Eckdaten:
Für die 7. Sitzung der 25. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 696 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht von der Abgeordneten Mag. Elisabeth Grossmann
Petition betreffend „Unterhaltssicherung – Stopp Kinderarmut!“ (Ordnungsnummer 2) (überreicht von der Abgeordneten Mag. Elisabeth Grossmann)
überreicht vom Abgeordneten Georg Willi
Petition betreffend „Österreich/Wien-Ost/geplante S1--S1-Spange--Stadtstraße“ (Ordnungsnummer 3) (überreicht vom Abgeordneten Georg Willi)
Allgemeiner Beifall.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Meine Damen und Herren, ich ersuche Sie, Ihre Plätze einzunehmen, eröffne die Sitzung und begrüße aufs Herzlichste unseren Herrn Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer in unserer Mitte. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Hell: Der ist aber nicht fleißig!
Als verhindert gemeldet sind die Abgeordneten Dritter Präsident Ing. Hofer, Hafenecker, Dr. Winter und Frank Stronach. (Abg. Hell: Der ist aber nicht fleißig!)
Über Namensaufruf durch den Schriftführer Buchmayr leisten die Abgeordneten Michael Ehmann, Mag. Dr. Klaus Uwe Feichtinger, Mag. Karin Greiner, Elisabeth Hakel, Ing. Manfred Hofinger, Dr. Franz-Joseph Huainigg, Kai Jan Krainer, Ing. Mag. Hubert Kuzdas, Mag. Friedrich Ofenauer und Dr. Erwin Rasinger ihre Angelobung mit den Worten „Ich gelobe“.
(Über Namensaufruf durch den Schriftführer Buchmayr leisten die Abgeordneten Michael Ehmann, Mag. Dr. Klaus Uwe Feichtinger, Mag. Karin Greiner, Elisabeth Hakel, Ing. Manfred Hofinger, Dr. Franz-Joseph Huainigg, Kai Jan Krainer, Ing. Mag. Hubert Kuzdas, Mag. Friedrich Ofenauer und Dr. Erwin Rasinger ihre Angelobung mit den Worten „Ich gelobe“.)
Allgemeiner Beifall.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Ich begrüße die neuen Abgeordneten sehr herzlich in unserer Mitte. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP
Ich bitte auch Sie, diese Diskussion konstruktiv zu führen in der Absicht, dass wir unserem Land das Beste wünschen, und das Beste heißt, gemeinsam, mit gemeinsamer Kraft dafür zu sorgen, dass diese Leistungen auch in Zukunft abgesichert und ausgebaut werden (Beifall bei SPÖ und ÖVP), denn ohne Veränderungen ist es nicht möglich, diesen Status, auf den wir so stolz sind, zu halten. Im Ländervergleich hat Österreich innerhalb der Europäischen Union die geringste Arbeitslosigkeit und liegt an zweiter Stelle, was die Jugendarbeitslosigkeit betrifft. Wir Österreicherinnen und Österreicher sind bei der Eurostat-Erhebung vorgerückt – leicht nachlesbar für jeden – vom fünften Platz auf den zweiten Platz in der Frage der Wirtschaftskraft pro Kopf. (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Ich bitte auch Sie, diese Diskussion konstruktiv zu führen in der Absicht, dass wir unserem Land das Beste wünschen, und das Beste heißt, gemeinsam, mit gemeinsamer Kraft dafür zu sorgen, dass diese Leistungen auch in Zukunft abgesichert und ausgebaut werden (Beifall bei SPÖ und ÖVP), denn ohne Veränderungen ist es nicht möglich, diesen Status, auf den wir so stolz sind, zu halten. Im Ländervergleich hat Österreich innerhalb der Europäischen Union die geringste Arbeitslosigkeit und liegt an zweiter Stelle, was die Jugendarbeitslosigkeit betrifft. Wir Österreicherinnen und Österreicher sind bei der Eurostat-Erhebung vorgerückt – leicht nachlesbar für jeden – vom fünften Platz auf den zweiten Platz in der Frage der Wirtschaftskraft pro Kopf. (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Abg. Kickl: Da können wir dann gleich ... zusperren!
Das sind Zahlen, hinter denen steht viel Arbeit: der Unternehmerinnen und Unternehmer dieses Landes, der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, der Sozialpartnerschaft, einer gemeinsamen Politik. (Abg. Kickl: Da können wir dann gleich ... zusperren!) Das ist die Basis sowohl für die Weiterentwicklung der Schutzbestimmungen bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und auf der anderen Seite für die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und die dafür notwendigen Maßnahmen.
Abg. Kickl: Ah? – Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.
Unter den notwendigen Maßnahmen sind zwei Faktoren besonders hervorzuheben, das ist Bildung, Ausbildung, Forschung und Entwicklung, ... (Abg. Kickl: Ah? – Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.) Nun haben wir nicht zur Verfügung ... (Abg. Kickl: Der war wirklich gut! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Schauen Sie, alles, was Sie können, ist ein bissel jemand verhöhnen! Aber ich sage Ihnen ganz ehrlich: Verhöhnen Sie sich selbst, das passt am besten zu Ihnen und wäre auch sehr glaubwürdig in Ihrem Fall! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Abg. Kickl: Der war wirklich gut! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Unter den notwendigen Maßnahmen sind zwei Faktoren besonders hervorzuheben, das ist Bildung, Ausbildung, Forschung und Entwicklung, ... (Abg. Kickl: Ah? – Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.) Nun haben wir nicht zur Verfügung ... (Abg. Kickl: Der war wirklich gut! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Schauen Sie, alles, was Sie können, ist ein bissel jemand verhöhnen! Aber ich sage Ihnen ganz ehrlich: Verhöhnen Sie sich selbst, das passt am besten zu Ihnen und wäre auch sehr glaubwürdig in Ihrem Fall! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Unter den notwendigen Maßnahmen sind zwei Faktoren besonders hervorzuheben, das ist Bildung, Ausbildung, Forschung und Entwicklung, ... (Abg. Kickl: Ah? – Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.) Nun haben wir nicht zur Verfügung ... (Abg. Kickl: Der war wirklich gut! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Schauen Sie, alles, was Sie können, ist ein bissel jemand verhöhnen! Aber ich sage Ihnen ganz ehrlich: Verhöhnen Sie sich selbst, das passt am besten zu Ihnen und wäre auch sehr glaubwürdig in Ihrem Fall! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Zwischenruf des Abg. Kickl
Während wir über Beschäftigung und Arbeitslosigkeit reden, überlegen Sie sich schon Ihre polemischen, witzigen Bemerkungen, die ohnehin nur Sie witzig finden. Ich bin froh, in einem Land Bundeskanzler zu sein (Zwischenruf des Abg. Kickl), wo Sie am
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
dritten Platz sind. Bleiben Sie dort, oder am besten noch ein bisschen dahinter! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Dr. Belakowitsch-Jenewein. – Ruf bei der FPÖ: Sie sind unwürdig!
Wer nicht versteht, dass die Stärke dieses Landes nicht im Ausspielen und im Aufhetzen besteht, hat das Erfolgsmodell, die Erfolgsgeschichte Österreich nicht verstanden. Die Bürgerinnen und Bürger haben es verstanden. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Dr. Belakowitsch-Jenewein. – Ruf bei der FPÖ: Sie sind unwürdig!)
Abg. Kickl: Der ... Kanzler aller Zeiten!
Seit den neunziger Jahren hat sich der Wert der heimischen Exporte verdreifacht. (Abg. Kickl: Der ... Kanzler aller Zeiten!)
Abg. Kickl: ... Nulldefizit?
Die Zinsen für österreichische Staatsanleihen, also eine für uns nicht nur als Selbstzweck wichtige statistische Messlatte, sondern als wesentliche Frage, wie wir unsere Steuermittel einsetzen, die Zinsen für österreichische Staatsanleihen zeigen, dass wir auf den internationalen Märkten – bei jenen, die darüber entscheiden, wie sie ein Land beurteilen, indem eben die Zinsen für Staatsanleihen entweder zu den niedrigsten oder zu den höchsten gehören – so beurteilt werden, dass wir am historisch niedrigsten Stand dieser Zinsen sind. (Abg. Kickl: ... Nulldefizit?)
Abg. Kickl: Wieso reden Sie dauernd nur von neuen Schulden? Ich habe geglaubt, Sie wollen ein Nulldefizit!
Das ist eine harte Aufgabe, denn fürs Sparen ist ja jeder – wenn er selbst betroffen ist, natürlich mit einem anderen emotionalen Entgegenkommen, als wenn es bloß um das Prinzip der Sparsamkeit geht. Aber auch diese Sparsamkeit ist kein Selbstzweck, sondern sie soll uns in die Situation versetzen, dass wir auch in Zukunft die besten Voraussetzungen haben, nicht in der Größenordnung von etwa 3, 4, 5 oder 6 Prozent Zinsen für Staatsanleihen zu bezahlen. 1 Prozent macht 2 Milliarden € pro Jahr aus, durchgerechnet auf die Dauer der Anleihe. Das alleine zeigt, wie wichtig es ist, dass wir die Finanzen stabil halten. (Abg. Kickl: Wieso reden Sie dauernd nur von neuen Schulden? Ich habe geglaubt, Sie wollen ein Nulldefizit!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser
Steuerbetrug ist etwas, was nicht als Kavaliersdelikt zu betrachten ist (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser), insbesondere jenen gegenüber nicht, die mit harter Arbeit und fairer Einstellung der Gemeinschaft gegenüber ihre Steuern bezahlen. Daher sind der Kampf gegen Steuerbetrug – auch auf europäischer Ebene –, das Bekämpfen von Steueroasen (Abg. Mag. Rossmann: ... Informationsaustausch!), das Einsetzen für die Finanztransaktionssteuer, mit besonderer Deutlichkeit auch in den kommenden Wochen, eine der wesentlichen Aufgaben. Die Bankenabgabe wird unter Beibehaltung des derzeitigen Aufkommens auf die Bemessungsgrundlage der Bilanzsumme umgestellt, und der Satz für den Sonderbeitrag zur Stabilitätsabgabe wird gleichzeitig auf 45 Prozent erhöht.
Abg. Mag. Rossmann: ... Informationsaustausch!
Steuerbetrug ist etwas, was nicht als Kavaliersdelikt zu betrachten ist (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser), insbesondere jenen gegenüber nicht, die mit harter Arbeit und fairer Einstellung der Gemeinschaft gegenüber ihre Steuern bezahlen. Daher sind der Kampf gegen Steuerbetrug – auch auf europäischer Ebene –, das Bekämpfen von Steueroasen (Abg. Mag. Rossmann: ... Informationsaustausch!), das Einsetzen für die Finanztransaktionssteuer, mit besonderer Deutlichkeit auch in den kommenden Wochen, eine der wesentlichen Aufgaben. Die Bankenabgabe wird unter Beibehaltung des derzeitigen Aufkommens auf die Bemessungsgrundlage der Bilanzsumme umgestellt, und der Satz für den Sonderbeitrag zur Stabilitätsabgabe wird gleichzeitig auf 45 Prozent erhöht.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Die oft angesprochene Anhebung der Familienbeihilfe, die auch in diesem Haus zu Diskussionen geführt hat, ist für Mitte nächsten Jahres geplant, obwohl wir gleichzeitig in Zeiten geringer finanzieller Spielräume Investitionen gerade im Bereich von Sachleistungen erhöht haben. Unter den Offensivmaßnahmen in Milliardenhöhe finden sich der Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen mit 350 Millionen €, Hochwasserschutzmaßnahmen, der Ausbau schulischer Tagesbetreuung mit alleine 400 Millionen €, die Forschungsförderung, der Wohnbau mit 276 Millionen €, Pflegegeld und 24-Stunden-Pflege, die Pflegefonds-Verlängerung sowie viele andere Bereiche in der Infrastruktur. Alle diese Dinge zeigen, dass wir uns leider nicht all das leisten können, was wir uns gerne leisten würden im Ausbau und im Fortschritt unseres Landes, aber dass wir Investitionen in der richtigen Richtung im Rahmen unserer Spielräume vornehmen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Kickl: Wie ist denn das bei der Mineralölsteuer, Herr Bundeskanzler?
jene, die sehr wenig zum Leben zur Verfügung haben, hier einen großen Anteil ihres Haushaltseinkommens, das ihnen zur Verfügung steht, ausgeben. (Abg. Kickl: Wie ist denn das bei der Mineralölsteuer, Herr Bundeskanzler?)
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Wir haben abgesehen von diesen Maßnahmen im Wissen agiert, dass jede Erhöhung Auswirkungen hat – jede, und ich will keine kleinreden, auch eine Anpassung, die über viele Jahre nicht geschehen ist, will ich nicht kleinreden. Dem gegenüber steht aber eine Anpassung etwa auch im Bereich der Pendlerpauschale, die wir vorgenommen haben. Also wir versuchen, auch dort gegenzusteuern, wo wir zielgruppengenau die Mobilität der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhöhen und verbessern können. (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Und ich weiß, dass gerade bei den ganztägigen Schulformen zwar viele Experten in aller Deutlichkeit sagen, das ist einer der wesentlichen Unterschiede zu den erfolgreichen Ländern, also jenen, die in der PISA-Studie vor uns sind – und man soll sich ja auch das ganz genau anschauen, wo man einen Verbesserungsbedarf hat, und wenn man den Unterschied heranzieht, dann ist die ganztägige Schule ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg –, ich weiß aber, dass es in der Bevölkerung hier keine so flächendeckende Übereinstimmung gibt, obwohl man insbesondere beim verschränkten Unterricht den Vorteil hat, dass man die Nachhilfelehrer nicht benötigt, weil in der Schule sehr viel an Förderung, an Unterstützung, auch an Ausgleich von Benachteiligung passiert. Viele Eltern in unserem Lande sind noch nicht so überzeugt von diesem Schulmodell, aber ich glaube, dass wir mit den Beispielen, die wir setzen, das Prinzip der Freiwilligkeit beibehalten und mit diesem Prinzip der Freiwilligkeit für dieses Modell besonders werben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Walter Rosenkranz.
Die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl sowie der Ausbau der Neuen Mittelschule haben eine Reihe von Grundlagen geschaffen, auf die wir aufbauen können. (Zwischenruf des Abg. Dr. Walter Rosenkranz.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer
Ein weiterer Punkt ist Fairness am Arbeitsmarkt in allen Bereichen, beispielsweise durch Einschränkung von sogenannten All-in-Verträgen, die den Ausdruck nicht wert sind (Zwischenruf des Abg. Neubauer), weil „all-in“ bedeuten würde, dass das auch
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
All diese Dinge, die mit Korrektheit, mit Anständigkeit, mit Fairness zu tun haben, müssen gemeinsam ausgebaut werden, gemeinsam mit den Sozialpartnern unseres Landes, denn „gemeinsam“ heißt, sich zu respektieren, heißt, dass Interessengegensätze nicht verheimlicht, nicht verniedlicht, sondern in konstruktiver, gemeinsamer Weise gelöst werden. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kickl
Dafür ist aber auch eine Voraussetzung, dass es diese Arbeitsplätze gibt, und deshalb ist das Bonus-Malus-System ein Beispiel, wo wir durchaus auch von anderen Ländern lernen können. Ich halte nichts von diesem Ausspruch: Wir leben im eigenen Land, und was geht uns alles andere in dieser Welt an!? – Wer so engstirnig ist, der wird in der Wissenschaft nichts erreichen, der wird in der Wirtschaft nichts erreichen (Zwischenruf des Abg. Kickl) und im Sport übrigens auch nicht. Daher ist diese Offenheit anderen Systemen und Ländern gegenüber wichtig. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Dafür ist aber auch eine Voraussetzung, dass es diese Arbeitsplätze gibt, und deshalb ist das Bonus-Malus-System ein Beispiel, wo wir durchaus auch von anderen Ländern lernen können. Ich halte nichts von diesem Ausspruch: Wir leben im eigenen Land, und was geht uns alles andere in dieser Welt an!? – Wer so engstirnig ist, der wird in der Wissenschaft nichts erreichen, der wird in der Wirtschaft nichts erreichen (Zwischenruf des Abg. Kickl) und im Sport übrigens auch nicht. Daher ist diese Offenheit anderen Systemen und Ländern gegenüber wichtig. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Und da zeigt sich gerade beim Bonus-Malus-System für ältere Arbeitnehmer, dass es Länder gibt, die Modelle geschaffen haben, wo der Wert von älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bedeutend ist, und wo es auch eine gesellschaftspolitische Grundeinstellung ist, zu sagen: Wir reden nicht nur darüber, wie lange jemand arbeiten sollte, sondern wir – Wirtschaft und Gemeinschaft – fühlen uns gemeinsam dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, dass es diese Arbeitsplätze auch gibt. Daher messe ich der Frage Ausbau und Stärkung der Diskussion bezüglich ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unserem eigenen Land eine besondere Bedeutung zu. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Kickl: Das wäre ja nicht das erste Mal! Im Scheitern habt ihr ja Erfahrung! – Abg. Dr. Walter Rosenkranz: In der Ruhe liegt die Kraft!
Nun werden viele fragen: Aber was ist, wenn ihr dieses Ziel nicht erreicht? (Abg. Kickl: Das wäre ja nicht das erste Mal! Im Scheitern habt ihr ja Erfahrung! – Abg. Dr. Walter Rosenkranz: In der Ruhe liegt die Kraft!) Was ist, wenn ihr mit den Maßnahmen, die ihr gesetzt habt und die ihr setzen wollt, und mit dem engagierten Umsetzen auch jener Beschlüsse, die wir ja zu einem großen Teil schon gefasst haben oder die sich in Umsetzung befinden – die Nagelprobe besteht ja auch darin, wie etwas umgesetzt werden soll –, das Ziel nicht erreicht, das faktische Pensionsalter zu erhöhen? – Dann wissen wir, dass wir als Regierung nicht einfach ein Rezeptbuch vorzulegen haben, sondern selbstverständlich Punkt für Punkt dort, wo etwas nicht so läuft, wie wir es vorhaben beziehungsweise wie es auch notwendig ist für das Land, nachzujustieren haben.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
an Kinderbetreuungsplätzen haben und diesen durch den Ausbau weiter erhöhen werden. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Damit bin ich auch bei einem wesentlichen Punkt, der die Zusammenarbeit mit den Bundesländern anspricht. Es wird in unserem Land, wenn wir den Föderalismus ernst nehmen, eine enge und gute, auch eine hartnäckige Zusammenarbeit und Durchsetzung unserer Interessen zwischen Bund, Ländern und Gemeinden geben müssen, um diese Aufgaben, die durch die Kompetenzverteilung oft von mehreren wahrzunehmen sind, gemeinsam zu bewerkstelligen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kickl: Aber Achtung, das ist ja die Neidgesellschaft, von der Sie geredet haben! So haben Sie es ja verhunzt!
Dazu gehört auch der Bereich Transparenz. Wenn wir heute nicht klar sagen können, da wir es oft gar nicht wissen, welche Einzelförderungen es für Bürgerinnen und Bürger, für einzelne Unternehmen auf Landes- oder Gemeindeebene gibt (Abg. Kickl: Aber Achtung, das ist ja die Neidgesellschaft, von der Sie geredet haben! So haben Sie es ja verhunzt!) – ohne Neidgesellschaft! –, dann müssen wir hier eine Transparenz schaffen, damit auch in Zukunft im Geiste der Solidarität die Richtigen das bekommen, was wir gemeinsam als Ziele definiert haben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dazu gehört auch der Bereich Transparenz. Wenn wir heute nicht klar sagen können, da wir es oft gar nicht wissen, welche Einzelförderungen es für Bürgerinnen und Bürger, für einzelne Unternehmen auf Landes- oder Gemeindeebene gibt (Abg. Kickl: Aber Achtung, das ist ja die Neidgesellschaft, von der Sie geredet haben! So haben Sie es ja verhunzt!) – ohne Neidgesellschaft! –, dann müssen wir hier eine Transparenz schaffen, damit auch in Zukunft im Geiste der Solidarität die Richtigen das bekommen, was wir gemeinsam als Ziele definiert haben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Auch der Bereich Landwirtschaft, des ländlichen Raumes, der Bereich der Vielfalt unseres Landes und der notwendige Respekt für diesen Bereich in unserer Gesellschaft müssen in dieser engen Zusammenarbeit zum Ausdruck kommen. Es macht keinen Sinn, wenn die einen den nötigen Respekt bei den Arbeitern oder etwa bei den Eisenbahnern vermissen lassen und dafür die anderen den nötigen Respekt bei den Menschen, die im landwirtschaftlichen Bereich tätig sind. Wir brauchen den Respekt in unserer Gesellschaft als Grundwert der Gemeinsamkeit. Das werden wir doch aus unserer Geschichte gelernt haben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Im Gesundheitsbereich hat die Pflege deshalb einen besonderen Stellenwert, weil die Menschen älter werden, aber auch deshalb, weil sich durch die hohe Erwerbsquote von Frauen das, was früher im Rollenbild ohnehin nicht immer sehr fair, aber Tatsache war, dass Frauen die Pflege von Familienangehörigen übernommen haben, durch die zunehmende Berufstätigkeit der Frauen und durch den Fortschritt in unserer Gesellschaft, da sie selbst auch wirtschaftlich aktiv sind, etwas geändert hat. Dass dieser Bereich der Pflege, die Betreuung zu Hause, die mobile Pflege, seine entsprechende Berücksichtigung und Förderung findet, damit die Menschen möglichst lange zu Hause bleiben und gepflegt werden können, ist ein Schwerpunkt der Arbeit der nächsten fünf Jahre, der ebenfalls mit Respekt, insbesondere zum Großteil natürlich älteren Menschen in unserem Land gegenüber, zu tun hat. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Es war richtig, nicht auf die Sozialisten zu setzen!
Kernenergie zu setzen, und dass es richtig ist, in Europa nicht auf Kernenergie zu setzen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Es war richtig, nicht auf die Sozialisten zu setzen!)
Abg. Kickl: Von welcher Partei ist denn der?
Ich möchte aber, meine sehr verehrten Damen und Herren, auch jenen danken, die bisher in der Regierung tätig waren. Und ich weiß, dass ihre Arbeit nicht leicht war, gerade wenn es um Einsparungen gegangen ist. Wir haben die letzten Jahre versucht, Österreich mit einem Konsolidierungskurs durch die Krise zu führen – der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank Nowotny hat gesagt, wir haben hier ein gutes Beispiel gesetzt (Abg. Kickl: Von welcher Partei ist denn der?) –, mit einem Konsolidierungskurs, der die Kaufkraft der Menschen berücksichtigt, der die Investitionskraft des Landes berücksichtigt und der im Unterschied zu anderen Ländern in einer moderaten, maßhaltenden, aber konsequenten Art vorangetrieben wurde. Viele dieser Kolleginnen und Kollegen, die in der Regierung in der jüngeren Vergangenheit für uns tätig waren, haben hier große Leistungen erbracht.
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Ich möchte mich bei Dr. Claudia Schmied, bei Dr. Maria Theresia Fekter, bei Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich, bei Univ.-Prof. Dr. Beatrix Karl, bei Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Töchterle, bei Mag. Andreas Schieder und bei Dr. Reinhold Lopatka auf das Herzlichste bedanken. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Abg. Neubauer: Eine Schande ist das!
Ich möchte Ihnen zum Schluss noch einen Punkt besonders in den Mittelpunkt stellen, den ich bereits mehrfach angesprochen habe. Die budgetären Spielräume, die wir schaffen wollen, sei es für Steuerreform oder für Maßnahmen zur Verbesserung unseres Gesundheitssystems oder unserer sozialen Leistungen, wird es nur geben, wenn wir auch in der Verwaltung modernisieren. Wir haben vor, mit dem Durchforsten von Subventionen und Förderungen diese Spielräume zu schaffen, um vieles, was wir gemeinsam wollen, auch umsetzen zu können. Das beginnt bei Einzelmaßnahmen wie der Zahnspange für Kinder, deren Eltern sich die Zahnspange nicht leisten können, und geht bis zu Fragen der Forschung und Entwicklung, wo wir noch viel mehr zu investieren hätten, um diese so wichtigen Schlüssel für die Innovationskraft unserer Gesellschaft noch mit deutlich mehr Mitteln zu unterlegen. Auch in der Armutsbekämpfung fehlt es uns an vielen Ecken und Enden für das, was vom Herzen und vom Engagement her und von dem, wie sich die Gesellschaft eines Landes definieren sollte, notwendig ist. (Abg. Neubauer: Eine Schande ist das!)
Lang anhaltender Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich bin daher überzeugt und möchte damit zum Schluss kommen, dass unsere Heimat, auf die wir so stolz sein können, dann am besten weiterentwickelt wird, wenn wir gemeinsam Verantwortung übernehmen. (Lang anhaltender Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Sehr geehrter Herr Bundespräsident! Frau Nationalratspräsidentin! Herr Wirtschaftskammerpräsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren vor den Fernsehschirmen! Ich glaube, jetzt hat sich jeder, der das heute live mitverfolgen kann, ein Bild machen können über eine Ambitionslosigkeit, die durchaus ihresgleichen sucht. Denn das, was wir hier vorgetragen bekommen haben, kann man nur als ambitionslos bezeichnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das vorherige Regierungsprogramm aus dem Jahr 2008 hat damals zumindest 267 Seiten umfasst, während wir jetzt mit Überschriften und ohne wesentliche Inhalte 122 Seiten vorfinden. Und man fragt sich, was da in den letzten zwei Monaten eigentlich verhandelt wurde, wenn man dieses Regierungsprogramm inhaltlich beurteilt. Ich sage Ihnen, inhaltlich ist es mehr als überschaubar, um nicht gar davon zu reden, dass es gähnende Leere hinterlässt. Natürlich ist das eine oder andere in Überschriften durchaus positiv formuliert, aber wir vermissen wesentliche Kerninhalte, die es benötigt. Natürlich kann man über ein paar Vorschläge und Überschriften, die Sie im Regierungsprogramm haben, durchaus positiv und vernünftig diskutieren, das sind diskutable Maßnahmen, aber Sie greifen bestenfalls minimale Probleme auf, und dem gegenüber steht ein Meer ungelöster Vorhaben und totgeschwiegener Notwendigkeiten, die wir hier vermissen, eben die Notwendigkeiten einer Verwaltungsreform, einer Staatsreform, einer Gesundheitsreform. Und da höre ich nichts von Ihrer Seite! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Und dann gibt es den Herrn Kurz. Ich sage nichts gegen seine Person, er hat ja in den vergangenen Jahren trotz seines jungen Alters durchaus eine gute und beachtliche Figur gemacht. Aber wenn man jetzt den Herrn Kurz als Außenminister einsetzt, ohne diplomatische Erfahrung, dann ist das etwas, worüber man sich wirklich nur wundern kann. Das ist eine Fortsetzung der Abmeldung der österreichischen Außenpolitik (Beifall bei der FPÖ), die wir auch schon beim Begräbnis Mandelas in einer peinlichen Art und Weise erleben mussten. Wahrscheinlich macht er jetzt rasch über Weihnachten noch schnell seine Ausbildung bei Humboldt für den Außenminister. Aber dass man sich im In- und Ausland damit natürlich lächerlich macht, das ist leider Gottes der
Beifall bei der FPÖ.
Nichts dergleichen habe ich gehört, und genau das ist wirklich ein Armutszeugnis. Ungeniert haben Sie von SPÖ und ÖVP alle Ihre Wahlversprechen gebrochen und reden sich jetzt gegenseitig aufeinander aus nach dem Motto: Der andere hat das, das und das, was wir wollten, verhindert! – Das ist kein Konzept. Es ist daher kein Wunder, wenn es heute in der SPÖ, aber auch in der ÖVP, nicht nur in manchen Bundesländern und Vorfeldorganisationen, sondern bis hinein in den mittleren Funktionärsbereich, und vor allen Dingen auch in der Wählerschaft massive Unruhe gibt. Und ich kann nur sagen, ich lade alle vernünftigen Kräfte ein, in Zukunft der Zukunftspartei, nämlich der Freiheitlichen Partei, das Vertrauen zu schenken. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage das in der Offenheit, denn die nächste Gelegenheit kommt ja sehr bald, nämlich kommendes Jahr im Mai bei der Wahl zum Europäischen Parlament, wo es notwendig wäre, dieser Regierung gleich einmal den ersten kräftigen Denkzettel zu verpassen für das, was Sie da heute vorgelegt haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wöginger: Haben wir schon! Da warst du wieder nicht da, wo wir das beschlossen haben!
Nach Jahren des Stillstands unter Rot-Schwarz braucht es in Österreich natürlich umfangreiche und substanzielle Reformen, und da muss man noch einmal in Erinnerung rufen: eine Bundesstaatsreform, eine Verwaltungsreform. Der Rechnungshof hat ja 599 Vorschläge vorgelegt! – Nichts ist umgesetzt worden in den vergangenen Jahren. Ich kann nichts an Ambition in diesem Regierungsprogramm erkennen. Was ich mir inhaltlich erwartet hätte, wäre wirklich einmal eine Auflistung der notwendigen Reformschritte mit einem klaren Datum versehen, wo man sagt, 2014 setzen wir eine Gesundheitsreform, eine Bildungsreform um, 2015 kommen die nächsten Schritte. (Abg. Wöginger: Haben wir schon! Da warst du wieder nicht da, wo wir das beschlossen haben!) Ich hätte mir klare Vorgaben gewünscht, aber nichts dergleichen findet man in diesem Regierungsprogramm.
Beifall bei der FPÖ.
Arbeitnehmer automatisch jedes Jahr durch die kalte Progression weiter zuspitzen wird und wir hier eine Entwicklung erleben werden, wo das derzeitige Lohnsteueraufkommen von zirka 26 Milliarden € eine automatische Erhöhung um 800 Millionen € pro Jahr erfahren wird. Das bedeutet für jeden Arbeitnehmer weitere 200 € jährlich an Steuern, und das ist eine Zusatzbelastung für 4 Millionen Lohnsteuerzahler. Da muss man natürlich von neuen versteckten, zusätzlichen Steuerbelastungen reden, wodurch der Faktor Arbeit weiter massiv belastet anstatt entlastet wird. Dort müssten wir ansetzen, nämlich die Wirtschaft, die kleinen und mittleren Betriebe, die Leistungsträger zu entlasten, um diesen Kreislauf der Wirtschaftskrise zu durchbrechen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn es um Inflationsanpassungen geht, die notwendig sind, dann wird hier genauso operiert, nämlich dass man die Leute mit Mehrbelastungen bedient. Wenn Sie von Familienentlastungen reden und wenn Sie davon reden, dass demnächst die Familienbeihilfe erhöht werden wird, dann sage ich Ihnen, in den letzten zehn Jahren hat es nicht einmal ansatzweise eine Inflationsanpassung gegeben, und kommendes Jahr findet sie ebenso nicht statt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es wäre daher gut gewesen, hätten Sie nach der Budgetlüge, die Sie der österreichischen Bevölkerung angetan haben, den Mut aufgebracht, den Schritt zu setzen, heute nicht eine Regierungserklärung zu verlesen, sondern sich mutig hinzustellen und zu sagen, ja, wir gehen in Neuwahlen und lassen die Bürger noch einmal neu entscheiden, nachdem sie jetzt die Wahrheit kennen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
erleben werden. Aber ich sage Ihnen, die Rechnung kommt bestimmt, und ich kann Ihnen eines versprechen, wir werden in den nächsten fünf Jahren als stärkste Oppositionskraft in diesem Haus die Interessen der Österreicherinnen und Österreicher in einer Konsequenz vertreten, dass natürlich auch Sie, Herr Bundeskanzler, aufgeregt reagieren werden. Ja, aber immer dann, wenn Sie sich aufregen, so wie heute, dann haben wir bei Ihnen den wunden Punkt getroffen. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Das ist genau der entscheidende wunde Punkt, den wir in den nächsten Jahren immer wieder treffen werden, denn Sie tragen natürlich Verantwortung für die letzten fünf Jahre, und Sie tragen mit dem heutigen Regierungsprogramm und der Regierungserklärung, die Sie präsentiert haben, natürlich auch die Hauptverantwortung für die kommenden Jahre! Bei Ihnen wird die Verantwortung festzumachen sein. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich kann Ihnen nur eines versprechen: Wenn man es so schlecht wie Sie in den letzten fünf Jahren gemacht hat, Herr Faymann, dann kann man es nur besser machen, und wir Freiheitlichen werden es in Zukunft auch besser machen! Das ist unsere Verantwortung. Dieser Verantwortung sind wir uns bewusst, diese Verantwortung werden wir leben, und wir laden alle Österreicherinnen und Österreicher ein, die in Zukunft endlich diese rot‑schwarze Stillstandsregierung überwinden wollen, das mit uns gemeinsam in Angriff zu nehmen. Die nächsten Wahlen wie jene zum Europäischen Parlament und auch die nächsten Landtagswahlen kommen bestimmt, und da werden Sie die Rechnungen schon präsentiert bekommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Kollege Strache! Ich habe den Eindruck, Sie haben statt des Regierungsprogramms die „Hörzu“ gelesen, denn was Sie uns erzählt haben, klingt wie eine Fortsetzungsserie und all diese Dinge. Das ist keine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Regierungsprogramm! Ihre Auseinandersetzung war anscheinend in der Fernsehzeitschrift und sonst nirgends zu finden! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kickl: Null Komma wie viel Prozent?
nebenkosten zu senken. (Abg. Kickl: Null Komma wie viel Prozent?)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Weiters nenne ich den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen, Sachleistungen, nämlich Kindergärten und schulische Ganztagesbetreuung, und zwar im verschränkten Ausmaß. Das heißt, das verpflichtende Ganztagsangebot von mindestens einer Klasse in den Schulen ist ein pädagogischer Fortschritt, um den wir lange gerungen haben. Ebenso ist auch die Erhöhung der Familienbeihilfe, die kurz in Frage gestellt war, aber zum Glück aber Mitte nächsten Jahres kommen wird, eine wichtige Maßnahme für Österreichs Familien. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Walter Rosenkranz.
Im Verwaltungsbereich, mit dem Sie sich ja so intensiv beschäftigen, ist das Amt der Bundesregierung ein Meilenstein im Rahmen der Verwaltungsreform: Die einzelnen Ministerien werden ihre Verwaltungseinheiten so koppeln, dass hier mehr Effizienz entsteht und Parallelitäten abgeschafft werden können. Wichtig sind auch der Abbau von Doppelgleisigkeiten, eine Förderung der Transparenzdatenbank und die Forcierung des Forschungsstandorts. Allein 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sind für Universitäten und Fachhochschulen im Plan bis 2020 vorgesehen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Walter Rosenkranz.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch dazu ein Wort: Mich schmerzt ein bisschen, dass die Qualitätsdebatte an Österreichs Hochschulen, die wir führen müssen und in deren Rahmen es auch noch viele Fragen zu lösen gibt, jetzt allein auf die Ressortaufteilung reduziert wird. – Wir haben in der Geschichte schon viel erlebt, und man kann alles hinterfragen. Wir haben das Wissenschaftsministerium auch schon zusammen mit Verkehr und anderen Bereichen erlebt. Vielleicht ist man je nach dem politischen Geschmack der Auffassung, dass ein Ressort besser allein oder nicht allein geführt wird. Es geht hiebei aber erstens um die handelnden Personen, und ich bin mir sicher, dass Reinhold Mitterlehner ein hervorragender Wissenschaftsminister sein wird, und zweitens geht es um die sachliche Herangehensweise in diesem Bereich. Für mich ist Hochschulwesen mehr als nur die Frage der Zugehörigkeit. Ich meine, dabei geht es vielmehr auch um die Inhalte. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Zum Gesundheitsbereich: Ich bin ich sehr froh, dass das Gesundheitsministerium ein eigenständiges Ministerium geblieben ist, weil der Gesundheitsminister jene Person war, die in den letzten fünf Jahren massiv an der Gesundheitsreform mit Ärztevertretern, mit den Ländern, mit den Krankenhauserhaltern, mit den Sozialversicherungsträgern gearbeitet hat und etwas zustande gebracht hat, wovon man vorher gesagt hat, dass das nie gelingen wird. Es ist aber gelungen! Und wenn jetzt noch Maßnahmen dazukommen wie etwa die Zahnspange als Kassenleistung für die Kinder von Familien, die sich das nicht leisten können, dann ist das ein weiterer Meilenstein in der gesundheitlichen Sicherheit in unserem Land. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: All das sind nur Absichtserklärungen!
Es gehört übrigens der Kinder- und Jugendgesundheitspass für die Sieben- bis 18-Jährigen genauso dazu, was auch einen wesentlichen Fortschritt mit sich bringt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: All das sind nur Absichtserklärungen!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Es ist ja überhaupt noch nichts da!
Wohnbereich: Wohnen, sehr geehrte Damen und Herren (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Es ist ja überhaupt noch nichts da!) Kollegin, am Anfang einer Regierungsperiode ist einmal ein Regierungsprogramm da, im Laufe der Regierungsperiode werden Gesetze da sein, und am Ende einer Regierungsperiode ist eine Erfolgsbilanz
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
da. So wird diese Regierung arbeiten! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber auch diesbezüglich ist es wichtig, die Sicherheit zu betonen. Wir stehen nicht für Kürzungen im Pensionsbereich. Wir sind dafür, dass die ältere Generation die Sicherheit hat, dass die Pensionen stabil sind, dass aber die heutige junge Generation gleichzeitig auch die Sicherheit hat, dass die Angehörigen dieser Generation, wenn sie alt sind, eine Pension haben, von der sie leben können. Diese materielle Absicherung im Alter ist uns ein Herzensanliegen, und daran werden wir auch nicht rütteln! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Das heißt: Sie hier als Oppositionsabgeordnete, aber auch die Zuschauer zu Hause an den Fernsehgeräten sollten dieser Regierung nicht nur eine Chance geben, sondern sie vor allem auch an ihren Taten und ihrer Arbeit messen. Dann werden Sie nämlich sehen, dass diese Regierung Österreich gut durch die Zeiten bringen wird! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Etwas ganz explizit noch vorweg: Das zweite kostenfreie Gratis-Kindergartenjahr ist eine ganz wichtige Entlastungsmaßnahme für Familien. – Es steht aber alles unter Finanzierungsvorbehalt. Alles, das gesamte Regierungsübereinkommen, steht unter Finanzierungsvorbehalt. „Finanzierungsvorbehalt“ ist das neue Wort für „Budgetloch“. Und das ist eigentlich dramatisch, denn Sie haben selber vom Nulldefizit gesprochen. Aber das geht sich nur dann ansatzweise aus, wenn all die positiven Dinge nicht verwirklicht werden. Das heißt: Es gibt einen tatsächlich festgeschriebenen Stillstand. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kickl: Das Wissenschaftsministerium ist in den Keller des Wirtschaftsministeriums verräumt worden!
Das Wissenschaftsressort wird einfach abgeschafft. Die Unis haben keinen Zuständigen mehr, der ihre Interessen vertritt, der die Forschung, die Wissenschaft, die Freiheit der Wissenschaft vertritt. (Abg. Kickl: Das Wissenschaftsministerium ist in den Keller des Wirtschaftsministeriums verräumt worden!)
Beifall bei den Grünen.
Das gilt auch für Fragen im Sozialbereich: Mit der Frage der Aufwertung des Solidarbeitrages im Pensionskonto greifen Sie genau bei den Jungen und Jüngsten in die Zukunft ihrer Pensionen ein – und das halte ich für ganz besonders unsolidarisch! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich hätte mir auch mehr im gesamten Bereich betreffend den Umgang mit Zukunftschancen, grünen Arbeitsplätzen, Energieeffizienz und Klimaschutz erwartet, etwa auch im Hinblick darauf, dass erstmals auf europäischem Boden ein Wirbelsturm stattgefunden hat. Wir haben jetzt einen neuen Umwelt- und Agrarminister. Das Umweltkapitel ist allerdings aus meiner Sicht das schwächste, das wir in Österreich jemals gehabt haben! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Damit bin ich auch wieder bei einer Strukturfrage: Im Jahr 2000 wurde das Umweltministerium als eigenes Ministerium abgeschafft. Das Ergebnis haben wir gesehen, nämlich zehn Jahre lang Interessenkonflikte zwischen Agrarpolitik und Umweltpolitik. Und jetzt tun Sie genau dasselbe mit der Wissenschaft! Wir werden Ihnen heute mit der namentlichen Abstimmung eines Entschließungsantrags die Chance geben, dieser Abschaffung des eigenständigen Wissenschaftsressorts nicht zuzustimmen. Damit bekommen Sie eine Chance, etwas noch besser zu machen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist interessant, dass für die Frage des Familienministerium das Wissenschaftsministerium geopfert worden ist. Wir werden jedoch Sie, Sophie Karmasin, als moderne Frau gerne unterstützen, wenn Sie moderne Familienpolitik machen. Allerdings sind die Voraussetzungen mit dieser einzigen Sektion sehr eingeschränkt, und die Sorge, dass das ausschließlich ein PR-Ministerium ist, ist sehr groß. Aber bei moderner Familienpolitik haben Sie von uns auch gegen die ÖVP mit Sicherheit unsere Unterstützung! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Brandstetter, es ist natürlich ein sehr interessanter Rollenwechsel, als Strafverteidiger nunmehr auf einmal als Chef der Ankläger hier zu sitzen. Ich glaube, noch nie stand die Frage des Weisungsrechtes und der Unabhängigkeit der Staatsanwaltschaft so sehr auf dem Prüfstand wie jetzt. Genau diese Frage nehmen wir aber heute zum Anlass für einen Vorstoß von uns Grünen. Ich sage gleich vorweg: Wir werden Sie auch unter dem Aspekt Ihres Rollenwechsels sehr genau beobachten, und wir halten das für eine gute Gelegenheit, einen unabhängigen Generalstaatsanwalt beziehungsweise eine unabhängige Generalstaatsanwältin oder Bundesstaatsanwalt beziehungsweise -staatsanwältin einzufordern und das Weisungsrecht des Justizministers gegenüber den Staatsanwälten abzuschaffen. Jetzt haben wir wirklich die Gelegenheit, das tatsächlich zu machen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Was erwartet uns jetzt die nächsten fünf Jahre? – Ich sage etwas vorweg: Sie haben bei positiven Reformvorhaben jedenfalls die Unterstützung der Grünen, keine Frage! Etwas muss ich aber schon noch einmal sehr kritisch anmerken. Es gibt in diesem gesamten Koalitionsübereinkommen keinen einzigen Satz zum Ausbau der Kontrollrechte – keinen einzigen Satz! –, und das ist ein Armutszeugnis! Sie wissen, wie lange wir uns hier mit der Frage auseinandergesetzt haben, was tatsächlich die Aufgabe des Parlaments ist. – Und es ist die Aufgaben aller Abgeordneten, auch Kontrolle wahrzunehmen, also nicht nur der Oppositionsabgeordneten, sondern auch der Regierungsabgeordneten. Es kann nicht sein, dass der Untersuchungsausschuss als Minderheitsrecht und die Aufwertung des Parlaments von dieser Regierung vollkommen ignoriert und ausgeklammert werden. Wir werden dafür sorgen, dass diesen Fragen Beachtung geschenkt wird! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Kogler: Das ist undemokratisch!
Erbitterten Widerstand von uns werden Sie von uns auch erfahren, wenn es darum geht, den Verfassungsgesetzgeber hier im Haus auszuhebeln. Sie treffen Direktvereinbarungen mit den Ländern – das verbirgt sich unter dem Stichwort Modernisierung von Artikel-15a-Vereinbarungen –, schließen direkt mit den Ländern Verträge ab und legen Kompetenzfragen und Verfassungsfragen nicht mehr dem Verfassungsgesetzgeber vor. (Abg. Mag. Kogler: Das ist undemokratisch!) Dagegen leisten wir erbitterten Widerstand! Und ich bitte auch andere Oppositionsparteien, dafür zu sorgen, dass es nicht in Frage kommt, den Nationalrat und den Verfassungsgesetzgeber so auszuhöhlen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Erbitterten Widerstand von uns werden Sie von uns auch erfahren, wenn es darum geht, den Verfassungsgesetzgeber hier im Haus auszuhebeln. Sie treffen Direktvereinbarungen mit den Ländern – das verbirgt sich unter dem Stichwort Modernisierung von Artikel-15a-Vereinbarungen –, schließen direkt mit den Ländern Verträge ab und legen Kompetenzfragen und Verfassungsfragen nicht mehr dem Verfassungsgesetzgeber vor. (Abg. Mag. Kogler: Das ist undemokratisch!) Dagegen leisten wir erbitterten Widerstand! Und ich bitte auch andere Oppositionsparteien, dafür zu sorgen, dass es nicht in Frage kommt, den Nationalrat und den Verfassungsgesetzgeber so auszuhöhlen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Königsberger-Ludwig.
Nehmen Sie die Verantwortung wahr und tun Sie alles, um diesen Menschen die nächste fünf Jahre etwas anzubieten! Und schauen Sie sich wirklich an, was tatsächlich – auch aus meiner Sicht – an Umsteuern und sozialer Gerechtigkeit möglich ist! Das ist auch ein offener Punkt, der in Ihr Regierungsübereinkommen hineingeschrieben gehört: Es braucht einen stärkeren Beitrag der Reichen und Vermögenden in Österreich, um genau die Familien, die jetzt nicht wissen, wie sie heizen sollen, auch tatsächlich unterstützen zu können! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Und das Argument ist falsch, dass es darum geht, Forschungsagenden gebündelt zu haben. Das wissen Sie alle ganz genau: Die Forschungsagenden sind nach wie vor nicht gebündelt! Die finden sich nach wie vor im BMVIT, im Bereich der Landwirtschaft – also von Bündelung keine Spur! Es war ausschließlich ein parteiinternes Überlegen: Man brauchte halt die neue Familienministerin, man brauchte für sie ein Ressort, und deswegen wurde das Wissenschaftsressort als eigenständiges Ministerium geopfert. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Schauen Sie sich an, was aus der Umwelt geworden ist, nehmen Sie sich das als mahnendes Beispiel! Und nehmen Sie sich als mahnendes Beispiel unseren Widerstand auch in diesem Bereich! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Erstens: Sie haben den Charakter der Koalition angesprochen. Ich sage es Ihnen: Diese Koalition wird bestmöglich und professionell zusammenarbeiten. Das wird der Charakter dieser Regierung sein! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Passt eh!
Zum Zweiten: Die Grünen wollen vielleicht Minister aus dem Reagenzglas. Wir wollen Minister, die mitten aus dem Leben kommen! (Abg. Mag. Kogler: Passt eh!) Und unsere drei neuen Bundesminister kommen mitten aus dem Leben – und das ist das Entscheidende! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Zum Zweiten: Die Grünen wollen vielleicht Minister aus dem Reagenzglas. Wir wollen Minister, die mitten aus dem Leben kommen! (Abg. Mag. Kogler: Passt eh!) Und unsere drei neuen Bundesminister kommen mitten aus dem Leben – und das ist das Entscheidende! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: öffentliche Meinung!
Und zum Dritten: Ich muss Sie auch in Ihrer Rolle als „Oberlehrerin der Nation“ ansprechen. Noch bevor diese Regierung ihre Arbeit aufnehmen kann, schon Armutszeugnisse zu verteilen, ist verfrüht. Viel zu früh ist das! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: öffentliche Meinung!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Da lesen Sie halt die österreichischen Tageszeitungen!
Aber lassen Sie mich nun grundsätzlicher beginnen: Die Erste Republik ... (Abg. Dr. Pirklhuber: Da lesen Sie halt die österreichischen Tageszeitungen!)
Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Die Erste Republik war eine, von der man gesagt hat: Das war ein Staat, den keiner wollte! Die Zweite Republik ist bis zum heutigen Tag eine Erfolgsgeschichte. (Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Und in den nächsten fünf Jahren wollen wir, dass diese Erfolgsgeschichte, die Österreich so auszeichnet, eine Fortsetzung finden kann. Das ist die Hauptaufgabe der Bundesregierung! Das ist aber auch Aufgabe aller 183 Abgeordneten, das bestmöglich zu unterstützen.
Abg. Dr. Pirklhuber: Die Depression ist bei der ÖVP.
