Eckdaten:
Für die 146. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 379 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Zwischenruf des Abg. Kickl.
meinsamen Währungsunion stark genug ist, diese weiteren Schritte zu gehen. (Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Also: Gleichzeitig Strukturreformen in Angriff zu nehmen, gleichzeitig in Europa dafür zu sorgen, dass die Schuldenentwicklung berechenbar ist, sich von Finanzmärkten unabhängig zu machen und zum selben Zeitpunkt aktiv zu investieren und die Wirtschaft wieder anzukurbeln, das ist mit Sicherheit eine schwierige Aufgabe. Aber wir müssen beides machen, wir dürfen darin keinen Gegensatz sehen. Wir können nicht entweder sparen oder investieren, sondern wir müssen sparen und investieren. Wir können nicht entweder die Schulden im Griff haben oder die Beschäftigung erhöhen, wir brauchen eine berechenbare Entwicklung bei den Schulden und eine berechenbare Entwicklung bei der Beschäftigung. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Warum ist das aber für alle wichtig? – Weil es allemal besser ist, das Geld in unserem Land in Schulen, in Bildung, in Beschäftigung zu investieren als in überhöhte Zinszahlungen. Daher ist es so wichtig, die Entwicklung dieser Zinsen sehr ernst zu nehmen und dafür zu sorgen, dass Österreich weiter stabil ist, dass Österreich weiter unabhängig ist und dass Österreich nicht das schwer verdiente Geld der Steuerzahler für überhöhte Zinsen ausgeben muss, wie das leider in vielen anderen Ländern in Europa derzeit der Fall ist. Daher ist dieses Stabilitätspaket so entscheidend. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
27,8 Milliarden € bis 2016 durch einnahmen- und ausgabenseitige Maßnahmen zu erreichen muss viel Diskussion hervorrufen, muss auch zu Widerspruch anregen. Die parlamentarischen Verhandlungen werden viele Aspekte aufzeigen – Aspekte, die schon bekannt sind, aber auch solche, die zusätzlich auf den Tisch gelegt werden –, und diese sind zu besprechen und zu verhandeln. Ich bin aber stolz darauf, dass wir das in Österreich in diesem Klima zuwege bringen, dass die Regierung, die diese Aufgabe dieser Größenordnung vor sich hat, und das Parlament, das das zu diskutieren und zu beschließen hat, das in einem Klima machen können, wo nicht Demonstrationen und Gegendemonstrationen oder gar Gewaltauseinandersetzungen auf den Straßen stattfinden, sondern ein sozial ausgewogenes Klima vorherrscht, ein respektvoller und fairer Umgang miteinander. Das allein ist eine Qualität Österreichs, die wir gemeinsam zu verteidigen haben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich bedanke mich aber auch bei jenen Regierungsmitgliedern, die in diesen Stunden eine besonders schwere Last zu tragen hatten, allen voran bei der Finanzministerin, die da natürlich ein besonderes Stück an Arbeit zu leisten hatte. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Genau!
Nun weiß ich, dass die Debatte klar zeigen wird, dass man auch bei Offensivmaßnahmen verschiedener Meinung sein kann – wie viel war es vorher, wie viel ist weggenommen beziehungsweise dazugegeben worden? (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Genau!) –, dass man auch darüber trefflich streiten kann, aber Tatsache ist, dass bei uns im Unterschied zu den meisten Ländern Europas – und darin sind wir uns einig –, die derzeit ihre Budgets beschließen, aber auch zu den Vereinigten Staaten, den Bundesstaaten, zwei Dinge nicht zu sehen sind:
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Erstens: Es wird, wenn über einnahmenseitige Maßnahmen aus anderen Ländern berichtet wird, über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und der Kosten der Lebensmittel gesprochen. Das gibt es in Österreich nicht, denn wir wissen, wir brauchen keine Erhöhung der Mehrwertsteuer, und eine Erhöhung der Kosten der Lebensmittel würde die Schwächsten treffen, daher gibt es diese Maßnahmen in Österreich nicht. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir sprechen bei den Offensivmitteln, in Summe 4 Milliarden €, von einem Mehr für Universitäten, von der völligen Sicherstellung unseres Programms betreffend die Einführung der Neuen Mittelschule, von verbesserten Chancen unserer Kinder durch Bildung und Ausbildung, von einem weiteren Ausbau der Ausbildungsgarantie von jungen Menschen, damit sie nicht auf der Straße stehen und damit sie nicht – wie in anderen Ländern – nach jahrelanger Arbeitslosigkeit mühevoll wieder integriert werden müssen, sondern dass jeder junge Mensch mit 15 Jahren, der keine Lehrstelle findet, von uns einen Ausbildungsplatz bekommt. Das ist eine Ausbildungsgarantie, die europaweit Aufmerksamkeit erregt, die erst vor Kurzem vom Kommissionspräsidenten als Vorbild für Europa dargestellt wurde. Unser duales Ausbildungssystem, die starke Rolle der Klein- und Mittelbetriebe unseres Landes und die Verantwortung der Industrie sind hervorzuheben, aber eben auch die von uns gezeigte Verantwortung durch die Ausbildungsgarantie. Das ist ein wesentlicher Punkt, der beweist: Es geht nicht um entweder Einsparen oder Beschäftigung, sondern wir in Österreich erreichen eine hohe Beschäftigung und werden trotzdem bis 2016 aufgrund unseres sparsamen Vorgehens stabile Finanzen vorweisen können. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
eine Bildungseinrichtung und keine Aufbewahrungsstelle sind, die dazu beitragen, dass gemeinsam mit den ganztägigen Schulformen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Dafür – und das möchte ich am Internationalen Frauentag sagen –, dass sich Gabi Heinisch-Hosek so eingesetzt hat, bei diesen Verhandlungen und überhaupt, möchte ich ihr als Frauenministerin herzlich danken und ihr dazu gratulieren. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte aufgrund der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit jetzt bei den Maßnahmen nicht ins Detail gehen, sondern nur sagen, dass viele der einnahmenseitigen Maßnahmen nicht Massensteuern betreffen. Man kann sagen, seit Loipersdorf, von der Wertpapier-KESt über Änderungen bei Stiftungsprivilegien, von der Konzernbesteuerung bis zur Änderung bei Stock Options, von Änderungen bei der Gruppenbesteuerung, die wir dieses Mal vornehmen, bei Beträgen von Immobilienzuwächsen bis zum Solidarbeitrag, der etwas für unser Budget beitragen soll, mit dem, wofür wir auf europäischer Ebene kämpfen und wo wir überzeugt sind, dass wir gute Chancen auf Verwirklichung haben, etwa der Finanztransaktionssteuer, sowie der Bankenabgabe, auch der erhöhten Bankenabgabe, haben wir bewiesen, dass es auch bei einnahmenseitigen Maßnahmen Alternativen zum Erhöhen von Benzin- und Lebensmittelpreisen gibt. Wir sorgen dafür, dass in einem Mix etwas zustande gebracht wird, was als fair und vernünftig bezeichnet werden kann. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich bitte Sie, bei den Beratungen bei allem Pro und Kontra doch zu zeigen, dass wir Österreicher stolz darauf sind, dass Österreich ein stabiles Land ist und dass wir die Reformen gemeinsam zustande bringen, die uns auch in Zukunft in die Lage versetzen, in Europa immer wieder als Vorbild bezeichnet zu werden. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten Vizekanzler Dr. Michael Spindelegger: Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren der Bundesregierung! Hohes Haus! Wir haben nach zehn Wochen einer intensiven Diskussion in der Bundesregierung Maßnahmen vorgeschlagen, diese vor wenigen Wochen der Öffentlichkeit vorgestellt und nunmehr auch mit Gesetzestexten unterlegt, Maßnahmen für die nächsten fünf Jahre, die insgesamt wertmäßig einen Umfang von etwa 27 Milliarden € darstellen. Das ist ein Vorhaben gewaltiger Natur. Das ist ein Vorhaben, das ein großes Ziel hat. Dieses Ziel heißt: Wir müssen Österreich wieder auf gesunde Beine stellen!, und ich glaube, das ist damit verwirklicht. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe.
Der wichtigste Bereich ist sicherlich, dass wir bei den Frühpensionen zu einem anderen Antrittsalter kommen, das ist notwendig. (Zwischenrufe.) Aufgrund steigender Lebenserwartung und all der Dinge, die in der Zukunft vor uns liegen, ist es absolut wichtig und notwendig, dass wir auch länger arbeiten, dass wir in Österreich insgesamt ein anderes Pensionsantrittsalter haben, als das heute der Fall ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Der wichtigste Bereich ist sicherlich, dass wir bei den Frühpensionen zu einem anderen Antrittsalter kommen, das ist notwendig. (Zwischenrufe.) Aufgrund steigender Lebenserwartung und all der Dinge, die in der Zukunft vor uns liegen, ist es absolut wichtig und notwendig, dass wir auch länger arbeiten, dass wir in Österreich insgesamt ein anderes Pensionsantrittsalter haben, als das heute der Fall ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Höchstbeamte!
Wir haben uns die Einrichtung eines Pensionskontos vorgenommen, wo jeder auch nachvollziehen kann, zu welcher Pensionshöhe seine bisherigen Beiträge führen werden, und wodurch dieses System der Abschläge und der Deckel der Vergangenheit angehören werden. (Abg. Ing. Westenthaler: Höchstbeamte!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir haben auch den Pensionisten einen Beitrag abverlangt, indem für die Jahre 2013 und 2014 nur eine sehr maßvolle Erhöhung der Pensionen vorgesehen ist. Auch das ist ein notwendiger Beitrag. Und ich bedanke mich auch an dieser Stelle für die Kompromissbereitschaft des Seniorenrates, der mit uns an einem Strang gezogen und diesen Beitrag mit uns ausverhandelt hat. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bedanke mich auch bei den Bundesländern, die mit uns an einem Strang gezogen haben, die mit uns gemeinsam ein solches System politisch vereinbart haben, das wir jetzt auch in eine Artikel-15a-Vereinbarung gießen werden. Ich bin davon überzeugt, damit wird nicht beim Patienten gespart, sondern bei den Strukturen, und das ist der richtige Weg, wie wir weiter ein Gesundheitssystem in Österreich so aufrechterhalten werden können. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wie viele?
Ich darf auf die Verwaltungsreform eingehen, ein langes Vorhaben in dieser Republik, das seit 20 Jahren diskutiert wird. Wir haben 599 Vorschläge des Rechnungshofes genau durchgearbeitet, wir haben viele davon mit berücksichtigt (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wie viele?), und wir wissen ganz genau, dass die Verwaltungsreform damit
Beifall bei der ÖVP.
nicht beendet ist, sondern dass wir das zu einer ständigen Strategie der Bundesregierung machen müssen, um unsere Verwaltung den heutigen Gegebenheiten auch entsprechend anzupassen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich möchte als sechsten Punkt erwähnen, dass auch der öffentliche Dienst einen gewaltigen Beitrag zu diesem Sanierungspaket leistet. Wir haben uns auch dazu verständigt, dass wir die Frage der Mobilität der Mitarbeiter ins Zentrum stellen. Eine Nulllohnrunde beziehungsweise eine kleine Gehaltssteigerung 2014 werden auch einen Beitrag zu diesem Sanierungspaket beisteuern, der sich sehen lassen kann. Wir haben einen hervorragenden öffentlichen Dienst in Österreich, den wir behalten wollen, und ich bedanke mich auch, dass wir das sozialpartnerschaftlich gemeinsam mit der Gewerkschaft öffentlicher Dienst erreichen konnten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Entscheidend aber, meine Damen und Herren, ist, warum wir dieses Sanierungspaket so aufgestellt haben. Ich möchte damit beginnen, aus meiner Sicht zu erläutern, dass eine Bundesregierung eben den Auftrag hat, auf das Ganze zu schauen und nicht auf Partikularinteressen, dass sie auch den Auftrag hat, längerfristig, also über die Legislaturperiode hinaus Maßnahmen zu setzen, die diesen Sanierungskurs unterstreichen. Das hat diese Bundesregierung gemacht. Wir haben uns für fünf Jahre mit einem Paket von 27 Milliarden sehr weit nach vorn gewagt, und wir haben Maßnahmen dargestellt, die auch über das Jahr 2016 hinaus wirken, und das ist das Richtige. Wir wollen 2016 wieder ein Nulldefizit erreichen, wir wollen bis 2020 auf 60 Prozent Staatsverschuldung kommen. Die Maßnahmen unterstreichen das, und das ist die richtige Zielsetzung. Eine Bundesregierung hat Verantwortung zu übernehmen, wir haben das getan. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, es ist im Übrigen, wenn ich auf die Jahre nach 2016 blicke, weder in der Verfassung noch in den Zehn Geboten festgeschrieben, dass man keinen Überschuss erwirtschaften darf, und ich halte es einmal für ein spannendes Vorhaben, uns in den Jahren nach 2016 einmal vorzunehmen, einen Überschuss im Budget zu erzielen, damit die Schulden entsprechend abgebaut werden können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte das mit folgendem Satz unterstreichen: Meine Zielsetzung in einer Bundesregierung ist es, nicht Schulden zu vererben, sondern Chancen! Und mit diesem Maßnahmenpaket tragen wir diesem Grundsatz auch Rechnung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
päischen Union macht derzeit etwa 7,5 Prozent der Weltbevölkerung aus. Aber in diesen 27 Ländern werden 30 Prozent des Welthandels erwirtschaftet, und das zeigt, dass wir, wenn wir diese Benchmark halten wollen, auf diesem Kontinent auch in Richtung Wachstum, in Richtung Innovation gehen müssen. Dafür gehören ordentliche Programme vorgeschlagen. Wir sind dabei, ein solches derzeit zu entwickeln, das nach 2014 auch wirksam werden kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dritter Punkt: Wir werden in Österreich nicht nur sparen, sondern auch richtig investieren. Der Herr Bundeskanzler hat bereits darauf hingewiesen, dass wir uns auch Offensivmaßnahmen vorgenommen haben, Offensivmaßnahmen etwa bei den Universitäten mit einer Universitätsmilliarde, die ab 2013 wirksam wird. Das bedeutet, dass wir der akademischen Ausbildung der jungen Menschen einen besonderen Stellenwert einräumen, dass wir hier auch Geld in die Hand nehmen, damit diese akademische Ausbildung auch im Ranking der Universitäten der Welt eine bessere wird. Damit sollten die Chancen der jungen Leute, die dort ausgebildet werden, steigen, und diese sollten erfolgreich selbst als Unternehmer, als zukünftige Mitarbeiter zu diesem Wachstum, zur Innovation in unserem Land etwas beitragen können. Das halte ich für sehr richtig und wichtig. Deswegen ist die Universitätsmilliarde auch ein wichtiger Programmpunkt der Offensivmaßnahmen dieser Bundesregierung. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe: Das habt ihr schon vorher gemacht!
Vierter Punkt, meine Damen und Herren: Wir haben keine Sparmaßnahmen bei den Familien gesetzt (Rufe: Das habt ihr schon vorher gemacht!), wir haben keine Sparmaßnahmen bei den Beziehern kleinster Pensionen vorgenommen. Auch dort haben wir dafür gesorgt, dass nicht diejenigen, deren Einkommen ohnehin am unteren Rand angesiedelt ist, noch von zusätzlichen Maßnahmen betroffen sind. Und wir haben für die Zukunft auch klargemacht, dass wir für die Familien auch ein Programm der Entwicklung gestalten müssen. Das können wir im Augenblick nicht finanzieren, aber das werden wir grundlegen. Für mich ist es wichtig, der Familie einen besonderen Stellenwert einzuräumen. Dafür werden Vorschläge erarbeitet, die wir auch zur rechten Zeit präsentieren werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Vierter Punkt, meine Damen und Herren: Wir haben keine Sparmaßnahmen bei den Familien gesetzt (Rufe: Das habt ihr schon vorher gemacht!), wir haben keine Sparmaßnahmen bei den Beziehern kleinster Pensionen vorgenommen. Auch dort haben wir dafür gesorgt, dass nicht diejenigen, deren Einkommen ohnehin am unteren Rand angesiedelt ist, noch von zusätzlichen Maßnahmen betroffen sind. Und wir haben für die Zukunft auch klargemacht, dass wir für die Familien auch ein Programm der Entwicklung gestalten müssen. Das können wir im Augenblick nicht finanzieren, aber das werden wir grundlegen. Für mich ist es wichtig, der Familie einen besonderen Stellenwert einzuräumen. Dafür werden Vorschläge erarbeitet, die wir auch zur rechten Zeit präsentieren werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Und ich glaube, dass wir das so verantworten können, und hoffe, dass wir dieses Paket, das wir heute dem Hohen Haus auch präsentieren, nach einer ordentlichen parlamentarischen Debatte noch in diesem März verabschieden können, dass wir damit vor die Bevölkerung hintreten und sagen können: Ja, wir haben die Grundlagen gelegt, auch mit einer bitteren Medizin, die aber Voraussetzung dafür ist, dass wir wieder gesund werden. Österreich wieder auf gesunde Beine zu stellen, das ist das Hauptmotiv dieses Sparpakets, meine Damen und Herren. Ich glaube, es ist uns gelungen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Am Internationalen Frauentag – das vielleicht ganz kurz zu Beginn – sollte man schon auch festhalten, dass wir leider Gottes noch immer, auch in unserem Land, eine Situation haben, in der viele Frauen bei gleicher Leistung noch immer nicht den gleichen Lohn erhalten, in der es über 400 000 Mindestpensionistinnen gibt, die teilweise mit dramatischen Bettelpensionen abgespeist werden, was wirklich unwürdig ist. Und wir sollten auch darauf hinweisen, dass immer mehr Frauen als Alleinerzieherinnen wirklich an der Armutsgrenze leben und damit zu kämpfen haben, neben anderen Fehlentwicklungen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber kommen wir zum Thema der heutigen Sondersitzung. Wenn sich Herr Bundeskanzler Werner Faymann, aber auch Herr Vizekanzler Spindelegger heute hier hergestellt und uns erklärt haben, sie wollen dieses Land wieder auf gesunde Beine stellen, dann muss man sich schon die Frage stellen: Wer hat denn dieses Land in diese Situation geführt? Wer hat diese dramatische Situation einer Rekordverschuldung, die wir heute erleiden müssen, verursacht? (Beifall bei der FPÖ.) Wir mussten den Verlust des Triple A hinnehmen und eine Entwicklung, wo unser österreichisches Steuergeld in einer unverantwortlichen Art und Weise in Richtung der Bankenspekulanten Europas und in Richtung der Pleitestaaten hineingepumpt und verludert wird und verloren geht. Damit werden unzählige Österreicher und mehrere Generationen zu kämpfen haben, was Sie zu verantworten haben.
Beifall bei der FPÖ.
Und wenn Sie sich dann heute hier herstellen und uns erklären wollen, Sie werden jetzt unser Land, nachdem Sie uns in diese Krise geführt haben, auf gesunde Beine stellen, dann ist das so, wie wenn man vorher den Österreichern beide Beine amputiert, aber dann herkommt und sagt: Wir wollen euch jetzt sozusagen retten, nachdem wir euch beide Beine amputiert haben! – Das ist ja nicht mehr glaubwürdig! Da machen Sie ja den Bock zum Gärtner. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und dann rechnet diese Bundesregierung sogar mit fiktiven Einnahmen wie einer Finanztransaktionssteuer, die nicht in Sicht ist, bis hin zu einer Abgeltungssteuer für Schwarzgelder, die angeblich mit der Schweiz fixiert worden sein soll. Aber die wissen nicht einmal etwas davon, weil bis heute keine Verhandlungen stattgefunden haben. Aber Sie gehen her und verbuchen da schon Einnahmen im Budget des kommenden Jahres von einer Milliarde Euro. Das ist ja unredlich! Das ist ja unehrlich! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.
Wieder einmal wird in vielen Bereichen hinausgeschoben und gemogelt, wie wir es leider vom Herrn Bundeskanzler Faymann, aber auch Vizekanzler Spindelegger gewohnt sind. Und ich sage: Wenn Sie uns wenigstens elegant anschwindeln würden! Aber so durchsichtig, wie Sie uns anschwindeln, das ist letztlich etwas, wo ich sage, das ist stümperhaft und fast schon beleidigend, wie durchsichtig Sie das machen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist genau das, was da gelebt wird von Ihrer Seite. Und die Bevölkerung hat ja inklusive dem Loipersdorfer Belastungspaket aus dem Jahr 2010, Herr Kräuter, 50 Milliarden € an Belastungen zu schlucken. (Beifall bei der FPÖ.) Damals haben Sie ja die Familien und die Pflegebedürftigen in diesem Land belastet und auf Kosten der Armen in unserem Land letztlich gespart und es erschwert, eine Pflegestufe zu bekommen, und diese auch anders eingeteilt. Und genau das ist es ja!
Beifall bei der FPÖ.
Viele, viele Vorschläge liegen vor, über die man diskutieren sollte. Man sollte Vorschläge des Rechnungshofes, die in Richtung strukturelle Verwaltungsreform gehen, auch ernst nehmen. Man sollte sie nicht nur lesen und danach zur Tagesordnung übergehen. Ja, da ist viel zu tun. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Und was passiert dann in diesem Belastungspaket? – Die Abgabenquote wird auf satte 46 Prozent angehoben! – Ja, nehmen Sie sich selbst noch ernst?! Sie sind ja nicht mehr ernst zu nehmen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Sonntagsreden kennen wir, wo es um die Senkung der Lohnnebenkosten geht, die Sie seit Jahren immer wieder verbal einfordern beziehungsweise verlangen und angeblich umsetzen wollen. Doch jetzt haben wir in vier Bereichen Lohnnebenkostenerhöhungen – in Zeiten dieser Krise eine Katastrophe für die Wirtschaft, für den Wirtschaftsstandort und für die Arbeitsplätze in Österreich! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und da sitzt aber Frau Ministerin Schmied als Verantwortliche hier oben und tut so, als hätte sie bei der Kommunalkredit mit dieser Misere, die dort angerichtet wurde, nichts zu tun. Das vergisst man so gerne. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Also ich sage, Sie sollten sich in Wirklichkeit für dieses Belastungspaket schämen und nicht hier mit stolz geschwellter Brust herauskommen und sagen, wie toll Sie arbeiten. – Nein, Sie haben (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) – der Schlusssatz ist das – das Wesentliche verabsäumt, nämlich strukturelle Reformen zu machen und endlich unser Steuergeld in Österreich so zu schützen, dass die Österreicher eine gute Zukunft vorfinden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Also ich sage, Sie sollten sich in Wirklichkeit für dieses Belastungspaket schämen und nicht hier mit stolz geschwellter Brust herauskommen und sagen, wie toll Sie arbeiten. – Nein, Sie haben (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) – der Schlusssatz ist das – das Wesentliche verabsäumt, nämlich strukturelle Reformen zu machen und endlich unser Steuergeld in Österreich so zu schützen, dass die Österreicher eine gute Zukunft vorfinden. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Herr Klubobmann Strache, Sie waren je heute richtig ergiebig. Ich muss Ihnen sagen – ich bin jetzt fast Tränen der Rührung erlegen –, weil Sie sich der Frauen am Weltfrauentag annehmen: Das Allererste, was die Blauen im Jahre 2000 durchgesetzt haben, war die Abschaffung des Frauenministeriums. Und dann haben Sie aber dem noch etwas draufgesetzt, indem Sie in einem Ministerium quasi eine Männerabteilung eingerichtet haben, und zwar in der Sektion VI die Abteilung 6 – damit es auch noch einen sexistischen Hintergrund gibt. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Das, glaube ich, sollte man in diesem Zusammenhang in aller Deutlichkeit sagen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Herr Klubobmann Strache, Sie waren je heute richtig ergiebig. Ich muss Ihnen sagen – ich bin jetzt fast Tränen der Rührung erlegen –, weil Sie sich der Frauen am Weltfrauentag annehmen: Das Allererste, was die Blauen im Jahre 2000 durchgesetzt haben, war die Abschaffung des Frauenministeriums. Und dann haben Sie aber dem noch etwas draufgesetzt, indem Sie in einem Ministerium quasi eine Männerabteilung eingerichtet haben, und zwar in der Sektion VI die Abteilung 6 – damit es auch noch einen sexistischen Hintergrund gibt. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Das, glaube ich, sollte man in diesem Zusammenhang in aller Deutlichkeit sagen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Wie ist das beim Familienministerium?
Sie müssen wissen, ein Frauenministerium gibt es deswegen, damit quer durch alle Bereiche in den Ressorts die Frage der Gleichberechtigung, des Ausbaus der Gleichberechtigung der Frauen eine besondere Berücksichtigung findet. (Abg. Kickl: Wie ist das beim Familienministerium?) Der Herr Bundeskanzler hat ja vorhin deswegen auch besonders hervorgehoben, wie wichtig nicht nur das Frauenministerium ist, sondern wie sich auch Gabi Heinisch-Hosek im Rahmen der Erstellung dieses Stabilitätspakets eingebracht hat. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das hat jetzt peinlich begonnen!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das hat jetzt peinlich begonnen!
Sie müssen wissen, ein Frauenministerium gibt es deswegen, damit quer durch alle Bereiche in den Ressorts die Frage der Gleichberechtigung, des Ausbaus der Gleichberechtigung der Frauen eine besondere Berücksichtigung findet. (Abg. Kickl: Wie ist das beim Familienministerium?) Der Herr Bundeskanzler hat ja vorhin deswegen auch besonders hervorgehoben, wie wichtig nicht nur das Frauenministerium ist, sondern wie sich auch Gabi Heinisch-Hosek im Rahmen der Erstellung dieses Stabilitätspakets eingebracht hat. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das hat jetzt peinlich begonnen!)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist ganz wichtig, das wollen wir auch an diesem Weltfrauentag besonders betonen, so wie wir auch zugeben: Es ist vieles erreicht worden, aber es muss noch vieles zusätzlich erreicht werden, damit unser Ziel einer echten Gleichberechtigung der Frauen in der österreichischen Gesellschaft dann auch erreicht werden kann. Und das sei hier noch einmal deutlich hinzugefügt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Dort pumpen Sie unser Geld hinein! Dort versenken Sie unsere Steuermilliarden!
Ich nenne Ihnen zum Beispiel die Zahlen von Großbritannien: Das spielt sich dort in einer Dimension von einer halben Million Jobs im öffentlichen Dienst bei den öffentlichen Leistungen ab. (Abg. Strache: Dort pumpen Sie unser Geld hinein! Dort versenken Sie unsere Steuermilliarden!) Ja, Leistungen, nicht immer wie manche zynisch sagen: Na ja, baut halt die Verwaltung und die Beamten ab! und aus. – Nein, das sind auch weniger Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger. Da wird in Pensionen eingegriffen. Da heißt es nicht: Wir passen halt ein bisschen weniger an, weil wir ein Sparpaket haben!, sondern da heißt es minus 5 Prozent, minus 10 Prozent, minus 20 Prozent. Das ist in Europa in den verschiedensten, auch für Österreich vergleichbaren Ländern gang und gäbe.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Machen Sie endlich eine Gehaltsdeckelung! Eine Managergehaltsdeckelung! Bis heute kommt nichts!
Jetzt muss ich Ihnen etwas sagen, was eine besonders wichtige Errungenschaft ist. Wir haben hier oft über die Frage der Managergehälter diskutiert. Unverhältnismäßig angestiegen! Frivol teilweise, wie das stattgefunden hat. Jetzt ist erkämpft worden – und das war besonders unser Anliegen –, dass es im Rahmen der Corporate Governance eine Offenlegung der Managergehälter in den staatsnahem Betrieben gibt. Und das soll ein Beispiel für alle Managergehälter sein. Die Manager sollen sich gefälligst auch in der Öffentlichkeit dafür verantworten, wenn sie ein Mehrfaches an Zuwächsen haben, auch in Krisenzeiten, während sie Leute zu entlassen haben oder Lohnsenkungen vorschlagen. Das halte ich für einen ganz wichtigen Punkt. Da sollten Sie eigentlich auch dafür sein. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Machen Sie endlich eine Gehaltsdeckelung! Eine Managergehaltsdeckelung! Bis heute kommt nichts!)
