (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Hören Sie mir einmal zu! Der Antrag ist so formuliert, dass es keine neuen Steuern, keine neuen Abgaben, keine neuen Beiträge geben soll. Dann kommen wie immer Ihre Schimpfkanonaden gegen den Herrn Häupl in Wien, das Übliche, das Sie seit fünf Jahren erzählen, Belastungskaiser und so weiter; da haben Sie ja völlig recht, nur ist Ihr eigener Antrag um nichts besser. (Abg. Strache: Weil Sie um 4 Prozent weniger verdienen sollen! Bei sich selbst tut es besonders weh!) Wenn man sich den Antrag durchschaut, dann kommt der Widerspruch richtig zur Geltung. (Abg. Strache: Der Herr Petzner möchte keinen Solidaritätsbeitrag leisten!)
Abg. Strache: Weil Sie um 4 Prozent weniger verdienen sollen! Bei sich selbst tut es besonders weh!
Sie schreiben einerseits davon, dass es keine neuen Steuern geben soll. (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Hören Sie mir einmal zu! Der Antrag ist so formuliert, dass es keine neuen Steuern, keine neuen Abgaben, keine neuen Beiträge geben soll. Dann kommen wie immer Ihre Schimpfkanonaden gegen den Herrn Häupl in Wien, das Übliche, das Sie seit fünf Jahren erzählen, Belastungskaiser und so weiter; da haben Sie ja völlig recht, nur ist Ihr eigener Antrag um nichts besser. (Abg. Strache: Weil Sie um 4 Prozent weniger verdienen sollen! Bei sich selbst tut es besonders weh!) Wenn man sich den Antrag durchschaut, dann kommt der Widerspruch richtig zur Geltung. (Abg. Strache: Der Herr Petzner möchte keinen Solidaritätsbeitrag leisten!)
Abg. Strache: Der Herr Petzner möchte keinen Solidaritätsbeitrag leisten!
Sie schreiben einerseits davon, dass es keine neuen Steuern geben soll. (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Hören Sie mir einmal zu! Der Antrag ist so formuliert, dass es keine neuen Steuern, keine neuen Abgaben, keine neuen Beiträge geben soll. Dann kommen wie immer Ihre Schimpfkanonaden gegen den Herrn Häupl in Wien, das Übliche, das Sie seit fünf Jahren erzählen, Belastungskaiser und so weiter; da haben Sie ja völlig recht, nur ist Ihr eigener Antrag um nichts besser. (Abg. Strache: Weil Sie um 4 Prozent weniger verdienen sollen! Bei sich selbst tut es besonders weh!) Wenn man sich den Antrag durchschaut, dann kommt der Widerspruch richtig zur Geltung. (Abg. Strache: Der Herr Petzner möchte keinen Solidaritätsbeitrag leisten!)
Abg. Strache: Aber bei uns Politikern schon!
Sie schreiben im ersten Teil, der Nationalrat wolle beschließen, dass die Bundesregierung verpflichtet wird, keine neuen Steuern oder zusätzlichen Abgaben einzuführen sowie keinerlei Maßnahmen zur Erhöhung bestehender Steuern oder Abgaben zu setzen. – Das ist der erste Teil. (Abg. Strache: Aber bei uns Politikern schon!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Minus 4 Prozent, Herr Petzner! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Herr Strache, jetzt sind wir in der Schulstunde. Jetzt bin ich der Lehrer, und jetzt hören Sie zu! Das zeigt nämlich, dass Sie sich nicht auskennen. Ich bringe Ihnen noch etwas bei, Sie können von mir etwas lernen! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Minus 4 Prozent, Herr Petzner! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ich weiß, dass Sie nervös sind, weil wir Sie ertappt haben.
Abg. Strache: Bei Politikern, bei Ministern, da sollte man ansetzen!
Im ersten Teil des Dringlichen Antrags sagen Sie also, keine neuen Steuern, und dann fordern Sie plötzlich im zweiten Teil dieses Antrages einen Solidarbeitrag der Spitzenverdiener. Da frage ich Sie: Was ist das dann anderes als eine neue Abgabe, ein neuer Beitrag, eine neue Steuer? Im ersten Teil heißt es, kein neuer Beitrag, im zweiten Teil fordern Sie dann einen. Können Sie dieses Rätsel aufklären? Was soll das? (Abg. Strache: Bei Politikern, bei Ministern, da sollte man ansetzen!)
Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: Aber Sie werden ernst genommen!?
Da kennt sich niemand aus, wie so oft bei der FPÖ. Das ist ja die eigentliche Schwierigkeit bei Ihnen, dass Sie im Hohen Haus nicht ernst genommen werden. Gerade dieser Antrag zeigt wieder, dass Sie einfach (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: Aber Sie werden ernst genommen!?) – Kollege Haimbuchner, wir haben in Kärnten 45 Prozent. Bring du einmal in Oberösterreich 45 Prozent zusammen bei der Landtagswahl, dann reden wir weiter! (Beifall beim BZÖ. – Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ.
Da kennt sich niemand aus, wie so oft bei der FPÖ. Das ist ja die eigentliche Schwierigkeit bei Ihnen, dass Sie im Hohen Haus nicht ernst genommen werden. Gerade dieser Antrag zeigt wieder, dass Sie einfach (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Dr. Haimbuchner: Aber Sie werden ernst genommen!?) – Kollege Haimbuchner, wir haben in Kärnten 45 Prozent. Bring du einmal in Oberösterreich 45 Prozent zusammen bei der Landtagswahl, dann reden wir weiter! (Beifall beim BZÖ. – Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Aber Sie waren Kurzzeitparteichef! Der am schnellsten gescheiterte Parteichef! Nicht einmal ein Monat im Amt! Nach einem Monat schon gescheitert! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und FPÖ.
Ihr Problem ist Ihre Inkompetenz. Wir zeigen in einem Bundesland wie Kärnten, wie man regiert. Sie können nicht regieren. Sie wollen nicht regieren. Sie dürfen gar nicht regieren. Und Sie werden nie regieren. Das kann ich Ihnen sagen, denn Sie können es einfach nicht! (Abg. Strache: Aber Sie waren Kurzzeitparteichef! Der am schnellsten gescheiterte Parteichef! Nicht einmal ein Monat im Amt! Nach einem Monat schon gescheitert! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Der fleißigste!
Sie von der FPÖ haben noch in keinem Bundesland gezeigt, dass Sie regierungsfähig sind. Aktuelles Beispiel Salzburg: Ihr Landesparteiobmann Schnell sagt, dass er gar nicht regieren will, weil er es gar nicht kann. Aktuelles Beispiel EU: Andreas Mölzer ist der faulste Abgeordnete! (Ruf bei der FPÖ: Der fleißigste!) Aktuelles Beispiel letzte Regierungsbildung: Sie schimpfen auf die große Koalition, vergessen dabei aber immer, Herr Strache, dass ja Sie diese große Koalition ermöglicht haben, weil Sie einen Regierungseintritt verweigert haben, weil Sie eine bürgerliche Mehrheit verhindert haben. (Abg. Strache: Das hat aber mit der Sache nichts mehr zu tun!)
Abg. Strache: Das hat aber mit der Sache nichts mehr zu tun!
Sie von der FPÖ haben noch in keinem Bundesland gezeigt, dass Sie regierungsfähig sind. Aktuelles Beispiel Salzburg: Ihr Landesparteiobmann Schnell sagt, dass er gar nicht regieren will, weil er es gar nicht kann. Aktuelles Beispiel EU: Andreas Mölzer ist der faulste Abgeordnete! (Ruf bei der FPÖ: Der fleißigste!) Aktuelles Beispiel letzte Regierungsbildung: Sie schimpfen auf die große Koalition, vergessen dabei aber immer, Herr Strache, dass ja Sie diese große Koalition ermöglicht haben, weil Sie einen Regierungseintritt verweigert haben, weil Sie eine bürgerliche Mehrheit verhindert haben. (Abg. Strache: Das hat aber mit der Sache nichts mehr zu tun!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Das ist ja peinlich, nach einem Monat! – Ruf bei der FPÖ: Sie sind eine Lachnummer!
gar nicht zutrauen – und weil Sie das gar nicht können. Gott schütze die Wiener vor Ihnen, Herr Strache! Das darf ich Ihnen an dieser Stelle sagen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Das ist ja peinlich, nach einem Monat! – Ruf bei der FPÖ: Sie sind eine Lachnummer!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Petzner, der kürzeste Parteichef der Geschichte!
Und das ist es auch schon mit diesem Antrag: Er wird nicht ernst genommen, er ist lächerlich und wird daher heute auch abgelehnt. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Petzner, der kürzeste Parteichef der Geschichte!)
Abg. Mag. Stadler: Herr Van der Bellen! Ultra posse nemo obligatur!
Zu dem Finanzierungsvorschlag mit 1 Prozent Solidarbeitrag von Leuten, die über 20 000 € im Monat verdienen. (Abg. Mag. Stadler: Herr Van der Bellen! Ultra posse nemo obligatur!) Was haben Sie sich ausgerechnet? Es bringt ungefähr 10 Millionen € im Jahr, nicht einmal. Also bitte schön! (Abg. Strache: Von der Steuersenkung von 6,5 Milliarden kennen Sie nichts?!) – Herr Strache, das steht nicht in Ihrem Dringlichen Antrag. (Abg. Strache: Sie kennen unsere Steuersenkungsmaßnahmen!)
Abg. Strache: Von der Steuersenkung von 6,5 Milliarden kennen Sie nichts?!
Zu dem Finanzierungsvorschlag mit 1 Prozent Solidarbeitrag von Leuten, die über 20 000 € im Monat verdienen. (Abg. Mag. Stadler: Herr Van der Bellen! Ultra posse nemo obligatur!) Was haben Sie sich ausgerechnet? Es bringt ungefähr 10 Millionen € im Jahr, nicht einmal. Also bitte schön! (Abg. Strache: Von der Steuersenkung von 6,5 Milliarden kennen Sie nichts?!) – Herr Strache, das steht nicht in Ihrem Dringlichen Antrag. (Abg. Strache: Sie kennen unsere Steuersenkungsmaßnahmen!)
Abg. Strache: Sie kennen unsere Steuersenkungsmaßnahmen!
Zu dem Finanzierungsvorschlag mit 1 Prozent Solidarbeitrag von Leuten, die über 20 000 € im Monat verdienen. (Abg. Mag. Stadler: Herr Van der Bellen! Ultra posse nemo obligatur!) Was haben Sie sich ausgerechnet? Es bringt ungefähr 10 Millionen € im Jahr, nicht einmal. Also bitte schön! (Abg. Strache: Von der Steuersenkung von 6,5 Milliarden kennen Sie nichts?!) – Herr Strache, das steht nicht in Ihrem Dringlichen Antrag. (Abg. Strache: Sie kennen unsere Steuersenkungsmaßnahmen!)
Abg. Weinzinger: Wir sind nicht in der Schule!
Gleichzeitig sagen Sie, die Senkung der Abgabenquote von derzeit 43 Prozent auf maximal 39 Prozent ist angezeigt. Wie viele Milliarden Euro sind das, Herr Strache? (Abg. Weinzinger: Wir sind nicht in der Schule!) – Sie haben ja den Antrag gestellt. Ich habe angenommen, dass Sie sich auch überlegt haben, wie viele Milliarden Euro das ungefähr sein könnten. (Abg. Strache: Wir spielen hier nicht Schule und Universität, Herr Professor!) – Sind es 4 Milliarden € oder 400 oder 5 oder 12? (Abg. Strache: Wir spielen jetzt nicht Prüfung!) – Aha, der Prüfling will die Frage nicht beantworten. (Heiterkeit.) Okay, das gibt es. Das gibt es auf der Universität. Das gibt es auch hier im Hohen Haus.
Abg. Strache: Wir spielen hier nicht Schule und Universität, Herr Professor!
Gleichzeitig sagen Sie, die Senkung der Abgabenquote von derzeit 43 Prozent auf maximal 39 Prozent ist angezeigt. Wie viele Milliarden Euro sind das, Herr Strache? (Abg. Weinzinger: Wir sind nicht in der Schule!) – Sie haben ja den Antrag gestellt. Ich habe angenommen, dass Sie sich auch überlegt haben, wie viele Milliarden Euro das ungefähr sein könnten. (Abg. Strache: Wir spielen hier nicht Schule und Universität, Herr Professor!) – Sind es 4 Milliarden € oder 400 oder 5 oder 12? (Abg. Strache: Wir spielen jetzt nicht Prüfung!) – Aha, der Prüfling will die Frage nicht beantworten. (Heiterkeit.) Okay, das gibt es. Das gibt es auf der Universität. Das gibt es auch hier im Hohen Haus.
Abg. Strache: Wir spielen jetzt nicht Prüfung!
Gleichzeitig sagen Sie, die Senkung der Abgabenquote von derzeit 43 Prozent auf maximal 39 Prozent ist angezeigt. Wie viele Milliarden Euro sind das, Herr Strache? (Abg. Weinzinger: Wir sind nicht in der Schule!) – Sie haben ja den Antrag gestellt. Ich habe angenommen, dass Sie sich auch überlegt haben, wie viele Milliarden Euro das ungefähr sein könnten. (Abg. Strache: Wir spielen hier nicht Schule und Universität, Herr Professor!) – Sind es 4 Milliarden € oder 400 oder 5 oder 12? (Abg. Strache: Wir spielen jetzt nicht Prüfung!) – Aha, der Prüfling will die Frage nicht beantworten. (Heiterkeit.) Okay, das gibt es. Das gibt es auf der Universität. Das gibt es auch hier im Hohen Haus.
Heiterkeit.
Gleichzeitig sagen Sie, die Senkung der Abgabenquote von derzeit 43 Prozent auf maximal 39 Prozent ist angezeigt. Wie viele Milliarden Euro sind das, Herr Strache? (Abg. Weinzinger: Wir sind nicht in der Schule!) – Sie haben ja den Antrag gestellt. Ich habe angenommen, dass Sie sich auch überlegt haben, wie viele Milliarden Euro das ungefähr sein könnten. (Abg. Strache: Wir spielen hier nicht Schule und Universität, Herr Professor!) – Sind es 4 Milliarden € oder 400 oder 5 oder 12? (Abg. Strache: Wir spielen jetzt nicht Prüfung!) – Aha, der Prüfling will die Frage nicht beantworten. (Heiterkeit.) Okay, das gibt es. Das gibt es auf der Universität. Das gibt es auch hier im Hohen Haus.
Abg. Mag. Stadler: Jö, zu 10 Millionen €!
Herr Strache möchte die Abgabenquote um 4 Prozentpunkte senken, weiß aber nicht, wie viele Milliarden Abgabenentfall das bedeuten würde. – Gut. Für andere ist das kein Geheimnis. Aus diesen Reihen habe ich den Zwischenruf schon gehört: Es sind ungefähr 12 Milliarden €. (Abg. Mag. Stadler: Jö, zu 10 Millionen €!) – Gegen 10 Millionen. Vergessen wir die 10 Millionen, die sind uninteressant! 12 Milliarden €! (Abg. Strache: Herr Professor, gegenüber der Verwaltungs- und Gesundheitsreform!) – Herr Strache, ich nehme das total ernst. Sie zahlen nicht gerne Steuern, ich zahle auch nicht gerne Steuern. Sie wollen 12 Milliarden € Abgaben weniger haben, okay. (Abg. Strache: Haben Sie bei meiner Rede nicht zugehört?)
Abg. Strache: Herr Professor, gegenüber der Verwaltungs- und Gesundheitsreform!
Herr Strache möchte die Abgabenquote um 4 Prozentpunkte senken, weiß aber nicht, wie viele Milliarden Abgabenentfall das bedeuten würde. – Gut. Für andere ist das kein Geheimnis. Aus diesen Reihen habe ich den Zwischenruf schon gehört: Es sind ungefähr 12 Milliarden €. (Abg. Mag. Stadler: Jö, zu 10 Millionen €!) – Gegen 10 Millionen. Vergessen wir die 10 Millionen, die sind uninteressant! 12 Milliarden €! (Abg. Strache: Herr Professor, gegenüber der Verwaltungs- und Gesundheitsreform!) – Herr Strache, ich nehme das total ernst. Sie zahlen nicht gerne Steuern, ich zahle auch nicht gerne Steuern. Sie wollen 12 Milliarden € Abgaben weniger haben, okay. (Abg. Strache: Haben Sie bei meiner Rede nicht zugehört?)
Abg. Strache: Haben Sie bei meiner Rede nicht zugehört?
Herr Strache möchte die Abgabenquote um 4 Prozentpunkte senken, weiß aber nicht, wie viele Milliarden Abgabenentfall das bedeuten würde. – Gut. Für andere ist das kein Geheimnis. Aus diesen Reihen habe ich den Zwischenruf schon gehört: Es sind ungefähr 12 Milliarden €. (Abg. Mag. Stadler: Jö, zu 10 Millionen €!) – Gegen 10 Millionen. Vergessen wir die 10 Millionen, die sind uninteressant! 12 Milliarden €! (Abg. Strache: Herr Professor, gegenüber der Verwaltungs- und Gesundheitsreform!) – Herr Strache, ich nehme das total ernst. Sie zahlen nicht gerne Steuern, ich zahle auch nicht gerne Steuern. Sie wollen 12 Milliarden € Abgaben weniger haben, okay. (Abg. Strache: Haben Sie bei meiner Rede nicht zugehört?)
Abg. Strache: Eine Verwaltungs- und Gesundheitsreform!
Herr Strache, wenn man das ernst nimmt – und das tue ich, jedenfalls für den Moment –, ist das klassische neoliberale Politik, denn die 12 Milliarden werden uns fehlen. (Abg. Strache: Eine Verwaltungs- und Gesundheitsreform!) – Die Verwaltungsreform!? Ich habe gewusst, dieses Stichwort kommt. 12 Milliarden € jährlich durch eine Verwaltungsreform. (Abg. Strache: 5! Und Gesundheit noch einmal 5!) – Genau. Da sind wir schon bei 17 Milliarden €! (Abg. Strache: Da sind wir bei 10!) – Bei 10, bei 20!
Abg. Strache: 5! Und Gesundheit noch einmal 5!
Herr Strache, wenn man das ernst nimmt – und das tue ich, jedenfalls für den Moment –, ist das klassische neoliberale Politik, denn die 12 Milliarden werden uns fehlen. (Abg. Strache: Eine Verwaltungs- und Gesundheitsreform!) – Die Verwaltungsreform!? Ich habe gewusst, dieses Stichwort kommt. 12 Milliarden € jährlich durch eine Verwaltungsreform. (Abg. Strache: 5! Und Gesundheit noch einmal 5!) – Genau. Da sind wir schon bei 17 Milliarden €! (Abg. Strache: Da sind wir bei 10!) – Bei 10, bei 20!
Abg. Strache: Da sind wir bei 10!
Herr Strache, wenn man das ernst nimmt – und das tue ich, jedenfalls für den Moment –, ist das klassische neoliberale Politik, denn die 12 Milliarden werden uns fehlen. (Abg. Strache: Eine Verwaltungs- und Gesundheitsreform!) – Die Verwaltungsreform!? Ich habe gewusst, dieses Stichwort kommt. 12 Milliarden € jährlich durch eine Verwaltungsreform. (Abg. Strache: 5! Und Gesundheit noch einmal 5!) – Genau. Da sind wir schon bei 17 Milliarden €! (Abg. Strache: Da sind wir bei 10!) – Bei 10, bei 20!
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des BZÖ. – Abg. Strache: Das rechnet Ihnen doch der Rechnungshof vor!
(Heiterkeit und Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des BZÖ. – Abg. Strache: Das rechnet Ihnen doch der Rechnungshof vor!)
Ruf bei der FPÖ: Es gibt überhaupt keine Möglichkeit zum Sparen, oder?
Ich habe mir bei der Vorbereitung gedacht, man könnte das schon ernst nehmen und durchspielen. Wenn man es nämlich nicht ernst nimmt, dann gibt es nur eine Antwort: Das ist nicht neoliberale Politik, das ist reine Voodoo-Politik. (Ruf bei der FPÖ: Es gibt überhaupt keine Möglichkeit zum Sparen, oder?) Sie mit Ihren Zwischenrufen bestätigen mir jetzt: Das ist Voodoo. Daran glaubt man auf bestimmten Inseln in der Karibik! (Abg. Strache: Herr Professor, Sie sagen, nicht sparen, Steuern erhöhen! Das ist doch der falsche Weg!) – Gar nicht, überhaupt nicht! Ich sage nur, die 12 Milliarden werden uns fehlen: bei der Arbeitslosenversicherung, beim Pflegegeld, bei den Kindergärten, bei den Schulen, bei den Universitäten, beim Militär, bei der Polizei, bei allen öffentlichen Ausgaben. 12 Milliarden €!
Abg. Strache: Herr Professor, Sie sagen, nicht sparen, Steuern erhöhen! Das ist doch der falsche Weg!
Ich habe mir bei der Vorbereitung gedacht, man könnte das schon ernst nehmen und durchspielen. Wenn man es nämlich nicht ernst nimmt, dann gibt es nur eine Antwort: Das ist nicht neoliberale Politik, das ist reine Voodoo-Politik. (Ruf bei der FPÖ: Es gibt überhaupt keine Möglichkeit zum Sparen, oder?) Sie mit Ihren Zwischenrufen bestätigen mir jetzt: Das ist Voodoo. Daran glaubt man auf bestimmten Inseln in der Karibik! (Abg. Strache: Herr Professor, Sie sagen, nicht sparen, Steuern erhöhen! Das ist doch der falsche Weg!) – Gar nicht, überhaupt nicht! Ich sage nur, die 12 Milliarden werden uns fehlen: bei der Arbeitslosenversicherung, beim Pflegegeld, bei den Kindergärten, bei den Schulen, bei den Universitäten, beim Militär, bei der Polizei, bei allen öffentlichen Ausgaben. 12 Milliarden €!
Ruf bei der FPÖ: Das meiste für die Professoren!
Für die Universitäten geben wir derzeit ein bisschen mehr als 2 Milliarden € aus. (Ruf bei der FPÖ: Das meiste für die Professoren!) Ja, die 12 Milliarden können wir schon einsparen. (Abg. Strache: Schnüren wir doch das Bankenpaket auf!) Das machen wir alles privat: Gesundheitsreform – Selbstbehalte, Selbstbehalte, Selbstbehalte; öffentliche Universitäten – wozu? Die Kinder gut verdienender Rechtsanwälte aus den Reihen der FPÖ können sich auch eine Privatuniversität mit entsprechenden Studiengebühren leisten. Warum denn nicht? Aber stehen Sie dann dazu! Sagen Sie: Ja, wir sind die neoliberale Lobby der Reichen in Österreich! Das geht schon. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Stadler – in Richtung des Abg. Strache –: Sagen Sie das am Victor-Adler-Markt!)
Abg. Strache: Schnüren wir doch das Bankenpaket auf!
Für die Universitäten geben wir derzeit ein bisschen mehr als 2 Milliarden € aus. (Ruf bei der FPÖ: Das meiste für die Professoren!) Ja, die 12 Milliarden können wir schon einsparen. (Abg. Strache: Schnüren wir doch das Bankenpaket auf!) Das machen wir alles privat: Gesundheitsreform – Selbstbehalte, Selbstbehalte, Selbstbehalte; öffentliche Universitäten – wozu? Die Kinder gut verdienender Rechtsanwälte aus den Reihen der FPÖ können sich auch eine Privatuniversität mit entsprechenden Studiengebühren leisten. Warum denn nicht? Aber stehen Sie dann dazu! Sagen Sie: Ja, wir sind die neoliberale Lobby der Reichen in Österreich! Das geht schon. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Stadler – in Richtung des Abg. Strache –: Sagen Sie das am Victor-Adler-Markt!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Stadler – in Richtung des Abg. Strache –: Sagen Sie das am Victor-Adler-Markt!
