Eckdaten:
Für die 137. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 724 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Allgemeiner Beifall.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich begrüße die neue Abgeordnete sehr herzlich in unserer Mitte. (Allgemeiner Beifall.)
Ruf: Es sind nicht alle da!
Ich werde wie üblich kurz vor Ende der Zeit (Unruhe im Saal.) – Meine Damen und Herren, ich werde nicht anfangen können, wenn nicht ein bisschen mehr Ruhe herrscht! (Ruf: Es sind nicht alle da!) Wir haben parallel auch noch den Hauptausschuss tagend, derzeit ist die Arbeit eben sehr intensiv. – Wenige Sekunden vor Ende der jeweiligen Redezeit werde ich auf deren Ablauf aufmerksam machen.
Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend Dr. Reinhold Mitterlehner: Wir haben im AWS schon die entsprechende Vorsorge getroffen. Die Durchlaufzeiten und die Bearbeitungszeiten haben sich verbessert und erhöht. Die Zahl der Beschwerden hat sich verringert. Daher bin ich sicher, dass wir da im Zusammenhang mit einer möglichen Krise auch von der Effizienzseite her entsprechend gut aufgestellt sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Daher frage ich Sie: Was werden Sie als Minister tun, damit wir endlich die Zwangsmitgliedschaft aus der österreichischen Verfassung wieder herausbekommen und diese im Interesse der österreichischen Wirtschaft auch endlich abschaffen? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Was die Frage der Mitgliedschaft in den Fachorganisationen anlangt, muss ich sagen, damit sind ja auch Wahlrechte verbunden. Änderungen sind dort in letzter Zeit durchgeführt worden, das heißt in Richtung weniger Kosten durch Zusammenlegung. Alle anderen Fragen müssen die Interessenvertretungen, die autonom entscheiden, in ihrem Bereich vorbereiten. Es gibt keine Möglichkeit der Einmischung, auch nicht von meiner Seite. Genau deswegen haben wir eine eigenständige Körperschaft. Und das sind lauter eigenständige Körperschaften, die selber zu entscheiden haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Abgeordneter Ing. Christian Höbart (FPÖ): Guten Morgen, Herr Minister! Herr Minister, Sie wissen, dass rund zwei Drittel aller österreichischen Güter exportiert werden, die Exportquote beträgt somit rund 65 Prozent, das Ausfuhrvolumen beträgt in etwa 120 Milliarden €. Ich stelle hiermit fest, dass der Export die tragende Säule unserer Wirtschaft, unserer leistungsfähigen Wirtschaft ist und letztlich auch unser Wohlstand darauf aufgebaut ist. Leider stellen wir fest, dass auf der einen Seite die Konjunktur vermutlich einen erheblichen Einbruch erfahren wird und, was wir auch durch die neueste Aussendung der Wirtschaftskammer erfahren haben, dass auch das Exportwachstum zurückgehen wird, nämlich von rund 10 Prozent im Jahr 2011 auf 3 bis 3,5 Prozent im Jahr 2012. Im Gegensatz dazu (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) – ich komme dann gleich zur Frage –
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
fehlen wir unseren Unternehmen, vor allem den Klein- und Mittelbetrieben, die Branchenfokusmöglichkeiten etwa auf Amerika, aber auch Singapur zu legen, wo etwa Umwelttechnik oder erneuerbare Energien im Vordergrund stehen. Dort haben wir aufgrund der letzten Jahre einfach Vorteile, und diese Vorteile nutzen wir, indem wir mit Workshops und mit entsprechenden Schecks – das heißt, dort ist die Einstiegsmöglichkeit halt vor allem für einen Kleinbetrieb gegeben – reüssieren. Da sind wir sehr erfolgreich unterwegs. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wir unterstützen, abgestimmt mit der EU, auch die Förderungen, haben mehrere Calls aufgelegt und werden das auch, wenn es die Finanzen erlauben, weiter tun. Daher glaube ich, dass es dort eine gute Unterstützungsmöglichkeit für die Betriebe gibt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, dass wir an sich für die regionale Wertschöpfung, für den Bereich Bauwirtschaft gute Impulse geben, die Awareness aber in diesem Fall noch verstärken können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher ist meine persönliche Meinung die: Wir sollten woanders eine derartige Teststrecke machen, und dann davon ableiten, ob das auch für derartig schwierige Projekte wie 380-kV-Leitungen geht. Danach werden die Projektbetreiber nach ihrer Einschätzung die entsprechenden Entscheidungen treffen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich meine, dass man alle Maßnahmen an einem Ziel ausrichten sollte, weil damit mehr Bewegungsspielraum, mehr Flexibilität und auch mehr Erfolg da ist. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Heiterkeit.
Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend Dr. Reinhold Mitterlehner: Herr Kollege, ich hoffe, dass Sie Gottes Ohr nicht beim Koalitionspartner vermuten, weil Sie es angesprochen haben. (Heiterkeit.) – Ich glaube, es geht eher um die Sache, und in der Sache hat die OECD gesagt, die Steuer- und Abgabenquote sei mit 44,4 Prozent schon hoch genug. Daher können Sie davon ausgehen, dass sich unsere Partei dafür einsetzt, die Steuer- und Abgabenquote nach unten zu bringen, und zwar in Verbindung mit einer effizienten Ausgabenreform, denn wir zahlen genug. Das Problem sind nicht unsere Einnahmen, sondern unsere Ausgaben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend Dr. Reinhold Mitterlehner: Herr Kollege, ich hoffe, dass Sie Gottes Ohr nicht beim Koalitionspartner vermuten, weil Sie es angesprochen haben. (Heiterkeit.) – Ich glaube, es geht eher um die Sache, und in der Sache hat die OECD gesagt, die Steuer- und Abgabenquote sei mit 44,4 Prozent schon hoch genug. Daher können Sie davon ausgehen, dass sich unsere Partei dafür einsetzt, die Steuer- und Abgabenquote nach unten zu bringen, und zwar in Verbindung mit einer effizienten Ausgabenreform, denn wir zahlen genug. Das Problem sind nicht unsere Einnahmen, sondern unsere Ausgaben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
lassen. Aber wir haben ohnehin dazu ein großes Paket in Vorbereitung, was die Frau Finanzministerin schon mehrmals angesprochen hat. Und in diesem Zusammenhang sollten wir das dann diskutieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall des Abg. Dr. Kräuter.
In diesem Zusammenhang meine Frage an Sie: Sind Sie nicht auch der Meinung, dass der Faktor Arbeit steuerlich stärker entlastet werden sollte und dafür bei leistungslosem Einkommen, zum Beispiel bei Millionen-Erbschaften – damit brauchen Sie die Komplexität der Erhebung nicht zu beantworten oder als Ausrede herzunehmen –, ein gerechterer Anteil zum Staatshaushalt beigetragen werden sollte? (Beifall des Abg. Dr. Kräuter.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber ob da jetzt 70, 30 oder sonst etwas zitiert wurde, weiß ich nicht, aber es ist ein Konjunktiv dabei gestanden, und dieser Konjunktiv kommt von internationalen Experten. Wichtig ist etwas ganz anderes: Anteilsmäßig müssen die Ausgaben stärker gekürzt werden, als die Einnahmequote erhöht wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.
Nachdem das aber nicht transportierbar ist – es heißt immer, das ist so –, werden wir einen Förderkonferenz machen, wo wir mit Bund und Ländern ein Modell machen werden, wie wir es beispielsweise bei der Tourismusförderung haben, wo einen Teil der Förderung die Länder machen und einen Teil der Bund. Dieses Modell hat dazu geführt, dass Mitnahmeeffekte vermieden wurden und die Förderung insgesamt nicht weniger wurde. Frau Lichtenecker, Sie kennen das, glaube ich, weil Sie so (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.) Genau!
Beifall bei der ÖVP.
Die zweite Komponente könnte sein „one in/one out“, das heißt, dass wir, wenn wir da etwas tun, die Förderungen, die am wenigsten in Anspruch genommen werden, streichen und insgesamt die Effizienz steigern. Da ist einiges an Potenzial drinnen. Genauso ist es dort, wo wir für die Länder, wie etwa bei der FFG für Salzburg und Oberösterreich, Prüfungen mitmachen, wodurch Personal eingespart wird. Auch dieses Modell scheint mir gangbar zu sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher muss der Weg in Richtung Konsolidierung gehen, in Richtung besserer Steuerung, aber da und dort auch in Richtung Ausweitung der Leistungen. Ich sehe es nämlich nicht ein, warum die Pensionisten gesetzlich garantierte Erhöhungen der Pensionen haben, die Familien aber nichts dergleichen im Bereich der Familienbeihilfe. Das ist ungerecht! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Entscheidender Punkt dabei: Die Väterbeteiligung liegt beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld bei 26,53 Prozent, bei der Pauschalvariante bei 31,44 Prozent. Sie erinnern sich, das Ziel waren 20 Prozent. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall der Abg. Gartelgruber.
Zur anderen Frage, die Sie angesprochen haben: Das werden wir prüfen, im Zusammenhang mit einem Modell im steuerlichen Bereich. Das wird mit der Frau Finanzminister und anderen, auch dem Koalitionspartner beispielsweise, abzuklären sein. Das heißt, ich möchte Ihr Modell jetzt weder positiv noch negativ bewerten. Danke aber für die Übermittlung. (Beifall der Abg. Gartelgruber.)
Bundesminister Dr. Mitterlehner: Koordination!
Abgeordnete Mag. Daniela Musiol (Grüne): Herr Minister! Sie wissen, nicht nur das IHS hat sich mit den Familienleistungen beschäftigt, sondern auch der Rechnungshof. Das haben wir gestern im Plenum diskutiert. Wir haben im letzten Familienausschuss darüber gesprochen, was denn jetzt eigentlich die Empfehlungen des Rechnungshofes sind und ich hatte den Eindruck (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Koordination!) – abgesehen von der Koordination, für die Sie zuständig sind, wo der Rechnungshof kritisiert, dass das Ministerium diese nicht wahrnimmt –, dass Sie den Satz nicht kennen, in dem der Rechnungshof vorschlägt, neben der Nachhaltigkeit der Finanzierung des FLAF auch über Alternativen nachzudenken.
Abg. Mag. Musiol: Gerne!
Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend Dr. Reinhold Mitterlehner: Frau Abgeordnete, danke für diese Nachhilfe. (Abg. Mag. Musiol: Gerne!) Ich hätte sie nicht gebraucht, wir haben das ja gelesen. Wir werden die Koordinationskompetenz sehr wohl wahrnehmen, was aber nicht einfach ist. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend Dr. Reinhold Mitterlehner: Frau Abgeordnete, danke für diese Nachhilfe. (Abg. Mag. Musiol: Gerne!) Ich hätte sie nicht gebraucht, wir haben das ja gelesen. Wir werden die Koordinationskompetenz sehr wohl wahrnehmen, was aber nicht einfach ist. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Beifall bei der ÖVP.
Sobald wir das fertig haben – das wird in den nächsten Wochen sein –, stellen wir das auch gerne zur Verfügung, was da empfohlen wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich bedanke mich beim Herrn Bundesminister. Ich bedanke mich bei den Abgeordneten. Wir haben alle Fragen zum Aufruf gebracht – in einer Rekordzeit, möchte ich sagen. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Ing. Westenthaler: Was ist denn da los? Das ist ja unglaublich! Ich habe mir gedacht, das ist alles so wichtig, was wir heute beschließen! Die wichtige Schuldenbremse – und die Regierung ist nicht einmal da!
Zum Vorbringen einer Druckfehlerberichtigung zu Punkt 3 erteile ich dem Berichterstatter, Herrn Abgeordnetem Pendl, das Wort. (Abg. Ing. Westenthaler: Was ist denn da los? Das ist ja unglaublich! Ich habe mir gedacht, das ist alles so wichtig, was wir heute beschließen! Die wichtige Schuldenbremse – und die Regierung ist nicht einmal da!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das hat es noch nie gegeben! Das ist ja unglaublich! Zeitschinderei!
Herr Abgeordneter! Es ist noch kein Redner am Wort. Es ist jetzt der Herr Berichterstatter am Wort. (Abg. Ing. Westenthaler: Das hat es noch nie gegeben! Das ist ja unglaublich! Zeitschinderei!)
Abg. Ing. Westenthaler: Die Orden müssen umgehängt werden! Das ist die Wahrheit! Das ist eine Regierung!
Berichterstatter Otto Pendl: Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich darf eine Druckfehlerberichtigung (Abg. Ing. Westenthaler: Die Orden müssen umgehängt werden! Das ist die Wahrheit! Das ist eine Regierung!) zum Bericht und Antrag des Verfassungsausschusses über den Entwurf eines Bundesgesetzes, mit dem das Bundesverfassungsgesetz über die Begrenzung von Bezügen öffentlicher Funktionäre, das Bundesbezügegesetz und das Bezügegesetz geändert werden, in 1604 der Beilagen vorbringen.
Abg. Ing. Westenthaler: Na was ist? – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Zur Geschäftsbehandlung!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Auf eine mündliche Berichterstattung zu den Punkten 1, 2 und 4 wurde verzichtet. (Abg. Ing. Westenthaler: Na was ist? – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Zur Geschäftsbehandlung!)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Ich beantrage daher nach § 18 (3) der Geschäftsordnung die unverzügliche Beiziehung von Kanzler und Vizekanzler. (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn man sich nicht einmal hierher bequemt und pünktlich bei diesem wichtigen Tagesordnungspunkt erscheint, wo es um ein Verfassungsgesetz geht, wo es auch um den Wunsch geht, dass die Opposition hier ihre Verantwortung lebt, und wenn seit den letzten Wochen, nämlich seit dem 28. Oktober, feststeht, dass der Herr Bundeskanzler Werner Faymann beim letzten europäischen Gipfel erfahren hat, dass eine Schuldenbremse sozusagen als Vorgabe der Europäischen Union auf nationaler Ebene umzusetzen ist, er es aber bis heute nicht der Mühe wert gefunden hat, ein Gespräch mit dem Chef der größten Oppositionspartei, nämlich der Freiheitlichen Partei Österreichs, zu führen, dann zeigt das, dass seine Ernsthaftigkeit nicht gegeben ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage, es ist wirklich zum Genieren, aber es zeigt halt, wichtig kann es ihm nicht sein, aber das werden wir heute noch beleuchten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und Grünen.
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! So ein skandalöses Vorgehen einer Bundesregierung ist beispiellos! (Beifall bei BZÖ und Grünen.)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Wenn es tatsächlich so ist, dass sich der Herr Bundeskanzler und der Herr Vizekanzler jetzt gegenseitig die Orden umhängen, dann sieht man, welche Wertigkeit diese Bundesregierung tatsächlich hat. Ihnen geht es nicht um den staatspolitischen Auftrag, Ihnen geht es nur um Ihre eigenen Posten, und das ist verwerflichst für unser Land. (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Abg. Grosz: Das ist eine Nachtwächterregierung!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zur Geschäftsbehandlung: Klubobmann Dr. Cap. – Bitte. (Abg. Grosz: Das ist eine Nachtwächterregierung!)
ironische Heiterkeit beim BZÖ
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Wenn Sie genau schauen, sehen Sie hier die Frau Finanzminister, sehen Sie hier den Herrn Staatssekretär (ironische Heiterkeit beim BZÖ) – und Kanzler und Vizekanzler sind auf dem Weg ins Plenum. Daher sehe ich keinen Grund, aus dem Ganzen da jetzt so eine Riesendebatte zu machen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Wenn Sie genau schauen, sehen Sie hier die Frau Finanzminister, sehen Sie hier den Herrn Staatssekretär (ironische Heiterkeit beim BZÖ) – und Kanzler und Vizekanzler sind auf dem Weg ins Plenum. Daher sehe ich keinen Grund, aus dem Ganzen da jetzt so eine Riesendebatte zu machen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Rufe bei der FPÖ: Wo? Wo?
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Selbstverständlich nehmen an so einer wichtigen Debatte Kanzler und Vizekanzler teil, sind auf dem Weg hierher. (Rufe bei der FPÖ: Wo? Wo?)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Vizekanzler Dr. Spindelegger betritt soeben den Sitzungssaal und nimmt auf der Regierungsbank Platz. – Zwischenrufe beim BZÖ.
Es ist schon einigermaßen bezeichnend für die Unernsthaftigkeit der Opposition, wie mit diesem für Österreich so wichtigen Thema in den letzten Tagen und Wochen seitens der Opposition umgegangen wurde – und jetzt so ein Theater hier zu veranstalten, ohne zu wissen, was die Ursache für diese wenige Minuten dauernde Verspätung von Kanzler und Vizekanzler ist, das ist schäbig von Ihnen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Vizekanzler Dr. Spindelegger betritt soeben den Sitzungssaal und nimmt auf der Regierungsbank Platz. – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Bundeskanzler Faymann betritt soeben den Sitzungssaal. – Ah-Rufe bei FPÖ und BZÖ. – Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Da lacht er noch! – Abg. Mag. Gaßner: So ein Pech, jetzt ist er da! Was jetzt?
Wer dem die Zustimmung gibt, den ersuche ich um ein Zeichen. – Das findet nicht die Mehrheit. (Bundeskanzler Faymann betritt soeben den Sitzungssaal. – Ah-Rufe bei FPÖ und BZÖ. – Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Da lacht er noch! – Abg. Mag. Gaßner: So ein Pech, jetzt ist er da! Was jetzt?)
Abg. Mag. Rudas: Am 26.!
Er hat bereits am 28. Oktober bei einer Sitzung des Europäischen Rates (Abg. Mag. Rudas: Am 26.!) – am 26., bei einem Gipfel vom 26. bis 28. Oktober, so lange hat nämlich der Gipfel gedauert, Frau Rudas – erfahren, dass die Europäische Kommission vorsieht, dass die Nationalstaaten, die Mitglieder der Europäischen Union eine Schuldenbremse in ihrer Verfassung nach Möglichkeit verankern sollten. „Verfassung“ ist nicht einmal festgeschrieben worden, sondern es ist auch ein Beschluss mit einfacher Mehrheit offengehalten worden. Er weiß es seit damals, dieser Bundeskanzler Werner Faymann, und er hat es bis heute nicht der Mühe wert gefunden, mit der Freiheitlichen Partei, mit dem Klubobmann der stärksten Oppositionskraft in diesem Hohen Haus überhaupt ein Gespräch zu suchen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Er hat bereits am 28. Oktober bei einer Sitzung des Europäischen Rates (Abg. Mag. Rudas: Am 26.!) – am 26., bei einem Gipfel vom 26. bis 28. Oktober, so lange hat nämlich der Gipfel gedauert, Frau Rudas – erfahren, dass die Europäische Kommission vorsieht, dass die Nationalstaaten, die Mitglieder der Europäischen Union eine Schuldenbremse in ihrer Verfassung nach Möglichkeit verankern sollten. „Verfassung“ ist nicht einmal festgeschrieben worden, sondern es ist auch ein Beschluss mit einfacher Mehrheit offengehalten worden. Er weiß es seit damals, dieser Bundeskanzler Werner Faymann, und er hat es bis heute nicht der Mühe wert gefunden, mit der Freiheitlichen Partei, mit dem Klubobmann der stärksten Oppositionskraft in diesem Hohen Haus überhaupt ein Gespräch zu suchen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kopf: War es nicht umgekehrt?
Da lobe ich mir ja noch den Herrn Vizekanzler Spindelegger, wobei der bitte auch erst gestern tätig geworden ist, obwohl wochenlang Zeit war. Glauben Sie wirklich ernsthaft, das ist staatspolitische Verantwortung, die Sie leben? Gestern ist man an mich herangetreten, ob wir doch vielleicht miteinander reden könnten, ob es einen Weg gäbe. Ist das die staatspolitische Verantwortung und die Ernsthaftigkeit, von der Sie reden? (Abg. Kopf: War es nicht umgekehrt?)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist zum Genieren! Und ich sage Ihnen, die einzig richtige und beste Schuldenbremse wäre der sofortige Rücktritt dieser Bundesregierung. (Beifall bei der FPÖ.) Sofortiger Rücktritt dieser Bundesregierung und Neuwahlen! Das wäre nämlich die einzige Chance, dass man die Schuldenbremse wirklich sicherstellt.
Beifall bei der FPÖ.
Wer hat Sie denn daran gehindert, in Ihren Budgets der letzten Jahre eine von staatspolitischer Verantwortung getragene Haushaltspolitik zu leben, anstatt uns eine weitere Neuverschuldung aufzubürden? – Niemand, außer Sie sich selbst, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Genau das ist nicht der Fall, und da wundert man sich dann nur mehr. Dazu kann ich von unserer Seite nur eines sagen: Wir werden natürlich, weil wir Verantwortung haben, weil wir staatspolitische Verantwortung haben, selbstverständlich nicht den Sitzungssaal verlassen und gehen davon aus, dass das auch die anderen Oppositionsparteien so handhaben werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Alle fünf Jahre dürfen wir ein Kreuzerl machen, und dazwischen fahren dann diese Herrschaften, hinter mir sitzend, nach Brüssel zu Ratssitzungen, zu Kommissionssitzungen, und dort wird dann permanent gegen aufrechte Verträge entschieden, indem eine Transferunion gestaltet wird – gegen die österreichischen Interessen, gegen die EU-Verträge, die gebrochen worden sind in den letzten Jahren. Und dann ist man nicht einmal bereit, endlich im Sinne der direkten Demokratie die Bevölkerung einzubinden mit einer verbindlichen Volksabstimmung. Nichts! Da wird drübergefahren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ob Verfassungsgesetz oder einfaches Gesetz, Sie werden daran nichts ändern, solange Sie nicht konkrete Budgetmaßnahmen setzen. Dazu hätten Sie vor wenigen Wochen schon Gelegenheit gehabt, die Sie wieder verpasst haben: 10 Milliarden € Neuverschuldung. Und jetzt wollen Sie unsere letzten Souveränitätsrechte aufgeben, mit einer Fiskalunion, mit einem Europäischen Stabilitätsmechanismus, wo man nur mehr von einem totalitären, autoritären EU-Diktat reden kann bei dem, was Sie hier vorhaben. Sie setzen den Wahnsinn sozusagen wie auf der Titanic fort, wo man gegen einen Eisberg gefahren ist und das Schiff längst geflutet wird, aber Sie noch immer nicht kapieren, dass diese EU-Titanic im Sinken begriffen ist. (Beifall bei der FPÖ.)
die Abgeordneten Strache und Dr. Glawischnig-Piesczek: Wir auch! Wir auch!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Nur damit für die FernsehzuseherInnen das richtige Bild entwickelt wird: Der Herr Bundeskanzler und der Herr Vizekanzler waren seit 8.30 Uhr im EU-Hauptausschuss (die Abgeordneten Strache und Dr. Glawischnig-Piesczek: Wir auch! Wir auch!) – ja, ist ja löblich! –, und dort hat es die Möglichkeit gegeben, eineinhalb Stunden zu diskutieren, und dort sind all diese Fragen, die zum Teil auch mein Vorredner angesprochen hat, schon debattiert wurden. Und Sie machen da ein Theater wegen sieben Minuten, währenddessen der Staatssekretär und die Finanzministerin schon eingetroffen sind. Seien Sie mir nicht böse, das ist ein bisschen ein schiefes Bild, was Sie da zu entwickeln versuchen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Jeder Arbeitnehmer, jeder Lehrer muss auf seinem Arbeitsplatz sein!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Jeder Arbeitnehmer, jeder Lehrer muss auf seinem Arbeitsplatz sein!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Nur damit für die FernsehzuseherInnen das richtige Bild entwickelt wird: Der Herr Bundeskanzler und der Herr Vizekanzler waren seit 8.30 Uhr im EU-Hauptausschuss (die Abgeordneten Strache und Dr. Glawischnig-Piesczek: Wir auch! Wir auch!) – ja, ist ja löblich! –, und dort hat es die Möglichkeit gegeben, eineinhalb Stunden zu diskutieren, und dort sind all diese Fragen, die zum Teil auch mein Vorredner angesprochen hat, schon debattiert wurden. Und Sie machen da ein Theater wegen sieben Minuten, währenddessen der Staatssekretär und die Finanzministerin schon eingetroffen sind. Seien Sie mir nicht böse, das ist ein bisschen ein schiefes Bild, was Sie da zu entwickeln versuchen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Jeder Arbeitnehmer, jeder Lehrer muss auf seinem Arbeitsplatz sein!)
Abg. Bucher: Das ist ja ein Unsinn! Schulden habt ihr seit 20 Jahren gemacht!
Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise, verursacht von Spekulanten auf den Finanzmärkten, verursacht auch von Banken, die mit spekuliert haben, in den Griff zu bekommen (Abg. Bucher: Das ist ja ein Unsinn! Schulden habt ihr seit 20 Jahren gemacht!), damit dies nicht in der Realwirtschaft zu einer wachsenden Arbeitslosigkeit führt, damit es nicht zu einem Abbau des Sozialstaates kommt. Dafür hat der Staat interveniert und hat dafür Schulden gemacht – ganz im Sinne von Keynes, ganz im Sinne einer verantwortlichen Politik.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.
Sich heute herzustellen und das umzudefinieren, zu vergessen, was die wirkliche Wurzel ist, nämlich die unregulierten Finanzmärkte, die Gier der Spekulanten und die Fehler mancher Investmentbanker, und zu sagen: Jetzt gehört der Sozialstaat abgebaut, jetzt gehört die Verteilung neu organisiert, nämlich negativ für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, für die Mittelständler, für die kleinen Leute!, dazu kann ich nur Nein sagen. Das wird in diesem Land nicht stattfinden! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.)
Ironische Heiterkeit beim BZÖ.
Kollege Bucher, Ihre Forderungen, die Sie da in den Verhandlungen – manche meinen, diese Verhandlungen waren nicht ernst gemeint – eingebracht haben, haben das ja im Hintergrund gehabt. Sie wollten in Wirklichkeit in diesen Verhandlungen von Haus aus sagen: Wenn es eine Umverteilung gibt, dann hin zu den Wohlhabenden, zu den Reichen, zu den Immobilienbesitzern, zu den Superreichen! (Ironische Heiterkeit beim BZÖ.) Jawohl, das wollten Sie haben!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Aber das macht ihr ja gerade! Den Bankenspekulanten werft ihr das Geld in den Rachen!
Und einnahmenseitig darf es gar nichts geben und schon gar nicht zu Lasten derer, die das Geldvermögen haben, die das Vermögen an Immobilien, an Grund und Boden und so weiter haben. Das ist das, was Sie machen wollen. Und da kann ich Ihnen noch einmal sagen: Das wird nicht stattfinden in diesem Land! Das wird nicht stattfinden, dass die Reichen und die Superreichen an den Auswirkungen und der Finanzierung dieser Wirtschaftskrise nicht beteiligt sind. Glauben Sie mir das! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Aber das macht ihr ja gerade! Den Bankenspekulanten werft ihr das Geld in den Rachen!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir diskutieren immer wieder darüber und haben das im EU-Hauptausschuss heute auch getan. Und zwei Redner der anderen Fraktionen haben gesagt: Wir müssen schauen, was die Märkte sagen. Wie reagieren die Märkte? Wie entscheiden die Märkte? – Soll ich Ihnen sagen, was die Aufgabe der Politik ist? – Die Märkte zu zähmen. (Beifall bei der SPÖ.) Die Aufgabe der Politik ist, hier Regeln einzuführen, das ist die Aufgabe der Politik und nicht zu kapitulieren! (Abg. Bucher: Wer hindert Sie?!)
Abg. Bucher: Wer hindert Sie?!
Wir diskutieren immer wieder darüber und haben das im EU-Hauptausschuss heute auch getan. Und zwei Redner der anderen Fraktionen haben gesagt: Wir müssen schauen, was die Märkte sagen. Wie reagieren die Märkte? Wie entscheiden die Märkte? – Soll ich Ihnen sagen, was die Aufgabe der Politik ist? – Die Märkte zu zähmen. (Beifall bei der SPÖ.) Die Aufgabe der Politik ist, hier Regeln einzuführen, das ist die Aufgabe der Politik und nicht zu kapitulieren! (Abg. Bucher: Wer hindert Sie?!)
Abg. Strache: Direkte Demokratie ist was für den Teufel, nicht?
Und damit die Blauen nicht weiter lachen. Sie machen es sich ja ganz einfach, Sie stellen sich ins Eck und stellen permanent irgendwelche Forderungen, die mit dem momentanen Verhandlungsprozess gar nichts zu tun haben, damit Sie gar nicht in die Nähe von Verantwortung kommen. (Abg. Strache: Direkte Demokratie ist was für den Teufel, nicht?)
Abg. Strache: Einen Nord-Euro und einen Süd-Euro! Begreifen Sie endlich die Alternativen! Schwache und starke Volkswirtschaften !
Man könnte irgendwann einmal hier einen Punkt auf die Tagesordnung setzen, der lautet: Die Angst der Opposition – die Angst der Opposition vor Verantwortung, die Angst der Opposition, auch einmal Dinge und Wahrheiten auszusprechen, wofür man keinen Jubel erntet, wo man eben einmal Wahrheiten sagen muss, wo man dann auch auf Kritik stößt, wo man endlich einmal Alternativen auf den Tisch legen muss, durchdachte, kostenmäßig überlegte Alternativen. Wo sind die Alternativen? (Abg. Strache: Einen Nord-Euro und einen Süd-Euro! Begreifen Sie endlich die Alternativen! Schwache und starke Volkswirtschaften !)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Sie sind am besten Weg dorthin!
gerechte Verteilung, für einen Staatshaushalt, der gut, der sozial gerecht verteilt ist, ist. Wissen Sie, warum wir immer das Wort Gerechtigkeit in der Debatte einbringen? – Wir bringen es in die Debatte unter anderem immer deswegen ein, weil wir sagen: Das ist auch ein Wirtschaftsfaktor. Wer Geld in der Börse hat, ob das die Pensionisten sind oder andere, wer einen Job hat, wer Arbeitnehmerin/Arbeitnehmer ist, und was Sie jetzt zum Beispiel in Griechenland haben, eine Initiative von kleinen und mittleren Unternehmen – sie alle leisten ihren Beitrag. Und die Auswirkung dessen, was jetzt Griechenland hier aufoktroyiert wird, ist Rezession, ist Gefährdung der kleinen und mittleren Unternehmer in Griechenland. Und wer glaubt, dass wir jetzt akzeptieren können, dass es dieses Konzept der Rezession für ganz Europa oder für Österreich gibt, dem kann ich nur sagen: Nein, das wird nicht in Frage kommen! Wir lassen uns die Wirtschaft nicht zerstören, wir lassen uns den Sozialstaat nicht zerstören! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Sie sind am besten Weg dorthin!)
Abg. Strache: Sagen Sie einmal die Wahrheit!
Und das erfordert, das auszusprechen, was ist, Wahrheiten auf den Tisch legen. (Abg. Strache: Sagen Sie einmal die Wahrheit!) Das ist das Entscheidende, und nicht flüchten! Eine Versammlung von Verantwortungsflüchtlingen hilft uns nicht weiter. Was wir brauchen, das ist ein handlungsfähiger Staat, ein handlungsfähiger Haushalt, damit wir bei konjunkturellen Einbrüchen reagieren können, ist, dass wir hier immer auf die Verteilungsgerechtigkeit schauen, dass wir aber auch auf die Demokratie schauen, dass es möglich ist, hier mit zu entscheiden und mitzubestimmen.
Abg. Strache: Aber das macht ihr! Genau das macht ihr – auf Kosten der Demokratie!
Es kann ja nicht sein, dass wir das System, das sich jetzt in Europa gerade im Finanzbereich fehlentwickelt hat, auf Kosten der Demokratie retten! Das kommt ja gar nicht in Frage! (Abg. Strache: Aber das macht ihr! Genau das macht ihr – auf Kosten der Demokratie!) Es sind die nationalen Parlamente stärker einzubeziehen, und es müssen in den Räten auch wirklich die Entscheidungen fallen im Interesse des Euro, im Interesse der Beschäftigten, die zum Beispiel bei uns in Österreich bis zu einer Million in der Euro-Zone von diesem Import/Export, vom Handel in dieser Zone abhängig sind.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Österreich hat acht Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Wir sind in einem riesigen politischen und wirtschaftlichen Raum und stehen in Konkurrenz zu sehr erfolgreichen Volkswirtschaften. Die Euro-Zone steht in Konkurrenz zu China, zu anderen Volkswirtschaften, die eine wirkliche Herausforderung sind. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Wir müssen wettbewerbsfähig bleiben – unter Wahrung unserer Sozialstaatsgrundsätze und der sozialen Gerechtigkeit und auch unter Wahrung der österreichischen Identität. Das ist entscheidend! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.
Österreich hat acht Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Wir sind in einem riesigen politischen und wirtschaftlichen Raum und stehen in Konkurrenz zu sehr erfolgreichen Volkswirtschaften. Die Euro-Zone steht in Konkurrenz zu China, zu anderen Volkswirtschaften, die eine wirkliche Herausforderung sind. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Wir müssen wettbewerbsfähig bleiben – unter Wahrung unserer Sozialstaatsgrundsätze und der sozialen Gerechtigkeit und auch unter Wahrung der österreichischen Identität. Das ist entscheidend! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne): Frau Präsidentin! Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr verehrten Damen und Herren Abgeordnete! Herr Klubobmann Cap, Verantwortungsflüchtlinge war jetzt eine der Titulierungen, die Sie der Opposition zu geben versucht haben. Ich kann jetzt nur mit einem kontern: Ich habe in den letzten Tagen keinen seriösen Verhandlungsprozess erlebt, und ich kann jetzt das nur zurückgeben und sagen: Sie sind Verhandlungsflüchtlinge. Alle, die da hinten sitzen, sind aus meiner Sicht Verhandlungsflüchtlinge. (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Bucher: Sie sind nicht einmal handlungsfähig!
Denn eines, glaube ich, ist schon klar: Eine Verfassungsmehrheit ist eine Verfassungsmehrheit und keine Regierungsmehrheit. Eine Verfassungsmehrheit setzt einen breiten Konsens im österreichischen Parlament voraus. Und ein breiter Konsens setzt voraus, dass man zumindest seriös miteinander verhandelt. Und diese seriösen Verhandlungen hat es nicht gegeben, und zwar aus einem ganz bestimmten Grund: weil diese Regierung nicht verhandlungsfähig ist. Sie ist nicht verhandlungsfähig! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Bucher: Sie sind nicht einmal handlungsfähig!)
Abg. Bucher: Sparen, jawohl!
Es gibt das FPÖ-Konzept, die im Wesentlichen aus der EU hinaus will, mit Zahlungsstopp. Es hat das BZÖ-Konzept gegeben: im Wesentlichen keine neuen Steuern, alles nur mit Kürzungen, wenn ich es kurz zusammenfassen darf, „Genug gezahlt!“ (Abg. Bucher: Sparen, jawohl!) Und es hat ein grünes Konzept gegeben, das sehr klar war: ein Mix aus vernünftigem Sparen und aus einnahmenseitigen Maßnahmen, denn ohne einnahmenseitige Maßnahmen wird es nicht gehen, diesen Konsolidierungspfad zu erreichen. Das hören wir nämlich jetzt auch schon in den letzten Tagen, seit Mitterlehner als Erster mit der Wahrheit ans Licht gekommen ist: Ausgaben und Einnahmen wird es geben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es gibt das FPÖ-Konzept, die im Wesentlichen aus der EU hinaus will, mit Zahlungsstopp. Es hat das BZÖ-Konzept gegeben: im Wesentlichen keine neuen Steuern, alles nur mit Kürzungen, wenn ich es kurz zusammenfassen darf, „Genug gezahlt!“ (Abg. Bucher: Sparen, jawohl!) Und es hat ein grünes Konzept gegeben, das sehr klar war: ein Mix aus vernünftigem Sparen und aus einnahmenseitigen Maßnahmen, denn ohne einnahmenseitige Maßnahmen wird es nicht gehen, diesen Konsolidierungspfad zu erreichen. Das hören wir nämlich jetzt auch schon in den letzten Tagen, seit Mitterlehner als Erster mit der Wahrheit ans Licht gekommen ist: Ausgaben und Einnahmen wird es geben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Einer der Punkte, um die es offensichtlich gegangen ist – und das ist der wahre Grund, warum mit uns nie ernsthafte Verhandlungen geführt wurden, nämlich von niemandem! –, ist der, dass die ÖVP sich mit Händen und Füßen sträubt, über vermögensbezogene Steuern nur einmal zu reden – nur einmal zu reden! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Schauen Sie sich die Situation in Italien an! Da wird mit einer Immobilienbesteuerung hineingefahren, da werden Luxusgüter besteuert, Helikopter, Privatjets. Aber Sie stellen sich in dieser gesamten, sehr ernsten Diskussion ausschließlich vor die Meinls und Swarovskis und Co und sind nicht fähig, hier ernsthaft zu diskutieren, welche einnahmenseitigen Maßnahmen für Österreich vernünftig sind. Und das ist die wahre Blockadehaltung! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie haben in den letzten Tagen unglaublich viel Energie dafür verschwendet, uns über den Äther, über die Medien auszurichten, Sie verhandeln ja ohnehin mit der Opposition und wir wären so bockig und so störrisch. Das Gegenteil ist wahr! Seit Tagen ist absolute Funkstille. Die einzige Angst, die Sie irgendwie noch hatten, ist die vor einer Blamage hier im Nationalrat, aber das hat mit dem Herstellen eines Verfassungskonsens gar nichts zu tun. Das ist Verhandlungsunfähigkeit, das ist Regierungsunfähigkeit, und das ist aus meiner Sicht echte Verantwortungslosigkeit! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zweidrittelmehrheiten, wo wir sagen, das ist vernünftig und wichtig, zu hundert Prozent dahinter und verteidigen das auch, auch wenn es nicht immer ganz einfach ist und nicht immer gleich verstanden wird. Aber uns Grünen lasse ich dieses Etikett mit Sicherheit nicht umhängen, dass wir nicht seriöse Verhandlungspartner bei ernsten, wichtigen staatspolitischen Fragen sind! Mit Sicherheit nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Außerdem gilt das „Sixpack“, es gilt bis zum Jahre 2016 ein sehr strikter Budgetpfad, eine Reduktion des strukturellen Defizits um 0,75 Prozent pro Jahr. Was spricht dagegen, diesen Pfad einfach nur einzuhalten? Braucht man dafür eine Schuldenbremse, um den Budgetpfad einzuhalten? Offensichtlich brauchen Sie das. Das ist der Hilfeschrei einer Regierung, die nicht fähig ist, Vorgaben, die ohnehin schon europäisch mit Strafsanktionen abgesichert sind, einzuhalten. Erklären Sie sich einmal dazu, warum Sie nicht fähig sind, diese Vorgaben einzuhalten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Die Beamtengehaltsabschlüsse: 280 Millionen €, 130 Millionen davon aus meiner Sicht absolut verzichtbar, ausschließlich für Gehälter über 4 500 €. Ist das eine Schuldenbremse-Politik? Das Gegenteil ist das! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Rädler: Trotzdem muss es nicht richtig sein!
Die Rechnungshofvorschläge sind eine derartige Blamage in Zeiten der Schuldenbremse-Rhetorik! Und das sind Vorschläge, die aus zehn Jahren Verwaltungstätigkeitsüberprüfung kommen. Also das ist nicht etwas, was dem Rechnungshofpräsidenten gestern eingefallen ist und was man heute erst einmal anschauen muss (Abg. Rädler: Trotzdem muss es nicht richtig sein!), sondern das sind Vorschläge, die die letzten zehn Jahre in jedem einzelnen Ressort, in jedem einzelnen Verwaltungsbereich immer wieder an die österreichische Bundesregierung herangetragen wurden.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Es gibt auch grundsätzliche Kritik an der Schuldenbremse, aber über diese Hürde sind wir gesprungen. Ich sehe es auch unter Umständen kritisch, den Handlungsspielraum so einzuschränken. Aber Spielraum für Investitionen muss bleiben, deswegen muss man auch über neue Einnahmen reden. Und über das hätte ich gerne mit irgendjemandem von Ihnen gemeinsam geredet. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Bilateral bin ich mir bald einmal einig mit jemandem von der SPÖ, der sagt: Vermögensbezogene Steuern – okay, wir wollen ja ohnehin, aber die ÖVP will nicht!, aber als Regierung haben Sie zur Frage der Konsolidierung Österreichs null Plan. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das haben Sie aber lange gemacht!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Damen und Herren der Bundesregierung! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Wir lernen in diesen Tagen eine sehr schmerzliche Lektion – nicht nur Österreich, auch andere Länder –, nämlich jene, dass, wenn Staaten ständig über ihre Verhältnisse leben, sie sich zum Spielball der Finanzmärkte machen. Das ist eine sehr schmerzhafte Erkenntnis, die, wie gesagt, derzeit viele Staaten gewinnen müssen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das haben Sie aber lange gemacht!) Und ich bedauere es wirklich sehr, nachdem in nahezu all diesen Staaten endlich die Einsicht eingekehrt ist, dass dieser Weg ins Verderben führt, dass wir hier in Österreich so eine Debatte darüber führen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Damen und Herren der Bundesregierung! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Wir lernen in diesen Tagen eine sehr schmerzliche Lektion – nicht nur Österreich, auch andere Länder –, nämlich jene, dass, wenn Staaten ständig über ihre Verhältnisse leben, sie sich zum Spielball der Finanzmärkte machen. Das ist eine sehr schmerzhafte Erkenntnis, die, wie gesagt, derzeit viele Staaten gewinnen müssen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das haben Sie aber lange gemacht!) Und ich bedauere es wirklich sehr, nachdem in nahezu all diesen Staaten endlich die Einsicht eingekehrt ist, dass dieser Weg ins Verderben führt, dass wir hier in Österreich so eine Debatte darüber führen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Da haben Sie ja gesagt, die direkte Demokratie in der Verfassung verankern!
Nur ein kleines Beispiel, Kollege Strache. Wir beide haben vor über 14 Tagen gemeinsam zu diesem Thema ein Gespräch geführt, zu dem ich Sie eingeladen habe, um über dieses Thema zu reden. Jetzt zu sagen, man habe gestern erstmals Gespräche geführt, ist nicht wahr. (Abg. Strache: Da haben Sie ja gesagt, die direkte Demokratie in der Verfassung verankern!) Ich komme gleich dazu. – Sie haben mir in diesem Gespräch sofort zu verstehen gegeben, dass wir die Geschichte ohne FPÖ machen sollen. Das war die Botschaft am Ende dieses Gespräches! Ich zitiere nicht gern aus Vier-Augen-Gesprächen, aber wenn Sie damit anfangen, dann muss der Wahrheit zum Durchbruch verholfen werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Direkte Demokratie habe ich bei Ihnen gefordert, eine Volksabstimmung, aber die haben Sie abgelehnt!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Direkte Demokratie habe ich bei Ihnen gefordert, eine Volksabstimmung, aber die haben Sie abgelehnt!
Nur ein kleines Beispiel, Kollege Strache. Wir beide haben vor über 14 Tagen gemeinsam zu diesem Thema ein Gespräch geführt, zu dem ich Sie eingeladen habe, um über dieses Thema zu reden. Jetzt zu sagen, man habe gestern erstmals Gespräche geführt, ist nicht wahr. (Abg. Strache: Da haben Sie ja gesagt, die direkte Demokratie in der Verfassung verankern!) Ich komme gleich dazu. – Sie haben mir in diesem Gespräch sofort zu verstehen gegeben, dass wir die Geschichte ohne FPÖ machen sollen. Das war die Botschaft am Ende dieses Gespräches! Ich zitiere nicht gern aus Vier-Augen-Gesprächen, aber wenn Sie damit anfangen, dann muss der Wahrheit zum Durchbruch verholfen werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Direkte Demokratie habe ich bei Ihnen gefordert, eine Volksabstimmung, aber die haben Sie abgelehnt!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Die direkte Demokratie habe ich bei Ihnen gefordert, und Sie haben gesagt, das können Sie nicht machen! Sagen Sie die Wahrheit!
Ein Zweites: Nachdem Sie vor 14 Tagen schon abgesagt haben, an dieser Debatte überhaupt ernsthaft teilnehmen zu wollen, ist das gestrige Gespräch beim Herrn Vizekanzler auf Ihre Initiative hin zustande gekommen und nicht auf seine. Er hatte keine Veranlassung mehr dazu, weil Sie vor 14 Tagen schon gesagt haben, Sie wollen gar nicht dabei sein. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Die direkte Demokratie habe ich bei Ihnen gefordert, und Sie haben gesagt, das können Sie nicht machen! Sagen Sie die Wahrheit!)
Abg. Strache: Die direkte Demokratie haben Sie abgelehnt, sagen Sie das doch! Weil Sie keine Volksabstimmung wollten!
Meine Damen und Herren, ich bin ein wirklich großer Verfechter unserer demokratischen Einrichtungen, und wir sollten auch alle miteinander alles tun, um diese demokratischen Einrichtungen zu schützen. (Abg. Strache: Die direkte Demokratie haben Sie abgelehnt, sagen Sie das doch! Weil Sie keine Volksabstimmung wollten!) Demokratie ist mit Sicherheit jene Form der Entscheidungsfindung, die wir haben wollen, aber sie hat einen kleinen Schönheitsfehler: dass sie auf Politiker permanent eine moralische Versuchung ausübt, Wähler mit geliehenem Geld – man könnte auch sagen mit dem Geld der Kinder der Wähler – zu kaufen. Der beste Beweis dafür ist ein ehemaliger Bundeskanzler. Der hat vor vielen Jahren einmal gesagt, dass ihm ein paar Milliarden Schulden mehr keine schlaflosen Nächte bereiten. Mir bereiten sie schlaflose Nächte, glauben Sie mir, und der ÖVP insgesamt! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Sie haben seit 25 Jahren diese Schulden verursacht! Sie sitzen seit 25 Jahren in der Regierung!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Sie haben seit 25 Jahren diese Schulden verursacht! Sie sitzen seit 25 Jahren in der Regierung!
Meine Damen und Herren, ich bin ein wirklich großer Verfechter unserer demokratischen Einrichtungen, und wir sollten auch alle miteinander alles tun, um diese demokratischen Einrichtungen zu schützen. (Abg. Strache: Die direkte Demokratie haben Sie abgelehnt, sagen Sie das doch! Weil Sie keine Volksabstimmung wollten!) Demokratie ist mit Sicherheit jene Form der Entscheidungsfindung, die wir haben wollen, aber sie hat einen kleinen Schönheitsfehler: dass sie auf Politiker permanent eine moralische Versuchung ausübt, Wähler mit geliehenem Geld – man könnte auch sagen mit dem Geld der Kinder der Wähler – zu kaufen. Der beste Beweis dafür ist ein ehemaliger Bundeskanzler. Der hat vor vielen Jahren einmal gesagt, dass ihm ein paar Milliarden Schulden mehr keine schlaflosen Nächte bereiten. Mir bereiten sie schlaflose Nächte, glauben Sie mir, und der ÖVP insgesamt! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Sie haben seit 25 Jahren diese Schulden verursacht! Sie sitzen seit 25 Jahren in der Regierung!)
Abg. Strache: Und dann tun Sie so, als hätten Sie nichts damit zu tun! Das ist ja absurd, das ist ja lächerlich! Seit 25 Jahren machen Sie Schulden! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Und damit wir auch mit diesem Vorwurf einmal aufräumen (Abg. Strache: Und dann tun Sie so, als hätten Sie nichts damit zu tun! Das ist ja absurd, das ist ja lächerlich! Seit 25 Jahren machen Sie Schulden! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), die ÖVP sei bei dem ständig dabei gewesen: Die ÖVP hat in den Jahren 2000 bis 2007 mit Wolfgang Schüssel Bundeskanzlerverantwortung getragen, und in dieser Zeit ist die Schuldenquote Österreichs von 67 Prozent auf 59,5 Prozent gesenkt worden. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Durch die Auslagerungen der ÖBB und der Asfinag! Wieder die Unwahrheit!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Durch die Auslagerungen der ÖBB und der Asfinag! Wieder die Unwahrheit!
