Eckdaten:
Für die 48. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 323 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Ewald Sacher
Petition betreffend „2. Novelle des Regionalen Raumordnungsprogramms NÖ-Mitte“ (Ordnungsnummer 42) (überreicht vom Abgeordneten Ewald Sacher)
Abg. Scheibner: Ist von der Regierung überhaupt noch wer da?
Der Vizekanzler und Bundesminister für Finanzen Dipl.-Ing. Josef Pröll wird durch die Bundesministerin für Inneres Dr. Maria Fekter, der Bundesminister für Wissenschaft und Forschung Dr. Johannes Hahn wird durch den Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend Dr. Reinhold Mitterlehner und der Bundesminister für Landesverteidigung und Sport Mag. Norbert Darabos wird ab 17 Uhr durch den Bundesminister für Gesundheit Alois Stöger vertreten. (Abg. Scheibner: Ist von der Regierung überhaupt noch wer da?)
Ruf: Na endlich!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Vor Eingang in die Tagesordnung teile ich weiters mit, dass die Abgeordneten Pendl und Amon beantragt haben, dem Untersuchungsausschuss zur Untersuchung von Abhör- und Beeinflussungsmaßnahmen im Bereich des Parlaments zur Berichterstattung eine Frist bis 10. Dezember 2009 zu setzen. (Ruf: Na endlich!)
Allgemeiner Beifall.
Aber bevor ich zur Sache selbst komme, möchte ich mich einmal bei den stillen Helden des Untersuchungsausschusses bedanken. Das sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stenographischen Dienstes des Parlaments, meine Damen und Herren! (Allgemeiner Beifall.) Ohne deren Tätigkeit wäre die Ausschussarbeit überhaupt zum Scheitern verurteilt, wie ich meine. Ein ganz großes, dickes, ehrliches Lob den Parlamentsstenographen! Sie sorgen dafür, meine Damen und Herren, dass sich die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes nicht beschwindeln lassen müssen, insbesondere von den Klubobleuten Kopf und Cap! Dank der minutiös und präzise geführten Protokolle des Stenographendienstes können alle Bürgerinnen und Bürger anhand der Protokolle im Internet nachvollziehen, wer Ihnen hier reinen Wein einschenkt und worum es geht, meine Damen und Herren!
Beifall beim BZÖ.
Zwischenzeitlich stellte sich heraus, dass schwergewichtig die ÖVP Butter am Kopf hat und nicht unerheblich die SPÖ Butter am Kopf hat und dass es hier zu einer „Vertuscher-Koalition“ kommt, meine Damen und Herren, die sich locker zu einem „Silvio-Berlusconi-Fanclub“ konstituieren könnte. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei BZÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Sie sind die Befürworter eines bloßen „Fassaden-Parlamentarismus“, der dazu da ist, der Regierung zu akklamieren, eines „Akklamations-Parlamentarismus“. Aber ein selbständiges Parlament, in dem aufgeklärt wird, was Rote und Schwarze verbrochen haben, das wünschen Sie nicht! Das verhindern Sie, das lehnen Sie ab! (Beifall bei BZÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Hörl: Das ist so! Das ist richtig!
Dabei hat es ja noch ganz gut angefangen. Josef Pröll erklärte am 13. Juli 2009 die Haltung seiner Partei, wonach es hieß: Pröll sieht die ÖVP als „Speerspitze der Aufklärung“. Ich betone: als „Speerspitze der Aufklärung“! (Abg. Hörl: Das ist so! Das ist richtig!) „Vorwürfe“ werden „auf Punkt und Beistrich aufgeklärt“. – Josef Pröll, 13. Juli 2009.
Abg. Gahr: Das stimmt nicht!
Heute bringt Josef Pröll zum Ausdruck in der Badehose, am Sandstrand von Mauritius liegend, es interessiert ihn das Parlament gar nicht. Er kommt heute gar nicht, er schickt uns stattdessen Frau Dr. Fekter. Es ist ihm vollkommen wurscht, was Herr Pilz sagt, und es ist ihm vollkommen wurscht, was der Untersuchungsausschuss sagt. (Abg. Gahr: Das stimmt nicht!) Er sagt auf die Frage des „Standard“: Warum sollen Minister dort aussagen? Folgendes: „Das ist ja keine Gremium der Politjustiz, sondern es soll Aufklärung bringen. Aber Aufklärung dort, wo Verdächtigungen da sind.“ – Ende des Zitats.
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Das Herzstück, meine Damen und Herren, hört sich sofort auf, wenn die Opposition sagt: Jawohl, wir reden über EU-Politik, wenn ihr die Kontrolle zulasst, wie diesem Haus der Kontrollauftrag zukommt! – Dann hört sich sofort die EU-Politik als Herzstück auf. Dann lautet das Herzstück der Politik der Österreichischen Volkspartei: vertuschen, verhindern, abdrehen! Das ist das neue Herzstück der Österreichischen Volkspartei! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Rufe bei der FPÖ: Aha!
Zwei Tage später ist Alijew Ex-Botschafter und die Firma „Red Carpet“ hat einen „Batzen“-Werbeauftrag. Wer ist „Red Carpet“? Das ist eine Firma, in der ein gewisser Mag. Stefan Krenn, der früher im Kabinett des Sportstaatssekretärs Lopatka tätig war, gemeinsam mit der jetzigen Lebensgefährtin des Ex-Innenministers Strasser arbeitet. „Red Carpet“ erhält also einen lukrativen Zahlungsauftrag. Auch der frühere Staatssekretär Finz ist in dieser Firma tätig. (Rufe bei der FPÖ: Aha!) Und, meine Damen und Herren, auch der frühere Generaldirektor der Oesterreichischen Nationalbank – und jetzt wende ich mich an die Sozialdemokratie – Wala ist in dieser Firma tätig. (Oh-Rufe beim BZÖ.)
Oh-Rufe beim BZÖ.
Zwei Tage später ist Alijew Ex-Botschafter und die Firma „Red Carpet“ hat einen „Batzen“-Werbeauftrag. Wer ist „Red Carpet“? Das ist eine Firma, in der ein gewisser Mag. Stefan Krenn, der früher im Kabinett des Sportstaatssekretärs Lopatka tätig war, gemeinsam mit der jetzigen Lebensgefährtin des Ex-Innenministers Strasser arbeitet. „Red Carpet“ erhält also einen lukrativen Zahlungsauftrag. Auch der frühere Staatssekretär Finz ist in dieser Firma tätig. (Rufe bei der FPÖ: Aha!) Und, meine Damen und Herren, auch der frühere Generaldirektor der Oesterreichischen Nationalbank – und jetzt wende ich mich an die Sozialdemokratie – Wala ist in dieser Firma tätig. (Oh-Rufe beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Fakt bleibt jedenfalls ... (Zwischenruf des Abg. Amon.) – Ich glaube schon, dass Sie sich aufregen, aber es wird Ihnen nicht erspart bleiben. Wir werden öffentlich darüber diskutieren, nur keine Sorge! Das bleibt Ihnen alles nicht erspart, Fristsetzungsantrag hin oder her. Sie kommen schon vor den Vorhang der Öffentlichkeit. Verlassen Sie sich darauf! Dafür sorgt eine Opposition, die sich nicht am Nasenring durch das Parlament herumführen lässt, wie Sie das mit Ihrem Regierungspartner SPÖ machen können. (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Fakt bleibt jedenfalls ... (Zwischenruf des Abg. Amon.) – Ich glaube schon, dass Sie sich aufregen, aber es wird Ihnen nicht erspart bleiben. Wir werden öffentlich darüber diskutieren, nur keine Sorge! Das bleibt Ihnen alles nicht erspart, Fristsetzungsantrag hin oder her. Sie kommen schon vor den Vorhang der Öffentlichkeit. Verlassen Sie sich darauf! Dafür sorgt eine Opposition, die sich nicht am Nasenring durch das Parlament herumführen lässt, wie Sie das mit Ihrem Regierungspartner SPÖ machen können. (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Abg. Mag. Kogler: In Horn!
„Red Carpet“ bekommt also einen Werbeauftrag. Wenige Tage später bekommt der Herr Alijew bei der Bezirkshauptmannschaft Horn eine Daueraufenthaltsbewilligung. (Abg. Mag. Kogler: In Horn!) – Horn im Waldviertel! Das ist natürlich eine politisch völlig „neutrale“ Gegend, ist ja eh klar.
Abg. Hornek: Das ist unrichtig!
„Der vielleicht brisanteste Punkt betrifft die Umstände, unter denen Rakhat Alijew im September 2007 plötzlich eine Aufenthaltsbewilligung in Horn im Waldviertel erhielt, nachdem er zweimal beim Wiener Magistrat gescheitert war. Alijew stellte den Antrag am 3. September jenes Jahres und erhielt nur zwei Tage später “ (Abg. Hornek: Das ist unrichtig!) – Das ist unrichtig? Ein Waldviertler Zeuge? (Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ.) Bitte, Herr Kollege Hornek! Ein Waldviertler Zeuge kennt den Akt, meine Damen und Herren! Er ist aber nicht in der BH tätig, der Herr Bürgermeister. Er kennt den Akt, sagt: unrichtig! Bitte, du hast jetzt die Möglichkeit, das richtigzustellen!
Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ.
„Der vielleicht brisanteste Punkt betrifft die Umstände, unter denen Rakhat Alijew im September 2007 plötzlich eine Aufenthaltsbewilligung in Horn im Waldviertel erhielt, nachdem er zweimal beim Wiener Magistrat gescheitert war. Alijew stellte den Antrag am 3. September jenes Jahres und erhielt nur zwei Tage später “ (Abg. Hornek: Das ist unrichtig!) – Das ist unrichtig? Ein Waldviertler Zeuge? (Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ.) Bitte, Herr Kollege Hornek! Ein Waldviertler Zeuge kennt den Akt, meine Damen und Herren! Er ist aber nicht in der BH tätig, der Herr Bürgermeister. Er kennt den Akt, sagt: unrichtig! Bitte, du hast jetzt die Möglichkeit, das richtigzustellen!
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hornek.
Nicht maulen, jetzt schön richtigstellen! Du hast gesagt, das ist unrichtig. Also was stimmt hier? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hornek.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Tatsache ist, meine Damen und Herren, dass die ÖVP bis hinunter in die Bürgermeisterebene genau Bescheid weiß. So spielt es sich ab! Das haben wir jetzt gehört. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Wie heißt der Landeshauptmann?
Ich zitiere weiter: ...Alijew „erhielt nur zwei Tage später einen positiven Bescheid. Die Anwälte der Alijew-Opfer halten eine politische Protektion Alijews für möglich. ‚Die überaus rasche Bearbeitung des Antrags gibt Anlass zu prüfen, ob auch der Landeshauptmann von Niederösterreich in die Vorgänge involviert war‘, heißt es in der Begründung der Strafanzeige, die die Anwälte am Mittwoch gegen die Bezirkshauptmannschaft Horn einbrachten.“ (Abg. Dr. Graf: Wie heißt der Landeshauptmann?)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Solange Sie den Herrn Innenminister und Herrn Grünner nicht in den Ausschuss laden und unter Wahrheitspflicht befragen lassen, glaube ich zunächst einmal das, was „Der Standard“ schreibt, meine Damen und Herren, und nicht das, was die Österreichische Volkspartei hier an Märchen verbreitet! (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Abg. Bucher: Schon wieder?!
Es gibt ja einen zweiten Teil auch noch, meine Damen und Herren, und der betrifft ÖVP-Interessen beim Kauf der Nurbank, wo Raiffeisen seine Finger im Spiel hat, oder etwa ... (Abg. Bucher: Schon wieder?!) – Natürlich! Raiffeisen hat an allen Banken Interesse (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und ÖVP), Hauptsache, die ÖVP richtet es für den Raiffeisen-Sektor.
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und ÖVP
Es gibt ja einen zweiten Teil auch noch, meine Damen und Herren, und der betrifft ÖVP-Interessen beim Kauf der Nurbank, wo Raiffeisen seine Finger im Spiel hat, oder etwa ... (Abg. Bucher: Schon wieder?!) – Natürlich! Raiffeisen hat an allen Banken Interesse (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und ÖVP), Hauptsache, die ÖVP richtet es für den Raiffeisen-Sektor.
Abg. Amon: Der hat aber mit uns nichts zu tun!
Aber es gibt noch einen anderen interessanten Aspekt, meine Damen und Herren – siehe Frage 11 unserer Dringlichen Anfrage heute!; Sie können sie gleich mitbeantworten –: Es gibt eine Zahlung von 500 000 €, und zwar vom ehemaligen kasachischen Botschafter Alijew, auf das Konto des First Vienna Football Club. Und der dortige Ehrenpräsident ist genau der besagte Herr Wala, der schon bei „Red Carpet“ drinnen ist, meine Damen und Herren! (Abg. Amon: Der hat aber mit uns nichts zu tun!) – Nein, der hat mit euch nichts zu tun, natürlich nicht! Überhaupt nicht!
Abg. Ing. Westenthaler: Die sind gar nicht in der Regierung!
„Red Carpet“ hat mit der ÖVP nichts zu tun, die ÖVP hat mit der ÖVP nichts zu tun, wenn es um Skandale geht, meine Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler: Die sind gar nicht in der Regierung!) – Die sind gar nicht da, die gibt es gar nicht! In dem Moment, in dem man Ihnen Ihre Skandale öffentlich vorrechnet, sagt der Kollege Amon: Hat mit uns nichts zu tun, daher haben wir keine Verantwortlichkeit!
Zwischenruf des Abg. Hörl
Botschafter Alijew hat sich entschlossen, zu den Vorgängen Stellung zu beziehen, und da sagt Botschafter Alijew – ich zitiere –, „Freund Adolf Wala habe ihm einen Medienberater vermittelt“ – das ist besagte „Red Carpet“ –, „der den Kontakt zum Kabinett vom Innenminister Günther Platter, Christian Switak“ – mittlerweile Landesrat in Tirol (Zwischenruf des Abg. Hörl) –, „herstellen wird“. (Ruf beim BZÖ: Auch mit der ÖVP ...!) Hat auch nichts mit der ÖVP zu tun!
Ruf beim BZÖ: Auch mit der ÖVP ...!
Botschafter Alijew hat sich entschlossen, zu den Vorgängen Stellung zu beziehen, und da sagt Botschafter Alijew – ich zitiere –, „Freund Adolf Wala habe ihm einen Medienberater vermittelt“ – das ist besagte „Red Carpet“ –, „der den Kontakt zum Kabinett vom Innenminister Günther Platter, Christian Switak“ – mittlerweile Landesrat in Tirol (Zwischenruf des Abg. Hörl) –, „herstellen wird“. (Ruf beim BZÖ: Auch mit der ÖVP ...!) Hat auch nichts mit der ÖVP zu tun!
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Switak, ÖVP-Landesrat in Tirol, hat nichts mit der ÖVP zu tun. Platter, ÖVP-Innenminister, hat nichts mit der ÖVP zu tun. Ernst Strasser, der Drahtzieher im Hintergrund, Ex-Innenminister der ÖVP, hat nichts mit der ÖVP zu tun, meine Damen und Herren! – Das ist die Art und Weise, meine Damen und Herren, wie man versucht, Kontrolle zu vereiteln: In dem Moment, wo es um die Schwarzen geht, wird Kontrolle geleugnet, wird Kontrolle abgestellt und Verantwortung weggeschoben! (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Oh-Rufe beim BZÖ.
Das war jetzt der schwarze Teil der ganzen Malaise; nun kommen wir zum roten Teil, denn es gibt auch eine rote Schiene, und die ist gleichfalls interessant. – Da gibt es dann, nachdem Herr Alijew als Botschafter abserviert ist, drei Entführungsversuche: am 17. Juli 2008, am 26. August 2008 und am 29. September 2008. Und wissen Sie, meine Damen und Herren, wer dem kasachischen Geheimdienst über einen Mittelsmann die Adressen, wo die Entführungsopfer anzutreffen sind, zur Verfügung gestellt hat? – Der frühere sozialdemokratische Abgeordnete Toni Gaál! (Oh-Rufe beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das „Gleichgewicht des Schreckens“!
Daher hat die ÖVP sich darauf verlassen können, dass auch die Roten ein Interesse daran haben, dass dieser Ausschuss abgedreht wird. (Abg. Ing. Westenthaler: Das „Gleichgewicht des Schreckens“!) – Na selbstverständlich.
Oh-Rufe beim BZÖ.
Der nächste interessante Aspekt ist, dass es eine ganze Anfrageserie gab, dass diese Anfragen zwar von der FPÖ eingebracht wurden, wie sich dann später herausgestellt hat, diese über einen Mittelsmann – einem Sozialdemokraten und früheren ORF-Mitarbeiter – übermittelt wurden, aber samt und sonders vom ehemaligen sozialistischen Innenminister Charly Blecha formuliert wurden. (Oh-Rufe beim BZÖ.)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Grosz.
Das kratzt die Frau Präsidentin Prammer nicht, hingegen aber schon, wie sie zwei frei gewählte Abgeordnete dieses Hauses aus dem Parlament hinausbringt, das interessiert die Frau Präsidentin, wie man gestern Medienberichten entnehmen konnte. (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Wir sind Ohrenzeugen geworden, wie der Kollege Amon den Kollegen Pendl – du verzeihst mir jetzt den Begriff (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) – wie einen Rotzbuben abgekanzelt und gesagt hat (Abg. Ing. Westenthaler: Ja! Ja, so ist es!): Wenn Ihr die Minister ladet, dann werden wir eure Minister laden!
Abg. Ing. Westenthaler: Ja! Ja, so ist es!
Wir sind Ohrenzeugen geworden, wie der Kollege Amon den Kollegen Pendl – du verzeihst mir jetzt den Begriff (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) – wie einen Rotzbuben abgekanzelt und gesagt hat (Abg. Ing. Westenthaler: Ja! Ja, so ist es!): Wenn Ihr die Minister ladet, dann werden wir eure Minister laden!
Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Das ist der Deal, meine Damen und Herren! Deswegen wird der Ausschuss abgedreht! (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Das ist Kontrollfeindlichkeit, das ist Parlamentarismusfeindlichkeit in Reinkultur! (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Die „Badehosen-Vertreterin“! Badeschluss!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zur Beantwortung der Dringlichen Anfrage hat sich Frau Bundesministerin Dr. Fekter zu Wort gemeldet. (Abg. Ing. Westenthaler: Die „Badehosen-Vertreterin“! Badeschluss!)
Abg. Ing. Westenthaler: Ober-Bademeister!
schirmen! Bevor ich zur Beantwortung der Dringlichen Anfrage, die an den Herrn Finanzminister gerichtet ist (Abg. Ing. Westenthaler: Ober-Bademeister!), komme, möchte ich einleitend auf Folgendes hinweisen:
Abg. Mag. Stadler: Badehose ist keine Verhinderung! Badeurlaub ist keine Verhinderung!
Gemäß Artikel 73 Abs. 1 B-VG, also Bundes-Verfassungsgesetz, beauftragt im Fall der zeitweiligen Verhinderung eines Bundesministers dieser im Einvernehmen mit einem anderen Bundesminister diesen – in dem Fall eine Bundesministerin – mit seiner Vertretung. Eine solche Beauftragung mit der Vertretung ist dem Bundespräsidenten und dem Bundeskanzler zur Kenntnis zu bringen. (Abg. Mag. Stadler: Badehose ist keine Verhinderung! Badeurlaub ist keine Verhinderung!)
Zwischenrufe bei den Grünen
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Mit Schreiben vom 23. November wurde dieser Bestimmung entsprochen und Frau Präsidentin Prammer über den Ministerratsdienst des Bundeskanzlers informiert, dass sich der Bundesminister für Finanzen Vizekanzler Dipl.-Ing. Josef Pröll (Zwischenrufe bei den Grünen) innerhalb des Zeitraumes vom 28. November bis 8. Dezember in Mauritius aufhalten wird (Oh-Rufe beim BZÖ) und von 2. bis 8. Dezember die Bundesministerin für Inneres Dr. Maria Fekter mit seiner Vertretung beauftragt hat. (Abg. Ing. Westenthaler: Schwarze Muscheln suchen! Schöner blauer Himmel, Sandstrand, mit einem Cocktail ...! Bunte Muscheln!)
Oh-Rufe beim BZÖ
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Mit Schreiben vom 23. November wurde dieser Bestimmung entsprochen und Frau Präsidentin Prammer über den Ministerratsdienst des Bundeskanzlers informiert, dass sich der Bundesminister für Finanzen Vizekanzler Dipl.-Ing. Josef Pröll (Zwischenrufe bei den Grünen) innerhalb des Zeitraumes vom 28. November bis 8. Dezember in Mauritius aufhalten wird (Oh-Rufe beim BZÖ) und von 2. bis 8. Dezember die Bundesministerin für Inneres Dr. Maria Fekter mit seiner Vertretung beauftragt hat. (Abg. Ing. Westenthaler: Schwarze Muscheln suchen! Schöner blauer Himmel, Sandstrand, mit einem Cocktail ...! Bunte Muscheln!)
Abg. Ing. Westenthaler: Schwarze Muscheln suchen! Schöner blauer Himmel, Sandstrand, mit einem Cocktail ...! Bunte Muscheln!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Mit Schreiben vom 23. November wurde dieser Bestimmung entsprochen und Frau Präsidentin Prammer über den Ministerratsdienst des Bundeskanzlers informiert, dass sich der Bundesminister für Finanzen Vizekanzler Dipl.-Ing. Josef Pröll (Zwischenrufe bei den Grünen) innerhalb des Zeitraumes vom 28. November bis 8. Dezember in Mauritius aufhalten wird (Oh-Rufe beim BZÖ) und von 2. bis 8. Dezember die Bundesministerin für Inneres Dr. Maria Fekter mit seiner Vertretung beauftragt hat. (Abg. Ing. Westenthaler: Schwarze Muscheln suchen! Schöner blauer Himmel, Sandstrand, mit einem Cocktail ...! Bunte Muscheln!)
Zwischenruf des Abg. Vilimsky.
Ich möchte das hier zur Erläuterung bringen, warum ich heute hier stehe und die Fragen, die an den Finanzminister gerichtet wurden, gerne beantworte. (Zwischenruf des Abg. Vilimsky.)
Abg. Mag. Stadler: Noch einmal vorlesen!
Selbstverständlich, meine sehr verehrten Damen und Herren, halte ich mich an die Geschäftsordnung des Nationalrates und die darin vorgegebenen Spielregeln. (Abg. Mag. Stadler: Noch einmal vorlesen!) Wie Sie ja alle wissen, war ich über eine sehr, sehr lange Strecke eine begeisterte Abgeordnete dieses Hauses. Die Regeln sind mir vertraut, und ich halte mich auch daran. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Sie werden auch nicht mehr ...!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Sie werden auch nicht mehr ...!
