Eckdaten:
Für die 14. Sitzung der 25. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 679 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Gar nicht!
Abgeordnete Katharina Kucharowits (SPÖ): Die österreichische Bundesregierung investiert heuer rund 150 Millionen € im Rahmen der Ausbildungsgarantie in die überbetriebliche Ausbildung, die sehr wichtig für jeden einzelnen jungen Menschen ist. Wie stellen sich die Erfolge im Allgemeinen dar? (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Gar nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Bundeskanzler Werner Faymann: Gerade die überbetrieblichen Lehrwerkstätten bieten eine Möglichkeit in der dualen Ausbildung für jene jungen Leute, die keine Lehrstelle finden, trotzdem eine Lehrausbildung zu bekommen. Viele davon sind bereits im Rahmen der Zeit in der überbetrieblichen Lehrwerkstatt in der Lage, ein Unternehmen, einen Betrieb zu finden, in dem sie ihre Ausbildung fortsetzen können. Sehr viele sind nach erfolgreichem Ablegen der Lehrabschlussprüfung in der Lage, als Facharbeiter in einem Betrieb tätig zu sein. Auch das gehört zu den Herzstücken im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin aber überzeugt davon, dass mit den 150 Millionen, die wir in die überbetriebliche Ausbildung stecken – 7 700, heute 9 200 Lehrlinge; Sie sehen, die Anzahl, die davon betroffen ist, kann ich Ihnen gleich sagen –, viele junge Menschen, die vielleicht aufgrund ihres Zeugnisses keine Lehrstelle bekommen oder einfach kein Glück gehabt haben, als sie sich um eine Lehrstelle beworben haben, trotzdem eine Chance bekommen, ihre Ausbildung zu machen. Ich halte das für sehr wertvoll und für eine der wichtigen Ergänzungen zu einer dualen Ausbildung, die diese Regierung unterstützt, mit tiefer Überzeugung unterstützt. Ich bin davon überzeugt, dass in Zukunft ein Schlüssel in Europa darin liegt, diese duale Ausbildung auch in anderen Ländern einzuführen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das darf also nicht auf Kosten des Wirtschaftsstandorts gehen, und es darf nicht auf Kosten etwa des ländlichen Raumes gehen, und nach diesem Gesichtspunkt werden wir diese Diskussion führen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein Dialogforum dafür mit gewissen Verantwortlichkeiten muss es geben, und daher bin ich nicht für die Abschaffung des Bundesrates. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Bundeskanzler Werner Faymann: Erstens, sehr verehrter Herr Abgeordneter, möchte ich noch einmal darauf verweisen, dass man Ursache und weitere Auswirkung nicht verwechseln darf. Die Ursache liegt eindeutig bei der FPÖ-geführten Regierung in Kärnten mit der hohen Haftung, die es uns bis heute – bis heute! – nicht ermöglicht, so vorzugehen, als gäbe es die Haftung nicht, auch nicht für die Kärntner. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Auch die Kärntner Regierung hat das geerbt.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Hier passiert nichts im Geheimen! Im Gegenteil, hier werden alle Parlamentsparteien die Argumente der Taskforce, der Experten, des Gouverneurs der Nationalbank lesen, nachfragen, nachvollziehen können. Ich halte es auch für notwendig, dass hier eine Transparenz in der weiteren Vorgangsweise besteht, dass man keine Möglichkeit ungeprüft lässt, aber dass man immer klarstellt: Es handelt sich um eine Rettungsaktion und nicht um die Verursacher. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Blödsinn!
Abgeordneter Elmar Podgorschek (FPÖ): Herr Bundeskanzler, Sie wissen aber schon, dass alle Beschlüsse in Kärnten einstimmig von den Regierungsparteien beschlossen worden sind, und dass vor allem der Expansionskurs noch unter Landeshauptmann Zernatto begonnen hat (Ruf bei der ÖVP: Blödsinn!), aus einer Regionalbank eine größere Bank zu machen, und dass die Vorstände seinerzeit von Landeshauptmann Zernatto eingesetzt worden sind. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Und ich glaube, einem Landeshauptmann, der nicht mehr lebt, jetzt die Schuld zuzuweisen, ist an und für sich nicht der richtige Weg. (Abg. Krainer: ... Kindesweglegung!) Aber ich stehe nicht an einzugestehen, dass in Kärnten sehr viele Fehler gemacht wurden, und daran waren auch Freiheitliche durchaus mitbeteiligt.
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Abgeordneter Elmar Podgorschek (FPÖ): Herr Bundeskanzler, Sie wissen aber schon, dass alle Beschlüsse in Kärnten einstimmig von den Regierungsparteien beschlossen worden sind, und dass vor allem der Expansionskurs noch unter Landeshauptmann Zernatto begonnen hat (Ruf bei der ÖVP: Blödsinn!), aus einer Regionalbank eine größere Bank zu machen, und dass die Vorstände seinerzeit von Landeshauptmann Zernatto eingesetzt worden sind. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Und ich glaube, einem Landeshauptmann, der nicht mehr lebt, jetzt die Schuld zuzuweisen, ist an und für sich nicht der richtige Weg. (Abg. Krainer: ... Kindesweglegung!) Aber ich stehe nicht an einzugestehen, dass in Kärnten sehr viele Fehler gemacht wurden, und daran waren auch Freiheitliche durchaus mitbeteiligt.
Abg. Krainer: ... Kindesweglegung!
Abgeordneter Elmar Podgorschek (FPÖ): Herr Bundeskanzler, Sie wissen aber schon, dass alle Beschlüsse in Kärnten einstimmig von den Regierungsparteien beschlossen worden sind, und dass vor allem der Expansionskurs noch unter Landeshauptmann Zernatto begonnen hat (Ruf bei der ÖVP: Blödsinn!), aus einer Regionalbank eine größere Bank zu machen, und dass die Vorstände seinerzeit von Landeshauptmann Zernatto eingesetzt worden sind. (Zwischenruf des Abg. Krainer.) Und ich glaube, einem Landeshauptmann, der nicht mehr lebt, jetzt die Schuld zuzuweisen, ist an und für sich nicht der richtige Weg. (Abg. Krainer: ... Kindesweglegung!) Aber ich stehe nicht an einzugestehen, dass in Kärnten sehr viele Fehler gemacht wurden, und daran waren auch Freiheitliche durchaus mitbeteiligt.
Ruf bei der ÖVP: Genau!
Abgeordneter Hermann Lipitsch (SPÖ): Frau Präsidentin! Guten Morgen, Herr Bundeskanzler! Wie wir jetzt gerade in der Fragestellung gehört haben, ist immer der Versuch da, die Feuerwehr und den Brandstifter auszutauschen. (Ruf bei der ÖVP: Genau!) Deswegen meine Frage:
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Untersuchungsausschuss! – Zwischenruf des Abg. Mag. Darmann.
Ist es richtig, dass für das Hypo-Debakel die ehemalige FPÖ-geführte Landesregierung unter Landeshauptmann Haider beziehungsweise Dörfler und die freiheitlichen Finanzreferenten die Verantwortung zu tragen haben? (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Untersuchungsausschuss! – Zwischenruf des Abg. Mag. Darmann.)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Herr Lipitsch, Sie wissen aber schon, dass es bei ... einen Wasserschaden gegeben hat! – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Dr. Jarolim und Dr. Walter Rosenkranz.
Also diese Antwort wurde klar gegeben, und zwar nicht von politischen Mitbewerbern, sondern von jenen, die sich sehr genau damit beschäftigt haben. Diese Haftung damals war ein politischer Fehler und unverantwortlich. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Herr Lipitsch, Sie wissen aber schon, dass es bei ... einen Wasserschaden gegeben hat! – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Dr. Jarolim und Dr. Walter Rosenkranz.)
Beifall bei den Grünen.
(Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Pilz: Elastisch!
Bundeskanzler Werner Faymann: Verehrte Frau Klubvorsitzende! Tatsächlich ist es so, dass ich heute gerade aus einem Pressefoyer des Ministerrats komme (Abg. Dr. Pilz: Elastisch!), und dass die Entscheidung darüber, wie die Öffentlichkeit informiert wird, natürlich der Regierung obliegt. Da ist kein Passus zu finden, dass das in einer bestimmten Form zu erfolgen hat.
Ruf: Wen interessiert das? – Gegenrufe bei den Grünen: Uns!
Sind Sie dafür, dass wir im Nationalrat eine konkrete Änderung der Geschäftsordnung machen und jedes Mal nach dem Ministerratsfoyer hier eine Fragestunde mit Ihnen veranstalten? (Ruf: Wen interessiert das? – Gegenrufe bei den Grünen: Uns!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Bundeskanzler Werner Faymann: Frau Klubvorsitzende! Ob Sie eine Geschäftsordnungsänderung machen oder nicht, dürfen Sie nicht mich fragen. Das wäre eine Verdrehung der Rollen, und für diese Verdrehung der Rollen bin ich nicht. Sie sind Abgeordnete, und ich vertrete die Regierung. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Krainer
Aus dem Arbeitsprogramm der Regierung geht meiner Meinung nach ganz klar hervor, nichts ist in Österreich so gefährlich geworden wie Leistung. – Ich habe gelesen, dass die Neue Mittelschule kein Erfolgsmodell ist. Ihre Bewertung ist in vielen Rankings eigentlich schlechter ausgefallen als die der Hauptschulen (Zwischenruf des Abg. Krainer), und ich glaube, man darf jetzt keinesfalls einen weiteren Schritt in Richtung Nivellierung des Bildungsstandards nach unten setzen. Ich bin selbst Absolventin eines ...
Rufe: Frage!
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (fortsetzend): Ich möchte eine Lanze brechen für die Gymnasien, und sage, wir müssen nicht darüber nachdenken (Rufe: Frage!), wie man Leistungsstandards abschafft, sondern ...
Beifall beim Team Stronach.
(Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ.
Dass es trotzdem jedem unbenommen ist – Ihnen wie jedem anderen Abgeordneten, aber auch Experten – sich Änderungen, Verbesserungen zu überlegen, das gehört zur Diskussion dazu, aber ich bin froh darüber, dass wir ab nächstem Jahr in der AHS mit der Matura Neu starten und hier eine gewisse Vereinheitlichung zustande bringen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Heißt das jetzt, Sie werden ein Programm vorlegen, wo die Matura als abschließender Leistungsnachweis zur Disposition gestellt wird oder nicht? (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Walter Rosenkranz.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Das „Nein“ ist jetzt zwar hörbar gewesen, aber das Mikro war noch nicht eingeschaltet. Ich bitte um Entschuldigung. (Zwischenruf des Abg. Dr. Walter Rosenkranz.)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Er hat den Zettel nicht mit, Frau Präsidentin! Er hat den Zettel vergessen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Seien wir großzügig und lassen wir diese Frage gerade noch gelten. Aber auch für Sie, Herr Klubobmann, gilt die Regel: Die Hauptfrage hat einigermaßen wortgetreu wiedergegeben zu werden. – Herr Bundeskanzler, bitte. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Er hat den Zettel nicht mit, Frau Präsidentin! Er hat den Zettel vergessen!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wo Sie recht haben, ist, dass es wichtig ist, dieses Ziel strukturelles Nulldefizit 2016 zu erreichen, weil es Handlungsspielräume für die Stabilität bringt. Und Stabilität ist kein Selbstzweck, sondern bedeutet, mit geringeren Zinsen auszukommen und das Geld für etwas wesentlich Sinnvolleres im Land ausgeben zu können. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Der zweite Teil, der mir wichtig ist – ich möchte das hier klarstellen –, ist, dass die Bankenabgabe mit einer Größenordnung von rund 700 Millionen € pro Jahr – in den letzten fünf Jahren bezahlt – in dieser Legislaturperiode voll aufrecht bleibt und eine Gegenrechnung darstellt. Das bedeutet, es braucht nicht, wie gesagt wurde, 30 Jahre, bis das abgedeckt ist, sondern allein durch die Einnahmen aus der Bankenabgabe in der Höhe von rund 3 Milliarden, 3,5 Milliarden € pro Legislaturperiode ist die Finanzierung aus diesem Sektor ein Beitrag, den ich bewusst politisch betonen möchte, weil ich davon überzeugt bin, dass man das nur verantworten kann, wenn, wie Sie gesagt haben, auch Beiträge aus diesem Sektor kommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir treten in dieser Auseinandersetzung sehr leidenschaftlich und intensiv für unsere Finanztransaktionssteuer ein, wir wollen uns nicht bremsen lassen von jenen, die uns erklären, dass man in der Welt erst dann etwas machen darf, wenn die ganze Welt dafür ist. Nein, man darf vorbildlich vorgehen, man darf Pionier sein, man darf Vorreiter sein, man muss es auch sein. Und ich bin überzeugt davon, dass mit der Bildung der Bundesregierung in Deutschland, wo sich auch die SPD klar für diese Finanztransaktionssteuer ausgesprochen hat, neuer Schwung auf der europäischen Ebene aufgekommen ist, diese Finanztransaktionssteuer durchzusetzen. Ich werde mich sehr stark dafür einsetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Also für mich ist das, wenn nur ein Teil etwas gemeinsam einführt, natürlich eine länderspezifische Einnahme. Wenn diese dann für eine gemeinsame Aktion eingebracht wird, für die andere Länder, die aus diesem Titel nichts einnehmen, weil sie die Finanztransaktionssteuer nicht einführen, dann aus einem anderen Titel einzahlen, dann kann man – Geld hat kein Mascherl – durchaus derartige Einnahmen verwenden. Brauchen tut man etwas für Maßnahmen für Beschäftigung und Verhinderung von Arbeitslosigkeit, aber es kann nicht so sein, dass es eine gemeinsame Maßnahme gibt, die nur jene bezahlen, die die Finanztransaktionssteuer eingeführt haben. Das wird nicht kommen können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Daher können Sie sich darauf verlassen: In unserer politischen Verhandlungsposition setzen wir uns für eine umfassende Finanztransaktionssteuer ein; die beiden Gründe dafür habe ich schon genannt. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, dieser Diskussion ist nicht auszuweichen und bei dieser Diskussion hat die Bioethikkommission einen wichtigen Beitrag zu leisten, um sich auch der Frage zu stellen, ob die jetzige Regelung – eine solche existiert ja in Österreich – ausreichend ist oder ob wirklich eine Änderung der jetzigen Regelung notwendig ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.
Anders ist es mit dem Hospizgedanken. Der Hospizgedanke und die Begleitung von Menschen in diesen schwierigen Stunden ist etwas, das wir, auch wenn das überwiegend in Landeskompetenz ist, gemeinsam zu stärken haben. Da leisten viele Mitarbeiter und Ehrenamtliche großartige Arbeit. Es ist eine Aufgabe der Republik, ihnen dafür zu danken und sie dabei zu unterstützen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten von NEOS und Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie wissen, dass viele Experten, aber auch politisch Verantwortliche wie der Herr Bundespräsident zu diesen Widersprüchen Stellung genommen haben, die hier aufzuklären sind, die hier an Grundwerten festzulegen sind. Ich bin überzeugt davon, dass die Enquete-Kommission des Nationalrates das kann und auch machen wird. Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die auch Abgeordnete nicht zustande bringen, und das wird auch die Enquete-Kommission nicht schaffen, aber es ist der richtige Weg. Und ich halte diesen eingeschlagenen Weg für in Ordnung und unterstütze ihn mit all meinen Möglichkeiten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Das Parlament sind ja wir! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
„Welche konkreten Maßnahmen zum Ausbau der direkten Demokratie wollen Sie wann setzen?“ (Abg. Dr. Cap: Das Parlament sind ja wir! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Aber andererseits müssen Sie auch zur Kenntnis nehmen: Wenn ich nicht Ihre Meinung vertrete, ist das auch Teil der Demokratie. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler begibt sich zum Mikrofon.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zusatzfrage? (Abg. Mag. Kogler begibt sich zum Mikrofon.) – Herr Abgeordneter Dr. Wittmann, bitte. (Abg. Dr. Wittmann: Ich bin vor dir dran! Vordrängen geht nicht! – Abg. Mag. Kogler: Das haben wir nicht ausgemacht! – Heiterkeit.) – Herr Mag. Kogler, Sie müssen noch ein bisschen Geduld haben. Herr Dr. Wittmann gelangt zu Wort. (Abg. Mag. Kogler: Er hat sich bei mir nicht angemeldet, nur bei Ihnen!)
Abg. Dr. Wittmann: Ich bin vor dir dran! Vordrängen geht nicht! – Abg. Mag. Kogler: Das haben wir nicht ausgemacht! – Heiterkeit.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zusatzfrage? (Abg. Mag. Kogler begibt sich zum Mikrofon.) – Herr Abgeordneter Dr. Wittmann, bitte. (Abg. Dr. Wittmann: Ich bin vor dir dran! Vordrängen geht nicht! – Abg. Mag. Kogler: Das haben wir nicht ausgemacht! – Heiterkeit.) – Herr Mag. Kogler, Sie müssen noch ein bisschen Geduld haben. Herr Dr. Wittmann gelangt zu Wort. (Abg. Mag. Kogler: Er hat sich bei mir nicht angemeldet, nur bei Ihnen!)
Abg. Mag. Kogler: Er hat sich bei mir nicht angemeldet, nur bei Ihnen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zusatzfrage? (Abg. Mag. Kogler begibt sich zum Mikrofon.) – Herr Abgeordneter Dr. Wittmann, bitte. (Abg. Dr. Wittmann: Ich bin vor dir dran! Vordrängen geht nicht! – Abg. Mag. Kogler: Das haben wir nicht ausgemacht! – Heiterkeit.) – Herr Mag. Kogler, Sie müssen noch ein bisschen Geduld haben. Herr Dr. Wittmann gelangt zu Wort. (Abg. Mag. Kogler: Er hat sich bei mir nicht angemeldet, nur bei Ihnen!)
Beifall bei der SPÖ.
Bundeskanzler Werner Faymann: Selbstverständlich. Es ist auch mein Interesse, dass die Abwägung der Argumente: Unter welchen Voraussetzungen, wie und mit welchen Möglichkeiten ist eine verpflichtende oder eine verpflichtungsähnliche Aufgabe für die direkte Demokratie festzulegen?, präzise erfolgt. Ich werde daher alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meines Hauses, die in diesem Bereich sehr viel Erfahrung haben, zur Verfügung stellen, um diese Beratungen auch fachlich voll zu unterstützen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Herr Bundeskanzler, Sie hätten ja dem Kollegen Darmann auch sagen können, für die Änderung beziehungsweise die Verbesserungen der Demokratie ist das Parlament zuständig und nicht die Bundesregierung, aber es war Ihre Noblesse, Ihre Zurückhaltung, die Sie gezeigt haben. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Ich unterstütze sehr, dass Catherine Ashton im Hinblick auf eine entsprechende Signalwirkung in die Ukraine fährt. Sie weiß, dass die Regierungschefs und allen voran auch die österreichische Bundesregierung im Rahmen der Europäischen Union gemeinsam auftreten und in dieser Region überhaupt stärker auf Gemeinsamkeiten setzen, weil das der richtige Weg ist. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir sind wieder dort angelangt, wo wir einen Ausgangspunkt hatten, dass nämlich eine Fragestunde eine Stunde dauert. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Daran zeigt sich die ganze Dramatik im Strukturwandel in der Landwirtschaft, und deswegen ist es besonders wichtig, dass wir versuchen, geeignete Maßnahmen zu setzen, die dem Bauernsterben – wie man es landläufig bezeichnet – wirklich entgegenwirken. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Gerade diesen Bereich heben wir Freiheitliche aber besonders hervor. Wir wollen die Landwirtschaft im Berggebiet und vor allem die klein strukturierte Landwirtschaft erhalten, und deswegen müssen wir sie mit dem neuen Programm intensiv fördern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt, in der Vorlage des Herrn Ministers und der Bundesregierung, ist es so, dass dieses Modell zwar umgestellt wird, aber nicht in dem Ausmaß, wie wir uns das vorstellen. Erst in fünf Jahren soll in ganz Österreich im neuen Regionalmodell eine Fördergleichheit zwischen allen Bauern hergestellt werden. Das dauert unserer Ansicht nach viel zu lang. Wir verlangen, dass das System früher umgestellt wird und dass es schneller zu Gerechtigkeit in dem Bereich Betriebsprämien und Zahlungsansprüche kommt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Im Übrigen scheint es für uns wesentlich zu sein, dass wir endlich zu einer Trennung der Fördermittel für die Landwirte und der Fördermittel für die öffentlichen Körperschaften kommen. Es wird immer der Eindruck erweckt, dass die Landwirte das ganze Geld bekommen, aber in Wirklichkeit ist es so, dass viele öffentliche Körperschaften – die Agrarmarkt Austria, das Landwirtschaftsministerium selbst, die Landwirtschaftskammern – viel von diesen Bauern-Geldern für sich in Anspruch nehmen, leider Gottes. In der öffentlichen Darstellung schaut das dann immer so aus, als ob die Landwirte die Förderungsabkassierer seien. Tatsächlich erhalten sie einen wesentlich geringeren Teil an Ausgleichszahlungen, als die Gesamtsumme im Bereich der öffentlichen Förderungen ausmacht. Wir bestreiten gar nicht, dass man auch diese Institutionen fördern kann, aber es sollte unserer Ansicht nach zu einer Trennung kommen, zu einer Trennung der Förderungen für die Landwirtschaft, der Ausgleichszahlungen, und der Förderungen für die öffentlichen Körperschaften. Wir sollten gemeinsam versuchen, daran etwas zu ändern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nicht außer Acht lassen möchte ich – und das hat jetzt nichts mit der GAP-Reform zu tun, aber darauf möchte ich auch immer wieder hinweisen – die Belastungen des Sparpakets 2012. Herr Bundesminister, Sie sind nicht dafür verantwortlich, Sie waren damals noch nicht Minister, aber ich muss es immer wieder erwähnen: Im Sparpaket 2012 wurde den Landwirten aktiv Einkommen weggenommen – Sie wissen das –, die Agrardieselförderung zum Beispiel, 50 Millionen € im Jahr. Da geht es nicht so sehr um die Förderung, sondern da geht es um eine Wettbewerbsgleichheit in Europa. Es gibt in vielen Ländern den Ausgleich durch diese Agrardieselförderung oder Mineralölsteuerrückvergütung, wie sich das im Fachbereich nennt, und somit haben wir eine Ungleichbehandlung der österreichischen Landwirte. Deswegen drängen wir darauf, dass diese Förderung, die direkt einkommenswirksam ist, wieder eingeführt wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nur kurz eine Zahl: Wir haben 125 000 landwirtschaftliche Betriebe in Österreich, Invekos-Betriebe wohlgemerkt, insgesamt gibt es 173 000. Wir haben 70 000 Prüfberichte, die die Agrarmarkt Austria, also die Kontrollbehörde, erstellt, und es wurden 19 000 Betriebe kontrolliert. Es heißt immer, es müssen nur 5 Prozent kontrolliert werden – 19 000 Betriebe sind 15 Prozent, die jährlich oder zumindest im Jahr 2012 kontrolliert wurden! Wir ersuchen Sie wirklich dringend, im Bereich der Förderungen Maßnahmen zu setzen, die auch kontrollierbar sind – derzeit haben wir Maßnahmen, die kaum kontrollierbar sind, das muss man einfach sagen –, und zu versuchen, Kontrollen dort wegzubringen, wo die Kontrolle mehr kostet, als die Förderung überhaupt ausmacht. Also wir verlangen eine Untergrenze der Förderungen, wo nicht kontrolliert wird, weil es keinen Sinn macht, wenn durch die Kontrolle einer Förderung von 200 € Kosten in einer Höhe von 1 000 € anfallen. In diesem Zusammenhang ersuchen wir Sie wirklich, entsprechende Maßnahmen im Bereich der Verwaltung zu setzen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wie gesagt, Herr Minister, das Ersuchen vonseiten der Freiheitlichen lautet, in der Verwaltung zu sparen, das Geld zu jenen zu bringen, die aktiv die österreichische Gesellschaft im landwirtschaftlichen Bereich gestalten, zu versuchen, in der Verwaltung einzusparen, und zu versuchen, Maßnahmen so zu formulieren, dass sie kontrollierbar, überprüfbar und auch einer breiten Öffentlichkeit verständlich erklärbar sind. Das Image der Landwirtschaft hat in den letzten Jahren eben aufgrund dieser Förderdebatten massiv gelitten, und das haben sich meiner Meinung nach unsere Landwirte in diesem Ausmaß, wie es erfolgt ist, nicht verdient. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS.
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren vor den Fernsehschirmen und hier im Haus! Liebe Besuchergruppe aus meiner Heimatgemeinde! Meine Damen und Herren, es ist wohl eine besondere Freude, dass der Grüne Bericht, der eine der entscheidenden Unterlagen, ein sehr wertvolles Instrument ist, heute in einer fernsehgerechten Zeit debattiert wird. Ich glaube, dass die Bäuerinnen und Bauern Österreichs, dass die Landwirtschaft diese Wertschätzung auch verdient haben. Es war selten der Fall, dass die Probleme und die Situation der Landwirtschaft in einer Direktübertragung diskutiert werden konnten. (Beifall bei ÖVP, SPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Landwirtschaft ist Wirtschaft am Lande und bedeutet die Erzeugung qualitativ hochwertigster Lebensmittel. Landwirtschaft schützt unsere Lebensgrundlagen Boden, Wasser, Luft und ist auch ein bedeutender Investor und daher entscheidend für die regionale Wirtschaft. Insbesondere den Bäuerinnen und Bauern gelten mein Respekt und meine Anerkennung, vor allem auch der Dank, vor allem auch jenen, die die Daten und Fakten für diesen Grünen Bericht liefern. Ich danke auch den Beamten des Hauses, vor allem aber des Ministeriums, die dieses Nachschlagewerk für uns zur Verfügung gestellt haben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wirtschaftsfaktor Landwirtschaft: Meine Damen und Herren, es wird sehr oft zu Recht darauf hingewiesen, dass sich Österreichs Wirtschaft durchaus positiv darstellt, dass die österreichische Arbeitsplatzsituation im Vergleich zu jener anderer europäischer Länder weitaus besser ist, dass die Beschäftigungssituation in unserem Land im Vergleich zu anderen europäischen Ländern durchaus als bemerkenswert hervorzuheben ist. Leider wird dabei sehr oft der wesentliche Einfluss des „Auftraggebers“ Landwirtschaft vergessen. Die Landwirtschaft sichert im vor- und nachgelagerten Bereich 530 000 Arbeitsplätze und ist bereit – das ergibt eine Umfrage –, in den nächsten beiden Jahren 5,5 Milliarden zu investieren. Die Gemeinden Österreichs erklären voller Stolz, dass sie pro Jahr rund 1,5 Milliarden als wesentliche Impulse für die Wirtschaft investieren wollen. Die Bauern und Bäuerinnen investieren in zwei Jahren 5,5 Milliarden, aber das ist in der medialen Aufmerksamkeit sehr oft nur wenige Zeilen wert. Das gehört aber auch einmal hervorgehoben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Steinbichler.
Wir brauchen auch eine entsprechende Weiterentwicklung im Bildungsbereich, sprich die Einrichtung von Fachhochschulen, meine Damen und Herren! Ich verkenne nicht, dass die Universität für Bodenkultur hervorragende Arbeit leistet, aber sie lehrt mehr Theorie als Praxis, daher haben wir diesbezüglich sicher gewissen Aufholbedarf. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Bundesminister, ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Ernennung. Sie sind heute unser Ansprechpartner, was diesen Grünen Bericht betrifft, den Sie nicht zu verantworten haben. Ich sage bei dieser Gelegenheit ausdrücklich auch dem ehemaligen Bundesminister Niki Berlakovich für seine Arbeit ein herzliches Danke. Er hatte es nicht immer leicht, auch nicht mit uns, das sei unbestritten, aber letztlich bietet eine Neubesetzung die Möglichkeit, wieder neu zu beginnen. Kollege Jannach hat schon angemerkt, dass sich bereits im Ausschuss eine positive Stimmung verbreitet hat, und das liegt nicht nur an der Regierung, das liegt auch an der Opposition. Gehen wir aufeinander zu, die österreichischen Bäuerinnen und Bauern brauchen ein Miteinander und kein Gegeneinander! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und NEOS.
Daher, Herr Bundesminister, geht es jetzt darum, in der ersten Säule der Agrarreform, bei den Direktzahlungen, jene Gerechtigkeit, die wir brauchen, um die bäuerlichen Arbeitsplätze zu schützen und weiterzuentwickeln, endlich einzuführen! (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Beifall bei den Grünen.
Was wollen denn die Bäuerinnen und Bauern in Österreich? Wir haben eine Umfrage gemacht – Sie können es in „Blick ins Land“ nachlesen –, eine repräsentative Umfrage in Österreich. Da sind 500 landwirtschaftliche Betriebe befragt worden. Nur 16 Prozent der Bauern setzen auf Wachstum, meine Damen und Herren! Der Großteil, zwei Drittel der Bäuerinnen und Bauern wollen den Stand halten, wollen ökologisch, nachhaltig, kreislauforientiert produzieren. Und die müssen wir stärken, die müssen wir auch entsprechend motivieren, in der Landwirtschaft zu bleiben und nicht aus der Landwirtschaft herauszugehen, gerade jetzt bei steigender Arbeitslosigkeit in Österreich, in Europa. Das kann kein Konzept sein, Herr Bundesminister, und da brauchen wir klare Botschaften! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Berlakovich.
Herr Bundesminister – und das ist meine persönliche Kritik –, ich habe eine Anfragebeantwortung von Ihnen bekommen, wo Sie klar antworten, dass das Budget für den biologischen Landbau in dieser Maßnahme auf dem Stand von jetzt, nämlich von zirka hundert Millionen Euro, eingefroren wird. Und da frage ich Sie ganz ehrlich: Wollen Sie das wirklich durchstehen? Werden Sie das durchstehen? Und ich sage Ihnen: nein, das ist nämlich keine ökologische Politik, keine ökosoziale Politik. Für den Einstiegsstopp ist Exminister Berlakovich verantwortlich, der es federführend in Österreich geschafft hat, dass der Bioanteil gesunken ist, und auch die österreichische Fläche, die biologisch bewirtschaftet wird – und das ist im Grünen Bericht nachlesbar –, ist geringer geworden. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Berlakovich.)
Beifall bei den Grünen.
Die Kolleginnen und Kollegen werden diesen auch teilweise erläutern, er wird hier im Saal verteilt werden. Wir fordern den Ausbau des Biolandbaus und mindestens 150 Millionen € Dotierung für die Maßnahme Bio. Wir wollen einen umfassenden Bio-Aktionsplan 2014 – 2020. (Beifall bei den Grünen.) Dieser muss erarbeitet werden, meine Damen und Herren, dieser braucht die Zusammenarbeit mit den Verbänden, mit der Wirtschaft. Und es gibt auch eine europäische Strategie, Herr Bundesminister, das ist nicht nur ein österreichisches Steckenpferd, sondern es wird einen europäischen Bio-Aktionsplan geben. Und ich erwarte mir, dass Sie hier aktiv die ersten Schritte setzen und uns einladen werden, an diesem Konzept weiterzuarbeiten.
Beifall bei den Grünen.
Es liegt jetzt an Ihnen, Kollege Preiner, Kollege Auer und auch die KollegInnen im Agrarausschuss! Wir haben am 3. April die nächste Sitzung. Und Sie, Herr Minister, haben uns zugesichert – und das möchte ich wertschätzend auch anerkennen, Herr Bundesminister –, Sie haben uns klar im Ausschuss gesagt, ja, wir werden das Programm erst nach dem 3. April in Brüssel einreichen. Und dafür möchte ich Ihnen von dieser Stelle aus danken, das ist ein Entgegenkommen gegenüber dem Parlament, damit wir in aller Ruhe im Agrarausschuss noch einmal das gesamte Maßnahmenpaket auf seine Effizienz hin prüfen und diskutieren können, vor allem aber sicherstellen können, dass das, was wir in Brüssel einreichen, dann auch wirklich breit diskutiert wurde und wir dort auch rasch und gut argumentieren können, um ein umfassendes Agrarumweltprogramm in Österreich für die Periode 2014 bis 2020 zu gestalten. Es sollte aber eine grüne Handschrift tragen, Herr Bundesminister, und das erwarte ich mir von Ihnen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Erwin Preiner (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuhörer hier im Saal und an den Fernsehschirmen zu Hause! Auch meinerseits ein herzliches Willkommen! Wir diskutieren heute den Grünen Bericht 2013, der sich auf das Berichtsjahr 2012 bezieht. Ich darf von dieser Stelle aus einen herzlichen Dank an alle Expertinnen und Experten im Landwirtschaftsministerium, auch in der §-7-Kommission aussprechen. Ein Dankeschön auch an den jetzt amtierenden Herrn Bundesminister, auch an seinen Vorgänger für die Erstellung des Grünen Berichtes 2013. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
Abschließend möchte ich sagen, geschätzte Damen und Herren, dass es in Zukunft zu einer gerechten Mittelverteilung kommen muss (Beifall bei der SPÖ), vielleicht zu einer gerechteren, als das in der Vergangenheit der Fall gewesen ist, und dass es Schwerpunktsetzungen geben muss, die in Richtung einer nachhaltigen wirtschaftlichen, finanziellen Absicherung der Familienbetriebe, aber auch der Kleinbetriebe und der Nebenerwerbsbetriebe in der Landwirtschaft gehen.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich kündige auch an, dass ich in noch laufender Debatte zum jetzigen Tagesordnungspunkt auch einen Entschließungsantrag einbringen werde. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
An vorderster Stelle der Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die am Grünen Bericht mitgearbeitet haben, aber ganz besonders natürlich auch an die Mitarbeiter im Ministerium, aber auch an die Bäuerinnen und Bauern, die letztlich die Grundlage dafür sind, dass so ein Bericht überhaupt erstellt werden kann. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach
Ein weiterer Sündenfall der letzten Bundesregierung: Dass unter diesen Voraussetzungen den Bauern und Bäuerinnen der Agrardiesel aberkannt wurde, der klar und deutlich als internationale Gleichstellung zugesagt war, hat die Bauern und Bäuerinnen weitere 55 Millionen € gekostet. Auch dieses Geld fehlt der Wirtschaft, liebe Kolleginnen und Kollegen. Wenn gleichzeitig noch eine Einheitswerterhöhung beschlossen wird, dann ist das wirklich skandalös (Beifall beim Team Stronach), eine Einheitswerterhöhung, die sich nicht nur auf Einheitswerte bezieht, sondern die Arbeit besteuert und genau im Gegensatz zum Regierungsziel Entsteuerung der Arbeit die Milch- und Fleischproduktion mit 4 Prozent belastet. Das sind die Fakten, geschätzte Kolleginnen und Kollegen. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.
Ein weiterer Sündenfall der letzten Bundesregierung: Dass unter diesen Voraussetzungen den Bauern und Bäuerinnen der Agrardiesel aberkannt wurde, der klar und deutlich als internationale Gleichstellung zugesagt war, hat die Bauern und Bäuerinnen weitere 55 Millionen € gekostet. Auch dieses Geld fehlt der Wirtschaft, liebe Kolleginnen und Kollegen. Wenn gleichzeitig noch eine Einheitswerterhöhung beschlossen wird, dann ist das wirklich skandalös (Beifall beim Team Stronach), eine Einheitswerterhöhung, die sich nicht nur auf Einheitswerte bezieht, sondern die Arbeit besteuert und genau im Gegensatz zum Regierungsziel Entsteuerung der Arbeit die Milch- und Fleischproduktion mit 4 Prozent belastet. Das sind die Fakten, geschätzte Kolleginnen und Kollegen. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Bauern und Bäuerinnen wurden in eine Schuldenfalle gelockt. Die Interessenvertretung hat ihnen geraten, modernste Ställe zu bauen, sie sollen mehr produzieren, günstiger produzieren. Jetzt nimmt man ihnen die Investitionsprämie, jetzt nimmt man ihnen das Milchkontingent, das eine ganz wesentliche Forderung von uns ist: Beibehaltung der Milchquote zum Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten. Gott sei Dank sitzen so viele Konsumentinnen und Konsumenten im Agrarausschuss. Letztlich sind wir alle Konsumenten. Diese wertvolle, gentechnikfreie österreichische Milch, die auf Dauergrünland, Kleegras produziert wird, ist ein Juwel. Die muss man mit der nationalen Quote wie die Rübenquote, Herr Kollege Schultes, bis zum Jahr 2018 schützen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich schließe mich dem Kollegen Auer an, wir brauchen eine Fachhochschule. Ich erwarte mir da dieselbe Unterstützung durch die oberösterreichischen Kollegen und dieselbe Euphorie wie bei der MedUni. Und wir haben da ganz gezielte Denkansätze, das ist sicherlich ein Zukunftsbereich, den man aber gleich koppeln sollte mit einer Lebensmittelschule, das sollte Hand in Hand gehen, nicht so, wie es jetzt läuft. Ich darf ein aktuelles Beispiel bringen. (Beifall beim Team Stronach.)
in Richtung der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein
Plakat hervor, das dasselbe Sujet trägt wie das eingangs auf das Rednerpult gestellte Plakat, aber viel größer ist.) Herr Minister, du weißt, wovon wir sprechen. Frau Kollegin (in Richtung der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein), dieses Thema ist zu ernst zum Lachen. Kommen Sie bitte herunter, erklären Sie es mir! Wissen Sie, wo das Schwein her ist? Kommen Sie bitte, kommen Sie runter! Da steht nämlich „AT“ drauf. Na bitte sehr, nicht lachen! Ich bin davon nicht so begeistert, wenn es um Lebensmittel geht, um die Lebensgrundlage. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Plakat hervor, das dasselbe Sujet trägt wie das eingangs auf das Rednerpult gestellte Plakat, aber viel größer ist.) Herr Minister, du weißt, wovon wir sprechen. Frau Kollegin (in Richtung der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein), dieses Thema ist zu ernst zum Lachen. Kommen Sie bitte herunter, erklären Sie es mir! Wissen Sie, wo das Schwein her ist? Kommen Sie bitte, kommen Sie runter! Da steht nämlich „AT“ drauf. Na bitte sehr, nicht lachen! Ich bin davon nicht so begeistert, wenn es um Lebensmittel geht, um die Lebensgrundlage. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir können auch diskutieren, wie viel Oktan der Pkw braucht und welches Leichtlauföl, aber da geht es um den Körper, da geht es um die Gesundheit. Da geht es um die billigste Gesundheitsvorsorge. Das sind ehrliche, anständige österreichische Lebensmittel. Und wo Österreich draufsteht, muss Österreich drinnen sein. (Beifall beim Team Stronach.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Zu einem Zeitpunkt, zu dem das „WirtschaftsBlatt“ berichtet, dass jeder zweite Apfel aus China kommt – jeder zweite Apfel kommt aus China, Freunde; das ist die Realität des „Feinkostladens Österreich“! –, zu einem Zeitpunkt, zu dem die Hälfte der Schweine, die mit AT-Stempel gekennzeichnet sind, unbekannter Herkunft sind – Polen, Tschechien, holländische Tankschiffe –, ist es der größte Betrug, dass hier auf diesen Schlachtkörpern (auf das oben erwähnte Plakat zeigend), auch wenn sie in Hälften nach Österreich kommen, ein AT-Stempel draufkommt. Ich sage das klipp und klar. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir haben im Landwirtschaftsausschuss vorige Woche das Problem gehabt, dass sämtliche Anträge vertagt wurden. Wenn wir das weiter vertagen, haben wir dort dieselben Zustände wie bei der Hypo Alpe-Adria. Wir müssen handeln. In diesem Sinne bitte ich alle Fraktionen um Unterstützung. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Rädler: Schweinsbraten!
Abgeordnete Mag. Dr. Angelika Rosa Mlinar (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Spoštovane dame in gospodje! Nach diesem dramatischen Appell meines Vorredners ist uns wahrscheinlich der Appetit auf einen Schweinebraten für heute vergangen. (Abg. Rädler: Schweinsbraten!) – Schweinsbraten? – Aber zurück zum Thema: Was zeigt uns der Grüne
Abg. Rädler: Schweinebraten ist deutsch!
Bericht 2013? (Abg. Rädler: Schweinebraten ist deutsch!) Schweinebraten ist deutsch, Sie haben recht, es ist nur ein Schwein, also ist es ein Schweinsbraten.
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ich selbst komme aus einer kleinbäuerlichen Struktur, nämlich aus einem Unterkärntner Bergdorf, aus Št. Lipš, St. Philippen, Bezirk Völkermarkt, Velikovec, und daher sind mir kleinbäuerliche Strukturen sehr nahe und fühle ich mich ihnen sehr verbunden. Deshalb sage ich hier auch ganz klar, dass Bäuerinnen und Bauern eine besondere Aufgabe haben und daher auch eine besondere Wertschätzung von uns allen verdienen. Es wird deshalb von uns auch verlangt, dass wir besondere Rahmenbedingungen für sie kreieren. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.) Danke.
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ein weiterer Punkt, den ich hier ansprechen möchte, betrifft die maximale Höhe der Direktzahlungen. So heißt es in der EU-Verordnung, dass Direktzahlungen über 150 000 € je Betrieb und pro Jahr um mindestens – um mindestens! – 5 Prozent gekürzt werden können. Das bedeutet, Österreich hat hier die Chance und die Möglichkeit, höhere Kürzungen vorzunehmen, sogar bis zu 100 Prozent. Damit würden die Direktzahlungen mit 150 000 € absolut begrenzt werden. Kleinere Betriebe könnten so stärker von den verfügbaren Budgetmitteln profitieren. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Als EU-Sprecherin und auch EU-Spitzenkandidatin sei mir abschließend noch erlaubt, Folgendes zu erwähnen: Die Landwirtschaftspolitik war von Anbeginn der Europäischen Union vergemeinschaftet. Und im Gegensatz zu anderen Politikbereichen hat man in der Landwirtschaft schon früh die Bedeutung der europäischen Dimension erkannt. Ich möchte mir wünschen, dass die Möglichkeiten einer stärkeren europäischen Kooperation und Koordination in Zukunft auch in anderen Politikbereichen erkannt und intensiver genützt werden. – Hvala lepa. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie Beifall und Bravoruf des Abg. Doppler.
Die Gemeinsame Agrarpolitik ist ja Gemeinschaftskompetenz, so wie das soeben auch meine Vorrednerin gesagt hat, und die Beschlüsse zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik wurden mit unserer Mitwirkung im Rat und im Europäischen Parlament nach langwierigen Verhandlungen umgesetzt. In diesen Verhandlungen sind die Voraussetzungen insbesondere im Zusammenhang mit der Ländlichen Entwicklungspolitik äußerst schwierig gewesen, und ich stehe nicht an, hier meinem Vorgänger Niki Berlakovich, aber auch Elli Köstinger, die im Europäischen Parlament die österreichischen bäuerlichen Interessen vertreten hat, zu danken. Da wurde Hervorragendes geleistet! (Beifall bei der ÖVP sowie Beifall und Bravoruf des Abg. Doppler.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte schon auch einmal auf Folgendes hinweisen: Die kleinen Mitgliedstaaten sind im Rat stark vertreten. Deutschland hat mit 80 Millionen Einwohnern 29 Stimmen im Rat, Österreich hat acht Millionen Einwohner, also ein Zehntel davon, und wir verfügen über zehn Stimmen im Rat. Wir haben diese zehn Stimmen gut genutzt, und wir werden sie auch in Zukunft gut nutzen, indem wir uns auch starke Verbündete suchen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Dann müssen wir es auch budgetieren!
Ich muss schon sagen: Ich sehe die Bio-Landwirtschaft als unser Flaggschiff. Das ist nicht nur eine Nischenproduktion, sondern das ist unser Flaggschiff der Ökologisierung. (Abg. Dr. Pirklhuber: Dann müssen wir es auch budgetieren!) Ich verstehe daher nicht ganz die Unruhe, die hier momentan herrscht. (Abg. Dr. Pirklhuber: Es ist kein Geld da!) Ich werde entsprechende Gespräche – Herr Abgeordneter Pirklhuber, das ist schon vereinbart – mit BIO AUSTRIA führen, um das auch klarzustellen. Wir werden selbstverständlich den Bio-Sektor stärken und die Mittel in diesem Bereich sogar ausbauen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist wichtig!) Also ich verstehe nicht ganz, warum jetzt argumentiert wird, dass wir den Bio-Sektor schwächen wollen. Sie werden in den nächsten Tagen entsprechende Klarstellungen erfahren. Außerdem haben wir ja auch vereinbart, dass wir am 3. April, glaube ich, noch eine ausführliche Debatte im Ausschuss führen werden.
Abg. Dr. Pirklhuber: Es ist kein Geld da!
Ich muss schon sagen: Ich sehe die Bio-Landwirtschaft als unser Flaggschiff. Das ist nicht nur eine Nischenproduktion, sondern das ist unser Flaggschiff der Ökologisierung. (Abg. Dr. Pirklhuber: Dann müssen wir es auch budgetieren!) Ich verstehe daher nicht ganz die Unruhe, die hier momentan herrscht. (Abg. Dr. Pirklhuber: Es ist kein Geld da!) Ich werde entsprechende Gespräche – Herr Abgeordneter Pirklhuber, das ist schon vereinbart – mit BIO AUSTRIA führen, um das auch klarzustellen. Wir werden selbstverständlich den Bio-Sektor stärken und die Mittel in diesem Bereich sogar ausbauen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist wichtig!) Also ich verstehe nicht ganz, warum jetzt argumentiert wird, dass wir den Bio-Sektor schwächen wollen. Sie werden in den nächsten Tagen entsprechende Klarstellungen erfahren. Außerdem haben wir ja auch vereinbart, dass wir am 3. April, glaube ich, noch eine ausführliche Debatte im Ausschuss führen werden.
Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist wichtig!
Ich muss schon sagen: Ich sehe die Bio-Landwirtschaft als unser Flaggschiff. Das ist nicht nur eine Nischenproduktion, sondern das ist unser Flaggschiff der Ökologisierung. (Abg. Dr. Pirklhuber: Dann müssen wir es auch budgetieren!) Ich verstehe daher nicht ganz die Unruhe, die hier momentan herrscht. (Abg. Dr. Pirklhuber: Es ist kein Geld da!) Ich werde entsprechende Gespräche – Herr Abgeordneter Pirklhuber, das ist schon vereinbart – mit BIO AUSTRIA führen, um das auch klarzustellen. Wir werden selbstverständlich den Bio-Sektor stärken und die Mittel in diesem Bereich sogar ausbauen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist wichtig!) Also ich verstehe nicht ganz, warum jetzt argumentiert wird, dass wir den Bio-Sektor schwächen wollen. Sie werden in den nächsten Tagen entsprechende Klarstellungen erfahren. Außerdem haben wir ja auch vereinbart, dass wir am 3. April, glaube ich, noch eine ausführliche Debatte im Ausschuss führen werden.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Vision ist ein lebenswertes Österreich, mit reiner Luft, mit sauberem Wasser, mit einer vielfältigen Natur und mit sicheren, qualitätsvollen und leistbaren Lebensmitteln. Treten wir gemeinsam dafür ein! Arbeiten wir gemeinsam für ein lebenswertes Österreich! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Noch etwas, was mir ganz besonders am Herzen liegt: Es soll nicht immer so sein, dass die Bäuerinnen und Bauern und vor allem die Bergbauern als Subventionsempfänger hingestellt werden. Sie erbringen mit ihrer Arbeit eine großartige Leistung. Wir von der Freiheitlichen Partei sind stolz auf unsere Bauern. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Im Alpenvorland war ein Plus, Herr Kollege! Lesen Sie den Bericht!