Und damit wir auch mit diesem Vorwurf einmal aufräumen (Abg. Strache: Und dann tun Sie so, als hätten Sie nichts damit zu tun! Das ist ja absurd, das ist ja lächerlich! Seit 25 Jahren machen Sie Schulden! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), die ÖVP sei bei dem ständig dabei gewesen: Die ÖVP hat in den Jahren 2000 bis 2007 mit Wolfgang Schüssel Bundeskanzlerverantwortung getragen, und in dieser Zeit ist die Schuldenquote Österreichs von 67 Prozent auf 59,5 Prozent gesenkt worden. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Durch die Auslagerungen der ÖBB und der Asfinag! Wieder die Unwahrheit!)
Ruf beim BZÖ: Eben!
Kollege Cap, wir werden uns offenbar über die Verursachung und über die Ursachen der heutigen Schuldenkrise nicht einig werden. Faktum ist aber, dass wir tatsächlich in den letzten zwei, drei Jahren zur Bewältigung einer Finanzkrise zusätzliche Schulden gemacht haben (Ruf beim BZÖ: Eben!) – gemeinsam (Abg. Ing. Westenthaler: Nicht gemeinsam!) –, um Arbeitsmarktprogramme umzusetzen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.) Wir haben manches gemeinsam beschlossen, und zwar aus gutem Grund, und es ist uns damit gelungen, die Arbeitslosigkeit niedrig und das Wachstum hoch zu halten. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Warum muss dann das Budget 2012 außerhalb von Maastricht sein?) Aber das, Kollege Cap, was wir in den Jahrzehnten davor gemacht haben, Schulden zu machen für den Konsum, für die laufenden Ausgaben im Staatshaushalt, war mit Sicherheit falsch! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Wart ihr da nicht dabei?)
Abg. Ing. Westenthaler: Nicht gemeinsam!
Kollege Cap, wir werden uns offenbar über die Verursachung und über die Ursachen der heutigen Schuldenkrise nicht einig werden. Faktum ist aber, dass wir tatsächlich in den letzten zwei, drei Jahren zur Bewältigung einer Finanzkrise zusätzliche Schulden gemacht haben (Ruf beim BZÖ: Eben!) – gemeinsam (Abg. Ing. Westenthaler: Nicht gemeinsam!) –, um Arbeitsmarktprogramme umzusetzen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.) Wir haben manches gemeinsam beschlossen, und zwar aus gutem Grund, und es ist uns damit gelungen, die Arbeitslosigkeit niedrig und das Wachstum hoch zu halten. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Warum muss dann das Budget 2012 außerhalb von Maastricht sein?) Aber das, Kollege Cap, was wir in den Jahrzehnten davor gemacht haben, Schulden zu machen für den Konsum, für die laufenden Ausgaben im Staatshaushalt, war mit Sicherheit falsch! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Wart ihr da nicht dabei?)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
Kollege Cap, wir werden uns offenbar über die Verursachung und über die Ursachen der heutigen Schuldenkrise nicht einig werden. Faktum ist aber, dass wir tatsächlich in den letzten zwei, drei Jahren zur Bewältigung einer Finanzkrise zusätzliche Schulden gemacht haben (Ruf beim BZÖ: Eben!) – gemeinsam (Abg. Ing. Westenthaler: Nicht gemeinsam!) –, um Arbeitsmarktprogramme umzusetzen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.) Wir haben manches gemeinsam beschlossen, und zwar aus gutem Grund, und es ist uns damit gelungen, die Arbeitslosigkeit niedrig und das Wachstum hoch zu halten. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Warum muss dann das Budget 2012 außerhalb von Maastricht sein?) Aber das, Kollege Cap, was wir in den Jahrzehnten davor gemacht haben, Schulden zu machen für den Konsum, für die laufenden Ausgaben im Staatshaushalt, war mit Sicherheit falsch! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Wart ihr da nicht dabei?)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Warum muss dann das Budget 2012 außerhalb von Maastricht sein?
Kollege Cap, wir werden uns offenbar über die Verursachung und über die Ursachen der heutigen Schuldenkrise nicht einig werden. Faktum ist aber, dass wir tatsächlich in den letzten zwei, drei Jahren zur Bewältigung einer Finanzkrise zusätzliche Schulden gemacht haben (Ruf beim BZÖ: Eben!) – gemeinsam (Abg. Ing. Westenthaler: Nicht gemeinsam!) –, um Arbeitsmarktprogramme umzusetzen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.) Wir haben manches gemeinsam beschlossen, und zwar aus gutem Grund, und es ist uns damit gelungen, die Arbeitslosigkeit niedrig und das Wachstum hoch zu halten. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Warum muss dann das Budget 2012 außerhalb von Maastricht sein?) Aber das, Kollege Cap, was wir in den Jahrzehnten davor gemacht haben, Schulden zu machen für den Konsum, für die laufenden Ausgaben im Staatshaushalt, war mit Sicherheit falsch! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Wart ihr da nicht dabei?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Wart ihr da nicht dabei?
Kollege Cap, wir werden uns offenbar über die Verursachung und über die Ursachen der heutigen Schuldenkrise nicht einig werden. Faktum ist aber, dass wir tatsächlich in den letzten zwei, drei Jahren zur Bewältigung einer Finanzkrise zusätzliche Schulden gemacht haben (Ruf beim BZÖ: Eben!) – gemeinsam (Abg. Ing. Westenthaler: Nicht gemeinsam!) –, um Arbeitsmarktprogramme umzusetzen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.) Wir haben manches gemeinsam beschlossen, und zwar aus gutem Grund, und es ist uns damit gelungen, die Arbeitslosigkeit niedrig und das Wachstum hoch zu halten. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Warum muss dann das Budget 2012 außerhalb von Maastricht sein?) Aber das, Kollege Cap, was wir in den Jahrzehnten davor gemacht haben, Schulden zu machen für den Konsum, für die laufenden Ausgaben im Staatshaushalt, war mit Sicherheit falsch! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Wart ihr da nicht dabei?)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Klubobmann Schüssel! Das waren Regierungsvorlagen!
Wenn es einen zweiten Beweis für die moralische Versuchung gegenüber Politikern braucht, dann nehmen Sie nur den 24. September 2008 her (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Klubobmann Schüssel! Das waren Regierungsvorlagen!): In diesem Hohen Haus haben wir gemeinsam ein paar Tage vor einer Wahl mit wechselnden Mehrheiten Beschlüsse gefasst, die uns dauerhafte Mehrbelastungen – ohne Not – von 3 Milliarden € jährlich gebracht haben. Das war verantwortungslos! Das darf sich nicht mehr wiederholen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Wurm: Sie waren nicht dabei?!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Wurm: Sie waren nicht dabei?!
Wenn es einen zweiten Beweis für die moralische Versuchung gegenüber Politikern braucht, dann nehmen Sie nur den 24. September 2008 her (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Klubobmann Schüssel! Das waren Regierungsvorlagen!): In diesem Hohen Haus haben wir gemeinsam ein paar Tage vor einer Wahl mit wechselnden Mehrheiten Beschlüsse gefasst, die uns dauerhafte Mehrbelastungen – ohne Not – von 3 Milliarden € jährlich gebracht haben. Das war verantwortungslos! Das darf sich nicht mehr wiederholen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Wurm: Sie waren nicht dabei?!)
Abg. Petzner: Ihr habt Neuwahlen ausgelöst! Ihr habt gesagt: Es reicht!
Wenn nun, meine Damen und Herren, die meisten Staaten zu der Einsicht kommen (Abg. Petzner: Ihr habt Neuwahlen ausgelöst! Ihr habt gesagt: Es reicht!), dass wir in ganz Europa einen anderen Weg beschreiten müssen, was Budget, Haushaltspolitik und Haushaltsdisziplin anbelangt, dann ist eine Schuldenbremse, die Verankerung eines Prinzips, wie wir künftig haushalten wollen, in der Verfassung genau das richtige Instrument dafür. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Wenn nun, meine Damen und Herren, die meisten Staaten zu der Einsicht kommen (Abg. Petzner: Ihr habt Neuwahlen ausgelöst! Ihr habt gesagt: Es reicht!), dass wir in ganz Europa einen anderen Weg beschreiten müssen, was Budget, Haushaltspolitik und Haushaltsdisziplin anbelangt, dann ist eine Schuldenbremse, die Verankerung eines Prinzips, wie wir künftig haushalten wollen, in der Verfassung genau das richtige Instrument dafür. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenrufe beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.
Eine Selbstbeschränkung für uns alle gegenüber dieser moralischen Versuchung, der wir alle tagtäglich ausgesetzt sind, ist ein vernünftiges Instrument. (Zwischenrufe beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Ha, ha, ha!
Ja, meine Damen und Herren, machen Sie sich nur lustig darüber, führen Sie weiterhin so unernste Gespräche (Abg. Dr. Pirklhuber: Ha, ha, ha!) und machen Sie so unernste Zwischenrufe! Sie stellen sich damit selbst in jenes Abseits, in dem Sie offenbar stehen wollen, nämlich im Abseits der Verantwortungslosigkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ja, meine Damen und Herren, machen Sie sich nur lustig darüber, führen Sie weiterhin so unernste Gespräche (Abg. Dr. Pirklhuber: Ha, ha, ha!) und machen Sie so unernste Zwischenrufe! Sie stellen sich damit selbst in jenes Abseits, in dem Sie offenbar stehen wollen, nämlich im Abseits der Verantwortungslosigkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja, zum Beispiel das Budget!
Meine Damen und Herren! Selbstverständlich werden die Regierungsparteien, auch wenn wir die Schuldenbremse jetzt nicht in die Verfassung bekommen, alle notwendigen Einzelmaßnahmen setzen (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja, zum Beispiel das Budget!), damit wir den Budgetpfad, den wir uns selbst vorgenommen haben, einhalten können. Wir werden die notwendigen Maßnahmen setzen, damit wir in den Jahren 2016/2017 wieder einen ausgeglichenen Haushalt haben und 2020 wieder auf einer Schuldenquote von 60 Prozent herunten sind. Das sind wir unseren Kindern und Kindeskindern schuldig, und wir als Regierungsparteien werden diese Verantwortung auch tatsächlich wahrnehmen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hagen: Welche Sanktionen werden dahinter sein?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hagen: Welche Sanktionen werden dahinter sein?
Meine Damen und Herren! Selbstverständlich werden die Regierungsparteien, auch wenn wir die Schuldenbremse jetzt nicht in die Verfassung bekommen, alle notwendigen Einzelmaßnahmen setzen (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja, zum Beispiel das Budget!), damit wir den Budgetpfad, den wir uns selbst vorgenommen haben, einhalten können. Wir werden die notwendigen Maßnahmen setzen, damit wir in den Jahren 2016/2017 wieder einen ausgeglichenen Haushalt haben und 2020 wieder auf einer Schuldenquote von 60 Prozent herunten sind. Das sind wir unseren Kindern und Kindeskindern schuldig, und wir als Regierungsparteien werden diese Verantwortung auch tatsächlich wahrnehmen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hagen: Welche Sanktionen werden dahinter sein?)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek
Eines zum Schluss noch einmal an die Steuerfetischisten, also all jene, die glauben, dass man in einem Land (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek), das schon zu den Hochsteuerländern zählt, bei 44 Prozent Steuer- und Abgabenquote den Menschen noch mehr Geld aus der Tasche ziehen könne (Zwischenrufe beim BZÖ): All diesen erteile ich an dieser Stelle eine ganz klare Absage. Das Budget ist durch kluge Einsparungen in vielen Bereichen, wo dies möglich ist, zu sanieren, aber mit Sicherheit nicht durch zusätzliche, neue Steuern. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das hat Josef Pröll auch schon gesagt!)
Zwischenrufe beim BZÖ
Eines zum Schluss noch einmal an die Steuerfetischisten, also all jene, die glauben, dass man in einem Land (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek), das schon zu den Hochsteuerländern zählt, bei 44 Prozent Steuer- und Abgabenquote den Menschen noch mehr Geld aus der Tasche ziehen könne (Zwischenrufe beim BZÖ): All diesen erteile ich an dieser Stelle eine ganz klare Absage. Das Budget ist durch kluge Einsparungen in vielen Bereichen, wo dies möglich ist, zu sanieren, aber mit Sicherheit nicht durch zusätzliche, neue Steuern. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das hat Josef Pröll auch schon gesagt!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das hat Josef Pröll auch schon gesagt!
Eines zum Schluss noch einmal an die Steuerfetischisten, also all jene, die glauben, dass man in einem Land (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek), das schon zu den Hochsteuerländern zählt, bei 44 Prozent Steuer- und Abgabenquote den Menschen noch mehr Geld aus der Tasche ziehen könne (Zwischenrufe beim BZÖ): All diesen erteile ich an dieser Stelle eine ganz klare Absage. Das Budget ist durch kluge Einsparungen in vielen Bereichen, wo dies möglich ist, zu sanieren, aber mit Sicherheit nicht durch zusätzliche, neue Steuern. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das hat Josef Pröll auch schon gesagt!)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kanzler und Vizekanzler waren offenbar die zwei Einzigen, die gewillt waren, die Aufforderung des Herrn Bundespräsidenten ernst zu nehmen und dieser Debatte fernzubleiben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Man hat jetzt einmal gesehen, welche Abgehobenheit dieser Bundesregierung innewohnt, welche Abgehobenheit hier tatsächlich herrscht gegenüber der Opposition und all jenen, die es wirklich gut meinen mit den Menschen, mit den Bürgern und mit diesem Land! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist der Herr Außenminister?
Das vermisse ich bei Ihnen und vor allem beim Herrn Außenminister, der sich ja schon wieder davongeschlichen hat, der Herr Außenminister, der immer außen vor ist, wenn es darum geht, die Probleme unseres Landes anzupacken, zu diskutieren und zu lösen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist der Herr Außenminister?) Wo ist denn der Herr Vizekanzler, von dem ich in den letzten Tagen immer gehört habe, dass er mit uns verhandeln möchte, dass er mit uns Gespräche führen möchte? (Abg. Ing. Westenthaler: Der ist gar nicht da, der ist geflüchtet!) – Kein einziges Mal hat er sich gemeldet oder angerufen. Wir waren gestern den ganzen Tag hier, bis halb zwölf Uhr in der Nacht. Das ist unser Arbeitsplatz, Herr Vizekanzler, hier sind wir anzutreffen. Wenn Sie mit uns reden wollen, dann sprechen Sie mit uns und dann verhandeln Sie mit uns, aber stehlen Sie sich nicht aus der Verantwortung! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Der ist gar nicht da, der ist geflüchtet!
Das vermisse ich bei Ihnen und vor allem beim Herrn Außenminister, der sich ja schon wieder davongeschlichen hat, der Herr Außenminister, der immer außen vor ist, wenn es darum geht, die Probleme unseres Landes anzupacken, zu diskutieren und zu lösen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist der Herr Außenminister?) Wo ist denn der Herr Vizekanzler, von dem ich in den letzten Tagen immer gehört habe, dass er mit uns verhandeln möchte, dass er mit uns Gespräche führen möchte? (Abg. Ing. Westenthaler: Der ist gar nicht da, der ist geflüchtet!) – Kein einziges Mal hat er sich gemeldet oder angerufen. Wir waren gestern den ganzen Tag hier, bis halb zwölf Uhr in der Nacht. Das ist unser Arbeitsplatz, Herr Vizekanzler, hier sind wir anzutreffen. Wenn Sie mit uns reden wollen, dann sprechen Sie mit uns und dann verhandeln Sie mit uns, aber stehlen Sie sich nicht aus der Verantwortung! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das vermisse ich bei Ihnen und vor allem beim Herrn Außenminister, der sich ja schon wieder davongeschlichen hat, der Herr Außenminister, der immer außen vor ist, wenn es darum geht, die Probleme unseres Landes anzupacken, zu diskutieren und zu lösen. (Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist der Herr Außenminister?) Wo ist denn der Herr Vizekanzler, von dem ich in den letzten Tagen immer gehört habe, dass er mit uns verhandeln möchte, dass er mit uns Gespräche führen möchte? (Abg. Ing. Westenthaler: Der ist gar nicht da, der ist geflüchtet!) – Kein einziges Mal hat er sich gemeldet oder angerufen. Wir waren gestern den ganzen Tag hier, bis halb zwölf Uhr in der Nacht. Das ist unser Arbeitsplatz, Herr Vizekanzler, hier sind wir anzutreffen. Wenn Sie mit uns reden wollen, dann sprechen Sie mit uns und dann verhandeln Sie mit uns, aber stehlen Sie sich nicht aus der Verantwortung! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Kollege Cap! Sie treten hier an das Rednerpult und wollen die Finanzmärkte zähmen. – Nennen Sie mir den Schurken, der Sie davon abhält! Wo ist er? Nennen Sie einen Namen! Nennen Sie denjenigen, den wir sozusagen davon überzeugen müssen, damit es endlich zu einer Regulierung der Finanzmärkte kommt! – Das ist eine Oppositionsnummer, die Sie einstecken können. Die hatte vielleicht Gültigkeit, als Sie in der Opposition waren. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Strache: Der Bundeskanzler ist doch immer nur im virtuellen Facebook drinnen!
Sie sind in der Regierung! Sie tragen Verantwortung! Haben Sie überhaupt noch ein Gewissen? – Das frage ich Sie jetzt einmal ganz persönlich. Haben Sie keinen Einfluss auf Ihren Parteichef? Reden Sie einmal mit dem Herrn Bundeskanzler darüber, denn er hätte es längst in der Hand gehabt (Abg. Strache: Der Bundeskanzler ist doch immer nur im virtuellen Facebook drinnen!), auf europäischer Ebene seit 2008, seit dem Zusammenbrechen des Finanz- und Bankensystems dafür zu sorgen, dass wir Spielregeln für die Banken und Spekulanten bekommen. Nicht wir, die Opposition, sondern Sie allein hätten es in der Hand gehabt, dafür zu sorgen. Das ist eine billige Nummer, die hier von Ihnen abgezogen wird, und diese ist so nicht hinzunehmen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie sind in der Regierung! Sie tragen Verantwortung! Haben Sie überhaupt noch ein Gewissen? – Das frage ich Sie jetzt einmal ganz persönlich. Haben Sie keinen Einfluss auf Ihren Parteichef? Reden Sie einmal mit dem Herrn Bundeskanzler darüber, denn er hätte es längst in der Hand gehabt (Abg. Strache: Der Bundeskanzler ist doch immer nur im virtuellen Facebook drinnen!), auf europäischer Ebene seit 2008, seit dem Zusammenbrechen des Finanz- und Bankensystems dafür zu sorgen, dass wir Spielregeln für die Banken und Spekulanten bekommen. Nicht wir, die Opposition, sondern Sie allein hätten es in der Hand gehabt, dafür zu sorgen. Das ist eine billige Nummer, die hier von Ihnen abgezogen wird, und diese ist so nicht hinzunehmen. (Beifall beim BZÖ.)
Allgemeine Heiterkeit.
Sie werden nur von einem übertroffen, und das ist Herr Kollege Kopf. Die Schulden lasten anscheinend so sehr auf seinen Schultern, dass sein Sessel zusammenbricht. (Allgemeine Heiterkeit.)
Abg. Strache: Den Sie 25 Jahre verursacht haben!
Das, was Sie, Herr Kollege, hier betreiben, ist hinterhältigst. Hinterhältigst! Sie beklagen sich hier jedes Mal über den enormen Schuldenstand (Abg. Strache: Den Sie 25 Jahre verursacht haben!) in dem Wissen, dass Sie seit 25 Jahren diese Schulden beschlossen haben, die uns jetzt plagen, für die der Steuerzahler geradezustehen hat. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Das, was Sie, Herr Kollege, hier betreiben, ist hinterhältigst. Hinterhältigst! Sie beklagen sich hier jedes Mal über den enormen Schuldenstand (Abg. Strache: Den Sie 25 Jahre verursacht haben!) in dem Wissen, dass Sie seit 25 Jahren diese Schulden beschlossen haben, die uns jetzt plagen, für die der Steuerzahler geradezustehen hat. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Vor etwa zwei Wochen haben Sie ein Budget beschlossen, das neuerlich 11 Milliarden € an Schulden vorsieht. Und jetzt beklagen Sie hier diesen enormen Schuldenstand? Sie beklagen sich selbst und Ihre eigene Unfähigkeit, dieses Land zu regieren und das Budget zu sanieren! Das ist die Wahrheit, Herr Kollege Kopf. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Strache: Rechtzeitig für den Opernball!
Was machen die Herren der Bundesregierung? – Kanzler und Vizekanzler stecken einander einen Orden an die Brust, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Strache: Rechtzeitig für den Opernball!) Das ist Ihre Wahrnehmung der Krise, in der wir uns befinden. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Österreich steht das Wasser bis zum Hals, und Ihnen fällt nichts anderes ein, als sich gegenseitig zu würdigen.
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Was machen die Herren der Bundesregierung? – Kanzler und Vizekanzler stecken einander einen Orden an die Brust, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Strache: Rechtzeitig für den Opernball!) Das ist Ihre Wahrnehmung der Krise, in der wir uns befinden. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Österreich steht das Wasser bis zum Hals, und Ihnen fällt nichts anderes ein, als sich gegenseitig zu würdigen.
Beifall beim BZÖ. – Der Redner überreicht Bundeskanzler Faymann einen Button mit der Aufschrift „Genug gezahlt!“
Ich sage Ihnen, Herr Kanzler und Herr Vizekanzler, der einzige Orden, den Sie verdienen, ist der: „Genug gezahlt!“, vom Steuerzahler, und diesen überreiche ich Ihnen. (Beifall beim BZÖ. – Der Redner überreicht Bundeskanzler Faymann einen Button mit der Aufschrift „Genug gezahlt!“)
Beifall beim BZÖ.
Und werfen Sie uns nicht vor, wir wären nicht konsequent und nicht staatstragend. Wir sind immer gerne mit dabei, wenn es darum geht, vernünftige Gesetze im Interesse des Landes zu beschließen. Das haben wir schon einige Male unter Beweis gestellt, ob das das Ökostromgesetz war oder heute beispielsweise das Medientransparenzgesetz ist. Wenn Sie mit uns ernsthaft verhandeln und auf unsere Vorschläge eingehen, dann ist das BZÖ ein verlässlicher Partner. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Auch die zweite Kernforderung war richtig und wichtig: dass wir einen Deckel festlegen, was die Steuer- und Abgabenquote betrifft. Es ist so, dass Österreich ein „Nationalpark Hohe Steuern“ ist und keinen Spielraum mehr für neue Steuern, Abgaben und Gebühren hat. – Und was ist jetzt? – Es hat sich herausgestellt, dass auch diese Forderung des BZÖ richtig war. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Gestern war in den „Salzburger Nachrichten“ zu lesen, dass Mitterlehner sagt, dass zu etwa 30 Prozent die Steuern und neue Steuern dafür sorgen sollen, dass das Budget saniert wird. Es ist also neuerlich die ÖVP, die wortbrüchig wird, sich immer hier heraus stellt und sagt: Keine Steuern, keine neuen Steuern!, und dann das Gegenteil beschließt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Einige Abgeordnete des BZÖ erheben sich von ihren Plätzen und spenden stehend Beifall.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das Allerwichtigste zum Schluss: Wir brauchen endlich eine Politik, die nicht Rücksicht nimmt auf ihre Besitzstände – ob das die Pensionisten oder die Beamten von Rot und Schwarz sind –, sondern Rücksicht nimmt auf die Zukunft und auf die nächsten Generationen. (Beifall beim BZÖ. – Einige Abgeordnete des BZÖ erheben sich von ihren Plätzen und spenden stehend Beifall.)
Abg. Ing. Westenthaler: Zu spät kommen!
Bundeskanzler Werner Faymann: Sehr verehrter Herr Präsident! Verehrte Mitglieder der Regierung! Sehr verehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Es gibt mit Sicherheit hinsichtlich der Frage, warum wir (Abg. Ing. Westenthaler: Zu spät kommen!) in diese schwierige Situation geraten sind, unterschiedliche Analysen und unterschiedliche Ansätze. Was aber mit Sicherheit gilt, ist, dass die Antworten, wie wir aus dieser Krise herauskommen, in einem hohen Ausmaß auf europäischer Ebene liegen.
Abg. Strache: Warum verzapfen Sie immer bewusst solchen Unsinn, solche Unwahrheiten? Das ist ja unwahr!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, deshalb habe ich mit einer Partei, die auf „Raus aus der Europäischen Union!“ setzt und den Austritt eigentlich lieber heute als morgen hätte (Abg. Strache: Warum verzapfen Sie immer bewusst solchen Unsinn, solche Unwahrheiten? Das ist ja unwahr!), nicht verhandelt, denn ich führe Österreich nicht in den Abgrund, und ich mache Ihnen nicht die Hoffnung, ernsthafte Verhandlungen über Österreichs Sturz in den Abgrund zu führen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, deshalb habe ich mit einer Partei, die auf „Raus aus der Europäischen Union!“ setzt und den Austritt eigentlich lieber heute als morgen hätte (Abg. Strache: Warum verzapfen Sie immer bewusst solchen Unsinn, solche Unwahrheiten? Das ist ja unwahr!), nicht verhandelt, denn ich führe Österreich nicht in den Abgrund, und ich mache Ihnen nicht die Hoffnung, ernsthafte Verhandlungen über Österreichs Sturz in den Abgrund zu führen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Strache: Sie machen sie ja kaputt! Das sind Sie!
Sie werden dann vielleicht – ich hoffe, nicht – die Gelegenheit haben, zu höhnen und zu sagen: Na bitte, wir haben ja gleich gewusst, der und der und der schafft es nicht!, aber ich sage Ihnen, wir sind kein Partner für Sie, wenn es darum geht, die Europäische Union zu zerreißen, diese Euro-Zone zu zerreißen (Abg. Strache: Sie machen sie ja kaputt! Das sind Sie!) und Europa in eine Rezession zu führen! Das sind Sie und nicht wir! Das ist der Unterschied, und auf diesen bin ich sehr stolz. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Unser Steuergeld nach Brüssel, zu den Bankspekulanten und sonst wohin! Das ist Ihr Konzept!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Unser Steuergeld nach Brüssel, zu den Bankspekulanten und sonst wohin! Das ist Ihr Konzept!
Sie werden dann vielleicht – ich hoffe, nicht – die Gelegenheit haben, zu höhnen und zu sagen: Na bitte, wir haben ja gleich gewusst, der und der und der schafft es nicht!, aber ich sage Ihnen, wir sind kein Partner für Sie, wenn es darum geht, die Europäische Union zu zerreißen, diese Euro-Zone zu zerreißen (Abg. Strache: Sie machen sie ja kaputt! Das sind Sie!) und Europa in eine Rezession zu führen! Das sind Sie und nicht wir! Das ist der Unterschied, und auf diesen bin ich sehr stolz. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Unser Steuergeld nach Brüssel, zu den Bankspekulanten und sonst wohin! Das ist Ihr Konzept!)
Abg. Mag. Stefan: Jede Woche ein neues unfähiges Paket! Sie wissen ja gar nicht, wie es geht! Jede Woche etwas Neues!
Sie können es in menschlichem Leid und in Steuergeld ausrechnen, was ein absichtliches Zerreißen der Europäischen Union, wie Sie es vorschlagen, bedeuten würde. (Abg. Mag. Stefan: Jede Woche ein neues unfähiges Paket! Sie wissen ja gar nicht, wie es geht! Jede Woche etwas Neues!) Das kann man ausrechnen, weil wir die Handelsbeziehungen, die wirtschaftspolitischen Beziehungen, die Kettenreaktionen, die Auswirkungen auf die Länder, die Bürgerinnen und Bürger in Österreich in diesen Tagen stärker erkennen als in der Vergangenheit. Nur Sie wollen es nicht erkennen (Abg. Neubauer: Sie haben es nur nicht verstanden!), weil Sie immer dieselbe Rede halten. Wechseln Sie einmal Ihre Rede aus, die Zeiten haben sich geändert! (Abg. Strache: Deshalb stehen Griechenland und Italien so toll da!) Berücksichtigen Sie diese enge Verflechtung in Europa! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Was Sie da verzapfen, ist nur mehr Unsinn!)
Abg. Neubauer: Sie haben es nur nicht verstanden!
Sie können es in menschlichem Leid und in Steuergeld ausrechnen, was ein absichtliches Zerreißen der Europäischen Union, wie Sie es vorschlagen, bedeuten würde. (Abg. Mag. Stefan: Jede Woche ein neues unfähiges Paket! Sie wissen ja gar nicht, wie es geht! Jede Woche etwas Neues!) Das kann man ausrechnen, weil wir die Handelsbeziehungen, die wirtschaftspolitischen Beziehungen, die Kettenreaktionen, die Auswirkungen auf die Länder, die Bürgerinnen und Bürger in Österreich in diesen Tagen stärker erkennen als in der Vergangenheit. Nur Sie wollen es nicht erkennen (Abg. Neubauer: Sie haben es nur nicht verstanden!), weil Sie immer dieselbe Rede halten. Wechseln Sie einmal Ihre Rede aus, die Zeiten haben sich geändert! (Abg. Strache: Deshalb stehen Griechenland und Italien so toll da!) Berücksichtigen Sie diese enge Verflechtung in Europa! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Was Sie da verzapfen, ist nur mehr Unsinn!)
Abg. Strache: Deshalb stehen Griechenland und Italien so toll da!
Sie können es in menschlichem Leid und in Steuergeld ausrechnen, was ein absichtliches Zerreißen der Europäischen Union, wie Sie es vorschlagen, bedeuten würde. (Abg. Mag. Stefan: Jede Woche ein neues unfähiges Paket! Sie wissen ja gar nicht, wie es geht! Jede Woche etwas Neues!) Das kann man ausrechnen, weil wir die Handelsbeziehungen, die wirtschaftspolitischen Beziehungen, die Kettenreaktionen, die Auswirkungen auf die Länder, die Bürgerinnen und Bürger in Österreich in diesen Tagen stärker erkennen als in der Vergangenheit. Nur Sie wollen es nicht erkennen (Abg. Neubauer: Sie haben es nur nicht verstanden!), weil Sie immer dieselbe Rede halten. Wechseln Sie einmal Ihre Rede aus, die Zeiten haben sich geändert! (Abg. Strache: Deshalb stehen Griechenland und Italien so toll da!) Berücksichtigen Sie diese enge Verflechtung in Europa! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Was Sie da verzapfen, ist nur mehr Unsinn!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Was Sie da verzapfen, ist nur mehr Unsinn!
Sie können es in menschlichem Leid und in Steuergeld ausrechnen, was ein absichtliches Zerreißen der Europäischen Union, wie Sie es vorschlagen, bedeuten würde. (Abg. Mag. Stefan: Jede Woche ein neues unfähiges Paket! Sie wissen ja gar nicht, wie es geht! Jede Woche etwas Neues!) Das kann man ausrechnen, weil wir die Handelsbeziehungen, die wirtschaftspolitischen Beziehungen, die Kettenreaktionen, die Auswirkungen auf die Länder, die Bürgerinnen und Bürger in Österreich in diesen Tagen stärker erkennen als in der Vergangenheit. Nur Sie wollen es nicht erkennen (Abg. Neubauer: Sie haben es nur nicht verstanden!), weil Sie immer dieselbe Rede halten. Wechseln Sie einmal Ihre Rede aus, die Zeiten haben sich geändert! (Abg. Strache: Deshalb stehen Griechenland und Italien so toll da!) Berücksichtigen Sie diese enge Verflechtung in Europa! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Was Sie da verzapfen, ist nur mehr Unsinn!)
Abg. Neubauer: Mit Ihnen redet ja keiner mehr!
Ich werde nicht aufgeben und Gespräche mit den anderen Oppositionsparteien führen, auch wenn es heute nicht gelingen sollte, eine Verfassungsmehrheit zu erreichen (Abg. Neubauer: Mit Ihnen redet ja keiner mehr!), weil der Beschluss, den wir in der Euro-Gruppe gefasst haben, gelautet hat, als Fundament und als Basis für die weitere, engere Zusammenarbeit die Verankerung der Schuldenbremse möglichst in der Verfassung bis Ende nächsten Jahres herbeizuführen. Ich hatte mir jedoch gedacht, dass wir nicht bis Ende nächsten Jahres warten sollten, um solch einen Beschluss zu fassen, sondern dieses Fundament möglichst schnell bauen sollten. Aber ich werde weiter
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Gerade Österreich hat immer wieder Kritik formuliert hinsichtlich des zu wenig stark ausgeprägten sozialen Europas. Wir sind noch nicht durchgedrungen mit der Trennung zwischen Investmenthäusern und Spekulationsbereichen, wenn es um die Beurteilung der Banken geht. Wir haben mit unserer Überzeugungsarbeit noch keine Mehrheit erreicht betreffend die Einführung einer Finanztransaktionssteuer, wirksam ab 2014, damit wir das Geld auch schon in die Budgets bekommen. Wir sind also noch ein ganzes Stück von dem entfernt, was wir uns unter einer Europäischen Union vorstellen. Aber mit jenen, die hier ein Stück des Weges mitgehen, weil sie eine größere Lösungskompetenz in der Euro-Zone und in der Europäischen Union haben wollen, werden wir und werde auch ich persönlich weiter Gespräche führen in der Überzeugung, dass es nicht darum geht, innenpolitische Auseinandersetzungen – seien sie richtig oder falsch – als Druckmittel, als Geisel einzusetzen und in Europa gemeinsame Lösungen zu verhindern. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP und Bravorufe bei der SPÖ. – Abg. Strache: Freudentänze auf den Straßen! Freudentänze der Bevölkerung auf den Straßen!
Diese Kompromisse auf europäischer Ebene mitzutragen und nicht aus innenpolitischen Gründen als Ausstiegsgrund zu verwenden, darum bitte ich Sie, darum werbe ich. Ich bin überzeugt, Österreich ist ein Land, das stark ist in der Europäischen Union, das stark wahrgenommen wird auch in der Eurozone als ein Land, das etwa hinsichtlich Arbeitslosigkeit, hinsichtlich Beschäftigungspolitik eine vorbildliche Rolle einnimmt. Österreich ist ein Land der Wirtschaftskraft, das sich seiner Verantwortung bewusst ist. Werden wir uns auch gemeinsam der Verantwortung bewusst, in der Euro-Gruppe die Beschlüsse zu tragen, die ein Fundament für Österreich und ein Fundament für Europa darstellen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP und Bravorufe bei der SPÖ. – Abg. Strache: Freudentänze auf den Straßen! Freudentänze der Bevölkerung auf den Straßen!)
Abg. Strache: Geben wir ihm die Chance! Aber wenn es wieder nicht funktioniert, dann müsste er irgendwann einmal Konsequenzen ziehen!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Zuhörerinnen und Zuhörer! Hohes Haus! Die Staats- und Regierungschefs in der Eurozone, also auch unser Herr Bundeskanzler, haben sich am 26./27. Oktober in Brüssel dazu verpflichtet, dass jeder Mitgliedstaat des Euro-Währungsgebietes bis Ende dieses Jahres Vorschriften für einen strukturell ausgeglichenen Haushalt und für langfristige Stabilitätskriterien für die Haushalte erlässt (Abg. Strache: Geben wir ihm die Chance! Aber wenn es wieder nicht funktioniert, dann müsste er irgendwann einmal Konsequenzen ziehen!) – vorzugsweise auf Verfassungs- oder gleichwertiger Ebene.
Beifall bei der ÖVP.
Daher haben wir diesem Hohen Haus eine Verfassungsbestimmung übermittelt, weil wir uns gewünscht haben, dass hier mit Verfassungsmehrheit langfristig Stabilität unseres Haushaltes verankert wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Stimmt ja nicht! Muss es ja nicht!
Warum muss das also in der Verfassung stehen? (Abg. Mag. Kogler: Stimmt ja nicht! Muss es ja nicht!) Es gibt zwei Hauptgründe, warum es Sinn macht, dass es in die Verfassung kommt und nicht bloß einfachgesetzlich geregelt ist. (Abg. Neubauer: Wenn diese Bundesregierung aber permanent die Verfassung bricht!)
Abg. Neubauer: Wenn diese Bundesregierung aber permanent die Verfassung bricht!
Warum muss das also in der Verfassung stehen? (Abg. Mag. Kogler: Stimmt ja nicht! Muss es ja nicht!) Es gibt zwei Hauptgründe, warum es Sinn macht, dass es in die Verfassung kommt und nicht bloß einfachgesetzlich geregelt ist. (Abg. Neubauer: Wenn diese Bundesregierung aber permanent die Verfassung bricht!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hagen: Ohne Sanktionen werden !
Der erste Hauptgrund ist, dass es ein langfristiges Konzept sein soll, das über die derzeitige Bundesregierung hinaus wirkt und auch für künftige Regierungen Stabilität und Haushaltsdisziplin in der Verfassung verankert. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hagen: Ohne Sanktionen werden !)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Der zweite Grund ist, dass wir wollen, dass auch die Länder, Gemeinden, Städte, Sozialversicherungsbereiche, die derzeit autonom sind beim Budgetieren, Schuldenmachen und bei Haftungsübernahmen, mit eingebunden sind in einen derartigen Konsolidierungspfad und in eine derartige stabile, verfassungsrechtlich verankerte Strategie. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir haben daher sofort, nachdem wir im Ministerrat diese Bestimmungen beschlossen haben, auch mit den Ländern, den Gemeinden und Städten Kontakt aufgenommen, und gemeinsam mit dem Herrn Staatssekretär Schieder haben wir mit den Ländern einen neuen Stabilitätspakt verankert. Und auch die Länder sind bereit, ausgeglichen zu budgetieren, mittelfristig den Schuldenberg abzubauen und uns zu helfen, langfristig stabile Finanzen zu haben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Stimmt ja nicht!
Ich halte es wirklich für sehr bedauerlich, dass sich keine der Oppositionsparteien zu einem derartigen Konsolidierungspfad bekennt (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Stimmt ja nicht!) und die Opposition einem stabilen Haushaltskonzept in der Verfassung nicht die nötige Mehrheit gibt. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wer hat Sie daran gehindert, ein Maastricht-konformes Budget vorzulegen? – Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wer hat Sie daran gehindert, ein Maastricht-konformes Budget vorzulegen? – Weitere Zwischenrufe.
Ich halte es wirklich für sehr bedauerlich, dass sich keine der Oppositionsparteien zu einem derartigen Konsolidierungspfad bekennt (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Stimmt ja nicht!) und die Opposition einem stabilen Haushaltskonzept in der Verfassung nicht die nötige Mehrheit gibt. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wer hat Sie daran gehindert, ein Maastricht-konformes Budget vorzulegen? – Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Mag. Kogler: Das ist ja unglaublich!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Damit riskieren Sie, dass mit den Schulden, mit den Defiziten zusätzliche Zinsen anfallen, dass das Triple-A, unsere Bonität, unter Umständen in Gefahr ist. Sie wollen die Steuergelder in die Zinsen lenken, daher in den Banksektor schicken (Abg. Mag. Kogler: Das ist ja unglaublich!) und nicht zu den Menschen, dort, wo das Steuergeld hingehört. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Bucher: Sie haben ja die Schulden ! – Was ist das für eine unseriöse Regierung?)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Bucher: Sie haben ja die Schulden ! – Was ist das für eine unseriöse Regierung?
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Damit riskieren Sie, dass mit den Schulden, mit den Defiziten zusätzliche Zinsen anfallen, dass das Triple-A, unsere Bonität, unter Umständen in Gefahr ist. Sie wollen die Steuergelder in die Zinsen lenken, daher in den Banksektor schicken (Abg. Mag. Kogler: Das ist ja unglaublich!) und nicht zu den Menschen, dort, wo das Steuergeld hingehört. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Bucher: Sie haben ja die Schulden ! – Was ist das für eine unseriöse Regierung?)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich halte es für unverantwortlich, für wirklich unverantwortlich, dass man aus parteipolitischer Taktik hier die Anliegen der Bevölkerung dermaßen ignoriert. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Bucher: In die Knie zu gehen! In die Knie zu gehen vor den Landesfürsten!
tät unserer Haushalte, versuchen wir nach wie vor, uns zu bemühen, eine Verfassungsbestimmung zustande zu bringen. Sollte das nicht gelingen, werden wir es einfachgesetzlich verankern und mit den Ländern, Gemeinden und Städten 15a-Vereinbarungen abschließen (Abg. Bucher: In die Knie zu gehen! In die Knie zu gehen vor den Landesfürsten!) – denn die sind so vernünftig und werden dem zustimmen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
tät unserer Haushalte, versuchen wir nach wie vor, uns zu bemühen, eine Verfassungsbestimmung zustande zu bringen. Sollte das nicht gelingen, werden wir es einfachgesetzlich verankern und mit den Ländern, Gemeinden und Städten 15a-Vereinbarungen abschließen (Abg. Bucher: In die Knie zu gehen! In die Knie zu gehen vor den Landesfürsten!) – denn die sind so vernünftig und werden dem zustimmen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Rädler: Die Bürgermeister nehmen ihre Verantwortung ernst!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Gradauer. – Bitte. (Abg. Rädler: Die Bürgermeister nehmen ihre Verantwortung ernst!)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Und vor allen Dingen: Liebe Besucher des Hohen Hauses! Besonders möchte ich die freiheitlichen Arbeitnehmer aus Kärnten und die Jugend begrüßen! Herzlich willkommen! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Demonstrativer Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundeskanzler, ich bedanke mich sehr herzlich für das, was Sie gesagt haben. Sie sind aus meiner Sicht der Populismus-König Nummer eins. (Demonstrativer Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Das ist ein Skandal!
Die Freiheitliche Partei hat nie verlangt, aus der Europäischen Union auszutreten, kein einziges Mal, und Sie grenzen 30 Prozent der Bevölkerung – die stehen nämlich hinter uns – einfach so mir nichts, dir nichts aus. (Abg. Neubauer: Das ist ein Skandal!) Das ist wirklich ein Skandal! (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Die Freiheitliche Partei hat nie verlangt, aus der Europäischen Union auszutreten, kein einziges Mal, und Sie grenzen 30 Prozent der Bevölkerung – die stehen nämlich hinter uns – einfach so mir nichts, dir nichts aus. (Abg. Neubauer: Das ist ein Skandal!) Das ist wirklich ein Skandal! (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler. – Abg. Rädler: Ihr seid die „Heimatpartei“!
Ich möchte noch hinzufügen: Sie sind die Europapartei, wir sind die Österreichpartei! (Demonstrativer Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler. – Abg. Rädler: Ihr seid die „Heimatpartei“!)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Die Österreicher haben es dringend nötig, Unterstützung zu bekommen, nämlich gegen Enteignung, Entmündigung, Entrechtung. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rädler: Heimatpartei! – Abg. Strache – in Richtung ÖVP –: Mit dem Begriff „Heimat“ habt ihr nichts mehr am Hut, das stimmt schon!
Sie brechen nämlich laufend die Verträge – ich erinnere nur daran: den Lissabon-Vertrag, die Maastricht-Verträge und auch eigene Verfassungsverträge. (Abg. Rädler: Heimatpartei! – Abg. Strache – in Richtung ÖVP –: Mit dem Begriff „Heimat“ habt ihr nichts mehr am Hut, das stimmt schon!)
Bundesministerin Dr. Fekter: Wollen Sie Polizeiinspektionen schließen?
Die Münchner Polizei hat 25 Polizeiinspektionen – Wien leistet sich 100 Polizeiinspektionen. Die Folge: Die Außendienstpräsenz in München liegt bei 69 Prozent – also mehr Sicherheit (Bundesministerin Dr. Fekter: Wollen Sie Polizeiinspektionen schließen?) –, in Wien liegt sie nur bei 41 Prozent. (Bundesministerin Dr. Fekter: Er will Polizeiinspektionen schließen!)
Bundesministerin Dr. Fekter: Er will Polizeiinspektionen schließen!
Die Münchner Polizei hat 25 Polizeiinspektionen – Wien leistet sich 100 Polizeiinspektionen. Die Folge: Die Außendienstpräsenz in München liegt bei 69 Prozent – also mehr Sicherheit (Bundesministerin Dr. Fekter: Wollen Sie Polizeiinspektionen schließen?) –, in Wien liegt sie nur bei 41 Prozent. (Bundesministerin Dr. Fekter: Er will Polizeiinspektionen schließen!)
Bundesministerin Dr. Fekter: Der Gradauer Polizeidienstschließungen!
einen zusammenzulegen. Die Schweizer haben nur einen Wetterdienst und kommen damit auch wunderbar aus. Wir verzichten da jährlich auf 35 Millionen €. (Bundesministerin Dr. Fekter: Der Gradauer Polizeidienstschließungen!)
Demonstrativer Beifall bei der FPÖ.
Dazu braucht es aber, meine Damen und Herren, keine Schuldenbremse, denn Sparen geht auch ohne Verfassungsgesetz. (Demonstrativer Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Wahrscheinlich ist der Failmann schuld auf Facebook!
Die Frage ist nur: Warum geschieht es nicht? – Dabei hätte die Koalition allen Grund, die längst fälligen Reformen anzugehen. Es brennt der Hut, es ist schon Feuer am Dach (Abg. Strache: Wahrscheinlich ist der Failmann schuld auf Facebook!): 268 Milliarden Schulden, weitere 40 Milliarden bis zum Jahre 2015. Wir erreichen dann eine Schuldenquote von 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Wir nähern uns griechischen Verhältnissen, Staatsbankrott droht (Zwischenruf des Abg. Rädler), Triple-A ist längst dahin, Zinsendienst pro Jahr: 14 Milliarden. – Danke vielmals!
Zwischenruf des Abg. Rädler
Die Frage ist nur: Warum geschieht es nicht? – Dabei hätte die Koalition allen Grund, die längst fälligen Reformen anzugehen. Es brennt der Hut, es ist schon Feuer am Dach (Abg. Strache: Wahrscheinlich ist der Failmann schuld auf Facebook!): 268 Milliarden Schulden, weitere 40 Milliarden bis zum Jahre 2015. Wir erreichen dann eine Schuldenquote von 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Wir nähern uns griechischen Verhältnissen, Staatsbankrott droht (Zwischenruf des Abg. Rädler), Triple-A ist längst dahin, Zinsendienst pro Jahr: 14 Milliarden. – Danke vielmals!
Beifall bei der FPÖ.
Diese Stillstandsregierung agiert deshalb nicht, weil Rot und Schwarz einander nicht vertrauen, meine Damen und Herren. Misstrauen verhindert künftiges Vorgehen für Österreich. Da ist auch die Schuldenbremse keine Hilfe. Eine Schuldenbremse, die unter Druck der EU und der Rating-Agenturen zustande gekommen ist, ist das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt ist. Sie ist ein Placebo, ein Scheinpapier, das von Ihnen genauso nicht eingehalten wird wie die Verfassung beim Verfassungsbuch im Zusammenhang mit der Vorlage des letzten Budgets. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Durchs Reden kommen die Leute zusammen, heißt es bei uns daheim. Warum haben Sie mit uns nicht gesprochen? Sie haben es erwähnt: Weil Sie uns ausgrenzen wollen. Und das ist nicht demokratisch. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rädler: In Kärnten anfangen! – Ruf bei der FPÖ: In Niederösterreich!
Was ist zu tun? – Zu tun wäre: ein langfristiges Sanierungskonzept sicherzustellen, mit welchen Schritten, mit welchen Maßnahmen, mit welchen Zielen man die hohen Schulden bekämpfen will. (Abg. Rädler: In Kärnten anfangen! – Ruf bei der FPÖ: In Niederösterreich!) Und dieses Konzept muss verbindlich sein (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) – nur so hat es Sinn! –, verbunden mit Sanktionen. Nur so geht es! (Abg. Linder: Niederösterreich hat die höchste Verschuldung!)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Was ist zu tun? – Zu tun wäre: ein langfristiges Sanierungskonzept sicherzustellen, mit welchen Schritten, mit welchen Maßnahmen, mit welchen Zielen man die hohen Schulden bekämpfen will. (Abg. Rädler: In Kärnten anfangen! – Ruf bei der FPÖ: In Niederösterreich!) Und dieses Konzept muss verbindlich sein (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) – nur so hat es Sinn! –, verbunden mit Sanktionen. Nur so geht es! (Abg. Linder: Niederösterreich hat die höchste Verschuldung!)