Für die Universitäten geben wir derzeit ein bisschen mehr als 2 Milliarden € aus. (Ruf bei der FPÖ: Das meiste für die Professoren!) Ja, die 12 Milliarden können wir schon einsparen. (Abg. Strache: Schnüren wir doch das Bankenpaket auf!) Das machen wir alles privat: Gesundheitsreform – Selbstbehalte, Selbstbehalte, Selbstbehalte; öffentliche Universitäten – wozu? Die Kinder gut verdienender Rechtsanwälte aus den Reihen der FPÖ können sich auch eine Privatuniversität mit entsprechenden Studiengebühren leisten. Warum denn nicht? Aber stehen Sie dann dazu! Sagen Sie: Ja, wir sind die neoliberale Lobby der Reichen in Österreich! Das geht schon. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Stadler – in Richtung des Abg. Strache –: Sagen Sie das am Victor-Adler-Markt!)
Abg. Mag. Stadler – in Richtung des Abg. Strache –: Halten Sie die Rede doch am Victor-Adler-Markt! – Abg. Weinzinger: Also Sie stehen zu den 43 Prozent, fast 50 Prozent Abgabenquote!
Dann senken wir die Abgabenquote um 4 Prozent. Die Privaten ersparen sich 12 Milliarden. Wir müssen nur dazusagen, welche Privaten. Das sind nicht die, die die Kindergärten gerne gratis haben wollten. Das sind die, die sich auch den kostspieligsten privaten Kindergarten leisten können. Wenn das Ihre Klientel ist, bitte sehr. Aber dann seien Sie ehrlich! Tun Sie nicht so, als wären Sie die Lobby des kleinen Mannes! Das ist ja nicht wahr! Das geht einfach nicht zusammen. (Abg. Mag. Stadler – in Richtung des Abg. Strache –: Halten Sie die Rede doch am Victor-Adler-Markt! – Abg. Weinzinger: Also Sie stehen zu den 43 Prozent, fast 50 Prozent Abgabenquote!)
Ruf bei der FPÖ: Unterstellung! – Abg. Strache: Die Leistungsträger sollen nicht belastet werden!
Herr Strache, Sie haben nicht gewusst, wie viel 1 Prozent des BIP Steueraufkommen ist. Das sind rund 3 Milliarden. Sie haben nicht gewusst, dass das mal vier 12 Milliarden sind, und dann kommen Sie mit der Verwaltungsreform! (Ruf bei der FPÖ: Unterstellung! – Abg. Strache: Die Leistungsträger sollen nicht belastet werden!)
Abg. Strache: So abgehoben! Vom hohen Ross herunter! Das letzte Wahlergebnis hat wieder gezeigt !
Ich habe einen Nachteil Ihnen gegenüber, aber manchmal ist es ja ein Vorteil: Ich bin eine Spur älter als Sie. Wissen Sie, seit wie vielen Jahrzehnten mich das Gerede über die Verwaltungsreform begleitet? (Abg. Strache: So abgehoben! Vom hohen Ross herunter! Das letzte Wahlergebnis hat wieder gezeigt !) – Ja, ja. – Herr Stadler, können Sie sich erinnern, was die ehrgeizigsten Aussagen über die Verwaltungsreform waren? Waren das nicht 50 Milliarden Schilling? (Abg. Mag. Stadler: Das weiß ich nicht mehr, was er damals vorgeschlagen hat!)
Abg. Mag. Stadler: Das weiß ich nicht mehr, was er damals vorgeschlagen hat!
Ich habe einen Nachteil Ihnen gegenüber, aber manchmal ist es ja ein Vorteil: Ich bin eine Spur älter als Sie. Wissen Sie, seit wie vielen Jahrzehnten mich das Gerede über die Verwaltungsreform begleitet? (Abg. Strache: So abgehoben! Vom hohen Ross herunter! Das letzte Wahlergebnis hat wieder gezeigt !) – Ja, ja. – Herr Stadler, können Sie sich erinnern, was die ehrgeizigsten Aussagen über die Verwaltungsreform waren? Waren das nicht 50 Milliarden Schilling? (Abg. Mag. Stadler: Das weiß ich nicht mehr, was er damals vorgeschlagen hat!)
Heiterkeit des Redners.
Was tun die Schulräte, die Schulinspektoren, wie sie alle heißen, den ganzen Tag? Da gibt es viel Einsparungspotential. Eine Föderalismusdiskussion, die den Namen verdient, bräuchten wir, na klar. Aber das hat noch jede Bundesregierung versäumt, ob sie eine Zweidrittelmehrheit hatte oder nicht. Aber 12 Milliarden €, Herr Strache?! (Heiterkeit des Redners.) – Okay. (Abg. Weinzinger: Ein so ein überheblicher Mann!) – So überheblich? Die Beherrschung der Arithmetik, Herr Kollege, ist keine Frage der Überheblichkeit, hätte ich gedacht. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Diese Überheblichkeit hat Sie beim letzten Wahltermin getroffen!)
Abg. Weinzinger: Ein so ein überheblicher Mann!
Was tun die Schulräte, die Schulinspektoren, wie sie alle heißen, den ganzen Tag? Da gibt es viel Einsparungspotential. Eine Föderalismusdiskussion, die den Namen verdient, bräuchten wir, na klar. Aber das hat noch jede Bundesregierung versäumt, ob sie eine Zweidrittelmehrheit hatte oder nicht. Aber 12 Milliarden €, Herr Strache?! (Heiterkeit des Redners.) – Okay. (Abg. Weinzinger: Ein so ein überheblicher Mann!) – So überheblich? Die Beherrschung der Arithmetik, Herr Kollege, ist keine Frage der Überheblichkeit, hätte ich gedacht. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Diese Überheblichkeit hat Sie beim letzten Wahltermin getroffen!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Diese Überheblichkeit hat Sie beim letzten Wahltermin getroffen!
Was tun die Schulräte, die Schulinspektoren, wie sie alle heißen, den ganzen Tag? Da gibt es viel Einsparungspotential. Eine Föderalismusdiskussion, die den Namen verdient, bräuchten wir, na klar. Aber das hat noch jede Bundesregierung versäumt, ob sie eine Zweidrittelmehrheit hatte oder nicht. Aber 12 Milliarden €, Herr Strache?! (Heiterkeit des Redners.) – Okay. (Abg. Weinzinger: Ein so ein überheblicher Mann!) – So überheblich? Die Beherrschung der Arithmetik, Herr Kollege, ist keine Frage der Überheblichkeit, hätte ich gedacht. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Diese Überheblichkeit hat Sie beim letzten Wahltermin getroffen!)
Abg. Weinzinger: So operieren die Grünen!
Weil Sie es erwähnt haben: Es gibt irgendwie so bestimmte Dinge, für die rechte Parteien offenbar besonders empfänglich sind. Da gibt es Punkte, bei denen man schon sagen muss: Wenn sich eine triviale Erkenntnis paart mit Dummheit in der Interpretation (Abg. Weinzinger: So operieren die Grünen!) – jetzt meine ich nicht Sie, sondern ganz allgemein –, dann gibt es in der Regel Kollateralschäden in der Anwendung.
Abg. Strache: Die war damit erfolgreich!
Die Reagan-Administration, offenbar genauso wie eine bestimmte Fraktion in diesem unserem Hause (Abg. Strache: Die war damit erfolgreich!) – ah, die Reagan-Administration war in dem Punkt erfolgreich, super! (Abg. Strache: Die war nicht unerfolgreich!) –, hat das wörtlich genommen und hat die ohnehin schon niedrigen Steuersätze für hohe und höchste Einkommen in den USA weiter gesenkt, in der Erwartung, das Steueraufkommen wird zunehmen.
Abg. Strache: Die war nicht unerfolgreich!
Die Reagan-Administration, offenbar genauso wie eine bestimmte Fraktion in diesem unserem Hause (Abg. Strache: Die war damit erfolgreich!) – ah, die Reagan-Administration war in dem Punkt erfolgreich, super! (Abg. Strache: Die war nicht unerfolgreich!) –, hat das wörtlich genommen und hat die ohnehin schon niedrigen Steuersätze für hohe und höchste Einkommen in den USA weiter gesenkt, in der Erwartung, das Steueraufkommen wird zunehmen.
Abg. Strache: Das ist nicht richtig!
Passiert ist das Gegenteil. Reagan hat unfreiwillig reine keynesianische Politik betrieben. Das Steueraufkommen ist gesunken. (Abg. Strache: Das ist nicht richtig!) – Das ist nicht richtig, Herr Kollege?! (Heiterkeit bei den Grünen.) Herr Kollege, das ist schon 30 Jahre her – oder wie lange? Wann hat der Reagan regiert? 1980 oder wann? Wie groß waren Sie da? So oder so (zwei unterschiedliche Körpergrößen eines Kindes andeutend)? Aber ich war schon relativ ausgewachsen zu der Zeit (Heiterkeit), ich kann mich noch ganz gut an diese Zeit erinnern. Ich mache Ihnen gar keinen Vorwurf, dass Sie sich nicht erinnern können. (Abg. Strache: Sie wissen, dass durch diese Maßnahme damals eine Wirtschaftsankurbelung stattgefunden hat! Sie wissen, dass Reagan die Wirtschaft angekurbelt hat!) Okay, okay.
Heiterkeit bei den Grünen.
Passiert ist das Gegenteil. Reagan hat unfreiwillig reine keynesianische Politik betrieben. Das Steueraufkommen ist gesunken. (Abg. Strache: Das ist nicht richtig!) – Das ist nicht richtig, Herr Kollege?! (Heiterkeit bei den Grünen.) Herr Kollege, das ist schon 30 Jahre her – oder wie lange? Wann hat der Reagan regiert? 1980 oder wann? Wie groß waren Sie da? So oder so (zwei unterschiedliche Körpergrößen eines Kindes andeutend)? Aber ich war schon relativ ausgewachsen zu der Zeit (Heiterkeit), ich kann mich noch ganz gut an diese Zeit erinnern. Ich mache Ihnen gar keinen Vorwurf, dass Sie sich nicht erinnern können. (Abg. Strache: Sie wissen, dass durch diese Maßnahme damals eine Wirtschaftsankurbelung stattgefunden hat! Sie wissen, dass Reagan die Wirtschaft angekurbelt hat!) Okay, okay.
Heiterkeit
Passiert ist das Gegenteil. Reagan hat unfreiwillig reine keynesianische Politik betrieben. Das Steueraufkommen ist gesunken. (Abg. Strache: Das ist nicht richtig!) – Das ist nicht richtig, Herr Kollege?! (Heiterkeit bei den Grünen.) Herr Kollege, das ist schon 30 Jahre her – oder wie lange? Wann hat der Reagan regiert? 1980 oder wann? Wie groß waren Sie da? So oder so (zwei unterschiedliche Körpergrößen eines Kindes andeutend)? Aber ich war schon relativ ausgewachsen zu der Zeit (Heiterkeit), ich kann mich noch ganz gut an diese Zeit erinnern. Ich mache Ihnen gar keinen Vorwurf, dass Sie sich nicht erinnern können. (Abg. Strache: Sie wissen, dass durch diese Maßnahme damals eine Wirtschaftsankurbelung stattgefunden hat! Sie wissen, dass Reagan die Wirtschaft angekurbelt hat!) Okay, okay.
Abg. Strache: Sie wissen, dass durch diese Maßnahme damals eine Wirtschaftsankurbelung stattgefunden hat! Sie wissen, dass Reagan die Wirtschaft angekurbelt hat!
Passiert ist das Gegenteil. Reagan hat unfreiwillig reine keynesianische Politik betrieben. Das Steueraufkommen ist gesunken. (Abg. Strache: Das ist nicht richtig!) – Das ist nicht richtig, Herr Kollege?! (Heiterkeit bei den Grünen.) Herr Kollege, das ist schon 30 Jahre her – oder wie lange? Wann hat der Reagan regiert? 1980 oder wann? Wie groß waren Sie da? So oder so (zwei unterschiedliche Körpergrößen eines Kindes andeutend)? Aber ich war schon relativ ausgewachsen zu der Zeit (Heiterkeit), ich kann mich noch ganz gut an diese Zeit erinnern. Ich mache Ihnen gar keinen Vorwurf, dass Sie sich nicht erinnern können. (Abg. Strache: Sie wissen, dass durch diese Maßnahme damals eine Wirtschaftsankurbelung stattgefunden hat! Sie wissen, dass Reagan die Wirtschaft angekurbelt hat!) Okay, okay.
Beifall und Heiterkeit bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Ich bin froh, dass alle für die Vermögensteuer sind!
Also: Vorsicht bei der praktischen Anwendung von FPÖ-Grundsätzen in der Steuerpolitik! Dafür sind diese Fragen zu heikel, Herr Strache. Aber ich danke Ihnen sehr für das Vergnügen, das ich heute hatte. – Danke schön. (Beifall und Heiterkeit bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Ich bin froh, dass alle für die Vermögensteuer sind!)
Staatssekretär Mag. Schieder: Was ist los? Ich bin schon länger munter als Sie!
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Guten Morgen, Herr Staatssekretär – Sie sind auch wieder munter geworden! (Staatssekretär Mag. Schieder: Was ist los? Ich bin schon länger munter als Sie!) Befassen wir uns doch einmal mit dem Grund, warum wir uns, auch wenn von manchen hier noch so sehr versucht wird, es ins Lächerliche zu ziehen, mit diesem Thema befassen.
Beifall bei der FPÖ.
Voves hält die Bevölkerung am Schmäh, wenn er sagt, er sei nur für die Bevölkerung da, er habe sein Ohr bei der Bevölkerung. – In Wirklichkeit, meine Damen und Herren, ist das eine Attacke auf den Mittelstand, ein Anschlag auf die fleißigen Häuselbauer und Autobesitzer, weil das ansonsten fiskalisch gar nicht rentabel wäre. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit des Abg. Strache.
Die andere Frage, die wir uns stellen müssen, ist: Wer definiert überhaupt „reich“? Wenn das der Flecker ist, dann habe ich Angst, denn das würde in etwa bedeuten, dass jeder reich ist, der mehr verdient als ein Bauer in den russischen Kolchosen der achtziger Jahre. (Heiterkeit des Abg. Strache.) Es ist offensichtlich, dass der Herr Voves so „sozial“ ist, dass er sogar das Sterntaler-Mädchen zur Einkommensteuer verdonnern würde. Mit Steuern – das ist eben so – steuert man Einnahmen, aber leider nicht Ausgaben. Ich empfehle Ihnen, Herr Bundeskanzler, und Ihrem Landeshauptmann hinter dem Semmering die Lektüre des Rechnungshofes; sie ist schon angesprochen worden. Hier ist von 9,1 Milliarden € Einsparungspotenzial die Rede. Ich weiß, dass nicht alles umsetzbar sein wird, aber diese 4 Milliarden €, die sich Voves aus der Reichensteuer holen will, sind hier allemal herauszuholen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die andere Frage, die wir uns stellen müssen, ist: Wer definiert überhaupt „reich“? Wenn das der Flecker ist, dann habe ich Angst, denn das würde in etwa bedeuten, dass jeder reich ist, der mehr verdient als ein Bauer in den russischen Kolchosen der achtziger Jahre. (Heiterkeit des Abg. Strache.) Es ist offensichtlich, dass der Herr Voves so „sozial“ ist, dass er sogar das Sterntaler-Mädchen zur Einkommensteuer verdonnern würde. Mit Steuern – das ist eben so – steuert man Einnahmen, aber leider nicht Ausgaben. Ich empfehle Ihnen, Herr Bundeskanzler, und Ihrem Landeshauptmann hinter dem Semmering die Lektüre des Rechnungshofes; sie ist schon angesprochen worden. Hier ist von 9,1 Milliarden € Einsparungspotenzial die Rede. Ich weiß, dass nicht alles umsetzbar sein wird, aber diese 4 Milliarden €, die sich Voves aus der Reichensteuer holen will, sind hier allemal herauszuholen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Halbierung der EU-Beiträge!
Wir sollten vernünftige Schritte setzen. So wissen wir – und das belegt auch eine EU-Studie –, dass die österreichischen Unternehmer an Verwaltungskosten im EU-Schnitt mehr zahlen, und zwar um 3,1 Milliarden € mehr als in anderen Ländern. Wenn wir hier ansetzten, würde das eine Motivation für unsere Kleinst- und Kleinunternehmer bedeuten zu investieren. Derzeit werden sie, wenn sie gegenüber den Banken Investitionswünsche äußern, zum Teil nicht einmal angehört. Das kann es nicht sein! Wir hätten wahrlich andere Sorgen, als über eine Reichensteuer et cetera zu diskutieren! (Abg. Strache: Halbierung der EU-Beiträge!)
Beifall bei der FPÖ.
Es wäre auch an der Zeit, dass Herr Voves Fehler, die er gemacht hat, eingesteht und korrigiert. Beispiel: Gratiskindergarten. – Mittlerweile ist es so weit, dass alleinerziehende Mütter – nicht nur eine oder zwei, sondern Dutzende! – zu uns kommen und uns erzählen, dass sie ihre Kinder im Kindergarten nicht unterbringen und sie, weil die Karenz abläuft, die Arbeitslose ausläuft, jetzt Notstand beziehen müssen. Das sind Zustände, die eines Staates wie Österreich nicht würdig sind – und auch nicht eines Landes wie der Steiermark, die sich so sehr das Thema Gratiskindergarten an die Brust heftet! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Nummer zwei: In der Steiermark wundern wir uns über Plakatwellen: Voves und Schützenhöfer schauen grinsend auf die Bevölkerung herunter, auf schweineteurem Papier, und das in einer Zeit, in der es den Leuten dreckig geht, sie um ihren Arbeitsplatz fürchten, um ihre Existenz fürchten. Runter mit diesen Plakaten! Zeigen Sie Solidarität mit der Bevölkerung (Beifall bei der FPÖ), und ersparen Sie uns Ihre Visagen auf diesen Plätzen! (Abg. Grosz: „Visagen“?! Frau Präsidentin!)
Abg. Grosz: „Visagen“?! Frau Präsidentin!
Nummer zwei: In der Steiermark wundern wir uns über Plakatwellen: Voves und Schützenhöfer schauen grinsend auf die Bevölkerung herunter, auf schweineteurem Papier, und das in einer Zeit, in der es den Leuten dreckig geht, sie um ihren Arbeitsplatz fürchten, um ihre Existenz fürchten. Runter mit diesen Plakaten! Zeigen Sie Solidarität mit der Bevölkerung (Beifall bei der FPÖ), und ersparen Sie uns Ihre Visagen auf diesen Plätzen! (Abg. Grosz: „Visagen“?! Frau Präsidentin!)
Beifall bei der FPÖ.
Und ein Letztes: Wir haben aus Solidarität mit der Bevölkerung gefordert, die im nächsten Jahr in der Steiermark stattfindenden Gemeinderats- und Landtagswahlen zusammenzulegen. Wir würden uns zig Millionen Euro ersparen. Machen Sie das, Herr Landeshauptmann! Herr Bundeskanzler, ich hoffe, Sie legen ihm das auch ans Herz. Zwischen Sie und ihn passt offensichtlich „kein Blatt Papier“, wie Voves sagte. Nehmen Sie ihn sich zur Brust – und setzen wir das um! (Beifall bei der FPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Das geht alles zum BZÖ!
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Mein Vorredner war eigentlich wie ein offenes Buch: Er hat ganz deutlich gezeigt, weshalb wir uns heute hier mit dieser Dringlichen Anfrage beschäftigen, nämlich deshalb, weil offensichtlich die FPÖ in der Steiermark ihre Felle davonschwimmen sieht. (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Das geht alles zum BZÖ!)
Abg. Dr. Haimbuchner: Wie viel haben Sie denn gewonnen in der Steiermark bei der AK-Wahl? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es ist sehr bedauerlich, dass Sie offensichtlich nicht unterscheiden können, in welchem Gremium der Legislative Sie tätig sind, sonst hätten Sie erkannt, dass Ihre Rede wahrscheinlich eher in den Steiermärkischen Landtag als hier in den Nationalrat passt. (Abg. Dr. Haimbuchner: Wie viel haben Sie denn gewonnen in der Steiermark bei der AK-Wahl? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
sicherung, meine Damen und Herren! Etwas, was Sie heute gefordert haben, haben wir hier schon längst vollzogen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Ich saß nicht in der Regierung, Frau Kollegin! Sie irren!
Wenn die FPÖ heute von „Klotzen“ spricht, darf ich darauf hinweisen, dass es gerade unter der FPÖ-Regierungsbeteiligung war, dass die Menschen mit der höchsten Abgabenquote, nämlich über 44 Prozent im Jahr 2001, konfrontiert und belastet waren. So schaut nämlich die Wahrheit aus! Sie waren Belastungsweltmeister in der Regierung, die Damen und Herren von FPÖ oder auch BZÖ; Sie wandeln und wechseln ja untereinander. (Abg. Strache: Ich saß nicht in der Regierung, Frau Kollegin! Sie irren!)
Beifall bei der SPÖ.
Worum geht es bei dieser Abgaben- und Steuerdiskussion in Wirklichkeit? – Es geht um drei erklärte Ziele: Vorrang für Arbeit, Schutz der sozialen Sicherheit und Schutz vor Spekulationen. Darum geht es Landeshauptmann Voves genauso wie uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, Sie können nun zeigen, wie ehrlich Sie Ihre Diskussion meinen. Sie können nun diesem Entschließungsantrag zustimmen – ich fordere Sie dazu auf! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
steuer an. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Ja, es kann aber sein, dass jemand 10 Prozent auch hält. Also sagen Sie nicht, es sei generell nicht so.
Beifall bei der ÖVP.
Und wir müssen uns auch darüber Gedanken machen, wie wir die Pendlerinnen und Pendler in Zukunft entlasten werden, denn mit der Pendlerpauschale erreichen wir auch nicht alle. Und da lade ich die Damen und Herren von der SPÖ ein: Wir fordern in Wien das Entlastungsticket um 100 € pro Jahr – unterstützen Sie uns dabei bei der Arbeiterkammerwahl-Auseinandersetzung, und dann können wir gleich für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine hervorragende Entlastung erreichen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Ich glaube, liebe Herren und liebe Dame auf der Regierungsbank, Sie haben heute Nacht eine große Chance vertan, diese Reformen in Angriff zu nehmen. Es ging nicht um diesen kleinen Betrag der Lehrer, sondern man hat in der Folge für viele große Verwaltungsreformen und andere Reformen viel an Potenzial verloren und viele Möglichkeiten vergeben. Deshalb bin ich der Meinung, man sollte noch einmal einen neuen Schritt machen und über wirkliche Reformen nachdenken, anstatt über eine Vermögensteuer nachzudenken und so Geld lukrieren zu wollen. (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Was bringt uns diese Vermögensteuer? Ist sie wirklich eine Steuer für Reiche, wie wir heute gehört haben: 8, 10, 12 Millionen €? Dann, glaube ich, ist sie nicht der Rede wert. Oder wir gehen in die Tiefe. Das heißt, wir reden über das Einfamilienhaus, wir reden über die Wohnung, wir reden über den Zweitwohnsitz und den Schrebergarten. Wir reden aber auch über das Hotel, über den Grund und Boden der Landwirte. Das, glaube ich, kann nicht Sinn und Zweck sein, dass wir über höhere Besteuerung die Kaufkraft schwächen, dass wir die Preise in die Höhe treiben oder dass wir die Leute zur Kapitalflucht zwingen. Ich glaube, das sind nicht unsere Ziele. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Das war aber eine sehr unausgegorene Rede!