Abgeordneter Ing. Hermann Schultes (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren im Hohen Haus! Der Grüne Bericht zeigt uns wieder einmal, dass das wesentliche Phänomen für die Bauern das Wetter ist. Das ist eine Binsenweisheit, und trotzdem muss man es manchen Kolleginnen und Kollegen hier im Haus erklären. Das Jahr 2012 war eben – genauso wie das Jahr 2013 – ein Jahr mit furchtbaren Wetterextremen, was sich auf die Einkommen ausgewirkt hat. Weil Niki Berlakovich jetzt gerade kommt: Es ist einfach unfair, ihm Einkommensverluste in diesem Jahr anzulasten, wo wir genau wissen, was das Wetter in diesem Jahr angerichtet hat. Fürs Wetter kann der Minister noch alleweil nichts! (Abg. Dr. Pirklhuber: Im Alpenvorland war ein Plus, Herr Kollege! Lesen Sie den Bericht!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Ihr Sohn ist gescheit!
Wir wissen ganz genau, die Politik kann viel versprechen, manches halten, aber als Bauer täte ich mich nicht hundertprozentig darauf verlassen. Mein Sohn sagt mir das immer wieder. (Abg. Dr. Pirklhuber: Ihr Sohn ist gescheit!) Ganz entscheidend geht es darum, dass wir als Bauern unsere Kunden haben, die wir im Wettbewerb gegen harte, internationale Konkurrenz jeden Tag neu gewinnen müssen, und das tun wir, indem wir Produkte höchster Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen bringen. Das ist die wahre Leistung der Bauern, das verdient wirklich Respekt, und dafür muss man ihnen danke sagen. Sie müssen jeden Tag im Wettbewerb – im Regal in den Geschäften – die Kundengunst gewinnen.
Abg. Dr. Pirklhuber: Das stimmt ja nicht!
Wir können damit eine starke Verarbeitungsindustrie, die Hunderttausende Arbeitsplätze sichert, versorgen, und wir sind als Investoren in der Landwirtschaft wichtig für alle anderen. Wenn sich Herr Kollege Pirklhuber gerade sehr bemüht, das Inkraftsetzen des aktuellen Programmes weiter und weiter zu verzögern (Abg. Dr. Pirklhuber: Das stimmt ja nicht!), dann muss ich sagen: Das geht zu weit, denn wichtig ist, dass wir die Investitionsförderung in diesem Jahr sehr rasch für die Anträge der Landwirte freigeben. (Ruf bei den Grünen: Geh bitte! – Abg. Dr. Pirklhuber: Effizient will ich es machen, biologisch und sozial!)
Ruf bei den Grünen: Geh bitte! – Abg. Dr. Pirklhuber: Effizient will ich es machen, biologisch und sozial!
Wir können damit eine starke Verarbeitungsindustrie, die Hunderttausende Arbeitsplätze sichert, versorgen, und wir sind als Investoren in der Landwirtschaft wichtig für alle anderen. Wenn sich Herr Kollege Pirklhuber gerade sehr bemüht, das Inkraftsetzen des aktuellen Programmes weiter und weiter zu verzögern (Abg. Dr. Pirklhuber: Das stimmt ja nicht!), dann muss ich sagen: Das geht zu weit, denn wichtig ist, dass wir die Investitionsförderung in diesem Jahr sehr rasch für die Anträge der Landwirte freigeben. (Ruf bei den Grünen: Geh bitte! – Abg. Dr. Pirklhuber: Effizient will ich es machen, biologisch und sozial!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Beton, Beton, Beton!
Es geht darum, dass wir im Frühjahr sehr rasch mit der Bautätigkeit beginnen können. Die Bauern sind immer die Ersten, die zu arbeiten anfangen. Die Gemeinden, die öffentlichen Auftraggeber sind dann meistens ein bisschen später dran. Wenn wir mit der Investitionsförderung früh ein Signal geben können: Ja, es geht auf!, dann haben wir auch frühzeitig einen Arbeitsplatzeffekt, und wir alle wissen, wie wichtig die Landwirtschaft als Arbeitgeber in der Beschäftigung der Bauwirtschaft ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Pirklhuber: Beton, Beton, Beton!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Das tun wir! Wir wollen diskutieren mit den Bauern, das ist notwendig!
Uns geht es darum, dass wir für die Landwirtschaft klare Vorgaben brauchen. Einen respektvollen Umgang mit den Bauern erwarte ich mir von Ihnen allen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das tun wir! Wir wollen diskutieren mit den Bauern, das ist notwendig!) Es geht nicht darum, dass wir von der Politik abhängig sein wollen, sondern wir wissen, dass wir unsere Landwirtschaft nur schützen können, wenn wir auch Sicherheit anbieten, und damit schließt sich der Kreis zu dem, was ich zu Beginn gesagt habe: Das Risiko des Wetters ist für uns eine gewaltige Geschichte. Das Wetterrisiko abzusichern ist nicht möglich, aber die Hagelversicherung ist eine gute Grundlage für den Ausbau der Versicherung der Elementarrisiken.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie um Ihre Zustimmung und Ihre Unterstützung für unser Programm. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Abgeordnete Mag. Christiane Brunner (Grüne): Herr Präsident! Herr Landwirtschaftsminister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher hier im Haus und auch zu Hause! Wenn ich an die Bilder denke, die Herr Abgeordneter Steinbichler hergezeigt hat, dann weiß ich, warum ich Vegetarierin bin. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Um nochmals auf Herrn Kollegen Schultes zu sprechen zu kommen: Mein Zugang ist schon, dass wir auch in der Politik nur Dinge versprechen sollten, die wir auch halten können. Ich glaube, es würde der politischen Diskussion ganz gut tun, wenn wir uns alle daran hielten.
Beifall bei den Grünen.
Nun aber zum Grünen Bericht: Der Grüne Bericht ist eine sehr gute Grundlage für unsere Arbeit. Er bietet einen guten Überblick über die Situation der Landwirtschaft in Österreich, aber eben nicht nur der Landwirtschaft im direkten Sinn, sondern auch darüber hinaus, was soziale Komponenten betrifft, etwa die Situation von Frauen in der Landwirtschaft oder auch die Situation bezüglich Energie im ländlichen Raum. Es ist also ein sehr umfassender Bericht, und auch ich möchte Ihrem Haus, Herr Minister Rupprechter, für die Erstellung dieses Berichtes danken. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Was mir als Umwelt- und Tierschutzsprecherin auch ganz wichtig ist: dass es Investitionsförderungen für Betriebe gibt, die ökologisch wirtschaften und die Tierschutzmaßnahmen setzen, die auch über den Standard des Tierschutzgesetzes hinausgehen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Dafür sind vorrangig nicht Sie als Landwirtschaftsminister zuständig, sondern der Herr Energieminister, aber Sie sagen ja selbst, es gibt mehrere Umweltministerien, und ich erwarte mir von Ihnen auch Unterstützung dahin gehend, dass der Energieminister uns hier im Haus auch tatsächlich eine Vorlage vorlegt. Da ist er bis jetzt noch säumig. – Das ist auch ein Appell an die EnergiesprecherInnen der anderen Parteien. Ich meine, es ist unsere Aufgabe, darauf zu drängen, damit Österreich beim Ausbau der erneuerbaren Energie und bei der grünen Energiewende wieder eine Vorreiterrolle einnehmen kann. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Steinbichler.
Ich bin daher immer noch der Meinung, Österreich braucht ein eigenständiges, starkes und engagiertes Umwelt- und Energieministerium. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der SPÖ.
Gelingt das nicht, meine Damen und Herren, dann müssten wir das Landwirtschaftsministerium umbenennen, denn das Lebensministerium ist dann, wenn wirklich nur mehr industriell gearbeitet wird, ein Industrieministerium geworden. Den Landwirtschaftsausschuss könnten wir dann auflösen und seine Inhalte dem Ausschuss für Industrie eingliedern. Das ist jedoch etwas, das, glaube ich, niemand von uns will. Nehmen wir daher diesen Bericht ernst, arbeiten wir dagegen, um diese ungünstige Fördersituation zum Wohle der Betriebe, die jetzt krass im Nachteil sind, zum Positiven zu verändern! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
mich – und nicht nur für mich – eigentlich sehr, sehr schwer nachzuvollziehen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Zum einen ist es eine Ungleichbehandlung, denn die Haltung von Pferden ist ähnlich jener der Kühe. Sie fressen dasselbe Heu, sie haben denselben Platzanspruch, und zum anderen bestraft man die Jugend, den privaten Reitsport und die Tierhaltung, weil diese Steuer ja letztendlich an die Pferdehalter weitergegeben werden muss. Da frage ich mich: Warum? Es läge doch viel mehr im öffentlichen Interesse, Sport, tierfreundliche Pferdehaltung und vernünftige Jugendtätigkeit in Österreich zu fördern. Mit dieser Regelung geschieht aber leider genau das Gegenteil. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Alles in allem handelt es sich hierbei offensichtlich um ein geballtes Maßnahmenpaket nicht nur gegen die Bauern, sondern auch gegen die Reitsportfreunde. Herr Minister, wir haben im Vorfeld über dieses Thema schon sprechen dürfen. Ich weiß, Sie sind genauso pferdeaffin wie ich und viele, viele andere. Wir setzen ganz große Stücke auf Sie und hoffen, dass Sie die Fehler Ihrer Vorgänger reparieren und im Sinne der Bauern und der Pferdesportfreunde etwas Gutes bewirken. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP.
Es werden nämlich nicht nur die Mindereinnahmen der Berghöfekataster-Gruppen 3 und 4 mit der Ausgleichszulage nicht abgedeckt, die an und für sich ein gutes Instrument zum Ausgleich der ständigen natürlichen Nachteile ist, sondern auch jene der anderen Gruppen nicht. Also wenn diese Bergbauern in der Zukunft eine Chance haben sollen, dann muss man dieser Entwicklung etwas Entsprechendes entgegensetzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend: Schauen wir positiv in die Zukunft und sorgen wir dafür, dass es den Bäuerinnen und Bauern auch in der Zukunft gut geht! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Pah! Das hören Sie sicher nicht ganz so gern, aber das ist wichtig! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Daher abschließend: Nachdenken, nachdenken und wieder nachdenken – für einen stolzen Bauern, für ein stolzes Bauerntum! – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Herr Minister, Sie haben sich in der Ausschusssitzung wirklich, das muss ich betonen, sehr viel Zeit genommen. Sie haben auch sehr viel Verständnis für die Argumente der anderen Parteien gezeigt, und ich denke mir, Sie haben auch viel Verständnis für die Situation der Bergbauern, der Biobauern und der kleinbäuerlichen Betriebe. Vielleicht können wir gemeinsam in diese Richtung arbeiten, damit wir einerseits das Bauernsterben ein Stück weit hintanhalten und andererseits natürlich die Bäuerinnen und Bauern in unserem Land weiter unterstützen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Abg. Ing. Schultes: Wäre Schätzen besser gewesen?
Abgeordneter Georg Willi (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Dieser Grüne Bericht ist eine sehr detaillierte Darstellung; da wurde viel gezählt und gemessen. Wir wissen, dass es in Österreich im Jahre 2012 11 840 703 Stück Geflügel und 1 962 419 Rinder gegeben hat. Und auch die Pferde, Frau Weigerstorfer, sind bis auf das letzte Stück gezählt. Das ist Ausdruck der Bürokratie, die hinter der Landwirtschaft steckt. Und ich frage mich manchmal: Ist das in diesem Ausmaß sinnvoll? (Abg. Ing. Schultes: Wäre Schätzen besser gewesen?)
Abg. Ing. Schultes: Wertschätzung ist das keine!
Herr Minister, Sie sind der Verwalter eines schrumpfenden Sektors. (Abg. Ing. Schultes: Wertschätzung ist das keine!) Wir haben in Österreich in den Jahren 1995 bis 2010, also seit dem EU-Beitritt, jeden vierten landwirtschaftlichen Betrieb verloren. Die Bruttowertschöpfung der Landwirtschaft beträgt nur 1,6 Prozent, und trotzdem ist die Landwirtschaft enorm wichtig. Sie entscheidet, wie unsere Landschaft aussieht, wie fruchtbar unsere Böden sind, wie sauber unser Wasser, wie gut unsere Luft ist. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Herr Minister, Sie sind der Verwalter eines schrumpfenden Sektors. (Abg. Ing. Schultes: Wertschätzung ist das keine!) Wir haben in Österreich in den Jahren 1995 bis 2010, also seit dem EU-Beitritt, jeden vierten landwirtschaftlichen Betrieb verloren. Die Bruttowertschöpfung der Landwirtschaft beträgt nur 1,6 Prozent, und trotzdem ist die Landwirtschaft enorm wichtig. Sie entscheidet, wie unsere Landschaft aussieht, wie fruchtbar unsere Böden sind, wie sauber unser Wasser, wie gut unsere Luft ist. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Abg. Steinbichler: Welches Bio? Industrielles Bio oder reines Bio?
Unser grünes Konzept heißt: Bio – regional, saisonal. Das hätten wir gerne. (Abg. Steinbichler: Welches Bio? Industrielles Bio oder reines Bio?) – Sie schränken meine wertvolle Redezeit ein; das machen wir nachher privat, Herr Kollege.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Wir haben es in der Hand! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Abg. Steinbichler: Biogas!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Um gleich bei meinem Vorredner anzuschließen: Es war immer die Tradition der Landwirtschaftsminister – jedenfalls jener, die aus dem Bauernbund, aus der ÖVP kommen –, die Landwirtschaft im Geiste der öko-sozialen Land- und Forstwirtschaft weiterzuentwickeln. (Abg. Steinbichler: Biogas!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Es war nie für uns ein Widerspruch: Bio oder konventionell. In Wahrheit ist das Ziel, dass wir österreichische, insbesondere regionale Lebensmittel präsentieren. Auch wenn wir Bio-Weltmeister sind, muss es natürlich heißen, dass wir Bio weiter aus-bauen, aber – und das ist die Einschränkung; soll aber keine Einschränkung sein, sondern die Betonung – so, wie es der Markt und wie es vor allem die Menschen verlangen. Ich habe persönlich nie etwas davon gehalten, dass man sagt – Sie haben es nicht gesagt, aber in der Grundtendenz –, alle sollen Bio werden, denn dann fallen uns wesentliche Teile der Nahrung weg, weil sich noch immer ein großer Teil der Bevölkerung in Österreich konventionell ernährt. Und diese Menschen müssen sich auch verlassen können auf ordentliche, sichere Lebensmittel. Und diese Anforderung war eine, die die österreichische heimische Land- und Forstwirtschaft immer erfüllt hat. Daher danke an die Bäuerinnen und Bauern für ihre ausgezeichnete Arbeit! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Abschließend: Der von Fischler angesprochene „Feinkostladen“ ist jetzt Realität. Mit den GenussRegionen, mit der starken regionalen Komponente haben wir das erreicht. – Danke an die Konsumentinnen und Konsumenten, die die österreichischen Lebensmittel kaufen! (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herzlichen Dank für den Grünen Bericht! Das war unter meiner Amtszeit noch der letzte Grüne Bericht, den wir erstellen konnten. Das ist exzellente Arbeit der Expertinnen und Experten des Lebensministeriums. Ich wünsche meinem Nachfolger alles Gute bei unserem gemeinsamen Weg für die österreichische Landwirtschaft. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.
Für uns ist auch die Fortschreibung einer seit vielen Jahren bestehenden Ungerechtigkeit nicht nachvollziehbar. Seit mehr als zehn Jahren gibt es die Ungerechtigkeit, dass landwirtschaftliche Flächen und Betriebe höchst unterschiedliche Zahlungsansprüche haben und daraus resultierend unterschiedliche Betriebsprämien erhalten. Diese Prämie soll für die landwirtschaftlichen Flächen vereinheitlicht werden, jedoch in Fünf-Jahresschritten bis 2019 und jeweils um 20 Prozent. Ich frage mich wirklich: Warum nicht sofort? (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Jahr 2014 ist wirklich ein entscheidendes Jahr für die Zukunft der österreichischen Landwirtschaft. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Ing. Schultes: Wo wird es denn subventioniert?
Geplant war ursprünglich, bis 2020 einen Anteil von 20 Prozent an erneuerbarer Energie als Treibstoff für den Transport zu verwenden. Im Herbst letzten Jahres wurde eine von der EU-Kommission in Auftrag gegebene Studie veröffentlicht, die sehr interessante Informationen bietet. Würde man jetzt hergehen und die Subventionierung des Biotreibstoffes stoppen, so würde die Nachfrage (Abg. Ing. Schultes: Wo wird es denn subventioniert?) – Moment! (Abg. Ing. Schultes: In Österreich nicht!) – In Österreich wird er auch subventioniert. Na sicher. (Ruf bei der FPÖ: Wer redet jetzt von euch zwei?)
Abg. Ing. Schultes: In Österreich nicht!
Geplant war ursprünglich, bis 2020 einen Anteil von 20 Prozent an erneuerbarer Energie als Treibstoff für den Transport zu verwenden. Im Herbst letzten Jahres wurde eine von der EU-Kommission in Auftrag gegebene Studie veröffentlicht, die sehr interessante Informationen bietet. Würde man jetzt hergehen und die Subventionierung des Biotreibstoffes stoppen, so würde die Nachfrage (Abg. Ing. Schultes: Wo wird es denn subventioniert?) – Moment! (Abg. Ing. Schultes: In Österreich nicht!) – In Österreich wird er auch subventioniert. Na sicher. (Ruf bei der FPÖ: Wer redet jetzt von euch zwei?)
Ruf bei der FPÖ: Wer redet jetzt von euch zwei?
Geplant war ursprünglich, bis 2020 einen Anteil von 20 Prozent an erneuerbarer Energie als Treibstoff für den Transport zu verwenden. Im Herbst letzten Jahres wurde eine von der EU-Kommission in Auftrag gegebene Studie veröffentlicht, die sehr interessante Informationen bietet. Würde man jetzt hergehen und die Subventionierung des Biotreibstoffes stoppen, so würde die Nachfrage (Abg. Ing. Schultes: Wo wird es denn subventioniert?) – Moment! (Abg. Ing. Schultes: In Österreich nicht!) – In Österreich wird er auch subventioniert. Na sicher. (Ruf bei der FPÖ: Wer redet jetzt von euch zwei?)
Abg. Ing. Schultes: Die Ungarn wissen, wie gut das ist!
Der Exportanteil ist aber stark steigend, so wurden alleine im Jahr 2011 laut aktuellem Bericht mehr als 93 000 Tonnen Bioethanol exportiert. (Abg. Ing. Schultes: Die Ungarn wissen, wie gut das ist!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Bitte wäre nur, die Strategie diesbezüglich zu überlegen. Für Österreich eine positive Meldung: Bei uns wird Bioethanol nachhaltig hergestellt. Aber Rohstoffe für Nahrungsmittel gehören letztendlich nicht ins Auto. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Steinbichler.
darum geht, dieses Problem zu lösen. Daran arbeiten wir seit meinem Amtsantritt mit Hochdruck gemeinsam mit der „Taskforce Alm“. Die Landesräte und die Präsidenten der Landwirtschaftskammern der betroffenen Bundesländer sitzen da gemeinsam mit mir an einem Tisch. Wir werden Ihnen – das kann ich Ihnen versichern – Mitte/Ende März, noch bevor die Almen ausgeapert sind, die Lösung des Problems vorlegen können. Und ich kann Ihnen versichern, Sie sind Teil der Lösung. Wir werden auch das Hohe Haus brauchen, um diese Thematik zu bereinigen. Aber ich stehe dazu: Wir haben die beste Almförderung der Welt – und das soll auch in Zukunft so bleiben. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Steinbichler.) – Vielen Dank.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Mein Ziel ist es, die breite, flächendeckende Ökologisierung der österreichischen Landwirtschaft voranzubringen. Arbeiten wir gemeinsam hier für ein lebenswertes Österreich! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
3 000 Winzer in Österreich im Regen stehen lassen? Welche konkreten Maßnahmen haben diese Winzer zu erwarten, wenn ihr Geschäft, nämlich den Grundwein für die Sekterzeugung zu liefern, zusammenbrechen wird? Gibt es da irgendeinen Ansatz? (Beifall bei der FPÖ.) Ich nehme an, Sie sind für die österreichischen und nicht für die italienischen Winzer zuständig.
Abg. Dr. Pirklhuber: Nein!
Jetzt habe ich aus gut informierter Quelle gehört, Sie hätten eine Lösung, es gebe, wenn das stimmt, anscheinend einen Pauschalbetrag von 24 € pro Pferd. Ich bin schon neugierig darauf, wie das konkret ausschaut. Ich habe im Dezember 2013 einen Antrag eingebracht, um dieses Problem zu thematisieren, jetzt kommt Bewegung hinein. Wenn das für die Landwirte, für die Pferde und für die Pferdesportler eine Verbesserung bringt, bin ich ja grundsätzlich froh, aber es bleiben nach wie vor einige Fragen, ganz entscheidende Fragen offen: Wie schaut es mit dem Gewerberecht aus? Fallen diese Bauern jetzt, wenn Sie 20 Prozent Mehrwertsteuer verlangen, unter das Gewerberecht? Sind sie jetzt Unternehmer? (Abg. Dr. Pirklhuber: Nein!) – Es würde mich schon interessieren, ob das ganz konkret beantwortet wird. Die Landwirte wollen das auch wissen, das ist nicht geklärt.
Beifall bei der FPÖ.
Für mich ist klar: Die ÖVP hat nicht nur in der Wirtschaft die Klein- und Mittelbetriebe schon lange im Regen stehen lassen und vergessen, sie macht das bitte sehr auch bei den Bauern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Eigentlich wollte ich sagen – ich sage es trotzdem, trotz des letzten Redebeitrags –, dass die heutige Diskussion über den Grünen Bericht wirklich von einem breiten Konsens getragen ist. Dies stimmt mich zuversichtlich, weil man die Bauern nicht als einen schrumpfenden Sektor sehen sollte. Die Bauern werden nicht die Letzten von gestern, sondern die Ersten von morgen sein, meine Damen und Herren, weil sie die Lebensgrundlagen für die Menschen in Österreich und in Europa sichern. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Sehr gut!
Daher ist es wichtig, dass wir den Worten, die wir heute geäußert haben, auch Taten folgen lassen und jene Grundlagen liefern, damit wir einerseits die Sehnsüchte der Menschen, der Konsumenten die täglichen Lebensmittel betreffend sicherstellen können; andererseits müssen wir aber auch wissen, damit die Bauern das tun können, muss für sie auch die Praxistauglichkeit sichergestellt werden, meine Damen und Herren. (Abg. Dr. Pirklhuber: Sehr gut!) Es soll nicht nur immer die Forderung nach höheren Standards im Bereich Tierschutz, Umweltschutz und dergleichen mehr geben. (Abg. Steinbichler: Lernfähig!)
Abg. Steinbichler: Lernfähig!
Daher ist es wichtig, dass wir den Worten, die wir heute geäußert haben, auch Taten folgen lassen und jene Grundlagen liefern, damit wir einerseits die Sehnsüchte der Menschen, der Konsumenten die täglichen Lebensmittel betreffend sicherstellen können; andererseits müssen wir aber auch wissen, damit die Bauern das tun können, muss für sie auch die Praxistauglichkeit sichergestellt werden, meine Damen und Herren. (Abg. Dr. Pirklhuber: Sehr gut!) Es soll nicht nur immer die Forderung nach höheren Standards im Bereich Tierschutz, Umweltschutz und dergleichen mehr geben. (Abg. Steinbichler: Lernfähig!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Einige Millionen!
Das heißt, hier müssen wir eine ehrliche Diskussion führen. Ich weiß nicht, ob Sie das wissen: Neben all diesen Leistungen, die die Bauern erbringen, wissen Sie, für wie viele Tiere die Bäuerinnen und Bauern tagtäglich in Österreich verantwortlich sind? Wissen Sie es? (Abg. Dr. Pirklhuber: Einige Millionen!) Ich sage es Ihnen: 18,6 Millionen Tiere. Da tragen die Bauern Verantwortung und haben Kompetenz, jeden Tag, meine Damen und Herren. Jeden Tag! (Demonstrativer Beifall des Abg. Steinbichler.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Steinbichler.
Das heißt, hier müssen wir eine ehrliche Diskussion führen. Ich weiß nicht, ob Sie das wissen: Neben all diesen Leistungen, die die Bauern erbringen, wissen Sie, für wie viele Tiere die Bäuerinnen und Bauern tagtäglich in Österreich verantwortlich sind? Wissen Sie es? (Abg. Dr. Pirklhuber: Einige Millionen!) Ich sage es Ihnen: 18,6 Millionen Tiere. Da tragen die Bauern Verantwortung und haben Kompetenz, jeden Tag, meine Damen und Herren. Jeden Tag! (Demonstrativer Beifall des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Steinbichler.
Und dafür müssen wir uns bedanken, für diesen Fleiß, für diese tägliche Arbeit haben unsere Bäuerinnen und Bauern Applaus verdient. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Steinbichler.
Da liegt es mir auch am Herzen – und ich bin dem Herrn Bundesminister wirklich sehr, sehr dankbar dafür –, dass es ein glasklares Bekenntnis zu den Bergbauern und zu den Almbauern gibt. Sie haben es verdient, dass es einerseits eine rasche Lösung für die Almbäuerinnen und -bauern gibt, denn es sind wirklich viele in ihrer Existenz bedroht, und gleichzeitig ist es auch wichtig, in Zukunft festzuhalten an jenem Programm für die benachteiligten Gebiete und für die Bergbauern, das die höchste gesellschaftliche Akzeptanz hat. Mehr als 90 Prozent der Menschen in Österreich sagen nämlich, dieses Programm brauchen die Bergbäuerinnen und Bergbauern. Daher ist es auch für die Zukunft ganz, ganz wichtig, dass daran nicht gerüttelt wird, sondern dass es ausgebaut wird, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Bundesminister, nochmals herzlichen Dank für den Versuch, gemeinsam mit diesem Hohen Haus die Problematik der Almen möglichst rasch zu lösen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ
Abgeordnete Cornelia Ecker (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Als Salzburger Abgeordnete ist es mir sehr wichtig, die Biolandwirtschaft zu fördern. In Salzburg haben wir nämlich die größte Dichte der Biolandwirtschaft in Österreich. Generell liegt der Anteil der Biobetriebe bei 16,5 Prozent. Das heißt, 20 Prozent der Fläche in Österreich wird biologisch bewirtschaftet. Und das muss bewahrt, das muss ausgebaut werden (Beifall bei der SPÖ), denn das heißt nachhaltiges Wirtschaften, das heißt Kontrolle über unsere Lebensmittel, das heißt Umweltschutz, das heißt Tierschutz, und das heißt besserer Geschmack! Es freut mich besonders, dass im Regierungsprogramm die Stärkung und der Ausbau der Biolandwirtschaft verankert sind.
Abg. Dr. Pirklhuber: Sehr gut! Ausgezeichnet!
Sie, Herr Minister, stammen aus einer Bergbauernfamilie. Gerade Sie müssen wissen, wie wichtig gerechte Verteilung in diesem Bereich ist. Wir als Sozialdemokratische Partei fordern bereits für die ersten 20 Hektar einen Aufschlag von 50 € pro Hektar. (Abg. Dr. Pirklhuber: Sehr gut! Ausgezeichnet!) Die Agrarförderungen müssen effektiver eingesetzt und an jene verteilt werden, die sie wirklich am notwendigsten brauchen.
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Steinbichler.
Zuletzt möchte ich unterstreichen – und das ist mir wirklich ein ganz besonderes Anliegen –: Die Einkommensschere zwischen den bäuerlichen Agrarkapitalisten und den bäuerlichen Familienbetrieben darf nicht weiter aufgehen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der ÖVP.
Unsere Bäuerinnen verstehen sich als berufstätige Frauen, sie sind Unternehmerinnen, die neue Einkommensquellen erschließen, denn gerade in der Direktvermarktung sind sie ganz vorne mit dabei. Das ist ein wichtiger Betriebszweig für die Landwirtschaft, für die Strukturen, für die Artenvielfalt und natürlich für den sicheren Arbeitsplatz Bauernhof. Sie sind Botschafter zu den Konsumenten. Daher brauchen wir auch unsere Bäuerinnen in der Interessenvertretung und in den politischen Funktionen, und es wäre wünschenswert, da das gleiche Verhältnis wie in der Betriebsführung vorzufinden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher ist mir all das von mir Gesagte ein großes Anliegen. Und ich weiß, unser Herr Minister kennt das Problem, denn er kommt selbst aus einer Berg- und benachteiligten Region, und er hat uns gerade vorhin auch versichert, es ist ihm ein Herzensanliegen. Ich weiß auch, dass er unsere Probleme ernst nimmt. Ich bedanke mich jetzt schon dafür, dass wir ein gutes Programm für die Zukunft bekommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Unser Antrag hat zehn Punkte! Zehn Punkte!
Ich möchte, was die Grünen betrifft, erwähnen, dass auch sie gemeint haben, dass der Biolandbau gestärkt gehört und dass sie sich zu den Biobetrieben bekennen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Unser Antrag hat zehn Punkte! Zehn Punkte!) Daher auch nochmals meine Einladung, den Entschließungsantrag mitzutragen.
Beifall bei der SPÖ.
Ich wünsche uns für die Debatte dieses Entschließungsantrags in der nächsten Ausschusssitzung am 3. April viel Erfolg. Herr Minister, Ihnen wünsche ich alles Gute in Ihrem neuen Amt und hoffe auf weiterhin gute Zusammenarbeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Die ländlichen Regionen sind attraktive Wirtschafts-, Arbeits-, Siedlungs- und Erholungsräume, die weiterhin gestärkt werden müssen. Der Agrarische Bildungs- und Beratungsbericht, welcher auch im Grünen Bericht Erwähnung findet, beschäftigt sich eingehend mit diesem Thema. Daher müssen wir uns für die Einrichtung einer Fachhochschule einsetzen, um den Forderungen unserer vor- und nachgelagerten Betriebe in unseren Regionen Rechnung zu tragen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Steinbichler.
Ich möchte aber auch das LEADER-Programm erwähnen, das für viele bäuerliche Betriebe den Sprung in das Unternehmertum darstellt und durch das sehr viele Arbeitsplätze in den Regionen entstehen. Wir alle sind aufgefordert, unseren Landwirten auch in Zukunft ein Umfeld zu bieten, in dem sie nachhaltig, wirtschaftlich und leistungsfähig produzieren können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich stehe nicht an, hier zu sagen, dass ich sehr wohl für die Unterstützung in der Landwirtschaft bin: bei den Kleinbauern, bei den Bergbauern, weniger bei den Großbetrieben, die schon fast in die industrielle Produktion übergehen. Was die dafür notwendigen Mittel betrifft, so sei unserem Herrn Bundeskanzler gedankt, der noch 700 Millionen € aus der ersten Säule herausverhandelt hat. Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Da müsst ihr einmal nach Niederösterreich schauen!
Was meine ich damit? – Wir sollten die Behördengänge verkürzen. Wir sollten den Hindernislauf verkürzen, der notwendig ist, bevor wir endlich mit den entsprechenden Maßnahmen beginnen können. Es dauert einfach viel zu lange, bis die Umsetzung eines Hochwasserschutzprojekts beginnen kann. Das muss sich ändern! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Da müsst ihr einmal nach Niederösterreich schauen!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Neubauer: Wie ist das jetzt mit der Witwenpension?
Jetzt möchte ich an unseren Herrn Bundesminister noch eine Forderung stellen: Lassen Sie untersuchen, wie diese Gebiete bewirtschaftet werden, und berichten Sie uns hier im Hohen Haus, was Sie darüber erfahren haben und was Sie dazu zu sagen haben. – Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Neubauer: Wie ist das jetzt mit der Witwenpension?)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Yilmaz.
Da ist mein Appell an die Opposition: Bemühen wir uns um eine bessere Diskussionskultur! Das haben sich die Bäuerinnen und Bauern verdient. Richten Sie den Blick auf das Ganze, unsere Kinder werden es Ihnen danken. – Alles Gute. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Yilmaz.)
Der Redner stellt neuerlich das Plakat auf das Rednerpult, auf dem ein aufgeschnittener Tierkörper zu sehen ist. – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.
Abgeordneter Leopold Steinbichler (STRONACH): Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! (Der Redner stellt neuerlich das Plakat auf das Rednerpult, auf dem ein aufgeschnittener Tierkörper zu sehen ist. – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.) – Sicher, ein Bild sagt mehr als Tausend Worte. Herr Kollege Deimek, das musst du als gebildeter Mensch wissen.
Beifall beim Team Stronach.
so viele Zusatzstoffe in den Lebensmitteln. Auch das gehört durchleuchtet! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Gurkerl aus China, Maiskolben aus Indien oder umgekehrt, Teiglinge ebenfalls aus China, Hendl – in Chlor gebadet – aus China, das ist die Realität. Natürlich wunderbar eingepackt, aber das Problem ist: Nicht die Verpackung zählt, sondern der Inhalt. Das ist, glaube ich, die Leitlinie der neuen Politik, die wir machen sollten. Deshalb brauchen wir wesentlich mehr Geld für die Bauernhöfe. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne bin ich davon überzeugt, dass wir vor einer großartigen Periode stehen, dass wir einen Riesenschritt weiterkommen bei Themen, über die man bisher 20 Jahre diskutiert hat. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Auer.
Bei aller Kritik an den Landwirtschaftskammern, die in Einzelfällen immer wieder auch von uns geäußert wird, sehen wir trotzdem im Beratungs- und sozusagen Dienstleistungsbereich der Landwirtschaftskammern eine wichtige Leistung für die Landwirtschaft. Auch im Interesse der Gesellschaft, wenn wir an Bodenschutz, Wasserschutz et cetera, aber auch an die Rechtsberatung denken, sind die Landwirtschaftskammern sehr wichtig. (Zwischenruf des Abg. Auer.) – Ja, selbstverständlich auch für die Kleinbetriebe, da hast du vollkommen recht, Jakob Auer. – Also das können wir nicht teilen, auch wenn wir uns eine Reform wünschen.
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Strasser.
Allerdings muss ich dir auch sagen, die Zahlen zu den Biobetrieben sind folgende: 2010 wurden 21 728 Betriebe gefördert, 2012 waren es 21 352 Betriebe. Das ist also eine Abnahme um fast 400 Betriebe. Die Fläche hat im selben Zeitraum um etwa 6 000 Hektar abgenommen. Es ist ein Einstiegsstopp von Bio (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Strasser.) – Die Zahlen stammen aus den Grünen Berichten der Jahre 2011, 2012 und 2013, sind also jederzeit nachzuholen und nachzulesen.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Steinbichler.
Auf grüne Initiative wird es am 11. März eine Sitzung der §-7-Kommission geben, bei der die Fraktionen und die Sozialpartner eingeladen sind, ihre Vorschläge für die Zukunft des ländlichen Raums vorzulegen. Wir haben unseren Antrag dort bereits eingebracht. Ich hoffe, dass auch die anderen Fraktionen dieses Recht wahrnehmen werden und dass wir auch in der §-7-Kommission eine intensive Diskussion für die Zukunft des Agrarumweltprogramms in Österreich haben werden. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben ein ähnliches Gesetz ja im Mai 2013 schon einmal beschlossen. Damals ging es um die Bundesstraßen. Und jetzt haben wir das Gesetz für die Hochleistungsstreckenprojekte. Ich glaube, dass das einfach eine Anlassgesetzgebung ist, dass man sagt, ein Rechtsmittel, das ich gegen eine abgeschlossene UVP einlege, hat keine aufschiebende Wirkung mehr. Das ist meines Erachtens ein völlig falscher Ansatz, ein völlig falscher Weg. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundesminister, da sage ich Ihnen eines: Da bin ich einigermaßen enttäuscht von einem Umweltminister, der sich da wirklich auf Druck der Bauindustrie über den Tisch ziehen lässt, denn nichts anderes ist dieses Gesetz. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Ing. Hofer übernimmt den Vorsitz.
Aber Sie wissen auch eines ganz genau, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien: Wenn dieser Basistunnel jetzt nicht gebaut wird, dann kommt er gar nicht mehr, weil er auch nicht notwendig ist! Er ist auch extrem teuer, mit diesem Geld könnte man viele, viele andere Projekte finanzieren. (Präsident Ing. Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Das muss ich Ihnen ehrlicherweise sagen, Herr Bundesminister: Da sollten Sie sich überlegen, ob Sie wirklich das richtige Ressort gewählt haben! (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Zahlt sich nicht aus!
Abgeordneter Andreas Ottenschläger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuschauerinnen und Zuschauer! Ganz kurz möchte ich auf meine Vorrednerin eingehen. (Ruf bei der ÖVP: Zahlt sich nicht aus!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Natürlich hebeln wir sie aus!
Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und jetzt hebeln wir sie aus!) Nein, wir hebeln sie nicht aus (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Natürlich hebeln wir sie aus!), sondern es wird weiterhin der Fall sein, dass die aktuellen Erkenntnisse aus den laufenden Verfahren in das Projekt einfließen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: ... brauchen wir sie nicht mehr!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: ... brauchen wir sie nicht mehr!
Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und jetzt hebeln wir sie aus!) Nein, wir hebeln sie nicht aus (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Natürlich hebeln wir sie aus!), sondern es wird weiterhin der Fall sein, dass die aktuellen Erkenntnisse aus den laufenden Verfahren in das Projekt einfließen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: ... brauchen wir sie nicht mehr!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Aber dann ist es ja kein Problem, die UVP abzuwarten!
Es ist auch wichtig für den Standort im Süden (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Aber dann ist es ja kein Problem, die UVP abzuwarten!), für den Standort im Süden von Österreich. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Dann ist es ja kein Problem, das abzuwarten! – Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.) Es ist auch ein wichtiger Beitrag für eine Attraktivierung durch die Verkürzung der Fahrzeit. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Man muss nicht das Gesetz aushebeln!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Dann ist es ja kein Problem, das abzuwarten! – Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.
Es ist auch wichtig für den Standort im Süden (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Aber dann ist es ja kein Problem, die UVP abzuwarten!), für den Standort im Süden von Österreich. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Dann ist es ja kein Problem, das abzuwarten! – Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.) Es ist auch ein wichtiger Beitrag für eine Attraktivierung durch die Verkürzung der Fahrzeit. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Man muss nicht das Gesetz aushebeln!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Man muss nicht das Gesetz aushebeln!
Es ist auch wichtig für den Standort im Süden (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Aber dann ist es ja kein Problem, die UVP abzuwarten!), für den Standort im Süden von Österreich. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Dann ist es ja kein Problem, das abzuwarten! – Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.) Es ist auch ein wichtiger Beitrag für eine Attraktivierung durch die Verkürzung der Fahrzeit. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Man muss nicht das Gesetz aushebeln!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner
Noch einmal: Es wird nichts ausgehebelt, sondern es wird hier auch die Gleichstellung zwischen der Straße und der Schiene – Sie haben es ja bereits erwähnt (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner) – gewährleistet. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wissen Sie eigentlich, was Sie da reden?) Ja, ich weiß sehr gut, was ich rede.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wissen Sie eigentlich, was Sie da reden?
Noch einmal: Es wird nichts ausgehebelt, sondern es wird hier auch die Gleichstellung zwischen der Straße und der Schiene – Sie haben es ja bereits erwähnt (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner) – gewährleistet. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wissen Sie eigentlich, was Sie da reden?) Ja, ich weiß sehr gut, was ich rede.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Demnächst! Wir beschließen es ja heute!
Es bleibt beim Bauprojekt am Semmering weiter offen, wann und ob wieder weitergebaut werden kann. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Demnächst! Wir beschließen es ja heute!) Dass die vonseiten des Verwaltungsgerichtshofs festgestellten Mängel von Ministerium und Bahn auszumerzen sind, steht ja außer Streit.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Im UVP-Verfahren wird auch weiterhin genau evaluiert werden, ob diese Bauprojekte dem Naturschutz gerecht werden. Ich wiederhole auch das noch einmal: In meinen Augen ist der schon zitierte Semmering-Basistunnel allen Einwänden zum Trotz auch ein Projekt im Sinne der Umwelt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Die ist ja einschätzbar! Bisher jedenfalls!
Eines sollten wir auch bedenken bei Projekten dieser Dimension, die sich über viele, viele Jahre erstrecken: Eine gewisse Rechts- und Planungssicherheit sollte möglich und gewährleistet sein. Es ist nämlich auch für die Zukunft unserer wichtigen Projekte entscheidend, dass die Rechtslage einschätzbar und die Kosten kalkulierbar bleiben. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Die ist ja einschätzbar! Bisher jedenfalls!) Sonst werden wir nämlich bald das Problem haben, dass uns die Kosten bei derlei Projekten davongaloppieren.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Aus verkehrs-, umwelt- und verfassungspolitischer Sicht soll es eben – und das steht auch in der Begründung des Antrags drin – zu keiner Ungleichbehandlung von Straße und Schiene kommen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Rädler: Waren nicht ausgereift!
Leider hat es nur ein Antrag hierher ins Plenum geschafft, und das ist der Antrag der Regierungsparteien. Die Oppositionsanträge wurden leider allesamt vertagt. (Abg. Rädler: Waren nicht ausgereift!) – Es ist mir wichtig, dass die Öffentlichkeit weiß, dass es auch viele Initiativen der Opposition im Umweltausschuss gibt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Leider hat es nur ein Antrag hierher ins Plenum geschafft, und das ist der Antrag der Regierungsparteien. Die Oppositionsanträge wurden leider allesamt vertagt. (Abg. Rädler: Waren nicht ausgereift!) – Es ist mir wichtig, dass die Öffentlichkeit weiß, dass es auch viele Initiativen der Opposition im Umweltausschuss gibt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen und NEOS.
Unsere Kritik war auf diese Ausnahmeregelung bezogen. Wir wollten eine Gleichstellung zwischen Bahn und Straße, aber eben in die andere Richtung. Das geht jetzt genau in die verkehrte Richtung, nämlich dass es zusätzlich auch bei Bahninfrastrukturprojekten diese Ausnahmeregelung gibt und gerade hier Umweltinteressen, NachbarInneninteressen ausgeschaltet werden. Und wenn Sie von Planungssicherheit und von Rechtssicherheit reden: Ja, aber ich denke, das muss für BürgerInnen und für die Umwelt genauso gelten wie für Infrastrukturbetriebe. (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.
Deswegen unterstützen wir auch den Rückverweisungsantrag, gemeinsam mit den NEOS und dem Team Stronach. Ich denke, es ist das Mindeste, dass wir dieses Thema noch einmal behandeln und einem Vertreter oder einer Vertreterin der Umweltanwaltschaften auch die Möglichkeit geben, ihre Bedenken hier im Haus zu artikulieren und das ernsthaft noch einmal zu thematisieren. (Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen und NEOS.
Auch deswegen: Österreich braucht ein eigenständiges, starkes und engagiertes Umwelt- und Energieministerium. (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Richtig!
Liebe Kollegin Belakowitsch-Jenewein, es geht wirklich um eine politische Frage. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Richtig!) Wir brauchen nicht herumzureden. Es ist zwar keine Anlassgesetzgebung, aber reden wir offen, um welche Projekte es in dieser Republik geht. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Liebe Kollegin Belakowitsch-Jenewein, es geht wirklich um eine politische Frage. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Richtig!) Wir brauchen nicht herumzureden. Es ist zwar keine Anlassgesetzgebung, aber reden wir offen, um welche Projekte es in dieser Republik geht. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das war keine Kritik am Basistunnel, sondern an der Gesetzgebung ...!
Es ergibt irgendwie der Zufall, dass Sie heute neben dem Verkehrssprecher der FPÖ sitzen. Ich habe Ihre massive Kritik am Semmering-Basistunnel zur Kenntnis genommen. Inhaltlich bin ich eher bei Ihrem Kollegen Deimek (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das war keine Kritik am Basistunnel, sondern an der Gesetzgebung ...!),
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
der am 11. Februar den raschen Weiterbau des Semmering-Basistunnels gefordert hat. Ich will mich jetzt bei Ihnen nicht als Mediator engagieren. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Kollege Deimek und ich sind fünf Jahre lang nebeneinander gesessen, vielleicht hat das etwas gefruchtet.
Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.
Jetzt sage ich ganz deutlich, dass wir alle miteinander die Entwicklung der Westbahn in den letzten Jahren miterlebt haben. Der Ausbau dieser Hochgeschwindigkeitsstrecke und der Bahnhofsausbau – das ist wirklich höchste Qualität Richtung Salzburg. Jetzt geht es darum, auch im Osten und Süden Österreichs auszubauen, da diese Region im öffentlichen Nahverkehrsbereich und entlang der transeuropäischen Linien noch deutlich nachhinkt. (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Warum waren Sie dann dafür ...?
Von unserer Seite gibt es ein klares Bekenntnis für den öffentlichen Verkehr, für die Pendlerinnen und Pendler, aber genauso für die Fernreisenden wie auch für den Güterverkehr. Zwischen Danzig und Bologna liegt nun einmal der Semmering, und wir haben uns entschlossen, dieses Nadelöhr auszubauen, um Teil eines transeuropäischen Bahnnetzes zu sein. (Abg. Dr. Pirklhuber: Warum waren Sie dann dafür ...?)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Es kann doch nicht immer so sein, dass ich mich am Sonntag hinstelle und sage, alle Güter von der Straße auf die Schiene, aber am Montag sage ich nein, weil irgendwo Baumaßnahmen notwendig sind. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Ich habe diese Diskussion in Niederösterreich als Landtagsabgeordneter jahrelang miterlebt, wie der Landeshauptmann versucht hat, den damals noch bösen Tunnel am Semmering zu verhindern. Wir könnten ja schon seit Jahrzehnten fertig sein, hätte man nicht damals in Niederösterreich mit einem eigenartigen Naturschutzgesetz den Semmering-Basistunnel verhindert.
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Jetzt sind wir so weit, die Bundesregierung investiert gemeinsam mit der Europäischen Union. Wien, das südliche Niederösterreich, die Steiermark und Kärnten liegen dann an den hochwertigen Transitlinien. Das ist gut für den öffentlichen Verkehr, das ist gut für die Umwelt- und Klimapolitik, und es ist vor allem gut für den Wirtschaftsstandort der Republik Österreich. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Nicht angeblich!
Abgeordnete Ulrike Weigerstorfer (STRONACH): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen und Zuseher an den Fernsehgeräten! Wir haben es schon vorab gesehen: eine heiße Debatte. Wobei ich mich schon ein bisschen frage, denn dieser Antrag wird ja morgen angeblich schon im Bundesrat beschlossen ... (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Nicht angeblich!) Er wird morgen angeblich schon beschlossen (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Fix!), ich erwarte deshalb für die sachlich begründete Rückverweisung natürlich relativ wenig Unterstützung der Regierungsfraktionen.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Fix!
Abgeordnete Ulrike Weigerstorfer (STRONACH): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen und Zuseher an den Fernsehgeräten! Wir haben es schon vorab gesehen: eine heiße Debatte. Wobei ich mich schon ein bisschen frage, denn dieser Antrag wird ja morgen angeblich schon im Bundesrat beschlossen ... (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Nicht angeblich!) Er wird morgen angeblich schon beschlossen (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Fix!), ich erwarte deshalb für die sachlich begründete Rückverweisung natürlich relativ wenig Unterstützung der Regierungsfraktionen.