Abg. Linder: Niederösterreich hat die höchste Verschuldung!
Was ist zu tun? – Zu tun wäre: ein langfristiges Sanierungskonzept sicherzustellen, mit welchen Schritten, mit welchen Maßnahmen, mit welchen Zielen man die hohen Schulden bekämpfen will. (Abg. Rädler: In Kärnten anfangen! – Ruf bei der FPÖ: In Niederösterreich!) Und dieses Konzept muss verbindlich sein (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) – nur so hat es Sinn! –, verbunden mit Sanktionen. Nur so geht es! (Abg. Linder: Niederösterreich hat die höchste Verschuldung!)
Beifall bei der FPÖ.
Schuldenbremse ja, meine Damen und Herren, aber in Verbindung mit einem gut durchdachten Sanierungskonzept! Und: Die Bevölkerung befragen, sie einbeziehen! – Aber direkte Demokratie, das wollen Sie von Rot und Schwarz nicht. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Krainer –: Vielleicht kann man diesen Unsinn ein bisschen aufklären!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Krainer. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Krainer –: Vielleicht kann man diesen Unsinn ein bisschen aufklären!)
Abg. Strache: EU-Sekten! Vier EU-Sekten! Ein paar EU-Sektierer gibt’s da! Zentralisten und EU-Sektierer gibt’s da!
Ich kann Ihnen sagen: Es gibt hier fünf österreichische Parteien (Abg. Strache: EU-Sekten! Vier EU-Sekten! Ein paar EU-Sektierer gibt’s da! Zentralisten und EU-Sektierer gibt’s da!), aber leider gibt es ein paar, die so tun, als ob es ein Widerspruch wäre, für Österreich Politik zu machen und gleichzeitig für die Europäische Union. Die haben vielleicht ganz vergessen, dass Österreich ein Teil der Europäischen Union ist und mitten in Europa liegt und wieso es ein Widerspruch sein soll, das Richtige für Österreich zu machen und gleichzeitig auch das Richtige in der Europäischen Union. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Das tut ihr aber nicht! Das tun Sie aber nicht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Das tut ihr aber nicht! Das tun Sie aber nicht!
Ich kann Ihnen sagen: Es gibt hier fünf österreichische Parteien (Abg. Strache: EU-Sekten! Vier EU-Sekten! Ein paar EU-Sektierer gibt’s da! Zentralisten und EU-Sektierer gibt’s da!), aber leider gibt es ein paar, die so tun, als ob es ein Widerspruch wäre, für Österreich Politik zu machen und gleichzeitig für die Europäische Union. Die haben vielleicht ganz vergessen, dass Österreich ein Teil der Europäischen Union ist und mitten in Europa liegt und wieso es ein Widerspruch sein soll, das Richtige für Österreich zu machen und gleichzeitig auch das Richtige in der Europäischen Union. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Das tut ihr aber nicht! Das tun Sie aber nicht!)
Abg. Strache: Wir sparen – und unser Geld nach Brüssel! Das ist Ihr Konzept!
Und das verrät Sie, und das ist auch der Grund für folgenden Umstand: Wenn Sie über europäische Themen reden wollen, ist mit Ihnen nichts zu machen! – Und die Frage der Schuldenbremse ist ein europäisches Thema (Abg. Strache: Wir sparen – und unser Geld nach Brüssel! Das ist Ihr Konzept!) und nicht das Thema in Österreich. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Bei den Österreichern sparen, und das Geld nach Brüssel! Das ist Ihr Konzept!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Bei den Österreichern sparen, und das Geld nach Brüssel! Das ist Ihr Konzept!
Und das verrät Sie, und das ist auch der Grund für folgenden Umstand: Wenn Sie über europäische Themen reden wollen, ist mit Ihnen nichts zu machen! – Und die Frage der Schuldenbremse ist ein europäisches Thema (Abg. Strache: Wir sparen – und unser Geld nach Brüssel! Das ist Ihr Konzept!) und nicht das Thema in Österreich. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Bei den Österreichern sparen, und das Geld nach Brüssel! Das ist Ihr Konzept!)
Ruf bei der FPÖ: Weil Sie es selber nicht schaffen!
Sie haben recht: Wir brauchen dafür keine Schuldenbremse! Aber die Schuldenbremse gibt es nicht deswegen, weil wir einander misstrauen oder weil wir der Politik in Österreich misstrauen oder weil Rating-Agenturen uns misstrauen (Ruf bei der FPÖ: Weil Sie es selber nicht schaffen!), sondern der Grund dafür ist der, dass wir mit 16 anderen – wir sind das 17. Land – gemeinsam eine Währung haben und wir wissen, dass dann, wenn ein Land sich nicht an die Spielregeln hält, alle anderen 16 das zahlen müssen, völlig wurscht, ob das Land Griechenland, Irland oder wie auch immer heißt. (Abg. Ing. Westenthaler: Österreich!)
Abg. Ing. Westenthaler: Österreich!
Sie haben recht: Wir brauchen dafür keine Schuldenbremse! Aber die Schuldenbremse gibt es nicht deswegen, weil wir einander misstrauen oder weil wir der Politik in Österreich misstrauen oder weil Rating-Agenturen uns misstrauen (Ruf bei der FPÖ: Weil Sie es selber nicht schaffen!), sondern der Grund dafür ist der, dass wir mit 16 anderen – wir sind das 17. Land – gemeinsam eine Währung haben und wir wissen, dass dann, wenn ein Land sich nicht an die Spielregeln hält, alle anderen 16 das zahlen müssen, völlig wurscht, ob das Land Griechenland, Irland oder wie auch immer heißt. (Abg. Ing. Westenthaler: Österreich!)
Abg. Zanger: Werden die halten, wenn die anderen schon nicht gehalten haben?
Jedenfalls ist es so, dass wir alle gemeinsam in einem Boot sitzen und gemeinsam zahlen müssen. Und deswegen müssen wir uns, müssen sich alle diese 17 Länder jetzt diese strengeren Regeln geben (Abg. Zanger: Werden die halten, wenn die anderen schon nicht gehalten haben?), denn wenn wir alle gemeinsam zahlen, dann wollen wir auch, dass sich alle an die Regeln halten und dass diese Regeln auch überprüfbar und auch durchsetzbar sind.
Abg. Mag. Stefan: Ändern wir die Verträge?
Das ist die Frage, um die es da geht (Abg. Mag. Stefan: Ändern wir die Verträge?), und nicht um die Frage, ob wir in Österreich konsolidieren oder nicht. (Abg. Mag. Stefan: Ändern wir die Verträge? Oder was tun wir denn?) Erinnern Sie sich doch: Wir haben vor einem Jahr hier eine Debatte über Konsolidierungen in Österreich geführt, und zwar ohne Schuldenbremse, weil das notwendig ist und weil wir das auch tun wollen. Vor einem Jahr sind Sie hier gestanden und haben gesagt, wir sparen zu viel und am falschen Ort (Abg. Mag. Stefan: Wovon reden Sie?) – und heute sagen
Abg. Mag. Stefan: Ändern wir die Verträge? Oder was tun wir denn?
Das ist die Frage, um die es da geht (Abg. Mag. Stefan: Ändern wir die Verträge?), und nicht um die Frage, ob wir in Österreich konsolidieren oder nicht. (Abg. Mag. Stefan: Ändern wir die Verträge? Oder was tun wir denn?) Erinnern Sie sich doch: Wir haben vor einem Jahr hier eine Debatte über Konsolidierungen in Österreich geführt, und zwar ohne Schuldenbremse, weil das notwendig ist und weil wir das auch tun wollen. Vor einem Jahr sind Sie hier gestanden und haben gesagt, wir sparen zu viel und am falschen Ort (Abg. Mag. Stefan: Wovon reden Sie?) – und heute sagen
Abg. Mag. Stefan: Wovon reden Sie?
Das ist die Frage, um die es da geht (Abg. Mag. Stefan: Ändern wir die Verträge?), und nicht um die Frage, ob wir in Österreich konsolidieren oder nicht. (Abg. Mag. Stefan: Ändern wir die Verträge? Oder was tun wir denn?) Erinnern Sie sich doch: Wir haben vor einem Jahr hier eine Debatte über Konsolidierungen in Österreich geführt, und zwar ohne Schuldenbremse, weil das notwendig ist und weil wir das auch tun wollen. Vor einem Jahr sind Sie hier gestanden und haben gesagt, wir sparen zu viel und am falschen Ort (Abg. Mag. Stefan: Wovon reden Sie?) – und heute sagen
Abg. Mag. Stefan: Wo steht das?
Wir brauchen die Schuldenbremse als europäisches Instrument (Abg. Mag. Stefan: Wo steht das?), als Instrument des Vertrauens innerhalb der 17 Euro-Staaten, und aus sonst keinem Grund. (Abg. Mag. Stefan: Wo steht das? – Die Maastricht-Kriterien, die gibt’s nicht mehr! Gibt’s die noch? Nein, die gibt’s nicht mehr!) Und deswegen gibt es diese Schuldenbremse. (Abg. Mag. Stefan: Ah, jetzt gibt es sie noch einmal?)
Abg. Mag. Stefan: Wo steht das? – Die Maastricht-Kriterien, die gibt’s nicht mehr! Gibt’s die noch? Nein, die gibt’s nicht mehr!
Wir brauchen die Schuldenbremse als europäisches Instrument (Abg. Mag. Stefan: Wo steht das?), als Instrument des Vertrauens innerhalb der 17 Euro-Staaten, und aus sonst keinem Grund. (Abg. Mag. Stefan: Wo steht das? – Die Maastricht-Kriterien, die gibt’s nicht mehr! Gibt’s die noch? Nein, die gibt’s nicht mehr!) Und deswegen gibt es diese Schuldenbremse. (Abg. Mag. Stefan: Ah, jetzt gibt es sie noch einmal?)
Abg. Mag. Stefan: Ah, jetzt gibt es sie noch einmal?
Wir brauchen die Schuldenbremse als europäisches Instrument (Abg. Mag. Stefan: Wo steht das?), als Instrument des Vertrauens innerhalb der 17 Euro-Staaten, und aus sonst keinem Grund. (Abg. Mag. Stefan: Wo steht das? – Die Maastricht-Kriterien, die gibt’s nicht mehr! Gibt’s die noch? Nein, die gibt’s nicht mehr!) Und deswegen gibt es diese Schuldenbremse. (Abg. Mag. Stefan: Ah, jetzt gibt es sie noch einmal?)
Abg. Mag. Stefan: Redet ihr über mehr Europa oder über die Schuldenbremse?
Aber ich will jetzt nicht, nur deshalb, weil es heute nicht zu einer Zweidrittelmehrheit kommt, anfangen, zu sagen, wer schuld ist – das bringt uns ja nicht weiter. Es geht nur darum, dass wir ja noch immer davor stehen, dass wir in den nächsten Monaten das im Verfassungsrang beschließen sollten, weil das einer der Grundpfeiler dafür ist, dass wir in der Europäischen Union einander als einzelne Nationalstaaten vertrauen können, und weil wir überhaupt erst dann beginnen können, über Euro-Bonds, über EZB-Finanzierung oder über andere Fragen nachzudenken. Das sind die Grundvoraussetzungen dafür, über ein Mehr an Europa zu reden und auch über Schuldenbremsen und über strengere Regeln und deren Durchsetzbarkeit (Abg. Mag. Stefan: Redet ihr über mehr Europa oder über die Schuldenbremse?) für alle Staaten zu reden – und nicht über die Konsolidierung!
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Warum beschließt ihr dann ein Budget mit einem Defizit von über 9 Milliarden?
Über die Konsolidierung müssen wir auch reden, aber das ist etwas, das wir als die Regierungsparteien hier werden vorlegen müssen. Das ist unsere Verantwortung, weil wir die Mehrheit hier in diesem Haus haben. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Warum beschließt ihr dann ein Budget mit einem Defizit von über 9 Milliarden?) Es gilt, ein Paket auszuhandeln, wie wir es letztes Jahr vorgelegt haben. Die Position der SPÖ ist bekannt: ein guter Mix aus einnahmen- und ausgabenseitigen Maßnahmen, damit wir, auch aufgrund der schlechteren Situation, hier noch schneller zu einer besseren Situation kommen.
Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.
Ich kann Ihnen sagen: Die Geschichte hat Kreisky recht gegeben! Denn: Jene Staaten, die nicht so agiert haben, sondern Arbeitslosigkeit in die Höhe haben treiben lassen, haben jetzt zwei Probleme, nämlich: eine höhere Arbeitslosigkeit als in Österreich und mehr Schulden als Österreich! In Wahrheit hat die Geschichte Kreisky absolut recht gegeben, dass nämlich die Arbeitslosigkeit mehr schlaflose Nächte bereiten sollte. (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Exzellente Rede!
Und ich kann Ihnen sagen: Uns bereitet Arbeitslosigkeit natürlich schlaflose Nächte, und sie sollte auch Ihnen schlaflose Nächte bereiten, denn die Arbeitslosigkeit von heute sind die Schulden von morgen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Exzellente Rede!)
Demonstrativer Beifall bei den Grünen.
Sie sind die Verteidiger dieser Gerechtigkeitslücke und auch dieser Innovationslücke, wenn es um dieses Thema geht. Genau deshalb kann man Ihnen keinen Blankoscheck geben. Schuldenbremse à la ÖVP heißt Gerechtigkeitsbremse und Innovationsbremse. Niemand anderer als Sie, die Sie seit 25 Jahren in der Regierung sitzen, sind dafür verantwortlich! (Demonstrativer Beifall bei den Grünen.)
Abg. Grosz: Neugebauer!
Ob das jetzt die ausgebliebenen Reformen in der Schulverwaltung, in der Spitalsreform – und dort geht es gleich um Milliarden über die Jahre – oder auch kleinere Maßnahmen, die sich mit der Zeit so zusammenläppern, sind: Immer ist es entweder der ÖAAB oder eine ÖVP-Landesregierung, in jedem Fall ist ein ÖVPler dabei, wenn es ums Blockieren geht. (Abg. Grosz: Neugebauer!) Das ist, einerseits was Reformen betrifft, so und erst recht dann – und das müssen Sie einmal Ihren kleinen Unternehmerinnen und Unternehmern klarmachen, das müssen Sie einmal dem sogenannten Mittelstand klarmachen, den Sie angeblich immer verteidigen –, wenn Sie, wie in Wirklichkeit seit Jahr und Tag, bei all diesen Debatten nichts anderes tun, als die Reichen und Superreichen zu verteidigen. (Abg. Grosz: Oder die Beamten!)
Abg. Grosz: Oder die Beamten!
Ob das jetzt die ausgebliebenen Reformen in der Schulverwaltung, in der Spitalsreform – und dort geht es gleich um Milliarden über die Jahre – oder auch kleinere Maßnahmen, die sich mit der Zeit so zusammenläppern, sind: Immer ist es entweder der ÖAAB oder eine ÖVP-Landesregierung, in jedem Fall ist ein ÖVPler dabei, wenn es ums Blockieren geht. (Abg. Grosz: Neugebauer!) Das ist, einerseits was Reformen betrifft, so und erst recht dann – und das müssen Sie einmal Ihren kleinen Unternehmerinnen und Unternehmern klarmachen, das müssen Sie einmal dem sogenannten Mittelstand klarmachen, den Sie angeblich immer verteidigen –, wenn Sie, wie in Wirklichkeit seit Jahr und Tag, bei all diesen Debatten nichts anderes tun, als die Reichen und Superreichen zu verteidigen. (Abg. Grosz: Oder die Beamten!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Neubauer.
Das sind wir, die sich dafür zur Verfügung stellen, also sagen Sie nicht, wir seien nicht konstruktiv. Sie sind die Blockierer, Sie sind die Gerechtigkeitsverweigerer! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Neubauer.) Wenn Sie aus diesem Eck nicht herauskommen, dann haben Sie das zu verantworten, was Sie der Opposition vorhalten, nämlich den angeblichen Verlust des Triple-A, angeblich mehr Zinszahlungen. Gehen Sie einmal in sich, schauen Sie einmal in Ihre eigenen Reihen, machen Sie einmal eine christlich-soziale Politik, und dann reden wir weiter – ansonsten treten Sie ab! (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Das sind wir, die sich dafür zur Verfügung stellen, also sagen Sie nicht, wir seien nicht konstruktiv. Sie sind die Blockierer, Sie sind die Gerechtigkeitsverweigerer! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Neubauer.) Wenn Sie aus diesem Eck nicht herauskommen, dann haben Sie das zu verantworten, was Sie der Opposition vorhalten, nämlich den angeblichen Verlust des Triple-A, angeblich mehr Zinszahlungen. Gehen Sie einmal in sich, schauen Sie einmal in Ihre eigenen Reihen, machen Sie einmal eine christlich-soziale Politik, und dann reden wir weiter – ansonsten treten Sie ab! (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wie ist das mit dem „Zaster“?
Präsident Fritz Neugebauer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Tamandl. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie ist das mit dem „Zaster“?)
Abg. Gradauer: Das ist ein Blödsinn!
Herr Kollege Gradauer, wie werden Sie denn Ihrem Kollegen Werner Herbert, der sich immer wieder für die Polizei einsetzt und selbst Polizeigewerkschafter ist, das erklären, wenn Sie sich hier herstellen und als Einsparungsmaßnahme vorschlagen, die Polizeiinspektionen einzusparen? (Abg. Gradauer: Das ist ein Blödsinn!) Ich glaube nicht, dass das der richtige Weg sein kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Gradauer, wie werden Sie denn Ihrem Kollegen Werner Herbert, der sich immer wieder für die Polizei einsetzt und selbst Polizeigewerkschafter ist, das erklären, wenn Sie sich hier herstellen und als Einsparungsmaßnahme vorschlagen, die Polizeiinspektionen einzusparen? (Abg. Gradauer: Das ist ein Blödsinn!) Ich glaube nicht, dass das der richtige Weg sein kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
Oder: Frau Glawischnig hat heute wieder davon gesprochen, dass wir die Beamtengehälter angehoben haben. – Wir reden immer davon, dass wir gute Polizistinnen und Polizisten in diesem Land haben, die tagtäglich ihr Leben und ihre Gesundheit aufs Spiel setzen. Und die sind jetzt weniger wert als jemand, der im Metallerbereich, im Handel oder sonst irgendwo arbeitet?! (Zwischenrufe der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.) Ebenso die Lehrerinnen und Lehrer, die für unsere Kinder verantwortlich sind. Sie sind weniger wert?! Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen: Das finde ich nicht in Ordnung! Ich kann diese Hatz auf einen Berufsstand nicht einsehen. Das werden die Men-
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
schen im öffentlichen Dienst sicherlich nicht vergessen, wie Sie mit ihnen umgehen wollen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich kann Ihnen sagen, es gibt genügend Sparmaßnahmen, die man treffen kann. Auch wir wissen, wo man Einsparungen, intelligente Einsparungen vornehmen kann. Beispiel: wenn jeder zehnte Steuereuro zu den ÖBB geht und auf 42 000 Bedienstete 72 000 Pensionisten kommen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das richtet sich nicht gegen die Bediensteten, sondern gegen das Management, dagegen, dass jemand mit 53 Jahren in Pension geschickt wird. Wie erklären wir das denn den Menschen in der Privatwirtschaft, die auch mit 62 nicht in Pension gehen können? Ehrlich gesagt, das versteht kein Mensch, die Leute verstehen das nicht mehr! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Sie waren dafür verantwortlich!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Sie waren dafür verantwortlich!
Ich kann Ihnen sagen, es gibt genügend Sparmaßnahmen, die man treffen kann. Auch wir wissen, wo man Einsparungen, intelligente Einsparungen vornehmen kann. Beispiel: wenn jeder zehnte Steuereuro zu den ÖBB geht und auf 42 000 Bedienstete 72 000 Pensionisten kommen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das richtet sich nicht gegen die Bediensteten, sondern gegen das Management, dagegen, dass jemand mit 53 Jahren in Pension geschickt wird. Wie erklären wir das denn den Menschen in der Privatwirtschaft, die auch mit 62 nicht in Pension gehen können? Ehrlich gesagt, das versteht kein Mensch, die Leute verstehen das nicht mehr! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Sie waren dafür verantwortlich!)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Strache zum Beispiel ist einer, der seine Rede hält – und dann wieder geht. 10 Milliarden fordert die FPÖ mittels von Anträgen hier im Hohen Haus. – Ich frage mich: Wo sind Ihre Vorschläge zu den Einsparungspotenzialen, Herr Gradauer, von denen Sie immer sprechen? (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
„Was hätte Jörg Haider getan?“, steht hier. Und weiter: „Wie hätte der verstorbene Jörg Haider in dieser Frage agiert? Mit Garantie: Er hätte sich auch lange geziert, dann aber der Schuldenbremse im letzten Moment doch zugestimmt.“ Und abschließend: „Kurz: Haider hätte das Thema Schuldenbremse genutzt, um sich ins Zentrum der Politik zu katapultieren. Die heutigen Oppositionschefs bleiben lieber Randerscheinungen.“ – Genau das ist der Punkt! Jörg Haider müsste sich im Grab umdrehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren der Bundesregierung! Liebe Kärntner Freunde auf der Tribüne! (Beifall beim BZÖ.) Liebe Frau Kollegin von der ÖVP, ich empfehle Ihnen, künftig Spekulationen, was ein sehr erfolgreicher und leider verstorbener Politiker gemacht hätte, zu unterlassen, denn das gebieten Pietät und Anstand, Frau Abgeordnete von der ÖVP! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren der Bundesregierung! Liebe Kärntner Freunde auf der Tribüne! (Beifall beim BZÖ.) Liebe Frau Kollegin von der ÖVP, ich empfehle Ihnen, künftig Spekulationen, was ein sehr erfolgreicher und leider verstorbener Politiker gemacht hätte, zu unterlassen, denn das gebieten Pietät und Anstand, Frau Abgeordnete von der ÖVP! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Es ist nicht anständig, was Sie da gemacht haben, aber das passt in das Bild der ÖVP, das sie heute hier bietet. In Fortsetzung des Sesselsturzes Ihres Klubobmannes bieten Sie heute ein Bild für jeden Zuseher zwischen Sein und Schein der ÖVP. Der Parteiobmann der ÖVP und Vizekanzler, der uns mit bedeutungsschwangerer Miene und ebensolchen Worten immer erklärt, wie wichtig staatspolitische Verantwortlichkeit in Bezug auf die Schuldenbremse ist, kommt heute 7 Minuten zu spät zur Debatte, ist dann 7 Minuten da, verlässt das Haus und kommt jetzt nach 70 Minuten auf ein Plauscherl zurück, um sich dann wieder zu verabschieden. – Ist das Ihre Verantwortung, Herr Spindelegger? Zeigt das, dass Sie die Schuldenbremse ernst nehmen? Ich glaube nicht, Herr Bundeskanzler und Herr Vizekanzler! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Wöginger: Der arbeitet wenigstens noch mit!
Der Klubobmann der ÖVP tritt hierher ans Rednerpult (Abg. Wöginger: Der arbeitet wenigstens noch mit!) und philosophiert, wie furchtbar die hohen Schulden unseres Landes seien. Er philosophiert über das Hochsteuerland Österreich und zeigt damit auf uns, wobei er immer vergisst, dass ein Finger auf sich selbst zeigt. Herr Klubobmann Kopf, Ihre Mea-culpa-Rede hätte eigentlich enden müssen mit einer dreimaligen Entschuldigung bei der österreichischen Bevölkerung für Ihre Schulden- und Finanzpolitik der letzten Jahrzehnte! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Der Klubobmann der ÖVP tritt hierher ans Rednerpult (Abg. Wöginger: Der arbeitet wenigstens noch mit!) und philosophiert, wie furchtbar die hohen Schulden unseres Landes seien. Er philosophiert über das Hochsteuerland Österreich und zeigt damit auf uns, wobei er immer vergisst, dass ein Finger auf sich selbst zeigt. Herr Klubobmann Kopf, Ihre Mea-culpa-Rede hätte eigentlich enden müssen mit einer dreimaligen Entschuldigung bei der österreichischen Bevölkerung für Ihre Schulden- und Finanzpolitik der letzten Jahrzehnte! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Dann spricht die Frau ÖVP-Finanzministerin auch noch von der Verantwortlichkeit gegenüber den Bürgern, die wir ernst nehmen sollen. – Selbst die ÖVP-Finanzministerin in dieser heiklen Situation, übrigens auch der ÖVP-Parteiobmann, beide haben es nicht für wert befunden, auch nur eine einzige Sekunde mit dem Parteiobmann des BZÖ, der verhandlungswillig war, zu diskutieren und zu verhandeln! – Das ist ein Skandal und keine Verhandlungskultur, daran erkennt man nur, wie abgehoben Sie eigentlich schon sind, Frau Fekter und Herr Spindelegger! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Strutz.
An dieser Stelle nehme ich den Herrn Bundeskanzler jetzt wirklich einmal aus. Man muss sagen, was Sache ist. Der Herr Bundeskanzler – man hat sich nicht geeinigt, aber darauf komme ich noch zu sprechen – hat sich bemüht, er hat selbst verhandelt, er hat selbst telefoniert, und er hat selbst die Verhandlungen geführt. Das halte ich für in Ordnung. Aber sich dann zu verweigern und im Plenum die Verantwortlichkeit auf andere zu schieben, das ist schäbig, Frau Finanzministerin und Herr Außenminister! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Strutz.)
Beifall beim BZÖ sowie der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
von Österreich, zusammen und verteilen 3 000 € mehr für Sektionschefs, für jene, die am meisten verdienen. – Das ist unglaublich, ÖVP, es nimmt Ihnen keiner mehr ab, was Sie da tun! (Beifall beim BZÖ sowie der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Beifall beim BZÖ.
Sie glauben mittlerweile selbst, dass Sie so gut sind, und das angesichts dessen, was Sie da alles machen: Verhandlungschaos, Geld beim Fenster rauswerfen, neue Schulden machen! Ihre Selbsthypnose geht so weit, dass Sie sich als Krönung dieses Chaos auch noch Orden umhängen. Der Bundeskanzler beantragt einen solchen für den Vizekanzler, der Vizekanzler einen für den Bundeskanzler. – Also das ist eine Politik zum Abgewöhnen! Da lobe ich mir unseren Klubobmann Bucher, der bis zum Schluss verhandelt hat im Interesse und im Sinne der österreichischen Steuerzahler, auf den Verlass ist und der nicht umfällt bei Gegenwind, sondern für den klar ist, dass es keine neuen Steuern geben darf und dass es auch Sanktionen geben muss, wenn man die Schuldenbremse nicht einhält. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie wollten von Herrn Kollegem Bucher und vom BZÖ nichts anderes als einen Blankoscheck. Sie wollten einen Blankoscheck für das größte Belastungspaket der Zweiten Republik, das auf die Bürger einbrechen wird. Ihr paar Gewerkschafter und oberösterreichische SPÖler in eurem Klub könnt auch nicht mehr verhindern, was da auf euch zukommt! Ihr wolltet einen Blankoscheck und habt ihn nicht bekommen. Ich drehe das um: Es geht heute bei der Abstimmung nicht um ein Nein oder ein Ja zur Schuldenbremse, aber inhaltlich geht es darum, dass Sie Nein sagen zu den Ideen des BZÖ-Klubobmannes. Sie sagen Nein zu einer Steuerbegrenzung, zu einer Höchstabgabenquote. Sie sagen Nein, dass keine neuen Steuern kommen. Das heißt: Sie sagen uns heute, es wird eine Belastungswelle auf die Menschen zukommen, die die ÖVP bereits in der Schublade liegen hat und die jeden Einzelnen in diesem Land treffen und ganz tief belasten wird. – Das ist Ihre Politik, und da machen wir nicht mit! Ich bin stolz auf unseren Klubobmann, dass er da nicht mitgemacht hat. (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Herr Klubobmann Kopf, das ist nicht ernst zu nehmen! Eine Schuldenbremse verdient erst dann ihren Namen, wenn klargestellt ist, dass sie nicht auf dem Rücken der Steuerzahler ausgetragen wird, sondern dass Ausgaben eingespart werden. Wir haben Ihnen das Konzept vorgelegt. Den Ausführungen der Sprecher der Regierungsfraktionen – und das ist auch interessant – entnehme ich, ihr hofft noch immer ein bisserl, dass vielleicht in den nächsten Monaten doch noch eine verfassungsrechtliche Schuldenbremse zustande kommt. – Jederzeit, wir sind offen! Es liegt alles auf dem Tisch, und wir verlangen, dass Sie das ernst nehmen, nämlich, dass Sie nicht eine Schuldenbremse einführen, die der österreichische Steuerzahler, der ohnehin schon blutet, der ohnehin schon kein Geld mehr hat, finanzieren soll, weil Sie überhaupt kein Interesse und keinen Willen haben, bei den Ausgaben einzusparen. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall beim BZÖ.
Das wollen wir verhindern! Das ist verantwortungsvoll in einer Zeit, in der sich 250 000 Menschen das Heizen im Winter nicht leisten können, belastet sind und Angst vor neuen Belastungen haben. Da spielen wir nicht mit! Das BZÖ hat da große Staatsverantwortung gezeigt – Sie hingegen sind gescheitert! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ich habe kein Stammbuch! – Abg. Bucher: Ins Mitteilungsheft schreiben!
Frau Klubobfrau Glawischnig, lassen Sie sich eines ins Stammbuch geschrieben sein (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ich habe kein Stammbuch! – Abg. Bucher: Ins Mitteilungsheft schreiben!): Es sind weder die Arbeitnehmerinnen noch die Arbeitnehmer, die diese Finanzkrise verschuldet haben. Es sind auch nicht die kleinen Betriebe, die in der Realwirtschaft arbeiten, die diese Finanzkrise verursacht haben, weswegen sie dafür auch nicht verantwortlich sind. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja, aber das habe ich nie behauptet! Ich habe nie behauptet, dass die für die Krise verantwortlich sind!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja, aber das habe ich nie behauptet! Ich habe nie behauptet, dass die für die Krise verantwortlich sind!
Frau Klubobfrau Glawischnig, lassen Sie sich eines ins Stammbuch geschrieben sein (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ich habe kein Stammbuch! – Abg. Bucher: Ins Mitteilungsheft schreiben!): Es sind weder die Arbeitnehmerinnen noch die Arbeitnehmer, die diese Finanzkrise verschuldet haben. Es sind auch nicht die kleinen Betriebe, die in der Realwirtschaft arbeiten, die diese Finanzkrise verursacht haben, weswegen sie dafür auch nicht verantwortlich sind. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja, aber das habe ich nie behauptet! Ich habe nie behauptet, dass die für die Krise verantwortlich sind!)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Kollegin Tamandl, zu Ihrer Aussage betreffend die ÖBB: Ich möchte Sie schon darauf hinweisen, dass Sie in Ihrer Zeit von Schwarz-Blau 8 000 ÖBBler vorzeitig in Pension geschickt haben. – So viel dazu. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher: Wir SozialdemokratInnen bekennen uns zu dieser Schuldenbremse als ein Signal an die Bevölkerung, an die europäische und internationale Gemeinschaft, aber auch an die Finanzmärkte. Wir brauchen aber auch den Spielraum für antizyklisches Gegensteuern, wenn es zu einem Konjunktureinbruch kommt – und da besinnen wir uns, meine sehr geehrten Damen und Herren, unserer Grundwerte: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Und in den weiteren Verhandlungen, die wir hier zu führen haben werden, werden wir dafür einstehen: für Gerechtigkeit und Chancengleichheit, vor allen Dingen für Kinder, SchülerInnen und Jugendliche. Das werden wir massiv einfordern! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Ich berichtige wie folgt: Ich habe mit keinem Wort verlangt, dass Wachzimmer zugesperrt werden sollen, ich habe lediglich einen Rechnungshofbericht zitiert, und der Rechnungshof sagt, dass es Möglichkeiten gibt, auch in diesen Bereichen Verwaltungskosten einzusparen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Elmar Podgorschek (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Herren auf der Regierungsbank! Zunächst bedanke ich mich beim Herrn Bundeskanzler sehr herzlich für seine ganz klaren Worte, die er geäußert hat, wie auch beim Kollegen Krainer. Daraus ist ganz klar ersichtlich: Sie sind die Europapartei und wir sind die Österreichpartei. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Denn Sie zocken die Österreicher ab, damit Sie Geld nach Brüssel schicken können, und wir wollen, dass dieses Geld in Österreich bleibt. (Beifall bei der FPÖ.) Diese Schuldenbremse, die wir heute zu beschließen haben, ist doch im Prinzip nur ein reines Placebo, wir wissen das. (Zwischenruf des Abg. Mag. Josef Auer.) Sie haben nur Angst vor den Märkten, aber wenn Sie mit Ihrer Politik so weitermachen, dann verlieren wir das Triple A – jedoch nicht, weil die Opposition heute nicht zustimmt, sondern weil Ihre Regierung so schlecht ist, denn Sie verdienen nur Triple X. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Josef Auer.
Denn Sie zocken die Österreicher ab, damit Sie Geld nach Brüssel schicken können, und wir wollen, dass dieses Geld in Österreich bleibt. (Beifall bei der FPÖ.) Diese Schuldenbremse, die wir heute zu beschließen haben, ist doch im Prinzip nur ein reines Placebo, wir wissen das. (Zwischenruf des Abg. Mag. Josef Auer.) Sie haben nur Angst vor den Märkten, aber wenn Sie mit Ihrer Politik so weitermachen, dann verlieren wir das Triple A – jedoch nicht, weil die Opposition heute nicht zustimmt, sondern weil Ihre Regierung so schlecht ist, denn Sie verdienen nur Triple X. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Denn Sie zocken die Österreicher ab, damit Sie Geld nach Brüssel schicken können, und wir wollen, dass dieses Geld in Österreich bleibt. (Beifall bei der FPÖ.) Diese Schuldenbremse, die wir heute zu beschließen haben, ist doch im Prinzip nur ein reines Placebo, wir wissen das. (Zwischenruf des Abg. Mag. Josef Auer.) Sie haben nur Angst vor den Märkten, aber wenn Sie mit Ihrer Politik so weitermachen, dann verlieren wir das Triple A – jedoch nicht, weil die Opposition heute nicht zustimmt, sondern weil Ihre Regierung so schlecht ist, denn Sie verdienen nur Triple X. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube, die verstehen das völlig falsch: Da geht es nicht um eine Schuldenbremse, sondern es geht einfach nur um eine Bremse beim Abbau der Schulden, und das ist Ihr Verdienst! Und die ganze Regierung versucht in diesem Sinne ja nur, der Opposition den Schwarzen Peter zuzuspielen, aber dazu sind wir nicht bereit. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die einzige Bedingung, die wir für Gespräche gestellt haben, war, dass wir die direkte Demokratie mehr in den Vordergrund stellen wollen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir wollen, dass Österreich sich auch an der Schweizer Demokratie, am Schweizer Modell orientiert. Wir wollen das Volk mitnehmen. Wir wollen der Bevölkerung die Möglichkeit geben, dass es um seine Zukunft selbst Bescheid weiß und dass es auch dementsprechend für seine Zukunft eintreten kann. Was Sie wollen ist, die Bevölkerung auszuschalten. Sie wollen nur die Befehle von Brüssel weitergeben. (Beifall bei der FPÖ.) Und Sie wollen letzten Endes nur als Einziges noch hinnehmen, dass alle fünf Jahre das Volk befragt werden soll und vielleicht sein Kreuzchen machen darf, bevor die Stimme in die Urne eingeworfen wird – und das ist Ihnen sowieso schon längst lästig genug.
Beifall bei der FPÖ.
Was Sie sind, Herr Bundeskanzler? – Sie sind bestenfalls der Weltmeister der populistischen Null-Aussage und Sie treten nur ein für Schuldenberg und Bilderberg. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Skylink nicht vergessen!
„Die Bundesregierung, insbesondere die Bundesministerin für Finanzen und die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie werden aufgefordert, das Erforderliche zu veranlassen, damit die Gehälter der Manager von staatsnahen Betrieben (wie zum Beispiel der ÖBB, ASFINAG)“ – (Abg. Strache: Skylink nicht vergessen!) – „sowie der Manager jener Banken und Versicherungen, die die staatlichen Hilfen in Anspruch nehmen, mit der Höhe des Gehaltes des Bundeskanzlers gemäß dem Bundesbezügegesetz gedeckelt werden.“
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Kanzleramtspräsident Neugebauer!
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Frau Bundesminister! Herr Vizekanzler! Frau Finanzministerin! (Abg. Grosz: Kanzleramtspräsident Neugebauer!) Zuerst zum Kollegen Gradauer: Wie soll sich da ein Mensch auskennen, Herr Kollege Gradauer, wenn Sie hier herauskommen und auf der einen Seite einen Bericht des Rechnungshofpräsidenten zitieren, in dem Einsparungen von zwei Dritteln aller Polizeiinspektionen vorgesehen sind – und danach gehen Sie noch einmal ans Rednerpult, machen eine tatsächliche Berichtigung und sagen: Ich habe das nur zitiert.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Gradauer. – Abg. Rädler: Doppelbödigkeit!
Na, was ist dann Ihre Meinung: Sind Sie jetzt für oder gegen die Schließung von Polizeiinspektionen? – Die ÖVP-Innenministerin hat sich klar positioniert: Sie ist gegen die Schließung von Polizeiinspektionen; Sie nicht, Herr Kollege Gradauer. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Gradauer. – Abg. Rädler: Doppelbödigkeit!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Nein, das stimmt nicht! Europa ist größer! – Zwischenruf des Abg. Petzner
Meine Damen und Herren, damit darf ich zum Thema Schuldenbremse kommen. Europa steht in diesen Tagen vor den größten Herausforderungen seit 1989, wenn ich nicht sogar sagen muss, vielleicht vor dem größten Umbruch. Und Europa besteht aus 27 Staaten (Abg. Dr. Rosenkranz: Nein, das stimmt nicht! Europa ist größer! – Zwischenruf des Abg. Petzner), wo jeder Staat gleichberechtigt nebeneinander handeln kann – innerhalb der Europäischen Union, in der wir eine gleichwertige Zusammenarbeit aller Staaten haben wollen und wo jedes Land im Rat der Staats- und Regierungschefs mit einer Stimme redet. (Abg. Grosz: Sollen wir Ihnen das kleine Who is Who ... schenken, damit Sie wissen, wie viele Staaten ...? Das ist ein Unwissender!)
Abg. Grosz: Sollen wir Ihnen das kleine Who is Who ... schenken, damit Sie wissen, wie viele Staaten ...? Das ist ein Unwissender!
Meine Damen und Herren, damit darf ich zum Thema Schuldenbremse kommen. Europa steht in diesen Tagen vor den größten Herausforderungen seit 1989, wenn ich nicht sogar sagen muss, vielleicht vor dem größten Umbruch. Und Europa besteht aus 27 Staaten (Abg. Dr. Rosenkranz: Nein, das stimmt nicht! Europa ist größer! – Zwischenruf des Abg. Petzner), wo jeder Staat gleichberechtigt nebeneinander handeln kann – innerhalb der Europäischen Union, in der wir eine gleichwertige Zusammenarbeit aller Staaten haben wollen und wo jedes Land im Rat der Staats- und Regierungschefs mit einer Stimme redet. (Abg. Grosz: Sollen wir Ihnen das kleine Who is Who ... schenken, damit Sie wissen, wie viele Staaten ...? Das ist ein Unwissender!)
Abg. Petzner: Ihr habt ja selber keine!
Wenn wir wollen, Kolleginnen und Kollegen von der Opposition, dass Österreich beim Rat gestärkt auftritt, dann müssen wir mit einer gemeinsamen Position hinausgehen. (Abg. Petzner: Ihr habt ja selber keine!) Aber wenn Sie versuchen, Österreich über die Innenpolitik nach außen zu schwächen, dann leisten Sie der Republik Österreich einen Bärendienst, und das lehnen wir ab, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz. – Abg. Grosz: ... Sprecher der ÖVP?)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz. – Abg. Grosz: ... Sprecher der ÖVP?
Wenn wir wollen, Kolleginnen und Kollegen von der Opposition, dass Österreich beim Rat gestärkt auftritt, dann müssen wir mit einer gemeinsamen Position hinausgehen. (Abg. Petzner: Ihr habt ja selber keine!) Aber wenn Sie versuchen, Österreich über die Innenpolitik nach außen zu schwächen, dann leisten Sie der Republik Österreich einen Bärendienst, und das lehnen wir ab, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz. – Abg. Grosz: ... Sprecher der ÖVP?)
Abg. Dr. Rosenkranz: ... unsere Nettobeiträge!
Es ist erforderlich, dass wir in diesen Tagen, in denen es um den Wettbewerb und die Position zwischen Europa, Amerika und Asien geht, einen Schulterschluss über die Parteigrenzen hinweg machen. (Abg. Dr. Rosenkranz: ... unsere Nettobeiträge!) Ich unterstütze daher den Bundeskanzler ganz ausdrücklich in seiner Aussage, auf europapolitische Fragen müssen wir europapolitische Antworten geben – und da muss die Innenpolitik zurückstehen, meine Damen und Herren. Das ist das, was heute im Vordergrund stehen sollte!
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wie viel Prozent haben Sie denn in Wien?
Meine Damen und Herren, betreffend die Schalmeientöne der Opposition, die da gelautet haben, sie hatte keine ernsthaften Gespräche mit dem Herrn Bundeskanzler: Wer ist denn der Vertreter des Souveräns in unserem Lande? (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wie viel Prozent haben Sie denn in Wien?) Das sind doch wir, meine Damen und Herren, als Mandatare! Wir beschließen Verfassungsgesetze, wir beschließen einfache Gesetze (Abg. Scheibner: Ach so? Du?), und nicht die Bundesregierung.
Abg. Scheibner: Ach so? Du?
Meine Damen und Herren, betreffend die Schalmeientöne der Opposition, die da gelautet haben, sie hatte keine ernsthaften Gespräche mit dem Herrn Bundeskanzler: Wer ist denn der Vertreter des Souveräns in unserem Lande? (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wie viel Prozent haben Sie denn in Wien?) Das sind doch wir, meine Damen und Herren, als Mandatare! Wir beschließen Verfassungsgesetze, wir beschließen einfache Gesetze (Abg. Scheibner: Ach so? Du?), und nicht die Bundesregierung.
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz. – Abg. Brosz: Wie oft haben Sie schon gegen die Regierung gestimmt?
Daher kommt es ganz allein auf uns und damit auch auf Sie an, meine Damen und Herren, und darauf, wie Sie heute abstimmen, ob wir ein Zeichen für die Finanzwelt setzen, dass wir auch über 2013 hinaus ein konsolidiertes Budget haben wollen oder nicht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz. – Abg. Brosz: Wie oft haben Sie schon gegen die Regierung gestimmt?)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
reich keine weiteren Kredite mehr bekommt oder nur mehr Kredite zu Wucherzinsen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) Das will keine Österreicherin und das will kein Österreicher. Daher lehnen wir Ihre Politik eindeutig ab, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Waren Sie immer so mutig?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Waren Sie immer so mutig?
reich keine weiteren Kredite mehr bekommt oder nur mehr Kredite zu Wucherzinsen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) Das will keine Österreicherin und das will kein Österreicher. Daher lehnen wir Ihre Politik eindeutig ab, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brosz: Waren Sie immer so mutig?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Rosenkranz: Ich glaube, da spricht der neue Wiener ÖVP-Obmann!
Meine Damen und Herren, das sind die Punkte, zu denen wir uns in ganz Europa verpflichten könnten. Das ist das, wofür sich Österreich bereits verpflichtet hat, und dafür sollten Sie stimmen, denn sonst sind Sie dafür, dass das Geld der österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler mehr in die Zinsen der Banken fließt als in die Bildung unserer Bürgerinnen und Bürger. Sie entscheiden heute, wohin es in Zukunft gehen soll, meine Damen und Herren von der Opposition. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Rosenkranz: Ich glaube, da spricht der neue Wiener ÖVP-Obmann!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Ich erinnere nur an die Regulierung der Finanzmärkte vor drei Jahren. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) – Fehlanzeige! Wo ist der Leistungsnachweis? Ich erwähne die Schuldenbremse – da hat man ein bisschen die Argumentation modifiziert: Noch vor zwei Wochen hat man die Ratingagenturen als Zeugen für die wirtschaftspolitische Notwendigkeit angeführt. Das hat man heute verschwiegen, denn mittlerweile ist man draufgekommen, dass die Ratingagenturen keine populären Ratgeber sind. Aber die Frage ist: Wer hat wen gezähmt? – Ich sage Ihnen, die Finanzmärkte haben die Sozialdemokratie gezähmt! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich erinnere nur an die Regulierung der Finanzmärkte vor drei Jahren. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) – Fehlanzeige! Wo ist der Leistungsnachweis? Ich erwähne die Schuldenbremse – da hat man ein bisschen die Argumentation modifiziert: Noch vor zwei Wochen hat man die Ratingagenturen als Zeugen für die wirtschaftspolitische Notwendigkeit angeführt. Das hat man heute verschwiegen, denn mittlerweile ist man draufgekommen, dass die Ratingagenturen keine populären Ratgeber sind. Aber die Frage ist: Wer hat wen gezähmt? – Ich sage Ihnen, die Finanzmärkte haben die Sozialdemokratie gezähmt! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Ja, Sparen kann sinnvoll sein! Ich nenne Ihnen nur ein Beispiel: die Subvention der Privatpensionen. Das ist Geldverbrennen und schiebt sozusagen das Geld genau auf die Finanzmärkte, die dann auf uns Druck ausüben. Es gibt viele solcher Beispiele: Es gibt die Rechnungshof-Beispiele. (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Beifall bei den Grünen.
Wir werden Ihnen keinen Blankoscheck ausstellen! Wir treten im Rahmen eines Finanzrahmengesetzes gerne in eine Debatte ein, wie das Budget einnahmenseitig und allenfalls auch ausgabenseitig finanziert werden kann, aber Blankoschecks und Placebos gibt es nicht. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Gradauer.
Auch Herr Abgeordneter Gerstl hat hier einen nationalen Konsens eingefordert, daher dazu: Sie brauchen den von der Opposition nicht einzufordern, fangen Sie einmal an und legen Sie uns eine gemeinsame Verhandlungsposition der österreichischen Bundesregierung vor! Darauf warten wir ja! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Gradauer.)
Beifall beim BZÖ.
Aber das Problem ist, dass Sie das mit der SPÖ nicht durchgebracht haben und dass Sie hier ein Verfassungsgesetz vorlegen, das der kleinste gemeinsame Nenner ist, auf den Sie sich gerade noch einigen konnten, wo in Wahrheit nichts drinnen steht außer ein Placebo, das Sie hier vorlegen. Und dann sagen Sie, die Opposition ist unverantwortlich, dass sie Ihrem kleinsten gemeinsamen Nenner, der überhaupt nichts bringt, nicht zustimmen wird. Das ist eine Verkehrung der Tatsachen, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Rädler: Wieso wissen Sie das?