Deshalb fordern wir: Unterstützen Sie unser Modell der Flat-Tax, ein einheitliches, überschaubares Steuersystem, das zudem noch sehr, sehr gerecht und ausgeglichen ist. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Das war aber eine sehr unausgegorene Rede!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: Und die jetzt die Bankenkrise verursacht haben! Das weiß jeder!
ausrichten lassen: Ich kann ihm, sollte ihn ein kleiner Alzheimer gestreift haben, darüber hinweghelfen und ihm sagen, wer am amerikanischen Wirtschaftswunder wirklich schuld war, wie er meinte. Diese Ursache hat zwei Worte, und die heißen Ronald Reagan. Es waren die Reaganomics, die die USA zu ihrem Erfolg am Ende des letzten Jahrhunderts geführt haben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber: Und die jetzt die Bankenkrise verursacht haben! Das weiß jeder!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist ja absurd, was Sie da von sich geben! Die Deregulierung des Bankensystems hat unter Reagan begonnen!
Herr Van der Bellen hat schon recht, wenn er sagt, dass es zu einem Steuerrückgang in den ersten zwei bis drei Jahren der Regierung Reagan gekommen ist, der übrigens von Jänner 1981 bis Jänner 1989 regiert hat. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist ja absurd, was Sie da von sich geben! Die Deregulierung des Bankensystems hat unter Reagan begonnen!) Aber dann kam es aufgrund dieser Steuersenkungen zu einem Sprudeln der indirekten Steuern, von denen auch noch George Bush senior und ein gewisser Bill Clinton profitiert haben. Das sollte der Herr Professor Van der Bellen auch wissen – und nicht hier herausgehen und uns niederzumachen versuchen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Van der Bellen hat schon recht, wenn er sagt, dass es zu einem Steuerrückgang in den ersten zwei bis drei Jahren der Regierung Reagan gekommen ist, der übrigens von Jänner 1981 bis Jänner 1989 regiert hat. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist ja absurd, was Sie da von sich geben! Die Deregulierung des Bankensystems hat unter Reagan begonnen!) Aber dann kam es aufgrund dieser Steuersenkungen zu einem Sprudeln der indirekten Steuern, von denen auch noch George Bush senior und ein gewisser Bill Clinton profitiert haben. Das sollte der Herr Professor Van der Bellen auch wissen – und nicht hier herausgehen und uns niederzumachen versuchen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Es geht aber nicht nur um die Steuern, die direkten und indirekten Steuern, sondern es geht um den ganzen Bereich der Abgaben und Gebühren. Meine Damen und Herren, man sollte einmal das österreichische Gebührengesetz durchforsten und zum Großteil auf den Müll werfen. Die Kreditvertragsgebühr gehört schon längst abgeschafft. Das ist ein Unikum in Europa. Weg mit dieser Kreditvertragsgebühr! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, auch die Grunderwerbssteuer ist ein Unsinn, ein Eingriff in die Privatautonomie, in das Vermögen privater Bürger. Wenn ein Herr Müller an den Herrn Meier eine Wohnung verkauft, wozu kassiert der Staat hier eine Umsatzsteuer auf den Grundverkehr? (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Amon: Ohne Dolmetscher wird das aber nicht gehen!
In Summe also, nur die Dolmetscher- und Telefonüberwachungskosten: 13,5 Millionen €. (Abg. Amon: Ohne Dolmetscher wird das aber nicht gehen!) Ja, das weiß ich schon. Aber die Dolmetscher werden für ausländische Sträflinge gebraucht, und wer sich den Dolmetscher nicht selbst leisten kann, der soll darauf verzichten, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Schüssel: Wie wollen Sie sonst ein Verfahren ordnungsgemäß abwickeln?)
Abg. Dr. Schüssel: Wie wollen Sie sonst ein Verfahren ordnungsgemäß abwickeln?
In Summe also, nur die Dolmetscher- und Telefonüberwachungskosten: 13,5 Millionen €. (Abg. Amon: Ohne Dolmetscher wird das aber nicht gehen!) Ja, das weiß ich schon. Aber die Dolmetscher werden für ausländische Sträflinge gebraucht, und wer sich den Dolmetscher nicht selbst leisten kann, der soll darauf verzichten, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Schüssel: Wie wollen Sie sonst ein Verfahren ordnungsgemäß abwickeln?)
Beifall bei der FPÖ.
Hier könnte die Ministerin einsparen – und nicht bei den Bürgern, die die Justiz brauchen, um Rechtshandlungen abzuwickeln. Deshalb sage ich Nein zur Gebührenerhöhung in der Justiz, und ich bitte dafür auch um entsprechendes Verständnis im Sinne unserer Bürger. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Haimbuchner: BAWAG! „Konsum“!
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Staatssekretär! Der Herr Vorredner hat sich redlich bemüht, noch einmal die Blamage von der Laffer-Kurve und vom Herrn Strache ein bisschen abzuwehren, aber das ist natürlich danebengegangen. Es handelt sich um einen Protagonisten des Neoliberalismus, und Reagan ist doch grandios gescheitert, das wissen wir alle. (Abg. Dr. Haimbuchner: BAWAG! „Konsum“!)
Beifall bei der SPÖ.
Ein Letztes noch dazu: Verteilungsgerechtigkeit endet nicht bei der Steuerdiskussion, beim Steuersystem allein, da geht es um andere Dinge auch. Ich erwähne nur die Infrastruktur zum Beispiel, Postdienste für alle flächendeckend oder Bahnverbindungen, Internetzugang, Chancengleichheit in der Bildung. All das, meine Damen und Herren, versteht die SPÖ unter Verteilungsgerechtigkeit, und wir werden hier nicht lockerlassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Ich bin froh, dass Finanzminister Pröll klargemacht hat, dass es mit ihm keine Vermögenssteuer geben wird, dass es mit ihm keine neue Eigentumssteuer geben wird – nicht mit der Österreichischen Volkspartei und nicht mit Josef Pröll an der Spitze! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Silhavy: Genau das macht er!
Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Herr Bundeskanzler! Ich hoffe auch, dass Ihre Worte auch bis in die Steiermark durchdringen, denn ich glaube, Franz Voves hat andere Aufgaben, als darüber nachzudenken, wie man umverteilt und wie man Belastungen schafft. Gefragt ist, insbesondere auch in der Steiermark, in Zeiten dieser Wirtschaftskrise Arbeit zu schaffen, Arbeit zu sichern (Abg. Silhavy: Genau das macht er!), Einkommen zu sichern und die Kaufkraft zu stärken – und nicht die Menschen in einer Phase wie dieser zu verunsichern! Hoffentlich hört das der Herr Voves endlich auch einmal! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Herr Bundeskanzler! Ich hoffe auch, dass Ihre Worte auch bis in die Steiermark durchdringen, denn ich glaube, Franz Voves hat andere Aufgaben, als darüber nachzudenken, wie man umverteilt und wie man Belastungen schafft. Gefragt ist, insbesondere auch in der Steiermark, in Zeiten dieser Wirtschaftskrise Arbeit zu schaffen, Arbeit zu sichern (Abg. Silhavy: Genau das macht er!), Einkommen zu sichern und die Kaufkraft zu stärken – und nicht die Menschen in einer Phase wie dieser zu verunsichern! Hoffentlich hört das der Herr Voves endlich auch einmal! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Auch hier und heute klar gesagt: Wer daran denkt, die Grundsteuern zu erhöhen, wer daran denkt, die Einheitswerte abzuschaffen und möglicherweise Verkehrswerte einzuführen, dem erteilen wir auch eine klare Absage! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Das ist richtig! Und Raiffeisen soll den Bauern mehr für die Milch zahlen! Das wäre auch gescheit!
In diesem Sinne, meine Damen und Herren, fasse ich nochmals zusammen: Weg mit diesen Voves’schen altmarxistischen Ladenhütern aus der Steiermark! Wir brauchen keine Eigentumssteuern; die Menschen haben sich das nicht verdient! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Das ist richtig! Und Raiffeisen soll den Bauern mehr für die Milch zahlen! Das wäre auch gescheit!)
Beifall beim BZÖ.
Klar ist, dass man die Arbeitskraft geringer besteuern muss. Wenn man die Arbeitskraft geringer besteuert, dann hält man die Leute viel leichter in Beschäftigung. Sie kosten den Dienstgeber weniger, selber haben sie mehr Netto vom Brutto. Genau darum geht es: dass man irgendwie dorthin kommen muss! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir vom BZÖ sind gegen eine Solidarabgabe in diesem Bereich, aber für Solidarität im Arbeitsrecht und bei der Entlohnung – aber dann setzt diese endlich auch einmal im Bereich der Sozialpartnerschaft um, denn da gibt es privilegierte Gruppen, über die wir vor ein paar Stunden diskutiert haben, wo Pfründe aufrechterhalten werden! Und andere sollen einen Solidarbeitrag zahlen, die unter Umständen morgen gar keine Arbeit mehr haben?! So geht es nicht! So geht es wirklich nicht! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Öllinger: Heute auch nicht mehr!
Geschätzte Damen und Herren! Gehen wir gemeinsam den Weg, die Steuer- und Abgabenquote auf unter 40 Prozent zu senken, dann wird das auch gesamtstaatlich etwas bringen! Wir haben im Jahr 2004 die Körperschaftsteuer gesenkt, und zwar von 33 auf 25 Prozent. Und wir hatten danach mehr Einnahmen bei der Körperschaftsteuer als davor. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Öllinger: Heute auch nicht mehr!)
Beifall bei der FPÖ.
von 42 Prozent auf 39 Prozent zu senken? Wenn man sich unseren Antrag anschaut, dann sieht man: Da steht eindeutig drinnen: Die Politik ist gefordert, eine Verringerung der Abgabenquote umzusetzen. – Das ist doch nichts Verbotenes! Das muss doch erlaubt sein, vor allem in Anbetracht dessen, dass in Deutschland die Abgabenquote auch nur 39 Prozent ist! Das ist unser Ziel! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Mindestens!
Zum Zweiten: Wir haben in den Jahren 2006 bis heute mehr als 10 Milliarden € mehr an Steuern eingenommen durch eine gute Konjunkturlage, aber es ist der Regierung gelungen, fast alle diese Mehreinnahmen wieder über überbordende, ausufernde Ausgaben hinauszuschmeißen. Hätte man diese Beträge gespart, müssten wir heute in keinem Fall über neue Steuern reden. Und wir lehnen es auch ab, neue Steuern einzuführen, denn es gibt in diesem Staat jede Menge einzusparen. Es ist schon angeklungen: die Staats- und Verwaltungsform; der Rechnungshof sagt, 3 Milliarden € seien hier an Reserve drinnen. (Abg. Strache: Mindestens!) Oder: Gesundheitsressort – 2 Milliarden €; Bürokratieabbau – 4 Milliarden € Reserven.
Abg. Strache: Die EU-Beiträge nach Brüssel!
Und was ist mit dem Sündenregister, das wir tagtäglich über den Rechnungshof erfahren müssen? Betreffend die ÖBB kam gestern die Mitteilung: 980 Millionen € Verlust. Dafür gibt es aber einen Bonus für die Leute, die das verursacht haben. (Abg. Strache: Die EU-Beiträge nach Brüssel!) Spekulationsgeschäfte im Bereich der ÖBB von 623 Millionen €. Oder: AUA-Misswirtschaft – 500 Millionen € werden nachgeschmissen, damit wir die AUA überhaupt verschenken dürfen. Nächstes Beispiel: Land Niederösterreich – Spekulationsgeschäfte mit Steuergeld, ein Schaden im Ausmaß von 1 Milliarde €. Ich glaube, wir geben im Finanzausgleich viel zu viel an die Länder, sonst könnte nicht derartig viel Geld verspekuliert werden. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Und was ist mit dem Sündenregister, das wir tagtäglich über den Rechnungshof erfahren müssen? Betreffend die ÖBB kam gestern die Mitteilung: 980 Millionen € Verlust. Dafür gibt es aber einen Bonus für die Leute, die das verursacht haben. (Abg. Strache: Die EU-Beiträge nach Brüssel!) Spekulationsgeschäfte im Bereich der ÖBB von 623 Millionen €. Oder: AUA-Misswirtschaft – 500 Millionen € werden nachgeschmissen, damit wir die AUA überhaupt verschenken dürfen. Nächstes Beispiel: Land Niederösterreich – Spekulationsgeschäfte mit Steuergeld, ein Schaden im Ausmaß von 1 Milliarde €. Ich glaube, wir geben im Finanzausgleich viel zu viel an die Länder, sonst könnte nicht derartig viel Geld verspekuliert werden. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Alois Gradauer (fortsetzend): Ich würde empfehlen, den wunderbaren Leserbrief zu lesen, in dem Herr Mag. Christian Ebner in den „Oberösterreichischen Nachrichten“ von gestern ebenfalls schreibt, dass es keine neuen Steuern braucht, weil es möglich ist, sich durch Einsparungen diese Belastungen zu ersparen.“ – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Den Banken das Geld nachzuwerfen, ist der falsche Weg!
Wenn wahr ist – und kommen wir gleich einmal auf die wirkliche gegenwärtige Situation und dabei etwa auf das Budget, das wir jetzt haben, zu sprechen –, und daran gibt es ja keinen Zweifel, dass wir es mit der größten Krise überhaupt zu tun haben, seit wir alle leben, wenn gleichzeitig wahr ist, dass wir da nicht tatenlos zuschauen dürfen, sondern das anständig bekämpfen müssen, und dass das auch Geld kostet, dann stellt sich natürlich die Frage: Wer wird die Last dieser Kosten zur Minimierung der Schäden – ganz vermeiden kann man sie natürlich ohnehin nicht, leider – tragen? (Abg. Strache: Den Banken das Geld nachzuwerfen, ist der falsche Weg!)
Abg. Kopf: Man kann doch auch unterschiedliche Meinungen haben!
Wir haben Steuergesetze, bei denen wir im Bereich des Vermögens – nicht des Einkommens!, da liegt der Trugschluss; das ist heute ein paar Mal absichtlich, wie ich Ihnen auf der Regierungsbank unterstelle, verwechselt worden – Steuerprinzipien haben, die da lauten: Besonders hohe Vermögen zahlen besonders wenig Steuern! Und da wollen Sie auch nicht zuhören, weil Sie sich gegen Ihren Regierungspartner, der ist in dieser Frage kein Regierungspartner, sondern ein Oppositionspartner ist, nicht durchsetzen können. (Abg. Kopf: Man kann doch auch unterschiedliche Meinungen haben!) Das ist ja in Wahrheit viel schlimmer als unter Gusenbauer, was Sie hier abliefern, denn der hat wenigstens die Vermögenszuwachssteuer zusammengebracht. Die haben Sie in den Regierungsverhandlungen wieder weggelassen.
Beifall bei den Grünen. – Widerspruch und ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP.
Und wissen Sie, was das Tragische in diesem Land ist? – Dass eine Partei aus ideologischer Überzeugung schon dort steht, wo die „Kronen Zeitung“ dauernd hinschreibt, und die anderen Parteien sich dorthin schmeißen, auf diese Position, aber wirklich auf den Bauch, weil es diese eine mächtige Zeitung gibt in diesem Land. Und die Einzigen, die da wirklich dagegenhalten, sind die Grünen. (Beifall bei den Grünen. – Widerspruch und ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Ein peinlicher Auftritt des Abgeordneten Kogler!
Das ist natürlich etwas, was Sie da nicht gerne hören, aber so weit ist es gekommen in diesem Land, so weit ist es gekommen, dass Zeitungsherausgeber, die ihrerseits Milliardäre sind, ihr Vermögen in Stiftungen verstecken, bestimmen, was hier herinnen Politik ist. Da brauchen wir nicht ins Berlusconi-Land zu schauen, da sind wir schon lange vorher gewesen, aber das ist Ihre Verantwortung, bei Ihnen (in Richtung ÖVP) aus ideologischer Überzeugung, und bei Ihnen (in Richtung SPÖ) aus Feigheit. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Ein peinlicher Auftritt des Abgeordneten Kogler!)
Beifall bei der ÖVP. – Bundesministerin Dr. Fekter: Danke! – Abg. DDr. Königshofer: Aber nicht ihre Handtasche!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es bedarf in Bezug auf Sicherheit klarer Worte, klarer Ziele – und bei Frau Bundesministerin Fekter ist die Sicherheit mit Sicherheit in guten Händen. (Beifall bei der ÖVP. – Bundesministerin Dr. Fekter: Danke! – Abg. DDr. Königshofer: Aber nicht ihre Handtasche!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Leopold Mayerhofer (FPÖ): Geschätzte Frau Minister! Sehr geehrter Herr Präsident! Ein paar Worte zum leider hier nicht anwesenden Herrn Peter Pilz, der sich als Schutzpatron der Wiener Polizisten geriert. – Ich möchte da den Polizisten, die vielleicht nur den Saal schützen et cetera, jetzt in Erinnerung rufen, wer und welches Umfeld zuerst beim Staatsanwalt ist, wenn der Polizist die minder gefährliche Waffe oder gar nur die Faust anwendet und es – so sage ich jetzt einmal – auch im Interesse der Sicherheit hart auf hart geht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Bürger hat jetzt die Wahl: Er verlässt entweder nicht mehr das Haus, denn dort hat er den großen Vorteil, nicht Opfer eines Straßenräubers zu werden, aber gleichzeitig den Nachteil, dass er womöglich Zeuge bei einem Einbruchsdiebstahl in seinem eigenen Haus wird. Das ist das Dilemma, wie es sich jetzt darstellt. Die Präventionsveranstaltungen sind auch interessant. Da wird der Bevölkerung suggeriert: Setzt neue Fenster, Fenstergitter ein und, und, und, neue Sicherheitstüren et cetera. Um dem Bürger einen guten Rat zu geben: Bevor er das alles tauscht, sollte er vielleicht nachdenken, ob er nicht besser die Politiker austauscht, die dort tätig sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dieser Bericht – abgesehen davon, dass er viel zu spät erschienen ist – könnte ein Erfolgsnachweis für die geleistete Arbeit, eine Entscheidungshilfe für die Führungskräfte und die Frau Minister sein. Abschließend hier auch noch ein Appell an alle Landespolizeikommanden, an alle Führungskräfte: Tun Sie es jenen Bundesheer-Offizieren gleich, die den Mut besessen, einen Brief an Herrn Darabos geschrieben und den zuständigen Minister über die wirklichen Zustände informiert haben. Das fehlt mir noch in ganz erheblichem Maße bei unseren Führungskräften, die einmal eine gewisse Geradlinigkeit und Liebe zur Wahrheit entwickeln sollten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Kriminalstatistik denke – auf die Wahrheit in diesem Lande, und sonst nichts! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Gradauer – mit Heiterkeit –: Glaubt er ja selbst nicht!
Abgeordneter Hannes Fazekas (SPÖ): Frau Bundesministerin! Geschätzter Herr Präsident! Hohes Haus! Ich gebe dem Kollegen Mayerhofer durchaus Recht, was die Appelle der Oppositionsparteien betrifft; er hat nur die Zeit vergessen, denn es waren damals die Appelle der sozialdemokratischen Fraktion, als er mit seiner Partei in der Regierung saß! (Abg. Gradauer – mit Heiterkeit –: Glaubt er ja selbst nicht!) Diese Appelle sind eben damals verhallt, das ist das Problem. (Abg. Dr. Graf: Aber jetzt? Was macht ihr jetzt daraus? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Aber jetzt? Was macht ihr jetzt daraus? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Hannes Fazekas (SPÖ): Frau Bundesministerin! Geschätzter Herr Präsident! Hohes Haus! Ich gebe dem Kollegen Mayerhofer durchaus Recht, was die Appelle der Oppositionsparteien betrifft; er hat nur die Zeit vergessen, denn es waren damals die Appelle der sozialdemokratischen Fraktion, als er mit seiner Partei in der Regierung saß! (Abg. Gradauer – mit Heiterkeit –: Glaubt er ja selbst nicht!) Diese Appelle sind eben damals verhallt, das ist das Problem. (Abg. Dr. Graf: Aber jetzt? Was macht ihr jetzt daraus? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Bei der FPÖ, oder?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kriminalität ist aber auch ein Zeichen von sozialer Unsicherheit. Daher gilt es seitens der Politik, den Hebel anzusetzen, soziale Ungleichheiten zu beseitigen und den Menschen Arbeit und Wohlstand zu geben – aber nicht durch ein Programm, wie Sie es soeben vorgeschlagen haben, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Freiheitlichen, sondern durch wirklich sehr gute Programme, die eben bei der Partei zu Hause sind, die wirklich auch für die sozialen Anliegen der Menschen kämpft! Das muss man mit aller Deutlichkeit sagen. (Abg. Dr. Graf: Bei der FPÖ, oder?)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sollten viel größeren Wert auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer österreichischen Exekutive legen. Gut ausgestattete, mit Spitzen-Rahmenbedingungen versehene Polizeidienststellen, gesunde und motivierte Polizisten, vor allem auch die Bezahlung, die schon bei den Schülerinnen und Schülern beginnt, all das garantiert die Sicherheit, meine geschätzten Damen und Herren, aber nicht, Mauern aufzubauen und zusätzliche Gefängnisse zu errichten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das wird lustig! – Bundesministerin Dr. Fekter: Forschungsarbeit!
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister Fekter, es war vor zirka zweieinhalb Stunden, da haben Sie dem Hohen Haus erklärt, dass Sie jetzt quasi Befragungen, ein sogenanntes Quiz bei den Straftätern durchführen werden (Abg. Ing. Westenthaler: Das wird lustig! – Bundesministerin Dr. Fekter: Forschungsarbeit!): die Befragung der Straftäter über ihre Motive, gemäß dem Forschungsmotto „Mitzis Einbrecherquiz“.
Heiterkeit beim BZÖ.
Gesetzt den Fall, Frau Bundesminister Fekter, Sie finden jemals in Ihrem Leben den Straftäter, der Ihnen die Handtasche gestohlen hat, und Sie werden ihn dann höchstpersönlich im Rahmen dieses Einbrecherquiz befragen: Wie kann ich mir das vorstellen? (Heiterkeit beim BZÖ.) – Frage: Warum haben Sie meine Handtasche gestohlen? – Mehrere Antwortmöglichkeiten; erste Antwortmöglichkeit: Weil meine Oma in Moldawien auch so eine schöne Handtasche haben wollte. Oder zweitens: Weil ich grundsätzlich Handtaschen hasse. Oder drittens: Weil ich nächtens gerne Damenhandtaschen trage. Oder viertens: Weil ich mich bereichern wollte. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Gesetzt den Fall, Frau Bundesminister Fekter, Sie finden jemals in Ihrem Leben den Straftäter, der Ihnen die Handtasche gestohlen hat, und Sie werden ihn dann höchstpersönlich im Rahmen dieses Einbrecherquiz befragen: Wie kann ich mir das vorstellen? (Heiterkeit beim BZÖ.) – Frage: Warum haben Sie meine Handtasche gestohlen? – Mehrere Antwortmöglichkeiten; erste Antwortmöglichkeit: Weil meine Oma in Moldawien auch so eine schöne Handtasche haben wollte. Oder zweitens: Weil ich grundsätzlich Handtaschen hasse. Oder drittens: Weil ich nächtens gerne Damenhandtaschen trage. Oder viertens: Weil ich mich bereichern wollte. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Frau Bundesminister, bei den meisten Straftätern in Österreich brauchen Sie kein Quiz und keine Befragungen durchzuführen, sondern stellen Sie fest: Österreich ist ein Einbruchs-Eldorado, ein Kriminalitätsparadies geworden, weil sich Menschen in unserem Land am Vermögen fremder Personen bereichern wollen! Das ist ein Faktum, da brauche ich keine großen Umfragen und auch keine Studien auf Kosten des Steuerzahlers durchzuführen. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.)