Selbstverständlich, meine sehr verehrten Damen und Herren, halte ich mich an die Geschäftsordnung des Nationalrates und die darin vorgegebenen Spielregeln. (Abg. Mag. Stadler: Noch einmal vorlesen!) Wie Sie ja alle wissen, war ich über eine sehr, sehr lange Strecke eine begeisterte Abgeordnete dieses Hauses. Die Regeln sind mir vertraut, und ich halte mich auch daran. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Sie werden auch nicht mehr ...!)
Abg. Strache: Aber geh, bitte! Das ist ja ein Kasperltheater! So eine Aussage ist ein Kasperltheater!
Herr Kollege Stadler, Sie haben über weite Strecken ausgeführt – und auch in Ihrer Anfrage kommt das zutage –, dass die Regierungsfraktionen die Ladung von Regierungsmitgliedern verhindern würden. – Tatsache ist aber, dass ich heute hier im Hohen Haus bin und Rede und Antwort stehe (Abg. Strache: Aber geh, bitte! Das ist ja ein Kasperltheater! So eine Aussage ist ein Kasperltheater!) Frau Bundesminister Bandion-Ortner war das letzte Mal bei einer Dringlichen Anfrage hier. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Moser: Sie sollen ja im Untersuchungsausschuss ...! – Abg. Mag. Stadler: Peinlich!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Moser: Sie sollen ja im Untersuchungsausschuss ...! – Abg. Mag. Stadler: Peinlich!
Herr Kollege Stadler, Sie haben über weite Strecken ausgeführt – und auch in Ihrer Anfrage kommt das zutage –, dass die Regierungsfraktionen die Ladung von Regierungsmitgliedern verhindern würden. – Tatsache ist aber, dass ich heute hier im Hohen Haus bin und Rede und Antwort stehe (Abg. Strache: Aber geh, bitte! Das ist ja ein Kasperltheater! So eine Aussage ist ein Kasperltheater!) Frau Bundesminister Bandion-Ortner war das letzte Mal bei einer Dringlichen Anfrage hier. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Dr. Moser: Sie sollen ja im Untersuchungsausschuss ...! – Abg. Mag. Stadler: Peinlich!)
Abg. Öllinger: Die Regierung kontrolliert sich selbst!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, Sie sehen, die Regierung nimmt ihre Verantwortung wahr, und sie nimmt vor allem auch gerne jene Aufgaben wahr, die im Rahmen der Kontrollrechte des Parlaments für Regierungsmitglieder anfallen. (Abg. Öllinger: Die Regierung kontrolliert sich selbst!) Das sind beispielsweise schriftliche Anfragen, Dringliche Anfragen so wie heute (Zwischenrufe beim BZÖ), Aussprachen in Ausschüssen, aktuelle Aussprachen oder das Fragerecht. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Zwischenrufe beim BZÖ
Meine sehr verehrten Damen und Herren, Sie sehen, die Regierung nimmt ihre Verantwortung wahr, und sie nimmt vor allem auch gerne jene Aufgaben wahr, die im Rahmen der Kontrollrechte des Parlaments für Regierungsmitglieder anfallen. (Abg. Öllinger: Die Regierung kontrolliert sich selbst!) Das sind beispielsweise schriftliche Anfragen, Dringliche Anfragen so wie heute (Zwischenrufe beim BZÖ), Aussprachen in Ausschüssen, aktuelle Aussprachen oder das Fragerecht. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, Sie sehen, die Regierung nimmt ihre Verantwortung wahr, und sie nimmt vor allem auch gerne jene Aufgaben wahr, die im Rahmen der Kontrollrechte des Parlaments für Regierungsmitglieder anfallen. (Abg. Öllinger: Die Regierung kontrolliert sich selbst!) Das sind beispielsweise schriftliche Anfragen, Dringliche Anfragen so wie heute (Zwischenrufe beim BZÖ), Aussprachen in Ausschüssen, aktuelle Aussprachen oder das Fragerecht. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Scheibner: ... Anfragen einbringen dürfen! Na danke schön!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich stehe heute hier Rede und Antwort und werde selbstverständlich die Regeln der Nationalratsgeschäftsordnung beachten. (Abg. Scheibner: ... Anfragen einbringen dürfen! Na danke schön!)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler
Sie schreiben in Ihrer Anfrage, die Regierungsparteien im Parlament würden bewusst einen Schaden für die Republik in Kauf nehmen, weil Sie von der Opposition, meine sehr verehrten Damen und Herren – nämlich Sie von der Opposition! –, nicht die Zweidrittelmehrheit für Beschlüsse hergeben. – Ich habe kein Verständnis dafür, dass Sie hier mit dem Finger auf die Regierungsparteien zeigen (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler), obwohl es in Ihrer Hand läge, die Verantwortung wahrzunehmen.
Abg. Mag. Stadler: Schwach! Schwach!
In Ihrer Hand, meine sehr verehrten Damen und Herren (Abg. Mag. Stadler: Schwach! Schwach!), läge es, Ihre Verantwortung bezüglich der Verfassungsbeschlüsse zu den Kinderrechten, zum Datenschutz, zur Dienstleistungsrichtlinie wahrzunehmen. (Abg. Strache: In Ihrer Hand, in der Hand der Bundesregierung liegt es!) Warum tun Sie das nicht? (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Strache: In Ihrer Hand, in der Hand der Bundesregierung liegt es!
In Ihrer Hand, meine sehr verehrten Damen und Herren (Abg. Mag. Stadler: Schwach! Schwach!), läge es, Ihre Verantwortung bezüglich der Verfassungsbeschlüsse zu den Kinderrechten, zum Datenschutz, zur Dienstleistungsrichtlinie wahrzunehmen. (Abg. Strache: In Ihrer Hand, in der Hand der Bundesregierung liegt es!) Warum tun Sie das nicht? (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
In Ihrer Hand, meine sehr verehrten Damen und Herren (Abg. Mag. Stadler: Schwach! Schwach!), läge es, Ihre Verantwortung bezüglich der Verfassungsbeschlüsse zu den Kinderrechten, zum Datenschutz, zur Dienstleistungsrichtlinie wahrzunehmen. (Abg. Strache: In Ihrer Hand, in der Hand der Bundesregierung liegt es!) Warum tun Sie das nicht? (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Strache: Für was, das die Regierung getan hat! Für was, das die Regierung im Untersuchungsausschuss getan hat!
Ich habe Verständnis für politische Angriffe, aber ich habe kein Verständnis dafür (Abg. Strache: Für was, das die Regierung getan hat! Für was, das die Regierung im Untersuchungsausschuss getan hat!), dass man die Staatsverantwortung dermaßen negiert, meine sehr verehrten Damen und Herren von der Opposition, wie Sie das derzeit tun. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich habe Verständnis für politische Angriffe, aber ich habe kein Verständnis dafür (Abg. Strache: Für was, das die Regierung getan hat! Für was, das die Regierung im Untersuchungsausschuss getan hat!), dass man die Staatsverantwortung dermaßen negiert, meine sehr verehrten Damen und Herren von der Opposition, wie Sie das derzeit tun. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Peinlich! – Abg. Neubauer: Dass Sie sich nicht schämen! – Abg. Mag. Kogler: Sie sind ja Beweis des Problems!
Nehmen Sie Ihre Verantwortung wahr und blockieren Sie nicht Verfassungsbestimmungen! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Peinlich! – Abg. Neubauer: Dass Sie sich nicht schämen! – Abg. Mag. Kogler: Sie sind ja Beweis des Problems!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Die Bundesregierung hat absolut kein Interesse an einem Vertragsverletzungsverfahren. Allerdings kann ein solches nur vermieden werden, wenn die Opposition ihrer politischen Verantwortung Rechnung trägt und die Zustimmung zur innerstaatlichen Umsetzung dieser Richtlinie gibt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Öllinger: Reden Sie jetzt als ... oder Fekter? – Abg. Ing. Westenthaler: Ist das Pröll oder Fekter?
Zu all diesen Fragen ist festzuhalten, dass ich selbstverständlich, das habe ich schon ausgeführt, das Parlament und seine demokratischen Einrichtungen bei ihrer Arbeit voll und ganz unterstütze und die gesetzlichen Bestimmungen der Nationalratsgeschäftsordnung gewissenhaft einhalte. (Abg. Öllinger: Reden Sie jetzt als ... oder Fekter? – Abg. Ing. Westenthaler: Ist das Pröll oder Fekter?)
Abg. Ing. Westenthaler: Wer ist denn der Chef dort?
Mit der Errichtung eines Bundesamtes zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung am 1. Jänner 2010 als spezialisierter Fachdienststelle des Bundesministeriums für Inneres sollen die nachweislich erfolgreiche und international hoch angesehene Arbeit des Büros für Interne Angelegenheiten aufgewertet und die betreffenden Aufgabeninhalte weiter präzisiert werden. Das Bundesministerium für Inneres folgt diesbezüglich den Empfehlungen der Staatengruppe gegen Korruption des Europarates (Abg. Ing. Westenthaler: Wer ist denn der Chef dort?), der GRECO-Gruppe, welche bereits die bisherige Tätigkeit des BIA begrüßte, dessen zentrale Rolle betonte sowie eine weitere Stärkung empfahl. Dadurch kann eine Verpflichtung, welche Österreich durch die Unterzeichnung der wichtigsten internationalen Konventionen gegen Korruption eingegangen ist, erfüllt werden.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich bedanke mich beim Hohen Haus, denn das Gesetz über diese Vorgangsweise, nämlich die Errichtung und Organisation des Bundesamtes zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung, wurde hier im Hohen Haus am 8. Juli 2009 beschlossen, am 23. Juli war es im Bundesrat und es wurde im BGBl. I Nr. 72/2009 bereits kundgemacht und ist somit rechtskräftig. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Braucht er eh nicht! Wenn es um Raiffeisen geht, weiß er es auch so!
Vor dem Hintergrund der Weisungsfreiheit und Unabhängigkeit besteht für die Finanzmarktaufsicht grundsätzlich keinerlei Verpflichtung, das Finanzministerium über behördliche Verfahren zu informieren, und dementsprechend sind dem Bundesminister für Finanzen auch in der angefragten Angelegenheit keinerlei Informationen von der Finanzmarktaufsicht zugegangen. (Abg. Mag. Kogler: Braucht er eh nicht! Wenn es um Raiffeisen geht, weiß er es auch so!)
Ah-Rufe bei BZÖ und Grünen.
Eine exakte Anzahl kann derzeit nicht bekanntgegeben werden, da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen wurden. (Ah-Rufe bei BZÖ und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Das Bundesfinanzrahmengesetz, meine sehr verehrten Damen und Herren, wurde in diesem Hohen Haus beschlossen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Danke, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Im Ausschuss unter Wahrheitspflicht?
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben soeben erfahren, dass sich die Frau Innenministerin bereit erklärt hat, uns für Fragen zur Verfügung zu stehen. (Abg. Mag. Stadler: Im Ausschuss unter Wahrheitspflicht?) Ich danke Ihnen vielmals für Ihre Bereitwilligkeit. Das ist ein großzügiger Akt von Ihnen, das muss ich Ihnen zugestehen. (Bundesministerin Dr. Fekter: Ein gesetzmäßiger Akt!) – Natürlich ein gesetzmäßiger Akt!
Bundesministerin Dr. Fekter: Ein gesetzmäßiger Akt!
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben soeben erfahren, dass sich die Frau Innenministerin bereit erklärt hat, uns für Fragen zur Verfügung zu stehen. (Abg. Mag. Stadler: Im Ausschuss unter Wahrheitspflicht?) Ich danke Ihnen vielmals für Ihre Bereitwilligkeit. Das ist ein großzügiger Akt von Ihnen, das muss ich Ihnen zugestehen. (Bundesministerin Dr. Fekter: Ein gesetzmäßiger Akt!) – Natürlich ein gesetzmäßiger Akt!
Ruf beim BZÖ: Zu lange!
Aber Sie sollten als ehemalige Parlamentarierin wissen – und Sie waren zehn Jahre im Hohen Haus (Ruf beim BZÖ: Zu lange!) –, was der Unterschied zwischen einer Dringlichen Anfrage und einem Untersuchungsausschuss ist. Da besteht ein gravierender Unterschied, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Abg. Mag. Kogler: Jawohl!
Es ist blanker Hohn von Ihnen, das zu verwechseln. (Abg. Mag. Kogler: Jawohl!) Das, was Sie jetzt mit Ihrer Beantwortung unserer Dringlichen Anfrage abgeliefert haben, war eine peinliche Vorstellung von Ihnen! (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Es ist blanker Hohn von Ihnen, das zu verwechseln. (Abg. Mag. Kogler: Jawohl!) Das, was Sie jetzt mit Ihrer Beantwortung unserer Dringlichen Anfrage abgeliefert haben, war eine peinliche Vorstellung von Ihnen! (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien, der Wähler hat Ihnen das Vertrauen entzogen! Der Wähler hat bei der letzten Wahl entschieden: Wir wollen keine Zweidrittelmehrheit mehr für Rot und Schwarz, mit der sie über alles drüberfahren! Wir wollen ein funktionierendes Parlament haben! Wir wollen ein Parlament haben, das auch die Kontrolle wahrnimmt und ausübt! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
teien, entspricht nicht unserer Verfassung. Sie treten die Demokratie mit Füßen, meine sehr geehrten Damen und Herren von Rot und Schwarz! (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Der andere Vorhalt ist, dass man seitens Rot und Schwarz darüber hinwegsieht und sagt: Wir wollen nicht untersuchen, warum das überhaupt passieren konnte, wir wollen nicht untersuchen, ob es da eine politische Verantwortlichkeit in der Causa Strasser gibt! – Das ist doch unerhört, was hier von Rot und Schwarz abgeht! Hier wird der Ruf des Rechtsstaates Österreich beschädigt, indem die Aufklärung bewusst unterbunden wird. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Mag. Kogler: Jawohl!
Da wundert es niemanden mehr, dass wir im Korruptionsindex europaweit wieder nach oben klettern. (Abg. Mag. Kogler: Jawohl!) Das wird hoffentlich in Zukunft niemanden mehr wundern, meine sehr geehrten Damen und Herren.
Bundesministerin Dr. Fekter: blockieren!
Es ist unerhört, wenn Sie als Argument vorbringen, dass wir eine Zweidrittelmaterie (Bundesministerin Dr. Fekter: blockieren!), nämlich die Festschreibung der Kinderrechte in der Verfassung, unterbinden wollen. Seit 19 Jahren wird in diesem Haus über die Verankerung der Kinderrechte in der Verfassung diskutiert, und heute ist es auf einmal unbedingt notwendig, dass wir das machen! (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Es ist unerhört, wenn Sie als Argument vorbringen, dass wir eine Zweidrittelmaterie (Bundesministerin Dr. Fekter: blockieren!), nämlich die Festschreibung der Kinderrechte in der Verfassung, unterbinden wollen. Seit 19 Jahren wird in diesem Haus über die Verankerung der Kinderrechte in der Verfassung diskutiert, und heute ist es auf einmal unbedingt notwendig, dass wir das machen! (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Graf.
Lassen Sie Aufklärung zu! Lassen Sie endlich Licht ins Dunkel! Lassen Sie zu, dass das Organ des Nationalrats entsprechend handeln kann, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien! Das wäre endlich notwendig. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Graf.)
Abg. Strache: Die haben Angst vor der Wahrheit!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das sind ja nicht Regierungsmitglieder, die man ins kalte Wasser stößt, denn die haben auch parlamentarische Erfahrung, die wissen sich zur Wehr zu setzen, auch in den Untersuchungsausschüssen. (Abg. Strache: Die haben Angst vor der Wahrheit!) Um Gottes willen, das sind ja politische Profis! Warum dürfen wir sie zu den einzelnen Beweisthemen nicht befragen?
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Verrammeln Sie nicht Ihre Minister, sondern lassen Sie es zu, dass wir aufklärerisch tätig werden! Diese Notwehrgemeinschaft, meine sehr geehrten Damen und Herren, bestehend aus Freiheitlichen, Grünen und Orangen, ist notwendig zum Schutz der Demokratie und zum Schutz der Bürger in unserem Land! (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Abg. Scheibner: Nein!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Klubobmann Bucher, diese Rede hätten Sie oder ein Vertreter Ihrer Partei schon halten können, als Sie in der Regierung waren. Wir hätten schon längst ein Minderheitsrecht in Sachen Untersuchungsausschuss einführen können. Wir fordern das hier schon seit Jahren. (Abg. Scheibner: Nein!) Wenn wir es hätten, dann gäbe es dieses ganze Theater nicht, das wir hier jetzt haben. Wenn es eine Reform der Geschäftsordnung schon gegeben hätte und wenn der Untersuchungsausschuss anders ablaufen würde, dann hätten wir viele dieser Probleme nicht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Klubobmann Bucher, diese Rede hätten Sie oder ein Vertreter Ihrer Partei schon halten können, als Sie in der Regierung waren. Wir hätten schon längst ein Minderheitsrecht in Sachen Untersuchungsausschuss einführen können. Wir fordern das hier schon seit Jahren. (Abg. Scheibner: Nein!) Wenn wir es hätten, dann gäbe es dieses ganze Theater nicht, das wir hier jetzt haben. Wenn es eine Reform der Geschäftsordnung schon gegeben hätte und wenn der Untersuchungsausschuss anders ablaufen würde, dann hätten wir viele dieser Probleme nicht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Ich wäre sogar dafür, dass es eine Fernsehübertragung aus den Untersuchungsausschusssitzungen gibt, damit sich jeder Bürger/jede Bürgerin ein Bild davon machen kann, wie das dort drinnen abläuft, und nicht auf Interpretationen angewiesen ist. (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.
Ich kann mich erinnern – und das richtet sich jetzt mehr an die Grünen –, dass bei Ereignissen oder bei Artikeln, wie zum Beispiel bei dem Artikel in der Zeitung „Österreich“ vom 2. Dezember, wo Präsident Graf zitiert wird und wo der Titel „Afrikaner biologisch anders“ lautet, ich den Herrn Walser da unten stehen gesehen und sagen gehört habe: Ein Wahnsinn, mit den Blauen gemeinsam möchte ich nicht einmal die Luft im Plenarsaal einatmen! Und es wurde attackiert und attackiert. (Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.
Heute höre ich nichts! Heute sitzt Kollege Walser hier wie ein Häschen und macht Applaus, Applaus, Applaus. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.) Hier stehen alle drei Oppositionsparteien plötzlich Seite an Seite, Kuschel an Kuschel, hier gibt es offensichtlich eine Einheitlichkeit sondergleichen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Das ist ein Akt der Notwehr!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Das ist ein Akt der Notwehr!
Heute höre ich nichts! Heute sitzt Kollege Walser hier wie ein Häschen und macht Applaus, Applaus, Applaus. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Walser.) Hier stehen alle drei Oppositionsparteien plötzlich Seite an Seite, Kuschel an Kuschel, hier gibt es offensichtlich eine Einheitlichkeit sondergleichen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Das ist ein Akt der Notwehr!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ja was heißt denn das im Umkehrschluss? – Im Umkehrschluss kann das doch nur heißen, egal, ob jetzt alle Ausschüsse unter Wahrheitspflicht mit strafrechtlicher Androhung stehen, dass – und das ist noch viel schlimmer – jeder Minister, der nicht im Untersuchungsausschuss oder in irgendeinem Ausschuss sitzt, automatisch lügt. Und da ist, sage ich Ihnen, der Ofen aus bei uns, denn diese Unterstellung können wir nicht akzeptieren! Das soll einmal festgestellt sein. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Ja!
Damit die Zuschauerinnen und Zuschauer wissen, worum es überhaupt geht (Abg. Mag. Kogler: Ja!): Der Untersuchungsgegenstand ist sehr eng und sehr klar und sehr präzise formuliert worden, und zwar ob in den letzten drei Jahren Mandatare und Mandatarinnen allfällig vom kasachischen Geheimdienst beeinflusst wurden, selber Bespitzelung in Auftrag gegeben haben und ob die parlamentarische Immunität von den Strafverfolgungsbehörden ignoriert wurde, also Dinge, von denen durchaus auch der/die durchschnittliche Bürger/Bürgerin betroffen sein können.
Abg. Mag. Stadler: 2007!
Das sind die Punkte, Herr Abgeordneter Stadler, um die es geht, und nicht Dinge bis in das Jahr 1996 oder Dinge, die Sie aus Ihrer Zeit als Volksanwalt herauskletzln wollen. (Abg. Mag. Stadler: 2007!) Andere wiederum haben versucht, mit der Vergangenheit herumzutun, oder haben probiert, wieder die Eurofighter zum Thema zu machen. Da geht jeder mit seinem Lieblingsbaukasten hin, zieht alle seine Karten heraus und will das dort einbringen. Da wird der Untersuchungsausschuss nie fertig! Das ist der programmierte Streit. Doch die Bürgerinnen und Bürger wollen, dass hier herinnen gearbeitet und nicht gestritten wird. Das ist das, was die Bürgerinnen und Bürger wollen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Das sind die Punkte, Herr Abgeordneter Stadler, um die es geht, und nicht Dinge bis in das Jahr 1996 oder Dinge, die Sie aus Ihrer Zeit als Volksanwalt herauskletzln wollen. (Abg. Mag. Stadler: 2007!) Andere wiederum haben versucht, mit der Vergangenheit herumzutun, oder haben probiert, wieder die Eurofighter zum Thema zu machen. Da geht jeder mit seinem Lieblingsbaukasten hin, zieht alle seine Karten heraus und will das dort einbringen. Da wird der Untersuchungsausschuss nie fertig! Das ist der programmierte Streit. Doch die Bürgerinnen und Bürger wollen, dass hier herinnen gearbeitet und nicht gestritten wird. Das ist das, was die Bürgerinnen und Bürger wollen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Das ist autoritärer Mumpitz, was du da redest! Da könnte jeder angeschüttet werden!
sitzen Westenthaler, Pilz, Stadler, Graf, Vilimsky – übrigens Abgeordnete, die ich oft sehr gerne höre, wenn sie hier sprechen, und die ich sehr schätze als Kolleginnen und Kollegen –, und das ist unvereinbar, denn sie selber sind Gegenstand des Aktes, der dort behandelt wird. Das ist so, wie wenn künftig in Justizverfahren nicht mehr die Schöffen säßen, sondern nur mehr die Beschuldigten, die dann über sich selbst entscheiden. Absurd ist das! Das darf in Zukunft nicht mehr möglich sein. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Das ist autoritärer Mumpitz, was du da redest! Da könnte jeder angeschüttet werden!)