Meine Damen und Herren von der ÖVP, wenn Sie schon Jörg Haider zitiert haben, dann bringe ich jemand anderen aus Ihren Reihen: Was wäre gewesen, wenn der Bundeskanzler Wolfgang Schüssel geheißen hätte? – Der hätte gewusst, gemeinsam mit uns, wie man die Opposition an einen Tisch bringt und von oben, vom Bundeskanzler über den Vizekanzler, über die Parlamentarier den Versuch einer gemeinsamen Einigung und von Verhandlungen zusammenbringt. (Abg. Rädler: Wieso wissen Sie das?) Davon seid ihr weit entfernt. Aber das müsst ihr euch überlegen, statt immer den erhobenen Zeigefinger auf die Opposition zu richten! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren von der ÖVP, wenn Sie schon Jörg Haider zitiert haben, dann bringe ich jemand anderen aus Ihren Reihen: Was wäre gewesen, wenn der Bundeskanzler Wolfgang Schüssel geheißen hätte? – Der hätte gewusst, gemeinsam mit uns, wie man die Opposition an einen Tisch bringt und von oben, vom Bundeskanzler über den Vizekanzler, über die Parlamentarier den Versuch einer gemeinsamen Einigung und von Verhandlungen zusammenbringt. (Abg. Rädler: Wieso wissen Sie das?) Davon seid ihr weit entfernt. Aber das müsst ihr euch überlegen, statt immer den erhobenen Zeigefinger auf die Opposition zu richten! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, auch von den Medien: Nicht die Opposition ist hier verantwortungslos, sondern es ist dies die Bundesregierung, die sich der Verantwortung eines nationalen Konsenses entzieht, weil man nicht einmal den Ratschlag des Verfassungsgerichtshofes ernst nimmt und diesen Sanktionsmechanismus in das Gesetz hineinnimmt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Na, wäre das nicht eine nationale Aktion, Frau Finanzministerin? – Dazu wären die Österreicher bereit, weil sie auch einen Vorteil hätten, hier solidarisch zu sein, da ein Teil der Gelder, die schlecht verzinst auf Sparbüchern liegen, in österreichische Anleihen investiert wird, die derzeit über 3 Prozent, 3,7 Prozent bringen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das wäre doch eine Idee – Frau Finanzministerin, wenn Sie einmal hier zuhören würden, wenn ein Abgeordneter spricht –, dass man nicht die Steuern erhöht, dass man nicht streitet, dass man hier keine Placebos vorlegt, sondern durch sinnvolle Maßnahmen erreicht, dass Sie das Geld auch in Österreich aufnehmen können, das Sie brauchen, um den Haushalt zu sanieren. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Öllinger – auf schütter besetzte Abgeordnetensitze im ÖVP-Sektor deutend –: Wir wollen jetzt abstimmen! Dann gibt es nicht einmal eine Drittelmehrheit!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Linder. – Bitte. (Abg. Öllinger – auf schütter besetzte Abgeordnetensitze im ÖVP-Sektor deutend –: Wir wollen jetzt abstimmen! Dann gibt es nicht einmal eine Drittelmehrheit!)
Beifall bei FPÖ und BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Völlig abgehoben!
Abgeordneter Maximilian Linder (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Besuchergalerie! Lieber Herbert Scheibner, deine Aufforderung, dass sie zuhören sollen, hat leider nur Gelächter ausgelöst. Da sieht man, welche Wertigkeit für die Herren und die Damen da hinten unsere Anwesenheit und unsere Diskussionsbeiträge haben. (Beifall bei FPÖ und BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Völlig abgehoben!)
Beifall bei der FPÖ.
Und was macht die Regierung? – Die Regierung ist nicht in der Lage, sich mit uns an einen Tisch zu setzen und mit uns die Probleme zu besprechen. Nein, der Herr Bundeskanzler fährt nach Brüssel und verschweigt über drei Wochen, dass es Probleme gibt, dass Maßnahmen zu setzen sind. Er sucht nicht das Gespräch, er ist nicht bereit, mit uns zu reden, er ist nicht bereit, mit unserem Klubobmann an einen Tisch zu gehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Liebe Damen und Herren von den zwei Regierungsparteien! Ich würde viele von euch einladen, ein halbes Jahr in einer Gemeinde mitzuarbeiten. Wenn wir so mit den Leuten umgingen, die wir brauchen, wenn wir so an die Problemlösungen herangingen, dann würden wir in den Gemeinden überhaupt nicht weiterkommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
So geht es nicht, so wird Österreich nicht in guten Händen liegen! Ich bitte Sie um Maßnahmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Oder nein, stimmt nicht! Sie haben das dann schon irgendwann einmal gesagt. Sie haben irgendwann einmal gesagt, natürlich im Bereich der Gesundheit, im Bereich der Pflege – und da ist der Kern unserer Kritik! Es kann doch wohl nicht sein, dass auf der einen Seite die ÖVP alles riskiert für dieses Land, nur weil Sie es nicht schaffen, auch nur einen Millimeter von Ihrer bisherigen Position abzurücken und sich Vermögensteuern und Erbschaftssteuern, Steuern und Abgaben bei denjenigen zu holen, die viel haben und viel abgeben können, über Umverteilung diskutieren zu wollen und auf der anderen Seite – da muss ich jetzt durchaus auch die SPÖ in die Pflicht nehmen – ganz klar ist, was dann diese Schuldenbremse bedeutet. Diese Schuldenbremse ist dann eine Gesundheitsbremse, eine Bildungsbremse, eine Zukunftsbremse und vieles mehr. Das geht mit uns ganz sicher nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Bevor nicht klar ist, in welche Richtung es inhaltlich gehen soll, bevor nicht klar ist, wie Sie sich vorstellen, eine Verwaltungsreform durchzuführen – gestern haben wir die Wetterdienste diskutiert, 599 weitere Vorschläge liegen vor –, bevor nicht klar ist, wie Sie sich vorstellen, unser Bildungssystem aufzubessern – das Bildungsvolksbegehren ist nicht einmal einen Monat her –, bevor nicht klar ist, dass Sie hier garantieren, dass eine etwaige Einsparung nicht wieder auf Kosten der Armen und Ärmsten geht, sondern dass es ganz klar ist, dass man hier einmal ernsthafte Umverteilungspolitik machen muss und machen wird, sind wir keine Verhandlungspartner. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.
Entschuldigung, in welcher Demokratie leben wir? – Das kann doch wohl nicht wahr sein! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.) Da erwarte ich mir nicht nur von Oppositionspolitikern, sondern von den ranghöchsten Menschen in diesem Staat und auch vom Bundespräsidenten selbst eine Klarstellung. Ich habe den O-Ton nicht gehört, ich habe es bislang nur in der Zeitung gelesen. Wenn er es anders gemeint hat, dann möge er das richtigstellen. Wenn er es so gemeint hat, dann erwarte ich dringend eine Erklärung. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Entschuldigung, in welcher Demokratie leben wir? – Das kann doch wohl nicht wahr sein! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.) Da erwarte ich mir nicht nur von Oppositionspolitikern, sondern von den ranghöchsten Menschen in diesem Staat und auch vom Bundespräsidenten selbst eine Klarstellung. Ich habe den O-Ton nicht gehört, ich habe es bislang nur in der Zeitung gelesen. Wenn er es anders gemeint hat, dann möge er das richtigstellen. Wenn er es so gemeint hat, dann erwarte ich dringend eine Erklärung. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Die Frau Präsident wird dann etwas sagen zum Herrn Bundespräsidenten!
Präsident Fritz Neugebauer: Zu Wort gemeldet ist nun Herr Staatssekretär Mag. Schieder. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Die Frau Präsident wird dann etwas sagen zum Herrn Bundespräsidenten!)
Abg. Dr. Moser: In Deutschland nützt sie auch nichts!
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Mag. Andreas Schieder: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Werte Kollegen auf der Regierungsbank! Die heutige Diskussion, die sehr intensiv geführt worden ist – und das ja nicht nur heute, sondern auch im Verfassungsausschuss, in den Medien, in vielfältigen Gesprächen –, ist eine wichtige und entscheidende für Österreich. Es geht mit der Schuldenbremse nicht um ein politisches Projekt dieser Bundesregierung, es geht nicht um ein politisches Sich-Durchsetzen, sondern es geht um die Zukunft Österreichs in Form eines klaren, unmissverständlichen Signals an Finanzmärkte, die zurzeit den Staaten und der Finanzierung der Staaten so große Probleme machen. (Abg. Dr. Moser: In Deutschland nützt sie auch nichts!)
Abg. Ing. Westenthaler: Machen Sie eine Steuerbremse, dann sind wir dabei!
Dieses klare Signal, das wir uns erhoffen können oder sollten, ist natürlich am besten mit einer Schuldenbremse im Verfassungsrang zu geben. Aber so, wie es ausschaut, muss ich sagen, bin ich enttäuscht darüber, dass heute diese Verfassungsmehrheit in der nächsten halben Stunde offensichtlich nicht zustande kommt. Das finde ich schade für Österreich. (Abg. Ing. Westenthaler: Machen Sie eine Steuerbremse, dann sind wir dabei!) Aber ich glaube, es ist ein Projekt, das man auch nicht ad acta legen kann, sondern weiterverfolgen muss. Und wenn wir eine einfachgesetzliche Schuldenbremse beschließen, dann sollten wir uns auch gleich darüber im Klaren sein, dass sie genauso gilt, als wäre sie im Verfassungsrang beschlossen.
Beifall bei der SPÖ.
Das Wiedergewinnen von Handlungsspielräumen heißt für mich auch, dass die Verringerung eines Budgetdefizits die Verringerung des Abstands zwischen Ausgaben und Einnahmen bedeutet. Das heißt, dass ich bei der Bekämpfung des Defizits sowohl über ausgabenseitige Maßnahmen, sprich Strukturverbesserungen und Einsparungen, als auch über einnahmenseitige Maßnahmen, Strukturverbesserungen im Steuersystem reden muss. Am besten geht es mit solchen Maßnahmen, die das Wirtschaftswachstum nicht dämpfen und nicht negativ beeinträchtigen. Das ist auch ein ganz wichtiger Punkt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Aber egal, wie, das klare Signal an alle Märkte ist: Österreich wird in eine Zukunft von stabilen und ausgeglichenen, strukturell ausgeglichenen Staatsfinanzen gehen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn das tatsächlich der Fall ist, meine Damen und Herren, dann ist das ein Riesenerfolg für die Opposition, dann sind Sie auf unsere Argumente eingegangen und haben offensichtlich erkannt, dass diese Schuldenbremse, die in Wirklichkeit eine Schmähbremse ist, nicht die richtige Antwort für die finanzielle Zukunft Österreichs sein kann. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie jetzt diesen Rückverweisungsantrag stellen, meine Damen und Herren, dann sehen wir auch, dass wir mit dieser Forderung offensichtlich richtig liegen, dass wir im Interesse der Österreicherinnen und Österreicher handeln, indem wir diese Schuldenbremse bis dato abgelehnt haben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Schieder, Staatssekretär, erklärt Einnahmen im „WirtschaftsBlatt“: Wir nehmen alles, was möglich ist! Nämlich alles, was möglich ist an Abzocke bei den Österreicherinnen und Österreichern. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das lehnen wir ab, meine Damen und Herren! Dafür stehen wir nicht zur Verfügung. Wir wollen eine echte Schuldenbremse, die zum Reformmotor für Österreich wird, damit dieser jahrzehntelange Reformstau, der auch für die heutige Schuldenkrise, die wir in Österreich haben, hauptverantwortlich ist, endlich aufgelöst wird und dringend nötige Reformen, die Österreich in allen Bereichen – bei der Verwaltung, im Schulsystem, auch bei den Politikern, bei den politischen Gremien, bei den Bundesbahnen, bei den Pensionen, bei der Gesundheit – braucht, endlich angegangen werden, gelöst werden und damit – noch einmal – die Ziele der Schuldenbremse erreicht werden, ohne die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes weiter zu belasten. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei Abgeordneten von BZÖ und FPÖ.
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Ich habe heute ausnahmsweise ein Papier mit zum Rednerpult genommen, und zwar deshalb, weil die Debatte sehr deutlich gezeigt hat, dass alle drei Oppositionsparteien nicht gewillt sind, Verantwortung zu übernehmen in Richtung der Zukunft unseres Landes. Machen wir uns nichts vor! (Zwischenrufe bei Abgeordneten von BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich habe großes Verständnis dafür – das ist in jedem Parlament der Welt so –, dass die Opposition die Regierung kritisiert, gar keine Frage, dafür habe ich Verständnis, aber dann, wenn es wirklich darum geht, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen, parteipolitisches Kleingeld wechseln zu wollen, halte ich das wirklich für sehr, sehr negativ. Hier geht es darum, dass wir die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder sichern, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Wir wollen ja, aber anders!
Ich habe bei einer Sondersitzung schon gesagt: Als ich mit meinen Freunden in Berlin war, hat mir die Oppositionspolitik des SPD-Politikers Steinmeier wirklich unglaublich imponiert. Ich bin kein Anhänger von ihm, aber er hat Merkel massiv kritisiert, dann jedoch gesagt: Aber in dieser Stunde – die er verglichen hat mit einer Operation am offenen Herzen – bekenne ich mich zu meiner politischen Verantwortung. Und solch ein Verhalten würde ich mir von der Opposition auch in diesem Parlament wünschen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Wir wollen ja, aber anders!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir bekennen uns dazu, dass wir bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, die Stabilität unserer Löhne und Gehälter, unserer Pensionen, unserer Sparguthaben zu erhalten. Dazu dient dieser Antrag in Richtung Stabilität, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Eine Erfindung der Deutschen!
Die Schuldenbremse ist ja keine Erfindung der SPÖ oder der ÖVP, sondern das ist ein europapolitischer Konsens (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Eine Erfindung der Deutschen!), weil wir in ganz Europa eine Staatsschuldenkrise haben. Und eines sage ich auch ganz offen, meine Damen und Herren: Wenn man mehr ausgibt, als man einnimmt, dann braucht man jemanden, der das finanziert, und ich kann keinen Schuldner zwingen, uns das Geld zu borgen. Ich muss mich an gewisse Spielregeln halten.
Beifall bei der ÖVP.
Auch wenn wir das Verhalten der Rating-Agenturen noch so sehr kritisieren, die Finanzmärkte orientieren sich daran. Daher ist dieses Signal des politischen Willens unglaublich notwendig im Sinne von Stabilität und im Sinne dessen, dass wir die Zinsen nicht in die Höhe schnellen lassen wollen. Das ist Verantwortung für die Zukunft des Landes, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Die Regierungsfraktionen stehen voll dahinter. Wir bekennen uns zu unserer Verantwortung – im Gegensatz zu Ihnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Kollege Stummvoll, Ihre Krokodilstränen und Ihr Bedauern können Sie wirklich für sich selbst behalten, solange Ihre Fraktion, die ÖVP, und die SPÖ keinen einzigen Akzent zu einem vernünftigen und sanktionierten Sparen in diesem Land, zumindest die letzten 25 Jahre, bis zum heutigen Tag, bis zum 7. Dezember 2011, hier in diesem Haus zeigen, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Sie sagen, Sie wollen keine Schulden mehr machen, aber gleichzeitig verweigern Sie sich dem BZÖ-Antrag, der BZÖ-Initiative, dass es in Zukunft Sanktionen für das Schuldenmachen gibt. Ja wissen Sie denn nicht, dass man Sanktionen braucht, um in Zukunft etwas zu unterbinden? (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Gahr: Was soll das?
Wir wollen in unseren Anträgen eine Verwaltungsreform und die Zusammenlegung der Sozialversicherungsanstalten, und bei Ihnen in der dritten Reihe lacht sich der Herr Donabauer von der Bauern-Sozialversicherung eins ins Fäustchen, dass er als einer von 22 Obleuten die nächsten 20 Jahre auch weiterhin kassieren kann und mit seiner Sänfte durch das Land getragen wird. (Abg. Gahr: Was soll das?)
Beifall beim BZÖ.
Wir sagen daher: „Genug gezahlt!“ für die Bürgerinnen und Bürger, genug gezahlt auch in diese Verwaltung. Wir wollen ein tatsächliches Sparen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Kein Verbrecher dieses Staates hat Sie die letzten 25 Jahre daran gehindert, dass Sie endlich in sich gehen und das Schuldenmachen beenden. Sie sind für diese 240 Milliarden € Schulden in Österreich verantwortlich, für die wir jetzt international abgestraft werden; nicht der Kollege Bucher, nicht die Kollegin Glawischnig und auch nicht Kollege Strache. Sie haben die Steuer- und Abgabenquote in die Höhe getrieben und das Geld der Menschen in diesem Land verpulvert, und heute gehen Ihre Redner mit den Krokodilstränen hier heraus und sagen: Ja, wenn die Opposition nicht zustimmt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist unehrlich, und das durchschauen sämtliche 8 Millionen Staatsbürger in diesem Land, die Ihnen ohnedies nichts mehr glauben. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Scheibner: Unverantwortlich ist, dass Sie nicht verhandeln wollen!
Ich verstehe daher dieses Zieren nicht, hier eine vertrauensbildende Maßnahme zu setzen, die dann auseinanderfällt in jene Maßnahmen, die wir in Budgetbegleitgesetzen zu beschließen haben, nämlich jene konkreten Sparmaßnahmen dann hier zur Bedingung zu machen für eine Maßnahme, die eigentlich nur zum Vorteil Österreichs wäre. Wenn man sich aus dieser Verantwortung stiehlt, weil man in der Kleinkariertheit verharrt und hier nur seine persönlichen Vorteile haben will als Partei, insbesondere das BZÖ, weil man möglichst lange im Gespräch sein will, um dann doch Nein zu sagen, um vielleicht die Medien etwas zu füllen, dann halte ich das für unverantwortlich. Ich halte diese Vorgangsweise für unverantwortlich. (Abg. Scheibner: Unverantwortlich ist, dass Sie nicht verhandeln wollen!)
Lebhafte Zwischenrufe beim BZÖ.
Aber so vorzugehen, wie Sie es tun, das machen Sie nicht zum Vorteil Österreichs. Was hier heute passiert von den Oppositionsparteien, hat nichts mit einem Vorteil Österreichs zu tun. Gerade wenn Sie sagen, Sie wollen das Geld der Österreicher in Österreich haben, dann muss ich Ihnen sagen: Statt 1 Prozent mehr bei der Schuldentilgung schicken Sie 2 Milliarden ins Ausland, nämlich auf die Finanzmärkte Amerikas und Asiens, wenn Sie so wollen. (Lebhafte Zwischenrufe beim BZÖ.) Und dann sprechen Sie davon, Sie wollen das Geld in Österreich halten.
Beifall bei der SPÖ.
Ich halte das für verantwortungslos, und Sie werden Ihrer Rolle, nämlich diesem Staat Österreich zu dienen, heute nicht gerecht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (BZÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Damen und Herren! Kollege Wittmann! Was sich heute hier im Hohen Haus abspielt, würde wohl besser in ein Theaterstück, in eine Komödie, um nicht zu sagen, in eine Faschingssitzung passen. (Von der Besuchergalerie aus werden Flugblätter in den Sitzungssaal geworfen.) Auf der einen Seite werfen Sie der Opposition, dem BZÖ, vor, eigene Vorteile aus den Verhandlungen, in denen es um eine Schuldenbremse geht, herausschlagen zu wollen, und auf der anderen Seite haben Sie nicht einmal die eigenen Abgeordneten im Griff in dieser Frage. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist auch in der Bevölkerung so. Wenn du jemanden fragst: Wollt ihr einsparen?, kommt die Antwort: Selbstverständlich! Jeder will einsparen, nur nicht bei sich selber. Genau das ist die Problematik, und es ist in der Regierung genau dasselbe. (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Rot und Schwarz – und das streite ich gar nicht ab, sondern ich bin überzeugt davon – wollen einsparen, aber nicht bei der eigenen Klientel, sondern nur bei der des anderen. Das ist die ganze Problematik! Möglichkeiten gäbe es jede Menge. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim BZÖ.
Tatsache bleibt jedoch, dass die Schulden heruntergefahren werden müssen, weil wir das in Österreich einfach machen müssen, genauso wie die anderen Staaten auch. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Grosz: Und sie wollen schon wieder Schulden machen!
Wir greifen mit dieser Maßnahme über die Bezügepyramide auf die kommunale Ebene durch, das heißt, das betrifft dann auch Bürgermeister, Vizebürgermeister, Fraktionsobleute, Gemeindevorstände. Wir greifen mit dieser Nulllohnrunde zum vierten Mal durch, meine Damen und Herren! Das bedeutet einen Einkommensverlust von mindestens 10 Prozent für Bürgermeister, die ein monatliches Einkommen von 2 000 bis 2 500 € haben. Meine Damen und Herren! Es gibt keine andere Berufsgruppe, die zum vierten Mal hintereinander eine Nulllohnrunde hinnehmen muss. Deshalb sagen wir, dass es bis zu einem Betrag von 3 999 €, das sind 49 Prozent des Bezugs eines Nationalrats, einen Anpassungsfaktor geben sollte, weil uns unsere Gemeindefunktionäre wichtig sind, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Grosz: Und sie wollen schon wieder Schulden machen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren, es wurde in den letzten Tagen viel über diese Maßnahme gesprochen. Ich danke dem Koalitionspartner, bedanke mich vor allem aber auch bei den Grünen, die Zustimmung signalisieren und diese Maßnahme mittragen, weil es einfach nicht sein darf, dass wir uns in der Politik ständig selber entwerten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
ses Versprechen bis heute nicht eingehalten! Das wäre eine Wohltat für die Republik Österreich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Wie Sie alle wissen, haben wir die Festschreibung der Abgabenquote verlangt, das wurde aber leider Gottes vom Herrn Bundeskanzler abgelehnt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Frau Bundesministerin Fekter, ich bitte Sie, gehen Sie in Klausur, sperren Sie sich in Ihr Büro ein, verlassen Sie den Weg neuer Belastungen und präsentieren Sie ein Konzept für den Schuldenabbau, das ohne neue Belastungen auskommt! (Beifall beim BZÖ.)
Heiterkeit beim BZÖ.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (ohne Klubzugehörigkeit): Herr Präsident! Hohes Haus! Nach den Worten von Herrn Klubobmann Kopf muss ich sagen: Sie sind eine medizinische Sensation! (Heiterkeit beim BZÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Der Antrag der ÖVP heute hat ja tief blicken lassen. Während wir händeringend versuchen, das Budget in Ordnung zu bringen, um die Finanzmärkte zu beruhigen, stellt sich der ÖVP-Mann Wöginger allen Ernstes hier heraus und fordert eine Gehaltserhöhung für alle, die bis zu 4 000 € verdienen. Wenn wir schon sparen wollen, dann müssen wir auch irgendwo damit anfangen. Und wo ist es sinnvoller anzufangen als bei den Politikern? (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Kein Wunder ...! – Abg. Wöginger: Schau dir einmal deinen Gemeinderat an! – Ruf bei der ÖVP: Geh zurück nach Maria Enzersdorf! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn Sie also sagen, sparen wir, aber eben bei allen anderen, und das Ganze noch mit der Schuldenbremse verbinden, dann weiß man, wie weit es mit dem Sparwillen der ÖVP her ist. – Es ist nicht weit her. Es wird viel geredet. Auch Herr Pröll hat als Vorgänger von Frau Fekter immer wieder gesagt, wir müssen sparen, wir brauchen eine Schuldenbremse. Und was ist geschehen? – Nichts! (Ruf bei der ÖVP: Kein Wunder ...! – Abg. Wöginger: Schau dir einmal deinen Gemeinderat an! – Ruf bei der ÖVP: Geh zurück nach Maria Enzersdorf! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Schauen wir uns einmal andere Märchen an! Es gibt ja dieses Schuldenmärchen, Schuldenbremsungsmärchen, nenne ich es einmal, das heute hier verhandelt wird. – Schauen wir uns einmal andere Märchen an! Man hat uns ja erzählt, bevor wir in die EU gegangen sind, bevor wir in den Euro gegangen sind ... (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.
Herr Präsident, könnten Sie bitte für Ruhe sorgen! (Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.) – Danke, Herr Präsident.
Zwischenrufe bei der ÖVP
Ich würde Sie, meine Damen und Herren, wirklich bitten, mir noch ein paar Minuten zuzuhören (Zwischenrufe bei der ÖVP), dann werde ich mich wieder auf meinen Platz setzen, und dann sind Sie erlöst. Also bitte, noch ein paar Minuten, wenn es leicht geht. (Ruf bei der ÖVP: Dann red was Gscheit’s!)
Ruf bei der ÖVP: Dann red was Gscheit’s!
Ich würde Sie, meine Damen und Herren, wirklich bitten, mir noch ein paar Minuten zuzuhören (Zwischenrufe bei der ÖVP), dann werde ich mich wieder auf meinen Platz setzen, und dann sind Sie erlöst. Also bitte, noch ein paar Minuten, wenn es leicht geht. (Ruf bei der ÖVP: Dann red was Gscheit’s!)
Ruf bei der SPÖ: Und eine Redebremse!
Deshalb: Schreiben Sie es in die Verfassung oder schreiben Sie es nicht in die Verfassung. Ich bin da geneigt zuzustimmen. Entscheidend ist jedoch, dass wir konkrete Maßnahmen ins Budget schreiben. Für dieses Budget ist die Uhr schon abgelaufen – das ist schon verloren –, aber zumindest für das nächste Budget, damit wir im nächsten Budget nicht nur eine Schuldenbremse haben, sondern ganz konkret eine Frühpensionierungsbremse, eine Verwaltungskostenbremse und vor allem eine Gesundheitskostenbremse. Das muss ins Budget! (Ruf bei der SPÖ: Und eine Redebremse!)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn wir das nicht schaffen, werden wir noch höhere Zinsen zahlen, und zwar nicht nur das Dreifache der Schweiz, sondern irgendwann auch das Fünffache und das Siebenfache der Schweiz, und zwar so lange, bis wir endlich begreifen, dass es an den Hausaufgaben liegt. Es liegt nicht an den bösen Spekulanten! Es sind die Hausaufgaben, die zu machen sind. Und diese Hausaufgaben gehören gemacht, und dazu rufe ich Sie auf. Deshalb: Machen wir die Hausaufgaben, und, wenn Sie wollen, auch gemeinsam. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall und Bravorufe beim BZÖ.
Jetzt beginne ich einmal ganz grundsätzlich mit meiner Gemeinde. Bei meiner Amtsübernahme am 19. April 2010 habe ich eine mehr als schlechte Finanzsituation vorgefunden. Meine erste Maßnahme war, dass ich am ersten Tag als erste Amtshandlung die Gemeindeaufsicht um eine Finanzsonderprüfung ersucht habe. Diese Finanzsonderprüfung hat damit geendet, dass wir gemeinsam ein Paket zur Gesundung vereinbart haben. Ich habe darauf bestanden – und ich kann Ihnen nur sagen, es hat viele Zurufe gegeben, und da haben schon ein paar gewettet, was als Nächstes erhöht werden wird: das Wassergeld, die Kanalgebühren –, dass nur über meine politische Leiche auch nur irgendetwas erhöht wird. Und ich habe Wort gehalten! Bis heute haben wir nichts erhöht. (Beifall und Bravorufe beim BZÖ.)
Beifall und Bravorufe beim BZÖ.
Ich kann Ihnen auch sagen, was wir noch gemacht haben. Wir haben einen Solidarbeitrag geleistet. Bei uns hat jeder Gemeinderat auf 10 Prozent der Bezüge verzichtet. Das haben wir mit Beschluss festgelegt. (Beifall und Bravorufe beim BZÖ.)
Beifall und Bravorufe beim BZÖ.
Ich glaube, Sie tun der Sache insgesamt keinen guten Dienst, denn die Wutbürger werden sich jetzt bis hin zu den Gemeinden austoben. Schauen Sie sich jetzt nur einmal die große Stadt Wien an. Dieses Paket an Preiserhöhungen, das gerade die Kleinsten trifft, der Griff in die Brieftaschen. Wenn Sie in dieser Situation argumentieren, dass Politiker von einer Nulllohnrunde ausgenommen werden sollen, ist das ein schlechtes Signal, und ich würde mir wenigstens erwarten, dass Sie jeden Einzelnen selbst entscheiden lassen, ob er überhaupt eine Erhöhung in Anspruch nehmen will. (Beifall und Bravorufe beim BZÖ.)
Abg. Dr. Bartenstein: Sie sollten in Väterkarenz gehen, Herr Kollege Stefan!
Das heißt also, bis jetzt war das offenbar durchaus möglich, dass man ohne konkreten Bezug zur Deckung eines Informationsbedürfnisses eine Einschaltung macht und öffentliches Geld verwendet. Also wir sind schon sehr froh, dass man da einmal draufgekommen ist und dies mit diesem Gesetz nun verhindern will und kann. (Abg. Dr. Bartenstein: Sie sollten in Väterkarenz gehen, Herr Kollege Stefan!)
Beifall bei der FPÖ.
Da haben wir ja so negative Beispiele. Aus Wien wissen wir, dass diese parteieigenen Unternehmen von der Stadt Wien Aufträge bekommen. Wir kennen diese ganze Problematik der Spenden an Teil- und Unterorganisationen und Landesorganisationen und so weiter. Solange es da keine Transparenz gibt und solange das nicht in einem mit verhandelt wird, gibt es von uns keine Zustimmung. (Beifall bei der FPÖ.)
allgemeine Heiterkeit
Weiters werden wir mit einem Abänderungsantrag ein generelles Verbot für Fotowerbung sämtlicher oberster Organe, inklusive Staatssekretäre, schaffen. Das war ein Wunsch des BZÖ und der Grünen, dem wir eben entsprochen haben. Wichtig ist, dass die Information weitergereicht wird. Persönlicher ist es mit Foto, aber wenn Sie sagen, es geht auch ohne Foto, dann geht es eben auch ohne Foto (allgemeine Heiterkeit), das ist keine wirkliche Fahnenfrage. Wir werden die Richtlinien für die Regierungswerbung im Hauptausschuss zu behandeln haben, und zwar unter Einbeziehung des Werberates und mit einfacher Mehrheit.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Berlakovich!
Wichtig ist auch (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Berlakovich!) – den können wir dann einladen – die Offenlegung der Eigentumsverhältnisse an periodischen Medien. Das wird im § 25 Mediengesetz geregelt, damit machen wir wirtschaftliche Eigentümer ohne Beteiligungsgrenze transparent.
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Bravo!
Also ich glaube, dass das ein sehr großer Fortschritt ist, und freue mich auch auf Zustimmung. Vielleicht überlegen sich‘s die Freiheitlichen noch. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Bravo!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Cap.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Geschätzte Damen und Herren! Es wird immer wieder die Positionierung der Medien als vierte Gewalt in einer Demokratie zitiert und in den Mund genommen. Ich denke, das ist so, sollte so sein; und wir sollten alles, was in unserer Macht steht, tun, um dieser vierten Gewalt ihre wichtige Kontrollfunktion, die sie in unserer Demokratie hat, wirklich größtmöglich abzusichern. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Cap.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir wollen mit diesem Gesetz einen substanziellen Beitrag dazu leisten, dass Journalismus bei uns im Land unabhängig und unbeeinflusst von den anderen wirtschaftlichen Interessen desselben Unternehmens – also im Medienunternehmen – stattfinden kann, dass Journalistinnen und Journalisten in diesem Land ihre Aufgabe wirklich voll unabhängig und nicht zuletzt zum Wohle der Demokratie in diesem Lande ausüben können. Dazu wird dieses Gesetz einen substanziellen Beitrag leisten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Josef Auer.
diesem wirklich guten, sehr weitreichenden Gesetz im Sinne der Aufrechterhaltung und Funktionsfähigkeit unserer Demokratie ihre Zustimmung zu geben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Josef Auer.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Wittmann: Wahrscheinlich kommt dann nur noch die Frisur!
Es ist wirklich eine Kulturrevolution in diesem Land, dass das nicht in jeder Zeitung daherkommen wird; und ich finde, das ist etwas, das wirklich den Begriff Medientransparenzgesetz rechtfertigt. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Wittmann: Wahrscheinlich kommt dann nur noch die Frisur!) – Das ist ein interessanter Punkt. Wenn man den Kopf weglässt und nur die Frisur kommt, wird man ihn noch immer erkennen. Schauen wir, ob da etwas kommt.
Beifall bei den Grünen.
Insofern hat der Untersuchungsausschuss da auch noch eine Aufgabe, trotz dieses Gesetzes, das ein deutlicher Fortschritt in der österreichischen politischen Kultur sein sollte. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Das Medientransparenzgesetz beweist, dass die Opposition sehr wohl bereit ist, staatspolitische Verantwortung zu übernehmen, mitzuarbeiten, nämlich dann – und das ist der entscheidende Punkt –, wenn seriös und fair verhandelt wird und wenn man bereit ist, die Vorschläge, die Maßnahmen, die Korrekturen der Opposition im konkreten Gesetzestext zu berücksichtigen. Das ist hier gelungen. Daher gibt es auch diese Zweidrittelmehrheit und auch die Zustimmung des BZÖ und unserer Stellen zu dieser staatspolitischen Verantwortung. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Die sind nie dabei!
Als Zwischensatz sei noch angemerkt: Die FPÖ ist bei dieser entscheidenden Verhandlungsrunde gar nicht persönlich erschienen. Das heißt, sie haben das so gehalten wie bei der Schuldenbremse, dass sie sich von Haus aus verweigert haben. Aber das ist ihr Problem, das sie erklären müssen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Die sind nie dabei!)
Zwischenruf des Abg. Kopf.
Meine Damen und Herren, nicht zuletzt zeigt die Richtigkeit dieses Gesetzes ein Abänderungsantrag in zweiter Lesung, der noch gestern am Abend eingebracht wurde, mit dem man seitens der Regierung Ausnahmen für dieses Medientransparenzgesetz durchsetzen wollte. (Zwischenruf des Abg. Kopf.) Man hat gesagt, dass es einzelne Ausnahmen für persönliche Äußerungen der genannten Funktionsträger geben soll, sofern diese nicht werblich gestaltet sind und legitimen gesellschaftlichen Anliegen entsprechen. Als Beispiel wurden Weihnachtsglückwunschinserate genannt.
Zwischenruf bei der ÖVP
Dieser Korrekturvorschlag in letzter Sekunde, der wahrscheinlich auf Intervention irgendeines Landeshauptmannes – wahrscheinlich wieder einmal des niederösterreichischen – gekommen ist, zeigt (Zwischenruf bei der ÖVP), dass dieses Medientransparenzgesetz dank der Arbeit der Opposition tatsächlich Zähne zeigt, dass es richtig ist, dass es tatsächlich für Transparenz sorgen wird, für sorgsamen Umgang mit dem Steuerzahler, auch auf Länderebene, und dass damit am Ende des Tages nicht Werbung verboten wird – wir sind gegen Verbote –, aber dass dafür gesorgt wird, dass die Steuermittel im Werbebereich korrekt eingesetzt werden und dass vor allem für Transparenz im Sinne der Medienkonsumenten und der Medienrezipienten dieses Landes gesorgt wird.
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Kopf.
Schlusssatz: Herr Klubobmann Kopf! Das Medientransparenzgesetz zeigt: Das BZÖ ist sehr wohl bereit, sich seiner staatspolitischen Verantwortung zu stellen. Der Beweis ist mit diesem Tagesordnungspunkt schon erbracht. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Kopf.)
Zwischenruf des Abg. Petzner
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Herr Kollege Petzner vom BZÖ hat soeben behauptet, die FPÖ wäre nicht zur Verfügung gestanden (Zwischenruf des Abg. Petzner), um an der Schuldenbremse aktiv mitzuwirken.
Zwischenruf des Abg. Brosz
Wenn er die Debatte am Vormittag miterlebt hätte – und vielleicht war er körperlich anwesend (Zwischenruf des Abg. Brosz) –, hätte er gehört, dass der Herr Bundeskanzler eindeutig gesagt hat, er möchte die Stimmen der FPÖ überhaupt nicht haben: aus bestimmten ideologischen oder sonstigen Gründen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Öllinger und Brosz.) Tatsache ist, dass die ...
Zwischenrufe der Abgeordneten Öllinger und Brosz.
Wenn er die Debatte am Vormittag miterlebt hätte – und vielleicht war er körperlich anwesend (Zwischenruf des Abg. Brosz) –, hätte er gehört, dass der Herr Bundeskanzler eindeutig gesagt hat, er möchte die Stimmen der FPÖ überhaupt nicht haben: aus bestimmten ideologischen oder sonstigen Gründen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Öllinger und Brosz.) Tatsache ist, dass die ...
Beifall bei der FPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Dr. Rosenkranz.
(Beifall bei der FPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Dr. Rosenkranz.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: So viel Applaus ...!
In Summe haben wir, wie ich meine, ein praktikables, sehr sinnvolles Gesetz gefunden. Ich möchte mich daher ausdrücklich bei allen bedanken, die daran intensiv mitgewirkt haben: die Mitarbeiter in den Klubs, die Mitarbeiter bei uns im Kabinett, vor allem aber auch die Mitarbeiter im Verfassungsdienst, Dr. Kogler, Dr. Hesse, die diese durchaus komplexe legistische Arbeit vorgenommen haben. Allen, die heute mitgehen, möchte ich jetzt schon ausdrücklich danken. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: So viel Applaus ...!)
Zwischenruf bei den Grünen.
Ich ersuche jene Damen und Herren, die für diesen Gesetzentwurf sind, um ein Zeichen der Zustimmung. (Zwischenruf bei den Grünen.) – Das ist mehrheitlich angenommen.
Beifall beim BZÖ.
Das ist leider nicht geschehen, sondern man macht wieder nur Teilreformen, die möglicherweise mehr Bürokratie bringen als in der Vergangenheit. Deshalb lehnen wir die Vorlage, wie sie hier vorgegeben wurde, ab. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist, wie ich meine, ein durchaus herzeigbares, positives Gesetz. Von bisher 1 000 Einrichtungen wird die Besuchsmöglichkeit auf etwa 4 000 Einrichtungen erweitert. Dass man dafür mehrere Kommissionen braucht – nämlich sechs – und einen erweiterten Stab in der Volksanwaltschaft, ist klar. Ich glaube, dass diese Einrichtung bei der Volksanwaltschaft perfekt angesiedelt ist und dass sie effizient arbeiten kann. Letztendlich glaube ich, dass wir internationalen Übereinkommen damit Folge leisten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne bitte ich Sie alle um die entsprechende Zustimmung. Ich bedanke mich auch ausdrücklich bei der Grünen Fraktion, dass sie der gesamten Vorlage zustimmt, obwohl sie dazu noch einen Abänderungsantrag einbringen wird, den ich aus ihrer Sicht verstehe, und ersuche die Fraktion des BZÖ, noch einmal darüber nachzudenken und nicht dagegen zu stimmen, da es um eine UN-Konvention zur Verhinderung von Folter geht. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Volksanwaltschaft ist ein Hilfsorgan des Nationalrates und ist daher so wie alle anderen dieser Hilfsorgane zu bewerten, und es ist auch die Bestellung entsprechend vorzunehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Minister! Es ist unserer Ansicht nach besonders bedenklich, dass bei dieser hohen Zahl von 304 Kindern, die in Österreich als abgängig gemeldet sind, keine Daten zur Verfügung stehen, keine statistischen Daten über die Anzeigen erfasst werden. Das ist einer Demokratie wie Österreich unwürdig. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir sehen deshalb auch den Fall Natascha Kampusch nicht als eine Frage, die wir immer wieder versuchen aufzuwerfen, um hier politisches Kleingeld zu wechseln. Nein, das ist es nicht, sondern wir halten uns hier an die Rechtsexperten Adamovich und Rzeszut, die ganz klar gesagt haben: Es geht nicht nur darum, den persönlichen Opferschutz zu gewährleisten, ja, der muss und soll gewährleistet sein, sondern es geht auch um eine moralische und rechtliche Verpflichtung des Rechtsstaates, der Wahrheit zum Durchbruch zu verhelfen. Das ist einer der wesentlichen Grundsätze eines Rechtsstaates in Europa. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist deshalb auch enttäuschend, wenn freiheitliche Abgeordnete in diesem Parlament bei Anfragen an die zuständigen Minister immer wieder mit unsinnigen, inhaltsleeren und ignoranten Antworten abgespeist werden. Meine sehr geehrten Damen und Herren, das muss endlich eingestellt werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aufgrund zahlreicher Widersprüche, aufgrund der neuerlich aufgetauchten ungeklärten Sachverhalte, aufgrund merkwürdiger Vorgänge rund um die Einstellung des Verfahrens bei der Staatsanwaltschaft in Innsbruck fordere ich als Vertreter der Freiheitlichen Partei entweder die Aufnahme der Causa Kampusch in den einzuberufenden Untersuchungsausschuss oder die Einberufung eines eigenen Untersuchungsausschusses in der Causa Kampusch. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Frau Bundesministerin, auf beide Anfragen haben Sie wie folgt geantwortet: Aufgrund der Nichtöffentlichkeit des Vorverfahrens ist eine Beantwortung nicht möglich. Unter Hinweis auf die Nichtöffentlichkeit eines Vorverfahrens zu rechtfertigen, dass eine Antwort auf die Anfrage verweigert wird, sehr geehrte Frau Bundesministerin, stellt unserer Meinung eine eklatante Aushöhlung des Interpellationsrechtes von Nationalratsabgeordneten in diesem Haus dar. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
es in der Geschäftsordnung steht und wie diese es auch vorsieht, keinerlei Verstoß gegen das Datenschutzgesetz, und es ist auch um keinerlei persönliche Meinungen gefragt worden. Die Behauptung, die Sie hier aufstellen, ist also eine reine Schutzbehauptung. Sie wollen uns diese Antworten einfach vorenthalten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie im Besitz des Originalaktes sind, fordere ich Sie auf, uns tatsächlich den Namen zu nennen oder die Namen in diesem Fall endlich der Öffentlichkeit preiszugeben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich fordere Sie deshalb auf, Frau Ministerin, zumindest heute diese ganz einfachen Fragen mit Ja oder Nein zu beantworten. Das erwarten nicht nur wir von der FPÖ, die Mitglieder dieses Hauses, sondern auch die österreichische Öffentlichkeit. (Beifall bei der FPÖ.)
Rufe bei der FPÖ: Aufklärung!
Freiheitlichen Partei wieder einmal versucht wird, dieses Thema hier im Hohen Haus öffentlich zu diskutieren, obwohl es eine ganz klare Vereinbarung, einen einstimmigen Beschluss gibt, dieses Thema im Ständigen Unterausschuss des Innenausschusses zu behandeln. Und ich glaube, es ist auch wichtig und richtig, dass diese Causa dort im Detail besprochen wird, weil es sich hier wohl um einen der schlimmsten Fälle der letzten Jahrzehnte handelt und das Opfer letztendlich auch ein Recht auf Opferschutz hat und da vor allem ein Recht auf Sensibilität. (Rufe bei der FPÖ: Aufklärung!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Eben nicht!
Im Endbericht ist ganz klar zu lesen, dass es tatsächlich Defizite gab. Das heißt, es liegen hier in keiner Weise Vertuschungen vor, sondern es liegen glasklare Empfehlungen vor, und diesen Empfehlungen wurde auch Folge geleistet. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Eben nicht!) Es gab 16 Empfehlungen, diese wurden selbstverständlich umgesetzt. Ich denke hier vor allem an die Einführung des Cold-Case-Managements im Bundeskriminalamt oder an die vielen organisatorischen Maßnahmen, die aufgrund dieser Empfehlungen letztendlich umgesetzt worden sind.
Abg. Mayerhofer: Genau!
Ich habe es heute schon eingangs betont und ich bin fest davon überzeugt, dass es auch heute noch einige Male der Fall sein wird, dass es sich gerade in diesem Falle um eine der schlimmsten Opfergeschichten der letzten Jahrzehnte handelt, dass es zweifelsohne für Frau Kampusch ein Martyrium dargestellt hat, acht Jahre lang in Gefangenschaft zu sein. Umso mehr verlangt diese Causa unseren Respekt, verlangt diese Causa auch, dass wir da mit sehr viel Sensibilität vorgehen. Und ich stehe hier auch nicht an, ganz glasklar zu sagen, dass für mich in diesem Fall vor allem Aufklärung und Transparenz ganz, ganz wichtig sind. (Abg. Mayerhofer: Genau!)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Das sollten Sie seitens der Freiheitlichen auch nicht umgehen, so wie heute mit dieser Debatte über die Anfragebeantwortung. Gerade das, was der Vorredner gesagt hat, halte ich für nicht ganz korrekt. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Wenn Sie von Opferschutz sprechen, aber so handeln, halte ich das für wirklich nicht moralisch und auch nicht für wirklich sensibel. (Beifall bei der ÖVP.) Wenn Sie von Opferschutz sprechen, dann halten Sie sich an die Vereinbarung! Denken Sie daran, dass auch Sie zugestimmt haben, dass hier ein einstimmiger Beschluss vorliegt, das im Unterausschuss zu behandeln.
Beifall bei der ÖVP.
Das sollten Sie seitens der Freiheitlichen auch nicht umgehen, so wie heute mit dieser Debatte über die Anfragebeantwortung. Gerade das, was der Vorredner gesagt hat, halte ich für nicht ganz korrekt. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Wenn Sie von Opferschutz sprechen, aber so handeln, halte ich das für wirklich nicht moralisch und auch nicht für wirklich sensibel. (Beifall bei der ÖVP.) Wenn Sie von Opferschutz sprechen, dann halten Sie sich an die Vereinbarung! Denken Sie daran, dass auch Sie zugestimmt haben, dass hier ein einstimmiger Beschluss vorliegt, das im Unterausschuss zu behandeln.
Abg. Neubauer: Natürlich tun Sie das!
Ich sage hier auch ganz klar: Wir schützen hier keine Täter. (Abg. Neubauer: Natürlich tun Sie das!) Wir werden selbstverständlich alle Unterlagen, alle Akten liefern. Diese Akten werden alle auf den Tisch gelegt. Das ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Hier gibt es in keiner Weise etwas zu verbergen.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich glaube, gerade der Opferschutz sollte uns allen ganz, ganz wichtig sein, und darum bitte ich Sie auch. Ich bitte Sie hier um äußerste Sensibilität. Behandeln Sie diese Causa, wo sie letztendlich auch hingehört, wozu auch Sie seitens der Freiheitlichen Ihre Zustimmung gegeben haben. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wir haben uns vorgenommen – und das auch einvernehmlich –, dass wir außerhalb des Ausschusses keine wie immer gearteten aktionistischen Maßnahmen setzen. Mehr sage ich nicht dazu. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Ihr deckt alles nur zu!
Herr Kollege Neubauer, da geht es nicht darum, dass man Täter schützt. Man kann das alles aufklären, sauber, ohne dass man das Opfer permanent über die Medien und verbal in allen Bereichen ununterbrochen neu belastet. Das hat sich das Opfer und das haben schlussendlich wir alle uns nicht verdient und ist auch nicht im Interesse einer sachlichen Aufklärung. (Abg. Neubauer: Ihr deckt alles nur zu!)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, BZÖ und Grünen. – Abg. Neubauer: Das ist ja unfassbar!
Ich lade euch wirklich ein, kommen wir zu jener sachlichen Arbeit, die wir uns gemeinsam vorgenommen haben! (Beifall bei SPÖ, ÖVP, BZÖ und Grünen. – Abg. Neubauer: Das ist ja unfassbar!)
Abg. Neubauer: aber so geht es nicht!
Herr Kollege Neubauer, ich möchte wirklich Sie und die gesamte freiheitliche Fraktion ersuchen, dass Sie doch hier dem Parlamentarismus eine Chance geben (Abg. Neubauer: aber so geht es nicht!), denn, Herr Kollege Neubauer, so geht es wirklich nicht. (Abg. Neubauer: Das ist eine Missachtung der Geschäftsordnung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Das ist eine Missachtung der Geschäftsordnung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Herr Kollege Neubauer, ich möchte wirklich Sie und die gesamte freiheitliche Fraktion ersuchen, dass Sie doch hier dem Parlamentarismus eine Chance geben (Abg. Neubauer: aber so geht es nicht!), denn, Herr Kollege Neubauer, so geht es wirklich nicht. (Abg. Neubauer: Das ist eine Missachtung der Geschäftsordnung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Mayerhofer: Das ist eh bekannt!