Heiterkeit beim BZÖ.
ehrlicher, wenn Sie aus den Einbrechern gleich einen Berufsstand samt einer Wirtschaftskammer-Innung machen. (Heiterkeit beim BZÖ.) Das ist vielleicht ehrlicher, als wenn Sie den Menschen in diesem Land vorgaukeln, dass Sie Verbrecher verfolgen würden. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
ehrlicher, wenn Sie aus den Einbrechern gleich einen Berufsstand samt einer Wirtschaftskammer-Innung machen. (Heiterkeit beim BZÖ.) Das ist vielleicht ehrlicher, als wenn Sie den Menschen in diesem Land vorgaukeln, dass Sie Verbrecher verfolgen würden. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: ... gefälschte Statistiken!
Bei Ihren Rechenkünsten ist daher festzustellen, dass es sich um keine Tatenstatistiken (Abg. Ing. Westenthaler: ... gefälschte Statistiken!), sondern um Täterstatistiken handelt – und das auch nur im Mindestausmaß.
Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Da ist noch ein Problem: Die Frau Minister hört überhaupt nicht zu!
Daher rufe ich Ihnen zu, Frau Minister: Bleiben Sie bei Ihren Zählungen von Kieselsteinen, aber bitte belästigen Sie in Zukunft nicht mehr die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Da ist noch ein Problem: Die Frau Minister hört überhaupt nicht zu!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das BIA nehmen Sie gleich mit!
Daher nenne ich Ihnen, Frau Bundesminister Fekter, drei Maßnahmen. Erstens: Treten Sie endlich zurück! Sie sind nicht in der Lage, dieses Ressort zu führen. (Abg. Ing. Westenthaler: Das BIA nehmen Sie gleich mit!) Wir brauchen – zweitens – eine Aufstockung der Exekutivkräfte. Und drittens: Berufen Sie oder Ihr Nachfolger einen Sicherheitsgipfel ein, zu dem wir endlich Experten hinzulassen, die Ihren „Goldfasanen“ im Ministerium erklären, wie man Österreich tatsächlich schützt. – Ich danke Ihnen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Daher nenne ich Ihnen, Frau Bundesminister Fekter, drei Maßnahmen. Erstens: Treten Sie endlich zurück! Sie sind nicht in der Lage, dieses Ressort zu führen. (Abg. Ing. Westenthaler: Das BIA nehmen Sie gleich mit!) Wir brauchen – zweitens – eine Aufstockung der Exekutivkräfte. Und drittens: Berufen Sie oder Ihr Nachfolger einen Sicherheitsgipfel ein, zu dem wir endlich Experten hinzulassen, die Ihren „Goldfasanen“ im Ministerium erklären, wie man Österreich tatsächlich schützt. – Ich danke Ihnen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Abgeordneter Ing. Norbert Kapeller (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Sicherheitsexperte Grosz, da wird man fast „narrisch“, wenn man Angehöriger des Sicherheitskorps ist und Ihnen zuhört! (Zwischenrufe beim BZÖ.) Das ist in Wirklichkeit eine Diffamierung des ganzen Polizeikorps, wenn Sie unsere hochrangigen und bestens arbeitenden Offiziere „Goldfasane“ schimpfen. Ich möchte wirklich wissen, woher Sie Ihre Präpotenz in Ihrer Größe nehmen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Norbert Kapeller (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Sicherheitsexperte Grosz, da wird man fast „narrisch“, wenn man Angehöriger des Sicherheitskorps ist und Ihnen zuhört! (Zwischenrufe beim BZÖ.) Das ist in Wirklichkeit eine Diffamierung des ganzen Polizeikorps, wenn Sie unsere hochrangigen und bestens arbeitenden Offiziere „Goldfasane“ schimpfen. Ich möchte wirklich wissen, woher Sie Ihre Präpotenz in Ihrer Größe nehmen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Grosz: Das ist ja noch trauriger!
Wenn Herr Kollege Grosz als Beispiel Graz hernimmt – nur noch 50 Beamte für die Sicherheit im Nachtdienst –: Nehmen Sie andere Regionen Österreichs her! Das ist im Durchschnitt, und das ist grundsätzlich auch so in Ordnung. (Abg. Grosz: Das ist ja noch trauriger!) Nein, das ist nicht traurig, sondern das funktioniert auch. (Abg. Grosz: Das ist ja noch trauriger, ein Beamter für 5 000 Einwohner! Wissen Sie, was das heißt? Unglaublich!)
Abg. Grosz: Das ist ja noch trauriger, ein Beamter für 5 000 Einwohner! Wissen Sie, was das heißt? Unglaublich!
Wenn Herr Kollege Grosz als Beispiel Graz hernimmt – nur noch 50 Beamte für die Sicherheit im Nachtdienst –: Nehmen Sie andere Regionen Österreichs her! Das ist im Durchschnitt, und das ist grundsätzlich auch so in Ordnung. (Abg. Grosz: Das ist ja noch trauriger!) Nein, das ist nicht traurig, sondern das funktioniert auch. (Abg. Grosz: Das ist ja noch trauriger, ein Beamter für 5 000 Einwohner! Wissen Sie, was das heißt? Unglaublich!)
Abg. Grosz: ... auf die Leute aufpassen, und jetzt schwingen Sie große Reden!
Falsches tun. Man kann in der Statistik die Delikte nur so, wie sie anfallen, eintragen, man kann nicht nachher etwas wegstreichen oder dazudividieren. Also bekennen Sie Farbe! Glauben Sie, dass die Beamten und die Kollegenschaft bewusst etwas Falsches eintragen (Abg. Grosz: ... auf die Leute aufpassen, und jetzt schwingen Sie große Reden!), falsch statisieren und damit in Wirklichkeit einen Betrug oder Gerichtsdelikte begehen, oder dass sie zu dumm sind?
Abg. Dr. Haimbuchner: Die Bevölkerung ist verunsichert!
Ich würde Ihnen eines vorschlagen: Nehmen wir das Thema Sicherheit gemeinsam ernst! Verunsichern wir nicht ständig die österreichische Bevölkerung, sondern gehen wir die Probleme gemeinsam dort an, wo sie auch sind! (Abg. Dr. Haimbuchner: Die Bevölkerung ist verunsichert!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Herr Kollege Mayerhofer, wenn Sie Prävention lächerlich machen, dann verstehe ich das überhaupt nicht, denn es ist eine der wichtigsten Aufgaben der Polizei neben der Repression und neben der Aufklärung, die Bevölkerung dazu anzuhalten, sich selbst durch eigenes Verhalten, durch gekonntes Verhalten auch dementsprechend Schutz zu verschaffen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Bundesministerin Fekter muss im Amt bleiben, denn da geht etwas weiter! Da wird auch für die Sicherheit Österreichs etwas geleistet. Würden wir mit Ihnen einen Sicherheitspool bilden und „Sicherheitsexperten“ à la Grosz in diese Gruppe aufnehmen, wäre es um die Sicherheit in Österreich wirklich schlecht bestellt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: Wegen Linksextremismus und Rechtsextremismus!
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Der Sicherheitsbericht enthält auch eine Statistik, die heute noch nicht angesprochen wurde. Das ist eine Statistik, die einen extremen Anstieg der Anzeigen (Abg. Grosz: Wegen Linksextremismus und Rechtsextremismus!) wegen Straftaten mit rechtsextremem Hintergrund aufweist. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Vom Jahr 2006 auf 2007 sind die Anzeigen wegen Straftaten mit rechtsextremem Hintergrund um 80 Prozent gestiegen.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Der Sicherheitsbericht enthält auch eine Statistik, die heute noch nicht angesprochen wurde. Das ist eine Statistik, die einen extremen Anstieg der Anzeigen (Abg. Grosz: Wegen Linksextremismus und Rechtsextremismus!) wegen Straftaten mit rechtsextremem Hintergrund aufweist. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Vom Jahr 2006 auf 2007 sind die Anzeigen wegen Straftaten mit rechtsextremem Hintergrund um 80 Prozent gestiegen.
Abg. Mag. Stefan: Verurteilungen?
Wenn jetzt sofort das Argument der FPÖ kommt – wie im Ausschuss, offensichtlich auch ein bisschen als ideologischer Fürsprecher des Rechtsextremismus –, man soll sich die linken Straftaten anschauen, dann kann man das gerne tun. Ich halte zwar nichts von der Aufrechnerei, aber schauen wir uns das an. Anzeigen mit rechtsextremem Tatmotiv: plus 80 Prozent; links-motivierte strafbare Handlungen: minus 50 Prozent. (Abg. Mag. Stefan: Verurteilungen?) Oder in absoluten Zahlen: 752 Anzeigen mit rechtsextremem Hintergrund; 72 Anzeigen, 72 Straftaten mit linkem Hintergrund. (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn jetzt sofort das Argument der FPÖ kommt – wie im Ausschuss, offensichtlich auch ein bisschen als ideologischer Fürsprecher des Rechtsextremismus –, man soll sich die linken Straftaten anschauen, dann kann man das gerne tun. Ich halte zwar nichts von der Aufrechnerei, aber schauen wir uns das an. Anzeigen mit rechtsextremem Tatmotiv: plus 80 Prozent; links-motivierte strafbare Handlungen: minus 50 Prozent. (Abg. Mag. Stefan: Verurteilungen?) Oder in absoluten Zahlen: 752 Anzeigen mit rechtsextremem Hintergrund; 72 Anzeigen, 72 Straftaten mit linkem Hintergrund. (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Verurteilungen!
Meine Damen und Herren, dieses Problem ist ernst zu nehmen! (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Verurteilungen!) Wir dürfen nicht den gleichen Fehler machen wie in den neunziger Jahren in Ostdeutschland, da hat man das auch lange bagatellisiert und weggeschaut. Was war das Ergebnis? – Die Rechtsextremen haben sogenannte befreite Zonen geschaffen, die für viele zu No-Go-Areas geworden sind. (Abg. Dr. Königshofer: Das war die kommunistische Erziehung in der DDR!) Dieses Problem darf nicht unterschätzt werden, daher muss dem auch mit aller Entschiedenheit entgegengetreten werden, damit die Bevölkerung nicht terrorisiert wird.
Abg. Dr. Königshofer: Das war die kommunistische Erziehung in der DDR!
Meine Damen und Herren, dieses Problem ist ernst zu nehmen! (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Verurteilungen!) Wir dürfen nicht den gleichen Fehler machen wie in den neunziger Jahren in Ostdeutschland, da hat man das auch lange bagatellisiert und weggeschaut. Was war das Ergebnis? – Die Rechtsextremen haben sogenannte befreite Zonen geschaffen, die für viele zu No-Go-Areas geworden sind. (Abg. Dr. Königshofer: Das war die kommunistische Erziehung in der DDR!) Dieses Problem darf nicht unterschätzt werden, daher muss dem auch mit aller Entschiedenheit entgegengetreten werden, damit die Bevölkerung nicht terrorisiert wird.
Abg. Mag. Stefan: Skinhead sticht Polizeipräsidenten nieder! In Bayern!
in der City, Verdächtiger aus rechter Szene in Haft. (Abg. Mag. Stefan: Skinhead sticht Polizeipräsidenten nieder! In Bayern!) Er soll in rechtsextremen Kreisen umtriebig sein, das Opfer soll er nicht kennen. – So schaut die Realität aus, das ist im Moment die rechtsextreme Kriminalszene!
Zwischenrufe beim BZÖ
Frau Bundesminister Fekter, wenn ich Sie im Ausschuss darauf anspreche und Sie mir sagen: die Linken sind mir genauso wichtig, dann stellt mich das nicht zufrieden, weil ich Sie ja nicht danach frage, wen Sie aus ideologischen Gründen lieber strafrechtlich verfolgen wollen (Zwischenrufe beim BZÖ), sondern ich will von Ihnen wissen, wie Sie auf diesen eklatanten Anstieg bei den rechtsextremen Anzeigen reagieren. Da haben Sie offensichtlich nichts zu sagen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Bundesminister Fekter, wenn ich Sie im Ausschuss darauf anspreche und Sie mir sagen: die Linken sind mir genauso wichtig, dann stellt mich das nicht zufrieden, weil ich Sie ja nicht danach frage, wen Sie aus ideologischen Gründen lieber strafrechtlich verfolgen wollen (Zwischenrufe beim BZÖ), sondern ich will von Ihnen wissen, wie Sie auf diesen eklatanten Anstieg bei den rechtsextremen Anzeigen reagieren. Da haben Sie offensichtlich nichts zu sagen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Graf: Deswegen heißt er ja Rechtsstaat! Nicht Linksstaat!
Meine Damen und Herren! Der Rechtsstaat muss seine Zähne zeigen, Polizei und Justiz sind gefordert. Keine falsche Toleranz! Jedes Delikt gehört verfolgt, und zwar ohne Ausnahme! (Abg. Dr. Graf: Deswegen heißt er ja Rechtsstaat! Nicht Linksstaat!) Wenn irgendein Jugendlicher aus irgendeiner Dummheit ein Hakenkreuz hinmalt, dann machen wir eine Diversion. Der ist nicht gleich ein Nazi, und ich bin auch nicht dafür, dass man ihn stigmatisiert; da macht man nichts Gutes. Aber er muss von Anfang an wissen, dass das Unrecht ist, dass der Staat darauf reagiert und nicht wegschaut! (Abg. Dr. Graf: Bei den Linksextremisten, was machen Sie da?)
Abg. Dr. Graf: Bei den Linksextremisten, was machen Sie da?
Meine Damen und Herren! Der Rechtsstaat muss seine Zähne zeigen, Polizei und Justiz sind gefordert. Keine falsche Toleranz! Jedes Delikt gehört verfolgt, und zwar ohne Ausnahme! (Abg. Dr. Graf: Deswegen heißt er ja Rechtsstaat! Nicht Linksstaat!) Wenn irgendein Jugendlicher aus irgendeiner Dummheit ein Hakenkreuz hinmalt, dann machen wir eine Diversion. Der ist nicht gleich ein Nazi, und ich bin auch nicht dafür, dass man ihn stigmatisiert; da macht man nichts Gutes. Aber er muss von Anfang an wissen, dass das Unrecht ist, dass der Staat darauf reagiert und nicht wegschaut! (Abg. Dr. Graf: Bei den Linksextremisten, was machen Sie da?)
Abg. Dr. Graf: Der Öllinger!
Zweiter Punkt: Wir sollten schauen, wer die ideologischen Hintermänner dieses Rechtsextremismus sind. (Abg. Dr. Graf: Der Öllinger!) Wenn ich mir anschaue, wer in den Burschenschaftsbuden auftritt – der Neonazi-Barde Müller; Herr Irving wurde offensichtlich noch vorher verhaftet, aber er ist auf der Gästeliste gestanden (Abg. Dr. Graf: Im Schutz der Immunität können Sie so etwas behaupten!) –, dann ist das keine Kleinigkeit, sondern dann sitzt dort offensichtlich die ideologische Drehscheibe jenes Fußvolks (Abg. Dr. Graf: Im Schutz der Immunität können Sie das behaupten!), das dann draußen die Straftaten verübt, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Graf: Sagen Sie das in einer Pressekonferenz! Im Schutz der Immunität können Sie das behaupten!)
Abg. Dr. Graf: Im Schutz der Immunität können Sie so etwas behaupten!
Zweiter Punkt: Wir sollten schauen, wer die ideologischen Hintermänner dieses Rechtsextremismus sind. (Abg. Dr. Graf: Der Öllinger!) Wenn ich mir anschaue, wer in den Burschenschaftsbuden auftritt – der Neonazi-Barde Müller; Herr Irving wurde offensichtlich noch vorher verhaftet, aber er ist auf der Gästeliste gestanden (Abg. Dr. Graf: Im Schutz der Immunität können Sie so etwas behaupten!) –, dann ist das keine Kleinigkeit, sondern dann sitzt dort offensichtlich die ideologische Drehscheibe jenes Fußvolks (Abg. Dr. Graf: Im Schutz der Immunität können Sie das behaupten!), das dann draußen die Straftaten verübt, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Graf: Sagen Sie das in einer Pressekonferenz! Im Schutz der Immunität können Sie das behaupten!)
Abg. Dr. Graf: Im Schutz der Immunität können Sie das behaupten!
Zweiter Punkt: Wir sollten schauen, wer die ideologischen Hintermänner dieses Rechtsextremismus sind. (Abg. Dr. Graf: Der Öllinger!) Wenn ich mir anschaue, wer in den Burschenschaftsbuden auftritt – der Neonazi-Barde Müller; Herr Irving wurde offensichtlich noch vorher verhaftet, aber er ist auf der Gästeliste gestanden (Abg. Dr. Graf: Im Schutz der Immunität können Sie so etwas behaupten!) –, dann ist das keine Kleinigkeit, sondern dann sitzt dort offensichtlich die ideologische Drehscheibe jenes Fußvolks (Abg. Dr. Graf: Im Schutz der Immunität können Sie das behaupten!), das dann draußen die Straftaten verübt, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Graf: Sagen Sie das in einer Pressekonferenz! Im Schutz der Immunität können Sie das behaupten!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Graf: Sagen Sie das in einer Pressekonferenz! Im Schutz der Immunität können Sie das behaupten!
Zweiter Punkt: Wir sollten schauen, wer die ideologischen Hintermänner dieses Rechtsextremismus sind. (Abg. Dr. Graf: Der Öllinger!) Wenn ich mir anschaue, wer in den Burschenschaftsbuden auftritt – der Neonazi-Barde Müller; Herr Irving wurde offensichtlich noch vorher verhaftet, aber er ist auf der Gästeliste gestanden (Abg. Dr. Graf: Im Schutz der Immunität können Sie so etwas behaupten!) –, dann ist das keine Kleinigkeit, sondern dann sitzt dort offensichtlich die ideologische Drehscheibe jenes Fußvolks (Abg. Dr. Graf: Im Schutz der Immunität können Sie das behaupten!), das dann draußen die Straftaten verübt, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Graf: Sagen Sie das in einer Pressekonferenz! Im Schutz der Immunität können Sie das behaupten!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Letzter Punkt: Wir müssen das Versammlungsrecht ausnützen, um die Auftritte der rechtsextremen Kriminalszene zu unterbinden. In diesem Sinn begrüße ich es auch, dass die Demonstration in Braunau untersagt worden ist. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Wer weiß?!
Am 1. Mai findet in Linz eine Demonstration der NVP statt. Damit es keine Missverständnisse gibt: Die Nationale Volkspartei hat nichts mit der ÖVP zu tun. (Abg. Grosz: Wer weiß?!) Kein Linzer will, dass die rechtsextreme Kriminalszene Linz unsicher macht, daher muss auch hier geprüft werden, welche Möglichkeiten das Versammlungsrecht bietet, um diesen Aufmarsch zu untersagen.
Abg. Dr. Graf: Wir fahren seit 20 Jahren am 1. Mai dorthin!
Ich muss schon feststellen, es ist interessant, dass am gleichen Tag die FPÖ in Linz ihren EU-Wahlkampfauftakt hat. Offensichtlich wollte man den wechselseitigen Kundgebungsteilnehmern Reise- und Terminstress ersparen. (Abg. Dr. Graf: Wir fahren seit 20 Jahren am 1. Mai dorthin!)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Haimbuchner und Ing. Westenthaler.
Auf diese Integrationstätigkeit der FPÖ verlassen Sie sich nicht, Frau Bundesministerin! Ich ersuche Sie daher, auf das Ansteigen der Anzeigen mit rechtsextremem Hintergrund adäquat zu reagieren. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Haimbuchner und Ing. Westenthaler.)
Abg. Grosz: Nehmen Sie das zurück!
Nicht nachvollziehbar sind auch jene Zahlen, die Kollege Westenthaler genannt hat. (Abg. Grosz: Nehmen Sie das zurück!) Er hat einfach die Behauptung in den Raum gestellt, dass jeder zweite Asylwerber kriminell wäre. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist richtig!) – Es ist nicht nachvollziehbar, was Sie da in den Raum stellen! Im Sicherheitsbericht stehen Zahlen, die das widerlegen! Und Sie werden jenen, die ihn erstellt haben, sicherlich nicht vorwerfen, dass sie diese Zahlen manipuliert hätten!
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist richtig!
Nicht nachvollziehbar sind auch jene Zahlen, die Kollege Westenthaler genannt hat. (Abg. Grosz: Nehmen Sie das zurück!) Er hat einfach die Behauptung in den Raum gestellt, dass jeder zweite Asylwerber kriminell wäre. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist richtig!) – Es ist nicht nachvollziehbar, was Sie da in den Raum stellen! Im Sicherheitsbericht stehen Zahlen, die das widerlegen! Und Sie werden jenen, die ihn erstellt haben, sicherlich nicht vorwerfen, dass sie diese Zahlen manipuliert hätten!
Abg. Grosz: Oder nächsten Jahres!
Jahres käme (Abg. Grosz: Oder nächsten Jahres!), und dass es zu einer Vernetzung mit der Frau Bundesministerin für Justiz kommt, um eine bessere Nachvollziehbarkeit zwischen den Anzeigen und den Verurteilungen zu erreichen, wodurch die Aussagekraft gestärkt wird. (Abg. Pendl: Hervorragend!)
Abg. Pendl: Hervorragend!
Jahres käme (Abg. Grosz: Oder nächsten Jahres!), und dass es zu einer Vernetzung mit der Frau Bundesministerin für Justiz kommt, um eine bessere Nachvollziehbarkeit zwischen den Anzeigen und den Verurteilungen zu erreichen, wodurch die Aussagekraft gestärkt wird. (Abg. Pendl: Hervorragend!)
Beifall bei der SPÖ.
Somit werden wir dem Sicherheitsbericht 2007 zustimmen und warten schon auf den nächsten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Frau Minister, was steht im Horoskop?! Es ist super, dass Minister Zeit haben, Zeitung zu lesen! – Heiterkeit beim BZÖ.
Präsident Fritz Neugebauer: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Herbert. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Frau Minister, was steht im Horoskop?! Es ist super, dass Minister Zeit haben, Zeitung zu lesen! – Heiterkeit beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Der „große“ Vorsitzende Gusenbauer!
Es ist offensichtlich Sprachregelung der SPÖ, sobald in Richtung der Ministerbank oder in die der Exekutive Kritik kommt, sofort die Regierungsbeteiligung der FPÖ ins Spiel zu bringen – und dann wird sofort ein Konnex hergestellt. Ich frage Sie: Wenn alles so schlecht war, warum hat dann Ihr Bundeskanzler Gusenbauer (Abg. Grosz: Der „große“ Vorsitzende Gusenbauer!) diese vermeintlich schlechten Sachen nicht alle zurückgenommen?
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist, freundlich gesagt, die Unwahrheit!
„Wir haben 1 000 Ausbildungsplätze pro Jahr, () Bei einem natürlichen Abgang von 800 Polizeikräften gebe es damit ein Plus von 200 ().“ (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist, freundlich gesagt, die Unwahrheit!)
Abg. Ing. Westenthaler: Bravo!
Sie wissen – davon gehe ich aus –, dass die Ausbildung eines Polizeibeamten 24 Monate, sprich zwei Jahre dauert. Pro Jahr könnten wir hochgerechnet bei 5 000 Ausbildungsplätzen 2 500 Exekutivbeamte ausbilden. Auf eine parlamentarische Anfrage vom 2. Februar dieses Jahres haben Sie mir mitgeteilt, dass bis zum Jahr 2013 2 226 Exekutivbeamte in Pension gehen werden. Das ergibt innerhalb eines Durchrechnungszeitraums von 5 Jahren ein Plus von lediglich 274 Beamten – und keinesfalls von 200 pro Jahr! Aber offensichtlich ist das die gleiche Diskrepanz, die wir schon im Ausschuss erleben durften; das Innenministerium nimmt es wohl nicht so genau mit den Zahlen! (Abg. Ing. Westenthaler: Bravo!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich darf es vielleicht ein bisschen plakativ ausdrücken und mit diesen Worten schließen: Frau Ministerin, während Sie die Exekutive vor dem Haus Österreich für das mediale Gruppenfoto zusammentrommeln, räumen uns organisierte Banden – nämlich angeblich die Serben und die Deutschen, wie Sie im Ausschuss gesagt haben – das Haus Österreich durch die Hintertüre aus! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sehr!