Beifall bei Team Stronach, Grünen und NEOS.
Sie haben es angesprochen, Frau Kollegin Brunner: Natürlich haben die Umweltanwälte aller Bundesländer auch uns geschrieben. Das ist ein ganz, ganz klares Zeichen, das sie dafür gesetzt haben, dass hier tatsächlich dringender Handlungsbedarf besteht. Spätestens dann sollte man wirklich aufmerksam werden. (Beifall bei Team Stronach, Grünen und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Es gibt für uns noch sehr viel sachlichen Handlungsbedarf, weshalb wir eine Rückverweisung an den Ausschuss unterstützen, um eine so wichtige und weitreichende Weichenstellung für das UVP-Verfahren im Bereich Bundesstraße und Schiene zu beschließen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Mag. Brunner: Nein, eben nicht! Genau darum geht es!
Das ist auch nicht realitätsfern in der Form, wie seitens der Grünen gesagt wurde, dass da irgendwelche Dinge ausgehebelt werden. Es ist ja nicht so, dass die Parameter geändert werden, das Prüfverfahren bleibt ja das gleiche. Das muss man schon einmal festhalten. (Abg. Mag. Brunner: Nein, eben nicht! Genau darum geht es!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Sehen Sie bitte auch diese Änderung des UVP-Gesetzes als zukunftsorientierte Maßnahme. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei NEOS und Grünen.
(Beifall bei NEOS und Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Doch, doch!
Tatsache ist, dass mit der gewünschten Änderung der alte Status quo vor Einzug der neuen Verwaltungsgerichtsbarkeit für Bundesstraßen und Eisenbahnhochleistungsstrecken beibehalten und abgesichert werden soll. Da muss ich dem Kollegen Ottenschläger – er ist gerade nicht im Saal – auch sagen (Ruf bei der ÖVP: Doch, doch!) – Entschuldigung, Sie sitzen weiter hinten –: Eine Ungleichheit auf einer Seite wird nicht dadurch ausgeglichen, dass Sie auf der zweiten Seite auch eine Ungleichheit schaffen. Das ist ein ganz wesentlicher Punkt.
Abg. Dr. Pirklhuber: Richtig! So schaut’s aus!
Die Umweltanwaltschaft bezeichnet die beantragte Novellierung jedenfalls als rechtspolitische Demontage der Gerichtsbarkeit. (Abg. Dr. Pirklhuber: Richtig! So schaut’s aus!) Das ist eine Demontage. Wir sollen also heute für die Demontage der Gerichts-barkeit stimmen. Ich denke, da können wir generell nicht mit. Ich denke, auch andere Kollegen sollten da nicht mit. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Beifall bei NEOS und Grünen.
Die Umweltanwaltschaft bezeichnet die beantragte Novellierung jedenfalls als rechtspolitische Demontage der Gerichtsbarkeit. (Abg. Dr. Pirklhuber: Richtig! So schaut’s aus!) Das ist eine Demontage. Wir sollen also heute für die Demontage der Gerichts-barkeit stimmen. Ich denke, da können wir generell nicht mit. Ich denke, auch andere Kollegen sollten da nicht mit. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Ich möchte jetzt nur noch einen letzten Satz nach dem Umweltausschuss sagen, und zwar in Richtung der Kritik, die ich heute Vormittag zur Europäischen Union und zugegebenermaßen auch zur Landwirtschaft gehört habe: Würde der Basistunnel mit den angeblichen Kosten von 3,1 Milliarden € gebaut werden – da gibt es unterschiedliche Stimmen –, würden wir 1 Milliarde € von der Europäischen Union erhalten. Ich denke, wir sollten den stärksten Partner bei Infrastrukturprojekten auch in unserer Diskussion berücksichtigen. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Für ein lebenswertes Österreich ist mir ein moderner europäischer Klimaschutz ein ganz besonderes Anliegen. Davon profitieren wir alle. Der bewusste und respektvolle Umgang mit der Natur ist aus meiner Sicht nicht nur Ausdruck unserer Verantwortung für das, was wir von der Schöpfung übernommen haben, sondern auch unsere Pflicht der nächsten Generation gegenüber. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Aus meiner Sicht darf es nämlich durch eine neue Klima- und Energiepolitik unter dem Vorwand von Technologieneutralität, Wettbewerbsfähigkeit oder Versorgungssicherung nicht zu einer Begünstigung oder sogar Renaissance der Kernenergie kommen. Ich glaube, auch dazu gibt es Übereinstimmung in diesem Haus. Kernenergie und auch die Nutzung von Steinkohle etwa in Deutschland sind die in die Vergangenheit gerichtete Strategie. Wir müssen unsere Energiewende in die Zukunft richten und daher auf die erneuerbaren Energieträger ausrichten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
In diesem Sinne werde ich auch das Umweltprogramm für die neue Periode 2015 bis 2020 aufsetzen. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten – für ein lebenswertes Österreich! (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, dieses Großprojekt soll nicht trotz aufrechter Baubescheide wegen verschiedener Einsprüche ewig lange aufgeschoben werden können und sich Tag für Tag enorm verteuern. Aus diesem Grund stimmen wir diesem Antrag auch sehr gerne zu. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist unverständlich! Das ist schade!
Abgeordnete Dr. Susanne Winter (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Werte Kollegen und Kolleginnen! Herr Kollege Pock! Es tut mir leid, wir haben im Vorhinein heftig über Ihren Antrag diskutiert. Aber es ist wirklich eine Grundhaltung von uns, dass wir einfach nicht wollen, dass in dieser Art und Weise über demokratisches Recht, über ein Berufungsrecht, über ein Einspruchsrecht der Bevölkerung – wenn auch die NGOs eingebunden sind – nochmals diskutiert wird. Ich weiß schon, dass es nicht durchgehen wird. Aber es ist unsere Grundhaltung, dass wir diesem Antrag grundsätzlich nicht zustimmen können und wollen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist unverständlich! Das ist schade!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Das liegt aber nicht am Minister! Das liegt an SPÖ und ÖVP!
Kollegin Christiane Brunner, es hat mich sehr verwundert, dass Sie als Obfrau des Umweltausschusses so hochzufrieden waren. Es stimmt, die Diskussionen waren wirklich hochwertig und toll. Aber an der Vorgangsweise der Opposition gegenüber hat sich eigentlich nichts geändert. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das liegt aber nicht am Minister! Das liegt an SPÖ und ÖVP!) Das mögen durchaus – und ich nenne es jetzt einmal frei heraus – Vorschusslorbeeren für den Herrn Minister sein, aber grundsätzlich hat sich an der Einstellung nichts geändert, dass sämtliche Oppositionsanträge praktisch nicht reingekommen sind. (Abg. Mag. Brunner: Ich habe das ja differenziert!)
Abg. Mag. Brunner: Ich habe das ja differenziert!
Kollegin Christiane Brunner, es hat mich sehr verwundert, dass Sie als Obfrau des Umweltausschusses so hochzufrieden waren. Es stimmt, die Diskussionen waren wirklich hochwertig und toll. Aber an der Vorgangsweise der Opposition gegenüber hat sich eigentlich nichts geändert. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das liegt aber nicht am Minister! Das liegt an SPÖ und ÖVP!) Das mögen durchaus – und ich nenne es jetzt einmal frei heraus – Vorschusslorbeeren für den Herrn Minister sein, aber grundsätzlich hat sich an der Einstellung nichts geändert, dass sämtliche Oppositionsanträge praktisch nicht reingekommen sind. (Abg. Mag. Brunner: Ich habe das ja differenziert!)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister, wählen Sie die richtige Position und entscheiden Sie! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.
Abgeordneter Mag. Johannes Rauch (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Ich bin Frau Kollegin Weigerstorfer sehr, sehr dankbar, da sie den Brenner-Basistunnel angesprochen hat. Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass große Infrastrukturprojekte nicht immer einhellig sind, dass sie immer umstritten sind und dass sie immer Diskussionen hervorbringen. Aber ich möchte als Tiroler beim Brenner-Basistunnel bleiben und auf diese Änderung eingehen, was die UVP-Verfahren betrifft. Wir wissen alle, es betrifft einige wenige Projekte, es betrifft vor allem einige Bahnprojekte. (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.) – Ich glaube schon, dass es nicht in die falsche Richtung geht, wie Sie sagen, Frau Kollegin, sondern dass es in die richtige Richtung geht, dass wir eine Gleichstellung zwischen Straßen- und Schienennetz erreichen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Johannes Rauch (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Ich bin Frau Kollegin Weigerstorfer sehr, sehr dankbar, da sie den Brenner-Basistunnel angesprochen hat. Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass große Infrastrukturprojekte nicht immer einhellig sind, dass sie immer umstritten sind und dass sie immer Diskussionen hervorbringen. Aber ich möchte als Tiroler beim Brenner-Basistunnel bleiben und auf diese Änderung eingehen, was die UVP-Verfahren betrifft. Wir wissen alle, es betrifft einige wenige Projekte, es betrifft vor allem einige Bahnprojekte. (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.) – Ich glaube schon, dass es nicht in die falsche Richtung geht, wie Sie sagen, Frau Kollegin, sondern dass es in die richtige Richtung geht, dass wir eine Gleichstellung zwischen Straßen- und Schienennetz erreichen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist eine unnötige Schlechterstellung für Bürgerinnen und Bürger! – Abg. Mag. Brunner: Der Brenner-Basistunnel wurde von dieser Regierung nicht !
Aber noch einmal zum Brenner-Basistunnel: Ich lade Sie alle herzlich nach Tirol ein. Wenn Sie durch das Inntal ... (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist eine unnötige Schlechterstellung für Bürgerinnen und Bürger! – Abg. Mag. Brunner: Der Brenner-Basistunnel wurde von dieser Regierung nicht !) – Ich würde gerne ausreden; Sie können mir nachher bei einem Kaffee etwas erklären!
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Themenverfehlung! Schade um die Redezeit!
haben, sichern wir Arbeitsplätze. Vor allem aber wird die umweltgeplagte Bevölkerung in Tirol durch dieses Projekt entlastet. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Themenverfehlung! Schade um die Redezeit!)
Beifall bei der ÖVP.
Deshalb bitte ich Sie um Unterstützung, Ihre Linie noch einmal zu überdenken. Und vor allem an die NEOS: Ich glaube auch, dass der eine oder andere Bauherr dort auch ganz gut verdient und auch Arbeitsplätze schafft, wenn er diesen Auftrag, dieses Baulos erhalten wird. Ich bitte Sie noch einmal, das zu überdenken. Es geht beim Brenner-Basistunnel um die Tiroler Bevölkerung, um die transitgeplagte Bevölkerung. In diesem Sinne: Überdenken Sie es noch einmal! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Im Gegenteil!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Herr Bundesminister! Kollege Rauch hat jetzt so getan, als wäre dies eine Novelle, die im Interesse der Bürgerinnen und Bürger geschieht. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Im Gegenteil!) – Natürlich nicht, weil diese im Verfahren geschwächt werden!
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ist ja Absicht!
Bei dieser Gelegenheit, meine Damen und Herren, möchte ich schon festhalten: Der Herr Bundesminister hat mit keiner Silbe auf diesen Initiativantrag Bezug genommen. Er ist auch nicht dafür verantwortlich, es ist keine Regierungsvorlage. Er hat eines gemacht – und das steht ihm natürlich auch frei –, und zwar die Gelegenheit genutzt, eine Grundsatzpositionierung zur europäischen Umweltpolitik abzugeben. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ist ja Absicht!)
Beifall bei Grünen und NEOS.
Daher ist es ganz dringend und notwendig, Herr Bundesminister, die Initiative für eine gentechnikfreie Landwirtschaft und insbesondere das Verbot für die Zulassung von gentechnischen Sorten in Europa voranzubringen. Wir haben hier im Parlament im Dezember einen gemeinsamen Entschließungsantrag getroffen, und ich ersuche Sie, den auch wirklich auf Punkt und Beistrich umzusetzen. Das würde bedeuten, die Vorschläge des Europäischen Parlaments und auch des österreichischen Parlaments wirklich mit in den Umweltrat am 3. März zu nehmen, denn dort wird das Thema wieder verhandelt werden. Ich bitte Sie eindringlich, uns dann nach diesem Rat auch Information zu geben, wie die Entscheidungsfindung ist, wie die Diskussion geführt wird. Wir hier im Parlament können unseren Beitrag leisten, indem wir Ihnen auch bei dieser Gelegenheit, wenn es notwendig ist, mit einem gemeinsamen Antrag den Rücken stärken. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Was will ich damit sagen? – Es gab damals schon überregionale Projekte mit großen baulichen Maßnahmen. Bei so großen Projekten spielt natürlich die zeitliche Komponente der Umsetzung eine große Rolle. Durch diesen Antrag wird die sachliche Gleichbehandlung von Hochleistungsstrecken, abhängig – und das betone ich noch einmal – vom Einreichdatum, jenen von Bundesstraßen gleichgesetzt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Aufgrund meiner persönlichen Erfahrung kann ich diese Änderungen voll und ganz unterstützen. Diese Änderung ist eine Beschleunigung von Bauvorhaben, unnötige Kosten werden gespart, eine Beschleunigung ist zu erwarten und für die bereits laufenden Verfahren ist Planungs- und Rechtssicherheit wiederhergestellt. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Die nunmehr geltende Rechtslage – wonach zwar bis zum Urteil des Höchstgerichts nicht gebaut werden kann, die Verfahren dafür aber wesentlich verkürzt werden – stellt ohnehin eine merkliche Verbesserung gegenüber der alten Rechtslage mit diesen überaus langen Verfahrensdauern dar, wo aber dann ohne größere Verzögerungen gebaut werden konnte. Eine Systemkombination alt und neu ist aber, wie wir wissen, nicht möglich. Und auf Basis der alten Rechtslage bereits zu bauen und auf Basis der neuen Rechtslage mitten im Bau unterbrechen zu müssen widerspricht aus unserer Sicht dem Vertrauensschutz und wäre daher wahrscheinlich auch gleichheitswidrig gegenüber den gesetzlichen Bestimmungen für Straßenprojekte. Das ist ein weiterer Aspekt, warum diese Gesetzesinitiative unsere Zustimmung finden wird. – Besten Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Eben nicht! Rechtssicherheit eben nicht!
Abgeordnete Mag. Karin Greiner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Warum ist es so wichtig, dem vorliegenden Antrag zuzustimmen? – Um Rechtssicherheit herzustellen, Rechtssicherheit bei der Abwicklung von Infrastrukturprojekten. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Eben nicht! Rechtssicherheit eben nicht!)
Abg. Neubauer: Das muss sich jeder Häuslbauer vorher überlegen!
Was bedeutet jetzt ein Stopp auf der Semmering-Basistunnel-Baustelle? Was bedeutet das finanziell und für die Kostenseite? (Abg. Neubauer: Das muss sich jeder Häuslbauer vorher überlegen!) Was bedeutet die Verzögerung dieses wichtigen Schienenprojektes umweltpolitisch? Und was bedeutet das wirtschaftspolitisch? – Laut Expertenschätzungen betragen die finanziellen Auswirkungen dieses Baustellenstopps mehrere Millionen. Wie lange der Stopp dauern wird, ist aus jetziger Sicht nicht präzise zu sagen.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das schauen wir uns an!
Sollten wir nicht alle geschlossen und entschlossen dafür eintreten, dass sich der Verkehr weg von der Straße auf die Schiene verlagert? Wollen wir nicht gemeinsam erreichen, dass sich die CO2-Emmissionen reduzieren? Ist der Semmering-Basistunnel in Betrieb, heißt das, pro Jahr sind 175 000 Lkw weniger auf der Straße unterwegs. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das schauen wir uns an!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Themenverfehlung!
Der Tunnel ist für den Wirtschaftsstandort Österreich von entscheidender Bedeutung. Die Bahnverbindung auf der Südachse muss gegenüber der Straße konkurrenzfähiger gemacht werden. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Themenverfehlung!) Das ist wichtig für den Güterverkehr. Das ist wichtig für den Personenverkehr. Und Frau Kollegin Belakowitsch-Jenewein, Sie haben es erwähnt, es ist auch wichtig für die Umweltpolitik. Nicht zu vergessen sind die positiven Effekte für den Arbeitsmarkt und die Wirtschaftsimpulse. In der Bauphase finden auf dieser Baustelle bis zu 5 000 Personen Arbeit, nach der Instandsetzung sind es bis zu 11 000.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Bei der Novelle 2012 wurde zwar nicht die Straße, aber die Schiene berücksichtigt. Ist es nicht absolut logisch und nachvollziehbar, jetzt eine Gleichstellung zwischen Straße und Schiene herzustellen? Ich ersuche daher um Zustimmung zu diesem Antrag. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Bitte keinen Klassenkampf!
Abgeordneter Rudolf Plessl (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Zuschauergalerie und zu Hause vor den Bildschirmen! Wir Sozialdemokraten stehen hier für Fairness und Gerechtigkeit, für Chancengleichheit. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Bitte keinen Klassenkampf!) Wir sind aber auch für den Ausbau der Rechtssicherheit. Uns wurde hier vorgeworfen, Anlassgesetzgebung zu betreiben.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Richtig!
Frau Kollegin Belakowitsch-Jenewein! Sie haben hier gesprochen von Anlassgesetzgebung Semmering. Jetzt muss man das einmal im Zusammenhang sehen, was seit der Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes gemacht worden ist. Veröffentlicht wurde die Entscheidung vom Verwaltungsgerichtshof am 10. Februar 2014. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Richtig!) Der Beschluss vom Verwaltungsgerichtshof war
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: 17. Dezember! Hätten Sie aufgepasst, hätten Sie nicht den Oberlehrer spielen müssen!
am 19. Dezember 2013. Wissen Sie, wann der Antrag von den Kollegen Schultes und Weninger eingebracht worden ist? Wissen Sie es? – Ich sage es Ihnen, wenn Sie es nicht wissen (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: 17. Dezember! Hätten Sie aufgepasst, hätten Sie nicht den Oberlehrer spielen müssen!): Es war der 17. Dezember, das heißt, das war zwei Tage vorher. Und Sie sprechen hier von Anlassgesetzgebung – das ist nicht in Ordnung, Frau Kollegin, was Sie hier gesagt haben! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
am 19. Dezember 2013. Wissen Sie, wann der Antrag von den Kollegen Schultes und Weninger eingebracht worden ist? Wissen Sie es? – Ich sage es Ihnen, wenn Sie es nicht wissen (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: 17. Dezember! Hätten Sie aufgepasst, hätten Sie nicht den Oberlehrer spielen müssen!): Es war der 17. Dezember, das heißt, das war zwei Tage vorher. Und Sie sprechen hier von Anlassgesetzgebung – das ist nicht in Ordnung, Frau Kollegin, was Sie hier gesagt haben! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ich war nicht in der Verantwortung, aber wurscht!
Ich möchte Ihnen aber auch ein Beispiel für Anlassgesetzgebung geben. Das war ein Punkt, der sehr umstritten war, wo es viele Verfahren gegeben hat, viele, viele Jahre sind vergangen. Im Asylbereich – wir sprechen heute auch noch bei der Kurzdebatte darüber – dauerten die Verfahren bis zum 1. Juli 2008, bis zur Einsetzung des Asylgerichtshofes mehrere Jahre, und Sie waren in der Verantwortung. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ich war nicht in der Verantwortung, aber wurscht!) Viele Folgeanträge wurden eingebracht, es war kaum Rechtssicherheit vorhanden. Erst unter einem SPÖ-Bundeskanzler mit dem Koalitionspartner ÖVP ist es uns gelungen, dass wir mit der Einsetzung des Asylgerichtshofes alle Rückstände abgearbeitet haben, und zwar sehr rasch. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Was hat das jetzt mit dem Gesetz zu tun?) Darüber hinaus haben wir eine hohe Rechtssicherheit hervorgebracht, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Was hat das jetzt mit dem Gesetz zu tun?
Ich möchte Ihnen aber auch ein Beispiel für Anlassgesetzgebung geben. Das war ein Punkt, der sehr umstritten war, wo es viele Verfahren gegeben hat, viele, viele Jahre sind vergangen. Im Asylbereich – wir sprechen heute auch noch bei der Kurzdebatte darüber – dauerten die Verfahren bis zum 1. Juli 2008, bis zur Einsetzung des Asylgerichtshofes mehrere Jahre, und Sie waren in der Verantwortung. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ich war nicht in der Verantwortung, aber wurscht!) Viele Folgeanträge wurden eingebracht, es war kaum Rechtssicherheit vorhanden. Erst unter einem SPÖ-Bundeskanzler mit dem Koalitionspartner ÖVP ist es uns gelungen, dass wir mit der Einsetzung des Asylgerichtshofes alle Rückstände abgearbeitet haben, und zwar sehr rasch. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Was hat das jetzt mit dem Gesetz zu tun?) Darüber hinaus haben wir eine hohe Rechtssicherheit hervorgebracht, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte Ihnen aber auch ein Beispiel für Anlassgesetzgebung geben. Das war ein Punkt, der sehr umstritten war, wo es viele Verfahren gegeben hat, viele, viele Jahre sind vergangen. Im Asylbereich – wir sprechen heute auch noch bei der Kurzdebatte darüber – dauerten die Verfahren bis zum 1. Juli 2008, bis zur Einsetzung des Asylgerichtshofes mehrere Jahre, und Sie waren in der Verantwortung. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ich war nicht in der Verantwortung, aber wurscht!) Viele Folgeanträge wurden eingebracht, es war kaum Rechtssicherheit vorhanden. Erst unter einem SPÖ-Bundeskanzler mit dem Koalitionspartner ÖVP ist es uns gelungen, dass wir mit der Einsetzung des Asylgerichtshofes alle Rückstände abgearbeitet haben, und zwar sehr rasch. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Was hat das jetzt mit dem Gesetz zu tun?) Darüber hinaus haben wir eine hohe Rechtssicherheit hervorgebracht, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sie sollten es von Anfang an besser planen!
Wir sind natürlich als Bundesgesetzgeber hier verpflichtet, unsere Budgetmittel effizient und sparsam einzusetzen. Wir haben heute mit diesem Beschluss die Möglichkeit, mit dieser Abänderung im UVP-Gesetz eine Klarstellung herbeizuführen und eine Gleichstellung der Schiene mit der Straße zu erreichen. Es ist, glaube ich, sehr wichtig, da Rechtssicherheit zu schaffen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sie sollten es von Anfang an besser planen!) Wenn ein altes Verfahren in ein neues Verfahren übergeführt werden soll, ist es auch für die Betreiber sehr wichtig, eine klare Trennung der rechtlichen Zuständigkeiten zu haben. Wir haben das gemacht. Voraussetzung: Das Verfahren muss bereits vor Ende 2012 eingeleitet worden sein, ein ordentliches Rechtsmittel war bis Ende 2013 nicht zulässig, und dann, nur dann wird keine aufschiebende Wirkung gewährt. (Abg. Neubauer: Sie haben keine Ahnung!)
Abg. Neubauer: Sie haben keine Ahnung!
Wir sind natürlich als Bundesgesetzgeber hier verpflichtet, unsere Budgetmittel effizient und sparsam einzusetzen. Wir haben heute mit diesem Beschluss die Möglichkeit, mit dieser Abänderung im UVP-Gesetz eine Klarstellung herbeizuführen und eine Gleichstellung der Schiene mit der Straße zu erreichen. Es ist, glaube ich, sehr wichtig, da Rechtssicherheit zu schaffen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Sie sollten es von Anfang an besser planen!) Wenn ein altes Verfahren in ein neues Verfahren übergeführt werden soll, ist es auch für die Betreiber sehr wichtig, eine klare Trennung der rechtlichen Zuständigkeiten zu haben. Wir haben das gemacht. Voraussetzung: Das Verfahren muss bereits vor Ende 2012 eingeleitet worden sein, ein ordentliches Rechtsmittel war bis Ende 2013 nicht zulässig, und dann, nur dann wird keine aufschiebende Wirkung gewährt. (Abg. Neubauer: Sie haben keine Ahnung!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, bitte stimmen Sie diesem Antrag zu! – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Behübschung!
Abgeordneter Erwin Preiner (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Kolleginnen und Kollegen! Gegenwärtig diskutieren wir die Novellierung des Umweltverträglichkeitsgesetzes in Richtung Gleichstellung von Infrastrukturprojekten, nämlich Schiene und Straße. (Abg. Dr. Pirklhuber: Behübschung!) Wie ich aus den vorherigen Aussagen der Grünen vernommen habe, wäre es aus ihrer Sicht wünschenswert, dass es zu einer Novellierung in die entgegengesetzte Richtung kommt, was naturgemäß nicht meinen Intentionen, Herr Kollege, entspricht.
Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.
Ziel der vorliegenden Gesetzesvorlage ist jedenfalls, die aufschiebende Wirkung von Einsprüchen auf sechs Monate zu begrenzen. Ich kann Ihnen ein Beispiel bringen, wo das in einem wichtigen Straßenprojekt im Nordburgenland fatale Folgen gehabt hätte. Ich spreche von einer kleinräumigen, örtlichen Umfahrung der Gemeinde Schützen am Gebirge. (Zwischenruf der Abg. Mag. Brunner.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich denke, die vorliegende Novellierung des Umweltverträglichkeitsgesetzes ist ein Schritt in die richtige Richtung. Noch dazu kommt es dadurch zu einer Verbesserung der Erreichbarkeit ländlicher Regionen, da der öffentliche Verkehr aufgrund des zügigen und raschen Ausbaus der Schiene schneller und rascher durchgeführt werden kann. Das ergibt eine Win-win-Situation, vor allem für strukturschwächere Regionen in den Ländern. Und eines darf man auch nicht vergessen: Arbeitsplätze werden geschaffen. Die Wertschöpfung bleibt in der Region. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe und Unruhe im Saal.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (FPÖ): Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Jetzt möchte ich noch einmal etwas sagen. Wenn ich mir die Debatte anhöre, dann muss ich sagen, das ist eine mehr als verlogene Debatte, die Sie hier führen. (Zwischenrufe und Unruhe im Saal.) Hier geht es schlicht und einfach darum, dass in laufende Verfahren eingegriffen werden soll. (Zwischenruf des Abg. Weninger.) – Hören Sie zu, denn Sie waren das Beispiel dafür! Sie können nicht nur nicht sinnerfassend lesen, Sie können nicht einmal sinnerfassend zuhören. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Neubauer: Unvorstellbar!)
Zwischenruf des Abg. Weninger.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (FPÖ): Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Jetzt möchte ich noch einmal etwas sagen. Wenn ich mir die Debatte anhöre, dann muss ich sagen, das ist eine mehr als verlogene Debatte, die Sie hier führen. (Zwischenrufe und Unruhe im Saal.) Hier geht es schlicht und einfach darum, dass in laufende Verfahren eingegriffen werden soll. (Zwischenruf des Abg. Weninger.) – Hören Sie zu, denn Sie waren das Beispiel dafür! Sie können nicht nur nicht sinnerfassend lesen, Sie können nicht einmal sinnerfassend zuhören. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Neubauer: Unvorstellbar!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Neubauer: Unvorstellbar!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (FPÖ): Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Jetzt möchte ich noch einmal etwas sagen. Wenn ich mir die Debatte anhöre, dann muss ich sagen, das ist eine mehr als verlogene Debatte, die Sie hier führen. (Zwischenrufe und Unruhe im Saal.) Hier geht es schlicht und einfach darum, dass in laufende Verfahren eingegriffen werden soll. (Zwischenruf des Abg. Weninger.) – Hören Sie zu, denn Sie waren das Beispiel dafür! Sie können nicht nur nicht sinnerfassend lesen, Sie können nicht einmal sinnerfassend zuhören. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Neubauer: Unvorstellbar!)
Beifall bei der FPÖ
Hier geht es weder um den Semmering-Basistunnel, noch geht es um den Brenner-Basistunnel, hier geht es schlicht und einfach darum, dass in ein laufendes Verfahren eingegriffen (Beifall bei der FPÖ) und die aufschiebende Wirkung eines Rechtsmittels ausgehebelt werden soll. Damit soll dieses gesamte UVP-Verfahren in Wirklichkeit ad absurdum geführt werden. (Zwischenruf bei der FPÖ. – Gegenruf der Abg. Mag. Brunner.) Das ist es, was wir hier kritisiert haben. Da geht es nicht um einzelne Projekte, auch wenn Sie das jetzt gerne so schön hier dargestellt haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ. – Gegenruf der Abg. Mag. Brunner.
Hier geht es weder um den Semmering-Basistunnel, noch geht es um den Brenner-Basistunnel, hier geht es schlicht und einfach darum, dass in ein laufendes Verfahren eingegriffen (Beifall bei der FPÖ) und die aufschiebende Wirkung eines Rechtsmittels ausgehebelt werden soll. Damit soll dieses gesamte UVP-Verfahren in Wirklichkeit ad absurdum geführt werden. (Zwischenruf bei der FPÖ. – Gegenruf der Abg. Mag. Brunner.) Das ist es, was wir hier kritisiert haben. Da geht es nicht um einzelne Projekte, auch wenn Sie das jetzt gerne so schön hier dargestellt haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Hier geht es weder um den Semmering-Basistunnel, noch geht es um den Brenner-Basistunnel, hier geht es schlicht und einfach darum, dass in ein laufendes Verfahren eingegriffen (Beifall bei der FPÖ) und die aufschiebende Wirkung eines Rechtsmittels ausgehebelt werden soll. Damit soll dieses gesamte UVP-Verfahren in Wirklichkeit ad absurdum geführt werden. (Zwischenruf bei der FPÖ. – Gegenruf der Abg. Mag. Brunner.) Das ist es, was wir hier kritisiert haben. Da geht es nicht um einzelne Projekte, auch wenn Sie das jetzt gerne so schön hier dargestellt haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Weninger: Hab ich eh!
Kollege Weninger, ich habe schon im Ausschuss gefragt: Ist das eine Anlassgesetzgebung? Es wäre ein Leichtes für Sie gewesen, Ja zu sagen, denn heute haben Sie es zugegeben. Der Minister hat genickt, als ich gesagt habe, es sei Absicht, dass es eben keine Regierungsvorlage ist, damit wir keine Begutachtungsfrist haben. – Ja, genau, das ist es. Genau das hätten Sie im Ausschuss sagen können (Abg. Weninger: Hab ich eh!), und dann hätten wir uns viele Teile dieser Debatte hier erspart.
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Keine Ahnung haben Sie!
vor allem die Kolleginnen und Kollegen der Regierungsparteien auf das Gesetz selbst in keinster Weise eingegangen sind. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Keine Ahnung haben Sie!)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Frau Kollegin Belakowitsch-Jenewein, ich muss Ihnen für den ausgesprochenen Vorwurf der Verlogenheit einen Ordnungsruf erteilen. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Abg. Neubauer: Aber rechtlich in Ordnung muss es sein!
Das ist aber nur dann möglich, wenn es ein funktionierendes Hochgeschwindigkeitsnetz der Bahn gibt und so der technische Fortschritt von uns allen genutzt werden kann, von jedem einzelnen. Das heißt aber, wir müssen technisch wie auch wirtschaftlich, vor allem aber auch umwelttechnisch am Ball bleiben. (Abg. Neubauer: Aber rechtlich in Ordnung muss es sein!) Damit der Nutzen der Technik und der Wirtschaft nicht auf Kosten der Umwelt geht, werden mit der Umweltverträglichkeitsprüfung die voraussichtlichen Auswirkungen auf Boden, auf Wasser, auf Luft, auf Klima und auf Landschaft geprüft. Kurz: Es werden die Auswirkungen eines Bahn- oder Straßenbauprojektes auf Betroffene, die im näheren Umfeld leben oder arbeiten, geprüft.
Abg. Mag. Brunner: Oh ja!
Wir befinden uns in einem Zeitalter, in dem rasches Fortkommen ein wesentliches Thema ist, und es stellt sich hier die Frage: Wie gehen wir damit um? Es stellt sich heute nicht mehr die Frage: Hochgeschwindigkeit Ja oder Nein? Es stellt sich auch nicht die Frage: Umweltverträglichkeitsprüfung Ja oder Nein? Aber es stellt sich die Frage: Wie kann ich Projekte verwirklichen, die im Einklang mit der Natur funktionieren? (Abg. Mag. Brunner: Oh ja!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Und Folgendes, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, sollten wir bei dieser Diskussion nicht vergessen: Bei jedem dieser Projekte geht es vor allem aber auch um Arbeitsplätze. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
rechtlichen Verträgen bindet, nach innen hin aber einen Verfassungsbruch begeht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
„Wir glauben, dass es Sinn macht, bei so großen Beschlüssen, die völkerrechtliche Abkommen, EU-Verträge betreffen, bereits am Beginn zu überprüfen. Die Schäden – wenn es sich herausstellen sollte – danach, wären natürlich groß. Daher ist das ein kluger Vorschlag“. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Geschätzte Damen und Herren, ich ersuche Sie alle, sich entsprechend sachlich mit unserem Vorschlag im zuständigen Ausschuss auseinanderzusetzen. Ich meine, unsere Verfassung und vor allem auch unsere Republik Österreich haben es sich verdient, dass wir verfassungskonforme Staatsverträge abschließen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Darmann: Ich denke schon!
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehr-ter Herr Kollege! An sich glaube ich, dass dieser Vorschlag durchaus diskussionswert ist. Ob das jetzt genau so ausschauen muss, wie Sie es da im Antrag haben, das wird die Diskussion zeigen (Abg. Mag. Darmann: Ich denke schon!), aber ich bin da sehr offen. Ich glaube, dass es notwendig ist, eine derartige Vorabprüfung einzuführen. Ob es in der Frage selbst konsequent ist, auch der Landesregierung dieses Recht einzuräumen, wenn man es den Abgeordneten im Nationalrat und im Bundesrat einräumt, weiß ich nicht. Es sollte vielleicht der Landtag sein, mit einem Mehrheitsbeschluss, um da etwas konsequenter zu sein. Das sind aber alles Details, die man sicherlich behandeln kann.
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, dass es in die richtige Richtung geht, weil niemand ein Rechtsgebilde haben will, das im Nachhinein, vielleicht durch den Verfassungsgerichtshof festgestellt, für den internen Rechtsraum Österreich keine Gültigkeit hat, dieser Vertrag aber trotzdem nach außen hin erfüllt werden muss. Das ist in niemandes Interesse, und daher werden wir diesen Antrag sicherlich im Verfassungsausschuss aufgreifen und uns ernsthaft um eine Lösung bemühen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP sowie Beifall des Abg. Dr. Jarolim.
Ich glaube aber schon, dass man sehr darauf aufpassen muss, wie man mit der Syste-matik der Verfassung letztendlich umgeht, dass man die verschiedensten Entscheidungsebenen genau betrachten muss. Man muss das Verhältnis Bundespräsi-dent/Regierung/Parlament genau durchleuchten und vor allem – wie mein Vorredner bereits gesagt hat – auf die Durchführungsdetails achten. Dafür werden im Ausschuss entsprechend Raum und Zeit zur Verfügung stehen. – Danke schön. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP sowie Beifall des Abg. Dr. Jarolim.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.
In diesem Sinne sollte man sich dem ernstlich stellen, hier den notwendigen Schritt machen und die Vorabprüfung durch das Parlament ermöglichen, damit wir nicht in die Verfassungsfalle geraten. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Schönegger.
Wir merken ja auch beim Vorabentscheidungsverfahren des EuGH – das läuft ein bisschen anders, und es sind die Gerichte, die dieses Vorabentscheidungsverfahren beantragen –, dass das wichtig und richtig ist, deswegen sollten wir uns auch hier einen Mechanismus überlegen. Sie haben ohnehin auch schon angesprochen, Kollege Darmann – die anderen haben es auch angesprochen –, wer aller danach gerufen hat: Bundespräsident, VfGH-Präsident, der ehemalige Klubobmann Cap, auch der Herr Bundeskanzler. Das heißt, es ist sehr wichtig, dass wir darüber reden. (Zwischenruf des Abg. Mag. Schönegger.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Besonders wichtig ist mir, dass es im Ausschuss zu einer sinnvollen Debatte kommt und der Antrag nicht wieder das berühmte Begräbnis erster Klasse bekommt, aber durch die Bekundungen hier bin ich da jetzt einmal sehr zuversichtlich. Ich glaube, dass man sich da auf etwas Sinnvolles einigen kann. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Dr. Hübner: Deutsch auf Tschechisch, wie geht denn das?
Das sind nicht meine Worte, mit diesen Worten hat vielmehr der geschätzte Herr Bundespräsident Dr. Heinz Fischer seine Wertschätzung anlässlich eines Besuchs bei den Wiener Komensky-Schulen ausgedrückt, in denen neben Deutsch auch auf Tschechisch beziehungsweise Slowakisch unterrichtet wird. (Abg. Dr. Hübner: Deutsch auf Tschechisch, wie geht denn das?) – Es wird Deutsch und Tschechisch, Deutsch und Slowakisch unterrichtet.
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Auer. – Abg. Rädler: Was war das jetzt? – Rufe: Französisch! Slowenisch!
In diesem Sinne: Mesdames et Messieurs, merci bien pour votre attention! (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Auer. – Abg. Rädler: Was war das jetzt? – Rufe: Französisch! Slowenisch!)
Abg. Neubauer: Danke, Herr Dörfler! Danke!
Das Volksgruppengesetz vom Sommer 2011, die Lösung der Ortstafelfrage in Kärnten, war ein wichtiger Meilenstein (Abg. Neubauer: Danke, Herr Dörfler! Danke!), ich möchte sagen, es ist ein historisches Datum für alle Volksgruppen in Österreich. Ich möchte mich bei allen, die bei dieser Lösung mitgeholfen haben – es gab in diesem Haus breite Zustimmung, es war fast einstimmig –, bedanken, insbesondere bei unserem Bundesminister Josef Ostermayer, der sich da sehr verdient gemacht hat. (Abg. Neubauer: gar nicht Minister!)
Abg. Neubauer: gar nicht Minister!
Das Volksgruppengesetz vom Sommer 2011, die Lösung der Ortstafelfrage in Kärnten, war ein wichtiger Meilenstein (Abg. Neubauer: Danke, Herr Dörfler! Danke!), ich möchte sagen, es ist ein historisches Datum für alle Volksgruppen in Österreich. Ich möchte mich bei allen, die bei dieser Lösung mitgeholfen haben – es gab in diesem Haus breite Zustimmung, es war fast einstimmig –, bedanken, insbesondere bei unserem Bundesminister Josef Ostermayer, der sich da sehr verdient gemacht hat. (Abg. Neubauer: gar nicht Minister!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.
Ich freue mich ganz besonders, dass dieses Thema heute hier auf der Tagesordnung steht, ich freue mich über das Interesse an der Weiterentwicklung der österreichischen Volksgruppen. Hier im friedlichen Europa muss es eine gute Zukunft für alle Volksgruppen geben! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Diskutieren wir dieses Thema weiterhin! Als Konsens sehe ich, dass wir gemeinsam für diese Vielfalt Österreichs kämpfen und auch für die sprachliche Kompetenz, die in einem neuen, in einem gemeinsamen Europa eine große Perspektive bietet. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir werden da sicher noch eine interessante und spannende Diskussion haben. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Heute ist aber nicht Sonntag!
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Herr Präsident! Hohes Haus! Das Thema eignet sich wunderbar für schöne Sonntagsreden. (Ruf bei der FPÖ: Heute ist aber nicht Sonntag!) Wir alle sind für die Förderung von Zweisprachigkeit, wir sind für die Förderung von Mehrsprachigkeit. Ganz klar ist mir die Haltung von SPÖ und ÖVP jetzt aber nicht. (Zwischenruf des Abg. Auer.) Ob sie konkret für diese Förderung von zweisprachigen Privatschulen sind oder nicht, darauf kommt es dann schlussendlich an. Ich bin schon gespannt auf die Debatte im Ausschuss.
Zwischenruf des Abg. Auer.
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Herr Präsident! Hohes Haus! Das Thema eignet sich wunderbar für schöne Sonntagsreden. (Ruf bei der FPÖ: Heute ist aber nicht Sonntag!) Wir alle sind für die Förderung von Zweisprachigkeit, wir sind für die Förderung von Mehrsprachigkeit. Ganz klar ist mir die Haltung von SPÖ und ÖVP jetzt aber nicht. (Zwischenruf des Abg. Auer.) Ob sie konkret für diese Förderung von zweisprachigen Privatschulen sind oder nicht, darauf kommt es dann schlussendlich an. Ich bin schon gespannt auf die Debatte im Ausschuss.
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Berlakovich.
Die zweisprachigen Privatschulen im slowenischen Bereich in Wien und so weiter sind übrigens auch nicht nur eine Angelegenheit des jeweiligen Landes, Herr Kollege Berlakovich, sondern über die Mittelzuteilung auch Bundessache. Es ist richtig, dass die Mittel von den Ländern verteilt werden, aber die Zuteilung der Mittel erfolgt durch den Bund. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Berlakovich.)
Beifall bei den Grünen.
Wir Grüne treten dafür ein, dass wir prinzipiell die nicht-konfessionellen mit den konfessionellen Privatschulen gleichstellen und diese Schulen auch in der Mittelver-teilung entsprechend fördern – natürlich nur, wenn sie bestimmte Standards erfüllen. Aber das ist ja auch in der derzeitigen Situation schon gewährleistet. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Nur Arbeit!
Insgesamt noch ein Wort zum Thema Vignette. Seien wir ehrlich, die Vignette erinnert ein bisschen an die Stempelmarke: Man muss sie mühsam kaufen, dann muss man picken, und wenn sie abgelaufen ist, muss man sie herunterkratzen. (Ruf bei der ÖVP: Nur Arbeit!)
Beifall bei den Grünen.
Daran arbeiten wir Grüne und zum Glück auch viele andere gescheite Leute, bis hin zur ASFINAG, die auch schon zu überlegen anfängt, wie man das besser machen könnte. – Kurzum, es geht um eine Verbesserung des bestehenden Vignettensystems in Österreich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Eine solche Sonderregelung würde somit annähernd 300 Kilometer des vignettenpflichtigen Straßensystems betreffen, das sind zirka 15 Prozent des gesamten Mautstraßennetzes. Damit würde eine solche Änderung das Vignettensystem als Ganzes infrage stellen, und ich glaube, das sind Punkte, die wir im Ausschuss gemeinsam diskutieren und betrachten sollten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich freue mich auf eine sachliche Diskussion im Verkehrsausschuss. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte euch noch mitteilen, was die Konsequenz aus dieser ganzen Vignetten-Geschichte ist, und zwar hat in der Stadt Kufstein ein SPÖ-Gemeinderat die SPÖ-Fraktion verlassen und ist jetzt der FPÖ beigetreten. (Beifall bei der FPÖ.) Wir haben jetzt einen Gemeinderat mehr. Und die Begründung dafür war das Verhalten der SPÖ in der Vignettenfrage in Kufstein und wie die SPÖ in Kufstein die Kufsteinerinnen und Kufsteiner verraten hat.
Beifall bei der FPÖ.
Ich bin sehr froh, dass wir diesen Antrag vorliegen haben, obwohl mir die Wortwahl des Antrags selber nicht gefällt. Nur eine Aussetzung der Kontrolle ist mir zu wenig, ich möchte eine gesetzliche Lösung, so wie ich sie letztes Jahr schon versucht habe durchzubringen. Ich freue mich auf eine Diskussion im Ausschuss. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer
Abgeordneter Christoph Hagen (STRONACH): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Als Hörbranzer aus Vorarlberg – Sie alle werden das von den Ö3-Verkehrsmeldungen von früher her noch kennen (Zwischenruf des Abg. Neubauer) –
Beifall beim Team Stronach.
Auch ich freue mich schon auf die Diskussion im Verkehrsausschuss. Ich glaube, das ist eine wichtige Diskussion, und meine Unterstützung werden Sie haben. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Rufe: Ja! Ja!
Abgeordnete Mag. Birgit Schatz (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich brauche jetzt einmal Ihre Mitarbeit. Sagt jemandem von Ihnen die Stadt Punxsutawney in Pennsylvania etwas? In Verbindung mit dem 2. Februar vielleicht, dem Murmeltiertag? (Rufe: Ja! Ja!) – Ja, jetzt klingelt es: „Und täglich grüßt das Murmeltier“ – eine hervorragende Komödie mit Bill Murray und Andie MacDowell.
Abg. Rädler: Hypo!
Worum geht es da? – Für die Jüngeren unter Ihnen: Da hängt ein Mann in einer Zeitschleife fest und muss immer wieder und immer wieder und immer wieder denselben Tag erleben. (Abg. Rädler: Hypo!) Und so ähnlich geht es mir mit diesem Mindestlohnantrag, denn immer wieder und immer wieder und immer wieder muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass die Situation der Niedrigstlohnbezieher in Österreich eine äußerst, äußerst schwierige ist (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler) und wir dringend einen existenzsichernden gesetzlichen Mindestlohn brauchen. (Beifall bei den Grünen.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler
Worum geht es da? – Für die Jüngeren unter Ihnen: Da hängt ein Mann in einer Zeitschleife fest und muss immer wieder und immer wieder und immer wieder denselben Tag erleben. (Abg. Rädler: Hypo!) Und so ähnlich geht es mir mit diesem Mindestlohnantrag, denn immer wieder und immer wieder und immer wieder muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass die Situation der Niedrigstlohnbezieher in Österreich eine äußerst, äußerst schwierige ist (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler) und wir dringend einen existenzsichernden gesetzlichen Mindestlohn brauchen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Worum geht es da? – Für die Jüngeren unter Ihnen: Da hängt ein Mann in einer Zeitschleife fest und muss immer wieder und immer wieder und immer wieder denselben Tag erleben. (Abg. Rädler: Hypo!) Und so ähnlich geht es mir mit diesem Mindestlohnantrag, denn immer wieder und immer wieder und immer wieder muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass die Situation der Niedrigstlohnbezieher in Österreich eine äußerst, äußerst schwierige ist (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler) und wir dringend einen existenzsichernden gesetzlichen Mindestlohn brauchen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Rädler: Wer zahlt?
Meine Damen und Herren! Eine halbe Million Menschen in unserem Land würde von einer Anhebung des Mindestlohnes auf 8,50 € profitieren. Eine halbe Million Menschen! Werden dadurch Arbeitsplätze vernichtet, wie es immer wieder heißt? – Das Gegenteil ist der Fall, weil durch diese Anhebung des Mindestlohnes die Konsumleistung der Betroffenen derart erhöht wird, nämlich ganz konkret um 600 Millionen €, dass 12 200 neue Arbeitsplätze nur durch die Steigerung der Konsumkraft entstehen werden. (Abg. Rädler: Wer zahlt?)
Zwischenruf des Abg. Katzian.