Abg. Kickl: Und ob!
Auch was die Boni betrifft, ist es so, dass die Boni einmal steuerlich stärker zur Brust genommen werden. Ich sage Ihnen noch etwas – wir haben es hier schon mehrfach diskutiert –: Wir haben in Österreich 80 000 Euro-Millionäre, die 100 reichsten Österreicher haben über 60 Milliarden € an Vermögen. Wir wissen, dass nur ein kleiner Teil der Österreicher den größten Teil der Immobilien und des Geldvermögens besitzt. Ich möchte hier noch einmal sagen: Da geht es nicht um Enteignungen, da geht es nicht darum, dem Mittelstand Geld oder Vermögen wegzunehmen (Abg. Kickl: Und ob!) – falsch!, es geht da um soziale Gerechtigkeit.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Bucher: Wird schon verhandelt?
Nein, so kann man an diese Frage nicht herangehen. Dann helfen Sie gefälligst mit, wie man an das Schwarzgeld herankommt. Und der erste Schritt ist, zu versuchen, mit der Schweiz einen Vertrag abzuschließen, dass wir an diese Milliarden, die die österreichischen Superreichen dort hingebracht haben, herankommen und dass auf diese Art auch mehr soziale Gerechtigkeit in diesem Land erreicht wird. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Bucher: Wird schon verhandelt?)
Abg. Kickl: Und Politpensionisten so wie Sie! bis zum Gehtnichtmehr!
Das ist ein ganz wesentlicher Punkt, denn wenn die Bürgerinnen und Bürger in der Mehrzahl hier das eine oder andere – im Vergleich zu Europa kleinere, aber doch – Opfer bringen müssen, sogar viel kleinere, aber doch Opfer bringen müssen, dann fragen sie zu Recht: Aber was ist mit denjenigen, die es sich gerichtet haben? Was ist mit denjenigen, die Vermögen angesammelt haben? – Viele durch ehrliche Arbeit, viele durch nicht ehrliche Arbeit, viele durch Steuerhinterziehung, viele in welcher Form auch immer. Und wir als Politik sind gefordert, hier Maßnahmen zu setzen. (Abg. Kickl: Und Politpensionisten so wie Sie! bis zum Gehtnichtmehr!)
Beifall bei der SPÖ.
Und ich sage Ihnen: Auch bei der Erbschaftsteuer geht es nicht darum, da Betriebsvermögen einzubeziehen. Es geht nicht darum, den Mittelstand einzubeziehen. Das ist ja alles nur Propaganda! Es geht darum, die großen Vermögen einzubeziehen. (Beifall bei der SPÖ.) Es geht darum, dass die endlich einmal eine Steuer zahlen. Und das ist gerecht, weil sie aus Vermögen einen Wertzuwachs haben, einen arbeitslosen Wertzuwachs! Das ist nicht Enteignung. Das bedeutet nicht, jetzt hat man einmal besteuert,
Beifall bei der SPÖ
Für jene, die im Ausland Töchter ihrer Firmen und dort Verluste haben, ist es nicht so einfach, dass sie jetzt nach Österreich kommen und sagen: Die Verluste im Ausland zahlt der österreichische Steuerzahler! – Auch das, finde ich, ist ungerecht. Auch da haben wir zu intervenieren. Wir haben schon Schritte gesetzt, das geht auch in die richtige Richtung (Beifall bei der SPÖ) – jawohl, auch in die richtige Richtung –, aber die große umstrittene Frage ist natürlich schon die Frage der Vermögensteuer
Beifall bei der SPÖ.
Und da sage ich Ihnen noch einmal: große Vermögen, nicht Mittelstand; ich betone das immer wieder. Aber schauen Sie: In Großbritannien stammen 4,2 Prozent der Einnahmen, gemessen am BIP, aus der Vermögenbesteuerung. Dann kommen Frankreich, die USA, Japan, die Schweiz, Italien, der OECD-Schnitt, die Niederlande, Griechenland, Norwegen, Schweden, Deutschland: Alle zahlen mehr Vermögensteuer – alle! –, nur Österreich nicht! Und das gehört korrigiert. Das ist ein Punkt – das sage ich durchaus auch an die Adresse des Koalitionspartners –, wo wir nicht lockerlassen werden, nicht lockerlassen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie müssen sich entscheiden, Sie müssen sich ja auch irgendwann einmal entscheiden: Wollen Sie die Unterstützung von ein paar Millionären, oder wollen Sie haben, dass Sie auch der Mittelstand unterstützt? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und der Mittelstand sagt zu Recht: Wenn nicht die großen Vermögen drankommen, dann kommt der Mittelstand dran, dann kommen die kleinen Unternehmer dran, dann kommen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit ihren kleinen Einkommen dran! (Abg. Strache: Ist das schon das Neuwahltheater?)
Abg. Strache: Ist das schon das Neuwahltheater?
Sie müssen sich entscheiden, Sie müssen sich ja auch irgendwann einmal entscheiden: Wollen Sie die Unterstützung von ein paar Millionären, oder wollen Sie haben, dass Sie auch der Mittelstand unterstützt? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und der Mittelstand sagt zu Recht: Wenn nicht die großen Vermögen drankommen, dann kommt der Mittelstand dran, dann kommen die kleinen Unternehmer dran, dann kommen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit ihren kleinen Einkommen dran! (Abg. Strache: Ist das schon das Neuwahltheater?)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wo denn?
Da ist es wichtig, dass es diese soziale Gerechtigkeit auch in Österreich in vermehrtem Ausmaß gibt, denn dieses Konsolidierungspaket trägt die sozialdemokratische Handschrift, wo, dominierend, Elemente der sozialen Gerechtigkeit drinnen sind. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wo denn?) – Sie dürfen es als Opposition gar nicht sehen wollen. Sie müssen es aber sehen, wenn Sie sich herstellen und versuchen, das fair zu beurteilen, denn wir werden nur dann Vertrauen in der Bevölkerung gewinnen, wenn wir diese Diskussion hier auch fair führen. (Abg. Bucher: Zuerst einmal ehrlich, dann fair!) Und fair heißt Fairness, und Fairness heißt hier auch die soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellen. (Abg. Ing. Westenthaler: Warum verschlucken Sie sich dauernd?)
Abg. Bucher: Zuerst einmal ehrlich, dann fair!
Da ist es wichtig, dass es diese soziale Gerechtigkeit auch in Österreich in vermehrtem Ausmaß gibt, denn dieses Konsolidierungspaket trägt die sozialdemokratische Handschrift, wo, dominierend, Elemente der sozialen Gerechtigkeit drinnen sind. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wo denn?) – Sie dürfen es als Opposition gar nicht sehen wollen. Sie müssen es aber sehen, wenn Sie sich herstellen und versuchen, das fair zu beurteilen, denn wir werden nur dann Vertrauen in der Bevölkerung gewinnen, wenn wir diese Diskussion hier auch fair führen. (Abg. Bucher: Zuerst einmal ehrlich, dann fair!) Und fair heißt Fairness, und Fairness heißt hier auch die soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellen. (Abg. Ing. Westenthaler: Warum verschlucken Sie sich dauernd?)
Abg. Ing. Westenthaler: Warum verschlucken Sie sich dauernd?
Da ist es wichtig, dass es diese soziale Gerechtigkeit auch in Österreich in vermehrtem Ausmaß gibt, denn dieses Konsolidierungspaket trägt die sozialdemokratische Handschrift, wo, dominierend, Elemente der sozialen Gerechtigkeit drinnen sind. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wo denn?) – Sie dürfen es als Opposition gar nicht sehen wollen. Sie müssen es aber sehen, wenn Sie sich herstellen und versuchen, das fair zu beurteilen, denn wir werden nur dann Vertrauen in der Bevölkerung gewinnen, wenn wir diese Diskussion hier auch fair führen. (Abg. Bucher: Zuerst einmal ehrlich, dann fair!) Und fair heißt Fairness, und Fairness heißt hier auch die soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellen. (Abg. Ing. Westenthaler: Warum verschlucken Sie sich dauernd?)
Beifall bei der SPÖ.
In all diesen Krisenzeiten, die wir budgetär seitens des Staates zu bewältigen hatten, ist es darum gegangen, dass auch dieser Faktor berücksichtigt wird, denn dann ist die österreichische Wirtschaft am stärksten, am konkurrenzfähigsten, am wettbewerbsfähigsten. Das ist auch einer der Punkte, der unsere Sozial- und Gesundheitssysteme absichert – und darauf sind wir stolz. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeine Heiterkeit.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne): Frau Präsidentin! Meine geschätzten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen Abgeordnete! Herr Klubobmann Tschopf, Herr Kopf, Kapf, Cap! (Allgemeine Heiterkeit.) – Jetzt muss ich mich entschuldigen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) Jetzt muss ich mich entschuldigen, aber der Kollege Cap hat mich dermaßen mit seiner emotionalen Performance verwirrt. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne): Frau Präsidentin! Meine geschätzten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen Abgeordnete! Herr Klubobmann Tschopf, Herr Kopf, Kapf, Cap! (Allgemeine Heiterkeit.) – Jetzt muss ich mich entschuldigen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) Jetzt muss ich mich entschuldigen, aber der Kollege Cap hat mich dermaßen mit seiner emotionalen Performance verwirrt. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne): Frau Präsidentin! Meine geschätzten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen Abgeordnete! Herr Klubobmann Tschopf, Herr Kopf, Kapf, Cap! (Allgemeine Heiterkeit.) – Jetzt muss ich mich entschuldigen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) Jetzt muss ich mich entschuldigen, aber der Kollege Cap hat mich dermaßen mit seiner emotionalen Performance verwirrt. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wie kann man sich so dermaßen über Dinge aufregen, die mit der Realität überhaupt nichts mehr zu tun haben? Wo ist denn der Knopf, auf den man drücken kann, dass man eine solche Nummer abziehen kann? Das hat mich jetzt wirklich verwirrt! (Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.
Ich muss diese Namensverwirrung noch erklären. Aber ich frage mich: Gegen wen kämpfen Sie denn um die soziale Gerechtigkeit? Kämpfen Sie daheim vor dem Spiegel gegen sich selber – oder gegen den Klubobmann Kopf? Gegen wen? (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Spiegelfechter!
Jetzt sind Sie das vierte Jahr in dieser Bundesregierung – wo finde ich denn die rote Handschrift, die Handschrift der sozialen Gerechtigkeit? (Abg. Strache: Spiegelfechter!) Ich lese sie nur auf Plakaten. Ich denke immer: Wann ist denn jetzt endlich die Zeit für die soziale Gerechtigkeit? – Aber Klubobmann Cap übt daheim vor dem Spiegel den Kampf um die soziale Gerechtigkeit. – Ich gebe Ihnen eine politische Empfehlung: Bitte kämpfen Sie das in der Koalition einmal aus, bitte in der Koalition! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Jetzt sind Sie das vierte Jahr in dieser Bundesregierung – wo finde ich denn die rote Handschrift, die Handschrift der sozialen Gerechtigkeit? (Abg. Strache: Spiegelfechter!) Ich lese sie nur auf Plakaten. Ich denke immer: Wann ist denn jetzt endlich die Zeit für die soziale Gerechtigkeit? – Aber Klubobmann Cap übt daheim vor dem Spiegel den Kampf um die soziale Gerechtigkeit. – Ich gebe Ihnen eine politische Empfehlung: Bitte kämpfen Sie das in der Koalition einmal aus, bitte in der Koalition! (Beifall bei den Grünen.)
Allgemeine Heiterkeit.
Ich war gestern schon ähnlich verwirrt, muss ich sagen, als der Herr Vizekanzler, der Herr Bundeskanzler über das Sparpaket gesprochen hat. (Allgemeine Heiterkeit.) Ja, dieses Schattenkämpfen und Kämpfen um die soziale Gerechtigkeit geht jetzt dauernd hin und her. – Fürs Stenographische Protokoll: allgemeine Heiterkeit; Klammer wieder zu. – Der Herr Bundeskanzler hat gemeint, dieses Sparpaket sei alternativlos. Und dieses „alternativlos“ kommt uns ja allen irgendwoher bekannt vor. Wer gerade ein bisschen im Oscar-Fieber war: Meryl Streep, die gerade Maggie Thatcher spielt, ist ja berühmt geworden worden mit dem Satz: „There is no alternative.“
Beifall bei den Grünen.
Ich finde, gerade in diesem Bereich, wie man vernünftig sparen kann, wie man klug investieren kann, wie man Reformen in Österreich vorantreiben kann, haben Sie alle Alternativen ausgelassen. Dieses Sparpaket ist die Minivariante des Kompromisses. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Konsequenzen, was den Finanzmarkt betrifft – auf europäischer Ebene steht das Projekt „neue Regulierungen“ jetzt im Wesentlichen. Und auf der anderen Seite werden, auch was den österreichischen Bankensektor betrifft, keine Konsequenzen gezogen, außer neuerliche Bankenhilfspakete. Und wir sind nicht mehr bereit, das länger zu akzeptieren und hinzunehmen – wie viele in der Bevölkerung. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Bucher: Das Neue Testament der ÖVP! – Bundesministerin Dr. Fekter: Man kann Überschüsse erzielen!
Der Herr Vizekanzler hat gemeint: Es steht weder in der Bundesverfassung noch in den Zehn Geboten – die Zehn Gebote haben mich etwas verblüfft, aber okay –, dass man nicht sparen soll, dass man keine Überschüsse machen soll. (Abg. Bucher: Das Neue Testament der ÖVP! – Bundesministerin Dr. Fekter: Man kann Überschüsse erzielen!) Ich denke, es steht aber nicht in der Bundesverfassung und auch nicht in den Zehn Geboten, dass man die Vermögenden und die Superreichen in Österreich weiterhin schützen muss. Im Gegenteil sogar! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Der Herr Vizekanzler hat gemeint: Es steht weder in der Bundesverfassung noch in den Zehn Geboten – die Zehn Gebote haben mich etwas verblüfft, aber okay –, dass man nicht sparen soll, dass man keine Überschüsse machen soll. (Abg. Bucher: Das Neue Testament der ÖVP! – Bundesministerin Dr. Fekter: Man kann Überschüsse erzielen!) Ich denke, es steht aber nicht in der Bundesverfassung und auch nicht in den Zehn Geboten, dass man die Vermögenden und die Superreichen in Österreich weiterhin schützen muss. Im Gegenteil sogar! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Und wenn Sie heute hier herauskommen und über die Lage von Frauen in Österreich reden, so frage ich Sie: Wer ist denn das untere Einkommensdrittel? Wer sind die kleinen Einkommensbezieherinnen in Österreich, wenn nicht die Frauen, wenn nicht die Alleinerzieherinnen, Frauen mit Kindern, die sich durchs Leben schlagen und durch dieses Sparpaket keine einzige Unterstützung und Hilfe erhalten? – Und dann darauf stolz zu sein, dass man die Mehrwertsteuer nicht erhöht hat, das ist mir, ehrlich gesagt, zu wenig für den Internationalen Frauentag. Das ist mir wirklich zu wenig für den Frauentag. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Tatsache ist, dass es durch dieses Sparpaket im Jahr 2016 mehr ärmere Menschen, arme Menschen und mehr Vermögende in Österreich geben wird. Das ist Faktum! Und wir sind mit dem nicht zufrieden. Wir wollen das nicht. Wir wollen das wieder aufmachen. Sie sind gerne eingeladen, in den parlamentarischen Verhandlungen genau dieses Gebot zu überdenken, das es ja nirgendwo gibt – weder in der Verfassung noch in den Zehn Geboten –, dass man große Erbschaften, Stiftungen, dass man de facto leistungsloses Einkommen vollkommen ungeschoren lässt in diesem Paket. Vollkommen ungeschoren! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Da hoffe ich auf Sie, Herr Kollege Cap und Herr Kollege Kopf, dass wir schon parlamentarisch unsere Arbeit tun. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das soll die Politik für die nächsten fünf Jahre sein? – Dazu sage ich: Nein, Nein und noch einmal Nein! Wir werden das noch einmal ordentlich diskutieren müssen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
In ganz Europa werden Sparpakete geschnürt, mehr oder weniger unintelligent, also besteht die Gefahr, dass wir auf wirtschaftlich schwierige Zeiten zugehen, dass europaweit eine Rezession droht. Deshalb ist die Frage der Investitionsspielräume eine ganz entscheidende, auch für Österreich. Und genau diese Investitionsspielräume haben wir nicht im Budget! Es gibt in vielen Bereichen großartige Chancen, umso mehr bin ich extrem erschüttert, dass sich der Umweltminister mit seinen Kürzungs- und Spargedanken in einem der wesentlichen Zukunftsbereiche neuerlich durchgesetzt hat. Im Bereich von Klimaschutz und Grünen Jobs wird gespart werden. – Das ist nicht akzeptabel, auch aus der Sicht, dass wir Wachstum brauchen, grünes Wachstum, nachhaltiges Wachstum! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Noch einmal zurück zu den Zehn Geboten! Ich glaube, das christliche Gebot: Mut zur Umkehr, Mut zur Einkehr, zum Teilen und so weiter! können wir jetzt in den parlamentarischen Behandlungen durchaus ernst nehmen. Wir sind bereit dazu. Sie haben es ja peinlichst vermieden, in irgendeinem Bereich eine Verfassungsbestimmung hineinzuschreiben und tatsächlich auch verhandeln zu müssen mit der Opposition, aber ich biete Ihnen noch einmal herzlich an: Die große soziale Gerechtigkeit können wir hier noch einmal ausfechten, da haben Sie uns als Unterstützer – ernsthaft, ich fighte nämlich nicht daheim vor dem Spiegel, sondern mit Ihnen. Ebenso unsere Unterstützung haben Sie und werden Sie auch brauchen bei den Fragen der Zukunftsinvestitionen und der Bildung. Wir wollen das Programm so nicht durchgehen lassen, dass für die zwei Millionen jungen Menschen in Österreich keine zusätzlichen Mittel, keine zusätzlichen Chancen mehr zur Verfügung stehen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.
rung und die beiden Regierungsparteien haben die Lektion verstanden. (Ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ.)
demonstrativer Beifall und Bravoruf des Abg. Mag. Stefan
Die Lektion aufgrund der Turbulenzen der Finanzmärkte in den letzten Monaten und Jahren, aufgrund der Turbulenzen aus der Staatsschuldenkrise in Europa wurde verstanden. Von dem politischen Märchen – ich habe es schon einmal gesagt –, ein Staat kann jahrelang ständig mehr ausgeben, als er einnimmt (demonstrativer Beifall und Bravoruf des Abg. Mag. Stefan), müssen wir uns verabschieden, und das tun wir mit diesem Stabilitätspaket, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Lektion aufgrund der Turbulenzen der Finanzmärkte in den letzten Monaten und Jahren, aufgrund der Turbulenzen aus der Staatsschuldenkrise in Europa wurde verstanden. Von dem politischen Märchen – ich habe es schon einmal gesagt –, ein Staat kann jahrelang ständig mehr ausgeben, als er einnimmt (demonstrativer Beifall und Bravoruf des Abg. Mag. Stefan), müssen wir uns verabschieden, und das tun wir mit diesem Stabilitätspaket, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Hofer: Warum haben Sie es dann gemacht?
Eines ist klar – und das ist ein ganz simpler Sachverhalt, Herr Kollege, ein ganz simpler Sachverhalt! –: Wenn man ständig mehr ausgibt, als man einnimmt, braucht man irgendjemanden, der einem Geld borgt. (Abg. Ing. Hofer: Warum haben Sie es dann gemacht?) Man kann aber niemanden zwingen, einem Geld zu borgen, daher ist man demjenigen, der einem Geld borgt, im Grunde ausgeliefert. (Abg. Strache: Warum waren Sie dann die ganze Zeit dabei?) Daher machen wir dieses Stabilitätspaket. (Abg. Strache: Warum waren Sie die ganze Zeit dabei?) – Herr Kollege Strache, dass wir bereits erfolgreich sind, dass (Abg. Strache: Warum waren Sie dabei? – Abg. Mag. Stefan: Jetzt sind Sie ausgeliefert!) – Das alte Problem: schwache Argumente – laute Stimme, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Warum sind Sie die ganze Zeit dabei gewesen?)
Abg. Strache: Warum waren Sie dann die ganze Zeit dabei?
Eines ist klar – und das ist ein ganz simpler Sachverhalt, Herr Kollege, ein ganz simpler Sachverhalt! –: Wenn man ständig mehr ausgibt, als man einnimmt, braucht man irgendjemanden, der einem Geld borgt. (Abg. Ing. Hofer: Warum haben Sie es dann gemacht?) Man kann aber niemanden zwingen, einem Geld zu borgen, daher ist man demjenigen, der einem Geld borgt, im Grunde ausgeliefert. (Abg. Strache: Warum waren Sie dann die ganze Zeit dabei?) Daher machen wir dieses Stabilitätspaket. (Abg. Strache: Warum waren Sie die ganze Zeit dabei?) – Herr Kollege Strache, dass wir bereits erfolgreich sind, dass (Abg. Strache: Warum waren Sie dabei? – Abg. Mag. Stefan: Jetzt sind Sie ausgeliefert!) – Das alte Problem: schwache Argumente – laute Stimme, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Warum sind Sie die ganze Zeit dabei gewesen?)
Abg. Strache: Warum waren Sie die ganze Zeit dabei?
Eines ist klar – und das ist ein ganz simpler Sachverhalt, Herr Kollege, ein ganz simpler Sachverhalt! –: Wenn man ständig mehr ausgibt, als man einnimmt, braucht man irgendjemanden, der einem Geld borgt. (Abg. Ing. Hofer: Warum haben Sie es dann gemacht?) Man kann aber niemanden zwingen, einem Geld zu borgen, daher ist man demjenigen, der einem Geld borgt, im Grunde ausgeliefert. (Abg. Strache: Warum waren Sie dann die ganze Zeit dabei?) Daher machen wir dieses Stabilitätspaket. (Abg. Strache: Warum waren Sie die ganze Zeit dabei?) – Herr Kollege Strache, dass wir bereits erfolgreich sind, dass (Abg. Strache: Warum waren Sie dabei? – Abg. Mag. Stefan: Jetzt sind Sie ausgeliefert!) – Das alte Problem: schwache Argumente – laute Stimme, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Warum sind Sie die ganze Zeit dabei gewesen?)
Abg. Strache: Warum waren Sie dabei? – Abg. Mag. Stefan: Jetzt sind Sie ausgeliefert!
Eines ist klar – und das ist ein ganz simpler Sachverhalt, Herr Kollege, ein ganz simpler Sachverhalt! –: Wenn man ständig mehr ausgibt, als man einnimmt, braucht man irgendjemanden, der einem Geld borgt. (Abg. Ing. Hofer: Warum haben Sie es dann gemacht?) Man kann aber niemanden zwingen, einem Geld zu borgen, daher ist man demjenigen, der einem Geld borgt, im Grunde ausgeliefert. (Abg. Strache: Warum waren Sie dann die ganze Zeit dabei?) Daher machen wir dieses Stabilitätspaket. (Abg. Strache: Warum waren Sie die ganze Zeit dabei?) – Herr Kollege Strache, dass wir bereits erfolgreich sind, dass (Abg. Strache: Warum waren Sie dabei? – Abg. Mag. Stefan: Jetzt sind Sie ausgeliefert!) – Das alte Problem: schwache Argumente – laute Stimme, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Warum sind Sie die ganze Zeit dabei gewesen?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Warum sind Sie die ganze Zeit dabei gewesen?
Eines ist klar – und das ist ein ganz simpler Sachverhalt, Herr Kollege, ein ganz simpler Sachverhalt! –: Wenn man ständig mehr ausgibt, als man einnimmt, braucht man irgendjemanden, der einem Geld borgt. (Abg. Ing. Hofer: Warum haben Sie es dann gemacht?) Man kann aber niemanden zwingen, einem Geld zu borgen, daher ist man demjenigen, der einem Geld borgt, im Grunde ausgeliefert. (Abg. Strache: Warum waren Sie dann die ganze Zeit dabei?) Daher machen wir dieses Stabilitätspaket. (Abg. Strache: Warum waren Sie die ganze Zeit dabei?) – Herr Kollege Strache, dass wir bereits erfolgreich sind, dass (Abg. Strache: Warum waren Sie dabei? – Abg. Mag. Stefan: Jetzt sind Sie ausgeliefert!) – Das alte Problem: schwache Argumente – laute Stimme, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Warum sind Sie die ganze Zeit dabei gewesen?)
Abg. Strache: Und deshalb sind Sie froh, dass Sie es verloren haben? Das ist absurd!
Dass das, was wir hier in Angriff nehmen, schon erfolgreich ist, sieht man daran – etwas, das Sie vielleicht gar nicht wissen, Herr Kollege Strache –: Wir haben das Triple A bei einer Ratingagentur verloren. Das ist schon richtig, aber wissen Sie, was die Konsequenz war? – Dass wir seither für unsere Staatsschulden weniger Zinsen zahlen als vorher! Letzte Woche: 2,89 Prozent Zinsen für Anleihen; das ist weniger als zu der Zeit, als wir das Triple A hatten! Das ist Ihnen alles entgangen, Herr Kollege Strache, natürlich, das verstehe ich schon. (Abg. Strache: Und deshalb sind Sie froh, dass Sie es verloren haben? Das ist absurd!)
Beifall bei der ÖVP.
Aber was zeigt das? – Natürlich ist das Urteil der Ratingagenturen ernst zu nehmen, gar keine Frage, aber das Vertrauen der Anleger in die Zukunft Österreichs ist noch viel wichtiger, meine Damen und Herren, und dieses Vertrauen der Anleger wurde mit der Schuldenbremse und dem nun vorliegenden Stabilitätspaket wieder zurückgewonnen. Und das verdient ein Bravo an die Frau Finanzministerin und die Regierungsmitglieder, ein Bravo für das Zurückgewinnen des Vertrauens der Finanzmärkte, denn das sind Leute, die uns Geld borgen, das sind Leute, die in die Zukunft Österreichs investieren. (Beifall bei der ÖVP.) Wir haben das Vertrauen wiedergewonnen mit unserem energischen Eintreten für die Schuldenbremse – gegen die Sie sind, Herr Kollege Strache, gegen die die Grünen sind, gegen die das BZÖ ist (Abg. Dolinschek: Wo ist eure Schuldenbremse?) – und auch mit den Anstrengungen, die wir bei diesem Stabilitätspaket an den Tag legen.
Abg. Dolinschek: Wo ist eure Schuldenbremse?
Aber was zeigt das? – Natürlich ist das Urteil der Ratingagenturen ernst zu nehmen, gar keine Frage, aber das Vertrauen der Anleger in die Zukunft Österreichs ist noch viel wichtiger, meine Damen und Herren, und dieses Vertrauen der Anleger wurde mit der Schuldenbremse und dem nun vorliegenden Stabilitätspaket wieder zurückgewonnen. Und das verdient ein Bravo an die Frau Finanzministerin und die Regierungsmitglieder, ein Bravo für das Zurückgewinnen des Vertrauens der Finanzmärkte, denn das sind Leute, die uns Geld borgen, das sind Leute, die in die Zukunft Österreichs investieren. (Beifall bei der ÖVP.) Wir haben das Vertrauen wiedergewonnen mit unserem energischen Eintreten für die Schuldenbremse – gegen die Sie sind, Herr Kollege Strache, gegen die die Grünen sind, gegen die das BZÖ ist (Abg. Dolinschek: Wo ist eure Schuldenbremse?) – und auch mit den Anstrengungen, die wir bei diesem Stabilitätspaket an den Tag legen.
Abg. Brosz: Die haben Sie aber schon längst nicht mehr!