Es sollte unser gemeinsames Anliegen sein, dass wir hier versuchen, zur Zusammenarbeit zu kommen. Ja, wir haben unterschiedliche Programme, unterschiedliche Ideen, wie Österreich an der Spitze Europas bleiben kann und somit auch Weltspitze bleiben kann, was uns aber auch gemeinsam sein sollte, das ist eine optimistische Grundeinstellung – und jetzt nicht hier die kollektive Depression auszurufen und alles schlechtzureden! Das ist der völlig falsche Zugang! Wir sollten optimistisch die Herausforderungen anpacken! (Abg. Dr. Pirklhuber: Die Depression ist bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Wir haben große Herausforderungen, vor denen wir stehen. Und das Regierungsprogramm – und die Qualität ist das Entscheidende dieses Regierungsprogrammes und nicht die Seitenanzahl! –, dieses Regierungsprogramm (dasselbe in die Höhe haltend) ist eine gute Grundlage, in den nächsten fünf Jahren Österreich an der Spitze der Europäischen Union zu halten. (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Der Bundeskanzler hat es in seiner Rede schon angesprochen: Seit 1970 ist die Lebenserwartung in Österreich um mehr als zehn Jahre gestiegen. Auf der anderen Seite ist aber das Pensionsantrittsalter um ein Jahr heruntergegangen. Auf Dauer ist so eine Entwicklung nicht finanzierbar. Unser gemeinsames Ziel ist es, hier eine Trendumkehr zu erreichen: es erstmals zu schaffen, dass das faktische Pensionsantrittsalter stärker steigt als die Lebenserwartung. Und das werden wir schaffen, weil wir vom ersten Tag an uns ganz genau ansehen, ob diese Maßnahmen, die wir vereinbart haben, auch tatsächlich diese Fortschritte bringen. Und was wollen wir da erreichen? – Nicht die Pensionen meiner Generation und die der 60-, 70-, 80-Jährigen sichern, diese Pensionen sind gesichert, sondern wir wollen unser gutes Pensionssystem für die Jungen sichern, für die 20-, 30-, 40-Jährigen. Das ist unser Ziel! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Doch! Doch!
Mir als Christdemokraten sind auch die Familien ein Herzensanliegen, und daher bin ich sehr froh, dass wir hier – und Kollegin Glawischnig, Sie haben das Programm doch nicht genau gelesen (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Doch! Doch!) Nein (Abg.
Abg. Mag. Rossmann: Sämtliche im Regierungsprogramm vorgesehenen Maßnahmen stehen unter Finanzierungsvorbehalt!
Dr. Glawischnig-Piesczek: Doch!), denn wenn es um Kinderbetreuung geht, wenn es um Tagesbetreuung geht, gibt es keinen Finanzierungsvorbehalt! Die 750 Millionen sind ohne Finanzierungsvorbehalt eingestellt. (Abg. Mag. Rossmann: Sämtliche im Regierungsprogramm vorgesehenen Maßnahmen stehen unter Finanzierungsvorbehalt!) Diese Maßnahmen sind ohne Finanzierungsvorbehalt eingestellt! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sämtliche Vorhaben!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sämtliche Vorhaben!
Dr. Glawischnig-Piesczek: Doch!), denn wenn es um Kinderbetreuung geht, wenn es um Tagesbetreuung geht, gibt es keinen Finanzierungsvorbehalt! Die 750 Millionen sind ohne Finanzierungsvorbehalt eingestellt. (Abg. Mag. Rossmann: Sämtliche im Regierungsprogramm vorgesehenen Maßnahmen stehen unter Finanzierungsvorbehalt!) Diese Maßnahmen sind ohne Finanzierungsvorbehalt eingestellt! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sämtliche Vorhaben!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Für uns ist es wichtig, an alle Bevölkerungsgruppen zu denken, aber auch an alle Regionen. Ich komme aus einem ländlichen Bereich. Mein Wahlkreis in der Oststeiermark ist ein Wahlkreis, wo die Landwirtschaft nach wie vor eine große Bedeutung hat und wo EU-Programme für die ländliche Entwicklung ebenso wichtig sind. Daher war es uns wichtig, die Kofinanzierung 50 : 50 sicherzustellen. Auch das ist gelungen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Das ist kein gutes Zitat für den Finanzminister: „Am Ende des Tages“!
Vizekanzler Michael Spindelegger hat sich entschieden, das Finanzressort zu führen, und die Entscheidung von ihm war logisch und richtig. Warum sage ich das so? – Weil am Ende des Tages in der Politik – das habe ich jetzt auch bei den Verhandlungen gemerkt – immer das Finanzielle steht (Abg. Mag. Kogler: Das ist kein gutes Zitat für den Finanzminister: „Am Ende des Tages“!), und Finanzfragen sind Chefsache, meine sehr geehrten Damen und Herren. Daher ist es richtig, dass der Chef unserer Regierungsfraktion dieses Ressort führt.
Abg. Mag. Kogler: Wo ist der überhaupt? Er ist gar nicht da! Das ist ein Geheimpfad! Das finde ich lustig!
Er wird unterstützt von Jochen Danninger, der mit Maria Fekter und mir in nächtelangen Sitzungen mit Kollegem Schieder, mit Kollegem Ostermayer und anderen den Budgetpfad bis 2018 mitverhandelt hat und auch schon deswegen gut vorbereitet in das Finanzministerium geht. (Abg. Mag. Kogler: Wo ist der überhaupt? Er ist gar nicht da! Das ist ein Geheimpfad! Das finde ich lustig!)
Ironische Heiterkeit bei den Grünen.
päischen Union zu halten. Richtigerweise ist kommentiert worden, dass mit Reinhold Mitterlehner ein Mann die Agenden übernimmt, der ein starkes Bewusstsein für die Bedeutung von Forschung und Wissenschaft besitzt, bestens vernetzt ist und in der Regierung stets ein Aktivposten war. Er bringt die Voraussetzungen mit, um Leuchtturmprojekte in der Wissenschaft zu initiieren, heißt es. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.)
Abg. Mag. Kogler: Das passt auch besser zusammen!
Da Sie das so aufgeregt hat, Frau Kollegin Glawischnig – Sie wissen es sicher, aber Sie verschweigen es –: Von 1996 bis 2007 waren die Wissenschaftsagenden zuerst im Verkehrsressort bei Bundesminister Scholten, dann bei Bundesminister Caspar Einem und nachher bei Liesl Gehrer. Sie hatte noch die Bildungsagenden und den Kulturbereich zu betreuen. (Abg. Mag. Kogler: Das passt auch besser zusammen!) Und beide Minister, Liesl Gehrer und auch Caspar Einem, sehen es als durchaus positiv an, dass Wissenschaft und Wirtschaft, weil sie einen Ressortchef haben, nun näher zusammenrücken. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Parteilogik! Nur Parteilogik! – Abg. Mag. Kogler: Schwarz ist Schwarz!) Aber das ist schon die ganze Änderung, denn kein einziger Dienstposten wird im Wissenschaftsressort verlorengehen und kein einziger Cent wird diesem Bereich verlorengehen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Aber der Minister!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Parteilogik! Nur Parteilogik! – Abg. Mag. Kogler: Schwarz ist Schwarz!
Da Sie das so aufgeregt hat, Frau Kollegin Glawischnig – Sie wissen es sicher, aber Sie verschweigen es –: Von 1996 bis 2007 waren die Wissenschaftsagenden zuerst im Verkehrsressort bei Bundesminister Scholten, dann bei Bundesminister Caspar Einem und nachher bei Liesl Gehrer. Sie hatte noch die Bildungsagenden und den Kulturbereich zu betreuen. (Abg. Mag. Kogler: Das passt auch besser zusammen!) Und beide Minister, Liesl Gehrer und auch Caspar Einem, sehen es als durchaus positiv an, dass Wissenschaft und Wirtschaft, weil sie einen Ressortchef haben, nun näher zusammenrücken. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Parteilogik! Nur Parteilogik! – Abg. Mag. Kogler: Schwarz ist Schwarz!) Aber das ist schon die ganze Änderung, denn kein einziger Dienstposten wird im Wissenschaftsressort verlorengehen und kein einziger Cent wird diesem Bereich verlorengehen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Aber der Minister!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Aber der Minister!
Da Sie das so aufgeregt hat, Frau Kollegin Glawischnig – Sie wissen es sicher, aber Sie verschweigen es –: Von 1996 bis 2007 waren die Wissenschaftsagenden zuerst im Verkehrsressort bei Bundesminister Scholten, dann bei Bundesminister Caspar Einem und nachher bei Liesl Gehrer. Sie hatte noch die Bildungsagenden und den Kulturbereich zu betreuen. (Abg. Mag. Kogler: Das passt auch besser zusammen!) Und beide Minister, Liesl Gehrer und auch Caspar Einem, sehen es als durchaus positiv an, dass Wissenschaft und Wirtschaft, weil sie einen Ressortchef haben, nun näher zusammenrücken. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Parteilogik! Nur Parteilogik! – Abg. Mag. Kogler: Schwarz ist Schwarz!) Aber das ist schon die ganze Änderung, denn kein einziger Dienstposten wird im Wissenschaftsressort verlorengehen und kein einziger Cent wird diesem Bereich verlorengehen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Aber der Minister!)
Abg. Mag. Kogler: Kann man sagen! Er kennt aber ein paar andere auch noch!
Wolfgang Brandstetter, ein Justizminister, von dem zu lesen war, dass er als echtes Schwergewicht in die Regierung einziehen wird – ein hochangesehener Universitätsprofessor, der den Justizbereich kennt (Abg. Mag. Kogler: Kann man sagen! Er kennt aber ein paar andere auch noch!) und daher auch die entsprechenden Maßnahmen setzen wird.
Beifall bei der ÖVP.
Also insgesamt eine sehr, sehr starke Mannschaft! Familien brauchen unsere Unterstützung – und wir brauchen aber auch, sage ich Ihnen, die Familien! Es gibt keine Institution, die für eine Gesellschaft so wichtig ist wie funktionierende Familien. Davon bin ich fest überzeugt. Und sie verdienen ein eigenes Ministerium! (Beifall bei der ÖVP.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Zuletzt zu Andrä Rupprechter. – Andrä Rupprechter ist im Wochenmagazin „profil“, das die Regierungsbildung durchaus kritisch sieht, als echter Experte begrüßt worden – ein international ausgebildeter Mann, der uns hier unterstützen wird! (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Herr Kollege Lopatka, die Regierung wird sich noch einen besseren Pflichtverteidiger suchen müssen!
„Erfolgreich. Österreich.“ – Das ist unsere gemeinsame Aufgabe! Das ist die Aufgabe der neuen Bundesregierung! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Herr Kollege Lopatka, die Regierung wird sich noch einen besseren Pflichtverteidiger suchen müssen!)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn man auch diese Absichtserklärungen ernst nimmt, so muss man doch feststellen, dass diese Regierung wirtschaftspolitisch gesehen schon vor ihrer Angelobung gescheitert ist. Denn: Viele Vorschläge sind eine Strafe für alle Leistungsträger in unserem Land, für die Wirtschaft und für alle arbeitenden Menschen. Es hat fast den Anschein, als ob in Österreich fast nichts so gefährlich geworden wäre wie Leistung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Dieses Regierungsprogramm hat wenig Herz, und es hat fast den Anschein, als ob der arbeitende Mensch zum Bankomaten geworden wäre, um Budgetlöcher zu füllen. (Beifall beim Team Stronach.) Anstatt Unternehmergeist herrscht hier Steuergeist. Ich meine, bei einer der weltweit höchsten Abgabenbelastungen an noch weitere Steuern zu denken, anstatt endlich an der Ausgabenseite Veränderungen durchzuführen, die längst schon überfällig sind, ist eigentlich grob fahrlässig und ein Anschlag auf den Wirtschaftsstandort Österreich. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.
Dieses Regierungsprogramm hat wenig Herz, und es hat fast den Anschein, als ob der arbeitende Mensch zum Bankomaten geworden wäre, um Budgetlöcher zu füllen. (Beifall beim Team Stronach.) Anstatt Unternehmergeist herrscht hier Steuergeist. Ich meine, bei einer der weltweit höchsten Abgabenbelastungen an noch weitere Steuern zu denken, anstatt endlich an der Ausgabenseite Veränderungen durchzuführen, die längst schon überfällig sind, ist eigentlich grob fahrlässig und ein Anschlag auf den Wirtschaftsstandort Österreich. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.)
Abg. Pendl: Geh bitte, was soll das?!
Etliche Vorschläge finde ich schlicht unverständlich. Wenn man zum Beispiel angeblich die Wirtschaft stärken will, warum ist man sich dann einig, dass man die Mittelstandsautos in Zukunft belasten möchte? Und die Regierung hat auf der anderen Seite kein Problem, sich in teuren Dienstkarossen, die der Steuerzahler bezahlt, die oft doppelt so teuer sind, durch die Gegend kutschieren zu lassen. (Abg. Pendl: Geh bitte, was soll das?!)
Beifall beim Team Stronach.
Zur ÖIAG: Ich mache mir Sorgen, dass die Repolitisierung nach dem Proporzsystem ein sehr großer Nachteil für dieses Unternehmen sein wird. Welcher Aktionär soll denn Aktien in einem Unternehmen kaufen, wo oben ein roter und ein schwarzer Manager sitzen? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
mir doch Sorgen, denn Schulden bedeuten auch immer einen Verlust der Souveränität und bringen Österreich in Abhängigkeit unserer Geldgeber. Das schwächt den österreichischen Markt und verunsichert die österreichischen Sparer. Das Sparbuch verliert – das Parteibuch gewinnt! (Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.
Nun zur Auflösung des Wissenschaftsministeriums: Das ist eine klare Absage an den Bildungs- und Wissenschaftsstandort Österreich! Es ist eigentlich eine Absage an den gesamten Wirtschaftsstandort, denn unsere Wirtschaftskraft beruht weitgehend auf einer Wissensgesellschaft. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS-LIF.
Was die Justiz anlangt, so ist es gerade aktuell, wieder über die Abschaffung des Weisungsrechts nachzudenken. Und an dieser Stelle plädiere ich auch für die Wiedereinführung der unabhängigen Untersuchungsrichter. (Beifall bei Team Stronach und NEOS-LIF.) Die Justiz darf weder in gewöhnlichen und schon gar nicht in brisanten Fällen durch die Politik beeinflussbar sein.
Ironische Heiterkeit und Ruf bei der ÖVP: Super!
Aber ich möchte auch konstruktiv sein. Bei allem, was gut ist für unser Land und für die Bürger, wird das Team Stronach selbstverständlich positiv mitwirken. Wir sind zwar in Opposition und auch nicht so stark, wie ich es mir gewünscht hätte, aber dennoch: Sie werden die Unterstützung der anderen Parteien brauchen – so auch unsere. Ich habe in den letzten Wochen einige Leute aus den anderen Parteien kennengelernt – bei den Grünen, bei den Freiheitlichen, bei den NEOS. Da gibt es überall Leute, mit denen man durchaus arbeiten kann. (Ironische Heiterkeit und Ruf bei der ÖVP: Super!) Dafür braucht es aber ein gewisses Grundvertrauen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber ich möchte auch konstruktiv sein. Bei allem, was gut ist für unser Land und für die Bürger, wird das Team Stronach selbstverständlich positiv mitwirken. Wir sind zwar in Opposition und auch nicht so stark, wie ich es mir gewünscht hätte, aber dennoch: Sie werden die Unterstützung der anderen Parteien brauchen – so auch unsere. Ich habe in den letzten Wochen einige Leute aus den anderen Parteien kennengelernt – bei den Grünen, bei den Freiheitlichen, bei den NEOS. Da gibt es überall Leute, mit denen man durchaus arbeiten kann. (Ironische Heiterkeit und Ruf bei der ÖVP: Super!) Dafür braucht es aber ein gewisses Grundvertrauen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Daher meine Bitte und Aufforderung an die Regierungsverantwortlichen: Spielen Sie nicht mit gezinkten Karten! Wir erwarten uns, dass Sie ehrlich sind, dass Sie menschlich korrekt agieren, und ich glaube, das ist auch die letzte Chance für dieses Land unter Rot-Schwarz – das sage ich nicht selbst, sondern das sagt der Souverän. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
An dieser Stelle erlaube ich mir die Bemerkung, dass die Politik sich selbst nicht so wichtig nehmen darf. Wir sind nur dazu da, den Bürgern zu dienen. Politik ist kein Selbstzweck. Am Ende entscheidet immer noch der Souverän. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS-LIF.
Ich wünsche nun viel Mut, viel Energie – auch zur Selbstreflexion – und ein steirisches Glückauf! – Danke. (Beifall bei Team Stronach und NEOS-LIF.)
Bundesminister Dr. Mitterlehner: auch verstanden?
Wir haben es auch durchgelesen. Da gibt es durchaus einen Fleckerlteppich auch an sinnvollen Maßnahmen. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: auch verstanden?) – Haben wir auch verstanden. – Das ist auch zu erhoffen, wenn Sie sich zwei Monate Zeit nehmen. (Abg. Kickl: Überhaupt nichts tun werden sie doch nicht!)
Abg. Kickl: Überhaupt nichts tun werden sie doch nicht!
Wir haben es auch durchgelesen. Da gibt es durchaus einen Fleckerlteppich auch an sinnvollen Maßnahmen. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: auch verstanden?) – Haben wir auch verstanden. – Das ist auch zu erhoffen, wenn Sie sich zwei Monate Zeit nehmen. (Abg. Kickl: Überhaupt nichts tun werden sie doch nicht!)
Bundesminister Dr. Mitterlehner: Wo ist die positive Nachricht heute?
Ich glaube, es bedeutet nichts Schlechtes, aber leider auch nichts Gutes, denn unter dem Strich werden wir mit diesem Programm in fünf Jahren ein Stück weit ärmer sein – ärmer an Wohlstand, aber auch ärmer an Wohlbefinden in diesem Land. Deswegen habe ich jetzt kurzerhand meine Kritik gestrichen und mir überlegt, ich möchte hier eine alternative Erklärung verlautbaren. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Wo ist die positive Nachricht heute?) – Die baue ich hier ein! (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Ich glaube, es bedeutet nichts Schlechtes, aber leider auch nichts Gutes, denn unter dem Strich werden wir mit diesem Programm in fünf Jahren ein Stück weit ärmer sein – ärmer an Wohlstand, aber auch ärmer an Wohlbefinden in diesem Land. Deswegen habe ich jetzt kurzerhand meine Kritik gestrichen und mir überlegt, ich möchte hier eine alternative Erklärung verlautbaren. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Wo ist die positive Nachricht heute?) – Die baue ich hier ein! (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: Der ist schon weg! – Abg. Dr. Lopatka: Der hört Sie nicht!
Geschätzter Herr Bundespräsident! (Rufe bei der ÖVP: Der ist schon weg! – Abg. Dr. Lopatka: Der hört Sie nicht!) Geschätzte Frau Präsidentin! Geschätzte KollegInnen auf der Regierungsbank! Geschätztes Hohes Haus! Politik ist der Ort, wo wir uns ausmachen, wie wir miteinander leben. Es ist ein besonderer Tag heute, an dem wir hier im Hohen Haus unsere Bundesregierung vorstellen, an dem wir auch unser Regierungsprogramm vorstellen.
Beifall bei NEOS-LIF.
Es gibt eine Vielfalt: Es gibt eine Vielfalt an Schulen, an Mittelschulen und an pädagogischen Konzepten. Und ich darf Ihnen berichten: Wir haben eine weitere bahnbrechende Entscheidung gefällt. Der Direktor, die Direktorin wird an der Schule bestellt. (Beifall bei NEOS-LIF.)
Abg. Dr. Lopatka: Mein Gott!
Das wichtigste Buch in der österreichischen Schule ist nicht mehr das Parteibuch. Wir schicken es in Pension. (Abg. Dr. Lopatka: Mein Gott!) Keine Frühpension, die kommt viel zu spät, aber wir schicken es in Pension.
Abg. Neubauer: Was ist jetzt mit dem Regierungsprogramm?
Ein klares Bekenntnis von uns: Lehrerinnen und Lehrer, das ist der wichtigste Beruf in dieser Republik. Das sind die Goldschmiede Österreichs. Ihnen vertrauen wir das an, was uns am wichtigsten ist, nämlich die Talente dieses Landes, und deswegen starten wir morgen eine Kampagne für die Lehrerinnen und Lehrer: Der wichtigste Beruf für die Republik! (Abg. Neubauer: Was ist jetzt mit dem Regierungsprogramm?)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: „Landebahnen“?!
Wissenschaft und Forschung: Dort werden Landebahnen für die Zukunft gebaut. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: „Landebahnen“?!) Und deswegen haben wir ihr klar mehr Geld in Aussicht gestellt: diesen Budgetpfad – 2 Prozent –, den es schon seit Langem gibt. Die große Neuerung, Sie werden bei uns im Regierungsprogramm Folgendes sehen: Wir haben Ihnen zum ersten Mal auch den Budgetpfad und das Budget für das nächste Jahr beigelegt. Wir haben das nicht verschwiegen. Sie können nachvollziehen, wie wir zu diesen 2 Prozent kommen. Bisher blieb das im Verborgenen. Ein ganz klares Bekenntnis: Wissenschaft und Forschung bekommen mehr Ressourcen.
Ruf bei der FPÖ: Das ist Schwachsinn!
Ich freue mich darüber, dass die Landeshauptleute Mut bewiesen haben. Ohne sie wären wir nicht so weit gekommen. Sie haben Mut bewiesen, indem sie Steuerhoheit übernehmen. Ja, die Bundesländer machen viel Gutes, aber es ist auch wichtig, dass sie Verantwortung nicht nur für die Ausgaben, sondern auch für die Einnahmen übernehmen. Das ist bahnbrechend für Österreich, das ist ein Eintrag ins Geschichtsbuch. (Ruf bei der FPÖ: Das ist Schwachsinn!) – Ein Dankeschön allen Landeshauptleuten, die das mitverhandelt haben.
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Zu welchem Regierungsprogramm sprechen Sie?
Wir schaffen aber auch die Möglichkeit, dass wir die Steuer- und Abgabenquote in Österreich senken. Zum ersten Mal seit über zehn Jahren schaffen wir – seit über zehn Jahren ist falsch, das ist jetzt sieben Jahre her – die Trendumkehr. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Zu welchem Regierungsprogramm sprechen Sie?)
Beifall bei NEOS-LIF.
Wir haben uns das Ziel gesetzt – und wir hoffen auch, dass Sie hier alle mitarbeiten –, dass wir bis 2020 unsere Steuer- und Abgabenquote auf 40 Prozent senken. Dort ist Deutschland jetzt schon, dort wollen wir auch hin; die Schweizer liegen noch viel niedriger. Das heißt, sehr verehrte Damen und Herren vor den Bildschirmen, Sie bekommen 5 Prozent mehr Geld in Ihre Geldtaschen. Wir werden das mit diesen Maßnahmen schaffen. (Beifall bei NEOS-LIF.)
Abg. Strache: Oligarchenmodell!
Wir haben auch ein wichtiges Signal gesetzt, meine Damen und Herren, wir sind Europameister in der Parteienförderung. Wir werden das auch nach der Kürzung sein, die wir uns vornehmen; leider immer noch. Mehr ist nicht gegangen, aber wir freuen uns hier über einen Allparteienkonsens. Wir werden die Parteienförderung um 20 Prozent in den nächsten fünf Jahren kürzen (Abg. Strache: Oligarchenmodell!), und wir sind dann immer noch Europameister. Keine Parteienlandschaft ist so gut mit öffentlichen Mitteln ausgestattet. – Dafür danke ich.
Abg. Strache: „Landebahnen der Zukunft“! Der spricht wirklich von UFO-Landebahnen! – Abg. Brosz: Da lacht sogar der Faymann!
Wir haben keine Grablichter entzündet, sondern Leuchtfeuer an den Landebahnen der Zukunft. (Abg. Strache: „Landebahnen der Zukunft“! Der spricht wirklich von UFO-Landebahnen! – Abg. Brosz: Da lacht sogar der Faymann!) – All das ist leider Fiktion. Es ist nicht passiert. (Ruf: Das sind Irrlichter!) Es sind kleine Leuchten, die hier entzündet wurden. Die Zukunft wird nicht landen können. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Eher ein Ballon!) Das tut mir leid. Eine große Chance ist verspielt worden. Ich hoffe, Sie werden weit über das Regierungsprogramm hinausgehen.
Ruf: Das sind Irrlichter!
Wir haben keine Grablichter entzündet, sondern Leuchtfeuer an den Landebahnen der Zukunft. (Abg. Strache: „Landebahnen der Zukunft“! Der spricht wirklich von UFO-Landebahnen! – Abg. Brosz: Da lacht sogar der Faymann!) – All das ist leider Fiktion. Es ist nicht passiert. (Ruf: Das sind Irrlichter!) Es sind kleine Leuchten, die hier entzündet wurden. Die Zukunft wird nicht landen können. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Eher ein Ballon!) Das tut mir leid. Eine große Chance ist verspielt worden. Ich hoffe, Sie werden weit über das Regierungsprogramm hinausgehen.
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Eher ein Ballon!
Wir haben keine Grablichter entzündet, sondern Leuchtfeuer an den Landebahnen der Zukunft. (Abg. Strache: „Landebahnen der Zukunft“! Der spricht wirklich von UFO-Landebahnen! – Abg. Brosz: Da lacht sogar der Faymann!) – All das ist leider Fiktion. Es ist nicht passiert. (Ruf: Das sind Irrlichter!) Es sind kleine Leuchten, die hier entzündet wurden. Die Zukunft wird nicht landen können. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Eher ein Ballon!) Das tut mir leid. Eine große Chance ist verspielt worden. Ich hoffe, Sie werden weit über das Regierungsprogramm hinausgehen.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Und der zweite Entschließungsantrag: Wir wollen, dass wir bei der Aufteilung der Ministerien und auch bei der Bestellung der Minister und Ministerinnen stärker zu einer Sachlichkeit kommen. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei NEOS-LIF.
Wir bitten um Ihre Unterstützung. (Beifall bei NEOS-LIF.)
Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Bundesminister für Finanzen Vizekanzler Dr. Michael Spindelegger: Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Nach einem kurzen Ausflug in die NEOS-Republik möchte ich wieder auf den Boden der Realität zurückkehren. (Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Es geht nämlich darum, sorgsam zu haushalten, damit wir eine stabile Zukunft haben, und das ist das Motto dieser Bundesregierung. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Aber wie denn, Herr Minister?
Aber, meine Damen und Herren, das Außergewöhnliche beim Thema Finanzen ist etwas anderes. Wir wollen zum ersten Mal in einer Legislaturperiode ein strukturelles Nulldefizit nachhaltig absichern, ab 2016, und das ist ein großes Ziel der Bundesregierung, zu dem wir stehen und das wir erreichen wollen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Aber wie denn, Herr Minister?)
Abg. Strache: Auf die Landebahn!
Eine zweite große Frage in diesem Zusammenhang ist: Wie können wir mit Reformen so umgehen, dass wir etwas auf den Boden bringen, das wir uns alle wünschen, nämlich etwa bei den Pensionen, indem wir das Pensionsantrittsalter wirklich hinaufbringen, auch in Zeiten, in denen mehr Arbeitslosigkeit droht, in denen wir wirtschaftliche Bedingungen haben, die uns nicht gerade beflügeln? (Abg. Strache: Auf die Landebahn!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben dazu in intensiven Diskussionen ein Modell entwickelt, das besagt, dieses Antrittsalter wird zum ersten Mal – und das ist wieder das Außergewöhnliche – stärker steigen als das Lebensalter, meine Damen und Herren. Das ist das Wichtige: Damit Pensionen zukünftig sicher sind, brauchen wir ein höheres Antrittsalter, als das Lebensalter steigt. Das schaffen wir mit diesen Maßnahmen – und das ist gut so. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Neubauer: Welche?
Wir haben uns dabei ja auch überlegt, wie wir das begleiten können, denn niemand von uns kann exakt den Arbeitsmarkt von morgen einschätzen, aber wir haben gemeinsam ein Monitoring entwickelt. In diesem Monitoring wird alle sechs Monate genau bewertet, ob die Ziele Stück für Stück erreicht worden sind – und wenn sie nicht erreicht worden sind, muss eine nächste Maßnahme getroffen werden. Aber das Ziel, dass wir bis 2018 mit einem durchschnittlichen Antrittsalter von über 60 Jahren dastehen, wird auch durch Maßnahmen unterstützt (Abg. Neubauer: Welche?), damit ältere Arbeitnehmer auch einen Arbeitsplatz haben, Herr Kollege!
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Das ist ja das Wichtige: dass auch ältere Arbeitnehmer wirklich in Arbeit bleiben können. Und dazu gibt es ja ein Bonus-Malus-System, das wir aufgestellt haben. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
nebenkosten, eine Möglichkeit der Förderung auch für Unternehmensziele, wo man jüngere Mitarbeiter beschäftigt und auch die älteren behält. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Mag. Kogler: Übersicht? – Abg. Dr. Moser: Da hat es schon einen Konvent gegeben!
Lassen Sie mich auf eine Reform eingehen, die auch viel diskutiert wurde und für die wir jetzt auch eine Formel gefunden haben. Bei der Verwaltungsreform handelt es sich – das wissen wir – um das Bohren harter Bretter. Wir haben uns gemeinsam mit den Landeshauptleuten darauf geeinigt, dass wir einmal eine Übersicht schaffen. (Abg. Mag. Kogler: Übersicht? – Abg. Dr. Moser: Da hat es schon einen Konvent gegeben!) Im nächsten Jahr wird von den Ländern alles, was Förderungen betrifft, in die Transparenzdatenbank eingespeist, 2015 von den Gemeinden. Wir haben damit zum ersten Mal einen Überblick, wer was fördert. Da es in Österreich mehr als 40 000 Förderungen gibt, wird uns das helfen, jede Doppelgleisigkeit zu hinterfragen und damit das Geld sinnvoll dort einzusetzen, wo es ankommen muss (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber) – und nicht mehr mit der Gießkanne zu verteilen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber
Lassen Sie mich auf eine Reform eingehen, die auch viel diskutiert wurde und für die wir jetzt auch eine Formel gefunden haben. Bei der Verwaltungsreform handelt es sich – das wissen wir – um das Bohren harter Bretter. Wir haben uns gemeinsam mit den Landeshauptleuten darauf geeinigt, dass wir einmal eine Übersicht schaffen. (Abg. Mag. Kogler: Übersicht? – Abg. Dr. Moser: Da hat es schon einen Konvent gegeben!) Im nächsten Jahr wird von den Ländern alles, was Förderungen betrifft, in die Transparenzdatenbank eingespeist, 2015 von den Gemeinden. Wir haben damit zum ersten Mal einen Überblick, wer was fördert. Da es in Österreich mehr als 40 000 Förderungen gibt, wird uns das helfen, jede Doppelgleisigkeit zu hinterfragen und damit das Geld sinnvoll dort einzusetzen, wo es ankommen muss (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber) – und nicht mehr mit der Gießkanne zu verteilen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Lassen Sie mich auf eine Reform eingehen, die auch viel diskutiert wurde und für die wir jetzt auch eine Formel gefunden haben. Bei der Verwaltungsreform handelt es sich – das wissen wir – um das Bohren harter Bretter. Wir haben uns gemeinsam mit den Landeshauptleuten darauf geeinigt, dass wir einmal eine Übersicht schaffen. (Abg. Mag. Kogler: Übersicht? – Abg. Dr. Moser: Da hat es schon einen Konvent gegeben!) Im nächsten Jahr wird von den Ländern alles, was Förderungen betrifft, in die Transparenzdatenbank eingespeist, 2015 von den Gemeinden. Wir haben damit zum ersten Mal einen Überblick, wer was fördert. Da es in Österreich mehr als 40 000 Förderungen gibt, wird uns das helfen, jede Doppelgleisigkeit zu hinterfragen und damit das Geld sinnvoll dort einzusetzen, wo es ankommen muss (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber) – und nicht mehr mit der Gießkanne zu verteilen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Wir haben zum ersten Mal auch in der Verwaltung ein Benchmark-System aufgestellt, ein Benchmark-System, wodurch die Verwaltungsausgaben – wie bei der Gesundheitsreform – einen Deckel bekommen. Dieser Deckel darf nicht überschritten werden. Wir werden damit bei den Verwaltungsausgaben bis zum Jahr 2018 – das haben wir vorgesehen – 350 Millionen € einsparen, was eine gute Politik ist, damit auch Verwaltungsreform ernst genommen wird. (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Lassen Sie mich zum dritten Punkt kommen, der wichtig ist! Neben stabilen Finanzen, neben den Reformen ist es auch sehr entscheidend, Wachstum zu fördern. Wir haben uns eine Reihe von Maßnahmen dazu vorgenommen. Einerseits handelt es sich dabei um Offensivmaßnahmen, die finanziert sind, die wir vom Hochwasserschutz in Richtung Bauwirtschaft lenken wollen, 460 Millionen € in dieser Legislaturperiode, die in Richtung Familien gehen, die Familienbeihilfe wird erhöht – das wird uns ab Juli 2014 mehr kosten, aber wir stehen dazu, dass Familien in diesem Land unterstützt werden müssen, das wollen wir, dazu haben wir uns bekannt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wir haben den Ausbau der schulischen Tagesbetreuung mit 400 Millionen vorgesehen, den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen mit 350 Millionen und eine Forschungsförderung von 300 Millionen € eingestellt. Wir wollen beim Pflegegeld und bei der 24-Stunden-Pflege 310 Millionen € mehr vorsehen. Wir wollen, dass der Pflegefonds nicht 2016 endet, sondern fortgesetzt wird, damit auch jeder, der pflegebedürftig ist oder wird, ein gutes Gefühl haben kann und weiß, dass wir ihn nicht im Stich lassen. Auch das ist ein Ziel dieser Bundesregierung. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
betriebe unterstützen. Wir wollen die Zahl der Exportbetriebe erhöhen. Wir wollen neue Headquarters in Österreich ansiedeln. Wir wollen vor allem den Bürokratieabbau für Unternehmen endlich bewerkstelligen, weil es notwendig ist, dass jemand, der Unternehmer ist, sieht, dass ihn der Staat unterstützt und nicht mit Bürokratie überhäuft. All das sind Maßnahmen, die in diesem Programm vorgesehen sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Kickl: Nicht wollen, können! Das ist die Frage!
Lassen Sie mich jetzt aber auch auf das eingehen, was die Opposition heute gesagt hat! Ich möchte zunächst einmal sagen: Herr Kollege Strache, neuen Gesichtern in der Bundesregierung gleich abzusprechen, dass sie etwas für Österreich tun wollen, ist eigentlich schlechter Stil. (Abg. Kickl: Nicht wollen, können! Das ist die Frage!) Das ist schlechter Stil! Und jede Österreicherin, jeder Österreicher kann sich ein Bild davon machen, wie eine Oppositionspartei mit Ministern und Staatssekretären umgeht (Abg. Kickl: Die Frage sollten Sie sich stellen, wie Sie mit !), die heute zum ersten Mal auf der Regierungsbank sitzen. In meinen Augen ist das kein guter Stil! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Kickl: Eine Minute Zeit zum Überlegen!)
Abg. Kickl: Die Frage sollten Sie sich stellen, wie Sie mit !
Lassen Sie mich jetzt aber auch auf das eingehen, was die Opposition heute gesagt hat! Ich möchte zunächst einmal sagen: Herr Kollege Strache, neuen Gesichtern in der Bundesregierung gleich abzusprechen, dass sie etwas für Österreich tun wollen, ist eigentlich schlechter Stil. (Abg. Kickl: Nicht wollen, können! Das ist die Frage!) Das ist schlechter Stil! Und jede Österreicherin, jeder Österreicher kann sich ein Bild davon machen, wie eine Oppositionspartei mit Ministern und Staatssekretären umgeht (Abg. Kickl: Die Frage sollten Sie sich stellen, wie Sie mit !), die heute zum ersten Mal auf der Regierungsbank sitzen. In meinen Augen ist das kein guter Stil! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Kickl: Eine Minute Zeit zum Überlegen!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Kickl: Eine Minute Zeit zum Überlegen!
Lassen Sie mich jetzt aber auch auf das eingehen, was die Opposition heute gesagt hat! Ich möchte zunächst einmal sagen: Herr Kollege Strache, neuen Gesichtern in der Bundesregierung gleich abzusprechen, dass sie etwas für Österreich tun wollen, ist eigentlich schlechter Stil. (Abg. Kickl: Nicht wollen, können! Das ist die Frage!) Das ist schlechter Stil! Und jede Österreicherin, jeder Österreicher kann sich ein Bild davon machen, wie eine Oppositionspartei mit Ministern und Staatssekretären umgeht (Abg. Kickl: Die Frage sollten Sie sich stellen, wie Sie mit !), die heute zum ersten Mal auf der Regierungsbank sitzen. In meinen Augen ist das kein guter Stil! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Kickl: Eine Minute Zeit zum Überlegen!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Dr. Sophie Karmasin, die neue Familien- und Jugendministerin, hat ein Unternehmen aufgegeben und ist diejenige, die auch zeigt, dass man Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser leben kann. Ich begrüße sie herzlich in unserem Regierungsteam, und sie wird das gut machen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Dr. Wolfgang Brandstetter ist ein renommierter Wirtschaftsstrafrechtler, ein Universitätsprofessor, ein Strafverteidiger, trotzdem übernimmt er das Justizressort, nämlich mit viel Weitsicht, mit viel Kompetenz – und er ist ein parteifreier Justizminister. Ich begrüße ihn herzlich auf der Regierungsbank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Dipl.-Ing. Andrä Rupprechter ist jemand, der viel Erfahrung gesammelt hat, nämlich in der Europäischen Union beim Thema Landwirtschaft. Er war Direktor für Ländliche Entwicklung. Er war jetzt auf dem Weg zum Generalsekretär des Ausschusses der Regionen. Er ist trotzdem nach Österreich gekommen und übernimmt das Landwirtschaftsressort. Ich bin überzeugt davon, er wird diese Aufgabe hervorragend bewältigen. Herzlich willkommen! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich möchte auch meine beiden Staatssekretäre begrüßen: Frau Mag. Sonja Steßl ist Staatssekretärin im Finanzministerium. Ich möchte ihr herzlich dazu gratulieren und sie herzlich im Team des Finanzministeriums willkommen heißen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich möchte auch Mag. Jochen Danninger, der sich in den Verhandlungen besonders bewährt hat, als Staatssekretär im Finanzministerium herzlich willkommen heißen. Er wird sich insbesondere auch mit der Frage der Verwaltungsreform auseinandersetzen und ist eine wertvolle Ergänzung unseres Teams. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Brosz: Wissenschaft abgeschafft!
Ich darf mich auch mit dem auseinandersetzen, was Sie gesagt haben, Frau Kollegin Glawischnig: Ja, natürlich, es gibt, was den Bereich Wissenschaft betrifft, eine Neuerung (die Abgeordneten der Grünen zeigen Tafeln mit der Aufschrift „Neu regieren? Wissenschaft“, wobei das Wort „Wissenschaft“ durchkreuzt ist); eine Neuerung in der Hinsicht, dass wir einmal ernst machen müssen mit dem, was wir immer sagen, nämlich dass Forschung für uns eine entscheidende Zukunftsfrage ist. (Abg. Brosz: Wissenschaft abgeschafft!) Ja, das ist eine entscheidende Zukunftsfrage. Forschung
Abg. Brosz: Abgeschafft!
ist nämlich heute in zwei Ressorts zu Hause: im Wissenschaftsministerium als Grundlagenforschung und im Wirtschaftsministerium als angewandte Forschung. Und ich möchte das künftig kombiniert sehen (Abg. Brosz: Abgeschafft!), damit wir auch auf dem Markt Chancen haben, meine Damen und Herren, in beiderlei Richtung.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Wissenschaft bleibt ein Zentrum unserer Politik, aber die Forschung wird ein neues Zentrum bekommen, mit einem neuen Minister, Reinhold Mitterlehner. Und das ist unsere Ansage dazu. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ – Abg. Mag. Kogler: Das ist doch gemein!
Ich möchte mich natürlich auch mit dem auseinandersetzen, was Frau Kollegin Nachbaur gesagt hat. In einem haben Sie recht, Frau Kollegin: Das Regierungsprogramm ist vielleicht nicht so originell wie anderes, aber bei der Originalität wollen wir mit Ihnen nicht in Konkurrenz treten (Beifall bei ÖVP und SPÖ – Abg. Mag. Kogler: Das ist doch gemein!), sondern für uns ist wichtig, dass wir ein Regierungsprogramm aufsetzen, das wirklich den Anforderungen entspricht, nämlich den Anforderungen der Zukunft.
Abg. Mag. Darmann: Wo waren Sie denn in den letzten Jahren?!
Wir haben uns in diesem Regierungsprogramm auf 120 Seiten mit dem auseinandergesetzt, was die Zukunft Österreichs betrifft, nämlich: stabile Finanzen, Reformen herbeizuführen, in Richtung Offensivmaßnahmen und Wirtschaftsimpulse zu gehen. Das ist es, was die Österreicherinnen und Österreicher von uns erwarten, von einer Regierung, die daran arbeitet, dass wir eine gute Zukunft haben, die sichere Rahmenbedingungen schafft, die auch dafür sorgt, dass es in Österreich mehr Wachstum und Beschäftigung gibt. (Abg. Mag. Darmann: Wo waren Sie denn in den letzten Jahren?!) Dafür sind wir angetreten, und dafür arbeiten wir ab dem heutigen Tag mit vollem Elan.
Anhaltender Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Kickl: Interessanter ist ja, wer nicht klatscht!
Ich bitte Sie alle – egal, ob von den Regierungsfraktionen oder von der Opposition –, uns auf diesem Weg zu begleiten und uns zu unterstützen. – Vielen Dank. (Anhaltender Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Kickl: Interessanter ist ja, wer nicht klatscht!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Harald Stefan (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Ich habe großes Verständnis dafür, dass man etwas unaufgeregt präsentiert, wie das gerade der Herr Vizekanzler gemacht hat, dagegen ist nichts zu sagen, aber wenn es nicht ambitioniert ist, dann ist es schlecht. Und das ist das Problem. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Unfassbar!
Oder, ein Beispiel für diesen Gebührenwahnsinn: Wenn Sie als Vater oder Mutter einen Besuchsrechtsantrag stellen, dann zahlen Sie für den Antrag 231 € (Abg. Neubauer: Unfassbar!) und für die Entscheidung, die es dann gibt, noch einmal 115 €. (Abg. Neubauer: Unglaublich!) Wenn Sie zwei Kinder haben, das Doppelte. Welcher Bürger kann es sich leisten, solch einen Antrag zu stellen? Wenn, dann muss er sich das irgendwo absparen.
Abg. Neubauer: Unglaublich!
Oder, ein Beispiel für diesen Gebührenwahnsinn: Wenn Sie als Vater oder Mutter einen Besuchsrechtsantrag stellen, dann zahlen Sie für den Antrag 231 € (Abg. Neubauer: Unfassbar!) und für die Entscheidung, die es dann gibt, noch einmal 115 €. (Abg. Neubauer: Unglaublich!) Wenn Sie zwei Kinder haben, das Doppelte. Welcher Bürger kann es sich leisten, solch einen Antrag zu stellen? Wenn, dann muss er sich das irgendwo absparen.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Daran sehen wir, und das ist doch das Ergebnis, dass Bürger dann – und in diesem Fall Väter und Mütter; das ist ja ein besonders sensibler Bereich – unter Umständen, weil sie es sich nicht leisten können, den Antrag nicht stellen. Das sind die Schieflagen in unserem System, die abgeschafft werden müssen, worüber ich in diesem Regierungsprogramm aber kein Wort finde. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ.
Schauen wir uns einmal Elga, die elektronische Gesundheitsakte, an. Wer wird eingesetzt, um dort die Berechtigungszuweisung zu machen, also wer welche Daten bekommen soll? – Ein Unternehmen, das ein Tochterunternehmen der NSA ist. Und das sind jene Punkte, wo wir uns genau in die Gegenrichtung bewegen. Ich hoffe, dass diese Regierung da vielleicht – zumindest von uns als Opposition – Anregungen aufnimmt und etwas zum Besseren bewegt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Im Sinne Österreichs wünsche ich dieser Regierung natürlich viel Erfolg, das ist keine Frage, befürchte jedoch genau das Gegenteil. Im Zweifelsfall haben die Wähler jedenfalls bei der nächsten Wahl die Möglichkeit, etwas zu verbessern. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Schauen wir, wie viele aufgenommen werden!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollege Stefan, natürlich ist es die Pflicht jeder Regierung, sich konstruktive Vorschläge auch von Oppositionsabgeordneten anzuhören, diese Vorschläge aufzunehmen und aufzugreifen und gemeinsam etwas umzusetzen. (Abg. Kickl: Schauen wir, wie viele aufgenommen werden!) Genauso gibt es auch von den Regierungsparteien konstruktive und vernünftige Vorschläge, und ich hoffe, dass es in dieser Legislaturperiode wieder möglich ist – in der letzten Gesetzgebungsperiode war das kaum möglich –, hier einstimmige Beschlüsse zu fassen und als Parlament gemeinsam Maßnahmen zu setzen; nicht, dass wir wieder Maßnahmen setzen, die alle am Sonntag begrüßen, manche aber dann im Parlament nicht mittragen. Ich erinnere zum Beispiel an das Spekulationsverbot (Abg. Mag. Kogler: Geh, bitte! Dazu brauchst du aber nicht in den Nationalrat zu kommen, dass du die Abgeordneten beschimpfst!), wo die FPÖ dann leider kurz vor der Abstimmung zurückgezogen hat, sodass wir ein allgemeines Spekulationsverbot im Verfassungsrang nicht beschließen konnten. (Abg. Mag. Kogler: Das war kein Spekulationsverbot! Das war ein Freibrief für St. Pölten! Schäm dich!)
Abg. Mag. Kogler: Geh, bitte! Dazu brauchst du aber nicht in den Nationalrat zu kommen, dass du die Abgeordneten beschimpfst!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollege Stefan, natürlich ist es die Pflicht jeder Regierung, sich konstruktive Vorschläge auch von Oppositionsabgeordneten anzuhören, diese Vorschläge aufzunehmen und aufzugreifen und gemeinsam etwas umzusetzen. (Abg. Kickl: Schauen wir, wie viele aufgenommen werden!) Genauso gibt es auch von den Regierungsparteien konstruktive und vernünftige Vorschläge, und ich hoffe, dass es in dieser Legislaturperiode wieder möglich ist – in der letzten Gesetzgebungsperiode war das kaum möglich –, hier einstimmige Beschlüsse zu fassen und als Parlament gemeinsam Maßnahmen zu setzen; nicht, dass wir wieder Maßnahmen setzen, die alle am Sonntag begrüßen, manche aber dann im Parlament nicht mittragen. Ich erinnere zum Beispiel an das Spekulationsverbot (Abg. Mag. Kogler: Geh, bitte! Dazu brauchst du aber nicht in den Nationalrat zu kommen, dass du die Abgeordneten beschimpfst!), wo die FPÖ dann leider kurz vor der Abstimmung zurückgezogen hat, sodass wir ein allgemeines Spekulationsverbot im Verfassungsrang nicht beschließen konnten. (Abg. Mag. Kogler: Das war kein Spekulationsverbot! Das war ein Freibrief für St. Pölten! Schäm dich!)
Abg. Mag. Kogler: Das war kein Spekulationsverbot! Das war ein Freibrief für St. Pölten! Schäm dich!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollege Stefan, natürlich ist es die Pflicht jeder Regierung, sich konstruktive Vorschläge auch von Oppositionsabgeordneten anzuhören, diese Vorschläge aufzunehmen und aufzugreifen und gemeinsam etwas umzusetzen. (Abg. Kickl: Schauen wir, wie viele aufgenommen werden!) Genauso gibt es auch von den Regierungsparteien konstruktive und vernünftige Vorschläge, und ich hoffe, dass es in dieser Legislaturperiode wieder möglich ist – in der letzten Gesetzgebungsperiode war das kaum möglich –, hier einstimmige Beschlüsse zu fassen und als Parlament gemeinsam Maßnahmen zu setzen; nicht, dass wir wieder Maßnahmen setzen, die alle am Sonntag begrüßen, manche aber dann im Parlament nicht mittragen. Ich erinnere zum Beispiel an das Spekulationsverbot (Abg. Mag. Kogler: Geh, bitte! Dazu brauchst du aber nicht in den Nationalrat zu kommen, dass du die Abgeordneten beschimpfst!), wo die FPÖ dann leider kurz vor der Abstimmung zurückgezogen hat, sodass wir ein allgemeines Spekulationsverbot im Verfassungsrang nicht beschließen konnten. (Abg. Mag. Kogler: Das war kein Spekulationsverbot! Das war ein Freibrief für St. Pölten! Schäm dich!)