Vor ziemlich genau einem Jahr hat der ehemalige Präsident des Obersten Gerichtshofs ein Schreiben an das Parlament gerichtet, an die Fraktionschefs der Parlamentsparteien. (Abg. Mayerhofer: Das ist eh bekannt!) Die Konsequenz war, dass ein Amtsmissbrauchsverfahren eingeleitet wurde, was zunächst der Korruptionsstaatsanwaltschaft übertragen wurde, diese hat das weiter nach Innsbruck geleitet, und es gab das entsprechende Ergebnis. (Abg. Neubauer: Sie glauben gar nicht, was wir alles wissen! Sie werden sich noch wundern!)
Abg. Neubauer: Sie glauben gar nicht, was wir alles wissen! Sie werden sich noch wundern!
Vor ziemlich genau einem Jahr hat der ehemalige Präsident des Obersten Gerichtshofs ein Schreiben an das Parlament gerichtet, an die Fraktionschefs der Parlamentsparteien. (Abg. Mayerhofer: Das ist eh bekannt!) Die Konsequenz war, dass ein Amtsmissbrauchsverfahren eingeleitet wurde, was zunächst der Korruptionsstaatsanwaltschaft übertragen wurde, diese hat das weiter nach Innsbruck geleitet, und es gab das entsprechende Ergebnis. (Abg. Neubauer: Sie glauben gar nicht, was wir alles wissen! Sie werden sich noch wundern!)
Rufe bei der FPÖ: Na!
Herr Kollege Neubauer, schauen Sie, Sie machen es sich relativ einfach. Sie wollen hier politisches Kleingeld wechseln. (Rufe bei der FPÖ: Na!) Und ich ersuche Sie wirklich, sich intensiv einzubringen. Es gibt im Anschluss an den Stapo-Ausschuss, wenn er zu seinen Erkenntnissen kommt, ausreichend Gelegenheit, wenn Sie das dann noch für notwendig halten, politisches Kleingeld zu wechseln. (Abg. Neubauer: Das werden große Scheine werden!) Aber ist es nicht sinnvoll, dem Parlament die Chance zu geben, wirklich einmal so vorzugehen, dass man den Opferschutz wahrt? Denn eines möchte ich Ihnen schon sagen, und zwar in aller Deutlichkeit: Es wird da wirklich ein wenig versucht, eine Opfer-Täter-Umkehr vorzunehmen. (Rufe bei der FPÖ: Na, na!) Es wird hier permanent unterstellt, dass die Frau Kampusch die Unwahrheit sagt (Rufe bei der FPÖ: Sie sagen das! Kein Mensch hat das jemals gesagt!), und ich sage Ihnen: Wir wissen es nicht.
Abg. Neubauer: Das werden große Scheine werden!
Herr Kollege Neubauer, schauen Sie, Sie machen es sich relativ einfach. Sie wollen hier politisches Kleingeld wechseln. (Rufe bei der FPÖ: Na!) Und ich ersuche Sie wirklich, sich intensiv einzubringen. Es gibt im Anschluss an den Stapo-Ausschuss, wenn er zu seinen Erkenntnissen kommt, ausreichend Gelegenheit, wenn Sie das dann noch für notwendig halten, politisches Kleingeld zu wechseln. (Abg. Neubauer: Das werden große Scheine werden!) Aber ist es nicht sinnvoll, dem Parlament die Chance zu geben, wirklich einmal so vorzugehen, dass man den Opferschutz wahrt? Denn eines möchte ich Ihnen schon sagen, und zwar in aller Deutlichkeit: Es wird da wirklich ein wenig versucht, eine Opfer-Täter-Umkehr vorzunehmen. (Rufe bei der FPÖ: Na, na!) Es wird hier permanent unterstellt, dass die Frau Kampusch die Unwahrheit sagt (Rufe bei der FPÖ: Sie sagen das! Kein Mensch hat das jemals gesagt!), und ich sage Ihnen: Wir wissen es nicht.
Rufe bei der FPÖ: Na, na!
Herr Kollege Neubauer, schauen Sie, Sie machen es sich relativ einfach. Sie wollen hier politisches Kleingeld wechseln. (Rufe bei der FPÖ: Na!) Und ich ersuche Sie wirklich, sich intensiv einzubringen. Es gibt im Anschluss an den Stapo-Ausschuss, wenn er zu seinen Erkenntnissen kommt, ausreichend Gelegenheit, wenn Sie das dann noch für notwendig halten, politisches Kleingeld zu wechseln. (Abg. Neubauer: Das werden große Scheine werden!) Aber ist es nicht sinnvoll, dem Parlament die Chance zu geben, wirklich einmal so vorzugehen, dass man den Opferschutz wahrt? Denn eines möchte ich Ihnen schon sagen, und zwar in aller Deutlichkeit: Es wird da wirklich ein wenig versucht, eine Opfer-Täter-Umkehr vorzunehmen. (Rufe bei der FPÖ: Na, na!) Es wird hier permanent unterstellt, dass die Frau Kampusch die Unwahrheit sagt (Rufe bei der FPÖ: Sie sagen das! Kein Mensch hat das jemals gesagt!), und ich sage Ihnen: Wir wissen es nicht.
Rufe bei der FPÖ: Sie sagen das! Kein Mensch hat das jemals gesagt!
Herr Kollege Neubauer, schauen Sie, Sie machen es sich relativ einfach. Sie wollen hier politisches Kleingeld wechseln. (Rufe bei der FPÖ: Na!) Und ich ersuche Sie wirklich, sich intensiv einzubringen. Es gibt im Anschluss an den Stapo-Ausschuss, wenn er zu seinen Erkenntnissen kommt, ausreichend Gelegenheit, wenn Sie das dann noch für notwendig halten, politisches Kleingeld zu wechseln. (Abg. Neubauer: Das werden große Scheine werden!) Aber ist es nicht sinnvoll, dem Parlament die Chance zu geben, wirklich einmal so vorzugehen, dass man den Opferschutz wahrt? Denn eines möchte ich Ihnen schon sagen, und zwar in aller Deutlichkeit: Es wird da wirklich ein wenig versucht, eine Opfer-Täter-Umkehr vorzunehmen. (Rufe bei der FPÖ: Na, na!) Es wird hier permanent unterstellt, dass die Frau Kampusch die Unwahrheit sagt (Rufe bei der FPÖ: Sie sagen das! Kein Mensch hat das jemals gesagt!), und ich sage Ihnen: Wir wissen es nicht.
Abg. Dr. Rosenkranz: Es geht um den weißen Lieferwagen!
Diese junge Frau kann jede nur erdenkliche Gelegenheit haben, die Dinge so darzustellen, wie sie sie darstellt. (Abg. Dr. Rosenkranz: Es geht um den weißen Lieferwagen!) Gleichzeitig ist die Kritik berechtigt, dass man sagt, es kann nicht alleine die Aussage der Dame für Ermittlungen entscheidend sein, in die eine oder in die andere Richtung. (Abg. Neubauer: Es geht um keine Aussage der Frau Kampusch!) Deshalb ersuche ich Sie schlicht und einfach, sich an das zu halten, was wir im Unterausschuss vereinbart haben. Wir haben vereinbart, dass sich der Unterausschuss in Ruhe die Dokumente ansieht, in Ruhe seine Arbeit leistet und dass es während dieser Zeit zu keinen anderen, in der Öffentlichkeit stattfindenden Aktivitäten kommt. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist ja sowieso verpflichtend!)
Abg. Neubauer: Es geht um keine Aussage der Frau Kampusch!
Diese junge Frau kann jede nur erdenkliche Gelegenheit haben, die Dinge so darzustellen, wie sie sie darstellt. (Abg. Dr. Rosenkranz: Es geht um den weißen Lieferwagen!) Gleichzeitig ist die Kritik berechtigt, dass man sagt, es kann nicht alleine die Aussage der Dame für Ermittlungen entscheidend sein, in die eine oder in die andere Richtung. (Abg. Neubauer: Es geht um keine Aussage der Frau Kampusch!) Deshalb ersuche ich Sie schlicht und einfach, sich an das zu halten, was wir im Unterausschuss vereinbart haben. Wir haben vereinbart, dass sich der Unterausschuss in Ruhe die Dokumente ansieht, in Ruhe seine Arbeit leistet und dass es während dieser Zeit zu keinen anderen, in der Öffentlichkeit stattfindenden Aktivitäten kommt. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist ja sowieso verpflichtend!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist ja sowieso verpflichtend!
Diese junge Frau kann jede nur erdenkliche Gelegenheit haben, die Dinge so darzustellen, wie sie sie darstellt. (Abg. Dr. Rosenkranz: Es geht um den weißen Lieferwagen!) Gleichzeitig ist die Kritik berechtigt, dass man sagt, es kann nicht alleine die Aussage der Dame für Ermittlungen entscheidend sein, in die eine oder in die andere Richtung. (Abg. Neubauer: Es geht um keine Aussage der Frau Kampusch!) Deshalb ersuche ich Sie schlicht und einfach, sich an das zu halten, was wir im Unterausschuss vereinbart haben. Wir haben vereinbart, dass sich der Unterausschuss in Ruhe die Dokumente ansieht, in Ruhe seine Arbeit leistet und dass es während dieser Zeit zu keinen anderen, in der Öffentlichkeit stattfindenden Aktivitäten kommt. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist ja sowieso verpflichtend!)
Ruf bei der FPÖ: Ist das eine Drohung?
Das haben wir ganz einfach deshalb vereinbart, weil niemand von uns im Besitz der gesamten Aktenlage sein kann, so weit. Das ist ohne einen Rechtsbruch undenkbar. Das möchte ich Ihnen in aller Deutlichkeit sagen. Diese Möglichkeit besteht schlicht nicht. Und wenn man nur einen Bruchteil der Akten hat, dann wachsen natürlich auch Verschwörungstheorien. (Ruf bei der FPÖ: Ist das eine Drohung?) Und wenn es Ihnen ernsthaft um eine Aufklärung geht, dann ersuche ich Sie, sich an die Vereinbarung zu halten. Um mehr ersuche ich Sie ja gar nicht. Halten Sie sich auch an diese Vereinbarung! (Ruf bei der FPÖ: Hören Sie doch auf!)
Ruf bei der FPÖ: Hören Sie doch auf!
Das haben wir ganz einfach deshalb vereinbart, weil niemand von uns im Besitz der gesamten Aktenlage sein kann, so weit. Das ist ohne einen Rechtsbruch undenkbar. Das möchte ich Ihnen in aller Deutlichkeit sagen. Diese Möglichkeit besteht schlicht nicht. Und wenn man nur einen Bruchteil der Akten hat, dann wachsen natürlich auch Verschwörungstheorien. (Ruf bei der FPÖ: Ist das eine Drohung?) Und wenn es Ihnen ernsthaft um eine Aufklärung geht, dann ersuche ich Sie, sich an die Vereinbarung zu halten. Um mehr ersuche ich Sie ja gar nicht. Halten Sie sich auch an diese Vereinbarung! (Ruf bei der FPÖ: Hören Sie doch auf!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Staatsanwälte haben schon alles untersucht!), und es gibt die Möglichkeit, dass wir sagen, wir haben keine neuen Erkenntnisse. Aber um diese Sachlichkeit und ein bisschen weniger Aggressivität in dieser Debatte, um das möchte ich Sie ernsthaft ersuchen! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Punkt zwei: Sich jetzt hinzustellen und zu sagen, wir brauchen keine Anfragen zu beantworten – in dem Fall die Frau Bundesminister –, ich beantworte das jetzt heute einfach nicht, ich beantworte auch die Dringliche im Bundesrat nicht, weil ich beantworte gar nichts, ich beantworte auch die Anfragen nicht, denn es wird ja eh alles im Unterausschuss besprochen, das ist kein politischer Stil. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesminister, es geht nicht um ein Opfer. Natascha Kampusch ist zweifellos Opfer, und das hat niemand in Frage gestellt. Die Frage ist aber, wie viele weitere Opfer es denn von den Tätern gibt. Und da stellen Sie, Frau Minister, sich hin und sagen: Ich gebe keine Antworten; wir kennen alle den Akt nicht; das interessiert uns alles nicht, und im Unterausschuss werden wir das dann alles besprechen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Unglaublich!
„Das in Rede stehende Foto wurde in den Räumlichkeiten der Polizeiinspektion Deutsch Wagram, unmittelbar nach dem sich K.“ – also das Opfer – „aus dem Einflussbereich von P.“ – Priklopil –„ entfernen konnte, von Polizeibeamten aufgenommen und wurde aus Gründen des Opferschutzes und mangels Beweisrelevanz vernichtet.“ (Abg. Neubauer: Unglaublich!)
Beifall bei der FPÖ.
Wie werden Sie sich denn dann verhalten? Wird dann alles im Unterausschuss verschwiegen, oder werden Sie sich dann schon hierher stellen und sagen: Es tut mir leid, sehr geehrte Abgeordnete, ich habe in der Anfrage die Antwort falsch gesagt. Dieses Foto ist im Akt plötzlich doch aufgetaucht. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mayerhofer: Das glaub’ ich auch!
Frau Bundesminister, werden Sie das machen? Oder wissen Sie eigentlich gar nicht, was Ihre Beamten für Sie beantworten? Denn eines ist schon klar: Diese Strasser’sche Buberlpartie, die Sie nach wie vor in Ihrem Ressort haben, die führt vielleicht sogar Sie an der Nase herum. (Abg. Mayerhofer: Das glaub’ ich auch!) Vielleicht sollten Sie einmal dort aufräumen, denn bisher fallen ja nur Ihre Herren Kloibmüller und Ulmer auf, gegen die Ermittlungsverfahren eingeleitet worden sind. (Abg. Neubauer: Richtig!)
Abg. Neubauer: Richtig!
Frau Bundesminister, werden Sie das machen? Oder wissen Sie eigentlich gar nicht, was Ihre Beamten für Sie beantworten? Denn eines ist schon klar: Diese Strasser’sche Buberlpartie, die Sie nach wie vor in Ihrem Ressort haben, die führt vielleicht sogar Sie an der Nase herum. (Abg. Mayerhofer: Das glaub’ ich auch!) Vielleicht sollten Sie einmal dort aufräumen, denn bisher fallen ja nur Ihre Herren Kloibmüller und Ulmer auf, gegen die Ermittlungsverfahren eingeleitet worden sind. (Abg. Neubauer: Richtig!)
Abg. Neugebauer: Das ist aber eine starke Unterstellung, habe die Ehre!
Frau Bundesminister, haben Sie schon einmal überlegt, dass Ihre eigenen Beamten vielleicht gar nicht mit Ihnen so konform gehen, dass die Ihnen vielleicht gar nicht die Wahrheit sagen? Und was passiert, wenn jetzt in den Akten dieses Foto auftauchen sollte? Oder werden die Akten jetzt schon so frisiert, dass sie dann auf die Anfragebeantwortungen hin passen, damit dann gar kein Widerspruch mehr auftauchen kann bei diesen Anfragebeantwortungen? (Abg. Neugebauer: Das ist aber eine starke Unterstellung, habe die Ehre!) Na, dann werden wir uns überraschen lassen, wie das dann sein wird. Und da bin ich dann schon auf Ihre Reaktion gespannt, Frau Bundesminister, denn das, was Sie hier machen, ist eine Missachtung des Parlamentarismus. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesminister, haben Sie schon einmal überlegt, dass Ihre eigenen Beamten vielleicht gar nicht mit Ihnen so konform gehen, dass die Ihnen vielleicht gar nicht die Wahrheit sagen? Und was passiert, wenn jetzt in den Akten dieses Foto auftauchen sollte? Oder werden die Akten jetzt schon so frisiert, dass sie dann auf die Anfragebeantwortungen hin passen, damit dann gar kein Widerspruch mehr auftauchen kann bei diesen Anfragebeantwortungen? (Abg. Neugebauer: Das ist aber eine starke Unterstellung, habe die Ehre!) Na, dann werden wir uns überraschen lassen, wie das dann sein wird. Und da bin ich dann schon auf Ihre Reaktion gespannt, Frau Bundesminister, denn das, was Sie hier machen, ist eine Missachtung des Parlamentarismus. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Sie stellen sich hier nur her und reden von „Aktionismus“. – Eine Anfragebesprechung hat überhaupt nichts mit Aktionismus zu tun, sondern das ist das gute Recht der Abgeordneten! Es gibt Anfragen, die bereits im Sommer eingebracht worden sind und keine Antwort bekommen haben, die im Herbst eingebracht worden sind und keine Antwort bekommen haben. Es darf über nichts mehr gesprochen werden, das ist jetzt alles weg, das schieben wir alles hinunter in den Keller, so nach dem Motto: Der Fall Kampusch hat im Keller begonnen, er soll da wieder aufhören. So kann es nicht gespielt werden, Frau Bundesminister! (Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn Sie sagen, Ihnen geht es um den Opferschutz, dann werden Sie unsere volle Unterstützung haben, aber dann, Frau Bundesminister, frage ich mich, wo ist der Täterschutz bei Ihnen? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Der ist nämlich noch viel, viel höher.
Beifall bei der FPÖ.
Das ist nur die halbe Wahrheit, wenn Sie sagen, diesen Empfehlungen wurde Folge geleistet. Es ist ihnen nicht Folge geleistet worden. Es wird alles nur unter den Teppich gekehrt, und Sie wollen es jetzt weiter zudecken, und Sie werden weiter versuchen, Anfragen nicht zu beantworten. Aber ich garantiere Ihnen eines: Wir können bei jeder Sitzung eine weitere Anfragebesprechung machen. (Beifall bei der FPÖ.) Wir haben Anfragen gestellt, dass wir das bis zum Sankt Nimmerleinstag durchführen können, Frau Bundesminister. Verlassen Sie sich darauf! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist nur die halbe Wahrheit, wenn Sie sagen, diesen Empfehlungen wurde Folge geleistet. Es ist ihnen nicht Folge geleistet worden. Es wird alles nur unter den Teppich gekehrt, und Sie wollen es jetzt weiter zudecken, und Sie werden weiter versuchen, Anfragen nicht zu beantworten. Aber ich garantiere Ihnen eines: Wir können bei jeder Sitzung eine weitere Anfragebesprechung machen. (Beifall bei der FPÖ.) Wir haben Anfragen gestellt, dass wir das bis zum Sankt Nimmerleinstag durchführen können, Frau Bundesminister. Verlassen Sie sich darauf! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mayerhofer: Was ist denn mit Ihnen los? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
stimmten Situationen etwas zu tun, was nicht nur diesem Haus nicht angemessen ist. (Abg. Mayerhofer: Was ist denn mit Ihnen los? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Nicht eifersüchtig sein!
Kommen wir kurz zur gemeinsamen Aufgabe, die sich dieses Haus gestellt hat. (Abg. Dr. Rosenkranz: Nicht eifersüchtig sein!) Wir haben, fünf Parteien gemeinsam, im streng geheimen Unterausschuss des Innenausschusses beschlossen, uns ein möglichst umfassendes Bild mittels der lückenlos zur Verfügung gestellten Akten über diesen Fall und seine kriminalpolizeiliche und gerichtliche Behandlung zu machen und dann zu einem möglichst gemeinsamen Schluss zu kommen, ob das parlamentarisch untersucht werden soll oder ob die Fragen soweit geklärt sind, dass sich eine parlamentarische Untersuchung erübrigt. (Ruf bei der FPÖ: G’schichtldrucker! – Abg. Dr. Rosenkranz: Das Transparenz!)
Ruf bei der FPÖ: G’schichtldrucker! – Abg. Dr. Rosenkranz: Das Transparenz!
Kommen wir kurz zur gemeinsamen Aufgabe, die sich dieses Haus gestellt hat. (Abg. Dr. Rosenkranz: Nicht eifersüchtig sein!) Wir haben, fünf Parteien gemeinsam, im streng geheimen Unterausschuss des Innenausschusses beschlossen, uns ein möglichst umfassendes Bild mittels der lückenlos zur Verfügung gestellten Akten über diesen Fall und seine kriminalpolizeiliche und gerichtliche Behandlung zu machen und dann zu einem möglichst gemeinsamen Schluss zu kommen, ob das parlamentarisch untersucht werden soll oder ob die Fragen soweit geklärt sind, dass sich eine parlamentarische Untersuchung erübrigt. (Ruf bei der FPÖ: G’schichtldrucker! – Abg. Dr. Rosenkranz: Das Transparenz!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Nur, eines können wir nicht: Wir können weder Ersatzjustiz noch Ersatzpolizei spielen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es ist nicht Aufgabe des Nationalrates – auch wenn möglicherweise die Exekutive nicht alles oder viel zu wenig getan hat, das werden wir uns anschauen –, Delikte aufzuklären und Ersatzpolizei zu spielen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.) Und schon gar nicht ist es Aufgabe des Nationalrates, ein Opfer ein zweites Mal zu politischen Zwecken zu missbrauchen. Das ist mit Sicherheit nicht Aufgabe des Nationalrates, und das ist auch nicht das Recht einer politischen Partei. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist nicht Aufgabe des Nationalrates – auch wenn möglicherweise die Exekutive nicht alles oder viel zu wenig getan hat, das werden wir uns anschauen –, Delikte aufzuklären und Ersatzpolizei zu spielen. (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.) Und schon gar nicht ist es Aufgabe des Nationalrates, ein Opfer ein zweites Mal zu politischen Zwecken zu missbrauchen. Das ist mit Sicherheit nicht Aufgabe des Nationalrates, und das ist auch nicht das Recht einer politischen Partei. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neubauer: Sie haben überhaupt nichts abzusprechen!
Meine Damen und Herren von der FPÖ, ich spreche Ihnen jedes Recht ab (Abg. Neubauer: Sie haben überhaupt nichts abzusprechen!), öffentlich über mögliche Schwangerschaften eines Opfers zu spekulieren, in parlamentarischen Anfragen über Slips und Tangas in Verliesen Auskunft zu verlangen und Altherrenphantasien einer politischen Partei zum Gegenstand parlamentarischer Untersuchungen zu machen. Dieses Recht spreche ich Ihnen ab! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sie haben uns überhaupt kein Recht abzusprechen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sie haben uns überhaupt kein Recht abzusprechen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren von der FPÖ, ich spreche Ihnen jedes Recht ab (Abg. Neubauer: Sie haben überhaupt nichts abzusprechen!), öffentlich über mögliche Schwangerschaften eines Opfers zu spekulieren, in parlamentarischen Anfragen über Slips und Tangas in Verliesen Auskunft zu verlangen und Altherrenphantasien einer politischen Partei zum Gegenstand parlamentarischer Untersuchungen zu machen. Dieses Recht spreche ich Ihnen ab! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sie haben uns überhaupt kein Recht abzusprechen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich halte es für eines der unanständigsten Vorkommnisse in diesem Haus, dem ich jetzt 25 Jahre angehöre, ein zweites Mal ein Opfer, das dermaßen gelitten hat und im Stich gelassen worden ist, einer öffentlichen Schädigung auszusetzen, wie das Herr Klubobmann Strache in aller Unverfrorenheit und mit größter Absicht getan hat. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist verachtenswertes, letztklassiges und schamloses Verhalten, das in diesem Parlament nicht unwidersprochen bleiben kann! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich halte es für eines der unanständigsten Vorkommnisse in diesem Haus, dem ich jetzt 25 Jahre angehöre, ein zweites Mal ein Opfer, das dermaßen gelitten hat und im Stich gelassen worden ist, einer öffentlichen Schädigung auszusetzen, wie das Herr Klubobmann Strache in aller Unverfrorenheit und mit größter Absicht getan hat. (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist verachtenswertes, letztklassiges und schamloses Verhalten, das in diesem Parlament nicht unwidersprochen bleiben kann! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neubauer: Wahnsinnig „intim“, wenn ich ein Kfz-Kennzeichen wissen will!
Meine Damen und Herren, wir haben am Beginn des Unterausschusses – und so viel kann ich sagen, weil ich an dieser Initiative beteiligt war – sehr genau darüber gesprochen, ob es wirklich vernünftig ist, dass wir sämtliche Akten anfordern, da einige dieser Akten äußerst intime Details, die Gegenstand und Teil der kriminalpolizeilichen und gerichtlichen Untersuchungen waren, beinhalten. (Abg. Neubauer: Wahnsinnig „intim“, wenn ich ein Kfz-Kennzeichen wissen will!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sie tragen ja alles an die Öffentlichkeit! – Weitere anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich bin mir nicht mehr sicher, ob es in einer klassischen parlamentarischen Tradition eine wirklich vertretbare Entscheidung war, diese Unterlagen auch Abgeordneten der Freiheitlichen Partei zugänglich zu machen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sie tragen ja alles an die Öffentlichkeit! – Weitere anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Wir haben da ein Problem, das wir noch einmal erörtern müssen, weil wir das Opfer Natascha Kampusch vor der Freiheitlichen Partei und ihrer Art der Öffentlichkeitsarbeit und ihrer Art des Opfermissbrauchs schützen müssen. Wir werden das in aller Verantwortlichkeit noch einmal besprechen müssen. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Ich halte nichts von Vorverurteilungen und nichts von Vorfreisprüchen. Wir werden uns die Arbeit
Abg. Neubauer: Welche geheimen Dinge an die Öffentlichkeit bringen?! Das waren immer Sie!
der Staatsanwälte sehr genau anschauen. (Abg. Neubauer: Welche geheimen Dinge an die Öffentlichkeit bringen?! Das waren immer Sie!)
Abg. Mayerhofer: Tu den Finger weg, Herr Abgeordneter!
Meine Damen und Herren, aber so lange Sie und insbesondere der Kollege Strache diese Vereinbarung, dass das nur unter 100-prozentiger Erfüllung des Opferschutzes durchgeführt werden kann und vertrauensvoll gemeinsam im Unterausschuss erarbeitet werden kann, nicht einhalten, haben wir ein großes, gemeinsames Problem. (Abg. Mayerhofer: Tu den Finger weg, Herr Abgeordneter!) Deswegen ersuche ich mit allem Nachdruck den Herrn Strache ein letztes Mal, der öffentlichen Verpflichtung nachzukommen, keine intimen Details, keine Details, die dem Opferschutz unterliegen (Abg. Neubauer: Was hat ein Auto mit einem intimen Detail zu tun?), während der Arbeit des Unterausschusses öffentlich zu erörtern.
Abg. Neubauer: Was hat ein Auto mit einem intimen Detail zu tun?
Meine Damen und Herren, aber so lange Sie und insbesondere der Kollege Strache diese Vereinbarung, dass das nur unter 100-prozentiger Erfüllung des Opferschutzes durchgeführt werden kann und vertrauensvoll gemeinsam im Unterausschuss erarbeitet werden kann, nicht einhalten, haben wir ein großes, gemeinsames Problem. (Abg. Mayerhofer: Tu den Finger weg, Herr Abgeordneter!) Deswegen ersuche ich mit allem Nachdruck den Herrn Strache ein letztes Mal, der öffentlichen Verpflichtung nachzukommen, keine intimen Details, keine Details, die dem Opferschutz unterliegen (Abg. Neubauer: Was hat ein Auto mit einem intimen Detail zu tun?), während der Arbeit des Unterausschusses öffentlich zu erörtern.
Abg. Neubauer: Haben Sie Medikamente genommen?
Ich würde es persönlich für eine Selbstverständlichkeit halten, dass das darüber hinaus auch gilt. Ich bedauere, dass wir die Freiheitliche Partei zu einer derartigen Vereinbarung öffentlich einladen müssen (Abg. Neubauer: Haben Sie Medikamente genommen?), aber Opferschutz hat im Rahmen einer Untersuchung von fünf Parlamentsparteien, und nicht nur von vier wie bisher, an erste Stelle gereiht zu werden. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich würde es persönlich für eine Selbstverständlichkeit halten, dass das darüber hinaus auch gilt. Ich bedauere, dass wir die Freiheitliche Partei zu einer derartigen Vereinbarung öffentlich einladen müssen (Abg. Neubauer: Haben Sie Medikamente genommen?), aber Opferschutz hat im Rahmen einer Untersuchung von fünf Parlamentsparteien, und nicht nur von vier wie bisher, an erste Stelle gereiht zu werden. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Zuversichtlich!
se Causa Kampusch – und ich sage Gott sei Dank – umfassend behandelt wird. Ich bin auch froh, dass die Ministerin heute noch einmal bekräftigt hat, dass wir den lückenlosen Akt zumindest ihres Ministeriums bekommen werden. Ich habe auch keine Zweifel, dass das beim Justizministerium so sein wird, dass wir die Akten studieren können. (Ruf bei der FPÖ: Zuversichtlich!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Neubauer und Mag. Stefan.
Herr Kollege Stefan, es gab, das wissen Sie und das haben alle anderen Parteien auch gesagt, schlicht und ergreifend eine Fünf-Parteien-Vereinbarung, wo wir uns darauf verständigt haben, dass wir, so lange der Akt nicht da ist und wir ihn nicht lückenlos studiert haben und uns ein Bild davon machen können, aufhören, in der Öffentlichkeit in irgendeiner Art und Weise politisch in der Causa Kampusch zu agitieren. Das war eine Vereinbarung aller fünf Parteien. So haben es auch alle bis heute verstanden. Ich halte mich auch daran, weil ich es grundvernünftig finde. (Zwischenrufe der Abgeordneten Neubauer und Mag. Stefan.)
Ruf bei der FPÖ: Ihr macht schon auf regierungsfit, geh?!
Im Übrigen würde ich das dieser Ministerin, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, so wie Sie das getan haben, auch nicht unterstellen. Ich glaube nicht, dass die Frau Ministerin Mikl-Leitner irgendein besonders gesteigertes Interesse am Zudecken hat. Das glaube ich nicht. (Ruf bei der FPÖ: Ihr macht schon auf regierungsfit, geh?!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Mayerhofer: Jede Minute rede ich über diesen Fall als Polizist!
Wir werden für Aufklärung in diesem Fall sorgen, und wir werden dafür sorgen, dass da nichts vertuscht wird. Dafür werden Sie auch sorgen, und dann brauchen wir hier keine öffentliche politische Diskussion über etwas abzuführen, das noch nicht geklärt ist. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mayerhofer: Jede Minute rede ich über diesen Fall als Polizist!)
Beifall bei den Grünen.
In diesem Sinne sind wir sehr hoffnungsfroh, dass die Folterprävention in Österreich in Zukunft viel, viel besser funktionieren wird, als das bis heute der Fall war. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Walter-Mayer, Bundes-Verfassungsrecht, Manz Verlag Wien, 2000, 516.
Die Novelle anlässlich der Umsetzung des OPCAT-Übereinkommens bietet die historische Möglichkeit, den – mittlerweile überholten – Bestellmodus der Volksanwaltschaft, der noch auf das Jahr 1977 zurückgeht, angemessener und zeitgerechter zu gestalten. Während nämlich die Bestellung der Volksanwaltschaft durch die drei stimmstärksten Parteien im Jahr 1977, mit insgesamt drei Nationalratsparteien noch Sinn machte, ist die Bestimmung heute – mit insgesamt fünf Nationalratsparteien und einer ausgeweiteten, menschenrechtlichen Prüfkompetenz – nicht mehr adäquat. Auch Universitätsprofessor Heinz Mayer betont diesbezüglich: „Die Art der Bestellung und die Bestellungsvoraussetzungen sind für die Effektivität der Kontrolle keineswegs optimal (Personen des Vertrauens der politischen Parteien die ihrerseits – zumindest zum Teil – die zu kontrollierenden Stellen politisch tragen werden zu deren Kontrolle berufen).“ (Walter-Mayer, Bundes-Verfassungsrecht, Manz Verlag Wien, 2000, 516.) Eine Bestellung
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
ben, aber Demokratie bedeutet auch Kompromiss. Ich bitte um möglichst breite Unterstützung dieses Kompromisses. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und des Abg. Jakob Auer
Frau Abgeordnete Korun, ich finde es nicht erforderlich, über den Vorschlag zu diskutieren, als Ausdruck unserer parlamentarischen Demokratie vom jetzigen Bestellmodus abzugehen, denn wenn wir als Reaktion darauf, dass das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik zurückgeht, überall die Politik herausnehmen, dann wird das Vertrauen auch nicht gesteigert werden. Ich glaube, wir sollten hier mit mehr Selbstbewusstsein auftreten (Beifall bei der SPÖ und des Abg. Jakob Auer), damit wir das Vertrauen der Menschen, die von uns auch Leistungen erwarten, weiterhin erhalten können.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.
Ich wünsche abschließend noch sehr viel Erfolg bei den viele Aufgaben. Alles Gute für Ihre Arbeit! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Aber mit der Änderung der Bundeshymne wird nicht nur ein symbolischer Akt gesetzt, sondern wir ändern auch die Dienstrechts-Novelle, und damit fällt die Körpergröße als Aufnahmekriterium für den Polizeidienst weg. So kann Frau Ceyda Öz jetzt Polizistin werden, und wird wirklich eine große Tochter. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Sie es so wollen. Aber weniger Schwarz als ein Drittel oder ein Viertel gibt es bei diesem Tagesordnungspunkt nicht. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.
Diese Änderung entspräche „daher dem synallagmatischen Charakter des Programmentgelts im Sinne einer Gegenleistung für die erfolgte Bereitstellung“ (). (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Kopf: 1.6.2008!
Kopf: 2008 wurde die letzte gemacht!) – Die Erhöhung ist 2009 in Kraft getreten. (Abg. Kopf: 1.6.2008!) – In Kraft getreten? – Na gut, geschenkt. 1.6.2008, sechs Monate gewonnen.
Abg. Kopf: 160!
Aber trotzdem war 2010 der Beschluss – da waren wir alle selber dabei – auf Zuführung von 150 Millionen € an den ORF (Abg. Kopf: 160!) oder von 160 Millionen €. Da habe ich jetzt sogar zu wenig genannt. Ja, wir haben 160 Millionen € zugeführt.
Abg. Grosz: Aber ihr habt zugestimmt! – Abg. Petzner: Ihr seid darauf reingefallen! Ihr habt zugestimmt!
Das damals unter der Prämisse – ich kann mich noch gut an die Redner erinnern –: Der ORF hat ja zugesagt, es wird dann so schnell keine Gebührenerhöhung geben, frühestens 2013 wird man das wieder (Abg. Grosz: Aber ihr habt zugestimmt! – Abg. Petzner: Ihr seid darauf reingefallen! Ihr habt zugestimmt!) – geh, Petzner! –, frühestens 2013 wird man das wieder zur Sprache bringen.
Beifall bei der FPÖ.
Zu dieser Gesetzesvorlage natürlich ein Nein. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Programme, besonders auch in Zukunft, die finanzielle Grundlage garantiert zu haben. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Und völlig richtig ist, dass die Programmqualität beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Mittelpunkt stehen sollte. Da ist in vielen Bereichen auch noch genug zu tun. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Unter Abwägung all dieser Überlegungen und – das ist mir ganz wichtig – unter Aufrechterhaltung auch des Drucks auf die Geschäftsführung des Unternehmens, was die Wirtschaftlichkeit und auch was die Qualität des Programms anbelangt, nämlich dem öffentlich-rechtlichen Gedanken und Auftrag gerecht zu werden, unter Aufrechterhaltung dieses Drucks in diese Richtung meine ich, dass es – wie gesagt, unter Abwägung all dieser auch juristisch nicht ganz einfachen Thematiken – legitim ist, diesen Antrag nicht nur zu stellen, sondern ihn auch tatsächlich zu beschließen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kopf: Nein, nein!
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Herr Klubobmann Kopf, auf diesen Schmäh mit dem Lückenschließen die ganze Zeit, auf den fallen wir nicht mehr herein. Ihr schließt immer Lücken beim ORF. (Abg. Kopf: Nein, nein!) Vor zwei Jahren habt ihr gesagt, wir müssen die Lücke bei der Gebührenrefundierung schließen, 160 Millionen € kriegt der ORF dazu. Da haben Sie auch gesagt, Sie schließen eine Lücke, weil das Gelder seien, die der ORF lukriert, aber dann nicht tatsächlich bekommt. Da hat damals die FPÖ noch den Steigbügelhalter für die Regierung gespielt und zugelassen, dass 160 Millionen € zusätzliches Steuergeld in den ORF fließen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Herr Klubobmann Kopf, auf diesen Schmäh mit dem Lückenschließen die ganze Zeit, auf den fallen wir nicht mehr herein. Ihr schließt immer Lücken beim ORF. (Abg. Kopf: Nein, nein!) Vor zwei Jahren habt ihr gesagt, wir müssen die Lücke bei der Gebührenrefundierung schließen, 160 Millionen € kriegt der ORF dazu. Da haben Sie auch gesagt, Sie schließen eine Lücke, weil das Gelder seien, die der ORF lukriert, aber dann nicht tatsächlich bekommt. Da hat damals die FPÖ noch den Steigbügelhalter für die Regierung gespielt und zugelassen, dass 160 Millionen € zusätzliches Steuergeld in den ORF fließen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Unser Motto ist: Genug gezahlt! Daher stehen wir für keine Gebührenerhöhungen und auch kein Schließen von Finanzlücken zur Verfügung. Vielmehr sagen wir, dass auch der ORF gefordert ist, bei sich zu sparen. Wenn ich an die jüngste Gehaltserhöhung der Chefetage denke, vom Generaldirektor abwärts bis zu den Landesdirektoren, dann sollte auch in Zeiten der Schuldenkrise der ORF seinen Beitrag leisten, auf Gehaltserhöhungen verzichten, stattdessen sparen und das Geld in ein gescheiteres Programm investieren. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Pendl
die im Zusammenhang mit Vorwürfen, meist ungerechtfertigten und willkürlichen Anschuldigungen (Zwischenruf des Abg. Pendl) – richtig, Kollege Pendl! –, die meistens aus persönlichen Rachegelüsten oder auch deshalb, um sich einen verfahrensrechtlichen Vorteil zu verschaffen, gegenüber Exekutivbeamten geäußert wurden, etwaige Rechtskosten abdecken soll. Diese Regelung des § 83b Gehaltsgesetz läuft aber mit Ende des Jahres, also mit 31.12.2011, ersatzlos aus.
Beifall bei der FPÖ.
Ich denke, unsere Exekutivbeamten, aber auch die Vertragsbediensteten im Exekutivdienst, die von dieser Regelung ebenfalls umfasst sind, haben sich jedenfalls verdient, hier Rechtssicherheit zu bekommen und auf den Schutz der öffentlichen Hand weiterhin vertrauen zu können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich darf Sie, meine Damen und Herren, werte Kolleginnen und Kollegen, insbesondere jene der ÖVP, einladen, diesen wichtigen Antrag für unsere Exekutivbeamten zu unterstützen. Kollegin Tamandl und Kollege Gerstl haben sich ja am Vormittag für die Exekutive so hervorgetan. Da können Sie jetzt zeigen, wo Ihr Herz wirklich schlägt oder ob das am Vormittag nur Lippenbekenntnisse waren. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Einer guten Tradition folgend, von meiner Seite immer zumindest, bei BDG-Novellen oder bei Gehaltsabschlüssen – Dezember ist auch, Weihnachten steht vor der Tür – darf ich mich persönlich, aber vor allem auch im Namen meiner Fraktion bei den österreichischen öffentlich Bediensteten sehr herzlich bedanken. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Herbert: Zu wenig!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollege Herbert, wir haben es im Ausschuss debattiert. Wenn du dir die BDG-Novelle oder auch den Gehaltsabschluss genauer angeschaut hättest, dann wärst du draufgekommen, dass viele Punkte, gute Ansätze und Vorteile auch für die Exekutive enthalten sind. Das ist so. (Abg. Herbert: Zu wenig!) Das geht tendenziell in die richtige Richtung, überhaupt keine Frage.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich lade Sie alle, meine geschätzten Damen und Herren, ein, für unsere öffentlich Bediensteten diesen Schritt in die richtige Richtung zu setzen, weil ich glaube, sie haben es sich verdient. Herzlichen Dank und alles Gute! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
In diesem Sinne hoffe ich, dass es nicht nur bei Ihren Ankündigungen bleibt, sondern dass Sie sich weiter dafür einsetzen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich lade Sie ein, dieser sehr realistischen Dienstrechts-Novelle, die wir in einer guten sozialpartnerschaftlichen Kultur, liebe Frau Bundesministerin, ausverhandelt haben, wofür ich mich herzlich bedanke, zuzustimmen. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Neugebauer: Brutto!
Herr Präsident Neugebauer, man darf jetzt schon ansprechen, um welche Summen es geht. Wir haben eine Erhöhung von 304,9 Millionen € und zusätzlich einen Mehraufwand ab 2013 in der Höhe von 328,3 Millionen €. (Abg. Neugebauer: Brutto!) Er sagt: brutto – ich spreche davon, was der Staat aufzubringen hat! (Abg. Neugebauer: 40 Prozent wieder zurück!) 40 Prozent bekommt er zurück. Gut.
Abg. Neugebauer: 40 Prozent wieder zurück!
Herr Präsident Neugebauer, man darf jetzt schon ansprechen, um welche Summen es geht. Wir haben eine Erhöhung von 304,9 Millionen € und zusätzlich einen Mehraufwand ab 2013 in der Höhe von 328,3 Millionen €. (Abg. Neugebauer: Brutto!) Er sagt: brutto – ich spreche davon, was der Staat aufzubringen hat! (Abg. Neugebauer: 40 Prozent wieder zurück!) 40 Prozent bekommt er zurück. Gut.
Beifall beim BZÖ.
Auch wenn Sie jetzt vom Einkommen her bei der Erhöhung differenzieren, ist es so, dass zum Beispiel ganz junge Mitarbeiter mit niedriger Einstufung eine Erhöhung von 46 € erfahren und Sektionschefs eine von 256 €. Ich sage Ihnen in aller Klarheit und Deutlichkeit: Bei Ihrer Klientel, bei der Hofrats-Klientel, wäre es absolut angebracht gewesen zu sagen, es gibt überhaupt keine Erhöhung. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Neugebauer: 10 000 haben wir geliefert!
Bei geringen Einkommen gibt es Argumente, dass man keine Nulllohnrunden machen sollte, aber Sie sollten dafür sorgen, dass es eine Deckelung für die Staatsausgaben gibt. Setzen Sie endlich Verwaltungsreformen um! Sie haben uns allen versprochen, jeder zweite natürliche Abgang wird nicht nachbesetzt. Diesen Prozess sollten Sie beschleunigen und diese Zahl erhöhen (Abg. Neugebauer: 10 000 haben wir geliefert!), damit es zu einer Deckelung kommt, damit wir nicht noch mehr in diesen Bereich hineinpumpen müssen. (Abg. Neugebauer: Ein bisschen nachdenken – und dann reden!)
Abg. Neugebauer: Ein bisschen nachdenken – und dann reden!
Bei geringen Einkommen gibt es Argumente, dass man keine Nulllohnrunden machen sollte, aber Sie sollten dafür sorgen, dass es eine Deckelung für die Staatsausgaben gibt. Setzen Sie endlich Verwaltungsreformen um! Sie haben uns allen versprochen, jeder zweite natürliche Abgang wird nicht nachbesetzt. Diesen Prozess sollten Sie beschleunigen und diese Zahl erhöhen (Abg. Neugebauer: 10 000 haben wir geliefert!), damit es zu einer Deckelung kommt, damit wir nicht noch mehr in diesen Bereich hineinpumpen müssen. (Abg. Neugebauer: Ein bisschen nachdenken – und dann reden!)
Beifall beim BZÖ.
Was ist Ihnen sonst noch alles in dieser Novelle wichtig? Ich zitiere: Die „Wertschätzung in Form eines höheren Amtstitels oder einer höheren Verwendungsbezeichnung“ für die Beamten ist möglich, die jetzt in den Ruhestand übertreten. – Ich frage Sie: Wer braucht das? Wem nützt das? Das sind ja alles Dinge nicht nur von gestern, sondern von vorgestern. Damit gehört aufgeräumt! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Neugebauer: „Hofrat“ ist kein Amtstitel! Du kennst dich ja hinten und vorne nicht aus!
Ich frage mich überhaupt, warum wir weiterhin diese Hofratstitel und so weiter haben. Diese Amtstitel gehören in Wahrheit abgeschafft, eine moderne Verwaltung braucht das nicht. (Abg. Neugebauer: „Hofrat“ ist kein Amtstitel! Du kennst dich ja hinten und vorne nicht aus!) – Ja, ja, das sagt unser Präsident. Das ist eine Verwendungsbezeichnung. Ich kenne dein Verhandlungsgeschick aus früheren Tagen, als wir in der Regierung waren. Ich weiß, wie es der Neugebauer anlegt, er wird euch immer erzählen: Ja, das ist alles richtig, jawohl, das werden wir auch alles machen – aber nicht jetzt, das machen wir dann beim nächsten Mal! Und das sagt er Jahr für Jahr. Es passiert nichts, und ich sage, da gibt es einen extremen Reformstau.
Beifall beim BZÖ.
Diese Gesetzesvorlage lehnen wir ab, und wir halten die Erhöhung in diesem Ausmaß jedenfalls für das falsche Signal. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich stehe hinter meinen Beamtinnen und Beamten, hinter allen Vertragsbediensteten im öffentlichen Dienst und möchte ihnen einmal ein herzliches Dankeschön sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Neugebauer.
Ich sage dafür einen herzlichen Dank auch an alle, die mitgewirkt und mitgearbeitet haben, auch an die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, dass wir in sozialpartnerschaftlicher Tradition in harten, aber sehr fairen Verhandlungen für unsere Bediensteten diesen Abschluss zustande bringen haben können. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Neugebauer.)
Abg. Rädler: Das ist eine Gemeinheit, was er sagt!
Abgeordnete Angela Lueger (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Windholz, wenn Sie sagen, die Beamten und Beamtinnen haben sich überhaupt keine Erhöhung verdient, dann frage ich mich, aufgrund welcher Maßgabe Sie das hier sagen, und wir werden auch wissen, wie wir das den Kolleginnen und Kollegen weiter transportieren. (Abg. Rädler: Das ist eine Gemeinheit, was er sagt!)
Beifall bei der SPÖ.
Sie erwarten ja auch, dass alles funktioniert – egal ob im Bildungsbereich oder im Bereich der Daseinsvorsorge. Es ist für Sie selbstverständlich, dass es funktioniert. Und es kann nicht so sein, dass die Kolleginnen und Kollegen für etwas herhalten müssen, was sie nicht verursacht haben. Aber auch das werden wir zu transportieren wissen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, dass da der öffentliche Dienst ein sehr, sehr gutes Vorbild ist auch für die Privatwirtschaft. Und ich wünschte, dass diese Dinge weiterhin vorangetrieben werden und dann auch in der Privatwirtschaft Eingang finden. Ich glaube, dass es ein guter und wesentlicher Beitrag war und ist für die Verwaltungsreform, die ja ein Prozess ist, der ständig stattfindet. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Ich verstehe das nicht ganz, denn die Regierungsparteien von Rot und Schwarz sind zwar mit ihren Bürgermeistern und Landtagsabgeordneten immer da, um hier PR zu machen, sei es bei einem Spatenstich oder bei Eröffnungen von Feuerwehrhäusern. Hier, meine sehr geehrten Damen und Herren, könnten Sie sich wirklich einmal beweisen. Hier könnten Sie wirklich einmal für die Bevölkerung und für die Feuerwehren etwas Nachhaltiges machen (Beifall bei der FPÖ), statt immer nur zu reden und Bilder zu schießen. Das ist zu wenig und wirkt auch sehr unglaubwürdig. Da könnten Sie sich wirklich beweisen im Sinne der Freiwilligkeit.
Beifall bei der FPÖ.
Sie erwähnen ja bei allen Reden landauf, landab immer das Jahr der Freiwilligen und wie sehr Sie sich für die Freiwilligen einsetzen. Hier aber lehnen Sie diesen Entschließungsantrag lapidar ab, Sie wischen ihn einfach weg! Also hier zeigen Sie kein großes Herz für die Freiwilligkeit. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
privaten Wirtschafter zu befinden, andererseits über die öffentliche Hand, deren Umgang mit öffentlichem Geld wir zu verantworten haben: Da kann man auch nicht in einer großen Fülle ausschütten. Ich bitte, in Zukunft gut nachzudenken bei solchen Vorschlägen, aber ich glaube, dass es die Freiwilligkeit verdient, hier noch einmal ernsthaft in Verhandlungen einzutreten. Wir werden aber diesen negativen Bericht zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Pendl: Da sind wir schuld!