Warum wollen wir das Ganze unbedingt gesetzlich haben? – Ganz einfach deshalb, weil die Sozialpartner es in all den Jahren mit den Kollektivverträgen eben nicht hinbekommen haben, diese 1 500 € brutto zu erreichen. Weder ist das in den Einzelkollektivverträgen abgesichert noch in diesem einmal herumspukenden Generalkollektivvertrag. Und die Abdeckungsrate der Kollektivverträge wird auch immer geringer. Es gibt Studien, die sprechen von 76 Prozent, 86 Prozent, auf jeden Fall sind wir weit weg von den von der Sozialdemokratie und den Gewerkschaften immer behaupteten über 90 Prozent. Es gibt Handlungsbedarf! (Zwischenruf des Abg. Katzian.) – Warum verwehren Sie sich der Realität? Was glauben Sie denn, wie die halbe Million Menschen zustande kommt, die unter den 8,50 € liegen? Wer ist denn das?
Beifall bei den Grünen.
Ich freue mich sehr auf die Debatte. Ich freue mich immer auf die Debatte, und ich freue mich jetzt wieder auf die Debatte und vor allem auf die Positionen der neu im Parlament vertretenen Parteien, die ich im Detail ja noch nicht kenne. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Podgorschek.
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (STRONACH): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Vertreter auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Abgeordnete! Und – besonders wichtig – sehr geehrte Steuerzahler! Ich spreche mich für einen Untersuchungsausschuss aus. Dieser soll so früh wie möglich stattfinden, nachdem die politische Entscheidung, wie es mit der Hypo Alpe-Adria nun weitergehen soll, getroffen ist. (Beifall bei Team Stronach und NEOS, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Podgorschek.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Der Untersuchungsausschuss soll alles untersuchen ab dem Zeitpunkt, der für das Zeugnis „not distressed“ im Dezember 2008 maßgeblich war. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall beim Team Stronach.
Länder und Gemeinden müssen gezwungen werden, ihre Haftungen und auch ihre Schulden selbstverständlich offenzulegen, und es muss auch strenge Haftungsobergrenzen geben, und wenn die nicht eingehalten werden sollten, dann selbstverständlich auf eigenes Insolvenzrisiko. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Das Beste daran ist, die Kärntner haben dafür noch vom Bund eine Haftungsprovision kassiert und kassieren immer noch. Diese liegt im Promillebereich der Haftungen – wahrscheinlich haben die Promille da irgendwie die Sinne getrübt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber die Weigerung, nun zur Schadensminderung den Zukunftsfonds herauszurücken, der aus den Verkaufserlösen der Hypo-Alpe-Adria-Bank gespeist ist, und das Abkassieren der Haftungsprovisionen sind eine wahre Chuzpe! (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Krainer: Die Bank Burgenland kann nicht entscheiden, das kann nur der Eigentümer!
Die Bank Burgenland hat also sicher richtig entschieden, vor allem aufgrund der Rechtssicherheit und der Geschäftssicherheit, denn wer weiß, wie sich das Geschäft sonst entwickelt hätte. (Abg. Krainer: Die Bank Burgenland kann nicht entscheiden, das kann nur der Eigentümer!)
Beifall beim Team Stronach.
Meiner Meinung nach liegt der EuGH hier in seiner Rechtsmeinung völlig daneben, und die EU schützt da anscheinend mutmaßliche Geldwäscher mehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Mag. Kogler und Dr. Strolz.
Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Ditz hat im Jänner in einem Interview gesagt, dass Nicht-Organe den Vorstand und den Aufsichtsrat einfach beiseitegeschoben und Weisungen erteilt haben, und damit wurde praktisch das Aktiengesetz außer Kraft gesetzt. Das kann ja nicht sein! (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Mag. Kogler und Dr. Strolz.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.
mit diesen Papieren. Sehr geehrte Damen und Herren! Ich gehe davon aus, dass die FMA hier diese Vorgänge selbstverständlich auf Kursmanipulation und Insiderhandel prüft. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der NEOS sowie des Abg. Podgorschek.
Ich finde es daher moralisch total verwerflich, qualifizierte Gläubiger zu schützen und den Steuerzahlern die Rechnung dafür zu präsentieren! (Beifall beim Team Stronach, bei Abgeordneten der NEOS sowie des Abg. Podgorschek.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Bemerkenswert finde ich in diesem Zusammenhang auch, dass der Herr Bundeskanzler in der Früh in der Fragestunde gesagt hat, dass er sich auf europäischer Ebene ganz besonders für die Finanztransaktionssteuer einsetzen möchte. Die Begründung dafür war das Interessante: Es geht ihm um den politischen Lenkungseffekt gegen die Derivate. Im eigenen Land, wo die Möglichkeit besteht, genau das zu tun, gegen die Derivate und für die Realwirtschaft einzutreten, wo er die Möglichkeit hat, Vorsorge zu treffen, wird genau das Gegenteil gemacht. Es wird die Bemessungsgrundlage der Bankensteuer derart verändert, dass die Derivate, die Spekulationen begünstigt werden, während die Realwirtschaft geschädigt wird. Das versteht kein Mensch. Das ist unlogisch und schädlich für die Realwirtschaft! (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS.
Selbstverständlich sollte die Bankensteuer wie im Übrigen grundsätzlich Steuern zweckgewidmet sein und nicht dazu verwendet werden, willkürlich irgendwelche Budgetlöcher zu stopfen. (Beifall bei Team Stronach und NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn ich auch großteils die Ansicht der Grünen beim Thema Hypo Alpe-Adria und auch sonst in vielerlei Hinsicht teile, so ist mir trotzdem völlig unverständlich, warum hier einem ähnlichen Szenario mit gewaltig größeren Ausmaßen zugestimmt wurde. Es darf weder Bundesländerhaftungen für marode Landesbanken noch Staatshaftungen für marode sonstige Staatsbanken geben! Weder in Österreich noch auf europäischer Ebene. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich habe mir diesbezüglich den aktuellen Vorschlag der EU-Kommission zum Trennbankensystem durchgesehen und glaube, dass dieser Vorschlag, weil die Aufsicht da Einzelfallentscheidungen treffen kann und wird und weil es so viele Ausnahmeregelungen gibt, leider danebengehen wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Mag. Kogler und Dr. Strolz.
tauschangebot, wo Sie über Laufzeit und Zinssatz eine Barwertbeteiligung erhalten. (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Mag. Kogler und Dr. Strolz.)
Abg. Neubauer: Wieso wohl?
Ich plädiere auch dafür, dass die Regeln der sozialen Marktwirtschaft, mit denen wir jetzt über Jahrzehnte gut gefahren sind, wieder implementiert werden. Ich glaube, das wird uns sehr gut tun, auch wenn wir an die nächsten Problembanken denken – zu den Themen ÖVAG und Kommunalkredit ist es ja in letzter Zeit verdächtig ruhig geworden. (Abg. Neubauer: Wieso wohl?)
Ruf bei der ÖVP: Überhaupt nicht!
„Die Zeit“ schreibt auch – und da hat sie recht –: „In einer funktionierenden Demokratie ist ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss – der natürlich auch ein Minderheitenrecht zu sein hat – das einzig geeignete Mittel, Licht in die trüben Graubereiche des öffentlichen Sektors zu bringen.“ Der Untersuchungsausschuss soll nicht „als Bühne zur inquisitorischen Selbstinszenierung zweckentfremdet werden“ (Ruf bei der ÖVP: Überhaupt nicht!), sondern seine Aufgabe ist es, Fakten auszugraben, die sich unter dem Schutt der Ausreden befinden. (Beifall bei Team Stronach und NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.
„Die Zeit“ schreibt auch – und da hat sie recht –: „In einer funktionierenden Demokratie ist ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss – der natürlich auch ein Minderheitenrecht zu sein hat – das einzig geeignete Mittel, Licht in die trüben Graubereiche des öffentlichen Sektors zu bringen.“ Der Untersuchungsausschuss soll nicht „als Bühne zur inquisitorischen Selbstinszenierung zweckentfremdet werden“ (Ruf bei der ÖVP: Überhaupt nicht!), sondern seine Aufgabe ist es, Fakten auszugraben, die sich unter dem Schutt der Ausreden befinden. (Beifall bei Team Stronach und NEOS sowie bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Beifall bei Team Stronach und NEOS sowie des Abg. Podgorschek.
Sehr geehrte Regierungsvertreter! Die Aufklärung liegt meiner Meinung nach auch zutiefst in Ihrem eigenen Interesse, denn nichts eignet sich mehr zur Legendenbildung als eine Mischung aus Halbwahrheiten und Halbinformationen. – Danke. (Beifall bei Team Stronach und NEOS sowie des Abg. Podgorschek.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich möchte aber zunächst eines außer Streit stellen: Ich hoffe doch, dass es uns allen darum geht, Österreich auf einem stabilen Kurs zu halten. Und dass wir in der Richtung eines stabilen Kurses derzeit gut unterwegs sind, wird ja dadurch bewiesen, dass am 21. Februar die US-Ratingagentur Fitch Österreich erneut die Bestnote Triple-A mit dem Ausblick „stabil“ gegeben hat. Das ist gut, meine Damen und Herren, denn das beweist, dass wir als Österreich auch auf dem internationalen Kapitalmarkt einen guten Ruf haben, und diesen werden wir verteidigen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber, meine Damen und Herren, lassen Sie mich in diesem Zusammenhang eines schon auch klar sagen, denn das ist auch heute von Ihnen wieder als Vorwurf im Rahmen der Dringlichen Anfrage in den Raum gestellt worden: Ich lasse mir Zeitverzögerung, Fahrlässigkeit und das Hinausschieben eines Problems nicht vorwerfen! Das möchte ich ein für alle Mal noch einmal hier im Hohen Haus klarlegen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich lasse mir nicht vorwerfen, dass wir dadurch Zeit haben verstreichen lassen, meine Damen und Herren! Man schüttelt eine solche Lösung nicht aus dem Ärmel, sonst kullert etwas anderes aus dem Ärmel, als man haben will, sondern man muss das mit Besonnenheit und mit klarem Kopf vorbereiten und dann eine Entscheidung treffen, und so wollen wir auch vorgehen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wenn wir das Ziel erreicht haben, nämlich all diese Maßnahmen schrittweise wirken und wir damit auch wirtschaftliche Rahmenbedingungen haben, die sich positiver entwickeln, dann werde ich als Finanzminister und Vizekanzler auch das nächste Ziel angehen. Das ist dann die Entlastung von Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern und auch eine Vereinfachung des Steuersystems. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ja, es stimmt, Sie haben in einer achtseitigen Dringlichen einen Fehler gefunden. – Wir haben ein falsches Wort auf diesen acht Seiten versteckt, um zu schauen, ob Sie auch aufmerksam lesen. (Heiterkeit und Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
Letztlich gebe ich zu, jeder von uns macht Fehler. Es könnte auch sein, dass damals Josef Pröll einen Fehler begangen hat. Das könnte ja sein. (Beifall bei Team Stronach und Grünen.)
Abg. Wöginger: Das ist keine Chronologie!
Jetzt erzähle ich Ihnen einmal die Chronologie der Ereignisse, und dann finden Sie vielleicht, da Sie ja so gerne Fehler finden, den Fehler, der damals begangen wurde. Wenn man es sich chronologisch anschaut, dann sieht es so aus: Die Hypo wurde damals von Kärnten verkauft, vielleicht aus gutem Grund. Wer weiß es? Vielleicht haben die Kärntner damals schon gewusst, dass diese Bank marode ist, und vielleicht haben es auch die Bayern gewusst. (Abg. Wöginger: Das ist keine Chronologie!) Denn im Vertrag ist gestanden, egal, was herauskommt, egal, ob die Bayern nachträglich irgendetwas in dieser Bank finden, ob irgendwelche Zahlen falsch waren, ob irgendetwas vorgetäuscht wurde – das ist im Vertrag gestanden –, egal, was da drinsteht, egal, was passiert wäre, die Kärntner hätten diese Bank nicht zurücknehmen müssen. Das ist im Vertrag gestanden.
Beifall beim Team Stronach.
kann. Dann sind sie gekommen und haben dem Herrn Pröll und somit auch uns das Messer angesetzt. Sie haben uns das Messer an der Kehle angesetzt, indem sie die Bank mutwillig in die Pleite geführt haben, indem sie Kapital abgezogen haben, und zwar bis zu 2 Milliarden €. Das hält keine Bank aus. Nicht einmal eine gesunde Bank hält das aus. Das haben die Bayern gemacht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Team Stronach und FPÖ.
Jetzt haben Sie schon gesagt, es gibt vier verschiedene Anstaltslösungen. Es mag sein, dass es dann für den Steuerzahler nicht ganz so teuer wird. Aber es geht doch um die grundsätzliche Entscheidung. Wollen wir jene, die uns das alles eingebrockt haben, auch mitbeteiligen? Und da gehören die Bayern auch dazu. Die gehören da einfach dazu. (Beifall bei Team Stronach und FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Sie haben keine Angst vor dem Steuerzahler, ganz egal, was Sie ihm heute hier zumuten. Wovor Sie Angst haben, das sind ganz andere, das sind die Landeshäuptlinge, die da auch ein Wort mitreden und hier möglichst nicht zur Kasse gebeten werden wollen. Dann ist es die Raiffeisenbank, die auch ein Wörtchen mitredet. Vor denen haben Sie Angst, aber nicht vor dem Steuerzahler. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Und ich appelliere an alle, die heute hier zuschauen: Wir sollten der Regierung ganz gehörig Angst einjagen. Der Steuerzahler muss sein Instrument, sein mächtiges Instrument, nämlich die Wahl, dazu nützen, all jenen einen Denkzettel zu verpassen, die das tun, was Sie gerade machen, nämlich den Steuerzahler als wehrloses Opfer hier zu missbrauchen und all jene, die es verdient haben, leer ausgehen zu lassen. Das ist das, was Sie versuchen, und das ist nicht redlich. Deshalb ersuche ich wirklich alle Österreicher, sich das nicht länger gefallen zu lassen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das ist mein Appell an die Opposition: Wir müssen gemeinsam gegen diese Anstaltslösung kämpfen, wir alle von der Opposition. Die Regierung hat sich schon auf die Anstaltslösung eingeschworen, aber wir von der Opposition, wenn wir das gemeinsam tun und somit stark sind, dann können wir diesen Super-GAU für die Bevölkerung verhindern. Das ist unsere Pflicht als Opposition. Dazu rufe ich Sie alle auf, und ich hoffe, dass uns die Bevölkerung dabei unterstützt. – Vielen Dank. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Podgorschek.
Geheiß des Landeshauptmanns Prestigeprojekte finanzieren, das Schlosshotel Velden, die Klagenfurter Seebühne, den Fußball, die Fluglinie Styrian Spirit und das Formel-1-Projekt. (Zwischenruf des Abg. Podgorschek.) – Ja, da sieht man das schlechte Gewissen der Freiheitlichen.
Zwischenruf des Abg. Strache. – Abg. Neubauer: Unsinn!
In der Finanzkrise 2008, 2009 sind immer mehr Leichen im Keller der Hypo aufgetaucht, chronische Kapitalschwäche wurde offensichtlich, das Land hatte unter Haider unverantwortliche Milliardenhaftungen übernommen, die nie einlösbar gewesen wären. Am Höhepunkt erreichten die Haftungen 25 Milliarden, das Zehnfache des Landesbudgets. Daraufhin wurde am 14. Dezember 2009 unter dem Druck der Finanzmärkte, der EZB und der Notenbanken die Notverstaatlichung der Hypo eingeleitet, unausweichlich, die Pleite, damals 20 Milliarden Haftung, hätte das Land Kärnten getroffen. (Zwischenruf des Abg. Strache. – Abg. Neubauer: Unsinn!) – Herr Kollege Strache, melden Sie sich zu Wort, dann hört man Sie besser. Nein, Sie sollten einmal ins Gesetzbuch schauen, und dann würden Sie es sehen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
In der Finanzkrise 2008, 2009 sind immer mehr Leichen im Keller der Hypo aufgetaucht, chronische Kapitalschwäche wurde offensichtlich, das Land hatte unter Haider unverantwortliche Milliardenhaftungen übernommen, die nie einlösbar gewesen wären. Am Höhepunkt erreichten die Haftungen 25 Milliarden, das Zehnfache des Landesbudgets. Daraufhin wurde am 14. Dezember 2009 unter dem Druck der Finanzmärkte, der EZB und der Notenbanken die Notverstaatlichung der Hypo eingeleitet, unausweichlich, die Pleite, damals 20 Milliarden Haftung, hätte das Land Kärnten getroffen. (Zwischenruf des Abg. Strache. – Abg. Neubauer: Unsinn!) – Herr Kollege Strache, melden Sie sich zu Wort, dann hört man Sie besser. Nein, Sie sollten einmal ins Gesetzbuch schauen, und dann würden Sie es sehen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP
Die Notverstaatlichung jetzt für das Desaster verantwortlich zu machen – Herr Kollege, ich weiß schon, dass Ihnen das nicht gefällt, aber das ist Ihr blaues Desaster (Beifall bei SPÖ und ÖVP) –, das ist eine Umkehrung der Täter-Opfer-Rolle. Herr Kollege, wissen Sie, im Fernsehen hört man die Zwischenrufe schon gar nicht, das ist ja Ihr Pech (Abg. Mag. Darmann: Sie sprechen die Unwahrheit!) –, das ist eine Umkehrung der Opfer-Täter-Rolle. Sie sind dafür verantwortlich. Herr Kollege Darmann, Sie brauchen von politischer Verantwortung gar nicht zu reden, ich habe Ihnen das im Rahmen der Sondersitzung ja schon gesagt.
Abg. Mag. Darmann: Sie sprechen die Unwahrheit!
Die Notverstaatlichung jetzt für das Desaster verantwortlich zu machen – Herr Kollege, ich weiß schon, dass Ihnen das nicht gefällt, aber das ist Ihr blaues Desaster (Beifall bei SPÖ und ÖVP) –, das ist eine Umkehrung der Täter-Opfer-Rolle. Herr Kollege, wissen Sie, im Fernsehen hört man die Zwischenrufe schon gar nicht, das ist ja Ihr Pech (Abg. Mag. Darmann: Sie sprechen die Unwahrheit!) –, das ist eine Umkehrung der Opfer-Täter-Rolle. Sie sind dafür verantwortlich. Herr Kollege Darmann, Sie brauchen von politischer Verantwortung gar nicht zu reden, ich habe Ihnen das im Rahmen der Sondersitzung ja schon gesagt.
Zwischenruf des Abg. Dr. Hübner.
Was ganz besonders wichtig ist – und das ist unabdingbar –: Externe Berater, externe Profis mit der Abwicklung zu betrauen. Ich möchte aber, weil wir von externen Beratern reden, zum Wyman-Gutachten noch etwas sagen. Da wird immer wieder die Pleite so hervorgehoben. Oliver Wyman hat dieses Gutachten in vier Tagen gemacht. Es mag schon sein, dass ihm da die Pleite irgendwie sympathisch erschienen ist. Aber es ist schon diskussionswürdig, dass er die Gefährdung des Finanzplatzes Österreich und die Gefährdung der Bonität so gering eingeschätzt hat. (Zwischenruf des Abg. Dr. Hübner.)
Abg. Dr. Hübner: Das nehmen wir auch zur Kenntnis! – Abg. Mag. Rossmann: Das stimmt aber so nicht!
Wir haben es im Rahmen der Sondersitzung schon erläutert: Ein Prozentpunkt mehr Zinsen sind 2,7 Milliarden pro Jahr. Das müssen auch Sie, Herr Hübner, zur Kenntnis nehmen! (Abg. Dr. Hübner: Das nehmen wir auch zur Kenntnis! – Abg. Mag. Rossmann: Das stimmt aber so nicht!) – Das stimmt schon! Herr Kollege Krainer wird Ihnen dann ein Privatissimum dazu geben.
Beifall bei der SPÖ.
nicht unter diesem blauen Desaster Schaden nimmt und damit die Bonität nicht herabgestuft wird und dann erst recht der Steuerzahler zum Handkuss kommt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Es steht außer Streit, dass Haider ein Verbrecher war! – Ruf bei der FPÖ: Bitte? – Abg. Dr. Jarolim: Dass Haider ein Verbrecher war, steht außer Streit!
(Abg. Dr. Jarolim: Es steht außer Streit, dass Haider ein Verbrecher war! – Ruf bei der FPÖ: Bitte? – Abg. Dr. Jarolim: Dass Haider ein Verbrecher war, steht außer Streit!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Nachbauer und Ing. Dietrich.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Finanzminister! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gestern hat nicht zum ersten Mal der Finanzminister die Finanzsprecher aller Fraktionen über den aktuellen Stand informiert. Heute gab es dafür sowohl von den Grünen als auch von den NEOS Lob. Und jetzt gibt es diese Dringliche Anfrage – eine Dringliche Anfrage, die nicht einmal alle Klubobleute der Oppositionsparteien interessiert, die Sie hingeschludert haben, denn das Gegenteil von Privatisierung ist Notverstaatlichung, Frau Klubobfrau, das sollten Sie wissen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Nachbauer und Ing. Dietrich.) Sie sprechen immer von einer Expertise, die gefordert wird. Die Expertise Ihres Klubs haben Sie heute wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Finanzminister! Frau Staatssekretärin! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gestern hat nicht zum ersten Mal der Finanzminister die Finanzsprecher aller Fraktionen über den aktuellen Stand informiert. Heute gab es dafür sowohl von den Grünen als auch von den NEOS Lob. Und jetzt gibt es diese Dringliche Anfrage – eine Dringliche Anfrage, die nicht einmal alle Klubobleute der Oppositionsparteien interessiert, die Sie hingeschludert haben, denn das Gegenteil von Privatisierung ist Notverstaatlichung, Frau Klubobfrau, das sollten Sie wissen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Nachbauer und Ing. Dietrich.) Sie sprechen immer von einer Expertise, die gefordert wird. Die Expertise Ihres Klubs haben Sie heute wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Darmann.
Es war Klubobmannstellvertreter Kogler, der in meine Richtung gehend erklärt hat: Beichte, Buße, Besserung. Ich beichte: Ich habe den Bericht zum Untersuchungsausschuss zur Überprüfung des Verkaufs der Hypo Alpe-Adria, den Bericht des Vorsitzenden, Abgeordneten Rolf Holub genau gelesen. Dieser Bericht ist erhellend. Und was sagt Holub darin? – Erstens einmal, dass (Zwischenruf des Abg. Mag. Darmann.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Darmann.
Herr Abgeordneter Darmann, dass Sie nervös werden, verstehe ich, denn Sie waren damals in Kärnten immer mitten drinnen in dem Sumpf. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Darmann.) Sie waren mitten drinnen in dem Sumpf, denn Sie waren Klubobmannstellvertreter Ihrer Fraktion. Wie sie damals geheißen hat, weiß ich nicht, denn die Parteinamen haben ja bei Ihnen ständig gewechselt, aber Sie als Person sind immer die gleiche Person geblieben. (Abg. Mag. Darmann: Sagen Sie, was ich getan habe!)
Abg. Mag. Darmann: Sagen Sie, was ich getan habe!
Herr Abgeordneter Darmann, dass Sie nervös werden, verstehe ich, denn Sie waren damals in Kärnten immer mitten drinnen in dem Sumpf. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Darmann.) Sie waren mitten drinnen in dem Sumpf, denn Sie waren Klubobmannstellvertreter Ihrer Fraktion. Wie sie damals geheißen hat, weiß ich nicht, denn die Parteinamen haben ja bei Ihnen ständig gewechselt, aber Sie als Person sind immer die gleiche Person geblieben. (Abg. Mag. Darmann: Sagen Sie, was ich getan habe!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Darmann. – Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Ich sage es ganz genau: Als Holub am 7. Februar 2012 das vorgelegt hat, waren Sie Klubobmannstellvertreter im Kärntner Landtag. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Darmann. – Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Mag. Darmann: Was habe ich angestellt?
Ich sage Ihnen: Sie waren mitten drinnen im Geschehen! Sie wissen ganz genau, was dort unten (Abg. Mag. Darmann: Was habe ich angestellt?) – Nicht so nervös werden! Ich sage es Ihnen, was ich Ihnen vorhalte. Sie müssten den Bericht (Abg. Mag. Darmann: Sagen Sie mir, was ich angestellt habe!) – Sie haben gar nichts
Abg. Mag. Darmann: Sagen Sie mir, was ich angestellt habe!
Ich sage Ihnen: Sie waren mitten drinnen im Geschehen! Sie wissen ganz genau, was dort unten (Abg. Mag. Darmann: Was habe ich angestellt?) – Nicht so nervös werden! Ich sage es Ihnen, was ich Ihnen vorhalte. Sie müssten den Bericht (Abg. Mag. Darmann: Sagen Sie mir, was ich angestellt habe!) – Sie haben gar nichts
Abg. Mag. Darmann: Warum sagen Sie es dann? Das ist ein Wahnsinn!
angestellt. (Abg. Mag. Darmann: Warum sagen Sie es dann? Das ist ein Wahnsinn!) Ich sage Ihnen, was ich Ihnen gerne mitteilen möchte. Ich weiß nicht, warum Sie so nervös sind. (Abg. Mag. Darmann: Überlegen Sie sich Ihre Wortwahl, bevor Sie hier jemand persönlich angreifen!)
Abg. Mag. Darmann: Überlegen Sie sich Ihre Wortwahl, bevor Sie hier jemand persönlich angreifen!
angestellt. (Abg. Mag. Darmann: Warum sagen Sie es dann? Das ist ein Wahnsinn!) Ich sage Ihnen, was ich Ihnen gerne mitteilen möchte. Ich weiß nicht, warum Sie so nervös sind. (Abg. Mag. Darmann: Überlegen Sie sich Ihre Wortwahl, bevor Sie hier jemand persönlich angreifen!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Weiterer Zwischenruf des Abg. Mag. Darmann.
Na welche Wortwahl? Also, Frau Präsidentin, wenn da jetzt irgendetwas ehrenrührig war, wenn ich sage: Sie waren mitten drinnen im Kärntner Landtag!, wenn das schon ehrenrührig ist, dann (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Weiterer Zwischenruf des Abg. Mag. Darmann.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist ihr Problem! Und das ist der Grund, warum Sie so hypernervös sind, sage ich Ihnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Darmann: Das ist nicht der Bericht des Ausschusses! Sie verbreiten hier die Unwahrheit!
Und wenige Tage – wenige Tage! –, nachdem Jörg Haider Landeshauptmann geworden ist, hat er gemeint, die Haftung sei „bombensicher“. Er hat gesagt, die Haftung sei „bombensicher“. (Abg. Mag. Darmann: Das ist nicht der Bericht des Ausschusses! Sie verbreiten hier die Unwahrheit!)
Abg. Mag. Darmann: Das ist kein Bericht des Ausschusses!
Sein erster Akt als Landeshauptmann war eine Auslandsreise nach London zur Ratingagentur Moody’s, um die Hypo zu unterstützen. Sein erstes Hintergrundgespräch vor Kärntner Journalisten hat der Hypo gegolten, wo er gesagt hat, das sei das Flaggschiff seiner Wirtschaftspolitik, und dieses Flaggschiff hat er eingesetzt. Daher ist es, sage ich Ihnen, richtig, was der Untersuchungsausschuss in Kärnten hier festgestellt hat, dass nämlich (Abg. Mag. Darmann: Das ist kein Bericht des Ausschusses!)
Abg. Mag. Darmann: Es gibt keine Berichte dieses Ausschusses!
Entschuldigung! Das hat er festgestellt. (Abg. Mag. Darmann: Es gibt keine Berichte dieses Ausschusses!) Noch einmal: Ja, aber ich orientiere mich hier, wie ich es gerade gesagt habe, am Vorsitzenden Holub. (Abg. Mag. Darmann: Sie zitieren einen anderen Bericht! Das ist nicht der Ausschussbericht!) Ich orientiere mich am Vorsitzenden Holub. Bei den Grünen wird dieser Untersuchungsbericht, so wie er von Holub vorgelegt worden ist, schon die Unterstützung finden. Und ich habe mich auf den Abgeordneten Kogler bezogen, wenn es um Beichte, Buße und Besserung geht.
Abg. Mag. Darmann: Sie zitieren einen anderen Bericht! Das ist nicht der Ausschussbericht!
Entschuldigung! Das hat er festgestellt. (Abg. Mag. Darmann: Es gibt keine Berichte dieses Ausschusses!) Noch einmal: Ja, aber ich orientiere mich hier, wie ich es gerade gesagt habe, am Vorsitzenden Holub. (Abg. Mag. Darmann: Sie zitieren einen anderen Bericht! Das ist nicht der Ausschussbericht!) Ich orientiere mich am Vorsitzenden Holub. Bei den Grünen wird dieser Untersuchungsbericht, so wie er von Holub vorgelegt worden ist, schon die Unterstützung finden. Und ich habe mich auf den Abgeordneten Kogler bezogen, wenn es um Beichte, Buße und Besserung geht.
Abg. Mag. Kogler: Richtig!
Genau das ist hier festgehalten worden! (Abg. Mag. Kogler: Richtig!) Und daher sage ich Ihnen – aber Sie nehmen das nie zur Kenntnis –: 2009 waren wir gezwungen, diese Notverstaatlichung vorzunehmen. Warum? – Paragraph 1356 (Zwischenruf des Abg. Strache.) Den wollen Sie immer ausschalten. Das Land Kärnten war zum damaligen Zeitpunkt mit beinahe 20 Milliarden € in der Ziehung. Hätten wir damals, im Dezember 2009, Kärnten nicht unter die Arme gegriffen, wäre es zu dieser Notverstaatlichung nicht gekommen (Abg. Strache: Sie verwechseln Haftung mit Ausfallshaftung!) – die Hypo hat damals lichterloh gebrannt –, dann wäre es zu einem Flächenbrand gekommen. (Abg. Strache: Die Bayern hätten !)
Zwischenruf des Abg. Strache.
Genau das ist hier festgehalten worden! (Abg. Mag. Kogler: Richtig!) Und daher sage ich Ihnen – aber Sie nehmen das nie zur Kenntnis –: 2009 waren wir gezwungen, diese Notverstaatlichung vorzunehmen. Warum? – Paragraph 1356 (Zwischenruf des Abg. Strache.) Den wollen Sie immer ausschalten. Das Land Kärnten war zum damaligen Zeitpunkt mit beinahe 20 Milliarden € in der Ziehung. Hätten wir damals, im Dezember 2009, Kärnten nicht unter die Arme gegriffen, wäre es zu dieser Notverstaatlichung nicht gekommen (Abg. Strache: Sie verwechseln Haftung mit Ausfallshaftung!) – die Hypo hat damals lichterloh gebrannt –, dann wäre es zu einem Flächenbrand gekommen. (Abg. Strache: Die Bayern hätten !)
Abg. Strache: Sie verwechseln Haftung mit Ausfallshaftung!
Genau das ist hier festgehalten worden! (Abg. Mag. Kogler: Richtig!) Und daher sage ich Ihnen – aber Sie nehmen das nie zur Kenntnis –: 2009 waren wir gezwungen, diese Notverstaatlichung vorzunehmen. Warum? – Paragraph 1356 (Zwischenruf des Abg. Strache.) Den wollen Sie immer ausschalten. Das Land Kärnten war zum damaligen Zeitpunkt mit beinahe 20 Milliarden € in der Ziehung. Hätten wir damals, im Dezember 2009, Kärnten nicht unter die Arme gegriffen, wäre es zu dieser Notverstaatlichung nicht gekommen (Abg. Strache: Sie verwechseln Haftung mit Ausfallshaftung!) – die Hypo hat damals lichterloh gebrannt –, dann wäre es zu einem Flächenbrand gekommen. (Abg. Strache: Die Bayern hätten !)
Abg. Strache: Die Bayern hätten !
Genau das ist hier festgehalten worden! (Abg. Mag. Kogler: Richtig!) Und daher sage ich Ihnen – aber Sie nehmen das nie zur Kenntnis –: 2009 waren wir gezwungen, diese Notverstaatlichung vorzunehmen. Warum? – Paragraph 1356 (Zwischenruf des Abg. Strache.) Den wollen Sie immer ausschalten. Das Land Kärnten war zum damaligen Zeitpunkt mit beinahe 20 Milliarden € in der Ziehung. Hätten wir damals, im Dezember 2009, Kärnten nicht unter die Arme gegriffen, wäre es zu dieser Notverstaatlichung nicht gekommen (Abg. Strache: Sie verwechseln Haftung mit Ausfallshaftung!) – die Hypo hat damals lichterloh gebrannt –, dann wäre es zu einem Flächenbrand gekommen. (Abg. Strache: Die Bayern hätten !)
Abg. Strache: Die BayernLB war es, die Sie verstaatlicht haben!
Es war damals die Haider-Bank (Abg. Strache: Die BayernLB war es, die Sie verstaatlicht haben!) – Nein, es war die Haider-Bank, sage ich Ihnen. (Abg. Strache: Die Bayerische Landesbank!) Es war die Haider-Bank! Und Sie, Klubobmann Strache, waren zu diesem Zeitpunkt einer der Stellvertreter von Jörg Haider. Das ist auch ein Grund, warum Sie von der ersten Reihe schon in die vierte zurückgetreten sind, sage ich Ihnen, weil es nicht angenehm ist, hier vorne zu sitzen und für dieses Desaster den Kopf hinzuhalten. Da verstehe ich es, dass Sie sich von der ersten in die vierte Reihe zurückziehen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Strache: Die Bayerische Landesbank!
Es war damals die Haider-Bank (Abg. Strache: Die BayernLB war es, die Sie verstaatlicht haben!) – Nein, es war die Haider-Bank, sage ich Ihnen. (Abg. Strache: Die Bayerische Landesbank!) Es war die Haider-Bank! Und Sie, Klubobmann Strache, waren zu diesem Zeitpunkt einer der Stellvertreter von Jörg Haider. Das ist auch ein Grund, warum Sie von der ersten Reihe schon in die vierte zurückgetreten sind, sage ich Ihnen, weil es nicht angenehm ist, hier vorne zu sitzen und für dieses Desaster den Kopf hinzuhalten. Da verstehe ich es, dass Sie sich von der ersten in die vierte Reihe zurückziehen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Es war damals die Haider-Bank (Abg. Strache: Die BayernLB war es, die Sie verstaatlicht haben!) – Nein, es war die Haider-Bank, sage ich Ihnen. (Abg. Strache: Die Bayerische Landesbank!) Es war die Haider-Bank! Und Sie, Klubobmann Strache, waren zu diesem Zeitpunkt einer der Stellvertreter von Jörg Haider. Das ist auch ein Grund, warum Sie von der ersten Reihe schon in die vierte zurückgetreten sind, sage ich Ihnen, weil es nicht angenehm ist, hier vorne zu sitzen und für dieses Desaster den Kopf hinzuhalten. Da verstehe ich es, dass Sie sich von der ersten in die vierte Reihe zurückziehen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Darmann: Die Schwarzen decken zu! Das ist die Wahrheit!
Nur: Wir müssen jetzt handeln. Und das tut der Finanzminister. Es vergeht kein Tag, wo er sich nicht mit dieser Frage beschäftigt, sage ich Ihnen. Und was tut er? (Abg. Mag. Darmann: Die Schwarzen decken zu! Das ist die Wahrheit!) – Was er tut, das sollten Sie schon positiv werten, nämlich: Er bindet das Parlament in der größtmöglichen Form ein. Eine intensivere Einbindung des Parlaments hat es bisher nicht gegeben. (Abg. Mag. Darmann: Dann machen Sie einen Untersuchungsausschuss!)
Abg. Mag. Darmann: Dann machen Sie einen Untersuchungsausschuss!
Nur: Wir müssen jetzt handeln. Und das tut der Finanzminister. Es vergeht kein Tag, wo er sich nicht mit dieser Frage beschäftigt, sage ich Ihnen. Und was tut er? (Abg. Mag. Darmann: Die Schwarzen decken zu! Das ist die Wahrheit!) – Was er tut, das sollten Sie schon positiv werten, nämlich: Er bindet das Parlament in der größtmöglichen Form ein. Eine intensivere Einbindung des Parlaments hat es bisher nicht gegeben. (Abg. Mag. Darmann: Dann machen Sie einen Untersuchungsausschuss!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Machen Sie einen Untersuchungsausschuss!
Und ich sage Ihnen: Für die Sache ist jeden zweiten Tag eine Dringliche Anfrage sicher kein Beitrag! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Machen Sie einen Untersuchungsausschuss!)
Beifall bei der FPÖ – Zwischenrufe bei der ÖVP
Abgeordneter Ing. Christian Höbart (FPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Werte Zuschauerinnen und Zuschauer! Herr Minister! Ich muss sagen: Diese Märchenstunde, die Sie uns jetzt geboten haben, Herr Klubobmann (Beifall bei der FPÖ – Zwischenrufe bei der ÖVP), weisen wir aufs Schärfste zurück. Denn wenn mich unser Kärntner Abgeordneter jetzt darüber informiert, dass Sie hier einen Bericht aus dem grünen Landtagsklub zitieren und keinen offiziellen Abschlussbericht – gerade von den Grünen, die Sie ja so gerne mögen! –, dann muss ich Ihnen sagen: Greifen Sie einmal zu den richtigen Mitteln, nicht zu irgendwelchen grünen Abschlussberichten aus dem Landtag! Das zählt ja überhaupt nichts. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Ing. Christian Höbart (FPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Werte Zuschauerinnen und Zuschauer! Herr Minister! Ich muss sagen: Diese Märchenstunde, die Sie uns jetzt geboten haben, Herr Klubobmann (Beifall bei der FPÖ – Zwischenrufe bei der ÖVP), weisen wir aufs Schärfste zurück. Denn wenn mich unser Kärntner Abgeordneter jetzt darüber informiert, dass Sie hier einen Bericht aus dem grünen Landtagsklub zitieren und keinen offiziellen Abschlussbericht – gerade von den Grünen, die Sie ja so gerne mögen! –, dann muss ich Ihnen sagen: Greifen Sie einmal zu den richtigen Mitteln, nicht zu irgendwelchen grünen Abschlussberichten aus dem Landtag! Das zählt ja überhaupt nichts. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Lopatka: Wie hoch war damals die Haftung?
Zweitens: Sie wissen ganz genau, dass dieser Expansionskurs der Hypo Alpe-Adria von Landeshauptmann Zernatto eingeleitet wurde, und zwar 1992/1993. (Abg. Dr. Lopatka: Wie hoch war damals die Haftung?) Wissen Sie, welche Manager Herr Landeshauptmann Zernatto damals an Bord geholt hat? – Den ehemaligen Raiffeisen-Mann Kulterer; er wurde von Landeshauptmann Zernatto an Bord geholt, nicht von Jörg Haider. – Also hören Sie bitte auf mit diesen Märchengeschichten! Das stimmt schlicht und einfach nicht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zweitens: Sie wissen ganz genau, dass dieser Expansionskurs der Hypo Alpe-Adria von Landeshauptmann Zernatto eingeleitet wurde, und zwar 1992/1993. (Abg. Dr. Lopatka: Wie hoch war damals die Haftung?) Wissen Sie, welche Manager Herr Landeshauptmann Zernatto damals an Bord geholt hat? – Den ehemaligen Raiffeisen-Mann Kulterer; er wurde von Landeshauptmann Zernatto an Bord geholt, nicht von Jörg Haider. – Also hören Sie bitte auf mit diesen Märchengeschichten! Das stimmt schlicht und einfach nicht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Der kennt sich nicht aus!
Und eines sage ich Ihnen noch, Herr Klubobmann Lopatka: Unser Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache war zu keiner Sekunde seines Lebens Stellvertreter von Jörg Haider. Auch das weise ich zurück. Schauen Sie bitte einmal in unserer Parteigeschichte nach! Er war kein Stellvertreter von Jörg Haider. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Der kennt sich nicht aus!)
Abg. Strache – in Richtung ÖVP –: Eine Unwahrheit nach der anderen wurde hier zum Besten gegeben! Für euch hat der Haider die Verantwortung für die BayernLB! Ihr habt einen Verfolgungswahn!
Auch das haben wir Ihnen bereits sehr oft umgehängt, liebe Kolleginnen und Kollegen von Rot und Schwarz: Alle Beschlüsse in der Kärntner Landesregierung und im Landtag zum Thema Hypo wurden immer einstimmig gefasst. Und auch die Grünen waren oftmals dabei. Also so zu tun, als sei das ein freiheitlicher Skandal, das ist aufs Schärfste zurückzuweisen. (Abg. Strache – in Richtung ÖVP –: Eine Unwahrheit nach der anderen wurde hier zum Besten gegeben! Für euch hat der Haider die Verantwortung für die BayernLB! Ihr habt einen Verfolgungswahn!)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Gerstl.
Ich glaube, wir sollten uns darauf verständigen – und jetzt komme ich zu einem wesentlichen Punkt –, dass das wahre Desaster der Hypo Alpe-Adria in der Zeit nach dem Verkauf an die BayernLB stattgefunden hat. Das können Sie in jedem Medium nachlesen. Da schütteln Sie den Kopf. Sie können wahrscheinlich nicht einmal „Bank“ schreiben, Herr Kollege Gerstl. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Gerstl.)
Abg. Strache: Da war die Verantwortung bei der Geschäftsführung der BayernLB!
Die Bilanzsumme wurde von 25 Milliarden € auf über 40 Milliarden € aufgeblasen, und das in zwei Jahren. (Abg. Strache: Da war die Verantwortung bei der Geschäftsführung der BayernLB!) Also wer hat da sozusagen das Turbowachstum eingeleitet? – Die BayernLB! Das ist ebenfalls ein Faktum. Das können Sie nicht zurückweisen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Bilanzsumme wurde von 25 Milliarden € auf über 40 Milliarden € aufgeblasen, und das in zwei Jahren. (Abg. Strache: Da war die Verantwortung bei der Geschäftsführung der BayernLB!) Also wer hat da sozusagen das Turbowachstum eingeleitet? – Die BayernLB! Das ist ebenfalls ein Faktum. Das können Sie nicht zurückweisen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Frau ehemalige Finanzministerin Fekter, weil Sie mir gerade Blicke zuwerfen: Das ist ja ganz interessant. Halten wir einmal die Zeit fest von der nicht notwendigen Notverstaatlichung, wo sich nämlich die Bayern auf die Schenkel geklopft haben. Die haben gesagt: Jetzt werden wir die Hypo-Leiche entweder los (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Und da schicken wir den ehemaligen Finanzminister Pröll nach Bayern, und er nimmt die Banken-Leiche Hypo in Empfang, holt sich wieder ... (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Na, selbstverständlich! Und jetzt überlegen Sie, was Sie als Regierung in den letzten vier Jahren nach der Notverstaatlichung gemacht haben! 14. Dezember (Zwischenruf des Abg. Mag. Schieder.) – Sie haben es aber damals als Staatssekretär verhandelt. Da wollen Sie aber jetzt auch nichts mehr damit zu tun haben. (Abg. Mag. Schieder: Ihr Dörfler!)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Frau ehemalige Finanzministerin Fekter, weil Sie mir gerade Blicke zuwerfen: Das ist ja ganz interessant. Halten wir einmal die Zeit fest von der nicht notwendigen Notverstaatlichung, wo sich nämlich die Bayern auf die Schenkel geklopft haben. Die haben gesagt: Jetzt werden wir die Hypo-Leiche entweder los (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Und da schicken wir den ehemaligen Finanzminister Pröll nach Bayern, und er nimmt die Banken-Leiche Hypo in Empfang, holt sich wieder ... (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Na, selbstverständlich! Und jetzt überlegen Sie, was Sie als Regierung in den letzten vier Jahren nach der Notverstaatlichung gemacht haben! 14. Dezember (Zwischenruf des Abg. Mag. Schieder.) – Sie haben es aber damals als Staatssekretär verhandelt. Da wollen Sie aber jetzt auch nichts mehr damit zu tun haben. (Abg. Mag. Schieder: Ihr Dörfler!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Schieder.
Frau ehemalige Finanzministerin Fekter, weil Sie mir gerade Blicke zuwerfen: Das ist ja ganz interessant. Halten wir einmal die Zeit fest von der nicht notwendigen Notverstaatlichung, wo sich nämlich die Bayern auf die Schenkel geklopft haben. Die haben gesagt: Jetzt werden wir die Hypo-Leiche entweder los (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Und da schicken wir den ehemaligen Finanzminister Pröll nach Bayern, und er nimmt die Banken-Leiche Hypo in Empfang, holt sich wieder ... (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Na, selbstverständlich! Und jetzt überlegen Sie, was Sie als Regierung in den letzten vier Jahren nach der Notverstaatlichung gemacht haben! 14. Dezember (Zwischenruf des Abg. Mag. Schieder.) – Sie haben es aber damals als Staatssekretär verhandelt. Da wollen Sie aber jetzt auch nichts mehr damit zu tun haben. (Abg. Mag. Schieder: Ihr Dörfler!)
Abg. Mag. Schieder: Ihr Dörfler!
Frau ehemalige Finanzministerin Fekter, weil Sie mir gerade Blicke zuwerfen: Das ist ja ganz interessant. Halten wir einmal die Zeit fest von der nicht notwendigen Notverstaatlichung, wo sich nämlich die Bayern auf die Schenkel geklopft haben. Die haben gesagt: Jetzt werden wir die Hypo-Leiche entweder los (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Und da schicken wir den ehemaligen Finanzminister Pröll nach Bayern, und er nimmt die Banken-Leiche Hypo in Empfang, holt sich wieder ... (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Na, selbstverständlich! Und jetzt überlegen Sie, was Sie als Regierung in den letzten vier Jahren nach der Notverstaatlichung gemacht haben! 14. Dezember (Zwischenruf des Abg. Mag. Schieder.) – Sie haben es aber damals als Staatssekretär verhandelt. Da wollen Sie aber jetzt auch nichts mehr damit zu tun haben. (Abg. Mag. Schieder: Ihr Dörfler!)
Beifall bei der FPÖ.
Seit dem Jahre 2009, seit der nicht notwendigen Notverstaatlichung ist nichts geschehen, ist überhaupt nichts geschehen! Und heute stehen wir da, schauen uns alle an, diskutieren im Parlament diese Dinge: Anstaltslösung, ja oder nein? Binden wir die Großbankenszene in Österreich mit ein, ja oder nein? Einmal heißt es ja, dann wieder nein. Das ist doch wirklich absurd, was hier abgeht! (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Das ist ja alles so leicht!
Sie sollten auch die Gläubiger zur Verantwortung ziehen! Auch das gehört einmal geprüft. Warum wird das nicht geprüft? (Ruf bei der ÖVP: Das ist ja alles so leicht!) Sie posaunen hier ja so groß, das Ganze wäre ein sogenannter freiheitlicher Skandal. Was hält Sie eigentlich davon ab, liebe Kolleginnen und Kollegen von SPÖ und ÖVP, endlich einem Untersuchungsausschuss zuzustimmen? Legen wir doch die Karten auf den Tisch, dann können wir diese Dinge aufklären! (Beifall bei FPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei FPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS.
Sie sollten auch die Gläubiger zur Verantwortung ziehen! Auch das gehört einmal geprüft. Warum wird das nicht geprüft? (Ruf bei der ÖVP: Das ist ja alles so leicht!) Sie posaunen hier ja so groß, das Ganze wäre ein sogenannter freiheitlicher Skandal. Was hält Sie eigentlich davon ab, liebe Kolleginnen und Kollegen von SPÖ und ÖVP, endlich einem Untersuchungsausschuss zuzustimmen? Legen wir doch die Karten auf den Tisch, dann können wir diese Dinge aufklären! (Beifall bei FPÖ, Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Wir verpfänden die Raika! Das hätte einen Sinn!