Abg. Mag. Kogler: Warum nicht?
gibt. Und das Geld für den Ausbau der ganztägigen Schulformen steht nicht unter dem Finanzierungsvorbehalt (Abg. Mag. Kogler: Warum nicht?), genauso steht auch der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze nicht – ich betone ausdrücklich: nicht! – unter dem Finanzierungsvorbehalt. (Abg. Mag. Kogler: Wo steht das?)
Abg. Mag. Kogler: Wo steht das?
gibt. Und das Geld für den Ausbau der ganztägigen Schulformen steht nicht unter dem Finanzierungsvorbehalt (Abg. Mag. Kogler: Warum nicht?), genauso steht auch der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze nicht – ich betone ausdrücklich: nicht! – unter dem Finanzierungsvorbehalt. (Abg. Mag. Kogler: Wo steht das?)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Es gibt weniger Arbeitslosigkeit? Was haben Sie gesagt?
Wir in Österreich haben da sehr viel richtig gemacht: Wir sparen schon, schauen natürlich, dass wir nach der Krise mit dem Defizit wieder herunterkommen – wo wir sehr erfolgreich sind; erfolgreicher als die meisten anderen Länder –, aber gleichzeitig schauen wir auch, dass es mehr Beschäftigung gibt, dass es mehr Wachstum gibt als in den anderen Ländern. Und Österreich ist eines der wenigen Länder in der Europäischen Union, wo es heute mehr Arbeitslosigkeit gibt als vor der Krise. In fast allen Ländern gibt es weniger Arbeitslosigkeit, aber dafür wesentlich mehr Arbeitslosigkeit als vor der Krise. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Es gibt weniger Arbeitslosigkeit? Was haben Sie gesagt?) In Österreich ist es umgekehrt. Und die Maßnahmen, die gesetzt werden, wurden zum Teil schon erwähnt (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber): Wohnbauprogramm, Wohnbauoffensive, das Hochwasserprogramm, die 100 Millionen zusätzlich für die nächsten zwei Jahre, für 2015 und 2016, für Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft und Maßnahmen zur Unterstützung für Wachstum und Beschäftigung. (Abg. Dr. Pirklhuber: Sagen Sie das in absoluten Zahlen! Wie hoch ist die Arbeitslosigkeit?)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber
Wir in Österreich haben da sehr viel richtig gemacht: Wir sparen schon, schauen natürlich, dass wir nach der Krise mit dem Defizit wieder herunterkommen – wo wir sehr erfolgreich sind; erfolgreicher als die meisten anderen Länder –, aber gleichzeitig schauen wir auch, dass es mehr Beschäftigung gibt, dass es mehr Wachstum gibt als in den anderen Ländern. Und Österreich ist eines der wenigen Länder in der Europäischen Union, wo es heute mehr Arbeitslosigkeit gibt als vor der Krise. In fast allen Ländern gibt es weniger Arbeitslosigkeit, aber dafür wesentlich mehr Arbeitslosigkeit als vor der Krise. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Es gibt weniger Arbeitslosigkeit? Was haben Sie gesagt?) In Österreich ist es umgekehrt. Und die Maßnahmen, die gesetzt werden, wurden zum Teil schon erwähnt (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber): Wohnbauprogramm, Wohnbauoffensive, das Hochwasserprogramm, die 100 Millionen zusätzlich für die nächsten zwei Jahre, für 2015 und 2016, für Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft und Maßnahmen zur Unterstützung für Wachstum und Beschäftigung. (Abg. Dr. Pirklhuber: Sagen Sie das in absoluten Zahlen! Wie hoch ist die Arbeitslosigkeit?)
Abg. Dr. Pirklhuber: Sagen Sie das in absoluten Zahlen! Wie hoch ist die Arbeitslosigkeit?
Wir in Österreich haben da sehr viel richtig gemacht: Wir sparen schon, schauen natürlich, dass wir nach der Krise mit dem Defizit wieder herunterkommen – wo wir sehr erfolgreich sind; erfolgreicher als die meisten anderen Länder –, aber gleichzeitig schauen wir auch, dass es mehr Beschäftigung gibt, dass es mehr Wachstum gibt als in den anderen Ländern. Und Österreich ist eines der wenigen Länder in der Europäischen Union, wo es heute mehr Arbeitslosigkeit gibt als vor der Krise. In fast allen Ländern gibt es weniger Arbeitslosigkeit, aber dafür wesentlich mehr Arbeitslosigkeit als vor der Krise. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Es gibt weniger Arbeitslosigkeit? Was haben Sie gesagt?) In Österreich ist es umgekehrt. Und die Maßnahmen, die gesetzt werden, wurden zum Teil schon erwähnt (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber): Wohnbauprogramm, Wohnbauoffensive, das Hochwasserprogramm, die 100 Millionen zusätzlich für die nächsten zwei Jahre, für 2015 und 2016, für Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft und Maßnahmen zur Unterstützung für Wachstum und Beschäftigung. (Abg. Dr. Pirklhuber: Sagen Sie das in absoluten Zahlen! Wie hoch ist die Arbeitslosigkeit?)
Beifall bei der SPÖ.
Bitte, ja, Sie haben recht: Natürlich, auch bei der Beschäftigung gibt es in absoluten Zahlen heute mehr Arbeitsplätze, auch mehr Ganztagsarbeitsplätze, als vor der Krise. Das ist ein Erfolg, das ist auch ein Erfolg der Bundesregierung, und das unterstützen wir. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Ich saß nicht in der Regierung, Herr Krainer!
Wenn hier moniert wird: Wo bleibt die Gesundheitsreform?, muss Kollege Strache geschlafen haben. Es stimmt, als er beziehungsweise seine Partei, die FPÖ, aus der Regierung herausgewählt wurde, da gab es ein Riesenproblem (Abg. Strache: Ich saß nicht in der Regierung, Herr Krainer!) – Sie persönlich nicht, aber Ihre Partei, die ist natürlich aus der Regierung herausgewählt worden –, da waren alle Krankenkassen schwer defizitär. Es herrschte massive Überschuldung – ein ganz großes Problem. (Abg. Podgorschek: beim BZÖ, oder?) – Bitte, da sitzen ja noch die Abgeordneten! Kollege Bösch, Sie waren hier, als die FPÖ in der Regierung war; auch die Kollegin Rosenkranz, die jetzt gerade hinausgegangen ist. (Abg. Podgorschek: Das sind aber die einzigen zwei, die übrig geblieben sind, weil sie mit dem nicht einverstanden waren!) Es sitzen ja noch die Abgeordneten hier, die diese Regierung erlebt haben. Vielleicht fragen Sie dort einmal, wie das war.
Abg. Podgorschek: beim BZÖ, oder?
Wenn hier moniert wird: Wo bleibt die Gesundheitsreform?, muss Kollege Strache geschlafen haben. Es stimmt, als er beziehungsweise seine Partei, die FPÖ, aus der Regierung herausgewählt wurde, da gab es ein Riesenproblem (Abg. Strache: Ich saß nicht in der Regierung, Herr Krainer!) – Sie persönlich nicht, aber Ihre Partei, die ist natürlich aus der Regierung herausgewählt worden –, da waren alle Krankenkassen schwer defizitär. Es herrschte massive Überschuldung – ein ganz großes Problem. (Abg. Podgorschek: beim BZÖ, oder?) – Bitte, da sitzen ja noch die Abgeordneten! Kollege Bösch, Sie waren hier, als die FPÖ in der Regierung war; auch die Kollegin Rosenkranz, die jetzt gerade hinausgegangen ist. (Abg. Podgorschek: Das sind aber die einzigen zwei, die übrig geblieben sind, weil sie mit dem nicht einverstanden waren!) Es sitzen ja noch die Abgeordneten hier, die diese Regierung erlebt haben. Vielleicht fragen Sie dort einmal, wie das war.
Abg. Podgorschek: Das sind aber die einzigen zwei, die übrig geblieben sind, weil sie mit dem nicht einverstanden waren!
Wenn hier moniert wird: Wo bleibt die Gesundheitsreform?, muss Kollege Strache geschlafen haben. Es stimmt, als er beziehungsweise seine Partei, die FPÖ, aus der Regierung herausgewählt wurde, da gab es ein Riesenproblem (Abg. Strache: Ich saß nicht in der Regierung, Herr Krainer!) – Sie persönlich nicht, aber Ihre Partei, die ist natürlich aus der Regierung herausgewählt worden –, da waren alle Krankenkassen schwer defizitär. Es herrschte massive Überschuldung – ein ganz großes Problem. (Abg. Podgorschek: beim BZÖ, oder?) – Bitte, da sitzen ja noch die Abgeordneten! Kollege Bösch, Sie waren hier, als die FPÖ in der Regierung war; auch die Kollegin Rosenkranz, die jetzt gerade hinausgegangen ist. (Abg. Podgorschek: Das sind aber die einzigen zwei, die übrig geblieben sind, weil sie mit dem nicht einverstanden waren!) Es sitzen ja noch die Abgeordneten hier, die diese Regierung erlebt haben. Vielleicht fragen Sie dort einmal, wie das war.
Abg. Podgorschek: Krainer, red nicht immer über die Vergangenheit, schau einmal in die Zukunft! Schau nach vorn!
Ich kann Ihnen sagen, wie das war: Die Krankenkassen standen mit dem Rücken zur Wand. Es gab hohe Defizite, hohe Verschuldung. (Abg. Podgorschek: Krainer, red nicht immer über die Vergangenheit, schau einmal in die Zukunft! Schau nach vorn!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist doch ein Blödsinn! Das ist doch nicht wahr!
Wie ist die Situation heuer? – Alle Krankenkassen schreiben schwarze Zahlen! Und mit Jahresende wird keine Krankenkassa in Österreich mehr Schulden haben. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist doch ein Blödsinn! Das ist doch nicht wahr!) So schaut nämlich eine erfolgreiche Gesundheitspolitik aus (Beifall bei der SPÖ) – und das nicht mit Ambulanzgebühren, nicht mit Leistungseinschränkungen, sondern einfach mit Strukturreformen und mit der ruhigen Hand des Ministers Stöger, der da ganz hervorragende Arbeit geleistet hat. Ich bin froh, dass er nach wie vor da ist, um den Gesundheitsbereich positiv weiterzuentwickeln. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Er hat ja nichts zu reden! Es reden ja nur die Landeshauptleute!)
Beifall bei der SPÖ
Wie ist die Situation heuer? – Alle Krankenkassen schreiben schwarze Zahlen! Und mit Jahresende wird keine Krankenkassa in Österreich mehr Schulden haben. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist doch ein Blödsinn! Das ist doch nicht wahr!) So schaut nämlich eine erfolgreiche Gesundheitspolitik aus (Beifall bei der SPÖ) – und das nicht mit Ambulanzgebühren, nicht mit Leistungseinschränkungen, sondern einfach mit Strukturreformen und mit der ruhigen Hand des Ministers Stöger, der da ganz hervorragende Arbeit geleistet hat. Ich bin froh, dass er nach wie vor da ist, um den Gesundheitsbereich positiv weiterzuentwickeln. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Er hat ja nichts zu reden! Es reden ja nur die Landeshauptleute!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Er hat ja nichts zu reden! Es reden ja nur die Landeshauptleute!
Wie ist die Situation heuer? – Alle Krankenkassen schreiben schwarze Zahlen! Und mit Jahresende wird keine Krankenkassa in Österreich mehr Schulden haben. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist doch ein Blödsinn! Das ist doch nicht wahr!) So schaut nämlich eine erfolgreiche Gesundheitspolitik aus (Beifall bei der SPÖ) – und das nicht mit Ambulanzgebühren, nicht mit Leistungseinschränkungen, sondern einfach mit Strukturreformen und mit der ruhigen Hand des Ministers Stöger, der da ganz hervorragende Arbeit geleistet hat. Ich bin froh, dass er nach wie vor da ist, um den Gesundheitsbereich positiv weiterzuentwickeln. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Kogler: Er hat ja nichts zu reden! Es reden ja nur die Landeshauptleute!)
Abg. Mag. Kogler: Wo denn?
Vier Seiten später finden Sie eine tabellarische Auflistung, wo genau dargestellt ist, welche Bereiche, welche Zukunftsinvestitionen (Abg. Mag. Kogler: Wo denn?) – Ich sage es Ihnen ja gerade: Vier Seiten weiter steht ausdrücklich, welche nicht unter Finanzierungsvorbehalt stehen. Sie können jetzt wider besseres Wissen das Gegenteil behaupten, oder Sie lassen sich von mir sagen, diese Bereiche stehen nicht unter Finanzierungsvorbehalt – und Sie können mir glauben, dass ich weiß, wovon ich spreche. (Abg. Mag. Kogler: Dann wissen Sie aber nicht, was Sie schreiben!)
Abg. Mag. Kogler: Dann wissen Sie aber nicht, was Sie schreiben!
Vier Seiten später finden Sie eine tabellarische Auflistung, wo genau dargestellt ist, welche Bereiche, welche Zukunftsinvestitionen (Abg. Mag. Kogler: Wo denn?) – Ich sage es Ihnen ja gerade: Vier Seiten weiter steht ausdrücklich, welche nicht unter Finanzierungsvorbehalt stehen. Sie können jetzt wider besseres Wissen das Gegenteil behaupten, oder Sie lassen sich von mir sagen, diese Bereiche stehen nicht unter Finanzierungsvorbehalt – und Sie können mir glauben, dass ich weiß, wovon ich spreche. (Abg. Mag. Kogler: Dann wissen Sie aber nicht, was Sie schreiben!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Also: Die letzte Regierung war schlecht! – Das passt alles nicht zusammen!
Zum Abschluss noch an Sie gerichtet, Kollege Strolz, der Sie die Frage gestellt haben: Was ist besser für das Land? – Ganz einfach: Wenn es nach fünf Jahren weniger Arbeitslose und mehr Beschäftigung in diesem Land gibt, dann war es gut für das Land. Wenn es an jedem Schulstandort die Möglichkeit für ganztägige Schulformen gibt, dann ist es ein Vorteil für das Land. Und wenn in Österreich die, die für ihr Einkommen arbeiten gehen, weniger Steuern zahlen, und die, die über Kapital- und Vermögenseinkommen verfügen, mehr Steuern zahlen als heute, dann ist es auch besser für das Land, weil es dann wesentlich mehr Steuergerechtigkeit gibt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Also: Die letzte Regierung war schlecht! – Das passt alles nicht zusammen!)
Abg. Podgorschek – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Kogler –: Werner, gib’s ihnen!
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Kogler. – Bitte. (Abg. Podgorschek – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Kogler –: Werner, gib’s ihnen!)
Beifall bei den Grünen.
Das ist das nächste Problem: zuerst Weiterwurstel-Stillstandsvereinbarung – und dort, wo etwas drinsteht, ist es im Wesentlichen eine Ankündigung. Und, meine Herren von SPÖ und ÖVP, die Sie bis jetzt hier gesprochen haben, ich darf Ihnen schon sagen: Sie mögen zwar meinen, dass wir nicht richtig hören, nicht lesen können, aber dann müssen Sie zuerst einmal richtig schreiben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie haben nämlich dort einmal die Frage der Steuergerechtigkeit begnadet ausgelassen. Aber das ist nichts Neues. Sie haben aber auch das Bund-Länder-Verhältnis dort ausgelassen, wo es wirklich zum Wehtun anfängt: Sie verlängern den Finanzausgleich, der Molterer schon abgepresst wurde, der lauter Mehrgleisigkeiten vorsieht, bis 2016. Ich halte das für fahrlässig! Aber es passt einfach in das Bild, das Sie hier gezeichnet haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Strolz.
Jahren fahrlässig den Schaden – wer immer diesen verursacht hat – für den Steuerzahler, die Steuerzahlerin maximiert. Da können Sie nicht daherkommen und wie der Junge in der Schule sagen: Ich fange heute an, und jetzt schaue ich mir einmal die Hypo an! – Da sind doch die Milliarden schon wieder davongeronnen! Und jeder Tag kostet! Ich finde das verantwortungslos, was Sie da an dieser Stelle abliefern. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Strolz.)
Beifall bei den Grünen.
Bei der Steuergerechtigkeit ist es wie bei der Bildung: Warum geht in diesem Land nichts weiter? – Weil die SPÖ zwischendurch immer auf Kampagnen setzt. Das funktioniert gerade so viel, dass sie noch die meisten Stimmen hat. Trotzdem setzen sich immer die anderen durch. Das ist ja genau deswegen der Fall, weil Sie (in Richtung ÖVP) die meiste Energie dafür aufwenden, zu mauern und zu blockieren, und Sie (in Richtung SPÖ) die größte Energie für Hinsinken und Umfallen. Deshalb kommt das heraus: keine Bildungsreform und keine Steuergerechtigkeitsreform. Und das ist schade. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.
Das ist genau das, worum es gehen würde: um die großen Veränderungen in dieser Republik – und die bleiben aus. Schaffen wir überhaupt gleich den Bund ab, bei Ihrer Feigheit! Schaffen wir den Bund ab! (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.) Machen wir in Eisenstadt die Zentrale etwa für Infrastruktur, in Klagenfurt die Zentrale für Korruptionsbekämpfung und in St. Pölten überhaupt die Zentrale für das meiste! – Das ist doch das, was hier droht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist genau das, worum es gehen würde: um die großen Veränderungen in dieser Republik – und die bleiben aus. Schaffen wir überhaupt gleich den Bund ab, bei Ihrer Feigheit! Schaffen wir den Bund ab! (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.) Machen wir in Eisenstadt die Zentrale etwa für Infrastruktur, in Klagenfurt die Zentrale für Korruptionsbekämpfung und in St. Pölten überhaupt die Zentrale für das meiste! – Das ist doch das, was hier droht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von NEOS-LIF.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (fortsetzend): Nehmen Sie sich ein Herz: Seien Sie ruhig fad, aber wursteln Sie nicht mehr weiter! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von NEOS-LIF.)
Abg. Dr. Moser: Und die Länder !
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Fekter (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Zuseherinnen und Zuseher vor den Fernsehschirmen und hier auf der Galerie! Hohes Haus! Auf der Homepage des Finanzministeriums finden Sie die Bilanz des Bundes. Das ist aus zwei Gründen von besonderer Bedeutung: Einerseits, der Bund bilanziert. Wie Sie wissen, haben wir ein ganz modernes Rechnungswesen für die finanzielle Situation auf Bundesseite. (Abg. Dr. Moser: Und die Länder !)
Abg. Mag. Kogler: Ja, allerdings! Die wollen auch nicht!
Wir haben so etwas noch nicht bei den anderen Gebietskörperschaften. (Abg. Mag. Kogler: Ja, allerdings! Die wollen auch nicht!) Aber wenn Sie beispielsweise dieses Regierungsprogramm durchstudieren (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Also „studieren“ ist ein bisschen ein übertriebenes Wort!), werden Sie draufkommen, dass das ein großes Projekt ist, das wir anpeilen, nämlich die Harmonisierung der Rechnungslegungsvorschriften für alle öffentlichen Haushalte: eine Darstellung der finanziellen Lage über die Liquiditätsströme, über die Ressourcen – wirkungsorientierter Einsatz der Mittel – und über das Vermögen der Gebietskörperschaften, nicht nur des Bundes, sondern auch der Länder und Kommunen.
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Also „studieren“ ist ein bisschen ein übertriebenes Wort!
Wir haben so etwas noch nicht bei den anderen Gebietskörperschaften. (Abg. Mag. Kogler: Ja, allerdings! Die wollen auch nicht!) Aber wenn Sie beispielsweise dieses Regierungsprogramm durchstudieren (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Also „studieren“ ist ein bisschen ein übertriebenes Wort!), werden Sie draufkommen, dass das ein großes Projekt ist, das wir anpeilen, nämlich die Harmonisierung der Rechnungslegungsvorschriften für alle öffentlichen Haushalte: eine Darstellung der finanziellen Lage über die Liquiditätsströme, über die Ressourcen – wirkungsorientierter Einsatz der Mittel – und über das Vermögen der Gebietskörperschaften, nicht nur des Bundes, sondern auch der Länder und Kommunen.
Abg. Mag. Kogler: Ja, wenn es das wert wäre, sind wir ja die Schnelleren!
Wenn Sie genau lesen, meine sehr verehrten Damen und Herren von der Opposition, dann steht dort auch dabei, dass dies in der Verfassung zu verankern sein wird. (Abg. Mag. Kogler: Ja, wenn es das wert wäre, sind wir ja die Schnelleren!) Eben, Herr Kogler, eben! Da seid ihr gefordert. Nicht nur groß reden, sondern dann mitentscheiden! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Eh! Gern!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Eh! Gern!
Wenn Sie genau lesen, meine sehr verehrten Damen und Herren von der Opposition, dann steht dort auch dabei, dass dies in der Verfassung zu verankern sein wird. (Abg. Mag. Kogler: Ja, wenn es das wert wäre, sind wir ja die Schnelleren!) Eben, Herr Kogler, eben! Da seid ihr gefordert. Nicht nur groß reden, sondern dann mitentscheiden! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Eh! Gern!)
Abg. Mag. Kogler: Aber Sie müssen einmal liefern!
Wir könnten das schon längst haben (Abg. Mag. Kogler: Aber Sie müssen einmal liefern!), wenn es nicht an der Verfassungsmehrheit gescheitert wäre. Ähnlich ist es beim Spekulationsverbot. Da gibt es bereits eine Artikel-15a-Vereinbarung mit den Ländern, aber es ist hier im Hohen Haus an der Verfassungsmehrheit gescheitert. (Abg. Dr. Moser: Weil es substanzlos ist! Wir wollen doch keine ! – Abg. Strache: Wie ist das mit den Minderheitsrechten beim Untersuchungsausschuss?) Meine sehr verehrten Damen und Herren von der Opposition, auch dort können Sie daher zeigen, ob Sie bereit sind, für dieses Land aktiv etwas zu tun (Abg. Strache: Wie ist das mit den Minderheitsrechten für Untersuchungsausschüsse, Frau Fekter?), mitzugestalten und mitzuentscheiden, oder ob Sie nur Kritik üben können. (Abg. Kickl: Legen Sie etwas Vernünftiges vor!)
Abg. Dr. Moser: Weil es substanzlos ist! Wir wollen doch keine ! – Abg. Strache: Wie ist das mit den Minderheitsrechten beim Untersuchungsausschuss?
Wir könnten das schon längst haben (Abg. Mag. Kogler: Aber Sie müssen einmal liefern!), wenn es nicht an der Verfassungsmehrheit gescheitert wäre. Ähnlich ist es beim Spekulationsverbot. Da gibt es bereits eine Artikel-15a-Vereinbarung mit den Ländern, aber es ist hier im Hohen Haus an der Verfassungsmehrheit gescheitert. (Abg. Dr. Moser: Weil es substanzlos ist! Wir wollen doch keine ! – Abg. Strache: Wie ist das mit den Minderheitsrechten beim Untersuchungsausschuss?) Meine sehr verehrten Damen und Herren von der Opposition, auch dort können Sie daher zeigen, ob Sie bereit sind, für dieses Land aktiv etwas zu tun (Abg. Strache: Wie ist das mit den Minderheitsrechten für Untersuchungsausschüsse, Frau Fekter?), mitzugestalten und mitzuentscheiden, oder ob Sie nur Kritik üben können. (Abg. Kickl: Legen Sie etwas Vernünftiges vor!)
Abg. Strache: Wie ist das mit den Minderheitsrechten für Untersuchungsausschüsse, Frau Fekter?
Wir könnten das schon längst haben (Abg. Mag. Kogler: Aber Sie müssen einmal liefern!), wenn es nicht an der Verfassungsmehrheit gescheitert wäre. Ähnlich ist es beim Spekulationsverbot. Da gibt es bereits eine Artikel-15a-Vereinbarung mit den Ländern, aber es ist hier im Hohen Haus an der Verfassungsmehrheit gescheitert. (Abg. Dr. Moser: Weil es substanzlos ist! Wir wollen doch keine ! – Abg. Strache: Wie ist das mit den Minderheitsrechten beim Untersuchungsausschuss?) Meine sehr verehrten Damen und Herren von der Opposition, auch dort können Sie daher zeigen, ob Sie bereit sind, für dieses Land aktiv etwas zu tun (Abg. Strache: Wie ist das mit den Minderheitsrechten für Untersuchungsausschüsse, Frau Fekter?), mitzugestalten und mitzuentscheiden, oder ob Sie nur Kritik üben können. (Abg. Kickl: Legen Sie etwas Vernünftiges vor!)
Abg. Kickl: Legen Sie etwas Vernünftiges vor!
Wir könnten das schon längst haben (Abg. Mag. Kogler: Aber Sie müssen einmal liefern!), wenn es nicht an der Verfassungsmehrheit gescheitert wäre. Ähnlich ist es beim Spekulationsverbot. Da gibt es bereits eine Artikel-15a-Vereinbarung mit den Ländern, aber es ist hier im Hohen Haus an der Verfassungsmehrheit gescheitert. (Abg. Dr. Moser: Weil es substanzlos ist! Wir wollen doch keine ! – Abg. Strache: Wie ist das mit den Minderheitsrechten beim Untersuchungsausschuss?) Meine sehr verehrten Damen und Herren von der Opposition, auch dort können Sie daher zeigen, ob Sie bereit sind, für dieses Land aktiv etwas zu tun (Abg. Strache: Wie ist das mit den Minderheitsrechten für Untersuchungsausschüsse, Frau Fekter?), mitzugestalten und mitzuentscheiden, oder ob Sie nur Kritik üben können. (Abg. Kickl: Legen Sie etwas Vernünftiges vor!)
Abg. Neubauer: Nicht nur „zu wenig“! Keine Substanz!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Auch bei der Aufgabenreform: Es ist hier kritisiert worden, dass zu wenig drinstünde bezüglich Verwaltungsreform oder bezüglich Föderalismusreform. (Abg. Neubauer: Nicht nur „zu wenig“! Keine Substanz!)
Rufe bei der FPÖ: Aber so ein schlechtes noch nie!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich habe schon viele Regierungsübereinkommen gesehen (Rufe bei der FPÖ: Aber so ein schlechtes noch nie!), aber so klar in den Maßnahmen war noch keines vorher. (Oh-Rufe bei der FPÖ. – Abg. Kickl: Vielleicht ist es doch besser, dass Sie das Ministerium abgegeben haben!) Den Aufbau, dass nämlich die Ziele, die Herausforderungen und die Maßnahmen detailliert angeführt sind, hat es so bisher noch nicht gegeben. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Walter Rosenkranz und Mag. Rossmann.)
Oh-Rufe bei der FPÖ. – Abg. Kickl: Vielleicht ist es doch besser, dass Sie das Ministerium abgegeben haben!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich habe schon viele Regierungsübereinkommen gesehen (Rufe bei der FPÖ: Aber so ein schlechtes noch nie!), aber so klar in den Maßnahmen war noch keines vorher. (Oh-Rufe bei der FPÖ. – Abg. Kickl: Vielleicht ist es doch besser, dass Sie das Ministerium abgegeben haben!) Den Aufbau, dass nämlich die Ziele, die Herausforderungen und die Maßnahmen detailliert angeführt sind, hat es so bisher noch nicht gegeben. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Walter Rosenkranz und Mag. Rossmann.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Walter Rosenkranz und Mag. Rossmann.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich habe schon viele Regierungsübereinkommen gesehen (Rufe bei der FPÖ: Aber so ein schlechtes noch nie!), aber so klar in den Maßnahmen war noch keines vorher. (Oh-Rufe bei der FPÖ. – Abg. Kickl: Vielleicht ist es doch besser, dass Sie das Ministerium abgegeben haben!) Den Aufbau, dass nämlich die Ziele, die Herausforderungen und die Maßnahmen detailliert angeführt sind, hat es so bisher noch nicht gegeben. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Walter Rosenkranz und Mag. Rossmann.)
Abg. Kickl: Oh ja!
Ich glaube, es ist es wert, sich das genauer anzuschauen. Beispielsweise bei der Aufgabenreform zwischen Bund, Ländern und Gemeinden ist ganz klar ein Zeitrahmen festgelegt, und darum stimmt die Kritik des Herrn Strache überhaupt nicht (Abg. Kickl: Oh ja!), der da lamentiert hat, es gäbe keine Zeitvorgaben (Abg. Neubauer: Gibt’s eh nicht!), es würden keine Maßnahmen genannt werden. Nein, ganz im Gegenteil, es ist alles mit Zeitvorgaben versehen im Hinblick auf die Aufgabenreform (Abg. Kickl: Die Belastungen sofort und das andere später! So kann man es zusammenfassen!), und auch die konkreten Maßnahmen sind angeführt.
Abg. Neubauer: Gibt’s eh nicht!
Ich glaube, es ist es wert, sich das genauer anzuschauen. Beispielsweise bei der Aufgabenreform zwischen Bund, Ländern und Gemeinden ist ganz klar ein Zeitrahmen festgelegt, und darum stimmt die Kritik des Herrn Strache überhaupt nicht (Abg. Kickl: Oh ja!), der da lamentiert hat, es gäbe keine Zeitvorgaben (Abg. Neubauer: Gibt’s eh nicht!), es würden keine Maßnahmen genannt werden. Nein, ganz im Gegenteil, es ist alles mit Zeitvorgaben versehen im Hinblick auf die Aufgabenreform (Abg. Kickl: Die Belastungen sofort und das andere später! So kann man es zusammenfassen!), und auch die konkreten Maßnahmen sind angeführt.
Abg. Kickl: Die Belastungen sofort und das andere später! So kann man es zusammenfassen!
Ich glaube, es ist es wert, sich das genauer anzuschauen. Beispielsweise bei der Aufgabenreform zwischen Bund, Ländern und Gemeinden ist ganz klar ein Zeitrahmen festgelegt, und darum stimmt die Kritik des Herrn Strache überhaupt nicht (Abg. Kickl: Oh ja!), der da lamentiert hat, es gäbe keine Zeitvorgaben (Abg. Neubauer: Gibt’s eh nicht!), es würden keine Maßnahmen genannt werden. Nein, ganz im Gegenteil, es ist alles mit Zeitvorgaben versehen im Hinblick auf die Aufgabenreform (Abg. Kickl: Die Belastungen sofort und das andere später! So kann man es zusammenfassen!), und auch die konkreten Maßnahmen sind angeführt.
Abg. Neubauer: „Without von delay“! – Heiterkeit bei der FPÖ
Eine ganz spannende Angelegenheit in diesem Zusammenhang wird die Arbeitsgruppe sein, die sich mit den Benchmarks und den Best-Practice-Modellen auseinandersetzen muss. Diese Arbeitsgruppe – da geht es um die Verwaltungsreform – muss, und zwar schon im nächsten Jahr (Abg. Neubauer: „Without von delay“! – Heiterkeit bei der FPÖ), die Verwaltung analysieren. Und überall dort, wo wir von der Statistik Austria Benchmarks haben – und deren gibt es enorm viele –, orientieren wir uns an den besten.
Abg. Dr. Moser: Was kümmert das Oberösterreich? Das ist völlig wurscht, wie das Burgenland !
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Auch wenn landläufig immer gemeint wird, man müsste nur alles zusammenlegen und zentralisieren, dann wäre es schon günstiger: Irrtum! – Benchmark beispielsweise bei den Bezirkshauptmannschaften hat das Burgenland. Das Burgenland hat die günstigste Verwaltung für seine Bürger! (Abg. Dr. Moser: Was kümmert das Oberösterreich? Das ist völlig wurscht, wie das Burgenland !) Und das muss man sich anschauen und dann umsetzen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Moser: Wenn der Speicher der Nationalbibliothek als Modernisierungsprojekt !
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es handelt sich dabei um ein Modernisierungsprojekt, und es ist Burghauptmann Dr. Sahl zu verdanken, dass alle, die daran beteiligt sind, an einem Strang ziehen: der Magistrat Wien für die Baubewilligung, das Kulturministerium für die Zuständigkeit beim Kunsthistorischen Museum und bei der Nationalbibliothek, das Wirtschaftsministerium wegen der Burghauptmannschaft, das Wissenschaftsministerium, weil auch die Universitäten dort dann speichern können. Allein an diesem kleinen Einzelbeispiel können Sie erkennen, dass uns die Modernisierung des Staates am Herzen liegt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Moser: Wenn der Speicher der Nationalbibliothek als Modernisierungsprojekt !)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren! Es ist ein großer Unterschied im Leben, ob man etwas will oder ob man etwas macht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Hätten Sie gesagt, wir werden, dann wäre es für uns glaubwürdig gewesen, aber vom Wollen allein hat niemand etwas. So ist dieses Regierungsprogramm aus unserer Sicht nicht mehr als ein Brief an das Christkind – ohne klare Zielvorgaben, ohne klare Zeitpunkte, bis wann was umgesetzt wird, und vor allem ohne Verbindlichkeiten. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Kickl: Der Unterschied ist nur am Anzug zu erkennen!
Herr Bundeskanzler Faymann, ich habe mir die Rede angeschaut, die Sie 2008 gehalten haben. (Abg. Kickl: Der Unterschied ist nur am Anzug zu erkennen!) Damals haben Sie in etwa gemeint: Die Vorschläge, die der Rechnungshofpräsident und der Vorsitzende des Staatsschuldenausschusses zum Thema Reformen – Strukturreform, Verwaltungsreform, Reform im Gesundheitswesen – machen, die werden wir sehr, sehr ernst nehmen. – Was ist denn daraus geworden? Nichts! (Abg. Kickl: sogar die Periode verlängert!) Außer Luft, außer Wollen, Wollen, Wollen war nichts dahinter, denn es sind dem keine konkreten Maßnahmen gefolgt.
Abg. Kickl: sogar die Periode verlängert!
Herr Bundeskanzler Faymann, ich habe mir die Rede angeschaut, die Sie 2008 gehalten haben. (Abg. Kickl: Der Unterschied ist nur am Anzug zu erkennen!) Damals haben Sie in etwa gemeint: Die Vorschläge, die der Rechnungshofpräsident und der Vorsitzende des Staatsschuldenausschusses zum Thema Reformen – Strukturreform, Verwaltungsreform, Reform im Gesundheitswesen – machen, die werden wir sehr, sehr ernst nehmen. – Was ist denn daraus geworden? Nichts! (Abg. Kickl: sogar die Periode verlängert!) Außer Luft, außer Wollen, Wollen, Wollen war nichts dahinter, denn es sind dem keine konkreten Maßnahmen gefolgt.
Beifall beim Team Stronach.
Sie haben auch gesagt: Wir wollen eine Entlastung der Arbeit. – Meine geschätzten Damen und Herren, schon in der Bibel steht geschrieben: „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen.“ – Umgesetzt haben Sie gar nichts! (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Mag. Kogler: Geh, Frau Kollegin, vergreifen Sie sich nicht an diesem Vergleich! Das werden Ihnen die Enkelkinder noch vorhalten!
jeder Betrieb wäre schon längst pleite und würde nichts mehr bekommen. (Abg. Mag. Kogler: Geh, Frau Kollegin, vergreifen Sie sich nicht an diesem Vergleich! Das werden Ihnen die Enkelkinder noch vorhalten!) Daher ist auch dieses Land unter rot-schwarzer Regierung schlecht geführt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
jeder Betrieb wäre schon längst pleite und würde nichts mehr bekommen. (Abg. Mag. Kogler: Geh, Frau Kollegin, vergreifen Sie sich nicht an diesem Vergleich! Das werden Ihnen die Enkelkinder noch vorhalten!) Daher ist auch dieses Land unter rot-schwarzer Regierung schlecht geführt. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Kickl: In den Keller verräumt!
Aber in einem Bereich haben Sie uns ganz klare Signale gesetzt, indem Sie aufgezeigt haben, was Wissenschaft und Forschung in diesem Land wert ist. Der Bereich Wissenschaft und Forschung ist zu einem Anhängsel des Wirtschaftsministeriums degradiert worden (Abg. Kickl: In den Keller verräumt!) – und das, obwohl gerade Sie von der ÖVP immer sagen, wie wichtig er ist, wie wesentlich er ist, um in Zukunft den Standort abzusichern.
Beifall beim Team Stronach.
Sie haben uns auch gezeigt, wie unabhängig unabhängige Meinungsforscher in einem unabhängigen ORF sind. Auch dafür ein recht herzliches Dankeschön. Das ist ein sehr, sehr tiefer Einblick, leider Gottes, so etwas dürfte es in einer Demokratie nicht geben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne ein Glückauf für Österreich. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Aber der wird jetzt auch teurer, d’rum lassen wir ihn daheim!
irgendwie prickelnd an Ihrem Regierungsprogramm ist, die Sache mit dem Sekt ist. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Aber der wird jetzt auch teurer, d’rum lassen wir ihn daheim!) Ich habe mir aber gedacht, dass Sie solch ein Geschenk jetzt noch nicht verdient haben. Mit derartigen kosmetischen Maßnahmen wie der Steuererhöhung auf Sekt und auf Tabak versuchen Sie, werte Regierungsmitglieder, das ernsthafte Thema der Staatsschuldenproblematik in den Griff zu bekommen.
Abg. Mag. Schieder: Es geht doch nicht ums Wort!
Zwei Mal das Wort „Generationengerechtigkeit“ auf 124 Seiten! – Wenn uns das einmal nicht zeigt, wie wichtig Ihnen die nächsten Generationen und die jungen Menschen in diesem Land sind! (Abg. Mag. Schieder: Es geht doch nicht ums Wort!)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Dann kommt das Kapitel „Österreich fit für die Zukunft machen“. – Auch darin einmal das Wort „Generationengerechtigkeit“ (Zwischenrufe bei der SPÖ) – so oft kann es nicht vorkommen – innerhalb von 20 Seiten. Wie kann denn das sein, dass man Österreich fit für die Zukunft machen will und die Generationengerechtigkeit als Wort darin nicht vorkommen lässt?
Abg. Kickl: Deshalb ist ja der Kurz Außenminister geworden!
Jetzt frage ich mich doch: Wo war das bei den Regierungsverhandlungen zu sehen? Wo war die Einbindung der jüngeren Generation? (Abg. Kickl: Deshalb ist ja der Kurz Außenminister geworden!) Bei aller Wertschätzung Sebastian Kurz gegenüber bin ich der Meinung, dass die junge Generation zu wenig miteinbezogen wurde. Wo ist deren Meinung und deren Stimme gehört worden?
Beifall bei NEOS-LIF.
Alles in allem bedeutet dieses Verwaltungsprogramm – von Regierungsprogramm kann man meiner Meinung nach aufgrund der Visionslosigkeit, die darin vorherrscht, nicht reden – fünf Jahre weiteren Stillstand auf Kosten der nächsten Generation, auf Kosten der jungen Generation. Deswegen kann ich nur noch einmal wiederholen: Sie feiern hier genüsslich eine Party – und wir Jungen dürfen dann in fünf Jahren aufräumen! (Beifall bei NEOS-LIF.)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Das Regierungsprogramm ist wahrscheinlich zusammengegoogelt!
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es passt jetzt ganz gut, dass ich nach Ihnen spreche, Herr Mag. Scherak, denn ich glaube, Sie haben das Programm wirklich nicht gelesen. Geben Sie etwas andere Suchbegriffe bei „Google“ ein, nicht nur „Generationengerechtigkeit“, geben Sie „Jugend“ ein, dann werden Sie einiges anderes finden! Was Sie zum Beispiel finden werden, ist, dass wir eine sogenannte Ausbildungsverpflichtung bis zum 18. Lebensjahr umsetzen. Ich glaube, das ist kein unwesentlicher Beitrag für junge Menschen. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Das Regierungsprogramm ist wahrscheinlich zusammengegoogelt!) Damit ist nämlich auch ein Recht auf Ausbildung – ein Recht auf Ausbildung! – verbunden.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Aber mit den höchsten Arbeitslosenzahlen!
Was tun wir, um die aktive Arbeitsmarktpolitik weiter zu gestalten? Was tun wir, damit wir diesen Spitzenplatz, den wir seit 30 Monaten in Europa innehaben, auch in den nächsten Monaten, trotz der schwierigen Arbeitslosenzahlen, die wir haben, nicht verlieren? Wir werden diesen Spitzenplatz weiterhin haben, ob es der Opposition gefällt oder nicht, weil wir nämlich noch etwas haben: den höchsten Beschäftigtenstand, seit es diese Zweite Republik gibt. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Aber mit den höchsten Arbeitslosenzahlen!) Ja, wir haben beides. Das Faszinierende ist, dass wir in einem Land leben, wo wir beides haben, das Faszinierende ist, dass wir aufgrund der aktiven Arbeitsmarktpolitik, aufgrund des hohen Beschäftigtenstandes die Mittel und die Kraft haben, dass wir gegensteuern können, dass wir gegenarbeiten können. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Steigt aber seit Jahren!) Einige der Programmpunkte, wie wir das tun, haben Sie auch schon gehört. Demzufolge sind wir trotzdem in der Balance, so schwierig sich diese Arbeitslosenzahlen auch gestalten.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Steigt aber seit Jahren!
Was tun wir, um die aktive Arbeitsmarktpolitik weiter zu gestalten? Was tun wir, damit wir diesen Spitzenplatz, den wir seit 30 Monaten in Europa innehaben, auch in den nächsten Monaten, trotz der schwierigen Arbeitslosenzahlen, die wir haben, nicht verlieren? Wir werden diesen Spitzenplatz weiterhin haben, ob es der Opposition gefällt oder nicht, weil wir nämlich noch etwas haben: den höchsten Beschäftigtenstand, seit es diese Zweite Republik gibt. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Aber mit den höchsten Arbeitslosenzahlen!) Ja, wir haben beides. Das Faszinierende ist, dass wir in einem Land leben, wo wir beides haben, das Faszinierende ist, dass wir aufgrund der aktiven Arbeitsmarktpolitik, aufgrund des hohen Beschäftigtenstandes die Mittel und die Kraft haben, dass wir gegensteuern können, dass wir gegenarbeiten können. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Steigt aber seit Jahren!) Einige der Programmpunkte, wie wir das tun, haben Sie auch schon gehört. Demzufolge sind wir trotzdem in der Balance, so schwierig sich diese Arbeitslosenzahlen auch gestalten.
Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.
Was wir darüber hinaus mit diesem Regierungsprogramm auch geschafft haben, ist, glaube ich, ein klares Bekenntnis zur Pflege, ein klares Bekenntnis dazu, dass uns die älteren Menschen, die Pflege brauchen, entsprechend wichtig sind. Wenn auch die wenigsten es wissen wollen, es ist so: Wir sind Weltmeister im Bereich Pflege. 5,2 Prozent der österreichischen Bevölkerung bekommen Pflegegeld, weil wir ein ausgebautes und breites System haben. Ich bedanke mich an dieser Stelle auch dafür, dass es im Zuge der Landwirtschaftsverhandlungen möglich war, einen gewissen Teil – einen Teil; es ist ein Kompromiss, das ist so – auch dafür aufzuwenden, dass ganz speziell auch der Ausbau von sozialen Dienstleistungen im ländlichen Raum verstärkt wird. Ich glaube, gerade auch dieser Teil Österreichs braucht diese Maßnahmen, die sich dort natürlich teilweise anders darstellen als in städtischen Ballungsräumen, aber der ländliche Raum kann, glaube ich, doch entsprechend aufgewertet werden. (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Zum Schluss kommend möchte ich sagen, Sie dürfen sicher sein, wir vergessen weder die Jugend noch vergessen wir die Älteren, denn eines ist mir ganz wichtig: Für beide Generationen in diesem Land muss es eine entsprechend hohe soziale Sicherheit geben! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Schieder: Nein! Tun Sie mir nicht das Wort im Mund umdrehen! Ich habe nicht gesagt, es ist „möglich“, ich habe gesagt, es „wird“! Holen Sie sich das Protokoll, lesen Sie nach!
Das Wort „möglich“ ist sehr, sehr oft vorgekommen. Kollege Schieder hat es sehr gerne strapaziert. Es ist „möglich“, dass wir ein Nulldefizit erreichen. Es ist „möglich“, dass es zu Entlastungen kommt. (Abg. Mag. Schieder: Nein! Tun Sie mir nicht das Wort im Mund umdrehen! Ich habe nicht gesagt, es ist „möglich“, ich habe gesagt, es „wird“! Holen Sie sich das Protokoll, lesen Sie nach!) Ich erkläre Ihnen jetzt einmal, was „möglich“ bedeutet. Der Satz, dass es möglich ist, dass es morgen regnet, Herr Schieder, heißt genauso viel und bedeutet genauso viel wie das Gegenteil davon. Das heißt nichts anderes, als dass es auch genauso gut nicht möglich ist, dass es morgen regnet. (Beifall bei der FPÖ.) Und wenn Sie Ihr Regierungskonzept für die kommenden Jahre auf solche Aussagen bauen, dann: Gute Nacht! (Abg. Mag. Schieder: Es ist möglich, dass Sie gar nicht aufgepasst haben!)
Beifall bei der FPÖ.
Das Wort „möglich“ ist sehr, sehr oft vorgekommen. Kollege Schieder hat es sehr gerne strapaziert. Es ist „möglich“, dass wir ein Nulldefizit erreichen. Es ist „möglich“, dass es zu Entlastungen kommt. (Abg. Mag. Schieder: Nein! Tun Sie mir nicht das Wort im Mund umdrehen! Ich habe nicht gesagt, es ist „möglich“, ich habe gesagt, es „wird“! Holen Sie sich das Protokoll, lesen Sie nach!) Ich erkläre Ihnen jetzt einmal, was „möglich“ bedeutet. Der Satz, dass es möglich ist, dass es morgen regnet, Herr Schieder, heißt genauso viel und bedeutet genauso viel wie das Gegenteil davon. Das heißt nichts anderes, als dass es auch genauso gut nicht möglich ist, dass es morgen regnet. (Beifall bei der FPÖ.) Und wenn Sie Ihr Regierungskonzept für die kommenden Jahre auf solche Aussagen bauen, dann: Gute Nacht! (Abg. Mag. Schieder: Es ist möglich, dass Sie gar nicht aufgepasst haben!)
Abg. Mag. Schieder: Es ist möglich, dass Sie gar nicht aufgepasst haben!
Das Wort „möglich“ ist sehr, sehr oft vorgekommen. Kollege Schieder hat es sehr gerne strapaziert. Es ist „möglich“, dass wir ein Nulldefizit erreichen. Es ist „möglich“, dass es zu Entlastungen kommt. (Abg. Mag. Schieder: Nein! Tun Sie mir nicht das Wort im Mund umdrehen! Ich habe nicht gesagt, es ist „möglich“, ich habe gesagt, es „wird“! Holen Sie sich das Protokoll, lesen Sie nach!) Ich erkläre Ihnen jetzt einmal, was „möglich“ bedeutet. Der Satz, dass es möglich ist, dass es morgen regnet, Herr Schieder, heißt genauso viel und bedeutet genauso viel wie das Gegenteil davon. Das heißt nichts anderes, als dass es auch genauso gut nicht möglich ist, dass es morgen regnet. (Beifall bei der FPÖ.) Und wenn Sie Ihr Regierungskonzept für die kommenden Jahre auf solche Aussagen bauen, dann: Gute Nacht! (Abg. Mag. Schieder: Es ist möglich, dass Sie gar nicht aufgepasst haben!)
Beifall bei der FPÖ.