Meine Damen und Herren, ich habe es schon einmal gesagt: Gerade an solchen Paketen sieht man sehr schön den Unterschied zwischen Regierungsverantwortung und Oppositionspolitik. In jeder Demokratie, meine Damen und Herren, hat die politische Hauptverantwortung die Mehrheit. (Abg. Brosz: Die haben Sie aber schon längst nicht mehr!) Diese Regierungsmehrheit trägt die politische Hauptverantwortung. Wir handeln nach bestem Wissen und Gewissen. Wenn wir überzeugt sind, dass diese Reformen notwendig sind, dann machen wir sie, auch wenn das durchaus nicht angenehm ist. Es ist nicht angenehm, Herr Kollege Strache, den Menschen zu sagen: Wir müssen das faktische Pensionsalter anheben! Es ist nicht angenehm zu sagen: Wir müssen Steuerlücken schließen! Das ist nicht angenehm, aber wir machen es aus Verantwortung für das Land, und weil wir wissen, wir brauchen das für die Zukunft unseres Landes. Das ist konkrete Zukunftssicherung, Herr Kollege Strache. Die Opposition,
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wir müssen uns nicht einigen! Sie müssen sich einigen! Sie haben sich nicht geeinigt!
Wie uneinig die Opposition selbst ist, haben wir ja bei der Schuldenbremse gesehen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wir müssen uns nicht einigen! Sie müssen sich einigen! Sie haben sich nicht geeinigt!) Das BZÖ sagt: Wir stimmen zu, aber keine neuen Steuern! Die Grünen sagen: Wir stimmen zu, wenn es neue Steuern gibt! – Derart uneinig! Ich möchte mir nicht vorstellen, Frau Kollegin Glawischnig, dass Grün und Blau einmal in einer Regierung sind. Das wäre wahrscheinlich ein Chaos, denn Sie wollen etwas ganz anderes! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neugebauer: Das ist ausgeschlossen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neugebauer: Das ist ausgeschlossen!
Wie uneinig die Opposition selbst ist, haben wir ja bei der Schuldenbremse gesehen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wir müssen uns nicht einigen! Sie müssen sich einigen! Sie haben sich nicht geeinigt!) Das BZÖ sagt: Wir stimmen zu, aber keine neuen Steuern! Die Grünen sagen: Wir stimmen zu, wenn es neue Steuern gibt! – Derart uneinig! Ich möchte mir nicht vorstellen, Frau Kollegin Glawischnig, dass Grün und Blau einmal in einer Regierung sind. Das wäre wahrscheinlich ein Chaos, denn Sie wollen etwas ganz anderes! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neugebauer: Das ist ausgeschlossen!)
Abg. Strache: Sie meinen, das kann schlimmer als Rot-Schwarz werden?
Frau Kollegin Glawischnig, in der Demokratie kann man hundert Mal davon überzeugt sein, dass die eigene Meinung die richtige ist, wenn man keine Mehrheit hat, hilft das nicht. – So einfach ist das! (Abg. Strache: Sie meinen, das kann schlimmer als Rot-Schwarz werden?)
Ruf bei den Grünen: Hätte die Höchstpensionen erhöht!
Wir sind zwei Parteien, die sehr unterschiedliche ordnungspolitische, gesellschaftspolitische und wirtschaftspolitische Standpunkte haben. Natürlich muss man sich zusammenraufen, und natürlich ist dieses Paket auch ein Kompromiss, gar keine Frage. Eine SPÖ-Alleinregierung hätte ein anderes Paket vorgelegt, mit Eigentumssteuern, eine ÖVP-Alleinregierung hätte wahrscheinlich viel mehr ausgabenseitig gemacht (Ruf bei den Grünen: Hätte die Höchstpensionen erhöht!), gar keine Frage, aber wir haben uns zusammengerauft für ein Paket, zu dem sogar die auflagenstärkste Zeitung dieses Landes, die „Kronen Zeitung“, bravo geschrieben hat. (Abg. Dr. Strutz: Na super!)
Abg. Dr. Strutz: Na super!
Wir sind zwei Parteien, die sehr unterschiedliche ordnungspolitische, gesellschaftspolitische und wirtschaftspolitische Standpunkte haben. Natürlich muss man sich zusammenraufen, und natürlich ist dieses Paket auch ein Kompromiss, gar keine Frage. Eine SPÖ-Alleinregierung hätte ein anderes Paket vorgelegt, mit Eigentumssteuern, eine ÖVP-Alleinregierung hätte wahrscheinlich viel mehr ausgabenseitig gemacht (Ruf bei den Grünen: Hätte die Höchstpensionen erhöht!), gar keine Frage, aber wir haben uns zusammengerauft für ein Paket, zu dem sogar die auflagenstärkste Zeitung dieses Landes, die „Kronen Zeitung“, bravo geschrieben hat. (Abg. Dr. Strutz: Na super!)
Abg. Dr. Strutz: War das ein Inserat? – Abg. Strache: So viele Aufträge wie damals hat die „Kronen Zeitung“ vorher nie bekommen!
Bravo, hat die „Kronen Zeitung“ geschrieben, bravo aus mehreren Gründen. Erstens: weil es ein sehr ausgewogenes Paket ist. (Abg. Dr. Strutz: War das ein Inserat? – Abg. Strache: So viele Aufträge wie damals hat die „Kronen Zeitung“ vorher nie bekommen!) – Das können Sie alles nachlesen! Und diese Zeitung ist nicht immer regierungsfreundlich, meine Damen und Herren!
Beifall bei der ÖVP.
Bravo, weil es ausgewogen ist, bravo, weil es zweitens den Mittelstand ungeschoren lässt und weil es drittens eine Umkehr im Denken ist, nämlich weg von der Schuldenpolitik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Sie werden auch bald Opposition sein!
Dieses Urteil deckt sich mit dem Urteil vieler Experten, und das ist uns wichtiger, ehrlich gestanden, als das Urteil der Opposition! (Ruf bei der FPÖ: Sie werden auch bald Opposition sein!)
Abg. Strache: Jubeltänze auf den Straßen?!
Ich war gestern mit Frau Finanzministerin Fekter in meinem Wahlkreis Waldviertel unterwegs. Wir haben mehrere Veranstaltungen gehabt, und ich sage Ihnen: Das Verständnis der Menschen für dieses Paket ist wirklich gewaltig, es hat mich beeindruckt! (Abg. Strache: Jubeltänze auf den Straßen?!) Der Herr Bundeskanzler hat sich zu Recht bei den Regierungsmitgliedern bedankt, deshalb möchte ich sagen, ich bedanke mich auch bei der Bevölkerung für dieses Verständnis, das sie gegenüber diesem Sparpaket aufbringt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hagen: Gehen Sie einmal unter die Menschen, dann hören Sie es! – Anhaltende Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Es ist nicht einfach, aber die Menschen, Herr Kollege Strache, sind klüger, als so manche Oppositionspolitiker glauben. Glauben Sie mir das! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Die fallen sich um den Hals, die tanzen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hagen: Gehen Sie einmal unter die Menschen, dann hören Sie es! – Anhaltende Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Ich war gestern mit Frau Finanzministerin Fekter in meinem Wahlkreis Waldviertel unterwegs. Wir haben mehrere Veranstaltungen gehabt, und ich sage Ihnen: Das Verständnis der Menschen für dieses Paket ist wirklich gewaltig, es hat mich beeindruckt! (Abg. Strache: Jubeltänze auf den Straßen?!) Der Herr Bundeskanzler hat sich zu Recht bei den Regierungsmitgliedern bedankt, deshalb möchte ich sagen, ich bedanke mich auch bei der Bevölkerung für dieses Verständnis, das sie gegenüber diesem Sparpaket aufbringt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hagen: Gehen Sie einmal unter die Menschen, dann hören Sie es! – Anhaltende Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Es ist nicht einfach, aber die Menschen, Herr Kollege Strache, sind klüger, als so manche Oppositionspolitiker glauben. Glauben Sie mir das! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Die fallen sich um den Hals, die tanzen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Die fallen sich um den Hals, die tanzen!
Ich war gestern mit Frau Finanzministerin Fekter in meinem Wahlkreis Waldviertel unterwegs. Wir haben mehrere Veranstaltungen gehabt, und ich sage Ihnen: Das Verständnis der Menschen für dieses Paket ist wirklich gewaltig, es hat mich beeindruckt! (Abg. Strache: Jubeltänze auf den Straßen?!) Der Herr Bundeskanzler hat sich zu Recht bei den Regierungsmitgliedern bedankt, deshalb möchte ich sagen, ich bedanke mich auch bei der Bevölkerung für dieses Verständnis, das sie gegenüber diesem Sparpaket aufbringt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hagen: Gehen Sie einmal unter die Menschen, dann hören Sie es! – Anhaltende Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Es ist nicht einfach, aber die Menschen, Herr Kollege Strache, sind klüger, als so manche Oppositionspolitiker glauben. Glauben Sie mir das! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Die fallen sich um den Hals, die tanzen!)
Abg. Bucher: Ihr habt noch nicht einmal angefangen!
Nehmen wir das Beispiel Schweiz. Wie waren die ersten Reaktionen? – Die Schweiz, das werden wir nie erreichen! Gestern gab die EU-Kommission grünes Licht für das Abkommen Schweiz-Deutschland, das unser Vorbild ist. Natürlich werden wir das schaffen, Herr Kollege, gar keine Frage, aber ein bisschen mehr Selbstbewusstsein würde ich mir eigentlich auch von der Opposition erwarten. Nur zu sagen, alles sei schlecht, nichts werden wir zustande bringen, das ist keine politische Haltung, Herr Kollege Bucher, die ich akzeptieren würde. Wir haben uns die Latte hoch gelegt, wir wissen genau, wir sind noch nicht am Ziel (Abg. Bucher: Ihr habt noch nicht einmal angefangen!), wir werden in den nächsten Monaten und Jahren noch hart arbeiten müssen, um all das zu erreichen, was wir hier fixiert haben.
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, wir haben uns dazu bekannt: keine Substanzbesteuerung, keine Enteignung, keine schleichende Enteignung zuzulassen, Vermögenserträgnisse aber sehr wohl zu besteuern. Dafür schließen wir heute eine wichtige Lücke mit der Immobilientransaktionssteuer. Bisher war es so, dass Erträge aus Immobilienverkäufen steuerfrei waren. Auch diese Lücke schließen wir. Wir haben eine Lücke bereits geschlossen mit der Aktiengewinnbesteuerung. Also darüber kann man mit uns immer reden, aber Eigentum ist für uns nicht antastbar, das ist unsere Politik. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Eines zum Abschluss – und das habe ich auch gestern in meinem Wahlkreis gesagt, denn, Herr Minister Darabos, ich rede im Wahlkreis genau so wie im Parlament; das habe ich Ihnen schon einmal geschrieben –: Ich möchte mir nicht vorstellen, wie dieses Paket ausschauen würde, wenn wir nicht die Maria Fekter hätten! (Beifall bei der ÖVP.)
demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP – Abg. Strache: Jubelchöre!
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die gesamte öffentliche Aufmerksamkeit richtet sich in Zukunft auf den Wahlkreis des Herrn Abgeordneten Stummvoll (demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP – Abg. Strache: Jubelchöre!), dort nämlich tanzen die Menschen auf den Straßen vor Glück, weil wir eine Bundesregierung haben, die richtige Jubelstimmung auslösen kann aufgrund der tollen Beschlüsse, die sie vorbereitet hat, die sie jetzt alle in nächster Zukunft beschließen wird. Meine sehr geehrten Damen und Herren, von dieser Begeisterung, von dieser Euphorie war in den Ausführungen des Herrn Bundeskanzlers und des Herrn Vizekanzlers nichts zu hören und nichts zu spüren. Also ich muss offen gestehen, ich hätte mir schon erwartet, dass Sie Visionen in die Welt setzen oder Perspektiven eröffnen für die Menschen in unserem Land, aber das klang eher nach einem programmierten Abgesang, den Sie heute hier veranstaltet haben, Herr Bundeskanzler und Herr Vizekanzler! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die gesamte öffentliche Aufmerksamkeit richtet sich in Zukunft auf den Wahlkreis des Herrn Abgeordneten Stummvoll (demonstrativer Beifall und Bravorufe bei der ÖVP – Abg. Strache: Jubelchöre!), dort nämlich tanzen die Menschen auf den Straßen vor Glück, weil wir eine Bundesregierung haben, die richtige Jubelstimmung auslösen kann aufgrund der tollen Beschlüsse, die sie vorbereitet hat, die sie jetzt alle in nächster Zukunft beschließen wird. Meine sehr geehrten Damen und Herren, von dieser Begeisterung, von dieser Euphorie war in den Ausführungen des Herrn Bundeskanzlers und des Herrn Vizekanzlers nichts zu hören und nichts zu spüren. Also ich muss offen gestehen, ich hätte mir schon erwartet, dass Sie Visionen in die Welt setzen oder Perspektiven eröffnen für die Menschen in unserem Land, aber das klang eher nach einem programmierten Abgesang, den Sie heute hier veranstaltet haben, Herr Bundeskanzler und Herr Vizekanzler! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Aber eines muss ich dem Herrn Bundeskanzler zugestehen: Er hat zum ersten Mal in einer Rede hier im Hohen Haus ganz klar und deutlich gesagt, was er unter sozialer Gerechtigkeit versteht, nämlich: dass die Österreicherinnen und Österreicher jetzt bluten sollen, jetzt zahlen sollen, jetzt geschröpft werden für die maroden Länder und Pleitebanken Europas, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das haben Sie, Herr Bundeskanzler, heute zum ersten Mal klar und deutlich zugegeben! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Notiz am Rande: Die teuerste Tankstelle Österreichs befindet sich in der Löwelstraße. Für all jene, die nicht wissen, welche Straße das ist: Das ist die sogenannte SPÖ-Straße hier in Wien. – Damit ist klar und deutlich zum Ausdruck gebracht, wer eigentlich für die enorme Teuerung der Treibstoffe in unserem Land und vor allem für die Situation im Lebensmittelbereich in Österreich zuständig ist. Die Partei, die immer für den „kleinen Mann“ einsteht, für die Arbeiterinnen und Arbeiter in unserem Land, ausgerechnet diese Partei schröpft jetzt jene Menschen, die nicht mehr wissen, wie sie ihr Leben finanzieren sollen. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.) Das ist schon sehr abenteuerlich und eine schamlose Ausbeutung der Menschen vor dem Hintergrund einer ganz, ganz schwierigen Zeit, der wir entgegengehen.
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Noch ein Wort zu Ihnen – weil Sie auch davon gesprochen haben –: Es steht weder in der Bibel noch in den zehn Geboten, dass es keine Überschüsse geben darf, deshalb ist das wahrscheinlich der Inhalt des neuen Testaments der ÖVP. Ich frage mich: Wann macht man denn ein Testament, meine sehr geehrten Damen und Herren? – Wenn man den Abgang plant! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.) Ich hoffe nicht, dass es schon so weit ist, sondern dass Sie noch eine Zeit lang für bessere Umstände in unserem Land kämpfen.
Bundesministerin Dr. Fekter: Falsch!
weil – wie Sie genau wissen – die Verhandlungen mit der Schweiz mühsam werden, weil Sie noch nicht einmal begonnen haben mit Gesprächen mit der Schweiz (Bundesministerin Dr. Fekter: Falsch!), was die Schwarzgeldkonten der Österreicherinnen und Österreicher betrifft;
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Zuletzt, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist von der Bundesregierung ein Budget unter dem Thema „stabile Finanzen für eine sichere Zukunft“ vorgelegt worden. Wenige Wochen ist es her, dass Sie das Budget für das Jahr 2012 beschlossen haben, ein Zukunftsbudget, das jetzt schon Vergangenheit ist! Wenige Wochen, nachdem wir ins neue Jahr gegangen sind, ist dieses Budget schon Vergangenheit. Sie wissen genau, dass das, was Sie da hineingeschrieben haben, nicht halten wird und nicht halten kann. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Es gibt auch keine Anzeichen dafür, dass Sie irgendwie in der Lage sind, Reserven zu bilden, damit die Wirtschaft wieder flott wird, wenn Sie in nächster Zukunft starke Rückgänge zu verzeichnen haben. Auch die Bankenstützungen sind nirgendwo eingepreist. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall beim BZÖ.
Sie schröpfen jetzt in der Gegenwart die Menschen, und später kommen große Budgetlöcher auf uns zu. Da sitzen Sie schon längst nicht mehr in der Bundesregierung. Die späteren Bundesregierungen werden sich damit herumschlagen und herumplagen müssen, wie sie noch einen ausgeglichenen Haushalt finanzieren können. Das ist die Verantwortungslosigkeit, vor der wir warnen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Wir beantragen heute die Zweckbindung der Wohnbauförderung. Ich hoffe, dass vor allem die ÖVP und vor allem wirtschaftsnahe Vertreter, Wirtschaftsbündler dem zustimmen. Es ist doch ein Wahnsinn, dass 0,5 Prozent die Arbeitnehmer und 0,5 Prozent die Arbeitgeber dafür zahlen müssen, dass die Landesfürsten mehr Geld haben, um es zu verpulvern. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall beim BZÖ sowie der Abgeordneten Strache und Ing. Hofer.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich hoffe, dass Sie unserem Antrag zustimmen. (Beifall beim BZÖ sowie der Abgeordneten Strache und Ing. Hofer.)
Beifall beim BZÖ.
Schlusssatz, Frau Präsidentin: Natürlich ist dieses Sparpaket in erster Linie eine kalte Dusche für den Mittelstand. Das Leben wird für die Menschen teurer. Die Menschen in Österreich zahlen die Zeche für diese verlogene Europapolitik, die den Banken und vor allem den maroden Ländern nutzt. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler. – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Krainer zu Wort. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler. – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Bucher: 2008!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Kollege Bucher, wer hat denn die Zweckbindung der Wohnbaumittel abgeschafft? Welche Regierung hat denn das abgeschafft? (Abg. Bucher: 2008!) – Nein, ich kann Ihnen sagen, wann das abgeschafft wurde und wofür: Das ist nämlich abgeschafft worden, damit Ihr Freund Jörg Haider einen ungedeckten Scheck, das Kindergeld in Kärnten finanzieren kann. (Ruf bei der ÖVP: Genau so ist es!) Das war nämlich Ihr Werk, das abzuschaffen. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Genau so ist es!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Kollege Bucher, wer hat denn die Zweckbindung der Wohnbaumittel abgeschafft? Welche Regierung hat denn das abgeschafft? (Abg. Bucher: 2008!) – Nein, ich kann Ihnen sagen, wann das abgeschafft wurde und wofür: Das ist nämlich abgeschafft worden, damit Ihr Freund Jörg Haider einen ungedeckten Scheck, das Kindergeld in Kärnten finanzieren kann. (Ruf bei der ÖVP: Genau so ist es!) Das war nämlich Ihr Werk, das abzuschaffen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Kollege Bucher, wer hat denn die Zweckbindung der Wohnbaumittel abgeschafft? Welche Regierung hat denn das abgeschafft? (Abg. Bucher: 2008!) – Nein, ich kann Ihnen sagen, wann das abgeschafft wurde und wofür: Das ist nämlich abgeschafft worden, damit Ihr Freund Jörg Haider einen ungedeckten Scheck, das Kindergeld in Kärnten finanzieren kann. (Ruf bei der ÖVP: Genau so ist es!) Das war nämlich Ihr Werk, das abzuschaffen. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe beim BZÖ: falsch! So ein Blödsinn!
Sie erinnern mich eher an Biedermann und die Brandstifter, dass Sie hier Probleme schaffen und dann nach der Feuerwehr rufen. (Rufe beim BZÖ: falsch! So ein Blödsinn!)
Abg. Dolinschek: Ja, wo bleiben sie? Wo bleiben sie?
Kollegin Glawischnig, Sie haben uns hier kritisiert und haben gesagt, die SPÖ sei seit vier Jahren in der Regierung – es sind in der Zwischenzeit fünf –, und Sie haben gefragt: Wo bleibt die Entlastung von kleinen und mittleren Einkommen? Wo bleibt das Mehr an sozialer und Steuergerechtigkeit? (Abg. Dolinschek: Ja, wo bleiben sie? Wo bleiben sie?) Wo bleibt die Besteuerung von leistungslosem Einkommen? – Das ist relativ einfach erklärt!
Zwischenruf des Abg. Ing. Hofer
Der zweite Schritt war, dass wir die kleinen und die mittleren Einkommen durch die Steuerreform vor drei Jahren, nämlich im Jahr 2009, entlastet haben. Das war ein Volumen von zweieinhalb Milliarden, wovon 88 Prozent für kleine und mittlere Einkommen eingesetzt worden sind, das heißt über 2 Milliarden. Das war nämlich die Senkung der Steuern auf Arbeit und die Senkung der Abgaben auf Arbeit und damit die Entlastung der kleineren und mittleren Einkommen, wenn Sie sich nicht mehr erinnern. Aber Sie haben ja selber gesagt, dass Sie heute ein bisschen verwirrt sind (Zwischenruf des Abg. Ing. Hofer), vielleicht ist das auch der Grund, wieso Sie es vergessen haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der zweite Schritt war, dass wir die kleinen und die mittleren Einkommen durch die Steuerreform vor drei Jahren, nämlich im Jahr 2009, entlastet haben. Das war ein Volumen von zweieinhalb Milliarden, wovon 88 Prozent für kleine und mittlere Einkommen eingesetzt worden sind, das heißt über 2 Milliarden. Das war nämlich die Senkung der Steuern auf Arbeit und die Senkung der Abgaben auf Arbeit und damit die Entlastung der kleineren und mittleren Einkommen, wenn Sie sich nicht mehr erinnern. Aber Sie haben ja selber gesagt, dass Sie heute ein bisschen verwirrt sind (Zwischenruf des Abg. Ing. Hofer), vielleicht ist das auch der Grund, wieso Sie es vergessen haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Arme mehr in Österreich!
Der nächste Punkt: Wenn Sie fragen, wo die Steuergerechtigkeit ist (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Arme mehr in Österreich!), wo die Maßnahmen dieser Bundesregierung sind, mit denen wir leistungslose Einkommen besteuern, dann darf ich daran erinnern, was wir gemacht haben (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek): Wir haben bereits vor einem Jahr hier beschlossen, dass für Aktiengewinne, die steuerfrei waren, Steuer zu bezahlen ist. Wir haben innerhalb der Stiftungen Steuerprivilegien gestrichen oder reduziert und Steuern erhöht.
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek
Der nächste Punkt: Wenn Sie fragen, wo die Steuergerechtigkeit ist (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Arme mehr in Österreich!), wo die Maßnahmen dieser Bundesregierung sind, mit denen wir leistungslose Einkommen besteuern, dann darf ich daran erinnern, was wir gemacht haben (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek): Wir haben bereits vor einem Jahr hier beschlossen, dass für Aktiengewinne, die steuerfrei waren, Steuer zu bezahlen ist. Wir haben innerhalb der Stiftungen Steuerprivilegien gestrichen oder reduziert und Steuern erhöht.
Abg. Ing. Hofer: Steuern, Steuern, Steuern! Bravo!
des Abg. Brosz.) Wir werden die Umwidmungsabgabe einführen, das heißt, leistungslose Einkommen werden besteuert. Wir werden die Immobiliensteuer einführen, das heißt, bisher leistungslose Einkommen werden besteuert. (Abg. Ing. Hofer: Steuern, Steuern, Steuern! Bravo!)
Abg. Dolinschek: Aber für machen sie nichts!
Wenn Sie also wissen wollen, was geschehen ist: Es sind zirka 3 Milliarden € von Steuern und Abgaben auf Arbeit – also auf Leistungseinkommen – in den letzten Jahren gesenkt worden (Abg. Dolinschek: Aber für machen sie nichts!) und gleichzeitig 3 Milliarden € mehr Steuern auf leistungslose Einkommen, auf Einkommen aus Kapital und Vermögen, eingehoben worden. (Abg. Ing. Hofer: Sie vergessen die kalte Progression!) Das ist etwas, wofür wir uns als SPÖ sicher nicht genieren, und das ist nicht vor dem Spiegel geschehen, sondern das ist hier im Nationalrat geschehen, mit Gesetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Hofer: Sie vergessen die kalte Progression!
Wenn Sie also wissen wollen, was geschehen ist: Es sind zirka 3 Milliarden € von Steuern und Abgaben auf Arbeit – also auf Leistungseinkommen – in den letzten Jahren gesenkt worden (Abg. Dolinschek: Aber für machen sie nichts!) und gleichzeitig 3 Milliarden € mehr Steuern auf leistungslose Einkommen, auf Einkommen aus Kapital und Vermögen, eingehoben worden. (Abg. Ing. Hofer: Sie vergessen die kalte Progression!) Das ist etwas, wofür wir uns als SPÖ sicher nicht genieren, und das ist nicht vor dem Spiegel geschehen, sondern das ist hier im Nationalrat geschehen, mit Gesetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie also wissen wollen, was geschehen ist: Es sind zirka 3 Milliarden € von Steuern und Abgaben auf Arbeit – also auf Leistungseinkommen – in den letzten Jahren gesenkt worden (Abg. Dolinschek: Aber für machen sie nichts!) und gleichzeitig 3 Milliarden € mehr Steuern auf leistungslose Einkommen, auf Einkommen aus Kapital und Vermögen, eingehoben worden. (Abg. Ing. Hofer: Sie vergessen die kalte Progression!) Das ist etwas, wofür wir uns als SPÖ sicher nicht genieren, und das ist nicht vor dem Spiegel geschehen, sondern das ist hier im Nationalrat geschehen, mit Gesetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.
Glauben Sie, dass es Zufall ist, dass es in Österreich die geringste Jugendarbeitslosigkeit gibt? Oder glauben Sie nicht, dass das etwas mit den Maßnahmen zu tun hat, die diese Bundesregierung gesetzt hat, zum Beispiel mit der Ausbildungsgarantie? Es ist kein Zufall, dass es in Österreich die geringste Jugendarbeitslosigkeit gibt, sondern das ist das Ergebnis der Politik dieser Bundesregierung. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.)
Abg. Ing. Hofer: Als Folge Ihrer Politik!
Kollege Strache – Sie sind gegangen, ist in Ordnung, aber das können Ihnen Ihre Kollegen ausrichten –, wenn Sie uns erklären, die Abgabenquote sei so arg und hier werde so viel Steuer kassiert, bitte, dann schauen wir uns an, was mit der Steuer- und Abgabenquote in den letzten Jahren geschehen ist. – Sie ist 2009 gesunken. Sie ist 2010 gesunken. Und wissen Sie, wann die Steuer- und Abgabenquote am höchsten war, wann es die Rekordsteuer- und -abgabenquote gab? – Als Sie in der Bundesregierung waren! (Abg. Ing. Hofer: Als Folge Ihrer Politik!) Da wurden die höchsten Steuern und Abgaben kassiert in diesem Land und nicht, seitdem wir in der Regierung sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollege Strache – Sie sind gegangen, ist in Ordnung, aber das können Ihnen Ihre Kollegen ausrichten –, wenn Sie uns erklären, die Abgabenquote sei so arg und hier werde so viel Steuer kassiert, bitte, dann schauen wir uns an, was mit der Steuer- und Abgabenquote in den letzten Jahren geschehen ist. – Sie ist 2009 gesunken. Sie ist 2010 gesunken. Und wissen Sie, wann die Steuer- und Abgabenquote am höchsten war, wann es die Rekordsteuer- und -abgabenquote gab? – Als Sie in der Bundesregierung waren! (Abg. Ing. Hofer: Als Folge Ihrer Politik!) Da wurden die höchsten Steuern und Abgaben kassiert in diesem Land und nicht, seitdem wir in der Regierung sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Die haben wir von euch geerbt!
Da gab es aber keine Wirtschaftskrise, nein, die haben Sie dafür nicht gebraucht. (Ruf bei der FPÖ: Die haben wir von euch geerbt!) – Natürlich, von uns haben Sie die Wirtschaftskrise geerbt! Sicher, die SPÖ ist schuld an einer Weltwirtschaftskrise und Finanzkrise. (Abg. Ing. Hofer: Sie haben den Zwischenruf nicht verstanden!) Ganz Europa leidet unter Sparpaketen, das die SPÖ (Abg. Ing. Hofer: Sie haben den Zwischenruf nicht verstanden!) Das ist doch so lächerlich, das können Sie doch nicht ernst meinen. Das ist doch absurd.
Abg. Ing. Hofer: Sie haben den Zwischenruf nicht verstanden!