Wo wir uns aber einen Solidarbeitrag erwartet hätten, das wären die Spitzenbeamten gewesen. Ich erinnere daran, dass beispielsweise die Sektionschefs ursprünglich in der Gehaltspyramide in etwa auf dem gleichen Niveau waren wie die Abgeordneten dieses Hauses. Dass wir – und das ist auch gut so – in den letzten Jahren auf Gehaltssteigerungen verzichtet haben, führt nun zum Kuriosum, dass heute Sektionschefs mehr verdienen als die Abgeordneten. Und das halte ich für fragwürdig. (Abg. Pendl: Da sind wir schuld!)
Beifall bei den Grünen.
Der Kollege sagt, da sind wir schuld. Naja, wenn man sagt, wir sind schuld, dass wir einen Beitrag in schwierigen Krisenzeiten leisten und auf Gehaltserhöhungen verzichten, dann wäre diese „Schuld“ relativ. Das ist ja sinnvoll, und das haben Sie und ich beschlossen, und ich glaube, das ist auch ein Signal, dass es gut ist. Dieses Signal hätte man im Bereich der Spitzenbeamten vorziehen sollen. Dann wäre garantiert gewesen, dass die kleineren und mittleren Beamtengehälter gestiegen wären – das ist auch gut so, die haben ein Recht darauf – und im Spitzenbereich ein Solidarbeitrag geleistet und gespart worden wäre. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall und Bravoruf des Abg. Lausch.
„Die Bundesregierung wird aufgefordert dem Nationalrat eine Regierungsvorlage vorzulegen, die für Polizeibeamte, die einer Dienstelle in Wien, einer anderen Landeshauptstadt oder einem gleichgelagerten Ballungszentrum mit großer räumlicher Ausdehnung zu dauernden Dienstleistung zugewiesen sind, eine finanzielle Pauschalabgeltung nach dem Gebührengesetz § 2 Absatz 5 i.V.m § 21 Absatz 1 Reisegebühren-Verordnung ermöglicht.“ (Beifall und Bravoruf des Abg. Lausch.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich gehe daher nicht davon aus, dass Sie weiter auf Ihren Antrag beharren, denn die Polizistinnen und Polizisten, die überwiegend im Außendienst stehen, sind bereits erfasst. Ich gehe nicht davon aus, dass Sie für jene Kollegen den pauschalierten Reisedienst fordern, die nicht überwiegend im Außendienst sind, denn das wären KollegInnen im Personalbüro, in den Werkstätten oder auch Abgeordnete wie Sie, und ich glaube doch nicht, dass Sie das wollen. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
nicht folgen können, ich sage es ganz offen, weil ich der Meinung bin, dass es dem Opfer egal ist, ob der Helfer im öffentlichen Dienst oder nicht im öffentlichen Dienst steht. Es zeigt aber auf, dass hier eine gewisse Ignoranz vorherrscht hinsichtlich eines Problems, hinsichtlich dessen bereits seit Jahren von den Feuerwehren – nicht von der Freiheitlichen Partei, sondern von den Feuerwehren – und von sehr vielen Landespolitikern, sowohl von der ÖVP als auch von der SPÖ, gefordert wird, Maßnahmen zu setzen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kößl.
Leider ist es uns nicht gelungen, hier einen Konsens zu finden. Es ist auch bezeichnend – ich habe mir aus dem Ausschuss berichten lassen –, dass Rot und Schwarz nicht einmal bereit waren, einen Debattenbeitrag dazu zu leisten. Jetzt hier eine Alibi-Ausrede zu erfinden ist ganz einfach zu wenig. (Zwischenruf des Abg. Kößl.)
Abg. Scheibner: Ein großer Unsinn ist das!
Ein zweiter Bereich, den ich noch ganz kurz ansprechen möchte – schade, es gibt bis jetzt auch dazu keinen Redebeitrag –: unser Antrag, die Personalvertretung auch Milizsoldaten zugänglich zu machen. Ich denke, das wäre auch ein richtiger, wichtiger Schritt gewesen (Abg. Scheibner: Ein großer Unsinn ist das!), um auch unseren Milizsoldaten die Möglichkeit zu geben, bei Übungen, aber auch bei Katastropheneinsätzen eine entsprechende Vertretung zu haben. (Abg. Scheibner: Die brauchen keine Personalvertreter!)
Abg. Scheibner: Die brauchen keine Personalvertreter!
Ein zweiter Bereich, den ich noch ganz kurz ansprechen möchte – schade, es gibt bis jetzt auch dazu keinen Redebeitrag –: unser Antrag, die Personalvertretung auch Milizsoldaten zugänglich zu machen. Ich denke, das wäre auch ein richtiger, wichtiger Schritt gewesen (Abg. Scheibner: Ein großer Unsinn ist das!), um auch unseren Milizsoldaten die Möglichkeit zu geben, bei Übungen, aber auch bei Katastropheneinsätzen eine entsprechende Vertretung zu haben. (Abg. Scheibner: Die brauchen keine Personalvertreter!)
Abg. Scheibner: Die haben andere Probleme, nicht die Personalvertretung!
Herr Abgeordneter Scheibner, Sie als ehemaliger Verteidigungsminister wissen auch, dass die Miliz noch immer einen Großteil des Rückgrats des Bundesheeres darstellt, und daher sollten auch diese Personen eine entsprechende Vertretung haben. (Abg. Scheibner: Die haben andere Probleme, nicht die Personalvertretung!)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Sinne abschließend: Schade, dass es hier zu keiner Einigung kommt, schade, dass es nur aufgeregte Zwischenrufe, aber keine konstruktive Zusammenarbeit in diesem Bereich gibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Vielleicht gelingt es uns, einen Fünf-Parteien-Antrag zustande zu bringen, denn die Sache ist gut, und sie soll nicht allein aus parteipolitischen Gründen untergehen. Vielleicht schaffen wir es doch noch, mit einem Fünf-Parteien-Antrag den Feuerwehren und vor allem der ländlichen Bevölkerung zu helfen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich berichtige tatsächlich: Kollege Plessl hat offensichtlich die pauschalierten Reisegebühren gemeint. Diese sind von diesem Antrag nicht umfasst. Daher bleibt der Antrag in der vorliegenden Fassung aufrecht. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Klubobmann Strache ist noch nicht da, wir müssen warten!
Meine Damen und Herren! Wir kommen jetzt zu einer sehr langen Abstimmung, ich darf daher um etwas Aufmerksamkeit bitten, denn nach den Punkten dieser Debatte lasse ich über die Punkte 1 bis 4 abstimmen. (Abg. Dr. Jarolim: Klubobmann Strache ist noch nicht da, wir müssen warten!)
Abg. Strache: Da sieht man, wie konstruktiv die Opposition ist!
Ich ersuche jene Mitglieder des Hohen Hauses, die dafür eintreten, um ein Zeichen. – Das ist einstimmig angenommen. (Abg. Strache: Da sieht man, wie konstruktiv die Opposition ist!)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Lohfeyer und Binder-Maier werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Lohfeyer und Binder-Maier werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.)
Beifall bei der FPÖ.
Aufgrund dieser Umstände, die ich aufgrund der kurzen Redezeit hier nur kurz streifen konnte, lehnen wir diesen Gesetzentwurf ab. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In Summe ist das, glaube ich, etwas, was sowohl für die Wirtschaft als auch für die öffentliche Hand sehr, sehr wichtig ist, weil es die Verfahren kürzer, billiger und insgesamt daher effizienter gestalten wird. Wir sind froh darüber und danken dafür, dass der Entwurf doch in einer derart professionellen Form für unsere Zukunft maßgeschneidert wurde. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Vor diesem Hintergrund ist uns dieser Vergabegesetzentwurf zu wenig – zu wenig konkret, zu wenig korruptionsbekämpfend –, und daher werden wir nicht zustimmen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Also eine richtige Entscheidung für die Wirtschaft, die insgesamt zu einer sehr guten Win-Win-Situation geführt hat. – Besten Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Insgesamt hat dieses neue Gesetz positive Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Österreich. Logisch, dass wir vom BZÖ vor allem aus sicherheitspolitischen Überlegungen dem Bundesvergabegesetz Verteidigung und Sicherheit 2012 zustimmen werden. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Wittmann: Das ist die Rede von gestern!
Abgeordnete Mag. Heidemarie Unterreiner (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Unsere Bundeshymne ist, genauso wie die Fahne der Republik Österreich sowie das Bundeswappen und die österreichischen Hoheitszeichen, ein Staatssymbol. (Abg. Dr. Wittmann: Das ist die Rede von gestern!)
Beifall bei der FPÖ.
Nein, es ist eine vollkommen neue Rede. Das habe ich gestern nicht gesagt. Passen Sie besser auf! Ich bin viel zu eitel, um immer dieselbe Rede zu halten. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Silhavy: Das haben Sie aber gestern auch gesagt!
Eine Hymne ist kein Gesetz, das man nach Belieben novellieren kann. Eine Hymne drückt die Gefühle, die Gedanken, das Wesen und das Schicksal eines Volkes aus. Genau so empfindet das Volk, und deshalb ist es falsch, eine Hymne von den linken Zeitgeistdenkern von SPÖ, ÖVP und Grünen ummodeln zu lassen. Für uns Freiheitliche ist eine Hymne kein Sprachbasteltext (Abg. Silhavy: Das haben Sie aber gestern auch gesagt!) – Nein, da habe ich ganz andere Sachen gesagt, aber bestimmte wichtige Dinge zu wiederholen schadet nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Eine Hymne ist kein Gesetz, das man nach Belieben novellieren kann. Eine Hymne drückt die Gefühle, die Gedanken, das Wesen und das Schicksal eines Volkes aus. Genau so empfindet das Volk, und deshalb ist es falsch, eine Hymne von den linken Zeitgeistdenkern von SPÖ, ÖVP und Grünen ummodeln zu lassen. Für uns Freiheitliche ist eine Hymne kein Sprachbasteltext (Abg. Silhavy: Das haben Sie aber gestern auch gesagt!) – Nein, da habe ich ganz andere Sachen gesagt, aber bestimmte wichtige Dinge zu wiederholen schadet nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich finde es wirklich nicht in Ordnung, dass unsere Unterrichts- und Kulturministerin für 900 000 € eine Schlagersängerin beauftragt, die Hymne umzudichten. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Für uns Freiheitliche ist die Hymne ein Symbol für unsere Heimat, unsere Geschichte und für unsere Kultur. Es ist ein Akt der Würdelosigkeit, ein Staatssymbol, eine Hymne, dem jeweiligen Zeitgeist anzupassen. Eine Hymne soll für das gesamte Volk da sein. Aus diesem Grund wird meine Kollegin Gartelgruber auch noch einen Antrag einbringen. Das Gewissensthema unserer Epoche ist das des Bewahrens. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Der Herr Strache hätte sicher nicht so gut gesprochen! Da kann man froh sein, dass er nicht da ist!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Der Herr Strache hätte sicher nicht so gut gesprochen! Da kann man froh sein, dass er nicht da ist!
Ich finde es wirklich nicht in Ordnung, dass unsere Unterrichts- und Kulturministerin für 900 000 € eine Schlagersängerin beauftragt, die Hymne umzudichten. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Für uns Freiheitliche ist die Hymne ein Symbol für unsere Heimat, unsere Geschichte und für unsere Kultur. Es ist ein Akt der Würdelosigkeit, ein Staatssymbol, eine Hymne, dem jeweiligen Zeitgeist anzupassen. Eine Hymne soll für das gesamte Volk da sein. Aus diesem Grund wird meine Kollegin Gartelgruber auch noch einen Antrag einbringen. Das Gewissensthema unserer Epoche ist das des Bewahrens. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Der Herr Strache hätte sicher nicht so gut gesprochen! Da kann man froh sein, dass er nicht da ist!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
nur auf Ministerratsbeschlüssen, daher ist es endlich an der Zeit, mittels eines Bundesgesetzes die Hymne als Staatssymbol zu verankern. Dass in Zukunft die „großen Töchter“ mitbesungen werden, ist gut und wichtig und richtig. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Sehr geehrte Damen und Herren, lassen Sie mich Folgendes sagen und mich dafür bedanken: Mir ist aufgefallen seit dieser Debatte in den letzten Monaten, seit Juli, seit Anfang Juli dieses Jahres, Österreich ist wahrhaftig ein Land der Dichterinnen und Dichter, Österreich ist ein Land der Komponistinnen und Komponisten. Es hat so viele Zuschriften gegeben, so viel Bereitschaft, mitzuarbeiten, mitzudenken, die Hymne entsprechend zu gestalten, das war wirklich schön zu erleben. Auch aufmunternde Worte haben uns, den Kolleginnen und mir, viele geschickt. Sie haben Vorschläge gemacht, haben Melodien eingeschickt. Es war wirklich schön, sich mit all dem auseinanderzusetzen. – Das ist das eine. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Grosz: Die haben bis jetzt nicht mitgesungen, oder was?
Ich bin stolz darauf, dass es uns jetzt gelungen ist, die zweite Hälfte der Menschheit in der Hymne zu verankern, dass wir ab 1. Jänner des kommenden Jahres die Frauen mitsingen. Ich bin wirklich begeistert. (Abg. Grosz: Die haben bis jetzt nicht mitgesungen, oder was?) – Mitsingen und mitbesungen werden, Herr Abgeordneter Grosz! Auch wenn man uns von so manchen Seiten oft vorwirft, dass das eine Nebensache wäre, dann ist das offensichtlich für sehr viele Österreicherinnen und Österreicher eine sehr wichtige Nebensache gewesen, sonst hätte es nicht so viele Zuschriften gegeben. (Abg. Grosz: Für 80 Prozent der Österreicher ist es eine Nebensache!)
Abg. Grosz: Für 80 Prozent der Österreicher ist es eine Nebensache!
Ich bin stolz darauf, dass es uns jetzt gelungen ist, die zweite Hälfte der Menschheit in der Hymne zu verankern, dass wir ab 1. Jänner des kommenden Jahres die Frauen mitsingen. Ich bin wirklich begeistert. (Abg. Grosz: Die haben bis jetzt nicht mitgesungen, oder was?) – Mitsingen und mitbesungen werden, Herr Abgeordneter Grosz! Auch wenn man uns von so manchen Seiten oft vorwirft, dass das eine Nebensache wäre, dann ist das offensichtlich für sehr viele Österreicherinnen und Österreicher eine sehr wichtige Nebensache gewesen, sonst hätte es nicht so viele Zuschriften gegeben. (Abg. Grosz: Für 80 Prozent der Österreicher ist es eine Nebensache!)
Abg. Grosz: Dann ändern Sie das Hofer-Lied! Das ist auch ein Kulturgut!
Selbstverständlich kümmern wir uns um die wesentlichen Sachen auch der Frauen (Abg. Grosz: Dann ändern Sie das Hofer-Lied! Das ist auch ein Kulturgut!), um die Frage der Lohngleichheiten, um die Frage der Gewalt an Frauen, und, und, und. Aber auch die Sprache ist ein sehr wichtiges Instrument für die Gleichbehandlung. Was nicht benannt wird, Herr Grosz, existiert nicht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.) Daher ist es so wichtig, dass wir jetzt auch die Frauen in der Bundeshymne verankert haben. Ich bin stolz auf uns. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe des Abg. Grosz.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.
Selbstverständlich kümmern wir uns um die wesentlichen Sachen auch der Frauen (Abg. Grosz: Dann ändern Sie das Hofer-Lied! Das ist auch ein Kulturgut!), um die Frage der Lohngleichheiten, um die Frage der Gewalt an Frauen, und, und, und. Aber auch die Sprache ist ein sehr wichtiges Instrument für die Gleichbehandlung. Was nicht benannt wird, Herr Grosz, existiert nicht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.) Daher ist es so wichtig, dass wir jetzt auch die Frauen in der Bundeshymne verankert haben. Ich bin stolz auf uns. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe des Abg. Grosz.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe des Abg. Grosz.
Selbstverständlich kümmern wir uns um die wesentlichen Sachen auch der Frauen (Abg. Grosz: Dann ändern Sie das Hofer-Lied! Das ist auch ein Kulturgut!), um die Frage der Lohngleichheiten, um die Frage der Gewalt an Frauen, und, und, und. Aber auch die Sprache ist ein sehr wichtiges Instrument für die Gleichbehandlung. Was nicht benannt wird, Herr Grosz, existiert nicht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.) Daher ist es so wichtig, dass wir jetzt auch die Frauen in der Bundeshymne verankert haben. Ich bin stolz auf uns. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe des Abg. Grosz.)
Beifall beim BZÖ.
Zeiten, in denen die Menschen ganz andere Sorgen haben. Die Menschen fürchten aktuell um ihr Geld und nicht um die Zukunft der österreichischen Bundeshymne. Das muss in dieser Form in aller Klarheit auch gesagt werden, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Musiol: Das haben Sie schon gestern gesagt! Sie wiederholen sich!
Ein weiterer Punkt ist auch – wir haben das schon diskutiert –, dass mit dieser Änderung, mit der Aufnahme der „Töchter“ in den Text keiner Frau konkret geholfen ist, kein Kindergartenplatz geschaffen ist, kein Pflegeplatz geschaffen ist, kein gleicher Lohn für gleiche Arbeit geschaffen ist. (Abg. Mag. Musiol: Das haben Sie schon gestern gesagt! Sie wiederholen sich!) Das heißt, wir haben heute in der Frauenpolitik ganz andere Herausforderungen zu bewältigen als die Umdichtung der österreichischen Bundeshymne. Abgesehen davon sind Sie zutiefst inkonsequent. Wenn Sie die Änderung der österreichischen Bundeshymne diskutieren, dann müssen Sie auch die Änderung so mancher Landeshymne diskutieren (Abg. Mag. Wurm: Das fällt in die Landesgesetzgebung!) und dann müssen Sie auch so manche Hymne auf europäischer Ebene diskutieren, die auch nicht Ihren Vorstellungen entspricht.
Abg. Mag. Wurm: Das fällt in die Landesgesetzgebung!
Ein weiterer Punkt ist auch – wir haben das schon diskutiert –, dass mit dieser Änderung, mit der Aufnahme der „Töchter“ in den Text keiner Frau konkret geholfen ist, kein Kindergartenplatz geschaffen ist, kein Pflegeplatz geschaffen ist, kein gleicher Lohn für gleiche Arbeit geschaffen ist. (Abg. Mag. Musiol: Das haben Sie schon gestern gesagt! Sie wiederholen sich!) Das heißt, wir haben heute in der Frauenpolitik ganz andere Herausforderungen zu bewältigen als die Umdichtung der österreichischen Bundeshymne. Abgesehen davon sind Sie zutiefst inkonsequent. Wenn Sie die Änderung der österreichischen Bundeshymne diskutieren, dann müssen Sie auch die Änderung so mancher Landeshymne diskutieren (Abg. Mag. Wurm: Das fällt in die Landesgesetzgebung!) und dann müssen Sie auch so manche Hymne auf europäischer Ebene diskutieren, die auch nicht Ihren Vorstellungen entspricht.
Beifall beim BZÖ
Wir stehen zu dieser österreichischen Bundeshymne, weil wir den Standpunkt vertreten, dass das gewachsenes, auch historisch gewachsenes Liedgut ist, das man nicht umdichten und nicht umschreiben kann, wie es einem gerade passt. Geschichte kann man nicht rückgängig machen, Geschichte kann man nicht umschreiben, denn es hat ja einen Grund, dass sie so geschrieben ist, wie sie geschrieben ist. Diese Tradition soll nicht verloren gehen, davon bin ich überzeugt, und das weiß ich auch von vielen Rückmeldungen. Ich bin heute sogar schon gefragt worden, ob es strafbar ist, wenn man weiterhin die alte Hymne singt. – Nein, meine Damen und Herren, das ist nicht strafbar! Ich glaube, dass ein Großteil der Österreicherinnen und Österreicher nach dem Motto: Wir singen, was wir wollen! (Beifall beim BZÖ), weiterhin die alte bestehende, historisch gewachsene Version der Bundeshymne zum Besten geben wird.
Abg. Mag. Wurm: Ich bin konsequent!
Einen konkreten Vorschlag habe ich zum Schluss: Wenn man so konsequent ist, Frau Abgeordnete Wurm (Abg. Mag. Wurm: Ich bin konsequent!) und wenn man eine Neufassung der Bundeshymne haben will, dann sollte man vielleicht die Hymne komplett neu schreiben. Machen wir einen komplett neuen Text, machen wir eine komplett neue Melodie, beschließen wir sie vollkommen neu! – Das wäre konsequent. In einen bestehenden Text hineinzupfuschen ist inkonsequent, passt nicht zusammen und ist auch unehrlich. Ich habe ja schon auf die vielen anderen Beispiele verwiesen, bei denen Sie offensichtlich keinen Änderungsbedarf sehen.
Beifall beim BZÖ.
In diesem Sinne, meine Damen und Herren: Das BZÖ bekennt sich zu den Frauen, bekennt sich zu einer gelebten Frauenpolitik, bekennt sich aber auch zur bestehenden österreichischen Bundeshymne, die mit den Worten „Heimat bist du großer Söhne“ beide Geschlechtsgruppen anspricht, Frauen und Männer, ebenso Kinder, Alt und Jung, was auch immer. Jeder, der die österreichische Staatsbürgerschaft hat und der sich als aufrechter Österreicher fühlt, ist mit dieser Textzeile auch angesprochen – und weiß, dass er angesprochen ist. Ich glaube, das ist am Ende des Tages das Entscheidende. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Musiol: Genau!
Abgeordnete Dorothea Schittenhelm (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren! Zu meinem Vorredner: Das war die Rede, die er schon einmal gehalten hat (Abg. Mag. Musiol: Genau!), er hat nur heute einige anzügliche Bemerkungen nicht wiederholt, und allein darüber bin ich schon ganz glücklich.
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Meine Damen und Herren! Eine Hymne ist laut Brockhaus ein Lob- und Preisgesang. Die Bundeshymne ist ein Staatssymbol und repräsentiert das Selbstverständnis eines Landes. Und wenn eine Hymne Lob- und Preisgesang ist, dann sollte das nicht nur für eine Hälfte der Bevölkerung gelten, sondern für die gesamte Bevölkerung, also auch für die Frauen. Wir können, glaube ich, mit Fug und Recht sagen, dass wir in unserem Land sehr wohl große Söhne, aber auch große Töchter haben. Das ist wohl unbestritten, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Demonstrativer Beifall der Abg. Mag. Muttonen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sprache prägt Bewusstsein. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass dem so ist. (Demonstrativer Beifall der Abg. Mag. Muttonen.) Mit der Veränderung des Textes unserer Bundeshymne, mit der auch den „großen Töchtern“ der gebührende Platz eingeräumt wird, wodurch sich auch die Mehrheit der Bevölkerung angesprochen fühlt, müssen und sollen und werden wir dem auch Rechnung tragen.
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Plenum, diesem Antrag auch die Zustimmung zu erteilen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Abg. Mag. Schwentner: Das ist nicht wahr!
Abgeordnete Carmen Gartelgruber (FPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Liebe Frauen in Österreich, liebe Männer in Österreich! Frau Kollegin Schittenhelm, in einem Punkt gebe ich dir uneingeschränkt recht: Es gibt in Österreich großartige Frauen! Da hast du absolut recht. Deshalb möchte ich auch zu Beginn meiner Ausführungen noch einmal ganz kurz auf die gestrige Einwendungsdebatte eingehen. Frau Kollegin Schwentner hat zu Recht einen Ordnungsruf dafür erhalten, dass sie behauptet hat, in der FPÖ gebe es keine Frauen. (Abg. Mag. Schwentner: Das ist nicht wahr!) Das ist ein Wahnsinn! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Schwentner: Das ist nicht wahr! Ich habe gesagt, keine Frauenpolitiker!) Damit liegen Sie gleich falsch wie in manch anderen Belangen auch.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Schwentner: Das ist nicht wahr! Ich habe gesagt, keine Frauenpolitiker!
Abgeordnete Carmen Gartelgruber (FPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Liebe Frauen in Österreich, liebe Männer in Österreich! Frau Kollegin Schittenhelm, in einem Punkt gebe ich dir uneingeschränkt recht: Es gibt in Österreich großartige Frauen! Da hast du absolut recht. Deshalb möchte ich auch zu Beginn meiner Ausführungen noch einmal ganz kurz auf die gestrige Einwendungsdebatte eingehen. Frau Kollegin Schwentner hat zu Recht einen Ordnungsruf dafür erhalten, dass sie behauptet hat, in der FPÖ gebe es keine Frauen. (Abg. Mag. Schwentner: Das ist nicht wahr!) Das ist ein Wahnsinn! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Schwentner: Das ist nicht wahr! Ich habe gesagt, keine Frauenpolitiker!) Damit liegen Sie gleich falsch wie in manch anderen Belangen auch.
Beifall bei der FPÖ.
Meine Kolleginnen machen hervorragende Arbeit! (Beifall bei der FPÖ.) Die ausgezeichnete Arbeit der FPÖ wird auch in der letzten Umfrage des Gallup-Instituts bestätigt. Danach werden wir nämlich erstmals an erster Stelle von Frauen am meisten gewählt. Ihre Fraktion finde ich nur unter ferner liefen. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Meine Kolleginnen machen hervorragende Arbeit! (Beifall bei der FPÖ.) Die ausgezeichnete Arbeit der FPÖ wird auch in der letzten Umfrage des Gallup-Instituts bestätigt. Danach werden wir nämlich erstmals an erster Stelle von Frauen am meisten gewählt. Ihre Fraktion finde ich nur unter ferner liefen. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Meine ursprüngliche Kritik in der ersten Lesung über das Bundesgesetz betreffend die Bundeshymne, dass die Änderung im ursprünglichen Antrag nur auf einen einzigen Satz hätte reduziert werden sollen, haben Sie revidiert, aber mit diesem neuen Antrag haben Sie sich auch ganz elegant Ihrer ehemaligen Kollegin Rauch-Kallat als Antragstellerin entledigt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich bitte Sie sehr, diesen Antrag zu unterstützen. Wohl wissend, dass Sie eine Volksabstimmung fürchten wie der Teufel das Weihwasser, haben die Österreicherinnen und Österreicher, wie ich meine, ein Recht darauf, über Änderungen ihrer Bundeshymne mit abzustimmen. Deshalb bitte ich Sie, diesen Antrag zu unterstützen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Gartelgruber: Das haben Sie aber!
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! Ich wollte Sie gestern natürlich nicht beleidigen, werte Kolleginnen von der FPÖ (Abg. Gartelgruber: Das haben Sie aber!), ich wollte nur eines sagen, und vielleicht ist mir das nicht so präzise geglückt: Frau sein allein ist noch kein frauenpolitisches Programm – und das haben Sie soeben noch einmal bewiesen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Gartelgruber.) Frau sein allein ist kein politisches Programm. Ich kann von Frauenpolitik in Ihrer Partei nichts sehen, kann nichts davon erkennen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Gartelgruber.
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! Ich wollte Sie gestern natürlich nicht beleidigen, werte Kolleginnen von der FPÖ (Abg. Gartelgruber: Das haben Sie aber!), ich wollte nur eines sagen, und vielleicht ist mir das nicht so präzise geglückt: Frau sein allein ist noch kein frauenpolitisches Programm – und das haben Sie soeben noch einmal bewiesen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Gartelgruber.) Frau sein allein ist kein politisches Programm. Ich kann von Frauenpolitik in Ihrer Partei nichts sehen, kann nichts davon erkennen.
Abg. Gartelgruber: Lassen Sie die Frauen darüber abstimmen!
Herr Petzner, eine Anmerkung zu Ihnen – er ist jetzt gerade draußen, wahrscheinlich muss er rauchen nach seiner Rede –: Ich verstehe dieses Spektakel nicht ganz, und ich würde Herrn Petzner auch gerne einmal in den Gleichbehandlungsausschuss einladen. Jetzt sind plötzlich die Frauenrechtler ganz groß, Herr Strache gestern zum Beispiel. Zurzeit zögert er noch, sich zu zeigen, er hat sich offensichtlich umreihen lassen und redet nicht als Erster, sondern als Letzter. Ich weiß nicht, mit welcher Absicht, aber schauen wir mal. Herr Petzner hat auch entdeckt, dass er ein großer Frauenrechtler ist. Und Sie, Frau Kollegin Gartelgruber, fahren jetzt mit schwersten Geschützen auf, nämlich mit einer Volksabstimmung. (Abg. Gartelgruber: Lassen Sie die Frauen darüber abstimmen!)
Beifall bei den Grünen.
Zum einen glaube ich, dass die Gleichberechtigung von Mann und Frau ein Menschenrecht ist. Männer und Frauen sind gleich viel wert in unserer Gesellschaft! (Beifall bei den Grünen.) Ich weiß nicht, warum wir über die Gleichberechtigung von Männern und Frauen in einer Volksabstimmung befinden lassen müssen. Ich verstehe das nicht, aber Sie können es uns ganz offenkundig auch nicht erklären. Ich verstehe auch diese große Aufregung um dieses kleine Wort „Töchter“ nicht. Dieses kleine und, wie ich finde, sehr, sehr wichtige Wort „Töchter“ mit derart großen und schweren Geschützen anzufahren, zeigt wohl, dass da ganz viel Angst im Spiel ist. Anders kann ich es mir nicht erklären.
Abg. Zanger: Lassen Sie abstimmen! Wenn es kein Problem ist, lassen Sie darüber abstimmen! Lassen Sie das Volk abstimmen!
Was ist es außer eine Riesenangst, dass jetzt die Töchter in der Hymne auftauchen, dass wir künftig „Töchter“ mitsingen, dass wir Söhne und Töchter singen beziehungsweise „Töchter und Söhne“? (Abg. Zanger: Lassen Sie abstimmen! Wenn es kein Problem ist, lassen Sie darüber abstimmen! Lassen Sie das Volk abstimmen!) Was ist daran so schlimm? – Sie können es bis jetzt nicht erklären!
Abg. Ing. Westenthaler: Aber doppelt so viele Wählerinnen wie Sie!
Und wissen Sie, Ihr Chef, der jetzt ganz offenkundig auch der große Frauenrechtler geworden ist, hat noch nie den Weg in den Gleichbehandlungsausschuss gefunden. (Abg. Ing. Westenthaler: Aber doppelt so viele Wählerinnen wie Sie!) Wir haben im Gleichbehandlungsausschuss sogar schon über Anträge des Herrn Strache diskutiert, wo er selber gar nicht da war, wo es um Anschläge auf die Mütterschaft ging (Zwischenruf der Abg. Gartelgruber), wo wir Diskussionen geführt haben, die teilweise völlig absurd waren (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm) – und der Herr Strache findet nicht in den Ausschuss. Das ist ganz eigenartig! Aber plötzlich ist er der größte Frauenrechtler und findet, dass Mütterrechte und Zwangsbeschneidung die wichtigsten frauenpolitischen Themen in diesem Land sind.
Zwischenruf der Abg. Gartelgruber
Und wissen Sie, Ihr Chef, der jetzt ganz offenkundig auch der große Frauenrechtler geworden ist, hat noch nie den Weg in den Gleichbehandlungsausschuss gefunden. (Abg. Ing. Westenthaler: Aber doppelt so viele Wählerinnen wie Sie!) Wir haben im Gleichbehandlungsausschuss sogar schon über Anträge des Herrn Strache diskutiert, wo er selber gar nicht da war, wo es um Anschläge auf die Mütterschaft ging (Zwischenruf der Abg. Gartelgruber), wo wir Diskussionen geführt haben, die teilweise völlig absurd waren (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm) – und der Herr Strache findet nicht in den Ausschuss. Das ist ganz eigenartig! Aber plötzlich ist er der größte Frauenrechtler und findet, dass Mütterrechte und Zwangsbeschneidung die wichtigsten frauenpolitischen Themen in diesem Land sind.
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm
Und wissen Sie, Ihr Chef, der jetzt ganz offenkundig auch der große Frauenrechtler geworden ist, hat noch nie den Weg in den Gleichbehandlungsausschuss gefunden. (Abg. Ing. Westenthaler: Aber doppelt so viele Wählerinnen wie Sie!) Wir haben im Gleichbehandlungsausschuss sogar schon über Anträge des Herrn Strache diskutiert, wo er selber gar nicht da war, wo es um Anschläge auf die Mütterschaft ging (Zwischenruf der Abg. Gartelgruber), wo wir Diskussionen geführt haben, die teilweise völlig absurd waren (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm) – und der Herr Strache findet nicht in den Ausschuss. Das ist ganz eigenartig! Aber plötzlich ist er der größte Frauenrechtler und findet, dass Mütterrechte und Zwangsbeschneidung die wichtigsten frauenpolitischen Themen in diesem Land sind.
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Lautstärke ersetzt keine Argumente, Frau Kollegin! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Zuhören! Zuhören! – Zwischenruf des Abg. Zanger.
Das sind zwei sehr wichtige Themen, nämlich einerseits die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und andererseits die Gewalt an Frauen. Sie erkennen das nicht. Sie spitzen das zu in zwei Themen, die in dem Zusammenhang überhaupt nicht passend sind, und ich kann das einfach nicht verstehen. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Lautstärke ersetzt keine Argumente, Frau Kollegin! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Zuhören! Zuhören! – Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Aufpassen! Das war nicht seine Tochter!
Lassen Sie mich jetzt aber etwas sagen, was mich ganz besonders freut, nicht nur heute. Jetzt ist er leider nicht mehr da, der Herr Kollege Huainigg, der mit seiner Tochter hier heraußen gestanden ist und gezeigt hat, dass es einfach ein schönes Zeichen ist und ein ganz wichtiges Symbol, dass seine Tochter jetzt auch in dieser Hymne vorkommt. (Abg. Mag. Donnerbauer: Aufpassen! Das war nicht seine Tochter!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Selbstbewusstes Parlament!
Und der zweite schöne Aspekt ist, dass es eine ganz gute Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg gegeben hat, dass drei Frauensprecherinnen und viele andere Frauen und auch einige Männer – leider weniger Männer von der rechten Seite ganz offensichtlich –, dass also viele Frauen in dem Zusammenhang gemeinsam zusammengearbeitet haben, und das sehr konstruktiv. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Selbstbewusstes Parlament!) Ich würde mir mehr Frauen und weniger Testosteron in diesem Haus wünschen. Ich glaube, das würde dazu beitragen, dass wir konstruktiver miteinander arbeiten können. – Danke. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Und der zweite schöne Aspekt ist, dass es eine ganz gute Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg gegeben hat, dass drei Frauensprecherinnen und viele andere Frauen und auch einige Männer – leider weniger Männer von der rechten Seite ganz offensichtlich –, dass also viele Frauen in dem Zusammenhang gemeinsam zusammengearbeitet haben, und das sehr konstruktiv. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Selbstbewusstes Parlament!) Ich würde mir mehr Frauen und weniger Testosteron in diesem Haus wünschen. Ich glaube, das würde dazu beitragen, dass wir konstruktiver miteinander arbeiten können. – Danke. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
bezüglich der Weichenstellungen für die Zukunft in diesem Land – für Männer und Frauen, für die nächsten Generationen –, dann muss ich sagen, das sind die wahren Probleme, um die wir uns zu kümmern haben. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Das eine schließt das andere nicht aus!
Das sind letztendlich auch die wahren Probleme, die gerade Frauen haben, wenn die Vereinbarkeit von Beruf und Familie immer noch Frauensache ist, wenn die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege neu dazukommt – da gibt es ausschließlich Frauen, die diese Doppel- und Dreifachbelastung auf ihren Rücken nehmen. Wenn wir sehen, dass die Einkommen immer kleiner werden, gerade auch bei Frauen, bei Alleinerzieherinnen, aber auch in der Familie, wo die Frauen sozusagen die Finanzminister sind und es letztendlich besonders spüren, dass die Gebühren steigen, dass der Treibstoff teurer wird, dass man oft nicht weiß, wie man während des ganzen Monats mit seinem Einkommen ein Auskommen hat, dann, glaube ich, müssen wir uns dieser Sachen vorrangig annehmen und nicht einen Nebenschauplatz zu einem Hauptschauplatz machen. (Abg. Mag. Wurm: Das eine schließt das andere nicht aus!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Werden Sie jetzt dafür oder dagegen stimmen? – Abg. Krainer: Das sehen wir bei der Namentlichen! – Abg. Grosz – in Richtung des Abg. Dr. Jarolim –: Haben Sie jetzt Geld genommen als Lobbyist oder nicht?
Also daher, meine sehr geehrten Damen und Herren: Ich habe einen ganz pragmatischen Zugang zu diesem Thema. Die „großen Söhne“ werden nicht gestrichen, die „Töchter“ kommen dazu, aber wesentlich wichtiger ist es, dass wir als politisch Verantwortliche die Probleme der Menschen ernst nehmen, dass wir rasch Lösungen finden, wo es eben Probleme gibt und dass diese Regierung im Interesse Österreichs endlich einmal die richtigen Weichen für die Zukunft stellt. – Danke. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Werden Sie jetzt dafür oder dagegen stimmen? – Abg. Krainer: Das sehen wir bei der Namentlichen! – Abg. Grosz – in Richtung des Abg. Dr. Jarolim –: Haben Sie jetzt Geld genommen als Lobbyist oder nicht?)
Beifall bei der FPÖ
Früher hat es auch geheißen: Tu felix Austria nube, also heirate. – Heute muss man ja sagen: Du, glückliches Österreich, heirate – oder mach’ eine eingetragene Lebenspartnerschaft. Es ist eben alles dem Wandel unterworfen (Beifall bei der FPÖ), auch bei einem Lob- und Preisgesang, so wie das die Frau Kollegin Schittenhelm hier angesprochen hat.
Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Schwentner und Mag. Korun
Und es freut mich, dass es hier auch noch immer Zuhörerinnen und Zuhörer gibt (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Schwentner und Mag. Korun), denn es wird kein Beitrag einer Österreicherin oder eines Österreichers in irgendeiner Form minder oder anders gewertet. Das ist nicht die Intention, sondern es geht darum, dass wir ein staatliches Symbol haben, die Hymne, die zwar 1947 verändert wurde, aber nicht durch irgendwelche Sprachkünstler der einzelnen Fraktionen (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm) oder vielleicht von Frau Rauch-Kallat in ihrer Mittelschülerverbindung, der Walcueria Güssing – dass sie darauf gekommen sind, das ist nicht das Interessante. Es hat gro-
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm
Und es freut mich, dass es hier auch noch immer Zuhörerinnen und Zuhörer gibt (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Schwentner und Mag. Korun), denn es wird kein Beitrag einer Österreicherin oder eines Österreichers in irgendeiner Form minder oder anders gewertet. Das ist nicht die Intention, sondern es geht darum, dass wir ein staatliches Symbol haben, die Hymne, die zwar 1947 verändert wurde, aber nicht durch irgendwelche Sprachkünstler der einzelnen Fraktionen (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm) oder vielleicht von Frau Rauch-Kallat in ihrer Mittelschülerverbindung, der Walcueria Güssing – dass sie darauf gekommen sind, das ist nicht das Interessante. Es hat gro-
Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Wurm und Mag. Korun.
ße Frauen wie Hertha Firnberg, Maria Schaumayer und ähnliche mehr gegeben, die alle kein Problem damit gehabt haben, ihre Größe darzustellen und diese Hymne zu singen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Wurm und Mag. Korun.)
Abg. Dr. Graf: Das ist ja unglaublich!
Man stößt sich auch überhaupt nicht daran, dass die Melodie zu dieser Bundeshymne eine Freimaurerhymne, ein Bundeslied der Freimaurer, eines Männerbundes ist. (Abg. Dr. Graf: Das ist ja unglaublich!) Es stößt sich überhaupt niemand daran, dass das eigentlich aus diesem Bereich kommt, wo Sie doch sonst ja auch mit Kritik nicht schlampig umgehen.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: ... steht, nehmen Sie das einmal zur Kenntnis!
Wenn Sie von Sprache und Bewusstseinsänderung sprechen, dann kann ich Ihnen eines sagen: Im Bewusstsein der vernünftigen Österreicherinnen und Österreicher sind die Geschlechter gleich, nur in der Auswirkung, da bleiben Sie säumig. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: ... steht, nehmen Sie das einmal zur Kenntnis!) Es wurde bereits über die Ungerechtigkeiten hinsichtlich von Frauen hier argumentiert, was die Frauen aber in Wahrheit bräuchten, ist nicht eine geänderte Hymne, sondern tatsächlich eine Frauenpolitik.
Beifall bei der FPÖ
Und noch eines, Frau Kollegin Schwentner: Die Frauenpolitik ist nicht das Monopol von Ihnen, von Ihren FreundInnen oder Freundinnen – je nachdem, wie Sie es haben wollen –, sondern es gibt auch freiheitliche Frauen, die Frauenpolitik machen – und interessanterweise auch gute Frauenpolitik machen (Beifall bei der FPÖ), denn es gibt nämlich Frauen in Österreich, die auch gerade diese Art von Politik schätzen. Ich weiß schon, die wollen Sie vielleicht als dumm, als rückständig oder sonst etwas verkaufen, nur funktioniert das eben nicht, Frau Kollegin Schwentner. Frauenpolitik hat in der FPÖ Platz, und wir sind stolz auf unsere Frauen, die diese Frauenpolitik auch entsprechend vorantragen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und noch eines, Frau Kollegin Schwentner: Die Frauenpolitik ist nicht das Monopol von Ihnen, von Ihren FreundInnen oder Freundinnen – je nachdem, wie Sie es haben wollen –, sondern es gibt auch freiheitliche Frauen, die Frauenpolitik machen – und interessanterweise auch gute Frauenpolitik machen (Beifall bei der FPÖ), denn es gibt nämlich Frauen in Österreich, die auch gerade diese Art von Politik schätzen. Ich weiß schon, die wollen Sie vielleicht als dumm, als rückständig oder sonst etwas verkaufen, nur funktioniert das eben nicht, Frau Kollegin Schwentner. Frauenpolitik hat in der FPÖ Platz, und wir sind stolz auf unsere Frauen, die diese Frauenpolitik auch entsprechend vorantragen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Musiol: Sexarbeit!
Ein anderes Thema, bei dem Sie wirklich zeigen könnten, was Sie für die großen Töchter Österreichs übrig haben, ist Folgendes: Es gibt jetzt auch in Wien diese unleidliche Diskussion hinsichtlich der Orte, wo die Prostitution, die Gunstgewerblerei oder, wie Sie es bezeichnen (Abg. Mag. Musiol: Sexarbeit!), die Sexarbeit gemacht werden darf. Sie könnten sich darum kümmern, dass diese Frauen es nicht mehr notwendig haben, ihre körperliche Liebe anzubieten (Abg. Mag. Musiol: Das tun wir! Keine Sorge, das tun wir! Ihre Ausländerhetze führt dazu, dass sie ... gehen müssen teilweise, also lassen Sie die Kirche im Dorf!), aber da sind Sie säumig. Da sind Sie in der Wiener Stadtregierung äußerst säumig: Da tun Sie überhaupt nichts für die Frauen, und das ist eigentlich das Schändliche dabei.
Abg. Mag. Musiol: Das tun wir! Keine Sorge, das tun wir! Ihre Ausländerhetze führt dazu, dass sie ... gehen müssen teilweise, also lassen Sie die Kirche im Dorf!
Ein anderes Thema, bei dem Sie wirklich zeigen könnten, was Sie für die großen Töchter Österreichs übrig haben, ist Folgendes: Es gibt jetzt auch in Wien diese unleidliche Diskussion hinsichtlich der Orte, wo die Prostitution, die Gunstgewerblerei oder, wie Sie es bezeichnen (Abg. Mag. Musiol: Sexarbeit!), die Sexarbeit gemacht werden darf. Sie könnten sich darum kümmern, dass diese Frauen es nicht mehr notwendig haben, ihre körperliche Liebe anzubieten (Abg. Mag. Musiol: Das tun wir! Keine Sorge, das tun wir! Ihre Ausländerhetze führt dazu, dass sie ... gehen müssen teilweise, also lassen Sie die Kirche im Dorf!), aber da sind Sie säumig. Da sind Sie in der Wiener Stadtregierung äußerst säumig: Da tun Sie überhaupt nichts für die Frauen, und das ist eigentlich das Schändliche dabei.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
Es hilft uns nichts, wenn wir Überschriften, wenn wir Worte, wenn wir sprachliche Textierungen machen! Das ist genau die Linie der Placebos. Von der Schuldenbremse bis zur Hymnenänderung: Das sind reine Placebos und daher abzulehnen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja, der Jeannée!
Und wenn Sie schon glauben, Sie müssten da etwas Besonderes, Großes leisten für diese Republik Österreich: In der morgigen „Kronen Zeitung“, in der „Post von Jeannée“, da können Sie lesen, warum sich Herr Jeannée besonders glücklich fühlt: weil jetzt endlich die Hymne geändert wird. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja, der Jeannée!)
Abg. Mag. Musiol: Nein, ab heute nicht mehr!
Und noch etwas anderes dazu – weil gestern die Argumentation gekommen ist, unsere Sportlerinnen und Sportler würden gezwungen, unter dieser Hymne ihre Medaillen und Pokale entgegenzunehmen. (Abg. Mag. Musiol: Nein, ab heute nicht mehr!) – Nein, meine Damen und Herren, so ist es nicht! Nicht einmal trotz der „Ausredefreudigkeit“ der österreichischen Sportler bei so manchem Misserfolg ist bis jetzt die Argumentation gekommen: Ich habe deswegen so schlecht gespielt oder deswegen meine Leistung in meinem Sport so schlecht erbracht, weil ich während des Abspielens der Hymne zuvor
Beifall bei der FPÖ.
Das stimmt doch alles nicht! Das sind doch Scheingefechte, die Sie hier machen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Jessas!
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Eine große Tochter des Landes, Kollegin Ursula Haubner, hat an diesem Rednerpult gerade etwas Richtiges gesagt: Das ist Symbolik, das ist ein Nebenschauplatz. Und angesichts der Sorgen und Nöte der Töchter und Söhne unseres Landes, die uns vor Weihnachten Mails schreiben (Abg. Mag. Gaßner: Jessas!), die uns Briefe schreiben, dass sie ihre Wohnungen nicht mehr heizen können, die Angst haben, dass sie ihre Steuern nicht mehr zahlen können, die Angst haben, dass sie im Jahr 2012 keinen Arbeitsplatz mehr haben und das wenige Ersparte von einigen 1 000 € auf ihren Sparbüchern vielleicht nichts mehr wert und ihre Währung entwertet ist (Abg. Petzner – in Richtung SPÖ –: ... die SPÖ darüber lustig macht! Die SPÖ findet das lustig!), sage ich Ihnen eines: Diese Diskussion, die heute hier geführt wird, ist dazu geeignet, dass vielleicht Mitbürgerinnen und Mitbürger unseres Landes gegen Abgeordnete des Nationalrates bei einem Bezirksgericht einen Entmündigungsantrag einbringen und vielleicht über die Besachwaltung nachdenken. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Schwentner: Das ist ja unglaublich!)
Abg. Petzner – in Richtung SPÖ –: ... die SPÖ darüber lustig macht! Die SPÖ findet das lustig!