Kein Herz, fast kein Verstand, das sind die mageren Zutaten dieses sogenannten Regierungsprogramms. Wenn man heute von der „gefesselten Phantasie“ spricht, meine Damen und Herren, dann meint man damit nicht das Zauberspiel von Ferdinand Raimund in zwei Aufzügen aus dem Jahr 1826, sondern „gefesselte Phantasie 2013 Folgende“ ist Ihr politisches Selbstverständnis, mit dem Sie an die Dinge herangehen, das ist die Überschrift und der Inhalt Ihres sogenannten Regierungsprogramms. Mehr gibt das Ding nicht her. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dort, wo es um die Zukunft geht, meine Damen und Herren, dort herrscht Verantwortungslosigkeit – Verantwortungslosigkeit gegenüber Jung und Alt, weil Sie nichts anderes machen, als die Pensionslüge, mit der Sie Ihren Wahlkampf in Wirklichkeit aufgebaut haben, auch nach der Wahl in diesem sogenannten Regierungsprogramm fortzusetzen. Es ist doch unverantwortlich, jetzt weiter mit Anpassungsversprechen zu operieren, von denen Sie heute schon wissen, dass sie nicht das Papier wert sind, auf dem sie geschrieben sind. Fürchten Sie sich doch nicht vor der Wahrheit, Herr Sozialminister! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wo es um Zukunftsfragen geht, herrscht auch Fahrlässigkeit – Fahrlässigkeit angesichts der dramatischen Situation am österreichischen Arbeitsmarkt. 450 000 Arbeitslose sind zu erwarten, und Sie haben nichts Besseres zu tun, als keinen Finger krummzumachen im Hinblick auf den nächsten Schritt der Ostöffnung des Arbeitsmarktes. Sagen Sie nicht, da kommt eh nichts auf uns zu, denn Sie wissen genau, dass der Großteil des Beschäftigungswunders, die hohe Beschäftigung, von der Sie dauernd reden, keine Beschäftigung ist, die österreichischen Arbeitnehmern zugutekommt, sondern das ist eine Beschäftigung, die denjenigen zugutekommt, denen Sie seit dem Jahr 2011 Tür und Tor geöffnet haben. Und es werden weitere Tore geöffnet, obwohl es um die Beschäftigung der Österreicher schlecht ausschaut. – Das ist fahrlässig, aber das ist kein Zukunftskonzept. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dort, wo es ums Kürzen geht, und dort, wo es darum geht, abzukassieren, dort ist Ungerechtigkeit Ihr Programm! (Beifall bei der FPÖ.) Oder glauben Sie vielleicht, dass es gerecht ist, wenn man jetzt der arbeitenden Bevölkerung, den Pendlern, den
Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.
Leuten, die das Auto brauchen, eine drüberschnalzt, indem man die NoVA erhöht? (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Schieder: Ihre Rede war auch nicht neu! Die war gar nicht neu!
Meine Damen und Herren! Neu ist an dieser Regierung nicht allzu viel. Ein Aspekt der heute noch nicht erwähnt worden ist: Einer der beiden Koalitionspartner steht eigentlich schon zur Gänze beinahe vor dem Staatsanwalt. Das ist vielleicht ein neuer Aspekt dieser Koalitionsregierung, offensichtlich stört das die SPÖ aber nicht im Mindesten. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Schieder: Ihre Rede war auch nicht neu! Die war gar nicht neu!)
Abg. Kickl: Ich kann es Ihnen beibringen!
Abgeordnete Dr. Sabine Oberhauser, MAS (SPÖ): Herr Präsident! Werte Damen und Herren der Bundesregierung! Mein erstes Kompliment heute gilt dem Herrn Gebärdendolmetscher hier, der die Rede des Herrn Kickl, der ohne Luft zu holen (Abg. Kickl: Ich kann es Ihnen beibringen!) irgendwelche Wörter von sich gegeben hat, ohne Pausen gebärden konnte. – Ein herzliches Dankeschön von uns dafür, dass Sie das leisten konnten! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordnete Dr. Sabine Oberhauser, MAS (SPÖ): Herr Präsident! Werte Damen und Herren der Bundesregierung! Mein erstes Kompliment heute gilt dem Herrn Gebärdendolmetscher hier, der die Rede des Herrn Kickl, der ohne Luft zu holen (Abg. Kickl: Ich kann es Ihnen beibringen!) irgendwelche Wörter von sich gegeben hat, ohne Pausen gebärden konnte. – Ein herzliches Dankeschön von uns dafür, dass Sie das leisten konnten! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Schauen wir uns das Regierungsprogramm an, es wurde ja schon einiges gesagt. Beginnen wir bei der Jugend, bei der Ausbildungsverpflichtung – ein meiner Meinung nach großer Schritt in die richtige Richtung, nämlich: junge Menschen von der Straße zu holen, junge Menschen mit einer Ausbildung zu versehen und auch dafür zu sorgen, dass sie bis zu einem Alter von 18 Jahren alle möglichen Ausbildungen bekommen, um dann von der Industrie nicht als Hilfsarbeiter und Hilfsarbeiterin missbraucht werden zu können. Das ist ein richtiger Schritt um das weiter abzusichern, wofür Österreich steht, nämlich für gut ausgebildete Facharbeiterinnen und Facharbeiter. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall des Abg. Mag. Schrangl
Das ist der Flieger, der landen soll. Und dann schaffen wir noch die Pflichtmitgliedschaft in der Arbeiterkammer ab (Beifall des Abg. Mag. Schrangl) – und die Arbeiterkammer lebt, wie wir alle wissen, davon, dass viele Menschen Mitglied sind und dass alle Menschen auch abgesichert werden. Nehmen wir denen doch sämtliche Handhabe weg, und schauen wir, dass diese Generation Praktikum dann vielleicht keine Vertretung mehr hat. – Das ist der Weg, der im Regierungsplan des Herrn Strolz mit seinen Flügeln noch gefehlt hat. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Strolz.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Strolz.
Das ist der Flieger, der landen soll. Und dann schaffen wir noch die Pflichtmitgliedschaft in der Arbeiterkammer ab (Beifall des Abg. Mag. Schrangl) – und die Arbeiterkammer lebt, wie wir alle wissen, davon, dass viele Menschen Mitglied sind und dass alle Menschen auch abgesichert werden. Nehmen wir denen doch sämtliche Handhabe weg, und schauen wir, dass diese Generation Praktikum dann vielleicht keine Vertretung mehr hat. – Das ist der Weg, der im Regierungsplan des Herrn Strolz mit seinen Flügeln noch gefehlt hat. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Strolz.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Das heißt, das ist alles in allem ein Programm, wo ich mit gutem Gewissen sagen kann, das ist ein sozialdemokratisches Programm, nämlich eines, das in der Sozialpolitik auch sozialdemokratische Handschrift trägt, das wir gemeinsam mit unserem Koalitionspartner in vielen mühevollen Verhandlungen ausverhandelt haben, und dem wir, glaube ich, auch in Zukunft Raum widmen werden. Sie werden sehen, dass wir in fünf Jahren deutlich weitergekommen sein werden. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Genau, gar nicht!
die Frage, wo in diesem Regierungsprogramm die Antworten auf die wirklich großen Fragen bleiben. Wo sind die Antworten, wenn es um Verteilungsgerechtigkeit geht? – Und da, liebe Frau Kollegin Oberhauser, sehe ich die sozialdemokratische Handschrift gar nicht, es tut mir wirklich leid! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Genau, gar nicht!)
Ruf: Sind Sie reich?
Es tut mir nämlich wirklich leid, weil wir wissen, dass einige wenige Menschen in Österreich immer reicher werden, wir haben darüber sehr wenige Zahlen. (Ruf: Sind Sie reich?) Wir wissen aber gleichzeitig – und die EU-SILC-Zahlen sind heute rausgekommen –, dass immer mehr Menschen in Österreich auch immer ärmer werden. Jeder siebte Mensch, dem wir auf der Straße begegnen, ist armutsgefährdet, und jeder fünfte Mensch unter 40 ist armutsgefährdet.
Abg. Mag. Schieder: Ausbildungspflicht schon, Zahnspange auch!
Ich kann es Ihnen auch in Zahlen sagen: Fast so viele Jugendliche, wie Graz Einwohner hat, sind armutsgefährdet – nur Jugendliche in Österreich! Und wo, bitte, sind die Antworten auf diese große Frage im Regierungsprogramm? Ist es echt die Zahnspange? Ist es die Sektsteuer? Ist die Sektsteuer eine Antwort auf die Verteilungsungerechtigkeit, die wir hier in diesem Land haben? – Nein, und ich habe sie vergeblich gesucht. (Abg. Mag. Schieder: Ausbildungspflicht schon, Zahnspange auch!)
Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Ich sage es ja: viele kleine Maßnahmen! (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Ich weiß als Mutter zweier Kinder, was eine Zahnspange kostet – ich weiß es! –, wir haben viel gezahlt für die Zahnspangen unserer Kinder; aber das ist noch nicht Verteilungsgerechtigkeit, und das wird auch nicht Kinderarmut in Österreich bekämpfen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von NEOS-LIF.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von NEOS-LIF.
Ich sage es ja: viele kleine Maßnahmen! (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.) Ich weiß als Mutter zweier Kinder, was eine Zahnspange kostet – ich weiß es! –, wir haben viel gezahlt für die Zahnspangen unserer Kinder; aber das ist noch nicht Verteilungsgerechtigkeit, und das wird auch nicht Kinderarmut in Österreich bekämpfen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von NEOS-LIF.)
Rufe bei der FPÖ: Außenminister! Minister ist er schon!
Ich würde gerne ein weiteres Thema ansprechen: Der werte Herr Staatssekretär Kurz ist jetzt nicht da (Rufe bei der FPÖ: Außenminister! Minister ist er schon!), aber genau das, was mir am Regieren bislang nicht gefällt und wo ich mir wünschen würde ... – Ah, er ist jetzt Minister, genau, Entschuldigung! Ich wollte aber eine große Erfindung von ihm als Staatssekretär erwähnen, nämlich den Generationenscan – und da komme ich jetzt zurück auf den Kollegen Scherak –: Es gibt nämlich angeblich im Nationalrat einen Generationenscan, den wir vor zwei Jahren beschlossen haben.
Ruf: Aller!
Sie sagen, wenn die Mechanismen nicht greifen und wenn quasi das Bonus-Malus-System – das wir sehr befürworten und das als einzige große Maßnahme dasteht – bei der Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters nicht greift, dann gibt es einen Solidarbeitrag bei der Aufwertung von Pensionskonten – junger Menschen, davon gehe ich aus. (Ruf: Aller!) – Aller, aber es betrifft vor allem die Jungen.
Bundesminister Hundstorfer: wird nicht gemacht!
Wenn Sie schon zugestehen, dass es „aller“ heißt (Bundesminister Hundstorfer: wird nicht gemacht!), heißt das, Sie werden bei jungen Menschen künftig in der
Bundesminister Hundstorfer: Das wird nicht gemacht!
Pension kürzen. (Bundesminister Hundstorfer: Das wird nicht gemacht!) – Das hängt davon ab, wie sehr das Antrittsalter steigt und die Maßnahmen greifen, und ich zweifle, dass das wirklich so ist. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von NEOS-LIF.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von NEOS-LIF.
Pension kürzen. (Bundesminister Hundstorfer: Das wird nicht gemacht!) – Das hängt davon ab, wie sehr das Antrittsalter steigt und die Maßnahmen greifen, und ich zweifle, dass das wirklich so ist. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von NEOS-LIF.)
Abg. Mag. Kogler: Eh, aber jetzt müssen wir was tun!
Wenn ich beim Gipfel, bei der Spitze bin, dann, so meine ich, muss es ja unser aller Ziel sein, Österreich weiter an der Spitze zu halten und Österreich weiterhin an dieser Spitze in Europa zu positionieren. Wir haben uns bis jetzt – wir haben es heute schon gehört – sehr gut geschlagen und stehen weitaus besser da als viele andere Länder in Europa. (Abg. Mag. Kogler: Eh, aber jetzt müssen wir was tun!) Darauf gilt es aufzubauen. (Abg. Mag. Kogler: Das war Ihr Chef mit dem „abgesandelt“, oder? Wo ist denn der überhaupt?)
Abg. Mag. Kogler: Das war Ihr Chef mit dem „abgesandelt“, oder? Wo ist denn der überhaupt?
Wenn ich beim Gipfel, bei der Spitze bin, dann, so meine ich, muss es ja unser aller Ziel sein, Österreich weiter an der Spitze zu halten und Österreich weiterhin an dieser Spitze in Europa zu positionieren. Wir haben uns bis jetzt – wir haben es heute schon gehört – sehr gut geschlagen und stehen weitaus besser da als viele andere Länder in Europa. (Abg. Mag. Kogler: Eh, aber jetzt müssen wir was tun!) Darauf gilt es aufzubauen. (Abg. Mag. Kogler: Das war Ihr Chef mit dem „abgesandelt“, oder? Wo ist denn der überhaupt?)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
müssen auch – und da waren wir uns ebenfalls einig – etwas gegen die drohende Kreditklemme tun. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Wir werden durch die Schaffung einer Mittelstandsfinanzierungsgesellschaft die Liquidität der Unternehmer unterstützen, meine Damen und Herren. Ganz besonders gilt es die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs im internationalen Konzert abzusichern. Da haben wir ja die besten Voraussetzungen. Österreich ist Exportkaiser, und es gilt alles daranzusetzen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Steinbichler), diese führende Position weiter auszubauen.
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Steinbichler
müssen auch – und da waren wir uns ebenfalls einig – etwas gegen die drohende Kreditklemme tun. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Wir werden durch die Schaffung einer Mittelstandsfinanzierungsgesellschaft die Liquidität der Unternehmer unterstützen, meine Damen und Herren. Ganz besonders gilt es die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs im internationalen Konzert abzusichern. Da haben wir ja die besten Voraussetzungen. Österreich ist Exportkaiser, und es gilt alles daranzusetzen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Steinbichler), diese führende Position weiter auszubauen.
Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.
Noch eines: Wir müssen auch die Unternehmer entlasten, damit sie erfolgreich wirtschaften können. Da haben wir im Bereich der Senkung der Lohnnebenkosten ein erstes Signal gesetzt mit zweimal 0,1 Prozent in der Unfallversicherung und im Insolvenzentgeltsicherungsfonds, wodurch wir die Unternehmer auch spürbar entlasten. Da gibt es also auch eine Trendumkehr, das ist ein wichtiges Zeichen. (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.) Ich komme zum Schluss.
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir müssen den Standort sichern, die Arbeitsplätze und die Unternehmer! Erfolgreich ist, wer umsetzt. Gehen wir es an! (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP – in Richtung der Abg. Mag. Meinl-Reisinger, die sich bereits auf den Weg zum Rednerpult gemacht hat –: Nur nicht vordrängeln!
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Vetter. – Bitte. (Rufe bei der ÖVP – in Richtung der Abg. Mag. Meinl-Reisinger, die sich bereits auf den Weg zum Rednerpult gemacht hat –: Nur nicht vordrängeln!)
Abg. Vilimsky: Der Frank hat es anders gesagt!
Abgeordneter Dr. Georg Vetter (STRONACH): Grüß Gott, Herr Präsident! Hohes Haus! Maria Theresias Staatskanzler Kaunitz hat einmal die drei wichtigsten Punkte eines erfolgreichen Staatswesens wie folgt zusammengefasst: erstens: ein wohleingerichtetes Finanzwesen, zweitens: ein wohlbestelltes Militär und drittens: eine weise Politik. – Was haben wir davon? (Abg. Vilimsky: Der Frank hat es anders gesagt!)
Beifall beim Team Stronach.
Ein wohleingerichtetes Finanzwesen? – Wenn dieses Regierungsprogramm im Hochsteuerland Österreich die Steuern weiter erhöht, wenn es wirtschafts- und wachstumsfeindliche Maßnahmen setzt, wenn es die Menschen weiter in die Schattenwirtschaft drängt, dann entfernt sich die Politik weiter von einem ordentlichen Finanzwesen. (Beifall beim Team Stronach.) Die Finanzpolitik entkoppelt sich weiter von der Realwirtschaft, der Spalt zwischen Regierung und Bevölkerung wird mit diesem Regierungsprogramm weiterwachsen.
Beifall beim Team Stronach.
Ein wohlbestelltes Militär? – Sicherheitspolitik, Außenpolitik, das erscheint in Österreich irrelevant, das Bundesheer wird weiter beschnitten. Ich sage Ihnen: Auch als kleines Land haben wir einen Beitrag zum Weltfrieden zu leisten, andernfalls wird uns das irgendwann einmal auf den Kopf fallen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall des Abg. Neubauer.
Eine weise Politik? – Dieses Regierungsprogramm enthält auf 104 von 124 Seiten die Versprechungen des sozialistischen Paradieses. Dieses Programm ist voll von Schönrederei, Unverständlichkeiten und Anglizismen. (Beifall des Abg. Neubauer.)
Abg. Mag. Steinhauser: Das ist Ihr größtes Problem?!
und seit ein paar Wochen heißt es, überhaupt kein Studium der Rechtswissenschaften mehr. (Abg. Mag. Steinhauser: Das ist Ihr größtes Problem?!)
Abg. Weninger: Und das ist schlecht?!
Die Politik ist ähnlich: Im Wahlkampf wird das sozialistische Paradies versprochen, jetzt bekommen wir ein Regierungsprogramm, in dem es heißt: sozialistisches Paradies unter Vorbehalt der Finanzierung. Und wie es weitergeht, können wir uns denken: kein sozialistisches Paradies. So wird es enden. (Abg. Weninger: Und das ist schlecht?!) In dieses Bild passen die Geringschätzung der Bildung, die Geringschätzung der Wissenschaft und die Auflösung des Wissenschaftsministeriums. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wer ist der Mann auf der Homepage?)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wer ist der Mann auf der Homepage?
Die Politik ist ähnlich: Im Wahlkampf wird das sozialistische Paradies versprochen, jetzt bekommen wir ein Regierungsprogramm, in dem es heißt: sozialistisches Paradies unter Vorbehalt der Finanzierung. Und wie es weitergeht, können wir uns denken: kein sozialistisches Paradies. So wird es enden. (Abg. Weninger: Und das ist schlecht?!) In dieses Bild passen die Geringschätzung der Bildung, die Geringschätzung der Wissenschaft und die Auflösung des Wissenschaftsministeriums. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wer ist der Mann auf der Homepage?)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Neubauer.
Meine Damen und Herren, bei allem Koalitionsoptimismus: Dieses Regierungsprogramm ist ein Wolkenkuckucksheim, eine Illusion! Es ist genauso falsch, hochstaplerische Träumerei wie den imaginären Stammtisch zum Maßstab seines politischen Handelns und Denkens zu machen. Irgendwann wird dieser Glaspalast zusammenbrechen, und wir werden die Scherben aufzukehren haben. Hier wird alles versprochen und nichts gehalten. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Neubauer.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Neubauer. – Ruf bei der ÖVP: Das ist aber eine super Einstellung!
In Wirklichkeit muss man als Verantwortlicher in diesem Land sagen: Wir können euch nichts unter den Weihnachtsbaum legen, liebe Österreicher, glaubt nicht an diesen Staat, glaubt an euch selbst! – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Neubauer. – Ruf bei der ÖVP: Das ist aber eine super Einstellung!)
Abg. Dr. Lopatka: Jetzt kommt die g’scheite Rede! – Abg. Mag. Meinl-Reisinger – auf dem Weg zum Rednerpult –: Jetzt kommt die gescheite Rede? – Werden wir schauen!
Präsident Karlheinz Kopf: Als nächste Rednerin zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Mag. Meinl-Reisinger. – Bitte. (Abg. Dr. Lopatka: Jetzt kommt die g’scheite Rede! – Abg. Mag. Meinl-Reisinger – auf dem Weg zum Rednerpult –: Jetzt kommt die gescheite Rede? – Werden wir schauen!)
Zwischenruf bei der SPÖ
Klein-Klein vorgeht, anstatt einen großen Wurf vorzulegen (Zwischenruf bei der SPÖ), in dem man signalisiert: Ja, wir haben es verstanden, wir haben nur noch diese einzige Chance!? Hören Sie das denn nicht?
Beifall bei NEOS-LIF und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Das Programm ist blutleer, und es fehlt diesem Programm vor allem eines – das wurde auch schon erwähnt –: die Vision. Es fehlt der Gestaltungswille, und damit fehlt – und das finde ich besonders bedauerlich und eigentlich beschämend – diesem Regierungsprogramm die Politik. Das ist kein politisches Programm. (Beifall bei NEOS-LIF und bei Abgeordneten des Teams Stronach.) Sie haben keinen Gestaltungswillen, Sie haben einen Verwaltungswillen, und den bringen Sie deutlich zum Ausdruck.
Beifall bei NEOS-LIF sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.
Ich wollte noch einen Aspekt zum Schluss ansprechen. Es wurde auch gesagt: Wir wollen gemeinsam Verantwortung übernehmen! „Gemeinsam Verantwortung übernehmen“ hieße in diesem Hohen Haus, den Oppositionsparteien auch die Rechte und die Möglichkeit einzuräumen, wirklich mitzugestalten. Und da rede ich von den Minderheitsrechten. Ich glaube, ich spreche da für alle Oppositionsparteien, wenn ich sage, dass wir bereit wären, Verantwortung zu übernehmen, wenn Sie es nur zuließen, dass diesem Parlament, diesem Hohen Haus endlich wieder Leben eingehaucht wird im Sinne eines echten, lebendigen Parlamentarismus. – Danke schön. (Beifall bei NEOS-LIF sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.)
Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.
Eine ganz zentrale Zukunftsfrage für Österreich ist selbstverständlich auch der gesamte Bereich der Migration. Dabei geht es um die Frage, welche Ziele, welche Bedürfnisse und Möglichkeiten Österreich dabei hat, auf der europäischen Ebene, der internationalen Ebene, aber auch auf der nationalen Ebene. (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.) Und gerade in diesem Zusammenhang werden wir unsere gesamtstaatliche Migrationsstrategie weiterentwickeln, wie zum Beispiel mit der Rot-Weiß-Rot-Karte oder natürlich auch durch intensivere Zusammenarbeit auf europäischer Ebene und mit den Herkunftsländern.
Ruf bei der FPÖ: Drei Sätze! – Abg. Kickl: Abdrehen!
Es gibt viele Schwerpunkte, die wir gerade im sicherheitspolitischen Bereich setzen, wo ich auch ein Danke sage an meinen Verhandlungspartner, Herrn Minister Klug, wo ich auch an Sie eine Bitte richte, nämlich vor allem an die Oppositionsparteien (Ruf bei der FPÖ: Drei Sätze! – Abg. Kickl: Abdrehen!), in der Zukunft an ganz konkreten Problemlösungen auch konstruktiv mitzuarbeiten, damit wir auch weiterhin zu den sichersten Ländern in ganz Europa, ja auf der ganzen Welt zählen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Es gibt viele Schwerpunkte, die wir gerade im sicherheitspolitischen Bereich setzen, wo ich auch ein Danke sage an meinen Verhandlungspartner, Herrn Minister Klug, wo ich auch an Sie eine Bitte richte, nämlich vor allem an die Oppositionsparteien (Ruf bei der FPÖ: Drei Sätze! – Abg. Kickl: Abdrehen!), in der Zukunft an ganz konkreten Problemlösungen auch konstruktiv mitzuarbeiten, damit wir auch weiterhin zu den sichersten Ländern in ganz Europa, ja auf der ganzen Welt zählen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
unterstützen oder auch in die Nähe der Justizpolitik der Frau Karl gerückt zu werden. Was mich als Beobachter von außen einfach ein bisschen stört, ist, wie respektlos in Ihren Reihen mit eigenen Leuten umgegangen wird, auch mit dem Herrn Universitätsprofessor Töchterle, der in einer Art und Weise öffentlich behandelt wurde, wie es eigentlich der Politik im Allgemeinen, aber auch Ihnen als Partei nicht gerade dienlich ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ähnlich ist es bei Ihnen, bei der SPÖ. Da gab es einen Klubobmann, zu dem ich auch kein Naheverhältnis habe – der Herr Klubobmann Dr. Cap und ich sind politisch so weit auseinander –, wo ich mir denke, das war wenigstens ein spritziger Parlamentarier, der sich mit Witz und sehr viel Kompetenz hier zu Wort gemeldet hat, jahrelang für Sie und die schlechte Politik, die von Ihren Regierungsspitzen gemacht wurde, die heißen Kastanien aus dem Feuer geholt hat und jetzt auch einfach abserviert wurde. Das ist auch nicht das Zeichen eines respektvollen Umgangs in den eigenen Reihen. Und wenn Sie in Ihren Reihen den eigenen Leuten gegenüber Respekt vermissen lassen, dann ist auch erklärbar, warum Respekt gegenüber der Bevölkerung in völlig unzureichendem Ausmaß gegeben ist, wie es sich in diesem Regierungsübereinkommen manifestiert. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aufgrund der Tragik dieses ganzen Ereignisses wurde versprochen, all diese Probleme zu beheben. Bis zum heutigen Tag habe ich nicht vernommen, dass diese Probleme behoben wurden. Bis zum heutigen Tag und auch im Regierungsübereinkommen habe ich nicht vernommen, dass ausreichend Finanzmittel bereitgestellt wurden, um nicht nur den Frust bei der Polizei, die schlechte Bezahlung, die schlechte Ausrüstung zu kompensieren, sondern der Polizei endlich auch den Stellenwert zukommen zu lassen, der ihr in unserer Gesellschaft entsprechend zusteht. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abg. Mag. Gisela Wurm.
an qualitätsvoller Ausrüstung benötigt, um Kriminalität in Österreich endlich wirksam bekämpfen zu können. (Zwischenrufe der Abg. Mag. Gisela Wurm.) Das bleiben Sie mit Ihrem Regierungsprogramm, das ein paar Überschriften beinhaltet, aber sonst keine konkreten Maßnahmen, schuldig, und ich erwarte mir persönlich von Ihnen, dass Sie zu diesem tragischen Vorfall in Annaberg endlich auch mit Klartext Stellung beziehen, was tatsächlich seitens Ihres Ressorts geplant wurde, um unsere beste Einsatzgruppe, die wir bei der österreichischen Polizei haben, seitens der Politik auch entsprechend unterstützen zu können. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
an qualitätsvoller Ausrüstung benötigt, um Kriminalität in Österreich endlich wirksam bekämpfen zu können. (Zwischenrufe der Abg. Mag. Gisela Wurm.) Das bleiben Sie mit Ihrem Regierungsprogramm, das ein paar Überschriften beinhaltet, aber sonst keine konkreten Maßnahmen, schuldig, und ich erwarte mir persönlich von Ihnen, dass Sie zu diesem tragischen Vorfall in Annaberg endlich auch mit Klartext Stellung beziehen, was tatsächlich seitens Ihres Ressorts geplant wurde, um unsere beste Einsatzgruppe, die wir bei der österreichischen Polizei haben, seitens der Politik auch entsprechend unterstützen zu können. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Rufe bei der FPÖ: Das hören wir seit zehn Jahren! – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wenn man die Debatte verfolgt, dann stellt man sich folgende Frage: Von welchem Land sprechen die Redner der Oppositionsparteien? Von welchem Land reden Sie hier? (Rufe bei der FPÖ: Das hören wir seit zehn Jahren! – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Jeder, meine sehr geehrten Damen und Herren, der zu uns kommt, der Österreich besucht und hier seine Urlaube oder seine Wochenenden verbringt, stellt fest, von welch hoher Qualität das Leben in Österreich mit seinen Organisationen, Einrichtungen und Gesetzen ist. (Zwischenruf des Abg. Neubauer. – Abg. Mag. Stefan: Unsachlich!)
Zwischenruf des Abg. Neubauer. – Abg. Mag. Stefan: Unsachlich!
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wenn man die Debatte verfolgt, dann stellt man sich folgende Frage: Von welchem Land sprechen die Redner der Oppositionsparteien? Von welchem Land reden Sie hier? (Rufe bei der FPÖ: Das hören wir seit zehn Jahren! – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Jeder, meine sehr geehrten Damen und Herren, der zu uns kommt, der Österreich besucht und hier seine Urlaube oder seine Wochenenden verbringt, stellt fest, von welch hoher Qualität das Leben in Österreich mit seinen Organisationen, Einrichtungen und Gesetzen ist. (Zwischenruf des Abg. Neubauer. – Abg. Mag. Stefan: Unsachlich!)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Ja! !
Jeder, ganz Europa kommt nach Österreich (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Ja! !) und schaut sich an, wie die Österreicherinnen und Österreicher ihren Staat gestalten. Wenn man sich das anhört, glaubt man, man diskutiert hier über eine Überseerepublik und nicht über das wunderbare Österreich. Das haben sich weder Österreich noch die Österreicherinnen und Österreicher verdient, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Jeder, ganz Europa kommt nach Österreich (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Ja! !) und schaut sich an, wie die Österreicherinnen und Österreicher ihren Staat gestalten. Wenn man sich das anhört, glaubt man, man diskutiert hier über eine Überseerepublik und nicht über das wunderbare Österreich. Das haben sich weder Österreich noch die Österreicherinnen und Österreicher verdient, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Vilimsky: Was ist mit den Toten von Annaberg?! Das ist doch keine Polemik!
Und es wird nicht besser, Kollege Vilimsky, wenn man wider besseres Wissen etwas behauptet, was nicht stimmt. Unsere Polizei leistet hervorragende Arbeit. Wir alle sollten ihr von Zeit zu Zeit auch gemeinsam unseren Dank aussprechen, ich tue das gerne heute und hier, aber wir sollten, was polemische Äußerungen betrifft, unsere Polizistinnen und Polizisten nicht in solche Diskussionen hineinziehen! (Abg. Vilimsky: Was ist mit den Toten von Annaberg?! Das ist doch keine Polemik!)
Beifall des Abg. Sieber.
Ich glaube, dass Österreich im internationalen, aber auch im europäischen Vergleich – und ich gehöre zu jenen, die sagen, jede Straftat ist eine zu viel – wirklich ein sicheres Land ist. Die Zahlen sprechen für sich, meine geschätzten Damen und Herren. (Beifall des Abg. Sieber.) Noch einmal: Jede Straftat ist eine zu viel!
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie Bravoruf der Bundesministerin Heinisch-Hosek.
Das ist Politik für die Menschen. Ich lade Sie dazu ein, diesem Antrag Ihre Zustimmung zu geben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie Bravoruf der Bundesministerin Heinisch-Hosek.)
Abg. Pendl: In einem schönen! – Abg. Neubauer: In einem gut überwachten!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Werte Kolleginnen und Kollegen auf der Regierungsbank, im Plenum des Hauses! Abgeordneter Pendl hat eine wichtige Frage an uns Abgeordnete der Opposition gerichtet, nämlich: In welchem Land leben wir? (Abg. Pendl: In einem schönen! – Abg. Neubauer: In einem gut überwachten!) Ich gebe dem Abgeordneten Pendl darauf eine sachliche Antwort, wenn er es nicht weiß: in Österreich! Und ich gebe Ihnen noch eine zweite Antwort: in einem Österreich, in dem viel mehr und viel Besseres möglich wäre, in dem wir ein ganz anderes Bildungssystem, ein ganz anderes Sozialsystem, keine Kinderarmut, keine Erwachsenenarmut, keine Burnouts als neues Massenphänomen auf dem Arbeitsmarkt und vieles andere nicht hätten! Das ist ja alles möglich in Österreich. Die Ressourcen sind da, die Menschen sind da.
Beifall bei den Grünen.
Wozu brauchen wir 16 Regierungsmitglieder, wenn es für dieses Regierungsprogramm reichen würde, einen Stillstands-Bundeskanzler von der SPÖ und einen Stillstands-Staatssekretär von der ÖVP zu vereidigen? – Das würde ja vollkommen ausreichen. (Beifall bei den Grünen.) Wozu die restlichen 14? Wozu überhaupt noch diese beiden Regierungsparteien?
Beifall bei den Grünen.
Jetzt stellt sich die Frage: Was ist die Hauptaufgabe der Opposition? – Ja natürlich zusammenarbeiten, wo es Reformvorschläge gibt. Aber die gibt es ja nicht! Also ist es wahrscheinlich die Hauptaufgabe der Opposition und mit Sicherheit von uns Grünen – und ich hoffe, auch von anderen Fraktionen –, die Zeit danach möglichst gründlich vorzubereiten und die Zeit des Stillstandes jetzt möglichst kurz zu halten. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.
Darum geht es jetzt, und deswegen sage ich Ihnen eines in aller Deutlichkeit: Die schwächste Regierung in der Geschichte dieses Parlaments der Zweiten Republik ist auch die Regierung, die die Rechte des Parlaments am wenigsten achtet! (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.) Deshalb wird es eine der Hauptaufgaben der Opposition sein, alles zu tun, damit dieses Parlament wieder kontrollieren kann, wenn die Regierungsparteien schon nicht zulassen, dass dieses Parlament die Politik wesentlich mitgestaltet.
Beifall bei den Grünen.
Aber ich freue mich bereits auf eine Alternative zu dieser Regierung. Und ich freue mich darauf, gemeinsam mit anderen Abgeordneten diese Zeit möglichst zu verkürzen und dann vorzuschlagen, etwas ganz anderes und viel Besseres zu machen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neubauer: Welche „Verschwörungstheorien“? – Weitere Zwischenrufe.
Pilz kehren wir zur Sachlichkeit und zum Regierungsprogramm für die Jahre 2013 bis 2018 zurück. (Abg. Neubauer: Welche „Verschwörungstheorien“? – Weitere Zwischenrufe.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ja, das sind Verschwörungstheorien! Auch von Ihrer Seite, von der FPÖ: Wenn hier beim Fall Annaberg behauptet wird, dass die Ausrüstung der Polizisten veraltet ist, dann ist das einfach nur geschmacklos. Herr Kollege Vilimsky, das ist geschmacklos und gehört nicht hierher. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Vilimsky: Das sind Polizeiaussagen ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Die Polizisten wurden auf brutale Weise ermordet, und Sie haben nichts Besseres zu tun, als hier im Rahmen der Regierungserklärung diesen Fall aufzurollen und mit Unwahrheiten zu untermauern. (Abg. Vilimsky: Das sind Polizeiaussagen ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ziehen Sie diese Aussage zurück! Sie sollten sich für diese Vorgangsweise wirklich schämen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Die Polizisten wurden auf brutale Weise ermordet, und Sie haben nichts Besseres zu tun, als hier im Rahmen der Regierungserklärung diesen Fall aufzurollen und mit Unwahrheiten zu untermauern. (Abg. Vilimsky: Das sind Polizeiaussagen ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ziehen Sie diese Aussage zurück! Sie sollten sich für diese Vorgangsweise wirklich schämen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Das finden Sie in diesem Regierungsprogramm, und das wird auch dazu beitragen, dass wir das Budget nachhaltig sanieren können. Ich verstehe nicht die Kritik der Opposition und schon gar nicht verstehe ich, dass Sie uns auf diesem ambitionierten Weg nicht begleiten wollen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.
Schauen Sie auf Seite 25: Dort sind die Familienmaßnahmen niedergeschrieben. Ab Mitte nächsten Jahres wird – wie versprochen, auch gehalten! – die Familienbeihilfe valorisiert, angehoben und vereinfacht. Wir führen eine Mitarbeiter-Erfolgsbeteiligung ein – das finden Sie auf Seite 13 –: Bis zu 1 000 € pro Jahr kann ein Unternehmen auch steuerbegünstigt an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausschütten. (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich sage nicht, dass das das Allheilmittel für die Zukunft dieses Landes ist. Aber es sind im Regierungsprogramm wichtige und sehr gute Maßnahmen festgesetzt, die dieses Land in eine gute Zukunft führen werden. Daher bin ich der Meinung, dass man das auch am heutigen Tag betonen sollte, und ich bitte auch die Opposition, das so zu sehen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Ich lasse mir von Ihnen nicht nachsagen, dass ich hier in unzulässiger Weise dieses tragische Ereignis missbraucht hätte. Faktum ist: Fordern Sie von Ihrer Frau Minister einen konkreten Plan an (Zwischenrufe bei der ÖVP), wie aus dieser tragischen Situation eine Situation herbeigeführt wird ... (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich lasse mir von Ihnen nicht nachsagen, dass ich hier in unzulässiger Weise dieses tragische Ereignis missbraucht hätte. Faktum ist: Fordern Sie von Ihrer Frau Minister einen konkreten Plan an (Zwischenrufe bei der ÖVP), wie aus dieser tragischen Situation eine Situation herbeigeführt wird ... (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
aus der Wirtschaft kommt und weiß, wovon er redet. Dann hätten Sie es ehrlich gemeint, dann hätte ich es Ihnen abgenommen. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Gisela Wurm.
Das Problem – ich erkläre es Ihnen kurz – ist das: Wir haben jetzt sehr viele Frauen, in Vorarlberg haben wir schon einen sehr hohen Frauenanteil, da sind dann viele in Karenz, in Teilzeit oder schwanger. Das Problem ist: Diese Überhang-Planstellen, die ich immer wieder gefordert habe, wurden nicht errichtet. (Zwischenruf der Abg. Mag. Gisela Wurm.) Das heißt, diese Frauen fehlen dann auf den Dienststellen, auf den Dienstposten.
Beifall beim Team Stronach.
Es ist das Problem, dass hier nicht Ersatz geschaffen wird. Dadurch sind die übrig bleibenden Beamten mehr belastet, diese powern sich aus. Das Problem sehen wir dann auf den Dienststellen. Die Lösung, wie Sie sie jetzt vorhaben mit der Schließung von hundert Polizeidienststellen, ist der falsche Weg, dass man die Leute dann anders aufteilt, sondern da müssen Sie eine ordentliche Sicherheitsstruktur machen. Das gebe ich Ihnen mit auf den Weg. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Wöginger: Das ist nicht einmal lustig!
Ich habe jetzt nur – ich muss da ein bisschen mutmaßen – gesehen, dass Sie die Modernisierung der Ausrüstung fordern. Wir haben schon eine sehr moderne Ausrüstung, das muss ich gestehen, da hat sich in der letzten Zeit sehr viel getan. Aber vielleicht ist das dann von Ihnen so gemeint, dass Sie für die Beamten 50 plus einen Rollator anschaffen werden. Ist das dann das neue Dienstfahrzeug? – Das müssen Sie mir noch erklären, Frau Minister. (Abg. Wöginger: Das ist nicht einmal lustig!)
Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.
Wenn ich die jetzige Regierung anschaue, dann muss ich sagen, dass sie sehr ostlastig ist und einen einzigen Minister aus Tirol hat, der hier den Westen vertreten muss. Von Schützenhauptmann zu Schützenkameraden darf ich Ihnen Folgendes mitgeben, Herr Minister Rupprechter: Vertreten Sie Westösterreich gut! (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.) Vertreten Sie es so, wie wir Vorarlberger uns das auch wünschen! Vergessen Sie nicht, wo Sie herkommen! Sie sind der Einzige in der Regierung, der Westösterreich vertritt! Das gebe ich Ihnen, bitte, gerne mit. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn ich die jetzige Regierung anschaue, dann muss ich sagen, dass sie sehr ostlastig ist und einen einzigen Minister aus Tirol hat, der hier den Westen vertreten muss. Von Schützenhauptmann zu Schützenkameraden darf ich Ihnen Folgendes mitgeben, Herr Minister Rupprechter: Vertreten Sie Westösterreich gut! (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.) Vertreten Sie es so, wie wir Vorarlberger uns das auch wünschen! Vergessen Sie nicht, wo Sie herkommen! Sie sind der Einzige in der Regierung, der Westösterreich vertritt! Das gebe ich Ihnen, bitte, gerne mit. (Beifall beim Team Stronach.)
Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.
Sie, Herr Bundeskanzler – jetzt ist er leider nicht mehr hier –, finden, dass alles okay ist. (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.) Wie unverantwortlich – damit komme ich schon zum Schluss – kann man gegenüber den Menschen sein, die in Arbeit stehen und auf Altersarmut zusteuern? Und wie unverantwortlich kann man gegenüber unseren Kindern und Enkelkindern sein, die einen Schuldenrucksack aufgepackt bekommen, den sie nicht mehr werden tragen können?!
Beifall bei NEOS-LIF.
Fazit: Lob für das Haushaltsrecht; insgesamt ist die Devise: „Mutlos in die neuen Zeiten“. Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung, das reicht nicht! Das reicht uns nicht und das reicht auch den Bürgerinnen und Bürgern in diesem Land nicht. – Danke schön. (Beifall bei NEOS-LIF.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
beiden Klassen der Volksschule als Einheit betrachten werden, dass der Übergang der Kinder vom Kindergarten in die Volksschule sowohl für die PädagogInnen, die in der Volksschule unterrichten, als auch für die PädagogInnen, die im Kindergarten sind, so vernetzt und verzahnt werden soll, dass alle Bescheid wissen, welches Portfolio an Talenten und Neugierden die einzelnen Kinder in die Volksschule mitbringen. Wenn es zu Defiziten kommt – von denen wir gar nicht gerne sprechen –, dann wissen die VolksschulpädagogInnen zeitgerecht, wie sie damit umgehen, und können vieles auffangen, was bisher vielleicht übersehen wurde. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Ich täte schon im Kindergarten anfangen!
Aber lassen Sie mich vielleicht noch einiges kurz erwähnen, was an Fortschritten noch nicht genannt wurde, zum Beispiel im Bereich der politischen Bildung. Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, bei jungen Menschen das Demokratieverständnis, das Verständnis für das politische Geschehen in einem Land – und da meine ich selbstverständlich nicht die Parteipolitik, wie Sie sich denken können – zeitgerecht zu entwickeln. Während der gesamten Sekundarstufe 2, das heißt für 10- bis 14-Jährige, soll es möglich sein, ab der 6. Schulstufe, dort, wo Geschichte unterrichtet wird, ein Pflichtmodul zu absolvieren. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Ich täte schon im Kindergarten anfangen!) Des Weiteren kann man auch schulautonom – und auch das ist etwas, was wir in den nächsten Jahren sehr ausweiten werden – am Standort bestimmen, was gut ist für die Region, was gut ist für die Kinder, was gut ist für das Arbeiten an der Schule. Man kann pädagogische Konzepte auch so verwirklichen, dass man die 50 Minuten-Unterrichtsstunde aufweicht, zur Not auflöst und Einheiten schafft, die dem pädagogischen Konzept entgegenkommen, das genau für diese Schule richtig ist. All das wird möglich werden.
Beifall bei der SPÖ.
als Frauenministerin zurück –, um diese Vereinbarkeit für Mütter und für Väter zu ermöglichen. Ein Papa-Monat, auch ein Karenzgeldkonto, das wir einrichten werden, ein Kinderbetreuungsgeldkonto werden es ermöglichen, dass sich Mütter und Väter gleichermaßen an der Kindererziehung, an der Kinderbetreuung beteiligen und trotzdem auf dem Arbeitsmarkt beide ihren Weg gehen können. (Beifall bei der SPÖ.) Das reicht von der Wissenschaft zur Wirtschaft und bis hin zur Infrastruktur.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir wollen Frauen auf ihrem Weg begleiten und unseren Kindern die beste Bildung angedeihen lassen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Podgorschek: Ist er auch!
Angeführt wird auch Gender Budgeting. Dieser Begriff klingt irgendwie sperrig. (Abg. Podgorschek: Ist er auch!) Aber dahinter ist sehr viel verborgen, und zwar, dass jedes Ressort darauf zu achten hat, dass in dem Bereich, wofür es zuständig ist, frauenpolitische Maßnahmen gesetzt werden müssen, was bedeutet, dass die Frauenverträglichkeitsprüfung sozusagen in diesen verschiedenen Ressorts auch Platz zu greifen hat, indem nicht nur geschaut wird, wo, sondern auch für wen das Geld ausgegeben und damit auch die zweite Hälfte der Menschheit entsprechend bedacht wird. Gender Budgeting, seit 2013 in der Verfassung verankert, hat also auch effektiv und effizient in den verschiedenen Ressorts Platz zu greifen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Angeführt wird auch Gender Budgeting. Dieser Begriff klingt irgendwie sperrig. (Abg. Podgorschek: Ist er auch!) Aber dahinter ist sehr viel verborgen, und zwar, dass jedes Ressort darauf zu achten hat, dass in dem Bereich, wofür es zuständig ist, frauenpolitische Maßnahmen gesetzt werden müssen, was bedeutet, dass die Frauenverträglichkeitsprüfung sozusagen in diesen verschiedenen Ressorts auch Platz zu greifen hat, indem nicht nur geschaut wird, wo, sondern auch für wen das Geld ausgegeben und damit auch die zweite Hälfte der Menschheit entsprechend bedacht wird. Gender Budgeting, seit 2013 in der Verfassung verankert, hat also auch effektiv und effizient in den verschiedenen Ressorts Platz zu greifen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir werden auch darauf achten, dass es eine Neubewertung der Arbeit gibt, da es nicht einzusehen ist, dass der technische Bereich so viel besser verdient als Frauen, die zum Beispiel vorwiegend in Dienstleistungsbereichen tätig sind – in der Pflege, als KindergartenpädagogInnen oder VolksschulpädagogInnen. Es sollen Kollektivverträge nach versteckten Diskriminierungen durchforstet werden und zum Beispiel auch die Elternkarenz bei Kollektivvertragsverhandlungen positiv bewertet werden. Ich bin mir sicher, dass die Kollegen und Kolleginnen der Sozialpartner, der Gewerkschaften, der Wirtschaft bereit sind, daran mitzuarbeiten, dass diese Ungerechtigkeit so schnell wie möglich verschwindet, dass die Lücken hier geschlossen und die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen verringert werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Wann wird endlich der Text von „Brüder, zur Sonne“ geändert?!
In diesem Sinne glaube ich, ist es ein gutes Programm, das wir den Frauen in unserem Land bieten können. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Wann wird endlich der Text von „Brüder, zur Sonne“ geändert?!)
Beifall bei der ÖVP.
Damit diese Gestaltung auch in Zukunft entsprechend gut funktionieren kann, braucht es den Fokus auf Bildung, auf Ausbildung, auf wissenschaftliches Arbeiten. Es gilt, unsere Kreativität und unsere Innovationskraft zu stärken, es gilt sicherzustellen, dass dieses Land auch in Zukunft aus dem Vollen schöpfen kann, nämlich aus dem Wissen und dem Können unserer Menschen in diesem Land. Das muss unsere gemeinsame Anstrengung sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Das ist aber nichts Neues!
Wir haben offensichtlich nicht nur das, was eine Frage des Lesens, Schreibens und Rechnens ist, sondern auch das, was wir Hausverstand nennen, nicht wirklich entwickelt. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Das ist aber nichts Neues!) Daher gilt es, das alles gemeinsam zu tun und auch – und da bin ich bei der Familienpolitik, auf die hier ganz besonderer Wert gelegt wird – die Familien zu stärken, das Zusammenwirken innerhalb der Familie.
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Wieso sagt dann die Wirtschaftskammer genau das Gegenteil?
Wir haben aber auch im Bereich der Bildung ein Bekenntnis zur Schaffung der wirklichen Wahlfreiheit durch ganztägige Schulformen, der Wahlfreiheit auch durch den Erhalt des Gymnasiums. Wir brauchen nämlich nicht lauter gleich ausgebildete Menschen, sondern wir brauchen die Vielfalt, wir brauchen das Stärken der Talente, das Stärken der Stärken und das Schwächen der Schwächen. Daher ist das Bekenntnis zur Begabungs- und Talenteförderung auf allen Ebenen besonders hervorzuheben. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Wieso sagt dann die Wirtschaftskammer genau das Gegenteil?)
Beifall bei der ÖVP.
Ganz besonders liegt mir etwas am Herzen, das zwar sehr zukunftsorientiert ist, aber dessen Umsetzung eine Gesamtanstrengung auf europäischer Ebene bräuchte. Ich wünsche mir, dass es jungen Menschen möglich sein wird, mindestens zwei- bis dreimal während ihrer Ausbildungszeit einen Zeitraum in einem anderen Land zu verbringen. Dann hätten wir nicht nur diesen Menschen ermöglicht, ihren Horizont zu erweitern, sondern wir würden auch den europäischen Gedanken stärken. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Carmen Gartelgruber (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Wenn man sich dieses Arbeitspapier – denn anders kann man das, was uns hier vorgelegt worden ist, nicht bezeichnen – gerade im Bereich „Frauen“ ansieht, dann könnte ich eigentlich die gleiche Rede wie vor fünf Jahren halten. Grundsätzlich hat sich nämlich an diesen Dingen, die uns seitens der Regierung präsentiert wurden und werden, nichts geändert. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dieser Ansatz ist aber nicht nur ein Irrtum, nein, ich glaube, er ist ein kompletter Unsinn. (Beifall bei der FPÖ.) Ja, es gibt Frauen, die gerne bei ihren Kindern daheim bleiben wollen, zumindest die ersten Jahre. Ja, es gibt Frauen, die diese Arbeit sogar noch gerne tun und das auch gut machen. Aber in Ihrem Weltbild kommt das nicht vor.