Aber ich glaube, unsere Frau Bundesministerin ist mutig unterwegs, Sie verändert Strukturen. (Abg. Ing. Westenthaler: Sehr!) – Ja, Gott sei Dank gibt es eine Frau Bundesministerin, die Strukturen verändert und dort nachbessert, wo es Probleme gibt. (Abg. Grosz: Wer so einen Verteidiger hat, der braucht keine Feinde!) Dieser Sicherheitsbericht ist, meine ich, eine wichtige Grundlage, um in diesem Bereich Vergleiche anzustellen und Optimierungspotenzial hervorzustreichen.
Abg. Grosz: Wer so einen Verteidiger hat, der braucht keine Feinde!
Aber ich glaube, unsere Frau Bundesministerin ist mutig unterwegs, Sie verändert Strukturen. (Abg. Ing. Westenthaler: Sehr!) – Ja, Gott sei Dank gibt es eine Frau Bundesministerin, die Strukturen verändert und dort nachbessert, wo es Probleme gibt. (Abg. Grosz: Wer so einen Verteidiger hat, der braucht keine Feinde!) Dieser Sicherheitsbericht ist, meine ich, eine wichtige Grundlage, um in diesem Bereich Vergleiche anzustellen und Optimierungspotenzial hervorzustreichen.
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist gescheit!
Eine kurze Replik zeigt, dass wir bei der Aufklärungsquote 2007 gut gelegen sind, 2008 aber leider ein wenig zurückgefallen sind. Aber auch im Bereich der Strafgelder – da gibt es auch positive Dinge für den Staat – gibt es Einnahmenzuwächse von 36,3 Millionen €, also 28 Prozent. Ich glaube, es hat auch bei den Radarstrafen in diesem Bereich Verbesserungen gegeben. Das zeigt aber auch, dass unsere Exekutive vor Ort ist. Ja, und da Sie davon reden: Nachher geht es, glaube ich, um die Sicherheit und darum, dass wir unser System optimieren. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist gescheit!)
Beifall bei der ÖVP.
Folgendes sage ich auch in dieser Runde: Kollege Pilz sitzt jetzt nicht da, aber er hat heute hier davon gesprochen, dass so quasi die Arbeitsbedingungen nicht passen. Wenn wir hier von Steuerfahndung, von DNA-Analysen und Fingerprints redeten, hat er das jedes Mal als Bespitzelung abgetan. Und wenn Kollege Pilz heute hier sagt, dass wir in diesem Bereich die Arbeitsmethoden nicht richtig einsetzen, so zeigt das, glaube ich, dass er da nur mit Polemik agiert und sich nicht um die Sicherheit kümmert, sondern dazu beiträgt, im Land Panik zu verbreiten. Das lehnen wir ab. Wir vertrauen auf unsere Bundesministerin! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Christoph Hagen (BZÖ): Sehr geehrte Frau Bundesminister! Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Als ich vorhin den Abklatsch des Kollegen Steinhauser, der Schutzhand der Linksextremen gegenüber der Schutzhand der Rechtsextremen, würde ich jetzt einmal sagen, gehört habe, ist mir ein Spruch von Helmut Qualtinger eingefallen: „Simmering gegen Kapfenberg, das nenn i Brutalität“. (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Fazekas, nicht Farkas!
Kollege Farkas hat hier davon gesprochen, dass es seit 2000, seit Regierungsbeteiligung der Blauen, mit der Sicherheit abwärts gegangen sei. (Ruf bei der SPÖ: Fazekas, nicht Farkas!) – Fazekas, Entschuldigung! (Ruf beim BZÖ: Waldbrunn sitzt dahinter! – Heiterkeit im Saal.) Kollege Fazekas hat davon gesprochen, dass es seit 2000 mit der Sicherheit abwärts ginge.
Ruf beim BZÖ: Waldbrunn sitzt dahinter! – Heiterkeit im Saal.
Kollege Farkas hat hier davon gesprochen, dass es seit 2000, seit Regierungsbeteiligung der Blauen, mit der Sicherheit abwärts gegangen sei. (Ruf bei der SPÖ: Fazekas, nicht Farkas!) – Fazekas, Entschuldigung! (Ruf beim BZÖ: Waldbrunn sitzt dahinter! – Heiterkeit im Saal.) Kollege Fazekas hat davon gesprochen, dass es seit 2000 mit der Sicherheit abwärts ginge.
Abg. Ing. Kapeller: Hier!
Herr Kollege Kapeller (Abg. Ing. Kapeller: Hier!), du hast davon gesprochen, dass es in den Polizeischulen jetzt 400 Auszubildende gibt. – Das ist alles gut und recht, aber wenn man daran denkt, wie viele in derselben Zeit in Pension gehen ...
Abg. Mag. Bucher: Ist ja unglaublich!
Kollege Gahr hat vorhin davon gesprochen, dass im Westen die Welt noch in Ordnung ist. – Herr Kollege, das mag vielleicht für Tirol zutreffen. Ich werde dazu aber ein paar Zahlen aus dem schönen Bundesland Vorarlberg – also vor dem Arlberg – bringen. In Vorarlberg haben wir für Jänner 2009 einen Anstieg der Gesamtkriminalität von 15,4 Prozent. (Abg. Mag. Bucher: Ist ja unglaublich!) Ich glaube, ein sicheres Land sieht anders aus.
Zwischenruf des Abg. Pendl. – Rufe beim BZÖ: Pendl, gib a Rua!
Tankstellen, Banken und auf Postämter tut. Bei den Postämtern wissen wir es: Kollegin Bures schließt sie. – Also klare Sache, auch so kann man die Statistikzahlen senken! (Zwischenruf des Abg. Pendl. – Rufe beim BZÖ: Pendl, gib a Rua!)
Beifall beim BZÖ.
Was wir brauchen, ist mehr Personal, das zweckgebunden gegen die höhere Kriminalität eingesetzt werden kann. Ich glaube, hier hapert es heftig. Auch das System fault in gewissen Bereichen. Wenn in der Nacht nur sehr wenige Beamte unterwegs sind, so geht daraus hervor, dass wir zu wenig Personal haben. Die Leute können nicht rund um die Uhr im Dienst sein. Hier hapert es, hier muss man Maßnahmen setzen, damit das Land Österreich wieder sicherer wird! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Pendl: Jawohl!
Frau Minister, Sie werden mir sicher nicht erklären wollen, dass angesichts dessen die Welt in Ordnung ist. Ich kann Sie nur um etwas bitten, und ich möchte mich ausnahmsweise auch bedanken. Kollege Pendl bedankt sich immer. Ich möchte mich jetzt aber wirklich bei den Kollegen der Polizei bedanken, und zwar bei den überlasteten Exekutivbeamten, die ihren Dienst wirklich nach Vorschrift ordentlich durchziehen, obwohl sie stark belastet sind und wirklich am Burn-out-Syndrom leiden. (Abg. Pendl: Jawohl!)
Beifall beim BZÖ.
Ich möchte mich bedanken bei den Beamten, die frustriert sind, weil sie immer wieder aufzeigen, ohne dass ihnen von der Politik geholfen wird. Ich möchte mich auch bei jenen Beamten bedanken, die von der Politik permanent in Stich gelassen werden, von den politisch Verantwortlichen. Vielen Dank, dass ihr den Job weiterhin so macht und dass die Bevölkerung in Österreich noch halbwegs sicher schlafen kann! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine zweite Frage lautet: Wofür braucht man bei der Ausbildung in der Polizeischule Bücher mit dem Titel „Tschechien in der EU“ in englischer Sprache? Die kosten eine Menge Geld, das man viel besser einsetzen könnte. Ich meine, da wird Geld verschwendet, das besser in die eigentlichen Aufgaben der Exekutive investiert werden könnte! – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Pendl – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Maier –: Komm Jacky, stell das bitte richtig!
(Abg. Pendl – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Maier –: Komm Jacky, stell das bitte richtig!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Bundesministerin Dr. Fekter: Danke schön!
Zum Schluss eine Zahl: Symantec hat die potentiellen Schäden weltweit in einer Studie vor Kurzem dargestellt. Es geht um 7 Milliarden Dollar jährlich. Die Zahlen für Europa liegen nicht vor. Ich glaube, wir müssen hier handeln, und ich kann Ihnen namens meiner Fraktion, was diesen Bereich betrifft, Frau Bundesministerin Fekter, unsere absolute Unterstützung zusichern. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Bundesministerin Dr. Fekter: Danke schön!)
Beifall bei der FPÖ.
Im Februar 2005 haben fünf Kriminelle – Scheinasylanten, Asylbetrüger – in Wattens bei Innsbruck in der Früh zwei Österreicherinnen, die auf dem Weg zur Schichtarbeit waren, überfallen, beraubt und vergewaltigt. – Meine Damen und Herren, so etwas ist in Österreich zum letzten Mal vor etwa 60 Jahren in der russischen Besatzungszone vorgekommen – aber so etwas gibt es leider heute wieder in Tirol. Das wollen wir nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Maßnahmen haben wir gesetzt!
Meine Damen und Herren, mittlerweile haben das auch einige Tiroler Abgeordnete schon erkannt, allerdings ein paar Jahre zu spät. Frau Wurm und lieber Hermann Gahr, ihr habt euch dann an die Presse gewandt, habt das aufgezeigt, vor einigen Wochen. Wir haben das schon vor Jahren getan. Wir haben das schon getan, bevor Tausende Straftaten durch diese Schein-Asylanten begangen wurden. Und: Der Gemeinderat von Innsbruck hat einen Beschluss gefasst. Von 40 Gemeinderäten haben 32 dem Beschluss zugestimmt, dieses Problem an die Bundesregierung in Wien heranzutragen. Acht Gemeinderäte, und zwar Grüne, haben dem nicht zugestimmt. Allerdings sind diese 32 Gemeinderäte inklusive der Frau Bürgermeisterin und dem Vizebürgermeister mittlerweile schwer enttäuscht, weil sie von der Bundesregierung keine Reaktion bekommen haben. (Bundesministerin Dr. Fekter: Maßnahmen haben wir gesetzt!)
Bundesministerin Dr. Fekter: Ja, ...!
Maßnahmen haben Sie gesetzt? (Bundesministerin Dr. Fekter: Ja, ...!) – Na, dann schauen Sie, was sich in Innsbruck abspielt, Frau Minister! Die Innsbrucker Gemein-
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, ich ersuche Sie um Zustimmung zu diesem Antrag, insbesondere die Tiroler Abgeordneten, denen diese Problematik mittlerweile auch schon zur Kenntnis gebracht wurde. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Wir haben 14 Beamte weniger!
Nichtsdestotrotz haben wir eine steigende Kriminalitätsrate. Aber, Herr Abgeordneter Grosz – ich habe mir gedacht, dass Sie jetzt hereinkommen werden –, wenn Sie schon sagen, dass 50 Personen Nachtdienst haben, dann müssen Sie der Wahrheit halber auch sagen (Abg. Grosz: Wir haben 14 Beamte weniger!), dass es am Wochenende wesentlich mehr Beamte sind (Abg. Grosz: 14 Beamte seit 2007 weniger!) und dass es auch in den Nachtstunden mehr Beamte sind. Das Einzige, was da nicht stimmt, hängt vielleicht mit dem Polizeidirektor zusammen, aber nicht mit der Innenministerin,
Abg. Grosz: 14 Beamte seit 2007 weniger!
Nichtsdestotrotz haben wir eine steigende Kriminalitätsrate. Aber, Herr Abgeordneter Grosz – ich habe mir gedacht, dass Sie jetzt hereinkommen werden –, wenn Sie schon sagen, dass 50 Personen Nachtdienst haben, dann müssen Sie der Wahrheit halber auch sagen (Abg. Grosz: Wir haben 14 Beamte weniger!), dass es am Wochenende wesentlich mehr Beamte sind (Abg. Grosz: 14 Beamte seit 2007 weniger!) und dass es auch in den Nachtstunden mehr Beamte sind. Das Einzige, was da nicht stimmt, hängt vielleicht mit dem Polizeidirektor zusammen, aber nicht mit der Innenministerin,
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: 14 Beamte weniger! Anfragebeantwortung! – Abg. Fürntrath-Moretti, auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz: Mehr! – Abg. Grosz: Weniger! Weil sie ja pensioniert worden sind!
denn der Herr Polizeidirektor kann sehr wohl beim Organisationsmanagement eingreifen, und dann weiß er auch ganz genau, dass gerade beispielsweise am Gries, in der Innenstadt und in der Uni-Gegend von Donnerstag bis Samstag die Höhepunkte des Vandalismus und des kriminellen Geschehens zu verzeichnen sind. Und wenn der Herr Polizeidirektor von Graz nur ein bisschen nachdenkt, kann er die Beamten entsprechend einsetzen. – Nur so viel zu Graz, Herr Abgeordneter Grosz. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: 14 Beamte weniger! Anfragebeantwortung! – Abg. Fürntrath-Moretti, auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz: Mehr! – Abg. Grosz: Weniger! Weil sie ja pensioniert worden sind!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege DDr. Königshofer, auch wir wollen nicht, dass Frauen vergewaltigt werden. Es spielt dabei für uns aber keine Rolle, ob der Täter ein Inländer oder ein Ausländer ist. Es ist auch völlig egal, ob der Täter dem Opfer bekannt ist oder ob es ein Fremder ist: Wir sind immer gegen Gewalt an Frauen! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Haimbuchner: Wen dividieren wir auseinander? – Zwischenruf des Abg. Weinzinger.
Was nicht helfen wird, KollegInnen von den Freiheitlichen und auch vom BZÖ, ist, dass man dieses Thema nur in polemischer Weise angeht, dass man Sündenböcke sucht und dass man dazu beiträgt, dass die Gesellschaft auseinanderdividiert wird und nicht zu Solidarität und Zusammenhalt angeregt wird. (Abg. Dr. Haimbuchner: Wen dividieren wir auseinander? – Zwischenruf des Abg. Weinzinger.)
Abg. Dr. Haimbuchner: Wen dividieren wir auseinander?
Ich glaube, es nützt nicht, zu hetzen und zu pauschalisieren (Abg. Dr. Haimbuchner: Wen dividieren wir auseinander?), Kollegen von der FPÖ, sondern wir müssen gemeinsam gegen die Kriminalität vorgehen und auch dafür sorgen, dass endlich wieder die Aufklärungsquote steigt. (Abg. Dr. Haimbuchner: Wen dividieren wir auseinander?) Dann wird auch das Sicherheitsgefühl der Menschen wieder besser. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Haimbuchner: Wen dividieren wir auseinander?
Ich glaube, es nützt nicht, zu hetzen und zu pauschalisieren (Abg. Dr. Haimbuchner: Wen dividieren wir auseinander?), Kollegen von der FPÖ, sondern wir müssen gemeinsam gegen die Kriminalität vorgehen und auch dafür sorgen, dass endlich wieder die Aufklärungsquote steigt. (Abg. Dr. Haimbuchner: Wen dividieren wir auseinander?) Dann wird auch das Sicherheitsgefühl der Menschen wieder besser. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, es nützt nicht, zu hetzen und zu pauschalisieren (Abg. Dr. Haimbuchner: Wen dividieren wir auseinander?), Kollegen von der FPÖ, sondern wir müssen gemeinsam gegen die Kriminalität vorgehen und auch dafür sorgen, dass endlich wieder die Aufklärungsquote steigt. (Abg. Dr. Haimbuchner: Wen dividieren wir auseinander?) Dann wird auch das Sicherheitsgefühl der Menschen wieder besser. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Haimbuchner: Jammern tun wir nicht!
Wichtig ist, wie diese Zahlen und Daten interpretiert werden, und es ist entscheidend, den Sicherheitsbericht auch richtig zu deuten. Und hier scheiden sich eben manchmal die Geister: Auf der einen Seite werden auf der Regierungsebene die richtigen Schlüsse für die Politik daraus gezogen, während auf der anderen Seite einige in der Opposition lieber nur jammern. (Abg. Dr. Haimbuchner: Jammern tun wir nicht!)
Beifall bei der ÖVP.
Unter dem Strich ist allen, die am Sicherheitsbericht mitgearbeitet haben, herzlich zu danken, insbesondere auch beiden Ministerinnen, Frau Bundesminister Fekter und Frau Justizminister Bandion-Ortner. Es ist ein hervorragendes Datenmaterial, auf dem man aufbauen kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Pendl: Hervorragend!
Die Bundesregierung hat vereinbart, dass in den nächsten fünf Jahren jedes Jahr1 000 Polizistinnen und Polizisten eingeschult und ausgebildet werden sollen. Das heißt, nach fünf Jahren sind somit 1 000 Polizisten mehr im Dienst. (Abg. Pendl: Hervorragend!)
Abg. Ing. Westenthaler: 67!
Zum Sicherheitssprecher des BZÖ auch eine Bemerkung. – Herr Kollege Westenthaler, Sie haben in Ihren Ausführungen zum Sicherheitsbericht wohl die vorliegenden Zahlen etwas zu Ihren Gunsten – ich sage einmal – „verwischt“. Sie sprachen in der Debatte im Innenausschuss – das möchte ich hier natürlich ansprechen – von 65 Verbrechen pro Stunde. (Abg. Ing. Westenthaler: 67!) – 65, haben Sie gesagt! Sie haben diese Zahl sehr schnell in den Raum gestellt, aber hat diese Zahl auch einen realen Hintergrund?
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja die Zahl!
Ein kleines Rechenbeispiel hiezu: 65 Verbrechen pro Stunde, mal 24, mal 365 ergibt 569 400 Verbrechen im Jahr. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja die Zahl!) Tatsache ist, der Sicherheitsbericht 2007 sagt aus, dass nicht einmal ein Viertel der Verbrechen vorliegt. – Noch immer zu viel, aber Ihre Zahl stimmt nicht, die Sie in den Raum gestellt haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Strafzahl, nicht Verbrechen!)
Abg. Ing. Westenthaler: Strafzahl, nicht Verbrechen!
Ein kleines Rechenbeispiel hiezu: 65 Verbrechen pro Stunde, mal 24, mal 365 ergibt 569 400 Verbrechen im Jahr. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ja die Zahl!) Tatsache ist, der Sicherheitsbericht 2007 sagt aus, dass nicht einmal ein Viertel der Verbrechen vorliegt. – Noch immer zu viel, aber Ihre Zahl stimmt nicht, die Sie in den Raum gestellt haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Strafzahl, nicht Verbrechen!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Lassen wir die Polemik und arbeiten wir gemeinsam für unser Österreich! – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ja, ich zitierte eine Zeitung!
Abgeordneter Oswald Klikovits (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Aussagen wie: Wir haben einen Sicherheitsnotstand! oder: Wien ist ein Eldorado für Kriminelle und Strizzis! wurden hier heute gemacht. (Abg. Ing. Westenthaler: Ja, ich zitierte eine Zeitung!) – Sie werden es ja wissen!
Abg. Amon: Ein Skandal!
Oder: „Sie sind so etwas wie eine Schutzpatronin des organisierten Einbruchs“ – so ist Frau Bundesminister Fekter heute tituliert worden. (Abg. Amon: Ein Skandal!)
Abg. Grosz: Meine Wohnung ist schon aufgebrochen worden! – Danke!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, vor allem Herr Kollege Westenthaler und Herr Kollege Grosz! Ich weiß nicht, in welchem Land Sie leben, aber Sie können nicht von dem Land sprechen, in dem ich lebe. (Abg. Grosz: Meine Wohnung ist schon aufgebrochen worden! – Danke!) Die Republik Österreich ist ein sehr, sehr sicheres Land. (Beifall bei der ÖVP.) Und das wissen nicht nur die Österreicherinnen und Österreicher zu schätzen, sondern das wissen auch die vielen Gäste, die zu uns kommen, zu schätzen.
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, vor allem Herr Kollege Westenthaler und Herr Kollege Grosz! Ich weiß nicht, in welchem Land Sie leben, aber Sie können nicht von dem Land sprechen, in dem ich lebe. (Abg. Grosz: Meine Wohnung ist schon aufgebrochen worden! – Danke!) Die Republik Österreich ist ein sehr, sehr sicheres Land. (Beifall bei der ÖVP.) Und das wissen nicht nur die Österreicherinnen und Österreicher zu schätzen, sondern das wissen auch die vielen Gäste, die zu uns kommen, zu schätzen.
Abg. Grosz: Das macht nur der Pendl!
Es ist unserer Frau Bundesminister und auch unseren Polizistinnen und Polizisten zu verdanken (Abg. Grosz: Das macht nur der Pendl!), dass sie rechtzeitig vorbereitet wurden und dass sie auch mit ihrer guten Ausbildung dafür sorgen, dass Österreich nicht das Land ist, von dem Sie sprechen.
Abg. Ing. Westenthaler: Ostgrenze!
Lieber Herr Kollege Westenthaler, ganz besonders hat mich wirklich bestürzt, dass Sie sagen, Sie seien für die Errichtung von Grenzen. Es jährt sich heuer zum zwanzigsten Mal der Fall des Eisernen Vorhangs, als Alois Mock gemeinsam mit Gyula Horn bei uns in St. Margarethen diese Grenze niedergerissen hat. (Abg. Ing. Westenthaler: Ostgrenze!)
Abg. Ing. Westenthaler: Ein unbegrenzter Abgeordneter!
Sie wollen Grenzen errichten – wir wollen Grenzen abbauen! Beginnen Sie, Ihre Grenzen in den Köpfen abzubauen, dann wird auch eine Kriminalitätsstatistik so interpretiert werden, wie sie entsprechend zu interpretieren ist! (Abg. Ing. Westenthaler: Ein unbegrenzter Abgeordneter!) Das müssen Sie halt auch zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie wollen Grenzen errichten – wir wollen Grenzen abbauen! Beginnen Sie, Ihre Grenzen in den Köpfen abzubauen, dann wird auch eine Kriminalitätsstatistik so interpretiert werden, wie sie entsprechend zu interpretieren ist! (Abg. Ing. Westenthaler: Ein unbegrenzter Abgeordneter!) Das müssen Sie halt auch zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Grosz: Müssen jetzt alle Abgeordneten von der ÖVP einen Treueeid auf die Frau Fekter schwören?
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Schmuckenschlager. – Bitte. (Abg. Grosz: Müssen jetzt alle Abgeordneten von der ÖVP einen Treueeid auf die Frau Fekter schwören?)
Beifall bei der ÖVP.
Es muss aber auch die Bevölkerung hellhörig sein. Es ist die Pflicht der Politik, da nicht mit Ansinnen herumzuspekulieren, auch nur in irgendeinem Bereich etwas zu legalisieren oder zu lockern, wie das schon so oft thematisiert wurde. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Im Jahr 2007 hatten wir in Österreich 175 Drogentote zu beklagen. Besonders alarmierend ist, dass die größte Gruppe mit 46 Toten die 20- bis 24-Jährigen sind. In diesem Bereich müssen wir weiterhin sehr aufmerksam sein, denn eines ist ganz klar: Drogenabhängigkeit führt zu Absonderung und Isolierung – und das ist zweifellos der Nährboden für weitere Straftaten! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wichtig ist, dass Benchmarks eingeführt werden, damit Qualitätsverbesserungen stattfinden, denn die Gesundheit ist ein kostbares Gut – und auch das Gesundheitssystem müssen wir als kostbares Gut bezeichnen, ein System, in dem man mit Vertrauen, Effizienz und hoher Qualität weiterarbeiten kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne: Verantwortung zeigen, Verantwortung annehmen und sparsam wirtschaften bei den Gebietskrankenkassen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Österreich ist ein kleines Land, und es ist wirklich nicht einzusehen, dass die Menschen nur durch Zufall, dadurch, wo sie halt zufälligerweise geboren werden, wo sie zufällig arbeiten, unterschiedliche Versorgungen bekommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.