Abg. Mag. Kogler: Wenn es ernst wird, fällt ihr um! Das ist der Unterschied!
Nein, nein, nein! Ganz ehrlich, wir haben in der Vergangenheit sehr viel gemeinsam gemacht (Abg. Mag. Kogler: Wenn es ernst wird, fällt ihr um! Das ist der Unterschied!), aber es muss auch möglich sein, dass wir hier herinnen auch einmal offen kritisch diskutieren. Wir müssen uns hier nicht immer anhören, dass wir die Schlechtesten von Schlechten, die Vertuscher und alles Mögliche sind. Das haben wir nicht notwendig! Jederzeit laden wir Minister ein – aber nicht, wenn erpresst wird, und nicht, wenn von Haus aus gesagt wird, dass das Lügner sind. (Abg. Scheibner: Nur wenn es zu weit geht!) Da sind wir nicht dabei, wenn Sie das machen! Das sei in diesem Zusammenhang einmal in aller Deutlichkeit gesagt. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Scheibner: Nur wenn es zu weit geht!
Nein, nein, nein! Ganz ehrlich, wir haben in der Vergangenheit sehr viel gemeinsam gemacht (Abg. Mag. Kogler: Wenn es ernst wird, fällt ihr um! Das ist der Unterschied!), aber es muss auch möglich sein, dass wir hier herinnen auch einmal offen kritisch diskutieren. Wir müssen uns hier nicht immer anhören, dass wir die Schlechtesten von Schlechten, die Vertuscher und alles Mögliche sind. Das haben wir nicht notwendig! Jederzeit laden wir Minister ein – aber nicht, wenn erpresst wird, und nicht, wenn von Haus aus gesagt wird, dass das Lügner sind. (Abg. Scheibner: Nur wenn es zu weit geht!) Da sind wir nicht dabei, wenn Sie das machen! Das sei in diesem Zusammenhang einmal in aller Deutlichkeit gesagt. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Nein, nein, nein! Ganz ehrlich, wir haben in der Vergangenheit sehr viel gemeinsam gemacht (Abg. Mag. Kogler: Wenn es ernst wird, fällt ihr um! Das ist der Unterschied!), aber es muss auch möglich sein, dass wir hier herinnen auch einmal offen kritisch diskutieren. Wir müssen uns hier nicht immer anhören, dass wir die Schlechtesten von Schlechten, die Vertuscher und alles Mögliche sind. Das haben wir nicht notwendig! Jederzeit laden wir Minister ein – aber nicht, wenn erpresst wird, und nicht, wenn von Haus aus gesagt wird, dass das Lügner sind. (Abg. Scheibner: Nur wenn es zu weit geht!) Da sind wir nicht dabei, wenn Sie das machen! Das sei in diesem Zusammenhang einmal in aller Deutlichkeit gesagt. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Oh-Rufe bei FPÖ und BZÖ.
Für die Zukunft heißt das Folgendes: Wir werden uns in der Arbeitsgruppe zur Reform der Geschäftsordnung zusammensetzen und werden schauen, dass wir ein vernünftiges Modell finden, das bei allen hier Akzeptanz findet. Und wir werden schauen, dass der Eindruck in der Bevölkerung beziehungsweise der Imageschaden, der hier angerichtet wird, behoben wird. Und da sage ich: Vielleicht haben auch wir nicht alles optimal gemacht. Ja, ich gebe das kritisch zu: vielleicht auch wir nicht! (Oh-Rufe bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Dann leben Sie es doch bitte! – Abg. Mag. Kogler: Wer tut denn das? Das ist eine Schutzbehauptung!
Vielleicht haben wir uns da eingelassen in eine Eskalationsdiskussion, die unnütz ist und die in Wirklichkeit dem ganzen Parlament schadet und wofür das Verständnis in der Bevölkerung auch nicht da ist. Wir sollten ein Mindestmaß an Umgangsformen haben, wo wir uns nicht gegenseitig dauernd unterstellen, am Rande der Kriminalität spazieren zu gehen. Das ist nicht sauber und das ist nicht in Ordnung! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Dann leben Sie es doch bitte! – Abg. Mag. Kogler: Wer tut denn das? Das ist eine Schutzbehauptung!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Bleiben Sie einmal bei einer Linie! Das ist ein Zickzackkurs ersten Ranges!
Schauen Sie, man kann Auskunftspersonen so fragen oder so fragen. Und Auskunftspersonen sind nur Auskunftspersonen. Und hier herinnen ist die politische Verantwortlichkeit zu prüfen und sind Klarstellungen zu treffen. Was die Justiz macht, ist Sache der Justiz. (Abg. Dr. Rosenkranz: Bleiben Sie einmal bei einer Linie! Das ist ein Zickzackkurs ersten Ranges!) Was seinerzeit die Inquisition im 16. und 17. Jahrhundert gemacht hat, ist Sache der Inquisition. Hier im Haus hat es auch bestimmte Kulturformen zu geben: gegenseitigen Respekt!
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wenn einer, noch bevor er den Saal betreten hat, in welchem der Untersuchungsausschuss tagt, quasi schon als Halbverurteilter beziehungsweise als Beschuldigter im Untersuchungsausschuss behandelt wird und nachher als ganz Verurteilter hingestellt wird, dann schadet das der Einrichtung des Untersuchungsausschusses. Ich sage Ihnen das ganz offen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Neubauer: Geh, hör auf!
Zum Abschluss noch eines, vor allem für jene Exponenten, die für dieses Klima hier herinnen und auch im Untersuchungsausschuss gesorgt haben: Ich bin nach wie vor ein Verfechter des Ausbaus der Minderheitsrechte (Abg. Neubauer: Geh, hör auf!), aber das, was Sie hier herinnen provozieren, ist eine Diskussion, die sich ins Gegenteil
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Flucht nach vorne!
zu verkehren droht. Das sollte bei der nächsten Sitzung der vereinigten Opposition auf der Tagesordnung stehen, wenn sie das diskutiert, was hier im Haus vor sich geht. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Flucht nach vorne!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren von der vereinigten Opposition! Ist es Ihnen nicht langsam peinlich, wie Sie hier von zwei Abgeordneten der Opposition vor sich hergetrieben werden, und das seit Wochen, oder, um es mit den Worten des Kollegen Stadler zu sagen, am Nasenring durch die Gegend geführt werden? Das muss Ihnen doch peinlich sein! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Vilimsky: Das ist eine Lernhilfe, keine Drohung!
Die Oppositionsparteien drohen uns ganz unverhohlen in diesem Haus, ungeachtet der Tatsache, dass es inhaltliche Übereinstimmungen da oder dort gibt, mit einer Blockade bei wichtigen Gesetzen (Abg. Vilimsky: Das ist eine Lernhilfe, keine Drohung!) und versuchen dann, den Spieß umzudrehen, indem sie sagen, die bösen Regierungsparteien nehmen Schaden für das Land in Kauf. (Abg. Strache: Das ist auch richtig!)
Abg. Strache: Das ist auch richtig!
Die Oppositionsparteien drohen uns ganz unverhohlen in diesem Haus, ungeachtet der Tatsache, dass es inhaltliche Übereinstimmungen da oder dort gibt, mit einer Blockade bei wichtigen Gesetzen (Abg. Vilimsky: Das ist eine Lernhilfe, keine Drohung!) und versuchen dann, den Spieß umzudrehen, indem sie sagen, die bösen Regierungsparteien nehmen Schaden für das Land in Kauf. (Abg. Strache: Das ist auch richtig!)
Abg. Strache: Ihre!
Meine Damen und Herren von der Opposition, es ist Ihre Verantwortung, wenn die Kinderrechte nicht in die Verfassung kommen! (Abg. Strache: Ihre!) Es ist Ihre Verantwortung! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Ihre Verantwortung ist das, denn Sie blockieren und verhindern in diesem Land!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Ihre Verantwortung ist das, denn Sie blockieren und verhindern in diesem Land!
Meine Damen und Herren von der Opposition, es ist Ihre Verantwortung, wenn die Kinderrechte nicht in die Verfassung kommen! (Abg. Strache: Ihre!) Es ist Ihre Verantwortung! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Ihre Verantwortung ist das, denn Sie blockieren und verhindern in diesem Land!)
Abg. Strache: Ihre ist es! Das haben Sie zu verantworten!
Es ist Ihre Verantwortung, wenn die Dienstleistungsrichtlinie nicht beschlossen werden kann (Abg. Strache: Ihre ist es! Das haben Sie zu verantworten!) und dann tatsächlich österreichische Firmen Schaden nehmen und die Menschen in Österreich Arbeitsplätze dadurch verlieren. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Sie haben das zu verantworten, Herr Klubobmann!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Sie haben das zu verantworten, Herr Klubobmann!
Es ist Ihre Verantwortung, wenn die Dienstleistungsrichtlinie nicht beschlossen werden kann (Abg. Strache: Ihre ist es! Das haben Sie zu verantworten!) und dann tatsächlich österreichische Firmen Schaden nehmen und die Menschen in Österreich Arbeitsplätze dadurch verlieren. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Sie haben das zu verantworten, Herr Klubobmann!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Es ist auch Ihre Verantwortung, wenn Verbesserungen beim Datenschutz nicht möglich sind, wenn die unabhängige Medienbehörde, die wir dringend brauchen, nicht geschaffen wird und vieles andere mehr. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Vertuschen tun Sie!
Meine Damen und Herren, glauben Sie mir, die Wählerinnen und Wähler, die Menschen draußen und auch die jetzt vor den Fernsehschirmen haben ein Interesse daran, dass wir hier herinnen Sacharbeit leisten (Abg. Dr. Rosenkranz: Vertuschen tun Sie!) und dass wir uns nicht ständig hier von Ihnen beflegeln lassen müssen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Dann blockieren Sie nicht ständig!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Dann blockieren Sie nicht ständig!
Meine Damen und Herren, glauben Sie mir, die Wählerinnen und Wähler, die Menschen draußen und auch die jetzt vor den Fernsehschirmen haben ein Interesse daran, dass wir hier herinnen Sacharbeit leisten (Abg. Dr. Rosenkranz: Vertuschen tun Sie!) und dass wir uns nicht ständig hier von Ihnen beflegeln lassen müssen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: Dann blockieren Sie nicht ständig!)
Ruf bei der FPÖ: Nicht genug!
Der Untersuchungsausschuss hat ungeachtet aller Probleme, die darin aufgetaucht sind – ich komme nachher noch darauf –, viele Ergebnisse gebracht. (Ruf bei der FPÖ: Nicht genug!) Das soll nicht unter den Tisch gekehrt werden.
Abg. Dr. Graf: Oder gar Vorsitzender zu sein!
Es ist zutage getreten – und das ist betrüblich –, dass es in etlichen Fällen eine unverhältnismäßige Anwendung von Ermittlungsmethoden durch die Ermittlungsbehörden gegeben hat, dass es einen Umgang mit der Immunität von Abgeordneten gegeben hat, der in manchen Fällen nicht akzeptabel war – überhaupt keine Frage! –, dass es da oder dort mit Nebentätigkeiten von Exekutivbeamten ein Problem gibt. Und es ging auch um die Unvereinbarkeiten, die Kollege Cap schon angesprochen hat, nämlich auf der einen Seite Teil der Untersuchung zu sein und auf der anderen Seite selbst zu untersuchen (Abg. Dr. Graf: Oder gar Vorsitzender zu sein!), also quasi Schöffe und gleichzeitig aber auch Teil der Untersuchungen zu sein. (Abg. Mag. Kogler: Der Vorsit-
Abg. Mag. Stadler: Wenn der Vorsitzende ... Kasachstan ...!
Meine Damen und Herren, es hat durch diesen Ausschuss auch schon Konsequenzen gegeben. (Abg. Mag. Stadler: Wenn der Vorsitzende ... Kasachstan ...!) Die Justizministerin hat zum Beispiel angekündigt, dass sie als eine Konsequenz daraus die Auflösung der politischen Abteilung der Staatsanwaltschaft Wien veranlassen wird. (Ruf bei der FPÖ: Das ist eine derartige Arroganz der Macht!) Die Justizministerin hat bereits einen neuen Erlass zur Handhabung der Immunität der Abgeordneten herausgegeben (Ruf beim BZÖ: Das hat es schon vorher gegeben!), und wir haben hier in diesem Hohen Haus vor wenigen Wochen bereits eine Evaluierung der Strafprozessordnungs-Novelle beschlossen, die tatsächlich einige Probleme beziehungsweise einige Fragen in der Handhabung aufwirft.
Ruf bei der FPÖ: Das ist eine derartige Arroganz der Macht!
Meine Damen und Herren, es hat durch diesen Ausschuss auch schon Konsequenzen gegeben. (Abg. Mag. Stadler: Wenn der Vorsitzende ... Kasachstan ...!) Die Justizministerin hat zum Beispiel angekündigt, dass sie als eine Konsequenz daraus die Auflösung der politischen Abteilung der Staatsanwaltschaft Wien veranlassen wird. (Ruf bei der FPÖ: Das ist eine derartige Arroganz der Macht!) Die Justizministerin hat bereits einen neuen Erlass zur Handhabung der Immunität der Abgeordneten herausgegeben (Ruf beim BZÖ: Das hat es schon vorher gegeben!), und wir haben hier in diesem Hohen Haus vor wenigen Wochen bereits eine Evaluierung der Strafprozessordnungs-Novelle beschlossen, die tatsächlich einige Probleme beziehungsweise einige Fragen in der Handhabung aufwirft.
Ruf beim BZÖ: Das hat es schon vorher gegeben!
Meine Damen und Herren, es hat durch diesen Ausschuss auch schon Konsequenzen gegeben. (Abg. Mag. Stadler: Wenn der Vorsitzende ... Kasachstan ...!) Die Justizministerin hat zum Beispiel angekündigt, dass sie als eine Konsequenz daraus die Auflösung der politischen Abteilung der Staatsanwaltschaft Wien veranlassen wird. (Ruf bei der FPÖ: Das ist eine derartige Arroganz der Macht!) Die Justizministerin hat bereits einen neuen Erlass zur Handhabung der Immunität der Abgeordneten herausgegeben (Ruf beim BZÖ: Das hat es schon vorher gegeben!), und wir haben hier in diesem Hohen Haus vor wenigen Wochen bereits eine Evaluierung der Strafprozessordnungs-Novelle beschlossen, die tatsächlich einige Probleme beziehungsweise einige Fragen in der Handhabung aufwirft.
Ruf bei der FPÖ: Sie hindern uns ja ...! – Abg. Strache: Sie verhindern Erkenntnisse!
Meine Damen und Herren von der Opposition, wir haben Ihnen angeboten – Kollege Cap hat es schon gesagt –, aufgrund der Erkenntnisse aus diesem Ausschuss das zu tun, was richtig und notwendig wäre (Ruf bei der FPÖ: Sie hindern uns ja ...! – Abg. Strache: Sie verhindern Erkenntnisse!), nämlich mit den zuständigen Ministerinnen und Ministern im jeweiligen Ausschuss in einer Aussprache zu debattieren, welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind und welche nicht. (Abg. Strache: Sie haben Erkenntnisse verhindert! Das ist genau der Fehler! Sie haben Erkenntnisse und die Aufdeckung verhindert! – Abg. Mag. Stadler: Ihr müsst Butter am Kopf haben!)
Abg. Strache: Sie haben Erkenntnisse verhindert! Das ist genau der Fehler! Sie haben Erkenntnisse und die Aufdeckung verhindert! – Abg. Mag. Stadler: Ihr müsst Butter am Kopf haben!
Meine Damen und Herren von der Opposition, wir haben Ihnen angeboten – Kollege Cap hat es schon gesagt –, aufgrund der Erkenntnisse aus diesem Ausschuss das zu tun, was richtig und notwendig wäre (Ruf bei der FPÖ: Sie hindern uns ja ...! – Abg. Strache: Sie verhindern Erkenntnisse!), nämlich mit den zuständigen Ministerinnen und Ministern im jeweiligen Ausschuss in einer Aussprache zu debattieren, welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind und welche nicht. (Abg. Strache: Sie haben Erkenntnisse verhindert! Das ist genau der Fehler! Sie haben Erkenntnisse und die Aufdeckung verhindert! – Abg. Mag. Stadler: Ihr müsst Butter am Kopf haben!)
Abg. Strache: Da lachen aber die Hühner!
Meine Damen und Herren, Kontrolle ist eine ganz wichtige Aufgabe dieses Hohen Hauses, und wir nehmen diese Aufgabe auch sehr ernst (Abg. Strache: Da lachen aber die Hühner!), und das österreichische Parlament ist eines der minderheitenfreundlichsten in Europa. Vergleichen Sie einmal die Geschäftsordnungen der Häuser! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren, Kontrolle ist eine ganz wichtige Aufgabe dieses Hohen Hauses, und wir nehmen diese Aufgabe auch sehr ernst (Abg. Strache: Da lachen aber die Hühner!), und das österreichische Parlament ist eines der minderheitenfreundlichsten in Europa. Vergleichen Sie einmal die Geschäftsordnungen der Häuser! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Uns langen die zuständigen! Es genügen die zuständigen!
Wir stehen zu der Vereinbarung, die wir getroffen haben, dass wir die Rechte der Minderheit in Bezug auf den Untersuchungsausschuss auch noch weiter ausbauen wollen, aber es gibt derzeit keinerlei Festlegung – und die wird es auch zukünftig nicht geben –, wie viele Minister in einem Untersuchungsausschuss vorzuladen sind (Abg. Mag. Stadler: Uns langen die zuständigen! Es genügen die zuständigen!), ob das fünf sind oder zehn oder auch einmal gar kein Minister. (Abg. Strache: Nur die zuständigen Minister!) Eines wird jedoch mit Sicherheit auch in Zukunft nicht passieren: dass die Minderheit die Mehrheit hier in diesem Hohen Haus mit sachfremden Forderungen erpressen kann, die mit einer ganz anderen Materie zu tun haben. Meine Damen und Herren, für Erpressungen sind wir mit Sicherheit nicht zu haben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Nachhilfeunterricht in Demokratie! – Abg. Mag. Kogler: Sie müssen sich um eine Mehrheit bemühen!)
Abg. Strache: Nur die zuständigen Minister!
Wir stehen zu der Vereinbarung, die wir getroffen haben, dass wir die Rechte der Minderheit in Bezug auf den Untersuchungsausschuss auch noch weiter ausbauen wollen, aber es gibt derzeit keinerlei Festlegung – und die wird es auch zukünftig nicht geben –, wie viele Minister in einem Untersuchungsausschuss vorzuladen sind (Abg. Mag. Stadler: Uns langen die zuständigen! Es genügen die zuständigen!), ob das fünf sind oder zehn oder auch einmal gar kein Minister. (Abg. Strache: Nur die zuständigen Minister!) Eines wird jedoch mit Sicherheit auch in Zukunft nicht passieren: dass die Minderheit die Mehrheit hier in diesem Hohen Haus mit sachfremden Forderungen erpressen kann, die mit einer ganz anderen Materie zu tun haben. Meine Damen und Herren, für Erpressungen sind wir mit Sicherheit nicht zu haben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Nachhilfeunterricht in Demokratie! – Abg. Mag. Kogler: Sie müssen sich um eine Mehrheit bemühen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Nachhilfeunterricht in Demokratie! – Abg. Mag. Kogler: Sie müssen sich um eine Mehrheit bemühen!
Wir stehen zu der Vereinbarung, die wir getroffen haben, dass wir die Rechte der Minderheit in Bezug auf den Untersuchungsausschuss auch noch weiter ausbauen wollen, aber es gibt derzeit keinerlei Festlegung – und die wird es auch zukünftig nicht geben –, wie viele Minister in einem Untersuchungsausschuss vorzuladen sind (Abg. Mag. Stadler: Uns langen die zuständigen! Es genügen die zuständigen!), ob das fünf sind oder zehn oder auch einmal gar kein Minister. (Abg. Strache: Nur die zuständigen Minister!) Eines wird jedoch mit Sicherheit auch in Zukunft nicht passieren: dass die Minderheit die Mehrheit hier in diesem Hohen Haus mit sachfremden Forderungen erpressen kann, die mit einer ganz anderen Materie zu tun haben. Meine Damen und Herren, für Erpressungen sind wir mit Sicherheit nicht zu haben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Nachhilfeunterricht in Demokratie! – Abg. Mag. Kogler: Sie müssen sich um eine Mehrheit bemühen!)
Abg. Mag. Stadler: 10 000 Stunden Abhörprotokoll!
Meine Damen und Herren, was wir sicher auch nicht zulassen werden, ist, dass Untersuchungsausschüsse in diesem Haus zum Privatgericht der Herren Stadler und Pilz werden, dass sie eine Plattform für unbewiesene Behauptungen werden, die man da so salopp im Schutze der parlamentarischen Immunität in den Raum stellen kann, und es wird auch keine Bühne für Menschenverachtung geben! (Abg. Mag. Stadler: 10 000 Stunden Abhörprotokoll!)
Abg. Mag. Kogler: ... Mauritius!
Nur ein kleines Beispiel dafür, Herr Stadler, wie locker Sie es mit der Wahrheit nehmen: Sie haben vorhin behauptet, Finanzminister Pröll habe sich mit der Begründung entschuldigt, er sei dienstlich – dienstlich, haben Sie betont – im Ausland. (Abg. Mag. Kogler: ... Mauritius!) In dem Brief, mit dem er sich entschuldigt hat, steht tatsächlich, dass er in Mauritius ist, aber es steht kein Wort darin, dass er dienstlich dort sei. – So gehen Sie mit der Wahrheit um, Herr Stadler! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.
Nur ein kleines Beispiel dafür, Herr Stadler, wie locker Sie es mit der Wahrheit nehmen: Sie haben vorhin behauptet, Finanzminister Pröll habe sich mit der Begründung entschuldigt, er sei dienstlich – dienstlich, haben Sie betont – im Ausland. (Abg. Mag. Kogler: ... Mauritius!) In dem Brief, mit dem er sich entschuldigt hat, steht tatsächlich, dass er in Mauritius ist, aber es steht kein Wort darin, dass er dienstlich dort sei. – So gehen Sie mit der Wahrheit um, Herr Stadler! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Frau Präsident! Frau Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren Kollegen, seien Sie nicht so böse zur Frau Bundesminister! Frau Bundesminister Fekter hat jüngst etwas Großes vollbracht: Sie hat den Jagdschein erreicht, und dazu muss man ihr herzlich gratulieren. Wenn man künftig einen Herbstspaziergang macht und einem eine Dame in Lodengewand und mit einer Flinte in der Hand begegnet, dann weiß man, das ist die Frau Innenminister. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Aber ich kann der Frau Innenminister zurufen: Es wäre zehn Mal gescheiter, Frau Minister, wenn Sie nicht den Hasen und den Bambis im Wald nachstellten, sondern die wirklich kapitalen roten und schwarzen Skandalhirsche, die sich im Geäst der Republik herumtreiben, endlich ins Visier nähmen! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ. – Ruf bei der ÖVP: Sehr blumig!)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ. – Ruf bei der ÖVP: Sehr blumig!