Da gab es aber keine Wirtschaftskrise, nein, die haben Sie dafür nicht gebraucht. (Ruf bei der FPÖ: Die haben wir von euch geerbt!) – Natürlich, von uns haben Sie die Wirtschaftskrise geerbt! Sicher, die SPÖ ist schuld an einer Weltwirtschaftskrise und Finanzkrise. (Abg. Ing. Hofer: Sie haben den Zwischenruf nicht verstanden!) Ganz Europa leidet unter Sparpaketen, das die SPÖ (Abg. Ing. Hofer: Sie haben den Zwischenruf nicht verstanden!) Das ist doch so lächerlich, das können Sie doch nicht ernst meinen. Das ist doch absurd.
Abg. Ing. Hofer: Sie haben den Zwischenruf nicht verstanden!
Da gab es aber keine Wirtschaftskrise, nein, die haben Sie dafür nicht gebraucht. (Ruf bei der FPÖ: Die haben wir von euch geerbt!) – Natürlich, von uns haben Sie die Wirtschaftskrise geerbt! Sicher, die SPÖ ist schuld an einer Weltwirtschaftskrise und Finanzkrise. (Abg. Ing. Hofer: Sie haben den Zwischenruf nicht verstanden!) Ganz Europa leidet unter Sparpaketen, das die SPÖ (Abg. Ing. Hofer: Sie haben den Zwischenruf nicht verstanden!) Das ist doch so lächerlich, das können Sie doch nicht ernst meinen. Das ist doch absurd.
Ruf bei der FPÖ: Das ist der Europaschnitt, Kollege!
Sie kommen und schlagen hier die Subventionsbremse vor: Klingt gut, keiner hat das Gefühl, dass er Subventionen bekommt. 6,5 Prozent des BIP sind Subventionen in Österreich. Die können wir auf 3 Prozent reduzieren, ist ihr Vorschlag, weil Sie womöglich gar nicht einmal wissen, was alles unter Subventionen verstanden wird. (Ruf bei der FPÖ: Das ist der Europaschnitt, Kollege!) – Ja, das ist der Europaschnitt, ich weiß. Aber wissen Sie, was in den 6,5 Prozent drinnen ist, was in Europa nicht drinnen ist? – Ich kann es Ihnen sagen (Ruf bei der FPÖ: Zum Beispiel?): Bereits 2 Prozent, nämlich
Ruf bei der FPÖ: Zum Beispiel?
Sie kommen und schlagen hier die Subventionsbremse vor: Klingt gut, keiner hat das Gefühl, dass er Subventionen bekommt. 6,5 Prozent des BIP sind Subventionen in Österreich. Die können wir auf 3 Prozent reduzieren, ist ihr Vorschlag, weil Sie womöglich gar nicht einmal wissen, was alles unter Subventionen verstanden wird. (Ruf bei der FPÖ: Das ist der Europaschnitt, Kollege!) – Ja, das ist der Europaschnitt, ich weiß. Aber wissen Sie, was in den 6,5 Prozent drinnen ist, was in Europa nicht drinnen ist? – Ich kann es Ihnen sagen (Ruf bei der FPÖ: Zum Beispiel?): Bereits 2 Prozent, nämlich
Zwischenruf des Abg. Ing. Hofer.
fast 6 Milliarden, machen der 13. und 14. Gehalt aus. (Zwischenruf des Abg. Ing. Hofer.) Das gibt es in ganz Europa nicht. Stimmt, das gibt es nur bei uns. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
fast 6 Milliarden, machen der 13. und 14. Gehalt aus. (Zwischenruf des Abg. Ing. Hofer.) Das gibt es in ganz Europa nicht. Stimmt, das gibt es nur bei uns. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Ing. Hofer: Sie wollen Steuern, Steuern, Steuern, Steuern!
Da frage ich Sie: Wo wollen Sie beim 13., 14. sparen? Wo wollen Sie bei der Abfertigung sparen? Wo wollen Sie bei den Überstunden sparen? Und wo wollen Sie bei der Pendlerpauschale sparen? (Abg. Ing. Hofer: Sie wollen Steuern, Steuern, Steuern, Steuern!) Sagen Sie es doch ehrlich! Das sind doch nur leere Worte, und hinter dem, was Sie sagen, steht kein Inhalt. Das sind doch leere Ankündigungen, die mit der Realität nichts zu tun haben, die vielleicht gut klingen, aber in Wirklichkeit für die Österreicherinnen und Österreicher ganz schlecht sind. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.
Da frage ich Sie: Wo wollen Sie beim 13., 14. sparen? Wo wollen Sie bei der Abfertigung sparen? Wo wollen Sie bei den Überstunden sparen? Und wo wollen Sie bei der Pendlerpauschale sparen? (Abg. Ing. Hofer: Sie wollen Steuern, Steuern, Steuern, Steuern!) Sagen Sie es doch ehrlich! Das sind doch nur leere Worte, und hinter dem, was Sie sagen, steht kein Inhalt. Das sind doch leere Ankündigungen, die mit der Realität nichts zu tun haben, die vielleicht gut klingen, aber in Wirklichkeit für die Österreicherinnen und Österreicher ganz schlecht sind. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Jakob Auer.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber die Österreicherinnen und Österreicher erinnern sich an die Politik, die Sie gemacht haben. Was haben Sie gemacht? – Sie haben Steuerprivilegien eingeführt. Für wen? – Für Manageroptionen! Manager konnten 35 000 € im Jahr steuerfrei an Aktienoptionen bekommen. Das haben Sie eingeführt. Wer hat es abgeschafft? – Wir haben es abgeschafft! Diese Bundesregierung hat die Steuerprivilegien für Manager, die Sie eingeführt haben, wieder abgeschafft. Sie behaupten nämlich das Gegenteil von dem, was Sie immer getan haben. Das ist in Wirklichkeit das, was Sie tun. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Hofer.
Sie kommen hier her und erzählen uns etwas über Pensionsraub. (Zwischenruf des Abg. Ing. Hofer.) Wissen Sie, wie oft die Pensionen – selbst die kleinsten Pensionen – um die Inflationsrate erhöht wurden, als Sie in der Regierung waren? Wissen Sie, wie oft? – Kein einziges Mal! (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.)
Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
Sie kommen hier her und erzählen uns etwas über Pensionsraub. (Zwischenruf des Abg. Ing. Hofer.) Wissen Sie, wie oft die Pensionen – selbst die kleinsten Pensionen – um die Inflationsrate erhöht wurden, als Sie in der Regierung waren? Wissen Sie, wie oft? – Kein einziges Mal! (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Hofer: Das ist nicht wahr! Das ist nicht wahr!
Wissen Sie, wie oft die Mindestpensionen über der Inflationsrate erhöht wurden, seitdem wir in der Regierung sind? – Fast jedes Mal! Das ist ein Unterschied. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Hofer: Das ist nicht wahr! Das ist nicht wahr!) – Das ist nicht wahr? Das ist, weil Sie die Propaganda von Grasser geglaubt haben, dass Einmalzahlungen irgendetwas Reales sind! (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.) Na gut, dann glauben Sie weiter dem Grasser, glauben Sie den Schmäh. Es ist absurd, wenn man die eigene Propaganda glaubt. (Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
Wissen Sie, wie oft die Mindestpensionen über der Inflationsrate erhöht wurden, seitdem wir in der Regierung sind? – Fast jedes Mal! Das ist ein Unterschied. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Hofer: Das ist nicht wahr! Das ist nicht wahr!) – Das ist nicht wahr? Das ist, weil Sie die Propaganda von Grasser geglaubt haben, dass Einmalzahlungen irgendetwas Reales sind! (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.) Na gut, dann glauben Sie weiter dem Grasser, glauben Sie den Schmäh. Es ist absurd, wenn man die eigene Propaganda glaubt. (Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Wissen Sie, wie oft die Mindestpensionen über der Inflationsrate erhöht wurden, seitdem wir in der Regierung sind? – Fast jedes Mal! Das ist ein Unterschied. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Hofer: Das ist nicht wahr! Das ist nicht wahr!) – Das ist nicht wahr? Das ist, weil Sie die Propaganda von Grasser geglaubt haben, dass Einmalzahlungen irgendetwas Reales sind! (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.) Na gut, dann glauben Sie weiter dem Grasser, glauben Sie den Schmäh. Es ist absurd, wenn man die eigene Propaganda glaubt. (Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Ing. Hofer: Wo ist denn die Kanzlerin?
Und dann hier herzukommen und über Frauenförderung zu reden – am Frauentag (Abg. Ing. Hofer: Wo ist denn die Kanzlerin?) –, als eine Partei – Sie gehören ja da dazu, Sie können auch gleich aufzeigen – mit dem geringsten Anteil von Frauen in den eigenen Reihen: Machen Sie bitte einmal Frauenförderung in der eigenen Partei! (Abg. Ing. Hofer: Wo ist denn die Kanzlerin? Wo ist denn die Parteiobfrau?) Das wäre notwendig, und es wäre gut, dass es mehr Frauen in diesem Haus gibt.
Abg. Ing. Hofer: Wo ist denn die Kanzlerin? Wo ist denn die Parteiobfrau?
Und dann hier herzukommen und über Frauenförderung zu reden – am Frauentag (Abg. Ing. Hofer: Wo ist denn die Kanzlerin?) –, als eine Partei – Sie gehören ja da dazu, Sie können auch gleich aufzeigen – mit dem geringsten Anteil von Frauen in den eigenen Reihen: Machen Sie bitte einmal Frauenförderung in der eigenen Partei! (Abg. Ing. Hofer: Wo ist denn die Kanzlerin? Wo ist denn die Parteiobfrau?) Das wäre notwendig, und es wäre gut, dass es mehr Frauen in diesem Haus gibt.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Ing. Hofer.
Ich kann Ihnen eines sagen: Wenn es um Arbeit und um Beschäftigung geht, wenn es um Bildung geht, um Steuergerechtigkeit und gerechte Pensionen, dann gibt es eine Adresse, und das ist die SPÖ. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Ing. Hofer.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Auer zu Wort. – Bitte. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Moser und Brosz.
Spitze – auf der Regierungsbank! Herr Kollege Krainer, es zahlt sich gar nicht aus, dass man sich gar so in Rage redet, denn wenn man heute ein bisschen ruhiger die Debatte verfolgt, dann stellt man ja fast fest, dass die Opposition sehr mäßig, schwach in den Argumenten ist, weil sie offensichtlich selber weiß, dass die Notwendigkeiten vorhanden sind. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Moser und Brosz.)
Der Redner zeigt den genannten Artikel. – Abg. Ing. Hofer: Ja, fesch sind sie!
Meine Damen und Herren, die Notwendigkeit des Sanierens ist unbestritten gegeben, darum werden Sie von der Opposition nicht herumkommen. Es wäre ja durchaus bemerkenswert: Es gab einen interessanten Artikel in der „Kronen Zeitung“ mit dem Konterfei der drei bildhübschen Klubobleute Glawischnig, Strache, Bucher. (Der Redner zeigt den genannten Artikel. – Abg. Ing. Hofer: Ja, fesch sind sie!) In diesem Artikel ist von „Gschnas-Niveau“ die Rede. (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) Lesen Sie diesen Artikel! (Zwischenruf bei der FPÖ.) Der Schlusssatz des Kommentators lautete, dass wir uns mit dem Herrn Bundeskanzler Faymann und dem Herrn Vizekanzler Spindelegger glücklich schätzen können (Ruf: Na geh!), meine Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: War das ein Inserat? War das ein Inserat? – Weitere Zwischenrufe.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren, die Notwendigkeit des Sanierens ist unbestritten gegeben, darum werden Sie von der Opposition nicht herumkommen. Es wäre ja durchaus bemerkenswert: Es gab einen interessanten Artikel in der „Kronen Zeitung“ mit dem Konterfei der drei bildhübschen Klubobleute Glawischnig, Strache, Bucher. (Der Redner zeigt den genannten Artikel. – Abg. Ing. Hofer: Ja, fesch sind sie!) In diesem Artikel ist von „Gschnas-Niveau“ die Rede. (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) Lesen Sie diesen Artikel! (Zwischenruf bei der FPÖ.) Der Schlusssatz des Kommentators lautete, dass wir uns mit dem Herrn Bundeskanzler Faymann und dem Herrn Vizekanzler Spindelegger glücklich schätzen können (Ruf: Na geh!), meine Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: War das ein Inserat? War das ein Inserat? – Weitere Zwischenrufe.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, die Notwendigkeit des Sanierens ist unbestritten gegeben, darum werden Sie von der Opposition nicht herumkommen. Es wäre ja durchaus bemerkenswert: Es gab einen interessanten Artikel in der „Kronen Zeitung“ mit dem Konterfei der drei bildhübschen Klubobleute Glawischnig, Strache, Bucher. (Der Redner zeigt den genannten Artikel. – Abg. Ing. Hofer: Ja, fesch sind sie!) In diesem Artikel ist von „Gschnas-Niveau“ die Rede. (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) Lesen Sie diesen Artikel! (Zwischenruf bei der FPÖ.) Der Schlusssatz des Kommentators lautete, dass wir uns mit dem Herrn Bundeskanzler Faymann und dem Herrn Vizekanzler Spindelegger glücklich schätzen können (Ruf: Na geh!), meine Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: War das ein Inserat? War das ein Inserat? – Weitere Zwischenrufe.)
Ruf: Na geh!
Meine Damen und Herren, die Notwendigkeit des Sanierens ist unbestritten gegeben, darum werden Sie von der Opposition nicht herumkommen. Es wäre ja durchaus bemerkenswert: Es gab einen interessanten Artikel in der „Kronen Zeitung“ mit dem Konterfei der drei bildhübschen Klubobleute Glawischnig, Strache, Bucher. (Der Redner zeigt den genannten Artikel. – Abg. Ing. Hofer: Ja, fesch sind sie!) In diesem Artikel ist von „Gschnas-Niveau“ die Rede. (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) Lesen Sie diesen Artikel! (Zwischenruf bei der FPÖ.) Der Schlusssatz des Kommentators lautete, dass wir uns mit dem Herrn Bundeskanzler Faymann und dem Herrn Vizekanzler Spindelegger glücklich schätzen können (Ruf: Na geh!), meine Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: War das ein Inserat? War das ein Inserat? – Weitere Zwischenrufe.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: War das ein Inserat? War das ein Inserat? – Weitere Zwischenrufe.
Meine Damen und Herren, die Notwendigkeit des Sanierens ist unbestritten gegeben, darum werden Sie von der Opposition nicht herumkommen. Es wäre ja durchaus bemerkenswert: Es gab einen interessanten Artikel in der „Kronen Zeitung“ mit dem Konterfei der drei bildhübschen Klubobleute Glawischnig, Strache, Bucher. (Der Redner zeigt den genannten Artikel. – Abg. Ing. Hofer: Ja, fesch sind sie!) In diesem Artikel ist von „Gschnas-Niveau“ die Rede. (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) Lesen Sie diesen Artikel! (Zwischenruf bei der FPÖ.) Der Schlusssatz des Kommentators lautete, dass wir uns mit dem Herrn Bundeskanzler Faymann und dem Herrn Vizekanzler Spindelegger glücklich schätzen können (Ruf: Na geh!), meine Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Strache: War das ein Inserat? War das ein Inserat? – Weitere Zwischenrufe.)
Zwischenruf des Abg. Grosz
Österreich auf gesunde Beine zu stellen und dass Stabilität notwendig sei, das war Inhalt der Ausführungen und die – wie ich glaube – richtigen Ansagen des Herrn Bundeskanzlers und des Herrn Vizekanzlers (Zwischenruf des Abg. Grosz); Stabilität der Euro-Zone, Stabilität Österreichs, damit die Finanzmärkte nicht die Chance haben, uns sozusagen etwas diktieren zu können. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.
Österreich auf gesunde Beine zu stellen und dass Stabilität notwendig sei, das war Inhalt der Ausführungen und die – wie ich glaube – richtigen Ansagen des Herrn Bundeskanzlers und des Herrn Vizekanzlers (Zwischenruf des Abg. Grosz); Stabilität der Euro-Zone, Stabilität Österreichs, damit die Finanzmärkte nicht die Chance haben, uns sozusagen etwas diktieren zu können. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ
Österreichs Ausgangsbasis – und das ist ja unbestritten – ist wesentlich besser als die in vielen Ländern Europas. Daran kann man nicht vorbei, meine Damen und Herren! Österreichs Ausgangsbasis ist eindeutig besser. Schauen wir uns die Fakten an, sie sind vorhanden (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ): Budgetkennzahlen, Budgetdefizit, Verschuldungsquote, Beschäftigungsziffern. Zeigen Sie mir viele Länder in Europa, die diesen in die Nähe kommen! Sie werden wenige finden. (Zwischenruf des Abg. Strache.) Zeigen Sie mir ein Land, in dem die Lohnstückkosten so hervorragend sind wie in Österreich! (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Zwischenruf des Abg. Strache.
Österreichs Ausgangsbasis – und das ist ja unbestritten – ist wesentlich besser als die in vielen Ländern Europas. Daran kann man nicht vorbei, meine Damen und Herren! Österreichs Ausgangsbasis ist eindeutig besser. Schauen wir uns die Fakten an, sie sind vorhanden (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ): Budgetkennzahlen, Budgetdefizit, Verschuldungsquote, Beschäftigungsziffern. Zeigen Sie mir viele Länder in Europa, die diesen in die Nähe kommen! Sie werden wenige finden. (Zwischenruf des Abg. Strache.) Zeigen Sie mir ein Land, in dem die Lohnstückkosten so hervorragend sind wie in Österreich! (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Österreichs Ausgangsbasis – und das ist ja unbestritten – ist wesentlich besser als die in vielen Ländern Europas. Daran kann man nicht vorbei, meine Damen und Herren! Österreichs Ausgangsbasis ist eindeutig besser. Schauen wir uns die Fakten an, sie sind vorhanden (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ): Budgetkennzahlen, Budgetdefizit, Verschuldungsquote, Beschäftigungsziffern. Zeigen Sie mir viele Länder in Europa, die diesen in die Nähe kommen! Sie werden wenige finden. (Zwischenruf des Abg. Strache.) Zeigen Sie mir ein Land, in dem die Lohnstückkosten so hervorragend sind wie in Österreich! (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Letztlich ist damit auch das Exportwunder Österreichs begründbar. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Zeigen Sie mir außer Deutschland noch ein weiteres Land, meine Damen und Herren! (Ruf bei der FPÖ: Haben wir jetzt einen Sanierungsbedarf?) Und daher sollten wir durchaus auch selbstbewusst sagen: Ja, Stabilität ist notwendig, Sanierung ist auch notwendig – und dass damit Schmerzen verbunden sind, das ist unbestritten. Eine Sanierung, eine Reform, die keine Schmerzen verursacht, ist keine Reform. Das ist so. (Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Ruf bei der FPÖ: Haben wir jetzt einen Sanierungsbedarf?
Letztlich ist damit auch das Exportwunder Österreichs begründbar. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Zeigen Sie mir außer Deutschland noch ein weiteres Land, meine Damen und Herren! (Ruf bei der FPÖ: Haben wir jetzt einen Sanierungsbedarf?) Und daher sollten wir durchaus auch selbstbewusst sagen: Ja, Stabilität ist notwendig, Sanierung ist auch notwendig – und dass damit Schmerzen verbunden sind, das ist unbestritten. Eine Sanierung, eine Reform, die keine Schmerzen verursacht, ist keine Reform. Das ist so. (Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Letztlich ist damit auch das Exportwunder Österreichs begründbar. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Zeigen Sie mir außer Deutschland noch ein weiteres Land, meine Damen und Herren! (Ruf bei der FPÖ: Haben wir jetzt einen Sanierungsbedarf?) Und daher sollten wir durchaus auch selbstbewusst sagen: Ja, Stabilität ist notwendig, Sanierung ist auch notwendig – und dass damit Schmerzen verbunden sind, das ist unbestritten. Eine Sanierung, eine Reform, die keine Schmerzen verursacht, ist keine Reform. Das ist so. (Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall bei der ÖVP.
Milch, Fleischprodukte und Getreide sind immer noch günstiger – und der Bauer erhält weniger als vor dem EU-Beitritt. Daher habe ich es satt, wenn bestimmte Kreise in Österreich den Bauern ständig Ausgleichszahlungen vorhalten. (Beifall bei der ÖVP.) Man könnte nämlich auch meinen, damit sind Ausgleichszahlungen zur Konsumentenstützung notwendig, aber vorgehalten wird es immer den Bauern – und sehr oft auch im Rucksack des Bauern verpackt –, wenn Finanzierungen für verschiedenste Bereiche stattfinden.
Abg. Kopf: Gelinde ausgedrückt!
Meine Damen und Herren, es ist unbestritten, dass die Preissituation auch in der Landwirtschaft im letzten Jahr durchaus gewisse Verbesserungen erfahren hat. Das sollten wir auch festhalten. Aber es ist sichergestellt, dass die Bauern dieses Sparpaket auch dementsprechend mitzutragen haben. Und sie tragen es auch mit, meine Damen und Herren, sie tragen es auch mit. Aber ich halte fest, dass es interessant war, dass die Angriffe auf die bäuerliche Bevölkerung im Vorfeld dieses Sparpakets und Sanierungspakets durchaus ein Niveau erreicht hatten, das unverständlich war und ist (Abg. Kopf: Gelinde ausgedrückt!) – und das bedauere ich zutiefst. Es gab offensichtlich Interessengruppen in diesem Land, die vom Sektor Land- und Forstwirtschaft, der einen Produktionswert von 8 Milliarden € beiträgt, 1,8 Milliarden an Sanierungsbeitrag gefordert haben. Das ist grotesk.
Beifall bei der ÖVP.
Wir von der Landwirtschaft brauchen hier die volle Unterstützung der Bundesregierung. Ich ersuche Sie, Herr Bundeskanzler, um Unterstützung, damit wir unsere Umwelt- und Bergbauernprogramme zumindest im gleichen Ausmaß wie bisher fortführen können, denn weitere Kürzungen und Belastungen kann diese Berufsgruppe nicht mehr ertragen. Das halte ich fest. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, es geht um die Sicherung der Lebensmittelversorgung, der Versorgung mit gesunden heimischen Produkten, um den Erhalt der Kulturlandschaft, unserer Naturräume, und letztlich auch um den Erhalt der vitalen Lebensräume im ländlichen Bereich. Ohne diese Bewirtschaftung in diesen Bereichen gäbe es auch keinen Tourismus. Das kann man sich ansehen. Hier ist eine Symbiose gegeben – Tourismus und Landwirtschaft –, denn nur von der schönen Pflege des Landes alleine können die Bauern nicht leben, sie brauchen auch die Unterstützung der Bundesregierung, sie brauchen auch in Zukunft die Ausgleichszahlungen. In diesem Sinne sind wir auch bereit, jetzt diese durchaus harten Sparmaßnahmen mitzutragen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Herr Kollege Auer, das mit den Statistiken ist immer so eine Sache: 12 Prozent der Ausgaben für Lebensmittel. Wenn ich jetzt das Beispiel einer zahnärztlichen Assistentin hernehme, die 1 000 € im Monat verdient, dann würde das heißen, wenn ich das umrechne, dass sie pro Tag etwa 4 € für Lebensmittel ausgeben darf, um mit diesen 12 Prozent auszukommen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Rufe bei der ÖVP: Na geh! – Abg. Strache: Das ist eine kühne Berechnung nämlich!
Natürlich ist das ein Schnitt, aber auch ich, und ich verdiene relativ gut, so wie Sie alle, komme mit 12 Prozent nicht aus, wenn ich das durchrechne. Das geht sich nicht aus! (Rufe bei der ÖVP: Na geh! – Abg. Strache: Das ist eine kühne Berechnung nämlich!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Und, meine Damen und Herren, wir wissen, dass die Lebensmittelpreise gerade jetzt massiv steigen. Ein Freund von mir, einer meiner engsten Freunde, hat ein gut gehendes Restaurant und hat mir vorgerechnet, dass die Kosten, die er für seine Lebensmittel hat, vom Vorvorjahr auf voriges Jahr um 60 Prozent gestiegen sind. Das heißt, da gibt es wirklich eine massive Belastung, und das spüren wir alle. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Das ist ja gar keine Kritik jetzt an Ihnen, ich sage nur, wie diese Zahlen sich wirklich darstellen. Da können die Bauern gar nichts dafür, da verdienen andere, das wissen wir.
Abg. Silhavy: Die war großartig! – Abg. Dr. Kräuter: Ausgezeichnet!
Herr Krainer, Ihre Rede, die Sie heute gehalten haben, war die gleiche, die Sie immer halten. (Abg. Silhavy: Die war großartig! – Abg. Dr. Kräuter: Ausgezeichnet!) Sehr wütend und sehr heftig haben Sie gesprochen. Aber ich muss Ihnen schon sagen, in das Problem hineingeritten haben Sie den Staat selbst und nicht irgendwelche anderen! (Beifall bei der FPÖ.) Das waren Sie, die die Schulden gemacht und uns diese Probleme bereitet haben. Aber, Herr Krainer, Sie sind nicht so wichtig, Sie werden im nächsten Parlament sowieso nicht mehr vertreten sein.
Beifall bei der FPÖ.
Herr Krainer, Ihre Rede, die Sie heute gehalten haben, war die gleiche, die Sie immer halten. (Abg. Silhavy: Die war großartig! – Abg. Dr. Kräuter: Ausgezeichnet!) Sehr wütend und sehr heftig haben Sie gesprochen. Aber ich muss Ihnen schon sagen, in das Problem hineingeritten haben Sie den Staat selbst und nicht irgendwelche anderen! (Beifall bei der FPÖ.) Das waren Sie, die die Schulden gemacht und uns diese Probleme bereitet haben. Aber, Herr Krainer, Sie sind nicht so wichtig, Sie werden im nächsten Parlament sowieso nicht mehr vertreten sein.
Abg. Krainer: Ich glaube, das entscheiden die Wähler und Wählerinnen!
Fünftens wurde noch versprochen: Alles wird billiger! – So, was wurde daraus? Die Kaufkraft sinkt, das Leben ist so teuer wie nie zuvor. (Abg. Krainer: Ich glaube, das entscheiden die Wähler und Wählerinnen!) – Genau, und deswegen werden Sie hier bald nicht mehr vertreten sein, weil das die Wähler entscheiden! – Die Abgabenquote hat einen Rekordwert erreicht, meine Damen und Herren!
Abg. Krainer: Das stimmt ja gar nicht, das ist falsch!
Daher glaube ich, dass wir einerseits offen sehen müssen, welche Probleme es in Europa gibt (Abg. Krainer: Das stimmt ja gar nicht, das ist falsch!) – wir sprechen später darüber, Herr Kollege! –, und dass wir andererseits auch sagen müssen, dass wir dieses Friedensprojekt Europa nicht gefährden wollen. Das ist uns wichtig. Wir haben so viele Jahre des Krieges erlebt im letzten Jahrhundert, wir wollen ein friedliches Europa haben, aber genau das Gegenteil passiert jetzt. Wir sehen, dass in Griechenland Fahnen von anderen europäischen Ländern verbrannt werden, dass hier Misstrauen herrscht, dass eine sehr, sehr gefährliche Stimmung in Europa vorherrscht und dass immer mehr Menschen auf die Straße gehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher glaube ich, dass wir einerseits offen sehen müssen, welche Probleme es in Europa gibt (Abg. Krainer: Das stimmt ja gar nicht, das ist falsch!) – wir sprechen später darüber, Herr Kollege! –, und dass wir andererseits auch sagen müssen, dass wir dieses Friedensprojekt Europa nicht gefährden wollen. Das ist uns wichtig. Wir haben so viele Jahre des Krieges erlebt im letzten Jahrhundert, wir wollen ein friedliches Europa haben, aber genau das Gegenteil passiert jetzt. Wir sehen, dass in Griechenland Fahnen von anderen europäischen Ländern verbrannt werden, dass hier Misstrauen herrscht, dass eine sehr, sehr gefährliche Stimmung in Europa vorherrscht und dass immer mehr Menschen auf die Straße gehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Da kann man nur gratulieren!