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Eine große Tochter des Landes, Kollegin Ursula Haubner, hat an diesem Rednerpult gerade etwas Richtiges gesagt: Das ist Symbolik, das ist ein Nebenschauplatz. Und angesichts der Sorgen und Nöte der Töchter und Söhne unseres Landes, die uns vor Weihnachten Mails schreiben (Abg. Mag. Gaßner: Jessas!), die uns Briefe schreiben, dass sie ihre Wohnungen nicht mehr heizen können, die Angst haben, dass sie ihre Steuern nicht mehr zahlen können, die Angst haben, dass sie im Jahr 2012 keinen Arbeitsplatz mehr haben und das wenige Ersparte von einigen 1 000 € auf ihren Sparbüchern vielleicht nichts mehr wert und ihre Währung entwertet ist (Abg. Petzner – in Richtung SPÖ –: ... die SPÖ darüber lustig macht! Die SPÖ findet das lustig!), sage ich Ihnen eines: Diese Diskussion, die heute hier geführt wird, ist dazu geeignet, dass vielleicht Mitbürgerinnen und Mitbürger unseres Landes gegen Abgeordnete des Nationalrates bei einem Bezirksgericht einen Entmündigungsantrag einbringen und vielleicht über die Besachwaltung nachdenken. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Schwentner: Das ist ja unglaublich!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Schwentner: Das ist ja unglaublich!
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Eine große Tochter des Landes, Kollegin Ursula Haubner, hat an diesem Rednerpult gerade etwas Richtiges gesagt: Das ist Symbolik, das ist ein Nebenschauplatz. Und angesichts der Sorgen und Nöte der Töchter und Söhne unseres Landes, die uns vor Weihnachten Mails schreiben (Abg. Mag. Gaßner: Jessas!), die uns Briefe schreiben, dass sie ihre Wohnungen nicht mehr heizen können, die Angst haben, dass sie ihre Steuern nicht mehr zahlen können, die Angst haben, dass sie im Jahr 2012 keinen Arbeitsplatz mehr haben und das wenige Ersparte von einigen 1 000 € auf ihren Sparbüchern vielleicht nichts mehr wert und ihre Währung entwertet ist (Abg. Petzner – in Richtung SPÖ –: ... die SPÖ darüber lustig macht! Die SPÖ findet das lustig!), sage ich Ihnen eines: Diese Diskussion, die heute hier geführt wird, ist dazu geeignet, dass vielleicht Mitbürgerinnen und Mitbürger unseres Landes gegen Abgeordnete des Nationalrates bei einem Bezirksgericht einen Entmündigungsantrag einbringen und vielleicht über die Besachwaltung nachdenken. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Mag. Schwentner: Das ist ja unglaublich!)
Beifall beim BZÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Schwentner.
Sind wir als Volksvertreter, 183 an der Zahl, denn wirklich nicht mehr in der Lage, die tatsächlichen Sorgen und Nöte unseres Landes so zu erkennen, dass wir tatsächliche Lenker dieses Staates sind, damit es den Menschen in unserem Land besser geht, anstatt uns über Hymnen, über Staatssymbole zu unterhalten? Es ist einfach schändlich, dass man sich heute einmal mehr 30 Minuten lang mit diesem Thema hier im Nationalrat befasst hat. (Beifall beim BZÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Schwentner.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Eine Ruhmesstunde für den Parlamentarismus, meine sehr geehrten Damen und Herren, war das wirklich nicht. (Beifall bei den Grünen.) Es ist doch eine der größten Selbstverständlichkeiten und tatsächlich – da gebe ich der Kollegin Haubner durchaus recht – nicht mehr als ein kleiner symbolischer Akt, über den wir eigentlich nur ganz kurz diskutieren und sagen müssten: Ja, machen wir das! – Aus, Ende, Schluss. (Zwischenruf des Abg. Mayerhofer.)
Zwischenruf des Abg. Mayerhofer.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Eine Ruhmesstunde für den Parlamentarismus, meine sehr geehrten Damen und Herren, war das wirklich nicht. (Beifall bei den Grünen.) Es ist doch eine der größten Selbstverständlichkeiten und tatsächlich – da gebe ich der Kollegin Haubner durchaus recht – nicht mehr als ein kleiner symbolischer Akt, über den wir eigentlich nur ganz kurz diskutieren und sagen müssten: Ja, machen wir das! – Aus, Ende, Schluss. (Zwischenruf des Abg. Mayerhofer.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Wo sind wir in der Debatte gelandet? – Bei den falschen Tränen des Kollegen Grosz, der jetzt alles Mögliche von der Vorweihnachtszeit über die armen Menschen hier und da und die Schuldenbremse alles hineinpackt, bis hin zu einer Volksabstimmung. Also lächerlicher, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei, als eine Volksabstimmung darüber anzudenken, ob die Österreicherinnen und Österreicher das Wort „Töchter“ in der Bundeshymne haben wollen, kann man es nicht mehr machen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie machen die Volksabstimmung lächerlich und Sie machen das Anliegen lächerlich – es tut mir leid, man kann es nicht anders auf den Punkt bringen. Und rein legistisch gesehen: Sie wissen schon, dass Sie, wenn Sie eine Volksabstimmung zu dem Thema haben wollen, das Ganze zuerst als Bundesgesetz beschließen müssen?! Anders kommen Sie nicht zur Volksabstimmung. Das sollten Sie vielleicht auch bedacht haben! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Die ganze Zeit nicht da und jetzt taucht er auf!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Klubobmann Strache. – Bitte. (Abg. Öllinger: Die ganze Zeit nicht da und jetzt taucht er auf!)
Beifall bei der FPÖ – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Musiol und Mag. Korun
Viele empfinden das als lächerlich und meinen, das sei eine Verhunzung des Textes der österreichischen Bundeshymne und das sei am wahren Kern vorbei, und Menschen sagen, es ist lächerlich, wenn Rote, Grüne und Schwarze glauben, den Frauen in diesem Land damit irgendeinen Dienst zu erweisen, denn das ist Zynismus (Beifall bei der FPÖ – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Musiol und Mag. Korun), weil viele Frauen heute erleben müssen, dass bei gleicher Leistung noch immer kein gleicher Lohn bezahlt wird, weil Sie hier in diesem Hohen Haus scheitern und auch unseren Anträgen in diese Richtung bis dato nicht zustimmen und das verunmöglichen.
Beifall bei der FPÖ – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek
Das sind die Realitäten, wo die Menschen sagen: Kümmert euch um die Probleme von uns Frauen! Kümmert euch darum, dass wir Frauen in der Situation leben, dass wir als Mütter im Regen stehen gelassen werden (Beifall bei der FPÖ – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek), wo 450 000 Pensionistinnen in Österreich heute mit 350 € bis 450 € monatlicher Hungerpension auskommen müssen. Das ist die Schande, die tagtäglich in unserer Heimat an den Frauen angerichtet wird!
Abg. Mag. Schwentner: Kommen Sie! Kommen Sie in den Gleichbehandlungsausschuss!
Und dann gehen Sie heraus und sagen: Aber das ist jetzt die Hilfe für diese 450 000 Pensionistinnen, die 350 € bis 450 € Pension haben. (Abg. Mag. Schwentner: Kommen Sie! Kommen Sie in den Gleichbehandlungsausschuss!) Die sind jetzt froh und die werden jetzt Freudentänze zum Besten geben! – Nein, die greifen sich an den Kopf, weil sie fragen: Habt ihr keine anderen Probleme, die uns Frauen in diesem Land beschäftigen (Beifall bei der FPÖ – Abg. Mag. Musiol: Ja, haben wir!), wo wir Hilfe erwarten für unsere Familien, wo wir Probleme haben, mit denen wir im Stich gelassen werden, weil wir beispielsweise keine Anrechnung für die Pensionszeiten bekommen, wenn wir für unsere Kinder da sind und der Gesellschaft letztlich eine Zukunft schenken? (Abg. Öllinger: Und deswegen sollen wir eine Volksabstimmung machen? Da greifen sich viele an den Kopf!)
Beifall bei der FPÖ – Abg. Mag. Musiol: Ja, haben wir!
Und dann gehen Sie heraus und sagen: Aber das ist jetzt die Hilfe für diese 450 000 Pensionistinnen, die 350 € bis 450 € Pension haben. (Abg. Mag. Schwentner: Kommen Sie! Kommen Sie in den Gleichbehandlungsausschuss!) Die sind jetzt froh und die werden jetzt Freudentänze zum Besten geben! – Nein, die greifen sich an den Kopf, weil sie fragen: Habt ihr keine anderen Probleme, die uns Frauen in diesem Land beschäftigen (Beifall bei der FPÖ – Abg. Mag. Musiol: Ja, haben wir!), wo wir Hilfe erwarten für unsere Familien, wo wir Probleme haben, mit denen wir im Stich gelassen werden, weil wir beispielsweise keine Anrechnung für die Pensionszeiten bekommen, wenn wir für unsere Kinder da sind und der Gesellschaft letztlich eine Zukunft schenken? (Abg. Öllinger: Und deswegen sollen wir eine Volksabstimmung machen? Da greifen sich viele an den Kopf!)
Abg. Öllinger: Und deswegen sollen wir eine Volksabstimmung machen? Da greifen sich viele an den Kopf!
Und dann gehen Sie heraus und sagen: Aber das ist jetzt die Hilfe für diese 450 000 Pensionistinnen, die 350 € bis 450 € Pension haben. (Abg. Mag. Schwentner: Kommen Sie! Kommen Sie in den Gleichbehandlungsausschuss!) Die sind jetzt froh und die werden jetzt Freudentänze zum Besten geben! – Nein, die greifen sich an den Kopf, weil sie fragen: Habt ihr keine anderen Probleme, die uns Frauen in diesem Land beschäftigen (Beifall bei der FPÖ – Abg. Mag. Musiol: Ja, haben wir!), wo wir Hilfe erwarten für unsere Familien, wo wir Probleme haben, mit denen wir im Stich gelassen werden, weil wir beispielsweise keine Anrechnung für die Pensionszeiten bekommen, wenn wir für unsere Kinder da sind und der Gesellschaft letztlich eine Zukunft schenken? (Abg. Öllinger: Und deswegen sollen wir eine Volksabstimmung machen? Da greifen sich viele an den Kopf!)
Beifall bei der FPÖ.
Das sind die Probleme, bis hin zu den Kinderbetreuungseinrichtungen, wo Alleinerzieherinnen im Regen stehen gelassen werden und oftmals nicht wissen, wie sie das vereinbaren können, wenn sie im Handel tätig sind und bis 21 Uhr arbeiten müssen und nicht wissen, wer auf ihre Kinder aufpassen soll, gäbe es da nicht zum Glück Großmütter, die das dann oftmals übernehmen. (Beifall bei der FPÖ.) Auf die vergessen Sie! (Abg. Mag. Musiol: Nein, tun wir nicht!) Auf die vergessen Sie und da tun Sie nichts, und genau das ist das Problem.
Abg. Mag. Musiol: Nein, tun wir nicht!
Das sind die Probleme, bis hin zu den Kinderbetreuungseinrichtungen, wo Alleinerzieherinnen im Regen stehen gelassen werden und oftmals nicht wissen, wie sie das vereinbaren können, wenn sie im Handel tätig sind und bis 21 Uhr arbeiten müssen und nicht wissen, wer auf ihre Kinder aufpassen soll, gäbe es da nicht zum Glück Großmütter, die das dann oftmals übernehmen. (Beifall bei der FPÖ.) Auf die vergessen Sie! (Abg. Mag. Musiol: Nein, tun wir nicht!) Auf die vergessen Sie und da tun Sie nichts, und genau das ist das Problem.
Zwischenruf der Abg. Mag. Musiol.
Deshalb sage ich schon, das alles ist eine ideologisch völlig verblendete Debatte, die an den realen Problemen vorbei führt. Und ich sage, das ist genau so, als ob man in Zukunft auch andere historische Texte ändern würde – ich habe es gestern schon gesagt –, wenn man zum Beispiel bei Schillers Ode an die Freude, also der Europahymne, wo es heißt „alle Menschen werden Brüder“ dann in Zukunft hergeht und sagt, nein, jetzt müssen wir das umtexten zu „alle Menschen werden Geschwister“, wenn es nach Ihnen geht. (Zwischenruf der Abg. Mag. Musiol.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Dann muss man wahrscheinlich überhaupt die ganze Literatur ändern. „Der Mann ohne Eigenschaften“ von Robert Musil wird dann in Zukunft wahrscheinlich „Der Mann und die Frau ohne Eigenschaften“ heißen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Oder es heißt „Der Seewolf und die Seewölfin“ von Jack London, oder Schillers „Die Räuber“ heißen dann „Die Räuber und die Räuberinnen“ – eben bis hin zu dem, was wir auch gestern kurz angedeutet haben.
Beifall bei der FPÖ.
Man hat ja fast den Eindruck, angesichts des Trauer-Theaters wäre es am besten, die Hymne überhaupt in „Oh, du lieber Augustin, alles ist hin“ zu ändern, denn das wäre eigentlich die geeignete Hymne bei dieser Bundesregierung, denn genau das vertreten Sie und genau das leben Sie in diesem Land. (Beifall bei der FPÖ.) Und dann soll es uns auch recht sein, wenn es heißt „liebe Augustine“. – Aber genau diese Lächerlichkeit ist es, die die Bürger und die Menschen draußen erfassen. Das ist das, was die Menschen auch ärgert.
Abg. Dr. Moser: Das tun wir!
Ich glaube, es gibt so viele konkrete Probleme, die anzupacken wären (Abg. Dr. Moser: Das tun wir!), dass das, was hier gemacht und angerichtet wurde, einfach eine kulturelle Verhunzung und eine ideologische Debatte ist, wozu viele Menschen sagen, das können sie nicht verstehen und das finden sie lächerlich. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ.
Ich glaube, es gibt so viele konkrete Probleme, die anzupacken wären (Abg. Dr. Moser: Das tun wir!), dass das, was hier gemacht und angerichtet wurde, einfach eine kulturelle Verhunzung und eine ideologische Debatte ist, wozu viele Menschen sagen, das können sie nicht verstehen und das finden sie lächerlich. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Die sozialistische Internationale wird jetzt auch gegendert! – Abg. Petzner – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Cap –: Tun Sie jetzt einmal die Internationale umschreiben!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Klubobmann Dr. Cap. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Die sozialistische Internationale wird jetzt auch gegendert! – Abg. Petzner – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Cap –: Tun Sie jetzt einmal die Internationale umschreiben!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das BZÖ ist nicht männlich!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Ich melde mich deswegen zu Wort, weil ich finde, so wie Sie von der FPÖ und der BZÖ die Diskussion führen (Abg. Ing. Westenthaler: Das BZÖ ist nicht männlich!), ist das einfach unwürdig. Es ist einfach unwürdig! (Abg. Ing. Westenthaler: Dann machen Sie ...! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) – Nein, nein! Eine Bundeshymne ist an sich etwas auch Symbolisches, Sie gibt eine gesellschaftliche Realität wieder. Sie ist etwas, das auch Signale beinhaltet.
Abg. Ing. Westenthaler: Dann machen Sie ...! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Ich melde mich deswegen zu Wort, weil ich finde, so wie Sie von der FPÖ und der BZÖ die Diskussion führen (Abg. Ing. Westenthaler: Das BZÖ ist nicht männlich!), ist das einfach unwürdig. Es ist einfach unwürdig! (Abg. Ing. Westenthaler: Dann machen Sie ...! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) – Nein, nein! Eine Bundeshymne ist an sich etwas auch Symbolisches, Sie gibt eine gesellschaftliche Realität wieder. Sie ist etwas, das auch Signale beinhaltet.
Abg. Grosz: Dann macht es!
Wenn Sie die ganze Zeit sagen, wir haben auch andere Probleme, das und das müssen wir lösen – ja, wissen wir! (Abg. Grosz: Dann macht es!) Es ist auch das Ziel dieser Regierung, auch unser Ziel, dass wir hier weitere Fortschritte erreichen. Aber sich hinzustellen, das so herunterzumachen, nicht nur die Diskussion, sondern letztlich auch die Bundeshymne – das wundert mich deswegen (Abg. Strache: Das machen Sie! – weitere Zwischenrufe), weil Sie hier immer als die selbsternannte Heimatpartei herauskommen. Ich habe es Ihnen in dem Haus schon einmal gesagt: Die Heimat be-
Abg. Strache: Das machen Sie! – weitere Zwischenrufe
Wenn Sie die ganze Zeit sagen, wir haben auch andere Probleme, das und das müssen wir lösen – ja, wissen wir! (Abg. Grosz: Dann macht es!) Es ist auch das Ziel dieser Regierung, auch unser Ziel, dass wir hier weitere Fortschritte erreichen. Aber sich hinzustellen, das so herunterzumachen, nicht nur die Diskussion, sondern letztlich auch die Bundeshymne – das wundert mich deswegen (Abg. Strache: Das machen Sie! – weitere Zwischenrufe), weil Sie hier immer als die selbsternannte Heimatpartei herauskommen. Ich habe es Ihnen in dem Haus schon einmal gesagt: Die Heimat be-
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
steht aus Männern und Frauen in Österreich! Das sollten Sie endlich zur Kenntnis nehmen! Wissen Sie, das sollten Sie endlich zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Abg. Strache: Sie ist von den Frauen mit Überzeugung gesungen worden!
Ich bin wirklich betroffen, weil ich finde, wir sollten das hier in dem Haus beachten, die ewigen Appelle, wir sollen uns am Riemen reißen, endlich würdiger debattieren und so weiter. Und ich sage Ihnen etwas: Die Bundeshymne ist seit 1947 von vielen, vielen Menschen gesungen worden, das hat eine wirkliche Ausdruckskraft, eine Emotionalität. Es zeigt auch, was österreichische Identität ist. (Abg. Strache: Sie ist von den Frauen mit Überzeugung gesungen worden!) Und Teil dieser österreichischen Identität, dieses Heimatgefühles, all dessen, was Österreich ausmacht, all unserer Berühmtheiten, all dessen, was weit über die Grenzen strahlt: Das sind Männer und Frauen, das haben Männer und Frauen bewirkt!
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen. – Abg. Strache: Frau Preradović hat genau das zum Ausdruck gebracht!
Es sollte dieses Bewusstsein wirklich auch einmal in diesen beiden Fraktionen Eingang finden! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen. – Abg. Strache: Frau Preradović hat genau das zum Ausdruck gebracht!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Peter Fichtenbauer (FPÖ): Wenn die Würde der Debatte apostrophiert wird, sehr geehrter Herr Klubobmann Cap, dann wünsche ich Ihnen nicht einen Spiegel, mit dem das weiland in der Bäckerstraße wohnende Untier, als es sich selbst erblickt hatte, vor Wut explodiert ist, weil es sich selbst nicht erkennen wollte! Es handelt sich um den Basilisken, lieber Kollege; in der Steiermark weiß man die Wiener Sagen nicht so klar zu deuten. Der Basilisk, also ein hässliches Tier, hat sich letzten Endes dadurch aufgelöst, dass es sich selbst im Spiegel erblicken musste. Diesen Spiegel halte ich den großen Feierern der Verhunzung der österreichischen Bundeshymne entgegen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es soll doch bitte einer mit dem Anspruch eines Hauches an Wahrhaftigkeit und Richtigkeit behaupten, dass sich in dem bisherigen Text der Bundeshymne nicht das gesamte österreichische Staatsvolk wiedergefunden hat – diese Behauptung ist an Absurdität nicht überbietbar! (Beifall bei der FPÖ.) Dies wurde Ihnen auch von diversen Vertretern von Literatur und Kunst in Österreich öffentlich entgegengehalten.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das ist ein Ablenkungsmanöver zur Erzeugung eines pseudoreligiös-feministischen Anspruches! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ja, ja, Sie brauchen hier nicht auch noch Ihre Aufregung zu zelebrieren. Die Mehrheit im Haus ist gesichert! Damit haben Sie den Aspekt der Lächerlichkeit für sich gerettet.
Beifall bei der FPÖ.
Es lebe aber die österreichische Bundeshymne, die bis jetzt gesungen wurde! (Beifall bei der FPÖ.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Mag. Lohfeyer und Binder-Maier werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Mag. Lohfeyer und Binder-Maier werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.)
Siehe Korrektur durch Präsidenten Neugebauer: S. 233
(Siehe Korrektur durch Präsidenten Neugebauer: S. 233)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Der Gesetzentwurf ist somit in zweiter Lesung angenommen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Walser.
Zum Schluss: Es sollte für alle hier im Parlament vertretenen Parteien politisches Gebot und Verpflichtung sein, Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit in aller Form zu bekämpfen und die Rechtsterroristen, die in Deutschland diese Verbrechen begangen haben, einer entsprechenden Strafverfolgung zuzuführen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Walser.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube daher, dass die 6 Millionen €, die wir heute hier einstimmig beschließen, ein sehr gut investierter Betrag sind. – Ich danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wir werden ja zustimmen!
Es wäre auch ein schönes Zeichen, ein schönes Symbol gewesen, wenn die zwei Rechtsparteien in diesem Haus es wert gefunden hätten, zumindest den einen oder anderen Redner oder eine Rednerin zu diesem Tagesordnungspunkt zu nominieren. Vorher haben wir bei der Debatte um die Hymne, die Sie beide als weniger wichtig dargestellt haben, gefühlte 96 Redner aus Ihren Reihen gehabt, nun scheint es für Sie nicht so wichtig zu sein. Das ist schade. (Abg. Ing. Westenthaler: Wir werden ja zustimmen!) Aber die Mehrheit ist ja unbestritten, und auch Sie haben im Ausschuss sig-
Abg. Zanger: Wo Sie Ihre Demonstranten hingeschickt haben!
Also ich glaube, wir sollten uns auch im gesellschaftlichen Beirat der Gedenkstätte Gedanken darüber machen, wie wir die Gedenkstätte stärker in den Mittelpunkt des Bewusstseins rücken können. Und von da her bin ich sehr froh, dass die Provokation des Burschenschafter Ringes, dass die Provokation des Wiener Korporationsringes, nämlich ausgerechnet am Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz hier in Wien in der Hofburg einen Ball durchzuführen (Abg. Zanger: Wo Sie Ihre Demonstranten hingeschickt haben!), die notwendige Antwort bekommen hat. Diese rechtsextreme Veranstaltung wird in Österreich nicht mehr stattfinden, zumindest nicht mehr in der Hofburg. Das ist klargestellt worden. Und ich glaube, auch das ist etwas, worauf wir sehr, sehr stolz sein dürfen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Also ich glaube, wir sollten uns auch im gesellschaftlichen Beirat der Gedenkstätte Gedanken darüber machen, wie wir die Gedenkstätte stärker in den Mittelpunkt des Bewusstseins rücken können. Und von da her bin ich sehr froh, dass die Provokation des Burschenschafter Ringes, dass die Provokation des Wiener Korporationsringes, nämlich ausgerechnet am Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz hier in Wien in der Hofburg einen Ball durchzuführen (Abg. Zanger: Wo Sie Ihre Demonstranten hingeschickt haben!), die notwendige Antwort bekommen hat. Diese rechtsextreme Veranstaltung wird in Österreich nicht mehr stattfinden, zumindest nicht mehr in der Hofburg. Das ist klargestellt worden. Und ich glaube, auch das ist etwas, worauf wir sehr, sehr stolz sein dürfen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist die Wahrheit!
Ich möchte richtigstellen: Richtig ist vielmehr, dass der Nationalfonds 1995 vom damaligen Bundeskanzler Vranitzky eingerichtet wurde. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist die Wahrheit!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ich danke daher, dass es hoffentlich eine breite Unterstützung dafür gibt, und ich wünsche der hervorragenden Generalsekretärin Hannah Lessing, die auf der Galerie sitzt, alles Gute bei der Umsetzung. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Damit aber nicht genug. Die Mitarbeiter des ÖGB und der Kammern besitzen in Brüssel auch den diplomatischen Status. Sie brauchen dafür an keinen Sitzungen teilzunehmen, nein, sie haben ausschließlich Lobbying zu betreiben. So weit, so gut. Sollen sie machen, was sie wollen. Aber die Mitglieder zahlen nicht nur die Beiträge und finanzieren ihre Leute da draußen, nein, auch das Steuergeld ihrer Mitglieder wird noch dazu verwendet, um hier Reisen für den ÖGB, Reisen für die Kammern zu finanzieren, damit sie sich in Brüssel in der Sonne suhlen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sparen ist ausgerufen, meine Damen und Herren, in Zeiten wie diesen, und sparen will auch die Regierung. Von Schuldenbremse ist die Rede, es wird aber nicht gesagt, wie diese Schuldenbremse greifen soll und wie der Weg dazu ist. 599 Punkte hat der Rechnungshof vorgelegt, was man alles machen könnte. Das wird vollkommen negiert. Es wird weiter Geld mit vollen Händen ausgegeben, wenn es nur darum geht, die eigene Klientel zu befriedigen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Tut er auch!
Herr Kollege Cap! Es ist genug mit dieser Ausflugssubvention für Kammern und ÖGB nach Brüssel. Der ÖGB gibt immer an, die Arbeitnehmer zu vertreten (Abg. Dr. Cap: Tut er auch!), in Wahrheit aber verbrät er in Brüssel das Geld der Steuerzahler und seiner Mitglieder. (Beifall bei der FPÖ. – Ironische Heiterkeit und Rufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Ironische Heiterkeit und Rufe bei der SPÖ.
Herr Kollege Cap! Es ist genug mit dieser Ausflugssubvention für Kammern und ÖGB nach Brüssel. Der ÖGB gibt immer an, die Arbeitnehmer zu vertreten (Abg. Dr. Cap: Tut er auch!), in Wahrheit aber verbrät er in Brüssel das Geld der Steuerzahler und seiner Mitglieder. (Beifall bei der FPÖ. – Ironische Heiterkeit und Rufe bei der SPÖ.)
Abg. Zanger: Sie können ja nach Brüssel fahren, aber sie sollen es selbst bezahlen!
Abgeordnete Mag. Sonja Steßl-Mühlbacher (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Meine sehr verehrten Damen im Hohen Haus! Herr Abgeordneter Zanger, wir sehen in diesem Antrag rein einen Angriff auf die Sozialpartnerschaft. (Abg. Zanger: Sie können ja nach Brüssel fahren, aber sie sollen es selbst bezahlen!) Die
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Als einziges Land hat Österreich die Sozialpartner in Brüssel! Fangen Sie zu sparen an!
Sozialpartner sind ein wesentlicher Teil des politischen Systems in Österreich und haben auch dazu beigetragen, dass sich Österreich in politischer Hinsicht, aber auch in wirtschaftlicher Hinsicht derart entwickelt hat. Und wir bekennen uns dazu. Wir bekennen uns zu unseren Sozialpartnern, zu unseren Interessenvertretungen – auch auf EU-Ebene. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Als einziges Land hat Österreich die Sozialpartner in Brüssel! Fangen Sie zu sparen an!)
Abg. Zanger: Das sollen sie auch, aber mit ihrem eigenen Geld!
Die gesetzlichen Interessenvertretungen, wie etwa auch die Arbeiterkammer, haben die Aufgabe, die wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder vor dem Staat zu vertreten, auch vor der Bundesregierung, aber natürlich auch vor der EU. (Abg. Zanger: Das sollen sie auch, aber mit ihrem eigenen Geld!)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Zanger und Abgeordneten der SPÖ.
Wir haben es gesehen, gerade die Debatten über die Finanzmärkte haben es gezeigt, dass es wichtig ist, die ArbeitnehmerInnenvertretungen auch in Brüssel zu haben. Das ist eine Notwendigkeit gerade auch in Zeiten der EU-Skepsis. Wir brauchen Information, und es geht auch darum, die Interessen der österreichischen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, der österreichischen Landwirtschaft, der österreichischen Unternehmen, vor allem auch der Klein- und Mittelbetriebe, zu vertreten. Die Arbeiterkammer und auch andere Interessenvertretungen beschäftigen sich mit sehr vielen Themen wie etwa Arbeitszeitmodellen, wie etwa auch dem Richtlinien-Monitoring. Es geht da um Informationsbeschaffung und auch um die Durchsetzung der österreichischen Interessen. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Zanger und Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Zanger: Sie können eh bleiben, aber sie sollen selbst bezahlen!
Also zusammengefasst gesagt: Ihr Antrag ist durchsichtig. Sie wollen die Sozialpartner schwächen. Sie beabsichtigen, einen Angriff auf die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vorzunehmen. (Abg. Zanger: Sie können eh bleiben, aber sie sollen selbst bezahlen!)
Beifall bei der SPÖ.
Gerade Sie, die Sie immer sagen, dass Sie die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen so vertreten würden, stellen diesen Antrag, bei dem man sieht, dass Sie es eben nicht tun, sondern froh darüber sind, wenn die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weniger Rechte haben. Dafür sind wir nicht zu haben, Herr Kollege! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn die Kammern gute Arbeit leisten, dann werden sie als Verein überleben können. Da brauchen wir keine Zwangsmitgliedschaften. Wir können vor allem unsere Bevölkerung da nicht im Regen stehen lassen. Und solche Organisationen, die Zwangsmitgliedsbeiträge in Höhe von Hunderten Millionen einheben, auch noch mit Förderungen auszustatten, ist vor allem in der jetzigen Zeit überhaupt eine unsagbare Frechheit. Das gehört sofort abgestellt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die dann noch zu stützen, ich glaube, das kann nicht unser Ernst sein. Da müssen wir endlich eine Politik mit Mut machen. Befreien wir alle diese Berufsstände! Ändern wir die Verfassung! Dafür sind wir da, das können wir jederzeit machen. Es muss endlich damit aufgehört werden, das Steuergeld so mit beiden Händen beim Fenster hinauszuschmeißen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Die Wahrung der Interessen der Land- und Forstwirtschaft ist ein fundamentales Recht der Berufsvertretung. Dabei geht es auch um Stellungnahmen zu Gesetzes- und Verordnungsentwürfen auf nationaler Ebene genauso wie auf europäischer Ebene. Die Landwirtschaft ist ja schließlich der einzig wirklich vergemeinschaftete Politikbereich, der für alle 27 EU-Mitgliedstaaten gilt. Und um für die Landwirtschaft optimal vernetzt zu sein, ist natürlich auch die Interessenvertretung der Bauern, die Landwirtschaftskammer Österreich, Mitglied im Dachverband der landwirtschaftlichen beruflichen Interessenvertretung. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Zanger.
Herr Zanger, da können Sie jetzt hereinschreien, was Sie wollen, Ihr Antrag wird deswegen nicht besser. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Beifall bei der ÖVP.
Damit diese Aufgaben wahrgenommen werden können, braucht es auch öffentliche finanzielle Unterstützung. Effizienter Einsatz der öffentlichen Mittel durch die im Antrag angesprochenen Organisationen ist notwendig. Wir sind uns durchaus einig, dass ein effizienter Einsatz der Mittel durch alle Organisationen notwendig ist. Da treffen wir uns, wie gesagt. Ein Aussetzen dieser öffentlichen Mittel jedoch würde es einigen dieser Organisationen nicht mehr ermöglichen, beispielsweise die Interessen ihrer Mitglieder auf europäischer Ebene entsprechend wahrzunehmen. Deshalb werden wir Ihrem Antrag nicht zustimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Jakob Auer: Elmar, mach schnell!
Grundsätzlich kann man zu den beiden Gesetzesvorlagen sagen – (Abg. Jakob Auer: Elmar, mach schnell!) Ich mache es ohnehin schnell, keine Angst! –, dass Sie im Grunde genommen in die richtige Richtung gehen. Die Zusammenfassung der Haftungen und deren Obergrenzen sind durchaus sehr positiv zu beurteilen. Auch ein Haftungsmonitoring durch die Statistik Austria ist aus meiner Sicht ebenfalls zu begrüßen und vor allem auch die Prüfung der Bundesgesetze und Verordnungen hinsichtlich der Auswirkung auf Familie, Jugendliche und Generationen.
Beifall bei der FPÖ.
hört nicht erst irgendwann, sondern in kürzester Zeit abgestellt. Das kann ich nur immer wieder betonen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Herzlichen Dank und frohe Weihnachten! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Hier stellen wir fest, dass der Bundeshaftungsrahmen für Exporte und vieles andere, im Übrigen auch für die ÖBB, meine sehr geschätzten Kollegen aus der sozialdemokratischen Fraktion, mit 193 Milliarden € zu bemessen ist. Das sind Summen, die sich wertmäßig durchaus miteinander vergleichen lassen, wo wir jedoch auf der einen Seite das kleine Österreich, auf der anderen Seite die Europäische Union mit 500 Millionen Bürgern als Referenz haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Irgendwo wird man sparen müssen, und solange Sie nicht sagen, wo das geschehen soll, so solang wird die ganze Schuldenbremserei einfach nur eine Schleifspur im Acker bleiben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Das, was nebenbei passiert, muss ich auch meinerseits kritisieren. Mein Koalitionspartner will, dass die Berichtspflicht der Regierung gegenüber dem Parlament eingeschränkt wird, und zwar in einer Art und Weise, die wir an und für sich vor zwei Jahren einstimmig abgelehnt haben. Ich gehe davon aus, dass wir diese Berichtspflicht bei der nächsten Novelle des BHG wieder einfordern, und bin etwas überrascht, dass mein Koalitionspartner heute nicht dazu bereit war, das gleich zu machen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Dr. Cap und Silhavy.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir haben mit dem Bundeshaushaltsgesetz, mit dem Stabilitätspakt mit den Ländern, mit den EU-Vorgaben, dem Sixpack, mit diesem Bundeshaftungsobergrenzengesetz einen Rahmen, der uns erstmalig erlaubt, eine mittelfristige Planung unserer Staatsfinanzen, die Stabilität der Staatsfinanzen zu gewährleisten. Zusammen mit der heutigen Beschlussfassung bezüglich der Schuldenbremse sind wir auf einem sehr, sehr guten Weg für stabile Finanzen, für eine sichere Zukunft. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Dr. Cap und Silhavy.)
Beifall bei der SPÖ.
Es haben natürlich alle recht, die meinen, dass wir sparen müssen. Es ist gut, dass wir jede Ausgabe genau prüfen. Es wird aber am Ende ohne Einnahmen nicht gehen. Es haben auch all jene recht, die meinen, dass Österreich ein Hochsteuerland ist. Wenn wir aber genauer hinschauen, werden wir sehen, dass 90 Prozent der Einnahmen der Bundesfinanzministerin von den Lohnabhängigen kommen und 10 Prozent von Unternehmen und Kapital. Damit ist eindeutig nachgewiesen, worauf wir in Zukunft den Fokus zu legen haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte noch Transparenz als weiteren Punkt ansprechen, weil ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dass mit dieser Gesetzgebung in Kombination mit anderen Gesetzen, die wir zum Teil auch heute beschlossen haben, eine bessere und konkretere Planbarkeit gegeben ist. Das ist gerade in Zeiten, die durchaus turbulent sind, ein wesentlicher Faktor für die Zukunftsgestaltung. Ich würde mir daher auch wünschen, dass wenigstens bei dieser Materie die Oppositionsparteien mitgehen könnten. Signalisiert haben sie das ja leider nicht. Wenn wir im Sinne eines stabilen Landes, einer stabilen Geldpolitik und einer stabilen Budgetpolitik weiter Fortschritte machen wollen, dann ist gerade dieses Bundeshaftungsobergrenzengesetz ein ganz wesentlicher Beitrag dazu. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Das hat die SPÖ nicht gewollt, und wie es eben in einer Koalition oft so ist, wenn der eine etwas will und der andere will auch etwas, dann einigt man sich entweder oder eben nicht. Wir haben uns nicht geeinigt; die beiden Fragen bleiben daher offen. – Ich wollte nur erklären, wie es dazu gekommen ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Lex Mistelbach!
Mit Basel III lassen sich auch in Zukunft keine Finanzkrisen vermeiden. Das heizt nur die Kreditklemme an. Es ist nämlich völlig egal, ob Raiffeisen International in der Ukraine ein Geschäft nicht machen kann, weil die Risikobestimmungen nicht den neuen Regeln entsprechen oder weil das Eigenkapital nicht reicht. Es macht für Österreich überhaupt keinen Unterschied, ob dieses Geschäft gemacht wird oder nicht; es macht aber sehr wohl einen Unterschied, ob die Raiffeisenbank in Mistelbach einem örtlichen Handwerksbetrieb einen Kredit geben kann oder nicht. Das macht einen sehr großen Unterschied. Daher werden wir dieser Vorlage nicht zustimmen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Lex Mistelbach!)
Beifall bei der FPÖ.
Zum Tagesordnungspunkt 24, wo es um das Abkommen mit Guatemala geht: Diesem Abkommen werden wir zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Insgesamt ist dieses Gesetz ein weiterer wichtiger Baustein, das Regelwerke für eine sichere Finanzwelt und vor allem entsprechende Vorgaben für Finanzdienstleister enthält. – Besten Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Daher: Kein Herumdoktern an bestehenden Symptomen, sondern eine echte Systemreform! – Und die vermissen wir. Daher werden wir das ablehnen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Widmann.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Kurz zu diesen Fehlbeiträgen, die von den Kollegen Rainer und Widmann zum Thema IFI-Finanzierung geleistet worden sind. Ich empfehle Ihnen dringend, bevor Sie sich hierher stellen und erklären, dass die Gelder verloren, außer Kontrolle oder gar unnötig sind, sich wenigstens irgendwann ein bisschen damit auseinanderzusetzen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Widmann.)
Abg. Mag. Widmann: NGOs!
Die Wahrheit ist das genaue Gegenteil: Gerade die Bündelung der Aktivitäten der entwickelten Länder, um sinnvolle Finanzierungsfazilitäten zur Verfügung zu stellen, ermöglicht es den Ländern, die die ärmsten dieser Welt sind, gute, nachhaltige Projekte auf die Beine zu stellen, nämlich in den Bereichen Energieversorgung – gerade, was Green Energy betrifft –, gesicherte Verkehrsverbindungen und gesicherte Nahrungsmittelversorgung. (Abg. Mag. Widmann: NGOs!)
Abg. Mag. Haider: Haider! Haider!
Zum Tagesordnungspunkt 23: Kollege Rainer hat vermischt (Abg. Mag. Haider: Haider! Haider!) – Haider! Entschuldigung! Herr Kollege Mag. Roman Haider hat, nur weil „III“ hinten steht, CRD III mit Basel III verwechselt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Haider.) Das sind nämlich zwei unterschiedliche Paar Schuhe, Herr Kollege! Ich erkläre es Ihnen schon, überhaupt kein Problem.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Haider.
Zum Tagesordnungspunkt 23: Kollege Rainer hat vermischt (Abg. Mag. Haider: Haider! Haider!) – Haider! Entschuldigung! Herr Kollege Mag. Roman Haider hat, nur weil „III“ hinten steht, CRD III mit Basel III verwechselt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Haider.) Das sind nämlich zwei unterschiedliche Paar Schuhe, Herr Kollege! Ich erkläre es Ihnen schon, überhaupt kein Problem.
Beifall bei der SPÖ.
Kampf mitzumachen. Heute ist Ihr Argument zwar richtig, betrifft aber die falsche Sache. Wenn Sie es ernst nehmen, Herr Kollege Haider, stimmen Sie dem heute zu! Das ist ausnahmsweise wirklich etwas, wo Sie ruhigen Gewissens Ja sagen können. Tun Sie’s! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Dr. Oberhauser.
Das wird das Problem sein. Das wird auch eine Rolle spielen müssen, denn die Aussichten sind ja auch mittelfristig nicht so günstig, und daher geht es darum, dass Basel III so umgesetzt wird, dass nicht noch größerer Schaden entsteht. Diesmal sollte man entsprechend selbstbewusst auftreten, auch als Republik Österreich. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Dr. Oberhauser.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne denke ich, dass dieses Gesetz auch ein qualitativ wichtiger Fortschritt in der multilateralen Entwicklungszusammenarbeit ist. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch den Antrag ansprechen, in dem es um die Zuverdienstgrenze geht. Auch hier sind wir der Meinung, dass der Antrag richtig gestellt ist und die Zuverdienstgrenze fallen muss – im Sinne der Väterbeteiligung. Ich glaube, dass die Väter sich ohne die Zuverdienstgrenze wahrscheinlich noch eher bemühen werden, zu Hause zu sein. (Beifall bei der FPÖ.)
die Abgeordneten Mag. Musiol und Brosz: Eben! Eben!
Ich möchte noch auf das zurückkommen, was während einer der vorhergehenden Debatten geschehen ist, als der grüne Abgeordnete Herr Walser über den WKR-Ball zu schimpfen begonnen hat, dass das endlich aufgehoben und verboten werde. Es ist nicht richtig, wie Sie sagen, dass dort Rechtsextreme sind. Dagegen verwahre ich mich auf das Extremste. Dort sind demokratisch gewählte Mitglieder einer Regierung, unser Dritter Präsident ist dort (die Abgeordneten Mag. Musiol und Brosz: Eben! Eben!), und es sind sehr wohl viele – viele! – ordentliche, gute Bürger dort.
Zwischenruf des Abg. Brosz – Abg. Mag. Musiol: Was hat das mit dem ... zu tun?
Der Wirbel entsteht dadurch, dass die Grünextremen, die Linksextremen, die grünen Chaoten (Zwischenruf des Abg. Brosz – Abg. Mag. Musiol: Was hat das mit dem ... zu tun?) draußen das Chaos verbreiten, nicht wir (Beifall bei der FPÖ), die drinnen ordentlich und in Ruhe eine Feier abhalten. Das mögen Sie sich endlich einmal merken! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Musiol.)
Beifall bei der FPÖ
Der Wirbel entsteht dadurch, dass die Grünextremen, die Linksextremen, die grünen Chaoten (Zwischenruf des Abg. Brosz – Abg. Mag. Musiol: Was hat das mit dem ... zu tun?) draußen das Chaos verbreiten, nicht wir (Beifall bei der FPÖ), die drinnen ordentlich und in Ruhe eine Feier abhalten. Das mögen Sie sich endlich einmal merken! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Musiol.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Musiol.
Der Wirbel entsteht dadurch, dass die Grünextremen, die Linksextremen, die grünen Chaoten (Zwischenruf des Abg. Brosz – Abg. Mag. Musiol: Was hat das mit dem ... zu tun?) draußen das Chaos verbreiten, nicht wir (Beifall bei der FPÖ), die drinnen ordentlich und in Ruhe eine Feier abhalten. Das mögen Sie sich endlich einmal merken! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Mag. Musiol.)
Beifall bei der ÖVP.
Dazu möchte ich nur sagen: Ich möchte nicht, dass an dieser Familienleistung gerüttelt wird. Insbesondere bei den Drei- bis Sechsjährigen liegen wir bei einer 93,4 Prozent-Quote, wir haben hier auch das Barcelona-Ziel erreicht. Bei den unter Dreijährigen wird daran gearbeitet – auch dort –, dass mehr Tagesmütter eingesetzt werden, denn wir wissen alle, welche Wertigkeit es hat, ein Kind eine gewisse Zeit zu Hause im Familienverband zu betreuen. Wir sind dabei, die Jahresöffnungszeiten auszuweiten und vieles mehr. Ich bitte vielmals, nicht bei den Familien zu sparen, sondern möglicherweise anderswo. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Daniela Musiol (Grüne): Herr Präsident! Frau Kollegin Steibl, warum in Österreich in der Bildung, speziell in der Elementarbildung, wenig weitergeht durch diese Regierung, und wer dafür hauptsächlich die Verantwortung trägt, haben Sie ja jetzt gerade belegt. Ich kann natürlich auch die SPÖ nicht aus der Verantwortung nehmen, hier ist viel, viel mehr zu tun, als Sie uns jetzt glauben machen wollen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Steibl: Aber ich glaube, es ist auch berechtigt ...!
Ich finde, es ist durchaus eine legitime Diskussion, zu hinterfragen, ob Sie mit der Absetzbarkeit, die Sie mit dem sogenannten Familienentlastungspaket – was als solches eine Fehlbezeichnung war – im Jahr 2008 eingeführt haben, der Bildung wirklich etwas Gutes getan haben; ob Sie damit wirklich alle Familien getroffen haben (Abg. Steibl: Aber ich glaube, es ist auch berechtigt ...!); und ob eine Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten vor dem Hintergrund Sinn macht, dass es Hunderte, Tausende Kinder und deren Familien gibt, die überhaupt keinen Kinderbetreuungsplatz finden, daher nichts dafür zahlen und schon gar nicht die Kosten absetzen können.
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, ich glaube, wir müssen uns wirklich daranmachen, dieses Kinderbetreuungsgeld ordentlich zu diskutieren, ordentlich zu durchforsten und für die Menschen, die es betrifft, übersichtlich zu machen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, ich denke, wir haben noch viel zu tun. Für uns gilt, dass das Zurverfügungstellen von Einrichtungen wichtig und notwendig ist und nicht von Steuerleistungen abhängig sein sollte, denn davon würden nicht alle Menschen profitieren. Am Kinderbetreuungsgeld werden wir sicher noch weiterarbeiten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir vom BZÖ wollen, dass dieses Kinderbetreuungsgeld wieder in eine echte Familienleistung umgewandelt wird, die einkommensunabhängig ist. So war es immer vorgesehen und nie als ein Entgelt für den Verdienstentgang. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Schauen wir uns das an! Wenn das so ist, werden wir das gerne so regeln und klarstellen, wie Sie das wünschen. Ansonsten glaube ich, dass das eine gute Regelung ist, die vor allem Verbesserungen enthält. – Danke vielmals. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Christine Marek (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Ich glaube, man kann wirklich sagen, das Kinderbetreuungsgeld ist vor allem mit den Weiterentwicklungen eine Erfolgsgeschichte. Es ist sehr flexibel geworden. Ja, es ist durchaus komplex, aber dafür gibt es auch die maximale Information. Es gibt hier sehr umfangreiche Broschüren, auch Informationsmaterial und Informationsstellen und es bietet Wahlfreiheit. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, wir investieren so viel in Kinderbetreuung wie nie zuvor. Es braucht beides. Es braucht die Absetzbarkeit, sehr flexibel, und es braucht die Rahmenbedingungen. Beides geschieht, und das ist auch gut so. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Alleinerzieherinnen und Alleinerzieher bleiben in allen Varianten benachteiligt. Sie können nicht die ganze Dauer ausschöpfen, und das ist ungerecht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Studien, Kinderärzte, Kinderpsychologen bestätigen uns immer wieder, die wichtigsten Bezugspersonen sind die Eltern. (Beifall bei der FPÖ.) Und die Mutterentbehrung in den ersten drei Lebensjahren gefährdet die störungsfreie Entwicklung des Kindes. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Studien, Kinderärzte, Kinderpsychologen bestätigen uns immer wieder, die wichtigsten Bezugspersonen sind die Eltern. (Beifall bei der FPÖ.) Und die Mutterentbehrung in den ersten drei Lebensjahren gefährdet die störungsfreie Entwicklung des Kindes. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Meine Kinder haben einen schweren Schaden, oder wie?
Daher dürfen die Eltern auch nicht gedrängt werden, ihre Kinder unter drei Jahren aus finanziellen Gründen in Fremdbetreuung zu geben. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Meine Kinder haben einen schweren Schaden, oder wie?) Nicht ohne Grund wurde von namhaften Kinderpsychologen das Kindergarteneintrittsalter erst ab dem dritten Lebensjahr festgelegt. Dies ist keine willkürliche Grenze, sondern entwicklungspsychologisch bedingt. Kinder unter drei Jahren sind nämlich keine sozialen, sondern Einzelwesen und nicht reif für Gruppenbetreuung und Kindergärten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher dürfen die Eltern auch nicht gedrängt werden, ihre Kinder unter drei Jahren aus finanziellen Gründen in Fremdbetreuung zu geben. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Meine Kinder haben einen schweren Schaden, oder wie?) Nicht ohne Grund wurde von namhaften Kinderpsychologen das Kindergarteneintrittsalter erst ab dem dritten Lebensjahr festgelegt. Dies ist keine willkürliche Grenze, sondern entwicklungspsychologisch bedingt. Kinder unter drei Jahren sind nämlich keine sozialen, sondern Einzelwesen und nicht reif für Gruppenbetreuung und Kindergärten. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Na bitte!
Auch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete 2007 über die bis dahin größte verfasste Studie zum Thema: Wie wirkt sich die Fremdbetreuung auf Kinder aus, wenn sie sehr früh außer Haus kommen? – Und schon damals kam man zu dem Schluss: Fremdbetreuung macht Kinder aggressiver! (Abg. Öllinger: Na bitte!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: So ein Quatsch! So ein frauenfeindlicher Quatsch! – Weitere Zwischenrufe.