Da, meine Damen und Herren, können Sie nicht mehr davon sprechen, dass ohnehin alles abgeschlankt sei, sondern da ist es jetzt das Gebot der Stunde, endlich einzusparen, endlich die Kassen zusammenzulegen und die Verwaltung schlanker zu machen. (Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Es ist nicht notwendig – das sage ich Ihnen ganz ehrlich –, dass in jedem Bundesland Krankenkassenpaläste stehen, und ich kann hier leider nur das Beispiel Wien zitieren, wo sich zeigt, dass für das Verwaltungsgebäude am Wienerberg monatliche Betriebskosten von 100 000 € anfallen. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Dr. Oberhauser: Da ist ein Gesundheitszentrum dabei!
Meine Damen und Herren, das ist ein Wahnsinn! Das gehört abgestellt, das gehört verschlankt, denn das brauchen wir auch nicht! (Abg. Dr. Oberhauser: Da ist ein Gesundheitszentrum dabei!) – Nein, tut mir leid! Es ist hier wirklich ganz genau aufgelistet: Summe der Betriebskosten für das Verwaltungsgebäude der Gebietskrankenkasse am Wienerberg: genau 98 984,26 € im Monat!
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Finanzminister Pröll sagt, trotz der Schulden schlafe er gut, dann muss ich sagen: Das ist sehr gut für den Herrn Finanzminister, nur frage ich mich, ob es den Österreicherinnen und Österreichern auch so geht, wenn sie sich fragen, ob ihre Gesundheitsversorgung in den nächsten Jahren noch gesichert ist! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ
Defizit 56 Millionen € und Gehaltskosten 50 Millionen € – auch bei einem schwachen mathematischen Verständnis könnte es doch sein, dass es Ihnen langsam zu dämmern beginnt, wenn auch nur langsam, dass da etwas nicht in Ordnung ist. Wir geben die Hoffnung nicht auf. Daher nehmen wir auch diesen Bericht zum Anlass, die konsequente Zusammenlegung von Sozialversicherungsanstalten zu fordern (Beifall beim BZÖ), die Sozialversicherungsträger zusammenzulegen und Verwaltungsbereiche zu entschlacken, um Synergien zu nutzen, aber vor allem auch, um endlich Leistungsgerechtigkeit in Österreich einzuführen.
Beifall beim BZÖ.
Wir vom BZÖ wollen Leistungsgerechtigkeit zwischen Neusiedler See und Bodensee, wir wollen, dass man im ganzen österreichischen Gesundheitssystem für gleiche Beitragszahlungen auch gleiche Leistungen bekommt und dass nicht das hart erarbeitete Beitragsgeld, das Geld der Patientinnen und Patienten, das Geld der Arbeitnehmer, das Geld der Unternehmer in Österreich dazu missbraucht wird, dass sich Herr Obmann Bittner in Wien und Herr Obmann Pesserl in der Steiermark mit ihren Dienstsänften von einem Buffet zum anderen führen lassen. – Ich danke Ihnen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Zu den Verwaltungs- und Repräsentationskosten, wenn diese überhaupt eine solch große Rolle in den Krankenkassen spielen, wird man in dem vergleichenden Bericht finden – in Wirklichkeit ist ja viel zu wenig auf das eingegangen worden, was eigentlich die methodische Leistung des Rechnungshofes in diesem Bereich ist und war –, wenn man sich also die Verwaltungskosten im Verhältnis zu den Gesamtkosten anschaut, dann stellt man fest: Es ist zwar richtig, dass man auch dort mehr Effizienz braucht, aber lösen werden wir das Problem damit allein nicht, nicht einmal annähernd. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Die Auswahl der Oberösterreicher, die auch einmal beim Defizit sehr schlecht lagen – ich glaube, es ist 17 Jahre her – und sich dann anders entwickelt haben als die Wiener, bei denen das Defizit höher ist, war, glaube ich, schon richtig und vernünftig. Aber daraus abzuleiten und allein aufgrund dieses Umstandes zu sagen: Da sind die Guten und dort sind die Schlechten!, wäre falsch. Dann hat man gar nichts kapiert oder will auch gar nichts kapieren, denn das ist nämlich genau die Leistung, die hier vollbracht wurde. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Auch wenn Sie das gute oberösterreichische Modell repräsentieren, weil Sie es vorher zu verwalten gehabt haben, würde ich schon an Sie den Appell richten: Wenn dieser Bericht auch politisch interpretiert wird – und dafür plädiere ich –, dann gehört einfach darauf reagiert, und zwar nicht so, dass man sagt: Hier sind die Guten und dort sind die Schlechten!, sondern dass man sagt, wer die Player dahinter sind. Und wenn es wahr ist, dass wir die Politik gestalten sollen, dann tun wir das auch! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bedanke mich ausdrücklich beim Rechnungshof für diesen qualifizierten Bericht. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Gahr.
Kollege Gahr wiederum hat gesagt, dass bei der Österreich Werbung schon alles umgesetzt ist. (Zwischenruf des Abg. Gahr.) Größtenteils! Ich weiß nicht, ob das tatsächlich so ist, Herr Präsident des Rechnungshofes. Ich denke, dass die Follow-up-Prüfung noch folgt. Das wird spannend.
Beifall bei der SPÖ.
Das ist ja wirklich spannend! Hier geht es um öffentliches Geld. Die Österreich Werbung wird hauptsächlich aus öffentlichen Mitteln finanziert. Es wird ganz einfach eine Ausschreibung für null und nichtig erklärt. Die Leute, die sich beworben haben, haben sozusagen eine Schreibübung gemacht, weil der alte Geschäftsführer ohnedies so gut war. Das sind nach meinem Dafürhalten Vorgehensweisen, die man nicht nachmachen sollte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich fordere, endlich ein Sanierungskonzept vorzulegen, und ich hoffe, dass durch diese Maßnahmen ein Satz aus den „Oberösterreichischen Nachrichten“ vom vergangenen Samstag nicht Realität wird: „Wien grinst sich eines, es hat sein Defizit solidarisiert.“ – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der erste Vorschlag betrifft die e-cards: Ich glaube, man könnte Kosten einsparen, wenn wir auf der e-card ein Bild hätten und somit dem Missbrauch dieser e-card einen Riegel vorschieben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der zweite Vorschlag, den ich mache, ist die Bündelung der Krankenversicherungen, der Krankenkassen und aus 22 Sozialversicherungsträgern mit 22 Obleuten, mit 22-mal Aufsichtsräten, mit 22-mal Vorständen nur zwei zu machen: einen für die Österreicher und einen für Ausländer. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Wiener Gebietskrankenkasse gibt pro Anspruchsberechtigtem 106 € mehr für ärztliche Leistungen aus als die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse. Das liegt unter anderem an der unterschiedlichen Tarifgestaltung der Ärzte, da die Ärzte in Wien höhere Tarife verlangen als in Oberösterreich; des Weiteren werden in den Bundesländern für dieselben Erkrankungen verschiedene Untersuchungs-, Diagnose- und Behandlungsmethoden gewählt, was wieder zu unterschiedlichen Kosten führt. – All das unterstreicht unsere Forderung nach einheitlichen Behandlungsrichtlinien, einheitlichen Leistungskatalogen und einer bundesweit einheitlichen Tarifgestaltung. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Auch wenn es die Grünen nicht unbedingt wahrhaben wollen, so hat der Missbrauch der e-card durch die hohe Zahl nicht versicherter, illegal in Wien lebender Ausländer einen hohen Anteil an den höheren Ausgaben. Wie Untersuchungen in Deutschland zeigen, entstehen dadurch Mehrkosten in Milliardenhöhe. Darum sollte die Forderung von uns, die e-card mit einem Foto auszustatten und die e-card durch verschiedene Einträge aufzuwerten, angenommen werden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, Sie sehen, dass der Rechnungshof genau das unterstreicht, was wir vom BZÖ für die Gesundheitsreform fordern. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das heißt aber Selbstverwaltung! Das ist keine Selbstverwaltung der Versicherten, sondern das ist eine Selbstverwaltung, die sich selbst verwaltet! Ja, das ist es, aber das hat mit dem, wie wir eine Patienten- oder Versichertenvertretung haben wollen, nichts, aber auch schon gar nichts zu tun. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Na, Gute Nacht, österreichisches Gesundheitssystem!, wenn das die Antwort des Parlaments sein sollte. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.
Nachdem sämtliche Vorgaben des Rechnungshofes an die Österreich Werbung bereits erfüllt und umgesetzt wurden beziehungsweise in Umsetzung sind, ist hier, so denke ich, sehr viel Positives zu bemerken, aber Herr Abgeordneter Gaßner hat wiederum das gesagt, was er auch schon im Ausschuss gesagt hat. Ich habe das widerlegt, ich habe es ihm ganz konkret gesagt, aber er hat es hier wiederholt. – Unwahres wird durch Wiederholung nicht doch wahr. (Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.)
Abg. Öllinger: Wie es der Zufall will!
Tatsache ist, dass es bei der Wiederbestellung des Geschäftsführers Dr. Oberascher zwölf Bewerbungen gegeben hat, diese wurden von der Bewertungskommission bewertet. Fakt ist weiters, dass Herr Dr. Oberascher der Einzige war, der die geforderte Qualifikation erfüllt hat (Abg. Öllinger: Wie es der Zufall will!), und damit war auch die Notwendigkeit eines Hearings nicht gegeben.
Beifall bei der ÖVP.
Herr Abgeordneter Gaßner ist nicht da; ich würde Sie bitten, ihm das so noch einmal, nach dem Ausschuss, zu sagen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, wir alle müssen mit Verantwortung für die Finanzierung und somit auch für die Aufrechterhaltung des so guten Gesundheitssystems in Österreich übernehmen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Wie ist das mit der Österreich Werbung?
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Wöginger. Gewünschte Redezeit: ebenfalls 2 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Wie ist das mit der Österreich Werbung?)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Im Bericht wird ausdrücklich festgestellt und festgehalten – weil hier gerade davon gesprochen wurde –, dass die gesetzlichen Maßnahmen nicht die alleinige Ursache für die hohen Defizite der Wiener Gebietskrankenkasse sind; diese treffen nämlich auch alle anderen Krankenkassen. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Die Wiener Gebietskrankenkasse weist für das Jahr 2006 ein Minus von 71 Millionen € und die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse ein Plus von 15 Millionen € auf, weshalb das zu hinterfragen ist! (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Im Bericht wird ausdrücklich festgestellt und festgehalten – weil hier gerade davon gesprochen wurde –, dass die gesetzlichen Maßnahmen nicht die alleinige Ursache für die hohen Defizite der Wiener Gebietskrankenkasse sind; diese treffen nämlich auch alle anderen Krankenkassen. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Die Wiener Gebietskrankenkasse weist für das Jahr 2006 ein Minus von 71 Millionen € und die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse ein Plus von 15 Millionen € auf, weshalb das zu hinterfragen ist! (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Wenn hier gesagt wurde, Herr Kollege Öllinger, dass der Großstadtfaktor nicht berücksichtigt wurde, so stimmt das schlicht und einfach nicht. 140 Millionen € hat der Rechnungshof für den Großstadtfaktor, der für die Bundeshauptstadt zweifelsohne zutrifft, berücksichtigt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Weitere 40 Millionen € für die Altersstruktur.
Abg. Öllinger: Ja, das ist aber ein Problem!
Wissen Sie, was mich als Oberösterreicher stört? – Seit Mitte der neunziger Jahre werden in Oberösterreich Kostendämpfungsmaßnahmen durchgeführt – bis jetzt! –, und zwar im Einklang mit den Ärzten, den Verantwortlichen auf Landesebene und natürlich der Gebietskrankenkasse – nicht immer zur Freude der Versicherten, zum Beispiel wenn das die Facharztdichte betrifft. (Abg. Öllinger: Ja, das ist aber ein Problem!) Und deshalb gilt es hier zu handeln, es ist nämlich notwendig, dass die Finanzen einer Krankenkasse in Ordnung gehalten werden. Daher sehen wir Oberösterreicher nicht ein, dass dieses liederliche Treiben auf Wiener Ebene fortgesetzt wird. Das ist nicht in Ordnung! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei den Grünen.
Wissen Sie, was mich als Oberösterreicher stört? – Seit Mitte der neunziger Jahre werden in Oberösterreich Kostendämpfungsmaßnahmen durchgeführt – bis jetzt! –, und zwar im Einklang mit den Ärzten, den Verantwortlichen auf Landesebene und natürlich der Gebietskrankenkasse – nicht immer zur Freude der Versicherten, zum Beispiel wenn das die Facharztdichte betrifft. (Abg. Öllinger: Ja, das ist aber ein Problem!) Und deshalb gilt es hier zu handeln, es ist nämlich notwendig, dass die Finanzen einer Krankenkasse in Ordnung gehalten werden. Daher sehen wir Oberösterreicher nicht ein, dass dieses liederliche Treiben auf Wiener Ebene fortgesetzt wird. Das ist nicht in Ordnung! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei den Grünen.)
Beifall des Abg. Prinz.
Zweiter Punkt: Der Ausgleichsfonds kann nicht die Kuh sein, die in Oberösterreich, Vorarlberg und Salzburg gefüttert und in Wien, in der Steiermark und im Burgenland gemolken wird. Das lassen wir in Zukunft nicht mehr zu, das fordern wir Oberösterreicher, Salzburger und Vorarlberger. (Beifall des Abg. Prinz.)
Beifall bei der ÖVP.
Geld folgt Leistung, meine Damen und Herren, und nicht umgekehrt! Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg zeigen, wie man es machen kann, und so wird das auch umgesetzt werden müssen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend danke ich dem Rechnungshof ausdrücklich für diesen Bericht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Also Positives und Negatives in diesem Bericht. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Sie zahlen 22,5 Millionen € für die Verschrottung alter Autos. Das ist nichts anderes als Geld, das in den Import neuer Autos und somit als Wirtschaftsförderung ins Ausland fließt, denn dort werden die neuen Autos erzeugt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Die 10 Millionen für die Österreich Werbung, Herr Kollege, würden auch ins Ausland fließen, allerdings mit dem Unterschied, dass dieses Geld in Form von zahlenden Gästen wieder nach Österreich zurückkäme, und das wäre eine viel sinnvollere und nachhaltigere Maßnahme. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie zahlen 22,5 Millionen € für die Verschrottung alter Autos. Das ist nichts anderes als Geld, das in den Import neuer Autos und somit als Wirtschaftsförderung ins Ausland fließt, denn dort werden die neuen Autos erzeugt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Die 10 Millionen für die Österreich Werbung, Herr Kollege, würden auch ins Ausland fließen, allerdings mit dem Unterschied, dass dieses Geld in Form von zahlenden Gästen wieder nach Österreich zurückkäme, und das wäre eine viel sinnvollere und nachhaltigere Maßnahme. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Tatsache ist jedenfalls, dass die Beitragszahler bundesweit, in allen Bundesländern, gleich viel an Sozialversicherungsabgaben leisten. Daher ist es jedenfalls eine Frage der Gerechtigkeit, dass gleichen Beiträgen auch gleiche Leistungen gegenüberstehen. Deshalb wird jede Sanierungsdiskussion auch diese Überlegung beinhalten müssen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Weinzinger: Man kann ja gescheiter werden!
Wir alle wissen, warum es das E-Voting gibt – es wurde ja vor nicht allzu langer Zeit beschlossen; genau gesagt, im Jahr 2001 –: Es sollte eine höhere Wahlbeteiligung und mehr Demokratie bringen. Im Jahr 2001 wurde dem Wunsch der damaligen ÖH-Führung Folge geleistet und mit einer Abänderung durch einen Entschließungsantrag – in der dritten Lesung auch mit Zustimmung der Grünen – dieses Gesetz beschlossen. Und wenn ich mich richtig erinnere, gab es ja damals eine ÖVP-FPÖ-Regierung! (Abg. Weinzinger: Man kann ja gescheiter werden!)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Zum Thema Österreich Werbung: Danke für den Bericht. Ich glaube, die ÖW ist wirklich ein Vorzeigeprojekt dieses Staates. Sie ist verantwortlich für die Bewerbung eines der wichtigsten Wirtschaftszweige. Zirka 15,7 Prozent des BIP laufen über Tourismus und Freizeitwirtschaft. Dieser Bereich hat im vergangenen Jahr mit 126 Millionen noch das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte des österreichischen Tourismus geliefert und ist verantwortlich für zirka 230 000 Beschäftigte. Gerade in der jetzigen Krisenzeit sieht man, wie wichtig der Tourismus für Österreich ist. Vom Tourismus hat man noch nicht gehört, dass es dort Massenkündigungen gäbe, dass dort Leute entlassen werden, sondern bei uns werden eigentlich noch Leute gesucht. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei der ÖVP.
Erfreulich ist, dass diese Kritikpunkte vonseiten des Bundesministeriums und auch vonseiten der Österreich Werbung immer ernst genommen, immer aufgegriffen und so schnell als möglich – was ich wirklich hoffe – umgesetzt wurden – beziehungsweise sind sie noch in Arbeit. – Danke schön. Ich habe leider nicht mehr Redezeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Das bedeutet, Menschen kommen bereits krank zum Arzt, und sie sterben früher. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand in diesem Haus das haben möchte. – ich glaube, auch Sie möchten das nicht. Deswegen müssen wir – das ist mein letzter Satz – verhindern, dass es zu massiven Leistungskürzungen kommt. Das einzige Konzept, das ich persönlich sehe und das auch meine Fraktion sieht, ist, dass es zu einer Mischfinanzierung kommen muss. Das bedeutet, dass wir das jetzige System, das Bismarck’sche System beibehalten, aber durch eine deutliche Finanzierung über Steuern auffetten, denn anders werden wir unser Gesundheitssystem nicht mehr aufrechterhalten können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube – das sage ich nur als Synonym, Frau Staatssekretärin, für dieses System –, dass in diesem System viel Geld steckt, dass es aber sehr kammernahe und sehr institutionell geführt wird. Meine persönliche Meinung ist, dass eine Institution wie die Österreich Werbung in den freien Markt hinausgehört, weil Werbung einfach den freien Markt verlangt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, das österreichische Gesundheitssystem ist noch immer eines der besten der Welt. Damit das so bleibt, müssen wir handeln. Wir von der SPÖ stehen sinnvollen Lösungen nicht im Wege. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Österreich Werbung ist uns sehr, sehr wichtig, daher sollte man – und das sage ich noch einmal – das nicht durch die rosarote Brille sehen. Dort, wo anzusetzen ist, soll auch wirklich angesetzt werden, zum Wohle des Tourismus und der Werbung für den Tourismus in Österreich. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
International gibt es fast täglich Meldungen. Zuletzt hat der Oberste Verwaltungsgerichtshof in Finnland den Versuch von E-Voting bei einer Regionalwahl aufgehoben. Auch der deutsche Bundesverfassungsgerichtshof hat schon entsprechende Entscheidungen erlassen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abschließend möchte ich noch einmal einen Appell an den Bundesminister für Wissenschaft richten: Sagen Sie E-Voting für die ÖH-Wahlen 2009 ab, denn so, wie Sie es jetzt durchführen wollen, verhindern Sie jegliche seriöse Diskussion über den Einsatz von E-Voting in der Zukunft! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall des Abg. Scheibner.
Ich will mich nicht näher mit den Heilmitteln beschäftigen und komme daher zum Schluss: Wenn der Herr Bundesminister anführt, dass im Budgetbegleitgesetz bereits Maßnahmen vorgesehen sind, dann meine ich, dass diese Maßnahmen sicherlich nicht ausreichen werden, um die Kassen zu sanieren und die Versorgung zu sichern. (Beifall des Abg. Scheibner.)
Allgemeiner Beifall.
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. Ich hoffe, meine Ausführungen waren nicht zu lang – und ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit. (Allgemeiner Beifall.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Hagenhofer und Franz werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Hagenhofer und Franz werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir werden auch heute in zweiter Lesung gegen diesen Gesetzesantrag stimmen. Da wir aber grundsätzlich für diesen Vorschlag sind, grundsätzlich dafür sind, dass Rechtspfleger einen erweiterten Tätigkeitsbereich erhalten, und es grundsätzlich richtig ist, dass die Justiz entlastet wird, werden wir in dritter Lesung zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Über eben solche Maßnahmen wie diese, für die wir heute einmal die Voraussetzung schaffen in der Bundesverfassung, werden wir in den nächsten Wochen und Monaten zu diskutieren haben, um einfach größere Effizienz zu schaffen und Richter wirklich für richterliche Tätigkeiten freizuspielen. Dann, glaube ich, werden wir mit diesen Rahmenbedingungen, die uns ja auch von außen gegeben werden durch die wirtschaftliche Situation, gut auskommen, sodass auch in der Justiz eine gute Erledigung der Aufgaben in Zukunft möglich sein wird. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Donnerbauer spricht mit Abg. Prinz.
Nun sage ich Ihnen, wenn man das tatsächlich einschränken würde – ich habe gehört, auf Kostenbestimmungen, Sie sagen noch dazu „Verfügungen über Geldstrafen“, da wird es schon kritischer – aber der Kollege Donnerbauer hat jetzt anderes zu tun. (Abg. Mag. Donnerbauer spricht mit Abg. Prinz.) Herr Kollege Donnerbauer! (Rufe bei der ÖVP: Aufmerksamkeit, bitte! – Abg. Mag. Donnerbauer: Ich höre schon zu!) – Ja, den Eindruck hatte ich nicht. (Abg. Mag. Donnerbauer: Das schaffen wir!) – Ich weiß
Rufe bei der ÖVP: Aufmerksamkeit, bitte! – Abg. Mag. Donnerbauer: Ich höre schon zu!
Nun sage ich Ihnen, wenn man das tatsächlich einschränken würde – ich habe gehört, auf Kostenbestimmungen, Sie sagen noch dazu „Verfügungen über Geldstrafen“, da wird es schon kritischer – aber der Kollege Donnerbauer hat jetzt anderes zu tun. (Abg. Mag. Donnerbauer spricht mit Abg. Prinz.) Herr Kollege Donnerbauer! (Rufe bei der ÖVP: Aufmerksamkeit, bitte! – Abg. Mag. Donnerbauer: Ich höre schon zu!) – Ja, den Eindruck hatte ich nicht. (Abg. Mag. Donnerbauer: Das schaffen wir!) – Ich weiß
Abg. Mag. Donnerbauer: Das schaffen wir!
Nun sage ich Ihnen, wenn man das tatsächlich einschränken würde – ich habe gehört, auf Kostenbestimmungen, Sie sagen noch dazu „Verfügungen über Geldstrafen“, da wird es schon kritischer – aber der Kollege Donnerbauer hat jetzt anderes zu tun. (Abg. Mag. Donnerbauer spricht mit Abg. Prinz.) Herr Kollege Donnerbauer! (Rufe bei der ÖVP: Aufmerksamkeit, bitte! – Abg. Mag. Donnerbauer: Ich höre schon zu!) – Ja, den Eindruck hatte ich nicht. (Abg. Mag. Donnerbauer: Das schaffen wir!) – Ich weiß
Beifall beim BZÖ.