Dann werden Sie erkennen, dass 1992 Landeshauptmann Zernatto den Wachstumskurs vorangetrieben hat und was wirklich seit der Notverstaatlichung geschehen ist, nämlich gar nichts – und das ist beschämend. Und das hat letztendlich dem Wirtschafts- und Finanzstandort Österreich geschadet! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Wir verpfänden die Raika! Das hätte einen Sinn!)
Abg. Dr. Lopatka: Vereinigte Opposition!
Herr ÖVP-Klubobmann Lopatka hat ja in Richtung der Fraktion des Teams Stronach ausgerichtet, jeden zweiten Tag eine Dringliche Anfrage werde jetzt auch nicht zur Lösung beitragen. Na, schauen Sie (Abg. Dr. Lopatka: Vereinigte Opposition!) Gott sei Dank haben wir einen Vier-Parteien-Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses eingebracht. Darauf werden wir ja noch kommen. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Herr ÖVP-Klubobmann Lopatka hat ja in Richtung der Fraktion des Teams Stronach ausgerichtet, jeden zweiten Tag eine Dringliche Anfrage werde jetzt auch nicht zur Lösung beitragen. Na, schauen Sie (Abg. Dr. Lopatka: Vereinigte Opposition!) Gott sei Dank haben wir einen Vier-Parteien-Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses eingebracht. Darauf werden wir ja noch kommen. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Ich darf Sie darauf aufmerksam machen, falls Sie das den Medien noch nicht entnommen haben, dass mit Sicherheit ein Antrag auf namentliche Abstimmung kommt. Also ich würde schon einmal mit der Gewissenserforschung beginnen in den jeweiligen Reihen. Suchen Sie sich einen richtigen Nachbarn aus! Suchen Sie sich nicht den Klubobmann Schieder aus! Suchen Sie sich nicht den Klubobmann Lopatka aus! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Abg. Dr. Lopatka: Na bravo!
Herr Klubobmann Lopatka! Wenn Sie der vereinigten Opposition, wie Sie mich jetzt korrigiert haben, ausrichten, dass jeden zweiten Tag eine Dringliche Anfrage nichts helfe, dann sage ich Ihnen: Na da werden wir sehen, was hilft! Wahrscheinlich hilft jeden Tag eine mehr. Das glaube ich mittlerweile auch. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Abg. Dr. Lopatka: Na bravo!)
Abg. Strache: Sachlich!
Warum glaube ich das? – Die Antwort des Herrn Bundesministers für Finanzen heute hat das bewiesen. Die war ganz im Unterschied zu jener vom letzten Mal (Abg. Strache: Sachlich!) sehr erhellend. Vieles ist in diesem Haus überhaupt noch nie gesagt oder gehört worden, wahrscheinlich auch nicht woanders, gerade so weit, wie es aufgrund vielleicht sensibler Geschichten möglich war. Wir haben ja Verständnis dafür, Herr Bundesminister Spindelegger, und wir haben uns diesbezüglich ja auch ausgetauscht, dass man nicht überall und zu jeder Gelegenheit alles sagen kann, möglicherweise nicht einmal in dieser Öffentlichkeit hier – aber dann im Finanzausschuss, der ja auch vertraulich gestellt werden kann.
Beifall bei Grünen und FPÖ.
Ich weiß ja gar nicht, ob Sie immer Ihre Vorgängerin als Finanzminister ansprechen, wenn Sie sagen, dass Sie ab soundsovielten Dezember und dann ab 16. Jänner beim Vorliegen des ersten Taskforce-Berichts sofort gehandelt hätten und dass Sie sich nicht unterstellen lassen, dass es da noch irgendeinen Tag Verzögerung gegeben hätte. Das müssen Sie sich dann schon untereinander ausmachen. Tun Sie bitte schön alle miteinander nicht so, als ob es vorher eine ganz andere Regierung gegeben hätte! Das können Sie vor allem dem Herrn Bundeskanzler ausrichten, der ja dauernd auf Tauchstation ist und nur zwischendurch, so wie heute, ein bisserl herausschaut. Täusche ich mich, oder hat das Kabinett Faymann-Spindelegger jetzt schon viele Jahre hindurch existiert? Wo waren Sie denn da alle? So einfach wird es dann auch nicht gehen. (Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Abg. Rädler: Da sind Sie eh nicht dabei!
Es wurde heute gesagt – nicht hier, aber nach dem Ministerrat, weil wir gerade bei der Regierungsspitze waren, Herr Lopatka, und das geht ja schon seit Tagen so –, dass da ein Weisenrat erfunden wird. (Abg. Rädler: Da sind Sie eh nicht dabei!) – Nichts gegen Weise, bitte schön! Wer hat denn etwas gegen Weisheit? Die Frage ist ja immer nur, ob es da eine objektive Wahrheit und Weisheit gibt. Das bestreite ich ja, und deshalb sind wir nicht dabei, jemanden hundertprozentig zu verurteilen. Die Situationen waren jeweils sehr, sehr schwierig, speziell in den Jahren 2008 und 2009. Da war die Lage schwieriger einzuschätzen als heute, das sagen wir ja immer dazu.
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Kommen wir aber zu den Untersuchungsfragen von heute, weil es ja immer noch genug zu untersuchen geben wird. Ich werde Ihnen gleich ein paar Beispiele nachtragen – im doppelten Sinn des Wortes. Das dürfen Sie dann ruhig so nehmen. Aber was soll dieser Weisenrat? Es ist ja eh nett, nice to have, aber das kann doch in einer aufgeklärten parlamentarischen Demokratie niemals einen Untersuchungsausschuss ersetzen! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Wir bräuchten ja als Parlament gar nicht primär den Auftrag der Untersuchung der Regierung, wir haben ihn aber natürlich ohnehin per Verfassung. In der Verfassung steht nichts von einem Weisenrat, schon gar nichts von einem Weisenrat, den die Regierung einsetzt. Diese Verfassungsbestimmung zeigen Sie uns einmal! Selbst in Argentinien oder in Albanien – oder welches Land auch immer im Alphabet ganz vorne steht – ist doch völlig klar, dass in einer entwickelten Demokratie die Untersuchungshoheit hinsichtlich politischer Verantwortung beim Parlament liegt. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Heiterkeit bei Grünen und FPÖ.
Sie werden die parlamentarische Untersuchung nicht verhindern können, auch wenn sich heute eine Mehrheit knapp nicht ausgehen sollte. Wer weiß, wer weiß? Einzelne Abgeordnete meditieren ja schon, wie ich sehe. – Gut so. (Heiterkeit bei Grünen und FPÖ.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Was hat sie dort gemacht? Welche Berichte hat sie vorgelegt? Welche Instrumente hat sie gezogen? Das ist eine zentrale Institution der staatlichen Aufsicht! Vermutlich hat sie gar nichts gemacht! Legen Sie das endlich vor! Wenn Sie sagen, dass das nicht zu untersuchen ist, dass es dazu kommen kann, dass dieses ganze Gebilde von Staatskommissären, FMA, Notenbank, das angeblich eines der tollsten Aufsichtssysteme der Welt darstellt, dann auf diese Art und Weise versagt, dann weiß ich nicht! Das soll nicht Untersuchungsgegenstand sein? Das haben wir alle unterschrieben. Das liegt vor. Da brauchen Sie nicht auf die FPÖ hinzuzeigen, die sieht das ein, dass das untersucht werden muss, und Sie speziell von der ÖVP sollten das auch einsehen, Sie haben ja diese tollen Ankündigungen gemacht! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Zu den Notenbankgutachten, bei denen wir ja letztes Mal aufhören mussten, weil die Redezeit vorbei war – deshalb wird es jetzt noch mehrere Dringliche brauchen, damit man das schön nachzeichnen kann –: Kaum war die Europäische Kommission da und hat gesagt: Ja, jetzt ist es genehmigt! – dazu war das geschummelte Notenbankgutachten nämlich gut –, hat die gleiche Notenbank sofort geschrieben, dass jetzt alles auf einmal anders ist. – Wir haben das in der letzten Dringlichen als Faksimile hineinkopiert, Sie brauchen nur nachzuschauen. Sagen Sie ja nie, Sie hätten nichts gewusst, wenn Sie in Ihrem Wahlkreis gestellt werden! Auf einmal hat die Notenbank gesagt: Jetzt müssen wir sagen, das ist eigentlich überhaupt nicht gesund. Das ist distressed. – Da haben Sie es auf einmal gehabt. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Abg. Rädler: Freispruch für Haider!
Frau Präsidentin, wir werden ja dann bei der Debatte zum Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses Gelegenheit haben, fortzusetzen. Ich darf noch dazusagen: Da werden wir auch auf die Verstaatlichungsfrage zu sprechen kommen. Ich bringe nur ein allerletztes Zitat. Gutachter Kleiner hat zur Hypo Alpe-Adria gesagt, bei dieser Notverstaatlichung haben die Bayern gut gepokert. Sie seien nach Wien gefahren, „um Ösis zu schrecken“. – Das wäre mir nie eingefallen, sondern das ist ein Zitat des Gutachters Kleiner. Dort werden wir fortsetzen. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS. – Abg. Rädler: Freispruch für Haider!)
der Redner überreicht Vizekanzler Dr. Spindelegger ein Clipboard
Herr Bundesminister, ich habe Ihnen da auch eine Checkliste mitgebracht (der Redner überreicht Vizekanzler Dr. Spindelegger ein Clipboard), und ich bitte Sie, mit mir in aller Ernsthaftigkeit diese zehn Themen anzuschauen, die wir als Lehren aus diesem Hypo-Fiasko, aber auch aus Salzburg, aus Linz und aus den anderen Skandalen vorschlagen.
Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Tamandl und Schittenhelm.
Erstens: Schuldenbremse in den Verfassungsrang. Warum? – Diese Skandale entspringen einem Haltungsfehler, und den Haltungsfehler haben Sie von ÖVP und SPÖ seit 50 Jahren, dass Sie Budgets auf Pump machen. Das geht so nicht! Sie können dieses Land nicht weitere 50 Jahre auf Pump finanzieren! (Beifall bei NEOS und Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Tamandl und Schittenhelm.)
Abg. Tamandl: Die Schweizer haben eine Sozialquote von 20 Prozent!
Andere Länder schaffen es auch. In Schweden schaffen sogar Sozialdemokraten ausgeglichene Budgets. Die Schweizer haben in der Krise sogar Überschüsse gemacht. (Abg. Tamandl: Die Schweizer haben eine Sozialquote von 20 Prozent!) Wir wollen die Schuldenbremse in den Verfassungsrang holen.
Abg. Tamandl: Da müssen Sie das Regierungsprogramm lesen!
Fünfter Punkt: Rechnungswesen der Länder modernisieren und vereinheitlichen. Einige Bundesländer haben es ja schon gemacht. Natürlich kann man nicht mit einem Excel-Sheet ein Bundesland regieren, das geht doch nicht! Wir brauchen da doppelte Buchführung, Bilanzierung et cetera. Manche Bundesländer hüpfen es ja vor, andere wollen es nicht, dann müssen wir ihnen auf die Sprünge helfen! (Abg. Tamandl: Da müssen Sie das Regierungsprogramm lesen!) – Ja, aber machen! (Abg. Tamandl: Wir wollen es ja machen! Wir haben es uns ja vorgenommen!) – Aber tun! Ich habe noch keine Initiative erkannt. (Abg. Tamandl: ... fünfjährige Periode!) Worauf wartet ihr? Sie haben Ministerien, Sie haben Sozialpartner, Sie haben Apparate – tun Sie es!
Abg. Tamandl: Wir wollen es ja machen! Wir haben es uns ja vorgenommen!
Fünfter Punkt: Rechnungswesen der Länder modernisieren und vereinheitlichen. Einige Bundesländer haben es ja schon gemacht. Natürlich kann man nicht mit einem Excel-Sheet ein Bundesland regieren, das geht doch nicht! Wir brauchen da doppelte Buchführung, Bilanzierung et cetera. Manche Bundesländer hüpfen es ja vor, andere wollen es nicht, dann müssen wir ihnen auf die Sprünge helfen! (Abg. Tamandl: Da müssen Sie das Regierungsprogramm lesen!) – Ja, aber machen! (Abg. Tamandl: Wir wollen es ja machen! Wir haben es uns ja vorgenommen!) – Aber tun! Ich habe noch keine Initiative erkannt. (Abg. Tamandl: ... fünfjährige Periode!) Worauf wartet ihr? Sie haben Ministerien, Sie haben Sozialpartner, Sie haben Apparate – tun Sie es!
Abg. Tamandl: ... fünfjährige Periode!
Fünfter Punkt: Rechnungswesen der Länder modernisieren und vereinheitlichen. Einige Bundesländer haben es ja schon gemacht. Natürlich kann man nicht mit einem Excel-Sheet ein Bundesland regieren, das geht doch nicht! Wir brauchen da doppelte Buchführung, Bilanzierung et cetera. Manche Bundesländer hüpfen es ja vor, andere wollen es nicht, dann müssen wir ihnen auf die Sprünge helfen! (Abg. Tamandl: Da müssen Sie das Regierungsprogramm lesen!) – Ja, aber machen! (Abg. Tamandl: Wir wollen es ja machen! Wir haben es uns ja vorgenommen!) – Aber tun! Ich habe noch keine Initiative erkannt. (Abg. Tamandl: ... fünfjährige Periode!) Worauf wartet ihr? Sie haben Ministerien, Sie haben Sozialpartner, Sie haben Apparate – tun Sie es!
Zwischenbemerkung von Staatssekretärin Mag. Steßl.
Siebter Punkt: Wir brauchen endlich ein Banken-Insolvenz- und -sanierungsrecht. Das ist immens wichtig. (Zwischenbemerkung von Staatssekretärin Mag. Steßl.) – Na ja, Sie haben kein Banken-Insolvenz- und -sanierungsrecht. Sie haben im Juli letzten Jahres ein Bankeninterventions- und -restrukturierungsgesetz verabschiedet, und das haben Sie natürlich auf Basis der Bank Recovery and Resolution Directive gemacht, aber Sie haben den wichtigsten Teil nicht übernommen, weil Sie kein Instrumentarium für die Abwicklung drinnen haben. Natürlich brauchen Sie ein Bail-in, und Sie brauchen auch Möglichkeiten wie Debt-Equity-Swat, das heißt, dass Sie von Anleihen in Eigenkapital konvertieren können. Das haben moderne Bankeninsolvenzrechte. Wir haben es nicht, und wir warten seit Jahren darauf. Die Deutschen haben das besser gemacht als wir. – Wir müssen nur über die Grenze schauen.
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.
Etwas von den zehn Punkten werden wir doch ins Leben bringen! Wir müssen doch aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Das ist unser Job, dafür sind wir da! Allzeit bereit – Ihre Opposition. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn wir die Anstaltslösung als solche in Betracht ziehen – da habe ich noch die Worte des Finanzministers von letzter Woche im Ohr –, dann können wir Kärnten nicht zwingen, einen Beitrag, Stichwort Zukunftsfonds, zu leisten. Es würde der Anstand gebieten, dass sie es tun. Diese Worte können nur fallen, weil man sich selbst schon des Handlungsspielraums beraubt hat. Wenn wir offenlassen, dass es auch die Möglichkeit einer Insolvenz gibt, dann ist es nicht nur eine Frage des Anstandes für die Gläubiger, für diejenigen, die haften, sich zu beteiligen, sondern auch des wirklichen eigenen Interesses. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Tun Sie als Regierung nicht so, als hätten Sie Angst vor dem eigenen Recht, nämlich vor dem Insolvenzrecht! Machen Sie es so, dass Sie das Insolvenzrecht, jetzt über-treibe ich vielleicht ein bisschen, als Waffe in dieser Auseinandersetzung einsetzen! – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Maximilian Unterrainer (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Frau Ministerin! Herr Finanzstaatssekretär! (Zwischenruf bei der FPÖ.) Werte Kolleginnen und Kollegen! Werter Kollege der FPÖ! Werte Zuschauer und Zuschauerinnen auf den Rängen und vor den Fernsehgeräten!
Ruf bei der FPÖ: Max, Untersuchungsausschuss! Kannst heute zustimmen!
Deshalb halte ich es auch für notwendig, das Rätsel vom vorletzten Mal noch einmal zu wiederholen: Die Politiker welcher Fraktion sind denn schuld an der Hypo-Misere? (Ruf bei der FPÖ: Max, Untersuchungsausschuss! Kannst heute zustimmen!) Drei Buchstaben: FPÖ. Wie heißt der Brandstifter, der Öl ins Feuer gießt? FPÖ. Wer tauscht die Täterrolle mit der Opferrolle? FPÖ. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Ihr Intelligenzquotient liegt wirklich bei 80?!) Und zum Schluss: Verantwortungslosigkeit mit drei Buchstaben: FPÖ. (Ruf bei der FPÖ: Stimm einem Untersuchungsausschuss zu, Max!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Ihr Intelligenzquotient liegt wirklich bei 80?!
Deshalb halte ich es auch für notwendig, das Rätsel vom vorletzten Mal noch einmal zu wiederholen: Die Politiker welcher Fraktion sind denn schuld an der Hypo-Misere? (Ruf bei der FPÖ: Max, Untersuchungsausschuss! Kannst heute zustimmen!) Drei Buchstaben: FPÖ. Wie heißt der Brandstifter, der Öl ins Feuer gießt? FPÖ. Wer tauscht die Täterrolle mit der Opferrolle? FPÖ. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Ihr Intelligenzquotient liegt wirklich bei 80?!) Und zum Schluss: Verantwortungslosigkeit mit drei Buchstaben: FPÖ. (Ruf bei der FPÖ: Stimm einem Untersuchungsausschuss zu, Max!)
Ruf bei der FPÖ: Stimm einem Untersuchungsausschuss zu, Max!
Deshalb halte ich es auch für notwendig, das Rätsel vom vorletzten Mal noch einmal zu wiederholen: Die Politiker welcher Fraktion sind denn schuld an der Hypo-Misere? (Ruf bei der FPÖ: Max, Untersuchungsausschuss! Kannst heute zustimmen!) Drei Buchstaben: FPÖ. Wie heißt der Brandstifter, der Öl ins Feuer gießt? FPÖ. Wer tauscht die Täterrolle mit der Opferrolle? FPÖ. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Ihr Intelligenzquotient liegt wirklich bei 80?!) Und zum Schluss: Verantwortungslosigkeit mit drei Buchstaben: FPÖ. (Ruf bei der FPÖ: Stimm einem Untersuchungsausschuss zu, Max!)
Beifall bei der SPÖ
Es gibt 20 Milliarden Gründe, die man Ihnen vorwerfen kann. 20 Milliarden €, das ist die Landeshaftung des Landes Kärnten – und wir sollen die Schuld dafür tragen?! Sie können dieses Märchen jemand anderem auftischen (Beifall bei der SPÖ), denn wir wissen heute, wer in Wahrheit die Hypo versenkt und ins Blaue hinein verspekuliert hat. Richtig, Sie waren es: FPÖ.
Abg. Strache: Ihr Intelligenzquotient liegt offensichtlich wirklich bei 80!
Halbwahrheiten und Dreistigkeiten können niemand von der politischen Verantwortung entbinden, denn wir kennen den Schuldigen, ich wiederhole es noch einmal: FPÖ. (Abg. Strache: Ihr Intelligenzquotient liegt offensichtlich wirklich bei 80!)
Beifall bei der SPÖ.
Die Forderung nach einem Untersuchungsausschuss ist die Forderung nach einem politischen Tribunal. Das ist aber jetzt meiner Meinung nach der schlechteste Zeitpunkt für ein politisches Schaustück. Jeder Tag, den wir über die Hypo diskutieren, kostet Unmengen an Geld. Jeder Tag, der mit Spekulationen vergeht, kostet uns Unmengen an Geld. Es reicht, wenn die Hypo-Bank im Wörthersee versenkt worden ist, und es muss jetzt doch endlich einmal Schluss sein mit den politischen Winkelzügen! Es geht jetzt darum, die vorhandenen restlichen Vermögenswerte sicher ans Ufer zu bringen und das zu retten, was noch zu retten ist. (Beifall bei der SPÖ.) Oder sollte ich besser sagen: was Sie, werte Kolleginnen und Kollegen, den Bürgerinnen und Bürgern noch übriggelassen haben?
Ruf bei der FPÖ: Bravo, Max, bravo!
Dass wir uns richtig verstehen: Ich bin voll dafür, dass die Schuldigen in der Hypo-Causa vor Gericht mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft werden. (Ruf bei der FPÖ: Bravo, Max, bravo!) Aber dafür braucht es keine politische Bühne, dafür braucht es Gerichte, eine sorgsame Verwaltung und eine dementsprechende Abwicklung. Eines wissen wir auch, alle, die wir hier herinnen sitzen: Die Gerichte sind schon bemüht, sowohl in Österreich als auch in Deutschland.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Liebe FPÖ! Wir hätten liebend gerne darauf verzichtet! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, meine Damen und Herren, das ist die politische Kultur, wie unser Land sie braucht und wie unser Land sie verdient. (Beifall bei der ÖVP.) Das, meine Damen und Herren, ist in Wahrheit auch die politische Kultur, auf deren Basis Lösungen erarbeitet werden können.
Beifall bei Abge-ordneten von NEOS und Team Stronach
Ich persönlich bin durchaus für einen vernünftigen Ausschuss (Beifall bei Abge-ordneten von NEOS und Team Stronach), aber für keine Showveranstaltung und keine Handschellen und all diese Dinge. Daher begrüße ich natürlich die Überlegungen zur Einrichtung einer Untersuchung mittels internationaler Persönlichkeiten und Experten, wie Werner Kogler es bereits angesprochen hat, die über unserem parteipolitischen Hickhack, der uns dann alle miteinander doch auch immer wieder ergreift, stehen. (Abg. Brosz: Vermutlich auch ohne Wahrheitspflicht, oder?) Und ob wir dieses Gremium dann Weisenrat nennen oder Untersuchungsausschuss, das sei dahingestellt.
Abg. Brosz: Vermutlich auch ohne Wahrheitspflicht, oder?
Ich persönlich bin durchaus für einen vernünftigen Ausschuss (Beifall bei Abge-ordneten von NEOS und Team Stronach), aber für keine Showveranstaltung und keine Handschellen und all diese Dinge. Daher begrüße ich natürlich die Überlegungen zur Einrichtung einer Untersuchung mittels internationaler Persönlichkeiten und Experten, wie Werner Kogler es bereits angesprochen hat, die über unserem parteipolitischen Hickhack, der uns dann alle miteinander doch auch immer wieder ergreift, stehen. (Abg. Brosz: Vermutlich auch ohne Wahrheitspflicht, oder?) Und ob wir dieses Gremium dann Weisenrat nennen oder Untersuchungsausschuss, das sei dahingestellt.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Meine Damen und Herren, das, was Sie als Opposition in den letzten Tagen und Wochen immer wieder fordern – und das sei hier auch erlaubt zu sagen –, ist natürlich nicht das, was sich die Bevölkerung unter einem U-Ausschuss vorstellt. Sie täuschen die Bevölkerung! Sie wollen die Show, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Brosz: Ist das eine Persiflage, oder haben Sie das selbst gemacht da vorne?
Wir lesen im „FORMAT“, dass die Grünen mittlerweile bereits zwei Untersuchungsausschüsse fordern. Allerdings stand das im „FORMAT“ vom 21. Februar, vielleicht sind es mittlerweile auch schon drei oder vier Untersuchungsausschüsse. (Abg. Brosz: Ist das eine Persiflage, oder haben Sie das selbst gemacht da vorne?)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, es geht darum, die Lösungen abzuarbeiten, und in diesem Sinne vielleicht zusammenfassend noch einmal: Vizekanzler Spindelegger hat seit Beginn seiner Amtszeit als Finanzminister – das sind, meine Damen und Herren, zwei Monate – vieles in die Wege geleitet, in Richtung Lösung des Problems. Und es geht nun tatsächlich im Sinne unserer Steuerzahlerinnen und Steuerzahler um die beste Art der Abwicklung. Machen statt motzen – das ist bekannterweise der Zugang der ÖVP. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Weil er die Wahrheit gesagt hat!
Abgeordneter Elmar Podgorschek (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Frau Minister! Herr Staatssekretär! Ich war heute nach Ihrer Erklärung, Herr Vizekanzler, noch der Meinung, dass Sie eine durchaus ernsthafte und inhaltlich richtige Antwort gegeben haben und eigentlich auf dem richtigen Weg sind. Aber wenn ich dann wieder Ihren Klubobmann höre, der sich heute fast als Meister des Nebelgranaten-Werfens und als Meister des Tarnens und Täuschens entpuppt hat, dann, muss ich sagen, bin ich wieder enttäuscht, und dann dürfen Sie sich nicht wundern, wenn wir dann auch dementsprechend zurückschlagen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Weil er die Wahrheit gesagt hat!) – Na, er hat nicht die Wahrheit gesagt!
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Herr Kollege Rädler, ich möchte für jeden Zwischenruf, den du machst, nur 1 €. – Ich wäre Millionär! (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Kollege Unterrainer sollte sich einmal dessen bewusst werden, als was er da: als freier Abgeordneter – oder als Lobbyist des Sparkassenverbandes. Das nur so nebenbei. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren der ÖVP, ich sage Ihnen: Wir Freiheitliche – und jetzt kann ich nur für mich persönlich sprechen –, ich als Freiheitlicher habe nicht den geringsten Grund, dass ich Jörg Haider verteidige. Ich habe selber im Jahre 2005 erlebt, wie der Jörg Haider uns, das dritte Lager, an den Rand des Abgrunds geführt hat. Das weiß jeder, der in der Geschichte ein bisschen zurückdenken kann. Wenn Fehler passiert sind, dann sind sie aufzuklären, jawohl, aber sich jetzt einfach abzuputzen an einem Toten, das ist pietätlos! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei der FPÖ – in Richtung SPÖ –: Erbärmlich! Erbärmlich!
Wenn Sie wirklich der Meinung sind, dass Jörg Haider Schuld hat, dann machen wir den Untersuchungsausschuss! Wir Freiheitliche sind bereit, alles ab dem Jahr 2000 untersuchen zu lassen, und sollte sich eine Schuld erweisen, ja, dann werden wir das auch zur Kenntnis nehmen. Aber von vornherein zu sagen, die sind schuld, und immer wieder drei Buchstaben zu wiederholen, wie es der Herr Kollege Unterrainer gemacht hat, das ist, muss ich sagen, schwach, mehr als schwach! (Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei der FPÖ – in Richtung SPÖ –: Erbärmlich! Erbärmlich!) Ja, es ist erbärmlich!
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Dabei gibt es so viele Fragen, die bei jeder neuen Diskussion über dieses Thema auftauchen. Jetzt wird immer wieder eine Insolvenz andiskutiert, andererseits wird behauptet, die Insolvenz können wir nicht machen, denn die Märkte würden überreagieren, Österreich hätte jegliche Reputation verloren. Gleichzeitig wird uns eingeredet, wir mussten im Jahre 2009 die Hypo übernehmen, verstaatlichen, weil die Bayern mit einer Insolvenz gedroht haben. Da ist ja völlige Unlogik dabei. Die Bayern wären imstande gewesen, die Hypo in die Insolvenz zu schicken, aber wir sind es jetzt nicht. Diese Frage ist schon aufzuklären. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei FPÖ und Team Stronach.
Das, was wir brauchen, sind Weisen, sind Experten, die nicht im österreichischen Bankensystem verhaftet sind – internationale Experten, die nicht rot-schwarz sind, sondern die das Ganze wirklich neutral beobachten und beurteilen und letzten Endes auch einem Untersuchungsausschuss Rede und Antwort stehen. Eines darf nämlich nie mehr wieder geschehen: dass solche Fehler, wie sie bei der Hypo Alpe-Adria vorgekommen sind, in Zukunft nochmal passieren, denn der Steuerzahler kann und darf nie mehr zur Verantwortung herangezogen werden! (Beifall bei FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (Grüne): Herr Präsident! Werte Mitglieder auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Wenn sich Herr Zakostelsky hier herstellt und von einer neuen politischen Kultur spricht, so kann ich das wirklich nur sehr begrüßen. Wenn er aber einige Sätze später sagt, dass wir, nämlich die Oppositionsparteien, für den Fall der Untersuchung der Causa in einem Untersuchungsausschuss nur die Show wollen, dann frage ich mich: Herr Abgeordneter, wo bleibt denn da die neue politische Kultur? (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Brosz: Antworten!
Problem Hypo Alpe-Adria. Sie, Herr Finanzminister Spindelegger, haben sich heute hier darüber beklagt, dass Sie jetzt schon im Wochentakt Auskunft geben müssen. Da muss ich feststellen: Das ist eine sehr hilfreiche Übung, denn ich erinnere mich noch gut daran: Als Sie letzte Woche auf unsere Dringliche Anfrage hin hier gestanden sind, haben Sie ganze Antwortblöcke ausgelassen und keine Fragen gegeben – keine Fragen auf mögliche Malversationen, aber auch keine Fragen auf die Notverstaatlichung, die gestellt worden sind. (Abg. Brosz: Antworten!) – Keine Antworten, pardon!
Beifall bei Grünen und Team Stronach.
Ich frage mich, Herr Finanzminister: Warum rücken Sie nicht die Bilanz des Jahres 2013 heraus? Die Rohfassung müsste ja vorliegen. Da müssen ja interessante Erkenntnisse im Hinblick auf die Wertberichtigungen des vergangenen Jahres drinnen stehen. Da müssen aber auch interessante Dinge über die Höhe der sogenannten Non-Performing Loans drinnen stehen, denn es kann ja nicht sein, dass wir im Stundentakt von selbsternannten Experten Schätzungen darüber erfahren, wie viel uns denn die Hypo Alpe-Adria kosten wird. Wir hier in diesem Hohen Haus wollen uns selbst darüber ein Bild machen, wie viel uns das kosten kann. Und da müssen Sie uns einmal reinen Wein einschenken. (Beifall bei Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei den Grünen.
Aber wenn Sie jetzt wiederum auf die Taskforce setzen und auf der einen Seite sagen, die Taskforce werde uns ein Lösungsmodell vorsetzen, auf der anderen Seite aber gleichzeitig den Weg zur Insolvenz, zur Beteiligung der Gläubiger und Alteigentümer offenlassen, so bin ich aber dennoch in Sorge, dass es am Ende des Tages die Anstaltslösung werden wird. Der neue Vorsitzende der Taskforce, Ewald Nowotny, macht ja beständig nur eines: Er schließt die Insolvenzlösung aus. Wenn wir aber auf der Suche nach einer günstigen Lösung und der günstigsten Lösung für den Steuerzahler und die Steuerzahlerin sind, dann dürfen wir solche Lösungen nicht außer Acht lassen. Dann dürfen wir aber auch nicht auf jene Expertinnen und Experten der Taskforce hören, die solche Lösungsansätze aussparen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Darabos: Und Ihre Lösung wäre?!
Daher noch einmal, Herr Finanzminister: Das, was wir brauchen – und da werden wir Sie vielleicht noch einmal hierher ins Hohe Haus oder in den Finanzausschuss vorladen –, das sind Informationen über den Zustand der Hypo Alpe-Adria. (Abg. Mag. Darabos: Und Ihre Lösung wäre?!)
Beifall bei den Grünen.
Ja, das ist ja kein Geheimnis, dass wir uns dafür einsetzen, dass wir eine Lösung unter Beteiligung der Gläubiger und Alteigentümer haben wollen. Also wie oft müssen wir Ihnen das noch sagen? (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Schieder: Sagen Sie einmal, wie! Sagen Sie nicht, was, sondern wie? Nicht jetzt „papert“ sein, sondern einmal ein Konzept vorstellen!
Ich weiß nicht: Haben Sie bei den letzten Sondersitzungen und Dringlichen Anfragen geschlafen oder sind Sie nie da gewesen, Herr Kollege Darabos? Oder haben Sie unsere Anträge nicht gelesen? (Abg. Mag. Schieder: Sagen Sie einmal, wie! Sagen Sie nicht, was, sondern wie? Nicht jetzt „papert“ sein, sondern einmal ein Konzept vorstellen!)
Vizekanzler Dr. Spindelegger: ! Damals!
Offen sind aber noch die Fragen, noch immer die Fragen, weil Sie gesagt haben, Herr Finanzminister, die Hypo sei eine systemrelevante Bank. – Das leuchtet mir noch immer nicht ein, warum die Hypo eine systemrelevante Bank sein soll. (Vizekanzler Dr. Spindelegger: ! Damals!) – Die Hypo war auch damals keine systemrelevante Bank. Sie war vielleicht systemrelevant im südosteuropäischen Raum, aber niemals im Kärntner Regionalraum. Niemals! Da hat es zur damaligen Zeit auch andere Experten aus der Bundesrepublik Deutschland gegeben, die schon damals der Insolvenz das Wort geredet haben, entgegen dem, was der Präsident der Europäischen Zentralbank Trichet gesagt hat, und entgegen den Behauptungen, die von Schieder und Co immer wieder gekommen sind, dass dann sofort das Land Kärnten mit einer Haftung in der Größenordnung von 20 Milliarden € belastet werden müsste.
Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen
Sie haben aber auch gewusst, dass diese (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen) – ich bin gleich am Schluss meiner Rede, Herr Präsident – Bank keine seriöse Bank ist. Und als es um die Emissionen gegangen ist, stand natürlich in den Emissionsprospekten immer drinnen (Abg. Krainer: Schlusssatz!), mit welchen Risken das Kaufen von Anleihen verbunden ist. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Krainer: Schlusssatz!
Sie haben aber auch gewusst, dass diese (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen) – ich bin gleich am Schluss meiner Rede, Herr Präsident – Bank keine seriöse Bank ist. Und als es um die Emissionen gegangen ist, stand natürlich in den Emissionsprospekten immer drinnen (Abg. Krainer: Schlusssatz!), mit welchen Risken das Kaufen von Anleihen verbunden ist. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie haben aber auch gewusst, dass diese (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen) – ich bin gleich am Schluss meiner Rede, Herr Präsident – Bank keine seriöse Bank ist. Und als es um die Emissionen gegangen ist, stand natürlich in den Emissionsprospekten immer drinnen (Abg. Krainer: Schlusssatz!), mit welchen Risken das Kaufen von Anleihen verbunden ist. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Unsere Hand ist ausgestreckt für konstruktive Lösungsvorschläge, man muss nur zugreifen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Mag. Kogler: Genau!
Ich frage mich nur: Wovor haben Sie so viel Angst? Warum sträuben sich SPÖ und ÖVP mit Händen und Füßen gegen einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss und damit gegen eine vollständige Aufklärung des gesamten Hypo-Debakels? Es versteht doch kein Steuerzahler in diesem Land, dass er für die Hypo brennen soll wie ein Luster, aber die Regierung die politische Verantwortung für dieses Desaster nicht vollständig aufklären möchte. Die Menschen verdienen die Wahrheit! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Mag. Kogler: Genau!)
Beifall beim Team Stronach.
Aber trotz dieser Mauertaktik habe ich die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Gott sei Dank gibt es auch in den Reihen von SPÖ und ÖVP noch immer Politiker, die sich über den Klub- und über den Parteizwang hinweg den Luxus einer eigenen Meinung leisten und sich auch trauen, diese Meinung zu artikulieren. Das finde ich großartig! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Auch in den Bundesländern können die immer lauter werdenden Schreie der Bevölkerung nach völliger Aufklärung nicht mehr überhört werden. Salzburgs SPÖ-Chef Walter Steidl zum Beispiel hält einen U-Ausschuss mittlerweile für – ich zitiere den „Kurier“ – „demokratiepolitisch sinnvoll“. Oberösterreichs SPÖ-Geschäftsführer Christian Horner äußerte sich ähnlich, genauso wie Vorarlbergs SPÖ-Chef Michael Ritsch. Respekt, meine Herren! Nicht zu vergessen natürlich der burgenländische Landeshauptmann, mein Landeshauptmann Hans Niessl von der SPÖ, der ebenfalls über seinen Parteischatten gesprungen ist und einen parlamentarischen U-Ausschuss befürwortet. Ich würde mir übrigens wünschen, dass er so ein Engagement auch bei der Polizeipostendebatte an den Tag legen würde. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Auch wenn sich viele Abgeordnete in den Reihen von SPÖ und ÖVP bis dato von der Forderung nach einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss noch relativ unbeeindruckt zeigen, sei ihnen eines mit auf den Weg gegeben: Gehen Sie bitte hinaus zu den Menschen und erklären Sie ihnen, warum Sie auf diesem Standpunkt stehen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Sobald diese Lösung auf Schiene ist, muss ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss eingesetzt werden. Alles andere versteht kein Mensch in diesem Land. Zocken und dann auch noch Vertuschen geht gar nicht! Und glauben Sie es mir: Die Menschen werden Ihnen dankbar sein, denn die Wahrheit ist den Menschen zumutbar. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Ruf bei der ÖVP: Gott sei Dank!
Herr Vizekanzler Spindelegger, wenn ich mich richtig erinnere, sind Sie aus Niederösterreich. Wenn ich mich richtig erinnere, waren Sie nie Mitglied der FPÖ. (Ruf bei der ÖVP: Gott sei Dank!) Wenn ich mich richtig erinnere, waren Sie auch nie Finanzlandesrat in Kärnten. Und wenn ich mich richtig erinnere, waren Sie auch nie Hypo-Aufsichtskommissär in Kärnten. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Vizekanzler Spindelegger, wenn ich mich richtig erinnere, sind Sie aus Niederösterreich. Wenn ich mich richtig erinnere, waren Sie nie Mitglied der FPÖ. (Ruf bei der ÖVP: Gott sei Dank!) Wenn ich mich richtig erinnere, waren Sie auch nie Finanzlandesrat in Kärnten. Und wenn ich mich richtig erinnere, waren Sie auch nie Hypo-Aufsichtskommissär in Kärnten. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Liebe Frau Kollegin Nachbaur, weil Sie immer so locker auch über den Zukunftsfonds sprechen: Fragen Sie bitte auch einmal bei Ihrem Kollegen Gerhard Köfer in Kärnten nach! Die Hypo-Misere ist definitiv nicht die einzige Baustelle, die uns die Freiheitlichen in Kärnten hinterlassen haben. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim: Das kann man nicht oft genug sagen!
Aber halten wir noch einmal die Fakten fest, wie es zu dieser unfassbaren Misere gekommen ist! (Abg. Dr. Jarolim: Das kann man nicht oft genug sagen!) – Ich danke dir! Das sehe ich auch so.
Ruf bei der FPÖ: Der Bundeskanzler!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, natürlich stellt sich auch die Frage der politischen Verantwortung: Wer ist verantwortlich dafür, dass dieses Schlamassel Hypo in Wahrheit jetzt allen österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern zur Last fällt? (Ruf bei der FPÖ: Der Bundeskanzler!)
Beifall bei der SPÖ.
Insofern liegt die politische Verantwortung dafür vor dem Hintergrund der Landeshaftung bei den zuständigen Finanzlandesreferenten Ing. Karl Pfeifenberger, Dr. Jörg Haider und Mag. Harald Dobernig.“ (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Bravo!
Haider könne sich nicht so einfach abputzen und aus der Affäre ziehen, betonte Strache. () Man müsse sich auch die berechtigte Frage stellen, ob der wundersame Rückzug Karl Pfeifenbergers Anfang 2005 mit dem Skandal in einem direkten Zusammenhang stehe. Auch die Behauptung Haiders, daß er sich nie in die Bankgeschäfte eingemischt habe, entspreche nicht der Wahrheit.“ (Ruf bei der SPÖ: Bravo!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Darmann: Wieso bist du gegen einen Untersuchungsausschuss?
Und abschließend: „Die Verantwortung, stellte Strache klar, liege voll und ganz bei Landeshauptmann Haider in seiner Eigenschaft als Finanzreferent.“ (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mag. Darmann: Wieso bist du gegen einen Untersuchungsausschuss?)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie Bravorufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Herr Strache, ich sage das ganz, ganz offen: Sie haben recht, der Hypo-Skandal war, ist und bleibt ein freiheitlicher Skandal! (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie Bravorufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Podgorschek – mit einer weit ausholenden Handbewegung das Schwenken eines Weihrauchkessels andeutend –: Der Weihrauch fehlt noch!
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir können dieses Thema, das zu Recht der österreichischen Bevölkerung unter den Nägeln brennt, noch so oft diskutieren, aber um eine Frage kommen wir nicht herum: Warum haben wir dieses Problem? Und warum muss die jetzige Bundesregierung, vor allem auch unter der Verantwortung des Finanzministers, eine Lösung präsentieren, die im Sinne der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler ist? (Abg. Podgorschek – mit einer weit ausholenden Handbewegung das Schwenken eines Weihrauchkessels andeutend –: Der Weihrauch fehlt noch!) – Es ist und bleibt ein Debakel der Freiheitlichen Partei in Kärnten unter der damaligen Landeshauptmannschaft von Jörg Haider! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Podgorschek: Der Weihrauch fehlt noch! – Abg. Mag. Kogler: Und was haben Sie vier Jahre lang getan?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Podgorschek: Der Weihrauch fehlt noch! – Abg. Mag. Kogler: Und was haben Sie vier Jahre lang getan?
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir können dieses Thema, das zu Recht der österreichischen Bevölkerung unter den Nägeln brennt, noch so oft diskutieren, aber um eine Frage kommen wir nicht herum: Warum haben wir dieses Problem? Und warum muss die jetzige Bundesregierung, vor allem auch unter der Verantwortung des Finanzministers, eine Lösung präsentieren, die im Sinne der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler ist? (Abg. Podgorschek – mit einer weit ausholenden Handbewegung das Schwenken eines Weihrauchkessels andeutend –: Der Weihrauch fehlt noch!) – Es ist und bleibt ein Debakel der Freiheitlichen Partei in Kärnten unter der damaligen Landeshauptmannschaft von Jörg Haider! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Podgorschek: Der Weihrauch fehlt noch! – Abg. Mag. Kogler: Und was haben Sie vier Jahre lang getan?)
Abg. Podgorschek: Der Weihrauch fehlt noch!
Meine Damen und Herren, das müssen Sie sich gefallen lassen! (Abg. Podgorschek: Der Weihrauch fehlt noch!) Nicht der Weihrauch, Herr Kollege! Herrn Kollegen Strache könnte man ja ausrichten: Die Geister, die ich rief, – Wir haben gehabt: die Freiheitlichen in Kärnten, die FPK, zwischendurch das BZÖ. Und das, was der Kollege von der SPÖ gerade gesagt hat, ist ja so bezeichnend. (Abg. Podgorschek: Hast du nicht aufgepasst, was ich gesagt habe?) Als nämlich der Jörg Haider unter dem BZÖ angetreten ist, hat der Herr Strache natürlich gesagt: Ein Skandal, ein Wahnsinn, so kann es nicht sein! – Sie haben sich mit diesen FPKlern wieder zusammengeschlossen (Rufe bei der FPÖ: „Vor allem mit Haider!“ „Vor allem mit Haider!“), und heute wissen Sie nicht, wie Sie dieses Debakel wegbringen von Ihrer Partei. Es pickt aber bei Ihnen! Es pickt bei der FPÖ (Abg. Podgorschek: So wie der Martinz!), es pickt bei den Freiheitlichen in Kärnten, und dort wird es auch bleiben, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Podgorschek: Hast du nicht aufgepasst, was ich gesagt habe?
Meine Damen und Herren, das müssen Sie sich gefallen lassen! (Abg. Podgorschek: Der Weihrauch fehlt noch!) Nicht der Weihrauch, Herr Kollege! Herrn Kollegen Strache könnte man ja ausrichten: Die Geister, die ich rief, – Wir haben gehabt: die Freiheitlichen in Kärnten, die FPK, zwischendurch das BZÖ. Und das, was der Kollege von der SPÖ gerade gesagt hat, ist ja so bezeichnend. (Abg. Podgorschek: Hast du nicht aufgepasst, was ich gesagt habe?) Als nämlich der Jörg Haider unter dem BZÖ angetreten ist, hat der Herr Strache natürlich gesagt: Ein Skandal, ein Wahnsinn, so kann es nicht sein! – Sie haben sich mit diesen FPKlern wieder zusammengeschlossen (Rufe bei der FPÖ: „Vor allem mit Haider!“ „Vor allem mit Haider!“), und heute wissen Sie nicht, wie Sie dieses Debakel wegbringen von Ihrer Partei. Es pickt aber bei Ihnen! Es pickt bei der FPÖ (Abg. Podgorschek: So wie der Martinz!), es pickt bei den Freiheitlichen in Kärnten, und dort wird es auch bleiben, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der FPÖ: „Vor allem mit Haider!“ „Vor allem mit Haider!“
Meine Damen und Herren, das müssen Sie sich gefallen lassen! (Abg. Podgorschek: Der Weihrauch fehlt noch!) Nicht der Weihrauch, Herr Kollege! Herrn Kollegen Strache könnte man ja ausrichten: Die Geister, die ich rief, – Wir haben gehabt: die Freiheitlichen in Kärnten, die FPK, zwischendurch das BZÖ. Und das, was der Kollege von der SPÖ gerade gesagt hat, ist ja so bezeichnend. (Abg. Podgorschek: Hast du nicht aufgepasst, was ich gesagt habe?) Als nämlich der Jörg Haider unter dem BZÖ angetreten ist, hat der Herr Strache natürlich gesagt: Ein Skandal, ein Wahnsinn, so kann es nicht sein! – Sie haben sich mit diesen FPKlern wieder zusammengeschlossen (Rufe bei der FPÖ: „Vor allem mit Haider!“ „Vor allem mit Haider!“), und heute wissen Sie nicht, wie Sie dieses Debakel wegbringen von Ihrer Partei. Es pickt aber bei Ihnen! Es pickt bei der FPÖ (Abg. Podgorschek: So wie der Martinz!), es pickt bei den Freiheitlichen in Kärnten, und dort wird es auch bleiben, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Podgorschek: So wie der Martinz!
Meine Damen und Herren, das müssen Sie sich gefallen lassen! (Abg. Podgorschek: Der Weihrauch fehlt noch!) Nicht der Weihrauch, Herr Kollege! Herrn Kollegen Strache könnte man ja ausrichten: Die Geister, die ich rief, – Wir haben gehabt: die Freiheitlichen in Kärnten, die FPK, zwischendurch das BZÖ. Und das, was der Kollege von der SPÖ gerade gesagt hat, ist ja so bezeichnend. (Abg. Podgorschek: Hast du nicht aufgepasst, was ich gesagt habe?) Als nämlich der Jörg Haider unter dem BZÖ angetreten ist, hat der Herr Strache natürlich gesagt: Ein Skandal, ein Wahnsinn, so kann es nicht sein! – Sie haben sich mit diesen FPKlern wieder zusammengeschlossen (Rufe bei der FPÖ: „Vor allem mit Haider!“ „Vor allem mit Haider!“), und heute wissen Sie nicht, wie Sie dieses Debakel wegbringen von Ihrer Partei. Es pickt aber bei Ihnen! Es pickt bei der FPÖ (Abg. Podgorschek: So wie der Martinz!), es pickt bei den Freiheitlichen in Kärnten, und dort wird es auch bleiben, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, das müssen Sie sich gefallen lassen! (Abg. Podgorschek: Der Weihrauch fehlt noch!) Nicht der Weihrauch, Herr Kollege! Herrn Kollegen Strache könnte man ja ausrichten: Die Geister, die ich rief, – Wir haben gehabt: die Freiheitlichen in Kärnten, die FPK, zwischendurch das BZÖ. Und das, was der Kollege von der SPÖ gerade gesagt hat, ist ja so bezeichnend. (Abg. Podgorschek: Hast du nicht aufgepasst, was ich gesagt habe?) Als nämlich der Jörg Haider unter dem BZÖ angetreten ist, hat der Herr Strache natürlich gesagt: Ein Skandal, ein Wahnsinn, so kann es nicht sein! – Sie haben sich mit diesen FPKlern wieder zusammengeschlossen (Rufe bei der FPÖ: „Vor allem mit Haider!“ „Vor allem mit Haider!“), und heute wissen Sie nicht, wie Sie dieses Debakel wegbringen von Ihrer Partei. Es pickt aber bei Ihnen! Es pickt bei der FPÖ (Abg. Podgorschek: So wie der Martinz!), es pickt bei den Freiheitlichen in Kärnten, und dort wird es auch bleiben, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Darmann: Gemeinsam mit der ÖVP und der SPÖ! – Das ist ja unfassbar!