Von den Sozialversicherungen der Schweiz werden jedes Jahr Überschüsse von Milliarden erwirtschaftet, Milliarden, und das bei einer Abgabenquote von 30 Prozent! 30 Prozent! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Da kann man nur gratulieren!)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Daher sage ich: Schauen wir doch nicht auf Griechenland, das kann doch nicht unser Vorbild sein, oder auf Portugal und Spanien! In diese maroden Länder schicken wir unser Steuergeld hin! Schauen wir doch auf die exzellenten Staaten in Europa! Das müssten doch unsere Vorbilder sein! Wie können wir es schaffen, bei niedriger Abgabenquote unseren Staat besser zu organisieren? Deswegen müssen wir in diese Strukturreformen hineingehen. Es gibt hier so viel zu tun! (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Frau Finanzminister sagt, das sei reine Polemik. – Das ist keine Polemik, Frau Minister, sondern die Wahrheit! Sie haben es verabsäumt, wirklich in die Strukturen hineinzugehen. Sie trauen sich das nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und deswegen sage ich: Wer immer mit der FPÖ nach einer Wahl regieren wird – wir wissen nicht, wie die Wahlen ausgehen werden –, wir werden nur dann bereit sein, in eine Regierung zu gehen, wenn es mit Eintritt in diese Bundesregierung endlich mehr direkte Demokratie in Österreich gibt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
den Landeshauptleuten heißt: Nein, die Spitalsstandorte, das soll nicht der Bund entscheiden, das wollen wir entscheiden. – Ja, dann werden wir eben das Volk fragen. Was sagen die Bürger dazu? Das ist doch der bessere Weg. All diese Blockierer, die hier überall in ganz Österreich sitzen, kann man dann mit einer Volksentscheidung tatsächlich überzeugen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dann kommt immer das Argument: Das soll das Parlament entscheiden, so weitreichende Entscheidungen kann doch der dumme Bürger nicht treffen! – Also ich bin viel unterwegs, und ich kann Ihnen sagen, ich glaube, dass die Intelligenz der Österreicher der Intelligenz der Mandatare hier im Haus zumindest entspricht, aber sie eher übersteigt. Das ist mein Gefühl. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was haben wir also jetzt in Österreich von Ihrer Politik, meine Damen und Herren von Rot und Schwarz? – Wir haben eine Rekordverschuldung in Österreich, eine Rekordabgabenquote und viele Österreicher, die unter der Armutsgrenze leben. Daher, meine Damen und Herren – ich komme zum Schluss –, unterstreiche ich noch einmal, dass es für uns ganz wichtig ist, dass die Bürger in Österreich mitentscheiden können und dass es keinen Platz geben darf für die Blockierer und für die Abkassierer in dieser Republik. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sie haben uns dieser Tage ein Konvolut übermittelt mit dem Titel „Konsolidierungspaket“, und ich stehe überhaupt nicht an, anzuerkennen, dass da auch einige (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) – „Konsolidierungspaket“ haben Sie es immer genannt, wir wissen hier im Haus, dass es „Stabilitätsgesetz“ heißt. Frau Bundesministerin, unterbrechen Sie mich nicht, wenn ich gerade dabei bin, Sie einmal ausnahmsweise zu loben, nämlich genau an der Stelle, wo man anerkennen muss, dass auch Maßnahmen gesetzt wurden, wo Sie selber vielleicht vor zwei Jahren gesagt hätten, da hüpfen wir nicht drüber, schon gar nicht im Kompromiss. Ich verstehe, dass, wenn zwei Parteien unterschiedlicher Weltanschauung regieren, nicht alles jeweils zu 100 Prozent durchgesetzt werden kann. So naiv ist ja niemand oder sollte zumindest niemand sein. Also diese Argumente werden ja akzeptiert.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.
Aber diese Rating-Agenturen – siehe da! – finden in Ihrer Analyse zumindest unsere – „Zustimmung“ ist das falsche Wort, aber unsere – gemeinsame Einschätzung. Ich habe gestern Abend wieder Gelegenheit gehabt, auf Einladung der Handelskammer mit Vertretern von Standard & Poor’s zu debattieren. Und tatsächlich: Was sind die Probleme in Österreich? – Es ist die Strukturproblematik. Es ist zunächst der Bankensektor. Wenn es sich in den 8 Minuten ausgeht, werde ich liebend gern darauf zurückkommen, weil was sich da abspielt, ist jetzt wirklich genug. Uns reicht’s! Ich sage Ihnen das ganz offen. Mit unserer Zustimmung können Sie da gar nicht mehr rechnen, wenn nicht endlich diese ganze Konkursordnung für Banken und das Insolvenzrecht auf gerade Beine gestellt werden. Keine Zustimmung für keinen Euro, wenn das nicht saniert wird! Sie verschlafen das seit drei Jahren! Das nur als Vorankündigung. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Deshalb legen wir Ihnen da die Gegenvorschläge auf den Tisch, und deshalb will ich auch nicht mehr hören, wie von den Vorrednern, dass da nichts kommt. Nein, es kommt was, nur Sie kommen aus dieser Falle nicht heraus, sich gegen Ihre eigenen Landeshauptleute durchzusetzen. Das ist ja nicht nur Ihr Problem allein, ich weiß schon, das ist ein Problem der Realverfassung in der Republik. Und entweder wir gehen das jetzt einmal an, wenn der Reformnotstand so groß ist, wie Sie ihn selber ausgerufen haben – oder das Vertrauen schwindet weiter. Und siehe da, ich gebe der Ratingagentur recht! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zweiter Punkt, die andere Seite: die Gerechtigkeitslücke. Die wird nicht geschlossen. Die großen Pensionen werden völlig unangetastet bleiben. Das geht nicht so! Das kann so nicht gehen! Und wenn Sie sich dauernd herstellen und da irgendwas von Eigentumsklau oder sonst etwas reden: Wir sind eines der wenigen Länder auf der Welt, wo Millionenerben und Stiftungsmilliardäre extra steuerfrei durch die Gegend geschickt werden. Das kann so nicht bleiben, wenn Sie die Kleinen unten belangen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Krainer: Das ist aber keine korrekte Rechnung!
Auch an der Stelle muss ich sagen: Schade, es wäre mehr drinnen gewesen! Mehr soziale Gerechtigkeit ist nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig. (Abg. Krainer: Das ist aber keine korrekte Rechnung!) – Ja, das ist ja lustig, dass da ausgerechnet von der SPÖ der Zwischenruf kommt. – Wir werden hier einen Antrag stellen, wo es genau darum geht, dass endlich die Steuergerechtigkeitslücke wirklich geschlossen wird. Und dann stimmen Sie dem zu und gehen nicht dauernd mit Plakatwellen die Bevölkerung sekkieren, die noch dazu mit ihren Steuergeldern Ihre Plakatieraktionen zahlen muss! Das ist doch wirklich ein Ärgernis und unglaubwürdig! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Neubauer.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Neubauer.
Auch an der Stelle muss ich sagen: Schade, es wäre mehr drinnen gewesen! Mehr soziale Gerechtigkeit ist nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig. (Abg. Krainer: Das ist aber keine korrekte Rechnung!) – Ja, das ist ja lustig, dass da ausgerechnet von der SPÖ der Zwischenruf kommt. – Wir werden hier einen Antrag stellen, wo es genau darum geht, dass endlich die Steuergerechtigkeitslücke wirklich geschlossen wird. Und dann stimmen Sie dem zu und gehen nicht dauernd mit Plakatwellen die Bevölkerung sekkieren, die noch dazu mit ihren Steuergeldern Ihre Plakatieraktionen zahlen muss! Das ist doch wirklich ein Ärgernis und unglaubwürdig! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Neubauer.)
Beifall bei den Grünen.
So geht es nicht! Wir werden andere Vorschläge machen, und wir werden schauen, wie Sie sich verhalten. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Casino-Steuer!
Als wir das letzte Mal bei der Sondersitzung hier diskutiert haben, habe ich Ihnen das vorgehalten, vor allem Ihnen von der Sozialdemokratie, dass ich nicht verstehe, dass Sie die Spekulanten begünstigen. Beim letzten Mal in Loipersdorf haben Sie die Aktienspekulanten begünstigt, indem Sie den Steuersatz für Aktiendeals unter einem Jahr von 50 auf 25 Prozent halbiert haben. (Abg. Strache: Casino-Steuer!) Und dasselbe machen Sie jetzt bei den Immobilien, wo Sie jenen Spekulanten, die innerhalb der Zehn-Jahres-Frist ihre Immobilien wieder verkaufen, den Steuersatz von 50 auf 25 Prozent halbieren. Aber jene, die langfristig investiert haben, werden jetzt von Ihnen zur Kasse gebeten.
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Das sind auch lenkungstechnisch für mich unverständliche Maßnahmen. Wenn es Ihnen darum geht, Spekulanten stärker an die Kandare zu nehmen, aber Sie in dem Paket, das Sie hier beschließen und das wir anscheinend im Ausschuss nicht mehr abändern können, genau das Gegenteil machen, nämlich die Spekulanten begünstigen, dann ist das ganz einfach unverständlich und zeigt nur, dass Sie an einer ordentlichen Behandlung nicht interessiert sind. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Der österreichische Vertreter bei den Vorberatungen hat gesagt, diese Aussage ist ausgeglichen formuliert und darf nicht abgeändert werden. Also keine Rede davon, dass wir einen Zeitplan brauchen, dass Österreich darauf besteht, dass diese Finanztransaktionssteuer eingeführt wird, und dass wir wollen, dass das auch in die nationalen Budgets einfließt, denn nur dann können diese Einnahmen auch eingebucht werden. Sie wissen aber ganz genau, dass die Richtlinie vorsieht, dass das in das EU-Budget einfließt. Aber auch diesbezüglich wurden keine Maßnahmen beziehungsweise keine Formulierungen mit eingebracht. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Na danke, Herr Bundeskanzler! Sie legen uns hier ein Sparpaket vor, wo Sie die Finanztransaktionssteuer bei den Einnahmen als fix einplanen, und dann sind Sie nicht in der Lage, auf EU-Ebene wenigstens solche Formulierungen durchzusetzen, wo man eine Konsequenz dahinter erkennt! Dann brauchen Sie sich nicht zu wundern, dass wir null Vertrauen in die Umsetzungskapazität bei diesen Maßnahmen haben. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Krainer.
Und dann kommen Sie, wie der Herr Krainer, wieder mit dem Einwand: Ja, aber die damalige Regierung hat für die Pensionisten nichts gemacht! – Herr Krainer, ich sage Ihnen: Die Ausgleichszulagen sind von 1999 auf 2007 von 590 € auf 726 € angehoben worden, für die Familien von 840 € auf 1 120 €. Und das haben Sie als räuberische Maßnahme, als Pensionsraub bezeichnet! – Heute erhöhen Sie nichts, und das ist selbstverständlich für Sie. Das ist der Unterschied zwischen uns! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer.
Meine Damen und Herren, dort, wo Sie (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer.) Je lauter Sie sind, desto falscher sind Ihre Argumente! Das zeigt ja nur Ihr schlechtes Gewissen. (Neuerlicher Beifall beim BZÖ.)
Neuerlicher Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren, dort, wo Sie (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer.) Je lauter Sie sind, desto falscher sind Ihre Argumente! Das zeigt ja nur Ihr schlechtes Gewissen. (Neuerlicher Beifall beim BZÖ.)
Weiterer Zwischenruf des Abg. Krainer.
Aber dort, wo die Pflänzchen vorhanden sind, wo wir Sie auch unterstützen würden, etwa im Bereich der Verwaltungsreform oder bei den Bezirksgerichten, wo es um Zusammenlegungen geht, weichen Sie ja schon wieder vor dem Widerstand der Länder. Und da erwarten wir uns (Weiterer Zwischenruf des Abg. Krainer.) Herr Kollege Krainer, schreien Sie hier nicht herum, während Sie irgendwelche Comics unter der Bank lesen, sondern arbeiten Sie als Parlamentarier, als Bundespolitiker endlich gemeinsam mit uns gegen den Widerstand der Länder!
Beifall bei BZÖ und FPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.
Das wären interessante Maßnahmen! Aber nicht Placebos machen und hoffen, dass die Menschen Ihre Belastungen schon irgendwann einmal wieder vergessen werden! (Beifall bei BZÖ und FPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Bucher und Hagen.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Werte Kolleginnen und Kollegen auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Österreich auf gesunde Beine stellen und stabile Finanzen für eine sichere Zukunft – das war unser Motto! (Zwischenrufe der Abgeordneten Bucher und Hagen.)
Beifall bei der ÖVP.
Von Beginn an haben wir die Verhandlungen unter den Prinzipien geführt, dass das Wirtschaftswachstum nicht gebremst werden darf, dass wir um Vollbeschäftigung kämpfen, dass die Investitionen nicht gehemmt werden dürfen, dass wir keine Maßnahmen setzen wollen, die die Inflation antreiben, dass wir für die Menschen die Kaufkraft erhalten wollen und dass wir die Modernisierung des Staates vorantreiben. – Unter diesen Prinzipien müssen alle Maßnahmen auch ausgewogen gesetzt werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall des Abg. Hörl.
Auch bei den ÖBB hat die Verkehrsministerin Maßnahmen setzen können, nämlich dass auch dort das Frühpensionsalter nicht mehr in dem Ausmaß schlagend wird wie bisher, sondern dass dort auch später in Pension gegangen wird. (Beifall des Abg. Hörl.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abschließend ersuche ich das Hohe Haus, dieses große Paket für die Bevölkerung, für Österreich positiv zu verabschieden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Mag. Andreas Schieder: Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Werte Kolleginnen und Kollegen auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Lassen Sie mich in meinem Redebeitrag das auch zum Ausdruck bringen, was der Herr Bundeskanzler vorhin gesagt hat, nämlich auch den Dank aussprechen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, und zwar vor allem an jene im Finanzministerium, die die letzten Tage massiv belastet waren, weil sie sehr viel Arbeit, Detailarbeit und Schreibarbeit und vieles andere mehr, was dazugehört, wie etwa Rechenarbeit, zu leisten hatten. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich betone das mit der Krise deshalb, weil wir beim Blick über die Grenzen sehen können, wie in anderen Ländern die Krise gewütet hat und wie dort die Zustände sind. Ich nenne da nur Griechenland, Spanien, Portugal und Irland. In all diesen Ländern sehen wir, wie es auch sein kann und dass eigentlich im Vergleich dazu Österreich gut durch die Krise gekommen ist. Dass Österreich die niedrigste Arbeitslosenquote nachhaltig innerhalb der Europäischen Union aufweist, zeigt auch, dass die österreichische Bundesregierung gut gewirtschaftet hat und Österreich gut durch die Krise gekommen ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Aber von allen anderen auch!
Erstes Beispiel: Die Streichung der Spekulationsfrist beim Verkauf von Nebenwohnsitzen bringt bis zu 750 Millionen € pro Jahr. Wenn man weiß, dass das reichste Zehntel der Österreicher 85 Prozent aller Nebenimmobilien besitzt, dann sieht man, dass genau diese Steuer von dem reichsten Zehntel Österreichs beigesteuert werden wird. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Aber von allen anderen auch!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, es werden aber auch die Strukturen transparenter und schlanker gemacht. Vorhaben in dieser Hinsicht betreffen folgende Bereiche: LehrerInnendienstrecht, Spitalsreform, Reform bei älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und auch Reformen bei den Pensionen, wo es nicht darum geht, einfach nur das gesetzliche Pensionsantrittsalter hinaufzusetzen, sondern darum, das faktische Pensionsantrittsalter zu erhöhen, zu schauen, dass die Leute länger in Beschäftigung bleiben können. Das ist das große Ziel dieser Regierung – eine Reform, die unserer Ansicht nach arbeitsmarkt- und arbeitnehmerInnenfreundlich ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
die Frauenaspekte in der Wirtschaft und bei börsenotierten Unternehmen in Zukunft eine größere Rolle spielen. Das ist gerade heute am Frauentag auch ein wichtiger Aspekt. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf beim BZÖ
Dieses Paket zeigt, dass das, was die Regierung in den letzten drei Jahren in Sachen Entlastung der Arbeit und einnahmenseitige Sanierungen gemacht hat, deutlich mehr ist als das, was von allen Bundesregierungen der unterschiedlichsten Couleurs in den letzten 20 Jahren gemacht wurde. Das muss man ganz klar sagen. Wir haben noch nie so viel an Einkommen besteuert und so viel an Steuerschlupflöchern geschlossen wie in den letzten zwei Jahren (Zwischenruf beim BZÖ), noch nie so viel an arbeitslosem Einkommen besteuert und an Arbeitseinkommen entlastet. Das war in den letzten 20 Jahren noch nie der Fall.
Beifall bei der SPÖ.
tung, dass die Blockvariante weiterhin bestehen bleibt und es sogar zu einer Ersatzkraftstellung kommt. Das heißt, einerseits geben wir damit Menschen, und zwar vor allem Menschen, die im Schichtdienst arbeiten, wie etwa in metallverarbeitenden Betrieben, aber auch in Spitälern, die Möglichkeit, die Blockvariante weiterhin zu konsumieren, und andererseits entlasten wir den Arbeitslosensektor, indem wir eine Ersatzkraft vom Unternehmen dafür gestellt bekommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Lieber Herr Kollege, da ist mir das österreichische System zehnmal lieber! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wir haben halbe-halbe!
Lassen Sie mich zum Schluss auch noch auf den heutigen Frauentag zu sprechen kommen. Ich habe die Rednerliste durchgezählt: Es werden zum heutigen Tagesordnungspunkt, zum ersten, insgesamt 33 Menschen sprechen. Bis jetzt haben zwölf Männer und drei Frauen – ich bin die dritte Frau – gesprochen. Insgesamt werden 25 Männer und acht Frauen sprechen. Das heißt, wir haben hier noch einiges aufzuholen, auch was die Gleichberechtigung hier bei uns in diesem Haus betrifft. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wir haben halbe-halbe!)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne: Brot und Rosen für uns Frauen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Petzner: Punkte habt ihr ausgelassen!
Die ÖVP hat sich sechs Bereiche vorgenommen, wo man einsparen muss und, meine Damen und Herren, wo man auch einsparen kann – und alle sechs Punkte finden sich in diesem Konsolidierungspaket wieder (Abg. Petzner: Punkte habt ihr ausgelassen!) –: bei den ÖBB, bei den Pensionen, bei der Gesundheit, beim Förderwesen, also bei den Förderungen, in der Verwaltung und auch beim öffentlichen Dienst.
Beifall bei der ÖVP.
Lassen Sie mich auch eine gewisse Zufriedenheit zum Ausdruck bringen, was die Pensionen im Zusammenhang mit den ÖBB betrifft. Wir dämmen hier die Frühpensionen ein, meine Damen und Herren, und es ist ein Akt der sozialen Gerechtigkeit, dass in diesem Bereich endlich etwas geschieht. Ich mache den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei den ÖBB keinen Vorwurf, aber das System war hier falsch. Und deshalb sage ich auch ein Danke den zuständigen Regierungsmitgliedern, dass diese notwendige Maßnahme gesetzt wird, dass es zu einer Eindämmung bei den Frühpensionen bei den ÖBB kommt, denn das trägt schon auch zu einer Gerechtigkeit im Gesamtsystem bei, wenn man vom Pensionsbereich spricht. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: Murau! Da ist schon eine abgeschafft! Die ist schon weg!
Was wir nicht wollen – dies ist an die FPÖ gerichtet –: Wir schaffen sicherlich keine Bezirkshauptmannschaften ab. Das ist Bürgernähe, das ist Service in den ländlichen Gebieten. Und deshalb sagen wir Nein dazu, diese dezentralen Strukturen abzuschaffen. (Abg. Grosz: Murau! Da ist schon eine abgeschafft! Die ist schon weg!) Es gibt viele andere Möglichkeiten, wo man Einsparungen in der Verwaltung vornehmen kann, aber nicht bei den Bezirkshauptmannschaften. (Abg. Strache: Murtal!)
Abg. Strache: Murtal!
Was wir nicht wollen – dies ist an die FPÖ gerichtet –: Wir schaffen sicherlich keine Bezirkshauptmannschaften ab. Das ist Bürgernähe, das ist Service in den ländlichen Gebieten. Und deshalb sagen wir Nein dazu, diese dezentralen Strukturen abzuschaffen. (Abg. Grosz: Murau! Da ist schon eine abgeschafft! Die ist schon weg!) Es gibt viele andere Möglichkeiten, wo man Einsparungen in der Verwaltung vornehmen kann, aber nicht bei den Bezirkshauptmannschaften. (Abg. Strache: Murtal!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben aber keine zusätzliche Besteuerung auf Eigentum. Das war uns von der ÖVP besonders wichtig. Wir stellen uns schützend vor die Häuslbauer, und das werden wir auch in Zukunft tun. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Sagen Sie! – Abg. Mag. Widmann: Nicht mit!
Ich würde mir eines wünschen, meine Damen und Herren: Die Bevölkerung trägt dieses Sanierungspaket zum Großteil mit (Ruf bei der FPÖ: Sagen Sie! – Abg. Mag. Widmann: Nicht mit!), hier im Parlament aber habe ich manchmal den Eindruck, dass sich das nicht widerspiegelt. Ich kann Sie nur ermuntern und animieren, diesem Paket zuzustimmen, unter dem Motto: Tun, was notwendig ist, im Sinne unserer Kinder und der nachkommenden Generationen! – Das ist unsere Aufgabe. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich würde mir eines wünschen, meine Damen und Herren: Die Bevölkerung trägt dieses Sanierungspaket zum Großteil mit (Ruf bei der FPÖ: Sagen Sie! – Abg. Mag. Widmann: Nicht mit!), hier im Parlament aber habe ich manchmal den Eindruck, dass sich das nicht widerspiegelt. Ich kann Sie nur ermuntern und animieren, diesem Paket zuzustimmen, unter dem Motto: Tun, was notwendig ist, im Sinne unserer Kinder und der nachkommenden Generationen! – Das ist unsere Aufgabe. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Bevor ich mich der Regierungsmannschaft zuwende, noch ein paar Worte zur Kollegin Oberhauser, die sich ja wieder besonders dadurch hervorgetan hat, dass sie die Schweiz madigmacht. Ich weiß, sie ist jetzt nicht im Saal; wahrscheinlich ist sie gerade auf den Bahnhof geeilt, um dort die Sonderzüge mit den Flüchtlingen aus der Schweiz – lauter sozial verwahrloste Gestalten – in Empfang zu nehmen. Sie hat ja hier ein Bild gezeichnet, als ob die Schweiz ein Abwanderungsland wäre, wo im Stundentakt die Züge fahren, weil man es in diesem Land nicht mehr aushalten kann, weil es so brutal und sozial ungerecht zugeht. – Meine Damen und Herren! Nichts davon entspricht der Wirklichkeit. In Wirklichkeit hat die Schweiz das umgekehrte Problem – und Sie wissen das genauso gut wie ich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da kann nämlich keine Rede davon sein, dass es auch nur in irgendeiner Form die von Ihnen so sehr strapazierte Ausgewogenheit gibt zwischen dem, was wir an steigenden Kosten auf der einen Seite und an sinkenden Einkommen auf der anderen Seite erleben. Das geht querdurch durch die Masse der Bevölkerung. Ein Besuch im Supermarkt würde Sie davon überzeugen, wie richtig ich liege. Reden Sie mit den Leuten, die jetzt in der Post die Nachzahlungen für ihre Heizkosten für diesen Winter haben! Begeben Sie sich an eine Tankstelle, und schauen Sie in die Gesichter der Menschen, die nicht mehr wissen, wie ihnen geschieht, wenn sie die Abrechnung an der Zapfsäule sehen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hagen.
Da ist es doch eine Verhöhnung, von Ausgewogenheit und sozialer Balance zu reden, meine Damen und Herren! Sie von dieser Bundesregierung und Ihre Vorgänger haben mit Ihrem budgetpolitischen Schlendrian und mit Ihrer blinden EU-Hörigkeit – die im Übrigen immer blinder wird, je mehr die Europäische Union unter dem Deckmantel der sogenannten Krisenbekämpfung Unsinn verzapft –, mit diesen beiden Komponenten, Österreich in eine rot-schwarze Schuldenwüste verwandelt, meine Damen und Herren, eine rot-schwarze Schuldenwüste, wo die Chancen der künftigen Generationen austrocknen, wo die soziale Sicherheit und der bescheidene Wohlstand der Aufbaugeneration austrocknet und wo nur noch eines blüht – da fliegen die gebratenen Tauben! –: Ihre Proporz- und Privilegien-Oasen, meine Damen und Herren. Die blühen weiterhin! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Hagen.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Und damit bin ich bei den Politikerpensionen, die Sie wieder nicht angreifen. Das muss man sich einmal vorstellen: Der Sozialminister macht sich in der „Pressestunde“ zum Verteidigungsminister im Kampf für die Politikerprivilegien, meine Damen und Herren, für die Politikerpension. Ganz Deutschland debattiert darüber, wie unsinnig es ist, einem abgetakelten Politiker noch einen Ehrensold nachzuschmeißen. Ich sage Ihnen, die Politikerpension in der alten Variante ist die österreichische Variante davon. Das ist der Ehrensold auf Österreichisch: eine Abwrackprämie für Leute, denen wir zum Großteil eines zu verdanken haben, nämlich den Anbau dieser Schuldenwüste, meine Damen und Herren. Das ist ja eine Belohnung, die die Falschen trifft. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Stichwort: Schulden-Wüste, Schulden-Sahara. Das hat offensichtlich auch klimatische Auswirkungen, dass wir uns in dieser Wüste befinden, da sind Sie nicht frei davon, beeinflusst zu werden. Das äußert sich nämlich darin, meine Damen und Herren, dass wesentliche Teile des Belastungspakets, nämlich – und das ist das Tragische – ausgerechnet die Teile, wo man noch sagen könnte, gut, da bewegt man sich in Richtung soziale Gerechtigkeit, und die Teile, wo man sagen könnte, da ist zumindest ein gewisses Naheverhältnis zu einer Strukturreform gegeben, den Charakter von Regierungshalluzinationen haben. Eine Regierungshalluzination nach der anderen: Hier wird nicht regiert, sondern halluziniert. Und der Klubobmann der SPÖ hat in diesem Zusammenhang einen regelrechten Halluzinationsanfall gehabt vor wenigen Minuten in diesem Hohen Haus. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Da gibt es aber Tabletten!
„Trugwahrnehmungen, denen kein entsprechender Außenreiz zugrunde liegt, die aber dennoch als reale Sinneseindrücke angenommen werden“. – Zitatende. (Abg. Grosz: Da gibt es aber Tabletten!)
Beifall bei der FPÖ.
Nehmen wir nur die Schweizer-Milliarden-Halluzination her, meine Damen und Herren: Nicht nur, dass Ihnen die Schweiz ausrichtet, Sie können ihr den Buckel hinunterrutschen, es kommt jetzt auch noch die von Ihnen so geschätzte Europäische Union daher und sagt Ihnen, das mit der Fekter-Schieder-Extrawurst wird in der Variante, wie Sie sich das vorstellen, für Österreich nichts werden. Das ist wahrscheinlich die Dankbarkeit der Europäischen Union für das, was Sie vorhaben, nämlich die österreichische Souveränität im Zusammenhang mit unserer Budgeterstellung aus unseren Händen, hier herinnen, zu nehmen und sie nach Brüssel zu übertragen. Das ist nämlich die Übersetzung dessen, was „Fiskalpakt“ bedeutet, meine Damen und Herren, eine Reise ohne Wiederkehr. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Diesen Satz können Sie eins zu eins auf den Staat übertragen: Auf seine Freiheit, ist gleich seine Selbstbestimmung, zu verzichten, meine Damen und Herren, auch in budgetären Fragen, das heißt, auf seine Eigenschaft als Staat zu verzichten. Und dorthin, meine Damen und Herren, treiben Sie die Reise! (Beifall bei der FPÖ. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) – Ich komme schon zum Schluss.
Beifall bei der FPÖ.