Beifall bei der FPÖ.
Wer es verabsäumt, finanzielle und strukturelle Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Frauen wirklich selbst entscheiden können, ob sie bei der Familie zu Hause bleiben oder zurück in den Beruf gehen möchten, nimmt den Frauen nicht nur den ihnen zustehenden finanziellen und gestalterischen Spielraum, sondern steht auch einer gesunden gesellschaftlichen Entwicklung im Wege. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, dieses Arbeitspapier beinhaltet keine Visionen für das Leben der Frauen in Österreich, wie sie Familie und Beruf vereinbaren können. Es ist ein schwammiges Blabla und ein Fortschreiben von linken Ideologien, das an der Realität der Frauen in Österreich völlig vorbeigeht. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Gisela Wurm: Sprache schafft Bewusstsein!
Aber was will man von einer Frauenministerin und einer Bundesregierung erwarten, die bisher frauenpolitisch nichts anderes zustande gebracht haben, als die Bundeshymne umzudichten und eine flächendeckende Wortverschandelung mit dem Binnen-I durchzusetzen! (Abg. Mag. Gisela Wurm: Sprache schafft Bewusstsein!) Das sind nicht die Probleme, die die Frauen beschäftigen. Frauen in Österreich brauchen eine klare und starke Handschrift, und wir werden Ihnen gerne helfen, das durchzusetzen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Aber das war unbestritten eine grausame Rede!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Aber das war unbestritten eine grausame Rede!
Aber was will man von einer Frauenministerin und einer Bundesregierung erwarten, die bisher frauenpolitisch nichts anderes zustande gebracht haben, als die Bundeshymne umzudichten und eine flächendeckende Wortverschandelung mit dem Binnen-I durchzusetzen! (Abg. Mag. Gisela Wurm: Sprache schafft Bewusstsein!) Das sind nicht die Probleme, die die Frauen beschäftigen. Frauen in Österreich brauchen eine klare und starke Handschrift, und wir werden Ihnen gerne helfen, das durchzusetzen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Aber das war unbestritten eine grausame Rede!)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Aber sie kommt heute eh noch einmal!
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! An sich hätte ich jetzt gerne unsere neue Unterrichtsministerin begrüßt. Sie ist uns aber leider nach ihrem Eingangsstatement entschwunden, und wir können diese Bildungsdebatte, die ja eigentlich vorgesehen war, ohne sie leider nicht führen. Ich finde das schade, denn es wäre dringend notwendig. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Aber sie kommt heute eh noch einmal!)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, ich hoffe, dass wir im Unterrichtsausschuss konstruktiv diskutieren können. Ich hoffe, dass es von Ihrer Seite künftig ein wenig ambitionierter zur Sache geht als in Ihrer ersten Rede als Unterrichtsministerin, denn da habe ich von Visionen leider nichts gehört. Aber das kennen die Österreicherinnen und Österreicher: Positive Visionen für die Zukunft kommen von uns Grünen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
für die Zukunft der Enkel und nicht zu Lasten der Enkel gemacht wird. Dabei möchten wir Sie gerne unterstützen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ebenso brauchen wir die angesprochene Entlastung der Klein- und Mittelbetriebe. Wir wollen freie Bürger und Bürgerinnen. Wir wollen freie Unternehmer – auch bei den Wirten. Wir wissen, dass diese Raucherdiskussion äußerst unfair läuft. Tausende Wirte haben Tausende Euro investiert, und jetzt wird diese Regelung wieder in Frage gestellt. Die Leute sollen selbst entscheiden können! (Beifall beim Team Stronach.)
Ruf bei der ÖVP: Wo ist er eigentlich?
Die Abwesenheit von Frank Stronach wurde heute schon angesprochen. (Ruf bei der ÖVP: Wo ist er eigentlich?) Ich erinnere noch einmal an seinen Vorschlag – den er auch im Wahlkampf gemacht hat –, die Konzerne, Banken und Firmen, die mit ihren Gewinnen ins Ausland gehen, stärker zu besteuern und regional zu investieren, weil wir regional Arbeitsplätze brauchen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Abwesenheit von Frank Stronach wurde heute schon angesprochen. (Ruf bei der ÖVP: Wo ist er eigentlich?) Ich erinnere noch einmal an seinen Vorschlag – den er auch im Wahlkampf gemacht hat –, die Konzerne, Banken und Firmen, die mit ihren Gewinnen ins Ausland gehen, stärker zu besteuern und regional zu investieren, weil wir regional Arbeitsplätze brauchen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Jetzt aber zur Umwelt und zur Landwirtschaft und damit auch zur Gesundheits- und Umweltpolitik: Leider ist wiederum ein Armutszeugnis auszustellen. Die erfolgreichen Agrarpolitiker der vergangenen Periode sind leider nicht im Saal; aber wenn man die Ergebnisse sieht, dann muss man in aller Klarheit sagen: Geschätzter neuer Minister! Man hat die Bauern zu Almosenempfängern degradiert. Man hat ihnen beim EU-Beitritt 50 Prozent der Einkommen genommen, und heute werden die damals versprochenen Ausgleichszahlungen als Förderungen hingestellt. Das ist die unfairste Art und Weise, einen Berufsstand zu behandeln, der heute das Dreifache arbeiten muss, damit er dasselbe verdient wie vor 40 Jahren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Geschätzte Damen und Herren, ich wünsche jedem hier herinnen, der glaubt, die Bauern schwimmen in Geld, einmal in diesen Teich hineinzuspringen. Ihr werdet eine Bruchlandung erleben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Dann werben noch Konzerne seitenweise damit und verkaufen Honig, wo kein Dekagramm österreichischer Honig drinnen ist (der Redner hält ein Flugblatt in die Höhe): Wir kümmern uns um die Bienen, Bienenkonvention 2020, ganz Österreich schwärmt von der Biene. – Da brauche ich nicht zu sagen, wer da den Bock zum Gärtner macht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich habe dazu auch einen brauchbaren Vorschlag vom Team Stronach: Wir nehmen von den österreichischen Bauern und Bäuerinnen ungerechtfertigt 36 Millionen € Milchüberschussabgabe und liefern das nach Brüssel. EU-weit wird um 8,2 Prozent unterliefert. Der Vorschlag ist: Wir halten uns diese Millionen in Österreich und lösen damit sofort die Almbauernthematik, damit diese wertvollsten Betriebe, die wir für den Tourismus und unsere Ausflugsziele brauchen, davon profitieren können. Nicht umsonst steht auf jeder Alm ein Kreuz, wir sollten dort auch gleich einmal einen Schritt setzen. Ich bitte dich darum. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Der Kahlschlag, den sich einige Industrielle vorgestellt haben, hat nicht stattgefunden. Das ist auch ein großer Erfolg im Zusammenhang mit diesen Regierungsverhandlungen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich könnte die Liste noch fortsetzen. Wir werden, wenn wir das dann umsetzen, Gelegenheit haben, das ausführlich zu diskutieren. Unterm Strich passt es, und all jene Punkte, die wir uns gewünscht hätten, die jetzt aber nicht drinnen sind, werden Teil einer lustvollen und engagierten politischen Auseinandersetzung in den kommenden fünf Jahren werden. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Brosz: Abschaffung eines eigenen Ministeriums!
Von einer Auflösung zu sprechen, ist ja, gelinde gesagt, eine starke Übertreibung. Das ist in dieser Form absolut nicht gegeben. (Abg. Brosz: Abschaffung eines eigenen Ministeriums!) Auflösung heißt für mich, dass alle Abteilungen, alle Sektionen, alle Spitzenbeamten, die gesamte Finanzierung, die gesamte Struktur gefährdet wird. (Zuschauer auf der Besuchergalerie stimmen einen Sprechchor an und werfen dabei Flugblätter in den Sitzungssaal.) – Beruhigen Sie sich! Beruhigen Sie sich einmal!
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Daher, meine Damen und Herren, würde ich Ihnen eines wirklich empfehlen und auch darum bitten: Symbole sind Symbole, Symbolen werden wir auch andere Symbole gegenüberstellen. Das andere ist konkrete Politik, und da steht die Sache im Vordergrund, und die wollen wir in den nächsten Monaten aufarbeiten. Da bitte ich Sie eher um Unterstützung als um Kritik, sonst werden wir auch in der Sache nicht weiterkommen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Ich bin es aus dem Bundesrat gewohnt, dass die Opposition unseren Wirtschaftsstandort schlechtredet. Das war ein bisschen ein Déjà-vu heute. Ich habe mir gedacht, Kollege Pisec ist hier im Saal. Er war nämlich immer mein Konterredner bei der Wirtschaftspolitik und hat immer so schräge Wirtschaftstheorien aufgestellt, so unter dem Motto, die geistige Windstille in der Erhebung und in der Ausarbeitung durch operative Hektik im Plenum zu ersetzen. Daran wurde ich heute erinnert. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kitzmüller: Ist aber kein Job!
Ich glaube, den Ausführungen des Herrn Bundesministers über sein neues Ressort ist nichts hinzuzufügen. Gott sei Dank sind Ihre Beleidigungen unter seiner Wahrnehmungsgrenze, denn er weiß genau, dass er in allen seinen Jobs bisher hervorragende und vor allem nachhaltige Arbeit geleistet hat. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kitzmüller: Ist aber kein Job!)
Abg. Neubauer: Es ist bald keiner mehr da von den NEOS!
Was mir im Regierungsprogramm wichtig ist, ist, dass das Damoklesschwert Vermögenssteuern (Abg. Neubauer: Es ist bald keiner mehr da von den NEOS!) – ja, es scheint so – vom Tisch ist; denn wenn neue Steuern im Raum stehen, ist das immer schwierig für die Investitionsquote. Wir haben erlebt, dass wir trotz eines sehr niedrigen Zinssatzes die Investitionslust der Unternehmen nicht anregen konnten. Investieren ist für einen Unternehmer kein Sonntagsspaziergang, Investieren bedeutet Stress für das Unternehmen, für die Mitarbeiter und auch für den Unternehmer.
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Das ist die Rhetorik unserer Regierung!
Darum ist mir besonders für die KMU eine zeitgemäße Arbeitnehmerpolitik mit Beteiligungsmodellen und Arbeitszeitflexibilisierung wichtig (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Das ist die Rhetorik unserer Regierung!), weiters neue Finanzierungs- und vor allem auch Garantiemodelle zusätzlich zu den Investitionsfördermodellen und außerdem noch die Reduktion der Überregulierung. Ich bin überzeugt, dass dieses Programm einen Motivationsschub für Wachstum und Beschäftigung auslöst. Unser Vizekanzler hat Ihnen die Hand zur Zusammenarbeit gereicht. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Mir nicht!)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Mir nicht!
Darum ist mir besonders für die KMU eine zeitgemäße Arbeitnehmerpolitik mit Beteiligungsmodellen und Arbeitszeitflexibilisierung wichtig (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Das ist die Rhetorik unserer Regierung!), weiters neue Finanzierungs- und vor allem auch Garantiemodelle zusätzlich zu den Investitionsfördermodellen und außerdem noch die Reduktion der Überregulierung. Ich bin überzeugt, dass dieses Programm einen Motivationsschub für Wachstum und Beschäftigung auslöst. Unser Vizekanzler hat Ihnen die Hand zur Zusammenarbeit gereicht. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Mir nicht!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Nützen Sie die Chance dafür! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Köchl.
kommt das eher von der ÖVP und nicht von uns. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Köchl.)
Ruf bei der ÖVP: Jawohl!
Jetzt sage ich nicht einmal, dass in diesem Regierungsprogramm auf das Thema Wirtschaft bezogen alles schlecht ist. Da sind auch sehr gute Ansätze dabei. (Ruf bei der ÖVP: Jawohl!) Ich gratuliere dem Herrn Wirtschaftsminister Mitterlehner, wenn er von Vereinfachungen bei Betriebsübergaben, Unternehmensnachfolgen oder von Abbau von Bürokratie spricht. Das alles sind Sachen, die wir seit Jahren fordern.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Lopatka: Auch Lösungen müssen formuliert werden!
Wissen Sie, es wäre besser gewesen, Sie hätten die ganze Energie hineingesteckt, um Lösungen zu finden – und nicht Formulierungen! – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Lopatka: Auch Lösungen müssen formuliert werden!)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Die sind schon verhaftet! – Abg. Dr. Lopatka: Die sind schon alle verhaftet!
Abgeordnete Sigrid Maurer (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Studierende, wenn noch welche da sind! (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Die sind schon verhaftet! – Abg. Dr. Lopatka: Die sind schon alle verhaftet!)
Beifall bei Grünen und NEOS-LIF.
Was die Freiheit der Wissenschaft betrifft, haben wir von Ihnen nur gehört, dass Sie sie nicht gefährden wollen. Aber ich frage mich ganz ehrlich: Wie wollen Sie denn das machen? Wollen Sie im Ministerium sitzen mit zwei verschiedenen Hüten und immer den einen aufsetzen, je nachdem, wer gerade zu Ihnen kommt? Ich kann mir schwer vorstellen, dass das funktioniert, denn die Interessen von Wirtschaft und Wissenschaft sind unterschiedlich. (Beifall bei Grünen und NEOS-LIF.)
Beifall bei Grünen und NEOS-LIF.
Wissenschaft und Forschung, das sind die Zukunftsbereiche schlechthin, die bei jeder Preisverleihung, in jeder Präambel heruntergebetet werden, auch von Ihnen; aber Sie verschieben diese Zukunftsagenden jetzt ins Wirtschaftsministerium, und das ist sinnbildlich für den Umgang dieser Regierung mit Zukunftsthemen. (Beifall bei Grünen und NEOS-LIF.) Denn damit wird klar: Perspektive für die Zukunft hat diese Regierung offensichtlich keine.
Beifall bei Grünen und NEOS-LIF sowie des Abg. Ing. Lugar.
(Beifall bei Grünen und NEOS-LIF sowie des Abg. Ing. Lugar.)
Beifall bei Grünen und NEOS-LIF sowie des Abg. Ing. Lugar.
Mit Blick auf das eingangs erwähnte Zitat „In der Freiheit liegt die Wahrheit“ hoffe ich doch auf die Unterstützung aus den Reihen von SPÖ und ÖVP und natürlich insbesondere auch von Ihnen, Herr Töchterle. – Danke. (Beifall bei Grünen und NEOS-LIF sowie des Abg. Ing. Lugar.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch wenn Lösungen, die erarbeitet und auf den Tisch gelegt werden, in der Öffentlichkeit häufig weniger Aufmerksamkeit erlangen als offene Fragen, ist uns das meiner Meinung nach gut gelungen. Diesem Stil sollten wir auch treu bleiben. Wir werden ja weiterhin Gelegenheit haben, miteinander im Gespräch zu bleiben. Sie bleiben ja dem Parlament erhalten, Sie werden Wissenschaftssprecher Ihrer Partei sein. Ich freue mich auf weitere gute Gespräche auf einer weiterhin guten Arbeitsbasis mit Ihnen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Das kann man nicht nur von einer Struktur ableiten, das hängt immer sehr stark davon ab, welche Persönlichkeit das mit welchen Haltungen bearbeitet, aufgreift, welchen Stellenwert diese Persönlichkeit der Wissenschaftspolitik geben wird. Ich habe – und ich erinnere mich gerne daran – vor fünf Jahren in den Koalitionsverhandlungen die Bildungspolitik gemeinsam mit dem jetzigen neuen Wissenschaftsminister verhandelt. Den jetzigen Minister Mitterlehner habe ich damals kennengelernt als jemanden, der sehr, sehr gut Bescheid weiß über den Stellenwert von Wissenschaft, Bildung und Forschung für die Zukunft dieser Gesellschaft. In diesem Sinne freue ich mich auf eine Fortsetzung unseres Wegs mit dem neuen Bundesminister Mitterlehner, und ich denke, dass er sich jedenfalls eine Chance verdient hat. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Sinne: Messen Sie die Regierung bitte an ihren Taten! Überschriften bedeuten auch, dass man in parlamentarischen Verhandlungen noch zusätzlich etwas vereinbaren, etwas hineinverhandeln kann. Mein Vertrauen hat diese Regierung, und ich freue mich auf die nächsten fünf Jahre. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Moser: Meinen Sie Gorbach?
Wenn wir die Punkte aus dem Verkehrsressort konkret angehen: Beim Thema Luft, Luftverkehr ist Frau Bundesminister Bures unschuldig, da hat sie eine Baustelle geerbt vom wichtigsten und am meisten inserierenden Infrastrukturminister aller Zeiten. (Abg. Dr. Moser: Meinen Sie Gorbach?) Sie ist dann wenigstens draufgekommen, dass sie da etwas tun muss, und macht das auch durchaus ordnungsgemäß, dass sie diese Baustelle beseitigt.
Beifall bei der FPÖ.
Berücksichtigen Sie das, setzen Sie es um, sonst werden wir alle zum Konkursverwalter dieser Republik. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Die zweite Überschrift lautet: Nur keinem wehtun: nicht der Wirtschaftskammer, nicht dem ÖAMTC, der ÖBB, der ASFINAG, ja nicht einmal dem VCÖ. Es ist so eine Art „Wohlfühlprogramm“, so nach dem Motto: nirgendwo anecken! Wenn Sie ehrlich sind, Frau Ministerin, dann wissen Sie: In Zeiten der Krise, des knappen Budgets müssen Sie sich entscheiden: entweder Ausbau der Straße oder Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Da stehen wir Grünen ganz klar auf einer Seite, nämlich für den Ausbau des umweltfreundlichen öffentlichen Verkehrs. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir von den Grünen möchten gerne, dass Sie mit uns die Richtung wechseln hin zu einer zukunftsweisenden Mobilität, für die am Ende jeder von uns eine Mobilitätskarte hat, mit der er jeweils aktuell die Mobilität abruft, die er braucht, das Fahrrad, den Bus, den Zug, ja, manchmal auch das Auto. Ausgehend von den Städten wird es diese Veränderung geben, und ich möchte Sie einladen, Frau Ministerin, dass Sie mit uns Grünen diesen Weg gehen, denn eines weiß ich jetzt schon: Die Zukunft gehört gerade im Bereich des Verkehrs uns Grünen, und es wird uns gelingen, Sie auf diesem Weg mitzunehmen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie Doris Bures: Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich freue mich darüber, dass mit dem Regierungsübereinkommen ein Programm entstanden ist, das die nächsten fünf Jahre dieses Landes bestimmen wird. Das Programm beschäftigt sich mit einem ganz wesentlichen Thema, nämlich mit der Frage von Investitionen in die Infrastruktur und mit der Frage der Mobilität im Land. Das sind die zentralen Themen, die wir ansprechen müssen, wenn wir in unserem Land nachhaltiges Wachstum fördern, Beschäftigung sichern und Arbeitslosigkeit bekämpfen wollen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Brunner: Indem Sie neue Straßen bauen?!
Lassen Sie mich auch rund um die Diskussion etwas aufzeigen. Was ist denn das Wichtigste für die Menschen? – Arbeit zu haben, von der sie leben können, eine Umwelt zu haben, wo ihre Kinder die Luft auch noch atmen können. Genau in diesen Bereichen kommt meinem Ressort eine ganz große Bedeutung zu. Wir tätigen heute Investitionen, um qualitätsvolle Beschäftigung in unserem Land zu sichern. (Abg. Mag. Brunner: Indem Sie neue Straßen bauen?!) Wir haben in den letzten Jahren im Unterschied zu anderen Ländern gezeigt, dass das richtig ist: Wenn wir klug investieren, können wir tatsächlich Arbeitslosigkeit bekämpfen. Wir haben nicht die Ausformun-
Beifall bei der SPÖ.
gen von Jugendarbeitslosigkeit, die andere europäische Länder leider erleben müssen. Wir haben gegengesteuert. Wir haben unser Land nicht kaputtgespart, sondern haben in die Zukunft investiert, für die nächsten Generationen und ganz konkret für Beschäftigung. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Moser: Ja, aber dann müssen Sie den Westring streichen!
Ich kann Ihnen auch sagen, die Ausgangssituation ist eine gute. Der Feind des Guten ist das Bessere, das ist die Herausforderung, vor der ich die nächsten fünf Jahre mit Ihnen gemeinsam stehen werde. Wir haben ein gutes hochrangiges Straßennetz. Und ja, ich investiere genau dann in die Straße, auch in Zukunft, wenn es um Fragen der Verkehrssicherheit geht. Hier im Parlament haben wir ein Tunnel-Sicherheitsprogramm beschlossen. Wir haben gesagt, wir wollen eine zweite Tunnelröhre. Wir alle hatten noch den furchtbaren Unfall im Tauerntunnel in Erinnerung. (Abg. Dr. Moser: Ja, aber dann müssen Sie den Westring streichen!) Ja, wir investieren auch in das hochrangige Straßennetz mit dem Schwerpunkt, mehr Sicherheit zu schaffen und weniger menschliches Leid auf unseren Straßen zu erleben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann Ihnen auch sagen, die Ausgangssituation ist eine gute. Der Feind des Guten ist das Bessere, das ist die Herausforderung, vor der ich die nächsten fünf Jahre mit Ihnen gemeinsam stehen werde. Wir haben ein gutes hochrangiges Straßennetz. Und ja, ich investiere genau dann in die Straße, auch in Zukunft, wenn es um Fragen der Verkehrssicherheit geht. Hier im Parlament haben wir ein Tunnel-Sicherheitsprogramm beschlossen. Wir haben gesagt, wir wollen eine zweite Tunnelröhre. Wir alle hatten noch den furchtbaren Unfall im Tauerntunnel in Erinnerung. (Abg. Dr. Moser: Ja, aber dann müssen Sie den Westring streichen!) Ja, wir investieren auch in das hochrangige Straßennetz mit dem Schwerpunkt, mehr Sicherheit zu schaffen und weniger menschliches Leid auf unseren Straßen zu erleben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Moser: Ja, eh! Westring streichen und Bahn ausbauen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir können beides tun: Wir können klug investieren und Beschäftigung und Sicherheit damit erreichen, aber wir können auch in die umweltfreundliche Mobilität investieren. (Abg. Dr. Moser: Ja, eh! Westring streichen und Bahn ausbauen!) Wir investieren im Bereich der Schieneninfrastruktur so viel wie noch nie. Ich bekenne mich zu diesen Investitionen, und es ist so, dass wir bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln im europäischen Vergleich unter den absolut Besten liegen. Wir sind Europameister, was den Güterverkehr auf der Schiene – den berühmten Modal Split – betrifft. In den nächsten fünf Jahren wollen wir noch besser werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir können beides tun: Wir können klug investieren und Beschäftigung und Sicherheit damit erreichen, aber wir können auch in die umweltfreundliche Mobilität investieren. (Abg. Dr. Moser: Ja, eh! Westring streichen und Bahn ausbauen!) Wir investieren im Bereich der Schieneninfrastruktur so viel wie noch nie. Ich bekenne mich zu diesen Investitionen, und es ist so, dass wir bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln im europäischen Vergleich unter den absolut Besten liegen. Wir sind Europameister, was den Güterverkehr auf der Schiene – den berühmten Modal Split – betrifft. In den nächsten fünf Jahren wollen wir noch besser werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir werden das Angebot im öffentlichen Verkehr weiter ausbauen, sowohl für die Menschen als auch für Güter. Wir werden die Verlagerungspolitik von der Straße auf die Schiene in den Mittelpunkt stellen, mit einem noch besseren Angebot für Pendlerinnen und Pendler und auch mit einem noch besseren Angebot für die Wirtschaft, indem wir Terminals bauen. Mit mehr Kostenwahrheit zwischen Straße und Schiene werden wir das in den nächsten Jahren erreichen, zusammen mit den Unternehmen, mit der ASFINAG, mit den Österreichischen Bundesbahnen, mit der via donau. Das sind Unternehmen, die – zum Glück – heute zukunftsfit sind. Vor ein paar Jahren waren sie das noch nicht. Heute sind sie es, heute haben zigtausende Menschen in diesen Unternehmen einen sicheren Arbeitsplatz, leisten hervorragendes für diese Gesellschaft, und daher werden wir diese Unternehmen weiter ausbauen und weiter modernisieren. Das ist mein konkretes Ziel! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
für eine bessere Zukunft setzen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem Hohen Haus. – Danke vielmals. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Erwin Spindelberger (SPÖ): Hohes Haus! Nach der Thematik Verkehr werde ich mich mit der Thematik Gesundheit befassen und möchte gleich vorab meiner Freude Ausdruck verleihen, dass Alois Stöger als Gesundheitsminister weiterhin das Gesundheitsressort leiten wird. Ich sage das deswegen, weil der Herr Bundesminister bereits in den vergangenen fünf Jahren unter Beweis gestellt hat, dass er in der Lage ist, Probleme anzupacken, die kein Gesundheitsminister vor ihm auch nur annähernd einer Lösung zuführen konnte. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gartelgruber: Jetzt geht das schon wieder los! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ
Bundeskanzler Faymann hat ja heute in seiner Regierungserklärung gesagt, dass wir es in den letzten Jahren trotz vorherrschender Krise geschafft haben, die Wirtschaftskraft so zu steigern, dass Österreich von Platz fünf auf Platz zwei aufgestiegen ist. Jetzt wage ich eine Behauptung: Nämlich wenn wir nicht das Desaster der Hypo Alpe-Adria, das die FPÖ verursacht hat (Abg. Gartelgruber: Jetzt geht das schon wieder los! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ), am Hals hätten, dann wären wir in Österreich schon längst die Nummer eins bei allen Daten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gartelgruber: Machen wir einen U-Ausschuss!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gartelgruber: Machen wir einen U-Ausschuss!
Bundeskanzler Faymann hat ja heute in seiner Regierungserklärung gesagt, dass wir es in den letzten Jahren trotz vorherrschender Krise geschafft haben, die Wirtschaftskraft so zu steigern, dass Österreich von Platz fünf auf Platz zwei aufgestiegen ist. Jetzt wage ich eine Behauptung: Nämlich wenn wir nicht das Desaster der Hypo Alpe-Adria, das die FPÖ verursacht hat (Abg. Gartelgruber: Jetzt geht das schon wieder los! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ), am Hals hätten, dann wären wir in Österreich schon längst die Nummer eins bei allen Daten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gartelgruber: Machen wir einen U-Ausschuss!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Köchl.
Das ist der falsche Ansatz, den Sie da haben. Stellen Sie sich einmal vor, wenn ich einen Arbeitsunfall erleide und deswegen des Öfteren Therapien brauche und ein physikalisches Institut aufsuchen muss, dann kann es doch nicht sein, dass ich, wenn ich wieder fit werden will, selbst in meine Tasche greifen muss. Das weise ich auf das Schärfste zurück. Auf eine solche Politik pfeife ich persönlich. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Köchl.)
Abg. Neubauer: Eine Frechheit! – Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Der Scheuba ist ein Staatskünstler! Der Staat bezahlt ihn!
Abschließend noch ein Satz zur FPÖ: Ich habe gestern, als ich nach Wien gekommen bin, die Dezember-Ausgabe der „Wiener Bezirkszeitung“ gelesen. Da ist mir ein Artikel aufgefallen, nämlich ein Interview mit Florian Scheuba, und der hat es auf den Punkt gebracht. Er wurde gefragt, wie er die aktuelle politische Situation in Österreich sieht. Auf die Frage, was ihn in Österreich so aufregt, hat er gesagt: Die ganze Affäre um Karl-Heinz Grasser oder auch H.-C. Strache. Von dem, so Scheuba – ich zitiere jetzt: „habe ich noch keinen einzigen gescheiten Satz gehört.“ (Abg. Neubauer: Eine Frechheit! – Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Der Scheuba ist ein Staatskünstler! Der Staat bezahlt ihn!) Wenn man heute die Wortmeldung zum Regierungsprogramm verfolgt hat, dann kann ich das nur bestätigen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend noch ein Satz zur FPÖ: Ich habe gestern, als ich nach Wien gekommen bin, die Dezember-Ausgabe der „Wiener Bezirkszeitung“ gelesen. Da ist mir ein Artikel aufgefallen, nämlich ein Interview mit Florian Scheuba, und der hat es auf den Punkt gebracht. Er wurde gefragt, wie er die aktuelle politische Situation in Österreich sieht. Auf die Frage, was ihn in Österreich so aufregt, hat er gesagt: Die ganze Affäre um Karl-Heinz Grasser oder auch H.-C. Strache. Von dem, so Scheuba – ich zitiere jetzt: „habe ich noch keinen einzigen gescheiten Satz gehört.“ (Abg. Neubauer: Eine Frechheit! – Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Der Scheuba ist ein Staatskünstler! Der Staat bezahlt ihn!) Wenn man heute die Wortmeldung zum Regierungsprogramm verfolgt hat, dann kann ich das nur bestätigen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neubauer: Ihr habt ja nichts vorgelegt! – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Es ist ja auch eine Regierungserklärung und keine Oppositionserklärung!
Meine Damen und Herren! Aber nur Kritik und Ablehnung, so wie heute, ist mir ein bisschen zu wenig. (Abg. Neubauer: Ihr habt ja nichts vorgelegt! – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Es ist ja auch eine Regierungserklärung und keine Oppositionserklärung!) Wenn man so lange hier im Hohen Haus ist, wie der Kollege Cap und meine Wenigkeit, hat man mehrere Regierungserklärungen erlebt und mitdiskutiert. Aber heute – und das bedauere ich – ist deutlich festzuhalten: Selten waren die Bruchlinien zwischen Regierung und Opposition so stark sichtbar. Meine Damen und Herren! Auf Ihre Vorschläge, auf die warten wir heute immer noch! Wo sind sie geblieben? Sind sie vorhanden, meine Damen und Herren? Laute Kritik und substanzlose Vorschläge, kein Programm, heiße Luft, nur kritisieren – das ist ein bisschen erbärmlich! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Aber nur Kritik und Ablehnung, so wie heute, ist mir ein bisschen zu wenig. (Abg. Neubauer: Ihr habt ja nichts vorgelegt! – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Es ist ja auch eine Regierungserklärung und keine Oppositionserklärung!) Wenn man so lange hier im Hohen Haus ist, wie der Kollege Cap und meine Wenigkeit, hat man mehrere Regierungserklärungen erlebt und mitdiskutiert. Aber heute – und das bedauere ich – ist deutlich festzuhalten: Selten waren die Bruchlinien zwischen Regierung und Opposition so stark sichtbar. Meine Damen und Herren! Auf Ihre Vorschläge, auf die warten wir heute immer noch! Wo sind sie geblieben? Sind sie vorhanden, meine Damen und Herren? Laute Kritik und substanzlose Vorschläge, kein Programm, heiße Luft, nur kritisieren – das ist ein bisschen erbärmlich! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Gartelgruber.
Interessant ist ja, wenn man sich ein wenig die Bewertungen Österreichs im internationalen Umfeld, im europäischen Umfeld ansieht, stellt man fest, dass Österreich positiv dasteht, wesentlich besser als manche es uns glauben machen wollen. (Zwischenruf der Abg. Gartelgruber.) Wir sind so gut, dass viele Länder in Europa sich fragen, warum es denn möglich ist, dass Österreich so positiv dasteht. Und dann vernimmt man hier das einseitige Lied: Alles ist nichts. Alles ist schlecht. Alles ist katastrophal, kein großer Wurf. Alles sei blamabel. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz:
Beifall bei der ÖVP.
Können Sie etwas Positives vorlesen?) Meine Damen und Herren, da sage ich nur: Diese Ihre Kritik sollten Sie in Richtung Ihrer eigenen Partei richten. Dort wäre sie durchaus angebracht! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich freue mich, dass wir einen neuen Bundesminister für Land-, Forstwirtschaft und Umwelt haben, und ich darf den neuen Bundesminister für diesen Bereich, Dipl.-Ing. Rupprechter, herzlich willkommen heißen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Schauen wir einmal! Das liegt aber an dir! Das liegt am Bauernbund, und du bist der Präsident!
Ich bitte ihn um eine positive Zusammenarbeit. Ich bin optimistisch. Wenn sich selbst Kollege Pirklhuber zu einem ganz leisen Applaus herablässt, dann freue ich mich. (Abg. Dr. Pirklhuber: Schauen wir einmal! Das liegt aber an dir! Das liegt am Bauernbund, und du bist der Präsident!) Da ist zumindest eine Chance auf eine positive Zusammenarbeit. Niemand wird ihm die Fähigkeiten, die Kenntnisse, die europäischen Connections, die Möglichkeit, in Europa etwas umzusetzen, absprechen können. Sie werden sehen, hier ist eine ausgezeichnete Person auf diese Funktion berufen worden, und ich lade Sie ein, auch die Damen und Herren von der Opposition, hier mitzuhelfen, mitzuarbeiten. Es steht sehr viel in den nächsten Jahren zur Umsetzung an, zum Beispiel GAP: Umstieg vom historischen Modell zum Regionalmodell, die neuen Schwerpunkte, die Möglichkeiten der zweiten Säule, und, und, und. (Abg. Dr. Pirklhuber: Dringend! Almen-Chaos ist das Stichwort!) Sie werden sicher noch diskutiert werden, aber eines sage ich vorneweg: Wir sollten versuchen, gemeinsam an die Sache heranzugehen.
Abg. Dr. Pirklhuber: Dringend! Almen-Chaos ist das Stichwort!
Ich bitte ihn um eine positive Zusammenarbeit. Ich bin optimistisch. Wenn sich selbst Kollege Pirklhuber zu einem ganz leisen Applaus herablässt, dann freue ich mich. (Abg. Dr. Pirklhuber: Schauen wir einmal! Das liegt aber an dir! Das liegt am Bauernbund, und du bist der Präsident!) Da ist zumindest eine Chance auf eine positive Zusammenarbeit. Niemand wird ihm die Fähigkeiten, die Kenntnisse, die europäischen Connections, die Möglichkeit, in Europa etwas umzusetzen, absprechen können. Sie werden sehen, hier ist eine ausgezeichnete Person auf diese Funktion berufen worden, und ich lade Sie ein, auch die Damen und Herren von der Opposition, hier mitzuhelfen, mitzuarbeiten. Es steht sehr viel in den nächsten Jahren zur Umsetzung an, zum Beispiel GAP: Umstieg vom historischen Modell zum Regionalmodell, die neuen Schwerpunkte, die Möglichkeiten der zweiten Säule, und, und, und. (Abg. Dr. Pirklhuber: Dringend! Almen-Chaos ist das Stichwort!) Sie werden sicher noch diskutiert werden, aber eines sage ich vorneweg: Wir sollten versuchen, gemeinsam an die Sache heranzugehen.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Die entscheidende Frage wird sein, ob es uns gelingt, gemeinsam etwas weiterzubringen. Das werden die Bäuerinnen und Bauern uns am Ende des Tages fragen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Ich wurde am 27. November vom Vorstand des Ausschusses der Regionen von 63 gewählten Repräsentanten der Mitglieder des Ausschusses der Regionen, Städte und Gemeinden gewählt, nämlich als künftiger Generalsekretär des Ausschusses einer internationalen, europäischen Institution, die im Konsultativverfahren das Gesetzgebungsverfahren der Europäischen Union mit bearbeitet und im Gesetzgebungsverfahren als Watchdog der Subsidiarität agiert, wie Sie wissen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Diese Wahl wurde einstimmig vorgenommen, also mit den Stimmen aller Fraktionen, aller nationalen Delegationen. Ich betone das deswegen, weil ich mich eigentlich darauf vorbereitet und ein Jobangebot angenommen hatte, um am 1. April diese Arbeit aufzunehmen. Dass es nicht so gekommen ist, ist deswegen der Fall, weil ich die Verantwortung übernommen habe, für diese Republik etwas zu tun und dieser Republik auch etwas zurückzugeben.
Allgemeiner Beifall.
Kurzum, ich bin von der Herkunft und im Herzen ein Tiroler, ich bin ein überzeugter Europäer und arbeite jetzt in dieser Bundesregierung mit großem Engagement für Österreich. Das ist mein Verständnis, aus dem heraus ich meine Arbeit angehen werde. – Jetzt wäre ein Applaus vorgesehen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin stolz auf die Leistungen unserer bäuerlichen Familien, die über Generationen hart im Einklang mit der Natur gearbeitet haben. Und ich bekenne mich auch zur produzierenden Landwirtschaft in Österreich, die wir so gestalten, dass wir diese ohne Einsatz von Gentechnik ausrichten wollen. Und das muss auch so in Zukunft sein, da wir aufgrund des Prinzips der Subsidiarität selbst entscheiden müssen, wie wir die Landwirtschaft ausrichten wollen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich möchte in diesem Moment meinem Vorgänger Nikolaus Berlakovich danken, der in den Verhandlungen gemeinsam mit seinem Ressort und mit den Bundesländern wirklich eine hervorragende Arbeit geleistet hat. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Steinbichler.
Ich möchte an dieser Stelle auch Elisabeth Köstinger danken, die gemeinsam mit Nikolaus Berlakovich eine Doppelspeerspitze für die österreichische Agrarpolitik auf EU-Ebene im Rat der Europäischen Union und im Europäischen Parlament dargestellt und sehr erfolgreich verhandelt hat. Dafür herzlichen Dank. Auf dieser Grundlage kann ich wirklich sehr gut arbeiten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Steinbichler.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja!
Sie wollen sicher vom neuen Umweltminister etwas zur Umweltpolitik hören. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja!) Ich werde Ihnen schon etwas sagen, das wird Ihnen vielleicht nicht so gefallen, Herr Abgeordneter Pirklhuber. Ich behaupte, ich bin ein Grüner der ersten Stunde. Das hat in der Brandenberger Ache in den siebziger Jahren begonnen. Ich war in der Zwentendorf-Bewegung. Und – Wolfgang Pirklhuber weiß es – wir waren gemeinsam in der Hainburger Au mit Günther Nenning – Peter Pilz habe ich dort nicht so oft gesehen (Heiterkeit) – und mit einigen anderen, Gerhard Heilingbrunner und so weiter. Also ich glaube, zur Grünpolitik habe ich in den letzten Jahren genug Erfahrung eingebracht.
Heiterkeit
Sie wollen sicher vom neuen Umweltminister etwas zur Umweltpolitik hören. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja!) Ich werde Ihnen schon etwas sagen, das wird Ihnen vielleicht nicht so gefallen, Herr Abgeordneter Pirklhuber. Ich behaupte, ich bin ein Grüner der ersten Stunde. Das hat in der Brandenberger Ache in den siebziger Jahren begonnen. Ich war in der Zwentendorf-Bewegung. Und – Wolfgang Pirklhuber weiß es – wir waren gemeinsam in der Hainburger Au mit Günther Nenning – Peter Pilz habe ich dort nicht so oft gesehen (Heiterkeit) – und mit einigen anderen, Gerhard Heilingbrunner und so weiter. Also ich glaube, zur Grünpolitik habe ich in den letzten Jahren genug Erfahrung eingebracht.
Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist das alte Kriegsministerium!
Zum Lebensministerium erlauben Sie mir eine Bemerkung zu machen. Dieses Ressort ist das Ressort der Verantwortung. Ich war selbst dabei, als wir die Fusion 2000 über die Bühne gebracht haben. Diese Fusion ist heute das Best-Practice-Modell in der Agrar- und Umweltpolitik, und als Ressort ist dieses Modell in vielen anderen Mitgliedstaaten der EU heute umgesetzt und wird als Role Model angesehen. Ich möchte dieses Modell weiterentwickeln vom Lebensministerium hin zum Lebens-, Europa-, Umwelt- und Friedensministerium. Deswegen finde ich es auch ein bisschen schade, dass vor unserem Ressort eine kriegerische Statue steht. Ich hätte viel lieber ein Symbol des Friedens und eine Mutter Erde-Skulptur stehen. Vielleicht können wir hier zusammenarbeiten, auch mit den Grünen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist das alte Kriegsministerium!)
Beifall bei den Grünen.
Und ich sage Ihnen, vor allem war es auch Freda Meissner-Blau. Und das ist ein Geständnis, eine Beichte an meine politische Heimat. Das war das erste Mal, dass ich politisch fremdgegangen bin und Freda Meissner-Blau gewählt habe. Sie wurde letztlich nicht gewählt, wie Sie wissen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
wirtschafts- und Umweltpolitik eine gute Zusammenarbeit mit allen im Parlament vertretenen Parteien an. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich stehe dabei für eine schwarz-rot-grüne Politik, eine Politik, die von Werten getragen mit Herz und Solidarität gestaltet das Leben in den Mittelpunkt stellt. Und ich ersuche Sie in diesem Bereich um Zusammenarbeit. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Heiterkeit.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Jetzt bin ich auf Nummer sicher gegangen und stelle fest, Herr Bundesminister, Sie sitzen. (Heiterkeit.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.
Es ist alles recht und schön, und ich gestehe Ihnen zu, dass Sie diese Antrittsrede hier so allgemein gehalten haben. In Zukunft wünsche ich mir aber, dass Ihre Reden auch etwas an Substanz gewinnen, denn Sie haben kein Thema erwähnt, das in den letzten Jahren in der österreichischen Landwirtschaft ein Problem dargestellt hat, etwa die Almen. Sie haben heute kein Wort dazu verloren, wie Sie die Almproblematik lösen werden. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Jetzt frage ich mich wirklich: Wir haben neun Landeslandwirtschaftskammern, wir haben neun Agrarreferenten in den Bundesländern, wir haben eine AMA, wir haben eine Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs, und wir haben ein Bundesministerium. Warum brauchen wir jetzt noch eine Bundeslandwirtschaftskammer zur Vertretung der Interessen der Landwirte? (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei der FPÖ.
Angebot. Wir wollen diesen Stillstand, in erster Linie momentan bei den Almflächen, dringendst beenden. Wir warten freudig auf einen Termin bei Ihnen und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Für den Umwelt-, Klima- und Energiebereich muss ich leider sagen: nirgends! Ich finde es traurig und grob fahrlässig, dass diese Regierung nicht fähig ist, die größte Herausforderung unseres Jahrhunderts, nämlich Klimawandel und Ressourcenknappheit, zu erkennen, auch nicht die Riesenchance, die für Österreich damit verbunden ist. Gerade die nächsten fünf Jahre werden dafür entscheidend sein, ob es uns gelingen wird, den Klimawandel in den Griff zu bekommen, die grüne Energiewende umzusetzen. In Ihrem Regierungsprogramm ist leider gar nichts in diese Richtung zu finden, kein Ziel, wo es tatsächlich langgehen soll. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Der Herr Bundeskanzler hat sich schon auf die Abstimmung zu Zwentendorf berufen, was Umweltpolitik angeht. Sie, Herr Landwirtschaftsminister, haben jetzt auch Zwentendorf und Hainburg ins Treffen geführt. Das ist löblich, das ist allerdings mittlerweile über 30 Jahre her. Engagierte, zeitgemäße Umweltpolitik im 21. Jahrhundert schaut ganz anders aus und braucht etwas ganz anderes. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Trotzdem werden wir von den Grünen Ihnen eine Chance geben, auch aus diesem Nichts im Regierungsprogramm etwas zu machen. Ein kleiner Tipp: Ich glaube, beten alleine wird nicht reichen, Sie werden schon auch aktive Umweltpolitik machen müssen. Wenn Sie dazu bereit sind, werden wir auch konstruktiv Beiträge leisten; wenn Sie aber – so wie Ihre Vorgänger das leider gemacht haben – die Umweltpolitik mit Füßen treten, wird es von uns massiven Widerstand geben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Österreich braucht dringend ein eigenständiges, starkes und engagiertes Umweltministerium. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der SPÖ.
Außen- und europapolitisch ist Österreich daher mit diesem Regierungsprogramm gut für die Herausforderungen der kommenden Jahre gerüstet, und ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit sowohl mit dem Ministerium und dem Minister als auch mit den anderen Fraktionen in diesem Haus. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wir stehen für einen soliden Weg, wie ihn die neue Regierung geht, nämlich für Reformen mit Hirn, für Reformen ohne Chaos, für Reformen, die die Pensionen nachhaltig absichern für die jetzigen Pensionisten und – das ist mir auch als Mutter eines Sohnes ein besonderes Anliegen – die auch die Pensionen für die Jungen in späterer Zukunft absichern. Das ist unser Ziel. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Werte Kolleginnen und Kollegen, da liegen viele Vorhaben auf dem Tisch. Es liegt nun an uns allen, was wir daraus machen. Ich ersuche Sie, dass wir gemeinsam hier die besten Lösungen finden – für alle, für alle Generationen. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Bundesminister Dr. Mitterlehner: Nur nicht übertreiben!
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Vizekanzler, ein Minister aus Ihrer Mannschaft geht mir heute ab. Er war zwar zwei, drei Stunden hier und hat dem Parlament zugehört, aber er ist schon gegangen. – Oh, er ist schon wieder da! Sehr gut, da freue ich mich: Unser Justizminister Brandstetter pünktlich zu meiner Rede hier. Besser kann das Timing gar nicht sein. Wenn Sie das politisch auch hinkriegen, dass Sie pünktlich zu meinen Initiativen hier sind, dann haben wir viel gewonnen. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Bundesminister Dr. Mitterlehner: Nur nicht übertreiben!)
Beifall bei den Grünen.
Sehr geehrter Herr Justizminister Brandstetter, ich würde mich freuen, wenn Sie sich heute hier auch noch zu Wort melden und vielleicht dieses Versprechen, dieses lang notwendige Reformvorhaben anzugehen, auch hier vor dem Parlament wiederholen und wir dann gemeinsam diese heikle Materie behandeln und damit die Justiz und die Staatsanwaltschaft in einem wichtigen Bereich neu aufstellen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Moser: Ja, mit den Tunneln ...!
Mir ist es besonders wichtig, dass dieses Regierungsprogramm kein Kürzungs- und Sparprogramm ist, sondern ein Programm, das auf Investitionen setzt, wo wir Arbeitsplätze schaffen und Wachstum fördern können. (Abg. Dr. Moser: Ja, mit den Tunneln ...!) Der Ausbau von Schiene und Straße ist von enormer Bedeutung für unser Land und sichert auch den Wirtschaftsstandort Österreich. Es wurden – nur zur Erinnerung – in den letzten Jahren Dutzende Bahnhöfe renoviert, adaptiert, behindertengerecht hergerichtet, Fahrradpakete geschnürt, die Schiene zur Hochleistungsstrecke ausgebaut und vieles, vieles andere mehr. Das, sehr geehrte Damen und Herren, sind Projekte für Generationen, von denen unsere Kinder, Enkel, Urenkel und Ururenkel noch profitieren können und auch werden.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Ich bin zuversichtlich, dass der Erfolgskurs von unserer Frau Bundesministerin Doris Bures in den nächsten fünf Jahren fortgesetzt wird, und ich freue mich auf die Arbeit im Verkehrs- und Infrastrukturbereich, um Österreich noch moderner, sicherer und vor allem auch umweltfreundlicher gestalten zu können. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Strolz: Pensionen? Bildung?
Jetzt möchte ich kurz auf das Regierungsprogramm aus Sicht der Jungen zu sprechen kommen. Als Jugendsprecher wird es Sie vielleicht überraschen, aber ich habe eine gute Nachricht: Ich halte dieses Regierungsprogramm für das jugendfreundlichste Regierungsprogramm seit Langem. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Strolz: Pensionen? Bildung?)
Beifall bei der ÖVP.
Darum halte ich dieses Regierungsprogramm für das jugendfreundlichste, weil es endlich Schluss macht mit der Schuldenmacherei auf Kosten zukünftiger Generationen. Das gibt mir Hoffnung! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS-LIF.