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Frau Präsident! Frau Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren Kollegen, seien Sie nicht so böse zur Frau Bundesminister! Frau Bundesminister Fekter hat jüngst etwas Großes vollbracht: Sie hat den Jagdschein erreicht, und dazu muss man ihr herzlich gratulieren. Wenn man künftig einen Herbstspaziergang macht und einem eine Dame in Lodengewand und mit einer Flinte in der Hand begegnet, dann weiß man, das ist die Frau Innenminister. (Zwischenruf des Abg. Hornek.) Aber ich kann der Frau Innenminister zurufen: Es wäre zehn Mal gescheiter, Frau Minister, wenn Sie nicht den Hasen und den Bambis im Wald nachstellten, sondern die wirklich kapitalen roten und schwarzen Skandalhirsche, die sich im Geäst der Republik herumtreiben, endlich ins Visier nähmen! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ. – Ruf bei der ÖVP: Sehr blumig!)
Ruf bei der ÖVP: ... Baseballspiel!
Frau Bundesminister Fekter, Sie haben eine Scheinhatz gegen drei Oppositionsmandatare veranstaltet und haben bewusst dieses Ablenkungsmanöver genossen, während andere in die Berichterstattung gekommen sind, wissend, was in den Protokollen steht, nämlich dass auf der einen Seite Ihre Partei und auf der anderen Seite die Kanzlerfraktion ganz, ganz tief in dieser Kasachenaffäre drinnensteckt. (Ruf bei der ÖVP: ... Baseballspiel!)
Abg. Amon: „Aloha“ sagt man auf Hawaii! – Abg. Strache: Den Hula-Reifen hat er ja dabei! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ihrem Parteivorsitzenden, dem Herrn Vizekanzler, rufen wir aus Wien ein freundliches „Aloha“ zu. (Abg. Amon: „Aloha“ sagt man auf Hawaii! – Abg. Strache: Den Hula-Reifen hat er ja dabei! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich weiß, das sagt man nicht auf Mauritius, einmal haben Sie recht, aber ich glaube, Sie von der ÖVP sind öfter dort als ich; Sie sind auch öfter in Kasachstan. (Abg. Steibl: ... Fußballplatz!)
Abg. Steibl: ... Fußballplatz!
Ihrem Parteivorsitzenden, dem Herrn Vizekanzler, rufen wir aus Wien ein freundliches „Aloha“ zu. (Abg. Amon: „Aloha“ sagt man auf Hawaii! – Abg. Strache: Den Hula-Reifen hat er ja dabei! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich weiß, das sagt man nicht auf Mauritius, einmal haben Sie recht, aber ich glaube, Sie von der ÖVP sind öfter dort als ich; Sie sind auch öfter in Kasachstan. (Abg. Steibl: ... Fußballplatz!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: Peinlich!
Ich war noch nie dort, aber ich kann Ihnen sagen: Während jetzt der Herr Vizekanzler auf Mauritius sitzt, einen guten Drink in der Hand hält, vielleicht auch ein Sonnenschirmchen, und sich freut, dass sein Onkel, der Erwin Pröll, nicht in die Ziehung dieser Affäre kommt, weil Sie den U-Ausschuss zudrehen, ist das hier heute genau unser Thema. So viel Sonnencreme gibt es gar nicht, wie er sich auf den Bauch schmieren müsste, damit er angesichts dieser Vorgänge, die hier heute zutage treten, nicht errötet. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: Peinlich!)
Abg. Mag. Stadler: Es hat sogar eine Weisung gegeben!
Ich lege Ihnen im Detail offen, wie diese Causa verlaufen ist und was den Anstoß dazu gegeben hat: nämlich das unbequeme Verhalten von uns Freiheitlichen der Frau Minister gegenüber. Wir haben nicht mehr und nicht weniger gemacht, als nur unserer Kontrolltätigkeit nachzugehen, und Sie haben dann betreten geschwiegen, als hier Oppositionsmandatare in den Verdacht geraten sind, in Spionageaktivitäten verwickelt zu sein. (Abg. Mag. Stadler: Es hat sogar eine Weisung gegeben!)
Beifall bei der FPÖ.
Der zweite „Top-Agent“ ist Poldi Mayerhofer, der die hochgeheime Aktion gestartet hat, etwas aus der Wochenzeitschrift „profil“ zu exzerpieren und auf Basis dieses Exzerptes hinsichtlich Missständen in der innenpolitischen Situation nachzufragen. (Beifall bei der FPÖ.)
Ah-Rufe bei der FPÖ
Dann ist jemand dem System auf den Schlips getreten – ich gestehe, das war ich. Ich wusste gar nicht, was damit auszulösen war. Mir wurde etwas zugespielt. Und mittlerweile weiß ich, wie die Kette war: Ein ehemaliger Journalist des österreichischen Rundfunks wurde vom ehemaligen SPÖ-Innenminister Blecha gespeist (Ah-Rufe bei der FPÖ), und der sagt nicht einmal was dazu. Er dürfte so etwas von tief drinnenhängen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Frau Bundesgeschäftsführer Rudas (Rufe der Abgeordneten Mag. Rudas und Mag. Muttonen: Geschäftsführerin!), Ihnen wird ja nachgesagt, aus Ihrer Sicht sei alles so „easy cheesy“. – Es ist nicht so „easy cheesy“, wie Sie vielleicht meinen mögen. (Heiterkeit bei der FPÖ.) Die Geschichte hat durchaus eine gewaltige Brisanz.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Dann ist jemand dem System auf den Schlips getreten – ich gestehe, das war ich. Ich wusste gar nicht, was damit auszulösen war. Mir wurde etwas zugespielt. Und mittlerweile weiß ich, wie die Kette war: Ein ehemaliger Journalist des österreichischen Rundfunks wurde vom ehemaligen SPÖ-Innenminister Blecha gespeist (Ah-Rufe bei der FPÖ), und der sagt nicht einmal was dazu. Er dürfte so etwas von tief drinnenhängen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Frau Bundesgeschäftsführer Rudas (Rufe der Abgeordneten Mag. Rudas und Mag. Muttonen: Geschäftsführerin!), Ihnen wird ja nachgesagt, aus Ihrer Sicht sei alles so „easy cheesy“. – Es ist nicht so „easy cheesy“, wie Sie vielleicht meinen mögen. (Heiterkeit bei der FPÖ.) Die Geschichte hat durchaus eine gewaltige Brisanz.
Rufe der Abgeordneten Mag. Rudas und Mag. Muttonen: Geschäftsführerin!
Dann ist jemand dem System auf den Schlips getreten – ich gestehe, das war ich. Ich wusste gar nicht, was damit auszulösen war. Mir wurde etwas zugespielt. Und mittlerweile weiß ich, wie die Kette war: Ein ehemaliger Journalist des österreichischen Rundfunks wurde vom ehemaligen SPÖ-Innenminister Blecha gespeist (Ah-Rufe bei der FPÖ), und der sagt nicht einmal was dazu. Er dürfte so etwas von tief drinnenhängen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Frau Bundesgeschäftsführer Rudas (Rufe der Abgeordneten Mag. Rudas und Mag. Muttonen: Geschäftsführerin!), Ihnen wird ja nachgesagt, aus Ihrer Sicht sei alles so „easy cheesy“. – Es ist nicht so „easy cheesy“, wie Sie vielleicht meinen mögen. (Heiterkeit bei der FPÖ.) Die Geschichte hat durchaus eine gewaltige Brisanz.
Heiterkeit bei der FPÖ.
Dann ist jemand dem System auf den Schlips getreten – ich gestehe, das war ich. Ich wusste gar nicht, was damit auszulösen war. Mir wurde etwas zugespielt. Und mittlerweile weiß ich, wie die Kette war: Ein ehemaliger Journalist des österreichischen Rundfunks wurde vom ehemaligen SPÖ-Innenminister Blecha gespeist (Ah-Rufe bei der FPÖ), und der sagt nicht einmal was dazu. Er dürfte so etwas von tief drinnenhängen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Frau Bundesgeschäftsführer Rudas (Rufe der Abgeordneten Mag. Rudas und Mag. Muttonen: Geschäftsführerin!), Ihnen wird ja nachgesagt, aus Ihrer Sicht sei alles so „easy cheesy“. – Es ist nicht so „easy cheesy“, wie Sie vielleicht meinen mögen. (Heiterkeit bei der FPÖ.) Die Geschichte hat durchaus eine gewaltige Brisanz.
Abg. Riepl: Vielleicht findet ihr was aus dem 18. Jahrhundert!
So weit, so gut. Das geht bis ins Jahr 1996 zurück. (Abg. Riepl: Vielleicht findet ihr was aus dem 18. Jahrhundert!)
Ah-Rufe bei der FPÖ.
Wenn Sie sich etwa vor Augen führen, was der ehemalige Botschafter der Republik Kasachstan, der Herr Alijew, den Tageszeitungen mitgeteilt hat, dass nämlich im Sommer des Jahres 2008 ein prominenter SPÖ-Anwalt und andere hochrangige SPÖ-Politiker den Gang nach Kasachstan angetreten haben, dann wissen Sie schon, was los ist. Und dann recherchiert man ein bisschen – leicht kommt man nicht drauf, aber man kommt drauf – und findet etwa: „Das zweite Dubai. Immobilienträume in Kasachstan“ (der Redner hält die Kopie eines Zeitschriftenartikels in die Höhe), von niemand anderem als von Ihrem SPÖ-Anwalt Lansky, was ja breitgetreten wird. Genau das sind die Verwicklungen, die Sie nicht aufgedeckt haben wollen! (Ah-Rufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Bis man draufgekommen ist, dass die ÖVP auch drinnensteckt!
Wenn Sie mich fragen: Die Geschichte war von schwarzer Seite vorbereitet, um gegen Rot publikumswirksam gezündet zu werden. Die Freiheitliche Partei ist dabei von der Frau Minister als eine Art Trägerrakete missbraucht worden, um die Geschichte gegen die SPÖ zu zünden. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Bis man draufgekommen ist, dass die ÖVP auch drinnensteckt!)
Abg. Mag. Stadler: Komplizenschaft!
Als Sie allerdings draufgekommen sind, dass der liebe Pröll-Onkel in Niederösterreich im Expressverfahren von 48 Stunden Personen, die mit Millionen nur so um sich hauen, eine Aufenthaltsberechtigung verfügbar macht, haben Sie auf einmal gesagt: Na, da wollen wir nicht weiter nachfragen, da akzeptieren wir, dass wir auch irgendwo mit drinnenhängen. – Und so gibt es halt die gemeinsame rot-schwarze Büchse der Pandora, die aufgegangen ist und die Sie beide heute mit Gewalt wieder zudrücken. (Abg. Mag. Stadler: Komplizenschaft!)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist heute nicht der Fall: Sie haben kein Problem damit, dass man das Parlament abdreht. Wir haben ein Problem damit. Aber ich sage Ihnen eines, Frau Minister: Auch wenn diese Anfragen in Misskredit geraten sind, machen Sie sich gefasst auf eine weitere Serie von Anfragen! Diese Sache endet nicht mit dem heutigen Tag, und wir werden nicht aufhören, in diese Sache Licht hineinzubringen, weil das, um den „Falter“ noch einmal zu zitieren, der größte Korruptionsskandal in Österreich überhaupt ist – ein rot-schwarzer Korruptionsskandal! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Der „Ewald“ Pilz!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nun gelangt Herr Abgeordneter Dr. Pilz zu Wort. Redezeit: 10 Minuten. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Der „Ewald“ Pilz!)
Heiterkeit des Abg. Mayerhofer.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Der Untersuchungsausschuss zu den Überwachungsmaßnahmen und zur Affäre Kasachstan muss wegen zu großen Erfolgs geschlossen werden. (Heiterkeit des Abg. Mayerhofer.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Haben sie nicht!
tin, darf man eigentlich alles sagen?! „Regierungsjustiz“? – Abg. Ing. Westenthaler: Ja, ja, Amon, gib a Ruh’ ...!) Minister und Ministerinnen der ÖVP, die im Verdacht von Delikten stehen, die im Strafgesetzbuch aufgezählt sind – und die betreffen Korruption, Parteibuchwirtschaft und Machtmissbrauch –, sind von dieser Politjustiz, von dieser Regierungsjustiz jahrelang gedeckt worden. Das war deswegen wichtig, weil sich ÖVP-Minister und ‑Ministerinnen, wenn sie gesetzwidrig Posten besetzt (Bundesministerin Dr. Fekter: Haben sie nicht!) und gesetzwidrig Aufträge an Freunde vergeben haben, immer auf die Regierungsjustiz verlassen konnten, und deshalb gibt es in Österreich dieses Maß von Korruption, von Verschwendung von Steuermilliarden und von Parteibuchwirtschaft, unter der alle Beamtinnen und Beamten leiden, denen die Gesetze wichtiger sind als die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei. – Frau Bundesministerin, ich werde Ihnen nächste Woche etwas vorlegen, in dem es um Sie, um bestimmte Zahlungsvorgänge im Innenministerium geht. Da möchte ich jetzt nicht vorgreifen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
tin, darf man eigentlich alles sagen?! „Regierungsjustiz“? – Abg. Ing. Westenthaler: Ja, ja, Amon, gib a Ruh’ ...!) Minister und Ministerinnen der ÖVP, die im Verdacht von Delikten stehen, die im Strafgesetzbuch aufgezählt sind – und die betreffen Korruption, Parteibuchwirtschaft und Machtmissbrauch –, sind von dieser Politjustiz, von dieser Regierungsjustiz jahrelang gedeckt worden. Das war deswegen wichtig, weil sich ÖVP-Minister und ‑Ministerinnen, wenn sie gesetzwidrig Posten besetzt (Bundesministerin Dr. Fekter: Haben sie nicht!) und gesetzwidrig Aufträge an Freunde vergeben haben, immer auf die Regierungsjustiz verlassen konnten, und deshalb gibt es in Österreich dieses Maß von Korruption, von Verschwendung von Steuermilliarden und von Parteibuchwirtschaft, unter der alle Beamtinnen und Beamten leiden, denen die Gesetze wichtiger sind als die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei. – Frau Bundesministerin, ich werde Ihnen nächste Woche etwas vorlegen, in dem es um Sie, um bestimmte Zahlungsvorgänge im Innenministerium geht. Da möchte ich jetzt nicht vorgreifen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Amon: „Stasi-Methoden“, alles darf man sagen, Frau Präsidentin?! – Abg. Mag. Kogler: Es war ja so im Ausschuss!
Stasi-Methoden im militärischen Abwehramt! (Abg. Amon: „Stasi-Methoden“, alles darf man sagen, Frau Präsidentin?! – Abg. Mag. Kogler: Es war ja so im Ausschuss!) Wer in der Nähe einer Veranstaltung parkt, bei der am Podium sogar ein Vertreter des Landesmilitärkommandos sitzt, macht sich verdächtig. Ich habe nicht geglaubt, dass so etwas in Österreich möglich ist! In der DDR war das eine Selbstverständlichkeit. Wer in der Nähe war, ob familiär, ob beruflich, ob beim Studium oder rein örtlich, war in der DDR verdächtig. In Österreich ist das nicht so, habe ich geglaubt. Im Untersuchungsausschuss sind wir draufgekommen, dass es leider im militärischen Bereich, beim Abwehramt so ist. (Abg. Mag. Kogler: Das steht ja im Akt! – Abg. Rädler: Das ... nur Sie!) Das war langsam zu viel.
Abg. Mag. Kogler: Das steht ja im Akt! – Abg. Rädler: Das ... nur Sie!
Stasi-Methoden im militärischen Abwehramt! (Abg. Amon: „Stasi-Methoden“, alles darf man sagen, Frau Präsidentin?! – Abg. Mag. Kogler: Es war ja so im Ausschuss!) Wer in der Nähe einer Veranstaltung parkt, bei der am Podium sogar ein Vertreter des Landesmilitärkommandos sitzt, macht sich verdächtig. Ich habe nicht geglaubt, dass so etwas in Österreich möglich ist! In der DDR war das eine Selbstverständlichkeit. Wer in der Nähe war, ob familiär, ob beruflich, ob beim Studium oder rein örtlich, war in der DDR verdächtig. In Österreich ist das nicht so, habe ich geglaubt. Im Untersuchungsausschuss sind wir draufgekommen, dass es leider im militärischen Bereich, beim Abwehramt so ist. (Abg. Mag. Kogler: Das steht ja im Akt! – Abg. Rädler: Das ... nur Sie!) Das war langsam zu viel.
Abg. Strache: Wegen Harry Kopietz! Wegen St. Marx!
Wie sich jetzt herausgestellt hat, führen die kasachischen Spuren mitten in die ÖVP und deuten in Richtung des Giebelkreuzes, das heißt, der zentralen Macht der Österreichischen Volkspartei, nicht nur in Niederösterreich. Da haben der Parteihut und das Parteibuch gebrannt, und dann musste dieser Ausschuss abgewürgt werden. Das verstehe ich. Nur verstehe ich nicht, warum die SPÖ da mittut. (Abg. Strache: Wegen Harry Kopietz! Wegen St. Marx!) Warum deckt die Sozialdemokratische Partei ins Zwielicht geratene ÖVP-Minister und -Ministerinnen? Warum kämpft die SPÖ darum, dass in den Raiffeisen-Kasachstan-Komplex nicht hineinuntersucht werden darf?
Abg. Mag. Stadler: Eines Tages!
Kollege Stadler, deine Darstellung hat nicht gestimmt: Innerhalb eines Tages (Abg. Mag. Stadler: Eines Tages!), am 3. September 2007, hat es in Niederösterreich den Antrag und die Bewilligung durch die Bezirkshauptmannschaft Horn gegeben. Aber wissen Sie, wer interveniert hat? – Der damalige stellvertretende Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit und heutige Chef des Bundeskriminalamts, Frau Fekters Vertrauens-Parteibeamter Franz Lang hat den niederösterreichischen Behörden ge-
Bundesministerin Dr. Fekter: Das stimmt nicht! – Abg. Kopf: Keine Weisung!
schrieben: Das sind tolle Burschen, bitte Aufenthalt. (Bundesministerin Dr. Fekter: Das stimmt nicht! – Abg. Kopf: Keine Weisung!)
Abg. Hornek: Das ist falsch!
Es gibt für Personen dieser Art, Angehörige und so weiter, in Niederösterreich pro Jahr 20 Personen, die in der Quote aufgenommen werden können. In einem Jahr! (Abg. Hornek: Das ist falsch!)
Abg. Strache: Na! Nennt man das ...?
Ein Drittel dieser Quote wurde auf Intervention aus der Spitze des Innenministeriums den kasachischen Leibwächtern zur Verfügung gestellt. Und dann steht in einem Akt: Es gibt Hinweise auf Zahlungen von Millionen Euro für diese Aufenthaltstitel. (Abg. Strache: Na! Nennt man das ...?)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: ... Korruption!
Ja, wer hat die Millionen kassiert und wer hat sie bezahlt? (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: ... Korruption!) Erzählen Sie mir nicht, dass die ÖVP die einzige Partei ist, in deren Bereich wir diese Zahlungen nicht zu untersuchen hätten!
Abg. Steibl: Das geht zu weit!
Jetzt sage ich Ihnen noch etwas: Es geht nicht nur um die Ausschaltung der Kontrolle in diesem Haus, es geht auch um den Gesetzgebungsprozess. Bitte: das Beispiel Kinderrechte in der Verfassung. Sie knallen uns einen Entwurf 6 aus 45 auf den Tisch (Abg. Steibl: Das geht zu weit!) und sagen, die ÖVP ist so gnädig und nimmt 6 von 45 Kinderrechten aus der UN-Konvention gnädigerweise in die Verfassung auf. (Abg. Strache: Wahnsinn!) Nicht das Recht auf Bildung, nicht das Recht auf Nichtdiskriminierung, nicht das Recht auf soziale Absicherung! Diese Kinderrechte dürfen laut ÖVP nicht in die Verfassung?
Abg. Strache: Wahnsinn!
Jetzt sage ich Ihnen noch etwas: Es geht nicht nur um die Ausschaltung der Kontrolle in diesem Haus, es geht auch um den Gesetzgebungsprozess. Bitte: das Beispiel Kinderrechte in der Verfassung. Sie knallen uns einen Entwurf 6 aus 45 auf den Tisch (Abg. Steibl: Das geht zu weit!) und sagen, die ÖVP ist so gnädig und nimmt 6 von 45 Kinderrechten aus der UN-Konvention gnädigerweise in die Verfassung auf. (Abg. Strache: Wahnsinn!) Nicht das Recht auf Bildung, nicht das Recht auf Nichtdiskriminierung, nicht das Recht auf soziale Absicherung! Diese Kinderrechte dürfen laut ÖVP nicht in die Verfassung?
Abg. Strache: Da muss man die ...! Das ist richtig!
Unsere Abgeordneten sagen: Entschuldigung bitte, wir wollen einmal darüber verhandeln. Es muss Verhandlungen mit der Opposition geben. – Die ÖVP sagt: Nichts verhandeln! Friss oder stirb, Parlament! Friss oder stirb, Opposition! Her mit den Zweidrittel-Unterschriften oder ihr bekommt eine Kampagne, die sich nur so gewaschen hat! (Abg. Strache: Da muss man die ...! Das ist richtig!)