Auch dieses Budget zeigt einmal mehr, meine Damen und Herren, dass Sie dieses Land nicht durch die Krise führen, sondern Sie machen es umgekehrt: Sie führen die Krise durch das Land, und zwar aufgrund Ihrer EU-Hörigkeit. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Sehr fesch!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Präsident! Hohes Haus! Bundeskanzler Faymann hat das sogenannte Stabilitätsgesetz, das jetzt in Verhandlung stehen wird, in einen europäischen Kontext gestellt – mit Recht. Ich beginne auch mit einem europäischen Kontext, nämlich dem Frauentag. Ich habe mich innerhalb der Auswahl der T-Shirts (Abg. Grosz: Sehr fesch!) – fesch?; weiß ich nicht – für dieses entschieden, nämlich: „Mehr Chefinnen!“ (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Präsident! Hohes Haus! Bundeskanzler Faymann hat das sogenannte Stabilitätsgesetz, das jetzt in Verhandlung stehen wird, in einen europäischen Kontext gestellt – mit Recht. Ich beginne auch mit einem europäischen Kontext, nämlich dem Frauentag. Ich habe mich innerhalb der Auswahl der T-Shirts (Abg. Grosz: Sehr fesch!) – fesch?; weiß ich nicht – für dieses entschieden, nämlich: „Mehr Chefinnen!“ (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Grosz: Der Papa-Monat wär schon zu spät gewesen, gell?
Meine Damen und Herren, prägen Sie sich das gut ein! Ich weiß, dass mein Anblick nicht so erfreulich ist (Abg. Grosz: Der Papa-Monat wär schon zu spät gewesen, gell?) wie jener der ukrainischen Gruppe letzte Woche, der Feministengruppe Femen, aber immerhin: Dieses Mal bin ich über meinen Schatten gesprungen, um auch visuell zu zeigen, was mir wichtig ist. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Strutz: Fesch!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Strutz: Fesch!
Meine Damen und Herren, prägen Sie sich das gut ein! Ich weiß, dass mein Anblick nicht so erfreulich ist (Abg. Grosz: Der Papa-Monat wär schon zu spät gewesen, gell?) wie jener der ukrainischen Gruppe letzte Woche, der Feministengruppe Femen, aber immerhin: Dieses Mal bin ich über meinen Schatten gesprungen, um auch visuell zu zeigen, was mir wichtig ist. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Strutz: Fesch!)
Beifall bei Grünen und SPÖ
Das können wir noch hundert Jahre beklagen und bejammern, ich bin durchaus einer Meinung mit Ministerin Heinisch-Hosek beziehungsweise mit der Vizepräsidentin der Kommission: Da hilft nichts – deswegen habe ich das auch noch mitgenommen, um mich hier nicht öffentlich an- und ausziehen zu müssen (der Redner hält ein grünes T-Shirt mit der Aufschrift „Her mit der Quote!“ in die Höhe) –, da hilft nur die Quote (Beifall bei Grünen und SPÖ), für den Anfang, für die Frauen in Aufsichtsräten und Vorstandsetagen.
Abg. Kopf: Danke!
Und es hat keineswegs zu einem Zusammenbruch dieser Firmen geführt, ganz im Gegenteil. Da gibt es auch eine McKinsey-Studie dazu, dass die Performance, die Gewinnsituation in Firmen, in denen Männer und Frauen sozusagen gleichrangig vertreten sind, in der Regel besser ist als in männerdominierten Firmen. Ich führe das, nebenbei gesagt, nicht darauf zurück, dass Frauen die besseren Menschen sind (Abg. Kopf: Danke!), auch nicht darauf, dass Frauen die besseren Manager sind – das glaube ich nämlich beides nicht; sie sind genauso gescheit oder blöd wie wir Männer (Abg. Ing. Westenthaler: Stell dir einmal vor, das täten wir sagen!) –, was aber eine Rolle spielt, glaube ich, ist die Diversität: die Diversität in Firmen und anderen Organisationen, die Mischung aus beiden, die diese bessere Performance ergibt. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Stell dir einmal vor, das täten wir sagen!
Und es hat keineswegs zu einem Zusammenbruch dieser Firmen geführt, ganz im Gegenteil. Da gibt es auch eine McKinsey-Studie dazu, dass die Performance, die Gewinnsituation in Firmen, in denen Männer und Frauen sozusagen gleichrangig vertreten sind, in der Regel besser ist als in männerdominierten Firmen. Ich führe das, nebenbei gesagt, nicht darauf zurück, dass Frauen die besseren Menschen sind (Abg. Kopf: Danke!), auch nicht darauf, dass Frauen die besseren Manager sind – das glaube ich nämlich beides nicht; sie sind genauso gescheit oder blöd wie wir Männer (Abg. Ing. Westenthaler: Stell dir einmal vor, das täten wir sagen!) –, was aber eine Rolle spielt, glaube ich, ist die Diversität: die Diversität in Firmen und anderen Organisationen, die Mischung aus beiden, die diese bessere Performance ergibt. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Und es hat keineswegs zu einem Zusammenbruch dieser Firmen geführt, ganz im Gegenteil. Da gibt es auch eine McKinsey-Studie dazu, dass die Performance, die Gewinnsituation in Firmen, in denen Männer und Frauen sozusagen gleichrangig vertreten sind, in der Regel besser ist als in männerdominierten Firmen. Ich führe das, nebenbei gesagt, nicht darauf zurück, dass Frauen die besseren Menschen sind (Abg. Kopf: Danke!), auch nicht darauf, dass Frauen die besseren Manager sind – das glaube ich nämlich beides nicht; sie sind genauso gescheit oder blöd wie wir Männer (Abg. Ing. Westenthaler: Stell dir einmal vor, das täten wir sagen!) –, was aber eine Rolle spielt, glaube ich, ist die Diversität: die Diversität in Firmen und anderen Organisationen, die Mischung aus beiden, die diese bessere Performance ergibt. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Meine Damen und Herren, das ist ein extrem personalintensiver Sektor. Die Gehälter bleiben nicht konstant. Es ist zum Teil ein sehr (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Schon aus die Zeit? – Schade! Ich hätte Ihnen so gerne noch etwas
Beifall bei den Grünen.
über die Bedürfnisse der Universitäten in Österreich erzählt. Wir haben Spitzeninstitute, aber Sie tun alles, damit auch diese wenigen Institute nicht den Rang behalten können, den sie jetzt haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Das zweite Gesellschaftsmodell, von dem ich glaube, dass mittlerweile eine Mehrheit dieses Hauses dieses auch vertritt, ist, dass die Menschen unseres Landes nicht entmündigt sind, sondern mündige, leistungsbereite Bürger sind, die die Freiheit haben sollen, ihren eigenen Lebensbereich zu gestalten und ihre Lebensführung auch zu bestimmen. (Beifall beim BZÖ.) – Das ist unser Modell auch für die heutige Steuerdebatte.
Beifall beim BZÖ.
Aber was haben Sie tatsächlich gemacht? – Sie haben die Menschen belastet. Und das besonders Verwerfliche ist: Sie haben in der Person Ihrer Justizministerin zumindest probiert, in einem Bereich dieser Gesetze, die Sie heute dem Parlament vorlegen, die Diversion für Korruptionisten in diesem Land einzuführen. Ihre eigene Justizministerin, die Hüterin der Gesetze, die Hüterin auch der Gerechtigkeit in diesem Land, wird dabei ertappt, dass sie die Korruptionisten aus der Lichtenfelsgasse straffrei gehen lassen will, dass Korruptionisten in diesem Land nicht einer ordentlichen Strafe zugeführt werden, sondern dass diese Korruptionisten – Strasser und wie sie alle heißen – sich mit Geld freikaufen können. Das hat Ihre Justizministerin bei diesem Belastungspaket in diesem Gesetz probiert, diesem Hohen Haus zu servieren, und das ist Gott sei Dank aufgrund auch der Kritik aller Oppositionsparteien gescheitert! (Beifall beim BZÖ.)
Rufe bei der FPÖ: Notare!
Und seit gestern wissen wir, dass die Ministerin einmal mehr einen Kunstgriff angewendet hat, nämlich mit der Änderung der Strafprozessordnung, offenbar auch an ihrem eigenen Koalitionspartner vorbei, etwas hineinzuschwindeln, was an den Grundfesten, an den Grundrechten unserer Republik rüttelt: die Aufweichung des Berufsgeheimnisses für Journalisten, für Ärzte, für Rechtsanwälte in der Form, dass in Zukunft nicht mehr der Richter das Verfahren leitet, wenn es um einen Beschuldigten geht, der aus diesen Berufsgruppen kommt, sondern der Staatsanwalt unter Umgehung des Redaktionsgeheimnisses bei einer Hausdurchsuchung zu allen Unterlagen von Ärzten, Journalisten und Rechtsanwälten (Rufe bei der FPÖ: Notare!) kommt und diese auch verwerten kann – was eindeutig den Bürgerrechten widerspricht. (Rufe bei der FPÖ: Notare!) – Und selbstverständlich auch Notare, sehr geehrte Damen und Herren.
Rufe bei der FPÖ: Notare!
Und seit gestern wissen wir, dass die Ministerin einmal mehr einen Kunstgriff angewendet hat, nämlich mit der Änderung der Strafprozessordnung, offenbar auch an ihrem eigenen Koalitionspartner vorbei, etwas hineinzuschwindeln, was an den Grundfesten, an den Grundrechten unserer Republik rüttelt: die Aufweichung des Berufsgeheimnisses für Journalisten, für Ärzte, für Rechtsanwälte in der Form, dass in Zukunft nicht mehr der Richter das Verfahren leitet, wenn es um einen Beschuldigten geht, der aus diesen Berufsgruppen kommt, sondern der Staatsanwalt unter Umgehung des Redaktionsgeheimnisses bei einer Hausdurchsuchung zu allen Unterlagen von Ärzten, Journalisten und Rechtsanwälten (Rufe bei der FPÖ: Notare!) kommt und diese auch verwerten kann – was eindeutig den Bürgerrechten widerspricht. (Rufe bei der FPÖ: Notare!) – Und selbstverständlich auch Notare, sehr geehrte Damen und Herren.
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ
Und der uncharmante Vorwurf ist: Sie machen das alles mit Vorsatz. Ihnen ist offenbar die politische Breitseite vor zwei Wochen noch nicht genug gewesen, und Sie rütteln am Watschenbaum auch einer politischen Diskussion, indem Sie diese Woche einmal mehr die Grundrechte in diesem Land angreifen wollen, in der alten Manier eines Herrn Metternich. Und das war auch charmant! Uncharmant wäre ein Vergleich mit Dollfuß gewesen, sehr geehrte Damen und Herren (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ), charmant ist ein Vergleich mit Metternich.
Beifall beim BZÖ.
Wir tun es heute als Gebot der Demokratie und der Vernunft mit diesem Misstrauensantrag. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Soll ich Ihnen den Wahrheitsbeweis antreten?
12.45.20Präsident Fritz Neugebauer: Herr Kollege Grosz, für den mehrmaligen undifferenzierten Vorwurf der Korruption an eine hier anwesende politische Partei erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Abg. Grosz: Soll ich Ihnen den Wahrheitsbeweis antreten?)
Abg. Grosz: Soll ich den Wahrheitsbeweis antreten, Herr Präsident?
Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Silhavy. (Abg. Grosz: Soll ich den Wahrheitsbeweis antreten, Herr Präsident?)
Abg. Grosz: Dann tun Sie’s nicht!
Geschätzte Damen und Herren, wir sprechen heute das erste Mal in diesem Haus über den Stabilitätspakt 2012–2016, und wir werden ja am Mittwoch nächster Woche schon das Hearing haben, wo wir über einzelne Maßnahmen sprechen. Zweieinhalb Minuten lassen nicht genügend Zeit, schon gar nicht Zeit, auf meinen Vorredner einzugehen. (Abg. Grosz: Dann tun Sie’s nicht!) Ich wollte nur sagen, es ist ein bisschen merkwürdig, wenn ausgerechnet das BZÖ von moralischem Verfall redet. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Diese Anmerkung kann ich mir nicht verkneifen. (Abg. Grosz: Sie mit Ihrem arbeitslosen Einkommen als Ministerin !)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren, wir sprechen heute das erste Mal in diesem Haus über den Stabilitätspakt 2012–2016, und wir werden ja am Mittwoch nächster Woche schon das Hearing haben, wo wir über einzelne Maßnahmen sprechen. Zweieinhalb Minuten lassen nicht genügend Zeit, schon gar nicht Zeit, auf meinen Vorredner einzugehen. (Abg. Grosz: Dann tun Sie’s nicht!) Ich wollte nur sagen, es ist ein bisschen merkwürdig, wenn ausgerechnet das BZÖ von moralischem Verfall redet. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Diese Anmerkung kann ich mir nicht verkneifen. (Abg. Grosz: Sie mit Ihrem arbeitslosen Einkommen als Ministerin !)
Abg. Grosz: Sie mit Ihrem arbeitslosen Einkommen als Ministerin !
Geschätzte Damen und Herren, wir sprechen heute das erste Mal in diesem Haus über den Stabilitätspakt 2012–2016, und wir werden ja am Mittwoch nächster Woche schon das Hearing haben, wo wir über einzelne Maßnahmen sprechen. Zweieinhalb Minuten lassen nicht genügend Zeit, schon gar nicht Zeit, auf meinen Vorredner einzugehen. (Abg. Grosz: Dann tun Sie’s nicht!) Ich wollte nur sagen, es ist ein bisschen merkwürdig, wenn ausgerechnet das BZÖ von moralischem Verfall redet. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Diese Anmerkung kann ich mir nicht verkneifen. (Abg. Grosz: Sie mit Ihrem arbeitslosen Einkommen als Ministerin !)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren, auch wenn der Herr Kollege Grosz sich hier wieder durch unqualifizierte Zwischenrufe hervortut: Diese qualifizieren sich ohnedies von selbst. Sie hören es ja nicht im Fernsehen, aber ich glaube, Sie sollten das Benehmen der Abgeordneten dieser Partei wirklich einmal wahrnehmen. Es ist leider keines, das dieses Hauses würdig ist. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn ich von Erwerbsarbeit rede, möchte ich heute, am Internationalen Frauentag, aber schon anmerken, dass es ganz wichtig ist, dass diejenigen, die überwiegend die Last und die Verantwortung für den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft tragen, nämlich die Frauen, auch wieder einmal entlastet werden. Eine wirkliche Chancengleichheit können wir nur erreichen, wenn wir die soziale Infrastruktur stärken, das heißt Kleinkind-, Bildungseinrichtungen, ganztägige Schulformen, Pflegeinfrastruktur und so weiter. Ich möchte in diesem Zusammenhang der Frauenministerin, dem Herrn Sozialminister und auch der Bildungsministerin für ihren Einsatz danken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin aber auch froh darüber, dass wir in diesem Stabilitätspaket zu keiner vorzeitigen Anhebung des Pensionsalters gekommen sind, denn „Scher dich drum“ ist eine Aktion der Gewerkschaft PRO-GE-Frauen, die zeigt, wie schlimm dies für viele Frauen gewesen wäre. Einen herzlichen Dank allen engagierten Frauen, dass sie sich um ihre eigenen Anliegen „scheren“! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Bravo!
Abgeordneter Mag. Heribert Donnerbauer (ÖVP): Herr Präsident! Verehrte Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Werter Herr Kollege Grosz, das, was Sie heute hier zum wiederholten Mal abziehen, ist ein äußerst durchsichtiges Manöver. Ich weise den Vorwurf „Korruptionisten in der Lichtenfelsgasse“ nicht nur auf das Schärfste zurück, sondern ich lade Sie ein, im Untersuchungsausschuss hin und wieder Platz zu machen. Die Einzigen, die dort hauptsächlich vorgekommen sind, auch in der öffentlichen Berichterstattung, sind Sie vom BZÖ, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Bravo!)
Abg. Grosz: Seien wir uns doch ehrlich: Das ist ja ein Irrsinn!
Was Sie hier machen, ist nicht nur ein Ablenkungsmanöver von diesen Ergebnissen des Untersuchungsausschusses, sondern ein durchsichtiges Manöver, eine erfolgreiche und beliebte Bundesministerin, der die Menschen vertrauen, schlechtmachen zu wollen. Das ist das, was Sie immer wieder versuchen. Wofür haben Sie diesen Misstrauensantrag eingebracht, Herr Kollege Grosz? – Weil die Frau Bundesministerin Karl das macht, wofür sie bestellt wurde, wofür sie bezahlt wird, wofür sie auch gewählt wird? – Sie regiert. Sie bringt Regierungsvorschläge in den Ministerrat, die ihr Haus ausgearbeitet hat, und sie bringt diese Vorschläge damit auch in das Hohe Haus. (Abg. Grosz: Seien wir uns doch ehrlich: Das ist ja ein Irrsinn!)
Abg. Strache: Solche rechtsstaatlich bedenklichen Vorgänge muss man heftig kritisieren! – Abg. Grosz: Diversion für Korruption, Herr Kollege Donnerbauer?!
Herr Kollege Grosz, wir sollen diese Vorschläge diskutieren, keine Frage. Man soll diese Vorschläge diskutieren, man kann sie auch kritisieren, man kann inhaltliche Kritik üben. Und wir können sie auch abändern; auch das ist das Recht des Hohen Hauses. Wir sind der Souverän, der letztendlich den Beschluss fasst. Aber eine Bundesministerin dafür zu kritisieren und ihr das Misstrauen auszusprechen dafür, dass sie das tut, wofür sie bestellt ist, nämlich Regierungsvorschläge zu erarbeiten und einzubringen, ich glaube, das verdient nur Missachtung. (Abg. Strache: Solche rechtsstaatlich bedenklichen Vorgänge muss man heftig kritisieren! – Abg. Grosz: Diversion für Korruption, Herr Kollege Donnerbauer?!)
Abg. Grosz: Ja, die weisungsgebundene Staatsanwaltschaft!
Es geht nicht um Korruption, es geht darum, dass zwei inhaltliche Vorschläge zur Diskussion stehen. Der eine Vorschlag der Frau Bundesministerin, die Diversion auszuweiten, hat ja durchaus Zustimmung gefunden. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft hat gesagt, das wäre ein wichtiges Instrument, um Kapazitäten für die großen Fälle freizumachen. (Abg. Grosz: Ja, die weisungsgebundene Staatsanwaltschaft!) Aber die Frau Bundesministerin hat darauf reagiert, hat das zurückgenommen und möchte das einer breiteren Diskussion zuführen. Was ist daran zu kritisieren? Was verdient daran Misstrauen?
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Für sie gilt der Generalverdacht!
Die inhaltliche Diskussion und nicht das formale Misstrauen ist gefragt, Herr Kollege Grosz. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Für sie gilt der Generalverdacht!)
Beifall bei der FPÖ.
Eines möchte ich Ihnen heute schon in aller Schnelligkeit angesichts der verkürzten Zeit mit auf den Weg geben. Sie reden davon, dass keine Massensteuern eingeführt wurden. Das ist nachweislich falsch! Es gibt eine brutale Massensteuer, die zurzeit greift, und das ist die Inflation. Sie haben offiziell ausgewiesen 3 Prozent Inflation. Der Mini-Warenkorb weist offiziell 7 Prozent aus, und de facto sind es, wenn Sie die jüngsten Steigerungen im Lebensmittelbereich und im Energiebereich, vor allem im Benzin- und Dieselbereich, mit hereinrechnen, sicherlich über 10 Prozent. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Auf der anderen Seite gibt es Lohnsteigerungen, die entweder gegen Null gehen oder 1 bis 1,5 Prozent ausmachen. Gleiches ist im Zinsbereich der Fall. Das heißt, dass jeder in diesem Staat 7 oder 8 Prozent weniger an Kaufkraft im Jahr zu verzeichnen hat. Das sind Massensteuern! Inflation ist die böseste Steuer, die es gibt, und genau die wird mit der Politik der Europäischen Union geradezu produziert. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Das heißt, die nächsten Jahre wird es, wenn wir Glück haben, nicht mehr eine Hyperinflation geben, mit Sicherheit aber eine Inflation von 5, 7, 8 Prozent offiziell ausgewiesen und real wahrscheinlich über die 10 Prozent. Andere Wege gibt es nicht mehr, dieses Geld aus dem Kreislauf herauszuholen. Und das ist eine der brutalsten, übelsten Massensteuern, die es gibt (Beifall bei der FPÖ), die vom Mindestlohnbezieher über die Familien jeden in diesem Land trifft.
Beifall bei der FPÖ.
Daher – und auch das ist ein zentraler Punkt unserer Programmatik –: Jetzt die Notbremse in dieser Politik des billigen Geldes in der Europäischen Union zu ziehen und endlich eine Trennung in Nord- und Süd-Euro vorzunehmen, das wäre ein Weg, wie in den stabilen Volkswirtschaften wieder tatsächliche Stabilität gewonnen werden kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Das, was Sie jetzt gemacht haben, ist nichts anderes, als das nachgehüpft zu haben, was Ihnen Merkel und Sarkozy international vorgegeben haben. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Das ist kein Sparpaket, sondern ein Belastungspaket mit hoher Inflation.
Beifall bei der FPÖ.
Das ist unanständig, und dieses Land verdient eine neue, eine bessere Regierung als die Ihre, eine Regierung mit Mut, Anstand und Charakter. Diese Eigenschaften weisen Sie politisch nicht mehr auf. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Vielleicht ist das auf den ersten Blick nicht unbedingt ersichtlich, aber wir haben heute in der Früh im „Morgenjournal“ aufs Neue gehört, dass Armut in Österreich weiblich ist, dass aber Reichtum durchaus männlich konnotiert ist. Da muss man jetzt nicht Männer und Frauen gegeneinander ausspielen, aber es ist Faktum. Es sind Frauen in Österreich armutsgefährdet, und unter den Reichen in Österreich sind vor allem Männer vertreten. Da für Ausgeglichenheit zu sorgen und ausgewogen zu agieren, das ist Ihnen leider nicht gelungen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, ich fordere Sie auf, dass Sie da ganz genau hinschauen und dass Sie eine Ministerin sind, die nicht nur sagt: Dafür, was die Länder machen, bin ich nicht zuständig!, sondern dass man genau schaut, was sich über Umwege in den Bundesländern abspielt. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
den Sie noch bereuen, davon bin ich überzeugt. Das werden Sie bereuen, und Sie sollten das zurücknehmen, weil es einfach nicht in Ordnung ist. Sie sollten das lassen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundespräsident, ich merke hier an – falls Sie in irgendeiner goldenen Ecke der Hofburg zuhören –: Sie sollten die Unterschrift zu diesem Wahnsinn, der hier beschlossen werden soll, nicht verzögern, sondern Sie sollten sie unterlassen und das Paket nicht unterschreiben, dann würden Sie der Bevölkerung einen Dienst erweisen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber schauen wir uns einmal konkret die Strukturmaßnahmen, die offenbar, wenn es nach dem Abgeordneten Stummvoll – jetzt ist er nicht da – geht, in der Bevölkerung so gut ankommen, an einem Beispiel an, nämlich an der geplanten Schließung der Bezirksgerichte in Österreich. Er hätte nicht in seinem Wahlkreis die Rede halten sollen, er hätte in den Wahlkreis seines Sitznachbarn, des Justizsprechers der ÖVP, des Herrn Donnerbauer fahren sollen. Der Herr Donnerbauer protestiert gegen die Schließung der Bezirksgerichte, Frau Minister. (Der Redner hält einen Zeitungsartikel in die Höhe.) Hoffentlich haben Sie das mitbekommen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Ja! – Zwischenruf bei der FPÖ.
Das ist die „gute Akzeptanz in der Bevölkerung“, geschätzte Kollegen von der ÖVP, von der der Herr Stummvoll gesprochen hat. (Abg. Dr. Stummvoll: Ja! – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jawohl, Herr Donnerbauer, weiter diskutieren! Herr Stummvoll, fahren Sie einmal zu Ihren eigenen Kollegen, dann werden Sie sehen, wie dieses Belastungspaket akzeptiert ist! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Wir in Kärnten sind besonders betroffen von der Schließung der Bezirksgerichte. In Österreich sollen mehr als die Hälfte der Bezirksgerichte geschlossen werden. Wir haben bereits im Jahr 1977 eine umfassende Reform geleistet und haben auf die Hälfte unserer Standorte verzichtet. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Jetzt wird plötzlich eine Reform umgesetzt, die doppelt so teuer sein wird, die mehr kosten wird, wenn wir bei-
Beifall bei der FPÖ.
Die österreichische Justiz, Frau Minister – und das wissen Sie –, finanziert sich aus Gebühren zu mehr als 100 Prozent selbst. Dafür erwartet man in der Bevölkerung auch eine Leistung, und das kann sicherlich nicht heißen, zuzusperren und den Riegel vorzumachen. (Beifall bei der FPÖ.) – Oder Sie senken die Gerichtsgebühren und machen nicht eine Reform, die in Wirklichkeit mehr Belastungen bringt.
Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Darabos.
Neben der Schließung der Postämter, neben der Schließung der Polizeidienststellen, neben der Schließung der Kasernen ist das ein weiterer Anschlag auf den ländlichen Raum, auf die ländliche Bevölkerung, den wir so nicht hinnehmen wollen. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Darabos.)
Abg. Petzner: Wo sollen wir denn einsparen? – Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Wir bringen deshalb heute auch einen Entschließungsantrag ein, wo wir um den Erhalt dieser Bezirksgerichte in Kärnten kämpfen, weil wir bereits 1977 eine Reduktion durchgeführt und unseren Beitrag für die Republik auch geleistet haben. (Abg. Petzner: Wo sollen wir denn einsparen? – Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Wir wollen von der Justizministerin, dass sie diese geplante Schließung zurücknimmt, weil es einen Anschlag auf den ländlichen Raum und auf die ländliche Bevölkerung bedeutet. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir bringen deshalb heute auch einen Entschließungsantrag ein, wo wir um den Erhalt dieser Bezirksgerichte in Kärnten kämpfen, weil wir bereits 1977 eine Reduktion durchgeführt und unseren Beitrag für die Republik auch geleistet haben. (Abg. Petzner: Wo sollen wir denn einsparen? – Zwischenruf des Abg. Scheibner.) Wir wollen von der Justizministerin, dass sie diese geplante Schließung zurücknimmt, weil es einen Anschlag auf den ländlichen Raum und auf die ländliche Bevölkerung bedeutet. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da hier vom BZÖ-Kollegen Petzner ein Misstrauensantrag gegen die Justizministerin eingebracht worden ist, werden wir diesen aus diesem Grund auch mit unterstützen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei BZÖ und SPÖ
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren! Also wenn man dem Herrn Strutz zuhört, braucht man auch gute Nerven, denn der Herr Strutz gehört ja zu der berühmt-berüchtigten „Buberl-Partie“, die diese Woche im „Report“ aufmarschiert ist. Und dass wir uns jetzt von Ihnen Belehrungen anhören müssen (Zwischenrufe bei BZÖ und SPÖ), wo diese Partie, zu der Sie gehören, so unermesslichen Schaden über die Republik Österreich gebracht hat, ist ein starkes Stück, Herr Strutz. Das möchte ich Ihnen schon sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Sie haben es notwendig! Stifter Kräuter!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Sie haben es notwendig! Stifter Kräuter!
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren! Also wenn man dem Herrn Strutz zuhört, braucht man auch gute Nerven, denn der Herr Strutz gehört ja zu der berühmt-berüchtigten „Buberl-Partie“, die diese Woche im „Report“ aufmarschiert ist. Und dass wir uns jetzt von Ihnen Belehrungen anhören müssen (Zwischenrufe bei BZÖ und SPÖ), wo diese Partie, zu der Sie gehören, so unermesslichen Schaden über die Republik Österreich gebracht hat, ist ein starkes Stück, Herr Strutz. Das möchte ich Ihnen schon sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Sie haben es notwendig! Stifter Kräuter!)