Diesen Weg wollen wir – ganz offen, das ist eine rechtspolitische Entscheidung – nicht beschreiten, sondern wir wollen haben, dass auch auf der Ebene der Strafrechtspflege bei den Bezirksgerichten weiterhin speziell als Richter ausgebildete Richter die Urteile fällen und die maßgeblichen meritorischen Entscheidungen treffen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Noch nicht!
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Herr Kollege Stadler, ich kann mich dem eigentlich anschließen. Auch wir sind nicht unbedingt Freunde einiger der von Ihnen genannten Punkte, das heißt, auch wir lehnen es ab, um es genau zu sagen, dass Urteile oder rechtsprechende Entscheidungen durch nichtrichterliches Personal getroffen werden sollen. Das ist auch nicht die Intention dieses Gesetzes. (Abg. Mag. Stadler: Noch nicht!) Wir haben nur die Verfassung dahin gehend zu ergänzen, dass es ermöglicht wird, andere Tätigkeiten, die nicht rechtsprechend sind, durch andere Organe, nämlich durch Rechtspfleger, wie es sich in der Zivilrechtspflege bewährt hat, durchführen zu lassen.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Daher ist das Streichen der Worte „in Zivilrechtssachen“ ausreichend, um es zu ermöglichen und in der Materiengesetzgebung darauf zu achten, dass das nicht passiert. Ich kann mir schon vorstellen, dass da vieles dabei ist, was man machen kann. Einen Gebührenbeschluss, wenn er nicht in der Hauptverhandlung gefasst wird, muss nicht unbedingt ein Strafrichter fassen. Oder Ratenvereinbarungen und was auch immer können sicherlich von solchen Rechtspflegern gemacht werden. Ich glaube, dass es vernünftig ist, das in diese Richtung zu erweitern und nicht die Aufgabe der Materiengesetzgebung in die Verfassung zu übernehmen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
In diesem Sinne: Wir von den Grünen stimmen zu. Das ist ein großer Vertrauensvorschuss für die Bundesregierung. Wir werden schon bald sehen, ob er gerechtfertigt ist und ob die zugesagten Einsatzbereiche der Staatsanwaltschaften im Strafrecht dann tatsächlich so ausschauen wie heute diskutiert. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Stadler: Das ist ein Unterschied! Das ist ein gewaltiger Unterschied!
Und wenn wir hier von Arten, von Geschäften der Gerichtsbarkeit sprechen, heißt das natürlich nicht, dass der ureigenste Kernbereich, nämlich die Rechtsprechung als solche, damit umfasst ist. Das ist verfassungsrechtlich völlig klar. Ich würde daher darum ersuchen, die Kirche wirklich im Dorf zu lassen und nicht darüber zu reden, dass diese Bestimmung möglicherweise etwas eröffnet, was in der gesamten Zivilgerichtsbarkeit – und dort sind es sehr weitgehende Rechte, die zur Verfügung stehen – angewandt werden kann. (Abg. Mag. Stadler: Das ist ein Unterschied! Das ist ein gewaltiger Unterschied!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir werden morgen beim Bereich Justiz sicher besprechen, dass es große Herausforderungen gibt, die momentane Situation dahin gehend anzupassen, dass wir mit den personellen Ressourcen auskommen können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Pendl –: Otto, bei wem bedankst du dich?
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Pendl. Eingestellte Redezeit: ebenfalls 2 Minuten. – Bitte. (Abg. Mag. Molterer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Pendl –: Otto, bei wem bedankst du dich?)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin sicher, dass wir auch das Materiengesetz gemeinsam beschließen werden. Daher, so glaube ich, ist das der richtige Weg. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, dass das ein sinnvoller Weg ist. Es ist ein kleiner Schritt einer Steigerung der Effizienz des Ressourceneinsatzes. Und ich glaube daher, dass es eine sinnvolle Entscheidung ist, diese Änderung vorzunehmen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Der ehemalige Generalsekretär!
Zu Recht hat CSU-Generalsekretär Söder dazu gesagt: „Ich bin dagegen, dass wir einen falsch verstandenen Dialog“ – in diesem Fall in Deutschland – „führen. Wer auf Dauer hier leben will, der muss sich zu unseren Werten bekennen. Wer sich nicht dazu bekennt, der hat hier keine Zukunft.“ – Und darum geht es. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Der ehemalige Generalsekretär!) Ich bin sehr dankbar, dass Sie darauf hingewiesen haben: der ehemalige Generalsekretär. (Abg. Grosz: Der jetzige Europa-Minister der bayerischen Staatsregierung!) Das ändert an der Aussage nichts – aber es freut mich für Sie, dass Sie das jetzt festgestellt haben. (Abg. Grosz: Gerne!)
Abg. Grosz: Der jetzige Europa-Minister der bayerischen Staatsregierung!
Zu Recht hat CSU-Generalsekretär Söder dazu gesagt: „Ich bin dagegen, dass wir einen falsch verstandenen Dialog“ – in diesem Fall in Deutschland – „führen. Wer auf Dauer hier leben will, der muss sich zu unseren Werten bekennen. Wer sich nicht dazu bekennt, der hat hier keine Zukunft.“ – Und darum geht es. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Der ehemalige Generalsekretär!) Ich bin sehr dankbar, dass Sie darauf hingewiesen haben: der ehemalige Generalsekretär. (Abg. Grosz: Der jetzige Europa-Minister der bayerischen Staatsregierung!) Das ändert an der Aussage nichts – aber es freut mich für Sie, dass Sie das jetzt festgestellt haben. (Abg. Grosz: Gerne!)
Abg. Grosz: Gerne!
Zu Recht hat CSU-Generalsekretär Söder dazu gesagt: „Ich bin dagegen, dass wir einen falsch verstandenen Dialog“ – in diesem Fall in Deutschland – „führen. Wer auf Dauer hier leben will, der muss sich zu unseren Werten bekennen. Wer sich nicht dazu bekennt, der hat hier keine Zukunft.“ – Und darum geht es. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Der ehemalige Generalsekretär!) Ich bin sehr dankbar, dass Sie darauf hingewiesen haben: der ehemalige Generalsekretär. (Abg. Grosz: Der jetzige Europa-Minister der bayerischen Staatsregierung!) Das ändert an der Aussage nichts – aber es freut mich für Sie, dass Sie das jetzt festgestellt haben. (Abg. Grosz: Gerne!)
Abg. Grosz: Ex-Zentralrat! – Heiterkeit.
Auch der Zentralrat der Ex-Muslime hat hier ganz klar dazu aufgefordert ... (Abg. Grosz: Ex-Zentralrat! – Heiterkeit.) Der Zentralrat der Ex-Muslime, Herr Kollege, hat zur Auflösung der Islamkonferenz aufgefordert, weil er festgestellt hat, dass eine solche Form des Dialogs zu einer Muslimisierung der Gesellschaft beiträgt und das in Wirklichkeit genau dazu führt, wovor diese Menschen geflüchtet sind und wo sie letztlich hinwollten, nämlich diesen islamischen Repressionen zu entgehen.
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Daher müssen wir darauf achten, dass nicht unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit die Grundordnung unserer Gesellschaft ausgehöhlt wird. Es geht hier von der Tierquälerei bei der Schächtung über die Verweigerung von Bluttransfusionen für Pflegebefohlene über die Zwangsehe, Ablehnung der Trennung von Kirche und Staat, Zwangsbeschneidungen, Unterdrückung und Gewalt gegen Frauen und Anwendung der Scharia und Bevorzugung der Scharia gegenüber unserer Rechtsordnung und sogar die Vertretung dieser Ideen in Lehrbüchern. Um das geht es. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, ich kann Sie nur auffordern, diese heikle Situation zu erkennen, in der sich unsere Gesellschaft befindet. Mit der Feigheit, statt Stellung zu beziehen, von einem Dialog zu sprechen, wird man keinen Erfolg haben. Nur die klare Aussage, dass die gesetzliche Anerkennung als Religionsgemeinschaft von der unbedingten Anerkennung unserer gesellschaftlichen Grundsätze abhängt, wäre ein wirksames Signal. Und ein solches Signal hat Österreich im Hinblick auf die völlig aus dem Ruder gelaufene Immigration mehr als notwendig! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich hoffe, dass Sie das im Großen und Ganzen zur Kenntnis nehmen, und ich bin überzeugt, dass dieser Abänderungsantrag auch heute hier seine Zustimmung findet – und nicht Ihr Antrag, den wir für völlig entbehrlich erachten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Weinzinger: Paranoiker!
Aber es kommt ja noch viel dicker. (Abg. Weinzinger: Paranoiker!) – Ich bin kein Paranoiker! Ich zeige euch nur, was ihr für einen Blödsinn zusammenschreibt! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Aber es kommt ja noch viel dicker. (Abg. Weinzinger: Paranoiker!) – Ich bin kein Paranoiker! Ich zeige euch nur, was ihr für einen Blödsinn zusammenschreibt! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Geh bitte!
Erstens einmal wird die Gewalt gegen Frauen mit Tierquälerei gleichgesetzt. (Abg. Mag. Stefan: Geh bitte!) Wenn man einen derartig sensiblen Text behandelt, dann sollte man sich besser überlegen, was man hineinschreibt. Gewalt gegen Frauen auf der Ebene von Tierquälerei abzuhandeln ist eine wirklich niederträchtige Gleichsetzung. Aber bitte, das kann man ja mit einigem intellektuellem Aufwand vielleicht noch erklären.
Abg. Dr. Wittmann: ... nicht beschlossen!
hineinschreiben. Ich bin überzeugt, dann wären die Koalitionsparteien nicht geneigt gewesen, den Antrag anders zu behandeln als durch eine Ablehnung. Täusche ich mich, Herr Kollege Wittmann? Aber genau das ist hier gemeint. (Abg. Dr. Wittmann: ... nicht beschlossen!) Nein, ich weiß, ihr habt dann einen Abänderungsantrag beschlossen. Aber noch vernünftiger wäre es gewesen, es einfach abzulehnen.
Beifall beim BZÖ.
Als Katholik kann ich zu den Zeugen Jehovas stehen, wie ich will, aber als Abgeordneter dieses Landes, der sich zur Verfassung dieses Landes bekennt, die seit 1867 in diesen Punkten in Kraft ist, die angeblich zu den großen Errungenschaften der Revolution von 1848, die fast Vergötzungscharakter bei den Freiheitlichen hat, gehört, muss ich sagen: Wenn ich das alles zum Maßstab nehme, dann ist dieser Antrag für einen Staat wie die Republik Österreich eine einzige Blamage und daher abzulehnen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
glaube, das ist sinnvoller als Unterstellungen und Provokationen, die letztendlich nur den sozialen Frieden gefährden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ist das Ihrer Meinung nach auf dem Boden von Grund- und Freiheitsrechten? Und ich frage mich auch: Wie hätte die Regierung reagiert, wenn es zu einer Bestellung gekommen wäre? Hätten Sie hier ein Veto eingelegt? – Diese Frage wird wohl unbeantwortet bleiben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, das ist zu wenig, und daher haben wir einen gesamtändernden Antrag gestellt, wollten aber mit dem Antrag der Freiheitlichen überhaupt nichts zu tun haben. Er ist wirklich inhaltlich ziemlich provokant und schwach. (Beifall bei der ÖVP.)
Widerspruch bei ÖVP und BZÖ.
Abgeordneter Lutz Weinzinger (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Von Stadler bis Sonnberger, ihr habt alle das Thema verfehlt, überhaupt keine Frage. (Widerspruch bei ÖVP und BZÖ.) Sie wissen ganz genau, worum es geht. Sie wissen ganz genau, dass wir seit Jahren bei uns in Österreich eine Zuwanderung von Moslems in einem Ausmaß von Hunderttausenden haben und dass die Bevölkerung das nicht will. (Abg. Mag. Stadler: Dann schreiben Sie es hinein!) Die Bevölkerung will das nicht nur nicht, sondern die Bevölkerung erwartet sich von ihrem Parlament einen Schutz! Und diesen Schutz wollen Sie selbstverständlich verweigern. Und uns werfen Sie Feigheit vor!? (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Warum schreibt ihr es nicht hinein?)
Abg. Mag. Stadler: Dann schreiben Sie es hinein!
Abgeordneter Lutz Weinzinger (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Von Stadler bis Sonnberger, ihr habt alle das Thema verfehlt, überhaupt keine Frage. (Widerspruch bei ÖVP und BZÖ.) Sie wissen ganz genau, worum es geht. Sie wissen ganz genau, dass wir seit Jahren bei uns in Österreich eine Zuwanderung von Moslems in einem Ausmaß von Hunderttausenden haben und dass die Bevölkerung das nicht will. (Abg. Mag. Stadler: Dann schreiben Sie es hinein!) Die Bevölkerung will das nicht nur nicht, sondern die Bevölkerung erwartet sich von ihrem Parlament einen Schutz! Und diesen Schutz wollen Sie selbstverständlich verweigern. Und uns werfen Sie Feigheit vor!? (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Warum schreibt ihr es nicht hinein?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Warum schreibt ihr es nicht hinein?
Abgeordneter Lutz Weinzinger (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Von Stadler bis Sonnberger, ihr habt alle das Thema verfehlt, überhaupt keine Frage. (Widerspruch bei ÖVP und BZÖ.) Sie wissen ganz genau, worum es geht. Sie wissen ganz genau, dass wir seit Jahren bei uns in Österreich eine Zuwanderung von Moslems in einem Ausmaß von Hunderttausenden haben und dass die Bevölkerung das nicht will. (Abg. Mag. Stadler: Dann schreiben Sie es hinein!) Die Bevölkerung will das nicht nur nicht, sondern die Bevölkerung erwartet sich von ihrem Parlament einen Schutz! Und diesen Schutz wollen Sie selbstverständlich verweigern. Und uns werfen Sie Feigheit vor!? (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grosz: Warum schreibt ihr es nicht hinein?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Dann schreibt es doch hinein, bitte!
Doch wir haben noch etwas ganz anderes, und das ist das viel Bedenklichere: Hier in diesem Haus sitzt eine relativ kleine Gruppe, die die islamische Zuwanderung aus vollem Herzen und tiefem Glauben befürwortet. Hier sitzt eine wesentlich größere Gruppe, die glaubt, es befürworten zu müssen, weil sie eben gute Menschen sind, wie sie glauben, aber im Innersten ihres Herzens nicht überzeugt sind. Und hier sitzt eine noch größere Gruppe, die genau weiß, dass das der falsche Weg ist, es sich aber nicht zu sagen traut. Und hier sitzt eine Gruppe, die inzwischen die größte Oppositionspartei in diesem Haus ist, die genau weiß, dass das falsch ist und dass hier etwas geschieht, was unsere Bevölkerung zu 90 Prozent nicht will! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Dann schreibt es doch hinein, bitte!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Wieso steht dann da: „jede Religionsgemeinschaft“?
Darum erwarten unsere Mitbürger, 90 Prozent unserer Mitbürger, von diesem Haus, dass wir zumindest die eingewanderten Moslems dazu mehr oder weniger verpflichten, dass sie sich nach unseren Gesetzen, nach unseren Gebräuchen, nach unserer Art des Zusammenlebens verhalten. Dorthin sollten wir kommen, anstatt irgendeinen Dialog und irgendwelche Auseinandersetzungen mit dem Herrn Stadler zu führen, der einmal da und einmal dort ist und einmal dieses und einmal jenes sagt. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Wieso steht dann da: „jede Religionsgemeinschaft“?)
Beifall bei der FPÖ.
Wir wollen unsere Bevölkerung davor schützen, dass heimlich diese unsere Heimat ein muslimischer Staat wird. Wir wollen diese Heimat für unsere Nachfolger, für unsere Nachfahren erhalten, als einen Teil des christlichen Abendlandes! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Nein! Literatur lesen! Sie kennen sich nicht aus, wirklich!
Ich bin hier nicht der Meinung des Kollegen Stadler, denn im Artikel 15 des Staatsgrundgesetzes ist sehr wohl die Unterscheidung zwischen gesetzlich anerkannten Kirchen und nicht anerkannten Religionsgemeinschaften verfassungsrechtlich verankert und wird eine Bindung an die staatliche Rechtsordnung vorgesehen. (Abg. Mag. Stadler: Nein! Literatur lesen! Sie kennen sich nicht aus, wirklich!)
Beifall bei der SPÖ.
Daher sind wir der Meinung – und daher haben wir auch diesen Antrag im Ausschuss gestellt –, wichtig ist, dass wir mit den Religionsgemeinschaften in einen Dialog eintreten, um eine gemeinsame Vorgangsweise zu entwickeln, wie deren Organe, Seelsorger und Religionsdiener in ihrem Wirken und in ihren jeweiligen Lehren die Ziele und Werte der österreichischen Bundesverfassung im Allgemeinen und der staatsbürgerlichen Erziehung im Besonderen fördern können. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ
Wir vonseiten des Landes Kärnten haben diesem Moslem schon einige Male die Staatsbürgerschaft verweigert, Landeshauptmann Haider zweimal und auch Landeshauptmann Gerhard Dörfler, und wir werden auch in Zukunft diesem Herrn die Staatsbürgerschaft verweigern (Beifall beim BZÖ), und das, auch wenn er mich jetzt vor Gericht zerrt und mir eine Verletzung des Datenschutzgesetzes vorwirft. Das ist nämlich genau dieser genannte Hassprediger. Ich sehe dem sehr gelassen entgegen, weil ich weiß, dass die Bevölkerung und auch der Rechtsstaat hier auf meiner Seite sind. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir vonseiten des Landes Kärnten haben diesem Moslem schon einige Male die Staatsbürgerschaft verweigert, Landeshauptmann Haider zweimal und auch Landeshauptmann Gerhard Dörfler, und wir werden auch in Zukunft diesem Herrn die Staatsbürgerschaft verweigern (Beifall beim BZÖ), und das, auch wenn er mich jetzt vor Gericht zerrt und mir eine Verletzung des Datenschutzgesetzes vorwirft. Das ist nämlich genau dieser genannte Hassprediger. Ich sehe dem sehr gelassen entgegen, weil ich weiß, dass die Bevölkerung und auch der Rechtsstaat hier auf meiner Seite sind. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher unterstütze ich den Antrag an die Bundesregierung, mit den Religionsgemeinschaften in einen Dialog zu treten, da ich glaube, dass es besonders wichtig ist, die Religionsgemeinschaften auch als aktiven Partner zu gewinnen, damit auch diese für unsere Rechtsordnung eintreten. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, das kann doch nicht Aufgabe des Staates sein! Staat und Kirche sind zu trennen! (Beifall bei den Grünen.) Und es ist auch nicht Aufgabe des Staates, „in einen Dialog zu treten“. Welcher Staat tritt denn da „in einen Dialog“? Der Staat als Gesamtheit oder Teile, oder sind das die Regierungsparteien? Natürlich, wir brauchen auch da einen Dialog, aber nicht den „Dialog des Staates“ mit den Religionsgemeinschaften.
Beifall bei den Grünen.
Letzter Hinweis: Sie von ÖVP und SPÖ trauen sich nämlich auch nicht, Klartext zu reden, und sprechen von der „Ablehnung ganz bestimmter Staaten“, die zu verhindern sei. – Welchen Staat meinen Sie denn mit „ganz bestimmten Staaten“? Liechtenstein wird es wohl nicht sein; Slowenien wird es auch nicht sein. Es ist Israel, natürlich. Aber benennen Sie das doch bitte klar, damit wir hier Klartext reden können! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Gemeinsam müssen wir für eine optimale Unterstützung des österreichischen Sports eintreten. Ich fordere alle Verantwortlichen auf, nicht nur ihr „eigenes Königreich“ zu verteidigen, sondern das Gemeinsame und das Ganze, das die Sportfamilie Österreich so stark macht, genauso kräftig zu unterstützen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne haben wir mit dieser heutigen Novelle, mit diesem neuen § 11a wieder eine Basis geschaffen, um zu professionalisieren. Damit ist der Sport auf einem guten Weg, und ich wünsche uns, die wir alle im Sport tätig sind, dass wir den gemeinsamen Weg im Sport weitergehen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Das ist eine Unterstellung!
Es geht um zusätzliche Mittel für die Vereine im Breitensport. Wir alle wissen aber, dass die Realität in Österreich eine andere ist, als sie jetzt überwiegend dargestellt wurde. Es ist zu befürchten, dass bei den Neuregelungen, die in den nächsten Jahren anstehen, die Mittel proporzmäßig beziehungsweise großkoalitionär vergeben werden, und darauf werden wir natürlich ein Auge haben. (Abg. Grillitsch: Das ist eine Unterstellung!)
Beifall bei der FPÖ.
Kampf gegen Doping gewinnen – und nicht anders. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: ZBV!
Abgeordneter Kurt List (BZÖ): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Bundesminister für Landesverteidigung, jetzt in Verwendung für den Sport! (Abg. Mag. Molterer: ZBV!) Geschätzte Damen und Herren im Hohen Haus! Herr Kollege Haubner, das Bundes-Sportförderungsgesetz 2005 ist unserer Meinung nach sehr, sehr sanierungsbedürftig und muss überarbeitet und auf neue Beine gestellt werden. Unser Kollege Stefan Markowitz wird das später erläutern und die Rahmenbedingungen darlegen.
Beifall beim BZÖ.
Ich befasse mich jetzt mit zwei Bereichen des zweiten Tagesordnungspunktes in diesem Paket, nämlich mit dem Weißbuch Sport der Kommission. Zuerst zum Bereich Förderung des Ehrenamts: Das Ehrenamt im Sport ist rückläufig. Der Trend zeigt, dass die Sportbegeisterten vermehrt Individualsportarten ausüben. Der Sportler wird unabhängiger, und er wird vermehrt zum Einzelkämpfer. Da sind neue Anreize zu schaffen, damit die Funktionärstätigkeit in den Sportvereinen wieder interessanter gemacht wird. Dazu kann beispielsweise auch eine Steuerentlastung für die Funktionärstätigkeit in diversen Vereinen beitragen. Die Steuerentlastung von rund 500 € für ehrenamtliche Tätigkeit ist eine sinnvolle Förderung. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Diese Empfehlungen aus dem Weißbuch sollten im Bericht des Sportressorts an den Nationalrat ihren Niederschlag finden. Wir werden Sie, geschätzter Herr Minister, unterstützen, wenn Sie dementsprechend handeln. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ihrem Bericht. Nur durch einen dopingfreien Sport bleibt man gesund. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Insofern ist die Bekämpfung von Doping hochnotwendig, und da steht uns ja in den nächsten Monaten noch einiges bevor. Mal schauen, wie es weitergeht. Es war ein guter Anfang. Ich bin mir nicht sicher, ob es auch ein Ende geben wird, an dem es zu einer Übereinstimmung kommen wird. Zumindest ist das Bekenntnis dazu, mehr zu machen, flächendeckend da. Insofern freue ich mich schon auf die Expertendiskussionen, wo demnächst auch der Bereich Medizin auf der Tagesordnung stehen wird, und der wird, glaube ich, noch einigen die Augen öffnen und auch klarmachen, dass wir weitere Schritte setzen müssen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Noch einmal: Danke für die Unterstützung, für die gemeinsame Fünf-Parteien-Einigung zu beiden Punkten – dem Weißbuch und dem Punkt der neuen Sportförderung, die jetzt über zwei Jahre so gelten soll! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Bravissimo!