Oh-Rufe bei SPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren von der ÖVP, es ist nicht mein persönliches Vergnügen, mit dem Abgeordneten Graf und mit dem Abgeordneten Stadler in einem Akt parlamentarischer Notwehr zusammenzuarbeiten. (Oh-Rufe bei SPÖ und ÖVP.) Uns Grüne trennt politisch wesentlich mehr von der FPÖ als zum Beispiel von vielen Abgeordneten der SPÖ oder auch der Österreichischen Volkspartei. Sie zwingen nicht nur die Opposition, sondern auch das Parlament zu diesem Notwehrakt, weil sich ein Parlament, das etwas auf sich selbst hält, seine Kontrollrechte nicht nehmen lassen kann, weil eine Minderheit (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Meine Damen und Herren von der ÖVP, es ist nicht mein persönliches Vergnügen, mit dem Abgeordneten Graf und mit dem Abgeordneten Stadler in einem Akt parlamentarischer Notwehr zusammenzuarbeiten. (Oh-Rufe bei SPÖ und ÖVP.) Uns Grüne trennt politisch wesentlich mehr von der FPÖ als zum Beispiel von vielen Abgeordneten der SPÖ oder auch der Österreichischen Volkspartei. Sie zwingen nicht nur die Opposition, sondern auch das Parlament zu diesem Notwehrakt, weil sich ein Parlament, das etwas auf sich selbst hält, seine Kontrollrechte nicht nehmen lassen kann, weil eine Minderheit (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Heiterkeit bei Grünen und FPÖ. – Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
ÖVP-Klubobmann Abgeordneter Kopf sagt: Dieses Parlament ist das Parlament mit den meisten Minderheitenrechten in der ganzen Welt. – Ja, das ist das Parlament, in dem die Minderheit ÖVP die meisten Rechte hat. Das stimmt! (Heiterkeit bei Grünen und FPÖ. – Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler
Aber die Opposition, die Kontrolle und ein sauberer Gesetzgebungsprozess sind von der Österreichischen Volkspartei schwer beschädigt worden. Wir wollen ein Parlament auf Augenhöhe im Gesetzgebungsprozess und bei der Kontrolle. Wir wollen allerdings nicht die Augenhöhe der SPÖ, die, würde man vom Boden aus messen, bei etwa 5 cm aufhören würde. Wir wollen echte Augenhöhe: ein Parlament auf Augenhöhe gegenüber der Bundesregierung (Zwischenruf des Abg. Rädler); ein Parlament, das Korruption, Parteibuchwirtschaft und Machtmissbrauch kontrolliert, bekämpft und im Interesse der Bürger und Bürgerinnen abstellt.
Beifall bei Grünen und BZÖ.
Aber das war heute eine Drohung. Es gibt eine schriftliche Vereinbarung zwischen den Klubs. Auch du hast sie unterschrieben. Und jetzt zu drohen und zu sagen: Meine eigene Unterschrift gilt möglicherweise nicht, wenn sich die Opposition nicht wohlverhält! – so geht das nicht, Kollege Cap! Bitte diese Drohung zurückzunehmen! (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Ich gehe nach wie vor davon aus, dass die Unterschrift des Klubobmanns der SPÖ gilt, und zwar ohne Wenn und Aber. Wir haben jetzt eine Frist bis Ende März gesetzt. Wir fordern Sie auf, alle Verfassungsmaterien bis dahin zum ersten Mal ernsthaft zu verhandeln, zum ersten Mal wirkliche Sachgespräche zu führen, zum ersten Mal mit uns darüber zu verhandeln, ob es nicht möglich ist, viel, viel mehr Kinderrechte in die Verfassung aufzunehmen, viel, viel mehr an Datenschutz im Sicherheitspolizeigesetz zu verankern. Dazu wollen wir diese Zeit nützen! (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen – Abg. Rädler: Auf Wiedersehen!
Wenn Sie Ende März bereit sind, Ihr schriftlich gegebenes Versprechen, dass der Untersuchungsausschuss ein Minderheitsrecht wird, und zwar nicht ein Minderheitsrecht, über das die ÖVP entscheidet, sondern jede einzelne Fraktion dieses Hauses, egal, ob Opposition oder Regierungsfraktion (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen – Abg. Rädler: Auf Wiedersehen!), einzuhalten, dann werden wir hoffentlich bereits so gute Verfassungsgesetze behandelt haben, dass wir weit bessere, als die ÖVP es jemals wollte, hier mit Zweidrittelmehrheit beschließen können. – Danke schön. (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Wenn Sie Ende März bereit sind, Ihr schriftlich gegebenes Versprechen, dass der Untersuchungsausschuss ein Minderheitsrecht wird, und zwar nicht ein Minderheitsrecht, über das die ÖVP entscheidet, sondern jede einzelne Fraktion dieses Hauses, egal, ob Opposition oder Regierungsfraktion (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen – Abg. Rädler: Auf Wiedersehen!), einzuhalten, dann werden wir hoffentlich bereits so gute Verfassungsgesetze behandelt haben, dass wir weit bessere, als die ÖVP es jemals wollte, hier mit Zweidrittelmehrheit beschließen können. – Danke schön. (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Abg. Ing. Hofer: Was ist mit dem Vorwurf der Erpressung? – Rufe bei den Grünen: Warum?
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Pilz, ich gebe Ihnen die Gelegenheit, den Vorwurf Stasi-Methoden zurückzuziehen. (Abg. Ing. Hofer: Was ist mit dem Vorwurf der Erpressung? – Rufe bei den Grünen: Warum?)
Abg. Dr. Pilz: So wie der Präsident des Verfassungsgerichtshofes bleibe ich bei diesem Vorwurf!
Ja oder nein? Herr Abgeordneter, ich brauche nur ein Nicken oder ein Kopfschütteln. Sie haben den Vorwurf der Stasi-Methoden geäußert. Das ist bislang immer ein Grund für einen Ordnungsruf in diesem Haus gewesen. Ich gebe Ihnen die Chance, das zurückzunehmen. (Abg. Dr. Pilz: So wie der Präsident des Verfassungsgerichtshofes bleibe ich bei diesem Vorwurf!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Zur Geschäftsbehandlung!
Sie bleiben bei diesem Vorwurf. Somit erteile ich Ihnen, Herr Abgeordneter Pilz, einen Ordnungsruf. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Zur Geschäftsbehandlung!)
Ruf bei der ÖVP: Wieder palavern!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zur Geschäftsbehandlung: Herr Abgeordneter Mag. Kogler. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Wieder palavern!)
Abg. Pendl: Das ist keine Wortmeldung zur Geschäftsbehandlung!
Der Abgeordnete Pilz hat sich ja auf einen aktenmäßigen Vorgang bezogen, aus dem klipp und klar hervorgeht, dass Besucher einer völlig harmlosen politischen Diskussionsveranstaltung und deren Autokennzeichen großrayonweise registriert wurden. (Abg. Pendl: Das ist keine Wortmeldung zur Geschäftsbehandlung!) Und dann ist dort zum Beispiel locker beschrieben worden, weil ein alternativ aussehend
Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ. – Abg. Strache: Genau darum geht es! Bitte, das ist ja unglaublich!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter, darum geht es nicht! (Zwischenrufe bei Grünen und FPÖ. – Abg. Strache: Genau darum geht es! Bitte, das ist ja unglaublich!) Es geht darum, dass wir hier in diesem Haus eine bestimmte Wortwahl treffen. Ich gebe Ihnen noch die Möglichkeit, das klarzustellen.
Anhaltender Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ. – Abg. Strache: Genau!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (fortsetzend): Frau Präsidentin, genau darum geht es schon, dass nämlich diese Ordnungsrufpraxis, wo völlig unabhängig vom zugrunde liegenden Sachverhalt irgendein Begriff herausgepickt wird, unzulässig und unsinnig ist. (Anhaltender Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ. – Abg. Strache: Genau!)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ. – Abg. Strache: So ist es! Das ist richtig!
Dieser Vorgang, vor wenigen Monaten in dieser Republik beobachtet, wo politisch interessierte Menschen vom Abwehramt denunziert werden und Akten geführt werden in einer Art und Weise, die keinen anderen Begriff zulassen – und ich wiederhole ihn: Stasi-Methoden. (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ. – Abg. Strache: So ist es! Das ist richtig!)
Zwischenrufe bei Grünen, FPÖ und BZÖ. – Abg. Mayerhofer: Und was gut und böse ist!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter, es gibt ohnedies morgen eine Präsidiale. Dazu wurde ja schon ordnungsgemäß eingeladen. Dort haben wir dann auch alle die Möglichkeit, darüber zu reden. Ich bleibe aber dabei, dass es eine gute Gepflogenheit in diesem Haus ist, die Wortwahl so zu treffen, dass sie der Würde des Hauses entspricht. (Zwischenrufe bei Grünen, FPÖ und BZÖ. – Abg. Mayerhofer: Und was gut und böse ist!)
Allgemeiner Beifall.
Bei dieser Gelegenheit darf ich in der Zwischenzeit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des morgigen Jugendparlaments, das hier herinnen tagen wird, herzlich begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Grillitsch: Dem Abgeordneten Kogler nicht!
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Wenn es um die Würde des Hauses geht, dann muss man auch mit einheitlichem Maß messen. Sie haben dem Abgeordneten Pilz einen Ordnungsruf erteilt, weil er Stasi-Methoden vorgeworfen hat. (Abg. Grillitsch: Dem Abgeordneten Kogler nicht!) Ich teile diesen Vorwurf.
Abg. Ing. Westenthaler: Und „Lügner“!
Sie haben aber keinen Ordnungsruf erteilt, Frau Präsidentin, als ein Sprecher der Regierungsparteien den Oppositionsparteien Erpressung vorgeworfen hat. (Abg. Ing. Westenthaler: Und „Lügner“!) – „Erpressung“ und „Lügner“, das ist richtig. Und ich erwarte mir, dass es für diesen Vorwurf ebenfalls einen Ordnungsruf gibt. (Beifall bei FPÖ, BZÖ und Grünen. – Abg. Strache: Das war der Herr Klubobmann Kopf!)
Beifall bei FPÖ, BZÖ und Grünen. – Abg. Strache: Das war der Herr Klubobmann Kopf!
Sie haben aber keinen Ordnungsruf erteilt, Frau Präsidentin, als ein Sprecher der Regierungsparteien den Oppositionsparteien Erpressung vorgeworfen hat. (Abg. Ing. Westenthaler: Und „Lügner“!) – „Erpressung“ und „Lügner“, das ist richtig. Und ich erwarte mir, dass es für diesen Vorwurf ebenfalls einen Ordnungsruf gibt. (Beifall bei FPÖ, BZÖ und Grünen. – Abg. Strache: Das war der Herr Klubobmann Kopf!)
Abg. Kickl: Aufpassen da oben! Auch die Ohren ...!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Ing. Hofer, ich werde mir das Protokoll kommen lassen. Mir ist nicht aufgefallen (Abg. Kickl: Aufpassen da oben! Auch die Ohren ...!) – Ich wünsche Ihnen viel Glück, hier heroben alles zu hören, wenn es unten laut ist. (Abg. Kickl: Sie hören nur das, was Sie hören wollen!)
Abg. Kickl: Sie hören nur das, was Sie hören wollen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Ing. Hofer, ich werde mir das Protokoll kommen lassen. Mir ist nicht aufgefallen (Abg. Kickl: Aufpassen da oben! Auch die Ohren ...!) – Ich wünsche Ihnen viel Glück, hier heroben alles zu hören, wenn es unten laut ist. (Abg. Kickl: Sie hören nur das, was Sie hören wollen!)
Abg. Strache: Sie hören ...! Das fällt auf in diesem Haus!
Ich lasse mir das Protokoll kommen und werde schauen, ob diese Vorwürfe wirklich gefallen sind. (Abg. Strache: Sie hören ...! Das fällt auf in diesem Haus!)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen. – Abg. Amon: Der ist ja kein Abgeordneter!
Ich bitte auch darum, darüber nachzudenken, ob ein Ausdruck, der genau so unter vergleichbaren Sachverhalten vom früheren Präsidenten des österreichischen Verfassungsgerichtshofes Korinek verwendet wurde, der genau wusste, was er sagt, nur dann, wenn ihn ein Oppositionsabgeordneter auch verwendet, zu einem Ordnungsruf führt. Das halte ich für inakzeptabel. (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen. – Abg. Amon: Der ist ja kein Abgeordneter!)
Abg. Kickl: Das können Sie gleich bei „Erpressung“ nachholen! – Abg. Strache: Immer nach der Live-Übertragung!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Mag. Stadler, ich könnte Ihnen beweisen, dass auch Mitglieder von Regierungsparteien diesen Ausdruck in früheren Sitzungen verwendet und dafür einen Ordnungsruf bekommen haben. (Abg. Kickl: Das können Sie gleich bei „Erpressung“ nachholen! – Abg. Strache: Immer nach der Live-Übertragung!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei BZÖ, FPÖ und Grünen. – Ruf: Na geh!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Entschieden zurückzuweisen ist der Vorwurf, der an Sie gerichtet war, nämlich jener der angeblichen Ungleichbehandlung einzelner Fraktionen in Bezug auf Ordnungsrufe. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei BZÖ, FPÖ und Grünen. – Ruf: Na geh!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Was aber viel mehr durch die Wortmeldungen der Abgeordneten Pilz und Kogler wieder einmal zu Tage getreten ist, ist, wie diese beiden Abgeordneten – und nicht nur diese – die Würde dieses Hohen Hauses mit Füßen treten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Heiterkeit. – Abg. Dr. Cap: Cap!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zur Geschäftsbehandlung: Herr Klubobmann Kopf. – Bitte. (Heiterkeit. – Abg. Dr. Cap: Cap!) – Pardon: Herr Klubobmann Cap.
Ruf bei der FPÖ: Einheitspartei!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Ich möchte vorausschicken, dass es, glaube ich, ... (Ruf bei der FPÖ: Einheitspartei!) – Nein, nein. Aber darüber könnte man dann bei einem der Punkte in eine Debatte einsteigen.
Zwischenrufe bei der FPÖ
Der Staatssicherheitsdienst war eine Einrichtung der DDR. Und wenn ich das richtig sehe, von der historischen Betrachtung her, so war das eine Diktatur, ein Unrechtsstaat mit Toten an den Grenzen und an der Mauer (Zwischenrufe bei der FPÖ), und daher, finde ich, ist der Vergleich des Staatssicherheitsdienstes der DDR mit dem österreichischen Abwehramt so deplatziert, dass es völlig richtig ist, dass die Frau Präsidentin dafür diesen Ordnungsruf gegeben hat. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Der Staatssicherheitsdienst war eine Einrichtung der DDR. Und wenn ich das richtig sehe, von der historischen Betrachtung her, so war das eine Diktatur, ein Unrechtsstaat mit Toten an den Grenzen und an der Mauer (Zwischenrufe bei der FPÖ), und daher, finde ich, ist der Vergleich des Staatssicherheitsdienstes der DDR mit dem österreichischen Abwehramt so deplatziert, dass es völlig richtig ist, dass die Frau Präsidentin dafür diesen Ordnungsruf gegeben hat. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Wohin bist du gekommen?
Was ich interessant finde, ist, dass bei diesem Vergleich alle drei Oppositionsparteien gemeinsam applaudiert haben. (Abg. Mag. Kogler: Wohin bist du gekommen?) Es ist schon interessant, dass da offensichtlich jeder ideologische Unterschied zwischen diesen drei Oppositionsparteien immer mehr verschwimmt und verloren geht; aber das wird man vielleicht irgendwann einmal wieder aufarbeiten können. (Ruf bei der FPÖ: Wo ist der Sozialismus?)
Ruf bei der FPÖ: Wo ist der Sozialismus?
Was ich interessant finde, ist, dass bei diesem Vergleich alle drei Oppositionsparteien gemeinsam applaudiert haben. (Abg. Mag. Kogler: Wohin bist du gekommen?) Es ist schon interessant, dass da offensichtlich jeder ideologische Unterschied zwischen diesen drei Oppositionsparteien immer mehr verschwimmt und verloren geht; aber das wird man vielleicht irgendwann einmal wieder aufarbeiten können. (Ruf bei der FPÖ: Wo ist der Sozialismus?)
Abg. Scheibner: Das ist ein Debattenbeitrag!
Selbstverständlich stehe ich dazu – und auch dazu, dass wir darum ringen, dass es in Bezug auf die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses ein Minderheitsrecht geben soll. (Abg. Scheibner: Das ist ein Debattenbeitrag!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe nur generell gesagt, dass Sie mit dieser Ihrer Vorgangsweise eine Diskussion über Minderheitsrechte allgemein provozieren. Aber das ist etwas, was Sie verantworten müssen. Dazu bekenne ich mich nach wie vor. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Strache: Vor Ende der Live-Übertragung der Sitzung wird das Protokoll sicher da sein!
Jedenfalls bleibt es in der Hand des jeweils den Vorsitz führenden Präsidenten, dies zu beurteilen, und das habe ich auch getan. Ich werde auch in Zukunft, ohne Rücksicht auf Mitgliedschaften in Fraktionen, meine Ordnungsrufe tätigen, wenn ich der Meinung bin, dass diese notwendig sind. (Abg. Strache: Vor Ende der Live-Übertragung der Sitzung wird das Protokoll sicher da sein!)
Ruf: So wie Sie!
Kollege Cap, Sie haben recht, dass es in der DDR die Staatssicherheit war, die fürchterliche Methoden angewandt hat, aber eine dieser Stasi-Methoden war auch, dass unbescholtene Bürger (Ruf: So wie Sie!) zu politischen Veranstaltungen gegangen sind, sich das anschauen wollten – und dass dann diese DDR-Stasi ihren Dienst geschickt und diese Bürger bis in das Private hinein bespitzelt hat, diese Bürger ausgeforscht hat und ihnen politischen und privaten Schaden zugefügt hat. Das sind Stasi-Methoden. (Rufe bei den Grünen: Jawohl!) Und die haben wir heute auch, Herr Kollege Cap. Das ist eine Tatsache. (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Rufe bei den Grünen: Jawohl!
Kollege Cap, Sie haben recht, dass es in der DDR die Staatssicherheit war, die fürchterliche Methoden angewandt hat, aber eine dieser Stasi-Methoden war auch, dass unbescholtene Bürger (Ruf: So wie Sie!) zu politischen Veranstaltungen gegangen sind, sich das anschauen wollten – und dass dann diese DDR-Stasi ihren Dienst geschickt und diese Bürger bis in das Private hinein bespitzelt hat, diese Bürger ausgeforscht hat und ihnen politischen und privaten Schaden zugefügt hat. Das sind Stasi-Methoden. (Rufe bei den Grünen: Jawohl!) Und die haben wir heute auch, Herr Kollege Cap. Das ist eine Tatsache. (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Kollege Cap, Sie haben recht, dass es in der DDR die Staatssicherheit war, die fürchterliche Methoden angewandt hat, aber eine dieser Stasi-Methoden war auch, dass unbescholtene Bürger (Ruf: So wie Sie!) zu politischen Veranstaltungen gegangen sind, sich das anschauen wollten – und dass dann diese DDR-Stasi ihren Dienst geschickt und diese Bürger bis in das Private hinein bespitzelt hat, diese Bürger ausgeforscht hat und ihnen politischen und privaten Schaden zugefügt hat. Das sind Stasi-Methoden. (Rufe bei den Grünen: Jawohl!) Und die haben wir heute auch, Herr Kollege Cap. Das ist eine Tatsache. (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Jetzt kann man sich natürlich hier herstellen, Herr Klubobmann Cap, und sagen: Das ist unangenehm!, und die Frau Präsidentin kann sagen: Das entspricht nicht der Würde des Hauses!, aber ich sage Ihnen: Das entspricht der Wahrheit und deswegen gehört es hier im Hohen Haus einmal gesagt, Herr Klubobmann Cap! (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Abg. Strache: Das war eine Wald-und-Wiesen-Rede!
Herr Faymann hielt gestern eine „Wellness-Rede“ (das Titelblatt der Zeitung „Kurier“ in die Höhe haltend): alles super, Wellness; alles bestens! (Abg. Strache: Das war eine Wald-und-Wiesen-Rede!)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Der Herr Finanzminister fährt nach Mauritius – auf Wellness. Zehn Tage in der Sonne, 27 Grad; wunderbar! Der Minister für Urlaub und Freizeit macht Urlaub. Übrigens: Das war jener Minister, der uns noch vor eineinhalb Jahren gesagt hat: Liebe Österreicher, ihr dürft nicht mehr Langstreckenflüge machen, denn das ist schlecht für die Umwelt! (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Ruf bei der FPÖ: Ja, genau!
Und jetzt setzt sich Pröll ins Flugzeug und fliegt zwölf Stunden nach Mauritius. (Ruf bei der FPÖ: Ja, genau!) Wo ist denn da die politische Glaubwürdigkeit dieses Ministers? – Sie ist weg! Pröll ist der Minister für Urlaub und Freizeit! Also: Wellness-Rede, Wellness-Minister! (Abg. Mag. Lapp: Fußball!) Im Sommer fährt er nach Italien, zwischendurch nach Amerika, jetzt nach Mauritius. Wenn er zurückkommt, ist er genau zehn Tage da, dann fängt der Weihnachtsurlaub an. Ist doch wunderschön, da kann man sich wieder ausrasten oder wohin fahren. Das ist doch unerträglich! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Lapp: Fußball!
Und jetzt setzt sich Pröll ins Flugzeug und fliegt zwölf Stunden nach Mauritius. (Ruf bei der FPÖ: Ja, genau!) Wo ist denn da die politische Glaubwürdigkeit dieses Ministers? – Sie ist weg! Pröll ist der Minister für Urlaub und Freizeit! Also: Wellness-Rede, Wellness-Minister! (Abg. Mag. Lapp: Fußball!) Im Sommer fährt er nach Italien, zwischendurch nach Amerika, jetzt nach Mauritius. Wenn er zurückkommt, ist er genau zehn Tage da, dann fängt der Weihnachtsurlaub an. Ist doch wunderschön, da kann man sich wieder ausrasten oder wohin fahren. Das ist doch unerträglich! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Und jetzt setzt sich Pröll ins Flugzeug und fliegt zwölf Stunden nach Mauritius. (Ruf bei der FPÖ: Ja, genau!) Wo ist denn da die politische Glaubwürdigkeit dieses Ministers? – Sie ist weg! Pröll ist der Minister für Urlaub und Freizeit! Also: Wellness-Rede, Wellness-Minister! (Abg. Mag. Lapp: Fußball!) Im Sommer fährt er nach Italien, zwischendurch nach Amerika, jetzt nach Mauritius. Wenn er zurückkommt, ist er genau zehn Tage da, dann fängt der Weihnachtsurlaub an. Ist doch wunderschön, da kann man sich wieder ausrasten oder wohin fahren. Das ist doch unerträglich! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Und wissen Sie, warum das unerträglich ist? – Weil diese Wellness-Politik in Wirklichkeit eine Verhöhnung der Bevölkerung darstellt, die jetzt unter den höchsten Steuern, der höchsten Arbeitslosenrate und der höchsten Kriminalitätsrate leidet. Das ist Ihre „Wellness-Politik“! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Herr Klubobmann Cap, warum bauen Sie nicht gleich den Ballhausplatz um: auf „Warmbad Ballhausplatz“ zum Beispiel? Oder: Sauna statt Ministerrat, damit ihr wenigstens einmal schwitzt, wenn ihr arbeitet. (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.