Vielleicht noch ein frommer Wunsch, da ja Weihnachten vor der Tür steht und das heute meine erste Rede ist: Ich möchte Sie einladen, helfen wir zusammen und geben wir den Menschen wieder das Gefühl, dass wir eine gute Arbeit machen und dass es sich lohnt, Vertrauen in die Demokratie zu setzen! Vielleicht schaffen wir es in Zukunft, öfter zuzuhören, vielleicht auch bei guten Meldungen anderer Fraktionen zu klatschen und konstruktiv zusammenzuarbeiten. Nehmen wir das Bundeshymnenzitat von Matthias Strolz: Gehen wir mutig in neue Zeiten, und fügen wir vielleicht hinzu: arbeitsfroh und hoffnungsreich. – Lassen Sie uns anpacken für unser Österreich! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS-LIF.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Das Thema ist aber auch zu wichtig, um es kurzfristiger oder gar kurzsichtiger Effekthascherei zu überlassen. Nein, das braucht einfach seine Zeit: im Interesse einer in jeder Richtung gut durchdachten ausgewogenen Lösung. – Vielen Dank. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir alle wissen aber auch, meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank, dass es ohne die budgetären Mittel dieses Bundesheer, das hier aufgezeichnet und skizziert wird, wohl nicht geben wird. Und wir alle wissen auch, dass wir mit rund 0,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Europa Spitzenreiter, aber leider von hinten, sind, was das Verteidigungsbudget betrifft. Und wenn wir heute wissen, dass wir 1 Milliarde € bis 2016 einzusparen haben im Bereich des Heeres, und über die Zeitungen, die Medien erfahren, dass wir in den nächsten Jahren noch einmal 250 Millionen sparen sollen, dann frage ich mich ernsthaft: Was sind diese Überschriften in diesem Regierungsprogramm wirklich wert, meine sehr geehrten Damen und Herren? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Klar muss auch sein – der Herr Verteidigungsminister ist jetzt leider nicht mehr hier –, Truppenbesuche im In- und Ausland, diverse zackige Auftritte und Ansprachen in militärisch straffer Sprache reichen nicht aus, um das umzusetzen, was in diesem Regierungsprogramm skizziert ist. Aber eines kann ich auch für meine Fraktion sicherstellen: Wir werden gemeinsam, auch im Verteidigungsausschuss, daran arbeiten, diese Versprechungen umzusetzen, aber vor allen Dingen auch etwas tun und handeln – und nicht nur davon sprechen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist ein Hohn, Herr Spindelberger, wenn Sie sagen, es gibt keine Rationierungen und Leistungseinschränkungen. – Die Diskussionen der letzten Tage um die Finanzierung der MRT- und CT-Untersuchungen geben uns einen bitteren Vorgeschmack auf das, was möglicherweise in den nächsten Jahren auf uns zukommt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ceterum censeo – das möchte ich ganz beharrlich jedes Mal wieder sagen –: Wieder kein Kassenvertrag für Psychotherapie. Seit 22 Jahren, seit genau 8 385 Tagen besteht das Recht auf kassenfinanzierte Psychotherapie für alle, die es dringend brauchen. Sie setzen sich permanent über dieses Recht hinweg und sind damit verantwortlich für unermessliches seelisches Leid und enorme volkswirtschaftliche Kosten. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ohne Kinder? Was ist eine Familie ohne Kinder?
nen und Zuseher! Familie ist ein sehr guter Begriff, aber Familie ist nicht nur Vater, Mutter, Kind. Familie kann sehr bunt sein, sehr vielfältig und auch sehr unkonventionell, und ich denke, dass es ein Zusammenleben von Menschen ist, die gleichberechtigt in einer Wohnung leben, gemeinsam mit Kindern, aber auch ohne Kinder. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ohne Kinder? Was ist eine Familie ohne Kinder?) Und da ist es unsere Aufgabe, mit diesem Regierungsprogramm ganz einfach die Rahmenbedingungen zu schaffen, dass diese Familien gut betreut werden.
Beifall bei der SPÖ.
Die frühen Hilfen für Eltern, die behinderte Kinder haben, die vor schweren Herausforderungen stehen, sind ein guter Ansatz, wo wir uns treffen, und das werden wir auch durchdiskutieren. Gleichzeitig soll es auch Familienberatungen für diese Eltern geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Für den Ausbau der Kindergarteneinrichtungen stellt der Bund – das ist heute schon oft gesagt worden – diese 350 Millionen zur Verfügung. Einerseits geht es um den Ausbau der Kinderbetreuung für die unter Dreijährigen, andererseits aber auch um die Schaffung eines Qualitätsrahmens. Der Qualitätsrahmen, das einheitliche Bundesgesetz, das wir uns vorgenommen haben bis spätestens 2016 zu beschließen, ist ein wesentlicher Beitrag dazu, dass sowohl die Qualität als auch die Quantität in der Kinderbetreuung stimmen. Letztendlich ist ja der Kindergarten keine Betreuungseinrichtung, sondern die erste außerhäusliche Bildungseinrichtung, und da, denke ich, ist das ein guter und wesentlicher Punkt. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir in dieses Regierungsübereinkommen hineingeschrieben haben, unbezahlte Praktika dürfen nicht der Einstieg in das Berufsleben sein, dann ist das doch ein Riesenbekenntnis. Das ist doch zugunsten der Familien, zugunsten der Jugendlichen der richtige Weg. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Es sind in diesem Bereich gute Schritte, gute Punkte im Regierungsübereinkommen aufgelistet, die wir uns für die Arbeit der nächsten fünf Jahre vornehmen. Wenn wir diese Punkte sehr ernst nehmen und wenn Sie konstruktiv daran mitarbeiten wollen, können wir für Familien, für Kinder und Jugendliche sicher eine gute Zukunft in diesen nächsten fünf Jahren sichern. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geschätzte Kollegen von der ÖVP! Sie argumentieren die Beibehaltung des Gymnasiums – übrigens auch wir – unter anderem mit der humanistischen Bildung – und dann schaffen Sie das Wissenschaftsministerium ab! Das geht hinten und vorn nicht zusammen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
kassenloser Zustand. Im Sommer war das halbe AKH aufgrund von Bettenmangel zugesperrt. Und drittens muss man sagen: Die Strahlentherapie in Österreich ist momentan nur auf halbem Niveau einsetzbar, was eine deutliche Reduzierung der Überlebensfähigkeit der betroffenen kranken Menschen bedeutet. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist keine Doktorin!
Abgeordnete Mag. Aygül Berivan Aslan (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Regierungsmitglieder! Werte Abgeordnete! Liebe Gäste im Hohen Haus! Fast möchte ich unserer neuen Regierung „gratulieren“, dass Sie es geschafft hat, die Ministerinnenquote auf nicht einmal ein Drittel, nämlich auf 28 Prozent, zu reduzieren, dass Sie es geschafft hat, dass Frauen-Kapitel im Regierungsprogramm von sechs Seiten auf zwei Seiten zu reduzieren, dass Sie es geschafft hat, dass das Frauenressort von Dr. Heinisch-Hosek mitbetreut wird (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist keine Doktorin!) und damit ein eigenständiges Frauenministerium verhindert hat. Ihre Frauen- beziehungsweise Gleichstellungspolitik ist an Ihren eigenen Ansprüchen gescheitert. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Aygül Berivan Aslan (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Regierungsmitglieder! Werte Abgeordnete! Liebe Gäste im Hohen Haus! Fast möchte ich unserer neuen Regierung „gratulieren“, dass Sie es geschafft hat, die Ministerinnenquote auf nicht einmal ein Drittel, nämlich auf 28 Prozent, zu reduzieren, dass Sie es geschafft hat, dass Frauen-Kapitel im Regierungsprogramm von sechs Seiten auf zwei Seiten zu reduzieren, dass Sie es geschafft hat, dass das Frauenressort von Dr. Heinisch-Hosek mitbetreut wird (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist keine Doktorin!) und damit ein eigenständiges Frauenministerium verhindert hat. Ihre Frauen- beziehungsweise Gleichstellungspolitik ist an Ihren eigenen Ansprüchen gescheitert. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Im letzten und auch in diesem Regierungsprogramm wollten Sie den Frauenanteil in Spitzenpositionen im Bereich der Politik erhöhen. Ergebnis: Im Jahr 1995 hatten wir fünf Ministerinnen, und diese Zahl haben wir wieder, es wurde auf fünf reduziert. Wenn wir nach 18 Jahren die gleiche Zahl an Ministerinnen haben, bedeutet das, dass unsere Gleichstellungspolitik es nicht geschafft hat, sich zu entwickeln. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Kogler: Genau!
Haben die Frauen in Österreich, die über 50 Prozent unserer WählerInnenschaft ausmachen, 74 Tage umsonst gewartet? Wollen Sie mit diesem Ergebnis Österreich in eine gute Zukunft führen? Die Frauenquote ist nicht irgendein politisches Instrument, sondern wir liegen damit weiterhin hinten im europäischen Vergleich. Oder wollen Sie behaupten, dass Sie nicht mehr als fünf Frauen kennen, die kompetent für das Ministeramt sind? Oder betreiben Sie Symbolpolitik? (Abg. Mag. Kogler: Genau!)
Demonstrativer Beifall bei den Grünen.
Diese Regierung braucht neben einer höheren Frauenquote auch eine höhere Quote von mutigen Personen. (Demonstrativer Beifall bei den Grünen.) Gerade meine sozialdemokratischen Kollegen und Kolleginnen haben den ganzen Wahlkampf lang auf die Gleichstellung der Geschlechter, auf eine geschlechtergerechte Gesellschaft und auf Gerechtigkeit gepocht. Stichwort: 40 Prozent Frauenquote. Stichwort: eigenständiges Frauenministerium.
Ruf: Meine Güte!
Liebe Kolleginnen, schämen Sie sich, dass Sie mutlos und machtlos zugeschaut haben, wie sich diese Regierung fast zu einem Männerbündnis zusammengesetzt hat! (Ruf: Meine Güte!) Ich und viele Frauen sind nicht bereit, Ihnen Vertrauen zu schenken, schon gar nicht, wenn Sie die österreichische Frauenpolitik 18 Jahre rückwärts schleudern, und schon gar nicht, wenn Sie ein eigenständiges Frauenministerium verhindert haben.
Beifall bei den Grünen.
Ich „gratuliere“ nochmals, dass Sie es geschafft haben, diesen Stillstand mutlos weiterzuführen. – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, dass wir eine geeignete Basis geschaffen haben, und wünsche Ihnen, Herr Minister, alles Gute für unser gemeinsames Wirken. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Diese Ernsthaftigkeit in der Auseinandersetzung mit dem Thema würde ich mir von Ihnen allen wünschen. So wie Sie von uns aufseiten der Regierung immer wieder eine größere Dialogbereitschaft einfordern, darf auch ich von Ihnen ein Mehr an Auseinandersetzung mit der Sache anstatt eines Pauschalurteiles einfordern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie werden uns und Sie können uns daran messen, dass Österreich in fünf Jahren besser dastehen wird als heute. Daran lassen wir uns gerne messen. – Herzlichen Dank! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube, zu diesem Ersuchen sollten wir uns schon durchringen. Ich bitte daher um breite Zustimmung. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Zanger: Du kennst dich eh nicht aus!
Eines möchte ich dem Herrn Strache schon noch mitgeben, der sich wieder einmal sozusagen durch Abwesenheit hervortut, nämlich dass genau dieses System in Kärnten abgewählt wurde. Der Herr Strache, der sich hier heute als die Lösung präsentiert, hat gerade im Bundesland Kärnten mit der FPÖ bewiesen, dass das ganze System zu einem Desaster geführt hat (Abg. Zanger: Du kennst dich eh nicht aus!) – die Hypo und die ganze Finanzgebarung des Landes als Beispiel. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Eines möchte ich dem Herrn Strache schon noch mitgeben, der sich wieder einmal sozusagen durch Abwesenheit hervortut, nämlich dass genau dieses System in Kärnten abgewählt wurde. Der Herr Strache, der sich hier heute als die Lösung präsentiert, hat gerade im Bundesland Kärnten mit der FPÖ bewiesen, dass das ganze System zu einem Desaster geführt hat (Abg. Zanger: Du kennst dich eh nicht aus!) – die Hypo und die ganze Finanzgebarung des Landes als Beispiel. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Darmann.
Also diejenigen, die auf anderer Ebene ein Desaster verursachen, sollen nicht hierher kommen und dann so tun, als ob sie die Lösung wären. (Zwischenruf des Abg. Mag. Darmann.)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Herr Strache spricht gerade mit Herrn Pilz draußen!
Ich möchte aber auch den Herrn Faymann, der ebenfalls durch Abwesenheit glänzt, fragen, was er damals, im Jahre 1981, als er in die Politik gegangen ist, für Anliegen gehabt hat. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Herr Strache spricht gerade mit Herrn Pilz draußen!) Wenn er sich zurückerinnert, so hat er anfangs sicher noch wirkliche Anliegen gehabt; sobald dann die Mandate da waren, hat man diese Anliegen allerdings vergessen.
Beifall bei den Grünen.
In meinen Augen ist das eher ein System, in dem sich Rot und Schwarz gegenseitig in Ketten gelegt haben. Dieses Regierungsprogramm ist aus Sicht der Grünen eigentlich nur abzulehnen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Weninger: Das ist nicht wahr!
Es gibt diesbezüglich schon einige große Baustellen, zum Beispiel im Bereich der Sozialversicherung, denn es ist einfach zynisch, erst ab dem 43. Tag Krankengeld auszuzahlen. Das gilt auch für das Crowdfunding, also die Finanzierung der Realwirtschaft, ein grüner Ansatz: Weg von den Banken hin zu realen Dingen, wie es zum Beispiel der Heini Staudinger vorgezeigt hat. – Das fehlt in diesem Regierungsprogramm weitgehend. (Abg. Weninger: Das ist nicht wahr!) – Mit ein paar Sätzen ist es abgetan. Es fehlt weitgehend, ich habe es gelesen. (Abg. Weninger: Das hat Glawischnig im Fernsehen gelobt!) – Es ist alles sehr, sehr schwach, mit einem Satz erwähnt, aber wir haben da wesentlich weiter gehende Vorstellungen.
Abg. Weninger: Das hat Glawischnig im Fernsehen gelobt!
Es gibt diesbezüglich schon einige große Baustellen, zum Beispiel im Bereich der Sozialversicherung, denn es ist einfach zynisch, erst ab dem 43. Tag Krankengeld auszuzahlen. Das gilt auch für das Crowdfunding, also die Finanzierung der Realwirtschaft, ein grüner Ansatz: Weg von den Banken hin zu realen Dingen, wie es zum Beispiel der Heini Staudinger vorgezeigt hat. – Das fehlt in diesem Regierungsprogramm weitgehend. (Abg. Weninger: Das ist nicht wahr!) – Mit ein paar Sätzen ist es abgetan. Es fehlt weitgehend, ich habe es gelesen. (Abg. Weninger: Das hat Glawischnig im Fernsehen gelobt!) – Es ist alles sehr, sehr schwach, mit einem Satz erwähnt, aber wir haben da wesentlich weiter gehende Vorstellungen.
Beifall bei den Grünen.
Betreffend Bürokratie und Entrümpelung der Gewerbeordnung sollten wir endlich einmal wirkliche Schritte setzen. Ich möchte als Grüner meinen Beitrag dazu leisten, diese gegenseitigen Fesselungen von Rot und Schwarz durch eine Entfesselung in diesem Sinne außer Kraft zu setzen. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Wöginger.
Unsere Frauen- und Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek ist eine Garantin dafür, dass diese Synergien auch bestens genützt werden. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Wöginger.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ganz besonders der Justizminister wird in nächster Zeit mit der Umsetzung der Verbraucherschutzrichtlinie gefordert sein. Da hätte ich auch einen Tipp für unseren neuen Justizminister: Greifen Sie auf den umsetzungsreifen Entwurf des Sozialministeriums zurück, dann sind Sie auf der sicheren Seite! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Er ist nicht da! Schick ihm einen Brief!
Dieses Ergebnis ist, so glaube ich, eine gute Grundlage für unseren neuen Landwirtschaftsminister Rupprechter. Ich möchte ihm aber gleich zwei Anliegen mit auf den Weg geben. Das ist zum einen (Abg. Dr. Pirklhuber: Er ist nicht da! Schick ihm einen Brief!) – auch wenn er jetzt nicht hier ist, er wird es natürlich erfahren, Herr Pirklhuber – das Thema der Almflächenermittlung. Dieses System ist für die Zukunft nicht weiter tragbar. Wir hoffen und wir erwarten, dass er hier im Sinne der Bauern sehr bald eine Lösung findet. (Abg. Dr. Pirklhuber: Er ist ja nicht da!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Er ist ja nicht da!
Dieses Ergebnis ist, so glaube ich, eine gute Grundlage für unseren neuen Landwirtschaftsminister Rupprechter. Ich möchte ihm aber gleich zwei Anliegen mit auf den Weg geben. Das ist zum einen (Abg. Dr. Pirklhuber: Er ist nicht da! Schick ihm einen Brief!) – auch wenn er jetzt nicht hier ist, er wird es natürlich erfahren, Herr Pirklhuber – das Thema der Almflächenermittlung. Dieses System ist für die Zukunft nicht weiter tragbar. Wir hoffen und wir erwarten, dass er hier im Sinne der Bauern sehr bald eine Lösung findet. (Abg. Dr. Pirklhuber: Er ist ja nicht da!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Der ist auch nicht da!
Das zweite Thema ist die Superabgabe, die auf Österreich zukommt. In Zeiten, in denen der europäische Milchmarkt aufnahmefähig ist, macht es keinen Sinn, die Bauern mit Superabgaben zu belegen. Ich meine, dass deswegen unbedingt vom Ministerium ein Vorstoß auf Brüsseler Ebene kommen muss und sehe mich hier auf einer Linie mit Leo Steinbichler vom Team Stronach (Abg. Dr. Pirklhuber: Der ist auch nicht da!), was ganz erstaunlich ist, denn bis vor wenigen Jahren hat er mit genau der gegenteiligen Meinung versucht, den Bauernbund zu prügeln. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das zweite Thema ist die Superabgabe, die auf Österreich zukommt. In Zeiten, in denen der europäische Milchmarkt aufnahmefähig ist, macht es keinen Sinn, die Bauern mit Superabgaben zu belegen. Ich meine, dass deswegen unbedingt vom Ministerium ein Vorstoß auf Brüsseler Ebene kommen muss und sehe mich hier auf einer Linie mit Leo Steinbichler vom Team Stronach (Abg. Dr. Pirklhuber: Der ist auch nicht da!), was ganz erstaunlich ist, denn bis vor wenigen Jahren hat er mit genau der gegenteiligen Meinung versucht, den Bauernbund zu prügeln. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Respekt voreinander, glaube ich, sollten wir vor allem hier in diesem Hohen Haus haben, nämlich, geschätzte Kollegen von der FPÖ: Am ersten Tag die frisch angelobten Minister zu rügen und ihnen die Kompetenzen abzusprechen, das ist kein guter Stil. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Das werden wir beim Lehrerdienstrecht sehen! ...!
Ich meine, dass es vor allem großer Respekt voreinander wäre, wenn wir in diesem Land nicht nur „Neu Regieren“ propagieren, sondern auch einen neuen Parlamentarismus vorantreiben. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Das werden wir beim Lehrerdienstrecht sehen! ...!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mag. Gisela Wurm.
Das heißt: Nutzen wir die Spielräume, die dieses Regierungsübereinkommen bietet, um hier im Parlament wichtige, gute Programme voranzutreiben! Arbeiten wir zusammen, bilden wir ein starkes Parlament! Ich bitte Sie und biete Ihnen die Zusammenarbeit an. Wir von der ÖVP sind auf jeden Fall gerne dazu bereit. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mag. Gisela Wurm.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Abgeordneter Leopold Steinbichler (fortsetzend): ... dass die Ausschließungsgründe bei der ÖVP und beim Bauernbund waren, weil ich zeitgerecht gegen die sinnlosen Biogasanlagen, zeitgerecht gegen den Etikettenschwindel aufgetreten bin (Zwischenrufe bei der ÖVP), und ich lege Wert darauf, dass das richtiggestellt wird. – Danke.
Ruf bei der ÖVP: Das war gar nichts! – Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Herr Präsident, machen wir ein Seminar!
Präsident Karlheinz Kopf: Herr Abgeordneter! Sie wissen, das war ein Redebeitrag und eine politische Positionierung, aber keine tatsächliche Berichtigung, oder wenn, dann nur in Ansätzen. (Ruf bei der ÖVP: Das war gar nichts! – Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Herr Präsident, machen wir ein Seminar!)
Beifall bei der FPÖ.
Auch die Anhebung der Familienbeihilfe fällt ab dem Jahre 2015 mager aus. Angesichts des Inflationsverlustes der Familienbeihilfe und der Familienleistungen von rund 30 Prozent zu sagen, dass die vorgesehene Erhöhung um 0,3 bis 5,7 Prozent für die Familien eine Hilfe sei, das wird doch wohl eher bestritten werden können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wie schaut es mit den bestehenden Karenzmodellen aus? – Es gibt noch immer nicht die Anpassung der Kündigungszeit auf das Langzeitmodell. Es gibt noch immer keine Wahlfreiheit für die Familien, damit sie sich entscheiden können, wer zu Hause bleibt, wann gesplittet wird. Wann können sich Eltern endlich frei entscheiden, was sie wollen? Die Wahlfreiheit, meine Damen und Herren, bleibt bei dieser Regierung in dieser Mogelpackung auch weiterhin unberücksichtigt und wird vergessen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Gisela Wurm: Doch!
Wir sehen, in den nächsten fünf Jahren tut sich für die Familien weiterhin nichts. Es gibt weiterhin einen Kahlschlag für die Familien. Es ist auch in den verschiedenen Redebeiträgen immer wieder zu erkennen gewesen: Die Familien sind den Regierungsparteien nicht wirklich ein Anliegen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Gisela Wurm: Doch!)
Beifall bei der FPÖ.
ersuche Sie, diesbezüglich etwas zu tun und auch betreffend Beneš-Dekrete und AVNOJ-Beschlüsse endlich etwas zu erreichen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Was ganz besonders abgeht, sehr geehrte Damen und Herren von ÖVP und SPÖ – und dazu hat es in der letzten Legislaturperiode viele Runden gegeben –: das große Thema Lösung für die Unternehmensfinanzierung. Das Crowdfunding, ja, das ist im Regierungsprogramm angemerkt, und es steht drinnen: gemäß dem einstimmig beschlossenen Entschließungsantrag im Nationalrat (Zwischenrufe bei der SPÖ), aber, Frau Kollegin Hakel, das ist ja zum Weinen! Das ist weniger als mau!
Abg. Rädler: Redezeit!
Es ist also eine Großbaustelle, die Sie hier hinterlassen. (Abg. Rädler: Redezeit!) Und ich möchte damit schließen, dass wir alle Kolleginnen und Kollegen einladen, heute dem Antrag beizupflichten, dass ein eigenständiges Ministerium für Wissenschaft und Forschung in Österreich selbstverständlich notwendig ist und in dieser Form erhalten bleiben soll. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Mag. Vavrik.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Mag. Vavrik.
Es ist also eine Großbaustelle, die Sie hier hinterlassen. (Abg. Rädler: Redezeit!) Und ich möchte damit schließen, dass wir alle Kolleginnen und Kollegen einladen, heute dem Antrag beizupflichten, dass ein eigenständiges Ministerium für Wissenschaft und Forschung in Österreich selbstverständlich notwendig ist und in dieser Form erhalten bleiben soll. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Mag. Vavrik.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Im Großen und Ganzen kann man sagen, im Bereich der Demokratisierung, im Bereich der Staatsreform sind durchaus große Brocken enthalten. Es sind wieder alle eingeladen, an diesen verfassungsrechtlichen Normen teilzuhaben und mit uns dieses Programm umzusetzen, das sich international sicher auf sehr hohem Niveau bewegt. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Auch in unserem Bereich hat es ein Wunschprogramm gegeben – da mehr, dort noch mehr, woanders vielleicht ein bisschen weniger –, aber die Verantwortung einer Regierung ist es – wie auch in einem Betrieb –, zu schauen, was notwendig ist, um Zukunft zu gestalten, und gleichzeitig darauf zu schauen, dass man mit dem vorhandenen Budget auskommt, dass es nicht überschritten wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Eines können Sie uns von den Regierungsparteien auch glauben: Nicht das Urteil der Oppositionsparteien ist uns wichtig, sondern wir wollen, dass die Österreicherinnen und Österreicher nach dieser Gesetzgebungsperiode sagen: Diese Regierung hat das Beste gemacht, um die Zukunft weiterhin zu gestalten. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Loacker – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ich bemühe mich!
Präsident Karlheinz Kopf: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Loacker gemeldet. Schauen wir, ob es dieses Mal funktioniert. – Bitte. (Abg. Mag. Loacker – auf dem Weg zum Rednerpult –: Ich bemühe mich!)
Beifall bei NEOS-LIF. – Abg. Brosz: Also unentgeltlich!
Tatsächlich ist es aber so, dass ich gesagt habe, dass für Pflichtpraktika von Handelsschülern, die über einen Zeitraum von drei Monaten einmal wöchentlich einen Halbtag in einer Firma zubringen – also über drei Monate einmal wöchentlich einen Halbtag! –, ein Entgelt nicht gerechtfertigt ist, weil dem der Nutzen für die Firma nicht gegenübersteht. – Danke schön. (Beifall bei NEOS-LIF. – Abg. Brosz: Also unentgeltlich!)
Abg. Dr. Strolz: Vorbildlich! Wir geben auch Kurse!
Präsident Karlheinz Kopf: Danke, Herr Abgeordneter. Ich glaube, ich werde diese wirkliche tatsächliche Berichtigung in Form einer DVD allen Klubs zur Verfügung stellen, sie war vorbildlich – womit ich natürlich nicht den Inhalt kommentieren wollte. (Abg. Dr. Strolz: Vorbildlich! Wir geben auch Kurse!) Sie war vom Aufbau her vorbildlich: zuerst den zu berichtigenden Sachverhalt zu nennen und dann das, was der Herr Abgeordnete glaubt, damals gesagt zu haben.
Abg. Dr. Jarolim: Schon ein bisschen eine weihnachtliche Stimmung!
Nächster Redner: Herr Abgeordneter Zanger. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Schon ein bisschen eine weihnachtliche Stimmung!)
Beifall bei der FPÖ.
Das wäre auf ein Blatt Papier gegangen, hätte jeder verstanden, und wir hätten nicht so lange über das diskutieren müssen, was ihr da hineingeschrieben habt, denn das sind nur viele Überschriften, ist heiße Luft, sonst nichts. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Gisela Wurm: Jawohl!
Die wichtigste Frage, die man in einem Regierungsprogramm behandeln sollte, ist: Wie geht die Regierung mit dem Volk um? (Abg. Mag. Gisela Wurm: Jawohl!) – Das wissen wir jetzt aber schon (Abg. Königsberger-Ludwig: Sehr gut! – Abg. Mag. Gisela Wurm: Sehr, sehr gut!), und das lässt für die Zukunft nichts Gutes erahnen, das haben wir heute ausführlich debattiert.
Abg. Königsberger-Ludwig: Sehr gut! – Abg. Mag. Gisela Wurm: Sehr, sehr gut!
Die wichtigste Frage, die man in einem Regierungsprogramm behandeln sollte, ist: Wie geht die Regierung mit dem Volk um? (Abg. Mag. Gisela Wurm: Jawohl!) – Das wissen wir jetzt aber schon (Abg. Königsberger-Ludwig: Sehr gut! – Abg. Mag. Gisela Wurm: Sehr, sehr gut!), und das lässt für die Zukunft nichts Gutes erahnen, das haben wir heute ausführlich debattiert.
Beifall bei der FPÖ.
Daher ist es für mich unverständlich, dass gerade diese Institution, die uns so viel bringt und noch mehr bringen könnte, jene ist, die man immer mehr einschränkt und der man immer mehr administrative Tätigkeiten zuschiebt. Ich spreche hier vom Medientransparenzgesetz, das einen gewaltigen administrativen Aufwand im Rechnungshof erfordert, aber auch vom Parteiengesetz. Andererseits nehmen wir aber quasi ohne Kritik zur Kenntnis, dass die Kernaufgabe, nämlich die Prüftätigkeit des Rechnungshofes, dadurch immer mehr in den Hintergrund gerät. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich fordere weiters – wir werden das beim Budget 2014 sicher wieder diskutieren – die entsprechende finanzielle Ausstattung des Rechnungshofes, da ab dem Jahr 2016 in seinem Budget 3 Millionen € fehlen, sodass es dann wirklich schon fast unmöglich wird, dass er seine Kernaufgabe, die Prüftätigkeit, erfüllt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Tanja Windbüchler-Souschill (Grüne): Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Jetzt, da es in der außenpolitischen Debatte spannend wird, hat uns leider der Außenminister verlassen. Ich wünsche ihm und hoffe sehr, dass er in Zukunft spannende Debatten und auch spannende Auseinandersetzungen nicht versäumt, um tatsächlich aktive Außenpolitik gestalten zu können. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Österreich setzte kaum selbstbewusste europäische Initiativen. Als Beispiel dafür möchte ich nennen – da fehlt mir schon der Aufschrei der SPÖ und auch der Aufschrei des Kanzlers –, dass die europäische Rüstungsindustrie einen 200-Milliarden-Umsatz pro Jahr schreibt – 200 Milliarden! –, während der Bereich Jugendarbeitslosigkeit mit ein paar Milliönchen abgespeist wird. Während die Jugendarbeitslosigkeit keine Wichtigkeit hat, schreit die Rüstungsindustrie nach Beschäftigung, nach Exporten, nach mehr Förderung, und dazu gibt es kein einziges Wort vonseiten der alten Regierung, vonseiten der neuen Regierung, vonseiten des Bundeskanzlers. Das ist eigentlich eine Verhöhnung, eine Verhöhnung der Solidarität, eine Verhöhnung der Jugend, eine Verhöhnung der Perspektivenlosigkeit, die es gibt. Und wenn Außenpolitik und Europapolitik zusammengehören, dann hat das auch hier Platz zu finden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Auf große Fragen braucht es große Antworten. Ich befürchte nur, dass diese Regierung es genauso nicht schaffen wird wie die letzte. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Erfreulich ist auch der Stellenwert der Kreativwirtschaft. Diese kommt gleich zu Beginn des Regierungsübereinkommens im Kapitel „Wachstum und Beschäftigung für Österreich“ vor, und genau dort ist auch die richtige Stelle. Kreativwirtschaft ist ein wichtiger Innovationsfaktor, und gerade die knapp 400 000 Einpersonenunternehmen, sozusagen die neuen ArbeitnehmerInnen in Österreich, sind diejenigen, um die wir uns in den kommenden fünf Jahren besonders kümmern müssen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister für Kunst und Kultur! Es gibt viel zu tun in diesem Bereich, und ich freue mich auf die Zusammenarbeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Was auch eine Aufgabe wird und was heute sowohl Kanzler als auch Vizekanzler angesprochen haben: dass man die Bürokratie so abbaut oder nicht überborden lässt, dass auch die Leistung der Ärzte und Schwestern beim Patienten ankommt – denn dass das nicht passiert, ist im Gesundheitswesen wirklich eine Gefahr. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Heinzl: Das ist ein Witz!
Kennen Sie schon das neue Motto der Bundesregierung? – Was du heute kannst besorgen, das verschiebe doch auf morgen. (Abg. Heinzl: Das ist ein Witz!) Bei Durchsicht des Regierungsprogramms fällt einem nämlich sofort auf, dass sehr viele Maßnahmen erst 2016 oder später umgesetzt werden sollen. Das klingt nicht wirklich nach einem ambitionierten Fahrplan, Herr Bundeskanzler.
Ruf bei der FPÖ: Genau!
„Badlight“ Nummer eins: Steuerstrukturreform. Laut Regierungsprogramm soll im BMF mit Jänner 2014 eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die bis Ende 2014 den Reformpfad zur Harmonisierung und Steuervereinfachung vorzulegen hat. Bis Ende 2015 soll laut Regierungsprogramm die legistische Umsetzung erfolgen. Was hindert Sie daran, Herr Finanzminister, Steuerreformen sofort umzusetzen (Ruf bei der FPÖ: Genau!), wie zum Beispiel die Senkung des Eingangssteuersatzes auf 25 Prozent? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
„Badlight“ Nummer eins: Steuerstrukturreform. Laut Regierungsprogramm soll im BMF mit Jänner 2014 eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die bis Ende 2014 den Reformpfad zur Harmonisierung und Steuervereinfachung vorzulegen hat. Bis Ende 2015 soll laut Regierungsprogramm die legistische Umsetzung erfolgen. Was hindert Sie daran, Herr Finanzminister, Steuerreformen sofort umzusetzen (Ruf bei der FPÖ: Genau!), wie zum Beispiel die Senkung des Eingangssteuersatzes auf 25 Prozent? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Für Tochtergesellschaften außerhalb der EU beziehungsweise des EWR sollte die Gruppenbesteuerung auf keinen Fall mehr möglich sein – das hat uns schon seit 2005 horrende Summen gekostet. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn man das Regierungsprogramm analysiert, dann fragt man sich wirklich, wofür jetzt zwei Monate lang diskutiert und verhandelt wurde. Mir ist aber jetzt völlig klar, warum die Bevölkerung nicht so wie in Deutschland laufend über die Verhandlungsergebnisse informiert wurde: Es hat ja nie berichtenswerte Ergebnisse gegeben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
wollte. – Ich gratuliere zu Ihrem Team, Herr Bundeskanzler! Zweitklassige Führungskräfte umgeben sich eben gerne mit drittklassigen Regierungsmitgliedern. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Oh?
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Dame und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuschauer und Zuschauerinnen! Es wurde bis jetzt viel Kritik geäußert, es wurde auch viel berechtigte Kritik geäußert. Ich möchte mit einem Lob beginnen (Ruf bei der ÖVP: Oh?), ja, mit einem ausdrücklichen Lob, nämlich dessen, was diese Bundesregierung sich vor zweieinhalb Jahren vorgenommen hat.
Heiterkeit und Beifall bei Grünen und NEOS-LIF.
Mit Verlaub, ich frage mich schon, was passiert wäre, wenn Herr Kurz Verteidigungsminister geworden wäre. Dann hätte man wahrscheinlich Integration inzwischen im Verteidigungsministerium untergebracht. (Heiterkeit und Beifall bei Grünen und NEOS-LIF.)
Abg. Höfinger: Lassen wir uns überraschen!
Das kann es nicht sein, dass dieses Zukunftsthema einfach mir nichts, dir nichts ins nächste Ressort verschoben wird. Und ich wage die Prognose: Wenn Herr Kurz nicht mehr Außenminister ist oder sein sollte, wird diese Sektion wieder woandershin verschoben, das Thema wieder woanders untergebracht, je nachdem, wo Herr Kurz Minister ist. (Abg. Höfinger: Lassen wir uns überraschen!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von NEOS-LIF.
Bei positiven Maßnahmen, die auch umgesetzt werden, haben Sie uns an Ihrer Seite. Wir werden das selbstverständlich unterstützen. So, wie es abgelaufen ist, mit der Entsorgung des Themas ins Außenministerium und mit den nicht umgesetzten Maßnahmen, ist das aber ein glattes Nicht genügend. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von NEOS-LIF.)
Abg. Brosz: Wie wäre es, die Maßnahmen vorzulesen!
sagen, was unverbindlich und was ganz konkret ist. Beispielsweise wenn im Programm der Grünen steht, dass der Weltklimaschutz eine enorme Herausforderung darstellt, und im Regierungsprogramm als Ziel der Umweltpolitik bis 2018 dezidiert festgelegt ist, die Erderwärmung durch konkrete Maßnahmen im Rahmen des 2-Grad-Ziels auch im internationalen Kontext zu verhindern. (Abg. Brosz: Wie wäre es, die Maßnahmen vorzulesen!)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Oder: der Anti-AKW-Artikel im Umweltprogramm der Grünen. „Atomkraftwerke sind immer noch eine ständige Bedrohung für uns alle“, natürlich, selbstverständlich, no na net. Im Regierungsprogramm angesprochen wird das aktive Eintreten der österreichischen Bundesregierung auf internationaler Ebene, gepaart mit konkreten Maßnahmen, dass man zum Beispiel in zukünftige internationale Handelsabkommen das Verbot von Atomförderung mitaufnimmt, dass Österreich gegen jede Form der Atomförderung eintritt. Das kann ich im grünen Umweltprogramm nirgendwo finden. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Ausgangsposition ist eine gute, die Umweltwirtschaft setzt bereits 30 Milliarden € pro Jahr um – das ist mehr als der österreichische Tourismus –, und im Klimaschutz werden wir noch einen Zahn zulegen. Der Vorschlag in diesem Arbeitsübereinkommen ist, einen Klimaschutzpakt zu kreieren, der Bund und Ländern wirklich die Möglichkeit bietet, auch mit internationalen Abkommen dem Klimawandel im österreichischen und auch globalen Interesse Einhalt zu gebieten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gartelgruber: Na, na, na!
Gemeinsam sind wir stark, hat der Herr Bundeskanzler heute in der Regierungserklärung angesprochen – nach acht Stunden Debatte sehen wir, wer gemeinsam stark sein will. Nahezu die Hälfte der Mitglieder dieser Kammer steht der neuen Bundesregierung negativ gegenüber, und wenn man die Mails betrachtet, die man von den Fernsehzusehern bekommt, von jenen, die zu Hause sitzen und diese Debatte verfolgen, dann wird darin vor allem die Vorgangsweise angesprochen, dass man Regierungsmitgliedern, die neu auf dieser Bank sind, so begegnet, wie das heute die FPÖ getan hat. Das war wirklich nicht notwendig. Kein Respekt! (Abg. Gartelgruber: Na, na, na!) – Ja, ich sage das sehr deutlich! Wo sind die Zeiten, als man Regierungsmitgliedern oder politischen Amtsträgern hundert Tage gegeben hat, um sich einzuarbeiten? – Das ist alles vorbei. Das ist eine Frage des Anstands, das ist eine Frage des Respekts,
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Sie sprechen es ja an!
machen Sie sich das selbst aus! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Sie sprechen es ja an!)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Darum sind ja die ganzen Demonstranten schon da!
Jetzt zum Neustart der Regierung, der so vielfach angesprochen und auch in das Negative hinabgeredet wurde. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Darum sind ja die ganzen Demonstranten schon da!) – Herr Kollege Rosenkranz, was verstehen Sie unter „Neustart“? Sie haben eine so enge Sichtweise. Jeder hat ein Anliegen, das er in diese Regierungsverhandlungen eingebracht hat. Ich darf Ihnen sagen, ich habe einige Anliegen die Gemeinden betreffend eingebracht und freue mich, dass Pflöcke eingeschlagen wurden, die Sie gar nicht sehen. Ebenso im Gesundheitsbereich oder auch im Familienbereich (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Den Pflock bei Ihnen im Auge möchte ich nicht haben!), oder: Sicherungsbeitrag bei den Pensionen. Darauf könnten Sie positiv argumentieren und sagen, endlich geschieht etwas gegen jene Pensionen in staatsnahen Betrieben, die unverhältnismäßig hoch waren. Reden Sie einmal positiv! (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Warum streiken und demonstrieren dann so viele Menschen auf der Straße?)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Den Pflock bei Ihnen im Auge möchte ich nicht haben!
Jetzt zum Neustart der Regierung, der so vielfach angesprochen und auch in das Negative hinabgeredet wurde. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Darum sind ja die ganzen Demonstranten schon da!) – Herr Kollege Rosenkranz, was verstehen Sie unter „Neustart“? Sie haben eine so enge Sichtweise. Jeder hat ein Anliegen, das er in diese Regierungsverhandlungen eingebracht hat. Ich darf Ihnen sagen, ich habe einige Anliegen die Gemeinden betreffend eingebracht und freue mich, dass Pflöcke eingeschlagen wurden, die Sie gar nicht sehen. Ebenso im Gesundheitsbereich oder auch im Familienbereich (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Den Pflock bei Ihnen im Auge möchte ich nicht haben!), oder: Sicherungsbeitrag bei den Pensionen. Darauf könnten Sie positiv argumentieren und sagen, endlich geschieht etwas gegen jene Pensionen in staatsnahen Betrieben, die unverhältnismäßig hoch waren. Reden Sie einmal positiv! (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Warum streiken und demonstrieren dann so viele Menschen auf der Straße?)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Warum streiken und demonstrieren dann so viele Menschen auf der Straße?
Jetzt zum Neustart der Regierung, der so vielfach angesprochen und auch in das Negative hinabgeredet wurde. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Darum sind ja die ganzen Demonstranten schon da!) – Herr Kollege Rosenkranz, was verstehen Sie unter „Neustart“? Sie haben eine so enge Sichtweise. Jeder hat ein Anliegen, das er in diese Regierungsverhandlungen eingebracht hat. Ich darf Ihnen sagen, ich habe einige Anliegen die Gemeinden betreffend eingebracht und freue mich, dass Pflöcke eingeschlagen wurden, die Sie gar nicht sehen. Ebenso im Gesundheitsbereich oder auch im Familienbereich (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Den Pflock bei Ihnen im Auge möchte ich nicht haben!), oder: Sicherungsbeitrag bei den Pensionen. Darauf könnten Sie positiv argumentieren und sagen, endlich geschieht etwas gegen jene Pensionen in staatsnahen Betrieben, die unverhältnismäßig hoch waren. Reden Sie einmal positiv! (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Warum streiken und demonstrieren dann so viele Menschen auf der Straße?)
Abg. Gartelgruber: Warum schafft man dann die 13. Familienbeihilfe ab?
Oder: Sagen Sie, was in der Familienpolitik passiert! Natürlich ist es eine Absichtserklärung, dass man die Familienbeihilfe erhöhen wird, aber es gibt auch (Abg. Gartelgruber: Warum schafft man dann die 13. Familienbeihilfe ab?) – Es wird kommen. Ich kann mich noch an die letzte Sitzung zum Thema riesiges Budgetloch erinnern – und jetzt kommen alle mit Forderungen daher?! Das wird nicht gehen.
Beifall bei der ÖVP.
Zum Schluss, weil das rote Licht schon leuchtet, möchte ich – ich wollte es heute nicht sagen, aber ich muss es ganz einfach sagen – den Grünen sagen: Ihr seid wirklich die Bad Bank der NEOS. Ihr versucht es jetzt auch noch, indem ihr sie kopiert, indem ihr eine „fröhliche“, eine „gute“ Nachricht überbringt. Frau Kollegin Korun, aufgrund dessen, was Sie als Integrationssprecherin hier geboten haben, muss ich Ihnen das sagen: Es gibt seit zweieinhalb Jahren das Staatssekretariat für Integration, und Sie wissen um die Programme, die gemeinsam umgesetzt werden konnten. Das war das Verdienst von Herrn Staatssekretär Kurz, Sie wissen es, Sie waren bei diesen Verhandlungen dabei. Das jetzt auf ein Niveau zu bringen, das könnte gleich beim Bundesheer angesiedelt werden – also wirklich. Was ist beim Bundesheer? Dort gibt es keine Integration? Bei der Polizei gibt es Integration. – Das war niveaulos, das ist grün, das ist Bad Bank! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Es hilft auch nicht, wenn man versucht, aus der Not eine Tugend zu machen und die Jugendpolitik als Querschnittmaterie zu bezeichnen. Das ist zwar prinzipiell richtig, aber wenn man in den einzelnen Bereichen, die diese Querschnittmaterie bildet, die substanziellen Verbesserungen und Weichenstellungen nicht finden kann, drängt sich natürlich der Verdacht auf, dass man es deshalb als Querschnittmaterie bezeichnet, weil damit niemand zuständig ist in diesem Bereich und auch niemand politische Verantwortung trägt. (Beifall bei der FPÖ.) Aber genau dieser verantwortungsbewusste Umgang wäre dringend notwendig, denn – wie Sie alle auch immer wieder in Ihren Reden sagen – die Jugend ist unsere Zukunft.
Beifall bei FPÖ und Grünen.
Was erwartet sich die österreichische Jugend von der neuen Regierung? – Sie erwartet sich eine solide Ausbildung: egal, ob das im Bereich der Schule, der Facharbeit oder der Universitäten ist. Deswegen kann ich es auch nicht verstehen, wie man auf die Idee kommen kann, das Wissenschaftsministerium als eine Art Blinddarm im Wirtschaftsministerium des Herrn Mitterlehner anzusiedeln. (Beifall bei FPÖ und Grünen.) Ich sage, die Wissenschaft ist eine grundlegende Investition in die Zukunft und hat daher auch den besonderen Stellenwert eines eigenen Ministeriums verdient. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was erwartet sich die österreichische Jugend von der neuen Regierung? – Sie erwartet sich eine solide Ausbildung: egal, ob das im Bereich der Schule, der Facharbeit oder der Universitäten ist. Deswegen kann ich es auch nicht verstehen, wie man auf die Idee kommen kann, das Wissenschaftsministerium als eine Art Blinddarm im Wirtschaftsministerium des Herrn Mitterlehner anzusiedeln. (Beifall bei FPÖ und Grünen.) Ich sage, die Wissenschaft ist eine grundlegende Investition in die Zukunft und hat daher auch den besonderen Stellenwert eines eigenen Ministeriums verdient. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ebenso erkennt sie den Widerspruch, wenn sich der Bundeskanzler die FPÖ auf den dritten Platz wünscht und gleichzeitig die Reformunwilligkeit der letzten Jahre weiterführt. (Beifall bei der FPÖ.) Ich sage Ihnen, dieser Widerspruch fällt jedem auf, Ihnen, Herr Bundeskanzler, spätestens in fünf Jahren!
Beifall bei der FPÖ.
Was noch erwartet sich die Jugend? – Sie erwartet sich mehr Mitbestimmung in der Politik und in der Gesellschaft. Das haben Sie sogar selbst – richtigerweise – in das Regierungsprogramm hineingeschrieben, aber dann müssen Sie auch endlich die direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild – wie das die FPÖ schon seit Jahren verlangt – umsetzen und nicht diese Ultralight-Variante, die sich im Programm wiederfindet. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Auch als aktive Sportlerin und als Sportpolitikerin muss ich sagen, dass ich von diesem Programm sehr enttäuscht bin. Darin ist nämlich keine Rede von der dringend notwendigen und auch geforderten Entpolitisierung des Sports. Seit Jahren erhalten Sie ein System aufrecht, in dem der Funktionär mehr zählt als der aktive Sportler (Beifall bei der FPÖ), und die Funktionäre sind – wie soll es anders sein? – natürlich alle von Rot und Schwarz. Wenn man vom Bürokratieabbau redet, dann bitte auch im Bereich der Sportbürokratie, wo extrem viel Geld versickert, das der aktive Sportler im Spitzensport und im Breitensport dringend notwendig hätte. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Auch als aktive Sportlerin und als Sportpolitikerin muss ich sagen, dass ich von diesem Programm sehr enttäuscht bin. Darin ist nämlich keine Rede von der dringend notwendigen und auch geforderten Entpolitisierung des Sports. Seit Jahren erhalten Sie ein System aufrecht, in dem der Funktionär mehr zählt als der aktive Sportler (Beifall bei der FPÖ), und die Funktionäre sind – wie soll es anders sein? – natürlich alle von Rot und Schwarz. Wenn man vom Bürokratieabbau redet, dann bitte auch im Bereich der Sportbürokratie, wo extrem viel Geld versickert, das der aktive Sportler im Spitzensport und im Breitensport dringend notwendig hätte. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zusammenfassend ist zu diesem Regierungsprogramm zu sagen: In der Sportpolitik treten Sie seit Jahren auf demselben Stand, und Ihre Jugendpolitik ist, kurz gesagt, ganz schön alt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Das ist nicht richtig!
Frau Finanzministerin außer Dienst, Sie haben die möglichst getreue Darstellung der finanziellen Lage der Finanzen angesprochen und gesagt, Sie werden diese den Ländern und Gemeinden empfehlen. – Das ist gut so, aber dass ausgerechnet Sie, Frau Finanzministerin außer Dienst, das sagen, die Sie im Bundesfinanzrahmengesetz nachweislich diesen in der Verfassung verankerten Grundsatz verletzt haben, das verwundert mich schon sehr. (Abg. Dr. Fekter: Das ist nicht richtig!) Das ist auch der Grund dafür, dass wir gegen Sie, Frau Finanzministerin außer Dienst, in der letzten Sondersitzung eine Ministeranklage eingebracht und dieses Vorgehen dort sehr gut begründet haben. (Abg. Dr. Fekter: Das stimmt leider nicht!) – So ist es aber. Ich kann es Ihnen noch einmal in Ruhe erklären, aber Sie wollen es halt nicht verstehen.
Abg. Dr. Fekter: Das stimmt leider nicht!