Meine Damen und Herren! Schon seit Jahren warnen wir Freiheitlichen vor den Folgen der Fremdbetreuung von Klein- und Kleinstkindern. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: So ein Quatsch! So ein frauenfeindlicher Quatsch! – Weitere Zwischenrufe.)
Zwischenrufe.
ze nehmen, na dann gratuliere! (Zwischenrufe.) – Sie haben gesagt, es ist in einer Zeitung gestanden.
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir sind dazu da, dass wir uns dafür einsetzen, dass Kinderbetreuung in der besten Qualität zur Verfügung gestellt wird. Sie wissen ja gar nicht, Frau Kollegin, was Sie mit Ihrer Aussage anrichten, dass Sie eigentlich KindergärtnerInnen, egal, ob PädagogInnen oder AssistentInnen, diffamieren. Das haben sich diese Frauen nicht verdient, absolut nicht verdient. (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.) Sie leisten hervorragende Arbeit. Und durch den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen ist es auch möglich, zusätzliche Frauenarbeitsplätze zu schaffen, und es schadet den Kindern in keiner Weise.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Zu alleinerziehenden Müttern. Dann haben Sie noch gesagt, es wäre schlecht, wenn man das Kind bis zum dritten Lebensjahr in außerhäusliche Betreuung gibt. Jetzt stellen Sie sich einmal vor, es gibt eine alleinerziehende Mutter, die es sich nicht aussuchen und auch nicht leisten kann, bis zum dritten Lebensjahr des Kindes zu Hause zu bleiben. Ist sie jetzt deswegen ein schlechte Mutter? Hat sie dann ein gestörtes Kind, weil sie ihr Kind in die Außerhausbetreuung gibt? Also nicht böse sein, so eine Argumentation, das ist ja wirklich absurd! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Die Rednerin überreicht Bundesminister Dr. Mitterlehner ein Schriftstück.
Herr Bundesminister, ich möchte noch einmal ganz kurz auf die Situation im Ausschuss zurückkommen, wo wir uns darüber unterhalten haben, dass Hebammen auch mit aufgenommen werden sollen. Ich darf Ihnen die Stellungnahme des Herrn Ministers Stöger überreichen, mit der Bitte, sich auch dafür einzusetzen, dass die Hebammen mit hineinkommen. (Die Rednerin überreicht Bundesminister Dr. Mitterlehner ein Schriftstück.) – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, ich möchte noch einmal ganz kurz auf die Situation im Ausschuss zurückkommen, wo wir uns darüber unterhalten haben, dass Hebammen auch mit aufgenommen werden sollen. Ich darf Ihnen die Stellungnahme des Herrn Ministers Stöger überreichen, mit der Bitte, sich auch dafür einzusetzen, dass die Hebammen mit hineinkommen. (Die Rednerin überreicht Bundesminister Dr. Mitterlehner ein Schriftstück.) – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber eines muss ich schon noch zu Ihren Ausführungen sagen, Frau Kollegin Mühlberghuber. Jetzt sind wir im Dezember, ich glaube, im Jänner ist der WKR-Ball. War das jetzt die frauenpolitische Rede oder die Übung für die frauenpolitische Rede auf dem WKR-Ball? Ich weiß nicht einmal, wer das Wort „Mutterentbehrung“ erfunden hat. Das ist ein Wort, das ist absolut absurd. Und das, was Sie hier in den Raum stellen, beleidigt Tausende, Tausende österreichische Frauen, und es ist unmöglich, dass man sich das hier im Parlament anhören muss. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
wandle, dieser Schluss ist nicht nachzuvollziehen. Wenn es aber ein familienfreundliches Steuersystem nach dem Vorbild der Freiheitlichen Partei gäbe, dann würden wir uns so manche Förderung ersparen, weil die Familien durch dieses Steuersystem so viele Erleichterungen erfahren würden, dass ihnen dadurch die Förderungen erspart bleiben würden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Verantwortungsvolle Familienpolitik eignet sich nicht für billigen parteipolitischen Populismus. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, es besteht keine Notwendigkeit, am Auszahlungsmodus der Familienbeihilfe oder auch des Kinderbetreuungsgeldes etwas zu ändern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Deshalb gilt: Qualität bei den Familienförderungen. Das Geld zu den Familien und nicht in die Verwaltung! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steibl: Familien müssen haushalten können!
Dass Sie den ganz vom Tisch wischen wollen und hier überhaupt nicht in Gespräche, in Diskussionen eingehen wollen – man kann ja auch durchaus darüber diskutieren, dass man das über den Weg des Beantragens macht, dass man angeben muss, man möchte es monatlich ausbezahlt haben, und die anderen bekommen es zweimonatlich, da gibt es ja verschiedene Möglichkeiten, das kann man auch berechnen, was vom Aufwand her mehr kostet, was weniger kostet – und behaupten, das würde keiner einzigen Familie helfen (Abg. Steibl: Familien müssen haushalten können!), zeigt nur, wie weltfremd Sie sind und dass Sie überhaupt nicht wissen, wie es Familien in Österreich geht. Und es zeigt, dass Sie als Sprecherin für die Familienpolitik, Frau Steibl, längst abgedankt haben. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Steibl: Jenseits von Gut und Böse!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Steibl: Jenseits von Gut und Böse!
Dass Sie den ganz vom Tisch wischen wollen und hier überhaupt nicht in Gespräche, in Diskussionen eingehen wollen – man kann ja auch durchaus darüber diskutieren, dass man das über den Weg des Beantragens macht, dass man angeben muss, man möchte es monatlich ausbezahlt haben, und die anderen bekommen es zweimonatlich, da gibt es ja verschiedene Möglichkeiten, das kann man auch berechnen, was vom Aufwand her mehr kostet, was weniger kostet – und behaupten, das würde keiner einzigen Familie helfen (Abg. Steibl: Familien müssen haushalten können!), zeigt nur, wie weltfremd Sie sind und dass Sie überhaupt nicht wissen, wie es Familien in Österreich geht. Und es zeigt, dass Sie als Sprecherin für die Familienpolitik, Frau Steibl, längst abgedankt haben. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Steibl: Jenseits von Gut und Böse!)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Steibl.
Ich darf zum Schluss festhalten, dass eine Ausgliederung noch lange nicht bedeutet, dass der Familienlastenausgleichsfonds dann auch positiv bilanziert. Richtig und wichtig ist es, dass man sich auf der einen Seite anschauen muss, ob wirklich die Leistungen, die aus dem Familienlastenausgleichsfonds bezahlt werden, alle punktgenau sind, und auf der anderen Seite muss man sich aber auch überlegen, dass es zu einer Verbreiterung der Beitragsleistungen kommt, wie es ja bei der Regierungsklausur am Semmering auch festgehalten worden ist. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Steibl.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mag. Stefan.
Abgeordnete Ursula Haubner (BZÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Kollege Prinz, deine Meldung jetzt war wirklich Spitze, muss ich sagen. Es soll alles so bleiben, wie es ist, weil eh alles so gut ist. Das ist genau die Einstellung der ÖVP: Nur nichts ändern; lassen wir alles so, wie es ist. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mag. Stefan.)
Zwischenruf des Abg. Prinz.
Wenn du, Kollege Prinz, sagst, dass du willst, dass das Geld zu den Familien kommt und nicht in die Verwaltung, dann ist das ja der Witz des Tages. Gerade bei den Familien haben wir Gelder, die in die Verwaltung gehen. Zuerst beim Kinderbetreuungsgeld, bei den verschiedenen Formen, da steigt die Bürokratie und der Verwaltungsaufwand. (Zwischenruf des Abg. Prinz.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Prinz.
Wir brauchen eine moderne Verwaltung, wo sich die Eltern, die Familien auskennen, wo sie ihre Leistungen bekommen und wo wirklich das Geld dann dort ankommt, wo es gebraucht wird. Aber nicht sagen: Nur nichts ändern, lassen wir alles, wie es ist, denn in diesem System kann man eh nichts ändern! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Prinz.) Also mit so einer Partei in der Regierung, muss ich ehrlich sagen, werden wir nie die Zukunft gestalten können. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Wir brauchen eine moderne Verwaltung, wo sich die Eltern, die Familien auskennen, wo sie ihre Leistungen bekommen und wo wirklich das Geld dann dort ankommt, wo es gebraucht wird. Aber nicht sagen: Nur nichts ändern, lassen wir alles, wie es ist, denn in diesem System kann man eh nichts ändern! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Prinz.) Also mit so einer Partei in der Regierung, muss ich ehrlich sagen, werden wir nie die Zukunft gestalten können. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Wir werden dem Antrag der Grünen zustimmen. Er behandelt einen Teil dessen, was wir in einem weiterführenden Antrag auch eingebracht haben, der wieder einmal vertagt worden ist. Das heißt aber in dem Fall auch: Wenn er vertagt wird, ist er vielleicht gar nicht so uninteressant für die Regierungsparteien. Also machen Sie sich vielleicht doch Gedanken. Wir haben in diesem Antrag nämlich auch gefordert, dass in Hinkunft die Familienbeihilfe direkt an Studierende ausbezahlt wird. Das ist auch etwas, was diese Regierung schon lange versprochen hat und was bis heute nicht umgesetzt wurde. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Frau Kollegin Csörgits, wenn du sagst, weil die Arbeitnehmer nicht dabei sind, stimmt ihr nicht zu: Entschuldige, das ist ein Entschließungsantrag, und da steht „unter anderem“. Also wenn das jetzt der Grund ist, dass ihr das ablehnt, dann habt ihr auch einen Entschließungsantrag nicht richtig verstanden. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Musiol: Darüber reden!
Frau Abgeordnete Musiol, Sie beklagen hier die Kompliziertheit und Bürokratie, auf der anderen Seite schlagen Sie, gerade was die Auszahlung anbelangt, vor, man könnte das einmal im Vorhinein, einmal im Nachhinein, wie es dem jeweiligen Bezieher konveniert, machen. (Abg. Mag. Musiol: Darüber reden!) – Darüber reden kann man immer, wir reden auch gerade jetzt darüber. Ich glaube, dass der entsprechende Hintergrund schon der sein sollte, ob etwas vernünftig ist und damit auch intendiert wird oder nicht. (Abg. Mag. Musiol: Genau!)
Abg. Mag. Musiol: Genau!
Frau Abgeordnete Musiol, Sie beklagen hier die Kompliziertheit und Bürokratie, auf der anderen Seite schlagen Sie, gerade was die Auszahlung anbelangt, vor, man könnte das einmal im Vorhinein, einmal im Nachhinein, wie es dem jeweiligen Bezieher konveniert, machen. (Abg. Mag. Musiol: Darüber reden!) – Darüber reden kann man immer, wir reden auch gerade jetzt darüber. Ich glaube, dass der entsprechende Hintergrund schon der sein sollte, ob etwas vernünftig ist und damit auch intendiert wird oder nicht. (Abg. Mag. Musiol: Genau!)
Abg. Mag. Musiol: Familienbeihilfe!
So komme ich zu den einzelnen Vorschlägen. Das Erste war der Antrag, das Kinderbetreuungsgeld soll in Hinkunft schon früher ausbezahlt werden, und da sehen wir genau das Problem, der Herr Prinz hat es angesprochen. (Abg. Mag. Musiol: Familienbeihilfe!) – Beides, es sind ja zwei Anträge, der eine betrifft die Familienbeihilfe, der andere das Kinderbetreuungsgeld.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber, Frau Haubner, wir halten von der Ausgliederung nichts, einfach aus dem Grund, weil verfassungsrechtlich die Hoheitsverwaltung dagegenspricht. Das ist eine problematische Angelegenheit. Aber wenn wir ausgliedern, entsteht außer neuen Ansprüchen in Richtung von bestimmten Positionen nicht wirklich mehr Geld. Wir haben keine neuen Einnahmen, gar nichts. Und auf der anderen Seite hätten wir dieselbe Problematik, was die Leistungen anlangt, die wir jetzt haben. Da derzeit kaum Kosten anfallen, bin ich der Meinung, dass man dieses System, weil es effizient ist, auch beibehalten könnte. Deswegen wurde das von mir jetzt auch verkürzt dargestellt, denn im Ausschuss haben wir es ja schon länger diskutiert. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Familien, wir wollen das Geld nicht in neue Strukturen geben und sagen daher auch Nein zu diesem Antrag. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Die Grünen verlangen eine monatliche Auszahlung der Familienbeihilfe anstelle der zweimonatigen Auszahlung. Es ist ja schon darüber gesprochen worden, Kollegin Musiol. Wir werden das nicht unterstützen, wir haben das im Ausschuss eigentlich auch schon begründet. Ich will es nur ganz kurz wiederholen und wiederhole gleichzeitig auch einige Argumente, die der Herr Bundesminister gerade vor wenigen Minuten gesagt hat. Die Auszahlung erfolgt im Vorhinein, und es ist doch gescheiter, ich habe für zwei Monate im Vorhinein das Geld, als ich kriege im zweiten Monat die Familienbeihilfe erst später. Also wenn ich früher Geld habe, ist das doch ein Vorteil. Umgekehrt würde Ihr Antrag eigentlich eine Verschlechterung bedeuten. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Abg. Mag. Musiol: Sie kennen schon die Realität, oder?
Das Zweite ist, dass ich es eigentlich gar nicht glauben kann, dass gerade von Ihrer Seite die Begründung kommt, dass die zweimonatige Zahlungsweise dazu führt, dass es für Familien schwierig ist, das Geld über diese lange Zeitspanne einzuteilen. Also die Familien sind um Gottes willen ja nicht dumm. Man wird sich doch wohl ein paar hundert Euro auf zwei Monate einteilen können, sodass man nicht am ersten Tag alles ausgibt. Also gerade das von Ihnen als Begründung kommt mir sehr komisch vor, sage ich einmal. Ich kann das eigentlich persönlich auch nicht nachvollziehen. (Abg. Mag. Musiol: Sie kennen schon die Realität, oder?)
Abg. Mag. Musiol: Nein!
Nein, ich kann das nicht nachvollziehen, denn Sie stellen die österreichischen Familien oder die Bezieher von Familienbeihilfe eigentlich als dumm dar. (Abg. Mag. Musiol: Nein!) Ich sehe es so, Sie sehen es nicht so. Okay, das ist Ihr gutes Recht. (Abg. Mag. Musiol: Bei uns allen herrscht keine Knappheit! Sie sind schon so weit weg von den Familien, dass Sie keine Vorstellung haben!)
Abg. Mag. Musiol: Bei uns allen herrscht keine Knappheit! Sie sind schon so weit weg von den Familien, dass Sie keine Vorstellung haben!
Nein, ich kann das nicht nachvollziehen, denn Sie stellen die österreichischen Familien oder die Bezieher von Familienbeihilfe eigentlich als dumm dar. (Abg. Mag. Musiol: Nein!) Ich sehe es so, Sie sehen es nicht so. Okay, das ist Ihr gutes Recht. (Abg. Mag. Musiol: Bei uns allen herrscht keine Knappheit! Sie sind schon so weit weg von den Familien, dass Sie keine Vorstellung haben!)
Beifall bei der SPÖ.
Im Übrigen, Herr Bundesminister, meine ich auch, wir sollten künftig nur mehr Gesetze beschließen, von denen die Reichen und Millionäre in unserem Land nicht profitieren! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als vorläufig letzte Rednerin zu diesem Tagesordnungspunkt gelangt Frau Abgeordnete Schönpass zu Wort. 2 Minuten Redezeit. – Bitte. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
tens besteht kein Anspruch auf Familienbeihilfe, wenn die Person überwiegend arbeitet und die Ausbildung in Form einer Abendschule absolviert. Die FPÖ fordert die Auszahlung der Familienbeihilfe an alle Jugendlichen, die eine Ausbildung zum Sozialfachbetreuer machen, egal ob diese Ausbildung in einer regulären Vollausbildung oder in einer Berufstätigen-Ausbildung gemacht wird. Wir von der SPÖ wollen das nicht, deshalb lehnen wir den Antrag der FPÖ ab. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich denke, es kommt ohnedies noch einmal zu einem Gespräch in dieser Angelegenheit im Ausschuss, da beim Verfassungsgerichtshof ja ein Prozess anhängig ist, was das passive Wahlrecht betrifft, und darüber muss dann ohnedies noch einmal geredet werden. Da bitte ich, unsere Vorschläge noch einmal einzubringen, Herr Haubner. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Lichtenecker: Das war ein guter Witz, Peter!
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Kollege Gradauer, ich finde es sehr schade, dass die freiheitliche Fraktion diesem modernen Wirtschaftskammergesetz nicht zustimmt (Abg. Dr. Lichtenecker: Das war ein guter Witz, Peter!), da wir doch auf breiter Basis in der Wirtschaftskammer mit den wahlwerbenden Gruppen – auch mit dem RFW, Ihren Wirtschaftsvertretern – hier einen breiten Konsens gefunden haben, wo letztes Mal immerhin 94 Prozent der Wählerinnen und Wähler den drei Gruppen, die dieses Wirtschaftskammergesetz gemeinsam erarbeitet haben, ihr Vertrauen geschenkt haben. Ich finde das sehr schade, gerade weil wir hier von den Erfahrungen der Wirtschaftskammerwahl 2010 sehr viele Punkte eingebaut haben, die in diesem Wirtschaftskammergesetz ihren Niederschlag finden.
Beifall bei der ÖVP.
Grundsätzlich zum Gesetz: Es ist ein, wie ich gesagt habe, modernes Gesetz, wo wir vor allem die Wahlkarte wieder in den Mittelpunkt unserer Überlegungen gestellt haben und jede unnötige Erschwernis vermieden haben und wo wir auch die notwendige Anlehnung an die Nationalrats-Wahlordnung geschaffen haben. Das war wichtig, ebenso all die Verbesserungen, was den Wahlablauf betrifft. Auch das findet sich in diesem Wirtschaftskammergesetz. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wie gesagt, ein modernes Gesetz, das den Anforderungen der Wählerinnen und Wähler durchaus Genüge tut. In diesem Sinne sind, denke ich, auch die Freiheitlichen noch einmal eingeladen, hier zuzustimmen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Peter Haubner.
Weg mit der Friedenswahl, anständige Wahlen in jeder Fachgruppe! Das entspricht dem jetzigen Jahrzehnt! (Zwischenruf des Abg. Peter Haubner.)
Beifall bei den Grünen.
In diesem Sinne, Herr Kollege Haubner: eine Menge Baustellen, aber wir sind jederzeit bereit, weiterzuverhandeln, damit wir tatsächlich ein modernes Wirtschaftskammergesetz zusammenbringen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.
Das mit der Post – entschuldige, Ruperta! – ist wirklich einfach Unsinn, denn wir haben verschiedene Postanbieter. Du kannst niemanden monopolisieren und sagen: Nur die eine Post darf das tun und die andere nicht! (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.) Das geht überhaupt nicht, das ist nicht möglich, weil es letztlich schon ein privatisierter Vorgang ist. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.
Das mit der Post – entschuldige, Ruperta! – ist wirklich einfach Unsinn, denn wir haben verschiedene Postanbieter. Du kannst niemanden monopolisieren und sagen: Nur die eine Post darf das tun und die andere nicht! (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.) Das geht überhaupt nicht, das ist nicht möglich, weil es letztlich schon ein privatisierter Vorgang ist. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.)
Beifall bei der SPÖ.
Und das Zweite ist: Das sind selbständig festgesetzte Grundumlagen, die in der Versammlung von den Angehörigen selbst festgelegt werden. Da greifen weder Sie noch ich ein. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Im Übrigen sind wir gegen Zwangsmitgliedschaften. Das sollte, wenn es funktioniert, wirklich auf freiwilliger Basis funktionieren. Bei guter Leistung wird man das auch gerne in Anspruch nehmen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Aus Sicht einer behördlichen und rechtlichen Aufsicht und auch einer rechtlichen Wahlaufsicht, die wir wahrnehmen, bestehen keine Bedenken gegen die Inhalte dieser Novelle. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe mich bei Kolleginnen und Kollegen umgehört, und die haben mich auf zwei Punkte besonders hingewiesen: Zum einen verstehen sie nicht, wieso die Bezirksstellen noch immer nicht gewählt werden wie in allen anderen Kammern, sondern bestellt werden. Und zum Zweiten – das wurde mir insbesondere von den freiheitlichen Wirtschaftskammerfunktionären gesagt – verstehen sie nicht, warum eine Verbesserung von den Freiheitlichen hier im Parlament nicht mitbeschlossen wird. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Nun ist es nicht so, dass wir von der FPÖ grundsätzlich der Forschung negativ gegenüberstehen, ganz im Gegenteil: Wir stehen im Vergleich zu manch anderen Damen und Herren in diesem Haus dieser Materie eher sehr offen gegenüber. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir sprechen hier von 100 000 Tonnen, eine eigentlich unvorstellbare Menge. Wenn wir hier dieser Regierungsvorlage in der bestehenden Form nicht zustimmen, dann hat dies keinesfalls irgendetwas mit Totalopposition zu tun, sondern ist dies vielmehr ein Resultat einer fundierten inhaltlichen Auseinandersetzung mit dieser Materie, bei der wir zu dem Schluss gekommen sind, dass hier noch viel zu viele Fragen offen sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir ändern auch das Mineralrohstoffgesetz betreffend den Punkt über den Kohlenwasserstoffbergbau, die Erdöl- und Erdgasförderung. Die Rückverpressung von Kohlenstoffdioxid wird verboten. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf beim BZÖ: Setz dich nieder, bitte!
Es wäre sinnvoll, dafür im MinroG ein vereinfachtes Verfahren für Kleinabbau zu implementieren. (Ruf beim BZÖ: Setz dich nieder, bitte!) Damit könnte man auch flexibler im Sinne der Umwelt und des Naturschutzes vor Ort kleine Mengen, zeitlich begrenzt und örtlich abgegrenzt, abbauen. Im Naturschutzverfahren ist das möglich. Wir sollten das in diesem Gesetz implementieren. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es wäre sinnvoll, dafür im MinroG ein vereinfachtes Verfahren für Kleinabbau zu implementieren. (Ruf beim BZÖ: Setz dich nieder, bitte!) Damit könnte man auch flexibler im Sinne der Umwelt und des Naturschutzes vor Ort kleine Mengen, zeitlich begrenzt und örtlich abgegrenzt, abbauen. Im Naturschutzverfahren ist das möglich. Wir sollten das in diesem Gesetz implementieren. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Grundsätzlich ausgenommen: Lediglich für die Forschung sollen 100 000 Tonnen zur Verfügung gestellt werden. Für den Forschungsstandort Österreich wäre es wohl gut, wenn es hier einen europäischen Gleichklang gäbe. Es gibt ihn aber nicht. Unter Abwägung beider Interessen werden wir dem FPÖ-Vorschlag, von 100 000 auf 10 000 Tonnen zu reduzieren, nähertreten und können daher die von der Regierung hier vorgelegte Textierung nicht mittragen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir werden diese Debatte in Zukunft auch mit Umweltexperten weiterführen. Tatsache ist, dass wir auf jeden Fall als Regierungsmehrheit Österreich vor dieser Entwicklung bis 2018 schützen und dann weiterschauen, wie sich diese Technologie entwickelt, ob sie auch im Bereich des Klimaschutzes sinnvoll einsetzbar ist oder ob sie als eine zu gefährliche anzusehen ist. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Bartenstein schüttelt den Kopf.
Diesbezüglich haben wir einen entsprechenden Abänderungsantrag vorbereitet, den ich hiemit einbringe und jetzt auch in seinen Kernpunkten erläutern werde. Warum ist denn diese CCS keine Lösung für den Klimaschutz, für die großen Probleme, die wir genau in diesem Bereich haben? – Einerseits wissen wir, dass bei Austritt von CO2 in einer hohen Dichte eine hohe Gesundheitsgefährdung besteht. (Abg. Dr. Bartenstein schüttelt den Kopf.) – Ja, Herr Kollege, auch wenn Sie den Kopf schütteln, so ist es. Das kann bis zur Todesgefahr gehen.
Abg. Rädler: Zur Sache!
Selbstverständlich ist es auch ein Problem, dass die Mittel für die Forschung genau für diesen Bereich dann blockiert sind. Ein aktuelles Beispiel haben wir heute gesehen. Da hat sich der Energiekonzern Vattenfall für diese Technologie 180 Millionen € aus EU-Strukturfonds gesichert (Abg. Rädler: Zur Sache!), 45 Millionen € bereits abgeholt, und jetzt stellt er die Forschung in diesem Bereich ein, und zwar mit einer guten Begründung.
Beifall bei den Grünen.
Das als Kurzfristmaßnahme, aber gesamt, glauben wir, wird genau dieser Weg auch zu einer sicheren Energieversorgung führen und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz liefern. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Was insgesamt – das haben wir heute Vormittag schon angesprochen – das Shale Gas anlangt, da gibt es gesetzliche Vorschriften. Es gibt keinen Antrag, und wenn es einen gibt, dann wird es entschieden werden. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn es keine wesentlichen Fortschritte und sicheren Möglichkeiten gibt, wird dieses Verbot um fünf Jahre verlängert. Denken wir hier nicht in Jahren, sondern denken wir hier in Jahrzehnten! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Zur Kollegin Lichtenecker, zum Thema Shale Gas. Die OMV hat in diesem Gebiet, also in Poysdorf, schon in den siebziger Jahren Shale Gas gefunden und konnte es damals nicht heben. Was die OMV derzeit in Erwägung zieht, sind zwei Probebohrungen. Aber eines kann sichergestellt werden, das sagt auch die OMV: Sie wollen clean Shale Gas fördern, und da unterscheidet man sich ja von dem, was in den USA vorgeht, wo das Shale Gas in ziemlicher Oberflächennähe ist. In Österreich kommt es in rund 8 000 Meter Tiefe vor, da stellt sich die Situation ganz anders dar. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rädler: Wer hat dir denn den Blödsinn aufgeschrieben?
Die Abschaffung des überaus erfolgreichen Blum-Bonus hat uns die noch immer regierende Koalition bereits 2008 beschert. Nachdem in der Folge etwa 10 000 betriebliche Lehrstellen verlorengegangen sind, versucht man nun, diesen Fehler wieder auszumerzen. Anstatt allerdings zu bewährten Mitteln zurückzukehren, versucht man einmal mehr, das Rad neu zu erfinden. Und wie so oft besteht dabei die Gefahr, dass man mehr Schaden als Nutzen produziert. (Abg. Rädler: Wer hat dir denn den Blödsinn aufgeschrieben?)
Beifall bei der FPÖ.
Abgesehen davon hätte die Regierung eine ganze Reihe anderer Hausaufgaben zu erledigen, um die Lehre zu attraktivieren. Das betrifft einerseits die Schulpolitik, wo ja auch keine Anstalten gemacht werden, den Ansturm auf höhere Schulen zu lenken und zu deckeln, anstatt weiterhin massenweise Akademiker und Maturanten zu produzieren. Andererseits ist es die nach wie vor herrschende Schlechterstellung von Lehrlingen und Gesellen im Vergleich zu Schülern, wie etwa durch die Selbstkostentragung bei der Meisterprüfung und der Gesellenprüfung. Dies gehört endlich beseitigt. Das ist doch eine Schande im Vergleich zu anderen Schülern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir haben in der Lehrlingsausbildung ein duales Modell, um das uns sehr viele beneiden. Gehen wir doch eher daran, dieses zu verbessern, und setzen wir konkret da an, wo es Probleme gibt, um diese zu bewältigen, anstatt hier Experimente zu probieren, deren Erfolg mehr als zweifelhaft ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
hen Sie, wie günstig und effizient Unternehmer die Berufsausbildung bestreiten können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Rädler: Na hallo!
Abgeordneter Stefan Markowitz (BZÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Wenn ich dort anschließen darf, was mein Vorredner gesagt hat: Selbstverständlich gebe ich Ihnen recht, günstig oder auch nicht günstig, betriebliche Lehrwerkstätten sind teurer. Ich sage nur eines: Auf lange Sicht ist es mir völlig egal, was es kostet, weil jeder Arbeitslose (Abg. Rädler: Na hallo!) – Man muss das einmal sagen, und hör mir zu, was ich sagen will! Mir ist das insofern egal, weil jeder arbeitslose Jugendliche von heute ein Langzeitarbeitsloser von morgen ist. Das muss man auch einmal betonen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Stefan Markowitz (BZÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Wenn ich dort anschließen darf, was mein Vorredner gesagt hat: Selbstverständlich gebe ich Ihnen recht, günstig oder auch nicht günstig, betriebliche Lehrwerkstätten sind teurer. Ich sage nur eines: Auf lange Sicht ist es mir völlig egal, was es kostet, weil jeder Arbeitslose (Abg. Rädler: Na hallo!) – Man muss das einmal sagen, und hör mir zu, was ich sagen will! Mir ist das insofern egal, weil jeder arbeitslose Jugendliche von heute ein Langzeitarbeitsloser von morgen ist. Das muss man auch einmal betonen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Minister! Ich weiß, Sie hören es nicht gerne, wahrscheinlich verdrehen Sie hinter mir die Augen, ich sehe es nicht, aber ich denke, man muss das auf lange Sicht so sehen, dass man den Jugendlichen wirklich eine Chance gibt. Und ich glaube, der richtige Punkt ist, den Hebel hier anzusetzen, dass man einen Blum-Bonus – oder wie der auch immer heißen wird – wieder ins Leben ruft, damit jeder Jugendliche eine Chance hat und die Betriebe von selbst – und es geht um die KMUs – wieder viel mehr Jugendliche und Lehrlinge einstellen. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Abschluss möchte ich noch einmal hinweisen, nachdem ich sehr viel Zustimmung von der ÖVP bei meiner vorigen Rede gespürt habe, und es noch einmal wiederholen: Ich meine, wir sollten künftig nur mehr Gesetze beschließen, von denen die Reichen und Millionäre in unserem Land nicht profitieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wir brauchen definitiv eine wirksamere Qualitätssicherung. Es kann nicht Glückssache sein, ob man eine qualitativ hochwertige Lehrausbildung hat oder eben nicht. Insofern sagen wir, es ist sicher ein guter Schritt auf einem guten Weg, aber es braucht noch viel, viel mehr, um den jungen Menschen eine qualitativ hochwertige Ausbildung garantieren zu können. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Also wir reden von zwei Paar Schuhen. Der „Blum-Bonus“ war sehr gut, aber das ist etwas anderes. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Auch sonst werden die Kosten weniger werden, weil der Aufbau des Systems in den Lehrlingsstellen die vielen Kosten verursacht hat. Ich bin sehr optimistisch, dass das systematisch nach unten gehen wird. In diesem Sinne ist das, glaube ich, eine deutliche Verbesserung des Systems, die mehr Effizienz und geringere Drop-Out-Raten garantieren sollte. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne hoffe ich, da es ein Fünf-Parteien-Antrag ist, dass wir gerade diesen kleinen Betrieben, denen wir nicht mit Förderungen helfen können, in der Form helfen, dass wir sie von der Bürokratie, in welcher Art auch immer, entlasten. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Moser.
In diesem Zusammenhang darf ich die ganzjährige Beschäftigung anführen, möchte da aber auch die wichtige Frage Entlohnung ansprechen, die Sie, Herr Minister, ja letztens selbst im Ausschuss erwähnt haben und wo Sie heute beim Thema Lehrlingsentschädigung zum Ausdruck gebracht haben, dass das sehr wohl ein wesentlicher Faktor ist – auch wenn Sie dann wieder sozusagen einen Schritt zurückgegangen sind zu Ihren Ausschussaussagen, aber immerhin haben Sie doch, Herr Minister, die Wichtigkeit der Entlohnung in diesen Branchen öffentlich angesprochen. Und das werte ich schon positiv. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Moser.)
Abg. Hörl: Zu früh!
Abgeordneter Mag. Roman Haider (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Drei Fünf-Parteien-Anträge, wofür der Tourismusausschuss ja schon in der Fachpresse gelobt wurde, dass wir (Abg. Hörl: Zu früh!) – Zu Recht gelobt! Ich muss dir ja überhaupt gratulieren zu deiner Krawatte heute, lieber Kollege Hörl. (Abg. Hörl trägt eine blaue Krawatte.) Das ist heute wirklich das Beste hier.
Abg. Hörl trägt eine blaue Krawatte.
Abgeordneter Mag. Roman Haider (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Drei Fünf-Parteien-Anträge, wofür der Tourismusausschuss ja schon in der Fachpresse gelobt wurde, dass wir (Abg. Hörl: Zu früh!) – Zu Recht gelobt! Ich muss dir ja überhaupt gratulieren zu deiner Krawatte heute, lieber Kollege Hörl. (Abg. Hörl trägt eine blaue Krawatte.) Das ist heute wirklich das Beste hier.
Beifall bei FPÖ, Grünen und BZÖ.
Jetzt liegt es an der Regierung, Lösungen zu ermöglichen, mit denen Familienbetrieben Übergaben erleichtert werden. (Beifall bei FPÖ, Grünen und BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Abschließend: Wir stimmen zu, und damit danke ich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Da zu diesen Anträgen ja schon alles andere gesagt wurde, nur mehr so viel: Ich bin froh darüber, dass im Tourismusausschuss alle Fraktionen so gut zusammenarbeiten. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
schiedenste andere Fragen. Da muss man sich halt überlegen, ob nicht Freizeitpädagogen für solche Schul-Schikursveranstaltungen eingesetzt werden. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte auch noch – das wurde von dir angesprochen – steuerliche Erleichterungen bei der betrieblichen Weitergabe, die ebenfalls in einem Entschließungsantrag behandelt wird, ansprechen. 80 Prozent unserer Betriebe sind ja Familienbetriebe, und 50 Prozent dieser Familienbetriebe stehen schon jetzt oder in den nächsten Jahren zur Übergabe an und brauchen diese steuerlichen Erleichterungen. – Das ist auch nicht an den Wirtschaftsminister gerichtet, sondern an das Finanzministerium. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Markowitz: Frau Kollegin, bist du in Kärnten aufgewachsen? – weitere Zwischenrufe
Abgeordnete Elisabeth Hakel (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Bei jemandem, der in einer Region aufgewachsen ist, in der sich die schönsten Schigebiete Österreichs befinden (Abg. Markowitz: Frau Kollegin, bist du in Kärnten aufgewachsen? – weitere Zwischenrufe), einige der schönsten Schigebiete Österreichs befinden (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), ist natürlich klar, dass er schon als Kleinkind auf den Skiern gestanden ist und später natürlich auch an zahlreichen Schulschikursen teilgenommen hat.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Abgeordnete Elisabeth Hakel (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Bei jemandem, der in einer Region aufgewachsen ist, in der sich die schönsten Schigebiete Österreichs befinden (Abg. Markowitz: Frau Kollegin, bist du in Kärnten aufgewachsen? – weitere Zwischenrufe), einige der schönsten Schigebiete Österreichs befinden (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), ist natürlich klar, dass er schon als Kleinkind auf den Skiern gestanden ist und später natürlich auch an zahlreichen Schulschikursen teilgenommen hat.
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie der Abgeordneten Moser und Markowitz.
Es freut mich, dass diesbezüglich hier alle fünf Parteien an einem Strang ziehen und sich so einig sind, und es freut mich, dass da der Minister auch noch gemeinsam mit der Wirtschaft tätig sein wird. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie der Abgeordneten Moser und Markowitz.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Ich glaube, wenn der Antrag ernst gemeint ist, wenn wir alle wirklich dazu stehen, dann wollen wir auch haben, dass alle in der Regierung darauf hinarbeiten, dass etwas geschieht. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Auch Kollege Obernosterer ist heruntergekommen und hat gesagt: 2006 hat Herbert Haupt diese Regelung eingeführt. – Kollege Obernosterer, du weißt ganz genau, ihr habt das mit beschlossen. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) Wir wissen aber auch, dass bei diesem Thema etwas zu tun ist. Und darum, glaube ich, Herr Minister, geht es, denn es ist wirklich wahr: Die kleinen Betriebe haben große Probleme, große Schwierigkeiten.
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Minister! Ich hoffe, dass das kein Scheinantrag ist, aus dem nichts herauskommt, sondern dass man wirklich in der Regierung daran arbeitet, dass den kleinen Betrieben geholfen wird. Das wäre schön. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall des Abg. Hörl.
Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend Dr. Reinhold Mitterlehner: Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist sehr beliebt, zu diesem Tagesordnungspunkt zu sprechen. Ich möchte mich bei Ihnen beliebt machen und das, was schon viele gesagt haben, nicht wiederholen. Es handelt sich um einen Fünf-Parteien-Antrag, und ich kann das in der Sache nur unterstützen. Wir machen vom Tourismus her sehr viel, was den Wintersport anlangt, um wieder eine andere Positionierung zu erreichen. (Beifall des Abg. Hörl.)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Bravo, Herr Minister! – Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, das greift ein bisschen zu kurz!
Ich möchte einen Satz noch zur Frau Kollegin Silhavy sagen. Weil Sie mir vorgeworfen haben, ich hätte Ihnen heute Vormittag nicht geantwortet, darf ich das nachholen, für den Fall, dass es nicht ausreichend war: Ja, ich glaube, dass der Faktor Arbeit entlastet werden muss! Nein, ich glaube nicht, dass da die Erbschaftssteuer das geeignete Gegenmittel ist, sondern man muss im Rahmen eines Gesamtkonzeptes prüfen, wie das bestmöglich geht! (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Bravo, Herr Minister! – Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, das greift ein bisschen zu kurz!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Hörl.
Sehr geschätzte Damen und Herren! Entscheidend für eine erfolgreiche Vermarktung unserer touristischen Produkte ist vor allem die Professionalität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben. Untersuchungen zeigen aber, dass gerade in diesem Bereich eine relativ große Arbeitnehmerflucht vorhanden ist. Grund dafür sind die Nachteile: ein geringes Einkommen, eine beziehungsfeindliche Arbeitszeit und nur geringe Karrieremöglichkeiten. Daher bedarf es da gemeinsamer Attraktivitätsmaßnahmen, gemeinsamer Lösungen unter Einbeziehung der Sozialpartner, damit der Arbeitsplatz Tourismus wieder attraktiver wird. Daran sollten wir gemeinsam arbeiten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Hörl.)
Abg. Mag. Gaßner: Wintersportwochen im Burgenland!
Ich stimme auch sehr gerne den Maßnahmen zur Attraktivierung der Wintersportwochen zu, und zwar deshalb, weil sie primär den Hauptbetroffenen, den Schülern und Eltern, zugutekommen. (Abg. Mag. Gaßner: Wintersportwochen im Burgenland!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich darf daher dem zuständigen Wirtschaftsminister Mitterlehner die besten Argumente in seinen Gesprächen mit den Ministerkolleginnen zum Wohle einer weiteren positiven Entwicklung des Tourismus in Österreich wünschen. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Moser: Weil es in der Mitte liegt! Weil wir nicht so weit fahren müssen und weil es nicht so teuer ist!
Interessant scheint mir zu sein, dass 43,6 Prozent aller Sportwochen im Bundesland Salzburg stattfinden. Es wäre interessant, einmal zu erheben, warum Salzburg mit fast 50 Prozent der Bundessportwochen absoluter Spitzenreiter ist. Ich glaube, man könnte bei der Ursachenforschung auf einiges kommen. (Abg. Dr. Moser: Weil es in der Mitte liegt! Weil wir nicht so weit fahren müssen und weil es nicht so teuer ist!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich meine, es ist die Privatinitiative, die wir im Tourismus brauchen, und die sollten wir stärken. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeine Heiterkeit.
Abgeordneter Bernhard Vock (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsident! Herr Minister! Was haben Weihnachten und der Bautenausschuss gemeinsam? – Beide gibt es nur einmal im Jahr. (Allgemeine Heiterkeit.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Dr. Moser.
Daher würde ich die Obfrau gerne einladen, dass wir uns einmal zusammensetzen und überlegen, wie wir diesen Bautenausschuss wieder aufwerten können. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Dr. Moser.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend bedanke ich mich bei den beiden zuständigen Ministern, Minister Reinhold Mitterlehner und Minister Niki Berlakovich, dafür, dass der Sanierungsscheck bis zum Jahr 2014 mit jeweils 100 Millionen € greifen wird. Das ist in meinen Augen eine wichtige Unterstützung effizienter Klimaschutzprojekte. Er leistet auch einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen. Herzlichen Dank dafür. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Rädler: Zur Sache!
Und dieser vorliegende Antrag ist ja praktisch eine Verlängerung des Erfolgsprojekts Sanierungs-Scheck des ersten Konjunkturpakets. – Aber nein, statt dass wir gemeinsam geradezu feiern, dass das ein Erfolgsprojekt geworden ist, das zusätzlich noch das Budget speist, weil ja die Mehrwertsteuereinnahmen des Staates aufgrund der Ausgaben für die thermische Sanierung gestiegen sind, wird Ihrerseits einfach negativ agiert und wird dieser Antrag, hinter dem ja im Prinzip alle stehen, einfach abgelehnt. Es ist wieder einmal ein bezeichnendes Paradoxon dieser parlamentarischen Unkultur, über die man sich spät mitternächtlich am besten auch noch aufregt. (Abg. Rädler: Zur Sache!)
Abg. Rädler: Vorbildlich! Vorbildlich! Photovoltaik, Solarenergie!
Herr Kollege Rädler, gehen Sie nach Hause ins Land Niederösterreich, schauen Sie sich einmal an, was da durch die Wohnbauförderung Positives vorangetrieben wird (Abg. Rädler: Vorbildlich! Vorbildlich! Photovoltaik, Solarenergie!), im Hinblick auch auf thermische Sanierung! Legen Sie da dann das Bundesgeld dazu, diese 100 Millionen € für den Sanierungs-Scheck für thermische Sanierung, der zum Großteil privat verbraucht wird – zu einem geringeren Prozentsatz auch betrieblich –, und dann sehen Sie den Effekt, der den Niederösterreichern und Niederösterreicherinnen sehr zugutekommt. Und das, bitte, ist eine Anstrengung, die auf eine grüne Initiative zurückgeht, und diese grüne Initiative lehnen Sie jetzt wieder ab, obwohl Sie es machen.
Abg. Rädler: Nicht einmal Ihre Kollegen! Die sind schon heimgegangen!
Insofern gebe ich auch meinem Kollegen von den Freiheitlichen völlig recht, der da sagt, der Bautenausschuss ist entweder überflüssig, oder wir reformieren ihn. Mit dieser Art von Vorgangsweise, Herr Minister, oder liebe Mehrheitspartei ÖVP, liebe Mehrheitspartei SPÖ, können Sie wirklich nach Hause gehen, demokratiepolitisch und auch kulturpolitisch – entschuldigen Sie: in dem Sinn parlamentarisch-kulturpolitisch –, können Sie einpacken und nach Hause gehen. So etwas lasse ich mir selbst zur vorgeschrittenen Stunde nicht bieten! (Abg. Rädler: Nicht einmal Ihre Kollegen! Die sind schon heimgegangen!) – Ah geh!
Abg. Rädler: Was zahlen Sie der Kollegin Schatz, dass sie zuhört?
Wenn Sie den Sanierungs-Scheck, weil er sich so bewährt, auch jetzt, in seiner verlängerten Form, auch 2013, 2014, 2015 fortsetzen, werde ich nicht müde werden, auch wieder einen Antrag zu stellen (Abg. Rädler: Was zahlen Sie der Kollegin Schatz, dass sie zuhört?), dass wir weitere Schritte unternehmen in Richtung thermische Sanierung, denn wir haben gute Vorschläge. Es gibt noch Anträge von mir in Richtung bessere Wohnbaufinanzierung, in Richtung Verbreiterung der Pensionsabsicherung durch Wohnbaufinanzierung, und die sind alle sinnvoll, weil sie von Experten und Fachkreisen kommen, von Fachtagungen kommen. (Abg. Rädler: Die arme Kollegin Schatz, die muss sich das anhören!) Sie werden schon sehen: Sie werden es wieder machen – da gehe ich eine Wette ein –, weil sie gut sind, Sie werden meine Anträge umsetzen, und nachher stellen Sie sich wieder her und sagen: Nein danke, den grünen Antrag lehnen wir ab, gehen Sie nach Hause!
Abg. Rädler: Die arme Kollegin Schatz, die muss sich das anhören!
Wenn Sie den Sanierungs-Scheck, weil er sich so bewährt, auch jetzt, in seiner verlängerten Form, auch 2013, 2014, 2015 fortsetzen, werde ich nicht müde werden, auch wieder einen Antrag zu stellen (Abg. Rädler: Was zahlen Sie der Kollegin Schatz, dass sie zuhört?), dass wir weitere Schritte unternehmen in Richtung thermische Sanierung, denn wir haben gute Vorschläge. Es gibt noch Anträge von mir in Richtung bessere Wohnbaufinanzierung, in Richtung Verbreiterung der Pensionsabsicherung durch Wohnbaufinanzierung, und die sind alle sinnvoll, weil sie von Experten und Fachkreisen kommen, von Fachtagungen kommen. (Abg. Rädler: Die arme Kollegin Schatz, die muss sich das anhören!) Sie werden schon sehen: Sie werden es wieder machen – da gehe ich eine Wette ein –, weil sie gut sind, Sie werden meine Anträge umsetzen, und nachher stellen Sie sich wieder her und sagen: Nein danke, den grünen Antrag lehnen wir ab, gehen Sie nach Hause!
lebhafte Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Markowitz – Abg. Markowitz: Das gefällt mir!
Ja, ich gehe jetzt wirklich nach Hause. Aber ich komme wieder (lebhafte Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Markowitz – Abg. Markowitz: Das gefällt mir!) und werde weitere Anträge vorlegen, damit Ihnen endlich einmal ein Licht aufgeht! Denn mir persönlich ist es ja völlig egal – mir persönlich, sage ich, politisch ist es mir nicht egal –, Hauptsache, die Sache wird gemacht. Aber politisch ist es eine Unkultur, und das müssen Sie sich von mir heute mindestens fünf Mal sagen lassen, und ich wer- de das wiederholen. – Wiederschau’n! (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Mag. Schatz und Markowitz.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Mag. Schatz und Markowitz.
Ja, ich gehe jetzt wirklich nach Hause. Aber ich komme wieder (lebhafte Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Markowitz – Abg. Markowitz: Das gefällt mir!) und werde weitere Anträge vorlegen, damit Ihnen endlich einmal ein Licht aufgeht! Denn mir persönlich ist es ja völlig egal – mir persönlich, sage ich, politisch ist es mir nicht egal –, Hauptsache, die Sache wird gemacht. Aber politisch ist es eine Unkultur, und das müssen Sie sich von mir heute mindestens fünf Mal sagen lassen, und ich wer- de das wiederholen. – Wiederschau’n! (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Mag. Schatz und Markowitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Dass es hohe Sanierungsraten, wie jetzt schon im Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz, gibt, kann man sich ansehen: In den letzten 10 Jahren sind bei den Gemeinnützigen 22 Prozent thermisch saniert worden. Bei den anderen, also im MRG, ist im gleichen Zeitraum nur in etwa die Hälfte davon thermisch saniert worden. Das heißt also, es geht, und für die Mieter im mehrgeschossigen Wohnbau wäre es sehr wichtig, diese Fördermaßnahme auch zu bekommen, weil sie eben eine sehr wichtige Unterstützung ist, die allen Mieterinnen und Mietern zugutekommen sollte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Deswegen: In Zukunft müssen wir es anders machen. Es muss öfter getagt werden, die Tagesordnung gehört „aufgefettet“, und es darf nicht alles nach hinten verschoben werden. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein schönes Fest und frohe Weihnachten! Einen guten Rutsch und viel Kraft für 2012! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Solche Maßnahmen gehören viel mehr forciert und weiter ausgebaut! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Krainer: Für’s Protokoll: Die Grünen sind schon zu dritt!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zu Wort ist niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen. (Abg. Krainer: Für’s Protokoll: Die Grünen sind schon zu dritt!)