Das Land Kärnten hat in einer völlig unverantwortlichen Haltung über 24 Milliarden an Haftungen übernommen. (Abg. Mag. Darmann: Gemeinsam mit der ÖVP und der SPÖ! – Das ist ja unfassbar!) Das ist mehr als das Zwölffache eines jährlichen Landesbudgets in Kärnten! Mehr als das Zwölffache!
Beifall bei der ÖVP.
Sie haben ein bankrottes Haus verkauft, aber die Bürgschaft und die Haftung sind im Land geblieben, und sie sind letzten Endes beim Steuerzahler geblieben, oder beim Bund, wie man es haben will. Wir haben doch nicht sagen können, Kärnten soll in Konkurs gehen, Kärnten soll bankrott gehen! Das hat sich die Bevölkerung in Kärnten auch nicht verdient. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Podgorschek: Machen wir einen Untersuchungsausschuss!
Was Sie von der FPÖ jetzt wollen, ist doch klar: ein Ablenkungsmanöver. Weg von dem! – Das versteht man ja durchaus. Aus der Perspektive der FPÖ ist das nachvollziehbar. – Weg von dieser Zeit! Die hat es nie gegeben! Wir haben uns mit denen wieder ins Bett gelegt, aber das darf nicht aufscheinen! Daher muss etwas anderes her, es muss ein anderer Sündenbock gesucht werden! – Das ist doch die Realität. (Abg. Podgorschek: Machen wir einen Untersuchungsausschuss!)
Abg. Podgorschek: Wir haben eh kein Problem!
Herren (Abg. Podgorschek: Wir haben eh kein Problem!), nicht mittendrin in dieser Aufklärungsdebatte, sondern dort, wo es begonnen hat! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Podgorschek: Gust, warst du beim Bundesheer? Weißt eh: Nebelgranaten werfen! Tarnen und täuschen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Podgorschek: Gust, warst du beim Bundesheer? Weißt eh: Nebelgranaten werfen! Tarnen und täuschen!
Herren (Abg. Podgorschek: Wir haben eh kein Problem!), nicht mittendrin in dieser Aufklärungsdebatte, sondern dort, wo es begonnen hat! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Podgorschek: Gust, warst du beim Bundesheer? Weißt eh: Nebelgranaten werfen! Tarnen und täuschen!)
Beifall bei der ÖVP.
Da zeigt unser Vizekanzler absolute Leadership! Ich bedanke mich bei Ihnen, Herr Vizekanzler, dass Sie da wirklich das Zepter in der Hand haben und, auch mit den Expertinnen und Experten, in einer äußerst schwierigen Situation um eine gute Lösung ringen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Rossmann: Der Frau Fekter haben wir auch was zu verdanken?! – Millionen Steuer zahlen!
Aber worum geht es? – Die Regierung hat kein Anstaltsmodell als Vorgabe vorgegeben, nein! Der Finanzminister betont permanent: Es muss nach Lösungen gesucht werden, bei denen die Gläubiger beteiligt werden. Es muss nach einer Lösung gesucht werden, wo natürlich auch das Land Kärnten nicht sagen kann, wir beteiligen uns nicht an der Aufarbeitung dieses Milliardendebakels. Und auch was die BayernLB betrifft, meine Damen und Herren, weil immer gesagt wird, es sei nichts passiert: Natürlich gibt es den Eigenkapitalersatz von rund 2,5 Milliarden €! Das haben wir der Finanzministerin Maria Fekter zu verdanken (Abg. Mag. Rossmann: Der Frau Fekter haben wir auch was zu verdanken?! – Millionen Steuer zahlen!), die auch für gute Lösungen gekämpft hat – nicht immer in der Öffentlichkeit, aber sie hat in den vergangenen Jahren viel geleistet, damit das Desaster nicht so ausfällt, wie es anfangs ausgesehen hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber worum geht es? – Die Regierung hat kein Anstaltsmodell als Vorgabe vorgegeben, nein! Der Finanzminister betont permanent: Es muss nach Lösungen gesucht werden, bei denen die Gläubiger beteiligt werden. Es muss nach einer Lösung gesucht werden, wo natürlich auch das Land Kärnten nicht sagen kann, wir beteiligen uns nicht an der Aufarbeitung dieses Milliardendebakels. Und auch was die BayernLB betrifft, meine Damen und Herren, weil immer gesagt wird, es sei nichts passiert: Natürlich gibt es den Eigenkapitalersatz von rund 2,5 Milliarden €! Das haben wir der Finanzministerin Maria Fekter zu verdanken (Abg. Mag. Rossmann: Der Frau Fekter haben wir auch was zu verdanken?! – Millionen Steuer zahlen!), die auch für gute Lösungen gekämpft hat – nicht immer in der Öffentlichkeit, aber sie hat in den vergangenen Jahren viel geleistet, damit das Desaster nicht so ausfällt, wie es anfangs ausgesehen hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Aber das wird den Untersuchungsausschuss nicht ersetzen! Sonst gehen wir nicht mehr hin, das sag ich Ihnen gleich!
Meine Damen und Herren! Die Einbindung der Opposition ist erfolgt, und ich glaube, gerade bei diesem schwerwiegenden Thema ist das auch notwendig. Es hat auch gestern wieder diese Runde mit den Finanzsprechern gegeben. (Abg. Mag. Kogler: Aber das wird den Untersuchungsausschuss nicht ersetzen! Sonst gehen wir nicht mehr hin, das sag ich Ihnen gleich!)
Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ.
Und abschließend auch von meiner Seite ein klares Wort zum Untersuchungsausschuss: In Kärnten hat es diesen gegeben, von Ihrem Parteikollegen Holub geleitet. Dort gehört er auch hin, meine Damen und Herren! (Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ.) – Lassen Sie mich ausreden! – Derzeit sind rund 100 Verfahren im Laufen. Vier Staatsanwälte und 30 Ermittler sind in Kärnten im Einsatz. Ja, wir sind für die gerichtliche Aufklärung des Milliardendesasters in Kärnten! Die Justiz ermittelt, und wir wollen diese Ermittlungen nicht behindern, meine Damen und Herren. (Abg. Mag. Kogler: Was hat denn das mit den Untersuchungszeiträumen zu tun?) Und wir sagen auch Ja zu einem objektiven Weisenrat von international anerkannten Expertinnen und Experten.
Abg. Mag. Kogler: Was hat denn das mit den Untersuchungszeiträumen zu tun?
Und abschließend auch von meiner Seite ein klares Wort zum Untersuchungsausschuss: In Kärnten hat es diesen gegeben, von Ihrem Parteikollegen Holub geleitet. Dort gehört er auch hin, meine Damen und Herren! (Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ.) – Lassen Sie mich ausreden! – Derzeit sind rund 100 Verfahren im Laufen. Vier Staatsanwälte und 30 Ermittler sind in Kärnten im Einsatz. Ja, wir sind für die gerichtliche Aufklärung des Milliardendesasters in Kärnten! Die Justiz ermittelt, und wir wollen diese Ermittlungen nicht behindern, meine Damen und Herren. (Abg. Mag. Kogler: Was hat denn das mit den Untersuchungszeiträumen zu tun?) Und wir sagen auch Ja zu einem objektiven Weisenrat von international anerkannten Expertinnen und Experten.
Beifall bei der ÖVP.
Zusammenhang, nur damit man von der eigenen Problematik ablenken kann. Das, meine Damen und Herren, tragen wir nicht mit! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Rossmann: Wie schaut die aus?
Wir brauchen jetzt eine Lösung, die beste Lösung im Sinne der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, jene, die diese am wenigsten belastet. (Abg. Mag. Rossmann: Wie schaut die aus?) Das wird der Vizekanzler in den nächsten Tagen vorlegen. Und dann, meine Damen und Herren, liegt es an uns allen – es liegt an uns allen, auch an der Opposition –, hier die Verantwortung wahrzunehmen (Abg. Mag. Rossmann: Jetzt kommt schon wieder der Schulterschluss! – Abg. Podgorschek: Jetzt kommt wieder der Weihrauch!), um dieses Modell dann letzten Endes auch im Sinne der österreichischen Bevölkerung mitzutragen und umzusetzen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Podgorschek: Jetzt kommt wieder der Weihrauch, hintennach!)
Abg. Mag. Rossmann: Jetzt kommt schon wieder der Schulterschluss! – Abg. Podgorschek: Jetzt kommt wieder der Weihrauch!
Wir brauchen jetzt eine Lösung, die beste Lösung im Sinne der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, jene, die diese am wenigsten belastet. (Abg. Mag. Rossmann: Wie schaut die aus?) Das wird der Vizekanzler in den nächsten Tagen vorlegen. Und dann, meine Damen und Herren, liegt es an uns allen – es liegt an uns allen, auch an der Opposition –, hier die Verantwortung wahrzunehmen (Abg. Mag. Rossmann: Jetzt kommt schon wieder der Schulterschluss! – Abg. Podgorschek: Jetzt kommt wieder der Weihrauch!), um dieses Modell dann letzten Endes auch im Sinne der österreichischen Bevölkerung mitzutragen und umzusetzen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Podgorschek: Jetzt kommt wieder der Weihrauch, hintennach!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Podgorschek: Jetzt kommt wieder der Weihrauch, hintennach!
Wir brauchen jetzt eine Lösung, die beste Lösung im Sinne der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, jene, die diese am wenigsten belastet. (Abg. Mag. Rossmann: Wie schaut die aus?) Das wird der Vizekanzler in den nächsten Tagen vorlegen. Und dann, meine Damen und Herren, liegt es an uns allen – es liegt an uns allen, auch an der Opposition –, hier die Verantwortung wahrzunehmen (Abg. Mag. Rossmann: Jetzt kommt schon wieder der Schulterschluss! – Abg. Podgorschek: Jetzt kommt wieder der Weihrauch!), um dieses Modell dann letzten Endes auch im Sinne der österreichischen Bevölkerung mitzutragen und umzusetzen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Podgorschek: Jetzt kommt wieder der Weihrauch, hintennach!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Gernot Darmann (FPÖ): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Es ist schlichtweg erbärmlich – das ist das richtige Wort –, was Vertreter der Regierungsfraktionen in ihrer Funktion als Abgeordnete zum Nationalrat, die eine Kontrollverpflichtung gegenüber dieser Bundesregierung hätten, hier aufführen, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Lopatka.
Gut, vom Kollegen Kucher sind wir es gewohnt, Kollege Wöginger weiß es nicht besser. Aber, geschätzte Damen und Herren, es ist der ÖVP-Klubobmann Lopatka hier herausgegangen und in seiner Zudeckermentalität, in der Verhinderung eines notwendigen Untersuchungsausschusses nicht davor zurückgeschreckt, persönliche Anfeindungen, Diskreditierungen gegenüber einzelnen Mitgliedern des Nationalrates zu machen, und das nur aus einem Grund, und – und das war ich, der da betroffen war, Herr Kollege Lopatka, und ich erwarte mir von Ihrer Seite, weil ich es von Ihnen nicht gewohnt bin, eine Entschuldigung dafür – mich in die Nähe eines Verbrechens zu schieben. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Lopatka.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Die Frau Präsidentin hat zu diesem Zeitpunkt auch wunderbar weggehört und das nicht mit einem Ordnungsruf bedacht. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Lopatka: Ich habe gesagt, Sie waren Mitglied des Kärntner Landtages!
Herr Klubobmann, das muss man auch einmal sagen, Sie haben mich hier in die Nähe eines Verbrechens gerückt, mir das vorgeworfen (Abg. Dr. Lopatka: Ich habe gesagt, Sie waren Mitglied des Kärntner Landtages!), und dann haben Sie nicht die Größe gehabt, hier vor allen Personen auch zu sagen, dass das nicht stimmt (Abg. Dr. Lopatka: Was habe ich gesagt?!), denn ich habe als einzige „Tat“ begangen – wenn ich es so formulieren will –, dass ich Mitglied des Untersuchungsausschusses im Kärntner Landtag war und dort versucht habe, Licht ins Dunkel zu bringen, was das Kontrollversagen der Bundesbehörde in dieser Aktivität der Finanzmarktaufsicht, der Oesterreichischen Nationalbank bezüglich Hypo betroffen hat, geschätzte Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Lopatka: Was habe ich gesagt?!
Herr Klubobmann, das muss man auch einmal sagen, Sie haben mich hier in die Nähe eines Verbrechens gerückt, mir das vorgeworfen (Abg. Dr. Lopatka: Ich habe gesagt, Sie waren Mitglied des Kärntner Landtages!), und dann haben Sie nicht die Größe gehabt, hier vor allen Personen auch zu sagen, dass das nicht stimmt (Abg. Dr. Lopatka: Was habe ich gesagt?!), denn ich habe als einzige „Tat“ begangen – wenn ich es so formulieren will –, dass ich Mitglied des Untersuchungsausschusses im Kärntner Landtag war und dort versucht habe, Licht ins Dunkel zu bringen, was das Kontrollversagen der Bundesbehörde in dieser Aktivität der Finanzmarktaufsicht, der Oesterreichischen Nationalbank bezüglich Hypo betroffen hat, geschätzte Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Klubobmann, das muss man auch einmal sagen, Sie haben mich hier in die Nähe eines Verbrechens gerückt, mir das vorgeworfen (Abg. Dr. Lopatka: Ich habe gesagt, Sie waren Mitglied des Kärntner Landtages!), und dann haben Sie nicht die Größe gehabt, hier vor allen Personen auch zu sagen, dass das nicht stimmt (Abg. Dr. Lopatka: Was habe ich gesagt?!), denn ich habe als einzige „Tat“ begangen – wenn ich es so formulieren will –, dass ich Mitglied des Untersuchungsausschusses im Kärntner Landtag war und dort versucht habe, Licht ins Dunkel zu bringen, was das Kontrollversagen der Bundesbehörde in dieser Aktivität der Finanzmarktaufsicht, der Oesterreichischen Nationalbank bezüglich Hypo betroffen hat, geschätzte Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Deswegen, geschätzte Damen und Herren, brauchen wir auch einen Untersuchungsausschuss hier im Parlament (Beifall bei der FPÖ), um dieses fortgesetzte Kontrollversagen der Bundesbehörden aufzuzeigen!
Abg. Mag. Kogler: Nicht einmal die Akten haben sie geliefert!
Eines ist schon interessant, und das ist auch die Logik aus Ihrem Zudecken und Ihrem Verhindern des Untersuchungsausschusses (Abg. Mag. Kogler: Nicht einmal die Akten haben sie geliefert!): Wer hat denn was zu verbergen, meine Damen und Herren? (Abg. Mag. Kogler: Aktenverweigerung!) – Sie haben vorweg bereits einen Schuldigen. Die Fakten zur Beschuldigung wollen Sie aber nicht wissen. Wem nützt es denn, wenn es so ist, wie Sie es gemäß Ihren eigenen Meinungen, die wir heute gehört haben, insbesondere aus den Sektoren SPÖ und ÖVP, darstellen, dass nämlich die Freiheitlichen an allem schuld sind, wem würde es denn nützen, wenn das so ist, wenn wir einen Untersuchungsausschuss machen? – Wenn die Fakten es belegen, würden Sie bestätigt werden. (Abg. Mag. Kogler: Sie haben ja sogar die Akten verweigert! Wo sind denn die, Herr Wöginger?!)
Abg. Mag. Kogler: Aktenverweigerung!
Eines ist schon interessant, und das ist auch die Logik aus Ihrem Zudecken und Ihrem Verhindern des Untersuchungsausschusses (Abg. Mag. Kogler: Nicht einmal die Akten haben sie geliefert!): Wer hat denn was zu verbergen, meine Damen und Herren? (Abg. Mag. Kogler: Aktenverweigerung!) – Sie haben vorweg bereits einen Schuldigen. Die Fakten zur Beschuldigung wollen Sie aber nicht wissen. Wem nützt es denn, wenn es so ist, wie Sie es gemäß Ihren eigenen Meinungen, die wir heute gehört haben, insbesondere aus den Sektoren SPÖ und ÖVP, darstellen, dass nämlich die Freiheitlichen an allem schuld sind, wem würde es denn nützen, wenn das so ist, wenn wir einen Untersuchungsausschuss machen? – Wenn die Fakten es belegen, würden Sie bestätigt werden. (Abg. Mag. Kogler: Sie haben ja sogar die Akten verweigert! Wo sind denn die, Herr Wöginger?!)
Abg. Mag. Kogler: Sie haben ja sogar die Akten verweigert! Wo sind denn die, Herr Wöginger?!
Eines ist schon interessant, und das ist auch die Logik aus Ihrem Zudecken und Ihrem Verhindern des Untersuchungsausschusses (Abg. Mag. Kogler: Nicht einmal die Akten haben sie geliefert!): Wer hat denn was zu verbergen, meine Damen und Herren? (Abg. Mag. Kogler: Aktenverweigerung!) – Sie haben vorweg bereits einen Schuldigen. Die Fakten zur Beschuldigung wollen Sie aber nicht wissen. Wem nützt es denn, wenn es so ist, wie Sie es gemäß Ihren eigenen Meinungen, die wir heute gehört haben, insbesondere aus den Sektoren SPÖ und ÖVP, darstellen, dass nämlich die Freiheitlichen an allem schuld sind, wem würde es denn nützen, wenn das so ist, wenn wir einen Untersuchungsausschuss machen? – Wenn die Fakten es belegen, würden Sie bestätigt werden. (Abg. Mag. Kogler: Sie haben ja sogar die Akten verweigert! Wo sind denn die, Herr Wöginger?!)
Beifall bei FPÖ und Grünen sowie der Abg. Ing. Dietrich. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Tatsache ist aber, dass Sie, Herr Klubobmann Schieder, bei der Verstaatlichung dabei waren und dass Sie, Herr Klubobmann Lopatka, bei der Verstaatlichung dabei waren, und dass Ihnen bis da oben die Sorge steht, dass bei diesem Untersuchungsausschuss hier im Parlament entsprechende Fakten zutage treten, die Ihnen auch Ihren Klubobmannsessel und auch das Mandat kosten könnten. (Beifall bei FPÖ und Grünen sowie der Abg. Ing. Dietrich. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Schieder: Sie haben den Dreck am Stecken und reden so über uns?!
Das ist die Wahrheit und der Grund dafür, warum Ihre Klubs sich hinter Ihnen verstecken, hinter Ihnen verstecken müssen, Herr Klubobmann, denn ich gehe davon aus, dass viele Ihrer Abgeordneten und viele der Abgeordneten der ÖVP sehr gerne einen Untersuchungsausschuss unterstützen würden, sage ich einmal, aber sie dürfen nicht, weil sie hier entsprechende Personen der ehemaligen Bundesregierung, die personell so gut wie eins mit der neuen Bundesregierung ist, decken müssen. (Abg. Mag. Schieder: Sie haben den Dreck am Stecken und reden so über uns?!)
Beifall bei FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Das ist die Wahrheit, meine Damen und Herren, das soll die Bevölkerung auch wissen. Und deswegen erneuern wir nach wie vor und fortgesetzt unseren Antrag, unser Ersuchen, diese Vorfälle in einem Untersuchungsausschuss aufzuklären. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach sowie des Abg. Podgorschek.
Ich danke euch da draußen und ich hoffe, ihr kommt wieder und werdet diesen Druck aufrechterhalten. Danke schön! (Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach sowie des Abg. Podgorschek.)
Vizekanzler Dr. Spindelegger: Wieso „zaghaft“?
Jetzt stellt sich aber die Frage, wie es weitergeht. Da danke ich auch, Herr Vizekanzler, dass Sie zumindest in zaghafte Gespräche mit der Opposition eintreten. (Vizekanzler Dr. Spindelegger: Wieso „zaghaft“?) Ich glaube, dass es ganz entscheidend ist, ich wiederhole hier (Vizekanzler Dr. Spindelegger: Seit wann kann man denn zaghaft mit jemandem reden?) – Na ja, es sind bis dato zwei Gespräche gewesen und (Vizekanzler Dr. Spindelegger: Was ist zaghaft daran?) – Na ja, ich weiß nicht, Sie könnten ja auch, wie es schon angeregt wurde (Vizekanzler Dr. Spindelegger: Sie waren nicht dabei! Das ist schon unglaublich!)
Vizekanzler Dr. Spindelegger: Seit wann kann man denn zaghaft mit jemandem reden?
Jetzt stellt sich aber die Frage, wie es weitergeht. Da danke ich auch, Herr Vizekanzler, dass Sie zumindest in zaghafte Gespräche mit der Opposition eintreten. (Vizekanzler Dr. Spindelegger: Wieso „zaghaft“?) Ich glaube, dass es ganz entscheidend ist, ich wiederhole hier (Vizekanzler Dr. Spindelegger: Seit wann kann man denn zaghaft mit jemandem reden?) – Na ja, es sind bis dato zwei Gespräche gewesen und (Vizekanzler Dr. Spindelegger: Was ist zaghaft daran?) – Na ja, ich weiß nicht, Sie könnten ja auch, wie es schon angeregt wurde (Vizekanzler Dr. Spindelegger: Sie waren nicht dabei! Das ist schon unglaublich!)
Vizekanzler Dr. Spindelegger: Was ist zaghaft daran?
Jetzt stellt sich aber die Frage, wie es weitergeht. Da danke ich auch, Herr Vizekanzler, dass Sie zumindest in zaghafte Gespräche mit der Opposition eintreten. (Vizekanzler Dr. Spindelegger: Wieso „zaghaft“?) Ich glaube, dass es ganz entscheidend ist, ich wiederhole hier (Vizekanzler Dr. Spindelegger: Seit wann kann man denn zaghaft mit jemandem reden?) – Na ja, es sind bis dato zwei Gespräche gewesen und (Vizekanzler Dr. Spindelegger: Was ist zaghaft daran?) – Na ja, ich weiß nicht, Sie könnten ja auch, wie es schon angeregt wurde (Vizekanzler Dr. Spindelegger: Sie waren nicht dabei! Das ist schon unglaublich!)
Vizekanzler Dr. Spindelegger: Sie waren nicht dabei! Das ist schon unglaublich!
Jetzt stellt sich aber die Frage, wie es weitergeht. Da danke ich auch, Herr Vizekanzler, dass Sie zumindest in zaghafte Gespräche mit der Opposition eintreten. (Vizekanzler Dr. Spindelegger: Wieso „zaghaft“?) Ich glaube, dass es ganz entscheidend ist, ich wiederhole hier (Vizekanzler Dr. Spindelegger: Seit wann kann man denn zaghaft mit jemandem reden?) – Na ja, es sind bis dato zwei Gespräche gewesen und (Vizekanzler Dr. Spindelegger: Was ist zaghaft daran?) – Na ja, ich weiß nicht, Sie könnten ja auch, wie es schon angeregt wurde (Vizekanzler Dr. Spindelegger: Sie waren nicht dabei! Das ist schon unglaublich!)
Abg. Brosz reicht der Rednerin ein Schriftstück.
Oje, jetzt fehlt mir die zweite Seite; ich bitte meine KollegInnen schnell darum. –Verzeihung! – Ich halte es deshalb für so wichtig, weil ich wirklich glaube, dass es ganz entscheidend ist, dass nicht eine Stelle das Geld ausgeben kann und eine andere Stelle das Geld einnehmen muss, weil wir ein Mäzenatentum oder ein landesfürstliches macchiavellistisches System geschaffen haben. (Abg. Brosz reicht der Rednerin ein Schriftstück.) – So, ich lese weiter:
Beifall bei NEOS und Grünen.
Vielen Dank. Danke auch Ihnen, Herr Kollege Brosz! (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
möglich ist, weil sie dann unter Wahrheitspflicht aussagen müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Würden die Märchen stimmen, na dann frage ich mich, warum Sie nicht für den Untersuchungsausschuss stimmen. – Weil Sie wissen, dass das nicht so ist. Weil Sie wissen, wenn man die Fakten chronologisch einmal durchgeht, dass unter einem ÖVP-Landeshauptmann Zernatto der Expansionskurs der Hypo begonnen hat. Weil Sie wissen, dass in Folge eine unverantwortliche – davon sprechen auch Sie – Ausfallshaftung beschlossen wurde, wofür ich auch nicht nur Dr. Haider kritisiert habe, sondern auch die ÖVP und die SPÖ, die das damals mitbeschlossen haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Lesen Sie einmal nach bei Professor Leo Chini von der Wirtschaftsuniversität, der ein Gutachten dazu geschrieben hat und das schön auflistet, dass ab dem Verkauf an die Bayern die Haftungskette von der Hypo und vom Land Kärnten an die Bayerische Landesbank – in erster Linie –, dann an das Land Bayern, dann an die Gläubiger ging und als Letzter in der Haftungskette das Land Kärnten die Ausfallshaftung übernommen hat. Das ist die Realität, die Sie leugnen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie werden doch heute nicht der österreichischen Bevölkerung erklären wollen, dass der Mehrheitseigentümer eine Geschäftsführungsmehrheit hat und Milliarden an Anleihen hinterlassen kann und dafür dann am Ende das Land Kärnten, das ja diesbezüglich gar keine Entscheidung getroffen hat, die Ausfallshaftung übernehmen soll. Das ist ja unwahr! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und dann kommt das Finanzverbrechen! Ja, dann kommt der Schaden gegenüber den Österreichern, angerichtet durch Sie, Herr Lopatka, als Mitverhandler und dem Herrn Schieder und dem Herrn Josef Pröll, nämlich eine Verstaatlichung ohne Not, wo der Schaden plötzlich von Bayern auf die Österreicher umgelegt wird, und zwar zu 100 Prozent! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Also was ist jetzt richtig? Wenn bis zu dem Zeitpunkt 2009 kein Schaden da war, na dann ist er spätestens dann entstanden. Da ist auch kein Jörg Haider mehr unter den Lebenden gewesen, Herr Lopatka. Wie erklären Sie das den Menschen? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich meine, Sie müssen sich wirklich irgendwann einmal befreien von diesem Verfolgungswahn gegenüber Dr. Jörg Haider. Irgendwann einmal wäre es wirklich notwendig, nicht all das, was in Ihrer Verantwortung liegt, woanders hinzuschieben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und dann gehen Sie her und wollen noch glaubwürdig sein, wenn Sie einem ESM zustimmen mit 62 Milliarden €, für die die Österreicher heute haften müssen für ein europäisches Banken- und Währungssystem. Wenn Sie schon gegen Haftungen sind, ja verdammt noch einmal, warum haben Sie dann nicht den ESM abgelehnt, sondern den Österreichern eingeredet und zwangsverordnet? Das ist der viel größere Schaden, der noch auf die österreichische Bevölkerung zukommen wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und dann gehen Sie her und lassen die, die so eine Hauptexpansionsexplosion in ihrer Geschäftsführungs- und Mehrheitsverantwortung gelebt haben, heraus und gehen her und sagen: Wir machen eine Verstaatlichung, damit die Österreicher, die gar nichts damit zu tun hatten – sondern die Bayern –, plötzlich für den Schaden aufkommen sollen. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen
Das ist heute die Nagelprobe hier im Hohen Haus. Wenn Sie etwas zu verbergen haben, dann werden Sie heute wieder alles tun, diese Untersuchung und restlose Aufklärung zu verhindern. Und das ist letztlich auch das, was Sie auf Dauer nicht aushalten und durchhalten werden, weil die Bevölkerung zu Recht eines einfordert (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen): endlich aufzuhören mit Mauern und Herumdrucksen und Herumausreden und stattdessen endlich herzugehen und wirklich aufzuklären, wer diesen Schaden zu verantworten hat. Und der gehört zur Verantwortung gezogen, auf allen Ebenen: politisch, aber auch rechtsstaatlich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist heute die Nagelprobe hier im Hohen Haus. Wenn Sie etwas zu verbergen haben, dann werden Sie heute wieder alles tun, diese Untersuchung und restlose Aufklärung zu verhindern. Und das ist letztlich auch das, was Sie auf Dauer nicht aushalten und durchhalten werden, weil die Bevölkerung zu Recht eines einfordert (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen): endlich aufzuhören mit Mauern und Herumdrucksen und Herumausreden und stattdessen endlich herzugehen und wirklich aufzuklären, wer diesen Schaden zu verantworten hat. Und der gehört zur Verantwortung gezogen, auf allen Ebenen: politisch, aber auch rechtsstaatlich. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Podgorschek: Jetzt kommt der Herr Professor!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! (Abg. Podgorschek: Jetzt kommt der Herr Professor!) Der Klubobmann der FPÖ, Kollege Strache, hat gerade behauptet, dass die Haftung des Landes Kärnten durch den Verkauf an Bayern an die Gläubiger und den Freistaat Bayern übergegangen wäre.
Abg. Strache: Die Haftungskette hat sich verändert!
Ich glaube, ich kann hier tatsächlich berichtigen: Es hat sich nichts daran geändert, dass für die Haftung, die Kärnten beschlossen hat, ausschließlich Kärnten verantwortlich war. (Abg. Strache: Die Haftungskette hat sich verändert!) Und das ist bis heute das Problem bei dieser Bank, dass wir als Republik diesen Mühlstein, den die Freiheitlichen Kärnten umgehängt haben, noch immer um den Hals haben. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Bei Ihrer Argumentation stehen einem die Haare zu Berge!) Da kann man nur sagen: Danke FPÖ! Danke Jörg! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Bei Ihrer Argumentation stehen einem die Haare zu Berge!
Ich glaube, ich kann hier tatsächlich berichtigen: Es hat sich nichts daran geändert, dass für die Haftung, die Kärnten beschlossen hat, ausschließlich Kärnten verantwortlich war. (Abg. Strache: Die Haftungskette hat sich verändert!) Und das ist bis heute das Problem bei dieser Bank, dass wir als Republik diesen Mühlstein, den die Freiheitlichen Kärnten umgehängt haben, noch immer um den Hals haben. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Bei Ihrer Argumentation stehen einem die Haare zu Berge!) Da kann man nur sagen: Danke FPÖ! Danke Jörg! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich glaube, ich kann hier tatsächlich berichtigen: Es hat sich nichts daran geändert, dass für die Haftung, die Kärnten beschlossen hat, ausschließlich Kärnten verantwortlich war. (Abg. Strache: Die Haftungskette hat sich verändert!) Und das ist bis heute das Problem bei dieser Bank, dass wir als Republik diesen Mühlstein, den die Freiheitlichen Kärnten umgehängt haben, noch immer um den Hals haben. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Bei Ihrer Argumentation stehen einem die Haare zu Berge!) Da kann man nur sagen: Danke FPÖ! Danke Jörg! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Strache: Auf die Geschäftsführung der BayernLB! Sie sollten zuhören!
Mein Vorredner, Klubobmann Strache hat behauptet, Kärnten hätte gar keinen Einfluss auf die Haftungen gehabt. (Abg. Strache: Auf die Geschäftsführung der BayernLB! Sie sollten zuhören!) Na, so ein Blödsinn! Kärnten hat diese Haftungen unter FPÖ-Führung beschlossen, und insofern hatte diese die Verantwortung, und wir Österreicher müssen hier ausbaden, was Ihre Parteifreunde in Kärnten uns eingebrockt haben. – Danke FPÖ! Danke Jörg! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Mein Vorredner, Klubobmann Strache hat behauptet, Kärnten hätte gar keinen Einfluss auf die Haftungen gehabt. (Abg. Strache: Auf die Geschäftsführung der BayernLB! Sie sollten zuhören!) Na, so ein Blödsinn! Kärnten hat diese Haftungen unter FPÖ-Führung beschlossen, und insofern hatte diese die Verantwortung, und wir Österreicher müssen hier ausbaden, was Ihre Parteifreunde in Kärnten uns eingebrockt haben. – Danke FPÖ! Danke Jörg! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Rufe bei der FPÖ: Danke SPÖ!
Der Klubobmann der FPÖ, Strache, hat ja behauptet, die Ausfallshaftung wäre eine Idee der SPÖ gewesen. – Ha, ha, ha! (Rufe bei der FPÖ: Danke SPÖ!) Da kann man nur tatsächlich berichtigen: Die zuständigen Finanzreferenten waren Karl Pfeifenberger, FPÖ, Harald Dobernig, FPÖ, und Jörg Haider, FPÖ. – Danke Jörg! Danke FPÖ, für diesen Mühlstein! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Der Klubobmann der FPÖ, Strache, hat ja behauptet, die Ausfallshaftung wäre eine Idee der SPÖ gewesen. – Ha, ha, ha! (Rufe bei der FPÖ: Danke SPÖ!) Da kann man nur tatsächlich berichtigen: Die zuständigen Finanzreferenten waren Karl Pfeifenberger, FPÖ, Harald Dobernig, FPÖ, und Jörg Haider, FPÖ. – Danke Jörg! Danke FPÖ, für diesen Mühlstein! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Strache: Nur bis zum Verkauf, nicht bis zur Verstaatlichung!
Die Frage der politischen Verantwortung für das Hypo-Desaster, für das, was uns hier umgehängt wurde und was wir 2009 notverstaatlichen mussten, ist bereits geklärt. Es hat einen Untersuchungsausschuss in Kärnten gegeben (Abg. Strache: Nur bis zum Verkauf, nicht bis zur Verstaatlichung!), und dieser hat die Verantwortung geklärt. Ich kann aus dem Abschlussbericht zitieren; das ist heute bereits öfter zitiert worden, Sie können es anscheinend nicht oft genug hören:
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Höbart: Sehr schwache Rede, Herr Abgeordneter!
„Insofern liegt die politische Verantwortung dafür vor dem Hintergrund der Landeshaftung bei den zuständigen Finanzlandesreferenten Ing. Karl Pfeifenberger, Dr. Jörg Haider und Mag. Harald Dobernig.“ – Danke FPÖ! Danke Jörg! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Höbart: Sehr schwache Rede, Herr Abgeordneter!)
Zwischenrufe. – Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (STRONACH): Sehr geehrter Herr Präsident! (Zwischenrufe. – Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.) Sehr geehrte Vertreter auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Sehr geehrte Steuerzahler! Herr Finanzminister, Sie hatten vorhin natürlich recht mit Ihrer Kritik an meiner Dringlichen Anfrage, dass wir irrtümlich Privatisierung anstatt Verstaatlichung geschrieben haben. Das ist ein Irrtum, und ich bedanke mich an dieser Stelle, dass Sie sich dennoch bemüht haben, die Frage einigermaßen zu beantworten. Vielen Dank! Zweitens kann ich mir das eigentlich nur so erklären, dass die Gedanken des Teams Stronach eigentlich schon bei einer möglichen Lösung waren. Ich glaube, wenn die Regierung auch manchmal so schnell denken beziehungsweise handeln würde, dann wären wir auch in dieser Hypo-Alpe-Adria-Frage schon etwas weiter. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordnete Dr. Kathrin Nachbaur (STRONACH): Sehr geehrter Herr Präsident! (Zwischenrufe. – Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.) Sehr geehrte Vertreter auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Sehr geehrte Steuerzahler! Herr Finanzminister, Sie hatten vorhin natürlich recht mit Ihrer Kritik an meiner Dringlichen Anfrage, dass wir irrtümlich Privatisierung anstatt Verstaatlichung geschrieben haben. Das ist ein Irrtum, und ich bedanke mich an dieser Stelle, dass Sie sich dennoch bemüht haben, die Frage einigermaßen zu beantworten. Vielen Dank! Zweitens kann ich mir das eigentlich nur so erklären, dass die Gedanken des Teams Stronach eigentlich schon bei einer möglichen Lösung waren. Ich glaube, wenn die Regierung auch manchmal so schnell denken beziehungsweise handeln würde, dann wären wir auch in dieser Hypo-Alpe-Adria-Frage schon etwas weiter. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
die Regierung: Sorgen Sie dafür, dass Kärnten einen Beitrag leistet! Sorgen Sie dafür, dass die Bayern einen Beitrag leisten! Sorgen Sie dafür, dass die Gebietskörperschaften keine solch exorbitanten Haftungen mehr übernehmen können! Sorgen Sie dafür, dass die Länder und die Gemeinden ihre Schulden und ihre Haftungen offenlegen müssen! Sorgen Sie dafür, dass der Rechnungshof mehr Budget hat, mehr Kontrollrechte beziehungsweise -pflichten bekommt! Sorgen Sie auch dafür, dass wir aus dem ESM aussteigen! Wir wollen weder für eine marode Kärntner Bank haften noch für eine marode griechische Bank, für eine marode spanische Bank oder sonst irgendeine marode Bank. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.
Und letztendlich zum Untersuchungsausschuss: Ich appelliere an Sie, sehr geehrte Regierungsvertreter, lassen Sie ihn zu, um die politische Verantwortung zu klären, auch im eigenen Interesse! Und geben Sie uns und auch den Menschen wieder Grund, Ihnen zu vertrauen! – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Dr. Strolz.)
Zwischenrufe bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Eine tatsächliche Berichtigung: Herr Kollege Krainer hat unwahr behauptet, der Untersuchungsausschuss oder die beiden Untersuchungsausschüsse in Kärnten hätten schon alles untersucht. – Das ist unwahr! (Zwischenrufe bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Lopatka: Dreifacher Blödsinn!
Ich berichtige: Selbstverständlich, ab dem Verkauf an die BayernLB hat sich die Haftungskette von der Hypo und dem Land Kärnten auf die Bayerische Landesbank, auf das Bundesland Bayern, auf die Gläubiger und als letztes Glied die Ausfallshaftung für Kärnten verändert, und das haben Sie durch Ihre Verstaatlichung wieder verdreht. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Lopatka: Dreifacher Blödsinn!)
Beifall bei Grünen, FPÖ und NEOS.
Abgeordnete Mag. Alev Korun (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuschauer und Zuschauerinnen auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Bevor wir in die Debatte eingehen, möchte ich Ihnen von Bürgern und Bürgerinnen berichten, die jetzt noch vor dem Hohen Haus stehen – es sind einige, und teilweise sind sie sehr zornig. Sie sagen: Wenn wir schon mit unserem Steuergeld für dieses Hypo-Debakel aufkommen müssen, dann möchten wir auch, dass das alles restlos in einem Untersuchungsausschuss aufgeklärt wird. – Also geben Sie sich einen Ruck, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen von SPÖ und ÖVP, das erwarten sehr viele Bürger und Bürgerinnen von Ihnen und von uns! (Beifall bei Grünen, FPÖ und NEOS.)
Abg. Amon: Das ist aber entscheidend!
Dezember, 1 153 syrische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger aus Österreich abgeschoben beziehungsweise zurückgeschoben wurden. (Abg. Amon: Das ist aber entscheidend!)
Abg. Amon: Genau!
Jetzt weiß ich schon, Sie werden sagen: Nein, nein, die wurden nicht abgeschoben, die wurden bloß zurückgeschoben. (Abg. Amon: Genau!) Für die Betroffenen bleibt das Ergebnis das gleiche, nämlich, dass sie aus Österreich weggeschickt wurden.
Beifall bei Grünen und NEOS.
Es geht um solche Menschen, Frau Ministerin. Es geht nicht um technische Begriffe wie Zurückschiebung, Abschiebung, Dublin-Abkommen. Es geht um unsere gemeinsame Verantwortung in der EU. (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.
Sehr geehrte Frau Ministerin! Dublin ist eine Bankrotterklärung, nicht nur an die Menschlichkeit und an eine gute, menschliche Flüchtlingspolitik, sondern Dublin löst auch kein einziges Problem. Dublin kostet irrsinnig viel Geld dafür, dass Leute zu Hunderten, zu Tausenden zwischen den Ländern hin- und hergeschoben werden. Und da zu sagen, wir machen die Asylverfahren schneller, das grenzt einfach an Ahnungslosigkeit, tut mir leid! Denn solange es Dublin gibt, wird es auch im Prinzip kaum schnellere Asylverfahren geben. (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Die zwei letzten Sätze: Sie tragen auch Verantwortung, wie wir alle. Setzen Sie sich in der EU mit allen Kräften dafür ein, dass dieses sinnlose, zynische Dublin-Abkommen abgeschafft wird, dass wir in der EU gemeinsam und solidarisch Verantwortung übernehmen für Flüchtlinge, nicht nur aus Syrien, aber derzeit bitte ganz besonders aus Syrien! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie wissen ganz genau, dass wir 1 190 Syrer im Jahr 2013 nach Italien zurückgeschoben haben – ich betone: nicht abgeschoben, sondern zurückgeschoben –, dass wir weiters elf in die Schweiz, fünf nach Ungarn und eine Person nach Deutschland gebracht haben und dass elf Syrer im Jahr 2013 freiwillig zurückgekehrt sind. Das heißt – ich betone es noch einmal –, wir haben keinen einzigen syrischen Staatsangehörigen, keinen einzigen syrischen Flüchtling nach Syrien ins Kriegsgebiet zurückgeschickt. Das stimmt nicht, das ist einfach völlig falsch! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
etwa 1 800 Syrer bei uns in Österreich in der Grundversorgung befinden. In absoluten Antragszahlen liegen wir in Österreich im EU-weiten Vergleich auf Platz sieben, und generell im Bereich der Asylanträge liegen wir auf Platz vier. Reden Sie bitte unseren tollen Beitrag zur Flüchtlingsproblematik nicht klein! Wir in Österreich sind stolz auf unsere Tradition – und der werden wir auch weiterhin gerecht werden –, dass wir den Flüchtlingen Hilfe und Unterstützung zukommen lassen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie sehen also, dass wir wirklich alles tun, um Asylwerber bestens zu betreuen, dass wir versuchen, Verfahren auch bestens und schnellstens abzuwickeln, und dass wir vor allem auch über eines der besten Asylsysteme in ganz Europa verfügen. Daher kommt es nicht von ungefähr, dass wir erst letzte Woche seitens des UNHCR-Hochkommissars Guterres auch ein Lob erhalten haben, zum einen für unsere humanitäre Aktion und zum anderen für unser vorbildliches Asylsystem, das auch vielen anderen Ländern ein großes Vorbild ist. Da sage ich einfach auch: Danke allen Österreicherinnen und Österreichern, dass das möglich ist! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Korun: Ohne Dublin!
Ich war maßgeblich mit der Frau Bundesministerin daran beteiligt, dass wir den Asylgipfel abgehalten haben. Ich will jetzt hier nicht polemisieren, dazu ist mir das Thema viel zu ernst, das sage ich gleich dazu: Aber wie sollen wir rasch eine europäische Solidarität in diesem Bereich erzielen? (Abg. Mag. Korun: Ohne Dublin!)
Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen
Ich appelliere an alle, sich anzusehen, was Österreich (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen) – das ist schon mein Schlusssatz – im europäischen Verbund leistet, nämlich das meiste von allen zusammen! Ich ersuche wirklich darum, die guten Gesetze, die wir schnell und rechtssicher in der letzten Zeit gemacht haben, nicht alle in Grund und Boden zu reden. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich appelliere an alle, sich anzusehen, was Österreich (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen) – das ist schon mein Schlusssatz – im europäischen Verbund leistet, nämlich das meiste von allen zusammen! Ich ersuche wirklich darum, die guten Gesetze, die wir schnell und rechtssicher in der letzten Zeit gemacht haben, nicht alle in Grund und Boden zu reden. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Korun: Das tut niemand! Es geht um europäische Solidarität!
Es ist daher aus meiner Sicht der falsche Weg, dass man hier versucht, diese Leistungen, die Österreich in diesem Zusammenhang erbringt – und das sage ich ausdrücklich dazu: gerne erbringt im Sinne der Humanität –, kleinzureden oder madig zu machen, weil es in dem einen oder anderen Fall Probleme gibt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Korun: Das tut niemand! Es geht um europäische Solidarität!)
Abg. Pendl: Mehr!
Das Dublin-Abkommen ist natürlich kein perfektes Abkommen. Welches Abkommen ist schon perfekt? – Sie haben es selbst dargestellt: Wenn 1 000 zurückgeschoben werden und 800 nach Österreich zurückgeschoben werden, dann stellt sich natürlich manchmal die Frage der Sinnhaftigkeit dieser Verbringung. Aber gäbe es das nicht, hätten wir nicht die Hälfte von diesen 1 800, sondern die 1 800 in Österreich, Frau Kollegin Korun. (Abg. Pendl: Mehr!) – Oder mehr. Deshalb ist das Dublin-Abkommen natürlich ein wichtiger Teil, um diese europäische Solidarität üben zu können.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Pendl.
Also: Nehmen wir das Thema sehr ernst! Versuchen wir, es zu verbessern, aber wechseln wir kein billiges Kleingeld mit dieser Thematik! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Pendl.)
Ruf bei den Grünen: Weil es schon eine Methode ist !
Die menschliche Tragödie, die Sie hier angeführt haben, ist unbestritten. Aber bei dem, was Sie jetzt hier machen, geht es eigentlich um etwas ganz anderes. Sie verbrämen das mit dem Einzelschicksal, so tragisch es auch ist. (Ruf bei den Grünen: Weil es schon eine Methode ist !) – Es ist keine Methode, Kinder im Meer ertrinken zu las-sen. Das möchte ich auf das Entschiedenste zurückweisen. Ich meine, kein Mitglied-staat der Europäischen Union, aber auch kein anderer Staat, würde das zulassen. Auch wenn Sie sagen, es waren ägyptische Fischer, die das aufgegriffen haben – es ist keine Methode, Kinder ertrinken zu lassen. Das ist in Wirklichkeit ein unerhörter Vorwurf, den Sie hier als Zwischenruf gemacht haben. Das sollen Sie mir einmal beweisen, dass das Töten von Kindern oder das Wegschauen beim Tod von Kindern irgendwo Methode ist! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die menschliche Tragödie, die Sie hier angeführt haben, ist unbestritten. Aber bei dem, was Sie jetzt hier machen, geht es eigentlich um etwas ganz anderes. Sie verbrämen das mit dem Einzelschicksal, so tragisch es auch ist. (Ruf bei den Grünen: Weil es schon eine Methode ist !) – Es ist keine Methode, Kinder im Meer ertrinken zu las-sen. Das möchte ich auf das Entschiedenste zurückweisen. Ich meine, kein Mitglied-staat der Europäischen Union, aber auch kein anderer Staat, würde das zulassen. Auch wenn Sie sagen, es waren ägyptische Fischer, die das aufgegriffen haben – es ist keine Methode, Kinder ertrinken zu lassen. Das ist in Wirklichkeit ein unerhörter Vorwurf, den Sie hier als Zwischenruf gemacht haben. Das sollen Sie mir einmal beweisen, dass das Töten von Kindern oder das Wegschauen beim Tod von Kindern irgendwo Methode ist! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Korun: Es geht um die Menschenrechte!