Frau Finanzministerin außer Dienst, Sie haben die möglichst getreue Darstellung der finanziellen Lage der Finanzen angesprochen und gesagt, Sie werden diese den Ländern und Gemeinden empfehlen. – Das ist gut so, aber dass ausgerechnet Sie, Frau Finanzministerin außer Dienst, das sagen, die Sie im Bundesfinanzrahmengesetz nachweislich diesen in der Verfassung verankerten Grundsatz verletzt haben, das verwundert mich schon sehr. (Abg. Dr. Fekter: Das ist nicht richtig!) Das ist auch der Grund dafür, dass wir gegen Sie, Frau Finanzministerin außer Dienst, in der letzten Sondersitzung eine Ministeranklage eingebracht und dieses Vorgehen dort sehr gut begründet haben. (Abg. Dr. Fekter: Das stimmt leider nicht!) – So ist es aber. Ich kann es Ihnen noch einmal in Ruhe erklären, aber Sie wollen es halt nicht verstehen.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Fekter: Haben Sie es nicht gelesen?
Sie haben uns hier im Hohen Haus in Sachen Banken völlig falsch informiert und haben Artikel 51 (8) der Bundesverfassung verletzt! Schluss, basta. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Fekter: Haben Sie es nicht gelesen?)
Beifall bei den Grünen.
Da frage ich mich: Bin ich irgendwie meschugge, oder wer ist denn da meschugge? Entweder will man etwas gegen Steuerbetrug tun, dann muss man aber auch die EU in dieser Sache unterstützen, oder man bleibt weiterhin bei seiner Blockadehaltung und macht dann völlig klar, auf welcher Seite man steht, nämlich auf jener Seite, die die Schutzpatrone der Steuerhinterzieherinnen und Steuerhinterzieher in Millionenhöhe sind – und das wird in diesem Programm festgeschrieben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zwei Zahlen zum Abschluss: Das oberste Prozent der vermögenden privaten Haushalte besitzt 470 Milliarden € Vermögen, das sind 47 Prozent des gesamten Vermögens. Die untersten 50 Prozent besitzen gerade einmal 4 Prozent des gesamten Vermögens. – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
In der heutigen Ausgabe der „Oberösterreichischen Nachrichten“ habe ich gelesen: Das Aus für den Wintersport? Die Korruptionsstaatsanwaltschaft interessiert sich für allfällige Freikarten, die Lehrerinnen und Lehrer bekommen, wenn sie eine Wintersportwoche organisieren. – Also wenn wir sonst keine Sorgen haben – im Sport haben wir in jedem Fall genug zu tun, und ich lade alle ein, mitzuwirken! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Ist nicht mehr da!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Neubauer gelangt als Nächster zu Wort. (Ruf bei der ÖVP: Ist nicht mehr da!) – Pardon! Er ist bei mir noch auf der Liste gestanden.
Abg. Königsberger-Ludwig: Lesen!
so viele große Heime hat. Wir sollten das Ziel haben, dass behinderte Menschen in kleineren Wohneinheiten leben und wohnen. – Diesen Punkt finde ich ebenfalls nicht in der Regierungsvereinbarung. (Abg. Königsberger-Ludwig: Lesen!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Warum rede ich darüber? – Behindertenpolitik soll wirklich einen höheren Stellenwert bekommen. Österreich hat die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen unterzeichnet, und somit hat sich Österreich verpflichtet, diese einzuhalten. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen allen, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, und auch mit allen Regierungsmitgliedern. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Königsberger-Ludwig: Selbstverständlich, Herr Kollege!
Abgeordneter Josef A. Riemer (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sie haben ja, geschätzte Frau Kollegin, richtig gesagt, es müssen sich zwei Partner wiederfinden. Ich frage aber: Findet sich die österreichische Bevölkerung in diesem Programm wieder? (Abg. Königsberger-Ludwig: Selbstverständlich, Herr Kollege!) Um sie geht es letztendlich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Josef A. Riemer (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sie haben ja, geschätzte Frau Kollegin, richtig gesagt, es müssen sich zwei Partner wiederfinden. Ich frage aber: Findet sich die österreichische Bevölkerung in diesem Programm wieder? (Abg. Königsberger-Ludwig: Selbstverständlich, Herr Kollege!) Um sie geht es letztendlich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Was Positives!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Herr Bundeskanzler! Werte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Wir haben jetzt einige Stunden über Ihr Arbeitsprogramm diskutiert. Was sind denn die Hauptkritikpunkte der Opposition, was ist immer wieder gekommen? (Ruf bei der ÖVP: Was Positives!) Ich möchte hier noch einmal diesen schlechten Stern, unter dem Sie begonnen haben, diese neue Regierung zu bilden, in Erinnerung rufen.
Abg. Königsberger-Ludwig: Viele gute Maßnahmen!
Schauen wir uns die Inhalte Ihres Programms an! Das gibt es viele, viele Überschriften (Abg. Königsberger-Ludwig: Viele gute Maßnahmen!), viele Arbeitsanweisungen, Frau Kollegin, und wenige konkrete Zieldefinitionen. Um Letzteres ginge es aber! Eine Politik ist nur dann überprüfbar, wenn es auch klare Zielformulierungen gibt.
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Dr. Strolz und Mag. Darmann.
Wir Grüne wollen keine Vergangenheitsbotschaft, wir wollen Zukunftskonzepte, daher: Unterstützen Sie unseren Antrag auf Einsetzung und Einrichtung eines eigenständigen und unabhängigen Wissenschaftsministeriums! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Dr. Strolz und Mag. Darmann.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, der Rechnungshof kann seine Kernaufgaben dann nicht mehr erfüllen, und das, glaube ich, ist für die Demokratie wirklich nicht tolerierbar, und wir müssen alle daran arbeiten und nachdenken, dass wir der Forderung des Rechnungshofs auch nachkommen, diese Mittel aufzustocken! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Dr. Moser.
Ich darf in diesem Zusammenhang auch den ehemaligen Rechnungshofpräsidenten Fiedler zitieren, der unlängst gesagt hat, dass es zu keinem Durchforsten des Förderungsdschungels gekommen ist, dass dies verabsäumt wurde. Wenn man sich die Förderungen von Bund, Ländern und Gemeinden ansieht, sieht er ein Einsparungspotenzial von 5 Milliarden €, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien. Da hätten Sie auch Anleihe nehmen können, und da hätten Sie auch etwas sofort umsetzen können, bevor Sie die Bevölkerung wieder belasten und zur Kasse bitten. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abg. Dr. Moser.)
Abg. Mag. Gisela Wurm: Gewaltschutz vergessen!
Wenn man sich die Leistungen der Frau Frauenministerin ansieht und wenn man die letzten fünf Jahre Revue passieren lässt, na was ist denn da Großartiges passiert? Und, liebe Gisela Wurm: Ich habe deine Rede heute genau mitverfolgt, und wenn man als Schwerpunkte nur setzt, die Beratungs- und Betreuungsstellen auszubauen und zu schauen, dass die Gehaltsschere endlich geschlossen wird, und darauf zu vertrauen, dass die Sozialpartner und Gewerkschaften mitspielen (Abg. Mag. Gisela Wurm: Gewaltschutz vergessen!)
Abg. Mag. Gisela Wurm: Gott sei Dank!
Was ist denn in den letzten fünf Jahren passiert? – Also ich fühle mich heute auch in vielen Bereichen erinnert an die Regierungserklärung 2008, wo nicht wirklich etwas weitergegangen ist. Noch ein weiteres Beispiel, wo auch nichts weitergegangen ist, gerade im Frauenbereich: 2008 wurde im Regierungsübereinkommen beschlossen, dass die Notwohnung für von Zwangsverheiratung Betroffene eingerichtet wird. Wann ist sie gekommen? – Fünf Jahre später! Im Sommer dieses Jahres ist diese Notwohnung, 2013, endlich in Betrieb genommen worden. (Abg. Mag. Gisela Wurm: Gott sei Dank!) – Ja, Gott sei Dank, aber braucht es dazu ein eigenes Ministerium, das fünf Jahre braucht, um eine Notwohnung einzurichten? (Abg. Mag. Gisela Wurm: Gewaltschutz hast du vergessen! Gewaltschutz!)
Abg. Mag. Gisela Wurm: Gewaltschutz hast du vergessen! Gewaltschutz!
Was ist denn in den letzten fünf Jahren passiert? – Also ich fühle mich heute auch in vielen Bereichen erinnert an die Regierungserklärung 2008, wo nicht wirklich etwas weitergegangen ist. Noch ein weiteres Beispiel, wo auch nichts weitergegangen ist, gerade im Frauenbereich: 2008 wurde im Regierungsübereinkommen beschlossen, dass die Notwohnung für von Zwangsverheiratung Betroffene eingerichtet wird. Wann ist sie gekommen? – Fünf Jahre später! Im Sommer dieses Jahres ist diese Notwohnung, 2013, endlich in Betrieb genommen worden. (Abg. Mag. Gisela Wurm: Gott sei Dank!) – Ja, Gott sei Dank, aber braucht es dazu ein eigenes Ministerium, das fünf Jahre braucht, um eine Notwohnung einzurichten? (Abg. Mag. Gisela Wurm: Gewaltschutz hast du vergessen! Gewaltschutz!)
Abg. Mag. Gisela Wurm: Step by step!
Abschließend möchte ich, etwas salopp formuliert, sagen: Nix ist fix in diesem Regierungsübereinkommen! Fix ist einzig, dass es ein Überstimmungsverbot von Rot und Schwarz gibt. Das heißt, weder im Ausschuss noch im Plenum dürfen sich Rot und Schwarz überstimmen, auch nicht, was die Durchsetzung einer Volksabstimmung gegen den Willen des Partners betrifft. Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich glaube, dass das zu wenig ist, um Österreich nachhaltig zu reformieren und die Österreicherinnen und Österreicher, die Kinder, auch in eine gute Zukunft zu führen. Das ist, glaube ich, zu dürftig. (Abg. Mag. Gisela Wurm: Step by step!)
Beifall beim Team Stronach.
Wir werden uns aber mit aller Kraft daran beteiligen, gut mitzuarbeiten, und ich hoffe, dass Sie unsere Vorschläge auch aufnehmen und in Ihre Arbeit mit einbeziehen! – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Ist das Läuten oder das Telefonieren ?!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Bevor ich jetzt dem vorläufig letzten Redner hiezu das Wort erteile, mache ich erstens darauf aufmerksam, dass das Gemurmel in diesem Saal fast alles andere übertönt, und trotzdem höre ich ständig Telefongeläute. Sie wissen, dass in diesem Saal das Telefonieren streng verboten ist und auch mit Ordnungsruf versehen werden würde. Also meine Bitte, sich daran zu halten! (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Ist das Läuten oder das Telefonieren ?!)
Abg. Brosz: Das „profil“ lesen!
Ich habe für meinen Teil nichts wirklich Konsistentes herauslesen können, und ich glaube, den meisten von Ihnen geht es insgeheim auch so. (Abg. Brosz: Das „profil“ lesen!)
Beifall beim Team Stronach.
Weiters haben wir im Wahlkampf von der „sicheren Hand“ gehört, die Österreich steuern wird. Ich empfinde es nach Durcharbeiten des Regierungsprogramms so, dass mit sicherer Hand der Stillstand verwaltet wird. Es gibt keine Neuerungen. Es gibt keine Visionen. Es gibt keine Optionen für den österreichischen Bürger außer kleine Dinge, die man am Rande vielleicht so miterledigen kann. Insgesamt ist das Programm geeignet, trotz aller Schönrednerei, eine gewisse Depression beim Bürger hervorzurufen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.
Aus meiner Sicht traut sich die Regierung nicht. Ich glaube, hier ist eine große und wirklich das Land durchziehende Mutlosigkeit zu beobachten, die sehr schade ist, denn in ihrer letzten Regierungsperiode hätten die beiden Parteien fünf Jahre Zeit, gemeinsam etwas Neues zu riskieren für Österreich. Das geschieht leider nicht, denn die großen Brocken, wie die Pensionsreform, eine wirklich konsistente Pensionsreform, wie es uns die nordischen Länder schon lange vorgemacht haben, das wird nicht einmal angegangen. Wir sind schon froh, wenn wir fünf Jahre unterhalb des gesetzlichen Pensionsalters bleiben. Meine Damen und Herren, das halte ich für eine Veräppelung der jüngeren Bürger in diesem Land. Das ist nicht in Ordnung. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.)
Beifall der Abg. Dr. Nachbaur.
Wenn man nach Dänemark schaut, sieht man Folgendes: In Dänemark beginnt man demnächst mit dem Pensionsalter 67 Jahre. Die Bundesrepublik Deutschland, unser enger nördlicher Nachbar, beginnt die 67 Jahre konkret zu debattieren und sich damit auseinanderzusetzen. Noch einmal nach Dänemark: Die planen langfristig sogar Pensionsalterszenarien von 74 Jahren in den nächsten 20 bis 25 Jahren, das ist in reeller und realer Diskussion. In Österreich freut man sich über 60 Jahre. Das ist aus meiner Sicht eine Verhöhnung der Jüngeren. (Beifall der Abg. Dr. Nachbaur.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von NEOS-LIF.
Wir haben heute gehört, es wird so weitergehen. Meine Damen und Herren, ich finde das sehr traurig! – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von NEOS-LIF.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Traurig! – Abgeordnete von NEOS-LIF halten Schilder mit verschiedenen Aufschriften in die Höhe, darunter „Wissen schafft Freiheit“.
Ich bitte jene Damen und Herren, die für den Entschließungsantrag sind, um ein Zeichen der Zustimmung. – Das findet nicht die Mehrheit. Der Antrag ist abgelehnt. (Abg. Dr. Pirklhuber: Traurig! – Abgeordnete von NEOS-LIF halten Schilder mit verschiedenen Aufschriften in die Höhe, darunter „Wissen schafft Freiheit“.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführer Zanger beziehungsweise Buchmayr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer Zanger beziehungsweise Buchmayr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführer Zanger beziehungsweise Buchmayr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer Zanger beziehungsweise Buchmayr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.)
Siehe Korrektur durch Präsidenten Kopf S. 239.
(Siehe Korrektur durch Präsidenten Kopf S. 239.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir befinden uns in einer Stunde des heutigen Tages, in der man sagen kann: Im Schatten dieser Regierungserklärung wird jetzt das Lehrerdienstrecht durchgewinkt. Mehr kann man nicht dazu sagen. Es ist eine „perfekte“ Choreographie, dass das um diese Zeit angesetzt wurde. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Bundesministerin Heinisch-Hosek: Das ist ja unglaublich!
Nun soll heute der nächste Anschlag auf die Qualität unseres Bildungssystems erfolgen. Es ist, was hier gemacht wird, tatsächlich ein Verbrechen an der Zukunft unserer Kinder und unserer Jugendlichen! (Bundesministerin Heinisch-Hosek: Das ist ja unglaublich!) Auch wenn Sie, Frau Ministerin, sagen, es ist unglaublich: Glauben Sie mir‘s nur! Ich glaube, Sie sind die personifizierte Umsetzung des Buches von Konrad Paul Liessmann: „Theorie der Unbildung“. Sie sind das praktische Beispiel dafür.
Beifall bei der FPÖ.
Auf eine Gruppe beziehungsweise auf zwei Gruppen wird in dieser Diskussion komplett vergessen. Es sind nämlich die, für die das Bildungssystem das Wichtigste ist: Es sind die Kinder, die Jugendlichen, die Schüler und deren Eltern. (Beifall bei der FPÖ.) Dass diese nahezu auch geschlossen gegen dieses neue Lehrerdienstrecht sind, ist medial überhaupt nicht in der Auseinandersetzung vorgekommen, wohl mit gutem Grund.
Bundesministerin Heinisch-Hosek: Das ist geltende Rechtslage!
Es wird der fachspezifische Unterricht – wo die Frau Innenministerin so stolz war, dass spezielle Beamte bei der Polizei eingesetzt werden – auch ausgehöhlt, denn es können auch Lehrer, die nicht mit dem Gegenstand etwas zu tun haben, jetzt mit einer Einschränkung unterrichten. (Bundesministerin Heinisch-Hosek: Das ist geltende Rechtslage!) Na ja, nach einem halben Jahr beziehungsweise einem Jahr werden dann die Lehrer gefragt, ob sie das wollen. Das schaue ich mir dann bei den Junglehrern an, die befristete Verträge haben, ob sich einer diese Freiwilligkeit traut oder nicht traut.
Beifall bei der FPÖ.
Daher ist auch unsere Forderung eigentlich die gewesen: nicht nur ein selbstständiges Wissenschaftsministerium, sondern überhaupt ein Bildungsministerium, wo Unterricht und Wissenschaft gemeinsam unter einem Dach sind, damit das in einem Guss passieren kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Bundesministerin Heinisch-Hosek: ! Jessas na! Wenn Sie keine anderen Sorgen haben!
Eines ist auch festzuhalten: dass im wahrsten Sinn des Wortes in diesem Regierungskonzept und in diesem sogenannten Arbeitsprogramm die Begabtenförderung kleingeschrieben wird. Das möchte man daran erkennen, dass in dem Ziel „Entdecken und fördern aller Talente und Begabungen“ das Wort „fördern“ kleingeschrieben ist. Das wäre im Schularbeitsaufsatz ein Rechtschreibfehler. (Beifall bei der FPÖ. – Bundesministerin Heinisch-Hosek: ! Jessas na! Wenn Sie keine anderen Sorgen haben!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich meine, diese neue PädagogInnenausbildung, die wir beschlossen haben, dieses neue Dienstrecht, das wir heute beschließen, sind ein Ansatz in diese Richtung. Diesen Weg sollten wir gehen. Und mir ist klar, dass auch Schule sich laufend bewegt. Es wird sich auch das Dienstrecht, das Besoldungsrecht laufend verändern müssen. Aber das wieder zu vertagen und zu verschieben, würde ich für gänzlich falsch halten. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mayer: Das ist nicht der, den ich gemeint habe!
Die Creme de la Creme, die angeblich der LehrerInnenausbildung neu und dem Lehrerdienstrecht zustimmt, hat ja im Ausschuss diesen Entwurf zerrissen. Nicht einmal der Vertreter der ÖVP hat dort ein gutes Haar an diesem Entwurf gelassen, sondern hat ihn in Bausch und Bogen verdammt. (Abg. Mayer: Das ist nicht der, den ich gemeint habe!) – Ja, ich weiß nicht, dann nominieren Sie bitte Expertinnen und Experten in den Ausschuss, die Ihre Meinung wenigstens vertreten. Aber wir haben im Ausschuss sogar mit den ExpertInnen einheitlich gegen dieses Dienstrecht gestimmt, und teilweise nehmen Vertreter der Sozialdemokratie an solchen Sitzungen leider nicht einmal mehr teil. Das finde ich schade und das führt uns sicherlich nicht weiter.
Beifall bei den Grünen.
und jede Expertin belegen das, sagen das immer wieder: Die ElementarpädagogInnen müssen besser ausgebildet werden. – Im vorliegenden Entwurf: gleich null. Wir wollen eine gleichwertige tertiäre Ausbildung aller Pädagoginnen und Pädagogen. Wir wollen eine gleiche Bezahlung. Wir wollen – und genau dieser Punkt wurde von allen Expertinnen und Experten bestätigt – ein Jahresarbeitszeitmodell. Das, was wir hier beschließen, ist ein Modell bestenfalls aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, wir befinden uns aber, bitte, im 21. Jahrhundert. Wir brauchen ein Dienstrecht, das alle Tätigkeiten von Pädagoginnen und Pädagogen beinhaltet. Das ist weit mehr, als nur in der Klasse zu stehen, zu korrigieren und die Stunde vorzubereiten. Das sind Elterngespräche, das ist Beratung für die Kinder, das ist Projektunterricht und so weiter. Da gibt es eine Vielzahl von Tätigkeiten, die hier jetzt leider nicht erfasst sind. Wir brauchen eine flexible Einteilung von Lehrerinnen und Lehrern an den Schulen. Alles das hätten wir in unserem Abänderungsantrag drinnen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ihr Vorschlag wurde im Verfassungsausschuss, also sogar von den Experten der ÖVP, vernichtend kommentiert. Mit unserem Vorschlag kommen wir aus diesem Untertanensystem hinaus, hinaus aus diesem Metternich’schen System, das wir in Österreich in der Schule immer noch haben, wo Lehrer das tun müssen, was von oben angeordnet ist, wo wir Vorstellungen haben, dass man am Minoritenplatz Klick macht und dann passiert an den Schulen irgendetwas, was sich ändert. Aber so ist es nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Da machen wir einen deutlichen Schritt zurück, leider Gottes! Wir hätten bereits ein besseres Modell, und Sie machen jetzt ohne Not ein Modell, das sich zurückentwickelt. Und daher frage auch ich – da muss ich zustimmen –: Warum jetzt? Warum peitschen wir das in einer Situation durch, wo wir fünf Jahre Zeit hätten? Sie beschließen heute ein Gesetz, das in fünf Jahren in Kraft treten muss. Und Sie haben nicht die Zeit, mit den Betroffenen entsprechend zu diskutieren? Heute sind die Straßen voll, LehrerInnen demonstrieren, die Eltern demonstrieren, sie werden unterstützt von Schülerinnen und Schülern. Ja, gibt Ihnen das nicht zu denken, dass da einiges faul daran ist? (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wir Grüne haben unser Motto mit Bedacht gewählt: Kein Kind zurücklassen! – Eine Empfehlung an die Regierung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Moser: Aber nicht mit diesem Dienstrecht! Mit diesem Dienstrecht wird das nichts!
Erstens: Ich will, dass junge Menschen gerne Lehrer werden und den Enthusiasmus, den sie dabei haben, an die Kinder weitergeben können. Zweitens: Ich will, dass alle Lehrerinnen und Lehrer von einer Gewerkschaft vertreten werden können, ohne dass sie für ihre berechtigte Arbeit in einem medialen Shitstorm diffamiert werden. Und ich möchte, dass Lehrerinnen und Lehrer in diesem Land stolz ihren Beruf nennen können und dafür Achtung und Respekt entgegengebracht bekommen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Moser: Aber nicht mit diesem Dienstrecht! Mit diesem Dienstrecht wird das nichts!)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: So ein Blödsinn! Das ist Unsinn, was Sie da verzapfen!
Meine Damen und Herren, die Vorbereitung für dieses Dienstrecht ist leider geprägt von Konfrontation statt Kooperation. Und dies führt dazu, dass ich von tausenden Lehrerinnen und Lehrern in den letzten Tagen E-Mails erhalten habe, die Angst vor der Zukunft ihres Berufes haben, wo sie doch Hoffnung und Optimismus an unsere Kinder weitergeben sollten. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: So ein Blödsinn! Das ist Unsinn, was Sie da verzapfen!) – Herr Kollege, Sie meinen, es ist ein Blödsinn, dass Lehrerinnen und Lehrer Hoffnung und Optimismus an die SchülerInnen weitergeben sollten. Herr Kollege, wirklich, überlegen Sie sich, was Sie sagen! Unsere Lehrerinnen und Lehrer sollen ihren Enthusiasmus an die Kinder weitergeben können, und ich glaube, das verdient sich einen Achtungsapplaus. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Walter Rosenkranz.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Walter Rosenkranz.
Meine Damen und Herren, die Vorbereitung für dieses Dienstrecht ist leider geprägt von Konfrontation statt Kooperation. Und dies führt dazu, dass ich von tausenden Lehrerinnen und Lehrern in den letzten Tagen E-Mails erhalten habe, die Angst vor der Zukunft ihres Berufes haben, wo sie doch Hoffnung und Optimismus an unsere Kinder weitergeben sollten. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: So ein Blödsinn! Das ist Unsinn, was Sie da verzapfen!) – Herr Kollege, Sie meinen, es ist ein Blödsinn, dass Lehrerinnen und Lehrer Hoffnung und Optimismus an die SchülerInnen weitergeben sollten. Herr Kollege, wirklich, überlegen Sie sich, was Sie sagen! Unsere Lehrerinnen und Lehrer sollen ihren Enthusiasmus an die Kinder weitergeben können, und ich glaube, das verdient sich einen Achtungsapplaus. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Walter Rosenkranz.)
Abg. Dr. Walser: Wir sind beim Dienstrecht, nicht bei der Ausbildung!
Das ist der Grund dafür, warum wir dieses Lehrerdienstrecht heute auch ändern. Alle Lehrerinnen und Lehrer bekommen nun eine bessere Ausbildung. Sie bekommen alle eine Masterausbildung. Besser ausgebildete Lehrer heißt mehr Qualität für die Schule. (Abg. Dr. Walser: Wir sind beim Dienstrecht, nicht bei der Ausbildung!) Mehr Qualität für die Schule heißt eine bessere Ausbildung für unsere Kinder, meine Damen und Herren. Und das unterstützen wir! (Abg. Dr. Moser: Das ist nicht das Thema!)
Abg. Dr. Moser: Das ist nicht das Thema!
Das ist der Grund dafür, warum wir dieses Lehrerdienstrecht heute auch ändern. Alle Lehrerinnen und Lehrer bekommen nun eine bessere Ausbildung. Sie bekommen alle eine Masterausbildung. Besser ausgebildete Lehrer heißt mehr Qualität für die Schule. (Abg. Dr. Walser: Wir sind beim Dienstrecht, nicht bei der Ausbildung!) Mehr Qualität für die Schule heißt eine bessere Ausbildung für unsere Kinder, meine Damen und Herren. Und das unterstützen wir! (Abg. Dr. Moser: Das ist nicht das Thema!)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Und wie geht es weiter? Wie ist das Ende der Geschichte?!
Zweiter Punkt: Diese bessere Ausbildung, die die Lehrerinnen und Lehrer bekommen, ist zu honorieren. Wie ist das zu honorieren? Durch ein höheres Gehalt. Alle Lehrerinnen und Lehrer erhalten in Zukunft höhere Anfangsgehälter, und das teilweise dramatisch, positiv dramatisch. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Und wie geht es weiter? Wie ist das Ende der Geschichte?!) Es sind von 200 € über 400 € bis teilweise 800 €, die sie mehr pro Monat bekommen. Meine Damen und Herren, wir honorieren eine hohe Ausbildung für die Lehrerinnen und die Lehrer. Und wir schätzen ihre Arbeit und danken ihnen dafür. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zweiter Punkt: Diese bessere Ausbildung, die die Lehrerinnen und Lehrer bekommen, ist zu honorieren. Wie ist das zu honorieren? Durch ein höheres Gehalt. Alle Lehrerinnen und Lehrer erhalten in Zukunft höhere Anfangsgehälter, und das teilweise dramatisch, positiv dramatisch. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Und wie geht es weiter? Wie ist das Ende der Geschichte?!) Es sind von 200 € über 400 € bis teilweise 800 €, die sie mehr pro Monat bekommen. Meine Damen und Herren, wir honorieren eine hohe Ausbildung für die Lehrerinnen und die Lehrer. Und wir schätzen ihre Arbeit und danken ihnen dafür. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Wenn der Neugebauer dabei ist, wird das nicht so einfach!
waren unteren anderen die sozialpartnerschaftlichen Verhandlungen. Ja, und das ist jetzt auch ein Aufruf von mir an die neue Unterrichtsministerin: Sozialpartnerschaftliche Verhandlungen müssen mit Empathie, mit Leidenschaft in der Sache und vielleicht auch mit einem Schuss Fröhlichkeit geführt werden, damit sie zum Abschluss gebracht werden können. Das brauchen wir in der Zukunft, Frau Unterrichtsministerin, und dabei bekommen Sie auch unsere Unterstützung. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Wenn der Neugebauer dabei ist, wird das nicht so einfach!)
Abg. Dr. Walser: In zweieinhalb Jahren stürzt das System nicht ab, die sind Nummer 4 in Deutschland!
Der zweite große Kritikpunkt, den Sie hatten, war der fächerfremde Unterricht, bei dem die Sorge bestanden hat, dass viele Lehrerinnen und Lehrer fächerfremd unterrichten müssen. Ja, meine Damen und Herren, das würde die Qualität in Österreich wirklich gefährden. Warum? Welches Beispiel zeigt uns das am besten? Das zeigt uns Baden-Württemberg. Baden-Württemberg hat seit zweieinhalb Jahren eine grün-rote Regierung, den ersten grünen Ministerpräsidenten. Baden-Württemberg war ein Bildungsvorzeigeland und ist in den letzten zweieinhalb Jahren abgestürzt. Wie eine Studie zeigt, die in Berlin vor wenigen Wochen durchgeführt worden ist, erfüllen 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler, die nicht in Gymnasien gehen (Abg. Dr. Walser: In zweieinhalb Jahren stürzt das System nicht ab, die sind Nummer 4 in Deutschland!) – Herr Kollege Walser, hören Sie genau zu! –, nicht die Mindeststandards in Mathematik und Naturwissenschaften.
Abg. Dr. Walser: Das gibt es so noch gar nicht! Informieren Sie sich!
Und warum, Herr Kollege Walser? – Weil diese grün-rote Regierung ein Interesse hatte, nämlich sogenannte Gemeinschaftsschulen einzuführen, von der ersten Klasse bis zum Abitur, wo es kein Durchfallen mehr gibt und wo es Noten nur mehr im Abschlusszeugnis gibt. (Abg. Dr. Walser: Das gibt es so noch gar nicht! Informieren Sie sich!)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist der Punkt, meine Damen und Herren, den wir in Österreich verhindert haben. Wir haben in Österreich weiterhin das achtjährige Gymnasium. Damit unterscheiden wir uns und damit werden wir einen Bildungsvorsprung erreichen und nicht einen Bildungsnachteil erleiden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Walser: Vielleicht gibt es wieder einmal einen ÖVP-Bildungssprecher!
Diesem fächerfremden Unterricht haben wir im Ausschuss noch einen Riegel vorgeschoben. Den wird es in Zukunft nicht geben, sondern hier wird genauso wie bei jedem anderen Beamten nur die Möglichkeit bestehen, dass wir für sechs Monate beziehungsweise ein Semester eine Zuteilung haben können, und danach nur mit seiner Zustimmung. Ich glaube, dass wir da eine sehr taugliche Lösung gefunden haben, und da möchte ich mich sehr bei meinen Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ bedanken, die mitgeholfen haben, diese große Änderung in diesem Parlament auch noch zusammenzubringen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Walser: Vielleicht gibt es wieder einmal einen ÖVP-Bildungssprecher!)
Abg. Dr. Walser: Das steht so nicht im Gesetz drinnen!
Meine Damen und Herren, es ist mir wichtig festzuhalten, dass diese Regierungsvorlage in keiner Weise durchgewinkt wurde, sondern dass wir im Ausschuss noch die wesentlichen Änderungen geschafft haben. Es ist gelungen, dass für die Lehrerinnen und Lehrer, die Schularbeitsfächer in der Sekundarstufe 2, also in der Oberstufe haben, die Lehrverpflichtung von 22 auf 20 Stunden gesenkt wird. (Abg. Dr. Walser: Das steht so nicht im Gesetz drinnen!) Ich glaube, damit haben wir auch ein klares Zeichen gesetzt, dass ein Unterschied sein muss zwischen den Lehrern, die Schularbeitsfächer unterrichten, und jenen, die andere Fächer unterrichten. Damit haben wir klar gezeigt, dass wir sehr differenziert vorgehen.
Beifall bei der ÖVP.
neuen Schulsystem auch entsprechend Rücksicht genommen werden muss. Das heißt, dass auf die Arbeitsplatzsituation Rücksicht genommen werden muss, dass die Infrastruktur verbessert werden muss. Das heißt, dass wir Unterstützungslehrer für die Lehrerinnen und Lehrer brauchen, um sie von Administrativaufgaben zu entlasten, und das heißt, dass wir Unterstützungspersonal brauchen, auch im soziologischen und medizinischen und psychologischen Bereich. Dafür haben Sie unsere volle Unterstützung, Frau Unterrichtsminister, und ich wünsche ein Glückauf! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Unserer Ansicht nach geht es vor allem darum, Schulautonomie einzuführen und im Rahmen einer Schulautonomie flexible Lösungen mit allen Betroffenen – Lehrern, Eltern und Schülern – zu finden. Das wäre unsere Idee für eine zukünftige Schule und ein zukünftiges Dienstrecht. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Das meint die Universitätskonferenz! Nicht einmal zugehört!
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Herr Kollege Rosenkranz, ich muss mich schon ein bisschen wundern: Wie kann man dagegen sein, die Lehrer zu verpflichten, einen Masterabschluss für den Unterricht zu machen? (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Das meint die Universitätskonferenz! Nicht einmal zugehört!) Man kann doch nicht dagegen sein, eine Verbesserung der Aus-
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Ja, Kollege Wittmann, waren Sie herinnen? Sie verstehen ja gar nichts!
Masterausbildung heißt, dass jeder Lehrer – vom kleinsten unterrichteten Kind bis zum größten unterrichteten Kind – dieselbe gleichwertige, gute Ausbildung hat, die notwendig ist, um Kinder zu unterrichten. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Ja, Kollege Wittmann, waren Sie herinnen? Sie verstehen ja gar nichts!) Da kann doch niemand dagegen sein, außer man will jetzt damit politisches Kleingeld wechseln, dass man sogar gegen die Masterausbildung ist! (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Sie waren ja intellektuell früher schon mal besser! Sie haben nicht aufgepasst!)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Sie waren ja intellektuell früher schon mal besser! Sie haben nicht aufgepasst!
Masterausbildung heißt, dass jeder Lehrer – vom kleinsten unterrichteten Kind bis zum größten unterrichteten Kind – dieselbe gleichwertige, gute Ausbildung hat, die notwendig ist, um Kinder zu unterrichten. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Ja, Kollege Wittmann, waren Sie herinnen? Sie verstehen ja gar nichts!) Da kann doch niemand dagegen sein, außer man will jetzt damit politisches Kleingeld wechseln, dass man sogar gegen die Masterausbildung ist! (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Sie waren ja intellektuell früher schon mal besser! Sie haben nicht aufgepasst!)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Sie haben nicht aufgepasst! Ich schicke Ihnen das Protokoll und streiche es an! Auswendig lernen und hundertmal schreiben!
Also, noch einmal für Sie zum Nachvollziehen: Bessere Ausbildung bedeutet bessere Ausbildung für unsere Kinder. Das muss auch Ihnen einleuchten, auch wenn Sie es nicht wollen und nur Kleingeld wechseln wollen. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Sie haben nicht aufgepasst! Ich schicke Ihnen das Protokoll und streiche es an! Auswendig lernen und hundertmal schreiben!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich halte es für falsch, jetzt noch Öl ins Feuer zu gießen. Ich glaube, dass die Lehrerschaft der Pflichtschullehrer sehr gut mit diesem Modell leben kann. Die Standesdünkel der AHS-Lehrer werden auch bald abgebaut sein, insbesondere wenn die gleichwertige Ausbildung zu gleichwertiger Bezahlung führt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Wittmann: Stehen Sie doch dazu, wenn Sie Blödsinn sagen!
Ich berichtige tatsächlich: Ich habe lediglich die Bedenken der Universitätskonferenz wiedergegeben, wonach der Berufsbeginn als Bachelor und berufsbegleitend dann die Masterausbildung eine Schwierigkeit darstellt und unter Umständen die Gefahr besteht, dass dieser Master nicht erreicht wird. Nichts anderes habe ich gesagt und ich ersuche Kollegen Wittmann, vielleicht nicht zu schwätzen, sondern mir besser zuzuhören. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Wittmann: Stehen Sie doch dazu, wenn Sie Blödsinn sagen!)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Aber nur zum Schluss! Ich wollte nur schauen, dass ich nicht weitere tatsächliche Berichtigungen zu Herrn Kollegen Wittmann machen muss! – Ruf bei der FPÖ: Er schwätzt schon wieder!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Das ist natürlich auch etwas mehr als eine tatsächliche Berichtigung gewesen. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Aber nur zum Schluss! Ich wollte nur schauen, dass ich nicht weitere tatsächliche Berichtigungen zu Herrn Kollegen Wittmann machen muss! – Ruf bei der FPÖ: Er schwätzt schon wieder!)
Abg. Mayer: Stimmen Sie dann aber zu?
Ich glaube auch, dass das vielleicht zu wenig im Fokus war und dass das auch für Abgeordnete (Abg. Mayer: Stimmen Sie dann aber zu?) – Naja, das ist ein wilder Kuhhandel. Darüber müssen wir noch reden. Ich komme noch mit dem zweiten Abänderungsantrag. Okay?
Zwischenruf des Abg. Dr. Walter Rosenkranz.
Was ist damit gemeint? – Wir wollen die personelle, die pädagogische und die finanzielle Autonomie der Schulen. Das heißt, wir bestellen die Direktorinnen, Direktoren vor Ort durch einen Schulgemeinschaftsausschuss gemeinsam mit der Trägerorganisation und mit einer zu schaffenden Qualitätsagentur des Bundes. Das wäre der richtige Schritt. Dann geben wir ihnen Freiheit und Verantwortung – natürlich in einem klar definierten Rahmen, daher der NEOS-Vorschlag der Mittleren Reife. Wir sind ja mit den Standards schon unterwegs auf dieser Reise. (Zwischenruf des Abg. Dr. Walter Rosenkranz.) – Bitte? (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Aber die Landebahn ist noch nicht in Sicht!) – Naja, die ist noch nicht in Sicht, das stimmt. Aber wir haben die Einflugschneise schon geschlagen. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Die armen Bäume! – Ruf bei der ÖVP: Sind die Grünen da dabei?)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Aber die Landebahn ist noch nicht in Sicht!
Was ist damit gemeint? – Wir wollen die personelle, die pädagogische und die finanzielle Autonomie der Schulen. Das heißt, wir bestellen die Direktorinnen, Direktoren vor Ort durch einen Schulgemeinschaftsausschuss gemeinsam mit der Trägerorganisation und mit einer zu schaffenden Qualitätsagentur des Bundes. Das wäre der richtige Schritt. Dann geben wir ihnen Freiheit und Verantwortung – natürlich in einem klar definierten Rahmen, daher der NEOS-Vorschlag der Mittleren Reife. Wir sind ja mit den Standards schon unterwegs auf dieser Reise. (Zwischenruf des Abg. Dr. Walter Rosenkranz.) – Bitte? (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Aber die Landebahn ist noch nicht in Sicht!) – Naja, die ist noch nicht in Sicht, das stimmt. Aber wir haben die Einflugschneise schon geschlagen. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Die armen Bäume! – Ruf bei der ÖVP: Sind die Grünen da dabei?)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Die armen Bäume! – Ruf bei der ÖVP: Sind die Grünen da dabei?
Was ist damit gemeint? – Wir wollen die personelle, die pädagogische und die finanzielle Autonomie der Schulen. Das heißt, wir bestellen die Direktorinnen, Direktoren vor Ort durch einen Schulgemeinschaftsausschuss gemeinsam mit der Trägerorganisation und mit einer zu schaffenden Qualitätsagentur des Bundes. Das wäre der richtige Schritt. Dann geben wir ihnen Freiheit und Verantwortung – natürlich in einem klar definierten Rahmen, daher der NEOS-Vorschlag der Mittleren Reife. Wir sind ja mit den Standards schon unterwegs auf dieser Reise. (Zwischenruf des Abg. Dr. Walter Rosenkranz.) – Bitte? (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Aber die Landebahn ist noch nicht in Sicht!) – Naja, die ist noch nicht in Sicht, das stimmt. Aber wir haben die Einflugschneise schon geschlagen. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Die armen Bäume! – Ruf bei der ÖVP: Sind die Grünen da dabei?)
Beifall bei NEOS-LIF.
Frau Präsidentin, danke fürs Flügerlheben! – Das ist es. (Beifall bei NEOS-LIF.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur Gabriele Heinisch-Hosek: Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich freue mich wirklich – das meine ich ganz ernst – auf die Zusammenarbeit mit allen hier vertretenen Parteien beim Thema Bildungspolitik. Denn wenn wir realpolitisch das eine oder andere betrachten, so braucht der eine oder andere, auch die eine oder andere noch die Deutlichkeit der Einflugschneise, um nicht abzuschwenken. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Denn genau die Fälle von Ausgebranntsein und Nicht-mehr-Können kommen zum Teil auch daher, dass viele Überstunden gemacht werden mussten und müssen und dass viele, die vielleicht einen 17,1-Stunden-Vertrag gehabt haben, 23, 24 oder 25 Stunden unterrichtet haben, viele, viele Überstunden geleistet haben und das gar nicht wollten, weil einfach zu wenig KollegInnenschaft da war, weil die Stunden so aufgeteilt waren, dass es nicht gepasst hat. (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.)
Abg. Dr. Moser: Das glauben Sie!
Genau dieses LehrerInnendienstrecht, das ein Reformprojekt ist – Frau Kollegin Moser, wir haben das im Verfassungsausschuss ohnehin schon besprochen –, ist kein Sparprogramm (Abg. Dr. Moser: Das glauben Sie!), sondern ein Reformprojekt, das über die nächsten 40 Jahre 10 Milliarden € betragen wird. Das ist es uns wert, damit unsere Kinder das Beste bekommen, damit die Kolleginnen und Kollegen im Bereich der LehrerInnenschaft gute Einstiegsgehälter bekommen, eine ordentliche, adäquate
Beifall bei der SPÖ.
Ich freue mich für die jungen Kolleginnen und Kollegen, dass sie ein Dienstrecht bekommen, von dem sie wissen, was sie erwartet, und ich hoffe, dass möglichst viele diesen wunderschönen Beruf, den auch ich sehr lange ausgeübt habe, ergreifen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wichtig ist mir auch, auf die Entschließungsanträge hinzuweisen, denn ich glaube, es ist ein Gebot der Stunde, dass wir in den Schulen die Infrastruktur verbessern, die Lehrerarbeitsplätze verbessern und vor allem auch bei Verwaltungstätigkeiten Unterstützung geben. Denn die Schulen gehören zu den wenigen Betrieben, wo der Direktor selbst noch zum Telefon gehen muss, kein Sekretariat hat, und ich glaube, da sollte man aufstocken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
In Summe liegt, wie gesagt, ein Papier vor, das mittlerweile großteils wirklich auch die Unterstützung der Lehrerschaft findet. Wenn man sich die Debatte und die Beiträge der Opposition anhört, dann merkt man, dass da ganz kleine Feinheiten herausgesucht werden, um Gründe zu finden, das abzulehnen. Das finde ich bedauerlich, denn in Wirklichkeit wären wir nicht weit auseinander gewesen. Sie könnten auch zustimmen. Wir werden es tun, weil ein guter Entwurf vorliegt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn hier die ÖVP in Gestalt des Kollegen Mag. Gerstl herauskommt und sich zum Retter der Lehrerschaft und des Lehrkörpers in Österreich aufspielt, in Wirklichkeit aber die parteipolitische Brille und Scheuklappen von ÖVP und SPÖ Wurzel allen Übels sind, wenn es um das Lehrerdienstrecht geht, dann schlägt das wirklich dem Fass den Boden aus. (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Man muss zusammenfassend festhalten, dass zu befürchten ist, geschätzte Damen und Herren, dass in Zusammenschau mit der Regierungserklärung zu Bildung und Wissenschaft erstens der Stillstand in den Bereichen Bildung und Wissenschaft prolongiert wird, zweitens ausschließlich rot-schwarzer Machterhalt fixiert wird und drittens damit Österreich auf Raten abmontiert wird. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Wir selbst oder der Großteil hier herinnen – und das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen – ist anscheinend nicht fähig, sich einzugestehen: Ja, wir sind ein selbstbewusstes Parlament, wir kennen die Probleme, die uns tausendfach aufgezeigt wurden, wir werden diese analysieren und gemeinsam im zuständigen Fachausschuss auch lösen. Das wäre ein selbstbewusster Parlamentarismus (Beifall bei der FPÖ), wie ich ihn mir vorstelle, wie die Freiheitlichen ihn sich vorstellen, dass wir eben gemeinsam unserer Aufgabe nachgehen.
Beifall bei der FPÖ
Ich sage das gerade im Hinblick auf die Tatsache, dass das Inkrafttreten dieses Gesetzes das Jahr 2019 ist und Sie von Rot und Schwarz uns hier im Parlament nicht einmal zwei, drei weitere Monate geben, um hier miteinander die Probleme auszuräumen, hier einen Kompromiss zu erarbeiten (Beifall bei der FPÖ), eine Möglichkeit zu finden, ein Dienstrecht zu erarbeiten, das auch quer durch Österreich von jenen, die nach diesem Dienstrecht arbeiten müssen, mitgetragen wird, geschätzte Kolleginnen und Kollegen.
Beifall bei der FPÖ.
Dafür tragen Sie die Verantwortung, wenn Sie nicht dem nachkommen, was wir Freiheitliche in Person meines geschätzten Kollegen Dr. Rosenkranz und auch in meiner Person beantragt haben – der Antrag liegt schon beim Herrn Präsidenten –, nämlich eine Rückverweisung der gegenständlichen Materie an den Fachausschuss zu beschließen, um uns als selbstbewussten Parlamentariern die Möglichkeit zu geben, ein entsprechendes, ausgereiftes Gesetz zu erarbeiten. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
Das neue LDG trägt auch zur Absicherung des Wirtschaftsstandortes Österreich bei, und das, glaube ich, ist letzten Endes für die Zukunft der gesamten Bevölkerung im Lande entscheidend. (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.) Es wurde heute bereits gesagt, die Lehrer seien Goldschmiede der Nation. Ich hoffe daher, dass die Opposition das neue LDG mitbeschließt.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Kolleginnen und Kollegen, zum bevorstehenden Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel 2014 wünsche ich Ihnen allen, auch allen Zusehern vor den Fernsehschirmen, alles Gute, vor allem Gesundheit! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich bin überzeugt davon, dass wir mit diesem Paket für alle unsere Schulpartner einen richtigen, notwendigen Schritt setzen. Helfen wir, jeder von uns hier in diesem Raum, im Sinne des Gedankens von Nelson Mandela mit, durch Bildung die Welt positiv zu verändern. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Dr. Moser: Weil das Gesetz ein Schmarrn ist!
Abgeordneter Elmar Mayer (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Minister! Geschätzter Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! In der Bildungspolitik hat sich eine interessante Koalition gebildet: Grüne, NEOS und FPÖ. (Abg. Dr. Moser: Weil das Gesetz ein Schmarrn ist!) Man möge auch den Inhalt, den Schwerpunkt, betrachten. Wie leicht durchschaubar dieses Oppositionsspiel ist, ich glaube, das haben auch die Wortmeldungen gezeigt. (Abg. Kickl: Warum redet nicht der Bildungssprecher?) Es geht eigentlich gar nicht darum, in der Sache einen gemeinsamen Weg zu suchen, sondern es geht einfach darum, dass man etwas nicht gutheißen kann, was wirklich entsprechend gut vorbereitet ist.
Abg. Kickl: Warum redet nicht der Bildungssprecher?
Abgeordneter Elmar Mayer (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Minister! Geschätzter Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! In der Bildungspolitik hat sich eine interessante Koalition gebildet: Grüne, NEOS und FPÖ. (Abg. Dr. Moser: Weil das Gesetz ein Schmarrn ist!) Man möge auch den Inhalt, den Schwerpunkt, betrachten. Wie leicht durchschaubar dieses Oppositionsspiel ist, ich glaube, das haben auch die Wortmeldungen gezeigt. (Abg. Kickl: Warum redet nicht der Bildungssprecher?) Es geht eigentlich gar nicht darum, in der Sache einen gemeinsamen Weg zu suchen, sondern es geht einfach darum, dass man etwas nicht gutheißen kann, was wirklich entsprechend gut vorbereitet ist.
Zwischenruf des Abg. Dr. Walser
Beim Kollegen Walser wundere ich mich, dass er noch an das Christkind glaubt. Der Antrag, genau das, was Harald Walser vorgelegt hat, wurde bereits vor zehn Jahren mit Bausch und Bogen von der AHS-Lehrergewerkschaft in den Wind geschossen. Die haben gesagt, wir wollen auf keinen Fall das, was die Pflichtschullehrer haben. Also das würde bedeuten, man muss überhaupt zurück an den Start, was auch bei den vielen Gesprächen, die wir sicher alle geführt haben (Zwischenruf des Abg. Dr. Walser) – nicht nur die E-Mails gelöscht –, glaube ich, herausgekommen ist.
Abg. Dr. Moser: Wie wollen Sie das schaffen?