Eine Bitte an den Minister lautet natürlich, dass man bei der Neugestaltung der Sportförderung eine ganz wesentliche Durchleuchtung der Administration und Verwaltung vornimmt und sich vielleicht dieses wirklich zielführende, zielgerichtete Gesetz als Prototyp hernimmt, weil es wesentlich weniger Verwaltung als die anderen Töpfe beinhaltet. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Bravissimo!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
wir, denke ich, gemeinsam einen effizienten, wichtigen Beitrag für die Weiterentwicklung des Sports auch in Österreich leisten. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Eines steht aber letztendlich fest – und dann bin ich auch schon fertig –: Wir benötigen am Ende des Tages eine gesamteuropäische Lösung, denn mit eigenen, nationalstaatlichen Bestimmungen und gesetzlichen Regelungen können wir unser eigenes – unter Anführungszeichen – „Haus rein halten“, aber das reicht natürlich bei Weitem nicht aus. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, zum Schluss kommend: Im Bereich der Sportförderung ist noch viel zu tun. Wir vom BZÖ sind für eine Bündelung der Aktivitäten der Dachverbände, um eine Doppel- und Mehrgleisigkeit zu vermeiden, sowohl im Bereich der Förderungen als auch in den einzelnen Tätigkeitsbereichen, zum Beispiel in der Verwaltung. Damit würden wir Mittel schaffen, die wieder dem Sport und den Sportlern zufließen könnten. Die Bundesregierung sollte einen gesamtösterreichischen Sportstrukturplan erstellen. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, daher wird die Diskussion um das „Weißbuch Sport“ eine sehr anstrengende, aber eine sehr erfolgreiche für den österreichischen Sport werden. – Danke für eure Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne: Die beiden Anträge zeigen, dass Österreich auf einem sportlich guten Weg ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Mein letzter Appell an Sie alle, werte Kollegen: Ich würde sagen, lassen wir uns nicht auf ein politisches Hickhack im Bereich Sport ein! Unsere Sportler – und ich möchte daran erinnern, die meisten Sportler – gehen ja einen ehrlichen Weg und erbringen ihre Leistungen durch Training und nicht durch Doping, und die haben sich einen respektvollen Umgang verdient. Pauschalverurteilungen oder Vorverurteilungen sind da völlig fehl am Platz! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Er wird sich über Ihre Sehnsucht sehr freuen!
Die Teilnehmer des Unterausschusses zum Thema Doping wissen ja: Er hat auf sehr populistische Art und Weise versucht, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit mit einem nicht geschäftsordnungskonformen Antrag zu erregen – und war dann nicht bereit, auf eine geschäftsordnungskonforme Sache einzusteigen. Ich hätte mir also gewünscht, dass auch der Vorsitzende des Sportausschusses, Herr Westenthaler, diesen beiden wichtigen Gesetzen die Wertschätzung gibt, die Sie alle ihnen geben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Er wird sich über Ihre Sehnsucht sehr freuen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Jeder von uns, der Kinder hat, weiß, wie wichtig der Sport ist, wie wichtig es ist, dass sich die Kinder auf dem Sportplatz aufhalten und nicht auf der Parkbank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es freut mich ganz besonders, dass sich zu diesem Thema, das ja hauptsächlich unsere Jugend betrifft – wenngleich auch der Spitzensport ganz, ganz wichtig ist –, alle fünf Parteien ganz klar bekennen und dass wir uns darüber einig sind, dass wir den Sport brauchen, dass wir die Förderung brauchen und dass der Sport, sportliche Betätigung das beste Mittel ist, die Jugend in die Leistung, in die Arbeitswelt einzuführen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Karl.
Die SPÖ ist sehr interessiert an einer breit angelegten und offenen Debatte über die Rolle des Sports in unserer Gesellschaft, sowohl national als auch international. Ich bin sehr froh darüber, dass der österreichische Sport bei Minister Norbert Darabos in guten Händen ist. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Karl.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Der gegenständliche Antrag ist ein kleiner, aber nicht unbedeutender Mosaikstein zur Unterminierung der Rechtsdurchsetzungsfähigkeit unseres Staates. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, es gibt keinen Grund dafür, der Exekutive weitere Mittel aus der Hand zu nehmen. Ich ersuche daher, die Anträge – beide, sowohl den Antrag der Grünen als auch den Abänderungsantrag – abzulehnen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mayerhofer: Das erleichtert die Arbeit der Polizei aber auch nicht!
Daher denke ich, dass wir, wenn wir das von dieser Seite betrachten und der Polizei daher auch kein Instrumentarium wegnehmen – wogegen ich immer eintreten würde –, diesem Entschließungsantrag sehr wohl zustimmen können, um hier in Zukunft auch rechtskonform handeln zu können. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mayerhofer: Das erleichtert die Arbeit der Polizei aber auch nicht!)
Abg. Grosz: Ich verzichte!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Grosz. – Bitte. (Abg. Grosz: Ich verzichte!) Sie verzichten? (Abg. Grosz: Ja!)
Abg. Grosz: Ja!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Grosz. – Bitte. (Abg. Grosz: Ich verzichte!) Sie verzichten? (Abg. Grosz: Ja!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Molterer: „Sein“ oder „nicht sein“, das ist hier die Frage! – Abg. Mag. Stadler: Das ist Karl Schwab, ...!
Aber Sie wollen heute und hier das Rechtssystem ändern. Sie wollen die Verstöße gegen die Genfer Flüchtlingskonvention erleichtern. Ich sage Ihnen eines: Weder der Antrag der Grünen noch der Abänderungsantrag der Regierungsparteien kann das tragen. Wer auf die österreichische Verfassung angelobt ist, der kann gegen eine Änderung, wie sie hier vorliegt, nicht sein. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Molterer: „Sein“ oder „nicht sein“, das ist hier die Frage! – Abg. Mag. Stadler: Das ist Karl Schwab, ...!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Glaser.
unnötig im Widerspruch zu Strafgesetzen stehen soll. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Glaser.)
Abg. Mag. Stadler – auf dem Weg zum Rednerpult –: Es wird rascher gehen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Mag. Stadler gelangt nun zu Wort. Gewünschte Redezeit: 4 Minuten. (Abg. Mag. Stadler – auf dem Weg zum Rednerpult –: Es wird rascher gehen!) – Herr Abgeordneter, das BZÖ hat insgesamt noch 8 Minuten Restredezeit. Ich mache nur darauf aufmerksam. (Abg. Mag. Stadler: Ich weiß, Frau Präsidentin! Es wird aber rascher gehen!)
Abg. Mag. Stadler: Ich weiß, Frau Präsidentin! Es wird aber rascher gehen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Mag. Stadler gelangt nun zu Wort. Gewünschte Redezeit: 4 Minuten. (Abg. Mag. Stadler – auf dem Weg zum Rednerpult –: Es wird rascher gehen!) – Herr Abgeordneter, das BZÖ hat insgesamt noch 8 Minuten Restredezeit. Ich mache nur darauf aufmerksam. (Abg. Mag. Stadler: Ich weiß, Frau Präsidentin! Es wird aber rascher gehen!)
Beifall beim BZÖ.
Tatsache ist, wenn Sie das beschließen und tatsächlich in den § 115 Fremdenpolizeigesetz hineinschreiben, dann werden in Zukunft – welch „Wunder“! – ganze Schlepperorganisationen nur mehr Familienorganisationen sein. Ich schwöre Ihnen, Sie werden staunen, wie rasch die alle miteinander verwandt sein werden. Das schaue ich mir an, wie wir dann noch Strafverfahren durchführen werden. Sie machen damit Tür und Tor auf für den Missbrauch des Gesetzes. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Zu Recht!
Das, was wir prophezeit haben, ist auch eingetreten; das wissen wir inzwischen auch. Im Jahr 2007 wurden nämlich 15 Personen aufgrund des § 115 Fremdenpolizeigesetz von Gerichten verurteilt. (Abg. Mag. Stadler: Zu Recht!) Das waren nahe Familienangehörige, die beispielsweise ihren nahen Familienangehörigen, die nicht im Besitz einer Aufenthaltsgenehmigung waren, bloß einen Schlafplatz zur Verfügung gestellt haben. Das war beispielsweise die Ehegattin eines Asylwerbers in Leoben, die zu einer Freiheitsstrafe im Ausmaß von zwei Monaten verurteilt wurde. (Abg. Mag. Stadler: Bedingt, bitte! Sagen Sie es gleich dazu!)
Abg. Mag. Stadler: Bedingt, bitte! Sagen Sie es gleich dazu!
Das, was wir prophezeit haben, ist auch eingetreten; das wissen wir inzwischen auch. Im Jahr 2007 wurden nämlich 15 Personen aufgrund des § 115 Fremdenpolizeigesetz von Gerichten verurteilt. (Abg. Mag. Stadler: Zu Recht!) Das waren nahe Familienangehörige, die beispielsweise ihren nahen Familienangehörigen, die nicht im Besitz einer Aufenthaltsgenehmigung waren, bloß einen Schlafplatz zur Verfügung gestellt haben. Das war beispielsweise die Ehegattin eines Asylwerbers in Leoben, die zu einer Freiheitsstrafe im Ausmaß von zwei Monaten verurteilt wurde. (Abg. Mag. Stadler: Bedingt, bitte! Sagen Sie es gleich dazu!)
Abg. Scheibner: „Zufällig“!
Wir wissen alle, dass es mehrere, sicher einige hundert Fälle von binationalen Ehen gibt, wo die Leute nicht vor und nicht zurück können, weil die ausländischen Drittstaatsangehörigen, Familienangehörigen von Österreichern und Österreicherinnen hier sozusagen gelandet sind (Abg. Scheibner: „Zufällig“!), oft auch nicht ausreisen können, weil sie ehemalige Asylwerber sind, hier aber in den meisten Fällen gar nicht den Antrag auf Familienzusammenführung einbringen durften und so durch österreichische Gesetze illegalisiert wurden.
Beifall bei den Grünen.
Wir werden bei diesem Ausschussbericht mitgehen, weil wir finden, eine Privilegierung ist immerhin besser als gar nichts. Die Rechtslage muss abgeändert werden. Allerdings sind wir auch sehr gespannt auf den Gesetzesantrag, der aus dem Innenressort kommen wird. Wir gehen davon aus, zumal auch das Regierungsübereinkommen hier eine Lösung vorschlagen will, und wir möchten daran glauben, dass die Bundesregierung sich des Problems bewusst ist und dieses Problem wirklich auch angehen und lösen möchte. Deshalb gehen wir davon aus, dass die Gesetzesnovelle, die dem Hohen Haus hoffentlich bald vorgelegt werden wird, eine echte Lösung und eine echte Straffreiheit für Angehörige in diesen Fällen vorsieht. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Können wir den Kollegen Vock noch einmal hören?
Abgeordneter Dr. Gerhard Kurzmann (FPÖ): Frau Präsident! Frau Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Freiheitliche Partei wird, wie meine Vorredner Hübner und Vock bereits begründet und ausgeführt haben (Abg. Scheibner: Können wir den Kollegen Vock noch einmal hören?), diesen Anträgen nicht zustimmen. Ich möchte deshalb aber einige allgemeine Bemerkungen zur Asyldebatte machen.
Beifall bei der FPÖ.
also verschärft und nicht liberalisiert werden sollen. Straffreiheit, meine Damen und Herren, für Illegale würde zu einer weiteren Sogwirkung in unser Land führen. Wir hätten dann plötzlich alle Zogajs dieser Welt hier bei uns in Österreich. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP – in Richtung der eher spärlich besetzten Bankreihen der Grünen –: Da ist niemand mehr da von denen!
Ich sage ganz offen, wir Freiheitlichen vertreten die Meinung, das Boot ist voll, denn: In den vergangenen 15 Jahren sind etwa 1,5 Millionen Ausländer nach Österreich zugewandert. Österreich, die österreichischen Bundesregierungen waren bei dieser Zuwanderung bei Weitem nicht so umsichtig und selektiv, wie das die US-Amerikaner oder auch die Australier waren. Die Folge können wir heute überall im Land erkennen: Hunderttausende minder- und unqualifizierte Menschen sind hier bei uns gelandet, die am Arbeitsmarkt nicht gebraucht werden. Wenn fast 50 Prozent der Häftlinge in den österreichischen Haftanstalten Ausländer sind oder auch Staatsbürger mit Migrationshintergrund, wie Sie das manchmal nennen – nämlich die, die eingebürgert worden sind –, dann müssen auch bei den Befürwortern der sogenannten multikulturellen Mischgesellschaft schon alle Alarmglocken schrillen. (Ruf bei der ÖVP – in Richtung der eher spärlich besetzten Bankreihen der Grünen –: Da ist niemand mehr da von denen!)
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitlichen, meine Damen und Herren, wollen, dass die Asylverfahren verkürzt werden, möglichst innerhalb eines Jahres erledigt werden. Wir fordern daher seit Jahren ein Neuerungsverbot, das die berühmten Kettenanträge unmöglich macht. Wir haben einfach die Verpflichtung, uns konsequent mit der Rückführung von straffällig gewordenen Ausländern oder auch illegalen Asylwerbern zu befassen. Der Antrag der Grünen steht unseren Überzeugungen diametral entgegen, und deswegen werden wir ihn konsequent ablehnen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist aber unser Ansinnen und unser Anliegen genauso klar, dass Personen, die rechtmäßig hier sind, möglichst gut in unsere Gesellschaft integriert werden. Ich glaube, dass all diese Bereiche bei unserer Frau Bundesministerin gut aufgehoben sind, dass sie ein Garant dafür ist, dass hier wirklich nach dem Recht und auch nach den Menschenrechten vorgegangen wird. Das ist also bei ihr in wirklich guten Händen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Neugebauer.
Abschließend bleibt festzuhalten, die Novellierung des § 115 Fremdenpolizeigesetz ist notwendig und dadurch wird heute ein weiterer Punkt des Regierungsprogramms abgehakt. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Neugebauer.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, das ist aber kein Vorwand für uns, Asylsuchende anzuziehen. Wir sollten Obdach geben, wenn es notwendig ist. Die gesetzlichen Voraussetzungen dafür haben wir zu schaffen, um dann in unserem Land auf dem Rücken der Betroffenen keine politische Schlammschlacht zu liefern. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Bundesministerin für Inneres Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister Mitterlehner! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir haben das Angehörigenprivileg für den § 115 Fremdenpolizeigesetz bereits in das Koalitionsübereinkommen hineingenommen. Hierüber besteht Konsens zwischen den Regierungsparteien. Wir werden die Fremdenrechts-Novelle im Mai in Begutachtung schicken, sodass wir hoffen, dem Nationalrat noch vor der Sommerpause diese legistischen Maßnahmen zuleiten zu können. Es würde mich freuen, wenn es uns gelänge, diese Novelle noch zuzuweisen, damit wir sie dann im Herbst sofort in einer Sitzung des Innenausschusses beschließen können. Ich hoffe, dass eine Terminkoordinierung für den Herbst gelingen wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Meine Damen und Herren, wenn es aber um Infrastruktur geht, dann müssen wir sehr darauf achten, dass wir in den Bereich der Versorgung mit elektrischem Strom investieren, weil wir wissen, dass die Leitungsnetze, die vor etwa 20, 25 Jahren mit hohem finanziellen Aufwand errichtet und saniert worden sind, jetzt wiederum erneuerungsbedürftig sind und es gerade in Zeiten, in denen der Arbeitsmarkt kränkelt, klug wäre, in diese Leitungsnetze zu investieren. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher mein Appell auch in Richtung E-Control, dafür Sorge zu tragen, dass durch die Netzbetreiber, durch den Verbund kein finanzielles Aushungern passiert, damit genau jetzt, in Zeiten der wirtschaftlichen Krise, Investitionen in die Infrastruktur erfolgen können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Konrad Steindl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir behandeln heute eine Reparatur des Gaswirtschaftsgesetzes, genauer gesagt eines Paragraphen daraus, und zwar des § 23b Abs. 2 Z 2, welcher „die Rechtsgrundlage für die Regelung zur Zusammenfassung der Netzbereiche für die Netzebenen 2 und 3 bildet, wegen Verletzung des Bestimmtheitsgebots des Art. 18 B-VG (...)“. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Dazu braucht man auch entsprechende Netze und Netzwerke. Hiezu ist eine geänderte Fassung dieser gesetzlichen Bestimmung nötig. – Besten Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich möchte Ihnen, Herr Bundesminister, zu Ihrer bisherigen Tätigkeit im Rahmen der Energiepolitik gratulieren. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass Sie – zumindest ist das meine Wahrnehmung – Schritte dahin gehend gesetzt haben, dass Energiepolitik von jenen betrieben wird, die dazu demokratisch legitimiert sind. Dafür bedanke ich mich. Und ich gehe davon aus und hoffe, dass das auch in Zukunft so sein wird. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Energieautark!
Als das letzte Mal der Gashahn gerade im Winter zugedreht wurde, hat sich der Herr Bundesminister auch einige Gedanken darüber gemacht. Er hat damals gesagt: Wir müssen eine Energiestrategie für Österreich entwickeln, um Versorgungssicherheit zu schaffen. (Abg. Grillitsch: Energieautark!)
Ruf bei der ÖVP: Erwart es halt!
Jetzt, einige Monate später, hat der Herr Wirtschaftsminister gemeinsam mit dem Umweltminister ganz großspurig eine Energiestrategie für Österreich vorgestellt. Und diese Energiestrategie für Österreich, die der Herr Wirtschaftsminister so „großartig“ vorgestellt hat, hat nichts anderes beinhaltet als die Absichtserklärung, eine Energiestrategie für Österreich zu entwickeln! (Ruf bei der ÖVP: Erwart es halt!)
Abg. Grillitsch: Wir handeln! Wir reden nicht nur so wie Sie!
Also ich glaube, eine Energiestrategie für Österreich muss mehr enthalten als die Absicht, eine solche zu entwickeln! Sie sollte konkrete Maßnahmen enthalten, damit wir hier endlich etwas gegen diese unsägliche Abhängigkeit vom russischen Gas unternehmen. Da muss endgültig etwas getan werden, und da reicht es nicht aus, sich einfach mit einem zweiten Minister darauf zu verständigen, dass etwas getan werden muss, sondern wir brauchen konkrete Maßnahmen. (Abg. Grillitsch: Wir handeln! Wir reden nicht nur so wie Sie!)
Beifall beim BZÖ.
Ein Energiekonzept zu entwickeln, in welchem nichts drinnen steht, das ist zu wenig. Damit werden wir nicht weiterkommen, Herr Wirtschaftsminister. Deshalb sind Sie gefordert, hier konkrete Maßnahmen zu ergreifen. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn wir diesen Masterplan ernst nehmen und auf erneuerbare Energieträger umstellen wollen – dazu brauchen wir einen Energiemix aus verschiedenen Energieträgern – und wenn wir unsere Klimaschutzziele erreichen wollen und Versorgungssicherheit und vor allem auch Arbeitsplätze in Österreich schaffen wollen, dann muss von diesen Gasprojekten Abstand genommen werden und das Geld, das dafür vorgesehen ist, in erneuerbare Energie gesteckt werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Zusammenfassend: Diese Regierung redet nicht von Taten in ferner Zukunft, sondern handelt konkret jetzt! Das ist, glaube ich, der richtige Weg. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, die soziale Grundversorgung mit Energie sollte zu den Mindeststandards jedes Sozial- und Wohlfahrtstaates gehören. Dieses Bekenntnis erwarte ich mir in der „Energiestrategie Österreich“, denn die Frage der Versorgungssicherheit ist auch eine soziale Frage und eine Frage der Verteilungsgerechtigkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir sollten das auch tun, denn der Ausbau der Wasserkraft ist wirklich alternativlos. Die Alternative würde Atomstrom heißen, und den wollen wir nicht. Die Alternative würde auch heißen, sich mit russischen Oligarchen, kaukasischen Stammesfürsten oder, wenn es um Leitungen geht, Frau Mag. Brunner, mit pubertierenden Republiken abzugeben, und das, glaube ich, wollen wir alle nicht. Deshalb schauen wir, dass wir die Energiewirtschaft ausbauen können. Die Wasserrahmenrichtlinie, wenn sie so kommt wie verhandelt, führt nur dazu, dass wir in den bestehenden Kraftwerken Leistungen verlieren. Dämmen wir das ein, denn das ist einfach energiepolitischer und volkswirtschaftlicher Blödsinn. Wir müssen das verhindern und schauen, dass wir den Ausbau der Wasserkraft enorm forcieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ebenso zur richtigen Zeit wurde das Konjunkturpaket der Bundesregierung beschlossen – Stichwort: thermische Gebäudesanierung. Dieses wurde ergänzt und verstärkt durch Maßnahmen der Bundesländer – ich darf da Oberösterreich besonders erwähnen –, aber auch durch Maßnahmen der Städte und der Gemeinden. Das schafft Arbeit vor Ort, in den Regionen für die Facharbeiterinnen und Facharbeiter in den heimischen Betrieben und wirkt energiepolitisch nachhaltig und positiv. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich meine, dass wir dem Herrn Bundesminister Mitterlehner und auch seinem Vorgänger, Herrn Ex-Bundesminister Bartenstein, die da sehr gut verhandelt haben, an dieser Stelle ein Danke sagen sollten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, dass dieses Gesetz wichtig ist, und ich hoffe, dass diesem Gesetz alle zustimmen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Noch einmal meine Bitte an Sie, dass wir in Zeiten wie diesen, in denen wir mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, nicht jene vergessen, die im Sozialstaat unserer Unterstützung bedürfen, nicht nur, was finanzielle Zuwendungen anbelangt, sondern auch, was organisatorische Maßnahmen für Menschen anbelangt, die auf Grund einer Behinderung, auf Grund ihres Alters oder auf Grund einer Benachteiligung anderer Natur es nicht so leicht haben wie jene, die in den letzten Monaten für ihre „segensreiche“ Tätigkeit, beispielsweise bei einer Constantia Privatbank, eine Abfertigung von 10 Millionen € kassiert haben. – Besten Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da es sich aber um eine so wichtige Materie handelt, bin ich davon überzeugt, dass wir uns, wenn wir einmal die wesentlichen Voraussetzungen wie die notwendige Verfassungsänderung abgeklärt haben, sicherlich gemeinsam dazu durchringen können, einen Fünf-Parteien-Antrag zu verabschieden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke also, dass wir die Diskussion in den Sozialausschuss verlagern sollten. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Riepl.
Jahren, in denen wir den Sozialminister gestellt haben, nichts passiert ist, muss ich ihn daran erinnern, dass die Sozialbetreuungsberufe sehr wohl einer 15a-Vereinbarung zugeleitet wurden und eine modulare Ausbildung für Diplompfleger, für Fachpfleger und für Heimpfleger entwickelt wurde. (Zwischenruf des Abg. Riepl.) Es war eine Artikel-15a-Vereinbarung, denn für die Ausbildung sind die Länder zuständig, nicht der Bund, genauso wie es Kollegin Ridi Steibl vorhin erwähnt hat.
Beifall beim BZÖ.
Darüber hinaus hoffe ich doch, dass es zu einer Fünf-Parteien-Einigung kommen wird. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Weinzinger: ... der deutschen Sprache! Deutsch ist in der Mehrzahl geschlechtsneutral!
Was Sie aber darüber hinaus, wie ich annehme, nicht vergessen, sondern abgeändert haben, ist die geschlechtergerechte Sprache. (Abg. Weinzinger: ... der deutschen Sprache! Deutsch ist in der Mehrzahl geschlechtsneutral!) Der Österreichische Berufsverband Diplomierter SozialarbeiterInnen hat bewusst diese Form gewählt, und gerade bei einem Gesetz, das einen Berufsstand betrifft, bei dem ein Großteil der Mitarbeiterinnen – mit einem kleinen „i“ –, Frauen sind, ist es doch sehr seltsam, hier dann nur auf die männliche Form abzustellen. Diesbezüglich wollte ich schon noch einmal diese Anmerkung gemacht haben.
Beifall bei den Grünen.
Im Übrigen werden alle inhaltlichen Debatten und Beratungen folgen. – Unseren Beitrag dazu werden Sie bekommen. (Beifall bei den Grünen.)