Das wäre einmal eine Möglichkeit, dass Sie etwas tun in dieser Regierung. Aber was Sie da aufführen, dass Sie sich sozusagen in Urlaube verzupfen und von Wellness-Reden ernähren und dann zu feige sind – ich sage das ganz bewusst; das ist die Wahrheit –, Minister in den Untersuchungsausschuss zu bringen, weil Sie keinen Mumm dazu haben! (Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.)
Abg. Dr. Cap: Fußball! Fußballstadion!
Sie von SPÖ und ÖVP haben eine Regierungsmannschaft ausgesucht, die Österreich vertreten sollte, die ihren Mann/ihre Frau im Ausland stehen sollte, die Gesetzesmaterien vorlegen sollte – und was ist dann? – Sie fürchten sich vor einem Untersuchungsausschuss, zittern wie Espenlaub, ja trauen sich nicht hin, Herr Klubobmann Cap! Und Ihr Angebot ist dann: Wir können ja in den Ausschüssen einer allgemeinen Befragung der Minister lauschen! (Abg. Dr. Cap: Fußball! Fußballstadion!)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Und das ist die Wahrheit: eine demokratische Unkultur, die Sie hier pflegen. (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Abg. Mag. Stadler: Halstief!
Sie (in Richtung ÖVP) als Hauptpartei wieder einmal über den Minister Strasser und über Niederösterreich – Kollege Stadler hat die Visumerteilung schon erwähnt – und Sie (in Richtung SPÖ) wieder einmal, wie immer, als Begleitpartei über Blecha und über Gaál. (Abg. Mag. Stadler: Halstief!)
Beifall bei BZÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Das war die Kapitulation einer Partei. Das war die Aufgabe der Selbstexistenz, des Bestehens der Sozialdemokratie in diesem Land. Jede Stimme, die dort hingeht, ist eine verlorene, Herr Pendl! Sie sollten sich für diese Arbeit, die Sie in diesem Ausschuss nicht geleistet haben, in Wahrheit genieren, Herr Pendl! Das wäre Ihre Aufgabe. (Beifall bei BZÖ und FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Bravo, Kräuter, kommen Sie heraus, haben Sie den Mumm und sagen Sie das auch von diesem Rednerpult aus, Herr Kollege! (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.) Tun Sie das, kommen Sie gleich her zu mir, reden Sie gleich! Machen Sie es!
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Das ist immer dieses Doppelspiel der Sozialdemokratie, das ist euer Doppelspiel, das niemand mehr versteht, und deswegen verliert ihr alle Wahlen: ob bei den Wahlen in der Präsidentschaftskanzlei, minus 40 Prozent, oder bei vergangenen und auch kommenden Landtagswahlen. Ihr seid unglaubwürdig! Ihr gaukelt eine Wellness-Demokratie vor, die es nicht gibt, weil es den Menschen schlecht geht, und ihr dreht die Kontrolle ab, samt eurer Parlamentspräsidentin! Und das ist verwerflich! (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Meine geschätzten Damen und Herren! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren vor den Fernsehschirmen und auf der Tribüne! Vereinigte Opposition! Es wird nicht besser, wenn man alles umdreht, und es wird vor allem nicht richtiger! Und eines sage ich Ihnen, und das habe ich bei der konstituierenden Sitzung dieses Ausschusses schon gesagt: Sachlichkeit ist angesagt! Und ob ihr baden seid oder am Fußballplatz, ist wurscht, Herr Kollege Westenthaler! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.) Also nicht immer über andere reden und selbst bei jeder Gelegenheit fort sein! Nur dass das auch einmal klargestellt ist.
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Lassen Sie mich eines sagen: Ich wäre der Glücklichste, wenn diese Phase des Untersuchungsausschusses ... (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) – Herr Kollege Westenthaler, die Wurschtsemmel is’ wurscht, wann euch die Bananen links und rechts „aussakumman“ – Sache ist angesagt! (Heiterkeit. – Ruf beim BZÖ: Das ist peinlich! – Abg. Strache: Das gibt es ja nicht! – Abg. Bucher: Wovon sprechen Sie?)
Heiterkeit. – Ruf beim BZÖ: Das ist peinlich! – Abg. Strache: Das gibt es ja nicht! – Abg. Bucher: Wovon sprechen Sie?
Lassen Sie mich eines sagen: Ich wäre der Glücklichste, wenn diese Phase des Untersuchungsausschusses ... (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) – Herr Kollege Westenthaler, die Wurschtsemmel is’ wurscht, wann euch die Bananen links und rechts „aussakumman“ – Sache ist angesagt! (Heiterkeit. – Ruf beim BZÖ: Das ist peinlich! – Abg. Strache: Das gibt es ja nicht! – Abg. Bucher: Wovon sprechen Sie?)
Abg. Bucher: Wovon sprechen Sie überhaupt?
Und wenn ihr glaubt, dass ihr dort einfach hergehen könnt und ohne Beschluss des Hauses hier ununterbrochen Themen auf den Tisch bringt (Abg. Bucher: Wovon sprechen Sie überhaupt?), die hier nicht beschlossen sind, dann sage ich euch jetzt eines: Sagt danke zum Herrn Kollegen Bartenstein, ein anderer Vorsitzender hätte euch die halben Fragen nicht einmal zugelassen! Nur dass wir wissen, wovon wir reden. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Und wenn ihr glaubt, dass ihr dort einfach hergehen könnt und ohne Beschluss des Hauses hier ununterbrochen Themen auf den Tisch bringt (Abg. Bucher: Wovon sprechen Sie überhaupt?), die hier nicht beschlossen sind, dann sage ich euch jetzt eines: Sagt danke zum Herrn Kollegen Bartenstein, ein anderer Vorsitzender hätte euch die halben Fragen nicht einmal zugelassen! Nur dass wir wissen, wovon wir reden. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von den Oppositionsparteien, wie Sie mit den geladenen Auskunftspersonen umgegangen sind, spottet jeder Beschreibung und der Würde dieses Hauses, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Das sind honorige Persönlichkeiten, Beamtinnen und Beamte in den unterschiedlichsten hierarchischen Situationen. (Ironische Heiterkeit bei BZÖ und Grünen.) Vor allem sollten wir sie menschlich behandeln. Niemand hat sich das verdient! Keinen Zeugen, keinen Beschuldigten würde man bei Gericht in Österreich so behandeln, wie ihr Auskunftspersonen behandelt, meine sehr geehrten Damen und Herren von der vereinigten Opposition. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Ironische Heiterkeit bei BZÖ und Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von den Oppositionsparteien, wie Sie mit den geladenen Auskunftspersonen umgegangen sind, spottet jeder Beschreibung und der Würde dieses Hauses, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Das sind honorige Persönlichkeiten, Beamtinnen und Beamte in den unterschiedlichsten hierarchischen Situationen. (Ironische Heiterkeit bei BZÖ und Grünen.) Vor allem sollten wir sie menschlich behandeln. Niemand hat sich das verdient! Keinen Zeugen, keinen Beschuldigten würde man bei Gericht in Österreich so behandeln, wie ihr Auskunftspersonen behandelt, meine sehr geehrten Damen und Herren von der vereinigten Opposition. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von den Oppositionsparteien, wie Sie mit den geladenen Auskunftspersonen umgegangen sind, spottet jeder Beschreibung und der Würde dieses Hauses, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Das sind honorige Persönlichkeiten, Beamtinnen und Beamte in den unterschiedlichsten hierarchischen Situationen. (Ironische Heiterkeit bei BZÖ und Grünen.) Vor allem sollten wir sie menschlich behandeln. Niemand hat sich das verdient! Keinen Zeugen, keinen Beschuldigten würde man bei Gericht in Österreich so behandeln, wie ihr Auskunftspersonen behandelt, meine sehr geehrten Damen und Herren von der vereinigten Opposition. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Dann behindern Sie es nicht!
Lassen Sie mich auch klar auf den Punkt bringen, Herr Kollege Pilz: Wir stehen nicht dafür, dass ein Amtsmissbrauch ausgeschaltet wird, wenn man sich illegale Unterlagen und Akten beschafft. Wir sind ein Rechtsstaat, und wir bekennen uns zum Rechtsstaat, und ich glaube, dass alle Fraktionen hier im Haus aufgefordert sind, auch rechtsstaatlich zu arbeiten. (Abg. Dr. Rosenkranz: Dann behindern Sie es nicht!) Das ist unsere Aufgabe, meine sehr geehrten Damen und Herren! Hier ist die Demokratie gefordert,
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
hier ist das Parlament gefordert, und das ist im Dienste der österreichischen Bevölkerung, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei FPÖ, BZÖ und Grünen. – Zwischenrufe beim BZÖ.
Das könnt ihr euch merken, meine geschätzten Damen und Herren: Wir stehen für Inhalte, wir stehen für Sachlichkeit, und die Sozialdemokratie steht für Gerechtigkeit, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei FPÖ, BZÖ und Grünen. – Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Dr. Moser: Besonders von Ihnen!
Meine geschätzten Damen und Herren, eines, glaube ich, sollten wir uns gemeinsam vornehmen: Wenn wir nicht den Schritt schaffen, dass wir persönliche Befindlichkeiten hintanstellen, oder mit persönlichen Befindlichkeiten belastete Kolleginnen und Kollegen in solchen Ausschüssen haben, werden wir sachlich nicht weiterkommen. Ich glaube, dass es sich das Haus verdient hat, ich glaube, dass es sich die Bürgerinnen und Bürger verdient haben, dass in diesem Haus von den Parlamentariern eine ordentliche Arbeit gemacht wird. (Abg. Dr. Moser: Besonders von Ihnen!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Bucher: Der nächste Bundeskanzler ist der Otto Pendl!
Was die negativen Punkte betrifft, die wir jetzt bereits wissen, kann ich nur sagen, es ist schade, dass es sie gibt, aber das Haus ist aufgefordert, dass wir sie abarbeiten, und dazu lade ich Sie sehr herzlich ein. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Bucher: Der nächste Bundeskanzler ist der Otto Pendl!)
Beifall bei der ÖVP.
Es genieren sich ja offenbar selbst schon zwei Klubobleute für ihre eigenen Mandatare und ergreifen deshalb sicherheitshalber gleich gar nicht das Wort zu dem Thema, nämlich Frau Dr. Glawischnig und Herr Strache, die sich aus dieser Debatte überhaupt heraushalten, weil sie hier offenbar Getriebene eigener Mandatare sind, die in einer unglaublichen Art und Weise im Ausschuss agiert haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Auf der anderen Seite haben Sie Abgeordnete, die in eigener Angelegenheit ihre Untersuchung führen. Sie haben Mandatare, die Vorhaltungen und Beschuldigungen machen können, die durch nichts belegt sind, meine Damen und Herren! Und deshalb ist diese Form von Untersuchung abzulehnen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Gibt es schon! Das habt ihr übersehen! – Abg. Strache: Damit es zurückgelegt oder vergessen wird wie bei Strasser!
Herr Stadler hat über viele Themenbereiche gesprochen, über Asylmissbrauch, und es hätte hier angeblich Zahlungen gegeben, damit jemand eine Aufenthaltsgenehmigung bekommt. Es hat hier in Richtung Sozialdemokratie Unterstellungen gegeben. – Das ist alles sehr interessant, Herr Stadler. Machen Sie Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft! (Abg. Mag. Stadler: Gibt es schon! Das habt ihr übersehen! – Abg. Strache: Damit es zurückgelegt oder vergessen wird wie bei Strasser!)
Abg. Strache: Auf die Minister! Bis zu den Landeshauptleuten! Da gibt es die Einflussnahme!
Vieles ist ja gerichtsanhängig, sehr richtig, Herr Kollege Stadler, aber über ein Thema haben Sie nicht geredet, auch nicht der Herr Kollege Westenthaler, auch nicht der Herr Kollege Pilz, nämlich über das Thema, das Untersuchungsgegenstand war: die Einflussnahme ausländischer Geheimdienste auf das Parlament! (Abg. Strache: Auf die Minister! Bis zu den Landeshauptleuten! Da gibt es die Einflussnahme!) Sie haben diesen Themenkomplex tunlichst ausgelassen, und ich verstehe auch, warum.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
wiesen wird, dass unter Wahrheitspflicht ausgesagt wird, nimmt man das zurück. So schauen Ihre Untersuchungen aus, meine Damen und Herren, und das lassen wir nicht zu! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben etwas aufgenommen, was zwei Monate lang in einem Scheingefecht in den Medien betrieben worden ist, eine mediale Vorverurteilung von freiheitlichen Abgeordneten, weil sie ihr Interpellationsrecht, in der Verfassung festgeschriebene und verbriefte Rechte, wahrgenommen und Anfragen zu Missständen der Vollziehung und Verwaltung eingebracht haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Drogenhandel war auch dabei!
Es geht dabei darum, dass Personen unter Verdacht standen, Hunderte Millionen Euro über Österreich in die EU-Staaten illegal eingeführt zu haben. Es handelt sich da um Geld, das offensichtlich, so wird hier behauptet, aus erpresserischer Entführung, verbrecherischem Komplott und vielem anderen mehr, bis hin zu Mordverdacht, beschafft wurde und in Österreich gewaschen wird. (Abg. Strache: Drogenhandel war auch dabei!) Man hat – und jetzt bleiben wir sachlich, Herr Kollege Amon! – eine Anzeige, eine Sachverhaltsdarstellung zu diesem Sachverhalt gemacht, und es ist hier nicht weiter vorgegangen worden. Es ist also der Verdacht im Raum gestanden, dass die Ermittlungsbehörden hier nicht ordentlich ermitteln.
Abg. Strache: Miteigentümer der St.-Marx-Gründe!
Es geht hier um Missstände in der Verwaltung, in der Vollziehung – und das im Zusammenhang mit schweren Verbrechen. Es ist doch wirklich seltsam, dass ein Asylwerber plötzlich sechs Luxuslimousinen in Österreich angemeldet hat, nämlich einen schwarzen Range Rover – mit Kennzeichen angeführt –, einen zweiten Range Rover, eine Bentley-Limousine, einen Land Rover, ein BMW-Cabrio, einen Land Cruiser (Abg. Strache: Miteigentümer der St.-Marx-Gründe!), dass dieser Asylwerber Liegenschaften in Ober St. Veit, also in der besten Lage Wiens, um 20 Millionen € und am Cobenzl um weitere 7 Millionen € kauft. Da stellt sich schon die Frage, warum sich dieser das leisten kann. Er hat dann zwar den Asylantrag in Wien zurückgezogen, sich aber dann an die BH Horn gewendet.
Abg. Strache: Jaja, da weiß man dann schon !
Warum, zum Beispiel, interessiert es Sie nicht, wenn während des laufenden Verfahrens um Asyl- und Aufenthaltsgenehmigung von vermeintlichen dubiosen Personen in Wien – im Hotel Sacher, wie diese Akten ergeben – ein Koffer mit 2 Millionen € an einen Vertreter der SPÖ (Abg. Strache: Jaja, da weiß man dann schon !) – Kopietz ist hier genannt, in den Akten, nicht von mir – übergeben wird, zur Verleihung des Silbernen Verdienstzeichens um die Republik Österreich. (Abg. Strache: Der 2-Millionen-€-Koffer, der übergeben wurde!)
Abg. Strache: Der 2-Millionen-€-Koffer, der übergeben wurde!
Warum, zum Beispiel, interessiert es Sie nicht, wenn während des laufenden Verfahrens um Asyl- und Aufenthaltsgenehmigung von vermeintlichen dubiosen Personen in Wien – im Hotel Sacher, wie diese Akten ergeben – ein Koffer mit 2 Millionen € an einen Vertreter der SPÖ (Abg. Strache: Jaja, da weiß man dann schon !) – Kopietz ist hier genannt, in den Akten, nicht von mir – übergeben wird, zur Verleihung des Silbernen Verdienstzeichens um die Republik Österreich. (Abg. Strache: Der 2-Millionen-€-Koffer, der übergeben wurde!)
Abg. Mag. Stadler: Rote!
Warum interessiert es Sie nicht, wenn solche Personen, die in Wirklichkeit Aufenthalts- und Asylanträge stellen, im Hotel Sacher mit dem Geldkoffer herumreisen, und namentlich Politiker genannt sind? (Abg. Mag. Stadler: Rote!) Das ist vielleicht unangenehm, das mag schon sein, aber aufklärungswürdig ist es allemal, ob das stimmt oder nicht. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ.) In dieser Frage muss man an sich weitergehen.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ.
Warum interessiert es Sie nicht, wenn solche Personen, die in Wirklichkeit Aufenthalts- und Asylanträge stellen, im Hotel Sacher mit dem Geldkoffer herumreisen, und namentlich Politiker genannt sind? (Abg. Mag. Stadler: Rote!) Das ist vielleicht unangenehm, das mag schon sein, aber aufklärungswürdig ist es allemal, ob das stimmt oder nicht. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ.) In dieser Frage muss man an sich weitergehen.
Abg. Amon: Redezeit!
hung von einigen Oppositionsabgeordneten war (Abg. Amon: Redezeit!) – freiwillige Redezeit! –, Sie sich über Unvereinbarkeiten nicht aufgeregt, sondern dem Regierungspartner die Mauer gemacht haben.
Abg. Mag. Stadler: Bartenstein! Martin Bartenstein!
Als im Banken-Untersuchungsausschuss BAWAG und ÖGB Thema waren, sind die Gewerkschafter bei der SPÖ gesessen, nebeneinander – da haben Sie sich nicht über Unvereinbarkeiten aufgeregt. (Abg. Mag. Stadler: Bartenstein! Martin Bartenstein!) Als es darum gegangen ist, Bankenskandale aufzudecken, ist die halbe Raiffeisenbelegschaft auf der ÖVP-Seite gesessen – da haben Sie sich nicht über Unvereinbarkeiten aufgeregt. Wenn es aber darum geht, ob Oppositionsabgeordnete in Österreich willkürlich anders behandelt werden, zum Mundtotmachen, und Sie sich dann wundern, dass Oppositionsabgeordnete im Ausschuss sitzen, dann erkennen Sie plötzlich Unvereinbarkeiten. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ.
Als im Banken-Untersuchungsausschuss BAWAG und ÖGB Thema waren, sind die Gewerkschafter bei der SPÖ gesessen, nebeneinander – da haben Sie sich nicht über Unvereinbarkeiten aufgeregt. (Abg. Mag. Stadler: Bartenstein! Martin Bartenstein!) Als es darum gegangen ist, Bankenskandale aufzudecken, ist die halbe Raiffeisenbelegschaft auf der ÖVP-Seite gesessen – da haben Sie sich nicht über Unvereinbarkeiten aufgeregt. Wenn es aber darum geht, ob Oppositionsabgeordnete in Österreich willkürlich anders behandelt werden, zum Mundtotmachen, und Sie sich dann wundern, dass Oppositionsabgeordnete im Ausschuss sitzen, dann erkennen Sie plötzlich Unvereinbarkeiten. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ.)
Abg. Strache: Um welche Wurstsemmel?!
Bleiben wir bei der Sachlichkeit: Diesen Untersuchungsausschuss zu diesem Zeitpunkt abzudrehen, ist eine Desavouierung der parlamentarischen Rechte und trägt zur demokratiepolitischen Hygiene nichts bei. Wenn es ein Theater gibt, dann haben Sie es verursacht – der Klubobmann der SPÖ mit dem Klubobmann der ÖVP –, weil Sie die politische Lage schlichtweg naiv, falsch eingeschätzt haben. Das ist der Vorwurf, der am Ende übrig bleibt. Sie müssen sich überlegen, in Zukunft Partner zu suchen, die mit Ihnen noch etwas tragen, denn bei Ihnen kann man nie wissen, wann, zu welchem Zeitpunkt Sie umfallen. (Abg. Strache: Um welche Wurstsemmel?!) Eines weiß man: Sie fallen garantiert um! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ.
Bleiben wir bei der Sachlichkeit: Diesen Untersuchungsausschuss zu diesem Zeitpunkt abzudrehen, ist eine Desavouierung der parlamentarischen Rechte und trägt zur demokratiepolitischen Hygiene nichts bei. Wenn es ein Theater gibt, dann haben Sie es verursacht – der Klubobmann der SPÖ mit dem Klubobmann der ÖVP –, weil Sie die politische Lage schlichtweg naiv, falsch eingeschätzt haben. Das ist der Vorwurf, der am Ende übrig bleibt. Sie müssen sich überlegen, in Zukunft Partner zu suchen, die mit Ihnen noch etwas tragen, denn bei Ihnen kann man nie wissen, wann, zu welchem Zeitpunkt Sie umfallen. (Abg. Strache: Um welche Wurstsemmel?!) Eines weiß man: Sie fallen garantiert um! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten des BZÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Es stimmt! Es stimmt!
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Innenministerin! Sie dozieren hier von der Regierungsbank herunter, dass die Opposition Schuld hat, dass jetzt keine Verfassungsgesetze mehr beschlossen werden. (Abg. Mag. Molterer: Es stimmt! Es stimmt!) Ich finde das ungeheuerlich! Merken Sie sich eines: Das Parlament ist kein bedingungsloser Mehrheitsbeschaffer für Ihre Regierungsvorhaben. Wenn Sie von uns etwas wollen, wenn Sie von den Grünen etwas wollen, dann sollten Sie ein Mindestmaß an parlamentarischem Anstand mitbringen, den ich bei Ihnen vermisse (Bundesministerin Dr. Fekter: Na, na!), wenn ich mir Ihre Vorgangsweise im Zusammenhang mit dem Untersuchungsausschuss anschaue. Da können Sie auf der Regierungsbank plärren, was Sie wollen – so ist es, Frau Bundesministerin. (Beifall und Bravoruf bei den Grünen.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Na, na!
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Innenministerin! Sie dozieren hier von der Regierungsbank herunter, dass die Opposition Schuld hat, dass jetzt keine Verfassungsgesetze mehr beschlossen werden. (Abg. Mag. Molterer: Es stimmt! Es stimmt!) Ich finde das ungeheuerlich! Merken Sie sich eines: Das Parlament ist kein bedingungsloser Mehrheitsbeschaffer für Ihre Regierungsvorhaben. Wenn Sie von uns etwas wollen, wenn Sie von den Grünen etwas wollen, dann sollten Sie ein Mindestmaß an parlamentarischem Anstand mitbringen, den ich bei Ihnen vermisse (Bundesministerin Dr. Fekter: Na, na!), wenn ich mir Ihre Vorgangsweise im Zusammenhang mit dem Untersuchungsausschuss anschaue. Da können Sie auf der Regierungsbank plärren, was Sie wollen – so ist es, Frau Bundesministerin. (Beifall und Bravoruf bei den Grünen.)