Probiert das! Macht das, das ist ein Erfolgsmodell! – Genau darum haben wir das gemacht. Nicht nur aus Willkür hat man gesagt, man braucht sehr viele Lehrer, sondern es hat auch einen pädagogischen Hintergrund, warum man diesen Weg gewählt hat, und auch aufgrund von Empfehlungen und Ratschlägen jener, die es eigentlich wissen müssten, die das auch unterrichten an den Universitäten und PHs. Daher ist es ganz entscheidend, dass wir das nicht schlechtreden, bevor wir es überhaupt starten. (Abg. Dr. Moser: Wie wollen Sie das schaffen?)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Was sagt Frau Rudas dazu?
Ich gebe zu, wir müssen in Richtung – da wäre ich gerne bei Ihrem Antrag dabei, Kollege Strolz – stärkerer Schulautonomie gehen. Sie sind Vorarlberger, der Walser ist ein Vorarlberger. Ich lade Sie ein: Besuchen Sie die Neuen Mittelschulen in Alberschwende, in Bürs. Dort wird diese Schulautonomie im Rahmen der Neuen Mittelschule bereits umgesetzt. Dort findet modernster Unterricht mit allen Konzepten statt. Es wäre falsch zu sagen, ein böses, verstaubtes Ministerium oder irgendjemand blockiert da was, aber es muss sich entwickeln. Diesen Weg der Entwicklung brauchen wir, und dazu braucht es die positive Stimmung aller, besonders jener, die die Gesetze beschließen. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Was sagt Frau Rudas dazu?)
Abg. Dr. Walser: Richtig!
litierung der Opfer des Unrechtsregimes der Zwischenkriegszeit kennengelernt. Das Kennenlernen war so, dass ich den Eindruck gehabt habe, dass du interessiert bist, Lösungen zu finden. (Abg. Dr. Walser: Richtig!) Dann stehst du da und sagst, man soll dieses Gesetz jetzt nicht beschließen, sondern man hat noch fünf Jahre Zeit in dieser Legislaturperiode, ein neues Gesetz auszuverhandeln. (Abg. Dr. Pirklhuber: Es gibt einen Initiativantrag!) Ich finde das angesichts der Debatte, die am Vormittag stattgefunden hat, mehr als erstaunlich.
Abg. Dr. Pirklhuber: Es gibt einen Initiativantrag!
litierung der Opfer des Unrechtsregimes der Zwischenkriegszeit kennengelernt. Das Kennenlernen war so, dass ich den Eindruck gehabt habe, dass du interessiert bist, Lösungen zu finden. (Abg. Dr. Walser: Richtig!) Dann stehst du da und sagst, man soll dieses Gesetz jetzt nicht beschließen, sondern man hat noch fünf Jahre Zeit in dieser Legislaturperiode, ein neues Gesetz auszuverhandeln. (Abg. Dr. Pirklhuber: Es gibt einen Initiativantrag!) Ich finde das angesichts der Debatte, die am Vormittag stattgefunden hat, mehr als erstaunlich.
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Teile des Gesetzes!
Ich glaube, bei einem zweiten Prinzip, das zugrunde gelegt wird, würden wir wahrscheinlich auch Konsens haben, nämlich höhere Einstiegsgehälter und eine flachere Lohnkurve, was aber in Summe bedeutet, dass jeder und jede – jedenfalls ist das auch die Rechnung des Unterrichtsministeriums gewesen – am Ende im Vergleich zu der jetzigen Regelung mehr verdient. Aber ungeachtet dessen, ob das Modell funktioniert oder nicht funktioniert, ist noch ein weiterer Punkt eingebaut worden. Er tritt übrigens 2015 und nicht 2019, Herr Abgeordneter Darmann, in Kraft. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Teile des Gesetzes!) Außerdem ist die Möglichkeit eingeräumt worden, dass die künftigen Lehrer und Lehrerinnen – die jetzigen betrifft es nicht – die Möglichkeit haben, zu wählen. Also die entscheiden dann, ob in diesem Zeitraum das neue System das bessere ist oder das bestehende System. Und wenn ich mich nicht ganz irre, aufgrund der vielen Gespräche, die wir hatten, wird sich der Großteil wahrscheinlich für das neue System entscheiden. Es gibt eben auch Oppositionstaktiken, und ich nehme an, dass das der wesentliche Hintergrund für die Wortmeldungen ist – soviel zur Differenz zwischen der jetzigen und der vormittäglichen Debatte.
Ruf bei der FPÖ: Aber nicht so schlechte!
Ich glaube, es ist insgesamt, wenngleich die Gewerkschaft nicht in Summe zugestimmt hat, ein sehr gutes Gesetz, das beschlossen werden sollte. Man ist in vielen Punkten der Gewerkschaft tatsächlich entgegengekommen. Aber – und das sage ich jetzt auch ganz deutlich – ich habe in der letzten Legislaturperiode etliche Projekte gehabt, die sogenannte Ladenhüter waren und die wir zu einem Ende bringen konnten. Irgendwann muss man auch Entscheidungen als Regierung, als Parlament treffen. (Ruf bei der FPÖ: Aber nicht so schlechte!) Und ich bitte Sie, die richtige Entscheidung zu treffen! – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich glaube, es ist insgesamt, wenngleich die Gewerkschaft nicht in Summe zugestimmt hat, ein sehr gutes Gesetz, das beschlossen werden sollte. Man ist in vielen Punkten der Gewerkschaft tatsächlich entgegengekommen. Aber – und das sage ich jetzt auch ganz deutlich – ich habe in der letzten Legislaturperiode etliche Projekte gehabt, die sogenannte Ladenhüter waren und die wir zu einem Ende bringen konnten. Irgendwann muss man auch Entscheidungen als Regierung, als Parlament treffen. (Ruf bei der FPÖ: Aber nicht so schlechte!) Und ich bitte Sie, die richtige Entscheidung zu treffen! – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim: Sachlich bleiben, Gabi!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Minister! Werter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Frau Ministerin! (Abg. Dr. Jarolim: Sachlich bleiben, Gabi!) Sie haben versucht, wirklich pädagogischen Charme heute in diesem Hohen Haus irgendwie walten zu lassen. Wenn das stimmen würde, was Sie gesagt haben, wäre ich ganz auf Ihrer Seite. Nur, die Realität, Frau Ministerin, ist doch die, dass in fünf Jahren, wenn dann nicht mehr gewählt werden kann, ein gewisser Teil der Lehrerinnen und Lehrer eine geringere Gesamtlebenszeitverdienstsumme hat. (Bundesministerin Heinisch-Hosek: Stimmt nicht!) Ja, ein gewisser Teil verdient während seines ganzen Lehrerlebens letztlich weniger. Es ist ein kleinerer Teil, aber es ist ein Teil. Und deswegen ist dieses Lehrerdienstrecht letzthin ein Sparprogramm.
Bundesministerin Heinisch-Hosek: Stimmt nicht!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Minister! Werter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Frau Ministerin! (Abg. Dr. Jarolim: Sachlich bleiben, Gabi!) Sie haben versucht, wirklich pädagogischen Charme heute in diesem Hohen Haus irgendwie walten zu lassen. Wenn das stimmen würde, was Sie gesagt haben, wäre ich ganz auf Ihrer Seite. Nur, die Realität, Frau Ministerin, ist doch die, dass in fünf Jahren, wenn dann nicht mehr gewählt werden kann, ein gewisser Teil der Lehrerinnen und Lehrer eine geringere Gesamtlebenszeitverdienstsumme hat. (Bundesministerin Heinisch-Hosek: Stimmt nicht!) Ja, ein gewisser Teil verdient während seines ganzen Lehrerlebens letztlich weniger. Es ist ein kleinerer Teil, aber es ist ein Teil. Und deswegen ist dieses Lehrerdienstrecht letzthin ein Sparprogramm.
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Heinisch-Hosek.
Sie haben es schön weihnachtlich verpackt, ein paar Maschen in Form von Entschließungsanträgen noch darum geschnürt. Das ist jetzt wirklich die Chuzpe schlechthin. Jetzt gibt es 32 Verhandlungsrunden, oder 35 oder mehr, und am Ende dieses Marathons kommt doch glatt die Regierungsmehrheit noch auf den Gedanken, man könnte das Lehrerdienstrecht einerseits beschließen, aber da baut man gewisse Sachen nicht ein, denn man könnte noch sozusagen die dringend notwendigen Bereiche, die von den Betroffenen eingefordert werden, noch zur Beruhigung, als Placebo, in Entschließungsanträge kleiden, zum Beispiel das Unterstützungssystem. Warum haben Sie es nicht gleich eingebaut? (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Heinisch-Hosek.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und NEOS-LIF.
auch weil klar war, dass die Menschen, die das erste Mal voll unterrichten, nicht gleichzeitig studieren können. Das geht nicht. Bei einer Unterrichtsverpflichtung mit 20, 22 Stunden als Anfänger, da haben sie 80 Stunden Arbeit. Das wissen Sie genauso wie ich, weil wir haben es einmal gemacht. Sie können in Zukunft Menschen, die 60 bis 80 Stunden für ihren Beruf arbeiten, nicht noch an den Universitäten ein Masterstudium absolvieren lassen! Das ist Chuzpe. Das geht nicht, und deswegen können wir es trotz Ihres Angebots leider nicht mittragen. (Beifall bei Grünen, FPÖ und NEOS-LIF.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführer Zanger beziehungsweise Buchmayr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer Zanger beziehungsweise Buchmayr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.)
Abg. Pendl steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesministern.
Präsident Karlheinz Kopf: Wir kommen nun zur Abstimmung über jene vier Entschließungen, die dem Ausschussbericht 6 der Beilagen angeschlossen sind, in der Reihenfolge entsprechend dem Ausschussbericht. (Abg. Pendl steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesministern.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich ersuche Sie nur alle, diesbezüglich noch in sich zu gehen. Man kann ja diesen Abänderungsantrag auch noch zurückziehen und nicht abstimmen und dem anderen Teil der Dienstrechtsnovelle dann freien Bahn lassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler
Wir können lange darüber diskutieren, wie Politiker zu entlohnen sind, das ist keine Frage, aber es ist auf jeden Fall ein sehr schlechtes Symbol, wenn gerade eine Berufsgruppe – und wir sind die einzige hier in Österreich –, die ihre Gehälter selbst bestimmen kann (Zwischenruf des Abg. Rädler), wenn gerade wir, die wir unsere Gehälter selbst bestimmen können, hier sagen: Na gut, wir erhöhen sie zwar nicht um 2,4 Prozent – das heißt, es gibt hier offenbar ohnehin so etwas wie ein Gefühl dafür, dass man diese 2,4 Prozent nicht ausreizen darf –, aber wir erhöhen sie halt um 1,6 Prozent.
Beifall bei der FPÖ.
Gehen Sie mit uns diesen Weg! Das ist ein gutes Symbol, auch an die Bevölkerung. Gehen Sie nicht den halben Schritt mit schlechtem Gewissen, indem Sie um 1,6 Prozent erhöhen und damit in Wirklichkeit viele Menschen vor den Kopf stoßen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stefan: Deshalb machen wir 1,6 Prozent?
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Lassen Sie mich gleich zum letzten Punkt eines festhalten: Es ist einige Jahre her, da haben wir einstimmig – einstimmig: alle Fraktionen! –, damit wir die politische Diskussion beenden und damit wir nicht immer auf die Tagespolitik reagieren, eine Regelung getroffen, und wir haben gesagt, wir brauchen uns hier überhaupt nicht damit zu beschäftigen. (Abg. Mag. Stefan: Deshalb machen wir 1,6 Prozent?)
Abg. Mag. Stefan: Weshalb machen wir dann 1,6 Prozent?
Den Automatismus wollen wir anscheinend nicht, weil wir ja jetzt Jahr um Jahr bereits mehrmals diesen Automatismus mit einem eigenen Gesetz ausgesetzt haben (Abg. Mag. Stefan: Weshalb machen wir dann 1,6 Prozent?), aber jetzt sind wir schon so weit, dass wir anscheinend wieder die Diskussion haben.
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: ... nehmen wir aber, dann gehen sich ein paar Wurstsemmeln mehr aus! – Abg. Mag. Stefan: Sie haben ja den Antrag gestellt mit den 1,6 Prozent!
Ich verstehe das schon! Wir brauchen nicht darüber zu reden, denn auch wenn wir nichts kriegen, wird es Leute geben, die sagen, auch das ist noch zu viel. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: ... nehmen wir aber, dann gehen sich ein paar Wurstsemmeln mehr aus! – Abg. Mag. Stefan: Sie haben ja den Antrag gestellt mit den 1,6 Prozent!) Die Diskussion kannst du nicht gewinnen, das ist so, Kollege Rosenkranz! Aber wenn wir schon zu einer Regelung gefunden haben, uns selber aus der Diskussion herauszunehmen, und dann fallen wir ununterbrochen um und einigen uns auf einen niederen Betrag – und dann haben wir wieder die Diskussion, dann ist das Polemik pur. Da könnt Ihr darauf sagen, was immer Ihr wollt.
Zwischenruf des Abg. Dr. Walter Rosenkranz.
Zu der nächsten Frage, das Gericht betreffend. – Also ich stelle jetzt nur eines fest: Jetzt zu sagen, es hebt vielleicht der Oberste Gerichtshof etwas auf?! – Der derzeitige Rechtsbestand ist glasklar, und nach dem derzeitigen Rechtsbestand ist auch klar, was der Gesetzgeber hier zu beschließen hat – ob die Verordnung aufgehoben wird oder nicht, lassen wir einmal dahingestellt. Es ist so! Wenn wir nicht reagieren, halten Sie uns dann vor, dass eine Richterin wo sitzt, wo es nicht einmal mehr ein Gericht gibt. Na, die Diskussion schaue ich mir erst an! Also ich glaube, der Gesetzgeber muss vom derzeitigen Rechtsbestand ausgehen und nicht von einem: Was wäre, wenn? – Also da würde ich schon darum bitten, dass man das auch hier so sieht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Walter Rosenkranz.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Ich möchte aber um eines bitten – und Kollege Darmann, ich sage das als jemand, der sich mit diesen Themen seit vielen, vielen Jahren beschäftigt –: Ich habe schon zugehört, was du vorhin gesagt hast, und sage das auch, weil einige Redner immer wieder dasselbe sagen. Generell wird hier von diesem Rednerpult aus ununterbrochen kritisiert, dass es 37 Dienstrechte gibt. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Die 37 Dienstrechte werden permanent kritisiert. Als Überschrift heißt es: Die müssen wir
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Rädler.
Herr Minister Ostermayer, ich wünsche Ihnen für die neue Aufgabe betreffend den öffentlichen Dienst viel Kraft und viel Erfolg, damit die Österreicherinnen und Österreicher mit den Dienstleistungen des öffentlichen Dienstes jene Servicetätigkeiten und Serviceleistungen bekommen, die wir uns als Politiker vorstellen und auf die die Bürgerinnen und Bürger ein Recht haben. – Alles Gute! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Rädler.)
Abg. Vilimsky: Vor allem: Habt ihr euch eine verdient? Unfassbar!
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Herr Präsident! Hohes Haus! Wir sprechen heute darüber, ob das Parlament eine Gehaltserhöhung bekommen soll. – Dazu gibt es einen Abänderungsantrag, den wir unterstützen werden. Immer dann, wenn es darum geht, ob jemand eine Gehaltserhöhung bekommt, muss man nach der Leistung fragen. Ich stelle hier die Frage: Hat sich das Parlament eine Gehaltserhöhung verdient? (Abg. Vilimsky: Vor allem: Habt ihr euch eine verdient? Unfassbar!)
Abg. Königsberger-Ludwig: Ja, genau!
Wenn ja, dann stellt sich die Frage: Auf was hinauf? Als Beweis führe ich hier (der Redner hält ein Exemplar einer Zeitung in die Höhe) die „Kronen Zeitung“ an. (Abg. Königsberger-Ludwig: Ja, genau!) Die „Kronen Zeitung“ kann entweder hellsehen, wenn sie schreibt, dass das Lehrerdienstrecht heute beschlossen wurde, oder es ist so – wir alle wissen das ja, nur da draußen weiß das fast niemand –, dass das gestern schon klar war. Das heißt, wir hätten uns heute die Diskussion im Plenum sparen können – wie in so vielen Punkten! –, weil ganz klar ist, wie die Abstimmung ausgeht. Da stellt sich die Frage: Ist das die Aufgabe des Parlaments? Ist es die Aufgabe des Parlaments, ohne Diskussion beziehungsweise mit einer Schattendiskussion einfach dass durchzuwinken, was kommt?
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Deshalb stellt sich eben die Frage: Ist es entscheidend, was wir hier verdienen, oder ist es entscheidend, dass wir gute Arbeit leisten? Wir brauchen keine billigen Abgeordneten, wir brauchen mutige und gute Abgeordnete – das brauchen wir! Aber was wir nicht brauchen, sind Abgeordnete, die hier all das, was von der Regierung kommt, einfach durchwinken, denn dann können wir uns die Übung hier sparen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.) Dann können wir uns den Tag hier sparen. Dann können wir uns das ganze Parlament sparen, wenn es nur darum geht, das, was von der Regierung kommt, durchzuwinken. (Abg. Königsberger-Ludwig: Aber Sie wissen schon, dass es ...? Sie sind schon in Ausschüssen?!)
Abg. Königsberger-Ludwig: Aber Sie wissen schon, dass es ...? Sie sind schon in Ausschüssen?!
Deshalb stellt sich eben die Frage: Ist es entscheidend, was wir hier verdienen, oder ist es entscheidend, dass wir gute Arbeit leisten? Wir brauchen keine billigen Abgeordneten, wir brauchen mutige und gute Abgeordnete – das brauchen wir! Aber was wir nicht brauchen, sind Abgeordnete, die hier all das, was von der Regierung kommt, einfach durchwinken, denn dann können wir uns die Übung hier sparen. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.) Dann können wir uns den Tag hier sparen. Dann können wir uns das ganze Parlament sparen, wenn es nur darum geht, das, was von der Regierung kommt, durchzuwinken. (Abg. Königsberger-Ludwig: Aber Sie wissen schon, dass es ...? Sie sind schon in Ausschüssen?!)
Abg. Pendl: Wir sind beim Dienstrecht! Beim Dienstrecht!
Wenn man sich heute nur folgenden Punkt vor Augen führt: Die Lobhudelei von den Regierungsfraktionen geht ja wirklich auf keine Kuhhaut. Wenn man sich anschaut, dass sogar der Herr Nowotny vom Herrn Kanzler als Zeuge für eine tolle Politik ins Treffen geführt wurde, dann muss man sagen: Derselbe Herr Nowotny hat einen Brief ans Finanzministerium geschrieben, in dem er darauf aufmerksam gemacht hat, dass, wenn nicht bald etwas geschieht, wir den unvorstellbaren Betrag von 26 Milliarden € bei der Hypo-Pleite zu erwarten haben. Das muss man sich einmal vorstellen! Habe ich heute ein Wort davon gehört? Habe ich vielleicht von Ihnen, Herr Pendl, ein Wort gehört, oder vielleicht von jemandem von der ÖVP, dass das mit keinem Wort hier erwähnt ist (Abg. Pendl: Wir sind beim Dienstrecht! Beim Dienstrecht!) und – zweitens – dass wir als Parlament, als Kontrolle der Regierung, hier endlich Aufklärung wollen?
Abg. Pendl: Trotzdem sind wir beim Dienstrecht!
Wir wollen auch einen Untersuchungsausschuss. (Abg. Pendl: Trotzdem sind wir beim Dienstrecht!) Wir als Parlament müssten das wollen. Schauen Sie, wenn das Parlament ein Loch von 26 Milliarden € nicht aufgeklärt haben will (Zwischenruf des Abg. Katzian), dann frage ich mich: Hat dieses Parlament eine Gehaltserhöhung verdient? Und ich sage: Nein, es hat keine Gehaltserhöhung verdient. – Und genau das ist der Punkt.
Zwischenruf des Abg. Katzian
Wir wollen auch einen Untersuchungsausschuss. (Abg. Pendl: Trotzdem sind wir beim Dienstrecht!) Wir als Parlament müssten das wollen. Schauen Sie, wenn das Parlament ein Loch von 26 Milliarden € nicht aufgeklärt haben will (Zwischenruf des Abg. Katzian), dann frage ich mich: Hat dieses Parlament eine Gehaltserhöhung verdient? Und ich sage: Nein, es hat keine Gehaltserhöhung verdient. – Und genau das ist der Punkt.
Abg. Kickl: ... dem Faymann!
Herr Pendl, Sie haben ja ohnehin eine sehr unrühmliche Vergangenheit: Sie waren ja derjenige, der damals hier im Parlament so wortreich den Untersuchungsausschuss abgedreht hat. (Abg. Kickl: ... dem Faymann!) Sie haben ihn damals abgedreht und haben auch wortreich erklärt, warum er abgedreht wurde. – Normalerweise müssten Sie genau das Umgekehrte tun. Sie müssten heute hier aufstehen, sich herausstellen und sagen: Ich fordere einen Untersuchungsausschuss, was die Hypo betrifft!, dann würden Sie eine Gehaltserhöhung verdienen – aber so nicht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Pendl, Sie haben ja ohnehin eine sehr unrühmliche Vergangenheit: Sie waren ja derjenige, der damals hier im Parlament so wortreich den Untersuchungsausschuss abgedreht hat. (Abg. Kickl: ... dem Faymann!) Sie haben ihn damals abgedreht und haben auch wortreich erklärt, warum er abgedreht wurde. – Normalerweise müssten Sie genau das Umgekehrte tun. Sie müssten heute hier aufstehen, sich herausstellen und sagen: Ich fordere einen Untersuchungsausschuss, was die Hypo betrifft!, dann würden Sie eine Gehaltserhöhung verdienen – aber so nicht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Deshalb sage ich Ihnen: Das Parlament darf nicht länger der Steigbügelhalter für eine Regierung sein, die nur an der Macht bleiben will. (Bravoruf bei der FPÖ.) Es geht der Regierung nicht darum, Österreich weiterzubringen. Uns sollte es darum gehen, und deshalb sollten wir als Abgeordnete endlich ein bisschen mehr Mut an den Tag legen. Dann haben wir uns auch eine Gehaltserhöhung verdient, und dann wäre ich auch der Erste, der hier zustimmen würde. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Steinbichler: Wir leben in einer Leistungs...!
Wir haben gehört, 2,4 Prozent wären gesetzlich vorgesehen. Der Vorschlag, der Antrag der SPÖ und der ÖVP sieht eine Erhöhung um 1,6 Prozent vor. – Ich sehe das im Lichte der angesprochenen Pensionserhöhung, ich sehe das im Lichte der Debatte über die Bezugserhöhung der öffentlich Bediensteten und ich sehe das auch im Lichte der Budgetsituation: Aus meiner Sicht sind diese 1,6 Prozent gerechtfertigt und für uns auch im Zusammenhang mit der Leistung durchaus begründbar. (Abg. Steinbichler: Wir leben in einer Leistungs...!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Pendl.
Sehr geehrte Damen und Herren, abschließend möchte ich mich bei allen öffentlich Bediensteten sehr herzlich für ihre Arbeit im öffentlichen Dienst bedanken. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Pendl.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Christian Lausch (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Robert Lugar, ich verstehe jetzt da irgendetwas nicht ganz. Ich kann alles unterschreiben, was du hier im Plenum gesagt hast. Du hast jetzt sechs Minuten lang eine Brandrede darüber gehalten, wie schlecht denn die Erhöhung der Politikerbezüge nicht wäre – aber dann verstehe ich nicht: Warum habt ihr im Ausschuss der Erhöhung der Politikerbezüge zugestimmt? Das ist aus meiner Sicht komplett unverständlich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich denke, es ist nur fair, recht und billig, wenn man sagt, dieser Betrag wurde einbehalten und soll dann auch für diesen Personenkreis zur Verfügung stehen. Da kann der Kollege Pendl, glaube ich, nichts dagegen haben. Kollege Gerstl, du bist sehr fleißig mit den Anträgen im Ausschuss, ich glaube, du wirst da auch nichts dagegen haben. Ich denke, das steht den Zeitsoldaten zu und das kann man eigentlich nur unterstützen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wieder die Frage an die zwei Dienstrechts-Experten von ÖVP und SPÖ, Gerstl und Pendl: Ich glaube, gegen das kann man auch nichts haben, das wäre nur fair und gerecht. Die Bestrafung ist erfolgt, drei Jahre später ist es abgelaufen, und dann hat es aus dem Akt herauszukommen. Ich glaube, dass wir auch hier mit einer Unterstützung rechnen können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Noch einmal ganz kurz: Dieser Antrag 41/A von Pendl und Gerstl ist eigentlich eine gute Sache, das kann man nur unterschreiben. Es sind viele Sachen drinnen – Pflegekarenz, Pflegeteilzeit sind schon angesprochen worden –, denen wir eigentlich zustimmen müssten. Wir würden auch sehr, sehr gerne zustimmen, können aber in der dritten Lesung dann nicht zustimmen, weil eben diese „Lex Enns“ da hineinverpackt ist. Das ist wirklich nur eine Anlassgesetzgebung, die aus unserer Sicht auch noch der Verfassung widerspricht. Wir machen da deshalb sicherlich nicht mit und werden dem in der dritten Lesung nicht zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Pendl: Bravo!
Es ist heute vom Kollegen Rädler schon gesagt worden: Schauen wir, dass wir einen Konsens zusammenbringen! Machen wir etwas gemeinsam! Macht nicht alles schlecht! Tut nicht alles schlechtreden! – Dann würden wir einmal sagen, ja, diese Dienstrechts-Novelle ist in Ordnung, ist gut, aber was macht man? (Abg. Pendl: Bravo!) Ja, eh bravo! Aber muss man dann eine „Lex Enns“ daraus machen, mit der man noch dazu gegen die Verfassung verstößt? Muss man das machen? Hätte man das weggelassen, hätten wir gerne zugestimmt. So leider nicht. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist heute vom Kollegen Rädler schon gesagt worden: Schauen wir, dass wir einen Konsens zusammenbringen! Machen wir etwas gemeinsam! Macht nicht alles schlecht! Tut nicht alles schlechtreden! – Dann würden wir einmal sagen, ja, diese Dienstrechts-Novelle ist in Ordnung, ist gut, aber was macht man? (Abg. Pendl: Bravo!) Ja, eh bravo! Aber muss man dann eine „Lex Enns“ daraus machen, mit der man noch dazu gegen die Verfassung verstößt? Muss man das machen? Hätte man das weggelassen, hätten wir gerne zugestimmt. So leider nicht. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Sie gehen ja selber davon ab!
schon gefallen lassen, wenn Sie dann hier diesen Nulllohnrunden-Antrag einbringen. (Abg. Kickl: Sie gehen ja selber davon ab!)
Abg. Kickl: Das ist ein bisserl ein Widerspruch!
Aber wir sind im sechsten Jahr einer Krise, und natürlich ist es angemessen, dass die Politik sagt: Auch wir leisten hier unseren Beitrag und werden das, was wir damals beschlossen haben, nicht in Anspruch nehmen. Es ist für uns auch total klar, dass man sagt, man bleibt unter der Erhöhung für die Pensionisten. (Abg. Kickl: Das ist ein bisserl ein Widerspruch!)
Beifall bei den Grünen.
Aber ich finde schon, dass man durchaus darüber diskutieren sollte, ob Sie mit dem, was Sie hier regelmäßig beitragen, nämlich mit dieser Nulllohnrunden-Diskussion, oder mit dem, was auch Herr Kollege Lugar heute beigetragen hat, mit der Diskussion, wo überhaupt die Leistung des Parlaments ist, ob Sie damit nicht beide sehr stark bei dem Spiel der Selbstentwertung des Parlaments mitspielen. Politik und Demokratie sind uns etwas wert, und deswegen haben Demokratie und Politik auch etwas zu kosten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Richtig! Sehr richtig! Bravo! – Abg. Kickl: Dann stehen Sie zu den 2,4 Prozent!
Wir führen die Diskussion über PolitikerInnengehälter sehr gerne, aber bitte an der Stelle, an der sie zu führen ist, nämlich bei der Gehaltspyramide, und nicht in einer derart populistischen Art und Weise, so wie Sie das jetzt gerade tun. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Kogler: Richtig! Sehr richtig! Bravo! – Abg. Kickl: Dann stehen Sie zu den 2,4 Prozent!)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Letztes Jahr aber schon!
Wir stimmen weiters dem Antrag bezüglich der Anpassung von PolitikerInnenbezügen für das Kalenderjahr 2014 um die besprochenen 1,6 Prozent gemäß dem ASVG zu. Die Begründung dafür von unserer Seite ist, dass die Bezüge von PolitikerInnen in den letzten fünf Jahren nicht angepasst wurden (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Letztes Jahr aber schon!) und dies tatsächlich einem realen Wertverlust von 10 Prozent entspricht. Das entspricht nicht unserem Bild eines Politikers/einer Politikerin, zumal für uns das entscheidende Argument ist ... (Abg. Kickl: Jetzt kenne ich mich nicht mehr aus !) – Ich komme sofort dazu, Herr Kickl.
Abg. Kickl: Jetzt kenne ich mich nicht mehr aus !
Wir stimmen weiters dem Antrag bezüglich der Anpassung von PolitikerInnenbezügen für das Kalenderjahr 2014 um die besprochenen 1,6 Prozent gemäß dem ASVG zu. Die Begründung dafür von unserer Seite ist, dass die Bezüge von PolitikerInnen in den letzten fünf Jahren nicht angepasst wurden (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Letztes Jahr aber schon!) und dies tatsächlich einem realen Wertverlust von 10 Prozent entspricht. Das entspricht nicht unserem Bild eines Politikers/einer Politikerin, zumal für uns das entscheidende Argument ist ... (Abg. Kickl: Jetzt kenne ich mich nicht mehr aus !) – Ich komme sofort dazu, Herr Kickl.
Abg. Mag. Stefan: Man muss immer im europäischen Durschnitt sein! Streben wir den europäischen Durchschnitt an!
Das entscheidende Argument ist, dass die Bezüge von Politikerinnen und Politikern in Österreich dem europäischen Durchschnitt entsprechen, hingegen die Parteienförderung diesem nicht. (Abg. Mag. Stefan: Man muss immer im europäischen Durschnitt sein! Streben wir den europäischen Durchschnitt an!)
Abg. Rädler: Das ist die Förderung vom Haselsteiner!
Die Begründung ist bekannt: Die öffentliche Parteienförderung in Österreich ist pro Kopf die zweithöchste in allen OECD-Staaten und die allerhöchste in Europa. Im Zuge der Reform des Jahres 2012 wurde die jährliche Parteienförderung auf Bundesebene tatsächlich fast verdoppelt. (Abg. Rädler: Das ist die Förderung vom Haselsteiner!) Nicht wirklich! (Abg. Vilimsky: Sie haben halt keine andere!) Ach so? Na gut, wenn Sie die bekommen. Das glaube ich nämlich nicht. (Abg. Vilimsky: Zahlen Sie es zurück!)
Abg. Vilimsky: Sie haben halt keine andere!
Die Begründung ist bekannt: Die öffentliche Parteienförderung in Österreich ist pro Kopf die zweithöchste in allen OECD-Staaten und die allerhöchste in Europa. Im Zuge der Reform des Jahres 2012 wurde die jährliche Parteienförderung auf Bundesebene tatsächlich fast verdoppelt. (Abg. Rädler: Das ist die Förderung vom Haselsteiner!) Nicht wirklich! (Abg. Vilimsky: Sie haben halt keine andere!) Ach so? Na gut, wenn Sie die bekommen. Das glaube ich nämlich nicht. (Abg. Vilimsky: Zahlen Sie es zurück!)
Abg. Vilimsky: Zahlen Sie es zurück!
Die Begründung ist bekannt: Die öffentliche Parteienförderung in Österreich ist pro Kopf die zweithöchste in allen OECD-Staaten und die allerhöchste in Europa. Im Zuge der Reform des Jahres 2012 wurde die jährliche Parteienförderung auf Bundesebene tatsächlich fast verdoppelt. (Abg. Rädler: Das ist die Förderung vom Haselsteiner!) Nicht wirklich! (Abg. Vilimsky: Sie haben halt keine andere!) Ach so? Na gut, wenn Sie die bekommen. Das glaube ich nämlich nicht. (Abg. Vilimsky: Zahlen Sie es zurück!)
Abg. Vilimsky: Zahlen Sie es an „Licht ins Dunkel“! Machen Sie es!
Aufgrund des ausufernden Budgetdefizits ist es eine naheliegende Maßnahme, zumindest den Zuwachs dieses Ausgabenpostens zu reduzieren. (Abg. Vilimsky: Zahlen Sie es an „Licht ins Dunkel“! Machen Sie es!) Es ist ein Vorschlag. Das letzte Mal, als wir diesen Vorschlag eingebracht haben, hat die gesamte Opposition diesen mitgetragen. Da war es ein Antrag, der einen Zeitraum von fünf Jahren umfasste. Heute bringe ich einen Antrag ein, der nur einen Zeitraum von vier Jahren umfasst. Und ich würde Sie alle bitten, sowohl die Parteien der Opposition als auch die Parteien der Regierung, diesen Antrag mitzutragen.
Beifall bei NEOS-LIF.
Ich glaube, es wäre ein schönes Zeichen vor Weihnachten für die Bürgerinnen und Bürger und Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Machen Sie uns allen ein Geschenk! – Hvala lepa! (Beifall bei NEOS-LIF.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführer Zanger und Buchmayr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer Zanger und Buchmayr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.)
Oje-Rufe.
Bei der namentlichen Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abgeordneten Steinhauser, Kolleginnen und Kollegen betreffend die Abschaffung des Weisungsrechts des Justizministers gegenüber der Staatsanwaltschaft zu Tagesordnungspunkt 1 wurden zwei Stimmkarten mit dem Aufdruck „Dr. Johannes Hübner“ abgegeben. (Oje-Rufe.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Umsetzung geplanter Maßnahmen ist dann in einer Artikel 15a-Vereinbarung mit dem Land Oberösterreich vorzunehmen, die Finanzierung erfolgt aus dem Katastrophenfonds. Diese Hilfe ist, glaube ich, von allen Fraktionen hier im Haus als sinnvoll erachtet worden, und ich bedanke mich bei allen Fraktionen, dass es einen positiven beziehungsweise einen einstimmigen Beschluss im Ausschuss dazu gab. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Bravoruf und Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Gerade die Hilfe für die Dürreschäden hat mich zu dem Sager verleitet: Wir lassen die Bauern nicht im Regen stehen! Jetzt weiß ich schon, diese Redewendung versteht jeder, und sie ist im Zusammenhang mit der Dürre unpassend. Trotzdem stehe ich dazu: Wir lassen die Bauern nicht im Regen stehen! (Bravoruf und Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
In diesen schweren Tagen hat sich die Hilfsbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher wieder einmal bewährt. Die Kompetenz des österreichischen Bundesheeres und der österreichischen Feuerwehren in solchen Aufgaben ist auf dem höchsten Niveau, nicht nur in Österreich, sondern europaweit und darüber hinaus. Viele Freiwillige haben da mitgeholfen. Eine Vielzahl von Feuerwehren aus allen Gemeinden meines Bezirkes waren tagelang im Einsatz. Zum Teil haben sie bis zu ihren körperlichen Grenzen mitgewirkt und mitgeholfen. Ihnen möchte ich an dieser Stelle herzlichen Dank sagen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Den Anliegen der Bürgermeister gilt es Rechnung zu tragen. Und die Petition, die zwölf Punkte umfasst – sie wurde Landeshauptmann Josef Pühringer, aber auch dem zukünftigen Landeshauptmann-Stellvertreter Reinhold Entholzer übergeben –, weist darauf hin, dass insbesondere auch großer Wert darauf gelegt wird, dass alle Bürger beim Hochwasserschutz gleich behandelt werden und es besonders in den Gemeinden zu keinen Ungereimtheiten kommt, was ganz genau beobachtet wird. Diese zwölf Punkte sind zu beachten; ich denke, das ist auch unsere Aufgabe von der Bundespolitik her. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren, ich denke, es sind alle Fraktionen aufgefordert, die Menschen, die in solchen Situationen sind, zu unterstützen – und das zeitgerecht. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das, was wir heute hier machen, ist der erste Schritt – ein guter Schritt, der wichtigste Schritt –, nämlich die finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen, damit die Menschen in diesem Gebiet eine Perspektive haben. – Dafür herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abschließend möchte ich mich bei den BeamtInnen, bei den Politikerinnen und Politikern bedanken, die in dieser Form auf Bundesebene dazu beigetragen haben, dass dieses Projekt sehr zügig und schnell beschlossen werden kann und wir es heute schon auf dem Tisch haben. Das ist eine wirklich großartige Unterstützung, denn gerade in einer solch schwierigen Situation gilt natürlich: Wer schnell hilft, hilft doppelt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Weiters geht es um die Dürrehilfe. Wir wissen, was die Dürre für die betroffenen Bauern bedeutet hat. Sie haben bereits im Sommer die Wintervorräte verfüttern müssen und haben jetzt ganz teure Futtermittel nachkaufen müssen, bei um 10 bis 15 Prozent gefallenen Rinder- und auch Schweinepreisen. Da wissen wir, dass die Kostenschere dann natürlich doppelt zuschlägt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir werden beide Vorlagen unterstützen. Ich bedanke mich auch für die Solidarität. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Alternativen bestehen nicht, da eine Abgeltung von eingetretenen Hochwasserschäden bereits mittelfristig einen erhöhten Budgetaufwand bedeuten würde. Seit 2007 wurden in Oberösterreich 195 Millionen € in den Hochwasserschutz investiert. Zur Verdeutlichung sei angemerkt, dass im Jahr 2002 durch Hochwasser Schäden in der Höhe von 500 Millionen € verursacht wurden. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn unsere Finanzpolitik so ausschaut, dann ist es kein Wunder, dass diese Regierung mit einer Steuerquote von 45 Prozent nicht das Auslangen findet. (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.)
Beifall bei NEOS-LIF.
Zusammengefasst: NEOS sagt Ja zum Hochwasserschutz. Wir sagen Ja zu einer raschen Hilfe für die betroffenen Menschen im Eferdinger Becken. Aber NEOS als – das ist auch unser Selbstverständnis – Anwalt der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in diesem Land sagt Nein zu dieser Art von Budgetpolitik. – Vielen Dank. (Beifall bei NEOS-LIF.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Kollege Hable, nur einen Satz zu Ihren Ausführungen: Ich persönlich bin froh darüber, dass dieser Finanzrahmen steht. Damit haben die Menschen Sicherheit, dass in den nächsten Jahren Maßnahmen gesetzt werden können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir von den Freiheitlichen verlangen für die betroffenen Bauern und die anderen Betroffenen eine Soforthilfe, denn nur wenn man rasch hilft, ist wirklich geholfen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn sich nichts ändert, kann ich nur sagen: Es herrscht der Kleingeist vor dem Mut zur Veränderung. Die Wahrung der Pfründe steht vor Reformwillen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS-LIF.
Ich glaube, wir sollten uns, da der Präsident des Rechnungshofes gerade anwesend ist, beim Rechnungshof für die ausgezeichnete Arbeit bedanken, die hier zugrunde liegt und es uns im Ausschuss sehr einfach gemacht hat, uns mit dem Rechnungsabschluss auseinanderzusetzen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS-LIF.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Gerade einen Tag nach Angelobung der neuen Regierung könnten wir meiner Ansicht nach da kurz innehalten und der neuen Bundesregierung eine Chance geben. Ich bin der Meinung, wir alle, natürlich nicht nur die Oppositionsabgeordneten, auch die Abgeordneten der Regierungsparteien, werden die Regierung sehr kritisch begleiten. Wir werden Transparenz von der Bundesregierung einfordern. Aber wir dürfen und sollen ihr wohl auch Anerkennung zollen, wenn eine gute Leistung erbracht wird. Die Österreicherinnen und Österreicher werden, glaube ich, ein solches Maß an politischer Kultur sehr wohl honorieren. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Zwei Dinge aus dem Jahr 2012 möchte ich noch erwähnen. Erstens war es das Jahr, in dem Österreich im Jänner 2012 von Standard & Poor’s downgegradet worden ist. Zweitens ist das 1. Stabilitätsgesetz, das damals in Kraft getreten ist, in einer Hektik, in einer Eile verabschiedet worden, die ihresgleichen sucht und die es in diesem Haus nie wieder geben sollte. Als ich damals – unter Anführungszeichen – „nur Gesetznehmer“ gewesen bin, musste ich dieses Gesetz am Samstagabend, am 31. März lesen. Da hat am Vormittag der Bundespräsident unterschrieben, am Nachmittag ist es im Internet veröffentlicht worden, und am nächsten Tag, am Sonntag, ist es um 0 Uhr in Kraft gesetzt worden, und am Montag, den 2. April, gab es noch nicht einmal eine konsolidierte Fassung. Also dieser Rechnungsabschluss soll uns mahnen, dass solche Husch-Pfusch-Aktionen nie wieder erfolgen sollten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ.
Als Witwer und somit Alleinerzieher von drei Kindern möchte ich mich auch dafür einsetzen, dass jede Mutter, aber auch jeder Vater in Karenz gehen kann, denn das ist für mich gelebte Gleichberechtigung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Lassen Sie mich als neuen Abgeordneten Ihnen ganz kurz mein Verständnis von Politik und Budget erklären. Ich bin für ein ausgeglichenes Budget, ich bin für eine ausgeglichene Gesellschaft und ich bin für ein Österreich, wo alle Kinder die gleichen Chancen haben, jeder mit seinem Einkommen das Auskommen findet und die Pensionen gesichert sind. Dazu gehören aber auch die gerechte Verteilung des Steueraufkommens sowie die Vermögensteuer und sonstige Dinge. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Sir Peter Ustinov wurde einmal gefragt, ob er ein Humanist ist. Er hat geantwortet: Ich versuche es jeden Tag! – Ich glaube, wir alle in diesem Haus sollten uns ein Beispiel daran nehmen. Ich verspreche, ich werde mich daran halten. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Genau!
Und warum war das so? – Das hat einen wichtigen Grund, das sind die Banken in Österreich. (Abg. Mag. Kogler: Genau!) Die Banken haben dieses Budgetdefizit in einer Größenordnung von 2,6 Milliarden €, das sind 0,9 Prozentpunkte des BIP, hinaufgetrieben. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätten wir also nicht eine marode Bankenlandschaft – diese verstaatlichten und teilverstaatlichten Banken –, dann wären wir in Wirklichkeit bei einem Budgetdefizit von 1,6 Prozent gelandet.
Beifall bei den Grünen.
Und der dritte Punkt, den ich hier schon erwähnen möchte, ist der übliche Budgetpolster beim Zinsenaufwand. Denn allein 1,2 Milliarden € dieses besseren Budgetvollzugs sind auf den überbudgetierten Zinsenaufwand zurückzuführen. Und ich würde – das habe ich ohnedies im Ausschuss auch schon gesagt – den Herrn Präsidenten Moser und den Rechnungshof einmal bitten, sich dieser Untergliederung 58 einmal näher zu widmen und zu schauen: Was ist denn die Grundlage der Budgetierung? Und: Ist das solide gemacht? – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Das ist aber Fraktions! – Weitere Zwischenrufe.
Interessant, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist doch der Vollzug, ist doch das, was tatsächlich gemacht worden ist, und nicht das, was bloß angekündigt worden ist! Aber darüber reden wir nicht. Das ist bloß ein Tagesordnungspunkt unter „ferner liefen“, und, wie wir gehört haben, 3 Minuten habe ich Zeit, dazu Stellung zu nehmen. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Das ist aber Fraktions! – Weitere Zwischenrufe.) Das ist geradezu charakteristisch für die Art und Weise, wie wir in Österreich Finanzpolitik machen.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) – Ich komme schon zum Schluss. – Wenn sich die Wirtschaftsprognosen nicht auf wundersame Weise drehen, ins Positive drehen, wird sich das ausgeglichene Budget 2016 nicht ausgehen. Der Grund dafür ist ganz einfach, er besteht aus drei Wörtern: Hypo Alpe-Adria.
Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Die Zeit ist vorbei!
Ich fordere Sie in diesem Zusammenhang auf: Haben Sie Mut! Haben Sie auch den Mut für verantwortungsvolle Budgetpolitik! (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Die Zeit ist vorbei!) Scheindiskussionen gehören nicht dazu. Für das Fass ohne Boden Hypo Alpe-Adria brauchen wir eine Lösung. Sie haben von uns auch die Einladung, eine Lösung auf den Tisch zu legen. – Vielen Dank. (Beifall bei Abgeordneten von NEOS-LIF.)
Beifall bei Abgeordneten von NEOS-LIF.
Ich fordere Sie in diesem Zusammenhang auf: Haben Sie Mut! Haben Sie auch den Mut für verantwortungsvolle Budgetpolitik! (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Die Zeit ist vorbei!) Scheindiskussionen gehören nicht dazu. Für das Fass ohne Boden Hypo Alpe-Adria brauchen wir eine Lösung. Sie haben von uns auch die Einladung, eine Lösung auf den Tisch zu legen. – Vielen Dank. (Beifall bei Abgeordneten von NEOS-LIF.)
Abg. Kickl: Die ziehen wir das nächste Mal ab!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter, ich habe Ihnen fast eine Minute über Ihre Redezeit hinaus gegeben. (Abg. Kickl: Die ziehen wir das nächste Mal ab!) Die Redezeit ist am Beginn dieser Sitzung einstimmig beschlossen worden.
Beifall bei der ÖVP.
Der Bundesrechnungsabschluss an sich stellt, glaube ich, was die Zahlen betrifft, ein akzeptables Ergebnis dar. Ja, es steht fest, wir haben ein Defizit von 4,19 Milliarden €, aber wir sind im Ergebnis wesentlich besser, als das im Voranschlag präliminiert war. Da darf ich mich wirklich bei der Frau Finanzministerin Dr. Fekter herzlich bedanken, denn sie hat da wirklich sehr, sehr gut gearbeitet. Wenn man die Rahmenbedingungen, die Wirtschaftsbedingungen in diesem Jahr 2012 kennt, dann, glaube ich, gebührt dir, liebe Frau Finanzministerin – mittlerweile außer Dienst und jetzt Kollegin –, der große Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Darum sind die Ziele der neuen Bundesregierung: faktisches Pensionsantrittsalter heben, Nulldefizit ab 2016, und wir brauchen auch in der Zukunft sichere Finanzen. Das ist ein Anliegen der Regierung, das ist ein Anliegen des neuen Finanzministers Dr. Spindelegger, und wir werden ihn dabei bestens unterstützen. (Beifall bei der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Ich danke für die Zusammenarbeit und wünsche Ihnen allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Dr. Jarolim: Ist das auch recherchiert worden, was Sie da erzählt haben? – Abg. Dr. Fekter: Das stimmt!
Schlusswort wird keines gewünscht. (Abg. Dr. Jarolim: Ist das auch recherchiert worden, was Sie da erzählt haben? – Abg. Dr. Fekter: Das stimmt!)
Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Jarolim und Dr. Fekter. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Wir gelangen zur Abstimmung. (Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Jarolim und Dr. Fekter. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Ich werde zur alten Praxis zurückkehren: Zwischenrufe während Abstimmungen werden mit Ordnungsruf geahndet. (Beifall bei Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich denke, wenn es uns bei der Geschäftsordnung um ernsthafte Effizienz geht, dann könnten wir vielleicht einmal darüber nachdenken, dass zum Beispiel eingebrachte Anträge erst in der nächsten Haussitzung dringlich behandelt werden. Ich glaube auch, das wäre ein Schritt in die richtige Richtung, damit der Ablauf unserer Sitzungstage für uns alle besser gestaltbar und somit planbar wäre. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und NEOS-LIF.
Ich hoffe auch, dass diese 61 Minuten in Zukunft konstruktiv und im Sinne eines gemeinsamen Ganzen genutzt werden. – Frohe Weihnachten! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und NEOS-LIF.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sicher ist jedenfalls, was Unsinn ist und was nicht, wird man in Zukunft besser diagnostizieren können, nämlich dank Ludwig Wittgenstein und dank der neuen Redezeitbegrenzung. In diesem Sinne: Danke schön, frohe Weihnachten, guten Rutsch! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit und allgemeiner Beifall.
Meine Damen und Herren! Ich hoffe, Sie haben aufmerksam zugehört. (Heiterkeit und allgemeiner Beifall.)