In Wirklichkeit geht es bei Ihnen um etwas anderes. Bei Ihnen geht es gesell-schaftspolitisch um ein anderes Ziel und um eine andere Idee. (Abg. Mag. Korun: Es geht um die Menschenrechte!) Die steht im politischen Wettstreit hier herinnen auf dem Prüfstand. Es geht darum, dass Sie einen Vertrag wollen, der vielleicht Dublin III oder
Beifall bei der FPÖ.
Sie wissen eines ganz genau: Österreich nimmt sich sehr viel Zeit – auch wenn eine Verfahrensbeschleunigung immer gewünscht ist –, damit, so wie Sie sagen, die Menschen nicht immer in so einem Unruhezustand sind, wie es ausgehen wird. Ihnen passt im Asylwesen in Österreich gar nichts. Denn das, was Sie wollen, ist kein geordnetes Asylwesen, sondern ein Asylunwesen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das unterschreibe ich, Herr Kollege Rosenkranz. Genau das ist unser grünes gesellschaftspolitisches Ideal und unsere gesellschaftspolitische Ausrichtung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Pendl: kommen wir nicht mit den Erstaufnahmestellen! Auch in den Ländern, wo ihr mitregiert! – Zwischenruf des Abg. Dr. Walter Rosenkranz.
Die humanitäre Katastrophe in Syrien nimmt Ausmaße an, die wir uns nicht vorstellen können. Deshalb ist das Beispiel der Kollegin Korun auch wichtig und richtig, da es uns alle betroffen macht. Das ist auch wichtig. Es ist wichtig, dass wir auch hier in unserem Parlament nicht die Weitsicht und die Nachhaltigkeit verlieren, über unseren eigenen Tellerrand hinwegzuschauen und zu sagen: Syrien und die Menschen in Syrien brauchen Hilfe, auch von Österreich. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Pendl: kommen wir nicht mit den Erstaufnahmestellen! Auch in den Ländern, wo ihr mitregiert! – Zwischenruf des Abg. Dr. Walter Rosenkranz.)
Abg. Neubauer: Überall, wo grüne Landesräte sind, haben wir ein Problem mit den Aufnahmezentren!
Österreich hat internationale Verpflichtungen. Es heißt, wir sagen nie etwas Positives. Es ist positiv zu erwähnen, dass es auch finanzielle Mittel vonseiten des Außen-ministeriums in den letzten Jahren gegeben hat, zuletzt 2013. (Abg. Neubauer: Überall, wo grüne Landesräte sind, haben wir ein Problem mit den Aufnahmezentren!) Insgesamt waren es rund 7 Millionen € für die humanitäre Hilfe in Syrien, aber Sie können mich da sehr gerne ergänzen. Das ist wichtig und richtig, das ist ein guter Schritt.
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Die stehen im Gesetz!
Man kann schon über technische Ausdrücke diskutieren – zurückgeschoben, abgeschoben, hin- und hergeschoben, oder was auch immer da für Begriffe in den Mund genommen werden. Ich finde, das ist eine Verschleierung. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Die stehen im Gesetz!) – Gesetze sind nicht in Stein gemeißelt, Herr Kollege Rosenkranz. Das wissen Sie genauso. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Das steht im Gesetz! Verba legalia sind das!) Es geht hier um den gesellschaftspolitischen Ausdruck. Es ist keine Frage, dass diese technischen Ausdrücke auf jeden Fall zu verändern sind.
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Das steht im Gesetz! Verba legalia sind das!
Man kann schon über technische Ausdrücke diskutieren – zurückgeschoben, abgeschoben, hin- und hergeschoben, oder was auch immer da für Begriffe in den Mund genommen werden. Ich finde, das ist eine Verschleierung. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Die stehen im Gesetz!) – Gesetze sind nicht in Stein gemeißelt, Herr Kollege Rosenkranz. Das wissen Sie genauso. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Das steht im Gesetz! Verba legalia sind das!) Es geht hier um den gesellschaftspolitischen Ausdruck. Es ist keine Frage, dass diese technischen Ausdrücke auf jeden Fall zu verändern sind.
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Das heißt, für Asylberechtigte machen Sie jetzt einen Katalog? Sie dürfen es sich also aussuchen!
Aber es ist auch – und da bin ich bei meiner Kollegin Schwentner – ein System, zu sagen: Eine Abschiebung ist nicht gleich eine Zurückschiebung. Die Menschen, die in Österreich landen, erhoffen sich auch einiges. Sie erhoffen sich Hilfe, Unterstützung und einen menschenwürdigen Aufenthalt in ihrem Trauma. Da ist es für sie egal, ob es eine Zurückschiebung oder eine Abschiebung ist. Es ist de facto das Loslösen der Person aus dem Zielland Österreich. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Das heißt, für Asylberechtigte machen Sie jetzt einen Katalog? Sie dürfen es sich also aussuchen!) Das heißt, es braucht eine klare Aufwertung. Es braucht eine klare Aufwertung der europäischen Flüchtlingspolitik. (Zwischenruf des Abg. Pendl. – Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Ich darf es mir aussuchen: Ich möchte nach Österreich, ich möchte nach Deutschland!)
Zwischenruf des Abg. Pendl. – Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Ich darf es mir aussuchen: Ich möchte nach Österreich, ich möchte nach Deutschland!
Aber es ist auch – und da bin ich bei meiner Kollegin Schwentner – ein System, zu sagen: Eine Abschiebung ist nicht gleich eine Zurückschiebung. Die Menschen, die in Österreich landen, erhoffen sich auch einiges. Sie erhoffen sich Hilfe, Unterstützung und einen menschenwürdigen Aufenthalt in ihrem Trauma. Da ist es für sie egal, ob es eine Zurückschiebung oder eine Abschiebung ist. Es ist de facto das Loslösen der Person aus dem Zielland Österreich. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Das heißt, für Asylberechtigte machen Sie jetzt einen Katalog? Sie dürfen es sich also aussuchen!) Das heißt, es braucht eine klare Aufwertung. Es braucht eine klare Aufwertung der europäischen Flüchtlingspolitik. (Zwischenruf des Abg. Pendl. – Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Ich darf es mir aussuchen: Ich möchte nach Österreich, ich möchte nach Deutschland!)
Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Pendl.
Lieber Herr Rosenkranz, ich schlage Ihnen und den Kollegen Amon und Pendl etwas vor: Besuchen wir gemeinsam ein syrisches Flüchtlingsheim! (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Pendl.) Besuchen wir gemeinsam jene Personen,
Beifall bei den Grünen.
die wirklich unsere Hilfe brauchen, und dann werden wir hier weiter diskutieren. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Pendl: In jedem Bundesland, wo die Grünen in der Regierung sind, gibt es Probleme! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und Grünen.
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächster ist Herr Abgeordneter Hagen zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Pendl: In jedem Bundesland, wo die Grünen in der Regierung sind, gibt es Probleme! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.
Frau Abgeordnete Korun hat ein Thema angesprochen, ebenso das Interpellationsrecht. – Ich habe mir die Beantwortung der Frau Innenminister angeschaut. Ich bin zwar sicher nicht bekannt dafür, dass ich die Frau Innenminister sehr verteidige, aber ich würde mir wünschen, auf eine Anfrage 33 Seiten als Antwort zu bekommen. Frau Korun, da muss ich die Frau Innenminister einmal in Schutz nehmen. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Ja, richtig!
Kommen wir einmal zum Thema: Sie wissen, ich war im Europarat im Migrationsausschuss. Ich habe dort sehr viel über europaweite Flüchtlingspolitik mitbekommen. Da ist mir etwas aufgefallen. Wenn wir uns das Dubliner Abkommen anschauen, dürfte in Österreich kein einziger Asylwerber sein, außer er ist mit dem Flugzeug irgendwie eingereist. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Ja, richtig!) So, da sind wir einmal beim Punkt. Wie viele haben wir? – Heute habe ich gehört, über 1 800 nur aus Syrien.
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Das ist Zuwanderung!
Aber gehen wir jetzt einmal weiter, Frau Korun. Schauen wir, was da abgeht! Sie wollen, dass wirklich jeder, der nach Österreich hereinkommt Wir kennen die Masche, und es sind sehr viele Schlepperbanden daran beteiligt. Ich bin Polizist, ich kenne mich mit der Materie aus, das können Sie mir glauben. Da sind sehr viele Schlepperbanden beteiligt. Das Erste, das den Flüchtlingen eingeimpft wird, ist, dass sie ihren Pass vernichten. Sie sollen sagen, sie haben sich nicht ausgekannt, sie wissen nicht, wo sie herkommen, sie wissen nicht, wie sie nach Österreich gekommen sind. Dann dürfen sie hierbleiben, da wir ein sehr gutes Sozialsystem und ein tolles Asylwesen haben. Das heißt, die Leute bekommen in Österreich wirklich sehr viel geboten. Das ist auch in Deutschland, in Schweden und in Frankreich so. Genau deswegen sind das die Hauptasylländer. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Das ist Zuwanderung!) Das ist einmal der Punkt. Darüber muss man nachdenken.
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Mag. Mikl-Leitner.
Ich habe da mit Stichtag 1. Jänner 2014 gefragt, und Sie verweisen mich auf eine Anfrage von irgendeinem anderen Abgeordneten von früher in der letzten Legislaturperiode, das heißt, im Juni 2013. Das Kalenderjahr 2013 sei noch nicht abgeschlossen, deswegen könnten Sie nichts beantworten. Das ist das eine. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Mag. Mikl-Leitner.) – Ich sage nur, wie man beantwortet.
Beifall beim Team Stronach.
Frau Minister, ich würde mir wünschen, dass Sie auch mir solch tolle Beantwortungen wie Frau Korun geben, mit so vielen schönen Antworten. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Rufe bei der ÖVP: Geh, geh! – Abg. Dr. Fekter: Nein, da kennen Sie sich nicht aus!
Abgeordneter Dr. Nikolaus Scherak (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin, niemand hier will Ihnen Ihr Bemühen absprechen, aber das ändert einfach nichts an der Tatsache, dass in der österreichischen Asylpolitik immer noch sehr viel im Argen ist. (Rufe bei der ÖVP: Geh, geh! – Abg. Dr. Fekter: Nein, da kennen Sie sich nicht aus!) – Lassen Sie mich einmal fertigreden!
Abg. Dr. Fekter: Waren Sie in Traiskirchen? Haben Sie sich das dort angeschaut?
Was gibt es sonst noch an Problemen? – Es gibt noch immer keinen sinnvollen Arbeitsmarktzugang für Asylwerber. (Abg. Dr. Fekter: Waren Sie in Traiskirchen? Haben Sie sich das dort angeschaut?) – Selbstverständlich, ich bin dort in der Nähe
Präsident Ing. Hofer übernimmt den Vorsitz.
aufgewachsen. Auch Kollege Pendl ist aus dieser Gegend. (Präsident Ing. Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei NEOS und Grünen.
Der Arbeitsmarktzugang wird immer noch verweigert. Es gibt die Möglichkeit, saisonaler Arbeit nachzugehen. Ich verstehe trotzdem nicht, wieso man Menschen nicht die Möglichkeit gibt, in Würde einer Arbeit nachzugehen und ihre Familien zu ernähren! (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Besonders spannend ist die Frage 20, die Frau Kollegin Korun schon angesprochen hat. Sie hat auch schon die Antwort darauf verlesen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es ist äußerst interessant, wie es in Ihrer Anfragebeantwortung dazu kommen kann, dass darin steht, es gebe keine unbegleiteten Minderjährigen, die in Schubhaft sind. Es gibt Statistiken, da steht genau drinnen, dass dem so ist. Das ist immer noch so. Dass Sie dazu einfach keine Antwort beziehungsweise eine nicht richtige Antwort geben, kann ich nicht nachvollziehen. (Beifall bei NEOS und Grünen. – Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Nur weil der Herr Haselsteiner Arbeitskräfte braucht, müssen wir nicht alle arbeiten lassen!)
Beifall bei NEOS und Grünen. – Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Nur weil der Herr Haselsteiner Arbeitskräfte braucht, müssen wir nicht alle arbeiten lassen!
Besonders spannend ist die Frage 20, die Frau Kollegin Korun schon angesprochen hat. Sie hat auch schon die Antwort darauf verlesen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es ist äußerst interessant, wie es in Ihrer Anfragebeantwortung dazu kommen kann, dass darin steht, es gebe keine unbegleiteten Minderjährigen, die in Schubhaft sind. Es gibt Statistiken, da steht genau drinnen, dass dem so ist. Das ist immer noch so. Dass Sie dazu einfach keine Antwort beziehungsweise eine nicht richtige Antwort geben, kann ich nicht nachvollziehen. (Beifall bei NEOS und Grünen. – Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Nur weil der Herr Haselsteiner Arbeitskräfte braucht, müssen wir nicht alle arbeiten lassen!)
Beifall bei NEOS und Grünen.
Das liegt unter anderem auch in Ihrer Verantwortung, Frau Ministerin Mikl-Leitner, denn Sie können auf europäischer Ebene einmal sagen: Wir müssen das ändern, wir brauchen sinnvolle Quotenregelungen, damit es eben nicht Zustände gibt, wie momentan in Bulgarien, in Italien, in Griechenland. Sie kennen diese Zustände ganz genau. Sie wissen, wie dort Leute, die auf der Flucht sind und in Not sind, in Gefängnissen hausen, wo es keine sinnvolle Versorgung gibt; und der Grund dafür ist, dass wir da einfach keine europaweite Solidarität leben. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Abg. Amon: Waren Sie dort?
Die konkreten Maßnahmen, die im Asylbereich gesetzt werden, sind ein Thema, das mir besonders am Herzen liegt. Wir haben ja jetzt dieses – unter Anführungszeichen – „großartige“ Schubhaftzentrum Vordernberg. Da wurde der Betrieb im Wesentlichen oder im weitesten Sinne an eine private Sicherheitsfirma ausgelagert. (Abg. Amon: Waren Sie dort?) – War ich nicht, aber ich erzähle Ihnen gleich, was das Problem ist und was noch nicht verstanden wurde. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amon.) – Herr Kollege Amon, lassen Sie mich einmal fertigreden!
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amon.
Die konkreten Maßnahmen, die im Asylbereich gesetzt werden, sind ein Thema, das mir besonders am Herzen liegt. Wir haben ja jetzt dieses – unter Anführungszeichen – „großartige“ Schubhaftzentrum Vordernberg. Da wurde der Betrieb im Wesentlichen oder im weitesten Sinne an eine private Sicherheitsfirma ausgelagert. (Abg. Amon: Waren Sie dort?) – War ich nicht, aber ich erzähle Ihnen gleich, was das Problem ist und was noch nicht verstanden wurde. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amon.) – Herr Kollege Amon, lassen Sie mich einmal fertigreden!
Beifall bei NEOS und Grünen.
Er hat aber keine Möglichkeit, eine Grundrechtsbeschwerde, eine Maßnahmenbeschwerde einzubringen, weil ja die private Sicherheitsfirma keine hoheitlichen Aufgaben hat, keinen hoheitlichen Aufgaben nachkommt. Das heißt, wir haben keine Möglichkeit, einen effektiven Grundrechtsschutz zu gewähren. Die Landespolizeidirektion Steiermark sagt, nein, das ist überhaupt kein Problem, da darf man dann eine Maßnahmenbeschwerde einbringen. – Das wird aber nicht funktionieren, weil eine Maßnahmenbeschwerde nun einmal nur gegen hoheitliches Handeln funktioniert. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Beifall bei NEOS und Grünen.
Zum Abschluss noch einmal mein Aufruf: Setzen Sie sich bitte auf europäischer Ebene für eine europaweit akkordierte Asyl- und Flüchtlingspolitik ein, damit wir endlich diese Missstände und diese Probleme, die wir in diesem Bereich haben, in den Griff bekommen! – Vielen Dank. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Sie haben recht, meine Kolleginnen und Kollegen von den Grünen, für gerechte Arbeit muss es gerechten Lohn geben. Rechnen wir es noch einmal durch: Bei 8,5 € pro Stunde sind das ungefähr 1 300 € brutto im Monat bei einer 38,5 Stunden-Woche. Mehr gibt das nicht her, und das ist immer noch sehr wenig. Da gefällt mir die Forderung der Gewerkschaft von mindestens 1 500 € brutto im Monat sehr, sehr viel besser, und in vielen Fachbereichen ist diese Forderung der Gewerkschaft nach 1 500 € brutto im Monat ja schon umgesetzt. (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Abg. Mag. Schatz: Und was ist mit der halben Million, die zu wenig verdienen?
Außerdem: Wollen Sie wirklich, Kollegin Schatz, dass eine Regierung in die Autonomie der Kollektivvertragsverhandlungen eingreifen kann? – Ich will das sicherlich nicht. In Deutschland sehen wir aber, dass der gesetzliche Mindestlohn zumindest dazu geführt hat, dass plötzlich Kollektivverträge abgeschlossen worden sind. (Abg. Mag. Schatz: Und was ist mit der halben Million, die zu wenig verdienen?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Schatz: Und was ist mit den 500 000 Menschen, die unter 1 300 € verdienen?
Der Druck der Politik führt in Deutschland zu Zielen, die wir längst erreicht haben. Wir brauchen das nicht, das ist gut so. Aber offen gesprochen, wir haben es in Österreich schon längst viel, viel besser durch die Kollektivvertragsautonomie, die wir haben. Daher kann dieser Antrag von unserer Fraktion sicherlich nicht unterstützt werden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Schatz: Und was ist mit den 500 000 Menschen, die unter 1 300 € verdienen?)
Abg. Mag. Schatz: Wollen Sie von 1 100 € leben? Wollen Sie das?
Wie der Kollege Keck schon erwähnt hat, sind zirka 90 Prozent der Kollektivverträge in Österreich bei 1 300 € angesiedelt. Natürlich besteht auch bei den restlichen 10 Prozent Handlungsbedarf. Dies muss aber über Kollektivvertragsverhandlungen, über unsere Sozialpartner geschehen. (Abg. Mag. Schatz: Wollen Sie von 1 100 € leben? Wollen Sie das?)
Abg. Mag. Schatz: Offenbar ist die Einmischung sehr notwendig!
Grundsätzlich ist es das Wichtigste, dass die Österreicherinnen und Österreicher Arbeit haben und nicht um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen, denn unverantwortliche und unüberlegte Einmischung in diese Thematik ist kontraproduktiv, da bei zu hohen Löhnen die Abwanderung (Abg. Mag. Schatz: Offenbar ist die Einmischung sehr notwendig!) – lassen Sie mich zuerst fertig argumentieren! – von Betrieben ins Ausland droht. (Abg. Mag. Schatz: Ja, bei den schlecht bezahlten Dienstleistungsbetrieben!) Gerade in grenznahen Bereichen, wie zum Beispiel im Waldviertel, ist die Abwanderung in nahe Gebiete nach Tschechien ein großes Thema.
Abg. Mag. Schatz: Ja, bei den schlecht bezahlten Dienstleistungsbetrieben!
Grundsätzlich ist es das Wichtigste, dass die Österreicherinnen und Österreicher Arbeit haben und nicht um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen, denn unverantwortliche und unüberlegte Einmischung in diese Thematik ist kontraproduktiv, da bei zu hohen Löhnen die Abwanderung (Abg. Mag. Schatz: Offenbar ist die Einmischung sehr notwendig!) – lassen Sie mich zuerst fertig argumentieren! – von Betrieben ins Ausland droht. (Abg. Mag. Schatz: Ja, bei den schlecht bezahlten Dienstleistungsbetrieben!) Gerade in grenznahen Bereichen, wie zum Beispiel im Waldviertel, ist die Abwanderung in nahe Gebiete nach Tschechien ein großes Thema.
Beifall bei der ÖVP.
lichen Bereich der Beschäftigungsgrad so hoch wie möglich gehalten werden kann. Nur wenn Menschen in ihrer Heimat einer Arbeit nachgehen können, ist es möglich, die Abwanderung aus dem ländlichen Gebiet zu stoppen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Weninger.
Sie (in Richtung SPÖ) sind beispielsweise mit einem Wahlkampfgag in den Wahlkampf hineingegangen. Sie haben nämlich gesagt, dass die Gratis-Zahnspange kommt. Von der haben wir aber heute gehört, dass sie nicht kommt, weil die Finanzierung überhaupt nicht gegeben ist. Der Hauptverband hat schon gesagt, es ist nicht finanzierbar, es ist nicht leistbar, es müssen die Zahnärzte billiger werden, es gibt keine Verhandlungen, es wird nichts kommen. (Zwischenruf des Abg. Weninger.) – Ja, Kollege Weninger, hören Sie einfach zu, melden Sie sich zu Wort, kommen Sie hier
Beifall bei der FPÖ.
Zur Kollegin von der ÖVP nur einen Satz. Sie haben nämlich gesagt: Es ist so wichtig, dass Menschen in der Region einen Arbeitsplatz haben. – Ja, das stimmt, da bin ich völlig bei Ihnen. Aber es nützt den Menschen ein Arbeitsplatz in der Region auch nichts, von dem sie nicht leben können, weil das Einkommen zu gering ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist doch der Hauptgrund, warum die Leute abwandern – aus dem Waldviertel, aus Teilen des Burgenlandes, aus den entlegenen Gegenden –, weil die Löhne und Gehälter zu gering sind. Daher ist es ein Gebot der Stunde und unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass es einen gesetzlichen Mindestlohn gibt, und auch eine gesetzliche Mindestpension würde endlich einmal hergehören. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn 130 deutsche Ökonomen dieser Meinung sind, dann glaube ich, hat das einiges Gewicht. (Beifall beim Team Stronach.) Darunter befinden sich die Professoren Burda, Wiegard, Schnabel et cetera – also aus allen verschiedenen politischen Farbschattierungen findet man da Herren und Damen, die dieser Meinung sind.
Abg. Mag. Schatz: Sie verstehen aber nichts von der Sache, wenn Sie das sagen!
Man kann nicht beides haben. Wir können nicht Kollektivverträge haben und Mindestlöhne, das würde sich gegenseitig konterkarieren. Da kommen wir in der Wirtschaft in Schneisen hinein, die wir alle nicht so haben wollen. (Abg. Mag. Schatz: Sie verstehen aber nichts von der Sache, wenn Sie das sagen!) Nicht umsonst war der ÖGB über Jahre, ja Jahrzehnte sogar, dagegen, weil die kollektivvertragliche Autonomie beschnit-
Abg. Mag. Schatz: Was tun Sie mit Leuten, die nicht vom Kollektivvertrag erfasst sind?
ten würde. Das ist ungeschickt. (Abg. Mag. Schatz: Was tun Sie mit Leuten, die nicht vom Kollektivvertrag erfasst sind?) – Das sind nur 2 Prozent, und daran kann man arbeiten, aber die werden vom Mindestlohn nicht profitieren, sondern die werden eher noch darunter leiden.
Beifall beim Team Stronach.
Das ist unsere Sicht der Dinge. (Beifall beim Team Stronach.) Bei 130 deutschen Ökonomen kann man ja nicht sagen, dass das alles Dodeln sind – Entschuldigung.
Zwischenruf der Abg. Mag. Schatz.
Nicht erfasst vom Mindestlohn sind die neuen Selbständigen. Diese würden dadurch sogar noch mehr ausgebeutet werden beziehungsweise Selbstausbeutung betreiben müssen. Das wäre also auch da ein kontraproduktiver Weg. Außerdem sehe ich auch die Gefahr, dass sich einzelne Branchen dann extra Wege suchen würden, Pseudo-Selbständigkeit initiieren und anfeuern würden und der gesetzliche Mindestlohn überhaupt einen radikalen Systemwechsel in diesem Land auslösen würde. (Zwischenruf der Abg. Mag. Schatz.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn wir das so belassen, ist es gut, und wenn wir das wegmachen, dann kriegen wir nur scheinbar mehr Demokratie, aber gerade die Löhne werden dann ein Spielball von demagogischen Entscheidungen. Daher ist das aus unserer Sicht nicht zu unterstützen. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Mag. Schatz: Wer sind dann die halbe Million Menschen?
Zweitens: Auch für die anderen braucht es das aufgrund der hohen Kollektivvertragsabdeckung nicht, weil eine Sogwirkung entsteht. Im Freiberuflerbereich gibt es zum Beispiel noch einige Berufsgruppen ohne Kollektivvertrag. Aber wenn heute ein Notar in Bludenz oder ein Makler in Linz eine junge Mitarbeiterin von der Handelsschule einstellen möchte, dann bekommt er die ja gar nicht um so einen niedrigen Tarif, weil sie Alternativen hat. Sie kann in die Industrie gehen, sie kann in den Handeln gehen, sie kann in eine Bank gehen und sie kann eben zu diesem Makler gehen – sie sucht sich das aus. Das ist ja auch eine Frage des Arbeitsmarktes. (Abg. Mag. Schatz: Wer sind dann die halbe Million Menschen?)
Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Frau Kollegin Schatz, ich wollte Sie nicht persönlich angreifen, aber jetzt, wenn Sie zwischenrufen, tue ich es doch: Mit Ihrem Ausmaß an privatwirtschaftlicher Erfahrung könnten Sie auf der Regierungsbank Platz nehmen, ohne aufzufallen; deswegen wäre ich an Ihrer Stelle ein bisschen ruhiger. (Beifall bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Schwentner und Mag. Schatz
Drittens wäre es kontraproduktiv, einen solchen Mindestlohn einzuführen, weil Sie das Thema auf eine politische Ebene hieven, und dann haben wir einen Wettstreit nach dem Motto: Wer bietet mehr? Dann kommen wir weg von der Sache, denn im Moment findet da ein marktwirtschaftlicher Ausgleich zwischen den Interessen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer statt (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Schwentner und Mag. Schatz), und solche politisch festgelegten Löhne führen schneller zum Abwandern von mobilen Branchen. Da gehört der Handel dazu, da gehören Call Center dazu. (Zwischenruf der Abg. Windbüchler-Souschill.)
Zwischenruf der Abg. Windbüchler-Souschill.
Drittens wäre es kontraproduktiv, einen solchen Mindestlohn einzuführen, weil Sie das Thema auf eine politische Ebene hieven, und dann haben wir einen Wettstreit nach dem Motto: Wer bietet mehr? Dann kommen wir weg von der Sache, denn im Moment findet da ein marktwirtschaftlicher Ausgleich zwischen den Interessen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer statt (Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Schwentner und Mag. Schatz), und solche politisch festgelegten Löhne führen schneller zum Abwandern von mobilen Branchen. Da gehört der Handel dazu, da gehören Call Center dazu. (Zwischenruf der Abg. Windbüchler-Souschill.)
Abg. Mag. Schwentner: Sie meinen das aber ! – Abg. Mag. Rossmann: haben wir eh gesehen, was da rauskommt!
Ganz schlimm ist, wie Sie Ihren Antrag argumentiert haben: mit dem Konsumargument; das ist nämlich Voodoo-Ökonomie. Wenn man höhere Löhne zahlt, dann kaufen die Menschen mehr. – Na ja, schauen Sie, die Frage ist ja auch, was sie kaufen, denn makroökonomisch gesehen hat es dieselbe Wirkung, wenn der Unternehmer das Geld in Anlagen investiert wie wenn er das Geld in Löhne investiert. (Abg. Mag. Schwentner: Sie meinen das aber ! – Abg. Mag. Rossmann: haben wir eh gesehen, was da rauskommt!) Und höhere Löhne im Inland erzeugen ja nicht automatisch höhere Nachfrage im Inland. Damit verschieben Sie die Nachfrage ins Ausland, und unsere Betriebe sind weniger konkurrenzfähig.
Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz.
Zum Schluss: Sie sollten sich um die Alternativen kümmern, wo es wirklich politisch etwas zu tun gibt! (Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz.) Warum sind die Lehrlinge nach der Lehrabschlussprüfung nicht automatisch Angestellte, sondern bleiben Arbeiter? Sie sollten sich darum kümmern, wenn Selbständige gegen ihren Willen von den Krankenkassen zu Angestellten erklärt werden und dadurch ihre Aufträge verlieren: Skilehrer, Seminartrainer, EDV-Fachleute.
Beifall bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Mag. Schatz: Ich kümmere mich um die Leute, die 6 € in der Stunde verdienen! – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Belakowitsch-Jenewein und Rädler.
Sie sollten sich um Dinge kümmern, wo es etwas zu tun gibt, und nicht um solche, wo es schon sehr gut funktioniert! (Beifall bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Mag. Schatz: Ich kümmere mich um die Leute, die 6 € in der Stunde verdienen! – Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Belakowitsch-Jenewein und Rädler.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Bedenken Sie, hier gibt es in den Grundzügen einheitliche Vorstellungen (Zwischenruf bei der ÖVP) von der FPÖ, von den Grünen, vom Team Stronach und den NEOS. Alle vier Parteien sind sich im Prinzip einig, dass wir ein Dienstrecht brauchen, das weggeht von der Erbsenzählerei, weggeht von einer reinen Unterrichtsstundenzählerei, hin zu einem modernen Dienstrecht, das all das beinhaltet, was wir in der Schule der Zukunft verwirklicht sehen wollen.
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Dr. Strolz und Dr. Franz.
Was Sie beschlossen haben, ist ein Modell aus dem 19. Jahrhundert. – Zur Information: Wir befinden uns im 21. Jahrhundert. Wir brauchen ein neues System. Wir brauchen ein Jahresnormmodell. Dieser Abänderungsantrag bietet Ihnen die Möglichkeit dazu. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Dr. Strolz und Dr. Franz.)
Abg. Dr. Walser: Das ist eine mutige Aussage!
Abgeordnete Marianne Gusenbauer-Jäger (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe ZuschauerInnen auf der Galerie und vor den Fernsehschirmen! Als ehemalige Lehrerin freut es mich sehr, dass ich hier ein paar Worte sagen darf. Vorweg sei festgestellt, dass das neue Lehrerdienstrecht ein Meilenstein in der österreichischen Bildungslandschaft ist. (Abg. Dr. Walser: Das ist eine mutige Aussage!) – Ich weiß, wovon ich spreche, ich war lange Lehrerin.
Beifall bei der SPÖ.
Es ist klar, dass dieses neue Dienstrecht evaluiert werden muss, da gebe ich Ihnen auch recht; das muss so sein und soll so sein. Ich bin aber überzeugt davon, dass es mit diesem neuen Lehrerdienstrecht für Lehrer, Kinder und natürlich auch für die Eltern zu einer massiven Verbesserung kommen wird. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Walser: Rückschritt!
Es ist ja nicht so, dass die Lehrerinnen und Lehrer kein Jahresarbeitszeitmodell haben, es ist nur anders aufgeteilt. (Abg. Dr. Walser: Rückschritt!) Es hat nicht diese Flexibilität – über diese sollten wir vielleicht reden –, aber damit das geschieht, haben wir die Unterrichtsministerin ja dazu aufgefordert – und Sie haben uns dabei ja auch unterstützt –, dass das System evaluiert werden soll, dass entsprechend überprüft werden soll, wie sich dieses System derzeit auswirkt. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das auch in diese Richtung geht, in Richtung Stärkung der Schulautonomie.
Beifall bei der ÖVP.
Daher glaube ich, dass wir in Diskussion bleiben sollen und dass die Unterrichtsministerin jetzt auch wirklich gefordert ist, das System zu evaluieren, zu überprüfen und dann die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Dr. Marcus Franz (STRONACH): Wertes Präsidium! Hohes Haus! Ich möchte hier eine Lanze für die Lehrer brechen, denn die Berufsgruppe der Lehrer ist in den letzten Monaten und Jahren ein Opfer von extremem medialem und auch politischem Bashing geworden. Das ist nicht okay, denn immerhin sind die Lehrer mitverantwortlich für die Zukunft unserer Kinder. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir müssen den Lehrern helfen und dürfen nicht immer auf die Lehrer hinhauen. Wir müssen konstruktiv etwas Neues entwickeln und mit den Lehrern gemeinsam ein neues Dienstzeitmodell, ein neues Ferienmodell, neue Schulmodelle et cetera entwickeln. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Ruf bei der ÖVP – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Strolz –: Krawatte!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Klubobmann Mag. Dr. Strolz hat sich zu Wort gemeldet. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Strolz –: Krawatte!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Rossmann
Damit komme ich zurück auf den kurzen Seitenhieb Harald Walsers: Neoliberalismus. In den fünfziger Jahren, als Ludwig Erhard das in Deutschland propagiert und eingeführt hat – als Basis des deutschen Wirtschaftswunders, meines Erachtens auch als Basis eines europäischen Lebensmodells (Zwischenruf des Abg. Mag. Rossmann), wo wir Wohlstand für die Breite geschaffen haben (Zwischenruf des Abg. Rädler) –, war Neoliberalismus das Synonym für soziale Marktwirtschaft.
Zwischenruf des Abg. Rädler
Damit komme ich zurück auf den kurzen Seitenhieb Harald Walsers: Neoliberalismus. In den fünfziger Jahren, als Ludwig Erhard das in Deutschland propagiert und eingeführt hat – als Basis des deutschen Wirtschaftswunders, meines Erachtens auch als Basis eines europäischen Lebensmodells (Zwischenruf des Abg. Mag. Rossmann), wo wir Wohlstand für die Breite geschaffen haben (Zwischenruf des Abg. Rädler) –, war Neoliberalismus das Synonym für soziale Marktwirtschaft.
Zwischenruf des Abg. Dr. Walser
Wir NEOS bekennen uns zur ökosozialen Marktwirtschaft (Zwischenruf des Abg. Dr. Walser), und wir glauben, es gibt kein besseres Instrument auf diesem Planeten – ich habe es zumindest noch nicht gesehen –, das Wohlstand für breite Massen schafft. (Zwischenruf des Abg. Mag. Rossmann.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Rossmann.
Wir NEOS bekennen uns zur ökosozialen Marktwirtschaft (Zwischenruf des Abg. Dr. Walser), und wir glauben, es gibt kein besseres Instrument auf diesem Planeten – ich habe es zumindest noch nicht gesehen –, das Wohlstand für breite Massen schafft. (Zwischenruf des Abg. Mag. Rossmann.)
Abg. Dr. Lichtenecker: Wir auch!
Vielleicht sind Sie sogar froh. Wir haben da einen Unterschied zwischen Grünen und NEOS. Wir NEOS sind Freunde des Wettbewerbs (Abg. Dr. Lichtenecker: Wir auch!), wir wollen das in der Schule auch sehen. (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Tamandl und Dr. Lichtenecker.) Wissen Sie, warum? – Wir glauben nicht, dass Wettbewerb und Kooperation Feinde sind. Wir glauben, dass Wettbewerb und Zusammenarbeit gut miteinander unter einem Dach wohnen können. Jeder Skiverein muss es zusammenbringen, Wettbewerb und Zusammenarbeit unter einem Dach zu organisieren, jeder Vater, jede Mutter.
Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Tamandl und Dr. Lichtenecker.
Vielleicht sind Sie sogar froh. Wir haben da einen Unterschied zwischen Grünen und NEOS. Wir NEOS sind Freunde des Wettbewerbs (Abg. Dr. Lichtenecker: Wir auch!), wir wollen das in der Schule auch sehen. (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Tamandl und Dr. Lichtenecker.) Wissen Sie, warum? – Wir glauben nicht, dass Wettbewerb und Kooperation Feinde sind. Wir glauben, dass Wettbewerb und Zusammenarbeit gut miteinander unter einem Dach wohnen können. Jeder Skiverein muss es zusammenbringen, Wettbewerb und Zusammenarbeit unter einem Dach zu organisieren, jeder Vater, jede Mutter.
Beifall des Abg. Mag. Vavrik sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Podgorschek: Ah, der deutsche! das hat unserer sicher nicht gesagt!
Zum Abschluss ein Wort vom Herrn Bundespräsidenten: Der Wettbewerb ist „eine öffnende Kraft“ und bringt „althergebrachte Privilegien“ mitunter ums Eck. – So in etwa hat er es gesagt, leider nicht der österreichische, sondern der deutsche Bundespräsident. (Beifall des Abg. Mag. Vavrik sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Podgorschek: Ah, der deutsche! das hat unserer sicher nicht gesagt!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Schönegger
Abgeordneter Mario Kunasek (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Es geht bei diesem Antrag um die Lösung eines Problems, dessen Ursprung eigentlich schon Mitte der achtziger Jahre zu suchen ist (Zwischenruf des Abg. Mag. Schönegger) – genau auf das habe ich jetzt gewartet, Herr Abgeordneter Schönegger – und dessen Lösung in Wirklichkeit seit den neunziger Jahren ansteht.
Beifall bei der FPÖ.
Aber, meine sehr geehrten Damen und Herren – nun komme ich zurück zum Zwischenruf des Abgeordneten Schönegger –, ich glaube, wir haben nichts davon, wenn wir uns jetzt sozusagen gegenseitig die Schuld zuschieben, sondern gegenwärtig geht es darum, diesen Tausenden Betroffenen eine Lösung anzubieten. Und ich bin wirklich dazu bereit, und ich lade alle herzlich dazu ein – Otto Pendl, auch du bist herzlich eingeladen –, mit uns gemeinsam eine Lösung zu finden, die für die Betroffenen dann auch eine gewisse Gerechtigkeit und eine faire Behandlung sicherstellt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Zugänge sind. Trotzdem wird es sicherlich eine spannende Diskussion werden. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube schlussendlich, es ist gescheit, dass wir das jetzt einmal in den Ausschuss bringen, und am Ende sollten wir – und da möchte ich auf meinen Vorgänger als Wehrsprecher zurückkommen, den Ossi Klikovits – eine sozialpartnerschaftliche Regelung und Lösung finden. Verteidigungsminister Gerald Klug auf der einen Seite, Sozialminister Rudolf Hundstorfer auf der anderen Seite sind da die Sozialpartner, und wir helfen gerne, dass wir eines Tages trotz aller Schwierigkeit das Problem gut lösen und das für die Kollegen Zeitsoldaten gerecht regeln. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Schönegger.
Abgeordnete Mag. Judith Schwentner (Grüne): Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich bin da relativ leidenschaftslos, ob jetzt Schwarz oder Blau der Verursacher für diese Ungerechtigkeit ist. Es war unter Schwarz-Blau. Ich bin auch ... (Zwischenruf des Abg. Mag. Schönegger.) – Nein, nein!
Beifall bei den Grünen
Ich bin auch relativ leidenschaftslos, was das Bundesheer anbelangt, wie Sie vielleicht wissen – ich würde es am liebsten abschaffen, zumindest in der Form, wie wir es jetzt haben (Beifall bei den Grünen) –, aber es geht da um eine Ungerechtigkeit, und da bin ich ganz bei Ihnen, um eine Ungerechtigkeit, die geändert werden muss. Es geht um einen Fehler im System, nämlich um den, dass diese Zeitsoldaten – und wir waren auch mit Leuten konfrontiert, die betroffen sind – einfach nicht entsprechende Pensionen bekommen, weil sie in diese Lücke gefallen sind.
Beifall bei den Grünen.
Das sind Ungerechtigkeiten, wo ich hoffe, dass wir einen gemeinsamen Ausweg finden und diese Leute unterstützen, damit die Betroffenen – Sie haben die Zahl genannt – auch zu ihrer berechtigten Pension kommen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Kunasek.
Daher wird NEOS den Antrag des Kollegen Kunasek unterstützen. Ich bitte die Kollegen der anderen Fraktionen, dies ebenfalls zu tun. – Danke. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Kunasek.)
Beifall bei den NEOS.
Wir schlagen vor, diese Maßnahme um ein Jahr vorzuziehen und das Kapitalverkehrsteuergesetz bereits per 1. Jänner 2015 entsprechend anzupassen. Beweisen Sie, dass Sie in der Lage sind, Dinge auch schneller umzusetzen! Schaffen wir die Gesellschaftsteuer schon mit Jahresende ab! (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Wöginger: Ja, genau!
Abgeordneter Hermann Lipitsch (SPÖ): Herr Präsident! Kollege Alm, wir haben gestern ein ausgewogenes Abgabenänderungsgesetz beschlossen, in dem es viele Maßnahmen gibt: einerseits solche, wo Geld ins Budget kommt, andererseits aber auch solche, wo auch Geld zur Verfügung gestellt wird. Ich finde es nicht besonders ideenreich, dass man, wenn wir sagen: Mit 31. Dezember 2015 – das haben wir gestern beschlossen – läuft diese Gesellschaftsteuer aus!, einfach sagt: Machen wir es einfach ein Jahr früher! (Abg. Wöginger: Ja, genau!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Deswegen, glaube ich, werden wir uns im Ausschuss darüber unterhalten, aber ich glaube, es wird beim 31. Dezember 2015 bleiben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Strolz: Ja, wofür brauchen wir dann das Parlament?
Wenn ich nur gerade so zurückdenke und diese Diskussionen um den Untersuchungsausschuss Revue passieren lasse: Wenn jemand glaubt, dass diese Debatte dazu beiträgt, irgendeine Lösung zu erzielen, dann sind wir am falschen Dampfer. (Abg. Dr. Strolz: Ja, wofür brauchen wir dann das Parlament?) – Ich glaube, eine gute Debatte kann Lösungen erzielen; diese Debatte, die ich hier erlebt habe, kann keine Lösungen erzielen. – Das ist wohl der entscheidende Punkt.
Beifall bei der ÖVP.
Die Gesellschaftsteuer wurde abgeschafft, das ist eine gute Nachricht. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Cap: Liebe Regierung!
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! (Abg. Dr. Cap: Liebe Regierung!) – Ja, das steht da: Sehr geehrte Bundesregierung! Ich habe überlegt, das ersatzlos zu streichen, was ich auch getan habe. Ich hätte auch sagen können: Sehr geehrte nicht anwesende Bundesregierung! – Da habe ich mich für die erste Variante entschieden.
Beifall bei der FPÖ
Der Antrag greift im Übrigen eine jahrelange wirtschaftspolitische Forderung der Freiheitlichen Partei auf (Beifall bei der FPÖ), weshalb wir diesem selbstverständlich zustimmen werden.
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Zeigen Sie doch Entschlossenheit! Zeigen Sie Tatkraft! Setzen Sie Signale für die Wirtschaft! Beseitigen Sie umgehend diese Steuer, die nachteilige Auswirkungen auf die Wirtschaft und hemmende Effekte auf Entrepreneurship, Unternehmertum sowie Wirtschaftswachstum hat! Sorgen Sie für eine rasche Behandlung im Ausschuss, und stimmen Sie dem Antrag des Kollegen Alm in weiterer Folge zu! Wir Freiheitliche werden das auf jeden Fall tun. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich weiß allerdings bereits jetzt, dass Sie das nicht tun werden. Entfesselung sieht anders aus. Österreichs Wirtschaft ist nach wie vor in Fesseln, und daran wird sich leider bis zu den nächsten Wahlen nichts ändern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Überlegungen gehen zurzeit in die Richtung, an so etwas wie einem integrierten Tarif zu arbeiten, der davon ausgeht, die meisten der bestehenden Begünstigungen im Lohn- und Einkommensteuerrecht zu streichen, was dann zu einer tatsächlich den Namen verdienenden Senkung des Einkommensteuer- und Lohnsteuertarifs führt. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Tamandl: Auch das steht im Regierungsprogramm! Nachlesen!
Einen weiteren Vorschlag möchte ich noch wiederholen, den Matthias Strolz gestern eingebracht hat, den möchte ich kurz ausführen: Es geht um die Steuerfreiheit oder die steuerliche Begünstigung von Mitarbeiterbeteiligungen. Diese wurde 1994 eingeführt, als 10 000 Schilling damals steuerfrei in Form von Anteilen ausgegeben werden konnten. Das wurde 2001 auf ungefähr 1 460 € verdoppelt. (Abg. Tamandl: Auch das steht im Regierungsprogramm! Nachlesen!) – Das steht im Regierungsprogramm. Matthias Strolz hat gestern einen Antrag eingebracht, das auf 3 000 € zu erhöhen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Tamandl.) Dafür gestimmt haben neben uns das Team Stronach und die FPÖ, die da auch zuverlässige Partner in wirtschaftspolitischen Dingen sind. Wer nicht dafür gestimmt hat, das waren 99 Abgeordnete der Regierungsparteien. Wir haben Sie getestet (Abg. Tamandl: Wir brauchen keinen Test von Ihnen!), und Sie haben diesen Test nicht bestanden. (Beifall bei den NEOS.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Tamandl.
Einen weiteren Vorschlag möchte ich noch wiederholen, den Matthias Strolz gestern eingebracht hat, den möchte ich kurz ausführen: Es geht um die Steuerfreiheit oder die steuerliche Begünstigung von Mitarbeiterbeteiligungen. Diese wurde 1994 eingeführt, als 10 000 Schilling damals steuerfrei in Form von Anteilen ausgegeben werden konnten. Das wurde 2001 auf ungefähr 1 460 € verdoppelt. (Abg. Tamandl: Auch das steht im Regierungsprogramm! Nachlesen!) – Das steht im Regierungsprogramm. Matthias Strolz hat gestern einen Antrag eingebracht, das auf 3 000 € zu erhöhen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Tamandl.) Dafür gestimmt haben neben uns das Team Stronach und die FPÖ, die da auch zuverlässige Partner in wirtschaftspolitischen Dingen sind. Wer nicht dafür gestimmt hat, das waren 99 Abgeordnete der Regierungsparteien. Wir haben Sie getestet (Abg. Tamandl: Wir brauchen keinen Test von Ihnen!), und Sie haben diesen Test nicht bestanden. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Tamandl: Wir brauchen keinen Test von Ihnen!