Beifall und Bravoruf bei den Grünen.
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Innenministerin! Sie dozieren hier von der Regierungsbank herunter, dass die Opposition Schuld hat, dass jetzt keine Verfassungsgesetze mehr beschlossen werden. (Abg. Mag. Molterer: Es stimmt! Es stimmt!) Ich finde das ungeheuerlich! Merken Sie sich eines: Das Parlament ist kein bedingungsloser Mehrheitsbeschaffer für Ihre Regierungsvorhaben. Wenn Sie von uns etwas wollen, wenn Sie von den Grünen etwas wollen, dann sollten Sie ein Mindestmaß an parlamentarischem Anstand mitbringen, den ich bei Ihnen vermisse (Bundesministerin Dr. Fekter: Na, na!), wenn ich mir Ihre Vorgangsweise im Zusammenhang mit dem Untersuchungsausschuss anschaue. Da können Sie auf der Regierungsbank plärren, was Sie wollen – so ist es, Frau Bundesministerin. (Beifall und Bravoruf bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.
Sie haben heute die Chance gehabt, einen einzigen Grund dafür zu liefern, dass Sie im Dezember diesen Untersuchungsausschuss abdrehen. – Ich habe Ihnen aufmerksam zugehört, Kolleginnen und Kollegen von SPÖ und ÖVP, Sie haben keinen einzigen Grund genannt. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.) Der Hauptgrund, den Sie vorbringen, ist, wir hätten vereinbart, dass wir zu Weihnachten mit dem Untersuchungsausschuss fertig sind. Halten wir also fest: Weihnachten findet für die ÖVP offensichtlich am 10. Dezember statt. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Sie haben heute die Chance gehabt, einen einzigen Grund dafür zu liefern, dass Sie im Dezember diesen Untersuchungsausschuss abdrehen. – Ich habe Ihnen aufmerksam zugehört, Kolleginnen und Kollegen von SPÖ und ÖVP, Sie haben keinen einzigen Grund genannt. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer.) Der Hauptgrund, den Sie vorbringen, ist, wir hätten vereinbart, dass wir zu Weihnachten mit dem Untersuchungsausschuss fertig sind. Halten wir also fest: Weihnachten findet für die ÖVP offensichtlich am 10. Dezember statt. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Amon: Wir haben keine Leichen!
Argument dafür gibt es keines, außer man lässt Schutz vor Aufklärung von Leichen im eigenen Keller als sachliches Argument gelten. Das ist für mich kein sachliches Argument – vielleicht nach der Definition der ÖVP. (Abg. Amon: Wir haben keine Leichen!)
Bundesministerin Dr. Fekter: Öllinger! – Abg. Amon: Causa Öllinger!
Ich frage mich schon, ob Sie nicht den Juli dieses Jahres ernsthaft bereuen. Ich kann mich gut erinnern, wie Sie, Kollegen von der ÖVP, damals aufgescheucht – fast euphorisch, manisch – durch dieses Haus gelaufen sind und versucht haben, innerhalb weniger Stunden die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zu ermöglichen. Ich habe schon einmal gesagt: Sie haben geglaubt, Sie könnten die Grünen mit der sogenannten Causa Sailer anpatzen. Das werden wir dann am 11. Dezember diskutieren, da ist nichts übrig geblieben. (Bundesministerin Dr. Fekter: Öllinger! – Abg. Amon: Causa Öllinger!) Und Sie haben gehofft, Sie könnten die FPÖ mit der Causa Kasachstan anpatzen.
Abg. Mag. Kogler: Genau, zu Raiffeisen und zur ÖVP!
Ich habe schon bei der letzten Sondersitzung gesagt: Es gibt gute Indizien, dass die Spuren in dieser Causa nicht zur FPÖ führen, sondern zu Ihnen. (Abg. Mag. Kogler: Genau, zu Raiffeisen und zur ÖVP!) Und Ihr Problem ist – das haben Sie in der Eile im Juli nicht bedacht –, dass es möglicherweise in der Sache Kasachstan bei Ihnen einiges zu verbergen gibt. Deswegen ist Ihnen trotz Kontrollphobie dieser Fehler passiert.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Gegen!
Am 3. September 2007 hat Herr Alijew – das geht aus den Akten klar hervor – seinen Antrag bei der MA 35 zurückgezogen. Am gleichen Tag hat er den gleichen Antrag auf Niederlassungsbewilligung bei der Bezirkshauptmannschaft Horn gestellt. Etwas Besseres als das, was dann gekommen ist, kann man sich nicht wünschen: Ein hoher Beamter des Innenministeriums – der stellvertretende Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Lang, der schwärzeste Beamte im Innenministerium – hat sozusagen noch ein Leumundszeugnis per E-Mail geliefert und gesagt, es spreche nichts für die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Gegen!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des BZÖ.
Die Öffentlichkeit hat sich ein Bild gemacht, und ich bin froh, dass das nicht zu Ihren Gunsten ist, denn jeder hat in diesem Land mitbekommen, dass hier einiges gewaltig stinkt. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen
Meine Damen und Herren – Frau Präsidentin Prammer ist jetzt leider nicht mehr im Saal –, ich finde es ungeheuerlich, dass diese Sondersitzung, verlangt von der Opposition, heute plötzlich mit zwei Stunden Direktübertragung im Fernsehen abgespeist wird (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen), obwohl sonst immer die gesamte Sitzung oder zumindest drei Stunden übertragen wurden.
Zwischenruf des Abg. Faul.
Vordergründig hat man gesagt, es sei so unangenehm, wenn man zwischen 13 Uhr und 13.15 Uhr die Übertragung oder die Sitzung unterbricht; fangen wir deshalb nicht um 12 Uhr an, sondern erst um 13.15 Uhr. Aber dass um 15 Uhr abgedreht wird, hat man nicht dazugesagt. Meine Damen und Herren, machen Sie nur so weiter! (Zwischenruf des Abg. Faul.) Machen Sie nur so weiter, Kollege Faul! Abdrehen, während der Rede des Kollegen Westenthaler zufällige Bild- und Tonstörungen, bei allen anderen davor und danach – bei den Regierungsrednern – nicht. (Rufe bei der ÖVP: A geh!) A geh, a geh, heißt es da. – Meine Damen und Herren, wir haben es satt! Wir haben es wirklich satt, wie Sie hier mit der Opposition umgehen! (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Rufe bei der ÖVP: A geh!
Vordergründig hat man gesagt, es sei so unangenehm, wenn man zwischen 13 Uhr und 13.15 Uhr die Übertragung oder die Sitzung unterbricht; fangen wir deshalb nicht um 12 Uhr an, sondern erst um 13.15 Uhr. Aber dass um 15 Uhr abgedreht wird, hat man nicht dazugesagt. Meine Damen und Herren, machen Sie nur so weiter! (Zwischenruf des Abg. Faul.) Machen Sie nur so weiter, Kollege Faul! Abdrehen, während der Rede des Kollegen Westenthaler zufällige Bild- und Tonstörungen, bei allen anderen davor und danach – bei den Regierungsrednern – nicht. (Rufe bei der ÖVP: A geh!) A geh, a geh, heißt es da. – Meine Damen und Herren, wir haben es satt! Wir haben es wirklich satt, wie Sie hier mit der Opposition umgehen! (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Vordergründig hat man gesagt, es sei so unangenehm, wenn man zwischen 13 Uhr und 13.15 Uhr die Übertragung oder die Sitzung unterbricht; fangen wir deshalb nicht um 12 Uhr an, sondern erst um 13.15 Uhr. Aber dass um 15 Uhr abgedreht wird, hat man nicht dazugesagt. Meine Damen und Herren, machen Sie nur so weiter! (Zwischenruf des Abg. Faul.) Machen Sie nur so weiter, Kollege Faul! Abdrehen, während der Rede des Kollegen Westenthaler zufällige Bild- und Tonstörungen, bei allen anderen davor und danach – bei den Regierungsrednern – nicht. (Rufe bei der ÖVP: A geh!) A geh, a geh, heißt es da. – Meine Damen und Herren, wir haben es satt! Wir haben es wirklich satt, wie Sie hier mit der Opposition umgehen! (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Abg. Amon: Scheibner, ...!
Das ist ungeheuerlich! Ungeheuerlich, einen Untersuchungsausschuss einzurichten (Abg. Amon: Scheibner, ...!) – lieber Kollege Amon, hör lieber zu, du kommst zum Schluss auch noch einmal dran; das ist auch so symptomatisch dafür, wie hier der Umgang ist und wie es um die Republik bestellt ist –, es gab auch große Empörung vor einigen Monaten über die Zustände, die zu diesem Untersuchungsausschuss geführt haben. Tagelang, wochenlang hat das die mediale Berichterstattung bewegt, was hier alles los ist. Alle haben gesagt: Das muss aufgeklärt werden! Das ist wichtig, denn das ist einer der größten Skandale, die sich hier abspielen. Illegales Abhören von Abgeordneten, irgendwelche Informationsbeschaffungen, Unterstützung für Geheimdienste – ja wirklich alles Dinge, die untersucht gehören.
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Lieber Kollege Amon, wovor fürchtet ihr euch denn? Das ist ja eigentlich ein Affront gegenüber der Innenministerin, wir haben sie immer als durchaus dynamische und selbstbewusste Abgeordnete kennengelernt. Traut man den Ministern nicht zu, dass sie im Untersuchungsausschuss Rede und Antwort vor den Abgeordneten stehen, unter Wahrheitspflicht? – Anscheinend traut man ihnen das nicht zu. Dann tauschen Sie bitte die Minister aus, um Minister zu haben, die dem Parlament gewachsen sind! Die sollen das Land regieren, meine Damen und Herren, und fürchten sich vor einem Abgeordneten Pilz, vor einem Abgeordneten Stadler!? Ja wo kommen wir denn da hin? (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Abg. Dr. Cap: Ja, das stimmt! Faulpelze!
Kollege Cap, es geht auch nicht um das Minderheitsrecht, das, wie ihr sagt, wir schon längst hätten einrichten können. (Abg. Dr. Cap: Ja, das stimmt! Faulpelze!) Ja, natürlich stimmt das, wir hätten es einrichten können – aber jetzt zeigt ihr am besten vor, wie die Mehrheit ein Recht missbrauchen kann. Das ist eine Rechtfertigung: zu sagen, ihr hättet ja schon ein Minderheitsrecht beschließen können, jetzt missbrauchen wir unsere Mehrheit, um diesen Ausschuss abzudrehen. (Bundesministerin Dr. Fekter: Mehrheit kann nie Missbrauch sein!) Mehrheit kann nie Missbrauch sein, aber, Frau Ministerin (Bundesministerin Dr. Fekter: Demokratie!), einen Ausschuss abzudrehen, noch bevor die letzten Zeugen, nicht unwichtige Zeugen, denn der Chef des Abwehramts ist nicht unwichtig, befragt worden sind!? (Abg. Amon: Sie waren ja gar nicht dabei!) Erstens einmal war ich schon dabei, und zweitens einmal, lieber Freund: Ist das Tatsache oder ist das nicht Tatsache? – Es ist Tatsache, also führen Sie das entsprechend ab!
Bundesministerin Dr. Fekter: Mehrheit kann nie Missbrauch sein!
Kollege Cap, es geht auch nicht um das Minderheitsrecht, das, wie ihr sagt, wir schon längst hätten einrichten können. (Abg. Dr. Cap: Ja, das stimmt! Faulpelze!) Ja, natürlich stimmt das, wir hätten es einrichten können – aber jetzt zeigt ihr am besten vor, wie die Mehrheit ein Recht missbrauchen kann. Das ist eine Rechtfertigung: zu sagen, ihr hättet ja schon ein Minderheitsrecht beschließen können, jetzt missbrauchen wir unsere Mehrheit, um diesen Ausschuss abzudrehen. (Bundesministerin Dr. Fekter: Mehrheit kann nie Missbrauch sein!) Mehrheit kann nie Missbrauch sein, aber, Frau Ministerin (Bundesministerin Dr. Fekter: Demokratie!), einen Ausschuss abzudrehen, noch bevor die letzten Zeugen, nicht unwichtige Zeugen, denn der Chef des Abwehramts ist nicht unwichtig, befragt worden sind!? (Abg. Amon: Sie waren ja gar nicht dabei!) Erstens einmal war ich schon dabei, und zweitens einmal, lieber Freund: Ist das Tatsache oder ist das nicht Tatsache? – Es ist Tatsache, also führen Sie das entsprechend ab!
Bundesministerin Dr. Fekter: Demokratie!
Kollege Cap, es geht auch nicht um das Minderheitsrecht, das, wie ihr sagt, wir schon längst hätten einrichten können. (Abg. Dr. Cap: Ja, das stimmt! Faulpelze!) Ja, natürlich stimmt das, wir hätten es einrichten können – aber jetzt zeigt ihr am besten vor, wie die Mehrheit ein Recht missbrauchen kann. Das ist eine Rechtfertigung: zu sagen, ihr hättet ja schon ein Minderheitsrecht beschließen können, jetzt missbrauchen wir unsere Mehrheit, um diesen Ausschuss abzudrehen. (Bundesministerin Dr. Fekter: Mehrheit kann nie Missbrauch sein!) Mehrheit kann nie Missbrauch sein, aber, Frau Ministerin (Bundesministerin Dr. Fekter: Demokratie!), einen Ausschuss abzudrehen, noch bevor die letzten Zeugen, nicht unwichtige Zeugen, denn der Chef des Abwehramts ist nicht unwichtig, befragt worden sind!? (Abg. Amon: Sie waren ja gar nicht dabei!) Erstens einmal war ich schon dabei, und zweitens einmal, lieber Freund: Ist das Tatsache oder ist das nicht Tatsache? – Es ist Tatsache, also führen Sie das entsprechend ab!
Abg. Amon: Sie waren ja gar nicht dabei!
Kollege Cap, es geht auch nicht um das Minderheitsrecht, das, wie ihr sagt, wir schon längst hätten einrichten können. (Abg. Dr. Cap: Ja, das stimmt! Faulpelze!) Ja, natürlich stimmt das, wir hätten es einrichten können – aber jetzt zeigt ihr am besten vor, wie die Mehrheit ein Recht missbrauchen kann. Das ist eine Rechtfertigung: zu sagen, ihr hättet ja schon ein Minderheitsrecht beschließen können, jetzt missbrauchen wir unsere Mehrheit, um diesen Ausschuss abzudrehen. (Bundesministerin Dr. Fekter: Mehrheit kann nie Missbrauch sein!) Mehrheit kann nie Missbrauch sein, aber, Frau Ministerin (Bundesministerin Dr. Fekter: Demokratie!), einen Ausschuss abzudrehen, noch bevor die letzten Zeugen, nicht unwichtige Zeugen, denn der Chef des Abwehramts ist nicht unwichtig, befragt worden sind!? (Abg. Amon: Sie waren ja gar nicht dabei!) Erstens einmal war ich schon dabei, und zweitens einmal, lieber Freund: Ist das Tatsache oder ist das nicht Tatsache? – Es ist Tatsache, also führen Sie das entsprechend ab!
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Das sind die Herrschaften, die dieses Land regieren, meine Damen und Herren! Es ist heute viel von der Würde des Parlaments die Rede gewesen, ich meine, wir sollten uns lieber um die Würde der Politik unseres Landes, der Republik Österreich, Gedanken machen. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Rufe beim BZÖ: In Ihrem Fall ist das gescheiter!
Abgeordnete Mag. Sonja Steßl-Mühlbacher (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Kollege Scheibner, es tut mir wirklich leid, dass Sie nicht mehr während der Fernsehübertragung gesprochen haben, aber vielleicht klappt es ja das nächste Mal. Ich bin jetzt auch nicht im Fernsehen und rede trotzdem sehr gerne hier zum Hohen Haus. (Beifall bei der SPÖ. – Rufe beim BZÖ: In Ihrem Fall ist das gescheiter!)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt ist es an der Zeit, dass wir einmal zu den Änderungen im Immunitätsrecht, im Bereich der Staatsanwaltschaft oder auch im Bereich der StPO kommen, meine sehr verehrten Damen und Herren, aber was haben wir für eine Situation? – Eine Fundamentalopposition auf Kosten Österreichs! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neubauer: So wie Sie!
Kinderrechte in der Verfassung, bessere und vor allem wählerInnenfreundlichere Neuregelungen für kommende Wahlen, datenschutzrechtliche Regelungen – und was machen wir? Wir machen ein bisschen auf Rosinenpickerei. So ist es, meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir blockieren die Kinderrechte, aber auf der anderen Seite, wenn es um Minderheitsrechte geht, darum, dass die Minderheitsrechte ausgebaut werden, wozu wir eine Zweidrittelmehrheit brauchen, setzen wir uns ein und stimmen zu. – Diese inhaltliche Blockade ist ein Schaden für unser Parlament! (Abg. Neubauer: So wie Sie!) Hier geht es nicht um die gegenseitige Aufrechnung, Herr Kollege Neubauer, oder darum, wer wem zuerst ein Spielzeug weggenommen hat, nein, es geht darum, dass wir für Österreich arbeiten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kinderrechte in der Verfassung, bessere und vor allem wählerInnenfreundlichere Neuregelungen für kommende Wahlen, datenschutzrechtliche Regelungen – und was machen wir? Wir machen ein bisschen auf Rosinenpickerei. So ist es, meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir blockieren die Kinderrechte, aber auf der anderen Seite, wenn es um Minderheitsrechte geht, darum, dass die Minderheitsrechte ausgebaut werden, wozu wir eine Zweidrittelmehrheit brauchen, setzen wir uns ein und stimmen zu. – Diese inhaltliche Blockade ist ein Schaden für unser Parlament! (Abg. Neubauer: So wie Sie!) Hier geht es nicht um die gegenseitige Aufrechnung, Herr Kollege Neubauer, oder darum, wer wem zuerst ein Spielzeug weggenommen hat, nein, es geht darum, dass wir für Österreich arbeiten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, was sollen die Österreicherinnen und Österreicher von uns halten, welches Image stellen Sie dar? Wie soll die Bevölkerung eine gute Meinung über unser Parlament haben, wenn sie die ganze Zeit nur von Blockade hört? Die heutige Übertragung hat wieder gezeigt, dass hier nur gestritten wird und sonst gar nichts. Die Menschen sind es leid, und wir brauchen uns nicht zu wundern, dass sie politikverdrossen werden. Das ist ein unwürdiges Schauspiel! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, Sie alle haben nach Verlesung dieser Gelöbnisformel mit „Ich gelobe“ geantwortet, also: Arbeiten Sie für Österreich! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Öllinger: Nein! – Abg. Mag. Stadler: Nein!
Es ist ein bisschen eine vergebene Chance, denn die Chance war einmalig und war da – sie ist vermutlich nicht mehr da. Sie war da, denn erstmals war es, wie ich höre, eine einstimmige Einsetzung eines Untersuchungsausschusses, erstmals war dieser Untersuchungsausschuss auch nicht gegen jemanden gerichtet (Abg. Öllinger: Nein! – Abg. Mag. Stadler: Nein!), gegen irgendeinen Minister. Und es ist sachlich nicht richtig, Herr Kollege Graf, wenn Sie sagen, dass wir hier als Regierungsfraktionen irgendjemanden im Auge gehabt haben – überhaupt nicht! –, sondern es war von vornherein die Voraussetzung eine gute.
Abg. Mag. Kogler: Ist er jetzt aus, der Ausschuss?
Einfach ist es ja nicht gewesen, meine sehr verehrten Damen und Herren. Ich darf Ihnen zwei, drei Beispiele nur von heute zitieren (Abg. Mag. Kogler: Ist er jetzt aus, der Ausschuss?) – ich weiß schon, jetzt haben wir wieder Untersuchungsausschussatmosphäre –, die restlichen zehn Stunden, in denen die Emotionen hoch gehen, insbesondere wenn Kollege Westenthaler beschließt, zu Zwischenrufen zu greifen.
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Selbst du, Kollege Scheibner, als besonnener und konstruktiver Kollege allemal bekannt, hast von einem illegalen Abhören von Abgeordneten gesprochen. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) – Hör noch kurz zu! Wir wissen, und das ist eine der Erkenntnisse dieses Untersuchungsausschusses – und diesbezüglich habe ich Konsens aller Fraktionen geortet –, Peter Westenthaler, dass es überschießend war, dich, bevor du überhaupt nur als Zeuge einvernommen wurdest, in Sachen Rufdatenrückerfassung in die Ziehung zu nehmen. Man hätte dich jedenfalls vorher als Zeuge einvernehmen sollen. (Abg. Ing. Westenthaler: Also illegal!)
Abg. Ing. Westenthaler: Also illegal!
Selbst du, Kollege Scheibner, als besonnener und konstruktiver Kollege allemal bekannt, hast von einem illegalen Abhören von Abgeordneten gesprochen. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.) – Hör noch kurz zu! Wir wissen, und das ist eine der Erkenntnisse dieses Untersuchungsausschusses – und diesbezüglich habe ich Konsens aller Fraktionen geortet –, Peter Westenthaler, dass es überschießend war, dich, bevor du überhaupt nur als Zeuge einvernommen wurdest, in Sachen Rufdatenrückerfassung in die Ziehung zu nehmen. Man hätte dich jedenfalls vorher als Zeuge einvernehmen sollen. (Abg. Ing. Westenthaler: Also illegal!)
Abg. Ing. Westenthaler: Freilich war es illegal!
Konsens im Untersuchungsausschuss unter allen Fraktionen. Aber es war eben nicht illegal (Abg. Ing. Westenthaler: Freilich war es illegal!), sondern nur überschießend,
Abg. Ing. Westenthaler: Überschießend!