Abg. Grosz: Zum Beispiel vom Parlamentsdirektor! – Zwischenruf bei der FPÖ.
höhen, von mir aus auch bis zu 10 Prozent. (Abg. Grosz: Zum Beispiel vom Parlamentsdirektor! – Zwischenruf bei der FPÖ.) Das gilt für Altpolitiker, das gilt für den ORF, wo es rechtlich möglich ist, das gilt für die Nationalbank. Also ich denke, da sollte man im Sinne der Gerechtigkeit durchaus dann eine Stützung der kleinen Pensionen mit diesen Geldern zusätzlich vornehmen. Das wäre ein Beispiel für eine gerechte Einnahme, wie es so viele andere gibt. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
höhen, von mir aus auch bis zu 10 Prozent. (Abg. Grosz: Zum Beispiel vom Parlamentsdirektor! – Zwischenruf bei der FPÖ.) Das gilt für Altpolitiker, das gilt für den ORF, wo es rechtlich möglich ist, das gilt für die Nationalbank. Also ich denke, da sollte man im Sinne der Gerechtigkeit durchaus dann eine Stützung der kleinen Pensionen mit diesen Geldern zusätzlich vornehmen. Das wäre ein Beispiel für eine gerechte Einnahme, wie es so viele andere gibt. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Schatz.
Und jetzt gibt es eine satte Immobilienbesteuerung, die die Häuslbauer nicht betrifft. Wir haben eine Solidarabgabe – und einen schönen Gruß auch an den Herrn Treichl, es tut wirklich gut, zu wissen, dass er netto monatlich jetzt rund 13 000 € mehr Steuern zahlen wird und so zu mehr sozialer Gerechtigkeit beiträgt – oder die Gruppenbesteuerung für Konzerne. (Zwischenruf der Abg. Mag. Schatz.)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
Es wird sehr viel diskutiert, teilweise auch gestritten, über das Prozentverhältnis zwischen Sparmaßnahmen – wo durchaus zum Beispiel auch Subventionskürzungen dazugehören, die Mineralölsteuerprivilegien beispielsweise von bestimmten Gruppen – auf der einen Seite und gerechten Einnahmen auf der anderen Seite. (Zwischenruf des Abg. Hornek.)
Abg. Grosz: Regierungsräte! Oberregierungsräte! Diplomatenpassinhaber!
Schauen Sie, mein Wunsch war eigentlich ein Verhältnis von 50 : 50. Das ist noch nicht erfüllt, aber wir werden das erreichen. Es fehlt ja eine dritte Etappe: Millionäre, große Besitztümer, große Vermögen. (Abg. Grosz: Regierungsräte! Oberregierungsräte! Diplomatenpassinhaber!) – Ja, ja, die tragen schon bei inzwischen, durch die Immobiliensteuer, durch die Solidarabgabe, durch eine Verbesserung, was die Stiftungen betrifft, aber trotzdem fehlt da die dritte Etappe.
Abg. Grosz: Der Herr Gartlehner sagt das und der Herr Jarolim und der Herr Gusenbauer! – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Die Zielsetzung der Sozialdemokratie, meine Damen und Herren, ist klar: Eine gerechte Verteilung von Staatsvermögen und damit auch ein Gegenpol zur korrupten Verteilung von Staatsvermögen, wie wir es ja haben beobachten können. Und wenn da vom BZÖ, von der FPÖ so große Töne gespuckt werden: Mein Gott, beim BZÖ die Hypo-Korruptionsaffäre, oder Telekom! (Abg. Grosz: Der Herr Gartlehner sagt das und der Herr Jarolim und der Herr Gusenbauer! – Zwischenruf des Abg. Kickl.) Sie haben sich ja den ganzen Wahlkampf mit 1,2 Millionen finanzieren lassen; oder die FPÖ, die schon genannte Buberl-Partie, meine Damen und Herren, die ja da aufmarschiert ist im „Report“, wie sie alle heißen, eine Korruptionslawine ist da losgetreten worden, Stichwort „Eurofighter“ beispielsweise.
Abg. Kickl: Das sagen Sie auch nur da draußen!
Es ist ja klar, dass von EADS über die Firma Rumpold zur FPÖ mehr als 700 000 € geflossen sind, das sind ja mehr als 10 Millionen Schilling. Und Herr Strache – er ist schon wieder nicht da, jedes Mal, wenn ich mich mit ihm unterhalten will, da schlottern ihm offenbar die Knie, da ist er dann immer weg –, Sie sind nämlich erwischt. (Abg. Kickl: Das sagen Sie auch nur da draußen!) Er war in diesem Zeitraum ja stellvertretender FPÖ-Parteivorsitzender und hat zugleich zwei Firmen mit dem Herrn Rumpold unterhalten. Und da hat er nie etwas gewusst davon? Ja wer glaubt denn so etwas?!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Wir hätten gerne noch etwas zu den Diplomatenpässen gehört!
Diese Reinkarnationstheorie des Herrn Strache, dass er 2005 wiedergeboren wurde, eine Seelenwanderung sozusagen – also mit Ehrlichkeit, Charakter, Verantwortung hat das überhaupt nichts zu tun. Da ist der Herr Strache längst überführt, das nimmt ihm kein Mensch mehr ab. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: Wir hätten gerne noch etwas zu den Diplomatenpässen gehört!)
Beifall bei Grünen und BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Justizministerin, was haben Sie sich dabei gedacht, als Sie die Änderungen im Zusammenhang mit dem Redaktionsgeheimnis und der Anwaltsverschwiegenheit am Begutachtungsverfahren vorbei ins Gesetz geschwindelt haben? Allein das rechtfertigt jedes Misstrauen, sage ich Ihnen (Beifall bei Grünen und BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ), denn wenn Sie schon in diesem sensiblen Bereich etwas ändern wollen, dann stellen Sie sich der Debatte und geben Sie den KritikerInnen die Möglichkeit, ihre Kritik auch zu formulieren! Allein, dass Sie die Problematik nicht erkennen, die Sensibilität nicht haben, allein das zeigt, dass Sie als Justizministerin nicht qualifiziert sind! (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Beifall bei Grünen und BZÖ.
Abgeordneter Mag. Albert Steinhauser (Grüne): Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Justizministerin, was haben Sie sich dabei gedacht, als Sie die Änderungen im Zusammenhang mit dem Redaktionsgeheimnis und der Anwaltsverschwiegenheit am Begutachtungsverfahren vorbei ins Gesetz geschwindelt haben? Allein das rechtfertigt jedes Misstrauen, sage ich Ihnen (Beifall bei Grünen und BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ), denn wenn Sie schon in diesem sensiblen Bereich etwas ändern wollen, dann stellen Sie sich der Debatte und geben Sie den KritikerInnen die Möglichkeit, ihre Kritik auch zu formulieren! Allein, dass Sie die Problematik nicht erkennen, die Sensibilität nicht haben, allein das zeigt, dass Sie als Justizministerin nicht qualifiziert sind! (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Der dritte Punkt ist das Korruptionsstrafrecht. Monatelang haben Sie nichts getan. Dann ist der Druck aufgrund des Untersuchungsausschusses so groß geworden, dass Sie was haben tun müssen. Was war dann? – Sie waren zu feig, etwas zu tun und haben keine Regierungsvorlage vorgelegt, sondern haben gesagt: Ich werde Unterlagen erstellen, und die werde ich ans Parlament schicken. (Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Beifall bei Grünen und BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich halte fest: Das Parlament besteht offensichtlich für Sie aus zwei Parteien, aus SPÖ und ÖVP. Und eine Justizministerin, die glaubt, dass das Parlament aus zwei Parteien besteht, und die glaubt, dass das Justizministerium eine Servicestelle der Parlamentsfraktionen von SPÖ und ÖVP ist, die hat unser Misstrauen verdient, und daher werden wir diesem Antrag heute zustimmen. (Beifall bei Grünen und BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Grosz: Das hat sich aber die Bandion nicht verdient!
Überdenken Sie Ihre Arbeit! Das, was Sie im Moment an den Tag legen – ich sage es Ihnen ganz ehrlich –, ist Bandion-Ortner-verdächtig. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grosz: Das hat sich aber die Bandion nicht verdient!)
Beifall bei der ÖVP. – Uah-Rufe des Abg. Grosz.
Bundesministerin für Justiz Mag. Dr. Beatrix Karl: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Herr Abgeordneter Grosz hat in Bezug auf die Ausweitung der Diversion angemerkt, dass diese Maßnahme an der Kritik der Oppositionsparteien gescheitert sei. – Herr Abgeordneter Grosz, ich kann Ihnen nur sagen: Da überschätzen Sie sich wirklich! (Beifall bei der ÖVP. – Uah-Rufe des Abg. Grosz.)
Abg. Grosz: Ich hab gedacht, das sind die Hendldiebe auf den Cayman-Islands!
Warum habe ich an diese Maßnahme gedacht? – Es hat der Herr Abgeordnete Donnerbauer darauf hingewiesen, dass ich meine Pflichten als Regierungsmitglied ernst nehme, und ich sehe es als meine Verpflichtung als Justizministerin an, dafür zu sorgen, dass sich die Staatsanwälte und Staatsanwältinnen im Bereich der Korruption auch wirklich den großen Fischen widmen können. Und wenn Sie wüssten, wie die Arbeit der Staatsanwälte aussieht (Abg. Grosz: Ich hab gedacht, das sind die Hendldiebe auf den Cayman-Islands!) Macht der Korruption, der Hendldieb? Das sollten Sie eigentlich wissen, aber Sie wissen scheinbar ja leider gar nicht, worin die Arbeit der Staatsanwaltschaft besteht. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Warum habe ich an diese Maßnahme gedacht? – Es hat der Herr Abgeordnete Donnerbauer darauf hingewiesen, dass ich meine Pflichten als Regierungsmitglied ernst nehme, und ich sehe es als meine Verpflichtung als Justizministerin an, dafür zu sorgen, dass sich die Staatsanwälte und Staatsanwältinnen im Bereich der Korruption auch wirklich den großen Fischen widmen können. Und wenn Sie wüssten, wie die Arbeit der Staatsanwälte aussieht (Abg. Grosz: Ich hab gedacht, das sind die Hendldiebe auf den Cayman-Islands!) Macht der Korruption, der Hendldieb? Das sollten Sie eigentlich wissen, aber Sie wissen scheinbar ja leider gar nicht, worin die Arbeit der Staatsanwaltschaft besteht. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das Beispiel haben Sie schon einmal gebracht, das ist fad! – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Da geht es nicht nur um die großen Fälle. Schauen Sie sich einmal an, was die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft für Fälle zu erledigen hat! Da geht es ja auch um kleine Amtsdelikte, und mit kleinen Amtsdelikten meine ich zum Beispiel auch einen Fall, wo eine 16-jährige Vertragsbedienstete im Melderegister die Adresse ihres Ex-Freundes raussucht. Ja, muss da lang ermittelt werden? (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das Beispiel haben Sie schon einmal gebracht, das ist fad! – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Abg. Mag. Steinhauser: Ihr Vorschlag war nur weiter gehend!
Ich sage Ihnen eines: Professor Sickinger ist sicher niemand, der Korruption kleinredet. Professor Sickinger hat sich alle Amtsdelikte der letzten Jahre angesehen, und zu welchem Ergebnis ist er gekommen? (Abg. Mag. Steinhauser: Ihr Vorschlag war nur weiter gehend!) – Bei einem Drittel können wir quasi ungeschaut die Diversion durchführen, weil das minder schwere Fälle sind. Beim zweiten Drittel müssen wir näher hinschauen. Beim dritten Drittel geht die Diversion nicht. (Abg. Grosz: Verteidigen Sie es ruhig! Machen Sie ruhig weiter!)
Abg. Grosz: Verteidigen Sie es ruhig! Machen Sie ruhig weiter!
Ich sage Ihnen eines: Professor Sickinger ist sicher niemand, der Korruption kleinredet. Professor Sickinger hat sich alle Amtsdelikte der letzten Jahre angesehen, und zu welchem Ergebnis ist er gekommen? (Abg. Mag. Steinhauser: Ihr Vorschlag war nur weiter gehend!) – Bei einem Drittel können wir quasi ungeschaut die Diversion durchführen, weil das minder schwere Fälle sind. Beim zweiten Drittel müssen wir näher hinschauen. Beim dritten Drittel geht die Diversion nicht. (Abg. Grosz: Verteidigen Sie es ruhig! Machen Sie ruhig weiter!)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Worauf will ich hinaus? – Ich sehe es als meine Verpflichtung an, die Staatsanwälte und Staatsanwältinnen von diesen minder schweren Fällen zu entlasten, damit sie sich den großen Fällen widmen können, genau den Fällen, von denen Sie sprechen, denen sollen sich die Staatsanwälte besser widmen können, damit diese Fälle rascher abgeschlossen werden können. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Leiden Sie unter Realitätsverlust? Das ist behandelbar!
Das ist mir ein Anliegen, und dieses Anliegen werde ich auch weiterverfolgen. Aber anscheinend ist es Ihnen nicht recht, dass ich dafür sorge, dass wir bei großen Fische ein schnelleres Verfahren bekommen und dass schneller Anklage erhoben und ein Urteil gefällt wird. Ich weiß ja nicht, was Sie dagegen haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Leiden Sie unter Realitätsverlust? Das ist behandelbar!) – Herr Abgeordneter Grosz, ich weiß nicht, was bei Ihnen behandelbar ist, aber lassen Sie mich einfach ausreden, ich habe Sie auch ausreden lassen! (Abg. Mag. Wurm: Und das zum Frauentag! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Gegenruf des Abg. Grosz.)
Abg. Mag. Wurm: Und das zum Frauentag! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Gegenruf des Abg. Grosz.
Das ist mir ein Anliegen, und dieses Anliegen werde ich auch weiterverfolgen. Aber anscheinend ist es Ihnen nicht recht, dass ich dafür sorge, dass wir bei großen Fische ein schnelleres Verfahren bekommen und dass schneller Anklage erhoben und ein Urteil gefällt wird. Ich weiß ja nicht, was Sie dagegen haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Leiden Sie unter Realitätsverlust? Das ist behandelbar!) – Herr Abgeordneter Grosz, ich weiß nicht, was bei Ihnen behandelbar ist, aber lassen Sie mich einfach ausreden, ich habe Sie auch ausreden lassen! (Abg. Mag. Wurm: Und das zum Frauentag! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Gegenruf des Abg. Grosz.)
Abg. Grosz: Der Herr Jarolim sagte das! – Zwischenruf bei den Grünen.
Jetzt zum Nächsten: Wenn Sie mir betreffend die aktuellen Änderungen in der Strafprozessordnung sagen, das sei am Koalitionspartner vorbei, wenn der Herr Abgeordnete Steinhauser sagt, das sei am Begutachtungsverfahren vorbei ... (Abg. Grosz: Der Herr Jarolim sagte das! – Zwischenruf bei den Grünen.) – Lassen Sie mich erklären, wie das Procedere abgelaufen ist! Ich glaube, ich weiß das besser als Sie. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Jetzt zum Nächsten: Wenn Sie mir betreffend die aktuellen Änderungen in der Strafprozessordnung sagen, das sei am Koalitionspartner vorbei, wenn der Herr Abgeordnete Steinhauser sagt, das sei am Begutachtungsverfahren vorbei ... (Abg. Grosz: Der Herr Jarolim sagte das! – Zwischenruf bei den Grünen.) – Lassen Sie mich erklären, wie das Procedere abgelaufen ist! Ich glaube, ich weiß das besser als Sie. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
tungsverfahren. Gerade deshalb machen wir es ja, denn welchen Sinn hat denn ein Begutachtungsverfahren, wenn es keine Stellungnahmen gibt? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich nehme die Stellungnahmen ernst. (Abg. Grosz: Und wer wollte das?)
Abg. Grosz: Und wer wollte das?
tungsverfahren. Gerade deshalb machen wir es ja, denn welchen Sinn hat denn ein Begutachtungsverfahren, wenn es keine Stellungnahmen gibt? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich nehme die Stellungnahmen ernst. (Abg. Grosz: Und wer wollte das?)
Zwischenruf der Abg. Mag. Korun. – Abg. Grosz: Und wer wollte das?
Es ist von Gerichtsseite gekommen. (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun. – Abg. Grosz: Und wer wollte das?) – Ja, haben Sie die Stellungnahmen nicht gelesen? Bitte, Sie sind der Justizsprecher des BZÖ, regen sich über eine Maßnahme auf und lesen nicht einmal die Stellungnahmen zum Begutachtungsentwurf?! – Also ich muss schon sagen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kopf: Er redet über etwas, das er nicht versteht!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kopf: Er redet über etwas, das er nicht versteht!
Es ist von Gerichtsseite gekommen. (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun. – Abg. Grosz: Und wer wollte das?) – Ja, haben Sie die Stellungnahmen nicht gelesen? Bitte, Sie sind der Justizsprecher des BZÖ, regen sich über eine Maßnahme auf und lesen nicht einmal die Stellungnahmen zum Begutachtungsentwurf?! – Also ich muss schon sagen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kopf: Er redet über etwas, das er nicht versteht!)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.
Bitte: Bevor Sie mich anschütten, nehmen Sie Ihre Aufgaben als Justizsprecher ernst! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.) Auf jeden Fall habe ich die Stellungnahme eingearbeitet, und die Stellungnahme kam von Gerichtsseite. Da wurde empfohlen, dass wir den § 112 StPO in eine andere Richtung regeln sollen, als wir das vorgesehen haben. (Abg. Mag. Stefan: Ist das üblich, dass man ...?)
Abg. Mag. Stefan: Ist das üblich, dass man ...?
Bitte: Bevor Sie mich anschütten, nehmen Sie Ihre Aufgaben als Justizsprecher ernst! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.) Auf jeden Fall habe ich die Stellungnahme eingearbeitet, und die Stellungnahme kam von Gerichtsseite. Da wurde empfohlen, dass wir den § 112 StPO in eine andere Richtung regeln sollen, als wir das vorgesehen haben. (Abg. Mag. Stefan: Ist das üblich, dass man ...?)
Abg. Grosz: Noch schlimmer!
Wir haben die Stellungnahme eingearbeitet und sind mit dieser Regierungsvorlage in die Verhandlungen mit dem Koalitionspartner gegangen. Das war auch im Ministerrat. Es wurde im Ministerrat am 28. Februar in dieser Fassung beschlossen (Abg. Grosz: Noch schlimmer!), und ich gehe davon aus, Herr Abgeordneter Grosz, dass Sie wissen, dass im Ministerrat auch SPÖ-Regierungsmitglieder sitzen. Die haben da mitgestimmt, es war also nicht am Koalitionspartner vorbei. Wir haben sogar eine Protokollanmerkung vereinbart. In der Protokollanmerkung wurde festgehalten, dass wir zu dieser Materie noch weitere Gespräche führen werden, auch mit den Parlamentsfraktionen, und wie Sie ja wissen, habe ich für nächsten Montag zu einem Gespräch mit allen fünf Parlamentsfraktionen eingeladen, und wie Sie wissen, ist am Dienstag auch der Justizausschuss, wo genau dieser Punkt auch auf der Tagesordnung steht und wo wir ausreichend Zeit haben werden, darüber zu diskutieren. Also ich verstehe Ihre Aufregung da wirklich nicht.
Abg. Dr. Kräuter: Eher Letzteres!
Dann haben Sie einen uncharmanten und einen charmanten Vorwurf an mich gerichtet. Ich meine, den kann ich an Sie zurückgeben: Entweder Sie sind nicht in der Lage, Gesetzestexte zu verstehen, oder Sie machen das mit Vorsatz, und zwar mit Vorsatz im Sinne eines blanken Populismus. (Abg. Dr. Kräuter: Eher Letzteres!) Wie gesagt, er hat mir auch zwei Vorwürfe zur Wahl gestellt, ich stelle ihm auch gerne zwei Vorwürfe zur Wahl. Er kann sich aussuchen, welcher stimmt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dann haben Sie einen uncharmanten und einen charmanten Vorwurf an mich gerichtet. Ich meine, den kann ich an Sie zurückgeben: Entweder Sie sind nicht in der Lage, Gesetzestexte zu verstehen, oder Sie machen das mit Vorsatz, und zwar mit Vorsatz im Sinne eines blanken Populismus. (Abg. Dr. Kräuter: Eher Letzteres!) Wie gesagt, er hat mir auch zwei Vorwürfe zur Wahl gestellt, ich stelle ihm auch gerne zwei Vorwürfe zur Wahl. Er kann sich aussuchen, welcher stimmt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie werfen mir vor, ich breche das Vertrauen der Bevölkerung in die Justiz, aber gerade mit dieser Art von Populismus brechen Sie das Vertrauen der Bevölkerung in die Justiz! Und das hat unsere Justiz wirklich nicht verdient. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Nun zum Inhaltlichen. Auch wenn die Änderung der Strafprozessordnung kompliziert ist, versuche ich trotzdem, es zu erklären. Da geht es nicht, wie Sie es angesprochen haben, um die Hausdurchsuchung. Es bleibt völlig unverändert, dass bei Geheimnisträgern eine Hausdurchsuchung natürlich nur nach richterlicher Bewilligung stattfinden darf. Das ist völlig unverändert. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Wir haben von der Hausdurchsuchung gesprochen. Das möchte ich hier wirklich klarstellen: Die Hausdurchsuchung findet natürlich weiterhin nur nach richterlicher Bewilligung statt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Nun zum Inhaltlichen. Auch wenn die Änderung der Strafprozessordnung kompliziert ist, versuche ich trotzdem, es zu erklären. Da geht es nicht, wie Sie es angesprochen haben, um die Hausdurchsuchung. Es bleibt völlig unverändert, dass bei Geheimnisträgern eine Hausdurchsuchung natürlich nur nach richterlicher Bewilligung stattfinden darf. Das ist völlig unverändert. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Wir haben von der Hausdurchsuchung gesprochen. Das möchte ich hier wirklich klarstellen: Die Hausdurchsuchung findet natürlich weiterhin nur nach richterlicher Bewilligung statt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: Werden die Strasser-Akten auch sicher aufbewahrt!
Grosz: Ohne Richter!) Bis dahin – das muss man auch dazusagen; das habe ich jetzt zu erwähnen vergessen – ist das Material getrennt vom Akt aufzubewahren, und zwar an einem sicheren Ort. Den Staatsanwälten zu unterstellen, dass die da dauernd rechtswidrig reinschauen, das ist überzogen. (Abg. Grosz: Werden die Strasser-Akten auch sicher aufbewahrt!)
Abg. Mag. Stefan: Das ist doch in den Medien, bevor es der Staatsanwalt sieht!
Lassen Sie mich weiter fortsetzen! – Es schaut dann künftig so aus, dass die Staatsanwaltschaft mit dem Betroffenen eine Einigung darüber erzielen kann, welche Unterlagen, die sichergestellt worden sind, verwertet werden dürfen und welche Unterlagen, die sichergestellt worden sind, nicht verwertet werden dürfen. (Abg. Mag. Stefan: Das ist doch in den Medien, bevor es der Staatsanwalt sieht!)
Abg. Grosz: Das passiert ja nie! Die Staatsanwälte sind über jeden Verdacht erhaben!
Und da immer die Vermutung im Raum steht, dass der Staatsanwalt da in Unterlagen reinschaut, in die er gar nicht reinschauen dürfte: Bitte, da unterstellen wir den Staatsanwälten rechtswidriges Handeln (Abg. Grosz: Das passiert ja nie! Die Staatsanwälte sind über jeden Verdacht erhaben!), Sie verstoßen ja gegen die Verschwiegenheitspflicht! Und wenn sie da reinschauen und wenn sie die Unterlagen, die sie nicht verwerten dürfen, verwenden, dann ist das mit Nichtigkeit bedroht. Also da den Staatsanwälten dauernd rechtswidriges Handeln zu unterstellen, halte ich wirklich für vermessen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Und da immer die Vermutung im Raum steht, dass der Staatsanwalt da in Unterlagen reinschaut, in die er gar nicht reinschauen dürfte: Bitte, da unterstellen wir den Staatsanwälten rechtswidriges Handeln (Abg. Grosz: Das passiert ja nie! Die Staatsanwälte sind über jeden Verdacht erhaben!), Sie verstoßen ja gegen die Verschwiegenheitspflicht! Und wenn sie da reinschauen und wenn sie die Unterlagen, die sie nicht verwerten dürfen, verwenden, dann ist das mit Nichtigkeit bedroht. Also da den Staatsanwälten dauernd rechtswidriges Handeln zu unterstellen, halte ich wirklich für vermessen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kickl
Sie sehen, das ist der Hintergrund für diese Maßnahme. Uns geht es, ganz im Gegenteil zu dem, was Sie gesagt haben, Herr Abgeordneter Grosz, nicht um eine Lockerung des Berufsgeheimnisses. Das Redaktionsgeheimnis und sonstige Berufsgeheimnisse sollen weder gelockert werden noch aufgeweicht werden. Es geht ganz im Gegenteil darum (Zwischenruf des Abg. Kickl) – darauf komme ich gleich –, dass das Berufsgeheimnis sogar doppelt abgesichert werden soll und dadurch gestärkt werden soll.
Beifall bei der ÖVP.
Ich wollte Ihnen hier nur aufzeigen, dass es wirklich nicht um ein Aufweichen des Redaktionsgeheimnisses und des sonstigen Berufsschutzes geht, sondern um eine Stärkung. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Ich habe kein Blutdruckproblem!
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Werter Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Werte Regierungsmitglieder! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte nach den kompetenten Ausführungen der Frau Justizministerin, die hoffentlich jetzt auch den Herrn Kollegen Grosz wieder ein bisschen heruntergebracht haben von seinem hohen Blutdruck, den er offenbar heute hat, wieder zum Thema des heutigen Tages zurückkehren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Ich habe kein Blutdruckproblem!) Ich möchte mich bei der Gelegenheit auf ein paar Punkte beziehen, die seitens des Kollegen Krainer, aber auch des Kollegen Kräuter vorhin angesprochen worden sind.
Beifall bei der ÖVP.
Nicht zuletzt aber bedanke ich mich auch bei den Bäuerinnen und Bauern. Es wird immer wieder von den Privilegien der Bauern et cetera gesprochen. Da bin ich jetzt eine Unverdächtige und keine Bauernvertreterin, aber als Konsumentenschutzsprecherin der ÖVP möchte ich sagen: Wenn wir die Bäuerinnen und Bauern nicht hätten in Österreich, dann hätten wir keine gesunden Lebensmittel! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Kräuter: Nein, nein, so habe ich das nicht gesagt!
Noch einmal zum Herrn Kollegen Kräuter: Es gibt so viele Betriebsprüfungen wie nie zuvor, und die Betriebsprüfer sind immer mit neuen Gesetzesvorlagen konfrontiert, so auch jetzt mit den Neuerungen im Finanzstrafgesetz. Ich kann Ihnen sagen, erkundigen Sie sich einmal bei der Wirtschaft! Die Prüfer in den Wirtschaftsprüfungskanzleien und in den Wirtschaftstreuhänderkanzleien geben sich die Tür in die Hand. Hier zu sagen, das ist zu wenig, das ist einfach nicht richtig. (Abg. Dr. Kräuter: Nein, nein, so habe ich das nicht gesagt!) Da sollten Sie sich erkundigen, Herr Kräuter. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Ich schicke Ihnen das!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Ich schicke Ihnen das!
Noch einmal zum Herrn Kollegen Kräuter: Es gibt so viele Betriebsprüfungen wie nie zuvor, und die Betriebsprüfer sind immer mit neuen Gesetzesvorlagen konfrontiert, so auch jetzt mit den Neuerungen im Finanzstrafgesetz. Ich kann Ihnen sagen, erkundigen Sie sich einmal bei der Wirtschaft! Die Prüfer in den Wirtschaftsprüfungskanzleien und in den Wirtschaftstreuhänderkanzleien geben sich die Tür in die Hand. Hier zu sagen, das ist zu wenig, das ist einfach nicht richtig. (Abg. Dr. Kräuter: Nein, nein, so habe ich das nicht gesagt!) Da sollten Sie sich erkundigen, Herr Kräuter. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Ich schicke Ihnen das!)
Abg. Neubauer: So ist es!