Einen weiteren Vorschlag möchte ich noch wiederholen, den Matthias Strolz gestern eingebracht hat, den möchte ich kurz ausführen: Es geht um die Steuerfreiheit oder die steuerliche Begünstigung von Mitarbeiterbeteiligungen. Diese wurde 1994 eingeführt, als 10 000 Schilling damals steuerfrei in Form von Anteilen ausgegeben werden konnten. Das wurde 2001 auf ungefähr 1 460 € verdoppelt. (Abg. Tamandl: Auch das steht im Regierungsprogramm! Nachlesen!) – Das steht im Regierungsprogramm. Matthias Strolz hat gestern einen Antrag eingebracht, das auf 3 000 € zu erhöhen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Tamandl.) Dafür gestimmt haben neben uns das Team Stronach und die FPÖ, die da auch zuverlässige Partner in wirtschaftspolitischen Dingen sind. Wer nicht dafür gestimmt hat, das waren 99 Abgeordnete der Regierungsparteien. Wir haben Sie getestet (Abg. Tamandl: Wir brauchen keinen Test von Ihnen!), und Sie haben diesen Test nicht bestanden. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Einen weiteren Vorschlag möchte ich noch wiederholen, den Matthias Strolz gestern eingebracht hat, den möchte ich kurz ausführen: Es geht um die Steuerfreiheit oder die steuerliche Begünstigung von Mitarbeiterbeteiligungen. Diese wurde 1994 eingeführt, als 10 000 Schilling damals steuerfrei in Form von Anteilen ausgegeben werden konnten. Das wurde 2001 auf ungefähr 1 460 € verdoppelt. (Abg. Tamandl: Auch das steht im Regierungsprogramm! Nachlesen!) – Das steht im Regierungsprogramm. Matthias Strolz hat gestern einen Antrag eingebracht, das auf 3 000 € zu erhöhen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Tamandl.) Dafür gestimmt haben neben uns das Team Stronach und die FPÖ, die da auch zuverlässige Partner in wirtschaftspolitischen Dingen sind. Wer nicht dafür gestimmt hat, das waren 99 Abgeordnete der Regierungsparteien. Wir haben Sie getestet (Abg. Tamandl: Wir brauchen keinen Test von Ihnen!), und Sie haben diesen Test nicht bestanden. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Der heutige Antrag der NEOS ist etwas weiter gehend, nämlich: § 24 Abs. 4 entfällt mit 31.12.2014. Wenn man da reinschaut, sieht man, da geht es klarerweise nicht nur um die GmbH, sondern um alle unbeschränkt steuerpflichtigen inländischen und vergleichbaren ausländischen Körperschaften. Da geht es um die Mindest-KöSt, daran wird wahrscheinlich kein Unternehmen zugrunde gehen. Daher sehen wir momentan keinen Handlungsbedarf bei diesem Thema. Wir werden das im Ausschuss diskutieren, aber aus heutiger Sicht sehe ich dafür keine Notwendigkeit. Ich kann mir auch nicht vorstellen, hier zuzustimmen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das heißt, die Mindest-KöSt ist, sofern sie die tatsächliche Jahres-Köperschaftsteuerschuld übersteigt, wie eine Steuervorauszahlung zu behandeln und wird auf eine in den folgenden Jahren entstehende KöSt-Schuld angerechnet. Also reden wir hier von einer reinen Vorauszahlung, und eben diese Vorauszahlung ist für den Unternehmer kein verlorenes Geld. Deswegen werden wir von der ÖVP uns Ihrem Antrag nicht nähern, sind aber trotzdem gespannt auf die Diskussion im Finanzausschuss. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Antrag des Abgeordneten Alm sieht den Entfall der Mindestkörperschaftsteuer per 31. Dezember 2014 vor. Auch dieser Antrag greift eine jahrelange wirtschaftspolitische Forderung der Freiheitlichen auf, und selbstverständlich werden wir diesem Antrag auch zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Gelegenheit, schaffen Sie, wie Sie im Regierungsprogramm ankündigen, konkrete, deutlich spürbare Erleichterungen unternehmerischer Tätigkeit! Beseitigen Sie umgehend diese im Jahre 1994 eingeführte Steuer, die bei Kapitalgesellschaften mit keinen oder sehr geringen Gewinnen letztlich, wie schon gesagt, eine Erosion des Eigenkapitals herbeiführt und darüber hinaus die meist ohnehin angespannte Liquiditätslage verschärft! Befreien Sie – in einem Satz – die Unternehmer wenigstens von dieser einen Fessel! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Strolz.
Ginge es nach der FPÖ, hätten wir wahrscheinlich nicht einmal eine Aufenthaltsbewilligung in Österreich und so etwas wie Google oder WhatsApp würde es in Österreich gar nicht geben, denn der Herr, der WhatsApp entwickelt hat, kommt aus Weißrussland und hätte keine Aufenthaltsbewilligung. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Strolz.)
Ruf bei der ÖVP: Keine Ahnung!
Aber das war es dann auch schon, viel mehr Angebote gibt es nicht, und das ist ein Trauerspiel aus Sicht der Unternehmerinnen und Unternehmer. (Ruf bei der ÖVP: Keine Ahnung!)
Abg. Krainer: Nein!
Ich möchte die Mindestkörperschaftsteuer einmal anhand eines Beispiels illustrieren: Angenommen, Sie legen Geld auf ein Sparbuch. Dann könnten Sie mit dem gleichen Argument eine Mindestkapitalertragsteuer einführen, aber da würden Sie auch nicht auf die Idee kommen zu sagen, 100 € Mindestkapitalertragsteuer auf jedes Sparbuch. In Ihrer Logik würden Sie sagen: Na ja, wenn man nicht genug auf dem Sparbuch hat und die Zinsen für die Mindeststeuer nicht erwirtschaftet, hat man halt Pech gehabt. In Ihrer Logik würde man dann sagen, man ist dann eh kein richtiger Unternehmer oder kein ehrlicher Sparer. (Abg. Krainer: Nein!) Das ist doch die ganz gleiche Logik, die Sie hier verfolgen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Krainer: Nein, weil es gibt ein Privileg einer GesmbH!) – Ja, bitte schön, nicht dazwischenreden! Sie können diese Unkultur im SPÖ-Klub pflegen, aber bitte nicht im Hohen Hause, Kollege! (Abg. Krainer: Was für eine Unkultur?)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Krainer: Nein, weil es gibt ein Privileg einer GesmbH!
Ich möchte die Mindestkörperschaftsteuer einmal anhand eines Beispiels illustrieren: Angenommen, Sie legen Geld auf ein Sparbuch. Dann könnten Sie mit dem gleichen Argument eine Mindestkapitalertragsteuer einführen, aber da würden Sie auch nicht auf die Idee kommen zu sagen, 100 € Mindestkapitalertragsteuer auf jedes Sparbuch. In Ihrer Logik würden Sie sagen: Na ja, wenn man nicht genug auf dem Sparbuch hat und die Zinsen für die Mindeststeuer nicht erwirtschaftet, hat man halt Pech gehabt. In Ihrer Logik würde man dann sagen, man ist dann eh kein richtiger Unternehmer oder kein ehrlicher Sparer. (Abg. Krainer: Nein!) Das ist doch die ganz gleiche Logik, die Sie hier verfolgen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Krainer: Nein, weil es gibt ein Privileg einer GesmbH!) – Ja, bitte schön, nicht dazwischenreden! Sie können diese Unkultur im SPÖ-Klub pflegen, aber bitte nicht im Hohen Hause, Kollege! (Abg. Krainer: Was für eine Unkultur?)
Abg. Krainer: Was für eine Unkultur?
Ich möchte die Mindestkörperschaftsteuer einmal anhand eines Beispiels illustrieren: Angenommen, Sie legen Geld auf ein Sparbuch. Dann könnten Sie mit dem gleichen Argument eine Mindestkapitalertragsteuer einführen, aber da würden Sie auch nicht auf die Idee kommen zu sagen, 100 € Mindestkapitalertragsteuer auf jedes Sparbuch. In Ihrer Logik würden Sie sagen: Na ja, wenn man nicht genug auf dem Sparbuch hat und die Zinsen für die Mindeststeuer nicht erwirtschaftet, hat man halt Pech gehabt. In Ihrer Logik würde man dann sagen, man ist dann eh kein richtiger Unternehmer oder kein ehrlicher Sparer. (Abg. Krainer: Nein!) Das ist doch die ganz gleiche Logik, die Sie hier verfolgen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Krainer: Nein, weil es gibt ein Privileg einer GesmbH!) – Ja, bitte schön, nicht dazwischenreden! Sie können diese Unkultur im SPÖ-Klub pflegen, aber bitte nicht im Hohen Hause, Kollege! (Abg. Krainer: Was für eine Unkultur?)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Strolz.
Das ist kein richtiger Ansatz, deshalb werde ich den Antrag des Kollegen Alm, die Mindestkörperschaftsteuer abzuschaffen, sicher unterstützen. Schaffen wir endlich ein freundliches Klima für Unternehmerinnen und Unternehmer in Österreich! – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Strolz.)
Ruf bei der ÖVP: Gibt’s was Neues, Herr Kogler?
Das Wort erhält zunächst Herr Abgeordneter Mag. Kogler. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Gibt’s was Neues, Herr Kogler?)
Abg. Krainer: Dass nicht einmal die grüne Klubobfrau da ist!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Danke, Herr Präsident! – Ich wurde soeben gefragt, ob es etwas Neues gibt. – Kollegen von der ÖVP, die Causa ist so dringend und drängend und wichtig und von einer unfassbaren, noch nie da gewesenen jahrelangen Versagenskette (Abg. Krainer: Dass nicht einmal die grüne Klubobfrau da ist!), dass wir da überhaupt null Komma jota Neues brauchen, um diesen Untersuchungsausschuss zu begründen. Das werden Sie auch noch verstehen, spätestens dann, wenn Sie Schwierigkeiten haben, in Ihrem Wahlkreis zu erklären, was Sie hier herinnen überhaupt abstimmen, wenn es um Untersuchung und Aufklärung geht.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich möchte jetzt alle Abgeordneten einladen – unter dem Hinweis, dass das eine ganz wesentliche Aufgabe des Parlaments ist –, neben der Gesetzgebung auch die Kontrolle wahrzunehmen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wann, wenn nicht jetzt? Wo, wenn nicht hier in dem Plenum jetzt? Wer, wenn nicht Sie oder wir, soll diesen Untersuchungsausschuss beschließen? Über das „Wann, wenn nicht jetzt?“ können wir reden, wenn Sie das mit einer Gerade-noch-Mehrheit vielleicht ablehnen sollten, lange werden Sie das aber nicht durchhalten. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Ich möchte jetzt alle Abgeordneten einladen – unter dem Hinweis, dass das eine ganz wesentliche Aufgabe des Parlaments ist –, neben der Gesetzgebung auch die Kontrolle wahrzunehmen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wann, wenn nicht jetzt? Wo, wenn nicht hier in dem Plenum jetzt? Wer, wenn nicht Sie oder wir, soll diesen Untersuchungsausschuss beschließen? Über das „Wann, wenn nicht jetzt?“ können wir reden, wenn Sie das mit einer Gerade-noch-Mehrheit vielleicht ablehnen sollten, lange werden Sie das aber nicht durchhalten. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Das Instrument der namentlichen Abstimmung führt immerhin dazu, dass sich die Bevölkerung, die BürgerInnen, die WählerInnen ein genaues Bild davon machen können, was ihre Abgeordneten insbesondere aus den Wahlkreisen hier so tun. Sie wissen ja schon ... (Zwischenruf des Abg. Rädler.) – Geh, Herr Kollege Rädler, Sie verstehen von der Geschichte so wenig, dass kein Mensch hier herinnen wiederum versteht, warum genau Sie dauernd dazwischenschreien! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) Schreien Sie daheim in Ihrem Wahlkreis, dort wird es Ihnen vergehen! Dort wird es Ihnen vergehen.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Das Instrument der namentlichen Abstimmung führt immerhin dazu, dass sich die Bevölkerung, die BürgerInnen, die WählerInnen ein genaues Bild davon machen können, was ihre Abgeordneten insbesondere aus den Wahlkreisen hier so tun. Sie wissen ja schon ... (Zwischenruf des Abg. Rädler.) – Geh, Herr Kollege Rädler, Sie verstehen von der Geschichte so wenig, dass kein Mensch hier herinnen wiederum versteht, warum genau Sie dauernd dazwischenschreien! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) Schreien Sie daheim in Ihrem Wahlkreis, dort wird es Ihnen vergehen! Dort wird es Ihnen vergehen.
Beifall bei den Grünen.
Sie können sich bestimmt noch erinnern an unsere Informationskampagne in den Regionalmedien. Seien Sie gewiss, dass wir da etwas vorbereiten! Wir können uns erinnern, Herr Kollege Rädler! Abgeordneter Rädler – Ihre Stimme für Vertuschung. – Super, bravo, Nicht genügend, setzen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Cap spricht mit Abg. Königsberger-Ludwig.
Abgeordneter Cap – Ihre Stimme für Vertuschung. – Sitzen bleiben! (Abg. Dr. Cap spricht mit Abg. Königsberger-Ludwig.) – Unbeteiligt weiterschwätzen, aber das ist bei der Schulnote ohnehin schon egal. (Heiterkeit und Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei Grünen und FPÖ.
Abgeordneter Cap – Ihre Stimme für Vertuschung. – Sitzen bleiben! (Abg. Dr. Cap spricht mit Abg. Königsberger-Ludwig.) – Unbeteiligt weiterschwätzen, aber das ist bei der Schulnote ohnehin schon egal. (Heiterkeit und Beifall bei Grünen und FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was Sie hier einzuwenden haben, das wäre einmal interessant. Dieser Antrag ist nämlich lupenrein im Gegensatz zu Ihren dreckigen Geschäften, die Sie bei der Hypo Alpe-Adria mit zu verantworten haben. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist doch völlig klar, das war nicht sauber, und ich stehe zu dem, was ich sage, im Unterschied zu Ihnen. Das war nicht sauber, und deshalb gehört das jetzt aufgeklärt, wenn wir schon nicht mehr alles wegschrubben können.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Jetzt der Reihe nach! – Weisenrat statt Untersuchungsausschuss, auch die beiden Untersuchungsausschüsse in Kärnten wurden vorgebracht, strafrechtliche Verfahren, die es ohnehin gibt, wurden vorgebracht, die wir womöglich nicht behindern sollten. Die Finanzstrafverfahren haben Sie vergessen. Vielleicht haben Sie sie deshalb vergessen, weil da wieder Ihre Haberer involviert sind, die den billigen Schnitt gemacht haben, und es den österreichischen Steuerbehörden immerhin vorbehalten bleibt, nachzuschauen, ob die wenigstens Steuern zahlen für diesen Coup. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber das passt ja zu dieser ganzen Bankraubstory, die hier abgeht.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Podgorschek.
Jetzt zum Wirklichen. – Zwei Kärntner U-Ausschüsse, zwei Mal wurde richtig geprüft, gegen den Widerstand und gegen den Geist vieler, aber natürlich ganz andere Gegenstände. Das ist doch klar, ein Landtags-Untersuchungsausschuss darf nicht all das untersuchen, was wir hier dürfen, und vice versa. Die Zeiträume, die in diesen Untersuchungsausschüssen behandelt wurden, reichten natürlich nicht bis in die Gegenwart. Das kann gar nicht sein, weil die Berichte schon 2007 und 2012 vorgelegt wurden. Wie hätte Herr Holub die Vorgänge von 2013 untersuchen sollen, wenn er 2011/2012 seinen Bericht geschrieben hat? Können Sie uns das einmal erklären? Da können Sie nicht einmal mehr mit Einstein die Kurve kratzen. – Rädler aber kann das. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Podgorschek.)
Abg. Mag. Darmann nickt zustimmend.
Jetzt nicken Sie noch, Kollege Wöginger, Sie können das damit aber nicht verteidigen. Sie können jetzt nur Einsicht üben, und wenn Sie das ernst gemeint haben, nehmen Sie jetzt bitte Folgendes zur Kenntnis: Die Oesterreichische Nationalbank, die FMA, in wessen Auftrag immer, wahrscheinlich wieder des Finanzministeriums, haben sich geweigert, die Akten nach Kärnten zu liefern. Die haben nicht einmal die Akten bekommen! Nicht wahr, Kollege Darmann? Sie sind zwar auf der anderen Seite gesessen in dieser Untersuchung, aber das können Sie bestätigen. (Abg. Mag. Darmann nickt zustimmend.) Das ist die Wahrheit. Unsere Bundesbehörden haben nicht einmal die Akten nach Kärnten geschickt! Das ist doch ein Skandal, was da abgelaufen ist! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Jetzt nicken Sie noch, Kollege Wöginger, Sie können das damit aber nicht verteidigen. Sie können jetzt nur Einsicht üben, und wenn Sie das ernst gemeint haben, nehmen Sie jetzt bitte Folgendes zur Kenntnis: Die Oesterreichische Nationalbank, die FMA, in wessen Auftrag immer, wahrscheinlich wieder des Finanzministeriums, haben sich geweigert, die Akten nach Kärnten zu liefern. Die haben nicht einmal die Akten bekommen! Nicht wahr, Kollege Darmann? Sie sind zwar auf der anderen Seite gesessen in dieser Untersuchung, aber das können Sie bestätigen. (Abg. Mag. Darmann nickt zustimmend.) Das ist die Wahrheit. Unsere Bundesbehörden haben nicht einmal die Akten nach Kärnten geschickt! Das ist doch ein Skandal, was da abgelaufen ist! (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Allein das würde schon einen Untersuchungsausschuss rechtfertigen, dass österreichische Behörden nicht kooperativ sind mit Untersuchungsausschüssen von Landtagen; vielleicht ist es gesetzlich nicht möglich gewesen, vielleicht war es gar nicht so einfach. Aber das ist doch die 1A-, die 100-Prozent-Begründung dafür, dass es einen Untersuchungsausschuss zu Bundesangelegenheiten hier in diesem Nationalrat braucht. Da kann der Kärntner U-Ausschuss nicht aushelfen, er kann keine Ausflucht sein. Wenn Sie die Arbeit von Rolf Holub loben, sei Ihnen das unbenommen, ich schließe mich diesem Lob an. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.
Deshalb werden Sie hier nicht aus der Verantwortung kommen, die Sachen liegen völlig klar auf dem Tisch. Es gibt eigentlich keine Ausflucht mehr, es gibt nur noch den Klubzwang. Geben Sie es doch zu, es gibt nur noch den Klubzwang, der Sie daran hindert, bei der jetzt anschließenden namentlichen Abstimmung so abzustimmen, wie Sie wollen und gerne können würden! Aber wir werden Mittel und Wege finden, Sie weiterhin einzuladen, diesem Weg zu folgen, Sie werden sonst politisch ohnehin nicht überleben. So viel Kraft hat die repräsentative Demokratie gerade schon noch, dass Sie das nicht aushalten werden, wenn Sie gegen den Mehrheitswillen der Bevölkerung weiterhin als Regierungsbüttel die Untersuchung unterdrücken wollen. (Beifall bei Grünen, FPÖ, Team Stronach und NEOS.)
Abg. Wöginger: Genau!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Danke, Herr Präsident! – Sie sahen gerade Kollegen Kogler in seinen Lieblingsrollen: Kläger, Richter und Notengeber in einem. Und das würde er vielleicht gerne weiterführen. (Abg. Wöginger: Genau!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz.
Der erste Grund ist, dass für uns klar ist, (Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz.) Bist du im SPÖ-Klub, oder? – Also nein, nicht, okay. Ich bin im SPÖ-Klub, deswegen kann ich vielleicht ein bisschen vernünftiger darüber Auskunft geben.
Abg. Mag. Darmann: Die gleiche Rede! Fällt dir nichts anderes ein?
Das Erste ist, dass für uns die Schuldfrage, also wer an den Landeshaftungen schuld ist und damit auch an dem Problem, das der Bund geerbt hat, fest steht, auch aufgrund der Untersuchungsausschüsse in Kärnten, das ist nämlich die FPÖ. (Abg. Mag. Darmann: Die gleiche Rede! Fällt dir nichts anderes ein?)
Abg. Mag. Kogler: Sie haben nicht einmal den Antrag gelesen! Das ist unglaublich!
Wir auf Bundesebene könnten diese Frage gar nicht untersuchen, weil es uns hier überhaupt nicht zusteht, die Frage der Landeshaftungen zu untersuchen. – Das ist der erste Grund. (Abg. Mag. Kogler: Sie haben nicht einmal den Antrag gelesen! Das ist unglaublich!)
Abg. Mag. Kogler: Sie richten ein 15-Milliarden-Loch an, und die anderen sind daran schuld!
Schaden für die Verwertbarkeit der Töchter und jedenfalls auch der Bank. Das heißt, der zweite Grund ist, dass die Diskussion, vor allem auch wie sie geführt wird, ein großer Schaden für die Bank wäre, jedenfalls zumindest bis die Töchter in Osteuropa verkauft sind. (Abg. Mag. Kogler: Sie richten ein 15-Milliarden-Loch an, und die anderen sind daran schuld!)
Abg. Mag. Kogler: Der wird genau rechtzeitig fertig werden mit den Zeugenbefragungen!
Der vierte gute Grund, den die Grünen selbst hier eingebracht haben, ist, dass der Rechnungshof das untersucht. Der Rechnungshof hat aufgrund eines Antrags und Verlangens der grünen Fraktion vom 12. Juni 2013, die Notverstaatlichung der Hypo Alpe-Adria zu untersuchen – es ist das gute Recht der Fraktion, das zu machen –, eine Gebarungsüberprüfung in Aussicht gestellt, und diese macht der Rechnungshof gerade. (Abg. Mag. Kogler: Der wird genau rechtzeitig fertig werden mit den Zeugenbefragungen!)
Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ und der Grünen
Aber ich sage Ihnen, wenn Sie es nicht von mir hören wollen, dann kann ich nur Menschen zitieren, die gar nichts mit der SPÖ zu tun haben. Die Kollegin Salomon, also die Journalistin Salomon zum Beispiel (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ und der Grünen) hat in „Zur Sache“ nicht ganz zu Unrecht gesagt, je länger sie dem Kollegen Strache zuhört, umso mehr ist sie auch gegen einen Untersuchungsausschuss, da dieser Stil einfach mehr Schaden anrichtet, als er nützen kann.
Abg. Mag. Kogler: Die kommen alle in den Weisenrat, oder wie?
Ich kann hier zum Beispiel auch Frau Stainer-Hämmerle zitieren, eine Wissenschaftlerin von einer Universität (Abg. Mag. Kogler: Die kommen alle in den Weisenrat, oder wie?), die in einem Interview gesagt hat: „Ob der U-Ausschuss bei dem derzeitigen politischen Diskussionsstil viel nützt, ist fraglich. Der U-Ausschuss würde von allen Parteien als Bühne missbraucht, um die Schuld von sich zu weisen und sich zu profilieren. Darunter leidet die Politik dann generell. Dennoch muss analysiert werden, was da falsch gelaufen ist. Eine internationale und externe Expertengruppe wäre denkbar [], es braucht ein wirklich unabhängiges Gremium anstelle parteipolitischer Schlachten.“
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Es gibt also zumindest fünf gute Gründe, diesen Antrag heute abzulehnen, und deswegen werden wir das als SPÖ auch tun. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen.
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich weiß nicht, wie oft wir hier jetzt noch über den Untersuchungsausschuss diskutieren sollen. (Zwischenrufe bei FPÖ und Grünen.) Frau Kollegin Glawischnig, wir können das noch tausend Mal tun. Vielleicht lassen Sie mich ausreden!
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Frau Kollegin Glawischnig, Sie können sich sicher noch an den letzten Untersuchungsausschuss erinnern, wo beispielsweise Frau Kollegin Hakl – Karin Hakl hat sie geheißen, vielleicht ist sie Ihnen noch bekannt – in einer derartigen Art und Weise kriminalisiert worden ist. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Und wenn Sie sich erinnern, vor ein paar Wochen wurde das Verfahren eingestellt. Sie hat ihre Karriere beendet. Und ich glaube, Sie sind nicht so unschuldig an dieser Sache, weil Sie in einem Untersuchungsausschuss in Form von Kriminalisierung und Menschenhatz hier vorgehen, mit der wir ganz einfach nicht einverstanden sind. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Unglaublich!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Unglaublich!
Frau Kollegin Glawischnig, Sie können sich sicher noch an den letzten Untersuchungsausschuss erinnern, wo beispielsweise Frau Kollegin Hakl – Karin Hakl hat sie geheißen, vielleicht ist sie Ihnen noch bekannt – in einer derartigen Art und Weise kriminalisiert worden ist. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Und wenn Sie sich erinnern, vor ein paar Wochen wurde das Verfahren eingestellt. Sie hat ihre Karriere beendet. Und ich glaube, Sie sind nicht so unschuldig an dieser Sache, weil Sie in einem Untersuchungsausschuss in Form von Kriminalisierung und Menschenhatz hier vorgehen, mit der wir ganz einfach nicht einverstanden sind. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Unglaublich!)
Beifall bei der ÖVP.
Das Zweite ist: Frau Kollegin Moser, die ich in den letzten beiden Tagen leider nicht gesehen habe, hat wirklich immer einen guten Ruf gehabt, was parlamentarische Aufklärung und Arbeit betrifft. Aber was ist im letzten Untersuchungsausschuss passiert? Herr Kollege Pilz lehnt sich natürlich zurück und freut sich über beste Aufklärerarbeit. – Der gute Ruf von Frau Kollegin Moser wurde aufs Spiel gesetzt, nur damit Herr Pilz in showartiger Art und Weise mit der Taschenlampe in seine Hosentaschen leuchten konnte. Jetzt können wir es wieder in allen Zeitungen sehen. Das ist seriöse Aufklärung? – Also ich glaube nicht, dass das der Aufklärung wirklich gedient hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Können Sie vielleicht zum Untersuchungsgegenstand auch einmal was sagen?! Das ist ja unglaublich!
Dritter Punkt – und das konnten wir in der letzten Zeit in den Zeitungen lesen –: Frau Kollegin Glawischnig wird plötzlich als Vorsitzende ins Spiel gebracht. (Abg. Mag. Kogler: Können Sie vielleicht zum Untersuchungsgegenstand auch einmal was sagen?! Das ist ja unglaublich!) Ich werde es schon noch tun, Herr Kollege Kogler! Frau Kollegin Glawischnig wird jetzt als Vorsitzende ins Spiel gebracht oder vielleicht der Herr Kollege Kogler. Und mit welcher Begründung? – Man will Seriosität in diese ganze Sache bringen. Heißt das, Sie waren vorher nicht seriös in der Sache der Untersuchungsausschüsse? Da haben Sie sich selbst entlarvt! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dritter Punkt – und das konnten wir in der letzten Zeit in den Zeitungen lesen –: Frau Kollegin Glawischnig wird plötzlich als Vorsitzende ins Spiel gebracht. (Abg. Mag. Kogler: Können Sie vielleicht zum Untersuchungsgegenstand auch einmal was sagen?! Das ist ja unglaublich!) Ich werde es schon noch tun, Herr Kollege Kogler! Frau Kollegin Glawischnig wird jetzt als Vorsitzende ins Spiel gebracht oder vielleicht der Herr Kollege Kogler. Und mit welcher Begründung? – Man will Seriosität in diese ganze Sache bringen. Heißt das, Sie waren vorher nicht seriös in der Sache der Untersuchungsausschüsse? Da haben Sie sich selbst entlarvt! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Was haben Sie zu verbergen?
Jetzt zur eigentlichen Sache. Warum wollen wir jetzt keinen Untersuchungsausschuss? (Abg. Mag. Kogler: Was haben Sie zu verbergen?) Es wurde von meinem Vorredner gesagt, es wurde heute schon in der vorigen Debatte gesagt: Wir wollen jetzt an einer Lösung arbeiten, Herr Kollege Kogler. (Abg. Mag. Kogler: Sie haben vier Jahre keine Lösung zustande gebracht! Seien Sie doch nicht naiv!) Herr Kollege Kogler, ich habe heute von keinem einzigen Oppositionsredner gehört, dass es gut ist, dass der Herr Finanzminister schon zwei Mal die Finanzsprecher aller Fraktionen zu sich geholt und ein Gespräch mit ihnen geführt hat. (Abg. Mag. Kogler: Das ist auch keine Lösung!) Nein, aber man muss an einer Lösung arbeiten. Und dabei ist ein Schulterschluss gefragt. (Abg. Mag. Kogler: Das ist unglaublich, 15 Jahre ÖVP-Finanzminister!) Und der Herr Finanzminister muss wahrscheinlich jetzt nicht nur die Krot fressen, sondern
Abg. Mag. Kogler: Sie haben vier Jahre keine Lösung zustande gebracht! Seien Sie doch nicht naiv!
Jetzt zur eigentlichen Sache. Warum wollen wir jetzt keinen Untersuchungsausschuss? (Abg. Mag. Kogler: Was haben Sie zu verbergen?) Es wurde von meinem Vorredner gesagt, es wurde heute schon in der vorigen Debatte gesagt: Wir wollen jetzt an einer Lösung arbeiten, Herr Kollege Kogler. (Abg. Mag. Kogler: Sie haben vier Jahre keine Lösung zustande gebracht! Seien Sie doch nicht naiv!) Herr Kollege Kogler, ich habe heute von keinem einzigen Oppositionsredner gehört, dass es gut ist, dass der Herr Finanzminister schon zwei Mal die Finanzsprecher aller Fraktionen zu sich geholt und ein Gespräch mit ihnen geführt hat. (Abg. Mag. Kogler: Das ist auch keine Lösung!) Nein, aber man muss an einer Lösung arbeiten. Und dabei ist ein Schulterschluss gefragt. (Abg. Mag. Kogler: Das ist unglaublich, 15 Jahre ÖVP-Finanzminister!) Und der Herr Finanzminister muss wahrscheinlich jetzt nicht nur die Krot fressen, sondern
Abg. Mag. Kogler: Das ist auch keine Lösung!
Jetzt zur eigentlichen Sache. Warum wollen wir jetzt keinen Untersuchungsausschuss? (Abg. Mag. Kogler: Was haben Sie zu verbergen?) Es wurde von meinem Vorredner gesagt, es wurde heute schon in der vorigen Debatte gesagt: Wir wollen jetzt an einer Lösung arbeiten, Herr Kollege Kogler. (Abg. Mag. Kogler: Sie haben vier Jahre keine Lösung zustande gebracht! Seien Sie doch nicht naiv!) Herr Kollege Kogler, ich habe heute von keinem einzigen Oppositionsredner gehört, dass es gut ist, dass der Herr Finanzminister schon zwei Mal die Finanzsprecher aller Fraktionen zu sich geholt und ein Gespräch mit ihnen geführt hat. (Abg. Mag. Kogler: Das ist auch keine Lösung!) Nein, aber man muss an einer Lösung arbeiten. Und dabei ist ein Schulterschluss gefragt. (Abg. Mag. Kogler: Das ist unglaublich, 15 Jahre ÖVP-Finanzminister!) Und der Herr Finanzminister muss wahrscheinlich jetzt nicht nur die Krot fressen, sondern
Abg. Mag. Kogler: Das ist unglaublich, 15 Jahre ÖVP-Finanzminister!
Jetzt zur eigentlichen Sache. Warum wollen wir jetzt keinen Untersuchungsausschuss? (Abg. Mag. Kogler: Was haben Sie zu verbergen?) Es wurde von meinem Vorredner gesagt, es wurde heute schon in der vorigen Debatte gesagt: Wir wollen jetzt an einer Lösung arbeiten, Herr Kollege Kogler. (Abg. Mag. Kogler: Sie haben vier Jahre keine Lösung zustande gebracht! Seien Sie doch nicht naiv!) Herr Kollege Kogler, ich habe heute von keinem einzigen Oppositionsredner gehört, dass es gut ist, dass der Herr Finanzminister schon zwei Mal die Finanzsprecher aller Fraktionen zu sich geholt und ein Gespräch mit ihnen geführt hat. (Abg. Mag. Kogler: Das ist auch keine Lösung!) Nein, aber man muss an einer Lösung arbeiten. Und dabei ist ein Schulterschluss gefragt. (Abg. Mag. Kogler: Das ist unglaublich, 15 Jahre ÖVP-Finanzminister!) Und der Herr Finanzminister muss wahrscheinlich jetzt nicht nur die Krot fressen, sondern
Abg. Mag. Kogler: Wer sagt denn das?
Aber jetzt müssen wir bitte eine Lösung finden, Herr Kollege Kogler. Wir können nicht populistisch und kriminalisierend einen Untersuchungsausschuss führen. Und es wundert mich, dass gerade Sie, Herr Kogler, den ich immer als sachlichen Politiker sehr schätze, der sich in vielen Bereichen von anderen Oppositionsparteien immer abgehoben hat, jetzt nicht an einer Lösung, an einer raschen Lösung interessiert sind, dass Sie jetzt nicht sagen, versuchen wir es mit einer Gläubigerbeteiligung, auch mit einer Beteiligung Kärntens. (Abg. Mag. Kogler: Wer sagt denn das?) Denn ich meine, ganz abputzen wird man sich da nicht können. Ja, aber bitte dann kümmern wir uns doch einmal um die Lösung! Schauen wir, dass wir eine rasche Lösung zustande bringen, eine, die für den Steuerzahler äußerst schonend ist. Ich glaube, daran sind wir alle interessiert.
Abg. Mag. Kogler: Ich habe es Ihnen gerade erklärt!
Überlegen wir uns, wie ein Weisenrat gestaltet sein könnte! Sie haben das heute so heruntergespielt: ein Weisenrat, den die Regierung einsetzt. Auch in Irland wurden seinerzeit bei der Bankenpleite externe Experten eingeschaltet. Ich kann Ihnen nur sagen: Wenn wir internationale Experten hereinholen, die einen anderen Blick auf diese ganze Sache haben, die weder populistisch noch kriminalisierend noch mit einem Tribunal in dieser ganzen Sache agieren, dann wird das vielleicht jetzt parallel – das kann man nämlich durchaus parallel machen – zu einer guten Lösung führen. (Abg. Mag. Kogler: Ich habe es Ihnen gerade erklärt!)
Abg. Mag. Kogler: Das stimmt überhaupt nicht! Das ist ein Unsinn! Das ist eine Sauerei!
Ganz ehrlich: Wenn die Gerichte jetzt mit hundert Verfahren in der ganzen Causa Hypo zu tun haben, dann brauchen wir derzeit bei Gott keinen Untersuchungsausschuss. Herr Kollege Kogler, da kann ich auch Sie zitieren, Sie haben jetzt einmal in der „ZiB 2“ gesagt, ein Untersuchungsausschuss hat jetzt keinen Sinn. (Abg. Mag. Kogler: Das stimmt überhaupt nicht! Das ist ein Unsinn! Das ist eine Sauerei!) – Das haben Sie gesagt! – Ich frage mich dann aber nur, warum Sie sich heute dafür hergeben. (Beifall bei der ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Ganz ehrlich: Wenn die Gerichte jetzt mit hundert Verfahren in der ganzen Causa Hypo zu tun haben, dann brauchen wir derzeit bei Gott keinen Untersuchungsausschuss. Herr Kollege Kogler, da kann ich auch Sie zitieren, Sie haben jetzt einmal in der „ZiB 2“ gesagt, ein Untersuchungsausschuss hat jetzt keinen Sinn. (Abg. Mag. Kogler: Das stimmt überhaupt nicht! Das ist ein Unsinn! Das ist eine Sauerei!) – Das haben Sie gesagt! – Ich frage mich dann aber nur, warum Sie sich heute dafür hergeben. (Beifall bei der ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Die ÖVP ist in ihrer Hilflosigkeit das Letzte! – Ruf: Kogler, Alkohol ist auch keine Lösung! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Podgorschek. – Bitte. (Abg. Mag. Kogler: Die ÖVP ist in ihrer Hilflosigkeit das Letzte! – Ruf: Kogler, Alkohol ist auch keine Lösung! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei FPÖ und Grünen.
Der Zwischenruf „Alkohol ist auch keine Lösung!“ erfordert (in Richtung der ÖVP-Bankreihen) einen Ordnungsruf. (Beifall bei FPÖ und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
so unterschiedliche Oppositionsparteien erkennen, dass wir Abgeordnete nicht nur das Recht, sondern geradezu die Pflicht haben, Missstände aufzuklären. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Mag. Kogler: Richtig!
Nein, wir wollen, dass in dieser Sache alles aufgeklärt wird, und zwar schon ab dem Jahre 2000; das ist überhaupt keine Frage. (Abg. Mag. Kogler: Richtig!) Ihre Vorwürfe in Richtung FPÖ gehen völlig ins Leere, denn wir Freiheitlichen wollen, dass diese Causa aufgeklärt wird.
Beifall bei der FPÖ.
Auch gegen die Einrichtung eines sogenannten Weisenrates in dieser Sache ist nichts einzuwenden, wenn ein solcher beispielsweise auch im Rahmen eines Untersuchungsausschusses Auskünfte erteilt. Ja, Frau Kollegin Tamandl, ich gebe Ihnen recht: Wir brauchen da eine rasche Lösung, aber eine rasche Lösung geht nur dann, wenn alles offen auf dem Tisch liegt – und nicht so wie bei diesem Untersuchungsausschuss im Kärntner Landtag, wo alle Akten, die von Bundesseite gekommen sind, geschwärzt waren. So hat ein Untersuchungsausschuss keinen Sinn! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Für die ÖVP muss man erklären, wo Bayern überhaupt liegt! – Gegenrufe bei der ÖVP.
Das alles sind Fragen, die natürlich zu stellen sind. (Abg. Dr. Walter Rosenkranz: Für die ÖVP muss man erklären, wo Bayern überhaupt liegt! – Gegenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Auch die ÖVP war also durchaus daran interessiert, dass dieser Expansionskurs der Hypo in Richtung Südosten weiter vorangetrieben wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Tamandl: Das habe ich überhaupt nicht gesagt!
Wir haben ja bis jetzt immer gehört, die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses kommt auf keinen Fall infrage. Die Frau Tamandl ist schon etwas abgerückt von dieser Position und hat etwas gesagt, worauf wir aufbauen können: sie findet das nämlich grundsätzlich nicht schlecht, aber sie vermisst den guten Stil. (Abg. Tamandl: Das habe ich überhaupt nicht gesagt!) Das heißt, sie hat gesagt, wenn der Untersuchungsausschuss nicht dementsprechend stilvoll abgehandelt wird, dann könnte das so sein wie beim letzten Mal, und davor hat sie Angst. Das hat sie gesagt.
Ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Kogler.
Glauben Sie nicht auch, dass es genug politische Verantwortung in dieser Sache gibt, wenn sogar der Herr Nowotny sagt, dass bei der Notverstaatlichung einiges schiefgelaufen ist? Fast alle Experten sagen das. Alle Experten sagen, da ist etwas schiefgelaufen. Na wollen wir nicht herausfinden, wie es tatsächlich war: Ist es dem Herrn Pröll aus Zeitmangel, aus welchem Grund auch immer, aufgrund von Druck oder auch aus gesundheitlichen Gründen einfach passiert? (Ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Kogler.) Wer weiß das? Oder gibt es im Hintergrund Raiffeisen, die Landes-Hypos oder auch die Bayern, die hier die Fäden gezogen haben? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Glauben Sie nicht auch, dass es genug politische Verantwortung in dieser Sache gibt, wenn sogar der Herr Nowotny sagt, dass bei der Notverstaatlichung einiges schiefgelaufen ist? Fast alle Experten sagen das. Alle Experten sagen, da ist etwas schiefgelaufen. Na wollen wir nicht herausfinden, wie es tatsächlich war: Ist es dem Herrn Pröll aus Zeitmangel, aus welchem Grund auch immer, aufgrund von Druck oder auch aus gesundheitlichen Gründen einfach passiert? (Ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Kogler.) Wer weiß das? Oder gibt es im Hintergrund Raiffeisen, die Landes-Hypos oder auch die Bayern, die hier die Fäden gezogen haben? (Beifall beim Team Stronach.)
Ruf bei den Grünen: Wo „da draußen“?
Vielleicht hat auch der Erwin Pröll da mitgeredet? Wir wissen es nicht! Aber sind wir es nicht den Menschen da draußen (Ruf bei den Grünen: Wo „da draußen“?) schuldig, genau hier Licht in die Sache zu bringen? Glauben Sie nicht, dass es den Menschen da draußen wichtig ist, zu erfahren, wer denn tatsächlich in diesem Land regiert?
Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Dr. Pirklhuber und Dr. Strolz.
Vielleicht ist es so, wie der Herr Leitl es behauptet hat: dass nicht der Herr Spindelegger regiert, sondern seine Beamten! Und sollen es die Leute da draußen nicht auch wissen, wer tatsächlich regiert? Und wenn tatsächlich Erwin Pröll regiert, dann wollen wir das wissen. Oder wenn Raiffeisen hier mitgemischt hat oder die Bayern oder wer auch immer, ich weiß es nicht, dann wollen wir das erfahren. Aber dafür brauchen wir einen Untersuchungsausschuss! (Beifall beim Team Stronach sowie der Abgeordneten Dr. Pirklhuber und Dr. Strolz.)
Abg. Rädler: Namen!
Wenn Sie hier weiter zudecken, dann kann ich Ihnen eines versprechen: dass Sie bis zum Sommer sturmreif sein werden, denn Sie halten es ja selbst intern nicht aus. Es kommen ja täglich Meldungen aus Ihren eigenen Reihen, wo es heißt: Um Gottes willen, machen wir doch einen Untersuchungsausschuss!, weil es vernünftig ist. (Abg. Rädler: Namen!) Es ist vernünftig. Es ist für Sie vernünftig, es ist für die Opposition vernünftig, und vor allem ist es für die Menschen da draußen vernünftig, die ja verunsichert sind, nachdem Sie ihnen gestern die Steuern erhöht haben.
Beifall bei Team Stronach, Grünen und NEOS. – Abg. Mag. Kogler: Jawohl! Bravo!
Es gibt ja viele, viele Dinge, die wir in den nächsten Jahren noch angehen müssen, und deshalb ist es besser, dass wir das Thema Hypo ein für alle Mal transparent machen und abschließen – dann können wir zur Tagesordnung übergehen! – Vielen Dank. (Beifall bei Team Stronach, Grünen und NEOS. – Abg. Mag. Kogler: Jawohl! Bravo!)
Abg. Mag. Schieder: Aber auch nicht etwas Besonderes! Das macht die Regierung dauernd!
Wir haben hier einen nicht alltäglichen Antrag vor uns liegen, nämlich einen Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses von vier Fraktionen. Alle vier Fraktionen der Opposition haben diesen Antrag gemeinsam ausgearbeitet und haben ihn gemeinsam im Plenum eingebracht. Das ist nichts Alltägliches. (Abg. Mag. Schieder: Aber auch nicht etwas Besonderes! Das macht die Regierung dauernd!) Ich bin noch nicht allzu lange im Parlament, aber ich habe mir sagen lassen, dass das in der Geschichte des Parlaments nicht allzu oft vorgekommen ist. Aber es ist ganz sicher überhaupt noch nicht vorgekommen in einer so wichtigen und zentralen Frage wie der Hypo Alpe-Adria.
Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach. – Bravoruf des Abg. Mag. Kogler.
Ich möchte mich daher auch ausdrücklich bei den Kollegen vom Team Stronach, bei den Grünen und bei der FPÖ bedanken, dass wir diese gemeinsame Aktion geschafft haben, diesen Antrag gemeinsam erarbeitet haben und ihn gemeinsam hier stellen. Vielen Dank dafür! (Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach. – Bravoruf des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Mag. Kogler: Ausgerechnet! Ja!
Ein Wort noch zum Weisenrat: Das war, soweit ich es richtig mitverfolgt habe, ursprünglich nicht eine Idee der Regierung, sondern eine Idee des Herrn Nowotny, des Gouverneurs der Notenbank. (Abg. Mag. Kogler: Ausgerechnet! Ja!) Schon mysteriös, dass der Gouverneur der Notenbank dem Parlament ausrichtet, dass es keinen Untersuchungsausschuss braucht, sondern einen Weisenrat. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Der kennt sich nicht einmal mit den Währungsreserven aus!) Daher möchte ich dem Herrn Gouverneur Nowotny ausrichten, dass er sich besser um die Notenbank kümmern soll, dass er sich lieber um seine Aufgabe der Hypo-Taskforce kümmern soll, als über die Medien dem Parlament auszurichten, welche Aufgaben es zu übernehmen hat. Das ist unsere Aufgabe! (Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Der kennt sich nicht einmal mit den Währungsreserven aus!
Ein Wort noch zum Weisenrat: Das war, soweit ich es richtig mitverfolgt habe, ursprünglich nicht eine Idee der Regierung, sondern eine Idee des Herrn Nowotny, des Gouverneurs der Notenbank. (Abg. Mag. Kogler: Ausgerechnet! Ja!) Schon mysteriös, dass der Gouverneur der Notenbank dem Parlament ausrichtet, dass es keinen Untersuchungsausschuss braucht, sondern einen Weisenrat. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Der kennt sich nicht einmal mit den Währungsreserven aus!) Daher möchte ich dem Herrn Gouverneur Nowotny ausrichten, dass er sich besser um die Notenbank kümmern soll, dass er sich lieber um seine Aufgabe der Hypo-Taskforce kümmern soll, als über die Medien dem Parlament auszurichten, welche Aufgaben es zu übernehmen hat. Das ist unsere Aufgabe! (Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Ein Wort noch zum Weisenrat: Das war, soweit ich es richtig mitverfolgt habe, ursprünglich nicht eine Idee der Regierung, sondern eine Idee des Herrn Nowotny, des Gouverneurs der Notenbank. (Abg. Mag. Kogler: Ausgerechnet! Ja!) Schon mysteriös, dass der Gouverneur der Notenbank dem Parlament ausrichtet, dass es keinen Untersuchungsausschuss braucht, sondern einen Weisenrat. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Der kennt sich nicht einmal mit den Währungsreserven aus!) Daher möchte ich dem Herrn Gouverneur Nowotny ausrichten, dass er sich besser um die Notenbank kümmern soll, dass er sich lieber um seine Aufgabe der Hypo-Taskforce kümmern soll, als über die Medien dem Parlament auszurichten, welche Aufgaben es zu übernehmen hat. Das ist unsere Aufgabe! (Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Abg. Mag. Kogler: Genau!
Daher richte ich, liebe Kolleginnen und Kollegen von SPÖ und ÖVP, einen Appell an Sie – und ich sage dabei bewusst nicht „Abgeordnete der Regierungsparteien“. Denn ich sage Ihnen eines: Die Unwörter in diesem Haus, die für mich persönlich größten Unwörter in diesem Haus sind „Abgeordnete der Opposition“ und „Abgeordnete der Regierung“. (Abg. Mag. Kogler: Genau!) Nach unserer Bundesverfassungsurkunde sind wir Abgeordnete des Nationalrates. (Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach. – Abg. Mag. Kogler: Jawohl! – Abg. Mag. Schieder: Ja und?! Da haben Sie lange gebraucht, bis Sie zu dieser Erkenntnis gelangt sind!)
Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach. – Abg. Mag. Kogler: Jawohl! – Abg. Mag. Schieder: Ja und?! Da haben Sie lange gebraucht, bis Sie zu dieser Erkenntnis gelangt sind!
Daher richte ich, liebe Kolleginnen und Kollegen von SPÖ und ÖVP, einen Appell an Sie – und ich sage dabei bewusst nicht „Abgeordnete der Regierungsparteien“. Denn ich sage Ihnen eines: Die Unwörter in diesem Haus, die für mich persönlich größten Unwörter in diesem Haus sind „Abgeordnete der Opposition“ und „Abgeordnete der Regierung“. (Abg. Mag. Kogler: Genau!) Nach unserer Bundesverfassungsurkunde sind wir Abgeordnete des Nationalrates. (Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach. – Abg. Mag. Kogler: Jawohl! – Abg. Mag. Schieder: Ja und?! Da haben Sie lange gebraucht, bis Sie zu dieser Erkenntnis gelangt sind!)
Präsident Ing. Hofer gibt das Glockenzeichen
Ich fordere Sie auf (Präsident Ing. Hofer gibt das Glockenzeichen) – damit bin ich schon am Ende meiner Rede, Herr Präsident – und lade Sie ein, liebe Kolleginnen und Kollegen von SPÖ und ÖVP: Tragen Sie diesen unseren Antrag mit! Unterstützen Sie heute diesen Untersuchungsausschuss! Sie werden ihn sowieso nicht vermeiden können. – Danke schön. (Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.
Ich fordere Sie auf (Präsident Ing. Hofer gibt das Glockenzeichen) – damit bin ich schon am Ende meiner Rede, Herr Präsident – und lade Sie ein, liebe Kolleginnen und Kollegen von SPÖ und ÖVP: Tragen Sie diesen unseren Antrag mit! Unterstützen Sie heute diesen Untersuchungsausschuss! Sie werden ihn sowieso nicht vermeiden können. – Danke schön. (Beifall bei NEOS, FPÖ, Grünen und Team Stronach.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lueger und den Schriftführer Gahr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lueger und den Schriftführer Gahr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.)