Wenn Scheibner sagt, geheime Daten sollten im Interesse der Zeugen auch geheim bleiben, meine sehr verehrten Damen und Herren, dann könnte ich das vom Vorsitz des Untersuchungsausschusses aus gesagt haben. Aber wenn insbesondere vom Kollegen Pilz minutenlang, 10 Minuten lang, 20 Minuten lang, aus geheimen und vertraulichen Akten, Verschlussakten im Untersuchungsausschuss in öffentlicher Sitzung deswegen zitiert wird, damit diese geheimen Akten auf diesem Wege – nicht illegal im Übrigen (Abg. Ing. Westenthaler: Überschießend!), aber wahrscheinlich doch unter weitgehender Ausnützung der Geschäftsordnung – das Licht der Öffentlichkeit und auch das Bewusstsein der Journalisten erblicken, dann sehen Sie, vor welchen Problemen wir stehen.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Eh!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, die Sache mit dem Bankgeheimnis hat der Opposition Appetit auf mehr gemacht, politisch schon verständlich, aber mittlerweile geht es ein Stück zu weit. Sie sagen, die Regierung sei schuld, wenn die Dienstleistungsrichtlinie nicht zeitgerecht umgesetzt werden könne (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Eh!), und die Regierung solle auch schuld sein, wenn die Kinderrechte nicht in die Verfassung kommen.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wenn ich dem Kollegen Pilz richtig zugehört habe, dann hat er aus lauter schlechtem politischem Gewissen in Sachen Kinderrechte schon zurückzurudern begonnen. Da sprach er schon vom 31. März, da sprach er schon von „6 aus 45“, und das sei noch zu wenig. Also vielleicht ist das ein Zeitfenster für die Opposition, sich ein wenig zurückzunehmen. Es ist eine unhaltbare Position, eine Umkehrung der Verantwortung zu strukturieren und zu sagen: Ihr von der Regierung seid schuld, wenn wir nicht für Zweidrittelmaterien stimmen und deswegen in Österreich Kinderrechte nicht in die Verfassung kommen und die Dienstleistungsrichtlinie nicht umgesetzt werden kann! Damit diese Umkehrung der Verantwortung vielleicht doch nicht eintritt, hoffe ich, dass Sie rechtzeitig vor Ende dieses Jahres noch ein wenig zur politischen Besinnung kommen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz – auf dem Weg zum Rednerpult –: 5 Minuten!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Rosenkranz. Ich darf darauf hinweisen, dass von Ihrer Fraktion noch zwei Redner gemeldet sind und eine Redezeit von insgesamt 6 Minuten zur Verfügung steht. Was darf ich für Sie einstellen? (Abg. Dr. Rosenkranz – auf dem Weg zum Rednerpult –: 5 Minuten!) – Bitte.
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Bundesministerin! Kollege Bartenstein vor mir hat leider Gottes die Gelegenheit nicht genutzt, die Ausführungen der Frau Bundesministerin auch noch dahin gehend zu korrigieren, dass es natürlich auch mit Kasachstan die gesetzliche Möglichkeit der Gruppenbesteuerung gibt. Das hat sie in ihrer Anfragebeantwortung, die ihr offensichtlich gegeben wurde, ausgelassen. Ich würde daher den Herrn Finanzminister in Zukunft davor warnen, die Frau Ministerin aufgrund derartiger Unkenntnis auch des österreichischen Steuerrechtes das nächste Mal mit seiner Vertretung zu betrauen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber jetzt zur nächsten Frage: Es ist angeklungen, die Verweigerung der Zweidrittelmehrheit, die im Raum steht, sei eine Erpressung durch die Opposition. Ich habe mir selbst die Frage gestellt, wie es aussieht, wenn man im Interesse Österreichs auch da für eine Mehrheit sorgen muss. Aber ich sage am Ende dieses Untersuchungsausschusses nein. Es muss diese Maßnahme gesetzt werden, weil die Arroganz, mit der SPÖ und ÖVP hier agieren, diese Arroganz der Macht einfach unerträglich ist. Dagegen müssen einfach geeignete Schritte gesetzt werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Untersuchungsausschuss des Parlaments ist das einzige Gremium – wäre es jedenfalls gewesen –, wo wir die politische Verantwortung, wenn schon nicht die strafrechtliche, für solche Dinge klären hätten können. Aber dafür gibt es ja keine Mehrheit von Schwarz und Rot, weil es ihnen peinlich ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meiner Meinung nach hat sich die SPÖ in diesem Untersuchungsausschuss so dargestellt, dass von dieser Partei eines Viktor Adler bis Bruno Kreisky nichts, aber auch gar nichts mehr übrig ist, was es sich zu wählen lohnen würde. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Aber ich kann Ihnen von dieser Stelle aus eines garantieren: Die Materialien, die dankenswerterweise auch aufgrund der anderen Oppositionsparteien eingeflossen sind, werden Basis, also Grundlage für eine Flut von weiteren Anfragen sein. Eines brauchen Sie nicht zu glauben: dass die Aufklärungsarbeit mit diesem 10. Dezember vorbei ist. Sie ist mit Sicherheit nicht vorbei, denn dieser Untersuchungsausschuss hat mehr Fragen aufgeworfen, als er Antworten gegeben hat. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des BZÖ.
Arbeiten für Österreich, meine sehr verehrten Damen und Herren? – Ich finde, Sie sollten endlich in sich gehen, vielleicht sogar Gruppentherapie machen, um sich selbst zu finden. Aber lassen Sie Österreich und die Opposition vor allem gescheit arbeiten im Sinne einer guten und nachhaltigen parlamentarischen Arbeit! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Die ÖVP, meine sehr verehrten Damen und Herren, funktioniert auch nach einem recht einfachen Prinzip: Immer dann, wenn es für die ÖVP heikel wird, immer dann, wenn es für die Regierung heikel wird, immer dann, wenn Klärung politischer Verantwortlichkeit heikel wird, gerade für die ÖVP, kommt es zu koalitionären Verweigerungen und Blockaden, federführend von der ÖVP. (Zwischenruf des Abg. Amon.)
Abg. Amon: Wer hat Ihnen das aufgeschrieben? Logisch ist das nicht, was Sie sagen!
Die ÖVP allein verweigert die angekündigte lückenlose Aufklärung im Untersuchungsausschuss. Sie allein verweigert die Ladung von ehemaligen und amtierenden Ministern und Ministerinnen. Sie allein verweigert die umfassende Bereitstellung von Unterlagen, von internen Weisungen, die Ladung von Auskunftspersonen. Sie allein verweigert. Und wieso? – Weil sie Angst hat, dass das Kartenhaus, das sie lange aufgebaut hat mit Inhalten wie Machtmissbrauch, Postenschacher, Parteibuchwirtschaft, einfach wieder zusammenfällt. (Abg. Amon: Wer hat Ihnen das aufgeschrieben? Logisch ist das nicht, was Sie sagen!)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
che Substanz. Das Symbol ist der Vorschlag der Aufnahme der Kinderrechte in die Verfassung. Das ist der Grundkonsens der ÖVP und der SPÖ zu den Kinderrechten in Österreich, die reinste Blockade, die reinste Verweigerung. Sie setzen mit Ihrem Einbunkerungskurs, mit Ihrer Einbunkerungspolitik den Schutz von Kindern und Jugendlichen aufs Spiel. Sie sind schuld, dass die Kinderrechte „6 aus 45“ sind, und nicht alle. (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei Grünen und BZÖ.
„6 aus 45“, nein, danke. Das ist die inhaltliche Antwort der Opposition. Das wahre Gesicht der ÖVP, egal, ob hier im Parlament, in Niederösterreich oder in der Gemeinde Jennersdorf, wird erkannt werden. – Danke. (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Rosenkranz: Dazu hätte man keinen Untersuchungsausschuss gebraucht!
Abgeordneter Hannes Weninger (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Minister! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Rosenkranz, ich war der im Untersuchungsausschuss, der sich dafür bedankt hat, dass diese Flugshow „AirPower09“ mit 300 000 Besucherinnen und Besuchern ohne Unfälle, ohne Zwischenfälle gut über die Bühne gegangen ist. Herzlichen Dank! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Rosenkranz: Dazu hätte man keinen Untersuchungsausschuss gebraucht!)
Abg. Hornek: Er ist schon wieder weg!
Nur ein paar Vorbemerkungen. Kollege Westenthaler, der Kollege, der so gerne während der Plenarsitzungen des Nationalrates in irgendwelchen VIP-Clubs in Fußballstadien sitzt, wirft heute einem Minister vor, dass er einen Urlaub macht. Das ist unerhört. (Abg. Hornek: Er ist schon wieder weg!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Kollege Scheibner, Sie haben darüber geklagt, dass Sie nicht mehr während der Fernsehübertragungszeit drankommen, auch nicht Ihr Kollege Westenthaler. – Vielleicht ist das genau der Punkt, dass es da zwei Retropolitiker gibt, wie den Kollegen Stadler und den Kollegen Pilz, die in diesem Untersuchungsausschuss wieder Oberwasser, wieder mediale Aufmerksamkeit bekommen haben und deshalb so an diesem Untersuchungsausschuss hängen, egal, was das Thema, was der Inhalt ist. Sie missbrauchen den Untersuchungsausschuss als Showbühne und um ihre parteiinterne Legitimation aufrechtzuerhalten. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Hornek: So ist es!
Man sieht es ja. Diese Woche war Wirtschaftsausschuss, eine gute Debatte im Wirtschaftsausschuss. Es war Sportausschuss, eine hervorragende Diskussion; auch im Sozialausschuss. Dort, wo die Pilzens und die Stadlers nicht dabei sind, funktioniert es ja. Da gibt es eine Zusammenarbeit im Interesse der Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Hornek: So ist es!)
Abg. Vilimsky: Das ist unglaublich!
Und die dritte Causa, die zu untersuchen ist, ist die Causa Vilimsky, der sich gerne selbst als einen der fleißigsten Abgeordneten bezeichnet. (Abg. Vilimsky: Das ist unglaublich!) Aber in diesem Fall hat er halt nicht selbst die Anfragen geschrieben, sondern hat sie sich von Agenten und von Handlangern des kasachischen Geheimdienstes schreiben lassen.
Abg. Mag. Kogler: Wenn es um die Regierung geht, wird abgedreht! Das ist unglaublich!
Lieber Kollege Vilimsky, du bist eingefahren, du bist aufgesessen! Wir haben das im Untersuchungsausschuss aufgeklärt – und jetzt ist es an der Zeit, weiterzuarbeiten. (Abg. Mag. Kogler: Wenn es um die Regierung geht, wird abgedreht! Das ist unglaublich!)
Abg. Mag. Kogler: Erklären Sie das mit den Geldflüssen? Was ist mit dem Geld? Wo ist das Geld?
Meine Damen und Herren! Aufklärung wurde geleistet. Die Resultate liegen vor. (Abg. Mag. Kogler: Erklären Sie das mit den Geldflüssen? Was ist mit dem Geld? Wo ist das Geld?) Jetzt geht es darum, dass wir die notwendigen Konsequenzen ziehen. Ich hoffe, dass die Opposition wenigstens dann bereit ist – ich ersuche eindringlich darum –, die notwendigen Konsequenzen mit uns gemeinsam zu ziehen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren! Aufklärung wurde geleistet. Die Resultate liegen vor. (Abg. Mag. Kogler: Erklären Sie das mit den Geldflüssen? Was ist mit dem Geld? Wo ist das Geld?) Jetzt geht es darum, dass wir die notwendigen Konsequenzen ziehen. Ich hoffe, dass die Opposition wenigstens dann bereit ist – ich ersuche eindringlich darum –, die notwendigen Konsequenzen mit uns gemeinsam zu ziehen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Er kennt sich halt aus!
Jetzt könnte man meinen, das wären so ausführliche Fragen gewesen. – Das waren sie nicht. Die Fragen waren lediglich eine Zeile, aber davor hat er ganze Seiten lang etwas vorgelesen, etwas zitiert, irgendwelche Dinge in den Raum gestellt (Abg. Mag. Kogler: Er kennt sich halt aus!), die überhaupt nichts mit den Fragen und auch nichts mit dieser Auskunftsperson zu tun gehabt haben. (Bundesministerin Dr. Fekter: Das ist ein Missbrauch der Vertraulichkeit!)
Bundesministerin Dr. Fekter: Das ist ein Missbrauch der Vertraulichkeit!
Jetzt könnte man meinen, das wären so ausführliche Fragen gewesen. – Das waren sie nicht. Die Fragen waren lediglich eine Zeile, aber davor hat er ganze Seiten lang etwas vorgelesen, etwas zitiert, irgendwelche Dinge in den Raum gestellt (Abg. Mag. Kogler: Er kennt sich halt aus!), die überhaupt nichts mit den Fragen und auch nichts mit dieser Auskunftsperson zu tun gehabt haben. (Bundesministerin Dr. Fekter: Das ist ein Missbrauch der Vertraulichkeit!)
Abg. Mag. Stadler: Da hast du etwas gelernt!
Dasselbe – ein weiteres Beispiel, damit Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, nicht glauben, das sei ein Zufallsergebnis; es gibt ja noch einen Zweiten, der das hervorragend beherrscht, der Kollege Stadler – in der 12. Sitzung vom 10. November 2009. Die Seiten 72 bis 82 widmen sich der Befragung durch Kollegen Stadler. Jetzt würde man meinen, da sei sehr Wesentliches herausgekommen. Zehn Seiten Befragung, davon sechseinhalb Seiten Rechtsausführungen, Belehrungen, Zitate durch Herrn Kollegen Stadler (Abg. Mag. Stadler: Da hast du etwas gelernt!), und nach all diesen Belehrungen, Rechtsausführungen – alles Stadler (der Redner zeigt Protokollseiten), keine einzige Antwort der Auskunftsperson – zum Schluss, nach zwei Seiten, kommt dann die Frage: Verstehen Sie mich? – Damit Sie sehen, wie grotesk das ist.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Das ist zum Beispiel bei der Immunität sicherlich notwendig. Das ist zum Beispiel bei der Strafprozessordnung notwendig. Aber für diese Materien nützt es nichts, wenn wir jetzt noch ein Jahr lang dem Herrn Kollegen Stadler oder dem Herrn Kollegen Pilz stunden- und tagelang zuhören, da ist es besser, anhand der jetzigen Ergebnisse Maßnahmen zu setzen. – Danke sehr. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Was hat der Herr Strasser im Untersuchungsausschuss gesagt? – Ruf bei der ÖVP: In welchem? – Abg. Mag. Kogler: Gibt es einen, den ihr nicht abgedreht habt?
Abgeordneter Hannes Fazekas (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Ich möchte noch einmal an den Anfang der Geschichte zurückkommen, dazu, warum dieser Ausschuss eingesetzt wurde – das hat ja der Vorredner von meiner Fraktion, Hannes Weninger, auch schon gesagt. (Abg. Dr. Rosenkranz: Was hat der Herr Strasser im Untersuchungsausschuss gesagt? – Ruf bei der ÖVP: In welchem? – Abg. Mag. Kogler: Gibt es einen, den ihr nicht abgedreht habt?)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Der Rechtsextremismus im Internet nimmt in Österreich derart zu, dass es einem kalt über den Rücken rinnt. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Aber es sind nur die persönlichen Eitelkeiten aufgearbeitet worden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Der Rechtsextremismus im Internet nimmt in Österreich derart zu, dass es einem kalt über den Rücken rinnt. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Aber es sind nur die persönlichen Eitelkeiten aufgearbeitet worden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Bei welcher Veranstaltung warst du?
Herr Abgeordneter Pilz hat mit seinen Fällen abgerechnet und war natürlich unzufrieden, nachdem er nicht mehr weitermachen konnte. Für ihn war es wichtig, sein Ego zu befriedigen, hier einfach seine Show abzuziehen. (Abg. Ing. Westenthaler: Bei welcher Veranstaltung warst du?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz: Na bravo!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist gut gearbeitet worden, es ist sachlich gearbeitet worden, vor allem von den Regierungsparteien. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz: Na bravo!) Es haben keine persönlichen Abrechnungen stattgefunden, wie das bei Ihnen der Fall war, da sehr viele von Ihnen, die in diesem Ausschuss waren, persönlich betroffen waren. Daher haben wir von Anfang an gesagt, dass man auch darüber diskutieren muss. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist gut gearbeitet worden, es ist sachlich gearbeitet worden, vor allem von den Regierungsparteien. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rosenkranz: Na bravo!) Es haben keine persönlichen Abrechnungen stattgefunden, wie das bei Ihnen der Fall war, da sehr viele von Ihnen, die in diesem Ausschuss waren, persönlich betroffen waren. Daher haben wir von Anfang an gesagt, dass man auch darüber diskutieren muss. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Frau Bundesministerin, ich darf damit beginnen, dass Sie gesagt haben, dass Sie ja da sind. – Na super! Das ist die Haltung der ÖVP; besser hätten Sie gar nicht demonstrieren können, worum es der Opposition im Kampf um die Rechte des Parlaments geht, als eben mit Ihrem heutigen Auftritt hier. Sie wollten ein Problem bekämpfen – und haben sich dechiffriert als Hauptteil des Problems. Dafür sind Sie wirklich gut geeignet, insofern sollten wir dem Herrn Vizekanzler dankbar sein. (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Abg. Dr. Bartenstein: Sie sind auf alle Fälle dagegen!
Selbstverständlich sind Gesetze zu verhandeln; zum Thema Kontrolle kommen wir noch. Ich weiß überhaupt nicht, woher Sie die Gewissheit nehmen, dass etwa – gehen wir die Beispiele, die Sie erwähnt haben, durch – bei der Umsetzung der Dienstleistungsrichtlinie, bei den Kinderrechten oder bei einem anderen Gesetz von vornherein klar sein soll, dass alle mitstimmen. Sie haben ja noch nicht einmal gescheit verhandelt. (Abg. Dr. Bartenstein: Sie sind auf alle Fälle dagegen!)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Woher wollen Sie denn wissen, wo wir in dieser Sache stehen?! Sie gehen halt einfach davon aus, dass, weil die Regierung etwas vorlegt, alle mitstimmen müssen. Das ist Ihr Bild! – Das ist doch völlig absurd! Das hat in dieser Sache nicht einmal etwas mit einer angeblichen „Blockade“, die Sie da diagnostizieren, zu tun. Die Einzigen, die blockieren, sind Sie selbst! Sie haben schon eine Blockade vor dem Hirn. Sie können sich überhaupt nicht mehr vorstellen, dass jemand etwas anderes denkt! (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
kein Grund, dass er nicht zumindest als Zeuge einmal dazu befragt wird, was bestimmte Vorgänge betrifft. (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Und siehe da, die gleiche Staatsanwaltschaft, die 150 Seiten zur Seite geräumt hat, hat sofort Zeit, einer Anregung des Ex-Ministers Strasser Folge zu leisten! Strasser hat nicht nur Pilz angezeigt, sondern auch noch der Staatsanwaltschaft die Empfehlung gegeben, man möge – in gesetzwidriger Weise! – dessen Computer beschlagnahmen! Das haben Sie schon vorgehabt. Und wenn wir das jetzt aufklären wollen, ist es doch nur logisch und richtig, auch Strasser dazu zu befragen – nebst allen anderen Punkten. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Also: Alle an den Tisch, und dann werden wir weiterverhandeln. (Beifall bei Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Das ist überflüssig!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Mag. Stadler. 2 Minuten Redezeit. – Bitte. (Rufe bei der ÖVP: Das ist überflüssig!)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Zunächst einmal hat die SPÖ heute gezeigt – auch durch die Rednerfolge und durch die Reden der Abgeordneten der SPÖ –, dass sie von den Akten keine Ahnung hatte, also keine Aktenkenntnis. Und das war im Untersuchungsausschuss die ganze Zeit so. (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Die Wurstsemmel war wichtig!
Die SPÖ hat dadurch „geglänzt“, keinen einzigen Akt auch nur angeschaut zu haben! Erstens. (Abg. Ing. Westenthaler: Die Wurstsemmel war wichtig!) – Die Wurstsemmeln waren wichtig; das war das wichtigste Anliegen.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zweitens: Es ist also jetzt klar, dass der Ausschuss abgedreht werden muss, weil Peter Pilz und Ewald Stadler so präzise in der Befragung sind. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Meine Damen und Herren, da schwingt die Vorstellung mit, ein guter Abgeordneter ist ein Abgeordneter, der streichfähig ist – ein dressierter Abgeordneter! (Abg. Ing. Westenthaler: So wie die SPÖ!)
Abg. Ing. Westenthaler: So wie die SPÖ!
Zweitens: Es ist also jetzt klar, dass der Ausschuss abgedreht werden muss, weil Peter Pilz und Ewald Stadler so präzise in der Befragung sind. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Meine Damen und Herren, da schwingt die Vorstellung mit, ein guter Abgeordneter ist ein Abgeordneter, der streichfähig ist – ein dressierter Abgeordneter! (Abg. Ing. Westenthaler: So wie die SPÖ!)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Ich weiß nicht, wie sich Kollege Pilz diesbezüglich verhalten wird, aber ich garantiere Ihnen eines: Sie werden mich nicht dressieren! Das garantiere ich Ihnen! Sie werden mich nicht dazu bringen, dass ich nach Ihrer Pfeife tanze! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das können Ihre Badehosen-Künstler auf Mauritius mit Ihnen machen, aber mit mir nicht, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Ich verlange von der Frau Präsidentin, dass sie darauf achtet, dass Präsidialbeschlüsse eingehalten werden. Das gilt insbesondere für den 15. Dezember, denn dieser Termin ist trotz Fristsetzungsantrag möglich. (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.) Denn der Ausschuss, meine Damen und Herren, tritt nicht auseinander – Herr Kollege Cap, das ist ein Irrtum –, der Ausschuss bleibt bis zum Ende der Gesetzgebungsperiode und kann seine Tätigkeit jederzeit wiederaufnehmen. (Abg. Kopf: Nein!) – Aber natürlich ist das so.
Abg. Kopf: Nein!
Ich verlange von der Frau Präsidentin, dass sie darauf achtet, dass Präsidialbeschlüsse eingehalten werden. Das gilt insbesondere für den 15. Dezember, denn dieser Termin ist trotz Fristsetzungsantrag möglich. (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.) Denn der Ausschuss, meine Damen und Herren, tritt nicht auseinander – Herr Kollege Cap, das ist ein Irrtum –, der Ausschuss bleibt bis zum Ende der Gesetzgebungsperiode und kann seine Tätigkeit jederzeit wiederaufnehmen. (Abg. Kopf: Nein!) – Aber natürlich ist das so.
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Aufpassen, Kollege Cap! Kopf sagt schon: Nein, nein, nein, geht nicht!, denn er hat Auftrag von der Badehose aus Mauritius: Wenn ich zurückkomme, gibt es keinen Ausschuss mehr! (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Mit uns, meine Damen und Herren, werden Sie dieses Spielchen nicht spielen, das werde ich Ihnen beweisen! (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Rufe bei BZÖ und FPÖ: Pfui! Das ist undenkbar!
Jene Damen und Herren, die für diesen Fristsetzungsantrag sind, bitte ich um ein Zeichen. – Der Antrag ist mit Mehrheit angenommen. (Rufe bei BZÖ und FPÖ: Pfui! Das ist undenkbar!)