Genauso ist es auch widersprüchlich bei Eingriffen in bestehende Verträge. Bei der Bausparprämie, bei der Zukunftsvorsorge, überall wird um die Hälfte gekürzt. (Abg. Neubauer: So ist es!) Die Leute gehen doch davon aus, wenn sie einen Vertrag unterschreiben, dass der auch bis zum Schluss hält. Jetzt kann man natürlich sagen, da steht doch kein fixer Betrag, den kann man ruhig ändern. Aber wie ist es dann bei den Pensionsprivilegien, bei den Sonderpensionsrechten bei den Altpolitikern, bei den hohen Beamten? (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Genauso ist es auch widersprüchlich bei Eingriffen in bestehende Verträge. Bei der Bausparprämie, bei der Zukunftsvorsorge, überall wird um die Hälfte gekürzt. (Abg. Neubauer: So ist es!) Die Leute gehen doch davon aus, wenn sie einen Vertrag unterschreiben, dass der auch bis zum Schluss hält. Jetzt kann man natürlich sagen, da steht doch kein fixer Betrag, den kann man ruhig ändern. Aber wie ist es dann bei den Pensionsprivilegien, bei den Sonderpensionsrechten bei den Altpolitikern, bei den hohen Beamten? (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kopf: Wirfst du uns jetzt vor, dass keine Schuldenbremse gekommen ist?
Bei den arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen ist es ebenfalls so. Statt einer Invaliditätspension unter 50, die jetzt abgeschafft wird ... (Abg. Kopf: Wirfst du uns jetzt vor, dass keine Schuldenbremse gekommen ist?) Ja, es kommt ja keine. (Abg. Kopf: Da hat es keine Mehrheit gegeben!) Wie wollt ihr eine Mehrheit erhalten? Ihr macht ja nichts bei der Schuldenbremse. Einnahmenseitig erhöht ihr alles, aber von einer Verwaltungsreform oder von einer Bundesstaatsreform ist keine Spur. (Beifall beim BZÖ.) Das ist ja mit der ÖVP sowieso nicht machbar.
Abg. Kopf: Da hat es keine Mehrheit gegeben!
Bei den arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen ist es ebenfalls so. Statt einer Invaliditätspension unter 50, die jetzt abgeschafft wird ... (Abg. Kopf: Wirfst du uns jetzt vor, dass keine Schuldenbremse gekommen ist?) Ja, es kommt ja keine. (Abg. Kopf: Da hat es keine Mehrheit gegeben!) Wie wollt ihr eine Mehrheit erhalten? Ihr macht ja nichts bei der Schuldenbremse. Einnahmenseitig erhöht ihr alles, aber von einer Verwaltungsreform oder von einer Bundesstaatsreform ist keine Spur. (Beifall beim BZÖ.) Das ist ja mit der ÖVP sowieso nicht machbar.
Beifall beim BZÖ.
Bei den arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen ist es ebenfalls so. Statt einer Invaliditätspension unter 50, die jetzt abgeschafft wird ... (Abg. Kopf: Wirfst du uns jetzt vor, dass keine Schuldenbremse gekommen ist?) Ja, es kommt ja keine. (Abg. Kopf: Da hat es keine Mehrheit gegeben!) Wie wollt ihr eine Mehrheit erhalten? Ihr macht ja nichts bei der Schuldenbremse. Einnahmenseitig erhöht ihr alles, aber von einer Verwaltungsreform oder von einer Bundesstaatsreform ist keine Spur. (Beifall beim BZÖ.) Das ist ja mit der ÖVP sowieso nicht machbar.
Beifall beim BZÖ.
Von einer Transparenzdatenbank ist weit und breit auch nichts zu sehen. Da geht bisher überhaupt noch nichts weiter. Beim Förderdschungel, den es da gibt, geschieht auch nichts. 18 Milliarden sind da drinnen. Da könnten Sie sofort zwei Drittel einsparen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Herr Präsident! Frauen Ministerinnen! Herr Minister! Vor 100 Jahren war es, da gingen Zigtausende Frauen auf die Straße beim sogenannten Textilarbeiterinnenstreik und sangen das Lied „Wir wollen Brot und Rosen!“ Alles Gute zum Internationalen Frauentag den Frauen an den Bildschirmen und Ihnen hier! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Mag. Stefan: Sie sprechen als letzte Rednerin!
Und jetzt schaue ich mir die Rednerliste an. Bei Ihnen von der FPÖ kann man wirklich von der Rednerliste sprechen. Sie lassen die Frauen nicht einmal sprechen: weder am Internationalen Frauentag noch sonst, denn auch sonst sprechen Sie statt der Frauen. Was ist denn das für ein Frauenverständnis? Bei der FPÖ darf keine Frau sprechen. (Abg. Mag. Stefan: Sie sprechen als letzte Rednerin!) Hier spricht keine Frau. Auch beim BZÖ nicht. Finden Sie das in Ordnung? Josephinisch ist das! (Abg. Neubauer: Reden Sie zum Sparpaket! – Abg. Mag. Stefan: Es geht hier nicht um den Frauentag!) Alles durch, oder nichts für. Oder wie geht das? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Heute geht es um das Sparpaket!)
Abg. Neubauer: Reden Sie zum Sparpaket! – Abg. Mag. Stefan: Es geht hier nicht um den Frauentag!
Und jetzt schaue ich mir die Rednerliste an. Bei Ihnen von der FPÖ kann man wirklich von der Rednerliste sprechen. Sie lassen die Frauen nicht einmal sprechen: weder am Internationalen Frauentag noch sonst, denn auch sonst sprechen Sie statt der Frauen. Was ist denn das für ein Frauenverständnis? Bei der FPÖ darf keine Frau sprechen. (Abg. Mag. Stefan: Sie sprechen als letzte Rednerin!) Hier spricht keine Frau. Auch beim BZÖ nicht. Finden Sie das in Ordnung? Josephinisch ist das! (Abg. Neubauer: Reden Sie zum Sparpaket! – Abg. Mag. Stefan: Es geht hier nicht um den Frauentag!) Alles durch, oder nichts für. Oder wie geht das? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Heute geht es um das Sparpaket!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Heute geht es um das Sparpaket!
Und jetzt schaue ich mir die Rednerliste an. Bei Ihnen von der FPÖ kann man wirklich von der Rednerliste sprechen. Sie lassen die Frauen nicht einmal sprechen: weder am Internationalen Frauentag noch sonst, denn auch sonst sprechen Sie statt der Frauen. Was ist denn das für ein Frauenverständnis? Bei der FPÖ darf keine Frau sprechen. (Abg. Mag. Stefan: Sie sprechen als letzte Rednerin!) Hier spricht keine Frau. Auch beim BZÖ nicht. Finden Sie das in Ordnung? Josephinisch ist das! (Abg. Neubauer: Reden Sie zum Sparpaket! – Abg. Mag. Stefan: Es geht hier nicht um den Frauentag!) Alles durch, oder nichts für. Oder wie geht das? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Heute geht es um das Sparpaket!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Ich gratuliere Ihnen, dass es in Ihrer Partei eine Quote gibt!
Ich sage Ihnen eines, und ich komme damit sehr wohl zum Sparpaket: Ich bin sehr froh, dass hier in diesem Paket nicht verankert ist, dass die Frauen vor der Zeit das gleiche gesetzliche Pensionsanfallsalter haben, sondern dass 750 Millionen € vorgesehen sind für ältere Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen für Schulungen, damit sie wieder von der Arbeitslosigkeit in die Arbeit kommen können. (Abg. Dr. Rosenkranz: Ich gratuliere Ihnen, dass es in Ihrer Partei eine Quote gibt!) Das nützt den Frauen und nicht irgendwelche Pamphlete, die ihnen schlicht und einfach nichts bringen. (Abg. Neubauer: Ohne Quote wären Sie kein Bote!)
Abg. Neubauer: Ohne Quote wären Sie kein Bote!
Ich sage Ihnen eines, und ich komme damit sehr wohl zum Sparpaket: Ich bin sehr froh, dass hier in diesem Paket nicht verankert ist, dass die Frauen vor der Zeit das gleiche gesetzliche Pensionsanfallsalter haben, sondern dass 750 Millionen € vorgesehen sind für ältere Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen für Schulungen, damit sie wieder von der Arbeitslosigkeit in die Arbeit kommen können. (Abg. Dr. Rosenkranz: Ich gratuliere Ihnen, dass es in Ihrer Partei eine Quote gibt!) Das nützt den Frauen und nicht irgendwelche Pamphlete, die ihnen schlicht und einfach nichts bringen. (Abg. Neubauer: Ohne Quote wären Sie kein Bote!)
Abg. Kickl: Sie arbeiten am Gegenteil!
Maßnahmen für die Frauen sind es, wenn sie nicht aus der Arbeitslosigkeit in die Pension geschickt werden, sondern etwas für sie getan wird. (Abg. Kickl: Sie arbeiten am Gegenteil!) Maßnahmen für die Frauen sind es, wenn Stelleninserate so ausgestaltet sind, dass selbstverständlich die verschiedenen Löhne auch erkennbar sind.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Ich kann das SPÖ-Gelaber schon nicht mehr hören! – Abg. Neubauer: Was haben Sie in 40 Jahren für die Frauen getan? Nichts!
An all diesen Dingen haben Sie nichts Gutes gefunden. Wo ist denn Ihre Kraft in der eigenen Partei, Frau Gartelgruber? Wo sind denn Ihre Forderungen, die Sie dann hier auch durchsetzen können? Nicht einmal reden lässt man Sie hier – und das am Internationalen Frauentag! Das ist eine Schande! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Ich kann das SPÖ-Gelaber schon nicht mehr hören! – Abg. Neubauer: Was haben Sie in 40 Jahren für die Frauen getan? Nichts!)
Abg. Neubauer: Sie bewirken für die Frauen mit der Quote gar nichts! Nehmen Sie einmal zur Kenntnis, dass wir keine Quote brauchen!
Sehr geehrte Damen und Herren, es gibt eine Möglichkeit, wie Sie zu mehr Frauen kommen: Sie müssen die Quote einführen, sonst ist es Ihnen nicht ernst, sonst sind Sie wieder armselig mit drei, vier Frauen hier im Klub. Das können auch Sie nicht wollen, Herr Neubauer. Sie sind doch so ein begeisterter Südtirol-Sprecher. Das sind Sie doch. Dann schauen Sie sich einmal das Gesetz der Südtirolerinnen an: Ein Drittel der Gremien muss mit Frauen besetzt werden. Schauen Sie sich das an – nicht nur die anderen Gesetze, auch dieses Gesetz. Schauen Sie sich einmal an, wie es die Südtiroler machen! (Abg. Neubauer: Sie bewirken für die Frauen mit der Quote gar nichts! Nehmen Sie einmal zur Kenntnis, dass wir keine Quote brauchen!)
Abg. Neubauer: Das ist ungeheuerlich! Was Sie hier gesagt haben, ist eine Frechheit! Eine Frechheit ist das!
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich bin froh darüber, dass dieses Konsolidierungspaket auf jene Frauen, die wir auch zu vertreten haben, die eben nicht auf der Butterseite sind, die nicht die hohen Löhne haben, Rücksicht nimmt, dass Bezieher unterer Einkommen nicht in dem Maß zur Kasse gebeten werden, denn sie sind nicht die Vermögenden. Bei Vermögenszuwachssteuern sind es vor allem die Herren, die davon betroffen sind. Old-Men-Network – das brauchen wir nicht! (Abg. Neubauer: Das ist ungeheuerlich! Was Sie hier gesagt haben, ist eine Frechheit! Eine Frechheit ist das!) Wir brauchen Empowerment für die Frauen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Aber nicht mit so einer Frechheit!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Aber nicht mit so einer Frechheit!
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich bin froh darüber, dass dieses Konsolidierungspaket auf jene Frauen, die wir auch zu vertreten haben, die eben nicht auf der Butterseite sind, die nicht die hohen Löhne haben, Rücksicht nimmt, dass Bezieher unterer Einkommen nicht in dem Maß zur Kasse gebeten werden, denn sie sind nicht die Vermögenden. Bei Vermögenszuwachssteuern sind es vor allem die Herren, die davon betroffen sind. Old-Men-Network – das brauchen wir nicht! (Abg. Neubauer: Das ist ungeheuerlich! Was Sie hier gesagt haben, ist eine Frechheit! Eine Frechheit ist das!) Wir brauchen Empowerment für die Frauen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Aber nicht mit so einer Frechheit!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Strutz. – Bitte. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
treten ist. – Ich fordere Sie auf, auch im Sinne der Frauensolidarität derartige Bezeichnungen zurückzunehmen und sich für diese Aussage hier im Parlament zu entschuldigen! (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Unsere Abgeordneten sind keine „armseligen“ Frauen! Das sind genauso fleißige und für das Wohl Österreichs engagierte Frauen und Damen, wie sie in der SPÖ, wie sie in der ÖVP, beim BZÖ und bei den Grünen vertreten sind. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Herr Präsident! Ich ersuche Sie, für diese Aussage – „armselige“ Frauen in Richtung der Freiheitlichen Partei – einen Ordnungsruf zu erteilen. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich mache Sie auch darauf aufmerksam: Sprechen Sie mit Staatssekretär Ostermayer! Die Minderheit in Kärnten hat ein Recht auf zweisprachige Gerichtsbarkeit. Erklären Sie uns, wenn die Bezirksgerichte – wie es Ihr Plan ist – von Eisenkappel, von Bleiburg, von Ferlach aufgelassen werden, ob das nicht im Sinne des Volksgruppengesetzes und auch verfassungsrechtlich nicht in Ordnung ist! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz: Herr Präsident! Und zum Ordnungsruf an Frau Wurm? „Armselige Frauen“? – Weitere Zwischenrufe.
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Ing. Schultes. – Bitte. (Abg. Grosz: Herr Präsident! Und zum Ordnungsruf an Frau Wurm? „Armselige Frauen“? – Weitere Zwischenrufe.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Meine Damen und Herren an den Fernsehschirmen: Was jetzt vor uns liegt, ist ein schweres Stück Arbeit, das verantwortungsbereite und verantwortungsvolle Politiker erfordert. Geben Sie nichts auf das Geschrei der Opposition! Geben Sie nichts auf das Geschrei der profilierungssüchtigen Populisten! Achten Sie auf die Menschen, die bereit sind, in ihrer politischen Verantwortung Veränderung zu begründen (Zwischenrufe bei der FPÖ), und die bereit sind, auch schwierige Maßnahmen vor den Menschen zu erklären. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren an den Fernsehschirmen: Was jetzt vor uns liegt, ist ein schweres Stück Arbeit, das verantwortungsbereite und verantwortungsvolle Politiker erfordert. Geben Sie nichts auf das Geschrei der Opposition! Geben Sie nichts auf das Geschrei der profilierungssüchtigen Populisten! Achten Sie auf die Menschen, die bereit sind, in ihrer politischen Verantwortung Veränderung zu begründen (Zwischenrufe bei der FPÖ), und die bereit sind, auch schwierige Maßnahmen vor den Menschen zu erklären. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Unsere Bundesregierung – der Herr Vizekanzler, der Herr Bundeskanzler, unsere Finanzministerin – hat diesen Weg beschritten. Wir werden mit den Landeshauptleuten und den Bundesländern diesen Weg für Österreich gut weitergehen. Wir brauchen dafür die Unterstützung der Wähler, nicht unbedingt die der Schreier aus der Opposition. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und FPÖ.
Sollten sich die vier weiblichen Abgeordneten der FPÖ dadurch in ihrer Person, in ihrer Integrität verletzt fühlen, dann entschuldige ich mich dafür. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und FPÖ.)
Unruhe im Saal. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Ing. Lugar. – Bitte. (Unruhe im Saal. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Öllinger: Was Sie alles hören!
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (ohne Klubzugehörigkeit): Herr Präsident! Hohes Haus! Bevor ich auf das Belastungspaket der Regierung eingehe, würde ich gerne noch kurz über den Weltfrauentag reden. Es passiert hier eine Entwicklung, die ich aus meiner Sicht als sehr bedenklich erachte. Es hat in der Vergangenheit immer wieder Diskussionen über verpflichtende Frauenquoten gegeben, über Gesetze, die Männer zwingen, über einen gewissen Zeitraum zu Hause zu bleiben; ein bis drei Monate sind hier im Gespräch für den verpflichtenden Papa-Monat. Es gibt immer wieder Diskussionen darüber, ob es nicht fixe Quoten für leitende Angestellte geben sollte. Letztens habe ich gehört, dass auch auf der Wahlliste eine verpflichtende Quote festgeschrieben werden soll. (Abg. Öllinger: Was Sie alles hören!)
Abg. Öllinger: Wen denn?
Jetzt frage ich mich, wofür das gut sein soll. Auf der einen Seite wollen wir nicht diskriminieren, das heißt, es gibt ein Diskriminierungsverbot. Da ist eindeutig festgeschrieben, dass nicht nach Geschlecht diskriminiert werden darf. Das heißt, ohne Ansicht des Geschlechts muss über Qualifikation und sonstige Dinge entschieden werden. Aber auf der anderen Seite diskriminieren wir! (Abg. Öllinger: Wen denn?) Wir diskriminieren mit diesen Quoten die Männer. (Ah-Rufe bei den Grünen.) Wir diskriminieren
Ah-Rufe bei den Grünen.
Jetzt frage ich mich, wofür das gut sein soll. Auf der einen Seite wollen wir nicht diskriminieren, das heißt, es gibt ein Diskriminierungsverbot. Da ist eindeutig festgeschrieben, dass nicht nach Geschlecht diskriminiert werden darf. Das heißt, ohne Ansicht des Geschlechts muss über Qualifikation und sonstige Dinge entschieden werden. Aber auf der anderen Seite diskriminieren wir! (Abg. Öllinger: Wen denn?) Wir diskriminieren mit diesen Quoten die Männer. (Ah-Rufe bei den Grünen.) Wir diskriminieren
Zwischenrufe bei den Grünen.
sie! Wir diskriminieren sie, indem wir sagen: Unter einer gewissen Quote wird kein Mann mehr eingestellt, nur noch Frauen. Ist das nicht Diskriminierung? Ist das keine Diskriminierung? (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Mag. Schatz: Sagen Sie auch etwas zur Einkommensschere?
Deshalb: Hören Sie auf mit dieser Quotendebatte! Hören Sie damit auf, die Männer zu diskriminieren! Wir haben in Österreich kein Problem mit der Gleichberechtigung, das haben wir nicht. Na, schauen Sie sich um! Schauen Sie sich dort um, wo es um Leistung geht. Schauen Sie in die Chefetagen, dort gibt es genug Frauen, die es geschafft haben, und es gibt auch genug Frauen, die ordentlich Geld verdienen. (Abg. Mag. Schatz: Sagen Sie auch etwas zur Einkommensschere?)
Abg. Mag. Schatz: Intelligenztest für Parlamentarier!
Oder schauen Sie einmal auf eine Baustelle: Dort gibt es praktisch keine Frauen. Wollen Sie die Unternehmen verpflichten, Frauen als Maurerinnen, als Eisenbiegerinnen oder sonst etwas einzusetzen? Wollen Sie sie verpflichten? – Natürlich gibt es vereinzelt Frauen, die das machen wollen. Das ist auch gut so. Aber brauchen wir hier einen Zwang? (Abg. Mag. Schatz: Intelligenztest für Parlamentarier!) Brauchen wir eine verpflichtende Quote? – Ich sage: Nein!
Beifall bei der FPÖ.
Wo wird das hinführen? Wo führt das hin? – Das kann nur in den Untergang führen. Das kann nur in Inflation münden, und Herr Vilimsky hat es schon gesagt: Inflation ist eine Sondersteuer. Sie ist eine Sondersteuer, die alle trifft, die Reichen, aber auch die Ärmsten in diesem Lande. Das ist ein Weg, den Sie mitgehen, und da habe ich draußen in Brüssel von Ihnen noch nichts darüber gehört, dass das eine Frechheit ist, was hier passiert. Denn letztlich höhlt die EZB mit dieser Maßnahme das Verbot, das heilige Verbot aus, dass Staaten niemals finanziert werden dürfen. Genau das macht die EZB! (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Das ist nicht mein Weg, und ich hoffe, auch nicht Ihr Weg, dass Sie die Interessen der Österreicher und des österreichischen Staates unterordnen den Interessen der europäischen Staaten und jener Staaten, die nicht wirtschaften können. Das heißt, wenn wir in unserem Land ordentlich wirtschaften (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), dann sollen wir nicht die Rechnung für jene bezahlen, die das nicht können. Dafür sollte ein Bundeskanzler dieser Republik einstehen, und dafür sollte er kämpfen! – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist nicht mein Weg, und ich hoffe, auch nicht Ihr Weg, dass Sie die Interessen der Österreicher und des österreichischen Staates unterordnen den Interessen der europäischen Staaten und jener Staaten, die nicht wirtschaften können. Das heißt, wenn wir in unserem Land ordentlich wirtschaften (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), dann sollen wir nicht die Rechnung für jene bezahlen, die das nicht können. Dafür sollte ein Bundeskanzler dieser Republik einstehen, und dafür sollte er kämpfen! – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Frauen wollen in der Familie ihre Kinder erziehen, sie wollen in der Familie verbleiben. Sie wollen aber aufgrund ihrer guten Ausbildung natürlich auch einen Fuß in der Firma haben, im Betrieb, um den Anschluss nicht zu verlieren, um auch eine eigene Vorsorge für das Alter zu haben. Wir wissen ganz genau, dass da die Beschäftigung der Frauen voranschreitet. Wir haben heute 4,2 Millionen Bürgerinnen und Bürger, die erwerbstätig sind. Davon sind 1,9 Millionen Frauen, und wir wissen, das von ihnen sehr, sehr viele Teilzeit arbeiten. Aber 80 Prozent der Frauen, die Teilzeit arbeiten, wollen das auch! Es zwingt sie niemand dazu. Es ist ihre Angelegenheit, es ist ihr Wunsch, beides vereinbaren zu können. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kitzmüller: Was haben Sie die ganzen Jahre über dagegen getan?
Ich kenne viele Unternehmen, und die Unternehmer sagen: Wir verstehen es nicht, bei uns findet das nicht statt. – Wir werden uns das im Rechnungshofbericht noch einmal anschauen, dort wird es aufgelistet. (Abg. Kitzmüller: Was haben Sie die ganzen Jahre über dagegen getan?) Woran krankt es? Was haben wir zu tun? Das ist meiner Meinung nach eine Aufgabe, die wir auch gemeinsam lösen können, wenn wir das wollen. In diesem Sinne wünsche ich den Frauen in Österreich alles, alles Gute. Wählt euren Weg selbst! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich kenne viele Unternehmen, und die Unternehmer sagen: Wir verstehen es nicht, bei uns findet das nicht statt. – Wir werden uns das im Rechnungshofbericht noch einmal anschauen, dort wird es aufgelistet. (Abg. Kitzmüller: Was haben Sie die ganzen Jahre über dagegen getan?) Woran krankt es? Was haben wir zu tun? Das ist meiner Meinung nach eine Aufgabe, die wir auch gemeinsam lösen können, wenn wir das wollen. In diesem Sinne wünsche ich den Frauen in Österreich alles, alles Gute. Wählt euren Weg selbst! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Frau Kollegin Schittenhelm, Sie haben Wertschätzung und Respekt gegenüber den Frauen in Österreich eingefordert. Im Namen der Freiheitlichen Partei darf ich allen Frauen in Österreich unsere Wertschätzung und unseren Respekt ausdrücken, auch wenn sie vielleicht gerade von Frauen selbst oft nicht gegenüber Angehörigen ihres eigenen Geschlechts zum Ausdruck gebracht werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Kollegin Wurm, ich möchte noch ganz kurz auf Ihre Worte replizieren: Ich finde es sehr schön, dass Sie eine Entschuldigung ausgesprochen haben gegenüber den Abgeordnetenreihen der Freiheitlichen Partei, gegenüber unseren Damen. Es definieren sich nicht alle Frauen über eine Quote, Frau Kollegin Wurm. Wenn das Ihre Sache ist, dann mag es das sein. Ich akzeptiere das, aber akzeptieren Sie bitte auch, dass es Frauen gibt, die sich über andere Eigenschaften, zum Beispiel als Mutter, als Frau definieren und nicht unbedingt in die Quotenregelung fallen würden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich kenne, schätze und respektiere Sie als Kämpfer für die Rechte der Frauen. Ich hoffe, Sie kämpfen in Zukunft mit uns gemeinsam für die Rechte aller Frauen und für ein umfassendes Recht der Frauen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
warten, eine Mogelpackung des Ministers für Landesverteidigung, der nämlich die 41. Wochenstunde für unsere Soldaten abschaffen will, eine Stunde, die tatsächlich geleistet wird und die Bestandteil der Grundausstattung eines Soldaten ist. Jetzt hat er ein wenig zurückgerudert und möchte sie durch Überstunden ersetzen. Da wir aber wissen, dass auch die Überstunden kontingentiert sind, bedeutet das nichts anderes als eine Reduktion der Leistungen, eine Reduktion der Ausbildung, eine Reduktion der Qualität, und da wollen wir Freiheitliche nicht mitspielen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Strutz: Ja, das hätten sie gerne!
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Kürzungen in diesem Belastungspaket betreffen auch ein wesentliches Organ dieser Republik, betreffen die Kontrolle, betreffen den Rechnungshof, wenn Frau Bundesminister Heinisch-Hosek fordert, dass der Rechnungshof um 19 Beamtenstellen reduziert wird. (Abg. Dr. Strutz: Ja, das hätten sie gerne!)
Abg. Dr. Strutz: In Albanien vielleicht!
Der Rechnungshof selbst hat seit Jahren schon das ihm zustehende Maß an Bediensteten nicht zur Gänze ausgenützt, das heißt, er hat schon bis jetzt sehr an sich selbst gespart. Und wo auf dieser Welt gibt es das, dass ein Organ, das kontrolliert wird, dem Organ, das es zu kontrollieren hat, vorschreibt, wie, wann und mit welchen Ressourcen es zu kontrollieren hat. Das ist wohl einzigartig auf der Welt. (Abg. Dr. Strutz: In Albanien vielleicht!) Möglicherweise passiert das in Albanien oder Kuba oder ähnlichen Staaten. Dabei werden wir nicht mitspielen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Rechnungshof selbst hat seit Jahren schon das ihm zustehende Maß an Bediensteten nicht zur Gänze ausgenützt, das heißt, er hat schon bis jetzt sehr an sich selbst gespart. Und wo auf dieser Welt gibt es das, dass ein Organ, das kontrolliert wird, dem Organ, das es zu kontrollieren hat, vorschreibt, wie, wann und mit welchen Ressourcen es zu kontrollieren hat. Das ist wohl einzigartig auf der Welt. (Abg. Dr. Strutz: In Albanien vielleicht!) Möglicherweise passiert das in Albanien oder Kuba oder ähnlichen Staaten. Dabei werden wir nicht mitspielen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Krainer: Und genau das geschieht auch!
Die Kontrolle obliegt noch immer dem Parlament, und dieses Parlament wird entscheiden, dieser Nationalrat, wie der Rechnungshof auszustatten ist. Das ist im Übrigen auch verfassungsmäßig garantiert. (Abg. Krainer: Und genau das geschieht auch!)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Sinne abschließend zum heutigen Tag: Diese Mogelpackungen, die Sie dem Volk vorlegen, werden wir nicht mittragen. Von Frau Kollegin Tamandl wurde heute schon vielen gedankt: den Bauern, den Pensionisten und so weiter. Sie hat gesagt: Alle tragen dieses Paket mit. – Nein, Frau Kollegin Tamandl! Da sind Sie zu wenig bei der Bevölkerung, zu wenig bei den Bürgern. Die tragen das nicht mit! Mittragen tun das nur die, die das verhandeln, die Spitzen der Interessenvertretungen von Rot und Schwarz, und die vertreten wirklich nicht mehr die, die sie vertreten sollten, sondern nur mehr ihre Parteien. – Danke! (Beifall bei der FPÖ.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Binder-Maier und Franz werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Binder-Maier und Franz werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.)
in Richtung des zwischen den Bankreihen stehenden Abgeordneten Herbert
Präsident Fritz Neugebauer: Wir kommen zu den weiteren Abstimmungen. – Herr Kollege Herbert (in Richtung des zwischen den Bankreihen stehenden Abgeordneten Herbert), Abstimmungen!